ltio«» beijufM* Zahlw--� zeführt Donnerstag, den 30. Febrnar 1890. y. Jahrg. r's t( len, SerlimWlkstlU. Hrgan für die Ankerest en der Arbeiter. :n fällst Das..Berliner Volksblatt" o°uz n,2 QuBcr nach Sonn- und Festlagen. AbonneinentSpreiS für Berlin fre, 4 Mark, nionallich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nunnncr lilion �Oä=9auniiter mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Bei Abholung aus unlerer SnimieritraBe 44 l Mark pro Monat. Postabonnement 4 Mark pro Quartal. ZU*,"getragen in der Postzeitungspreisliste für 1890 unter Nr. 892.) »«stand: Täglich unter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. '*«» Insertion sgebühr betragt für die Sgespaltene Petitzeile oder deren Rauin 40 Pf., für Vereins- und VerfammlungS» Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstrabe 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. *» Fernsprecher: Amt VI. Nr. 4106.•-'*~ III.......... ml Medakkion: VeukhflvsHe S.— ExpvdMon: JinttnerPtraße 44. nzeig »e»_, TP, Arbeiter! Parteigenossen! .®et Wahltag ist gekommen. Nicht brauchen wir Euch seine Bedeutung noch einmal vor Augen zu führen. » was gerade jetzt auf dem Spiele steht. Nur die Abgabe eines sozialdemokratischenMimmzettels verbürgt Euch �Zukunft, sichert Euch Freiheit und Brot! m v a"f dem Posten, thut Eure Schuldigkeit! Rüttelt die Gleichgiltigen auf, ermahnt d,e Säumigen, bringt »,„ 5. �entschiedenen zum Entschluß! S)i? ii Äte Mann muß heute an die Urne. � von-der �beiterklasse kann nur das Werk der Arbeiterklasse selbst fem: erwartet von keiner Seite " /''Jiljl jLtiu e? feigen/ verrätherischen Freisinn müssen die Berliner Mandate, die er noch in Händen hat, entrissen werden. st? � d�tte Wahlkreis und wenn möglich auch schon der fünfte müssen uns gehören. Stellt dem Deutsch- SU" f iUttung aus für sein kartellbrüderliches Verhalten bei den letzten Stichwahlen. � b.. tlagt aber auch die Reaktion aufs Haupt! Die Zahl unserer Stimmen muß sich gewaltig abheben gegen die möei4. InlilW if: Irregeführten, welche die Kartellbrüder durch demagogische Künste an die Urne locken. jjjji) sP m ganzer Sieg soll unser sein. Vorwärts in die Wahlschlacht l Unsere Kandidaten sind: � 1. Reichstags-Wahlkreis: Gottfried Schutz, Zigarren Händler. 3. Reichstags-Wahlkreis: onstantin JaniszeMski, Puchbinder. 3. Reichstags-Wahlkreis: Karl Mildberger, Tapezirer. 4. Reichstags-Wahlkreis: Paul Singer, Stadtverordneter aus Kerlin, z. Z.: Dresden-Plauen. 5. Reichstags-Wahlkreis: Albert Auerbach, Kaufmann. . 6. Reichstags-Wahlkreis: Wilhelm Kieblmecht, Schriftsteller, Horsdorf dei Leipzig. ipieZe! , sol"� ungen"V rs» Tutza? An die sozialdemokratischen Wahllromitees. Die- fenigen Uahlstreise. deren Kandidat in die Stichwahl kommt» und die auf materielle Hilfe rechnen, werden gebeten, ihre Gesuche sofort an de« Unterzeichneten«in- znsenden. Dreaden-Ulanen» de« IV. Februar 1800. Für da« Zentral-Wahlkomitee: A. Hebel. Kein cikation, m lserstr.�L� hmuctsachkl� mit) olle lC; Tr. gera! cric-Slijl! i-/» 5 1«.,; !&'• 4 3-/4 I«'. speSS� 8 Bik. immerstr. Die LVeihlbetvoNUilN. Die Wahlparole:„Gegen die Sozialdemo«> kratie und ihre Begünstiger!" hat, soweit sich der Wahlkampf bis heute überschauen läßt, kein besonde- res Glück gehabt. Wie schon die Fassung dieser Parole nichts weniger als packend und schlagend ist, sondern fade und langweilig lautet, so haben die sogenannten staats- erhaltenden Parteien auch damit nichts anders zu bieten gewußt, als die ödesten und abgedroschensten Phrasen. Die Menge der alten abgenutzten Schlagworte gegen die Sozialdemokratie ist aus dem Archiv der paten- tirten„St aatserhalter" hervorgeholt worden. Weih- rend die liberalen und konservativen Politiker den Sozia- listen die bekannten„Um stürz plane" unterschieben, hat Herr Richter für den„freisinnigen" Wähler ein an- deres rothes Gespenst aufgeputzt, indem er behauptet, die Sozialdemokratie erstrebe unter Aufhebung aller persön- lichen Freiheit einen„Z u ch t h au s st a a t". Alle diese Herren verrechnen sich. Sie glauben die „Intelligenz" unseres deutschen Volkes zu bilden und müssen es erleben, daß ihre politischen Spiegelfechtereien nur noch in jenen ländlichen und Hinterwäldlerregionen ernsthaft genommen werden, wohin die moderne Bildung und Kultur vorzudringen noch wenig Gelegenheit ge- habt hat. Denn es heißt unserem Volke denn doch ein zu starkes Stück Köhlergläubigkeit zunmthen, wenn man ihm plausibel machen will, die Konservativen, National- liberalen und Ultramontanen, in letzter Linie auch die Freisinnigen, seien„staatserhaltende" Parteien, während die Sozialisten dem gegenüber nur die auf den„Umsturz" gerichteten Bestrebungen repräsentiren sollen. Eine staatsfeindliche Partei tritt in diesem Kampfe überhaupt nicht auf; man müßte denn die Ultramontanen als eine solche betrachten, weil der moderne Staat nicht nach ihrem Geschmack ist, oder die große Bourgeoisie, weil diese sich gegen jeden Eingriff des Staates in die wirth- schaftlichen Verhältnisse sträubt. Die Sozialdemokratie verlangt vom Staate energischer als alle an- deren Parteien Schutzmaßregeln für Leben und ildelrnsii-ü, Sereine, � m ve und t"L ch mit fcP- H Jfeulltef rnt. «♦tBoten.] [24 Sfe Dorstadt St. Atttome. to. Historische Erzählung "Ny Rövillon aus den Jahren 1789—1792. � Deutsch von Ludwig Knorr. vÄd gehorchte, ohne ein Wort zu sagen. �aubst Du, daß dies Gefäß hier stehen bleiben soll? e Herzogin zögerte, sie nahm das Gefäß in soll ich eS hintragen tsua# KL ' stieg die Treppe hinunter, und überschritt, !t K.�zuschcn, den Platz mtt schnellen Schritten, bis s�lle, die man ihr bezeichnet hatte. Als sie dort ist. dort wüsten Platze gegenüber unten in der Mitte, hinter dem Haufen ,.URL Irf,■ v>e man lyc uezciajuci yunt. r-—" llrüß! Auftrag ausgeführt hatte, sah ffe aufl dem Hause hin. Die Fenster waren geschlossen uMiiä fei mttid»eiate fidi hinter den Vorhängen. iqnst»-'. ressenau-ö 8—9'/* ctaS voi> zeigte sich hinter den Vorhängen. n» ihre Müdigkeit und die Schwere in den "nd fing an, so schnell sie konnte, zu lausen. Fast � Platzes, aus dessen reckiter Seite, sah sie emen Durchgang, der sicher aus eine andere Straße führte. d-t Durchgang angelangt, warf sie noch einen Blick t, Seite des Hauses, um zu sehen, ob ihr Jemand — sie sah nichts. Sie versuchte nun die Miene eines Mädchens anzu- nehmen, dem Alles wohl bekannt ist und die eine Besorgung oder einen Besuch machen will. Ohne sich zu beeilen, passirte sie den Durchgang und bog in die Straße ein. Sie stieß einen gellenden Schrei aus, als sie die Mutter Combat dort stehen sah, die in gereiztem, höhnischem Tone zu ihr sagte: — Ich habe Dich erwartet I Das Kind fiel, außer sich vor Schreck, vor ihr auf die Knieen. — Auf, sagte die Frau, Du wirst nachher suchen, was Du dort vergessen hast. Für jetzt folge mir. Sie faßte das Mädchen wie gestern an der Hand und stieg mit ihr zur Stadt hinab. Nach dem Bastillenplatze gingen sie über die Boulevards und kamen in die Vorstadt St. Denis. Auf der Höhe der Vorstadt erhob sich ein altes, schmntzfarbenes Gebäude. Vor der Revolution war dies tiaus ein Priorat; die Könige Frankreichs machten in ihrem eben zweimal Halt vor diesem Gebäude: einmal, wenn sie von Rheims gekrönt zurückkamen, und dann, wenn sie nach St. Dönis in die Gruft getragen wurden. Später war das Saus dann abwechselnd Kaserne, Staatsgefängniß und esserungsanstalt geworden. Man sperrte hier Mönche, Soldaten, Verschwörer und die Dirnen ein. Kein Haus in Paris hatte ein so trauriges und finsteres Aus- sehen. Auf einem schwarzen Steine war die zweifache Devise der Revolution mit weißen Buchstaben eingemeißelt: Einheit. Untheilbarkeit der Republik. Gleichheit, Brüderlichkeit oder den Tod. Die Frau stand vor dem Haupteingange still, auf dessen Stufen Sansculotten Karten spielten, während die Piken an der Wand lehnten; sie drückte die Hand der kleinen Herzogin fester und sagte: Du siehst das Haus. Das ist ein Gesängniß, es heißt St. Lazare. Dort ist Dein Jean eingeschlossen, weil er gerufen hat:„es lebe der König". Merke Dir das!... Und die Mutter Combat, die gewohnt war immer nach einem bestimmten Ziele zu gehen, ohne sich aufzuhalten, ohne nach rechts oder links zu blicken, stieg die Vorstadt hinab und wandte sich dem Revolutionsplatze zu. Der Henker feierte heute, aber die rothen Pfosten der immer in Thätigkeit bleibenden Mcffchine stachen unheimlich von dem weiten, leeren Platze ab. Die kleine Herzogin schloß die Augen, um sie nicht zu sehen. — Ah, Du erkennst den Qrt wieder! sagte die Frau. Ich habe Dich absichtlich hierher geführt, um Dich daran zu erinnern, daß Dein Vater hier gestorben ist. Dein Diener wird ebenfalls hier sterben, sobald Du jemals versuchen solltest, von uns zu entfliehen. Das Kind zitterte wie ein vom Winde bewegtrs Blatt. — Ich will es nie wieder versuchen, niemals!... aber gehen wir schnell fort. Als des Abends die Arbeiterfamilie wieder bcisammrn saß, erstaunten Michael und Jenny über die veränderte Haltung ihrer Dienerin: ihre Mienen blieben unbeweglich und ihre gestern noch so freundlichen Augen sahen heute gleichgiltig und kalt aus. Wenn man ihr sagte, thue dies, so blickte sie den Redenden starr an und that dann, was ihr geheißen war; immer gehorchte sie, ohne ein Wort zu spreche». Einige Male sprach Jenny sie an und richtete Fragen an sie, die jedoch nur mit Ja und Nein erwidert wurden, so daß Jenny sie tn Ruhe ließ., Gesundheit der Arbeiter. Die sogcnattuten staatZerh alten- 1 Tns Wahlresnltat muß dem entsprechend auZsallen den Parteien glauben ohne Zweifel sehr schlau zu opg«!»nS Wie»- vivcn, wenn sie dies Verhalten der Sozialdemokratie als „'taatsscindlich" bezeichnen; aber sie werden eben bei den Arbeitern mit solchen Vorspiegelungen keinen Glanben. finden, denn die Arbeiter sind viel einsichtiger, als die patentirten Staatserhalter glauben. Seit fünfnudzwanzig Jahren lügt nun das offiziöse und das andere reaktionäre und„liberale" Zcitungi« gelchwister dem deutschen Volke vor, die Sozialisien vlanten eine Revolution, einen gewaltsamen Umsturz, und im Lause dieser langen fünsnndzwanzig Jahre liegt seitens der Partei kerne einzige Handlung vor, welche die er Lüge irgendwie eine Basis zu verleihen im Stande wäre. Ter Unmuth über die erlittenen Verfolgungen mag manchem da und dort ein Wort entlockt haben, welches niast gerade friedlich klang, aber wo bleiben die Hand- lungen? Und ans diese allein kommt es doch an. „I ch r« f e euch zur S ch a m zurück!" sagte einst Atarat im Konvent, als ihn seine Feinde mit einer Sturzwelle von Verleumdungen überschatteten. Dieses Worc des französischen Demokraten schleudern wir den- stnigen entgegen, die nichts anderes zu lhnn wissen, als den Sozialisten die aberwitzigsten Pläne unterzuschieben. f|_______ � v»»v j Ulli)| UllGH und die Herren Kartellbrüder vor allen mögen sich gratu- liren. Ihre Herrlichkeit avird so verschwinden, wie sie ge- fnmm«, Auch die Freisinnigen werden keine Seide kommen. spinnen. Sie hätten es auch wirklich nicht verdient! rttt hlP mv* i/» tirtttt 1 R l. P',« sich jeder Uiihlcr heute riunipriigen hat! » v V pie wichtigste» Krftiminnngr» uua dem Reichswahl grsieh»>»d dem Rrgirment dazu lauten: Wähler für den Reichstag ist jeder Deutsche, welcher daS 25. Jahr zurückgelegt hat, in dem Staate, wo er seinen Wohnsitz hat. Es ist also ganz gleich, od er selbstständig ist oder nicht, ob er eigene Wohnung hat oder nur bei anderen einwohnt, ob er in Lohn und Brot eines Anderen steht. Einladungen werden nicht versandt, jeder über 25 Jahre Alt« muß uneingeiaden nach seinem Wahllokal komme». Jeder muß in dem Wahllokal wählen, welches für den Bezirk bestimmt ist, in dein seine Wohmiug bei Aufstellung der Wähler- liste(vor 4 Wochen) lag. Tie Bezirke mit den Wahllokalen sind am Wahltag an allen Plakatsäuleu augeschlagen. Tie Wahlhandlung beginnt um 10 Uhr Vormittag? und wird um 6 Uhr Nachmittags geschlossen. Nach 6 Uhr dürfen leine an die Regierungspräsidenten ec. vom 15. Oktober Stimmzettel für öffentliche Wahlen, welche im Bß melsaltigung hergestellt sind und nur die Tezeitfi�'ß, wahlenden Personen enthalten, nicht als Druchch! � Smne der Reichs- und Landesgesetze zu gelten habf*« au§ diesem Grunde würde nunmehr," heißt es m de. „eine Beschlagnahme von Stimmzetteln mit dem sozialdemokr�fchen Kandidaten nach % Li!18»" 21. Oktober 1878, wie solche bei den«y." von einzelnen Behörden verfügt worden stnb erachten sein." darüber festzustellen, um im Falle eines Siege-�er�� �,..... �mu)iuiuu09 gcicpioiie». Vicich L Uhr dürfen keine Kam es bock, vor bnß bicsir Tnge ein Wn#r. � � lein tm Brami>anvc!gtschen das angebilche„P r o g r a m m" Namen des Kandidaten, welchem der Wäbl-r keine stimm, S«. �"• ttl biß öitorte• Mi- I -.......,—.w.ysjV�VU L w ff'- v* dcr Sozialdemokratie in die Worte zusammeistasste:«Die Sozialdemokraten trachten einfach nach Oven hin (Utes todtzu schlagen und dann zu thei- l e n!"— Als die zahlreich anwesenden Soziakvemokraten �awobl.«UiiMiin,!, i 11'. ........................ iiuptnjuiu vcs ZlLaynorac» nur vem Namen des Kandidaten, welchem der Wähler seine Stimme geben will, yesthmbe» oder gedruckt, zu versehen. Der Wähler, welcher seine Stimme abgeben will, tritt an den Tisch, an welchem der Wahlvorstand- sitzt, nennt seinen Namen und gießt(wenn der Wahlbezirk aus mehr als einer Wählerliste besteht, seinen Wohnort, in Städten, in welchen die Wählerliste nach Hausnummern allsgestellt ist) seine Wohnung an. G» ist stet» gut, eine Legitimation mit in dasRlahl» lostai jn bringen. Der Wähler übergiebtz sobald der Protokollführer seinen Namen in der Wählerliste vor dem Reichstage die Wahl anfechten uv® erklärung heÄeiführen zu können. Alle �„stmnl# Art lasse man sofort dem Wahlkomttee i sonders nöthig tst die Sammlung von Ä b- worin sich unzulässige amtliche Kundgebung- � desgleichen Aufbewahrung bezw. Abschrtftnahm- endlich, soweit es sich um mündlich� i(j handelt, Aufzeichnung der Personen, der der Unterredung~ D ls wird d anders hx fe suchung können. lasse man sofort" ;.-i. v•_»-----»-> �& n>'® ißor N'dlichkeit. i-lg-n f, -K /*** 8*' r? vwv---"V■■|.ll�iMIIII I J. Nur auf Grund derarttger ufi!« richte lediglich Zeugen bei. |iu; uvci, uri» hflliW* I die nackten Thatsache»; auch» wj limmen ä»" m �ntulPeri, .....»........l« ffnudert- m,,,; eine Stichwahl, welche Unsummen verschlingt, w fig«iid öftc man vor und bei der Wahl keine Äst ihe,»noble I fcv*7«Vitkll, vv*.(VVMV|»vv, komitees der einzelnen Kreise zur Verfügung, z*», .....------- Bedenkt, es gtebtw". derte von Hilfekräften gebrau Ausgabe als die. Eurem...... Solidaritätsgefühl! Beweist, daß es ' noch stärker geworden ist! mm».-d f4"4"S-,„S 1�1 >'wohl, SJiumpitz! Aut all bitfeu Mitteln , ,,. v. ve» Ktimmzettek mnst derart?,isam,»,»gesaltrt stw. ..... vmi uu v» p.iiacm nub Mittelchen wird bei dasi der a»t ihm verzeichnete Zlame verdrckt ,st._.. c ulte Arbeiter vorbanden sinö, tlive Lockpjetfe vergebens fleut�ntett Brotherrn oder der äolizei und sonstigen Atachthabern. ,en. llutev den Arbeitern herrscht eine Rühriakeit m!------- ■„■Um r.!.«■- weiden stc.ei bin Doltkipho Tteberfl� 'LA für ei, wie noch den, der sich nie aus y-- �| V4� V IV zuvor. 2 3 i|i leicht zu erkennen politische Bewegungen versieht. Aber es ist weder ein Zufall, noch eine Wirkung von „Agitalioiien", dag die sozialistische Wahivewegnng so hohc Wogen schlägt. Es ist eipsacy die Erkennttüp des Volkes. das; die Kartellpoliiik ibnl unheilvoll gewesen. Die Lebens- nuitelveribeuernug und das Sozialistengesetz vor Allem baben weite Kreise, die sich sonst zurückhielten, für die Wahlbeweguitg sitteressirt. Man ist entschlossen, zu ver- bindern, daß wieder eine„ H u r r a h- M a j o r i t ä t" j die Bänke des Parlaments besetzt. Andererseits Wt i Uiigilttg find* Stimmzettel, welche nicht von weißem Papier, oder welche mit einem äußeren 5teniizeia,en versehen smd; 2. Stimmzettel, welche keinen oder keinen lesbaren Namen enthalten. 3. Stimmzettel, aus welchen die Person des Gewählten nicht nnzweisethast zu erkennen ist. 4. Sinnmzettel, auf welchen mehr als ein Name oder der Name einer nicht wählbaren Person verzeichnet ist. 5. Stimmzettel, welche einen Protest oder Vorbehalt ent- hatten. Ein Abdruck aller Wahlbestimmungen(Wahlgesetz und Regle- tl ift im ÜUrtfiTTrtfrtko /m.»-..-W— «WM M «rvivn VVV-VVVI. UVVtt. miLll/CUC—— WCU Session gleich nach Ostern für wahrscheinlich. vfi Da» Mahlrecht bedroht. Die„Berk, k>« m .unserer te{ Wen,ak schäftigen sich in ihrer neuesten Nummer mit m"* welberei bei den Mormonen; wer in Vielweiberei.,., S)&/\t>U4-t% fnitrt(S4-»WfYV» VOrflf1 ÖllyH.tili w» wifr �vvtmvuvii;«vvv«i« ys/tvt'vjy keine politischen Rechte, auch kein Stimmrecht a sei höchst vernünftig:„Wer ein Institut,% Familie, zu den Fundamenten der staatlichen öl hört, nicht anerkennt, dem darf unseres- � _______-«»v �vvn/wvnimm. y--\— Y%VÖ*VJ I ment) ist im Wahllokale auszulegen. Jeder also, der aus irgend ,,. f,«...,' einem Grunde zurüclgewiesen wird, kann sich sofort uberzeugen, haben nun die alten Parteien so lange, ob das gesetzlich berechtigt war! Bon jedem Uebergnst ist sofort „Arbeiter schlitz" gesprochen, daß die Arbeiter er- j dem Wahlkomitee der Partei Mittheilung zu machen. "— an I' wartei», man werde ernstlich Ernst damit machen. Aber gerade im Augenblick, da die kaiserlichen Erlasse erscheinen, sind die alten Parteien bemüht, alle Voroereituiigen zu treffen, die geeignet sind, einer wirksamen Arbeiterschutz-Gesetzgebung Hindernisse jeder Art zu bereiten. Selbst zahme„liberale" Blätter wagen sich da in die Opposition. Haben doch die im Gerüche offiziöser Beziehungen stehenden„H a m b u r g e r N a ch r i ch t e n" gesagt, die Ankündigung einer neuen Arbeiterschutz-Gesetzgebung werde nur dazu beitragen, die„Begehrlich- k e i t" der Arbeiter anzustacheln!" Unter diesen Umständen kann man begreifen, daß die Arbeiter das Vertrauen zu den konservativen und„libe- raten" Parteien überall verloren haben, wo sie polltisch selbstständig sind. Aste» Abhängigen rufen wir folgende» in» Gedacht- »ist zurück: Die Stimmzettel müssen, wie erwähnt, von weißem Pavier sein. Aber die Größe der Zettel ift nicht vorgeschrieben, ' � I' v vv»»� früher stets vor, Iroße sich von aua) nicht die Dicke des Papiers. Daher kam es daß Brotherrn Zettel ausgaben, die durch die wwope»ck von den anderen unterschieden oder dadurch, daß sie aus kartonartigem steifen Papier waren. Wähler, die bei der Wahl unter dem Druck polittscher Gegner stehen und einen bestimmten, ihnen von Arbeit- geberu, Arbeitskollegen, Geschäftskunden oder Regierungsbeamten eingehändigten Zettel, der äußerlich erkennbar ist, abgeben müssen, können sich dadurch ihr gutes Recht sichern und nach ihrer lieber- zeugung wähltn, indem sie den gedruckten Namen aus- st reichen und einen anderen, der ihnen besser erscheint, darauf schreiben. In der Wahlprüfungs- kommission des Reichstags wird die Praxis verfolgt, alle Stimm- zettel, auf welchen ein gedruckter Name de-tlich ausgestrichen und dafür ein anderer hingeschrieben ist, für giltig zu erachten, so daß der ausgestrichene Name als nicht vorhanden angesehen wird. — Sie ist stolz, meinte Michael. — Das verhindert sie nicht, unser Brot zu essen, ver- setzte seine Frau. Die kleine Herzogin war gerade im Begriff in ein Stück Brot zu beißen, als sie diese Worte vernahm; sie legte das Brot iveg, zögerte eine Weile, um es dann doch weiter zu essen. In der zweiten Nacht überwältigte sie sogleich die Müdigkeit, und sobald sie sich hinlegte schlief sie ein. Beim Erwachen fand sie gleich ihre Arbeit vor. So verfloß Tag auf Tag, Dekade auf Dekade und die kleine Herzogin bediente fchweigend die Arbeiterfamilie. Michael ging schon sehr früh weg und Jenny ver- ließ eoeiifalls, nachdem sie Fanfan gewaschen und ange- kleidet hatte, das Haus, so daß Henriette mit der Mutter und dem kleinen Jungen allein im Hause bliev. Wenn die Wirthschaft besorgt war, setzte sich Henriette, mit einer groben Arbeit in der Hand, der Frau gegen- über, die nach ihrer Gewohnheit beständig strickte. Beide arbeiteten dann mit gesenktem Kopse, ohne zu sprechen. Aianchmal trafen sich zufällig ihre Blicke; dann schien der der Frau zornig zu sagen: werde ich mit Dir, Tochter eines oi-devant, nicht fertig werden? während die Augen der anderen antworteten: Nein!— Dann werde ich Dich vernichten! — Vernichte mich, wenn Du kannst, ich aber ver- achte Dich. Mutter Combat pflegte sich dann schroff zu erheben. Sie gebot einen schiveren Gegenstand aufzuheben, oder irgend eine widrige Arbeit zu verrichten. Henriette hob die Last ans,.besorgte ihre Arbeit und das schweigsame Duett zwischen ihr und ihrem Henker wurde fortgesetzr. Fansan war ein gutes, pausbackiges Bürschchen, der keiner Fliege etivas Böses anthun konnte, aber die Kinder ahmen den Erwachsenen nach, wie die Affen den Atenschen. Das Kind sah, wie man die Fremde als Dienerin be- handelte und machte es nach; es gab der kleinen Herzogin Befehle und schrie ihr zu: „Bringe mir das!" Es spielte auch ihr gegenüber den Herrn. Mit sechs Jahren hatte es noch die Ansprüche zu schreien, wenn man ihm nicht gehorchte. Eines Tages, als die Frau ausgegangen war, schimpfte es aus Henriette, die sich ihm kaltblütig näherte und ihm eine Ohrfeige gab. — Ich werde es meiner Mutter sagen! Sie gab ihm eine zweite Ohrfeige./ Daraus schwieg es. Am Abend wartete sie, ob es etwas sagen würde. Aber das Kind sagte nichts. yuu, niiyi anmauu, cem oaij untres" auch nicht einen Autheil am öffentlichen Leben � i j�Kltie Es handelt sich dabei nicht um eine Einsihränw� W, tischen Rechte, sondern um den Schutz des Staate p Jt fü�L Anarcbie. DNeisnio-v melrhe hm8 eViiftitnt bet ff.M i| u au ai Ii i vv» t Die Energie, mit* � i ' verdient»- Anarch des Eil Staat darf in th Rechte anerkennen.______ Amerika gegen die Mormonen vorgeht, tung aller europäischen Staatswesen, welche nj ehen durch eine Partei, die nicht nur btt ondern auch das Eigenthum aufheben will. schützt Euer Wahlrecht! Ein»rationallivernle« Llngblatt..An die Anarchie. Diejenigen, welche das Institut der ff�z; L, eis di es Eigcnthums negiren, negiren damit den_..Wen Staat bars in ihnen also an ch n x ch � � 'mt 1 Hannoverschen Reichstags-Wahlkreises" beginnt; Sozialdemokraten. Vom 1. Mai 1890 an ist alles % ausgehoben, das gesammte Vermögen jedes bürgers ist an die Zentralstaatskasse abzuliefern. künztighin Privateigenthum zu erwerben. Jeder �, einerlei, ob Mann oder Frau, hat künftighin tag 8 Stunden die ihm vom Verwaltungsrath vorgesast' �,1 zu verrichten. Jeder Staatsbürger erhält für diese steine gleiche Vergütung aus der Staatskasse, f 1 ,, künstig„in höherer Form",„allein auf wahre Li»» js,. Die Religion ist Privatsache. Alle Personen unter"V V* sind an die Staatserziehungsanstalten abzuliefern, völlig gleichmäßig vom Staate erzogen werden. Aue � sind gleich. Tie ziehenden Heere werden aufgehoben � während die wohlriechenden Dämpfe Altar in blaue Wolken hüllten. Die Bürger begaben sich dann zu I leiten, deren Preis zwischen sieben | schwankte. Die Revo V.., fcv»» vv«IVV«/ V IV«VtUVfcUUiv tmes kleinen, in der Wiege liegenden Kinde? und sing an Die Dekade. Der folgende Tag schloß eine Dekade ab.««««• lution hatte auf den Kalender das System der Gewichte und Maaße angewendet und der Ruhetag erschien jetzt nur jeden zehnten Tag. Freilich entschädigte man sich für den Aus- fall dadurch, daß man am Ende des Jahres fünf Tage hintereinander feierte. Die neuen Sonntage wurden durch ciuige Feierlichkeiten verherrlicht, schon in aller Frühe weckten Kanoncnschüfse die Patrioten. Um acht Uhr vereinigten sich die Nationalgarden mit der kleinen Besatzung von Paris, die nur 6000 Mann stark war, zu Nebungen und einer Parade. Die Maires und Adjunkten, wie alle Beamten der Gemeinde, zogen ihre festlichen Amtstrachten an. Da sah man in den ! Straßen nichts als Carmagnolejacken, gepuderte Haarschleifen, ' rolb und weiß gestreifte Leinwandhosen, braune und blaue Röcke mit Stahlknöpsen, weiße Westen mit breiten Auf- schlügen, Schärpen und Kokarden in den Nationalfarben. In jedem Viertel gab es eine Göttin der Vernunft in blauer mit silbernen Sternen besäetrr Robe, welche die Unendlichkeit und Einigkeit der Materie symbolisch darstellen sollte; diese Göttin trat an die Spitze eines Zuges von Frauen und Bürgern, um die'Pappel der Freiheit zu um- tanzen. Die Prozession drang dann in die Tempel, und nachdem die Göttin ans dem Altare Platz genommen hatte, sangen— die Sitten der Alten nachahmend— die Gläubigen im Chore. Die Gesänge hatten moralische Abtheilungen; es gab da Gesänge für da? Alter, für die Jugend und die Kindheit. Dann hoben die Frauen ihre Kinder in die Höhe und die Krieger schlugen an ihre Waffen— eine Hymne aus daS höchste Wesen hallte von den Bewölben nieder, auf de»- Um zwei Uhr Nachmittags ging man spazieren. So nannte man die mit Spazierivegen i Anhöhen, in deren Mittelpunkte ein ftzmWüy A dessen Blätter und Früchte sich mit dreifarbige mischten, gepflanzt war. Die schmalen sich Pfade waren mit Piken, dem Symbol des Kriegen Die Kinder spielten dort und schlugen auch suchten sie ihr« Mutter zurück zu halten, zsF Redner zu hören, welche gegen die Hydra donnerten, die Tyrannen beschimpften oder lut der gestorbenen Helden beteten. Des AbendS gab man sich mit mehr Leidem �jl! jener Aufregung, die Arbeit und Vergnügen jene» � und fe �rgnu '1% «?ls l *»nbart Si ""Ä "M ß I i Si-: �«V| vrv-twvtiv IU IV-v wyuwyw« A,"' zeichnen, der Unterhaltung und Zerstreuung hm i�bieid Z'p mip(.Pitt* nni+i Hin, H Ii».. eine Wirthschaft ein,"'M r eine Flasche Wein.jrm T-W.e nach Romainvill wie heute noch. Die Alten traten in ttne Wirthschaft Franks in Assignaten für zungen Leute gingen zum Tanze Gervais, nach der„schönen Mühle" oder f01'. zahlreichen Lokale in den Vorstädten und der-o Jane und Henri verbrachten die neun 0 � J töf % Wv**»v«ywuw vzc utui«'T« y. v. dieser Dekade vorausginaen, in dem Glücke de» zp L�as sehens. Sich nach so langer Zeit wiedersehen 3 s,, i � C\ ss TL 4% As# s\ 1\ �— l..— 1-..—. f 1%''i 1 th. !- ü.-- eil f.!« fei — Und Du mich aufrecht erhalten!.. ,»> CitßU*;*• Jfi-r. oi-l fl — Ich bin glücklich, Dir Leben und mein Henri. ,, f Und ich, daß ich Gelegenheit habe, meine Lie» Welt zu zeigen. (Fortsetzung folgt.) % ß sei» ac>awn.� m�""'- Apr'l ISW hat zeder Staats- zeitung, Organ zum I Im aiuumpki?,. vermögen bei de» vorgeschriebenen Parteien und Kliquen" WiloakfnH.«" V"?1 Zun« J. Mai 1890 an die Herauegegebene, im Sei i uuurnii.«u........... r. Jj.-_____ abzuliefern. ab ausgehoben Alle bestehenden Gesetze sind vom Dieses Gesetz tritt sofort in h, Nm»lluflM hrt'f-l'.Wl eiiic amjieiuiiuvcnup, yw...» Kaweii 1675 DfWmJ 5 t? ü£rat'fct)r Herrschaft erhielten."__.. I rVftiiv»-_ vii/',, ?N -S iluim«» I Katze zeigt 1 bana0SSt»?m �au§' die sie fangen will, die Kralle." "il'-n�dazuAn gll-i-bet e-n-f- al-c-t-ucä 8U Wwgsmt haben dieselben schon sehr y�' l Vor der Wahl triefen diese Herren Achtelt.------ ,.'W j fiigeuchtet. Bis zum 15. April 1890 hat jeder Staats- 1 zeitung, Organ zum Umsturz der Lügen aller volksfeindlichen| iicn" von der„Rothen Garde" untern» 14. d. M. herausgegebene, im Verlage von 5iart Steun'.ann in Zittau er- schienene und von Schoenseld und Harnisch in Dresden gedruckte ________ W W�W.>_ Flugblatt, sowie b) der von dem sozialdemokratischen Wahlkomitee Ä? M 6„ rj,, 0''' Johann Schivabel und Genossen in Bautzen erschienene, bei m?&t#rs8i5e28«5?-ft,,u,js —. aropherzogliche Krelsamt zu Oppciiheim: a) Das im Verlage von n ßmirnö in Mainj erschienene und bei 5v. Gottsleben daselbst ten:„An die endigend mit „M......~~' v——..——-.....-... Ästa inz» sozialdemokratische Wahlkomitee." 2) Das in demselben Verlage erschienene und ebenfalls bei I. Gottslebcn in Mainz gedruckte Wahlfluablatt, beginnend mit den Worten:„An die Wähler des Wahlkreises Mainz-Oppenheim, Mitbürger« Wähler!" und endigend mit den Worten:„Herrn Franz Jost, Landtagsabgeordneter in Mainz. Das sozialdemokratische Wahlkomitec."— 3) Durch Großherzogl. Staatsministerium zu Oldenburg, die bei PaulHug in Bant gedruckte und von H. Ehlers in Oldenburg verlegte Druckschrift, welche die Ueberschrift:„Wähler des 1. oldenburgischen ReichstagSwahlkreises" trägt und mit den Worten:„Am 20. Februar sollt Ihr wiederum zur Urne gehen" beginnt. 4) Durch die Herzogliche Kreisdirektion zu Helmstedt: Ter im Verlage von H. Wassermann in Schöningen erschienene, bei A. Vogel u. Komp. in Braunschweig gedruckte Wahl- aufruf„des sozialdemokratischen Wahlkomitces" an die Reichs- tagswähler des 2. braunschweigischen Wahlkreises, beginnend mit den Worten:„In wenigen Tagen" und schließend mit den Worten: „mit großer Majorität gewählt wird". Kchmed«» und Uorwegeu. lEhristiania, 18. Februar. Der Nordlandfahrer Dr. Nansen hielt heute Abend in der Geographischen Gesellschaft Hierselbst einen Vortrag über die von ihm geplante Norvpol- expcdition. Derselbe beabsichtigt, ein möglichst starkes Schiff bauen zu lassen, mit stark eingebogenen Seiten, um vorn Eise nicht zerdrückt, sondern eher gehoben zu werden. Die Fahrt soll durch die Behringstraße gehen und es soll versucht werden, mittelst der dort vorhandenen günstigen Strömung soweit wie möglich nordivärts zu gelangen und thunlichst bald die neu-fibirischen Inseln zu erreichen. Bon hier aus soll die Weiterreise nach den, Nordpol stattfinden, bis wohin der Strom wahrscheinlich führe. Grotzbritannie«. London, 18. Februar. Das Unterhaus lehnte mit 307 gegen 240 Stimmen den Adreßantrag Parnells, in welchem die irische Politik getadelt wurde, ab. Frankreich. Paris, 19. Februar. Das„Petit Journal" veriiimmt, zwischen dem deutschen Botschafter Grasen Münster und dem Minister des Aenßern Spuller werde heute eine Unterredung statt- finden in Betreff der Erlasse des deutschen Kaisers und der Ber- liner Konferenz. Spuller»verde jedoch eine bestimmte Antwort jetzt noch nicht gebe»; es gäbe geivisse Punkte, so namentlich die Beschränkung der täglichen Arbeitszeit auf 8 Stunden, in Betreff welcher die französische Regierung schon jetzt entschlossen sei, keine Abniachung einzugehen.— Das„Journal des Debats" zollt den Absichten des Kaisers lebhaste Anerkennung und erklärt, die Re- publik müsse dem Grundgedanken der Konferenz zustimmen, sich jedoch ihre endgiltige Antivort vorbehalten, bis sie die näheren Umstände, unter denen die Konferenz zusammen- treten würde, vollständig kenne. Das„Journal des Debats/ führt weiter aus: Was die Frage anlange, ob die Regierung der Republik die Einladung zur Konferenz annehmen dürfe, sei zu erwidern, daß die französische Regierung sich immer mit Pen Arbeitersragen beschäftigt habe. Wie könnte sie also zugeben, daß diese Fragen auf einer iiiternationalen Konferenz behandelt würden, ohne ihre Theilnahme? Zahlreich seien die politischen und ökonomischen Probleme, welche der Kaiser aufgestellt habe. Jede Regierung müsse zunächst noch ge- wisse Ausklärungen von Berlin erhalten, und sich der Bereit- Willigkeit der anderen Mächte zur Theilnahme versichern. Ein- inüthlgkeit sei unerläßlich, aber wenn die anderen Regierungen ihre Mitwirkung zusagten, könne Frankreich diesem Werke des Friedens seine Mitwirkung nicht versagen. St. Etienne, 18. Februar. In der hiesigen Arbeitsbörse wurde heute eine Versammlung von Grubenarbeitern abgehalten und für die Gruben der hiesigen Bergwerksgesellschast all- gemeiner Ausstand beschlossen. Delegirte wurden beauftragt, diesen Beschluß auch den Grubenarbeitern der anderen Gesell- schasten des hiesigen Kohlengebietes mitzutheilen, und es liegen Anzeichen vor, die befürchten lassen, daß der allgemeine Ausstand sich auf alle Werke des diesseitigen Kohlenreviers aus- dehnen werde. Paris, 17. Februar. Wir geben hier die Ergebnisse der gestern stattgehabten 9 Wahlen; die eingeklammerten Zahlen bezeichnen die Stimmenzahl, welche die Kandidaten bei der ersten Wahl erhalten hatten. Im 5. Pariser Bezirk findet Stich- ivahl zwischen dem Boulangisten N a q u e t der 3640(4830) Stimmen, und dem Radikalen Bourneville, der 2575(4745) Stimmen erhielt. Im 2. Wahlkreis des 13. Stadtbe- zirks siegte der Boulangist Möry mit 6710(5800) Stimmen gegen den Sozialisten B a s l y, der 5543(6784) Stimmen erhielt. Im e r st e n Wahlkreise von St. De ny wurde der Bou- langist G o u s s o t mit 4514(4810) Stimmen gegen den Radi- kalen Pöan, für den 3341(4214) Wähler stimmten. Im zweiten Bezirk von St. Denis schlug der Boulangist Revest, für den 8401(8867) Stimmen abgegeben wurden, den Republikaner Lourdelet, der nur 5095(3590) Stimmen erhielt. Den dritten Wahlkreis von S t. D e n i s(N e u i l l y) wird der Boulangist Laur vertreten, der mit 10 191 Stimme» über den Sozialisten Lissagaray, der 4953 Stimmen erhielt, siegte. Bei der Wahl vom 6. Okt. 1889 stimmten 10 724 Wähler für Laur und 8359 für A n t o i n e. Im ersten Wahlkreis von Sceaux siegte Belleval(Boulangist) mit 11022(12195) Stimmen über Goblet(Radikal), der 9329 Stimmen erhielt. Der Radikale Raspail hatte dort am 6. Oktober 9825 St. bekommen. Im Wahlkreis Mantes des Bezirks Seine- et- O i s e mußte ein'Abgeordneter an Stelle des verstorbenen libe- ralen Republikaners L e b a u d y gewählt werden, der am 22. Eep- tember 1889 7551 Stimmen erhielt, während auf seinen Gegner, den Republikaner Bunau-Varilla 5960 Stimmen abgegeben wur- �, rtttyy■mitrho O o h n it X M Cfönfml mit KjMC �Ilkttnas-N.» �alungsari oer ucationaliivrru.r»,».» Wa a* ää ätc »illsP�M�e!» g.' ec. mit den verwerflichsten Mitteln und ■liM ni'fjX' der ShM liebloseste und brutalste Weise. .«eschneidung der Volksrechte(siehe fünfjährige V1" 115116 steuern und mehr Militär. An die d'e sie den Wählern gegeben, denken sie nicht darM Mb«» z" 1'° also von trau, schau, wem! spreche», so Zossen' ß und öffpr öi.?11®e9nel'" unter, was sie selbst schon hundert iieliMJlchi ,'t leint Belke.Tie Nationalliberalen haben von je mit - t daz so,. 5' ro,e die Katze mit der Maus, und von ihnen r�fen, kchau wem! Daher der Abfall des Volkes heiler bn'a mi.» daher das Auf-den-Sand-gerathei» derselben, ?«ih_ iTnu öcistig erwacht und zu polittscher Einsicht in; es f„Jst mögen die Herren lustig weiter Vergleiche > MinL Lw", den andern hinter dein Ofen, der nicht »>mer gesteckt hat. lh'tet am�'��'Ä.1"!? srriheitsfeindlicher Projekt« Ida" ,n �et berliner Korrespondent der„Franks. kitflt. nei'e Reichstag wieder eine Kartell- unsere* foKte- Er schreibt:„Am nächsten liegt Ihtdita« lnun0 d>e Gefahr, daß Aenderungen des ifei h,,fi w,i8f!ISmmeit rr erden, es unterliegt kaum einem die Mandate und noch im höheren Grade die o.. d6r Sozialdemokraten sich bei den bevorstehen- vermehren werden. Den Eindruck, j � Wuto n roird' wird man wahrscheinlich verschieden- unter anderem auch dazu, um Aenderungen nothwendig hinzustellen, durch die das fnn v Sozialdemokratie bei den Wahlen verhindert � 0 r' um es richtiger auszudrücken: durch die i?6sden soll, daß das Allwachsen der Sozial- bei den Wahlen zum Ausdruck kommt. D"« Ute, und daß ihm die Sozialdemokraten lteber freisinnigen, wird in"""' Als Mittel der Ut...........„-■ '»thf? J�cn Stimmen bei den Wahlen sind oft empfohlen UJ.<• Äff m— IC.*.- wird in Zukunft keine Geltung der Unterdrückung der sozial- WZ ss **1 jWttc» m?", Stimme,........— ,.M..WW � lt.?(itWliiiin?6!6ftigung der geheimen Abstimmung oder Er- dftm r' Altersgrenze für die Wahlberechtigung. Am sbr s. lcät nach unserer Kcuntniß der Verhältnisse die lbsi'bi die Beschlußfähigkeitsziffer des Reichstags -A®-' was ein neuer Beitrag zur Versunipfung des Par- arismus wäre. Als in der verflossenen Session der Q8 wiederholt das traurige Bild der Beschlußunfähig- w' uiurde ein hervorragender Führer der Kartellparteien st».».« das erst werden sollte, wem» ein Reichstag im je«.""a fünften Jahre zusammensitze. Ter sehr einfluß- ..verr mar um die Antwort nicht verlegen, er meinte, lülw, �absetznng der Beschlußfäbigkeitsziffer und öftere listi, des Plenums, während vie Kommissionen weiter : ff"' 6lne nothwcndige und. gewissermaßen selbstverständ- .«>1 t)ung oer fünfjährigen Legislaturperioden seien. rn bnm'r n nicht, daß eine neue Kartellmehrheit das auch l nr, b.efchlwßen würde, die Folge würde sein, daß noch bisher die wichtigsten Gesetze hinter den Koulissen n werben und daß die Majorität dann nur anrückt, 9 Siegel draufzudrücken." r?�6.ntlcm«l» im Grportfach. Bekanntlich endete der .f?."' blieb gänzlich erfolglos und es griffen nun drei ist» i-8U rinem Kraftmittel, welches in den betheiligten 'dl-n ul6"rde'itliches Aufsehen erregt. Vor einiger Zeit �er? die drei Exporteure Josef Jaff und Sohn, Alexander '„„"d®o. und Eduard Könitz und Co. an die Polizei- - wit einer CtJCU WtmitWOW tyct 4|4■ v»v» 1 1 wy*«* v• xj• x> Wiener Pe rlinutt-Jndustrie zu Grunde richtet "... r- m nv, A mtf W. JIU WV44W& v■——•----' i" 1(............. Anzeige, in welcher sie gegen Hausmann- 'r amerikanischer Staatsbürger ist- die Anschuldigung d daß er'die Wiener Perlmutt-Jndustrie zu Grunde richtet 'vllft.*!-. I,-. H r 0 A«:-V-« rt 6. W i' � iu*'«"»»»• vr——_ 999990 Gefahr für die öffentliche Ruhe und Ordnung ».-""'s aV.fi v b'dsem Grunde wird um die Ansiveisuiig Haus- Mt." � ben Ländern der österreichisch-ungarischen Monarchie ?e».».. An diesem Beispiele kann man sehen, ivie weit Kon- �' 0 und Aiisbeutilngswuth gehen köilneii. Weil Haus ,-...... y----- ,1|VIIIV mrmi. h_. svp.ilistischen Bestrebungen. Das nno«esewen,................................. RH d!%„, anials den Arbeitern weismachen wollten, daß die Ein- Radikalen Manvoisin, der 0704(8980) Stimmen erhielt, ae- ßWK Mg der Produktion ein großes Unglück für sie, die Arbeiter, wählt. In Korsika siegte der Radikale Ceccaldi mit 6237 i Ä> ed??1 Hausmann die Interessen weniger Leute— aber reicher(6762) Stlmmenuberden BonaparttstenMas Mu lted o, für den (-1 stile,„aä. geschädigt, sein Eintreten jedoch Tausenden armen Ar- 4973(6903) Stimmen abgegeben wurden. ES sind also 5 Boulangisten "ei'he«r 611,6 geringe Aufbesserung gebracht, deshalb verlangen sie wiedergewählt und eine Stichwahl hat zwischen einem Boulan- d». AuKn..!k..„„ s:!»»rixhom dak.?>ausman die Wiener Perl- gisten und einem Radikalen stattzufinden. Außerhalb des Seine- "------------- Der„Radical" 1— H— i--— v w W,,-,, daß die boulangistisch- monarchistlsche Koalition noch immer besteht und daß ee ein 0' e b l c r gewesen sei, die boulangistischen Wahlen für ungiltig CtllClTCIT» 7»li-i>-"."Men worden ist? Und st e-,'weiter in zehn Stunden dabei verdienen zetzt die Perl in zehn �runoen mehr als früher in 15 und Die Geschichte ist wirklich ergötzlich und sie beweist des Satzes, daß das Kapital, um eine gewisse W: Propt einzuheimsen, vor keiner Anstands- und Gesetzes- - turückschreckt. -•--" Ä"-»«"«�AfÄAfifAeflreiäbflutit- .l- rjh'��fchwrft maftlbetvegung. „Vom Wnhlkampffrld" schreibt man uns: Ich habe in der letzten Zeit einen größeren Theil Deutschlands durch- zogen, nach Kräften mich selber am Wahlkamps betheiligt, und überall genau beobachtet. Im Vergleich mit den früheren Wahlkämpsen, die ich seit es einen Reichstag giebt, sämmtlich mitgemacht habe, kann ich aus voller Ucberzen- gung das aussprechen: Die Sozialdemokratie hat noch nie- mals eine solche agitatorische und organisatorische.Kraft gc- zeigt. Ueberall ist sie im Vorrücken begriffen und sie operirt auf einer weit ausgedehnteren Fläche als bei irgend einer früheren Wahl. Namentlich sind viele, bisher unnahbar gc- glaubte ländliche Kreise in den Kreis der sozialdemokratischen Agitation hineingezogen worden, und zwar äugen- scheinlich mit dem besten Erfolg. Das rothe Gespenst thut keine Wirkung mehr. Seit dem Jahre 1878 ist eS zu viel spazieren geführt worden und die besonnene Haltung der Sozialdemokratie hat, im Bunde mit den samosen„er- zieherischen Resultaten des Sozialistengesetzes", deni rothen Gespenst richtig den Garaus gemacht. Und auch die Pntt- kamer'schen Kanonen, Posen und Zitate werden die zerfetzte Vogelscheuche nicht wieder zusammenleimen. Wunderbar ist die Begeisterung und der Opfermuth der Arbeiter. Die Gegner sind durchschnittlich muthlos— es fehlt ihnen an einer Parole, und sie merken, daß der Boden unter ihren Füßen schwankt. Die Lügen, die sie dem Volke vor- gemacht, haben sich ihnen als Strick um den Hals gelegt. Und die kaiserlichen Erlasse, die sie als eine Rettungsvlanke begrüßt hatten, haben ihnen vollends den letzten Wind ans den Segeln genommen. Daß man Arbeiterschutzgesetz-For- derungen nicht gegen die Sozialdemokratie ausnutzen kann, das dämmert selbst den dickschädligsten Kartellbruder auf. Göhlodorf bei Uterdev a. d. H., 16. Februar. Gestern Nachmittag war nach dem Lokal des Herrn Dähne, dem einzigen, welches hier für Arbciterversamnllungen freigegeben wird, eine öffentliche Wählerversammlung einberufen. Der Zudrang war aus der ganze» Unigegeud ein massenhafter. Der Kandidat der Sozialdemokratie, Drechslcrmeister Tabert-Luckemvalde, sprach unter dem begeisterten Beifall der Zuhörer über die bevorstehen- den Reichstagslvahlen. Draußen stand eine dichtgedrängte Menge, Kops an Kopf. Um nun auch diesen den Vortrag zugänglich zu machen, wurden die im Saal Anivesenden veranlaßt, herauszu- acheii, um den Außeiistehenden Platz zu machen. Herr Tabert sprach dann noch einmal. Man sieht, daß bei gutem Willen. alles möglich ist. Göttwfl««, 18. Februar. Man kann den hochinter- essanten Wahlkampf in unserem Kreise nicht besser charakterisiren, als es unser famoser„kleiner Treitschke", der nationale und hochpatriotische Geschichtsprofessor Weiland, am �vergangenen Sonntag in einer pathetischen Zornrede gegen die bösen Freisinnigen gethan hat.„Die Aufstellung eines freisinnigen Kandidaten in unserem Wahlkreise"— rief der tapfere Kartellvertheidiger— wird nur den Welsen zu Gute kommen; sie wird dazu dienen, den Sieg, den wir in LOjäbrigem Kampfe errungen, uns zu entreißen und ihn wieder in die Hände der Reichsfeinde gelangen zu lassen. Aber freuen Sie sich nicht zu früh, denn hinter Ihnen steht eine andere Partei, und das ist die Sozialdemokratie; die ivird ernten, wasSie jetzt säen! Wer Wind säet, der wird Sturm ernten! Wir erinnern uns nicht, jemals so richtige und treffende Worte auS dem Munde eines Professors und„och dazu eines nationalen Professors gehört zu haben. Ja, eS verhält sich wirklich so: wir , verden zuletzt die Ernte halten. Schon jetzt kann man mit Sicher- heit voraussagen, daß die 270 Stimmen, welche unser Wilhelm Pfannkuch be» der letzten Wahl erhielt, sich verzehnfachen werden und ein hiesiges, unter der famosen Fahne der Unparteilichkeit segelndes bürgerliches Lokalblättchen sagt heute sogar: zur Stich- wähl werde es entschieden kommen, man wisse nnr nicht zwischen wem! Also auch in jenen Kreisen fürchtet man, daß die Nattonal- liberalen, welche 1887 schon im ersten Wahlgang über die damals einzige Gegenpartei von Bedeutung, die Welsen, siegten, jetzt nicht einmal zur Stickwahl kommen! Recht bezeichnend für die Stimmung im Kartell! Kommen wir aber diesmal in die Stichwahl, so werden wir bei den nächsten Wahlen siegen! — Und in diesen» freudigen Vorgefühl eines noch vor wenig Wochen kaum geahnten, durch rastlose Agitation erkämpften Er- folges ist es für jeden Freund unserer Sache ein höchst ergötzliches Schauspiel, zu sehen, wie die feindlichen Brüder: Nationalliberale, Freisinnige und Welsen(und nun auch gar noch die Antisemiten, ivelche sich aber der Sicherheit halber auf Druck und Schrift be- schränken) sich gegenseitig so wacker in den Haaren liegen I Da bestreiten die Kartellmänner den Freisinnigen ihre erst vor Kurzem so kostspielig bewiesene„monarchische Gesinmma" und müssen sich von den Welsen voriversen lasse», daß sie ihren eigenen König 1866 verlassen haben! Und so geht es fort: der Herr Oberbürgermeister erklärt amtlich die Wahl des freisinnigen von Bar für„gefährlich", und dieser bemüht sich krampfhaft, seine Unschuld darzustellen, die Bauern trinken das nationale Bier und lassen die Reichsseinde leben, die Kartellbrüder verschicken aus Versehen freisinnige Stiinmzettel in ihren patriotischen Kouverts — kurz, das Ganze ist eine Komödie für Götter! Wir aber haben unsere stille Freude daran, denn das Eine wissen wir: wie die Würfel für jetzt auch fallen mögen, wir werden doch end- lich den Sieg behalten. Vofflnn bei Dessn«, 17. Februar. Heute Abend fand hier in Sahlmanii's Salon eine von ca. 1200 Personen besuchte allgc- meine Wählerversannnlimg statt. Das Referat hatte Herr Benno Stabernack aus Berlin übernommen. Redner sprach über die be- vorstehenden Reichetagswahlen, iiidem er dringend darauf hinwies, daß diesmal nur ein Mann gewählt werden dürfe, der voll und ganz gewillt sei, ausschließlich die Interessen des armen und arbeitenden Volkes zu vertreten. Redner kritisirte ferner die „Großthaten" des verflossenen Kartellreichstages, und trat warm für den Kandidaten der Sozialdemokratie, den Stadtverordneten Paul Singer aus Berlin, ein.— Bemerkenswerth für unser Städtchen ist, daß die große Firma Sachsenbcrg für den Abend ihre Feuerivehr zum Antreten befohlen hatte. Herr Stabernack ist— nach seinem ganzen Austreten zu urtheilen— doch kein solcher Brandredner, daß seinetwegen die Feuerwehr»n Be- reitschaft gehalten werden muß. Uordhaufe»». Die deutschfreisinnige Partei macht hier in unserm Kreise die größten Anstrengungen, das Feld zu behaupten, tagtäglich finden in den verschiedensten Ortschaften„sreisinnigc" Versammlungen statt. Aber überallhin verfolgen die Deutschfrei- sinnigen die Sozialdemokraten. Wohl über 10 Versaminlungen wurden von Seiten der Sozialdemokratie abgehalten, in denen der Kandidat der Sozialdemokratie, Herr Theodor Glocke ans Berlin, auf die Ziele der Sozialdemokratie, sowie auf das volle- feindlicke Verhalten aller Parteien hinwies, ganz besonders aber die heuchlerische Agitation der Freisinnigen einer scharfen Kritik unterzog. Ueberall waren d,e Versammlungen Kopf an Kopf gefüllt und«klärten sich begeistert für die Sozialdemokrane. Wenn am Tage der Wahl die Ver- sammlungsbesucher noch von derselbe» Begeisterung beseelt sind, so ist für die sozialdemokratische Kandidatur das best, zu hoffen. 1 Auch eine deutschfreisinnige Versammlung wurde\ Norohausen belegenen großen Dorfe Salza von den Sozialdemo- kraten besucht, und die Herren Freisinnigen durch die erdrückende Majorität der Versammlung gezwungen, dem Kandidaten der Arbeiter, Herrn Glocke, sowie Herrn M. Baginski aus Berlin das Wort zu ertbeilen, die in mehrstündigen Reden die ganze Jämmerlichkeit des heutigen wirthschaftlichen und politischen Systems und insbesondere die arbeiterfreundliche Haltung oes Freisinns kennzeichneten. Die Herrn Freisinnigen wollten sich durch einen von Lügen und Verleumdungen über den Verlauf der Versammlungen zu- sammengesetzten Bericht rächen. Doch hat dieser Bericht die Entrüstung aller denkenden Ar- beiter' erst heransgesorderf. und diese Entrüstung wird am 20. Februar zum Ausdruck koinmen. In drm lUaljHtml'« Lripng-Laud hat sich im Laufe der letzten Tage ein interessantes Wahlgeschichtchen zugetragen. Das sozialdemokratische Blatt„Der Wähler" brachte unter der Rubrik „Quittung über Beiträge zum Wahlfonds" auch diesNotiz:„Von zielbewußten Mitgliedern des Militärvereins zu Plagwitz 9,10 M." Darauf erließ der Vorstand des letztgenannten Vereins eine Zlnnonze, worin er eine Belohnung von 50 M. demjenigen zusichert, der den Einsender der genannten Notiz so namhaft machen könne, daß es möglich sei, gegen ihn einzuschreiten. Auf diese Annonze hin haben sich nunmehr vier Mitglieder des Militär- Vereins zu Plagwitz als die wirklichen Einsender gemeldet. Sie haben gleichzeitig ihren Austritt aus dem Verein t. spruchen aber die Belohnung von 50 M., tue 9.J# dem sozialdemokratischen Wahlfonds Zuzuführen b � � J«..... cv». r. A____ v__" nitS t« I I Jjjk Kelgiett. Nach einer der�Vchs. Ztg." aus V r u s�l� K 43, 3 Theater. Donnerstag, den 20. Februar. Gpernhans. Lohengrin. -------------- Die Märchentante. ...... Die Ehre. . �Iilhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan. Istallner Theater. Der Hypochonder. Viktoria-Theater. Stanley in Afrika. berliner Theater. Gräfin Lea. Deutsches Theater. Der Unter- staatssekretär. Gstend-Theatcr. Maria Stuart. Uestdettz-Theater. Marquise. KelleaUianrc-Theater. Der Herrgott- schnitzer von Ainmergau. Königstiidtisches Theater. Der jüngste Lieutenant. Central Theater. Ein gemachter Mann. Adolf Cruft- Theater. Der Gold- fuchs. Theater der ReichohaUen. Speziali- tätenvorstelluug. Gebr. Richter'« jjarißtS» Speziali- täten-Vorstelluiig. fmanu'o Nariotö. Spezialitäten- Vorstellung. Das Tlheailes« MaUnertheaterstraße 15 ..ist an Bereive, GeseWasten:c. mit sämmtlichen Nebenräumen, Kühne, Tunnel ec. zu Festlichkeiten su> vergeben. Näheres zu erfragen im Theater- Bureau. CSrkMS IFIeBiz. K a r l st r a ß e. Heut», Donnerstag, den SO. Februar, Abends?>/!> Uhr: Zum 30. Male: Deutsche Turner. erti ti-*■.._ p f» i• v Große nationale j�rigmal-Pantomime, Dekorationen, Kostüme, Requisiten, Wagen neu und prachtvoll, und drei Musikorps, inszeiiirt vom Direktor. E. Renz. Vorführen der 12 arab. Schimmel- Hengste durch Hrn. Franz Renz. Hanilet ----' i-J—.. r».* si* Reitkünstler? Austreten ber großartigen Künstlerfamilie Briatore. 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BS! Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, der Tischler Gustav Wollt, am 18. d. Mts. gestorben ist. Die Be- erdigung findet am 21. d. Mts. vom Trauerhause, Reichenbergerstraße 135, aus statt. Um stilles Beileid bittet 1454 Die trauernde Wittwe. Verein zur Wahrung der I Interessen d, Klavier arheiter? und Bernfsgenossen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Kollege Gustav Wolf am 18. d. Mts. gestorben ist. Die Beerdigung findet am F r e i t a g, Nachmittag 3 Uhr, vom Trauer- Hause, Reichcnbergerstr. 135, aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht f 14481 Der Vorstand. vt.y»r- Danksagung. Allen Kollegen und Genossen, welche meinem lieben Mann, dem Schneider Hermann Horn, die letzte Ehre erwiesen, und mir hilf- reich zur Seite gestanden, sage ich meinen tiefgefühltesten Dank. 1449 Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Fchverein der ßch- Md Brettertriiger. Morgen, Freitag, Abends 8 Uhr, O r a n i e n st r. 180, Versammlung. Tagesordnung; 1. Vortrag über:„Die wirthschaft- lichen Umwälzungen der französischen Revolution." Referent: Herr I. Türk. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. Die Kollegen werden ersucht, in ihrem eigenen Interesse in dieser Versamm- lung zu erscheinen. 1443 I. A.: C. Gefrois, Kottbuserdamm 5, Querg. L Die Lampenfabrik von Arlt& Fricke hat ihren Arbeitern den 20. Februar als Feiertag freigestellt. 1450 Wo erfährt man die heutigen Wahl- resnltate von Berlin, Hamburg und ST W. Hangt, Weinstrasse 22. Allen Freunden und Genossen emps. mein Weiss- n. Bairisch-Bier-Lokal. K. Scholz, Liobonwalderstr. 20. Allen Freunden und Genossen em- pfehle ich mein Wch-u. BckU-Bier-LM. „Berliner Volksblatt" liegt aus. H. Botsdorf, 1452 Hochstrasse Ib.' am hiesigen Platze bekanntlich Grössie Auswahl. Garantirt sicher brennende SW Tabake."WV Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Säimntliche im Handel befindlichen Rohtabake sind am 1653 Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt. Masken- Garderode von Kranken- und Begräbniss-Kasse für die im Berliner Gürtler- und Bronceur- Gewerbe beschäftigten Personen. (King. Kilfskasie Ur. GO.) Sonntag, den 23. Februar d. I., Vor- mittags lOVa Uhr, in den„Zentral- Festsälen", Oranien-Straße 180: GeM-VersmilllW. Tagesordnung: I. Jahresabrechnung und Jahresbericht des Rendanten. 2. Wahl des gesammten Vorstandes und der Ausschußmitglieder. Quittungsbuch legitimirt. 1418 Freie Vereinigung der Lohgerber und Lederzurichter Berlins. Wir machen hiermit bekannt, daß unser Maskenball am 22. d. Mts. im Schweizer Garten nicht stattfindet, da der Besitzer sich weigert, den Saal zu Wahlversaminlungen zu geben. Der Maskenball findet daher am Sonnabend, den I.März er. in Bötzow's Brauerei, vor dem Prenzlauer Thor, statt. Die für den Schweizer Garten ausgegebenen Billets haben keine Giltigkeit, sondern sind bei G. Busse, Münzstr. 23, umzutauschen.[1447] Das Comitd. Echten MMuser Km ä Fl. excl. 75 Fl. Surf. 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Den Genossen halte ich meine UtasKen-G nrdevoke bei Bedarf bestens empfohlen. --: Kill, pr Crösite Ausmahl! Kill. Vreife. Vereinen Preisermäßigung. Fr. Panknin, 0ranien' Strasse 178, Adaibertstr. 93. Die in der ganzen Welt rühmlichst bekannte„Helm-Putz-Pomade" cht nur unser Erzeugniß. Dosen mit anderen Helmen und anderer Firma weise man als werthlose Nachahmung zurück. Dk» tochi"""" darf mein Herren- u. Knaben- 1351 Garderoben-Geschäft. SB Wilh. Fahr, Elisab6thtlrcilstr- Nr. 8 am Pappelpl, Den reunden und Genossen halte meine Maske«• Garderobe bestens empfohlen. 1404 Gedatns,%aK Reste. 3V2— 15 Meter, unterm Kostenpreis. Fabriklager Zimmerstrasse 86, H. prt. Das gr. Lager Berlins. ♦ Andreaostr. 83. Achtung! Den Mitgliedern des Uerein» zur Wohrnng der NA Gast- und Schankwirtlfr Kerlina und Umgegend � daß die statutenmäßige Versammlung am Freitag, de«<41.& Der Vorstand I. 21.: m. Nürnberg, stattfindet. 2 gr. Volksversammlung� dem i berliner! neue % eine beb '8« unseres Unser Mat am Donnerstag, den 20. Febr., Abends 8vs Uhr, Saale der Brauerei„Friedrichshain" am König im Saale der Brauerei„Patzenhofer"(Friedrich-'� Landsberger Allee 24— 27. _ Tagesordnung: 1. Die Verkündigung der Wahlresultate! der bis zur Zeit gemeldeten anderen Städte. 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet & die P f*Wl ein. Grosse WählerversammlDil des 6. Berl. Reichsfagswahlkrei*� _. rg des Mahlresultats findet am K. den 80. Febvnar, Abend« 8V2 Uhr, injolgenben Lokalen sta' Die Kekantttutachung des findet am folgenden Lokalen s>-. 1) Deutsches Volkstheater, Schönhauser Allee 1»°, 2) Lehmann s Salon, Schwedterstraße 24; 3) Keller s Salon, Bergstraße 68; P'n komm ln8 hin ei % uns« durch we deutsch hat mit JWfle, ab P* Arbeit � richte, 4) Rehiitz' Salon, Bergstraße 12. Der V*** !d-r eiterpre] politis it. Wir haben eine ganze Menge Leinen- und......... außergewöhnlich billigen Preisen angekauft und offeriren de» solche jetzt sehr viel billiger. HmIMe Air. 30 Iii f! UahWAa semfädrge Waare, hübsch � jl ReKr >4 Reilforcee' dicht gewebt, ö/l breit' Mit. 1U Ulf �(rtj Cretonne f L- ejittaj" f Mr. 25«. 3?!f" 8a'' K|ii«»§-%rÄs? Mir. 30 it. 35!W ®iif(S Kriisiucheckiiitii i-°> Mir. 40 n, 4» ßuteä lt.•SmisiiiMicrltiiKH i----<» m Mir. 1 Knie Wtii-HMWt 2 ßiiit Siila-HnliHtr"'Äi" 2%, 3, 3\-( Airs M Stttjeiij. ÄÄMt. 35 u. 40 1 SlOja 01t» geftreif» ssllills.... Mit, 50 II. 00 J JtiOiljt, volle Beltbreiie........ Mir. 0 31ml. l8fiftiiti(j(t"Ä'l,25, 1,50, 1,75, t lÖl)Cl4(lttlllie, vollständig waschecht...»10 II. 4" M Dil W--- 1-V-'•«•— y.,. ifjljjidjC in allen Qualitäten und größere 4, 3, 6, 1*'& WGechte ßanskleiklerftffe... 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Druck und Verlag von Mar Fading in Berlin 8W„ Beulhstraße 2. Liers« eine erklÄ j. mW -rd?� Ä4 MM lt. 43. nftf'K it zur Donnerstag, den 20. Februar 1890.! y. Jahrg. Snig brich eis� AbmeMts-WMU. Mit dem i. März eröffnen wir ein neues Abonnement aus �nlinn Volksblatt". ff»» unseres Blattes eintreten zu lassen. Unser Blatt kostet vom I.März ab frei in» 8**# 1 M 1« W« Monat. Iß bie P°stab°nnenten tritt die Preisermäßigung«1 »t lks �'st oine vlächtige Waffe für die um ihre«e- Upfende Arbeiterklasse; gerade jetzt sollten unsere Freunde , hl""b rasten, bis sie durch unser Blatt unsere Ideen bisher gleichgiltigen Kreise gettagen haben, die aus jj°ber aus Roth unserer Bewegung fern geblieben sind. I eine politische Zeitung liest, der kann auch ! i, lnet Volksblatt" lesen, denn der Preis des Blattes ist IKi tollst"' baß auch der wenig bemittelte Arbeiter sich �•matte zuwenden kann. "fci �"itrerseits werden in der Anerkennung, die uns zu � �' stets einen Sporn erblicken, der uns zu neuen An- �|e'' treibt, um unser Blatt nach jeder Richtung hin auf der- ch h?. äU halten, die ihm seinen bisherigen Zuspruch ge- hie«...��"�bsächlich an der Stärke der Arbeiterpresse kann arke der Arbeiterbeivegung beinessen. Redaktion und Uerlag des IVnlzlbeZ�ogutrg. Die WaHtagitatiolt in Sachsen. i* v6!* jäheren Wahlen, so ist es auch bei der dies- w. Königreich Sachsen, in dem sich die Behörden �tnflussung der Wähler in besonderem Maße Kammerverhandlungen in der vorigen Woche, bei oie Zlntervellation der sozialdemokratischen Ab- '%« vi« # �-•v"'i»u(|U"g uck»uuyn;. in besonderem Ätaße wv wv.vjv«. v �--- ■"« Interpellation der sozialdemokratischen Ab- g'ei' über die Versammlungsverbote im 17. Wahlkreis uoer vre njeriammrungsveroore ,«> i,. Prachg kamen, haben nur dazn beigetragen, zum Shell C J*" Behörden in ihrer Verfolgungs- und Unter- «acht zu bestärken. Aus allen Thellen Thellen �bbez laufen Nachrichten ein, welche dies bestätigen. Eine Reihe von Thatsachen aus den letzten acht Tagen mögen dies bestätigen. Wie Liebknecht im 17. Wahlkreis(Glauchau- Meerane) das Reden verboten wurde, so geschah das gleiche Bebel. Als dieser am Montag in Ober- Lungwitz bei Glauchau sprechen wollte, wurde ihm dies verboten. Andere Anhänger der Partei durften in der fraglichen Versammlung sprechen, der frühere 10jährige Abgeordnete des Wahlkreises nicht. Die Entrüstnng über das Redeverbot, das noch da- durch besonders auffallend wurde, daß Bebel Tags zuvor in dem eine Stunde weiter entfernten Wüstenbrand, im Ver- waltungsbereich der Chemnitzer Amtshauptmannschaft ungehindert sprechen durfte, war allgemein und wird am Wahltag in passendster Weise zum Ausdruck kommen. Dem Landtags-Abgeordncten Stolle, welcher Gast- wirth in Gesau ist, wurde verboten, in einer Versammlung in seinem eigenen Lokale zu sprechen. In einzelnen Theilen des 21. Wahlkreises(Annaberg- Iohanngeorgenstadt), des 22.(Reichenbach- Auerbach) und des 23.(Plauen i. V.-Adorf) wurden den dort agittrenden sozialdemokratischen Kandidaten alle Ver- sammlungen verboten. Das gleiche geschah Paul Singer in Lübau imd in Dresden. Ein anderes vielfach praktizirtes Mittel, um Versamm- lungen unmöglich zu machen, ist die angebliche Ueberfüllnng der Säle, was zur Auflösung der Versammlungen führt. So eifrig besorgt für das gesundheitliche Wohlbefinden oer Wähler hat sich die Polizei noch nie gezeigt, wie diesmal. Es ist wahrhaft rührend, das mit anzusehen und nur bedauerlich, daß die Wähler dieser wohlwollenden Bevormundung mit der ausgesprochensten Feindseligkeit be- gegnen. Findet sich ein Wirth, der den Einschüchterungsver- suchen zum Trotz seinen Saal zu einer sozialdemokratischen Wahlversammlung hergiebt, flugs kommt eine Deputation der Behörde und mißt sorgfältig die Größe der Lokalität aus, nm danach die Zahl der Besucher feftzustellen. Drei Mann auf einen Quadratmeter ist das Normalquadratmaß für die Versammlungsbesucher. Beginnt die Versammlung, so zählt die in der Thüre stehende Gendarmerie sorgfältig„die Häupter ihrer Lieben", wollte fagen die eintretenden Besucher ab. Ver- läßt einer derselben das Lokal, so wird er in Abzug gebracht. Damit aber die Veranstalter der Versamm- lung bei dieser offiziellen Auszählung nicht zu kurz kommen, postiren sie ebenfalls einige Mann und zwar zur Kon- t r o l e der Gendarmen an die Thür. Alle diese behördlichen Manipulationen sind an sich un- gehmer kleinlich, sie zeigen aber den Geist, der unsere Be- Hörden durchdringt und legen Zeugniß ab von der Weisheit und dem Verstand, mit dem der Staat regiert wird. Doch die Vor- und Umsicht unserer sorgsamen Behörden geht noch weiter. Daß wird angeordnet, da die Thüren der Lokale nach außen schlagen müssen und also entsprechend abzuändern sind. Der Fußboden wird auch gemessen und die darunter liegenden Balken werden untersucht, ob sie auch die nöthige Tragfähigkeit für die offiziell zugezählte Wählerschaar besitzen und was dergleichen Schäkereien mehr sind. Ferner wird mit Hochdruck auf Krieger« und Militär- vereine gewirkt, um diese zur Agitation wider die„Reichs- feinde" und zur Massenaogabe ihrer Stimmen für die Kartell- Parteien zu bewegen. Die oberste Leitung von Sachsens Militärvereiusbund fordert mit Hinweis auf die bekannte vorjährige Rede des Königs die Mitglieder des Bundes auf, in entsprechender Weise zu stimmen. Heuchlerisch erklärt man dabei, man wolle keine politische Agitation treiben, man hat also nicht einmal den Muth, offen [mK Rkaldo Römers Gmnsnes ei» spanischer Kosialist. | g, Madrid, Februar 1890. Mi>i i,. J* durchaus eigenthümlich, wie sichdie sozialistischen ■ iW»■ w Spanien entwickelt haben. Mehr ein Resultat Wie,,'"Impulse vom Auslande, als ein Ergebniß der z'rthschaftlichen Entwickelung, hat der spanische So- IBVtS floch sehr viele sentimentale und reintheoretische itit•!? st� Mit geringen Ausnahmen in den letzten üliis st er vorwiegend utopisch und läßt sich vom ! Vi,* e'nc§ Proudhon beeinflussen. Soip. dolbo Rumero Quinones ist zuerst bei jenem «9 j'!'n die Schule gegangen, dessen Werke in Barcelona die �""'scher Sprache erschienen und dessen Einfluß � Kommunal- oder Kantonal-Aufstände im Jahre 1873 "Lena und anderen Orten ausschlaggebend war. Ii;.. defand sich unser Verfasser als junger Husaren- > den Reihen des republikanischen Heeres, das gegen di �'ständischen gesandt war, und dort war es, wo er 1 ist Ä Male mit sozialistischen Ideen bekannt wurde. | te[5 /'chi der Einzige, der ausging um den Sozialismus und sein Anhänger wird, sobald er sich von a wahren Wesen unterrichtet hat. ' nJJ einer langen Reihe von Erzählungen hat Romero die sozialen Zustände seines Landes mit Mloser Offenheit geschildert. Seine„Anklage- haben ihn natürlich beim Kritikerplebs des Landes — sind die zweibändigen Ro- iner gemacht, trotzdem «Ter Abschaum der Gesell '/r resp. fünfter Auflage ers Cl««««Cava mit oibenbcLctkr Brust, das zu Geld und Ähren N.�kil es eine schöne Frau besitzt, die es versteht, mit Umgesetzten umzugehen, und unsere Politiker, wahre Mkmplare verkommener Spieler und Abenteurer. ""tärische, politische und soziale Schriften hat I ■chaft", und„Die Waisen schienen. Das erster- Werk leitenden Kreise", jenes £— STt V L. � -ÄI Verfasser eine ganze Reihe veröffentlicht. Da hier die von ihm vertretenen Ideen wenig verbreitet sind, mußte er sich in seinen Bestrebungen vereinsamt fühlen und so erklärt sich' der häufig wiederkehrende Pessinnsnius und jener bittere Ton, der unverstandenen Idealisten eigen zu sein pflegt. Derselben Ursache entspringt auch ein gewisser Autodidakten-Charakter seiner sozialen Schriften. Frische Luft der pulsirenden Wirk- lichkeit fehlt nicht selten jenen sozialen Utopien und mit grübelnder Ausdauer vertieft sich der Verfasser häufig in psychologische Probleme, deren Lösung mehr auf physio- logischer Grundlage zu suchen ist, als auf wirthschaftlichem Gebiete. Selbst auf's schwierige Gebiet des Spiritismus und Hypnotismus verirrt sich Quinones nicht selten, indem er der südländischen Phantasie die Zügel schießen läßt. Jm Militärdienste hat es unser Verfasser jetzt bis zum lieutenant gebracht und gilt für einen der tüchtigsten ikanischen Offiziere. Beim letzten Pronnnzianiento des Generals Villacampa, am 19. September 1886, hat er ebenfalls eine hervorragende Rolle gespielt und nur mit Mühe gelang es ihm, beim unglücklichen Ausgange des Aufstandes der Wachsamkeit der Polizei zu entgehen. Vielleicht wird sein Name bald wieder in ähnlicher Veranlassung genannt werden, denn die Tage der Monarchie sind hier gezählt und in diesen Tagen erzählt sich Madrid von einem weitver- zweigten Komplott, an dessen Spitze der Ex-Minister General Cassola stehe. Da hier dem Militär öffentliche Theilnahme an der Politik untersagt ist, hat sich Quinones keiner Partei an- schließen wollen. Seine in Katalonien(Sabadell) erscheinende Zeitschrift„Das Volksideal"(El Ideal del Pueblo) verfolgt indessen eine so entschiedene sozialistische Tendenz, daß über seine Meinungen hinsichtlich der politischen Partcistettung kein Zweifel obliegt. Bezeichnend ist, daß der ehemalige Anarchismus und Proudhonismus vom„Volksideal" heftig bekämpft wird und daß das Blatt als eines der entschieden- sten Anhänger des deutschen Sozialismus bekannt ist. Ernst Bock. zuzugeben, was man will und wünscht, obgleich es der Blinde mit dem Stocke fühlt Unter der Hand sind dann den Vorständen der einzelnen Vereine Aufforderungen zugegangen, am Wahltag mit ihren Vereinsmitgliedern geschlossen in die Wahllokale zu ziehen und ihre Stimmen für den Kartellkandidaten ab- zugeben. Zu einer solchen öffentlichen Parteinahme würde man sich nach den Vorgängen im Reichstag bei den Wahlprüfnngen gehütet haben, sähe man höheren Orts nicht mit großer Un- ruhe dem Ausfall der Wahl entgegen. Man hört und fühlt, daß heute ein ganz anderer Wind weht, als vor drei Jahren, man hört das Kartell in allen Fugen krachen und da sollen die Militärvereine die Stützen für das wankende Gebäude abgeben. Da Sachsens Militär- und Kriegerverein ungefähr 80 000 Mitglieder zählen, die fast sämmtlich stimmberechtigt sein dürften, wäre eine solche Garde ein tüchtiger Stützpunkt für die Wahl, und vor drei Jahren waren sie es in der That. Aber die Zeiten und die Anschauungen haben sich auch in den Militärvereinen ge« ändert. DerGeist ist ein anderer geworden. Kommt es den Vorständen dieser Vereine bei, ihre Mitglie- der zur Wahlurne rommandircn zu wollen, dann dürften sie die unangenehme Entdeckung machen,„daß sie vstle sehen, die nicht da sind." Als zum Beispiel vor einigen Tagen in einer industriellen Mittelstadt die zirka 1000 Mitglieder der Militärvereine zu einer Versammlung behufs Wahlbesprechung sich zusammenfinden sollten, konnte erst eine Stunde nach der angekündigten Zeit die Versammlung eröffnet werden und dann betrug die Zahl der Anwesenden kaum den achten Theil der Geladenen. Die Stimmung war dabei so frostig, daß man bald wieder die Versammlung schloß. Aehnliche Vorfälle könnten mehrere erzählt werden. Kurz, das Kartell ist verloren. Wo es noch siegt, siegt es nur durch die politischen und sozialen Machtmittel, die seinen Anhängern als Angehörige der herrschenden Klassen zur Verfügung stehen. Die große Masse ist im höchsten Grade mißgestimmt und unzufrieden und darum die Begeisterung für die „Reichsscinde", deren Versammlungen allüberall im Lande einen Zulauf haben, wie er bisher nie erlebt wurde. Täuscht nicht Alles, so werden diesmal die Kartell- Parteien in Sachsen so gründlich den Mund gestopft be- kommen, daß sie für längere Zeit die Sprache verlieren. Ii» 3. Kerliuev Ueichstagsmahlkreife werden, wie die„Post" meldet, die Kartellbrüder, welche ihr Wahlrecht ausüben wollen, ihre Stimme für den Oberbürgermeister Dr. Miquel, der auch im Jahre 1887 Kandidat dieses Wahlkreises war, abgeben. Kochum, 16. Februar. Der Bergarbeiter B r i n g e w a l d ist von seiner Kandidatur nicht zu Gunsten des sozialdeinokratt- schen Kandidaten Lehmann, wie irrthümlich gemeldet wurde, sondern des freisinnigen Kandidaten Lenzmann zurückgetreten. Bremen, den 18. Februar. Herr W. Liebknecht hielt am jfreitag, den 14. d. M., hier in den weiten Räumen der Zenttal- alle vor einer Versammlung von weit über 6000 Wählern einen Vortrag, in welchem er auch die durch den herrschenden Militarismus entstandenen Schäden und Gefahren rücksichtslos aufdeckte und unter lebhaftem Beifall der ungeheuren Versamm- lung die Mittel und Wege angab, wie mit diesem unheilvollen System zu brechen sei. Da diese Ausführungen des Herrn Liebknecht in allen Kreisen, auch in solchen, die sonst der sozial- demokratischen Partei absolut fernstehen, ungetheilte Sympathie fanden, so sahen sich die hiesigen, weit verbreiteten, national- liberalen„Bremer Nachrichten" veranlaßt, am 16. d. M. einen Artikel, betttelt:„Herr Liebknecht und die Sicherheit Deutsch- lauds" zu veröffentlichen, sin welcher in bekannter Manier die Rede Liebknechts kouimentirt und verarbeitet wurde, allerdings in noch einigermaßen anstündiger Form. Herr Liebknecht sandte darauf der Redaktion genannter Zeitung eine Berichtigung folgenden Inhalts:„Geehrter Herr! In Ihrem gestrigen Artikel über meinen Vortrag lassen Sie mich sagen, Deutschland solle den Ansang mit der Abrüstung machen. Ich habe eine solche Albernheit nicht gesagt, sondern, daß der Vorschlag zu einer internationalen'Abrüstung von Deutschland ausgehen solle. DaS ist ein großer Unterschied und das macht Ihre Schluß- solgerungen und lllusführnngen, so weit sie sich gegen mich richten, hinfällig. Ich habe auch die Gründe angegeben, warum Deutsch- land, meines Erachtens, die Pflicht der Initiative in der Ab- rüstung hat: 1. weil Deutschland der Sieger ist und 2. weil der moderne Militarismus eine deutsche, oder ge- nauer, eine preußische Erfindung ist. In wenigen Minuten muß ich die Heimreise antreten, habe also nicht die Zeit, die Materie eingehend zu behandeln. Das nur will ich bemerken, daß nach meiner Kenntniß der Atenschen und Dinge die Friedensliebe in Frankreich mindestens ebenso weit verbreitet und mindestens ebenso intensiv ist wie in Deutschland, daß aber allerdings in allen Schichten der französischen Gesellschaft die Meinung verbreitet ist, Fürst Bismarck plane einen Nebersall Frankreichs, sobald dieses sich eine Blöße gebe— und die Franzosen stützen sich dabei aus die chauvinistisch-provokatorische Haltung eines großen Theiles der deutschen Presse und zwar gerade desjenigen Theiles, der für offiziös gilt. Angewiesen auf den Appell an die Furcht und die Leiden- schaften arbeitet die Reaktion in Deutschland seit zwanzig Jahren mit dem ßriegsgespenst und mit dem rothen Gespenst. Mit tilse des rothen Gespenstes gelangten sie 1878 zur unbeschränkten errschaft. Wohlan, das rothe Gespenst haben wir Sozial- demokraten glücklich todtgeschlagcn und im Vertrauen auf den gesunden Menschenverstand, der in den Massen unseres Volkes trotz alledem und alledem lebt, bin ich überzeugt, daß es uns ge- lingen wird, auch dem Kriegsgespenst den Garaus zu machen. Sind wir aber das Kriegsgespenst los. so ist auch der Militarismus gebrochen, und mit dem Militarismus das Rückgrat der Reaktion. Achtungsvoll und ergebenst Wilh. Liebknecht. Dieser Brief hat in den„Bremer Nachr." natürlich kein, Aufnahme gefunden. Au» Kachfeu, 19. Februar. Die Wahlagitation man» laßte Igst az Auer, die Ufer des Gfnfcr Sees zu vc�, lassen und sich nach semem Wahlkreis Mauchan-Meerane) zu begeben. Als er ani letzteren Orte Sonntag Vormittag ein- traf, wurde er von einer geivaltigen Menschenmafse mn Bahnhof empfangen und mit donnernden Hochrufen begrüßt. Die Gegner sind über die Rückkunft Auer's ganz verdutzt, sie hatten bereits ausgesprengt, er fei unheilbar erkrankt, und es sei darum unnütz, ihn zu wählen. Und ivie wir sie kennen, würden sie auch nicht zurückgeschreckt sein, am Vor- abend der Wahl oder am Wahltag anZzusprengen, Auer sei gestorben. Solchen unsauocren Wahlmanövern hat Auer durch seilte Ankunft die Spitze ab- gebrochen. Am Aiontag Abend sprach er vor einer riesig besuchten Wählerversammlung in M e e r a n e und heute wird er in Glauchau sprechen. Bebel und Liebknecht, die ihn zu unterstützen bereit waren, wurde überall im Wahlkreis das Sprechen verboten. Dieser Willkürakt ist in einem heute zur Vcrtheilung gelangten Flugblatt, das Bebet unterzeichnete, scharf gegeißelt worden. Den Kartell- brüdern dürfte der 18. Wahlkreis, ivie verschiedene andere, entrissen weroen. Das ist die einzig geonyrende Antwort für die Niederträchtigkeit, mit welcher man von jener Seite den Wahlkampf führe. Das„Leipziger Tageblatt" jammert ganz kläglich; es fürchtet Stichwahl zwischen dem Kandidaten der Kartell- Parteien, Eisengießcreibesltzer Götz, und dem Kandidaten der Sozialoemotratee, Beuel. Es ist sehr wahrscheinlich, daß Stimmzettel in Empfang zu nehmen, scheint diesmal eine schärfere Auffa ung der gesetzlichen Bestimmung überall angewandt zu werden. Der§ 17 des Reglements zum Wahlgesetz lautet be- kanntlich: „Um sechs Uhr Nachmittags erklärt der Wahlvorsteher die Abstimmung für geschlossen. Nachdem dieses ge- schehen ist, dürfen kein» Stimmzettel mehr angenommen werden." Auf diesen Paragraphen macht die gesanunte bürgerliche Presse mit besonderen» Nachdruck aufmerksam. Es ist also anzu- nehmen, daß die Wahlvorsteher sich dieser Auffassung durchgängig anschließen»Verden. Daraus erwächst für jeden Sozialdemokraten die Pflicht, sein Wahlrecht zeitig im Laufe des Tages auszuüben, »venn die Partei nicht Schaden leiden soll. Die Wahl deginnt um 10 Uhr und dauert ununterbrochen bis G Mit de»» gUechsVl des Iahrzri,»»' i y „Statist. Korr." schreibt, auch ein Ümschivung w. herrschenden Witlerungscharakter vollzogen i" 1»• nämlich die letzten Jahre im Allgemeinen du> Temperatur und insbesondere durch strenge W»m_. t waren, war der eigentliche Wintermonat diese»-o? m:. Uhr. Lolrolos. diesmal in Sachsen mehrfach Stichwahlen vorkommen. So im 20. Wahlkreis, in dem Gehlert, der Mann, der die Kunst- hirvt»noT M />1t V»M. Viiv.i'sirt vtAAV***1* butter himmelblau gefärbt wirnschte, gewählt war nno im 23., den der Overstaatsmuvalt H a r t ni a n n i»n Reichstage vertrat. Leipzig. Der„Wähler" schreibt: Es»ehlt den„Ordnung?- parte»en", oem kinvltch-unschuloigen Karren an krasiigcn Z g-; »littelu gegen die Sozialvemokraiw, de�yato»vird in den letzten| Tagen vor der Wahl die„Brutalität" der Sozialdemolratte � an grmlsigen Boge enheiten demonprirt. So brückt cer„Leipziger: Dor anzeiger" in Sir. 4u einen schauerlich alberuen Trohvries ab. den Herr Dr. Ferd. Goey erhalten haben will. Die ganze Ge-! schichte riecht stark nach oroiiuilgsparteilichcr Mache— oeun war. kann ven Karteubrnderii gelegener tonnnen, als irgend eine„Thal", eines uiwernunsttgen Diensten ooer eines getan, len Subjektes?' Wir könnten ja oen Sprep umdrehen uuo eine ganze Reihe, zotiger Drohbriese avdruaen, die uns ossenbar von Oronuugs- siegeln zugesaildt wurven— doch ist uns die Sache zu lächerlich.' Herr Dr. Götz scheint durch derartige Dinge leicht zu irritiren zu sei», obwohl er sonst nicht schüchtern ist. Oder hält er den Ausputz der Sozialdemokratie als Schreckgespenst zur Durchdrückung seiner Kandidatur»ivthwendig? Damit dürste der verehrte Herr allerdings keinen Hund unrer dem Osen vor- locken, iver„Dorfanzeiger" tischt bei dieser Gelegenheit noch eine andere Schauergesch, rl,le au>. nacy welcher ein Tischler aus Sangerhausen Herrn Dr. Götz ans öffentlicher Straße in der Nahe des rahrischei! Bahnhms Uisultirt habe, und zwar soll aus der Mitte einiger Arbeiter der Ruf ertönt sein:„Schlagt»ha doch nieder!" So wird dem„Tor, anzeiger" geschrieben— und der„Dorsan- zeiger" druckt die Schauermär ab.— In letzter Stunde geht uns nocy die„Leipziger Zeitung" zu,»velche anscheinend ails den Vor- fall gelauert hat, u», ihn zu sruktifiziren. Auch sie hat gehört, daß der 3i»», ausgestoßen wurce:„Den hauen wir nieoer!" — Ferner weiß das Blatt zu berichten, daß Herr Goetz ge- schlagen und gestoßen worden sei.— Wir»veroen uns nicht »oundern, iven»» das„Tageblatt" morgen zu schreiben weiß, daß Herr Götz hat im Blute»vaten müsse...— Nach den»ms ge- »voroenen Mittheilnngen verhalt sich der Fall folgendermaßen: Auf dem hie,. gen bayerischen Bahnhof aus einer Versammlung in Zwenkau angelangt, rast a»ls einer Menge von Personen eine Stimme:„Ferdinand, wie schön bist Di»!"— Wir wollen hierbei ausdrücklich betonen, daß»vir derartige einfältige Nebensarten in keiner Weise billigen, da durch derartige Insulten jedenfalls keiner Partei, denen es um einen ehrlichen Wahlkampf zu thun ist, genützt»vird. Auf die Anrede des Rufers(es ist nicht fest- gestellt worden, wer Herrn Götz als schön ansingen wollte) fühlte sich Herr Götz zu antivorten veranlaßt, und that einen sehr klassischen Ausspruch und bot den» ihm unbekannten Rufer Schlage an.— Tarauf antwortete» einige andere Personen nird wurde, nachdem sich der Meuschenkneuel, aus dem fortwährend Rufe„Schutzi»a»in!"„Schnymann l" ertönten, bis in die Albert.raße geschoben hatte, ein Tischler von eii»en, Sch»»tz»na>»i» arretirt. Aus der Polizeiivache angelangt, gab der Tischler seine Aussage dahin ab, oaß er nicht gerufen»md sagte, daß er in der Nähe res Herrn Götz geivesen, daß das Herr Göy doch auch be- zeugen müffe. Ter Mein wnrde»vieder aus freien Fuß gesetzt und wird demnächst, allerdings erst nach der Wahl, eine Auf- klärung des Vorsalles stattfinden, und bis dahin, d. h. bis zum Wahltag, wird dieser Vorfall zu den schändlichsten Lügen benutzt werden, weil es gilt, das Setsreckliche an der Sozialdemokratie „nachzuiveisen".— Die„Leipz. Ztg." fragt„,vas sagt dazu die Parteileitimg?" Wir fühlen uns allerdings nicht als Parteileitung, doch wollen wir kurz oem amtlichen Blatte eine privatime Antwort geben: Die„Leipz. Ztg." kann zliuächst nicht beweisen, von wem der Ausruf kam: „Ten hauen wir nieder!" Tie bekannt» Lindenauer Versa»»in lung und der Skandalmacher Becher sind noch in zu frischer Er innerung, als daß wir uns sofort mit dem Gedanken vertraut machen könnten, daß auch hier nicht eine gemachte Sache vorliegt. Abgesehen davon, daß der iltuser ein Provokateur gewesen, läßt sich auch nicht feststellen, ob derselbe nicht mit seinem Rtlse den „S/.nger" gemeint hat, der Herr» Götz ansingen wollte, daß der Du» Z,l»ti'al- Maülbnrea» für de« 6. Berliner Reichstags-Wahtkreis befindet sich heilte am Tage Wahl Brunnen st raße 88, bei Gnadt. Aus de»» L. MahIIireife wird uns mitgethcilt, daß die freisinnige Barlei Hauslisten herumgehen laßt, aus welchen sich die Hausbeivoyner einzeichnen müssen, welchem Kanoidatcn sie die Stimme geben»vollen. Unsere Partei- genossen weroen dieses Parteimanöver hoffentlich mit„ge- bührenoer Achtung" aufgenommen haben. Äcrichiiauug für den 1. Mahlkrei». In der a>n Dien tag veröffentlichten Annonze, betreffend die Lokale, an welche sich tue Genossen zur Hilfeleistung wenden wollen, muß eS an Stelle des Lokals: Feste, Georgenkirch- st r a ß e 23, heißen: z»rr»z, Krvnenstralie 19. Anffarderung. ttlle diejenigen Genomen, welche am Tage der Wahl im 3. Berliner Reicvsrags-Wahlkreis thatig sein wouen, »Verden gebeten, sich am Wahltag früh 8 Uhr in folgenden Lo- kalen eii,zustnden: W. Gründet, Dresdenerstr. HS(Zenttal-Wahlbureau für den dritten Wahlkreis). Michaelkirchplatz und Josephllraßen-Ecke. 'llexandrinen- und Sebaiiiansttaßen-Ecke. Skalitzersttaße 18(„Zum lustigen®tie| el"). Bethge, Beuthstr. 10. Bolmar, Prinzen stt. 96. Fleischmann, Dresdenerstr. 80. Die Lolialkominissto»» thrUt tut« mit, daß die Adler- Brauerei ihre Lokalitäten zu Versammlungen hergiebt. Die Lolittlllomuiifsto» von Adtirshof macht bekannt, daß die SchankivirtheSttbbekahl, Albrecyt und Muserer sich weigern, das„Berliner Volksblalt" und die„Verl. Volks-Tribüne" in ihren Lokalen auszulegen. flossene Januar, ein überaus milder zu uen»»e>l- $i{3 temperatur lag fast allerorten Uln 3—5 und die absoluten Minima weisen nur Das milde Winterwetter»var, wie gelvöhnlich, si Falle von starker Bewölkung, soivie beträchtlichen Niederschlägen begleitet. i't Ausnahme trole� �___________ �;---- östlich gelegener Stationen, an denen es em wenig a � überstiegen die Niederschläge den vieljähng»»�--���, um ein Bedeuteudes, im Westen zumeist um daselbst Hochwasser und lokale Aususeruugen d°r waren. Diese großen Beträge rühren fast ausschnep b* ♦vv»vv*%.--/VV|V yvwpvil 1'*:«nr oll'tt)■) her; Schneefälle kamen im Osten ziemlich hausig v--gW recht ergiebig zu sein und traten im Westen Dementsprechend blieb der äußere Westen ohne und auch in den übrigen LandeStheilen, mit�Ausna?�� war dieselbe nur s milde und tegNeris hivaci» und von kurzer Dauer. milde und regnerische Witterung hatte ihren Grün schnell aufeinander folgenden Depressionen, iveiaie � Richtung meist nordwärts von uns, theiliveise aua? �| laud selbst hinwcgzogen. Im Anfange des Mo««»' � 2., dehnte sich zivar das Gebiet hohen Lustdrims,«i' si im Innern des europäischen Kontinents befand, au fiil«! olzt. .... uv» ciuuyui|u:tii Jtuiu.ut.u» ,.-.-oii land aus und hatte ziemlich strenges Froftwetter» dem Maße jedoch, als sich uns die im Nordnwswn den Dcpressioiiei» näherten,»vilrde es unter dem L»n�|; sie bedingten südwestlichen Winde schnell wäriiMi-...«i meist regnerische Witterung hielt aber auch IPchff Minima in größerer Entfernung ihr Spiel üieben�" � Ulli) aus'breM „Menen s J.'U'i1 n( .«Kaschii h rücklings rzensschrei t i h"«u'-ia ai Knaben m«,,'etzi, gröblichen( 8b*r(i* �RBcren Me 2 sp-ttarti J? 5,nu«te 5°uf seine letzteren i»Ii! ,8'""arteten! Mleudert mmtiuaatciihe Kon * In der' Tff plötzlic, Maximum von Südivesten her allmälig r vi machten sich, als der Kern der Anticiikloiien»n«« f. #3 t l>.»�01 .�'legliche ß ' �h°r. die s iuuu;ieii siu;, ui» vcv jvciu vet••• einige, allerdings ganz kurze und unvedelitende Kn � den 8. und 18.) bemerkbar. Nach dem 16. jeom? deutschland andauernd bis fast zum MonatSschluiie tiefer, ostivärts eilender Depressionen ausgenolinnva, sich meist nördlich von uns beivegten, und hatte d«im feuchtes Wetter mit lebhaften, gelegentlich siürimM z i oem südivestlichen Quadranten. In den beiden fftz.., streckte sich, vieder ein Hochdruckgebiet von Sud!>. Deutschland hin, da? schließlich noch Auihelterm S- kühlung und Frostivetter mitbrachte...,@0 HiitxritfiiuQrr auf Jlei)tit. Geivöhnlnh einmal, daß arme polnische Arbeiter auf de»» Sttos- Bahnhöfen von gerissenen Berliner Bauernsangcr> und ausgeplündert»verden. Aber auch unsi>, Bourgeois scheinen»»»cht viel schlauer z»» sein, veiw � Vorfall, den wir im„Verl. Tgbl." lesen, �hnsinstz�; me. Stuf also von der Seite der Götz'schen Freunde gefallen ist. Die hat auf den„Lindenauer Rabenvater" noch „Leipziger Zeitung".... nicht geantivortet und»verden wir auch jedenfalls eine Antwort nicht erhallen,»venigsiens nicht vor der Wahl, denn damit wäre der ganze zusammengelogene Bericht des„Tageblattes", der sich 'o scyön ausnahm, biosgestellt.— Und»vir behaupten, daß auch »er ein Schwindel, eine Provokation vorliegt, denn der verhastete Tischler ist der Ruser nicht gewesen. Der Magistrat veröffentlicht einige noch in letzter Stunde eingetretene Abänderungen hinsichtlich der Wahlvorsteher und Wanllokale sowie zweier Wahlbezirke für die Reichstags- »vahten. Die Abänoerungen hinsichtlich der Wahlvorsteher können wir als nebensächlich übergehen, dagegen bitten wir, folgende Abänoerungeii»vohl zu beachten: Bezüglich nachstehender Wahllokale muß es heißen: Im 125. Wahlbezirk: 76. Gem.-Schule, Baruther straße 20, park.— nicht Aula. Im 120. Wahlbezirk: 60. Gem.-Schule, Fürbringer- straße 33/4. Aula— nicht Klassenz. Im 153. Wahlbezirk: 20. Eem.-Schule, Oranien- straße 26, part.— nicht Aula. Im 312. Wahlbezirk: 52. Gem.» Schule, Frucht- straße 38, Turnhalle— nicht Aula. Infolge Umnninn'.erirung der Thurmstraße bildet Beussel- straße 14 mit Thurmstr. 61 ein Grundstück und gehört des- halb nicht zum 498., sondern zum 499. Wahlbezirk. ?um Wahltage. Während bei früheren Wahlen einzelne Wahlvorsteher die milde Praxis walten ließen, um 6 Uhr Abends nur die Thüren de? Wahllokals zu schließen, von den im Wahl- lokale bes.ndlichen Wählern aber auch noch nach« Uhr noch »Iis dem a °l>rei»d. T � blieben m Argerste Mbft babui btm Wa, ' h erbeig ?ben. web da kei gsti» Set heit beruht. Das Blatt schreibt�nämlich, Die Metalls, hleifer der Firma Lndivig Löive haben unter sich beschlossen, den heutigen Tag als Feiertag zu betrachten. De» Ardeiter» der Filzschnhmaarenfadrik, Elsasser- straße 5(Moritz Winterseld) ist der 20. Februar als Feiertag freigegeben»vorven. De» MirKer» der Woll»»aare»fabrili»»« Laer»»d Kahn. Wallstr. 67, ist der 20. Februar freigestellt worden. De» Ardeiter» der Heuze'schen Fabrik ist der Wahltag frei gegeben; die gleiche Meldung liegt vor aus der Pianosortefabrik von L. Schmidt. Oranienstr. 154; aus der Eisengießerei von F. Behrend, Rirdorf, Delbrückstr. 37; aus der Tischlerei von M. Barth, Fruchtstraße 8; aus der Filzschuhfabrik von Müller und Schlitziveg, Neue Königstr. 83; aus der Möbelfabrik von I. C. Psaff, Engeluser und aus der Pianofabrik Euterpe, Frucht- straße 8. Ei» Wort»1» Mau«. Da eS bisher nicht möglich war, in Zehlendorf einen Saal zu bekommen, sollte am Mittwoch etivas abseits von Zehlendors eine Versammlung stattfinden und der Kandidat des Kreises, Buchdrucker Werner, daselbst sprechen. Ter Wirth des Lokals„Eigners Höhe", Herr Thiemig, hatte das Lokal bereitwilligst zur Verfügung gestellt, und mit vollem Recht, da iin Sommer wie im Winter hauptsächlich Arbeiter bei ihm verkehren. Doch es kam anders; dem Herrn fiel am Tage vor der Versaminlung ein, daß eine Thür seines Saales nicht nach außen aufging, dies war ihm plötzlich Grund genug, sein dein „lieben Freunde" gegebenes Versprechen in einem eingescyriebenen Brief,»uelcher jetzt in der Anrede„Sehr geehrter Herr!" lautete, zu brechen. Woher mag dem Herrn wohl diese Weisheit ge- kommen sein? Vielleicht finden die Arbeiter es auch im Sommer bedenklich, sich in einem Saal zu amüsiren, dessen Thüren nicht nach außen aufgehen. Gl» verhängnisvoller Wahlliampf hat gestern Abend in dem Schanklokal von N. in der WoUankslraße stattgefunden und mit der lleberführung eines schwer Verletzten zum Arzt geendet. Zwischen einer Anzahl Gäste genannten Restaurants »var es infolge einer politische» Meimmgsjrage zu Differenzen ge- kommen, die schließlich zu einer allgemeinen Schlägerei der erhitzten Gemüther führte und die nicht eher endete, bis der Weißgerber B. durch einen wuchtigen auf seinen Kopf geführten Schlag mit dem Bierseidel blutüberströmt zusammenbrach und nach Anlegung eines Notbverbandes nach seiner Wohnung geschafft werden mußte. Nach Ausspruch des Arztes wird der schiagserttge Wähler»vährend des Wahltages das Bett hüten müssen; dem unbekannten Thciter gelang es leider, zu entkommen. Dos öffentlicheAngrbotovrrfa.'irettund dieErscheimmge» »velche es zu Tage fördert,»verden in drastischer Weise gekenn- zeichnet durch ein Vorkommniß, das gegenwärtig in den Kreisen der hiesigen Bauunternehmer vitfach besprochen wird. Anfangs d. M. fand die Eröffnung der Angebote statt, welche für die öffentlich ausgeschriebene'Ausführung der Maurerarbeiten zu der Ooerstrom-Brücke bei Alt-Reudnitz avgegeben waren. Tiefe Brücke bildet einen Theil des in der Ausführung begriffenen Eisenbahn Neubaues der Strecke Wriezen-Jädickendorf und ressortirt beim Direktionsbezirk Berlin. Es hatten sich neben einigen anderen Unternehmern denn auch hauptsächlich solche aus Berlin ge- meldet. Im Ganzen waren acht Angebote eingegangen. Die Arbeiten umfassen 3 Gruppen und zwar die erste: Herstellung von drei Strom- pfeilern im offnen Waffer und von zive» Krahnpfeilern; die zweite Gruppe: Herstellung von zwei Endpfeilern und drei Zwischen- Pfeilern der Strombrücke; dritte Gruppe: zwei Endpseiler und acht Zwischenpseiler der Fluthbrücke auf dem Vorland.— Für die Herstellung dieser Arbeiten forderte ein Frankfurter Unter- nehmer insgesammt 328 882 M. Diesem Betrage ziemlich nahe kamen drei Unternehmer aus Berlin, während als Mindest- fordernder ein Unternehmer aus Eberswalde sich gemeldet hatte, der die gesammten Arbeiten für den Preis von 173 661 M. auszuführen sich erbot, also um 155 141 M., d. h. beinahe um die Hälfte billiger war, als der Frankfurter und die drei Berliner Unternehmer. Der zuständigen Eisenbahndirektion schien diese billHe Brücke denn doch bedenklich>i»d sie dürste voraussichtlich auf vieselbe„zu tteten" nicht geneigt sein. teuer, welches einem Berliner Ehepaar dieser Riviera zugestoßen ist, wird uns von einen» l Nizza»vellenden Freunde unseres Blattes Mck* Der Berliner Häuserspekulant S. befand sich«nt 1 � auf der Eisenbahnsahrt von Bentimiglie nach sts# Berliner Ehepaar eine Unterhaltung über gleichg" � � � bereiiä L, er &«W zog, daß er dieses Geld soeben in einem »vonnen habe. Flugs hatte er auch ein Hand, dem er drei Blätter entnahm, um mit TSH M Mch- '.!?S 2% plannt rr H Wein . verinl itsperiot Kran! !. bsieitS TS'ÄÄ-'H-r«jr% im Gange»var, wobei die beiden nflerivähuten''„(«■ y,». vielem Glück operirten und ein hübsches Stück 6" Das Berliner Ehepaar begnügte sich eine Zeit laiig Spiele unbetheiligt zuzuschauen, bis Frau S.»isi'L zu sein glaubte und ihren Gatten animirte, einen ff„ von ihr bezeichnete Karte zu wage». Die Karte 0° des Herrn der nun ermuthigt, welter spiel«,' forzirte, bis er... um einen großen Thtit skUFj» erleichtert»var. Unsere Leser»verden es»vohl ffs. � haben, daß unser Landsmann BaneNifängcrn ist fallen war, und daß das„ganz neue Spiel""»cy'„«s »vesen ist, als das berüchtigte ,,5kü>>iinelblältche>i- ff.Giv an Nizza hielt,»raren die drei Herren sehr.-p schivunden, mit ihnen aber asich gleichzeitig dtt � j» Nif" 9� muri "glücttei B»» % «och I UJlUUUUVll,«>>>» nun nmy u.nn.jv...»-„.jp v. Herrn S., welche außer dem Rest der Reisekaffe- z und einen Depotschein der Reichsbank enthielt,(' zwar durch telegraphische Depeschen sofort„festgema fiX Sitsfisr» rMttßN �. ii («Ii: zur die Gauner aus diesen beiden Pavieren keinen m können. Immerhin ist der Verlnst des Herrn S. sicher und ein um so empfindlicherer, als sich ju»», noch der Spott gesellte; denn feine lieben Freunde � leute, welchen er sein Leid klagte, fanden es schaff„ daß er erst nach der Riviera habe reisen müssen, schöne Kümmelblättchen kennen zu lernen,»vas er ffs weit bequemer hätte haben können. Diese klein» v.D«* schichte hat sich,»vie»vir dies in der Spitzmarke a» 6. d. Mts.„abgespielt". Jedenfalls ist es mit der„Helligkeit" dieser � weit her. � t"", Die Keamten des Zugpersouals. welche. dv 15. Januar auf dem Rangirbahnhof Tempelhos sammenstoß ziveier Güterzüge zu Schaden gekommen � '» fchiv» ««ra und K wfeS* sich innner noch nicht soweit erholt, daß'ihnen��die� � � Untersch nähme ihres bisherigen Dienstes zugeunityct werden Packmeister Müller liegt auch heute noch an den ernff erschüttcrungen darnieder, und nicht besser ist der r Günther von der königl. Reparaturwerkstatt Teinff. Am schlimmsten ist der Hilssbremser Lobe ivegget„ jhii der Unguicksstelle trug, nachden» w 0 05e man für tobt von der Unglücksstelle trug, nachdem stäblich mit Aexten aus zwei total meinandergcstv- »vagen hatte heraushauen müssen. Lobe hat.Ai' m,'«» c R- Quetschung der Brust, mehrere Verletzungen des y' 6 4 Holz- und Eisentheile, einen doppelten Armbcnch" schivere Kovsivunde davongetragen. Alles ist goheff« der Unglückliche seinen gebrochenen Arm noch auch hat sich eine Lähmung der Sehnerven einges"»� bei««' 9A , AM' m »a 9 hoff n die Aerzte seine dienstfähige Wiederherstellung zu können. Ein schmerer Unglächofn», dem leider» leben zum Opfer gefallen ist, wird uns vom Dienst»- Hof Rummelsburg gemeldet. Auf den» Güterbahuhol Nacht zum Dienstag der Arbeiter K. nebst mehreren' dem Entladen einer Kohlen-Loivry beschäftigt,»«' 0. f etiva 2V» Meter hohe Rampe heran geschoben w1'; K. nicht vorsichtig genug gewesen sein, denn plötzm?'-- selbe von oben herab und fiel so unglücklich, daß#„.m Bnich des Kreuzes auch noch schivere innere LerlffU � Der Bedauernsiverthe»vurde nach dem Rra»»I$iihmffW geschafft woselbst er bald darauf seinen entsetzliche» erlag.... Im Waschfafi»erbräht. Schon wieder Beailfsichtiguiig von Kindern den Tod eines, JD= geführt Die in der Hermannstraße in Rixdo Frau des Brauers W.»var am Montag in ihrer« � �ÄS�besch». während welcher Kit chre Rid-�� zu- dreijähriger Knabe und ein ziveijähriges Mädchen,|i beben spielten. Um die M inne mit frischem Mffsi K« hatt» Frau W. dieselbe an die Erde gestellt und•* gestell .�»geklc # �..pi! %% Welt tt»e % mi siedenden Wasser auch noch kaltes hinzufugen, J'e der Wasserleitung begab, kamen die bclden UiA T,®alchit,{mHc zu imbe und der dreijährige ttnabe stürzte das kochende Wasser. Ter entsetzliche k\ ,?ich>ei des beoauernsiuerthen Kindes»lachte �rau L.. DN"im i ö l nusmerlsam und obwohl sie soiort hinzusturzte "naken �- � der Wanne zog. "'�»iW""'t�"leS"ngen davon getragen. .«« SUßtzchm Qualen' g" sie hatte derselbe doch so ... daß er am Dienstag trotz sorgfältigster ärztlicher Pflege ge- 'pelii, � �scheinend stark i f1 N�nedrich- und Ziimnerstraße ab. ch« d>e-'V sqw�en �trunkene Führer des einen Gesährtes, h w« Ww» sportart n versuchte, wie das leider von den , ohne f)inuiitP?f„„,'n wird, vor dem anderen vre Zim- r seliaMlhte%s•. kommenden Bretterwagen vorüberzukommen, gdin�VS' des lemei.n•0� U11� streifte nunmehr die Deichsel- ederöM� stürzte» �hettig�daß die Pferde an derselben zu ZKMßM sollte nur ein Berliner Lebensbild geliefert werden.— Präs.: DaS kann aber auch nur ein journalistischer'Ausdruck fcut; für jeden anderen verständigen Menschen ist so etwas aber ganz un- verständlich.— A n g e k l.: Es stehe» solche Geschichten doch mehrfach auch in anoeren Blättern,— P r ä s.: Wenn irgend ein herabgekommenes Blatt seine Leser mit derartigen Skandal geschichten ergötzt, so sollte doch ein anständiger Mensch sich scheue», in solche Fußtapsen zu treten.— A n g c k l.: Ich habe mir nichts Böses dabei gedacht.— Präs.: Angeklagter Frieden- stein, es wird nun behauptet, daß Sie init dem Artikel auch nichts weiter als eine Erpressung beabsichtigt haben und zwar aus Aerger darüber, daß Herr Meyder Ihne» die Ausgabe von Annonzen verweigert hat.— Angekl. F.: Herr Meyder hat überhaupt keine Annonzen des Konzerthauses zu vergeben, son- dern Herr Meding. Ich habe keine Erpressung beabsichtigt. sondern der Artikel entsprach der Tendenz des Blattes, alle steh zeigenden Schäden der Gesellschaft ruckiichtslos offen zu legen. Ueber den gegen den Modcoazar Gerson gerichteten Artikel &x—' vici, ej. nie rrnepaar, iveinjiv vum«uy-""-. M- NLMWA» an,«? iiuh K rv, v*w.'"ivv*/uuuu jii. uv wv, VV'— (kning.-.»i�l.?kesdenerslraße wurde das Pferd des I. scheu ?%, ieofli. m �)eu und raste, da der Führer des Gespanne», w,. 51" In Thor$c �eiUQlt über das Thier verloren, über das Kott- MaW*"1, cujV,,'6 itottbuserfttaße entlang in den Kottbuser Damm .....-- MV. �towairrv"'.....| «b»».'."' blichen>.« des aus dem Wagen befindlichen "'e«---- kinotachtet, da keiner der zahlreichen Passanten UiM(woit nn» v.„-... itgegen zu wersen, vielmehr Jeder. brinA...? dem wild dahinstürmenden Pferde in Sicher ite- Bor dem Geschästslokal der I.'scheu Thier instinktiv gelaufen, bog das Geführ mmrn-■ daß der WW>W>Md« flogen, während daS Die Verwundungen wie ist WWWSa» ° Mchlug und d> W o s,,Maar auf das Straßenpflaster mi I- und am % -ld-' 7/■m'R Al, VCJl Ht" V wt Ji) t*;vn» f---- IpWto ormittag wurden die Pulsadern der Leiche durch- '' ttormif»1— r; j.«„»fo mlutung eintrat und die Da zedoch am Montag i' 1%; f,f°tauf eine ziemlich starke Blutung P 2% verbunden werden mußte. Da ze m U Korper des Verstorbenen Todtenflecke sich einstellten, Leiche nach der Halle gebracht und sollte am Mittwoch t-'' r>........ ü______ 9fT)ifHi»r I�«»A N Äfc''jjh jVzp«,�,''"*"»•-y v*»• z)'"'"•— j------, Sert�Dlilh s"ben. Zu erwähnen ist noch, daß die Mutter des Th. Ad ki,lhs ,.ko Jahre» infolge der Aufregung, in welche sie durch Harb Schlaf ihres Sohnes verfetzt wuroe, am .....— inü.?bnr» von der Zlserdebah» hat den Tod des in der a WBilit f,b kvohnhaften Schuhmachers Robert Sch. herbeigeführt. ,, flPlhcta m Quf dem Vorderperron eines Wagens der Linie b��ksiNidvrunnen, als er an der Jerusalemer Kirche in- «ist.. durch die Kurve hervorgerufenen Ruckes herunter- llew,®W®t Sch. blieb wie todt liegen und man brachte in ein Krankenhaus. Die ärztliche Untersuchnng «ssvc?«ch. mehrere Stippen, die rechte Hand, das rechte .i°*Vnd das rechte Schulterblatt gebrochen und außer- if» A schwere innere Verletzungen. davongetragen hatte. r»,j, dar bedauernswerthe Mann, ohne noch einmal zum �en entsetzlichen Verletzungen A '* crcib,;« t l 6(P . un® unl i gp-liiiä' bei t«il zurückgelehrt z» sein, H i Ä lt. icit I S I auf i-" U»Sliick»faU ereignete sich gestern Nach- 11, k>leubau in der Lindensiraße. Ter Arbeiter »ä« niar auf der Frontmaucr in Höhe der zweiten tk»» ü9?«ferner Trager beschäftigt; bei dieser Arbeit t.„."vch vier Arbeiter. Plötzlich glitt B. aus und stürzte : ein, Straße herab. Ein Schädelbruch hatte feinem p«. Jj&rtiM Ende bereitet. o'fctü(i», Slm 18- d. M. Morgens wurden unter der e �en Vorgarten des Grundstücks Siegentenstraße 1 ' ßefrfinBl1® �'"dan aufgefunden und nach dem Schau- e ein�' Vormittags wurde am Holsteiner Ufer die Unbekannten, etwa 30 Jahre allen grauciisperson n b,» 5, ,7" Nachmittags wurde eine Frau in ihrer Woh- «ii, nJ Bellealliancestraße erhängt vorgefunden.— Abends iidf,'ann vor dem Hause Charlottenstraße 79, als er einen 'i, t.?Q8an besteigen wollte, auf der vor dem Straßen- ttnterjrt en aus, fiel zu Boden und brach den wird Kailfniann Frendenberg vernommen, welcher Theil- Haber der Firma ist. Derselbe bestätigt, daß sich die Theil' durch den Artikel beleidigt fühlten und die Ansicht hatten, daß derselbe nur Rache für entzogene Annonzen darstellte. Uebrigens Häven sich die Beleidigten dadurcn nicht«veiter beiinruhigt gesühlt das I und auch nicht die Empfindung gehabt, daß sie«veiter verunglimpft werden«vurden,«venu sie nicht Annonzen aufgäben.— A n g e- k l a g t e r F.: Ich wiederhole, daß der betr. Artikel sich gar nickt auf den Modebazar Gerson, sondern auf einen Modebazar in der Nähe des Schlesischen Bahnhofes bezog. Der nächste unter Anklage stehende Artikel betrifft einen hiesigen Bankier Pappenheim. Ter Artikel erzählte eine schmutzige Geschichte aus Ems,«velche von den Bewerbungen eines „schneidigen" Offiziers um die Frau eines Börsianers handelte. Die letztere war so deutlich beschncbe«, daß in«veiteren Kreisen sofort erkannt wurde, daß die Frau eines hiesigen Bankiers ge- meint sein sollte. In der That ist der letzteren auch die betreffende Zeitungsnummer von mehreren Seiten zugesandt worden.— Präs.: Angeklagte Frieden st ein, wie kommt nun ein solcher Artikel in Ihre Zeitung?— Angekl.: Ich habe denselben von einem geivisfen Hirschfeld erhalten; ich bedauere, daß derselbe nicht ausfindig gemacht«verden konnte, weiß aber, daß er zur Börse ging und habe auch eine genaue Personalbeschreibung ge- liefert. Ter Mann hat regelrecht für den Artikel sein Geld de- kommen. Uebrigens ist der Ehemann der angeblich beleidigten Frau zu mir gekommen und hat mir gesagt, daß der Artikel durchaus auf Unwahrheit beruht und ich habe in diesem Falle mich sofort zu einer Genugthuung bereit erklärt.— Präs.: WaS soll das nun heißen, wenn ein Mensch«vie Sie erst eine anständige Frau in gemeiner Weise in den Schmutz ziehen und dann sich„zur Genugthuung" bereit er- klären?— Angekl.: Ich hätte einen Widerruf gern veröffent- licht.— Der als Zeug« ausgerufene Ehemann der beleidigten Frau erklärt, daß die Personalbeschreibung,«velche der Arrikel gegeben, im Allgemeinen auf seine Frau paßt, daß das Uebrige aber von Anfang bis zu Ende erfunden ist. Nan, entlich sei seine Frau überhaupt nicht in Eins geivesen. Er habe den Angeklagten Fr. aufgesucht und ihn z»ir Rede gestellt und habe bei deinselben dereitivilliges Entgegenkommen gefunden. Er habe de>n Ange- klagten gesagt, daß er 500 und 1000 M. zahlen würde, wenn«nan ihm den Urheber desArtikels nennen«vürde, derAngcklagte habe aber jedeS Geldopfer abgelehnt. Der Zeuge hält dies aber nur für einen geschickten Schachzug des Angeklagten, der ihn jetzt als EntlastungS- ngen darüber vorgeschlagen, daß er für Geld««ichtzugänglich gewesen. eiie Unterredung«and nämlich kurz vor der Verhaftung des An- geklagten statt. Während der Verlesung des sehr schmutzigen Artikels wird die Oeffentlichkeit ausgeschlossen.— Der Angeklagte bestreitet, daß sich der Artikel überhaupt auf die Frau des Zeugen beziehen sollte. Er habe geglaubt, derselbe beziehe sich auf eine gleichfalls innner sehr gescynlückte und künstlich aufgeputzte Dame, «velche in Premieren zu erscheinen pflege.— Präs.: Dann nennen Sie uns doch den Namen dieser angeblichen Daine.— — Angekl.: Das würde ich auch nur unter'Ausschluß der Oeffentlichkeit thun. Es folgt ein Artikel, welcher das angebliche Verhältniß des Hofbankierö v. Cohn in Dessau zu einer königlichen Tänzerin schildert.— Hofbmikier von Eohn, der 77 Jahr alt ist, erklärt. daß ihm der Artikel von Bekannnten gezeigt worden ist. Ter Inhalt desselben sei gänzlich erfunden, den Angeklagten kenne er qar nicht, irgend«velche A>«forder«>ngen zu Geldopfern feien an ihn nicht gestellt worden.— Ter Artikel ist,«vie der Angeklagte mitthcilt, ihm von dein Schriftsteller Max Schönau eingesandt worden. Schönau habe zu ihm in festeren, Verhältniß gestanden und er habe dessen Artikel unbesehen in die Druckerei geschickt. Frl. Odilo», das bekannte Mitglied eines hiesigen Theaters, ist gleichfalls da? Opfer eines sehr boshaften Artikels geivorden, dessen Berfaffer der ziveite Angeklagte ist. Frl. O. hat die Ueber- zeugung, daß es hier nur ans ein Revolver-Stücklein abgesehen «var, da ihr gleichzeitig mit dem Schmähartikel auch eine Qnit- tung über ein Abonnement auf„Neu-Berlin" zugesandt wurde. — Der eingeklagte Landsberger betont, daß er den Artikel auf Grund ihn« gegebener Details kurz nach seiner Uebcrsicdlnng nach Berlin geschrieben. Er sei dainals mit hiesigen Theatervcrhäll- nissen noch gar nicht vertraut gewesen und habe nicht geglaubt, hätten ja in Oesterreich bleiben können. Es hat Sie Niemand hierher gerufen. Bei«ins in Deutschland gelten unsere Gesetze. Ueber den Artikel„Scelenjreundschaft",«velchen der Staatsanwalt als besonders gemein bezeichnet, wird ikonnnissionsrath Fränkel vernommen. Derselbe erklärt, daß er keinen dcr Angeklagten jemals gesehen habe und daß auch niemals Gelderprcjsungen gegen ihn versucht worden seien.— Präs.: Und der Inhalt dieses Arttlels ist er- logen?-» Zeuge: Aber stinkend erlogen!— Ans die Vernetz- muna der Gattin dieses Zeugen«vird verzichtet. Der inzivischen angekominene Kapellmeister Meyder gicbt bezüglich des gegen ihn gerichteten Artikels an, daß ihm der Artikel zugeschickt«vorden sei«ind er nur dadurch Kenntniß er- halten habe. Da unter dein ersten Artikel die Bcmcrkilng„Fort- setzuiig folgt" stand, habe er sich an die Redakteure von„Neu- Berlin" gewandt, und ihnen eine ernstliche Warnung zugestellt. Trotzdem sei auch dcr zweite Artikel gegen ihn noch erschienen. ErpreffungSversuche seien gegen ihn nicht geinacht«vorden. Ueber die Inserate des KonzerthauseS habe nicht er, sondern das Bureau zu verfiigen.— Präsident: Sind ab- sprechende Rezensionen über Sie in dem Blatte erschienen?— Zeuge: Ich lese Rezensionen überhaupt nicht. Der Zeuge hat den Strafantrag zurückgenommen. Ein Artikel unter der Ueberschrist„Die Schillreiteri««",«vel- cher von Max Schönau verfaßt ist und in gemeiner Weise Dinge aus den« Privatleben einer Schauspielerin des Lessing-Theaters hervorkramt, ist gleichfalls unter Ausschluß dcr Oeffentlichkeit vcr- lesen«vorden. Die Zeugin Frl. T.«veiß von der Entstehung des Artikels nichts, derfclb' ist ihr aber in zwei Exemplaren, soivohl in die Garderobe, als auch in ihre Privativ ohnnng gesandt worden.— Präs.: Zeuge Schönau, das ist doch ein Artikel, den man nicht in eine Zeitung hineinbringt, es sei denn, daß die Zeitung schon ans dein tiefsten Grad angelangt ist. Sie sind der Berfaffer?— Zeuge: Ja.— Präs.: Und für solche Artikel bekommen Sie 10 M.?— Zeuge: Ja! — Dcr Zeuge erklärt, daß er den Artikel an LanoSberger übergeben habe. Dieser Angeklagte meint, daß aus alten öfter- reichischen Zeitschriften manchrual Sachen genommen und erneuert und modernisirt wurden, und er den hier fraglichen'Artikel als zu dieser Gattung gehörig erachtet habe.' ES folgt ein Artikel unter der Ueberschrist:„Nnter dem Regenschirm". Derselbe erzählt das Abenteuer des Sohnes eines hiesigen Kausherrn n«it einer Scha»«spielcrin vom Lcsstng-Theater, und der Artikel erhielt sogar noch zivei Fortsetzungen.— Präs.: Wer hat de«« geineinen Artikel geschrieben?— Angekl Fr.: Ich! Aber ich habe den Artikel nicht für geinein, sondern für humoristisch gehalten. Die beiden durch den Artikel getroffenen Personen, ein Herr Simon und Fräulein Markwardt erklären übereinstimmend, daß an sie Geld- forderungen nicht gestellt worden. Die ganze Geschichte ist dadurch entstanden, daß ein Freund des Herrn S. dieselben in scherzhafter Form und ohne Namensnennung im Kroll'schcn Garten einem Freunde erzählt hat und Friedenstem zufällig Oyren- zeuge«var. Als Zeuge wird der Koinmisstonsrath Hausmann ver- nommen. Derselbe ist bei der Emission von Aktien seit langer Zeit thütig; er versaßt für die Gesellschaften die Prospekte und fertigt für die Bankhäuser die Listen derjenigen Zeitungen an, in denen sich'Inserate empfehlen. Er hatte sich andauernd geweigert, die Zeitung„Neu-Berlin" in diese Liste aufzuiiehmen und ist nun der Gegenstand der heftigsten Angriffe geworden. Er weist alle diese Angriffe als durchaus erfunden und unzutreffend zurück, namentlich auch die Behauptung, daß er in dem Börsengebäude umsonst«inen Komptoirramn inne habe. Er sei seit 84 Jahren Mitglied der Kaufinannschaft, sei inkorporirt und bezahle seine Komptoirrämne mit schwerem Gelde. Er habe seine Geschäfte immer so geführt, daß ihm Niemand, nicht einmal Joachim-Gehlscn, die„Sieichsglocke" und Konsorten seine Ehre zu besudeln vermochten. Der Artikel entspringe der elendesten Rachsucht, denn er habe die Zeitung„Neu-Berlin" von'Anfang an für ein Revolverblatt gehalten und seine Kunden direkt abgeredet, „solche Schurken" zu unterstützen.— Der Zeuge, welcher ermahnt , verden muß, sich von Beleidigungen fern zu halten, envähnt „och, daß seines Wissens die Angriffe von„Neu-Berlin" auch das Börsenkommissariat beschäftigt habe. Dasselbe habe sich aber ent- schloffen, sich mit solchem Schmutz nicht zu besassen.— Angekl. Frieden st ein: Die ganze Sache war ein Bicrgerede. Ich habe mich geärgert, daß Herr H. bezahlt nichts --»---&;_»■ 01_-- i»■- an Miethe und frUdeufteiit. Vorsitzender Landgcrichts-Di rektor ' fetter eröffnet die heutige zweite Sitzung um 'K % Mich der Personalien haben wir zu be 'h f ei,? verhinderten Rechtsanwalts Golfen Sa,," h neben Dr. Straß mann die S Ö« Q'Wien übernommen hat. u berichtigen, daß an der RechtSamvalt Vcrtheidignng des 0% be»V> �rvl4.-Mwet,*4U"lluv** Mir l Artikel über den italienischen Gesangsproseffor wird ''£*"3® der Kaufmann Briske vernommen. Derselbe i,? de Frledenstein's der Urheber der gestern erioShnten coiiz über denn„Backenzahn-Professor" geivesen sein. �— t.......< Zu-, daß er bei Gelegenheit einer ''livMfg die Aufinerksamkeit der Herren MnsJllL den Unfug hingerichtet habe, geschäftlichen von„Neu- ßiton'f'r»"»lug ylugrcWW v..vv, welcher von : jOmforen mit italienischen Namen mit den Stimmen -toft treiben. Er habe in allgemeinen Umrissen auch Welcher dem Artikel zu Grund» liegt, geliefert, der 4»"."Wie habe denselben aber so, wie er vorliegt, aus diz c'li>ttlcher Recherchen verfaßt. Ueber die Revolver'- % sklni.. tes �nn Zeuge nichts aussagen, versichert aber, Pkir»» etwa durch irgend welche Furcht sich zu», 1"üt» bem Vlatte entschlossen hatte. Auch bezüglich "pikanter" Sauce Übergossen en Schmähartikels, welcher iV Kapellmeister Meyder richtete, wird der Zeuge ver- �'.efer Artikel ist von dem zweiten Angeklaglen ge- kJ-: SfbÜr'i er sagte, auf Verlangen des Friedenstein.— efiT. rfLll Zweck hatte denn dieser Artikel? Es muß doch f. Absicht dabei vorgewaltet haben.— Angekl. mich eines journalistischen Ausdrucks zu bedienen, daß sich die Spitze des Artikels gegen Frl. O. richte.— Auf Befragen des Rechtsanwalts Dr. Straßmann giebt die Zeugin zu, daß ähnliche gehässige Artikel gegen pe auch schon in anderen Blättern gestanden, beispielsweise in der„Frankfurter Zeitung", dem„General-Anzeiger" und im„Kleinen Journal". Ob mich nach ihrem Abonnement abfällige Kritik an ihr im„Neu-Berlin" geübt worden, wisse sie nicht, da sie das Blatt nie gelesen. Ter Zeuge Schriftsteller Max S ch'ö nan giebt zu, der Vcr- saffer des Artikels über den Hofbantier v. E. und der Tänzerin Helene Sonntag zu sein. Da letztere noch immer an den Folgen eines Brandunglücks krank darniederlicgt, so soll der Artikel, bei ihrer kommissarischenVernehmnngverleien reden. Auch ein Artikel welcher sich gegen einen hiesigen Konimissionsrath und dessen, einer Tbeaterfamilie angehörende Gattin richtet, ist von Schönau ver- faßl Ter Artikel unter der Ueberschrist„Scelenfreundschast" wird unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verlesen. Ter Zeuge Schönau erklärt, daß er für die einzelnen Artikel von Friedenstein Honorar erhalten habe, daß er aber durchaus keine Befugniß hatte, Artikel selbstständig in die Druckerei zu geben. Er habe die Einzelheiten, welche dem Artikel zu Grunde lagen a»S einer, nach seiner Ueberzengnng zuverlässigen Quelle erfahren. Au« Antrag des Staatsanwalls wird der Zeuge, gegen welchen das Verfahren allerdings eingestellt sei, der aber jeden Augenblick aufs Neue unter Anklage gestellt werden könne, nicht vereidigt. Nach Wiederherstellung der Oeffentlichkeit erklärt der Ange- klagte Fr., daß er sich einen Augenblick sammeln müsse, da er eine vorübergehende Schwäche fühle. Alsdann kommt ein Artikel an die Reihe, welcher die Ueber- schrist trug:„Das Aeltestenkollcginm und Herr Adolf Hausmann". Es wird behauptet, daß dieser'Artikel, durch welchen sich Herr Kommissionsrath H. beleidigt fühlt, darauf zurückzufuhren sei, daß er bei dcr Vergebung von Inseraten über neu emittirte Aktien einer Aktiengesellschaft die Zeitung„Neu-Berlin" nicht berücksichtigt hatte. Ter Angeklagte bestreitet dies und meint, daß er sich um den Jnseratentheil nicht beküimnert habe. Ein anderer Artikel trägt die Ueberschrist:„Ueber AnwaltS- gebühren." Derselbe erhebt gegen eine» hiesigen Rechtsanwalt, welcher gegen Fr. in einer Zivilsache aufgetreten war, den Vorwurf der wissentlichen Gebühren-Ueberhedung. Dieser Vorwurf ist, wie sich. aus der Vernehmung des Zeugen ergiebt, absolut un- berechtigt.— Vors.: Angekl. griedenslein, Sie sehe», wie ganz klare und zweiselsreie Dinge inm chmal entstellt und zu Angriffen benutzt werden.— Angeklagter}.: Ich habe die Gebühren für zu hoch befunden. Bei uns in C&ritih*•• 1' ö j.• Sie ich muß zahlen so viel— Präs.: Sie mußten sich doch sagen, daß Leute, die Ihnen so etwas zutragen, auf alle Fälle bedenk- (icher Natur sind.— Angekl: O nein, die Äiittheilungcn kamen von dem Prokuristen eines Welthauses.— Präs.: Nu», es kann auch bedenkliche Prokuristen von Welthänsern geben.— Präs.: Herr Zeuge Hansmann, war es etwa bei der Kauf- mannswelt bekannt, daß„Neu-Berlin" ein echtes Revolverblatt war und viele Leute es vorzogen, Inserate aufzugeben, um sich nicht verunglimpfen zu lassen?— Zeuge: Ich glaube wohl, daß dies in der Kaufniannsivelt bekannt war. Noch zu keiner Zeit ist die Frechheit so weit getrieben worden und de?- bald gab man wohl dem Blatte lieber Inserate auf.— Verth. Dr. S t r a ß m a n n: Wer war dieser„man".— Zeuge: Ich kann z. B. das Bankhaus Wolf erwähnen.— Veriheidigcr: Dann bitte ich den Bankier Wolf darüber zu vernehmen, daß er nicht aus Furcht, sondern aus allgemeinen Gründen der Zweck- inäßigkeit annonzirt Hai Der sodann vernommene Sekretär Schwarz vom Zentral- Theater bekniidct, daß die Annonzen dieses Theaters ohne jeden äußeren Zwang aufgegeben worden sind. Dasselbe bekundet dcr Sekretär S ch a ß l e r vom Lessing-Theatcr. Richtig sei, daß Dr.- Bpimenthal: es abgelehnt habe, für eine in„Neu-Berlin" erschienene Zeichnung des Theaters einen Geldbeitrag zu leisten. doch bestehe kein Kausalnexus zwischen dieser Thatsache und den beiden gehässigen'Artikeln, welche unter dem Titel„Bis aufsHemd" und„Die Schulreiterin" gegen das Lessing-Theater erschienen sind. Dr. Bluinenthal habe sich durch die letzlcren auch gar nicht be- ieidigt gefühlt. Der nächste Fall betrifft eine Frau Lcivaudowski, die Be- sitzerin eines Restaurants mit Damcnbedienung. Dieselbe hat Friedenstein Annonzen auf ein Jahr ausgegeben, welche monat- (ich 10 Mark betragen sollten, Friedenstein verlangte aber dann von ihr, daß sie 120 Mark auf ein Mal bezahlen und als sie sich dessen weigerte, drohte er ihr, daß er schon ivisse, was er ihr aiithun werde. Die Zeugin hat aber, wie sie selbst zugiebt, diese Drohung nur so aufgefaßt, daß sie verklagt werde» würde. In „Neu-Berlin" ist dann ein gegen die Restaurants mit Damen- bedionung gerichteter Artikel erschienen, von welchem die Anklage annimmt, daß er die Antwort auf die Weigerung der Frau L. sein sollte. DaS Schuhwaarengeschäft Hugo Roscnseld& Co. hatte bei seiner Eröffnung auch„Neu-Berlin" mit Inseraten bedacht. Es erschienen trotzdem ungünstige Artikel über das Geschäft und als eine Bitte um Annonzen verweigert wurde, wurde der Geschäfts- inhaber lächerlich geinacht.— Präs.: Wie kamen Sie zu solchem Artikel?— A n g e k l Fr.: Ich wußte, daß Herr R. früher bei Spier& Roscnseld thätig war. Diese Firma hat Stiefel ver- kauft, bei welchen gleich nach dem Kauf die Sohlen abfielen und da habe ich das Publikum warnen wollen.— Präs.: SpierckRosen- feld bestehen doch aber schon seit 10 Jahren nicht mehr und Sie mußten doch abwarten, ob die neue Firma, deren Chef nur dcr Bruder des Herrn R. von der Firma Sp.& 91. ist, auch schlechte Stiefel liefert.— Angekl.: Seitdem hat Herr R. aber viele unklare Geschäfte gemacht und er war auch der Begleiter des King-F».- Ter Zeuge R. hat auf Betreiben Landsberger's den Strafantrag wegen Beleidigung zurück- gezogen und erklärt, daß Erpressungsversuche gegen ihn nicht ge- maC()®egeii den Theatsragenten fi ebner richtete sich ein unter der Ueberschrist„Theaterunfälle" erschienener Artikel, welcher oährend der Hochzeitsreise des Zeugen erschienen und mit den ge- asstgsten Angriffen vollgespickt war.— Zeuge L e d n e r erklärt. ah er von dem ganzen Artikel erst nach seiner Rückkehr von der �eise Kenntmß. erhalten habe. Er habe auch vermuthet, daß der lngeilagte �nedenstein, den er von Jugend an kenne, der Zer,affer sei. Als er denselben im Juni Unter den imben traf, hatte er erst nicht Übel Lust, den- -Iben zu verhauen. Er habe es aber doch vor- ezogen, demselben nur zuzurufen:„Du Lump, wenn Du Dich >och einmal erfrechst, Artikel gegen mich zu schreiben, dann ver- !a"e O Dich!" Die Folge davon war, dajz der Zeuge noch zwei wlizeiliche Vernehmungen über sich ergehen lassen mußte, weil Niedenstein ihn wegen gefährlicher Drohung denunzirt hatte.— -ras.: Hören Sie, Angeklagter, Sie spielen sich manchmal so üs ein �walt der Ehre der Schauspielerinnen auf und auf der WldGTßU.iitc---- on.--?*- richten Sie wieder Ihre giftigen Pfeile gerade legen Anlange dieses Standes.— A n g e k l.: Wie sich das gerade so.nacht und wie es die Mißstände, die an einzelnen cheatern herrschen, gerade erfordern. Ter Artikel hier hatte den ?'veck. die �.chhren einer Art Theater- Dynastien, welche durch olche Heirathen begründet werden, klar zu legen und Uebelstände iu geißeln.— Präs.: Tann hätten Sie doch auch einmal sie Redaktionen der Zeitungen geißeln sollen. Sie hatten doch m sich selbst Stoff genug. welcher die Ueberschrift trug:„Wer bezahlt daS Boicher; richtete aus Anlaß eines Zwiespalts, welchen die Lirektlo» des Belle- Allianee- Theaters mit der Schauspielerin Kausner gehabt, die heftigsten Angriffe gegen den Direktor Stern- feim, welche mit allerlei schlüpfrigen Arabesken gegen den Zeugen md dessen Kompagnon ausgestattet waren. Der Artikel ist dann. >Iau angestrichen, der Frau des Kompagnons zugesandt vorden, wie denn überhaupt solche Zusendungen üblich ivaren, zhne daß sich feststellen läßt, von wem dieselben herrührten. Ler Artikel ist erschienen, nachdem Gesuche des Angeklagten am Frelbilletv abgelehnt worden waren, der Zeuge erklärt jedoch. daß er im Interesse des zweiten Angeklagten den Strafantrag liirucknehnien.> v Der nächste Zeuge ist Direktor Joseph E n g e l vom Kroll'schen Theater. Aus Anlap des ersten italienischen Unternehmens dieses Zeugen erschien in„Neu-Berlin" ein sehr ungünstiger Artikel aber dieses Unternehmen und besonders über den Sänger Werner Alberti. Ter Zeugs bestätigt die Annahme der Anklage dahin, daß dieser Artikel erst erschienen sei, nachdem ein Ausgeben von Inseraten venveigert worden war und man auch abgelehnt hatte, Beiträge zu einem sur die Zeitiing„Neu-Berlin" angefertigten Klichö zu leisten.— Rechtsanwalt Dr. Straß mann bestreitet einen Kausalnexus zivlschen der Verweigerung des Klichss und der ungünstigen Kritik, da auch andere Zeitungen ungünstige Besprechungen über das Unternehmen nnd Herrn Alberti gekracht haben. Ten Schluß des gestrigen Verhandlungstages bildete die Besprechung einiger Artikel, welche sich gegen kleinere Restaura, its, die Besitzerin eines Cafe chantants ic. richteten. Dieselben sind ohne Interesse. n. Heleidigungsprozetz des Kandidaten Paul F i t t, g gegen den Redakteur des„Kleinen Journals" v. S t u- benrauch, welcher heute vor der Ivo. Abtheilnng des Berliner Schöffengerichts zur Verhandlung anstand, verlas der Vorsitzende Ue vom Kultusministerium ertheilte Auskunst, daß ihm von einer Intervention des Königs von Italien gegen den Kläger nichts bekannt geworden sei, und lehnte im Uedrigen jede weitere Be- weisaufnahme ab. In der Sache wurde der Beklagte zu 500 M. event. 50 Tagen Gefängniß verurtheilt. Nach einer vom Kläger gemachten Mittheilung steht demnächst auch noch die VerHand- lung gegen den Verfasser des inkrimirten Artikels bevor.', „.»Der Scharfrichter von Kerlin", dieser mehrfach er- mahnte ividerliche Kvlportageroman, beschäftigte heute in der Strafsache gegen den Buchhändler D o ch o w wegen Feilhaltens einer Schrift, welche geeignet ist, in sittlicher Beziehung Aerger- rnß zu erregen— Ueberttetung gegen die§§ 42a, 66 und 148 Nr. 6 der Gewerbe-Ordnung— die 04. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts. Ter Angeklagte hatte Hefte dieses Machwerks durch seinen Laufburschen in die Häuser' versandt, und so war auch ein Exemplar an einen Staatsanwaltsassessor gelangt. Um den in ethischer Beziehung unsittlichen Charakter des geradezu ungeheuerlichen Romans festzustellen, mußten eine Anzahl Stellen und ein ganzes Kapitel desselben verlesen werden. Danach sind die angeblichen Erlebnisse des Scharfrichters Julius Krautz ge- radezu absurd und tragen den Stempel der krassesten Erfindung zur Schau. Ter Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu 6 Mark event. 2 Tagen Haft; der Amtsanwalt hatte 20 M. event. 4 Tage Haft beantragt. Die groffen blaue» Firmeiifchildev, welcher ein hiesiger Unternehmer in neuerer Zeit an den freistehenden Giebeln za - W!..> zahl reicher Hänser anbringen ließ, bilden zur Zeit den Gegenstand eines Rechtsstreites zwischen d«n betreffenden Unternehmer und dem königlichen Polizeipräsidium. Auf die Denunziation eines Buchhändlers T. hin hat das Polizeipräsidium bereits am 10. Januar eine Verfügung gegen den Unter- nehmer erlassen, durch welche derselbe aufgefordert wird, die Giebelaufschriften zu entfernen. Gegen diese Ver- fiignng hat der Unternehmer durch die Rechtsanwälte Dr. Sand- stein und Winterfeld beim Stadtausschuß Einspruch erhoben. Die Klagebeantwortung ist seitens des Polizeipräsidiums bereits ein- gegangen. Das Einschreiten der Behörde stützt sich besonders auf daß verschiedene Arbeiterinnen von uns entlassen worden j seien. weil sie Mitglieder des Fachvereins sind. Diese Behaupttmg ist voll, tandig aus der Lust gegriffen, vielmehr ist der Grund hier- von in dem Betragen der betreffenden Arbeiterinnen zu suchen. Der Reporter, welcher die erste Nachricht hinterbracht hat. kann sich von der Wahrheit unserer heutigen Mittheilung bei den noch bei uns arbeitenden Leuten überzeugen. Wir bitten Sie hiermit. unser heutiges Schreiben ebenfalls in Ihrem w. Blatte zu ver- öffentlichen und zeichnen Hochachtend Schmidt u. Hoffmann. Verfattttttlungen. folgende Umstände: Noch in den vierziger Jahren war es Jeder- mann gestattet, Zettel mit beliebigen Ankündiaur gungen welchen fremden Häusern anzuheften. Die kgl. Universität unter- sagte dies zuerst. In der Folge entstanden die sogenannten Litfaßsäulen; zugleich erging eine Polizeiverordnung, laut welcher öffentliche Anzeigen nur an diesen Säulen angeschlagen werden dürfen. Nur den Hauswirthen und ihren Miethern blieb es ge- stattet, am eigenen Hause Zettel und Auffchriften, z. B. Ver- niiethungsofferlen, Firmenschilder je. anzubringen. Der vorerwähnte Unternehmer hat nun zwar in den 63 Häusern, deren Gebiet er bemalen ließ, einen Boden oder sonst einen kleinen Raum gemiethet, worüber regelrechte Miethsverträge vor- liegen, nach denen er 40, 50, auch bis 60 Mark Jahres- miethe zahlt, das Polizeipräsidium glaubt aber, daß mit diesen Miethungen der Inhalt der betreffenden Verordnung nicht erfüllt, diese vielmehr nur dadurch umgangen werden soll. Es ist festgestellt worden, daß die gemietheten Bodenräume weder als Wohnung, noch als Geschäftslokal, noch als Lagerraum benutzt .WWW»« Verordnung gelten. Das Polizeipräsidium, das alle 63 Miethsverträge in jedem einzelnen Falle untersucht hat, bestreitet die Rechts- giltigkeit derselben und hält sie nur für Scheinverträge, zu dem Zwecke abgeschlossen, die qu. Verordnung zu umgehen. Das Polizei Präsidium ist in dieser Beziehung bisher sehr nachsichtig vorge. gangen, indem es in einzelnen Fällen Aufschriften an Häuser, duldete, namentlich wenn dieselben künstlerisch ausgeführt waren, es erblickt aber in der massenhaften Anbringung solcher Aus . schriften seitens eines einzelnen Unternehmers, zumal dieselbe» alle nach einer Schablone hergestellt sind, einen Mißbrauch ihrer bisherigen Nachsicht. Jedenfalls dürfte der Verlauf des ange- strengten Prozesses vom Publikum mit größter Spannung verfolgt werden. Zwei Uerlammltiuge», welche heilte(Donnerstag) Abend in der Brauerei„Friedrichshöhe vormals Patzen- hofer« und„Friedrichshain vormals Lips« stattfinden sollten und zwar Behufs Feststellung des Wahlergebnisses, wurde vom Polizeipräsidium statt der gewünschten Anmeldungs- bescheinigung die Genehmigung versagt. Das Polizeiprü- sidium ist der Ansicht, daß— trotz bevorstehender Stichwahlen;c.— die Periode der Wahlbewegung mit dem heutigen Tage Abends 6 Uhr erlösche und daß eine Geneh- nngung 48 Stunden vorher hätte nachgesucht werden müssen. Auch eine persönliche Vorstellung des einen Einberufers fruchtete nichts. Beschwerde wird eingelegt werden. Da- gegen wurde die ordnungsmäßige Anmeldungsbescheinigung ertheilt für zwei Versammlungen, welche in den oben ge- nannten Lokalen heute Abend SVe Uhr stattfinden werden, mit der Tagesordnung„Geschehnisse am Wahltage; das Wahlresultat in Berlin und anderen Städten, Feststellung und Besprechmiß«. Diese Versammlungen werden demnach heute Abend stattfinden. Fmdrichsljagr». Am Donnerstag, den 13. d. M., fand in Fr,edr>chshagen eine von ettva 300 Personen besuchte Wählerversammlung statt, in welcher Herr Fritz Krüger als Referent über die bevorstehenden Reichstagswahlen sprach. Er ging scharf ins Gericht mit dem vergangenen Reichstage. Er schilderte in packen- der Weise, wie die Regierung es versteht, sich eine gefügige Majorität zu schaffen, und dann bei einer Gesetzesvorlage sich die- ienige Partei heranzieht, um sie für dieselbe zu gewinnen, welche die wenigsten Anforderungen an dieselbe stellt. Bei der Be- sprechung des gleichen geheimen direkten Wahlrechts erinnerte er an einen Ausspruch Schulze-Delitzsch's,„entfesseln Sie die Bestie nicht, um das Volk nicht in die Versammlung zu führen." Ferner gedachte er des Berliner Reichstagskandidaten Frei- Herrn von Liliencron, welcher„dem Kaiser durch die Wahl eines reichstreuen Kandidaten eine Freude be- bereiten will", für die Sozialdemokraten aber nur noch Pulver, Blei und Kanonen übrig hat. Er brachte in Erinnerung, wie der vergangene Reichstag durch das fürchterliche Kriegsgeschrei der Regierung, Wahlbecinfluffungen gröbster Art und durcy Ver- hcimlichung der vielen Millionen für Marine und Artillerie zu- sammengekomnien ist. Ferner brachte er in Erinnerung, wie die Freisinnigen ohne Weiteres die vielen Millionen bewilligt haben, von einer progressiven Einkommensteuer mit Selbsteinschätzung wollen sie aber nichts wissen. Er führte ferner aus, wie durch die Korn-, Holz-, Tabak-, Zucker-, Wein-, Branntivein- und Salz-Zölle(Salz pro Pfd. 6 Pf.), auf der einen Seite die schon Begüterten erheblichen Vortheil durch dieselben haben, und auf der anderen Seite der Aermere den schweren Druck der Zölle fühlt, und dies Alles haben ,vir dem Kartellreichswge zu ver- danken, der uns auch ohne Gnade das Wahlrecht noch mehr be- schneiden würde, wenn er zur Macht gelangt. Einen Ausspruch des Erministers Puttkamer nagelte er noch fest, welcher sagte, „daß Jeder, der sich der Mithilfe bei der Wahl eines reichs- treuen Kandidaten befleißige, sich des Dankes des Kaisers zu er- freuen hätte". In einer Wählerversammlung im Kreise Guben, so berichtet Referent weiter, habe er als Quintessenz den internationalen Arbeiterschutz aufgestellt; darauf hat ihm die dorttge konservative Zeitung, nachdem er das Städtchen verlassen, nachgeschrieben,„eine solche Idee könne auch nur in dem Hirnverbrannten Kopfe eines Fritz Krüger entstehen", acht Tage später, die kaiserlichen Erlasse, o Malheur! Nun ihr muthigen Konservativen, habt ihr vielleicht jetzt noch die Stirn die Idee als eine„hirnverbrannte" zu bezeichnen, oder treibt auch der Servilismus soweit, daß Ihr Eure eigene Ueberzeugung ver- leugnet? Einen kleinen Jrrthum des Abg. Richter brachte er noch zur Kenntniß, welcher seinerzeit sagte:„Wenn das Sozia- listengesetz zwei Jahre bestanden hat, ist die Sozialdemokratie todt." Er verttat serner die Ansicht, daß man mit den kaiser- lichen Erlaffen nur eine Bresche in die Sozialdemokratie legen wolle, daß man aber jetzt erst recht viel Sozialdemokraten in den Reichstag schicken müsse, damit etwas vernünftiges zu Stande konimt, weil man von den anderen Abgeordneten, welche uns für unfähig halten, in militärischen Tingen zu urtheilen, ein Verständniß für soziale Arbeitersragen nicht erwarten kann. Der Kandidat Lohren erklärt in einem vorliegenden Flugblatte, daß er nie zu Gunsten der Sozialdemokraten stimmen werde. In einer Versammlung in Rummelsburg wurde der Kandidat Hausburg, freisinnig, von Herrn Stadthagen interpellirt, daß doch ein junger Mann, der von zwanzig Jahren in den Krieg ziehe und seine Steuer,! bezahle auch an der Wahl theil- nehmen könne. Dem widersprach Herr Hausburg ganz entschieden. Aus der Mitte der Versammlung wurde eine interessante Zusammenstellung der Steuern gemacht, welche pro Kopf mit 17 Mark, schlecht gerechnet, das Jahr zu zahlen sind, ebenfalls wurde aus der Mitte der Versammlung scharf mit dem Kandidaten Lohren in's Gericht gegangen» und schließlich folgende Resolution einstimmig angenoinnien: „Die heutige große Wählerversammlung in Friedrichs- Hägen verwahrt sich ganz entschieden gegen die Ausfüh- rungen des Herrn Ministers Herrfurth,„die sozialdemo- kratische Partei bestehe aus Leuten, die nicht arbeiten wollen", und bedauert, daß der Herr Minister nicht Ver- anlaffung genommen hat, sich eingehender und zuverlässiger zu insormiren, bevor er das„arbeitende Volk Deutschlands" von einer so hohen Warte aus, wie es die Tribüne des Reichstages ist. mit dem Makel der Faulheit belastete." In seinem Schlußworte bedauerte Referent, nirgends in den Versannnlungen Gegner zu finden, erwähnte jedoch einer —--''""------•-1--------- als ein Verkündigung. 2. AcrschiedencS und Fragekasten. AlleAicihier. der Parleirtchlung, al» Gäste willkommen. herein rheinaiigrr Schiiler der 23.----- »X Uhr. tiönigstadl-Kasino. Hoizmarktstr. 72 tElnShalle). glieder. Säfte willkommen.. tUiinnrrorfangverri» der Putzer Berlins unh n>. llchkett" am Freilag, Abends«X Uhr, im Restaurant Preußer, _ Verein der W-d-llttkchler-"-...... Maskenball am Sonnabend, de» groben Saal der Brauerei Friedrichs elektrischer Beleuchtung. Um 12 Uhr v-mu.,.......,,.-- Uebcrraschungen verschiedener Art. Billets hierzu• W W- jK Komiteemiigliedern, Herren tt. Moldenhauer, Mullerstr. n r» W Borsigstr. 211- W. Abraham, Schönhauser Allee 69; E. M strabe u; M. Sonntag, Schulzendorferstr. 20; A. 31. Berndt, Rheinsbergerstr. 32 bei Fötusch; J. Klann, 3>eu R. Wefwhal, Reinickendorf, Antonienstr.«y; sowie bei% � W. Röde, Feldstr. o, zu haben.— Um recht zahlreiche» SW beten., 91» Ziranl,»». nnd Begräbnißkalt» des BeretnS M klasten, Berwaliungstelle Berlin I hält Sonnabend, den« s Uhr, Blumensir. 76, bei Wollschläger, eine Aersammlung ao.- ttassenb-richr. Anträge,«cschästliche«. MUthetlungen.«>' � ersucht, recht zahlreich zu erscheinen...„.»«im jiranlirn- und j-egräbnihilasic für di» ,m i?«rli>>' Kr-Ni-U»gr«,»»bc beschäsliglen Personen(Eingeschr. i? n Oertliche Generalversammlung(lt.§ 29 des Statuts),«oni bruar, BonnitlazS lob Uhr, tn den Zenlral-Fcstsälen, Tagesordnung: 1. Rechnungslegung und Jahrssvettcht 2. Wahl de» gesammre» Vorstandes und der Ausschuvmttgue» buch legittmlrt. Um zahlretchen Besuch wird ersucht. z AUgeinrinr jiran!,»»- und Sterbrliaslr»er Meiau Nr. 29 Hamburg) Filiale Berlin Nord, sowie der Zentral-ma � lasse der Metallarbeiter Vulka» Nr. 89: Versammlung am Mlö., VorinittagS io% Uhr, bei P. Gottschalk, Badstr. i. Kassenbericht pro November und Dezember. 2. I»"" 'ji»»»t«|«r Siegelung der„»werblichen V«rl>i!tt«ilü�.., Krrlin» und Zl»cg«gr»d. Sonntag, den 23. d. MlS.,' im König stadt-Kastno, Holzmarktstr. 72: Grobe Mitgliedervetia», Ordnung: i. Tas Alters- und Jnvaliden-Bersicherungwe» j sten Bestimmungen für Arbeiter. 2. Verschiedene Berecn. Neue Mitglieder werden ausgenommen. Tie Kollegen>»" Fragebogen abzuliefern.. IttnS--- zieret» berliner Steinhauer. Die Gsneralvermimnw neuen SSorftcinbe§) o-.i rt.phmnr. wo* %'iiglich tuen „Boniitot Zu Wition i! b«« Auv findet am Sonntag, den 23. Februar, Lolals Eartenstr. 123 statt.. vrtskranhenkalte der Sischler und pianoforte-Ae»> � Versammlung der Vertreter der Kafsenmilglieder und dei_- Mittwoch, den 28. Februar, Abends 8 Uhr, tn Feuerstein'» o straste 75, 1 Treppe. Tagesordnung: 1. Abnahme der 1889 und Bericht der Revisoren. 2. Wahl eineS Borfiandsm� der Vertreter der Kassenmitglieder. s. Abrechnung der»oin». � Vorwähle» der Telegirten. t. Das Ve: hallen der Mitgltcder bei den lehien Delegtrtenwahlen. Die Lezittmationskarten>»>> �� ver"�rdrit«>>achn>ci» der Klavierarbeiter bestndet bei Winzer. Dte AdrcfsenauSgabe findet jeden Abend vo», Sonntags Vormittags von 16—11% Uhr, sowohl an SDlitflUcStt mttglteder unentgeltlich statt. ötCnuß-, Kurt-.- und gesellige Uereine am Donner' A gesangverein„Lätiiia" Abends 9 Uhr in Bellin's Restaurant,» — Gesangverein.BretzclschluK" Abends 8% Uhr im Rcstgarg". 1 nickerstraße loo.— Männergesangverein„Nordstern" Aden�?, Restaurant Pohl, Mullerstr. 7.— Schäfer'scher„Sesangver � AbendS 9 Uhr bei Wolf u. Krüger, Slaliherstr. 128, Gesang.. „Blülhenlranz" Abends 9 Uhr im Restaurant Brandenburg):� M gesangverein„Alerander" Abend« 9 Uhr im Restaurant IKost'/ straße 3.— Männergesangverein„Firinitas" bei«inner, Kw- Gesangverein„Männerchor St. Urban" Abends o Uhr Annensu-„. verein„Deutsche Liederlasel" AbendS 9 Uhr Köpniclcrstr. I6°-*■'-"5/ „Norddeutsche Schleife" AbendS von 0 bis 11 Uhr, Wi»«�.. Wl Männergcsangverein„SangeSfreunbe" AbendS 9 bis 11 Uhr, J 1 hallen iKruaer), Grobe Frankfurlerstr. 102.—„Brunonia (7. LehrlingSablheiiung) Abends 8 Uhr t» z% . 17—I8;— desgl. 6. Männerabtheilung Abend«,, K »Halle, Subenerstr. 61.— Lübecl'scher Turnv. � .alle, Briyerstr. stäbtischen Turnhalle, wurnn«.,».»».—«»»cu Abibetlung) AbendS 8 Uhr Glisabethstr. 67-58.— Allgeme»» f Stenographenverein, Abtheilung„Louisenstadt", Abend« Ziestaurant Preuß, Oranienslrabe 61.— ArendS'scher Ett". f« „Phalanr" AbendS'8X Uhr im Restaurant„gum Buckoiver•' strabe 9.— Deutscher� Verein ArendS'scher Stenographen IS- fechiegelftt. u.— Verein der„Nalursreunde" Abends 9 Uhr f", Wienerstr. 35.— Verein der Unruhitädter Abende stadt-Kastno", Holzmarltftr. 72.— Verein ehemaliger F. W.'--„s, Schüler am 1. und s. Donnerstag jeden Monats'"> fafe«l bergerstr. 78 Abends 8 Uhr.— RauchNub„Kern Restaurant Böhl, SinderSdorferstr. 8.— Rauchklul be! ZipltnSIt, Reichenbcrgerstr. 71.— Rauchllu!„ 9 Uhr tm Restaurant Lock, KrautSstr. 48.— RauchNub 9 Ubr betin Herrn Tempel, Restaurant„Zum AmboS", 1, „Oricntanfcher Siauchklub" AbendS 9 Uhr tm Restaurant Wl«A.j flrabe 8.— Rauchklub„Krumme Piepe" Abends 9 Uhr Langel"- dorf.- RauchNub„«ollegia" Abends 9 Uhr bei Thiemermann, vi. — Privat-Thealergesellschast„Adlerschwinge" Sitzung 9% Uhr# bei Träger.— Musikverein„Vonväris" Uebung Abends von Fischerstr. 41. Neue Mitglieder erwünscht.— Vergnüsstmgsv-re' Abends 9% Uhr Sitzung FideltlaS Jnvaltdenstr. 139. Gäste Wim" nähme neuer Mitglieder, Prueftr Uachrichten Zu d,» Kcrathunnru der beide» Abtyeil« r! Staatsraths, welche am 26, d. M. tw � � Bundesraths, Wilhelmstraße 74, beginnen werden,!,, der„Neichsameiger« im nichtamtlichen Thcile n>. Befehl des Kaisers als sachkundige Personen'- worden: der Schlossermeister Deppe zu Magve.� Werkmeister Spengler zu Mettlach, der Bautlsai Vorderbrügge zu Bielefeld, der Generalsekretär Z München-Gladbach, bei Putzer Buchholz zu BerllN',, 4 Vertreter der nordöstlichen Baugewerks-Beerussge»"JQ und nichtständiges Mitglied des Reichs-Versichel ferner der Dirktor Schlittgen zu Marienhütte bcl und der Fabrikbesitzer H. Freese zu Berlin. j Uon der Arbriter-Kontrolliommissto» deml � arbeiter ist, wie märkische Blätter berichten, den Gu � muthlich auch anderen, Hutfabrikanten, folgendes Ssist t< gangen:„Die gesammte deutsche Arbeiterschaft»• j rbeitern der Hutindustrie aufgefordert worden- Wi 18� 18<] nur solche Hüte zu kaufen, welche mit der von uns"U Arbeiter-Konttolmarle versehen sind. Eine große Zäh beiterversammlungen haben bereits� dahingehende Besch' J Wir stellen Ihnen daher diese Marke zur Verfügung� Bemerken, daß Sie dieselben nur für Ihren eigenen, halten, andernfalls wir Ihnen weitere nicht mehr, Die Marke muß unter denk Leder kleben. Der Preis.4 � lUisl uuiei uern tcuti nrutu. jott 100 Stück 1 M. gegen vorherige Einsendung des Pen si Zusendung erfolgt portofrei. Es wird in Ihrem eigem.-, llip liegen, uns Ihren wöchentlichen Bedarf reckitteitta si'.,1 � Soziale Meberstitzk. Uo» der G-ldleisteu- Fabrik Schmidts erhalten wir folgendes Schreiben: ,�u der Nummer tung vom 15. Febr. er. schreiben Sie unter:„Soziale fjoffutann Zhrer Zeilebersicht", _____ �___„___________ W man zum bedürfe, nicht einmnl des Essens. Er führte aus einem konservativen Klugblatte, das damit noch prahlen .vollte, vor, daß in Deutschland pro Kopf 19,17 M. Steuern und Zölle gezahlt werden. Ferner verlangte er eine prozentuale Aus- Zählung der Wahlstimmen und eine garanttrte Geheimhaltung der Wahl durch Lieferung von Couverts durch die Regierung. Schließlich kriiisirte er noch den berühmten Ausspruch des Ministers Herrfnrlh, daß die Sozialdemokraten Menschen sind, sie nicht arbeiten wollen. Mit einem dreifachen stürmischen Hoch auf die Sozialdemokratie, den Kandidaten und den Referenten schloß die Versammlung. Der Vorsitzende des Wahlkomitee's in Friedrichshagen ist Tischlermeister Syverling daselbst. Das Lokal des Komitee's am Tage der Wahl ist im Restaurant E. May, Friedrichstraße daselbst. lassen Bon l, Uli» ivvu�hvuvi�u-wvuvi ,�,-wir, t; für sofortige Zusendung werden wir stets«0 �. .�eit zu Zeit werven wir den Huthändlern Teust� "'«u »ertoti Namen derjenigen Firmen mittheilen, welche Marke" beziehen. Depescheit. (Molff» Tclegraphen-Knr«»«.) j 19. Februar. In dem Kohlenbergwerk«, u fand eine Explosion schlagender Wetter statt. Bis> 34 Leichen zu Tage gefordert worden sein. Uevor». ony Orofi» üffentlldj»»>!i>,ierversammluna>•# 1.«eeliner yel4i«< •-tUnhlkeeirc« am Donner tan. den 20. Februar, Abends 8% Uhr, bei zahlreichen Besuch wird gebeten. zpätilbr-ersamnttuna für Rtrdorf und Um- ••�ÄV-tuch., Um i am Donnerstag, den 20. Februar, Abend« 0 Uhr, tn der „Neue Well", Haso haide. DaaeSordnung: Verkündigung Wahlresültat». All« Wähler, ahn« Unterschied der Parteirichtung, find will- rauerer Bergschlob d«S kommen. Krlefkaste» der Redaktion. «ei Aitsragen bitten wir di« Abonnemenis-Quittung beizusüg«� Antwort wird nicht ertheilt. v. Zunkor. Ihre Gesinnung ist gut, aber die mangelhaft. G.§. Daß für ein zweites, von einem an» flammendes uneheliches Kind Alimente nicht geforv önnen, ist in ß 9 Nr. Sa des Preußischen Gesetzes vo 1354 ausdrücklich besttmmr. »»Mische» Sß % # üfer» Die "in 'Sei Und «ri h «nds, Verantwortlicher Redakteur: Curt«aak» in Berlin. Druck und Verlag von Ma» Sabin» in Berlin SW- Beuthstraße 2.