'.'S'" s Dienstag, den 23. Febvnar 1890. 7f Iahra. Hrgan für die Inierefsen der Arbeiter. 'mt täoriA m, Das„berliner V o l ks b l a t t- ktmu n Z. r'.0,rßen4 außer nach Sonn- und Festlagen. Abon»e»>c>i!Sprc>S für Verlin frei k Wahrlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Einzelne Nummer Wilio«"W4» Nummer mit dein„Sonn tags-Blatt" 10 Pf. Bei Zlbliolung aus unserer onnmerstraße 44 1 Mark pro Monat. Postabonncment 4 Mark pro Quartal. ' 1,1"Vitragcn in der PostzcitungSpreiSliste für 1800 unter Nr. 892.) � Zustand: Täglich unter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. I n s e r t i o i» s g e b ü h r beträgt für die Sgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Verfanimlnngs« Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SSV., Zimmerstrabe 44, sowie von allen Annoncen-Burcanx, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentage» bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, ax, Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -• Fern spreche»': Amt VI. Pr.-liOO.,-- r. 53.) Vrvnkkion: VeuthPkv«Hs S.— Expedition: SinrmeeMntzv 44. «H Stichwahlen finden am Sonnabend, den 1. Marz, fiatt. Genossen, thnt Cnre Schuldigkeit! wr......................................................... # ur N Kollege Ende� 'W bcu Skirhlvnhletl. k Vak|#faftt ünzig Mandate sind bereit? erobert und in ungefähr ; weisen kommt die Partei in die engere Wahl. ' müssen also von Neuem den Kampf aufnehmen, ' möglichst viele Reichstagssitze zu erobern. Es ist "°�wendig, daß die Wahlkreise, welche bei den : nicht direkt in Mitleidenschaft gezogen werden, g,"tischen Kräfte mtd ihre materiellen Mittel den Wahlkreisen zur Verfügung stellen, welche den Kampf .�tichnxchlen zu führen haben. wuß sofort geschehen, da wie verlautet, die Bahlen schon am 28. Februar oder am 1. Märj statt- . lallen. llgö �'n der Lage, in einer großen Zahl „ Wahlkreise, in denen gegnerische Parteien engere � haken, den Ausschlag geben zu können. Parteitag in St. Gallen beschloß, für diese Fälle ainenthaltung zu empfehlen. � m wie sich die Lage unter der Herrschaft der Kartell- f durch den Antrag der verbündeten Regierungen '.�migung des Sozialistengesetzes gestaltet hat, erachten 'm Interesse der Partei für absolut nothwendig, � in unserer Macht liegt, zu verhindern, daß sich im � �cichstage eine Mehrheit für das Ausnahmegesetz Anfindet. Losung muß daher sein: lieber mit dem«olksfeiudttchen Kartell! mit de« Uerrmigrr« de« Kozialistengefehe«! er diesen Umständen fordern wir unsere Partei- lj,n auf, überall, wo sie nicht selbst bei den Stichwahlen find, für den Kandidaten derjenigen gegnerischen iu stimmen, welcher die bindende Erklärung abgiebt, seiner Wahl 1. gegen jedes, wie immer geartete Ausnahmegesetz, 2. gegen jede Verschärfung der Strafgesetze, 3. gegen jede Verkümmerung des allgemeinen, gleichen, direkten Wahlrechts zu stimmen. Weigert sich ein Kandidat, diese Erklärung abzugeben, so ist unter Angabe der Gründe öffentlich zur Wahl- enthaltung unserer Genossen aufzufordern. Parteigenossen! Wir geben Euch diese Losung nicht, weil wir Gegendienste von anderen Parteien er- warten,— fordert doch bereits ein Theil der gegnerischen Presse die Verbindung der gesammten bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie, und in Breslau ist bereits in. diesem Sinne ein Bündniß zwischen Freisinn und Kartet! abgeschlossen— nein, wir handeln auch bei dieser Parole wie unser Parteiinteresse und das öffentliche Wohl uns zu handeln gebieten. Frisch auf zu neuen Kämpfen, zu neuen Siegen! Dresden, 22. Februar 1890. Da« Central-Ultahlkomitee der sozialdemokratischen Partei. Kebel. Grillenbergrr. Liebknecht. Meister. Singer. Das preußische Dolksschulweseu im Jahre 1886/) m. Wir haben gesehen, daß die Volksschule das einzige Bildungsmittel für die Jugend der besitzlosen Klassen ist, wir haben feststellen können, daß die Bevölkerungsziffer die Schulziffer weit hinter sich gelassen hat, es zeigte sich ferner, daß das Verhältnis der Lehrerzaht zur Schulen- zahl ein ungesundes ist. Es ergab sich im Verlauf unserer ») Siehe Nr. 34 und 37. ng! nden"• Ä " rofl"! w est4 FruiNeton. ■[2$ $ie Dorstadt St. Autoine. Historische Erzählung ■onj) Rövillon ans den Jahren 1789—1792. Deutsch von Ludwig K n o r r. i den zentralisireuden Grundsätzen deS Konvents tu' Verpflegung des Heeres und der Marine der Ver- z'g anvertraut, so dav eine direkte Kontrolle des Kou- Möglich war. '»tyabt ,:{)!'e8UU3ä�'cnft wurde ehrlich, aber schlecht �ll?rd schlug vor, ihn einzelnen Unternehmen, zu über- .die sich der Kontrolle und den Vorschriften des dm Nutzen ihres vortheil- k '.) SwaV % snnt' unterwerfen, dagegen i ft....Ginfftufes als Gei -j�jöteit gmießcn sollten. �ßßer, und da ihm außerdem �Energie abging, so nahm 'f Heere der Republik wurden nun etwa? schlechter und ernährt, wodurch die Unternehmer Millionen in tn, 0n solchem Unternehmerthum bis zu den Staats- a;!n ist nicht weit. Innerhalb sechs Jahren hatte eS d dahin gebracht, daß er alle großen Märkte Frank- Einkaufes als Gewinn und Belohnung für »�'Pkcit geme„...------..... * Direktorium besaß gerade so wenig Geld, w,e ferne '' noch die revolu- "--nergre aogrng, io nayu, es den Vorschlag an. �beherrschte. hue einen einen anderen Titel zu besitzen, als den eines Untersuchung, daß das platte Land in allen diesen Be« Ziehungen viel schlechter daran ist, als die städtischen Be« zirke, eine Thatsache, deren Einfluß auf die Kultur» entwickelung nicht zu unterschätzen ist. Von großem schulpolitischen Interesse sind„die Zahlen über die durchschnittliche Klafsenfrequenz und über die einem Lehrer durchschnittlich zufallende Arbeitsmenge, diese gemessen an der auf einen solchen kommenden Schüler« zahl." Es ist bezeichnend, daß in Preußen als„normaler Zustand" eine Frequenz bis zu 80 Schülern in einklassigen, bis zu 70 Schülern pro Klasse in mehrklassigen Schulen angesehen wird. Diese„?tormal"ziffer ist in einem Ministerialerlaß vom 26. März 1827*) festgelegt worden. Mit der Schwerfälligkeit der Krähwinkler Landwehr geht man hier vor, und selbst Herr von 5?leist-Retzow kann mit diesem Schneckentrab der Unterrichtspolitik wohl zu- frieden sein. Wir haben bereits im vorhergehenden Ar« tikel die Zahl der einem Unteroffizier zugewiesenen Soldaten mit der dem Lehrer unterstellten Schüler« zahl verglichen. Man würde aber fehlgehen, wollte man meinen, daß dieses nach dem Urthejl einsichtsvoller Päda- gogen durchaus abnorme„Normal"verhältniß festgehalten würde. Tbatsächlich ist die sogenannte Norm nicht die Regel, sondern die Ausnahme. Unsere Statistik ergiebt, daß von je 100 Schülern auf dem Lande nur 53,12, in den Städten 55,4 unter„normalen" Frequenzverhältnissen unterrichtet werden, so daß gegenwärtig etwa die Hälfte aller Kinder den Unterricht in überfüllten Klassen resp. Schulen erhält. Betrachten wir die Zustände in einigen Bezirken! Im Durchschnitt aller Schulorganismen ent« fielen Schulkinder A. auf je eine Schulllafse in den Negimings« in den Städten auf dem Lande bezirken 1882 1886 1882 1886 Stadtkreis Berlin,,, 54 55—— Posen........••• 67 66 84 79 Oppeln.......... 72 74 81 77 Frankfurt......... 60 62 67 61 Breslau.......... 65 64 61 57 Marienwerder...... 61 65 77 72 *) Preußische Statistik ic. S. 53. Generalproviantmeisters, regierte er doch durch die Allmacht seines Kapitals als: C o l l a r d I. Seine Majestät glaubte aus einer Milliarde triftiger Gründe an das Ende der Revolution. Von der Höhe seiner Herrschaft herab betrachtete er die anderen Menschen als seine Uuterthanen und Schutz- bedürftigen; er erhörte ihre Bitten mit einem gleichgiltigen, mechanischen Wohlwollen. Er begünstigte die Kunst, bestellte Gemälde und kaufte Statuen. Da er galant war, so gefiel eS ihm, für die Frauen große Feste zu veranstalten. Er besaß nahe bei Paris ein Gut mir einem herrlichen Parke, der mit Wild, Meuten und Ställen gefüllt war; dort fanden seine Gäste zu jeder Zeit, gleichviel ob er anwesend war oder nicht, täglich offene, mit allem Raffinement der Sinnlichkeit ausgestattete Tafeln. Berühmte Fremde, Staatsmänner, Talente und durch Geist und Schönheit ausgezeichnete Frauen trafen sich in diesem neuen Versailles und beugten sich vor diesem neuen Herrscher. Im Gefühl seiner Mackt, und erst dreißig alt, lebte er, ohne diese Macht zn gebrauchen, einfach, ohne Leidenschaften und Laster, wie ein Gärtner, der Aepfel ab- pflückt; er verfügte über die pe.sönlichen Interessen, ww ein absoluter König über das Leven seiner Soldaten verfügt, unv dabei langweilte er sich, als hätte er mit einer Krone in der Wiege gelegen. Er zog seine Uhr und klingelte. Ein Diener erschien, der ihm die Namen der Höflinge nannte, die seinem„petit lever" beiwohnen wollten. Der Name einer Dame befand sich darunter. — Lassen Sie diese zuerst eintreten! Ter Diener rief ihren Namen: — Die Bürgcrm Lenoir! Die Audienz. Jane war auch mit 30 Jahren schön geblieben. Be- sonders hatte sich der Zauber ihres Auges erhalten, das bald stolz bis zur Härte, sehnsüchtig bis zur Wollust, bald in sanfter Zärtlichkeit erglänzte. Ob jung oder alt, man mußte sie lieben. Denn die Leidenschaft drang aus jeder ihrer Poren. Bei ihrem Erscheinen fühlte sich Collard bewegt. Er bot ihr einen Sitz an und ermuthigte sie du«ch ein Lächeln, ihre Wünsche zu äußern. Wenn man zu Eollard gmg, war es selbstverständlich, daß eine Bitte die Veranlassung war. — Bürger, sagte Jane, meine Mutter ist die Gräfin von Dinan; sie ist alt und die Revolution hat ihr drei Viertel ihres Vermögens genommen. Es blieb ihr nur ein Pachtgut auf Ihren Besitzungen. Dieses Gut ist während des Krieges zerstört und verbrannt worden. Wir haben unser Entschädiguugsgesuch an den Wohlfahrtsausschuß gc- richtet, und der Bürger Robert Lindet hat die Güte gehabt, uns eine Entschädigung in Aussicht zu stellen, auf die wir noch immer warten. Sic sind allmächtig, und ich dachte, wenn Sie unsere Bitte unterstützen möchten, so wäre deren Erfüllung gewiß. Als Landsmännin wage ich es, Sie darum zu bitten. Der Generalproviantmeistcr der Heere der Republik hielt der schönen Besucherin eine Feder hin: — Madgme, sagte er, wollen Sie gefälligst einige Zeilen aufsetze», damit ich sie dem HcrM Minister zeigen kann. Jane schrieb und überreichte das Papier mit den Worten: — Genügt das, mein Herr? Wir können nichts Besseres thun, als die Bemerkungen wiedergeben, welche die Verfasser der„Denkschrist" zu dieser Statistik machen. Sie sagena»i>ne>)> 1 klärten Bürgerthuuis gegen die Sozialveinotratie I letzten zehn Jadren im Reiche beinahe"veeali s- � erloschen oder tünfllich durch einen gemawten".>.. tismus unterdrückt worden, und es wird%„ß kenntniß der gememsamen Gefahr langsam wievei g müssen." ar,,zi«ßi>>ß Ein Nürnberger Genosse,""a den Ai I schickt, bemerkt hierzu:«rssiwi Die„Hamburger Nachrichten", etn rearnon stellten Betrachtungen an, ob das geheime A-ay. zu„korrigiren' sei, weil die Stimme des dieselbe Bedeutung hat, als die des Fürsten P weil der.Vertreter des Besitzes" Herr Kuli-Worm Reporter eines Arbeiterblattes" weichen muß. 0, Unterschied zwischen den Auslassungen des Nationalliberalen und des Artikelschreibers iin Kurier ein großer? Giebt es wohl für einen st' iiemieudeil Mann etivas Schlimmeres, als eine- M ba; «chftiitu 3% »e- der konservativ-antisemitischen Stimmen? Mau den Vorwurf gegen die Herren„Geheimräthe, „in des Himmels Nameil" für Herrn Jrmer gem" sich Anhänger des freien Wahlrech_ w welche einem.� Das nennt.________ 00# schimpft mehr als 20 000 Männer, heutigen Systems durch Abgabe ihrer Stimmen thmmg verschaffen wollten. Die sozialdcmokratil erfüllte Janiszewski gegenüber eine Ehrenpflicht � ihn hoffentlich bei der Sttchwahl durchbringe".. Birchom ein lauterer Charakter ist, hat noch ch»jx bestritten, Jaiiiszcivski ist dies aber nicht wiilder. tung dcS Herrn Virchow gelegentlich der ßtM. Zivilliste— er drückte sich bekanntlich vor der" r —--...«i.>....----«».-Nike 1 A'ndo "Usch •uit° f z>r y Wbeu irti «der vf ;v?i uii cn 3 Tii te ©oz niu ein - stt, t il" gebe «fttat «|Pv 1 di» er »gen b'c, Ich'iteii tiu|w— er oniaie»cy ociaunnia) vül.v,. I dürfte aber für den.unbeugsainen".Po-sitiker s � Empfehlung sein. Stunmen die Konservativen F-md der Bettelei im vorstehenden Zlrtikcl ist es ja. � mag sich der-Freisinn seiner„Zierde" freuen, st � nosscn im 2. Berliner Wahlkreise wird der Sch � ivohl ein neuer Ansporn sein, daß ivir Rur" z Abend der Stichwahl die Nachricht erhalten:» Janiszewski. U»»i sozialdeinokratifche» IE»? esse» am Wahltages ist jetzt geflissentlich in der gesaviMtci lichcn Presse die Rede. Das ist auch so etwa» Gespenst", das den ruhigen Bürger schrecken soll-.L derartige„Tumulte" in Wirklichkeit zu Stande.. dafür liefert folgender Bericht, her dem„Berl.*? Bremen zugeht, Belege. Es heißt in ihm: i« M'i Ä" ff« '8nl. Mk K |6 ein ,(» ivüi 4%' "is. iie es wie keilte Zweite, die HoimeurZ eines Salons! Ich kaufte ein Haus in den Champs-ElysscS, statt* den schönsten Möbeln aus, bestellte bei den Meister Schule Bilder nach angegebenen Snjets und reust., Meisterwerken der Klassiker an. Als dies Haus ständig eingerichtet war, bat ich Madame TalllSN � Freundin Madame Beanharnais, es zn besichtige"' � nicht Worte genug für den Geschmack und die Ees"., Räume finden tonnten, sagte ich zn Madame TaiN �, sind hier zu Hause!" und überreichte-ihr die Sch| Urkunde. Meine Phantasie war befriedigt, und Madame Tallien die Hand. Jane hörte ruhig und lächelnd zn. ,,.W Er betrachtete sie von Neuem, als wollte er itst o ergriinden._ � \l es feani, >tc. Porte ui's, 4 L Das h D i � Ötoi — Madame, der Minister des Innern ist.. zimmer; wenn Sie Ihrer Fran Mutter eine 6%.Lstl »»'ÄL richt übermitteln wollen, so warten Sie einige Er erhob sich und öffnete eine Thnre. — Unsere Kunst schätze, die bei ims ihren gebüßt hatten, sind in die Hände der Slnständer Ich habe davon zurückgekauft. Wenn Si: eine y in dieser Galerie auf- und abgehen wollen, so Blicke sicher keinen unwürdigen Gemälden begegne'1* Jane trat übet die Schwelle.-„ — Auf Wiederscheu, sagte sie mit einer beugung. ,1 Der Proviaittmeister warf sich erregt und Z in seinen Lehnftnhl; bald nahm et seine ruh'ß wieder au. Er war jetzt der StaatZglänbigcr, der seinen empfing..., xji Der Minister war gekomincn, um nur die-st.zi zllrückznzahten, die Collard der republikanischen A gegeben hatte �jl Collard nahm die ihm augebotenen Rente"$ Prozent unter dem Tagcskourse au; dann überreiche Minister die Reklamation der Frau von Dinan..-.jir — Robert Lindet, sagte er, hatte ihr Entl� versprochen, aber er war arm und Sie sind reich- hll '«««Di, K Oi'o st- ich Öfi Kl,"'' '' gch' (i�n S�ettc, % Der taylo« � urch il-lp hatte die wohllöbliche Absicht, durch I betreffend die Amnestie der infolge der Streiks vcrnrtheilten 'tiMtp,,•,''er Schuhumnnfchafteu die Ruhe mifvcd,! I'Kvlipi�v f�ftinfpfern Ofnh-nn rmrh niif 001 IVO Mn�'ch'««der dau.it gerade das Gegeutheil. Äis Listen ers� stch die Menge ruhig, sotnld aber die W%n ruh!?."en und ntn.ichnrat in brutaler Weise mit Faust- � � auseinaudertriebe», ging das Geschrei y< � größte Mcnschcnmisamu.iung fand in !t llll» üntt l?oTJ0 der sozialdemokratische Kaudival BruhuS T..Wen im'.-'-hrmals versuchte!', die Schutzleute, dort die ZWMWZM .»iitfit f''°>ude f,.: davon hier ein Beweis: Der Dr. med. ,!,,mal.?.priiael° Frage des Mißhandelten, weshalb man »..»Ms ,,■- Frage des Mißhandelten, weshalb ........ ,Ä,'u, antmn�.f InJ.1 ctSa,ä Regen ihn habe, möchte man ihn SB ,n selb 5!ep,u,r,?sS1�e,,rtllflaIt. Sollte man so etwas in der ��WWWW zu seiner nicht % Wg m iS 1 «iitli'«�rnchwe" und Falle.■ Die Polizei hat „gebildete" Bürger des Polizeidirektors Perl. Pohl. Nachr.' Arbeiter festzusetzen. Der Antrag wird mit 22t gegen 182 Stimmen angenommen. Wie verlautet, ist der Antrag Bandins durch das in Tcputirtcnkreiscn verbreitete Gerücht veranlaßt, daß in der heutigen Sitzmig des Ministerraths die Begnadigung des Herzogs von Orleans beschlossen wurde. Die Arbeiter- deputirten sind entschlossen, die Amnestie der Streitenden durchzusetzen, im Falle der Herzog von Orleans begnadigt iverden sollte. Infolge dessen soll, chic ferner verlautet, die endgiltige Eutschciduna über'die Begnadigung deS Herzogs von Orleans der nächsten Sitzung des Ministerraths vorbe- halten werden. Parts, den 23. Februar. Das Gerücht, daß im gestrigen Miuisterrathe die Begnadigung des Herzogs von Orleans be- schlössen worden sei, wird sormell dementirr. Ter Nliuisterrath hat gestern in dieser Angelegenheit leine Entscheidung getrossen. Der Herzog verbleibt bis auf Weiteres in der Conciergerie. Das Zentralgesaugniß, in welches der Herzog eventuell übergeführt iverde» könnte, ist von dem Ministerrathe noch nicht bezeichnet. — Wie verlautet, wird die Negierung sich morgen in der Sitzung der Depntirteukannuer gegen den an der Spitze mit der Tages- ordmmg stehenden AnEags betreffend die Aiunestirung der. infolge von Streiks verurtheilten Arbeiter aussprechen und hervorheben, daß alle wegen Ülrbeitsetnstclluug verurteilte Personen begnadigt worden sind und leine solche zur Zeit in Hast gehalten werden. SelgiL». J» Krüssel ist der Euidruck des Ergebnisses der NeichStagS- waht groß. Die doktrinäre„Etolle" fragt: Was werden der Kaiser und der Kanzler gegenüber so ausgeprägt sozialistischen Wahlen thu»? Die radikale„Ziesorrne" nennt das Ergebniß einen Sieg der Sozialdemokratie über den Staatssoziakismus. Der sozialistische„Penple" feiert das Resultat als einen Triumph der demokratischen Ideen. Schweiz. Mit 104 liberalkonservative» gegen 85 demokratische Stimmen die Demokraten zeigte» dieS Mal leine große Furcht vor dein und Babuchow. Die übrigen wurden gerettet. Viele Männer und Frauen find noch in Lebensgefahr. Die Männer haben sich anscheinend zu etwas»och Schrecklicherem entschlossen— sie sagten, daß das eben Beschriebene nur das Ende des Anfangs sei— wie wird erst das Ende selbst sein!" Soweit der Brie', Hessen Inhalt leider den früheren Berichten über Mißhandlungen sogenannter politischer Perbrecher in Sibirien nur zu ähnlich ist. Die russische Negierung schweigt; sie versucht nicht einmal, die Berichte über die Greuel als unbegründet oder ats übertrieben darzustellen, und auch von einer Aenderung in der Behandlung der politischen Verbrecher hört man nichts. Tie höchste Zeit isr e-?, daß ein Vigilanzkouiitee, wie es in London geplant ist, that- kräftig diese Schdnßlichkeiten an die Oeffentlichkeit zieht»nd dann die Presse der zivilisirten Länder diesen Euthülinngen die mög- lichste Verbreitung giebt, um Licht in diese zarischen Barbarenhöhlen dringen zu lassen. AttleriKa. New- Jork, 23. Februar. Der große Damm des Haffaymilpa- Flusses ist unterhalb von Prescott(Arizona) durch die Gewalt des Stromes cingestärzt. Nach den bisherigen Mel- düngen sind etwa 40 Personen dadurch.um's Leben gekommen. Die in der Nähe des Dammbruchs gelegene Stadt Wickenburz ist bedroht. Der durch das. ausgetretene Wasser angerichtete Schaden wird auf eine halbe Million Dollars geschätzt.— In Nichmono (Virginia) sind 3 Tabakfabrilen niedergebrannt. Ter Verlust soll ca. 220 000 Toll, betragen. zürcherische Kantopsrath Prü>uugskommifsion! uuserm Ge- Teutschland uluß wegen ■— f.-t awr-».»- Rußland ein Militärstaat •' e»iblt)ivei''c 2cchMe ist Soldat. Jeder deutsche Habe deutsche Sozialdemokrat i" ist Soldat. Da int Znnehniew begriffen ist.'so'nehiilen . Mir ivf|dV,:,IuJ'1 i"10 �.sohr wohl ein Zustand derDing« &$.fbti- r J"-!e«»»Arm«»oh SoziaWrihMraÄ Ii» iSr.r"-CUmitciW eine fMcfie. in inpfrhrv xpialllt' livfd,," III uui.um tu 5ii..�le oc Iviorn fnfffrm.s>.,«»..JW SitmÄ** c.'ue>°ühe. in welcher derGozialisuui! iv ,...v l?c% wie das Piiritanerthiu» in den Heeren I Wahlen sokllm'ihn«bcv diesen Punkt .»erdrnckung ist,""—' mjg Bf ii.«jji SjffVTS; dasjenige ausnierze». was staatsgefährlich rpjhcil Gkspenst— hat der wird sich darob sicherlich nicht gräinen. Seiner niannhasten Hat- tung ist die Sympathi» aller redlichen Leute, soweit sie nicht vorn Parteihaß verblendet find, gewiß. Und i>ng sFolk wird seine durchaus, tadellos« AmtsführilNg wohl besser zu schätzen wissen, als die elenden Philister von Kantonsräthen.I Ter schweizerische G e>v«ris ch a st s b u n d hält seineu diesjährigen Kongreß am OstchsÄurag, den K. April, in OlkM ab, also gerade eilten Täg früher als daselbst der allgemeine schweizerische Arbcitertag beginnt. Tie Teleairten des Ge- werkschastSbuudes zum Arbeitertag(Kongreß deZ schweizerischen Arbeiterbundee) werden in� Ölten selbst aus der �jahl der dort m 1-' ver- Ber- gilt ebenso sehr von Deutschland, wie von streich. schjiT"'pve|)c entgegentreten imd die Ehre ihrer Vc / TÜi~ Perachung des Preßgesches wurde v�lvailJu»1!? dcmeAle. die Freiheit der Presse habe nichts N lRj,' �"ll der Beleidigung gemein. Mau könne immer ,., ch�e» von Beamten tadchi. Das neue Gesetz fordere kür if� ilt' dies-« � diesem Falle den Beweis der Wahrheit antrete. . mäeWÄiitLL"�eiveis nicht geliefert werden, so sei der Ruf des «Wir di!~ 1)0111 Namen bekannt, doch wußte er, daß der . �ricot, neben Angereau. von Bonaparte als that- ry.....' gefltichistttt eutschloffeiier vicd rücksichtsloser Draufgänger wurde. Diese beiden Heerführer repräseistirtrn DÄ eicht- stits ch. heroischen Vorstädte, die sich Zu schnellen Hand- i atörauchen ließen. i■lft Parte fiatfc Tricol abgeschickt, um ein direktes A>:- 1}«%* 12 Millionen zu verlangen. Wenn Collard es > so würde er diese Snmme von Bankiers, die er iL.Jrtsanrmeukimst einladen wollte, sicher erhalten. -»Ud weigerte sich. 'Ler Bürger Mchard, sagte der Diener. (Fortsetzung folgt.) W> krank war, aus ihrem BettWU durch das ganze Gefängniß, dann zog man ihr Verbrecher-Klei dnng an und setzte sie den zrzmschen und gemeinen Bemerkungen aus. Trotz alier Bitten der zu Zwangsarbeit verurtheilten„polt- tischen" Zirrestautinnen wurde der Kommandant nicht abberufen. Darum beschlossen alle weiblichen Gefangenen, die Nahrung zurückzuweisen und zu verhungern. Die erste Hunaerpmode dauerte sechs Tage, die zweite acht, die dritte zwöli und die letzte zwanzig Tage! Die Behörde erschrak und befahl, die Frauen künstlich zu ernähren.„Um ihre Gefährtinnen von dieser furchtbare» Pein zu erlösen,, entschloß sich endlich Sigida, eine ebenfalls zu Zivai.sarbeit verurtheilte„Politische", sich zu opfern. Sie wollte ihre Mitschipestern von der Qual des Hungers befreien. Sie nahm sich vor, den Kommandanten zu ohri eigen, in der Hoffnung, dann gt zn werden und durch dieses heroische Mittel die Behörden zur Ädbernsung des Kommandanten zu zwingen. Sie brachte ihren Entschluß zur Anssiihrnng. Der Kommandant erhielt seine Ohrfeigen. Ader die Ausopscruug Sigidas war vergeblich. Man sperrte sie zunächst in strengen Arrest, dann evstatlete der Kom- Mandant Bericht an den Generalgonverneur Korff. Dieser befahl, Siaida wegen thätlicher Beanttenbeleidigung wie einen gemeinen (männlichen) Verbrecher zn behandeln und sie mit 100 Knutenhieben zn bestrafen! Sämmttichs weibliche Gefangenen vereinigten sich in der Forderung, den Gencralgonverneur tele- graphisch zur Aushebung dieser Maßregel zu veranlassen. Der Gesäugnißarzt verweigerte seine Theilnahme an der Exekution, da Sigida einen-verzfehler besaß und überhaupt von schwächlicher Konstitution wäre; er miisse befürchten, daß sie die Exekution nicht überleben würde. Ans die telegraphische Vor- stellung und das Gutachten des Arztes kam nun die ebenfalls telegraphische Weisung, das Urthejl sofort zu vollstrecken und von der Anwesenheit deS Arztes abzusehen. Am 26. November wurde Sjgida ausgepeitscht und erhielt 100 Kmttenhicbe. Am 20. No- Herzschlage. Alle weiblichen Gefangenen durch gememsamrn Selbstmord gegen diese zu protestiren. Sie alle vergisteten sich. vember starb sie am entschlossen sieh nun, brutale stlichfigimg___ WW Drei von ahnen starben: KowaljcwSkaja, Kaljuschimja und Smir- nitzkaja, die übrigen wurden gerettet. Die beaufsichtigenden Gendarmen, durch die Stille des Grabes aufmerksam gemacht, hatten die Frauen in Krämpsen liegend erblickt, und so gelang es, diese durch rechtzeitig angewandte Mittel in das Leben zurückzurufen. Auf der Mäuüer- Abtheiluna be- schloß evenfalls die Hälfte der Gefangenen, durch Selbst- mord zu endigen. Zwölf von ihnen vergifteten sich. Zwei starben: Iwan Kastuschnij— der Bruder der Kaljuschnaja Du den Wühlen. Klebe? da» Miihlvesultat inr Watzttzreil'e Tieitow- Keeatzow-Etzai'lottenbnvg, das bekanntlich eine Stichwahl zuuscheii dem hochkonservativen Kandidaten, Regierungspräsidenten Prinz Handjery, und nnserem Genossen Werner nöthwendrg wacht, ist man ivie die ultramontane„Germania" mittheilt, in kouseroativen Kreisen geradezu verblüfft. Man hatte die Wahl des Prinzen im ersten Wahlgange für etwas Selbstverständliches gehalten, und nun kommt er in die Stichwahl mit dein Sozialdemokraten und fällt in dieser durch. Im LandrathLamt, wo die amtlichen Meldungen eingingen, kam man aus dein Erstaunen nicht heraus, so oft aus de» kleinsten Landgemeinden, wo man sozialistische Stimmen früher nicht gekannt hatte, solche in großer Zahl gemeldet wurden. Wie kläglich nehmen sich jetzt die hoch- fahrenden Prophezeiungen der konservativen Führer im Kreije dem wirklichen Resultat gegenüber aus! Noch vor 10 Tagen äußerte ein anderer Durchsallskandidat, der konservative Freiherr v. Liliencron, in einer Versammlung des Kreises wörtlich:„Es wäre mir lieber gewesen, mein verehrterHerr Regierungspräsident würde in meiner Heimath, in seinem Regierungsbezirk, gewählt; da hat er so viel Wahlkreise, wie Finger an den Händen, die ihn glatt und fröhlich wählen würde», da brauchte er nicht eine fliede zu halte». Aber er ist ein konservativer Mann, er bleibt, wo er steht." Nun ist Prinz Handjery allerdings„geblieben", und der Wahlkreis Tellow-Beeskoiv, der schon nattonalliberak. freisinnig, konservativ gewählt hat, wird nun wahrscheinlich einmal sozialdemokratisch vertreten sein. An» Anrtmund, 21. Februar, schreibt man der national- liberalen„Berliner Börsen-Ztg.":„Ter Ausfall der gestrigen Vieichstagswahl im Wahlbezirk Dortmuud hat hier allgemein überrascht. Di« nationalkiberale Partei hatte gehofft, wenn auch nicht bestimmt erivartet, daß ihr Kandidat, Herr Theodor Möller, im ersten Wahlgange siege», aber auch vielfach angenommen, daß er vielleicht mit dem Herrn Juftizrath Ed. Wmdthorst, Kandidat der Dentschsreisinnigen, in die Stichwahl kommen werde. Daß letzterer nur einen Achtungserfolg erringen und von dem Zen- trmnskandidaten Herrn Aug. Wulff oder gar von dem Kandidaten der Sozialdemokratie, Herrn C. W. Tölcke, weit überholt und der letztere in die Stichivayl mit Möller kommen werde, daran hatte niemand gedacht. Hatte es doch der sozialdemokratische Kandidat Schumacher kaum auf 2000 Stimmen gebracht und ein Zentrums- kandidat war überhaupt nicht aufgestellt worden, weil man solches für völlig aussichtslos hielt, lind nun solch ein glänzendes Er- zebniß für Zentrum und Sozialdemokratie! Besonders aber für ctztere. Man hatte wohl gedacht, daß sie es wegen der durch den Bergarbciterausstand hervorgeriifenm Erregung aus 5—6000 Stimmen bringen werde und nun sind es 10 300 geworden! Be- ouders zahlreich sind sozialdemokratische Stimmen abgegeben worden in den Ortschaften, in deren Nähe Zechen liegen und ist es somit erwiesen, daß die Bergleute, soviel es auch in ihren Versammlungen abgeleugnet worden, zum großen Theil sich in der Geiolgschaft der Sozialdemokratie befinden. Als Schröder und Siegel die Masken abwarfen und sich öffentlich als Sozial- demokraten bekannten, wußten sie genau, was sie thaten, da sie längst erkannt hatten, daß die Mehrzahl ihrer Kameraden ihre Gesinnung theilte. In einigen Wahlbezirken sind die Sozial- demokraten besonders stark vertreten, so in Eving-Kemminghausen. nahe den Zechen Stein und Hardenberg, wo stir Tölcke mehr Stimmen abgegeben worden als fiir alle anderen Wnhlkandi baten zusammen, auch in Oespel. Lütgendortmund und Marten, die in der Nähe der Zechen Lteu-Jserlohn. Bruchstraße, Germania, Borussia, Siebenplaneten, Zollern und Hansa liegen, während wieder in anderen Bezirken nur wenig sozialdemokratische Stimmen zu verzeichnen waren, so in Dorstfeld, Mengede, Hombruch, Castrop, obgleich auch in diesen Orten die Kohlenindustrie be- trieben wird. In Lünen und Schwerte, in denen weisig oder vielleicht gar keine Bergleute wohnen,' hat Tölcke nur wenig Stiintnen erhalten, in Lünen 28, in Schwerte 102, in Dortmund 3930, also v« der abgegebenen. Stimmen." zjörd» bei Dortmund. Hier ist der Wahldruck ans die Ar- beiter, der Hörde so berüchtigt gemacht hat, aufs Neue geübt wor- den. Die Dortmunder„Tremonia" berichtet darüber:„Die WahltpranNeien sind dort schamloser denn je gewesen. An den Wahllokalen waren in hellen Haufen postirt Obermeister' und Meister der Hörder Hütte. Gegen oie früheren Jahre war. eine Slciiderung diesmal insofern eingetreten, als man den Arbeitern nicht mehr auf dem Werke die Zettel einhändigte, sondern erst vor der Thür« resp. im Flur vor dem Wahllokal. Dorr erhielt also der Arbeiter seinen Zettel, ninßte durch die Spalier bildende Kette der Beamten und wurde auch in den Wahllokalen von ungefähr einem Dutzend Beamten der Hörder Hütte so scharf beobachtet, daß ein Umtausch des Zettels nicht möglich war. Und was waren das für Zettel? Bis gegen Nachmittag 3 Uhr wurden große Zettel in länglicher Faltung imd von hetliveißein durchsichtigem Propatria- lapier ausgegeben. Der Name war so scharf gedruckt und der ettel so gejalten, daß man deutlich den Namen de? national- beralen Kandidaten Theodor Möller aus Kupserhammer bei Brackwede durchlesen konnte, ohne den Zettel zu entfalten. Das war um so mehr der Fall, wenn das betr. Mitglied des Wahl- Vorstandes, welche?'den Zettel annahm, denselben in„geschickter" Weise gegen bat Licht zn wenden wußte. Als von Seiten der Zeiitruinspartei ähnliche Zettel nachgemacht und inwendig über- klebt wurden mit dem Namen unseres. Kandidaten Wulff, er- choll gegen 3 Uhr das Kommando: Zettel wechseln, von den angen Zetteln nichts mehr ausgeben. Nun ging? an das Vertheilen der neuen Zettel. Dieselben waren in großer quadratischer Form ans gelbem Papier, aber wisdernm so künstlich durchgedruckt und gesalten, daß man den Namen des Herrn Möller deutlich lese» konnte, ohne den Zettel zu öffnen. ein Arbeiter konnte also anders als diesen Zettel abgeben, wem, er seine eigene politische Neberzeugung nicht verrathen wollte. Alle Gegenmittel erwiesen sich bei diesen nationalliberaken Wahl- mittelchen wirkungslos. Wir haben katholische Arbeiter gesprochen, die gewiß unseren Kandidaten gewählt hätten, die uns aber zähne- knirschend sagten, daß sie um des lieben Brotes Willen diesen chändlichen Wahlttzranneien zum Opfer gefallen seien. Was wir per schreiben, beruht auf eigenen Wahrnehmungen«nd Fest- fielt mtgeit, e? nicht allem nicht übertrieben, sondern wurde durch t ie Wirklichkeit weit übertroffen. Eine Kollektion dieser Hörder Zettel ist in unserm Besitz und wird an der richtigen Stelle schon zur Venverthung kommen. Man mup es hören, welche Erbitte- rung im Arbeiterstande herrscht ob dieser erneuten schmachvollen Wahlbeeinslussungen, um zu begreifen, dajj solche Dinge viel schlimmer wirken als schlechte Löhne. Leipzig, den 27. Februar. Seit der Wahlschlacht sind drennal 24 Stunden vergangen, allein unsere Karteilbruder ffllS n rt 4a ff..4- �* die Lektion zu Theil. Schnelle Justiz, gute Justiz hieß es ja seinerzeit im Reichstag. Nun— das„Freibier* goß etwas Balsam auf Wunden— ich wollte sagen Beulen. DaS aber haben die meisten der„patriotischen" Biirsckchen sich nun heilig ge- j schworen: Der Sparig mag in Zukunft das Schleppen selber ' besorgen.— sind jetzt noch gerade so verdattert wie im Äugezchlick, wo das Wahlresultat wie ein Pflasterstem an den Schädel ..„I.---< � f flog. Nun— vielleicht noch verdatterter. Denn sie waren sich Anfangs üher den Umfang der erlittenen Niederlage nicht klar. All ihre Lügen- und Verläumdungskünste, an- die sie felsenfest bauten, haben ihnen keine einzige Stimme gebracht, wohl aber. Tausende mit Ekel ersüllt. Und die auf deren kleinen Kniffe und Pfiffe z. B. die verschiedenen Arten ocr„Schlepperei" haben ebenfalls gar nichts genützt. Eni- i i___ v,-------------- o»»» yvrmyv. schlichen' Katzenjammer haben die armen Studentchen, welche sich„patriotisch" in die Dienste des Herrn Sparig stellten, aus der Wahlschlacht mit heim gebracht. Und Mancher, der Die Aussichten in der Stadt sind uns sehr günstig. | Das gesundere Burgerihum ist empört über das unflölhige ' Treiben der kartellbrüdernchen Agitatoren, die unscer Stadt überall nn üblen Nuf gevcachl haben. Thatsache ist, daß 'ürgenbZ in Denlsevtand der Wahlkampf von Seiten der tl/romulgsparteien so gemein geführt worden ist, wie in unserem Leipzig, und daß wir uns nicht wundern dürften, wenn man auswärts annähme, Klein-Paris sei von lauter Schmutzfinken bewohnt und stände an Bildung weit hinter den verkommensten Dörfern der Wasserpollackei.— v( y— v""■»-»•»-v vn 4 1 vi; v v/ wa» sich nicht ganz manierlich benahm, hat auch noch schlimmere Denkzettel davongetragen. Jedes der Herrchen fand näm- lieh, sobald er die Wahl- fund Walstatt betrat— einen soliden Arbeiter neben sich— vorschriftsmäßig einhalb Zoll größer, als der„Patient"—, und dieser folgte ihni als nicht abzuschüttelnder Schatten and ertheilte jedem Wähler, den der„Schlepper" sich zum Opfer auserlesen, die nöthigen— Aufklärungen. Ließ der Schlepper sich das gefallen— gut; wurde er jedoch grob, oder gar handgreiflich, so wurde ihm sofort eure paffende Die Empörung über dieses schmachvolle Treiben wird am Tage der Stichwahl zum Ausdruck kommen; und die Herrn Orduungsparteiler werden von Glück sagen können, wenn dieser Tag nicht ein Tag der Niederlage für sie wird. Ter verstorbene ehemalige Schriftsetzer Grüneberg, dessen Ehrenrettung der sächsifche Justizmiuister gestern im Landtag ver -suchte, war bereits im Jahre 1886 verdächtig, und im Jahre 1887 war seine Schuld bereits erwiesen. Er hatte jedoch einige leichtgläubige Arbeiter bis zu seinem Tod zu täuschen gewußt. Jedenfalls hätte der sächsische Justiz- minister diese recht bedenkliche Mohrenwäsche besser unter- lassen. Das! hellt Utiitek jn schlriht ist f"5 .•,•• e t___ v-#% I' 5 L'�he-lmig der Scharfschützen. »"•-vi. M sind nöchigenfalls. j Zu behändigen:(Folgen 45 Namen.)® gtab schleunigst zirkuliren zu lassen und am A). ds. geben. Frank(undeutlich geschrieben). *'•-aq V Thatsächlich hatte die Polizei daraufhin wr-- � '-' Haussuchung stattfinden lassen, � Tozialdemokraten Haussuchung' stattfinden lassen, � � Vertrauensmann der Sozialdemokraten gelang, l>� Masli des Zirkulars zu setzen und dasselbe der Staatsanw Plauen zu übergeben. Theater. Dienstag, den 24. Februar. Gpernhauo. Die Walküre. Kchanspielhnn«. Flick und Flock. Fesstug-Th rater. Die Ehre. Lfiedfich-Wilhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan. lUallncr Theater. Der Hypochonder. r--- �>«L/Vlr VV*� V»SW»r» Diktoria-Tstcater. Stanley in Afrika. berliner Theater. Der gefesselte Prometheus. König Oedipus. Deutsche» Theater. Die Stützen der Gesellschaft. Zirstdr«,»Theater. Marquise. �rUealIia«rc»Th«ater. c' Edelweiß- Liserl. Ziönigstädtischr« Theater. Der Hüttenbesitzer. Central Theater. Ein gemachter Mann. Zkdolf Ernst- Theater. Der Goldfuchs. Theater der ZkeichohaUsn. Speziali- tätenvorftellung. Grbr. Richter'» Haristt. Speziali- tätcn-Norstellu Verein der Former. Die Beerdigung unseres Kollegen Hermann Rieger findet am Dienstag, den 25. d., Nachm. 4 Uhr, v. Trauerhause Brunnenstr. 129a, nach dem Elisabethkirchhose, Ackerstraße, statt. Um rege Betheiligung bittet 1545] Der Vorstand. I. A.: Mew«. Kaufmann'» Uar'iÄä. Spezi alitäten Vorstellung. Das ASiiambra- Theatei* Waltnrrtheaterstraße 15 ist an Aermie, GesellsAsten:c. mit sämmtlichen Ltebenräumen, Bühne, Tunnel tc. zu Festlichkeiten*»! vergeben. Näheres zu erfragen im Theater- Bureau. American-Theater Dre»detterstraste 55__ Täglich Vorstellung K a r I st r a ß e. Heute, Dienstag, den 25. Februar: Abends 7>/2 Uhr: Deutsche Turner. (Gesetztich geschützt.) Große nationale Origmal-Pantomime. Ball- und Konzert-Hippique, ausgeführt von 8 arab. Schimmelhengsten in einem neuen Genre vorges. v. Herrn Franz Stenz. Ein großartiges Hurdle-Rennen mit 24 engl. Bollblulsprmgpferden, geritten v. Damen und Herren. 4-fache Fahrschule. Die vorzügl. Templin- springe. Das Schulpjerv Golddird, r.ml. Vollblut, geritten von Fräulein Elotilde Hager. Austreten der vorzügl. Reiikünstlerinnen und Reitkünstler.— Morgen: Deutsche Turner. E. Renz, Direktor. ®i 21. Unter de» Linde» Äl. Im Hause der Wilhemshallen neben der Passage. Kente, Dienstag, den 25. Febr. 1890: Ben-M-Bey's Vorstellung in der vlld illdislhen iagie. 1431 ■B Einzig in seiner Art._ Aiffang 7-/2 Uhr. Billet? ä 3, 2 und 1 Atark, im Jnvalidendank u. Abends an der Kasse. F. Piotscii'i'auziustitut, Orosdcnerstr.lO. Der letzte Lehrtursus in d. Saison beg. f. Damen».Herren Sonntag, 2. März, Nachm. 4 Uhr. Meld. Adaibertstr. uy u. beim Beginn des Unterrichts.[1498 eaazcss&ca 8ii(|uerclii her Former. Den Mitgliedern zur Nachricht, unser Mitglied der Forme-. Hermann Rieger Ö?/. L. Lnftmann& Co. Mohr& Speyer- J. Robrecht. Ed. Winter. am 22. d. M. Morgens verstorben ist. Die Beerdigung findet houte, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Bnumdustrasse 129 ans, nach dem Kirchhos in der Aoherstt-wse statt. Der Notstand. Für die zahlreichen Beweise der Theilnahine bei der Beerdigung meines Mannes, des Tischlers Gustav Wölfl, "nge ich allen Verwandten u. Bekannten, öivie seinen Kollegen aus der Zeidler- chen Pianofortefabrik, dein Spar- und ikredit- und dem Klavierverein, trauernd meinen aufrichtigsten Dank. 1658] Wme. Bortha Wollf. —-- Imt, � a Achtung! Töpfer! Unter heutigem Datum haben auf dein Neubau Aihrochtstrassc IS, woselbst der Töpfermeister Tb. Schumann die Arbeit ausführt, 5 Kollegen die Arbeit niedergelegt, weil letzterer sich weigerte, den Preis, welchen die Kollegen für 8 altdeutsche glasirte Mittelsintsöfen 12 Sch. doch, 4 K. g/e" Fgl. forderten, zu bezahlen. Alle gütlichen Vorstellungen waren fruchtlos. Alle Kollegen werden ersucht, diesen Bau au melden. 1547 Carl Thieme, Vertrauensmann. Vertill ihr Klmplitt Berlins unl) llingegenl». Mittwoch, den 26. Februar, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Jnselstr. 10: Gr. Uersammlnng. Tagesordnung: 1. Vortrag.(Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Ausnahme neuer Mitglieder und Ausgabe der Urania-Billets. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Zutritt. Uin zahlreiches Erscheinen ersucht 1G48 Der Norstnitd. Zur Beachtung für Tabakarbeiter! Dienstag, den 25. d., Slbds. 8V2 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain(früher L ip s) am Friedrichshain öffentL Versammlung der Tabakarbeiter und -Arbeiterinnen. Tages-Ordnung: 1«lbrecknnna der Lohnkou Abrechnnna der Lohnkommissio» vom Streck. 2. Bericht der Lohn-Ueberwachungs Kommission über die Slrbeils- einstellung der Fabrik Martlenzen. 3. Verschiedenes.[1546 Die Debeniaebanga-Kommlssion. '» Eti Erwiderung» Auf das Inserat vom Sonntaa, den 23. d. Mts., welches in Ihre* zu halten. 1563 Die LohiiEto«Mmio«t<,t; gez. Rotoff. % Flauen« VePsammBaing. Saal, der im Gesundbrunnen. Dienstag, d. 25. Februar, Abd. 8V« Uhr. Tagesordnung: 1. Rechte und Pflichten der Frauen und die Rothwendigkeit einer Organsation. 2. Diskussion.(1653) 3. Verschiedenes. Referentin: Frau Ihrer aus Velten. 28. Pf Sic lütil 3ir[nftt bcknt Nrtem» Sedinn- Kuchd Sicher siM nicht« M [ukm in Dienstag, den 4. MaM de« Tr. % 6.% Cid SS?»" An. ES***» M-Va» Adkii» 9 Ujt, M Hiiglgrnhngnt(litt. De«* Vo«* Bt**} Verein z.Rshrnngd.Zntertjleu der Tlhuhmcher. Dienstag, den 25. Febr., Abds. 8 Uhr, bei Feuerstein Alte Jakobstraße 75: Generalversammlung. Tagesordnuya: 1, Kassenbericht. 2. Wahl eines Schriftführers. 8. Verschiedenes und Frägekasten. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. Ausgabe der Dülets zu der am März stattfindenden Vorstellung in der Urania.[1566 Um pünktliches und zahlreiches Er scheinen ersucht Der Verstand. Grsße ößentl. Verslimlillmtg der Militür-Schneider am Mittwoch, den 26. Febr., Vorm. 10 Uhr. 1662 Der Hilitär-Schneidor-Stralk dauert unveränderlich iort «a Große öffentliche M ästler- UersammliB des 1 Berliner Reißstögs-Withlkreists am Mittwoch, den 26. Februar, Abends 8�«"y' Krieger s Salon, Wasserthorstraße Nr. Kt i/jt l�wald sor »erg <5. Vaake. 68. 2. � >l«rt Das Wahlkors 5t»* tote Wijln-wM au. Knopfarbeiter! Der Streik In der Encpffahrik von C> H. R&hll dauert unverändert fort. Zuzug Ist strengstens fern zu kalten. Die Lohllksillmsslöll. am Dienstag, den 25. Febx u�i| Abend» 8V Uhr/, in Kabel n Krnurrei, DerginanttsiraK» Tages-Ordnung:.-j,» 1. Vortrag des Herrn Theodor Glocke. 2. Diskussion. 3®6f' jut Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. im zahlreiches Erscheinen ersucht 1563 Oer Vv «tm,«' Mit 1500 Weiter-Mtrol-Mckn liefert feine unerkannt guten OCT" Herren-Hüte MM4 i 3 Marli 50 Pfg. Ans deui Prangais. 14. Spantlauer Brücke 14. 164. OranloR-Strasse 164. Volksversammd Gr- am ßnittwoch Tages-Ordnung:. � I. Die bevorstehenden Reichstagswahlen. Referent: Reichstages,� Max Schippe l. 2. Diskussion. 3. Wie pellen sich die denjenigen Prinzipalen gegenüber, die ihre Arbeiter, welche sich a" tagswahl betheiligt hatten, gemaßregelt haben. 4. Verschiedenes Ter Ginberufer: Fritz Höhne, Eldena % % 4 Veranttvorilicher Redakteur: Cnrt j?aake in Berlin. Druck und Verlag von Mar Fading in Berlin SW„ Beuthstrape 2. Sh-rza zw»» i?'" ltti. au Nitz. sächsM aii* s e Milgli-dN' der ,or der- zwar sa, iel. .-ich«#!,' iaM !• Beilage iOun« Pio Uhr p Isscheui» Dieiistag, deu 23. Febvimr 1800. 7, Jahrg. befiuitivc» Wahlrestittat- L �tno* ili8®"""»mehr aus sä», milichen 397 Wahlkreise» feben ill i«. Neichstagsabgeordnele gewählt. Stich- r« 151 Wahlkreisen statt. an m iatn»' . ewahltsind: fn.s?I'ald«moIirat«n. 10 N eichsparte iler. 5? Deutschkonseroative. Nationalliberale. fO Ultramontane. 20 Deutfchfreismnig«. 2 Temokrateiu 12 Elsüffer. 2 Welsen. 14 Polen. 1 Däne. stehen A4»K«?l>»ld»»»aKrat«»» 21 Oieichsparteiler. 28 Denlschkvnservative, Lv Ütatioualliberale. 2i> Ultramontane. KL Deutschfreisinnige, 10 Demokraten, m!' Neichsparteilern in 5, ?); Teutschkouservativen in 10, «1■! �Ironalliberalen in 22, \i": Ultraniontanen in 6, mit Diutschsreisiiiuigen in 14, Antisemiten in 1 Wahlkreise. •' U> ! rem«f. J Rol)r, der ietfa�" sifff ,; lauten die Ergebnisse: R»»igr»ich Vreutz»«. Vroniuz Kr, i, Idenburg. 1 Stadt Kerl in. ii Llnhlkreis» bei 16 2äl abgegebenen giltigen und 50 \'So, t oBr,len Träger(dfr.) 0674. Zeidler(kons.) 4688, ÄHr3588' v. Kehler(Zentr.) 223. Zersplittert 58 6t. l-T0!1 zwischen Trüger und Zeidler. ' Wahlkreise bei 53 200 giltigen und 130«»gütigen «niiis;tu>elti(Soz.) 20 225, Professor Virchow(dsr.) z)rn>er(kons.) 14 165, v. Kehler(Zentr.) 397. Miquel �uini- klittert 126 Stimmen. Also Stichwahl zwischen "> Z m> Virchow. ii, �nhlkttife bei 24 756 gütigen und 257»»gütigen «"idbrrger(Soz.) 12 287, Munckel(dsr.) 11 566, % L.eutr.) 328. Miquöl 229, Stöcker 86. Zersplittert Ä 4 4° Stichwahl zwischen Witdbrrgrr und Munckel. tti, S-r-�Ureise bei 56168 giltigen und 378 ungiltige» d. SO»**(Soz.) 40 709, Richter(dsr.) 14267, v. Kehler Sttert 0.7 123, Dr. Böckel Marburg, 91, Dr. Inner 38. ' 5 tv Slimmen. Also Singer gewählt. .».��ise bei 21 895 gütigen und 62«»gütigen m "Kl, m uti oöu yiumcii um, os unguiigei! � lkent ,4'L°"»wach(dsr.) 10059, Auerbach(Soz.) 7234. «ab, /. 4324, v. Kehler 224. Zersplittert 54 Stimmen. Also ivim.»'Sgchtn Dr. Baumbach und Auerbach. Sei, 1., Wahlkreise bei 67 981 giltige» und 99«»gütigen ri'itnctS,!,,***ch»(Soz.) 42 274, Dr. Pachnicke(dsr.) 14 195, '{iebi" tkons.) 10 836, v. Kehler 537. Zersplittert 89 St. ««echt gewählt. Ach-z,.,.' Reg.-Bez. Potsdam. sÄr1*1™ ■|ttbet,m'l,n?' v. Vethmann-Hollireg(ReichSp.). k Stichwahl zwischen Lohren(Reichsp.) und Mha.. B?**"(Soz.). n Nuge(bft Zwischen Steinnieister(Reichsp.) und 1. Stadt Brandenburg. Stichwahl zwischen "»d Rickert(dsr.). . 2%- Stichwahl zwischen Kropatscheck(kons.) ui.d Mtem(Soz.). Stichwahl zwischen Prinz Handjery(kons.) «"»rner(Soz.). st**: und "falbe. Reg.-Bez. Lraukfurt. Stichwahl zwischen v. Brand(kons.) und von Witt(dfr.). v. Levehow(kons.) O. Stichwahl zwischen Steinau-Steinrück(kons.) MAU' ...(kons.). Winz Carolalh-Schönaich'Amtitz(Reichsp.) Stichwahl zwischen Brauer(Reichsp.) und Jeschke Graf Pückler(kons.) und shoitr/dfr). Stichwahl zwischen �a[(,h* llS�z.). ®. Manteuffel(kons.). proutur Pommer». er«' zwischen von der Osten(kons.) und zwischen Broemel(dfr.) und zs-b« 4nb0!D._ StlchwVhl n �rik�'�ert(Soz.). 1'% Henberg. o. Rormanu(kons.). '«UU.«:®raf D' Kleist-Schmenzin(kons.). 1 1"•Um. v. Busse(kons.). 1 1 5jiia.„ Rea.-Bez. Stralsund. v. Neudell(Reichsp.). '•Wald. Gras v. Behr-Behrenhoff(Reichsp.). Provinz Pose«. HM»UM. Graf Kwilecki(Pole). Fr Hr. v. Unruhe-Bomst(Reichsp.). 4. Kosten. Prinz Zdzislaw C-artoniski(Pole). 5. Kröben. Prinz Adam Czartoryski(Pole). 6. Fraustadt. Stichwahl zwischen v. Hellmann(Reichsp.) und Fürst Ferdinand biadziwill(Pole). 7. Schrimm. Edler v. Graeve(Pole). 8. Wresche». v. Dziembowski(Pole). 9. Kroloschin. Jazdzewski(Pole). 10. Adelnau. Fürst Ferdinand Radziwill(Pole). Reg.-Bez. pro Mb erg. 1. Czarnikau. v. Colmar(kons.). 2. Wirsitz. Poll(natl.). 2. Bromberg. Stichwahl zwischen Hahn(kons.) und v. Könne- rowski(Pole). 4. Jnowrazlaw. v. Koscielski(Pole). 5. Gnesen. v. Koinierow-ki(Pole). Provinz Gstpreutzen. peg.-Kez. Königsberg. 1. Memel. Graf v. Mottle(kons.). 2. Labiau. v. Gustedt(kons.). 3. Königsberg i. Pr. Stadt. Stichwahl zwischen Schulze(Soz.) und Papendieck(dsr.). 4. Fischhausen. Graf v. Dönhoss-Friedrichstein(kons.) 5. Heiligenbeil. v. Tettan(kons.). 6. Braunsberg. Krebs(Zentr.). 7. Pr. Holland. Wichmann(kons.) 8. Osterode. Stephanns(kons.). 9. Allenstei». Slackowski(Zentr.). 10. Rastenburg. Udo Graf zu Stolberg(kons.), Reg.-�ez. Gumbiuue». 1. Tilsit, v. Schlieckmann(kons.). 2. Ragnit. Graf v. Kanitz(kons.). 3. Gumbinnen. Dodillet(kons.) 4. Slallupönen. von Sperber(kons.). 5. Lotzen, v. Stand,)(kons.). 6. Lyck. Steinmann(kons.). 7. Sensbnrg. Gr. Mirbach(kons.). Provinz Pjlestpreuye». Reg.-Kez. Aanzig. 1. Etbing. Graf Dohna(kons.). 2. Danzig Kreis. Stichwahl zwischen von Gramatzki(kons.) und Mey(Zentr.) 3. Danzig Stadt. Stichwahl zwischen Wedekind(natl.) und Rickert(dsr.) 4. Neustadt, v. Polezynski(Pole). 5. Pr. Stargardt. v. Kossowski-Gagewo(Pole). Reg.-Kez. plarieuwerder. 1. Marienwerder. Stichwahl zwischen Müller(Reichsp.) und v. Donimierski(Pole). 2. Löbau. Stich,», zwischen v. Oldenburg(kons.) u. Rzepnikowski (Pole). 3. Graudenz. Stichwahl zwischen Hobrecht(natl.) und Rozycki (Pole). 4. Thorn. v. Slaski(Pole). 5. Schwetz. Holtz(Reichsp.). 6. Könitz, v. Wolßlegier(Pole). 7. Schlochau. Scheffer(kons.). 3. Deutsch-Krone. Gamp(ReichSp.). Provinz Kchlesteit. Reg.- Bez. Kreota«. 1. Guhrau. Stichwahl zwischen Graf v. Earmer(kons.) und Leder(dsr.). 2. Militsch. Flirst v. Hatzseldt(ReichSp.). 3. Oels. v. Kardorff(Reichsp.). 4. Brieg. Frhr. v. Saurma-Jeltsch(kons.). 5. Ohlau. Stichwahl zwischen v. Golds, ,3(Reichsp.) und Goldschmidt(dsr.). 6. Breslau, östlich. Stichwahl zwischen v. Setzdewitz(kons.) und Tnbauer(Soz.). 7. Breslau, westlich, Stichwahl zwischen Bollrath(dfr.) und Kühn (Soz.). 8. Neumarkt, Stichwahl zwischen Herzog v. Ratibor(Reichsp.) und Frhrn. v. Huene(Zentr.). 9. Schweidnitz. Stichwahl zwischen Hirt(ReichSp.) und Stephan (dsr.). 10. Waldenburg. Stichwahl zwischen Websky(natl.) und Eberty (dsr.). 11. Reichenbach. Stichwahl zwischen Porsch(Zentr.) und Ptetzner(Soz.). 12. Habelschwerdt. Frhr. v. Huene(Zentr.). 13. Fraukenstein. Graf Chamarö(Zentr.). Reg.-Bez.(Oppeln. 1. Kreuzburg. Erbprinz zu Hohenlohe-Oehringen(kons.) 2. Oppeln. Graf Ballestrem(Zentr.) 3. Gr. Strehlitz. Franz(Zentr.) 4. Lublinitz. Metzner(Zentr.). 5. Benthe,,. Szmula(Zentr.). 6. Kattowitz. Letvcha(Zentr.). 7. Pleß. Müller(Zentr.). 8. Ratibor. v. Glisezynski(Zentr.). 9. Leobschütz. Klose(Zentr.). 10. Neustadt. Graf v. Matuschka(Zentr.). 11. Falkenberg. v. Schalscha(Zentr.). 12. Neisse. Horn(Zentr.). Reg.-Bez. LieguHz. 1. Grünberg. Jordan(dsr.). 2. Sagan. Stichwahl zwischen v. Klitzing(kons.) und v. Forcken- beck(dsr.). 8. Glogau. Maager(dfr.) 4. Bunzlan. Stichwahl zwischen Schlittgen(natl.) und , Echmieder(dsr.) 5. Löwenberg. Stichwahl zwischen Dr. AvenariuS(natl.) und Friedländer(dsr.) 6. Liegniy. Stichwahl zwischen Frank(Reichsp.) und Gold- schmidt(dsr.). 7. LandeShut. Hermes(dfr.). 8. Hitschberg. Barth(dsr.). 9. Görlitz. Lüders(dfr.). 10. Hoyerswerda. Graf v. Arnim(Reichsp.). Provinz Sachsen. Reg.-Bez. Magdeburg.., � 1. Salzwedel. Stichwahl zwischen Graf Schulenburg(kons.) und Neukirch(dfr.) 2. Stendal, v. Jagow-Potsdan,(kons.). 3. Jericho,«. Slicywahl zwischen von Plotho(kons.) und Mölln, er(dfr.). 4. Magdelmrg. v. Kollmar(Soz.). 5. Wolmirstedt. Hosnng(natl.). 6. Wanzleben, v. Bend«(natl.). 7. Kalbe. Stichwahl zwischen von Dietze(ReichSp.) und Heine(Soz.) 8. Halberstadt. Stichwahl zwischen John(Reichsp.) und Rimpan(natl.) -Bez. Erfurt. zwischen Mylius (Reichsp.) und Reg.-Bez. Merseburg. I. Torgau. v. Bredow(kons.). 2. Wittenberg. Dohr»(dsr.). 3. Bitterfeld. Stichwahl zwischen Baurmeister(Reichsp.) und Hirsch(dfr.). 4. Halle. Stichwahl zwischen Keil(natl.) und Knnert(Soz.) 5. Mausfclbcv Kreis. Leuschner(Reichsp.) 6. Sangerhausen. Stichwahl zwischen Müller(natl.) und Krause(dsr.). 7. Merseburg. Stichwahl zwischen v. Helldorff- Zingst(kons.) und Pause(dsr.). 8. Naumburg. Stichwahl zwischen Günther(natl.) und Soff' niniui(Soz.) Reg 1, Nordhausen. Stichwahl Schneider(dsr.). 2. Heiligenstadt, v. Strombeck(Zentr.) 3. Mühlhausen. Stichwahl zwischen v. Wedell-Piesdorf(kons.) u. Horwitz(dsr.) 4. Erfurt. Stichwahl zwischen Lucius(Reichsp.) und Reifs hm, s (Soz.). Provinz Schlesmig-Lolstei«. I. Hadersleben. Johauusen(Däne). 2. Flensburg. Stichwahl zwischen Jebsen(natl.) und Mahlste (Soz.) 3. Schleswig. Lorenzen(dfr.) 4. Tondern. Stichwahl zwischen Franke(natl.) und Seelig(dsr.) 5. Itzehoe. Stichwahl zwischen Knhlke(natl.) und Thomsen(dfr.). 6. Glückstadt. Stichwahl zwischen Peters(natl.) und Molken- buhr(Soz.). 7. Kiel. Stichwahl zwischen Hänel(dsr.) und Forster(Soz.) 3. Altona. Frohme(Soz.). 9. Stormarn. Stichwahl zwischen Graf o. Holstein(kons.) und Harbeck(dsr.) 10. Lauenburg. Stichwahl zwischen Graf Bernstorff(kons.) und Berling(dsr.). Provinz Znnnover. 1. Emden, v. Hülst(natl.). 2. Aurich. Stichwahl zwischen Kruse(natl.) und Hacke(dsr.). 3. Meppen. Windthorst(Zentr.). 4. Osnabrück. Stichwahl zwischen Holste(natl.) und v. Scheie (Welse). 5. Diepholz. Stichwahl zwischen Unbefunde(natl.) und von Arnswaldt-Böhme(Welse). 6. Verden. Stich, v. zw. Heye(natl.) und v. Arnswaldi-Harden« bostel(Welse). 7. Nienburg. Graf v. d. Decken-Ringelheim(Welse). 8. Hannover. Stichwahl zwischen Wallbrecht(natl.) und Meister(Soz.). 9. Hameln. Stichwahl zwischen v. Reden(natl.) und Knrer (Soz.) 10. Hildesheim. Stichwahl zwischen Hoyermann(natl.) und von Hacke(Welse). 11. Osterode. Stichwahl zwischen Dr. Eckels(natl.) und Graf v. d. Sch Ulenburg(Welse). 12. Göttingen. Stichwahl zwischen Esser(natl.) und Götz von Olenhusen(Welse). 13. Goslar. Stichwahl zwischen Drechsler(Reichsp.) und Frhr. v. Minnigerode(Welse). 14. Celle. Stichwahl zwischen v. Reden(natl.) und v. d. Decken» Rntenstei»(Welse). 15. Uelzen. Graf v. Bernstorff-Gartow(Welse). 16. Lüneburg. Stichwahl zwischen Friedrich? v. Wangeiiheim(Welse). 17. Harburg. Stichwahl zwischen Hastedt(natl.) (Sozialdemokrat). 13. Stade. Stichwahl zwischen v. Bennigsen(natl.) und Moikenbuhr(Soz.). 19. Neuhaus. Stichwahl zwischen Gebhard(nat.) und Krnhn» (Sozialdemokrat). Provinz Mestfalen. Reg.-Bez. Munster. 1. Tecklenburg. Timmermann(Zentr.)' 2. Münster, v. Heeremann(Zentr.). 3. Necklinghausen(Zentr.). 4. Lüdinghausen. Wartendorf(Zentr.). Reg.-Bez. Minden. 1. Minden. Bock(kons.) 2. Herford, v. Kleist-Retzow(kons.). 3. Bielefeld. Stichwahl zwischen EverS(Zentr.) u. Singer(Soz.). 4. Paderborn. Hoffe(Zentr.). 5. Warburg. Frhr. v. Mendt(Zentr.). Reg.-Bez. Arnsberg. 1. Siegen. Stichwahl zwischen Stöcker(kons.) und Träger(dfr.). 2. Olpe. Reicheusperaer(Zentr.). 3. Iserlohn. Stichwahl zwischen Paasch«(natl.) und Langer« Hans(dsr.). 4. Hagen. Richter(dfr.). 5. Bochum. Stichwahl zwischen Müllensiefen(natl.) und von Schorlemer(Zentr.). 6. Dortmund. Stichwahl zwischen Möller(natl.) und Tölke 7. Hanum Stichwahl zwischen Schneider(natl.) und von Schor« lernet(Zentr.). 8. Lippstadt. Kersting(Zentr.). Rheinprovinz. Reg.-Bez. Köln. 1. Stadt Köln. Stichwahl zwischen Greiß(Zentr.) und Lücke (Sozialdcm.). 2. Kreis Köln. Mcnken(Ztzsttr.). 3. Bergheim. Rndolphi(Zentr.). 4. Bonn. Virnich(Zentr.). 5. Siegkreis. Bingens(Zentr.). 6. Wipperfürth. Bödiker(Zc'utt.). Reg.-Bez. Diisteldorf. 1. Lennep. Stichwahl zwischen Schmidt(dsr.) und Weift(Soz.). 2. Elberfeld. Karm(Soz.). 3. Solingen. Schumacher(Soz.). 4. Düsseldorf. Wenders(Zentr.). 5. Essen. Stötzel(Zentr.)... 6. Duisburg. Stichwahl zwischen Hannnacher(natl.) und L,eber (Zentr.). 7. Mörs. Gras v. Hönsbröch(Zentr.). 8. Geldern. Perger(Zentr.). 9. Kempten. Fritzen(Zentr.). 10. Gladbach, v. Kehler(Zentr.). 11. Krefeld. Stichwahl zwischen Crönert(natl.) und Bache», (Zentr.). 12. Neust. Frhr. v. Dalwigk-Lichtenfels(Zentr.). Reg.-Bez. Koblenz. �___.. . Wetzlar. Stichwahl zwischen Krümer(natl.) und Albert, (deutsch, re, sinnig,]. . Neuwied. Bender(Zentr.). (natl.) und und Kärer 3. Koblenz. Frihen(Z.). 4. Kreuznach, v. Cnny(Mtl.). 5, Mayen. Kochann(A.). u. Adenau, v. Grand-.1ty C3-). Reg.-Pez. Trier. 1. Daun. Lmibonrg 2. Wtttlich. Tieden( 3). 3. Trier. Rintelcn(g.). 4. Saarlonis. Hannen(Z.) ü. Saarbrücken. Pfühler(natl.). ü. Cttiveilcr. Fahr. v. Suimm(Reichsp.). S!cg.-Bez. Aach»». 1. Schleiden. Prinz Arenberg(ß.). 2. Kreib Aachen. Bock(Z.). 3. Stadt Aachen. Mooren(Z.). 4. Jülich. Graf Hoinpesch(Z.) k>. Geilenkirchen. Hitze(ZA yvount! örflen-Ztassan. Reg.-Bez. �Virsdaden. 1. Honiburg. Mich Iva hl zwischen Fnuck(dsr.) und Kriihne (Scz.). 2. Wiesbaden. Scheuot(dir.). 3. Brembach. Lieber(Zenir.). 4. Dietz. Binnch(dsr.). 5. Tillenburg. Kanffniann(dsr.X «. Frankfurt a. M. Stichwahl zwischen Oswalt(natl.) nnd Schmidt(Soz.). Skeg.-Bezirk Lalsrl. I. Rinteln. Stichwahl zwischen Kersting(natl.) und Werner (Antisemit). 2. Kassel. Stichwahl zwischen v. Weyrauch(kons.) und pfann- iinch(SozA 3. Fritzlar. Stichwahl zwischen v. Gehren(Ions.) und Liebermann v. Sonnenderg(ANtisinni). 4. Eschweae. Sticinrahl junscheu von Christen(Reichsp.) und Uilisch ldfrA d. Marbum. Stichwahl zwischen Boeckel(Zlntisemit und La, irr (Sozialdcnwkr-at). G. Häsfeld, v. Schleinitz(Reichsp.). 7. Fulda. Gras Tröste(Zcntr.). 8. Hanau. Stichwahl zwischeu Schier(Reichsp.) und<5edi (S azialtem.). tiohcnzvllern. l. Tigmaringen. Graf(Z.). l. 3. C. 3. 4. 5. v. 7. 8. 9. 10. U. 12. 21. Annaberg. Stichwahl zwischen Holzmann(natl.) und Krause(dsr.) 22. Neichenbach. Stichwahl zwischen Kurtz(kons.) und fioff- maun(Soz.). 23. Plauen. Stichwahl zwischen Hnrtmann(kons.) und Kaden (Sozialdemokrat). Känisreich 1U ii r t t e>» b c r g. 1. Stuttgart. Stichwahl zwischen Siegle(natl.) und KloA 2. Canustadt. Stichwahl zwischen Veiel(natl.) und Schnaidt (Dtmokr.). Z. Heilbronn. Stichwahl zwischen Göz(Reichsp.) und Härle (Demokr.). 4. Böblingen. Stichwahl zwischen Göz(Reichsp.) und Kercher (Demokrat). 5. Eßlingen. Stichwahl zwischen Weiß(natl.) und Ehni(Dem.). 6. Rentlingen. Payer(Demokr.). 7. Calw. Frhr. v. Gültlingen(Reichsp.). 8. Frendenstadt. Frhr. v. Münch(Dem.). 9. Balingen. Stichwahl zwischen Eble(natl.) und Hausmann(Dem.). 10. Gmünd. Stichwahl zwischen Bareiß(natl.) und Speiser (Demokr.). 11. Hall. Lcemann(natl.). 12. Gcrabronn. Stichwahl zwischen Keller(natl.) und Pflüger (Demokr.). 13. Aalen. Graf Adelmann(Zeuir.). 14. Ulm. Stichwahl zwischen v. Fischer(natl.) und Hähnle (Dem.) 13. Blanbenren. Gröber(Zcntr.). IG. Biberach. Braun(Zentr.). 17. Ravensburg. Göser(Zentr.) 13. 14. 15. IG, 17. 18. 19. 80, f:!>» i g» r i ch Kay» r». _, wlirrdniirtn. iU muh eil I,«.tnhwahl zwischen Scdlmayr(natl.) und Livli (Sv?A München II. v. Holtmar(Soz.). Aichach. Freiherr v. Psettcn(Zentr.). Jngolstadr. Aichbichler(Zentr.). Wasi'erbnri'. Fischer(Zentr.). Weilheim. Weber(Zentr.). Aase» heim. Wagner(Zentr.). Traunstein. Lehemeir(Zentr.). Ktcdrrdayeni. Lau eaut. Mauer(Zentr.). Straiching. Gras Preysing(Zentr.). Passan. Weiß(Zentr. i. Psiirrlirchen. Haterland(Zentr.). Trggendeis. Leonhard(Zentr.). tttlheini.«irchauuuer(ZxutxA Zihrinpfal?. Speyer. Stichwahl znnschen Clennn(natl.) und Eiben(Z.). Landau. Barklin(natl.). Germersheim. Brüning?(natl.) Zweidrücken. Ast(nall.). VointUM Dr. Buhl(natl.). Kaiserslautern. Miqiiöl(natl.). chbrrpfalz. Rchensbnrg. Graf v. Walderdorsf(Zentr.) Amberg. Hilpert(Zentr.). Nenmarkt. Lerzer(Zentr.). Neimbnrg v. W. Witzlspcrger(Zentr.). Oieustadt a. AAR. Lehner(Zentr.). Vbrrfranltrn. Hof. Ststfwahl zirifchen Hntschenreuther(natl.) nnd Raeilhel(sreis.i. Bayreiich. Stichwahl zwischen von Fenstel(natl.) und Stoll üwf). Forchhelm. Stichwahl zwischen Pczold(Zentr.) und Limmer(dsr.). Kronqch. Stichwahl zwischen von Gagern(Zentr.) und Schmie(Soz.). Bamlerg. Menzel(Zentr.). Älittetfvattlicn. Nürnberg. d)iil!cn!>rrgrr(Soz.). Erlangen. Stichwahl zwischeu Frhr». v. Stanffenberg(dsr.) und Srbrl(Soz.). Ansbach. Stichwahl zwischen Tröltsch(natl.) und Kröber (Demokrat). Eichstätt. Schädler(gtittr.). Dinkelsbühl. Stichwahl zwischen Lutz(kons.) und Stobäus (nationalliberat). Rothenburg o. T. Stichwahl zwischen Keller(natl.) und Seybvth(dsr.). llntnfiHMiiuit» Aschasspuburg. Hans(Zrnt.). Kitzingen. Graf v. Schönborn(Zentr.) Lohr. Frhr. zu Franckcnstein(Zentr.). Vieustadl a. S. Reichert(Zentr.). Schweinfurt. Burlein(Zentr.). Mürzbnrg. Stichwahl zwischen Stuhr(Z.) u. Srgitz(®oj.). Schiundr». Augsburg. Stickwahl zwischen Brach(natl.) und Bichl(Z.). Donauwörth. Wildegger(Z.). Dillinge». Gras v. Preysing.-Schlachtegg(ZA Jllertissen. Sieindl(Z.). Kansbeuren. Orterer(Z.l. Jnimenstadt. Landes(Z.). Königreich K a ch f»«. Zittau. Stichuoahl zwischen Sechold(natl.) u. Buddeberg(dsr.). Lübau. Stichwahl zwischen Hofsmmm(natl.) u. Haupt(dsr.). Bautzen. Hempct(tons.) Dresden rechts der Elbe. Klemm(tons.) Dresden links der Eide.' Hnlysch(kons.) Tharandt. Korn(Soz.) Weißen, v. Friesen(kons.) fivua. Stichwahl zwischen Grnmbt(Neichsp.) u. Eysoldt(dsr.) reiberg. Morbach(Reichsp.) Döbeln. Mehnert(kons.) Statn� Leipzigs Sti�wahl zwischen Götz(natl.) und Kodrl (Soz.) Amt Leipzig. Veyrr(Soz.) Borna, v. Frege(kons.) Mittiveida. Schmidt lSoz.) Chemnitz. Kchipprl(Soz.). Glauchau. Auer(Soz.). Zwickau. Htollr(Soz.). Schneeberg. Krilfcrt(Soz.). �. Zschopau. Stichwahl zwischen Gehlert(Reichsp.) smd (Soz). G r o ß h c r z o g t h u m Kaden. I. Stichwahl zwischen Stoppel(nall.) nnd Hug.(Zent.) 2. Donaueschingeu. v. Hornstein(kons.). 3. Waldshut. Schuler(Zentr.) 4. Lörrach. Stichwahl zwischen Blanlenhorn(natl.) nnd Lauck (Zentr.) 3. Freiburg. Stichwahl zwischen Holst(natl.) nnd Marbe(Zentr.). 6. Kenzingen. Stichwahl zwischen Eugler(natl.) und Schältgen (Zentr.). 7. Ofsenburg. Stichwahl zwischen v. Bodniann(natl.) und Reichert(Zentr.). 8. Baden. Lender(Zentr.). 9. Pforzheim. Stichwahl zwischen Klnmpp(natl. und Tillinger (Demokrat)..- 10. Karlsruhe. Stichwahl zwischen Fieser(natl.) und Pflüger (vcntschsrei, innig). Mannheim. Stichwahl zwischen Diffenö(natl.) und Sroco- dach(Soz.). Scidelberg. Nienzer(kons.). insheim. Graf Donglas(Zentr.). Tauberbischossheim. Frhr. v. Bnol(Zentr.). 11 G r o ß I, e r;- g t h u m S tfftu. L Gießen. Stichwahl zwischen Gutfleisch(dsr.) und Bockel (Anttsemit). 2. Friedberg. Stichwahl zwischen Graf Oriolla(uatl.) und Gut- fleisch(dsr.). 3. Alsfeld. Stichwahl zwischen v. Kalckstein(dsr.) u. Zimmer- manu(Antis.)....... 4. Tarmstadt. Stichwahl ziv. Osann(natl.) u. KluUcr(Soz.). 5. Osseubach. Stichwahl zwischen Böhm(natl.) u. Kllrich(Soz.). 6, Bensheim. Stichwahl zwischen Scipio(natl.) nnd Stengel(dsr.). 7. Worms. Marqnardsen(natl.). 8. Bingen,«amberger(dfri).._. 9. Ätainz. Stichwahl zwischen Nack«(Ze»itr.) und Zoeft(Soz.). «nd G r o ß h e r; o g t h n ,n Kk e ck l e» b o r g- S ch m r v i n. I. Hagen ow.(Stichwahl zwischen von Wrisberg(kons.) Hänel(dsr.). 2. Schwerin. Stichwahl zwischen(natl.) nnd Kchwarch(Soz.). 3. Parchim. Pachnicke(dsr.). 4. Malchin. Gras v. Schlienen-Schwandt(kons.). 5. Rostock. Stichwahl zwischen von Bar(dsr.) und Kretfch- 6. Güstrow. Stichwahl zwischen Graf v. Schliefsen-Schliesfen- berg(kons.) und Keter»(Soz.). Lürkenihum iiv 9*• I. Telmold. Uhlendorf(dsr.). freie K t a d t Lüde ck. ,1. Lübeck. Stichivahl zwischen Brehmer(natl) (Sozialdemokrat). freie Ktadt Kre,»,«. 1. Bremen. Slichwcchl zwischen Papendmk Krüh uo(Soz.). freie Stadt Kamd«?*' 1. Kebel(Soz.). 2. biet.(SczA 8. JArtzger(SojA vlsoK.Loth-i«,."'- 1. Taana. Winterer(Essäs.er). 2. Mülhausen. Kicket(Soz.). 3. Colmar. Grad(Clsässer). 4. Gebweiler. Guer'oer(Elsiifler). 3. Ravpoltsiveiler. Simonis(EMsser). 6. Schlettftadt. Lang(Clsässer). 7. Mölsheim. Zorw v. Vulach(uatl.). 8. Straßbnrg Stadl. Petri(natl.V 9. Stcrßburz Land. North tElsäi,«?.). 10. Hagenau, o. Dietrich(Elsässer). 11. Zabern. Hostel(ClsäskerV 12. Saargemüud. Neumcmn'Glfsck'cr). 13. Diedenhofen. Neumann(Elsas, cr). 14. Metz. Telles(Elsässer). 13. Saarbnrg. Küchly(Elsässer). und >> Tpi em de (nall) w Aw 'Mlurh, Miß, U)«l hp n" die»nfv;. il*r Ks?» KÄ 22. Februar einen verwegenen Einbruch in Stadtkäminerei zu Nauen nntentommen, eine bedeutende Sunime in Baar befand. Die gestört wurden und hatten sie aber außer einigen lenei-rvivri.,�..?. Röcke zurückgelassen. In den Taschen derselbe» Papiere vor. welche zur Entdeckung der Bande sühn• � hatte ihr Domizil in. Berlin, und hier ist auch die Gesellschaft am Sonnabend dingfest gemacht woctetf..?> Aerhafteten befindet sich mich der als verwegener E>n-Att kannte Albert Ziegler..K Ei»«e»me»,rner Einbrnchodiedstahl wuro, :chtzeitig verhindert. befindet sich re « ä ä rvs% Matt ,,,1 Beut«..«»Wg» Beute. Vorgestern in der achten au-v.-,- Herr Pusch verdächtiges Geräusch an der Thüre seines M et eilte herbei und traf einen Mann damit besihäiligt, � der Komptoirthure auszusägen, nachdem er bereits d'? vor her Tyure emporgehoben hattte. Der Einbrecher»�si entfliehen, wurde aber an der Ecke der Charlotten- u"" strape� eingeholt und der Pöliz-i übergeben. "* �----- � eiulgen Tagen und wie eS scheint für immer versperrt- � Seiten der Brücke und der zu denselben führenden%% ...... H onf»?„mTfraanbe(tt,.\ p jinb mit hauptet von - Brücke und der zu denselben foyrenoe» n1ir einem ganz bedeutendem Kostenaufwande ttt.| hauptet von über 200 090 57?.) sechs Fuß hohe und» Eisenwände angebracht, die nirgend einen Turckivl.a ö � und nur durch die Eingangspforte zur Rinabahn-Halttfleü'- 1 Broch en werden. TaS bsi'deriae niedrige Eiseng-Ue:«rv für die Sickierheit des Eisenbahnverkehrs nicht zureichend. gewissen Zeiten sich dort zahlreiche Kinderschaoren versa> um dem oesi" und 05 v»(llj* v i a g 1 1;« m Sachsen. 1. Weimar. Stichwahl zwischen Kohl(natl.) und Samhammer (dsr.). 2. Gif ciwch. Harmening(bfu). 8. Jona. Stichwahl zwischen Mittmzwey(natl.) und Wifser(dsr.). Gvatziiev,»gth«iu ztt»i»l»iil>«ra-Kt»rlitz. 1. Strelitz. Stichwahl zwischen v. Oertzen(kons.) und Adler (dsr.). E r o st h e r z o g t h u m V l d e» b» r g. I. Oldenburg. Stichwahl zwischen EnneeeeruS(natl.) nnd Hinze(dsr.). 9. Varel. Träger(dsr.)/' 3. Delmenhorst. Graf v. Galen(Zeittr.). Kevzogtstum Kraun schweig. I. Brauuschweig. Stichwahl zwischen Orth(natl.) und Kla» ( Mo,.). 2. Wolsenbüttel. Stichwahl zwischen Kulemann(natl.) und Schräder(dsr.). 3. Holzminden.(Schütte(dsr.). Herzogthtim Sachstn-ZNeiiilus««. 1. Meiningen. Baumbach(dfr.) 2. Sonneberg. Stichwahl zwischen Witte(dfr.) und Kelsthnu» (Soz.) Serzogthi»« S a ch fe»- A l t e n t»« r g. 1. Altenburg. Baumbach(Reichsp,). Serzogthum Sachse». Koburg-05ot ha 1. Koburg. Stichwahl zwischen Sattire(n.ttl.) mid Siemens(dsh.). 2. Gotha. Stichivadl zwischen Zangemeister(dsr.) nnd Koch (Sozialdemokrai). K e r? o g t h» ,» An h»lt. 1. tessau Rösicke(natl.). 2. Bernbnrg. Stichwahl zwischen Oechelhäuser(natl.) und Grelling(dsr.). Lißrfteuthnm S ch w a r? b u r g-» d o t st a d t. 1. Niidolstadt. Stichwahl zwischen Schöna»(natl.) und Kuörke(dsr.). FLrstenthni»Schwar»bnrg'S»nd«rg» Hause n. 1. Sondershanseni Stichwahl zw.scheu Pieschel(natl.) Koch(Soz.). f ü» st»» t h u»» M a t d» ck. t. Pyrmont. Stichwahl zwischen Böttcher(ReichSp,> Rohland(dsr.). Ljjrsteuthum Neust, altere Linie. 1. Greiz, förstee(So,.). furftrthuui Neust. iliugereLlnl». 1. Gera. Klurni(Soz.) Fi»rst»«ttz»M K ch a u in b u r g- L i p p». 1. Bückeburg. Deppe(kons.) und und rtfimlss: u •M* pit Kei hastung rnirr«jjr.ru,■____ l- rech er ist von der hiesigen Kriminalpolizei voWL A Die Baude hatte, wie das„Kl. I." resährt, in der% ---------- jjg rK�Avil/fl in ygf othi rgeiiellt srft i van 11 rn Nil kW'mer fe dck. t?eveulenoe teuntme in«um sich Eingang in das Kasseuzimmer des Hauses zu verschaffen gewußt und waren mit Bohrer bei der Arbeit, als sie durck einen im Hanse ruoktieiio �, und schleunigst die Flucht ergriffe»- 0 ,�i' außer einigen DiebeSwerk, engen fl,UD. Liij ■.f;«« cyn hen Taschen derselben� l der '"niebe alten tn- fi'nt Ahof Sftchfc ,'«e si "Wlag a P�dcv ein 3(u je »' mit, Nicht welch » von ei S Ben % d lang ,.°Äe'>. s°„Dtun> iV-r--- 9-------„. Qtv Auablich uo« der Zhtarschaner 9*" a» »» Taaen und wi« eö scheint für im Mir versperri.�� «. fS W cut m ----- I,-•---_ ur?,« UM,.......-ständige» Fahren der Züge zuzusehen UN ß gelegentlich durch die Handhabung von Wurfgescholie» � i wäre vielleicht zu verhindern gewesen, allein die ma»9 A» stvniiten Geländer der Brücke konnten bei dem stark ZOp. Verkehr auch einmal einen Absturz aus das BAmaeie l,.. führen nnd dem ist allerdings durch die lolessaU gründlich vorgebeugt.... in' Kaliirüiericht. Am 22. d. M. Vormittag? i Einfahrt des Grundstücks Köpnickerstr. 127 der Maler®' jzj- einem beladenen Rollwagen überfahren nnd erlitt diibe>> Verletzungen an den Oberschenkeln, daß er mittelst Tro' � Bethanien gebracht werben mußte.— In der Nacht z>> wurde in der Rosenthalerstraße ein imbekannter Man»,,. und anscheinend krank auf dem Straßendamm liegend, a«u und nach der Sanitätswache in der Kastanien- All««- aber nach der Charitee gebracht.— Zu derselben Z«" Dienstmann vor dem Hause Leipziaerstr. 48 von einem wagen überfahren und am linken Unterschenkel nicht verletzt.— Am 22. nnd 23. d. MtS. fanden an renp. Stetten kleinere Brände statt,»velche von der Feuerwed wurden. sie w, A M EZwunde -»mskelr % 1 ii,1 Zw'« ssÄ Ihr. ,i >s» a'1»n Vü # '* zu #1 Unstcl fe (»ovickks-Zeikuttg ■ fiir Schaiiliwirthe von LVichtigheit ist ,Ä. scheidnng der 88. Abtheiumg des b erliner Schöffengettck Schankwirlh F r a h ,n. welchem die Schaiilkonzcssion f>>» ,g, einem Neubau in der Stephanstraße errichtete Bude er»« hatte kleine Quantitäten Branntivein an Personen vers � nicht zu den Bauarbeitern gehörten und das Getränk M' h aus der entgegengesetzten Straßenseite befindliche»» nahmen, also nicht im lonzessionirtcn Lokal genossen. 0 Vettausen erblickte die Sleuerdehörde die AusübunS werbe? als Kleinhändler mit Spirituosen-«ÄrWfaih durch den DonZesstonirt« Schankdelrieb nicht gedeckt m-» ausz, das Schöffengericht ist dieser Auffassung beigetreten." Cr, Annahme des angeklagten Schankwirthö, daß er zum � All ,aÖ ütranittwein an jedem der in seine Bude komme, bececvt� nlü irrig erachtet und denselben, da cr nicht auch da., als Kleinhändler mit Branntivein bei der StenorbehM � meldet hat, zu 48 Mark eventuell 4 Tagen Hast rerutt� zj Sie Attsttatzesache«kgr» de» Kanfmaua AT n welck er in so ünverandvortlicher Weise mit den ihm Bidiivlhek ayvevtnuiteu Büchern umging, ist nach.«'�,� Vertagung gestern vor der- 90. Abtheilung des Schoff«"».,� einem gerichtlicken Abschluß gebracht worden. H vei'�j wegen Unterschlagung. Diebstahls und Sachbeschädigung � Antlagebank. Derselbe will sich zum Dolmetscher der ck A Anklagebank. Derselbe will stck znui xoniicifajei und malayischen Sprachen ausbilden und hat zu diese' jahrelang die einschlägigen wissenschastkichen Werke 5, Bibliothek auf das fleißigste denutzt. Im September' merkte ein Angestellter der Bibliothek, daß ans ei»*"*, welches der Angeklagte soeben znrückgevracht,> Blätter herausgerissen waren. AnS dem Verzeichmß A-k-' zu ersehen, welch andere Bücher noch im Besitze des"nLj gewesen, man»ittersuchte auch diese und machte die übc>. Entdeckung, daß nicht iveniger als. 76 Bücher durch Hf. einzelner Bksitter beraubt waren. Krimi na lkomnnffn�l nahm in Begleitung eines lönigl. Bibliothekars in der% des Angeklagten eine Nachforschung vor. Man traf den�z' '—— m........»f. iKAWH«iAan iOT |nu[en ■ Ter «nbesi i ch � über k '»ii? i »der als er gerade im Begriff war. die Schrhslzelchen I de Iis! Iä i) I II. kck eC' iW* (rflft)' ? W cin�l$■*■tl0n �u«m Blatte abzuschreiben, da? er ebeN- �•fcilliajt„1t f®n,0i- Vibliothck gehörigem Buch heransgerisse», Sit, K.-.i 5C-- Angeklagt« ein« große Anzahl loser Blätter � toi bL.N. �»/anze nicht alle herbeigeschafft worden, jj Wl li)[ir Werken fehlen. Ferner fand mau noch eine � nicht den Büchern der köuigl. Bibliothek "miti:, dw.'�N��agle gab an. daß sie ans den Werken E!'%:lieM«k ifiui'tt Besueycn im orientalischen Seuunar iff v®; Sriunden und die wahrscheinlich von anderen ' Pj- �nstlicheu Instituts ans der üand gelegt ' W* witwJJSßf laßte dies als Tiebstahl auf. Im Verhandlv.ngs- �»diüv tJL l1 Beschuldigte plötzlich sein früher abgelegtes '>»> Seminnv �>hm abgczivnngeu fein sollte. Er bestritt * in den b»««en Diebstähle und behauptete ferner, '�schädia,,ll." ttällen ieine Unterschlagung, sonder:,»ur eine i!r habe niemals die Absicht gehabt, IäIlJj."®pi Blätter für sich zu deHalten. Das Studium ein so zeitraubendes und schivercs, BggWif•* � ig. ran 3�it de nn her. mußte, habe das Buch wieder i 1 Olß fvl tili|ü 5vlUlUlU»llUt9. UilU[U�iwvtv»/ '�Weithin,"ei1 BZcher nicht so lange behalten dürste, wie | Itti, di» priit' deshalb habe er einzelne Blätter heraus- ilisl.? iCtilrtfrVo 0«%»4- r................ i oa.. j£.«K ,.»« '--■iniicn �C'vei- Zeit nochmals geholt, NM die ielle.feitet, nieder mit äußerster Sorgfalt an Ort l»'.$ifclin,k, � � mußten sich mehrere Bücher in der l"�kn lassen, welche in dieser Weise von ihm '°°tifle iv', �uren. Zll'.f Grund dieser Behauptung mußte �lßi! x,.. �»n vertagt werden. Es dal sich die völlige Uu- ooin Angeklagten anfgcitellten Behauptung ergeben. K-'imjrf r Xevmi"e'varen die Bibliothekare Dr. Klati und � StaSsl0'-<.*** Bidliotheks-Bt-chdinder zur Stelle, welche %, xi,'0f durch de» Augenschein bewiesen, daß jene tlxlz h.,.,,..0" �sin Angeklagten wieder eingeklebt sein sollten, da:!„ 9fVlf{cn waren. Dr. Klatt bekundete, daß der »n>... ��kische Vorgehe» deS Angeklagten angerichtete w'ert». 3U berechnen sei, da einzelne Bücher überhaupt ~ chn,«.... en könnten. Der Staatsanwalt veanttagte gegen der raelcher in unglaublich egoistischer Weise daS in, wW iluis n.rx1']le' welches ihm seitens eines gemeinnützige» Zie<0 �. wtncde, eine Gefängnißstrafe von 3 Monareu. ! alikN � jjs L'W hielt den Angeklagten schuldig der Unterschlagung chrei nnd.jß ßaf.ch��schklditzßnq und erkannte hierfür ans zwei wenden g«< ß.'■ M hrlich''. »"?!-? S» ä«?V« den ührtenv die Cb eben. [I El»! Ichwetioiegeiidtt' Lall der fnhrläfstgeu führt» oesteru den Landwirth Xaver raren-M m ■ # inauge'k it. j[. ei."ei1 Besuch abstattet. So war es auch am 8. Ä* "Hrnii«■LUem Tage nahur der Zlmzettagte aber noch ein lieh nS~' welches man bei sretnidschaft.ichcn Besuchen ge- lliurdc ee,. w' N'tt sich lievumichlepvt, nämlich einen geladenen > verst�,�»sz L,, Cl' n» demselben Tage zum Zuiecle de- Wieder- -nannte) A,li h n'enifm Dritten billig gekauft hatte. In der Kaserne wren'™ lg,. chW detatintei, Kanonier Kunz auf, welchen er tot in dem für den Unterossizier herge- unh �wlage der Stube vorfand. Er setzte jich aus das e,..w»gte den Nevolver heraus, um ihn dem Kanonier Dieser rief dem Angeklagten noch zu:„Mache if,,ü~"miitheUe>i!" Die Warttung kam aber zu spät, denn ug c,'knaeublick krachte auch schon ein Schuß und der lisch.slsÄ fiel besiitmingslos zu Boden. Di« Sacke war so *%!, 2. Setommen, daß man ursprünglich geneigt war, an .koch zu glauben, es hat sich aber herausgestellt, daß ..�hat .»e in h«u t e nur eine grenzenlose Fahrlässigkeit vorlag. Dem war die Nevolvertugcl unmittelbar über dem den Schädel gedrungen, wo sich die noch befindet.� Knttz ist 11 Wochen % SÄ nd. ad BsfJ >eriv'hr als schwer Kranket behandelt ivorden und . waren nahe daran, ihm den Schädel mifzti die Kugel durch cktn Druck ans daS Gehirn Si»lz.KAmtiingen verursachten. Schließlich hat sich die -k, stlkc., Berivundeten, der sich noch heute im.Lazareth be- i fa(h,vi.9»Volfentt die finget hat sich gut verkapselt und nach itiih�, A.ändigcu Urtheil des Stabsarztes Dr. Amende ist ennrtvfp« �Ynunprfüti ihih rtfior ft<>» fto demertbar.— Mit ficht auf diese schweren !-tri? unveratttwortlichen Leichtsinns hielt der Äcrichteho' siir 1 10 il b M o» o t c ii G c s ä n g n i ß liefest 5 Tagen >i. unbefugte Wasfculrageii, für eine angemessene t,'oU'ei Monate wurden ans die Uulersuchungshast ange ')f chllaplrrifche r aientr hat der in Mecklenburg äff', viahre alte Studirende Richard Martiu Ludwig h y> welcher sich aus der Aiiflagebani der 4. Strafkammer er mit t. Ä Schaden vieler Persoue» im In- und Auslände iti � der junge, äußerst gervandle Mensch eigentlich l.ibxi' n'u der Aerhandlinnz nick: ganz klargestellt worden l" be,»!» k'ienkarten bei sich, ans welchen er sich als„stuci er dagegen, daß r« die Pcrioneip, Na. Bcrühriciig gekommen,' sind der seiten p« % L' jN# et lediglich den Schwindel studire. 1.i ,cte hat er schon recht Erkleckliches gelei N ck 9 e.'"e große äieihe von Betrugssällen ge.,... ' tL*er äußerst sicher»nstreleude junge Mapn hat sich so- . als auch in anderen Universitätsstädten, wie z. B. in den kleinen Thüringer Universitäten u. s. w. viel in toih»"reisen bewegt und seine dort gewonnenen Personal- ihr schwindet bafteß! Treiben benutzt. Bald hat er sich T M« f,i,'.ue|■äfcmMiilitoii»»" auf wenige Tage„geliehen J' �tbeir4 Biege zu verkaufen, bald hat er Uhrmache dition, sondern in deren kaufmännischer Verwaltung angestellt und thätig. Nach dcr diesbezüglichen Gesetzes- bestimmnng sind indessen rein taufniännische Gr Hälse o überhaupt nicht zu versichern. Unbestritten dürfte sein, daß das bloße Einkassiren von Geldern nicht zum„technischen Betriebe" gezählt werden könne. Im Betriebe zu versichern sind nach dem Unsallversicheriingsgesetze nur Arbeiter, welche, gleich- viel, ob in oder außerhalb des Raumes dcr Fabrik, technisch thätig sind."— Nach eingehender Prüfung der Sachlage entschied das Schiedsgericht wörtlich wie folgt:„An und für sich ist ein Kassenbote kein technischer, sondern eiu kaufmännischer Gehilfe. Gleichwohl stünde nichts entgegen, daß auch ein kausmännischer Gehilse, falls derselbe durch seine Veschäftignng den Gefahren des technischen Betriebes aus- gesetzt wird, bei dem Letzteren versichert wird. Es liegt darin keineswegs etwas dem Gesetze irgendwie Zuwiderlaufendes. In- dessen kann ein kaufmännischer Gehilse alsdann mich stets nur gegen wirkliche Betriebs Unfälle, die direkt ans den Gefahren des technischen Betriebes selbst hervorgehen, versichert werden. So würde derselbe beispielsweise in vorliegendem Falle dann sehr wohl AN- sprach ans gesetzliche Unfallrente machen können, wenn ihm etwa ein Stück Eis auf den Kopf gesallen wäre und denselben verletzt hätte, oder wenn er von einem Eiswagen überfahren worden wäre. Beim Einholen des Geldes kann aber diese Art von Un- fällen nicht itaitfinden und es wird der Klägerin Anspruch ans diesen Gr änden zurückgewiesen. Di« Doruuterl'nchung«rg»» dr» Schneider Klanst» welcher des Raubniordes an der in der Frankfurter Allee wohn Haft gewesenen Wiltwe Vnncß beschuldigt wird, ist nunmehr geschlossen und ihm die Anktagefchrisl zugestellt worden. Voraus sichtlich dürste die Verhandlung bereits in der nächsten Schwur. gcrichtsperiode des Landgerichts II. stattfinden. Die Vertheidigung Klausin'« hat Rechtsanwalt Dr. Jvers übernommen. Ein Sensationoproicß ist für den Monat Aprik in Ans ficht. Wie wir hören wird dann di« Kieler Bestechungs-An gelegenheit vor der vierten Sttaskammer des Landgerichts I zur Verhandlung gelangen. Die Anklage richtet sich gegen vier Personen, den bei der kaiserlichen Werst in Kiel angestellt geivesenen Ingenieur P., der des Verbrechens im Amte beschuldigt ist und gegen drei Kaufteute, welche mit Liefelunaen von Materialien betraut waren und mit dem Erstgenannten Dnrchstecheieien ge- tticben haben sollen. "SerM um rmacher nnd ir«*«r3 1 Ichulbig geblieben.- k. N gm 6 An �sicheren Kantonisten erwiesen.. Es ist schließlich ge feH Hio'fjemcv in Mühlhausen habhast zu werden, und da seit I tu Berlin lag, ist er hierher übersohrt wurden .«ist,, lifst,'""che suchte der redegewandte Angeklagte noch zu seine» -- auszubeuten. Er stellt« sich nicht nur als das Opfer einer ibung ose» f| A Itotz, l Erziehung hin, sondern bgt auch, darauf Rücksicht zu chck.sUß er in grimmiger Tezemberkälte den iveiten Weg von N' bis Berlin in aesesfeltein Zustande habe zurücklegen % st, Der Gerichtshof hielt dem Angeklagten nur seine bis- bbescholtenheit zu Gute und verurteilte denselben z» .z-.�ahre Gesängniß. Müm. k'chiedvgericht in Zliifall-Versichrriiiigsiachrn. [T',i,el|st'fitK'ilL;, �Pltichtiß ist nur der im technischen Betriebe beschäf- I-fteiiflst'? �s»t»«' Arbeiterschast, das kanslnäiimsche Personal ist davon � besa�i Ui? l1'"" Diese Bestimmung des Gesetzes gab Anlaß zu i0>gu»g Ä i �% 2« Enisck,eidung in letztet Sitzung des Schiedsgerichts. 'der" U0"1t v J. war der schon bejahrte, bei den„Nord- (( 5�'" angestellte Kasstnbote, mit dem Einkassiren ftejf.-' Hgh>'f?bliegeiih«t, beschstistigt, :: P1, um �ezeinrer, angevtley qn«n polgen vev ! ivest, Wtttwe itiiö einzige Erbin des Verstorbenen, an Ge» >'N» �urch ihren Soh», der Schutzmann, vertreten, klagt be".....-iiilWfe Legen die Spedil'ionZ- Bernssgenosseiischaft auf«olle "»i Tage des Unfalls an bis zum Tode ihres Gatten, Er- l- der Kosten der Beerdigung und Gewährimg 5 Jninterhri�T�nPir pimpS infnfnp. pinp? Betriebö- SP mttn! )«» . Hinlerbljebenen eines infolge .ß-,. erstorbenen nach dein Unsallbersichcrungsgesetze zustehen- �n'elenrenie. Die Verklagte verweigert jedwede Ent- .-?%■ Sie führt zur Brgrändimg ihrer ablehnenden f>°,.burch ihren Vertreter WWWMWMWMMMMWW Wllvol«"MWWM�W ist nicht im an tech Gerichiestelle folgendes an: n(Jf ch e n Pettiebe t«t Spe- SoziQle UebovstMt. Au die Schneider Kerlina! Kollegen! Schon mehrere Wochen liege» unsere Kollegen der Militärbranche im Streik. Seit dem Jahre 1873 ist der Lohntarif nicht nur nicht gcstiegsn, sondern sogar theilweise gefallen, die Lebensmittel, Wohnungen u. s. w. aber bedeutend im Preise gestiegen. Nin min das Gleich- gewicht>vi«der herzustellen, mit andern Worten mn nun den Aus- fall am Verdienst zu decken, stellten die Militärschneider an die Nnternel sürdiest.WMI., Produkte sehr anständig bezahlt erhalten, weigert sich ein großer Theil derselben, die gerechten Forderimgen der Arbeiter zu er- fillten, ein anderer Theil will mit de« von den Arbeitern ge- wählten Lohnlommission nicht vorhandeln. Da nun die Arbeiter nichi gewillt sind, ihre Forderungon fallen zu lassen, sondern energisch aus ihrem guten Recht bestehen, zieht sich der Streik in die Länge. Damit nun unsere Kollegen in diesem Kniiipf nicht unterliegen, ist es Pflicht aller Schneider, dieselben moralisch zu unterstützen. Darum, Kollegen, haltet den Zuzug aus den Militürgeschäften fern. Sollten Gelder gesammelt werden, so sind dieselben schleunigst au die Lohukommission der Militärschneider, Neustävtische Kirchstr. 13 im Rdstaurant, abznlie er». Zur Besprechung des Streiks findet herte, Abends SVa Uhr, in Jordan's Salon, Nene Grünstr. 28, eine große öffentliche Schneiderversammlnng statt, in.welcher Th. Gerwin und A. Täterow reseriren werden und erivarten wir zahlreiches Erscheinen. Also, Kollegen, bethätigt Euer Eolidaritäts gcsühl und verhelft den streikenden Militärschncidern zum Sieg« Mit kollegialischem Gruß die Siebenerkvmmission. I. A. <8. Gebauer, Sptttelmarkt 16—17. An irr Artillerie- DUcrliliatt zw Sziaudan sind die Tischler und Stellmacher in eine Lohnbewegung eingetreten. » der Albumfalirik von Nichnrd Maser, ITitttr- c IÄ, hat ein großer Theil der Arbeiter die Arbeit nieder gelegt, weil ein weiblicher Werksährer eingestallt wurde. Es haben diuclbst bereits seit längerer Zeit Differenzen zwischen dem Unter nehmet«nd den'Arbeitern stattgehabt. Zu Keirrflf der Arbeiisnirdrrf rynug der Arbeiter der Karl Ztla!tir«fen'schrn Zigarrenfabrik, Mebrrstr. Ur. 5, wird uns folgendes mitgetheiltt„Am Freutag, den 14. Februar, stellte der Zigarrenarbeiter Hermann Schröder die Frage zur Diskussion, luie la»ge oder ob am Wahltage gearbeitet werden soll. Äluf Grund dieses ivurde Schröder am Sonnabend, den 15. Febr., entlassen; derselbe ist der älteste Arbeiter genannter Fabrik, er arbeitet dort 14',« Jahre. Aus Grund dieses versammelten sich am 17. d. SC?, die Kollegen der Fabrik und beschlossen einstimmig, die Arbeit niederzulegen. Dteselb« wird so lange andauern, bis die Maßregelung des Kollegen Schröder zuwickgenoniinen wird. NepfntttttllitnLStt. Dir Frei« Uerekiitaiiug der Maurer jjrrliim und Umgegend hielt am Sonntag, den 23. d. M. in Orschel's Salon, Tebastiaiistraße 39, eine ordentliche Mitgliederversammlimg ab. Ter erste Punkt der Tagesorditung lautete:„Die O r a a n i- sation oer Maurer und ihre Strebeziele; zu welchem Herr H a n i s ch als erster Redner das Wort nahm. In längerem Vortrage schilderte derselbe die heutigen wirthfchast- lichen Verhältnisse, folgerte daraus die Noihivendigkeit von Ar- beitrrorganisationen zur Wahrung der berechtigten Interessen dcr Arbeiter gegenüber d«n Interessen der Kapitalisten und führte die Slrebeziele der Zlrbeiterorganismiotten des Weiteren vor Atmen in Bezug ans die Erringung einer sozialen Besserstellung. Volkswirlhen für nochwendig erkannt werde, suche« immer iveitere Kreise aufzuklären und den Vereinigungen MUfiihtet. So auch für die Vereinigimg zu wirken, forderte Redner die'Mitglieder der Freien Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend auf. In der an den Vortrag anschließenden Diskussion sprachen die Herren Rückert, Größner.Kliemann, Jezorke, den Aus- führnngen des Referenten beipflichtend, die einschlägigen Verhält- nisse in eingehendster Weise beleuchtend und erörternd, eine Gesammtorganisation der Berliner Maurerschast als unbedingt nothivendig hervorhebend und die Kollegen(ermahnend, ebenso einig, wie sie am 20. Februar d. I. eingetreten seien zur Ab- wendung des politiichen Druckes, einzutreten für die Abwälzung de« auf ihnen lastende« ökononsischen Druckes durch Beitritt zur Organisation, für.Durchführung der täglichen Sstündigen Arbeits- iCit und des Stundenlohnes von 60 Pselmig, In feinem Schl'ißworte empfahl Herr Hanisch eine rege Agitation ür die nächste össentlich» Generalversammlung der Maurer Berlins und Umgsgend, um eine etzesammtorganifaiion der Maurer herbeizufübren.— Im Namen des Vorstandes unterbreitete sodann der erste Vorfitzende, Herr Wernau, der Versanimklmg da« Projekt, am ersten Ostersxjerlage im Böhmischen Brauhause ein« MmtW« zu veranstalten. Der Uederschnß der- selben soll für humane(UnterstiitzlMgs-) Zwecke Verwendung' sinoen, indem sich die Freie Vereinigung trotz des gefaßten We. schlusseS, kettle Untersttltzstngen zu zahlen, sich dieser humanen Pflicht nicht werde entziehen können. Der Vorschlag bezto. Antrag des Vorstandes betr. die Abhaltung einer Matinee zu dem vorgedachten Zwecke wurde mit großer Majorität angenommen. Herr Scheel nahm einen ohne Unterschrift eingelaufenen Antrag auf, betr. die Stellungnahme zur Einsetzung einer Veerdigungs- Kommission innerhalb der Freien Vereinigung. Aus Antrag des Herrn Rückert wurde dieser Antrag bis zur nächsten General- Mitgliederversammlung zurückgestellt nnd bestimmt, denselben als ziveiten Punkt aus die Tagesordnung zu setzen. Ter Borsitzende gab ferner bekannt, daß die Versammlung behnss Erörterung der Organisationsfrage für nächsten Sonntag und hierfür eins der größten Lokale Berlins in Aussicht genommen sei und machte derselbe es allen Mitgliedern zur Pflicht, in der Versammlung zu erscheinen. Die Versammlung erklärte sich solidarisch mit den deutschen Hutmachern und ver- pflichtete sich, nur Hüte zu kaufen, die mit oer Arbeiter-Kontrol- marke deutscher Hutmacherr wie sie in Nr. 45 des„Berliner Volksblatt" abgebildet ist, versehen sind. Nach Erledigung deS Frage- kastens wurde die Versammlung mit einem allgemeinen Hoch ans die weitere erfreuliche Enttvickelung der Organisation der Maurer Berlins und Umgegend vom Vorsitzenden, Herrn Wernau, ge- schlössen. Eine öffentliche Urrfamniinng der Uiiiitüriiefernnga- fchueider Keriins war am Sonntag Mittag nach dem Fordan- scheu Saale, Neue Grünstr. 28, einberufen. Nachdem die Ver- sammlung ins Bürcan die Herren Matsch ke, Schmidt und P i e gewählt hatte, erklärte der Vorsitzende, daß angesichts der allgemeinen Sieigertntg der Preise aller Lebensbedürsnisse, der Wohnungsmiethen u. s. w. auch die Militärlieferungsschneider dazu gedrängt werden, eine kleine Lohnerhöhung zu fordern und zwar von 20 bis 25 pCt. Die Arbeitsverhältnisse sind genau die- selben, wie bei den Militärschneidern, Frau nnd Kinder müssen mithelfen und doch verdienen sie nur ein Trinkgeld. Trotz der Geringfügigkeit der Forderungen würden dieselben doch von der Firma Cduard Sachs als„zu schroff" zurückgeiviesen. Redner empfahl den Beitritt zum Verein der Militärschneider, um durch Organisation etwas zu erreichen. Herr T h i m in schilderte in düsteren, aber wahren Farben das Arbeiter- elend, in dem die Militärlieferungsschneider bei ihren geringfügigen Verdiensten verkommen, die noch nicht einmal ausreichten zu einer dürftigen Ernährung, geschweige denn zur richtigen Erhaltung einer Familie und zur Bestreittmg der sonstigen menschlichen Anforderungen. Ein Geselle, der bei einem Meister arbeite, verdiene heute höchstens 2 Al. pro Tag. Auch er beantrage den Beitritt zum Verein der Militärschneider. Durch diese Organisat'on solle und müsse erreicht werden, daß die ge- stellten Fordorungen in allen Geschäften zur Durchführung ge- langen. Er ermahnte alle Militarlieserungsschneider, keine Arbeit an Stelle streikender Militärschneider anzufertigen, für welche die Geschäfte 25 Pf. mehr bezahle», als gewöhnlich. Auch Herr Pie schilderte die traurigen Verhältnisse der Schneider in ergreifenoer Weise. Herr W i e s e m a n n hielt, um eilte Verbesserung dieser traurigen Lage herbeizuführen, vor allem eine Verkürzung der Arbeitszeit für unbedingt erforderlich, dann würden die Arbeitspreise schließlich von selber steigen. Auch war er der Ansicht, daß der Staat mehr für die Arbeiter thun müsse, um sie wirthschajtlich zu erhalten. Der vorige Kartell- reichStag habe sie völlig«nstenzunfähig gemacht.'Auch dieser Redner betonte den Anschluß au eine Organisation und kritisirte in schärfster Meise das heutige kapitalistische Wirthschaftssystem. Herr Faforcke führte die traurige Lage der MilitärlieferungS- schneidet auf deren bisherige Organisationslosiakeit zurück und trat mit Wärme für eine Orgamsatio» ein. Verschiedene unglaubliche Fälle wurden angeführt, welche darlegten, in welcher Weise die Arbeiter von den Kapitalisten behandelt werden. Auch Herr Schulz forderte entschieden, daß die Militärlieferimgs- schneidet sich mit den Militärschneidern solidarisch erklären und nicht deren Arbeil machen, so lange dieselben im Streik sich befinden, wie es vielfach vorgekommen sei, soivie, daß sich dieselben der Organisation der Militärschiteider anschließen. Die äußerst lebhafte Diskussion wurde unter- brochen durch eine Pause, in welcher zahlreiche Einzeichnungen zur Organisation erfolgten. Zu bemerken ist noch, daß seitens der Kommission ein Tarif ausgearbeitet worden ist, der eine geringe Lohtterhöhuna in sich schließt. Auch hat die Kommission mit den Geschäften Verhattdluitgen angeknüpft. Sollten die For- derungen nicht in Güte bewilligt werden, dann bliebe als letztes Mittel nur der Streik übrig. Auch wurde den Schneidern dringendst das Lesen deS„Berliiter Volksblatt" und der„Volks- Tribüne" einpsohlen. Nachdem noch bekannt gegeben, daß nach den stattgehabten Stichwahlen wieder eine Versammlung stattfinden wird nnd nachdem noch beschlossen worden war, in Zukunft nur Hüte zu kaufen, die mit der Arb'eiter-Konsrolmarke versehen sind, wurde die Versmumlung geschlossen. * ZtUe«m«tur Kraul»!»- und Kt-ed-Iiass« d»r d«»Uch-» vrritzalrr und B-riif°genoss«u.(IS. H. 8». VrcwaNmiesiOtle Berlin».) Aufeeromnt- Uetze RUzttederversaminluüg am Dienstag, den«5, Februar, Abende Punkt »f Nhr, bei Roll. Abalbert»raste il. Tagesordnung! 1. Slaluienberathung. s. Delegirtemvaht.» Berschtedeucs. Der Veoollmachtigie Friedrich Rauch wohnl Manteustelstr.«s, H. a Tr. r. Sprechstunden 7—8 Uhr Abend.!. vauueeri» der KUdstauer. Dienstag, den«». Februar, Abend» 8% Uhr, Versammlung tm SUstaucant Kestuer, Anneustratze iß. Tagesordnung: J. ffic- fchflstltchee. 2. Biblioihekabeub mit Besprechungen, s. Verschiedenes. Faisturrein der in der ziofaiiienteutiranche beschäftigte» Arbeiterin»»». Dienstag, den 2S. Februar, Abends s Nhr, tm Restaurant Rsner, Alte Jgkabstr. 8Z, Versannnluua. Tagesordnung: I.Vortrag: Die Ursachen der franjosischen Revolution. Referent Herr Türk. 2. Diokuisld». 3. Wahl einer£. sJovjlBenfte».«. Verschiedenes. AN« Rlilgticder werden«sucht, pituklich zu erscheine,,,(«äste witlkammeu.. Wrol?» öffentlich' prrs»»>i»l»ng aller zioils'hneid'r am Dtenstag, den 26. Februar, Abends Uhr, in Zordan's Saiou, Neue iörünstraste 23. Tagesordnung: k Der Gkreik der Mititarschneider. Referenten: Th. lZerwin und A. Täterow. All? Schneider müffen crfchoinen. Grslir Uertamniiiing der Hää>»rg»scU»n am Dienstag, den«6. Februar, Nachmittags 3 Uhr, b«i Buggruhagen, am Morihpiah. Tagesordnung 7 1. Or- —~"" bbWWW«� Referent wird lanisaiion zur iiirzieluo.g besserer ArboUSbedingungen. Inckammtung bekannl gemacht.«. Verschiedenes. iieferenl wird in der z>,rri» für Mahrnug d»r Intereff«»>«r Keviiuer Knapsarbclter. Dienstag, den:a. Februar, Abends 8.1 Nhr, bei sieniker, Münzstrasts n, Ali» .Ucdervcrtammlung. Tagesordnung: 1. Bericht über den Ttrsit bei i. H. Rühll. 2. Die neueste Mastreqeinng gegen den Berein feiien« de« Herrn Röhll. 3. Verschiedene«. Das Erscheine» aller Mitglieder erwünscht.«Süsle stet« willtommen.— Der Streik in der finopffabrit von S. H. Rühll dauert unberündert fort. Fu,ug IN ilrengstsii« feruznhatie». patianai» Kraub»»I>aff» b»r bentsUir»»Zoid-«nd Silbrt'aodeiter »nd verio. BeriifSgenoss»» iEingeschr. Hilsstass»). MtigUedfchafl Berlin. Dienstag, den es. Februar, Absud::«,% Uhr, in Feuerstein'» Restaurant(mUerer Saat), Alto Jatobftrnsts 76: Milgticderversnmmiung stz«o des SlalutS). Tage«- ordnuna: I. RechenschastSberichr und Itafseubericht. 2. Wahl de« Vorstandes. 3. Verfchirdei«»!. Da! ffOfenbuch leaituiiirr! Minderjährig« haben keinen gu- tritt. Um rech, zahlreiche! im» pü>stißch«S Erscheinen wird ersucht. Ali«. Aobriteoi» uonurrri» sän>»>it. Oer»f«>>vrige �lei pn*»nd Ilm- grgeub, früher Verein der Rnhmatchtnrn-„nd HaNvarbeireriimen. Versa»»»- ung am 23. Februar, Abende nll Uhr, in Schcffe,'! Salon, Filselfirabe 1«. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Benno Wille über:»Die Franca- EmanzipaUan", i. Anfonhme neuer Mitglieder. Z. Diskussion.«. Verschie- vene«. Herren»nd Damen al«»Wiste baden Zutritt. Zur Deckung der Un- toston«ine Tellersa»»»i>»:g. Um recht zahsreicheS Erscheine» wird gebeten. zg-rb»nb dentfcher in»chn„il!«v und verwandter Verufsgenossen, Zahl- lellc Verlin. Mittwoch, den eü. Fcürnar, Abend! 3't Nhr, Annenstrabe 10, Bersantmlung. Tngesordiwng: 1. Fachn'ifsenichnfckicher Vortrag. 2. DiStufston 3. VerfchiadeneS. i. Kroffe lösten. Aufnahme neuer Mitglieder, chäft« will- kommen. Um zahlreiche« Erscheinen wird ersucht. ji»ch»»rei» der pupiornrb'iteri»»»» und Sirwaubt:» BerufSgenoffeu. Am MtNnwch, den»6, Februar. AbenSS« Uhr, tn Neuer'! Lokal, Aile Jalob- straste»3, Versammlung. TagcSordiinug: i. Vortrag de« Herrn Türk über „Die Ursachen der frnnzoftichea Sieuoluuon." 2. Dislusston. 3. Verschiedenes «n» Fraget»'!««,«ä'.», Damen und Herren, haben Ztittllt. S>r«ste Vor:»>»,»,» na»co Hrri,» z>«re>»ia„,>g der Ha»lr»»l!i>>tel- 'chnriber rmd Arbeiten»,»,» der VeetriduugSiuVefteie. Millnn»h, den 20. Februar i« Lordau's Znlon. Rute Brüustr.as, TügeSorduuiig: l. Vortrag de« Resereuken Herrn Tu. Ibtocke. 2 DiSknfston. t: BerschirdeueS. 1. Frage- tasten. Mn« habe» Zutritt Fusbejonbere sind sämmtüche Arbeiter und Arbeiiermneit der Terick- im» Driloiagrnbranche eingeladen. Nerbastd beertfaier Z»«>merleute,„tobaloerband chöneberg" und Umgegend. Mittwoch, ven 28. Februar, Abend« 8 Nhr, fflvoste General v:r- sammiung im Saat« oer Echiostbrauerei Schöneberg. Tagesordnung: 1. Ab- echunng vom Quartal 1888. 2, SIeUuugnahm« zum bongrrst in«uiba. 1. Verschiedene« nnd Jrngekasten. Zu dieser Versammiung werden säntUilllche ............ Rk Natneraden SchüuebergS und Uiugeaend etstgrlgden. gufgeuviuiusa. «iden llcus Mttgltrder werden ItflBtSortmuna: l. Der neunslüiidla« Arbeitstag und«o Ps. Stuudeulohn, sowie iveirere Bcschiubsalsung. Zahlreiche, unbedingte Shetlnahme ist die Pslicht jedes aiuselnen. Gesang-. Turn- tmfc gesellig» Vereine am Dien ft a g. Desangverein „ffliitenberg" Abends s\ Uhr im Restaurant Quandt, Stralauerstrah« 43.— Kildebraudt, Prinzen- Wesangverein ,, Alpenglühen" Abends* Uhr im Restaurant i sirahe 97.—«schaser'lcher„Gesangverein der Elser" Abend« d Uhr bei Äols i>nd ürilger, Slaligerstr. 199, Gesang.— Männergesangverein„Gartenlaube" Abend« 9 Uhr im Reslaranl Firk, Kottdusersirahe Z2.— isesangocrein Bouvaidia" Uhr Uebungsslunbe im Restaurmn Saeger, Gtuncr Weg 99.— Männergesang- verein„Alte Littde" Abend« 8!j— ittj Uhr int Restaurant JvhnS, Mariannrnstraße 111.— Ztlhertiud„'Amphion" Abends» Uhr in Griebels Restaurant, Hoher Cletutveg 16.— Turnverein„Jrvh und Frei" tMännerad Ihetiungi Abend« 8% Uhr, Bcrgstr. 67.J— Berliner Turngenossenschasi(Fünfte Mättner- abiheilunK Abend« 8 Uhr in der städtischen Turnhalle, Wasserthorstr. st.- Turn verein„Hasenhatde" lMännerabthetiung Abend« 8 Uhr, Dtrssendach- siraßc»9—01,— Verein ehemaliger Schüler der 07, Gemeindeschule Abeuds 9 uhr lm Restaurant tilnner, uöpiticterstr. e»,— Arendt'scher Ttenographen- verein„Apollvbnnd" Abeno« 8; Uhr Brniinenstr. 199».— Arendt'scher Steno- graphettvereln Abend« 8X Uhr im Restaurant„Zum eisernen Kreuz", Ladenstraße 71.— Deutscher Verein Arendt'scher Srenoaraphen Abend«-st Uhr In Randes'« Restaurant Brunnenstr. 199»,— Verein„stioe" Abend« 9% Uhr im Mcsiaurani Elhc, Alexandrinenstr. 99.— Unlerbaltungsverei!!„Harmonie" Abend« 8 Uhr, lüsenbahnsir, auB, im Restaurant von Liebe.— Pet gnugung«- verein„Mvlltg" Abend» 9 Uhr im Restaurant Reinicte, Givsfirahe 9, jeden Dienstag nach dem 1. und 1».— Ziiherklub„Amphion" Abend« e Uhr Im „Münchener Hos" Spandauerslr, 11— 19.— Siauchtlub, Zum Wränget" Abends 8 Uhr bei Herschleb, Adatbertstr, 4.— Siauchltud„PoetoTilo", Abend«» Uhr. Manie usselitraße 119 bei Greivling.— Rauchtlub„Deutsche F'agge" Abend« « Uhr im Restaurant Händler, Wraugslstr. Ii.— Rauchklub„FriedrichSbaln" Abends 9 Uhr im Restaitrattl Kipping, Landsßergerftr. 119».— Rauchllub „Lustige Brüder" Abend« rjs Uhr bei Grothe, Jürstettbergerstr. 2,- Äer- gnüguiigsverein„Frählichteii", tvrüncr Weg 99. Groß- GesellschaslSstuttde, verbundeti mit Vorträgen. Gäste mtlltommen. Gnitee stet.— Taindvur- verein„Sedan" Echuna Abend««'s Uhr Gruner Weg S-10,— Tätnbourverein Einigle ir macht start", gegrüudet 1889 Uebungsjtutide Abends 9 Uhr im 944 9�4%»t 11441-1/4>444., «lesiaurgnl Hahtt, iilsasserstr. 57. Neueste Nachrichten. Die ltiiiiservative Gesuiiimtvertrettittg für Kerlin, so schreibt man konservativen Blättern, empfiehlt ihren Gesin- nnnFsgenosseu: 1) Bei den Berliner Stichwahlen zivischen Deulsch i't tandidawr des Herrn!1!echtsa>iivalts Dr. Zeidler einzutreten. Landrath Kanmbach wird voraussichtlich, so lesen wir in der„Volks-Ztg.", in der Slichwahl zum Vertreter des 5. Berliner Wahlkreises gewählt werden. Nun hat Baumbach aber auch in Mciningen über seinen nationalliberalen Gegenkandidaten Zeitz gesiegt und zwar mit einer Mehrheit von rund 5000 Stimmen. Diese grosse Majorität sichert den Meiningcr Wahlkreis zweisellos auch in einer Nachwahl der freisinnigen Partei, und somit ist Herr Baumbach entschlossen, im Falle seiner Wahl in Berlin V das hiesige Mandat anzunehmen. Herr Baumbach hat denn auch dein Vorstande des freisinnigen Wahlvereins im 5. Wahlkreise bereits die bündigsten Zusicherungen zugehen lassen und sind die freisinnigen Wähler des Kreises somit der Unannehmlichkeit enthoben. zum dritten resp. vierten Male zur Wahlurne schreiten zu müssen. Hoffentlich wird eine sozialdemokratische Wahl im 5. Wahlkreise Herrn Baumbach allen Weiterungen entziehen. D,r Spandauer Sozialdemokratrn haben vorgestern einhellig beschlossen, bei der Stichwahl zwischen dem Freikonser- vativen Dr. Steinmeister und dem Freisinnigen Dr. Nltge sich der Stimmabgabe zu enthalten. __ Dreoden, 23. Februar. Der ehemalige Redakteur des „Sächsischeit Wochenblatts", Franz Witlner, wurde(wie dieses Blatt anzeigt) heute sistirt und wird wahrscheinlich die iynt wegen Beleidigung des deutschen Kaisers auserlegte achtmonatliche Gesängitihstrase antreten müssen. Eine Kchwenittgersiur, um sich deZ überflüssigen, sozia- listischcr. Fette« zu entledigen, schlägt die„Köln. Ztg." vor. Ab- gesehen von dem chauvinistischen Aussall«nthält der Vorschlag soviel Spaßiges, daß wir ihn unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Da« Blatt schreibt: Wir hoffen und vertrauen, daß das Blatt sich täuscht, daß der Gradsinn des deutschen Volkes unser Vaterland davor be- wahrt, in den Schrecknissen einer Blutreinigung nach innen oder nach außen das letzte Heilmittel für die Krank- heil zu suchen, welche die Wahle» offenbart haben. Kaiser Wilhelm hat den Weg gewiesen, um durch eine internationale Regelung der einschlägigen Fragen der Gefahr zn begegnen, und er war um so mehr berufen, den ersten Schritt zu thun, als Teutschland trotz seiner Sozialdemokraten immer noch in der ersten Reihe als Hochburg der gesellschaftlichen Ordnung dasteht und deshalb wohl darauf rechnen darf, daß seiu'.Bor- gehen von den übrigen, vom Konnnunisnius, Zlnarchismus, Nihilismus und Trade-Unionismus geplagten Staaten als ein Entgegenkommen ausgefaßl wird. Schließt Frankreich sich aus, so giebt es einen neuen Beweis, daß es unfähig ist, au der Lösung der großen Kulturausgaben mitzuarbeiten, und die Welt erhält das Recht und die Pflicht, den Jsolirmigsgürtel um die Republik noch enger zusammenzuziehen. Deutschland und seine Freunde aber werden schon die geeignete Schiveningerkur finden, um sich des überflüssigen„sozialistischen Fettes" zu entledigen. Herr Professor Schweninger ist beka.tntlich nur in Eni- settungskuren groß. Dir fnchstfche Kreialflinpkniannfchast Daniirn verbietet zwei Ausrufe, in welchen zur Wahl des Zigarrenarbeiters Reinhold Postelt in Dresden ausgesotrdert wird. Selbst die begeistertste» Anliänger de« Sozinlisten- gefelie« fangen jetzt an zu begreifen, daß der Ausfall der Wahlen den Zusammenbruch des bisherigen Stzstems bedeutet. So schreibt der fromme„Reichsbote": „Dein Zlnivacbsen der sozialdemokratischen Fraktion im Reichs- tage können wir, da die Konservativen und das Zentrum in der Lage sein werden, allen verderblichen Anträgen und Abstimmungen entgegenzutreten, kalten und ruhigen Blutes entgegensehen. Hier ist auch nichts anderes zu machen, als daß nun die Konservativen un die mit ihnen zusammengehenden Parteien M ständigen Vorgehen vereinigen. DaS ziellose Geh' in der letzten Zeit im Reichstage herrschte, muß ,, W jk, Geschästsleitnng der Fraktionen muß mttb g � A verstehen. Tie Hilflosigkeit, mit der die.„jW vor Weihnachten den Freisinnigen uno- traten die Führung in der Sozialpolitik in w"* ließen, hat viel zur Verstimmung in den ärrnn äjr) jjji beigetragen, dort"die Meinung erweckt, daß--.• Parteien keine energische Sozialreform zu erivarleu r für IKl wurden viele Bolkskreise veranlaßt, demokratie und den Freisinn zu stimmen. WM Parteien im Reichstage eine geschickte Taktik verfolg' die sozialdemokratische Fraktion nicht bloß lay. dcrn öffentlich bloßstellen. Die bisherige Hll!° keit muß aufhören und die Fraktionen müssen M � öaf"."".""Sä, Polizei kann's nicht machen; er muß die guten s» � t'enzen im Volksleben wach rufen und stärken, und& 7""� Institutionen einen Halt und eine Form geben.— 1. bebe I-i-A___ 4.C...—. iCi. ja 1"n" Illlfnto-A c jetzt zu thun ist.' 's de», i. Terch neue Nepei'lfretl v.„..«Ä nung steht die Bcrathuug des Antrags Bavo Amnestie der infolge der Streiks verurtheilten. rieht des Komitees beschließt die Abweisung des'""'"''y ij (Sozialist) bekämpft den Beschluß und appelltN yßf tigkeitsgefühl der Kammer. Der Berichterstatter � "" mm-' augenblicklich 3e uuserxz s Ht Blatt loftot ÄMU »in. Un«< widert, die Amnestie köune— �...... gerechtfertigt werden, die Begnadigungsalte periodisch werde»!, da sie sonst einer der Gerechtigkeit gleichkämen. Da Moreau aus r!"-,., des Komiteebtschlusses besteht, erklärt der Justtzw'U> � daß nur Vergehen gegen das Geineinrecht nicht Mfl»»{jjW seien. Moreau behauptet, es handle sich darum,, � Hungers, diejenigen, welche Anspruch auf Lebensun». zu begnadigen, wenn die Regierung heute strenge.>'j morgen nicht Milde ausüben. Der Antrag Baudm» lich mit 825 gegen 190 Stimmen abgelehnt, "dilliii »Li Nc> Im'Sff». Iödera Zrieflw.steu. F. Z. Kala». 1,00 erhalten..„, jM* Schulz(Laden). Von Ihrem Vorschlag habm Schulz(Laden). Von Zhrem Vorschlag V»""" Kenntniß genommen und denselben an zuständige» � 1 breitet. Ob der Vorschlag angenommen wird, MRi � warten. Sch., Liebeuwalderstraste. Ihre Annons» � t und Donnerstag in der Zeitung gestanden, wie bew ß W. Prrlrbergrrstr. Sie können die; streiten, außerdem können, wenn Sie durch diefei Pstichttheil verletzt sind, die Schenkung anfechten. Große öffentliche -Wiililer- BersammlUg für Wilmersdorf u. Untgegend Mittwoch, den 26. Februar 1890, Abends 7'/- Verlknerstraße Nr. rnug: 2. Die Bedeutung der Stichwahlen > ch m i d t. 3. Diskussion. 4. Ver- am Ätlttwoci), oen 26. Feornar 1890, Abends 7'/» Uhr, im Restaurant Volksgarten, Berlinerstraße Nr. 21. Tage»-Grdnnni 1. Die Arbeiterschntz-Ges etzgcbung. 2. zum Reichstage. Referent: Buchdrucker S schiedet' es. Alle Reichstagswähler sind eingeladen. Das Wahlkomitse. Grsjje mtl WHlMerssmlWg für den 5. Berl. Reichstags-Wahlkreis am Dienstag, den 25. Februar, Abends 8 Uhr, in der Brauerei Bötzow, Prenzlauer Thor. Tages-Ordnuug: 1. Die bevorstehenden Stichwahlen. Referent: Reichs- tagSabgeordneter Albert Schmidt. 2. Diskussion. Alle Wähler des<5. Wahlkreises sind hiermit eingeladen. 1562. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Der Einberufer. QEasa nwinnm Große öffentliche \9* zu Gposs-Lichtcrfclde Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Weichert. Tagrs-GrdnunA: 1. Die bevorstehende Stichwahl. Referent: Reichstagskandidat W.Werner. 2. Diskussion und Verschiedenes. 1541 Der Eiiibsi'ufar« Les©=' Sonnabend, den 1. März 1890: Gr. Wiener Maskenball in Renz' Ball-Salon, WM" Naunynstraße Nr. 27. Anfany Abends 8 Ohr.— Demasklrnng 12 Uhr. Billets ä 50 Pf. sind bei folgenden Herren zu haben: S. Klingenberg, Arndtstraße 23, Quergeb. I Dr.; V. Grube, Belle-Alliancestraße 54, Hof prt.; W. Miiller, Bergmannstraße 96, Hof prt.; K. Köhler, Schenkendorfstraße 4, v. 4 Tr.; A. HeiterUoff, Arndtstraße 31. v. 3 Tr.; L. KUeiuaua, Tempelherrnstraße 21, Hof im Keller.„ � Wir machen noch besonder? aufmerksam, da daS Vergnügen am Tage der Stichwahlen stattfindet, so ersuchen>vir all« Freunde und Genossen nach ' ih gehörtem Resultat uns mit ihrem werthen Besuch beehren zu wollen. Keiurich Klingeubcvg, Arndtstraße 23. Enipfehle allen Genossen und Freunden meine fSir Glaserei und Bildereinrahmnng.-WZ Verkauf von Bildern Lassalle und Man, Bebel, Liebknecht, Lassalle und Hasenclever als Präsidenten des Allgemeinen deutschen Arbellervereins. Beson- ders empsehlenS werth Sinnsprüche. Bezugsquelle für Wiederverkäuser. Nach auslvärts brieflich. IL�IL GaH ScBboBzj, WmM. Vt, pari. Achtung EMähsawes*! Große BildhoiiMersamiillililg am Mittwoch, den s«. Februar, bei Munt». Köpuickrrftrast- 100. Tagesordnung: ferent: Deckung der Ter Werth einer Lohnbewegung und sind Streiks zu verhüten? P. Duoont. 2. Werlstattangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Unkosts WM �" f> Re- »sten findet eine Tellersamnilung statt. Der Einberufer. lSroje Vtrjmmlllllg der Freien Lereinigililg der Tsiileu- miintel-Zlhileider a. Arbeiterimlell der Meidiiiigshidtti'ine. Mittwoch, den 26. Februar, tu Jordan's Salon, Neue Grünstr. 23. TaKra-vrbnuug: I. Vortrag. Referent; Herr T h. Glocke. 2. Diskussion. 3. Ver- ...- J-- schiedenes und Fragetasten. Gäste haben haben Zutritt. Insbesondere sind eingeladen sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Texlil- und Triko- tagen-Branche. Ausnahme neuer Mtiglieder...... Der Dorstand: slBSl E. Steinborn. iKchc ößeiltliche Versoillmlnilg der Vergolder, Goldleistenarbeiter u. Verufsg. am Mittwoch, den 26. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn O r s ch e l, Sebasiianstr. 39. Tagesordung: 1. Streikangelegenheiten._ 2. Welche Nachtheile haben die schwarzen Huffflni!! Mc Rt"« W des l�inrnbent Äte fcho —— t-N'ir, H. Riohtm W erriu wag 15b, am RoftÄ-l" � � der <3CxU Alumingold* Brillen und Pinco-nez, schwarz werdend..' NlckelbrUIen u. Piace-n'*/ da. allerfeinste Oual- Ratheuover Brillen•• da. allerfeinste O«01, Sz-nBstr,'S« � Den! Opern- u. Relsegla*' jJ das Beste auf dem Matlte, und Riemen M-' iti«1 „die E 1" 3U % Zeit s, N&S; Besit«ii liilli# S« aller optischen Artikel, gena »«etSglsi Ä.« Listen in unserem Geiverk. 3. Verschiedenes. NB. Bericht der Revisoren vom Versilberer-Streik. Zu dieser Versammlung sind die Herren Fabrikanten schriftlich ein geladen. 1554 Die Ktreikkomiuifsto». Fchverein kt Söj)ierßr5eitcriiiiieii und um. Bttchsnosseil. M i t t w o ch, den 26. Febniar, Abends 8 Uhr, in Reyer's Salon, Alte Jakobstr. 83. Grosse Versammlung« Tagesordnun 1. Die Ursachen der französischen Revolution. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Referent: Herr Türk. Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt. Sonnabend, den 1. März:> Grosser Wiener Maskenball im großen Saale des Herrn Schneider, Belforterstr. 15. Anfang 8V2 Uhr. Billets a 60 Pf. sind in der Versammlung und bei den Vorstandsmitgliedern: Frau Marie Greifenberg, Dieffenbachstr. 23, 4 Tr.; Frau Auguste Asch, .örtherstr. 61, Hof 2 Tr.; Fräulein Müller, Zionskirchplatz 12, 4 Tr.; kl. Böltin i--J'~-........---■- Frl. Bölling, Naunynstr. 57, 3 Tr.; Frl. Habich, Pücklerstr. 8, Hof 4 Tr.; Frl. Röhlke, Urbanstr. 52, Hof 4 Tr.; Frl. Fein, Prinzessinnenstr. 10, l Tr.; Frl. Rosenkranz, Jahnstr. 2, 4 Tr.(1563 Berliner AdlerKrauerei Aktien-Gesellschaft begann mit dem Versand ihre? Bock-Bieres in Elebiuden und in Flafckze« m Sonntag, kw 21 Februar 1890. Telephon-Amt 3, Nr. 1608. optischen Artikel, S6"".,/! kenntniß, eigene Werkstatt, p fand nach außerhalb fl'flfH Einsendung oder 9i Billigste B-zugsqu-ll' K ÄS die Ach! "Jleooluti «och si mr ken� Ntiliideiiborser StgjjJ� I «mieti st t? ist. b, Kleider-Sto� Leinen- und Banmwoll**«Ä»i �L�flreb H. Blar-cUäfe'S l»l ädrigei W iten das ist in der reuoluti W Die in der ganzen Welt bekannte„Helm-Putz-Pomav.,(|1i» unser Erzeugniß. Dosen'' Helmen und anderer Firnia als werthlose Nachahmung��� Lederstepperin mannstr. 4. Verantwortlicher Redakteur: Enrt Danke tn Berlin. Druck und«erlag von Ma» Lading in Berlin 8W Beuthstraße 2. Fr.Schlafst.f.H.z.v.Lübbenerfl� Zwei Genossen finden stelle b.'Göbel, Manteuffelstr�N »! �' p'° 23 N si. oertra Z?' Q1 �wärte Aeer ho ßrupp, Tücht. Zlrb. a. Jacket, verl. Pötting, Gartenpl-«, Dienstag, den 23. Februar 1890. 7. Jahrg. 8 wir ein nsueZ Monnement auf Z'-s Arbeitet Antrags. i 1%ita nt. jaben K fic '& n. Jfl'"-�chinelle Einrichtungen sind»vir in den Stand „ f beutende Preisermäßigung in dem Abonnements- jj,,, �inttes eintreten zu lassen. lau kostet vom 1. März ab frei in» Hang 10 Wnch ein �°�"bonnenten tritt die Preisermäßigung erst vom mrd Crpedltiou des �erliuer UolKsdlatt�. �or�efpondettzen» Februar. Letzthin fand dieJahreskonvention ' i- of Labor gehörenden Organisationen deo Mauden Dieselbe erklärte, voll und ganz in die Pnig eintreten zu»vollen. ES kam auch die Frage Ide»%, 8 eines internationalen Arbeiter-5!ongresseS gelegent- leint?uSitelll»ig zur Sprache»md»vurde der Idee zu- «>»>'«.„ Aigens fand die Konvention es aus irgend»velchen p«V> pizü:i Achtiven für nöthig. zu erklären, daß sie mit dem iKtm 2:'<'chts zu thlin habe. Tie„Volkczeitung" brachte ifflr[■ tiicf,, uicht zur Sprache,»vohl aus dem Grunde, Niste» unangenehme Gc'ühle bei den deutschen tiiNi»«. eriv ecken,»»eiche bisher so ziemlich % niarcii,»reiche in der Achtstundenfrage»virklich Hu»! voN anderer Seile speziell in der Metropole geschehen, ging neuerdings aus verschiedenen Auf- � t>!„ il'öesand's in der„V. Z." hervor; in einem der ersteren Ae«ingehorigen der Baugeiverbe ausgefordert, die Sache .8 m die Hand zu nehme», da sich die Zentral Labor- Vertrauens uinvürdig criviesen, das man bezüglich 5'W der Einberufung eines internationalen Arbeiterkongresses ge legentlich der Weltansstellimg, und die„V. Z." bemerkte vor einiger Zeit, daß sie sich für letzteren nur»vegen des ersteren interessire und daß baldigst die nöthigen Borkehrungen getroffen »Verden sollte». Die Hossimngen, welche auf einen solchen Kongreß für die Eiitivickelung der hiesigen Arbeiterbewegung gesetzt werden mögen, beruhen indessen vorläufig noch auf keinerlei reellem Grunde. Es bliebe da erst abzu»varten, ob der Einfluß und die Thätigkeit der englischen Agitatoren, sobald einige der bekannteren herüberkommen, den Erfolg hat, um der englisch sprechenden Arbeiter- bevöllerung denjenigen Geist einzuflößen, der in der europäischen Arbeiterbewegung zetzt dominirend ist. Andernfalls stehen die TelegationSkosten in durchaus keinem Verhältniß zum Zweck zur Charakterisirung des engherzigen Geistes,»velcher noch unter eitiem Theile derjenigen herrscht, die doch als die Intelligenz der Arbeiterklasse gelten sollten, indem sie von ihren Kollegen als deren Aertreter in die Zentralkörper delegirt»verde», führe ich an, daß der englische Agitator Neid,»velcher die See- und Hafen- arbeiter hier neuerdings organisirte und als deren Vertreter in der C.-L.-U. gewählt»vnrde, nur mit einer kleinen Majorität der Stimmen zugelassen»vard; die Minorität»var gegen seine Zulassung,»veil er kein Seemann oder Hasenarbeiter, sondern Juwelier ist! str.J&J htefli � V VUi 'Sie il rin 3»ui0 in sie gesetzt. 'i tri',.:on mitgetheilt, hat die Konvention der Int. Maurer- JlchJoijen, sich nicht an der?Iehtstundeilbeivegnng zu be- ,... Ti. rvy vvr«r-<»v*;vinmvviivvii'*,vjiiuy Q&* wv- • Neuerdings kommt die Nachricht auS Philadelphia, «jt Q, 8� Organisation der Maurer ebenfalls abgelehnt, » b, �tiinde» einzutreten, sondern sich darauf beschränken»vill, h, und eine Lohnerhöhung von 35 aus 40 Cents pro i!lM ' Efnntlen der F o. L. scheinen diese Vorkommnisse m!\ gemacht zu habe». Bisher dachte nämlich kein e, als daß die Baugeiverke den Reigen beginnen Ölitr v ätzten Sitzung der Exekutive»var aber einTheil lglieeer dafür, erst in der Eisenbranche vorzugehen, und »!.." CYlißV Ptliri* Itt»irrt« aS .erster daß die Linie in Piltsburg. Nun»nag es 0 dortigen Eisenarbeiter so ziemlich um- f d»? �anisirt sind; andererseits ist es aber noch nicht lange � � W Erektttive des bortioen Nerdlindps her CHiptts »ioiiD,,,:?"116"- Bei einen» derart geringen Berständniß für %.chiiiAJv11" Gesetze wäre eS»vohl ein gewagtes Experiment, � s Ultti] �tr Eifemn-facitern»»erst>»« rrelv riirfen Und m zi?,'?cht gut anzunehmen, daß inzwischen eine Umwandlung "rW./stchouuitg eingetreten ist. Das vor einigen Monaten �«lt �Liiche deutsche Arbeiterblatt»vird zivar, ive>»n auch mir Siaif"' suden» es den deutschen Arbeiter» Material u»id bei».. un» die englisch sprechenden Kollegen z» i*n'— einen günstigen Einfluß ausgeübt haben; aber ti m\ in dem Dlaße, um bei der großen Masse jetzt ein .'vttständniß für die Sache voraussetzen zu können. Wen» i, freilich um so besser. bi.« rcl;i':en' M°st au der Spitze, nehmen direkt Stellung (i. Achtstiindenbewegung. Ihnen paßt alles nicht, was 1 tvolutionirung der Massen" heißt. Was das hier vor- l[;'0ch für ein undankbares Geschäft ist, müßten sie iiq% un Chikago abmessen können, ivo dasselbe ja betrieben wurde und diejenige Richtung,»velche ,» direkt für die Beseitigung der Kapitalherrschaft , Mien strebte, das Regiment führte.(Wobei übrigens zu .«l,'st. daß die dortigen, von der herrschenden Klaffe ge- iie mU''t> in den Kerker geworfenen Führer auch energisch r�.?°8rebllngen der Arbeiter zur Bef crnng ihrer Lage der heutigen Verhältnisse eintraten.) Und wo diese . Stüin.®"0 selbst in den Produktionszentren mit im all- qj«utiricWtcm- Arbeiterbevölkerung nicht für jene große , gl« � im ,?> begeistern sind, wie kann man da erwarten, daß «ins jlst rz it.�gen Lande der Fall sein würde! Es ist noch ein ziemlich ,-icn der Kette zurückzulegen, von deren Gliederl In den Wahlen. fünfter Wahllireia. Ter Sieg im 5. Wahlkreis ist unser, wem» eine energische Agitation entfaltet»vird. 10 000 Wähler haben im ersten Mahlgang ihr Wahlrecht nicht aus geübt. Tie Säumigen müssen herangeholt werden. Es fehlt »ms noch an geeigneten Kräften. Genossen, die am Tage der Wahl und vorher thätig sein wollen, mögen sich bei folgenden Herren melden: Alst Auerbach, Kottbuser Damm 7; Fritz B e r n d t, Strelitzerstr. 29, 2 Tr.f Curt Vaake, Rückcrstr. 6, pari.; W. L e u i ch n e r, Sophienstr. 26/27, H. Querg. 2 Tr.; R. Baginski, Buchhandlung, City-Passage; Th. Glocke, Zimmerstr. 44, Exp. d. ,B. Volksbl., Gabbert, Schuhmacher, Luisenstr. 21, 1. H. l. 1 Tr.; §ritz Post, Friedrichsbergerstr. 22, vorn 4 Tr.> mil Fritsche, Schlosser, Jnvalidenstr. 38, 1. Hof 3 Tr., bei Brosin. Am Doitiierstag Abend 8 Uhr findet i« der Krauerei K ühom, Urenklauer Allee» eine U e r fa»» m l« n g aller derjenige»» statt, die stch für die Wahlagitation im 5. WahUtvei« zur Uerfügting stellen. 3. Wahlkreis. Genossen, die am Tage der Stich, vahl für die Wahl des Kandidaten der Sozialdemokratie Wildbergr, thätig sein wollen, mögen sich am Sonnabend früh 8 Uhr in» Nestau- rant Gründe!, Dresdenerstraße IIS, einfi»»dcn. Alle diejenigen, die sich schon in den Tagen vorher zur Verfügung stellen können, mögen sich melden bei Maurer, Werner u. Co., Sebastianstr. 72; „ Börner, Zigarrenhandlung, Nitterstr. 108; ,, Wettermann, Buckoiverstr. 12, vorn Keller; „ Gottfr. Schulz, Zigarrcnhandlnng, Admiralstr. 40» z „ Schweizer, Zigarrenhandlung, City-Passage; „ Wildberger, Tapezirer, Kommandantenstr. 60. Lolrnles. | WI Gliedern nach bau I avim nfln"e'iS in der Entioickelung eines Volkes kein einziges 'Iii,,"ßin»verde» kam,— un» an den Zeitpunkt«»getaugt i 1„ifu, rtciu das arbeitende Volk der Vereinigten Staaten für Tj«°futio»ir»ug" disponirt ist. �eq.st'�uarchifiische"„Parole" in St. LmiiS ist jetzt das Organ of Labor. Es komint einem manchuial ganz I j echir001- baß Leute, die für eine ihrer Ansicht nach gerechte '■sti.i„ 14 Sache streben, eine solche»licht nur rüpelhafte, \ i ttuch von ordinärer Gesininmg zeugende Lektüre genießen ii bl ist nun der Wortlaut der Nede Bebel's l'1 Sozialistengesetz- Debatte eingetroffen, deren In- (iiieT tt"1 Kabelmeier,»uie sich das jetzt zeigt, Nbin Weise wiedergegeben»vnrde,»vie etwa em ' Schwamm das reine Wasser»nieder von sich aiebt, »inn ihn gefüllt. Tie ganze Eutrüstungsfarce Most'S Kabelmeier'schen Bericht wird einem als solche wenn man den betressendei» Theil der Rede liest; dem» m sich sofort, daß kein einigermaßen mit den Dingen bch�rtrauter Mensch annehmen konnte, Bebel habe anders abi« � Widers sprechen können,»vie es geschehe». Nun wollen Lorten, ob die„entrüstete»»" Leutchen(die nach Knnd- yi 4 hochgradigen Entrüstung sich übrigens in gemüthlichei» Etappen ziisammenfaiiden) ebenso schnell bei der Hand sind, * Unmotivirle Voreiligkeit einz»igestehe»!— sprach Eingangs von dcr seitens der Newyorker Staats- lmion der F. o. L. unterstützten Idee(»velche erst in einer ""rfammlung von Eelverlschastsdelegirten angeregt wurde) Wir die Wählerlisten anfgestellt merde». Folgender Fall»vird uns»nirgetheilt: Der Schuhmacher Herr Paul Horn »vohnt Nitterstr. 17. Bei Durchsicht der Wählerliste» stellte es sich heraus, daß H. irrthümlich als Schlosser eingetragen war. Auf seine Rellamation wurde ihn» folgender Bescheid:„Auf Grund Ihrer Reklamation sind Sie»n den Listen, betreffend die Wahl für den Reichstag, nachgetragen. Wahlbezirk 219, Nr. 661. Magistrat hiesiger Königl. Haupt- und Residenzstadt, gez. von Forckenbeck." Bei der neuen Allfstellnng wurde die Wohnung des Herrn H. vcrivechselt, anstatt 17— 117 geschrieben. MS Herr H. zur Wahl kam,»vnrde ihm zu seiner Ueberraschung der Be- scheid, daß der Wahlvorstand über ihn Erkimdigungen bei der Polizei eingezogen habe, nach welchen hervorging, daß er in dem betreffenden Hause nicht wohne. Herr Horn»vurde daher von der Wahl ausgeschlossen. Ziveimal eingetragen sein und schließlich doch nicht wählen dürfen, das kann auch nur in Berlin passiren. Gin„Wrtrrtrr der gebildeten Klasten". Der Amts- Vorsteher von Adlershof, Herr von Oppen, hat in seinem Amtskasten folgende Bekanntmachung ansgehängt:„20 Mark Belohnung demjenigen, der mir die Kanaille nachweist, die sich erfrecht hat, einen meiner Thorpfeiler mit einem Namen mit rothcr Oelsarbe zu besudeln. Adlershof, den 20. Februar 1890. von Oppen/ Gin hiesiger Ueporter verbreitet über die hollälldischei, und belgischen Sozialisten, die während der Wahl in Berlin an- wesend»varen, abenteuerliche Nachrichten. Dieselben sind, wie wir ans eigener Wahrnehmung mittheilen können, sämmtlich er- funden. Ueber die finanziellen nnd wlrthsihaftlichsn An- gekegmhriten der Ktadt Kerli»»vird Folgendes berichtet: Der Neberschuß der Gemeinde-Einkommensteuer ist gegen das Vorjahr um 869 420 M., d. h. um 6,30 pCt. gegen 8,276 pCt. im Vorjahre, das der Haus- und MiethSste»ier dagegen nn» 992 032 M., d. h. NN» 6,323 pCt.(gegen 6,866 pCt. im Vorjahre); das Gcsaiiinitalljkoimnen der drei Hauptsteucri», welches 32 683 970 Mark betragen hat, ist daher»im 1 861 452 M. oder 5,9 pCt. gegen 7,30 pCt. im Vorjahre gestiegen. Diese Steigerung über- trifft immerhin noch beträchtlich das Verhältniß, in welchen» die Bevölkerung sich vermehrt hat. Diese ist zwischen dem I.Januar 1888(1414 039) und dem 1. Januar 1839(1470 582) um 56 453 oder 3,99 pCt.(gegen 3,78 pCt. im Vorjahre) gewachsen. Der Zuschiiß für die städtische Armenpflege(einschl. der Waisen-Kra»»ken- und Jrmipssege und des Korrigendcn-WesenS) ist gegen das Vorjahr um 4,23 pCt., also diesmal im stärkeren Verhältnisse als die Bevölke- rang, aber in geringerem als das Aüfrominm der drei Haupt- steuern gewesen.— DaS Auskommen aus dem Zuschlag zur Brau- Nialzsteuer I 509 672 M. ist gegen 1887/88 um 3,92 pCt., das der Hundesteuer(260 359 M.), welches in den letzten Jahren erheblich gestiegen war(»vennlnan die in diesem Etatsjahre mir für'/«Jahre vereinnahmte Steuer durch Addition von t/z dieser Summe zur vollen Jahresreute ergänzt) immer noch un, 4,09 pCt. gestiegen. — Die Berliner Braiiereien haben sich im Jahre 1888 um 4, d. 6. auf 69 vermehrt. Dieselben erzeugten 2 594 938 Hektoliter Bier, d. h. 1,25 pCt. mehr als im Vorjahre. Bei einer Einfuhr von 215 303 Hektoliter ergiebt dies bei einer mittleren Einwohner- zahl pro 1333 von 1 439 600 Einwohner auf den Kopf und das Jahr 182 Hektoliter(gegen 186 im Vorjahre).— An Eiern sind 1838 4 832 974(379 748 mehr als im Vorjahre) verbraucht. Ter Fleischkonsum der Berliner Bevölkerung berechnet sich für 1888/89 auf 90 Kilogr. gleich 180 Pfund pro Jahr und Kopf und ist pro Jahr und Kopf um 3 Kilogramm gleich 6 Pfund gegen das Vor- jähr gestiegen. Die Ciefanimtfchulden der Ztndt Kerlin beliefen sich im Verwaltungsjahre 1388—89 auf 187 395 600 M., wovon zedoch 3129 462 M. in dem Erlöse begebener Stadtanleihescheine de 1886 am 1. Marz 1889 noch bei der Stadthauptkasse vorhanden»varen, so daß die thatsächliche Schuldenlast der Stadtgemeinde Ende März 1889 185 256 137 M. betrug. Hiervon fielen(einschließlich eines Guthabens der Stadthauptkasse an die Gasansialten,»vel- ches aus der Hauptkasse der städtischen Werke verzinst wird, von 12 206 613 M.) den städtischen Werken 159110 725 M. zur Last, so daß als eigentliche Kämmereischuld der Stadthauptkasse nur 26145 411 M.(gegen«lt. März 1838 22 113 301 M.) zur Last sielen. Mit der gestrigen Nemirtheklnug im Prozesse Frieden- stein ist ein gerichtliches Drama zum Abschlüsse gelangt,»velches längere Zeit die öffentliche Meinung in hohem Maße in Anspruch genommen hat. In jeder Großstadt ist der Boden für katilinarische Existenzen aller Art bereitet. Wie hier dunkle Ehrenmänner als Hochstapler, Heirathsschwindler, Jndustrieritter ihr Dasein fristen und Kuppler und Kupplerinnen ihr schändliches Handwerk treiben, wie alle Stände hin und wieder über unwür- dige Mitglieder zu klagen habe», so heftet sich auch an die Presse hin und wieder eine Schmarotzerpflanze, die nicht auskomme»» könnte,»ven» nicht ein Theil der Gesellschaft feige genug wäre, lieber Schweigegeld zu gebe»», als dem Erpresser sofort den ver- dienten Lohn z»» bereiten. Das eine Mal steht im Mittelpunkt dieser Prozesse ein einheimischer Freiherr von altem Hause, das audere Mal ein fremder bürgerlicher Wegelagerer, der es, bei aller Nichtsivürdigkeit der Gesinnung, doch weitaus mit seinem Vorgänger nicht aufnehmen kann. Durch und durch schmutzig »var die Wäsche, welche im Justizpalaste vorgenommen»verde» mußte. Und ob auch hin und wieder der Eindruck vorherrsche, von vollendeten Revolverstücken sei dem Hauptangeklagten nicht allz»iv»el bewiesen»vorden— daß ihn die Strafe unverdient treffe, wird Niemand»vähnen. Wäre überall der Beweis vollkommen erbracht, so daß nicht eine ganze Neihe von Füllen auszuscheiden brauchte, so»väre die Strafe sicherlich noch härter a»isgefallen. Leider ist die Sorge nicht ungerechtferttgt, daß jeden Augenblick ein ähnliches Unternehmen auftauchen»»nd»vieder, Dank der Feigheit gewisser Kreise, eine Zeit lang über Wasser bleiben könne. Hier ist es Ausgabe der Gesellschaft, sich selbst zu schützen. Mit der Presse in» Allgemeinen haben derartige Schniutzblätter nichts gemein als Papier und Druck. Es ist daher unverständlich,»vie der Vorsitzende des Gerichts- Hofs, Herr Landgcrichtsdirektor Brauseivetter, wiederhol in seine Geschäftsführung Bemerkungen eiuflechten konnte,»velche gegen die "'reffe als solche, nicht etwa gegen„Neu-Berlin", gerichtet»varen. Zenn der Herr Vorsitzende bemerkte, es»visse Jedermann, daß in der Presse viel gelogen»verde, so verwechselt Herr Brause>vetter hier die Begriffe. Weil nämlich außerhalb der Presse so viel ge- logen wird, so kau», sich die Pbesse nur sehr schwer dagegen schuhen, und all die Lügen abivehrei», die aus sie eindringen. Es »st oft geradezu ein Verzweiflungskampf, den die Zeitungen gegen die Lüge zu bestehen haben, und es verdient,»vie»vir Herrn Landgerichtsdirektor Brauseivetter bemerken wollen, Zlnerkem»u»g, daß die Blätter diesen Kampf so bestehen, wie es der Fall ist. Es gehört erst lange Erfahrung, Menschenkenntniß und ein fear geschärftes Urtheil dazu, um die Luge von der Wahrheit Icheiden zu lernen, ohne im Einzelnen doch noch Täuschungen ausgesetzt zu fein. Dabei geben wir Herr» LaudgerichtSdirektor Brausewetter zu bedenken, daß eine Ne- daktion nicht Monate lang Zeit hat, Untersuchungen a»zu- liollen, uu» ihre» Wahrspruch zu finden»vie der Richter, der 'ich dann vielleicht doch noch irrt, sondern sofort zu urtheilen hat. Und wenn Herr Direktor Brausewetter»veiter fragte, weshalb der Herausgeber von„Neu-Berlin" nicht auch einmal die Redaktionen gegeißelt habe, so giebt es ja, wem» eine solche Frage einmal aufzuwerfen war und z»ir Sache gehörte, noch viel andere Dinge, die man geißeln kann; so z. B. das Streberthum und»vas dergleichen menschliche Schwächen mehr sind. Auch noch eine dritte Bemerkung des Vorsitzende»» machte den Eindruck, als habe es die Presse dem Herrn Präsidentei» besonders augethan. Wenn»vir uns irren und Herr Brauseivettcr von dieser Abneigung frei sei» sollte, so ist es um so bedauerlicher, daß er einen entgegen- gesetzten Schein hervorrief. Wir können dann nur den Wunsch ausdrücken, daß stch die Vorsitzenden der Gerichtshöfe bei öffentlichen Strafverhandlungen mehr auf die Leitung der Geschäfte beschränken, »veniger Urtheilo abgeben, ehe das Urtheil gefällt wird, und »veniger geistvolle Benierknngen einstreuen, die nicht unbedingt zur Sache gehören. Je»veniger der Richter aus seiner kühlen, unparteiischen Z»»rückhaltu»g heraustritt, um so besser. Urber»Krifr al» Arzneimittel" macht Dr. Theodor Clemens in der„Aug. Medizinischen Zentral-Ztg." i,»ter- effante Miltheilungen. Wenn Liebig in seinen chenlischen Briefen die Kulturstufe einer Nation nach den» Verbrauch der Seifen- menge geschätzt wissen will, so liegt diesem geistvollen Aiisspruche eines berühmten Mannes geiviß ein sehr fruchtbarer Gedanke zu Grunde. Ist doch die Seife entstanden durch das bringende Be- dürsuiß, den Schmutz zu entfernen; wann,»vie und wo dieS ge- schchen ist, wird uns»vohl verborgen bleiben und auch darüber ,v»rd sich niemand»vundern, daß die Seife, wie gar viele unserer alten Mittel»md Mittelchen als Medilmnent längst vergessen worden ist. Liegt das Gute zu nahe, so»vird eben einfach darüber hinausgegriffen und»vehe dem Modearzt, der einer Dame heute noch innerlich Seife verordnen»vollte. Jede»vurde sich weigern, diese Arznei einzunehmen, vielleicht auch dann, wenn man ihr versprechen würde, daß nach vierwöchigem Gebranch von Seifenpillen die häßlichen Finnen oder Pocken aus der Haut verschiv»»»»- den sein»Verden. Es giebt mir zwei Mittel,»velche geeignet smd, die weibliche Haut bis ins Aller zart und weiß zu erhalten. »»nd diese zwei Mittel sind: Seife(nur innerlich!) und Arsenik»n kleinster Dosis; daS gewöhnlich als Brom-Arsm-Likör gereicht»vird. Hat ein Arzt eine schöne Daine, die nie ausgeschnitten gehen konnte, mit Seife (innerlich) von einer schweren und lange vergeblich behandelten Hautunreinigkeit dauernd»md vollkommen geheilt, so hat er sich eine sehr dankbare Patientin geschaffen»mo z»var— mit einen» Stückchen Seife! Aber nicht allein als innerliches Heilmittel de- sitzt die Seife gar nicht zu verachtende Heilkräfte, die als binden- oes und reichlich einwirkendes Pillemnittel weit mehr zur An- »vendung kommen sollten, die Seife muß auch in einer Zeit, wo »vir mit den fänlnißfeindlichen(antiseptische»») Mitteln den Verderb- lichen AnsteckilNgSstvffen so erfolgreich den Krieg erklärt haben, als ältestes und wirksamstes Antiseptikum durchaus dcrVergessenheit ent- rissen werden. Wo wären heute die Wäscheriune»», wem» sie die niit allen möglichen schlimmsten Ansleeituiigsstoffen getränkte Wäsche nur mit reinem Wasser hätten reinigen müssen und wo die.ope- " ■ Brenden und sezirenden Aerzte ohne die reinigende Seife- Ueberall, wo man z» Versuchszwecken solche Anstccknngsstofse sich entwickeln ließ und sie dann dem stark seifehaltigen Wasser aus- setzte, übte dieses eine ganz anherdentlich zerstörende Wirkung uns die Fäulniststofse aus. Die Seife im reinen Wasser ist leicht löslich, durchdringt aber mit Leichtigkeit die'Austen- wand zeder lebenden Zelle und zeigt uns recht beut- nch an den Händen der Wäscherinnen das starke Quellungs- vermögen der menschlichen Oberhaut durch die reichliche Hantfaltenbildung. Dieses Durchtränken unserer Haut wird mit keinem anderen Mittel so rasch und gleichniästig erlangt, wie durch Seifciilv asser. Es wäre gerade gegenwärtig sehr angezeigt, zu ermitteln, wie weit die fnulnistwidrigo und orgäuismen- zerstörende Kraft der Seife eigentlich reicht und ob der Seife nicht als Heilmittel ein größerer Wirkungskreis einzuräumen wäre, so, ob z. B. die Darmtrichine durch die Einführung von Seife in den Darm auf ihrer verderblichen Wanderung aufgehalten werden könnte. Ein Stuck Seife, ein Ding, das jeder täglich in die Hand nimmt, dürfte vielleicht, genau bei Licht besehen, noch nicht bekannte Eigenschaften besitzen und hat im Stillen vielleicht mehr geleistet, als die gepriesenslen unserer heutigen Sz'altpilzvertilger. Dos Kircheultassou-DrfVaudantott Arendt kostbare Wohnungseinrichtung ist am Sonnabend in dem Hause der St. Georgen- lirchen-Gemeinde Landsbergerstraste CO, in welchem 31. bekanntlich wohnte, meistbieteud öffentlich versteigert worden. Die luxuriöse Einrichtung der aus fünf Zimmern bestehenden Wohnung wurde von dem königlichen 3lultionskoinmissarins Herrn Hähnel ver- steigert und brachte etwa COOO M., obwohl feist durchweg nur Spottpreise erzielt wurden. Die Auktion war von Neugierigen sehr zahlreich besucht. Die Gattin des Descaudanten hatte ihre Wohnung bereits vor mehreren Tagen verlassen und wohnt bei ihrem Sohne erster Ehe in Charlottenburg. Gevirhks-IJeikimg. I» der Khluestcvnncht sind nicht selten bei den einzelnen Exzessen gerade unschuldige Personen ergriffen und durch Straf- befehle alsdann mit hohen Haftstrafen belegt worden. So ist es z. V. fauch dem Buchdrucker Paul P i l g r a m ergangen. An der Kronen- und Friedrichstrasten-Ecke wurde einem Herrn von einem unbekannt Gebliebenen der Eylinderhut mit einem Stockschlage aufgetrieben. Der Betroffene zog darauf den Hut vom Kopfe, und hielt ihn in der rechten Hand fest. In diesem Augen- blick erhielt Pilgrain einen Stost, der ihn zum Fallen brachte, wobei er den bereits zerknüllten Hut nochmals unsanft berührte. Der letztere Vorgang wurde von einem Beamten wahrgenommen, welcher bei dem herrschenden großen Wirrwarr ohne Weiteres den Pilgrain arretirte. Derselbe erhielt daraus einen Strasbefchl in Höhe von v i e r Wochen Haft. Die 96. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts, an welche der Berurtheilte apxellirte, sprach denselben heute frei, weil in der Beschädigung des Hutes infolge des Stolperns lein Unfug zu erblicken sei. zlntrv dem Verdachte der Zochstapelri wurde gestern der zu Kalkutta geborene, sich„Sprachlehrer" nenneiide englische Unterthan Julius Wilson aus der Untersuchungshast der dritten Strafkammer des Landgerichts I vorgeführt. Der 3lnge- klagte hält sich seit den letzten Jahren in Deutschland auf und ist bereits mehrfach mit den hiesigen Gerichten in Zwiespalt ge- rathen. Ueber seinen Erwerb, sowie über seine ganze Vergangen- heil schwebt Dunkel, in Hamburg wurde er wegen Sachbeschädi- gung zu 15 M. Geldstrafe vcrurtheilt, mußte aber dafür eine Ztägige Gefängnißstrase verbüßen, weil er vollständig mittellos Dann ist er in Königsberg wegen Hotelschwindels mit war. zehn Tagen Gefängniß bestrast worden. Seine Kenntniß der deutschen Sprache ist noch so mangelhast, daß alL Dolmetscher der Dr. Friedländer der Verhandlung beiwohnte- Am 10. Dezember v. I. kam Wilson in das Geschäft des Kaufmanns Nürn- berg in der Leipzigerstraste, nannte seinen Namen und erklärte, daß er schon vor zwei Jahren größere Einkäufe in demselben Geschäft gemacht habe. Während der Geschäftsinhaber dem K»n- den die gewünschten Uuterzeuge vorlegte, suchte ein Llngestellter in den Büchern nach dem Namen des Kunden und fand auch einen Oberst Wilson aus Cincinnati. Man hielt den Fremden mit diesem identisch, wurde aber doch unangenehm überrascht Kunde, der für über 100 M. Waare gekauft halte, sich mit d Freu ifcht, als der cm Packet entfernen wollte mit der kurzen Bemerkung, vaß er am Nachmittag bezahlen werde. Als Herr Nürnberg Bedenken äußerte, erklärte der Angeklagte, er habe kein deutsches Geld, sondern nur einen Check auf ein hiesiges Bankhans, den er erst versilbern wolle. Er zeigte dabei einen von Generalkonsul Bleichröder beglaubigten Militärpaß und erklärte, daß er im Hotel Continental wohnte. Ter Fremde kam nicht wieder, seine Angaben erwiesen sich als falsch und der Kaufmann sah ein, daß er betrogen war. Ter Angeklagte hatte eine Droschke ge- nommen und sich sainmt dem Packele nach dem Stadtbahnhof Börse fahren lassen. Hier hieß er den Kutscher einen Augen- blick ivarten, begab sich mit dem Packet in daS Stationsgebäude und übergab es hier dem Portier zur 3tnfbewahrilng. Dann fuhr er mit der Stadtbahn nach der Friedrichstraße und von hier nach Liegnitz. Ter Droschkenkutscher wartete vergebens auf das Wiedercrscheinen seines Fahrgastes; er ist um 6 M. geprellt worden. Bon Liegnitz aus wandte der Angeklagte sich tctegraphisch an den Portier des Bahnhofs Börse und bat um Zusendung de? Packels, dieser war aber von der Polizei verständigt worden und Wilson wurde bald darauf in Liegnitz verhaftet. Man fand bei ihm eine nicht unerhebliche Summe in holländischen, dänischen, französischen und deutschen Münzen vor und schließt die Anklage- bchörde daraus, daß man es mit einem Hochstapler zu thuu hat, welcher überall brandschatzend umherzieht. Ter Angeklagte destritt seine Schuld und erging sich in den thörichste» Ausreden. Ter Staatsanwalt hielt ihn durch die Beweisaufnahme für zweisellos überführt und beantragte ein Jahr Gefängniß und ein Jahr Ehrverlust. Ter Gerichtshof erkannte aus neun Monate Gefängniß, wovon ein Monat durch die Untersuchungshaft als verbüßt erachtet wurde. Außerdem traf den Berurtheilte» ein Jahr Ehrverlust. -Irr i'chrrr Kirsel in S. im Kreise Teltow, der vor mehreren Monaten verhaftet wurde, weil er dringend verdächtig chien, mit seiner unter 16 Jahren befindlichen Pflegetochter unwichtige Handlungen vorgenommen zu haben, welche zu ihrer Be- chivängerung führten, ist in der Schlußverhandlung am Freitag vor der zweiten Strafkammer am Landgericht II freigesprochen, weil— obwohl mindestens vier selbstständige Handlungen als erwiesen angenommen werden mußten— der Gerichts- jof die Möglichkeit offen lassen mußte, daß das Pfleger- chasts- Verhültniß sich mit der Konfirmation des Mädchens o weit gelockert habe, daß es fraglich erschien, ob :s noch unter den Schutz des Gesetzes zu bringen sei. Statt der strafrechtlichen Vernrthettung traf den Angeklagten nur eine allerdings sehr schwere moralische Vcrnrtheilung. Ter Vorsitzende, Landgerichtödirektor Grünhagen führte in der Urtheilsverkündung wörtlich folgendes aus:„Gegenüber der empörenden HandlungS- weise des Angeklagten mußte die moralische Entrüstung so groß sein, daß es schwer ist, sich bei Beurthcilung der Sache die volle Objektivität zu bewahren. Ter Gerichtshof hat sich diese Ob- jeltivität bewahrt, der 3lngellagte kann demselben dafür da. kbar sein und wird hoffentlich seine Dankbarkeit dadurch beweisen, daß er sich in seinem jungen Leben nicht wieder solche Schaud- hastigkeiten zu Schulden komnien läßt." Unwahr» Anbabe» bei dem Uerstanfe eines Geschäfte« sollte der Butterhändler L. gemacht haben, weshalb er sich gestern vor der 90. Abtheilung des Schöffengerichts wegen Betruges zu verantworten hatte. Der Angellagte verlauste im August v. I. eine seiner Filialen an den Kaufmann K. für 350 M. Wie der Letztere behauptet, hat der Verkäufer ihm ge- sagt, daß in dem Geschäfte eine tägliche Einnahme von 50 bis 70 M. erzielt werde. Thatsächlich hat der Nachfolger aber nur eine Tagestasse von 15 bis 20 M. gehabt und fand er sich dadurch betrogen. Ter3lngeklagte behauptete dagegen, er habe dem Zeugen nur gesagt, das Geschäft könne den hohen Umsatz erreichen, wenn es von dem Eigenthumer selbst geleitet werde und nicht den Händen nnzuverlässiger Verkäuferinnen überlassen bliebe. Während der Staatsanwalt auf die Aussage des Zeugen bin die Berur- theilnng des Angellagten beantragte, wies der Verth. N SoztQle Uebovstlh! Sirrist in der Snopffabrist � dauert unverändert fort. Der Fabrikant»erlang_ jj«» beitern, daß sie keinem Fachverein angehören. NWK»!« 4 Tr., oder an den Kasslrer des Fachvereuw-1- SO. Pücklersir. 8, 1 Tr. Die Streck-Komimision. An dir Schlolfer und Maschiueudamtrb Kollegen, Berussgenossen! Immer höher stelgen�o die Staat und Kommune an den Einzelnen Me, � Zrcise aller Lebensbedürfnisse und � D steigen die Preise........---------- die Miethen, aber auch immer niedriger simcn einzelnen Slrbeiter, besonders auch der Schi»!!1.1" n.w jit» danaeweite., durch das billige Llngedot der großen S � loser, das, hervorgerufen durch die übermapig'J"» j A der Ausbeutung Tvor und Thür öffnet. Nun,» angesichts dieser Sachlage nicht eine Verbeffei ö � lranrigrn Lage nothwendig? Sehen wir uns m wcrkscr, asten an, wie sie sich rüsten und wappnen, � Frähjadr den Kampf mit dem zwar allgewaltigen, Solidarität der Arbeiter so le'ch' 4 I(rieigktit und voUdarittit der Arveuer i» ' i.ipUJl aufz.lnehnien: wie sie sich anfnucnteu Positionen zu um sieb neue schon geschehen. suchen? Und Kampsesbanner die Forderung schrieben haben, wohl ivissend, erkanipscn , die erkämpsteu zu erweitern und«»! sehen wir nicht wie alle Geirerksch! «i x;.„Verkürzung der''.ßrni* daß nur vo» eme�� Uil5 abhängt, ivohl wiffend, daß durch Verkürzung der � Lohn von selbst steigen muß und wohl wineiw, MAi! kürzere stlrbeitszeit sich jeder mehr Bildung und �; gängig machen kann, die doch allein im Stande ü> ans die ihm zukommende Kulturstufe zu helen-.�. f Schlosser und Maschinenbauer die fast zahlreichltt. die einst als Pionier in der GewerkschaftsdeivegiuJ- ' �glich vierl einst als Pionier in der Gewerkschajtsor»--� zurück stehen? Haben ivir etwa weniger unter Ds, j(( fchaft zu leiden? Ist nicht gerade das Gegenlv Darum auf zum Kampf, auf und sucht die J"0' fortzureißen, erscheint alle Mann für Pi, am Dienstag, Pen; 25. Februar � L" Holzmarttsir. 72, stattfindende» öffentliche». der Schlosser und Ataschinenbau-Arbeiter, � Euer Votum abgeben sollt, ob Ihr gewillt r.'(JL Jahre in eine Lohnbewegung einzutreten. Doch rVLiy laßt Euch nicht von der 3lugeiiblicksbegeisteru»g h" aßZ schwer ist die Wunde zu heilen, die ein verlorener y schlagen hat. Mit dem Feuer der Jugend tretet eu � Besounenheit des Alters kämpft weiter, dann wird« einst auch unser sein. lechtsauwalts Lepold'Meyer,"darauf hin, Laß'ös doch wenig wahrscheinlich sei, daß Jemand ein Geschäft für den fünf- oder siebenfachen Tages unlsatz verlaufen werde, er hielt die Denunziation des Zeugen für eine so leichtfertige, daß er nicht nur die Freisprechung des 3ln- geklagten, sondern auch beantragte, daß dem Denunzianten sämmt- liche Kosten auserlegt würde». Der Gerichtshof begnügte sich da- mit, ein freisprechendes Urtheil zu fällen. &vitfkafitn der Redalttio«. Bit Anfrazin btltin wir die eiboiineoienli- Quittung beizutüli� «niwort wild nicht erlhjtU. Uk. G. 017. Ihre bloße Mittheilung, daß TO Blatt ä». w. U17. Ihre vioxe M>llye,tu»g, ,, tl|tt bet Forderung zedirt sei, war allerdings nicht genügea»' izi, den Cchnsdner noch einmal durch den Zedenien den �____ daß er Ihnen die Forderung zedirt habe, oder leg Schuldner die Zessionsurkunde vor. Wenn er trotzdem s so laden Sie ihn vor das Slintsgericht zur»luno Handlung.. e!»' L. U. 81. Tie Strasverfolguug wegen Betrug � ij in 5, wegen Meineides in 10 Jahren.„ jiit'sl s passenden Miether benennen. "1 annxhmen, st cin anderes 9li halrwen Grund ni Kontrakte klagen. 1 "w. » in �xayren._- U. Foefterstr. Tie Frau möge dem Wirth �.M bie m «au, x.x zgirth dies-' > nn sie auf Enw uaTTroc luiyfu. vsui auoeres blecht steht ihr Nlchl 5' � G. IL ff3. Sie können mehreren Ortskrankcniali � zeitig angehören. Im Falle einer Erkrankung aeiouv�j dann diejenige Kasse, der Sie freiwillig beigetreten swo- t( ffrt+llfiirifHfiP Anrrßfh itnh Ö'itffl» iJ statutarische Krankengeld, und diejenige Kasse,- Ihrer Beschäftigung von selbst angehören, noch G» Sie im Ganzen Ihren täglichen Durchschnittsverdieni ltoliti Drauerei Ufefferberg. Der Ausstoß und Uersnudt unseres rühmlichst bekannten beginnt am Sonnabend, den 22. Februar cr. Bestellungen bitten wir direkt zu richten an die Telephon-Anscnluss Amt III Nr. 579. Uli» liefern dnst'elbe in Flafche»«nd Gebinde» frei San» 30 Fl.//io Anh.=- 3 M.. Vs Tonne 4 Ul. 50 Pf. Arauerei Pfeffer berg, N., ScbönbauEer Allee 176. Berlin S. Schulz. Berlin S. Straße Ur. 34. Wasserchor .........: iL PolstemUM- 34. Gediegene Arbeit. Zeitgomässe Preise. Coolante Zahlnngsbedlngungea. Den Genossen halte ich meine Masken- Garderobe wi Bedarf bestens empfohlen. Größte Auswalil! Kill, preise. Vereinen Preisermäßigung. ?r. Panknin, str�iVna, Adalbertstr. 93. 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