. IM«. mmW 7 MittVoch, den IS. Februar(890. 7. ZahNg. Teichels' on., tuen«ud -- Brgan für die Interessen der Arbeiter. ____...___ , Sud„»erltsc«»elläfrlat«" nach Sonn, und Festtagen. Abonnenient«preu> für Berlin frei taM 4 M°rk. monatlich U5 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer urit dem„©onntogfi. Blotf 10 Pf. Be? WKolung au» unserer tS,??.!? f4 1 Mark pro Monat. Postadonnemeni 4 Mark pro Quartal. ? der Postzeitungspreisliste für 1890 unter Nr. 89a) mna''-taglich uuter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. » Jvsertiousgedühr beträgt für die 4 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlu., Anzngen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr NachmUtauS in der Expedition, Berlin 81. Zimmerstrahe 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des PreiteS, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3— 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. —-. ttvnrvttOttr: Amt VI. Ztr." Vedaktio«: VeulhMrsHe— Expedition: AimmeefieoHe 44. '..TM Jur i'SS bojwlgeletzgebung. w-w»»« ich meine jä zkev'G»l? edarf best. te««»«' tue« Originalst-' tte.pr.Lil- nz BC Munrnst� die Kartell- etwas zu sagen, Parteien, wie ,,-— v.wuM)0 gerne nennen, nun»ein Stich- ' für d i e W a h l e n" hätten. Da«'st aber sehr ander« geworden. Herr Stumm hat den Ton an- II. W gegen die geplanten Arbeit e r a u«- 'fe erklärte und nun ist schier die ganze Kartellpresse .ß.%n drein und hat ihre Bedenken über d,e �w'eri gleiten".welche mit der Durchführung HL."lsamen und internationalen Arbeiterschutz- Gesetz- ».verbunden sind. Man kann au« dieser Haltung so liehen, wie die Herren Kartellbrüder mit Begnffen � spiele« pflegen. Seit mehreren Jahren Parteien, die da« Kartell gebildet haben, über von T�vgen ihrer Arbeiterfreuvdl'chkeit; sie konnten de« % Ä'l'cht voll genug nehmen von„Ar b e i t e r schütz, b» de,?, Konservattven, die sehr empsindlrch find, wenn «i�ündlichen Arbeitern und deren Lage nur - 2%%«Ä« beitern allen möglichen Schutz de« Sor� sw# allen möglichen Schutz de« Gesetze« an- ,,' lönen. Dem Arbeiter mußte ordentlich bange >-die s-.."" er so viele„Freunde" sich herzu drängen Ät. 2. r v0rum �av, ihm zu helfen. Nur sagten tt„Lre 2 thun wollten, und wenn sich Jemand wie Herr Occhelhäuser, so sah e« mit die zur Verwirklichung all' der «t« en, recht windig au«. plötzlich in Aussicht gestellt, daß auf Im- lrb-i«??2oberhauptS versucht werden soll, eine wirk- „�schütz- Gesetzgebung, in Verbindung mit einer "len_ Verständigung, einzuführen, und siehe da,, ,t' v Kartellbrüder sind gar nicht sonderlich! aruber, sonder« sie plaudern nach, wa«' englischen KaufmannSblätter zu der neuen SÄÄ ««0. irbt un«"v" t eine«« - Behandl« Herrn"c g# -fpÄ Norstadt St. Attwwe. -1792. & f«IVU«|mU»H4WV444**VV w* st1 haben; sie wissen nur von den ungeheuren St4 ALk.'.Ur �den, die im Wege stehen. An den eng- ..v�lzherre» kann man sich freilich nicht wohl ein 611,*' n,enn man eine wirksame Arbeiterschutz- wnÄ /«strebt. England hätte seine Fabrikgesetz- (ni 7e,ute noch niclt und die berühmte Zehn- ie««-'i märe ein schöner Traum geblieben, wenn >» au« Bosheit und um die liberalen Ver- g mobilen Kapital» zu benachth'iligen, sich um die �genommen hätten. Mit der Weisheit der « Eity bleibe man un« gefälligst vom bie'-«eif.ln allerdings auch nicht im mindesten daran, »plante neue Sozialgesetzgebung auf große Hinder- ..—„----- Schwierigkeiten stoßen wird. Aber diese Schmie- jehavpiun«� /I «U��uillekon. I17 D-enst«%, säI ÄSft. »-w-a ss fit o?»«\ ch'kt, so wird er die nöthigen Maßregeln er- ? Pe? fragte Gäbet. «v. ste? wiederholte der Pförwer. Sagte sie nicht, daß sie auf mich zählen �er» Der Konvent. M Kavent tagte in den Tuilerien, die jetzt Palais ""boni annt wurden. Der SitzungSraum war der von «juter Ludwig XV. neu ausgestattete Theater- bie gros Name« Maschinensaal bekannt, weil m iS'oJ; Apparate verfertigt wurden, welche man zu isomer und Ballete» verwendete. Mx K J hatte diesen Saal nach dem Brande im Jahre Vi0* 177» Jur Verfügung gestellt. jjfrii. 0~-1782 hatte man ihn dem Theatre franfais ' Kvnoent hielt hier seine Sitzungen sett dem Historische Erzählung *tz Restillp« au« de« Jahre» 1789 � Deutsch von Ludwig Knorr. - Zreisen, so schnell? Muß sei«! Der Bürger Lenoir ist Dein Freund gewesen, er hat Dir schreiben gelernt. Es ,1. 8, daß er durch Mch das Schicksal erfährt, ein, M" ■0 rigkeite« liegen weniger in den sozialpolitischen Verhält- viflen. Man hat eS doch auch fertig gebracht, große Be- ttiebe vortrefflich zu regeln und der Gesammtheit dienstbar zu wachen. Wenn e« möglich war, da» großartige Netz von Verkehrslinien, das die zivilisirte Welt bedeckt, bis zu einem gewissen Grade so zu ordne«, daß die ganze Maschine in einander greift, warum sollte eS denn nicht auch möglich sein, eine tnternationale Verständigung über die Be- schränkung der Arbeitszeit herbeizuführen? Nein, die all- gemeinen Zustände bilden das Hinderniß nicht. Das Haupthinderniß liegt in dem Egoismus— Prinz Earolath-Schönaich würde sagen: MaterialiS- m u S— der großen Unternehmer, der „oberen Zehntausend". Diese haben geglaubt, die Arbeiterschutz- Gesetzgebung überhaupt auf unabsehbare Zeit hinausschieben zu können, indem sie deren internationale Regelung befürworteten. Nun soll diese Regelung er- folgen und die Herren Kartellbrüder empfinden eS äußerst unangenehm, beim Wort genommen zu werden. Einstweilen machen isie noch eine sanfte Miene. Sie verlassen sich darauf, daß sie mit ihren„Schwierigkeiten" Recht haben, daß die angekündigte Gesetzgebung in greifbarer, praktischer Form sich ganz anders darstellen müsse, und daß ie vom Bundestag und Reichstag durchgesiebt, sich so ge- takten werde, daß eine einschnetdende Veränderung auSge- chlossen fei. Wer will, der kann das Alles zwischen den Zeilen der Besprechungen lesen, welche die Kartellpresse den kaiserlichen Erlassen widmet. Die Arbeiter werden sonach, wenn sie auf dem Gebiete der Schutzgesetzgebung etwa« Ersprießliches einheimsen wollen, doppelte Anstrengungen machen müssen, Abgeordnete der Arbeiterpartei zu wählen, damit diese im Reichstage ihre ganze Energie aufbieten, um zu verhindern, daß von den Kartellbrüdern im Verein mit den anderen Parteien die Schutzgesetzgebung so gesichtet und geändert wird, daß sie wirkungslos bleibt. Die Regierung kann, wenn sie will, eine sehr einfache Probe machen, wie sich die Parteien zu der neuen Wendung in der Sozialgesetzgebung stellen. Sie braucht nur eine Vorlage zu machen, in welcher der zehn- stündige Normalarbeitstag enthalten ist. Wir wollen dann einmal sehen, wer für eine solche Vorlage stimmen wird, und was namentlich die Freisinnigen, die mit so großer Selbstüberhebung sich als eine Art Urheber der neuen Wendung bezeichnet haben, dazu sagen werden. Allerdings könne» wir nicht hoffen, daß der zehnstündige Normalarbeitstag von der Regierung wird beantragt werden. Aber die Probe wäre nicht übel. Die kapitalistische Weltanschauung fühlt sich durch den Gedanken einer wirksamen Arbeiterschutz-Gesetzgebung nicht angenehm berührt, das ist klar. Der Staat hat ihr sckon mit den geringfügigen VersicherungSaesetzen zu viel in vaS „freie" Verhältnis; von Arbeiter und Unternehmer eingegriffen; die internattonale Verständigung geht ihr wider den Strich. Wir werden das sehen. Sie ist in ihrer äugen- Die Bureau'« der Versammlung, ihre Kommissionen z und Komitee'« nahmen Besitz von den königlichen Gemächer«. - Das Komitee der öffentlichen Sicherheit tagte unter einem ? himmelblauen Plafond, der mit vergoldeten Lilien besät war. Im vergangenen Jahre hatte der Syndikus der Ge- | meinde, Manuel, verlangt, daß der Präsident des Konvents i im Palais National wohnen sollte. Aber Taillien war auf die Tribüne gestiegen und er- klärte: — Wenn wir de» Präsidenten des Konvents nöthig haben, so werden wir ihn in einer fünften Etage aufsuchen. Dort wohnen das Genie und die Tugend. Der Antrag Manuel'« wurde verworfen. Die Zugänge zur Versammlung glichen einem Waffen- platze. Bewaffnete Bürger wachten über die Repräsentanten des Volkes. Auf dem Karousselplatz war eine Batterie Kanone« aufgestellt. Da« dumpfe Gemurmel der Deputa- tionen des Volkes drang von den angrenzenden Straßen herauf. Zwischen rothen Mützen, Earmagnolejacken, mit Kokarden geschmückten Kopfbedeckungen aller Art und de« malerischen Lumpen der Massen tauchten zeitweise die gleichmäßigen Uniformen der Patrouillen auf. Wenn sich bekannte Abgeordnete zeigten, so nannten die Stammgäste der Sitzungen den Neugierigen mit lauter Stimme ihre Namen. Waren eS Danton, RobeSpierre, St. Just oder Collot d'Herboi«, so öffneten sich respektvoll die Reiben.' Danton stand oft still, um einen Blitzstrahl seiner volkSthümlichen Bered- samkeit unter die Menge zu schleudern; er blieb stehen, wenn man ihn anredete. RobeSpierre hingegen war immer stumm und kalt; einige begeisterte Jakob, ner folgten fast immer seinen Schritten. blickliche« Kritik vorsichtig und zurückhaltend. Wenn im Reichstage Vorlagen gemacht werden, die dem Inhalt der kaiserlichen Erlasse entsprechen, so werde« die Vertreter der industriellen Bourgeoisie zum offenen Angriff gegen die Regierungsvorlagen übergehen. Das erscheint uns zweifellos. Wie schnell die Zeiten sich ändern! Kaum ein paar Jahre ist es her, seitdem der Regierungspräsident zu Erfurt einen Fachverein verbot, weil derselbe sich für die st a a t» liche Begrenzung der Arbeitszeit, resp. den MaximalarbeitStag, ausgesprochen hatte. Da» Verbot wurde damit begründet, daß der Verein ein politischer sei, weil er sich mit solchen Fragen beschäftige!!! Dieser Regierungspräsident war der inzwischen ver- storbene Herr von Kamptz, der Sohn de« bekannten Demagogenverfolgers. Requiescat in pace! Morrelxeonderrzen. London, s. Februar. Die Zeitungen sind voll von herz- ergrersenven Berichten über da« große Grubenunglück m Monmouthlhire(Grasschaft Wale«), dem über 180 Menschen- leben zum Opfer gefallen find. Natürlich ist sofort eine genaue Untersuchung der Ursachen der Ervlosion angeordnet worden, aber, wie der den meisten dieser Untersuchungen, wird waifl leider nicht viel dabei herausschauet. Die Grube soll vorzüglich ventilirt gewesen sein, und ei wurde daraufhin in derselben mit rfftnen Lampen hantirt. Trotz der„vorzüglichen Äenti« lation" scheintsfich doch GaS in der Grube angesammelt zu haben, denn der von einer Seite aufgestellten Bchaupiung, e« sei Schießpulver zum Sprengen verwendet worden und die« habe die Explosion verschuldet, wird entschieden widersprochen. Daß betriff» der Grubeninfpektton auch hier noch Manche« zu wünschen übrig bleibt, hat fich vor verhältnißmäßig kurzer Zeit bei einer Grubtmxplofion in Schottland gezeigt. Dort erkannte die Unter suchungskommisfion, daß zwar Niemand für da« Unglück verantwortlich zu machen sei, daß dasselbe aber wahrscheinlich verhütet worden wäre, wenn die Inspektionen weniaer selten stattfänden. Unter diesen Umständen heißt der„Niemand" natürlich— die Gesetzzeder. Von der E-k-nntniß bis zur Reform ist ein ziemlich weite» Schritt, zumal wenn die, welche die Reform angeht, nicht dafür sorgen, den Geb tzaebern tüchtig einzuheizen. In dieser Hinficht scheint es fich j-tzt bei den englischen Bergleuten erheblich bessern zu wollen. Die Bergarbeiter. Konferenz, die vor einigen Tage« in Birmingham stattfand, und über deren Beschlüsse da» „Berliner Voikeblatt" bereits berichtet hat, weist, wie Keir Harbin in einer Zuschrift an den„Labour Elekto-" au» führt, einen aeradezu„phänomenalen Fortschritt" gegenüber dem Stand der Ber?arhei.e.-Bewegung vor drei Jahren auf. Damals wurden die Delegirren der schottischen Bergarbeiter, als sie dagegen protettirt hatten, daß Herr Burt im Namen der Bergarbeiter Englands gesprochen, als er im Parlament das Achtstunden- Gesetz bekämpfte, für diese MajestatSbeleidigung an einem der geheiligten Führer von allen anderen Delegirten leidenfchaf.'lich angegriffen, aber die Schotten haben ausgehalten und haben die Genugihuung, daß j-tzt mit Äucnahme Oer Bergarbeiter von Die Mitglieder der Rechten, die Freunde der Giron- disten, trafen hingegen nur gereizte Gesichter und geballte Fäuste an. Die Sektionäre bedrohten sie schon von weitem mit ihren Piken. An manchen Tagen �nutzte man zum Schutze ihrer persönlichen Sicherheit die Schildwachen her» beirufen. In den Gängen hielten sich die Mitglieder des Ge- meinderaths und die Führer der Sekttonen auf, die damit den Einfluß dokumentirten, den Paris auf die Berathunge« des Konvents ausübte. Die durch zehnstündige Sitzungen und aufreibende Komiteearbeiten ermüdeten Deputirten aßen in nachlässigen Stellungen auf ihren Bänke«; ihre Gesichter waren fahl, ihre Augen glänzten im Fieber. Sie gingen oft hin und her, Gruppen bildeten sich und man steckte sich Briefe zu. Diese allmächtige Versammlung, die berufen war, eme Verfaffung auszuarbeiten, entschied noch außerdem über Krieg und Frieden, regelte die Finanzen, beschäftigte sich mit den kleinsten Einzelheiten der Verwaltung und befand sich in fortwährenden Beziehungen zu ihren Wählern, von denen sie Zuschriften erhielten und deren Deputationen sich an den Schranken ablösten. Diese Männer hatten die Hälfte Frankreichs und ganz Europa'S gegen sich, und doch fand keiner feine Bürde zu schwer. Sie faßten ihre Beschlüsse und debattirten über Gesetze inmitten des aufgeregten Pari«, da» sich in bestän- diger Erhebung befand. Die Sitze für das Publikum gingen amphitheatralifch bis zu den Sitzen des Berge« hinab, wo sie sich mit diesen zu vermischen schienen. Auf der ersten Reihe der Zuschauer saßen junge mit den Nationalfarben geschmückte Frauen, die schwatzten und lachte« und nur zuhörten, wenn ein bekannter Redner sprach oder wen« eine wichttge Abstimmung stattfand; dann markirten sie mit einer Nadel die abgegebenen Sttmmen auf einer Durham und Nortbumberland, wo tS indiß auck bald tagm dürfte, die organistrten Berglcule Englands auf ihrer Seite, bezw. auf Seiten der von ihnen gegründeten Föderation stehen. Dieser Föderation, an deren Spitze B. Pickardt, Vertreter de« Bergarbeiterdistrikts von Norwarton, steht, ist die große Lohnbewegung zu verdanken, die die Löhne der enali- schen Bergarbeiter um 30 pCt. und darüber erhöht hat. Auf der Konferenz in Birmingham haben fämmtliche Delegirte ohne Widertantckt sich für den gesetzlichen Achtstundentag entschieden und beschlossen, daß B. Pickardt zusammen mit Cunninghame Graham im Parlament den von ersterem seiner Zeit einge- brachten darauf bezüglichen Antrag gemeinsam wieder ein» bringen sollen. W-iter erklärte sich die Konferenz einstimmig zu Gunsten der Abhaltung einer internationalen Arbeiter« konferenz, zu der die nöthigen Vorarbeiten mit Emst in die Hand genommen werden sollen, sowie dafür, daß da« Berg» ges'tz—„Mincs-Act"— dahin abgeändert werde, daß nie» mand zur Grubenarbeit zugelassen werden soll, der nicht vor seinem 16. Jabre in die Grube zu arbeiten angefangen. »Dieser Vorschlag", schreibt Keir Harbin,„hat die — wenigsten« stillschweigende— Zustimmung der amtlichen UntersuchunqSkommisston über die Grubenunsälle, nach- dem fich herausgestellt hat, daß die meisten Unfälle Leuten zustoßen oder von Leuten verursacht werden, die nicht von Jugend auf zur Grubenarbeit herangebildet worden und die daher nicht den scharfen Blick für herannahende Gefahren haben,'der nur durch frühzeitige Erfahrung erworben werden kann, und der für die Sicherheit de« Bergmann« so wesent- lich ist." Ich will mir, al« Nichtfachmann, kein Urtheil über diesen Punkt erlauben, obwohl ich meine, daß der Schutz der Arbeiter auf andere Weise sollie«-reicht werden können. E« scheint mir, al« ob dem guten Keir Harbin, wie die« den meisten Menschen zu passiren pflegt, hier ein Stück unbewußter Radulistik die Feder geführt hat. E« wird dem englischen Arbeiter ungemein schwer, fich von der Idee frei zu machen, durch L-hrlmgSwr» fchrlften k. sich der schädlichen Konkurrmz zu erwehren. Da« hat wohl auch hier mitgespielt, denn gleich darauf führt Keir Harbin aus, daß der vorstehend« Antrag auch die wohlthätige Wirkung haben werde, das Ueberangebot von Arbeitskräften zu verhmdvn. Auf solche kleine Rückfälle in zünftlerische Vor» stellungen muß man hier schon gefaßt fem. Und wohl auch anderwärts. Weiter wurde beschlossen, im Hinblick auf die gestiegenen Kohlenpreise eine weitere Lohnerhöhung von 10 pCt. zu ver» langen. E« mag, nach meinen vorhergegangenen Mitthnlungen, auffallen, K-ir Harbin noch als Korrespondent de«„Labour Eitcior" zu fi rden. Jndeß der Mann fitzt fern vom Schau» platz der Londoner Vorgänge und wenn er auch Champ-on« Angriffe auf Parke wahrscheinlich gemißbilllgt hat, so scheint er ihn doch nicht für schwerwiegend genug gehalten zu haben, seine Verbindung mit dessen, unbestreitbar gut geleiteten Blatt zu brechen. Außerdem, wiederhole ich, widerspricht, von der Brutalität abgesehen, der Angriff auf Parke in keiner Weise der von Champion von jeher vertutenen Taktik.„Wir müssen auf die Liberalen losschlagen, ihnen mit den Torie« drohen, damit fi« uns Konzelfionen machen." Ich habe bereit« in einem vorigen Brief ausgeführt, was ich im allgemeinen von dieser Politik de« Dip'omatisiren« halte. Der vermeintliche Drahtzieher stellt fich da leicht schließlich als Draht. puppe heraus, der zu schieben Scheinende als Geschobener. In Schottland aber, wo die Liberalen die herrschmde Partei find, erscheint die Champion'sche Taktik sehr plaufibel, und gerade in diesen Tagen bat die schottische Ar» beiterpartei durch Befolgung derselben einen rrlatioen Erfolg errungm. Im Wahlkreis Partick, Grafschaft Lanarkshrre, der zum Theil au« Vororten von Glasgow besteht, ist eine Neu- wähl ausgeschrieben. Liberale und Konservative stehen fich dort fast in gleicher Stärke gegenüber, so daß die etwa 700 Stimmen, auf welche der Anhang der Arbeiterpartei geschätzt wird, den Autschlag geben. Zunächst haben nun die Führer der schottischen Arbeiterpartei die beiden konkurrirenden Kandidaten über die dekannten Fragen des Aktionsprogramm« der Ar« beit-rpartei, insbesondere über ihre Stellung zum gesetzlichen Achtstundentag interpellirt. Die An-worten lauteten zumlich übereinstimmend. Beide Kandidaten verpflichteten fich zunächst, für den gesetzlichen Achtstundentag der Bergarbeiter zustimmen, für die übrige Arbeiterschaft würden fie e« lieber sehen, wenn dieselbe sich die achtstündige Arbeitszeit durch die Macht der Organisation erkämpften. Nun erklärte da« Komitee der Arbeiter, Cunninghame Graham an der Spitze: wir ziehen e« unter gleichbleibenden Umständen vor, für den Liberalen zu stimmen, aber wir wollen es nicht als dienende Magd tbun. Wir verlangen, daß un« die liberale Partei dafür drei Sitze in Schottland abtritt. Die Liberalen überlegten eine Weile, und gaben schließlich nach. Herr Marycrib'ante«, der„Ein- peitscher" der Liberalen, Schwager d-S Herzog« von Marl» dorough, hat mit Cunninghame Graham einen Vertrag urter« zeichnet, wonach das lideraU Zmlralkomitee der scholtischen Ar» benervartei den Wahlkreis Greenoch und zwei weitere schottische Karte. Zwischen den Sitzplätzen bewegte« sich Verkäufer. die auf großen Tellern Fruchtsäfte, Ei» und Orangen feil- boten. Ueber den Frauen saßen die Männer des Volkes in ihren verschiedenen Arbeitskleidern; sie riefen sich die Namen der Redner zu und applaudirten oder brummten, wenn diese gesprochen hatten. Man sah da Maurer mit ihren mit Kalk und Mörtel beschmutzten Jacken, Lastträger der Halle mit großen bis auf die Schultern fallenden Hüten, Fleischerjungen mit blutigen Schürzen, die sie bis über den"Gürtel aufgekrempelt hatten, Druckeriungen. denen eine Papiermütze auf dem Ohre saß— kurzum, Männer und Burschen jedes Handwerks aus allen Vor- städten und Straßen. Eine ärmlich gekleidete Gruppe von Frauen zeichnete sich vor der übrigen Masse durch ihr Geschrei und ihre Be- wegungen aus. Es waren junge und alte dabei, aber alle gehörten dem arbeitenden Volke an. Sie waren arm und hatten keine Zeit zu verlieren, deshalb trugen sie ihre Arbeit bei sich. Sie strickten fleißig und unterbrachen ihre Beschäftigung nur, um beleidigende Rufe auszustoßen oder Beifall zu klatschen. Mutter Combat gehörte zu dieser Gruppe. Ihr krankes, finsteres Gesicht verrieth keine der Empfindungen ihres Innern. Der freie Raum vor dem Bureau, den Schranken und den Thürausgängen, sowie die Gänge zu den Tribünen der Deputirten und den Zuschauer- Tribünen war von Deputirte« und Zuschauern angefüllt, die keine Plätze ge- funden hatte« und in den reservirten Raum eingedrungen waren. DaS Getümmel und das Geschrei auf den Straßen und Plätze« pflanzte sich unmittelbar bis an die Tribüne des Konvents fort. An diesem Tage präfidirte Mellarmc. Barr-re las im Ramen des SicherheitSauSschusseS einen langen Bericht vor, welcher mit einer Ankündigung der neuen Verfassung endigte. — In wenigen Tagen, schloß er, werden die Bürger Kieise unbestritten überläßt, unter der VorauSsttzung, daß die Kandidaten derselben die Forderungen der Liberalen unter» stützen. Ich glaube nicht, daß der Pakt den Lesern de«„Berliner Volksblatt" sehr imponiren wird, und auch meinem Geschmack sagt er keireSweg« zu. Das System der„Verpflichtung" bürge, licher Kandidaten zu allen möglichen schönen Dingen ist in Amerika seit Langem im Schwünge und hat doch den wunderbarsten— Schwindel gezeitigt. Zvd-m nützen solche individuelle Verpflichtungen wenig. Was fich nicht aus der Stellungnahme der ganzen Parin ergiedt, hat doch nur sehr bedingten theoretischen Werth. Aber wrr dürfen auch nicht den deutschen Maßstab an die hiesigen Vcrbältnisse o«» leg-n. Ja Bezug aus die politische Aktion der Arbeiterklasse steht die Bewegung hier noch in dm Kinderschuhen. Die Partei ist jung, ,n allerhand Gruppen gespalten, und bat mit ganz anderen Größen zu rechnen, als die deutsche Sozial- oemokratie in d-r ersten Zeit ihrer politischen Kämpfe. Die„VeipflichiungSpolitik" ist es nun gerade, die Cham- pion befürworier Gestützt auf die Thatsache. daß in beinahe der Hälfte aller Wahlkreise Liberale und Konservative fich fast in gleicher Starke gegenüber stehm— in 159 Wahlkreisen baden bei den letzten Wahlen Majoritäten von noch nicht 500 Stimmen dm Sieg entschieden— empfiehlt er, daß überall dort die Sozialistm für denjenigen Kanordatm dm Entscheid gebm sollm, der fich verpflichtet, für den Achtstundmtag rc. zu stimmen. Dadurch könntm fie emm Erfolg eriingm, der außer allem Verhältniß zu ihrer numerischen Starke steht. So hätten e« die Jrtänder im Großm gemacht, und seim jetzt da» durch bereit« nahe am Ziel ihrer Wünsche gelangt. Aber— füge ich hinzu— wenn zwei dassitbe thun, ist es nicht das Gleiche. Die Ziele der Ardeiterbeweaung find ganz ander« als die der Jclänoer, und demgemäß kann auch ihre Taktik nicht die gleich« sein. Außerdem find die Jrländer eine wirkliche politische Macht und keine fi igirte. Auch das schottische Arbeiterkomitee häite den Liberalen die Konzessionen nicht ab» gerungen, wenn nicht eine kompakte Anhängerschaft hinter ihm stünde. Darum kommt schließl-ch niewand hemm, und wie es Einem ergeht, der mit fingirten Größen operirt, hat Champion vor etlichm Jahren selbst sehr unangmehm erfahren müssen. Im„Labour Elrcior" von dieser Woche fehlt da« Ver- zeichniß de« bisherigen Leitungskomitee des Blattes ganz und gar. Es scheint also nicht beim Austritt von Barn« und Batemann allein geblieben zu sein. Im Blatt selbst st-ht über die ganze Angelegenheit kein Wort. Der GaSarbeiterstreik ist zu Ende. Die Arbeiter haben fich ergeben müssen. Das Gewerkschafts-Zentralkomitee hat nur noch dem tiaurigea Ende diese» Streik« ein leidlich scheinende» Mäntelchen umhängen könmn. Auf den Dockt ist eine Art Waffenstillstand eingetreten. Eine größere Anzahl Werft- und Docksefitzer haben einen Bund geschlossen, um fich gegen die„Ty anner" der organifirten Arbeiter za schützen und namemirch deren Beschluß, die Nichtverbandsfahrleut« zr boykatten, zu hintertreiben. Da fie im Augenblick fich nicht im Stande fühlen, den Kampf erfolgreich zu führen, haben die Arbeiter beschlossen, vorläufig den Boykottbeschluß außer Kraft zu setzen. polrfirrfu' llelrcrfrrlrt. Die Im Zusammenhang mit de« Kaisererlasse» statt» gefundenen Ve-tchiedungen an den ei> fluNreichNen Siellea im Reich kommen, so schreibt die„Frkk. Ztg.", jetzt auch in der gouvemementalen Presse zum ÄuSdmck. Bei der„Rordd. Ällg. Ztg.", dem Kanzierblatte, ist noch immer Nicht» über d'e kaiserlichen Arbeiterschutzpcoklamationen eingetroffen. Dafür übernehmen die„Hamb. Nachrichten", welche bekanntlich f. Z. auch die Walderseeartikel brachten, nunmehr die Führung der regierungsfreundlichen Blätter, indem fie wiederholte Vermar- nungen an die Nationallideralen richten, die es wagen, in ihrer grenzenlosen Verlegenheit an einzelnen Stellen der Erlasse he'umzudeuteln. Es richtet fich direkt gegen die rhemische Wetterahne, wenn da« Hamburger Blatt osfijiös schreibt: „Ein Theil der deutschen Presse glaubt e» oer Reputation seines Urtheil« schuldig»u sein, darauf hinzuweisen, welche großen Schwreriaktiten, ja Gefahren fich bei Durchführung der kaiser- lichen Erlasse ergeben könnten. E« ist ganz selbstverständlich, daß die Erfüllung der kaiserlichen Absicht auf Widerstand stoßen wird, welcher im geraden V-rhällniß zu der Größe der Aufgabe steht, um die es fich handelt: diese Binsen- Weisheit ader in einem Ton vorzutrage-, al« ob es fich dabei um ein gewichtige« Argument gegen die kaiserlichen Erlasse selbst handele, erscheint sowobl trivial als von deutschem Standtpunkte aus tadelnswertb. Man sollte die Aeußerung solcher„Bedenken" billig der„Tim-S" und den sonstigen Or- Sauen jener mibqünstig-engherzig.egoistiichen Pießinternatronale berlassen... Wir können nur nachdrücklich daco: warnen, in den Departements mit uns fraternisiren und auf dem Altar des Vaterlandes die Einheit und Untheilbarkeit des Vaterlandes beschwören. RobeSpierre hatte darauf die Debatte fortgesetzt. Dann kamen Depeschen von den in bestimmten Missionen abgeschickten Kommissären des Konvents, Mtttheilungen der Departements und der Armeen. Ein Brief der Behörden der Stadt Puy kündigte den Abmarsch der Freiwilligen der Auvergne zur Armee an, die Lpon belagerte. Ein Brief des Generalsyndikus des Departements der östlichen Alpen berichtete von den Einzelheiten der Belage» rung von Bellegarde. Die Bürger von Montauban unterrichteten den Acker- bau-AuSschuß von den günstigen Ernteaussichten, infolge dessen der Preis des Brotes sich um zwei SouS das Pfund ermäßigen würde. Der Volksverein von Ruits übersandte ein Geschenk von 100 LivreS. Er hatte außerdem ein Faß Wein dem Grenadieibataillon der Cote- d'or geschenkt für dessen vorzügliche Haltung bei St.- Amand. Der Ruf des Bürgers Garnier, Grenadiers in dem Bataillon, war zum Convent gedrungen, der ihm eine militärische Belohnung ertheilt hatte. Bei seinem Durchmarsch in Ruits wurde ihm eine Bürgerkrone gewidmet.... Bevor wir die Debatte über die Vermehrung der Assignaten und den Verkauf der Nationalgüter fortsetzen, schlage ich der Versammlung vor— sagte der Präsident— einen Bataillonschef der Nordarmee zu hören, der eine dem Feinde abgenommene Fahne niederlegen will. Die Tribünen applaudirten. Cadet Tricot wurde in den Saal geführt. Beim Anblick der Fahne steigerte sich der Beifall. Cadet ergriff das Wort: — Volksvertreter, die Nordarmee hat durch ihre Siege ihre Hingebung für die Sache der Freiheit bewiesen. Sie wird fich mit diesen Siegen nicht begnügen, dern sie hat geschworen, die Despoten zu verjagen, die uns zu diesem Kriege gezwungen haben, oder durch ihren Tov zu be- ä'is&SÄ A Da« würde stA rSAen!... Unter solAen Umstand, Warb beb diesen Zeilen ipr'uht offenbar Emer� der � fühlt- Vorläufi- find freilich die Nationall bkraiev. werd-n. -u-» RM.>... Elw'.?.Mch'» Dentis ziehen Blatt als und abzuschwächen. So schreibt wenn man die LebenSsähigkeit der Stellung im int-rnationaten Kampf liiticpaiionruen otampi UUlJ'*TTil �«Ws, durch internal, onale Abmachungen eine Deckung föj.,"'»»che K> 6«n bie b.nifmtt bJenr.lfr b„ Jnbustri-.kkb%.,.bmt; heit haben, ihre Stimme zu erheb, a, in Presse und b z. i � m-�«tane ihr* 9i.{Animrn«t itnh(Sif.ifiiiin»n oeilend zu MlN» � nhoheir � ....äs"äää... ihre Ailschauurgen und E-faHrun�en gutenö zu Besoranisse auszusp echen Inn Berufung interuniioualen Koufere«?� ß b,em® b« der. J nehmst i liit' wiffen heute noch ni»t, wie die schwe-zer-sch- R gsssu. � sß beg-erflicherweise durch da« Vorgehen Deuifchtand» i raicht worden ist. zu der Frage Stellung Warum will Deuifchland richt auch dre g> staalen Oesterreich und Italien für die Konferenz Auch uns scheint der Weg, den die leurch« R geschlagen, in Sem fie mit diplomatischen Konferen»n> p nicht geeigneter, um eine internationale Beistand S... thatsächliche Verhältnisse herbeizuführen, at« d« b schweizerischen Bandesrath«, der mit Unterbanolung Sachkundigen b- ginnen soll. Die Hauptsache bu'Di. ß daß die Anregung, welche von der Schw'iz auSgeganüT,»» folg habe, und deshalb wird wohl eine VerständigunS Formfrao- zu erzielen i-'n.". Gnl scheidend« Krschlüsse über die Ein des n-cken Reichslage» dürften noch nicht doch erhalt fich,!o schreibt d.e„N. S. C". allgemM.« nung, daß in einiaen Wochen der Zusammen trut v tag« zu einer Frübjcrb'-esesfton zu etwa ten ist, und va« neue Vorsch.äge zur Regelung oeS Sozialistengesetz», werden Gesetzmiwürfe zur Arbeilerschutzfrage können noch nicht zu erwaiten sein, und auch sonst l>eg>" ArdeitSstrff für eine FrühjahrSsesfion n'cht vor. Kine hiestge Telegrnphenngenwr verbreitet düng, bei Pol,ze, oirektor Krüger, st*"'' arbeitet im Auswärtigen Amte, der seit zwei Monaten se, und fi» zur Zeit rn Jla.ien authatie, werde,>v oerläsfigir Quelle oerlaute, aus seinen Posten nicht"i J 0 kehren. Die„Voss. Z g." beme,kt hierzu:„Wn st'' � der Lage, die Richtigkeit dieser Nachricht zu beslMlN bestreiten. Begre flich wäre es allerdings, wenn v< der eine hervorraaenoe Stellung in der politischen � nimmt und die Befugnisse ausübt, welche einst«v wahrnahm, in Ruhe versetzt wurde, da er offenbar»i Hand nicht gezeigt hat, welche man, namentlich demok-otie gegenüber, bei ihm voraussetzte. DieLe'N Herrn Krüger scheinen dem Minister de« Innern b»*'| bequem geworden zu sein. Od man nunmehr, na«' v. P utikumer längst au« dem Amte geschieden ist. au« „System" Puttk-mer und allen Werkzeugen aufzura denkt, muß abgewartet werden, wie wir denn die od richt nur unter all-m Vorbehalt wiedergeben." Zerr Kergarbeiterbernegemg. Die neugewod" girten ver Bergleute de« Herner Reorer« beschloffen 3'' stimmig, im Weser.tlichen auf dem Boden der V«'° � forderungen nach den Bochumer und Essener» zu verharren. Bergmann Dieckmann, der'r Theilnehmer am Pariser Soziolistankongreß war, ist ßr Jan ich« itU 'ket ... 'im? d "KS «i dem! V'J '«8 m Kcal Äti. % K.'v .« i« möchtig m °«r®ii ?Nldk. Illine, jl wi; erhöhe «UigeL,h t am Pur>|rr>-?oj,ati|llniongr«v rvu.. Herne verhaftet worden.— Auch in Atteniffen so" � eine Bergarbeiter-Versammlung stait, b» � Bergleuten besucht war. Die Versammlung beschloß VerbandSforderungen bezüglich 50-prozentiger' erhöhung fest zu bauten und für die Hauer einen fchnittslohn von 5 M. zu fordern.— Der am in Halle abgehaltene BergmannStag*»,. vinz Sachsen war so zahlreich besucht, daß die Vi pttchende S 3% Orlean bra m (polst* .Alli weisen, daß sie lieber dem Tode als de» Fesseln der erliegen will. 6t Ja das sagte wirklich Cadet, und niemand% ihm einstudirt: ein Hauch der allgemeinen Begeistern» ihn berührt und ihm diese Worte eingegeben. Danton forderte darauf das Wort:.n Das beste Mittel, die Republik zu bef"�'�. das Volk zu ihrer Vertheidizung aufzurufen. Heer von Sansculotten, das den Feind an der kämpft, laßt uns ein zweites schaffen, gegen die Innern. Ich verlange, daß ein VolkSheer gel welches die Nation unterhält. Außerdem verl daß in ganz Frankreich der Preis des Brote» .T#t»et 'ÜT 5 st* Fror SÄ ül �sollen" "»«l herv welche den Gl, A mehr gegeben hat, als seine alten Könige. Sie" pM 3« diese Vorschläge zur Abstimmung, damit der Abges*� � esteng Nordarmee sie seinen Waffengefährten% C a.f Man muß auch die Orleans, de« Mitschuldigen den Sta. vor da» Revolutionstribunal stellen, und auf die ausgewanderten Eapct's einen Preis setzen, wie man dem verrätherischen General gemacht hat. Einige Summen erhoben sich: ommissäre? V------. als Geißeln behalten? Werden ihre Köpfe.nicht J!?A W Einige Tttmmen eryoven sich;. rw. ni��eot — Und unsere Kommissäre? Hai sie Dumorm y «(TnorS»« ihr, Or,nf» falle«, Är'"»« letzl wir solche Maßregeln treffen? Danton streckie die Hand abwehrend aus un nno seiner tiefen Stimme:. Jlfj Amte die — Unsere Kommissäre sind dem Volke und dem � hL b a&pho, vente würdig, sie dürfen das Schicksal des Regu'.> fürchten:...„x V Der Präsident stellte die Anträge Dantons» stimmung. (Fortsetzung folgt.) #3' Ilwede "M b'siaden all'beralttl tn neuen der nationalen' Wg.-,. vwianglich NWMKMSM MMGK .?.!>.°'L'" normalen Z-iten 20-25 M. kosten, i ä rr 00m Auslände eingeführte Fleisch, dV.�uihe. Zwischen~' k- taÄ liiU'S!'** 3 tischen Sosnowice und Schovpmih MWM» UÄ-K 3*"'-»<«-»-» «»«'»•'"" » ft'».ehel. Ihrer in Velten erbol Blatt 7 der Akten hier un« stnd, nicht für unbeachtlich finden VastÄchM M als«er » nnn, V"�!?«efShrKch«n Bestrebungen der So« ■ m 21. Oktober 1878 bezeichneten Annahme a" 8-, Januar 1890. "ntgltche Kreishauptmannfchast. v. Hausen." ir a o»a Dock, und Werftenbesitzer. den Hafenarbeitern keinen Kummer zu i. Tom Mann, erklärte, die Verbmdung »m. f?*idg erweisen. Bon den 120 Londoner Oben kA � Verbände nur 35 vertreten und unter �barf Zvcon««'. � i» M».'», Parlamentsabgeordnete Barnes, erklärte, werde,«'5 �li�ier zusammenhalten der Eigentbümer der Zechen m nicht«'5' ji»Ll'l«e ��aidtrgen Föderation der Bergleute, welcher -«Wir find S«'«»ttmü?."'' 1° S°nze Distrikt« keinen Widerstand »n vor. er onern bis. enn die obig n. neug' schloffen gewählt� S'Ä n, der beb >UÄZK? on>»...~z** Kohlen eo»»n,!**dohen. Auch die von den Arbeite, n ver. N, 9e Lohnerhöhung wollen die Bergwerksbesttzer ?«.in ��r«»kv«ich. j in st"i ifrdruar. In parlamentarischen Kreisen ver» i b,r g'lgt der Haltung der Legitimisten die Regie« kittlz, �Selegenheit des Prinzen von Orleans eine t z.. yllung einnehmen und denselben wenigstens 'z.JMfclichen Straf« abbüßen lassen werde. Eine aw*<,« �Begnadigung würde nicht vor dem iÜLi% Juli eintreten. Nach Meldung heutiger der Advokat Rousse als Hauptvertheldiger »«n k)«5� �»volal m jauer einen Der a« e 'Ä& brat derselbe für Erneuerung der Hanvel». es»,-.!.', nationale Industrie gegen plötzliche Ver« e>«r?.7 n> erden mü" Ii»a'°.�«ng der sesseln der Skk werden müsse. er Kammer an die Regierung heute tpiicht man !«» Mnlilberurgung. I« fünfte« Mahlkreis« haben die Konservativen am Monrag Abtnd den Schuhmachermeister L ü d t k e als Kandi« baten aufgestellt. Diese Kandidatur hat gleichfall« keine Be« deutung und doch eine: Die Sozialdemokaten bringen ih.en Kandidaten nunmehr bestimmt in die Stichwahl. Kputtda«. Di« Kaitellparteien des hiesigen Wrhlkeises hielten gestern im„Rothen Adler" eine Wählerversammlung ab, welche im Bergleich zu den Versammlungen de« Liberalen Wahlvereins einen sehr matten Verlauf nahm. Die Wahlrede, welche der Krrtellkandidat. Herr Landrath Dr. Steinmeister, hielt, fand nur bei den Mitgliedern des konservativen Neuen Wahlverein« und de« Acbeiterbundes und tinigen National» liberalen Anklang. Bei den andern Thetlnehmern der Ver- sammlung börte man häufig Zwischenrufe des Widerspruchs gegen die Aasführungen des Redners. Besonder« mißfällig wurde«S aufgenommen, daß der Kandidat sehr warm für die Getreidezölle, also für die Vertheueruna des Brotes eintrat. Er meinte auch, indem er auf andere Länder hinwies, daß in Deutschland noch lange nicht genug Steuern erhoben würden. Viele verließen den Saal bereits geraume Zeit vor Schluß der Versammlung. Eine freie Diskussion war nicht gestattet. Im ganzen waren nur etwa« über 300 Per" I sammlung zogen, so verdient da« im Jntewsse der unglücklichen Menschen die schärfste Rüge. Sie nehmten in den K.anken» .... saal und nicht in diese politische Versammlung als Claqueur«. Die Berufsgenossen der Angeklagten I Or er war es nicht ein Anblick zum Herzerbarmen, wie jener aime I re in bei Debatte das Wort nahm und zur Ruhe ge» bracht werden mußt«? Hat man für diese traurige Erscheinung auch nur eine Entschuldigung?" „z«mp-k»att»"(Lumpenmacht) nannte in einer„frei, finnige,»" Wählerversammlung zu Ältdorf der„fteifinniqe" Kandidat Advokat Hermann Beckh die Sozraldemokatie. Das ist die geistige Kampfesweise de«„Freisinn«." Ketfig. Am vergangenen Sonntag Nachmittag tagte hier eine udecau« zahlreich besuchte öffentliche Wählerversammlung, in welcher Herr G«isch au« Berlin über die bevorstehenden R.'ichstagSwahlen referirte. Da feit 14 Jahren hier ein sozial» demokratischer Redner nicht mehr aufgetreten war, herrschte all- gemeine Spannung und da« um so mehr, al« der zu Nach- mitlag angesetzt« Festgotte« dienst plötzlich abgesagt wurde, wa« vnmuthen ließ, daß auch die Hohe Geistlichkeit an der Ver- Redeschlacht liefern werde. wrnegg# rote« in » siehe. bürgen, ihm die Revo nige. Stell«« der Abgesand übermitteln juldigen Du' auf die ..-Mtii."1' Die Börse beantwortet die Nach. �Äalle u �.lter gerichtlichen Verfolgung mit einem Staatsrente und anderer Papiere. Sie Schtia�M11«kennen, wie wenig sie e« liebe, iNl. Spekulanonstreiden nnen prüfen- jetzt s? Fmanzminister ist da« Schmollen der !"linh.ft*» unangenehm, da die Aufnahme einer i? fim.-. j18 SP0 Millionen unmiitelbar bivorftehi. dir hZ/L.* Börse einen Verlust von acht bis zwölf "<>oqt«men-ver»un von Staat zur Folge haben kann. *' fl ,H,*t m«-.._. ormo», w'eloit'V Uber den Umfang, den die Ent wen- gemein � V ber?'>«h e r Staatsschriften angenommen mittag ie Interessen de« arbeitend« Volke» ehrlich vertret« und die auch eintcei« für volle Gleichberechtigung d« Frau. An allen Ort« bildet« fich Frauenkomitees, welche für die weit«« Agitation zu sorgen haben. Theater. Mittwoch, den 12. Februar. #)%:»**##«#.»oi goldene Kreuz. Schans�oiha«». Turandot. LosMes-Ghoator. Die Ehre. W-Mtsche» Theater. Nordisch« Heerfahrt. Theater. Gräfin Lea. Ortevrtch- MUh-lmftSdtische« Theater Der arme Jonathan. WaS»«»- Theater. Die spanische Wand.— Vorher: Zadnschmeqen. « ist»««, Theater. Marquise. Utete-ria-Theater. Stanley in Afrika. KnLeaSiaare-Theater. Der Protzenbauer. GSe«»-Theat»r. Vom Thron zum Schaffst. KanrtattäMijche« Theater. Berlin, wie es weint und locht. ZUi»t»h«rast Theater. Der Soldfuchs. ««etral-Theate». Berolina. Uetchahaltea-Theate». Gr. Spezialitäten» Vorüeüuna. Ma«fm«m'» Uarittt. Gr. Spezialitäten. Vvrstellu Aarttellung. '• Uart�tck. Spezialitäten» CIpcus Renx. Karlstraße. Heute, Mittwoch, den 12. Februar, Abends 7t Uhr: Zum 22. Male: Deutsche Turuer. («esitzltch«eschazt> G»»t« nationale Original» Pantomime. Ein hippol. Potpourri v. 32 Freiheittpferden durch Herrn Franz Renz. Auftreten der vorzüglichen Reitkünstlerinnm und R i künstler. Die Schul. pferd« Beauiisul und LophuS, geritten v. Frl. Elotilde Hager. Morgen: Deutsche Turner. _ E. N»n» Direktor -Das Alhambra-Theater W allnertheaterstr. 15 m«. Nereiue, Gesell- schafteU mit sämmtlichen Nebenräumen, BOhne, Tunnel je. »u Festlichkeiten»«-«geben. Näheres zu erfragen im Theaterbureau. Amerioan-Theater. ?'ri»dr««rkratz» 55. Tiglloh Voretellung. [1365 Englischer Garten. Aleranderstraße 27c. Auftreten der Kostüm-Soubrette Frl. aeMene. Austreten des Gesangs* Humoristen Herrn Knlnbepg» Austreten der Kostüm» Soubrette Frl. Linn Selnr. Auftreten der Familie Beeeee» OoeelngSon w ihren Staunen erregenden, unüber- troffenen Leistungen. Auftreten der vorzüglichen und beliebten Duet» tisten Gebr. aundl. Anfang Wochentag» 8 llhr. Entree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Sonntags Anfang halb S Uhr. Sonntags Entree 50 Pf., refervirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entre« 40 Pf. , 1 Tr. 0M.-10 Uhr A. Knleer-Pnnorninm. Zum ersten Male: 4. Reise Holland. Hochinteressant: Eerthe-Aeis«. E»e Reff« 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. 1 M. De« Geuslse« halte ich meine Mndw-Smdersdk bei Bedarf best, empfohlen. Grlhte Auswahl! BiU. P«. Bererue« Pretsermitzie 178. 08. gL|iihi*, Ldniderl«». 9! Allen MSuneru der Ardett 5 empfehle ich mein Meist» und Kairitch-Kier» 10 verschiedene ArbeUer. Zeitungen lregen lokal. aus; auch hat das große Preisrathen vom 2. Februar ab begonnen und eriucht um rege Theilnahme W. Mewgk, Weinstr. 22. Jede Uhr zu repanren und reinigen kostet de mir unter Garantie des Gutgehcns mv Kleine Reparaturen billiger. mm neun Uhren. Verkauf 1 Mk. 50 M uten billiger. Lager aller D 1188] 1. G 2.(Defi Lager aller Arier FatrikDreife» Rother#, Uhrm : Andreaostr. 0». :«yausseeftr. 78. A. Goldeohmidt, «paudauerdr. 6, hiestgen Platze bekanntlich[1653 Grdeete Auewehl. rauttr# ftchor breuurndeTab ak». eng reelle Bedienung, billigst« Preist!. nmtliche im Handel befindlichen Roh' Tabak« find am Lagn. Goldeohmidt,«pau» auerdrücke«. am Hackelchen Markt._ Unsen» Genossen Hermann Boaert zu seinem heuligen Wiegenfest« em dreimal bor nerndeS Hoch. 1282 Tie Genossen P. Seh.». L. H. B. R. H. Unstren Freunden und Kameraden Paul ae nere und Auguet Walter zu ihrem heutigen Wiegenfeste«rn dreimal donnnndes Soch. 1283 i- Kamerade» vom Metten: H. B. G. 8. T. C. A. B. H. R. E. a. E. K E. K. K. a. Vatn Schindler zu feinem Wiegenfeste ein tausendfaches Hoch, daß die Pfeife wackelt. Fachverei« der Stei«dr«cker ««d Kithagraphe« Kerlius. Am Donnerstag, den 13. d. M., Abends 81 Uhr, in Jo.-dan's Salon, Neue Grünstr. k8:» Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Lithographen Hnrn Carl über Weltlautschrift. 2. Diskusfion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitgliedn. Gäste haben Zutritt. Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht. 1284] Per Porstaud. Ierd.'heMtt Mkri#: (Flliale Bnlin). AuitrordtMe ktvtttlvnsßvmlW am Donnerstag, den 13. Fedr, Abends 81 Uhr, in Rehlitz Salon, Bngstr. 12. Tagesordnung: 1. Ersatzwahl von Vorstand«- Mitgliedern. Diskussion. 3. VnschiedeneS und Frage- kosten.— Um zahlreiche« Erscheinen ersucht 1293]_ Der Vorstand. Bttliia Tmtits- Berti« für Arbeiter(G. H. 85.) Die Mitglieder im Osten Bnlin« nhalten Bon« bei folgenden Herren: 1279 H o f f m a n n, Frankfortn Allee. Wuttke, Blumenstr. 54. Kühne, Andreasstr. 24. De» P-vft«,». I A.: P. H u n d t. Alissllilttmz! Alle Genossen, welche Willen« find, vor wie bei dn Wahl thätig zu fein, wnden nfucht, sich an da- WlltjikliNltee flr den 4. KerllnerRelchstllgSAllhlkrels.besteh-nd aus folgenden Herren: ffOr den Veten> August Dietrich, Jruaustr. 48, 2 Tr., Otto Heindorf, Langestr. 70, Fntz Höhne, Eldenaer str. 2, Paul Mayn, Rüd'rsdorfnstr. Tr., 20, 4 für SQd-Oati August Günther, Avalbertstr. 94, 4 Tr., Albert Grundmann, Lausitznstr. 41, 4 Tr., Berthold Blaser, Görlitznstr. 49, 2 Tr., Theodor Schulze, Stralaun Platz 6,7, S. L 3 Tr., zu melden._[1122 »u Jede Uhr repanren Krnch) kostet bei mir 1,50 Mark unter Garantie de» Gut- und Richtig» gehen«. Kl. Reparaturen enffpr. billig Leger eil lArle« Uhren, Gold- u. Gtlberwaare«. Carl Wunsch, XiwMßr. 38, nahe dem Oranienplatz. Korbmacher auf Bambusarbeit vnl. Blume, Brandenburgstr. 25.(67 ieiner Punschextrart, Origlfl. excl. Mühweiuertran Grogertract Tchlummervuns», kräftic vurauuderpullsch, au« bes Burgunder Wein Nuonaspuvsch, a. st. 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Die bürgerlichen Parteien und die Sozialdemokratie.� Refnent Herr Völk� t»«,-.".. kuffion.- Um zahlreiches Erschemen bittet � E nberd*' AU«n Genossen empfehle mein Meist»«nd Kairijch» Kier» lokal. Vereins zrmm er mehrere Tage frei. 1281 F. Mewee, Bergstr. 10. Große öffentl. WählerversaM für Mrborf«nb Umgegend ', den 12. Februar, Abend« 8 Uhr, in Riesrgk'« Salon, am Mittwochs TägeS-Ordnung: 1. Di' ReichStagSwahlen. Referent wird in dn Versammlung bekannt g kusfion. 3. VnschiedeneS. ES ist Pflicht eme« jeden Wähler«, m diesn Ansammlung zu erlchefrni- �fa, 1290 Der Elnaf?� von —' SÄ'Ä., WS öcü e,nt Reib« r DU vmr Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins für Beeskow-Storkow-Charlottenburg am Donnerstag, den 13. Februar, Abends0 Jati« T a Die bürgnlichen Parteien und 2. Diskuston. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreichen Besuch bittet («»Ordnung: � ie Sozialdemokratie. Refnent: Wrid" j Der Vor*! Großc IttszimlW Her Militär-ZlhiieiSkr em Mittwoch, de« 18. d. M., Abend» 8 Uhr, i« Orechel'e Kalo», Verein zur Mnftrnng der Int der Kiavierardeiter und verwandter Berufsge�osse� Am 15. Februars � Grosser Wiener Masken-� im Wesen "'tttcnunlctj ,««: i)580 , l'td.«(b„( WM, wenn 1 |p �v°ll steht; od �ezw. hatte ,»»«. Gh.dut mSbesondei 'Jlmtlich, 1« de« Säleu der Berl. Bockbrauerei(Tempelhofer Antun g 8% Uhr. Entree 50 Pf. BilletS find vorher»u Hoven der Robert Schmidt, Stralauer Pl-'.tz Adalbertstraße 64; H. Hagel, Wienerst, atze 25; Karl Riediger, Dlnst. � Ernet Rothe, Arndtstlaß«34, Restaurant. Da« Setzerstreik in der„Berliner Zeitung en R.ch iWSSf find � lauten nn fe"'! - e« ist * daß em« M tiVfleT, ßMm u. s. to., Die Untnzeichneten geben hiermit folgende Erklärung ab: Nach rochm� des Sachverhältnisscs und nachdem die Differenzen zwischen den Prinzipalen»V pnsonal in der Ullstein'schen Ofistn bereits ihre gütliche Erledigung gefunden 8*. uns zu folgender Erklärung oeranlaßt: 1) Wir waren darin falsch unterrichtet�o � !>> Anstatt «gun, lung eine« ? betrachtet �lnterbr� �b.n?-.w' dem Setz-rperlonat die allgem-ine Versicherung abgegeben hat, dast keine Personal» stattfinde« würden« Es ist den Setzern nur die Zafichnung ät'pci Lohndrffecenzen Niemanden nachgetragen werden würden.— Di« beiden am aehabten Kündigungen find ohne vorherige« Wissen dn Herreu Ullstein von tf' M- Ä' Kozminski aus einem anderen Grunde nämfich wegen angeblicher Beleidigung u vorgenommen worden. Von einem Mortbruch de« Hnrn Ullstein kann 0»° sein. 2) Wir haben ferner die U-bnzeuzung gewonnen, daß seitens der r*' aii SetzerpÄonal eine Behandlung, welche als»traurig" b zeichnet werden könnte, w' ,| geworden ist. Wir haben nfehen, daß den Prinzipalen von de» D fferenzen° z Setzerpersonal und den Meteur nicht« bekannt war, insbesondere niemal« vor her«: j über denselben angebracht worden ist. Wir haben die Uederzeuguna gewonnen, v. zjls an den unerquicklichen Zuständen in der Ullstein'schen O fizin in keiner Weise vw pale, sondern auf den M-ttur Kozminski zurückzufübren ist. Der Uorstand de» Uerein» Berliner Knchdrncker: PH. Schmitt, Voisitzeadec. H. Reißmann, Stellsertrete� 'Aäf Möbel. P Alexandrinenstr» werden Möbel, Spiegel und Poletermau� preisen ver kaust. Theilzahlung grstaltt,. ililöbel. SDiegsi nJolsterwaareii Gr. Lager, dlll. Preise. Emil Heyn eigener Brunnenstr, 28, Hot pari. Fabri k. Thellr. nach Ueberelnkuntt zum gemüthlicher. Wtlhel«. Täglich Orcheftrion-Mufik. 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'-'iu« 4-..(btr«hefr-u, eine« Kind.« u. f. w.) in«in lr jilh Vor«] eid« tltl ?se«. ofer »BÄ j u. fHffct kr*. Ti__««»Bukt rf.trh* wird; in eine . rann, ooer sie u>rnigu-n» ?! h«t, ,onst aber nicht unterstutz'. % Unterbnnpung eine« Famil,enw,tt.kedt«..... (!' Taubstummenanstalt, J�iotenanstalt u. dngl., ..«.»«n'Utnvorstand die Kosten nicht, oder wenigsten« 1 w-t«. hatte sein sollen), und die Kosten d''''- •'v®0"- der betreffmden Kaff««och nicht'»setzt Mib e? Frankenverfieverung«« Gisetz««). In allen diese« Vi!"ach Anficht zahlreicher Verwaltu. gtzunften, > i.!?.ate der bestehenden Gesetzgebung nach Ai>n-..».nl«r» > KaU. Gleichwohl schien e« drm F aakfurter Mwrttiot J» tnabesondere in den unter Nr. 2 erwähnten Fallen, Unglück hat, einen dauernd kranken An fiw"3"& lh???" lammtlich darin überem. daß m den nanchast ge- Fällen. an fich Armer pflme vorliege dt»w�»or. S"??) r" f< ist». B. nicht jede Aufnahme eine» Km de« %«bZ r?"�alt an fich ein Akt der Armenpfl'ge— be. M»!, datz eine Erörterung der hervorgehobenen Schmie« c?i.i« nicht stattgesund'n habe und daß daher von der Wahllistn dies. Fäll. �?sä°le�"abschieden behandelt werden. m von jung ol'o JS4 manchen Magdeburg und Köln und, wie e» scheint, « achten überyaupt nur den Bemg offener nid!» al« Grund zur Streichung in der Wahlliste. Leipzig ,stche c..�s gleichem Standpunkt und schließt seit 1887 (int iit>.»?aäter au«, von denen Angehörige dauernd ' �!7,�.rlnsta>t«pflege fich befinden, während vorüber. >,'»arngung eine« Familienglied»« obersvorübergehende io H9.?>e« Fami.irnhauple« nicht al« Grund zur '°as.K achlet werden. Berlin, Bre«lau und Stuttgart strengeren Standpunkte; fie laffen auch bei s-rnj!.... Unterbringung eine« F�milienwi glied,« oder ! selbst die betr. Familienvät-r nicht zur " rrsonen zu streichen, r.*4�,,.'- V» V«.*e. Q v-.v.• o— iß�ia'ii v stützt nur davon ab, solche Personen zu streichen, »äis& , PI K*«« Cm.tVeftztflor» nkrrinlt#! tntrh toh�tlfrtllß ! m worden imv. Zvit Zlleri«reoenye,i, vre vier« �Mz?®>stestung der Wahllisten obwaltet, wird jedensall« HCÄ k�a��eil« veranlaßt durch die unvollständige Art, in Wahlgesetze über den Begriff der Armenunterstützung »«w"*!!ffni'UirÜ.n,Qn aber nicht einsiitra der Gemeindebehörde % rin« sobald wie möglich bei den Wahlprüfungen daß f'ILjC>n9 de» Reich-taa.« b ie gen ' aaf d" M bi�»-»tw,-. stSdtisch«, Wahlbur-a« per« J ,*l9»/ in die Neich> lag«. Wähle, listen Berlin« s» �"'aB der bevorstehenden Reichstag« wähl rund �lL?9an°»» �'9t««ingetragen worden. Schon bei den '"'tt i?|aocWn. Wahlen war berechtigt« Klage darüber er« U't) Jf� urbA'.a« dem enoimen Beuö kerungSwachtlhum von ,ii iR.�) ni*. Umgebung(sowie von anderen großen ,gi>en' kt �Ninn. endlich ernmal durch veränderte Sintheilung und , Rercheiage-Wahlbezirke Rechnung getraaen wirb daher ficherlich intereffiren, zu erfahren, welche -l»fte4»tM.gegenwärtig festgestellte Z ffer der m Berlin J# W«Üb« l.tztvo.°n�ganzm-n W rhl m a' sei Vt% DC f S- -< Der Kürze halber und zur Erleichterung de« nachstehend eine kurz« Zusammenstellung ge« i?» auch die muthmaßliche Zunahme der An�h! der �»gtm im ganzen deutschen Reiche in Betracht zieht: a- v_ L...— u---- Wahlb«. K-o US r. lS0. idor«? Tf iabnstr> .D* ,0� Tin" pro ganzen Oklober 1884 21678 56 933 81 705 72 100 26 910 74 898 284 222 47 370 Februar 1887 21389 65 155 33 502 79 222 29 523 86 323 815 114 52 519 Februar 1890 352000 58 670 *'* 9382792 lö 769 802 ca. 10 200000 C* JBÜ,'.'•' 23 634 24 609 c». 25 700 «�ffttkocl*, der, beiläufig bemerk, mit einem recht ."gl>ft?knt>vtz an den Steuern im Reich und Staat 1»t«d»5. also auch in der letzlvergangenen Legi«latur« J'in,; gf. ganz hervorragendem Maße bezügl'ch der V ahs.�erechligten zugenommen. Bor 5j Jahren »''che 7 fcU tt 3 pEt. aller Wahlberechtigten im Deut« ' 397' h 3tz pC,."Dabei wählt iTbm'"h" jS dksem'llwhLltn?ß stiger gestalten muß. dB darf al« gewiß angesthen«erden, 'aß die Zahl der Wablberechtigten in Berlin schon bei Ablauf der bevorstehenden Legi«laturpeiiode, also nach 'ünf Jahren, 4 pCt. aller Wähler im Reiche aufmachen wird. Am ungünstiasten ist der sechste Berliner Wahlkrei«. Er zählte 1887 86 323 Wohler. Schon im August 1888. wo für Hasen« cl-oir die Ersatzwahl stattfinden mußte(au« der Liebknecht zervorging), waren daran« 93 582 geworden. Wa« da« be- saaen will, wird nur der recht ermesst«, der da weiß, daß in 1837 die fünfzehn kleinsten Wahlkeise nur durchschnittlich 12 663 Wähler zählten, der kleinste(Schaumbura L-ppe) sogar nur 8128! Schon im August 1888 also hatte Berlin VI al« größter Wahlkrei« de« Reiche« elfundeinhalbmal so viel Wähler, ol« der kieir ste Wahlkrei«. Diesmal, im Februar 1890, wird Berlin VI die Ziffer 100 000 nicht nur erreichen, sondern sogar noch um ein Ansehnliche« überschreiten! er wird etwa zwölf« undeinhaibmal so viel Wähler zählen, al« der kleinste deutsche Wahlkreis! Im Jahr« 1871 hatte er nur dreimal so»iel,— so haben fich die Berhältniffe geändert. Da« Wahlgesetz von 1869 sagt:„ein BundrSgesetz wird die Abgrenzung der Wahl- Krise b, stimmen". Aber e« hat nicht gesagt:„wann?"! FL? die bevorstehende« Keichatasamahlen hat auch der Staatssekretär von Stephan schon seme Vorbereitungen getroffen und seiner uniformirten Armee eme Reihe von Ber- haltungsmaßregeln emgefchärlt, die fich allerdings nur auf die telegraphische Meldung der Wihlergebnisse an da« Rerchsomt de« Innern beziehen. Die Formulare für diese Drabtberichte haben gegen früher einige Nbänderungen erfahren. Nach der vom StaatSstkretär von Stephan gegebenen Ordre de baiallle find diese Formulare, welche jetzt den Oberpoftdireltionen schon zugegangln sein dürften, den betheil'gten VerkehrSanstalten rechtzeitig zu übermitteln. Etwaiger Mehr bedarf ist von der Gehiimen Kanzld de« ReichSpostamle« zu bezieh-n. Einige dieler Formulare sollen den am Orte der VerkehrSanstalten ansäsfigen Wahlkommissarim mit dem Ersuchen zugestellt wer« den die Formulare zur Niederschrift der von ihnen abzusenden- den T'i'g vmme zu denutzen und zwar unter Verwendung von i« einem F umular für jede Adresse. Die etwa noch vor« handenen Fo-mulare der bisherigen Art find zur Vera.r,oung einer weiteren Brnutzuug noch vor dem Wahltage zu vernichten. Von den Telegrawmm find aoßer der Adresse nicht die gedruckten Ueber« schriften der Rubriken, sondern nm da« in denselben Niedhm viel langsamer von Statten al« von allen Seiten angenommen war und seiner Zeit bekannt gegeben wurde. Bei Beginn der Bauaibeiten im Frühjahr rechnete man mit Sicherheit darauf, dies Bruck« bereit« zum vergangenen Herbst dem Verkehr übergeben zu können; allein bald nachdem die Arbeiten begonnen, zeigten fich so erhebliche Schäden in den Ufer mauern de« Louisenstädtischen Kanals, daß diese Schäden erst beseitigt werden müssen, bevor an die eigentlichen Brückenarbeiten gegangen werden konnte. So kam e«, daß kotz der spät in den Winter dauernden Bauz fit dennoch von dem eigentlichen Brückenbau wenig fertiggestellt wurde. Da« mißlichste bei der Sache aber ist die verkehr«« störung, welche dadurch läng« der ganzen Skecke der beiden Karalufer herrscht, daß man die für die Ufermauer-Reparatm und für den Brückenbau nölhigen Materialien dort aufgestapelt hat und der ganze Slraßendamm mit einem Bauzaun abge. sperrt wurde.) Am empfindlichsten macht fich diese verkehr«. störung an der Markthalle bemerklich, wo die Wagen mit den für den Marktverkeh: destimmten Waaren in weiter Entfernung von den Eingängen zur Halle halten und die Waaren zur Halle gekagen werden müssen. Ebenso find die Anwohner jene» Thelle« de* Kanal« wenig erfreut. Die gesperrten Straßen hemmen jede« Geschäft und hinter bem hohen Bauzaun steht e« wenig schön au«. Diesen Anblick genießen die dortigen Bewohner nun schon beinahe ein Jahr und noch ist nicht abzusehen, wie lange dieser Zu- stand noch dauern wird. In nicht geringe Aufregung wmden die Bewohner jener Gegend versetzt, al« kürzlich vir Nachricht von den in dies-m Jahre fertig zu stellenden Brücken bekannt wurde und unter den»ort benannten fünf Brucken die über den Louisenstädtischen Kanal nicht mit enthalten war. Man zog daran» den Schluß, daß diese Brücke garvicht gebaut wer« den sollte. Dies« Anstcht ist nun allerding« unzutreffend,»ber unter den obwaltenden Verhältnissen ist der Wunsch der dortigen Bewohner wohl gerechtfertigt, daß die Brück« sobald wie mög- l'ch fertig gestellt und den jetzigen Verkehrshindernissen ein End» gemacht werden möae. Uebr»*** lebe« de? veisteakrantren in der städti« schen Jrrenpflege giebr der vom Dwetior, Medizinalrath Dr. Sander erstattete Jahresbericht intercssante Auskunft: Die Beschäftigung der Kranken mrt ländlichen Arbeiten, ebenso mit Handwerken und den verlchiedensten Hau«- und Handarbeiten ersuhr eine sorgfältige Pflege und mannigfache Veibesserunger. Dem Anbau von Zierpflanzen und der Blumenzucht konnte durchweg größere Aufinerksamkfit gewidmet werden, so daß ein Warmhau« in der Nähe der Kolonie angelegt wurde. Neu eingerichtet wurde ferner eine Hühnerzucht. Die Unterhaltung«« mittel vermehrten fich durch Anlage von drei Kegelbahnen in verschiedenen Krankenabtheilungen. Im Sommer wurden Spaziergänge, im Winter kleinere Tan»Vergnügungen veran« staltet. Wesentlich gefördert wurde die Möglichkeit abwechseln« der Zerstreuung durch Einrichtung einer stehenden Bühne in einem der Unterhaltung«Iäle, die am Kaiser-Geburtstage einge- weiht und noch in demselben Winter mehrmal« benutzt wurde. Auch die weiteren vaterländischen Feste, wie die kirchlichen Ffier- tage wurden in angmu ssener Weise begangen. Zum Zwecke de« Unterrichts und der Lektüre wurde die Bibliothek nach Maßgabe der vorhandenen Mittel vergiößert. Mit Dank wird hierbei mitgethefit, daß infolge der im vorigen Bericht ge« gebenen und in die Zeitungen übergegangenen Anregung von vielen Personen mehr oder weniger»ahlreiche Bände illustruter Jomnale und andere Bücher verschiedenster Art der Anstalt zugegangen find, die mit wenigen Ausnahmen entsprechende Verwendung finden konnten. Di« Kranken» Lume haben sowohl durch geschenkte Bilder und sonstige Schmuckgegenstände, wie durch die au« dem Warmhause vertheilten Blumentöpfe und geschnittenen Blumen sehr an Freundlichkeit gewonnen. Dl* Frage de? Errichtung vo» AeUaustalten für fchwindsuchtige Arbeiter wird demnächst dem Zent-aiau«« ichuß de» ärztlichen Bez'rktverein« unterbreitet werben. Im Jahre 1876 starben in Berlin 3234 Personen an Schwindsucht, im Jahre 1885 4472. Unter tausend Gestorbenen finden fich durchschnittlich 283 Schwindsüchtige. Es giebt gewisse Ge-oe-be, welch« in dieser Beziehung geradezu mörderisch find, z. B. da« der Steinmetzen. Kehr schlichte Geschäft« hat«In Schiff«? gemacht, welcher im Navemder v.J. mit einer Ladung leet er Petroleum- tonnen von Berlin abfuhr, um dieselben in seinem Kahn nach Hamburg zu trankportiren. Er ist aber nicht weiter al« bi« zum Picheisdoifer Gemünde gekommen. Er hatte nach ftiner Angabe schon bei der Charlottenburger Schleuse Havarie ge- litten, wobei eine An» gros sofort zur Kenntniß der Staatsanwaltschaft gebracht, und dürfte die An« klag« wegen Betrüge« nicht lange aus sich waiten lassen; erschwerend fällt hierbei in« Gewickt, baß die beiden A»mtm mit dem erwähntm Besitzer de« Cafe« schon mehrere ädnl'che Geschäfte gemacht habm sollen, durch welche andere� hufige Firmen geschädigt wurden. Da« hier Mitgetheilt« möge also gleichzeitig zur Warnung für die gesammte GeschästSwelt dienen. Et« FAmitte«d?AMA. Die Bewohner ewe« Hause« der Cuvrystiaße würben am vorgestrigen Abend durch ein furcht- bare« Hillegeschrei aufgeschreckt. Der Hdferuf kam au« der B.'schen Wohnung und al« die Hausgenossen in dieselbe em- drangen, bot fich ihnen ein Bild de« höchsten SchieckenS dar. In der Mitte de« Zimmer« stand, mit einem Beile bewaffnet, der alte B.. während sein ttwa 18jählizer Sohn, aus einer klaffenden Stirnwund« blutend, bewußtlos am Bobm lag. In einer Eck« kauerte die Frau B., welche infolge de« Schrecken« gleich einer Wahnsinnigen schtte. Während ein Thell der Bewohner in die Bebausung ttngediungm war, waren anber« aus da« nächste Polizeirevier geeilt. Bald warm daher Polizsstm zur Stelle, entwaffneten den Menschen, an welchen fich niemand herangewagt, da er unter schrecküchen Reden jeden niederzuschlagen diohte, und brachten ihn zur Wache. Bei dem daselbst angestellten Ve hör ergab fich, laß *— wie schon so häufig, an dem v'ihängnißvollen Tage wieder einmal angetrunken nach Hause gekommen war. AIS Frau B. ihm danider Vorwürfe machte, begann der Unmensch, fie in der abscheulichsten Weise zu mißhandeln. Darauf warf fit der Sohn zwischen Vater und Muiter und sucht« die unglückliche Frau vor Thä.lichkeiten zu schützen. Der Vater bolie infolge dcsfm ein Küchenbeil ljetoii und schlug mit dessen flacher Seite d?a Sohn nieder. Nachdem man den Getroffenen in der ge- schilderten W?ise vorgefunden, wurde er durch Beamte zur nächsten SvnitätSwache gebracht und von dort nach einem K.ankerhause überführt. B. ist in Hast behalten worden, ob- wohl es nicht au»geschlosten erschein», daß er, ein Gewohn- hmstnnker, die That nicht lediglich im Zorn, sondern meinem Anfall« von Delirium vollführt hat. Da» Gerücht*#* einem Todtschlage auf offener Straße hatte frch gestem Morgen in de» G-ornd der Landwehr« und Lietzwannstrabe verbreitet. An der Ecke dieser Stroben sollte«in Marrn, der einen Brauerwagen verunreinigte, von d«m Bie-sahrer beziehungewcise Kutschrr d,S Wagen» mittelst des Spunddeile auf den Kopf geschlagen und getödlet worden sein. Glücklicherweise handelt es stch diesmal nur um ein leeres Gerücht. Seine Entstehung hat dasselbe folgendem Vo-gange, der aber bereits vorgestern Tbmd nach S Uhr paffirt ist, zu verdanken. In dem FenSke'schen Lokale, L�ndtberaerftr. 37 tagte um die genanrte Zeit eine sozial- d-nnokraiische Versammlung, zu deren Ueberwachung in und außerhalb de« Lokales ein« größere Zahl berittener und Fuß« Schutzleute aufgeboten war. Sin Theil der Schutzmannschaft war als Reserve in der Lmdwehrst'aße unwnt der Lietzmann- straße vusg» stellt, die beriitenen Schutzleute hatten abgesessen. Da raste p ötzlich, von oer LandSdergerstraße her kommend «in Brauerwagen die Lietzmannstraße hinauf, welchem ein Schutzmm'N zu Fuß folgte, unaufhöcltch»Hall" rufend. Zwei berittene Schutzleute saßen, als der Wagen an der Landwehr- f räße vo'.überrasstlte, sofort auf, vertolgten denselben und rächten im an der Neuen Königstrohe»um Stehen. Der Führer des Wagen« wurde nach dem IS. Ppliznrevier, Liefe- tsi annstraße 7b, fistirt; derselbe soll in der LandSdergerstraße Jemand überfahren haben, weshalb er die Flucht ergriff. Dar- aus ist dann im Laufe des heuligen Morgens das Gerücht von. dem»Todtschlage auf offener Straße" entstanden. AI» Kstelschmittdlerta ist vorgestern hier eine etwa 40 Jahr« al.e Frau verhaftet worden, welche sich Marie von Modicka nennt, hier in verschiedenen Hotel« uno Hoiel garni« gewohnt hat und überall Kost und Logis schuldig geblieben ist, auch beschuldigt wird, durch fälsche Vorspiegelungen fich Waaren und Darlehne verschafft zu haben. Ueber ihr Borleben hat die angebliche Wodrcka folgende abenteuerlich» Angaben ge- macht: Im Alter von sechzehn Jahren habe sie in Dresden einen rusfischen Fürsten kennen gelernt, der fie geheirathet und mit nach Raßiand genommen habe; die Famil» de« Fürsten, den fie nicht nennen will, habe j-doch die Trennung der Eh« bewirkt. Sie Hobe«ine Abfindung von 100000 Rudel erhalten, diese« Geld indeß in Monte Carlo verspielt. Demnächst will fie 2 Jahre in Marseille mit em«m Sch ffsrkeder V. zusammengelebt, später 6 Jahr« in Wien fich ausgrhalten haben und vor kurzer Zeit mit 100 M. und einem g oßen Hunbe nach Berlin gekommen sein, um hier beim Theater ober als SprachUh-erin ihren Unterhalt zu verdienen. Die Polizeioirektion in Wien, bei welcher von hier au« telegraphisch angefregt wurde, hat die Vermnthung ausgesprochen, daß die hier Festevomm-n« mit der viel fach abgestraften und aus Wim »akig schafften" Taschendiebm Marie Wobida acs Neu-Bidschow in Böhmen idermsch sei. Zur Feststellung der von der Fest. «enommmen bestrittenen Identität ist eine Photographie nach Wim geschickt worden. Der Stuhl mit de» weiße« Schürze, dm ein Schlachter am Kottbuser Damm am Sonnabend vor die Thür gestellt halt«, um die Vorubergebmdm auf dm im Ladm statt- fiodmdm Vrrkauf der frischm Wurst aufmerksam zu machen, ist dem Manne gestohlen wordm. Der Schlächter hatte fich gewundert, daß seine Waare, die sonst gerade an Sonnabenden in jener Gegend viel gekaust w'rd, ganz unbeachtet blieb, bi« eine Kundin die dampfmde Wnrstmalde bemerkte und ihre Verwunderung aussprach, daß die übliche Ankündigung, der Swhl mit der weißm Sckürze, vor der Thür fehle. Schleunigst wurde ein zweites Exemplar angebracht und mit einer Kette an dem Gitter vor.dem Ladenfenster de- festigt. §tw Professor Krieger Kerli» beschreibt in dm »Thetapeutiichen MonaUfeefUn" eine Vergiftung durch Sinti- febrin, welche« gegen Kopfschmerz zu 0 5 dreimal während einer Stunde eingenommen wordm war. Der Zustand war ein sehr dediohitcher, und es mußten mergische Reizmittel, wie Aether, Kaffee, Reibm de« Körper« angewendet werden. Neben der Cyanose bestand Herzk-opfm, Angstgefühl und Doppeltsehm. Der für kurze Zeit geschwundene Kopfschmerz kehrte bald wieder. Ksrichttgung. Der gestem mttgetheiltm Liste der Lokale, die dm Strdr'iem offm stehen, ist der Schweizergarte« mit aufgenommen wordm. Da« ist ein Jrrtpum. De» Schweizergarte« ,st, wie uns die Lokalkommission mittheilt, für Üettre Arbeit er« erlamml««g z« habe«. Poitzeibericht. Am S. o. M. fiel ein zweijährige« Mädchen m oer Wohnung seiner Mutter, ZionSkachstr. 4, beim Spielen in einen auf dem Fußbodm stehenden Topf mit kochendem Wasser und erlitt dabn so schwere Brandwunden am U tterkö'pcr, daß e« bald darauf tm Üazar»»« Krankmhause, wohrn es gebracht wordm war, verstarb.— An demselben Tage Abends wurde eine Frau vor dm» Hause Koppmstc. 48 von spielmdm Knaben umgerannt und erlitt dabei ernm Bruch de« Wen Oberschenkel«. Sie wuroe nach dem Krankenhause am FciedcichShain gebracht.— Am 10. d. M. Mittags wurde der auf einem Wagen fifemde Korbmachermerster Kurjchke vor dem Haus« K osterstraße 94 von seinem Sife durch einen »»rbeikommmdm Wagm heruntergenssen, gerielh dabei unter benseldm und wurde übersahrm und an dm Knieaelmkm so schwer verletzt, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.— Nachmittag« versuchte nn Hausdiener fich in seiner Wohnung in der Georgmkrrchstraße zu erhängen. Da« hierzu dmvfete Taschentuch zerriß jedoch, so daß er noch lebend vor- gefunden wurde. Er mußte nach der Chantee überführt werdm. — Zu derselben Z-it wurde ein Tischler, anscheinend innerlich verletzt, vor dem Neubau Liedenwalderstr. 4 aufgefunden und nach der Chantee gebracht. Seiner Angabe nach ist er infolge von Lohi streitigkeitm von einem anderen Tischler mittelst eine« Stück Hoize« geschlagen wordm.— Am 10. d. M. Mittags fand in«er Stralauerftr. 47 und in der Nacht zum 11. d. M. in der ZionSkirchstraße ein kleiner Brand statt. Darf A-beit»l-hn unmitt'lbar»ach»rfolgter A«». Zahlung g-Pfändet werde«? Hierüber lhettt vre»Zettschr. ». G«r.. Voll,." em« inter-ffante und belehrmde Entschndung mit.«er A- walt eines Gläubiger« hatte auf Grund eine« vollstreckbaren Uttheils seinm G-richtSoollzieher beauftragt, de» dem Schuldner, eini m Kohlen Verlader, da« baare Geld, welche« dieser allmonatlich von der Bahnhofekusse zu U. fiir da« Ver- laden von Kohlm den- he, zu pfänvm. Nachdem der Gerichts« vollgeher Tag und S und« der Auszahlung erkundet, stellte er fi« rrchtzettig an der Bahnhofrkaffe auf und wartet«, br« dm» Schuldner vom Bahn Hofe kaifirer da« Geld— 260 M.-�ausgezahlt wurde. Hierauf nahm er dem Schuldner drefm Betrag »um Zwecke der Pfändung ab. Beklagter erhob hiergegen aus Grund des§685, Abs. 1 der Zivilprozeßordnung Einwand, in- d'm er ausfügrte, daß er dm gepsLndeim Geldbetrag, der Arbeit«. lohn sei, zur Bezahlung seiner Gehilfen und zur Ernährung seiner 5 Kinder brauche. Das AmtSpertcht wie« den Einsp ucki zurück. Auf die EeitmS des G« pfändeten eingereichte Beschwerde änderte da« Landgericht U. die erste Entscheidung dahin ab, daß die Pfändung wezm der Summe von 120 M. vuf u- bebm, im Uebrigm jedoch die Beschwerde zmückzuweisen sei. Die landgenchtliche Entscheidung stützt fich vorzugsweise auf§ 1 de« Reichs gesetz-s über die Beschlagnahme des Arbeits- ooer Dienstlohnes vom 2l. Juni 1879, welcher lautet:»Die Ver- gütung(Lobn, Gehalt, Honorar x.) für Arbeiten oder Dittrste, welche auf Grund eines ArbeilS- oder Dimstverhältn-sse« ge- leistet werdm, darf, foferu dieses Verhältniß die Erwerbs- thätigkeit de« VergülungSberechtigtm hauplsächltch in Anspruch nimmt, zum Zwecke der Sich-rstellung oder Befriedigung eint« Gläubigers erst dann mit Beschlag belegt werden, nachdem die Leistung der Arbeiten oder Dienste erfolgt und nachdem der Tag, an welchem die Vergütung gesetzlich, Vertrags- oder ge- wohnheitsmäßig zu mtrichtm war, abgelaufen ist, ohne daß der Vergütungiberechtigte tieselbe eingefordert hat. Da« Landgericht bezieht fich in seiner Entscheidung ferner auf dm Be- richterstalter der Kommisfion, Abgeordneten Lasix, welcher zur Crläutiru g des Z 1 im Reichstage sagte:»Die Kom- nüsfion wünscht anzuordnen, daß solche Löhne nicht mit Be- schlag belegt werdm dürfen bis zu dem Tage nach der Fällig- keit. Diese«»mit Beschlag belegt werden" ist nach der Adftcht der Kommrffion identisch mit Vollstreckung der Ex-kution, der« gestalt, daß der erhobene Lohn auch nicht bei dem Arbeiter mit Beschlag belegt werden darf, ehe der Tag abgelaufen, an welchem die Zahlung demi'k- wordm ist" Nach dem Vor- schlage der Kommisfion sollte also die Beschlagnahme des Lohnes erst am Tag« nach dem Zahltage, dann aber unbedingt zulässig sein. Das Landgericht hatte die F eigade von 140 M., weiche der Schuldner zur Befriedigung semer Gehi'fen brauchte, abgelehnt, seinm persönlichen Arbeitslohn mit 120 M. aber freraegebm. Wir haben diese interessante Entscheidung um deshalb wiedergegeben, weil e« in Berlin vielfoch vorkommt, daß Gläubiger unmittelbar nach erfolgter Auszahlung von Ar- beitSlohn dasselbe, dm Gesetzen zuwider, pfänden laffm. Der Prozeß, der gegen dm Genossm Hoffmann- Halle a. S. anhängig gemacht wurde, weil er seine Kinder vom Religionsunterricht in der Schule fern gehalten hatte, ohne tmseldm»Ersatz" dafür zu geben, naht nunmehr seinem Ende und verspetcht für den B.- klagten einen günstigen Ausgang. Da« Kammergericht, da« fich zuletzt mit der Sache zu be- fchäftigm hatte, mtschied, daß niemand gezwungen werdm kann, seine Kinder in den ReltgionSuntenicht zu schicken, so- bald der Betreffmde au« der Kirche ausgetreten und um DiSpmS von dem Unterricht für seine Kinder nachgesucht hat. Hoffmanu war diesm beiden Voraussetzungen nachgekommen; da« Kammergericht hätte sofort auf Freisprechung erkannt, wmn e« berechtigt gewesen wäre, die betrrffendm Schriftstücke zu prüfen. So aber ging die ganz« Angelegenheit an das Land-ericht zurück. Di» Automat»« verderben de« Charakter! Dieser Anklang an ein bekannte« Wort ist wohl derechttgt, wenn man sieht, wrc häufig gerade diese Erzeugniffe der modernen Technik Anlaß zu strafrechtlichen Verhandlungen gebm. Wie der de- rühmte Ableßkasten weiland de« Herrn Tetzel ist es die Haupt- sorge dieser SüßrgkeitSspmder, daß»da« Geld im Kasten klingt"; fie verführen die Jagmd nicht nur zur Naschhasttg- keil, sondern auch zur Beiteler und— zum Diebstahl. So de- fanden fich gestem neun kleine Burschen auf der Anklagebank des hiesigen Schöff-ngericht«, wrlche ein ganze« Heer von Franktireurs vrgantfirt hatten und mit demsilbm gegen dm Inhalt der Automatm wacker zu Feld« zogen. Die untemehmmdm Burschm befanden sich durchweg im Alter von 12—14 Jahrm, waren anständiger Leute Krnder und find durch die Tücke de* Automaten zu Ep tzdubm ge- stempelt worden. Di« von einem der Angeklagtm gemachte Erfindung, daß ein Bleistück von der Form und Größe eine« Zehnpfmnigstücket den Mechanismus der Automatm in Be- wegung setzt, hat die kleine Gesellschaft veranlaßt, eine emsige Thängkett in der Anfertigung solcher Blerstücke zu entwickeln. Sie zogen damit in der Gegend der Hasenhaide umher und wo sie nur einen Automaten mtd.ckten, da wußten fie die Pforten deffelbm zu öffnen und sich die Chokolade-Täselchm anzueignen. Endlich wurdm sie von rhr>M Geschick ererlt. Aber nicht nur die 9 Angeklagten gehörten zu der Diebesband«, sondern auch die 6 als Zeugen geladenen (lernen Kerle, welche nur deshalb nicht unter Anklage gestellt warm, weil sie das zwölfte Lebenszahr noch nicht erreicht hatten. Ihre Furcht, daß ihre Epielgenossen nun»in'« schwarze Loch" kommen würden, erfüllte sich glücklicher Werse nicht. Der Gerichtshof erkannte die Angeklagtm zwar der Entwendung von Gmußmitteln schuldig, ließ diejelbm aber mit einem Verweise davonkommm. Mit groß»» List haben der Schlosser Franz Adolf Durst und der Bereiter Wilhelm Sanier am 24. April o. I. bei der Restauratmrfrou H ä h n k e in der Feilnerstraße eine« EinbruchSdtebstahl verübt. Frau H. erhielt.,ine« Tage» eine Postkarte, m welcher sie'aufgefordert wurde, an einem bestimmten Tage nach Gcschäsuschluß zur Empfangnahme einer für fie sehr wichtigen Nachricht im Cos« Bauer zu erscheinen. Der Auf- forderung wurde ansänelich keine Folge gegeben, al» dieselbe sich aber wrederholte, machte fich Frau H. am 24. April w Be- §leituna zweier Herrm nach dem Cas� Bauer auf den Weg. iand sie daselbst auch keinerlei Ueberraschang vor, so wulde ihr eine um s» größer« b-reitet. al« sie wieder nach Hause kam, sie fand, daß inzwischen ihrem Lokale durch Spitzbuben ein unliebsamer Besuch abgestattet und eine Kassette mit ca. 1200 M. Inhalt verschwunden war. Als die Thäter diese« frechen Dieb- stahls standen gestem die beiden obm Genannten vor der II. Strafkammer de« LandgerichlS I. Sie haben geständlich durch die ominöse Karte Frau H. au« dem Hause gelockt, dann dm EinbmchSdiebstahl vollführt und da« Geld auf Rersm verjubelt. Der Gerichtshof venirtheilte Durst zu 1 Jahr 6 Monaten, Sanier zu 1 Jahr 3 Monaten Zuchthaus._ Ein» Keih» frecher Aufchläg» g«g»« jung» Dam«« bildet« den Gegenstand einer Verhandlung, weiche gestern vre zweite Strafkammer de« Landgericht« I. beschäftigte. Au« der Unterfuchungshast wurde der 21 jährige Handelsmann Karl Paul Fritz Domke vorgesührt, ein Mensch rnu blassem, tcharfgei chnUtmm Gesicht, der bereits einmal wegen Erregung öffentlichen Aerger- nisse» mit emer Gesängnißstrafe von sechs Wochen vorbestraft ist. Die Uederfälle, welche dem Angeklagtm zur Last gelegt werdm, haben derzett um fo größere« Auflehen erregt, werl sich in den meist.-n Fällen ein Beweggrund nicht erllöten ließ. Am 19. Nov ander v.J., gegen 8 Uhr Abend«, kringelte e« an der Kornoorthür der Wohnung de« Dr.v- F., welch«»m ersten Stock de« Hause« Dragonerstrabe 19 belegen»st. Die 19iährige Tochter """ nschm auf dem Korridor stehen. öffnet« und sah einen jungen Mens. Bevor die junge Dame eine Frage an ihn richte» konnte, er- hielt fie von ihm ohne Weiteres einen wuchtigm Schlag ins Geficht, worauf der Angreifer schleunigst die Treppe hinabeUte. Frl. v. F. hatte erhebliche Verletzungm davongetragen, der Schlag mußte mit einem sckarfm und spitzen Instrument ge- führt sein, denn die Getroffme blutete au« zwei glerjchwundm in der Nähe de« Auge«. Der Schlag war von oben nach unten geführt worden und hatte auch die Taille der Dame getroffm. Hier zeigtm fich in den Kteidem zwei Einschnitte neben einander genau in derselben Entfernung, wie die beiden GesichtSwundm. Die Anklage nimmt an, daß eine geöffnete Scheere die Hiebwaffe gewesen ist. Daß der gefährliche Mmsch eine Scherte bei fich geführt hat, dafür sprechen die Umstände, welche bei dem zweiten Falle zur Svrache kamen. Dm Abend de« 16. N-vemb«««'jl 17jahrige Martha H. nach einem Besuch'«n J Reuen Schönheulerstroße. Auf dem Hautflar wui j einem jungen Menschen angeredet in welche« S.« stimmtdett dm Angeklagtm wiedererkennt. S«»er 1 was ihr gesagt wurde, sondern betrat T| � sich nach ihrer Wohnung m der Dragonerstrav« Nach einiger Zeit bemerkte fie, daß der MeMO % äät ÄifiÄ">,%i emer schneidenden Scheere. Als fie fich«ws«,"v ihr unheimlicher Begleiter schnellen Schritte«. 3". d-ckte dann da» junge Mädchen, daß man ihm'», Flansch Haare adgeschnttten hatte. Von drejer 3», fie die Straße nur noch in Begleitung i»,; I einigen Tagen, am 21. November, ging sie 8 Abmd« in Begleitung eines ihr bekanntm wieder durch die Schönhauserstroße, alt ihr«je j entgegen kam. Derselbe rempelte ihren und als er hierüber zur Rede gestellt( er dm Gynnafiastm in« Geficht.■ ihm, bis er einen Schutzmann traf, den." IvMdi/ i ' Die!-, Silttrung b««_ Angeklagten vorzunehmen. f sich hierbei äußerst frech und belegte die in fetn« Jj"' cJ Martha H. mit einem gemeinen Schimpfwort, «..It.., SIN, 4,. sn xui.A»rottn:l an, willig zur Woche zu folgen. Plötzlich erg�N'. nun erne sehr libhafle-bN! mür und e« entwickelte fich nun erne sehr libhafie tue"«' Fliehende griff zu einem eigenthümlichm Mittel, w- folget adzühatten. Vor»hm ging der Buchhändler. Ehefrau am Arme, welche von dem, woS hm>w gegangen, keine Ahnung hatten. Trotzdem der st'ig dem Fliehenden Vlntz genug li ß, versetzte'l. hinterrücks einen fo wucktigm Fauftschlag sofort zusammenbrach. Die Berechnung»e«"»ge sein« Verfolger fich zunächst um die am Boden... bekümmern würden und er dadurch einm Vor könnte,� schlug indessen fehl, er wurde ergriffen, kränkliche Dame, hat noch heute an dm Folgen u zu leidm. Die Anklage gegm Domk« lautet nun.� verl'tzuna mittel« oetährlichm Werkz-ugeS und � UebecsallkS in drei Fällen und auf Beleidigung M„ Er«ab nur die Beleidiarng zu, die Frau C. h"" i([, absichtlich bei Seite gestoßen, als er floh und ersten Fällen bestritt er, daß er und der Thäter dm fer, hier müsse eine Verwechselung vorliegen.*)« Landaerirbtsrath Grandtke stellte fest, daß über de« Angeklagtm, mit Ausnahme der erwähnten«Mrg bekannt sei. Der Letztere gab an, da» er bw.»,/ >»» de« Borftan u» Interesse i vtti legen,| '""mt S« versch k° w Felde zie 'S«sch°h. Entn dder die von her Wn anzustel niren,«i«, liegt. Ez hi il>st nicht«in l ,'e8 linden wird. .«Itung! Die t« Neuer «imrtbtijirung Mtt« � Ml Dien WZ »«ttn. Sg ist W' "�.dre Fnma s M°°r und S, m«°zel und WM Smd Mit wir zun üg'n und g ,-s beider Berit an, daß er 6»«,jf 14. Jahre die Gemriaveschule in der HirtmstraV. �tz! Aus oie Frage, womit er fich seit der Zeit ernährt � i weigerte der Ängeklagte jede Auskunft, er mnnm, �' hier nichts zur Sache. Da ein Bmder dr« Aug' zu» berüchtigter Zuhälter ist, so gab der Vorfitzende dr j Ausdruck, daß auch der Angeklagte ein Femd eyr> sei. Die erste Zmgin, Frl. v. F., vermochte der». nicht wieder zu erkmnm, dagegen bekundete wohn« in des Hauset Dragonerstr. 19, daß fie« j schon Monate lang vor dem Angriff auf Frl» y iW] vor dem Heuse fich habe hervmtreidm sehen. TW t(,.| f der Angeklagte zu und als G.und an, daß er ot» d nm de Freunde gewartet habe. Da die übrige» � Angeklagten mit Bestimmiheit wieder erkannl>0' Siaatsanwalt Krobitzsch die Anklage in allm Pf'jL Verf, :v- 11 Regien, Md nr de "n ;«« bit» kLZZ Es könne erübrigen, die Beweggründe zu erött� di«! Angeklagten zu seiner Handlungsweise getrieben, verletzungm und SrttlichkeitSvergehm sähe waN barst, n und un«klärlichstm Erscheimmgm zu Tage beispielsweise bei dem kürzlich vemrtherllen Buchow. dm weiblichen Personen die Kleider aufschlitzt�/� # �Ötnne n Schwefelsäure begoß. Der Angeklagte fei ftdentalle ej s,! ntfn�rUff.rr n,r.,n h.».i«. i»»sänan>°>..i>? gefährlicher Mensch, gegm dm er eine Gefängw- �,- I_ veu-i.-'Ä Gerichtshof ging noch über das beantragte Stralw�z einem Jahre für die drei Kö.piivmletzungen uno Wochen Gefängniß für die Beleidigung beontl und«kannte auf eine G-fängnißstrafe von anderiv«u fn» b»« Kerlust eines Ange» wird nach�«� Stechtsanwait«r. Fla tau verttetmm Ar v euer»'.z Segen Sikuon l»m nordöstlichen Stahl- u». 7 1 terufsaenossensehaft unter Aufstellung � wichtigm R-chtSsatzeS den bisherigm Standpunkt ou ,,> dem Kläger fett vem 23. Deremb« 1888 eine De � 50 pCt. zugesprochen. Der Kläg« war bit M temder v. I. in�der Maschinenfabrik von Th. V! in Berlin beschäftigt und verunglückte Tage dadurch, daß ihm ein Stückchm Ersen'fl, Auge flog und dasselbe erheblich verletzte. Der® wurde m die Klinik de« PcosessviS Dr. Hirschterg g„ weichet schließlich da« verletzte Aug« auSgevoniw Mitte Dezrmbm 1888 erhielt derselbe EatlaffuUÜ Klinik als vollständig geheilt, auch wurde bescheinigt- rechte Auge nicht in Mitleidenschaft gezogm word/s vollständig gesund geblieben ist. Hieiauf wurde erne.�t. 30 pCl. festgesetzt und die auf E-zielung eine« höheren�.4 gelegte Berufung vom Schiedsgericht zmückgewieseu- 4 gegm ergriffenen Rekurs wurde dm Beweis geführt, o°° «rührte recht« Auge schon vor dem Unfall a« beutend geschwächt war, so daß dm Ktäg« insoig' noch ohne schwere Gefahr de« Verluste» auch 1 wenig einträgliche Arbeiten anrichten dürfe. Verfichnungsamt adoptirte die AuSfühiungm.de« VmtretmS, Redakteur« I Fränkel, daß b-i der noch bestehenden ErwerbSsähigkeit dm gegenw. t,. stand de« Verletzten, gleichviel od da« Leiden auf jl' Auge schon vor dem Unfall bestand, in Frage koww' daher demselbin 50 pCl. Rente zuzusprechen gtwel"" .■--'»»«aUnfl (oetgleid Str Sfenffi von 1! �«r t.� Th.il, %% da« 35: 'S" g"»l« Bttl V's®..Ä »«ozirrle D»» S»tz»rst»»ik in der.K»rlt»»r Gunsten de« seitherigm Personal« seine Erledigung � indem dm M-ttmr dies« Zeitung, Herr Eozw* � gestrigen. Tage seine Entlassung(bedingt durch � des Personals) fordnte und feiten« de« Herrn% J« erhielt. Sämmtliche Setz« nahmen hierauf Arbett wieder aus und in Ruhe und Friedm � für die.Berliner Zeitung" wieder hergestellt.—" j,#>, sei auf da« Jnsmat in dm heutigen Nummer hinkt Für un» ist die Hache hiermit erledigt uN gy hehlm nicht, im Interesse de« Setzerp ersonal« y F Zeitung", unser« Freude darüb« Ausdruck zu' Differmzen in gütlicher Weise beigelegt find., Keinesfalls ab« wollen wir— im HinnM?� Inserat de« Vorstandes des Vmein« Berliner Buw ,, Schriftzieß« in unserer heutigen Nummer— 11, wundenmg über da« Verhaltm diese« Vorstandes i Wenn fich die Sache wirklich so verhält, wie fie in Einheiten M' # l OU« 8 1( Ifk «eil 'Entspreche : wrgen «cht««fol n» für ui 'dsauch 1 8&et m W W UN Li Vorstandes dargestellt wirb, so möchten wir den ötk! bta Ansehens de« U..V. d. B. dringend z:: f? iiehen, wie<« gestern gegen die Herren ob»?®ntn'ebet ktnd die Erklärungen von gestern WW Mn beutt: an uns ist es sicherlich nicht, darüber aaiustell«; wir übetltffen es Jedermann, sich lkn« W'e 18'n keinem Belieben ober in seiner � abzuwarten, ob die Berliner Ge- tie's 3>l"tt®ott der Kritik über diese« merkwürdige on ibm l! Wden wirb. 'Stä Ü'.S tJ*-..»i r«s? nerstroße j»' Mensch» re Schiillk' 3# Nittel,"Ml Händler ß 'Bk in« Ge»' ><« Angel' Soden" E'% W m fct� lttÄ le den uorege» n m etrieben, man ««% m �ZMMM tui MWWW Weidet Berlins. Ä7 �ctrontmUtnacn. von Uersammtnng»« hat der Innern unterm 14. tne.g'erungsp-Sstdenten Dezember 1889 an die in den KreisordnungS- an die Kö nig- %' °-Ä leaiHÜ. m � HlZhmzollernscken Landen. ia Posen und Bromberg, sowie an den �»'ijerpräfidenten in Berlin, da« folgende Zirkular faldwi?? Auflösung einer Versammlung betreffenden s' lii>! r?�ache hat da« Königliche Oder- V-noaltungS- 'S«.'olgende RrchtSgrundfätze aaszesp:ochen. Grundrecht der Staatsbürger, sich in geschlossenen o» Mammeln, kann— abgesehen von dem Erfordern b K; �n'h—»war durch das Grsetz, ab-r auch beschränkt wrrden. Au« anbei en al« den in »j. Lienen Gründen ist die Polizeibehörde nicht be- q H �Haltung einer Versammlung zu verbieten, weder Ve»i�"'?°«och auch nachher, d. h. die zusammenge- 4 d,??Äans auszulösen. : 6»« �rreinsgesetz ist letzteres— abgesehen von dem ,"zeige, dem Eintritt von Bewaffneten oder unter loergleiche§ 8 Absatz 8) von Frauen und na,. zulä fia, wenn die V-rsammetten durch die M Straft{Taten angeregt werden, nicht aber— «du,.«*ichung de« ursprünglichen Zusatzes, daß»die »»d,,,ö.�irbr«chen m sich schließt" und aus dem Kam- k* v" von 1850 klar erhellt— auch schon dann, wmn !,i°" Theilnehm», mag dies der Redner oder ein ft» Jind. Unter dieser Voraussetzung erscheint >''ietun. �iierprästdenten beizutreten, nicht»weiselhast, de, s> Aeußerung de« Pfarrer«, welcher die Auf. zv.?rrsammlung unmittelbar folgte, eine selbst da« »"ltit.e, ts rrlaubiee«kriiii durch ibre Ko m(8 193 de« «'"B" Moit.;"L®t,ftQ8 arnchtlich vel folgt werden kann, und �in Vergehen ist und nicht erst nachträglich durch ' 9 JS Handlung mdrß keinen die Versamm- ' � sich kdo'ni anreizenden Vorschlag oder Antrag enthält, � Ver»,!, Auflösung der Versammlung nicht au« dem ßir�te Q. ersetze« begründen, und demzufolge hat auch T d�ein»!. o"1" Hinweis auf den§ 10 Titel 17 Theil II 4%�, iur Aufrech thalwng der öffentlichen Ordnung mit rs Den diesbezüglichen Ausführungen ist auch unbederiNich dahin beizutretm, baß die— nach Annahme der Parteien— von dem N. öffent ich vor einer»ahlreichen und erregten Volks- menge ausgesprochenen schweren Beleidigungen der höchsten kirch- lichen WürSenträaer der anderen Religionspartei, verbunden mit einer offenbaren Verhöhnung der von zahlreichen Angehörigen dieser für ehrwürdig gehaltenen Gebräuche, al« eine weit über die perönliche Rechtsverletzung der Beleidigten hinaus- gehende Störung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sich War �hiernach die Polizei gemäß§ 10 Titel 17 Theil n de« Allgemeinen Londrecht« berechtiit, einer Fortsetzung solchit Störung vorzubeugen, so mußt« ihr Einschreiten doch inner- halb der durch da« bestehmde Recht gezogenen Schranken sich hakten, und in dieser Hinficht laßt bereit« der§ 10 — indem er die Polizei nur ermächtigt, die zur Erreichung der dort bezeichnetin Ziele»nöthigen" Anstalten zu treffen— unzweideutig erkennen, daß nicht weiter, al« e« zur Erreichung j'.ner Ziele unbedingt noihwendig ist, in die persönliche Frei- tzeit des strafbar Handelnden oder gar dritter Personen ringe- griffen werden darf. Run gehört aber zu den Verfassung«- mäßigen Rechten der persönlichen Freiheit auch da« Recht aller Staatsbürger, so lange m geschlossenen Räumen versammelt zu bleiben, al« nicht einer der im Verein«gtsetz als Auflösung«- giünde speziell' bezeichneten Mißb.äuche de« Versammlung«. recht« stattgefunden hat, und zu diesen Mißb.äachen gehört die Strasthat eines Teilnehmer« an der Ver- fammlung nicht. Daher faßt der Beklagte die durch den§ 10 Tit. 17 Tb. II. de« Allgemeinen Landrccht« umschriebenen Befug» nisse der Polizei zu weit auf, indem er annimmt die Auflösung einer Veisammlung sei— zwar nicht auf Grund de« Verein«. gesetze«, wohl aber kraft dieser anderweiten Rechtsnormen— immer dann eine gesetzlich zulässige Maßregel, wenn sie nur wirksames Mittd bilde, um einen der Versammelten an ''......' Zu dann zu verhindern. vielmehr nur wenn sie möthige Anstäli" ist. jedensall« so lange em.. der Fortsetzung strafbarer Handlungen diesem Zwecke kann jene Maßregel al« gesetzlich zulässig«scheinen, da» hierzu ncthwendige Mittel, die, Eine solche Nothwcndigkeit ist aber. nicht anzuerkennen, al« die Fortsetzung der Straftbaten eine« TheilnehmerS an der Ansammlung dadurch mit Erfolg ver- hindert werden kann, daß die Polizei ihre Maßnahmen gegen die Person des Exzedenten richtet, wobei es selbst nicht aukge- schloffen sein mag, daß sie von denjenigen Befugnissen Gebrauch macht, welche ihr der§ 6 de» G'setze» zum Schutze der pctsön. lichen Freiheit vom 12. Febnrar 1850 lG.-S. S. 45), eingeräumt hat. Denn so lange der Eingriff in die persönliche Freiheit de« die öffentliche Sicherhiit und Ordnung Stöienden zu deren Aufrechterhaltung allein ausreicht ist di« Polizei gesetzlich nicht befugt, zu tiefem Zwecke in die Rechte Dritter, hier in die der gegenwärtigen, ihr vnfassungtmähigea Versammlungsrecht au«. übenden Menge einzugreifen. Da vorliegend— soweit ersichtlich— der überwachende Polizeibeomte seine Maßnahmen nicht gegen den strafbar han- delnden Redner allem«erichiet bat, vielmehr sofort zur Auflösung d« Versammlung geschrritenist, so erübrigte nur derAuSspruch,daß derselbe in Erfüllung der ihm obliegenden polizeilichen Aufgabe fehlsam da« zwar«irksame, aber nach Lage de« Falle« nicht unbedingt nothwendige und daher rechtlich unzulässige Mittel der Auflosung der Versammlung gewählt Hot, und daß daher die hierin enthaltene polizeilich« Anordnung auf erhobene Be- schwerde und Klage für ungerechtfertigt zu erklären war. Ew. Hochwohlgeboren sitze ich hiervon zur gefl. weiteren Veranlassung«gebenft in Kmntniß." Eine imposant« Versammlung der Mahler de« dritten Mahlkreise» füllte am Montag Abend den großen Saal b« Bugge» hag-n'schen Lokals am Moritzplatz. Zur Leitung derselben wurden die Herren: Dimmick, Müller und Haberland gewählt Die Tagesordnung lautete:„Die bevorstehenden ReichttagSwahlen und die Arbeiter"; das Referat hatte der sozialdemok-atrsche Kandidat diese» Kreise«, Herr Carl Wildberger übernommen. Derselbe wie« zunächst auf die äußerst»ahlreich besuchte Versammlung hin, welche auf« Deut- lichfte beweise, daß die Furcht vor drm rolhen Gespenst, der Sozialdemokratie, zu verschwinden beginn«. Heute bieten un« sogar jene Parteien Waffenbrüderschaft an, welche vor 10 Jahren noch m»t einer gewissen Verachtung über un« h nweggehen zu können vermeinten. Da« rege politische Leben, welche« sich in der jrtzigen Wahlbewegung entfaltet hat, legt Zeugniß dafür ab, daß die Wählerschalt die große Wichtigkeit des neuen Reichstags erkannt hat. In den sechziger Jahren, zur Znt als Ferd. Lassalle die sozialdemokratische Agitation leitete, war diese eine andere al« die heutige, damals glaubte Lassalle, durch Genossenschaften der Kapitalmacht noch entgegen- treten zu können. Heute find wir von diesem Ge» danken abgekommen, weil ganz ungeheure Mittel erforderlich wären, um auf diesem Wege den Kampf erfolgreich aufnehmen zu können. Die Welt hat sich zur Zeit in zwei Heerlager getheilt; auf der einen Seite erblicken wir wenige Leute, denen da« Glück Millionen in den Schooß wirft, auf der anderen die große Mehrzahl der Bevölkerung, alle die- jenigen, welche trotz aller Arbeit um die nothbürftigste Existenz ringen müssm und keinen Antheil haben an den Kulturfort- schritten unserer Zeit. Wenn nun angesicht« dieser Thatsachen verschiedene Perteren in den Wahikampf eintreten, so ist e« Sache der Wähler, zu prüfen, welchrr Partei sie sich anzu- schließen haben. Hier im 3. Wahlkreis« stehen sich zwei Parteien, die deutschfrerfinnige und die sozialdemokratische gegenüber, welch« trotz entgegenstehender Behauptungen ganz verschiedene Ziele verfolgen. Vor acbt Tagen wurden unsere Bestrebungen durch Herrn Mündel abfällig kritifirt, ohne daß e« un« möglich war, daraus antworten zu können, Herr Munckel erwie« sich— was ich bei ihm nicht vorausgesitzt hatte,— al« derselbe Manchester- mann wie seine Parteigenossen. Er sprach von dem Staat, den die Sozialdemokratie erstreben«olle und exemplifiz-rte hierbei auf die heutigen Staat«betriede, al« ob wir diesen ähnliche Einrichtungen zu schaffen die Absicht hätten. Er vergaß, daß noch kein Sozialist etwa« derartige« ausgesprochen hat. Herr Munckel müßt« doch wissen, daß die Sozialdemokratie da« Tabaksmonopol bekämpft« und sich gegen ähnliche Institutionen autsprach, weil der hmtige Staat, ebenso wiedre Privalkapitalisten, solide Betriebe nicht zum Wohle der dann beschäftigten Bürger, sondern hauplsächlich der Profitmacherei halber errichtet. Post und Eisenbahnen liefern un« hierfür den Bewei«. Wir haben un« noch niemal« die zukünftige Gesellschaft al« eine ausbeu- tende gedacht, aber der„Freisinn" kann sich eben eine andere garnicht denken. Die Vcrgangtnheit dies« Partei zeigt un« auch zur Genüge, daß sie selbst auf politischem Gebiete nicht« weniger al« freisinnig war. Schon in den sechsziger Jahren hätte dieselbe al» MajoritätSpaitei Gelegenheit gehabt, da« preußische Wahlgesetz umzuändern, sie bat da« unterlassen und noch in den letzten Jahren haben im Reichstag ibre Vertreter aanz reaktionären Maßregeln zugestimmt. Nach dem Prinzip dieser Lmte darf der Staat nicht eingreifen in« Erwerbsleben, um die Schwachen zu schützen, ihr Ideal ist England, wo aber doch die Zersetzung noch größere Fortschritte gemacht hat al« bei un«. Wo ist der kleine Bürgerstand, der Handwerker ve- blieben? Wenn man sieht, wie die Zahl der Sudsistmzlosen sich immer mehr vergrößert, wie die Erwerbsunfähigkeit taglich zu- nimmt, so muß man sich doch sagen, daß sich Zustände heraus» gebildet haben, die nicht weiter fortbestehen dürfen. Der Hand- werker muß doch einsehen, daß er von den«irthschastlichen Verhältnissen ebenso bedroht ist, wie der Fabrikarbeiter, der sich in vielen Fälln, noch eher neue Beschäftigung suchen kann, wenn«r durch plötzliche Umwälzungen auf wirlhschastlichem Gebiete seinen Platz verliert. In den meisten Fällen ist der Handwerker überhaupt nur Hauswdustrieller, er empfängt da« Rohmaterial und hat die fertige Arbeit abzuliefern. Der Händler oder Großfabrikant prosttirt eben'mehr, wenn er dem Handwerker auch noch die Kosten für Miethe und andere Dinge aufhalst und sich die fertige Arbeit in'« Hau« bringen läßt. Sieht er ein. daß er dadurch mehr Prrfi! macht so wird er nicht in eigenen Räumen produziren lassen und der Handwerker mag sehen, wo er bleibt. Hier kann doch von einer Selbsthilfe keine Rede mehr fein. Selbst wenn allrHandwerker geschlossen gegen dieKapilaliftenFront machen wollten, könnten sie doch gegen deren Vereinigungen nicht aufkommen. Diese Selbsthilfe, welche den Handwerkern von den „Freisinnigen" emplohlen wird, ist ebenso w'ibtig, wie da« Spar- rezept, das sie den Arbeitern empfehlen. Wer sollte die Artikel alle fonfumirer, wenn J:der sich auf« Sparen verlegen wollte? Ein« Verringerung der Konsumtion müßte auch eine Ein- schränkung der Produktion und damit w'iter« Verschlechterung unserer wirthschaftlichen Z»stände zur Folge haben. Mau erkennt heute freilich nur ein geschriebene« Recht an; e« gießt aber noch ein sittliche« Recht und wenn der Mensch sieht, daß er trotz aller Mühe und Arbeit nicht« vorwärt« bringen kann, während auf der anderen Seile Taufende auf Tausende mühelc« Einzelnen in den Schooß fallen, so empört sich sein Innerste» gegen solche Verhältmsse und er versucht, da» sittliche Recht geltend zu machen.(Lethafter Beifall) Di« Sozialdemokratie will das sittliche R cht, sie w ll, daß jme großen arbeitenden Kresse dem Stiats leben erhalten bleiben sollen. Man kann un« dock da« Recht hierzu nicht bestreiten wollen.(Stürmischer Beifall.) Man redet allen denen, die noch ein Stückchen Eigenthum haben, vor, daß ihnen diese« von urS genommen werden soll«, man sagt, wir«ollen theilen. Da« wäre gleichbedeutend mit Zerstörung, es hieße, die heutige Gesellschaft um 200 Jahre zurückführen und da« kann doch eine wissenschaftliche Partei, wie die sozialistisch« Partei, nicht «ollen. Man kann aber doch von dem arbeitenden Volke nicht verlangen, daß es den Geist der Zeit spurlos an sich vorüber- gehen lassen soll. S it fast 2C00 Jahren predigt man das Christenthum, die Nächstenliebe, aber man predigt eben nur, verwirklicht hat man bis> jetzt noch nicht« davon. (Stürmischer Beifall.) Die freisinnige Part« ist nicht gewill', die Sache ander» zu gestalten; sie hat da« oft genug konftatirt. Sie hat den Erhöhungen der Militärmacht zugestimmt und nur immer bei den Ausgaden zu feilschen versucht. Al« die Getreidezölle eingeführt werden sollten, verwies Herr Rick.rt auf den Branntwein als steuerbare« Objekt, obwohl er doch wissen mußte, daß eine solche Steuer ausschließlich von der armen Bevölkeeung getragen werden muß. Auch wir sind nicht gewillt, Deutschland wehrlos zu mache», wir wollen aber, daß die Völker in Frieden lebe« lallen, deshalb find wir international. Ganz ent- schieden müssen wir un« gegen die dreijährige Dienstzeit wenden; Moltke hat einmal selbst zugestanden, daß die Au». bildung zur Vertheidigung de« Lande« innerhalb 23 Wochen möglich sei. Wenn unsere Fraktion zuweilen mit den F.ei» sinnigen stimmte, so geschah da» au« ganz verschiedenen Grüu» den; die Freifinniaen stimmten gegen Gesetze, well sie nickt wollten, daß der Staat sich in» Erwerbsleben mischen soll, während unserer Partei die Einmischuna ganz unzulänglich«- schien. Für un« ist der Staat kein Nachtwächter und wenn die sozialdemokratische Partei in größerer Anzahl im nächsten Riichstage erscheint, wird sie et an ent'prechenden Gesetz«- Vorschlägen zur Aenderung unserer Heu, igen Zustände urckt fehlen lassen. So sehr ich euch die Verdienste de« Herrn Munckel auf juristischem Gebiete anerkennen will, ist andererseits absolut nicht nachgewiesen, daß derselbe sich besonders da gezeigt hä t», wo e« sich um die wirthschaftliche Besserstellung der Volksmassen handelt«. Um diesen Hauptpunkt hat er sich bisher wenig gekümmert und wir müssen immer wieder darauf zurückkomme».', daß die sozialdemokratische die einzige Partei ist, die auf wie iß- schastlichem und politischem Gebiete bessere Zustände schaffea will. Bisher waren die Reichstage zu ammengesetzt au« dem hohen Adel, hohen Militärs, vielen Professoren und Juristen, aber wenig Handwerkern. Nun sagt aber Börne schon zute> ffmd: 150 Aiistokraten— Vaterland du bist verrathen! 150 Professoren— Vaterland du bist verloren! 150 Advokaten — viel« Worte, keine Thaten!(Slürmiscker Beifall.) Ueberlegen Sie, wem Sie am 20. Februar ihre Stimme geben wollen. Blicken Sie nicht nur auf die Person, sondern auch auf da« Programm. Wenn ich dazu ousersehen werde, diesen Wahlkreis im Reichstag zu vertreten, so«erde ich mit ganzer Kraft dahin wirken, daß unser Programm baldmöglichst zur Durchführung gelange, und keinen Millimeter breit von unseren Prinzipien abweichen.(Donnernder, lang anhaltender Bei- fall.)— An der nun folgenden Diskussion bethessigten sich die Herren Schulze, Lorenz, Deske, Berg, Sngler und Büttner. Eine Resolution, nach welcher die Versamm- lung sich mit dem Referenten einverstanden erklärte und für dessen Wahl nach Kräften einzutreten, wurde mit allen gegen eine Stimme angenommen. Ferner wurde einstimmig de- schloffen, dafür zu wirken, oaß dem kaiserlichen Erlaß durch die Wahl sozialdemokratischer Abgeordneter im ReichStaz die nöthige Unterstützung zu Theil werde. Mit einem drei- fachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß di« Versammlung. De» Fachvevew f&t Schlosser und Maschine« t>a«e» Kerlin» und Umgegend hiett behufs Stellungnahme za den Bestimmungen des Arbeiterrath« und dessen Wahle« m der Rässrmann u. Kühnemanr.'schen Fabrik am 10. d. M. i» Nehlitz' Salon, Bergstraße 12, eine»ahlreich besuchte Versamm« lung ad. Herr Kcmmerzienrath Kühnemann war zu dies« Versammlung einaeladen, aber nicht erschienen. Al« erster Redner zu dieser Angelegenheit nahm ein Herr da« Word, die Bestimmungen de« Arbeiterrath« zur Kenntniß der Versamm- lung bringend. Eine Wiedergabe derselben ist an dieser Stellt unmöglich. Eine der Bestimmungen lautet dahin, daß dem Arbeitnehmer jede freie Meinungsäußerung ohne Nachtheil« ge- stattet ist. Der Herr(heilte als Jllustralion hierzu mit, daß er unmittelbar, nachdem er von dieser Bestimmung Gebrauch gemacht hatte, entlassen worden sei. Er mar der Meinung, daß durch derartige Maßregelungen die Arbeiter nicht nieder-- gedrückt würden, vielmehr noch stolzer ihr Haupt erheben würden. (Beifall.) Ein Anderer ging die einzelnen„Bestimmungen" durch. Nr. 1 legt dem Arbeiterrath die Pflicht auf. die Ehrenhaftigkeit, Ordnung und gute Sitten ausrecht zu erhalten, dem über- mäßigen Genuß von Spirituosen vorzubeugen und den Schein» krankheiten entgegenzutreten. Hierzu bemerkte Redner, dich die Arbeiter jedenfalls weniger Spirituosen trinken würdät, wem» die Firma sie mehr verdienen ließ,.(Bravo.) Daß vi« Ar» deiter jetzt so viel krank werden, daß solle daher kommen, daß die Arbeiter zu hoch versichert sind, trotzdem die Arbeiter zumeist nur mit 9 M. wöchentlich verfichert find. Früher, wie die Arbeiter nur mit 6 M. versichert waren, sollen nicht so viel« Krankheitsfälle vorgekommen sein!! Des weiteren soll der Ar- beittrath mitzusprechen haben bei der Verwaltung von Wotzk» sahrtseinrichtungen für die Arbeiter der Fabrik. Dieselben feien nachgebildet denjenigen der Marienhütte bei Kotzenau, bereu Mitlheilung stürmische Heiterkeit erregte. Dort he>ßt der hiesig« Arbeiterrath„Aeltesten-Kolleaium". Die„WohlfahrtSeimig- hingen" bestehen dort u. A. m der Eclheilung de« Hetrathskon. senseS.der Errichtung einer Sparkasse, um dieArbeiter zwang« weis« auf einen grünen Zweig zu bnugen u. dgl. m. Der Red»« kam zu dem Schlüsse, daß die Ardeiter derartige„Wohlfahrts- en.na,iuilgtn" mit Entrüstung zurückzuweisen hätten, daß d« A, bester selber für ihr« Interessen eintreten könnten und dajit keine Kommerzienrälke brauchten und die« am 20. Februar zu bethätigen hätten.(Stürmischer Beifall). Ein Vertreter der Firma, Herr Schlegel, theilte da« Zustandekommen der Statuten de« Ardeiterraths mit und hob besonder» hervor, daß bei der Berathuna von 267 Anwesenden nur 3 dagegen gestimme hätten.(Rufe Stimmvieh.) Zu Bemerken ist hierzu noch, daß nur Albester die 30 Jahre alt und die mindesten« 2 Jahre in fen Fabrik beschäftigt sind, wahlbtrechtigt find. Die Statute« de« Arbeittratb« fanden in der folgenden Diskussion seitens verschiedener Redner eine scharfe Gechelung. Da« Zustande« kommen der Wahl de« Arbeiterrath« wurde theilwejse zurückgeführt auf die ökonomische Abhängigkeit der Ar« beiter, auf die Unaufgeklärtheit der Arbeiter und hervorgehoben, daß alle Arbeiter einer Organisation anzugehören hätten. Wenn diese« der Fall wäre, dann mud-n derartige A beiterautschüfse illusorisch gemacht werden. Die Statuten de« Arbeiterrath« fanden allseitige Verurtheilung und wurde darauf hingewiesen, daß, wenn die Firma in Wahr» heit etwa» zu Gunsten ihrer Arbeiter thun wolle, die Vor« stände der Arbeiterorganisatioaen nicht abgeneigt sein würden, mU der Firma dteserhald zu unterhandein. Nach längeren Debatten gelangte mit allen gegen ein« Stimme folgende Re- solution zur Annahme:»Die heute am Montag, den 10. Februar, in Nehlitz' Salon tagende Versammlung de« Fachverein« für Schlosser und Maschinenbauer Berlin« und Umgegend de« schließt: Sofern die von dem Kommerzienrath Kühnemann au»« gra.beiteten Bestimmungen den Mitgliedern des Fachverein« vorgelegt werden, gegen dieselben energisch zu pro- teftiren, da jede freie Meinung eine» ehrlich denkenden Arbeiter« dadurch unterdrückt wird und nur Streber und Denunzianten groß gezogen werden. Die Acheiter- frmndlichkeit der Firma wird zur Genüg« dadurch ge« kennzeichnet, daß Kollege Müller, als er bei Beraihung der Bestimmungen des Arbeit«! rathes seine Meinung frei äußerte, daraufhin entlassen wurde." Diese Resolution war bereit« in der vorigen V.rsammlang eingebracht, aber vertagt worden.— Zu Eingang der Versammlung wurde Herr Thron zum Schrift« tuhrer gewählt. Am 22. Februar feiert der Verein fem 10. Stistunqtfest, zu bissen zahlreichem Besuch(zugleich al« äeier der Resultate der ReichstagSivahl) aufgefordert wurde. cht Tag« nach der Riich«tag«wahl findet eine öffentliche Versammlung der Berufsgenofsen statr, in welcher über den eventuellen Eintritt in eine Lohnbewegung in viesem Sommer beschlossen werden soll. Nachdem firdet eine Vereins« verfommlona in dem roroenannten Lokate, Berafir. 12. klatt. Der Fach verein der MetnU-Kchranben», Fa?-»- dreher Uno verufsgenossen Berti>s hielt am S. d. M.'eine orventliche Generalversammlung in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße 48 a ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Erle« digung der zurückgestellten Anträge. 2. Bericht der Fachkom« Mission. 3 Regelung de« Arbeitsnachweises. 4. Verschiedene«. Zu Punki 1 wurde d-r Antrag de« Kollegen Hecht, der Fach» knmmisfion 30 M. Gratifikation zu bewilligen, angenommen. Sodann wurde der Antrag de« Kollegen Hirsch, sein« Ent« lassung au« der Fabrik von Siemen« u. Halste al« Maßrege« hing zu betrachten, einstimmig angenommen. Die Drskulfion darüber warf ein grelle« Licht auf die Zustände, welche dort herrschen. Al« Grund der Entlassung wurde angegeben, daß sich Kollege Hirsch auf der Straße geschlagen hä te, wa« aber eine grobe Unwahrhert ist, sondern der richtige Grund ist dmin zr suchen, daß der betreffende Kolleg« im Inte, esse de« V-reinS, sowie der Allgemeinhert zu oft in die O.ff ntlichkert t>ot. Außerdem wurde der Antrag der Kollegen He zw und Wille, einen allgemeinen Akkordtarif ei-zufüh en. abgelehnt. Kollege Gutzow brantragte, in nächster Ziit eine vssrnttiche Versammlung emzuberufen, welche unser« diesjährigen Forderungen fcststev» resp. behandelt. E« wurde drschivssen, dreselben nach der Wrkl einzuberufin. Der vorgerückten Ziil wegen wurde Pur kl 2, 3 und 4 von drr Tage«» »rdnung avgesrtz' und schloß der Vorfitzmde die Versammlung um 2 Ubr 10 Minuten. Gtugeschriedeue Ailf» Kasse der Bureaubeamten der RtchlSanvaue, Notar« ui.o Gerlcdrsvollzieher in Berlin. Dem in der Gene alv rsammlung am 18. Januar erstatteten Berichte de« Vorstände« entnehmen wir, daß>m vorigen Jahre von den Mitgliedern 3 gestorben. 1 ausgeschieden, 30 autgelchloffen fiad. Von den End« 1889 vorhanden gewesenen 219 Mit« gliedern find deshalb 189 v-rbtieden, denen 20 neu aufgenommene hinzutraten, so daß Ende de« Jahre« 1889 die Mitgliederzahl 20S ketrogen Hai. Die Einnahmen haben betragen 3903 03 M.(orgen 2259,70 M. in 1888), die Ausgaben an Krankengeld 1024 M.. an Steroeoeld 355 und Unkosten 291,53 M. «lsammen 1670,53 SD?,(gegen 1338 430 und 329,76 M. in 1888). An daarem Vermögen waren 8503,99 M. vorhanden(gegen 7046,49 M. in 1888). ES ist in 18 Fällen Krankengeld für 512 Tage gezahlt(gegen 669 Tage in 1888). Die Krankheiten waren: Reaenbogtnha>»Ientzüadunä, Rlpp!nkontusion,Rachen»nt» zändung,2Ka-bun!eI, Nrserpolyp, Nervml«iden,Bionchialkatarrh, Gelenkrheumetiima«. D phlhe itis, Wrchselfi!ber,Brustfellentjün- dung, Drüsenentzündung, chron. Nasen- nrd Rachenkatarrh, Qu tschung, ZrllgewirbeentzündUna, Magenleiden, Blindarment- zündung und Lungenentzünduna. Di« längste Dauer einer Krank b-it wählte 80, dte kürzeste 6 Taje.®« hat sich auch in diesem Jrhre die bisherige Erfahiuna bestätigt, daß die Kassenmil- glieder unseres Stande« irgend eirer Krankheit besonders nicht ausgesetzt find. Bemerkenswe th ist, daß dre Kaff- für keine Jofluenzaerkiankung einzutreten hatte, während die Kassen an- derer BerusSartrn in Berl'n durch dieselbe bi« auf das äußerste angespannt meist zu drm Restivefond» ihre Z flacht nehmen rnußten. Der Gesundheitszustand der Kassenmrtgtieder darf hiernach als ew durcklchnittlich guter bezeichnet werden. Dos Andenken der 3 Verfto. denen ehrte die Versammlung durch Erheben von den Sitzen. Der Kassenoorstaad hat 18 Sitzungen abgehal.en. Eine hervoi ragen der e Tbäligkert war dem Vorstand« und Ausschüsse aemeinschaftlich durck die von den Prinzipalen beabstchligt« Verficherung ihre« Plrsonal» bei der Kasse deschieden. Die» selbe erforderte 10 gemeinschaftliche Sitzungen. Dem Lu«- fchusse und Vorstande wurde Entlastung ertdellt. Zu Vorstandsmitgliedern wurden gewählt: al« 1. Voifitz-nder Bureau- »orsteber Schmidt bei Herrn Rechtsanwall Mauke', Roonstr. 9, als 2. Varl h nder Bureau oorsteher Kube bei Herrn Rechtsanwalt Winters« dt, Ocanienftr. 67, al« Kassenführer Bureauvorsteher Ernst bei Herrn Geh. Just-zrath Laue, Wilbelmstr. 57/58, als Schriftführer Bareauvorst Ringel bei H.rrn Jastizrath Haagen, Tauben str. 42, al« Beisch r die Bureauvorsteher KochiNlk« bei Harn Recktsanwalt Rrinb rger, Gntraudtenstr. 8, und Rexin bei Herrn R'chtsanwau Kempner, Franjösisckestr. 9. Dieser Vorstand bildet gleickzettig den Vorstand de« Ver- ein« gleichen Namen«. Di- Mitglieder desseloen haben die Besorgung da VemnSgeschäfte mit denselben Furktionen, wie fie dieselbe in der Kasse auSuben, unter fich verlhei't. Da der frühere VireinSvvrstand e« verabsäumt hat, die Gmeralver- sommlung einzuberufen, so hat der jetzio« Vorstand eine solche aus Freilag, den 14. Februar, in Gralweil'» Bierhollea, Kommandantenstrvße 77,«inberufen, in welcher der frühere Vorstand noch Bericht zu erstatten und Rechnung zu legen haben wird. «»»«» v»SI,i,«o»,fa«»,I«»g d»»».<»»lw»» Dt»tch»t»«»«»»hl. krtif»» um MU wcch, den 12. gibiuat,«btnbl b% Uhr. bei giu-rnetn,«Nie Z�todst ate 7». R ienn! wt'd 1" der Biisammlung bilanr.t gemacht«erden. i tadlreich-««'Ichtwen mM ersucht. «r»«»«*.*«11*# Mähiir-'rsmmmlnng»,# ___------------»--------... 4.'«##11*## |trt*#tBg#niol|lht#ir#* um Wjtuwoch, den 12 Redt, ädttitl 8 Udr, Im »idmitchen 8 uupuute, Saablbfijtc SlI-e 11—18 faäflotbnung: Die devbr ziehenden Ritch'lnulw ihlen R-fel-nt wird IN der«eilammlvng dikanrt oe- Much«, t.©Ututflon. 8«ericktedene». Zar Deckung der lll. kosten findet eine Tellrs-wmiu»» ftalt. Pflicht eine»> den Wühler» ist e». in der»eezammlung >> ei tch tnen *##«***#«*11*, v»SI,I#r»##samml««» �>»•«.«##»*## Vz#i*#»>»gr Vuh.k'i's-» am wilttwich. de, 12. Februar. Avend» 8 Uhr, €4titlcii'd fcato" Beesoileiftr. 15 Tagetordnung! 1. Die blvorstedenben «cichttaoewohlin. R sreit wird in d-r Bersommlung dlkannt gen-achl. 2 Digkuifton und veilchtedenet. Zur Deckung der llakoften findet eine Zeller. tummluno statt «ro», ö*««tttch# tpSH!#r»##sa«m>»l»»g für«iSp#*I***» Il«g#g#nd am Will» och. re» 12. Februar,»deich» 8 Uhr. lm„ftatlti bot, _______.... devoistehenben._______.. X. Diiku'tzon. 8.»Selschtebene». Referent wird in der Lersammlung bekannt #.ii..fte. Zagetoid, ung: dte Retchltag»» hlen. gemacht. z»#4«l*,«»#»f. Wübleioeisiimmlm'g am Mittwoch, den 12. Februar. »eeno» 8 Uhe, Im Sokale de» H-rrn Telcheit, Schornwebeeftrote 4(Tegeler »hauffee). Tage«ordniin« 1 Porttag de» Heiin Rechtionwalt««. Stadihaoea. 2. DUkulfion. 8«erlchtedene». Zur Deckung der lli kosten Tellersammlun». Um»ohlr-lche» Ersch-lnen wiid ersucht. «#»«# S*#«»lt*#»rl>#lt##i»*#«###sa»u»««»» fS» N#«*lck#m. »»,f**# tlina#«#*» am Mittwoch, dm 12 Fed'uar.»bend» 8 Uhr. tm Reftauront Seeichidichen. Mnkftiate 1—2 Togiloidmmg e 1 Bo'trao de; Fiou»yolbeln Ihrer au» Vellen über die«lellung ter F'.au in de' Iidustrie T Dltkuifion 8 Lerfchlebme»«lüfte, Damen und H.rren, hoben Zattitt. Die Perfommlun« lst an chmlxt Pferdedahnoerblnbuno vom W-ddlog bti »or dem Lokal Um-echt johlreichet«iifcheioen ml-b gebeten. **««*11*,«*#*««, t,###st,««lU»g am Mittwoch dm 12. Fcdruar»oend* 8 Uhr, lu»hen.d« Brau tet Ettoenftrote(URoalll). Tagetordnung e 1. Da» Zanungtwe'en und dl- Thällik lt der v--iimr Slettiml tzl'nung gtaenvb-r ee- freien Urdelierorganlsatlon R-seeent F. Aiging. 2. Dltkuifion. 3. Adrechnung de» Sie» eralfond». 4. Berschledene». Da» Sr< scheinen eine» jeben Eteinineg-n ist Pflicht. „•#»«#»ff«««!*# WSHl##o#rf»m»»l««» d,» 6,*##li«#» »«lAvtas**.»!}!).##!/## am Mittwoch dm 12. Februar Abend» 8 Uhr, in Pohl» Solan, Mllllerftrate 7. Tagetordnung; l. Die bevorstehenden tRfiffl»tO'.»ambl(n. Refeeent wich 1» der Veisawmlung bekannt gemocht. 2 Ditkusston 8.«erschledme» >**»»», flaK#bt#n#c! Heute, Mittwoch den 12. Februar. Abend» 3% uor. findet tut Jordan. Reue«fünft ate ist I, eine grobe öff-nlliche B-r samerlung sü nwtstcher Hau»di-nei Bella» stau. Tajeloibnuag: I ffllt ftelltn(ich die Houidtener jut Reichltagtwrht? Siefeimt; Herr Alwin Gerisch. 2. FHe Ditkusston. 8. verschi-den-« i#nt#al-*#ank*n- nnh Kt#»b#ka*#*##«Ischl»#»*r.(®. H. Hamvuroi. Oerillche Berwaliung Be Ii» B Mitgltederoees mwlung am Mittwoch den 12 Februar,»b-nd» 8% Ubr in ftlotfi't Rest uennt D e». denerftraße Ist. Tagetoid' ung 1 Adrech ung vom 4 Quartal 1839 2. Wahl eine» Beitioatsammleel. 8. B-rschs-dene A ss-norgel-ge h slen. Mttgliedlduch legiilmirt. Um z'blreiche» und vlinktilcheß(r schclr-n wich eis echt Z#»t»alk#»*I,#». nnb Kt##l>#staN«»## Mal,# und«##«»a»»l## O#»«kO»#»#*#*. Ftiiale Ro d.(»te.t-schiledeae Hl tlkofi Nr. 7l.) Am Mittwoch, bei 12 Februar,»bend» 8 Uhr, bei Si edl, Brunnmfttale ist, auimordmtllche Mitglieder Versammlung, Tagetordnung r 1 Wahl eine» ersten Bevollm/chllglen und eine» stellveUreierd-n Echrif.sllh'er» 2 Ve'schiedmet Eüwmil'chc Mltoiiedm weiden cisucht, zahlreich und vll ktllch zu e schelten ..®.1"*»»»«# S*#ntllch#*##san>»Uung»## 9«tn,nnSn*#l- k*«#*d»# und in d-r Bik eldungltt dustiie dischüs.tgien«rrb i>e innen am Mittwoch, dm 12 Februar,»bend» 8% tltr bis L-dmann, Schwebimftr. 2». lagetirdnuno: 1. Bothag de» Herrn Cchrls.ftellei Bdlsche llder.Darwtni». Zuttttt � Dilkulston, 8 Verichtedme» und Fcagelastm, Herren haben ZUl»'tn#i»## Zl#b#il##i««#»v##,i» sämmttich,# A##»s#g#noss#n O##»in# und Htn»g#g#»d uckowerftrabe�b.— Verein.Sangettteue' im Restaurant Henckel," straje 28, I Uebungtftunde von% bi» 11 Uhr Abmd».— Gesanaomein �Biubetbunb' Abmd« 9 Uhr bei~"' » wu, u,, Tu»"«,, Reichmbergeistrabe 18.— Männer- Gesangverein„Schneeglückchcn" Abend» 9 Udr Eigung im Restaurant Stehmann. Melchtorftr. 15— Lüdeck'scher Turnverein(1. LebrliiigtabtheUung) Abmd» 8 Uhr Bllsabclhftrate 67—68.— Tumocrein.Wedding', Pank- straße 9. Münnerabtheitung von 8% dt» 10% Udr«bmd»; deiglcichen 1. Lehr. iingiadlbetlung von 8—10 Uhr Abend».—.Mehr Licht', Berein sllr Scher, und Ernst. Abend»% Uhr Im Restaurant Heid, Fruchlstratc 88»- Schlefischei Berein.Hollei' Abmd» 9 Uhr im Restaurant Gchrt, Prinzen- ftraße 106.— Bergnllgungiv-rein.Frühitchieit' Abend» 9 Uhr tm Restaurant Süger, Grstner Weg 29— Wlffenschastllcher Verein sllr Roller'sche Stmo> aravbie Abend» 8% Udr tm Restaurant Beese,«tte Schünhauserstraze 42 Unterricht und Uebungtftunde.— Roller/scher Stmogravhenverein Slld-Berlin Abend»% Uhr Im Restaurant Prinzenstrabe 97, Sitzung und Hebung». stunde,— Armdtstcher Stenogravhen-Berein.Amidtta" Abend» 8% llh> un Restaurant Bebrend», Schänedergerftrabe Rr. 8— Arend»stcher Steno- �raphenverein �.PHUia' Abend» 9 Uhr im Restaurant.WUHelmtgarten', Nochstr. 7.— Strnogravhlschc Gesellschaft Lrmdl im Restaurant Bllrgergartm, ötridenstr.106. llnenr�ellticher Unlerrschl und llebung— Berliner Rauchklut .Wrangel' Abmd» 9 Übt im Restaurant Roge, ÄüunlSletftt, 191.— Rauchilub .Havanna SO" Abend» 8% Uhr im Restaurant Pak»oldl, Reichcndergerftr. 18 Kauchflub.Bemlllbltchkeft' Abend» 9 Ubr im Restaurant Achsel, Nögnickerstr. 181 — Rauchklub.Solumbla" Abmd» 8% Uhr im Restaurant Beger, Prinzenftr 98 — Rauchkwb.Frisch gewagt' Abend» 8V Uhr im Restaurant Tempel. Biel- lauerftratie 27.— Rauchilub.Bulian' Abend» 9 Ubr im Restaurant Schulz Grüsestrate 82.— Fiiedrichtberg. Rauchklub„Nordstern", Lippe» Restaurant, �rled�ich Äaristrabe 11— �ergnvgungtverein�FrÜhllchielt'. �gegrllndet 1880, , Grüner Weg 29.—.Pollack-Aub-Etnttachl', jeden Mittwoch, Abmd» 8% llhr bei®. Thiel, Wtenerftrahe 68.— Gesang oer ein der Tapeztrer Berlin», leben Mittwoch Restaurant Scpdelstraie 80. von 9—11 Uhr Abend»— Unlerdaftungtvercin.Harmonie', Sitzung Abmd» 9 Ubr Dretdmerstr. 116 bei Wendt,— Tambourverein.Stelstor, 8% Ubr. Uebuna»stunde bei Bühl Rllbertbaricrstr 8 Aufnahme neuer Mitglleber Mü meraesangverein .Llebetsrelheit', Abend» 8% Uhr tm Restaurant Henke, Blumenstr. 88 Vermifäihkes. 31«« dem Tagebuch»»ine« Mtsstonar«. Et hat dem englischen Misnonär Robert P.»isye gar nickt in Uganda oefallen, wie sein eben veröffrriliichleS Buch ,Two kinga of Uganda' auf jeder Seile beweist. Der ehrwürdige Herr hat nämlrch ge'unden, daß die Reger W-sen seien,„aller Verbrechen fähig', auch die gelauflen Neger. Er meint sogar, drese Ding«, nämlich die Veivreck.n seien in allen Menschenherzen unv würden bei-den Kulluivölkern gewöhnlich nur durch die anererbte und an'rzogene Dressur zurückgehatlen. Den Negern fehle diese Dressur, und so könne der klene Bodby, der getauft sei, zwar g-läi-fig lesen, prächtig die Psalmen fingen und ladelso» alle Gebet- hersagen, aber er sei der bös« Bube geblieben, der er vor der Taufe war: verlogen, naschhaft, ungehorsam, diebisch, kurz mit seinen Kameraden die Verzveif- lung Deij-nigen, die da« G ück halten, ihn zu.bekehren". Doch wenden wir un« dem zu. wa« H ur A he vom König von Uganda erzählt Mwanga, Sohn Miesa'*, war 18 Jahre all, al« seinem Vater folgte. Sr setzt« durch seine Grausamkeit Ugand und Barbarei ganz Uganda in Schrecken, was nicht gerade leicht war. Wen er nicht messakriren oder verstümmeln zu lassen wagt», den behandelte er mit Spott und Hohn. 51« er da« erst« Mal die englischen(protestantischen) Messionär« empfing, lobte er vor ihnen die Aiaber, ihr« Todfeinde, so- wie die fraNjöfischen(katholischen) Väier, und sprach den Wunsch au«, daß die Engländer die letzteren, die fortgezogen waren, herbeirufen möchten. Da» war bitter, denn die beiden Kon- fesfionen hatten fich arg befehdet. In einer späteren Audienz kam der König auf sii»n Wunsch zurück, und zwar ir einem Tone, der keinen Widerspruch duldete; die englischen Misfio- nä-e mußten wohl ober übel an die französischen Väter schreiben und fie freundlich zur Rickkehr einladen. Kurze Zeit daraus ließ der König meh ere von dm Ena- ländern getaufte N.geijüngliage foltern und abschlachten. Tie Mi fionäre mußten nach wi- vor bei Hofe erschemen. Mr. Ashe wagte et einmal, dm König au»»utorschrn, wo« er über- Haupt mit dm Ehristm vor habe.„Können Sie schwimmen?" erwideite der König. E« war nicht möglich, etwa« Andere« au« ihm dermis tubringen al« die F.age:„Können Sie schmimmm?" Bei der nächsten Audienz da« r-Lmliche Ge- sp.'äch die nämlich« Frage de« Köniq«:„Können Sr- schwimmen?"—„Ja, ein wenig*, rrwiderle j tzt der Mlsfionär. Der König Ueß nun eine fette Ziege holen sür den Misfiopäc und sagte:„Wollen Sie in meinem Teiche schwimmen?"— Mit dem größten V-rgnügm", war die Ant- wort.—„Wann denn?"—„Wann«S Ihnen deUebt."— «Wollen Sie j tzt gleich schwimmen?"—„Ist e« nicht»in b'Schm zu spät?"—„Sie wollen jetzt nicht?" Des letztere sagte der Konig mit einem solchen Tone, daß der Miifionores sür gerath-n hrelr, zu erwidern:„Doch, sofort, wenn tfi Ihnen Vergnügen mccht!" Der König eihob fich dann von semem Thron«, nahm bin Missionär bei der Hand und tührte ihn hinorS zu d-m Sasser, da« mehr Srmps al« Terch trat »ah'reiche Hofleute folgten, um des Schauspiel»*' M sstonär zog seine Kleider aus, stieg in de« u» Sumpf und begann zu schwimmm,»ur tduung de« Konias.„Dann wandle fich zählt der Missionär weiter,„zu m...--- untersuchte fie sehr aufmerksam und sagte, fie" wa« mich nur mittelmäßig freute, dmn ich 0%**' mich höflich ersuchen, fie ihm zu schenken,»der* Laune und verlangte nicht«. Die gute Laune'.i nicht an. denn als der König in den Palast zuru� erinnerte er fich, daß ihm die Hofen de« M'ffion«'' gefallen halten; er schickte hrnauS und lutz schenken, zum grrßtn Verdruß deS Missionars. find in Uganda eme große Seltenheit und A( Sansibar entfernt läßt sich ein Paar nicht solchen lächle sich der König an den M>!st„j er glühend haßte, aber doch nicht»«bruW* wagte, weil er die anderen Weißen und ihre v � Kurze Zeit darnach kam die Nachricht vom W' � Deutschen. Da« brachte m Uganda eme große» vor und machte die Lag« der Mtjfionäre noch M Räihe de« König« drangen darauf, er solle W d- » � M---- 1--. anr � w heNN � "urch ein allgemeine« Blutbad entledigen,-v m.™ Engländer oder Franzosen, Protestanten odn«?'' u. Iv 1« en sie immer nur die Vorläufer Derer, die fi* �, 5«« Ä bemächtigen wollen. Datin hatten fie nicht ganzu m s.» �ahr. auf die Prediger de« EoangeliumS kommen u>�ß ö'iiHon"1"-.6''- Elemente, die nicht gar evangelisch oustrelen. angelisch ouftreien. zgi 3'mmerst englischen M sfionäre sind stei« die Bahnbrech«',.,. iEmgrtr tischen Handel und die englische Besitz rrgreistM' � Mr. Ashe selbst in der Vorrede sern.» W*S-.As dringt das englische Evangelium nicht si/rade T � Inner« AfiikaS. Der Prediger d-sselben koinmi � der Flinte in der Hand, dem Revolver>m � von einer bewoff arten Eskorte begleitet. D»*„ � dings der milde Jeius, der die linke Wange hmb' auf die rechte geschlagen wurde, nicht»'* Ash vir ircyir grsoziagen wuror, nrryr»»- a.ym she erzählt, daß die Karawane, mit der er I«»«» »rike an den Liktoria-Nyinza machte, au« acht o- unter fiiben englische Mrsfionäre, und 500®ina«J?vrji' A S fie b-unruhigt wurden, nahmen die| outen Gewehre und schössen aus den schleunigst vor dieser Predigt Reißau«"«g angegriffener Missionar ollein schoß«inmat nieder. E« ist begreiflich, daß die Eingebor-nM trauen, wenn Diejenigen, die a't Löwen plötzlich wie Schate geberden. Mwanga dacht« s«'- >ich daran, die Missionäre zu vernichten. vor, daß Eu opa verschiedene Lä-der zähle, derer Sprache und besonderem Herrscher; sie KJ" und hätt.n nickt« mit den Deuiscyrn gemein. und auch die Karte von Suropa, die fie vor d-m breiteten, machte keinen Eindruck auf ihn. 3% Gl' wurden zur Ablösung erwartet. Mwanga fä1"1 tU» ibnen entgegen und ließ sie tödten. Dan« Misfionäee in seinen Palast kommen, ßw letzte« Siündlein sei gekommen, aber Mwanga auter Lmne und machte fich nur mit seinem 9«%* r d'e Missionäre'ustrg; namentlich freute et „Queenl*(die Königin von Enoland) doch ser, um den Tod der beiden Misfionäre hindilV. zu können. Z sei Stunden wurden die Mlssia"?� gefoltert, dann ichenkte ibnen Mwanga zwei Küste un � Später wagte e« Mr. A'he, dem König.�a» und von der anderen Welt zu reden, aber ja da« G'ipiäch kurz ab mit der Frage: Schuhe?' Ec ließ dann alle gelausten Eingeboren'� ff oder die Missionäre rührte er doch nicht an-, j 4- 1888 wurde dos Scheusal vom Thron« gestul� 22 I'" �'''-- verjp Missi________ W_____ I...........,- VM wolle„nach England in die Verbannung g'''!# sttl Kaiser der Franzosen nach seiner Befiegung scheu". Die Mizfionäre beeilten fich natürlich Wunsch zu erfüllen, und so muß„Qaeeal' Besuch Mwanga* warten. Dasür kehrte Mr.»1'*,*] 'and zurück, und er war höchlich überrascht, al». Pterdebahnwagen Tafeln mü moralischen Spruch'" sah. Wa« find doch Ziviltstrte edle Mensche« dickt« er sofort, daß dte moralischen Sprüche nur gsti dienten— für eine neue Seife, und er verfiel w'r"!.»'?, Pesfimitmu«, der ihn den Ausspruch thun ließ- a G den Herzen der Zioilifirten die Barbarei stecke Dressur zurückgehalten werde, um zutweilig gtnave jh bei den Unzioilifirten hervorzub echen. Aber doch, daß er wieder in England und nicht mehr m Uji König Mwanga tst. Dss afsts tm J ztt'° berufenen .beutlich das R' r Mden K Betracht, tuhung einli ■ "8 für all die! sittlicher' »bd ÄlSM! wa l Jahre alt und hatte tausend Weiber. Au«° z ttjrgt, stellte er fich an die Sp tze feine« Hartrn»% liissio, äre bitten, fie möchten ihn nach Euiop�' 1 leiblich .»« Mo überschrüti iC»« S i&Ö %<, M Ii »'«dt. Der Kegiernngopästdent»»««�Nlkgi I in Fiu�diätter, m denen zur Wahl der Ntßiftj� Zwei. didalen Wilhelm Bio« und Kail Bertram 1389. Bei Antragen bitten wir die Abonnementg-Ouittung beftuslltzl» Antwort wirb nicht ertheUt.,,. e( Z. D. Nügenerstrast». Die Schuld ist 0«% jedoch zweisettzatt fem, od mckt die Verjährung a" � zad'ungen unterbrochen ist. Jedensall» lassen v» ankommen. C. K. ZLbbenerstrast». Ohne Kennwiß.� Sachv rhait« nicht zu deantworten. Zu mündlich' find wir dereit. #. Ach. Höchst». 45. Wenn ein auSflif®'.»» doch auSredlteden-S Kludmitglied fein« Utenstl'en u � derung nicht au« dem Klublokal abholt, so'on,.szK sten« dieselben auf Gefahr und Kosten d»S Mügd*.#,, dritten deponiren. 2. Ein Arbeitgeber ist liot zu verlangen, daß die Arbeiter* stück und Vesper im Fobnkiaum v-rzed� wenn die« in der von den Aid eitern oerrehiniu.z, Ordnung bestimmt ist. Zu näherer mündlich« 9 wir bereit.•*( � Aupfahl. Ein Markt Hallen-Auls eher kann al« vrrdorden beschlagnahmen; die« ist vielmehr" Polizei.. »tbert M. S« ist kein Scheidungsgriuid, T" Ehest au ohne Erlaubniß de« Manne««wer and«»" g-mtinschait beitrilt. Durch die Ehe wird die oI» Bexlm Druck und»«tag»»« Mee» K*»i»« in Berlin 8W.,»-uthftratze 9.