Donnerstag, den 27. Fedrnar 1890. 7. Jahrg. Hrgan für die Interessen der Arbeiter. »«»NMÄt ßgn*„v, Das..Berliner Volksblatt ber PostzeitungSpreiSliste für 1890 unter Nr. 892.) *' Taglich unter Kreuzband durch unsere Expedition 3 Mark pro Monat. Jnsertionsgebühr betrügt für die S gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und BersavmmtngS» Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmerstrabe 44, sowie von allen Annoneen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3— 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt vi. Ur. 4106.«» ölllltk A. NedLrlrtion: Vettkhstrntze S.— Expedition: ÄinrmeeZtentze 44. A w! 'k Kerliner Stichwalslen finden am Sonnabend, den 1. März, statt. Genossen, thnt Gnre Schuldigkeit! e-ljzj >eiiltilts-Ei> dem i. März eröffnen wir ein neues Abonnement auf berliner Volksblatt". Wk � ncue mafchinelle Einrichtungen sind wir in den Stand wT ei»e bedeutende Preisermäßigung in dem Abonnements- i* unseres Blattes eintreten zu lassen. Her Blatt tostet vom 1. März ab frei in» Kau» J i«( 10 Wm, §5, n'se�| % iolv �?t S" -dej" "l-Ä l die Postabonnenten tritt die Preisermäßigung erst vom k�t»in. '�aktion und Crpeditiolt des izKerliner Uolksblatt". Der»rrirkhsickxkif'klirho Stnffrl«uu»tg. »j?dlt Längerem schon befinden wir uns in einer / des wirthschaftlichen Aufschwunges. Die % e" lvandte sich dem industriellen Gebiete zu und '-t Kapitalien werden in der Produktion angelegt. Aus %„ 51® find die Jndustriepapiere begehrte Effekten. hz.�I�n Bankiers haben ihren Wirkungskreis möglichst Qfwehnen gesucht und namentlich große Spekulanten in haben unbeschadet ihres Patriotismus inter- o n a l e Banken gegründet, um mit ihrer gewaltigen endenkelle überall zu schöpfen. » �er wirthschaftliche Aufschwung ist nach der Zahl .Brandungen ein ganz lebhafter. Wurden doch im e 1889 nicht weniger als 360 Aktiengesellschaften einem Gesammtkapital von 402,54 Millionen Mark •nioet. Davon gehören u. a. der Bergwerks- und Industrie 49(107,68 Millionen Mark), dem Bau- de und der Terrainspekulation 14(35,55 Millionen totuet Feuilleton. »ertöten.] (30 Die Mörstadt St. Antoine. Historische Erzählung von Tony R v v i l l o n. Deutsch von Ludwig Knorr. �ie Verfassung von 1793, welche die Erklärung der fw nhenrechte und den„Contrat social" in sich aufgenom- 5?ite, wurde als ein Werk der Deeemsion betrachtet sie�Nit k Konventsmitglieder der letzten Zeit beschäftigten sich ie pyi Oer Ausarbcituna einer neuen Verfassung. >h- � j h..ßlae Arbeit ihren Unterhalt ®tenb verjagt hatte. Die durch den Tod nicht weg Hungers. Oj. Tie patriotische Begeisterung hatte sich ganz auf die z»!* Tatberichte der Heere beschränkt; aber t» dem Getriebe ütiii zeitlichen Lebens trat als neue Erscheinung das Ver- irfM hÄdigsfieoev— die Sucht, im Strudel des Genusses , ntte3 nachzuholen und vielleicht auch Vergangenes zu � if t.rJfen, am auffallendsten zu Tage; beim Schluß der strömten die Menschen mit mehr Eifer als jemals jpjt l�etgnügungsorten und den Schänken außerhalb der war ein besonderes Talent Jenny's, Spaziergänge wählen. len Skelette der Vorstadt konnten jetzt durch rege! finden und starben nicht Mark) an und 30 Gründungen(125,80 Millionen Mark) fanden im Brauergewerbe statt u. f. w. Eine solche große Zahl Neugründungen von Aktiengesellschaften in einem Jahre ist seit 1873 nicht mehr vorgekommen. Gegründet wird natürlich immer, denn das Kapital ist beständig auf der Jagd nach Beute, nach Profit. In den früheren Jahren wurden gegründet: <*nf,r Zahl der Kapital Lahr Gründungen in Mill. M. 1883; 192 176,03 1884: 153 111,24 1885: 70 53,17 1880 5 113 103,94 1887: 168 128,41 1888: 184 193,69 Die höchste Zahl der hier angeführten Gründungen, die vom Jahre 1883 mit 192 hat 1889 fast eine Ver doppelung erfahren, während die größte Gründungssumme von 1888 mit 193,69 Mill. Mark mehr als verdoppelt wurde. Mit dem wirthschaftlichen Aufschwung verbunden ist natür- lich ein Steigen des Kurswerthes. So verzeichnete das„Verl. Kursblatt" am 2. Januar 1888 den Kurswerth der von ihm angeführten Aktien mit rund 1056 Mill. Mark, gleich einem Durchschnittskurs von 106,30. Ein Jahr später, am 26. Januar 1889, betrug der Kurswerth der Aktien 1364 Millionen Mark und der Durchschnitts tttrs 137,28. Die Kurssteigerung betrug demnach innerhalb Jahresfrist nahezu 31 pCt., also fast ein Drittel ihres Nennwerthes. Ueber das Gründungsfieber, wie es uns in obigen Zahlen entgegentritt, äußert sich der in Frankfurt a. M. amtirende amerikanische Konsul in zutreffender Weise. Er stellt dar, wie besonders auch unter dem Einflüsse der im Jahre 1884 vorgenommenen Aenderungen des deutschen Aktiengesetzes viele alte Privatunternehmungen in Aktien- gesellschasten umgewandelt werden. In den siebziger Jahren herrschte ein ähnliches Fieber. Doch war der durchgreifende Zug der damaligen Bewegung die Schöpfung neuer, während er heute die U m- Wandlung alter und zwar privater Unternehmungen in Aktiengesellschaften ist. Die letztere Thatsache ist für uns ganz besonders b e a ch t e n s w e r t h. Sie stellt das Uebergangs- stadium vom persönlichen Unternehmer zur unpersön- Bald führte sie ihre Freundin auf einem anirntthigen, von großen Bäumen und Gärten eingefaßten Wege nach Romainville, Ivo man Blunten pflückte und beim zwiefachen Lichte der Windlampen und der Sterne auf dem Rasen tanzte. Ein andermal durchschritten sie die Straßen Roquette und Pineourt und begaben sich aus die Höhen der Vorstädte St. Denis und St. Martin. Daun pflegten sie auch den Weg nach Pantin einju- schlagen, wo sich ein Zirkus befand, in welchem Stierkämpfe abgehalten wurden; wenn der Stier seinen Ruhetag hatte, so hetzte man dort Hunde gegen Wildschweine, Wölfe und Bären. In den Zwischenpausen erschien dann, zum größten Ergötzen der Zuschauer, der Clown als Esel und kämpfte mit zwei oder drei Hunden. Diese Unterhaltung nannte man: die Eselsjagd. Jenny liebte als echtes Pariser Kind, diese Ausflüge und Schaustellungen, sie beobachtete Alles, nnschte sich in Gespräche, verließ als letzte den Tanz, war selbstständig und fürchtete sich vor nichts. Henriette folgte ihr mit ihrer gewöhulichen Gelassenheit, die bisweilen kindliche Heiterkeit unterbrach; dann faß- ten sie sich bei den Händen, liefen und sprangen und lachten herzlich, bis Henriette wieder in ihre alte Stimmung verfiel. Doch war sie weder traurig noch schwermüthig, uud die Erinnerung an das vergangene Unglück lag nur noch wie ein zarter Schleier auf ihrer schönen Stirne. Der Mutter Combat war es zu verdanken, daß matt ean, ihren ehemaligen Diener, bis zum 9. Thermidor in t. Lazare vergessen hatte, dann entließ man ihn. Er hatte sich in de: Nähe einquartirt, so daß er täglich die Tochter seines Herrn sehen und sprechen konnte. Später lichen Gesellschaft dar, die A b s ch a f f u n g des persön- lichen Unternehmers und dessen Ersatz durch einen Beamten. Die Produktionsform der Aktiengesellschaft ist die Vorstufe der s o z i a l i st i s ch e n Produkttonsmethode. Durch die kolossale Ausdehnung und Vermehrung der Aktiengesellschaften wird das einer beschränkten Ein- ficht entsprungene Vorurtheil, daß ohne den persönlichen Einfluß, ohne persönliche Mühewaltung und ohne persön« lichen Besitz industrielle Unternehmungen nicht gedeihen können, vollständig über den Haufen geworfen. Im Gegentheil sind die Betriebe der Aktiengesellschaften infolge ihres meist großarttgen Anfanges und reichlichen Betriebs- kapitals durchaus viel leistungsfähiger, unternehmender und rationeller in den technischen Einrichtungen als kleinere Privat- resp. persönliche Unternehmungen. Ueber das Verhältniß der Akttengesellschaften zu den Arbeitern äußert sich der ainerikanische Konsul etwas besorgt. Der Kamps zwischen Kapital und Arbeit meint er, wird unter dem neuen System einen schärferen und agressiveren Charakter annehmen. Kor- porationen, Aktiengesellschaften haben keine Seele und der persönliche Einfluß, wie er den Inhabern privater Be- triebe gegeben ist, wird hier vollständig verschwinden. Der menschlich denkende Jiidustrielle, der bisher ein gewisses persönliches Interesse an dem Wohlergehen seiner Arbeiter genommen hat(?), wird ersetzt durch einen D i r e k t i o n s- rath, der sich für die Arbeiter weniger interessirt, als für die Maschinen. Vom Standpunkte ihrer Tantiemen aus werden die Direktoren zu oft versucht sein, die Löhne herabzusetzen. Der Aktionär kennt die Arbeiter nicht, hat keine persön« liehe Berührung mit ihnen und erfährt nur durch den Mund der Direktoren etwas über sie. Er kauft diejenige Aktie, welche am besten rentirt und wenn er seine Dividende empfängt, wird er wohl selten anhalten, zu fragen, wie es wohl denjenigen geht, die ihm dazu ver« Holsen haben: den Arbeitern. In diesen Aenderungen der Beziehungen zwischen Unternehmer und Arbeiter erblickt der Konsul den Keim neuer sozialpolitischer Unruhen. Die Gewinne der Aktien- gesellschasten können die Arbeiter leicht kontroliren. So hatte er eine Reise nach seiner Heimath angetreten, von wo man seinen Tod erfuhr. Ohne Eltern und Diener, der sie erzogen hatte, wandte die kleine Herzogin ihre ganze Zuneigung der Arbeiterfamilie zu, deren Mitglied sie so schnell geworden war. Sie liebte Jenny wie eine Schwester und verhätschelte Fansan wie einen jüngeren Bruder, legte ihre kleinen Hände in die große Faust Michaels und fürchtete sich nicht mehr vor Mutter Combat, die sie„ihre gute Mutter" nannte. Anfänglich befand sich die Frau in großer Verlegenheit, wie sie sich Henrietten gegenüber verhalten sollte; sie dachte an die Maßregeln, welche sie zur Befriedigung ihres nun erloschenen Hasses ergriffen hatte und empfand Reue über ihr Betragen gegen das Kind, das sie jetzt als das ihrige betrachtete. — Sie wird mir niemals verzeihen, sagte sie sich. Dieser Gedanke machte sie scheu, sie, die sich einst wie eine Löwin auf die Bastille gestürzt, die Tuilerien miteingenommen und mehr als zehn Mal dein Präsidenten des Convents die Faust unter die Nase gehalten hatte.■ Das Bedürfniß, ihrem Gefühle Ausdruck zu geben, hatte sie schließlich hingerissen. — Komm! ich liebe Dich mehr als die Andern, umarme v'ch, hatte sie eines TageS der kleinen Herzogin zugerufen und damit in einem Worte Alles gesagt, was sie bedrückte. Wenn man ihre Bemühungen und Aufmerksamkeiten für die Waise, welche der Haß uitter ihr Dach geführt hatte, mit ansah, konnte man wirklich glauben, sie liebte diese mehr, als ihre eigenen Kinder. Als durch die Jntriguen des Salons der Mad. Tallien, sowie durch die Kompromisse des Direkloriums und besonders die rückläufige Bewegung der Revolution, zahlreiche Namen werden sie besser in der Lage sein, den richtigen Zeit- punkt für Lohnforderungen zu wühlen. Demgegenüber werden sich die Unternehmer zu Verbänden zusamnren- schließen, nicht blos um die Arbeiter zu bekämpfen, son- dern auch, um das Angebot und die Preise der Waaren zu regeln. Das Nächste wird dann nach dem Konsul eine zentralisirte Vereinigung aller Arbeiter des Landes sein. Die darauf folgende Phase der industriellen Eni- Wickelung ist der permanente Kampf zwischen Unternehmern und Arbeitern.„Was die Folgen davon sein werden," schließt der Konsul,„kann Niemand vorhersehen, aber ich meine, sie werden und müssen zerstörender Natur sein, solange, bis ein- mal die gegenwärtige ProduftionS« Methode eine wesentliche Umgestaltung erfahren wird." Kehren ivir wieder zum wirthschaftlichen Aufschwung zurück. Derselbe hat durchaus nicht nnt dem Jahre 1889 seinen Abschluß gefunden, sondern er dauert fort und er- fährt noch immerwährenv weitere Steigerung. Es wird noch lebhast in Neugründungen gemacht und andererseits findet in fielen Fällen eine Erweiterung der Produktions- anlagen und Verinehruilg der Produktion statt. Die finanziellen Betriebsergebnisse sind durchschnittlich als glänzende zu bezeichnen und sie sind durchwegs höher als die von 1888. Das ist die Periode, in der die Ar- beiter versuchen sollen, den Stand ihrer Lebenshaltung zu steigern. Wir wissen nicht, wie lange diese günstige wirchschaftliche Konjunktur anhalten wird, allein ob sie früher oder später mit einem Krach endet, für die Ar- beiter gilt auch in Lohnfragen die Taktik, das Eisen zu schmieden, wenn es glüht. Wir stellten bereits den gegenwärtigen Aufschwung in eine Analogie mit der wirthschaftlichen Blüthe von 1873. Beide Blütheperioden unterscheiden sich dagegen in einem sehr wesentlichen Punkte, von welcher Verschieden- heit die große Entwicklung unserer wirthschaftlichen Ver- Hältnisse seit ca. 20 Jahren gemessen werden kann. Da- mals war auf allen gewerblichen und industriellen Gebieten thatsächlicher Ar beiter Mangel, die Menschen- Hände fehlten, die Nachfrage konnte keine Befriedigung finden. Heute dagegen sehen wir trotz Aufschwung überall Arbeitslose, eine industrielle R e- servearmee, die keine Unterkunst finden kann. Nach unserer Ueberzeugung wird die industrielle Reservearmee nicht mehr verschwinden, so lange das kapitalistische Produktionssystem waltet und wollten daher die Arbeiter mit den Forderungen nach Verbesserung ihrer Lebenslage respektive mit deren Durch- führung warten, bis es keine Arbeitslosen mehr giebt, so würden ohne Zweifel von Seite der Arbeiter überhaupt keine derartigen Begehren mehr gestellt werden können, sie müßten sich resignirt in ihr Schicksal fügen. Der Druck der Reservearmee läßt sich aber, einigermaßen wenigstens, pariren durch eine solide Organisation der Arbeiter aller Berufe. Hambitrj], 24. Februar. Das hiesige Wahlresultat, beson- des dasjenige im 3. Hamburger Wahlkreise, läßt unsere Nc« aktionäre noch immer nicht zur Ruhe gelangen. Der Schlag, daß ihr Adolph Wörmann derart abfiel, hat sie zu arg getroffeu. Di» „Hmnburger Nachrichten" wiithen gegen das allgemeine gleiche Wahlrecht, das den Reaktionären wohl paßte, so lange die Mehr- zahl der Arbeiter sich von ihnen ködern ließ und ohne Nach- denken sich zur Gefolgschaft der Großkaufleute d. h. der Kapitalisten bergab. Jetzt aber fort damit! Nach der Ansicht dieses edlen Blattes muß das allgemeine Wahlrecht abgeschafft werden, was ja jedenfalls auch geschehen wäre, wenn die Kartellsippe wieder mit Majorität hätte in den Reichstag zurückkehren können. Die Wuth, welche ans diesen, wie man behauptet, noch immer im Berliner offiziösen Preßbureau angefertigten Artikeln spricht, scheint gerade daraus hervor zu gehen, daß nun den reaktionären Gelüsten vorläufig ein Riegel vorgeschoben wird. Jmponirt hat den bürgerlichen Parteien, wie sich die National- liberalen und Freisinnigen hier nennen, am Wahltage besonders die nngenieine Ruhe der Arbeiterwähler. Es war an diesem hochbedeutsamen Tage in Hamburg so ruhig, ja ruhiger als an einem kirchlichen Feiertage, Selbst am. Abend nach Beendigung des Wahlgeschäfts und nach Verkündigung des Resultats war wohl eine freudige Bewegung unter der Arbeitermasse, aber von einer besonderen Aufregung war nichts zu verspüren, obgleich ein Hauptmatador der Wörmannianer, ein Herr Jsaaksohn, die sozial- demokratische Wählerschaft als„eine Hörde" bezeichnete. Di« von der kapitalistischen Presse aufgebauschten Unord- nungen, welche an der Hamburg- Altonaer Grenze am Wahtag- Abend vorkamen, sind von keinerlei Bedeutung und stehen mit dem Wahlakte in keinerlei Beziehung. In diesen Straßen Altonas, wo die Prostitution haust, sind Schlägereien meistentheils von den sog. Louis in Szene gesetzt, an der Tagesordnung. Thatsache ist, vaß es gerade bekannten Sozialdemokraten gelang, durch Er- Mahnungen und gütliches Zureden die hinzugeströmten Neugierigen zum Auseinandergehen zu bewegen. Auch wurden keinerlei Verhaftungen vorgenommen, nur ein durch Faschinenmesserstichc Verwundeter mußte in Obhut genominen werden. Wenn der„Hamburgischer Correspondent" schreibt: „Man meldet uns aus Berlin: Es find maßgebendsten Orts die eiitgehendsten Berichte über die ain Wahltage resp. am Abend desselben vorgekommenen sozialdemo- : f... /f.... r f----- r&---- �«•-■. k r a t i s ch e n Exzesse eingefordert worden. Man glaubt hier, daß diese Vorgänge nicht ohne Einfluß auf die Ent- f f* A � 1* A««•« Sk AM AA Ä A t___ � i.......___ W.... JA schließnngen her nächsten Zukunft bleiben werden," so ist das wieder eine dicke offiziöse Lüge, soweit von„sozial- demokratischen Exzessen" die Rede ist. Das rüde Treiben einiger Radaubrüder der Sozialdemokratie aufhalsen zu wollen, das— nun das ist eine von den Gemein- heiten, an die wir von Seiten unserer Gegner nun nachgerade schon gewöhnt sind. Die deutsche Arbeiterschaft hat seit den sechsziger Jahren durch Ausübung des allgemeinen Wahlrechtes und der dazu gehörenden Vorbereitungen eine viel zu gute poli- tische S ließe. jule durchgemacht, als daß sie sich je zu Exzessen verleiten -elbst ein Staatsstreich, der dem deutschen Volke das allgemeine Wahlrecht wieder rauben könnte, wäre hoffentlich nicht im Stande, die Arbeiterschaft Deutschlands dahin zu bringen, daß man Gelegenheit finden würde, die Kanonen, von welchen Herr v. Puttkamer in seiner Stolpeschen Wahlrede gefabelt, gegen das Volk zu richten. Bei den Stichwahlen wird sich nun freilich Alles, was sich „staatserhaltend" und„gesellschastsrettend" schimpft, gegen die Sozialdemokratie verbinden. So wird schon in der nationalliberalen Presse gemeldet: „In Pinneberg, Ottensen und Uetersen ist das Wahlkomitee der vereinigten deutfchsreisinnigen, konservativen und national- liberalen Parteien sür die Stichwahl bereits gebildet worden." Endlich ist Aussicht vorhanden, daß die nun schon über ein Jahr dauernde Aussperrung der hiesigen Former von Seiten der Eisengießerei-Besitzer ein Ende findet. Es handelte sich bei der Differenz der Arbeiter nnt den Eisenindustriellen be- kanntlich darum, daß Erster» von den Letzteren gezwungen wer- den sollten, nur den Arbeitsnachweis der Prinzipäle anzuerkennen, welche bei dieser Gelegenheit schon schwarze Listen eingeführt hatten. Nun hat am 21. d. M. eine kombinirte Sitzung der Metallarbeiter-Kommission und eines Ausschuyes der Eisen- Jndusmellen stattgefunden zum Zwecke der Berathung zur Errichtung eines gemeinschaftlichen, unparteiischen Arbeitsnach- weises. Die Aussicht auf Gelingen dieses Planes ist günstig und damit wäre Gelegenheit gegeben, den Frieden zwischen den Ham- burger Formern und Kernmachern und den Eisengießerei-Befitzern wieder herzustellen. Wahrscheinlich ist bei den letzteren das Be- dürfniß hiernach noch stärker, als bei den Arbeitern vorhanden. Ptalikipchre zUektevfrihk. Da» Abgeordurteuhaus begann am Dienstag die Be- rathung des Etats des Ministeriums des Innern. Bei derselben richtete Abg. S o m b a r t(natl.) die Anftage an die Regierung, wie weit die Vorarbeiten in Bezug auf die Landgemeindeordnuna gediehen seien. Minister Herr für th gab eine sehr zurück- haltende Antwort, in der er die Nothweudigkeit einer sehr sorg- samen Prüfung vor dem Beginn des gesetzgeberischen Vorgehens hervorhob, und erklärte, daß noch kein abgeschlossenes Material vorliege. Die fteisinnigen Abgeordneten Zelle und Rickert hoben in zutreffender Weise das Unbefriedigende dieser Erwiderung hervor und auch Abg. Sombart erklärte sich durch die vom Minister ertheilte Antwort in keiner Werise befriedigt. Im Verlauf der weiteren Debatte nahm Abg. Czarlinski Verau- lassung, auf den Mißbrauch der amtlichen Kreisblätter zu poli- tischen Kundgebungen hinzuweisen. Dieser Mißbrauch wurde in gleicher Weise von denAbgg. Rickert, Dr. Windthor st und Szmula gerügt. Dem gegenüber wandte Minister Herr- f u r t h ein, daß die Regierung nur für den amtlichen Theil dieser Kreisblätter verantwortlich sei, und suchte ins- besondere sein Ressort vor jeder Veranttvortung durch die von der Liste der Emigrirten gestrichen wurden, als man auf den Promenaden und in den Theatern wieder Leute mit Titeln sah, die elegant und unverschämt austraten, da sagte die Combat zu ihren Nachbarn: — Ich chabe auch eine Herzogin, die ich zeigen würde, wenn ich wollte; dabei stemmte sie herausfordernd die Hände in die Hüften. Doch konnte man Stolz ans ihren Augen lesen, daß ihre zweite Tochter einen Herzogstitel trug und edler war, als die Lumpen von al-dovants, die im Palais Royal lärmten und sich in die Sektionen drängten, nm dort ihre Ansichten zum besten zu geben. Seitdem keine Kokarden mehr gekauft wurden, be- schäftigte sich die kleine Jenny mir der Politik nur noch wenig, freute sich aber über die Siege aus zwei Gründen: aus Patriotismus und wegen der Stickereien; viel mehr Interesse zeigte sie für den Tanz in Romainville oder sür die Sitzungen des Rathes der Alten und der Fünfhundert. Sie war glücklich, ihre Vorstadt durch die industrielle Entwickelung neubelebt zu sehen. Die öden Plätze bevölkerten sich, und die Fensterläden der verlassenen Häuser öffneten sich wieder. Hier und dort eittstauden Bauplätze, und Häuserreihen wuchsen wie durch Zauber in die Höhe. Wenn die Mädchen des Abends an threm Mansardenfenster saßen, um frische Luft zu schöpfen, sah Henriette wohl in den dunkeln und farbigen Wolken des Himmels ein Schloß, Gärten, Wälder, die liebliche Aussicht auf ein schönes Land, während Jenny bald links die Reihe der niedrigen Hänser, die sich dem Lause der Seine anschlössen, betrachtete, bald die blauen Dächer von Paris ansah, über die Vorübergehenden, wie über Alles, was in ihren Ge- sichtskreis kam, plauderte. Sie lebte, während die Andere träumte. Indessen verging noch keine Viertelstunde, so hatte sie durch die Erinnerung an einen Namen sich selbst und die kleine Herzogin in Extase gebracht; es war dies der Name ihres großen Freundes Cadet Tricot. Cadet Tricot war wieder in Paris. Der Bataillonsches vom Lager in St. Amand hatte m sieben Jahren eine der höchsten Stellungen in der Armee er- obert. Von der Nordarmee war er 1793 nach den östlichen Pyrenäen gekommen, von dort nach der Vendoe und dann nach Italien. Dort war er mit Bonaparte bekannt ge- worden. Dieser erkannte in dem Koloß mit dem rothen, breiten Gesichte einen von den Halbgöttern der Schlachten, deren Gedanken gleich Null sind und die dennoch durch ihr Beispiel Alles mit sich fortreißen; er liebte es, solche Charaktere an sich zu fesseln, weil sie ihm zu den Zwecken seines Ehrgeizes die geeignetsten Mittel schienen. — Der wird mich nicht verlassen, sagte er. Er vertraute ihm die gefährlichsten Posten an und wenn utend davon rüg den ehe- sakrirt hätte. S7.'.» Erklärung zu entlasten, daß seiner KWZ ÄS-ÄiS"« BRI waren durch den vom Abg. v. E y n ern(uan.� g»' trum erhobenen Vorwurf, in Solingen. j,,«##'' l' eigenen Kandidaten statt des zuerst in Aussicht ß», meinsamen Kandidaten Klein dem sozialisttschen.wg Siege verholfen zu haben. Den: gegenüber betonte die Thatsache, daß die Nationalliberalen mehrfich�t| � zm Unt itt der c Mitt °?-nha An unsci WPw #####: ..... hnrrf, die nationalli Mund s»! durch die er ihn mit durchlöchertem Helm und Mäntel zurückkehren sah, so fing er zu lachen an und| maligen Bauernjungen, wie viel Feinde er ma Dann zeigte ihm Cadet seinen schartigen Säbel. Er kam aus Italien mit drei Wunden, dem Grade eines Brigadegenerals und einem Appetit zurück, den ein gewöhnlicher Republikaner nicht hätte befriedigen können. Bonaparte nahm ihn mit nach Egypten. Dort ertrug er Hunger, Staub und Hitze, nicht ohne sich darüber, wie die meisten seiner Kameraden, zu beklagen. Er hörte, sie von Sulla und Cäsar sprachen, die Diktatur verdammten, gegen die Expedition protestirten und er stimmte in ihren Chorus ein. Eines Tages rief ihn Bonaparte, unter dem Borwande, eine Wassermelone zu essen, zu sich; er wußte bald Alles, was er wissen wollte und srug ihn geradezu, ob er sein Glück machen und sich ihm rückhaltlos anschließen tvolle. Cadet besaß den Spürsinn des Bauern; er begriff, daß der, welcher so sprach, stärker sein müßte, als die Anderen, und ohne sich um Sulla oder Cäsar zu bekümmern, schwor er, ihm blmvlings zu folgen. Darum gehörte er auch zu der kleinen Anzahl von Offizieren, die Bonaparte mit zurück nach Frank- reich nahm. Am 18, Bruntaire kommandirte er ein Grenadier- bataillon in St. Cloud, und er befand sich an der Spitze einer Division, währendjenes Feldzuges von 40 Tagen, oem der Donnerschlag von Marengo ein Ende machte. Er war nun reich durch seinen Antheil an der Beute 11)0 11 Unterstützung der Sozialdemokraten NR.,..... Partei sur ausgeschlossen.- Mittwoch wird dü des Etats fortgesetzt. Für ein urur«_ Wahlen noch nicht beendet............. halte es für undenkbar, meint sie, daß die über dem erschreckenden Anwachsen der aus)ede besondere Abwehrmaßregel verzichten und oa, j Sozialistenge, etz im Herbst dieses Jahres einfach.. ab W,, werden. Dem Wohlwollen und der Fürsorge ,ui dis, werde auch der volle Ernst der Staatsgewalt gegen werden müssen. Gefetzgeberische Vorschläge irgend zum Ersatz oes Sozialistengesetzes würden also dem alsbald zugehen müsse». Eine solche Aufgabe mit di# lag zu losen, erscheine fast aussichtslos.— HoffenM M-— SS— U- A ÖrtW�lÖ. Ar m der kratischen Kandidaten unterstützt haben, und e" l'™i u 5 1 I>°N zi «Die ..Malle, MsiNben» ander, "i will. sich letztere Annahme der„Nationalliberalen torresp MS Reichstages und ein besseres, Wahlergebmß bei rechnen. Die erste internationale Arbeiterschutz'»' j' wird in Berlin, nicht in Bern, stattfinden;. ...... ü die Pv Politik t fäniidc( Wen einij � und n Um jed, ~«hrltö deutsche Initiative hat die diesem Gebiet, die Schweiz, vorläufig zu vertagen— das ist der Inhalt tot»vi && im A ;it alles •'... K.ffff, w'llkc das. deutsche Programm etwa mehr umfaßte bcutfdjc �vogxamm»:A,#A#DW als das Schweizer, ohne dessen Sachlichrett ausM. auswärtige Staaten, die ja der Schiveiz durch. � zugesagt hatten, dürften sich nunmehr ohne der Berliner Konferenz einfinden, zumal man der Schweiz dabei de» Ehrensitz einräumt, gebührt. m >« Ktaat-rath-. lafpolittschen Vorlagen zu berathen haben, sind — m-tX.WA-aas w cv, titern V«» g— A—— v------, mittag 11 Uhr nn Gebäude des Reichsamts des Innern getreten. Man nimmt an, daß die Verhandlungen Zw* Anspruch nehmen»verden. �«««--- K.- (Hungertyphus) ausgebrochen; viele Bergleute gestorben.- Unter den Glasarbeitern in Josephth�.� Mein, Mem w 51"PPelliti Mit toniemvald, die der Ausstandsbewegung bisher gährt es, und ein Ausstand ist täglich zu gewärtigen. GroKbritannie». ..° n, 25. Februar. Unterhaus. Der matssekretar des Auswärtigen, Fergusion, theilt-#* 'hre Berettwilligkett erklärt, an der Er. Atajejtat dem deutschen Kaiser vorgeschlagenes �8 der % \ Dö 61 °ris. % in Italien, und überzeugt, daß Bonaparte, 1...ffi-A------- k A.A f. A. � 4 A A t.# ♦ AA* WS � Y A � � T» Ol Dienste erwiesen hatte, ihn niemals verlafien dem# würde- V%#V»v,v.,—.yrr---------------- alle Welt, wartete er auch auf ein in der Luft liegen�' kiel, daß sein militärisches Glück M eigniß und sagte sich,.................... noch vergrößern könne. wf M Man treibt sich nicht neun Jahre in Europa" j# riskirt nicht hundert Mal sein Leben, man besuchs# umsonst Volksvertreter, Generale und die Gesellschaft" verlfi eroberten Städten, ohne daß der Charakter nicht d t, doc beeinflußt wäre.. Lenoir hatte ihm Schreiben und Lesen gelehrt, ek �- fich' ihm auch einige geschichtliche Kenntnisse beigebracht, ti "':, ihm die Grundsätze der � � g »»/»»» A. AA J SJ\//----/ ders strengte er sich an, ihn und Gerechtigkeit einzuprägen� sihWi J{nni Alle diese belehrenden Dinge waren dem Bauern � �. � A... militärischen Lebens eml war, j in wer Ä StvO l( Tem j» fachte "h. 'S" vor den Tagesereignissen de........_______ den, die dem Soldaten, welcher aus dem Kriege ein„ werk macht, das Wichtigste sind. Tödten, um nicht S A zu werden, nach der Schlacht das beste Mahl und beste.,, finden, avanziren, damit man mehr Sold und mehr � bezeugungen erhält— derart war das Programm Generals beschaffen. Wie er General war, trieb ihn der Ehrgeiz wen� träumte, reich zu werden, das, was er bei Anderen auch zu besitzen— ein Haus in Paris, ein zweite» dem Lande, Pferde, und unter den Frauen jenigen, die ihm am besten gefielen, wenn# U in den Champs Elysue's und im Palajs Royal 5Veitt, Ohne Zweifel hatte sich seine Intelligenz in hem% 2 mit Gefahren und Beschwerden erweitert, ohne sich höhen. Das Gefühl des Rechtes und Unrechtes kfl'- nicht, aber«r verstand den Charakter der Menschen st' schaue»!, sich in sie zu schicken, tvenn er Nutzen von th' »vartete, zu rechter Zeit zu schweigen und brutal m Wärme zu sprechen, um darunter seinen vorwiegend* scheu und selbstsüchtigen Sinn zu verbergen.. ,z Auf dem Schlachtfelde, im Angesicht des Fei»? y Getümmel, da war der General Tricot eine prächt'S scheinung; er begeisterte seine Leute durch seine Spra� Gesten. Mit seiner großen Mähne, seinen geöffneten # Freu, würi er 1 ' bli Test wmm WAWWWW»» «»% S-i SZ tellunz ardn-l»� odi(" &n','A, Untersuchung der ernsten Fragen, betreffend die ««2 mn, arbeitenden Klassen, deren Lösung durch inter- t» Ärkung erleichtert werden könne, in Gemäß- ■lAZ �"öland akzeptirten Grundsätze der Gesetzgebung ju wollen. -itigi % Kg nalllil Ä- «urdei illiberal»» .ntctlt?tn" Dr'. DüN-I itionalliss Dänemark». .°g en- Von dänischen Sozialisten geht dem ä"r Veröffentlichung zu: unsere Bruderparteien, Genossen und Freunde Tie%.,„ in. Auslände! in Ts, uus Eurer Presse vielleicht schon ersehen habt, i» ein?!- o.'"'ufchen Arbeiterpartei Reibungen stattgefunden, �»ir�ung unserer theuersten Prinzipien, der Rede- .er �\m�. geführt haben, indem 7 Parteigenossen, die Ejn, qn- J50'1110"' aus der Partei ausgeschloffen worden sind. . u��'sserzahl. die sich solidarisch mit den Gemaßregelten ■ i(L nneine. Vereinigung wünscht, sondern sich tyrannisch 'ilieS,,! �'0 berechtigte Opposition stellt lmd auch nach der i�,"» uoch mit der Verdächtigung unserer Genosse» fort- lmw'tc.;P5n„Handlangern der Regierung",„Spionen" lifafinn I' f0 hat diese Minderzahl beschloffen, eine neue '"°n zu bttden: «Vie revolutionär-sozialistische Arbeiterpartei WMM»»Mkn Dänemarl",>WWM>W� klK �Mltteln und durch ein selbstständiges, priitt pielles i-iu?.,, Wüßtes Auftreten im Verein nnt den sozialtstlschen »« Zl" füv bie Emanzipation des Proletariers i jetzt. ein.> Ii 't?!3t!S daß Ihr nicht besonders sympathisch berührt ie>iüberZ s.(j,_ ,'tti, von einer Sprengung in den Reihen der Sozialdemo- i welcher», denn eine solche stärkt tins nicht in dem gemeinsamen » MS � Kapitalherrschast, aber Ihr werdet einsehen WMiiWLwWS . 3r"rtbJoettei alle und jede Opposition innerhalb der lsden Preis»nd niit den niederträchtigsten Mitteln, Jen Glichen Sozialisten empören miissen unterdrücken Stit'H?! schweigen, sollten wir Ulis selbst davon aus- talv* den Fortgang unserer Sache zu käuipsen, nur uni W" u"d oberflächliche Einigkeit zu bewahren? �'losten, daß Eure Antwort hierauf dieselbe sein wird, .»Tben und daß der von uns gethmie Schritt von den . m Auslande verstanden und gebilligt wird. 'Ä Neue, so sind auch'vir.»insere Zahl und Geld- ji>?. schwacli. Wir bedürfen einer wirksamen Stütze für Msttim, und haben deshalb beschlossen, unser Wochen- ''«roelderen" baldniöglichst als Tageblatt erscheinen zu A r ch"UN die Opserwilligkeit unserer hiesigen Partei- TJgroß ist, so glauben ivir allein doch nicht im Stande zu -. nächsten Zeit diese Aufgab« lösen zu können, mid . �k tzii-'s beshalb an unsere Bruderparteien, Genössen und Freuilde, ist M aber an alle im Ausland« lebenden Skandinavier. .op n'die �D��blattsonbs zü unterstützen, selbst die kleinsten Summen �ller. 1-,. ttonvUlfon,n'e"- und versprechen wir baldlge Gegenleistung. /;,fet g'�»eti ilr(!.0ifch< Vereine bitten'vir, Einsamiulungen vorzu- .sti-n.*-i'ch wegen Ausfolgung von Quittungskoupons und ZS; N'VM- 7«#.-»-«■ .... Fraukrtich. r,' a,tl§, 25. Februar. Die Deputirtenkaniiner geuehnngte RtzsWgen Sitzung mit 277 gegen 238 Stimmen eine Ab- i-ii 7,.� Geschäftsordnung der Kammer, nach welcher es �«Massig � Veputirte, welche den Anordnungen des Präsi- " Eehorsan, verweigern, während 30 Sitzungen auszu- / Dk-roulöde hatte gegen diese Abänderung protestirk � beständigen Gefahr eines Mißbrauchs durch die f l** S, 25. Febrilar. Tie Verhandlung über die Beschwert e Einschränkung der Anklagen tu der Affäre berSocieW des . Hut heute hier stattgefiluden, Das Urtheil. erfolgt nächste ?>«« JeStH Redaktion des„Arbeideren" w Verbindung zii an Euer SolidarjtätS- & u > Der» [te in". andet, geneu ih i»r f. vle Zähne sichtbar werden ließen, gltch er emem unden Löwen, Er war auch bei der Parade noch schön, mne breite Brust sich unter den Stickereien dehnte. fjeini A t. er enff ein cht/! beste nem Glück"war das Revolutionstribunal unterdrückt, Mi er vielleicht vor dein Blicke Fonquier-Tinville's ter» angesangen. �urch seinen persönliche» Dieilst beim ersten Konsul K verhindert, so oft wie früher in ba£ Faubonrg zu m, doch ließ er sich iinmer noch sehen und war seinen ffkreunden treu geblieben. Er hatte auch Sailterre ge- ' sich ruhig zu verhalten, und seinem Eulfluß auf 'ürte war es zu danken, daß der Befehlshaber der 'Ugarde unter dem Konvent unbehelligt blieb und Brauerei ruhig weiterführeil konnte. Er liebte die vknny niit dem Grade von Liebe, deren er überhaupt "Bar, das heißt, er gefiel sich in dem Bewußtsein, ge- «u werden, und cinpfand ein wirkliches Vergnügen, in der kleineu Mansarde sitzend, der Arbeit der Mädchen zusah, deren Sprache und Grazie in .angenehmen Gegensatz zu den affektirten und ge- tzji'n sollenden Manieren der Fraueil trat, welche er {®1D0 kennen lernte. jungen General gefiel eS, seine kleine Freundin Ti* i> Achten, mit ihr über vergangene Zeiten zu plandcru .-l.M für eine Vlertelstnnde einer besseren Empsindung er shit Kj.�lftffen, die seinem männliche» Gesichte einen sanften verlieh. Hz Jenny plauderte, lachte, saug, zog ihm seinen Säbel ä*! it*1 Scheide, plante Ausflüge mit ihm, duzte rhu nach >?r hatte die feste Ueberzeugnng, weil sie an die Löchte, wo er ihr Diener war und die Steine von der schleppte, daß er nie eine andere Frau haben könnte ■- und daß ihr Cadet eines schönen Tages zu seinem freunde Michael Combat kommen und um ihre Hand ,(fir J.'Bürde. Wenn sie ihre Hoffnungen nicht aussprach, � L h dies nur, um ihrem großen Soldaten das Ver- Initiative zu lassen. r r.■( b blieb mit Jenny immer vertranlich, brachte ihr ' beschenke, erzählte ihr von den Feldzügen, nahm sie Zn den Mahlen. Z« de« Ktichwahlen. Die Stichwahlen sind bekanntlich ans Sonnabend festgesetzt. Gerade dieser Tag, der Tag der Lohn- Zahlung, erschwert es dem Arbeiter, sein Wahlrecht auszuüben. Dieser Nachtheil muß durch uin so größere Opferwilligkeit und Pflichttreue weit gemacht werden. Joder, dem es irgendw-e möglich ist, muß sein Wahlrecht in der Zeit von 11—2 Uhr Nachmittags ausüben. Es darf nicht vorkommen, daß um 6 Uhr Abends Schaaren von Arbeitern vor den Wahllokalen umkehren, weil der Wahlakt bereits geschloffen ist. Beherzige ein jeder, daß nach 6 Uhr kein Stimmzettel mehr angenommen wird. Auch dafür muß gesorgt werden, daß das Wahlgeschäft sich glatt und rasch abwickelt. Man trete an die Urne und nenne auf die Auf- sorderuug des Wahlvorstehers hin, laut und deutlich seinen Namen und seine Wohnung. Das ermöglicht nicht nur eine schnelle Abfertigung des Wählers, sondern liegt besonders auch im Interesse unserer Genossen, die im Wahllokal die Kontrole führen. Berechtigt bei der Stichwahl seine Stimme abzugeben, ist auch derjenige Wähler, der bei der Hanptwahl nicht mit abgestimmt hat. Zlel-er dasWachf«» der fozialdemokriitiscke» Ktimmr» in den städtischen Wahlkreisen seit 1878 bringt die„Freist Ztg." folgende Tabelle, die an Interesse nichts verliert, wenn auch ihre Zahlen nicht ganz genau sind. Hainburg Berlin I : I VI I II ;; vi Breslau I " München I n Dresden I isi9 Magdeburg Frankfurt a. Königsberg Hannover Stuttgart Bremen Düsseldorf Nürnberg Danzig Strastburg Chemnitz Elberseld-Barmen Altona. Stettin Aachen Krefeld BrailNschweig Salle Lübeck M. 1878 2121 7 683 6 914 20 224 3 615 15 707 10 491 12 447 6 691 6 693 6412 1 997 3 252 7433 9 870 5 822 2189 6 253 4 080 1 108 6 588 4136 6 304 486 10 162 114 141 9 899 11325 11 602 914 903 467 7 376 1046 1538 1881 0 3159 2 452 13 573 0 10 629 7 563 9 439 6 108 5 213 4 955 1 970 2 972 6 231 9 079 6 482 2 474 5 541 4 704 248 5 515 4131 4 616 305 9 669 43 89 10 256 7 949 6 971 910 583 393 B 703 1 173 877 1884 821 9 282 6 344 25 386 2 444 24 258 12 282 14 300 10 922 6 019 6 221 3 462 6 399 6 514 8 620 9 676 4151 8112 7 965 4 351 .8 839 3 346 4 880 1048 12 582 577 0 14 412 13 031 10770 1 139 864 1181 6 764 8 535 2 432 1887 2 176 14 751 9 088 32 064 4 803 30 453 14 497 18 672 17 803 7 781 8032 4 563 11335 6 942 9 175 10 087 4 952 11438 8 640 7 987 12 210 4 496 7 743 2 933 14 837 2 279 103 15 350 15 655 15 120 4 276 905 1917 10 659 6 690 4 234 1890 3 588 20 225 12 287 40 709 7 234 42 274 17 031 22 093 27 230 9 996 11404 7 539 17 717 11034 13 427 12 921 10 633 17 256 12 633 12 300 15 752 10 372 14 843 7 502 16 809 3 526 4 770 24192 18 094 18 240 7 761 1744 3025 12 804 12 390 6258 I Alls der vorstehenden Liste ergiebt sich unter der Herrschast des Sozialistengesetzes ein Anwachsen der Sozialdemokratie allein in 36 städtischen Wahlkreisen von 214 000 Stimmen im Jahre 1878 auf 506 000 Stimmen im Jahre 1890. Besonders auffallend ist die Steigerung von 1887 bis 1890; da finden wir Städte, in denen sich die sozialistischen Stumuen mehr als verdoppelt(Stutt- gart von 4496 auf 10 372, Köln von 4952 auf 10 688) oder fast verdoppelt habe»(Bremen von 7743 auf 14 843). Bemerkens- werth ist das Vordringen der Sozialdemokratie in den katholischen Städten, ivo während des KultiirkampfcS sozialistische Stimmen kaum vorhanden tvaren und auch 1878 noch unansehnliche Minder heilen darstellten. Von den 36 Stadtkreisen besitzt die Sozialdemokratie jetzt bereits: 1) Berlin IV, 2) Berlin VI, 3) Hamburg I, 4) Hamburg II, 5) Hamburg III, 6) München II, 7) Magdeburg, 8) Nürnberg. 9) Chemnitz, 10) Elberfeld-Barmen, 11) Altona. Sie steht zur Stichwahl 1) in Berlin II, 2) in Berlin III, 3) in Berlin V, 4) in Breslau I, 6) in Breslau II, 6) in München I, 7) in Leipzig, 8) in Köln, 9) in Frankfurt a. M., 10) in Königsberg, 11) in Hannover, 12) in Stuttgart, 13) in Bremen, 14) in Düsseldorf, 15) in Stettin, 16) in Braunschweig, 17) in Halle, 18) m Lübeck. Davon hat sie früher schon besessen: I) Breslau I, 2) Bres- bisweilen auf seine Knie und warf sie dann herunter, als wenn sie noch 12 Jahre alt wäre. In Gegemvart Henriettens war seine Haltung eine ganz andere. Man hatte ihm Henriette vorgestellt; er kannte ihre Geschichte und wußte, daß sie zur Familie gehörte; er sah ihr Bett im Zimmer und ihren Platz ain Arbeitstisch und wurde verlegen. Er redete sie niemals an, sondern betrachtete sie beständig, und da er sie stets ruhig und gleich fand, sie auch ihren Blick nicht vor dem seinigen senkte, so betrachtete er sie als ein Geschöpf höherer Art. Ihr Titel und Adel übten ans dies Kind der Revo- lution, das andere Autoritäten kannte, keinen Einfluß aus, es war vielmehr die Natur der kleinen Herzogin, welche die des Soldaten gefangen nahin. Er wußte vorher, was die kleine Jenny dachte und sagen würde; diese aber war ihm ein Räthscl, sie ähnelte in keiner Weise den Frauen, welche er gesehen hatte. An was dachte sie bei ihrer Arbeit? Welcher Art waren ihre Träume, wenn sie sich auf dem weißen Bette ausruhte? Der junge General kam nach der Vorstadt St. Antoine um Jenny zn sehen, und wenn er weg ging, dachte er an Henriette. Richard Lenoir. Eine Stunde später als Richard das Haus Collard's verlassen hatte, stieg er die Straße Charonne hinauf. Vor oem alten Kloster Bon Secours stand er still; zehn Jahre der Nichtbenutzung hatten es in eine Ruine ver- wandelt. Die großen, mächtigen Mauersteine, die hohen Dächer, die alten Bänine im Hofe machten einen ehrwürdigen Gindruck, der aber durch die überall sichtbare Zerstörung bald verschwand. Von oem vom KnegZmimster eingerichteten VorrathS- magazin ivar nichts mehr vorhanden, als eine Drehbahn, ans der Häksel klein geschnitten wurde; die halbgeöffneten großen Thorflüael hingen nicht in ihren Angeln, sondern lehnten sich an die Mauern an; durch die Lücke» der Dächer fiel der Regen auf die zerbrochenen Fließe der Saalfußböden, kein Fenster war vorhanden, m» den Wind abzuhalten, und ans dein Hofe gedieh Unkraut nud wildes Buschwej» Frankfurt, 4) Hannover, Dresden I. 5) Braunschiveig; außerdem lau II, 3) auch noch' Es sind also von den 36 Kreisen nur noch sechs, die nicht schon der Sozialdemokratie gehört haben oder von ihr stark ge- fährdet waren, nämlich Berlin I, Danzig, Straßburg, Aachen, Krefeld und Dresden II. Wer die Zahlen der Tabelle objektiv beurtheilt, wird wohl zu dem Urtheik gelangen, daß in absehbarer Zeit die 36 großen Städte ausschließlich durch sozialdemokratische Abgeordnete ver- treten sein werden. Die Kauptwaht vom 20. Februar hat im Vergleich zu den Wahlen vom Jahre 1887 folgendes Resultat ergeben: Statisiilt der Devliner Drichatageiunhlcir. Auf Grund der amtlichen Bekanntmachnngen, betreffend die Ergebnisse der letzten Reichstagswahlen in Berlin geben wir folgende Berech- mingen über die Zahl der Wähler, die Wahlbetheiligung und die aitf die einzelnen Parteien entfallene Stimmenzahl, indem wir dabei die Wahlen der Jahre 1887 und 1884 zum Vergleich heranziehen: Die Zahl der eingeschriebenen Wähler betrug 330765 gegen 313 114 im Jahre 1887 und 284 222 im Jahre 1884. Es Hai also seit 3 Jahren eine Zunahme um 85 651 stattgefunden. Die größte Zahl von Wählern hat der 6. Wahlkreis mit 104 460 (1887 86 323); dann folgen der 4. mit 89 280(79 222), der 2. mit 70 078(63155), der 3. mit 33 988(33 502), der 5. mit 31879 (29 523) und der 1. mit 21 130(21 389). Der 1. Wahlkreis zeigt also seit 1887 eine Abnahme um 259 Wähler, wie er auch schon von 1881 bis 1884 um 187 Wähler abgenommen hatte. Die größten Wahlkreise haben auch die stärkste Zunahme, der 6. allein hat eine solche um 18 137 Wähler. Dieser Wahlkreis ist jetzt nahezu 5 mal so groß als der 1., eine Ungleichheit, die immer dringender zur Abänoermig der Wahlkreise auffordert. Was dte Wahlbetheiligung betrifft, so sind im Ganzen 239 239 giltige Stimmen abgegeben worden gegen 232 929 im Jahre 1887 »nd 197 409 im Jahre 1884. Es machten mithin 68,2 pCt. aller Wahlberechtigten von ihrem Wahlrechte in gtltiger Weise Gebrauch. 1887 betrug dieser Prozentsatz 73,9, 1884 69,5 und 1881 76,7. Die diesjährigen Wahlen fanden also unter einer schwächeren Bethciligung statt, als die früheren. Von den ein- zelnen Wahlkreisen zeigte die stärkste Betheiligung der 2., in welchem 75,9(1687 78,5) pCt. der Wühler an der Urne erschienen, dann folgten der 3. mit 72,8(1887 80,9), der 1. mit 72,3(80,1), der 5. mit 68,4(74,3), der 6, mit 65,1(68,5) und der 4. mit 62,9(71,7) pCt. Man steht also, daß sich in denjenigen Kreisen die meisten Wähler der Stimmabgabe enthielten, in welchen von vornherein auf einen Sieg der Sozialdemokraten ge- rechnet wurde. Was nun die einzelnen Parteien anlangt, so haben die Kan- didaten der Sozialdemokraten im Ganzen 126 317 Stimmen auf sich vereinigt. 1887 wurden 94 259, 1884 68 535 sozialdemokratische Stimmen abgegeben. Das Wachsthum seit den letzten drei Jahren beträgt also 32 058 Stimmen oder 34 pCt. Von 1884 bis 1887 hatte die Zunahme 31,5 pCt. betragen. Die»leisten sozialdemokratischen Stimmen sind abgegeben im 6. Wahlkreise mit 42274(1887 30 398); dann folgen der 4. mit 40 709(1887 33069), der 2. mit 20 225(14 725), der 3. mit 12 287(9088), der 5. mit 7234(4803) und der 1. mit 3588(2176). Die Zunahme erstreckt sich also über alle Wahlkreise, ist aber verhältnißmäßig am stärksten gewesen im 1. mit 64,2 pCt. Die Sozialdemokraten haben bei den letztenWahlen mehr als dieHälfte aller in Berlin abgegebenen Stimmen, n ä m l i ch 52,8 p C t., erhalten. Verhältnißmäßig die meisten Stimmen entfielen auf ihren Kandidaten im 4. Wahlkreis mit 72,5 pCt.(1887 57,5 pCt.), dann folgte der 6. mit 62,2(51,4), der 3. mit 49,6(33,5), der 2. mit 38,0(29,0), der 5. mit 33,0 (21,5) und der 1. mit 23,6(12,7) pCt. Die relative Zahl der Sttnimeit hat also in allen Wahlkreisen erheblich zugenomnien. Die Deutschfrcisinnigen erhielten insgesammt 75 006 Stimmen Segei» 66 070 im Jahre 1887 und 71 000 im Jahre 1884. Die [ahl der Stimmen ist also seit drei Jahren um 8936 gestiegen, und auch um 4006 höher als sie 1884 war. Die meisten Stimmen Inmitten dieser Verwüstung ging ein menschliches Wesen auf«ud ab— die alte Beschließerin des Klosters, die unter der Republik Pförtnerin geworden war. Diese alte Frau hatte es nicht vermocht, sich von dem Orte zu trennen, den sie so lange bewohnte, und jedem, der es hören wollte, er- zählte sie von der vergangenen Herrlichkeit desselben. Richard trat in die Kapelle ein und rechnete halblaut vor sich hin, wie es vielbeschäftigte Leute zu thun pflegen. — Durch die Zerstörung der Zellen, die sich auf jeder Seite des Baues befinden, erhalte ich 25 Fuß Breite und 150 Fuß Länge, das wäre für 100 Stühle Platz; in der Kapelle kann ich 16 Kratzmaschincn unterbringen. 400 Arbeiter finden bequemen Platz hier..... Die Pförtnerin hatte ihn schon öfter in dem Gebäude herumstreifen sehen und näherte sich ihm, um ihre gewöhn- lichen Klagen anzubringen. — Ihr müßt Euch freuen, meine liebe Frau, sagte der Fabrikant, von morgen an wird hier alles verändert sein, iveder Ruhe noch Einsamkeit, noch Ruinen werdet Ihr hier sehen. Die Thore werden wieder zurecht gemacht, Fenster eingesetzt und die Dächer ausgebessert, oas Unkraut ausge-• jätet, Ihr Gehalt dürste nicht hoch sein, er wird verdoppelt werden, und da Sie gewiß nicht wohlhabend sind, so schenke ich Ihnen hier zwei Goldstücke unter der Bedingung: einen Monat tanb und stumm zu sein gegen alles, was hier vor« geht, die Verantwortung trage ich. Er verschwand, um bald mit einem Heere von Arbei» lern, Tischlern, Zimmerleuten, M-rnre«� Glasern und Dachdeckern zurückzukehren. — An die Arbeit, rief er ihnen in seiner geschäftigen und energischen Art zp. Während die Gewölbe von dem Gehämmer und Knirschen »er'Hammer und Meißel wiederhallten, erdröhnte das Pflaster von dem Rollen der Wagen, welche die Webstühle brachten. Am Montag kamen die Jennymaschinen, am Dienstag stellte man sie auf, es war gerade an einem wunderbaren Sommerabend. — Wir wollen hier speisen, schlug Richard-sr. (Fortsetzung folgt.) entfielen«uf den freisinnigen Kandidaten im 2. Wahlkreise, nämlich 18 215(1887 16 570); dann folgten der 4. mit 14 267 (9888), der 6. mit 14195(11746), der 3. mit 11566(10 417), der 5. mit 10 059(10 067) und der 1. mit 6674(7882) freisinnigen Stimmen. Ein Rückgang hat im 1. und um wenige Stimmen im 5. Wahlkreise stattgesunden, wogegen der 4. und 6. Zunahmen zeigen. 1887 hatten letztere beiden Kreise den bedeutendsten Rück- gang in der freisinnigen S"-------"" �...... auf die Deutschsrcisinnigen gegen 23,4 pCt. im Jahre Berhältnibimiöia die meist gang in der freisinnigen Stimmenzahl gehabt. v;.• 31,4 pCt. aller ab, 1887 und 36,0 pl Zerhältnißmähi, Kandidat im Im Ganzen fielen egebenen Stimmen t. im Jahre 1884, die meisten Stimmen hat der Wahlkreise erhalten, nämlich 47,1 pCt,(1887 38,8 pCt.); dann folgen der 5. mit 45,9(1887 eben so viel), der 1. mit 43,8(46,0), der 2. mit 34,3(32,4), der 4. mit 25,4(16,4) und der 6. Ulit 20,9(19,9) pCt. Auf die Kartellparteien sind, wenn wir die für den Grafen v. Moltke, für Miquel, v. Helldorf, Krüger und Stöcker abge- gebenen Stimmen mit dazurechnen, im Ganzen 34 785 Stimmen entfallen. 1887 erhielten die Kandidaten der Kartellparteien im Ganzen 71 764, 1884 die der Konservativen allein 55 976 Stimmen. Es ist also die Summe der Kartellstimmen seit den letzte» Wahlen auf weniger als die Hälfte gesunken, da die Abnahme 36 979 Stimmen beträgt. Im 3. und 4. Wahlkreise sind nur wenige Stimnien auf Kaudi- baten dieser Richtung entfallen, da offizielle Kandidaten nicht aufgestellt worden. Aber auch die anderen Kreise zeigen sämmtlich einen erheblichen Rückgang der Stimmenzahl. Die meisten Stimmen kamen noch auf den Kandidaten(Dr. Jrmer) im 2. Wahlkreise mit 14 165(1887 wurden hier 19 375 Stimmen für den Kartellkandidatcn abgegeben); dann folgen der 6. mit 10 836(1887 16 841), der 1. mit 4683(7007) und der 5. mit 4324(6990). Im Ganzen entfielen nur 14,0 pCt.(1887 30,8 pCt.) aller Stimmen auf die Kartellkandidaten. Verhältnißinäßig die »leisten Stimmen erhielt das Kartell noch im 1. Wahlkreis mit 30,8 pCt.(1887 40,9 pCt.), dann im 2. mit 26,7(38,1), im 5. mit 19,8(31,0) und im 6. mit 15,9(28,5). Ueberau ist also ein Rückgang um mehr als 10 pCt. aller Stimmen zu verzeichnen; das, trotzdem der Kartellkandidat im 1. Wahlkreise mit dem frei- finnigen Kandidaten in die Stichwahl kommt, ist lediglich dem Anwachsen der sozialdemokratischen Stimmen zu verdanken. Er- wähnt sei hier noch, daß der Kandidat, den die Ultramontanen '»allen. Wahlkreisen ausgestellt haben(v. Kehler), insgesammt 2455 Stunmen oder 1 pCt. aller erhalten hat. Die Zahl der zersplitterten Stimmen betrug nur 676(1887 841, 1884 1898), wovon die meisten auf den 3. und 4. Wahlkreis mit 172 und 177 kommen. Ungiltige Stimmen wurden 998 abgegeben, darunter 378 im 4. und 257 im 2. Wahlkreise. Im Resultat gleicht die diesjährige Wahl insofern den Wahlen in den Jahren 1884 und 1887, als jedesmal nur 2 Kandidaten endgiltig gewählt sind, und zwar jetzt wie 1887, 2 Sozialdemokraten, 1884 dagegen 1 Sozialdemokrat und 1 Deutschfreisinniger. Zur Stichwahl kommen dieses Mal die Freisinnigen 3 mal mit Sozialdemokraten und 1 mal mit einem Kartellkandidat. 1887 und 1884 waren dagegen die Freisinnigen 3 mal mit dem Kartell beziv. den Konservativen und 1 mal mit der Sozialdemokratie in der Stichwahl. Das Ergebniß der Stichwahl war 1884 in drei Fällen für die Freisinnigen und in einem Fall für die Sozialdemokraten günstig. 1887 wurden alle 4 Freisinnigen gewählt Der Vorstand der Zentrumspartei in Krealan hat einstimmig beschlossen, an alle Gesinnungsgenossen die dringende Aufforderung zu richten: bei den dortigen Stichwahlen aus- nahmslos an der Wahlurne zu erscheinen und unter Beiseitesetzung aller Bedenken nur den beiden antisozialistischen Kandidaten, im Osten dem Oberpräsidenten von Seydewitz,' im Westen dem Re- dakteur Vollrath, die Stimme zu geben und die Wahl dieser beiden Herren mit allen Kräften zu unterstützen. Dieser Beschluß trägt in seiner schriftlichen Ausfertigung folgende Unterschristen: Graf Ballestrem, Rechtsanwalt Dr. Porsch, Geistlicher Rath Meer, Kuratus Neumann. Uorläusigr Kerechnnngett über den Stimmenzuwachs oder Abgang der Parteien bei der Reichstagswahl vom 20. Februar haben ergeben, daß die Sozialdemokraten nahezu 500000 Stimmen und die Freisinnigen über 200 000 Stimmen gewonnen haben, während das Kartell über 1 Million Stimmen verlor. . jedoch ewöhnlich bald als Ucbertreibungen, wenn nicht als reine rsindungen heraus Ueber-die-Schnurhauen wird ein gelegentliches seitens einiger, vielleicht geradezu her- ausgeforderter Sozialdemokraten mehr als reichlich aufgewogen durch eine Reihe von allmälig bekannt werdenden Einschüchterungen und Vergewaltigungen seitens der söge- nanuten„Ordttungsparteien". Wir haben kaum Raum zur Wie- dergabe der verschiedenen Freibier-, Arbeitsentlassungs-, Amts- beeinflussungs- und dergleichen Geschichten, über welche uns berichtet wird. Aber darüber schweigt die kartellbrüderliche Presse. Aua Schleswig- Aolstei»» wo in drei Wahlkreisen Sozialdemokraten zur Stichwahl stehen, berichtet die deutsch- 'reisinnige»Kieler Ztg.":„Im zweiten schleswig- hol- teinischen Wahlkreise beabsichtigt der Vorstand des frei- innigen Vereins eine Erklärung zu Gunsten der erlliste nationalliberalen Kandidatur Jebsen zu Pinneberg, Ottensen und Uetersen ist das #%%%«%.q alle Parteigenossen im Glückstadt-Elmshorner � 4a, ruhigen Ueberlegung Raum zu geben und M �«i it ruhigen demokratie Sozialdemokratie" verloren, so ist für, jede Aussicht verloren, jemals das Manda energisch, einzutreten. g ficht verloren, jemals das% gewinnen, das zeigen die in 4 gemachten Erfahrungen klar genug, wieder amburg und L�i j Boden des Staates und der Gesellschaft vey � Plauen-? alledem, was vorgekommen, die uns am �■ Partei ist. Mögen die gemeinsamen lichen Parteien jetzt stärker zunr Bewußtsein' Erinnerung an alte Fehden. Wir SchlrsnnS'H �{}» die| % erst M in allen ernsten Lagen einig jetzt, keine Partei wird es später bereuen. ewesen, bleiben »-»»er bereuen.«ou liebenswürdigen Zug- Ari o»; Leipzig. Einen recht tieoensiv»»»»»'" /»< Dr. Ferd. Götz erfährt der»Wähler* erst. Herr glaubte sich am besten dadurch halten er den Gegner mundtodt zu machen sucht! �«i, beste Radikalmittel, um seine Sünden zu jn ß* st einer Versammlung im Schloßkeller in Reudn j' � mmm® geworden, daß das von ihm(Götz) gewünschte t!t; nützen könne, da die Reichskommission doch die Verbote wieder aufhebe.— Da haben nnr Bild: Götz als Denunziant!— Nun, ihm. Er hat es mit seiner Niederlage geb'tK nageln wollen wir es, oaß dem uationalllberaie Exvemokraten und Exrevoluttonär Dr. F. nicht»praktisch* genug handelte. b. Theater. Donnerstag, den 27.Februar. Gpsrnffauo. Othello. Schau s'pirtffmia. Die Braut von Mesfina, oder: Die feindlichen Briider. Lrfstng-Theater. Die Hochzeit von Baleni. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan. Waltuer-Theater, Der Hypochonder. U,ktoria-Th»at»r. Stanley in Afrika. Serliner Theater. Der Veilchen- _ sresser. Deutsche» Theater, Krieg im Frieden. vstend-Theater. Der Fall Clö- menccau. Nestdenz-Theater. Marquise. VeUeallianec-Theater. JmAusttag- .. stüberl(im Altenthetl). Kanigstiidtische» Theater. Der Hüttenbesttzcr. Ceutrat Theater. Mann. Adolf Ernst» Theater. Der Gold- fuchs. Theater der Neicho hallen. Speziali- tätenvorstellung. Gebr. Richter'« Hariötö. Speziali- täten-Vorstellung._ Ein gemachter Das �ihamb�a- Theatei* Wallnertheaterstraße 15 ist an Vereine, CeseWkstea ie. mit sämmtlichen Nebenrnumen, :c. Bühne, Tunnel jä« Festlichkeiten*«1 vergeben. Näheres zu erfragen im Theater- Bureau. CiHceis Renz. K a r l st r a ß c. Heute, Donnerstag, den 27. Februar, Abends 7'/2 Uhr:. Zum 37. Male: Deutsche Turner. (Gesetzlich geschützt.) Große nationale Original-Pantomime. Zum 2, Male; Die großartige Steeple- chasse v. 8 engl. Boublutspringpferoen, zu gleicher Zeit in Freiheit dressirt und vorgeführt von Herrn Franz Renz. talc: Zum zweiten Doppel-Ringkalnpf zwischenden Schiinmelhenasten Mignon, und Dubany, und den Ponnyhengsten Polichinell undPunsch. Dresstrtv. Herrn Franz Renz. 8 Schimmelhengste von Herrn Franz Renz. Auft. vorzüglicher Reitkünstlerinnen und Reitkünstler. Das Schulpferd Colmar geritten von Fräu- lein Clotilde Hager. Morgen: Deutsche Turner. E, Renz, Direktor. U Wulff. Friedrich Carl-Ufer.*VB i 1890: Sonnabend, den 1. März W§Mgs'CM'VorM«g mit ausgewähltem Programm. Erstes Auftreten des Dir. Ed. Wulff. Vorführung der von ihm in seltener Vollkommenheit dressirten prachlvollen Race-Pferde. Erstes Auftreten der her- vorragendsten Reitkünstler und Reit- künstlerinnen, Equilibristen, Mala- baristen, sowie'Clowns verschiedenster Nationalitäten, unter denen die typische Figur des„August" nicht fehlt. Näheres bringen die Affichen. Anfang der Vorstellung: präzise 8 Uhr. Sonn- und Feiertage 4 und 8 Uhr. American-Theater Dresdrttrrsträße 55.__ Täglich Vorstellung. Englischer Garten Alexanderstraße 27c. Auftreten der Kostüm- Soubrette Frl. (Wei tcns. Auftreten des GesangZ-Humoristen Hrn. Kalnherg. Auftreten der Kostüm- Soubrette Frl. Lina Selar. Auftreten der Familie Grosse-Doe- rington in ihren Staunen erregenden, unübertroff. Leistungen. Auftreten der vorzüglichen u. beliebten Tuettisten Gebr. Mundl Anfang Wochentags 6 Uhr. Entree 30, 50 u. 75 Pf., IM Vor:" i Vorverkauf 20 it. 30 Pf. Sonntags Anfang halb 6 Uhr. Sonntags Entree 50, reservirt 76 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf, Vassag» 1 Tr. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. Schlösser Königs Ludwig, Linderhof und Derg. Hochintereffant: Hrrtha-Keife. Eine Reise 20 Pf.. Kind nur 10 Pf. Abonnement 1 M.__ LI. Unter den Linde» 21.■ Im Hause der Wilhemshallen neben der Passage. Keute, Donnerstag, den 27. Febr. Ben-Ali-Bey's t Vorstellung in de? ek M i _ 1431 Einzig in seiner Art. ß üfang 7l/a Uhr. Billets ä 3, 2 und 1 Mark, im Jnvalidendank u. Abends an der Kasse. Adolph Engel zu seinem heutigen Wiegen- feste ein dreimal donnerndes Hoch. Pfropfenverein„Weddimg". Allen Freunden und Bekannten I die traurige Nachricht, daß mein l | lieber Mann, der Schankwirth Wilhelm Beier nai ch schweren Leiden am 25. d. M, sanft entschlafen ist 1618 Die Beerdigung findet amfreitag, 1 1 den 28. d. M., Nachm. 3'/: Uhr von I der Leichenhalle des Dreisaltigkeits- 1 I Kirchhofes(Bergmannstraße) statt.| Mw. Keirr. Danksagung. Für die mir bewiesene liebevolle Theilnahme bei der Begräbnißfeier meines lieben Mannes, des Formers Hermann Rieger, sage ich allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie dem Verein der ormer, dem Verein Brüderschaft, dem achverein der Former und verwandten terufsgenossen, dem Verein„Berliner Formerbund", den Herren Beamten und den sämmtlichen Kollegen und Arbeitern der Eisengießerei Aktiengesellschaft vorm. Keyling u. Thomas, welche durch über- aus zahlreiches Gefolge dem Entschlafenen die letzte Ehre erwiesen und insbesondere dem Herrn Superinten- deuten Donblin für seine trostreichen Worte am Grabe meinen tiefgefühltesten Dank. Die trauernde Wittwe 1628 E. Ni«g»r. tost istall.«IMers» am Donnerstag, Ä" kannt lies 2. Bttliver Mchstags-Mjlkttist� � 2. den 27. Februar, Abends der Victoria-Brauerei. 1. Vortrag. Referent wird in der V Diskussion. 8. Verschiedenes. 1629 Tages-Ordmma: "■* �iskussi Erscheinen ersucht m zahlreiches 0*1" mimS" . Achtung! tost istall. Witt« des 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis� heute, Donnerstag, den 27. Februar, Abends in Orschel's Salon, Sebastianstr. 39. Taaes Grbnnng:.«(ffi I. Die bevorstehenden Stichwahlen. � Referent wird tn ve bekannt gegeben. 2. Diskussion. 3. ej(.ifeal(.li|te«(tfa»iW 1. str kn 5. Berliver ReWtags-WMttls Donnerstag, den 27. Februar, Abends 8 Gesellschaftshause, Landsbergerstraße Nr. 6 � 2. Fm Saale des Herrn Stein, Rosenthalerstraße Abend» 8 Uhr, 3. Fm Saale der Brauerei Bötzow, Prenzlauer Abends 8 Uhr., In allen 3 Versammlungen folgende Tagesordnung: Di- bei»* Stichmahlr». , a Heen :l .1 34) �39 D & jbt), v»), 7 % # 1625 Zur Deckung der Nnkostm findet Tellersammlung statt. Oer EanwCgS der ganzen Welt rühmlichst bekannte„Helm-Putz-Pomade" ist nur unser Erzeugniß. Dosen mit anderen Helmen und anderer Firma weise man als werthlose Nachahmung zurück. Bei pünktlicher Lieferung empfehle ich das„Keriiner Vatünbiatt" und ,,Kevi. Kolks-Tribüne". 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Offene Anfrage an die Steinnußknopf-Fabrikanten Lenschow Ad. Böhmer Nachfg., E. Id. Siegel& Co., Rieh. Pape! Mit welcher Handlungsweise des Herrn C. H. Röhl! gegenüber, erklären sich die Fabrikanten einverstanden? Der Vorstand des Vereins zur Wahrung der In*® der Berliner Knopfarbeiter. Im Auftrage: B. Weis flu ck. Vorsitzender. Kl 3 %0, bau' Ärj W. 5 ic tsitat Verantwortticher Redakteur: Curt Kaake in Berlin. Druck und Verlag von Uta» Fading in Berlin SW„ Seuchstraße 2. Kier:»-in» ?ngt. 11 id not»« ilbetiton» : freist« Kundz� -Ä kwi* Mge Donnerstag, den 27. Februar 1890, ifö v&ett SkichrvKhlerr. �auch% SJäjj �.�ahlkomitees der sozialdemokratischen Partes ms den' suchen, das Resultat der Stichwahlen dem Unter- ' mitzutheilen. 7. Jahrg. i* SIS**®--»«« 1 c"»r«l „wen a»1 loifte"1'! wir mitzutheilen, •«Xfnf 24- Februar 1890. ral-Wahlkomitee der sozialdemokratischen Partei Sä-..... werden um Abdruck obiger Auf- Ja dr» Wahle». »A.'STTKt£&&£&& N von �.�"lelbeu ergiebt sich noch s Meldungen über ebruar liegen nun- wu von ,,..r.........».—.—, eine weitere Slb- .'stU Dr Zusamiilenstellung, indem in Marburg der W Lau-,- Ä- ü�'wählt ist, also nicht mit dem Sozial- &%%%%„: " Vl\1!*oi,v"teu; 1) Singer(Berlin IV.), 2) Liebknecht >(gi|jef.f Kollmar(Magdeburg), 4) Frohine(Altona), ßÖ",M. J________________ 17) Äebel(Ham- 7) v. Vollmar 10)'es l Grillenberger(Stürnberg), 9) Geyer(Leipzig- - chvudt(Mittweida), 11) Schippet(Chemnitz), au), 13) Stolle(Zwickau), 14) Seifert(Schnee- ,15) J)l&ba" Koch lOstpriegnitz), 2) Witt(Lands- l&: 4 i�mö)' 1G) Wurm(Gera).. I Mülh�. /Hamburg II.), 19) Metzger(Hamburg Hl.), au,en). i'/« %it) m(Grünberg), 4) Maager(Glogan), 5) Hermes ttW, b) Barth(Hirschberg). 7) Lüders(Görlitz), w) Dohr» ' Lorenze»(Schleswig), 10) Hacke(Aurich), TOann�lf�' Schenk(Wiesbaden), 13) Münch(Dietz), Wu)(Tlllenburg), IS) Bamberger(Bingeir), 16) Pachuicke ' lö') Trager(Varel- Jever), 18) Schütte(Holz- �'«iiing uuitiac�(Meiningen), 20) Uhlendors(Lippe), ! �Äreudeustadt)' �(Tübingen). 2) Freiherr von � a'i'n1 I) Krebs(Braunsberg). 2) Rackoivski(Allen- JS' 6) sftH�ae(Habelschwerdt), 4) Gras Chauiare(Franken- »V�>H> �Nkr Ballestrem(Oppeln), 6) Franz(Groß-Strelitz), 10) V>"/,'Nltz)' 8) Szmnla(Beutheu), 9) Letocha(Katto- *)?Eei(Pleß), 11) v. Gliszynski(Ratibor), 12) Klose ■nblt Graf Matuschka(Neustadt). 14) Graf Schalscha 5Cii,xf/' If) Horn(Neisse), 16) v. Strombeck(Heiligenstadt), d« 10tlt(Meppen), 18) Timmermann(Tecklenburg), (Münster), 20) Beckmann(Recklinghausen), �Udinghausen), 22) Hesse(Paderborn), 23) von ?1-«"Ä Reichensperger(Olpe), 25) Kersting(Lipp- �Braubach), 27) Graf Droste(Fulda), 28)Menken 29) Rudolphi(Beigheim), 30) Virnich(Bonn), %%(Slegkreis). 32) Bödicker(Wipperfürth). 33) Stützet thik.,,®rQf Hoensbroech(Mörs), 35) Bender(Neuwied), Jf"«) �.(5s°blenz), 37) Kochann(Mayen), 38) v. Grand-Ry ,,wl �j, 40, 1 �wibourg(Dann), 40) Diedeu(Wittich), 41) Rintelen COkf � fL vaaneu(Saarlouis), 43) Prinz Arcnberg(Schleiden), .. l�reis Aachen), 45) Mooren(Stadt Aachen) 46) Graf iiHjJy onltch] 47) Hitze(Geilenkirchen), 48) Graf(Sigmaringen), ---------- v.«fetten(Aichach). 50) Aichbichler(Ingolstadt), serburg), 52) Weber(Weilhenn), 53) Waoner Hof"V Lehemeier(Traunstein), 55) Mayer(Landshut), (Straubing), 57) Weiß(Passau), 68) Habcr- "ig?/5ü>en), 69) Leonhard(Deggendorf), 60) Kirchammer gl, 1 Graf Walderdorff(Regensburg), 62) Gilpert(Am- in» 8et(Neumarkt). 64) Witzlsperger(Neunburg), bn Gstadt a. W.). 68) Wenzel(Bennberg), 67) Schädler wJ\' 7N., Hans(Aschaffenburg). 69) Graf Schönborn M, jo\ M Graf Franckenstein(Lohr), 71) Reichert(Neustadt hrgf i �rlein(Schiveinfurt), 73) Wildegger(Donauivörth), I,»„s Preysing-Schlachtegg(Dillingen), 75) Reindl(Jller- __ stuf Otter«(Knufbeuren), 77) Landes(Jmmenstadt), ,il(f ��9*1 offtQnn(Aalen), 79) Gröben(Blaubeuren), 80) Braun Wp' 81) Göser(Ravensburg), 82) Schuler(Waldshut), Stof„ �gaden), 84) Frhr. v. Buol(Tauberbischossheim), Galen(Delmenhorst). »lonalhbetnlc; 1) Poll(Wirsitz). 2) Hosang(Wolmir- ■ Hoenda(Wanzleben), 4) Hülst(Emden), 5) v. Cuny tnis, 6) Pfähler(Saarbrücken), 7) Bürklin(Landau), �ngs�(Gerinersheim). 9) Abt(Zweibrücken). 10) Buhl ), iS.'j,1) Miguel(Kaiserslauiern), 12) Keller(Rothenburg 1) Liebermann von Sonnenberg(Fritzlar), (Nienburg), 2) Graf Bernstorff I i �irfT/u Partei, l) Holtz(Schwetz), 2) Prinz Carolath- I l)l>,,>ll'Gubeu), 3) v. 5iendell(Rügen), 4) Gras von Behr ht �«.)'■ 5- D- Unruhe-Bomst(Meseritz), 6) v Kardorff(Oels), " 1 f1»&, IUm(Hoyerswerda), 8) Lenschner(Eisleben), 9) Frei- Sej»r:u"nu(Otttveil«), 10) Metbach(Freiberg), 11) Gehlert �urg, 12) Freiherr v. Güttlingen(Calvy), 13) Baunibach 4°," servative. 1) Graf Moltke(Memel), 2) v. Gustedt IJilinA,) Graf Dönhoff-Friedrichstein(Fischhausen), 4) v. Tettau «0, 6) Wichmann(Pr. Holland), 6) Stephanus (Tilf t®laJ Stolberg(Rasrenbnrg), 8) v. Schlieck- ibu'"v' 9) Gras Könitz(Ragnit-Pilkallen). v. 10) Dödillet 1 li.'e,c3=®umbinnen), 11) v. Sperber(Stallupönen), Mb,,,"dy(Lützen), 13) Steinmann(Lyck), 14) Gras Mirbach J ö 3)/ 15) Graf Dohna(Elbing), 16) Scheffer(Schlochau), 't KSvw(West-Priegnitz) 16) v. Saldern-Ahlimb(Ruppin), -rb�idell-Malchow(Angermünde), 20) v. Bethmann-Hollweg . tttniM.i n,\.. O.......... � i N.), 22) Bohtz Manteuffel(Kakau), tzahn(Anklam), 26)0. Henk(Ueckermünde). 27) v.Schöning .„I�aim), 21) v. Levetzow(Königsberg v».Mg). 23) Uhden(Züllichau). 24)! attzahn(Anklam), 26) v. Henk(Ueckermu»»�, ? i m Flügge(Naugard), 29) v. Normann(Greiffenberg) H�Uttkanier(Stolp), 31) v. Mastom(Lütow), 32) v. Gerlach iikn �lin), 33) v. Kleist-Schmenzin(Belgard), 34) v. Busse iPiie.'""), 35) v. Colmar(Czarnikau), 36) v. Saurma-Jeltsch �T) Erbprinz zu Hohenlohe(Kreuzburg), 33) v. Jagow- Mi' d.(},(Stendal), 39) v. Bredow(Torgau), 40) Bock(Minden), Mi. rist-Retzow(H«ford), 42) Hempel(Bautzen), 43) Kleniin r. d. E.), 44) Ackermann(Tharandt), 45) v. Friesen CO' 46) Gicse(Oschatz), 47) v. Frege(Borna). 48) Menzer ll�strg). 49) Graf Douglas(Sinsheim). 50) Graf v. Schlieffen . 51) Zorn v. Bulach. HL rUer: I) Winterer(Thann). 2) Grad(Colmar), W«(Gebiveiler). 4) Simonis(Rappoltsweiler). 5) Lang tz&adt), 6) von Dietrich(Hagenau), 7) Höffel(Zabern). i>"gss(Saargemünd), 9) Neumann(Diedenhofen), 10) Dellös ' ll) Küchly(Saarburg). Antisemiten 2) Bücket(Marburg). Welsen: 1) Graf Decken (Uelzen). Polen: 1) von PolczynSki(Neustadt), 2) von Kossowski (Pr.-Stargardt), 3) von Siaski(Thorn), 4) von Wolszlegier(Könitz), 5) Cegielski(Posen), 6) Graf Kivilecki(Birnbaum), 7) Prinz Zzislaiv Czartoryski(Kosten), 8) Prinz Adam Czartoryski (Kröben), 9) von Grave(Schrimm), 10) von Dziembowski (Wreschen), 11) Jazdzewski(Krotoschin), 12) Fürst Ferdinand Radziwill(Adelnau), 13) v. Koszielski(Jnowrazlaw), 14) v. Ko- mierowSki(Gnesen). Dänen; 1) Johannsen(Hadersleben). Wilde: 1) v. Hornstein(Donaueschingen), 2) Rösicke(Dessau). Dir Uationallibri'atr» hoffen, wie aus einem in der „National-Zeitung" mitgetheilteu Ausruf hervorgeht, durch 80 Stichwahlen, an denen sie betheiligt sind, wieder aufzu- kommen. Das Kartell, so schreibt die„Germania", wird gründlich vernichtet werden!„Wrr unterstützen Polen, Tentschhanno- verancr, ehrliche Konservative und die Linksliberalen allen thalben gegen das Kartell und lassen, wo unsere beiden bösesten Heinde, Kartell und Sozialdemokratie, bei der Stick) wähl mit einander zu ringen haben, diese ihren Strauß allein ausfechten." ,,A» die Wand gedruckt, daff ste quietsch«»", das sind auch diesmal die Herren Nationalliberalen, genau so wie in dem Jahre 1878, nur mit dem einen Unterschiede, damals wurden sie von dem Reichskanzler an die Wand ge- drückt und diesmal von dem deutschen Volk. Und das ist ein großer Fortschritt. Die Wahl des 20. Februar ist über Haupt die erste Wahl— seit wir einen Reichstag haben—, in welcher das Volk mit selbstständigem Jnipuls gesprochen hat. Bis 1877 beherrschte der sogenannte„nationale Gedanken" Alles, das heißt, die Bismarck'schc Blut- und Eisenpolitik hielt Züe Massen gesangen— zum Nachdenken über die traurigen Zustände im Innern kamen nur Wenige. Die Wahl des Jahres 1878 wurde aber durch das rothe Ge spenst beherrscht und lieferte Fürst Bismarck eine gefügige Majorität; die Wahl von 1881 war noch immer unter dem Einfluß des rothen Gespenstes. Die Wahl von 1884 erschütterte das persönliche Regiment, ohne jedoch eine feste Majorität gegen dasselbe zu geben. Die Auflösung und Wahl von 1887 fand unter dem Zeichen des Kriegsgespenstcs statt, und lieferte das abscheuliche„Angstprodukt", mit welchem das deutsche Volk am 20. d. M. so scharf ins Gericht gegangen ist.— Diesmal haben die Gespenster nicht verfangen; das Volk ließ sich keine neuen Lügen aufbinden und führte einen „Stoß ins Herz" des Kartells. Die eine Hälfte desselben— der nationalliberale Flügel— ist zertrümmert, die andere — der konservative— hat einen kräftigen Denkzettel empfangen.— Todt ist es aber noch nicht; und es wird vielleicht noch eines zweiten 20. Februar bedürfen, um ihm das Genick zu brechen. Eine Auflösung deS neuen Reichstages wäre der größte Gefallen, welcher den Feinden der Reaktion gethan werden könnte. Die Stichwahlen finden in Kiel am 4. März, in Bochum am 6. März statt. In Lübeck, wo die Sozialdemokratie mit dem Rational liberalismus zur Stichwahl steht, hat die dortige deutsche freisinnige Parteileitung beschloffcn, es den Parteigenossen zu überlassen, nach ihrem Ermessen bei der Stichwahl zu verfahren. Draunschweig. Das hiesige deutschfrei sinnige Blatt fordert seine Gesinnungsgenossen auf, für den Natiouallibe ralen gegen den Sozialdemokraten zu stimmen. In Königsberq hat die konservative Partei bei der Stichwahl zwischen Sozialdemokraten und Freisinnigen Wahlenthaltung beschlossen, während die nationalliberale Partei beschlossen hat, mit allen Kräften in die Agitation »r den sreisiimigen Kandidaten einzutreten. I« Eelangen-Lürth haben die Vereine der demokra- tischen Volkspartei aufgefordert, für Stauffenberg gegen die Sozialdemokraten zu stimmen. Der Landrath von Westerburg hat amtlich folgendes Zirkular vor den Wahlen erlassen:„An die Herren Bürger- meister des vorm. Amts Rennerod. Sie wollen am Donnerstag Nachmittag um 4 Uhr(also zwei Stunden vor dem offiziellen Schluß der Wahlhandlung) ermitteln und notiren: wie viel Stimmen bis dahin unge- fähr für jeden der Wahlkandidaten abgegeben worden sind. Die Notizen ersuche ich, den Herren Bürgermeistern der Kirchorte unverzüglich durch Boten zuzustellen, resp. ersuche ich die Herren Bürgermeister der Kirchorte, die eingehenden Notizen zu sammeln. Ausgenommen sind die Orte Neun- kirchen und Hüblingen. Die Herren Bürgermeister dieser beiden Orte wollen das Wahlresultat gefälligst an den Bürgermeister zu Seck gelangen lassen. Westerburg, den 18. Februar 1890. Der königli Durch dieses Zirkular werden also dw: Versuch geführt, durch die Wahlvorsteher e Landrath." ürgermeister in die Stinunzettel vorzeitig aus der Urne nehmen und öffnen zu lassen. Die fächstschen Wahlen geben der„Sächs. Arbeiter-Zta." Anlaß zu folgender Betrachtung, die zunächst nur die ersten fünf Wahlkreise betrifft:„Trotz des Kriegsrummels und trotzdem sie keinen einzigen ihrer Kandidaten durchbringen konnte, hatte im Jahre 1887 die sächsische Sozialdemokratie gegen 1884 keine Stimmen verloren. Nur 3 Kreise hatten einen kleine» Rückgang zu verzeichnen, nämlich Zittau um 200, Pirna um 500, Zschopan um 300, Annaberg um 100. Alle andern Kreise hatten einen starken Zuwachs, d« beispielsweise in Nossen 1000, Stollberg, 1100, Oschatz 1300, Borna und Zwickau je 1400, Dresden-Land 1500, Plauen 2600, Kirchberg 2800 betrug, ja in Leipzig-Land sich sogar aus 4100 steigerte. Mit diesem Steigen ist aber der geradezu überraschende Zuwachs von 1890 nicht zu vergleichen. In der That, die Sozialdemokratie war siegesgewiß,— aber daß so viele Mannen ihrem Schlachtrufe folgen würden, das hatte selbst d« Feldhauptmann nicht erwartet. Ein einziger Kreis nur hat an Stimmen eine Kleinigkeit verloren, wir werden sehen warum. Blicken wir uns die einzelnen Kreise an. D« 1. KreiS, Zittau, giebt uns gleich zu groß« Freude Vn- anlassung. Die industrielle Entwicklung hat dortselbst in den letzten Jahren eine Arbeiterlage und Zustände geschaffen, welche der Sozialdemokratie durchaus günstig sind. Mit 4910 Stimmen hat sie ihre Anhänger(1887: 1703, 64: 1904) verdreifacht und sie giebt den Ausschlag bei der Stichwahl zwischen Kartell(5250) und Freisinn(8190) und ein Daheimbleiben der Sozialdemokraten müßte unbedingt den Sieg des Kartells zur Folge haben. Aus der an der Spitze des Blattes stehenden offi- ziellen Bekanntmachung ersehen unsere Leser, daß die Losung: „Nieder mit dem Kartell" soweites nur irgend angängig ist, von der Sozialdemokratie befolgt werden wird. Vom freisinnigen Kandi- daten des ersten Kreises, Buddeberg, wie auch von den anderen zur Stichwahl in Sachsen stehenden Freisinnigen, kann man ohne Weiteres annehmen, daß sie den drei angegebenen Punkten ehrlich nachkommen, auch eine dahingehende schriftliche Erklärung abgeben werden. Auch sind sie in dem bisherigen Wahlkampse weit an- ständiger aufgetreten wie andere„Größen" der Partei, die Haar, Schmidt, Thilo und Konsorten. Im 2., Löbauer, Kreise hat die Sozialdemokratie, dem Aufschwung der mechanischen Weberei jc. in der Ebersbacher und Gcrsdorfer Gegend entsprechend, gleichfalls eine große Vermehrung ihres Kontingentes zu verzeichnen. Sie musterte 3453 Stimmen gegen 550 in 1887 und 33 in 1884. Eine Vermehrung um das sechsfache. Wenn der Ausschwung der Industrie in dieser Gegend noch einige Jahre anhält, so wird die Sozialdemokratie bei der nächsten Wahl, soser» diese nicht in Folge Auflösung in allzu kurzer Frist stattfindet, gleichwie im ersten Kreise in die zweite Stelle gerückt sein und zur Stichwahl gelangen. Diesmal hat man in der Stichwahl zu entscheiden zwischen Oberlehrer Haupt (Freisinnig) und dem Kartell. Der 3. Kreis, Bautzen, mit sehr großer Landwirthschaft, brachte 3881 Stimmen auf, eine Verdoppelung gegen 87(1558) und Verachtsachung gegen 84(371). Gegen die 13 000 Kartellstimmen(87: ca. 16 000) ist einstweilen zwar noch nicht aufzu- kommen, da aber der Freisinn(90: 1372, 64 noch 4644) in einem erfreulichen Rückgänge sich befindet, so ist bald Klärung der Partei- Verhältnisse und demgemäß größeres WachSthnm der Sozial- demokratie zu erivarten. Im 4. Kreise, Dresden-Neustadt, hat die Arbeiterpartei einen ge- waltigen Schritt vorwärts gethan. 11,669 Anhänger ließ sie auf- marschiren gegen 6942 in 87 und 6514 in 84. Der Kartellbruder ist gegen die letzte Wahl um 2200 Stimmen zurückgegangeil, hat aber mit 16 433 immer noch gesiegt, da die 1019 Freisinnigen nicht in Betracht kommen. Die Abstimmllng in den ländlich industriellen Gegenden zeigt übrigens, daß die Kartellmajorität noch um ein Bedeutendes hätte vermindert werden können, wenn die Bearbei- ttmg dieser wirthschaftlich durchaus vorbereiteten Gegenden in den letzten drei Jahren nicht fast gänzlich brach gelegen hätte. Wenn in Zukunft dortselbst die Agitation nicht erst kurz vor den Wahlen ausgenommen, sondern fünf Jahre lang systematisch be- trieben wiro, was beiden vorhandenen Kräften leicht auszuführen ist, so kann das nächste Mal dieser Kreis gewiß gewonnen werden und wird dann eine unbesiegbare Domäne der Sozialdemo- kratie sein. Im 5. Kreise, Dresden-Altstadt, ist ein besseres Resultat er- zielt worden, als man erivarten konnte. Die durch die Wohnungs- bauvorschristen betriebene systematische Hinauswimmelung der Arbeiter, ließ eine Besserung der Stimmenzahl nicht eher erwarten, bis die seinerzeit von den Christlich-Sozialen eingefangeuen, dann an die Karteller vererbten Kleinhaudwerker anfangen einzusehen, daß man mit dein ganzen Geschrei wegen„Hebung" ihr« Lage und ihres Standes ihnen ein X für ein U gemacht hat. Diese Zeit scheint jetzt zu beginnen, ans den Schwindel folgt, wie auf jeden Schwindel, der Krach nnv die Einsicht und wir wollen hoffen, daß es nicht lang« Jahre bedarf, um das kleine Bürger- thum wieder um die Fahne zu schaaren, die es so plötzlich verließ, als ihm die Konservativen mit Zuck« den Mundi! wässern machten, der sich schließlich als— Sand herausstellte. Bei der Stichwahl 1884 brachten die Sozialisten für Bebel 11 106 Stimmen auf,(Hauptwahl 8620) während Antisemit tartwig papierschnitzlichen Andenkens mit 13 793 Stimmen siegte. ei der Hauptivahl hatte dieser nur über 7000 Stimmen«halten, aber er vereinigte auf sich auch die Stimmen des nunmehr v«- storbenen konservativen Kaffcebohnen-Friesen, der nur wenig hinter ihm zurückgeblieben war. DerRiickgang desAntisemitismuszeigtsich am besten darin, daß 87 Hartwig nur noch 4688 musterte, während diesmal die Antisemiten von Aufstellung eines Kandidaten ganz absahen. Hultsch hingegen«hielt im ersten Wahlgange 14 049 Stimmen und siegte in der Stichwahl mit 10 656. Die konservativen Stimmen hatten sich also bei letzter« nicht vermehrt, während die für Bebel doch von 9175 auf 10 077 stiegen. Dieses Mal, wo 16 541 konservativen Wählern 13 444 sozialdemokratische gegenüberstehen, ist also ein Verlust der«steren um über 3000 zu verzeichnen, welchem ein fast genau so großer Gewinn der Sozialiften gegenübersteht. Ein lln«wartetes Re- sultat, wie gesagt, welches für die Zukunft zu den besten Hoff- nungen berechtigt, zu der Hoffnung, daß der kleine Mann, der noch nicht ganz zum Proletar gewordene Handwerker und Ge- schäftsmann endlich durch Schaden klug geworden.— Hieran sei sofort noch eine Bemerkung geknüpft, nämlich, daß der Einfluß der in ganz Sachsen so stark verbreiteten„Dresdener Nachr." sich als ein durchaus minimaler gezeigt hat. Die 8 Wochen lang in allen Variattonen vorgetragenen Eseleien vom Zuchthausstaat, (den früheren Ausdruck: Kasernenstaat vermeidet man jetzt klüg- lich), Theil«« und Konfiskation der Werkzeuge, Sparkassen- buch« jc. verfangen nur noch bei einem»«schwindend kleinen Theile der Bevölkerung. Mag den wenigen Gutsituirten vor der sozialistischen Gesellschaft auch noch so sehr graulen,— der kleine Mann findet schließlich, daß alle seine Werkzeuge und Sparkaffenbüchel lauge nicht so viel werth sind, als eine gesicherte, sorgenfreie Existenz, wie sie die Sozialdemokratie für Jeden er- strebt. Und so sollten der ordensfreudige ötedatceur in d« Marienstraße und seine Kollegen in der Provinz doch endlich ab- stehen, sich fortgesetzt als Hampelniänner zu produzire», die nichts gelernt und nichts vergessen haben.— Nach dieser kleinen Ab- schweifung kehren wir zum 5. Kreise zurück, um noch zu konstatire», saß der Freisinn, der von 67—77 das Mandat besaß, chnzlich zur Bedeutungslosigkeit herabgedrückt ist. Von 1391 stimmen in 84 und 1110 in 87 ist er in Folge seiner Agitation gegen die Lebensmittelzölle zwar auf 1924 gestiegen, was will das aber besagen? Ntumnunolles. Di« Tages- Gednung für dt» Sichnng der Stadt» verordurtru-Neefammlung am Donnerstag, den 27. Februar, Nachmittags 5 Uhr, lautet: Ein Naturalisationsgesuch— Vorlage, betr. die Verleihung eines Benefiziums der Wunderlich- Stifwng— Vorschläge des Ausschusses für die Wahlen von un- besoldeten Gemeindebeamteu— Wahl je eines Mitgliedes in das Kuratorium für den Zentral-Viehhof und die Fleischschauämter, in das Kuratorium für die Markthallen, in die Mobilmachungs- Kommission, in die Brennmaterialien-Depu» ckion und in das Ku- T ratomnn der Lange-Schucke-Stiflung— Berichterstattung über die Vorlage, betr. die Fürsorge für die Wittwen und Waisen der besoldeten Gemeindebeaintei! und Lehrer— Vorlage, betr. den Stadthanshaltetat für das Jahr 1. April 1890/91— desgl., betr. d>c Entnahme des zum Vau einer Kirche für die von der St. Markus- Gemeinde abzuzivcigende Kirchengemeinde bewilligten städtischen Betrages von 200 000 Mark aus den tlcberschüssen pro 1888/89— Beantwortung der Anfrage von Mitgliedern der Versammlung, betreffend die Anzahl und die Einrichtung der Lokale, in denen die NeichstagZ-iPahlerlisten ausgelegt worden sind— Vorlage, betreffend die Verlegung des Standes- amts XII von der Albrechtstrahe Ar. 21 nach Alt-Moabit Nr. ILO— desgl., betr. die Einräumung des Fensterrechts für daS neue Gerichtsgebäude an der Parallelstrahe der Stadtbahn nach dem Hof des Polizeidienstgebäudcs— desgl., betr. die Fest- selzung des Etats und deS Gebührcntarifs für die Untersuchung des von auswärts eingeführten frischen Fleisches pro 1. April 1890/91— desgl., betr. die Ueberlassung des Festsaales des Bcr- linischen Nathhauses an die Deutsche chemische Gesellschaft zur Abhaltung einer Feierlichkeit— desgl., betr. die öffentlichen Prü- fungcn an den höheren Lehranstalten zu Ostern 1890— desgl. betr. die Festsetzung des Tarifs der Einzelpreise für Arbeiten und Lieserungen bei Ausführung der Hans- und Dachwasser-Ablei- tungen zür das Etatsjahr 1890/91— Vorlagen betr. die Etats der"Gasanstalten, der Wasserwerke, der Kanalisationswerke und Nicselselder, der Markthallen und der Hauptkasse der städtischen Werke pro 1. April 1890/91— vier Rechnungen— vier Unter- stützungssachcn— eine Remunerationssache— Vorlage, betr. die Zahlung des cinmonatlichen Gehalts eines Gcmeindeschullehrers an dessen Ehefrau— desgl., betr. die Neuwahl eines Bürger- deputirtcn für die Steuer- und Einquartirungsdeputation. Auster- dem findet in dieser Sitzung— und zwar um 7 Uhr— die Wahl des Oberbürgermeisters stait. UoStaTes. Fünfter iünljllu-riö. Ter Sieg im 5. Wahlkreis ist unser, wen» eine energische Agitation entfaltet wird. 10 000 Wähler haben im ersten Wahlgang ihr Wahlrecht nicht aus- geübt. Die Säumigen müssen herangeholt werden. Es fehlt uns noch an geeigneten Kräften. Genossen, die am Tage der Wahl und vorher thätig sein wollen, mögen sich bei folgenden Herren melden: A l K Auerbach, Kottbuser Danim 7; Fritz B e r n d l, Strelitzersrr. 29, 2 Tr.s Eurr Vaake, Nückerstr. 6, part.; W. L e u s ch n e r, Sophienstr. 26/27, H. Querg. 2 Tr.s 91. Baginski, Buchhandlung, City-Passage; Gabbert, Schuhmacher, Luisenstr. 21, 1. H. l. 1 Tr.; Fritz P o st, Friedrichsbcrgersrr. 22, vorn 4 Tr.; Emil Fritsche, Schlosser, Jnvalidenstr. 88, 1. Hof 3 Tr., bei Brosin. H. G a j c ,v s k i, Georgenkirchstr. 20, Querg. 2 Tr. Am Tage der Wahl befindet sich das Zentral-Wahl- burean wiederum Weinmeisterstraße 6, Restaurant Klitzke. Auch dort können sich Genossen, die helfen wollen, um 8 Uhr früh melden. Am Abend 8 findet in der Zrauerri Söbow.|lrr»iln«er Aller, eine U e r s a m m l« n g aller derjenige» statt, die stch für die Wahlagitation im S. Mahtbreio zur Verfügung stelle». 3. Wahll'.reia. Genossen, die am Tag« der Stichwahl für die Wahl des Kandidaten der Sozialdemokratie, Wildberger, thätig fem wollen, mögen sich am Sonnabend früh 8 Uhr im Restaurant Gründe!, Dresdenerstraße 116, einfinden. Alle diejenigen, die sich schon in den Tagen vorher zur Berfügung stellen können, mögen sich melden bei Maurer, Werner it. Co., Sebastianstr. 72; „ Börner, Zigarrenhandlung, Ritterstr. 108; „ Wettermann, Buckowerstr. 12, vorn Keller: „ Gottfr. Schulz, Zigarrenhandlung, Adniiralstr. 40a; „ Schweizer, Zigarrenhandlung, City-Passage; .. Wildberger, Tapezirer, Kommandantenstr. 00. „ Glocke. Zimmersir. 44, Exped. des„Berk. Volksblatt." Autsorderung. Alle Genossen, welche am Tage der Wahl, sowie vorher im 2. Wahlkreise thätig sein wolle», werden ersucht. sich an solzenden Stellen zu melden resp. am Tage der Wahl sich dorthin ju be'wllwn��. Px�zen- und Gitschiner- sür den Südwesten bei Scheuer, Gneisenau- und Schleier- macherstraßen-Ecke; für den Südwesten bei Zechlin, Horustraße 11; für den Westen bei B ö h l a n d, Bülowslraste 62; unkontrolirbaren Angaben gegenüber bleibt immerhin unbegreiflich. da es der zuverlässigen Stellen genug giebt. an denen'die Betreffenden sich über jene Angaben sicher hätten informiren können. Jedes solide Annonzenbüreau würde ihnen bereitwilligst bezüg- liche Auskunft crthcilt und sie hierdurch vor dein Schaden bewahrt haben, den ihnen ihre Leichtgläubigkeit gebracht bat. Ueberhanvt haben die bechglichen Verhandlungen des Prozesses Friedenstein gezeigt, daß vielen Geschäftsleuten das Verständnis! für die Wahl der Blätter, in denen ihre Inserate die gewünschte Wirkung zu erzielen vermögen, noch ganz und gar fehlt. Wenn solchen Ge- schäftslenten beim planlosen Annonziren der erhoffte Gewinn aus- bleibt, so haben sie sich dies selbst zuzuschreiben. Wer inseriren will, muß wissen, in welchen Organen seine Ankündigungen wirksame Verbreitung finden können, denn nicht jedes Blatt ist für jede Anzeige geeignet. Ter Inserent muß vielmehr erwägen, in welchen Meisen die einzelnen Blätter gehalten werden, und er muß selbstverständlich nur solche Blätter auswählen, deren Leser- kreis f. r seine Zwecfe geeignet erscheint. Um hier das Richtige zu treffen, dazu gehört freilich eine mit langjähriger Erfahrung gepaarte Umsicht, insbesondere ein umfangreiches„Quellen- stubinm", zu dem allerdings den meisten Geschäftsleuten— ganz abgesehen vom Privatpublikum— die Gelegenheit ganz und gar fehlt. Nur die soliden großen Ann onzen- Bureaus, welche sich ausschließlich dem Jnseratenwesen widmen, haben diese Er- fahrungen sammeln können und vermögen daher den Inserenten mit gurem Rath an die Hand zu gehen und diejenigen Preß- organe auszuwählen, in denen für eine bestimmte Anzeige auf Erfolg zu rechnen ist." Weshalb so viele Worte? Die ganze Rederei bedeutet doch ganz einfach: Wer nicht im„Berliner Tageblatt" annonzirt, ist ein Esel, der sein Geld zum Fenster hinauswirft; und wer die Mosse'sche Annonzen-Expedilio» nicht benutzt, kann sich das gleiche Komolnnent macyen. Zu dm Artikel..Ueber Keife als Amneimittrl" wird uns noch mitgetheilt, daß die weiße trockene Waschseife ein vorzügliches Heilmittel gegen Brandwunden ist. Man schabe die Seife recht fein, setze etwas weiches Wasser hinzu und knete es zu Salbe; dann streiche man es auf Leinwand und klebe es auf die Brandwunden. Es lindert sofort die Schmerzen, und beschleunigt den Heilungsprozeß. Bei dem Schreiber dieses hat sich dieses Mirtel bei größeren Brandwunden glänzend bewährt. Lrrihritsbrraubung. Ter„Bühnenverband Normannie", eine im Osten Berlins domizilirende Privat-Theater-Gesellschast, veranstaltete am Sonntag Abend in einem bekannten Vergnügungs- lokale am Andreasplatz eine Theatervorstellung mit darauf fol- gendem Tanz. Nachdem der Tanz begonnen hatte, machte die k.V rfirrf f itzrO i'ifiorvrtfrftimVzA kvr» fSoi-f im«-»ff/*»...... Gesellschaft die überraschende Entdeckung, daß alle Zugänge zum MMM 1 MWWWM ch"' für die �iedr'i'chst'ädt' bei' Schulz, Puttkamerstraße 13 i dem Zentral-Komiteemitglied W U s ch k e, Jnnker- nnd bei außerdem am Wahltage im Zentralburean, Bockbrauerei, bei Wilschke. Alle Mann am Platz, betrachtet den Sonnabend als Feiertag- Auf zum Kampf, der Sieg ist dann unser im zweiten Wahlkreis! Wer um Tage S>ts Ktichwahl im zliedev-Karuiu»«v Kreise zu Helsen bereit ist, speziell für Friedrichsfelde, wird gebeten, seine Adresse an W. Schlemminger, Tischler, Friedrichs- selde, Verlincrstr. 101 I, abzugeben. D,r Friedhof der Märmefalle»«» im Friedrichohai» bedarf, wie eine Besichtigung seitens der Parkdeputation ergeben hat, der Instandsetzung. Korr Rudolf Mosse kriegt die Sittlichkeit. In seinem Leiborgan läßt er folgenden Utas veröffentlichen, der einen tiebenswürdig-zarten Wink mrtzdem Zaunpfahl enthält. Man höre: „Der Fall Friedenstein", welcher in der vorigen Woche die zweite Strafkammer unseres Landgerichts I fünf Tage hindurch beschäftigte, hat u. A. auch das Schmarotzerthum ans Tageslicht gezogen, das sich im Jnseratenwesen in geradezu gemeingefähr- licher Weise breit macht.— Wir haben zu unserem Erstaunen vernommen, wie eine ganze Reihe von Geschäftsleuten sich dazu verleiten Keß, einen nahezu unter Ausschluß der Oeffentlichkeit er- scheinenden obskuren Blatts Inserate zuzuwenden, weil sie sich entweder durch Drohungen einschücht-rn oder durch eine m Aus- sicht gestellte lobende Besprechung ihrer Unternehmungen verlocken ließen. Andere wieder ließen sich fangen durch billigen Preis der Inserate und den ihnen angebotenen hohen Rabatt, obwohl selbst der billigste Preis und der höchste Rabatt immer noch zu theuer sind, wenn die Verbreitung des betreffenden Blattes nicht auf solider Grundlage ruht. Wieder Anders ließen sich die Insertion geradezu abquälen, nur um ccn sie belästigenden redegewandten Aaenten Friedensteins sich vom Halse zu schaffen. Immerhin bleibt die Opferwilligkett jenen Revolvermännern gegenüber um so auf- fälliger, wenn man erwägt, daß die„Gepreßten" nicht etwa Neulinge nn Anknndignngswesen, sondern zum Theil gewiegte Geschäftsleute gewesen sind, bei denen man em gewisses Ver- ständniß für die Wirlsemkeit von Inseraten m den verschiede>>en s&ää sandten jenes Biedermannes einfach die Thür zu weisen, ließen sie sich bestimmen, ihm Annonzen für sein Blatt aufzugeben. ,n Lokal abgesperrt waren. Der Wirih hatte die Gesellschaft ein- geschloffen und ließ Niemanden heraus, der sich nicht zuvor seine Garverobe eingelöst und dadurch bekundet hatte, daß er nach Hause gehen wollte. An eine Rückkehr war jedoch alsdann nicht mehr zu denken. Zur Rede gestellt, ließ der Wirth ziemlick deutlich durchblicken, daß er durch seine Äbsperrnngsmaßregeln nur verhindern wollte, daß die Gäste vorübergehend fein Lokal ver- ließen, nin sich in den Budiken der Nachbarschaft satt zu essen und zu trinken. Obivohl sich die Gesellschaft gegen die Unter- schiebnng einer solch' kleinlichen Gesinnung entschieden verwahrte, wurde die Absperrung mit voller Strenge auftecht erhalten. Die Gesellschaft rächte sich nun dadurch, daß der Konsum von Speisen und Getränken so viel als möglich reduzirt ivnrde. Am Ende schieden Wirth und Gesellschaft erbittert von einander. Erfterer ivar wüthend über das„schlechte Geschäft, das er gemacht, letztere empört über die unwürdige Behandlung, die ihr seitens des Wirthes widerfahren ,var. Die Sache wäre damit erledigt und würde kaum der Rede werth sein, wenn derartige Vorkommnisse ganz vereinzelt daständen. Das ist aber nicht der Fall. Nach- gerade scheint sich die Unsitte einbürgern zu wollen, daß die Wirthe von Vcrgnügungslokalen ihre Gäste einsperren. Es ge- schieht dies zumeist seitens solcher Wirthe, bei denen die Preise ebenso groß, wie die Portionen klein sind und die infolgedessen befürchten müssen, daß der eine oder andere arme Schlutter das Lokal verläßt, um in der Nachbarschaft eine Stulle für 10 Pf. zu essen, für welche er im Lokale 23 Pf. bezahlen müßte. Be- rechtigt sind die Wirthe zu diesem Vorgehen keinen Falles. In der Regel haben die Gesellschaften das betreffende Lokal für den betreffenden Abend gemiether und so wenig wie der Hanswirth das Recht hat, seine Miether einzuschließen, so wenig hat der Gastwirth ein Recht, seine Gäste einzusperren. Will sich der Gast- wirth dagegen schützen, daß die Theilnehmer einer bei ihm verkehrenden Gesellschaft in anderen Kneipen verkehren, so muß er andere Maßregeln ergreifen, der Freiheit darf er seine Gäste nicht berauben. Nebrigens schädigen sich solche Wirthe am meisten selbst, denn sobald die Gesellschaft ein solches Versahren bemerkt, wird das Vergnügen und damit auch das gestört, was der Wirth„Geschäft" nennt, nämlich der Konsum an Speisen und Getränken. Ein in V«rlin wohnhafter Gekonom unterhielt seit längerer Zeit bereits ein Liebesverhültniß mit einem jungen 13jährigen Mädchen. Dasselbe hatte sich vor Kurzein der Bühne gewidmet und wurde bei der Gesellschaft der„Liliputaner" als Balleteuse engagirt, mit welcher sie zu deren Gastspiel in Ham- bnrg von Berlin kam. Vor einigen Tagen erschien nun auch der Bräutigam daselbst. Es soll Eifersucht bei ihm erwettt worden sein durch Mittheilungen, nach welchen seine Liebste einein An- deren ihre Neigung geschenkr habe. Zwischen dem Oekvnomen und seiner Braut kam es infolge dessen zu einem heftigen Streit vor der„Konkordia", welcher dazu führte, daß sie Beide polizei- lich zur Wache sistirt wurden. Vorgestern in aller Frühe erschien, ,vie die„Hamb. Nachr." erzählen, der Liebhaber in der Wohnung der Tänzerin, Thalstraße in St. Pauli. Es muß dann, nach den lauten Reden, die z, vischen Beiden gewechselt worden sind, zu schließen, ein heftiger Zank stattgefunden habe». Dann ist es still geworden, und später hat man das Liebespaar im Zimmer bewußtlos liegend vorgefunden. Bei dem Oekonom lag ein Revolver, noch mit einem scharfen Schuß versehen. Der Tänzerin war eine Kugel durchs rechte Ohr gedrungen, dem Manne eine solche bei der rechten Schläfe in den Kopf, außerdem hatte der Oekonom einen Streifschuß am Halse. Es ist wohl anzunehmen, daß der Bräutigam erst auf seine Geliebte geschossen und dann sich selbst die Wunden beigebracht hat. Beide tödtlich verletzt, wurden sofort per Droschke zur Verbandsstation des Kurhauses befördert. An dem Auskommen der beiden Liebesleute wird ge- ziveifelt. Das UrttzrU des Kriegsgericht« gegen de» Kant- Hoisten Knmrmau» vom 1. Gardcreguneut z. F., der sich wegen zahlreicher Einbruchsdiebstähle seit Wochen in Potsdam im Unter- suchungsarrest befand, hat jetzt die Bestätigung des Kaisers erhalten. Dasselbe lautet auf 10 Jahre Zuchthaus, 10 Jahre Ehrverlust, Stellung unter Polizeiaufsicht, Degradation und Ausstoßung ans dem Soldatenstande. Nach Verkündigung des Urthcils wurden Künnemann sofort die Tressen abgerissen, und heute wird er nach der Strafanstalt zu Eonnenburg überführt. Es waren etwa 60 Diebstähle, die Künnemann zur Last gelegt wurden. Der Landvoth des teltower Kreises, Herr Stubenrauch, hatte eine amtliche Einladung an die Wahlvorstände des Kreises ergehen lassen, aver dabei nur die konservativen Herren im Auge gehabt. Willig leisteten die Wahlvorsteher dem Rufe Folge und trafen aus vielen Orten des Kreises ein. lind was war der Grund der amtlichen Einladung? Der Vorsitzende des konser- vativen Wahlvereins im Kreise, Professor Dieterict, ivollte den Wahlvorstehern, die seiner Partei angehören, noch einmal die Be- deutung der bevorstehenden Sichivahl klar machen. Mntkmafilicher Mord, Der 47jährige bisher unbescholtene Mnsiklehrer Emil Neumann, Grüner Weg 80 wohnhaft, welcher des Mordes und wiederholten Verbrechens wider die Sittlichkeit dringend verdächtig ist, ist rechaftet worden. Am Morgen des 24. Februar wurde der 21 jährige Sohn des Ver- hafteten, Privatlehrer Richard Sieumann, in dem Schlafzimmer, welches er mit seinem Vater theilt, an dem BeMofien ÄNUL«W SSÄ? J-sätss* jjjjj"•" nur benutzten Bette lag. welchen der Befund denken entgegen, Neumann seinen Vetäiibung desselben (•cheblichi umgebracht hat, um einen Bettpfostc ausgehängt y(U, um..�'7''� F selben wa�rschemlidj zu machen, so weit begründet, p. �kin ihm■ ac «neu.„ts, Ja"ut feine mit seinen jugendlichen Schülerinneu fortgesetzt uno i„t LTKWWSZWTß% schlnngen worden ist. Diese Schnur, ein remer vi 1 � ,, werden tann, nmö«>»?„ �. 'b' Wirt « tie bitl eher bei der Kriminalpolizei| W und entstammt einer sog. Pfundrolle. H Eine dritte Sprengnng der Grundpfeiler f■- damms, und zwar des vierlen GerinneS, wnroe vorgei � mittag vorgenommen. Diesmal erfolgte dieselbe dur«,:jiifcctna:! unter Führung eines Ingenieurs vermittelst � � �» Ttmamit. Die Explosion war nur eine mäßige,® I i; �_ Trümmer wurden nicht unihergeschleudert, vielmedr.„gtii! damente anseinandergerissen, so da,; die Hebung t#"*"« eines Krahnes sofort erfolgen konnte._„.MlW...... 1' Abgostiirtt. Ter zwanzigjährige, ans Sachsen � J Klempnergeselle Alois Voigt, welcher auf dem Dach � l baues Zehdenickerstr. 120 mit Verlöthung der �ach iJn bei t Mr. beu schäftigt ivar, glitt vorgestern Nachmittag,"als er»ach � Arbeit sich bis an den äußersten Rand des Dacher,> wie non adl einen Löthkolben zurückgelassen hatte, vorwagte, au» fünf Etagen tief in den Hof hinab. Tort blw» � schmetterten Gliedmaßen auf den gußeisernen Kanalyai� welche gerade verlegt werden sollten, todt liegen.„- Selbstmord eines Kankier». Der Bankier dessen Zahlungseinstellung der gestrigen Börse bekaa hat sich, wie das„Kl. I." berichtet, gestern im§l" seines Geschäfts lokales, Lindenstraße 113, erschoye». nannte, ein junger Mann, war mit der Tochter>vo? Eltern verheirathet und betrieb seit ein paar Jahren(ff- t stnbe. Er soll nur eine unbedeutende Klientel aus j. Platze, dagegen eine zahlreichere aus auswärtiger tiun»! f essen haben.' Zwei Unglücksfälle durch Urberfahre» im Laufe des vorgestrigen Tages. In der achten Stunde ir» � I Potsdamerstraße, nahe der Kurfürstenstraße, ein älterer ±�0] Neberschreiten des Fahrdammes von einer im schnellen kommenden Droschke umgerissen und überfahren. � Hinterrad gingen über die Füße des Nnglücklicheib ü■ derselbe von Passanten nach der nahe gelegenen®: transporttrt, von wo aus später seine Uebersührung�.� Krankenhanse stattfand.— Ter zweite Unglücksfall,«i ines SchlächterwagenS herbeigefu�„ Erimj sich '■it die Z, "ttbenr, .«n-ichc t 1 des Ve, »enn ei . wüßte. '»Kinbi «urchnci % Gen ohre, t »1?« ra >>f e Mann s J erlit! Ä": si'ttzesel! ttaße 12 " sofort iitn 26 Jhitter ■'"'Scibevii nur Ung das schnelle Fahren«ines., W>>... ß ereignete sich an der Köpenicker- und AdalbertstraßeN'� � Kutsch erwittive M. war daselbst im Begriff, den Fohv � überschreiten, als plötzlich ein Schlächcerivagen scharfem Trabe um die Ecke bog, daß die Frau nicht w weichen konnte und überfahren wurde. Die Uebersmi. Schwerverletzten nach dem städttschen Krankenhanse am ck Hain wurde seitens eines hinzugezogenen Arztes sofort ans Dem Schlächter gelang es leider, zu entkommen. |(on drn bei der Frnrruirhr in der Linde�si Verivendung stehenden Gas- und Dampsspritzen ist D'_ bisher allarmbereit stand. bereits nach sechsjährigem � D derart abgenutzt, daß sie hat außer Dienst gestellt werde» M Da sich das System der Gas- und Dampfspritze als ZM' für den ersten Angriff beim Feuer nicht bewährt hat, 1«, die Wiederherstellung der nicht mehr betriebsfähigen als GaS- und Dampfspritze nicht zweckmäßig und so»,.ckil J,. angäuglich ist. als geivöhnliche Dampfspritze wieder° gemacht werden. �% J1 J1 Einen Fall uo« Genickstarre stellte jüngst iundlm?» Leyden in der Klinik seinen Zuhörern vor. Es war ein ff> p bss».2, Kellner, welcher am 15. d. M. unter Schüttelfrost, HeftML,;] schmerzen und Erbrechen erkrankte; im weiteren Wer � � j Krankheit stellte sich starkes Benommensein und jene chnrar�i iy L W Nackensteifigkeit ein, welche vor allem zu der obeii 6�'. ckei Diagnose führt. Ter Patient konnte weder nicken, noch r' er seinen Kopf nach links oder rechts zu wenden, und 1 geringsten Bewegungen waren mit intensiven Schmerzen»e» Die Benommenheit ging bisweilen in wirkliche Delirien wo G (der handelte sich hier allein Anschein nach um einen Fall jener I d. h. selbstständig aufttetenden Genickstarre, die entweder, radisches oder ein epidemisches Vorkommen zeigt. Wie Prol' angab, habe er in der letzten Zeit wiederholt von en» treten der Genickstarre gehört, was freilich bei dem uns lich kalten Ostwinde der jüngsten Tage nicht zu verwnwj„ Dazu passe es auch, daß die Genickstarre bisweilen'm. ,ii an Lungenentzündung beobachtet, verde. Interesse»» A' dieser Beziehung die Thatsache, daß die Mikroorg� welche bei der Genickstarre nachgewiesen worden sind, sind mit den von Fränkel bei der Lungenentzündung 9e Bakterien, sodaß einige Forscher schon die Vernmth"»» gesprochen haben, Lungenentzündung und epidemisch�Ji! starre wären ätiologisch nahe verwandte, wenn nicht gar W Krankheiten. m Die»nbenubteu Killet« des Stadt- und Verkehrs vom vorigen Jahre können nur bis zum 29? j an den Schaltern derjenigen Stationen, an welchen siL sind, gegen gleichartige BilletS für das laufende iL Mhvu zenten !Ucht w " Und ieu. T lemo , eruc tonnte ibiger, . � alle " habe, fcyen n gotanscht'werd'en.' Nach dem 28. Februar findet ei« Ä oder eme Bergütigung der umgetauschten Billets von � mehr statt. � Die Kenndnng des gvoke» Krfrfaals i» der$ SibltothcU tst für die Besucher in gewisser Veztkhu'� gerade als eine angenehme zu bezeichnen. Sie leidet an einein Uebelstande, der allerdings aus der andern Seite die naturgemäße Folge ist von vielen Vorthetlen, die feit � Jahren der große Lesesaal gegen früher aufzuweisen hat. bis vor einigen Jahren die Zahl derjenigen Werke,»et Besucher zur sofortigen Vertilgung in den großen Regalen ohne daß er sie vorher zu bestellen brauchte, eine verhäl»»'� geringe tvar, so sind gegenwärtig diese Werke, deren ohne vorherige Bestellung angängtch ist, um cin ganz liches, ja vielleicht um das Fünfzigfache vermehrt wss�i sind dies Hand- und Wörterbücher, Encyklopädien,® 1 iverke, kurz"Bücher aus den mannigfachsten Wisscnsgebff- übersichtlich nach den verschiedenen Disziplinen geotdnel,'N- Cll/ j| Regalen an den Wänden aufgestapelt stehen und von den � L jederzeit zur Einsicht und Benntznng im Lesesaale hctauW�L j werden können. Nun ist es leider, wie bekannt, vorzeto»>j? von diesen im Lesesaal zum augenblicklichen Gebrauche auN, Büchern häufig welche verschwunden, theils in böswilliges� theils von Lesern unabsichtlich mit nach Hanse genommen> sind. Entsprechend aber der großen Vermehrung jen�l Wänden ausgestellten Bücher ist auch die Konttole Beamten eine strengere geworden. Unausgesetzt gehen c ir heißt, sogenannte Bibliotheksdiener, im großen Saale e>"V j Jtftete■ % .-57 2?« an Hai 'Aenüb ie n vo latrti „ der IJteen h Mit folch la> «i % P Ä-f «« M dg hilbw,i» it tin«»' movbÄ 2 auf jeden einzelnen Leser, ob derselbe nicht Buch absichtlich oder aus 0evfe�- als Ahnungslos sitzt Mancher vertieft... Qar- fiicun Dufsehen plötzlich das Auge des Beamten Mß �cf�i dieser&„'? gerichtet sieht und univilltürlich zusamnien- »«-"--L�Enlad�e. für die er selber kein Verständnis hat " 1% an n»F««r gar nicht kennt/ Wird er gar stutzig und Md. Meine».!?.A«?den�ber die an ihm beliebte.«eobaHtung aß ,« M le, bcn, 14 Ausdruck, so macht er sich dem Beamten, ff." WenftfiPn?», und in der Tbat doch kein professions- i�üz, Unb fni» womöglich erst recht auffällig und "Wie» U-Mvartigen, fernerhin der Gegenstand einer > sick im. famkett zu werden. Unter dieser Konliole, ten üf'T(tili itiaQ Erfahrungen, die mm: gemacht hat, g«- • m MPw,%|)??uß eben der Unschuldige mit dem Schuldigen ,iiw; ätiibnrf.: S» daß erstcren: nicht selten schon d""'"*"" 'ttüfofif.ft?»»«Ur»i.:.» und bei der Lektüre vergangen sind. ieffchniwMlsechn Frbrn von allen im Verlehr befindlichen Anifity : sein. anfW«® Thaler. So beliebt er immer noch der WMcRN.« und Herrechncn von WohnungSmiethen und taf bie rnM% so gehetzt ist dcS Thalers Dasein, sobald er " t/ deuiug begiebt. In den Kellern der Neichsbank !rt Cr m Iflmnp Qi>rt hpfrfßrtitfiApr Nnüe hingeben, )es- |(W irch >-lld»Ng Steine� nur die selben en WSHAHM-s S�M SSR» SCVW,»« iriiiiiff.jH von , inzern zu fein, der seine verbotene Waare giebt die verschiedensten mehr oder minder uil i"'tu bi» � UN Publikum die Frage' dies so fem. i�ÄA'aa' I Dtk: sonirtj Sil n. ivohi eint' muds reifl� ;et ßtä en I und, jam'f S -x"S l'ASi t auß" enstr-I : die. cm � irden m r'bl-l Muß dies so sein »no............... � Haler in das Münzwesen ver- Ureick? ü � durch die beefnenw« und beliebten Zweimark- i>> de- u�roen, denn eine allgemein anerkannte Unbeijuenh »en»-i® kann unmöglich für alle Zeit geheiligt sein, 1 niüjtj Paragraph des Münzgesetzes darüber geändert 'iu���k. Am 24. d. M. Abends«rliit der Ljährige den ai.�.ur der Moonuug seiner Mtern, Rügenerstr. 11, ?uß heißen Kaffees eine so schwere Verbrennung der , d im Jt, n" in der darauf folgenden Nacht verstarb.— ihfw Tuorgens wurde der Bauwächter Jercke in: Neu- Sek--r � kodt vorgefunden. Derselbe hatte sich neben im. Uoakskorb zun: Schlafen niedergelegt und ist an- goige Einathmens von«ohl«»mch gestorben.— Kurze ob» M'CU0® üch ein Banquier in seinem Komtoir in der «er c,-..~ Mittags wurde das Pferd eines Kaufmanns de»->> uffer- Wilheinbrücke scheu, ging durch und rannte ' �pbrnplatz mir dem Wagen gegen eine Bank, wobei und sein Kutscher ans dem Wagen geschleudert .�rjierer blieb unverletzt, während letzterer, außer «mengen an: Schienbein, anscheinend innere Ver- Bttnr»:~ Nachmittags hrachte sich ein Mann in einer rsxsj/ i Utttielst Revolvers eine:: Schup in die Schläfe bei ouf der Stelle.— Zu derselben Zeit stürzte der je« ,ei Eiatschmann vom Dache des Neubaues Zehde- i M. k2b auf im Hose liegende Eiseuröhren hinab und Im �(»folge des erlittenen Schädelbruchs.— In der " d. M. versuchte ein Mädchen in der Wohnung ß�'ttee. in der Leipzigerstraße, sich niittelst Taschenmessers �?»oern am beiden Armen aufzuschneiden, brachte sich je- ."«r «Ä m Gvvichks Zoikuns. s�Kbl ! eil.! g :ra n! ch vi nd > v«t mcrsp/ .der Pros ei:ie0> , UN! Ä1 ant S tym> Zi RinSÜ Ä 'ß K , Kutterverfälschm:«« unter Zuhilfenahme von ik/ iT"* immer im Gange ist und sogar von anscheinend Produzenten ausgeübt wird, zeigte wieder einmal ein welche gestern vor der 94. Schöffenabtheilung in liitpi-" Der Direktor der AkUengesellschaft pommerscher .u: war angeklagt, gegen das Nahrungsnnttelgesetz ver- w Wben und zwar soll er an den Kanjmaun Bieueck einen t-k... verkauft zn haben, welcher sich bei der chemischen . ßmg als gefäscht erwies. Ter Angeklagte erklärte, daß ihJ?]? oortreleae Gesellschaft außer den: Hauptgeschäfte in ....Üraße noch sechs Filialen inBerlin besitze. Da die eigenen Gesellschaft den Bedarf nicht decken, so beziehe dieselbe r�Quamc und zwar zu hohen Preisen von guten und reellen , N»uz Schleswig-Holstem:c. Die Butter werde zwar »»ft Hierselbst untersucht, aber weun jeder einzelne Kübel .r werden sollte, dann würden 10 Chemiker nicht aus- lNd jährlich mindestens hunderttausend Mark Unkosten • Tie Untersuchung erfolge nur in der Weise, daß Stich- JR(»iach( und chemisch untersucht werden. Im Uebrigen i»:h und Geschmack zn Hilfe genommen. Die Verhaud- vnb!"'chk Zun: Abschluß gebracht werden, weil ein Sach- 8�. welcher hätte begutachten können, ob der Augeklagte »lle mögliche:: Borfichtsnmßregeln zur Anwendung ge- "ve, nicht geladen war. Die Ladung eines solchen wurde e» und deshalb der Termin vertagt. &,:{£. jtitwjif mit seinem früheren Bureau- ttüm �lm Krewald fuhrt der Rechtsanwalt Dr. Scheffler. «i'f1 kaum ein Vierteljahr in seiner Stellung gewesen, wegen verschiedener Streitigkeiten mit seinem Chef plötzlich » wurde. Aon beiden Seiten wurden Zivil- und Belei- in* � angestrengt und Krewald gab seiner feindseligen ,»g noch dadurch besonderen Ausdruck, daß er in einer ,,.,,a» die Staatsanwaltschast behauptete, Rechtsanwalt Dr. j/�oabe sich in vielen Fällen seinen Klienten gegenüber einer eii- �Hebung schnld:g gemacht. Diese Anschuldigung t» wissentlich falsche sein und Krewald stand deshalb tu,*?* der ersten Strafkammer des Landgerichts I. 3>ia v e wit aller Entschiedenheit dabei, daß seine Bezich- Wahrheit entspräche. Sei» früherer Chef habe in " huwbwt Fällen zu Unrecht Porto liquidirt. Bisweilen jh..»'6 Klienten in fünf oder sechs' verschiedenen Sachen je »liheiliing zu machen gewesen; sänmftliche Schriftstücke t. jmen: Kouvert durch die billigere Packetsahrt-Gesellschaft j.z�oressaten befördert, der letztere aber mit je 10 Pf. Porto Sache belastet worden. Diese Geschästspraxis habe �.walt Scheffler selbst angeordnet. Der Letztere bestritt rfti aller Entschiedenheit und behauptete, daß er wiche Unregelmäßigkeit auf's Ernsteste gerügt(Habe, ne von ihm entdeckt wurde. Ter Angeklagte Mensch von höchst gefährlichem Charakter, der 'dt welcher in der Passage postirt war,• waren zwei junge Leute mit südlichem Typus aufgefallen, welche sich in verdächtiger Weise an die vor den Schaufenstern stehenden Damen herandrängten und augenscheinlich Gelegenheit zun: Taschendiebstahl suchten. Der Beamte hielt die'Verdächtigen scharf im Auge, es wollte ihm aber nicht gelingen, einen derselben auf der That zu ertappen. Am Abend des 14. November hatte er w edernn: längere Zeit die beiden Fremden verfolgt, ohne Ge legenheit zur Feststellung ihrer Persönlichkeiten zn finden. An: folgenden Morgen hatten die Beamten bei ihren: Chef zu einer Konferenz zu erscheinen und bei dieser Gelegenheit wurde ihnen ein Taschendieb vorgeführt, welcher Abends vorher in der Garderobe des Schauspielhauses versucht hatte, einer Dame das Portemonnaie ans der Tasche zu holen. Man hatte bei ihm noch zwei Portemonnaies mit 150, bezw. 120 Mark gefunden, welche, wie sich später heraus stellte, der Ehefrau des Geheimraths R. und einer zum Besuche in Verlin weilenden Dame aus Ludenscheid in der Garderobe des Opernhauses gestohlen waren. Der Kriminalbeanfte Wand er kannte in dem Ergriffenen sofort den einen der beiden Fremden wieder, die er so lange verfolgt, er machte sich anheischig, nun auch dessen Komplizen herbeizuschaffen und dies ist ihm mit Hilfe seines Kollegen Römhild auch schon nach drei Tagen gelungen. Der zuerst Verhaftete war der Angeklagte Krück, der aber ans den Namen Fedorowitsch reiste und sich durch einen jedenfalls ge stohlenen Paß legitimirte. Beide Angeklagte wollten sich kaum kennen und har es besondere Schwierigkeiten gemacht, ihre Personalien kennen zu lernen, denn besonders Kurticz, der sich außerdem stellte, als verstehe er kein Deutsch, machte die widersprechendsten Angaben. Die Annahme, daß man vielfach bestrafte Verbrecher vor sich hat, wurde beseitigt, besonders Krück ist ein berüchtigter Taschendieb. Kurticz wollte in der Haupt- verhandlung anfangs teu: Wort sprechen, besann sich aber schließ [ich eines anderen und leugnete wie sein Mitangeklagter Alles rundweg ab. Kurticz wurde überführt, am Tage vor seiner Ver Haftung in der Behrenstraße einer Frau ein Portemonnaie mit etwa 2 Mark Inhalt gestohlen zn haben. Trotzdem dasselbe nebst dem Gelde und einigen Fischschuppe::(die Bestohlene hul digre dem Aberglauben, man müsse stets einige Fischschuppcn im Portemonnaie führen, damit das Geld nie alle werde) bei ihn: gefunden wurde, legte er sich aufs Leugnen, wie sein Komplize Krück, der die inhaltreichen Portemonnaies gefunden haben wollte. Die Beweisaufnahme ließ keinen Zweifel daran, daß beide Angeklagten sich verbunden hatten zum gemeinsamen„Ge deihen und Verderben" wie Staatsanwall Unger bei seiner Aus führung hervorhob. Derselbe war der'Ansicht, daß die vorliegen� den Falle nur als Stichproben aus der diebischen Thätigkeit der Angeklagten anzusehen seien; wahrscheinlich hätten dieselben weit :uehr Diebstähle aus dem Gewissen. Ter Gerichtshof vcrurtheilte Krück zu SVe Jahre Gefängniß und fünfjährigem Ehr vertust. Kurticz zu anderthalb Jahren und 2 Jahren Ehrverluft. SoziKls Msbsrstihk. Au alle Mitarbeiter Deutschlands. Schon in der vierten Woche liegen die Militärschneider Berlins im Streik, welcher nur durch heißen Stampf zu einem glücklichen Ende zu führen ist. Es liegen 400 Militärschneider im Streik, fast alle sind Familien väter, welchen es sehr schwer fällt, stramm auf dem Kampfplatze zu stehen. Aber trotz alledem stehen sie Mann für Mann und wollen nicht von den gerechten Forderungen, welche wir gestellt haben, zurückweichen. Mitarbeiter, wir richten des- halb an Euch alle die Bitte, daß Ihr uns in diesem Kampfe nach Kräften moralisch unterstützt, damit wir zu einem Siege ge langen; auch Zuzug nach Berlin ist fern zu halten. Zuschriften find zu richten an Th. Jerwin, Neustädtische Kirchstraße 16, Re staurant Riedel. Mit kollegialischem Gruß die streikenden Militär chneider Berlins. Kraudruburg. Tie am Freitag, den 21. und Sonnabend, den 22. d. M. stattgehabten Unterhandlungen der Lohnkommission der Korbnlacher niit der Firma Gebr. Reichstein haben zu folgen dem Resultat geführt:' Zwischen der Firma Gebr. Reichstem und den bei ihr beschästigteu Korbmachern sind heut nachstehende Vereinbarungen getroffen worden. Die gewöhnlich e Arbeitszeit währt von Morgens G bis ?lbends 7 Uhr nnl Unterbrechung von Ve Stunde Früh stück IV« Stunde Mittag und V« Stunde Vesper. Die Hohe der Löhne ergiebt die vereinbarte, beiderseits in Händen habende Lohnliste. Bei Einstellung von Arbeitern anderer Fächer verspricht die Firma die durch den Slusstand arbeitslos Gewordenen möglichst zunächst zu berücksichtigen. Gebr. R e i ch st e i n. Auf Grund dieser Vereinbarungen haben die Korbmacher in der am Sonnabend, den 22. d. M, Nachmittags tagenden Ver- fmmulung beschlossen:„Im Vertrauen, daß die Firma dem in Absatz 3 ausgedruckten, und bei der Unterhandlung wiederholt betonten Vorsprechen gewiß nach kommen wird, am Montag, den 24. d. M. die Arbeit wieder aufzunehmen." Ferner wurde von der Firma hervorgehoben, daß::: der Saison der verflossenen Jahre tausend Mann und darüber beschäftigt wurden, und, da bei der letzten Lohn- zahlung Netto 760 Personen betheiligt waren, von uns aber nur noch rund 250 Mann in: Ausstand sind, so dürfte, wenn durch das Arbeiten der Korbmacher das Geschäft wieder in Gang kommt, die Einstellung der Uebrigen in Bälde erfolgen. Die Aushebung des Streiks kann allerdings erst nach erjolgter Einstellung der Betreffenden beschlossen werden, und ersuchen wir Ench, deutsche Arbeiter, uns Euren Beistand noch nicht zu entziehen, da wir, ca. noch 120 Mann, bis zur endgiltigen Regelung der Frage leben müssen und leben wollen.— Briese sind jetzt nur noch zu richten an Ernst Klapper, Schmied. Wollen- weberstr. 3, Gasthof zur Mühle. 1 d«.I,0n- 9OC9ll gtfmjiuujnu,— »o,"»sdrtickftchei: Verbots die bezeichneten Unregelmäßigkeiten »en dadurch eine Handhabe gegen seinen Chef zu n der' J*0*" Aussage stand, so de- d:e Vertagung, um einen umfangreicheren »urTtelle zn schaffen. Taschendiebe von ganz besonderer dfteAftchftlichkeft wurden gestern der ersten Strafkammer des 1 0**%,»oweführt. ES waren dies der 2« jährige I�S: Sf*pr,vÄl"d au3 Lembera und der gleichfalls aus !�a,.?��iuend« 2S jährige Kellner Kurticz alias '«»»Ski. Dem Kriminal« Schutzmann Wand, VevsÄttrnrlnngen. äußerst stürmische» Azene» kam es in einer öffentlichen Schuhmacher-Versammlnng, welche an: Dienstag Abend unter dem Vorsitz des Jnnungö-Ober- meisters Beutel in Lammer's Salon, Kommanvantenstraße Nr. 72, tagte. Der Saal war gedrängt roll, so daß die Thüren zum Nebenraum geöffnet werden mußten. Die Meister waren sehr zahlreich, noch zahlreicher aber die Gesellen erschienen. Herr Beutel eröffnete die Versammlung mit einem Hinweis auf den Zweck derselben. Es habe sich ein Z e n t r a l k o m i t e e auS Mitgliedern der Innung, des Gewerkvereins und der Jnmmgs- geseUen gebildet, welches die Aufbesserung der Preise und Arbeitslöhne im Schuh macherge werbe auf 'riedliche m Wege herbeiführe:: wolle. Die Versammlung olle als ein Prüfstein betrachtet werden, ob die Sache Anklang sinde; in diesem Falle werde man die Agitation weiter entfalten. Obermeister Schumann ergänzte diese Auskührungen. Diese Frage sei keine Parteisrage, man habe deshalb auch den Fachverein der Gehilfen zur Berathung eingeladen, es sei aber keiner von den Herren gekommen.(Ruf: Smd nicht rechtzeitig eingeladen worden.) Die Maschine gewinne stetig größere Aus- bmtung im Schuhmachergewerbe und es werde dem Kleinmeister täglich schwerer, sein Brot ehrlich zu verdienen. Angesichts der vor- handenen Zustände seien Streiks ein wahres Unglück(ift Meister und Gesellen, beide Theile hätten nur Nachtheile davon. Das Komitee habe bereits, um etwaigen Arbeitseinstellungen vorzu- die Arbeiten gewährt werden sollen. Für die milileren und größeren Geschäfte werde später noch ein besonderer Tarif noth- wendig sein. Von den Meistern sei gleichzeitig eine Erhöhung der Verkaufspreise in Aussicht genommen worden. Redner empfahl schließlich die Annahme einer Resolution, nach welcher die Versammlung sich gegen Arbeitseinstellungen und für das Vorgehen der Kommission erklären sollte. Für und gegen diese Reiolution kam es zu leb- haften Debatten zwischen Meistern, Jnnungsmeistcrn und Gesellen. Dem Jnnungsvorstand wurde vorgeworfen, daß er die Jnnungsgelder auf Agitationsreisen verpulvert habe, wo- gegeu sich Herr Beutel energisch verwahrte. Von den Gesellen wurde behauptet, daß man ihnen nur den Wind zum Streiken aus den Segeln nehmen wolle; eine Lohnkommission müsse in einer öffentlichen Versammlung gewählt werden. Die Innung habe sich stets feindlich gezeigt und man könne ihr auch jetzt kein Ver- trauen schenken. Große Unruhe entstand, als ein Redner das Wort„Jnnungsbmder" gebrauchte und im weiteren Verlauf der Diskussion steigerte sich der Lärm derartig, daß die Versammlung vertagt werden mußte. Nach Wiederbeginn der Verhandlungen verlangten mehrere Personen das Wort zur Geschäftsordnung und als ihnen das Wort nicht gestattet wurde, erhob sich ein solcher Tumult, daß der Vorsitzende sich genöthigt sah, die Ver- saminlung zu schließen. Der deutsche Schnriderverband, Filiale Berlin, hielt am 24. d. M. eine Mitgliederversammlung in Schneider's Salon mit folgender Tagesordnung ab: 1. Verhalten der Firmen Winter, Robrecht, Mohr«. Spei er und Luttmann in der Militär- brauche ihren Arbeitern gegenüber. 2. Diskussion. 3. Abrechnung der Agitationskommission. 4. Verschiedenes. Zum ersten Punkt hatte Kollege Jeschonnck das Referat übernommen, welcher das Verhalten der oben genannten Firmen den Arbeitern gegenüber kritisirte. Nach beendigter sehr lebhafter Diskussion, in welcher sämmtlrche Redner das Verhalten für ein unge- rcchtfertigtes kennzeichneten, wurde eine Resolution, die sich in diesem Sinne aussprach, einstimmig angenommen. Ebenso würbe der Schriftführer beauftragt, noch an demselben Abend eine Annonce an die Fachzeitung abzuschicken, damit die auswärtigen Kollegen ersahreu, daß die Berliner Militärschncider im Streik liegen. Zum 3. Punkt wurde die'Abrechnung der Agitationskommission verlesen, welche einen Ucberschnß von 11,48 M. aufzuweisen hatte. Nachdem unter Verschiedenes noch ein Antrag angenommen wurde, eine Tellersammlung zur Deckung der Unkosten zn veranstalten und den Ueberschuß derselben den streikenden Militärschneidern zu überweisen, wird noch bekannt gemacht, daß am 11. März eine öffentliche Versammlung in Keller's Salon, Andreasstr. 26, und am 16. März ein Vergnügen des Deutschen Schneiderverbandes in Hcydrich's Festsälen, Beuch- straße 18/21, stattfindet. Im zweite» Mahlkreise waren die freisinnigen Wähler am Dienstag noch einmal in der Niktoriabrauerei versammelt. Der Saal hätte wenigstens die doppelte Zahl der anwesenden Personen gefaßt. Wenn sich nach diesem verhältnißmäßig schwachen Besuch der Versammlung der Eiser und die Zuversichr der fteisinnigen Partei bemessen läßt, steht es für die Sache der Sozialdemokratie recht gut. In der Versammlung sprach zunächst Dr. v. Kalckstein. Derselbe berichtete hauptsächlich über die Wahlbewegung in Hessen und blieb in seinen Ausführungen achlich. Höchst eigenthümlich war dagegen die Art, in welcher folgender Redner, Herr Rechtsanwalt Meschelsohn, die Kandidatur Jani-zewsky bekämpfte. Er sagie: Kann: jemand kenne Janiszewsky so genau, wie er(Redner), da er dessen Ver- theidiger gewesen sei. Auf Grund dieser Kenntniß bitte er, Janiszewsky nicht zu wählem Die Sozial- dcmokratie rühme es an Janiszewsky, daß er durch lange Haft geistig gebrochen sei; das sei eine eigenthümlichc Empfehlung für einen Reichstagskandidaten. Die Leistung, welche Janiszewsky die Berurtheilung eintrug, habe in der' Verbreitung eines hetzerischen Flugblattes bestanden. Wer demnach nicht wolle, daß Janiszewsky auch iu: Reichetag aushetzende Phrase:: vor- bringe, der möge dazu mitwirken, daß er nicht in den Reichstag gewählt werde. Es ist von dem Rechtsanwalt und dem Politiker Meschelsohn jedenfalls nicht schön gehandelt und unseres Dafürhaltens auch unstatthaft, wenn er diejenige Kenntniß über Janiszewsky, welche er als Vertheidiger desselben erlangt zu haben behauptet, öffent- lieh, politisch gegen ihn anwendet. Daß ein'Anwalt seineu: Klienten vor Gericht als braven Mann hinstellt und nachher öffentlich ungefähr das Gegentheil behauptet, mag in den Ver- Hältnissen des Anwaltbcrufes begründet sein und den: Einzelnen nicht gerade angerechnet werden; doch wäre einer freien und selbstständigen Natur in diesem Falle das Unwürdige darin wohl zun: Bewußtsein gekommen. Sophistik ist es natürlich, zu bc- Haupte::, daß die Sozialdemokraten an Janiszewsky die geisttge Gebrochenheit rühmten. Virchow, welcher selbst als dritter Redner sprach, äußerte sich mit Schärfe über die Jrmerianer und mit Spott über das Kartell. Sonst bot seine Rede nichts Neues. 3« der lebten UtitgUederurrsammlung des Lach» Vereins der Steindrncker»nd Litijoarapljci: hielt der Kollege Lithograph Carl einen interessanten Vortrag über:nter- durchgemacht, und ergänzte in einigen Punkten die Ausfuhrunsen des Letzteren. Unser Winterfest kann nicht im Schweizer; Garten ---- K/v»*----■----' stattsinden, da der Direftor sich weigerte, sein Lokal zu allen Ver- sammlungen herzugeben. Teu streikenden Knopfarbeitern der Firma Röhll wurden 30 M., den infolge des Luckcmvaldcr Streiks gemaßregelten Hutmachern 50 M. Unterstützung bewilligt. Auch wurde den Kollegen besonders ans Herz gelegt, nur solche Hüte zu kaufen, welche mit der Kontrolmarke der deutschen Hutmacher ver- fthen sind. Am 20. März nächste Versammlung. Meissenser. Am Dienstag, den 25. d. M., fand hier im Schloß Sternecker eine von etwa 500 Personen besuchte Wählerversammlung statt, in welcher der Stadtverordnete Herr Zubeil aus Berlin sprechen sollte. Da derselbe wegen einer Agitntions- reise nach Breslau verhindert war, übernahm der Schuhmacher- meifler Herr Arndt aus Bernau das Referat. Derselbe führte ungefähr folgendes aus: Der Abg. Gcrlach habe 1861 gesagt, der kleinen Herde ist der Sieg gcgeoen. Ferdinand Lassalle nutzte diesen Ausspruch aus, und empfahl, daß die kleine Herde ein neues Prinzip auf ihre Fahne schreiben müsse:„Das freie, gleiche, direkte und geheime Wahlrecht", daß auch der Arbeit ihr Recht werde. Als man 1850 eine neue Verfassung machte und dem Volke das Dreiklassenwahlgesetz gav, mußte sich der über- zeugte Arbeiter sagen, daß dieses Recht für ihn kein Recht war. Er ging deshalb nicht zur Wahl, weil seine Stimme nicht voll- giltig war. Erst als das gleiche Wahlrecht eingeführt war, habe sich die Arbeiterpartei entwickelt, daS habe der 20. Februar gezeigt, und der I. März werde es noch deutlicher zeigen. Redner erwähnt die Versammlung in der Tonhalle, in weicher Herr Lohren zu beweisen suchte, daß die Sozialdemokraten noch in den letzten Stunden am Tage der Wahl 1887 ihr Wort gebrochen hatten. Herr Arndt verwahrte sich dagegen, daß die Sozialdemokraten jemals Herrn Lohren die Hand zum Bunde gereicht hätten, und kritisirte den Ausspruch Lohren's, daß. wenn die Soldaten alle in die Industrie eintreten würden, doch das Augebot von Arbeitskrästen noch größer würde; er erklärte Herrn Lohren für inkompetent in solchen Fragen. Seil 1884 haben wir ihn für gar nicht vorhanden erachtet, man könne ihn nur auf den Platz verweisen, wo er hin gehört, an seine Häuslichkeit.(Bravo.) Tie„Hamburger Nachrichten" brachten Artikel, in dem sie die Abschaffung des Wahlrechts empfehlen. I. März wird ihnen die Antwort bringen. Die Forderungen der S-zialdemolratie stehen in eiaem anderen Lichte als die Er- lasse ericheinen lassen, es sind keine Utopien, sondern dieJSerech . CW1"« ff. u'--------«— II»**./*— 11' beugen, einen XHi n i in 0 1 1 0 lj n t a r i f ausgearbeitet und drucken ttgung aller Klasjen. Nedner erwähnt den Zlu-s'pruch des Ministers lasse«, welcher d;e Miudestlöhnß bezeichne, die den Gesellen sür Herrfurch. Er erzählt, dap cr �7 Jahr? 5 tm öffentlichen Leben liehe uuD seinen Mitmenschen sowohl wie dein Staate gegenüber seine Schuldigkeit gethan und im besten Einvernehmen mit seiner Familie stehe, und nun solle er sich sagen lassen, er -ei ein Faullenzer? Eine Besserung der Lage oer Arbeiter sei jon den privilegirten Ständen nicht zu verlangen, darum sei es Pflicht eines jeden Arbeiters, am 1. März voll und ganz seine Schuldigkeit zu thun und dem Kandidaten der Sozialdemokratie rei»e Stimme zu geben.(Lauganhaltender Beifall.) Es wurde ,olgcnde Resolution angenommen: „Mit den Ausführungen des Referenten erklärt sich die heutige Versammlung voll und ganz einverstanden, und erklärt, da der bisherige Vertreter unseres Kreises, Herr ( Lohren, nicht gewillt war, unsere(der arbeitenden Be- , völkerung) Interessen zu vertreten, erklären wir, am > nächsten Sonnabend Mann für Mann für den Vertreter 2; der Sozialdemokratie Arthur Stadthagen ein- 1 zutreten, da nur er unsere Lage zu bessern Willens ist." Nachdem sich noch einige Redner im Sinne des Referenten ausgesprochen hatten und die Wähler aufgefordert waren, am Tage der Wahl ihre Schuldigkeit zu thun, wurde Herr Stadt- Hägen, welcher inzwischen erschienen war, mit jubeln- der Begeisterung empfangen. Derselbe ergriff nunmehr das Wort und führte aus: Ter 1. März sei ein böser Tag. weil er auf einen Sonnabend falle. Redner ermahnt dringend, daß ein Jeder von seinem Wahlrecht Gebrauch machen müsse. Der 20 Februar habe gezeigt, welche Mittel unsere Gegner benutzt haben, um das iiiecht des Volkes zu untergraben. Von den meisten Gemeindevorstehern ist dafür gesorgt worden, daß unsere Genossen nicht in das Wahllokal durften. Die Wahlbeeinflussungen sind Mahnrufe für uns, in den Kampf einzutreten. Unter Mißbrauch der Amtsgewalt wurden verschiedene Bestimmungen gegen die Genossen losgelassen. Wie können die Herren behaupten, sie seien die Vertreter der Ordnung, wenn sie unseren Genossen gegenüber so provokatorisch auftreten? Am 27. März wird sich in Moabit ein Spiel entwickeln, ivobci die Herren mis Tageslicht kommen werden, es sind unter anderem zwei Großindustrielle und zwei adlige Herren, welche zur Verantwortung gezogen werden. Auf unsere Genossen ist mit Knüppeln geschlagen worden und mit Hunden hat man sie gehetzt. Redner macht noch daraus aufmerksam, wenn derartige Fälle vorkommen, sofort an daS Landrathsamt Beschwerde einzureichen, damit die Herren nicht sagen können, sie wissen nicht, daß so etwas vorgetommen ist. Redner fordert auf, zuin Kampf gegen die Lebensmittelvertheurer, macht auf den Ausspruch des Grasen Wilhelm Bismarck aufnierksam, daß das Sozialistengesetz dem Volke mchtso lästig sei wie die Hundesperre, er bespricht das Verhält- Nitz Lohren's zur Sozialdemokratie und die Erlasse des Kaisers, daß nur durch internationale Vereinbarung etwas zu erreichen se, und ermahnt die Versammelten, daß es sich nicht nur um ihr Wohl sondern um das Wohl ihrer Mitmenschen, ihrer Kinder handele und schließt mit den Worten: Wir treten ein für Wahr- he>t, Freiheit, Gleichheit und alles was Menschenantlitz trägt! (-dravo.) Unter den verschiedenen Rednern, welche sich noch «n m, Diskussion betheiligteu, war auch ein freisinniger Herr Behrendt. Derselbe führte an, daß in der letzten freisinnigen Versammlung, welche nach der Wahl abgehalten, die Parole aus- gegeben wurde, für die Kandidaten der Sozialdemokratie einzu- treten und d,e freisinnige Partei wird zeigen, daß sie ihr Wort fe;(�"haltender Beifall.) Unter„Verschiedenes" machte Herr Hirsch bekannt, die Genossen, welche am Tage der Wahl behilflich sein wollen, mögen sich bei Pfeifenmüller, Königs-Chaussee, beim Wahlkomitee melden. Unter dreifachem Hoch auf Stadthagen und die internationale Sozialdemokratie ichloß der Vorsitzende, Herr Jacobs, die Versammlung. Zivri-iffrnttich« WilI,l«r-U«rsa»»»Iung«n für den e. Berliner Reichs- tags-WahlkretS: i. am Donnerstag, den er. Februar, 2. am Fretlag, den s». Februar, Abends s Uhr, im Lotale der Böhow'schcn Brauerei, Prenzlauer Allee. Tagesordnung: Die bevorstehenden Erichwahlen. Referenlen werden in denIVersammlungen bekannt gemacht. 2. DiSlussion. 6. BerschiedeneS. Zur Deckung der Unlosten ftndel eine Tellersamnilung statt. Groh» öffentliche Wiihier-jlersanimlnng fit» Friedrichoberg ,»>d Umgegend am Tonnersiag, den 27. Februar, Abends« Uhr, im Neustädter Bollsgarren, Proslauerstrahe. Tagesordnung: i. Die bevorstehende Sieichs- lags-Srichwahl. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Srschetnen wird ersucht.— Genossen, welche gewillt sind, am Fretlag und Sonnabend l Wahltag) im Kreise Slieder-Barntm thcitig zu sein, namentlich zur Zeil Be- schiisligungslose, werden ersucht, sich spätestens Donnerstag Abend in Oisinicken- dorf bei Theodor Hidde, Bürgersir. 23; in Pankow bei Echockel, Schulzen- sirave 17; in Wetßensee bei H. Grrinenberg, Friedrichstr. is; in FriedrichS- h-ge» bei Eieverling. Friedrichstr. 12, und in Friedrichsberg im Wahlbureau bei Spindler, Friedrich Karlstraß« 34, zu melden. Das sozialdeutolrattsche Wahlkoutilee sur Slieder-Barnim. vrrri» ehemaliger Schüler der 32. vemeiudeschnle. Abends»% Uhr im Kontgsladt-Kasino, Holzinarttslrahe 72(SlaShalle). Ausnahme neuer Mii- glteder. Gäste willkommen. Achtung! Genossen, welche am Tage der Stichwahl IM Teltow-BeeSkow- Storkow-Charlottenburger Wahlkreise Helsen wollen, werden ersucht sich bei Sltemetschek(Lustiger Stiesel), Slaliherstr. is, zu melden; recht besonnene Genossen sind hauptsächlich erwünscht, da die Schwierigkeiten, welche in unserem Kreise großarlia sind, nur durch ruhiges Wesen beseiligt werden können. Alle Genossen, ivelche brutal behandelt worden sind, möge» dies dem Zentral- Wahllomttee melden. Zimmerleute Kerliue und Umgegend. Große össentltche Bcrsammlung am Donnerstag, den 27. Februar, Abends 3 Uhr, im Köntgsladl-Kastno(beide Säle), Holzmarklstraße 72, Ecke Aleranderstraße. Tagesordttniig: Dle neun- slündige ArbeitSzeil, 60 Ps. Stundenlohn, sowie wellere Beschlußfassung. _ Alto», nein- Kranit, n- uud Sterbeliaff« der Urecholer Ueuttchlands Klltale Berlin C, Am Freitag, den 23. Februar, Abends 3 Uhr. . Mitgliederversammlung statt. TageS- eines Delegirien zur Generalversamm- (S. H. 86.)_ findet bei Ulech, Schleiermacherstraße ordnung: l. Kassenbericht. 2. Wahl lung. 8. verschiedenes. laesaitguerelit Alpenrose, gemlschler Thor, Dirigent Schreiber: Uebungs- stunde jeden Mittwoch 7%-9 Uhr. V-reilislvkal Luther, Brüderslr. 26. Damen und Herren als Gäste herzlich toillkonimen. Vereint», mg der deutsche» Maler etc.. Filiale«st Keriin.«ußer- ordentltche Mitgliederversammlung am Dvnnerstag, den 27. Februar, Abends 3 Uhr, in Henke'S Salon, Bluinenstraße 39. Tagesordnung: l. Z-ntraltstrung des ArbeilsnachivelseS. 2. Ftltalangeleg-nheiten. 3. Verschiedenes. «esaug-, Cm-u- und gesellige Vereine am Donnerstag. Männer- gesangveretn„Lälllta" Abends o Uhr in fiJcttin's Restaurant, Beteranenstr. 1«. — Scsanßvercin„Bretzelschluß" Abends 8ss Uhr im Restaurant Mündt, köp- ...Brehelschluß" Abends 3% Uhr nickerstraß- loq.— Männergesa, igvsrein„Nordstern" Abends s Uhr tin Siestaura»! Pohl, Müllerstr. 7.— Schäser'scher Abends 9 Uhr bei Wolf u. Krüger, Slallverstr. 123, Gesangverein der Elser" „........------—, Gesang.— Gesangverein „Blüthenkranz" Abends- Uhr tili Restaurant Brandenburgsir. 60.— Männer- gefanguerctn„Alexander" Abends 9 Uhr im Restaurant Sias-, Etraußberger- straße 3.— Männergesangverein„Ftrinttas" bei«inner, Köpntckerftr. 69.— Gesangverein„Männerchor Ct. Urban" Abends 9 Uhr Annenftr. 9.— Gesangverein„Deutsche Liedertafel" Abends 9 Uhr Köpnickerstr. 100.— Gesangverein ., Abend« von 8 bis n Uhr, MtchaelNrchstr."39.— _.-in„Sangesfrcunde" Abends 9 bis n Uhr, Franlsurt-r Bter- hallen(Krüger), Große Frankfurlerstr. 102.—„Brunonia" Abends 9 Uhr Uebungsstunde bei Lehmann, Alerandrtncnslr. 32.— Turnverein„Vasenhaide" „Norddeutsche Schleife" Mämtergesangveretn„Sar (Lehrltnasabiheilung) Abends 3 Uhr Dtefsenbachfir. 60— öl.—„Beritner Turn- g-nostenschast"(7. Les------------ ,....... chrlinasablheilung) Abends 8 Uhr in der städtischen Turn- Halle, Brihcrstr. 17—18;— desgl. 8. Männerabthetlung Abends 8 Uhr In der städtischen Turnhalle, Gubencrstr. 31.— Lübeckscher Turnverein(Männer- Abthetlung) Abends 8 Uhr Elisabethstr. 37—38.— Allgemeiner Arends'scher Stenographenvereln, Ablheilrtng„Loulsensladl", SlbeitdS 8\ Uhr im Restauranl Preuß, Oranienstraße 31.— Arends'scher Stenographenvereln „Phalanx" Abends 8% Uhr im Restaurant„Zum Buckower Garten", Buckower- straße 9.— Deutscher Berel» Arends'scher Stenographen Abends 9 Uhr in HeldI'« Restauranl, Koppenstr. 75, Unterricht und Uebung.— Berliner Steno- äraphen-Beretn(System Arends) Abends 9 Ubr im Restauranl Friedrich- Itraße 208.— Stolze'scher Stenographenvereln„Nord-Berltn" Abend« 9 Uhr, Schlegelstr. 44.— Berein der.Naturfreunde"«ldends 9 Uhr im Restaurant Wtenerstr. 35.— Verein der Unruhstädter Abends 8% Uhr im„König- ftadt-Kasino", Holzmarttstr. 72.— Verein ehemaliger F. W. Rettschlag'scher Schüle r am 1. und 8. Donnerstag jeden Monat« ittz bergerstr. 78 Abends 8 Uhr.— Rauchklub„Kernspthe«, jntnll 13 Restauranl Vöhl, Rüdersdorfer str. 8.— Rauchkluh, ,z!'«i» bei Ziplinski, Reichenberaerstr. 71.- Nanchlluö„D-ztw- �..j. b°> 8 Uhr im Restaurant Lock, Krautsstr. 48.- Rauch lud ,»".,.,.„»1.«. o Uhr beim Herrn Tempel, Restaurant„Zum ßlmbo» .Orientaltscher Rauchklub"' AbeitdS 9 Uhr im Slestaurant®�; wÄ ' tm------- l" AbendS 8 WsUUWjUUU 5»WVIIU»» 4. straße 8.— Rauchklub„Krumme Piepe...... dorf.- Rauchklub„Eollegla" Abends 8 Uhr bei Jhieinecman. � s — Prival-Theatergesellschast„Adlerschwinge" Slhung s», L bei Träger.— Mustkverein„Vorwärts" Uebung 1 Ftscherftr. 41. Neue Mitglieder erwünscht.— Vergnügung Abends e% Uhr Sitzung FtdelUa» Jnvalidenstr. 1». ----------"""au � nähme neuer Mitglieder. Deposihekt. (M-tff'» T»I-grapi)-«-S«rta«'> g«,! Zwickau, 26. Februar. Die hiesige' auf ihr Gesuch um Anerkennung als legale Arbeil" � Verhandlungen in Lohn- und Slrbeitszeit-Fragen zu Freiberg einen ablehnenden Bescheid erhalten. Köln, 26. Februar. Nach einer Meldung Volkszeitung" sollen die Belegschaften der Zechen« und„Johann" bei Steele streiken...Witiia Krüssel. 26. Februar. Senat. In Beantivow g � terpellation des Senators Vanput, nach welcher�B- g Berliner Konferenz eine allgemeine� Abrüstung hj, bringen sollte, erwidert der Minister des Aeußern,! gische Regierung, indenl sie der hochherzigen J deutschen Kaisers ihren Beifall zolle und»nt S w,t j Willigkeit die Einladung zur Konferenz angenow» die Schwierigkeit der Ausgabe nicht verhehlen könne.* r' einen geivissen Rückhalt zu beobachten," erklär« ö „ wir haben außerdem noch nicht das Programm. 1 erhalten. Was übrigens die Instruktionen anbck � M der Konferenz zu geben p-Moe > Ziuslr wir uns in dieser Beziehung durchaus jiiidht aus A Der Senator Regierung und Balisaux meint, � da (Linke!. es. könne unseren Vertretern bei wir uns in Erklärungen einlassen. die Haltung der nicht zustehe einzunehmen, wie man seine Interpellation unterbricht den Redner, die Regierung keine Erklärungen eingehen...»„».aflk ilnris, 26. Februar. Wie in gut unterrtcht-ten u lautet, wird nunmehr zuverlässig eine zustimme trankreichs auf die Einladung zur Theilncchme an, onferenz als bevorstehend erwartet. Dieselbe durj« lich niorgen ersölgen. I Ulf.. pari», 26. Februar. Der boulangisiische Depu ttckN hielt in Limoges bei einem Punsch der dortigen Pa%. ß U#1 eine Rede, in welcher er sagte, die Boulaugisten I■ Arbeiterklassen in ihrem Kampfe gegen die Bourgeotz Kapitalisten. St. Gtienne, 26. Februar. Wegen Entlassung Arbeitern beliebten Ingenieurs fand gestern in den Arveliern velievten Ingenieurs lano gestern w Janon eine theilweise Arbeitseinstellung statt._«;( Palermo, 26. Februar, Zwischen den Stationen 0.� und Palermo erstiegen vier Individuen den Gepan � � j l, in Eisenoahnzuges, knebelten die beiden Beamten, rauvl baares Geld, Gepäckstücke im Bersicherungswerthe v und entflohen. Zahlreiche Verhaftungen sind bereit- � J dem 1. PNinet V neue «ine bede! unseres z ""[«% Blatt Große öffentliche Wähler- Uersammlnng für Köpenick und Umgegend am Freitag, den 28. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Klein. I. Die bevorstehende Stichwahl. 2. Diskussion. Tages-Ordnung 3. Verschiedenes. 1630 Der Einberufen. fliat f® rderLmg I Alle Genossen und Arbeiter, welche am Tage der Wahl, sowie vorher im II. Wahlkreise thätig sein wollen, werden ersucht, sich an folgenden Stellen zu melden resp. am Tage der Wahl dorthin bemühen für den Süden bei Henee, Prinzen- und Gitschinerstraßen-Ecke; „ Südwesten bei Scheuer, Gneisenau- u. Schleiermacherstr.-Ecke; „„„„ Zechlin, Hornstr. 11; „„ Westen bei Bühland, Bülowstr. 52; „ Friedrichstadt bei Schulz, Puttkamerstr. 13, und bei dem Zenttal- Wahlkomitcemitglied Wilschke, Junkerstr. 1; außerdem im Zrntral-Kurrau, Kock-Kierbraurrei bei Wllechke. Alle Mann am Platz, seht bell Sonnabend als Feiertag an, auf zum Kampf! der Sieg ist unser im 2. Wahlkreis.[1591 _ E. Wilschke, Junkerstr. 1. Freie Vereinigung der BVBaurer Berlins und Umgegend. Am Sonntag, den 2. März, Vormittags 10 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain(früher Lips): Gfossg GenepaB-EföitgBiedep- Vei«sammitanga Tages-Orduullg: 1. Sind die Mitglieder geneigt, eine Statutenänderung in dem Sinne vorzunehmen, damit einem jeden Maurer die Möglichkeit ge- boten ist, sich dem Verein anzuschließen? 2. Stellungnahme zur Wahl einer Beerdigilugs-Kommission. 3. Verschiedeues und Fragekasten. Zu dieser Versammlung werden sämmtliche Maurer (Mitglieder), Akkord-Maurer, Putzer, Fliesenleger, extra eingeladen und aufgefordert, zahlreich zu erscheinen. Die Versammlung wird Punkt IOV2 Uhr eröffnet. Der Vorstand. A.: Julius Wernau, Ziouskirchplatz 2, 8 Tr. e äfenl WMer-MrslMlnllW Knopfarbeit*! zw Beinickendor'f' am Donnerstag, den 27. Februar, Abends 8v« Uhr, im Restaurant Seeschlößchen, Markftraße 1— 2. Mal. Der Streik In der C. H. Röhll danort anver»� ylf Sage«-Nrdnuttg: 1. Die bevorstehende Stichwahl. Referent: F. Bern dt. L. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zuzug ist strengstens tero Tie LohnkM 1614 Der Einberufer. Gruße össeutl. Wühler-Versamluilg «Mijmi S. M iChanssrestraß«! Di- ftstaxti 1613 für Charlottenburg u. Umgegend am Donnerstag, den 27. Februar, Abends 8 Uhr, in der Gose-Brauerei, Wallstraße 46. Tages-Ordnung: 1. Die bevorstehenden Stichwahlen im'Teltow- Vceskow-Storkow-Charlottenburger Wahlkreise. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Referent: W. Werner. Sämmtliche Parteien werden hierdurch eingeladen. Um recht zahlreichen Besuch bittet Oer Einberufer. Merkleider n Arbeiter deutscher Hufmacher 1612 I. Zimmerer! Das erste Fffmitie»»-Kvan»cke» des Vereins findet am Sonnabend, den I. März, im Weddingpnrli, MiiUerstraffe 178, statt. Billets für Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. sind zu haben bei Karl Studier, Vrunnenstraße 78, 4 Tr.; Paul Schulz, Neue Hochstraße 27, 4 Tr.; Ewald Petermann, Müllerstraße 173, Etfl. 3 Tr.; H. Thamm, Brunnenstraße 36a; Hugo Lehmann, Stettiuerstraße 9, 1 Tr.; H. Bardeleben, Gartenstraße 148; C. Schulz, Ackerstraße 133; Sieinhold Wille, Hochstraße 32, i. Keller. Die nächste Versammlung findet am Montag, den 3. Mark, im „Weddingpark". Müllerstraße 178, statt. Tagesordnung: 1. Vortrag und Diskussion über den Werth und die Bedeutung der Genossenschaften unter den heutigen Produktionsverhältnissen. Referent: Julius Wernau. 1623 möge doch gefälligst angeben, wann die Kontrolmarken für Hüte allsgegeben worden sind und in welchen Geschäften die Hüte zu haben sind, da es Sonn- tag, den 22. Februar, zwei Mal in meinem Lokal vorgekommen ist, daß Ar- beiter;neite Hüte gekauft haben, aber keinen Hut mit Kontrolmarkenbekoinmen konnten. 1617 M. Blum, Schau kwirth, Weint» rrgoWeg IIa. Gleichzeitig empfehle meinen Freun- den und Parteigenossen mein Weiss- n.Bairisch-Bierlokal. her TrtskmkellW Strumpfwirker. Sonntag, den 9. März, Vormittags 11 Uhr, bei Feindt, Weinstr. 11; Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Abnahme der Rechnung von 1889. 2. Abänderung des§ 25 des Statuts. 3. Verschiedenes. 1624 Die Kafsenmitglieder, sowie Arbeit- geber werden nach§ 44 des Statuts hierzu eingeladen. Der Dorstaud. Moritz Voigt, Vorsitzender. eigener Fabrik. Spiegel und k�PoIsterwaaren.j Gr. Lager, bill. Preise. J Emil Heyn, der Genossen, die bis zum Tage Stichwahl im l Wchlkreis, M-Wch (Hasenhaide), helfen wollen, mögen sich Sonntag, Dormittago 11 zlffr, bei Sense, Gitschinerstraße, Ecke der Prinzensttaße, melden.[1529) Fahrenwald. für Mädchen Jeden Alter»' J' '~ 1(11 d forprMe, Unlew TricMiZen auch im Einzelverkauf seh„ Masshestellnngen n. Bop». werden prompt erlsvll Chaiisseestrassi! k S. i-h' Zinkgießer unb Stnrzer. Sonntag, den 2. März, Vormittags 9 Uhr, in Stehiuann s Bierhaus, Melchiorstr. 15: 1632 Gemüthliches Beisammensein. Den Genossen Masken-Gardet bei Bedarf bestens empfohlen� Fr.Panknin,sf$' Adalbertstr. 9»' als Mge de .ainpfendl mle der sungen, � So, Lebenskt °isaßen. 6 Ideen Ndl 3 aus 1 inner WÄ i«ni Das gr. > Andrej Große öjsentlilße Vechmmlnng der Verl. MitWneider 1633 auf das � Pförtt findet Donnerstag, Abends W-p Uhr, in Jordan» Salon, Neue Grün- straße 28, statt. 1629 Der Streik dauert unver. ändert fort. Abonnenients-Annah®*� Spedition von fid. Grim«»«»„u(t(Jane n Gtisabeth-Pfer 30(Ororu�/ Lind Ntwa# Carl Mücke, Elf-ssN mnkk��ait sc am hiesigen Platze bekanntlich Grösate Auswahl. Garantirt sicher brennende &Sr Tabake."WB Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindlichen Rohtabake sind am 1653 Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt. Wrangelstr. 130. Marienburgerstr. 29 sind v. 1, 2, 3 Stuben jc. v. 26°' sofort zu vermiethen. zu Der die& angt %oh: •Jf Frdl. Schlafstelle, »chnriderat, Schleiermachew üuergeb. 4 Tr. Brunnensttaße 23, Hof parterre. Uebei Theilzahlung nach Uebereinkunft. 3 Säte sind Sonntags und Wochen- tags an Bereine zu Versammlungen und Tanz zu vergeben, Oranienstr. 180. Sichere BroM Eine gnte Landscb#*, ist umständehalber preiswerth kaufen. Vom wem? sagt die< d. Bl. hst Ä p�vyal ©cm Verantwortlicher Redakteur: Gurt Laak» in Berlin.. Druck und Verlag von Mar Lading in Berlin 8W.. BeuM�ße 2.