Mttwoch» öru 2G. Februar 1890. Organ für die Iniereffen der Arbeiter. • Hiim t50r:x w Das..Berliner VolkSblatt" ir#! Cauc«.St aubcr nach So»»- und Festlagen. Abomicmcntspreis für Veelin frei «übt ö" f 5r, S°»n.° Wahrlich 4 Mark, nionatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Willen W'�"uu>cr»tit bei»„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Bei W-Hs a''. T°»nV°hr1>ch 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, W--3mnnncr mit den,„Sonntags-T ömimeritrave 44 1 Mark pro Monat. •Wi i?ctlaÖeu ül der Postzeitungspreiöliste für 1890 unter Nr. 892.) v mnd: Täglich unter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark o«Ä in- 0� K S* • X 0$ ein% 1 ö»» 'wöchentlich� 35 Pf. Einzelne Nummer Abholung aus unserer Postabonncment 4 Mark pro Quartal. pro Monat. Jusertionsgebühr beträgt für die 5gcspaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Versammlungs» Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SV/., Zimmerstrahe 44, sowie von allen Annoncen-Bnreaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittage, an Sonn- i und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. Fcrnt'vi'rchsp: Amt Vi. Zip. 410(1.•- Vednltkion: Vettkhfkvn?ze S.— Expedition: ZiInntveitvoUe 44. rd der' v; w Lertiner Stichwahlen finden am Sonnabend, den 1. März, statt. Genossen, thnt Eure Schuldigkeit! all. »füll«»- -trüget ein«1 td «ulj chinii'1'1 1' �örz eröffnen wir ein neues Abonnement auf �"'ner Volksblatt". 4,'�Ke maschinelle Einrichtungen sind wir in den Stand e bedeutende Preisermäßigung in dem Abonnements- unseres Blatte eintreten zu lassen. �latt kostet vom I.März ab frei i«» An»» 1 int 10 Billig ei« �"s�bonnenten tritt die Preisermäßigung erst ichtM vom Aktion und Erpedition des »Kerliner Uolksdiatt". >, Liter' ginalfb' v innere Wolitilr. .. ,,,„5�tellbrüder sind von Sinnen; sie wissen nicht sie wollen. Qeivtll[c.ft«alle bürgerlichen Elemente" V. Sozialdemokratie in den Stichwahlen zu- 'wj", stehen und die bürgerliche Gesellschaft vor der �ickt �„Gefahr" zu retten. ist.,'n'" lue Sozialdemokraten, sondern auch andere er lachen über dieses alberne Geschnatter. �at gleichen die Gänseriche des Kartells nur i.'Mem Vorbild auf dem römischen Kapital, als 'Mattern verstehen; im Uebrigen ist weder ein j®011 wilden Galliern bedroht, noch überhaupt eines cv' weil— keines da ist. *« ksahr" ist in Deutschland Niemand als artelt mit seiner unheilvollen Politik und wenn �.�Feuillewn. (29 Sic Uorstadt St. Autolne. historische Erzählung von Tony Rvvillon. � Deutsch von Ludwig Knorr. Q? �nttelgrosier Mann im Alter von 35 Jahren, mit lik äoiiz eines Kleinbürgers gekleidet, der sich darnach tKi'Wm einen Besuch abzustatten, und dessen Aenßercs tz5?nz und Entschlossenheit verrieth, näherte sich schnell Sioi' nuf welchem nacheinander der Minister, der Prinz, � Künstler und zwei Generäle gesessen hatten. ärger, sagte er, bevor ich Ihnen den Grund meines in«»»-''»,,? auseinandersetze, möchte icy Ihnen erst mitthcileu' M. �q.0 L bin. Meine Familie stammt aus dem Calvados- off." �t>i L Devolution ausbrach, war mein Vater einer den t;,, oes Chevalier de Guernon-Ranville. Mit sieben- W'sW.».�"tete ich die Kühe und verbrachte meine Tage d cr mein Glü es in dieser Gefahr umgekommen, so herrscht darüber eine allgemeine Freude, außer bei den jkartellbrüdern selbst. Soll denn das deutsche Volk darüber trauern, daß die Vertheurer seiner nothwendigsten Lebensmittel eine Niederlage erlitten haben? Aber das Vürgerthum? Was sott der Appell an dasselbe bedeuten? Er bedeutet nur, daß den Herren Kartellbrüdern die Pfeife völlig ausgegangen ist. Das Bürgerthum iui alten Sinne besteht längst nicht mehr; an die Stelle des Stadtbürgers von ehedem ist der Staatsbürger getreten. Der Bürger als Glied einer Klasse, der große und kleine Bourgeois, bildet heute keine konspakte Masse mehr; das Bürgerthum in diesem Sinne ist durch tausend verschiedene Interessen in tausend verschiedene Gruppen gespalten.'Dies Vürgerthum hat als Ganzes gar keinen Grund, dem Angstrufe des Kartells zu folgen, denn namentlich das jlleinbürgerthum hat die Vertheuerung der Lebensnnttel nicht weniger schmerzlich empfunden, als das Proletariat. Unter den Stimnien, die für die Sozialdemokratie abgegeben worden sind, be- findet sich ein sehr starker Prozentsatz von solchen, die aus bürgerlichen Kreisen kommen. Soweit das Rückgrat des Kleinbürgerthums noch nicht gebrochen ist, oder wo der Ernst des Lebens dasselbe zur wahren Erkenntniß einer Klassenlage gebracht hat, da stimmt dasselbe mit der Sozialdemokratie, weil es wohl einsieht, daß Schutz gegen die Konkurrenz des Großkapitals nur im So- zialismus und weder bei den Innungen des Herrn M i q u e l, noch bei den Zünften des Herrn Bichl, noch beim Befähigungsnachweis des Herrn Ackermann vorhanden ist. Bei den Stichwahlen wird das Klein- vürgerthum dieser Art sich noch mehr dem Sozialismus zuwenden und alles Angstgeschrei der Kartellbrüder wird wenig Erfolg haben. Das Bürgerthum von Vernunft und Einsicht wird der Sozialdemokratie dankbar sein, daß sie durch ihre Kraftentsaltung den Sturz der Lebensmittel-Vertheuerungs- Parteien herbeigeführt hat. Einzelne Kartellstinnnen rufen schon nach dem M i n i st e r von Puttkamer, der einst die Wahlen so„energisch geleitet" habe. Was sie darunter verstehen, ist kein Geheimniß; sie hätten wohl gewünscht, der Land- rath und der Ortsvorsteher ans dem Lande hätten mehr in die Wahlbewcgung eingegriffen, als es geschehen. Man kann daraus wieder nur ersehen, wie den Kartell- brüdern der Verstand und die Ueberleguug völlig abhanden gekommen sind. Herr vsn Puttkamer hätte an den Wahlen kein Titelchen zu ändern vermocht; wir sind sogar der Meinung, daß die Opposition mit noch mehr Nachdruck gearbeitet hätte, wenn er noch im Amte gewesen wäre. Denn Herr von Puttkamer hatte außer den Kreuzzeitungsrittern sehr wenig Freunde. Aber der Ausfall der Wahlen ist ja gerade die Wirkung des Puttkamer'schen Regiments. Die Wahlen bedeuten eine scharfe und allgemeine Verurtheilung unserer inneren Politik sowohl auf politischem als auf sozial- politischem Gebiet. Das Volk will mit dieser Politik brechen und direkt in den Wahlen seine Antipathie gegen dieselbe aus. Man sollte meinen, die Sprache sei deut- lich genug. Arme Kartellbrüder, die sie nicht verstehen? Es ist auch Zeit, daß es so kommt. Wir stehen unter dem Zeichen einer neuen Zeit und die Bestrebungen, das Loos der arbeitenden Menschheit entsprechend dem Stande unserer Kultur zu bessern, haben die weitesten Kreise ergriffen. Dem gegenüber erscheint die Staats- kunst der alten Schule verlebt, übernächtig, anachronistisch. Die neue Zeit erfordert neue Ideen und eine neue Praxis; die Politik der Regierungen kann sich nicht mehr darauf beschränken, mit den Staatsmaximen zu wirthschaften, wie sie vielleicht zur Zeit der Gründung der heiligen Allianz den Herren Staatsmännern akzeptabel erscheinen mochten. Die alte Schule hatte gegenüber neuen Ideen und Bewegungen nur einen Staudpunkt: Unterdrückung durch polizeiliche Macht- mittel. Als Heilmittel für die Wunden, die man Soubo Jumotif"11 JiT Jl. 6.1 rtlfH't nd 1 M.„ je» uh die Kühe und verbrachte A'r esen'w ift, JJ(. Hemel in Ronen ein, der Baumwollenstoffe ver- Dcack-w Ich war abwechselnd Kellner in den Kaffee's von Paris, Kolporteur, Wohnungs- und Geschäfts- Wut. Ich kaufte und verkaufte eiserne Bettstellen, '"icher, Barchent und Diamanten. Da ich den Ver- ,: Assignaten voraussah, so legte ich alles, was ich % n Waaren an, die ich bis nach Beendigung der �Aufbewahrte. Seit vier Jahren bin ich Mitinhaber utmQ Leu vir in der Straße Bourdonnais!... lu, Lenoir! sagte Collard. Fahren Sie fort, Bürger, in'° Sie darum. " dem Tuchhandel habe ich denjenigen von Und Baumwollstoffen verbunden. Eines Tages, mein war gerade verreist, unterhielt ich mich damit, einige englische Stoffe auszufädeln, um mich über die Her- 'tcllungswcise zu unterrichten. Wie groß war mein Er- staunen, als ich bemerkte, daß ein Stück 5/* Moussline— 10 IardS lang, nur 1 Pfund wog! Bei fortgesetzter Unter- suchung gelangte ich zu der Ueberzengung, daß das Stück Bannuvollzeng, welches wir mit 80 Franks bezahlen, nur für 12 Franks Baumwolle enthielt. Die Engländer steckten also einen Gewinn von 63 Franks für die Herstellung von 10 Iards Stoff in ihre Tasche!... Mein Entschluß war gefaßt. Wenn wir dahin gelangen könnten, die Baumwolle in Frankreich selbst zu spinnen, so wäre das desto besser, aber selbst wenn wir das Gespinnst in England kaufen müßten, so würden wir imnier noch bei der eigenen Fabri- kation der Stoffe einen enormen Gewinn erzielen. Ich theilte meine Ideen Lenoir mit, der sich sogleich für ein Unternehmen begeisterte, welches sein Vaterland bereichern und.einer großen Anzahl von Mitbürgern Arbeit und Brot verschaffen würde. In wenigen Wochen habe ich ein Heer von Arbeitern, von Tischlern, Schlossern und Mecha- nikern aus die Beine gebracht, habe meine Werkstätten in der Straße Belfond eingerichtet und zwei englische Werkführer entdeckt, welche die Fabrikation gründlich verstehen. Unsere Werkstätten waren bald zu klein, so daß ich da- mit das frühere Hotel de Thorigny verband. Aber auch da fehlte es uns an Platz. Ich habe ganz Paris durchsucht und endlich eine ganz vorzügliche Werkstatt gesunden, die zugleich für Spinnerei und Weberei passend ist. — Wo befindet sich dies« Werkstatt? — In der Straße Charonne in der Vorstadt St. An- toine. Es ist das ehemalige Kloster Bon-Sccours. Dort könnte ich 100 Webstühle, Krämpcln und Maschinen aufstellen, 400—500 Arbeiter unterbringen und den französische» Markt voni Auslande unabhängig machen. — Das sind ja günstige Aussichten, sagte Collard. WaS wünschen Sie von mir? — Eine Assoziation, Bürger; das Kloster ist National- Eigenthum und wird als Getreidespeicher benutzt. Heute ist der Speichlr leer und der Kriegsmunster weigert sich trotz- dem, ihn mir zu überlassen. Ich bitte Sie deshalb um Ihre Unterstützung. — Ich bedauere, sie Ihnen nicht gewähren zu können, sagte der Banquier. Denn gerade in der Rue de Charonne bat einer meiner Freunde, M. Bauwens aus Gent, eine Spinnerei und Webstühle in dem Kloster Bonshommes ein- gerichtet. Sie unterstützen, hieße also ihm schaden, und das will ich nicht. Der Bürger Richard wiederholte sehr langsam: — Vergessen Sie nicht, daß ich Ihnen eine Assoziation vorschlage. — Ich habe es sehr wohl verstanden! — Und Sie weigern sich? — Ja! — Bürger, das Kloster Bon Scconrs brauche ich, ich muß es baden. Ich will es! — Das kann mich nicht bestimmen! — Und wenn Sie nicht wollen, daß ich es bekomme, nun dann!... — Nun, was dann? — So werde ich es mir nehmen! — Viel Glück, Herr Richard, sagte der Proviant- meister. Ich werde mir nächstens Ihre Jennymaschinen ansehen! Collard klingelte dem Diener. — Ich setze die Audienz morgen fort! Sobald er allein war, öffnete er die Thür der Gallcrie. Jane, welche ihn erwartete, stand vor ihm. Er bot ihr seinen Arm an und führt« sie vor ein Ge« mälde. schlug, kannte man �nichts Anderes. alS den Massen die herrschende Staatsraison von oben herab einzuprägen, tj)as mochte eine Weile angehen, und Herr Metternich hat mit dieser seiner StaatSlnnst bekanntlich Triumphe gefeiert. Aber wenn sich im Staatskärper kranke Säfte befinden, so muß immer wieder sich ein Geschwür bilden und die Psiästerchcn, die man gelegentlich ausklebt, können nicht helfen. Es muß eine gründliche Knr unternommen werden und dazu hat sich die alte Schule nie empor- geschwungen; darum sind auch in neuerer Zeit alle die sozialen Reformversuche mißlungen. Dem lächerlichen Geschrei der Kartellbrüdcr nach dem Zusammschluß„aller bürgerlichen Elemente" setzen wir deshalb oie erste und zeitgemäße Forderung entgegen, daß man ans den Mahlen die richtige Lehre ziehen uwge. Ter Drang nach Besserung des Looses der arbeitenden Klassen geht durch alle Schichten unserer Gesellschaft. Man wird weise sein, wenn man ihm entspricht. Zu diesem Zweck aber schlage man andere Bahnen ein als diqeuige, die unsere bisherige innere Politik gewandelt ist lich nicht eitles Mangels an zärtlicher Fürsorge für dies Ordunugsparteilcr angeklagt werdey. de» vorigen Wahl wurden im Leipziger Landkreis lnindevt« nnn ylvn-n».».»' •rou«. wutjuviuwu vermögen, jc/uuivivjv. auch anders bedungen, so doch als ehren: u«»-, nur viel schwerer, auch dann gelanfcn werM, Dinge ruhig ihre Entwicklung der sozialen ISnifln"«»uw�Tcnn dieses- ■. K:__ arc.—----< nLiu .vv«.»vjviiv iivtut ui vkl QrcjTTgl ri/iCT Quomodo dieser. Aber auch hier wiro i:a> �. dringende praktische Bedürsnisse immer startt! � Prinzipien und sormale Schwierigleiten,. injim1,' ficht auf die Zukunft das Gemülh beschwert,'.Mich Erleichterung in dein Gedanken finden, daß ts i ,;tt( _..v— nr..�.'- teuer I- jdS als 1? 1 fl" kein andere/ ÄuLtrag mehr bliebe, w l B&WK RÄÄTÄ unterginge. Außerdem_ mm sich_„ichs� «SS Mit der altc'.t Schule muß gebrochen und eine soziale Reformpolitik erüssuet werden, die sich nicht auf bureau- kratiicke Bevormundmaa trM'W» 4-!" ,...— v. V» 8ii niuuuieiifi �xzepeu seitens der OrdmmgZparteien gekommen— nur daß letztere dies- mal nicht sich so absoluter Immunität zu crsreucu hatten, wie vor drei Jahren. Daß Exzesse geplant waren, rnid zwar Exzesse im großen und größten Maßstabe, das kann allerdings keinem Zweifel untertiegen. Jedenfalls waren die Behörden von derartigen Plänen in Kenntnis; gesetzt, sonst wäre nicht fast überall in Deutschland am Wahltage das Militär konsignirt gewesen. Die Sozialdemokraten, die ihrerseits von diesen aufrührerischen Absichten unterrichtet waren, übte» jedoch den radanlnstigen,.—--------- „OrdniingSparteien" gegenüber eine so vortreffliche Polizei, iroimch erweisen, dab etnat 0~(a„b � l M� Nini BSfeÄSagStBS WUKSkSW-� Altona und Bremen, allein daß die Krawaller auch hier 0C9en innere 5tnien keine Sozialdemokraten waren, das wird selbst von Kartell- blättern zugestanden. Die Ruhestörer sind ganz wo anders zu suchen— wo, das wird wohl im neuen Reichstag sehr bald festgestellt werden. W gegm innere ÜiemmA politischen Nutzen, den die Einführnng des allgei. Aii und direkten Wahlrechts im Jahre lb67 gehabt S.—--—— x.-.r.... 01- w---- k.'' x— bl.ßtCn t Z-(M ie ............ wie ,wy Nicht aus vureo kratische Bevormundung, sondern auf die Ergebnis der fortgeschrittenen S o z i a l w i s s e n s ch a ft stützen kann, wenn wir zu einer gedeihlichen Entwickelnug kommen wollen. iBtt den zZlichmahlen. An die Wahlkomitccs der sozialdemokratischen Partei. Wir ersuchen, das Resultat der Stichwahlen dem Unter- zeichneten trlrgraphlsch mitzntheiken. Plauen-Dresden, 24. Februar 1890. Für das Zcntral-Wahlkoinitce der sozialdemokratischen Partei A. Bebel. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck obiger Auf- fordermig gebeten. Arbeiter', schi'cht Euer Utahlrecht! Nachdem in den drei haiubnrgischcn Wahlkreisen unsere Genossen einen glän- zenden Sieg erfochten, haben die nationalliberalen „Hamburgischen Nachrichten" auch entdeckt, woher das An- wachsen der Sozialdemokratie stammt. Die Entdeckung ist einigermaßen plötzlich gekommen. Kurz gesagt: nach dem �ambnrgischen Blatte trägt unser Wahlrecht allein die -chuld daran, daß die bösen Sozialdemokraten so viele Stimmen bekommen haben. Das klingt wie ein blöder Scherz, es ist aber buchstäbliche Wahrheit, und damit man dies glaube, führen wir wörtlich an, was daS Hanibnrgische Blatt schreibt: „Jedenfalls unterliegt es keinem Zweifel, daß das jetzige Wahlrecht die Sozialdemokratie in ihrer heutigen Gestalt erst gezüchtet hat. Tie wirthschastliche Unzufriedenheit der unteren Bevölkerungsschichten hat xivar auch vor Erlaß des 1867er is bestände"~- -,---- un ikayre iou. av,-.«um» den norddeutschen Bund und später das gahtt Helsen. Allein dieser Zweck ist erreicht, und roa» Jt;gßO gut und heilsam erschien, braucht oies»m � mehr zu fein! Wenn.. guten Folgen zu überwie Z Ca f �: Z»«.. ei v- T— Einrichtung dein Bedürsinfie° m x noch entspricht. Diese Verpflichtung wird dnnM,.,z fuiseF Redewendungen, wie der, daß im Jahre 1387 m � lichcn Wahlgesetz ein so günstig zusammenacsey dieWß.�tcms� erzielt sei, nicht auszuweichen sein. Einmhl J' ,, ,'1(Wovt dieses Reichstags unter Verhältnissen statt, die nuh Weis jeder Wahl nach Bedarf hervorzurufen sind, un, hj rtnefy hu« rFrfrtfi�'ifttrton-i�htAPrT fflllin � XU htu m T � yvwk uuuj üüi\äTiaß oes 100/er .'c.'". v'VytTT— Aufschwung haben nehmen.... genomine.1 hat. Erst die Möglichkeit, der Volikisiho Tkeberstckik., Da» fötlje Gespenst, das am 20. Februar seine Dienste versagte, soll mm um jeden Preis für die Stichwahlen ge- preßt werden. Obgleich die Wahl des 20. Februar mit einer Ruhe verlaufen ist, die ihres Gleichen in der parla- mentarischen Geschichte Deutschlands nicht hat, und obgleich gerade die Sozialdemokraten eine wahrhaft bewundernS» wcrthe Manneszucht bewiesen und trotz schlimmster Provo- kationeu sich nicht zu AnSschrcitlingen haben fortreißen lassen, werden sämmtliche Zeitungen der Ordnungsparteicn jetzt mit Sensatlonsartikel» über„grauliche Wahlerzesse der Sozialdemokraten; übet„Vergewaltigung der reichstrenen Wähler durch die sozialdemokratischen„Terroristen" und mit ähnliche Gruselgeschichten angefüllt. Am tollsten treiben es die geschlagenen Kartcllbrüder von Leipzig und Umgegend. Das„Leipziger Tageblatt" geht sogar so weit, den Behör- den einen Vorivurs zn machen, daß sie die Ordnungs- parteiler nicht energisch geung beschützt haben. Die Behör- den hätten jeden sozialdemokratischen Agitator am Tage der Wahl einstecken und jeden Wähler mit zwei Gendarmen und dem richtige» Wahlzettel zur Urne geleiten müssen— dann wäre oas„Tageblatt" wohl zufrieden gewesen. Der Vonvurf ist wahrhaftig ein unverdienter. So arg freilich wie 1887 war diesmal der Druck nicht, der„von oben" aus- geübt ward.aber er war immerhin so stark, daß die Kartcllbrüder, falls nur ein Funken von Kraft in ihnen gewesen iväre, sich gegen die Sozialvemokraten im Vortheil befunden hätten. Wenn der Leipziger Kreishauptmanu auf die Nachricht, daß ein paar unartige Muttersöhnchen, die wegen ungebührlichen Betragens bei der Wahlschlepperei ein paar sanfte Denk- zettcl davon getragen, sich in Person stnnmt einem ganzen Polizeiaufgebot nach dem Schlachtfeld begiebt— natürlich um nichts zu entdecken—, dann können die Behörden sicher- p k.*___.. j._ f.. i___ ________ O------ 0»»,vv/v»» www VkfcVfc' ten Wahlen politisch wirksamen Ausdruck zu geben, das ge- sannute Proletariat zu Wahlzwecken zu orgauisiren, erst dies hat die Arbeiterwelt»u ihrem am...««.—»" .......,-------—— o"-----— u- hat die Arbeitenvelt zu ihrem jetzigen einmüthigen Auftreten " allgemeine Wahlrecht hat aus der Lassalle- entstammt; erst das v»1"US scheu Sozialdemolratie die heutige entstehen lassen.... Es hat sich der Arbeiterpartei ein förmlicher Großmachts kitzel bemächtigt, welcher sie auch ohne zwingende Roth dazu antreibt, mindestens am Wahltage der verhaßten Bourgeoisie den Fuß aus den Stacken zu setzen. El ist— täuschen wir uns darüber nicht!— das revolu tionüre Gelüst schlechthin, das am Wahltage in dem Frendennqchrei der siegreichen Sozialdemokratie seinen Ausdruck sindet. Diese immer wiederkehrende Gelegenheit aber hat den Fanatismus, der sonst aus Mangel an Belhätigung eine viel weniger rasche Entivickelung erfahren hätte, auf seine jetzige Höhe gebracht. nach den Erfahrungen der jetzigen Wahl kaum rechnen, daß selbst die größten Anstrengungen»er � Parteien im Stande sein würden, den Schwill � tische Uebermacht in den betreffenden Wahlkreise' i Gegen das Einmaleins ist auch mit patriotiicyen nicht anzukämpsen."»««s Diese P u tt ka me r's ch e Weishe« zss noch zurecht vor den Stichwahlen die Stichwahlen. Nachdem sich die einzelne» KuudesstaatsU Umfang der zur Durchführung der Jnvaliditäts- � sicherung bestimmte« Organe, der Versicherungsanii. allein, theils unter einander schliifsig gemacht haben> träge dem Bundesrathe unterbreitet worden sind, M Haft, daß die Organisation dieses Arbeiter-Verpcher. in nicht ferner Zeit ihren Abschluß finden wird, denn anzunehmen, daß die Vorschläge der Einzelstaalen Richtung im Bundesrathe auf Schwierigkeiten stoßen' "" 1------- eine auf die Organisation --.—-- tie SU bp Ute Tis ,?lurnb �r.seinc SZ .....■■- Frage offen, nämlich die, wie die Pensions-, .äffen ic. sich zu der ihnen im Gesetze vom � stellten Alternative verhalten, ob sie von der W"( »vährten Besugniß, als selbstständige Kassen fortzubeit y.. machen oder ob sie sich unter den§ 36 stellen und U Zuschußkassen fortbestehen wollen. 3", �ersteren�� »�1 sV der I Oltflß nar deutsche Arbeiter ist vielfach besser gestAlt. als sein belgischer. fra»zö>lscher oder sonstiger Genosse. Wenn trotzdem und imocamW npv nvnu«n Jnrtfof K«« ßftufc der iviivvuvtjtu ivuueii. �yiu ,C4ll2. allerdings immer noch die Zustimmung des Bund � auf Seiten des letzteren eme Prüfung und, R über die Sicherheit der einzelnen Kassen nothiven eine baldige Entschließung dieser Kassen, die, fw'v ff1, des Jnvaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetze» einen diesbezüglichen Antrag beim väre jedenfalls wünschenswerth. A 17. Sot* Süv1 w■/' I V-1 I-'—— I � VJ V» W W» I V(|« und ungcacytet der großen Opfer, die im Laufe der letzten Jahre von Staat und Arbeitgebern dem Wohle der Arbeiter A A M �.«a �..Sv fla.-w... � L. L.' w rrv-v M., � y_----------------- w»«» ätVVt/st VV l irttVClUJI« gebracht worden sind und die nach Maßgabe der kaiserlichen Erlasse noch gebracht werden sollen, gerade bei uns und bei den jetzigen Wahlen eine so kolossale Zunahme der sozialdemo- kratisctzen Stimmen eingetreten ist, so kann dies nur als Frucht einer Agitation angesehen werden, wie sie in Ländern mit anderer Wahlgesetzgcdung nicht möglich ist. Das Sozialisten- gcsetz hat in dieser Hinsicht nichts verschuldet; ohne dasselbe wurde die Agitation sehr wahrscheinlich einen noch weit schlimmeren Charakter angenommen und noch viel üblere Wahl- ***** Olrtf ä« V-t i ergebnisse zur Folge gehabt haben Nachweis aber, daß das Mit dem ...................-w., v.*p«u» Anschwellen der sozialdemolratischen Stimmen bei den Reichstagswahlen nicht soivohl der Zunahme der Unzufriedenheit als der im Wahlrecht wurzelnden'Agitation zuzuschreiben ist, wird die Auffassung, dav eine früher oder später nothwendigeAen- k.„.._. V-o....~• betung des Wahlgesetzes eine insurgirende Wirkung haben müsse, in ihrer Richtigkeit wesentlich Ulk Mo. 11 rv.rr- c.... Das Gemälde. Es war eine Landschaft von Claude lo Lorrain. Im Vordergründe beschatteten große Bäume einen Springbrun- neu, um welchen sich Landleute in farbigen Gewändern lagerten. Dann kam eine Ebene mit Schnittern, Karren und einer Schafherde. Ein Hirt saß in halvliegcnder Stel- lnng vor den Rinnen einer Brücke; aus der Ferne schim- mcrte zwischen zwei Ketten bläulicher Berge ein See. Eine intensive Beleuchtung belebte die einzelnen Partien des Ge- mäldes, und die am Horizonte aussteigenden Dünste schienen sich über der Ebene zu lagern. — Haben Sie Italien bereist, Madame? — Leider nickt wein.fSerr' v-------"II",.V*v. lUtJCJUUW; eingeschränkt. Um Uebrigen würde im Falle der eintretenden Nothweudigleit, das Gesetz zu ändern, diese Gefahr die Reform machen wollen, stellen müssen, wäre jeveiguuv wuigeyrnvivr»../- von den Einzelstaaten festgesetzte Umfang der anstalten die Genehmigung des BundesratheS«ya ivird, wird an die Landesregierungen die VerpfliH treten, verschiedene ihnen im Gesetze übertragene Ausg üj lich der inneren Ausgestaltung der Versicherung»«�> Lösung entgegenzufübren. Dazu gehören in erster Ay j stimmling über den Sitz der Verstcherungsanstalten un' Versicherungsanstalt bezw. Versicherungsanstalten« N d das Staatsgebiet erstrecken, die Genehmigung des» �oreßdc Anstalten. Soweit die Statuten der Verstcherungsan!- durch die Landesregierungen erledigt werden, ist„icW derselben dem Reichs-Versicherungsamte übertragen, übrigens vor einiger Zeit, daß das Reichs- Versicheru 9 Normalstatut für die Versicheningsanstalten ausarbe. Ein solches Vorgehen würde die Arbeiten auf» wesentlich erleichtern. Grgen da» Uerdot de? zandesversamml�( rifcher Sozialdemokraten, welches seiner Zeit A» vorstände der Stadt Nürnberg, dem ersten Vürgcrmeu � Herrn von Stromer, erlaffen worden ist, wurde die an stelle erhobene Beschwerde bekanntlich abgewiesen. Ji auch von Seite des Staatsministeriums des Innern c' u'f ein, Aruukilu! KÄ D versch ,! �,------- 7»w/#w iUtciic oxe Empfindung gehabt, daß dieser oder jener Fleck Landes in den Abrnzzen oder der Champagne dem Bilde ähnelt. Dies rührt daher: weil jede Einzelheit des Gemäldes an sich wahr ist und das Gewaltsame nur in der Anhäufung dieser Details besteht; der Künstler wollte die ganze Natur auf die Leinwand werfen und außerdem noch die Architektur und Geschichte. — Ist das nicht richtig? fragte Jane. Ich finde es er- haben. — Ich sehe, wir verstehen unS. Ich kenne Sie erst seit einer Stunde, und doch glaube ich, daß Sie das Leben so ans- fassen, wie Claude lo Lorrain die Landschaft. Der Schatten der Bäume genügt einigen Frauen, die Frische dcS Spring- brunnens anderen, wieder andere ziehen es vor, gleich dem Schäfer hier an der Brücke, in behaglickem Schauen zu warten. Einige—«S sind nur wenige— bringen bis zum See zwischen den Bergen vor. S i e würden die Nebel der Ferne durcheilen, um nach etwas Unbekanntenl zu suchen. Wo würden Sie auf der Reise verweilen, an der Brücke, oder unter den Bäumen? Ich bin überzeugt, Sie würden überall verweilen und doch bis an's Ende vordringen. Sie lieben die Talente, die Be- geisterung, die Macht, Alles was sich über das Gewöhnliche erhebt. Ihre erste Liebe dürfte Jean-Jaques Rousseau, Ihre zweite Ihr Gemahl gewesen sein. Nach dem Denker, welcher die republikanischen Tugenden sormulirte, der sich selbst bescheidende Bürger, dessen Größe in der Hingabe an die Idee besteht, die erhabenen Gedanken der Philosophen innerhalb seiner vier Wände in praktische Tugenden zu ver- wandeln. Irre ich mich? — Nein, mein Herr! Sie befinden sich am See, der so schön und ruhig da. liegt, daß Sie zögern, weiter zu gehen, und doch fühlen sie den Trieb dazu und blicken sehnsüchtig nach den Bergen. In Ihrer Schwermnth unterbricht Sie ein Reisender mit der Frage: Wollen Sie mit mir hinaussteigen, ich werde Ihnen die Hand reichen. — Und dieser Reisende sind Sie, nicht wahr? sagte die schöne Frau lächelnd, indem sie einen Schritt vorwärts that. Collard richtete sich hoch auf; er war nicht mehr derselbe, seine'Haltung war stolz, seine Stimme zitterte. Aus dem Geldmanne und Gemäldcliebhaber war plötzlich der Enthusiast seiner Zeit entstanden. — Ja, ich... die Macht!..... Die Puritaner, unter denen Sie leben, verachten den Reichthum, weil sie ihn nur als Ursache der Korruption und sinnlicher Genüsse betrachten. Sie sagen, der Reichthum verschafft seinem Besitzer fürstliche Schlösse�, Wälder, prächtige Wohnungen und üppige Feste— sonst nichts 1...... Mab. Tattier, von welcher ich mit Ihnen sprach, liebt einen verfeinerten geschmackvollen Luxus, im Gegensatz zum zu dem geschmacklosen, brutalen Luxus, und erhebt sich da- durch über andere Frauen. Wenn ich Sie jemals aus den Berg führen dürfte, so geschähe dies nicht, um Ihnen ein Haus mu Gemälden und Statuen vorzuführen. Nein, ich würde dann mit der Hand nach den fernen Hügeln und auf die wie schwarze Punkte in der Ebene aussehenden Menschen zeigen und zu Ihnen sagen: Alles dies gehört Ihnen! Sie können nach ihrem Belieben die Felder ver- dorren oder befruchten lassen, die Menschen der Verzweiflung und dem Hunger preisgeben, oder ihnen Zufriedenheit und Wohlstand verschaffen! Sie können den Unwürdigen unter- stützen, den Reichen erniedrigen, das Genie entflammen und — was daS Beste ist— die Gedanken eines Buche? in eine segenbringende That verwandeln. Sie können Die Könige und Konsuln glauben in ihren Schicksal der Bürger zu halten; sie täuschen sich- Alle einen Herrn über sich: d a s G e l b!... s von bem ich mehr als sonst Jemand besitze, und �, Ihnen anbiete, damit Sie in Ihrer Schönheit»i der Macht kosten.(W Unter dein Banne dieser Schilderung war J I wirrt, hingerissen, wie in Versuchung geführt. Cyllard ging auf und ab und blieb dann R"» ihr stehen: — Sie haben mich verstanden, nicht wahr f• ar, sind, die Frau der ich sage: ich warte, bis rch erhalte. Er ergriff ihre geschlossenen Hände. g) — Ganz sicher, sagte sie mit einem schwache« werde ich noch diese Stacht auf den Berg gehen--\| Dann versank sie in träumerisches Schweigen» wie in Gedanken verloren: — Ich liebe meinen Mann!, Collard verbeugte sich wie ein Mensch, dessen ö Stirne andeutet, daß er sich dem Zwange, warten ir, nur ungern beugt; er verwandelte sich wieder in oc" höflichen Collard, der Audienzen abhält. — Ich habe Ihren Auftrag besorgt, sagte er L und wenn die Frau Gräfin Diuau es gestattet, r' sie selbst zu dem Minister. Außerdem habe Richard versprochen, seine Spinnerei und seine WH J besichtigen, und da Herr Lenoir sein Kompagnon is>< sich wohl Gelegenheit, Sie wiederzusehen. ,i' Er führte Jane bis zum Nebenzimmer, setzte Iii auf seinen Lehustuhl und strich mit der Hand Muschellehne., — Morgen oder übermorgen wird sie mich lie»' er nachdenklich. Ein Gedanke fuhr ihm durch den Kopf. ,j| Der Gatte ist ein Jakobiner, ehrlich, unbeni Er lächelte. ji — Hat der Konvent nicht die Eheschei� geführt?-- i :[[ �alv K Ären. Tw G: Ublf le! 6" ns f, �4' Co 8 ??ie r Nnahi % »Ä? :,Äf ,, . 'S" 'Ä z den inen �,| hat.%! rä M :! Ä'�entlimg abschlägig bescheevm worden. Diese MunsteUai. GU?MN WWK gez. MiW Z täffut ÄVMAK. * �'Merns" � 5 rJIL m Verbotkerlassen kompetent ist, m Bayern ,u en»'� daS ist in den unmittelbare» Städten, '."'; SS�.'iÄK- Ä? ZMWWUM Nun findet da» Staat.nunistcriuin, daß das Ber- I /ioh; v•kU" rmü» oas SMS'.uim|rcrtuin, oap oas*00. des Magistratsbeschlusses« auch formell ge ."iu)emt. Wie diese Fassung aber gelautet hat, das Mgt des Ministers- HS.lichleit! .'de,-e an der beschichte ist. daß trotz des Verbots der ,k«sammlung die Aufstellung der sozialdemokratischen i" der wirksamsten Meise vor sich gegangen ist und getragen hat, indem im Vergleich zu den 1SL7er h Bayer» statt einem gleich zivei Soziatdemolraten im MELsh�higaiig gewählt wurden, 5 Stichwahlen mit Sozial» K c tten stattfinden und die sozialistischen Stimmen in Bayern t» a'J verdoppelt haben. Hier kann man wohl mit dem — m autru'en. daß aucy Polizeimaßregeln eist Theil von jener die„stets daS Böse will und nur das Gute ii glaubt man ein besonders schlanes Mittel ■' Au...�ststundcnseier des 1. Mai entdeckt zu haben. vom � Spießbürger aller Gattungen verlangen näm- >--. Stockholmer Oberstatthaltcramte, daß an diesem Tropfen Deutschlands in keinem nnsympathischcn Geiste geailtmorlet, dieselbe sei jedoch genolhigt, das Amendement zu bekämpscn, da die Mnahnie desselben die Hände der Regierung binden würde. Schließlich wurde Grahams Amendement mit 19S gegen 87 Stimmen abgelehnt. London, 24. Februar. UiiterhauZ. Morley zeigte an, daß Gladstoue den von dein ersten Lord des Schatzes Smith angekündigten Resolutionsantrag betreffend die richterliche Parnell- lommissio» durch einen Untcrautrag belampscn werde, in welchem erklärt wurde, daß es Pstichl des Hauses sei, seine Verdammung der falschen, gegen Abgeordnete und besonders gegen Parnell aus Grund von Berläuindung und Fälschung erhobenen Anklagen gröbster und abscheulichster Art zu verzeichnen, und in welchem nebe» der Genugthuung über die Bloßleguug dieser Verliium- düngen erklärt würde, daß das HauS das durch die flagrante Bosheit zugefügte Unrecht und die dadurch verursachten Leiden nnd Verluste bedauere. Frankreich. Paris, 24. Februar. In der heutigen Sitzung des Ge- meinderaths verlangte der Präsident Rousselle Ausklärung über das Verhalle» der Polizeibeansten, welche am Mardi gras auf den Boulevards seine» Wagen angehalten und sich dabei aus die Tienstiustruktion berufen hätten. Der Gegenstand wurde nach einigen Bemerkungen des Polizeipräsekten verlassen und der Zivischenfall damit für erledigt erklärt. Ter Präsident Noustelle erachtete sich dadurch verletzt und gab seine Entlassung. Paris, 24. Februar. Tic Depulirtcukautmer nahm den Gesetzentwurf betreffend die Versorgung von Pari» mit Ollcll- wasser an. P a r i s, 24. Februar. Ter Gemeindcrath von Paris nahm mit 33 gegen 13 Stimmen eine Resolution mi, in welcher gegen jeden Akt der Gnade sür den Prätendenten protestirt wird, während Republikaner wegen Vergehen gegen das Vereins- und Preßgesetz vernrtheilt seien, und in welcher eine sofortige Amnestie für alle Vergehen gegen das Vcreiils- nnd das Prcßgcsctz, soivie für Streikvergchcn gefordert wird. Der Scinc-Präsckl machte in Betreff dieser Resolution sein Vorbehalten. Paris, 25. Februar. Der Herzog von Orleans ist nach dem Gesängniß von Clairvaux überführt worden. Paris, 25. Februar. In Marseille protestirte eine Ber- sammlung von ODO Maurern gegen die Verwendung italienischer Arbeiter reim Bau des Postgebäudes. Der Präfekt verspracb, nachdem ihm der Protest kundgegeben, sich mit der Angelegenheit beschästigen zu wollen und ermahnte die Arbeiter, den Italienern gegenüber Stube zu beobachten, um einen internationalen Zwischen- saß zu vermeiden. KalKtinlattdor. Belgrad, 24. Februar. Die Skupschtina lehnte mit großer Mehrheit einen von Gjurie gestellten Antrag ab, wonach gewalt- same oder andere Versuche, die Ausführung von Beschlüssen der großen Skupschtina z« verhindern, mit der Todesstrafe zu belegen wären. In den Wahlen. ____________________________ �____ .? vcr ganzen Stadt kein Tropfen Bier oder Schnaps ... vuuizeu«ravt iri» �lupieu-owr uuri oiyuupa Ast stürben dürfe. Die skandinavisch- Sozealdemokratle A."Uieu schlechten Schrecken bekommen vor dieser gefahr- ..Maßregel. Vcrinnthlich haben die Antragsteller an »..«st erprobt, daß es keinen.höheren Schwung" ohne , M giebt nnd übertragen mm diese Erfahrung auch auf Wh»lter._■■,.:____ ttrol-Kritttttttie»;. Bonbon, 24. Februar. U st t e r h a u S. Km Lause Zdrrßdebatte bringt Graham(Gladstonmner) em Amen- IWWWW cfl be'Sj lest#' uat} vo?� M �art, da die t S afi 0\ ch und i'i"e a» den Konferenzeit von Deiltschland nnd der Schweiz habe, könne das Amendement jetzt nicht in Betracht IJ-Jv» werden, indem noch weitere Unlcrhandlungen nöthig die Eitltadungen einer Rtodisizirnng unterzogen il,�' könuteu. Tie Schweiz habe angesichts der beabsich- . Berliner Konferenz das Abhalten der Berner Kon- " verschoben. Die Regierung habe auf die Einladung Zeit war vorgerückt; er gab Befehle, da er auf ftBestfeung diuiren wollte. ij.,-'"e Bicrtelstuude später.sprangen die Leute ans den fon.,, 1 Borstadt St. Antoine vor dem mit Postpferden i S" Wagen des Bürgers Eollard schnell zur Seite, si»» Pferde noch schneller dahinjagteu, als diejenigen des Herzogs im Jahre 1789. D i'e Stickerinnen. obersten Stockwerk des in einer Sackgasse der Vor- >fj"hcude» Arbeitcrhanses war eine Mansarde mit einem i.* � CV atvtr/�ott l�+ ti f\fn>t i.i* A Ist de« Stichivo hlcn. Die Stichwahlen sind bekanntlich auf Sonnabend festgesetzt. Gerade dieser Tag, der Tag der Lohn- zahlung, erschwert es dem Arbeiter, sein Wahlrecht auszuüben. Dieser Nachtheil muß durch am so größere Opferwilligkeit und Pflichttreue weit gemacht werden. Jeder, dem es irgendwie möglich ist, muß sein Wahlrecht in der Zeit von 11—2 Uhr Nachmittags ausüben. Es darf nicht vorkommen, daß um 6 Uhr Abends Echaaren von Arbeitern vor den Wahllokalen umkehren, weil der Wahlakt bereits geschlossen ist. Beherzige ein jeder, daß nach 6 Uhr kein Stimmzettel mehr angenommen wird. Auch dafür muß gesorgt werden, daß das Wahlgeschäst sich glatt und rasch abwickelt Man trete an die Urne und nernic auf die Aufforderung des Wahlvorsteher» hin, laut und deutlich seinen Namen und seine Wohnung. Das ermöglicht nicht nur eine schnelle Abfertigung des Wählers, son- der» liegt besonders auch im Interesse unserer Genossen, die im Wahllokal die Kontrole führen. Berechtigt bei der Stichwahl seine Stimme abzugeben, ist auch derjenige Wähler, der bei der Hauptwahl nicht mit abgestimmt hat. »» Mio Im deutl'che» Zj eiche das geheime Wahlrecht auö- geübt wird, zeigt nachstehender Fall. In dem Dorfe Bernshos bei Wecker münde ist oer dortige Tirektor einer Tampiziegelei, Namens Bergcnieister, auck gleichzeitig Gutsvorsteher dieses Orte#, und glaubte seiner Pflicht als ein bedeutendes Mitglied 1«°' S> ■.Si »xySaestatlrt. In einem Käfige sangen Vögel; auf tzss,"«Vvrrtte gezogene Schlnsselvlitincil kündigten den z."S an. Das Fenster ging cbeusalls nach dein ver- "en Platze zu. �alv der Tag erschien— da oben wurde es früh ». cryobcn sich die Bewohner der Äiansarde, wuschen ''cht und Arme und begaben sich an ihre Arbeit. j" 91V'vcUnVen junge Mädchen im Alter von 21 und XZ festere besaß»och immer, trotzdem sie gewachsen .jV lebhafte, ausgelassene, nur manchmal träumerische kt(.� kleinen Jenny, die immer noch zart, und zierlich zsi sich als Arbeiterin ebenso geschickt erwicS, wie früher � Witant»; sie lernte der Zivcilen— der kleinen Herzogin I1W J»-■-"- c.. �..« Isis"m* kennen; diese hatte den zarte», hellen Ansdruck ' ß rcsicht5 behalten nnd ihr ruhiger, kalter Blick schien k Schichte ihres Lebens zu erzählen. Beide waren schön, � br\«% f f je: �...... j..*>>t.. i' i. v.r.... am f � �1 e�1 te, 60,1 so verschiedenartiger Schönheit, daß man keinen teil Gegensatz finden konnte. «TT Wir wcroen ans ihr eine Arbeiterin machen» wie' e?nc Jenny, hatte Michael Combat gesagt. 1 i'nt jungen Mädchen hatten zusammen das Sticken er- \> 2, Nach dem 9. Thcrmidor war unter dem Direktorium »�"ckerei Mode geivorden und kam von Tag zu Tag die Uniformen und die Kleidertracht der Frauen mehr ÄNahme. .rfermy schwang sich schnell zur Königin der Seiden« und. Stickerei auf.' Obgleich Henriette weniger geschickt war, so besaß sie doch Talent für die Applikation. Sie nähte die von Jenny gestickten und anSgeschlagenen Stoffe auf einen anderen Stoff und erzielte damit die ivunderbarsten Effekte. Beide ergänzten sich: die Eine besaß Geschmack, Ersin« dmig, und zeichnete, wenn nöthig, Stickereien auf, die Andere hatte Geduld und glänzte durch die seine Ausführung ihrer Arbeit. So hatten sie gute Tage, verdiente» sie doch zusammen drei Franks bis drei Franks fünfzig Centimes. Bis auf einige kleine Summen, die Jenny zu ein«» geheiiimißvollen Zivecke bei Seite legte und vis aus die Sonsstücke, welche Henriette zum Kauf kleiner Kuchen siir Fanfan verwendete, gaben sie ihre Einnahme in der Hauptsache für ihre Toilette aus; denn zum Unterhalt gebrauchten sie sehr wenig. An den Tagen der Dekade gingen sie ihrem Ver- gnügeu nach. Die Vorstadt St. Antoine war der Revolution und dem Berge treu geblieben, selbst nach dem Sturze Robespierres und der Anstösnng der Kommune. Dreimal hatte die Vorstadt den Convent überfallen, um die Verfassung von 179 und Brot zu verlangen. Die Reaktion hatte diese Aufstände durch die National- garden der wohlhabenden Stadtviertel jedesmal unterdrückt. Die aus Stutzern sormirten Sektionen hatten die Zu- tänge zum Convent vertheidigt und reguläre Truppen die iorstadt zurückgeworfen. Pichegni, der die Soldaten be« fehligte, erklärte den Aufständischen daß Alles bereit wäre, die Vorstadt in Brand zu schießen. Daraufhin versammelte sich ein Ausschuß der Sektionen, um zu berataschlagcn; er sandte dem General als Antwort eine brennenve Lunte.> Es war eine heroische Heransfordsrnng, die man nicht, annahm nnd die den neuen Ideen entsprach, welche der WohlfahrtsanSschtiß im Sturme des JahreS 93 praktisch an- geivendec hatte. (Fortsetzung folgt.) der Staatsgewalt dadurch den nolhigen Nachdruck zu verleihen, daß er am Morgen des Wahltages siimmtliche Ortseimvohner zusamuienrief und folgende Ansprache hielt:„Ihr wißt alle, daß hier von der Umsturzpartei Flugblätter verbreitet sind, auch von der liberalen Partei. Ich begreife nicht, wie Leute mit Vernunft sich solcher Ltichtung hiilgebe» können- Ich werde bei der Wahl genau kontroliren(der betreffende Herr ist Wahlvor- steher) und wer nicht konservativ, d. h. Herrn v. Henk wählt, mit dem werde ich abrechnen! Ter Drohung folgte die That. Als der dort beschäftigte Arbeiter Franz 3!ösel'sich weigerte, einen ihm von dem Berge- meister präsentirten Zettel anzmiehnien und sich nach seiner Sir- beitSstätte begab, folgte ihm der Ausseher auf dem Fuße nnd theilte ihm mit,„daß ihm der Herr Direktor sagen ließe, wenn er nicht sofort einen Zettel auf Herrn v. Henk lautend annehme und sich verpflichte, in die Wahlurne zu stecke», würde er eutlassen. Ter Drohung folgte, als der Arbeiter sich hierzu nicht bequemte, die sofortige Entlcssung. Ferner wollte der Arbeiter Hempel sein Wahlrecht ausüben Da der Stimmzettel jedoch dem Herrn Wahlvorsteher verdächtig vorkam, öffnete er denselben und als er den Namen des sozial- demokratischen Kandidaten, Restaurateur Gründest darauf� er- blickte, wies er den Wähler zurück und ordnete ebenfalls seine Entlassnng an. Einem Arbeiter Nettelbeck, von dem er, jedenfalls am Papier des Stimmzettels erkannt haben mag, daß er sozialdemokratisch gewühlt hat, sagte dieser Herr bei der Arbeit:„Wenn sie sich so sehr für de» sozialdemokratischen Kerl interessiren, gehen Sie doch zu ihm hin nach Berlin, und holen Sie ihn, vielleicht kommt er hier her und gräbt für Sie Erde." Selbst der liberale Kandidat, Fischereibesitzer Berndt aus Westiwine, hatte unter der Kritik dieses Herrn zu leiden, denn es wurde den Wählern niitgctheilt, daß dieser sein Hab und Gut versoffen hatte und man von ihm singen könnte:„Ter Gras von Lurcniburg hat all sein Geld versucht w." Hofseutlich gelingt es, noch mehr derartige Fälle in diesem Wahlkreise ans Licht zu ziehen und dadurch die Wahl zu kassircn. Düstcldorf, 23. Februar. Die stattzufindende Stnywahl hält hier alle Gemüther gespannt. Vor allem ist es die Arbeiterpartei, welche den ersten Sieg zu einen» vollständigen zu machen gedenkt und keine Anstrengungen scheut, um auch in der Stichwahl als Sieger hervorzugehen. Zu diesem Behufe stat das Wahlkomiteeiiiitgliet', Herr Boß und der Kandidat, Herr Grimpe, am Samstag Schritte gethan zur Abhaltung einer Versammlung in dcr Tonhalle. Vom Herrn Beigeordneten Hätte zum Herrn Oberbürgermeister Lindemann diescrhalb gewiesen, wurde dort eine lebhafte Auseinandersetzung gepflogen, deren Resultat die Ablehnung des Gesuches ivar mit dein Hinweis auf die von der Stadtverordneten-Versammluiig in geheimer Sitzung gefaßten Be- schlüsse. Sodann wurde der Herr Oberbürgermeister um die Er- laubniß gebeten, auf dem"Karlsplatz unter freiem Himmel eine Versammlung abhalten zu dürfen, weil zu einer Ver- sammlung in geschlossenen Räumen kein Lokal zu haben sei. Ter Herr Oberbürgermeister verweigerte die Erlaub- »iß, weil die öffentliche Ruhe und Ordnung gefährdet er- scheine. Ei» solches Bedenken wurde von den Herren Vor und Grinipe zu zerstreuen gesucht, jedoch mit keinem Erfolg. Darauf wurde die Erklärung abgegeben, daß man den Beschwerdeweg be- schreiten werde, und daß man in den Zeitungen die Versamm- lung ankündige mit dem Vermerk, daß von Seiten des Herrn Oberbürgermeisters die Genehmigung nicht ertheilt, doch der Be- schwerdeweg beschritten sei. Ter Herr Oberbürgermeister er- widerte, daß er dann die betreffenden Zeitungen konfisziren lassen werde. Herr Grimpe erwiderte, daß er dazu wohl kein Recht habe, worauf der Herr Oberbürgermeister erklärte, das habe er dann zu verantworien. Auf dieses Borkommniß ist nun folgendes vertrauliche Zirkular versandt worden: Düsseldorf, den 23. Februar 1890. Vertraulich! Im Hinblick auf die Bestimmungen des§ 17 der Verordnung über den Mißbrauch des Vereins- und Versammlungsrechts vom 11. März 1830(Gesetz-Sammlung Seite 227) beehre ich mich der Redaktion aus Anlaß eines hierher gerichteten desfallstgen An- suchens vertraulich ergebenst mitzutheilen, daß ich mit Rücksicht auf die mir obliegende Pflicht der Erhaltung der öffentlichen Ordnung und des öffentlichen Verkehr? die Genehmigung zur Ab- Haltung öffentlicher(politischer) Aersammlungen unter freiem Himmel innerhalb des bebauten Theiles des Stadtbezirks, sowie auch außerhalb desselben nach dein Eintritt der Dunkel- heit bis auf Weiteres nicht zu ertheilen vermag. Sie wollen daher gefälligst gemäß dem§ 17 des Vereins» Gesetzes einer zur Theilnahme an einer solchen Versammlung aus- sordernden Annonze, falls sie eingereicht werden siollte, die Ausnahme versagen. Die Polizeivertretung. Ter Oberbürgermeister Lindemann. An die Redaktionen säinmtlicher hiesiger Blätter." Cöttinge», 22. Februar. Auch in unserem Wahlkreise be- weisen kratie. Et> Göttingon erhielt der Sozialdemokrat voriges Mal 82 Stimme«, jetzt 1003; m der Stadt Munden voriges Mal III, diesmal 307, im Amte Münden 1887 32 Stimmen diesmal 460 Stimmen und so- ;ar auf das Eichsfeld, in die treue Heerde der Kaplane, ist der ozialistische Wolf gebrochen. Voriges Mal regten sich zwei sozialistische Stimmen schüchtern in Duderstadt hervor, diesmal hat das Eichsseld 804 sozialistische Stimmen geliefert. Ztenhald-enalebe». 23. Februar. Das Ergebniß im Wahlkreise NeuhaldeuSleben- Wolmirstedt stellt sich folgendermaßen: Gutsbesitzer Hosaug-SommerSdorf(natl.) 11 829 Stimmen, Zimmerer Aoolf Schuttze-Magdeburg(Sozd.) 6050 Stimmen, Oberbürgermeister v. Forckenbeck-Berlin(dsr.) 2005 Stimmen. Im Ganzen sind also abgegeben 10 080 Stimmen. Die absolute Mehr- heit beträgt 9091 Stimmen, so ist der nationalliberale Kandidat mit einem Mebr von 1838 Stimmen gewählt. Aussehen erregt die gewaltige Zunahme der sozialoemokratischen Stimmen in dem Zeitranme von drei Jahren. Im Jahre 1887 betrug die Zahl der Sozialdemokraten rund kaum 1400; mithin ist ihre Zahl seit der letzten Wahl um mehr als das Vierfache gestiegen. Im Jahre 1834 betrug die Zahl dcr sozialdemokratischen Stimmen nur 2—300. Köln. 24. Februar. Das sozialdemokratische Zentral-Wahl- comitee hatte auf gestern Borinittag eine Wählerversammlung in den Gürzenich einberufen, welche so zahlreich war, daß der große Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Zweck der Versamm- lnng war, den Wählern die nöthigen Berhaltungsuiahregeln sür die demnächst stattfindende Stichwahl zwischen Zentrum und Sozialdemokraten anzuempfehlen. In einstündiger Rede verbreitete sich der Kandidat Max Lücke über den sür die Partei so günstigen Ansfall der Wahlen, entivickelte den Standpunkt, den das Zentrum stets gegen die Sozialdemokratie eingenommen, erläuterte»och» inals die einzelnen Punkte de» sozialdemokratischen Programms und betonte zum Schlüsse seiner mit großem Beifall aufgenommenen Aussührungen, daß man ja leine Stimme dem Zentruinskandidaten geben möchte. Nach ihm sprachen noch der Vorsitzende Hugo Woldersli und Herr Meist. Meirgeritlahaulrtt, 19. Februar. Mit welch' schmutzigen und gemciiien Waffe» die Gegner, namentlich gewiffe obskure Winkelblättchen gegen die Sozialdemokratie käinpfen, beweist die nachstehende Notiz, die wir ver„Waldeck'schen Zeitmig", einem Blättcken das man nur zu Gesicht bekomnit, wenn der Metzger oder Krämer uns etivas überreicht, entnehmen. Wir lassen die erbärmliche Sudelei hier wörtlich folgen: Großartig ist's ivahr- haftig, in welcher unverschämten Weise die Sozialdemokraten vcr- suchen indiehiesigeBepölkerung einzudringen. Dersozialdcmokratische Kandidat Psannkuch aus Kassel hat von Pyrmont, seiner Domäne, einen Zigarrenarbeiter mit 65 M. ausgerüstet, um hier im Lände Waldeck zu reisen und Propaganda zu machen. Dieser reisende Herr Agitator hat denn auch in unserer Stadt seinen gläubigen Anhänger in dem früheren Schnhumcher, jetzigen Jndustriearheiter D. gefunden und dieser schickte seine ahnungslosen Kinder aus, Stimmzettel zu verbreiten. Wenn nun, wie daS sicherlich ge- hörigen Orts geschieht, den Kindern die Augen geöffnet werden, was sollen sie von ihrem Vater halten. Wäre es wohl nicht richtig, wenn unsere Elemente Front machten, sie lieber vcr- hungern ließen, als ihnen Arbeit geben. Kampf gegen solche Um- stürzler, Kampf bis auf's Messer. . Z» rinrv Wahlbrlrnchinug schreibt die„Münchcner Post" n. A.:„Das deutsche Proletariat hat mit dem Stimm- zettel eine Schlacht geschlagen, mit der sich kein Prolctaricrkampf der Geschichte aller Länder messen kann. Es war ein Tag, dessen Folgen für Deutschland, ja für die Weltgeschichte sich noch gar nicht abschätzen lasse». Noch liegt nur der geringste Theil de> Wahlresultate vor und trotzdem erscheint als die einzig hervor- stechende Erscheinung des Wahlkampfes das sprunghafte schreiten der So;aald->»,ivf--�!-. Die Sozialdemokratie Noch' liegt nur der geringste Theil der und trotzdem erscheint als die einzig hervor ,,...... ng des Wahlkampfes das sprunghafte Ford der Sozialdemokratie. Die Sozialdemokratie trat am 20. Februar in den Mittelpunkt der deutschen Politik, sie hat den Blödesten gezeigt, daß sie eine der hervor- ragendstc» Mächte im politischen Leben Deutschlands ist. Die jetzige Wahl beweist, daß die Grundsätze der Sozialdemokratie rn immer breiteren Schichten des deutschen Volkes als gut und durchführbar angesehen werden. Das muß uns als der schönste Lohn für die jahrelange mühsame, an Opfern reiche .«.hätigkeit der sozialdemokratischen Partei gelten. Aber nicht nur dies bedeutet der Sieg für uns, er bedeutet noch weit mehr, weit Erfreulicheres, denn er ist der beste Beweis dafür, daß der Idealismus im deutschen Volke nicht erstorben ist, daß er lebt und wächst, freilich nicht unter den Reichen und Mächtigen, wo das Geldsackintcresse, der rücksichtsloseste Egoismus heute fast allein herrscht, sondern unter den Enterbten und Aermstcn, die .- die Kräfte ihrer Arme, den frip-" MaUlfestation versammelten Dclegirten des iuternatioualen Kongresses von Paris, senden den deutschen Sozialdemokraten ihre brüderlichen Glückwünsche und den Ausdruck ihrer Freude über den bewundernswürdigen Sieg der deutschen Sozialdemokratie. Der Präsident der Versammlung *;* Kopenhagen. An unsere deutschen Genossen! Glück auf! zu Eurem Wahlsiege, in der Ueberzcuguug, daß es zum Wohle des Nrolotariat?. und im Interesse des inter- wird. Die sozialistische Partei P. Cristeusen. zum Wohle des Proletariats nationalen Sozialismus sein in Däuemark. American-Theater SÖT Zreodenerstrahe 63. ■ aglich Vorstellung« .—|—/'•-...uji ci|iuiocu iji, oaß ex wächst, freilich nicht unter den Reichen und Mächtigen, Geldsackintcresse, der rücksichtsloseste Egoismus heute n herrscht, sondern unter den Enterbten und Aermstcn,... nichts besitzen, als die Kräfte ihrer Arme, den vorurtheilslosen Geist im Kopfe und de» frischen Much tu der Brust. Ken» Zentral-Ulahllto, nitre der sozialdemokratischen Partei sind folgende Depeschen zugegangen: Zlnrio. Der Nationalrath der Arbeiterpartei begrüßt Euren entscheidenden Sieg; es leben die deutschen Arbeiter! G u e s d e. •$ Uari«. Im Namen des Vereins rnntanischcr Sozia- listen in Paris begrüßen wir die deutsche Sozialdemokratie zu dem euormen»md entscheidenden Siege des Proletariats. Man y. $'» pari». Die znr Bcrathnng der für den 1. Mai b. I. zur Einführung des achtstündigen Arbeitstages geplanten Theater. Mittwoch, den 26. Februar. (Vprrnhaus. Flick und Flock. Zchanst'irltzanc.. Der Mann der Freundin. Hierauf: Postfestum. Zum Schluß': Die Prüfung. Zesstug- Theater. Das Bitd des Signorclli. Lricdvich-Wilhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan. AUa»»er»Tkcater. Der Hypochonder. z»l iktori,l-T heater, Stanlcq in Afrika. Berliner Theater. Gräsin Lea. Irutsche« Theater. Der UnterstaatS- sekretür. vstcnd-Th rater. Der Fall EIS- menreau. Nestdent-Thrater. Marquise. KclleaZliauee-Theater. s' Edelweiß Liscrl. Königi'lädtli'chc» Theater. Der Hüttcnbcsttzer. Central Theater. Ein gemachter Mann. Adolf Crust- Theater. Der Gold- fuchs. Theat»p R«ich»haUe«. Speziali- tütenvorstellung. Clebr Kiihtcr'» Uariötü. Speziali- täten-Vorstellung. Kaufwann'o Uaristü. Spezialitäten Vorstellung. Sozieilo Mevsrstckzk. Karinen, 25. Februar. Eine zahlreich besuchte Versamm- lang von Rieincndrchern nahm eine Resolution an, m der sie sich für eine zehnstündige Arbeitszeit und die Abschaffung aller Ueber- stunden, sowie der Akkord- und Nachtarbeit ausspricht. Aus 15 der größten Riemendrehereien wurden je 3 Arbeiter gewählt, welche mit den Fabrikbesitzern auf gütlichem Wege über eine Lohnerhöhung unterhandeln sollen. Vom Streik wurde vorläufig Abstand genommen. Gger. In den hiesigen Werkstätten ist eine Lohnbewegung im Zuge. Schlosser! Dreher! Haltet Zuzug fern. Die Schlossergehilsen von Eg er in Böhmen. Verlcntttnluttgcn. Die Vereinig»»« der Drechsler Dentfchtand», Orts- Verwaltung Berlin I, hielt am Sonntag, den 23. Februar, ihre Mitgliederversammlung Annenstr.' 16 ab. Die Tagesordnung lautete: l. Geschäftliches. 2. Vortrag und Diskussion über Pro- duktion und Konsumtion. Referent Herr Bruns. 3. Ist es möglich, in der Baubranchc in einen sofortigen Streik einztt- treten? 4. Vcrathung über das Rechtsschutz-Reglement. 5. Verschiedenes und Fragekasten. Nachdem oer erste Punkt, Geschäft- lichcs, erledigt, sprach Herr Bruns unter lebhaftem Beifall über Produktion und Konsumtion. Zum dritten Punkt der Tages- ordnung sprechen sich verschiedene Kollegen dahin aus, daß es zwecklos wäre, in einen Branchenstreik einzutreten, da die Drechsler zum Sommer in eine Lohnbeivegung eintreten wollen und ge- 'chlossen vorgehen, übrigens ist der Baustreik auch schon verspätet. Es wurde auf den Maskenball aufmerksam Kollegen ersucht, sich recht rege daran zu bcthe 3 findet in Orschcl's Salon, Sebastianstr.„3, statt. � Reuen Grünstraße 23 ab, in welcher 27 Vcrt � denen Kassen anwesend waren. In dersclbnt 8 ÄSSÖÄÄ' einigen Kassen rcsp. Gcivcrtskrankenvcretn zugei den s zu gewähren. Die.. täuben der Kassen zu erfragen. �cit ... Bcrathnng des zum 1. April er. ZU--»- Verzeichnisses vorgenommen und beschlossen, aap einiger Fälle, wo es unbedingt nöthig ist, von deni welche von dem Getverkskrankenvcretn angesteui i gründung der summarischen Abfertigung, Ks noinmen werden soll. Ferner wurde mit wenig„ � ,„, daß außer einigen Augenärzten. � Spczialärztcn für Hautkranie nur praktische ue z, werden und daß letztere angewiesen iverven, i. Behandlungen, welche für den vereinbarten zu übernehmen sind, selbst an die vorer«? zu verweisen. Die Mitglieder der Kasse»__, in Kenntniß gesetzt werde«, daß, um Beschwer � siit C: »6(1»»». iil A gezeigt wird und nicht, wie�schon vielfach vorg� ��s !..Hn grzrlgi witD uuo nicyr, wie fcyon vieifacy, gleichung der Rechnung. Schließlich wurde noch..._ wiesen, daß, wenn möglich, auch homöopathische AwWSip t- !■".-wsiaAA WnaeWiljMJ».. hierauf der Vorstand i'nsgesammc wie...�.. Einführllng eines einheitlichen Rezeptformular» Mg Mcht«, T a 6> r wurde die Sitzung um 12 Uhr 55 Minuten Nachts c Die am 16. Februar iagende D«rfaulinlu>>a ,.z.M� ( hasten Deb—.——...—,,, einstimmig angenommen, vom I. Mai 1890 keine M eisen. Schrauben u. dergl. zu liefern. iSi, «WWLM TO � SÖz -�«Patsch hat Das Alka�nbra" Theater Wallnerttzeaterstraste 15 ist an Vereine, Gesellslhaste» it. mit sämmtlichen Nebenräumen, Bühne, Tunnel JC. h» Festlichkeiten»»; ' vergeben. Näheres zu erfragen im Theater- Bureau. Englischer Garten Alexanderstraße 27c. Austreten der Kostüm- Soubrette Frl. Mertens. Auftreten deS GesangS-Hnmoristen Hrn. Kalmberg. Auftreten der Kostüm» Soubrette Frl. Lina Selar. Austreten der Familie Grooso-Doo rington in ihren Staunen er- regenden, unübertroff. Leistungen. Auftreren der vorzüglichen u. beliebten Duettisten Gebr. Mundl. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30, 60 u. 75 Pf., im Vorverkauf 20 u. 30 Pf Sonntags Anfang halb 6 Uhr. Sonntags Entree 60, reservirt 75 Pf Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. pasi ag» 1 Tr. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. 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Wahlkreis. iÜV(I2 726ust"nnn(tOnf0(14589(St") 0°"�lt. Nicht �te��,"'°ikralie hat demnach im ersten Wahlgange .. 3�" und steht in 59 Kreisen zur Stichwahl. W»' ml"1''''■ Ruff.t, Ht tot "gkÄAMz cz'te� STR« in ganz Preußen um«rst«» e«;�chfen finden dir Stichwahlen am Frertag. MttelN bifio"............ �chnen zu können. ii 30 1 39 i 49 1 ii Lokales. "em?' �nhlkrris. Der Sieg im 5. Wahlkreis ist " L, e»,e energische Agitation entfaltet wird. 10 OOO " ifC"lm.ev,"teu Wahlgang ihr Wahlrecht nicht aus- ,, /--uumigen müssen herangeholt werden. Es fehlt hl, geeigneten Kräften. Genossen, die am Tage ~ lino Ati lii-i- r-....—. ff——---- /:-t. sein wollen, mögen sich bei UV /%4' ?f 40 1 f.| 49#' Q res| Si irü M 0 rtf'i' i r i e r b a ch, Kottbnser Damm 7; Lv? Aerndt, Strelitzcrstr. 29, 2 Tr.; k-Laake, Nückerstr. 6, part.; sh. N � �! ch n e r, Sophienstr. 26/27, H. Querg. 2 Tr.; ® at? 9 i n§ f i, Buchhandlung, City-Passage; s.j /er t, Schuhmacher, Luisenstr. 21, 1. H. l. 1 Tr.; i».%oft, Friedrichsbergerstr. 22, vorn 4 Tr.; titsche, Schlosser, Jnvalidenstr. 38, 1. Hof H, 0 3 Tr.. bei Brosin. s* �aiewski, Georgenkirchstr. 20, Querg. 2 Tr. »,rn*'**e Abend 8 Uhr findet in derKrnnerri b,..; vrensianer Allee, eine U o v sa m m l n n o >.jn''U'gen statt, die sich für die Wnhlagilatio» l,m Jiwel» zur Verfügung stellen. k; big Genossen, die am Tage der Stichwahl für "L, 5 Kandidaten der Sozialdemokratie, Wildberger, tüätig 'tiinlwUJ$en Üch am Eonnabend früh 8 Uhr im Reüau- isch /'.Dresdenerstraße 116, einfinden. Alle diejenigen, > Ii** ssf den Tagen vorher zur Verfügung stellen können, | iM?klden saurer. Werner u. Co.. Sebastianstr. 72; .. Zigarrenhandlung, Ritterstr. 103; „ Ksrmaun, Buckoiverstr. 12, vorn Keller; „ Schulz, Zigarrenhandlung, Admiralstr. 40a; ..«Mr��er, Zigarrenhandlung, City-Passage: jus.b�rger, Tapezirer, Kommandantenstr. 60. CK« �acke, Zimmcrstr. 44, Exped. des„Berk. Volksblatt." »z/�sunng. Alle Genossen, welche am Tage der Wahl, solil lm 2- Wahlkreise thütig sein wollen, werden ersucht, di k" Stellen zu melden resp. am Tage der Wahl sich C"♦mühen; "en Süden bei Hense, Prinzen- und Gitschiner- foth« straßen-Ccke; «w Südwesten bei Scheuer, Gneisenau- und Schleier- [ für Macherstraßen-Ecke; [fit x Südwesten bei Zech litt, Hornstr. 11; �°cn Westen bei B ö h l a n d. Bülowstr. 52. > vn'. Zentralbureau, Bockbrauerei, bei Wilschke. Alle ?mtz, betrachtet den Sonnabend als Feiertag! Auf il'' et Sieg ist dann unser im 2. Wahlkreis? «??"> Tage der Stichwahl in, Zlirder- Karnimer j%Ten bereit ist. speziell für Friedricksfelde wird ge- Adresse an W. Scklemminger, Ttfchler, Frtedrtchs- •,"ct|lr. 101 I, abzugeben. Aufstellung der Mahlerlisteu. Der Maurer l Sauer, Grimmstraße 41 wohnhaft, besitzt diese , bereits seit 2V: Jahren. Jedermann, der dte fs Berlins einigermaßen kennt, weiß, daß dieses liC 2. Wahlkreis gehört. Nur dem Aussteller der iii*. scheint das ein unlösbares Räthsel zu sein. Bei ■4°cr Wählerlisten fiel Herrn Sauer der Fehler J seine Reklamation wurde ihm der Bescheid zu 3 er in der Liste *.P.getragelt sei. Er 7 zu wählen. U rjsltti K des 178. Wahlbezirkes unter hatte demnach im Wahllokal 'In(gV.'4 wählen. Hier gelang es ihm erst nach �ste»??lengkeit«n, sein Wahlrecht auszuüben, so daß einem Falle konstatirt ist. daß ein Wähler l, Utrcises im 4. Wahlkreise gewählt hat. ftaf? A*"" der Sojtitlrefoi'm. Die Zeitungen be- "erhungert wäre vor einigen Tagen ein recht an- ständig gekleideter Mann in der Gnbenerstraße, dessen sich, als er sich vergeblich an einem Brunnen seftznhalten versuchte und zusammenbrach, mehrere Arbeiter annahmen. Diesen erzählte der Mann, daü er seit zwei Tagen aus den, städtischen Krankenhause entlassen sei; Beschäftigung hatte er seitdem nicht gefunden, und in daS Krankenhaus zurückzukehren, hielt er für nicht ehrenhaft, da er nicht mehr krank sei. Tie Arbeiter reüaurirtcn ihn in einem nahen Lokal und legten einige Groschen für ihn zu- santme.t. Ifelirr dao Gesihiit'tafeld der engltfche» blasgefell- schnfi enthält der letzte Bericht des städtischen Gaskuratoriums einige interessante Angaben. Laut Privilegium vom Jabre 1627 ist diese Gesellschaft berechtigt, in denjenigen Straßen, in welchen sie am 1. Januar 1847 bereits Röhren zu liegen hatte. Gas an Private abzugeben. Außerdem ist die Gesellschaft aus Grund eines mit der Gemeinde Echönebcrg 1854 abgeschlossenen Vertrages allein berechtigt, in demjenigen Stadt- thcile, welcher früher zu Cchöncberg gehört hatte und 1660 mit Berlin vereinigt wurde, GaS zur öffentlichen Beleuchtung und zum Privatgebratich zu liefern, während die Stadtgeineinde Verlin nicht das Recht hat, in diesem Stadtthcile Gasröbren zu legen. Seit dem Vertrage von 1887 entrichtet die Gesellschaft hierfür eine Abgabe an die Stadt Berlin. Die Gesellschaft besitzt in der Stadt 2 Gasbereitnngsaustalten und zwar in der Holzmarltstraße und in der Gitschiuerstraße, sowie eine in Schöneberg. Die englische Gasgesellschasl giebt rund 83 000 000 cbrn Gas an Private und zur Straßenbeleuchtung ab. Duo voitiothüiultchste Vergnüge» ist und bleibt der küchlittsch uhtank. Es ist nickt an die Voraussetzung besonderer Glücksgüter geknüpft. Das wicktigste Erforderniß, die spiegelglatte Bahn, wird fast gratis geliefert, wer nicht einen kleinen Weg scheut, der findet in der Nähe jeder Stadt einen Flußlans oder einen See, auf dem nicht an salmenumfteckter Stelle Eintrittsgeld * f--- X.--- X---*.- 1-— ck. T"• 4 1 r*tS\.• 4 44. 4 ---- psenmgweise... in der That hat Alt und Jung, Mann und Weib, Reich und Ann gleiche Lust und gleiche Freude am Schlittschuhlauf. Berlin ist erst später in die Reihe der begeisterten Eisläufer eingerückt. Die Kindcrwelt allerdings lies zu allen Zeiten, wenngleich die Aermeren davon ausgeschlossen waren. Die Mädchen aber legten den Schlittschna ab, wenn sie die langen Kleider anlegten und mit ihrem Fernbleiben schwand auch für die junge Mämterivelt ein Hauptanziehrnigspimkt. Wo übrigens hätte man auch lausen f ollen in dem alten Berlin von vor fünfzig Jahren, mit den schlecht regulirten Flnßläufcn und den wenig einladenden Wasserflächen. Die Spree war va- mals ganz ausgeschlossen, der einzige Flußlans, der überbaupt in Betracht kam, war die Pauke, damals noch nicht so wie jetzt ein- gedämmt und weit respektabler, als es die Verunglimvftmgcn durch das Berliner Posscnkouplet ahnen lassen. Die Paule durch- schnitt damals nock den Thierarzeneigarten, der später dem Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater, dem jetzigen Deutschen Theater weichen mußte. Außerdem boten inneryalb der Stadt eine ausgedehnte Bahn noch die Gärten, Jdie sich von der Artillerie- kaserne übex das heutige Admiralsgartenbad fort bis zur Weiden- dammcr Brücke erstreckten. Darüber hinaus war in der Stadt, ab» gesehen von den kleinen Bahnen, die den heutigen gegossenen ent» sprachen, kaum crivähnenSiverth. Weiter hinaus eilte nach den sogenannten Gräsischen Wiesen, wer einen Spaziergang nicht scheute, tun eine weite Fläche zu haben. Die Gräf'schen Wiesen hieße» so nach dem damals wohl einzigen größerenHause in ihrer Nähe, das der Besitzer Gräf errichtet hatte. Sie lagen hinter dem heutigen Charlottenhof, reichten bis Betone einerseits, bis an die heutige Stadtvahnstativn Thiergarten andererseits und waren, im Sommer verschlammt, im Winter imnierhiu annehmbare Naturbahnen. Die Rousseau-Insel und der Neue See existirten damals nicht. Ter letztere ist ebenso neu, wie die ganze Umgestaltung des Thiergartens aus einem verwahrlosten in einen wohlgepsiegtcu Naturpark, die Gewässer der Rousseau-Jnsel existirten zwar, aber waren so wenig regnlirt und durch wild dazwischen wachsendes Gestrüpp so grsährlich, daß auch hier erst der neue Geist der Thiergarteu-Verwaltung Wandel schaffen mußte. So sehen wir die Ronsscau-Jnsel erst seit dem Beginn der siebziger Jahre sich an die Spitze der Berliner Eisbahnen stellen, und mit immer wachsendem, noch jetzt anschwellendem Erfolge. Wer sie am Sonntag in den Mittaastunden besucht, wird jden be- strickenden Eindruck lange auf sich nachwirken lassen. Gerade daß die Bahn vielfach gewunden ist, hier überbrückt wird, sich an einigen Stelle» zu einem Bassin ausweitet und am anderen sich verengt, verhütet Eintönigkeit und gestattet mit jedem Schritte wechselnde, immer neue Blicke. An dem Saume der Bahn, der breite Fußweg, ist dicht besetzt von Zuschauenden, die den ersten Gleitversuchen der Ihrigen mit Spanmmg folgen. Aber man sieht doch hier ver'yältniß- mäßig wenig Anfänger. Es scheint, daß die Vorstudien an stillerer Stelle vorgenommen werden, daß wer hier debütirt, schon eine gewisse Sicherheit erlangt hat, wie der Schauspieler erst aus den Umwege» über die Provinz in Hauptstädte gelangt. Mit einer unzweifelhaften Sicherheit tritt die überwiegende Mehr- heit aus, aber der wirkliche Eiekünstler ist, wenigstens am Sonn- tage, nur schwach vertreten. Er zieht die etwas stilleren Wockcn- tage vor. Wer also seine Freude an den kunstvollen Verschlin- gütigen hat, mit denen der Beherrscher des Schlittschuhes sich vor einer Korona von Sachverständigen zeigt, wird am Sonntag Mittag auf der Rousseau-Jnsel weniger auf seine Kosten kommen. Desto mehr, wer den Gcsatnmtcindruck bewundert. Der Sonntag toar aber in diesem Winter der erste tmd wie Viele fürchten auch der letzte, an dein die Rousseau-Jnsel von der Polizei den Schlittschuhläufern freigegeben sein dürfte. Schon am Sonntag Nachmittag zeigten sich an einigen Stellen Risse, die theiliveise Absperrungen uothwendig mackten und nun toird überhaupt wär- mere» Weiler angekündigt.� Allerdings noch sind wir im Februar und es ist nicht ausgeschloffen, daß der März den Freunden des Eislaufs noch einige frohe Tage bringt. Im Februar fordert alljährlich— und ganz besonders in diesent Jahre— der Tod zahlreiche Opfer. Wohin man in den Straßen blickt, überall sieht man in Trauer gekleidete Personen, einen Todtenkranz am Arme tragend und der Wohnung einer trauernden Familie oder dem Kirchhofe zueilend. Die Kranz- bindereien sind mit Aufträgen reichlich versehen und oft genug können Nachfragen gar nicht oder nicht in der gewünschten Weise erledigt werden. Aus den Kirchhöfen sind Hilfsarbeiter eingestellt, da die Herstellung der erforderlichen Gräber bei dem tief gesro- renen Boden gegenwärtig mühsamer und zeitraubender ist, als in der milderen Jahreszeit. Groß ist die Zahl der Lungenleidenden, welche unter dem Einflüsse der kalten Witterung erliegen; die durch die künstliche Zimmerwärme verdünnte Luft erschwert diesen Kranken das Athmen und jeder Ausenthalt in der kalten Lust im Freien wirkt ebenfalls nachtheilig auf die ermatteten und nicht mehr widerstandssähigen Athmungs- organe. Auch unter den Kindern ist die Sterblichkeit gegen- wärtig groß und auch hier ist die Erkrankung der Luftwege meist die Todesursache: die kalte, trockene und mit Staub gefüllte Lust im Freien erzeugt Keuchhusten, Kronp, Bräune und ähnliche ent- zündliche Krankheiten bei den Kleinen, denen diese bei nicht ge- nngender Widerstandsfähigkeit bald erliegen. In den Abend- stunden finden täglich, und zwar noch bis gegen neun Uhr, beständig Leichentransporte nach den Leichenhallen der Kirchhöfe statt. Nicht weniger als acht Leichenwagen, die sich langsam hintereinander bewegten, und-war vier große und vier Kinder- leichenwagen, konnte man am Sonnabend spät Abends gleichzeitig ans dem Kotlbuser Damm erblicken. Die Leichenhallen selbst sind oft so überfüllt, daß drei und vier Särge tu einer der kleinen Hallen stehen, die nur für die Aufstellung eines SargcS berechnet sind. Beim Schein einer Laterne erfolgt hier in den Abend- stunden die vorläufige Niedersetzttttg der Särge bis zur Beer- digung. Wir erhallen folizrude Kerichtiguitg: In dem Beiblatt des Volksblattes vom 22. d. M. bringen Sie folgenden Artikel: Der Besitzer des HauseS Oppelnerstr. 14, Herr Rentier Friedrich Melzer, hat den Schneider Thomas Albinski mit Frau und sechs Kindern wegen einer rückständigen Miethe von 27 M. plötzlich exmittiren lassen tc. Auf Grund des§ 11 des Preßgesehes bitte ich folgende Be- richtiguna auszunehmen. Wenn ich den Schneider Albinski wegen rückständiger Miethe hätte exmittiren wollen, so hätte ich solches bei seinem Zuzüge am 1. April 1889, von da ab jeden Monat thnn können, er hat nie die Miethe pünktlich bezahlt. Am 8. Januar er. war mir derselbe 18 M. Miethe schuldig. Mitte Dezember v. I. störte derselbe in der Nacht durch Prügelei und Zänkerei mit seiner Frau zweimal die nächtliche Ruhe. Arn 5. Januar er. Nachmittags wieder, so daß in meiner Abwesenheit von der Frau polizeiliche Hilfe geholt wurde. Infolge letzterer Vorgänge ersuchte ich am 6. Januar er. Albinski vergebens, die Wohnung freiwillig innerhalb 8 Tagen zu räumen; ich erklärte ihm serner, daß ich bei seiner Zusage auf jede Miethszahlung verzichte. Durch seine Weigerung tvar ich gezwungen, aus Grund vorstehender Thatfachen die Exmissionsklage einzuleiten. Obgleich ich seit dem 25. Januar er. ein vollstreckbares Ur- theil in Händen hatte, habe ich denselben auch ohne Mieths- zahlung unter der Bedingung weiter wohnen lassen, daß jede Ruhestörung unterbleibt. Dementgegen war bei ihm in der vcr- gangencn Woche zivischen den Eheleuten eine anständige Zänkerei, wobei trotz geschlossener Fenster auf dem Hofe zotenhafte Worte der Frau zu hören waren. Jetzt war meine Geduld zu Ende und ich ließ ihn exmitiren. Sil so nicht die Miethsschuld, sondern daS Betragen der Ehe« keilte ist der Grund der Exmission. Ergebenst Melzer. Oppelnerstraße 14. Aachst sonderbare Krattlthettoerscheinunge» sind bei dem in der Magdeburgerstraße 17 wohuhafteu Schriftsetzer F. zu Tage getreten. Derselbe, welcher der„BolkS-Ztg." zufolge viel auf der Pferdebahn fährt, glaubt nämlich, mag er sich nun be- sinoen, wo er will, öfter das Glockenläuten der Pferdebahn zu vernehmen und springt dann erschreckt zur Seite, um den vcr- meintlichen Pferdebahnwagen vorüber zu lassen. Dieser eigen- thümliche Vorfall beruht auf einer hochgradigen Störung des Nervensystems. Der übrigens sonst normal veranlagte Mann verräth durch kein äußeres Kennzeichen diese merkivürdige Nerven- krankheit. Silber-»ttd Goidsache» im Merthe von mehr als 10 000 M. sind heute Morgen zivischen 5 und 6 Uhr aus einem Hause in der Luisenstraße mittest Anwendung falscher Schlüssel gestohlen worden. Darunter befinden sich silberne neunarmige Kandelaber mit Weintrauben, verziert mit Figuren in altdeutscher Tracht, 2 silberne Brotkörbe, 18 goldene Theelöffel, gez. P.£., eine silberne Schale mit Dose, ebenso gezeichnet, silberne Suppen- und Theelöffel, gez. P. M. E„ und zwei versilberte Taselaufsätze mit Windhund bezw. einem Hirsch. Zier Einbrecher Atberl Wriffhuh», genannt Matrosen- Alberl, welcher unter die„Schriftsteller" gegangen war, indem er seine Lebensgeschichte unter dem Titel„Memoiren eines Ber- brechers" veröffentlichte, scheint zu seinem früheren, wahrschein- lich lohnenderem Gewerbe zurückgekehrt zu sein. Er wird jetzt wegen eines Diehstahls gesucht, den er in Gemeinschaft mit dem mehrfach bestraften Artisten Wolff in einem hiesigen Geschäfts- lokal verübt hat; beide machten einen kleinen Einkauf und legten ein Zwanzigmarlstllck auf den Landentisch. Als der Verkaufer den überschießenden Betrag aufgezählt hatte, und das Zwanzig- Markstück an sich nehmen wollte, verlangten sie noch einen zweiten Gegenstand zu kaufen. Während dieser hcrvorgesucht wurde, nahmen sie sowohl das Goldstück als auch das herausgegebene Geld an sich, lehnten dann den Ankauf weiterer Waare ab und verließen ungehindert den Laden. Es ist anzunehmen, daß Weiß- Hülm und Wolff sich zur Ausführung gleichartiger Diebstähle außerhalb Berlins verbunden haben, zumal Wulff wegen eines solchen in Süddeutschland verübten Diebstahls bereits be- straft ist. KentgUch de« Vefritndattte«(öUltrncr steht nunmehr fest, daß er am 28. Januar von Rotterdam nack Liverpool gereist ist und sich dort am 1. Februar auf dem deutschen Dampfer „Umbria" unter dem Namen„Bierbrauer Bachmann" eingeschifft hat. Am 10. Februar ist er in New-Jork angelangt, ivenige Stunden, che daS deutsche Konsulat von seiner bevorstehenden Ankunft benachrichtigt wurde. Seine Verfolgung wird in Amerika fortgesetzt, da außer der Unterschlagung von 20 000 M. auch noch ein Verbrechen, bezüglich dessen die Auslieferung nach dem be- stehenden Staatsvertrage zulässig ist, nämlich eine schwere Ur- kundenfälschung, dem Glcixncr nackgewiesen ist. Es erscheint auffällig, daß Letzterer sich als Bierbrauer bezeichnet hat, da er von dem Brauereibetriebe nichts versteht und seine Erscheinung auch nicht dem Bilde entspricht, welches man sich von einem Bier- brauer zu machen pflegt. Vielleicht ist es ihm gelungen, sich einen auf den Namen eines Bierbrauers Bachmann lautenden Paß zu verschaffen. Todt vom Pferdebaliitmageu gefinrit. In große Aus- regung geriethen am Sonntag Abend in der sechsten Stunde die Paffagiere eines Pferdebahnwagens der Ringbahn in der Git- schincrftraße. Auf dem Hinterperron der Trannvay stand um diese Zeit ein in den 40er Jahren befindlicher Herr, welcher mit anderen Passagieren sich in ein lebhaftes Gespräch eingelassen hatte. Als der Pfcrdebahnwagen in der Stahe der Brandenburg- straße angelangt war, unterbrach der Unbekannte sich plötzlich in seiner Rede, schtvankle und fiel, ehe noch Jemand ihn festhalten konnte, von dem in voller Fahrt befindlichen Wage» aus den Straßendamm hinab, wo er leblos liegen blieb. Der Körper des Verunglückten tvurde in einen Hausflur geschafft, wo ein hinzu- gerufener Arzt den Tod des Unbekannten, durch Schlagfluß ver- ursacht, feststellte. Die Leiche des Fremden wurde dann der Polizei übergeben, welche die Ueberführung derselben nach der Atorgue veranlaßte. i Groff-Fruer,' iu Ulalchow. Ein mächtiger, auch in Berlin sichtbarer Feuerschein, verkündete in der Nacht zum Dienstag den Ausbruch eines bedeutenden Brandes. In der dem Bauernguts- bescher Nowack gehörigen Scheune, welche mit Feldsnichten aller Art, Stroh und Heu bis zum Dache hinauf �iffUlt, war gegen 11 Uhr Nachts plötzlich Feuer entstanden, weiches sich, als man es bemerkte, schon so weit ausgedehnt hatte, daß o.e non den uniliegenden Vororten einactrogeue Feuerwehr nichts inchr zu ~.J.x.....' (Sil. nviitrr gandwevkabitvl'che, der ein Baarvermögen von BOOO M. bei sich führt und sich dann........'" -....... ,11.; n'.tjtr und sich dann in einer einfachen Herberge einlogirt, das dürfte doch noch nicht dagewesen sein. V.'::»nan»ins.nittheilt, soll sich in der That ein solcher Mensch am verflogenen Sonntag in der christlichen Kerkern» -ww.iutti'j tu ■C.mnen'ttaße befunden habe». dft christlichen Herberge in der ....y—____ � wttnytu L i mit UXUCnt 5COilCQ6lt in 9tvcU und würden ihm die 9000 M., mit denen er kurz vorher �prahlt, von Leckerem gewaltsam entwendet, worauf der Räuber ''"' � v W Ok».".»..... die Flucht crgrifl. oor vcr rryur wurde er aber von dem dort poflirten Schuymann festgehalten und zur Wach« gcschasst, woselbst er den Lianb sosort einräumte. Nunmehr schritt der Neviervor- siand zur Verhaftung des Beraubten, wobei dieser heftigen Wider- chand geleistet haben soll, so daf: er Tj""'"'" � wa, wird lt-—-•■- �. 1 V, Diebstahl herrühren. v v¥'?f�n''vr,.t schwer tuvlthl von einem Onmibus der-pacletfaorr» lZcsellschast wurde am Montag Nachmittag die Zljayrlge �achter des in der Prenzlauerstraße wohnenden rmentpiv: cz™ e**- Preuzlauerstraße wohnei ........ i..»»»v-�n! Jiuinc stand gegen 3 Uhr in dem Flur des elterlichen Hauses in genannter Straße, als sie auf dem gegenüber liegenden Äürgersteig utrhrere Freundinnen bemerkte, .....» gm nüch« ,.j, daß ein -Wörtherplatz vor- —, w... uuyvumiuK, glitt dabei aus uno fiel so un- c äidlicb, daß es direkt vor die Huje der Oiunibuspserde zu liegen ' J"1"(StnilhP hiß o% v t.v'V'"'""■'*1�*�*'—.».» vn? im vvuen iUans rcfiuoUcHcn Thiers zu zügeln und so ging das rechte Vorder- und 'sinlerrav des Gefährtes über die Füße der bedauernswerthen lttit Nuwersn t»,'s-»- t-jv- � BL... uvrr vre Füße der bedaucrnsn t. leinen fort; mit stywcren Verletzungen au beiden Untersd wurde das Kind nach dem direkt an der Ungliicksstätte bei Schlächterladen der Elter.: geschasjt. Ten Kutscher trifft c Unglück keine Schuld. Tlebrv«inen s'chivereu Linbruchsdieb lluhl, bei welchem der Einbrecher in flagranti crtctvpr wurde, wird uns soeben be- richtet. Am Sonntag, den 16. Februar, wurde in dem Drogneu- xeschäst von Püsch, vormals Heist, in der Eharlotlenstraße 65 m ocn Abendstunden ein Einbruch verübt und ca. 60 M. aus der «4 tv..«..«.-*"—| .siadenkasse gestohlen. Ter Inhaber des Geschäfts richtete seinen Verdachr an« einen im April verflossenen Jahres wegen Unred- lichkeiten entlassenen HanSdienrr, nno da er Gründe hatte, anzu- netzine», der Tieb werde seinen Besuch wiederholen, so unterzog er sich der Muhe, allabendlich in einem Versteck auf der Lauer zu liegen. Am Sonntag Abend nun, gegen 8 Uhr, hörte er, wie die Nolljalousie an vcr hinteren Eingang-tthär zum Gcschästslvkal empor- two. en wurde und bald daran' zeigte ein raschelndes Geräusch an, -* s» nn; h»»-vw— i"----' ..............—........ rm ra,chetnoes Geräusch an, daß ein Einbrecher das Tynrschlo» aus der Thursüllung mittelst einer Säge herausschneide. Schon nach einigen Ätinuten öffnete sich die .hur und herein trat ein Kerl, der sich direkt zum Ladentisch ,...............«eil, oer sich direkt zum Ladentisch wandte und, nachdem er ein Licht entzündet, sofort daran ging, i ie Ladenlase zu erbrechen. Ter im Hinterhalt liegende Ge- scyästsiiihabcr erkannte nun in dem Diebe seinen ehemaligen Hausdiener, aus wela.en er n»»„«.«.v—— blick aber sprang sein Nachfolger, der sich hinter einem Baum versteckt gehalten, vor, eilte dem sich Entfernenden nach, holte ihn an der Droschke, welche jener besteigin wollte, ein und ver- setzte dem nichts Ahnenden mit einem stumpfen, schweren Jnslrnment mehrere wuchtige Hiebe an den Hinterlopf, so daß er blutüberströmt in die geofinete Droschke hincinsiel, während der Schläger unter wüsten Drohnngeu sich entfernte. Ter Ver- wnndete, welcher zwei llaffende Kopfwunden aufwies, wurde von dem Droschkenkutscher, welcher den Vorfall mit angesehen, zu dem in der Potsdamer Straße wvhncudeu Arzt Dr. A. gefahren, welcher den ersten Nothverband anlegte. Gegen den rohen„Schläger" ist Sonnabend Nachmittag bereits Strasanirag beim Staats- anwalt gestellt worden und es wird sich dabei herausstellen, in wie weil die junge Dame, welche jedenfalls den warnenden Brief ihres früheren Freundes dem jetzigen Anbeter gezeigt, an der An- gelcgcnhett betheiligi ist. Poliieibericht. Am 24. d. M. Morgens wurde ein junger Mann in' seiner Wohnung am Grünen Weg und einige Zeit daraus ein unbekannter, etwa SO Jahre alter Mann in dem ---- I v* vt KV � Vltv km Kg w--- u'I �" x) 11 _____.....„...... ein unbekannter, etwa 30 Jahre alter Mann von der Grüustraßen-Brücke in den Spreekanal. Er wurde noch lebend aus dem Wasser gezogen und nach der Charitö gebracht. Am 24. und in der Stacht zum 25. d. M. fanden an fünf verschiedenen Orte» kleinere Brände statt.. « tezeich •Wiger einen großen Oxhoft Wein und6"■ Schneidebohntitz ein r—- h;. on—' ent finster einen Cimet»fi---, »'ASMMWD msmm sin soiiftigeZ Inventar oder irgend banden. Die letztere war gleW...,«nd a A I.S« co Ä.U»K. M««>.« Alach dem chischevciarl'et, vom bei zum Verkauf gebracht werden durien. Vci S.>»"t- »um Verkauf gebracht werden dürfen. � fe— v% tt l\ OXma.v«•■%»£••»»-KK".' 07 I ntklien» r« # Markthalle eine gropere Partie Dieser yticge feie die vorgeschriebene Länge noch nicht erreicht Ha"«'- � von dem Rentier Kunz aus Königsberg». Pr. � ....................-........ W-S i-""hatt- l Vermittler Sandmann geschickt worden. Ter Erste ...... s«.. v— r*** � föiibcrn et W«Dob ----------——----~.... vz V I. V**•*»*••%-»••• uuv den Verlust der Fische zu beklagen.. ein Strafmandat. Gegen dies Verfahren.. wurde vom Schöffengericht verurtheilt.und legie:�� W die 80 Tie Dir fiueile diesjähriae Kchevurgerichtaperiodo am Landgericht II, die Anfang April beginnt, wird voraussichtlich_ eine ganz bedeutende Anziehungslrast auf das Publikum ausüben. �» s k i welcher ZMSKMSSWSMKÄÄ Friedrich Kunisch. Demselben ist alZ Offizialvertheidiger der Rechtsanwalt Heimbach Ii zur Seite gegeben. Nun hat dieser Berrheidiger zwar den Antrag gestellt, seinen Klienten auf dessen Geiites-iustand miWf"*»"''"l 1" rf'säh Ohne Erfolg, �enn gestern bestätigteD��D .i.«•:>. dürfen sich, nach der Dienstmanns- Ordnung, dnj�k- wd Ar plätzen nicht entfernen und namentlich nicqt Ar Ausstellung nehmen. An einem sehr heißen Sep Ststteii a sicd der Dienstmänn Jagadzynskl,. welcher M t wocitcv Geisteszustand untersuchen zu lassen, weil die begleitenden Um« stände starken Zweifel darüber auskommen lassen, daß die That von einen» Menschen mit gesunden fünf Sinnen ausgeführt wor- den ist. Wenn nun gerichtsseitig auch diesem Antrage stattgegeben wird, so ist die Zeit bis zur Hauptvcrhandlung doch noch immer- hin so lang, daß die Exploration erfolgen kann, ohne daß eine Verschiebung der Haiipiverhandluug bis zur dritten Schwur- gerichtsperivde im Monat Juni zu erfolgen braucht. Der Tritte im Bunde ist der Sattlergeselle Willy Beo aus Charlotten- bürg, welcher den Mordversuch aus den Zigarrenhändler Lehmann unternommen hat. Beo ist von vornherein ge- ständig gewesen, es mußte dem Untersuchungsrichter jedoch daran liegen, das Geständniß des Thäters mit der Darstellung des Ver- letzien zu vergleichen. Nachdem aber Herr Lehmann gebeilt war, stellte sich heraus, daß er sich gar nicht einmal an die That, ge- schweige denn an die Details erinnern konnte. Seilte Erinnerung chien wie ausgelöscht zu sein. Erst nach und nach hat sich die elbe wieder eingestellt,'»nf- �------- W vi------ 1-•♦•»V«IVVVl/ yvu|iu; der eingestellt, jetzt vermag sich Herr Lehmann ganz genau zu erinnern und feine Darstellung deckt sich ganz genau mit den» ~■■ iß des 9InnfHnnt»n Su- ...._____|V...U. lUUilUUgvU ....,______ en er von vornherein Verdacht gehabt, und «» is seinen» Verfle.k heranstretend. schickte er sich an, den Dieb ! iug est zu niaclien. Dieser aber ergriff, als er eine Gestalt aus sicy zukommen sah, die Flucht und suchte im Gewühl der Straßen- Passanten zu cntkonuneu. Der Verfolger war ihm aber beständig am h»" Fersen und an der Ecke der Krausen- und Charlotten iang es ibm ,>>H—>.....* auf cen...........„„, tUafjc gelang es ihn, mit Hilfe lltmmfä: Xa*» O-.r.'i�Ls-r:__ X,- .a lym um.pn e eines entgegenkommenden Schutz» mannes, den Flüchtling zu stellen, sestzniichmen und nach der Wache des 38. Polizeireviers zu schaffe». Von dort aus erfolgte die Hü&fVfffifmmn oa-f--* ..... t— O...v„ioiu zu icijaiTei». Bon dort aus erfolgte die Ueberführuug nach dem Polizeigewahrsan» am Aleraudcrplatz, troselpst der Dieb sich auch zu dem ersten Einbruch bekannte. Zlrlbckutordverj'iich. Eine au>regei>de Szene führte am Moniag Nachmittag eine jugendliche Selbstmöroerin herbei, die von der Lessmgbrücke aus ihren Tod in den Wellen der Spree suchte. Gegen 4 Uhr Nacymittags zog ein elegant gekleidetes, etwa LOjährigeZ Mädchen am Holsteinet User dadurcy die Aus- —"" gMi"' aus das Geländer des Zeit in die Finthen sich deobawtet sah, ging das W>„».v ,1. im; ucuoi-.auei jag, ging das 'Rädchen na.:) der Lesfingbrücke hinauf und schnell über das Ge- Linder dcrselden kletternd, stürzte sich die Lebensmüde, noch ehe ne daran gehindert werden tonnte, in die Wellen der Spree, in Lr nir""'- welche» sie sofort unterging. Mehrere Schiher, welche in der Nahe mit ihren Kähnen ankerten und den Selbstmordversuch von da aus beooachtet hatten, eilten sofort mit ihren Boote» herbei und gelang es ihnen, die eben wieder aus den Wellen empor- tauchende und gegen ihre Rettung sich heftig sträubende junge Dame — wie sieq später herausstellte, die Tochter eines in der Lessig- straße wohnenden Rentiers— noch lebend herauszuziehen. Tie Gerettete, welch« jegliche Angaben über das Motto ihres Selbst» woroversnchcs verweigerte, wurde nach der elterliche» Wohnung georacht. Geständig« Kvandst.ll'tevinnen. Bor mehreren Wochen brach in einem große» Miethehanse in Eharlottenburg während der Nacht ein Feuer aus. Es brannte in der Wohnung der Ge- sindevernlictyerin Gutschmtdt, die aber zur Zeil des Brandes nicht zu Hanse, vielmehr mit einem damals bei ihr wohnenden siellungslosen Dienstmädchen zu einem Balle gegangen war. Die Zugänge zu der brennenden Wohnung wurde» von der schnell »cereeigeeiltei» Feuerwehr«ingeschlagen. Obwohl die Räume schon ziemlich ausgeoraiint waren, wurde der Brand doch noch so schnell gelöscht, daß sich die Spuren vorsätzlicher Brandstistung unzivei elhast erkennen ließen. Die Ccilttüftinio frlPV CxrtTti rt»»*----'"" Geständniß des Angeklagten. Jnlolgedesien»st aucy diese Unter- suchung abgeschlossen uno die Anklage auf versuchten Todtschlag erhoben worden. Die Verwandten des Beo haben als Vertheidiger den Rechtsanwalt Dr. Fritz Friedman» gewonnen. Ten Vorsitz in» Schwurgericht wird Herr Landgerichtsrath Voigtel führen, der schon seit Jahren bei den Schwurgerichtsverhandlungen des Land gerichts II als Beisitzer fungirt hat. Gin« grädtiche Ausschreitung auf der Stadtbahn, wie sie in solcher Ausdehnung noch nicht zu verzeichnen war und rvelcd» Hiv ein*» Wpr» rr Lanogerichts I freigesprochen worden. besttmmung nur dann Anwendung findet, wenn st manu dehusS Entgegennahme von Anfttägen ai stellt (Das WWWW. Au» demSchiedogerlcht in Alnf,tll-Uersichr�?5Avv in� bnfL ä-'Hi# ./.»Ii*14 zu Merseburg zun» Öpser. Beim Än-' und Abfahren�, M'« tst&s ara™srÄf sai- 0* denützt, auf einem der Wagenräder durch Ausschlag �, dasselbe nicht unerheblich verletzend.— Das Sch>edsg-.. sisWv,.,.� de des Verletzten Anspruch aus Unfallrente ab, «VsMyL«UttVCUtziVU VVL4«OtUW.- sprungenen und deshalb nach dem Gesetz verfiche Unfall gehandelt habe. % v in K' d>e P Lftuerbcn jSojiale itc&cvktch� fr r"'. 7----««wv«»lltllv flU VtlAClUJUt'U U acnmt'S I tn her rr)_.... � 0 ,____________.... ,v.V|.c.i vüiuuk gesayroer gewesen war, konnte den Äerdäi.itigen gegenüber gar nicht zum Ausdruck gelangen, da dieselben so ort in Untersuchungshaft genommen wuroen. Beide leugneten anfänglich beharrlich, nachdem ihnen aber das Resultat der anuliefen fll»*««*» n-r-—- ....... imujucm iyneli a_---' p der amtlichen Recherchen vorgehalten woroen ist, besonder-.-, daß Frau Gutschmidt, die vorher sckon gut versichert»var, % mr K-»m tue- w �,--f-------r—'—%»wv/v* pwvu VtlflCZJCVl 10CIT/ vor dem Brande noch höher vcr,ichm hat, da bequemte sich erst das Dienstinädcheu und bald daraus auch Frau Gutsch»nidt zu zu einem Geständniß. Darnach hat erst Frau G. dem stellungslosen Mädchen 25 Thaler für das Anzünden der Wohnung ge- tvien. Als dieses ans das Anbiete»» einging und die That ausgeführt»verde»» sollte, habe», beide zusaunnen gearbeitet. Sie haben das ganze Mobilar mit Petroleum getränkt und sich «nt-ernt, nachde», sie DaZ Feuer angelegt hatten. Die Sache»vird wahrscheinlich schon im April vor dem Schwurgerichte zur Ver- Handlung kommen. Käeseuzniinnev«utcr sich. Einen gehörigen Denkzettel hat de: Börsenvcrlreter ei»>eS hltsigen bedeutenden Bankhauses dieser Tage erhallen. Derselbe staub eine Zeit lang in Be- Ziehungen zu einer jungen Dame, mit welcher er jedoch vor einigen Monaten gebrochen hatte. Das junge Mädchen Halts dann ein Verhältniß u»it eine», früher gleichfalls an der Börse de- schästigten jungen Mann angcknüp-t,»vovon der frühere Anbeter Kenntniß erhallen. Da ihm über den jetzigen Verehrer der Dame nicht gerade günstigi. Machrichten zu Ohren aelommen, so schrieb er einen diesbezügli hen Brief an Fräulein S. und bat sie behufs einer Besprechung am ein Rendezvous in» Botanischen Garten, waS ihm auch geivc hrt wurde. Sonnabend Nachmittag begab sich der junge Man» nach dort und fand das Fräulein in der Nähe des Einganges vor. Die Unterredung dauerte nur wenige Minuten, dann rerabschiedet'j sich der junge Mann: tn demselben Augen» .'I"S" O----»'•—--(VV4./|»V_. � � gertchts I in der Berufungsinstanz. Es war am Sonntag, den l. September Abends aus dein Bahnhofe Börse, als ein dicht besetzter Zug vom Zoologischen Garten her einlief. Der Me»»sche»l- ström,»oclchcr der Ziusgangskontrole zudrängle, staute sich plöh- lich, denn der dort postirte Beamte Schröder verlangte vergeblich von einem Herrn Bellach, welcher mit mehreren Personen die Treppe hinab wollte, den Fahrschein. Statt des letzteren wurde» dem Beainten höhnische Grimassen dargeboten und derselbe sah sich genöthigt, den Mann ohne Fahrschein znräckznhalten. Das»var da? Zeichen zu einem lebhaften Angriff auf den Kontroleur. Die Begleiter des Bellach, »velche schon einige Stufen hinabgegangen»varen, stürmten»vieder nach oben und hieben mit Fäusten und Stöcken auf den Beamten ein, welcher sich mit vorgehaltenem Arm nur mühsam zu schützen vermochte. Auf seinen Ruf eilten einige seiner Kollegen herbei und der Schaffner Schweriner kam gerade dazu, als Bellach auch auf den Kontroleur einschlug und dann in großen Sätzen die Treppe hinabeilte. Schiveriner verfolgte ihn, er verfehlte jedoch eine Stufe uns stürzte so unglücklich die Treppe hinunter, daß er unten besinnungslos liegen blieb. Alles wandte sich Nim dein Verunglückten zu und in der allgemeinen Vermirru»»g fanden die Exzedenten— bis auf Bellach— Gelegen- heit, zu entkoinnieil. Der Verunglückte mußte mittelst Droschke nach elnein tirankenhause übergeführt werden; er hat daselbst ein schnierzenSreiches Krankenlager dnrcygemacht, ist noch heute dienst- »»»»fähig und»vird es wohl auch bleibe», da er die Kniescheibe gebrochen hat und sich nur langsam mit Hilfe eine? Stockes fort- bewegen kann. Auch der Kontroleur hatte infolge der Schläge so viele Verletzungen erhalten, daß er einige Tage dienstuntaug- lich war. Das Schöffengericht hatte s. Z. den wegen Körperverletzung unter Anklage gestellten Tischler Bellach freigesprochen, »veil e-Z nicht ganz aufgeklärt erschien, ob sich derselbe auch au der Schlägerei betyciligi hatte. Die Verhandlung vor den, Bc- rnsungsgerichte ließ in dieser Beziehung keinen Zweifel mehr übrig und der Angeklagte wurde deshalb zu zwei Monaten W e s ä n g n i ß verurtheilt. Gin umkangreichev Ketengsprozotz gegen zivei Mit- glieder einer„f cy>v a r z e n Bande" fand gestern vor der vierten Strafkammer Des Landgerichts I statt. Auö der Untersuchungs hast wurden der ehemalige Lehrer Karl Karschko»vSky auS Thorn und der Kaupnan», Otto Schüler vorgeführt, denen eine Reihe der schwersten Betrügereien zur Last gelegt wurde. Karsch- kowcky hat bereits eine«veijährige Eeiängnißstrafe wegen Kanttonsschivindels hiilter sich und Schüler ist vielfach»vegen Betruges, zuletzt ebenfalls»rit zwei Jahren Gefängniß bestraft. Die beiden edlen Seelen trafen sich nach ihrer Freilassung eineS Tages auf der Ettahe und sofort beschlossen sie. sich zur Grün- dung eines Geschäfts zu verbinden. Karschkowsky schlug zu- nächst ein Gesinde- Vermieth»n»gsbureau vor, Schüler stellte ihm aber vor, daß ein Delikatessengeschäft en gros lohnender sei. Mittel brauche man dazu»»»»r wenige, denn es gäbe Lieferanten genug, die auf einen kaufmännisch geschriebenen Brief hineinfallen»vürden, und solche abzufassen verstehe er ans den» Fundament. Er habe schon einmal ein derartiges Geschäft in der Barnimstraße mit eine»» Anlagekapital von— drei Mark gegründet und habe«in gutes Geschäjl gemacht, als er bald dar- aus mit den auswärtigen Gläubigern«inen Vergleich einging. Karschkowsky ließ sich überreden und noch an demselben Tage mietheten die beiden„Kaufherren" in der Mühlhausener Straße ein Geschäftslokal für 700 M. Von einem Rückkanfshändler wurden z,vei alte Pulte besorgt, das Lokal mit der Firma versehen und vor allen Dingen prunkende Briefbogen und Kouverts mit der Bezeichnung: Karschkoivsky u. Ko., Delikatesten en gros bestellt. Nun schrieb Schüler die Bestellungen und sein Koinplize schrieb mit Rotten» Namenszug« und mit anderer Tinte: Karschkowsky u. Ko. Darunter. So ein Brief machte einen höchst respektablen, vertrauenerweckenden Eindruck und ein Theil der Avrestaten ließ sich daraufhin ar.ch verleiten, die Maare zu schicken, > 4 !®2, 31» all- Schneider Deutschland» 1 Siest3, könnt, beabsichtigten die Schneider Hannover-Linden» iahr in eine Lohnbeivegnng einzutreten. Durch' Umstände ist uns der Kampf aber jetzt schon cwsgedrins � Der Sachverhalt ist folgender: Durch die stattgesu saminlungen aufmerksam gemacht, glaubte die ptrm.% Heise ihren Arbeitern in der Weise zuvorzukommen,° � ein Schreiben an ihre Kundschaft erließen,»vo un» � Bezugnahme auf den bevorstehenden Streik die«»> wurden, ihre Bestellungen an Frühjahrssachen 2" sorgen, da andern, falls das Geschäft nicht die »»en könnte, dieselben pünktlich zu liefern.~ie o.tti Oetke und Heise glaubten nun mit Recht, daß der ,jz Schreibens nur der wäre, die Arbeit so schnell wie � zu bringen, um, wenn die Arbeiter mit ihren For°... vortreten, Herr Oetke sagen könnte, ich beivillige L( K Herbst lau» ich es aushalten. Die Arbeiter stellten s d. M. die Forderung, Herr Oetke möchte sich pflichten, vom 22. an die erhöhten Löhne zu beiv nun die gepflogenen Verhandlungen mit H�rrn keiner Einigung führten, so legten die Arbeiter a>n � den 22. Feornar, die Arbeit nieder. Jetzt glaubten| Meister Herr» Oetke zu Hilse kominei, zu uiüjsen,«!' gl vorigen Freitag ein Schreiben an die LohnkoilunMO � die Arbeiter von Oetke und Heise sollten sich entsÄ�-p »veiter zu arbeiten, widrigenfalls die sämmtltchen Arbeitern kündigen würden, da dieses von der Lohnkomu> A ai»genon»iiten wurde, so wurden am ,,1 fast sänm»tlichen Geschäften die Arbeiter 0», Kollegen! Im Glauben an unsere geveQjL im Vertrauen auf unsere Vereinigung Häven wir den � genontmen,»vir appelliren an Euer SolidaritütsgefühUhn' Dingen den Zuzug nach Hannover fern, dann ist Ö,t tii11 kurzer und der Sieg unser.— Alle Znschristen sind ä!* zj, T i n» u». Adresse Gastivirth Timme, Schiniedeflrc»? nooer. Mit Gruß: Die Lohn-Kommission der Schn nooer-Lindens.— Alle aroeitersreundlichen Blätter» Abdruck gebeten. Aldumardeitev Aerli»»! Wie'Ihr ans de> Blättern ersehet, haben die Kollegen der Firma R.»w straße 12 am vorgestrigen Tage die Arbeit niedergelegi- wir mit den Arbeitern s die wie mit den Fabtcknn'.4 wir m»i oen Arveltern sowohl, wie mit den Favr'�-z KPSLA? U'WPkK!.' uKL(juiuu i»»eye» tauge mir oem ißiane unigf-s".� alten 12— 15 jahrelangen Arbeiter durch neue billige � ersetzen und hat infolge dessen in Leipziger Blättern i Tagen Arbeiter gesucht; trotzdem die alten Arbeiter>», ganze Tage arbeiten konnten. Außerdem sind in der u, mehrere Mißstände zu Tage getreten, die tn der am j- den 27. d. M. stattfindenden öffentlichen Versammnilu»� straße 180, großer Saal, zur Spracye kommen wer» ß eines jeden Alvumarbeiters ist es. dort zu erscheinen. stand des Fachvereius der Albumarbeiter. ¥ 5a de» Stichwahl-». Die erste allg�,« • Jr» eil alle 9( 1 Lahre, le�lach 1 ß Patiou, fe. W-'jeto, '.Zwar Schuld i % # fanget ,f—.................. S/IC V l|1 K"J/®'' ® ah Oer versalnmlung nach der Hauptivah» ftste' .. I n in iii t u ii g naco oer PIIUPIIVI",. 24. d. M. im großen Saale der Tivolibrauerei(KrkP den zweiten Berliner Reick, stags-Wahl«� ,, N»%\ Vi».1% f f. f..._ i i i rn v und»var dieselbe von über 2000 Personen besucht-� � »var dieselbe von Herrn W i l s ch k e, derselbe sühtt z Vorsitz. Als Referent für den Abend hatte Herr Mg» Wille zugesagt. Da derselbe aber bei Eröffnung ver z» lung noch nicht erschienen war, so trat die BersamMl. zweiten Punkt„Verschiedenes" ein. Der Vorsitzende g 1»» seiner Freude Ausdruck über den überaus günstigen �( ersten Wahlganges, sowie der sicheren Zuverjuhü jzs, 1. März, dein Tage der Stich»vahl, de; ßa» rj. Sozialdemokratie, Buchbinder JantszewSki,. der Wahlurne hervorgehen werde. Mittleriveil« st Tr Will« erschienen und nahm derselbe sogleich #! !<" '.f'tt >0( r. � f beschlossen Häven, aicherdeui aber viele Konser €..,i kl!, einen f-�' v1116' t>n e' vornehmlich gelte, der Sozialdemo- ihnen das Pregrauun der Sozialdemo crlänterud. Redner zeigte zimächst die lonscrvaltven�Wählcr, tleine Beamte, ........ fLi wo�tnbES."wZtalen Frage" die Nothlage de- kleinen Hand n MZi fein u'd'S. 0n~�e Handiverkerstand dem Proletariats einge- r�sciielll drillen Beaultcn mären gleichfalls kanin t'118 üte'inz dtc Handarbeiter. Bei kleinen Gehältern hätten beähaih„•!a"3e Arbeitszeit und die Gehälter derselben itichzt,.."'cht. weil ein ungeheurer Ueberflnß an derartigen Wen, ro'"otOaiibcii sei. Ebenso gehe es de» Handlunas- k 100''., lten„nach einer kapitalistischen Statistik 7S pEt. �ikzech.""« ch�©ehalt beziehen bei unendlich langer .."dein h 7*."eilten Geschäftsleute hätten nicht minder Taseins, unter der„sozialen Frage" tu'immgen tvaren gänzlich außer Stande, hier ? bL' Ät',1 j le"loyale. Frage" zu lösen, allen denen, Jk V�Wöfle Verhältnisse seufzen, zu helfen. *«& ftpsv* trsts u»nd m...,.."'"sölkernng, mährend S8 pCt. beschlos seien. ,1 öiV' das. auf ftoiten der Arbeiter. Zudem komme !' Steeib,. r'i?«ntmicfelnbe Maschinentechnik immer wcearii,.,1 mache, es entstehe die industrielle «5 brtv f rchr die Frauen nnd Kinderarbeit. Daher igte artifl?i ,e. �lend", die„soziale Frage". Ein weiterer �aftlichon �.,?�.krcie Konturrenz, das freie Spiel der ich Graste, deren Konsequenz sei, daß der wirth- �»Wrodi.?� ben wirthschastlich Schivächeren aufreibe, daß ikn..!. l chultion die Kleinproduktion, das Großkapital das M—_*»>—--—■_-- m --------- uu xmnproomtton, �Pual, der Großaruvdbeütz den Neinen Grundbesitz re�chunge. , �zentration des Kapitals mtd mit ihm der Produktions- .,!°'mnler weniger Hände vollziehe sich unter den heungen Anigen unaufhaltsam und das soziale Elend nehme tmmer Dimensionen an. indem MTV» Äy1"*...... nicht nur eine große imirden, sonder» auch ,..... werden, indem, je Betrieb sei, desto weniger Arbeits- werden, trotzdem die Produktion im steten sei. Auch die sogenannten„Geschästskrisen" P'-tleiis T'' ua3 die„soziale Frage" immer brennender, das Nijrnfrrl11-1 werde. Tie„Krisen" entständen durch ,9mtmp zwischen Produktion und Konsumtion, die so- .vUebc-pvoduftion". Die Masse des Volkes sei außer ». ch'ftrvs 00"�' ZU konsumire». die von dem Großbetriebe tn Folge ihrer wirthschastlichen Nothlage. Die /s'kn nicht gewillt, die soziale Frag« zu lösen im %.. �"Ichen Sinne, dem einzig mögliwen Wege, .r'ti,. Arbeitsmittel nicht von der Aroeit getrennt �«..'.wem die Produktion verstaatlicht wird. Da- der Arbeiter aushören,„Lohnarbeiter" zu fei», . all» planmäßige Gi.tercrzeugung Platz greifen, dann r in"'pdeitskräste nützlich verwendet werden und für den wurde besser gesorgt werden, als durch die Altersver- .. L Die heutigen Produktionsverhältnisse seien nicht im .".osiate Frage" zu lösen. Die Frei innigen vertreten PrivatkapitalismuS. Der Sozialismus wolle l|L' Leuten- durchaus nicht ihr Brot nehmen. Das be- lub k.sf'ismapitnltsnuis. Die Sozialdemokratie sei gerade der w"einen Leute, deshalb sollte» sie zu ihr kommen und Itm Vortheil erkennen. Auch eine Arbeiterschutz- ..'"g. wie sie jetzt in Angriff genommen werden nicht die soziale Frage lösen, dies könne ".k,# T iiii,.-?cn durch Verstaatlichung der Produktionsmittel. Ä p i ch e u Perqältnisse, die eine sehr laute und ' Sprache reden, seien die„Agitatoren" gewesen, welche die #„-eerschuldel" hätten, nicht die„ge- Diese Zustände riefen auch laut und '{WUT*«ungitvn oes zweiten Wahlkreises zu: Wählen Sie et.»"üstifl6"' enthalten Sie sich ciua, nickt der Wahl, so»- "e.n Sie Alle, Mann für Mann, Ihre Stimme dem Kan- Wüstrii a c So-ialtemokratie, dem Buchbinder Konstantin %f 6* W*tt!(Lebhafter Beifall.) Zur Diskussion sprach fW.sv®isKii a ak, die heutigen wirthfchaftlichen Verhältnisse ia-nm Herr Oertcl befaßte sich vornehmlich mit der frei- 'vi Z6'' mit welcher die sozialdemokratische sich im 2. Wahl- hat. Er zeigte m längeren Anssührnngen, daß 'miinge Partei stets gegen die Interessen der Arbeiter '» bas demokratische Prinzip vollständig verleugnet mü! r bestritt Herrn Professor V i r ch o w die Fähigkeit, k�er ,» vertreten, da er keine Fühlung mit den Arbettern Hwi 1" �krhältnisse durchaus nicht kenne. TeSbalb bezeichne ki Ideale der Sozialdemokratie als„Utopien" nnd Philister mit lächerlichen Phrasen vor der Sozial- graulich. Wie wenig aber alle freisinnigen % m M '�ot .tflöst o.ww,.w,.«1-k.tlU MVVV.......... ' tt(' pt verfangen, das habe die Wahl am 20. Februar 'de t bewiesen. Ihre wahre Ge.nnung habe die frei- Jf Portei jederzeit bei den Stichwahlen bewiesen, sowohl bei l. Ac ß.% �- f. A*- e"j... K f. � � xi_.......... � r....(. f........ n ini'i. ige. d-». äfe u I V.fäewstl Hie V i r ch o w n n d Kultur—'Hie u n d Unkultur!" und ihm schloß'sich Wast � c.uou.Rednern an. welche alle in be- . I» bafur eintraten, die sozialdemokratischen |s:>» M in immer iveitere Kreise des Volkes zu tragen. Wem, list i'»Ute Schuldigkeit Ihne, dann würden der 20. Februar und • Aiärz 1800 Siegestage von höchster Bedentung für die �tigere R n„ »e e J 1 1' 10W cnegesiage von gua;u«t.»,,» aiiit®tle3'st'owatie und Merksteine in der Weltgeschichte des deutsche» "X Auch für den zweiten Berliner Reichstagswahlkreis 1. März für die aufgeklärte Arbeiterschaft ein Fest- und werden durch die Wahl des sozialdemokratische» Kan- >!aniszeivski. Herr Krause wandte sich schließlich b>e Aufforderung der bisherigen sozialdemokratischen im Reichstage, bei den Stichwahlen an allen ..für den freisinnigen Kandidaten einzutreten. Er Wcs mit dem Beschlüsse des St. Gallener Kongresses als mit den that>ächlichen Verhältnissen für UN- und cnwfahl Wnhlenthaltung. ebenso Herr aginski. Dies« Angelegenheit zeitigte eine längere In derselben berichtigt« Herr Dr. Lütgen au die zeichnet fei. Im Uebrigcn stellte er sich aus'dem' Boden dieses Erlasses. Nachdem sodann noch der Vorsitzende Herr Wil-schke eine ernste Mahnung an die Genossen gerichtet hatte, alle für den 20. Februar gefaßten Beschlüsse hochzuhalten und eine wirksame Agitation zu entfalten, schloß er die Versammlung. Weitere Ver- saniinlimgen finden bis zur Stichwahl allabendlich statt. Unter Hochrufen ans Janiszewski trennten sich die VersammettenB Die Nu'il bindee streben ebenfalls die neunstündige Arbeits- zeit an. Eine am Wontag Abend im Vereinslokal. Annen- straße IG tagende, von gegen 200 Personen besuchte und außer- ordentlich animirte Versanunlnng des Fachvereins der in Buch- bindereiea und verwandten Berufszweigen beschäftigten Ar- beiter beschloß, rege für die Stennstnnden-Bewegnng zu wirken. Im..Puchnevrii, der;vrbef und urrwaudtr» Keviifs- geuosseu", der Montag Abend im„Böhmischen Brauhaus" ver- sammelt war, sprach Weber Schirb el über:..Das Alters- und JnvalidenverstcherungZgesetz." Eine öffentliche Versammlung der Lauarbeiter (Steinträger ic.) Berlins und Umgegend tagte am Montag Abend unter den, Vorsitz des Herrn Gutsch in den„Bürgersälen", um die gegenwärtigen Lohn- nnd Arbeitsoerhältiiisse zu besprechen und Telegirte zu dem in Hannover stattfindenden Kongreß der Bauarbeiter Deutschlands zu wählen. Das Referat hatte Steinträgcr Rennihaler übernommen. Ter- selbe hob hervor, daß zur Zeit eine große Arbeitslosigkeit herrsche, unter welcher die Bauarbeiter sehr zu leiden hätten; ihnen bleibe unter den obwaltenden Umständen kaum etivas Anderes übrig, als die günstigen Konjunkturen auszunutzen, woran sie aber durch die Beschränkung der Koalitionssreiheit sehr gehindert würden. Für den Sonntag genehmige man die Versammlungen nicht und an anderen Tagen könnten die Kollegen nicht abkommen. Tie Haupt- fache bleibe, aus politischem Wege Schutzgesetze zu erstreben. Tie Roth- wendigkeit solcher Bestimninngen sei sogar anhöchsterStelle anerkannt worden. In den Provinzialf.ädten zahle man den Bauarbeitern höhere Löhne als in Berlin. Die Baugewerks-Jnimng habe einen Stundenlohn von SO Pfennig als berecqtigt anerkannt, trotzdem betrage derselbe durchschnittlich nicht mehr alS 30 Pfennig. Schuld hieran sei hauptsächlich der Zuzug von außerhalb, der von gewissenlosen Agenten der Bauunternehmer zu dem Zweck bewirkt werde, die Löhne zu drücken. Man müsse die Pilze zu beseitige» suchen, die sich noch zwischen Arbeiter und .Kapitalist festgesetzt haben, damit der gezahlte Lohn wenigstens unverkürzt in die Hände der Arbeiter gelange. Ans dem bevor- llehenden Kongreß werde man folgende Punkte zu erörtern haben: 1. Zentralisation oder lokale Organisation. 2. Im Falle der Zentralisation, Wahl eines provisorischen Vorstandes und Stellungnahme zur Statutenberathnng. Falls lokale Organ,- 'ation, Wahl einer Agitation�- Kommission. 3. Organfrage. 4. Normalarieitstag jc.(Achtstundentag). 5. Schutzvorrichtungen auf Bauten. 6. Francnaroeit auf Bauten. 7. Ver- kehrslokal, Arbeitsnachweis. L. Wie verhalten wir uns den Bau- Handwerkern gegenüber. 0. Die freien Hilskassen. 10. Diskussion über die Löhne und Arbeitsverhältnisse in den verschiedenen Städten. 11. Akkordarbeit, Klassenlöhne, Kolonnensystem, Stun- denlohn, Minimalloh». Zunächst werde es sich also um Schaffung einer guten Organisation handeln, ohne die kein Erfvlg zu er- zielen sei. Was mit einer straffen Vereinigung erreicht werden könne, beweise Hamburg, wo man mit den Elementen schnell fertig werde, welche ihren eigenen Kollegen Schaden bereiten. Jedoch müsse er sich angesichts der vorhandenen gesetzlichen Be- Stimmungen gegen Zentralisation aussprechen, die den Behörden eventuell eine Handhabe zum Vorgehen bieten könne. Berlin nnd Umgegend müssen kräftig auf dem Kongreß vertreten sein, wenn die Beschlüsse nach Wunsch und zum Besten der Kollegen mtssallen sollen.(Beifall.) In der Tis- nssion sprachen sich die Herren Valenthin, Gutsch und Kühne ebenfalls gegen Zentralisation ans. Eine Resolution, nach) welcher die Versammlung sich mit dem Referenten einver- standen erklärt, die Zentralisation noch für verfrüht hält und sich deshalb verpflichtet, für eine feste Lokalorganisation einzutreten, wurde einstimmig angenommen. Ebenso wurde beschlossen, sechs Telegirte zu wählen und diesen die Weisung zu geben, für Lokal- organisation zu stimmen. Gewählt wuroen die Herren Renn- thaler, Wernau, Gutsch, Lüderitz, Kühne und Oerftmann. Die Kosten sollen durch freiwillige Beiträge auf- gebracht werden. Mit einem dreifache,, Hoch auf die Bauaroeiterbewegung wurde die Versammlung geschlossen. Die steeilteude» Militövsazueidcv hatten sich zum Zweck der Besprechung des gegenwärtige» Standes ihrer Lohnbewegung «nter Vorsitz des Schneiders Roloff am Sonnabend Nachmittag in Jordan's Salon versammelt. Es ward von verschiedenen Seiten der festen Hoffnung auf alsbaldige Beendigung des Streiks Ausdruck gegebe». Denn, so betonte man, wenn auch die von der Sperre hart betroffenen Geschälte, in erster Linie der sich der Erfüllung der Gesellenforderungen am beharrlichsten entgegen- stellende„Deutsche Offizierverein", seine Arbeiten zum Theil nach Köln und Breslau, am meisten nacy Metz vergeben haben, wenn nian gleich, durch die Verhältnisse gedräng., verzweifelte An- ftrengungen mache, die Streikenden zur Wiederaufnahme der Arbeit zu bewegen, man werde dennoch recht bald nachgeben müssen. Schate Rüge erfuhr allseitig die Handlungsweise gewisser Streikbrecher, welche, nachdem sie vom Komitee die Streikunter- stütz,,, ig erhoben, sich nicht schämten, im Hanse heimlich für die gesperrten Geschäfte zu arbeiten. Solch Vorgehen, das als ge- meiner Betrug dezeichnet ward, söll in Zukunft unnachsichtlich zur richterlichen Bestrafung gezogen werden. Der„Offizierverein" soll seinerseits neuerdings„mit wenigen Groschen Unterschied" einen Lohntarif ausgearbeitet habe». Doch ist bis jetzt von dem- selben in den Gesellenkreiscn noch nichts bekannt geworden. Auch über die Konkurrenz der„Lieferungsschneider", die ihrerseits nach dem eventuellen Sieg ihrer Kollegen von der Militärbranche den Eintritt in eine Lohnbewegung planen, ward mehrseitig bittere Klage gechbrt. Es ward am Ende beschlossen, bis zum glücklichen Auegange der Arbeitseinstellung unentwegt an den ausgestellten Forderungen festzuhalten und nach Beendigung des Streiks für die Streiktommission zu sorgen. Die Kückergofvllen Detlin» waren am Tiensiag Nach- mittag zahlreich im Buggenyagen'schen Lokal versammelt, um sich zur Erzielung besserer Arbeitsbedingungen zu organisiren. Herr Pfeiffer erinnerte an den Streik im vorigen Jahre, der zu Ungunsten der Gesellen verlausen sei, weil man die Forderungen angesichts der vorhandenen Zustände zu hoch gestellt habe; mau habe mit einem Sprung von der 18 ständigen zur 11 stündigen Arbeitszeit schreiten wollen und daran, sowie an der Mangel- haften Organisation sei die Lohnoewegung gescheitert. Man müsse jetzt eine 12 stündige Arbeitszeit und'Arbeits- vermittelung durch die Kollegen selbst anstreben. Tie Lohnsrage möge man vorläufig am' sich beruhen lassen, weil in diesem Punkte große Uneinigkeit vorhanden sei. Alles, was trenne, möge beiseite gelassen uno nur das verlangt werden, was unter den gegenwärtigen Verhältnissen erreicht werden könne. Durch die Arbeilsvermittelung der Innungen halte man die freien Geister nieder und vielfach müsse der Geselle sich die Arbeit erst von, Kommissionär kaufen. Zunächst sei es nothwendig, daß jeder Kollege stch dem Verband der Gesellenschaft anschließe, erst dann sei eine erfolgreiche Lohnbewegung möglich. In diesem Sinne sprachen sich auch die folgenden Redner aus und es ließen sich tn Folge dessen viele Anwesende in den �Verband aufnehmen. offeuNiche N«tli«»»rra>n,»l»»g im HSlimikche» Kraul»»,!'« am MiNwoch, d«» 3a. Ftbruar. TagcSordnung; J. Die bevormhindc» Rei««- lagewahlen. R« lerem Sietch«,ai>Saogeord»eier Alar Tch>vp«t. s. DlSkuiston. s. Wie stellen steo die A, bellet'«et'iln« denjenigen Prinzipalen gegeniiber, die ihr, ArbeNer, weich» stch an der vleichsiag�wayi delheUigl hatte«, geina&t'egell haben.«. verschieben»«. Oral*-st»»ilich» tpiihicr pet fammiilNS de»«.«ertiner vl-ich»lagS- Wahltreise» am MUtroach. den ae. ffebruar,«bend»»7 Uhr. in!, tilget'* Talon, W.tsjern'.o.sit'ai»««. SagecoroiuMg: D'.e bevorstzhends Stichwahl. lllefereut: h. Baa'e. e. Tickilfilon. Bsröhiet.'üc*. i'jfoj':«>h«!»S*»>iiI,i«r-V«rkam!„k>u»st für ffitlmeWiOi'f «»d Umgegend am MUNooch, den iw. Februar, Ab.-ndZ"S Uhr, Im SJljflauvant SiJoltägai'tei,, üJii'Ilnerrirag« 2,. Dageiordnuiig! i. Die Arbrüerschuj! rdessy- gebung. r. Die B-di'ttuiig der Stichwahlen zum Relelitttage. Reftreni: Puch- drucler Schmidl. e. Dlskulstoii.«. verlchtrdenes. Alls illeichStagSwähler sins singeladei,. Zwei sffsntilch» DVSHI»r-ß>«rkamn>ln»st«n am Mittwoch und Frsllag, Absud*« Ubr, bei Lssfeid, Dreiiadierstrahs w, snr«,:« 6. Berliner SleichS- rags-Wahir.'eis. %'«t«lu der vieinpuer flet'liit* und Zkiugegru». Mittwoch, den 20. Februar, Abend* S Uhr,>» Schsfser'* Calou, Hnsslstrabe ,u:(ä.ofje Ber- foimukimg. Tagesot'oimng: l. Vortrag.(Referent wird in der Versammlung vskan», gemacht., i. DtSlusNon. o. Ausnahme neuer Mltgltedic und Ausgabe der Nranta-Bttleis. 4. Bsrfchiedine* und Fragelasien. Säste haben Zulritt. Um zahlreiche* Erscheinen wird ersucht. rrchtung Kildhaurr!(Zrohe Vtldhauervcrsainmlung am Mittwoch, den 20. Februar, bei Mund, pöpiiiilersirahe loo. Tagesordnung: Ter Werth .einer Lohnbewegung und sind Streit* zu verhüten? Referent: P. Duponi. 2. Werlstattangelegenheilcu. 4. verschiedenes. Zur Tillung der Untosten findet sine Tsllersa»,»Illing statt. Lejeklnb..Yen,»". Sonnabend, den März IM»: Sroher Wiener Maslenball tn Renz' Salon, Naungnsirabe Nr. 37. Anfang Abend* s Uhr— Deinaittrung u Uhr. iSlllet*» so Pf. sind bei folgenden Herren zu haben: 6. Klingenberg, Arndlfirahe 23, Quergeb. 1 Tr.; W.(Sviibe, Belle-Miance- Nrahe 54, Hof pari.; W. Müller, Beramani, straße s«, Hof pari.! K. Köhler, Schentendorfslraße 4, vorn« Tr.: A. Hellerhoff, Arndt straße s>. vorn Z Tr.; L. Kltemann, Tempelherrnstraße 21, Hof tn, Keller.— Wir machen noch be- sonder* aufnierlsam, da da* Vergnügen am Tage der Sttchwablen stattfindet, so ersuche» wir alle Freunde und iLenossen nach gehörtem Resultat un* mit ihrem werlhen Besuch beehren zu wollen. i>«r«i» K«rl>»«r Kuchdriiü-rr ti»d Schrtstaiehrr. Die durch Zirkular bekannt gegebene Berfaninlluna sindit nicht an, Aiittwoch, den 20. Februar, sondern am Dienstag, den 4. März, Abend*» Uhr. bei' Vnggenhagen i.att. (Stoße öst«»ttiil»e Per kainnttuua der plilttärschneider am Mittwoch, den es. Februar, vormittags 10 Uhr. Ter Mklitärschnetberflretk dauert unver- änderiica fort. «drohe öst«»eu» Pet r.tmmlitng»er Urrgoider, d?oidarbeit-r und AeriisSgeuossen am Mitttvoch, den 20. Februar, Abend* 3 Uhr, im Lokal de* Herrn vt'schel, Sebaftianstrasle»s. Tagesordnung: ,. SlreNangetegenheilen. 2. Welche Nachlheile haben die schwarzen Liste» tu unserem Eiewetk. 3. ver- schiedene*.— Bericht der Revisoren vom Versilberer-Slreik.— Zu dieser Ber- sammlung Nnd die Herren Fabrilauten schriftlich cingeiadt'.i. der Kest>eid»»s»t»dnari».(Lroße versautmlnng am Mittwoch, den 2». Februar, in Jordan'* Salon, Neue Grünslr. 23. Tagesordnung: I. Bor- trag. Referent Herr Th. Elocle. 2. DiSlussion. 3. verschieden e» und Frage- lasten. Waste haben Zutritt. JnSdesonde"e find eingeladen sämmtlich, Ar- deiier und Arbeiterinnen der Teittl- und Trilotagenbranche. Ausnahme neuer Mitglieder. Fachoer«!» der PtaPierarbe'.teriu»«,« und verwandten BerusZgcnossen. Mittwoch, den 2». Februar, Abend* 3 Uhr, v, Neuer'* Salon. Alte Jakobsir. es, broße Versammlung. TaaeSordnung: I. Die Ursachen der sranzosischeu Revo- luiion. Referent Herr Türk. 2. Diskussion. 3. Verschiedene* und Frage- taslen. tgäste, Damen und Herren, haben Zulritt.— Sonnabe»», den 1. März: Drober Wiener Ma*lenball im großen Saale de* Herrn Schneider, Belsorler- straße 1». Anfang Uhr. Billets zu 00 Pf. sind in der Versammlung und bei den Vorstandsmitgliedern: Frau Marie isreitenberg, Dieffenbachstraße 20, 4 Tr.: Frau Auguste Asch,«Sortherstraße 01, Hos 2 Tr.: Fräulein Müller, ZionSkirchplah 12.» Tr.; Frl. Bölttng, Naunynslr. 57. 3 Tr.: Frl. Hablch, Plicklerstraße w. Hos 4 Tr.; Fr. Röhlle, Urbanüraße 52, Hof 4 Tr.; Frl. Fein, Prw'«ssin"enNr. in, 1 Tr.; Frl. Rosenkranz, Jahnslr. 2. 4 Tr. chransteu- und ch tefbclm Ife der Kutarboitev unfl verw. BerufSgenossen Verl,»* und Umaeaeuo.(Stiigeschr. HNsslasse«2,) lüeniralversa'.>imlung am Sonntag, den g. März, Vormittags 10 Uhr, in Zemter's Restaurant, Ptünz- straße Tagesordnung:>. Rich-nschasisbei ichr pro isss und Ertyetlung der D-chargc. 2. Antrag des vorstände* behufs Uebiftritt der Kranken- nnd Sterdetasfe der Hutmacher!estaura»i Passov,(Satten- straße i«i.— Iiännergesangvcrein„tfäcllia" Abend*« Uhr im Restaurant Köpenicker'tr. ,27«.—(Sesangoerein„Männerchor Linde" Abend* 6% Uhr im Restaurant Haller, Naunpnstr. 70.— Männergesangverein„Sanges frcude" Abend* 9 Uhr im Re.aura», Musehold, LandZbergerstr, 31.—(Sesangoerein „Freqa" Abends sch Uhr im Rsstauranl Beneike,(Stoße Hamburgerstr. 16.— Huppert'sche Sängerveretniguna jeden M.ltwoch nach dem Ersten im Monat, Abend* 9 Uhr im Restaurant Heise, Lichienbergerstr. 21.—„Seeger'scher Ge- sangvercin" Abend»» Uhr im Restaurant Schulz, Prenzlauers»!. 41.—(Sesangoerein„Schwungrad" Abend«»ch Ubr im Restaurant Sahm, Annenstr. 10.— Männergesangverein„Lorbeerkranz" Abend* i> Ubr im Restaurant Karsch, Oranienslr. 190.— Sesangverein„Nord-Jubal" Abends s Uhr in Vsttin'S Bierhaus, Veteranenftr. 1».— Kesaiigveretn„Unverzagt" AbendS 0 Uhr Köv- »Werstr. ,27a bei Sreving.— Männergesangverein„Schneeglöckchen" Abend* 9 Uhr im Restaurant Doberstetn, Martanneustr. 31—32.—(Sesangoerein „Dängerrunde" Abend*«ch Uhr Buckowcrftr.».— Berein„Sanaestteue" in, Restaurant Hcnlel, Brüderftr. 2« I. UebungSstunde von 8ch— 11 Uhr Abends. — Kesangveretn„Bruderbund" AbendS» Uhr bei PSizoldt, Retchenbcrstr. 10. — Männergesangverein„Schneeglöckchen" AbendS 9 Uhr Sitzung im Restaurant Stchmann, Melchiors, r. ,6,— Lübeck'scher Turnverein(1. Lehrling*- Abtheilung) AbendS s Uhr Elisabethstr. 57—53,— Turnverein„Wedding". Pankstr. 9. Männerabtheiluug von»ch— loch Uhr Abends; desgleichen 1. Lehr- lingSablheiluna von s— 10 Uhr Abends.—„Mehr Lichl", Berein sür Scherz und Ernst, Abend»»ch Uhr im Restaurant Held, Fruchtstr. 38a.— Echlesischer verein„Holtci" AbendS b Uhr im Reftanran,«Sehrt, Prinzen- straße I»«.— BergnügungSvercin„Fröhlichkeit" Abends 9 Uhr im Restaurant Säger, Grüner Weg 29.— Wiksenschaftlicher verein sür Rollcr'scher Steno- graphte Abend«»ch Uhr tm Restaurant Becse, Alte Schönhauserslraße 42 Unterricht und UebungSstunde.— Roller'scher Sienographenverein Süd-Berlin Abend*»ch Ubr im Restaurant Prinzenftr. 97, Sitzung und UebungSstunde.— Nrend«'scher Stenographen-Verein„Amiciiia" Abend*«ch Uhr im Restaurant Behrend*, Schönebergerstr.».— ArendS'scher Sienographenverein„Philia" Abend* 9 Uhr im Restaurant„Wilhelmsgarten", Kochsir. 7.— Stenographische Gesellschaft Arend« im Restaurant Bürgergarlen. Lindenstr. 105. ünentgeu- licker Nnterrlcht und Uebung.— Berliner Rauchklub„Wrangel" Abends Uhr im Restaurant Foge, Küpnickerstr. i»i.— Rauchklub„Havanna SO" AbendS»: Uhr tm Restaurant Paetzoldt, Reichcnbcrgerstr. I«.— Rauchklub „Gemüthlichkeii" Abend*» Uhr im Restaurant Achsel, Köpnickersir. im.— Rauchllud„Eolumbia" Abend*»ch Uhr im Rsstauranl Beyer. Prinzenftr.«S. Rauchklub„Frisch gewagt" Abend*»ch Uhr in, Rsstauranl Tempel, BrcS- lauerstr. 27.— Rauchtlub„Vulkan" Abend«« Uhr im Restaurant Schulz, (tzräsestr.«2.— Friedrichsberg. Rauchllub„Nordstern", Lippe'* Restaurant, riedrtch-Karlstr. ,1.— Bergnügunadverein„Fröhlichkeit", gegründet 1880, ..bend* 9 Ubr, Grüner Weg 29.—„Pollack-Elub-Einlrachl", jeden Mittwoch, Abend*»ch Uhr bei s. Thiel, Wienerstraßc«3.— G-sangvereiu der Tapeztrer Berltn«, jede» Mittwoch Restaurant Seydelstr. 80, von 9—11 Uhr Abend».— UnterhallungSveretn„Harmonie". Sitzung Abend* 9 Uhr Dresdencrstr. ,1» bei Mendt.— Tambour verein„ttrelflor",«ch Uhr. UebungSstunde bei Böhl. RüderSdorferstr. S. Aufnahme neuer Mttglieder.— Männergesangverein „Liedetsreiheii", Abend*»ch Uhr tm Restaurant Henke, Blumenstr. 88. Ueneste Nachrichten. Den..Kamburger Duchrichteu" meldet nian von hier� Es sind maßgebenden Orts die eingehendsten Berichte über die am Wahltage resp. am Abend desselben vorgekommenen sozial- demokratischen Exzesse eingefordert worden. Man glaubt hier, daß diese Vorgänge nicht ohne Einfluß auf die Entschließungen der nächsten Zukunft bleiben werden. Es ist geradezu unerfindlich, weshalb die Regierung nicht auch über die Exzesse, die fast immer von anderen Parteien provozirt werden, Ermittelungen anstellen läßt. In einer konservativen Wähler- Versammlung in Ostpreußen ging es vor einigen Jahren bekanntlich so animirt zu, daß Ulanen requirirt werden mußten, welche die Ruhe durch Säbelhiebe herstellen mußten. Soweit haben es die Sozialdemokraten denn doch noch nicht gebracht. Um Uebrigen aber sollte man doch verständiger Weise nicht ieden Straßen- krawall, zu dem es bei den jetzigen bewegten Zeiten doch ganz leicht kommen kann, für einen sozialdemokratischen„Exzeß" ausgeben. Das zieht bei der Mass« der Wähler doch nicht mehr. 1 Der Nrgieruugsprälldent von Erfurt verbietet ein oziatlstisches Flugblatt, welches zur Wahl des Schneidermeisters Reißhaus auffordert. Der», 25. Februar. Amtlich wird mitgetheilt: Tie deutsche Regierung hat dem BimdcZrathe offiziell die Absicht bekauut gegeben, um Mitte März in Berlin eine inter« nationale Konferenz, betreffend den Arbeiterschutz, zu veran- stalten und gleichzeitig den Wunsch ausgedrückt, die auf den 5. Mai in Aussicht genommene ktonfereuz. in Bern für dieses Mal verschoben zu sehen, da eine gleichzeitige Thätigkeil von Konferenzen, die theilivcise die nämlichen Fragen bc- handeln, nicht im Interesse der Sacke zu liegen scheine. Der Bundesrath, welcher vor allein das Gelingen des Werkes ins Auge faßt, zu welchem er seiner Zeit die.Initiative ergriff und welcher von dem auf- richtigen Wunsche beseelt ist, die zu gleichem Zwecke von Sr. Majestät dem deutschen Kaiser gcthancn Schritte von Erfolg gekrönt zu sehen,— der Bundesrat!), der im übrigen in Betracht ziehr, daß einerseits eine Theilung der Arbeit zwischen beiden Konferenzen nicht thunlich wäre, und daß andererseits eine erhebliche Anzahl derjenigen Staateft, welche sich an der Berner Konferenz vertreten lassen zu wollen er- <■ klart Hakren, greichzMg vie ErnlaVnng zm BcrNner Kon- fercnz angenommen haben, hat bei dieser Lage der Sache dem ihm seitens der deutschen Regierung geäußerten, übrigens von anderen Regierungen gcthcitten Wunsche Rechnung getragen und für einmal darauf verzichtet, seiner Initiative eine weitere Folge zu geben. Krlefltrtste» der jUfcuMföU. Bei Anfragen bitten wir die Abonnem-ntZ-Ouittimg beizufügen. Briefliche Antwort wird nicht ertbrNt. C. K. Fiirdrlngcrftr. Beantragen Sie beim Jnnungsschieds- gericht sofortige Vornahme der siwangsvollstreclnng gegen den verurtheilten Meister. Es ist nicht wahr, daß demselben eine sechs- wöchentliche Frist zukommt. A. K.£7. Wenn Ihre Braut dem Wirth einen Miether zum 1. April nachweist, gegen welchen keine begründeten Eimvendungen MWMK Große öffentliche Wahler- Kersmmnlimg lies Z. Scrliiicr ReiPttlzs-Uehlkrtises am Mittwoch, den 26. Februar, Abends 8v, Uhr, in Krieger s Salon, Wasscrthorstraße Nr. 68. ,.... Tagrs Atduung: s. OknichidSSLS,!*"'*'*'"*' Wcfemtt: Das Wahlkomitee. C. Vaake. 2. Diskussion Große öffentliche Wähl er- UersanmrUmg des t Berliner ReMags-ÄMmses ciut Mittwoch, den 26. Febrtlar, Abellds 81/» Uhr, in Buggenhagen's Etablissement am Moritzplatz. ».V...——- Tagra-Vrdnnng: 1. Die bevorstehende Stichivahl. Referent bekannt gemacht. 2. Diskussion. wird in der Bersainmlung 1570 3. Verschiedenes.— Zahlreiches Erscheinen erwünscht. MM__»MM M MM M_' Das Wahlkomitee. 3 große öffentliche Wähler Uersammwngen kür den 5. Berl. Reichstags-Wahlkreis am Mittwoch, den 26. Februar 1890, Abends 8 Uhr. Tage» Grdnnng; Die bevorstehenden Stichwahlen Referenten werden in den Versammlungen bekannt gemacht. I. Versammlung i Karlstr. 27, Ausschank der Brauerei Königstadt. II. Versammlung i Grenadierstr. 33 bei Seefeld. III. Versammlung: Münzstr. 11 bei Zemter. Alle Wähler des 5. Wahlkreises, ohne Unterschied der Parteirichtung, sind hiermit eingeladen. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellers annnlung statt. 1582 Oer Einbcruler. Richard Topf, Schönhauser Allee 64. My f f® s�flerimg 2 Alle Genossen und Arbeiter, welche am Tage der Wahl sowie vorher im IZ. Wahlkreise thntig sein wollen, werden ersucht, sich an folgenden Stellen zu melden resp. am Tage der Wahl dorthin bemühen sür den Süden bei Hcnss, Prinzen- und Gitschinerftraßen-Ecke; -- Südwesten bei Scheuer, Gucisenau- u. Schlciermacherstr.-Ecke; ---- Zcchlin, Hornstr. 11; -- Westen bei llöhianck, Bulowstraße 52; außerdem im Jrntrat-Knvran, �oäe-Ki«rl>rauer»i bei Wllsohko. ' n Sonnabend als Feiertag an, auf zum ahlkreis.[1591 E. Wüschkc, Junkerstr. 1. 1598 F. E. Allen Freund«-, -•». p v-»»»«»» wyo M«S,. vc Alle ZNann am Platz, seht den Sonnabend Kamps! der Sieg ist unser iin 2. Wahlkreis. Große#i(l WUer-BersllWlW für Rixdorf und Umgegend am Mittwoch, den 26. Februar 1890, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Wiirschmidt, Knesebeckstr. 15. Tag?»-Br'dnung:, Die bevorstehenden Stichwahlen. Referent wird in der Versammlung� bekannt gegeben. 1587 Der Einberufer. WÄ-q '%'r SNMMM dem Sophien-Kuchhoi' brunnen statt._ w Witt*« ' b«» An« MW 1« u-. «ttmM» W Den Mitgliedern zur unser Kolle K AcEitMmgE nser Kollege.M M K«B 1588 2 üfcntliije Wiiljler-BersMmlNgk« für iieii l Berliner NeiPtilgs-Wahlkreis 1. am Donnerstag, den Ä7. d. M., L. am Freitag, den S8. d. M., Abends 8 Uhr. im Lokale der Köhow'schen Kranrrei, prenzlaner Alle», Tages-Ordnung: I. Die bevorstehenden Stichwahlen. Referenten werden in den Versamm- lungen bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. 1536 Der Einberufer. Große öffentliche Wähler- Versammlung für Friedrichsberg nud Umgegend am Donnerstag, den 27. Februar, Abend 8 Uhr, im Neustädter Volksgarten, Proskauerstr. Tages-Ordnung: 1. Die bevorstehende Reichstags-Stichwahl. 2. DiS- kussion. 3. Verschiedenes. 1503 Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Genossen, welche gewillt sind, am Freitag und Sonnabend(Wahltag) im Kreise Nieder-Barnim thätig zu sein, namentlich zur Zeit Beschäftigungslose, werden ersucht, sich spätestens Donnerstag Abend in Reinickendorf bei Theodor Hidde, Bürgerstr. 26; in Pankow bei Schocke!, Schulzen- slraße 17; in Weißens ee bei H. G r ü n e n b e r g, Friedrichstr. 18; in Friedrichshagen bei Steve rling, Friedrichstr. 12, und in Friedrichsberg im Wahlbureau bei S p i n d l e r, Friedrich Karlstr. 34. Das soz. Wahlkomitee für Nieder-Barcim. Große isfeiid B#r#rfmm(iiw am Mittwoch, den 26. Februar, in Rennefahrt's Salon, Dennewitzstraße 13, Abends 8V2 Zlbr, Tages-Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt- Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1577 Oer Einberufer. Große öffentliche Reitztllgs- Wiißler- BersmnlW zu Gross-Lichterfelde am Mittwoch, den 26. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Weichert. Tagis-vrdnnng:..___ 1 1. Die bevorstehende Stichwahl. Referent: Reichstagskand,dat W. Werner. I . if.-f.-;—— w'■.» p.• � Der Einberufer. "" Genossen, welche am Tage der Ktichmohl im TeltsW-Beeskom- S(orW4(;#t(ei(Wer Saßlfreiie helfen wollen, werden ersucht, sich am Mittwoch, den 20. ßeUtuav, fSiemetscffoek Klstiger Stiesel), Kkalili-rstr. 18, zu melden; recht besonnen- Genossen sind� hauptsächlich er- ....". n, x.».•—- iipvIrt?l>tfon r- � bei am 24. verstorben ist..) Die Beerdigung find ff mittags S'z-a Uhr, von der des Alten Elisabeth-K»rq» straße auS, statt....jz Um rege Vetheiligu� Kran�Ä Nach neuntägiger Kro>"�� — M,..——, o"..."»�»»»7 wj v2/vuui|cu(inu ijuufjifcicuiici) CT- � Gonntaa, ben 2�- e, wünscht, da die Schnuerlgkeiten, nielche in unserem Kreise großartig sind, nur durch r�aiähriaer Meister unv ruhiges Wesen beseitigt werden können. Alle Genossen, welche brutal behandelt worden sind, mögen dies dein Zentral-Wahlkomitce melden. Das Zentral-Wahlkomitee. I. A.: Fr. Mielenz. Große öjsentl. GeilerMersllMlNg sämmtlicher Zliitliitrleilte Berlins ll. Umgegeild am Ronnerstau. den 27. �cBnior fflffipnhs s Uli necmeister lu ■Carl KurzoafV h Wir werden sein�lnde»|i . dem berliner nc eine b 1 Unsen �>ser Bl Donnerstag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr,! Allen Freunden und '1..*. P'j. t i p« y v» e.«,~''I.»_ v____ �-*---- e.> im Kömgstadt-Kasino(beide Säle), Holzmarktstr. Nr. 72, der Eisengießerei von Tages-Ordnun� sowie weitere Beschlu Echo Alerandevstrafie. Die neunstündige Arbeitszeit, 'assung. Der Gescllen-Ausschuß. 60 Pf. Stundenlohn, I. A.: H. Jäckel. wie de»i"Fachverein der Beerdigung unseres Vaters( Bruders und Schwagers, D; Heinrich Enders,»">' Dekanntmachnng. Siiiiiiterleiite Berliks u. Umgegekß l»«».'i ßktmrtirtP Ttorf* v— cirt--- t.— �- HHv 1)�1*10(lllve�*> j »nat. I die .�ii ein. »> W* Etwaige noch vorhandene Monitas betreffend die Abrechnung der Be- wegung 1880 sind fortan an die Revisoren Lobs, Schillstr. 14, Gruse, Höchstestr. 18, oder an Petermann, Müllerstr. 177b, Lehmann, Stettiner straße 0 und Schmidt, Lausttzerstr. 3, zu richten.[1589] Die Keauftragte«. Zahlstelle Berit*. Mittwoch, den 26.- Abends S'/a Uhr. Slnnenstt- � Versammln t* (Tagesordnung- 1. Bortrag des Herrn Dr. über: Syphilis. 2. Diskusl'»"' 3 urlin, den 23. Februar� 1890. Lenschcw& Marhert. Ad. Lehmer E. M. Siegel& Co. H. Kasche. Richard Fa IWHULLWMWtWUUMwasuwK.mm, 1581 Fragekasten. euer smyg&l Verkauf von FiSz- ua Seiden-Hüten mit)er Arbeiter- KMrolmllrke ileuWr Hutmalher »»- schiedeneß. 4. w Aufnahme neuer willkommen. Um der Mitglieder wird�rsu�- Allen Genossen Schöneberg's W empfehle meine Bäckerei«.] Keot und Frühstüch sende> frei ins Haus. M. Lew- zebanstrar, Wiederverkäuser entspr. Verg. Achtung I Kein Lad*] .feit 1 lobe �ulatior udehne n ha [Jona '•»enben Der .,®tünb M 18( einem 'unbet. fetaf Kopr::ickerstr. 186. Bitte genau auf Firma zu achten.[1580 1, Mark. Garantie rein amtt'� � besteht 7� OlC und«Inder. *'04, 2. Diskussion und Verschiedenes. 1544 Fabrikpreise, weil directer Bezug und Umgehung des Zwischen- ' Handels.— Mode-Neuheiten für die Frühjahre-, w Sr Kleiderstoffen. leichhaltige Auswahl, sowohl in billigen Genres für Haus i md Morgenkleider, wie in hochfeinen Qualitäten für 1 Strassen- u. Gesellschaftstoilette. Schwarze Cachemires. Anerkannt bestes Fabrikat zu bekannt billigen Preisen. Schwarz« Costüm- o. Traner-Stolfo. Schwarze, GaranUe-Seldenstoffa. """ Tabake. Rippentabak 2 r,. 1595 K. F. Dinsi-S'!� Kottbuserstraße 4, fü. K&; Schöne Wohnungen mit AJolf'jock � der z und Kloset: Stube und Küche ,�1 n 2 Stuben.. Kürfie 70-80 2 Stuben l. April n. Küche 70-80 Rixdorf, Prinz arf�nte Um X. iOI&WWt,,'sto,,.' 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