Freitag, den 7. März 1890. m a i 7. Aaljrg. Hrgan für die Interessen der Arbeiter iL % ':%||| tSaru, D,is„Berliner Volksblntt" SMWUW-ZMM Insertion sgebiihr üciiiifli für die 5 gespaltene Pelitzcilc oder deren Raum 40 Ps., für Vereins« und VersammlungS« Anzeigen 20 Pf. Inserate werden big 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Verlin S\v., Ziuunerstrabe 44, foivic von allen Annonccn-Bnrcaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. > Krrnsprochrr: Amt VI. Ur. 4100.«■* KlodaKkron: Veuthskratze S.— ExprvMon: ÄinnnevfkvMv 44. dem i. Mörz eröffneten wir ein neues Abonnement au »»-oerti i.» wer Vollsblatt". t tl> V y» m I rJ««nsereZ Blattes eintreten zu lassen. Unser Blatt kostet vom I.März ab frei iu« La»» 1 Mark 10 Wm (it. %ow die Postabonnenten tritt die Preiserntästigung erst vom ein. ��aktivn und Grpedltiou des »KerUner UolKsdlaii". Es �fdmnite Bergwerks VergarbeiterauSstand des vorigen den bedeiitendsten Abschnitten der I VtVir"'"/~— 11" V«.W.f|«y.» v-V. � I~-------— Ii« l|e" W irthschaflsgcschichte zählt, hat bekanntlich für lammte ÄergwerkSindustrie sehr günstige Met? � gehabt. Die gesteigerte Siachfrage nach deni : Industrie, der Kohle, hatte ein jähes Steigen k Venpreise zur Folge. Gaskohle, die iin Frühjahr ..l'va 70 M., im Frühjahr 1889 85 M. kostete, fit; 5 rund 160 M., Koke? stiegen von 100 M. im y,ah1' 1888 und 130 M. im Frühjahr 1880 auf «tn v u-. f" ,u- u. s. w. Die Hochosenwerke, die m%,' oie �Eisenbahnverivaltungeu und andere Staats- % Wteil'.Uw einen stetigen festen Bedarf an Kohle haben, H». lsch vor einer Wiederholung der Ereignisse, wie in bi- 3'"fii x Triobe' in der sie empfindlichen Kohlenmangel » n fn; Uv$ Aufhäufung bedeutender Vorräthe zu schützen. hatten alle Hände voll zu thnn, und die >on�„s»»,.—...c.r.......v. vnschcr zu steigen an. Kohlengrube, das �,----, y.....„----- machte und noch h ha m Jahren war die Lage keine so günstige: 6(tps!L �emerO des Auslandes durch hohe Schlitz- di»?' �unte sie im Jnlande um so freier schalten, hauptsächlichen Zweige der Eisen- und Stahl- Isenillekon. [i Mord auf dem Kalle. Ans dem Leben einer Kreisstadt. Von I. S. P a» o iv. Erster T H e i 1. Da» m mich Ii che Gericht. J. Jüj.JtS Der Bali. cstij°utenilch schon zu Bett begeben in der Hoffnung, N �»d Q|, Stunden mühsamer Arbeit ansznrnhcn, als It'Mnw �'strikts- Polizeimeislcr Kokorln? ließ sich k,%errmLT� dem andern Zinnner vernehmen. . Ich' von dein so späten Erscheinen einer Person, —--'r—''>.----- cv i{§r,CQVf einen Schlafrock über die Schultern und öffnete indllstrie in festen Verbänden zusammengeschlossen sind, durch Vereinbarungen, Kartelle, VerkaufSsyndikate die Produktion bis zu einem geivissen Grade regeln und die Preise auf dem heimischen Markte diktiren. Fügt man hinzu, daß überhaupt das letzte Wirth- schaftsjahr eine fieberhafte Thätigkeit in Handel und Wandel zeigte, daß eine Gründung der anderen folgte, und es geradezu ein für die„Macher" sehr einträglicher Sport wurde, auch kleinere Betriebe in Aktiengesellschaften umzuwandeln, so wird man verstehen, daß die Zechen- besitzcr vergnüglich im Rohre sitzen und Pfeifen schneiden konnten. Die Spekulation bemächtigte sich selbstverständlich auch der Kohlcnwerthe. Eine Reihe von Zechen, die bisher in den Händen von Gewerken gewesen, wurden gleichfalls „gegründet", an Stelle der kknxe trat das bunte Papier der Aktie. Auf der Börse wurde eifrig in Montanpapieren gespielt. Aber es ging diesmal der Anstoß zu einer uner- horten Haussebewegung hauptsächlich vom kaufenden P u b l i k u m ans. Wer die Börsenblätter in dieser Zeit einigermaßen verfolgt hat, wird wissen, daß der Austurm der kleinen und mittleren Kapitalisten ein gewaltiger war. Die Bankiers, die Bvrsenlommissionäre wußten sich vor lauter Auftragen kaum zu helfen. Kein Fisch kann gieriger auf de» Köder losfahre», als unsere Kleinbürger, unsere Rentner auf die lockenden Bergwerkspapicre, deren Kurse jeder Tag höher schnellte. Ein wahrer Hexeusabbath spielte sich ab. Anstatt, wie die Erfahrung es so eindringlich lehrt, in den Kursen nur die nächste Zukunft zu cskomptiren, baute man ans dieselben die kühnsten schwindelnd hohen Lufschlösser. Man kapitalisirte die in Aussicht stehenden oder er- hofften Erträgnisse der Zechen so, als ob es sich nicht um einen Ausnahmeprofit, sondern um rcgel- mäßige, stets wiederkehrende Erträgnisse handelte. Tie an der Börse spekulireude Bourgeoisie ließ sich von den großen Dividenden hinreißen, und die Börsenleute benützten ie Gelegenheit, einen gewinnreichen Fischzng zu machen. S i e deckten sich gegen Verluste, sie machten Differenz- geschäfte, sie thaten nichts, um das profitlüsterne Pnbli- kum zu nüchterner Betrachtung der Sachlage zu bringen. Das wäre auch gegen alle Religion gewesen. Der Nebvach ist etwas viel zu heiliges, als daß mau die Fliegen, die auf den Leim gehen, fortscheuche» dürste. Waren ihre Gewinnste eingestrichen, so»lochten die Käufer der Aktien sehen, wie sie damit fertig wurden, wenn das eintrat, was naturgemäß eintreten mußte, ein Rückgang, ein Sturz der Kurse, eine Verschlechterung der Lage. Run ist bereits beim Beginn der zügellosen Kurs- treibereien darauf hingewiesen worden, daß hervorragende mit der Miene eines heftig beunruhigten M Uhr Nachts, sprach ich zu ihm. ich bieneit?VaU Jfltc3 BcsncheS? Und womit — Entschuldigen Sie, es ist eine dringende Angelegen- heit; ich komme ans Befehl des Polizeidirektors.. — Ja, vorerst sagen Sie mir, wie Sie in mein Zimmer gelangt sind. Ich habe die Glocke nicht gehört. Durch meinen Beruf an ununterbrochene Vorfälle ge- wöhut, brannte ich nicht vor besonderer Ungeduld, sofort zu erfahren, um was es sich handelte. — Ihr Diener hatte vergessen, die Thür zu schließen. — Ich begreise. Bitte, nehmen Sie Platz! Sie sagen ... der Polizcidirektor sende Sie? — Er hat befohlen, Ihnen über einen schrecklichen Vor- fall Bericht zu erstatten. Auf dem Ball bei Nuslanow hat man seine Tochter ermordet, Fräulein Helene Wladi- mirowna... — Ist's möglich? Wann? — Bor einer halben Stunde. — Ter Mörder ist verhaftet? — Der Mörder ist unbekannt. Alle erwarten Sie. Wir haben auch noch kein Protokoll aufgenommen. Der Polizei- dircktor hat angeordnet, daß vor ihrem Eintreffen Niemand aus dem Hanse gelassen wurde. Ich habe befohlen, den Wagen anzuspanneii. Während ich mich ankleidete und während mein Sekretär das Schreibmaterial in ein Portefeuille packte, erzählte der Distriktspolizeimeister: — Bei Nuslanow ist heute ein Ball aus Anlaß der Verlobung seiner Tochter. Es kam eine Menge Gäste zusammen: die ganze Stadt ist jetzt dort und alle Stadtviertel vertreten. — Nnslanows Tochter sollte, wie inir scheint, Petrowski heirathen? fragte ich. — Ganz richtig. Er ist auch dort. Mitten im Tanz- Vertreter der Kohlenindustrie keineswegs sich der Freude über den geschäftlichen Aufschwung hingäben. Sie prophe- zesten vielmehr eine ungünstige Wendung. Bekanntlich schärft der Aerger, der Brotneid den Blick, und die Grubenbesitzer hatten einigen Grund zum gries- grämigen Mißmnth. Das Wild war zur Strecke gebracht, aber der Löwenantheil fiel nicht ihnen zu, mindestens zur Zeit, als dasselbe am leckersten war, als es seinen pikan- testen Wildgeschmack hatte. Um ohne Bild zu reden, die Periode des gewaltigsten Aufschwungs, die ersten fünf bis sechs Monate nach dem Ausstand, brachte zwar erhöhte Förderung, zahlreiche Aufträge und garantirte dadurch die Möglichkeit fetter Dividenden, aber am gnädigsten war die Fortuna des Eeldsacks doch der kleinen Gruppe mäch» tiger K o h l e n g r o ß h ä n d l e r. Diese für den ersten Blick anffällige Drscheiniiiig erklärt sich aus der eigen- artigen Organisation des K o h l e n v e r s ch l e i ß e s im Großen. Die Mehrzahl der Gruben vergiebt nämlich ihre Jahresproduktion zu festen, für ganze zwölf Monate unabänderlich gilligen Preisen und Mengen an die Mehr» zahl der Kohlenhändler. Damit bezweckt man die möglichste Stetigkeit im Betriebe. Der Händler macht sich verbindlich, jeden Monat ein ganz beslinmUes, im Sommer und Winter gleiches Quantum abzimehmen; diese gleichen Mengen nach dem schwankeildeil Konsinn zu vertheilen. Dr. Max Q u a r ck sagt in seiner mit umfassender Beherrschung des Stoffes geschriebenen, gradezu mustergiltigen Studie: Die ökonomischen Wirkungen des Massenstreiks in den deutsche» Kohleubezirken(HandelSmiisenm, Jahrgang 1889, Nr. 31 sf.):„Weil der einzelnen Grube onrch eine Anzahl solcher Verträge gleichmäßige Produktions» Möglichkeit und sicherer Absatz gewährleistet wird, begiebt sich dieselbe für ein Jahr des Rechtes der Preisbestimmung nach den Monatskonjunkturen. Selbst dort, Ivo im Ver- trag eine Klausel für den Streikfall vorgesehen ist, bleibt die Preisfrage unberührt. Durch die Klausel erhält die Grube nur die Vergünstigung, mit der Lieferung lediglich während der Daner etfies Ausstandes in vcrhältnißmcißigem Rückstände bleiben zu können. Nach Beendigung des Streiks treten die alten Lertragsbediiigungen ivieder in Kraft, die meist im Herbst, vor der Wintersaison abzu- laufen pflegen. Durch diese hochinteressanten geschäftlichen Verhältnisse ging, dies muß offen zugegeben werden, so wenig es allgemein bekannt ist, für die eigentlichen 5kohlen» Produzenten, die doch die Kosten des Streiks mittrugen, den nachträglichen Preisvortheil desselben bis zum Herbst 1889 gänzlich verloren." Von diesem Zeitpunkt ab haben die Grubenbesitzer freilich den Rahm von der Milch geschöpft, aber es wird in Bälde mit der Herrlichkeit, wenigstens wie sie heute gedeiht, auf die Neige gehen. Die G e- geimihl fühlte die Braut sich unwohl und begab sich in ihr Zimmer, um sich abzukühlen. Es vergingen keine fünf Mi- mite», als Geschrei ertönte. PeUowZn und viele von den Gästen eilten zu ihr... sie fandc» sie ans dem Schlaf- sopha im Sterben. — Wurde sie vergiftet, erwürgt? — Erstochen! Ich zuckte die Achseln. — Und c3 ist keine Spur vorhanden? — Keine! Soviel ich ans den Worten des Polizei- direktors, der sich aus dem Balle befand, entnehmen konnte ... keine! Man meldete, daß der Wagen bereit sei, und wir brachen ans. Die Pferde hielten bald in einer der benachbarten Straßen bei der Einfahrt eines großen HanseZ, aus welchem von den Feiistern des zweiten Stockwerks der helle Schein der beleuchteten Jnneilrällilie hervordrang. Wir bemerkten einige an die Fensterscheiben gedrückte Gesichter, die wahrscheinlich ungeduldig meine Ankunst er- warteten. . Der Schweizer öffnete das Thor. Ich stieg die reichgeschmückte und mit Garteugewächsen bedeckte Treppe hinan. Droben standen einige Herren im Frack. Als einer der Gäste die metallenen Knöpft meiner Uirtsovm bemerkte, eilte er rasch fort, aber ich war noch nicht in den Ballsanl gelangt, als er schon wiederkehrte, Ann in Arm mit dem Polizcidirektor, Oberst Matow. Der letztere drückte mir die Hand und sagte: — Nun, Iwan Wassiljeivitsch, da Aum man doch den Kopf verlieren! Nicht die geringste Alldentimg, was die Ver- prellten sind jedenfalls aber die Arbeiter, deren Forderungen nur znm Theil erfüllt wurden, so das; eine neue Ausstandsbewegung bereits im Fluß ist. Die selt- samen Ergebnisse der vielberufenen Bergwerksenquctc wollen den Bergleuten gar nicht einleuchten, den Natorp und Äe- nossen, all diesen Hintermännern der lieblichen„Rheinisch- Westfälischen Zeitung" ist dadurch der Kamm mächtig ge- schwollen, und so sorgt das Kapital für möglichste Ver- luttcrung in den Gemüthern des werkthätigen Volks, das die schwarzen Diamauten zu Tage fördert. Noch ist die Situation der Kohlenindustrie eine günstige, aber die ersten Gewitterwolken ballen sich am Horizont der Börse zusammen, und die Bourgeois, welche sich in den Strudel der Bergwerksaktien- Spekulation ge- stürzt haben, mögen sich sputen, daß sie das rettende Land noch erreichen. Für Viele, sehr Viele, für die Kleinbürger, die in einsichtsloser Lüsternheit am raschesten sich zur Fahrt auf dem uferlosen Meer des Börsenspiels haben verlocken lassen, steht die Sache sehr schlimm. Wer sein Bischen Kapital aus eine Karte setzt, ist verloren, wenn sie gegen ihn schlägt. Wir geben noch zwei Zusaunnenstellungen des Handelsblattes der„Frankfurter Zeitung" eine Uebersicht der Kurse hervorragender montan- industrieller Papiere für die Zeit vom 31. Dezember 1886 bis 3. März 1890. 3l/l2 31/12 3Vl2"V 12 8Vl M/e Vi 3/3KÜ(h(rt»«feU 18S0 18N7 1888 1889 1890 1890 1890 1890 ZI.D-z.1889 Bochumer Guß Dortmunder. jLaura.... Ok'lsenkirchen Harpener... ü)tbevNta.., 98 Louise Tiefbau.— 12:) 03 85 112 06 191 06 89 Iii 88 135 107 284 233 186 182 176 103 08 137 119 100 97 93 44 135 173 107 155 151 140� 20% 131 217 192 182 173 170 47 128 822 256 22Sex 211 200 122 242 218 199 188 181«1 132 110 203 185 162 121 116 63 Diese Zahlen sprechen für sich selbst. Bezeichnend aber ist es auch, daß einer, der es wisset; ntnß, König S t n m n; nämlich, der große Eisenhütten- despot, im letzten Mosel-Landtag recht unverblümt über die Sachlage sich ausgesprochen hat. Im Provinzialland- tag war nämlich gesagt worden, daß die Eisenindustriellen — es sitzen deren gar viele in dieser Vertretung der bürgerlichen Interessen, bei dem guten Geschäftsgänge recht gut eine kleine Belastung vertragen könnten. Daraus erhob sich der Gewaltige von Nennkirchen und sagte, ohne Widerspruch bei seinen Berufsgenossen zu finden:„Das Letztere ist richtig, und ich habe schon darauf hingewiesen, daß die Preise für E i s e n z. Z. einfach schwindet- hast in die Höhe getrieben worden sind. Ich bedanre dies, aber ich bin nicht mächtig genug, darin Wandlung zu schassen. Meine feste Ueberzeugung geht dahin, daß uns dieser Schwindel in sozialer Hinsicht unendlich mehr Schaden schaffen wird, als die p a a r M i l l i o n e n Werth sind, welche wir gegenwärtig in die Tasche st ecke n." Sehen wir davon ab, daß der edle Mann von Millionen so wegwerfend spricht, wie kleine Knaben von Kirschkernen— er hat es ja dazu—, so ist seine Aeußerung symptomatisch für die Lage. Sie ergänzt das oben mitgetheilte Zahlenbild vortrefflich. Wir haben darauf aufmerksam gemacht, daß bei dem Kurssturz der Zechenpapiere die kleine und mittlere Bourgeoisie die Zeche zahlt. Uns kann dies gleich- giltig lassen. Wir wissen, daß der Zerfall des Klein- kapitals mit Nothwendigkeit vor sich geht, daß durch die Vereinigung der Produktionsnnttel in immer weniger Händen die Proletarisirung der Gesellschaft wächst. Der- artige Vorgänge, wie sie aus den; Montanmarkte sich ab- spielen, beschleunigen die sichere Auflösung. Und so rückt die Arbeiterklasse einen Schritt weiter vor in ihrem heißen Befreiungskämpfe. Aber was dann, wenn dem Ueberschwang der Pro- duktion die Krisis folgt? Unser Wunsch ist, daß die Krisis die Arbeiter nicht unvorbereitet treffe. Wir wollen hoffen, daß die V e r g a r b e i t e r s ch a f t durch straffste zentraliffrte Organisation, durch einnnithiges Vorgehen sich fest zusammenschließen und die günstige Konjunktur, die noch auf dem Kohlenmarkte herrscht trotz des Sinkens der anlassung war! In der ganzen Stadt ist alles ruhig und friedlich, und plötzlich ein Mord! Und wo? Aus einem Ball, inmitten einer großen Gesellschaft! — Während Kokorin mich holte, haben Sie nichts zu erfahren vermocht i - Nichts. — Und die Gäste gehen nicht auseinander? — ßch bat alle, bis zu Ihrer Ankunft zu warten; wer weiß, ob unter ihnen nicht der Schnldige gesunde» wird. Wir begaben uns in den Saal. Ein ganzer Schwärm von Damen in Balltoiletten schim- vierte vor meinen Augen. Die Musiker waren vom Chor bcrabgekommeil und erwarteten irgend etwas. An den Mienen der Männer bemerkte ich vor allem Neugierde, in jenen der Damen Unentschlosseichcit und Entsetzen. Einige Herren kamen ans mich zu mit der Bitte, die Damen von der drückenden Nothwendigkeit zu befreien, die Ausnahme irgend eines Protokolls abzuwarten, das sie nichts angehe. Innerlich stimmte ich der Berechtigung dieses Ver- langens bei, aber erstens war mir noch nichts bekannt und Matow hatte mir noch nichts von seinen Anordnungen mitgetheilr, das Eine ansgcliommen, daß alle Ausgänge des HauseS von Polizisten besetzt waren, und unter den Gästen konnten sich Zeugen befinde», deren Aussagen viel- leicht von wesentlicher Wichtigkeit für den Beginn der Nachforschungen waren— zivcitcns gehörte eine solche An- Ordnung nicht in das Bereich meiner Funktionen, son- dcrn in jenes der Polizei. Deshalb ersuchte ich die Herren, sich an den Polizcidircktor zu wenden. — Wo ist der Hausherr? fragte ich. Man erwiderte mir, daß er sich wahrscheinlich bei der Leiche befinde. Einige Augenblicke standen ich und mein Sekretär un- schlüssig da, indem wir niemanden sahen, der uns zeigen konnte, wo die Ermordete sich befinde. Schließlich wies uns einer der Diener den Weg. Bein; Durchschreiten des Gastzimmers bemerkte ich ein Mädchen, welches ohmnächtig aus dem Sopha lag. Einige Kurse, dazu benützen wird, die Zechenbarone zu verstän- digcn Konzessionen zu nöthigen, damit nicht beim Hereinbruch schlechterer Zeit wieder einmal die Proletarier allein die Suppe auslöffeln müssen, die das Kapital eingebrockt hat! Maßvoll und entschlossen vorgehen, sich keine Blöße geben und den Gegner schlageil, das sei die Losung. Norrepponderrzeil. UeW-Zjovk, IS. Februar. Gelegentlich einer hie» vorige Woche abgehaltenen Volksversammlung in der Schulangelegenheit, zu welcher auch Vellann) als Redner cingeladen war, hat derselbe in einem Schreiben, in dem er sein Nichterscheinen durch 5trank- hcit entschuldigt, eine Ansicht geäußert, welche srilheren seiner Auslassungen direkt entgegensteht. Ich berichtete s. Z., daß er erklärte, die Nationalisten bildeten keine besonoere Partei;»Iber- Haupt ließ das, was nian von ihm und über ihn las, darauf schließen, daß er nichts von einer neuen Parteibildung gegenüber den schon bestehenden Parteien wissen wolle, sondern daß durch die Agitation der Nationalistenklubs Anhänger in allenLager» gewonnen werden sollte», so daß schließlich die verschiedenen Parteien selbst gezwungen seien, die von den Nationallsten angestrebten Re- formen zu unterstützen. Das erwähnte Schreiben an die Schul- Versammlung lautete mm folgendermaßen:„Sie haben sich ver- sammelt, um gegen ein Vervrechen zu proteslire», welches die Stadt New-Nort gegen ihre Kinder verübt. Tie Einzelheilen, die Thatsachen und Zahlen, die Beweis« für das Verorechen sind Ihnen vorgelegt worden. sDeshalb brauche ich nur wenig zu sagen über die furchtbare Größe des Verbrechens selbst und die Pflichten, welche es Ihnen auferlegt. L0(100 Kinder sind in einem Jahre von den Schulen New-Zjorks ausgeschlossen worden, blos, weil kein Platz für sie vorhanden war, und zwar,»achdei» man die vorhandenen Schulzimmer mit Kindern vollgepfropft hatte, ohne Rücksicht aus Gesundheit und Anständigkeit. Es gicbt mehr als 100 000 Kinoer in Neiv-Iork," welch«, wegen Mangels an Raum die Schulen nicht besuchen könne». Es bedeutet dies so viel, als sie aus Lebenszeit zur Sklaverei der Unwissenheit zu verurtheilen, damit sie die Diener der erzogenen Klassen seien, die am schwersten Arbeitende», die verachtetsten Mitglieder der Gesellschaft. New- Jork vcrnrtheilt alle neun Jahre 100 000 Kinder zur Sklavenarbeit in den Fabriken oder zum Laster in der Gasse. Es ist schw>r zu sagen, welches Schicksal von beiden das Schlinimere ist. In einem Falle wird das Kind körperlich, im andern moralisch ruinirt. Es wird viel über die Einwanderung verkommener und gefähr- licher Klassen vom Ausiande geschrieen. Was aber nützt es, dies zu verhüten, während eS Städten wie New-Dork erlaubt wird, unwissende und gefährliche Bürger aus einheimischem Material zu fabriziren zu einer Minimalrate von 100 000 alle neun Jahre? Es wird vorgeschlagen, das fremde Element fern- zuhalten, um die einheimische Industrie zu schützen. Aber sie scheint des Schutzes nicht zu bedürfen. Tie Industrie der Ver- Wandlung von Kindern des Volkes in Sklaven und Verbrecher hat einen Maßstab erreicht, mit dem die Einwanderung nicht mehr kon- kurriren kann. Was soll man nun in dieser Sache lhnn? Ich hosse ernstlich, daß dieser ausdrucksvolle Protest und Ihre Forderung an die Behörden New-Uorks, unterstützt von solchen überzeugen- den Thatsachen und Zahlen und einer so großen Woge der Ent- rüstung den Erfolg haben wird, sie zur Erfüllung ihrer Pflichten anzuhalten. Ich fürchte, daß die Politiker, welche New-Aork bc- herrschen, nur für einen Augenblick durch Ihre Demonstration aus- nierksam gemacht, verden und daß alle ihre in dieser Hinsicht zu Sebenden Versprechungen eitel Verstellung sein werden. Wenn ihre Kinder gerettet werden sollen, müssen Sie selbst sie retten. Und das wird nur möglich sein, wenn Sie Ver st and und M u t h genug haben, nicht länger für Ihre Bosse, sondern anfangen, für sich selb st zu stimmen; bisSie denaltenPartecen den Rücken kehren, um Ihrer eignen Kinder willen. Deshalb gebe ich Ihnen diesen Rath: e nn Sie keine prompte und zufriedenstellende Antwort auf Ihre Forderungen erhalten, or- ganisiren Sie ohne Zögern eine unabhängige olitische Aktion dieses Jahr, und fordern Sie alle Freunde er Kinder auf, mit Ihnen Hand in Hand zu gehen. Geben Sie 100 000 Stimmen für Ihre Kandidaten ab im nächsten November, und im nächsten Jahre werden Sie in Bezug auf Schulen keinen Trubel mehr haben. Sie halten die Macht in Ihren eigenen Händen. Werden Sie dieselbe benutzen in dieser heiligen Sache? Väter und Mütter von New- Jork, werdet Ihr Eurem eignen Fleisch und Blut beistehen?"— Ich habe das ganze Schreiben wieder gegeben, weil es auch in sonstiger Beziehung von Interesse ist und später sich wohl noch manchesmal Gelegenheit bieten wird, darauf zurückzu- komme». Man sollte sagen, wenn Bellamy über den Inhalt seines Brieses weiter nachdenken würde, er zu dem Resultat kommen müßte, daß die Bildung einer neuen politischen Partei, welche die Personen waren um sie beschäftigt; es war eine der besten Frenttdinuen der Ermordeten. Nachdem wir eine Reihe Zimiuer durchschritten, gelangten wir endlich zn einer verschlossenen Thür. Das Zimmer, in dein wir uns befanden, war voll- kommen leer. Ich klopfte an die Tizt'tr, aber es rührte sich nichts. Der Tiener theilte mir mit, daß das folgende Zimmer jenes sei, in welchem Fräulein Ruslanow ermordet gesunden wurde. Ich drückte an die Thürklittke. — Die Polizei! Mein Gott! Mein Gott! ließ sich eine dünne Freutenstimme vernehmen. Warum stört man uns in einem solchen Augenblick! Die so sprach, war die Mutier der Ermordeten. Ihr Ballanzug wak zerrisse» und Blut befleckt. Sie lag ans den Knien, das Haupt an das Sopha gelehnt. In ihre» Mienen war die vollkommenste Verzweiflung aus- geprägt. Das Sopha, bei dem sie sich befand, stand gerade gegen- über der Thür, durch die ich eingetreten ivar. Das Zimmer war durch das niatte Licht einer Hängelampe mit rosa- farbener Glocke erhellt. Es war ganz verstellt mit Sophas, Stühlen und Pflanzen. Zur Rechten und Linken befand sich eine verschlossene Thür. Hinter dem Sopha war ein offenes Fenster, das nach dem Korridor ging. Etiva ztvci Meter von diesem Fenster entfernt be- fand sich im Korridor selbst ein ziveites, das sich nach den; Garten öffnete; andere Fenster, die nach der Straße oder nach oem Hofe gingen, waren in diesem Zimmer nicht vorhanden, und bei Tag erhielt es sein Licht durch die gläserne Decke. Einige Augenblick stand ich unentschlossen, wohin ich mich wenden sollte. Die Mutter der Ermordeten wtes mit einer Kopfbewegung nach der Thür zur Rechten. Ich be- fand mich alsdann in einem Korridor, in welchem Porträts hingen und der durch eine Reihe Hängelampen erleuchtet war. Links, fast ganz am Ende des Korridors, bemerkte ich einen alten Mann, der in einem Lehnstuhl lag. Seine Hände waren über die Brust gekreuzt, das Haupt herab- Reinigung des großen Augiasstalles zu übernehme»'k allen Umständen n ö t h i g sei. Er w e>>.„ _&.----—*■<-- flltv->"> den Ka-M ist- spricht es in dem Schreiben klar genug faiSf«Uasr w« hinausgeht, ist, daß unter besonderen Umstan 31 Parteien ei» Uebereinkommen treffen, wonach N � ..... ÜYL..Y1.f.... Wenn die Nationalisten wirklich mecnen,»" Nationalisten wirklich meinen,._ winnung der Massen für ihre 3�" Polw� jene korrupte Politiker geübt werden konnte, MKWM W zwischen den w ein( w Hanl ■fe tat � mußt >1 sMÜu Alles bleibt, wie es ist. Die„Differenzen"* Parteien haben damit nichts zu(htm. Uebrigens M'l Hn selbstverständlich die Nationalisten ganz g»U,, r f «>9 beä£ Ihm ... pagssti Don l�evt) hii! zilfcOTint Sa" jfm nid �und fci (ntß l'tenä findet selbstverständlich die Nationalisten ganz eiuv- ,,K es, daß sie die sich eigentlich von� ich'P*1 Sim Schlußfolgerungen noch nicht gezogen. Das man nach dem äußeren Anscheine urlheilen tvui. anzunehmen, daß sie jetzt dabei sind, und daS mrtgely 7 ben Bellamy's bekräftigt dies, daß sie noch nicht nach. tung vorgegangen sind, hat sehr muthmaßlich sewenG � weil ihr Vertrauen auf die Disposition der arbeitenoe � tu, eine Reorganisation der Gesellschaft noch sehr gering kann man ihnen nicht verübeln, wenn man die DiNiL M w'- sie gegenwärtig wirklich liegen,»"b I Nationalisten eben noch keine Sozialisten sind. Emert.'.� Illustration zu erstcrem Punkte bot eine gestern ftott3;'L„B Versammlung im selben Saale(Cooper-Jnstitut), Tammanyten(von Tammany-Halle, dem Sitz der sb alij mokraten, während die[wegen der Leute] mit deine gu spanntem Fuß stehenden Demokraten de? übrige p „Counttz-Demokrateit" heißen) einberufen worden war o», Weltausstellnngs-Angclegenheit. Die SchulversaminUMg �.... sehr gut besucht, aber zur letzteren fand ein solcher Z» baß für die Tausende, die im Saale keinen Platz f, eine separate Versammlung unter freiem Hinmtei wurde. Als die Nachricht eintraf— der Präsident der v of Labor, GomperS, war eben im Begriff, ebenfalls st» Jws � aats-MenM«F M h«. 8, M wo teniini beizutragen— das; die Republikaner der Staats� eiiW(bie(##()te mS&achWcn Mtnämitcho�y auf die von den Tammanyten w......—-> vorgeschlagene Beute- das in einer etwas) It'C die„Masse" in einen stt>"»l W-liistl tun einzugehen(selbstverständlich war schrievenen Weise gesagt), brach d WWW..... Jubel ans!.„varfi Nicbc, Als Charakteristikum sei bezüglich der Schttlven.�M �getim noch bemerkt, daß das Arrangementskottiitee' LutT Redner ausschließen wollte! Und das, obwohl die«n,,& wegung lediglich von den Sozialisten ausgegangen# stjuuu als die Misere bekannt wurde, von keiner andern Sc.ü Nj �Uiqvtk Sache ein Lebenszeichen gegeben wurde. Die betden'M»�. Zwecke im 22. Affembly-Distrikt(wo die, iultess,, sülltesten sind) abgehaltenen Versammlungen, welche tung von Flugblättern bekannt gentacht worden waren, f J')enhe ständig von anderer Seite ignorirt, und erst, als in pe' 1 mt11, Mstch. wählte Komitee's alle gewerkschaftlichen und sonsngm sationen besuchten, kam die Angelegenheit in Fluß.• Wt„u. m .4,.: WolikiMo Iteb-rsnisi � Uebev vorlagen für den nächste» UeichslaS, w �«lan tuivd den„Hamburger SW dem'Arbeiterschutzgesetze iuuu ve»„Pumvnrgs».....™lu �- Zunächst ist vollständig fertig gestellt die Krankenkassengesetz, welche als eine Vorlage von gl? dentung zu betrachten ist. Ferner ist die Novelle zu> gl0s,�l«jt gesetz abgeschlossen; dann hat der Bundesrath den 0», läge der Londoner internationalen Konvention Entwurf, betreffend Beseitigung der Rübensteuer n»?. ,, der Konsumstetter, vor Monaten erhalten. Im Re«? � Innern ist ein Gesetzentwurf gegen die TrunkzucY � bellet, ebenso hat die Vorlage wegen obligatorischer l-. � �, von gewerblichen Schiedsgerichten die Genehmigung desraths schon erhalten. Die Anbahnung emer g n»» Regelung des Lagerhauswesens und der Lagerpapxr � y � j.1 schon weit fortgeschritten, ebenso ist eine Aenderung..�1� fnmnningen des Strafgesetzbuches iiber den Wucher v gesunken. Todtenblässe bedeckte sein Gesicht, über das graue Haar wirr herabhing. Vor ihm war schlosstne Thür.. i Ich berührte ihn leicht an der Schttlter. Wll J** uns— es war Ruslanotv. Er erkatlnte mich, ch1 m(TW er sich ans dein Lehnstnhl erhob, sprach er zu mir J 1 wurfsvollem Ton: ,.�1%» — Endlich kommen Sie, Herr Untersuchung M zu Sehen Sie, was da vorgefallen ist! Mein>(r Gott! Sie müssen den Fall aufdecken. Sparen� � % ««den wen! . Mo ?! Shvc m kjc JUIII_ fe «S un h eil Sehl Vi'Vi*» vvtfc(J v»»»| VVV*»,..." filrttlT Geld für die Nachforschtmgen, aber decken Sie bestm ivied� -"st Uebelihat auf. Er brach in Schluchzen auS und ließ sich den Stuhl nieder. Ich bemühte mich, den Greis zu beruhigen ihm irgend einen praktischen Fingerzeig zu erlange»-;P| lanow machte nur drohende Geberden und sch»' Mördern Rache., Da näherte sich uns Oberst Matow, dem einige m folgten.,. f i — Das sind die Zeugen, sagte er. Ich sp'ÄF ihnen Karten im Kabinet des Hausherrn, als das � — Wo ist die Ermordete? fragte ich Herrn — Hier! wies mir der greise Bater, indem e Jj «i t Kivag II Fuß gegen die Thür stieß, vor der wir standen. f| Das war das Zimmer seiner ermordeten Tochtc--' den Heiligenbildern brannte eine Lampe. Die MöbA � den Heiligenbildern brannte eine Lampe. Tue rutus--{1 in Unordnung. Hinter dem Tische saß der Stadtarztza/ welchem zwei Stubenmädchen standen. Man wies v einen Schirm. — Zst sie tobt? fragte ich., Der Arzt machte eine bejahende Geberde. t*.*. �...c a«««avv* attiA ttlßUl' Hinter dem Schirm lag auf einem Bett eine Rc> 1 Leiche, bedeckt mit einem Betttuch. WK?-'"Ä..ich-n«L ungewöhnlich lange blonde Haar zurnckgebsteben, w € 2t »tc, S®' 5,1"M K" % Er> intern" dd t«n ein ki JhenfS an. matten K ar i? sen Ä W n# atea# 1 die Dtui H te"®n, ClNOl Di Entivnrf über Errichtling von Anstalten zur Prüfung I w.i I toif v n)0ffeu'l1 fertig gestellt. )lt®aiil�l8s"rtlnrf:«nzufriedc» sind setzt nach dem AnZsoll m'i-tatimiallibcralen und Areikonservativeu -.Post": Da-----■ So !cn»■.....'' 1_ ir�iaqcn an*•.»�vj4v»i v.«� �»<>..—.— � ■'stuarrnm l111®" geglaubt. Tie Verstininnnig Habelveit 8? Cilu,,.n. r„Nat-Ztg.":„Der Reick)skanzler war in niks.,.„ Lesend; er war bis zuin vorletzten Tage der »•""ab bn- 1 Merlin, und es bestand keine Verbindung zwischen y;; tntf1)r�arlQnie»tot#ch»n Mehrheit. Ein solcher Stand der l'eteuft'.u rvcnsg den uiirrlästlichen Vorbedingungen de? "- itNt----- � �.......... cr�w4r.4,, ''!»WWe!i c des Wortes nicht— zum mindestens nicht nach SicxÄ~ vorhanden ist." , feiet �rbriier— Kinder, die Nationalliberalen— Kultus- ii.i) W#iii!,'o.M OHön Sprechsaalartikcl von„CS. 5v. L.". den der „Und nun zum einem bj.% tonoern auch den Lohrplan zu �jch�Virag-;n. entscheiden, ob eZ fia' nu! GctbZ»rciheit uns Würde vertrage, iHlkujuuvv unter Disziplin zu stehen?- So aber, oder doch (jchkMfe«..- g anders, ftjtil eä hei der Kraae des uneingeschränkten ? �Wn anhZt-r'JYnipTTii zu Mr»-——, Vrt""itcchnj..~ W'1 fleht es bei der Frage des uneingeschränkten Ta habe» wir die Weisheit eines„gebil- £ 3h>e uNps� V"er leuchtenden Schöne schwarz auf weist vor fcfe Vcrffni,x?e hat die Nationallibcralcn vollends um ihr gebracht, ibren Dünkel und ihre Ucberhcbung ßv ¥ B, ■T-'y''" gebracht, ihren Er« aw fc'ociit,)?,- rJf.fchoa einmal gcthan hat. Dieser Weg t|i jeiji fcf�'ebciifiLJ und erniedrigend, als das erste Atal. Die # Jetin„ der Ansichten zwischen ihm und Tr. Windthorst Wnaeii». unbedeutend, während die gemeinsamen Ueber- {fe Ifj j J1"' wo Beide durch das Wachöthum der revolutiv- werden, uiancherlerstiid und auf Ver- t n d£?r,?}mr mil Hilst der Klerikalen kann Fürst Sozialistengesetz durchbringen, sei es niln mit oder Tc g,'/8", wgmuptngpTen vuiwinumw, r»..........-—— �iiivj�weifitngspaingrnph."— Diese Venrtheilung ist nicht V ÄäI* '"'[ben S" wohl nur auf UermuthiMgei» be- 'nf li'.i/jn', Auslastung über die Aufgaben des viklchstages vcr- ,„S d'°„Kreuz-Ftg.". Da heißt es: Estiin«s sth gegen die Ausschreitungen der Sozialdemokratie "lick herbste ab, und da die Regierung bisher es für unent- * teIi!„ irnchtct hat, scharfe Waffen gegen diese Ausschreitnngen "i leb.."'>0 ist mit Sicherheit anzunehmen, dast sie nicht ans S eijiJ 1 Möglichen Versuch verzichten wird, diese Waffen in etlo,..oder anderen Form auch vom jetzigen Reichstag zu er- 'S«Uß dieser Versuch freilich vergeblich fein wird, liegt bei bi m�usetzung des Antikartells auf der Hand und wird vi!"skgierm.g nicht unbekannt sein, aber indem sie von in.» Versuch macht, das Gesetz in irgend einer Form zu in? tu11''uälzt sie die Verantwortung für oie Nichtbeivilligung ühzi»"luipfnng der Sozialdemokratie erforderlichen Waffen den ist,, ,80 zu, und dieser wird seinersciiZ die volle Verantwort- «ie» daraus entstehenden Folgen vor dem Volk» über- tragen müssen. Weitere Vorlagen, verde» auf mili- zaintWse» Gebiete liegen. Wer die jüngsten militärischen Forde- die Zusammensetzung der neuen Armeekorps mit nfühtnjfen und Aufmerksamkeit verfolgt hat, wird nicht sosehr Jz W i>l,,s.?oscht sein, dast neue Fordern, igen für die Ergünzung .senli�er niMveiieit Lücken niniiittelbar bevorstehe». Wir halten es > ist Äfel,°u der Zeit, hierüber weitere Andentungen zu machen, fel�nstb? auc� das Antikartell die Parole„von jedem Mann und »rbe�üb A. Groschen" die seinige zu nennen pflegt." 6lbgro»dnrtenha»s hielt am Mittwoch seinen m»tag ab. Es wurde zunächst der Antrag des sreisiniiigen «ud Ringeil auf ihre Marmorbrust niederfiel. Gesicht ..mcken waren von Blut überströmt worden. Man WWWWMlM cn cn e'hls16">vareu von jöuu nvkMvmr rouiova." W Knrf �uit abgewaschen. Eine ekelhafte Wunde kla l,,,� neu. Tie Ränder der ctiva ISO Millimeter tie .. dsiren schmal. Offenbar war sie mit ciueiil scharst trsiochen, vordcu. Außerdem war die rechte Augen- 0»e ».�diHälfte abgeschnitten. Doktor erklärte, daß sie insolge Durchschneidens i A/studer gestorben sei. Man thcilte mir mit, daß r'ifeit* ,n01t uns das Geschrei der Ermordeten hcrbeige- , ttiiic.,-1!]' f'6 nilf demselben Sopha licacnd fand, bei ihre Mütter gctrosse» hatte, ßiachdcm sie den WevL•"chemzug gethan hatte, ivar sie in ihr Schlafzimmer Eutzen worden. % / ,-l 'sP?K worden. 'itaus lyi0!ld tuein Sekretär den von mir festgestellte» That- cfä A..e'�derschrieb, erkundigte ich mich nach den Einzelheiten Munf lls. Oberst Aiatoiv halte sich schon vor meiner st., vergebens bemüht. Einiges zu erfahren. Ich ivar kst st.U'cclicher als er. Ans meine ersten Fragen vermochte kliti.'wand eine Llufklärnng zu geben: keiner der Gäste !?t(,i,,/"vaZ. Ter Eine hatte Karten gespielt, der Andere k'ü«,,,' Dritter ivar in ein Gespräch verwickelt; plötzlich F st'tctjt,,,0'0 Geschrei, und scharenweise stürzten sie nach der Jie gl'O# von wo es kam. In das Zimmer, in dem man P'ifiiS �ude fand, drangen auf einmal eine Menge '?>,f'�'t durch drei Schüren. Helene Wladiiniroivua lag *" Sopha, schon in der dem Tod vorangehenden Jt. und vermochte nicht ein Wort zu sprechen. stt» erübrigte noch, das Zimmer zu durchsuchen, tu lth a. � blutige Szene sich abgespielt hatte. Dorthin ließ dord,? die Kleider und. Schuhe bringen, welche die Er- �«trng; sie boten nichts, was zur Aufklärung des nild., b.ene» konnte. Tie Kleider waren voll Blut— war es ja gar nicht möglich. Ich befahl' meinem |'i( fc at' sie unter Siegel zu legen. Ans meine Frage, ob kiv Mordete keinen Schmiilk getragen habe, erividcrte man �'»tn, t8 e'nen Brillantschmuck getragen, der sich in ihrem , stre e befinde, und den man auf mein Verlangen auch W verbeibrachte. Der Schmuck bestand ans einer Bril- voche, Ohrring«!, einem Halsband und Diadem. Man Abg. Zelle ans Ergänzung der Städteordnung berathen, welcher den Gcnicindebehörden die Möglichkeit geben ivill, bei Ver- schiebung der Wählcrzahl eine Aenderung der Wahlbezirke vor- zimchmen. Der Antrag fand nur auf konservativer Seite Wider- spruch, während die Redner aller übrigen Parteien denselben als geeignet, die Rechte der Wähler mehr als bisher zu wahren, be- sürwortetcn. DaS Haus verwies den Antrag nach kurzer Bcrathnng an eine Kommission. Der sodann zur Diskussion ge- stellte Antrag Conrad aus Schutz der Landwirthschaft gegen Wild- schadenS-Ersatzpflicht fand im Prinzip Zustimmung. Auch für diesen Antrag wurde die Koinmissionsbcrathung beschlossen. Nach Erledigung einiger Wahlprüfungen und Petitionen vertagte sich das Haus auf Freitag, behufs Fortsetzung der Etats- berathung. Auch eine Rache. Glatz, 4. März. Ein hiesiger Schuh- macher, welcher als eifriger Sozialdemokrat bekannt ivar, wurde aus der Innung ausgeschlossen.— Glatz ist nunmehr gerettet Ans Dresden, den 5. März, wird uns geschrieber: Die Rückwirkung der Wahlen macht sich auch in unserem engeren Vaterland fühlbar. Seit oie Kartellparteien von ihrer Illusion, die kaiserlichen Erlasse würden ihnen das Kriegsgcspenst der 18L7er Wahl ersetzen, durch die grausame Logik der Thatsachcn zurückgebracht worden sind, sangen sie an zu merken, daß die Wahlen des 20. Februar eine wirkliche Machtvcrschiebmig für Deutschland bedeuten? daß der kartellbrnderliche Sumpf, in welchem Deutschland drei Jahre lang gesteckt hat, unter allen Umständen„ein überwundener Standpunkt" ist? und daß die Verhältnisse sich mit Natur- uothwcndigkcit entweder nach Links oder nach Rechts eilt- wickeln müssen. Und wenn auch das„gemüthliche" Sachsen im Reichstag noch immer durch eine kartcllbrüderlichc Majorität vertreten ist, so ist die Stimmenzahl, welche für die Oppositionsparteien, uametMich für die Sozialdemokratie abgegeben ivorden sind, doch eine so ungeheure, daß auch— ganz abgesehen von dem Einfluß, den„das Reich" ausübt — in Sachsen selbst die Karlellbrüder das Ende ihrer Herrlichkeit nahe vor Augen sehen. Unter solchen Um- stände» ist es zu begreifen, daß Gerüchte von cincin Personenwechsel in unserer Negicruiig— oder im Ministerium— aufzutauchen beginnen. Die Gerüchte sind aber den Ereignissen vorausgeeilt. Und wenn auch; Herr von Nostiz-Wallwitz gestern, als die Schmichaffaire Paul in dem Landtag zur Sprache kam, einen sehr elegischen Ton anschlug und schon von den Annehmlichkeiten sprach, die sein Rücktritt für ihn selbst und für das Land haben würde, so sind ivir doch vorläufig noch nicht so ivcit. Dazu kommen wird's aber unfehlvar. Denn das Ministerium Nostiz-Wallivitz, welches den Bogen des Kartell- und Polizcisyftcms schärfer angespannt hat, als irgend eine andere deutsche Regierimg, sogar die preußische nicht ausgenommen, kann unmöglich noch im Amt bleiben, nachdem dieses System gefallen ist. Aber— auch so weit sind wir noch nicht. Die Paul-Assaire war allerdings darnach anaethau, eilten Minister elegisch zu stimmen. Ist Herr von Nostiz- Wallwitz, wie er gestern versicherte, auch nicht der Gönner und Protektor des Polizeikommissars Paul gewesen, so hat dieser doch ohne Zweifel Jahre lang unter ihm einen Ver- traucnsposten betleidet, und die„politische Polizei" der Landeshauptstadt geleitet. Hintennach hat sich nun herausgestellt, daß der Inhaber dieses Vertrauens- Postens, dieser hochangcsehene Vertheidiger der Familie, die Ehe, des Eigenthums u. s. w. den denk- bar lüderlichsten Lebensivaudel geführt hat, Jahre lang in allen Lastern sich herumwälzte und zu Unterschleifen und Erpressungen benutzte— bis endlich die Katastrophe er- folgte, und der tiefgesunkene Mann, nach wildem Umher- irren ans der Flucht, mit einem letzten Reste von Scham- gefühl sich eine Kugel durch den Kopf jagte. Auch ein Opfer des Sozialistengesetzes. Merkwürdig, daß sasr alle derartige Verfolger ein schlechtes Ende nehmen. Es wäre wirklich ein ganz gutes Werk, wenn sich Jemand einmal die Mühe nähme und eine Statistik entwürfe. Es gäbe eine lange, lange Liste. Der Boykottskandal ivird demnächst den Landtag de- schäftigen. Die sozialdemokratischen Landtagsabgcordncten, deren bezügliche Interpellation Mangels Unterstützung seitens anderer Parteien seinerzeit nicht zur Debatte kam, haben neuerdings einen Antrag gestellt, dessen Besprechung nicht verhindert werden kann. GvoßbritannUtt. London, 5. März. Nach einer Meldung deS„Reuter- scheu Bureaus" aus Canea ordnete der Gouverneur Chakir versicherte mir, daß die Ermordete nur diese Gegeustäude getragen, daß sie vollzählig vorhanden und von dem Mörder nichts geraubt worden sei. Da ich unter den mich umgebenden Personen den Bräutigam nicht sah, fragte ich, wo sich Herr Pelrowski besiude, und ob er nicht etwas anzugeben vermöge. Er wurde geholt. Es war ein großer, starker Mann mit blondem Haar, dreißig Jahre alt. Seine männliche Haltung harmonirte nicht mit seinen verstörten Mienen. Ich klammerte mich an ihn, wie der Steuermann an das Rad, aber das Rad erwies sich als wenig versprechend. Unter dem Eindruck der heftigen Er- regung vermochte er sich ans nichts klar zu erinnern. Er hatte mit irgend eilicr Dame Walzer gelangt, als daS Geschrei seiner Braut ihn verantaßte, ihr zu Hilfe zu eilen. Er hatte nicht bemerkt, ob jemand das Zimmer, in welchem der Mord vollbracht worden, verließ, als er in dasselbe hineinstürzte. Bis zu meiner Ankunft hatte er das ganze Hans durchwandert, alle Winkel durchsucht, ob nicht irgendlvo jemand verborgen sei, und hatte die Gesichter ge- mustert, in der Hosfilnilg nach dem Gesichtsausdrncke den Verbrecher zu erkennen. — War dieses Fenster geöffnet? fragte ich, indem ich auf das hinter dem Sopha befindliche Fenster wies. — Ja, es war geöffnet, und es wurde überhaupt nie geschlossen. An den Blumen und Gipsfiguren, die darauf stehen, werden Sie erkennen, daß es nicht mög- lieh ivar, das Fenster zu schließen, ohne jene herabznnehmen, erwiderte Petrowski. — Und im Korridor, hinter dem Fenster, haben Sie niemand bemerkt? — Nein. — Das zweite Fenster, das vom Korridor nach dem Garten geht, war auch geöffnet? — Es wurde seit Beginn des Balles von Zeit zu Zeit geöffnet, um frische Lust hereinzulassen. Ich hatte das ganze Zimmer durchsucht und nichts entdeckt. Nur eine der auf dem Fenster stehenden Statuen war zerbrochen. Die Statue stellte Don Quixote dar, wie er von seinen Thaten erzählt. Viele Gäste ver- Pascha infolge deZ schlechten Eindrucks, welchen der Urtheilöspruch des Kriegsgerichts über drei Mitglieder des VerwaltungsrathS in Rethyino hervorrief, einen neuen Prozeß vor dem hiesigen Ober- Kriegsgericht an. Der Führer der konservativen Partei Jssikaki, welcher als Hauptanstister der früheren Unruhen angesehen wurde und geflohen war, ist vom Kriegsgericht sreigesprochen worden, und kehren viele andere Flüchtlinge infolge dessen zurück. Dieselben müssen jedoch vorher bei der türkischen Gesandtschast in Athen ihre Unteriverfung erklären. London, 5. März. Nach einer Meldung des„Neuter- scheu Bureaus" ans Johannesburg(Transvaal) vom heutigen Tage ist der Präsident Krüger gestern dort eingetroffen. In einer Ansprache an die Bewohner wurde derselbe häusig von einer feindlich gesinnten Volksmenge unterbrochen. Abends fanden auf dem Marktplatz Demonstrationen gegen die Regierung statt, wo- bei die Transvaalflagge von dem'Regierungsgebäude herunterge- rissen und vernichtet wurde. FvattlU'eich. Paris, 5. März. In Regierungskreisen wird der morgigen Kam», erdebaUe betreffend die Interpellation über die Berliner Arbeiterkonserenz nicht ohne Besorgniß entgegen gesehen; es ist indessen zweifellos, daß die republikanische Mehrheit nicht be- absichtigt, das Kabinet wegen seiner Haltung in dieser Angelegen- heit zu stürzen. Eine eventuelle Krise würde vielmehr anderen in den letzten Tagen in Erscheinung getretenen Umständen znzu- schreiben sein. Paris. G. März. Das„Journal des Däbats" und die„Rö- publique sraugaise" beschästigeu sich mit der bevorstehenden De- batte der Kammer über die Haltung des Kabinets gegenüber der Einladung zur Theilnahine an der Berliner Arbeiterkonserenz und sind der Allficht, daß die Theilnahine Frankreichs ander Konferenz unerläßlich sei. Es sei zu wünschen, daß die heutige Debatte rasch abgeschloffen werde, damit oie Interessen Frank- reichs nicht kompromittirt würden. 3oU«»d. A m st e r d a m, 5. März. Snyder van Wissenkerke, Ministerialrath im Justizministerium, wird voraussichtlich zum Vertreter Hollands aus der Berliner Konferenz ernannt iverden. JtiUiett. Nach offizieller Feststellung übersteigen die 1. Jiill 1889 bis zum 28. Februar d. I. der gleichen Periode des Vorjahres um N o m, 5. März. Steuereinnahmen vom die Stenerei»i»ah»ien 33V» Millionen. Amerika. Der„Temps" meldet aus Rio de Janeiro, die brasili- anische Regierung iverde von der Einberufung einer Konstituante absehen und den Verfassnngsentwnrf publiziren; hierauf sollen die Wahlen zur Kammer und gleichzeitig das Plebiszit über den Ver- fassmtgscntivurf stattfinde». Afvilt a. Sansibar, 5. März.(Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Enun Pascha wird noch einige Tage hier verbleiben. Er er- wartet die Befehle des Khedive und wird dann auf kurze Zeit nach Bagamayo zurückkehren. Ende dieses Monats gedenkt Einin nach Europa abzusegeln. Sein Gesnndheitszilstand ist noch schwach. Während seines Ausenthalts hier ist Einin Gast des Sultans.. Zn den Mahlen. Erfurt. Tie„Thür. Tr." schreibt: Der bekannte Inhaber eines hiesigen größeren Handelsgeschäfts soll seinen Arbeitern vor der Wahl gedroht haben, er werde sie allesamint entlassen, wenn sie für den sozialistischen Kandidaten stimmten.— Aus der hiesigen Gasanstalt ist ein seit Jahren dort beschästigter Pflicht- treuer Arbeiter ohne Kündigung und nur deshalb ohne weiteres entlassen worden, weil er an den durch wiederholte Störungen sozialistischer Versaiilnilungen bekannten Böttcher Kämmerer die Frage richtete, ob er nicht auch in die am Abend auf dem Auen- kcller stattsindende Bersammlung gehen und sich über wirthschafts- politische Maßnahmen hören lassen wolle. Kämmerer hat Kolbe der durchaus harmlosen Aenßcrung wegen, voraussetzlich bei der Direktion der Gasanstalt angezeigt, worauf dieselbe die Entlassung Kolbe's verfügt hat. Man sieht, cS ist der reine Gewissenszwang, dep von de» Kartellparteien und ihren Angehörigen im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts versucht wird. Veranlaßt durch solche Maßregelungen, müssen die Arbeiter erst recht zusammen- halten und ihren Bedrängern die Spitze bieten. Die Herren können weder in Erfurt noch sonst wo in Deutschland etwas aus- richten, wenn die'Arbeiterschaft ihre Macht zur Anwendung bringt. Das Solidaritätsgefiihl der Arbeiter muß so stark werden, daß jede Maßregelung durch eine Massenarbeitsniederlegung paralisirl wird. Die Kartellarbeitgeber werden bei einem solchen Vorgehen schleunigst andere Saiten aufziehen müssen. Die �Arbeiterschaft sicherten, daß die Statue zu Anfang deS Abends ganz war und erst zerschlagen schien, als man Fräulein Rustanow sterbend fand. Es fanden sich einige Personen, welche ver- sicherten, daß sie einen Augenblick nach dem Schrei ein Geräusch hörten, als ob etwas siele, aber dieses Geräusch glich viel eher dem Schlag eines Balkens, der vom Dache ans das Pflaster herabfällt, als dem Fall einer kleinen Gips- figur. Viel hinderte die Musik, das Geräusch zu hören. Was-ikonnte dieses unerklärliche Geräusch bedeuten? Der Kornet Norbach theilte mir mit, daß er mit Fräulein Nnslauow Walzer getanzt habe, als sie erklärte, daß ihr schwindlig sei, und den Saal verließ. Eine Minute später stieß sie den Schrei aus. Er eilte gleich- falls zu ihr und fand sie bereits in den Armen des Bräutigams, den ein dichter Haufe umgab. Viele richteten Fragen an sie, aber sie vermochte nicht zu antworten. Es schien ihm übrigens, daß sie mit dem Kopse nach dem Fenster wies. _ Indem ich diese Erzählung Norbachs mit der Mit- thcilung über das vernommene Geräusch in Verbindung brachte, bat ich Matow, den Garten zu durchforschen. Ich selbst ging durch die Thür zur Linken. Hinter ihr begann eine neue Reihe Zimmer, aber auch in diesen fand ich nichts Besonderes. Die Gäste gingen jetzt schon ans Neugierde nicht auseinander. Ich benutzte dies, um sie zn ersuchen, jene Plätze und Stellungen ivieder einzunehtneu, in denen sie sich befanden, als der Schrei ertönte. Ich that dies, mu mir so gut als möglich zu vergegenwärtigen, iniviewcit es einem jeden möglich ivar, die Vorgänge zu verfolgen— endlich auch, um sestzustellen, wer von den Gästen bemerken konnte, wann und in ivelcher Richtung die Person durchging, die sich in der Folge als der Mörder herausstellen könnte. Viele erfüllten ziemlich bereitwillig mein Begehren, aber fast jeder nahm seinen Platz ein. Die Musikanten begaben sich auf den Chor hinaus. Die jungen Leute standen mitten in dem Saal, in dem sie getanzt hatten; die älteren Damen und Herren setzten sich zu den von ihnen verlassenen Spieltischen. (Fortsetzung folgs) darf nie vergessen, daß die Sozialdcmokrntie nicht allein in Erfurt sondern in Deutschland überhaupt die stärkste Partei ist. Will man die Sozialdemokraten aus ihren Stellungen, aus ihrer Arbeit entlassen, so wird Handel und Wandel gelähmt, es werden die Fabriken stillstehen und der deutschen Industrie der Lcbcnsodem ausgeblasen. Ans dem 19. Aattiwvevschen Mahl Irrels. An den un- erhörten Exzessen, welche in Drochtersen und anderen Dörfern ain LS. Februar vorgekommen sind, haben sich, so weit cS bisher zu ermitteln gelungen ist, folgende Personen in hervorragender Weise bethciligt: Wilhelm Namboldt aus Assel, Johann Mahler aus Ritsch, Heinrich Steffens aus Barnkrug und Frist Eilmarm aus Gauensiek. Das von uns in der Sonntagsnummer erwähnte Dorf heißt nicht Bitzfeld, sondern Bützfleth.— Zu dem Vorfall ist noch zu bemerken, daß die Kaxtellblätter, allen voran die „Weser-Zeitung", unverhohlen ihrer Freude darüber Ausdruck geben, daß einige wehrlose Menschen von einer jedenfalls aus- gereizten und von Natur rohen Menge schwer mißhandelt worden sind. Es zeugt dies wieder einmal von der sittlichen Verkommen- heit mancher unserer„Oentlemen". Der Schreiber des Artikels in der„Weser-Zeitung'� steht unbedingt noch aus einem tieferen sitt- lichen Niveau, als die ungebildeten Bauern, bei denen Prügeleien das regelinäßige Sonntagsvergnügen bilden. Natürlich versucht es der Schreiber so darzustellen, als ob die Sozialdemokraten den Anlaß zu den Gewaltthaten gegeben, indem sie an ihrem Omni- bus eine rothe Fahne befestigt hatten. Daß die Leute eine solche Thorheit nicht begangen haben können, steht für uns außer Ziveifel. Auch würden die Anfangs ja anivesenden Gendarmen dieselbe jedenfalls beseitigt haben. Apolda. Ein rcichstreuer Arbeiterververein! Das'ist das lkntversalmittel, durch das die hiesigen Kartellbrüder glaubten, die Arbeiter der Sozialdciuokratie abwendig machen zu können. Leider war die Liebesmüh, wie in Leipzig, auch hier ohne jeden Erfolg, denn der sozialdemokratische Kandidat wurde mit er- drückender Majorität gewählt und ernteten die„arbciterfreund- lichen" Kartellgründer von de» Arbeitern, welche ihres Amüsements wegen in die Mitgliederlisten sich hatten eintragen Spott und Hohn. Hat nun auch die versuchte Gun lief) der Komik einen Dienst geleistet, so bleibt doch v '....... leitet finden, wel�" sivt. vvw, v_' A iannbiWfe.i�ischl«' daß sich immer einzelne Arbeiter finden, ständniß für ihre eigenen Interessen haben, T*# bewußtsein besitzen, um dein Kartell Vorspanndmui So war es hier kein anderer als der Vorsitzende Fachvereins(!), das Kriegervereins-Atitalied. Kisieiib. welcher sich zur Einberufung der konstitmrenden I benutzen ließ. Auch zwei andere Arbeiter, die Schloß.«J ---- r-. vu. w—.-v.«--- UUd � und Eckardt(in der"Fabrik von Spöhr..... y., dein Kartell durch verleumderische Ausfälle aus vi yi.»- ii.y• m. iM Theater. Freitag, den 7. März. Gprrnhau». Fra Diavolo, oder: Das Gasthaus zu Terracina. Zichaus'pirliiau». Die Märchentante. Kesstug-Tlirntrv. Die Ehre. L'rirdrich.Miilieliulkädt. Theater. Der arme Jonathan. Uallner-Theatcr. Großstädtisch. Der Scheidungsgruild. Zl isttoria-Thea ter. Stanley in Afrika. berliner Theater. Szenen ans den Phönizicrinilen.— Hexcufang.— tkaudel's Gardinenpredigten. ?«ntj',he« Theater. Krieg imFrieden. Gstend-Thcnter. Der Fall Clö- mcnceau. Resideuz-Sheater. Marquise. KelleaUianee» Theater. Der Nan- tilnS. Köiiigstiidtij'ihes Theater. Die Waise auS Loivood. Kentrat Theater. Ein gemachter Mann. Adolf Trust- Theater. Der Gold- fuchs. Theater der Reichshallen. Speziali- tätcuvorstcllung. Gebr. Riöiter'o UarlLtö. Speziali- täten-Vorftellung. Kanfnia«»'» Uarivtö. Spezialitäten- Vorstellung. Das Tlaeates* Wallnertheaterstraße 15 ist an teiiie, GestWchm u. mit sämintlichen Nebenrünmen, :c. Elihne, Tunnel ü« Festlichkeiten vergeben. Näheres zu erfragen im Theater» Bureau. American-Theater Dresdenerstraße 55. Tag lieh Vors t e 1 1 u n g. iteatsa K a r l st r a ß e. Heute, Freitag, den 7. März 1890, Abends 7V2 Uhr: Komiker-Vorstellung unter Mitwirkung von fämmtl. Cloivn» m. ganz neuen komischen Intormezzo's. Zum 46. Male: Deutsche Turner. Große nationale Original-Pantoiuiine. Prizz Caruoval und sein Gefolge, komische equestrische Vorführung von 12 arabischen Vollblutpferden(Original- drefsur) von Hrn. Fr. Renz. Austreten der Schulreiterin Frl. Zephora, sowie der renommirten Luftkünstlerinnen Ge- schwister Castagiia u. der vorzügl. Neit- küustlerinnen u. llieitkünstler. Morgen, Sonnabend: Gala-Votstelfimg z. Benefiz für die Geschw. Hager. Sonntag: L Vorslvüullgsu. Dienstag, den 11. v., zum 00. und letzten Male: Doutzcdo 'foroer. E. Ben»« Direktor. Circiis UM. Filedrlch Carl• Ufer. Ecke Karlstraße. Freitag, den 7. März, Abends 8 Uhr: Droste Uorsteiittttg. Besonders hervorzuheben-: Mcisioe- Sänger, engl. Äollblütwallach, in allen Gangarten der hohen Schule geritten vom Direktor. Miß Zephora, Luft- gymnastikerin am elekrro-inechan. Lust- apparat(ganz neu), Pat. aug. Zluftr. der brillanten Akrobaten Berison(sieben Herren). Ali-Baba, poln. Tigerhengst, in Freiheit dressirt». vorges. vom Dir. Herr Kalinikow als Jockey. Komisches Entree des Clowns Wohlbrück. Morgen Sonnabend: Grosso Gala-Parade-Vor- stollnug. Anfang präc. 8 Uhr. Bebel-, Liebknecht-, Singer- Köpfe, als Cig.-Spitze, echt Meersch., ä 1,50 M. B. Uiinzel,®tuuuenftWfi- 157' am Rosenth. Thor. Unserem Proppcnbruder Ernst Scharschmidt zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch. 1817] Proppenvoreiu Wedding. Goldschmiede. Am 4. März verstarb unser Mitglied Herr Wilheim Kloss. Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 8. März, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle deZ Paulslirchhoses in der Seestraße aus statt.(1823 I. A.: L. Henning, Rendant. Danksagung. Denen, welche sich bei der Be- und Allen erdigung meines lieben ivtannes Vaters, des Metallschleisers A u g» st T e ch o n», bctheiligt haben, besonders seinen Ge- nossen des 4. Verl. Wahlkreises, sage ich»reinen herzlichen Dank. Wittwe Techow. Auffordemug. Akte diejenigen Genossen, welche sich auf dem Kremser befanden, welcher am Tage der Stichwahl durch Arnsfelde, Blumberg gefahren, werden ersucht, rch erde sich am Sonntag früh 9Va Uhr beim Rechtsanwalt Stadthagon, Landsberger- straße 62, einzufinden.[1828 Das Wahlkomilee Mieder-Barnim. Mgm. MMerlikittt-Bttei« Berliiis ii. lliiiiföfiii). Sonntag, den 9. ds.. Vorm. 10 Uhr, in Jordan s Salon, Lteue Grünstr. 28: Große außerordentliche G eneral- Versammlung. TageS-Ordnung: 1. Aeudecung des Statuts. 2. Wahl eines Arbeitsvermittlers. 3. Verschiedeues. Mitgliedsbuch lcgitimirt. ES ist Pflicht jedes Mitgliedes, zu erscheinen. Der Vorstand: 3. Hartmann. Grch öjsentl. Bersaimiiliiiig sämmtl. Fackirer und im Gewerbe beschcift.Persoueu Berlins imb Umgegend am Sonnabend, d. 8. d., Abds. 8Ve Uhr, im Köaigstadt-Kasino, Holzniarltstr. 72. Tagesordnung: 1. Bericht der Einigungskommission. 2. Vorkrag des Herrn Metzner. 3. Diskussion und Verschiedeues. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1829] Der Eiubernfcr. KluhemM. Das gr. Lager Berlins. Audrenostr. Lst. I Äl. Rnktv hen Linden 31. Im Hanse der Wilhemshalle» neben der Passage. Zgll- Borfühmng Ali- egyptischer it. indischer 7'/; Uhr Abends. Bey Zauberkünste. 3, 2 u. I M. Billets im Jnvalidendank. Englischer Garten Alexanderstraße 27c. Austreten der Chansonette Frl. Fran- zisca rtormann. Austrete» des Gesangs-Humoristen Hrn. Köhler. Auftreten der Duettisten Albert und Ideily Rappmann. Auftreten der Chansonette Frl. lannp Peters, sowie der musikalischen Clowns Toni und Jack. Ansang Wochentags 8 Uhr. Entree 30, 50 u. 75 Pf., un Vorverkauf 20 u. 30 Pf. Sonntags Ansaug halb 6 Uhr. Sonntag? Entree 50, reservirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. Vasfage 1 Tr. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaisee�Panorama. In dieser Woche zum erste» Male: Fünfter Cyclns pari«. König Ludwig II. Prachtschloß Herreuchiemsee. Hochinteressant: Hertha-Reife. Eine Resse 20 Pf., Kind�nur 10 Pf. Abonnement 1 M. WWans S. Seine. Die schönsten KikSerkleider v.-Mäntel kür Mädchen Joden Alters, sowie MorgeiM, lllilerrölke u. Tritsttliille« auch im Einzelverkauf sehr billig! j Massbosielhingea n. Reparaturen Verden prompt erledigt I MmTeestraste14.> GeiAstHansZ. Seine. zu billigen Preisen! Wir verkaufen unserTeppich-Lager aus und verkaufen geivöhnliche haltbare Teppiche kür 4, 5 u. 6 M. große Tapestry- Plüsch- Teppiche für 12, 15, 18 und 20 M. 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Verschiedenes und Fragekaste». Um pünktliches und zahlreiches Er- a ersucht---- scheinen ersucht Der Dorstund. (ö# Vechiimsiing der[1825 BerLMilüärschneider aui Sonnabend, den 8. b., Abds. 8 Uhr, Jordan's Salon, Neue Grünstr. 28. in teppdecken (Fabrik Emil Leievre, Berlin, Oranienstr. 158. Größte Auswahl! U»-tt-A«aa. Steppdecken imit. Handarbeit! 2 Mtr. laug, blau, grün, bordeaux i 7,50 Mark. Einzelne schadhafte| Zllnstrirke Preisliste gr. u. fr. Brust 35-40 Hfg., Keule 40 und 45 Pfg. Täglich Auguststr. 50a, im Keller.(1814 Achtung der 8. Miirz !lt. 5( .Sitz i. Ter 6t, W bberbiü Mlung b Der vom Verein„Harmonie" am 8. März vsi»i.i»»""-..-,rm j, c' SipS am Friedrichshain kann nicht stattfinden wegen Kaiser Wul)...., 4 tag. An Stelle dessen findet am Sonntag, den 23. März, Nach" stlUti'-i««»» ü veranstaltet von obigem Vereine, in demselben Lokale ein gr»» I« Conrert statt, ausgeführt von dem Mustkkorps des 4. Garde- � Fuß, unter Leitung des königlichen Mnsik-Dirigenten Herrn Gu> Wm; Von 10 Uhr an Tanzkriinkchen.. W h 1111b Billets sind zu haben bei Jeppssen, Grünauerstraße"e!pciiii01 ' f.Vm C> ------- I---- V/•»-----»-__ J| Verband der Möbelpolirer Berlins M° Morgen, Sonnabend, den 8. März, Abemäk»�, sii , 5n, Sonnabend, den L. Marz, Aiieno» in Kaafe» Kall-Kalo»(früher Königsdantr), Fraukfurir�' Combinirte außerordentl. BersamumW- zu welcher die Herren Arbeitgeber und Arbeitnehmer eingeladen 1'" 1 Tagesordnung: 1. Vorlage und event. Diskussion"bei' 1 Lohntarif. 2. Ergänzungswahl der Kommission. 3. Verschiedene� Um zahlreiches Erscheinen bittet Der NB, Unser Zentral-Arbeitsnachweis, unentgeltlich für Arv« Arbeitnehmer(auch für NichtMitglieder), befindet sich beim„i-iiMs. Henke, Vlnmenstraße 33. Adressen-Ausgabe und Annahme den—■ Vereinigung der Hausdiener Am Freitag, de» 7. Mär?. Abends SV* Uhr. bei I-rda«" si ÄriinKraKe 38. I.: Grosse VersammlwMll'...» m fc-"""*611 IWlIoii .lieber Freie eine Znbeik. skufsion. 3. Aufnahme u.«rvwv*. äwv»vm�vvwv*i•••'- � Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung n i .......... Der Vorstand. I. A-: t �an is reiches Erscheinen bittet Verein zur Wahrung der Interessen Steinträger und verw. Berdsgenos%, Sonntag, de» 9. Mär? 1890, Uwrmittags 11 Uhr, i»*, Am Kalo», Infetstraße 10. Tagesordnung........ Stadtverordneter Fri, �________________________ führet?. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes...zM Neue Mitglieder werden ausgenommen. Um zahlreiches un' I Erscheinen ersucht Der Dorstaud. '--- eh, VniRk.nW Ovvewerl's. c--s-v,,>. m»r-s;wj:'"n itung: 1. Vortrag über gewerbliche Schiedsgttlch'�, gdr 5,«st : Fritz Zubeil. 2. Wahl eines 1. Kassirevs und t"1*'', kostet einsangelegenheiten und Verschiedenes. v„r,,#' L% sin! „C K ti i "A »5 n,u �(gi, von gR* % 1819 I. A.: E. Gutsch, Vorsitzender, Opp� m "ä! Heydrich's Festsäle Beuthstrasse 20—22. ��e" 5- Allen Freunden und Gönnern die ergebene Mittheilung, dnß Räume bis auf Weiteres behalte. Tie Säle stehen infolge dessen Vereinen und Gesellschaften vor zu coulanten Bedingungen zur Verfügung. Soeben erschien: Die Beschichte der Erde V°n R. Bommeli. II SH I tz.veri m % D •**w:vhp Mi am hiesigen Platze bekanntlich Grösste Auswalil. Garantirt stchrr b reimende & W Tabake."VU Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handel befindlichen Rohtabale sind am 1653 Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt. Spiegel und p Polstemaaren.l eigener Gr. Lager, bill. Preise, f Fabrik. Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hos parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunst. Empfehle metn cbeiter- L werkschafts Bierlokal sowie Arbeiter- Lesezimmer; säinmtliche Ge- ' Organe liegen aus 1812 Enili Böhl, Frankfurter Allee 74. Schöne Wohnungen mit Wasserleitung und Kloset: Stube und Küche 50—66, 2 Stuben it. Küche 70—80 Thlr. per 1. 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Dr. S t r y ck er- W..�ung gegen öVi Uhr mit einer Reihe geschäftlicher auZ IV Stadtverordneten bestehenden Etats- 1 �" ö Iii Olffft Xoy Csf/>Sf« � it rt 1t(> 1* lm l r0.0 n Forckenbeck dankt de, der Vir- ,�»h»ie.I i?."»»nt mit den, Fassung CideS- HolzbeärbcitnngS-Maschinen be- Versammlung, den Enti in seiner ursprünglichen der Znlässtgleit der ...—■ Wahlrecht vom 21. Lebensjahr P* Pclitiö» rü1 ��,ven und passiven Wahlrecht der Arbeiterinnen kin|ur Erledigung, m—'------ L,%nch Eintril! �Mige» wird. -, die a,,, l'ie Tagesordnung wird die Vorlage, bc- fshttf1 P1, bet g. des zum Bau einer Kirche für die Kink,.'.�s�stus-Geiueiude abzuzivcigende Kirchengcineinde .....- � n »#%...... Wüetbc 0 mit s 1 wenn' die Versainmlung sich /» up'iß & M. w'beü Mtkn kzMMM« Kß*# Posthilfsschreibers Hfl m:- Nr. 2, um Niederschlagung der ihm in '�len vj �ihache gegen die Stadtgeinciude Berlin auf- .l-en von 1070,55 M. oder Äeivcihrung von Thcil- %::t Höhe von 5 M. monatlich.— Ter Petent hatte am p& iL das Unglück, aus dem Bürgersteige i» der Anhplt- stecht c � Gartens Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Wiii ,!0 Falle zu kommen, daß er dadurch dauernd arbeits- 'urde. In der hieraus von dein Bittsteller angestrengten qa''müngsklage erstritt terselte eine an ihn zahlbare . on 75 Mark monatlich. Durch den von ihm infolge fl) f+' � eVtllti. lUVKIAli VVI» VKfi» lite rer Fafornmtion zu Unrecht gegen die Stadtgemeindc inel ms der zur Reinigung des Bürgersteiges vermeintlich .räpLc geweseneii Behörde zuvörderst angestrengt gewesenen nd n ilfrl'v 1 070.55 Di. Kosten entstanden, deren Erstattung jeht iBMbt»aniv�f V«... Ol*+.%.%+*%% /» rtf r\v«Sr»>«f S3itt|iC(lCV at von dem Petenten gefordert hat. * Ol t. w___ r i f~...___ W � e»» 14 m.« fXl «lliersts�Dtliis.."'a Niederschlagung der Kosten oder Gewährung viertel- — SlLr,""Ueiizahliingen gebeten, vom Magistrat(Aytheilung 1% �cnreinigung) aber die Viachricht erhalten haben, daß sein % Iiü L?he»ber Schilderung seiner Lage an die Versammlung �t,e» die Kosten doch niederschlagen oder ihm Raten- 3en von monatlich 5 M. gestatten zu wollen. r»?.�»ischuß vermeinte, das Gesuch auS Billigkcitsgründen .m,,."»" sollen und empfiehlt der Versammlung(unter Zu» rteh Herrn Magistrats Vertreters), die Petition dem Ma- !y>«.mit der Maßgabe zur Berücksichtigung zu überweisen, daß i*!!, a*' e n' e n nachgelassen werde, die Kosten in 'uu- ltoimnen§» isiid Bermvgensverhältuisscii angemessenen '/n»u erstatten. k.�lo. Celle beantragt, die Kosten ganz niederzuschlagen. ii,?mrath Neubrink hält eine Ratenzahlung von S M. (tlnruhe.) ■%c i',£' � tadthagen tritt dem Antrage Celle bei. Es »icksi stD um einen Otzährigen Man», dor->l>»> Nerlckwlden <'L�'l Magistrat verklagt habe. T , der ohne Verschulden dnä"d'"""s'i"-"»>0- v"«». Tie Rente sei nicht so ...... 7ct. Mann ohne fühlbare Beeinträchtigung seines auch ratenweise bezahlen lönne. M's-rhalt-s die Kosten. Ein ll'lMß Celle wirb mit großer Majorität augenonime». «n�Reihe unwesentlicher Magisiratsvorlagen wird debatte- 44. i ich �pnontmen. Vorlage, betreisend die E r w e r b il n g von Land � ß t rl'j*v r—- j---——. W %e J. ch.c-tags.User ivird au einen An-schuß verwiese». er f� iini.nlung est damit einverstanden, daß dem Ber- 'eiioui» b f st r a ß e n b a h n- K o il s o r t i n m die Ge- �'S Zur Anlage und zum Betriebe einer Straßenbahn von l'n ttm Die Dorstadt St. Auto ine.& i. jf Historische Erzählung von Toni) R v v i l l o n. Tentsch von Ludwig K n o rr. i{a„-'c Kirche war mit einem Neichthum ohne Gleichen �ichninckt. ]£i(«on �»iniettapcten, mit goldenen Blüthen durchwirkt, hingen |), �[tavs!. Öciuöifccii bis zum Boden herab. Am Fuße des »' j«iif„L, stauben sich zwei einfache Sessel ohne jeden Schmuck, fi;% ki che,» der Kaiser und die Kaiserin vor ihrer Krönung "'"'t?ltflt'0vrtcn- Im Hintergründe erhob sich, gegeuiibcr dem /'L■ii)t0' QM0 der Hauptthiire rücklings zugewendet, ein kolossaler \ä f �u.' 0.uf welchen 24 Stufen hinaufführten und dessen ""b k; eiucn Thronhimiiicl trugen. Da sollten der Kaiser i�ll tstnüb Kaiserin, dem römischen und französischen NitnZ 'f'jmf' �chdem die Krone ihr Haupt geschmückt hatte, Platz Gala einem %- � 'tibzj," wartete noch immer, der Papst schien darunter zu � Nleii�Wu� dieser Zeit saß in einem vergoldeten G ;ii{ ML.'"'-'den einer lächelnden Frau ein Mann mit ei «({y% 5u9cficht; der Wagen fuhr im Schritt denselben Weg, i?t Zu? dem Papstes vorher geuonnnc» hatte. i»iso>-> �den dem Wagen ritten iviarschälle in glänzeiidcr und eine lange Reihe Equipagen, in denen sich die ÖHo 1 WfitbcntriSaei des Staates befanden, beschloß den ÄsL. dem Portikus sprang der Mann mit dem ;llöesicht ans dein Wage», begab sich zum Erzbischof üstiief. e mit einem goldenen Kranze geschmückt daher -- von seinen Schultern floß ein langer Purpurniantel der emen Hand hielt er ein Szepter, in der anderen der Einmündung der Fehrbellincrstrasie in die Schönhauser Allee ab bis zur nördlichen Wcichbildgrenze unter Vorbehall des unbeschränkten jederzeitigen Widerrufs bezw. unter Vorbehalt der später festzusetzenden Bedingungen für die Anlage und den Betrieb ertheill werde. Einige Licubautcn von Genieindedoppelschulen werden ac- nehiuigt. Einige Nechnuugen gehen an den RechnilnasauSschnß. Damit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß OV« Uhr. Es folgt eine nicht öffentliche Sitzung. Lokales. Zier Uorstand der sozialdemokratischen Fraktion ver- össcnt'.icht folgende Abrechnungen: Vom 1. Oktober bis zum 81. Dezember 1880 erhielten die Unterzeichneten: a. Für den Unterstützungsfond: Von einer Anzahl Breslauer Genossen 200 M., Fischer 300 M.. ans Buckau 150 M., W. K. Breslau 8,50 M.. H. W. 6,05 Mark. W. B. 8 M-, Zuffenhausen 1,20 M., ß. in Tübingen 2 Mark, A. ß. Stettin 25 M.. Freiburg i. B. 5 M.. Jena 400 M., Paderborn 50 Dt., Durlach 10 M., Nngeuannt 10 M., Delphin Berlin 7,15 und 3,70 M., Er. Gatten 41,00 Di., Komo- co ico 60 M.. L. Besigheim 200 M., Mufti 85 Mark, ans Hannover SOO Mark, Ungenannter Vaterlands freund 40 Mark, Buckau 30,90 Mark, Potsdam 40 Marl, Buckau 31,90 M., Brandenburg 25 M., Brandenburg 20 M., Coburg 5,05 M., Brandenburg 12 M., Buckau 30,25 Di., Buckau 32,70 M. b. ZurUnter stütz ungd er Elber sclderAn geklagten und ihrer Familien: Von Ronsdorfer Genossen 23,50 M., Würzen 20 M., Bielefeld 50 M., Pegau 15 M.. Chemnitz 200 M.. Stettin 9 M.. Reichenbach 5 M., Nürnberg 200 M., Bremen 150 Di., Grumbach 12,55 M., Lustige Tänzer Berlin 100 M., Callenberg 10,35 M., von einer Anzahl Berliner Genossen I. lliake 1000 Di., II. Rate 3000 M.. Groitzsch 10 M., Stettin 40 M.. Ungenannt 50 M., S. S. S. 51,85 M., Solingen 20,65 M., Quedlinburg 10 M.. Löbnitz 20,30 M., B. Frei bürg i. B. D Di., aus Dresden(Altstadt) 300 M., M. K. H. Dresden 48,85 M., ß. W. Ohligs 5 M.. S. Solingen 20,50 M., Z. Solingen 28,70 M.. St. Solingen 18,00 Di.. W. B. Solingen 22 M.. P. V. 10 Di., N. Langenberg 7,50 M., S. S. S. 18.25 M., Ungenannt 7,10 M. Klebeck 13 M., Das ganze Dttitschland soll es sein 20,70 M., W. Solingen 12,50 M., UngenkUint 3 Dt., W. 5,75 5,2., N. 11,50 M., Wildstraße 5 M.. G. 3 Di., Ohligs 05,05 Di.. Di. M. 4,50 Di., ß. in H. 30 M., Buckau 40 S)f., auS dem 6. sächsischen Wahlkreis 100 M.. Mittel-Jller 10 M., Fürth i. B. 134,40 M.. Nngeuannt 50 M., aus dem oberen Elbthal 150 M.. ii. Besigheim 100 Di., Tanueberg i. E. 7 M., aus Magdeburg 100 M., Zeitz 44,50 Dt., I. W. Berlin 20 Di., Kakau 10 Di., Metallarbeiter Berlin 1. Rate 10 Dt., 2. Rate 50,40 Dt., Müller und Schulze Berlin 7 Dt.. Diindeu 27,75 Di., Hastedt 50 M., G. mit dem rothen Bart 10 M., Augsburg 6 M., Neustadl a. H. 25 Dt., Staßsurt 0,80 M., Frankftirt o. O. 50 M., L.»nd N. Bamberg 8 Dt..«. Vetschau 4.25 Dt.. Brandenburg 175 M., Hof ifiOJil, Nürnberg 000 Dt. c. Für den Wahlfond: Vom Mann im Mond, Rente 1300 M., aus dem Nürnberger Trichter 300 M., Bremen 150 M., bei einem Fest in Bremen ge- sammelt 3,50 Dt., vmi guten Hannoveranern 800 5)!., T.§). Z. 325 Dt., zum Weihnachtstisch von Ungenannt 7000 Dt., Lahr 20 M., B. A. 600 Dt., Ungenannt 10 Dt.. Borsdorf 8,00 M.. Stade vorm Wald 20 Dt., St. Gallen 10 M..i d e n t a g": Von Geuosien im 0. sächsischen Wahlkreis 150 SR., Steinmetzen Deutschland 50 Dt. e. Für die Familien unserer Verstorbenen: Aus Bremen 30 Dt. A. Bebel. E. G r i l l e n b e r g e r. W. L i c b k n e ch t. H. Meiste r. P. Singer. eine Krone in der Form einer Tiara, ähnlich wie sie Karl dem Großen gedient hatte. Er trat in die Kirche, kniete wie der Papst vor dem Altare und setzte sich dann ans einen der Stühle vor dem Altar.. Die Zeremonie begann. Die Krone, das Szepter, der Degen und Mantel wurden auf den Altar gelegt. Der Papst salbte die Stirn, die Arme und Hände dcZ Kaisers. Er segnete den Degen, das Szepter und die Krone. Tann näherte er sich dem Kaiser, um ihm die Krone auf's Haupt zu setzen. Ter Kaiser aber nahm sie ihm, schnell entschlossen, aus den Händen n»d setzte sie sich selbst auf. Der Kaiser verhandelte wohl mit dem Priester, aber er gehorchte ihm nicht. Tie Anwesenden verstanden diese Handlung. Bonaparte, der nun Napoleon der Erste geworden war, krönte seine Frau, die zu weinen begann. Der Kaiser sichrte sie nach dem Throne; er wurde dabei von seinen Brüdern begleitet, welche die Zipfel des kaiser- lichcn Mantels trugen. Dann kam der Papst an den Fuß de» Thrones, um den Kaiser nochmals zu segnen und die Worte zu sprechen, welche schon Karl der Große, der Bc- Herrscher des AbcndlandeZ, vernommen hatte:„Vivat in oeternum semper Augustua!" Bei diesen Worten erzitterten die Gewölbe von den Rufen„Es lebe der Kaiser!', die Kanonen donnerte» und ganz Paris erfuhr, daß der Papst den Kaiser gekrönt hatte. Der Erzkmizler Cambac«r4S verlas den Text des Schwures, der noch einige Prinzipien der Revolution enthielt. Ein Priester öffnete das Evangelium, welches die Kirche darstellte. Die amiliche Ermittelung dca Slichwalilresultai» für den 1., II., III. und V. Berliner Reichsiagswahlkrei- fand vor- gestern Vormittag in den Hörsälen von 4 Berliner Gemeinde- schulen durch die bezüglichen Wahlkommissare und eine Anzahl Beisitzer statt. Dieser osfizielle Alt vollzieht sich jedoch zumeist unter Ausschluß der Oeffentlichkeit, weil der Berliner Bürger längst daran gewöhnt, die Resultate ans dem schnellsten Wege durch die Zeitungen zu erfahren. Bei der Ermittelung der Wahl- resnltate fehlte es in einigen Kreisen sogar a» der nölhigen An- zahl von Beisitzern und die Wahlkommissare waren in die gerade nicht angenehme Lage versetzt, erst einige der Herren durch den Nuntius vorladen lassen zu müssen, um in den ofsizielle» Akt eintreten zu können. So saßen zum Beispiel im drillen Wahl- kreise(Aula der 123. Gemeiudcschnle, Annenstraße Str. 1b) der Wahlkoiinnissar Stadtrath Weise gegen 11 Uhr»och mit nur drei Beisitzern an der Amtstazel, bevor die erforderliche Zahl von inindesteiis sechs Beisitzern ergänzt werden konnte. Tie Ermiirelung sollte um 10 Uhr ihren Ansang nehmen. Einige der„Zitirtcn" waren in der Siachbavschn r wohneude Bezirksvorsteher, die aushilfsweise herangeholt und für den amtliche»'Akt durch den Wahlkommissar besonders durch Handschlag verpflichtet wurden. Im Verlause der Ermittelungen wurde auch wieder mal cin„Wahlvorsteher" auf dem schleunigsten Wege zitirt. um mündlich Auskunst über eine Angelegenheit zu »ii» SKJn hTnvntnf ATl" nirTif t»i»f Sn»»„1* lOahlunrcgelmäßig- keiten. Ei» besonders intercssänter Fall hatte sich im 253. Wahl- bezirk ereignet. Hier halte sich ein Wähler das besondere Vergnügen bereitet, ans einem Wahlzettel nuterhalb des gedruckten NamenS des sozialdemokratischen ßandidateu„Tapezirer Carl Wildderger" den Namen diese- Kandidaten noch einmal mit Dinte zu schreiben, ohne einen dieser beide» gleichlautenden Nainciiza durch- 'streichen. Da§ 19 des Wahlreglemeni- in Al. 5 bestimmt, daß Stimmzettel, aui welchem mehr als ein Name oder der Name einer nicht wählbaren Person verzeichnet ist, ungiltig sein soll, so hatte der Wahloorstand deS 253. Wahlbezirks diese» Wahlzettel für ungiltig erklärt. Im Wahlkollegium des Kreises machte sich dagegen eine gctheilte Ansicht geltend. Besonders der Wahl- komniissar vertrat die Ansicht, daß auf dem Wahlzettel nur ein Name verzcichnel sei, wenn die» auch koppelt geschehen; die Majorität des Kollegiums trat jedoch der Ansicht des Bezirks- Wahlvorstehers bei und erklärte gleichfalls diesen Wahlzettel für ungiltig. Divnita fanden in 18 Fällen statt. Im 143. Wahlbezirk wurde Wildverger 1 Stimme zugeschrieben, welche der Wahloorstand für ungiltig erklärt hatte, weil der Name des Kandidaten miterhalb eines durchstrichenen Namen- geschrieben ivar; mich im 215. Wahlbezirk erhielt Wildberger eine Stimme z». Im 222. Wahlbezirk mußte Muncket eine Stimme abgezogen werden, dafür wurde im 234. Bezirk eine für Dtunclel abge- gebene Stimme für giltig erklärt, die der Wahlvorstand für un- giltig erklärt hatte, weit nach seiner Ansicht das Papier nicht die erforderliche Weiße hatte. Im 239. Bezirk wurden Munclel sogar zwei Stimmen zugeschrieben; im 2-41. Bezirk mußte Wildberger wiederum eine Etiuime abgezogen werden, dafür erhielt er im 250. Bezirk eine zu. Mehrsach sind doppelte Wahlzettet abgegeben , vorden. I» einem Falle hatte jedoch ein Wähler gleich beiden Kandidaten seine Stimme zuwendeii»volle». Der betreffende Wähler erschien zunächst am Wahltisch des 241. Bezirks mit zwei offenen Wahlzettel», einen für Diunckel und einen für Wild- berger; es ivnrde ihm bedeutet, daß er nur einen von den beiden Wahl-cttelii zusammcnzusalten und dem Wahlvorsteher zu über- geben habe. Der Wähler ging an eine» Tisch zurück und über« gab danach dem Wahlvorsteher einen zusammengesalteten Zettel. Pei der Ermitteliing fand man richlig beide Zettel zusammen» gelnifft vor. Auch ihrer poetischen Ader ließen mehrere Wähler freie» Lauf. Der für Wahlpoesien nicht genügend veranlagte Wahlkomniissar ließ jedoch eine Vorlesung derselben nicht zu. Die Ermittelungen zogen sich bis in die StachmittagSstnnden hin. Einen Einfluß auf das Wahlrcsulat haben dieselben jedoch nicht. Proteste sind von leiner Seite bisher erhoben worden. Kei dein Zttliingesi'e» de« Vi'avlnziiii-Fnudinizea der Zli'onin? Krandrubnrg hielt der Kaiser aus eine Ansprache des StaatsuiinisterS von Achenbach,»ach dem„Reichsanz.", folgende Rede; „Zunächst spreche Ich Ihnen, meine Herren, Meinen Tank dafür auS, daß Sie den Wunsch gehabt haben. Mich heute Abend in Ihrer Mitte zu sehen. CS sind drei Jahre verflossen, seit Ich— abgesehen von dem kurzen Besuche im Land hause am Schlüsse Ihrer vorjährigen Sitzungen— mit Dt einen Brandenburgern zusaiinuei» gewesen bin. In diesen drei Jahren hat sich Mancyes ereigner, wa- Mein Hans und mit Meinem Hause die Atari Brandenburg be- troffen hat. Napoleon leistete den Schwur auf daS alte wie auf daS neue Recht. Dan» begann die große feierliche Messe. Draußen ivartcte das Boll so ausdauernd aus den Ausgang, wie es die Nuknnst erwartet hatte. AIS das beiderseitige Gefolge Notredame verließ, um sich nach den Tnilerien zu begeben, riß das Boll vor Neugierde die Augen weit ans und die Zungen kamen in Bewegung. Man bewunderte die Uniformen mid prächtigen Kleider und rief sich die Namen der Träger zu. — Die dort, sagte eine Frau mit blassem Teint und tiefer Stimme, ist meine kleine Herzogin. Die Ehrendame der Kaiserin sandte ihrer Pflegemutter ans der Vorstadt einen Grus! und ein Lächeln. — Und der dort, ja, der Große dort mit rothen Haaren, ist mein Kostgänger, Cadet Tricot! Ter Marschall von Frankreich, Herzog von Trebbin, Inhaber des Großlreuzes der Ehrenlegion, drehte sich nicht um. — He, Cadet, Du willst den Stolzen spielen! Er wird mich nicht gehört haben!... Mutter Combat, aufgebläht durch den Gruß der Herzogin, bemerkte, wie ihre Umgebung die Ohren spitzte und fuhr daher weiter fort: — Qch habe viele Dinge seit der Einnahme der Va- stille erlebt, aber niemals etwa» Aehnlichcs wie heute. Diese große Dame in dem vergoldeten Wagen, ivelche mich grüßte, hat acht Jahre lang meine Suppe gcaessen und dieser große Marschall, dessen Nähte überall gestickt sind, ist nach Paris in Holzpantoffeln gekommen.— Ich erinnere mich noch an den kleuien Bonaparte in den Tagen des Vcndömiaire; so groß war er, mager und trübe Aifzen hatte er; er Kch aus, als hätte er Essig getrunken. Jetzt ist er dick geworden, schön rasirt und Kaiser. DaZ Ojt bewunder!« uütifilvtic�itCtui.�V1 üihlg; AusaiittuienhaNcn dcrHohenzollemmitBrandenburgberuhtvorMem Vavauf, taf; im Gc�eusatz ju anderen Staaten es den Branden- durgern vergönnt gerncsen ist, im schwersten Unglück ihre Treue dem Hohenzollernhause bcivahren und beweisen zu können. Lassen ?ie süiich an Meine Borsahren erinnern, unter ihnen vor allen an den(ii roßeil ilnrsiirstcn, von dein Ich iuuner gerne besonders g,t Ihnen spreche, da man ihn schon bei seinen Lebzeiten den «rosten Brandenburger nannte; an Friedrich den Großen— sie beide haben eZ jederzeit als ihre erste Pflicht erkannt, das Land, welches sie einst mit ihrer— wie man sagt— schönern Heimath in Snddenlschland vertauscht hatten, nicht zu ihrem Vortheil zu nuhen, sondern ihre Juterejsen ganz mit denen ihres neuen Vaterlandes zn verschmelzen und als ihre höchste Ausgabe zu be- trachten, rastlos sür das Wohl desselben thätig zu sein. Bei Meinen Reisen, von denen Ihr Herr Vorsitzender sprach, habe ich nicht allein den Fweck verfolgt, fremde Länder und Staats- rinrichtungcn kennen zu lernen und mit den Herrschern benach- barter Reiche sreundschastliche Beziehungen zu pflegen, sondern diese Reisen, die ja vielfach Mißdeutungen ausgesetzt waren, haben für Mich den hohen Werth gehabt, daß Ich, entrückt dem Partcigctricbe deS TageZ, die heimischen Verhältnisse aus der Ferne beobachten und in Ruhe einer Prüfung unterziehen konnte. Wer jemals einsam auf hoher See, auf der Schiffbrücke stehend, nur Goües Sternenhimmel über sich, Einkehr in sich selbst gehalten hat, der wird den Werth einer solchen Fahrt nicht verkennen. Manchem von Meinen Landsleuten möchte ich wünschen, solche Stunden zu erleben, in denen der Mensch sich Rechenschaft ablegen kann über das, was er erstrebt und was er geleistet hat. Da kann man geheilt werden von Selbstüber- schätzungen und das thut uns Alten Roth. In Meinem Zimmer hangt ein Aild, das lange in Vergessen- heit gerathcn war; es zeigt eine Reihe stolzer Schisse, den rochen Adler Brandenburgs in der Flügge. Dieses Bild erinnert Mich täglich daran, ivic schon der Große Kurfürst die richtige Er- tcuutmß dafür gehabt hat, daß Brandenburg zur Vcrwerthung seines Fleißes und seiner Arbeitskrast eine Stellung im Welt- markt sich erobern müsse. Groß sind die Fortschritte ge- lvesen, die seit jener Zeit Preußens und Teutschlands Gewerbe und Handel aufzuweisen hat, besonders initer der Regierung Meines Herrn Großvaters. Das weitere Aufblühen unserer wirthschast- l'ichen Thätigkeit zu fördern, erachte Ich sür eliie Meiner vor- nehmsteii Aufgaben; Ich habe deshalb, nachdem Meine Thätigkeit mächst der Sicherung der Ruhe nach Außen gegolten. Meinen Blick nach Innen gerichtet. Die Ziele, die Mein Hochseliger Herr Großvater in seiner Bolschast aufgestellt hat, habe Ich Mir angeeignet. In seinen Fiißtapfen sortschreitend, ist es Meine vornehmste Sorge gewesen, Mich eingehender um das Wohl der unteren Klassen Meiner linterthauen zu bekümmern. Die Erfolge der Bcrathungen des Staatsrathes, luciche hvfsentlich bald in gesetzlicher Form für nnscr Vaterland nutzbringend wirken werde», verdanke Ich nicht zmn Ulindesteil der Freuen und aufopfernden Mithilfe branden- burgischer Männer. Die von Mir vorher berührten Gesichtspunkte, nach welchen Mein» Vorfahren und die Familie der Hoheuzollcru überhaupt ihre Stellung zu Brandenburg auffaßte», war iui höchsten Maße in Meinem Hochseligen Großvater verkörpert. Derselbe betrachtete seine Stellung als eine ihm von Gott gesetzte Ausgabe, der er sich mit Daransetzung aller Kräfte bis zum letzten Augen- blick widmete. So ivie er dachte, denke auch Ich und sehe in dem Mir überkommenen Volke und Lande ein von Gott Mir anvertrautes Pfand, welches— wie schon in der Bibel steht— zu mehren Meine Ausgabe ist und worüber Ich der- einst Rechenschaft abzulegen haben werde. Ich gedenke nach Kräften mit dem Pfunde so zu wirthschaften, daß Ich noch manches andere hoffentlich ivcrde dazu legen können. Diejenigen, welche Mir dabei behilflich sein wollen, sind Mir von Herzen willkommen, iver sie auch seien; diejenigen jedoch, welche sich Mir bei dieser Arbeit entgegenstellen, zerschmettere Ich. Sollten ernste Zeiten uns bevorstehen, so bin Ich der Treue Meiner Brandenburger gewiß und hoffe, daß jie Mir bei der Er- süllung Meiner Pflichten treulich beistehen werden. Darauf bauend, trinke Ich unter dem Wahlspruch:„Hie gut Brandenburg allewege" aus das Wohl Meiner Brandenburger und dieses theuren Landes." Giscnbahiiresobmeir. In diesem Jahre findet die fünf- undvierzigste Generalversammlung des Vereins deutscher Eisen- bnhnvcrivallungen statt. Von den zur Berathung kommenden Gegenstünden ist bisher nur eine das Publikum inleressirende Vorlage bekannt geworden, welche die Ausdehnung der jetzt innerhalb des Deutschen Reiches geltenden Bestimmung, wonach du zusammenstellbaren Rundreisehefte auch sür bloße Hin- und Rück- fahrten auf der nämlichen Strecke benutzt werden können, auf das ganze Vereinsgebict— neben Deutschland noch Oesterreich- Ungarn, Rumänien, Holland und Belgien— bezweckt. Wenn wir auch kaum annehmen können, schreibt die„Mgd. Ztg.", daß der Verein, der sich um die Entwicklung des Eisenbahnwesens so große Verdienste erworben hat, und dessen Wirken sür die Fort- schritte im Eisenbahnwesen nach der Verstaatlichung der Bahnen in den meisten Staaten von erhöhter Bedeutung ist, sich aus die jWVHV"!;»!« BuiTmgf, fcevcii A.i.lahme selbstv kstäudlich I erscheint. l..ch..inken Wied, so durste es....... Die Vorstädterin wurde lebhafter. — DaS Alles, wistt ihr waS es bedeutet? Das gehört Alles zur Revolution! D i e Besiegten. Der zweite Dezember 1804 war ein Sonntag. Daher kam es auch, daß die Massen, die Sklave» der Arbeit, der Anziehungskraft des pomphaften Schauspieles folgten und von allen Seiten nach dem Notre Dameplatz zn strömten. — Nach Notre Dame, riefen sie, wie sie früher,„nach der Bastille",„nach den Tnilerien",„nach dem Stadthanse" gerufen hatten. Die Vorstadt schien ausgestorben zn sein. Kein Geräusch störte die dort herrschende Stille. Michael Combat saß zivischen seinen Kindern vor dem Kamine«ud wärmte seine mageren Hände über dem Feuer. BiZiveileu drehte er sich nach Fanfan um; dieser sah dann seine Schwester an. Doch Jenny schien in Gedanken verloren. Die Mutter war schon frühmorgens weggegangen. Das Strasieuleben hatte seine Anziehungskraft nicht verloren. Sie liebte das Gedränge und den Lärm der Menge imd hatte das Bedürfnis), sich durch die Beschäftigung mit öffentlichen Vorgängen auszusprechen, zu lache», zu schimpfen— je nach- dem. Die Stäche, die Begeisterung, Zärtlichkeit und Sien- gier, hatten sie nacheinander in das Gewühl der Straßen ge- trieben:„Die Aristokraten an die Laterne" und„meine kleine Herzogin in den Tuilerieu" bildeten so Ansang und Ende ihrer politischen Entwickelung. Es wurde schon frühzeitig dunkel. — Schwester, sagte Fanfan, komm, laß uns ein wenig spaziereil gehen. Jenny zeigte mit dem Finger nach dem wüsten Platze hin. — Dort! — Wenn es Dir gefällt, obgleich es da nicht schön ist. Michael nahm seinen Ueberrock vom Haken. — Es ist kalt, sagte er, aber ein trockener Frost ist sehr angenehm, ich gehe mit Euch. doch nicht über- flüssig sein, noch auf einige andere, vom Pnülikun» iviederholt ausgesprochene Wünsche,». A. aus die Gewährung von Freigepäck bei allen zusammenstellbaren Nundreis ehesten, von Neuem hmzliweisen. Bei denselben stellt sich bekanntlich der Preis pro Lkilometer auf 0,30, 4,67 bezw. 3,57 Psg. in der ersten, zweiten, bezw. dritten Klasse; unter Hinzurechnung der Gepäck- taxe für 25 Kilogramm mit 1,5 Psg. pro Kilometer werden aber mit Nusnahiile der ersten Wagenklasse die Normalsätze der zweiten und dritten Klasse von 6 beziehungsweise 4 Psg. pro Kilometer überschritten. Mit Rücksicht hieranf, soivie bei den« während der Hanptrelsezeit so sehr hervortretenden Mißstände, daß die Nicht- gewährung von Freigepäck cine Uebersüllung der Koupees mit Gepäck und dadurch eine große Belästiguiig der Reisendeu zur Folge hat, ist bereits vor mehreren Jahren von der Eisenbahn- Direktion Breslau der Antrag auf Gewährung von Freigepäck für zilsammenstellbare Nuudreisehefte im Verein deutscher Eisen- bahnen gestellt ivorden. Dieser Antrag ist zwar dainals an dem Widerspruch der süddeutschen Bahnen gescheitert; wir zweifeln jedoch nicht, daß dieser �Widerspruch zurückgezogen werden und die allgemeine Einführung auf allen Vereinsbahnen erfolgen wird, sosern die preußischen StaatZbahnen mit gutem Beispiel voran- gehen. Einen weiteren Punkt betrifft das von der Posener Handelskammer an den Minister der öffentlichen Arbeiten gerichtete Ersuchen: Die GiltigkeitSdauer der gewöhnlichen Rückfahrtskartcn über mehr als 300 Kilometer Entfernung ans die gleiche Stufe mit der GiltigkeitSdauer der Nuudreisehefte zu bringen. Bekannt- lich beträgt die Dauer der Rückfahrtkarten auf den preußischen Bahnen bei Entfernungen bis zu 200 Kilometer einschließlich drei Tage, biS 300 Kilometer vier Tage u. f. f. für je 100 Kilometer um einen Tag steigend. Im Verkehr mit Berlin wird die Dauer bei Entfernungen von mehr als 50 Kilometer um eine» Tag er- höht. Diese Bestimmungen sind willkürlich gegriffen und könnten aus demselben Grunde das Doppelte und Dreifache betragen, wie zum Beispiel einzelne englische Bahnen schon bei Entfernungen von 100 englischen Meilen den Rückfahrkarten eine Dauer von vier Wochen geben. Da durch die Verlängerung der Dauer der Rückfahrkarten die Eisenbahnen keinen pekuniären Nach- theil erleiden, und es jetzt, nachdem die zusammeustell- baren Nundreiseheste innerhalb des Deutschen Reiches auch sür bloße Hin- und Rückfahrten auf der nämlichen Strecke beiiutzt werden können, als ein ganz unbegründeter Widern spruch anzusehen ist, daß sür ein Nundreiseheft von 600 Kilometer Fahrlänge 45 Tage, für eine gewöhnliche Rückfahrkarte von derselben Fahrlänge dagegen nur 6 Tage gewährt werden, so sich dringend empfehlen, eine Verlängerung der Dauer dürfte es � der gewöhnlichen Rückfahrkärten nach dein Antrage der Posener Handelskammer vorzunehmen. Schließlich können ivir nicht umhin, auf die Schwierigkeiten hinzuweisen, welche die Aufstellung der zusammenstellbaren Rnndreiseheste für einen großen Theil de- Publikums hat, und daß es sür dasselbe sehr erivunscht sein würde, wenn die Ausstellung seitens der Beamten gegen Entschädigimg erfolgte. Ans eine Ermäßigung der Personeutarise, die noch so hoch sind, wie bei Eröffnung der Eisenbahnen, werden wir, meiut die „Magdeb. Ztg.", unter dem gegenwärtigen Ministerium nicht zu rechnen haben. Dem möchten wir doch nicht unbedingt zustim- men. Die Einführung des Zonentarises in Ungarn, welchem Oesterreich wahrscheinlich bald folgen wird, kann mcht ohne Rückwirkung auf den deutschen Eisenbahnverkehr bleiben. Man wird die Personentarife, der Roth gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, verbilligen müssen, um der Konkurrenz der Nachbarländer zu begegnen. Drr Etats a»a ich»ff drv Stadtverordnrten-Uevi'amm- lung zur Vorberathung des Stadthaushaltsetats pro 1800/91 hielt an» Dienstag Abend unter Vorsitz des Stavtverordneten-Vorstehers Dr. Stryck seine zweite Sitzung ab. Ter Etat der 7 höheren Vürgerschuleii wurde nach dem Ctatsentwnrf genehmigt. Die Resolution der Stadtverordneten-Versammlung, in ivclcher der Magistrat ersucht worden ist, in Erwägung zu ziehen: ob nicht die bei der ersten höheren Bürgerschule beseitigten Wechseleöten wieder einzuführen seien, ist durch den Etat pro 1800/91 durch Berücksichtigung erledigt. Die Resolution, ob es nicht zweckmäßig erscheine, für die höheren Bürgerschule» einen Normalbesoldungs etat auszustellen, beantwortet der Magistrat dahin, daß er den Zeitpunkt hierfür noch nicht gekommen hält, weil die höheren Bürgerschulen noch in der Entivickclnng begriffen seien. Zum Etat für die Gemeindeschulen lagen die Petitionen der Rektoren und der Geuieindeschllllehrerinnen vor. Erstere bitten um eine Gehalts- zulage von 400 M., wogegen die Lehrerinnen ihr Petitum vahillrichteu, ihnen eine Gehaltsaufbesserung zu Theil werden zu lassen und ihnen damit zugleich das Vertrauen zn stärken, daß sie sich des Wohlwollens der städtischen Behörden erfreuen. Der Ausschuß glaubt, innerhalb der Normaletats-Periode an die Frage wegen Geivahrnug von Gehaltszulagen an Beamte und Lehrer nicht herantreten zu solle», und daß es nicht angezeigt sei, ein- zelne Kategorien, also hier die Rektoren und Lehrerinnen, einseitig zu berücksichtige». Bei Ablauf der Normaletats-Periode am 1. April 1881 wird diese Frage ihre generelle Erledigung zu Die drei Spaziergänger schlugen den steinigen, über trockenen Naseir führenden Pfad ein. Sie hatten die Vor- stadt hinter und Paris vor sich; das freie Terrain, mit seinem gelblichen, einem Stoppelfeld ähnlichen Nasen, seinen Kreide- und Mergelflcckcn, den Schutthaufen, Dornenhecken imd Steintrümmern machte einen einsamen, traurigen Eindruck... Der schmale Pfad wandte sich an einer Stelle scharf zur Seite. Ein Mann kau» ihnen entgegen; er ging sehr langsam und starrte unbeweglich ans den Boden. Als er die Schritte der ihm Entgegenkommenden vernahm, erhob er den Kopf, sixirte sie einen Augenblick und eilte dann ans sie zn. Die jungen Leute verbengten sich respektvoll. Der alte Arbeiter streckte ihm die Hand entgegen. — Guten Tag Bürger, sagte er zu ihm. Bürger! Henri zitterte bei dem Worte; ein erloschenes Feuer loderte noch einmal in seinen Gesichtszügen ans. Wie schön waren doch die Tage, wo man sich Bürger Nannte, wo man vom Palais Royal abmarschirte um die Vastille einzunehmen, von der Vorstadt nach den Tuilerien zog und vom MarSfelde nach der Grenze, um den Feind zn verjagen...... Soldaten, Generale, Volksvertreter, Alle waren jung. Man dachte weder an Titel, noch Bcförde- rungen, noch an Belohnungen. Man glaubte an Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Mit einer Blume ans der Hand der Geliebten, stürzte man sich in die Menge, um zu kämpfen.... Bürger! In diesem Augenblicke horte man ans der Ferne den Kanonendonner, der verkündete, daß der Priester den Kaiser gekrönt hatte. Lenoir streckte seine Hand aus. — Was sprichst Du, Greis, vom Bürger? Die Re- publik ist todt. Wenn Du die Vorstadt heute gesehen hast, so weißt Du, daß sie verlassen ist. Was ist ans unseren Kampfgenossen geworden? Betrachte Dich selbst. Dein Nacken ist gebeugt und Deine Glieder sind finden haben.— Die vom Magistrat beanleagle Beiträge zur Unterhaltung de- Zoologischen Gartens� mff 0000 nnb W Balm» Mark wurde anstandslos genehmigt mit Nucksicht S...« ahm*»«****»«"*>*,*<««* Ot-tiii t'fll t)ll VCy �—<. zfi Besichiiguug der gemeinnützige» Jnstilule der Schulllassen von Jahr zn Jahr ziuümmc. s."... Ort-r.r. pf....____ � i V_.. ii.___— _ D'-P <30®» sür Beschaffung und Ünterhälinng der 25** � l--- I-111 7».i uUU W| lYtarffl# w -3% - gleichzeitig aber der Magistrat ersucht v ä» der Schulen strenger kontroliren zu''»Ii/ schulklassen mit Zentralheizung von 5000 M- mäßigt,....... Heizung Anfang des Unterrichts genügende Wärme m oen � vorhanden ist. Im Uebrigen ivurde der Etat w* schulen nach dem Etatsentwurf unverändert"mie< Etats der Taubstnmmenschule, der Blinde>lschul-. des Fortbildungs-Unterrichtsiveseiis, der Fachschu � K» IM ?• Die T Wvhielt 00 Wpn kan iSit »cn sj %% Iteiscl Mir mi »m ISU; oimuen % uc» iyuiwuvuuyj'UJuciiiu;iS74Uc|cu», flow, schule, der Handwerker- und Bauaewcrkschule lU- L Etatsentwurs unverändert genehmigt. AW ei# "'»weis Franz 91 >°usg-wi >°n klein ?ärz cmsuuiy utl tinuuiusrnuica------ wi K.!" ■,................. J» diesem ersten Hilseleistmig Unterricht s'■ ertheilt werden. wiirdcn Aenderiuige» ifiaff votgrR»-»»-».>>-, j�hi- auch die Herstellung eines sogenannten Wassersturze- Parke in Aussicht genommen; hierfür wird jedoch oe �%ii ordneten- Versammlung eine besondere Vorlage zr g �z ftl Ilcsolutionen betreffend: 1. die Ausarbeitung eine- � ock Neugestaltung des Schillerplahcs unter Fortfall der.„g dem Schillerdenkmal kreuzenden Fahrwege, 2. die tn j Spielplätzen sür Kinder auf dem Marhcinekeplatz, dem markt, dem Vinetaplatz, dem Neuen Markt und dem goß''' m die Neugestaltuug"dcs"Schillerplatzes) bei der Parkoep»�. Gange sei, zu 2. die Projekte, betreffend die EinnchA� Spielplätzen auf den oben genannten Plätzen(mit" Spielplätzen aus oen ovcn genannten Piuto«» v— GendarmenmarkteSI von der Stadtverordnerenverfammm>», � genehmigt worden sind, zu 3. den Versuch, das pst Straßenbäumc Privatgärtnern in Verding zu tzeWm Ai!/ worden ist und über den Erfolg noch bei Gelegenheit o bcralhung pro 1800/91 berichtet werden wird, als(üce»_ achten. Di» Gsteveiev werden, weun der h Der vcrhältnißuiäßig milde Februar hatte vcrecc»----y gcbniffe der Hühnerzucht gebracht, die aber jetzt durch eine jähe Nurerorechung erfahren haben. Freilich m m gggggg'-| Ssößten i'titv dürften in diesem Jähre ziemlich d. wie! der harte Nachivinter noch längere Ze» � biesellcr mäßig»iilde Februar hatte bereits recht? �lü Mi noch ''---- Ol»(Hb gum tieyY«.(t-LsLlff RR*------,....., f, Züchter in der nähre» Umgebung Berlins erzielen für Preise von der doppelten Höhe des Marktpreises und M1 Zchv eine feste Kundschaft für diese Waare. Im Publikum deshalb aucki ein begreifliches und in vielen Fällen �£(' «in: zehn Ownser zu se Buchdr gm thillig Rt rcfiichc \ A. will % m• t AlS die Schicksal >m> sofort i gwi-werlh m sMaje Wen, entzi Pwmgsav Sj't seiner 7 de- Am g hiesigen ul Ä Pen hat. 57 Ruhe ■mown Bi im halt ibin ft* Jhimttag i ptn, i■ lr «in fcit RiMerstr. ßemau Kl ssi? hierdi 6: Mi % deshalb auch ein begreifliches wnu>» u— S.t gründetes Mißtrauen gegen die auf dem Markte Eierhandluiig angepriesenen„frischen Landeier", Rio)v„ ßU' die bedeutend erhöhten Preise gegenüber dem gewöhiUW preise nicht beseitigt wird.. i'au dem völligen Erlöschen der Influenza'an � noch immer nicht die Rede sein. Auch in der Woche vor � � 22. Februar— so weit reichen die amtlichen SNeldungen,»R. noch Erkrankungen an Gruppe vorgekommen, wenugs �ettsl ein Cr selten. Im Allgemeinen gestaltete sich der GestmbhmW'% molli. jener Woche nach ivie vor günstig. Wieder gelaugv-.■M von Genickstarre zur Meldung, der zur Ausnahme in ei» � Krankenhaus führte. In der seit fast sechs Jahre» schwebenden V F' suche der Potsdamer Troschkeubefitzer»vider deil srühereu. Fi- Polizeipräsidenten, jetzigen Kabmetsminister Herrn Woh Zz ße wegen Entschädigung durch gesetzwidrige Behinderung m.M werbes, waren zum l. ds. Mts, Vormittags 11 Uhr,# vor das Kgl. Amtsgericht geladen, um den ihnen auserleg ,j,. zu leisten, daß sie in der Zeit vom 4. bis 13. Oktober 1°..z. f pro Tag 8 M. verdient haben. Die Kläger waren sämnäfi�! Stelle und haben je nach Lage der Sache den ihnen sOsl M Eid geleistet. Es bleibt nunmehr nur noch die Ein*,'»([/""'ye den Klägern zugesprochene» Entschädigungen resp. 3%, Fj. IUeiui Klageobjektes und Kosten einschließlich des Rechtsbeistanv s Fl u iiiid dann kommt— ivie der„Fuhrhalter" in seiner neue!' 27, I gäbe bemerkt— ein Prozeßversahren zu Ende, 11 gewerbe wohl einzig dastehen und sicher eine Wie' mals sinden dürfte. Eine junge Fra« passirte vorgestern Mittag in ihre- dreijährigen Söhnchens eine der frequenlesien F -- g----M-'"--neideten Mann« Berlins, als sie von einem kraftlos. Ich habe weiße Haare. Wir haben nicht» zu thuri, als zu sterben. t Er stand still, um dem Kanoileildonuer zn lauscht fuhr dann fort: — Bonaparte hat Recht. Wer einen Herm aiw. verdient ihn. Worüber beklagen wir uns, Freiwilllgi tur Jahre I? Man macht uns zu Marschällen, Heyöß Gr Chrenlegionären, ist das nicht auch Gleichheit? Collard kann kick besclnveren. da seiner Alleinherrschaft eine Kon'ä i - M r aus d. Öl« R W iiemli I kann sich beschweren, da seiner Alleinherrschaft heranwächst. — Und das Volk? sagte Michael Combat-I Der Jakobiner lächelte bitter.„ — Das Volk bist Du, der vielleicht morgen,«ach&, fck jähriger angestrengter Arbeit ohne Obdach und B»« y ..-"""'-"«-......" �-— jener i ivird, es ist Deine Tochter, deren Liebe einer liehen Streber verschmäht s�es ist Deine Ftau. Könige mit der Faust drohte und vielleicht in diesem blicke„es lebe der Kaiser" ruft...., ,, — Mein Herr, sagte Faufan— vergessen Su« nicht, wir siild noch jung und haben die Lehre» st"„jl fahrungen uiiserer Eltern vor uns, deren Beispiel«« folgen werden. er ivi ird Jenny faßte ihren Bruder an der Hand. —\ya' faßte sie, ich bin stolz ans ihn, Ehre machen. Lenoir legte seine Hände auf die Schultern des F Arbeiters. J «ü— cÄu �öcht, mein Sohn, wir können nicht""V gekämpft haben. Wenn wir auch heute die Besiegtt'� actampft tjauen. juscuu nur 01109 Qcme uie so werden doch die Ideen, für welche wir gekämpft 9.V früher oder später, vielleicht in anderen Formen mid ----- r,.',.--- iyie' Hilfsmitteln einer neuen Zeit, jene alte Welt, ihren Triumph feiert, für immer besiegen...., Die Kanonen waren verstummt. Bon Paris(r nahm man das Geräusch der sich vertheilenden Nteng�/j Schatten der Nacht legten sich über den Platz. � stiegen in die Höhe. Aus den Weinschenken erklangen Weisen, die zum Tanze lockten. m Die Besiegten kehrten schweigend nach der � iage t er SS- �uä« i I Z Z lern## S Kemels!' W AZ (jearinw 1 5'S « ßtM -s gi %! f' -Ifti ,,4%:=:& iWNSÄNk«» �Ä-�jzmöTO «hcn mm mm fltCU tfn«U'' mt «,»'.. Beuthstraße 8«B"tuiajiucmutiii« i�i» «er ,., �8''st hier ortsangefesse» und, wie er unserem Rc- l m'5, �urth die Ausweisung sehr hart betroffen wor- '""U sich über Hamburg nach Amerika(Chikago) be- e»u letzteren Orte in gleicher Eigenschaft ivic . einem Arbeiterblatt in Stellung zu treten 3,,,.,-, ,,|sz 6*;.f'e, Mitarbeiter in der H.'schen Druckerei von Ack�es'; w,i rnf„.'hres Genossen Kennt» iß erhielten, ivurde unter der TOenfim l«.e,ne. freiwillige Kollekte veranstaltet, die einen recht nz»ng?° La» Betrag ergeben hat.— V. ist in dem Jahre 1878 zu.'# b" Mm..?rstätsbeleidigung zu i Jahr Gefängniß verurthcilt late°'uzoa sich seiner Zeit der Strasvollslreckuug, kehrte beim i Mell?. Mi,,.�antritt Kaiser Friedrichs nach Deutschland zurück und " He hi Sf1 Seit durch den Amnestie-Erlaß begnadigt. Die Ab- » Iii«r �gewiesenen ist nin Donnerstag, StachinittagS Alflen f%,»rArtf ktÄ«irtfiin tftilt tfhl 4 Uhr, lungl Ml cdigi J" m-f stich seit fi s u ichtunS ki biMin" Rci,aicfeneii ist am Donnerstag, Stachinitt ptiiä„„®~ �ehrter Bahnhof erfolgt, bis wohin ihm ein großer tyki r-r�hden— etiva 70 an der Zahl— das Geleite W SHm,"�'e Abschicdsszene auf dem Bahnhof ist in neuster- kicnm. m u,,d Ordnung verlaufe», so daß die ebenfalls er- Nil?,, nZ-mten der politischen Polizei keine» Grund zeem Ein lichev Zlttgtiicksfatt ereignete sich Montag Nei, ,, st'st einer Böttcherei in der Grünthalerstraße. Hier % Öpr.fr.,.--Post" berichtet, während der Atittagspause drei- *1;„.i'1'st1 Kesselgebäude zusanemen, med enan scherzte eeeeb -/ AeieeiÄ l,o v die oininöse Zahl 13, als der in der irv k"8 evohnhafte Böttchergeselle Karl H. auf Zhdst;i( Passes �stst'ste Wandung eines großen, mit kochendcue ßad f*, 1�" und zugedeckten Kessels stieg. Bon oben -ab.,.ststst H- scherzend nach seinen spielenden Kmiecradeee. Hit in o ii �»glückliche ahnungslos auf den Deckel. Dieser betten auf Rollen und wird durch Gegengewichte nieder- '®lC Gegengeevichte gaben plötzlich nach, der � 'f»nd H. fiel rücklings in das kochende Wasser. M(»"n»s'i.ut Brandivunden bedeckt, zog enan den Besennungs- »•.„ de»» Kessel und brachte ihn nach einein Krankenhause, '»ahezu hoffnungslos darnicderliegt. Es ist eine Unter- CT ei» 0e9en die anderen Gesellen eingeleitet, da eeean anninemt, »H r.ster derselben die Gegengeevichte in Beevegeeng gesetzt hat �'durch der Unglücksfall herbeigeführt evordeie ist. Pkimerir � ta her.' Bor einein Jahre evurde einem in Ja durg ivohnenden Schlosser außer einigen anderen Sachen, n,."l JfPnrkaffeiekwch ei» Werthe von ca. 90 Dt. entwendet. «Wirf?"or einigen Tagen ein Pfandleiher die nicht in der ffidp»&T'st wieder eingelösten, mithin also verfallenen irlnn»erceuktioniren lassen. Darunter befand sich. auch dieses ch»enbeech, für evclches der Pfandleiher vor Jahresfrist ' gegeben hatte. Am Montag ging der Pfandleiher nach & ff»! rfOCilUy Cli.-guyu.'t Jl. ejy/ew»v»v W»., daß dieses Buch als vor einem Jahre gestohlen einge- ktiiWa Ter Eigenthümer des Buches, ivelcher hiervon in kti k'd gesetzt evurde, ließ sofort durch das Gerichtsvollzieher !>, A'orkassenbuch mit Beschlag belegen. .Hte.!? Mittern, ig drv Monat» Februar er. nahm eeuon , stfeichmäßigen Verlauf. Es herrschte den ganzen Monat '«Wenh.'"stierer Frost bei meist östlichen Winden und großer Kl aklu>�,��?�eit. Nur ain 3. und dann noch einmal am 25. scheren es, -heg ustak. 511» das Wetter sich von Grund aus ändern wollte, doch der alte Zustand hergestellt. indes ay;"»' tns Wetter sich uest' L?. wenigen Stunden wieder»WW�..WI i ein ch/fkin�.-»rächte den ersten ordentlichen Schneefall des ganzen ,vluNS Iii,»nd die Schneedecke, die liegen blieb, begünstigte ..„irf M°st?u»ch beträchtliches Herabgehen der Temperatur, so bliest., Nacht vone 28. Februar zun, 1. März die t& tibi, in st Winter 1889/90 war. Im Einzelnen ivar das Er- sti SV/ v»»eteorologischen Beobachtungen auf der Station ; das Folgende: Der Barometerstand war enorm hoch; er itl'Stj8*in Monatsueittel 765,3 mm, während für den Februar dti'i-j,®»omtal sind. Die Schwankungen meett lebr >»»« A» Der niedrigste Stand trat e am 19. mit 772,8 mm. aue Die 27. ein tuet 761,6 mm, mittlere Temperatur be- 0 ZÄ -VI ich-» iii uite n"o*»*»• Vv- vs--.— fm mtilil�erLr n«®!' Ownienl sind 2,7 Gr.). Abends 9 Uhr-1,0 Gr. A 0'9e 4.»'hnen unter 0 Gr., wogegen nur 9 Eistage, d. h. solche, ch a»»äs Therniometer sich nicht über 0 Gr. hob, vorkamen. I j„ 8* waren im Vergleich zu ihrer Nornialteneperatur zu kalt, k, st""» und 1 hatte die ihm zukommende Temperatur. Von °stt>.n Windrichtungen herrschte Südost mit 23 Beod- Diit 7»e» cor; dann kamen Ost mit 14, Nordwest mit 13, Nord o'.qrfch West mit 6, Nordost und West mit 5 und Süd mit 4 Be- Hnitf 9cn- Windstille ivurde 7 Mal festgestellt. Im Durch- 'klin. Erreichte die Windstärke nur die Ziffer 2,0 der zwölf- 'iibet»®fQla' wobei der Stärkcgrad 5 am 28. das Maximen» «eL,.: Die Beevölkung war geringer als sie sonst im kn, n» zu sein pflegt. Wenn 0 ganz heiter und 10 '"»atn e bedeutet, so tvar das Monatsmittel 6,2, eieb«e» 7,0 für den Februar normal ist. 6 Tage waren in tli �.csttogischcin Sinne heiter(Beivölkungszisser weniger als 2,0), "etrSrf Bewölkung über 8); die übrigen 12 hatten gemischte kt n,"0- Die Summe aller vtiedcrschläge ergab im Februar 'Hoß V"'» Höhe, wovon allein 6,1 mm auf den 27. kommen, Iii f8 der ganze übrige Monat nur 1,6 mm ergab. Da 39 mm Itycins).Februar normal sind, erreichte die diesjährige Nieder- efch als Niederschlagstage, d. h. sie hatten mehr als Vi, t.st?; Der diesjährige Februar bildete in dieser Beziehung hn. t'.'e» Gegensatz zu dem vorjährigeet, der 2-1 Siiederschlags- Isf'g�'e. Reif evurde 11 Mal, Nebel 9 Mal, Glatteis 1 Mal AL.f'f'i'ri-Seflcht. Am 5. d. M. Vormittags, wurde ein %in � e'wa 35 Jahr» alter, dem Arbeiterstande angehöriaer dir g dem Hause Burastr. 27 von Krämpfen befallen, siel le«nd zog sich hierbei eine nicht unbedeutende Verletzung strb" iM um} "A am Hinterkopfe zu. Er wurde mittelst Droschke nach der Charite« gebracht.— Zu derselben Zeil siel eine Frau vor dem Hause Derfflingerstraße 18A infolge der eingetretenen Glätte und erlitt hierbei einen Bruch des Schenkelhalsknocheees. Sie wurde zeieeächst nach ihrer Wohnung und von dort auf ärztliche Anordnung nach dem Elisabeth-Krankenhause gebracht,— Ebenso fiel Nachmittags eine Frau auf dem Bürgersteig in der Friedrichstraße, nahe dein Stadtbahnhof, zur Erde eend erlitt einen Bruch des Oberarmes. Sie wurde mittelst Droschke nach der Königlichen Klinik gebracht. — Mittags wurde ein Mann vor dem Hause Zossenerstrafte 3 plötzlich von Krämpfen befallen, siel zur Erde und brach den linken Unterschenkel. Er wurde, nachdem ihm ein Nothverbaud angelegt worden war, mittelst Krankenwagens nach der Eharitee gebracht.— Am 6. d. M., Nachts, wurde ein Straßenreiniger vor dem Hause Holzmarktslr. 64-V von einer Droschke überfahren und erlitt"hierbei einen Bruch des rechten Armes.— Am 6. d. M. fanden an sieben verschiedenen Stellen kleinere Brände statt. Not» höchst lietrübeudet» Folge» für beide Parteien ist ein Streit zwischen zwei Nachbarslenten gewesen, der gestern vor der vierten Strafkammer des Landgerichts' l ein gerichtliches Nach- spiel erfuhr. Als Hauptbelaslungszeugin gegen das Tischler Otto'sche Ehepaar, welches sich wegen schwerer Körperverletzimg zu verantworten hatte, ivurde eine 62jährige Frau, die Wittw'e Scholz, in den Sitzungssaal mehr getragen wie geführt. Dieselbe ist nach dem Gutachten des Sanitätsraths Dr. Mittenzweig am rechten Fuße gelähmt und wird zeitlebens ein Krüppel bleiben. Dieser Zustand soll durch die Mißhandlungen herbeigeführt fein, welche ihr durch die Angeklagten zugefügt sind. Die Zeugin wohnte mit den Otto'fchen Eheleuten in einem Hause. Sie will erfahren haben, daß dieselben mit dem Gedanken umgingen, sie auszumiethen und von dieser Zeit an herrschte zwischen den Parteien eine äußerst erbitterte Stimmung, die sieh besonders zivischen den Frauen in häufigen Wortgefechten Luft machte. Wie die Zeugin Scholz angiebt, ist sie an einem Juni-Abende deS vorigeil Jahres von dem Otto'fchen Ehepaar überfallen worden, als sie auf dem Wege nach ihrer eine Treppe höher belegenen Wohnung an der 5korridorthür der Otto'schen Eheleute vorbeigehen mußte, hinter der die Letzteren ihr auf- lauerten. Frau Otto ergriff die alte Frau mit der Linken und hieb sie mit einem Kantschn, bis dieser zerbrach. Nun stürzte auch der Ehemann, der bis dahin unthätig der Züchtigung zugesehen, ans die Frau Scholz loS, versetzte ihr mehrere Fausthieve und stieß sie dann zu Boden. Hierbei verletzte sie den rechten Fuß, der in Folge dessen in Lähmung verfiel. Die Mißhandelle ist sechs Wochen bettlägerig gewesen. Tie Angeklagten legten sich trotz der schweren Belastungsmomente ans's Leugnen, Iran Otto behauptete sogar, sie sei die Angegriffene gewesen und habe sich im Znstande der Nothwehr befunden. Ihr Ehemann wollte an jenem Abende überhaupt nicht zu Hause gewesen sein. Durch die '-•<- m_____: � ui-r*. V-- r-*... i._______ il- unbescholtenen Angeklagten die schweren eingetretenen Folgen wohl nicht beabsichtigt hatten, wie sie ja auch nicht vorherzusehen waren, es wurde aber immerhin noch auf eine Gcfängmßjlrase von je neun Monaten erkannt. Ute»!» ma» iu einer Keschwerde über eine» Ke- amtc» behauptet, derselbe mache den Eindruck eines„Neu- lings", so enthält dies eine Beleidigung— selbst»nenn der, selbe wirklich noch ein Neuling ist. So hat das Schöffengericht gestern in einer Anklage gegen den Kaufmann Jakob Jonas Wilhelm Krüger entschieden. Derselbe ist Mitinhaber der Firma„W. ü. B. Krüger, Juristisches Bureau", und erhielt eines Tages persönlich den Besuch des aushilssweise als Gerichtsvollzieher beschäftigten Unteroffiziers Gruppier. Nachdem er denselben vergeblich zu unterrichten gesucht, daß eine Vlslndung in dem Lokale einer Handelsgesellschaft mcht statthast i; obald es sich um persönliche Schulden eines Gesellschafters handelt, soll er nach der Behauptung des Gruppier geäußert haben:„Ich werde mich über Sie beschwerden; der Amtsrichter Dr. Cohnstein wird Ihnen das schon besorgen!" Der Angeklagte hat denn auch eine Beschwerde eingereicht und darin die Version gebraucht, daß der Gerichtsvollzieher den Charakter eines Neulings gezeigt habe. Der Gerichtshof hielt diesen Ausdruck für eine Beleidigung, die Aeußerung bezüglich der anzubringenden Beschwerde aber für eine„Nöthigung" und verurtheilte den Angeklagten zu 14 Tagen Gefängniß. Der Doliseipriistbent Freiherr von NichtHofe» hatte in dem Privatenteignuugsverfahren des Kandidaten Paul r i t t i g wider den Redakteur von Stubenrauch dem Kriminalkommissar Braun die Genehmigung versagt, .ich als Zeuge vernehmen zu lassen. Derselbe war auf Antrag des Bertheidigers Rechtsanwalts Dr. Flarau vom Schöffengericht geladen worden, von seiner Vernehmung wurde aber aus vorgenanntem Grunde Abstand genommen. Gegen diese Genehmigungsversagung legte Tr. Flatau Beschwerde beim Herrn Minister des Innern ein und erhielt darauf gestern den nach- folgenden Bescheid:„Berlin, den 27. Februar 1890. Euer Wohl- geboren theile ich auf die an den Herrn Minister des Innern gerichtete Beschwerde vom 28. Dezember v. I. in» Auftrage d�s- selben ergebeust mit, daß die gegen die Bernehmung des Kriminalkommissarins Braun als Zeugen in der Privatklagesache des canä. phil. Fitiig wider den Redakteur v. Ettlbenranch er- hobenen Bedenken fallen gelassen werden. Der Polizeipräsident. o. Richthofen." selben zu überlassen, die Ansichten ihrer Wähler neben den eigenen zur Geltung zu bringen; jedoch soll jeder Delegirte sich in der Organisationsfrage vergewissern, ob seine Wählerschaft für Zentrailsatinn oder lokale Organisation gesonnen ist. Die definitive Tagesordnung des Kongresses nebst den llreferenten»vtrd in einer der nächsten Nummern des„Bauarbeiter" bekannt gemacht und damit allen Gelegenheit gegeben, zu den einzelnen Punkten An- träge und Resolutionen vorzubereiten. Wünschenswerth ist die recht- .«141.. re4..f;lc------- 4...-,.-!....«.;=-.-4.-4..-•------ ein einleitendes Hauptreferat zu übertragen. Wir bitten diejenigen Delegirten resp. die zu Delegirten vorgeschlagenen Kollegen, welche» ein Referat zu übernehmen wünschen, uns bis spätestens zum 15. März davon Mittheilung zu machen. Und somit, Kameraden allerorts! rüstet Euch zum Kongreß und wählt nur solche Leute als Delegirte, die Euer Vertrauen in jeder Weise besitzen. Wir weisen noch darauf hin, daß wir sämnitlicbe ungelernten Bau- arbeiter zur Theilnahme auffordern, also Erdarbeiter, Zimmer- arbeitsleute, Steinträger, Maurerarbeitsleute:c. Möge sich t><« Zahl der am Kongreß Theilnehmeudcn gegen das Vorjahr ver- doppeln: Mit kameradschaftlichem Gruß die Agitations-Kom» Mission der deutschen Bauarbeiter. I. A.: C. Lange, Hamburg, Sehaarmarkt 39 I. Karmrn, 6. März. Der Streik der Rieinendreher hat sich bis heute bereits auf 26 Fabriken ausgedehnt, über 1300 Arbeiter feiern. Die Arbeitseinstellung wird noch weiter um sich greisen, da die RiemendreHereibesitzer, wie die Arbeiter, fest entschlossen sind, an ihren Beschlüffen festzuhalten. Vevpattttnlttttge». Die Maurer hielten am 5. d. M. drei große öffentliche Generalversammlungen ab mit der gleichglautenden Tagesordnung: 1. D i e Agitation im B a» g e»v e r b e im Bau- jähre 1890. 2. Beschlußfassung über die int» £ IUI" Sozielle MeHevfiÄzt. Seka»»tmach»»s. Tie Agitationskommission der Bau- arbeiter Deutschlands macht bekannt, daß der Kongreß vom 8, bis 11. April in Hannover vorläufige g-agesordnung sind folgende Punkte fest- Zentralisation oder lokale Organisation§ 152/3 oder Gewerbeordnung. Koalitionsrecht. Vereinsrecht. 2 o) Falls Zentralisation beschlossen wird, Wahl eines provisorischen Vorstandes, Stellungnahme zur Statuten- berathung. b) Falls lokale Organisation, Wahl einer Agitations- kommission. 4.' Normalarbettstag(Achtstundenbewegung). 5. Schutzvorrichtung, Baubuden, internationale Arbeiterschutz- Gesetzgebung. 6. Frauenarbeit auf Bauten. 7. Berkehrslokal. Arbeitsnachweis. 6. Wie verhalten wir uns den Bauhandtverker» gegenüber? 9. Die freien Hilsskassen. 10. Freie Diskussion über die Löhne und Arbeitsverhältnisse der verschiedenen Städte. II. Akkordarbeit, Klassenlöhne, Kolonnensystem. Die in öffentlichen Versammlungen zu wählenden Delegirten haben sich ein Mandat ausfertigen zu lassen, welches die Anzahl der in der betreffenden Versammlung Anwesenden und ferner die Anzahl der für den Delegirten Stimmenden enthält. Wünschenswerth wäre die gleichzeitige Angabe der Anzahl sämmt- licher am Orte thätigen Bauarbeiter. Das Mandat ist vom Bureau der Versammlung zu unterzeichnen. Wir empfehlen, den Delegirten kein gebundenes Mandat zu geben, sondern es den- 1890. guug der Berliner Maurer. 3. Verschiedenes. Die Versammlung, die für den Norden einberufen war, fauo im„Eiskeller" in der Chausseestraße statt und war, der Wichtig- keit der Tagesordnung entsprechend, sehr zahlreich besucht. Den Vorsitz führte Herr G r o t h m a n n, das Referat hatte Herr Wernau übernommen.(Alls seine« Antrag hin wurde der erste und zweite Punkt der Tagesordnung verschmolzen). Der Referent begann mit einer Schilderung des heutigen Klassenkampfes, des Kampfes um's Dasein, der auch speziell im Maurergewerbe ein immer schwieriger werde. Fast gewinne es den Anschein, als ob ein Vorwärtsschreiten nicht mehr stattfinden könne, als ob alle bisher errungenen Erfolge unwiederbringlich verloren wären. Dies sei auch thatsächlich der Fall, sosern nicht wieder ein olidarischer Geist die Massen durchwehe. Wenn auch die Zwie- tracht unter der Kollegenschaft hauptsächlich durch die Akkord- arbeiter hervorgerufen worden sei, so seien die heutigen Verhältnisse doch so beschaffen, daß jene» Konzessionen ge- macht werden müssen. Auf den im vorigen Jahre gestellten Forderungen müsse unbedingt beharrt und dieselben in diesem Jahre durchgeführt werden. Wohl sei die große Masse schwerlich geneigt, dies wiederum durch einen Ausstand, wie im vorigen Jahre zu ermöglichen, da die diesjährige Bau- Periode eine nicht so glänzende zu werden verspreche. Daher sei ein anderer Weg einzuschlagen, und dies sei die Organisation. Alle Mann müßten in Reih und Glied treten, um die Scharte, welche die Berlmer Maurer bei dem Hiebe, den sie dem Unter- nehinerthunt im vorigen Jahre versetzt haben, erlitten hätten, wieder auszuwehen. Dies könne aber nur geschehen, wem» eben Alle Hand in Hand gegen das Unternehmerthum Front machen. Wie der Referent in Erfahrung gebracht, ständen die Putzer einer Gesammtorganisation der Maurer sympathisch gegenüber. Würden steh Alle zusammenschließen, dann wäre das Mittel gegeben, den Forderungen der Berliner Maurer Geltung zu verschassen. Herr Jezorke beleuchtete im Anschluß hieran an der Hanv verschie- dener Statistiken die Konsequenzen der heutigen anarchischen Pro- duktionsweise und besürivortete den Zusammenschluß aller Kollegen in der Freien Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend. Der nächste Redner war Herr Dietrich(Putzer). Derselbe gab seiner Freude darüber»Ausdruck, daß endlich das dringendste Bedürfniß, eine Reorganisation der Maurer, einen Anfang nehme. Er konstatirte, daß die gegeben« Anregung eines gemeinsamen Vorgehens seitens der Putzer 'ympathisch begrüßt worden sei. Die frühere Feind- -hast müsse der Vergessenheit anheimfallen, vereint marschiren, vereint schlagen, müsse fortan die Losung sein! Wenn es gelinge, eine Gesammtorganisation zn schaffen, dann würde es möglich sein, einen genügenden wirksamen moralischen Druck aus jene Elemente auszuüben, welche einer Verkürzung der Arbeitszeit ans egoistischen Gründen abhold sind: dann würde dein Drucke des Unreruehinerthums ein Gegendruck entgegengesetzt»verden können, dann würden die gestellten Forderungen zur Durchführung ge- bracht werden können auch ohne Streik. Herr Blaurock erllärio sich seinerseits gern bereit, mit den Putzern zu paltircn, sofern deren Sympathie nicht nur eine platonische Liebe sei. Thatsache sei, daß die Putzer die Bestrebungen der zielbewußten Maurer mehr zu schädigen vermöchten, als die Attordmaurer. Aller- dings solle nicht eine Einigung nur zu dem Zwecke angestrebt werden, um die gestellten Forderungen zur Durchführung zu bringen, sondern es solle eine allge- meine Verbrüderung stattfinden und dazu sei nöthig, daß die tutzer das Prinzip der Freien Vereinigung zu dem ihrigen machen. cn Akkordmanrern irgend welche Konzessionen zu mächen durch eine Statutenäiidcrilng war Redner durchaus nicht geneigt. Sollten sich die Akkordmaurer der Freien Vereinigung anzn-„ schließen gewillt sein, so sollten sie willkommen sein. Herr Ferkel begründete ebenfalls die Nothwendigkeit einer Gcsanimt- Organisation der Berliner Manrerschaft, um derselben eine Besserstellung zu erringe». Nicht mit der Vera.......'" rechne!,, sondern mit der seien, müsse allerdings die Pflicht, vorerst diejenigen V''/-' IT I- c-. Vergangenheit habe man zn ukunst. Welche Wege die richtigen ickilnft lehren; jedenfalls sei es aber ,, M. PB lege einzuschlagen, welche vorerst als die richtigen befunden seien. Herr Wernau hielt unbedingt dafür, daß auch die Alkordmaurer zur Organisation herangezogen werde» müssen. Eine neue Organisation solle aufgebaut werden, deshalb solle man nicht mit Flickwerk ansangen. Die Meinung des Herrn G r o t h m a n n ging ebenfalls oahin, daß die Akkord- maurerei verspielt habe, sobald Putzer und Lohnmaurer vereinigt seien. Tie Vortheile einer derartigen Vereinigung legte Redner in längeren Ausführmigen dar, dabei nicht ver- kennend, daß die Akkordarbeit bei den Putzern nicht uut einem Male aus de: Welt zu schassen sei und daß diesen ein Entgegenkommen gezeigt iverden müsse. Der zweite Vorsitzende, Herr Weise, versprach sich von einer ge- ineinsamen Organisation auch eine gemeinsamere Agitation»m Baugewerbe. Herr Dietrich hielt neben der festen Organisa- tion auch eine zwanglose Bereinigung für nöthig, um die In- diffcrcnten zu: festen Organisation heranzuziehen. Das System der Akkordmaurerei erklärte er für das verwerflichste, das Akkordsystem der Putzer sei ein ganz anders geartetes. Er wünschte, daß die Akkordarbeit auch bei den Putzern würde auS der Welt geschafft werden können. Zur einstiinniigeii Annahme gelangte nach Schluß der Diskussion folgende Resolution:„Die heute im Eiskeller, Ehausseestr. 88, tagende Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend beschließt, von der im Jahre 1889 ge- stellten Forderung, tägliche neunstündige Arbeitszeit und 60 P;g. Stundenlohn, nicht eher abzulassen, bis dieselbe ganz erreicht ist, und erivartet, daß alle Maurer zur Verwirklichung dieses Zieles beitragen, indem dieselben sich ver Gesammtorganisation an- schließen. Ferner beschließt die Versammlung, da nur durch Einheitlichkeit das Ziel zu erreichen ist, allen denen, welche bisher m>Z irgend welchem©runde der Vereinigung fern geblieben sind, die Hand zu reichen."— Unter „GeiverkschaftlicheZ" wurde auch die Sammlungsfrage bezw. die Art und Weise, in welcher Gelder zum Generalfvnds zu beschaffen sdie», des näheren erörtert. Tie Versammlung beschloß, den Aer- hältnissen gemäß die Sammlungen zum Generalfonds fortzusetzen, im Uedrigen aber diese Angelegenheit bis zur nächsten Versamm- lung zu vertagen. Nach einem Schlußworte deS Herrn G r o t h- mann gab Herr Wernau bekannt, daß am nächsten Mittwoch bei O r s ch e t, Sebastianstraße 30, eine Mitgliederversammlung der Freien Bereinigung stattfindet, in welcher die Angelegenheit der Statutenänderung zur Berathung steht. Im Interesse aller liege eS, diese Versammlung zu besuchen. Zur einstimmigen An- nähme gelangte ferner folgende Resolution:„Die heute'im Eis- keller tagende große Generalversammlung der Maurer Berlins und Umgegend beschließt, von Blumberger Bauern keine Kar- löffeln, Milch oder sonstige Produkte zn koitsumiren, da sie bei der Ncichstagß-Stichwahl am 1. März unsere Genossen geivalt- sam angesalleu und gciuißhaudelt haben, zudem von unseren Kol- legen auch viele darunter sind und vier im Krankenhause liegen." Mit einem dreifachen Hoch auf die Berliner Maurer und deren Einigkeit wurde die Versammlung geschlossen. Die Grt» kra»keulcassie der Tischler«nd ZUanoforte- arbriter hielt am OG. Februar er. in Ieuerstein's Salon, Alte Jakobstraße, eine Generalversammlung ab. Punkt 1 der Tagcs- ordnung ,var Vorlegung.der Abrechnung pro 1830, wovon jedem Telegirteu eiil Exemplar verabfolgt und noch vom Rendauten Herrn Hubert zur Zufriedenheit der Versammlung etwa? näher erläutert wurde. Darauf wurde aus Antrag der Revisoren, welche alles in bester Ordnung fanden, dem Rendanten Decharge erthcilt.— Zn Punkt 2 wurde Herr Hoffmann als Vorstandsmitglied gewählt au Stelle des Herrn Sparfeld, welcher nicht bestätigt wurde.— Zu Punkt 3 vorliest Herr Pitters als Kom- missionsmitglkd den Rechenschaftsbericht. Bei Punkt 4 wird von Herrn Böhm das Verhalten einzelner Personen bei den Hanptwahlcn angeführt, weil von denselben noch eine zweite Sorte Stimmzettel, als vom Fachverein der Tischler ausgehend, vertheilt wurden, wodurch es zu unliebsamen Szenen in einzelnen Bezirken gekommen ist. Eine öffenilichr Nepfimmlniis der Zchmiedo Krrlino und �liugrgritd tagte am 4. März in Mnndt's Salon, Köp- nickerstraße 100, unter Vorsitz der Herren Slrndt, Kaiser und Her»,. Schmidt. Tie Tagesordnung lautete: 1. Berichterstattung über die Fortschritte der Beschlüsse der Jnnungsnieister. 2. Be- zirkscintheilung sämmtlicher Schmiedewcrkstätten Berlins und Umgegend. I. Wahl einer Kontrole. 4. Verschiedene?. Die Berichterstattung von Seiten des Vorsitzenden ließ genügend durch- blicken, wie wenig günstige Erfolge der Jnnungsbeschlüsse betreffs Einsührung der lOstündigen Arbeitszeit bis jetzt zn verzeichnen seien. Stach Ausführungen mehrerer anwesender Meister fühle man sich nicht kräftig genug, diese Beschlüsse selbstständig zur Durchführung zu bringen, indem es unter ihnen viele„wilde Elemente" gäbe, welche nicht gewillt sind, gefaßte Beschlüsse zu wahren und ihre Werkstatt um 6 Uhr zu schließe». Dementsprechend ruft die Innung ihre Arbeiter um Unterstützung an, damit diese in den Stand gesetzt werde, ihre Beschlüsse aus- recht zu erhalten. Schmiedemeifter Volkmar war sogar der An- ficht, wenn die Gesellen vor zwei Jahren im Stande waren, einen Streik zu proklaimren, um sich die 10 ständige Arbeitszeit zu verschaffen, wäre es ihnen heute durch diese Weise vielleicht möglich, Verkürzung der Arbeitszeit vollständig zu erzielen, weil ziemlich zwei Drittel der JnNimgsme ister dieses bereits anerkannt hätten--. Die Versammlung schien jedoch hierüber ganz anders zu denken, indem es mehrere Redner für eine Schmach den anderen Gmcrkcn gegenüber hielten, in heutiger Zeit um das Erringen der zehnstündigen Arbeitszeit in einen Lohnkampf zu treten. Kollege Bosiu nahm die Jnnungsmeister de- sonders scharf in's Gebet. Redner hielt denselben vor, wie sie stets bestrebt gewesen seien, irgend welches gütliches Ucbcr- einkommen der Arbeitnehmer mit den Arbeitgebern zn durchkreuzen, bis sie endlich heute die drohende Bewegung der'Arbeiter und als Folgen davon die hereinbrechende Krisis zuerkennen scheinen, sich zn einem solchen mäßigen Entgegenkommen gezwungen sehen. Lautes Bravo beknndete, daß diese Ausführungen den: Sinne der Versammlung entsprachen. Einen Antrag, seinen Unter- stützungsfond zu gründen und zu diesem Zweck süns Mann zu wählen, welche dieses in die Hand nehmen, wurde abgelehnt. Hiergegen wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die heutige Versammlung der Schmiede Berlins erkennt nur als einziges Mittel ihre Lage zu verbessern. Mann für Mann der Vereinigung der Schmiede Deutschlands beizutreten, da nur durch eine starke'Organisation unsere Forderungen hochgehalten werden könnten. Eine weitere Resolution, welche einstimmig zur Au- nähme kam, beschließt, in Zukmlft nur solche Hüte zu kaufen. welche mit der Arbeiter-Kontrolmarko deutscher Hutmacher versehen sind. Behufs besserer Koutroliruug der Werkstellen wurden 5 Mann gewählt, welche sich denmächst mit der Eintheilung Berlins in 6 Bezirke zu befasse» Hadem Ei»- richlreich besuchte oftrntiiche Uepsammlung der Kupferschmiede tagte am Sonntag de» 2. d. M. bei Tritlhche, tHosenthalerstraße 11 mit der Tagesordnung: 1) Bericht der Agi- tatioiiskommissio»; 2) Wahl einer Lohnkommission; 3) Verschiedenes. Das Aurea» bilden die Kollegen Madel, Dittmar und Fritz. Zu Punkt 1 werden die ausgegebenen Fragebogen zur Verlesung gebracht. Darnach wird in 41 in Betracht kommenden Werkstätten der vorjährige Lohntarif mit einigen Abweichungen gezahlt. Nach einem kräftigen Appell des zweiten Vorsitzende», nur solche Kollegen in die Lohnkommission zn wählen, die Energie und Selbstständigkeit besitzen, wird zur Wahl mittelst Stimnizenel aeschrilte»«Nd die Kollegen Madcl, Dittmar, Korbowicz, Seifarth, Grienk?,(Vereinsmitglieder). Leist und Schräder,(NichtveremS- Mitglieder), gewählt. Unter Verschiedenes werden den streckenden Militärschneioern und den Tabackarbeitern der Firma Karl Mar- tienzen je 30 Mk. aus der Streikkasse bewilligt nachdem»n der willigt sind wird angenommen und die Versammlung mit einem -. f.; Hierin komme noch, daß der WMWWW msm&ss& am# und deshalb rathe er— da eine Vereinigung der Brauche sich schwerlich umfangreich genug gestalten werde— dem bestehendc» Verein gewerblicher Hilfsarbeiter beizutreten. Stur durch eine kräftige Organisation, welche Aufklärung verbreite und die Mittel beschaffe, könne man mit Erfolg gegen Zustände, wie sie in der Fabrik von Hetschingk vorhanden sind, ankämpsen.— In der sehr regen Diskussion wurden die Verhältnisse der genannten Fabrik einer scharfen Besprechung unterzogen; es wurde konstatirt, daß manche Arbeiter in Räumen zu arbeiten hätten, in denen eine Hitze von über 30 Grad vorherrsche und nicht einmal ein Platz vorhanden sei, welcher zur Ausbewahrung des Frühstücksbrotes dienen könne, das in der Kleidung voll- ständig verdorre. Eine Resolution, nach welcher sich die Ver- sammelten mit dem Referenten einverstanden erklärten und sich verpflichteten, Mann für Mann dem Verein für gewerbliche Hilfsarbeiter beizutreten, wurde einstimmig angenommen. Ferner wurde beschlossen, die gcmaßrcgelten Kollegen aus der Fabrik von Hatschiugk zu unterstützen. Der- Fuchurm» der Tischler für den Osten Berlins hatte am Sonntag, den 2. März, eine gut besuchte Mitgliederversamm- lung im Lokale„Königsbanl", Gr. Franksurterstr. 117, ab. Herr Wicdemann beleuchtete die Arbeitsverhältnisse der Werkstatt von Seifert u. Wolfs. Fruchtslr. 30. Sämmtliche 20 Tischler erklärten sich mit denPolireru solidarisch und beschlossen, ihre Arbeit fertig zu machen und dann stimmt und sonders aufzuhören, sobald die estiiiidige Arbeitszeil nicht von allen dort' beschäftigten Leuten innegehalten werden kann, und der zum Werksührer ausersehene Polirer entlassen wird. Redner forderte die Kollegen auf, ihre Arbeit fertig zu macheu, und sich hernach beim Fertigmachen nicht wieder einzeln überrede» zn lassen, unter den alten Be- dingungen weiter zu aröeiteu. Wir müssen unbedingt darauf hinwirken, daß der Arbeiter des Sonntags, soivie nach gethaner Arbeit seiner Familie sich widmen kaun, seine Frau bei der Er- Ziehung der Kinder unterstützen kann, und er sich durch guteiLck- türe Bildung verschafft.(Beifall.) Kollege Klose bemerkte, daß wir verpflichtet seien, energisch der übermäßig laugen Arbeitszeit , Mt*®? W v«rrn Cit« Link«. Forslersir.«.«äfie,%%%;< flKeter eUlgeführt, haben Zutritt.~ Gozwldem�rattscher.� �ÜVti) _ Wsityri tlub Sa(falle Ave! können.................. � u«t)ni*r W V' jto UebungZstuiide. Nusnahmo neuer MUgliedc Mechaniker� Abends:j Uhr im Renaucant fttüüif, assalle Abends ii Uhr lluvrystr. 16 bei Ziemer. AN � t eingeführt werden.— SojmidcmotraUscher lleie- g;;n#% Vorwärts Abends 8% Uhr in Poland'S Lokal, Naun'Miir..« entgegen zu steuern, denn vom Staate werden wir wohl noch lange auf eine Verkürzung der Arbeitszeit warten können. Die folgenden Redner sprachen sich cbenfallsin diesem Sinne aus. Sodann wurden die Verhältnisse der eingeladenen Werkstätten von Ziedlow, Koppenstraße 37, Boges seu., Franksurterstraße 130 und Kastnet, Palisadenstraße 23, besprochen. Zu Verschiedenem machte Kollege Roggeman» auf den ständigen Aroeitsuachweis Wallstraße 7—3 ausmerksam. ES sei vielmehr Nachfrage von Meistern als Arbeitskräfte. Die Meister hätten sich schon ge- äußert, daß sie den Arbeitsnachweis kräftig unterstützen wollen, da sie wüßten, daß sie an Vereinsmitgliedern immer bessere ihre Geschüstsstunde» ebenfalls Sonnabends von SVe— 10 Uhr Abends. Aufgenommen wurden 31 neue Mitglieder. Gi»e gut besucht» Uersnmmiuug de» Lachver»!»» der Gärtner tagte am Mittwoch bei Feuerstein, Alte Jakob- straße 75. Herr I. Türk hielt einen hochinteressanten Vortrag über die ländlichen Arbeiter. Reicher Beifall lohnte dem Redner für seine trefflichen Ausführungen. An der Diskussion bc- theiligten sich verschiedene Kollegen, welche sich im Sinne des Referenten aussprachen und seine Ausführungen noch auf die Zn- stände im Gärtnergewerbe ausdehnten. Außerdem empfahl der Vorsitzende, Kollege Büchner, der Versammlung, da weniger ge- bildete und aufgeklärte Arbeiter ein williger Ausbelitungsgegenstand bilden, der sich zu allem gebrauchen läßt, unentwegt an ihrer Ausbildung zu- arbeiten, wozu eine geeignete Lektüre das beste Mittel ist und damit die Kollegen auch politisch denk- sähig iverden, bezeichnete er das„Berliner Volksblatt",„Berliner Volks-Tribüne" und die„Berliner Zlrbciter-Bibliothek" als die beste Lektüre. Nachdem noch der Fragekasten und Verschiedenes erledigt war, wurde bekannt gemacht, daß die nächste Fachvereins- Versammlung am 2. April bei Feuerstein, serner eine öffentliche Versammlung aller Gärtner am 13. März bei Vuggenhagcn am Mvritzplatz, mit der Tagesordnung: Eintritt in die Lohnbewegung, Wahl einer Streikkommissioii:c.; sowie am 17. März eine öffentliche Gärtuerversammliiiig in Stralau i» der Gräfl. Reisthach'ichen Brauerei stattfinden. Hierauf erfolgte Schluß der Versammlung gegen 12 Uhr. f llliii» 4 der AI!a. Ke.» nnb St.rlieliäss« der U»fi>I>iit>>,lf,v 8.0.29 Hainburg. eonnaüenb, bin 8. März ct.. Abend»» Uhr MUgliebCTbersainm- lung, AndreaSstr. 2» bei Bolznranu. aageSoibnung: i) Vorlraz be« Hcrni Dr. Nihfisch über Seisteikrankheiien: 2) NasfenbiTicht; 3) BeTschicbencS. Krank»»,«wb �-gräbnihkiiss« bc» Urrcin« siiinmti. �crnfsklalf«», ViTl!» 2.(Eingctr. HUfSkassi SI». 2). Vcrlannnlung Sonuadcnb Adcndt 8% Uhr bei Löskow, Prinzenslr. 70(. Tic Mitglieder werben gebeten, sämmllich»nb zahlreich zu erscheine». iSäflc sind lolllkommen. zo»rrinlgn»g der Krcchbier Sciltschianb«.«rt»v»rn>altii»» K»r- Iii, n. Neue Mitglicber werben jeden Sommbenb von 8—10 Uhr Abend» aufgenommen bei Restauraieur Siersch, Langesir. 84. Lbendaseibsi werben die Beiträge enigegengenoimnen und die Fachzeitung ausgegeben. Freireligiöse Ocmcinbc. Rofenthalerstr. 88. Sonntag, den». März, Vorm. 10 Uhr, Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: ,.TaS Lebe» ohne tpoii". Balte sehr willkommen. Der gesellige Abend fällt ans. Frei« �icr-inigung b«r A»!>»bic»«v Kcriin». Arche Verfammlnug am flreitaa, bei,?. Aiärz, AbendS 8sj Uhr, bei Zorbau, Neue Srünsir. 28. Punkt I) Vortrag des Elabioerorbneren Herr« Fritz Zubeii: 2) Diskussion: 3) Ausnahme»euer Mitglieder und Verschiedenes. Die Nechischuh-Kammisston beS UuterstützungSbunbeS der Hausdiener Berlins wirb hiermit gebeten, t» dieser Berfauimtung zu erscheinen. AlleS Nähere siehe h-uttgeS Inserat. lSrohr ä deutliche zierMnlUilnng am Fretlag, de» 7. März, im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee il— is. Tagesordnung: Wie stelle» sich die Arbeiter Berlins den in der legten Zeit Jo vielfach vorgekennnene» Mahregelungen, speziell der Tabakarbeiler, gegenüber r Um recht zahlreiche» Arscheine» wirb ersticht. 0.rbeik»»achM>«i» fiif«Ischlee. Der vom Fachverein der Tischler be- gründete Arbeitsnachweis befindet sich Wallstr. 7-8. Die AibeitSvermittelnng geschieht für Meister und Gesellen sanch Nichtmitglieder) unentgeltlich. Tie AdressenanSgabo erfolgt a» Wochentagen von 7 Uhr Morgen» di« 7 Uhr AbendS, Sonntags von o bis n Uhr Vormittags. «rege xieesamn>l»»g der fjerlin»!.- tzuiliiäi kchiieibee am Freitag, Vorm. lö Uhr. in Zorba» s Salon, bleue Cjitiinsiv. 28.— Ter Militär- fchnetbevftccit dauert fort. �I!i»«»»-gesa»g-«»»-« I n be» Fachoerein» der zinlier Berlins„Ae- müthitchk-U". UebungSstunde FreUag, Abends 8,1 Uhr, Resiaura.it Prenher, Seydelstraße so. Anfereheneerelii b»v Kisienma.tzer. MUg'ieder.Versammlnnz, Montag, .. 10. Miiiz, Ini Tunnel des Herrn Fenerstelil, Sitte Iakodstr. 7j, Slbcubc Uhr. Tagesordnung:' i. Welche Bedeutung hat der SlrbeiiSnachwetS der liisienmacher in den Händen der Fabrikanten. Neferent: E. Tschernig. 2, TiSlnssion. Verschiedenes und Fragekastell, ffiäsle find witllomme». Cernnc-. ßueu-«mb gesellig» Hierein« am Freitag. Kaiser'scher Männergesangverei» SlbendS o Uhr im Restaurant Tamm, Schönhauser Slllee 28.— Gesangverein„Pausebeutel" Abend« 8 Uhr im Resiauraut Hinsel, SUerandrinenflr. 15.—„Liedertafel der Maler und verwandter BeruiSgenosfen" SlbendS 9 Uhr im Nestanra»! Kleine, Brandendurgsir. so.— Buchbinbci- Mäunerchor SlbendS s.V Uhr bei Feuerstein, Alte JalobZstr. 7«.— Aesimgve.ein „Flöter'scheS Doppelguartett" SlbendS o Uhr im Restanranl Musehold, LandS- bergerstr. si.— Gesangverein„Fortschritl" AbendS» Uhr im Restaurant Blumenstr. 10.— Gesangverein„Gchv 1873" Swend« 9 Uhr OraMenstrahe 30. Neue Mitglieder werben aufgenommen.— Gesangverein„Ossta»" AbendS o Uhr, DreSdenerstr. 85 bei AuftavuS.— Huppertffche Sänger-Bereinigung sangverein„Ohnesorge" SlbendS» Uhr, Restaurant Neyer, Sitte Jakobstr, 83. — Gesangverein„Widerhall" SlbendS 9 Uhr bei Herrn Boge, Köpntiterslr. 121, — Gesangverein„Lorbeerkranz" 8% Uhr Restaura»! Wewstr. lt.— Slrbeiter- Gesangverein„Siord" UebungSstnude Abend« fch Uhr im Restaurant Gnadt, Brunnenstr. 38. Stimmbegabte auch passive Mitglieder werde» ausgenommen. — Voigt'scher Dileltanten-Orchesierverei», UebungSstunde von 8%— n Uhr SlbendS im Lonisenstädtischen NludhauS, Annsnstr. 10, i Dr.— Scvllnev Turngenossenschast(o. Männer«bth«!Iungj SlbendS 8,\ Uhr in der städttsche» Turngeiiosseufchast(5.>oianncc«Divemingj. Turnhalle, Wasserthorflr. vi.— Turnverein„Haseuhaide"(Aiännerabiheiluugl -...... M.......... M~....... rein„Froh u. Frei" tMänneradlh.) Sib. 8 Uhr Tiestendachsir.«0-01.— Turnverein, P„ W AbendS s'j Uhr Bergsirahe 69.— Wifsenschastiicher Verein für Roller'sche Stenographie AbendS sZs Uhr im Restaulani Ziethen, Dorotheenstr. 3i. Unterricht und Uebm-.gSslnnde.— Allgemeiner SlreudS'scher Tleitographenvereln, Stbtheitung„VorwärlS". Abend» 8% Uhr im Restanrant Roll, Mariannenplatz ir.— SiiendS'scher Tlenographenvereln„Stpollabund" AbendS 8 Uhr im Restaurant Eeydelstr. 30.— verein ehemaliger Dr. Toe'obelw'scher Schüler Abend» o Uhr im Reslanrant streb), Friedrichsir, 209.— Voigt'scher Dilettanien-Orchesieroerei» SlbendS 8,-; Uhr UebungSsilmde km Restaurant llöllnischer Garte», Scharrensir.>2.— Ziiheroerein„Silp-noeilchen" SlbendS 82 Uhr im Restaurant„Wahlstatt" Belleatiianeesir. 89.— Rauchllnb„Westend' SlbendS» Uhr im Hohenzollerngarten Sieglitzersir. 27.— Rauchklub„Weichselblatt" Sibciib« 8'; Uhr im Restaurant Stalitzerftr. 147«.— Rauchklnb„Ohne Zwang" Abend« 8'; Uhr im Restaurant W. Späth Weinstr. 28.— verein ehe maliger Schüler der 22. Gemeinbcfchulc Abend« 9 Uhr t»> Restaurant Schröder Steglitzerstr. 18.— Lese- und Dislutirklub Herweg!) SlbendS 8 Uhr km Lokale Zn dci, Walfle»., ei»««»Ii,, gtiie, o- �0 Penzberg in Oberbapern mitgetheilt. Wir �'�',-?.)a-ndci> � — trotzdem rvir wissen, tvas gerade in BergtvHä-ü möglich ist— kaum zu glauben, und berichten sie« 5- zu dein Zwecke, um Gelegenheit zur Klarstellung, W(i tt zu geben. Es wird nämlich in Penzberg behal�ct- � J P. i der Wahl die abgegebenen„verdächtigen" Stimmz besondere Ecke gesteckt»vorden seien, selbstverstanoi: oeionocre ircle gesteckt worden seien, feio>rvelsi>»>""- merkung der Avgeber. Jedenfalls ist sicher, daß � direkter einige Tage darnach einein Ge>verbetrclven wegen seiner Gesinnung gemacht hat, arbeitet, der im Verdacht der Sozialdemokratie stand. iS'ytii« � tä .....................--«VSWS.' nichtigen Verwände Knall und Fall, sogar oyn der vertragsmäßigen vierzehntägigei» Küstvig»»�!> worden. Vep»»»ists;kes Neßer da» itbtn und Ktrrdru der Zürich hielt Fräulein Dr. med. Agnes Bluhm einen Vortrag, über den die„Neue Freie Presse Vortragende erinnerte daran, daß sich zu BcgM» semesters 1804/05 zmn erster, Male ünricb die r} ,.M 4$* Hörsäle den n'eibliÄien Siudenten erschlossen, und tzkSjil-j ■„........... Deutschland, Oesterreich, Rußland und Amerika � d Die Immatrikulation' der weiblichen Student i lÄerss so ziemlich unter den gleichen Bedingungen, Bezug auf die wissenschaftliche Vorbilduug bei � � lichen Studenten gelten. Die Stubentin hat gleichst„ t.#).' m auf den Titel„akademischer Bürger", und wen», � un die Studenten in ihren weiblichen Konkurrentinnen gegenseitig durch ein Corrigor la fortune nur erlauben sich die Studenten, weibliche Kollegen h einerseits, bemerkte di« siartrooovd» mit einem art". W. die Vortragende mit einem seien die Schweizer von weit weniger über den Damen, als die Oesterreicher und_.... feil? beschäftige die Wissenschaft so mächtig uu j« das ganze Fuhlen und Denken— und g»%. istie 3 tomischen Präparirsaale— daß dieser Umstand alle k konvenienz verscheuche. Ter Münchener Anatom s? zivar behauptet, daß das Zusammenstildire» der%„ Damen die Ideale der Weiblichkeit herabsetze, aber die>>#| bestreitet dies auf Grund ihrer eigenen Erfahrmtgen- t kehr sagte sie, gewinnt freie und un gezwungene Fornm,. i gegenseitige Gedankenaustausch wirkt nur fördern» M regend auf beide Theile. Rühmend hebt Fräulem» L• hervor, daß die Professoren, obwohl sie prinzipiell S Wf., weibliche Studium eingenommen sind, bei Prüfungen%% Objektivität walten lassen. Die Rednerin schildert tn j,"tig. Weise dos Leben der Studentinnen im engeren Kresse... w j j�. hervor, daß nur die Russinnen es waren, die durch' � Aeußere� sich früher wesentl'-�Mill" Mo und veniachlässigtes— �....>llv| übrigen Studentinnen unterschieden und in den imJ rm)l Kreisen ein starkes Vorurtheil gegen weibliche Studenn.„gof pj riefen. Heute sei dies aber auch nicht mehr der mrul# hi» ist es entschieden worden, so schloß Fräulein Vorlesung, daß ihre soziale Bewegung auch Pr> unter den Eingang gewonnen hat Wenn die Frauen als tramb alter Erziehung eine gewisse Aeugstlichkeit nach außen mögen sie den Spruch beherzigen:„Das ist oi Schluß: Nur der verdient sich Freiheit wie sie erobern muß." 'das Leben« � Ä* W't® «tn K Spvechfolnl... Die Redaktion stellt die Benntzuna de» Sprechsaals. foweU StjM? tu;'ft geben ist, dem Publikum zur Vefpiechung von AiigclezenhNtt" a.«iii lij e. Znievtsse» zur Verfügung; sie verwahrt sich aber glcichzeittg vage». � oltz Inhalt desselben identlstztrt zu werde». �är' �4«v»«« HU IWVSV84»..- 8 vt, Der in der Fabrik von Temmler und Bleiberg i"%% sst, denerstraße beschäftigte Schlosser Georg Abrakut l|ha 1 I.W... tseorg Avralui i»"* fS,tli«p,iiih f. der allgemeinen Ortskrankenkasse der Schlosser und BMM, ck st. Derselbe erkrankte vor einigen Tage» jE�chil�, 3)et starb und wurde gestern auf dem Kirchhof zu WUP,. M»--,„ beerdigt. Die Kollegen des Verstorbene» waren vollM itiM� � dem Kirchhof erschienen, um dem Dahingeschiedenen � Ehre zu erweisen. Nach langem Sträuben wurde öe»-.s der Sarg geöffnet, sie wollten ihren tobten Kamerabtn o noch einmal sehen. Da boncrlten sie zu ihrem Schrecke»-»» Ortskrankenkasse, welche die Beerdigung übernommen ha' einmal dafür gesorgt hatte, daß der Todte gewaschen llJ n hF diese Verstorbene lag in seinem ArbcitSanznge im Sarge, ihm das Sterbehemd nur übergeworfen.'— � Lieichen etwa die 75 M. Sterbegeld, welche die nicht dazu aus, daß ein Todter wenigste»» vor der gewaschen wird? Daß Jemand vollständig schmutzig übergeben wird, ist doch gmiß nicht nöthig,. u Einer für des Kriefitafle» der Redaktion. etiii •f» D lüt Der Bei Anfragen bitten wir die AbonueurenIZ-Quittuug beizufügen Aniwort wird nicht erthellt..»e 3,u»l Wettende. Die Negierung kann den Re'ü) oft auflösen, als es ihr beliebt._,,...... Alter Abonnent K. 1. Potsdam. 2. Ja. 3. 4. Siebzehnte Jahr. 6. An das Kommando der Untetvl schule. � F. K. 1. In den Karpathen. 2. Gehört zu Dtstcl1 Kturm. 1804. « Ktrritende. Nur die„politischen Gefangene»< Ut. S. Dahme. Das ist nicht strafbar. An?. Kielefeld. Frau E. Ihrer, Velten i. d. W. Ht. 1. Ja. 2. Er hat das passive Mahlrecht- «v. Kl. Gppelnerstr. Ja; sie standen einander Mahl gegenüber. A. K. Bis zum 24. Lebensjahr. Zp. I. 100. 15 Abgeordnete. K. S. Derartige Vereine brauche» überhaupt nicht angemeldet zu werden. % Sil 5' in te Um �ein tu, pW ,$tet die k Verantwortlicker Redakteur: Enrt Saust» in Berlin. Druck und Verlag von Ma» Sading in Berlin SW.. veuthstraße 2.