Nr. 22. • Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft BettungsPreisliste für 1897 unter Br. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Norwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel setle ober beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Buckerprämien. Die letzten Vorgänge in Frankreich haben das Wider finnige der herrschenden Zuckerprämien- Politit vor aller Welt in einer Weise bloßgestellt, daß man fast hoffen möchte, eine Wendung zum Besferen liege nicht mehr in so weiter Ferne. Vor fnapp einem Jahre mußten wir bekanntlich unsere Ausfuhrzuschüsse verdoppeln, um nicht von der österreichischen Konkurrenz erdrückt zu werden. Mittwoch, den 27. Januar 1897. nationale Arbeit". " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Paasche es leicht, dem Zuckerrohr mit Vernichtung zu drohen Leider erst in sehr vorgerückter Stunde erhielt unser und die Prämien als Waffen in diesem Kampfe zu empfehlen. Genoffe Mo Itenbuhr das Wort. Derselbe konstatirte zuIn Frankreich will dieser Kampf mit großer Borsicht geführt nächst, daß nicht den Bestimmungen des nur allzu mangelsein, wenn man nicht eigene Rolonien, wie z. B. Martinique haften Gesetzes sondern der humanen Gesinnung einzelner es zu danken sei, wenn von vers und Guadeloupe, in ihrer Hauptindustrie tödtlich treffen will. Unternehmer Doch selbst die differentielle Begünstigung der Zuckereinfuhr schiedenen Rednern Fälle haben vorgeführt werden können, aus den französischen Kolonien erscheint dem waschechten daß Arbeiter nach Unfällen sich gleich gut oder gar besser in französischen Agrarier als ein Verbrechen gegen die zu schützende bezug auf die Löhnung stehen, als wie vor dem Unfalle. Der Redner wies dann aus den offiziellen Ziffern nach, die Doch wenn die hervorragendsten ZuckerexportStaaten, daß Unfälle Zahl der relativ und Sofort machte uns Desterreich den Schritt nach, absolut während die Zahl der Vollrentner unter ausdrücklicher Berufung auf unser„ bedauerliches" Vor- Deutschland, Desterreich und Frankreich, sich in den Prämien fortgefeßt steigt, während die gehen. Die Motive des Entwurfes betonten hier mit besonderem gleichgestellt" haben, dann ist ihr Konkurrenzverhältniß wieder fintt. Im letzten Dezember habe der Minister v. Bötticher Nachdruck, die österreichische Regierung sei stets bestrebt" genau das gleiche wie vorher. Der ganzen Liebe Mühe war selbst zugegeben, daß die ganze Versicherungs- Gesetzgebung in gewesen, im Einvernehmen mit anderen Staaten die Ausfuhr- umsonst. Sehr fraglich ist es jedoch, ob alle Bucker e infuhr erster Reihe im Juteresse der Unternehmer erfolgt sei, jetzt be prämien zum mindeſten zu ermäßigen und, wenn möglich, in länder ruhig den durch neue Prämien abermals geförderten streite er, was er damals ausgesprochen. Die angeführten absehbarer Zeit ganz aufzuheben". Deutschland habe jedoch Import über sich ergehen lassen werden. Das mag paradox hohen Summen für Renten und der Versuch, damit den humanen eine Verschärfung" der Situation herbeigeführt. Unter so lingen, denn welcher Staat sollte etwas dagegen einzuwenden Charakter der Gesetze zu begründen, sei Täuschung. Was an wesentlich veränderten Umständen sei es flar, daß die in haben, daß man ihm den Zucker unter dem Kostenpreis Rente gegeben werde, werde zum theil am Arbeitslohn wieder Desterreich Ungarn thatsächlich geleistete Ausfuhrprämie nicht liefert? Es ist jedoch nicht paradox, denn auch die Zucker- einbehalten. Besonders in den Staatsbetrieben werde der Lohn mehr ausreichen würde, um gegenüber der deutschen Konkurrenz einfuhrländer haben heute meistens eine eigene Buderproduktion, um den Betrag der Rente gekürzt und viele Privatunternehmer thun das gleiche. Redner weist dann darauf hin, daß 32 Milauf dem Weltmarkte nicht zu unterliegen". In ein paar die sie nicht opfern wollen und nicht preisgeben können. Tagen war dann auch das Parlament mit seiner Entschließung Selbst für England gilt das infolge seiner Kolonien, lionen Arbeiter überhaupt nicht versichert seien, für die also von fertig. So hat das österreichische Volt seit dem letzten Sommer und soweit aus dem Auslande derartige Entwickelungen richtig einer besonderen Wohlthat von vornherein nicht die Rede sein 13 statt 11 Gulden Verbrauchsabgabe zu zahlen, die Zucker zu beurtheilen find, möchten wir fast sagen: noch nie war tönne. Ebenso wichtig wie die Unfall- Versicherung sei die ausfuhr wird dafür jährlich mit 9 statt 5 Millionen Gulden in England die Stimmung so günstig dafür, den prämien- Unfall- Verhütung, gerade damit sei es aber schlimm bestellt. Bonifikation beschenkt. lofen Zucker aus den eigenen Kolonien zu bevorzugen und zu Ungemein interessant waren die Ausführungen unseres Genossen M V Er Nachdem Hize dem Grafen Kanit noch vorgeworfen, daß er sich vom Boden der kaiserlichen Botschaft entfernt habe und dieser darauf replizirte, daß seine Vorschläge fogar die Nes gierung beschäftigten, wurde die Sigung geschlossen. Natürlich sprang nun auch Frankreich sofort thaten- diesem Zwecke die Einfuhr aus den Prämienländern mit über die Verhältnisse in der See Berufsgenossenschaft. durftig auf die Bühne. Was sich jetzt in den Verhandlungen besonderen Ausgleichungsgebühren" zu treffen, wie gerade nach wies nach, daß die seefahrenden Arbeiter noch schlechter zwischen Kammer und Regierung offen abspielt, war schon den letzten Prämienerhöhungen in Deutschland und Desterreich. bestellt sind, wie die Landarbeiter und daß der neue Vorschlag, lange hinter den Roulissen von den Interessenten vorbereitet. Selbst unser ehemaliger Genoffe Williams, der Verfasser des der See- Berufsgenossenschaft das Recht auf Wittwen- und Die Fabrikanten und Rübenbauer seyten ihren niemals ver- Made in Germany, trat fürzlich dafür ein, und die von dem Waisenversicherung einzuräumen, wenn nach den Vorschlägen der Genossenschaft einen Ges fagenden Agitationsapparat in Thätigkeit; der Ministers chauvinistischen Kolonialminister Chamberlain plöglich ver- der Rheder ausgeführt, präsident Meline ist heute wie vordem nichts wie der Führer anstaltete Enquete über den Niedergang der westindischen winn von 100 000 m. brächte. Wolkenbuhr wies auch von Bötticher früher einen ähn und das Werkzeug der Agrarier. Schon vom 1. August ab Rohrzuckererzeugung sieht wahrhaftig auch nicht unverdächtig aus. nach, daß Minister Doch das mag man für subjektive Vermuthungen halten. lichen Plan abgewiesen, dagegen in Vorschlag gebracht hat, hatte die Regierung aus eigener Bollmacht Zuschläge auf den Zweifellos ist hingegen, daß die Vereinigten Staaten, die klimatischen Krankheiten der Seeleute als Unfälle zu bea Zuckerzoll durch Verordnung eingeführt; sie stellte sich, als fürchte fie eine thatsächliche Einfuhr auf deren Riesenbedarf man so große Hoffnungen setzt, gar- bandeln. Auf diesen Vorschlag müsse man wieder zurückkommen von So nicht auf Gegenmaßregeln verzichten können, deutschem Zucker nach Frankreich selber hinein. weil ihre und außerdem festsetzen, daß für die Seeleute, welche nicht fort nach dem Zusammentritt der Busammentritt der Kammern wartete eigene Buckerproduktion dazu viel zu bedeutend und einfluß mehr verdienen, mindestens der durchschnittliche Arbeitslohn fte alsdann mit einem Gesetzentwurf auf, der reich ist. Das amerikanische Zuckergesetz vom Jahre 1894 des gewöhnlichen Arbeiters als Norm für die Rentenbemessung Frankreichs Ausfuhr auf den Weltmarkt gegen alle Be- hat neben dem 40 prozentigen Werthzoll einen besonderen Bu- zu grunde gelegt werde. Heute stehe der Seemann am schlechtesten brohungen seitens ihrer Nebenbuhler genügenden Schuß schlag für allen Prämienzucker. Im Dezember haben bereits von allen Arbeitern da, das müffe endlich aufhören. bringen follte. Zur Sicherung des Inlandmarktes höhere im Repräsentantenhause die Vernehmungen der Interessenten Bölle, zur Erhaltung und Förderung des ausländischen Ab- begonnen, um der neuen Situation entsprechende neue Maß sages höhere Brämien! diefes ewig wiederholte Sprüch- nahmen vorzubereiten. Legtere werden auf keinen Fall für lein steht in Frankreich von jeher in noch höherem Ansehen unseren Export erfreuliche sein. So hat sich die Zuckerprämien- Politit schon nach einem Die Begründung des französischen Gesetzentwurfs liest sich halben Jahre wieder in einer Sackgasse verrannt: die Konwie eine höhnische Satire auf die deutschen Motive." Stellten furrenten, die man zu überholen gedachte, haben ebenfalls ihre unsere Buckerinteressenten immer die französische Industrie als Ausfuhr mittels neuer Prämien beflügelt; das wichtigste unbelehrbar und als allein schuldigen Sündenbock hin, so Einfuhrland der Zukunft, die nordamerikanische Union, wird dagegen durch steigende Zölle die neue Subvention aufheben. will der französische Entwurf nun die deutsche Konkurrenz zur Wird die allgemeine Enttäuschung dann endlich unsere Re" Wir( das heißt: die franzöfifche Regierung in ihren Motiven) gierungen und Parlamente zur Besinnung bringen? wir hegen die feste Hoffnung, daß in allen fremden Zuckerproduktionsländern die Erfahrung binnen kurzem zeigen wird, daß die übertriebene Erhöhung der Prämien nulos ist, da dieses Ueberbieten in verhängnißvoller Weise zu einer Entwerthung des Berlin, 26. Januar 1897. Artikels führen muß. Wenn die Uebelstände des Systems den= Aus dem Reichstage. An der Debatte über die Unfalljenigen Ländern, welche die Initiative dazu novelle betheiligten sich heute eine größere Anzahl Redner, als ergriffen haben, vollkommen zum Bewußtsein gekommen find, dann wird die Regierung der Republit durchaus geneigt an den beiden ersten Tagen. Den Reigen eröffnete heute fein, die Prämien wieder abzuschaffen, welche fie unter dem der nationalliberale Professor Paasche. Auch dieser Redner 3wange des internationalen, jest gestörten Wettbewerbs stellte sich auf den Boden der Vorlage, ohne zu verkennen, genöthigt ist, durch das vorliegende Gesez einzuführen." daß das Bedürfniß nach Reformen ein viel weiter gehenderes wie bei uns. Raison bringen. 0 Politische Uebersicht. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr. Poft- und TelegraphenEtat, sowie Reichsdruckerei. Die Aussichten der Bimetallisten sind unter den Gefriers punkt gesunken. Ihre Hoffnungen festen sie auf den englischen Minister Balfour, deffen bimetallistische Reden und Bemerkungen Gestern erhielten aus früherer Zeit sie allzu ernst nehmen wollten. fte aber im Unterhause von Balsour eine deutliche, wenn auch höfliche Absage. Ueber die Sigung meldet eine Depesche das folgende: Field fragt bei der Regierung an, ob sie fich eintretenden Falles an einer Bewegung zu gunsten einer internationalen Münzkonferenz betheiligen würde, und ob, wenn die Bes wegung zum Ziele führte, den Bimetallisten ein an= gemeffener Theil an der Vertretung Englands in der Konferenz würde zu gewiesen werden. Der Erste Lord des Schayes Balfour erwidert, es bestehe teine Wahr scheinlichteit, daß die Regierung die Initiative zu einer solchen Bewegung ergreifen werde, und es sei einer offenbar verfrüht, die Zusammensetung Konferenz zu erörtern, die, soweit ihm bekannt, noch von teiner Seite vorgeschlagen sei. Und an einer anderen Stelle der Motive wird geurtheilt: sei als es durch die Vorlage befriedigt werde. Paasche an Die französische Ausfuhr hat an Boden verloren. Un erkannte die Berechtigung der Forderung, Arbeitervertreter bereits Juternationale Maßregeln gegen die Pest. Wie die geachtet dieses Rückganges hat die französische Zuckerindustrie nach zur ersten Rentenfestsetzung zuzuziehen. Es scheint also, daß in Agenzia Stefani" meldet, haben alle Staaten ihre Zustimmung zu feinen neuen Maßnahmen verlangt Die von unseren Ron diesem Punkte Einstimmigkeit unter den Parteien herrscht, ber internationalen Best- Konferenz in Benedig ausgesprochen. Als furrenten neuerdings getroffenen Maßregeln ändern noth- benn auch Herr v. Stumm sprach sich in gleichem Sinne aus. Tag des Zusammentritts ist der 10. Februar in Vorschlag gebracht wendigerweise die Situation.. Es drängt sich die Verpflichtung Die einzelnen Staaten werden diplomatische und wissens auf, denselben Weg wie unsere Nebenbuhler zu beschreiten.. Wir Ueberhaupt hielt sich heute der Neunkirchener Industriekönig worden. Nach einer der fönnen auch unsererseits nicht mehr umhin, neue Prämien zu be- so objektiv, wie es ihm selten möglich ist, so daß er nur ein schaftliche Vertreter zur Konferenz entsenden. willigen." einziges Mal auf die sozialdemokratischen Führer und ihre Berl. Wissensch. Korr." aus Wien zugegangenen Meldung hat die englische Regierung, an welche fich die österreichische Regierung unter Diesen Standpunkt scheint Meline auch der österreichischen Riesengehälter zu sprechen fam. Vermittelung des auswärtigen Amtes gewandt hat, ( und damit der deutschen) Regierung gegenüber ohne diplo- Als Lobredner sans phrase der Berufsgenossenschaften ihre Zustimmung zu der Expedition ertheilt, welche auf Vermatische Umschweife vertreten zu haben. Wenigstens meldete gerirte sich der Freifinnige Fisch bed. Nach ihm werden diese anlassung der Wiener Akademie der Wissenschaften nach Bombay im Anfange des vorigen Monates die Norddeutsche Allg. Unternehmerorganisationen nur von Norddeutsche Allg. Unternehmerorganisationen nur von eitel Humanität und entsandt wird, um dort die Beulenpest zu studiren. Die Expedition Zeitung" offiziös aus Wien, die französische Regierung habe Wohlwollen für die Arbeiter geleitet, während diese setzt sich aus einem inneren Kliniker, einem Bakteriologen und einem erklärt, nicht früher mit Deutschland und Desterreich- Ungarn nur schwarze Absicht haben, die Genossenschaften pathologischen Anatomen zusammen. bereits in Verhandlungen treten zu können, bis nicht Frankreich durch um jeden Preis zu schädigen. Von allen bisher zu der Chronik der Majestätsbeleidigungen. Wegen angeblicher das zu schaffende Zuckergesetz in dieser Frage beiden Staaten Borlage gehaltenen Reden klang diese freisinnige Leistung am Majenátsbeleidigung ftand am Freitag bei verfchloffenen Thüren der Schuhmacher Fr. Wilh. Schöttler von Bremen, 21 Jahre, unbe" gleichgestellt" sei!! unfreundlichsten gegen die Arbeiter. fcholten, vor der Straftammer des Landgerichts zu Frantfurt a. M., und zwar sollte er eine Beleidigung des Kaifers begangen haben. Das Urtheil lautete aber freisprechend, da die Kammer den Zeugen feinen Glauben schenkte. Herr Meline erstrebt neben der hohen alten indirekten Der württembergische Bundesbevollmächtigte Schider französischen Prämie noch einen unmittelbaren Ausfuhrzuschuß behandelte noch einmal das Verhältniß zwischen dem Reichsvon 1,60 Frants für den Rohrzucker und entsprechend von amt des Innern und dem Reichs- Versicherungsamte, wobei 2 Frants für die Raffinade. Wenn sich die Entscheidung er besonders die Unabhängigkeit der letzteren Reichsbehörde Ein Fabrikant aus Elberfeld ist wegen Majestätsbeleidigung in darüber in Frankreich solange hinauszieht, so liegt das nicht hervorhob. Untersuchung gezogen worden. daran, daß eine parlamentarische Majorität für die Prämien- Dem Unmuth der Agrarier über die gesammte Ber- Gin Gasthofsbefizer aus Bitsch i. Elf. war fälschlich der erhöhung an sich fehlte, sondern an dem Widerstreit der sicherungs- Gesetzgebung gab der Graf Kanit Ausdruck. Be- Majestätsbeleidigung bezichtigt worden. Nach der Freisprechung Interessen innerhalb der Zuckerproduzenten selber. Die Beute fonders das Invalidengesetz hat es den Konservativen angethan firengte er gegen den Angeber Klage an, worauf dieser nach der wäre längst schon geborgen, wenn man sich über die Ver- und der Herr Graf erging sich in der Kritik desselben in einer St. B.", zu einer Gefängnißstrafe von vier Wochen und zu einer theilung derselben leichter verständigen könnte. Wir kennen so breiten Weise, daß er schließlich vom Präsidenten zur Sache Entschädigung von 150 W. verurtheilt wurde. bie Schwierigkeiten einer solchen Verständigung aus den letzt- gerufen werden mußte. Der konservative Führer erklärte, daß Deutsches Reich. jährigen Erfahrungen in Deutschland zur genüge. In seine Partei keinen sehnlicheren Wunsch habe, als die ganze Provinzial- Landtage. Der Provinzial Landtag Frankreich tritt zu ähnlichen Gegensägen, wie fie Versicherungsgesetzgebung aus der Welt zu schaffen, an deren der Provinz Ostpreußen ist zum 19. Februar b. J. nach der Stadt uns fich geltend machen, der Wett Stelle er eine Zusammenlegung sämmtlicher Zweige der Ver- Königsberg und der Provinzial- Landtag der Provinz Branden= streit zwischen dem französischen Kolonial Rohrzucker sicherung und Aufbringung der Mittel durch Zuschläge zur burg zum 21. Februar d. Js. nach der Stadt Berlin berufen und dem einheimischen Rübenzucker. In Deutschland hat Herr Einkommensteuer vorschlug. auch bei = worden. * — Zur Eharaktiristik des einflußreichen {�»rrn von Stumm. In der ReichZtagSfitzung am IS. d. M. at der Abg. v. Stumm bestritten, daß er eine feindliche Stellung gegen den evangelischen Arbeiterverein eingenommen habe;„er habe niemals ein Wort gegen die evangelischen Arbeitervereine als solche gesagt." Dem gegenüber berichtet die„Franks. Ztg.":„Im Jahre 1892 schrieb der Vorsitzende eines Verbandes evangelischer Arbeiter- vereine an den Freiherrn v. Stumm, es sei ihm gemeldet worden. „daß Ew. Hochwohlgeboren die in Ihren Werken beschäftigten Arbeiter, so weit sie Mitglieder des Arbeitervereins E. stnd, auf- gefordert haben, aus diesem Vereine auszutreten, wenn ich recht unterrichtet bin, mit der Motivirung. daß Sie im Interesse des tonfesstonellen Friedens konfessionelle Vereine unter Ihren Arbeitern nicht dulden könnten. Unter der Voraussetzung, daß diese Mit- theilnng richtig ist, gestatte ich mir Ew. Hochwohlgeboren herzlich zu bitten, die Zurücknahme dieser Forderung nochmals gütigst in Erwägung zu ziehen." Freiherr v. Stumm antwortete hierauf unterm 29. März 1892 aus Berlin, bestreitet in seinem Brief mit keinem Worte die Richtigkeit der Meldung, giebt sie viel- mehr indirekt zu. indem er den Brief mit den Worten beginnt:„Ihrem Wunsch bedauere ich, nicht entsprechen zu können"«nd fährt dann fort zur Begründung seiner Anordnung:„Sie unterschätzen den Ernst und das Gewicht der Gründe, welche mich in meinem ganzen Handeln bestimmen. Diese Gründe in jedem einzelnen Falle darzulege», geht über meine über das Maß in Anspruch genommene Zeit." Er erwähnt dann, daß die Gründung evangelischer Arbeitervereine auch die katholischer Arbeitervereine nach sich ziehen würde, und giebt schließlich seinem Mißtrauen gegen die Arbeitervereine durch folgende Worte Ausdruck: „Die Kirche kann und soll sicherlich nicht neutral bleiben in dem Kampf gegen die Sozialdemokratie. Sie bedarf hierzu aber nicht des Äereinswesens, dieser Krankheit unserer Zeit, wie ich schon dem Pfarrer in H. schrieb." Es bedarf wohl keiner näheren Darlegung, daß der Inhalt dieses Schreibens im direkten Widerspruch zu der Stumm'schen Ausführung im Reichstag steht." — Ihre Stellung zu den Marineforderungen präzistrt die„Deutsche Tageszeitung" mit den Worten:„Was zum Baterlandsschntze, also zur Wehr seiner Küsten unbedingt nolh- wendig ist. das muß unter allen Umständen bewilligt werden. Was aber der Handel infolge seines Aufschwungs zu seinem Schutze und seiner Förderung bedarf, daS mag und muß er selbst leisten. Die Landwirthschaft hat den angeblich durch die Handelsverträge be» dingten Aufschwung bezahlen müssen, es kann ihr nicht zugemuthet werden, daß sie den wiederum durch den Aufschwung dedingten Mehraufwand tragen solle. Möge» es unsere Großhändler den alten Griechen nachlhu», die ihre Trieren selbst rüsteten."— Also keine Kreuzer, wie sie der überseeische Handel verlangt.— — Zum Prozeß Tausch. Maximilian Haiden ist, wie der„Volks-Zeitung" gemeldet wird, am Sonnabend vom Unter- suchungSrichter Herr als Zeuge in der Strafsache gegen von Tausch vernommen worden. Es handelte sich bei diesem Verhör dem Ver- nehmen nach um den Verkehr zwischen den Herren von Tausch und Harden, welchen der letztere in seinem durch einen echten„Hof- klatsch" wieder in Erinnerung gebrachten Blatte auf zwei Fälle zu-rttckftthrte: einmal, als der Kriminal- Komnnssar von Tausch ihn als Zeugen vernahm und das andere Mal, als der Zeuge von Tausch ihn als„gebrochener Mann" auf- suchte, um ihn nach der Adresse eineS— Vertheidigers zu befragen, Man darf darauf gespannt sein, zu erfahren, ob sich der Berkehr zwischen den Genannten wirklich auf jene zwei Fälle beschränkt oder ob von Tausch dem Herrn Harden— wie man in Moabit anzunehmen scheint— vielleicht ab und zu„Informationen" oder „Anregungen" zu Artikeln gegeben hat, wie von Tausch dies ja auch anderen Journalisten gegenüber zu thun pflegte.— Der Mit- arbeiter der„Staatsbürger> Zeitung", Schriftsteller Dahsel, der schon früher als Zeuge in der Tausch- Affäre genannt worden war. ist inzwischen ebenfalls vom Untersuchungsrichter vernommen worden.— — Brüfewitz ist, wie den„Verl. Neuest. Nachr." auS Karlsruh« mitgetheilt wird, nachdem das erste Erkenntniß des Militär- gerichts die Bestätigung des Kaisers nicht gefunden, nunmehr zu S Jahren und 20 Tagen Gefängniß verurtheilt worden.— — Fiasko der AnsiedelungS-Kommifsion. Die Anfiedelungs- Konimifston für Westpreußen und Posen schreitet seit längerer Zeit zum Ankauf neuer Güter nur bei besonders günstigen Gelegenheiten, da die Kommission für lange Zeit hinaus mit Ländereien für die Besiedelung versehen ist. Dagegen ist das Angebot von brauchbaren Ansiedlern nicht mehr so groß wie früher. Es dauert ziemlich lange, bevor ein Gut für die Besiedelung zur Vertheilung an die Reihe kommt. Während die Kommission bisher die Praxis befolgt hat, die angekauften Güter so lange in Selbstverwallung zu nehmen, bis dieselben zwecks Be- stedelung zur Auftheilung kamen, ist sie, der„Pos. Ztg." zufolge, von dieser Praxis jetzt abgewichen und giebt die Güter in Pacht. Bereits vor längerer Zeit ist«in größeres Gut verpachtet worden, und demnächst sollen weitere 6 Güter in Pacht gegeben werden.— — Unterstützung der n othleiden den Landwirth- fchaft durch die Grubenbarone. Die LandwirthfchaftS« kammer für die Provinz Sachsen giebt bekannt, daß der Borsitzende der Aktiengesellschaft„Zeche Tannenbaum" beabsichtige, für den Bezug von Grubenholz direkte Beziehungen zwischen Forstwirthschaft und Bergbau herzustellen. Die Zeche Tannenbaum in Westfalen braucht jährlich für 600000 M. Holz. Die Landwirlhschaftskammer sordert die Waldbesitzer der Provinz Sachsen auf, Angebote zu machen.— — Bedenklich kommt nun selbst dem Organe der Agrarier- häuptliug«, der„Deutschen Tages-Zeitung" ver königlich sächsische Kampf gegen die Konsum-Vereine vor. Freilich weiß das Blatt seine eigenen Bedenken bald zu zerstreuen, .indem es fordert zweierlei Recht gelten zu lassen, d. h. die angeblich sozialistischen Konsumvereine mit der Umsatzsteuer zu Tode zu kuriren, dagegen die anderen Konsumvereine frei zu lassen von der Steuer. Da bei Herrn Metzsch alles möglich ist, so wäre es falsch, die Vorschläge der„Deutschen Tages-Zeitung" unbeachtet zu lassen. Sie sind auch so charakteristisch für die Agrarierpolitik und -moral, daß wir sie zum Abdruck bringen wollen. Sie lauten: „Bekanntlich hat die sächsische Regierung den Gemeinden nahe gelegt und gestattet, eine zwei- bis dreiprozentige Umsatzsteuer für Konsumvereine festzusetzen und zu erheben. Wir haben das Vor- gehen gebilligt,»veil die meisten Konsumvereine im Königreich Sachsen entweder großkapitalistische Gründungen oder sozial- demokratische Kampfmittel find. Run giebt eS aber auch, gerade in dem dlcht bevölkerten Sachsen, eine ziemliche Anzahl von Konsumvereinen, die weder daS eine noch das andere sind, noch auch als schwere Schädigungen des selbständigen Klein- Handels aufgefaßt werden können. Diese werden von der Umsatzsteuer ebenso getroffen; und s i e zu hemmen und zu benachtheiligen lag weder in derAbsicht derRegierung noch in der des Landtags, der bekanntlich die Frage der Umsatzsteuer für Konsumvereine angeregt hat. Die Abgeordneten, von denen die Angelegenheit in Fluß gebracht wurde, hatten vor allein die großkapitalistischen Unternehmungen im Auge, die, wie der Görlitzer Waareneinkauss-Verein, in der Form der Konsumvereine dem Klein- Handel eine durchaus ungerechtfertigte und ihn schwer schädigende Konkurrenz bereiten. Ueber diese Absicht der Anregung ist die Regierung etwas hinausgegangen, und es läßt sich nicht in Abrede stellen, daß die von den Gemeinden getroffenen Maßnahmen hier und da zweischneidig gewirkt haben. Wenn nun aber verlautet, daß die Regierung neuerdings daran denke, ihren Standpunkt preiszugeben oder zu ändern, so würden wir das lebhast be- dauern. Wir halten einen solchen Rückzug nicht für nöthig und nicht für gut. Man begnüge sich damit, die Gemeinden an« zuhalten, sich die Konsumvereine etwas näher an- zusehen, für die sie eine Umsatz st euer feststellen wollen; und man bestätige die Beschlüsse nur dann, wenn die Konsumvereine sich thalsächlich als unnörhige Schädigungen des Kleinhandels, besonders aber dann, wenn sie sich als verkleidete, großkapitalistische Gründungen erweisen. Das dürfte genügen."— Miiuchen, 23. Januar.(�Münchcner Post".) Der blaue Brief. Der preußische Herr KriegSmmister behauptete kürzlich, daß ans Offiziere. die im Avancement übergangen worden seien, keinerlei Druck bezüglich einer Eingabe um Penstonirung ausgeübt werde. In Bayern scheint dies doch nicht ganz zuzutreffen, wie nach- stehendes Schreiben, das an einen bayerischen Stabsoffizier gerichtet wurde und«inen prinzipiellen Standpunkt«innimmt, zur Genüge beweist: „AugSbnrg, 14. Juni 1883. Ew. Hochwohlgeboren eröffne ich auf grund höherer Weisung ergebenst, daß höchsten und höheren Orts die Frage angeregt wurde, ob sich das dienstliche Ansehen Ew. Hochwohlgeboren bei den Untergebenen fernerhin in dem erforderlichen Maße aufrecht erhalten lasse, nachdem Wohldieselben seil November 1386 in der Beförderung fortgesetzt übergangen wurden und die Gründe der Nichtbesörderung von den Untergebenen richtig errathen zu werden vermögen; ferner Ob Ew. Hochwohlgeboren Verfahren alS mit den Interessen des Allerhöchsten Dienstes für die Dauer in Einklang stehend an- gesehen werden dürfe, da doch die Situation, in welcher sich Herr Major befinden, nicht ohne Einwirkung ans Ew. Hochwohlgeboren Gemüthsstimmung geblieben sein könne. Indem ich dem Herrn Major davon Kenntniß gebe, als von den Konsequenzen, welche höchsten und höheren Orts aus Wohl- deren bisherigen Verhalten gezogen wurde», ersuche ich— gleich- falls auf grund höherer Weisung— um gesonderte Bericht- erstattnng hinsichtlich des weiteren Verhaltens Ew. Hochwohl- geboren auf diese Mittheilungen hin. Der Regimentskommandeur I. V. gez. Melchior Oberstlieutenant u. etatm. Stabsoffizier." Als der Adressat dieses Briefes nicht reagirte, sondern um die Erlanbniß zum Weilerdienen bat, erhielt er drei Wochen später seinen Abschied. Oesterreich. Prag, 26. Januar. Im Landtage hielt der Statthalter im Auftrage des Mlnisterpräsidenten eine Rede, die den Handelsmann Badem wieder in seiner ganzen Glorie zeigte. Die Beilegung des böhmischen Nationalitätenstreites fei ein Herzenswunsch der Regierung. Aber sie könnte nichts thun, die Parteien müßten anfangen. Aber dafür sorgen werde die Regierung, daß den beide» Nationalitäten ein ihrer Bevölkerungszahl und Steuerkraft entsprechender Antheil an der Gesetzgebung und Verwaltung des Landes sichergestellt werde— nach den Reichstagswahle». Zu diesem Zwecke werde die Regierung dem Landtage einen Gesetzentwurf auf Einführung von Kurien für die Wahl des Landesausschusses und der Landesinstitution in der Landeskommission uuterbreiten— nach den Reichstagswahlen. Auch eine„auf Grundlage voller Gerechtigkeit" beruhende Wahlordnnngs- vorläge für den Landtag werde die Regierung vorlegen— ebenfalls nach den Reichstagswahlen. Also Böhmen, wählet, wie der Minsster- Präsident will, dann wird es Euch an den Fleischtöpfen Badeni'scher Gunst nicht fehlen. Frankreich. — In Lille wurden am Sonntag an stelle zweier sozialistischer Gemeinderäthe, deren Mandate annnllirt worden waren, zwei Republikaner gewählt. Die Ordnungshelden jeder Farbe hielten zusammen und erreichten so einen vorübergehen- den Erfolg. Natürlich ssi der Jubel in ihrem Lager ganz unbändig. Ebenso sicher wird sich aber auch der Katzenjammer einstellen.— England. London, 26. Januar. Die„Morning Post" schreibt, die Re< gierung gehe in keiner Weise von dem Gedanken ab, daß die Unter- suchung gegen die Chartered Company bis zum Abschluß verfolgt werden müsse. Ein Kompromiß sei unmöglich.—- Niederlande. — Vom holländischen Kolonial-KriegSschau- platze. Die Regierung erhielt, wie die„Frankfurter Zeitung" meldet, Telegramme aus Atschin, denen zufolge die Verfolgung der Ausständigen im Gebirge wieder aufgenommen worden sei. Ferner traf die Nachricht von dem Tode Töankö Hoschim's und vieler anderer Bandenführer ein. Viel Wahrscheinlichkeit hat der letzte Theil der Meldung sicherlich nicht für sich.— Spanien. Madrid, 23. Januar.(„Franks. Ztg.") Infolge anhaltenden Regens sind die Feldarbeiten verhindert. Greuliches Elend herrscht in Andalusien; Heißhungrige plündern die Brotläden und die Wohnungen Wohlhabender. In vielen Ortschaften kommen Ruhe- störungen vor.-» Amerika. — Finanzen der amerikanischen Union. Nach der„N. H.-Z." belief sich die Bundesschuld am 31. Dezember 1896 abzüglich des Baarbestandes im Schatzamt auf 992 929 382 Doll. (annähernd 4 Milliarden Mark). Dieselbe zerfällt in verzinste Schuld 847 364 690 Doll.(ca. 3 400 000 000 M.); unverzinste Schuld 373 883 271 Doll.(ca. 1496 Millionen Mark); insgesammt 1 221 249 961 Doll.(annähernd 4890 Millionen Mark). Der Baar- bestand im Schatzamt besteht aus: 173 103 982 Gd. Doll.(über 700 Millionen M.); 309 613384 Silber-Doll.(über 2 Milliarden M.); Papiergeld 131 337 340 Doll.(über 600 Millionen Mark); National- bank- Depots zc. 17 236 644 Doll.(ca. 70 Millionen Mark); ins- gesammt 833 463 331 Doll.(über ll'/s Milliarden Mark), welchem Betrage Verbindlichkeiten in Höhe von 623 143 172 Doll.(über 2V2 Milliarden Mark) gegenüberstehen, sodaß ein Saldo in Baar von 223 320 379 Doll.(über 900 Millionen Mark) verbleibt. Die- sechs Monate des laufenden Fiskaljahres weisen im Budget ein Defizit von 37 902 397 Doll.(über 132 Millionen Mark) auf.— Veichsksg. 162. Sitzung vom 26. Januar 1397. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. B ö t t i ch e r. Die erste Berathung des Gesetzentwurfes, betreffend A b ä n d e- rungen der Unfallversicherungs-Gefetze wird fort- gesetzt. Abg. Paasche(natl.): Mit besonderer Freude sehen mein« Freunde den Versuch gemacht, die verschiedenen Zweige der Ver- sicherung zusammen zu fassen, wie dies bei der See-Berussgenossenschast geschehen ist. Eine Verbesserung liegt in der Erweiterung der Unfallversicherung aus die häuslichen Dienste, in der Aus- dehnung der Versicherung auf dl« Nebeubetriebe u. s. w. Die Sozialdemokraten wollen die Unfallversicherung ausdehnen aus daS Handwerk, die Hausindustrie und die Dienstboten. Ich bin nicht ganz überzeugt von der Nothwendigkeit der Einbeziehung des Handwerks, aber wenn dieselbe bewiesen wird, dann wird nian nicht eine eigentliche berussgenossenschaftliche Organisation dafür bilden können, sondern man wird, wie für die Landwirthschaft, territorial« Organisationen dafür schaffen können, denn eine Gefahr für das Handwerk liegt darin, daß die Handwerks- gesellen von den Wohllhate» der Unfallversicherung aus- geschlossen sind, während die Fabrikarbeiter versichert sind. Die meisten Vorschläge der Vorlage stnd Fortschritte, die wir ohne weiteres anerkennen können; dahin gehören die Ge- Währung von Renten an die Ascendenten, die Selbstversicherung der Unternehmer, die Kapitalabfindung kleiner Renten. Dagegen sind wir gegen jede Beschränkung der Reknrsinstanz, die wir nun einmal haben und die in der ausgiebigsten Weise benutzt wird. Wenn der Arbeiter an diese Rekursinstanz sich gewöhnt hat, so ist es doch de- denklich, dieselbe irgendwie zu beschränken. Auch der Gedanke ist zurückzuweisen, daß für die Rekurse vielleicht in jeder Provinz eine Instanz geschaffen wird, denn dadurch würde die Einheitlichkeit der Rechtsprechung leiden. Auch die schwächere Besetzung der Spruchkollegien hat Bedenken. denn bei der Herabsetzung der Zahl der Beisitzer würden, da die Laien nicht fortfallen sollen, gerade die Persönlichkeiten in Wegfall kommen, welche die Arbeit zu leisten haben. Das Reichs-Versicheruugs- amt kommt schließlich bei der Vorberathung solcher wichtigen Vor- lagen auch in betracht. Eine größere Mitwirkung der Arbeiter bei der Unfall- Versicherung wünschen auch wir, aber so weit wie Herr Hitze können wir nicht gehen. An der Wahl sollen sich die Arbeiter ausreichend betheiligen können, das wünschen auch die Arbeitgeber, weil sie einsehen, daß gegen einen Theil der jetzigen Arbeiterbeisitzer das Mißtrauen der Arbeiter sich ebenfalls richtet. Gegen die Erhöhung der Rente von auf 3/« des Lohnes haben wir grundsätzlich nichts einzuwenden, wenn uns das gc- nügende statistische Material darüber unterbreitet werden kann, ob eine solche Steigerung zulässig ist. Bei der ärztlichen Behandlung haben sich ja auch einige Mißstände herausgebildet, aber die hierzu gemachten Vorschläge bedürfen einer genauen Prüfung. Es ist in einer gewissen Verallgemeinerung von den Renten« quetschen abfällig gesprochen worden. Ich halte diese Heilanstalwn für eine große Errungenschaft, weil sie die Folgen der Unfälle mög- lichst vermindern. Es mögen ja dabei Jrrthümer vorkommen, aber diese sprechen nicht gegen den Grundsatz, daß jedem Arbeiter mög- lichst seine gesunden Gliedmaßen wiedergegeben werden. Daß sich die Berufsgenossenfchaflen gegen die Simulanten wehren, ist ein Interesse der Selbstvertheidigung. Es war interessant zu beobachten, wie die Sozialdemokralen sich dem Gesetz gegenüber stellen. Sie haben das Gesetz nicht angenommen, aber sie entschuldigen sich deswegen, also müssen sie das Gesetz nicht für so schlecht halten. Aber trotzdem hetzt man die Arbeiterschaft dagegen auf(Widerspruch bei den Sozialdemokraten). weil in einem einzelnen Falle einmal ein Unrecht geschehen ist. Jedenfalls ist ein solches Verhalten nicht dazu angethan. Zufriedenheit zu verbreiten. Das Gesetz ist ein gewal- tiger Fortschritt gegenüber der rein zivilrechllichen Haftpflicht. Das ganze Gesetz ist ein Fortschritt im eminentesten Sinne des Wortes, da der Arbeiter nicht mehr das Verschulden des Arbeil- gebers nachzuweisen braucht. Die Gesetzgebung, die wir geschaffen haben unter Führung unseres Kaisers, dessen hundertjährigen Geburtstag wir demnächst seiern, hat Deulschland allen anderen europäischen Staaten vorangestellt, und diese Freude werden wir uns durch nichts trüben lassen, wir werden auf diesem Wege noch weiter energisch fortschreiten.(Beifall bei den Nationalliberalen.) Abg. Fischbeck(srs. Vp.): Den Vorzug der Vorlage sehen wir in ihrer Beschränkung. W>r wünschen keine Ausdehnung der Unfall- Versicherung auf das Handwerk im allgemeinen, aber sind damit einverstanden, daß die Arbeiter versichert stnd, wenn sie für häns- liche Zivecke beschäftigt werden und daß die Bauhandwerker unter allen Umständen versichert sein sollen. Gegen die dreizehnwöchent- liche Karenzzeit haben wir uns ausgesprochen. Die Arbeitnehmer in die Verwaltung der Berussgenossenschaften aufzunehme», dafür sind wir stets eingetreten, aber es würden dazu mancherlei Aenderungen der Bernfsgenosscnschasten erforderlich sein. Bei manchen Genossenschaften fassen die Sektionen nur gutachtliche Beschlüsse, der Berufsgenossenschafts- Vorstand, der vielleicht in Berlin sitzt, entscheidet. Da müßten die Arbeitervertreter ebenfalls in Berlin sitzen. Den Bedenken gegen die Beschneidung des Rekurs- rechtes müssen wir uns anschließen. Die Berufsgenossenschasten legen kaum«inen großen Werth auf das Rekursrecht. Aber die Arbeiter legen, wie die Petitionen namentlich auch der Hirsch- Duncker'schen Gcwerkvereine zeigen, diesem Rekursrecht großen Werth bei. Auch die anderen Bestimmungen, welche die Zuständigkeit des Reichs- Bersichernngsamts beschränken wollen, müssen verworfen werden; namentlich die Uebertragung der Katastersachen auf die Landes- behörde ist bedenklich, weil sie die Einheitlichkeit der Geschäfts- führnng aufheben würde. Auch ich muß meine Verwunderung darüber ausdrücken, daß wir weder bei dieser Vorlage noch bei der Berathung des Etats des Reichs-Versicherungsamtes den Präsidenten des Reichs-Versicherungsamtes hier zu sehen die Freude hatten. Mit der Kapitalabfindung für kleine Renten sind wir einverstanden, wenn dabei nicht zu weit gegangen wird. Redner weist die Vor- würfe gegen die Berufsgenossenschasten, daß sie die Renten zu drücken suchen, in ihrer Allgemeinheit zurück; er verweist darauf, daß in vielen Fälle» die Berufsgenossenschaft aus sich heraus die Rente des Arbeiters erhöht habe, wenn der Zustand des Arbeiters sich verschlimmert habe. Redner stellt dem Abg. Grillenberger die betreffenden Akten zur Verfügung.(Zwischenruf des Abgeordneten Grillenberger: So was ist mir noch nicht vorgekommen! turuf des Abg. Rösicke: Weil Sie nicht Bescheid wissen! rage des Abg. Grillenberger: WaS ist das für eine Berufs- genossenschast? Zuruf: Die Papierverarbeitungs-Bernfsaenossen- schast!) Die Bernfsgenossenschasten geben auch Rente», ohne daß sie verpflichtet sind, wenn die Verjährungsfrist abgelaufen war, ohne daß der Unfall zur Anzeige gebracht war. Die Vorwürfe gegen die Berufsgenossenschasten und ihre Aerzte sind daher übertrieben. Die Aerzte stellen den Berufsgenossenschasten nur ungern Zeugnisse aus, weil sie fürchten, von den Arbeiter» in ihrer Praxis für objektive Zeugnisse benachtheiligt zu werden. Ministerialdirektor v. Wvdtke: Es wird als Beeinträchtigung des Reichs-Vcrsicherungsamts empfunden, daß die Rekurse beschränkt werden sollen. Ich würde es bedauern, wenn die praktischen Vor- schlüge keine Billigung finden sollten. Ein Kommissar des Reichs- Versicherungsamls wohnt den Verhandlungen bei, ebenso wie die Mitglieder des Bundesraths, welche dem Reichs-Versicherungsamt angehören. Abg. v. Stumm(Rp.): Daß das Reichs-Bersichernngsamt ganz ohne Einfluß auf diese Vorlage gewesen ist, muß ich bestreite». (Sehr richtig! rechts.) In den Vordergrund treten für mich zwei bisher sehr wenig berührte Gesichtspunkte bei dieserVorlag«. Einmal die Frage der Versorgung der Wiltwen und Waisen aller Industriearbeiter und dann der Umstand, daß wir es nitht blos aus die Renten ab- sehen, sondern vor allen Dingen auf die Verhütung von Unfällen und die baldmöglichste Heilung derselben. Die Renten der Unfall- Versicherung an sich sind ja nicht sehr hoch, aber verhältnißmäßig doch sehr hoch gegenüber den Renten, welche die invaliden Arbeiter erhallen, die nicht durch einen Unfall zu Schaden gekommen sind, und die Hauptsache dabei ist, daß, während die Wiltwen und Waise» nach dem Unfallversicherungsgesetze 60 pCt. des Lohnes des verunglückten Arbeiters erhalten, also ebensoviel, wie sonst der Arbeiter von seinem Lohne sür seine Familie verwendete, die Wiltwen und Waisen von nicht durch einen Unfall nmaekommenen Ar- beitern gar nichts erhalten. Wenn z. B. ein Arbeiter an der Schwindsucht stirbt, die er sich dadurch zugezogen hat, daß er innerhalb der Fabrik kolossaler Hitze und draußen der Eiseskälte ausgesetzt war, so erhalten seine Relikten nichts, während die Re- likten eines Arbeiters, der vielleicht durch grobes Verschulden ver- »»glückt ist, 60 pCt. des Lohnes erhalten. Hier liegt«ine Anomalie vor. wi, sie gar nicht stärker sein kann.(Sehr richtig! rechts.) Alle, die ein Her, für die Arbeiter haben, sollen sich dahin vereinigen, wenn sie glauben, den Arbeitgebern noch mehr auferlegen zu können, zunächst diese Anomalie zu beseitigen und allen Industrie> Arbeitern eine Rente sür die Wiltwen und Waisen zu geben, ehe sie noch durch eine Erhöhung der Rente in dieser Vorlage die Anomalie vergrößern. Allerdings sind bisher noch erhebliche Bedenken gegen die Wiltwen- und Waisenversorgung, wie ich sie immer verlangt habe, laut geworden, und sie wurzeln in der Ansicht, daß man der Industrie größere Lasten nicht mehr auf- erlegen kann. Diese Bedenken werden erheblich vermehrt, wenn Sie durch die Erhöhung der Renten der Industrie nene Lasten auferlegen. Deswegen bitte ich den Abg. Hitze, von dem ich weiß, daß er meine Auffassung über die Nothwendigkeit der Wiltwen- und Waisen- Versorgung theilt, dringend, sich wohl zu überlegen, ob er auf der Erhöhung der 3ie»te aus 73 pCt. bezw. für die Relikten aus 70 pCt. bestehen will, und lieber damit zu warte», bis wir da? andere Boftulat erreicht haben, dann will ich mich gern mit ihm darüber unterhalten. nennen. 0 = ein Damit schließt die Debatte. Die Vorlage wird einer Rommission von 28 Mitgliedern überwiefen. Schluß 6 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr. ( Fortseßung der Etatsberathung. Poft- und Telegraphenverwaltung.) Parlamentarisches. Minister Novelle herren eine Haftung für die Beiträge der Bauunternehmer über- daß man den Zod am gelben Fieber als Betriebsunfall hätte nehmen sollen. Gar zu knauferig sollte man nicht vorgehen und auffaffen können; aber in diesem Falle müßten die Betriebs. Herr Grillenberger betrachtet die Vorlage von dem Gesichts- nicht immer an der Nente herummäteln. unternehmer die Fürsorge für die Wittwen und Waisen puntie aus, als handle es sich um eine Ausdehnung der Haftpflicht. Abg. Graf Kanit( f.): Das Bedürfniß der Reform wird all- selbst übernehmen. Auf diesem Standpunkt hätte man stehen Aber die Fälle, in denen zivilrechtlich eine Haftung stattfindet, sind seitig anerkannt, denn es war vorhanden an dem Tage, an dem bleiben sollen. Aber die Bestimmung ist dahin getroffen, daß nur ganz verschwindend gegen die Entschädigungen durch die Unfall- jedes einzelne Gesetz in fraft trat. Die Frage der Verschmelzung die Wittwen und Waifen der Seeleute eine Rente erhalten sollen, versicherung. Wenn wir die Fälle, wo zwar nicht ein grobes Ver- aller Arbeiterversicherungen wird von den Motiven verneint. Frhr. die 45 Monate auf deutschen Schiffen gefahren find. Nicht Gutschulden, aber doch ein fahrlässiges Benehmen eines Arbeiters oder v. Stumm hat den Wunsch nach einer Reichsanstalt zu erkennen herzigkeit hat zu diesem Entschlusse der Rheder geführt, sondern sie Mitarbeiters stattfindet, herausnahmen, so bliebe nicht viel übrig; gegeben, der die Unfallversicherung überwiesen werden soll. Ob ihr sind gute Rechner, denn die Mehrbelastung ist eine sehr minimale; man müßte denn zu drei verschiedenen Kategorien der Unfallverlegten auch die Invalidenversicherung übergeben werden soll, hat er die See- Berufsgenossenschaft ist ohnehin nicht sehr belastet, sie bezahlt tommen, erftens folchen, für die volle Haftpflicht vorliegt, zweitens unentschieden gelassen. Ich bin der Meinung, daß man jezt die 4,34 M. pro Kopf, die Brauerei- Berufsgenossenschaft aber 10 m. solchen, die durch force majeure( höhere Gewalt), durch einen Unfall oder Verschmelzung dieser Versicherungen vornehmen soll. Der Entwurf Die volle Rente des Seemanns ist nur die Hälfte feines eigenes leichtes Verschulden verunglückten, wo etwa dieselbe Rente über die Reform der Invalidenversicherung ist bereits veröffentlicht. Arbeitsverdienstes. Man wollte bei der Schaffung des See- Unfallzu zahlen wäre, wie bei jedem anderen invaliden Arbeiter, und Wir wünschen eine Vereinfachung der verschiedenen Versicherungs- Gesezes die Rheder nicht zu sehr überlasten; aber die Angaben, die dann drittens solchen, die durch grobes Verschulden verunglückt find, zweige. Welche Schwierigkeiten die Ausführung der 430 Paragraphen, damals gemacht waren, haben sich als viel zu hoch herausgestellt. wo gar nichts gezahlt würde. Dadurch würden wir alle die Miseren die reformirt werden sollen, für die ausführenden Behörden mit sich Deshalb sollte man das Gesetz nach dieser Richtung hin erheblich des alten Haftpflichtgesetzes wieder bekommen. Im Vergleich zu bringt, davon hat niemand eine Ahnung, der nicht dabei betheiligt verbessern. den Renten, die heute in der Industrie auf grund des Haftpflicht gewesen ist, namentlich in den Landgemeinden, wo die Leistungs- Abg. Hike( 3.): Wie verträgt sich die Rede des gefeßes gezahlt werden müssen, machen die Renten auf fähigkeit ohnehin schon übermäßig in Anspruch genommen wird. Grafen Ranih mit der taiserlichen Botschaft? Wem vers grund des Unfall- Versicherungsgesetzes etwa das Behnfache aus. Die Begründung der Jnvalidenversicherungs- Novelle führt aus, daß dankt das Land die Invalidenversicherung Den Ronservativen, Ju bezug auf die Unfallrenten- Festseßung bin ich auch der Ansicht, die meisten Versicherungsanstalten den durchschnittlichen Standpunkt denn wir wollten dieselbe auf die Industrie- Arbeiter beschränken! daß es sehr viel richtiger wäre, den Verletzten durch eine, wenn es erreichen. Die oftpreußische Versicherungsanstalt hat schon einen Wie sollen die Beiträge im Wege der Steuern erhoben werden? fein muß, zwangsweise Aufnahme in eine Heilanstalt zu heilen und Fehlbetrag aufzuweisen, während Berlin bald von den Zinsen Wir haben uns gegen den Reichszuschuß gewehrt; jetzt wollen Sie ihn wieder zu einem vollen Staatsbürger zu machen, als ihn aus seines Vermögens die Renten zahlen kann. Ostpreußen hatte zwei alles aus den Mitteln der Allgemeinheit decken? Das ist ja der schwächlicher Rücksicht auf seine momentane Annehmlichkeit oder Millionen Einwohner, Berlin 1700 000 Einwohner, dabei hat reine Kommunismus! Dann müssen nicht blos die Arbeiter, sondern sein Vorurtheil gegen die Operation zeitlebens zum Krüppel zu Berlin nur den sechsten Theil der Renten zu zahlen, welche Dft- alle Staatsbürger mit weniger als 2000 Mart Einkommen versicherungsmachen. Wenn man diese Anstalten Renten Quetschen ge- preußen zahlte.( Hört! hört! rechts.) Dabei ist Ostpreußen pflichtig werden, und die Kosten würden so steigen, daß die Landnannt hat, könnte man mit viel größerem Recht die sehr viel weniger leistungsfähig, Berlin hat fiebenmal wirthschaft dabei noch schlechter wegkommen wird; dann werden die Arbeiter, die sich ihnen entziehen, Renten Herausquetscher mehr Einkommen, als Ostpreußen.( Präsident v. Buol Herren im Osten nicht einmal mehr ihr Strohdach flicken tönnen. Rautelen gegen die Vertrauensärzte bedarf es nicht. macht den Redner darauf aufmerksam, daß die Invaliden- Ich denke, wir kommen bei der Vorlage über die InvalidenEs find ja Schiedsgerichte vorhanden, und diese sind ja nicht an das versicherung nicht zur Debatte steht.) Ich glaubte, auf diese Frage versicherung darauf zurück. Zeugniß der Vertrauensärzte der Berufsgenossenschaften gebunden, eingehen zu können, weil in den Motiven von der Verschmelzung Abg. Graf Kanit( t.): Was Herr Hige als unausführbar be ebenso wenig das Reichs- Versicherungsamt, und die Vertreter der der verschiedenen Versicherungszweige die Rede ift. Die Lage in zeichnet hat, ist Gegenstand der ernfteften Erwägungen der verArbeiter fönnen Widerspruch gegen diese Zeugnisse erheben. Auch ich Ostpreußen ist dadurch entstanden, daß dort die arbeitskräftigen| bündeten Regierungen gewesen. Jedenfalls kann es den östlichen bin der Meinung, daß die Bildung einer Reichs- Versicherungsanstalt Elemente auswandern und in die großen Städte ziehen.( Unruhe; Provinzen schlimmer als bei den jezigen Versicherungsbeiträgen nicht bezw. von Landes- Versicherungsanstalten, wie sie 1881 zwar beschlossen, Rufe im Zentrum: zur Sache!) In Westfalen hat sich seit 1880 gehen. aber nicht durchgeführt waren, gegenüber dem jezigen Zustand ein Borzug die Zahl der Ostpreußen versechsfacht; aus den vier öftlichen Prowäre. Bei einer solchen Einrichtung wäre es auch möglich gewesen, das vinzen Ostpreußen, Westpreußen, Posen und Schlesien waren 1880 Handwerk und die Kleinbetriebe in die Unfallversicherung ein- 26 000, 1890 dagegen 86 000 nach Westfalen gewandert.( Hört, zubeziehen, wogegen sich jest organisatorische Schwierigkeiten er hört! rechts.) Von Berlin fand aber nur ein geringer Abzug statt. heben, und so den sozialpolitischen Effekt des ganzen Gefeßes Die Ursachen liegen in der ganzen Richtung unserer Politit, in der wesentlich zu erhöhen. Herr Hize hat sich dafür ausgesprochen, daß enormen Bevorzugung der Städte und der Großindustrie. Wir die einmal festgesetzte Rente unverändert bleiben solle, jedenfalls so könnten daher nichts sehnlicher wünschen, als die ganze Gesetzlange, bis das Schiedsgericht entschieden hätte. Der Arbeiter erhält gebung wieder aus der Welt zu schaffen und das Liquidationsjedenfalls, so lange er noch nicht geheilt ist, die volle Rente, es verfahren darüber einzuleiten.( Bustimmung rechts, Widerspruch bei muß aber Regel fein, daß die zuerst ausgesprochene Vollrente nach den anderen Parteien.) Das einzige Mittel wäre die Errichtung Während der heutigen Reichstagsdebatte bestätigte der Dr. D. Ministerialdirektor Wodtke, wie dies einiger Zeit in die Normalrente übergeht. einer Reichsanstalt oder einer Landesanstalt, aber nicht blos für die Zurückweisen muß ich den Vorwurf des Abg. Grillenberger, Unfall, sondern auch für die Invaliditätsversicherung, damit eine". Bötticher früher schon gethan hat, daß die daß die ehrenamtlichen Mitglieder der Berufsgenossenschaften zu gleichmäßige Vertheilung der Lasten herbeigeführt würde. das Haus Ga um Alters- und Invaliditätsgesetz demnächst an hohe Gehälter beziehen. Mein Jdeal ist: Beitrag der Arbeiter zu handelt sich bei der Versicherungs- Gesetzgebung um kommen wird. Woher der Reichstag zu all' den ihm noch vorder Unfallversicherung, gemeinschaftliche Verwaltung zwischen Ar- großes soziales Problem, dessen Ergebnisse noch vollständig liegenden Arbeiten die Zeit nehmen soll, das mögen die Götter beitern und Arbeitgebern, Wegfall der Schiedsgerichte und einzige dahingestellt bleiben müffen. Wenn Diese Gesetze durchwissen. Wir fürchten, daß von den vielen schönen Vorlagen gar Retursinstans das Reichs- Versicherungsamt. Die Arbeiter dürfen geführt werden sollen und eine solche Mehrbelastung manche auf Lager liegen bleiben wird. an der Verwaltung der Rassen nicht theilnehmen, wenn einzelner Landestheile bestehen bleiben soll, so würde das ein un Im Reichstag wird am 1. Februar die Plenarsizung wegen fie nicht bezahlen. Geschieht das nicht, so wird die erträglicher Zustand sein. Jeder Staatsbürger hat ein gleichmäßiges der Kommissionsarbeiten ausfallen. Am 2. Februar findet wegen Unzufriedenheit der Arbeiter erst recht wachsen. Ich bin Intereffe daran, deshalb sollte jeder nach seinem Vermögen dazu bei des katholischen Feiertages( Lichtmeß) keine Plenarsizung statt, und am nicht der Ansicht, daß die Kosten der Berufsgenossenschaften tragen, aber nicht jeder Arbeitgeber nach der Zahl seiner Arbeiter. 3. Februar wird voraussichtlich ein Schwerinstag abgehalten werden fehr gering sind. Die Rekursinstanz des Reichs- Versicherungsamts In Ostpreußen ist es soweit gekommen, daß verschiedene Gutsbesitzer mit der Tagesordnung Normalarbeitstag". dürfen wir nicht einschränken, denn wir müssen einheitliches Recht ihre Güter verkauft haben, weil sie den Anforderungen der Ver- Budgetkommiffion des Reichstages. Die Kommission erhaben. Das Reichs Versicherungsamt erfreut sich einer großen ficherung nicht gerecht werden konnten. Diese Versicherungsbeiträge ledigte nach längeren Debatten eine Anzahl zurückgestellter Titel des Popularität bei den Arbeitern, und den Wegfall dieser Justang machen jetzt schon mehr aus, als die erlassene Grundsteuer. Gin ordentlichen Militäretats. Alsdann kehrt man zur Berathung würden die Arbeiter sehr beklagen. Die Kommission wird sich einheitliches Reformwert liegt uns nicht vor, sondern eine Flick des Etats für den Invalidenfonds zurück. Abgeordneter höchstens darüber einigen, ob man nicht für kleine Unfälle mit arbeit. Ich schließe mit dem Wunsche, daß die verbündeten Rev. Gültlingen polemifirt gegen den Antrag Müller, vorübergehender Erwerbsunfähigkeit oder bei einer Erwerbsunfähigs gierungen uns bald ein einheitliches gerechtes Wert vorlegen werden. der zu weit gebe, er beanspruche die Mittel für feit unter einem gewissen Prozentsatz vielleicht die Schieds-( Beifall rechts.) einen bestimmten Zweck bis zur äußersten Grenze. Er stellt einen gerichte als letzte Instanz entscheiden lassen soll. Die Direktor v. Wödtke: Die einheitliche Gestaltung des ganzen Antrag, der die Hälfte verlangt wie der Antrag Müller. Abg. Unfallrente müßte vielleicht nicht nach der theoretischen Erwerbs: Versicherungswertes ist von den verbündeten Regierungen nicht un- ammacher erklärt, daß er und seine Freunde einstimmig für den unfähigkeit, sondern nach dem wirklich entgangenen Lohn bemessen erwogen geblieben. Als im Reichs- Anzeiger" der Entwurf des Antrag Müller stimmen würden. Er widerlegt die Befürchtungen, werden. Ein Mann mit einem Leibschaden besitzt z. B. noch etwa Alters- und Invaliditätsversicherungs- Gesezes publizirt wurde, ift die gegen den Antrag Müller erhoben wurden, auf grund einer Reihe 60 pet. Erwerbsfähigkeit, findet aber doch schwer ein Unterkommen, der Nachweis versucht worden, daß sich eine Gefeßgebung im großen von Mittheilungen, die seitens seiner Freunde bei der Berathung weil viele Arbeitgeber nur gesunde Arbeiter nehmen. Andererseits Stil noch nicht empfehle. Daraus tönne aber feineswegs ge- des Antrages in der Fraktion gemacht wurden. Abg. v. Kardorff giebt es Leute, die mehr verdienen als ihren vollen Lohn, gerade in- folgert werden, daß es über kurz oder lang geschehen werde. Die fürchtet, daß die Ansprüche nach Annahme des Antrages Müller folge eines Unfalls. So wurde ein Bergmann, dem ein Fuß abge Frage, ob man die Einkommensteuer oder das Vermögen bei der ins Ungemessene steigen würden. Abg. Prinz Arenberg erklärt nommen war, im Bureau beschäftigt, avancirte dann zum Schichtmeister Invaliditätsversicherung zum Maßstab nehmen soll, ist vollständig fich gegen v. Rardorff; Abg. Richter bleibt bei seiner Aufund bekam mehr, als er jemals vor dem Unfall an Lohn bekommen hatte. unabhängig von der Verschmelzung der Versicherungen. Unzweifel- faffung stehen, die ihn veranlaßt, gegen den Antrag zu Aber in der Praxis läßt sich garnicht darauf Rücksicht nehmen. haft ist eine Prägravation( stärkere Belastung) der östlichen Pro- ftimmen. Abg. Müller vertheidigt feinen Antrag; eine Wenn die Berufsgenossenschaften die Rente nach dem wirklich ent vinzen eingetreten. Der Reichskanzler ist aber sehr stark dabei, Zunahme der Ansprüche trete nicht ein, man folle trachten, gangenen Lohn feftfegen sollten, so hätten sie eine Aufgabe, die sie zu prüfen, wie diese Prägravation zu beseitigen ist. daß nunmehr die Wirkungen des Invaliditäts- und Altersgarnicht lösen könnten. Höchstens fönnte man es so machen, daß Er will etwas Aehnliches wie der Vorredner, nämlich die Ueber- versicherungs= Gesezes in erheblich höherem Maße in in den Fällen, wo die verminderte Erwerbsunfähigkeit nicht zunahme der Leistungen auf breitere Schultern. Es sollen drei Viertel fraft treten, als bisher. Staatssekretär Graf Posadowsky. sammentrifft mit dem verminderten Lohn, sondern gar fein der Renten durch die Gesammtheit der Versicherungsanstalten gewarnt, dem Antrag Müller zuzustimmen, der die verfüg Lohn oder ein sehr viel geringerer als nach der theoretisch tragen werden. Dadurch würden die östlichen Provinzen außer baren Mittel ganz in Anspruch nehme und so die Gefahr hervor. ermittelten Erwerbsfähigkeit erzielt wird, die Berufsgenossen ordentlich entlastet werden, vor allen Dingen die Landwirthschaft. rufe, daß andere Ausgabetitel erhöht werden müßten. Ge erhielte schaften das Recht erhielten, Zulagen zur Rente zu machen. Wenn in Ostpreußen wirklich eine Mißstimmung herrschen sollte, so jetzt mancher die Unterstügung auf grund des Gesetzes, der sie Bedenklich ist der Vorschlag des Abg. Rösicke bezüglich der müßte ich doch bestreiten, daß die Arbeiterversicherung sie hervor feineswegs nöthig habe. Abg. v. Leipziger stimmt prinzipiell Richter fleinen Unfälle, die eine nicht längere als 13 wöchentliche gerufen hat. zu, nachdem aber das Gefeh vom 28. Mai 1875 über den alten Rahmen Erwerbsunfähigkeit herbeiführen. Es ist ja schwierig, wenn die des Invalidenpensions- Gefeßes herausgegangen sei, tönne man nicht Berufsgenossenschaften die Erledigung aller dieser kleinen Fälle auf zurück. Hätten manche Personen Unterfügungen ohne Recht erhalten, fich nehmen sollen, die Kosten ständen mit der Rente in keinem Verfo ließe sich dieses rettifiziren. Seine Partei stimme für den Anhältniß; aber noch bedenklicher wäre es, wenn man nach dem Vortrag Müller. Abg. Hug ist der Ansicht, daß die Mittel für die schlage des Abg. Rösicke diese Sachen den Krankenkassen übertragen Abg. Molkenbuhr( Soz.): Aus der Statistik geht hervor, daß Bedürfnisse reichten, was er rechnungsmäßig nachzuweisen sucht. und ihnen einen Regreß an die Berufsgenossenschaften geben wollte, die Berufsgenossenschaften durchaus nicht so human verfahren sind. Nach zum Theil wiederholten Ausführungen der Abgg. denn dann müßten diese ohne weiteres bezahlen, würden also unter Die Zahl der Unfälle ist stetig gewachsen, auch die Zahl derjenigen amma cher, Richter, Lieber, Graf Posadowsky, die Krantentassen gestellt, ohne selbst eine Prüfung des Falles ein- mit tödlichem Ausgange. Aber die Zahl der Fälle, in denen die v. Gültlingen, Müller Fulda und Bebel wird treten laffen zu können. volle Rente gezahlt wird, ist nicht gewachsen, ein Beweis, daß die zur Abstimmung geschritten und wird ber Antrag Die Frage der Regreßpflicht des Unternehmers, wenn durch straf. Genoffenschaften darauf brängen, nicht so viele volle Renten zu be- Müller mit allen gegen 5 Stimmen angenommen. Ebengerichtliches Urtheil ein Verschulden von ihm festgestellt ist, muß zahlen. Die Belastung der Unternehmer wird natürlich in den so wird ein Antrag Hammacher angenommen, der verlangt, näher in der Kommission geprüft werden. Das Handwerk tönnen Beitungen gelobt, weil sie es nicht beffer wissen. Aber der Staats- daß der Reichskansler ersucht werde, einen anderen Vertheilungswir nicht gegen dessen Wunsch in die Versicherung hineinbeziehen. sekretär sollte doch wissen, und weiß es auch ganz gut, daß den modus für die Ueberweisung der Unterstüßungsbeiträge herbeiführen Ein Vortheil der Vorlage ist es aber, daß bei den Bau- Hilfsarbeitern Staatsbahnarbeitern die gewährten Renten vom Lohn oder von der zu wollen. Die Sigung wird geschloffen. Nächste Sigung Donnerstag. der Unterschied, ob sie Bauarbeiten oder andere, handwerksmäßige Pension abgezogen werden. Was beim Staatsbetriebe vorkommt, kommt Arbeiten gemacht haben, wegfällt. Wir dürfen aber nicht so weit auch bei Privatunternehmern vor. Wir stehen auf dem Standpunkt, bestehen wird, werden von der sozialdemokratischen Fraktion die In die Unfallgefeh- Kommiffion, welche aus 28 Mitgliedern gehen und das Handwerk zur Versicherung zwingen. Thun Sie daß die Unternehmer verpflichtet sind, für alle Unfälle Entschädigung alles, was Sie wollen, aber überspannen Sie bei diesem Gesetz den zu gewähren; gegenwärtig sind aber nicht alle Arbeiter versichert; Abgeordneten Grillenberger, Moltenbuhr und Stadthagen belegirt. Bogen nicht und vergessen Sie nicht das, was allem voranstehen 32 Millionen, namentlich die des kleinen Gewerbes, sind aus- Der Entwurf eines Handelsgesetzbuchs sowie eines Einsollte, die Versicherung der Wittwen und Waisen aller Arbeiter. geschloffen. Man müßte Organisationsformen finden, um die Ar- führungsgefeßes dazu nebst erläuternder Dentschrift, sowie der Ent( Beifall rechts.) beiter des Handwerks in die Versicherung einzuschließen. Es sollte wurf einer Grundbuchordnung ist dem Reichstage zugegangen. Ich Die Altersgruppirung in den östlichen Provinzen ist etwas ungünftiger als in den westlichen, gewerbetreibenden; besonders in Berlin. Der gegenwärtige Gefeßentwurf aber enthält überhaupt teine Mehrbelastung. Württembergischer Regierungsdirektor v. Schicker, Mitglied nicht in den Rentenquetschen danach gestrebt werden, die Renten S erblickt des Reichs- Versicherungsamts: Ueber die Grundzüge des Entwurfs herabzusetzen, sondern es sollte mehr für die Verhütung von Unfällen Die Knappschafts- Berufsgenossenschaft hat dem Reichsist das Reichs Versicherungsamt gehört und bei den Berathungen geschehen; da haben aber gerade die landwirthschaftlichen Berufs- tag eine Deutschrift betreffend die Abänderung des Gewerbeim Bundesrathe iſt ein Vertreter deffelben zugezogen worden. genoffenschaften sehr wenig geleistet; sie haben 298 M. dafür ausgegeben. Unfallversicherungs- Gesezes überreicht, in welcher fie In corpore fann man das Amt nicht zuziehen. Es ist Sache des Die Norddeutsche Holz Berufsgenossenschaft, deren Rentenquetsche gegen die Annahme vieler Bestimmungen der Novelle Einspruch erPräsidenten Bödiker, ob er selbst kommen oder jemanden beauftragen Neu- Rahnsdorf am meisten zu Klagen Anlaß giebt, hat für 21 000 hebt. Die Denkschrift wendet sich u. a. gegen alle die will. Ein Vertreter ist bei den Berathungen zugegen gewesen. Die Betriebe zwei Aufsichtsbeamte angestellt! Ueber die Thätigkeit der ber Industrie zur Folge haben, so namentlich gegen die Neuerungen, welche eine erhebliche Mehrbelastung Meinung des Reichs- Versicherungsamts ist vollständig berücksichtigt Beauftragten der Berufsgenossenschaften können die Gewerbe Aufworden. Durch die Bestimmungen der Vorlage wird die Einheitlichkeit fichtsbeamten nur wenig berichten. Bei der Unfallverhütung sollte bedingungslose Ausdehnung der Versicherung des Rechts nicht beeinträchtigt. Die Grundsätze der Rechtsprechung man den Krankenkassen ein Wort gestatten. Die Vereinigung der auf häusliche und andere Dienste und die Ueber. werden immer vom Versicherungsamte entschieden werden; auch be- Invalidenversicherung mit der See- Berufsgenossenschaft ist durchaus tragung des Rentenanspruchs auf den Wittwer züglich der thatsächlichen Frage bleibe die Revision zulässig. Nur in ge- fein humaner Gedanke, sondern es handelt sich dabei nur um ein und elternlose Entel, worin eine unberechtigte Entlastung der wissen thatsächlichen Fragen sollen die Schiedsgerichte endgiltig ent- Geschäft der Berufsgenossenschaft, und zwar um ein sehr gutes. Gemeinden auf Kosten der Industrie wird. scheiden, denn über diese Fragen ist das Reichs- Versicherungsamt schlechter Die Seeleute werden nicht nach gewiffer Beit felbständig; so gut daß die Berufsgenossenschaften die Renten im Falle der Erwerbs Als unannehmbar bezeichnet man die Nenderungen, informirt als die Borinftans. Das Reichsversicherungsamt ist ein so bezahlen die Rheder ihre Leute nicht. Sie scheiben allerdings aus unfähigkeit schon vor Ablauf der dreizehnten Woche nach dem Unfall ungefügiger Körper geworden, daß die Einheitlichkeit der Recht ihrem Berufe aus, aber fie suchen sich andere Arbeiten auf unfähigkeit schon vor Ablauf der dreizehnten Woche nach dem Unfall sprechung gefährdet wird durch die Vielheit der Senate. Diesem Schiffen: deshalb sollte man den Rhebern nicht die Beiträge Krankengeld und Unfallrente für den Verletzten von der 5. bis zur bis zur Höhe des Krankengeldes und auch die Differenz zwischen Uebelstande sollte die Vorlage abhelfen. der Arbeiter überlassen. 1892 rechneten sich die Rheder auf der Abg. Förster- Neustettin( Reform- P.): Bei dem Sprung in das Generalversammlung aus, daß innerhalb dreier Jahre eine Million 13. Woche übernehmen sollen, während bisher die Krankenkassen Dunkle, den wir mit dieser Gesetzgebung gemacht hatten, kommen Mart an Beiträgen gezahlt werden würde, aber nicht so erhebliche refp. die Betriebsunternehmer diese Laften zu tragen hatten. Auch gegen die Einschränkung der Kompetenz selbstverständlich Mißstände vor. Als Wohlthat sollte man das Renten. Deshalb wollte man eine Wittwen- und Waisenversorgung Reich 3 Versicherungsamtes und die Erweiterung der nicht bezeichnen, was ein Rechtsanspruch des Arbeiters geworden einführen, wobei man auch noch ein gutes Geschäft machte. Der spesen bezeichnet haben, so ist dagegen nichte einzuwenden, Rheder, wobei er das Gegentheil von dem ausführte, was jetzt in Schiedsgerichtsurtheile fortan nicht mehr retursfähig sein sollen. Diese ift. Wenn die Sozialdemokraten diese Leistungen als Geschäfts- Staatssekretär des Junern widersprach damals den Absichten der Machtsphäre der Landes Zentralbehörden wird in der Denkschrift Einspruch erhoben, ferner dagegen, daß etwa die Hälfte aller inspruch erhoben, ferner dagegen, daß etwa die Hälfte aller als daß der Ausdruck geschmacklos ist. Wären die Sozialdemokraten den Motiven steht. Wenn jest die Seeberufsgenossenschaft tommt, Ginschränkung wird als eine der bedenklichsten Neuerungen des ausschlaggebend gewesen, so hätten sie dem Geseze wohl zugestimmt, tönnten auch die andern Berufsgenossenschaften kommen und die Entwurfs hingestellt, welche von den nachtheiligen Folgen für die so tönnen sie sich billig als Voltsbeglücker aufspielen, die den Beiträge ihrer Arbeiter zurückfordern. Dann würden die lands Arbeitern noch mehr hätten zuwenden wollen. Redner verweist wirthschaftlichen Anstalten febr bald Bankrott machen müffen. Handhabung des Unfallversicherungs- Gesezes sein würde. barauf, daß die fleinen Brauereien zum theil noch nicht versicherungs- Die Berufsgenossenschaft wies damals auf die Gefahren hin, welchen Dem preußischen Abgeordnetenhause ist der Entwurf eines pftichtig sind auf grund eines irrthümlichen Beschlusses des die Seeleute ausgefeßt seien, durch das Anlaufen verseuchter Häfen. Gefeßes betreffend die Fischerei der Ufer- Eigenthümer und die Bundesraths. Als erfreulich bezeichnet es der Redner, daß die Bau- Der Staatssekretär v. Bötticher wies dem gegenüber darauf hin, Koppelfischerei in der Provinz Hannover zugegangen. Des ber " Partei- Nachrichten. 0 genommen habe. Das Schöffengericht in Gerresheim erkannte auf wie ein rother Faden durch die ganzen Berhandlungen Freisprechung. Gegen dieses Urtheil legte der Amtsanwali ziehen. Es wurde nach ausgedehnter Debatte beschlossen, eine Gemeindewahlen. In Braunschweig ist, wie schon Berufung ein. Das Landgericht entschied aber ebenso wie die Broschüre herauszugeben über die Verhältnisse im Steinhauergewerbe telegraphisch gemeldet, unsere Partei leider auch bei der Stichwahl Borderinstanz und begründete das freisprechende Urtheil u. a. wie einft und jetzt. Allgemein sprachen sich die Delegirten dagegen aus, unterlegen. Der Mischmasch- Randidat Nies siegte mit 787 Stimmen folgt:„ Nach§ 43 Abs. 5 der Reichs- Gewerbe- Ordnung ist in Flugblätter berzustellen, die für ganz Deutschland berechnet sind; inüber unsern Kandidaten Asmus, der 736 Stimmen erhielt. Die geschlossenen Räumen zur nicht gewerbsmäßigen Vertheilung von dem besonders betont wurde, daß dann den örtlichen Verhältnissen Wahlbetheiligung war etwas stärker als bei der Hauptwahl. Druckschriften oder anderen Schriften oder Bildwerken eine polizei- nicht genügend Rechnung getragen werden könne. Der Kongreß be liche Erlaubniß nicht erforderlich. Daß Ein Jubiläum. Mit seiner foeben erschienenen Nr. 3 feiert Räumen namentlich auch Wirthshäuser und ähn Recht zuzusprechen, Flugblätter für ihren Bezirk nach Bedarf herausunter geschlossenen schloß deshalb, den Bertretern der großen Agitationstommissionen das Süddeutsche Postillon" feinen 16. Geburtstag. Im liche geschlossene, wenn auch öffentliche Räume im Gegenzugeben, in denen besonders auf die örtlichen Verhältnisse bezug Jahre 1882 wurde das Blatt von Louis Viereck und Mafaz zu Räumen unter freiem Himmel zu verstehen sind, beweist die genommen wird. Die Roften trägt die Geschäftsleitung. Außerdem Regel gegründet. Der„ Südd. Postillon" erschien ursprünglich alš wöchentliches Feuilleton der Südd. Post", trat aber schon 1883 als Entstehungsgeschichte der Novelle.( Nach dem stenographischen Be- ist auch die Besorgung von Referenten für ihren Bezirk den Verfelbständiges Wochenblatt auf. Mitte Oftober 1885 wurde aus dem richt des Reichstags 1882/83, Bb. 4, S. 2733 begründete der An- tretern den Bezirks Agitationstommiffionen übertragen worden. Wochenblatt ein achtseitiges illuftrirtes Monatsblatt. Seit 1891 tragsteller vorerwähnte Unterscheidung dadurch, daß eine Be Damit war der zweite Punkt der Tagesordnung erledigt. Zur erscheint der Postillon" zweimal im Monat, seit dem 1. Mai 1892 läftigung des Publikums, welche ein Bertheilen von Druckschriften Organisation lag zunächst folgender Antrag aus Schwarzen bringt er farbige Illustrationen. Als Redakteure am „ Die lose Organisation der Steinarbeiter auf Straßen 2c. fast immer mit sich bringe, in geschloffenen bach a. S. vor: Postillon" Räumen, so nameutlich Wirthschaften nicht so nahe liege.) Diese ist aufzuheben und wird an deren Stelle ein Verband der waren thätig: Mar Regel( bis 1888), dann Ernst Klaar, Viered, M. Ernst. Seit der Nr. 8 des Jahres 1892 wird das Bestimmung findet hier Anwendung. Dem Angeklagten ist ein Steinarbeiter mit Bentralisation gegründet; der Kongreß hat zuBlatt von Eduard Fuchs geleitet. Die Entwickelung, die der gewerbsmäßiges Handeln nicht nachgewiesen; auch steht feft, daß gleich die Ausarbeitung des Statuts vorzunehmen." Ein Antrag Süddeutsche Postillon" bis heute genommen hat, war eine Ent: die Bertheilung in einem Bahnhof- Wartefaal, also einem ges aus Bunzlau verlangte, daß an der jetzigen Organisationsform feftwickelung nach aufwärts. Ab und zu freilich hätte etwas mehr ab- fchloffenen, wenn auch öffentlichen Raume stattgefunden hat. Dies gehalten werden solle. Nach längerer Debatte wurde der erstwägender Geschmack weder den mitarbeitenden Schriftstellern noch mußte zur Berwerfung der die Freisprechung anfechtenden Berufung erwähnte Antrag zurückgezogen, womit tann auch der andere als den Illuftratoren etwas geschadet. Vielleicht hätte auch manchmal führen." hinfällig betrachtet wurde. Eine heftige Debatte rief folgender, von Dresden gestellter Antrag hervor: Den Kongreß zu beauftragen, die Erwägung angestellt werden können, ob denn jeder Einfall uns der Generalfommission anzuschließen, wenn alle Organisations souveräner Laune, auch ein solcher, der das Gefühl der Parteigenossen formen bei der Generalfommission anerkannt werden." verlegt, verewigt werden muß. " " Soziales. ... Thomas und Keßler vertraten den Standpunkt, daß der Harpener Bergbaugesellschaft. Nach einem eben veröffentVon der Agitation. Genoffe Manfred Wittich aus lichten Berichte hat die Kohlenproduktion dieser Gesellschaft in den Anschluß an die Generalfommission keineswegs zum Vortheil sei. Leipzig unternimmt Ende Februar eine Agitationstour durch ersten 6 Monaten des laufenden Geschäftsjahres( Anfang Juli bis Ende Die Steinarbeiter hätten an die Kommission 1800 M. zu bezahlen, Thüringen. Dezember 1896) nicht weniger als 3384 000 m. au Ueberschüssen welche Summe fie lieber selbst zur Agitation für ihre Organisation abgeworfen. In der entsprechenden Periode des Jahres 1895 beliefen verwenden wollen, umso mehr, als die Agitatoren, welche die Generalsich die Ueberschüsse auf 2 260 000 m., in der des Jahres 1894 auf fommission hinaussendet, zur Agitation unter den Steinrieten 1790 000 M. Was ist von diesem Goldregen in die Hütten der nicht brauchbar wären. Sabbath erblickte in dem Fern Bergarbeiter gedrungen? bleiben der Steinarbeiter einen Mangel an Solidaritätsgefühl. Der Sozialdemokratische Verein in Braunschweig hatte im vorigen Jahre eine innahme von 1380,50 M. Die Ausgaben betrugen 1182,55 M., sodaß ein Bestand von 197,95 W. übrig blieb. Bersammlungen wurden 20 abgehalten; zwei auswärtige Redner hielten Vorträge. " . An Religionsbekenntniß der preußischen Bevölkerung. Nach Nachdem die Steinarbeiter Delegirte zu den Gewerkschaftskongressen Der Sozialdemokratische Verein in Stuttgart hatte im bem endgiltigen Ergebniß der Volkszählung vom 2. Dezember entfendet hätten, müßten sie auch ihre Beiträge an die Generalabgelaufenen Jahre eine Einnahme von 4922,29 Wi. zu verzeichnen. 1895 beträgt die Zahl der Proteftanten in Preußen 20 430 899( gegen fommission leisten, denn lediglich zum Zuhören Delegirte zu entNach Abzug der Ausgaben blieben am Jahresschlusse 734,16 M. 19 296 253 am 1. Dezember 1890). Die Organisationsform der Steinarbeiter Darunter waren evangelische senden, sei überflüssig. übrig. Zur Einrichtung und Erhaltung des Arbeiterfekretariats be: Cbriften 20 351 448( 19 232 449), Brüdergemeinde 4300( 4514), Menno- werde durch den Beitritt zur Generalfommission in feiner Weise bewilligte der Verein einen Jahresbeitrag vou 250 M. Für die Partei niten 13 951( 13 833), Baptiften 31877( 23969), englische und schottische rührt. Thomas legte gegen den Vorwurf, daß es den ist der Verein sehr thätig gewesen. Neben 6 Partei- und 11 öffent Hochkirche, Presbyterianer 2496( 2175), Methodisten 4217( 3232), Steinarbeitern an Solidaritätsgefühl mangele, Verwahr.ing lichen Versammlungen wurden in Stuttgart nicht weniger als apostolische Kirche 22 610( 16 081). ein, fte feien im Gegentheil ftets bereit, andere Die Zahl der Katholiken Gewerkschaften zu unterstützen. Nachdem Sabbath nochmals 88 Bezirksversammlungen abgehalten. betrug 10 999 505( 10 252 818), und zwar 10 997 559( 10 251 458) energisch für den Anschluß eingetreten war und einige andere Oesterreichische Parteiliteratur. Die bevorstehenden Wahlen Römisch- katholische und 1946( 1360) Griechisch- katholische. lenken das Intereffe aller Parteigenossen auf die Verhältnisse inner- sonstigen Christen waren vorhanden 39 794( 31 545), und zwar Redner außer den Antragstellern im gegentheiligen Sinne sich gehalb der gelbschwarzen Grenzpfähle. Während früher die österreichische 1157( 929) Deutsch- Katholifen, 8841( 7304) Freireligiöse, 27 656 äußert hatten, wurde mit 38 gegen 9 Stimmen der Antrag auf Sozialdemokratie lediglich auf die Literatur Sozialdemokratie angewiesen war, wurde in den letzten Jahren eine nisses. Die Zahl der Juden belief sich auf 379 716( 372 059), der fchuß stellt den Antrag, auf die Tagesordnung des" Kongresses der deutschen( 20 273) Dissidenten und 2640( 3039) sonstigen geistlichen Bekennt- Anschluß an die Generalfommission abgelehnt. Ein weiterer Antrag des Zentralausschusses lautete wie folgt:" Der Auseigene Literatur geschaffen, die vom sozialistischen Gesichtspunkte Befenner anderer Religionen 202( 328); mit unbestimmter Angabe schuß stellt den Antrag, auf die Tagesordnung des Kongresses aus die eigenartigen Verhältnisse Desterreichs behandelt. Be des Religionsbekenntnisses waren vorhanden 4379( 2872), ohne An- organisirten Gewerkschaften mit Bertrauensmännersystem, welcher im u feßen: Stellungnahme zu dem geplanten Kongreß der lokal, sonders in der letzten Zeit vor der Ausschreibung der Wahlen gabe des Religionsbekenntnisses 628( 1492) Personen. Laufe des Jahres stattfindet." wurden eine Anzahl Schriften veröffentlicht, deren Erwähnung so Neber die Geschäftspraktiken eines sozialdemokratischen Der Kongreß beschloß Uebergang zur Tagesordnung mit der manchem unserer Leser erwünscht sein wird. Wir nennen heute: Konsumvereins weiß die National Beitung" ihren Lesern eine Motivirung, daß die Steinarbeiter ihre eigene Organisationsform Was die Umstürzler wollen! Rönnen wir abschreckende Geschichte aus Rrimmitschau zu erzählen. Die haben und es ablehnen müssen, sich in den Streit zwischen den An Sozialdemokraten wählen? Ein 28egweiser für Bäckerei des dort bestehenden Konfumvereins soll eine arge Lohndrückerei hängern der lokalen und der zentralen Richtung einzumischen. Mit Wähler, insbesondere der fünften Kurie. Diese betrieben haben, da zu einer Arbeit, die bisher neun Mann fertig stellten, der Beschickung der lokalorganisirten Gewerkschaften würde man fich außerordentlich wirkungsvoolle Schrift( Preis 10 Pf.) enthält auf 48 später nur acht Mann beansprucht worden seien, ohne daß den direkt für die lokale und gegen die zentrale Richtung aussprechen, Seiten Ausführungen, die jedem Proletarier überzeugend nahelegen, Arbeitern für die gleiche Arbeitsleistung auch eine entsprechende wozu für die Steinarbeiter kein Anlaß vorliege. fich der Sozialdemokratie anzuschließen und bei den Wahlen für die Lohnerhöhung gewährt worden wäre. Die Klage vor dem Gewerbe- Durch einen recht bedauerlichen Jrrthum unseres Bericht= Kandidaten unserer Partei einzutreten. gericht sei abgewiesen und die Arbeiter seien sodann entlassen erstatters ist im Bericht der gestrigen Nummer eine falsche Dars worden. Da diese Notiz einem Partei Organ, der Burgstädter ftellung gegeben. Thomas Rigdorf ist nicht für den Anschluß Volksstimme" entnommen ist, so fabulirt die Nat.- 3tg." frisch an die Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands eins darauf los, daß diese schofle Behandlung den Arbeitern eines getreten, sondern wies darauf hin, daß die 1800 M., welche jährlich sozialistischen Betriebes zu theil wurde. Nun stellt sich aber nach unserer bezahlt werden müßten, besser im Interesse der Organisation ver näheren Information heraus, daß, abgesehen davon, daß wir überhaupt wendet werden könnten. Der Antrag auf Anschluß an die Generaljede Verantwortung für die Geschäftsleitung der Konsumvereine ab- tommission wurde von Dresden gestellt. lehnen, weil sie feine Parteigründungen find, in dem Krimmitschauer Verein unsere Gegner das Zepter führen. Unsere Parteifreunde Generalversammlung anberaumt. Nach einem Ueberblick über die Der Verband der Vergolder hatte am 15. Januar feine sind seit Jahren aus den Verein ausgetreten und haben eine Ereignisse des verflossenen Jahres verlas der Raffirer den Jahresbesondere Konsum Genossenschaft gegründet. gewöhnlich unsern Gegnern. Wenn sie glauben, glüdlich ein bericht, der in Einnahme mit 1567,32 M. und in Ausgabe mit Beispiel erhascht zu haben, das den Widerspruch zwischen Theorie 261,85 M. abschließt. Die Wahl des Vorstandes ergab folgendes und Praxis der sozialdemokratischen Partei beweise, dann schnellt Resultat: Ewald, erfter, Beutler, zweiter Borsitzender; der abgeschossene Pfeil auf sie selbst zurüd. rüger, Kassirer; Schwarz, Schriftführer; Sed mann, Beisitzer; Nikolai, Langner und Otto, Revisoren; I a che nach weises ist vom Kreisausschuß genehmigt worden. Das Mainzer Statut eines städtischen Arbeitsund Rasfube, Bibliothekare. Die Versammlung beschloß sodann, Statut bedarf nun noch der Zustimmung des Ministeriums. Das bei Werner, Bülowstr. 59, und bei Ewald, Schönleinstr. 6, Bahlstellen zu errichten. Kritifirt wurde, daß bei der Firma Murfeldt wieder 10 Stunden gearbeitet wird. Aehnliche Zwecke verfolgt, aber in der Anlage verschieden von der vorgenannten Schrift, die Broschüre: Die politischen Parteien und das arbeitende Volt" von Dr. J. Eisler. Bald nach dem Erscheinen wurde foufiszirt die 64 Seiten starke Schrift ,, Lustig ist's Soldatenleben. Sichtbilder aus Desterreich( Preis 20 Pf.). Wer diese geschickt zusammengestellte Schrift mit Verständniß gelesen hat, wird bei den Wahlen sicherlich nicht einem Kandidaten die Stimine geben, der für Fortbestehen und Vermehrung der Militärlaften zu haben ist. breiten wird. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. V So geht es Unternehmer- Verbände. Depeschen und lehte Nachrichten. • $ Die diesmaligen Wahlen in Desterreich werden auch das Schicksal der Schule bestimmen. Siegen die Kleritalen und die mit ihnen eng verbundenen nationalen Parteien, so ist das Schicksal der tonfeffionslofen Schule besiegelt, dann hört die bis zu einem gewissen Grade existirende Unabhängigkeit der Schule von der Kirche auf, dann brechen schwere Tage für die österreichische Lehrerschaft an. Deshalb wendet sich eine von der österreichischen Partei Buchhandlung herausgegebene Schrift an die Lehrerschaft. Die erste , Desterreichische Voltsschul Auflage dieser Schrift: zustände. Ein Wort an das Volk und seine Lehrer von Adolf Mößler", wurde sofort nach dem Erscheinen tonfiszirt. Doch liegt nun eine zweite Auflage vor, die auch in der durch den Staatsanwalt konstruirten Form Rheinisch- Westfälisches Kohlensyndikat. Eine größere AnAufklärung und Belehrung über die Stellung der bürgerlichen zahl von Vertretern des Synditats in Bremen, Bremerhaven, Weißenfels, 26. Januar.( Privatdepesche des„ Borwärts".) Parteien und der Sozialdemokraten zu den Bildungsbestrebungen ver- Hannover, Geestemünde, Nienburg, Oldenburg u. f. w. hat die Der Fabrikanten- Verein hat heute Verhandlungen mit der Zentral Gründung einer einheitlichen Verkaufsstelle in Streiffommiffion angebahnt. Nach zweiftündiger Verhandlung kam Bremen beschlossen zum Zwecke des gemeinschaftlichen Vertriebes Das Landgericht in Lübeck, deffen harte Verurtheilung der vom Syndikat bezogenen Kohlen. Die Vereinigung trägt den es zur Anerkennung von Minimal Attordfäßen. Weitere Verstreifender Arbeiter des Emaillirwertes von Thiel u. Söhne noch in Ramen Deutsche Kohlenhandels- Gesellschaft", Gesellschaft mit handlungen und Prüfung der Arbeiter Forderungen finden am frischem Gedächtniß ist, hat ebenfalls in Sachen dieser Firma zwei beschränkter Haftung in Bremen; ihr ist vom Syndikat der Allein Donnerstag statt. Urtheile gefällt, die wegen der Höhe des Strafmaßes selbst verkauf für einen besonders abgegrenzten Bezirk übertragen. Die Brüffel, 26. Januar.( B. H.) In der heutigen Rammerfihung uns, die wir doch an harte Urtheile gewöhnt sind, befremden bereits abgeschlossenen Lieferungsverträge werden bis Ende März ftand neue Rammerreglement aur Berathung. Mehrere müffen. Es erhielt der Vertreter des Streitfomitees, Genosse dieses Jahres in bisheriger Weise durch jede einzelne Firma felbft sozialistische Abgeordnete proteftirten heftig gegen die Vorlage, welche Heinrich Schweizer, wegen eines zur Vertheidigung gegen abgewickelt; die über den 1. April d. J. hinausreichenden Abschlüsse ausschließlich gegen die Sozialisten gerichtet sei. Als ein Sozialist Angriffe herausgegebenen Flugblatts drei Monate Gefängniß, hingegen werden von diesem Zeitpunkt ab von der Vereinigung die katholischen Mitglieder der Kammer als Mörder und Diebe bewährend der frühere verantwortliche Redakteur des Lübecker, Volts übernommen und für deren Rechnung ausgeführt. zeichnete, entstand ein ungeheurer Tumult, so daß die Sigung aufboten", Genoffe Otto Friedrich, wegen mehrerer Notizen, die Nach der endgiltigen Ermittelung betrug die Betheiligungsgehoben werden mußte. ebenfalls zur Vertheidigung der streitenden Thiel'schen Arbeiter geiffer fämmtlicher Bechen am Rohlensyndikat, die der Paris, 26. Januar.( W. Z. B.) Deputirtenkammer. Das schrieben waren, zu folgenden Strafen verurtheilt wurde: wegen Förderabrechnung pro 1896 zu grunde liegt, 41 985 293 Zo., die Haus setzte die Berathung über die Reform der Zuckersteuer fort. Beleidigung Thiel's zu 4 Monaten, wegen Beleidigung von Schuß- Förderung 38 916 112 To., lettere blieb also um 3069 181 To. oder Graug, namens der Zollkommission, und Kranz im Namen der Tenten zu 2 Wochen, wegen Beleidigung des Polizeiwachtmeisters 7,31 pet. hinter der Betheiligungsziffer zurück. Budgetkommission, sowie der Finanzminister Cochery bekämpften den Leim zu 4 Monaten und wegen Beleidigung des Lübecker Polizei- Nachdem die Vereinigten rheinisch- westfälischen Stabeisen: Gegenentwurf Siegfried, weil derselbe ein jährliches Defizit von Amts zu 6 Monaten Gefängniß, welche Strafen in ein Jahr Ge- Walzwerte, wie im Vorwärts" schon fura erwähnt wurde, 31 Millionen Frants hervorrufen würde. Siegfried hielt feinen Gegenfängniß zusammengezogen wurden. Der Staatsanwalt hatte gegen den Grundpreis um 4 M.( pro Tonne) erhöht haben, beträgt der entwurf aufrecht. Ministerpräsident Méline sprach die Ansicht aus, Friedrich insgesammt nur 10 Monate beantragt. Das Gericht Grundpreis pro Tonne nunmehr 130 M. für Fluß( Thomas-) die Annahme des Siegfried'schen Entwurfs würde zur Schließung ging also über das beantragte Strafmaß noch erheblich hinaus. Stabeifen und 185 M. für Schweiß- Stabeisen, einschließlich der der Zuckerfabriken führen. Die Zuckerindustrie würde der deutschen Die Mannheimer Volksstimme" hat in einem Fracht ab Dortmund beziehentlich Köln. Gesetzgebung gegenüber entwaffnet sein. Ribot führte aus, Spezialfalle mitgetheilt, wie im dortigen Gewerbegericht zwei Unter Der Oberschlesische Walzwerks- Verband hat die Preise um man müffe in geeigneter Weise die durch Deutschland getroffene nehmerbeisiger und der Vorsitzende geftimmt haben. Deswegen ist 5 M. pro Zonne( à 20 Bentner) erhöht. Rampfesmaßnahme erwidern. Schließlich wurde der Siegfried'sche gegen den verantwortlichen Redakteur Dies und den Genossen Süßfind ein Zeugnißzwangs Berfahren eingeleitet zusammen mit faft 400 000 einfpindeln arbeiten, haben befchloffen, wegung beses abgelebut, Die fieben Kammgarnspinnereien des Oberelsak, die Gegenentwurf mit 305 gegen 217 Stimmen unter lebhafter Be Hauses worden. Obgleich Süßtind, der zunächst vernommen wurde, unum die Garnproduktion bis auf weiteres um ein Sechstel zu reduziren, kommt die Bestätigung, daß die Großmächte geneigt sind, die für Wien, 26. Jan.( B. H.) Aus hiesigen diplomatischen Kreisen wunden zugab, daß er das Material zu dem betreffenden Artikel ge- in der Erwartung, daß die Mehrheit der Kammgarn- Spinnereien die Sanirung der türkischen Finanzen nothwendige Anleihe zu liefert hat, wurde Genoffe Dieß wegen seiner Weigerung, den Gebes übrigen Deutschlands, die in dem Verein der deutschen garantiren, das heißt wenn der Sultan die von den Botschaftern währsmann zu nennen, doch vom Amtsrichter Schlimm in eine Rammgarn- Spinner organisirt sind, diesem Beschlusse beiStrafe von 100 m genommen. bereits ausgearbeiteten Reformvorschläge unverändert annimmt. In Strasburg i.. hatte Genosse Bid, der Verbreiter tritt. In Mülhaufen i. E. hat sich der Beschluß den Arbeitern Laut Meldungen aus finanziellen Kreisen soll die von den Großdes mit Ende vorigen Jahres eingegangenen„ Boltsblatts für bereits fühlbar gemacht. Wegen„ Mangels an Bestellungen“ wird mächten zu garantirende türkische Anleihe, die von der Gruppe der Boltsblatts für dort seit dem 23. Januar an den Sonnabenden überhaupt nicht Ottomanbant kontrahirt werde, 4 Millionen Pfund betragen und 21/2, Teltow Beeskow", dieses Blatt und den" Wahren Jacob" den mehr gearbeitet. Wie in der Sonntagnummer des Vorwärts" Abonnenten durch seinen zwölfjährigen Sohn zustellen laffen. Auf schon mitgetheilt wurde, hat das für die Arbeiter einen Lohnverlust nach dem Muster der garantirten egyptischen Schuld und es trete Antrag der Staatsanwaltschaft erhielt er vom Amtsgericht einen schon mitgetheilt wurde, hat das für die Arbeiter einen" Bohnverlust höchstens dreiprozentig sein. Die Garantie der Mächte erfolge nicht von 10-16 m. monatlich im Gefolge. Strafbefehl über 8 M. oder einen Tag Haft wegen" groben Unfuge", von 10-16 M. monatlich im Gefolge. nicht eine solidarische Haftung ein, sondern jede Macht habe nur weil er schulpflichtigen Kindern Druckschriften sozialdemokratischen Eine Bersammlung von Düngemitteln Großhändlern ganz die Garantie für ein Sechstel der Anleihe übernommen. Die letztere und anstößigen Inhalts zur Kenntnißnahme und Weitergabe über- Deutschlands, die in Berlin abgehalten wurde, hat die Errichtung folle unter der Kontrolle der türkischen Schuldenkommiſſion ſtehen. geben" habe. Genosse Vick hat gegen diesen Strafbefehl natürlich einer Ein- und Verkaufs Genossenschaft als Gesell- Agram, 26. Januar.( B. H.) Ein beftiges Erdbeben erschreckte Einspruch erhoben. Er wird seinen schulpflichtigen Sohn vermuthlich schaft mit beschränkter Haftung befchloffen. Die Genossenschaft, die in der letzten Nacht die Bewohner der hiesigen Stadt. Der Erdstoß nur in ganz feltenen Fällen zum Austragen der Schriften verwendet ihren Sitz in Berlin hat, soll ein Gegengewicht bilden zu der Ueber- tam aus Nordost. Nach etwa einer Viertelstunde wurde eine haben, denn unsere Partei verurtheilt bekanntlich die Kinderarbeit. einkunft, die die Thomasphosphatmehl- Fabrikanten Deutschlands und wellenförmige Erdbewegung verspürt. Was an den verbreiteten Schriften anstößig" sein soll, wird sich Desterreichs mit einander getroffen haben. ja vorm Richter herausstellen. Daß sie sozialdemokratisch sind, genügt nicht; bis jetzt wenigftens ist der Begriff des groben Un fugs" noch nicht soweit entwickelt. = = Versammlungen. Rom, 26. Januar.( B. H.) Der sozialistische Abgeordnete Merlino sollte in Florenz einen Vortrag über den Sozialismus halten. Mehrere tausend Personen warteten vergeblich auf den Redner, der bei seiner Ankunft auf dem Bahnhofe sofort verhaftet Das Düsseldorfer Landgericht fällte als Be Kongrek der Steinarbeiter Deutschlands in Hof. Die und nach Rom zurücktransportirt worden war. rufungsinstanz eine für die Schriftenverbreitung wichtige von den einzelnen Delegirten erstatteten Berichte gewährten einen. New- York, 26. Januar.( B. H.) Nach Meldungen aus Entscheidung. Ein Barteigenosse hatte auf einer Agitationstour in intereffanten Einblick in die Verhältnisse, mit denen die Steinmetzen China wurde während einer Theater- Borstellung in einem Tempel einem Bahnhof 3- Wartesa al Flugblätter u. f. w. vertheilt. Die zu rechnen haben. Am schlechtesten steht es demnach im Odenwald zu Kwong- Tew durch das Plazen einer Lampe eine entsegliche Panit Polizei zog ibn zur Verantwortung, weil er die Berbreitung ohne und im bayerischen Fichtelgebirge. Lange Arbeitszeit, miferable hervorgerufen. In dem Gedränge verloren über 30 Personen das polizeiliche Erlaubniß an einem öffentlichen Orte vor- 2öhne, schlechte Behandlung, das sind die Klagen, die sich Leben; gleichzeitig famen 36 Schauspieler in den Flammen um. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzn 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 22. 14. Jahrgang. " Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 27. Januar 1897. Kommunales. = sammlung mächtige Freunde habe, die unter Mißachtung der Bürger- auch fraglich, von welchem Zeitpunkt an dieses größte deutsche Fernschaft für ihren eigenen Säckel sorgen. Als wir im Leitartikel vom rohr wieder in den Dienst der Wissenschaft gestellt werden kann. Krankenversicherungs- Pflicht der Handlungsgehilfen. Für 24. November 1895 zahlreiche Beweise für die innige Verwandtschaft Jedenfalls würde es aber der gegenwärtig in Ausführung befinddie Handlungsgehilfen und Lehrlinge hat deren Drts Krantentaffe zwifchen einer Reihe von Stadtvätern und diversen, an der Kommune lichen Anlage für elektrische Stromversorgung der Oberspree an beim Berliner Magistrat ebenfalls die Ausdehnung der Kranken- mehr oder minder intereffirten Aktiengesellschaften beibrachten, entstand geschloffen werden. Die Einnahmen, welche das Riesenfernrohr versicherungs- Pflicht beantragt, da die Fortzahlung des Gehalts auf große Entrüftung in bürgerlichen Kreisen. Neuerdings scheint auch während der Gewerbe- Ausstellung hatte, waren natürlich verhältnißdie Dauer von sechs Wochen( Art. 60 des H. G.-B.) bei längerer hier und da einem liberalen Stadtvater schwül zu werden. mäßig gering, doch erreichten sie immerhin ein Biertel der Kosten Krankheitsdauer unzulänglich sei und der Handlungsgehilfe ohne ausreichende Versicherung seinem wirthschaftlichen und sozialen Ruin wandlung der Wohnhäuser zu Geschäftsräumen im Zentrum der Auflösung von Gemeindeschulen. des Aufbaues. Die zunehmende UmDie diesjährige Große Berliner Kunft Ausstellung wird entgegen gehen oder der öffentlichen Armenpflege verfallen müsse. Stadt und die damit zusammenhängende Abnahme der Bevölkerung am 1. Mai eröffnet werden und bis zum 26. September dauern. Die Voraussetzung des Gesetzgebers, daß die Handlungsgehilfen dieser Stadttheile ist auch auf die hier belegenen wenigen Gemeinde: Bugelassen werden Werke lebender Künstler aller Länder. Das u. s. w. sich im allgemeinen in einer beſſeren Bermögenslage be- schulen nicht ohne Einfluß geblieben: die Kinder- und Klaffenzahl ist Kunstgewerbe soll insoweit herangezogen werden, als die Arbeiten fänden, als die gewerblichen Arbeiter, sei für Berlin jedenfalls derart zurückgegangen, daß bereits die Auflösung der 70. Schule in in Erfindung und Ausführung das Gepräge eines Kunstwertes nicht zutreffend. Die Gewerbedeputation des Magistrats erstattet der Klosterstraße verfügt worden ist. Ein gleiches Schicksal dürfte zeigen; natürlich unterliegen auch sie einer Aufnahmeprüfung. Die nun in einer jetzt erschienenen Denkschrift Bericht über das Ergebniß in nicht ferner Zeit die in der Mohrenstraße gelegene 16. Schule, Ausstellungskommission hat sich auch wieder das Recht vorbehalten, ihrer infolge dieses Antrages angestellten Ermittelungen; sie hatte, deren Leiter Musikdirektor Professor Th. Krause ist, treffen. Ein einzelne Rünstler zur Ausstellung einer größeren Anzahl von Werken wie die Boff. 3'g." berichtet, zunächst bei 18 Verwaltungen solcher Theil der hier leerstehenden Klassen ist bereits für die erste städtische einzuladen. Die Arbeiten der persönlich eingeladenen Künstler find Städte nachgefragt, welche die Versicherungspflicht auf die gefeßlich Lejehalle in Anspruch genommen worden. nicht dem Versicherungszwange unterliegenden Handlungsgehilfen jury und frachtfrei. Die Frist der Einlieferung beginnt für sämmtund Lerlinge( d. h. die, welche weniger als 62/3 M. täglich oder liche auszustellende Kunstwerke am 11. März und schließt am Eine Reform in der gesammten Zeitungsspedition Berlins weniger als 2000 m. jährlich beziehen), bereits ausgedehnt haben. wird einem hiesigen Blatte zufolge gegenwärtig von einem Kon- 23. März; die vorausgehende Anmeldung ist bis zum 1. März zu Alle diese Städte stimmen darin überein, daß die Ausdehnung der fortium, welches den Zeitungsvertrieb monopolifiren will, geplant v. bewirken. Die Staatsregierung hat die vortragenden Räthe Versicherungspflicht bisher alle Theile befriedigt habe. Einzelne Das Unternehmen soll als Attiengesellschaft gegründet werden. Die". Moltke und Müller als ihre Rommiffare in die Kommission weisen darauf hin, daß bei ihnen der weitaus größte Theil der ausgekauften Spediteure follen fich mit 1/3 der Kaufsumme, 2/3 entsandt. Handlungsgehilfen ein geringeres Gehalt als 2000 m. per Jahr fommen baar zur Auszahlung, als Aktionäre betheiligen, außerdem Musikalische Brüsewißerei oder Zuckerbrot und Peitsche. beziehe und daß längere Erkrankungen Ersparnisse voraus sollen sie Anstellung bei der Aktiengesellschaft erhalten. Wenn Der Musifreferent der Börsen 3tg." schreibt: Hofpianist Georg setzten, die der Handlungsgehilfe nicht zurücklegen könne. Um diefer Plan wirklich ausgeführt werden sollte, so werden sich die Liebling hatte am Freitag, den 22. d. Mts., in der Singakademie nun festzustellen, wie diese Frage unter Berücksichtigung der Ber- größeren Zeitungen wohl fragen, ob nicht der Vertrieb des Blattes einen Klavier- Abend veranstaltet, der in der Sonnabend Morgenliner Verhältnisse zu beurtheilen fei, richtete die Gewerbe- Deputation in eigene Regie zu nehmen sei. Schwerlich werden die Expeditionen nummer der Börsen- Zeitung" in sehr anerkennender Weise be Anfragen an die Aeltesten der Kaufmannschaft, an den Verein Ber- fich einer Monopolgesellschaft auf Gnade und Ungnade über- fprochen worden war. Am Sonntag Morgen nun traf in der liner Kaufleute und Industrieller, sowie an die vier größeren Vereine antworten. Wohnung des Unterzeichneten eine von Herrn Georg Liebling ab= der Handlungsgehilfen. Die Antworten lauteten sämmtlich in einem dem Antrage günstigen Sinne und es wurde u. a. auch auf die liegenden Schneemassen werden zum ersten Male versuchsweise in Schneeabfuhr nach der Spree. Die in den Straßen Berlins gesandte Bostanweisung im Werthe von 50 M. ein, deren Annahme natürlich verweigert wurde. Rechtsunsicherheit hingewiesen, die der beständige Streit über die gesetz die Spree und die Kanäle geworfen. Am Schönebergerufer in der liche Grenze der Versicherungspflicht schaffe. Bedenken gegen den An- Nähe der Möckernstraße, am Kronprinzenufer und an vielen anderen trag wurden nur Begründung, daß die Ausdehnung der Krankenversicherung eine er und entleeren fie direkt durch Ausschütten in die Wasserläufe. von ärztlicher Seite laut, und zwar mit der Bläßen fahren die Kuischer ihre hochbeladenen Wagen dicht aus user Schädigung der materiellen Intereffen der Aerzte bedeute, insofern Die Strompolizei ist der Ansicht, daß das Waffer durch die Schneeneue Kreise der Bevölkerung der Privatpraxis damit entzogen maffen so verunreinigt wird, daß die Beseitigung auf diese Weise würden. Dazu bemerkt die Denkschrift, daß, wenn der ärztliche wohl nicht lange dauern dürfte. Stand thatsächlich durch die soziale Gesetzgebung geschädigt werde, " Tokales. " " " Diese Nachricht klingt um so seltsamer, als gleichzeitig Hofpianist Georg Liebling einigen Berliner Zeitungen mittheilt, daß er fchallende Dhrfeige verfekt, und zwar als gebührende Büchtigung am Montag Abend einen zweiten Musikkritiker deffelben Blattes„ im Kurfürsten- Restaurant( Potsdamer Brücke) coram publico eine für einen gehässigen Artikel, den er in Nr. 3 des Magazins für Literatur am 21. Januar d. J. zum Abdruck gebracht hatte!" Das find ja sonderbare Sitten. Hat Herr Liebling schon mehr derartige Poftanweisungen abgesandt? Der dieser Umstand im Interesse der Allgemeinheit und mit Rücksicht Moderner Geschäftspatriotismus. Bereits vor einiger Zeit auf die unleugbaren Segnungen des beabsichtigten Ortsstatuts für ist hier ein Verlagsbuchhändler Ernst Finking verhaftet worden, viele Tausende der Bevölkerung zurücktreten müsse. Zum Schlusse der durch sein Patriotisches Institut" benanntes Rol= Dem weiblichen Geschlechte ist, wie die Nordd. Allg. 3tg. verweist die Denkschrift auf den Entwurf des H.-G.-B., wonach die portagegeschäft Bücher von mordspatriotischem und religiösem Ju- schreibt, durch Ministerialverfügung nunmehr das Studium an der im Falle der Krankheit den Handlungsgehilfen zustehenden Ansprüche halt mit dem Hinweis vertreiben ließ, daß ein Theil des Rein- landwirthschaftlichen Hochschule zugänglich gemacht worden. auf Fortzahlung des Gehalts für sechs Wochen sich um denjenigen ertrages für Arme und Nothleidende bestimmt sei. Mit Lehrförper der Hochschule hatte in der Sigung vom 21. November Betrag vermindern soll, der dem Berechtigten aus einer Kranken- diesem Köder wurden die Abonnenten gefangen, aber der einzige v. J. den Rektor der Hochschule beauftragt, im Sinne der Veroder Unfallversicherung zusteht, eine Henderung, die das kapita- Arme und Nothleidende" var Herr Finking selbst. Erfügung beim Minister vorstellig zu werden, und auf die diesbezüg listische Bedenken beseitigen würde, daß die Handlungsgehilfen in hat sehr viel Geld verdient, aber seine Versprechungen liche Eingabe vom 3. Dezember hat der Minister nunmehr die entden ersten sechs Wochen einer Erkrankung allzu günstig gestellt bezüglich der der Armen und Nothleidenden nicht gehalten. Sprechende Verfügung erlassen, derzufolge unter denselben Bes wären, indem sie gleichzeitig Gehalt und Krankengeld beziehen Ueber die Art der Literatur, die der wegen Betruges verhaftete dingungen, wie dies bezüglich der Universitäten der Fall ist, d. h. würden. Aus allen diesen Gründen hat sich die Gewerbedeputation Mann verbreitete, mag ein Werk Aufschluß geben, das den Titel mit besonderer Genehmigung des Rektors, fünftighin auch weibliche für die Ausdehnung der Krankenversicherung durch Orisstatut ausführt: Mit Gott und den Heiligen! Stoßgebete für alle Lagen Personen zum Besuche der landwirthschaftlichen Hochschule zugelassen sprechen zu müssen geglaubt. des Lebens und jeglicher irdischen Drangfal an die Heiligen des werden. Benediktiner- Ordens", und das als Verfasser dieses Erbauungswertes Der reisende Hypnotiseur. In den kleinen Bierlokalen und nennt: Heinrich Haacke, ehemaliger Polizeilieutenant." Destillationen, in denen ja so viel mögliches und unmögliches feil. In der Angelegenheit wird uns noch weiter mitgetheilt: Mit geboten wird, ist jetzt auch sogar der Hypnotifeur eingezogen. Gin Die Genoffen des 5. Berliner Reichstags- Wahlkreises der Verhaftung des Berlagsbuchhändlers Ernst Finking hat die in früheren Jahren durch seine Vorträge in Berlin bekannter werden hiermit besonders auf die am Freitag, den 29. Januar, im antisemitische Partei Berlins eine ihrer besten Stüßen und Hypnotiseur, dem die Kundschaft anscheinend ausgeblieben ist, hat Schweizergarten stattfindende Versammlung, in welcher Genosse so zu sagen den legten Geldmann" verloren; denn Finking hat mit neuerdings feine„ Kunst" zu einem Wandergewerbe herausgebildet. Stadthagen über Polizei und Preffe referirt, aufmeitsam ge- allen Größen" dieser Partei, gleichviel ob diefer oder jener Rich: Der Mann zieht von Kneipe zu Kneipe, namentlich in den Vororten macht. Es ist eines jeden Pflicht, zu erscheinen. Der Ver- tung, im engsten Verkehr gestanden und jederzeit seinen Geldbeutel und hält dort Vorträge über die Hypnose. Daran schließen sich natür trauensmann. offen gehalten, denn seine Mittel erlaubten ihm das. Seine Verhaftung lich die unvermeidlichen Experimente an, die in einem leichten ist unter ganz eigenartigen Umständen bereits am 13. Dezember erfolgt. Einschläfern und kleinen Manipulationen seines aus den Reihen der Die kapitalistische Hehpreffe ist immer noch dabei, aus der Er hatte verschiedene seiner besten Freunde zu einem Champagner- Buhörer gewählten Mediums benehen und ganz ungefährlich sind. für die sozialdemokratischen Stadtverordneten doch ganz selbstverständ- diner nach seiner Wohnung in der Hessischen Straße 12, 2 Treppen Jedesmal weckt er dann sein Medium mit den Worten: Frisch lichen Protestresolution, die sich gegen die fommunale Betbeiligung an geladen. Unter anderen waren anwesend der Krimmalkommissar und fröhlich aufzuwachen, tüchtig zu lachen und einen vollen Schoppen der Centenarfeier ausspricht, Kapital zu neuen Schandgefeßen gegen v. Tausch, dessen früherer Kollege, der Polizeilieutenant a. D. zu trinken" was selbstverständlich bei den gläubigen" Zuschauern die Arbeiterschaft zu schlagen. Besonders laut schreit König Stumm und Hofberichterstatter Heinrich Haacke, die antisemitischen nie seine Wirkung verfehlt. Nach Schluß der Vorstellung sammelt fein Moniteur, die Bost" nach Ausnahmegesetzen. In ihrer Roh- Schriftsteller Karl Wald, der bekannte Groussilier u. s. w. der Mann alsdann für seinen„ belehrenden" Bortrag baare Münze heit gehen einige Blätter neuerdings soweit, auch den Theil der Witten in den Freuden des Diners erschien ein anderer Kriminal- ein, die auch immer recht reichlich gespendet wird. bürgerlichen Stadtverordneten zu beschimpfen, der nach ihrer kommissar, der von dem intimen Verhältniß zwischen Herrn Durch einen Schuß in die Brust hat sich Montag Mittag Meinung am Donnerstag gar nicht oder nicht laut genug in die von Tausch und Herrn Finking keine Ahnung hatte, und patriotische Lärmtrompete gestoßen hat; und die„ Kreuz- Beitung" verhaftete den Gastgeber wegen Betruges. Die fönigliche Staats- die 25 Jahre alte Schauspielerin Fräulein Martha Bayke zu tödten fährt sogar den Vorsitzenden der Stadtverordneten- Versammlung, anwaltschaft hatte die Verhaftung angeordnet, weil die zur Last des versucht. Die Dame wohnte seit drei Jahren im ersten Stock des Herrn Dr. Langerhans hart an, weil er seinen von Herrn F. fallenden Strafthaten eine sehr große Zahl ergeben und Hauses Frobenstr. 37. Neben ihr wohnte seit einem Jahre der Ritts allen Mitgliedern der Kommunalvertretung hochgeachteten Namen weil Herr F. wegen Betruges und Urkundenfälschung bereits recht meister a. D. Pfeiffer. Er wurde seit Freitag nicht mehr gesehen; da auch das Dieniimädchen wegblieb, so nimmt man an, daß er von nicht durch eine entehrende Vergewaltigung unseres Parteigenossen erhebliche Vorstrafen erlitten hat. Berlin verreist ist. Fräulein Paste war seitdem, namentlich am Dr. Zadek befleckt hat. Dieses infame Ansinnen ist auch einigen In der Angelegenheit der Versicherungsgesellschaft Sonntag, sehr niedergeschlagen. Am Montag Mittag, während eine bürgerlichen Blättern zu bunt. Die Volts- Zeitung" meint: Nun, Koukordia erhalten wir folgende Zuschrift: Wir unterzeichneten Aufwärterin aus Charlottenburg in der Wohnung war, jagte sie sich das wäre ein netter Vorsitzender gewesen, der zu einer Vergewaltigung Vertreter der Gesellschaft fühlen die Pflicht in uns, den Mitgliedern aus einem Revolver, den früher der Rittmeister auf seinem Nachts der Minorität sein Amt gemißbraucht hätte! Ihm, dem Vorsitzenden in einer demnächst stattfindenden Versammlung Aufschluß über die tische liegen hatte, eine Kugel in die Brust. Schwer verletzt mußte liegt es ob, die Würde der Versammlung zu wahren. Diese aber wird Lage der Kaffe zu geben und namentlich darzulegen, daß wir mit sie in ein Krankenhaus gebracht werden. am besten gewahrt, wenn das Prinzip, auf welchem unsere der schwebenden strafrechtlichen Untersuchung gegen Direktor Böhlert Selbstverwaltungs- Körperschaften beruhen, das Prinzip der un- und Genossen nicht das mindeste zu thun haben. In dieser Ver gehinderten, freien Meinungsäußerung, so lange fie in parlamenta fammlung werden wir auch den Beweis dafür beibringen, daß wir rischen Formen erfolgt, streng durchgeführt wird. Das sind freilich für unsere Person uns nach Kräften bemüht haben, den Ansprüchen einem so reaktionären Blatte, wie es die Kreuz- Zeitung" ist, der Mitglieder gerecht zu werden; an dieser Stelle sei mitgetheilt, 8 Uhr, eine Voltsversammlung für alle Arbeiter und Arbeiterinnen In Rummelsburg findet am Freitag, den 29. Januar, abends böhmische Dörfer." Und auch die„ Berliner Beitung", die übrigens daß wir in den letzten zwei Monaten allein etwa 2000 M. Kranten statt. Näheres wird durch Inserat bekannt gegeben. Der Ein vermeint, gegen die sozialdemokratische Protestresolution einige geld ausgezahlt haben. Otto Dolz, Beuffelstr. 90. G. Paul, Adal statt. Näheres wird durch Inserat bekannt gegeben. Der Ein. Opportunitätsbedenken vorbringen zu müffen, fertigt die Kreuz- bertstr. 71. Guft. Beutler, Pasemalterstr. 5. berufer. Zeitung" ab: Die Berliner Typographische Gesellschaft", welche mit Ein gemeingefährlicher Hotelgaft, welcher anscheinend aus Wenn die demokratisch gesinnten Mitglieder der Stadtverord- Beginn dieses Jahres ihre Bersammlungen zu wechselnden Vortrags: Berlin stammt, macht gegenwärtig die Gastwirthschaften, Aus. neten- Versammlung es nicht für richtig halten, dem zu erwartenden und Diskussions- Abenden ausgestaltet hat, hält ihren ersten Vortrags- spannungen, Hotels u. f. w. der Vororte unsicher. Der Gauner erPatriotenspektakel durch rednerische Stellungnahme eine breitere Basis zu geben, so hatten sie doch nicht den mindesten Anlaß, der abend am Donnerstag, den 28. Januar, abends punft 9 Uhr im scheint gewöhnlich abends in der betreffenden Wirthschaft und bittet Saale C des Architektenhauses, Wilhelmstr. 92-98, ab. Die für um ein Nachtlager, um sich dann sofort zur Ruhe zu begeben, an freien Meinungsäußerung der Sozialdemokraten entgegenzutreten diesen Abend anstehenden Vorträge:" Ueber König u. Bauer'sche geblich, weil er übermüdet sei, und erklärt im Nothfalle, seinen und ihren Grundsägen in einem Falle untreu zu werden, wo sich Fäustrationsmaschinen mit Stopcylinder und Frontbogenausgang" Am anderen Morgen ist jedoch der Gast bereits verschwunden und Namen am folgenden Morgen ins Fremdenbuch eintragen zu wollen. ihre fachlichen Ueberzeugungen mit denen der Ueber Preisausschreiben" dürften die weitesten Kreise der mit ihm alles an Wäsche, was zu erlangen war, und selbst die Sozialdemokraten so ziemlich decken. Auch die Vergraphischen Welt interessiren. Gäste find zu den Vortrags- und suche der antisemitisch agrarischen Sippschaft, mit dem Vorgange Diskussionsabenden stets willkommen. Betten, in welchen er schlafen sollte, werden von dem Spitzbuben politisch zu trebsen, werden fie nicht in ihrer Haltung beirren." nicht verschont. Allem Anschein nach sind bei diesen Raubzügen Allerhand Geschichten über das Verhältniß der städtischen Runstinstituten Berlins ist fürzlich ein neues gekommen, das auf den Zu den zahlreichen mehr oder weniger beachtenswerthen zwei Personen betheiligt. Körperschaften zur Pferdebahn- Gesellschaft plauderte Namen Berliner Boffentbeater" getauft worden ist. Der Förfter Raut aus Grünan ist vorgestern Abend in Stadtverordneter Dinse vorgestern Abend in einer Versammlung Unter Chantants von verdächtiger Qualität verborgen, blüht das Sagen 89 der Grünau- Dahmer Forst mit Wilddieben zusammen. des Bezirksvereins des Köpenicker Stadtviertels aus. Schon vor Theater an der Ecke der Münzstraße und des Königsgrabens gänzlich gerathen. Einer der beiden Wilderer hat den Anruf des Försters 10 Jahren, meinte Herr D., hätte die Baudeputation II angesichts unberührt von der etwas anrüchigen Umgebung. Man führt dort mit einem Schuß beantwortet, der zum Glückt sein Ziel verfehlte. der bekannten Rücksichtslosigkeit der Großen Berliner Pferdebahn- neben einem niedlichen Liederspiel,„ Die fleine Nachtigall", zur Beit Der Förfter gab darauf selbst zwei Schüsse ab, doch gelang es den Gesellschaft Konkurrenzlinien schaffen sollen, statt deffen aber das bekannte Lebensbild von Mels Heinrich Heine" auf, also Stücke, Wilderern zu entkommen. empfahl fie, dieser Gesellschaft den Vertrag bis zum Jahre 1942 die fich überall in guter Gesellschaft sehen lassen können. Das zabl Bei einer Zigeunerbande, welche dieser Tage durch den zu verlängern. Ja, ein Dezernent derselben hatte in der Verkehrs- reich auwesende Publikum nahm namentlich an der Darstellung des Kreis Ofthavelland zog, befanden sich zwei völlig verwahrlofte deputation sogar den Muth, es offen auszusprechen, daß er es für ein Unglüd halte, wenn andere Gesellschaften in Berlin tonzeffionirt würden. zuletzt genannten Stückes ein reges Intereffe. In der That zeigten 16jährige Burschen, die nicht zum Stamme der Zigeuner gehörten. Für die Umwandlung in den elektrischen Betrieb beanspruchte diese auch einige Künstler ein beachtenswertes Streben. Herr Viktor Bar. Da fie in Groß- Glienicke gebettelt und gestohlen hatten, so wurden Gesellschaft anfangs nicht weniger als 36 900 000 M., falls ihr bisowsky, der vom verkrachten Theater des Westens sich hierher fie von dem Gendarmen verhaftet. Dem einen hatte, wie des 1911 noch währender Vertrag nicht bis 1942 verlängert würde, zurückgezogen hat, war als Darsteller der Titelrolle des Beifalls in B. T." berichtet, der Bigeunerhauptmann Weiß, der Führer der hohem Grade würdig, und Herr Aschinger gestaltete seinen Hirsch Bande, in seinem Dienstbuch folgendes Zeugniß ausgestellt!„ Stiehlt, obwohl durch diese Umwandlung die Betriebskosten sich bis auf ein überaus fomisch. Herrn Renius als Bankier Heine wäre ein etwas lügt und ist faul wie die Sünde, ist zu weiter nichts als zum Drittel des Betriebes durch Pferde ermäßigen und nach den Be- behäbigeres Auftreten zu wünschen, und von den Damen, welche im Stehlen zu gebrauchen." Beim Verhör vor dem Gutsvorstande errechnungen anderer elektrischer Bahnbetriebe eine Verkehrszunahme Stück mitwirften, glauben wir, daß sie sich bald völlig in das flärten die Burschen, von Weiß zur Verübung von Diebstählen anum 30 bis 35 pCt. zu erwarten ist. Eine weitere Forderung der Ensemble fügen werden. Alles in allem tann sich das Poffen gehalten worden zu sein; brachten sie keine Beute mit, so wären sie Gesellschaft, die auch von den Dezernenten der Baudeputation unterflüßt wurde, ging dahin, nicht nur alle ihr bereits vom Polizei- Theater, das zu einem überaus mäßigen Preise zugänglich ist, schon geprügelt worden und hätten nichts zu essen bekommen. Sie sind unter Brüdern sehen lassen. dem Amtsgericht in Spandau zugeführt worden. Die Bande selbst präsidium fonzeffionirten Linien ausbauen zu dürfen, sondern ihr auch die der Firma Siemens u. Halske nach Treptew tonzeffionirte Das Riesenfernrohr im Treptower Part, welches nach einem ist entkommen. Linie zu übereignen. Diese Forderung, welche jede andere Kon- Beschluffe des Magiftrats bekanntlich in der Anlage erhalten werden furrenz ausgeschlossen hätte, sei aber selbst dem Magiftrat über die foll, wird, wie wir vernehmen, dem Publikum höchstens noch in AusStrippe" gegangen, und er habe fie abgelehnt. Stadtverordneter nahmefällen gegen Entree zugänglich sein. Gegenwärtig ist das Rosenow, der gleich Dinse Mitglied der Verkehrsdeputation Fernrohr außer Benuzung und zwar, weil seit Schluß der Aus. daß auch Sonnabend der Moser- Girnd sche Schwank„ Mit Vergnügen" gre ist, erklärte, daß die Große Berliner Pferdebahn- Gesellschaft nicht stellung der für die Bewegungsfähigkeit des Rohres erforderliche geben wird. Heute findet eine Wiederholung von Shakespeares Cin nur im Magistrate, sondern auch in der Stadtverordneten- Ver- elektrische Strom nicht mehr zu haben ist. Es ist aus diesem Grunde Wintermärchen" statt. " S und · " " " Aus den Nachbarorten. Kunst und Willenschaft. Der Spielplan des Schiller- Theaters wurde dahin abgeändert, Direktor Carl Weiß( Oftend- Theater) theilt uns mit, daß er zwei Enge in der Woche, und zwar Montag und Sonnabend sogenannte Volts- Vorstellungen zu bedeutend ermäßigten Preisen veranstalten will. Das ganze Parquet wird an diesen Tagen 1 M. 10 Bf. fosten, einschließlich der Garderobe. Auch die anderen Pläge werden dementsprechend billiger sein. Die Poffe Walzertönig", welche f. 3. im Zentral- Theater über 200 Aufführungen erlebte, wird demnächst im Ostend- Theater gegeben. " Im Alexanderplat- Theater wird demnächst eine neue Bosse von Eugen Prudens Eine pifante Che" gegeben werden; im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater tommt ein Schauspiel, Genugthuung" von P. P. Chrufen zur Aufführung. Soziale Rechtspflege. Wir wollen es versuchen." Mit diesen Worten wurde ein Kellner B. engagirt. Nach einiger Zeit entließ ihn der Restaurateur Giesenau, bei dem er in Stellung stand, worauf B. beim Gewerbegericht gegen G. flagbar wurde. Er beanspruchte wegen unberechtigter Entlaffung eine vierzehntägige Lohnentschädigung. Der Beklagte er hob den Einwand, daß B. nur probeweise engagirt worden sei und somit keinen Anspruch auf die gesetzliche Kündigungsfrist habe. Der Gerichtshof verurtheilte indessen den Beklagten unter der Begründung, daß die Worte: Wir wollen es versuchen," tein Engagement auf Probe" darstellten und daß durch sie die gesetzliche Kündigungsfrist nicht ausgeschlossen sei. Vertragserfüllung. Für Bretterträger und ähnliche Arbeiter ift eine Entscheidung von einschneidender Bedeutung, durch welche das Gewerbegericht einen Rechtsstreit des Bretterträgers Engler gegen die Firma Schäffer erledigte. Engler hatte das Entladen zweier Rähne in Afford übernommen. Nach der ersten Ladung ließ ihn sein Helfer in Stich und er war gezwungen, sich an dem Morgen, an dem das Entladen des zweiten Kahnes beginnen sollte, erst nach einem anderen Helfer umzusehen. Als er dann die Arbeit beginnen wollte, hatte Schäffer fie bereits an andere Leute vergeben. Er beanspruchte nun den entgangenen Verdienst im Klagewege, indem er betonte, Daß er bald nach dem Zeitpunkt, an dem die Entladung ihren Gerichtshof wies ihn jedoch unter folgender Begründung ab; Kläger ladung, sowie dafür zu sorgen, daß ein Helfer zur Stelle sei. Er habe dies bei der zweiten Ladung nicht vermocht, sei also nicht in der Lage gewesen, den eingegangenen Vertrag völlig zu erfüllen. Von erstaunlicher Niedrigkeit der Gesinnung zeugte ein 18. Statutenänderungen; 9. Bestimmung des Siges des Vorstandes dreister Betrugsversuch, den der Kaufmann Friedrich Scholz gestern und Ausschusses; 10. Wahl des Vorsitzenden und Kassirers; 11. Anvor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten hatte. Am 25. No- träge und Verschiedenes. vember vorigen Jahres war der Restaurateur Kliem in der And Vegesack wird uns vom Streifkomitee mitgetheilt, daß Hafenhaide gestorben. Am Tage nach dem Tode erschien im der Ausstand der Zimmerer und Maurer in Vegesack, Trauerhaus in der Jahnstraße ein junger Mann und verlangte Burgdamm, Blumenthal und Umgegend laut Versammlungs. Bahlung für einen über 44 M. lautenden Wechsel, der seltsamer beschluß vom 19. Januar unverändert fortdauert. Der Zuzug sei weise nicht unterschrieben war. Die in tiefer Trauer sigende Wittwe lehnte eine Bahlung ab, da sie genau wußte, daß ihr verstorbener deshalb noch aufs strengste fernzuhalten. Alle Arbeiterblätter werden gebeten, von dieser Meldung Notiz zu nehmen. Ehemann derartige Wechselverbindlichkeiten niemals eingegangen war. Der junge Mann entfernte sich, begab sich aber sofort nach And Weißenfels. Die Unterstüßung der streikenden Kliem's Voltsgarten in der Hasenhaide, wo er nur eine Schwieger Schuhmacher wird für diese Woche um 1 M. erhöht. Um ein tochter des Verstorbenen antraf. Auch hier präsentirte er den Wechsel vollständig einheitliches Vorgehen zu ermöglichen und der Wiederund suchte die junge Frau Kliem noch durch die Bemerkung zur Zahlung holung von Quertreibereien seitens einiger Mitglieder des Hirschzu bewegen, daß er aus der Wohnung in der Jahnstraße Duncker'schen Gewerkvereins vorzubeugen, ist in einer Versammlung käme und von der Schwiegermutter, die gerade fein Geld zur Hand dieses Vereins beschloffen worden, daß die Gewerkvereins- Streifgehabt habe, aufgefordert worden sei, den Wechsel durch die junge fommission und die öffentlich gewählte General- Streitkommission ihre Frau einlösen zu lassen. Er hatte aber auch hier kein Glück, denn Mitgliederzahl verringern und zusammen eine Zentral Streitfommiffion auch hier wurde ihm der Bescheid, daß der Verstorbene eine solche bilden sollen. Das wird geschehen, vorausgesetzt, daß die öffentliche Wechselschuld unter feinen Umständen haben könne und die Zahlung Schuhmacherversammlung zustimmt. Die Zentral- Streikkommission wurde verweigert. Nun zog der junge Mann andere Saiten auf. Er soll einen Lohntarif ausarbeiten und diesen einer öffentliä, n erklärte, daß unter diesen Umständen leider eine Pfändung sich nicht werde Schuhmacherversammlung zur Beschlußfassung vorlegen. Ueber die umgehen lassen, ging dann and Telephon und fingirte ein ganzes sonstige Situation wird uns mitgetheilt: Ginige Fabriken sind bis Gespräch, aus welchem Frau Kliem entnehmen sollte, daß er, der auf weiteres geschlossen worden. Mehrere Fabrikanten wollen die Rolle eines Angestellten einer Brauerei spielte, anscheinend mit Zwickmaschinen einführen. Das ist aber leichter gesagt als gethan. einem Gerichtsvollzieher sprach und über die Nothwendigkeit einer Buzug ist aufs strengste fernzubalten! vorzunehmenden Pfändung sich unterhielt. Als er sah, daß auch Ueber den Weberstreik in Tannhausen wird uns noch gedieses Kunststück nicht verfing, zog er es vor, sich in beschleunigtem schrieben, und zwar im Anschluß an den gestrigen Bericht über Tempo zu entfernen. Es gelang, den Schwindler in der Person des die Bersammlung in Blumenau: Angeklagten noch auf dem Hermannplay festzunehmen und auf die Die Firma Meyer Kauffmann in Tannhausen giebt den Bolizeiwache zu befördern. Gestern hatte der stellungslose An: Durchschnittslohn ihrer Arbeiter auf 9,25 M. pro Woche geklagte vor dem Schöffengericht die Dreiftigkeit zu behaupten, daß an. Dieser Durchschnittslohn wird aber berechnet auf grund der es sich nur um einen schlechten Scherz gehandelt habe. Der Gerichts- Lohnlisten, welche die Firma alljährlich wegen der Unfallversicherung hof erkannte auf drei Monate Gefängniß. bei der schlesischen Textil- Berufsgenossenschaft einzureichen hat. Hier verurtheilt. Unter diesen Umständen hätte aber auch der Beklagte den Vertrag dorf bei Hirschberg wird am 1. Februar das Direktorat übernehmen Freund der Firma, daß der Herr Kauffmann ihm selbst nicht erfüllen brauchen. Gerichts- Beitung. Jener Aufsehen erregende Vorfall auf dem Kremmener sind aber auch die Gehälter der Beamten einbegriffen, die unter See vom vorigen Sommer, wo die Fahrgäste eines Vergnügungs- 2000 m. verdienen, und da ist es denn leicht, einen Durchschnittslohn im betrunkenen Zustande einstellte, in große Gefahr gebracht wurden, erbärmlich genug; leider reichen die Weber mit ihrem wirklichen lung gekommen. Der schuldige Heizer wurde zu 6 Wochen Gefängniß beran. Der Durchschnittslohn dürfte in Wirklichkeit kaum 6 M. pro Woche betragen. In der Versammlung erklärte der Hauptlehrer Jsmer, ein Neuer Gefängnißdirektor. Ein Amtsrichter Klein aus Hermsüber 1. das Stadtvoigtei- Gefängniß am Moltenmarkt, wo sich die sagte, das Prämiensystem, weswegen die Arbeiter hauptwegen Bettelei, Unfugs und Arbeitsschen Inhaftirten in Unter- fächlich in den Streit getreten, habe Härten und Unsuchung befinden, 2. das Hilfsgefängniß in der Perlebergerstraße, gerechtigkeiten im Gefolge. Trotzdem rieth er aber, die Arbeit Wie manchmal auch im gerichtlichen Verfahren mit wo die Haftstrafen verbüßt werden, und 3. das Frauengefängniß in wieder aufzunehmen, da die Firma der Konkurrenz wegen feine Kanonen nach Spaken gefchoffen wird, zeigte eine Anklage der Barnimstraße für weibliche Haft- und Strafgefangene, die bis höheren Löhne zahlen könne. Wenn das zutrifft, so gilt auch hier das Wort Lassalle's, daß eine Industrie, die nur durch Ausnutzung wegen angeblicher Beleidigung eines Unteroffiziers, au einem Jahre verurtheilt find. ihrer Arbeiter bis auf den letzten Point bestehen kann, nicht werth ist, die gestern zum dritten Male das hiesige Schöffengericht beschäftigte Der Mordprozeß in Danzig hat mit der Freisprechung zu existiren. Die Streifenden folgten nicht den Worten des Lehrers, und immer wieder die Frage nahe legte: Wo waltete hier eigentlich der angeklagten Wärterin Neumann geendet. Aus den Ver- sondern beschlossen, wie schon gestern mitgetheilt, einhellig weiter ein öffentliches Interesse vor, das das Eingreifen des Staatsanwalts bandlungen wird gemeldet, daß drei medizinische Sachverständige zu streiken, bis die Firma zu Zugeständnissen geneigt ist. nothwendig machte? Der Beleidigung des Unteroffiziers Willig vom begutachtet haben, daß ein Selbstmord ausgeschlossen, und daß die Dieser Kampf, geführt von den armen schlesischen Eulengebirgs4. Garde- Regiments zu Fuß sollte sich der Proviantams- Assistent Angeklagte von fremder Hand verwundet worden sei; die zwei mebern, verdient die vollste Sympathie nicht blos Heuer schuldig gemacht haben. Schauplatz des Borganges war der anderen medizinischen Sachverständigen schlossen sich dem ersten aller tlaffenbewußten Arbeiter, sondern aller Zentral- Bichhof, wo der Schlächtermeister Eisner an die Bertreter der Gutachten an, behaupteten aber, daß die Angeklagte sich die Ver- rechtlich Dentenden überhaupt. hiesigen Regimenter die Fleischlieferungen verabfolgt. Als Aufsichts- wundung selbst beigebracht habe. Der erste Staatsanwalt beantragte, Der Kampf tobt, beiläufig bemerkt, auf einem Terrain, das für beamter ist der Angeklagte dort anwesend. Der Unteroffizier die Justizräthin Beer wegen des Verdachtes der Begünstigung nicht die Sozialdemokratie Deutschlands von historischer Bedeutung ist. Willig, der die Fleischlieferung für sein Regiment in Empfang au vereidigen; die Vertheidiger widersprachen; der Gerichtshof Die Firma Meyer Kauffmann ist die Nachfolgerin der Firma zu nehmen hatte, hatte schon wiederholt Einwände gegen die beschloß die Bereidigung. In später Nachtstunde ist das frei- Reichenheim; sie hat deren sämmtliche Fabriken übernommen. Qualität des Fleisches geltend gemacht, die Herr Glsner als irgend sprechende Urtheil verkündet worden, durch welches nichts festgestellt Von den Webern der Reichenheim'schen Fabriken ging zu Anfang wie begründet nicht anerkennen konnte. Als der Unteroffizier eines ist, als daß das Räthsel der geheimnißvollen Blutthat an dem der sechziger Jahre die Bewegung aus, die als Frucht die EntTages wieder das Fleisch für au fett" erklärte, holte Herr Elsner Sohne der Justizräthin Beer ungelöst bleiben muß. sendung einer Weberdeputation an den damaligen König von den Vertreter der Intendantur des Gardekorps, Wirklichen Geheimen Für Milchhändler und auch für andere Geschäftsleute ist eine Preußen zeitigte, welcher dann den Webern zu helfen versprach. Kriegsrath Rufer herbei und dieser erklärte das Fleisch für gar Entscheidung des Rammergerichts von erheblicher Bedeutung, die am Befanntlich wurden dann auch 6000 Thlr. aus der tönigl. Schatulle nicht zu beanstanden und gab dem Unteroffizier Willig auf, es ohne 25. Januar gefällt wurde. Der Molkereibesitzer Bellstedt ist seiner- gegeben zur Errichtung einer Weber- Assoziation zum Zwecke eigener Strupel anzunehmen. Lezterer hat nun, als er seinem Rompagnie zeit vom Schöffengericht zu Geldstrafen verurtheilt worden, weil Produktion. Diese Assoziation mit dem Tropfen Betriebskapital chef von dem Vorgange Mittheilung machte, gleichzeitig die Be- fich in seinem Geschäftsbetriebe zwei ungeaichte Flaschen befanden. wurde natürlich von den Fabrikanten spielend erdrückt, die Lage der hauptung aufgestellt, daß der Proviantamts- Assistent Heuer, der dem Die Flaschen, die fonfiszirt wurden, enthielten wohl den sogenannten Weber blieb die alte; diefelben Weber, die, getrieben durch ihre Wortwechsel beigewohnt, ihn verhöhnt und gesagt habe:" Sie Füllstrich, aber nicht den Stempel der Aichungsbehörde; der Strich Noth, sich abermals an den König wandten, haben mit ihren scheinen der schlauefte Unteroffizier der Armee zu sein!" war in der Flaschenfabrik bereits angebracht worden. Das Gericht Kindern und Enkeln bis heute, also ein reichliches Menschenalter, Der Hauptmann erblickte in dieser Aeußerung, die Herr Heuer aufs bezog sich auf den§ 369 Nr. 2 des Strafgesetzbuches, worin ruhig weiter gehungert und raffen sich erst jetzt au einem entschiedenste bestritt, eine Beleidigung des Unteroffiziers und es es heißt: Gewerbetreibende, bei denen zum Gebrauche in ihrem neuen Versuche auf, ihr Dasein um ein Winziges besser zu gestalten. wurde nun der ganze Apparat eines Vorverfahrens und schließlich Gewerbe geeignete, mit dem gesehlichen Aichungsstempel nicht ver- Gelder find an Herm. Klingberg, Nieder- Wüstegiersdorf i. Schl. eines ordentlichen gerichtlichen Verfahrens in Thätigkeit gefeßt. fehene oder unrichtige Maaße und Gewichte oder Waagen vorgefunden oder an die Expedition des Proletariers für das Eulens Viele Attenbogen sind wegen dieser cause célèbre" beschrieben, werden 2c., werden mit Geldstrafe bis zu 100 m. oder mit Haft bis gebirge" in Ober- Langenbielau i. Schl. zu senden. mehrere Termine sind schon vergeblich abgehalten und eine Reihe zu vier Wochen bestraft. Bellstedt legte Berufung ein und führte In Halle a. S. ift der Streit in der Krebs'schen von Zeugen in dem gestrigen Schlußtermine vernommen worden. aus, daß die Flaschen nicht dazu bestimmt gewesen seien, Milch abMaschinenfabrit von einer Metallarbeiter- Versammlung für Unter ihnen befanden sich Meister Elsner, feine Gefellen, zumeffen, sondern nur zum Transport der Milch. Der als Sach- been det erklärt worden, weil die betheiligten Arbeiter sämmtlich Geheimer Rath Rufer und der Lieutenant von Riemer, der verständiger vernommene Aichmeister tonftatirte, daß es eigentlich nicht been bet erklärt worden, weil die betheiligten Arbeiter sämmtlich die Fleischablieferung zu überwachen hatte. Sie alle be in Berlin Braris fei, Milchflaschen zu aichen; bisher sei ihre Aichung noch anderswo Unterkommen gefunden haben. ftritten, daß der Angeklagte die beleidigende beleidigende Aeußerung nicht erfolgt. Das Landgericht sprach dann auch den Angeklagten Ju Kaffel beschloß eine Metallarbeiter- Bersammlung auf Vorgethan haben könne, da sie sie sonst gehört haben müßten. Gin frei. Die Staatsanwaltschaft legte nunmehr Revision ein und ver- schlag des Genossen Segit aus Nürnberg, daß aus Rücksicht auf einziger Zeuge trat dem Unteroffizier Willig durch ein unbestimmtes langte die Bestrafung des Angeklagten. Der Straffenat des die Unterstüßung, die der Hamburger Streit erheischt, von einer Zeugniß zur Seite und Rechtsanwalt Dr. Schwindt suchte infolge Rammergerichts wies aber die Revision zurück. Das Gericht Arbeitseinstellung in der Kesselschmiede der Firma Henschel deffen den Vorgang dahin zu erklären, daß der Unteroffizier viel- nahm an, daß zwar auch solche Flaschen, wie die in Frage stehenden, u. Sohn, wo zwei Arbeiter wegen ihrer Thätigkeit für die Geleicht das von irgend einer Seite gefallene Wort schlau" gehört und als Meßwerkzeuge benutzt werden könnten, daß ihre Aichung jedoch wertschaft entlassen worden sind, abgesehen werden möge. Ju fich dann der Sah von dem schlauesten Unteroffizier" in seinem nur erforderlich sei, wenn sie zum Messen bestimmt wären. Das dankenswerther Weise erklärten hierauf die Entlaffenen, daß sie auf Gehirn festgesetzt haben mag. Der Staatsanwalt beantragte auf fei hier aber nicht der Fall gewesen, wenigstens fehle hierfür der die Wiedereinstellung verzichteten. Demgemäß wurde der Vorschlag unferes Genossen Segit angenommen. Grund des Zeugnisses des Unteroffiziers 20 M. Geldstrafe, der Ge- Nachweis. richtshof hielt aber den Beweis feineswegs für erbracht, sondern ers fannte auf Freisprechung. Gewerkschaftliches. Zuzug von Arbeitern nach Hamburg ift während der Daner der dortigen Lohnbewegung aufs strengfte feruzuhalten! Gelder find zu senden an das Berliner Gewerkschafts: bureau( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16.) bureau( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16.) Unter der Anklage der versuchten Erpreffung stand gestern der Versicherungsinspektor Alfons Melzer vor der dritten Straftammer des Landgerichts I. Der Angeklagte war seit dem Jahre 1891 Bureauchef der neu gegründeten Versicherungsgesellschaft Wilhelma". Er gerieth im vorigen Jahre mit dem Direktorium der Gesellschaft in Differenzen, die seinen Austritt zur Folge hatten. Bald darauf erhob er Ansprüche auf einen Betrag von 7260 M. Achtung, Zimmerer! Bei dem Zimmermeister Fichel in Demfelben Brief, in welchem er diese Ansprüche begründete, Berlin( Play: Danzigerstraße) haben die Zimmerer die Arbeit fügte er ein zweites Schreiben bei, in welchem er niedergelegt, weil nur 52 Pf. Stundenlohn gezahlt wurde. Der verschiedene Anträge stellte. Der Aufsichtsrath möge eine Platz ist vorläufig streng zu meiden. Die Lohntommiffion. J. A.: Generalversammlung einberufen, in welcher die Frage er- Theodor Fischer. " Streiks in Frankreich 1896. Einer vorläufigen fummarischen Statistik des Arbeitsamt es ist zu entnehmen, daß im Vorjahre 465 Streits vorkamen, an denen 52 500 Arbeiter betheiligt waren. Die entsprechenden Zahlen für die letzten drei Jahre sind: 1893 634 Streits mit 170 123 Streifenden; 1894 391 und 54576; 1895 405 und 45 801. Abgesehen vom Jahre 1898, in welches der große nordfranzösische Bergarbeiter- Ausstand fällt, weist demnach die Streitbewegung im abgelaufenen Jahre eine Steigerung auf. Daß diese so gering ist, erklärt sich aus der Thatsache, daß Frankreich verhältnißmäßig vom allgemeinen wirthschaftlichen Aufschwung nur in sehr bescheidenem Maße profitirt hat. Die französische Gesammteinfuhr ist nämlich 1896 gegenüber den Vorjahren blos um rund 17 Millionen und die Gesammtausfuhr blos um rund 31 Millionen örtert werden solle, ob nicht die ftattgehabte Revisionstommission Den Delegirten zum öffentlichen Banarbeiter- Kongreffe, gestiegen. Auf die 465 Streits des abgelaufenen Jahres tommen in faßungs und ordnungswidriger Weise ihres Amtes gewaltet der vom 15. bis 17. Februar in Berlin abgehalten wird, geben wir 102 Ginigungsversuche, die, wie immer, meist von den habe. Außerdem stellte der Angeklagte noch mehrere Anträge, hierdurch folgendes bekannt: Da Berlin von den Bahnhöfen aus Arbeitern herrühren. 1893 zählte man 109, 1894 101, 1895 welche darauf hinausliefen, daß bei der Verwaltung nicht ordnungs- nach allen Richtungen der Stadt bequeme Fahrverbindung besitzt, 85 Ginigungsversuche. Der Einfluß des Schiedsgerichts. Gesetzes mäßig verfahren sei. In dem Umstande, daß diese Anträge gleich- so haben wir beschlossen, falls einzelne Delegirte nicht ein anderes von 1892 bleibt demnach so gut wie stationär, was auf die zeitig mit dem Schreiben einliefen, in welchem der Angeklagte an- für sich wünschen, niemand von der Bahn abzuholen, denn es wäre statistisch nachgewiesene proßenhafte Haltung der Unternehmer gebliche Geldansprüche geltend machte, erblickte der Aufsichtsrath für das Abholen eine zu große Zahl Kollegen erforderlich. zurückzuführen ist. den Versuch, einen Druck auf ihn auszuüben und erstattete in Sämmtliche Delegirte haben sich nach der Restauration von biefem Sinne die Anzeige. Der Beschuldigte erklärte, daß ihm diese Theodor Megner, Berlin SO., Dranienstr. 184, Hof geradezu, Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die Absicht fern gelegen habe, er halte feine Ansprüche für zu begeben, wo ihnen Logis nachgewiesen werden wird. Wir erftreitkenden Hamburger Hafenarbeiter folgende berechtigt und die von ihm geftellten Anträge feien lediglich im fuchen alle Eintreffenden, dieses zu beachten. Das Romitee. Beiträge ein: Interesse der Gesellschafts- Mitglieder gestellt. Alle Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Da dem Angeklagten durch die Zeugenvernehmung der Gegenbeweis nicht zu erbringen war, so fällte der Gerichtshof ein freifprechendes Urtheil. und um an, * Ausnahme des Prinzipienreiters 5,-. Schraubenfabrit Reichelt, Schmidstr. 7a Engel, Seibelftr. 16, Schuhmacher 5,-. Metaliwaarenfabrit, Alte Jatobitr. 91 3,50. Boldleiftenfabrit Spiesete, Dresdenerftr. 38( darunter 1 Klempner) 6,- Firmaa Bergmann, Neue Jatobftraße 7,90. Gefangverein Jris 10,-. Wieder alle 7 Lederarbeiter, Louisen- Ufer 1,05. Gletirische Monteure mit Budiker, Brauerei Moabit 4,50. Arbeiter von Pintsch, Andreasstr. 78 60,85. Former und Gießerei- Arbeiter nach. 4,75. Scheibeschleiße, Staligerstraße 0,80. Fabrit Schröder, Jerusalemer955. Bergolder von Wilich 6,50. Stockarbeiter, Grünstraße, 7. Rate 4,65. Budw. Steinbildhauer der Firma Schleicher der lebendig gewordenen Seekrabben im Aquarium, 8. Rate 3,-. Schneiderwerkstatt Cohn, Charlottenstraße 10,-. ReftIn der Orts Krankenkaffe für den Gewerbebetrieb der rate vom Konzert zum Besten der Hafenarbeiter vom Verein Rothe Nelte II, Raufleute, Handelsleute und Apotheter Berlin 3 Drantenburger Borstadt, Treu und Einigkeit( Rirdorf) u. Weiße Nose II( WeißenBon den Malern Bau Gubenerstraße fee) 36,80. Bier schneeweiße Maler 3,-. fiegte am Montag bei den Delegirtenwahlen abermals die sozial 3,20. Wacat" 2, Arbeiter der Firma Janec u. Better Bau Köln 2. Rate 3,50. Die Unvorsichtigkeit eines Radfahrers wurde gestern durch demokratische Liste, und zwar fielen auf die Liste unserer Genossen. Kuwalft 2,50. Steinbildhauer der Firma Kämpfer u. Koch 4,01. Arbetter der Urtheil der 131. Abtheilung des Schöffengerichts empfindlich ge rechts der Spree 357 Stimmen und links der Spree 596 Stimmen, Birma Schwohls 11. No. 13, Schufter von He benhain, Brinzenftr. 22, mit ahndet. Am Nachmittag des 19. Dezember v. J. fuhr eine Anzahl während die Gegner trotz aller Machinationen nur 294 bezw. junger Leute in rasender Eile durch die Rathenowerstraße. Giner 444 Stimmen aufbrachten. von ihnen, der 21 jährige Handlungsgehilfe Ph. Mann war etwas nun alle In Brandenburg ist die Zahl der der dortigen Filiale des spornte zurückgeblieben Kräfte die vor ihm Fahrenden einzuholen. Mit weit vorgebeugtem Ober- Deutschen Metallarbeiter Verbandes angehörenden törper faufte er auf dem Asphalt entlang. Ein ältlicher Mann kam Arbeiter und Arbeiterinnen im verflossenen Jahre von 297 männhinter einem Omnibus hervor, um den jenseitigen Bürgersteig zu ge- lichen und 29 weiblichen Mitgliedern auf 686 beziehentlich 97 gewinnen und wurde von dem Radfahrer so heftig gestreift, daß er ftiegen. zu Boden schlug. Er erlitt eine blutende Kopfwunde, hat aber Der Verband der Sattler, Tapezirer und verwandten dauernde nachtheilige Folgen von dem Unfall nicht gehabt. Berufsgenoffen Deutschlands hält von Montag, den 19. April Mann erhielt eine Anklage wegen fahrlässiger Rörper- ab in Erfurt seine dritte ordentliche Generalversammlung verlegung. Der Staatsanwalt beantragte eine Geldstrafe von ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht des Vorstandes und Aus50 Mart, der Gerichtshof ging aber über den Antrag hinaus schuffes; 2. Bericht über die Lohnbewegungen der letzten Jahre; und erkannte auf 100 Mart. Es sei besonders erschwerend, wenn 3. Wollen wir eine Verschmelzung mit anderen Organisationen anStraßen und öffentliche Wege von Radfahrern durch Wettkämpfe fireben? 4. Arbeitslosenunterstüßung; 5. Der StreifunterstüßungsFonds; 6. Die Lage der Kollegen bei den Kleinmeistern; 7. Agitation; unsicher gemacht würden. Don Bugle u. Ro. 4. Rate 16,30. Mitolas Werkstatt 3,05. Wert att Krönert ftraße 66, 6. Rate 5,-. Tischlerei Faul, Krausenstraße, 4. Rate 4,75. Tischlerei von Gcart, Strautstr. 52, außer dem Boltermite 5,25. Berein zur Wahrung der Intereffen der Gaft- und Schantwirthe Berlins 200,- Dbft und Freunde 3,25. Fraiserei Gebloff, Reichenbergerstr. 165, 4. Rate 3,-. Geburtsfeier Hedwig 6,15. Bimmerleute von Schwien, Lifte 5859 4,25. Beberarbeiter, Schmidstraße 5,-. Bifte 5842, Bronces 5281, 8immerleute u. Bücklerstr.- Ecke 8,40. sig, enter Bachmann 6,96. Site 5558, Bau Krauſenſtraße 2,75. Rifte waarenfabrit Arndt u. Martus 22,70. Lifte 5063, Tischleret Espig, Brigerfiraße 6,50. ifte 6078, Mechanische Wertstatt S. Thielte, Bringenftr. 86 25,-. Metallarbeiter Bebette u. Ko., Grünftraße 8,25. Siten 5844 u. 5848, Gasmefferfabrik d. Englische Gasanftalt 42,05. Pianofabrit E. Krause 4, Gilberarbeiter, Ritter. ftraße 73 6,65. Zischleret E. Noad, Fruchtstraße 7,-. Schriftgießerei u. Wieffing Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Südost= schule, Waldemarstr. 14: Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der Religionen. Orientalische Bölter. Griechen und Römer). Herr Dr. C. Pinn. Nordschule, Brunnenstr. 25: Deutsch( Die deutsche Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre). Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume find zur Benugung der Bibliothek und des reichen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die Lesehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenstr. 25, ist wochentags von 5-8 Uhr, Sonntags von 3-8 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. Die Geschäftsstelle der Schule SO., Kaiser Franz- Grenadier- Blag 7. die den Vereinsvorständen zur Vermittelung von Vorträgen wissenschaftlichen Charakters zur Verfügung steht, ist vormittags von 10-1.Uhr geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Basewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und gegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Gent, S. Dresdenerftraße 107/8. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Wenderungen int Bereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener straße 80, 2. of. Sozialdemokratischer Wahlverein Berlin 3. Seute Abend 8% Uhr Versammlung im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Beus über: Die organisirten Besitzenden und das unorganisirte besitzlose Bolt". Gäste haben Zutritt. Zahlreiches Erscheinen erwartet der Vorstand. Tintenfabrit v. S. Berthold, s. Rate 103,10. Mafchinenarbeiter v. Bietlow 1,50.| 11,-. Lithographen von Dölfner, Friedrichstr. 12,-) 169,95. Sausvogtelplas Im Rechenschaftsbericht der Versammlung ber Seberarbeiter A. Kunde 1,50. A. Freier 1,20. Möbelfabrik P. Syan, Rüdersdorferstraße, 5. Rate( bar. Wette 1,-) 3,-. Wette bei Gaule, Dieffenbachstr., b. Schünemann 3-( Weißgerber, Lohgerber) vom 20. d. M. muß es heißen: Mit einem ( Darunter Mutter Meyer's Geburtstag in Adlershof 3,20 und Buditer) 21,60. Arbeiter v. Arit u. Fride 4. Nate 8,-. Tischlerei Scholz, Fruchtstr. 59, 12,30. Liste 4609, A. E. G. 5,90. Pianofabrit v. S. Schulz, Blumenstr. 70 10,55. Billard Tischlerei von Unger, Königsbergerstr. 7, 7. State 6,-. Michalsched'sche Wertstatt, alten Bestande vom 23. Mai 1896 in Höhe von 388,99. ergiebt fabrit Stoppelbrüder 10,- Perf. d. Buchbr. J. Sittenfeld, 9. Rate 62,-. Listen Pallisadenftr. 85, 2, Schlächtermeister, Wetdenweg 58, 2,-. ifte 5345, Stein- die Gesammteinnahme 3019,89 M. An Ausgaben waren 2541,83 M. der Wäschebranche 3500, 4439, 4441 15,85. Buchdr. Otto v. Holten, 7. Rate 25,-. bildhauer vom Dombau 17,-. Tischlerei Olm 5. Rate 9,- Tischlerei SegelTischleret Thomas, Dieffenbachstrafte, 3,80. Sattler Schwarz u. Co., Brücken mann, Safenhaide 119, 8, Tischlerei Firma Ludat u. Weißelberg 3. Rate 13,25. 3 verzeichnen, so daß am 21. November 1896 ein Bestand von firaße, 4,40. Tischlerei Fähndrich, Schönhauser Allee, 4. Rate 5,- Tischleret Tischlerwerfitatt Musterbarth u. Sohn, Alte Jakobstr. 132, 5. Rate 8, Buch- 478,06 m. verbleibt. G. Wentel Nachfl., Beffeliraße, 6. Rate außer einem Rirdorfer Spetsewirth 9,35. bruceret- Abth. und Stereotypie der Firma F. Ashelm 4. Rate 6,50. Tischleret Schraubenfabrit Stärte 14,55. Möbelfabrit Mauf 4. Rate 13,70. Bautischlerei von Weinlandt, Fruchtstr. 25, 3. Mate 8,20. Schraubenfabrik G. A. Stelzner, Bath u. Co. u. Holstein 12,15. Nansen 8,65. Freie Turner Mirderss 6,-. Siste Melchiorstraße, 5. Rate 30,55. Tischlerei Gebr. Getsler, Lothringerstr. 39, 4. Rate 5720 Rauch, Biseleur 9,25. Beim Maskenball der Staafer gesammelt 5,65. Per- 11,70. Buchbinderei Klemm, Waldemarstraße, 6,10. Rauchflub Waldmetster, sonal Weißmann, Dieffenbachstraße, 4,-. Listen der Staater d. Bltefenac 1584, Treptow, 15,60.. 1,40. Am Biertisch in der Meanderstraße A. Bache 2,80. 85, 86, 87, 88, 89, 90 12,90. Borstg'sche Kesselpauter 7,55. Tischlerei Meißner, Drechslerei Braun, Fruchtstraße, u. T. Schauffler 5. Rate 2,50. Bölling u. Hirsch, Langeftr. 63, 6,80. Rotte von Siemens u. Saiste 3. Rate 9,- Liste 5969 Serrig Gr. Frankfurterfir. 44, 8,-. Möbeltischleret von R. Krauert 6, Tischleret von 9,85. Solzbearbeitungsfabrit G. Mühmel, köpnickerstr. 169, 4. Rate 7,75. Lese- Siebert, Adalbertstraße, 4. Rate Bitte etwas mehr Geduld" 4,-. Tischlerei und Diskutirklub Oft 5,20. Buchdruckerei Baß und Garleb 5. Rate 13,20. Tischleret M. Faul, Oranienstraße, 2. Rate 9,90. Rotte aus der Oranienfstraße 5, Scheffler, Memelerstr. 40, 4. Rate 2,65. Telegraphenbauanstalt F. Schuchhard, Beerdigung Rummelsburg 8,90. G. R. 2,-. Buchdruckerei W. Greve 7. Rate Rungestr. 9, 4. Rate 40,10. Tischleret Ney, Grüner Weg, 2. Rate 3,75. Lifte 5956 8,05. 5 Eifeleure, Brigerfir. 23, 7. Rate 5, Arbeiter d. Leiftenfabrik Waldemar: Lutz 10,05. Ueberschuß der amerit. Autiion 2. Männerabth. Turnverein Fichte ftraße 14, Stiegbalm 5. Rate 11,-. Schmidt, Langeftr. 52, Stöter 5,-. 11,-. Buchdruckerei W. Möser 10,60. Stodfabrit v. Kunz u. Go. 4,-. Tischleret Tischlerei R. Schirmer, Pallisadenstr. 70, 3,25. Norddeutsche Buchdruckeret Neumann, Manteuffelstr. 21, 8. Rate 3,85. Pianofabrik Jaschinsky 14,-. Arbeiter Saal 3 u. 4, 6. Rate 31,35. Siiten 5971 u. 5972, Wagenfabrit v. Dittmann( außer der Fabrit v. Fries 4,65. Tischleret Günther, Manteuffelitr. 56, 4,50. Schneide: einem) 33,25. Personal der Schriftgießerei Emil Bursch 7. Rate 34,65. Stodfabrit mühle E. Krohn, Bernauerstraße, 5. Rate( darunter Tischleret Harttrumpf 4,-) non Noa 6. Rate 11,50. Badewannenfabrit E. Schiegnit 6. Rate 8,25. Tischleret 13,20. Tapezirer bei Urban, Wilhelmstr. 137, 3. Rate 3,50. Tischleret Brunzlow, Sänger, Mauerstr. 47, 3. Mate 8,- Malerwerkstatt Aulick" 4,80. Möbeltischlerei Neue Königstraße, 7. Rate 13,-. Liste 5346 Bildhauerwerkstatt Dochan 3,20. Bach u. Cobis, Königsbergeritraße, 5, Durch Porzellan- Arbeiter Weise, Fraiseret F. Nielsch, Krautftr. 4/5, 7,50. Bimmerleute bei elteme, Maybach- Liste 3743: 5,40( Geburtstag Sempel und Nielsch); Liste 5362: 6,50; Lifte 2301: Ufer 25, 3, Fraiserei Klose u. Sohn, Gr. Frantfurterstraße, 5. Rate( aus- 10,20. 8 Kollegen der Firma Frister 3,75. Liste 4802, Munder 2,85. genommen ein paar fleine Brüder) 6,20 Binimerplaz W. Küster mit Buditer Berichtigung: In Nr. 16 des„ Borwärts" muß es heißen: Statgewinn 2. Rate 20,- Sattler Kommandantenstr. 61 7,-. Schlofferet Lindenstr. 69 4,70.. 5,50. In Nr. 17 heißt es: Vergnügungsflub Freier Wille nicht 10, sondern Tischlerei Sawagty, Belleallianceftraße, 7. Rate 10,50. Anilinfabrit Treptow 8,40. Jn Nr. 18 heißt es: auf Liste 4573, Maschinenfabrit von Küstermann u. Ko., 6. Rate 20,-. Siste 4801 Krzinowaytı 13,60. Liften 5554, 5166 Janigti 11,60. Prinzen- Allee, 25,50. Jalousiefabrit Belzigerstr. 61 3. Rate 4,60. Fraiseret Schulz u. Berbau 5. Rate Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau 6,60. Arbeiter der Sießerei Galinger 13,65. Pianofabrik von Gude 2. Rate 5,50.( R. Millarg, Berlin S., Annenftr. 16, vorn part.) in der Zeit Bautischlerei Fromholz 4. Mate 5,25. Liste 5901 W. Schölzel 10,75. J. Schniger 4,-. Spieltisch bei Big 1,50. Rothe Buchbinder aus der Grünstraße 15,45. von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. Pflanzer- Verein Veilchen im Feldfchlößchen 2,40. Malergehilfen von Hofmann 2,50. B. 2. 1,-. H. N. Wagenbau Moabit bei Drendel 20,-. Schneiderwerkstatt H. Hoffmann, Schüßenin. 77, 5. Rate 5,50. Schraubendreher aus der Krautstraße 3. Rate 6 50. Drechsler- Werkstatt Wrangelstr. 4a 4. Rate 14,-. Tischlerei W. Lorenz, Wrangelftr. 33, 5. Rate 3,50. Tischlerei Belder u. Plathen 7. Rate ( Darunter Buffel 1,-) 24,95. Maschinenfabrit Sponholz u. Wrede 6. Nate 28,35. Tischlerei Wolter, Büschingstr. 7, 4. Rate 18,50. Stattlub Gorgenbrecher 10,-. Der Verband der Handels- Hilfsarbeiter hielt am 17. Januar Auf Bisten von Thielte: 4236, 38, 4551, 5133, 5820, 5821, 5974, 475, 1432, 56, 88, 90, 91, 2590, 91, 92, 2622, 23, 34, 4511, 19, 20, 25, 26, 29, 33, 38, 39, 45, 49, 54, eine Versammlung ab, in der die unerledigten Gegenstände der 58, 5121, 25, 34, 36, 57, 11, 30( Darunter Arbeiter der Firma Leibhola u. Audre Tagesordnung vom 10. Januar zur Verhandlung standen. Nachdem 14,40, Arbeiter der Teppich fabrit Baader 10,10, Tischlerei Seister mit Buditer, die Versammlung in der üblichen Weise das Andenken an das verRüdersdorferstraße, 7,95, Bauarbeiter Kommandantenftr. 16 6,15, Stattlub Treff storbene Mitglied Kannegießer geehrt hatte, beschäftigte man beim Stiftungsfest bet Mebelin 17,-, Garl Groffe, Maschinenfabrit, 10,-, Tischlerei von Kaste 8,-) 296,10. Möbelpolirer von Belder u. Plathen, Königs: fich mit der Regelung des Unterstützungswesens. Es wurde bebergerstraße, 8. Rate 11,35. Tischlerei Gebr. Schaar, Chauffeeftr. 39, 18,50. schloffen, das Reglement vom vorigen Jahre weiter bestehen zu Plekner 1,-. Allgemeine Familien- Sterbetasse mit Wirth, Ackerstr. 128, 4,5 laffen. Lustige Brüder Süd- Ufer 3. Rate 5,90. Gemüthliche Sindtaufe vis- a- vis otel Hierauf gab der Kassirer Raßler den KassenBarnim 3,-. Bimmerleute Berlins 500,-. Lifte 5248 Steinarbetter 8,50. Siste bericht vom vierten Quartal 1896. Danach belief sich die Swinemünde 5250 Granitwerte vorm. Schleicher 13,75. Am Biertisch bei Linte d. Marschall 3,05. Einnahme auf 2748,71 M. und die Ausgabe auf 4422,67 M., Hamburg Tischler und Maschinenarbeiter Kuhnert u. Kühne, Martinicenfelde, 9, Billard mithin ist ein Defizit von 1678,96 M. vorhanden. Die Berlin flub Kreuzball b. Fr. Tritsch, Glogauerstr. 30, 4,-. Listen von Börner 5223, 2792, 4278, 79, 80, 5221, 5222, 5224( darunter mehrere Arbeiter von Pintich 23,20) Jahresabrechnung weist mit einem Bestand von 6577,55 m. eine Wiesbaden 78,45. Fideler Abend bei Hoffmann, Elbingerstr. 14, 2,-, Ueberschuß vom Einnahme von 22 768,29 M. und eine Ausgabe von 20 081,30 m. München Stiftungsfest des Brauerzweigvereins Provinz Brandenburg 40,65. Auf Listen von Preuß 8011, 4495, 3009, 7, 8, 5, 4497, 96, 4492( Darunter Bürgerliches auf. Das Vermögen des Vereins beträgt mithin 2686,99. An Wien. Brauhaus d. Naroschat 7,-, Schöneberger Braueret b. Eräger 8,85, d. den Geschäftsbericht des Vorstandes sowie den des Kassirers knüpfte Haparanda. Anieg 19,81, d. Gotte 9,65, d. Preuß 6, d. Coepnit 24,25, b. Senteg fich eine längere Diskussion, in der auf den mangelhaften Bericht Petersburg 18,30, Hohenschönhausen dito 19,90, d. Niethe 4,85) 118,61. Buchdrucker des Vorstandes bezugnehmend betont wurde, daß sich die Taktik des Cork Stralauerstr. 56, 7. Rate 2,25. Geburtstagsfeier Norddeutsche Schleife 2,70. Hans Freienwalder Wurfchtfabritant 2,50. 4 Kollegen aus dem Norden 2, alten Vorstandes nicht bewährt habe. Daher müsse der neue Vor- Aberdeen. 2 Korbmacher, Prinzenstr., 2,-. Bon Mitgliedern der Bentral- Krantentasse der stand dafür sorgen, den Schaden, der im verflossenen Jahre dem Paris. Sattler c. durch G. A. 9,-. Kollegen der Steinbock'schen Werkstatt Gewerbebof Verein zugefügt, durch einmüthiges Zusammenarbeiten wieder gut außer einigen, a. Rate 11,60. Urania, 5. Rate 17,-. Leiter und Gerüstbauer Charlottenburgs 7,10. Berrottete S. u. H., Chbg., 2. Rate 15,15. Buchdruckerei zu machen. Raßler vertheidigte sich in längeren Ausführungen Otto Elsner, 6. Rate 23,20. Tischlerei Rubow 4,-. Wir fahren über den See, gegen die Angriffe, die in der Diskussion in bezug auf seine Person Juchhe! bet Mörschel 4,30. lofe auf Sisten 3091, 5500, 5501, 3078, 82, 80, 88, 89, Die weitere Disfuffion wurde bis zur nächsten 90, 85, 1165, 1178, 1219, 34, 35, 8070, 99, 3757, 61, 65, 75, 78, 82, 96( Darunter erhoben wurden. Tischlerei v. Jden, Antlamerfir. 7,50. Tischlerei uhlich 3,45. Demminerfir. 6, Tischlerei Generalversammlung vertagt. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. Achtung, Schuhmacher! Donnerstag, den 28. Januar 1897, abends 8 Uhr, Große Frankfurterstr. 117( Königsbank): Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: = 1. Die Weißenfelser Aussperrung. Referent: Reichstags Abgeordneter Bock- Gotha. 2. Anträge zum internationalen Kongreß. 171/15 Die Agitations- Kommiffion. Wichtig für Tannenbaum- Händler! Am Donnerstag, den 28. Januar 1897, abends 8 Uhr, findet eine Dersammlung in Arthur's Hof, Perlebergerstr. 23, betreffend den Einzelverkauf auf den Bahnhöfen statt. Legitimation: Polizeilicher Erlaubnißschein. 264/9 Um recht rege Betheiligung bittet Der Einberufer. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Achtung! Rummelsburg. Rummelsburg. Achtung! Freitag, den 29. Januar, abends 8 Uhr: Oeffentliche Versammlung für Rummelsburg- Borhagen und Umgegend im Lokal des Herrn Piatkowski, Rummelsburg, Hauptstr. 83. Tages Ordnung: 1. In welcher Weise werden die Interessen der Arbeiter durch die sozialdemokratischen Zeitungen und in welcher Weise durch alle übrigen Bettungen bertreten? Referent: Reichstags- Abgeordneter Reisshaus. 2. Dis, tuffton, 3. Dertliche Angelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen bittet Bur Dedung der Unkosten 10 Pf. Entree. Der Einberufer. Belle- Alliance- Theater. 222/13 Die Volks- Vorstellungen unter Regie von Julius Türk werden jetzt täglich unter Theater annoncirt. Nächsten Sonntag: Don Carlos. Frauenvortrag. Grundmann spricht Donnerstag, 28. Jan., abends 81/2 Uhr, Admiralstr. 18c. uanvag an Vorsicht! willkommen. ist geboten beim Einkauf von Waschmitteln. Das beste, billigste und bequemste Waschmittel der Welt ist und bleibt Dr. Thompson's Seifenpulver ( Schußmarte„ Schwan"). zu haben in den meisten Kolonialwaaren, Droguenund Seifen- Handlungen. 229/19 Versammlungen. Theater- und Vergnügungsverein Helgoland. Sigung heute Abend 9 Uhr, Ackerstr. 144. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute Abend 8% Uhr: Mitgliederversammlung im Vereinstotal, Feuerstein's Festfale, Alte Jakobstr. 76. Witterungsübersicht vom 26. Jannar 1897. Statione 11. Barometer and in mm, reduzirt auf d. Meeressp. 742 745 744 758 752 Windrichtung W MSM WNW Windstärke BAB TA4424P( Stala 1-12) Wetter Schnee Temperatur nach Celfus 50. 4° R.) bedeckt bedeckt halb bedeckt woltig 749 bedeckt 750 NO Schnee 17 762 NW 3 wolkig 2 747 • NW 7 bedeckt -1 759 • • halb bedeckt -0 WSW 3 Wetter- Prognose für Mittwoch, 27. Januar 1897. Etwas wärmer, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit leichten Schneefällen und ziemlich frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Arbeiter- Bildungsschule Berlin. Abtheilung: Künstlerische Veranstaltungen. Sonnabend, den 30. Januar 1897, im Saale des ,, Böhmischen Brauhauses", Landsberger Allee No. 11-13: Schubert- Feier Zur Erinnerung an die 100. Wiederkehr des Geburtstages von Franz Schubert. Festvortrag über ,, Schubert und seine Bedeutung für das Volk", gehalten von Herrn Dr. C. Krebs. Gesangsvorträge Schubert'scher Liederkompositionen, ausgeführt von Fräulein Martha Dsirne( Sopran). Trio von Schubert für Klavier, Violine und Cello, ausgeführt von den Herren Anton Foerster, Paul Müller und Max Dietrich, Cellospieler. Solo für Klavier, ausgeführt von Herrn Anton Foerster. Konzertflügel: Blüthner. Eintrittskarte 50 Pf. Beginn pünktlich 8 Uhr. Die Saalthüren werden vor Beginn jeder einzelnen Programm- Nummer geschlossen. Das Rauchen ist während der ganzen Dauer der Vorträge nicht gestattet. Nach dem Konzert: Ball. Es wird dringend gebeten, sich möglichst bald mit Billets zu versehen, um einer Ueberfüllung des Saales frühzeitig genug vorbeugen zu können. 5/5 M& W.Müller's Literflasche NORDLICHT Mk.1 A alter Nordhäuser Nordhauser Kornbranntwein brennerei Waldemarstr.29 BERUKS Der Vorstand. M.& W. Müller's Nordlicht ist ein vorzüglicher alter Nordhäuser. Derselbe ist mit der goldenen Medaille und dem Ehrenzeugnisse 1896 prämiirt. M.& W. Müller's Nordlicht ist bester Ersatz für theueren Cognac. M.& W. 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Verantwortlicher Redakteur: Angust Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.