letztere» t« � # MM mit 800«'■ Sonntag, den A. März 1890. 7. Jalzrg. Hrgan für die Znlerefsen der Arbeiter. ofm»"� t(Sei-) 111 dt(&*) : T rf" Ji Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Das„Verliuer Nolksblatt Jnsertionsgebühr beiragt für die Sgespaliene Petitzeile oder deren Rani» 40 Pf., für Vereins- und Verfcumttlunas« Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Ervedition, Berlin 8W., Zimmerstrase 44, sowie von allen Annoncen-Bnreaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -• Fernsprecher: Amt VI. zlr. 41<)0. AedsKtion: VeulMvatze S.— Expedition: Iitttmevikentze 44. tzotz 348 neu._ y hlt geg«'� Stimmt»« I küt rJj\ : aus mj olliva»� i!ellieiits-Ei>!llii>l!»g. �cm � März eröffnen wir ein neues Abonnement auf '"»er Volksblatt". f"eue maschinelle Einrichtungen sind wir in den Stand >ne bedeutende Preisermäßigung in dem Abonnements- unseres Blattes eintreten zu lassen. ��tt kostet vom 1. März ab frei in« Lau» in den leiiat. Mark 10 Witnig T. � Postabonnenten tritt die Preisermäßigung erst vom m, tin- td*ii- ktimi und Erpedition des ' j R..«rrliner U-lKsblatt". 50 1 il!t i. 45 :r. 1 '-i }. 2 40'f 45 1 Nefnltat der KerlUter Stichwahlen.' z Malzllu'eio: 81 130 Wahlberechtigte. .-nttuuen erhielten 5'«ger(dfr.> �"bl,r(kons.) gestern> 8031■ ." 6581 Gewählt Träger. 20. Februar ««74 '4688 . Wahllerei»: 78 078 Wahlberechtigte. Stimmen erhielten: gestern 20. Febr. önniszeiuöiti(Soz.) 83 378 20 225 »'Wiom rbfr i 84.«4t» 18 240 83 378 chow(dfr.) 24 949 Gewählt Zirchow. l" Stj. 8. MalzUrrei»: 33 938 Wahlberechtigte .Minen erhielten: �Udberger(Soz.) gestern: 12 945 «»chrl(dsr.) 13 035 Gewählt Mtindtrl. 20. Februar: 12 287 11600 % S- MaljlKrel«. 81879 Wahlberechtigte. Stimmen erhielten: gestern 2b. Februar. »"n-bach(Soz.) 8703 7234 imninbach(dfr.) 11503 10059 gewählt: Kanuibach. ire z» uswahl 18» 10 M erji , IsettiNekon. 4»«vtolen.)__[33 Die Uorstildt St. Antoilte. Historische Erzählung von Tony R« v i l l o n. Deutsch von Ludwig 5t n o r r. ��cZpierre war, wie ich, ein Schüler Nonsscan's und wie ch. i»lcr Jesus' glaubte er die Mission zu haben, die neue tzi i'Ut alten Mitteln ausbreiten zu müssen, glcrchvlel, ob er oder Andere dabei opferte. Marat reprasentirte den i N'nderte laug niedergedrückte» Arbciterstand, der sich w*(he erhob und Auge um Auge, Zahn um Zahn ver- 'e iti �stän muß sich aber darüber tlar sein, daß alle a'Waltere gefährliche Ausnahmen sind, wenn sie auch tf,.'®» unserer Zeit zum Ausdruck gebracht haben. Tie /konische Tugend verträgt sich sehr schlecht mit dreien uchscu und nach meiner Airsicht muß jeder Bürger der lk leben, den Platz, aus ivelchcir ihn die Jfatrrr hat, gazrz auSznsüllen. Die össentlichen Pslrchten, %. ei» Privilegium zu sein, würden darm Pcbcvmcum zugängliche Thätigkeit bilden, durch deren »«.Wirde und kirrz bemessene Dauer das Jntereffe s>rr , weinciirhcit allciir nraßgebcird sein würde. Emst hat « beirre Jane sehr gut verstanden, weil sie mich noch ' versteht sie es jetzt nicht mehr? Sehr wohl Henri: aber. Dein Ideal erscheint mir jbcr sehr weiteir Perspektive; man geht vorrvärts, glaubt - An zu' näher», es zerstießt uird mair verziveiselt daran, rls zrr erreichcir. Wir haben uns gelobt, alles ans- Die IZcelinee Konferenz. Man darf in hohem Grade gespannt sein, was das Resultat der Konferenz der europäischen Industriestaaten sein wird, die zum Zrveck der Anbahnung und Durch- führung einer internationalenArbeiterschntz- Gesetzgebung am 15. März in Berlin zusammen- treten wird. Sie ist eirtstaiidcn aus der Anregung von unten, aus der Arbeiterschaft selbst, die im Pariser Kon- gresse ihren kräftigsten Ausdruck fand, und ans der Initiative der Regierungen. Die Bundesregiermig der Schrveiz, die seit Jahren sich der Aufgabe gewidmet hatte, eine ähnliche Konferenz zu Stande zu bringen, und die das be- kannte Programm derselben zu Grunde legen wollte, ist bescheiden vor dem mächtigen Nachbar zurückgetreten und hat die von ihr auf den 5. Mai angesetzte Konferenz ver- schoben. Es wirb für die Zukunft von ganz Europa von un- gemeinem Interesse sein, ob auf dieser Konferenz etwas zu Stande kommt oder nicht. Die Einflüsse, welche thätig sind, um zu verhindern, daß diese Konferenz ein ersprießliches Resultat erziele, sind groß und weitreichend. Alan kann deutlich ersehen, wie die Abneigung der gn)ßeu Bourgeoisie gegen eine kräftige internationale Arbeiterschntz-Gesetzgebung auch durchaus international ist. Die schiveizerische Bundesregiermig wußte das und hatte deshalb auch ein so einfaches und bescheidenes Programm als Grundlage in Aussicht genommen. Die weitergehenden Forderungen, wie sie in den kaiserlichen Erlassen vorhanden sind, haben in der That einen heftigen Wider- staird bei denen zu erwarten, die sich mit den Interessen des großen Uuternehmerthums solidarisch erklären und diesem wie bisher in der Ausnutzung der Arbeitskräfte völlig freies Spiel lassen wollen. Es war keine Laune, sondern das Symptom einer gereizten Stimmung, wenn die„Kölnische Zeitung" dieser Tage zornig in die Welt hinausrief, daß man in erster Linie„Unternehmer- s ch u tz" bedürfe, und es ist bedeutsam genug, daß selbst die„Norddeutsche Allgemeine Zeitung" sich indirekt gegen die Wirkung der Erlasse gewendet hat. Beweis genug, daß das Geschrei der geschlagenen Kartellbrüder dem beut- scheu Volke keinen Kummer zu machen braucht, beim eine Arbeiter schutz-Gesetzgcbirrrg hat in dein neugewählten Reichs- tag weit mehr Aussicht, zu Stande zu kommen, als in dem Kartellreichstag. In hohem Grade bezeichnend war indessen auch das Verhalten ausländischer Regieruiigen, die offenbar unter zusprechen, und Du kennst meine Gedanken bis aus den Grund. Als ich Dich im Palais Royal hörte, hoffte ich, Dich auf einer anderen Tribüne zu sehen, als Dir Soldat warst, meinte ich. Dich an der Spitze eines Heeres zu de- grüßen. Als Fabrikant erivartete ich. Dich so reich wie Eollard zu sehen, um mit der Allmacht des Geldes das Schicksal von Tauscndeu bestimmen zu können. Du sprichst von der Spinnerei und Deinen Webstühlen; kannst Dir den feinsten Klosterhof mit den lichten Umgebungen des Stadt- Hauses und der Tuilerien vergleichen? Was bedeuten vier- bis fünfhundert Arbeiter unter der großen' Menge der Ve- völkerung? Nein, Nein! Du wirst unbekannt sterben, und ich werde nie das Glück genossen haben. Deinen Namen von den Massen laut trenne» zu hören. — Jane, sagte Henri, Du liebst einen Andern! — Nein! — Ich tadle Dich deshalb nicht, nieine thcure Gefährtin. Du hast mir ein so vollkonnnenes Glück gewährt, als es in Deiner Natur lag; für mich ist die Liebe die unbedingte Voraussetzung der Ehe, ohne diese ist die Ehe nur ein Ver- trag, dessen Anstösnng das Gesetz mit Recht gestattet. Als piepublikaner und. freier Denker geht mir die Freiheit über Alles. Du hast Dich mir anvertraut und Haft das Recht, Dich mir wieder zu entziehen, wenn der Schatten des Be- danerns. Dich mit mir vereint zu haben, unser Glück ver- dunkelt. — So kennen wir uns schon zwölf Jahre,.erwiderte Jane, haben uns geliebt. Alles genreinschastlich getragen, unserir Kummer, unsere Freude, Pläne und Hoffnungen, und Du schlägst mir eine Scheidung vor! — Jawohl; weil wir gegen einander loyal sind und weder Täuschungen noch Lügen zwischen uns sein sollen. dem Einflüsse des großen Nnternehmerthums und der Groß- kapitalisten überhaupt stehen. Wir hatten von der englischen T o r y-Regierung allerdings nichts Gutes erwartet; indessen ist es doch einigermaßen neu, daß diese Regierung sich ge- berdet, als sei eine eingreifende Arbeiterschutz-Gesetzgebung etwas Unerhörtes. Die englische Regierung hat sich erklärt, sie würde ihren Vertreter instruiren, über die Frage eines Maxi malarbeitstages für erwachsene männliche Arbeiter gar nicht zu verhandeln, und er dürfe sich an einer etwaigen Diskussion über diesen Gegenstand gar nicht betheiligen. Das englische Parlament hat— kein rühmlich Zeichen für sein Verständniß der Zeitanschauungen— diese Auffassung zu der seinigen gemacht und den Antrag Grahams verworfen, welcher den Vertreter Englands anweisen wollte, dem Maximalarbeitstag sympathischer entgegen zu kommen. Die Regierung des Herrn S a lis- b u r y scheint ihre ganze Sorge darauf zu konzentriren, die veralteten Privilegien der Lords und der großen Grundbesitzer aufrecht zu erhalten und würde das bcrüch- tigte Fanlflecken-System wohl dem allgemeinen Wahlrecht vorziehen. Herr Salisbury scheint die hohe Bedeutung der englischen Z e h n st u n d e n b i l l, welche die Grundlage der modernen Fabrikgesetzgebung geworden ist, für sein Vaterland nicht würdigen zu können. In F r a n k r e i ch hat die Abneigung der großen Bourgeoisie gegen eine internationale Arbeiterschutz-Gejetz- gebung die Regierung lange schwanken lassen. Die Ein- würfe der Chauvinisten gegen eine Betheiligung an der Ber- liner Konferenz haben wir so wenig ernst genommen, als sie in Frankreich selbst ernst genommen worden sind. Aber die Abneigung gegen einen kräftigen Eingriff der Gesetz- gebung zu Gunsten des wirthschaftlich Schwächeren hat in Frankreich stets dominirt und sie dominirt bei den„oberen Zehntausend" auch heute noch. In der Begeisterung des Jahres 1848 dachte man zwar an den Maximalarbeitstag, allein die Unternehmer wußten in diesem Falle die Ve- geisternng zu dämpfen und so beschloß man den zwölf- stündigcn Normalarbcitstag, ein Beschluß, der selbstver- ständlich ohne alle Bedeutung und Wirkung blieb. Die 'ranzösische Bourgeoisie hat vor kräftigen Maßregeln gegen >ie unbeschränkte Ausnutzung der Arbeitskrast dieselbe Scheu, wie die englische und die deutsche; dazu kommt, daß sie weit mehr als in einem anderen Lande Europas die Regiernngs- gemalt an sich gebracht hat. Daß Frankreich zu seinem Unglück an sozialpolitischen Reformen fast völlig fehlt, das ist kein _ iifall, sondern man hält es so im Interesse der Klasse, welche sich dort der Regierung bemächtigt hat. Es wird also viel Energie und Arbeit kosten, wenn etwas zu Stande kommen soll, was in der Arbeitcrmelt O, thcure Jane, wenn Du in meinem Herzen lesen, unter den kalten Worten die Wärme meiner Gefühle empfinden könntest! Ich liebe Dich und lebe nur für Dich; aber tausend- mal unglücklicher rvi'rrde mich das Bewußtsein machen, daß das Band der Ehe Dich drückt, als das Zerreißen dieses Bandes und der Gedanke, Dich im Besitze eines Andern zu wissen. — Henri! Menschen wie wir dürfen sich wohl über das Allgemeine erheben. Ich schwöre Dir, daß ich eine treue Gattin war, aber Du bedarfst keines Schwnres, um meinen Worten Glauben zu schenken. Je mehr ich im Leben vorrücke, desto mehr be- danre ich, den Traum meiner Jugend nicht erfüllt zu sehen. Ich bin eben ein ftiird der Zeit, lebhaft in meinen Empfln- düngen und schwach wie alle Frauen, kann ich nicht ohne Zittern an die Auserwählten denken! Madame Roland, die eine Partei beeinflußte— Charlotte Corday, die sich ihrer Ueberzeugung opferte,— die TalUcir selbst, die den Ann ihres Mannes bewaffnet•— und diese diesen Franc» zu gleichen, ja sie vielleicht zu überragen: das Dasein in unseren Verhältnissen hat mir noch nie ge- �— Gut, Jane! Du bist frei, mein Kirrdi Henri erhob sich. Er war bleich, und die Hand, die er seiner Frau gab, eisig kalt. — Henri, ich liebe nur Dich! Er versuchte zu lächeln. Jane ging in den Garten unter v.c Hagebuchen und dachte darüber nach, waS eigentlich geschehen sei. mit Befriedigung und als wahrer Fortschritt aufgenommen werden kann. Wenn die Regierungen dies erreichen wollen, so müssen sie von der Ueberzeuguitg durchdrungen sein, daß es gilt, den Schwächeren im wirthschaftlichen Kantpfe z.t schützen und zu stützen. Denn die Großindustriellen geberden sich, als seien sie es, die geschützt werden müßten, und ihre Organe können nicht genug die„ B e g e h r"- l i ch k e i t" der Arbeiter betonen. Als ob die Arbeiter nicht Grund genug hätten, darnach„begehrlich" zu sein, daß sie durch ein Gesetz gegen die allzugroße Ausnutzung ihrer Arbeitskraft sicher gestellt würden! Wir sind indessen der Ueberzeugung, daß diese Frage so lange eine akute sein wird, bis sie geregelt ist. Die Regierungen, mögen sie sich auch in diesem und jenem Lande unter dem Einfluß eines selbstsüchtigen Unternehmer- thums sträuben— sie werden über kurz oder lang alle einsehen müssen, daß einem industriellen System Schranken gezogen werden müssen, das in allen Ländern gleichmäßig die Gesundheit und straft des Volkskörpers schädigt. Und wenn es auch nur die Erhaltung der Wehrfähigkeit im Interesse der Regierungen wäre, sie werden ohne Aus- nähme mit der Zeit eine kräftige Arbeiterschutz-Gesetzgebung nothwendig finden. Der wichtigste Theil des Arbeiterschutzes aber ist der Normalarbeitstag. Und der Normalarbeitstag steht nicht auf dem Programm der Berliner Konferenz. � VolWiMo Mebersichk. Fuss tritt- erhalten die im Wahlkampf geschlagenen Nalioualliberalen jetzt von der offiziösen Presse: In den die Leb „Hamb. Nachr." werden die Erklärungen gegen die Lebens- unttelzölle und der Widerstand gegen die Auswcisungsbefug- niß gerügt; dann wird von der nationalliberalen Partei gefordert, daß sie„unter Verzicht auf jede doch zwecklose Koir- kurrenz mit spezifisch freisinnigen Auffassungen und gänzlicher Unterdrückimg aller doktrinären Anschauungen sich auf den Boden einer nationalen, vorwiegend von staatsmäunisch opportunistischen Gesichtspunkten ausgehenden Partei mit ge- mäßigt liberalen Grundsätzen stellt. Der„Hamb. Korresp." serner, der beiläufig meint, die nationalliberale Partei müsse in ihrem Widerstände, gegen das Sozialistengesetz doch„Rücken- deckung" gehabt haben, sagt, indem er an das Verbleiben des Fürsten Bismarck im Amte anknüpft: „Freilich konnte dem Monarchen auch lein Zweifel darüber bleiben, das; der Nntionallibeeallismus wiederum die Probe, die ihm seine Regicrungsfuhigteit zu beweisen gestattete, nicht be- standen hat. Mm. w.g daö sehr bedauern, da die Prinzipien der Partei sicherlich ihre sehr gute Berechtigung haben; aber sie verlieren dadurch rn Hohem Maße an Werth, daß sie keine ent- sprechende praktische Brchätigung erfahren. In dieser Beziehung hat die Partei niemals ihren Ursprung zu verleugnen vermocht. Sie hat ihre Heimath in den deutschen Mittel-Klcinstaatcn, wä.rend sie in den altpreußischen Provinzen niemals Boden zu fassen vermocht har. Demgemäß hastet ihr ein beschränkter unsia�. tsmännischcr Doktrinarismus an, der ihrer politischen Bedeutung, vor Allem aber ihrer Regierungs- fähigkeit immer im Wege gestanden hat. Ob die Partei die ihr auch Neue zu Theil gewordene Lehre endlich beherzigen und dir chr anhaftenden Mängel zu cheseitiacn bestrebt sein wird, wird sich deimiachst zeigen müssen.! Freilich liegt zugleich die Be- fürchtang nahe, daß es der so schwer betroffenen Partei überhaupt an der Kraft, sich aus- reichend zu reorganisiren, fehlen wir d."— Die Nutten verlassen das Schiff. man rii»«»r recht saftige» Uorgefchinack» von den Gaben bekommen will, mit denen Angesichts des starken Auwachsciis der sozialdemokratischen Stimmen eine neue Kartellmchrheit fünf Jahre hindurch das deutsche Volk be- glückt haben würde, so braucht man nur einen Blick in die nationalliberale und konscrvalive Presse zu werfen. Auch der Grimm und Aerger löst oft die Zunge und was dabei an Offenherzigkeit zu Tage kommt, hat den Vorzug, der Ausdruck der innersten, sonst vorsichtig zurückgehaltenen Ge- danken und Wünsche zu sein. Von den Hinweisen, daß das allgemeine Wahlrecht ein Reichsunglück sei, ist schon die Reoe geioesen. Sie werden jetzt immer deutlicher und dringlicher, die Hamburger Presse wetteifert darin mit der „Krcuz-Zeitung". In dem„Hamb. Corresp." erhebt ein Bürger seine Stimme zu längerer Rede, die mit den Worten schließt:„Es wird und muß sich eine' Form finden lassen, in welcher der Alpdruck des allgemeinen Stinnnrechls, der ans uns Allen lastet, in. Namen des sittlichen Rechtes der Selbsterhaltung, das. höher steht, als alle geschriebenen Paragraphen, von uns ge- nommen werden mag." Ein zweiter, der sich kürzer faßt, will bei der nächsten Wahl in Hamburg einen Mann auf- gestellt wissen,„der bereit ist,'die Axt zu legen an das Grnndübel unserer Verfassung, an das allgemeine Wahl- recht." Das sind recht erbauliche Präludien, die sich nach den Stichwahlen sicherlich noch verstärken werden. Im „Sprcchsaal" wird die Mine gelegt, in Leitartikeln kommt sie später zur Explosion. Die nationalliberalcn Organe vom Schlage der„Köln. Ztg." und des„Hann. Kur." haben bis jetzt erst die kleinen Register angezogen, aber man merkt dabei schon, daß sie auf den Hamburger Ton gestimmt sind. Die„Krenz-Ztg." scheint geneigt, unter einer Bedingung dem Wahlrecht noch Pardon gewähren zu wollen, wenn nämlich die Sozialdemokratie aus dem Reichstage aus- geschlossen wird, was doch wohl nur dadurch geschehen kann, daß ein Gesetz die Ungiltigkeit aller auf sozialistische Kandi- daten gefallenen Stimmen ausspricht.„Wir können nicht umhin," schreibt das„Hammcrstcin'sche Organ,„darauf hinzuweisen, daß es prinzipiell falsch war, daß man nicht von vornherein den Sozialismus aus dem Reichstage ausgeschlossen hat. Eine Partei, welche die Grundlage eines Staates, die Monarchie, nicht anerkennt, die unsere ganze gesellschastlichc Ordnung unistürzen will, bat wahrlich kein Recht, mitzurathen, wo es gilt, gerade diese heiligen Ord- nungcil zu stützen und auszubauen. Der Eintritt der So- zialisten in den Reichstag ist eigentlich eine Verhöhnung der Ordnung und der Wahrheit? es ist Heuchelei im hohen Stil."— Ein anderes nationalliberales Organ möchte nicht bei den Sozialdemokraten stehen bleiben, sondern auch mit der Opposition des Freisinns und des Zentrums reinen Tisch machen.„Die Stationalliberalen", so läßt es sich aus, „haben die Ueberzeugung gewonnen, daß die sozialdemago- gische Aufreizung der Massen durch Fortschritt und Zentrum für die Grundlagen unserer Staats- und Gesellschaftsordnung nicht weniger gefährlich geworden ist, wie die sozial- demokratische Agitation." Die praktische Konsequenz solcher Ueverzeugilng müßte doch wohl ein Ausilahmegesetz zur Unterdrückung aller Opposition sein. I-fnit-n gegen Sossald-mokirnk-». In der„Kreuz- Ztg." lesen wir:„Ob die Rückkehr der Jesuiten in nächster Zeit oder überhaupt zu erwarten steht, wissen wir nicht. Als Zeichen der Zeit sei nur bemerkt, daß die„Schlcsische Bolksztg." heute darauf hinweist,„daß der Reichskanzler schon vor Jahren die Wiedcrzulassung der Jesuiten als eine durchaus harmlose Sache behandelt hat." Allerdings ist die starke Zunahme der Sozialdemokratie vielleicht geeignet, diese Bestrebungen zu fördern. Entscheidend wird der Wille der Regierung sein."— Auch diese Hilsstruppen werden zit spät kommen. Die Frage war klar gestellt. Durch einen Zufall hatte sie ihrem Manne alles gestandeil was sie empfand, und oiescr, anstatt sich von seuier Liebe fortreißen zu lassen wie sonst, hatte den Gedanken einer Trennung aufgenominen. Er hatte zuerst das Wort Scheivung ausgesprochen. Liebte er sie nicht mehr? Jane hielt sich bei diesem Gedanken nicht lange auf, wußte sie doch, wie er sie liebte. Verziveiselte er daran, sie glücklich machen zu köunen? Ja, das war es. Sie hatten Beide ihre Jugendjahre hinter sich, und er hatte, ganz in der Hingabe an sein raaiges Glück befangen, sicher attgenonmien, sie hätte die Träume ihrer Jugend längst vergessen. Auf einmal war es zwischen ihnen hell geworden. Die Frau von SO Jahren, ivar noch dieselbe geblieben, wie das Mädchen von xO Jahren. Er fühlte sich ohnmächtig in diesem Kampfe und gab sie frei; sie sollte dies Hans verlassen, unter dem sie so viel Liebe genossen, diesen Garten, in dein sie so oft gemeinschasttich ihr Glück, isolirt zu sein, gepriesen hallen. Sie betrachtete das hübsche Haus, den Schatten der Linden, die Farbenpracht der Blumen; sie hörte das Ge- räusch des kleinen Springbrunnens, der in ein Becken in- mitten des Bassins zurückfloß. Sie gab sich ganz dem Ein- drucke hin, den das kleine, ganz für Liebende geschaffene Nest ans sie machte; sie erinnerte sich an den treuen und ergebenen Freund, mit dem sie ans den Wegen promenirt und auf den Bänken in trauliche»» Gespräche gesessen yatte. — Ja, sagte sie zu sich, ich sollte ihn glücklich machen. Sie that unschlüssig ciitige Schritte nach dem Hause zu. — Kann ich ihm jetzt noch das Glück bringen, wo er jeden Schritt von meiner Seite als Opfer ansehen muß Was soll ich thull?... Ich»verde warten, fügte sie un- entschlossen hinzu. Sie ging in das Haus, um sich anzukleiden. Sie arrangirte ihr Haar griechisch, jedoch ohne ihrem persönlichen Geschmacke Zügel anzulegen; sie ließ dasselbe an ver einen Seite bis zur Schulter fallen, während sie es über der Stirn und an den Schläfen zu Ringel' „Eine fvaiijöstsche K-i-»i« km d-iitsch-n N-iche" nennt der Urgermane Pilidter die deutsche Sozialdemokratie, weil— auf Bebel in Straßburg und auf Hickel in Mülhausen, der bekanntlich über einen Protestler siegte, angeblich protcstlerische Stimmen gefallen sind, nnd wul ferner die deutsche Sozialdemokratie Cliiige Glückwunschtelegramme aus Paris zu ihren Wihlcrfolgcn erhalten hat.— Die Sozial- demokratie hat bei diesen Wahlen ungefähr den fünften Theil aller abgegebenen Stimmen auf ihr» Kandidaten vereinigt. Weun sie in derselben Weise weiter wächst, nnd es giebt nichts, was es verhindern könnte, so wird Deutschland in absehbarer Zeit, um mit Herrn Pindter zu reden, ganz sranzvsisch geworden sein. K-g«» diiv alftiem-i»- Wahtt-cht eifern nun auch die sächsischen Amtsblätter. So schreibt der„Crzgebirgische Volks- sremid":„Was mir bis jetzt als Resulrat vor Singen sehen, macht uns bedenklich für die Zukunst und läßt uns die traurige Gewißheit gewinnen, daß das deutsche Volk doch noch lange Nicht 'o viel politische Steife besitzt, wie man ihm mit dem Geschenk ;e3 allgemeinen, gleichen Wahlrechts zugetraut hatte. Es treibt Mißbrauch damit; es verschmäht bei seinen Abstimmungen zum großen Theilc alle Beweise und Ueb�rzeugungen und jauchzt leichtfertig den größten Schreiern zu." In-iu-v in Dortmund nnter Korfltz CO_____. sTWinmiti mia t'"ul V...««PI Knute stattgehabten Bergarbeiter- VessammliNig(pjj Resolution, die allen deutschen Bergarbeitern zur. �«M gelegt werden soll, beschlossen:„In ErwützM.. � � Bergbauwesen zwischen den Bergwerksbesttzern»#. Mis Bergleuten bestehende rechtliche und wirthscham � nur dadurch vollständig beseitigt und der iozM o dann dauernd und sicher hergestellt werden kann,» werke in den Besitz der dieselben für das machenden selbstthätigen Arbeiter, Beamten und_ Mj übergehen; in fernerer Erwägung, daß, wenn«er». � j« somien gefcWc» stnb, um die« gemeinschaftlichen Eigenthum, oder richtiger H». � A> gegenwärtigen Besitzer sind namentlich der B D Aktionäre von Aktiengesellschaften zu machen," tj ...........#6 schwierig sein kann. andere Rechtssormen M-U-rung welche dieselben in das gemeinschaftliche Eig-- in ihnen selbstthätigen Leiter, Beamten � . DM,„ NM. UB»oCunilvtt* hißfß � ii Arbeiter umwandeln; in endlicher Erwägung, daß i. Ächdeu liche Eigenthumsumwandlungen, wie insbesondere� � t■ wegen, cuupen,-eanaien, fteiiungen, wu|i"'r,- y.„clW,' Gebäuden u. f.>v. auf dieselbe Weise fast alltaz L Mi 1.-c. ft, f»-; rt on f______ r...... 1. 1 1 1»1 i• ift iluii werden, beschließt die Versammlung in sammten deutschen Bergmannsstande bei dem-'«c-r»»�.»roruar Bundesrath und bei Sr. Majestät dein deutschen*' � d« fne hinzuwirken, daß sämmtliche deutschen Bergwerks-U� � � gen durch Enteignung der bisherigen Besitzer in f j». seinen j sin Um, ArdlZ«eT3]ei; gemeinschaftliche und unveräußerliche Eigenthnin selben selbstthätigen Leiter, Beamten und selbstltan- � �i«, übergehen, wie daß bis zum Vollzuge dieses lkeberg � nigst ein Bergbau-Nothgesetz erlaisen werde, welches�.......&(�{( gegenwärtigen Mißständen durch etwaiges unnnm».. ssg«ß fttn �. schreiten der Organe der Staatsbehörden nach üttos 4«,�(, läufige Abhilfe zu verschaffen im Stande ist.".mW Mittclpart-ilich- Gvgane haben in ihrem itf � m un im Tone der Drohung angekündigt, die Konserve di Sanzstw Nationalliberalen würden sich weigern, in ba3_ Pss neuen Reichstages einzutreten; es müsse ein Präsioww, l00 c Zentrum, den Freisinnigen und den Sozialdemokml JltS Pc! werden. Run erfährt aber die„S!at.-Ztg." den Schw �(# Wmg u „Kreuz-Ztg." von dieser Streikpolitik nichts wissen>vn ciild�; „Die ruhige Ueberlegung führt dahin, daß der zukunch� Bs yuzte ß tag annähernd eine ähnliche Zusammensetzung Zskgen A« Mtrs etiva im Jahre 1884. Damals wurde das Präsidium e V_ a!f0 >. aus dem Zentrum,. der Stärke der Parteien, d. h. aus dem Zentrum, � oativcn und der freistunigen Partei znsamuiengesetzt. greifen nicht, warum nicht jetzt ebenso verfahren ml f, 'm und daS umsoweniger, als der nächste Reichstag für. ften Vorlagen Mehrheit ausw dadurch findet, wenn Konservative und Zentrum lachst,. Geschäfte in die Hand nehmen. Was die„Rat.-ZtZ> läuft deutlich erkemibar daraus hinaus, daß die � u ä sich den Nationalliberalen zu Liebe mit diesen»n de>. ä � ä, winke! stellen sollen, um zum Slusdruck zu bringe», � m», kän Kartell eine gedeihliche Arbeit des deutschen Reichet � � �»ur F .. dterci sich selbst einen Gefallen erweisen."— Uns soll es 1.& de Firtei.numiiuiitm. Die„Nattonal-Jeitm�" der Einführung des Liflei.skrutininms, d. h. der Z»�„jIML, die locken drehte, ivas ihren Angen noch mehr Lebhaftigkeit und Ausdruck verlieh. Nachdem sie sich, den» Geschmacke der Zeit angemessen, angekleidet hatte, freute sie sich über ihre Eleganz, Schönheit nnd Jugend nnd bestieg einen Wagen, um sich nach dem „Cours la Keine", den» beliebtesten Spaziergang der eleganten Welt, zn begeben. Der Nevolntionsplatz hieß seit einem Jahre Eintrachts- platz. Das Schaffot, welches auf dem Piedestal der Statue Lndivigs XV. gestanden hatte, war von diesem entfernt ivorden und das Direktorium setzte eine Kolossalfignr der Freiheit darauf, nachdem es die wirkliche Freiheit von 1793 grünolich beseitigt hatte. Vor dieser Statue defilirte jeden Tag das neue elegante Paris, zeigte seine Equipagen, Pferde, Livreen nnd Moden inmitten eines Stanbivirbels. Die Wageil fuhren im Schritt nnd die Fußgänger beivunderten die ansfallenden Toiletten der Tagcsgötzen. Man sah dort wellenförmig gezeichnete blau, und rosa Kleider, sechs Finger hohe Mieder ohne Bllsentnch, knrze Gazeärmel, Schuhe in gelbem Maroqninlcder, weiße Strümpfe mit griliicn Zwickeln, Arbeitsbeutel, Sonnenschirme mit langen.Stöcken und Griffen wie Spazicrstöcke, Haartrachten k la Grcqne, i l'Ehusque, ä la Titus, ä la Caracalla. Was aber allen Trachten einen gemeinsamen Stempel auf- drückte, war das Bestreben der Frauen, ihre Hände und Arme möglichst zu verstecken und Schultern und Busen zu entblößen.... Die Mäuner standen in bizarrer Originalität hinter den Frauen nicht zurück. Der Eine erschien in einem braun karrirten, zugeknöpft tem Rocke mit schwarzen Sammtausschlägen, engen, Haselnuß- farbenen Hosen, weißen Lederschuhen, kurzen Haaren u einem Knotcnstock' in der Hand. Ein Zweiter in Nankinghosen, die mit Bändern ver- ziert waren, buntgeivebten Strümpfen, Schuhen mit gelben Aufschlägen, hellblauem Rock mit achteckigen Metallknöpfen und einer ungeheuren weihen Kravatte, in welcher er sein Kinn vergrub, soivie einer weiße» Weste. Wieder andere Abgcordnetenmandate» nach Maßgabe der Stiininenzahk>«CHUe jjst Bezirken zu drohen. Nun uns, könnte das nur rechl i. AV.M»i Listenskrutinium durch den 1(»ntz la nach einem solchen würden die einzelnen Sozialdemokraten Zentrum... Nationalliberale. treisinnige... vnservative.. Freitonservative. Polen.... Bolkspartei.. Eisäffcr.... Wüve.... 1 420 439 1 169112 1 147 863 919 646 457 936 245 852 131 438 100 479 97 109 Wille JÄ 397 AbM Diese Zahlen beweisen, daß bei dem jetzigen 1 manche Parteien zum Nachtheil anderer mehr Sitze»9 sie gcrechterweise erhalten müßten, z. B. das Zentrmw die Sozialdemokraten am schlechtesten wegkommen, sswe � im a l t e r g ü n st i g st r n Fall nur ca. 60 Sitze erhal» ivnhrend ihnen 76 zukommen. Rurich. 21. Februar. Heute wurde unter Aussig. Oeffentlichk'cit vor dem k. Landgerichte Hierselbst zeitigen Redakteur des„Nord. Volksblattes", EinO Wilhelmshaven und den derzeitigen Buchdrucker Franz' KWhe stolzirten in engauschließcilden, über dem Knöchel imt geschmückten Beinkleider» und schwarzen, spitzen � schuhen einher.. z[i Röcke mit breitem grünen, dmckelrothen nno nitkragen vermischten sich mit langschößigen, S I Scciiitt %' Sammtkragen vermischten sich mit langschößigen, Scidenröcken mit Stahlknöpfcn. Die Haare fielen über die Stirn herab, odev. über den Ohren umgelegt; das charaktcristischste Mode bestand in der Sitte, zwei Uhren mit großen,*7-2 Bcrloques zu tragen, sowie dem»n keiner Hand M Knotenstocke.« In solchem Aufputz pflegte man unter dem Dm in der Osterwoche nach Longcha.np zu pilgern un übrigen Jahreszeit ans der Tuilerienterrasse oder vc> la Keine.. JL Jane, die mit Henri seit dem 9. Thermidor �: Ziiaückgczogenheit lebte, hatte noch keine Ahnung � n<... v:. r___ 01-......... �... t OttvitsZ. 1. sich ans diesen Promenaden entwickelnden Luxus, Sitten des vertriebenen Hofes sich auf alle wohss Klassen ausgedehnt hatten— es war ein unsittUw� lächerliches Gebahren, das jedoch einen malerisch blick bot. Seit einiger Zeit besuchte sie mit Vorliebe dftsi � vous der ivicder erstarkten reaktionären Klassen, s0 von den Habitue's bald gelannt war. Man rnng- unter die Gruppe„der Schönsten" und manche � folgten ihren Schritten, ivenn sie in einen Nebenweg � An oem Tage ihrer Auseinandersetzung mit vü, regte sie mehr als sonst das Veifattsgemurmel der. � welche sie bei ihrem Auf- und Abpromemren w»' ständigen Ätienen betrachteten. cl. Unter den zahlreichen Wagen erregte das ViCML: Collards, der in einfacher Kleidung in seinem jss'w Wagen lehnte und mit gelanglvciltcr Miene die Gft.i Ol OVn3tSövff* Vc/sS(Ii � Vorübergehenden erwiderte, das meiste Aufsehen. für das Lächeln und entgegenkommende Verbeugen der � nichts als seinen kalten Alltaasgrnß und es schien, trachtete er den scheckigen, schillernden und bizarrP' dieser Menschen als die natürliche Grundlage fttw schast.(Fortsetzung s"11 gZgä"ö�ne�n%YeT' bcr llnles®?!.„.6n'inacii n.,�'§er6ft.für die Aufhebung der Ausnahme- , öffeilll V daß cs anarchiitische Bestrebungen gesprochen hatte, lich völlig, skinen Etan� wäre, die Mehrheit dieses Ausschusses t ffil balor« gewinne», hat auch der besondere Mi SÄfiStt?«Sft Unterließ driliittag trat der Ausschuß für das Ms t33 bes s, s,�-» rgeordnnenhaus e zusamnieii, utn über de» der i"d--'«.v«,»«ronawetter auf Aufhebung der Ausnahme- 'V' �"�rar Taasse berief sich zunächst darauf, lIn �c.kre 1894 die vvn der Regierung er- i'iinliftir, Ausnahmezustandes erwägen. So lange aber t?,, lipa;e Bewegung fortdauert und Ausschreitungen der- ,PA% jj d ganuÄ�Ä�dscher Äuhwng befürchtet werden müssen, könne Nfid'".? w((«ob � Aufhebung der Ausnahmsverordnung nicht erfolgen. tum J."�Prrnerstvrfer verivics dem gegenüber auf Deutsch- ali» ö.'».j„i wö Sozialistengesetz nichts nützte, und widerspricht l»ietW �•'3l,n<7,.tlljtun'J' daß die sozialistische in-ine anarchistische 1 könne. Die Ausnahineverordnung werde iM? git siitp"dvdW, und sie sei kein ehrenvolles Blatt in der �..�Wrrreichs. Redner stellte unter Wiederholung der ' i atrn ch duesolutlvn dcii Antrag auf deren Annahme, � Antrag auf völlige Aushebung der Anarchisten-Ver- rcrJtf''2[chich lehnte aber durch Mehrheitsbeschluß die K oer Resolution ab." Großbritannien. wtbuf v"' 28- Februar. Unterhaus. Bei der jjttL-,.®® des AuSgabcbudgets beantragte Laboilchore eine %'"f � der in demselben enthaltenen Kredite, um eine �beii diejenigen Behörden behufs eines Tadels- d"!.;'Zuleiten, welche angeblich die jüngsten Skaiidale li-tage? Mdi'„�djireet dadurch begünstigten, daß sie den Schul- . so Flucht verhalfen. Er klagte Lord Salisbury der 'attt'm&TB°u dem Komplot zur Vereitelung der Justiz au. eich>'' Mi,„ �lstäutsprokurator Webster widerlegte alle Au- IUgen. Als Labouchore sodauu erklärte, er schenke �«sbury keinen Glauben, verlangte der Präsident des M. � Widerrufung dieser Erklärung. Labouchsre ver- k. dieselbe und wurde darauf mit 177 gegen 96 St. J-chungen ausgeschlossen. I o&"don, 28. Februar. Unterhaus. Graham fragt lbgeol M' ex recht verstehe, daß die britischen Delegirten zu "* i,,l'ller, Arbeiterschutz-5tonsere»z angewiesen seien, über �ationale Beschränkung erwachsener Arbeiter nicht st-n. : während andere Vertreter des Auslandes dazu %kn n)"tden. Unterstaatksekretär Fergnssrm erklärte, St, ns"1,ncitz wie das von Graham vermntycte, gebe es !N Inhalt der Antwort Englands ans den vor- l m Vorschlag Deutschland? sei bereits mitgetheilt war- ____' hi w.""ehr sei auch das detaillirte Programm der deut- baeordo�», w..A»ru,»g eingelaufen; sobald dasselbe erwogen wor- -"„.kl«# toe der gesammte Schriftwechsel vorgelegt werden. itbcw stten Iii» TH L,;, Fr an streich. '■&u ru' 9- Februar. Wie verlautet, würden der Depntirte ios.' �eneralberichtcrstatter des Budgets pro 1800, und der e üevbette die Vertreter Frankreichs bei der Berliner Iw lein. Als dritter Delegirter werde der Depntirte �ehemaliger Direktor der politischen Angelegenheiten im * Amt bezeichnet. ücnLi.'?8' Februar. Dem„Temps" zufolge wird in der ZctiJ bes Aktendiebstahls bei dem Staatsgerichtshose dem n.'roge gegen Warrion, Kerviche und Mernieix Folge Iii,.*'e Angeklagten sollen vor das Schwurgericht m Amerista. "IfemV? 0 r k, 28. Februar. In den Wandelgängen des hii./;JNlenhauses kam cs heule zwischen Tanlbee, ehemaligem ?»» Kcntiicki und Kincaid, Korrespondenten der Louist ife, n,' welche schön langer vei'feindet sind, zu einem heftigen Iii, � lebhaften Auseinandersetzungen schoß Taulbee auf Z n» y�'r�y----- o-icbfl�rte gleichfalls seinen Revolver zog und auf Taulbee � Ifc�iejet ficl; die Kugel war beim Auge ein�edrungeii. .g!«( vxxhastch toM' fei" jedoch sehr bedenklich. Kincaid ischeN I de-V icn, soll ?" den Wahlen. i"!l' Wahl Giid im 8. IMnhtftl'el« noch ettp'"•oeijamniluug in der Ilnions- Brauerei unter Leitung te-> n.?oyrenwald, Tischler Kraust und Pierow statt. Re- iers.,., �nds war der ReichstagSabgeordnete Alb. Schmidt. h»,!! im{t verfiel jedoch bei den ersten Worten des Rese- Listing. Cr sprach die Worte: Meine Herren, Ohler haben am 20. Februar ihre Stimme zu Gunsten M abgegeben; meine Herren, 1 300 000 Faullenzer t"''iiin Worten löste der überwachende Beamte die Bor- ija,,o.onf� die Versammelten entfernten sich unter Hochrufen Lirbünecht hat aus Dresden den» Kom- illifta.. �on 6. Berliner Wahlkreis angezeigt, daß er »teil m auf ihn gefallene Wahl zum vieichStagsabgc- Iii» Ä"°hnic. Ii h.�stkstiltreio Avitswaldr Friedebrr'ü ist die Stich- I. i3ce„Voss. Ztg." nunmehr plötzlich ebenfalls auf lßjg, carz angesetzt worden.— Merkwürdig, sehr merk- Nach dem„Berliner Tageblatt" berichte die An- % � 8. März auf einem Druckfehler im Kreisblatt. tfx,.-»latt berichtet noch folgendes: Die von einem ii(ie gleichmäßig hergestellten Stimm zeltet• für die Frei- Konservativen ivnrden in letzter Stunde durch '» Oliven verworfen und die Herstellung von Stimm- ksj„°?peltgroße>i Formates angeordnet. 1%.fit» Eine Versammlung der hiesigen Arbeiterinnen, in i, l-• März Frau Emma Ihrer aus Velten über„die V.., er Frau in der Industrie" sprechen sollte, ist auf * Sozialistengesetzes vom Polizeiamt verboten worden. Grgrlmissr der Stichwahlen. Schöneberg 1987 Friedenau 221 Gr. Lichterfelde 302 Lankwitz 127 R i x d o r f 4254 Charlotten bürg 5445 1655 368 740 168 1082 3855 Vorläufig gezählt im ganzen Kreise: Werner(Soz.) 18863, Handjery(Kons.) 15 839. Die für die Sozialdemokratie ungünstigen Ortschaften stehen noch ans. Es erhielten Stimmen im Kreis Uiederbarnim bei der Stichwahl « Lohren Stadthagen Voxhagen-Riimmelsburg 506 898 Biesdorf...... 64 82 Friedrichsfelde.... 314 526 Hammer...... 154 69 Kaulsdorf..... 67 60 Lichtenberg: Gut u. Gemeinde..... 579 2633 Liebenwalde.,,,, 342 154 Malsdorf..... 104 60 Marzahn...... 70 36 Stralau...... 83 90 (privat Telegramme des..KerUuer polksblatt." Lnckeiiivaldr. Bis jetzt T a b e r t(Soz.) 6271, Kropatscheck (tonfi) 3806 Stimmen. Ortschaften fehlen. Königsberg. Schnitze(Soz.) gesiegt. llreme». Lruhns(Soz.) 16404 St., Papendick(natl.) 15 893 St. Mains. Jöst(Soziald.) gewählt. Stettin. Herbert(Soziald.) 8569 St. Broemel(dfr.) 9745 St. Gbtenken Pinneberg. Bis jetzt gezählt sürMolkenbuhr (Soz.) 10 234 St.. Peters(natl.) 7056 St. Kalle. Kunert(Soz.) gewählt. f annover. Meister 19 000 St. Kartell 12 000 St. ch,vmn i. Ml. Stichwahlen in Mecklenburg. Erster Kreis: Wrisberg(kons.) gewählt gegen Schwärh(Soz.) Zweiter Kreis: Büsing(natl.) gewählt gegen Schwartz(Soz.) Fünfter Kreis: Bar(dfr.) gewählt gegen Kretschmann(Soz.) Sechster Kreis i Schlieffen(kons.) gewählt gegen Peters(Soz.) Strelitz: Oertzen(kons.) wahrscheinlich gewählt gegen Adler(dfr.) Wolff» Trlrgraphe» Snrra«. Königsberg. Schultz-(Soz.) mit 13 138 St. gewähl» gegen Papcndieck(dfr.) 12 615 St. Schwrrrn-Wiomar. Vorläufig gezählt für Büsing(natl.) 2784 St., Schwartz(Soz.) 2652 St. Gsnabrnckl. v. Schcle-Schelenburg(Welse) gewählt gegen Holste(natl.). Stettin. Dr. Broemel(dfr.) mit 9447 St. gegen Herbert (Soz? 8469 St. Zv irttrmberg. Wahlkreis 2. Cannstadt. Schnaidt(Dem.) mit 11236 St.>.-wählt gegen Veiel(natl.) 9921 St. Wahlkreis 3. Heilbronn. Härle(Dem.) mit 12 971 St. gewählt gegen v. Ellrichshansen(Reichsp.) 11 465 St. Wahlkreis 4. Böblingen. Kercher(Dem.) mit 9165 Stz gewählt gegen Goez(natl.) 8970 St. Wahlkreis 5. Eßlingen. Weiß(natl.) mit 11 220 St. gewählt gegen Ehni(Dem.) 10 265 St. WablkrciZ 9. Balingen. Haußmann(Dem.) mit 11 205 St. gewählt gegen Dr. Eble(Reichsp.) 10 315 St. Wahlkreis 10. Gmünd. Speiser(Dem.) mit 11 853 St. gewählt gegen Mareiß(kons.) 8578 St. Wahlkreis 14, Ulm. Hähnle(Dem.) mit 11 288 St. gewählt gegen v. Fischer(natl.) mit 10 371 St. ZUagdcburg. Wahlkreis 7. Aschersleüen. Heine(Soz.) gewählt gegen v. Dietze(Reichsp.). Schleswiiz-Kolstri». Wahlkreis 2. Flensburg. Jebsen (natl.) gewählt gegen Mahlke(Soz.). Pirna. 1. März. Bei der letzten Zählung stellte sich eine Derselbe ist gewählt Wahlkreis 1. Homburg. Mehrheit für Grumbt(Reichsp.) heraus. und nicht Eysoldt(dsr.). p.egirrunaobezirl: Mirsbadrn. Funk(dsr.) gewählt gegen Brühno(Soz.). Kossen. Wahlkreis I. Gießen. Dr. Gutsieisch(dfr.) ge- wählt gegen Dr. Boeckcl(Antisemit). Wahlkreis 2. Friedberg. Dr. Gutfleisch(dsr.) gewählt gegen Graf Oriola(natl.). Wahlkreis 4. Darmstadt. Dr. Osann(natl.) mit 12 141 St. gewählt gegen Müller(Soz.) 8897 St. Kaden. Wahlkreis 10. Karlsruhe.'Pstüger(dfr.) mit etwa 3000 St. Majorität gewählt gegen Fieser(natl.). Sachse». Wahlkreis 22. Neichenbach. Kurtz(vkonservativ.) ö Wahlkreis 23. Plauen. Dr. Hartmann(dkons.) gewählt. Kassel. Wahlkreis 2. Kastel, Stadt« und Landkreis, von Weyrauch(Zent.) mit 11 367 St. gewählt. Pfannkuch(Soz.) er- hielt 10 174 St. Halle Stadt. Saalkreis. Kunert(Soz.) mit 14 500 St. gegen Dr. Keil(natl.) 13 500 St. Löba«. Hoffmatm(natl.) gegen Haupt(dfr.). Ueimae. Samhammer(dfr.) mit 10491 St. gewählt gegen Kohl(natl.) mit 6783 St. Coburg. Dr. Siemens(dsr.) gewählt gegen Dr. Sattler � Gvnabvüch. v. Schele-Scheienburg(Welse) gewählt gegen Holste(natl.) Augsburg. Bichl(Zentr.) gewählt gegen Brach(natl.). Göttiiigc». Ester(natl.) mit 2010 St. gegen Götz v. Olen- busen(Welse) 1874 St. Duisburg. Dr. Hammacher(natl.) gewählt gegen Dr. Lieber(Zenlr.). Kölit(Stadt). Greift(Zentr.) mit 22 332 St. gewählt gegen Lücke(Soz.) 11893 St. Frankfurt a. G.(Stadt und Kreis). Steinau v. Steinrück (kons.) gewählt gegen M e tz n e r(Soz.). postolll. Dr. zur. v. Bar(dfr.) gewählt gegen Kretsch- mann(Soz.). Dortmund.(Stadt und Land.) Möller(natl.) mit 18 397 Stimmen gegen Tötete(Soz.) 15 532 St. Kraunfchmrig. Bios(Soz.) 10923 St. gewählt gegen Orth(natl.) 5793 St. Gst-KaveUand.(Potsdam Stadt.) Dr. Rüge(dsr.) mit 4552 St. gewählt gegen Dr. Steinmeister(Reichsp.) 3289 St. Sachfen. Zittau. Buddeberg(dfr.) gewählt gegen Seebold. Uirderbarnint. Stadt Hägen(Soz.) mit 15 400 St. gewählt gegen Lohren(Reichsp.) 15 000 St. Crlangeu-Fiirtst. Frhr. v. Stauffenberg(dsr.) gewählt gegen Bebel(Spz.) Düsseldorf. Stadt nnd Kreis. Wenders(Zentr.) mit 12 535 St. gewählt gegen Grimpe(Soz.) 7166 St. Gotha. Zangemeister(dfr.) gewählt mit 700 St. Majorität gegen Bock(Soz.). Hannover. Meister(Soz.) gewählt gegen Walbrecht(natl.). plnrzbnrg. Dr. Stoehr(Zentr.) gewählt gegen Segitz (Soz.). Uordhanfen. Stadt und Kreis. Dr. Schneider(dsr.) ge- wählt gegen Mylius(Reichsp.). Kirfchberg. Friedländer(dsr.) gewählt gegen Dr. Avenarius (natl.) Waldendt'.rg. Eberty(dfr.) gewählt gegen Dr. Wcbsky(natl.). Zochnm. Frhe. v. Schorlemer-Alst(Zentr.) gewählt gegen Müllensiefen(natl.)., * Mahlrefnltate ans andere» Zeiitungen. In Halberstadt ist der Nationalliberale Rimpau gewählt (Nationalliberaler Nr. 21) gegen den Freikonscrvativen John. In Jena soll nach der„Post" der wildliberale, der frei- sinnigen Partei nahestehende Gutsbesitzer Wister gegen den Natiönalliberalen gewählt worden sein. J,» Mahlkreio Kanau erhielt der Konservative Schier Konservativer Nr. 56) 11 128 Stimmen gegen den Sozialdemo- traten 10 632. Einige Ortschaften fehlen. Geriltiks-Fletkuttg. po» kaum alaubhafter Kosheit zeugt die Haudlungs- weise, die gestern den Bäckergesellen Gustav Adolf P r o f ö e unter der Anklage der Sachbeschädigung vor die vierte Straf- kanuuer des Landgerichts I führte. Der 19 jährige Angeklagte ist der Sohn eines wohlhabenden Bäckermeisters zu Potsdam. Am dritten November vor. Jahres besuchte er Berlin und ging von einem Tanzlokal zum andern. Als er die Genüsse der Großstadt genügend gekostet hatte, nahm er am Alexanderplatz eine Droschke erster Klasse und ließ sich zuin Potsdamer Bahnhof fahren. Ahnungslos entließ der Kutscher seinen Fahrgast und fuhr nach ~ mfe. Hier angekommen besichtigte er das Innere seiner Droschke. : prallte erschrocken zurück. Der letzte Fahrgast hatte wie ein Vandale gehaust. Die Lederriemen an den Fenstern und die Taschen waren ab- bezw. aufgeschnitten und nicht nur die Vor- der- und Rücksitze, die Lehnen und der sogenannte Himmel der Droschke, sondern auch die dem Kutscher gehörige Steisedecke, waren mittelst eines scharfen Messers total zerfetzt. Dem Fuhrherrn sind durch diese Beschädigungen über 75 Mark Wiedcrherstellungs- Unkosten erwachsen. Zum Glück gelang es der Kriminalpolizei, den Thäter in der Person des biederen Potsdamers zu entdecken. Die Eltern des Letzteren gaben sich die größte Mühe, die Sache durch volle Entschädigung an den Droschken-Fuhrherrn todt zu machen und der Letztere hat auch »viederholt versucht, den Strafantrag zurückzuziehen, ein Verfahren, das nach dem neuen Gerichtsverfahren aber nicht mehr angängig ist. Der Angeklagte wollte sich mit sinnloser Trunkenheit ent- schuldigen, die Beweisaufnahme ließ ihn in dieser Beziehung aber im Stich. Der Staatsanwalt ging scharf mit dem An- geklagten in's Gericht, dessen Verfahren er für feige und niederträchtig schilderte, daß er eine vier monatige Gesängnißstrafe dafür nicht für zu hoch hielt. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Stadthagen, suchte die That des Angeklagten so hinzustellen, als sei sie unter dem Einflüsse des Alkoholimus be- gangen, er plaidirte auf eine Geldstrafe'von 15 bis 20 Mark. Der Gerichtshof sah die That aber ernster an und er- rannte ans eine Gesängnißstrafe von sechs Wochen. Unter denjenigen Angeklagte», welche sich wegen so- genannter„ N e u j a h r s s ch e r z e" vor Gericht zu verantworten haben, befinden sich recht viele Studenten. Auch ver stud. ehem. Ablath, welcher gestern vor der 93. Abtheilung stand, gehörte zu diesen. In der Neujahrsnacht gegen 2 Uhr ging der Angeklagte durch die Dorothcenstrabe, als ihm em Herr mit einem Zylinder begegnete. Allerdings trieb ver Student den Hut nicht ein, wohl aber suchte cr durch laute Rufe„Cylinder! Cylinder!" die Aufmerksamkeit anderer Straßengänger auf den Mann mit dem Hut zu lenken. Die Wirkung wer eine verfehlte, es erschien ein Schutzmann auf der Bildfläche, der den Schreier zur Wache führte. Die Anklage wegen groben Unfugs blieb nicht aus. Im Termine gab der Angeklagte den Sachverhalt zwar zu, bestritt aber, daß er einen c sreizende» Zweck verfolgt. Der Gerichtshof glaubte ihm eben- sowenig wie der Ämtsanwalt, gerade weil der Angeklagte den gebildeten Ständen angehörte, müsse er strenger angesehen werden unh sei deshalb auf.dreißig Mark oder 6 Tage Haft erkannt worden. VertÄmmlmtixeu. Der Per ein»nv Utahrnng der Intet rssen devSackirer sämmtlicher Branchen Berlins und Umgegend hielt am Dienstag, den 25. Februar, Abends 8V* Uhr, im Restaurant Wedding-Park, Müllersir. 178, eine Versammlung ab mit der Tagesordnung: 1. Der Nutzen einer Gewerkschaftsorganisation. 2. Bericht über den Älrbeitsnachioeis. 3. Verschiedenes.— Da der Referent nicht erschienen war, wurde sofort in die Diskussion eingetreten. Die- selbe gestaltete sich zu einer sehr auimirten. An derselben betheiligten sich die Kollegen Echiißler, Franz Müller, Hohmann und Jnngermann. Sänuntliche Redner sprachen sich dahin aus, daß mir durch eine stramme Organisation unsere Ziele zu erreichen seien. Hieraus erfolgte der Bericht des Winterhalb- zahres der Arbeitsnachwcis-Komnnsston. Hiernach betrug die Zahl der Meister, welche Gehilfen verlangten, 59. Gehilfen ließen sich einschreiben 86. In Arbeit getreten sind 51. Die Zahl der Mit- glieder welche den Arbeitsnachweis in Anspruch genommen hatten, betrug 41, die der NichtMitglieder 44. Im Punkt„Verschieoenes" ersuchte der Vorsitzende die Kollegen, recht zahlreich nur auf die die wahren Interessen der Arbeiterschaft vertretenden Zeitungen „Berliner Volksblatt" und„Berliner Volks-Tribüne" zu abonniren. Hieraus schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem drei- fachen Hoch auf daS gute Gedeihen des Vereins. Friedrichsberg. Eine im Nenstädter Volksgarten tagende öffentliche Wählerversaminliing für Friedrichsberg und Um- gegend fand ein vorzeitiges Ende. Der Referent, Herr Dr. Bruno Wille legte in klarer und verständlicher Form die Be- strcbungen und Ziele der Sozialdemokratie dar und als derselbe die Worte gebrauchte:„Die Sozialdemokratie wolle nicht das Eigenthum der kleinen Leute abschaffen das thäte vielmehr daS Großkapital— sondern nur die Ptiwduktionsmitkel, Acker, Häuser, Fabriken:c. zu verstaatlichen, und zwar auf dem Wege der Ge- setzgebnng—" erfolgte die Auflösung seitens deS überivachenden Beamten. Beschwerde ist sofort eingelegt. VeoznifMkos. Eine eigenthüinliche Ueifc hatte das türkische Panzer- schiff„Erzegroul", welches vor etwa 9 Monaten von Kon- stantinopel nach Japan segelte, um dem Mikado einen türkischen Orden zu überbringen. Drei oder vier Mal gerieth die Maschine in Unordnung(einmal im Suezkanal) und in jedem Hafen mußte es länger bleiben, weil kein Geld da war. In Ade» blieb das Schiff Wochen lang und in Colombo gar 3 Monate. Endlich langte es in Singapore an, da war aber die Munition ausgegangen und es konute nicht die üblichen Salnischüsse abfeuern. Der Gourerneur befahl deshalb, nachdem man iyin die Ursache der Unhöflichkeit erklärt hatte, den Türken nicht als Kriegsschiff zu behandeln, weshalb er Hafengebühren entrichten müsse. Der Kapitän hatte aber weder Gelv»och»kohlen, um nach Japan weiterfahren zn können. Bei Abgang der letzten Post saß der „Erzegroul" noch immer in Singapore fest und ivartete auf Ri- m essen von Konstantinopel, welche entiveder gar nicht oder in ungenügendem Betrage kamen. Wahrscheinlich ist das Schiff noch da. Theater. Soyntag, den 2. März. Gpevnliaus. Taimhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Montag: Lohengin. Kchauspirlhairs. Die Quitzow'Z. Montag: Minna von Barnhelm, oder: Das Soldatenglück. Zessins-Theater. Tie Hochzeit von Valeni. Montag: Die Ehre. Frirdrich-WU!>?lmsi!iM. Theater. Der arme Jonathan. Montag: Dieselbe Vorstellung. ZU a Uue r- Theater. Großstädtisch. Die Ehre. Montag: Dieselbe Vorstellung. U ilttoria-Theater. Stanley in Afrika. Montag: Dieselbe Vorstellung. Krrliner Theater. Hainlet. Montag: Der Veilchenfresser. Deutsches Theater. Der Unterstaats- sekretär. Montag: Faust's Tod. Vstend-Theater. Der Fall mcnccau. Montag: Dieselbe Vorstellung. Desidens-Theater. Marqnise. Montag: Dieselbe Vorstellung. DeUeallianre- Theater. Der tiluS. Montag: Dieselbe Vorstellung. Käuigsiadtischea Theater. Der Hilttcnbesitzcr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central Theater. Ein gemachter Mann. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolf Ernst- Theater. Der Goldfuchs. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater der Rrichshalle». Spezialitätenvorstellung. Cedr. Richter s Aariötö. Spezialitäten-Vorstellung. Sausmau»'« Uaristö. Spezialitäten- Vorstellung. Clo- Nau- Alhambra-Theater. Wallner-Thcaterstr. 15. Sonntag, den 2. März 1890: Z. 1. Male: Neu cinstudirt: BeHiner Eisider. Original-Posse m. Ges. in 3 Akten -und 6 Bildern von Salingrs. Musik von Hauptner. wi«» fi.isvsii 1. Balkon 50 Pf.. 2. Balkon 40 Pf. Anfang des Konzerts ß Uhr. der Vorstellung 7h Uhr. NB. Tie neu eingerichteten Ball- säle sind anVereineu.Gesellschaften z.Festlichkeilcn, Bällen zc.z. vergeben. 0iB*lku5 Benz. K a r l st r a ß e. Heute, Sonntag, den 2. März, Z gr. Vorstellmigen. ' Uhr Nachmittags(1 Kind frei) mit .... c____' � Vi Americaii-Theater Dresdruerstrasir 55. Täglich Vorstellung. Englischer Garten Alexanderstraße 27c. Auftreten der Chansonette Frl. Fran- sisca Ncrmnnn. Auftreten des Gcsangs-Humoristen Hrn. Köhler. Austreten der Duettisten Albert und Kelly ftaptimcnn. Auftreten der Chansonette Frl. Jenny Peter«, soivie der musikalischen Clowns Toni und Jack. Anfang Wdchcntags 8 Uhr. Cntree 30, 50 u. 75 Pf., un Vorverkaus 20 u. 30 Pf. Sonntags Ansang halb 6 Uhr. Sonntags Cntree 50, reservirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Cntree 40 Pf. I St. Unter den Linden St. Im Hause der Withenis hallen neben der Passage. 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'�-ench «uiia s"■'f.m � h l c n haben dicZmal bekanntlich eine erhöhte 'i'.chv als elne.nM"'"------------ von tNtst» > !.?,»?» n stÄIleiot "fcvun ««(je ne bei Ollf u Jn"(|c entbehrten Schnee Drittel aller 397 Wahlkreis ihre Zahl die vor drei Mußten sogar zwei Drittel der Mandate in Freilich war das auch 1884 und 1837 der- Fall. Aber drei Sozialdemokraten und nur -■*'!QC der Hauptwahl lächelte die warme. heitere Fruh lOHlla k. o-,\.. �---- r• v»»»v«.»»»»,-y- - ei1 Zahlern; heute blickte sie zwar ebenso hell, aber » hern»->�-""S mefckie .... cut I'jlanben de tuntio '»Arbeit. m o)' r;'c�'9iich zwei Kreise— es sind aber i.- �3— tieufa iiirfit in Betracht ldech... 1 350703 l«!ale die beiden heute nicht iii Betracht kommen, waren im n» r 1S7 025 Personen zum Wählen berechtigt iiv» r.,J.rlUa Tage der Hanptwahl. In beiden aus an k" �nben nämlich 30715 mehr eingetragene m p„- vier anderen Kreise z n s a m m e n- n..- Dementsprechend war heute auch die Reihe dcr bn-j o? auf 258 verringert. Wie hier und im e 0,1.1 und Treiben bei den heutigen Stichwahlen sich ' 9>)l aus den folgenden Einzelberichten hervor. f> m S'N 1 Wahlkreis ließ sich das Stichwahl i. Dellien Vorbereitungen und in seiner Ausführung sehr Apparat der beiden sich hier gegenüberstehende» eino��uservativen und der dentschfreisinnigen— war schon .'ket und wirkte demzufolge geräuschloser. Die sablf.p �nden sich in der Möglichkeit. Hilfskräfte aus m.��'seu heranzuziehen, deren sich auch freiwillige und M,,, a? U»g angestellte in mehr als ausreichender Zahl J W g/ uch im Zentralburean der Dentschfreisinnigen iiber- 4« b»? Uebot die Nachfrage, so daß in keinem der 39 Wahl- -Wahlkreises weder an Zettelvertheilern noch an Block- ' uoch an Listensührern oder Schleppern Mangel war. , ließ aber, wenigstens der Hanptwahl nicht wv �vv>v.vv. und Beipher erkennen. b� r* war z. B. wenige Minuten vor 10 Uhr erst ein i' Vorstandes anwesend und noch keine Urne vor- ' i'Mwcnb schon einige eifrige Wähler sich einge- le v'te", deren einer sogar schon seit% Stunden taa 1 war zur rechte» Zeit alles in Ordnung. '.kiopief v W«hlen mitunter auch nicht ganz mühelos k Lokal des Bezirks 28, welches Friedrichstraße im Tie Bömischen BrauhausrS zwei Treppen hoch belegen 1 i,,.-Wühler müssen hier 59 Stufe» erklimmen und geriethen u,.»lähr auf der künstlichen Eisbahn, die der Hausdiener t(jtf»Mn des Wahlaktes durch nasses Scheuern im Hausflur ,al�fV 6u stürzen. Das für Mohrenstraß« 47 angezeigte Wahl- K- o- ra n"o noch in letzter Stunde nach Charlottenstraße 58 ver- i bei- v' daß die Wähler erst durch ein amtliches und ein i P(/''ijen �.»utschsrei sinnigen Partei angestelltes Plakat ans den tiiiiiL Im geleitet werden mußten. Im Uebrigen machte alles 'WMpl.w,'chen nur abgeschwächten Eindruck wie am Tage der ? und auch die Plakatträger für Herrn Albert Träger „oitlffi'Üjflg em Wähler in den Weg. Bis gegen ein Uhr «i, W%_. ,oa.t die Betheiligung an der Wahl heute bedeutend heMW�Te*- alg 20- Februar. Die Zahl derer, die ihr ÄarWbi.. diese Zeit bereits geltend gemacht hatten, belies sich 50o e» Bezirken auf etwa 100—125, von beiläufig 400 »wgeschriebenen Wählern. >»» �* f �9!)l(u'eis. Auf den' 2. Wahlkreis lenkt sich diesmal ». wnders der Blick aller politisch denkenden Btänner. Frei if se cß 1? �nb'(& V4" Söna uuec iiVditju; vnirenvti»-w««. r 6i-kiin,�3>9lvemolratie haben hier einen wichtigen Entschei- fccih„ L auszusechteo. ANt emsiger Thätigkeit habe» den» jMirtoiö»* im» hio JnSfipi' TTnrh Gciuuiic P&ir,f,,£-rt,tteien gearbeitet, um die bisher noch Säumigen an x'l'tii �sticht zu erinnern. Die freisinnige Partei hat � l° a"e" Wähler» durch die Reichspost ein Flugblatt «!'- dem 0. Wahlkreise hatten sich diesmal der « str�sa rvnftii i. r 4V*II4 ili**u�j: {tri Nicht nur für die Linksstehenden, auch - Konservative nj i n d ,,M a h n b r i e 3 WWW WW worden.— Tie o z i a l d e m o k r a t e n r«i. niflrf- �->,»k».-.st.rt % minder- rührige sind Thätigkeit seit dem r die vor- haben entfaltet. Sechs große Tage der Hanptwahl ik'Achi T""M". i........— I„W.1 WW .„."dfloha'le", vorgestern am Vorabend noch deren zwei .rJi''..c auch noch ei» letztes Flugblatt ausgegeben.„Nach 'iiierm der Hanptwahl, so heißt es hier, hat der zweite %i;,.'O�chstaaswahlkreis sein Votum eigentlich schon abge- Kor, sozialdemokratisch vertreten fem fest zusammen. Proletarier, Ihr seid Alle aus einem l—tu /�nitzt, wählt einen Arbeiter aus Eurer Mitte. Dieser ß-l �austantin Janiszewski. Es ist wahr, er kann mit ir�s is, w Mer nicht an reklamenhaster Berühmtheit wetteisern, aber Df'/."bofanten Wählerversammlungen einstimmig als Kan- »nr o?"rt-"— Heul» früh begann die Wahlvorbereitung n U)icx 8 llhr. Die Zentralstelle der Sozialdemokraten befindet auf dem„Bock", doch hat man wegen der inzwischen »liiist�'e» Bocksaison ans dem großen Saal in die altdeutsche 1 tyiltat» übersiedeln müssen. Hier sollen auch heute Abend die - 0i>..,» eiitneaenaenommen werden. Eine größere Parteiver- m $1 ouuotei'. d siunintlich an BergnügungS vereine». dergl. ,( F# Jhdjj|d � Obgleich auch hier der C. Wahlkreis Unterstützung zu m i s'.rc:e>-» am Tage der Hauptwahl stattfand, i.r">tr'eil ber Partei nicht möglich gewesen ist, i, len g,. Die größeren"r-*1- o,i d< Säle waren an muß unter ein Lokal dem vielbe- ?« % machte sich doch bei den Sozialdemokraten ein ■--- Mit iKns� Mi an i'tz beio?et deiner Werkstätten ließen alle Fabriken arbeite». "'Mi ch Wangels an Hilfskrästen halte man aber Sorge ge- e»' ,"�9 an den verlegte» Wahllokalen Leute zum Zurecht- fc" Blei* standen.— Tie Stimmzettel beider Parteien sind h"f®röße, aber verschiedener Färbung des Papiers. Die . P. r»"atmen, welche bekanntlich Wahlenthaltung prokla- "tri, �otzdcm in den meisten Wahllokalen Blocksührer in- Ibnä.„ bie Besolgung der ausgegebenen Parole kontroliren - rtn 9-, Tie Nationalliberalen wollen für Birchow stimmen. 0°. Weschäst begann Überall pünktlich um 10 Uhr unter B l-oetheilignng. Während der Vormittagsstunden herrschte in vielen der Wahl lokale eine fast idyllische Ruhe. Auch in der Mittagsstunde stieg die Theilnahme bei Weitem nicht in dem erwarteten Maße Es erschiene» zwar einige Schaaken von Arbeitern, immerhin aber blieb auch jetzt noch die Betheiligung in den meisten Lokalen bedeutend hinter der am Hanptivahltag zurück. Im 102. Bezirk waren von 320 eingeschriebenen Wähler» bis V-il Uhr erst CS an der Urne erschienen.-Im 131. Bezirk halte man bis zu dieser Stunde 140 Stimmen gegen über 300 am Hauptwahltag gezählt Im 124. Berzirk hatten erst 150 von 590 Wählern ihre Zettel abgegeben. Von einer Vetheiligung der Nationalliberalen konnte uns nichts ErkennensivertheS gemeldet werden. Einige Verwirrung entstand durch die Verlegung des bisher in Köster's Salon befindlichen Wahllokals nach dem Großkops'schen Restaurant. da auch im benachbarten Jiothacker'schen Lokal gewählt wurde. Einige Befriedigung erregte es, daß der feuchte Keller vom Kaisergarten nicht wieder als Wahllokal diente. 3. Kreio. Ein anderes Bild. Winterlandschast, Schnee. Am Louisenstädtischen Kanal, der eine blanke Eisdecke trug. sieht eS sonntäglich still ans. Gestalten im Sonntagsanzug freiwillige Kontroleure und Zettelvertheiler eilen zu den Sammelpläheii. Ein Hauptguartier der Arbeiter ist der „Lustig« Stiefel", Skalitzerstraße Rr. IS. I m W a h l l o kä l. Der Wahlvorsteher stülpt seine Urne um.„Er hat kein Zettel vom vorigen Male darin." Pünktlich stehen sechs Wähler am Wahltisch. Gleich unter ihnen sind drei welche das vorige Mal nicht gewählt habe». Der eine cnd schuldigte sich alsbald von vornherein; er fei verreist gewesen. Im dritten Berliner Reichs tagswahlkreise entfalteten die Deutschfreisinuige» bei der heutigen Stichwahl eine äußerst rege Thätigkeit bisher hatte diese Partei den Wahlkreis als ihre unan- tastbare Domäne erachtet. Der Umstand, daß bei der Wahl vor 3 Jahren ihr Kandidat in die Stichwahl mit Ehristensen kam, hatte ihr Selbstgefühl-nicht erschüttert; ihr Kandidat war den Gegenkandidaten immer noch 1337 Stimmen„über" war und es vorauszusehe», daß von den 7 532 Stimmen, welche damals der nationalliberale Kandidat Dr. Miguel auf sich vereinte, bei der Stichwahl sich ein gut Theil auf den freisinnigen Kandidaten Rechtsanwalt Munckel vereinen würde, um den sozialistischen Kandidaten nicht zum Siege gelangen zu lassen. Das Resultat der diesmaligen Hanptwahl, bei welcher die Nationalliberalen auf eine Kandidatur Verzicht leisteten und für den sozialistischen Kandidafen sich ein Plus von 3200 Stimmen herausstellte, so daß der freisinnige Kandidat gegenüber dem sozialistischen mit 721 Stimmen in der Minderheit blieb, hat die freisinnige Partei ans ihrem Selbstgefühl unangenehm erwachen lassen. Die Frei- finnigen erschienen diesmal mit zirka 300 Hilfskräften auf dem Plane. Neben dem ständigen Bureau, welches sich in einem Hinterhause des Vuggenhagen'schen Hauses befindet, war heute noch im Mosols'schen Lokal ein besonderes Agitationsbnrean er richtet, welches ein Vorstandsmitglied des„Waldeck-BereinS" ' ctr Bukofzer, vorstand. Ter„Waldcck-Verein" hatte 50 seiner ilsskräfte gestellt, von welchen 30 am Vormittag und weitere 20 am Nachmittag antraten. Auch der 4. Wahlkreis hatte 106 Freisinnige auf den Wahlkampfplatz entsendet. So entfaltete sich in dem Lokale des Agitationsbureaus diesmal ein reges Lebe». Im tändigen Wahlbnrean wurden die schriftlichen Arbeiten erledigt. Hier wurden wiederum gegen 40 000 Mahnzettel für sämmtliche eingeschriebene» Wähler ausgefertigt, kouvertirt und den Per- tranensinännern der einzelnen Wahlbezirke zugestellt, deren Zahl in diesem Wahlkreise 68 beträgt. Die Organisation ist derart getroffen, daß in jedem Wahllokal der„Mahnzettel" des betreffenden Wählers, welcher seine StiinNie abgegeben hat, ans dem Kasten herauSgenonunen und in einen andern hineingelegt wird. Dadurch wird ein schneller und sicherer Ueberblick herbeigeführt. Die noch im erste» Kasten verbleibenden werden dann in den Nachmittags 'tunden den sänmigen Wählern zugestellt. Aber auch die Sozialdemokraten entfalteten eine emsige Thätigkeit. Neben dem Zentralburean bei Gründe!, Dresdener- straße 110, hatten dieselben noch 0 Filialen errichtet, in welche» die mitwirkende» Genossen ihre Direktive erhielten. Beide Pap teicn hatten noch im letzten Augenblick Flugblätter vertheilt. Die Wahlbetheiligung hielt sich im dritten Kreise am Vor- mittag noch sehr reservirt. Bis UVu Nhr hatten, der ein- gegangenen Nachrichten zufolge erst 30 pCt. der eingeschriebene» Wähler ihre Stimme abgegeben. In den Zlrbeiterbezirken, der Adalbert-, Waldemar-, Melchiorstraße war der Andrang der Ar- beiter schon in den Vormittagsstunden ein großer. Nach dieser Zeit stellte sich wieder eine Pause ein, doch dürfte die Wahl betheiligung in den Nachmittagsstunden sich um so reger ge- stalten, da viele Fabriken um die Mittagszeit schließen. Auch in der Ludwig Löwe'schen Gewehrfabrik wurde die Arbeit zu Mittag wieder eingestellt, in» den Arbeitern hinreichende Gelegenheit zu geben, ihr Wahlrecht auszuüben. Die sreisinnigen Führer üben über je 8—10 Wahlbezirke die Kontrole ans und fahren per Droschke von Wahllokal zu Wahllokal, um sich über den Stand der jeweiligen Abstimmung Zu informiren. Sic habe» es aber verabsäumt, dem Wahllmreau von ihren Erlebnissen Atittheilnng zugehen zu lassen. Im Wahlbnrean der Freisinnigen ist man über diese Taktik nicht sonderlich erbaut. In den VocinittagSstunden erschieuancheinPolizeiwachtmeisterimWahlburcau derFreisinnigen, welcher die Entfernung des vorn am Mosols'schen Lokals ange- brachten Zettels mit der Ausschrist:„Wahlburcau der freisinnigen Partei des 3. Wahlkreises-' forderte. Seinem Wunsche wurde willfahrt. 5. Mahlkreia. Im 5. Wahlkreise hatten die beiden zur Stichwahl gelangende» Parteien, Sozialdemokraten und Frei- sinnige, eine außerordentlich rege Agitation entfaltet und nament- lich hatte die Arbeiterpartei ihre äußersten Kräfte angestrengt, um ihrem Kandidaten Albert'Auerbach zum Siege zu verhelfen.— Ganz enorm war das Hilfsmaterial an Zettelvertheilern, Heran- holen von säumigen Wählern u. s. w., welches sich heute Morgen im sozialdemokratischen Wahlbnrean Weinmeisterstr. 0, meldete und das sich auf vielen Hunderten von Personen, zumeist älteren Männern, rekrutirte. Einen besonderen Znstuß an agitatorischen Kräften erhielten die Sozialdemokraten an Bauhandwerkern, ivelche der griiistnige» Kälte wegen heute die Arbeit nicht aufgenommen hatten. Die Freisinnigen hatte» gleichfalls eine außerordentliche Propa- ganda für ihren Kandidaten Landrath Baninbach gemacht und namentlich Wahlausrufe zu vielen Hunt erttansenoen von Exem- plarcn im Wahlkreise gestern und heute verbreitet.— Die Hausagitation war diesmal durch Vertrauensmänner auf das e-org- fälligste verbreitet und auch geführt worden.— In beiden Wahl- lagern verspricht man sich von dem heutigen Tage eine besonders schivierige Arbeit, da die Kartellparteien dieses Wahlkreises Stiminenthaltuiig proklamirt haben.— Tie Listenführer, sowie die Zettelvertheiler ivarcn um'/elO Uhr schon nach den respektive» Wahllokalen abgeschickt; die ketzeren werden der Kälte wegen alle zwei Stunden abgelöst werde». Punkt 10 Nhr wurden die Wahllokale geöffnet und die Wahlbetheiligung war der ersten Stunde eine recht rege.— Tie Wahlbetheiligung war im 5. Wahlkreise in den Vormittags- stunde» eine ziemlich erhebliche, und schon bis 12 Nhr hatte etwa der dritte Theil der eingeschrieben«»» Wühler ihre Stimme an der lli-iic abgegeben. Trotz des Andranges verlief das Wahlgeschä t recht glatt und auch die Mittagsstunden, in welchen seitens der Arbeiter eine besonders rege Wahlbetheiligung stattfand, haben Störungen in de» Wahllokale» nicht veranlaßt. Gegen Mittag betrieben die Sozialdemokraten eine recht lebhafte„Straßen- agitation" durch Austheilen von kurzen Wahlanfruse», während die Freisinnigen bereits gegen 1 Uhr Mittags durch Boten und Briese säumige Wähler an ihre Wahlpflicht mahnten. Sehr gering ist die Stimmabgabe von„nniformirten" Beamten im 5. Wahlkreise, gänzlich ablehnend verhielten sich die 5koi>servativeii, welche bis zur Nachmittagsstunde strikte„Wahlenthaltnng" geübt. »» Ulahlkr«!« Ui«v lUiiljlhi-eia Teltow'- Keeostow- Ztovstow- Char- loiteuburn. wohl der größte in Deutschland— er umfaßt zirka 280 Orte mit 230 000 Einwohnern und müßt« eigent- lich in zwei Wahlkreise zerfallen— zeigte am Tage der Stichwahlen eine von der gewöhnliche» Physiognomie recht abweichende, Schulen waren geschlossen, die Arbeiten ruhten, Kneipen, Amtsbüreans, Gutsbesttzerhänser bildeten das Ziel der Wählerschast. Tie Lokal- und Kreisblätter sah man von Hand zu Hand wandern— enthielte» sie doch einen fulminante» Aufruf des Landraths für die Wahl des konservativen Kandidaten, Prinzen Handjery; aber auch die u» g l a u b l i ch e B e r f ü g u n g fcaff da, wo dir amtlichrn Gpgnnc nicht anoeclchen, den orduuuav iirbrndrn Äiiioern ttoo R i->i>t»HMtr-liiSie->.>>>.->- ordnnngviirbrndr» Pili- gern das N echt e'rilirili(ift, sozial- demokratisch» Irttrincrthrilrr n. s. w. rventnelt mit kräftiger Faust zn behandeln. Am Vorabend der Wahl ist von konservativer Seite ein Flugblatt verbreitet worden, die Sozialdemokraten seien Königs- mörver, Schänder der Ehe k., der Kandidat der Sozialdemokratie wolle den Besitz theilen und schließlich eine Art Landesdireltor 'pielen. Die BeHürden sollen den Sozialdemokraten die„Rene Welt" als VerknndignngSIokal unmöglich gemacht und der Wirth wegen der vorigen Hergabe des Lokals sogar Verkürzung der Konzession mn 1 Stunde erfahre» habe». Das Resultat kan» infolge dessen erst am Sonntag Vormittag verkündet werden. Dies geschieht im Lokale von Niesegk, lliixdorf, Bergstraße 129 am Sonntag Aor- mittag. »* ♦ „Zt,rli»«r Körsrn- Konvirr" bringt folgende Nachrieht: „Wieder nach Berlin zurückgekehrt sind die am vorigen Sonnabend von hier ausgewiesenen hollündische» und belgischen Sozialistenführer. Den Bemühungen der belgische» und holländischen Gesandten, an welche die Verhafteten sich ge- ivandt, gelang es, dieselben mit Pässen z» versehen. Ten bereits abgereiste» Herren wurde eine Depesche nach Stendal nachgesandt, in welcher ihnen die Rückkehr nach hier freigestellt wurde. Wie verlautet, gedenken sich die ausländischen Arbeiter- führer hier»ach einige Zeit anszuhalten." Nur Herr Nicuiveichnis hat einen Pas; erhalte», während Herr van Bcvcren leinen Schritt znr Erlangung eines solchen gcthan hat. Nach Stendal ist den Herren keine Depesche nachgesandt, weil dieselben direkt nach Hanl- bürg gefahren sind. Herr van Bcvcren ist nicht wieder nach Berlin zurückgekehrt, und ist längst in Gent. Herr Ni-uwenhnis dürste in dem Augenblick, wo diese Zeilen veröffentlicht werde», auch sein Vaterland wieder erreicht baden. Er hat Berlin zun, zweiten Male nur für wenige Stunden besucht, und hat, wie er uns gestern Morgen aus Halle mitthcilte, seine Heimreise bereits angetreten. Alles Ucbrige an der Notiz des„Verl. Börsen-Konrier� ist wahr. Ana tuiftm?a>>?ag!>cheu Ojiute« ist bieStnal nur eine ganz kleine SlkuigUit zu melde», welche nichtsdestoweniger die größte Aufinerlsamkcit erregen wird, nämlich ein glückliches Fainilicncreigniß bei den kleinsten und anmuthigsten aller Wieder- kauer, den Zwergantilopen. Erscheinen uns schon die Alten als Liliputaner unter den Antilope», so ist nun gar das vor Kurzem zur Welt gekommene Junge ein wahres Nippstgürchen, mit einem Köpfchen lind einer Gestalt, wie man es sich zierlicher nicht denken kann. Ein überaus löbliches Familienbild bietet sich dein Besucher jetzt in der im Antilopenhanse befindlichen kleinen Villa unserer Zwerglein. Die zärtliche Mutter, ängstlich besorgt um ihren Sprößling, mit liebender Aufmerksamkeit um ihn beschäftigt, ihn zu lecken und zu liebkose», und das muntere bewegliche Baby, welches sich die mütterliche Liebe mit unbewußter Grazie gefallen läßt, sie zeigen uns eine der denkbar anmuthigstcn Szenen anS dem Thicrlcbe». Hinzufügen wollen wir noch, daß das Junge in» Vergleich zu den Eltern auffallend groß ist, eine Erscheinung. die wir ähnlich in anderen Thierklassen wiederfinden: die kleinsten Repräsentanten gewisser Gruppen bringen die verhältnißmäßig größten Jungen zur Welt, ohne daß dies jedoch eine ausnahms- los gültige Regel ist. Einen Besuch des behaglich gewärmten Antilopenhanses mit seinem frühlingsmäßig grünen Pflanzenschmuck und seiner fesselnden Augenweide ist gerade jetzt in Kontrast zur Külte und Schneesturm besonders zu empfehlen. Daß bei allen Dirknsspielr» meist entlehliche Roh- Heiken mit unterlausen, beweist der folgende Vorfall, der sich im ZiskuS Renz zugetragen hat. Ein hiesiges Blatt schreibt:„Daß der Ringkampf, welcher seit einigen'Abenden im Zirkus Renz zwischen zwei Pferden ausgefochten wird, auch seine sehr un- angenehmen Seiten hat, beweist ein unvorhergesehener Zwischen- fall, welcher vorgestern Abend jener hippischen Sensations- nummer ein jähes Ende bereitete. Es wird von Augenzeugen darüber folgendes berichtet: Räch der zum Kampf anfeuernden Orchestermusil erhoben sich unter spannendster Aufmerksamkeit des Pmiifcg peitie Hengste aus die Hinterbeine, schritten nach Art menschlicher Ringkämpfer, die den günstigen Augenblick zum Angriff erspähen, mehrmals um einander herum, dann fielen sie sich laut wiehernd an. Sie faßten sich in die Mähnen, am Schirms, suchten sich mit den Vorderbeinen zu Boden zu drücken. Plötz- lich schnellte„Mignou" ans und erfaßte die Mähne des Gegners. Ein kräftiges Schütteln, da senkte„Dübany" den stopf und schlug sein Gebiß tief in den linken Schenkel des Gegners. Beide Hengste hatten sich verbissen, zerrten sich, den Boden stampfend, durch die Arena. Das Publikum wurde von einer Art Panik er- saßt. Männer und Frauen riefen erregt in die Arena hinab. Vergeblich bemühten sich die Brüder Renz, durch Peitschenschläge die wüthenden Thiere zu trennen; dies gelang erst durch Assistenz mehrerer Stallmeister. Am Bein blutend und hinkend wurde Mignon auS der Arena geführt. Infolge dieses Borfalls wird, wie wir hören, vorläufig der Ringkamps nicht mehr vorgeführt werden." Letzteres wäre entschieden sehr wünschenswerth. Ein nene».' Ukord. Wieder hat ein großstädtischer Sitten- roman durch einen Mord und die überraschend schnelle Ergreifung des Mörders seinen Abschluß gefunden. Draußen auf dem Wedding, im höchsten Roeden Berlins, liegt parallel mit der Müller- und rechtwinklig mit der Gerichtsstraße die Adolphstraße, eine neue und noch nicht vollständig bebaute Straße. Sie zählt bisher erst LI Häuser. In Nr. IL, Ecke der Plantagenstraße, befindet sich der Schauplatz der blutigen That. Dort wohnte in einem Quergebäude, drei Treppen hoch, die geschiedene Frau Auguste Charles, eine kleine schmächtige Frau im Alter von 50 Jahren. Sie lebte seit sieden Jahren mit dem „Arbeiter" Albert Frank in wilder Ehe, dessen Frau gestorben war. Frank besitzt einen jetzt 11 jährigen Knaben aus erster Ehe, Namens Paul, der von der Frau Charles mütterlich be- handelt wurde und niit derselben in einem Bette schlief und zwar in der Weise, daß er sein Lager am Fuße des Bettes hatte. In letzter Zeit hat es in dem Haushalte häufig Streit gegeben. Nahrungssorgen waren nicht die Veranlassung dazu, denn die Frau ernährte sich auskömmlich mit Plätten und hatte so viel Pkivatkundschast, daß sie sich zur Beivültigung derselben noch eine Gthilfin halten mußte. Frau Charles besitzt aber eine etwas scharfe Zunge und mochte wohl des Frank, der als gewaltthätig bekannt war, überdrüssig geworden sein. Es kam daher oft zu hestigen'Austritten und noch kürzlich noch kürzlich ließ sie den Frank durch Nächbarslcute hinauswerfen, angeblich, weil sie nichts mehr mit ihm zu thnn haben wollte. Sie hat ocnselben auch bei der r lizei als unbekannt verzogen abgemeldet, während sie den 5cna bei sich behielt, doch hat Frank in den letzten Nächten wieder in der Wohnung geschlafen. Am Sonnabend früh gegen 7 Uhr hörten die Nachbarn, daß sich Frank entfernte, nachdem er den Knaben fortgeschickt und die Entreethür hinter sich in das Schloß geworfen hatte. Als um ö Uhr die Gehilfin der Frau Charles. Fräulein Günther erschien, UM ihre Arbeit anzutreten, wurde auf wiederholtes Klopfen nicht geöffnet. Da der Knabe Paul bereits erzählt hatte, daß nach Aussage des Vaters die..Mutter" krank im Bett läge, wurde ein. Schlosser geholt, der die Korridorthür öffnete. Fräulein Günther ging sofort nach der Berliner Stube, in welcher Frau Charles mit Frank und dem Knaben zu schlafen pflegte. Die Fenstervorhänge waren noch zugezogen. Als Frl. Günther diese geöffnet hatte und das volle TageslichtmdieStubcdrang, da erkannte sie zuihrem Schrecken, daß Frau Charles todt im Bette lag und zwar ermordet, denn aus der Gegend der rechten Schläfe sickerte aus einer schweren Wunde Blut. Fast gleichzeitig mit der Günther waren Nachbarn, die schon vorher dem Oessnen der Thür beigewohnt hatten, mit in die Wohnung eingetreten, so daß die Entdeckung gleichzeitig von mehreren Pcrsonc» gemacht wurde. Ueber die Person des Morders konnte nach Lage der Sache von vorn herein kein Zweifel herrschen, aber der Mörder hatte elbst für Gewißheit gesorgt, denn auf dem Tische lag ein be- riebener Zettel niit ungefähr folgendem Inhalt:„Aus ver- mähter Liebe! Ich war aufrichtig, bin aber verachtet worden; deshalb habe ich ein Ende gemacht. Grüßt alle Freunde und Bekannten, auf Wiedersehen droben! Albert Frank." Tie Nachbarn schickten sofort nach der Wache des 69. Reviers. Bald erschien der Vorsteher deö letzteren, Lieutenant Poddeck mit mehreren Schutzleuten, welche zum Theil die Wohnung besetzten, zum Theil nach Aerzten auf die Suche gingen. Erst gegen 12 Uhr gelang es, Herrn Dr. Levy, Pankltr. 4 zur Stelle zu bringen. Derselbe konnte nur den Tod konstatiren, der semer Ansicht nach vor �ma 8 Stunden, also gegen 4 Uhr Morgens eingetreten sein ko„„� Die Leiche lag so regelrecht ,m Bett, sidiu'" und dieses die Staatsanivaltschaft benachrichtigt. Gegen ein UnteZUchungsrichtcr mit scinein Protokollführer. Der That- Sie hat denselben auch bei der Po- Mörders angeordnet, die— wie schon hier bemerkt sein mag— von überraschend schnellem Erfolge begleitet waren. Man wollte im Hause wissen, daß Frank in einem Neubau in der Besselstraße in der Nähe der Lindeustraße arbeite und daß in der Hedemannstraße ein Bruder von ihm wohne. An dieser Fährte wurde sofort angesetzt und schon zwischen 12 und 1 Uhr Mittags wurde der Mörder in der Wohnung seines Bruders m der Hedemamistraüe verhaftet. Die Ermordete hinterläßt nur eine 19jährige Tochter, die in der Lützowstraße dient, und erst im Laufe des Nachmittags durch Nachbarn von dem traurigen Ende ihrer Mutter in Keuntniß gesetzt werden sollte. Frau Charles muß übrigens schon eine (tzewaltthat seitens des Frank geahnt haben, denn wie sie ihren nächsten Nachbarn erzählt hat, will sie sich schon in der Nacht vorher gar nicht getraut haben, sich schlafen zu legen. Sie will nur im Bett gesessen haben, mit dein Kopfe an die Wand ge- lehnt. So habe sie nur ganz leise„gedruffelt", als sie durch ein Geräusch ausgeweckt wurde und den Frank vor ihrem Bette stehen sah. Derselbe habe gefragt:„Du hast wohl Angst?", ivorauf sie erwidert haben will:„Ach was, ich kenne überhaupt keine Angst!" Ter Knabe Paul Frank erzählte nach der Entdeckung des Mordes folgendes: In der Nacht sei er aufgewacht und habe gesehen, wie sein Vater am stopfende des Bettes stand. Der Vater habe ju ihm gesagt:„Bleib ruhig liegen und deck' dich �est über licht man bei dem ans Land gezogenen beim Ausschneiden pkIMieilburg % Mm ersetven cpc;o»»■-••»uuu sich die ganze Oberfläche im kochende» Zust»«° ,�l ffo � vergifteten Wunde findet man ungeheure.. J«m zillus, der dem Rauschbrand-Bazillus in der is j» I«i«. der Weise, wie er seine Sporen bildet, s? xj ta%% diesen Bazillen haften viele dem Pfeile an, rLi#.' �Mnsk Wunde herausgezogen wird und theilen'Km die v�ssM nieder diesell den Kopf zu, Mutter ist schwer krank!" Um 6 Uhr habe ihn der Vater geweckt, er habe Kaffee kochen und dann aus der Küche -' ll Wasser bringen einen Tasseukopf voll Wasser bringen müssen. Seinen Kaffee habe er in der Küche trinken müssen, während der Vater der Mutter, die noch immer„sehr krank" sei, selber den Kaffee zu eben versprach. Dann habe er Schnaps holen müssen und dann ei der Vater fortgegangen. Die Wohnung der Frau Charles, aus einer im Seitenflügel liegenden Berlinerstube(in welcher die That verübt worden ist) sowie aus der im Quergebäude liegenden Küche mit daneben liegendem Korridor bestehend, blieb bis auf Weiteres unter poli- zeilicheni Verschluß und von einem Schutzmann bewacht. Die Leiche lag bis zum Schluß dieses Berichtes noch an Ort und Stelle. Wi»' nchitlten folgende Kerichkignng: Bezüglich „der Maßregelung wegen Flugblätter" vom 23. Februar muß ich erwidern, daß der angeblich bei mir in Arbeit gewesene Maler Grudowsky nicht wegen der Ankleberei der Flugblätter, sondern wegen seiner gänzlichen Unbrauchbarkeit als Maler entlassen worden ist und obiges Manöver nur als Grund für seine Entlassung hinstellt. Hochachtungsvoll Firma DW.|---- MW ihm dl- v�W päter wieder dieselben krankhaften Prozeye hervor! olchen Pfeil nennen die Fischer dann einen älteren Zeiten nahm man an, ein solcher„Todespff � dein Eisen von alten Kirchenfenstern oder auei» SV?.« Öfeife. toiinte oder nicht. Im erste«« 3%. blaue Farbe an. Gegenwärtig El• . M, oiese alte Sage noch zu bekennen, Hort haben, daß eine geivisse Art von im Spiele sein soll.— Hr. Nielsen hat � Versuche angestellt und kömmt zn dem Ergebniß,° p cm er----- f...„Xn.. nt£ omo npitP. eiNeNNtUv�.� Eise» ins 'chmieden Flamme eine Walfischkrankheit entweder als eine neue, eigl ' Krankheit des Walfisches auffassen tragbare Krankheit des Walsifchcs aus>n,�,>, Thiere unter heftige» K'rankheiiserschcinungcn. Krankheitszeichen findet man bei der AbhäutlMg oe« Thiere die krankhaften Blutungen dicht unter der Ha»»- i einem klugen Kopfe wohl eingefallen sein, dem gror' i penstigen Walfisch dadurch Uebles anzuthun, daß er 1 J n das durchblutete Geivebe tauchte und mit der so r, m— tarn hinstellt. Hochachtungsvoll Winkler u. Wirth. Inhaber: Emil Winkler, Bülowstr. 107. VSSWAWK der Firma E. Krafft, Kupferschmiederei, Eisenfabri- kate, Bleirohrfnbrik erhalten wir folgendes Schreiben: Dem in der Beilage Ihrer werthen Zeitung vom 28. v. Mts. unter „Maßregelung" enthaltenen Artikel, in welchem Sie meine Firma erwähnen, liegt in Wirklichkeit ein ganz anderer Sachver- halt betreffs des aus meiner Fabrik entlassenen Schlossers Wolff zu Grunde. Die Entlassung des p. Wolff ist nur auf Grund der schwa- chen Leistungen desselben erfolgt und steht mit dessen Fehlen am Wahltage in gar keiner Bezieh na, abgesehen davon, daß derselbe erst im Jahre 1866 geboren und sonnt gar nicht wahlberech ttgt war. Es war überdies schon längst meine Absicht, denselben zu eiitlassen, da er sich jedoch ans einen bestimmten Arttkel eingear- beitet hatte, behielt ich ihn bis vergangenen Sonnabend, trotzdem er sich für andere Arbeiten wenig eignete. Im Gegensatz zu Ihrem veröffentlichten Artikel theite ich Ihnen Vorstehendes zur gefl. Berichtigung ergebenst mit. Die Glätte der Dürgersteige während des starken Schnee- salles hat zahlreiche Unfälle im Gefolge gehabt, bei denen es sich doch glücklicher Weise nur um schmerzhafte Verstauchungen und Kontusionen handelte. I» der Charlottenstraße, nahe dein Gen- darmenmarkt, glitt ein ältlicher Herr aus und kam so unglücklich zu Fall, daß er außer Stande war, sich wieder zu erheben; er halte sich eine starke Verstauchung des linken Fußes zugezogen und mußte in einer Droschke nach seiner Wohnung geschafft wer- den. Aehnlich erging es einer jungen Dame beim Ueberschreiten der steilen Fußgänger- Passage an der Weidcndammer Brücke. Dieselbe wurde mit Hilfe einiger Herren in eine Droschke geschafft lind nach ihrer Wohnung überführt. Von größeren Unsällen ip bisher nichts bekannt geworden. Ehnpaliteristisch fü»' da« Diesen und Treiben der .Sv» Pfennig- Kaznre" ist folgende Zuschrift an die„Boss. Ztg.":„Mein Weg führt mich täglich an einem 50-Pfennig- Bazar vorüber und, selbst Kausinnun, fragte ich mich schon oft, wie es möglich sei, die Waaren für diesen Preis zu verkaufen. Besonders'' 1 Riemen zu in das Geschäft... WWW WW dergleichen Schlittschuhe vorgezeigt und meine Frage nach dem Preis init„50 Pf. pro Stück" beantwortet unter Hinweis auf das im Geschäft befindliche Plakat Stuck 50 Pf.". Als ich fragte, ob die Riemen mit ■ L—*•«»- tYim jj entstand die bis auf...,WI Todespfeile" am besten aus"Kircheneisen c- inüffen. Da die Pfeile, welche m dem Körptt gesteckten Walfisches hasten, nun ebenfalls' ...... werden sie dadurch uvm selb \z .-Jedes inbegriffen seien, hieß es:„Nein, die kosten ectra 25 Pf.' mein Verlangen, mir ein Sttick zu verkaufen, wurde natürlich� ab- haben sind.-Jü.—,— P.„ Derselbe fragte in einem 3-Mark-Bazar' nach den daselbst ans ten Weckeruhren; sie wurden ihm vorgezeigt und 3 Mk dafür gefordert. Der Herr wünschte eine davon zu kaufen und und wurde nun gen ob er dieselbe mit oder ohne laben wolle; die�hr�koste S Mark,' das Gehäuse dazu ebenfalls ehäust ensall- Mark. Daß man Jüalfische tobte* unter Zuhilsenahme vo�- -_ W ltze t«im lliuer �»puieuuvuie w«»— Bazillen, das ftt die neueste epochemachende Entdeckung, die man für die'Ausgeburt eines überreizten Gehirns halten würde, wenn sie nicht von Männern der Wissenschaft auss Genaueste dargethan nnd von den Walfischfängern der norwegischen Stadt Bergen raktisch geübt würde. Ter dem bloßen Auge unsichtbare Keim /off richtet, dem Körper des Meerkoloffes beigebracht, dort i> kurzer Zeit solche Verwüstungen an, daß dieser sich aufs Land ziehen und tödten läßt. Ter Stadt-Thierarzt I v a r Nielsen in Bergen macht in dem„Zentralblatt für Bakteriologie und Parasitenkunde" über diese interessante Thatsache ausftihrlich Mittheilung, aus der wir das Folgende entnehmen Zwischen den Scheren, einige Meilen westlich von Bergen. indet sich jedes Jahr der Walfisch ein und wird dort «esmigen. Das Fleisch, das genossen wird, bringt eine angenehme Avwechselliiig in die einförmige Fischnahrung und der Speck giebt einen recht guten Verdienst. Die Stelle, wo der Fang vor sich geht, ist ein langer, enger Meerbusen. Wenn der Walfisch dort wahrgenommen ist, wird die Bevölkerung sofort alarmirt und diese lagt dann den Walfisch in die Bucht hinein, deren Eingang mit einem Netz gesperrt wird. Dies könnte nun freilich' der Wal- fisch mit der größten Leichtigkeit durchbrechen, er thut es aber nicht, vermeidet vielmehr sorgfälttg jede Berührung mit dem Netze. Sobald nun das gewöhnlich�LO bis 30 Fuß lange Thier in' dieser'Weise eingeschlossen ischcr in ihre Boote und schießen mitte! « SS B-... Si wird der dem Muskulatur dringen, getroffen hat, Schießen innegehalten und man wartet ru Dinge ab. Der Walfisch wird dann in« wentgtr lebhast in seinen Bewegungen und kommt häufige die Oberfläche um Lust zu schöpfen. Dann beginnt das W> mit Harpunen(spitze eiserne Haken) und mit 10 oder IL Hvrpunen im Leibe wird das Thier ans Land geschleppt. In dieser Weise er an erfen wurdt d«» c.«d_: gehl der Fang jetzt vor sich und ebenso vor 500 Jahren betrieben, wie dies eine von nr* Bischof in Bergen herrührende Nachricht besagt.�, - M �stiemen c WmKr J fc Rutscher �ahlresult i ip", «u te: u. nitvb äßi Aide «opx Seine Berechnung iüiwt't »»«km« m.; fc>S«tgr5S.«S S--°Ä te»J heitskeim aufnehmen, so später auf die Krankheit wieder zu übertragen eigentliche„Todespfeile". Ter Besitz eines solchen ist=% dessen Pfeil eine solche vergiftete W»»- ...... nle des Walfisches erhält, ß' besten gelten. derjenige, t, die Thc die als die �'ttn Ä»Mr FU»f Minut-n w kLnfttSsM x-lk-stck-». � \M* Scn aus dem Volksleben, sobald bie�Sozialdeinokratie überiioinmen haben wird.) Unter diesem Titel ers chiedenen KreiSblättern ein Artikel, der gruseligen n dem sozialistischen Staat geben soll. die Gefälligkeit erweisen, und das -versaper vce.— BU SchrisV� heiterung unserer Leser hier cbensalls folgen lassen. W Es ist 7 Uhr morgens. M Bürger G 357a:„Anna, ist der Kaffee fertig-..„.i Bürgerin G 357b:„Nein, ich habe keine K Gestern war ich zu schwach, mir das"- Soth Kaff« i sind auch nicht mehr da. emen halben Eimer voll Kohlen. m* zu holen. Holz und giebt es nur jg- auskommen.!" Bürger G 357a:„Mutter, murre nicht!".�0' Bürgerin G 357 b:„Ich wollte Dir gern daS SW 1 8#L, 6t_ � � � eplJ Burger:----- WWWWWW vertragen. Was mag es denn heute geben?' Bürgerin:„Linsen mit Pökelfleisch." Bürger:„Jeden Tag Hülsenfrüchte!" gW' Bürgerin:„Gedulde Dich, Vater! Slin zweiten nächsten Monat giebt es Dein Lieblingsgericht: � suppe." 0(, Bürger:„Ist denn der„Volksstaat" schon da? Bürgerin:„Hier!" n? Bürger(liest):„Am 16. d. M. sind die Kindetz diesem Jahre 5 Jahre alt werden, an die Staatsam/ Ziehung abzuliefern."—„Diejenigen Mädchen,, nähre 15 Jahre alt werden, haben sich in die Pe Stammrolle bis zum 17. d. Mts. eintragen zu lasl�. ftühcre Handelsminister Paul Singer ist gestern» r. ausgeglitten und hat sich einen Fuß verstaucht." «v-»•■■ p-- f- 1 frt lUtTi)* �Pji »k.% ön.: fe alle gebaut werden, WWt»L/V»»* I V* jj-------.'• f.... I 'Architekten vom nächsten Monat ab ausgehoben- nr*~_ j- u. � C.".„ X rX-\» s rtrt(3. rttritllv' gemeine Volksstaatstracht für nächsten Sommer. Kittel mit Soldatenhose. Es soll mit den gründlich geräumt werden."—„327 ftühcre üssige) Goldarbeiter sollen vorläufig als Pferdeb �; riefträger ec. verwandt werden."—„Vom 1. Nove» � die Lampen nur von 5'/s bis 9>/s Uhr abends» m „367 Maurer und Zimmerleute wurden gestern vo s» nach Essen transportirt, um in den dortigen Bergw' beiten. Vielleicht werden ihnen die Frauen nachgst „Vorgestern wurden 2969 Frauen über 40 Jahre, n>ew klopft.)„Herein." Ein Volkstaats» Controleur:„Wohnt hier 357 a?" Bürger:„Mein Name ist Meyer.". mC' ~—■ rv» I.ti. A-'/T p»' W VAV»1•.......-- r' f. ff-__ kommst Du dazu, noch im Bett zu liegen? Der doch um 7 Uhr." Bürger:„Ich bin krank." Beamter:„Dann mußt.Du um 6 Uhr Dich auf dem Volksamt untersuchen lassen. -.-»»> v(/ V..\ (Zu der Frau): Und gleich aufstehen! noch'rum?" Bürger:„Bitte, meine. Frau nicht zu duzen." Beamter:„Unsinn! Im Volksstaat wird nicht i sollst heute Schnee schippen.".„, Bürger:„Ich bin ja Kunstdrechsler." j Beamter:„Unsinn! Kunstdrechsler brauchen„' j VZ/Icha mehr. Ich habe Dir außerdeni noch Folgendes wegen zu verkünden:„Deine älteste Tochter verye> morgen.", Bürgerin:„Mit wem denn?" Beamter:„Mit Bürger P 3654 oder mit S3»f8 J,, .......„%% den Bürg� It F 3654 oder mit Es ist noch nicht genau bestimmt," Bürgerin:„Sie möchte ja gern haben. Beamter:„Das sinnen, sonst kommt cht uns nichts an. Sie wird ie nach � jüngstes Kind bereits 5 Jahre ... f fe• 3 � f.:»a# 4** CVO M will es gleich mitnehmen. Weihnachten darf es'mal MB kommen."(Vater und Kind machen sich marschfertig lassen mit dem Beamten das Hans.), h. Beamter(beim Fortgehen):„Dein Mann fch("$ kränklich zu sein. Na, ivenn Du einen anderen habe» ivill ich gern ein gutes Wort für Dich einlegen." NN Am 28. v. M. Vormittags wurde in der von Lüben& Buhse, Köpnickerstraße 153, Via tw j» Manu"' W WWW uutiif?";, nicht i,„1�w)ve5e Schläge über den Kopf und wurde da- istnrak Ä"'���erletzt.- Am 28. v. M. fanden ß 36 und Z,etenstrape 21 kleinere Brände statt. S'S W Ä ibienB'L und' DorsQNtsnl�lNAon. TajzeSoednüng: Berkündtgung k'!�Oöcn kp,. v tu-ytiiicvii*»----- ö'of erftiflneii Seifert u. Wolf, Früchts», so, werden ersucht, om sJ?1* Neefammlimg der riapse» schmiede Serliiis»nd ""..........o tihv Im tffefl, Trtllhose. K%%t' w"scheinen...........*' '-" tc �tcinmehen Serlino. Am Sonntaa, den 2. März, in liiulUVP!", u« S»N>n>r««n Kerlins. B 21%». Alte Jalobstr.«8».«erfamnilung. n-r.d ersucht. »erei» Um zahlreiches Er- Große Versammlung am q'%Mr»@nWknr, kT»?'.«ODMenfri tWMMZMMW Zentrawerein deutscher Köttcher. Sountag, den 2. März, io\ Uhr, in Seife'S Salon, Ltchtenbergerjtr. 2,: Große Versammlung. Tagesordnung: i.Der ireil der itasseler Kollegen. 2. Abrechnung von, Wiener Maslenball. 3. Vcr- schtedencS. Zahlreiche» Erscheinen ist nothwendig. «eneraiversnmuliung der Einsetzer< Tischlert Kerlin« am Sonntag, den". März, Vormittags lost Uhr. Tagesordnung: i. Antrag Boltmann. 2. Anträge des VergnügungStomitees. s. Anträge über Kranlenunterstühung. 4. Fragclasten. Ter Aiastenball des Vereins findet bei Orschel, Sebagtan- slraße ss am 16. Man statt. Die nächste Versammiung findet am 23. März statt. Zlerei» der Filzschulsärbeiter und Be ussgenossen. Versammlung am Montag, den s. März, Abend« 8 Uhr, beiZemter, Munzstr. Ii. Tagesordnung: i. Vortrag des Herr» Dr. Bruno Will- über: Kamps ums Dasei» in der VoltSwirthschast. 2. DtSsussion. 3. Verschiedenes, vieue Mitglieder werden aufgenounnen. Fachverein der Kernmacher und verw. Berufsgenossen. Montag, den 3. März. AbendS s Uhr, bei Herrn Bolzmann, AndrcaSstr. 26: Versammlung. Tagesordnung: I. Wie verhalten wir u»S zu dem Streit der Firma Friede. Siemens und Co. 2. Distusfion. 8. Verschiedenes und Fragelasten. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Zestrllnrsu» der berliner Arbeiter zur ersten Hilfe bei Unglücksfällen. Montag, den 3. Vtärz, Abends El Uhr, Alte Jalobstr. 75. Tagesordnung: i. Vortrag des leitenden Arztes Dr. Bernstein. 2. Lehrstunde. 3. Vereins- angelegenheiten. Fragekasten. Am Ii. März eine Versammlung beiderleicrsann«I»»g der? rechter ,,»d Ker»sage»ossen aller Branche» Berlins a>n Montag, den 8. März, 1890 Abends 8 Uhr, in den Bürgeifälen, D-eSdencrstr. 30. Tagesordnung: i. Das Statut zum Gewerbe- gcricht der Stadl Verlin und DiSlussion. 2. Wie stelle» wir unS zum sofortigen Streik der Berliner Vaudrechsler und Tiskusston. 8. Die Differenzen in einigen Berliner Stockfabrtten und Diskussion. 4. Verschiedenes, itollegen! Ueber die Wichligkeil der Versammlung ist kein Wort zu verlieren. Wir machen aber darauf aufmerksam, nachdem die letzten Versammlungen stets in überfüllten Räumen stattgefunden haben, ist ein größerer Saal nicht gemtethet worden, jedoch war derselbe nur nnter der Bedingung zu haben, daß mindestens 500 Personen erscheine». Kollegen! Wir erwarten, daß Ihr u»S schon deshalb in dieser Beziehung nicht in Stich lassen werdet. hierein Kerl. Portier»»»d Kerulsgenog'e!, hält am Montag, den 3. März, er. AbeodS 3 Uhr, in seinem neuen VereinSknkal, Markgraseilstr. 87, Hof i Tr. bei Herrn Weigl eine außerordentliche Generalversammlung ab. Ve'.cinSabzeiche» ist anzulegen. Aufnahme neuer Mitglieder. Kollegen, welche gewillt find, den feit fünf Jahre bestehenden Verein, welcher wirklich nur humane Ziele verfolgt, beizutreten find herzitchst willkommen. Kroße K ch» l, I»., chrrv e r st, I» IN!»» g, am Montag, den 3. März, Abends 8% Uhr, in Bötzow'« Brauerei, Prenzlauer-Thor. Sind die Schuh- wacher gewillt in diesem Frühjahr für die Verbesserung ihrer Lage einzutreten. Kroße öffentliche Krrsti»»»!»»g der ,» der Kchästebranche be- lchnftiatr» Arbeiter»nd Arbeiter,,>„e». Am Montag, den 8. März, Abends 8% Uhr. in Schcsscr'S Salon, Jnselstr. 10. Tagesordnung: Wie und wann venvirrlichen wir unsere Forderungen? Arbeit»» achrnei» für Tischler. Der vom Fachverein der Tischler be- gründele ilirbeltsnachwet» befindet sich Wallfir. 7—8. Die Arbeiisvermsttelung geschlehl sür M-Ifier und Gesellen tauch Nichimttglteder)»nentgelllich. Die AdressenauSgabe erfolgt an Wochentagen von 7 Morgens bis 7 Uhr Abends, Sonntags von 3 bis n Ubr Vormiliags. Krofie versa,»>»I»»v der vliiitorfchnilder. Sonnabend, 8 Uhr, in Jordan's Talon, Liege Grunsir. 28. Der Militärschneiderstretk dauert unver- ändert sorl! Faäiuerri» der Flthographen'», Kerli». Dienstag, den 8. Marz, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Feuerstein, Alte Jalobstr. 75: Mitglieder- versainmlung. Tagesordnung: i. Geschäftliches und Ausnahme»euer Mu glteder. 2. Die Wichtigletl der Vorbildung. 3. Antrag Schneider, Siclien- vermittlung betr. 4. Antrag Hildebrandt, den l. Mai betr. 6. Bericht der VergntigungSkommission. 0. Verschiedenes. Kollege» als Gäste willkommen. Is-,ltrat-Krankrn- ,»»d Strrbebaffe der Kchnhmacher und vor» wandte,» Kerufsgenoffri» Uentsthland». b r o t,"MS. • dag P'nche ich darauf auswerk- , fi>ch jeden Bieustvg und itgL"ach Berlin komme. Be- > ft.��den entgegengenommen bei i,.«zeichneten in Johanuiatlial Iii'1 Herrn t g-s'" '•arl Scliwanherz ji". . t Echten Wuser Horn 9Ö W. önu flIliiltH beste Magcninedizin ' Uj�'! die Groß-DestMatton von & Keil, jeiv jer f CI> 1 l;L<�lt'era��f�*nel®efch�iSu',ß plattncp A Lippelt, ß-, Britzerstr. 7. v fi l��ng gegen Kostgeld verl. 1 e, Brandenburgstr. 45. »erlangt . Potsdamerstr. 53. Plickmacherin verlangt '°uert. Nosenlhalerstr, 23. J Gelegenheitskauf! Nach beendeter Inventur habe ich einen großen Posten hocheleganter TeppiU, theils nlit unbedeutenden Farben- fehler«, theilS ältere Defstus, zum Ausverkaltf gestellt, ü Stück 10, 12, 18, 20-200 Mark, früher das Doppeltes desgl. eine größere Parthie Neste von Atölicl- steifen und!stöbrlpliischen, zu Sophabeziigeil ausreichend für die Hälfte des reellen Werthes:[778 Bezug 5, 7,50, 10-40 Mark. Versand streng reell gegen Nachnahme. Möbelstoff- und Tepplcliweborel S. Uliger, Granienstraste 48. H. 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März, meine Badereise aus 3 Monate in Plötzensee antrete, sage ich alle» für Freiheit und Gleichheit Kämpfenden ein herzliches Lebewohl I Mögen sie alle dir schöne Frühlingszeit be- nutzen zum Wohle der darbenden Menschheit. 1069 Fspits Oeüse, Kl. Androasstr. 19, Uleist- und Knirisch-Kirr-Lolial. Empfehle mein Lokal zum Arbeits- unchmria und für Zahlstellen. Zimmer mit Piano für Vereine. 579 Arthur Ziemer, Cuvrystr. IG. und Bekannten 947 Allen Freunden empfehle mein Weiß- mil) Bckisch-BierlM, sowie Zimmer für Arbeitsnachweis nnt Zahlstelle. C. J. Petersoiiy Vcteranenstr. 22. HepreeiaAnzSi�e werden auf Bestellungen von den billigsten bis elegantesten schnell ange- fertigt von L. Brehm, Mutasti- straste 11, vorn 2 Tr., nahe Rosenthaler straße.__ 1039 SifeuitKiurcu, Werkzeuge, Saus- uui) Mcheugeruthe E. Vogtherr,»»u- c.,§ Kandsbergerstr. 64, amAlerandcrpl. Preiswerthe Sumaira-Deckon 250 Pf. bis 600 Pf., wie billige Dmblatt- und Einlage-Tabake empfehlen 1228 W. Bergemann u. 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März, AbdS. 8Va Uhr, bei Dcigmüller, Alte Jakobstr. 43a: Mitglieder-V ersammlg. TaaeS-Ordnung: I. Vortrag des Herrn J.Türk über: Die wirthschastlichen Umwälzungen der französischen Revolution. 2. Diskussion und Fragebeanttvorwng. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Wie stellt sich die Freie Vereinigung der Kaufleute zu den Beschlüssen der öffentlichen kauf- männischen Versammlung bei Vuggen- Hagen betreffs des achtstündigen Ar- beitstages und der Demonstration für denselben am I. Mai d. I. Referent Herr Gustav Kliecker. 5. Bericht ßes Vergnügungskomitees. 6. Verschiedenes. Gäste sind willkommen. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 1673 Der Vorstand. NB.: Wohnungsveränderungen, sowie Beitrittserklärungen sind an den Schriftführer Herrn August Penn, Kl, Auguststr. 6, III zu richten. Ortskrankenkasse d. Zigarren- macher, Tabak-Spinner und Zigarren-Sortirer. G cneral- Y ersammhing am Freitag, den 7. März, Abends 8 Uhr, Gipsstrasse II. Tagesordnung: 1. Vorlegung der Jahresrechnung. 2. Nachtrag zum Statut. Erhöhung der Beiträge. 3. An- träge. 1702 Oer Vorstand. Wereil! sur Shlossce uui) ""' MW uui) llmgegeui). Montag, den 3. März, Abds. SVa Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Versammlung. Tagesordnung: II I. Vortrag des Kollegen Pirch über: „Die Bedeutung des achtstündigen Ar- beitstages" und Diskussion. 2. Auf- nähme neuer Mitglieder und Entrich- tung der Beiträge. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet 1725 Der Vorstand. NB.: Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Bibliothek des Vereins sich Drcsdenerstrasss IIS, Restaurant Gründet, befindet. Die Ausgabe der Bücher geschieht daselbst jeden Mittwoch von 8—10 Uhr Abends. Fachvrrrin der in Buchbindereien i. verw. Ketr iebcn bosch. Arbeiter. Montag, den 24. Febr., Abds. v Uhr, Annenstraße 16: Anherord.(Seneralverfnmmlttng. Tagesordnung: l. Wie verhalten wir uns zu unserer bisherigen Nennstunden-Bewegung? 2. Verschiedenes und Fragekasten. In Anbetracht der hochwichtigen Tagesordnung ist eö Pflicht eines jeden Kollegen zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitiimrt. Skv Uor stand. NB. Die Bibliothek ist wieder geöffnet.— Der Arbeitsnachweis des Vereins befindet sich nach wie vor DreSdenerstr. 110 und steht auch Nicht- Mitgliedern zur Verfügung. 1467 S«liO»ck»Wr WMml, des 6. HevUnev Ueichstags-Wahlkreises. Am liZisns'SKV? den 4. Mnrz, Abends 8', Uhr, in LeSimssnn's Salon, Schwedterstr. 23— 24: r»ße Uevsammlnng. rt �'V* 4««-v A4 Tages-Ordnnng: 1. Vortrag de? Herrn Schriftsteller fälsche über:„Die Entstehung der Erde." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes uns Frngeknstcn. Gäste will- kommen. Ausnahme neuer Mitglieder. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ein 1093 Uorstnnd. Fachverein der Steinmetzen Berlins. Am Sonntag, den 2. März, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstraße 48a: fjSF' Versammiung."TBL Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Dorstand. 1677 Achtung I Tabakarbeiter! Achtung I Jaunen! Es finden am Mittwoch, den 6. d. M., Abends 8''s Alhr: 3 grosse öffentiiche Versammlimgeu für(üiiiiiitfiije iüi Maurergewerbe(irüelteiilieii M# statt, wo das Erscheinen aller dringend nothwendig ist. 1642 1. Westen und Süden. Bei Ueunrfnhrt, Denncwitzstr. 13. 2. Südost und Oft. Köhiniichrs ztrnnhnus. Landsberger Allee 13. 2. Norden und Moabit. Ei»hell er, Chausscestraße. Tagesordnung: I. Die Agitation im Baujahr 1800. 2. Beschlußfassung über die Einigung der Berliner Maurer. 2. Gcwcrlschastlichcs und Verschiedenes. Die Einbrrufrr. lieber folgende Fabrikcn.ist die Sperre verhängt: Carl BarUcnzen(wegen Maßregelung) 1. Geschäft: Webernr. 5, 2. 4. 5. C. 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. Oeffeutliche Versammlung der Pösliiselitiere VerOgeilöisejl. Nirnstag. den 4. März. Abends 8V2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobslraße 75 Tagesordnung: 1. Ncchnungslcgung vom Gcncralsonds. 1689 2. Bericht der Fünser-Kommission. -t. Verschiedenes. Kollegen aller Branchen sind hierzu eingeladen. Der Einbernfrr. Zur Erwiderung auf die gestrige Bekanntmachung, daß ani Montag, 0 b-. 44. HQ 104» JQ* den G. liiiivj, in den Firmen Friedrich str. 97. Älcxanderftr. 71, Neue Promenade 1, Gcrtrandtenstr. 20, Bellc-Allianeestr.93/99. DreSdenerstr. 93, Poststr. 16, ?tcue Konigstr. 19c, ZlndrcaSstr. 75, Chausseestr. 8, Prinzenstr. 83, Slndreasstr. 59. Friedrichstr. 204. Scliraejsscr(wegen Maßregelung). 1. Geschäft: Ehausseestr. 25, 2.„ Chausseestr. 70, 3.„ Friedrichstr. 100. Naucke, vormals Schubert& Sohn (wegen Maßregelung), Michael- kirchstraße C. 1. Geschäft: Tresdenerstr. 72/73, 2.„ Charlottenburg. Kcilpllug, Elsassersiraße 8, Laden. Hübsch, Linienstraße 8, Laden.[1737 Die Uebcrvrachnngs-Kociinission. Die Kommission tagt täglich Wein- strnfie L8, von Abends 8 Uhr, bei Späth und sind daselbst Sammellisten entgegenzunehmen. Mehr'& Spe�c mid Wmter dieArb. zwar ans Grund Ihres selbst ausgcarbei öffentliche Lohnkommjssion bis jetzt noch I e.ne Machinaion betrachtet. Zur Kein Beschlüssen der öffentlichen Versamml nicht aufgenommen werden kann, dauer 1727 Achtung! Dildhaner! s nmer » 'V»4 totwnlUt»!" smilitlithtr BerttfsWtige BerlillS nnd Wwm� Früher: Verein der Nähmaschinen und Handarbeiterinnen. Am Sonnabend, den 15. März, im Konzertpark Ostend, Frankfurter Allee 72— 73: Großer Wiener Maskeuball. Kilirts ä 50 Pf. find bei folgenden Personen zu haben: Herrn Gott- sricd Schnlz, Zigarreugcschäft, Kottbuscr Play; Herrn Börner, Palisaden- straße 47, Zigarrengeschäst; Herrn Tempel, Breslaucrstr. 27; Lerr» Heindorf, Langestr. 70; Herrn Guadt, Brunnenstr. 38; Herrn Gründe!, Dresdener- straße 116; Herrn Böhl, Frankfurter Allee 74; Herrn Drösser, Thaerstr. 1, im Laden; Herrn Nürnberg, Anklainerstr. 19; Herrn Niekampf, Nmtmjnftr. 29, 2 Treppen; Herrn Ziemer, Cuvrystr. 16; Frau Scherper, Hollmannstr. 33; Frl. Petzold, Königsbergersir. 0, bei Nabe; Frl. Ganz, Breslauerstr. 29; Frau Hirse, Bandelstr. 13, in Moabit; Frl. Bangisch I. Kassirerin, Strausberger- straße 15, 4 Tr.; Frau Gubela, Frieoenstr. 78, 2 Tr.; Frau Gruno, Baruther- straße 13. 1694 Um recht zahlreiche Betheiligung bittet Das Komitee. In folgenden Werkstätten sind unsere Forderungen nicht bewulligt: J. C. P'aif; Gebrüder Woinmanu; Groschkus; Schimmelpieuuig; Franz; Müller& Co.; Gotschko; Franko; Gchricke; Griewahn; Thiele; Cou- iuricr; Jarius; Heinrichs; Ochs; Stahlheuer; Bruhn; Kursig; Molmke; Lttdolph; Schwarz; Jacksch; Falls; Schmitz; Vater; Kesehot; Ulrich; Gosda; Schöning; Hennig; Thicm; Bitterhot; Kirschner; Pickert; Stahl; Lnckat; Rudorf; Dittmann; Broslg; Lobig; Biester; Ford. Vogts& Co.; Michelson. Jlfchnlu'efTVit: A d a l b e r t st r a ß e 38. 5töpnickerstraßc 115. K ö p n i ck e r st r a ß e 26a. Köpnickerstraße 190. Die Kontrole ist bei Kessner, Annenstaße 16, von 9V2— 12 Uhr Vormittags.[1240 Die Koimnisslon. Achtung! MMttbkite�Fomttll.Wl- Milcr, sWieHilftMter. Der Streik der Firma Fr. Klemens& Comp. dauert unverändert fort und ist Zuzug streng fern zu halten.[1699 Die Kommission. In folgenden Geschst 4t ,ulv mit Kontrolmarken zu haben: R. Berger, Brunnenstr. 135. G. Dunsing, Dresdeuerstr. 6. C. Reitig, Fehrbxlliuerstr. 81. C. Schulze, Fehrbelliuerstr. 84. Renz& Böhme, Orauieustr. 6. R. Beisse, Chausseestr. 70. A. Schumann, Gerichtstr. II. Dietrich, Orauieustr. 15. AI. Dröboljahr, Weinbergsweg 8a, A. Fachs, Manteuffelstraße. „ Mannmienstraße. „ Skalitzerstraße. P. Haupt, Große Franksurterstr. Jockoü, Linienstr. 2. P. Kunz, Prinzen-Allee 87. H. Meissner, Neue Hochstraße. F. Sporrenter, Poststr. 16(am Mühlen- öamm). Jnlow, Pankow, Berlinerstraße. C. Böttcher, Friedrichshagen, Friedrichstr. 25. Die Arbe 140. / A. Kehr, Köpnickerstr. 120. A. Simheck, Fischerstr. 8. Polvoigt, Bnlowstr. 18. 0. Liskow, Orauieustr. 47a. A. Bracklow, Lothringerstr. 27. H. Fürstenberg, Alt-Moabit 21—22. 0. Krahaer, Jnvalidenstr. 105. Röpke, Prinzenstr. 60. Möwes, Andreasstr.(nahe dem Grünen Weg). H. Aertscus, Prinzenstr. 28. F. Micheln: anu, Elsasserstr. 70. C. Mnsic, Potsdamerstr. 43. C. Wanke, R i x d o r f, Bergstr. 9. V. Kliem, Bernauerstr. 108. J. Kock, Kastanien-Allee 80. S. Asch, R i je d o r f, Bergstr. 126. B. Sarsch, Stralauerstr. 13—14. B. Metzelthia, Ackerstr. 173. A. Wiltoabechor, Moabit, Birkenstr. 9. 0. Wlrlhschafter, Brunnenstr. 126. 1688] ter-Kontrol-Kommission. Möbel-, Spiegel- u. Polsterwaaren-Magazin. Gauzo Ausstatftingen in Mahagoni und Kussbanin. Küchenmöbel in grosser Auswahl empfiehlt 1692 Julius Apslt, Cebajliach. 27-28. Reelle Waare. Prompte Bedienung. Am Montag, den 3. März, findet eine WeFsa�umSäBiraeg des Fachvereins Verl. Stuckateure Freie Vereiüig. der toeme, Cistleme inid VmlssMW. a sin m§ im g bei Zemtor, Münzstr. 11, AbdS. 8 Uhr, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Vortrag über„Heinr. Heine" vom Kollegen Arthur Marker. 2. Gewerkschaftliches. 3. Verschiedenes. Gäste sind willkommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Vorstand. Vereill der KleuWee Berlius lliid Uiilgegend. Grosse Versammlung am Dienstag, den 4. März, Ab. 8 Uhr, -**-» J----- PL— r_. in der Viktoria-Brauerei, Lützowstraße Nr. 111—112. Tagesordnung: 1. Vortrag: Unsere wirthschastliche Lage. Refet.: �Reichs- « v» 4 4 y|*4y �.— y.--- I"---—----- tagSabgeordneter Hr. Albert Schmi... 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten.— Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Die Urania-BiMets zum 9. März gelangen in der Versammlung zur Ausgabe. 1732 am Montag, den 3. März, AbenOs präzise 8Ve Uhr, im„Dresdener Garten", Dresdenerstraße 45. Tages-Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Die Entstehung der Erde. Referent Herr Bölschc, 3. Verschiedenes und Fragckasten. Ar- beitsnachweis bei Kollege Müller, Grimmstraße 37. Zlufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen.[1687 Verband deMer Zimülerlente (Lokalvcrband Berlin). Dienstag, den 4. März, Abends 8 Uhr, in Jordan's Saal, Neue Grünstr) 28: Geueral-Versammluilg. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Neuwahl des ersten Vorsitzenden 3. Verschiedenes. Um rege Betheiligung bittet 1738_ Der Vorstand. Jnterefsenverein der Kistenmacher. Mitglieder- Versammlung am Montag, den 3. März, Abends SVa Uhr, im Lokale des Herrn Feuer- stein(Tunnel), Alte Jakobstr. 75. T.-O.: 1. Vortrag des Herrn Stadtv. F. Zubeil über Gewerbe-Schiedsgerichte. 2. Angelegenheit der Arbeiter der Firma Jäschte. 3. Verschiedenes und Frage- kästen. 1690 Der Vorstand. _ I. A.: E. Tschern ig. Ctiltralkrauken- und Tterbekasse d.dentsiheuSenestlder-Buudes. Nrrmaltungllrlle Kerli». Mitglieder- Versamml. am Dienstag, den 4. März, Abends 8 Uhr, im Restaurant Weich] Alexanderstr. 31. Tages-Ordnung: 1. Abrechnung pro 4. Quartal 1889. 2. Neuwahl der Verwaltung. 1740 Paul Möhrlug, Wilhelmstr. 130. Fachverein der Tapezirer Berlins und Umgegend. Mitgtirder-Persammlung am 4. März, Abends 8»/« Uhr. bei Feuerstein, Alt» Jakobstr. 75. Tagesordnung: Vortrag mit Diltufston über Gewerbe- Schiedsgerichte. Referent Herr Studio. Fr. Zubeil. 2. Vereinsange- legeuheiten. 3. Fragekaste». Da in der Versammlung die statistischen Frage- bogen zur Austhcilung gelangen, so ist das Erscheinen sämmtlicher Kollegen von Wichtigkeit. 1698 Der Vorstand. am hiesigen Platze bekanntlich Grösstc Auswahl. Vnrantirt sicher brennende WAO Tabake."WS Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sännntliche im Handel befindlichen Rohtavake sind am 1653 Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt. Empfehle meinen werthen Freunden und Genossen, sowie den Lesern dieses Blattes mein 1721 Oiyarren- Geschäft. Carl Lehmann, Brunnenstr. 83, dicht am Humboldthain. Sammelstelle für sännntliche Arbeiter- blätter. Spiegel nnd . Polsterwaaren. I Gr. Lager, bill. Preise.| Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. eigener Fabrik. Uhren! 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