Freitag,»tu 14. Februar 1890. TJWr* !d 1 I i I « erlinerDolkslilall Brgan für die Interessen der Arbeiter. fti, lim Morgens''®** 1*««»« o 1 f« H• t Ä" fl»4 uuter«rnnbanb durch unsere Expedition S Mark pro Monat. JnsertionSgebühr beträgt für dir«gespaltene Pet,l'»eile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VersammlunaS« Anzeigen SO Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlm 8W., Aimmerftrabe 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr NachmtttagS, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -*■-» Fernsprecher: Amt VI. Ztr. 4106.»- itfc i i (i VedttKtwn? VeuthstraHr— Gseveditton: Ätmmerstra�e 44. � dev Heimsth vor L Fabrikanten haben Jahrzehnte lang mit �»hlfahrtS", Humbug paradirt, btS F r. E n g e l S > �»�nungz-Schwindel und Heinri chHerkn L Zustande der SaumrooHeninbu,......, .berufene Soci6.-6 Industrielle, die..Industrre- 'n Mülhausen i. E. hat kürzlich ihren Bencht ,,WohlfahrtS"-Einrichtungen in den elsässischen 1878— iggg herausgegeben.... v wteressm darin z,. nächst eine, übrigen« noch schon- >, �velle der Arbeiter-Hau« Haltungskosten, aus wel- C ��eht. daß das Budget des Proletariers, auch X'Fi°HIfahrtS"-Kunststückchen beseligten, für frere Be- 'iUt bie Forderungen deS K o m f o r t« und der g et- ..Kultur so gut wie gar nichts übrig läßt. Dre Kosten ". ung berechneten sich in Prozenten de« JahreS- «n Jahre 1888: Wohnung 7,6 pCt. Kleidung 13,4„ Ernährung 71,0„ Verschiedenes 8,0» h,i Summa 100 pEt. j�Uich find die Löhne im Elsaß ketneSweg« hoch, . fainosen Arbeiterauartiere der Normalkapttaltsten ""d Tenofien sind blos ein Mittel, um die Arbeiter „JU machen, d. h. sie zur Hörigkeit zu zwingen. Meien, an die Scholle gefefielten, von der Gnade lackz abhängigen Kulis zu machen. Und ergötzlich s-lbst indem, übrigen« ftanzösisch geschnebenev. 'sbericht, der Alles rosenroth mal», sentimental ge- �« e. j.------ •»eitn f�hungigen Kulis zu machen. Und ergötzlich itBpv'l st'n dem. übrigens ftanzösisch geschriebenen, wirb?' dp Alles rosenroth malt, sentimental ge- Und"M manchen Häusern Alles durcheinander ischipt.7 � Individuen jede« Alters und Geschlechts!" in den bombastisch überall empfohlenen Muster- der elsässischen Fabrikbaroniea. st kommt aber unter dem schäbigen wo �""atS-Mantel gar offen und plump zum Vor- lUik l6 mW** MenschlichkeitSapostel und Arbeiter- , L« v'S ch en Arbeiierschutz zu sprechen vllg L.—. f v /»_p i— c-----— /�x.rr� - die deutsche Gesetzgebung an Stelle der w i..i>�deujungsfteiheit gesetzt hat, welche Deutsch- ®'fonb. französisches Erbstück konferoirt hatte. % kr« liegt den ftommen Herren, deren Sold- b-.'°uch bibelfeste Abb-'S sind, die Einschränkung w Magen. ? kben blaSphcmisch:„Lasset die Kindlein zu ri�v. denn ihm ist daS Himmelreich!", daher die »der Große Sterblichkeit der elsässischen Fabrik- Ai o t besetz," stöhnen die philantropischen Schlumberger, u»d Andere,„daS Gesetz geht viel zu weit", % «i .�eullletott. st Nvrftadt St. Antoine i,. Historische Erzählung °t>il!»« au« de» Jahren 1789— 1793. |0[ �rutsch von Ludwig K» o r r. �»ez� � beschichte machte im Gefängniß die Runde: 7». un, trat der Oberarzt an das Bett eine« l! er bp? v Puls zu fühlen. Za R-studet sich heute viel besser als gestern! ihm»ui sJ** �rzt— antwortete der Kiankenwärter, »on nJ} desser, aber das ist nicht derselbe. Der 'st tobt und dieser hier hat seinen Platz �o» �oL�usi an dem Quai« spazieren ging, hatte sie ! der tzj. �darmen eSkortirten Karren vorbei fahren s!.°»ivln«. l urtheilten von der Conciergerie nach dem ! U>ar a. tQ�te- .�einM ceinem kalten, trüben Wintertage. Von dem drang etn dumpfe« Geräusch herüber. ße» �„.uder und die Fensterbrüstungen waren mit bi.stoffim. ern d�fttzt. Ein Schwärm Frauen und folgte dem Zuge. Sie schrien, e« L und sangen da« Colra und die Mar- Reitern, deren starke Pferde die Menge «bieten �ebenen Karren saßen weißgekleidete Frauen Hz�Ge», und Männer mit auf dem Rücke» d><>rf� n' die herausfordernde, stolze Blicke in die g wenn es die Kinder in solch schroffer Weise„gegen Ueber- anstrengung schützt und Beschränkungen der Ausnutzung von jugendlichen Arbeitern diktirt." Sittlich evtrüftet, mit dem kraftadligen Pathos eines Treitschke, schleudern sie das herrliche Wort in die staunende Welt, daß„die nicht volle Heranziehung der Kinder und jungen Arbeiter zur Arbeit lediglich das Herumtreiben be- günstigt." Wft applaudiren diese Schamlosigkeit der Profitwuth, die in blinder Gier nach Kinderfleisch, wohlverstanden nach Arbeiter- Kinderfleisch lechzt. Je früher duse Kerls in die Spinnsäle und Webereien kommen, je tascher sie an die Kattundruckmaschine gestellt werden, disto gefügiger werden sie. Zwar wüthet die Schwindsucht unter ihnen, aber billig, eminent billig, rasend billig arbeiten die„delikaten" Kinderfiager, und aus der Wohlfeilheit beruht die„Blüthe der Industrie", d. h. die gewaltige Bereicherung einer Handvoll Unternehmer. Hübscher können die Zustände gar nicht beleuchtet werden, als durch die milde Bemerkung, daß durch die Be- schrävkuvg der Kinderarbeit„den Eltern ein Verlust von 20 bis 25 pCt." erwächst. So schlecht wird der Arbeiter bezahlt, daß er, um existire» zu können, seine Sprößlinge im zarte» Alter den Frohnherre», die hinter den hohen Schornsteinen Hausen, zur Ausbeutung überantworten muß. Sofort, wenn das Kind die Schule verlasse, sagt der Bericht, solle man e« in die Fabrik stecken. Und die Herren fragen— daS ist der Gipfel der Unverfrorenheit—:„I st der Arbeiter nicht eher zu viel b efürsorgt als zu wenig?" Die Wähler werden am 20. Februar die Antwort dar- auf geben. Im Uebrigen bedarf ei keiner weitere« Kritik dieses elsässischen MusterkapitaliSmuS. MorroMmrdenze«r. Durich, 10. Februar. Die beiden, in der Frage der Ar- deiterlchutz-Oefetz�ebung vom deutschen Kaiser ausgehenden Erlasse werden auch in der Schweizer Presse in eingehe der Wert« gewürdigt. Man würde es hier nicht bloß von Seite der U-dernehmer, sondern auch seitevs der Ardeuer freudigst begrüßen, wenn die übrigen eu.opäichcn Industriestaaten, vorad Deutschland, wenigstens zunächst so weit in der Arbeiter- sedutz.Gls-tgebung geb-n würden, als die Schwei« mrt ihrem Fabrrkgesetz ichon 1877 gegangen ist. WrS dre Angelegenheit d,r i terrraiionalen Konferenz betrifft, so beobachtet man vor- lausig noch eine gewisse Reserve, man will noch mehr K arheit in der Sache gewinnen. Gerne würde man»« nach unserer Beobachtung mdeß nicht sesen, wenn di» Schweiz mehr oder weniger gezwungen werden sollte, zu Gunsten Deutschlands auf ihr Projekt zu verzichten. Di« in St. Gallm erscheinende «Oäsitwe,,� läßt sich aus Berlin berichten, daß der Kaiser in erster Linie die Verhältnisse der Bcrgmbiiter international ge» regell wissen möchte und deshalb nur die eigentlich Kohlen produzi enden Länder Fiankreich, Belgien und England ein- geladen habe. D,e Schweiz sei hi-rbei derückfichtigt worden wegen Diese Menge, die sich vor dem Karren wälzte, die leb- haften Farben, die Inschriften der CaScade», die Fahnen de« Balkons— alle« erschien jetzt vor ihrem Auge, die geringste Kleinigkeit so deutlich wie der Gesammteindruck. Damals gaben einige durch ihren Tod den anderen ein Schauspiel und— morgen vielleicht— würde sie dieselbe Rolle spielen, wo sie einst Zuschauerin war, die Blumen kaufte, oder sich zu einem Rendez-vouS begab. Die Thränen der hübschen Frau verttockneten, ihre Augen glänzten und ihre Hände begannen zu zittern. Sie machte ein Fieber durch, ehe sie der Schwäche erlag. Aber in diesen verzweifelte» Äugenblicken nannten ihre Lippen zwei Nomen: den Henri'S, der sie liebte und ihr treu ergeben und den der kleinen Jenny, die edel und unerschöpflich im Aufsuchen von Hilfsmitteln war. Sie werden mich retten, sagte sich Jenny, und neue Hoffnung be- lebte sie. Die Thüre öffnete sich, der Schließer rief: — Bürgerin Bernard,»ach dem Refektorium! — Ich folge Ihnen, antwortete sie. Sie tauchte ihr Taschentuch in den am Fuße des Bettes stehenden Krug, befeuchtete damit die Augen und Schläfe und fuhr sich" mit der Hand durch die Haare. Dann warf sie einen Blick auf ihre Toilette, die das Gefängniß noch nicht derangirr hatte, und ein hoffnungsvolles Lächeln erhellte die finstere, kahle Zelle. DaS Refektorium war ein großer niedriger Saal, dessen Gewölbe ungeheure Pfeiler stützten und dessen dunkle Mauern Piken und Gewehre spickten. In der Mitte befand sich ein großer, breiter, ungedeckter Tisch, auf dem sich Bestecke von Blei, Zinnbecher, irdene Krüge und blaue Teller befanden. Jane schloß unwillkürlich die Augen um sich an das Halb» dunkel zu gewöhnen; al« sie sie aufschlug, konnte sie kaum einen Schrei der Verwunderung unterdrücken. Auf hölzernen ihrer p'oktischen Erfahrungen in der Arbeitschutz- Gesetzgebung. Unabhängig von der vom deutschen Kaiser m« Auge gefaßten n.ternationalen Konferenz würde die schweizerische dennoch am 5 Mai ct. abgehalten werden können und Deutschland hierbei vertreten sein. Der Berliner Korrespondent der„Neuen Züricher Ztg." bespricht die kaiserlichen Erlasse in eingehender Weise und äußeit sich hierbei über deren eventuelle Wirkungen gegenüber der Sozialdemokratie:„Am interessantesten wird es fem, wie sich in den noch schwankenden Ardeitermassen deren Wirkung äußern wird. Daß die Sozialdemokraten an Wählerftimm-n verlieren sollten, ist nicht zu glauben. Di« Sozialdemokratie kann m t vollstem Rechte behaupten, daß di« beiden Erlasse des Kaiser« eine Folge der Arbeiterbewegung sind, welche durch die sozialistische Agitation seit Jahren in Fmß gehalten«erde. Diese Thatlache mar unbequem sein, sie wird bestritten wer- den, aber sie ist wahr. Deshalb fürchten die Sozialdemokraten auch kiinen wesentlichen Stimmenrückgang bei den jetzigen Wahlen, trotz den Erlassen. Für die Regierung dürste e« schon ein großer Erfolg sei», wenn die sozialdemokratischen Stimmen bei den diesmaligen Wahlen bereit« nicht mehr zunähmen. Ja Bern, der Bundesstadt, ist nach glücklich überstan- dener Gefahr der Belagerungszustand aufgehoben worden und es herrscht wiederum dre alte Ruhe und Ordnung. Bekannt. lich war derselbe wegen Ausschreitungen der ausgesperrten Schrisisetzer verhängt worden und nun fügte es sich— o Ironie des Schicks:!«!—, daß derjenige, der zuerst vor da« Bericht kam, een braver Ersatzmann, ein Liebling der Ruchdiucker- prinzipale war, nämlich der importirte Schriftsetzer Otto Singer aus Berlin. Er hatte ohne genügenden Anlaß auf offener Straße feinen Revolver abgefeuert und dafür erhielt er zehn Tage Gefängniß. Unter normalen Verhältnisse,« wäre wahrscheinlich gegen den Revolverhelden auch auf Landes- nerwersung erkannt worden, aber unter der Herrschaft de» Belagerungszustandes genügte die Gefängnißstrafe! Welche Charaktere es unter unseren, den Staat und die Gesellschaft stutzenden Ordnungsrepublikanern giebt, zeigt tol- g-nder vom„Basler Aibeiter freund" publizirter Vorfall. Da« Blatt schreibt: „Echo vom Setz erstreik. Am 7. d. M spielte sich noch ein Akt au« dem Buch druck« i streik vor dem Strafgericht« in Basel ab. Der Typogr ph Fr. Martin war vom Buch- druckereibesitzer Gaßmann wegen„Thrbeleidiguvg durch Brief" vor Gericht zitirt. Herr Gaßmann war in den Besitz eines sehr intimen Briefe«, durch Ver- Mittelung der Firma Wackernagel, des Herrn Martin gelangt, den dieser an Genossen A. Dästcr schrieb und in welchem außer persönlichen auch politische Mittheilungen enthalten waren. Dieser Brief wurde nach Ausbruch de« Streik« von Her»n W. zu sich genommen und Herrn Gaßmann zur gefl Abschrift miigetheilt. Letzterer hatte nun nichts E.ligereS zu thun, als diesen Privatbrief verschiedenen Pttfonen mitzutheilen und dann— bei der Polizei zu deponiren.(Auf letztere« bin hatte Herr Martin auf Requisition des Bundes- anwaltes in Bern schon ein Verhör zu be- stehen.) Als Herr Martin von der Handlungsweise deS Herrn Gaßmann Kenntniß erhielt, schrieb er in selbstverständ- lich'r Auflegung einen Brief an Herrn Gaßmann, in welchem dieses Versahnn als dasjenige eines Schurken und Diebes quaufizirt wurde. Diese beiden genannten Schreiben wurden Bänken und Strohschemmeln saßen Frauen in Toilette und Männer in seidenen, feinfarbigen, gestreiften Kleidern; einige gingen schwarz und trugen Spitzengarnituren. s Sie bekam den Eindruck, al« wäre sie in eine Versammlung | der guten Gesellschaft eingetreten. Die Stimmen waren sanft, der Ton höflich. Einige spazierte» zwischen den Gruppen auf und ab und begrüßten die Frauen, indem sie sich vor ihnen tief verbeugten. ES gab dort so gut Kliquen, wie draußen in der Welt. Die Wittwen, Beamte und Staatsmänner unterhielten sich würdevoll an dem einen Ende der Tafel, während am anderen Ende junge Leute, Offiziere mit lauter Stimme sprachen, Lieder sangen oder ihren Nachbarinnen etwas in« Ohr flüsterten. Vier oder fünf junge Frauen hatte« einen kleinen Hof um sich gebildet; die Eme von Ihnen ging zwischm zwei Kavalieren, während andere ihr folgten und sie um- schwärmten. Die übrigen Frauen bettachteten sie ein wenig eiftr- süchtig. Man glaubte sich in einen Salon versetzt. Dieselben Anmaßungen, Rivalttäten, Danksagungen und Klatschereien — aber ÄlleS wurde von graziösen Manieren und dem höflichen Tone eingehüllt. Die Meisten der Versammelten schloffen sich jetzt zu» sammen und bildeten einen Zttkel. Man gebot Ruhe; dann überragte plötzlich ein Kopf alle anderen, er verschwand und man hörte applaudiren, enthusiastische Zurufe, Gebrumm und Zischen, wie im Theater. Jane näherte sich ein wenig. Ein schlanker, großer Mann in sehr sorgfältiger Klei- vom Gerichttpläsidenten in der Sitzung verlesen; nach Anhörung der Klage und Vertheidigunq, sowie nach Ver- nehmung der zitirten Zeugen wurde Herr Martin zu der minimen Strafe von 10 ist. verurtheilt unter der Motiviruna, daß die Aneignung und Benutzung de« Privatbriefe« Marlin'« unbedingt zu«adeln und deshalo die Schreibweise de« Ange» klagten begreiflich, aber die Ausdrucke wie Schurke, Bube u. doch zu grob seien. Die Ehre de« Herrn Gatzmann ist somit mit 10 Fr. wieder hergestellt worden!' E ne«ahrhaft edle Handlungsweise, den Arbeiter durch mißbräuchlich« Benutzung eine« Privatbetrieb« der Polizei und dmch sie dem Bundesanwalt zu denunziren. Edle, wackere und tapfere Republikaner— da« sind auch Enkel Trll'« und Winkelried'«! An diese prächtige Ehrenleistung eine« Republikaners reiht sich würdig«in Stückchen der Genfer Polizei. E« wird darüber berichtet: Dr. X wandte sich vor mehreren Monaten an den Bunoesrath zum Zwecke der Erlangung de« Schweizer» bürgerrecht«. Nach ewiger Zeit wurde ihm die Antwort zu Therl, es könne seinem Gesuche nicht entsprochm werden, da er nach dem Zeugnifle der Genfer Polizei ein Anarchist sei. Der auf diese Weis« Abgewiesene suchte den Bischerd ruck- gängig zu machen; angesehene Bürger unterstützten ihn, so daß die Polizei sich herbeiließ, ihm über ihre Empfehlungen ewige Auskunft zu ertheilen. Er erfuhr, daß sie dabei nicht festgeflellte Thatsachen inlerpretirte, son- dern in'« Blaue schwatzte. Der Beamte, mit dem er Rücksprache genommen, sagte nämlich:»Wenn Sie auch kein Anarchist sind, so sind Sie doch ein großer Politiker." Die Paltzei mußte schließlich ihre»Empfehlung- zurücknehmen und der Betreffende erlangte(infolge wiederholten Gesuch« an den Bundesrath) vor 2 Monaten da« Bürgerrecht." Während die kapitalistische Presse gegen die Achtstunden- bewegung der Arbeiter wüihel und un vorigen Jahre die Herausgeber des»Achtstandenblatte«" Tagediebe nannte, geht jetzt ein Artikel durch die»anständige" Presse, der offenbar von der Zentralstelle eine« Verein« ausgeht und die achlstün- dige Arbeitszeit der Beamten betrifft. E« wird in diesem Artikel für allgemeine En.fübrung der englischen Arbeitszeit (für die Beamten) plädirt und deren Vortheile wie folgt dar- gelegt:»Di« Frühstunden de« Tage« können zumStudium oder zu anderen schönenZwecke» verwendet werden; gegen 8 Uhr wandern zuerst die Kinder rn die Schule, der Vater nimmt sich die Muße zu einem ruhiaen, kräf- tigen Frühstück(wovon eine Portion al«»Imbiß" eingepackt wtrd); Mittag« entsprechende« Gabel- frühstück der nach Hause Gekommenen und Abend« 5 Uhr, nach Vater« Heimkehr, Haupt- mahlzeit, nachher fröhliche« Familienleben im Freien oder im Haus« bi« dieRuhestande schlägt." Da hat da« arbeitende Volk da» schönste Programm für die Zeit, wo endlich die achtstündige Arbeitszeit, von 9 Uhr Vor- mittag« bi« 5 Uhr Nachmittags eingeführt fein wird—«,n Programm, das jetzt freilich von Bourgeois für Bourgeois ent- worfen ist. In einer größeren Schreinerwerkstatt in Genf stellten 17 Mann dt« Arbeit ein, weil der Fabrikant wfolge Einführung neuer Maldbinen eine Lohnreduktion von 45 bis 57 pEt. versuchte. 20 pEt. wollten sich die A.beiter gefallen lassen, allein der Chef, Bellamy, bestand auf 40 pCt. uno so erfoigte die Arbeitseinstellung. In Basel hat der Maurerfachverein an sämmt- liche dortig» Baumeister folgende Zuschrift gesandt bezw. For- derungen gerichtet: E« möge ein Normalarbeitstag eingeführt werden, wie ihn die Stadt Bern schon besitzt unter den Bauhand- Wirkern, zehn Stunden im Sommer und acht Stunden im Winter. Ernsührung eine» zehnstündigen Arbeitstage« und ge- naue« Innehalten der eingeführten Arbeitszeit mit den dato üblichen Pausen. E« möge ein Minimal- Taglohn eingeführt werden. welcher den zeitgemäßen Bedurftlissen entipncht, fei es auf Stunden- oder Tageloh», so daß jeder Arbeiter, der Ansprüche al« rechter tüchtiger Ardeiter machen kann, mmdesten« fünf Franken verdient. Emsührung der Stundenbezahlung im Sommer wie im Wmter b«, ungünstiger Witterung und zwar soll pro Stunde 50 Ct«. bezahlt werden. Da» L hrlingSwesen soll dadurch geregrlt werden, daß den.überhandnehmenden, ungelernten Maurern eine Schranke gesetzt werde, wonach ein Arbeiter ohne Au«- weis nicht beschäftigt werden darf. Jeder Lehrling hat eine ordentliche Lehrzeit von drei Jahren durchzumachen und ist verpflichtet in dieser Zeit zu semer Ausbildung ein« Forrbiloungsschule zu besuchen. Es dürfen die Abzüge für Unfall den Betrag von lt pCt. nicht übersteigen. a. d. c. d. c. f. dung, mit schmalem Kopfe, dünnen Lippen und blauen, gleichgiltig blickenden Augen kam ihr in den Weg. — WaS spielt man dort? fragte sie ihn. Er grüßte sie, und da er eine hübsche Frau vor sich sah, bot er ihr seinen Arm an. — Mau spielt Guillotine, Madame, antwortete er lächelnd. Neuer Beifall ertönte. Eine Frau war im Begriff, den Stuhl zu besteigen, der da« Schaffst vorstellen sollte; dabei hob sie chr Kleid nicht höher, als daß die Knöchel ficht- bar wurden. — Nach mir? fragte sie lächelnd. — Nach Ihne«! antwortete ihr eine Wittwe, hüten Sie sich, da« Volk anzureden, das zeugt von schlechtem Geschmack. Ein Herr bot ihr seinen Arm beim Herabsteigen an, sie aber sprang leicht mit graziöser Anmuth von dem„Schaffst" herunter. Da« Geräusch einer Knarre kündigte den Beginn der Mahlzeit an. Eine große starke Frau mit einem rothkarrirten Tuche auf dem Kopfe und mit aufgestülpte» Acrmeln setzte sich an die Mitte deS Tische«, um die Honneur« zu machen. Die Gefangenen setzten sich der Reihe nach neben sie. Die all- gemeine Unterhaltung war zu einer getheilten geworden, man sprach leise mit seinen Nachbarn. ** Neben und hinter den Speisenden hatten sich Wächter, Schließer und Gemeindebeamte aufgestellt. die Einen der Ueberwachung wegen, die Anderen au« Neugierde. Einige Frauen au« dem Volke, mit Kindern im Arme, umgingen den Tisch und sahen zu, wie die Damen de« Hofe« und der guten Gesellschaft aßen..... Gegen da« Ende der Mahlzeit machte ein dumpfe« Rollen die Gläser und Teller erzittern. Alle schwiegen und Zane frug ihren Nachbar: — Wa« ist da«? Er antwortete: — Da« sind die Karre«, welche die Verurtheiltc« nach dem RevoluttonSplatze schaffen. Die Thüren öffneten sich. E« sollen ooize Lohn- und AlbeitkzntverhäUnisse wäh- rend mindesten««wer Frist von........... Jahren von Meistern und Arderiern anerkannt werden. politiJVfjc UeberNrtrt. De» preußisch« Staatsrath ist auf den 14. Februar, also dreien Freitag erndecute» worden. Di« Grlass«>«« Kais«»« an den Reichskanzler haben diplomatisch« Schnitt veranuitzr. Die»Tnne«" meldet au« Wien: Bismarck sandte am 9. F.bruar an die deutschen Bot' schafter in Wien und Rom ein« oertraulrche Note, in welcher sie angewiesen werden, zu erforschen, tn weicher Ausdehnung Oesterreich und Italien an einer vom Kaiser vorgesck laaenen internationalen Konferenz theilnehmen würden. Du Bcthnli. gung Oesterreich« gelte berertS al« fiter. Italien hat in- zwischen seine Theilnahme an der«m 5. Mai in Bein abzu- haltenden Konferenz zugesagt. Der Paciser»Siöcle" veröffmt- licht bereit« da« Programm der Berner Ka-f-renz, weiche» Fragen der internationalen Regelung de» Aiberterschutze« berührt. Di« kais-rlich«« Erlasse werden von der liberalen e n g i r s ch e n Puffe bekanntlich sehr ungünstig beurtherlt. Da« will aber nrcht viel bedeuten, werl der«vgi,s»e L ber lr«. mu« durchaus manchesterlich ist und, gleich dem Fürsten Bis- marck, von einer Arbeiterschutz-Gesetzzebung, einer nationalen und einer internationalen, überhaupt nicht« wissen will. Bed-u- tungSvoller ist, daß auch die konservative englische Press« sich durchaus ablehnend verhält wenn auch die Ablehnung sich ,n höfliche Formen hält. Die dem Ministerium Salisbwy nahestehende»Saturdoy Review" bezeichnet den Plan de» deutschen Kaisers als nicht blo« unpratt'sch, son dern geradezu unmöglich— not only inexpedient, but impostible. Wirklich lympaihische Auwahme fi Ivel der Ge- danke der internationalen Ardei'.ertchrtz Gesetzgebung nur unter den Arbeitern England«, die in diesem Punkt« genau so denken, wie die deutschen Arbeiter: allem dr« englischen A-berter tragen— und da« ixus nrcht verschwiegen bierben— der deutschen Emladung«m staike« Mißtrauen entgegen, was rn Bezug auf die schweirerilche Emladung nicht der Fall ist. Aehnlich ist die Stimmung arch m andenn Ländern und e« bestäligt sich unsere Vermuthung, daß durch da« Jgnoriren der schweizerischen Jnittative der Sache kein Dienst geleistet worden ist. Kt«ll««»>«» Vr-ffbo«rge«iste z« d«» kaiserlichen Gelassen,«ei den»Hamv. N.chc." ist auch ttvus»von de loader«» Seite" über dr« Karsererlasse emgettrssm. Es b-rßt darin:»Befremden darf erregen, daß. wie es scheint, die V r. öffentl'chunz der Erlasse auf einig« Kreise polit-sch aenäßi ttn Bürgerthums eher l»hmend als ermunternd gewr kt hat. Man fürcktet eine Steigerung der Begehrlichkeit der Acdeiter und mfolg« dess-n eine um so größer« Geneigtheit, den L ck us n der Soeioldemottotie zu folgen. E« ist möglich, dc-ß d'-se Befürchtung stch bier und da bewih-heitet; andererle t« aber steht mit weit gt äßet er Sicherheit zu erwarten, daß sich mfolae der kaiserlichen Erlasse und der Akt wir, die sie«inleiten, die längst ei strebte Scheidung zwischen Arbeitetpa-tti und Sozialdemokratie aussichtsvoll anbahnt. Alles Bemühen der bürgerlichen Einflösse muß bei den Wahlen darauf genchtrt fern, diese Scheidung, von der seh oul abhängt, nach allen Kräften zu sä. dern. In der bloßen Möglichkeit aber, daß die Sozialdemokcatie bet den Wahlen h er und da au» den Erlass n Ratzen zutit, darf einex verantwortliche StaatSr-gieiung kern Hrnderniß finden, da« zu thun, was sie als oothweni ig erkannt har. Man kann nicht verlangen, daß die Arbeitgeber mit dithyrambischer Be eiSerung«me Gesetzgebung begrüßen sollen, deren Lasten fi« i» eistet Lirne zu tragen haben w-ro«n; wo tj aber darf man von ihrer Jniell gerz erwarten, daß sie di- N h. wendigkeit, diesen Weg zu betreten, begreifen. In Uebngen weiß Niemand besser al« die Industrie selbst, wie weit die Regierung dooon entfernt ist, rhi L-st-n aufzuerlegen, welche fi« dem Auslände gegenüber ernstlich schädigen kännlen. Da« wird n emai« re'cheden." |l«b«» den l>i»h«rich»eizerilche» An»ev««»en mtt- alionatrn Arbeuerschutz» s>g vu- g gredr der it-erner»Bmd" eine Ueberfickit, der wir sorgendes inmehmen:»M t dem schweizer, ichen Fabirkgesetz wurde dus« Srage in die«rdge, össtschen Rath« getragen. 1870, al« der nt-vurs de« Fabrikges' tze« eingebracht wurde, sagte O-erst F ei m seiner Red«, mit der er die Sitzung de« Nanotiattalve« eiössnete:»Er müßte sich empfehlen, zu erwägen, ob nicht feiten« der Schweiz der Abschtuir rnternationaler Verttäg« z>,m Zwecke möglichst gleichmäßiger R guiirung der Arberterv-rdält- Visse in ollen Industriestaaten angeregt werden sollte. Die ver- ei z-Ite Jaterventron erne« Staate« zu Gunsten der Arberter konnte die Konkurt«nz'ähr,keil semer Industrie schwer gefährden." Nachsem da« Fadirkgrsetz in Kraft getteten un, ein, ein« Fabrikanten sich aus die ihnen durch die au ländiche Drei Kommissäre, mit der rothen Schärpe umgürtet und mit langschößigen Röcken beklerdct, traten, von einer Gruppe mit P,ken bewaffneter Sektionäre, umgebenin den Saal. Ein Kommissär hatte ein Papier in der Hand, von dem er die Namen abiai, manchmal pausirte er und stotterte über einen undeutlich geschriebenen Namen. Diese Augenblicke waren furchtbar. Sowie er den Namen eines Gesäuge««» aufrief, erhob sich dieser, drückte den Anderen die Hand und stellte sich in die Mitte der Soldaten. War eine Frau an der Reihe, so küßten ihr die jungen Leute die Hand. Zane war an das Gefängnißlebe« noch nicht ge- wöhnt. Sie fing wieder zu zittern an und wiederholte, die Häude am Kopfe haltend: — Henri! Henri!... Als sie am andern Tage den Riegel klirren hörte, sagte sie zu sich: — Ich kann mich nicht erheben. Der Schließer rief fern gewohnheitsmäßiges: — Bürgerin, nach dem Refektorium! Sie erhob sich von dem Lager und ging. In regelmäßigem, mechanischem Schritte ging sie vor- wärtS. Die Haare hingen über ihre Schlafe, ihre Wangen waren bleich, ihre Lippen weiß, wie die einer Tobten. Seit 24 Stunden drückte sie das Gefängniß. Sie war krank und fröstelte vor Fieber. Sie hatte nur wenige Augenblicke ge- schlafen und diese in einem unruhigen, dumpfen Schlummer, bei dem sie das Plätschern des Wassers unter den Brücken, das Rollen der Wagen auf den OuaiS, da« Geschrei der Gefangenen, das Geheul der Hunde, da« Klirren der Riegel und der Piken und Gewehre zu hören glaubte. Sie fühlte sich zerschmettert, aber der Ruf„Refektorium" erweckte sie aus ihrer Betäubung. Menschen sehen und sprechen ging rhr über Alles, der dem Gedanken fand sie ihren Willen unv ihre Kräfte wieder. Als sie in den großen, niedrigen Saal ernttat, kam der Mann, mit dem sie gestern gesprochen hatte, auf sie zu und bot ihr seinen Arm an. Sie nahm ihn, Konkurrenz zugifürten Schädigunzen bitusnt, ,, V rsommlungen utid Behörden Amdgeburtar»_. Jte« de« interna ionottn Arbeiterschutze«.ij» wurde im D zemb-r 1880 die Mo ion 8'*"'.uJ welche den BundeSraih einlud mit den hdupt«� dustriestaaten zu qeei nreter Zeit Nnterdanblu'g» zum Z oicke der Anbahnung einer littirrWionaiss i In» tobte - tft Grüna liiStfr. JWchpig ein B 'stilchen i Ntil.che st rsenngidert vorbanden ler für die mterranor».. ÄchAeb«.» WWVWMSiKZ au8 d«n deutf ch.n Reiche kam d« ü>nin»adächti, tt La�e s«'»... ,« Wb ,nch hur*m. die Regie, unz nicht rn der cajt ,»>-- einer r>.lernatio''alen F ib rkgeietzgevuna i»".9ci. V-reilidarungen zu ordnen. Di- tta-ttöl er'annie, daß sich di- Echw« z durch Anbah'-unS» Verttäz« g> oß« V-rdi nste erworden dab-, MB" A.. stch nicht alle« U'-d jedes inlernatwnal o> dnr» � K«, mm nw ii ich i uu» u-io inicrncrui'u» v' t fkü Oesterreich und Italien lehnten n'chl lundw'B"' � Dec rrliu« rn......______ Jadre 1837 wu de dre A gelegen Heil wieder Arn 15. März 1889 erließ der Ichweiier ich- B» i- z, schreiben an sä.mtl che europälsche Jnouttri-staa stch darauf berief, daß mehrere Staaten inzwüch�. I dustirearbtit erl sse« und auch die Fragr � Admachunun schon zur Erörterung gedrachl� � Veihäitnrsse baden sich inzwi'chen unzw->'���j gestaltet. Auch w der Litera'ur sei die Anqeleüs»� vom Dezen %% !l«. ttch Hebonbett"worden un�im öff ntlichen Leben Kundgebungen zu idren Gu sten stailgerunden. rath b-lonte in semem Ru dkchrerben genau die." den Momente, welch- Ka'er Wilhelm fernen«««" qel'gt hat, r ämlich die Rege uno der i-> urnelic� und die V« besse-ung der A b.it-rverhälln'ss� 12. Jeb >«nbesugler Wangelege' Pltuse von "sin ernster K UllU Vir. ,nmralall-r»> JF von Delegttten dgr verschiedenen S aat»« Konferenz. gende P-o zromw punkte taq«-,rd«u. 2) F stsetzung lassung von Kl" dern rn fadnk- Lßrgen sitzung eine« Mox malarbei«tag,« für jugenv"« 4) verbot der B s-däftigung von juaendirdien». Personen w besonder«, esundheilSschädlrchw..A» lichen Betrieben. 5) Beschränkung der N � BeirichE. j'i rendliche und werbliche Personen. Weise der Ausfühnrng allfällig«'geschlossener sich die Konferenz ü»er diese Punkte oder ttM' ». unoer dindliche Vorschlägt zu unierbrerten fem. J n» daß bt em>n oder anderen de Regreru-ige« dirter Vo schlägt gei.ebm wäre, könnten besondere � Ueberemkommen, belr>ffcnd einzelne Fragen, j«®0 jd)1 ——« erden, g-einigt hält-, Jo wür'en dre Resuliate den r™' Mrüvoch h "«°n Oi chtSvuhalid *tt dlenen; �,Mtc 0 >»ÄS \i* 5 "«nen.; 31 un 1» iMrland. jVi fÄ"Ä, Pater la j, nig-n Staaten in Aussicht genommen werden, x, sibttich deren Lösung überemftrmmen. Die ilC� da» Exl »♦«itphoKt h#*i Ät«w htthm hi# notCOntfl�— i würben nicht den Sinn baden, dt« sitzen, sonde n die �konttahrrenden Th-rle rhr« einheimischen Gesetz zedung gewrsse durchzuführen: der jenig-n Staaren, weiche wert« B"«»JL.'w des Ar worau' bl-ebe die» felviverständlich unbenommen, wre �"sZ��Aes? � Schwei» ihre Fabr k, ihre« Best« her.« voll _ weich« sich tänorq eingelebt hat, nicht. D.e «ggrn sondern weder zu entwickeln'gedenkt. D-e SlaotSvrrttäz« selbst würde ipäleren Konferenzen w hierzu gen ernten Staaten oordehaiten sein., schreiben haben geantwortet: Belgier,, Fr«'.",,, Fl bntannien, Italien, die N-verlande, O st* bi»<»„... Poriunol. In freudiger Zustimmung äußirt« P#..«i jKB'bals; jtjn ti ich-Ungarn, die ande-en Staaten mochten? Pi Ldien w'iiere ausdrückliche Vo. behalte. Deutschland/. sFMAl Fiankrer »"«1,» i Norwegen und Spanien lehnte rundweg ab. JU» i-lplig, den antworteten n'»'! ,.OS »»» oen 12. Februar, wird Noch ven Mruheilungen, w-lche der Hrer erschein«« z» wacht, und deren R chtrgkeil auch ro.r anderer V p wttd, kann e« nicht dem lersesten Z verfel unterlir« � S'onval in der famos-n L ndei.auer VeisamoriUl�Ei Dissen. Herren Ordrungeparteiiern, die freilich vrel � ordnungSparteiler hießen, veranstaltet worden rst- � fkandalmacher,»der sozialdemokratische Rabenvater, � itche Wähleroe.skmmlunoen" f>e»e.hos! zu vr anlwo und er führte sie zu der Gruppe, welche wredkk spielte:.., — Rein, nein, bat sie, habe« Sie Mitleid- Bald daraus setzte man sich zu Tisch., Wie Tag« zuvor, kamen wieder Gesa»! Soldaten der Kommune, Frauen und Kinder. Unter den letzteren zeichneten sich zwei � aus— die Eine durch ein beständiges Striaen, � um den Tisch ging, die Andere durch ein Rosend sie in der Hand trug. E« waren Mutter und Tochter. Wie die Mutter sich dem Manne mit* Lippen und dem gleichgiltigen Blicke gegenüber o l sie still und sagte: — Der Herr Herzog! Das war Alles. Sre blieb dann auf einew beweglich stehen und ihre Finger setzten ihre® � fort; sie stand da, alt wenn sie Wache halten». Tochter hingegen ging mit lebhaften Bewegunö� warf manchmal einem Patrioten ein Wort zu � anss di Ava 25 «te « M«, die Melodie der Carmagnole oder den Refrai" ih'' seillaise.- Als sie Jane entdeckt hatte, näherte sie M übergab ihr das Bouquet mit den Worten: — Unten liegt ein Brief für sie! ,1 — Jenny, meine kleine, meine theure �enn?# Die schöne Frau fand ihr Lächeln wrever,�. Farben de« Tode« erschien der rosige Hau»„i auf ihrem Gesichte. Sie war nicht meY.�I denn man beschäfttgte sich mit ihrem Schicksals � morgen gewiß Heary. Und indem sie die ib drückte, erinnerte sie sich an die Rose, die sie*» ihrem Geliebten gegeben hatte. � 4 Damals hatte sie sich frisch von ihrem�/ war den Quai entlang geschlendert und-. De„, gekommen. Wie schlug ihr Herz damals, als sie K» � Redner hörte! Wie zitterte ihre Hand, tonw jh» hatte sie für ihn gehegt und wie glücklich war i' andern Tage wiederzusehen. (Fortsetzung folgt.) Klarest. '"«»esetz « « '5T >. SZ 1 1 kam die 1« f«,»? der Bahre liegt", heißt Lindenau und war nie- «�aSwnbl« in (uhrt_ 3« j, i|! wohl aber«m Kumpan de« Herrn WW " Ki« nihii?. und proi>o,trend austritt, ist ihnen von li ,ut Wählerversammlungen verlaufm rn 87m,'0 duhtg, baß man von der tiefgehenden LMWMWS um dre W* u... ,> s«{ütirs �WMN wie sich »regelanaen jene« Versprechen und die fort- mit einander vereinbaren lassen; jnien1" ouitri-staau� t in�wnchsd e Frage' gebracht unzweitelh� e en Leben e runden. enau die'-s?. inen ßrioff"1 in ui-iellen häilniss�® »unachft it n ern'ud� acakter tt'fi ■: I) Berb� maialier« i' , Betriebe«- ; lUgendliV idli-t-en ttiid TV S«jAj •Hfs ruligen«tN fceltu UJtr b'< Lohnirage und Arbeitebedingungen»u "niocti Kchw-iz. MMMWZGZ " ernsten Verweis. . Frankreich. *1 m Pari« die Aburtheiluna de« j,«...? Orleans wegen Banndruch« stattgefunden. zn,.,bnn dlung wide- den Herzog von Drlean« de- l um 10 Uhr. Auf die Frage de« Pro- Iii«�1. �1*% wörtlich:»Ich bitte um die Erlaub» Ich bin~�ro-e Q-n � Arrichtlhof wenden zu i-i, 1 1#?! Mu nach Frankreich gekommen, um als einfacher �n»''4 mache keine Politik. Die Politik geht % dem ich ein ergebener Sohn und treuer >@,1*:? n uicht ia die Deputirtenkammer, sondern ib,.ueuungtbureau gekommen; ich wußte, welchem i.(,9 w,ch aussetzt,; da« hieU mich jedoch bi!«? Monte meinem Vaterlande in einem Re- ir-ktlomT da« ein Berd'echen? Ich liebe LMÄ 3� da« ein Fehler? Nein, ich halt- mich und will mich nicht vertbeidigen. Ich habe i*bt tfc, uug die Behörden meine« Lande« ehren gelernt tstirm:»L/J Beschlüsse achten; ich erwarte nicht« von ihrer »etondere'«l�HMg�Menn ich verurtheilt werde, so bin ich sicher, daß zen,!i«„ N, �"�p�'�ige meiner Klasse, »> ige mein» jvtufn., die glückl.cher i werden,(�.v �'�mnbe werden dienen können, freisprechen.-' Die ho. rabttr P'üsident:.Aber, Sie wuß en doch, tionalen Gesetz untersagte, in der franzosischen Armee ile m t,n,?°mus der Herzog antwortete:»Ich wäre nicht -----" wenn diese« Gesetz nicht da wäre."- k.l Zertr-ter« der Staatsanwaltschaft stellte fest, -* Trafen von Pari« falle unter die Ar wen- ftSfa M nachten" Z'.'.Ä ird uns- �K... unterlieg� �, M »envater. zu'p- »�k«, welche« den Prätendenten da« B.treten ftan- e z?Mnu»« untersagt, seine Anwesenbeit beweise die Mfc. 1 bier han»le e« sich um d»e Verletzung eine« e nen ar Besetze«, da« keine Verdrehung zul«ss-. Da« «»«,,.u*ertretene Gesetz müsse Anwendung finden.— 'ti r rs"ousse wie« in leiner Vertheidigungsrede darauf tlwii i? sei nur nach Frankreich gekommen, um Soldat iK ort. 7,".habe sich von niemandem al« seiner Jugend Kr" leim n t Schritt sei ein rein persönlich fteiwillrger, P'W c! /beben lang zu- Ehre gereichen werde; er wünsche LÄ kr eich in Dosen der Gefahr viele solcher Söhne lAlbtikV"1-,(B-ifall) Da« Militärges.tz— so schloß K W'k Ptaidcy-r— indem e« alle für diinst' - m uernichte selbst die Wirkurgen de« V-.bannungS- «ach kurzer Berathung sprach der Gerichtshof die tu 2 Jahren Gefängniß au«. Gegen Ende der .* ereignete u*-s» r■. e wieder Mitleid!- nder. «wei neu Stricken, Rosenbo«' i/' ._ au«. ri;, sich«in kleiner Zwischenfall, einige >»e« lsN!»Vlre Orleans', tooCQif andere mit»Vive la im"utworteten. Di« Erster en zogen nach dem Pont der Statue Heinrich IV.«wen Kranz viederzu» "fchollenlNufe:»Vir« I- roi-;»Vi« Orleans', !!i!ich"?5en wiederjmit»Vivc la republlgue' begegne! en. ■ptm et�!> n.m�dlizei ein und verhaltete in der Nähe Ii? Manifestanten. Schon am Dienstag hatte Äuerraih mit der»ngelegerheit beschäftigt. Wie igt,.�e der Herzog zur Abbußung der Strafe in die ?r Provinz geschickt und al« politischer Gr- der»««den. «slZu�mer wurde ein bereit« vom Senat de- % über die Abschaffung der Arbeitsbücher nach . situ* t 1 e angenommen. Lagrange bemerkte, da« i � di.»?ur«in Polizei mittel. Dumay wie« darauf l Ml-n, n'ei: nach Au«ibäi,d,n oft keine Arbeit gef an- ,A«ift J �te früheren Brotherrn ihre Thiilnahme an ,0%� f einen" ;&»V. weg •dtnilh öen Ardeltsbüchern demerkt hätten. B ä l s a n Sstens ein fakultalive« Arbeitsbuch beibehalten L* OD................. �... 6 4'b9 g lB- Seb�ar��Wie die»Agence B-Icanique' n, übet h �m0tr,t der von den Zeitungen_ gebrachten i z,dgz'�d"l sollte. Aus weiteren Eikiarungen geht °mp'wt bi« zum Frühjahr verschoben war. »Ur 4«wurandeur fei verhaftet worden, sondern im «ubaitern-Olfijiece de« 1. Kaoallerieregünent«. Ka1ka«lä«der. felfotÄ'. l2- Stbruar. Deputirtenkammer. ||sS Debatte über die Versetzung de« Kabmet« �kl-Mustand erklärie der Mmisterpiäfident, Ve t,f. Ehalte sich w dieser Frage gänzlich ob,«kttv. dt« N"licheidung der Kammer mcht beeinflussen, wteder, i # sie«m # welch« m oar rn �1.' Iedruar. Da dem von der sozialdemo« I.�erir,..�«derum al« Kandidaten aufgestellten bis- Schigns" 3. H. W. Dietz m« Ausgewiesenem Hain- rsl, so erschien an seiner Stelle der bi«- helire Reichstagsabgeordnete Paul Singer, um statt seiner zu den Wählern zu sprechem Schon lange vor der festgesetzten EröffnungSzeit— S Uhr— waren die beiden gewaltigen Sale de« Sagedielichen Etablissement« überfüllt; e« mochten mindestens 12003 Personen anwesend sein. Die Logen im weißen Saal waren für geladene Gaste au» gegnerischen Parteien reservirt und ebenfall« dicht besetzt. Um 7 Uhr 20 Minuten erschien Singer, von donnernden Hochrufen de- grüßt Um 7t Uhr eröffnete der Smberufer Barth die ver- sammlung und ließ da« Bureau wählen; dasselbe wurde au« den Herren Barth, Gottschalk, Stengele, Hoock und Michaels zusammengesetzt. Zunächst wmde He.rn Singer da« Wort »rtheilt. Von brausenden Zurufen begrüßt, bestieg er d,e Rednertribüne und begann seinen Vortrag, den wir nach- stehend im gedrängten Auszüge nach dem Bericht de»»Hamb. Echo" wiedergeben:_. Meine Herren! Ich spreche Ihnen memen Dank au« für die mir gewordene warme Begrüßung, die ich al« ein gute« Zeichen für de« bevorstehenden Wahlkampf ausnehme. Mit Freuden bin ich Ihrer Aufforderung gefolgt und hoffe, daß wir einem ruhweollen Siege entgegen geben.(Bravo.) Wir haben die Vetpflichtung, Angesicht« der Rothwendioke,t de« Ausfallen« der Wahl in unserem Sinne, mit allen Kräften in den Wahlkampf einzutreten. 6« drängt sich un« die Frage auf, welche Partei ist am 20. Februar zu wählen? 1887 wurde der ReichStaz wegen der Frage de« Septennat« aufgelöst. Die Majorität, au« verschiedenen Parteien zusammengesetzt, hatte da« Septennat abgelehnt, und zwar au« den verschiedensten Mo- twm. Man wollte jeden Mann und leben Groschen bewilligen, aber nur auf drei Jahre, um auch dem späteren Reichstag die Mödlich keit der koaftltutionellen Prüfung zulassen. Die sosial. demokratische Partei dagegen sagte:„Keinen Mann und keinen Grofchen!' Da« that sie kraft ihrer prinzipiellen Stellung gegen den Militari« mu«. Die Kosten für die Armee sind auf die Dauer unerschwinglich. Die Sozialdemokrat« sucht d« Kultur- ausgaben auf anderem Gebiete al« dem der«iieg«rustungen, welcke e« dahin gebracht haben, daß«tzt die Volker bis an die Zähne bewaffnet sich gegenüber stehen, lauernd auf den Moment, wo f« wie wUde Thiere«Jet einander hersallen muffen.(Anhaltender Beifall.) Der Moment wird kommen, wo d« Volker unter dieser Last finan- %%%%&% Dienst gezwungen; e« ist da« kleinkalib-ige»ewchr eingeführt, e« find Dy amitgeschütze erfunden, deren Geschoß eine maß, ge Stadt in die L-ft sprenaeu kann. Die ganz« wüthschaftliche Kraft de« Volkes wird für solche Zwecke aufgeboten. Ich er- innere an die Worte einer Autorität auf diesem Gebtete, de« Feldmarschalls Moltke, welcher gesagt hat, daß die Volker auf die Dauer den bewaffneten F.«den nicht auszuhallen vermögen. Warum sollte nicht dmch internationale V rembarung, dem Beispiele he* Weltpostverein«, der Handel« oertrage ge. mäß, auch die Rüstungsfrage erledigt werden 7(Bravo.) Alle Völker haben ein Interesse daran, auf friedlichem Wege ihre Kulturaufgaben zu lösen.(Anhaltender Beifall.) Nicht im Getöse der Waffen sehen sie da« Gluck, sondern in friedlicher Arbeit. Aber diese wird gestört durch die Schraub- ohne Ende, den Militarismus. Unsere prinzipielle Stellung ge- bietet un«, mit allen»cästm diesem Streben nach Heeresvw- mehcung Einhalt zu thun und daran« erklärt sich unser adleh- nende« Votum.„,..... Bi«»um letzten Tage der Legislaturpenode konnte man glauben, die Kanellmojorität de« Reichstage« befinde sich noch ,m Karnevalstrubel, so hat sie mit den Mitteln de« Volke« gewirthschaflet.(Bravo) Nachdem da« Septennat und die Heeresoermehrung um 41000 Mann bewilligt worden, wurde die Dienstzeit in der Landwehr und im Landsturm erheblich verlängert. Mit der Vermehrung de« stehenden Heere« kam,« unerschwingliche Ausgaben für militärische Zwecke. Ich will a« einigen Zahlen die Wirkung dieser Beswlüffe nachweisen. 1872 hatten wir an laufenden Ausgaben für da« Heer 266 Millionen, im Budgetjahr 1889/90«der S70 Millionen, für d,e Marine 1872 15 Millionen, 1889/90 SS Millionen. Die Ge. sammtau«g»ben tue den Reichthaushalt beirugen 1872 338 Millionen, 1889/90 811 Millionen. Da« sind die laufenden Aufgaben; daneben gehen noch die einmaligen Ausgaben für Waffen, zur Fülluna der Magazine, tür Festungen. Es«ird genügen, wenn ich Ihnen sage, daß diese im Laufe der Jahre 951 Millionen ausmachen. Die Wirkung läßt sich am besten erm-ffen, wenn man bedenkt, daß 1874 d« Zinsen für die Re.chtschuld 5100 Mark betrugen— eine unbedeutende Summe, au« dem Grunde so niedrig, weil die französischen Milliarden auch theilweise zur Einlösung der Anleihe ver- wendet wurden. Aber nicht iiiese Summe will ich al« Maß- stab annehmen. 1872 waren sür die Verzinsung 588 000 M. nothwendig und j-tzt 47 M.llionen. Diese Zahlen tass-n er- kennen, um welche Summen da« Volk belastet wird. Redner besprach hierauf die Zoll- und Sleuerpolit'k: Wenn die Wahipaivle ausgegeben ist:„Gegen die Sozial- demokcatie und ihre Begünstiger!' so sei unsere Parole: „Gegen die Brotvertheurer und ihre Begün- st i g e r!'(Langanhaltender, begeisterter Beifall.)— Sodann wandte sich Redner dem politischen Gebiete zu und kritisicte die unheilvolle Thätigkeit de« Kartellreichstag« in dieser Be» ziehung:„D-r Kartellrei»«»»g hat ein Gesetz angenommen über den AuS-chlub der Öffentlichkeit vor Gericht.(Rufe: Wörmann!) Die O.ff-ntlichkeit ist einer der Grundpfeiler der Rechtspst-ge, sie ist die Gewähr, daß das gesprochene Recht sich deckt mit dem RechtSbewutztsein de« Valke«. Au« den Zeiten der Inquisition find wir heran«, die Genchtiverhand- lungen sollen staitfiaden unter der Kontrole der Presse, der O.ffen>lichl«it.(Bravo!) Wie nothwendig da« ist, da« de- weilen die zahUo'en PrSzeffe der letzten Zeit. Werfen wir einen B'ick auf den großen P ozeß, der sich vor kurzem im Wuppertbal abspielte, und wir sehet?, wie nöt-ng c« ist, die Verhandlungen öffentlich zu führen. Wäre der Zeuge Weber, dieser klassische Typu« der Gewährtmänner, dinier virschloffenen Thüren und nicht Angesicht« der Ange- klagten, Angesichts de« Publikum« vernommen worden, er würde wohl nicht eingestanden haben, die Polizei belogen zu haben, er würde nickt dem Staatsanwalt den Angstrus ent- lockt haben:„Mensch, Sie kompcomitliren die Polizei der ganzen Monorchie!'(Bravo.) Der Nu,schluß der O-ffent. lichkeit aber wird Spione züchten und die Nichtg-utlemen ver- mehren. Dagegen muß da« Volk sich wehren. Mit dem vom Kartellreichstaz angenommenen G-sctz ist dem Volk« der denk- bar schlechteste Di-.nst geleistet.(B-aao.) Die Verlängerung der Legislaturperiode ist auch dem Kartell zuzuschreiben. Die Forderung der Sozialdemokratie in dieser Beziehung geht auf direkt« Gesetzgebung durch da« Volk. Die Parlamente sollen nur die Maiidatore de« Volke« fem, denn das Volk ist nicht der Parlamente wegen da, sondern die Parlamente de« Volke« wegen. Der Reichstag soll möglichst der Kontrole der Wähler unterliegen und deshalb war eher eine Verkürzung, al« eine Verlängerung der Legislaturperiode angebracht. Die Vn« läugerung«st ein schwerer Angriff auf da« Wahlrecht. Da« Volk will sich sein einzige« gleich«« politiiche« Rech» nicht verkürzen lasse, i, e« will den Wahltag, den Volksfeiertag möglichst oft haben.(Bravo.) Man hat gesagt, das Volk sei wähl- müde. Müde ist da« Volk aber Derer, die seine Rechte ver- kürzen.(Rufe: Wörmam«!), r Nachdem Redner die Kolonia'pslitik eingehend besprochen hatte, beschäftigte er sich mit der staatlichen Sozialreform zu- nächst im Hinblick auf die kaiserlichen Erlaffe. Er nahm soll- gendermab-n prinzipielle Stellung zu ihnen: ,ES soll uns nicht der Vorwurf gemacht werden, daß wir unsere Ziele verschleiern, um Stimmen zu«galten,. Uns« wirthschaftliche« Programm muß immer wiederholt werden. Hi« tritt auch d« Freisinn in die Reihen unlera Gegn«, darüb« wollen wir fernen Zveifel lassen. Ehrlich und offen wollen wir e« aussprechen daß die bürq«l,che Gesellschaft unsere Forderungen nicht erfüllen kann.(Bravo.) Unser Ziel ist die Umwandlung der kapitalistischen Pio ruktionswets« in die aenossenlchaftliche. Durch Sozialreform wird da« nicht erreicht. Da» muß Jedem klar sein, daß unser Kampf weit üb« die Sozialreform hinausgeht. Aber die Sozialdemokratie wird von ihr« vorgezeichneten Bahn nicht akweichen, bi« d« volle Steg erreicht ist.(Bravo.) Die Sozralrefotm, so unzulänglich sie ist, ist doch ein Vndienst der Sozialdemok a ie. Ohne Sozialdemo- kratie würde e« auch keine Sozialreform geben. Sät einem Vierteljahrhundert agitirt uns«« Partei für die Besserung d« Lage d« arbeitenden Bevölkerung. Diejenigen, die einst da« Be- stihen ein« sozialen Frage geleugnet haben, sind jetzt nicht mehr im Stande, die Nothwendigkeit ein« Besserung zu um- gehen._ Wenn wir sehen, wie jetzt All-« versucht wird, dwch Zugeständnisse die Arbeitt r zu befiiedigen, wie sich jetzt die Zeitungen m't d« sozialen Frage beschäftigen, so müssen wir freudig zugestehen:„Da« ist uvs« W«k, daß jetzt keine«reise mehr sind, die sich nicht mit d« Frage beschäftigen!' Die bei- den kais«lichen Erlasse können wrr mit Stolz al« unsere Er- rungensch-fl in Anspruch nehmen.(Bravo).' Im Anschluß hieran besprach Redn« die bisherige Sozial- gesetzarbung de« Reiche» und die Forderungen d« Sozial« demokrafie auf wirksamen Arbeit«schutz. Eine kurze Kritik der g«gn«ischen Parteien besonder« unt« Bezugnahme auf ihre Stellung zum Sozialistenaefetz folgte und dann schloß Redn« unter dem brausenden Beifall der Versammlung. „Sie müssen den Stimmzettel benutzen zum Wohle d« Gesammtheit. Dem Minister von H«rfarth, d« die sozial- demokratischen Wähl« al« diejenigen bezeichnete, die nicht ar« besten wollen, müssen Sie am 20. Febiuar beweisen, daß Sie ganze sozialdemokratische Arbeit zu machen verstehen. Unfern Vntretern muß die Unterstützung der zielbewußien, denkenden Arbeiter zur Seite stehen. Die stumpfe Masse, die von Junkem und Unt'rnehmenr orschl-ppt wird, können wir nickt gekrauchen. Wir müssen delehrenv und aufk-ärend wirken und jedm Tag suchen, sie zum Bewußtsein zu bringen. Wenn man sagt: „Roth leb-t beten", so saaen wir:„Roth lehrt denken!" Agrtiren Sie für uns«en Sieg, agitiren Sie am Ambo« und an d« Hobelbank, m d« Dachstube und in der Kellerwohnung. Agstu-en Sie in iwm« werteren Kressen, damit d« Wahltag ein Ruhmestag für un« wird. Schicken Sie diesmal ein drei- blätterige« Kleeblatt nach Berlin!" Al« der Sturm sich etwa« gelegt hatte, forderte d« Vor- sitzende auf, w« Interpellationen zu stellen habe, möge e« thun. Die anwesenden Gegn« wurden aufgefordert, ihre An- ficht zu««treten. Al« Gegner hatte sich Herr W. Staelm zum Worte gemeldet. Al« er die Rednntribüne beuat, wurde er mit Zeichen de« Mißfallen» empfangen. Sing« erbat sich nun da« Wort und machte die Versammlung auf die Anstand»- pflicht-rnsmtrksam, den Redner zum Wort kommen zu lassen. We, Redefreiheit fordere, müsse auch Redefreiheit gewähren. Es wurde nun ,m Saale ruhig und Herr Staelin begann seine Rede, ,n d« er etwa folgende« ansfühäe: Meine Herten! Sie haben sofort gesehen, daß ich J'zr Gegner bin, sonst hätten Sie mich nicht so lieben»« wmdig empfangen. Sie find ja gewöhnt, Ihren Führern zu gehorchen, also bewahren Sie auch die von Sing« empfohlene Ruhe. Ich will mich mit dem beschäftigen, wa« Sing« Ihnen gesagt hat. Die Sozialdemokratie hat ein sehr wette« H«», sie kennt keine nationalen Grenzen, kein Bat«- land<(Große Unruhe.) Der Vorsitzende«mahnt zur Ruhe. Die gegnerische Press« würde einer Tumult mit Freuden begrüßen. Staelin(fortfahrend): Ader Sie haben doch ein Vat«» land, sür da« Ihre Väter, Ihre Onkel vor zwanzig Jahren ge- fochten und die fränkische Erde mit ihrem Biute gedüngt haben. Sie werden nicht sagen, Sie wollten da« Vaterland nicht v«- lbeidigen, Sie werden Ihren Führern nicht folgen, sondern Wöimann wählen.(Stürmische Heiterkeit.) Mein Varredn« ist au« Berlin,« weiß nicht, daß wir in Hamburg eine pro- grelfive Einkommensteuer haben. Unk« Vertreter Wörmann hat gegen die Leben«mittelzölle g'ft'mmi.(Unruhe.) Nun komme ich aus die Kolonialpo ittk. Wenn wir Kolonien haben, dann»onnen Sie sich ausbreiten.(Lachen.) Uns« Kolonial- dtsitz hat den Zweck, Sie zu bereichern, die Industrie zu be- reichern. Wörmann hat seine Faktoreien in Kamerun und da« ist etwa« weit not Dstofitka, wo jetzt unsere Bestrebungen sich hinwenden.(Große Unruhe.) Singer«luckt um Ruhe und weist aus die Gefahr d« Auflösung hin. Jeder möge sein Temperament deherrschen. Auch das sei eine bedauerliche W-rkung de« Sozialistengesetze«, daß die Redefreiheit aeichn alert werde. S I a e l i n(sortfahrend): Wa« die Manne anbetrifft, so wolle,» die Soziaidemok-aten, daß die vier Millionen für den kail«lichen Aosso au« d« Krondotation genommen w«den. Und da« wollen sie m demselben Augenbl-ck, wo d« Kaiser die Er« läss- au giebt, die Sie jauchzend en p fangen. Der Erlaß de« thatkrästigen herrlichen Kaiser« ist an seine Unierthanen ge- richtet, nicht an den Staat im Staat, an die llnterihanen der sozialdemokratischen Fraklion! Ich erinnere Sie an da«, wa« der' Kaiser der Bergarb- iterdeputation gesagt hat:„Für mich ,st jeder Sozialdemokrat gleichbedeutend mit Reichsfeind l" (Unruhe.) Trachten Sie, im Kampfe gegen den Kaiser mit Ihren Führern oder mit Bbgeordne en zu gehen, die durch- drungen find von der Pflicht, ihrem Ka,s« zu folgen? Ich fordere Sie auf, nicht fozialdemokralische Ar bei» zu leisten! (Heiterkeit.) Ich hofft, wir werden Sie gegen Metzg« und für Wörmann zum Suge führen! Singer: Wenn der Vorredner die Abficht hatte, Tumult zu prososiren, so hätte er e« nicht besser machm können. E« ist ein starte« Stück von Manneszucht eine solche Rede anzu- härm, die von Entstellungen wimmelt. Der Redn« nennt un« Bat«landsfemde. Ich folge rhm nicht auf die Bahn, die « betreten, und will die Person de« Kaiser« nicht in die Diskussion bmeinziehen, da« kann Redn« sein« politischen Richtung nach besser. Ad«, besteht denn de« R-ich au« den Kartell« Parteien 7 Wer«hält da« Vaterland?(Rufe: Die Arbeit«!) Sind denn die herrschenden Kli ss-n da» Vaterland? W« bat die Grenzen vertheidigt? Waren e« nur nationoll ibnale O fiziere oder auch die Arbeiter, die bei Gravttotte ihr Blut veripritzt haben 7 Man muß doch einer Ver ammlung, wie diestr, auch da« nöchiae Maß von Achtung und Respekt ent- gegen bringen und darf sie nicht in ein« Weise behandeln, wie b« Redner. Wenn« die Abficht hatte, seinen Kandidaten unmöglich zu machen, so hat er et reichlich erreicht(Bravo.) Wenn dn Redner die Schuld an dm Getreidezöllm von Wörmann abwälzen will, so unterschätzt« die Dmktähigkett d« Versammlung. Heer v. Bennigsen sprach Namen« seiner Fraktion negen die Aufhebung d« Getreidezölle. Da ist et gleichglttig, wie«n einzelne« Mitglied der Fraktion stimmt. Die erste Erhöhung der Getreide« zölli«folgte unter der Führung Bennigsen«. Der Redn« leitet die Kolontalpolitik au« Arbeitersrcundlichkeit her, lagt, sie sei für Sie. Ich bekämpfe keine Personen, son dem Systeme. In diesem Falle ab« dm ich durch dm Redn« gezwungm, mich mit Wöimann zu beschäftigen. Er giebt an, au« Ar- beiterfreundlichkeit beschäftige e» N,g« und Kuli«. Weil die Arbert in den Tropm dm Weißm schw« werde, sei ein Akt d« Humanität. Neger einzustellen. Dann mußte« ab« auch für dt« so ersetzten Arbeiter and«e Arbeit desorgm. Da« ist nicht geschehen, und daß die Neger au» billiger arbeitm al« Deutsche, ist doch ein merkwürdige« Zusammentressen Im Bewußtsein uns«« Pflicht konnten wir un« nicht entschließen, die Forderung für den Äoiso zu bewilligen. Wenn e« noth- wmdig, mag man da« Geld au« d« Zivilliste nehmen. Wmn der Vorredner von der Pflicht der Dankbarkeit für die kaiser- lichen Erlasse spricht, so muß die sozialdemokratische Partei An« spruch auf Dankbarkeit erheben, denn ihren Anstrengungen find fie zu verdanken. Jene Kreise, die einst sagten, wenn dem Arbiiier»in Milchbrot zu klein sei, mfk« er zwei nehmen, find jetzt von der Notbwendigkeit der Besserung überzeugt. Das Beispiel vom Bergarbeiter streik, da« der Vorredner ge- wählt, ist da« denkbar unglücklichste. Ist denn Hamburg so wert von Dortmund entfernt, daß der Redner das Echo der Flintenschüsse nicht gehört hat? Als die Masse der Berambeiter erwachte, fanden fie Drei, die ihr intelligent genug erschienen, um zum Kaiser zu gehen, und da» waren drei Soziaidemo. kraten. Bunte. Siegel und Schiö''er! Weiß der Vorredner, welcher Unsumme oo" Roth und Eiend es bedurfte, bis die Bergarbeiter fich aufrafften? Nein, das wissen nur Die, denen die Kreise der Aibeiter nicht lo fremd find, wie dem Vorredner, welcher glaubt, in Homburg finde fich noch ein Arbeiter, welcher für Wörmann stürmt De Vorredner hat nichts von den Klagen gegen die Partei Wöimann« widerlegt. Der Versuch, die kaiserlichen Erlasse gegen die Sozialdemokratie zu fruktt» fiziren, m rb in Hamburg nicht verfangen. I tzt erst recht werden die Arbeiter sozialdemokratisch stimmen. Dietz muß mit großer Majorität wiedergewähli werden, ebenso Bebet, und im dritten Kreis« muß Metzger durchkommen. Hamburg wird fich die Ehre, drei Sozialdemokraten nach Berlin zu senden, von Niemand rauben lassen!(Stürmischer Beifall.) Vom Vorfitzenden wurde dann folgende Resolution vor- gelesen: .Die heute am 10. Februar in Sagebiel« Etablissement tagende Wählerversammlung de« zweiten Han�u ger Wahl- kreise« erklärt fich mit den Ausführungen des R-terenten em- verstanden und beschließt, mit allen Kräften für die Wieder- wähl des bisherigen Reichstagsabgeordneten I. H. W. Dietz einzutreten.— Zugleich weist die Versammlung die Behar v. tuna de« Minister« Herrfurtb, die sozialdemokratischen At- geordneten würden nur von solchen Leuten gewählt, die nick- arbeiten wollen, als eine Beleidigung der Arbeiterpartei mit Entrüstung zurück." Diese Resolution wurde mit allen gegen eine Stimme (die de« H>rrn Staelin) angenommen. Der Vorfitzende dankte Namen« der Anwesenden dem Referenten Smger und schloß dann mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung um 10i Uhr die Versammlung. Unter k onnernden Hochrufen auf Singer gingen die Tausend« langsam auseinander. Prof. Fodrk» der erste ursprüngliche Kartellkaatidat aezen Stocket, hat seinen Räckttitt damit zu entschuldigen gesucht, daß er ersten« körperlich krank sei, zweitens die Aufrechterhal- tung de« Sozialistengesetzes für einen Fehler halte, weil da«. selbe einschläfernd wirke und im Grunde mehr Gefahr schaffe, als fernhalte. Außerdem wolle er in die christlichen Volks- kreis« de« Siegerlandes keinen Streit und keine Verbitterung werfen. I« Uoumbnrg- Meißeufelser Mahlkrei» wird gegenwärtig em Ftu�blatt verdreuet, in welqem die Arbeiter aufgefoidert werden, der Sozialdemokratie den Rücken zu wenden und für den Kartellkandidaten, LandgenchtSrath Günther, zu stimmen, unterschrieben ist diese« Machweik, welche« wieder die schauerlichsten Ammenmärchen üb« die Sozialdemo» kratie aufzählt, auch von Arbeitern, welche theilweise dem kaiser- treuen Häuserbau» Arbeit« verein zu Naumburg a. S. ange- hören, therlt aut Furcht vor Entlassung unterschrieben baden. DaS Blatt wird noch für den Verleger ein Nachspiel vor Gericht haben, da fich bereit« Leute gefunden haben, die denselben wegen Urkundenfälschung belangen wollen, da fie beharpten, gar nicht« von Ihrer Untnschrist zu wissen. Auch im Man«- selber Krri« find die Arbeiter empört über die unwahren An- gaben de« Stollberg auf dem Halleichen Bergmanrsiag. Nicht 3 Mark, sondern manchmal 2 Mark täglich, nicht 4 und S stündige Arbeitszeit, sondnn 10—12 Stunden. Also überall Schö färb«« und Strmmensona. Arbeit« hütet Euch! I» Kreist Schweinitz- Mittenberg hallen die Sozial» demokiaien die«andidmur Hosang. Dessau aufrecht. Alle gegen theilioen Meldungen find unrichtig. Göhlsdorf bei Werder a. H., den 9. Februar. Heute fand hier— unsere» W.sscn« die nste im Kreise Zauch-Belzig — sozialdemokratische Wählerversammlung statt. Herr Puch aus Berlin sprach üb« die bevorstehenden R»ich«lag«wahlen. Den Geist d« Vnsammlunz mögen folgende Reiolut-onen bekunden. 1. Die heuti,e Wählerversammlung erklärt fich mit den Ausführungen de« Refnnrten einverstanden und verpflichtet fich, mit allen gesetzlich erlaubten Mitteln für die Wahl de« DrechSlermeister Tabert in Luckenwalde einzutreten. 2. Die heutige Wählerversammlung«hebt Protest gegen die AuS- tührungen de« M trist«« Herrfurth, daß die Soz'aldemokraten Leute seien, welche nrcht arbeiten wollen. Uut« Vnschiedencm wurde ein Antrag gestellt, für Werder und Umgegend eine Lokalkommisfion zu wählen. Begründet wurde dieser Antrag ron Behrend- Plötzin damit, daß e« in Wnd« und Glindow den Arbeitern nicht möglich sei, irgend welche V«- si-mmlur.g abzuhalten, da sämm'.lrche Lokalbefitz« ihre Säle zu Arbiiterversammlungen verweigern. Redner führte an, daß auch bei der, Brauereibefitznn Sckulze und Hildebrandt in Werder wäre angefragt worden. Diese Herren hätten ab« den Bescheid oegebt«, daß fie dem Pächter ihre« kein« Vorschnftt» machen können. Redn« daß dee Pächter den Saal h«gebe» würde, so» Schulz« und Hildebrandt e« wünschten. dieser Antrag einstimmig angenommen... E. Schröder, W«d«: A. Behrend, P�tzm bfl Kühl. Göhlsdorf bei Lehnin.- Eämmtl'ch- W' A. Bedren d, Plötzin bei Werd«, zu richten- ,, «st-owo. Am Sonnabend, den 8. selbst im Saale de« Herrn HofmanSki em« offen � Versammlung statt. D« Saal war dicht etwa 500—600 Pasonen anwesend, eine um 1« jf Thalsach«, als hier am O te noch nie eme 0"**% i lung stattgefunden hat. Herr Frtz Zubeck au«, anfanglich das Referat übernehmen wollte,. schemen, und es war an fein« Stelle Hee* Bt aus Breslau anwesend. D«selb« legte m trage die Zwecke und 8i«I«_ der Sozialdemo'ro" � �hieraus bruar keinem Andern al« dem von un« aufge?� auf zum Schluß k.38. »it kdtll Kl l die �bevorstehenden Reichs lag« wahlm i« Sffcluft fatnmtltAtn Anwesenden ans fl.#J kiakzi... sämmtlichen Anwesenden an« -■ ■Ä" Ol baten, Herrn August Bebel, genau sestgestellt ist, daß eine«.ove„hm. waren, traute fich doch kein«, in der daraus fols-n BWWWM« tage recht viel Stimmen für unseren Karidida, Nach ein« nochmaligen Aufforderung meldete no Wort, doch kamen einige polnische »um Arbeit«! Tiibüne, zeigten ihre ausgearbeiteten Hände gebrochenem Deutsch, daß fie hier nur eme« und W w*: 60—70 Ps.«hielten, also nicht im Stande wäre»., zu«nähren. Hinauf gelangte folgende R�ow � lesung!»Die �»«i»«»» K->nl» h»« Srerrn©«™.. tu mä heute im Saale öffentliche Wäblerv«sammlung«klärt fübrungen de« Referenten einverstanden daß für den sozialdemokratischen Kandidaten,� j Bebel, eine große Anzahl von Stimmen in d>el��. abgegeben werden. Nachdem dieselbe zur An««' s wurde fie angenommen. Hier muß ein 8*?*." werden. Ein« der Anwesenden von den»hozn a bezweifelte die Beschlußfähigkeit d« Ver!ammlooZ-. pt steht man, wie weit dies« Kreise noch zurück««0. STsyUrtfirttt rtm wnfd IilUt»* «in« energische Agitation am Platze noth lhut- die imposante Versammlung geschlossen. %'«niiet aas d #5 «sttut« auch., Äg«, IM?. Kr d '.'n einen$ SM Krlomet ne noch«, tzt. Sr .in t Theater. Freitag, den 14. Februar. Keine Vorstellung. fahasMststim«. Köng Lear. D« Fall Clem«ceau. Ne-AtsW«» Uheat»?. Nordische Henfahrt. Utzoat»». Der Kaufmann von Venedig. » WUstelmftödtisch»« Uheator. Der arme Jonathan. MM»e»- Theat»». Die spanische Wand.— Vorher: Za»mschm«zen. »«ftdenq-Uhsert»». Marquis«. UtÄswW-Thsat»». Stanley in Afrika. |fcttMJUan»-0l(sat«v, Der Protzenbau«. OL««»«tzsat»». Don Carlo«. Kr«igftSdtisch«» Uheerten. Berlin, wie es wnnt und lacht. Kv«»»tz Gneft-vtzsnts». D« Goldfuchs. di,«t»nl-GIz«at»r. B«olma. Koichshnüen-Theirtsv. Gr. Spezialttäten- SorÄellung. Karieitö. Gr. Spezialitäten- Borstellung. Wo»». Nicht«»'« Waristck. Spezialitäten- Vorstellung. CIpcu» Renz. Karlstraße. Heute, Freitag, den 14. Februar, Abend« 7i Uhr: Zum 25. Male: Deutsche Tarner. («e!e»ltt aeschlltzt) Graß« national« Origmai Pantomime. Großartige« Hurdl«. Rennen mit 24 Sprinc plerden, gcriitrn von Damen und Herren. Austreten der vorzüglichen Reit'ünstlerinnen und R�i künstl«. Vorführen der 6 irländischen Jagtpserde(�anz neue Dressur) von Herrn Frarz Renz. Auf- treten d« Schulreiterin F'äulein Elatr>b, Hau«. Morgen, Sonnabend: Gala-V.p.t.llung- Sountag: 2 Vorstellungen. E. Ren», Direktor. »Das Alhambn-Theater W aUnertheaterstr. 15 m n Ueretae» Gesell- schasteN � mit sämmtlichen Nebenräumen, BOhne, Tunnel!C. zu Festlichheiten»« w*™- Näh«eS zu erfragen im Theaterbureau. Todes- Anzeige. Den Mittlre oern Oes V-rernS der Par- quetbodenleg« zur Nachricht, daß unser Mitglied 1313 Ernst Plättner am 12. Februar verslorden ist. Wir vn- -ieren in ihm ein eifriges Mitglied und werden ihm stet« ein treues Andenken wahren. D i« Beerdigung findet am So- n» tag. den 16. Februar, Nachmittage 4 Uhr, von der Leichenhall« de« Neuen Jakobi- Kirchhofs w Britz statt Um r-ge Be- theiliauna bittet Oer Vorstand. Allen F�eunoe« u �d Kollegen zur Raa»- der Parqret- richt, daß uns« Kolleg«, bodenlea«(Z-mme) 1314 Ernst Plättner am 12. Februar verstorben ist Wir v«- li«en in ihm einen guten Freund und Kollegen und werden sein Andenken stet« wahren. Die Beerdigung fi rdet Sonntag den 16. Febiuar, Nach-nittlig« 4 Uhr, auf dem Reuen Jakodr-Kirchdof in B-itz stait. Die Kollegen der Firma Frähüch. Jliffotlrting! Alle Genossen, welche Willen» find, vor wie bei der Wahl thätig zu fern, werden«sucht, fich°n da- Wahlkmttee sör den 4. KerllnerRelchstassVllylkrels.bestehend au* folgenden Herren: für den Osten i August Dietrich, Fruchtftr. 46, 2 Tr., Otto Heindorf, Langestr. 70, ntz Hähne, Eldena«str. 2, aul May«, RüderSkorfnstr. 20, 4 Tr., für Süd-Ost i August Günther, Adatberistr. 94, 4 Tr., Albert Gnrndmann, Lausitzerstr. 41, 4 Tr., Bttthold Blas«, Görlitzer str. 49, 2 Tr., Theodor Schulze, Stralauer Platz 6/7, S. L 3 Tr., zu m-lden._-_[1122 Genossen, welche gewillt fiad, am Tag« der Wahl und vor- her'M 3. Wählt eil« thäiig zu sein, wollen fich bi« Sonnabeno Abend im Restamant von Schultz (.Zur alt-n Lmbe�), Koiibvser P-atz, melden. Große öffcntl. Wähler-Vcrsam für den 3. Berliner Reichstags-Wahlkre� Freitag, den 14. Februar er., Abends 4a. "Se lochtet , m «schien i d« nächst« •ÄÄ ?!°»dt und w am er., in„Saussouet", Kottbsserstr. TageS-Orvnung:«.sdi« 1. Die bevorstehenden Reich StagSwahlen und die Arbeiter. Ref«ent: W erner. 2. Ditkuffion. 3. Verschiedene«.— Um»ahlreichen B such bittet, �i, Der®it«bm»frr: C. 0'""%, Ksr" » fi?aen on .stünden bei «!08t Hr. Kozialdemokratischer Wahlverein des in 'staden." ü Reichstags W ahlkrei ses. Freitag, den 14. F-biuac, Abend« 8i Uhr, int Saale der Moabit« Aktien«� Ecke Sttowstraß«: Ver#ammlun8 Tage«. Ordnung:.._*i 1. Vortrag de« Herrn Fritz Krüger, Rix>orf, über: Die bevorstehe«»'» z wählen. 2. Diskusfio». 3. Verschiedene« und Fragekaften.— Alle Wähler, io��j Gegner, al« Gäste willkommen.— Aufnahme neuer Mitglieder.— Zu zahl ei»� ein Der posse ««1« vor dann»ich '-Uibleidi PJ zerstreu vom N l.„N egt em kl ÄV; S Abzüge Weissensee und Umgegend Große öffcntl. Wahlerversamm am Dienstag, den 18. Februar, Abend« 8i Uhr, Langhan« straße bei H öhf'"- �izch Tages- Ordnung:.. � ünb 1. Die bevorstehenden ReichSiapSwahlen. Referent: Stadt". D- H ein d o � J ........ üT" kuffion. 3. Verschiedene«.— Zur Deckung der zahlreiche« E. scheinen bittet KB. Die am gen. Tage geplante Wahl wegen aus. Versammlung de« Rrbeiter"��"��� @(i|( Pttssnmlmlß iltt Militär-Aileiiltt Abend» 8 Zlstr, in Jordan s Kalo». It«»*®. am Freitag, den 14. d. M.__ Fachverein der Metallardeiter in Gas-, und Dampfarmatnreu. Sonnabend, den 15. Februar, Abend« 8t Uo, im Lokale d»« Herrn Zemter MM" Mitgiieder-Uersammlung. TageS-Ordnung:.. 1. Vortrag des Herrn Fannbecker über: Neues au« der Technik, Blockheizung, itrb Die kuffion. 2. Vi«teljahret adrechnung. 3. Aufnahm« neu« Ausgabe d« B-llet«, zu dem am Sonnabend, den 22. Februar, stattfindenden � den Bürg«lältn, DreSdenerstr. 98. 4. Verschiedene« und F.»gekästen. Gäste rJ!li 1317 Der B«? Soeben erschien: Englischer Warten. Alexanderstraße 27°.. Austreten da Kostüm Soubrette Frl. Wertens. Auftreten de« Gesang«- Humansten Herrn Kalnberg. �, Auftreten da Kostüm« Soubrette Frl. Lina Auftreti-n b« Familie Grosso- Ooerlngton m ihren Staunen«regenden, unuba- troffen«, Leistungen. Austreten d« vorzüglichen und beliebten Duet- listen Beirr. Mandl. Unfang fBochentoa« 8 Uhr. Entree 30, 50 und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 80 Pf. Sonntag« Anfang halb 6 Uhr. Sonntag« Entree 50 Pf., refervirt 75 Pf., Orchest« 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. Vorverkauf En Kollegen wnd Genossen 1 Da e« mir(zum g öst-n Thev) uu» bekann- ten Gründen n>cht n ö-lich ist Arbeit zu de« kommen, so htffe ich auf diesem Wege irgend> eine fietchältiaunq zu«langen. 1325 H. Gronenberg, Stuckateur, N-Meißens«, Jnebrichstr. 18. Die Cüätig�eit des Deutschen Reichstags wi"o'üölo fevwS" vV�hnltche B ■ m i •!>««Vi daß 'Cä von Der Streik in der KnApffadrik von C. H. Rohll dauert fort. Mir bitte» den 5"!*« fernishatte». 1227 Die Streikkammission. American-Theater. Sv**kra«f|hea|« 55. Tiglloh Verstellung. 11865 WMM Zum ersten Male: 4. Reise imrm' Holland. Hochint«essant: Herttzer-Ueife. sin.- Reise 20 Pf., Ätnh nur 10 PI. Abonn. 1 M. 1887-1889 von A. Bebel. 183 Seiten.— Pr i« drosch. 60 Pfennige. Zu beziehen durch die Expedition, Zimmerstraße 4«. Wieberverkäufer erstatten Rabatt. ■"43 °?l>en 0 De« Genosse« halte ich meine Müde»-«»liier»!» bei Bedarf best, enwsohlen. "- UBtl." •eilte«nlivain Bist. 1«. «er eine» PreiSermäli» Neanie». Kr.PsskAiA, st». 178 AkalkertS«.»» Smßgei Lager, bi"-- 1 � Emil eigener Fabrik. Brunnenstr. 28) Theilz. nach U® Mamsell« a. Knabenavz. v. Stein, Rerantworttiche»«edakteue: Anet 0««k» in«erlin Deuck und»«lag—n Baoeua in««un. SW., Neuibstraß«*- Dien« aw« a '.in- ■ v'.z i nc«tiPT* I i de»nd If i rÄn lhut. (Beilage zum Berliner Volksblatt. Freitag, de« 14. Februar 1890. 7. IlchNK. � liülin Kleueu uvd vnmWdle Jusekleu Ihm AlMes? L'twsrtct ein Artikel der.«ölnischm Znwnü' Ran hat schon lanqe beobachtet, dab d,e ßemtttw Itm«*ti—*—- r kdtrtmeti« den Emdrrck des Verirrt ...—»•MHjen die kilometerweit WZSs "j»)» witi----- �•—" n' .vesitzn, d? � �batsochm knüpft sich die interessante mirffn�rs� e5tnCen Insekten einen besondern, &u!( au*«li9.tUfnn°der orten tiren sie fich, wie - nQ® Landmarten. deren Kenntniß sie all» ® WBcfrowf1 P** blinden Instinkts find von jeher g* t.der ben defondern Oittfinn zu stimmen, und fm"« CttfuAÜ"'".'.bnen, Fabre, hol seine Anficht durch � gl",; du ktutzen geglaubt. Sr nahm.ihn Bienen u'!W4nn» B?m?' bie in der Nähe scines H ruse« wohn- jt! j» L, U« mrt einem weihen Kteck auf dem Ricken und ..«eii*oA �unn trua er fie em halbe« Kilo- o.Pt dosten, schwang den Beutel wiederholt schnell �ei-n dann, immer mit verschioss nem B-utel, drei».r' d trug ferne Gefangenen in dieser R-chtung, I fit nn* r uon ihrem Rist entfernt waren. Hier s ges t, �umat herumgewrrdelt und denn einzeln in «rnb-n i. l* stZaen einige Male um ihn herum und ' Tot«?, r �«hiunz nach Haus'.' Dort wartete t»,{*7 und verzeichnete die ankommenden Bienen. der?5?»u«h einer Btertelstu-rde, zwei andere im - Am«?i*? Stunden, sieden kamen überhaupt nickt d�e Li»«.»"den Tage wurde der Versuch wrederho'!; ide,,»».■..unch fünf Mmut-n an, zwei innerhato unn�ü v�d" bliesen fieden au«. Bei verschiedenen .iifS f Eroerimente, wobei dre Tzierchen auch Rh im?! d«' tte Loslassen« gelrag-n wurden, J**|qnx �tttchschnlU dasselbe: nahe ein Drittel der '�üumen von einigen Minuten bi« zu ' s.»» er" Heimweg, die übrigen dlreben aus.»Der . jo.A. vt. Fabre,»rst e. tickereend: weder die ver- 'lico'r�- eau.igen noch die k ivstlick-n U nwege können lbfiad.«? in Verwirrung bringen oder fie hindern, ihr N st ItCfti Oula. sthkieht dem ent'precheiid auf einen bt- 2�1%, m�urnkt, welcher die Thierchen leitet. Wenn man n»?' genau betrachtet, so beweisen st« gerade da« ÄÄ'JBSt ÄS .stkeichmäfiig thötiz sein, und e« mühte nicht der j'imafc,#l!55? dw ßan,� Anzahl der losgelassenen Bienen MI kl» t-t K? Oinn" ic"', •"«iiw if�u* wohl aber begreift(ich da«, wenn * soll??' die Bienen ,u?rst nicht wissen, wohin fie enT i.* werden sich dann nach allen wöjliche« fiit,'�"reuen: b,e eine Hölfre fliegt von vornherein so, g!? 5°? Rest entkernt gebt atso veiloren. von der »n�? 5" kleiner Tbeil lziemlich gerade auf da« Rest baU> in bekannt« G-igend, orientirt fich und ß«.«N? P»uten zu Hause, die andern fliegen seitlich und «.-Hink iiskN«»s-�ug« kreur und quer; ein Theil bat Glück und ®, rthl*«6.�kannte« Gebiet fi rdet also den Hcimwe?, aber ».«rf- N?!>lnd u? Gu wen, den audern gelingt da« » Si��lb�stn Ue gehen gleichfsll« ve'loren. Da» rst genau da« u' tin»!»�."� wiedrrfiadtn können, nachdem der Zufall 5 �en gebracht hrt, den fie von früheren F ügen fie entspricht auch die Act de« Äusfl egen«, werden: fie steigen zuerst in Kreisen w.?e>'staubtn, die eine U-derficht über da« nächst- ;e � zu bekommen wünschen. Die Angabe Fabre'«, tiBn.2kfn uach einigen Kreisen all« die Richtung heim- sie Ä A?u. Huben, ist ihm selbst zweifelhaft; er fonll�l- biba t; und fie kann nicht richtig sein, _ h.r urden fiw nicht so viel« von seinen Thierchen avjiii LT» batt Selbst diejenigen, bt« richtig ankamen, !r' � Upn, Of Zur feinen Grund gehabt stundrnlanci autzu» Z«ilischenForscha Lubbock und Romane« letz > ...- Versuche airgesielli; der erster« mit Aweisen, ?!, 5 � Bienen, und beide find zu Ergebnissen »«che der Jastir.kttheorie deutlich wide>sp- echen. ein Glat voll Honig neben«in Ameisen- nachdem zahlreiche Ameisen hineingtklettert �nr@ I 0' J�f'fnt war. Den Anreisen fehlte nun ihr gewöhn 44. btlL nst.irfTTI' I■L'*/ j-n—---- i'ftfn lr" k« vo fichtig auf em Brettchen, welche« Ä». g. /berimtnt nur 18 Z ll, beim zweiten 50 D ub« — fj i""itnt war. Den Ameisen fehlte nun ihr gewöhn- *>,. �wrungsmütil, da« Rückwärtsoerfolgen der eigenen hiboch«n Elsten fich verwirrt. Sie vertrehen da« Brett- 7« jL ,?1»ogUcht* Richtungen; au« dem g»rrngta Ab- > lw,?. �8 z«st fanden sie fich»um Reste zurück, aber nur U» bi, S.Äachtcwcmbttn, und wmn der Zufull de« Wege» über Reste« brachte, in der Enisernung von 50 --«wen fie hrffaungtlo« verlore«. Roa a-e« brachte Hau» m der Nähe der S„. Zu beiden Sertin jj,'u waren große Blumenbeete, zwischen dem Hau« und r* aber lagen 200 Meier Wi-sr. E« war demnach an- -.M du»renen, wenn fi« fick in gewohn ti»ee Enterte«, die Segeub zu beiden Serien de« Haufe« K.*\ würben; in der Richtung nach der See dagegen r'.U'-h'« zu suche», da die Wiese ihnen nicht« brauch- Jv Äia Bienenkorb wurde in einem 3 mm« de» «J-ugcbcacht und den Threren Z rt gelassen, die Um- den? lernen. Rächt« verschioh man die Fei ster Aorb, lieh Morgen« die gewünschte Aniahl r,.� au« de« Korde, fiag fie an den Fenstern, ..in«in Aef«n».nlh und destirch dann da» Trrtt« M übrige»« verschloflenen Korbe« mrt Vogellerm, so burnk.hctnbe Brene ohne wettere« festgeklebt wurde ,'i tut m erben konnte. Warben nun die g-ianzenen _? den Blumenbeeten frei gelassen, so klebten fi««gel- wenigen Minuten nur ihrem Trittbrett; brachte % -.ch ** ' wenn a so»«ich wie möglich in« Hau« zurücklief. Hiermit ist beutlich barpethan, dah die Bienen fich heim fanden, wo und«eil fie da« Gebiet au« früheren Besuchen kannten, während ihnen da. wo fie nicht Bescheid«ruhten, auf Wiese und Wessn, jede Orientirung fehlte. Sie orienlirten fich also auf Grund vorgängig aworbrn« Kenntnrh, gerade wie Bri? stauben und Menschen. Unter den einsam lebenden Erdbrenen und Wespen kommen Fälle von OitSkenntnth vor, die noch werk.rürdig« au«. sehen, als da» O ientirungSvermögen dn geselligen Honigbiene. Die Sandwespe B-mbex ,. B. legt ihr Rest in Grstalt ein« kleinen Höhlung in lockerem Sande an. Ja die Zelle legt fie ein Ei, au« dem eine Made kriecht, urd versorgt die letztere von Z-it zu Zeit mit frisch« Ntthrunu- Jedesmal, wenn fie die Zelle verläßt, bedeckt fie dneu O ffimna sorgfältig mit Sand, so dah die Stelle, wo fich da« Rest dtfhdet, für ein mensch. licht« Aug« bu ch nicht« vor der Umgebung ausgezeichnet ist. Und dann weiß da« Thier chen seine Zelle inmitten der gleich- artigen Sandstach« vollkommen fich« wiederzufinden, kommt von weitem angeflogen, läßt fich von vornherein auf der rich- iigen Stelle med«, scharrt den Sand weg und findet sein Junges. Kratzt man aber die Sandbecke von seinem Nest fort, so ist der Bembix verstört und laht seine Made im Such. Hterin liegt zugleich d« Beweis, daß« die Zelle nicht durch den Gentchsfinn findet, denn wenn« die Mose röche, müht« er fie doppelt leicht riechen, nachd,m fie aujgedrckl ist. Eure verwandte Gattung, Anlhibiuin, legt ihre Ei« in leere Schneckenhäuser, und da der Mensch diese leicht bewegen kann, liefern fie ein bigreme« VetsuchSmaterial. Man schiebe das Schneck-nhau», rn welchem em Anlbrdium angefangen hat, feine Brut abzusetzen, um einige Zoll vom Platz. Do« Thier ko-nmt ang' flogen und prallt au» kräftigem Flug mitten auf die Stelle, wo sein Nest sein sollte, fiidet aber nicht« Da«hebt e« stch, fliegt zurück, bleibt eine kurze W-rle au« und kommt wied«. Es prallt zum zweiten Mai au« vollem Fluge genau auf die Stelle, wo et vorher landete. Wied« enttauscht fliegt c« nach em oder mehrere Mal auf, um immer-H wi- der an derselben Stelle niederzufallen. Dann scheint e« die Uehrrzeugung gewonnen zu haben, dah der Platz, wo eZ langete, der rechte ist; et fliegt nicht mehr fort, sondern sucht die Umgebung ab, findet da« verlegte Schneckenhaus und de- mächtrgi fich desselderr. Da» ganze G. bahren de« Insekt« weist darauf hin, daß e« fich nicht«st durch Umbnsuchen aus dem Boden orientirt, sondern daß e« die« in der Luit währn.d de« FiuzeS lhut. Ehe e« zum Boden herabschießt, we h es schon:«Da ist der Punkt," und wenn e« nun zu finden glaudt.'dah et fich gc- täuscht hat, so berichtigt e« seinen vermeintlichen Jrrthum nicht ans Km Boden, sondern e« fliegt wied« hineu', um sich in der Lust seine Mrrkmale wiederzusuchen. Und diese findet e« offenbar bu ch Beziehung auf benachbarte Gegenstände. Der kugelige Bau tern« Augen gestattet ihm, ein weite« Gtsrchltfeld euf einmal zu über blicken, und in diesem Geftchtsfrld merkt e« fich nicht da« einzelne Sandhäuf- chen od« die einzelne E.dscholle, die sein Rest birgt, sondern e« merkt fich Bezugspunkte:.Mein Nest liegt rn äerader Linie»wischen jer« rothen Biume und busrm weihen Kieselstein, im Dreieck zwischen einem Grashalm, einer vor- springenden Kante u. s. w.' Die ganie Art, zu sehen, ist ander« al« der u«, bei einem Thier, dessen Bt ck gleichzeitig um'pannt, was recht«, link« und zum Theil hmt« ihm liegt; e« stiht üb« all nicht blo« den einzelnen Gegenstand, sondern drssen Beziehung zu entfernten Bifi punkien. Da« Anlhidrum bat seine Berechnung richtig gemocht, e« ist genau auf dem Punkt angekommen, wo e« sein Rest»«lassen hatte, ab« da« N st ist scheinbar veischwunderr. Da sucht e«, aber e« sucht zunächst in fern« Art: e« fliegt wieder in die Höhe, rikopitalnt noch einmal s«n» trigonometrischen Punkte und säst fich:.da ist d« Grashalm, da ist die Kante, dazwischen muh e« sein," und so schießt e« zum »weiten Mal genau auf den richtigen Flick. Nachdem e« die« mehrmals wiederholt, kommt e« endlich zur Erkennlnih, dah a lernen Weg richtig gewählt bat, dah also etwa« Be- sondere« mit dim R.ste vorgegangen sein muh; dann sucht e» auf dem Boden. Ebenso findet offenbar auch d« Bembcx fernen nicht unterscherddaren Fleck auf dem Sande, indem er ihn trigonometrisch auf entfernt«« Gegenstände bezieht, und ähnlich werden stch wohl alle d'.ejeni>en Threre orien Irren, die, wie diese Wespen, durch dm Bau ihr« Augen darauf ange- wiesen find, seitlich gelegene Gegenstände bequem zu über- sehen. So betrachtet, verliert da« Orientirungsvermögm der In- sckten von sein« Wundersawkert, ab«<« wird dadurch nur um so interessantei; man steht, wie die Threre einfach durch verständige B-notzuag ihrer natürlichen Mittel Dinge leisten können, die seiest unse-m weit entwickellein Vermögen auf den ersten Blick schwer erklärlich erscheinen. Kernrnnrnsles. zstadtuerondueten-Kerjammlnng. Sitzung vom Donnerstag, den 13. Februar. D« Stadtvnorbnetew Vorstehet, Stadtv. Dr. Stryck, «öffaet die S tzung um 5% Uhr. Der Stadtv. Henz und der früher« Stadlo«ordneter.-Vorfteher Kochhann sind geftorber. Die Einführuna der neu gewählten Stadtonordnelen Fürst, Lüben und Zubeil fiidet in der üblichen Wrise statt.%ki der Ansprache hebt der Varsteh« bei vor, daß der Krei« der Aufgaben für die Kommune fich von Jahr zu Johg. vermehre. So werbt in diesem J-Hr« eine Vorlai-e an die Versammlung gelangen, welch- die Vermehrung der Zah! der städtischen Be- aml«! um 800 Personen beantrag«. In de, nächsten Woche getanet der Etrt an die Versammlung. N:ch Eintritt in die Tagesordnung w«dm auf Antrag be« Au schuss:» für Rechnungs sachen einig« Rechnungen dechargirt. Dre Vorlage, betrrffend die Verbreiterung der Neuen Frredrichstrahe zwischen Kloster- und Rosen- ftrche unter Beseitigung der Schmalen Gasse wird nach länger« Debatte an den Ausschuß zurückgewiesen. Die Erwe bung bei Terrain« zum Lützowplatze im Wege de« E.itelgungtversahrer« wird beschlossen. Die Vorlage, betreffend dieStörungderelektrischen Beleuchtung unter den Lmden wird dem Magistrat zur Vervollständegu rajutfii,;«geben. Die übrige« Geg«. stände d« Tagetordnu.rg entbehrende« offmtl'chen Jntensse«. Schluß«h Uhr. E« folgt eine nicht öffentliche Sitzung. lokaler''. De» Magistrat setzte gestnn die Berathunam der Einzel- Etat» für den Stadt. Haushaltsetat pro 1800/91 fort und beendete dieselben mit d« Festsetzung de« ganzen Eiall. Der Etat der zum Normal Besoldung«. Etat nicht gehörigm Stellen ist in Ausgabe mit 216 904 M. festgestellt. Au» diel« Summe werden die Gehälter d« Magrstratsmrtglieber mit 213 700 M., die Gehälter verschieben« Beamtm mit 3204 M. bestritten. Einnahmen find nicht vorhanden.— Der Erat d« Hauptkasse der städtischen Werke ist festgestellt in Ausgabe mit 224 320 M., w«lch« eine eigene Einnahme mit 44 930 M. gege«ühe> st hi. Der verbleibende Rest d« Ausgaben im Berrage von 179 690 M. wird von den betheiligten Werken gedeckt.— Der Star der Kapital- und Schulvenverwaltung ist in E-nnahme mit 11 188 711 M. und in Ausgab« mit 13 407 124 M. festgestellt, e« ist daher ein Zuschuß von 2 218 413 M. ersoroerlrch. Für die Anleihen der Jahre 1866, 1878, 1832 1836 find m-hr »u tilgen 281 522 M., für die Anleihen von 1828 und 1875 dagegen weniger 251 358 M., also mehr 30 16» M. Zinsen find mehr zu zahlen für den Rest der«nlethtn von 1886 «007 M., Antheil der Zinsen an der Anleihe von 1890 9 309 M.— Der Etat für verschiedene Einnahmen und Ausgaben ist in Einnahme mit 7 873 144 M. und in Ausgabe mit 843 824 M. festgesetzt. Von den Mehreinnahmen entfallen auf da« Ordinarium 1550 723 M., auf die Dotation de« Stndtkeeist» Berlin au« den landwirthschafti.chen Zöllen 1 126 736 M. Die Ausgaben bestihrn aus Beiträgen und Ge- schenken an Vereine und Institute 98 576 M., Uiuerstützunaen auf Verfügung de« Magistrat« 11089 M., Zuschüsse.» ans Renten und Datatranen 12 052 M Die Einnahmen bestehen an« Renten, Dotationen und Adoaben 5014323 M., Pacht vom öff.n'- I'chen Änschlazwesen 50 000 M, Adaaden der Akriengeselltchaft B rlrn« Elektrizität» weil« 130 000 M., Renten van der Enoli« sehen Gasanstalt 513 080 M. Abgaben infolge Benutzung der Straßen, Plätze, der Cyauffeen d« Stadt von dem Pferde- eif-nbahn- Belriebe, und zwar: 1. von der Grefe n Berlin« Pfirdedahn- Gesellschaft 1085 852 M., 2. von der Neuen Ber« liner Pferdebahn- Gesellschaft 69 680 M, von de» Berirn- Charlottenborg« Pserdebabn. Grsellschast 15 040 M. Hiermit st rb die Bcrathungen der Emzeletat« beendet und schließt nach den Ergebnissen dieser Berathungen d« Stadt- HauthaltSetct von Berlin in Einnahme und Ausgab« in runder Summe mit 73 098 700 M. ob. In dieser Summe find d'« Eiat« der ftadt'Ichen Werke nicht mit enthalten; nute« Hinzurechnung der Betrage dies« l-tzieren Etat« würde fich eine G famansüinme von über 100 Mrülonen Mark erg-ben. Der Noemaianiatz d« Gemeinde- Einkommensteuer ist, wie biso«, auf 100 pEt. bei» behalten warben. Kuriose Diuge gab He« Eugen Richter vorgestern Wen d im�Köargcdau" zum besten. Seine K.rtik galt besonders, nicht dem sazialistrtchen Staate, fondern dem, was Herin Richter'« mangelhafte Kenntmß und übl« Wille fälschlich für den sozio- lrstischen Staat amgrebt. In diesem Staate d-stimme, la behauptet H-rr Richter, die Regierung den Beruf und die Arbeitt- bedrngungen jede« Bürger« unter Aufhebung j-der persönliche» Wahl; wer ihm die« aufgebunden habe, verneth er nicht. 6a dann meinte der sreistnnige Redn«, daß Kaufmann und Sozialist Gegensätze seien wie Feuer und Waffe»; denn e« gäbe im sozialist schen Staate keinen selbftständigen Kaufmann. Es ist kaum nätfeeg, dre Verkehrtheit diese« Schlusses iiachzuiveise». Kaufmann(im heutigen Sinne) und Bürger d?« sozialistischen Etaais mö«r e-nand« ausschließende B-griffe sein, Kaufmann und Sozialist„der keineswegs; tausende heutiger(abgängiger wie unabhängig« kleiner) Kausleute find od.r werden zu Sozialisten, und das soll nach H rrn R.chier einfach ein Wid«- spruch sein? Für die Behauptung endlich, daß im soziatisti- Ehen Staate der Arbeit« schlecht« gestellt sei als gegenwärlia « letzt« Lohnatbetler, blieb der Redner selbst verständlich auch den Versuch des Beweise« schuldig. Ein anderer Theil d« Rede aber war den sozialpolitischen Verdiensten de« Abg. Baumbach gewidmet. Die Vermittdunz d-sselderr in der Beikgung de« Gruben streik« wurde zu diesem Behuf wieder sehr übertrieben gepriesen. Sodann sagte der fretfiiinige Redner wörtlich:„Gerade der Vertreter kür Berlin V hat wred«hvll und wirksam die Initiative«gr.ffen zu ein« Gest tz«bung zum Schutze d« Frauen und Kmder." Aber, Herr Richter! Wenn jemand bi« zuletzt gegen eme Reform war und schließlich, durch die Thatsachen besiegt, die Initiative zu ihr gegeben haben will, da« nennt man ja eben«ine— Baumbachrade, urd der Vertreter für Berlin V heißt doch wohl Baumbach. Nein, man täuscht niemanden. Wir wisse::, daß Herr Baumbach b« jüngste zum Ardeiterschutz Bekehrte ist; wir Rissen, daß er da« Verbot der Kinderarbeit in der Hau«- >■»»......... Hautindustrie noch jetz' nicht will, wie ihm auch die hausindust.it lle Modlfi'atiar des Lohnges-tzes bis l-tzt unbekannt ist; und wir wissen endlich, daß die laugsam«, immer maskirte und abge- stcrttene Bekehrung der Herren Baumbach und Richter vom Manchesterthum zu einem mäßigen Stückchen Sozialreform — mehr trauen wir ihnen nicht zu— uns noch öfter«- o ätzen wird. „Wo ist dir Kah?"— Mit dieser Scherzfrage wurde vor Jahren die lange Reihe der Vexirbild« eingeleitet, welche dem räthselliebenden Berlin Jahr und Tag Gelegenheit gaben, fich in„finnig" erfundenen Zeichnungen zu vertiefen. Den Meisten gelang e«, die verwackelte F-age nach einiger Zeit zu beantworten. Wenig« glücklich wurde die Aufgabe für vi« Egypi« sein, die etwa heut« vor dem g-oßen Friedhof zu BadastiS stehen. D« GL tin Bast, der Göttin der F ueH- barkert, war die Katze da» geheiligte Thier. Zu Bubastr» legte man für fie einen gewaltigen Friedhof an Dort haben lange Generationen hindurch die vornehmen Ktitzengeschlechter ihre letzte, sorgsam gehegt« Ruhestätte gefunden. Und beute?— Eine Art kommerzieller Archäologie hat fich rh>rr bemächtigt. Der Ehrgeiz hat einen gelehrten Kaufmann au« dem Ei ypt-r'ande nicht schlafen lassen. Wenn Schliemann und Humann die Gradstätten zu Jlion und Pergamvn freilegten, wo« sollte ihn hindern, in die Gemölbe der Friedhöfe zu Budasti« hinabzusteigen? Und seine Er- Wartungen waren nicht urberechtigt. Et find ür diesen Gräbern Hunb«ttausende von Kutzen, alle wohl erhalten und muw'fii rt. Ein gefühlvoller Deutscher, der etwa diese Eni- deckung gemacht hätte, würde den Vettern von Hidigeiget vielleicht Schonung bewahrt haben. Aber der Egypten war eme praktischere Natur. Die große Bewegung, welche infolge ein« Entdeckung in Amerika in den Düngermirkt gekommen, l-gte ihm dee Vermuthuna nah«, daß« die Katzen der Göttin Bast gerade auf diesem Maikt gut verwenden könne. Und so befrachtete er denn einige Schiffe und sandte die Ladungen nach England. Eingehende Bericht? aus Lrve'pwl melden, daß die erste Sendung au« 20 Ton«— 40000 Pfund, die zweite au« 9 Ton«= 18000 Pfund, zusammen also aue 58 000 Pfund Katzn mnmien rn einer Gesammizahl von nuhetn 300 000- tück bestand. Nun ist der Arukr! neu und cm fi stehender Tauf »xiyüt nicht dafür. Flischet Kakenfleisch ift ja allerfall« schon adgelchötzt worden. In einigen Pro�ssen, die vor dem hitfizen Arimmalgericht verhandelt wurden, ist e« vorg« kommen, daß ein Angeklagter, der sich mit dem Kater einer Nachbarin einen feisten Sonnlagt braten verscheffte, wegen Lachbeschädigvng zur Rechen» schaft eezogen wurde. Aber damals nucde die Katze doch nach dem ideellen Werthe abgeschätzt, nicht nach dem Pfundgewicht. L tz'.ereS geschah nur während der Belagerung von Paris mit wechselnden Notirungen. Mumifizirte Katzen werden aber m keinem KourSzettel geführt. Di« Auktion in Liveipool nun hat dem unternehmenden Gioßkcusmann au« Alexandrien eine bittere Enttäuschung gebracht. Es dürfte kaum so oiel heraus« gekommen fein, wie das Autbuddeln, die Fracht und die Kosten der Versteigerung betragen. Zuerst allerdings wurden ganz annehmbare Preise erzi lt. Ein Katze, kcpf brachte es aus 4% M. ein Katz-nkörper ohue St ps auf M, und einzelne Knochen auf 3 M. Nachdem aber einmal der Bedarf der Schaubuden, der Schulen und einiger Sammelwüthiger gedeckt war, kam die Ladung tonnenweise unter den Hammer und bracht« es für je 2000 Pfund auf durchschnittlich 1171 M. Nun werden sie gemahlen werden und w Wald und Flar, in Feld und Garten als Düngemittel em neues Lrben beginnen. Ein Zusammen- hana zwischen den Kätzchen an den Weiden und diesem Katzen- »ehl wird indessen krun.u konstruiren sein.— Der Gemütht- mensch wird mit dem FiaNo de« Egypter« sicherlich zufrieden sein. Indessen, die einzige Sprache, die ein egypiischer Kauf- mann versteht, wenn es sich um feinen Vortheel handelt, redet in Piastern. Und deshalb ist es oavz gut, daß seine Kotz-n- Expedition schiteilich„'fit di, K tz" gewesen ist. Ei« Kerliuer Kindermädchen, das sich bei einem Gastwirlh hrersechst zum Dienst vermrelhet halte, richtet gegen- wältig«in« kleine Reoolution in den G-meindeverwaitungen der meisten Siädte an. Mit dem Mädchen war bei Ein- gehung des D'enste« verabredet worden, daß sie in ihrer freien Z it auch im Gastwirtbebetriebe mitbelsen müsse und sie wurde demgimäß auch zum Scheuern der Räume, welch« zur Gast- wirthschost benutzt wurden, zum Abwaschen von G-schirr und zur Bereitung von Speisen mit herangezogen, di« in der Gast- wirthschaft benutzt h«>w. veiwendet wurden. In eine K>anker kusse war das Mädchen nicht aufgenommen wollen, weil angenommen wurde, datz sie als Kindermädchen dem Versicherun gs« zwang« nicht unterliege und die Belchäftigung in der Gast- wirthschaft lediglich erne Nibenbelchästigung sei, die eine Ve:- sicherungepflichi nicht begründen fö.rnc, obwohl bekanntlich alle im Gbstwirihjchafubrlriedr Vchäsllgien Personen der gesetzlichen KrankenversickerungSpfl cht ur.terliegen. A s das Madchen nun infolge einer E. krankung in eine« der h esigen Kranken« Häuser aufglncmmen wurde, beansp-uchte die Aemendi eklion, unter welcher die hiesigen öff.ntiichen, von der Stadt vermal- teten Htilanstalten ressoitven, von der Ortskrankenkasse dt« Zahlung der aufgewendeten Kur- und Verpflegungskosten. Auf Grund des vorgetragenen Sachv rhalt« kam e« zum Prozeß unb dt« Ociskrankenk. sse wurde zur Zahlung verunheilt, da da« Oberve waltungsgericht von dem Grundsatz ausging, daß auch solche Personen der Vcrficherungtpflicht mrterllegen, weiche in einem versicherungSpfluhtigen Unter- nehmen rue nebenher ober au hlllsweife befchafttgt werden und dies« Thälrukeit als Nibeub-ichäftigung verrichbn. Diest Entscheiiung hat nun bri den verlchiedenen, von den Gemeinde- brbörden verwaltcten Krankenkassen bedeutende Erregung ver- «sacht. Von allen Seiten kommen Anfragen nach Berlin, um über de: Inhalt der ergangenen Entscheidung genaue Aus- kunfl zu erbiiten um danach die Versicherung ähnlich befchäf- tigter DienstM-n veranlaflen zu können. Aus„Künstler»" Grdruwalle«. Mr?. Bhllipp war einst«in gtvtzer Künstle. Fast allabendlich pflegte er mit seiner eminenten Geschickt chkeit im Zirkus Renz das Berliner Publikum zu entzücken, nota bene, wenn Altmeister Renz sich in Berein aushielt, sonst pflegte er denselben zu begleiten. Seine Wiege hatte in Arabien gestanden, in sewen Adern floh das„edeiste" Blut. Aber schließl'ch entging„Mr«. Philipp" doch nicht dem Schicksale, dem alle Künstler anheimfallen, die nicht in jungen Jahren da« Genick b.echen oder sonstwie um« Leden komm«»— er wmde alt. Seine Glieder verloren all« mälig die Elastizität, seine Bewegungen die frühere Grazie. Zuletzt konnte ihn Altmeister Renz nicht mehr gebrauchen, er mußt« entlassen werden. Ren» meinte es gut mit ihm, er wollte ihn vor der Roth und den En!« behrungen des Alter« schützen, und darum übergab er ihn on—«inen Roßschiächter, denn„Mrs. Philipp" w« ja nur ein T gerschimmel, wenn auch ein«chler aradiicter Hengst. Der Roßschiächter war ein Verräther, statt da« Thiee vertragsmäßig zu schlachten, verkaufte er dasselbe— «s find jetzt etwa söns Jahre her— an da«„Müncheberger Amt"; da« ist ein Gut, wo er als Zuchihengft Verwendung fand. Ab-r auch diese Herrlichkeit verblatzke tri! bim zunehmenden Alter.„Phil pp" wuroe wieder an einen Roßschlächter verkauft, aber auch diesem war das Thier noch zu gut, um in Knoblauchs- »ü>sten seine V-.jü gung i« fi den; auch der zweite Schiächter verkruste e« als.AiberSpserd". J-tzl geht„Philipp"— wie « kurzweg genannt wird— in dem Arbntswagen des Handel«. manne« H. in Lichtenberg, wo er gegenwärtig zumeist mit Ei«. fahren brschästigt wird. Er zieht noch immer seine 50 bis 60 Zentner. Aber des Sonntags, wenn sein Herr gut bei Laune ist, da giebt e« auch für„Philipp" nock eine freudige Stunde. Di giebt ihm sein Herr«in Stück Brot und dann apportrit„Pbrlrpp". tanzr nach den Klängen einer Leier, kniet nieder eder stellt sich lobt, um, wenn Jemand ruft:„Der Echinb«, komm»!" tcknell daoon»ulcu'en. Unter de« Kellner» in Bertin scheinen eigentbümliche Ding« puisict»u lern. Vor ms liegt ein Autrus von Martin Hirzderg, Al>x,nderflraße 28, an die Kellner B-rlin», au« dem he.vjrgetzt, dud di- sozraiistrsch« Partei in einer Versammlung den Anschiutz der Kellner an ihre Partei hat erzwingen wollen durch dre Drohung der Tnnk/t'tsprrre. Ja der Angelegenheit soll am Freitag Nochmi tag 8 Uhr in Buggenhagens Saal«ine öffentliche Kellnerve-Iemmlvng stat finden. So t'jen wir in der„F eis. Ztg." Es ist der kozialisti« schen Partei niimals eingesullen, irgend Jemand zu bedrohen. Wenn in«wer Versammlung dahin zu deutende Aeußerungen gefallen sind, so hätr-n diese.ben auf da« Entschiedenste zurück- gewiesen w« den müssen. Der„Nothzrttel'. Auf den Korridoren des Moabiter Justrzpalast'S sputen sich härfiz Szenen ab.' di« dem Unein- aew-idlen gänzlich unv.rftäntl'ch sind. Es öffnet sich die Tgür, die vom Korrisor nach dem Unteifuchungsgefangmtz führt und herausströmt, eskoUtrt von Getichtsdienem,«in« Schaar wnb- lich-r Gesangener. See tragen woht alle da« llewkarrirte Halstuch, welche« die Gefängnitzverwaltung liese,t, im übrigen find sie ober so sehr von«mander vtrschieden, als sä.te fieder Sturmwind aus der Straße zusammen gefegt. Die ein« er- scheint im kostoaren, p->zbesetzicn Eammetmantel und seidener Robe, mit wellender Straußenfeder auf dem mühlrad großen Hut«, die ander« im ldgetraienen„Fähnchen", die dritte geht wohl gar nur im U.iterirck und veid.ckt mühsam iurch ein wah, sa einlich im Augenb-cke o«>Verhaslung haIig umgeworfen es Umschlagetuch ihre Blößen, die vr-rte tragt vielleicht ein «nfuch« aber adrette« Aibetteiinner kostum. die fünfte über dem vausktetde die weiße Schürze, da« Attribut der Dienstmädchen. Verschiwen wir die Kiei.ung ist da« B-nehmen der Gesänge- neu. Mit siechen Bücken mustert die P ostituirte die Begeg- «enden, mit frischer Rub« sch-e-t-t die atte Frau daher, von deren G. sichte eine lange G schichte von P-osiitution und Kuppelei»u lesen ist, doch die anderen weinen so buterltch, daß cS einen Stein erblinnen könnte. Bald ist da« Bild ver- schwunden, denn hinter den Gefangenen sch rißt sich dre Thür de« Zimmelö in welchem der UnteisuchungSrichler ihrer harrt. Reugrertg und lhsilnehmend frägt wohl der eine oder andere Besucher des Gerichts den dienstthuenden Boten: Was waren dos für Gefangene, die fo sehr wewten?" Die Antwort lautet: „Die find nit„Rothzettel" eingeliefett und werden demUnter- suchungsrichter zur ersten Vernehmung vorgeführt!" Dem Frage- steller schwebt noch t ie weiter« Frag« auf den Lippen:„Was ist denn ein Rothzettel?" da öffnet sich schon«»«der die Thür und dieselben Gefangenen, die vorhin„zum Tod« bei, übt" waren, Liegen heraus,„himmelhoch jauchzend". Sie stürmen der Thür de» GesängnisseS zu, daß ihnen der bealeiterde Gr- richtSdiener kaum folgen und nur im Fluge die Frage:„Wie konnte sich da« Bild so schnell ändern?" mit den Worten de- antworten kann:„Die find sofort wieder aus der Haft enl- lassen worden!" Zu der weileren Frage, was ein„Rothzetiel" ist, bleibt dem Neu- oder Wißbegierigen gar keme Zeit. Wir wollen diese F age zu deantworten suchen. Ein„Rothzettel" ist ein Stück Papier— natürlich ein rothe«, wie schon der Name sagt— das leider viel häufiger benutzt wird, al« wie Gerechtigkeit, Billigkeit und Ncth- wendigkeit die« erfordern. Di« meisten Verhaftungen von Personen, welche eines Verbrechens oder Ver- gehen« verdächtig find, erfolgen in Berlin durch die Kriminal- polizei. Entweder ist die betreffmbe Denunziation direkt an oi« Krminalpolirei g« langt, oder der Staatsanwalt giebt die Anzeige an die Polizei ad, mit dem Aufiraae, die erforder« lichen E-mittelunaen anzustellen. Der Verdächtige erhielt eine Aufforderung, sich auf dem Kciminalkvmmissonat, Zrmmer so und so viel, vor Kommissar so und so einzufinden, wrnn er nicht direkt ors feiner Behausung abgeholt und vorgeführt wird. Der Kommissar vernimmt, schreibt das Protokoll nieder, verliest dcsselb-, läßt es unterschreiben und ergreift darauf ein rothe« Stück Pcpier, m der Größe eine« Ouaitb'atte«, auf welchem Verschiedene« vorgediuckt ist und füllt dasselbe aus. Wer den„Lauf der Dinge" bereits kennt, der weiß, was in diesem Augenbl ck die Glocke geschlagen hat, denn der „Rolhzettel" bedeutet nichts weiter als:„Der Verdächtige wird vorläifiz in Haft genommen!" Der Zettel w'-d den Akten beigelegt, ein leichter Druck auf die Klingel, ein NartiuS erscheint, übernimmt da» Aktenstück mit dem ominösen„Roth- zesiel"—„Kommen Sie!"— hertzt es kurz und der nunmehr Gefangene wandert nach einer der Sammelzellen, wo er mit dem Abschaum der Menschheit zusammen gepfercht bleibt, bis e> nach verschiedenen Stunden ober nach einer qualvoll ver- lebten Nacht vermrtlelst des„Grünen Wagen»" in da« Moabiter UntirsuchungSzefängniß eingeliefett wird. Jede' Leser wird mein' n, d-S fei ganz in der Oldnung, t«nn Verbrecher müßten im Jnterisse der öffentlichen Sicherheit möglichst schleunig un- schädlich gemacht werden. Ja— wenn e« sich um stet« um „Verbrecher" bandelte! Drei Begriffe find es, weite zur vor- läufigen Verhaftung berechtigen:„Gemein, esähruchkeir", „Gefahr der Verdunkelung" und„Fluchtvirdachr". Elftere Beiden mögen ohne weitere« als ausreichende Gründe gelten, aber mit dem„F uchtverdachte" hat es seinen Haken. Unter der herrschenden Prcxis liegt für viele Kommissare ein„Flucht- verdacht" nicht vor, wenn der Verbächttge reit ist, wenn er auch so viel Vermögen defitzt, daß er Berge und Meere zwischen sich und den Staatsanwalt zu setzen vermag, in dusem Falle kommt nur die Schwer« de« Verbuchen« oder die Gefahr der Verdunkelung in Betracht. Dagegen ist zeder Besitzics', sofern er keine eigene Wohnung besitzt, vi llncht bei einer Herrschaft dient, oder in Schlafstelle liegt, ohne weiteres.fluchtverdächtig", selbst wenn es sich nur um ein sogenannt'« Antraatvergehen handelt, auf welche« stet« nur«ine verhältnißmäßrg geringe Strafe steht, und dieser jedenfalls doch sehr problematische Fluchtverdacht muß für die Berechtigur g der oorlanfi.en Verhaftung herhalten. E« giebt Anttagtvergehen, die von Personen degangen werden, welche nicht ortsan gehörig, überhaupt heimarhslo« find. Per- fönen, die notorische Strolche oder ständig obdachlos find, oder bei denen die Gefahr vorliegt, daß di« Freiheit zur fortgesitzten Begehung glricher Vergehen mißbraucht wer- den dürfte, da ist denn die sofortige Verhaftung zweifellos berechtigt. Aber es giebt Tausende von Möglichkeiten, in denen nur ein leiser Schein von Fluch tver- darbt vorliegt und dennoch die Haftnahme erfolgt. Von diesen Möglichkeiten sei de» BeispttlS halber nur eine angeführt: Ein Ardeiter will für seinen Privatgebrauch irgend ein Produkt seinrS Gewerbe» anfertigen und nimmt da« vielleicht gering- werlhig« Malerial unbifugter Weise au« den Beständen seines Arbeitgeber», er wird ertarpl, angezeigt, er liegt in Schlaf- stelle, ist daher„fluchtverdächtig" und wird verhaftet. Oder ein Dienstmädchen verläßt ihren bisherigen Dienst: die alte Herrschaft rividirt vor dem Abzug« dre Habseligkeiten der Magd, nicht etwa, weil fie dieselbe jür untreu hielt, sondern wert sie über den Abzug erbittert ist und Chikane üben will. Da will es denn das Uv glück, daß di« Magd ein Taschentuch der Herrin an sich genommen, vielleicht auch nur au« Versehen gegen em eigene« umgrtauscht ha«, oder daß fi« ein Paar Handschuh« ausb, wahrt hat, welche die Herrin vor einem halben Jahre als„abgelegi" in„die Lumpen" warf. Sofort wird die Poüzei geholt. Diese ka'kuliit, daß die DielstahlSverdächtige bei der alten Herrschaft kein wettere« Bleiben hat und von der neuen Henschaft nicht angenommen werden wird, also: „Fluchtverdacht,"„Rothzettel,"„Grüner Wagen,"„Moabit!" Der Steaisanwalt erhielt die Akren mit dem„Rothzettel," stellt den Antrag aus dtfinitive Haftnahme, und gießt die Akren an den Un!ersuchmigsricht«r, der sich gemäß den ge- setzlrchen Vo-schrrsten dre verdächtige Person innerhalb 24 Stunden vorlühren lassen muß. Da stellt sich denn heraus, daß die Strafe vorousfichtlrch nur wenige Tag« betragen, oder in Geld abgemacht werden kann, oder daß gar kein Strafantrag feiten« d«» Berechtigten vorliegt. Infolge dessen muß die so'ortige Freilassung angeordnet werdin, weil sich die„Anord- nung der UnteisuchungShcf." nicht rechtfertigen läßt. Dann ereignen sich wohl die eingangs erwähnten Szenen, in denen die zu Tod« Betrübten himmelhoch jauchzen. So— jetzt wissen unsere Leser, was der„Ro»hz«tl«i" rst und unser« Herren K-iminatkommissare werden in Zukunft ein menschliche« Rühren empfi«den und„Rorhz-ttei" nur mit g'ößter Verficht verwenden. K-rli««» Orirfmarken-Dörs». Dre am 11. d. Mts. im Archrteltenhause abgevalten« Brresmarken-Törse war außer» ordentlich rege von Sammlern und Grosfiflen besucht. Sämmt- Itch« portugiefischen Kolonien(Kap Verde, Mccau,Mozambiq«), komplett ungebraucht, maren begehrt und färben Deckung. O.denbu'g,'/> Sgr. II. Emisfion, wurde an Sammler zu hohem Preise veik ufi; Bremnschweia, 1 Sgr., grün, durchstochen, 2 Srück zusamm nhängend auf Brief, brachten 60 M. Nord- deutsche überklebte Marken verschiedener Werthe und unge- brauchte ältere deutsche Ganzsachen fanden schnell Abnehmer, dagegen dlreden größere Posten von Argentina 60 Z- 90 c. trotz billigen P.eise« und Neuseeland Stempelmarken, postalisch verwendet, unverkaufl liegen. Soru'.d Maeken, grün, nur für den Vasallenstaat bestimm', waren auf Biies am Markt. Preußen 10 Sgr.+ 30 Sgr. gelangten durch ein« größeie Firma in mehreren hundert Sätzer zum Angebot. Em Sack'en. Kuvert. 5 Ngr., vwlett, 1859, ging zu gutem Preise in Häadlerhand über. Besondere N-rgung zeigte sich für ungebrauchte deutsche Matten in Kieuzerirährung, z. B. Norddeutsche, 18 Kreuzer, gezähnt, wurde mit 1 M- de ah'.t. Anfragen«rledigt der Makler Dr. H. Bcentick?, W me»feldftraße 21. Nächste Börse am 25. Februar. I» di« Klirik des P'osissors von Bergmann kam kürz- lich dre junge Frau eine« Gpmnafia'prosessor«. um sich eine bösaitige Gelchwulst am Mund« vpeuien zu lassin. Die Ge- schwulst war so gr» ß, daß die Dame weder essen noch sprechen konnte. Dr. Bemann operttte die Fcau und«nlsrrnte durch Ausschneiden de« linken Unterkiefe-S di« Geschwulst. Die Operation gelang vollkommen und wurde, was nach Laß« der Seche unvermeidlich war, die junge, hübsch« F.au bis zur Unkenntlichkeit entstellt Herr Dr. Karl S., Behren» strotze 33, ersetzte da« kiefer, und die jung«_ sehen erhalten, fie kann auch sprechen u.f.«. Mit«i««r Kch««r« oersuchle vorgestern ehlende durch«ine« J5"8 Die ■H W � w»• I w;■------ tl-«MHU' der Czausseestr. wodn hafte Student der Medizm � seilst nördelische- Weise sich in die Brust aber noch lebend aufgefrtndrn und von KnUeger zusällig aussuchen wollten, m ein Krankenhaus S glückliche Liebe sill das Motiv zu dem Entichwz» 71«? M-fa g«-«-»»«*«■>!>|{» Uti-blälrle in M tri »kr sttät, deren Urhed.r bisher uneimritrU war, im Co« Knmrralgericht beschäftigen. Es soll,«» korresponden z berichtet, der Behörde geuigen 1«"'' hier immatrikulttten Studenten der Phi'o opht'-! dringen. Gegen denselben soll auch ein anderw verfahren schweben. Bekanntlich war w dersetb» � heil ein anderer Kommilitone in gänzlich unbegr � dacht aerathen...., � Krim Krsuch««i««« K««d«« veruna.ua< Abend der Schneidermerfter B. in einem Hause. bergerfli atze. Alz B. von seinem drei den Kunden, dem er bestellte Garderobe_. zurückkehrte, lag auf der Treppe ein Stuck P-p.' auf dasselbe, glitt aus und stürzte die Treppe dlP, sich wieder zu erbeben, wmde er von H uldevo�,, Geräusch des Falle« gehört hatten, aufgehoben� Droschke nach seiner W.hnung besörtert. Dos v welche« B. getreten hatte,«wie« sich al««*. welche Schabefleisch enthielt und vermuthttch Trepv' verloren worden»st.. ri M» Ei» schrecklicher U«glSck»fall ereignete in dem Königftt. 18 belegenen Bü- gerlichen Brauer Hermann H. hatte daselbst an ersten StockverkS«twä» anzubringen und � ' unglücklichen sseht„ Ä Seil« gestiegen. von derselben Armen und Beinen zu,'..........„ einem Krankenhoule angeordnet w«den mutzte. Uaubaufall i« der Hasenhaide. Ew in der Nacht vrm 11. zum 12. o. M. an kutsch« ausgeführt worden. D« selbe, Namens v. in epäi« Stund«-ine Fuhre nach Rixdorf«�"� längere Z'it g» blieben und befand sich erst Morgen« auf der Rückfahrt. S. war eben aw. ang- langt und im Begriff nach der Hasenhaide«Wi«Jsr «r p'ötzlich von vi«P«sonen angerufen wurde. 4)'«F kutscher, welch« Fohrgäste vermuihele, hrell susott gis- sonen, vi« jugendliche reduzttt auss-hende Meulä'�r: den Wagenlchlag und im nächstrn Augen flick, mutzte, wie ihm geschab, hatten zwei der Bursch�� «klettert, nssen den Ahnungslos«, herunt« un» w denstlben furch'ba'-. Dann netten die Sttatzenrau»�� geb'ich um Hilf« Rufenden fest auf dem Boden, Vierte die Talchen de« Droschkenkuisch«« pl* f«W die Tog-s'o'ung in der Höhe von 18 Mark»u» tasche h«ausriß. Mit dieser Beute«grisssv irhren." baß Ii oi «al« nochmals sie Rch in l tmück. Di«! SfcÄto*,™: . Aus den «US Broun " not, aus Ä Bild wkduno phg noch viel M J0[f. Annähen » hervor und d -Sss 'angeboten h "°n der Schi 5 Jahr .«-»«. w'rd al Mx\ im «t ho Iii» W worden sei hrnn da» frag 'iwheit aetteser nn Tinsroß au' ".wkt morde obige Ankla .sich»eurt vlaattanwalt üagte«twa» ar jrin konnte,« "4 da Liesen ».-"iot dt» Fall« ill D» Vnlheii %ib alt ein sa nn« unnchvg« brbinderührens >llirinn«n,ali �ichkeii die sa �'n d r Zwgen vermochte. i* D«« Arbeitern der grösste» Kartonfab� von E. Jocodsvhn ist der 20. Februar ganz ihre« Wadlrecht« zur Verfügung gestellt un».. selben nicht g a beriet.— Es wird daher empfvi'' cnd«en Fabriken dos Gleiche thun.__ 7i»i«. Herr Gmll Kahl, wohnt Frankfurt« Alle« Diejenigen, w.lch» sich schon zur Wablagito�»� ig Um Y schon zur«aoragr,»'.�., gf Folgend» Nestauratione» i» Chart Arb»rrnbiält«r au»: � Krause. Spreest.ratze.. 2. Brük, 3. Waide, Schulkratze. 4. Müller, Wilm*�xi> 5. Vogtländ«. Wrlmnstorferstratze. Ecke 6 Brachwitz Potsdamerstratze. 7. Bohr, Dank«' 8. F-ehar, Spreestratze. 9. Utz, Lötzow. 10. «TÄ Nr. Is. 11. Wiebuch, Charlotten durg« Charlottenburper U'er. 13 O ittling, Charlo'l«� 14. Piwacker, Charlottenburger Ufer. 15. Schuck ons', ..-st.-. l7. Flicks 19. dorfer strotze. 16. Leget«, Kirchstratze. 18. Schneid«, Garde du CoipS Straße. stratze. Die Säle zu Vttsawmlungen geben frei: 1. Gambrinus- Brauerei, Wollstr. 46. 2. Kaiser- Brauerei, Sophie Eharloitenstr- 3. Spandau« Bern, B auerei. Bock. 4. BiSmarcksiöbe, Bismarckstr. 80. 5. Berlin« Bä en- Bräunet, Spreestr. 1- rl poUteibericht. Am!2. d. M. Nachmittags Fiau rnsolge eigner Unvorsichtigkeit vor dem markt 15 zur Erde und«litt einen B-uch des l""�� schenkeis. Sie wurde mittelst Drosch k- nach& gebracht.— In d« Nacht zum 13. si. M. brachte n® ijS t« Wner itt der(Jfioiiff eRrafcf, � W ..°°nn di. Un»«, i ä»-. wciu Iii(einet Äü)V4'nw«iy 1U VI» v�yuwn vissupv/-, einem Anfall von Sch wermut h, mrltelft«in« Sch«?, St-che in die link« Brustseite bei. Er wmde mit>«'� wagen« nach der Chantee gebracht.— Am 12.»' ,>>i ''-.....- fanden an mn�r welche in d« Nacht zum 13. d. M, Stellen klerr ne Brände statt, löscht wurden. fanden an von GerizhksÄetkunö Me«en de» Uer-ffe«tNch«»g de» Kvrich. Deutrnloerei»» deatsche» ZndustrieUe», vre �....... den Ginecarsekrelar de» Verbandes dernahe au« de«� geh oedracht halte, wurde gestern der Redakteur C-onhei« i»«RRellur G-l'b.tze onurtbiitt. /I m die«st Z« de«„Koryphäe»" de» Uerdrecher*'«» � .Ärbertir" Oakar Site der,»velch« g«ltera Stt> «n, da die ■m Rörptiotii« &vVV.. k deute vom, * gesällt,' 5 rriidesch'.lteu dem Wortta « nur dann 1 4tu noch' igaxt hatte W "\«ut zu Huden Wnch gehabt ffk vom Rm« U»dah« die l �W; Die€ Mßsiein. m n � Mädchen i �demerken, 1 M enthäti 1 imm« uo «den law: Mille der ?«|l tn, suchten schweren Diebstahl« l uk d« Anklaa-bark Straskamm« de« Landgericht« I stand. Man elkan z Bedeutung ai dem Andrang von Kciminalstudenten« A nähme an d« Verhandlung, sowie an den'vrechrnd«"� � welch« von d« Anklagebant nach dem Z«hörerraU» ikh hn flogen. Solch' eine Vnbrech«-„Koryphäe" i Af? h"*!' Freund», und so war dem Angeklagten von desr-un»' j? i, Fi sogar ein Anwalt gestellt wo den. O«km Stieb* m* t ly,« 24, Knminalpoliz i seit Jahren wohlbekannt;«r gilt F»n Si wegen« Sp»dude, welcher die kunftoollllen Schlösse ,?» 5 weiß, sich«n fremde Wohnungen kühn eint®" fxZ unter Umständen sich unter eine», Veite od« � spind verlorger» hält. Seine Vorstrafen berührt«» diel und aich sein neuest S Abenteutr, weiche« ihn J-\ die Anklagebank gebracht hat, ist demselben Boden � JJ ger. Die F au W ttwe Emma Bergmann. Neuenburg« stratze h,» ei, s ihrer Zimm« an einem". lwetl ««wiethet. Al« fie eine« Abens S von einem A> SganS�,«- k�iai,% � kehrle hört« fie au« dem Zimma de« 9kf««»»*7•' dächtiges Pochen bera> S Liren und al« sich dasselbe* klopfte sie an die Thür und fragte, ob derReseren»« habe. Ja demselben Augenblick aber öffnete sich die ihr trat ein fremd« Mensch mit der mehrf«® holten Bemerkung entgegen;„Herr Harpman» anwesend. Herr Hauptmann wird«st in em« 1 ten tir bat hne kib.W. «m zu dohren- Kollegs „haut I S: M. jen sei». >sophi«, V1' HMJMM NnWch felbft sich Menden©puren von Gewal�j %-, W dem---- rf" Issaims~ " Mt.__ '»'«»üb a. Ittittl Braun Ä1 deiselie» und»i »raii«' �mmal?omm»fsariät legte Knmwal? aTJfi 8(q" Bergmann da« Verbrecher. d � b,ef<�e etwa« schüchtern ein nS«»«' später aber einen mit Phologrophmen Mann al« dem Ver- , Jülich, r bezeichnet. Kriminalksm- » �Uten den» �.�5 beruhigen, denn beide M7.derselbe mar? verschiedenen Aufnah nen «iE;??'' denselben I"!?1, unt einem Alibibewe!« zur Hand und nglüche iwBtliofe. lunöBulK.r a®et Umständlichkeit vor dem Ge- Hausend«* Jim»ernd klappte auch alle«, doch traten einige ckpp-n M•im, boj„ agte hatte sich silbst dadurch ge. be abgeluseN«i i« � Handel»« 5?! 1�m gesagt worden war, um w-Ichen ü-k J«M QC««ade für diesen Tag seinen Aiibi. PP- b'"06- x M an d,r GAvil\ Gerichtshof hatte gar keinen zt>e-oohlltN>-.% zu 5 9�0 de« Angeklagten und verurth�lte den- ehob-n u»d' H«hr en Zuchthau Ob d-r Angeklagte L Do« M«ach». t»irh„i,�" Gefängnisse selbst entleiben zu wollen, Ii eine ll-p Jw"bzuwarten sein. thlich dort«»«l««handli-nn v Gtdealeistnng mahnt wiederum ar srjg: «t BronK°! im Landgerich!« I stattfand. Der Angeklagte S �slh kennet Ker dem Schwiegervater des An- � ltelitfVrt Mg'voneißer vem Schwregerraier vr»«». Qw o., sondern erst am S. Marz_p. I. er mf%: » ÄJ s'fflfi t»' n eina» men«.«• crhJW. erst" n am libt(1"»«' KÜ worden sei und bekundete «nn da« fragliche Spind war >!nhe>t geliefert worden. Trohdem wi Einfsah aus den Ausgang öbi°» 2°',?'" war, wurde gegen oen Ä-ugrn kw„»f. ,««. erhoben. Da der Angeschuldigte zugab, 'af-n?�,.'0,6*' f" erübrigte jede Beweisaufnahme. .. nwalt erblickte darin die Fahrlässtgkeit, dah der '* t über» er den Bei «' damit eine falsche Thai» Tag« zuvor in seiner durch diese Au«- de« Prozesse« überhaupt den Zeugen j�lick, rmn h.. Qiit �.' �—. ■'.fclz. w® �'*""10»'cht genau anzugeben vlrmoge.� i m�ssmsmm plinder-- aok ou« L cgriffea-J 'Ä* Thatsache beschworen werde. Ohne das poli» m.�.««'kiren zu wollen, müsse ernur ..... zu wollen, müsse ernur anjmen violbesproche. M..?«««, al« eine dekannte im öffentlichen Leben stehende ßw* h. a falsche Thalsache auf seinen Eid dab " 1 Zeugen vordem nicht gekannt habe. *. iofi.at?.e, wegen fahrlastrgen Memerve» eryoven " est habe man nur emen entsibu dbacen Irr- vich s�.uegend erachtet und diese milde Auffassung nehme Iii»i r Klienten in Anspruch. Der Grrichtthof ">'! Aujfühningen nicht anschließen, sondern er» 'Nu(,„; tm Antrage de« Staat« anwaltS auf«ine Woche J!,'B- Keichsgerichtv.(Nachdruck ver» .(Em vermlheilter Arzt.) Vom ist am 27. November o. I. der Friedrich Schüler von dort ger Körperverk»ung zu 2CO M. Geldstrafe «-»»[}*"«ü*.,,®c halte bei der Entbindung«ner kLj* Hilfe geleistet, und in der Abstchl, Und>! � entfernen, die Mutterscheidewand durch- (ten Zerren an der angeblichen Nachgeburt da« (11 Darmtheile« in den Mutrerkanal dewirkt, durch (iM%" vir Fäkalien abgingen. Sein Vergehen wurde icioim»® er, nachdem er den angerichtel'n Schaden -ip 7�"' diejenigen Handlungen, welche zur Reparirung «in'widerlich waren, unterlassen Hai, sofort vor» «»',k.* bei der Frau später eingetretene Siech» .«e zwar nicht direkt auf die Unterlassung dcS zurnckgeführk, wohl aber wurde ihm zur Last ge. nahm, daß ..._........... Ei fei da. fahcläsftgen Meineide» erhoben »hien-� «"S- DackklMf 10. Loch IXfer. lotten UifOt». I:% da die Feststellungen zur Bestrafung wegen fahr. � Lli�bkrverletzung volljiLndig autreichien. �« si!lF?lis.?>tg, 6. Februar.(Da« Berhaltnrß de« nitlogS'o�c� rj« zum D 0 l u».) Sin b(merken«wtrthe» Urlherl Hfl Wi v°m I. Sirafsenate de« Reich»gerrcht« in einer 1« in der et sich um Ott V-rsuhrung dk«. Ä�ienen Mädchen« unter 16 Jahren handelte. (,» Wortlaute und Sinne de« Gesetze« kann der Ver- ich.» dann bestraft werden, wenn er wußte, daß da« «Cd,.?°ch nicht 16 Jahre alt war. Do« Landgericht !?. Balte nun am 5. Dezember v. I. den Bauer Kauhl .„"'«.Vergehen« verurtherlt, ohne jedoch direkt sestge» haben, daß der Anaeklagle die detreffende Igk«;- st' habt habe.— Die R.wifion des Angetrogten Alt Reichsgnechte für begründet erachtet. Es er» «?>>>»,?. a?)e Aufh-dung de« Urtheil» unter folgender Be» Strafkammer sagt, der Angeklagte hebe in dem «I sm"".- m ndrsten« aber tn dem.>i Deisel aebandell. daß » sn0- ■Sf KÄ, ank B* WM """"'bot»5"i n��berschönMeitz« dauert der Streck fort. Zuzug !ae.«.x P, i ll.i'*1« ftln... Koltm. S-Ä Mtevevstchk. ., Reuen» fern zu Formern, ifS® Öctfammlunflcn. L�ief Berliner Keiäiotags-Mahtkrei» fand iP. j» Ü, Äm» Ä Abend bu| T voii emt öffentlich» Wavreiv.-clamm» fcS kr. i außero, deutlich stark besucht war. In« Bureau siu®mttn Wils ch ke. Klein und Kargt ge» ßjfl b?« war Dr. Bruno Wille erschienen, l die gw[jlf■« Thema: Erstrebt die Sozia d.mok-atie den Um» �» iU v'd. Sri'btnb erörterte. Erst kürzlich Hube die oifiztöfe [tflnft ijftr j'Ofi, �Uff. Ä hy* Ai* tlXlA�rTrint nT» ri#* An-Vff»»»• hi# ehend erörterte. Erst kürzlich Hube die olfiztöfe .h, tß. Ztg.* die Wahlparole au«gezebn: Gegen die vkeatre und ihre Begünstiger, ö» handle ftch also w dem jetzigen Wahlfeldzuz darum, die Bürger graulich zu machen, fi- zusammen zu treiben zu einer„Ordnurgepartei" und zu di'sem Zoccke werde grundlich der rolhe Lappen geschwenkt. Die Sozialdemokratie dürfe daher die Wahtagi» tation nicht einseitig betreiben, nicht nur auf die«ornzölle und den MckilLretat hinweisen. Es muß auch dcs sozialvemokra- tikche Programm besprochen und den Bürgern gezeigi werden, wcS die Sozialdemokraten wollen. Lader sehen wir, daß die bürgerlichen Parteien nicht von dem Grundsatze ausgehen: Eine« Manne« Rede ist keine« Mann,« Rede, man muß sie billig hören alle beide." In ihren Versammlungen kommen wir selten zum Morl und so kommt e« drnn, daß L ute, wie der Herr Baumbach behaupten können, wir hielten unsere Ziele verborgen. Man wirft urS vor, den»Umstu-z" zu wollen. Plant denn aber dre Sozialdemokratie Gewalllhaten? Gerade der So- zialismo s ist dazu angethan, Gewaltthaten nieder zu halten. Die deulschen Arbeiter find organifirt, fie wollen die Organisation und Putsche find nur da vorgekommen, wo kerne Oeganisatirn bestand. So lange wir da« demokratrsche Prinzip haben, durch die Äesetzgebung Aenderungen schaffen zu wollen, ist nicht der geringste Grund zu einer sollten Annahme vorhanden. We die sozialdemokratisitcn Schriflen gelesen hat, weiß, biß wir die Evolution, die Entwickelung wollen. Wenn nun au» dem Keim die Blüthe, au« der B üthe die F ruckt he: vorgeht, so ist da« kein Umsturz, sondern E- twickelung. Ja rem Alten war da« Neue vorhanden. So wird sich au« der heutigen kap-ta- listischen Produktionsweise die sozialistische enlwickeln. E« ist un« bekannt, doß der kapitalistischen Produktion Bahn gebrochen wurde durch die franzöfische Revolution. Der G-wallakt hierbei kann nur al« eine Begleitung, al« Symptome der wirthschastlichen Entwickelung de- t achtet werden. Der K pialitmu« sprengte die Schranken de« Feudalismus und trat seine Herrschaft an. Die Masch ne machte dre Ardeii« überfläsfig und schuf die R-srrvearmee der A-beitSlosen. DaS Kapital hat fich lawinenartig konzertrtrt, die kleinen Betriebe aufgerollt, die F auen und Kinde-arbeit in hohem Maße gesteigert. Es find unhaltbare Be hältnisse entstanden. Wir fordern, daß die Prot ukiio.«mittel in den Besitz de« Staate« übergehen, der Kapitalistengewinn zu Gunsten der Gesammchril wegfallen soll. Unsere winhschast» liche Entwicklung treibt un« dem Sozialismus zu. Unsere Agitation kann hierbei nur Geburtshelferin sein. Aber, wird man sagen, wir hätten noch andere Ziele, wir wollten da« Eizenthum abschaffen. Doch wer schafft da« Eigenthum ab? Der GroßkapitaliSmu«! Dieser saugt da« kleine Kapital, den kleinen Besitz auf. Sr exp oprrirt und proletarisi.t; er zerstört auch die Familie. Er hat die Frau der Industrie zugeführt und ist der Ehe feindlich, die er zu einem Handelsgeschäft gemacht hat.(Stürmischer Beifall.) Die Sozialdemokratie will die Ehe veredeln, die wirkliche Liebe zur Gellung kommen lassen; fie will auch eine gute Erziehung der Jugend herbeiführen. Die Begabung, nicht da« Geld de« Vater« soll über den Berus des K ndt« entscheiden. Die Sozialdemokratie will Kunst und Wissen» schast au« den Fesseln de« Kapilal« befreien und fie dem Volke zugänglich machen. Auch find wir keine Vaterland«- sernd-; gerade der K pilolismu« ist der größte Feind des N rtionalen, er vemichlet den NationalitätSgrdanken— was nie freilich nicht bedauern, aber doch konstatiren wollen. Die viel gepriesenen Siege der nationalen Industrie find nichts weiter al« Niederlagen de« nationalen Pi oletariat«. Die natio- nalen Herren haben fich noch nie entblödet, Arbeiter au« an- deren Ländern heran zu ziehen, wenn et ihren Geldinteressen entsprechend war. Unsere Vaterlandsliebe ist nicht eluseitig, fie dezieht fich nicht auf eine kleine Anzahl ohnehin schon Be» vorzugtee, sondern auf da« ganze Volk. Die Sozial- demokratie ist die Freundin der großen Masse, de» darben» den P.oletaria s Wir rechnen nicht b'o« mit der Gegen« wart, fordern mehr noch mit der Zukunft; wir wollen unseren Kindern ein bessere« Dasein schassen:»Wohl preisen Viele da« Vaterland, wir aber preisen da« Kindertand. D e Bäter lebten; die Väter find todt; Ihnen thut Lieb und A-beit nicht noth. Drum auf, da« Kmcerlano bestellt, zu grü' den die neue, die andere Well!'(Stürmischer Beifall.) — Oboleich viele Anhänger ander« Parteien anwesend waren, so meldeten fich dieselben trotz mehrfacher Aufforderung de« Herrn W i l s ch k e doch nicht zum Wort. Von Seiten der Parteigenassen betheiligten fich die Herren Rüge, Knaak, Kley, Retzerau, Oertel, Apelt und Stadtoerordneter Klein an d« Ditkusston, die fich noch zu einer recht interessanten gestaltete. Große Heiter» keit err gte die Mittheilung, daß Herr Kitin in einem ProoinzialstäMchen auf öffentlich«« Markte sprechen mußte, weil sämmtlrche Lokalbefitzer ihre Räume verweigenen. Die gleiche Stimmung gnff Platz, al« Herr Wilschke einen Vorgang in der Stadl Sagau schilderte. Dort hatte der Bü ge meist« die Wählerversammlur g einfach verboten. Der Einderufer wandte fich telegraphisch an den Mmrst« de« Inn«« und noch ein« Stunde«hielt der He« Bürgermeister schon die Belehrung, daß man Wähleroersommlungen nicht verbieten dürfe.— Bekannt gemacht wurde noch, daß dre hiefige Adler-Brauerei rhre Lokalitäten nicht zu Ver- sammluirgn, heraeben will. Nach einem warmen Schlußwort de« Referenten für die Wahl Jariiszewtkt'« wurde die Ver- sammmiung mit emem dreifachen Hoch aus die internationale Lozialdemoklatte, dem Hochrufe ouf JaniSzewSki folgten, ge» schloffen. «ine'öffentlich« MShlernerjammlnn« im»weiten Berliner Wuhck.eise fanv am Sorrniaa, den v. Februar bei Rennefahrt statt. Herr Richard Baom«k, hielt einen Vortrag, in weichem er die herrschenden Klassen kritifi.te. Dieselben hätten jetzt freilich roch die VorlheUe, daß da« Gesetz fie noch unterstutze, aber die Sucht nach Gold lasse dies« Klasse doch keine Ruhe. Dann geht Redner aus die verschiedenen Gesetze: Handelsve, träge, Zolle, Krankenvnficherung, Jnvalrdenver- stcherung u. f. w. über. Redner krilifirt scharf die heutige Gesellschaftsordnung. Er kommt zu dem Schluß, daß e« nöthig wäre, am 20. F-bruar für die Kandidaten der Sozial» demckcaten einzutreten, welche allein die Jit«essm der Arbeiter wahren. Danach wurden folgende Resolutronen angenommen: 1. Die am 9. Februar in Renrrefahn's Salon tagende große WSHlerversarnmluno de« zweiten Beiliner Wahlkreise««klärt fich mit den Ausführungen de« Referenten voll und ganz ein» verstanden! und verpflichlet fich, mit allen zu Gebot« stehenden Mitteln fü- die Wahl de« sozialdemokratischen Kandidaten de« zweiten Berlin« Wahlkreise« einzutreten. 2. Auf die An» zapfungen de« Herrn Minist«« Heirfmth am Sterbetage de« Kurtell-Riichttage« den sozialdemokratischen Arbeitem gegenüber durch dre Worte:»fie wollen nicht a-. betten', ist dre einzige Sebührende Antwort dadurch zu geben, daß fie Konstantin ianiszerrsky am 20. Februar als gewählt in den deutschen Reichstag schicken. Unt« Verschiedenes wurde ein Antrag an» tenommen, in d« Ad«brau«ei nicht zu verkehren, auch diese« f>«r nicht zu trinken, ebenfalls im Schwei,«garten und in Kell«'« Hoijag«(Hasenhaide). Dann forderte Herr Knak noch auk, eiftig zu sammeln und zu agiliren. Hierauf schloß d« Vor« fitzende dre Versammlung m,t emem Hoch auf Konstantin Janr«,ew«ky Di« Miliräefchueider waren am Mittwoch Abend zahl- reich rn O.iche.'s Salon versammelt, um die diSherigen Er foljt de» Strerk« zu besprechen. Zur Leitung der Versamm» lang wurden die Herren Rolosf, Ziesemer und Jer rorn gewählt. Unt« den Anwesenden h«rschte eine vortreffliche Sr mmong und große Errmü.hr�keit. E» wurde konstatrrt, daß zwar eine wesentliche Aenderung d« Sachlage nach nicht stattgefunden habe, ad« die gegenwärtige Situation »u den bester. Hoffnungen berechtige. Herr Roloss machte fern« bekannt, daß die»Berliner Börsen-Ztg,'«mm längeren Artikel gegm die Streikenden, speziell gegen die streikmbm Arbeit« de«»Deutschm O.fizi«» Vtteint' veröffentlicht habe, der tn allm Punkten falsche Angaben enthalte. Wie immer, so such« man auch hier wieder den Streik den angeblichen Führnn in die Schuhe zu schiebm, trrtzbcm man wsse, daß die Lohnkommisfion öffentlich von den Kollegen oewählt worden sei. In dem Artikel wird gesagt, der.Offizier» V rein' soll sich mit gebundenen Händm der Lohr kommissian unterwerfm, die eine Vnständigung de« Verein« mit fernen Arbeitern verhindert habe, um nicht die Leitung zu ver.r«m. Eine groß: Anzahl Verführte, lasse fich von ei«« kleinm An» zahl Führ« terronfiren. Bei dm bisherigen Löhnen hob« ei» tüchtiger Einzelardei'er e« im Durchschnitt uf 1800 M. Jahreseinnahme gebracht.(Rute: Pfui! Unwahr!) Dos Direktorium sei bereit, 7 Prozmt Zuschlag an alle diijeniaen Arbeit« zu bewilligen, welche fich nicht an Streik« beth'iligm würden und wolle diesm Zuschlag zweimal im Jahre�auszahlm laffen. innerhalb vernünftiger Grenzen ihr Einkoirmm zu verdrssent. Für diese Kraftprobe hättm fie fich Speziell den»Deut che« O fiziervere!«' als den rviderstandsiahrgstm ausgesucht.— Dieser Artikel qab zu einer lebhaften DiSku sion Veranlassung, an welch« fich die Herren: Kroll, Grüneberg, W. Schulze, Drewitz, Jerwin, Schneeweiß, Ziesemer und Schulz bether igten. Sämmt'iche Redner wandten fich mit scharfen Worten gegen diese Behavptunxen, welche der Wahrheit vollständig entgegenständen. Dre Lohr» kommisfion sei stet« bereit, fich rnnerhalb vernünftiger Grenzen zu verständigen, man habe aber die Verständigung zmückze» wiesen. Von Verführten und Verführern we.de jedesmal ge» sprechen, sobald die Arbeit« ein« Verd< ss irung ihr« Lage erstreben. Die Lrhi. kommisfion sei arg dem Verträum der Kollegen hervorgegangen und von diesm beauftragt, di.- Unter» Handlungen zu führen. Da« Direktorium habe die For»«u«gen mit dem Hrn-reit abgelehnt, daß der Verein eine arme Kundschaft habe. Thatiächlich bestehe ab« die Kundschaft ausOssizieren und die Arbeit« könnten sich doch nicht noch dem großen oder kleinen Pocken onnaie dies« Herrm richt n. Wer das Geld zum O fiüer nicht habe, möge Schuster oder Schneid« werden. Der Zm-ck de« Ärlrkel« sei nur, die Far- derungm al« frivole hirzr.st.ll-n und so zu tbun. al« ob der Streik au« reinrm Uedermuth geführt werde. Deshalb red« man auch davon, daß ein Einzelarbmer 1800 M. im Jahre verdient habe. Da« sei vollständig unwadr. Man übersehe gefl ssmtlich, daß Frauen und Kinder, Gehilfen und Ledrlmge mitarbeiten müssen und daß dann noch mindesten« 17 Stunden gearbeitet werden muß, wenn ein derartig« Verdienst«- reicht werden soll. Es werde allo geradezu als eine Dreistigkeit angesehen, wenn der Arbeit-r soviel verlange, um mit ferner Familie«xistirm zu können. Mancher Militärschneider habe wmia mehr al« 10 M. turchschnittlich verdient. An'a! Geschrei dürfe fich kein Kollege kehren, denn gerade im Militärschneibergrschäst sei es den Finnen der gutem Willen leickt, ihre Arbeit« an» ständig zu bezahlen. Der Herr Kommnzienrath Spei« leb« in Nirza, er Hab« während de« ftanzönschin JeldzugS durch Lieferungen Millionen verdient und der Herr Ladtmann welcher zuerst die Forderungen bewilligen noHle, nachhe. ab« wieder ?urLck!rat, desckLstig« sich si tz! mit dem Bau feiner Villa. Vor 15 bi« 20 Jahren ließen die Herren d« Mehrzahl noch noch in eigmm Werkstätten arbeiten, heute dekomme der Arbeiter da» Material mit nach Heus« und müsse selbst die theme« Räume bezahlen. Darauf nehme man aber gar ke ne Rück« fickt, man drohe vielmehr mit der Einstellung ander« K afte. Di« Kollegen werden fich aber dadurch nicht irr« machen lassen, denn solche Leute, die fich-u Slr ikb echecn her- geben, können in d« Regel nur Stümperardert leisten, mit d« kein Osfizi« zufrieden sein werde. Die so anzesertigtnr Lumpen w«de man auf den Boden hängen und spät« rrtr» arbeiten lassen müssen. Den Arbeitern gegenüber thue man so, al« ob man K äst« genug zur Verfügung habe, in Wirklichkeit laufen die Herren od« üb«all herum unt die Kollegen zur Ausnahme der Arbeit zu bewege«. Es gelte jetzt»reu und fest zur Fahne zuhalten, dre zum Siege führen werde. Hi«.uf wurde sorgende Resolution einstin mig angenommen: Die heutige äffen t» liche Versammlung der Miliiärschneib« Protest, rt ganz en«g sch gegen den Artikel in der„Berliner Börsen Z itunr,', der durch» weg Uebeetreibungen und Verdächtigungen enthält und«klärt ferner, daß die gewählte Lvhnkonrmrsfion dos volle Vertraue» aller Kollegen besitzt. Nach einer bezüglichen Aufford«una ließen fich viele Anwesende in den Militärschneider- Verein aus» nehmen. Den Schluß der Versammlung bildete die Regelung von Untnstützung«angeleg:nheiten. Mit dem f.sten Entschluß, treu zur begonnenen Sache zu st-hen, trennten fich die Anwesenden.» Der Derein zur Mahrnng der materiellen Juter- esse» der Kteinträger und verwandter Belu>«genossen Hütt seme regelmäßige Mitglied erversammt ung am Sonntaa, den 9. Februar, in Sch-ff«t'< Salon, Jnselstr. 10, ab. Tagesordnung: 1. Abreckr una von der Matinee. 2. Verein«» angelezenheiten. 3. Verschiedene« und Fragekasten. Die Ab» tecknung wurde vom Kollege Gutsch e rlesen und von der Mitgliederversammlung alt richtig»(«kennt. Zam zweit«» Punkt, VereinSanarleg'nheit-n, wurde ein Antrag gestellt, den streikenden Knopfar veitern«ne Unterstützung»ukommen zu lassen. Dieselbe wurde in Höhe von SO Mark bewilligt. Für«n hilfsbebürstrgr« Mitglied wurde ferner eine U ckerstützung von 30 M. bewilligt. E« wurden außerdem für die Hutmach« zu Luckenwalde ebenfalls 30 M. bewilligt. Kollege Rennthaler stellte ten Antrag, ein Arbeit«» nachwerS-Bureau zu gründen E« sp'achen fich viele Kollegen für den Antrag au«. Der Antrag wurde angenommen. Fern« stellte Kollege P rul Sch ö dt« den Antrag, am ersten Ost«» 1«erlogt eine Matinee für hüfsbedürflige Kollegen zu v«an- tollen. Auch dieser Antrag wurde angekommen. Rächst« Mitglrednversammlung am Sonntag, den g. März. Di« Freie Dereiniguus der Kautonarbeite» hielt m» Monlao, den 11. d. M.,«ine außeroroenUrchr Geireraloerfanr»» lung ah, in d« H n Schriftst-ller Boische»inen Vortrag üb« die Entstehung ver Erde hielt, wofür ihm reich« Beifall von den Anwesenden gezolll wurde. Zam 2. Punkt der Tage»« ordruna wurde beschlosien, die bisherigen Mitglied« Wando, Reetz, Krmg«, Wolgramm laut§ 6 al. c au» der Verein» lest« zu streich«. Solltin die Genannten fich zur Wiederaufnahme melden, so soll e« der Versammlung überlassen bleiben, für«)« gegen die Aufnahme Bischlnß zu s ssen. Ferner soll von j tzt ad nm tm„Beil. Volksblatt' sow'e in der„Verl. Bolks-Tribü»«' annonzirt w«oen, nicht, wi». b'Sh«, auch in d«„Vock«-Zeituno'. Unter Verschiedenem wurde von mehreren Kollegen, die srührr und auch noch jetzt in d« Karinnfabrik von Kirftein u. Co., belchäfiigt waren, ein grauen errepend,« Bild von den dortigem Verhältnissen aufgebeckt. Er Hot u. a. zu seinen Arbeiterinnen gesagt, wenn fie am Tage nickt genug verdienten, sr möge» fie doch zuthrn, � ej nach Feierabend verdienen könnte«; fern« gelangte der Antrag zur einstimmigen Annahm», a» 20. Februar die Arbeit ruhen zu lassen. Aach wurden de» Ereilenden Ardertern der Kaopfsabrik von Röhll 20 M. au« er Kasse bewillig'. Die in der Hchäfkrsabriiration deschSstigie« Ar- driter und Arbeiterinnen h leiten am Montag, den 10 bv in Scheff-»'« Salon, Jaselstiaße 10, eine öffentirche Veriamm» lung welch« von cu 300 P«son«n besucht war, unt« Vorsitz de» He«n Hoffmann, Frl. Kcautwurst uno Fcl. Wattk« ab. Herr Wulike sprach über die w'rrhschastlichen Umwälzungen. Ja der Ditkusfion empfahl Herr RrdSe,«in Flugblati an die Fabrikanten zu schicken, damit dieselben ihre Aoschlüsse mit de» Kundm nach den auszustellenden Forderungen ernrichten fönnUn. Nach ltbhaster Dtbatte fand folgmbe Resolution einstimmige Annahm«:.Die heutige öfftntliche Veriammtung beschlieht: 1. Die E nlührung der neunflünSigen Albeittzeit. 2. F.stietzunz eine« Mindestlohne« von 18 M. für Arbeiter und Arbeetermnen; wo solcher schon gezahlt wird, einen Ausschlag von 10 pC'., Ausschlag auf die Akkordlöhne von 25 pC'. S. Beseitigung allrr zu Gunsten der Fabrikanten geleisteten llateischriften. 4. Beseitigung de« Trucksystem«. 5. Abschaffung »an Ueberstundm« und So mtagSarbeit. Nachdem noch der Antrag angenommen, da« Bier der Adlerbrauerii n,cht zu trinken und nur in solchen Lekilen zu verkeheen, wo dc«.Be-° liner Boiksblat." oder die.Berliner Volkt-Tridüne" ausliegea, schloß der Vo fitzende die imposante SDetfamralung mit einem Hoch auf die d'eajähria« Lohnbewegung. Der Verein zur Wahrung der Interesse» der Kacktre» Kerlin»«ud Umgegend hielt am 10 Febiuar t» Wollsch äger's Saton, Biumenstr. 78, seine Mitglieder. Versammlung ab. in w-lcher Herr Schade über die Vortheile der Arbeit«velküriu?g mit besonderer Berücksichtigung der tnter« nationalen Arbeite, schütze Gesetzgebung sprach. Der Referent de« tonte besonder« ,n fernem mit großem B isall aufgenommenen Bortrag, daß die Verkürzung der Arbeitszeit die Hauptforde« runa einer jeden in den Streik eintretenden Gewerkschaft sein wisse, damit diejenigen Ardeiter, die die Maschine aus da« Pflaster aeworfen, wieder eingestellt werden können. In der darauf folgenden Diskussion sprachen sich die Kollegen Junger. mann und Schüßlcr im Sinne de« R-ferenten au«. Unter .Verschiedene«" wurde mitgetheilt, daß in nächster Zeit eine öff-mtliche Versammlung der Lackirer dir Eduard Kühlstem. schen Fabrik slanfiaden wird; die Kollegen mögen die de- tr ff-nd- Verdammung ncht zahlreich besuchen..Dir nächste Bcrti»«viri>>mm«ung soll im Norden abgehalten werden. «tue stark besuchte öffentliche Wähler» ersammluug tür Murnnvoit u, b Umgegeno tagte vm 10. Februar. Abend« 8z Nur, im„ReichZgarten" de« Hm. Schensch zr Meiendorf, ?«>dftr. 14. Ja« Buieau wurdm gemäh t(S. Hecht, H. Tannen« !ra. F. Schuf«. Aus der Tagesordnung stand: 1. Die de« vo stehende Riichstagswahl und welcher Pa:»i geben wir Ar- teter unse e Stiinme. 2. Diskulfion. Nach Eröffnung derVer« sammlun» ectdeilt« der Vorsitz'.nde zum Vortrage dem Genoffen G.ttfr. Schulz zu Punkt 1 da« Wort, da der Kandidat W. Werner ve-h ndert war, seinen Vortcog abzuhalten. Gottfr. Schulz alt« Referent sprach in Ijstündiger Rede mit scharfer K.mk über die überme» ichliche An»d?utung der Frauen und Kuderarbeit in dm Fabriken, AuSbmtura der A:bn«r seilen« de« Kupiiai«, vi« Redin der Herien Henfurth und Puitkamea, ferner über die hohen Zölle auf Gel,«de, Spiritus, Branntwein u. s. w-, und die für uns nicht« Gulr« diingnidc Kolonialpolitik. H«auf gab der Refeient noch ewige Auf. z«ich> un>«n de« Militäntal« und der Reichsschuiden, wie sie s«t 1872 bis 1889 angewachsen sind. Zum Schluß der Rede ermahnte dir Referent, ja nur solchen Kandidaten zu wählen, der für die Sache der Aibeiler vsll und ganz eintritt, und ber weiß, wo dem Arbeiter der Schuh drückt, und sordnt chiennit auf, nur dem Arbdi-rkand, baten W. Werner de« T,liow- B«« low. Storkow» r Kreise« am 20 F-brnar, am Tage der Wahl, ch e Summe zu geben, und schieß hrnmit mit nicht enoenwvllendem Beifall seine sm-vungvoue Rede. ®, ans wied'ichoit« Aufforderung de« Vorfitzrnden sich keine Gegner zum Wor< meldrren, wuroe zur Di«tu>fion geschntten, «r welcher sich die Herren Wa s, Tunnenderg, Burghard im Sinne de« R f rentea betheiligten. D>e Re'olulion:.Die heute, am 10. Februar, im Saale de« Hirrn Schensch tagende Versam'i lung werft die Arußerung de« Minist«» Hursurth, daß die Soziald.mokraten arbeitsscheu sind, mit aller Ent. lchredenheit zurück, tiiselde wmd da« am 20. Jrbi. beweisen und fordert hiermit auf, den 20. Februar al« Feier tag zu betrachten. 2.«klärt dre Bersawmlunu b'rrmit ernstrmmig«wzutreten für den Kindtbaten Wilhelm W-rner Buchdrucker au« Berlin. Nach Schluß der Duku fton e. hielt Riserent Goltsned Schulz Ich» Schlußwort Ruch E.ledigung einig« Fragen schloß der Vorsitzende um 11 Uhr mit»wem Hoch auf die internationale S«z a drnok.alie und den R.ichklagSkanöida'en Buchdrucker W. Werner die Verlammlur g. Als N.brnbemrrkung ist noch heivorzuhcben. daß für Tempdhof H. N eke. für Maiiento f Hr.Sch-n ch einzig und alle n»hce Lokale für Ardene.'versamm. lunzen hergeben. _ �ffinSttch» UJäbl«; oeeromwlmie de» 6. fferüner #»l«»too»w<>h»J«»rtrf» am ttu u«ebmor. Nd.nd«% Uhr. ««jfe- f?', d>i Rrdltt lagelethrtunp; 1 Di- btaorftedsr.ben RkichNaa«. s-"nt wrid in der Beilamir.luni bekennt«macht 3. Diikulsian .5ul D ckana der Ui.iaste.i stadct TellnfaimrUuna stni. ltm zayls�w'S E in«n wt d ueokten >.«,i»,»al»,rpa«»l»«o fSmortti-d»» Zt««,?. «*» am g.tltaa, den 14. Februar,«dend, M Ubr, in O.sch l s großem Saale Sebastiar.stcaßk. 89(nahe der Alten Jakob. o t» tj.««?el r'u21\ SteVunanahme für die kommende©cupeclobe. S* iu�ü�un? ec �ert Y�sammten Zimmerer Deutschland« in BUH Ntsun, Kaneret und«eiichi der«aufe.en« tn Halle. Zrhlritche «. Kterb.Ir.fs. hn«Ischl»» n. s. w.(8. H. nl t' bamburc). Die Mitglieder der O 14« Wallungen Berit> versammeln Ouandt istieuii««. den 14 F-bruae)»arndt 9 llhr, etralauerstiabe 43 bei .•.rfjÜmffi"' S*»'«»aimlKk»«, de»«»»,,». fnmmtttchr»#, (Betwallui o- Berlin 6. V-rlammlun, am Sanradend, den 15. Februar.«dend4 frieden« bei Z mier. Tageiardimna: 1«affrnb rlcht. 2. St.- nnt> Z>t,rb,dafs« der«lschie» n. s. n>. i« H. Hambueg) Oertllche Serwallunz Welienfee Wiinlederverlammlun» ,.M' diN lS Fcbr..«rchmlila«,« Uhr. ,n«öpper.4 Restauran' . � taoeloibraino: I. Ibrechiiun? vam 4 u d 4 Quai tal !8S« I Serfchledme«aff-nanaeleuenh-lten. Um i'.hlicich'««isch-lnen wir» ersucht. ...»5»«aesten und p Insel«. cher«eettn. und vm f fff".«"dmmlunr am«onntaa, den i6. Februar, Sa n litis« ICH llh, r.«>k°rla-«-ftauiant Mü�ftraie 11. Tikkloednuna. 1. BlMs[|.ch«bellcht d't Adtlcesl und der R-alla en 2 Barl-wn, cul Heft 2 der Berliner«r- beitnMWtochel:...Die»ewe>« chaslen Ihr Nutzen ur d Ihre B de. tun, sür die «Srt ncuet f» der Snmaniftischen«rmrinfr«,«ammindantenftratze 79 hllt am Ibchuen San.uaa So Mitlaa u« Nbr He-r Schäfer den Sa tiaa lloer die «eftllfch.st und thre Eniwick lun« üderduux'«Sfte ft' b mlllfommm «n»««Btäkaltzk.lTe de»»er. In» sZmmtllcheee«». »«s»kl«ss,n. Serw-liuna»st ll- Stnl< 5(4SoaHi). Sa nie, Sa m>>ta, lOX Udc Bfilnmmluua Bandelst mtze»5(Schwär»'. Taa-iaiduuna: Wrhl einet«antroteur». Seischl-dme». Fraatkaften. Die M>t,Il.dtr werim led-l-n, recht vstik.lich n erschefnm. HretzreltgtSs»«emelnd». Earnla?. den?S F-inuar, Sarmltlaa« 10 llh'. Na erlbalerstr.«4 Sotlraa dc« Herrn Dr. Sö krl über-.»ch'llmu« und»anast'cllmul.'»äste wllllanmeu. Man, g. dm 12 Febr..«dend» 8 Ud" de chllctze- de ch-melndeanl>mnnliia. L»«,v»r»l» der Paplerarketterlnn»« nn» vermandten Berns». „nofstnen. Bomiaa, tu 16. 8-b'Uir. N 4.r. Uta; 4 4 Uhr. fflfUflltdrt. veisammluna bei H v' rlch, Beuihst atze 18. T-a taidnunz I Aassmder cht. 2. Sarftandtwahl 8. Serlchledem« ch der Be l mmlu a gemvihllchit Betlamwenfetr. Gäbe Damm und Herren h rden Zuirtie verein de» Vnlvanlseu»» Aerlin». Serlammlun, am Manta,, den 17. F'bluar, In Ech elderl Rrstuurarrt, eldaiterlftr.'tze 8. Um rrch' zahlreicheß Erlcheinm wird"sucht. «roß»» ßtzilenr» ßtziaekenbaU am Mari.» den 17 Februar. In den Sttraei'äler, Dieldenrrim 96 verai stallet van Ml., Ii- de n de».st arke-» ll. terl.ützii'ildund,» der Cch elde-. E öfs-urz 8 llbr Ertree lvP'. BUIct« sind|u laben bei dm S'iai.staltern,>n di-.«alalm 9 aufenstr Ii-«r er al ler- fiiatze k8. bei ke,lil>-:»nnenftr 9 del P otz. und In d-n mll Pirtilen be- leaten HandlU"«en llm recht>',e B lhrlllaung vlrd i-ebeim z»s»-»nd vi-kntlrklub„N»tnr". Die rächst- E'tzina findet am 55. Fedruer. bei Hasmann, stalle-Ur 4, stall. Bäste. durch Sllizlieder elnae- lsthli, haben Zun,». «Ses.«»-, Turn- um»«eseUt«» Verein* am Frcltaa«aller'sche. Männeraesanavereln Abend« 9 llbr Im Neftaurant Tamm, Bchönhauler Allee 2S —«esanaocreln.Paulebeutel' Abend« 8 Uhr Im Nestmiranl Heniel,«leian- drlnenstr. 15—.Liedertafel der Maler und verwandle! Brrul4aenoficn' Abend« 9 Uhr Im Restaurant«leine. Brandendurastr. 80- SuäiblnderÄiSnrier- char Abend«»X Uhr bei Feuerstein. Alle Z.kabst!. 75-»esanaveirin. Flälei'rche« Doxvei Quartett' Abend« 9 llhr im Restaurant Musehold. Landdderaerstr. 81.- »eianavereln.Farifchritt' Abend« 9 Ndr im Nestauranl, Blunrenltratze 46.— Vesanaverein.ücho 1872' Abend« 9 llhr Oranienftratze 88. Neue Mii-rll-der «erdm auf enammm.—»esanaverein.Olfiun' Abend« 9 Uhr Bttldeaer stratze 85 bei Bustavut.— Huvverlsche Sänger-Berelnlauna, Herrn nnl! Abend« 9 Uhr bei Rieft, Wcderstr 17.— eestnwrrrin.Eüngeihain' Sdmdi 9 llhr Adalberiftr. 21.— Liedertafel de« Fachvereintz der LieinlrZger Berlirr« Abend» 8 llbr Kratze Haurduraerftr. 4 llebunaZsttinde.— Kesangveretn.Od»e- farae' Abend» 9 Uhr. Restaurant Revder. Alte Zakabslr. 88- Kelanaverew Widerhall' Abend« 9 Uhr bei Herrn Sage, ASvnIckcrftr. 191.— Kcianavereir .Lorbeerkam' 8X Uhr Restaurant Weinflr. 11--»rdetiec. Kssangrcrn.i' ..Rard" llebun, stunde Abend« 8X Uhr tm Restaurant Nrmdt. Srunnenslr 88 Etfmmbeaadtc auch paffive Sittglieder weiden unsgenammm.— Saigsschr. Dtletianien-Orchcftervcrcf», lleduna»stunde van 8X bis Ii Uhr Abend« im Lauften- ftädtifchm stluddau»«nnenftr. 16, 1 Tr.— Berliner Tiirnamafirnlchast-Fünfte Männeradiheiluna) Abend« 8X lldr ln der rtädlftchen Turnhalle. Wafferrharstr. 81 — Turnverein..Halmhaidt- lMänneradlheiluna) Adeno« 8 Uhr Diesfen- bachstratzc Nr 60 81— Turnverein. Froh und Frei" lMSnnerablheilung Abend» 8X Uhr Beraftratze 57.— Wtfimichastltcher Seretn ftk Raller-jch- Stmoarnphle Abend« NX Uhr Im Rchuurant Zielhc». Daralheenstrutze 81 llnlerrlcht und Nebungiftunde.—«llaemctner«ctndl'fchtr Etenaaravden- verein,«btheilun,„Sarwärli".«b-n-d« NX llhr im Restaurant stall Mariannenpla» 11— Arendt icher Sicnaaravhmver-in„Avallabund"«denl-l 8llhr im Restaurant Eegdelftr. 80.— Bei ein ehemaliger Dr. Daedbelin-scher Schüler Abend« 9 llhr im Restaurant streb». Fnedrichstr. 208.— Batgt-schei Dileitarttm-Orchesttivercin Adeudi 8X llhr lltbungi-stunde tm Nestauranl ASllntlchcr Karlen. Echarrmstratze 12— Zilbcrveretn..Alpenveilchen" Abend« 8X Uhr im Rcftauraul..Wahiftatl", Bellcalliumeftratze 89— Rauchl-ut „Westend" Abend» 9 llhr im Hohen, allerngarwi Etcglitzerstratze 27.— Rauch- ftub„veichielbwft" Abend« 8H Uhr im Nestauranl@1 Abend« 8 llhr tm Lakale de! Herrn Otta Linke. Herren und Damen, durch Mttalieder eingeführt, hadm Z-I-"-.. demakralftcher L.-le- und Vi»>uttrNud Safialle Abend««i u«> bei Ziemer. Käste durch Mtialteder känr.m etnl'iüdtt, demairalftchcr L-Ie- und Di!iutt:klub Vacwärt» Akrdl»X Lokal. Rrunynstr. 88, Sitzung. Käste körnen durch MUalt'do' Arbeftergeianaverei».Hassnrma", Frtedrichtber». bei Reusch.«r» und Darfstratzen-Scke. lledunatstunde. Aulnahm« neun Männerchor der„Berliner Mechaniker" Abend» 9 llbr im ln-' fisdn, stratze 8.— Serein ehemaliacr Echüier bei 28,»nrew � Oht, stöniaftadt-stafina. baftmariistr. 72 Ausnahme Kfiste willkommen- Lisik.ub„stari Maitz." Abend« vail9"U-' seid, Mariendo.srrftr. 10. Meitzeft« Nsrhrickss Der Uegirrtzing-speäftdtznt von Stab« �lugviaU«: für den 17., 18. und iL. Dcpcsickien. (Wolf« Trlrgraphevbnrea«) Wie», 13 Februar. Adgrordneterrhailt- 3«. nahm« auf die beiden Erlasse dt«»err schon ä«!0'■ Abgeordnete Krau« an den Minlste'prasider->in Tanffe folgende Anfrage«: Erste-«, erscheint aerechifertigl, daß die Nich'erwähnuna llngarr-« in dem betreffir.den kaiserlichen Erlaß w. jj! Stehenden engeren Beitrags, lind Bunde«««« Zrsawm-nhange steh!, durch wek-de« die VeiflanM �- öiaatf gebiete in der Arbeite, f.aae selbstoeii� Zverter.«: im bejahenden Fille st-ht die österrerch' R:z»erung w diesem Augenblicke auf dem Standpitt ft; durch ihre Haltung g-genüb» den im der Sch veiz ausgegany-nen Anregungen eingenomtt� insbesondere weiche Sullung geder.ki die R-gi{�ijß] durch die deutsch« Regierung angeregteu Frage ett)"� 3 Vvieflretflen. ♦/ Lei Ansragm bitten wir die Abannemmti-Quittuna beftusllltt Antwort wird nicht ertheil». Eambonr-Nsrei»„G«t A»il." 6,C5 M- � b-söcd ru-u«coal en. 0Jfa Kaumm»«, Ktrkrn straffe. H rr Juliv«™ SebamanUr. 27,28'M Kelle:( M ö»elhan b!ung)>„ Fartfv-rein der M,n»fakt«rardeit»r, lOast.'Schlef.) Wenden Sie frch wegen Ott Buchs. Rarnar.« oou Ernt e Zita, �Germinai", an des Htimich M.nden, Dcesoen.A., Wmkelmannstraße& et«« Bächstandlung an Ihrem Ort.,_ St. G. 33, 1. Wenn«in Gläubiger ft'ne ijw', zur Erzwingung des Off nba-ungseides vnhafie».zas fo muß er dafür dem G-richtsrollzieher 15 M- l � om monatlich en A.imenlenvorschuß>■"' nacht?, richiSkass« 24 M. letzterer, so.-reit er Nicht absorbirt wird, ihm gezahl, wrrd. 2. Sodaio der verhaftete Sck-, oe r Eid zu leisten, wird er dem Richter voroesuh» Liistl'ng res Eusl> schuideten Mikthe resp. Entschädigung verklagen. 2 gr. össentl. Wühler-Versammlungen vcs 5. Berliner Reichstays-Wahlkreises »IN Freitag, den 14. d. Mts., Abends 8 Uhr, # 1. in keseWafWilse, 2. i« der Srnnctfi Böhm, Land«t>«rs°rstr- N7. pe»«fta«er Thor. 11328 TageSoronuNll una Rr,«re»ien werden in den Verfamm.ungen bekannt gemacht. Pflicht oll« Wrhier ,m 5. Wuh kreise ist e«, w diesen Versammlungen zu ersche nen. Zur Dickung der rtnkoslen findet Tellersammlung statt. Di« Giaderufe«. Sonntag, den IG. Februar 1890, Vormittag« 11# Uhr: Grosse Matinee im Kanzerihaus ,.Sa«sso«ci", Kottbnserstr. 4a. ver-'Nitaitet vom Lttbltvi! ötutscher Cold- und Silbtrslbeiter«nD vlmalldt. Bttchgenchs (ZahisteUe finliu) zum Besten einer anzusoheftenden Bibliothek unter Mitwirkung be« wrlid, rühmten Jsritjieu:« auf tollender Kugel Mr. Charles Pool, btc Wiener Dueltiften H.n. Gebr. K a w e i t a, de« unüb-rireff ichen Komiker» Hm. W. N j e k e una außerdem«in-r Jnftrumenlal Kapelle. A, QA Mf find in allen mit Piak.ten beleoten Handlungen und bei £1'' y fi. fal» enden H rrn«u H iben: H, Faber, Köpnicker stratze 56, S Tr.; B Brückner, Mariannenstr. 10: H. Uamm, G-äfestr. 18; P, Zeuge, Mariannen stratz« SO; Heinematin, Wienerftr. 68; Tsan*-ntsoher, Wulvemurstr. 8; Achilles, Äftifer grunz Glenrv>erp!atz 6 u. a. d. Zrhtfirlle d. Beione, P-inzeffinnenstr. 31, Zi,.aire»geich. Soeben erschien: Die Heschichte der Arde. Von K. KommeU. MIT Heft 19.-w ck§tfl 30 Pfennig». Su betzieb»« durch die Ervedition, Zimmerstraße 44. MllzNnBtt! Die Sperl e über die Firma Methlow u. Ca., Goldleiftenfadrck, Krpn ckerftr. 100 a, sowie ü:.'t die Fwma Kcügtl Nuchf, Reichenbergerstr. 47, » steh fot 1322 Ganz besoirde-« machen wir auf lttztgenanrie Weitstait aufmerk am, da die Firma oen Vrr- such macht, L ute zu Sek mm v, um die dt« der bestehende ktkiordarbeit( n Abzug von 30f.C.) für«wen ried.iziien Wochinlohn anserügen zu lasse". Di« StreiKIrommijston d«r N«lrsoldrr. RcMungl Lsrbmcher BerliuS buH UlllgegtliZl. Di« zum 16. o. M. rat fiaoer.de Verfumm- lu-»g de« Fachvrrein« fällt we./n der bivi- flehenden R-ichstagSwahl a S 1331 I. A.: Ernst Fisohcr. Mitglieder-Versammlung de« UvtnMllW-VtteiilS der Mlivrer Serltv» am Sonntag, den 16. d. Mt»., Vorm. 10 Uh�, JnseiSraß« 10 bei Scheffer. Tagesordnung: 1. Voitraz. 2. Dwkufsion. 3. Verschiedene«. R.serent wird m der Versammlung bekannt geuivat. 316 Der V or st an R Friedcnan. Klir*HuU8. Priedenan. Sonnabend, den 15 d. M«, Abend« 8 Uhr, Groß« Wikfikk Masltvblill. Schläfst, fr fort o. z. 1. März Waloemai ftr. 52 Ho' 2 Tr., 1. 1319 Kkntkiil-Kmkell- n. Sttikfiijie der Thfer DeiAIliilds. Oertl. Verwaltung Berlin» Den Mstzliedern lau: öffentlichen Vtriamm. lunztzbefchlutz hiermit zur Nachricht, daß vom 16. d. M. die HiisSzahlstellen sich folgend be» finden: Norden: Restaurant Nürnberg, Ar.klawerstr., an der Stre.rtzerstr.: Jeden Sonntag, Vorm. 10- Iii Uhr. Nord Westen: Wilh. Lüdke, Selle-str. 12. eigene Wohnung: Jeden Sonntag, Vorm. 10 bis 12 Uhr. W st er.: Restaurant Grcffunder, Schwerin- und Z etensts..Eckc: Jeden Mittwoch, Abend« 7 t— 9 llhr. Süden: Restaurant Werschke, Adaldertstr. 16: Jeden Montan, Abend« 7tz— 0 Uhr. Osten: Restaurant Hewdorf, Langest.'. 70: Jeden S.nntag, Vorm. 10—12, Montag, Abd«. 74-9 Uhr. Die Hauptzahlstelle ist nach wie vor im Rest. Kublwey, Rosen- u. N ue Fr ebr.chstr. Ecke. 13291_ Die örtlich« Verwaltung. Auf dem Mask.nball der Topk� am Sonntag bei Heydrich, ist„ Medo llon gefunden wo- den. Abzuho � d>e Jns-rtion« kosten bei L. Pierowe straße 40, pnt._______ SkobTabak 1 Größte Auswahl, billiaste P�e I 727] G. Elkhuysen, 1102 *ejÄ;e»br,«t" am hiesigen Platze beknnmlich 11653 GrAsste Auswahl. &aranttrt stch«r b««»u«n»» Tabak«. Slreng reelle. Bedienung, billiziie Presse Sämmtliche v» Handel befindlichen Roh. Tabake find am Luger. A. Goidsehmidt, iKpantau er drücke 6, am H ickeirften Markt. iSophaöezW Veit» von fitz— 5 Meter ißj Emil Leftwre,**--- 1 � Frenndtich« Klein« Woh»«� mit Wusserlerlung von 46—80 Thir. tt Prinz Handjerystraße 50, nahe der ji drauerei. E rps hl« utau Bis« lokal sowie A deiter- Lesezimmer; sämmi.iche G-w rks-fta0'-O--gane lieaen au«. Emil Bö I, 548] Frar ksuri« Allee 74. Axfirttsmar�- Tüchtige Farbi-zmacher und B»g«� ja g bei hoh-m Wochenlohn Btschäfli.uisti Goldreistettsadnk van Gust. Krüg� Reichei-bergerstr. 47.___ � Der Arbeitsnachwk� Vtlmiillllg herDreDlerDelltsl für Kerlt»., b findet sich®te« entisttöße 1'6 bei, Adr ffenauegade Wochentago Abend«* 9tz U?r, Sonntag« von 9*— 11« UhsV Ät«4nr>«-tz:-lch««eoalteu»: Emkt O»«k»« Brrlt» Brack«nd ZSer.ag»tu Min» g«>*wg w Berlin KW., Wtathftatß«%