KZ i f-JM A ■5ft i , Bers? edriÄ beten,■ S?1 a# Soiinaliend. den 1. Miirz 1890. V. Jahrg. Hrgan für die Znkerefsen der Arbeiter. #it iSariA sm"Berliner Volksblatt" 5 i)icri.'ri1r,0T�ini„n!ilcr""4 Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei �i-Aun.,«» � 3,30 Mark, monatlich 1,10 Mark, wöchentlich 28 Pf. Einzelne Nummer S Pf. wer mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Postabonnement 1,35 Mark pro März. 8r«ith„ln£.9C" �er PostzeitungSpreiSliste für 1890 unter Nr. 892.) q durch die Expedition, für Deutschland und Oesterrcich-Unaam � Iii n rlt, für daS übrige Ausland 3 Warb pro lllonat. WAWSMWWWM Sonn- und Festlagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. _*-- Frr»»sprechrr: Amt VI. Ur. 4100.«- Medakkicin: Venthltratze S.— Expedition: IilNlnrvikvaßo 44. ns Mr StiüMllht! ••c>�p vertreten fem wollen.„ '«'.ZkÄl�n Berliner Freisinn den Todesstoß zu ver,� �«H�ndoppelt für heute Eure Anstrengungen, seid aus en, � �ei' rc'rö nicht ausbleiben. I all«"' tag' »k 30. 75'T r» ä s zen von * Kandidat des zweiten Wahlkreises ist: �iihiitlil Zlliiiszeiliski. Buchbinder. i 1 Kandidat des dritten Wahlkreises ist l Karl Wildberger. Tapezirer. � Kandidat des fünften Wahlkreises ist: Merl luerWj. Kaufmann. M�beiter. thut Eure Schuldigkeit, � lvißt, wofür Ihr kämpft! eben Pf "K It. ügen. S- : etn0cf bei»1 m sehen n dei"' tische"' obiges t-�ettillewir. � Sie Dorstadt St. Atttolne. dorische Erzählung von Tony Rovillon. Deutsch von L u d>v i g K n o r r. � Die G r a n i t b l ö ck e. �»a�ephine im Wagen saß, sagte sie zu Bonaparte: & ist eine gute Idee von Dir, dich für das jilttge stt»..�ocheu zu intcressiren. Du ivirst ihr ihre Güter Wr-"'cht wahr? An die Vergangenheit sollten wir % k! Zinnern, um ihre Fehler zu verbessern, und das ig1' Gnade ist das schönste Attribut Deiner Macht. W'"Parte unterbrach sie, und mit der ihm eigenen -z L'�it entwickelte er aus einer isolirten Thatsache ein I S. �steni: |I(eutjJ", es muß im Staate Klassen geben. Die alten T)»ehren zurück, ich werde sie protegiren; aber zu- gjr'oe ich einen neuen Adel gründen und beide durch >" vermischen. Ich werde eine Ehrenlegion gründen. ! zi""e mir eine alte oder neuere Republik, in der es -i �-.'"Zeichnungen gab; man nennt dies Spielzeug, gut, Hc,.Spielzeug beschäftigt nian die Menschen. Ich feucht, daß das französische Volk die Freiheit und k£ kicbt, es hat nur eine Empfindung— die Ehre. 1 i.�upfind'ing irnijj man Nahrung geben. Man hat �>1,. ich werde wieder aufbaue». Wir sind aus- ! gerissen, ohne Snstrm, ohne Zusammenhang. Ich ,""f den Boden Frankreichs einige Granitblöcke du diesem Augenblick fuhr der alte Hofivagen, in zZckz,vnttlie»tde 0)eslnlkcn. Die nationalliberale Partei wird es nicht mehr auf die Hälfte ihres Bestandes bringen, ungeachtet Hänel, der Kieler Professor, so stark in sein„liberales" Nachtwächter- Horn stößt. Wenn man kein Herz von Stein hat, möchte man beinahe weich werden, wenn man sieht, wie die armen Nationalliberalen bald rechts, bald links einen Halt suchen. Rettungslos geht es hinab in den Abgrund. Wie in der Walpurgisnacht nach dem Hexentanz auf dem Blocksberge die so leckeren Gerichte der Hexentafel sich in ungenießbare und widerliche Substanzen verwandeln, so bleibt den Nationalliberalen nach dein Hexensabbath des Wahlkampfes statt der stolzen und dnnkelvollen Zukunftsträume nur eine schale und öde Wirklichkeit— Blamage und Abfall überall. Es ist zum Erbarmen. Doch nein, da werden wir nicht weich. Wenn es irgend eine Partei giebt, die solch ein Schicksal verdient hat, so sind es gänz gewiß die Nationalliberalen. Außer ihnen selbst wird es im Deutschen Reiche nur sehr wenige Leute geben, die ihren Sturz bedauern. Seit schier einem Vierteljahrhundert!)at diese, Partei unsere innerpolitische Entwickelung beeinflußt und dabei ihr unheilvolles Spiel ge trieben. Bevor der Nationalliberalismus auf dem Schau platze erschien, spielte in der Politik bis Gesinnung lttld der Charakter noch eitie bessere motte; die Machtanbetere! hatte sich Noch nicht so breit gemacht und der Serviltsinus war keineswegs so vorherrschend, wie spater in den Zeiten nationalliberaler Herrlichkeit. Die Nationalliberalen haben es fertig gebracht, daß Gesinnungs- und Cha- rakterlosigkeit die herrschenden Faktoren im bürger- lichen Parteigetriebe waren, und sie haben alle Grund- sätze, alle liberalen Traditionen mit großer Gemüthsruhe über Bord geworfen, wenn es galt, ihrem Streber- t h u m Vorschub zu leisten. Sie haben den Junkern und Krenzzeitungsrittern beigestanden, unsere politischen Freiheiten zu beschränken, und haben als Kartellbrüder ihr vollgernttelt Maß dazu beigetragen, dein Volke seilte Lebens- mittel zu vertheuer». Schon 1884 war unschwer zu bemerken, daß das Volk der nationalliberalen Korruption überdrüssig war. Damals schon sanken die Herren schier zur Bedenlungs- losigkeit hinab. Da aber kam der famose H e i d e l- b e r g e r„A u f s ch w u n g", der darin bestand, daß ein paar abgestandene Politiker sich vorredeten, sie seien für große Rollen der Zukunft von der welchem Bonaparte und Josephine saßen, an der Kirche Notre Dame vorbei. — Ich werde mich mit dem souveränen Papst ver- tändigen. Er hat die Vergangenheit für sich. Sein Ver- tand und seine Interessen gebieten ihm, meine Macht zu vrdern. Das System der Dekade ist noch nicht zu alt, um es aufgeben zu können. Ich werde den Sonntag und die Feste wieder einfuhren. Die Priester werden dann auf Seiten des Staates stehen; ich werde die Erzbischöfe und Bischöfe ernennen, die dann die Kapitel dirmiren. Ich werde den Gracchen die öffentlichen Plätze verschließen und das allgemeine Wohl wird mir danxt Recht geben. Wenn es nöthig sein wird, so werde ich die Erblichkeit der höheren Bcamtcnstellen dckretiren, um das Volk vor ds» Agitationen und Komplotten zu schützen.... Granitblöcke! Granitblöcke! In den Tnilerien angelangt, sprang er schnell ans dem Wagen, bot Josephine seine Hand und onrchschritt die Gruppe der Offiziere seines Hauses. — General, sagte er zu Cadet Tricot, Sie sind frei, eilen Sie sofort zu Fouchs. Die Granitblöcke, welche der erste Konsul auS seinen Händen ans Frankreichs Boden rollen lassen wollte, sollten vorher das liebende Herz eines kleinen hingebenden Mädchens zertrümmern. War es ein Vorgefühl, das Jenny bedrückte? Eine dunkle Ahnung verließ sie nicht, selbst als sie in ihrem Zimmer angekommen war. Dort löste sich der. Druck auf ihrer Seele in einem Thränenstrom. — Was hast Du? srng Henriette; ich habe Dich noch nie so gesehen. Was fehlt Dir, liebe Schwester? — Warum dann diese Thränen? Vorsehung bestimmt. Der„Aufschwung" kam aber erst bei den Kartell- und Aug st wählen. Die Nationalliberalen hatten einen Erfolg. Wir sagten schon damals, ein mit solchen Mitteln errun- gener Erfolg könne nicht vorhalten. In der That mußte man, wenn man nicht oberflächlich urtheilte, bald erkennen, daß der Sieg von 1837 ein Pyrrhussieg war. Denn was man an Mandaten gewann, mußte man an Achtung und Vertrauen im Lande verlieren; die unerhörten Wahlmanöver mußten sich in ihrer Ver- logenheit herausstellen, wie es denn auch geschehen, und so blieb ein Rückschlag unvermeidlich. Die Kartellpolitik hat ein Uebriges dazu gethan. Geschlagen, zurückgewiesen, verspottet und verlassen, richten die Männer der einst so stolzen Partei kläglich flehend die Blicke nach oben. Aber kein Tröster erscheint in den Wolken, hinter denen die Staatsmänner thronen, zu deren Füßen die Nationalliberalen so lange gelegen und vergeblich um Einlaß in das Gebiet der grünen Tische gebettelt haben. Sie sind überflüssig geworden und nicht einmal ihre Bereitwilligkeit zur Verewigung des Sozia- listengesetzes kann beivirken, daß man sie wieder in Gnaden annimmt. Kein■ freundlich zulächelndes Antlitz schaut aus den Wolken auf sie hernieder; aber hier unten tritt aus den Koulissen der Geheime Kommissionsrath Pindter ' ervor und giebt den Nationalliberalen in dürren Worten .... Vom spürt, denn sie werden von Pindter als„schivankenbe Gestalten" bezeichnet, während die kleri- kal-konservative Majorität,„die Parteien, die sich jetzt auf den Boden der neuen Wirthschaftspolitik und Sozialreform gestellt haben", mit schmetterndem Trompetentusch vom Pindter begrüßt wird. Der Mohr kann also gehen und man wartet nicht ab, bis er von selbst geht, man giebt ihm mit wenig Umständen einfach den Laufpaß. Unter solchen Umständen ist uns die Wnth einzelner nationalliberaler Organe, die bis zur Unzurechnungsfähigkeit geht, vollkommen erklärlich. Die„Hamburger Nachrichten" wüthen angesichts des zerschmetternden Wahlsieges der Sozialdemokratie in Hamburg gegen das allgemeine Wahlrecht. Als ob die kläglichen Trümmer der nationalliberalen Partei im Stande wären, diese Schmäle» rung unserer politischen Rechte zu bewirken! Die„Kölnische Zeitung" aber läßt uns einen Blick in die geheimen Falten ihrer Seele thun und sagt, nach einem grimmigen Aussall gegen den Maximalarbeitstag, — Ich weiß nicht; das ist Nervosität! ,— Wirst Du noch spazieren gehen? 5?omm, wir gehen bis Romarnville, das Wetter ist herrlich. Wir werden Abends doppelt arbeiten und wenn es sei» muß, bleibe ich des Nachts ans. — Danke! Ich befinde mich besser.., Es ist schon vorbei!... Sie versuchte zu lachen und begann von Neuem zu weinen. — Es ist albern! Achte nicht darauf; ich schwöre Dir, daß es nicbts ist. Die kleine Herzogin nahm Wasser und wusch die Augen ihrer Freundin, öffnete das Fenster und umarmte sie. — So, sagte sie, sei jetzt gescheidl; ich will arbeiten. Die Stickerinnen begannen ihre Arbeit. Von Zeit zu Zeit lächelte Henriette ihrer Freundin zu und erhob sich, um ihr, wie einem Kinde, einen Kuß auf die Backen zu geben. Am andern Tage erschien in großer Uniform sehr früh Cadet Tricot. — Ah, mein Cadet, schrie die kleine Jenny und fiel ihm um den Hals, al� hätte sie ihn seit zehn Jahren nicht gesehen. Er hob sie in die Höhe, stellte sie lachend auf den Boden und wandte sich dann an Henriette. — Mein Fräulein, sagte er zu ihr, ich bin gekommen, um Sie nach den Tnilerien zu bringen. Der erste Konsul will Sie sehen. — Die Bürgerin Bonaparte, bemerkte Jenny traurig, hat uns eingeladen, sie zusammen zu besuchen. — Ganz Recht! Du wirst an einem andern Tag hin- gehen, denn heute handelt es sich nur um �as Fräulein. man mitsse den Bestrebungen nach Arbeiterschuh das Ver- langen nach„Isnter nehm er schuH", nach„Schutz 'gegen die B e g e l> r l i ch k e i t oder S ch r e ck e n s h e r r- schaft der Massen" gegenüberstellen. Uiiternehmerschntz— ist gut. Da haben»vir also»vieder den Veiveis, daß die Nationalliheraleu den in den kaiserlichen Erlassen aus- gesprochenen Grundsätzen feindselig gegenüberstehen, und daß sie nur aus geivohnheitsinäszigcr Heuchelei jene Erlasse mit anscheinender Freude begrüßt haben. Nun kommt's heraus,»vie sie denken, und es ist wahr,»vas unlängst ausgesprochen worden ist, daß in Bezug auf den Arbeiter- schuh bei dem neuen Reichstage weit mehr Aussichten vorhanden sind, als bei dem Kartellreichstag. Daß der NationalliberaliSnms abgethan ist, kann für die künstige Ent'wiekelung Dmtschlauds als ein gutes Zeichen aufgefaßt werden. Diese Partei hat den reaktionärsten Bestrebungen die Wege geebnet; chls Väter und Hebammen des Sozialistengesetzes haben die Nationalliberalen die historische Verantwortlichkeit für die Wirkungen dieses Ge- sctzes j« tragen, 2. Lübau. Nzepnikowski(Pole) und v. Oldenburg(kons.) 3. Grandenz. Hobrecht(natl.) und Rozyuski(Pole). 8. Deutsch-Krone. Gainp(Reichsp.) und Friske(Lcutr.) Dravinz Pommern. Reg.-Bez. Htetti». Osten(kons.) 12445 St. und Körst«»(Soz.) 3. Randow, v. t 8422 St. 4. Stettin Stadt. 7750 St. Bcöaiel(dsr.) 3387 St. und Herbert(Soz.) Provinz Posen. Reg.-Bez. Pose». �. 6. Fraustadt, v. Hellmanu(Reichs?.) und Fürst Ferdinand Radzinilt(Pole). Reg.-Bez. Kromberg. g. Bromberg. Hahn(kons.)»no Konneroww(Pole). Provinz Kchleste». Reg.-Bez. Kreotau. 1. Gnhra». Graf C armer(Reichsp.) und Leder(dft.) Henriette zog ein weißes Kleid an, setzte einen Stroh- Hut ans und folgte ihren» Führer. Als sie»vcg waren, erhob sich Je»»») plötzlich. Sie zerknitterte ihre Slickerci und»vars sie in eine Ecke. — Jetzt uwisj ich,»varmn ich gemeint habe. ft« geivisscu Zeiten folgen sich die Gedanken mit einer Schnelligkeit anfeuianter, die verwirrt; Jahre ziehen in einer Atinute an uns vorüber imk ,'ie b-r. ite.. tmi •\ J------f-.......«W—|' 1 V wnrf � tKJ\\ IW l W V seit dem Juli 1789 vorgegangen war, von dem Angenblick an, Ivo er sie unter den Pferden vorzog. Sic sah den nngeichickte», fleißigen, gehorsamen Tölpel vor sich, dann den braven Solvatci» der Rordarince, wie er, fünf Fuß sechs Zoll hoch, seiner kleinen Freundin wie ein Kind ergeben»var, endlich den General, den Sieger von den Pyra- »tidcit nnd Marengo. Seine Besilck)e zählte sie sich vor, seine Worte, jede Bewegimg erschien vor ihrem geistigen Auge. Sie nahm den Kops in ihre kleinen, zusammen- gezogenen Hände nnd nahm sich vor, ernstlich»achzndenkeii und vernünftig z» werden. Liebt Dich Cadet?— Ja, wie eine Schwester. Liebt er eine Andre? Ja, sie, die kleine Herzogin! 5. Ohlau. v. Goldfuß(Reichsp.) und Goldschmidt(dsr.) 6. Breslau östl. v. Seydewitz(kons.) 5492 St. und Tichnner (Soz.) 9992 St. � 7. Breslau westl. Bollrath(dsr.) 6293'St. und Kühn(Soz.) 11 459 St. 8. Ncumarkt. Herzog von Natibor(Neichsp.) und von Huene (Zentrum.) 9. Schweidnitz. Hirt(Reichsp.) und Stephan(dsr.). 10. Waldenburg. Websky(Neichsp.) und Eberl»)(dsr.). 11. Neichenbach. Porsch(Zentr.,) 4825 St. und ptrtznrr(Soz.) 8558 St. Neg.-Bez. Liegnils. 2. Sagau, v. Klitzing(kons.) und v. Forckenbeck(dsr.). 4. Bunzlau. Schlittgen(natl.) und Schimedcr(dir.). 5. Löivenberg. Dr. Avenarius(natl.) nnd Friedlander(dsr.). 8. Liegnitz. Goldschmidt(dsr.) und Frank(Neichsp.). Provinz Sachse». Neg.-Bez. Magdeburg. 1. Salzwedel. Graf Schulenburg(kons.) und Neukirch(dsr.). 3. Jerichow. v. Plotho(kons.) und Wöllmer(dsr.). 7. Kalbe, v. Dieye(Reichsp.) 14068 St. und Heitie(Soz.) 12 514 St. 8. Halberstadt. John(Neichsp.) und Rimpau(natl.). Neg.-Bez. Wrrsebnrg. 3. Biüerseld. Bauraieister(Reichsp.) und Hirsch(dsr.). 4. Halle. Keil(natl.) 0477 St. und Knurrt(Soz.) 12 308. St. 8. Sangerhausen, Müller(natl.) und Krause(dsr.) 7. Merseburg. Pause(dsr.) und v. Helldorf- Zingst(kons.). 8. Naumburg. Günther(natl.) 10 078 St. und Hosfman»(Soz.) 10 583 St. Neg.-Bez. Erfurt. 1. Nordhausen. Dr. Schneider(dir.), und Mylins(Reichsp.) 3. Atühlhausen. Horwitz(dsr.) und v. Wedell-Pieslori(kons.) 4. Erfurt. Luc chs(ReichSp.) 10 090 St. und prihhaus(Soz.) 8720 St. Provinz Schlr«»vig Kotstein. Flensburg. Jebsen(natl.) 6175 St. und Wahlke(Soz.) 3890 St. 18. 19. 7. Tondern. Fraucke(natl.) und Seelig kdfr.) Itzehoe. Thvmscn(dsr.) und Kchlke(natl.) Glückstadt. Pclers(natl.) 8258 St. und Molkenbnhr(Soz.) 10 820 St. Kiel. Häuel.(dsr.) 11 921 St. und Förster(Soz.) 14 443 St. Laueiibürg. Graf Bernstorff(kons.) und Berliug(dsr.) Provinz Kannover. Osnabrück. Holste(natl.) und v. Scheie(Welse). Diepholz. Unbesimden(natl.) und v. AruSwaldt(Welse). Verden, v. Arnswaldt(Welse) und Heye(natl.). Hannover. Wallbrecht(natl.) 9456 St. und Kleister(Soz.) 15 789 St. Hameln, v. Reden(natl.) 7604 St. und Karrer(Soz.) 7150 St. Hildesheim. Hoyermann(natl.) und v. Hacke(Welse). Einbeck. Eckels(natl.)»nb v. d. Schulenburg(Welse). Göllingen. Esser(natl.) und v. Olenhusen(Welse). Goslar. Drechsler(Neichsp.) und Ficht, v. Minnigerode (Welse). Celle, v. Sieden(natk.) nnd v. d. Decken(Welse). Lüneburg. Friedrichs(natl.) und v. Wangenheim(Welse).' Harburg. Hastedt(natl.) 7587 St. und Karrrr(Soz.) 8600 St. Stade, v. Bennigsen(natl.) 6792 St. und Motkrnbuhr (Soz.) 3106 Ct. Neuhaus. Gebhard(natl.) 8080 St. und Kr««»(Soz.) 5838 St. Provinz pt.stfalen, Reg.-Bez. ptindc». Bieleseld. EverS(Zentr.) 6094 St. und Singer(Soz.) 4063 St. Neg.-Bez. Arnsberg. Siegen. Stürstr(kons.) und Träger(dsr.). Iserlohn. Pansche(natl.) und LangerhanZ(dsr.). Bochum, v. Schorlemer(Zentr.) und Haarmaim(natl.). Dortmund. Nloller(natl.) 11 889 St. und Kolke(Soz.) 10492 St. Haniin. Schneider(natl.) und v. Schorlemer(Zentr.). Provinz Hrsfen-Past'an. 1 Homburg. Funck(dsr.) 5588 Etinnuen und Krüh««(Soz.) 7184 St. 6. Frankfurt n, AI. Oswalt(natl.) 7082 St. und Schmidt(Soz.) 12 854 St. Reg.-Bez. Eastet. 1. Rinteln. Kersting(natl.) und Wcrner(Antisemit). 2. Cassel, v. Weyrauch(kons.) 9988 St. und psanniinch(Soz.» 9170 St. 4. Eschivcge. v. Christen(Rei bsp.) und Willich(dsr.). 8. Heroselv. v. Schleinitz(kons.) und Zlreuhold(g.). 8. Hanau. Schier(Reichsp.) 7990 St.) und&tdt(Soz.) 8446 '' Stimnien. Roer er spricht doch nie mit ihr?— Weit er sie liebt, ohne es vielleicht zu wissen! Sie gerieth in ärgerliche Bewegung. — Ich'verde es ihm sagen, diesem Dummkopf. Dailu schlug ihre Stunmnilg ivicdcr um. — Nein, er muß seine Angelegenheiten selbst besorgen. Sie fühlte, wie sich ihr Hals zilsanimenzog, als wenn sie ersticken sollte. — Sie ist jünger als ich, sie ist blond, sie hat rosige Wangen; und dann ist sie Herzogin, das macht viel ans, seitdem die Emigriltten zurückkehren. Kann auch ein General so ein erbärmliches Ding wie Jenny hcirathen?... Vater und Mutter Combat wurden eine schöne Rolle im Salon spielen! Und ich glaubte und wartete; es schien mir»ine abgemachte selbstvemändlichc Sache!... Wie dumm ist mau doch, wenn man liebt; erst seit gestern sehe ich klar, llnd doch weiß ich nicht, westmlb ick i'o denke, er bat mir doch nichts gesagt. Sollte er mir nicht untreu geworden sein? ... Sie erhob ihren Kopf. — Na warte! ich bin ivohl noch so viel werth, wie dieser General»>it feinem Bonapartc. Wenn ich auch ganz schwarz und bteick bin, so bin ich doch hübsch, man hat es mir oft geling wiederholt. Ich besitze mehr Verstand als er: er hat Jemand uöthig, der für ihn denkt, ohne daß er es bemerkt, über ihn wacht und ihn berathet. Henriette ist kein solcher Leithaminel, die das machen könnte Dann kehrten ihre schmerzlichen Gefühle noch heftiger zurück. — Henriette! Nein! Nein! Ich habe leicht reden, sie ist es, die er liebt uiid heirathen ivird. Ich hasse sie, ich hasse sie Beide!.... Sie warf sich auf ihr Bett, sie schrie, sie zerriß die Teckrn. Daim Holste sie von Neuem, nm wieder in Ver- ziveislung zu fallen. — Morgen, sagte sie, werde ich misten, woran ich mich zu hallen have. Die Scheidung. Nachdem der erste Konsul die Fabrik verlassen hatte, eilte Lenoir ans seinen Assozie zu und drückte ihm die Hand, da er dessen Begeisteruug nicht theilen nnd seine Freude nicht zerstören wollte. Zu Hause erzählte er Jane, wie es seine Geivohnheit mar, was in der Fabrik vorgekommen mar. Sie hörte dabei stets glcichgiltig und zerstreut zu, da sie schon im Voraus mußte, daß ihr Mann nur von seinem Geschäfte und Handel sprach, wenn er ans der Fabrik kam. Als sie jedoch den Namen Bonaparte hörte, erhob sie ihren Kops nnd verlangte jede Einzelheit seines Besuches zu wissen. Henri mußte ihr Alles haarklein erzählen. — Oh, ivie schön ist es, so mächtig wie dieser junge Mann zu sein! sagte sie. Ihr Manu zuckte mit den Achseln nnd antwortete nichts. Sie aber verfolgte den ausgcsp'coiheuen Gedanken weiter: — Mirabeau war groß, weil er das Veraltete im »lud Svlck (%l imb (Soj.) (54) Lirli ßd Pheinprovinz. Reg.-Bez. Köln. I. Stadt Köln. Greiß(Z.)(18 673 St.) (10 616 St.) Neg.-Bez. Oiissrldorf. 1. Lennep. Schmtdl(dsr.)(10 894 St.) 12 333 cit.) tf-itttSl 4. Düsseldorf. Wenders(Z.)(12 476 St.) und Vr""k (7573 Sr.)__, 6. Duisburg. Hainmacher(natl.) und Luret(&;- Reg.-Bez. Koblenz. 1. Wetzlar. Krämer(natl.) und Alberti(dsr.) Königreich K mz e*»• Gberbayrrn. 1. München I. Sedkmaur(natl.)(7211 St.) 11110 7570 St.) Atheinpfalz. 1. Speyer. Clemm(R.) und Siben(Z.). Gberfranke«.,. I. Hof. Hntschenrsuther(natl.) und Raeithel(dsr.> 2. Bayreuth, v. Fenstel(natl.) nnd Stoll(dirO- 3. Forchheim. Pezold(Z.) und Lerchen eld> � M 4. Kronach. v. Gagern(Z.)(7368 St.) und (1728 St.). pNttelsr.inIrcn. 2. Erlangen. Ficht, v. Stausfenberg(dsr.)(oZw) (Soz.)(5311 St.)._', 3. Ansbach. Tröltsch(natl.) und Kröber(Dem.). 5. Dinkelsbühl. Lutz(kons.) und Srobaeils(natl.). Untrrsranken. ,S(I,) 6. Würzlmrg. Stöhr(Z.)(6107 St.) und SeS'? � Etiininen). Schwabe«. 1. Augsburg. Bichl(Zentr.) und Bracht(natl.). Königreich Sachs«»> 1. Zittau. Seedold(natl.) ui»d Buddeberg(dsr.). 2. Lübau. Hoffinann(natl.) und Haupt(dft.) 8. Pirna. Grumbt(Reichsp.) und Eysold(dsr.)- 12. Stadt Leipzig. Götz(natl.) 15 518©t;«■ 12 921 St. 21. Anuaberg. Holtzinann(natl.) Krause(dsr.)..� 22. Reichenbach. Kurtz(kons.) 10 870 St. und Hoff«"' 11801 St.. Plane». Hartniaiin(kons.) 10 890 St. und 9 8 275 St. ... m. stiia. W 1 tiefte« 721t und S'dsi »""fehl, �61 5". a Stu 5ii Nonbeö il'Sho 4468 "o»t. G" ioing. 6314 um '«"ttn, 14 8. "Wi 23 Königreich|M n rttembe»'S«. Z (natl.) 12 511 St. und Htw fu m?, W die u"d' Ä Kit 1. Stuttgatt. Siegle 10 446 St. 2. Cannstadt. Bciel(natl.) und Schnaidt(Dem.) 8. Heilbronn. Frhr. v. Ellrichshausen(Reichsp-1 (Demokrat). 4. Böblingen. Göz(Reichsp.) und Kercher(Dem.) 5. Ehlingen. Weiß(natl.) und Ehni(Dein.) 9. Balingen. Eble(natl.) und Haiismaun(Dem.) 10. Gnmnv. Bareiß(natl.) und Speiser(Dem.). 12. Gerabronn. Keller(natl.) und Pflüget(Dem.). 14. Ulm. v. Fischer(Zentr.) und Hähnle(Dem.). V r o ff Iz e r z o g t h« i»r Habe«- 1. Konstanz. Noppe!(»all.) und Hugh(Zentr.). 4. Lörrach. Blaukenhorn(natl.) und Lautf(Zentr) 5. Freiburg. Holst(natl.) und Marbe(Zentr.). 0. Keuzinge«. Eugler(natl.) und Schueltgen(Zsutr-,, 7. Offenburg. Frhr. v. Bodmaun(natl.) und Reich U. irr 9. Pforzheim. Klumpp(natl.) und Dillinger(Dem) fi T'ibeu Ii 10. Karlsruhe. Fieser.(uatl.) und Pflüger(dsr.) im. Diffen-z(natl.)(9872 Skimmen)»»0 8' 11. Atanuheim (Soz.)(8701 St) W> a ff h e uz» g t h ,» m Hess f«' 1. Gießen. Gutfleisch(dft.) und Bockel(Antisemit)... 2. Friedberg. Graf Oriölla(natl.) und Gutfleisch ßr. 3. Alsfeld. Kalkstein(dsr.) nnd Zimmermann(W'1.1.'. /(' 4. Tarmstadt. Osann(natl.) 9240 St. und 9009 St...„..m, 9. Offenbach. Böhm(natl.) 8551 St. und p>"" 10 334 St. 6. Bensheim. Scipio(natl.) und Stengel(dft).. WO 9. Mainz. Nacks(Zeistr.) 6376 St. und Ioest W e ch l e n b« r S \m M|. �"gsart K Iß fiSi G r o ff h e r z o g t I)« in S ch iv e e i u. i,(l 1. Hagenom. v. Wrisberg(kons.) 6121 St. und SchV" 4877 St.„„(( 2. Schiveriii. Bilsing(natl.). 6209 St. und Schw«�' 7637 Ei.(l_,„_, 3. Rostock, v. Bar(dsr.) 0678 St. und Kretschm""" l„„b 6974 St.. uöf!" 5 6. Güstrow. Graf v. Schlieffen(kons.) 6094 St.««' iV Aekh, "�Kflib (Soz.) 2882 St. Name» der Gerechtigkeit und Freiheit bekämpfte.®0li war groß, er trieb Frankreich zum Kriege und '«------ o V_ a f-iiiiOV jjW** t ICB. n.» sollen Volk Danton mar es, weil er has Hoir ,n nnd.es gegen die Tnilerien warf. RobeZpicrre Größe gehabt und ganz Paris hat vor der Zeitung�'M?«>> Reg gezittert.� Alle, selbst Marat, wurden verehrt, st1� v;;j � g Ichlug dw Stunde der Herrschaft. Ist es nicht«„t "'"-—-.--> tu1,»He(Sur des menschlichen Lebens� eininatz und wäre es nur Iiis,' Taa der Erste zu sein? Wohl bin ich mit Dir,.He«."»d ein geliebtes Wesen im Besitze oder Popularität zu sehen? »liien " 5 i >>h er Dam der Et,te zu seine mzoyi o.n m; W ZW..... verstanden, daß Mann und Frau Eins sein sollen'»...sie, wirst aber nicht bestreiten, welch' hohes Glück es ...... oJga �rPHt#g was# an meine Jugendsreniidinneii. Tie Einen sahen% ff■ den schönen Gesichtern der Männer, die Andern, ob>< im.chinrrtp oder der Gesellschaft einnch�.� den ««gel I eigen hohen Rang im Staate oder der Gesellschaft Wenige, besonders intelligente, ivollten seinen Man» der über Andere zu befehlen hätte; und diesen Letz" j Bes un< kÄ hörte ich im; i � Henri näherte sich seiner Frau und nahm ihre.! — fmnfn av �£)n licfclt � � — yane, sagte er schznerjlich, mehr! Sie stand erregt auf und umarmte ihn, dock) er sich sanft ihren Zärtlichkeiten und sagte:, — Es ist das ewige Mißverständiliß, das seit � Tage die Welt erfüllt. Maiichmal ergreift mich � aeisterung; ich fühle mich fähig, zu reden, zu küPp..> sterben für Dich Jane, für die Freiheit nnd das V'„ Dann vcrschivindet das Fieber nnv ich denke o »ünftig und logisch. Der Ehrgeiz, regieren nnd herrschen zu wollen- #2 s piti die !r «.vy3ivvv44»HIV»yvve, g" Cd.MV mir nicht nur kindisch, sondern ich betrachte auch � � L.......' fii � f 4..f o ftA.�ik.si ttiv DN'ii der nach der Gewalt strebt, als eine Geißel für. heit. Wozu sollen Bürger über das Schicksal m>de.. entscheiden. Ich verurtheilc durchaus die M"« die Du mir nanntest, weil ich glaube, dag tnaNly die Bestimninng der Herrschaft in sich tragen. (Fortsetzung folgt.) .Um §: D a epi sslien. % Liick- � MB(S(iJ iriwj" )> �°Ijlirr»ogthum Sachs-";S I'»«wc, S)o!)((nnlt.) und Sainhanuner(dir.) ' w*- Wisscr(dsv.) und Mittenz.rc.g(naN.) V'J')( r logt I) um ZU c iti t r« i> u i' Ü" 1 ' Wi?. i). Oertzcn(tonf.) und Tldier(dir.) l»"'" ''"'Iii' � � 15 621 � SoIjfiiHftiud" fiultmauu(uott.) und Schräder(dsr.). He»..--» (215 Stimmen.■ W! 0 8 j 1) u Hl ""V- ch w a r z l> u r g- R u d o t st a d t. Sachse«. Coburg-Votha. eist D- r s o a t h u m A« l» a l t. ! x..(' e''I u u» Snd) ren-r e d u r S.® Unti 8'«~v- Siemens(dsr.) und Snitler(uatl.). �»Laugemeister(dir.)(5020 St. und(• Stimuieii. Kock(Soz.) 11 205 ich/n« � ) und i�'% Krdtl Kadd" 1 r*,.. w'"'» c*■**« v«• Schönau(natl.) und Knörcke(dsr.). "" st»« t h» tu "Vtz § ch w« v f b« v a" o» d r v o!, a n sc». Pirsche!(uatl.) 4850 St. und Kock(Soz Fü r st»» t l» u i» watde ck. t■;'■ Vöitcher(natl.) und iliohland(dsr.)._ ;:&!- st- n t h n ,» Z«i, n u ,n b u» a F' p V e, 01ua. Deppe(kons.) und Langerfeld(dfr.)i fe.»-» Furie K t a d t K n b e iti. '......(uatl.) 5588 St. und Schwach(soz.) Milien «utr n a- i« Stadt K c e n» e». 14 843 St � OwK.) 11501 St. und Kt',chns (Soz.) U-v-rM-. >.) u»d C.) IN.) Nd?""" II. ntif-wU� ttiiU-r »strich t«r unter einem bestinuntcn Lebensalter? cha.'L'bl'che Personen? ccn �er.tn erte, in denen die Arbeit mit besmideren ilbg..., 018 Gesundheit verbunden ist, eine Beschränkung der }) c'.;1 vorzusehen? W u.? UN allgemeinen Interesse möglich, um die Regel SiMw,! Kohlenförderung zu sichern, die Arbeit in den N �u>cr internationalen Regelung zu unterstelleu? ogelnng der Sonntagöarbeit. Arbeit au Sonntagen der Siegel nach, und Roth- 5" verbieten? ptts.,,1* Anonahinen sind im Falle deS Erlasses eines solchen '' gestatten? oiest AiMaWien durch internationales Abkommen, Nr»'m Verwaltungswege zu bestimmen? t.l> Snr» Regelung der Kinderarbeit. Wki-ll.»?,�">d»r bis zu einein gewissen Lebensalter von der z?)»" Arbeit ausgeschlossen werden? "'de,. f Ist �n§ Lebensalter, bis zu welchem die Ausschließung (iSK& bestimmen? alle Jndnstrieziveige oder verschieden? !''8iiiin3?l Beschränkungen der Arbeitozeit und der Be- Zusehe"? 5'ir industriellen Arbeit zugelassenen 1) p),»Aeg e l u u g der Arbeit junK«r Leute. ftin>,. die industrielle Arbelt jugendlicher Personen, welche k ln»(.?"8r aberschritten haben(1 2). Beschränkungen unter- Soz.) � u e S ..>vk�� nberschrilten haben(1 2), "M»- 5" welchem Lebensalter sollen die Beschränkungen ein- (i L-'Ae Beschränkungen sind vorzuschreiben? «J�eini Jstr einzelne Industriezweige'Abweichungen von den arh t„''.Bestimmungen vorzusehen? ,5! Ii J rrl"» 3 der Arbeit weiblicher Personen. ,*.( s,nr. v... agc oder bei r n n g der vereinbarten Berti m in u n gen. �" stbcr die AuSfvhrNiig der zu ver- deren Neberivachung getrosten von .....„„v cm.,;....................... weiblichen Personen jjst/r!11?-Rädchen) gewissen Beschränkungen unternvorfen Beschränklingen«mpsehlen sich in dem Falle? �inf.Tnrv. einzeln» Jndnstrieziveige Abweichniigen von den Bestimmungen vorzusehen und fiir welche? MAM � Ä». wiederholte Konferenzen von Vertretern der be- p dii ikn„ 8>'rnngen abgehalten werden und welche Ausgaben t, s''- M b,' gestellt werden? �. fiiv l'1'= In zondo». pari«. ZI am und Wie», ""V I �!en..„Laoten in Bern, Brüssel, Haag, Kopen- r, H/'.""t" Stockholm sind angeiviesen, die Regierungen bei (0 1 j«, st- beglaubigt sind, zu einer Konferenz behufs fcaU 1»• n 0 der Sl r b e i t in tnvnstriellen zlnlagen der �-l 5ie} 8'v e r k e n einzuladen. mich'.!(> belreffende» Minisiern der ZluSivärligen Angelegen- ,, n»e..-Vgebenen Schriftstiicte haben, wie der„llieichsanzeiger" n sie'''"Igenden Inhalt: („„eil, 1 Stuf m.«den Februar 1890. " Liai'T ic Befehl seiner Regierung beehrt sich der Unterzeich- all» h8 � M•• unter Bezugnahme auf die mündliche Mittheilung .--... zur Kenntniß Sr. Erzellenz w. zu bringen, "Ii»? a j c st ü t der Kaiser vorschläft, es solle eine Per? doch in? von Vertretern der Negierungen, welche sich �neresstven, das Loos der Fabrik- und Minenarbeiter zu die Fragen von inter- welche auf der'Anlage inj1' damit diese Delegirten über ift«. Bedeutung beratheu können, sill�j „«■C'®"8 Fragen-ohne politische Tragweite sind so erscheinen seit dev' geeignet, in erster Linie der Prnsung von Fachmännern 'die �Erbstiinng und den weiteren Verlauf der Ve- _ J ZU erleichtern, hat die kaiserliche Regierung«>' P r? 5 M'1" l j«"tiuersen lasse», dessen Text dieser Rote beigefügt ist. Unterzeichnete beehrt sich. So, Exzellenz ic. zu bitten, „n— Jot S1 lassen zu wollen, ob die.......-st8 liiert'.;,.iii#itl_'st, au der in Kufiflml aenommeitcn aS" ike nichc' "ininoung gleichzeitig„ !!ii,,?8n Ihrer Majestäten des Kaisers voii Oesterreich-Ungarn, Möbi»"V Belgier, des Königs von Dänemark, der Fran- \"it,)st.e P"blit, Ihrer Majestät der Königin von Großbritannien, flJJLZer'schen Eidgenossenschaft. Ihrer Majestäten des Königs "iL des Königs der Siiedevlande und des Königs von und Norwegen. Unterzeichnete erorelkt«e. Das Abgeocdnetenhans erledigte am Donnerstag in erster Berathnng die Vorlage, belressend die Unterhaltung nicht schiffbarer Misse der Provinz Schlesien. Von mehreren Seiten, namentlich auch von den deiilschsreifinnigen Slbgg. Eberty und Halberstadt, wurde gegen die Vorlage eingewandt, daß bisher die Kreise in zu hohem Maße belastet seien und das Eintreten der Allgemeinheit fiir die Unterhaltung. der Müsse gervunscht. Minister von Lucius bestreitet die Verpflichtung des Staates zu einem solchen Eintreten, sagte jedoch wohlwollende Berücksichti- gung der Wünsche der Interessenten zu.'Abg. Halberstadt(dsr.) betonte noch besonders die Rothivendigkeit, vor der Entscheidung über die Nnterhalinugspflicht zunächst die Frage der.Herstellung und Regnlirnng gesetzlich zu fixiren. Die Vorlage ging an eine Kommission von 21 Mitgliedern. Die Novelle, betreffend die llnterhaltnng der Oder und Spree gab zu keiner bemerkenswerthen Debatte Veranlassung und wird, da eine Kommifsionsberathung nicht beliebt worden ist, demnächst unnüttelhar zur ziveiten Lesung gelangen. Nach Erledigung einiger kleinerer Vorlagen ergab sich bei der Abstimmung über einen Antrag auf Absetzung einer Vorlage von der Tagesordnung die Beschlilßimfähigkeit des HanseS, weshalb die Berathungen abgebrochen werben mußten. Am Montag wird der Justizetat berathen. Der Äejehentwuef, betreffend die Errichtung von Ge- werbegerichten und Einigniigsäiniern, welcher bereis vom Bundes- rathe angenommen ist, ist an die Mitglieder des Staatsraths vertheilt worden. J» der- Kai tetlp erste ist eine vollkommene babylonische Sprachverwirrung ausgebrochen. Nach der„Stvrdd. 3111g. Zrg." soll jetzt das„Kartell" gar nicht die Vereinigung der deutsch- konservativen, freikonservativen und natioiialliberalen Partei, son- dem den„Fusaimnenschlnß aller derjenigen Elemente, welche die heutige gesellschaftliche Ordnimg aufrecht erhalten wollen", be- beuten:„Es gehören deshalb zum Kartell viel mehr Politiker und Wähler, als in dessen Listen geführt werden, denn die große Mehrheit des deutschen Volkes, darüber kann doch auch gegen- über dem ziffernmäßigen Anivachsen der Sozialdemokratie kein Iweifel herrschen, will die bestehende Ordnung der Dinge im Reiche ausrecht erhalten.... Nichts wäre verkehrter, als wenn man aus der Thatsache, daß die spezifischen Kartellparteien nicht mehr die absolute Mehrheit im Reichstage hatten, den Schluß ziehen wollte, daß damit die natürliche deutsche Politik des inneren Ausbaues des Reiches auf verfassungsmäßiger Grundlage irgend eine Llendernng erleiden würde..... so hat denn der zwar im Kartell verkörperte, aber von großen außerhalb desselben stehenden 'Massen ebenfalls als richtig anerkannte Gedanke bei den Reichs- (ggsivahlen den Sieg davon getragen, und man darf annehmen, daß der Ziisammenschliiß der siaatserhaltenden Ele- mente gegen die Umsturzpartei nur Fortschritte machen wird. Nur ei» im engsten Fraktionsgeiste Befangener kann von einein Znsannnenbrnch des Kartells sprechen, da der leitende Gedanke desselben, wie jetzt namentlich bei den Stichwahlen deutlich zu er- kennen ist, fast alle bürgerlichen Parteien beherrscht." Also das Kartell ist nicht znsainmenaeorochen, es hat vielmehr gesiegt! Welche Sprache hatte die„Rordd. 3lllg. Ztg." erst geführt, wenn das Kartell nicht eine Million Stimmen und die Mehrheit im Reichstage verloren, sondern noch Stimmen und Mandate ge- ivoimen hatte?— Es wird eine Zeit komme», wo auch das neue Kartell der„Slordd. Allg. Ztg." gebrochen ist. Zum Uoruialarbeitstag. Wie es mit der Regelung und Bemessung der 3lrbeitsstunden in Europa steht, hat die englische Negierimg unlängst festgestellt, indem sie ihre diplomatischen und konsularischen Vertreter beauftragte, Erhebungen bei den kompe- tenten Behörden zu veranstalten. Das Ergebuiß ist folgendes: Gesetze, welche die Länge des Arbeitstages vorschreiben, bestehen blos in Oesterreich- Ungarn, in Frankreich und in der Schweiz. Im ersteren Staate wurde die ßlrbeitszeit mit Ii Stunden, dabei U/e Stunden zur Einnahme der Nahrung, im zweiten mit 12 Stunden, ohne einer Rast stunde Erwähnung zu machen, in der Schiveiz auf 11 Stunden, an Sonnabenden und an Tagen vor öffentlichen Feierlagen ans 10 Stunden festgesetzt, am Sonntag darf nicht gearbeitet werden, außer in dringenden Fällen. Tie Mahlzeit dauert eine Stunde. Frauen dürfen bei Nacht, sowie vier Wochen vor und nach der Entbindung nicht arbeiten. In Deutschland ist blos verboten, an Sonntagen und Feiertagen, und den Frauen nach der Entbindung zu arbeiten. In Belgien bestehen nur einige Einschränkungen in Bezug auf weibliche, keine aber für männliche 3lrbeit. Die Türkei, Bulgarien, Griechenland, Rimmnieu und Serbien erklärten, daß das„Bedürsniß" einer Einflußnahme des Staates ans die Beziehungen zwischen Unter- nehmern und Arbeitern sich noch nicht fühlbar gemacht hat, daher es dort keine solche» Gesetze giebt. Auch in Italien, Spanien, Portugal, Holland, Schweden, Zlorivegen und Rußland existiren in dieser Richtung keinerlei gesetzliche Beifügungen. Es wird dann weiter bemerkt, daß die Schweiz derjenige Staat sei, welcher die fraglichen Gesetze streng durchführt, daß aber in den anderen Staaten, aimcrika mit einbegriffen, die Gesetze meist nur auf dem Papier ständen. Öflueu Primaner zum politischen Märtyrer zu stempeln, st dem Direktor des Tanziger Gyinnastnins beschieden gewesen. Tie Sache verhält sich solgendermaßen: Der betreffende Primaner, welcher vor der Versetzung zur Oberprima stand, hatte in seinem 'Aufsätze:„Wie feiert man Sedan", revolutionäre(?) Ansichten klar gelegt, trotzdem er bereits früher von einem seiner Lehrer über das Unpassende solcher unreifen Meinungen aufnterlsam ge- macht worden war. Auch soll der Primaner sich vor der Kon- screnz als Pole aufgespielt haben. 3luf die Frage nach seiner Lektüre soll er eine Reihe sozialistischer Schriften aufgezählt haben. Da nun auch der Vater des Betreffenden Pole ist, so will der Direktor des Gymnafiuniö dem Schüler zur Strafe durch eine Eingabe die Thore sammtlicher Gymnasien Westpreußens verschließen. Gstenherziglieit. Wie wir mikgeiheilt haben, ist Herr Dr. Hammacher aus dem Borstande des Vereins für die bergbaulichen Interessen, im Dortmunder Bezirke herausgedrängt worden. Wäh- rend man zuerst versuchte, dieses Vorgehen mit dem schlechten Gesnndheitszustand Hammacher's zu entschuldigen,. wird jetzt offen znaeaeben, daß Herr Hammacher den Zechenbaronen zu arbeiter- frenndlich ist. Die„Verl. Pol. Nachr." schreiben:„Es war langst schon in weitere» Kreisen bekannt, daß Herr Dr. Hammacher sich während des im Mai v. I. ansgebrochenen Streiks der Bergleute mit seinen Ansichten über die Behandlnng der Bergarbeiterfrage in Widerspruch mit dem größeren Theil der Zechenverwaltinigen befand, und daß diese insbesondere den im Mai seitens des Herrn Tr. Hammacher mit den Delegirten der Bergleute in Berlin ge- pflogenen. Verhandlungen und von ihm abgegebenen Erklärungen nicht zustimmen konnten." Welche Förderung die nunmehr in- der Firma» den Erklärungen des Bali gemäß ausgeführt werde biete derselbe nach der 3l»ucht des britischen Konsuls keinen 3ln- laß zur Beschwerde; das Volk werde jedoch durch die Thättgkeit der Politiker aufgereizt. Immerhin sei der allgemeine Zustand hoffnungsvoll. Ffrttt st reich. Paris, 27. Februar. Deputirtenkainmer. 3)ie Deputirteu Laut und Hnbbard benachrichtigten den Minister des Aenßern Spoiler, daß sie in Betreff der Absendung von'Delegirten zu der Berliner Konserenz zu interpelliren beabsichligten. Die Berathnng darüber wurde ans nächsten Dienstag festgesetzt.— Ministerpräsident Tirard sagte in Beantwortung einer Anfrage Tnrrels in Betreff des denmächstigeii Ablaufs des Handelsvertrages mit der Türkei, die Pforte habe erklärt, Frankreich werde nach 3lb- lauf des Vertrages im türkischen Reich die Rechte einer meist be- gnnstigten Station genießen. Dies werde natürlich gegenseitig sein und bis zum Jahre 1392 dauern. Paris, 26. Februar. In der Kammer wurde gestern der Aenderungsvorschlag zum Gesetz über die militärischen Zwangs- känse, welcher den bürgerlichen Behörden künftig gestatten soll dieselben im Namen der Militärverwaltung vorzunehmen, verhandelt. Die Slbgg. Hely d'Oissel und Baron R e i k 1 e bekämpften diese Neuerung mit der Ansicht, das alle Gesetz sei ausreichend und brauche nicht geändert zu werden. Der Kriegsuiinister de Freyeinel setzte dagegen am Beispiele von flarii die Vortheile des neuen Systems auseinander. Die ebensulittelversorgnng von Paris im Kriegsfalle«verde sich auf mehrere Departements stützen müssen und ohne Mitwirkung der bürgerlichen Behörden unmöglich sein. Im Falle einer Kriegs- bereitschaft werde Paris fiir längere Zeit Z"/s Millionen Menschen zn verpflegen haben. Es müsse daher schon vorher festge- stellt iverden, welche Menge vonHebensmitteln jedes Tepartement nach der Hauptstadt zn liefern habe. Die Präfekten müßten dann Zivqngskanfe veranlassen. Bei dieser Gelegenheit entstehende Streitigkeiten mit den Gemeinden könne wieder nur der Präselt schlichten. Tie beantragte Maßregel sei unerläßlich, um die regelmäßige Versorgung der sesten Plätze zu sichern.(Sehr gut!) Tie Kammer nahm hierauf den Slenderungsvorschlag an. Hierauf kam der Vorschlag R e i n a ch, welcher die Ausschließung von Abgeordneten im Falle fortgesetzter Widersetzlichkeit auf die ganze Tagung ausdehne» will, zur Sprache. Der Ausschuß war zwar auch für eine Verschärfung der bestehenden Hausordnung, befürwortete aber nur eine Ausschließung auf 30 Sitzungen, statt wie bisher ans 15. Der Abg. Iii e i n a ch stimmte dieser Aende- rung zu. M a i g n e brachte einen Gegenvorschlag ein, in dem er äußerste Strenge gegen Widersetzlichkeit beantragte. Der Be- richterstatter Charmes vertrat dagegen die Ansicht des 3lus- schusses. Döroulöde hielt den Antrag für„ebenso kindisch, als niederträchtig" und meinte, derselbe werde die Entrüstung des Hauses nicht unterdrücken, wenn Zlbgeoronete, die nicht gewählt seien, die Rednerbühne bestiegen.(Zwischenrufe.) Der Präsident erklärte, er lasse die Rechte keines Abgeordneten anfechten, dessen Wahl regelrecht für giltig erklärt worden sei.(Beifall.) Einen Ltendernngsvorschlag Döroulödes, welcher die Zensur mit zeitweiser Slusschließung ausheben will, lehnte das Haus ab und nahm den Antrag des Ausschusses mit 277 gegen 230 Stimmen an. DrtUtrtttl iitt der. DiesozialistischeArbeiterparteiNumäniens hält allwöchentlich in mehreren Städten des Landes Volksver- sammlungen ab und geivinnt täglich neue Anhänger. Am letzten Sonnabend wurde in einer von 400 Personen besuchten Arbeiter- Versammlung in Bukarest eineä Sammlung zur Unterstützung der deutschen Sozialdemokraten bei den Stichwahlen veranstaltet. Sodann bereiteten die Bukarester Sozialisten ein großes Meeting vor zu Gunsten eines stadtischen Brolinonopols. Ter Bürger- meister der Hauptstadt hatte nämlich während des kürzlich hier stattgehabten Bäckerstreiks fast den halben Bedarf der Stadt an Brot in städtischen Mühlen und siSkalischen Bäckereien herstellen und das Brot zn einem bedeutend billigeren Preise verkaufen lassen, als es die vereinigten Bäckermeister wollten. Die Sozial- demokraten sagen nun, dieser Versuch sei so glänzend ausgefatien, daß die Uebernahme des gesammteli Baclereiwesens durch die Stadtgemeinde im Interesse aller liege, angurirte Zlrbeiterschutz-Gesctzgcbnng seitens der Zechenbesitzer finden wird, kann man sich nach diesem Vorgange wohl vorstellen! Im klhte»..Zleichsauzeiser" iverden drei sozialistische Flugblätter verboten, in denen zur Stichwahl aufgefordert wird. Es geschieht dies in Hildesheim, Gotha und Canustadt. Grntzbritiutttiett. London, 27. Februar. Lord Salisbury empfing heute Nachmittag den Besuch des deutschen Botschafters Grasen Hätz- feldt, welcher ihm die formelle Einladung zu der Berliuer'Ar- beiterschntz-Konferenz überreichte. London, 27. Februar. U n t e r h a u?. Unlerstaats- ekretar Fergnsson theilre mit, die neuesten Berichte britischer Be- Unten aus Kreta besagten, daß der Zustand auf der' Insel im Allgemeinen ruhig sei: in den Dörfern kämen nur noch die auch louft gewöhnlichen Klagen vor. Im Slllgemeinen schienen Plün- deruNgen und Gewalttyaten aufgehört zu haben. In den Städten würden wohl zuweilen Noch aufreizende Berichte verbreitet; einige Anklagen über Grausamkeit der Truppen hätten sich jedoch als unbegründet herausgestellt. Ans Griechenland zurückgelehrte Flüchtlinge würden von den Behörden nicht behelligt und alle M'drtKuae. 16 auLaeuonnuen. könnten frei zurückkehren. Wenn In den Mahlen. Genosse Dollmar hat das Münchener Mandat lange- nonnnen. In Magdeburg wird eine Nachwahl nothwendig. Di» Uelchotagsttinhlen 1» Ästprenffen. So wie im ganzen Reiche die Sozialdemokratie einen ganz gewaltigen Äufschwupg genommen hat, so ist auch Ostpreußen hierbei nicht zurückgeblieben, und die Wahl hat gezeigt, daß die konservativen Abgeordneten nicht so fest im Sattel sitzen, wie sie bisher geglaubt haben, obgleich in Betracht zu ziehen ist, daß die ökonomische Eiitwickelimg hier oben noch nicht so vorgeschritten, als im übrigen Reiche; die Abhängigkeit ist hier größer als anderwärts und ein Zuzug von'Arbeitern ans anderen Laudestheilen ist nicht zu verzeichnen. Dazu kommt, daß außer in Königsberg nirgends Versammlungen abgehalten werden können. Mas die Wahl selbst anbelangt, so ist die Sozialdemokratie in der Provinz zum ersten Mal aufgetreten. Die Agitation wurde von Königsberg aus ge- leitet, konnte sich jedoch nur auf einzelne Städte und Ort- schaften erstrecken und doch ist der Erfolg ein überaus groß- artiger. So erhielt der sozialdemokratische Kandidat C. Schnlye an Stimmen in Memel S93, Graf Moltke 8454, frei)". 3490,— in Stallupönen-Darkshmen(an der russischen Grenze)*19, steif. 3622, kons. 10 569,— in Gnmbinnen- Jnsterbnrg«03(1887: 49), freist 6281, koiis. 10 569-,— in Labiau-Wehlau 045, freif. 4781, kons. 6546— in Pillau» Fischhausen(Königsberger Landkreis) ti£30 gegen 149 im Jahre 1887, freif. 3213, kons. 7190,— in Seiligenbeil- w.-Eylau 48», freist 1934, kons. 6968,— in Braunsberg- »eilsberg 610), Zentrum 1 1 061,— in Allenstein-Rüssel 11, freist 403, Pole 5171,'Zölitrum 9019,— in Raste! 1- bura-Gervauen 070, freist 7175, kons. 8947. Bemerkt muß werden, daß diese Stimmen nicht nur in Städten, sondern anch in Dörfern abgegeben sind. Wir haben somit überall den Fuß hingesetzt und werden auch das Feld behaupten. Was Königsberg anbelangt, so wird jetzt der Kampf bei der Stichwahl mit großer Erbitterung geführt, und hier zeigt sich die freisinnige Partei im vollsten Glaffze. Sie,.welche die Kartellparteien auf das Schärfste bekämpft hatte, winselt jetzt um ihre Stimme, und es haben sich auch alle Parteien außer der konservativen gegen uns verbunden. Daun hat man uns alle.großen Säle abgetrieben. In einer großen Reihe von Geschäften müssen sich die Arbeiter durch Unterschrift verpflichten, nur freisinnig zu ivählen. Ferner will die Kaittmannschaft sämmtliche arbeitslosen Arbeiter ür 2 Tage Freitag und Sonnabend außerhalb be- ch ä f t i g e n, um' uns dadurch mehrere tausend Stimmen zu entziehen. Ebenso sollen viele Fabriken ihren Strbeitern außer der Mittagspause keinen Urlaub geben. Auch ans den Bahnwerkstätten soll dies geplant sein, doch wird das Sllles ihnen nichts nützen. Im GegentheU haben alle diese Maß- regeln in Verbindung mit der Schimpferei und den zahl- reichen Maßregelungen dazu beigetragen, daß eine große Er« bitterung unter den Arbeitern Platz gegriffen und wir stehen kampfbereit der Slichwahl entgegen. .■' fr Theater. Sonnabend, den 1. März. Gpernhana. Belmonte und Constanze, oder: Die Entführung aus oem Serail. Kchauspielhan». Die zärtlichen Ver- wandten. Lrsslng-Theater. Die Hochzeit von Aaleni. Friedrich-WUHelmNiidt. Theater. Der arme Jonathan. Wallner-Theater. Der Hypochonder. Aiktoria-Thrater. Stanley in Afrika. berliner Theater. Der Veilchen- fresser. Deutsches Theater. Faust, l. Theil. Gstend-Theater. Der Fall Cle- menceau. Destbens-Theater. Marquise. KelleaUianre» Theater. Der Nau- tilns. Königstädtisches Theater. Der Hüttenbesitzer. Central Theater. Ein gemachter Mann. Adolf Ernst» Theater. Der Gold- fuchs. Theater der Reichohallen. Speziali- tätenvorstellung. Gebr. Richter'» Kartttö. Speziali- tnten-Vorstellun Kanfinaii»'» Uariotä. __ Vorstellung._ Spezialitäten- Cirlcus Renz. K a r l st r a ß e. Heute, Sonnabend, den l. März, Abends 7V- Uhr: Gala-UorsteUung oder Grand solree Eqnestre mit einem speziell auserwählten neuen Programm unter Mitwirkung des Direkt. E. Renz. 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Achtung! �ergolder! Die Sperre über die Firma Metblow& Comp., Voldleistenfabrik, Köpnickerstr. 109a, besteht fort. Da die Firma sich weigert, auf unsere Forderungen einzugehen, so ersuchen wir die Kollegen, die Werk- statt zu meiden, sowie den Zuzug von außerhalb fern zu halte». 1664 Die Streikkommission d.Vergolder. Filchv. i>. Tischler. Sonntag, den 2. März, Mvrgens präz. estaurant, 9 Uhr, in Heindorfs Langestr. 70; Sitzung derWttkstMMkoMlsM. Die Kollegen der Werkstatt von Seifert& Wolf, Fruchtstraße 36, werden ersucht, sämmtiich zu erscheinen. 1621 Große ößeutl. Versliiilülliing der Kupferschmiede Berlins und Umgeg. am Sonntag, den 2. März, Mitt. 12 Uhr, im Rest. Trlllhose, Stosenthalerstr. 11. Tagesordnung: 1676 1. Bericht der Agitationskommission über Fragebogen. 2. Wahl einer Lohnkommission. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet eine Teller- sammlung statt. ES ist Pflicht eines jeden Kupferschmiedes, zu erscheine». Der Einberufer: H, Dittmar. General- V ersammlung litt Gmseher (Tischler) Berlins am Sonntag, den 2. März, Vormittags lOVa Uhr. Tagesordnung: 1. Antrag Volkmann. 2. Anträge des Vergnügungskomitees. 3. Anträge über Krankenunterstützung. 4. Frage- kästen. Der Maskenball des Vereins findet bei Oraohel, Sebastianstraße 39 am 15. März statt. Die nächste Versamm- lung findet am 23. März statt. 1679 Der Vorstand. Versammlung d. Vereins i). Filzschnharbeiter nnil BernsSgenossen Montag, den 3. März, Abends 8 Uhr, bei Zemter, Münzstraße 11, Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Kamps ums Dasein in der Volkswirthschast. L. Diskussion. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufge- uommen. 1683 Der Vorstand. Centralv crem deutscher Böttcher. Sonntag, den2.März, Vorm.lOVsUhr, in Heise's Salon, Lichtenbergerftr. 21: Große Verslminlunij. Tagesordnung: 1. Der Streik der Kasseler Kollegen. 2. Abrechnung v. Wiener Maskenball. 3. Verschiedenes.[1670 Zahlreiches Erscheinen ist nothwendig. Der erste Bevollmächtigte. ! i AufiwsleriiOM)_ Alle Genossen und Arbeiter, welche am � � Wahl, sowie vorher im II. Wahlkreise y Lj. wollen, werden ersucht, sich an folgenden Stellend T" resp. am Tage der Wahl dorthin bemühen F* für den Süden bei Hense, Prinzen- und GitschinerstraM. »,„ Südwesten bei Scheuer, Gneisenau- u. Schleid ,»„ ,,„ Zechlin, Hornstr. 11; ,,„ Westen bei Böhland, Bülowstr. 52;, „ Friedrichstadt bei Schulz, Puttkamerstr. 13, und' Wahlkomiteemitglied Wilschke, Junkerstr. 1 außerdem im Zentral-Rureau. Dock-Kierbrauerei bei Alle Mann am Platz, seht den Sonnabend als Feiertag Kampf! der Sieg ist unser im 2. Wahlkreis.„ E. Wilschke, Junwp Große öfeiitl (1 öhler-Vers in Reinickendorf 2. am Sonnabend, den 1. März, Abends im Lokale„Seeschlößchen".. Tagesordnung: 1. Verkündigung des Wah� Verschiedenes. Der Einberol� Wähler des Teltow-Beeskow-StorW'| Charlottenburger Kreises!- Am Sonntag, den 2. März, in Niesegk's Salon, � Bergstraße Nr. 129, Vornnttags 11 Uhr- Grosse UoBks-Versamml1' 1682] Tages-Ordnung:. t Verkündigung des Wahlresultats. Diskussion. Verschieden� Der Ginb«riR> Vereinigung der Drechsler Deutscl Ortsverwaltung Berlin I.*4] Am Sonnabend, den 1. März er., in Orschel's u> Sebastianstraße 39. Großer Wiener Maskenball. Um rege Betheiligung bittet Der Dorj v. 4 Tr.be' Billets sind zu haben bei Max Plegers, Manteuffelstr. 40, v. 4 Tr. de. Paul Bergmann, Straßburgerstr. 41; Fritz Stein, Mittenwalderste� Fachverein der Steinmei Berlins. Am Sonntag, den 2. März, in Deigmüller's Alte Jakobstraße 48»: NW" Versammlung. Um zahlreiches Erscheinen ersticht Der»., —-=--i—'------—- n.----\ r' Fachverein der Tischler(für den W Fachv. der Kernmacher u. verw. Berufsgen. Montag, den 3. März, Abds. 8 Uhr, bei Herrn Bolzmann, Älndreasstr. 26: Versammlung. Tagesordnung: 1. Wie verhalten wir uns zu dem Streik der Firma Friedr. Siemens u. Co. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Jragekasten. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet Vorstand. 1075] Der Grosse Versammlung am Sonntag, d.2.März, Vorm. lOVallhr, im SotalcKönigsbank, Gr.Frd" 1' Tages-Ordnung: 1. Die Arbeitsniederlegung in der Werkstelle«.Seifert u.Wolfs, r 2. Andere Werkstatt-Angelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen der Werkstellcn von Seifert& Wolff, Zietlow, Kops Toges sen., Frnnkfurterstr.130, und Kastner, Pallisadenstraße 32, besonders eingeladen, ebenso die Arbeitgeber der angeführten, sowie die Werkführer der Zietlov'schen Werkstelle.— Neue Mitglitd� in der Versaininlung aufgenommen. Kollegen als Gäste willkommen. Der K«vollmnnÜ?> Wilhelm Ewert Möbel-Fabrik uud Lager. Wegriindet 1804. i« Dresdcnerstr. 74,- Hof- kein Latfc% 1 ä: neben dem Adolph Ernst-Theater. Größte Auswahl Möbeln, Spiegeln und Polsterwaaren in gedieh geschmackvoller Ausführung. 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Niärz ab frei ins gaus 8 9 WiL} Mark 10 Willlig � Postabonnenten tritt die Preisermäßigung erst vom aber#' ttorM 1 cm und Erpe�itiott des »KerUner UolKsblatt�. rschied-"� Sinber»«� In den Wahlen. ei-im"»""""krrei, Freunde» im Lande für dir kede'"ittheitungen über das Uahlrrgebuiß vom t»n'�""k krniipfen daran die Kitte,«»» auch Us�rt" der beuorstehende» Stichwahlen durch Z>-" ��kegramm" Mittheilung zukomme»?» Aad � �"°kage» erstatte«»»vir gern znriich. Tele- I Uolhsblatt, Kenthstrahe, Kerli». Z>ie Ledaktio». * �$ **n Ktichwahle»». Die Stichwahlen finden heute, 'Jtatt. Gerade dieser Tag, der Tag der Lohnzahlung� kS dem Arbeiter, sein Wahlrecht auszuüben. Dieser �»«iß durch um so größere Opferwilligkeit und Pflicht- gemacht werden. Jeder, dem es irgendwie mög- M �c'n Mahlrecht heute in der Zeit von 11—2 Uhr llwl*' f i'~ ausüben. Es darf nicht vorkommen, daß um K Uhr htrga ren von Arbeitern vor den Wahllokalen umkehren " x �htakt bereits geschlossen ist. Beherzige ein jeder, daß Inn Stimmzettel mehr angenommen»vird. Auch gesorgt werden, daß das Wahlgeschäft sich glatt und �t. Man trete an die Urne und nenne auf die Auf- Wahlvorstehers hin, laut und deutlich seinen und seine Wohnung. Das ermöglicht nicht nur ein» /krtigung des Wählers, sondern liegt besonders auch � unserer Genossen, die im Wahllokal die Kontrole | berechtigt bei der Stichwahl seine Stimme abzugeben, Gr.Fran" � derjenige Wähler, der bei der Hauptwahl nicht mit abge- J8'.— Sri den Stichmahlen zählen, wie wir noch- erheben wollen, nur diejenigen Stimmen, welche auf �_beiben zur Stichwahl stehenden Kandidaten fallen. Alle Kimmen sind von vornherein nngiltig. Wer also nicht � Weg zur Wahlurne gemacht haben will, halte sich , �'ese Bestimmung. Besonders in den Grenzbezirken des und dritten Wahlkreises ist genau darauf zu achten. P eu � natürlich Stimmzettel, auf denen der gedruckte fc(|U�,-lnchen und ein anderer Name hingeschrieben wurde, Stichwahlen giltig. Auf, zu den Stichwahlen I Wolfs, 3�' low, Kop- Es �'tiglirit der Mahl�ttiquels. In dem Protokoll, Wahlausschuß, der im Bezirksamt tagte, an den Hl,» sendet, wurden dem Gesetze gemäß als Bedenken bei . rf.l'U öttchnet, daß drei Stimmen abgegeben und als giltig taa�Vkn fe'-' bie eine Unterschrift trugen, serner ist in dieses »ez, Wfgenommen worden, daß ein Beisitzer des Wahlaus- jkJ> Kirchheimbolanden das Wahlprotokoll nicht unterzeichnet Mtu»� Wahllokale Wahlbeeinflussimgen vorgekommen seien " die fk� �tt Aufnahme ersuchte, welcher Forderung man aber jen, •"v» J v,. Ue ÄVüä fcijji'' Mehvhett von 1890 stammt vom Fusel," so _..:««(%, n J" der Oslpriegnitz durchgefallene Arendt in seinem 5 nii F�n x Wochenblatt". Der Artikel kommt zu der Schluß- ßll i/L f man die Getreidezölle herabsetzen müsse unter Ein Ü fii'"kernationalen Doppelwährung. ch versa Dem s findet die Stichwahl nach neuerer Bestimmung be »«d'H.ki'r �°unabeud statt. � uVtiebr T.fji1 Mahllireks Arnomalde-Friedeberg ist die auf de» 8. März angesetzt.— Ueberaus seltsam ch. S. Tie sittlich entrüsteten Turner könnte man so'atp nenne», welche auf das Reichstagswahl-Schau- 00 Stimmen für den Sozialdemokraten, ,vo ii 'ayren nichts derartiges vorkam, das ging denn doch mschnur und das ist doch Grund genug, sich sittlich zu Gesagt, gethan! Den muthmaßlichen Agitator wollte e' M dem Kaufmann F., der den Turnverein de 'Ad» m ev als Vorstandsmitglied angehörte, entdeckt chrill.? kieß man eine Liste kursiren, welche die nöthigen eicht., sammeln sollte, um den F. herauszuwimmeln. Das ' d/."Magt als gethan, denn trotz heftigster Agitation n bei- mch106" Unterschriften nicht zusammen, obwohl sich die »ild®ljrg6rfchaft dafür begeisterten. Herr F. ging frei- — f. So»« Nsrein lUOl)l elbc Hohe wie im Jahre 1887 aufweisen. DaS Zentrum ging von 6328 auf 5164 herab, während die Sozialdemokraten von 394% auf 0957 anwuchsen, also sich fast verdoppelten. Dieser Zu- wachs ging dem Zentrum mit 1492 Stimmen ab und dem Kartell. Die meisten ZentrumSstimiuen, 121, verlor Kirdorf, Schwanheim 110, Königstcin 74, Höchst 53, Hattersheim 50, Camberg 60, Oberursel 33, Schloßborn 34 je. Während in manchen Orten in der Mainebene die Zentrumsstimmen zunahmen, sielen in unge- wohnter Weise im katholischen Gebirge Stimmen vom Zen- trum ab. Kleinen, 27. Februar. Eine Versammlung deutsch- sreisinniaer Vertrauensmänuer hat gestern mit kleiner Majorität den Beschluß gefaßt, bei der Stichwahl für den Kartellkandidaten einzutreten. Ein Theil der deutschfreisinnigen Wähler ist über diesen Beschluß sehr un- gehalten und wird sich demselben auch nicht unterwerfen. Jildeß ist der Beschluß, dem zahlreiche ähnliche Borkomm- nisse in anderen Wahlkreisen zur Seite stehen, doch em neuer Beweis dafür, wie wenig Recht die Herren Deutsch- sreisinnigen haben, sich eine demokratische Parte' zu nennen. Ter erwähnte Beschluß, der vorlänfig auf das Resultat der Abstimmung voraussichtlich keinen Einfluß ausüben wird, ist taktisch um so thör'chter, als die Sozialdemokraten, wenn sie sich revauchireu wollten, in mehreren Rachbarwahlkreisen die deutschfreisinnigen Kandidaten zu Fall bringen könnten — sie brauchen sich nur der Stimmabgabe zu enthalten.— Herr Bennigsen steht im 18. Hannoversche» Wahlkreis mit einem Sozialdemokraten zur Stichwahl. Die Entschei- dung liegt bei den Deutschfreisinnigen und bei den Welsen, auf deren Kandidaten ungefähr gleich viel Stimmen ent- leleu. Während die Welsen geschlossen gegen Bennigsen 'timmen werden, haben die Deutschfreisinnigen sich gespalten. Ein Theil will gar nicht wählen, ein anderer Tbeil will ür den Sozialdemokraten, und ein dritter für Bennigsen stimmen. Die Buntscheckigteit der deutschfreisinnigen Partei und ihre Programmlosigkeit können nicht schlagender illnstrirt »verden als durch diese�Thatsache. Ljewler. Die Angehörigen der Reaktionspartei wurden im Jahre 1848„Heuler" genannt. Unsere sogenannten Nationalliberalen scheinen sich dieser zutreffenden Bezeichnung aufs neue»vürdig erweisen zu wollen. Die„Hamb. Nach- richten," das Leiborgan des Herrn Ad. Wörmann und seiner Genossen, scheinen»virklich das Gefühl zu haben, mit ihren Gesinnungsgenossen durch den Ausfall der Wahlen„an die Wand gedrückt" worden zn sein, nur daß sie nicht „quietschen", wie ihr Kanzler v. Bismarck es ihnen wünschte, sondern daß sie wirklich heulen. Wir hatten Veranlassung, uns in den letzten Tagen schon verschiedentlich mit diesem Organ des„biederen" Bürgerthums zu beschäftigen; mag darum auch noch folgende Auslassung der Abendausgabe der„Hamb. Nachr." Leser in weiteren Kreisen finden. Es »väre schade darum, wenn nur die Hamburger Spießer sich daran erfreuen sollte». Dieselbe lautet: „Von verschiedenen Seiten»vird als Beleg für die Schäd lichkeit der Ausweisungen auf Grund des Sozialistengesetzes hervorgehoben, daß die„kleinen" aus Berlin, Hamburg u. s. w. ausgewiesenen Agitatoren durch ihre Wirksamkeit in der Pro- vinz sehr viel zum Amvachsen der sozialdemokratischen Stiin- men beigetragen hätten. Das mag sein; ob aber daraus zu folgern ist, daß die Ausweisimgsbesugniß in einem»e»en Sozialistengesetze fallen müsse, erscheint mindestens fraglich. Ein- mal würde dadurch das eine Uebel durch das andere geheilt, welches letztere in diesem Falle in der Ansammlung des sozia- listischen Agitatorenthunis in den großen Städten besteht; an- dererseits sind die Verhältnisse nur zu sehr danach angethan, die Frage zu erheben, ob nicht die Ausweisung der berussmäßi- gen sozialdemokralischeu Agitatoren aus dem Reichsgebiete der allerrichtigste Ersatz der bisherigen Ausiveisungsbesnguiß sei» und den Bedürfnissen der Zeit entsprechen ivürde. Jedenfalls kann das Ziecht des Staates, sich derjenigen Elemente, welche den Umsturz der bestehenden Staats- und Gesellschastsordmmg betreiben, durch Expatriirung und Landcsverweisnng zu ent- ledigen, von keinem Standpunkte ans mit Erfolg bestritten »verde». Es giebt kein Recht auf Revolution, daS der Staat respektiren müßte; ebensowenig kommt es heutzutage daraus au. daß eine Maßregel in die Schablone des landläufigen doktrl nären Liberalismus passe, sondern lediglich darauf, daß sie den realen Interessen des Landes diene, seine Wohlfahrt vor Um- stürz und Beunruhigung sichere. Weil» das Reich in der Roth wehr zu dem Mittel der Expatriiru»ig greifen, das Ausland aber sich verständiger Weise»veigern sollte, die A»isgeiviese>»en aufzunehmen und diese daher dazu gelangen sollten, etwa auf irgend einer» n de, vohnten Insel des Stillen Ozeans sich mit ihren Theorien gegenseitig zu beglücken, so würden wir darin nichts finden, was uns besonders tragisch stimmen»nüßt e." In ähnlicher Weise,»ven,»gleich etivas verschämter, hatte schon Herr Arthur Lutteroth, der Reichstagswahl-Kandi- « »«ienstt- °"lur oegew'"«". v— � � "Pvii- v'h"' 10 Mitglieder, so daß der Verein wohl bald iNs& Schwindsucht verenden wird. � nassauische» Malillireisfiomburg-Höchst, &)»• rt' wwb der ultra montanen.,D. Stztg." ge- hat x ganz unerwartetes, für unmöglich gehaltenes Re- ®inT.* 2o- F�ruar gebracht. Der im Jahre 1887 zum 'oten ln bcr Stichwahl fiir's Zentrum eroberte Wahlkreis "b tint bct Ze»tru»,sla»didat nicht einmal in die •r'jbem 51 Prozent der Bevölkerung katholisch sind -----—'---------«« m sierlull aeae» H sich schon Herr Arthur oatskollege des Herrn Wörmann, in einer Wählrede ansge sprochen. In obiger Auslassung ihres Leiborgans tritt aber der Wunsch der Gelbsacksbarone brutal und unverblümt zu Tage; sie haben an den Stolper Puttkamer einen guten Lehrmeister gehabt. Also eine trockene Guillotine ü la Cayenne und Neu-Kaledoinen, die dein französischen Kaiserreiche so unheilvolle Dienste leistete, soll zum größten Ruhme des Deutschen Reiches auch bei uns Verwendung finden. Es ist zu hoffen, daß dem deutschen Volke eine solche Schmach erspart werde. Aber man sieht, die National liberalen sind an die Wand gedrückt, daß sie— heulen j LHlinles. »,» mit : in der ifeide" ein» 'ttin'—........ d—... 'st»war nliterlege» mit 2439 Stimmen Verlust gegen »im-— ober die Sozialdemokraten haben den Zu- »», x., ennge Hundert Stimme» der Freisinn. Auch das 'in's trotz zahlreicher Versammlungen gerade in den Ge- �ilin° ouf Acrsannnlmigen auch Sozialdemokraten z»>r Jn- Zum Wort kamen, Stiiumenverlust gehabt, indeß Svenen Gesainmtstiinmen aller Parteien im Kreise die- Anssordernng. Alle Genossen, welche am Tage der Wahl im 2. Wahllreise thätig sein»vollen, werden ersucht, sich an folgenden Stellen zu melden resp. am Tage der Wahlsich dorthin bemühen: für den Süden bei Hense, Prinzen- und Giischiner straßen-Ecke; 'für den Südwesten bei Scheuer, Gneisenau- und Schleier macherstraßenEcke; für den Südwesten bei Sedlaczek, Zossener- und Für brmaerstraßen-Ecke; für de», Südwesten bei Zech Ii n. Hornstraße II; für den Westen bei B ö h l a n d, Büloivstraße 52; für die Friedrichstadt bei Schulz, Puttkamerstraße 13 und bei dem Zentral-Komiteemitglied Wilschke, Junker- straße I; außerdem am Wahltage im Zentralbureau, Bockbranerei, bei Wilschke. Alle Mann an» Platz, betrachtet den Sonnabend als Feiertag! Auf zum Kampf, der Sieg ist bann unser im zweiten Wahlkreis' 3. IttnhUii'eis. Genosse», die am Tage der Stichwahl für die Wahl deL Kandidaten der Sozialdemokratie, Wildberger, thätig sein wollen, mögen sich an» Sonnabend früh 8 Uhr im Restaurant Gründe!, Dresdenerstraße 116, einfinden. Fünfter Mahlkreia. Der Sieg im 5. Wahlkreis ist unser, wem» eine energische Agitation entfaltet wird. 10 000 Wähler haben im ersten Wahlgang ihr Wahlrecht nicht aus- geübt. Die Säuinigen müssen herangeholt»verde». Es fehlt uns noch an geeigneten Kräften. Genossen, die am Tage der Wahl thätig sein wollen, mögen sich im Zentral-Wahl- burcau Weinmeistcrstraße 6, Restaurant Klitzke,»un 8 Uhr rüh und auch noch am Nachmittag von 2 Uhr b melden. Ei» Krirf Kebel's. Die„Kölnische Zeitung" brachte dieser age eine Korrespondenz aus Sachsen, in welcher dem sozial- demokratische» Abgeordneten August Bebel zu»» Borivurf gemacht wurde, daß seine Vergangenheit in politischer und sozialer Be- ziehung große Wandlungen und Schwankungen seiner Gesinnung aufzmveisen habe, ja, daß er früher ein entschiedener und thätig« Gegner Lassalle's gewesen sc». Der„General- Anzeiger" wandte sich infolge dessen an den Reichstagsabgeordneten Bebel in Plauen und veröffentlicht jetzt dessen Antwort. Die Korrespondenz der Köln. Ztg.", welche den Anlaß zu dem Schreiben Bebel's gegeben hat, lautet:„Am 22. Februar war Herr August Bebel siinszig ahre alt, denn er ist am 22. Februar 1849 zu Köln als ohn eines Unterofsiziers zur Welt gekommen. Wenn ich hier daran erinnere, so geschieht es nicht sowohl, weil jemandem das 60. Geburtsfest des Herrn Bebel als ein Tag von besonderer Wichtigkeit erscheinen könnte, als vielmehr darum, »veil dieser Tag mich, der ich zufällig seit langer Zeit den Lebens- gang Bebels zu verfolgen im Stande ivar, an die vielen und großen Wandlungen erinnert, welche Herr August Bebel in» Lause seines Lebens mit bcwuudernsiverther Leichtigkeit durchzumacken verstanden hat. Wer möchte heute glauben, daß Herr Bebel, der protestantisch erzogen worden ist, Jahre lang ein Genes und eifriges Mitglied katholischer Gesellenvereine(in Frcibnrg, Regens- bürg und Salzburg) gewesen ist? Und doch ist es so. Ebenso darf die Thatsache überraschen, daß Herr Bebel in den sechziger Jahren in Leipzig nachdem er schon einige Jahre hindurch als gewandter politischer Redner in fortschrittlichen Versammlungen hervorgetreten war, sich als einer der entschiedensten Gegner Lassalles bemerklich machte. Ja, ich erinnere mich sogar sehr gut, damals eine vortreffliche und feurige Rede des Herrn Bebel gegen das allgemeine Wahlrecht mit gehört zu haben. Damals war es lltoßnläßler, der aus Bebel großen Einfluß hatte. Jahre lang währten Bebels erbitterte Kämpfe gegen den Lassallcschen Sozialismus. Er war viel unterwegs, um in den Ha»lptsitzcn der Industrie gegen die neue Bewegung aufzutreten, und er that es»mt allem Fener tiefster, innerster Ueberzengung. Erst als Liebknecht nach Leipzig gekommen war, nach und nach den Roßmäßlerschen Einfluß eus Bebel verdrängt »nd sich der geistigen Leitung des als Agitationsredner äußerst brauchbaren Mannes bemächtigt hatte, brach Bebel nach längerem Schwanken, das ihn bald für, bald gegen Bismarcks nationales Einigungsiverk eintreten ließ, mit seiner bisherigen Rieh- tung und schlug sich, als die ersten Reichstags»vahlen kamen, auf die Seite der radikalen sogenannten fach- ischen Volkspartei, die auf großen Anhang in den Mittel- punkten der sächsischen Webivaaren- Industrie zu rechnen hatte. Der Wahlbezirk Glauchau-Meerane war es, der ihn zuerst in den Reichstag entsandte. Damals war Bebel's Schlagwort, »velches ihm die Wählermässen zuführte, sein entrüsteter Wider- 'pruch gegen die angebliche„Zerreißung Deutschlands". Sehr wenige Jahre daraus hörten»vir ihn»m Reichstage ausrufen, daß die in Elsaß-Lothringen vorhandenen„revolutionären und republikanischen" Bestrebungen ihm und seitler Partei mithelfen würden,„das monarchische Deutschland ans den Fugen zu treiben!" Heute hören»vir ihn im sächsischen Landtage immer von neuem versichern, daß alle ihm zugeschriebenen Gelüste nach geivaltsamem Umsturz bloße Verleumdungen der Gegner seien. Wahrlich, diese kurze Skizze einer nur 30 jährigen politischen Thätigkeit giebt ein bnnteS Bild von allerlei Einflüssen— und Ausflüssen! Die an die Redaktion de»„General-Anzeigers" übermittelte Erklärung Bebels hat den nachstehenden Wortlaut: Frankfurt a. M., den 26. Februar. Sehr geehrter Herr! Ans der Wahlagitation begriffe», wurde mir Ihr Brief nebst dem iilrtikcl der„Köln. Ztg." hierher nachgesandt. Ich da,lke Ihnen sehr für Ihre frenudlichc Mittheilnng nnd habe auf den Artikel Folgendes zu bemerken. In der Hauptsache ist derselbe richtig, »»»r die Färbung ist falsch. Alle»,»vas an dem Artikel wahr ist, habe ich jederzeit ledcm, der eS höre» wollte, selbst erzählt und auf diese Weise dürfte auch der Verfasser zu seiner Kenntnis» der frühesten Vorgänge aus meinem Lebeitslauf gelangt sein. Ich habe keinen Schritt gethan, den ich zu bereuen, keinen, desi'en ich mich zu schämen hätte.. Als ich 1858 von Wetzlar ans, wo ich meine Lehrzeit absolvirt hatte, in die Fremde ging und zunächst nach Süddeutschland kam, bestanden nirgends politische Vereine irgend welcher Art. Das politische Leben war vollständig tobt.' Regen Geistes und als Handwerksbursche auf einen Wochenlohn von 2,50—3 M. angewiesen, neben freier Kost und Logis, hatte ich das Bedürfnip, mich an strebsame junge Leute anzuschließen und einen Aufenthalt zu suchen, an dem ich ohne Geldansgaben meine geistigen Bedürsniffe wenigstens einiger- maßen befriedigen konnte. So trat ich als Mitglied den katholischen Gesellenvereinen zu Freiburg i. B., Regensburg, Salzburg bei, nirgends ans meiner abweichenden religiösen Ueberzengung ein Hehl machend, und trotz derselben freundlich aufgenommen, gleich Dutzenden anderer junger Leute, die wie ich Protestanten waren. Ich habe später auch ans meiner Wander- schaft die evangelischen Jünglingsvereine, auf deren Herbergen ich mehrfach übernachtete, kennen gelernt, nehme aber keinen lilugen- blick Anstand zu erklären, daß ich in den katholischen Gesellenver- einen zu jener Zeit ein weit höheres Maß von Toleranz und ein viel freieres und ungezwungeneres Leben kennen lernte, als in den evangelischen Jünglingsvereinen. Einem der letzteren Vereine »vürde ich nie beigetreten sein, und zwar ihrer muckerischeii Ten- den, wegen, die mir Heuchler erziehU Ueberdies begann mit den, Fahre 1860 das politische Leben in Deutschland sich zu regen und so entstand infolge davon im Februar 1861 der Gewerbliche Bildungsverein zu Leipzig, dem ich vom ersten Tage feiner Gründung an mit, neinein jetzigen Gegenkandidaten, Herrn Eisen- srl.en Unteroffiziers eine sehr müßig liberale war. In dieser Stellung habe ich im Februar deZ Jahres 1663 auf dem Slif- r.mgsf»,t des gen'erblichen Bildungsvereins mich gegen die Roth- '.uendlgteit des allgemeinen Stimmrechts ausgesprochen, wie ich gleichzeitig von oa ab in eine lebhaste Gegnerschaft zu den itassallianern gericth, die ich Jahre lang bekämpfte. Das ent- sprach damals alles vollkommen meiner Ueberzengnng. Aber im Kampfe mit dem Lassalleanismus zu Studien der Lassa lle'sche» und sozialistischen Schristen genöthigt, wurde ich selbst nicht Lassalleaner, au er Sozialist. Ich wurde, wie ich das später öster felvst öffentlich ausgesprochen habe, aus einem SauluS ein Paulus. Infolge davon gründete ich mit Liebknecht im Sommer 1666 die sächsische Aolkspartei, deren Programm stark sozialistisch angehaucht war. ES ganz sozialistisch zu gestalte», verhinderte der Widerspruch, den wir bei eniem Theil unserer Anhänger fanden. Ties wurde aber 1806 auf dem Arbeitertag zu Nürnberg durch- geseht, woselbst das Programm der damaligen internnlionalen Arbeiter-Affoziation ans mein, Liebknecht's und anderer Betreiben von der großen Mehrheit angenommen wurde. 1869 erfolgte bann der Eisenacher Kongreß, aus dem wir mit einem Theil der frühe- reu Mitglieder des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins die sozialdemolratische Arbeiterpartei gründeten. Von jenem Augen- blick an bin ich konsequent in meinen sozialistischen'Anschauungen iveitergegangen. Stets meiner besseren Erkenntniß solgend, nehme ich nie Austand, gemachte gehler einzugestehen, in Fragen der Taktik mich nach de» jeweiligen Umständen zu richten, wie das Pflicht jedes vernünftigen und ehrlichen Mannes ist. Was immer weine Gegner an mir auszusehen haben, daS eine können sie mir nicht bestreiten, daß ich jeder-jcit voll und ganz für meine lieber- zengnng eingetreten bin, da» ich Verfolgungen jeder Art die Stirn geboten und meine persönliche» Interessen der Sache hint- angeseht habe. Und ich meine, das ist alles, was man von einem Manne, der im politischen liampfe steht und mit Verdächtigungen, Veschimpfuugen und Verleumdungen überschüttet wird, verlangen kann. Verzechen Sie, geehrter Herr, daß ich so anssührttch wurde. Ich hielt dies aber für nolhweudig. Haudeln Sie nunmehr nach eigenem Ermessen. Hochachtungsvoll und ergebenst A. Bebel. Ketreff« der Hede de» Kerrn Hrchtsnnwatt Hleschel- foh» in der Viktöria- Brauerei schreibt uns kmser Bericht- erstattet: Der Bericht ist trotz des Zweifels, ja biveUeu Dementis der„Bolks-Zcitiing" völlig wahrheitsgemäß und genau. Herr Pteschetsoyn, der durch die„Bolls- Zeitiiiig* geivissenuaiiell ,u einer Aeiißerima vrovonrt ist. wird die .........y..||' V»*■ // W«* s � gröblicher Weise durch ihr unbedingtes Beuraneu in den Politiker und Nechtsainvalt Meschelsohn hat irreführen lassen. Bezugnehmend auf die Erklärung unseres Herrn Be- richterslatters über die Aeußernngen des Herrn Rechtsanwalt Aieschelsohn theilen wir hier noch eine AuslassNitg der „Volks-Zeitiing" mit, welche diefein Blatle nicht von frei- flnniger sondern von demokratischer Seite zngeqt. Wir »»».... I— m ri.;i.....« c■'--»- --- ü j........-v v»% v 0,>Ov V** etV* finden es korrekt mu der„Volks-Zeitung", d.ch viese Aus kassung noch vor der Entscheidung veröffentlicht wird. Sic lautet: �«.Ter in Ihrem heutigen Abendblatte angeführte Volks- Hlntt-Vcrlcht über Herrn Meschilsoii's Rede ist zwar nicht ga z n llL»V A Ii# f\ �## e#4 ,%#$ n..» ßl« i m.. S-. iV fX.. k.... f. znlressend, aber gesagt ist von dem Herrn, daß Herr Janiszeweki an Geist und Kvrf'er gebrochen sei und daß es keinem Wähler schwer fallen könne, zwischen Janiszewsti und dem wclt- berühmten Birchow seine Wahl zu treffen. Ich hatte in der Versammlung auch die Empfindung» daß diese Bemerkung für einen Vertheidiger ungehörig wäre und sagte mir, daß auch wohl Herr Aieschelsohn nach einer längeren Untersuchnngshast vorübergehend an Geist und Körper gebrochen sein könnte. Ich ...I-t.IJ-.l-----•'-'• M ______ y........ � VV»)V.. JV».»-VJ'V entsinne mich nicht mehr genau, ob Herr Virchow schon in den Eanl getreten war, als diese Aeußer.nig fiel, thalsächlich führte er aber zu meiner Freude ans, daß es sich bei der Slichwahl nicht um die Personen, sondern um die Prinzipien handele." Natürlich ist es für die Benrtheilnng des„reifen und tiegadlen" Politikers Herrn Meschclson gleichgiltig, ob die Aeiißetnngeii in Gegenivart oder in Abwesenheit des Herrn Professor Birchow gefallen sind. Jedenfalls ist die frei- nniNge Art und Weise, den politischen Kamps zn fuhren, hierdurch hinlänglich gcke.inzcichnet. Glnen gesrhwldvigs» Grlnls veröffentlicht der Land- rath des Kreises Teltow in einem Extrablatt des„Teltower Kreislfiattes". Es heißt in demselben:„Wie mir aus allen Theilen des Kreises berichtet wird, sinv am 80. Februar ans Anlaß der Neichstagsivahl in jeder Ortschaft des Kreises eine große Anzahl von meist jugendlichen Personen (in der Mehrzahl ans Berlin) erschienen, welche sich nicht Mit der Becthellnng von sozialdemokratischen Stimmzetteln begnügt, sondern diese Stinlnizcttet in betästigender und die Freiheit der Wahl ersichtlich bceiuflnssender Weise den Wählern aufgedrängt haben. Dieselben Personen sind in die Wahllokale gedrungen und haben sich dort unter Bor- zeigung einer gedruckten Legitimationskarte bei dem Wahl- Vorsteher eingeführt, als„von dem sozialdemokratischen Zeutral-Wahllomittee beaustragt, die Wahlhandlung zu überwachen." Ich habe bereits in meiner Eigenschaft als Wahlkommissar die Herren Wahlvorsteher bedeutet, daß sie sich selbftverstäadlich eine solche„Ueverwachnng" nicht ge- oller fällen zu lassen brauchen, daß sie vielmehr unter vo Wahrung der OcsfeiitlilÄeit der Wahl für alle Wahlberech- tigten des betreffende» Wahlbezirks, ans Grnud ihres Hans- rechts befugt sind, derartig liubescheideiie Eindringlinge aus dem Wahllokale zu entferiien."— Im Gegensatz hierzu machen wir daraus aufmerlsam, daß im§ y des Reichs- Wahlgesetzes es ausdrücklich heißt:„Die Wahlhandlung, sowie die Er, niitelmig des Wahlergebnisses ist öffent- l i ch." Die Wahlvorsteher haben deshalb nicht das Siecht, irgend welche Personen, vorausgesetzt, daß dieselben sich anstandig Mid ruhig verhalten, ans oem Wahllokal zu ent- fernen, auch wen« die betrefseuden Personen nicht dein Ort oder dem Wahlkreise angehören. In Ablerahof haben die Restaurateure Stippekubl, Mnsserer, Albrecht und Schwabe ans Anfrage der Lokalkommission wegen -_ c....,...____ v. i* v e.e:___ aber kräftig gebauten Dampfer haben einen verhältnißniäpig bedeutenden Tiefgang und die bewegende Schraube würde dqs ganze Wasser de? Kanals bis ans den Grund aufwühlen. Nun soll allerdings dieser Schleppdienst nur aus einzelnen Strecken einge- richtet werden; aber über die hierfür in Aussichl genommenen Sirecken ist bis jetzt öffenllich wenig oder nichts bekannt geworden. Aiit einigem Grauen aber denken bereits, jetzt die Bewohner an der Kortbaser Brücke an die Möglichkeit, auf der dortigen Strecke des Schifsfahrtsknnals eine» solchen Schleppdienst eingerichlct zu sehen. Seit einem Jahre hat sich dort der Zustand des Wassers in dem Kanal so verschlechtert, daß seine Ansdünstnngcn im Sommer, schon wenn es nicht bewegt wird, sich vielfach recht unangenehm bemerklich machen. Recht deutlich zeigte sich dies bei de» vorjährigen Baggerarbeiten an der Kottvuser Brücke, wo auch die Ursache dieses Uebelftandes klar zu Tage trat. Die kolossalen Schlamm-Aiassen, welche aus dem Rirdorser Graben in den Kanal geschwemmt werden, hatten sich an' der Brücke in 'olchem Umfange festgelegt, daß sie den Schisssverkehr hinderten. Welche Folgen unter solchen Umständen die Einrichtung eines Schleppdienstes ans der betreffende» Kmialftiecke haben mußte, ist Auslegen des Vo/kSblatteS und der Volk- Tribüne erkätt, daß'fie derartige Bläller in ihren Lokalen nicht auslegen wollen, Sie machen sich überhaupt nichts daraus, ob die Arbeiter bei ihnen verkehre» oder nicht. ebenso bleiben die Herren Wöllstein und Leopold bei ihrer Weigerung, ihre Säle zu Bersammlungen herzugeben. Hierbei fei bemerkt, daß das größte Sommerlokal in Adlershos Herrn Wöllstein gehört. Viele von den Berliner Geuoffen werden wohl schon die Reklamen dieses Herrn gelesen haben. Gineichtung»inr» Schleppdienste» ans einzelnen Strecken der südlich der Spree gelegenen Kanäle hat bereits vor einiger Zeit der Magistrat die einleitenden Schritte gethatt. Die Einrichtung soll den Ziveck haben, eine schnelle Beförderung der Zahrzeuge auf den erivähnten Wasserstraßen zu bewirten, die meist von so geringer Breite find, daß dte langsame Vorwärts- beweguiig der Kähne den Verkehr anderer Fahrzeuge mit dein Uf.r vielfach hindert. Tie Einstellung von Schleppdampfern wurde aber bei der geringen Ties« der Kanäle, namentlich zur So.'nnierzeil, anders unangenehme Folgen haben. Tis kleinen. unschwer voransziisehen. Unter den Veivohnern der bezeichneten Gegend ist man deshilv entschlossen, rechtzeitig bei der Sladtverivaltnng vorstellig zu werden, damit Vorkehrungen zur Verhütung der sonst zu defürchtende» lledelstände getroffen werde». sllrbev ei» Hrandiingli'ich in(»nliiuil, meldet ein Bericht- erstatter der„Post" folgendes: Vorge>crn Abend um 11 Uhr loderte plötzlich eine weithin sichtbare Feuersäule aus dem präch- tigen Gehöft des Großbauern Dilges in Lankwitz empor, woselbst mit Ausnahme des Hausherrn, der im Bergerschen Gasthose beim Skat saß, alles sich dem Schlnmmer ergeben hatte. Vorbeigehende Dorcheivvhner bemerkten das Feuer zuerst und benachrichtigten den Ortsivächter sowie Herr» Dilges von demselben. Während der Wächter Feucrlärm machte imd die Ortespritze ans dem Sprltzcnhaiise zog, eilte Herr Tilge? nach seinem Gchöst und vermochte mit knapper Roth seine Frau und seine nenn Kinder, sowie das Gesinde zu wecken und vor dem Feuertode zu retten; denn im Wopnhänse, über den Schlaf- räumen derselben, war das Fem ausgekounnen und umzingelte bereits den ganzen'Oberbau, in welchem sich zwischen 8 Giel elsinben der mit Saat- und Fullergetreide, Lupinen, geräucherten Fleischivanren und Schränken und Truhen gefiiiUe Bodenraum bcsand. Bald waren die Lankivitzer, dann die Mariendorfer und auch die Marienfelder Spritze zur Stelle und richteten ihre Wassersirahle» gegen das brennende Hans. Die Fenerwehrmannschaste» machten sich an die Rettung des Alobiliars im Parterre, welche ihnen trotz der Aiisdehnniig des Gebäudes gelungen ist. Sogar den Geldschrank brachten sie heraus. Aber währenddessen kam eine 76 jährige Greisin, die Schwester der Mutter des Herrn Dilges, in einer der Giebelstuben, woselbst sie 'chlief, um. Als man sie retten wollte, stand bereits die Treppe in Ranch und Flammen. Treiiual nahmen Löschmann- chaslen vergeblichen Anlauf. Als dann zuletzt eine genügend hohe Leiter herbeigeschafft war, um von außen her durch die Giebelieiisier zu der alten Frau zu gelangen, fand man ihren noch zuckenden, vollständig ge- räucherten Körper, die Kopfhaare zum Theil ausgerissen, das Gesicht mit de» Fingernägeln zerkrallt. Sie war i» der Tvdes- angst des Erstickens noch von ihrer Lagerstätte ausgestanden. Nach lein Hanse gegenüberwohnender Verwandter transpoctir., verstarb die Ungiiialiche. Das Feuer brannte immer weiter. Stach VeS Uhr rasselte mich die Schöneberger Feuerwehr heran. Diese griff mit beivundernngswürdiger Gelvaiidtheit und bestem Erfolge ein. Al er immer noch genügten die Löschkräste nicht, das ent- esselte Element zu üverwinden. Es wurde deshalb durch einen reitenden Boten nach Ö Uhr Morgens noch die Steglitzer Feuer- wehr herbeigeholt. Ter angerichtete Schaden läßt sich schon jetzt auf mindestens 16 000 Thlr. angeben. Das villenartige Gebäude ist bei der Elberselder Feuerkaste versichert. Zur iniiglichft fchlennigr» sörwältigiiiig de» für Krvttn drstinimtrn packverkrhr» besteht im Stadtpostamte ein be- sonderer Sortirdlenst. Demselben dienen zivei ganze'Abtheilungen des Stadtpostamtes mit 8 Oder-Postsekretären, 4 Ausstchtsbeamten, 26 Beamte», 141 Sortirern und 28 Postschaffnern. Die Verthei- liiNg der Briefe nach den Bestellpostämtern geschieht, wie die „D. Berk. Ztg," mittheilt, schon während ihrer Beförderung nach Berlin unterwegs in den Bahnposten, namentlich wird von diesem Mittel bei den früh Morgens eintreffenden Nacht-Knrirzügen Ge- Die Wähler werden daher gut thun, sich noch vor ,, SSetch den öffentlichen Bekanntmachnngen Atawl' M die k�».' Wahllokal zu unterrichten, in welchem sie ihre St. /4s roevbeu. haben. f» gftü Hl UCl üijuiliuill» III"-- Vv-;i7.' s,,. 2« � loiienstraße bewußtlos im Bette liegend ausgeffw ,�(1«« sj.®™tnßi selbe später zugab, daß es sich durch Morphnim ir S'ttsX.t- C �------- L.—----£_' L'~>'/> Zl 1..Sa I Valizeibericht. Am 27. v. Mts. i« istniädchen in der Wohnung seiner Herrschasi' ii#*. �.v...v.— O" Zeil"'"Ivr If'T tnSt Gasthofe mit einer Schußwunde in der Bruil - Als Mittags ans dem Grundstück sacke mittelst einer Winde naÄ dem Bäckermeisters ein Sack aus Ganzow mnmt'getnMO v hin»» cJ«uu mi» der Schlinge, fiel in den 1» HL:"''C Bereu traf den auf dem Wägen stehenden Knüchcr � ja;« t ni zu ve>h derselbe am Kopfe schwer verletzt wurde u�o. w. H, �....... ______ nacy binnnfgeschasft wurden, lSs'i j\M"it"i;mi|e ueuiumt loeiutru limplK.— vi»",—..-«((illitj. ,4% Werden dem Neubau Wasserthorslraße 50 der Manrergese-?i>i Cl!l|bliiherfjen dem 4. Stock in den Hos hinab und verstarb a. j.o.1»»r z Folge des erlittenen Genickbrnchs.— Abeftbs. 0* � Mmiifchi Mann in seiner Wohnung in der Münckiebergc �•»in Streit i eines Kuckiennieikers einen Stick in den Hals» c» frischen Schnee entstandenen Glätte zur Erde rechten Unterschenkel, so daß er nach der Eharitee mußte.— Im Lause des Tages fanden an juns pe Stellen kleinere Brände statt. taten E Soi «itiiii i i�nng! Leiterin btn":ir. i»)i >l seit I l**T� mit der ' 5* Wei Pluilbe zu Ge» i»Hks-FZeikuttg � �"■-• ffni 4/"„wl ..........-.... gewußt und am-"V ivas er nur erhalten konnte. 38 auswärtige Knust»'!. Moses insgesammt über 6000 M. verloren. Die-® 'ofort weiter veräußert worden, zu einem nochmalig» ist es wegen mangelnder Masse nicht gekommen. anwalt beantragte 4 Jahre Gesnngniß und ü jährige"° der Gerichtshof erkannte auf 6 Jahre Gekängniß Ehrverlust. Gl» homöopathischer L!r»det>ivist. welcher 1 Kreise tt» Aii,reguna versetzt hat. beschäftigte geirer» kammer ä la in der BerinungSinftanz. Bor derselben der russische Staatsralh Dr. Walz aus Frankfurt ""' aVÄ.„ und* Dr. med. Herrn. Alex. Fischer als Kläger brauch gemacht, um die Briese vo» diesen Zügen ungeachtet ihrer späten Anknnst in Berlin noch zur ersten, TV# Uhr Vormittags beginnenden Äestettnng zu bringen. Zu diesem Zweck werden den belreffenden Zügen Sortirer entgegen gesandt, welche schon mehrere Stunden vor Abgang der betreffenden Züge nach Berlin und später in den Bahnposten die Briefe nach de» BesteUpostanstalten vertheilen und bestellsertig nach Berlin bringen. Die Bearbeitnng der Briese von alle» anderen Zügen, den Landposte» und der Pferdebahn versandten geschieht lin Stadt-Postamte, es sind dies im Durchschnitt täglich 700i> Portodriese mit 1200 M. Porto, 6600 Einschreibebrieie, 500 Nachnahmen, 2500 Briefe mit Zu- stellungSurkunden und 400 000 gewöhnlich-sranlirte Briese; bei dem gcgemvärtig bedeutenden Verkehr beträgt die Zahl der letzteren über'/•■! Million. Air Grrichtnng vo»»,»»» Apothrlie» i» Kerlt» ist an folgenden Punkten genehmigt ivorven: 1) ungefähr an der Ecke der Lübecker- und Perlevergerüraße, 2) ungefähr an der Ecke der Paul- und Melanchthon- und Fleuuningstraße, 3) am Treff- punkte der Anton- und Maxstraße, 4) ungefähr an der Ecke der Fenn- und Teglerstraße, 5j ungefähr an der Ecke der Nheins- berger- und Strelitzerstraße. Al» Milchplantsched macht die Polizei die Namen folgen- der Händler berannt: Karst Bonrat, Cnvtystr. 56, Hermann Ecke, Nanntzitstr. 70, Wilhelm Hoppe, Woldstr. 2. Wilhelm Mühlen- borg. Koppeustr. 88, Karl Miers, Neue Friedrichstr. 40, Angust Stube, Urbanstr. 61, Karl Wen dt, Sedastianstr. 86, Mar Zeising, Henningsdorferslr. 24, Wiederholt würbe ihnen Milch entnommen, welche nicht den Bestimiitniigen der PolizeiPerordnuiiS vom Jahre 1837 entsprach, und sie sind sämmtlich de'halb niehrfach bestrast worden. Uon dem Ktadkverordnrte» Herrn Uogtherr werden wir um die Mittheilung ersucht, daß er in der leyien Stadtverordneten-Versaininliiiig laut stenvaraphischein Bericht ge- sagt habe:„Nicht ausschließlich aus a»ti»touarchisch»N Gründen sondern auch te. erkläre ich mich gegen die betretenden Ans gaben." Der beim Denban, Zkhdenläierstr. 13, verunglückte Klempnergeselle heißt nicht Alois Voigt, wie wir irrthüiiilicy an- gegeben hatten, sondern Hermann Gätschinmin. Es wird uns das von einem seiner Mitarbeiter und Logißkollegen mit getheilt. 0>pf«r der Arbeit. Vorgestern Abend gegen 4"/# Uhr fiel der Maurer Braune aus der fünften Etage des stleubaues Wasser- thorstraße 50 aus den Hof hinao, und vli«d auf der Stelle tobt. lieber dte Person des Vernnglückten konnten wir Näheres nicht in Erfahrung bringen. 3» drr Dlorbaffaire am Grünen Meg dringen die Blätter eine Anzahl von MittheilUngeN, welche zum Theil auf Klatsch beruhen, znin Theil der Sieporterphaiitasie entsprungen sind. Wir nehmen deshalb von der Wiedergabe dieser Notizen Abstand, wollen aber nicht unerwähnt lauen, daß mchrereit Blättern zufolge ein in der Nähe des Grünen Weges ivohn- hafter Apotheker wegen Beschaffung der den verführten Opfern des ÖL ringe ößten Betäubungsmittel verhaftet worden fein soll. #* ilt darauf aufmrrkiäm fn Machen, daß für� die heutigen Stichwahlen doch nicht in allen Bezirken dasselbe LLahl- lokal wie am 20. Febinär hat beschafft werden rönne»,«o hat z. B. im Wahlbezirk Nr. III das Wahllokal geändert. Das- > ist jetzt Aorkstraße TO bei Lehmann, imihrend am 20. b. At Wahllokal Belle- Allianeesiraße 27 bei Arnim sich befand Herr W sich 1» gebet! D gegennber. Beide Herren, alte homöopathische Aerzt»,..� lange befreundet gewesen und durch eine eigenartige,> � tische Veranlassung bittere Feinde aeworden. Beides» geworden.� &Ä eine Reise zum Dr. v. Petzelie nach Budapest im dessen neu erfundene Augendiagnose kennen 1 waren mit noch mehreren anderen homöopa.,-,■ daselbst außerordentlich gaslsreundlich anfgeNoMM. �, und hallen mehrere schöne Tage in dem ß*'" aißii» v. P. zugebracht. In der Heimath pries nun-/■ V, xt. Aiigenviagnose als eine großartige Erfindung, währ» dieselbe bekämpste; daraus entwickelte sich ein>>""!»/.?, Vc- Verhältnis!, welches schließlich einen recht bedenklich»" w annahm. Dr. Fischer bezichtigte nämlich im Berel" tischer Aerzte seinen Kollegen, daß er im Hause � be).,, die Nichte desselben in zudringlicher Weise verfolgt, iii-i»i>n aesiicki und ihr einen Leirathsantrag gemacht� m 4 v."--II'--...... v vmjjuviyvt K�>V»|V I-.»r armen gesucht und ihr einen Heirathsantrag gemacht, n er ihr si gte: er werde sie glücklich machen g % Joch der Ehe mit ihr zu tragen. muKiftn u..- 1 schuldigte hat dem Vorsitzenden des Berems Aerzte, Herrn Dr. Windelband hiersetbst, darauf jcht ____ r: �».4>1�7, äv ivi-noM C[�L sil er. Vit' wort versichert, daß er an einen HZratysantrag ß" sondern dem ungarischen Frl. Gisela R., welche'"L"'„jz des Dr. v. P. geworden, lediglich einige KmNpl'"'.� Der Vorstand des Vereins homöopatiscqer-> h habe. Der Borflanv oes-Vereins iioinoopaii,""-- deS Weiteren einige'Anfragen an zivei andere%»'"%( Besuches in Budapest, und da nach den eingegangene!'- Dr. Walz gerechtfertigt erschien, so wurde Dr. Fisch«»-'Sl sich mit demselben zu versöhnen. Dieser wies jede'S" "-'•------- r.f. u sich mit dem) ei Den zu vrrioynen. �ir,er r--„, zurück und ging nun noch schärfer gegen seinen WG-'V ließ sowohl an den Direktor des homöopathischen Vereins-ch, als auch an die Loge„zum ausrichtigen Herzen" in Frami"-.» an die Direktion deS homöopathischen Zentralvereins Z" —«.Ii. m»,«!" deren den Berliner homöopathischen Laien- Verein, � f. t ii �* w e'ix.. crr\_ f. i W4 a CV\ a.„Iv* rX\ 1 deren le", ilWl VlIVU"Vtnv»#''V W*• v•••/- i bezw. Ehrenmitglied Dr. Walz ist, die Nachricht selbe ein Man» sei. welcher eine Nnwahrheit� nnt�s� � AWWH Tben, der Gerichtshof auä) ----.rtttrll .Etwa 4 joemokro p- 1 .'»rislrte Winet Kit "en. ßg �» iiäch j . briesii imser sich ich «n gfbei leinfon1 JÄÄ fe fa WM, ü .«'."1 �r-Varni °'»N TO Ol (len sie i �»�ersu i?Uch tzui WGes, Denk" nannte, bestätigt wurden, um rt_ daß der Angeklagte berechtigte Interessen wahrgenoi" — Die Berufungskammer kam zu einer gerade entg»g, Auffassung. Ter Gerichtshof billigte dem Angeklagte'' Nicht Mitglied der Vereine ist, an welch« er du beleidig hauptung gerichtet, nicht den Schutz des§ XOJ Stts hielt die grundlose Beleidigung auch nur für den A sönlichen Hasses und verurtheilte den Dr. F i s ch,» bei den hohen Alter desselben von einer Freiheitöstral» nahm, zu 2000 Mark Geldbuße enenk. 200 f iage In Hertln hat sich seit einiger Zeit ein höchst. Gewerbe herausgebildet, welches namentlich zum rtlf-r.üXü----- k' 'Ä w um «fiv ..«atSrka Vernich «in ttia köui.e, nur gew Gewerbe herausgebildet, welches namentlich zum-pu--- a-iu Arbeitern und gutgläubigen kleinen Leuten ausgeübt wi r» t,e� die Straßen ziehen nämlich junge Leute, welche J'v.di'Whnu iezn Passanten geeignete Objekte aussuche i und ihnen.sind leputzte, aber vollständig werthlose Uhren zu m'M»'.»r fnöt 'illigem Preise anschniieren. Einer dieser schivindcsthach ,, Mein stand gestern in der Person des„Prooisionsreisenb»' siA.»> seic Hey mann, aus Ederswalde gebürtig, vor den gesori Schöffengericht. Er hatte am 22. Te,embcr vorig»'»t mi Unter den Linden einen gutmüthigen polnisch»".,�!|f,si'»ästig getroffen, welchem«r eine dlitzblanke Uhr zum nl-lf-j uchho bot. Der Arbeiler wollte zunächst nichts davon P»» R der'Angeklagte erklärte, daß er die Uhr als Weihn""!.ss stolz fei erhalten have und sie gern zu Geld machen wolle,-v zum Esse» zu kaufen, ivnrde der brave Pollacke lauste die angeblich sehr gute Uhr, welche einen.- bat,. 40 M. haben sollte, indem er seine eigene Uhr angab, ü 6 Mark dazu zahlte. Der glückliche Käufer sah bald#' bewogen worden. Denn die l>errliche Uhr ve. blieb i" besiegbaren Beharrunasznstande und das Räderwerk"| nicht daran, sich in Bewegung zu setzen. Am Abenv, Tages suchte der Arbeiter einen Freund auf, er stieß", auf der Straße ans den letzteren und zwar war derse'�M mit einem Fremden in Unterhandlung wegen Anknilse»'"» Der Arbeiter erkannte in dem Fremden sofort dcusei' lichen Mann ivieder, welcher am Vormittage mit iß"',., bösen Handel abgeschlossen. Er sorgte für die* desselben.— Ter gestern vernommene Siichversli>»d>S hiesiger Uhrmacher— bekundete, daß mit solchen Schis' — � M.»,>.:> CT' iuTor zül .>r yiesvger iiyvuuui�ev— iitiunuvu-, unp|v»\t v»»„.7» ein uinsnngr.icher Handel betrieben ivtrd. Dieselben>vw!! zu betrügerischen Zwecken augesertigt und hätten«"» «t kein Er f '» habe j"och» kWigWc «Ii der H > Gr st'Sen d März derW oüfd Mi 1-?: Ä1! � forflÜi.iftt. Qt'f0�ut unverkäuflich und könnten mich W weiden-ieparnturen nicht zu gangbaren Uhren ge- Kenntiiiü„„ t. 3I,!flef(nflte versuchte sein Heil darin, daß ÄNer mÄu" �ent ersten Handel ableugnete und sich als iet[in*A,!L0"e"oeri??$M""g hinstellte. Tiefe Vertheidi- und mit Riicksick)t auf die sA "Ä ' hin»» Schwindels vcrurtheilte der cflrafteu Angeklagten zu zwe �vjinlo ItebevNitik. i r* ÄÄ ÄWSMWW | Utty MMWZM t ,oiifAt,tttn seil einincr A.it dir gg{gflt/-j® 4ifpil«iAn«...C tf. ch rtthe»/ lg ifUTTW 45 Afr W �UU[V aCyUliMVH s»,,v. w�fv� v.».....'J (ifliwltt! ilfemi,äe auf ihre» Lohn legen, mit die Sirafgelder zu ,j iftt'i,. Verzweiflung trieb diese Leute zum Streik Sie n.t? �rhasfuna der Strafgelder und eine kleine Lohnerhöhung "lU r,i>v..fi f!.f. � fr i q>''~' i t---- iE. I »nien. I fi.,.,S'nr""avrk.....-....... Briese und Sendungen , Ju* V»g. Bode in Nordhause», Giinipertstr. 13, im gebe—'e �deitersreiludlichen Blätter werden ntn Dovfti„r,»,lttttjgeir. U ■ d_ Eine imposante Wählerversauunlung fand am ' ß»', des Herrn Döpke, Gustav-Adolphstr. 124, Iben,»» tu Per-sonen waren anwesend. Ter Kandidat der ulma-.i Stadtverordneter und Rechtsanwalt Herr Arthur ikinen'S?*?18 Referent angemeldet, aber verhindert zu cheriü.. ��uosse Griinberg liber-nahm somit daS Referat und "litte- b.zunächst die in der Stichivahl sich im Nieder- iyc'l? gegenüberstehenden 5tandidateii Stadthagen und bpmr fr'ei"icgt anständig, Herrn Etadthagen zu lritisiren, n?« i„ rundweg versagt ivird, in der Berfa, limlnng zu e«Ä®evt Lohren habe sich Ausdrücke bedient, die seinem >,, i.,su urtheilen, nicht vorkommen durften. Wir haben '''**1..iwf. im in m/ eingeladen, aber er ist auch nicht ein einziges u ri" v5en Versammlungen erschienen, ein Zeichen, das, Herr i J 1 scheut, den Arbeitern gegenüber seiner Meinung Aus- Vaik. trotzden, er es so gut mit uns meinen will. Redner ,>5'' konservatives Flugblatt aus dem 23. sächsischen Wahlkreis, T'cie WtärnnS Pn der Sozialdemokratie vollständig entstellt sind, und ß J« Wk vvii.tci" aufgefordert wird, Waffe» niitzubringen, um allen % Mren zu können. Was hätte» die Behörden gethan, >s. �>olche Mittel angewendet hätten, um die Wähler von «o,.anten OrdnuNgsparteien für uns zu gewinnen? Diese tzg.?" beantworten, überläßt Redner der Verfammlung. Die ch,,°,.Z. des vergangene» Reichstags betreffend weift Redner m ß"ach, ibie ffätli�fcich dessen Schaffe» niib die gtcich- riei.p �Heilung der Stenern war, schildert die Bergwerks- wi»,.' deren Zahl sich vermindert hat und doch der W-?"siiegzn sei. Er elnpsteylt die Wahl des Rechtsamvalts hottifHn» Nnsk fei ffili fpntev Krnlt be- I H »»' s:ß rankst »s z" leren i,5f ■S' H et, str< ige 'sAst $ eilt"111 dem a orig�«l» :fi. ni'Ü i T'" tz ie; iudl 3 « f Das deutsche Volk sei sich seiner Kraft de ? kl'H dieser Erkennlniß sei es bestrebt, sich zu vereinigen ssah'ie. deren Inschrift lautet; Wahrheit, Ge- /. Vrnderlichkeit für alles, was Menschenantlitz ("inhallendes Bravo.)'- Genosse Hirsch ver- *.JX Flugblatt der Konservativen für de» Kreis and bemerkt, daß- wir- ans gesetzlichem Wege g. fallen; nifil unsere Gegner die Wahrheit nicht lieben, ud, f.lie unsere Idee»; wir ivollen den Segen unserer Arbeit t lpLi.ch'ch �deshalb sino wir für Ordnung. Redner kritiflrte der Kapttakiste». Das Kapital bös Herrn Lohren tidPH<» Hr„ üon Arbeiterhänden geschaffen. Die Ehe in der I Ichast Fi nur als eine Art Versorgungsanstalt zu r die meisten Ehen der herrschende» Klassen entständen > sLL?*ichkiftK- resp. Geldinteresse», ans wahrer Liebe habe» �>gsten der Betreffenden geheirathet; es sei ein wahrer m c»"�. Leiber, nnd wenn die Flitterwoche» vorüber sind, Ml», k l'ch der Mann eine Maitreffe und die Frau einen kst i,!'~ das sind die Zustände der hentiaen «s ns�arteien r wir halten auf Sittlichkeit und Freiheil jn'Wknen. Wir siud keine Reichsseinde, denn wir haben «x» w fQnb gefochten und alle Werke geschaffen, ivelche 11;«?"öaer als ihr Eigenthum bezeichnen, wenn wir für uns 1»,'. onn werden wir eingesperrt; wir wollest nicht das Eigen- j« richten, denn wir haben ja keins, ,vir wollen uns aber fJ'genthum schaffen. Was wir in unserer Wohnustg r miiunuen wir nichi als unser Eißenthnm betrachten, da sind Ükwjffermaßen Verwalter darüber, könne» wir mal keine "lest-" dozahlen, holt es uns der Exekutor weg. Wir ivollen '%ul»zahlen, aber wir wollen sie gleichmäßig verthisilt wissen, , sind wir für progressive Einkoinmensiener.(Pravo.) "r n« spricht die Getretdesreuer, Lohren habe sich«NM« geirrt »Reinung, daß die Bäcker im der Berthesterniig des Btotes ... feien. Lohren hat für Komik im Sieichs- '°tstjc ße,orgt, wir iverden dafür sorgen, daß kein S, Wied« gewählt wird, und ermahnt die Anwesen ix w'stkig für die Wahl einz» trete».(Anhaltender Beifall.) l-st�chholz giebt einen kurzen Neberblick über die Thütigkeit - Reichstags und schließt mit den Worten: Es kann ein ,,!?/ sei», Sozialdemokrat zn sein, und Missionäre brauchen ; pR(, wir sind zivilisirie Arbeiter.(Bravo!) Der Vorsitzende, öarobs, deutet darauf hin, daß ein jeder Familienvater die ! ist,« ki?, sich in die Lage eines Ausgeiviesenen zu versetzen, Miithe sei, wenn«r von Weib»nd Kind getrennt »tzekt iimgerwandern muß; schon aus diesem Grunde " keinen Wideren als einen Sozialdemokraten seine Stimme : Er führt die Gelseukirchener Eisen- und Stahlfabrik an, h, Hobe an jeden Arbeiter pro Tag I>/s Mark verdient und s.st'Ofhntals dringend zur Wahl. Herr Hirsch verliest noch .stMiigblult Lohren's, in welchem Jever, ohne Unter- °er Religion, ansgefordert wird, in der Stich iin,?eu den Kandidaten der Sozialdemokratie zu lummen. i'kst'a 1 folgende Slesolution angenommen:„Die heute in «a Ion tagende Vcrsammliing der sozialdemokratischen von Weißensee erklärt sich mit den Slnssührungen des Ii»,!" Grünenberg einverstanden, ebenso pflichtet sie den Ans- I des Genossen Hirsch voll uiid aanz bei und verspricht, -Rärz bei der Stichwahl alle ihre Kräfte anzuwenden, daß "d'dat der Sozialdemokratie des Nieder-Barnimer Kreises, Herr Rechtsanwalt Stadlhagen aus Berlin, als Sieger aus der Wahlurne hervorgehe." Bei Verschiedenem empsiehlt Herr Schmidt, das„Berliner Volksblatt" zu lese». Herr Hirsch mächt bekannt, daß Sonnabend'übend eine Versammlung stattfindet, das Lokal iverden die Wähler am Tage der Wahl von den Stimmzettel- vertheilern erfahren. Der Vorsitzende schloß mit dem Wunsche auf einen Sieg, nnd mit einem dreifachen Hoch auf die inter- nationale Sozialdemokratie und ans den Kandidaten Arthur Stadthagcn die Versammlung. Eins Geurralvorfamittlnttg der Zimmevtonle Krr'lius nnd Umgegend fand am Donnerstag Abend unter dem Vorsitz des Herrn Jä cke t im Königstadt- Kasino statt. Die Tagesordnung lautete: Die. neunstündige Arbeitszeit, BÖ Vf. Stundenlohn, sowie weitere Beschlußfassiing. Herr Jäckel erklärte, daß der Ausschuß den Meistern ein Schreinen zugesandt habe, in welchem ihnen die Wahl des Gesellennusschusses angezeigt nnd ferner mit- getheilt wurde, die gesammte Gesellenschast befinde sich in der Hofsming, daß die Arbeitgeber deren gerechte Forderungen, nenn- säindige Arbeitszeit und 00 Pf. Stundenlohn, in diesem Jahre voll nnd ganz anerkenne» würden. Einige Arbeitgeber hätten sich schon bereit erklärt, die Bedingungen zu akzeptiren; bei der richtigen Taktik und geschlossenem Vorgehen werde es gelingen, die Forderungen überall zur Geltung zu bringen. Redner empfiehlt die'Annahme einer Resolution, nach welcher 1) der Ausschuß beauftragt ist, zeitweise die Plätze oder Bauten zu kon tröliren, ob die Beschlüsse der Generalversammlung auch durchgeführt werden; 2) die Gesellen eines Platzes zu- sainniestbernfen werden können, um die Regelung der Mißstände int engeren Kreise herbeizuführen; 3) die Geselle» zur Auskunft dem Ausschuß gegenüber verpflichtet sind und 4) alle den Kontrolirenden zugefügte Beleidigungen streng gerügt werden sollen. Herr Pag st ist mit den Anträgen einverstanden, glaubt.aber, daß man eine derartige Kontrole nur zur Zeit des Streiks werde durchführen können. Herr Schmidt ist hingegen der Meinung, daß die Kontrole möglich sei; im ge- gebenen Falle könne das kontrolirende Ausschußmitglied gleich mit dem Meister vechandeln. Herr L o ß hebt hervor, daß man vor allem au der neunstündigen Arbeltszeit werde festhalten müssen. Der Generalstreik werde aber angei'ichts der sehleuden Mittel ivoht nicht möglich sein. Mit den Vorschlägen sei er einverstanden; man werde aber alle Energie anzuivenden haben, um den Sieg zu erringen. Herr Z i p k e stimmt ebenfalls der Resolution zu; vornehmlich müsse sich jetzt jeder Kamerad darüber klar wer- den, daß eine nennsmnvlge Arbeitszeit vollauf genügend sei und daß nicht mehr 10 oder gar 11 Stunden gearbeitet werden dürfe. Dieser Ansicht ist auch Herr Hoppe, der noch besonders betont, daß man die von Außerhalb kommenden Kamerade» aufzuklären und die Jugend mit heranzuziehen habe. Herr Schmidt: Die hier Ansässigen sind zmiächfi verpflichtet, für unsere Forderungen einzutreten; es wäre eine Schande fi.r das ganze Zimmerer- GeWerk, wenn mir die neunstündige Arbeitszeit Nicht festhalten könnten. Herr Wolter: Wir müssen uns heute "LB geben, was wir durch bekannt wird und wir darauf beschränken, kund sichren wollen, damit es der S)|... W.... in einer folgenden Versammlung weitere Maßregeln zu ergreifen in der Lage sind. Der I.März ist vor der Thür und wir wissen, daß an diesem Tage auf vielen Plätzen wieder die zehnstündige Arbeitszeit eingeführt werden soll. Hiergegen miissen wir uns zur Wehre sehen. Dem Geselleuansschuß muß von den Plätzen Nachricht gegeben werden, damit mit den Meistern verhandelt werden kann; ist absolut keine Einigkeit zu erzielen, so müssen wir zu dem letzten Mittel dem Streik greifen. Wo es irgend möglich ist, wollen wir in Güte die Sache schlichten. Herr Jäckel: Wir könne» heute etwas positives noch garnicht be- stimmen; wenn wir mit einem partiellen Streik nichts erreichen können, ist der Generalstreik nicht ausgeschlossen.— Hierauf ivurde obige Resolution einstimmig zum Beschluß erhoben. In- zwischen war folgender Antrag eingelaufen: Die heutige General- Versammlung ver Zimlnerlente beschließt, die zehnstündige A r e i t s z e i t nicht erst �U beginnen. Hierzu wurde ein usatz beantragt, nacht welchem von dem„Stichtbeginn" so lange bstand genommen iverden soll/ bis eine Verhandlung des Ans- schnsfes mit den betreffenden Meistern stattgesunden hat. Herr Lehmann ist gegen die Unterhandlung; der Zusatz müsse gestrichen werden. Herr N e» t e r beantragt daffelbe, ebenso spricht sich Herr Petermann für den ersten Theil des Antrags aus, während Herr Jäckel der Meiming ist, daß man noch einen Weg offen lassen müsse,»m den Streik zu vermeiden. Hierin stimme» ihm die Herren Wolter, Schmidt und S e i tz t zu. Der Antrag ivird schließlich mit dem Zusatz angenommen. Herr Lehmann forderte noch zu kräftiger Hilfrleistnng beiden Stich- wählen auf und Herr H o pp e bat die Kameraden, darauf zu achten, daß man die Lehrlinge nicht auch noch Sonntags arbeiten lasse. Herr D ü m e r bemerkte hierzu, daß man den Lehrlingen mich in der Woche Zeit zur Theilnahme am Unterricht lassen müste. Da hiermit die Tagesordnung«ledigt war, wurde die Versammlung geschlossen. Der- Uerei» den Modelltischler Kerlin» hielt am 24. d. M. im Meddingpark, Müllerstr. 178, seine Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Vorlesung aus„Der acht- stündige Arbeitstag, 2. Vereinsangelegenheiten, 3. Verschiedeues und Fragekasten. Zu Punkt 1 verlas Herr Moldeichauer einige Artikel, welche von den Anwesenden mit großem Interesse aus- genommen wurde» und beschloß die Versammlung, drei Exemplare „Der achtstündige Arbeitstag" für den Verein zu abonniren. Nachdem einige Vereinsangelegenheiten erledigt waren, gab der Fragckaste» Veranlassung zn einer recht lebhaften Diskussion. Nächste Versaimnlnng Montag, den 10. März, im Weddingpark. ftcl)utV. Stellungnahme?nr Kohnbemegung im Gast. «irthaaewerbe hatte der Deutsche Kellnerbntid auf gestern Nachmittag 3Vs Uhr die Vorstände all« Berliner gastwirthschast- lichen(Arbeitgeber- und Arbeitnehmer-) Vereine nach dem Leipziger- Garten einberufen. Die Ver-sainmlung faßte nach Befürwortung durch die Herren Th. Müller, Hildebranvt, Hotelbesitzer Mühling u. A. einstimmig folgende Resolution:„Mir bezeichnen es alo nnsere Ehrenpflicht, die heute in Vorschlag gebrachten Mindest- lohnsätze— Wochentags 2 M., Sonntags 3 M., für feste Stellungen monatlich 20 M.— ihren Vereinen zur Annahme zn empfehlen und in einer nächsten Vebsammlimg den Beschluß der Vereine zn überbringen." Der Fachverei» fiimmtlicher a« Kolzheavbeit«»»»- Maschine» veschäftigter Arbeiten hielt seine Mitglieder- A«sami»lmig am Montag, den 24, d. M., bei Saeger, Grüner Weg 29, mit folgender Tagesordnung: Vortrag des Herrn Gehrisch über„Uebsr-völkerung", Verschiedenes und Frage- kästen ab. Ter Vortrag des Hcmi Referenten war ein sehr lehr- reicher und erntete derselbe reichen Beiiall. Zum 2. Punkt der Tagesordnung inachte der Vorsitzende bekannt, daß die nächste Mitglieder-VersNinmlung am 10. März bei Lehmann, Schwedter- straße 24, und daß am 0. März eine öffentliche Versammlung bei DeigNiüller, Alte Jakobstraße 48, stattfindet und bittet derselbe die Kollege», der wichtigen Tagesordnung wegen doch recht dafür zu aaitiren. Die zalilrelch besuchte Fachvereinauersammlung der ederarbeiter mußte sich am Dienstag mit einer etwas ttockenen ngesordnung begnügen, denn Herrn Stadtv. Zubeil war es in letzter Stunde durch eine nothwendige Reift unmöglich geworden, 'einen versprochenen Vcrirag zu holten. Ebenso konnte die Ver- äniinliing den Bericht über den Erfolg der Offenbocher Reise nicht entgegennehme», da der nach OsseNbach gesandte Vorsitzende durch Umstände verhindert worden ist, noch rechtzeitig wieder hier zu sein. Ans Grmid einiger vorliegenden, wenn auch dürft tigen Nachrichten konnte vom Vorstande mitgetheilt werden, daß die Slgitativnsreise wahrscheinlich die besten Früchte zeitige» werde. Es ist z. B. in Frankfurt a. M. die Gründung einer Organisation mit Anschluß der Offenbacher Kollegen in sicherste Aussicht genommen, Die Sache Seeligmann wurde durch einhellige Aünahme folgend« Resolutton endgiltig entschieden: „Die Versammlung erblickt in den Aeußcrungeu des Fabrikanten Seeligmann gegen den Vorstand de» Ansdruck der Geh>>s|igleit; diesclve ist ferner der Ansicht, daß derartige gehässige Aeußerunge» nicht im Stande sind, das Vertrauen zum Vorstand zu erschüttern, sondern eher zu befestigen. Gleichzeitig nimmt die Versammlung Veranlassung, dem Vorstand die V«>ichermtg des unerschütter- lichen Vertrauens zu geben, und demselben für seine bisherige Thütigkeit den Dank der Versammelten auszusprechen." Zum Beschluß erhoben wurde der Antrag:„Eltern und Vormünder durch Zeitnngsaufrnfe zn ersuchen, behufs Aiislunfterlheilnng bei Plazirung von ihren Söhnen beziehungsweise Mündeln als Lederarbeiter- Lehrlinge über die betreffenden Lehrherren sich schriftlich an den unentgeltlichen Arbeitsnachiyns des Vereins, bei Sperling, Louisenuier 22, Oranienplatz, befindlich, zu ivendeil, um gewissenhaft zusein, daß ihre.Kinder resp. Mündel auch später mal als tüchtige Arbeiter nützliche Mitglieder der Gesellschaft werden können." Jnteresseerregend ist noch die Mol- dung, daß in alle» Vereinsversannnlungen ein Kassenbeamter der Leipziger freien Hilfskaffe anwesend sein wird, um Beiträge in Empfang zu nehmen.— In der am nächsten Mittwoch, den 5. März, im Vercinsloknl abzuhaltenden Vertrauensmänner- Ver- sannnlUng tönneu»och Billets zu dem ebendaselbst staltsindeaden Herrenabend am 8. März in Empfang genommen werden; diese »nd auch im Arbeitsnachweis zum Preise von 30 Pf. zn haben. Tie Abholungen müssen bald besorgt iverden, da sonst der Vorrath vergriffen sein durste.— Nächste Versammlung Montag, 10. März, im Bereinsloknl, gr. Saal, Vortrag. «» f- Freie Irr«i»ig»»c> der Zusch«rtt>«e, Korelchtev«nb Klepper. DI« Btt'sauimllmg am i. BIcirz füllt der Sttchnmhl wezen aus. Es findet am Aianrag, den n. MiUz, Abend« 0 Uhr, Jnselftr. lo, eine öffentliche Aersamm- lnng fauuntltcher in der Tchaftebranche beschafttgten Arvetter und Arbcitc- rinnen fiair. Tagesordnung: Wie und wann verwtrltichen wir unsere Nor- decungen- Fachschule der UIal»rg»I>ilsr» Krell»«. Die Ausstellung findet am Sonntag, den r. Marz, Nachmittag 4— s Uhr, in der Aula der«emeindefchule, Schlcstscheftr. 4»alt. Alle Freunde und Kollegen sind hiermit freundlichst zum Besuch derselbe» eingeladen. Fachvrrri»»er VI-schier. Montag, den 3. März, Abends d'i Uhr, in Jordan'« Laie», Neu« Ärunstr. ss. Mitgltederoersanuniung. Tagesordnung; Vortrag. ZNskusfo». Verschiedenes. Beschlußfassung über eine demnächst slatlsindende austeiordentliche iSeneralversammlung. Fachumt» der Zluiier. Sonntag, de» 2. M'arz, Vormittags ll Uhr, in den Vurgcrsälen, Dresdenerstr. so. Mitgliederveriammlung. Tagesordnung: Organisation und Agitation. Ausgabe des neuen LohntarifS. idrlcdtgung innerer Vereinsangeiegeicheite». Verschiedenes und Frageheaniwortuna.' !>rrei»!»r Mahr»»!, drr Interesse!, der Schuhniachrr. Aiil-ts»u der um Sonntag, den a. März stattfindenden Vorstellung in der Urania sind noch bei iiidamczal, Auguststr. ua, sowie bei sainmtltchen Vor>tandsnlitgli-de>n zu hoben. An, Eonniag, den a. März, Abends 7 Uhr, geiuüihllches Bei- sannnenscin mit Tanz in Hcydrich's ileinem Saal, Beulhslr. 21. Freunde und Genossen sind herzlichst eingeladen. Gral!« üfieirtlich« Krrsammluug der in Buchbindereien und verw. Be- triebe» brschäsltgteii Arbeiter und Arveitcrinnen am Montag, den 3. März, Abends 9t Uhr, im Konzeriyause, Sanssouci, Kottbuscrfir. 4:i. Tagesordnung: 1. Bericht der loer-jiommtsston betr. die bisherige Stellungnahme der Kollegen Verlins zur Slcnnsuindei'.bcwegung.-. Dislusston. a. Verschied««». Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Jinstgirh»« ,»,d Ktiir,er. '—•-- J c,;.,,........"»---•---»—»u, WV-»» kuvtjti, W> aus, Melchiorftr.:a: Eemulhltches Beisammensei». ..,....... �.«onntgg, den 2. März, Vormittags» Uhr. in Slehinann s Bierhaus,...'"'«" Uerrinigu Sounabcnd Ab sunder- UNb St. i. nnge riiiijrnrii. inirr bort Billets zur Vorstellung der Urania am s. März zu haben a ss Pf. Ins««« ssenv» rein der ßtistenniachrr. Montag, den 3. März, Mitglleder- versananlung im Tunnel des Herrn Feuerstein, Alte Jalobstr. 75. Abends 0% Uhr. TageSordnuna: I. Vortrag des Stgvtoerordnere» Herrn F. Zubeil über GewerbeschtedSgertchle. 2. Angelegenheit des Arbeiters Joschle.». Ber- Ichtcdenes und Fragekasten. Fachverrln drr Vapierard«itrrinn«n nnd oeriv.BernfSgenosscn. Heute, den i. März, findet i» Dchncidcr'S Salon, Belforterstr. 15, grober Wiener Maskenball stall. Ansang Abends sx Uhr. Billeis find bei den Vorstands- Mitgliedern zu haben. Um zahlreichen Besuch ersucht der Vorstand. Frei« hiereinigung der OZrasrur» nnd tsiselenr« und Berussgenosse». Versammlung am Monlag, den S. Mar, im Dresdener(flarien, Dresdener- (trabe<5, Abends präzise dsc Uhr. Tagesordnung: i. Gefthäsillchr«. 2. Tie Snlstehung der Erde. Reserenl Herr Völsche.». Berschi.-deneS und Frage- lasten, wästc willkommen. Arbeitsnachweis bei Kollege Müller, Grimmstr. S7, Ausnahme neuer Mitglieder. znihoerein für Schlosser nnd ZUaschiuenbnuarbeiter Berlin« und Umgegend. Monlag, den s. März, Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alle Jalobstr. 75, große Versammlung. Tagesordnung: i. Vortrag des Kollegen Pirch über die Bedeutung des achtsiimdlgen Arbeitstages nnd DiSlusfion. i. Ausnahme neuer Mitglieder nnd Sntrtchiung der Beiträge, o. Berschie- denes und Fragekasten. Gäste willkommen. Um zahlreiche» Erscheinen wird gebeten. pie Zentral Kranken-«nd Kterbckasp» der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter(eingeschriebene HllsSkasse in Hamburg) beabsichtigt für ftnilPllirf Itnh WhfflVÄftnl»!„-> Q.rftl'GftIf«* risi.»v-a..»..----' � eint zi-hsnmnil»«!, der ttlnnrer findet sur den Norden im Eiskeller- Etabiissemeni, Ebausseesir. 88, am Mittwoch, de» c. März, Abends 8 Uhr stall. •Nu diesem Tage finden drei Bersammlungen statt. »jesrllschast fiir perbreitung oon poistobiidung. Slm Sonntag, den 2. März, Abends ob Uhr, Oranienstt. ISO, Vortrag des Herrn B bische über Gehirn und Geist". Nach dem Vortrage gemüthliche» Beisamineusctn. Gäste, Damen nnd Herren, willkommen.— Die Mitglieder können ihre Mitglieds- bücher in Empfang nehmen., jfnchuevein der in Suchbindereien»nd verwandten betrieben be- schiittlairn Arbeiter. Die Nächste VersmSversaiinnlung sollt wegen der Oestenlllche» Bersanmtlung der Buchbinder im Konzerthaus Sanssoueie, »oilbusserslr. eg" aus. Tortselbst werde» Beiträge entgegengenommen, sowie die Zeitung ausgegeben. Tr«>» Zierrinianng Dienstag, de» 4. Marz, A i. Bortrag dcs Herr» I der xanfiente. , Uhr bct Deigmiiller, Alte Jakobstr. 48 äs 8. Ausnahme neuer ffillta Milgliederversanimlung b« «uuiisuie gu u... occ vMsiuuoen Versammlung bei Buggenhagen bete, des achtstündige» Arbeitstage« und der Temanslrallon für denselben an, i. Mai d. I. 5. Bericht dcS VergnügungS-Komitee's. o. Verschiedene». Gäste sind willkammen. »Zelang-, Änr»- nnd gesellige herein« am Sonnabeiid: Gesang- verein„Harmonia" Abends 8 Uhr im Restaurant. Alte Jakobstr. 38.— Männerbcsangverein„Treue" Abends o Uhr im Restaurant Anoreasstrabe 0.— Männergesangvercin„ttroto" Abends Sjj Uhr bei Schläwicke, Kleine Kurstr. l. - iNännergesangversiN„Teniselder", Große Hambnrgerstraße 4, um o Uhr Nebuugsstnnde, Ausnahme neuer biiiigliedcr.— Gesangverein„Harmonta" Abend« s Uhr im Ncstanranl Lehman». Kursürstenstr.»i. Gesangiiuiide.— Lübcli'schsr Turnverein(i. Lehriingd Abthetluna) Abend« 8 Uhr Elisabeth- straße 57—69. Turnverein„Wedding", Pankstr. o, Männer-Abtheilung von 8% bis io% Uhr Abend«: dcsgll i. LehrlingSabtheilung von 8 bis lo Uhr Abend« — ArendS'sche Stenographentlasse des„Berliner. Handwerkerverein»" Abend« 8% Uhr Sophienstr. 15.— Thxaler- und Vergnügungsvereins„Karitas" Abends o Uhr im Louiseustädlischen Bierhause, Adntiralslr. 83.— Zcheater- und Ver- gnügungsaesellschasl„Treue" Abends 8.t Uhr in Bobert's Ballfalon, Weinstr. n. — Privat-Thealergesellschast„Schneeglöckchen", Abend» o Uhr in Petrins Bierhau» Vete> auenstr. is.— Geselligkeilsllub„Lustig" Abends o% Uhr im Restaurant Weichest, Taubenstr. 45.— Verein der Taubensreunde Abends 8% Ubr im Neslanrant Hillmann, Manteusselstraße 88.—Dänischer Verein„Freya" Abends o Uhr im Restaurant Poppe, Lindenstr. ioe.— Verein der Württemberg«!: Abends st Nhr bei Vaihinger, Dorvrheenstr. 84.— Verein ehem. Schüler der 84. Gemeindeschule Abends o Nhr im ßiestaurant, Koppenstr. 58.— Verein ehem. M. C. Lmher'scher Schüler Abends«t ilhr im Restaurant Borman» Ohnigasse 2.— Rauchclub„Portorieo" Abend» o Ubr bis n Uhr köpnickcr- straße 157 bei Schulz.— Nauchllub„Qualm" Abends 9 Uhr im«ieslaurank Tamm, Schönhauser Allee 28.— Vergnügnnasveretn„Lustige 18" AbendsoUhr im Restaurant Albrechl, Annenstr.o.— Taml'0uroerein„Tedan"Sih»ng Abends » Nhr, Grüner Weg o— 10, Anfnalmie»euer Mitglieder.— Tambaurverein „tzcrz Innig", Abends 8 Uhr, Siining im Restaurant Straßburgerstrate 5, Dirigent und vorfißender Frih Laugant.— Tenüdourverei»„Einigkeit macht stark", gegründet i«so, Dirtnent zur Zeit H. Kamting, Aufnahme neuer Bittglieder Abends o nhr Im Restaurant Hahn, Elsasserstr. 57.— Tambour- Verein„Felsenfest", Cihung 8): Nhr, Wclßenvnrgerstr. 64,. Dirigent und Vor- sihender: A. Friese. Aufnahme nen-rMilglieder.— Aergnügungsverein„Lustirerk in den Ose»; der Dampskeffel oder die Maschinerie halten aber Schaden erlitten, und die Pinasse trieb vom Wind und der Slröinung«trieben dahin. Bei Tagesanbruch befand sich die Gesellschaft niittc» in d« Solway- Firih, ohne Rettungsboot, Konit'aß, Segel oder Rader. In dieser trosilo e» Lage zog Miß Stt-ry,'- einzige Dame an Bord, eine» ihrer Unterrock» ad, ai.Z dc.i n t Hülse von Stöcken ein Seael iinvroo-ttrt würde. Tas Booc sü' sich allmälig mit Wasser und fuhr nur langsam weiter. keine Lebensmittel an Bord befanden und kein Wasser.' Da sich W HWWWWWW litten sechs an Hunger und Durst. Endlich näherte man sich gegen Älbend der schottischen Küste und das Boot wurde auf die Felsen geworfen, etwa G englische Meilen von Kirlendbrigt. Das Boot ging völlig in Trümmer und die Passagiere retteten sich mit der größten Lebensgefahr; nach einer Wanderung von 2 Meilen erreichten sie durchnäßt und erschöpft ein einsames Bauerngehöst, wo sie gastfreundliche Ausnahme fanden. Uerdächtigrv Kcher?. Ans Kairo schreibt man den„Münch- N. St.":„Folgende Skandalgeschichte erregt in den hiesigen europäischen Kreisen großes Aussehen: An der Kasse des inter- nationalen Gerichtshofes war vor längerer Zeit bei einer Plötz- lichen Revision eine Summe van 4ÜU Pfunden(8000 SJi.) abgängig. Der Kassirer wurde verhaftet und ein anderer an seine Stelle gesetzt. Vor einigen Wochen nun hatte ein Nichter an der Kasse eul Geschäft zu erledigen und es war außer ihm und dem Kassirer noch ein hoher Beamter des Tribunals zugegen. Im Lause der Formalitäten legte der Kassirer eine Stolle mit 100 Pfunden auf einen Nebentisch und als er sich wieder darnach umwandte, war sie verschwunden. Der Kassirer stellte eine diesbezügliche Frage an den Sticht«, welche dieser erst ruhig verneinte, weiterhin aber mit abweisendem Stolz sich verbat; der noch anwesende Beamte stimmte dem Richter bei und meinte, es sei eine Zerstreutheit des Kassirers. Dieser aber hatte den Much, seine» hohen Vorgesetzten festzuhalten, die Wache aus dem Vorzimmer zu rufen und eine sofortige Untersuchung zu verlangen. Als dies geschehen sollte, lächelte der befagte hohe Beamte, holte mit vornehmer Blasiertheit aus seiner Seilentasche die Goldrolle heraus und setzte sie auf den Tisch mit den Worten: „Es war ein Scherz(!) von mir, ich wollte sehen, wie roeit so etwas kommen würde." Spruchs und ging, und ließ Süchter und Kassirer vollkommen verblüfft zurück. Noch verblüffter aber ist jetzt die egpptische Stegicrung, die die Sache um jeden Preis ver- tuschen will, weil dieser Beamte der Sohn einer der höchsten Persönlichkeiten des Landes ist. Trotzdem der seinerzeit verhastet Kassirer sofort in Freiheit gesetzt wurde, dürfte sich der inter- nationale Gerichtshof mit solchen„Scherzen" doch nicht einver- standen erklären. ZJo» dem demihiute»..Arizo»»» Kickep" hört man wieder recht nette Dinge. So findet man auf der redaktionellen Seite die beiden folgenden höchst interessanten Artikel: Am Freitag Nachmittag machten wir einen Besuch in Henry Smith's Schnittivanren-Geschäft und stellten dem Besitzer unsere Anzeigespalten zur Verfügung. Cr theilte uns in äußerst höflicher Weise mit, daß wir ihm den Buckel hinaufsteigen sollten, und daß er sein Geld lieber zum Fenster hinaus werfen wollte, als mit uns Geschäfte zu machen. Ein Wort brachte das andere und das Ende vom Liebe war, daß er uns zu Boden schlug, uns dann aufraffte und so lange am Boden hin- und her schleppte, bi sein Papierkragen durchgeschivitzt war, worauf er uns vor die Thüre warf. Wir wollen nun nicht behaupten, daß wir einen Jeden verhauen können, aber für jede Niederlage, die wir er- litten, haben wir sieben Siege zu verzeichnen, was Jedermann zur Genüge weiß. Wir tragen Seorge Smith nichts nach, aber wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, auszuforschen, wo er von der Polizei, gesucht wird und wir wetten ein Faß Zucker gegen eine Mohrrübe, daß er nach Verlauf von zwei Wochen unsere Stadt verlassen hat. Wir sind unfern Lesern eine Erklärung schuldig bezüglich der neuenKlagen wegen gebrochenen Heirathsversprechens,die gegen uns eingebracht worden ist. Es ist die siebzehnte seit zwei Jahren. Dies- mal war es die Wittwe Cumbers, welche 50 000 Dollars von uns haben wollte. Die Gesellschaft hier ist eine sonderbare, denn in der- selben befinden sich eine Anzahl Frauenzimmer, die auf der Jagd nach Männern begriffen sind. Jeder unverheirathete Mann ist der Gefahr ausgesetzt, in den gestellten Netzen gefangen zu werden. und eme gewöhnliche HöflichkeitSformcl wird als Liebeserklärung ausgelegt. So waren wir zum Beispiel von Frau Cumbers zum Mittagessen geladen worden. Sie sagte, daß sie von der Macht der Presse vollständig überzeugt sei. Wir zogen ein reines Hemd an und kämmten unser Haar, was sie so auslegte, als suchten wir ihr zu gefallen. Wir sprachen uns günstig über das uns vorgesetzte Siindfleisch aus'und sie nahm das für einen Heiraths- antrag. Wir lobten ihren Pflaumenkuchen und sie erwiderte, daß sie in drei Wochen ihre Arrangements zur Hochzeit beendet haben wurde.;®,e sechzehn früheren Klagen sind zii unseren Gunsten entschieden worden und diese wird es natürlich anch iverden. Es besteht ein Plan, uns oder unser Geld zu sangen, aber wir er- geben uns nicht. der um Hohe der Insel, keines aber kam der die Bewohner derselben gewahr werden zu.1,, t? Jahre hindurch lebten diese drei-u■-» Sanzen vier Jahre hindurch lebten diese drei � rächten, Seevögeln und Fischen, welch letztere ß« aus einem Uhrbestandtheile gemachten Angel iW retteten haben ganz verwildertes Aussehen. der MedaltfilW Zlollerlohn 30,00 Mark erhalten._,_ O L. C. Tie Herrenhüte mit Arbeiter-KontroluW Annonzentheil inserirt. London, 26. Februar.(Drei Robinsone) sind gestern in Queenstown von der Insel Baukanner eingelangt. Depeschen melden, daß am 5. Februar von dem amerikanischen Schiffe „Wand'erer" drei Engländer gelandet wurden, welche dasselbe auf der unbewohnten Insel San Alexandra aufgenommen hatte, auf ivelcher sie vier Jahre zugebracht hatten. Dieselben erklärten, daß sie iin Oktober 1885 auf einem japanischen Schiffe von Halodate nach Amomari gefahren seien. Als sie die Meerenge von Jsangara passirten, erhob sich ein Sturm, der das Schiff von seinem Kurse ablenkte, es acht Tage lang ans de» Wellen uinhertrieb und eS endlich auf die Insel San Alexandra warf. Nachdem das Schiff wieder flott geworden war, blieben die drei Engländer, welche zu demselben kein Vertrauen hatten, in der Hoffnung, von dem nächsten die Insel passirenden Schiffe anfgenominen zu werden, auf derselben zurück. Während ihres vierjährigen Auf- entHaltes auf der Insel erschien wohl so manches Schiff auf Ergebnisse der (Zlriv-it-Teleguamme des„Kerllner Lübeck:. Schwarz(Sozialdemokrat) ist mit 8"" Majorität gewählt. a jilj L-Wna. 28. Februar. Bebel 14681, Götz Antisemiten 17 465 St. Rrichenbach i. Uoigtl., 28. Februar. Hol'" 9309, Kurtz(Kartell) 9594 Stiininen... ,«,,i München, 28. Februar. Großer Sieg. Birkigt Sedlmayr(Kartell) 9204 Stimmen., Ii' Frankfurt n. M., 23. Februar. Schmidt Oswald(Kartell) 10 565 Stimmen. Stuttgart. Gffenbach Darmstadt. Müller(Soz.) 12 124 St. (Moltf« Telegraphen Sureau.)£l Frankfurt a. M. Schmidt(Soz.) mit loW» wählt gegen Dr. Oswald(natl.) 10 578 St. Leipzig- Stadt. Eisengießereibesitzer Götz l 17 465 St. gegen Bebel(Soz.) 14 681 St. München Stadt. Birk(Soz.) mit 10 343 wählt gegen Joh. Sedlmayr(natl.) 9179 Stimmen. Mannheim. Dreesbach(Soz.) gewählt 0*9 (natl.). Stuttgart. Siegle(natl.) mit 16 800 Stimm» 6#�' gegen Kloß(Soz) 13000 Stimmen. Eysoldt(dfr.) gewählt gegen Grmnbt Dirna. Dianen. Dr. Hartmann(kons.) bis jetzt Kaden(Soz.) 8373 Stimmen. Das Resultat lichen Bezirk Oelsnitz steht noch aus. 9056 G d- Ml dem rliner Ich nei eine b, unsere Hamburg- Amerikanische fachlflLÄHH« , ß'Postciampf'solnifFahx»!' 1 t d amp Fs oln i f Fa h i Ha mbu rg-HewYorK Soutliampton anlaufend Oceanfabrt 7 Tage. Ausserdem regelmässige Postdampfer-Verbindung zwischen HArre— Newyork. Hamburg— Westindien. Stettin— Nerryork. Hamburg— Harana. Hamburg— Baltimore. Hamburg— Mexico. Nähere Auskunft ertbeilt; Willi. Malilcr, Berlin N., lavalidenstrasse 121, 287b] und August Langer, Berlin, Platz vor dem Neuen Thor 3. Es ist uns bekannt geworden, daß ein größerer Theil der von uns beschäftigten Militärschneider für den von uns aufgestellten Löhnen arbeiten will. Wir sehen uns daher veranlaßt, vom Montag, den 3. März er., ab wieder Arbeit zu unserem Lohntarif zu verabfolgen. Jedem Einflüsse, welcher sich gegen das Bestreben, arbeiten zu wollen, geltend machen sollte, werden wir mit den ge- setzlichen Mitteln entgegentreten. Berlin, den 1. März 1890. gez. IL. Ltatimann& Co« Rfflohi*& Speyer, J. RebrecM. Ed- Wintei*- 1674 Große Uersammlnng der NfliBötärschiieider 1661 EmwW, 8 Hjr, in gotM Snlon, Nene(Mi#. 28. Der Militärsclmeider- Streik dauert unverändert fort! IlMnvlli Spa�'m�brücke�.' am hiesigen Platze bekanntlich GrBsste Auswahl. Garantttck stchev brennende MSF Tabake."VW Streng reelle Bedienung, billigste! Preise! Sämmtliche im Handel' befindlichen Stohtabale sind am 1653 Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt. eigener Fabrik. Spiegel und I � Polsterwaaren. Gr. Lager, bill. 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Zinkgießer und Stnrzer. So»»lag, den 2. März, Vormittags 9 Uhr, in Stehmann'» Bierhans, Melchlorstr. 15: 1632 Gemüthliches Beisammensein. ArbeitsnchoeiS str Tischler. Der vom Fachvrreln der Tlfchler begründete Arbeitsnachweis befindet sich Wallstr. 7-8. Die Arbeitsvermittelung gef Meister und Gesellen(auch Nichtmit gliederst unentgeltlich. Die Adressenausgabe erfolgt an Wochentagen von 7 Uhr Morgens bis 7 Uhr Abends, Sonntags von 9 bis II Uhr Vormittags. 1108 Der Vorstand. Ein Genosse findet sreundl. Schlofft. b. Spieler, Schleiermacherstr. 13.[1668 icn Harienbnrgerstr. 29 v. 1, 2, 3 Stuben ic. v. 265—750 sofort zu vermiethen. 1616 itßfl Wir haben eine ganze Menge Leinen- und Bauurwollwaar» außergewöhnlich billigen Preisen angekauft und offeriren bei# solche jetzt sehr viel billiger W«# Mr. 30 ül| Renforcee Mir. 40 6iS# Cretonne 5f g 0|itfinj"°n" Mr. 25 1. 3? 1 WW"%%%'% ff." au* Mir. 30 ii. 33 1 Eiitr) ömsiMiltrltindi>-»> Ist. 40:. 43 öiistä St. hmsmlichkckilitt f--»>-» mi ist. 1 Siite 3 Eilst AiiSn-HMWr"'Ä'- 2II2, 3, 30--. Ast) oiittä Britj-U, ÄÄ ltt. 35 a. 40 1 IHflst und gefir-iste Illltf).... OOst. 50 II. 00 1' Mlidst, Nolle Betlbreit......... 3IIst. 1 3 Jj Stfjnl. üf4(«tPi|etvÄ,bU5,I,50, 1,75, 2 läStbMtaar, o»»»»»»,-... 00 a. 40 l" aßen auolttälen und gröpere 4, 5, 6, 10-. Wifchchte haaStltiSetflale... Mir. 30 a. 40 1 er.». u____«i*...n f.r.» nm»»-.. 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