„ W«, l!ih. ii z» t<: r. 62. Frettag. den 14. März 1890. 7. Jahrg. moltM n«-« Ui-ip ir bri«� SS Hrgan für die Znlerefsen der Arbeiter. Voiesdl.tt» Fcsttaßeii. AbonneinentSpreiS für Berlin frei Mark, wöchentlich 26 Pf. Einzelne Nummer 5 Pf. "--t r«-v>•. 6o,m(n08:%(air 10 Pf. Poftabömwmenl U5 Mark pro März. Scfiiii"'! nicht"' 2 Marl:, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. ZZMM�WZWM Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -« Fernsprecher: Amt VI. Ztr. 4100.« die! Nedolütion: VeukhMotze 2.— EIepedition: MnrnlevMsltzv 44, d-cl WoMsMml im Jerhre 1886/) Uhr, 'iolnÜ1111- �'e HochMth des WahlkampfeZ alluiülig zu ebben z, Iii j�pif iinh ßWfpapnlipit mr JtnrKetuitlfl Ullferes Colitis meit über ba§ I KCif-'l unb Gelegenheit - 4«fWs Ä J.9.cu Spazierganges wieder gunillger. �ne ami- hat. wie wir früher gesehen, den unumstöß- Ir., II Jnpninlp J. t.r. i.:.__ c. zur Fortsetzung unseres s wieder günstiger. Die amt- Stoii ü», Uhr- «>• beweis erbracht, daß die Arbeitskraft des Volks- weit über das richtige Maß hinaus ange- Mia niUb" �rtn �nlin' ü�ne M der Uebertreibung k; o.v|lt„ wachen, von einer kulturwidrigen Ausnütznng rikn�. reden. So selbstverständlich eine rationelle >!>....... � t'i?efel)gc6iutg ist, die den Handarbeitern höhere Löhne chrzere Arbeitszeit verbürgt, so selbstverständlich ist iiw/'R Lehrerschutz, eine entsprechende Fürsorge für diese I Ä?n Kopfarbeiter. ettua & IIU,' � 1 r V U l l 11 I[ j c u t v kj u iT a| u;««. W v v v r |L®rei;fch le ch t ert haben, während ihre Ar- \>/-! i st u 11 g gestiegen ist, wir erfahren ferner i- daß das Arbeitseinkoimnen ein u nz ur eichen- tob/ t, sodaß für die große Masse der Lehrer eine rem- Itiift R'che Lebenshaltung zur Nothwendigkeit wird. Vor jL Jetzig Jahren, im Jahre 1820, betrug in Preußen j» �»vchschnittsgehalt eines städtischen Lehrers 038 M. -.'ländlichen Lehrers 258 M., im ganzen Staat, fef/j Doch berichtet die oft zitirte„Denkschrift", daß that- tk/l diese Durchschnittszissern zu günstige find.** Ve- il/!# des Oberpräsidenten von Posen melden aus de» kl// 1828, daß im gleichnamigen Regierung»- 1//„278 theils evangelische, theils katholische 2 ,,tt bestehen, welche an baarein Einkommen jährlich vo'i 30 Thaler gewähren; bei 53 Stellen beträgt Stn/drergehalt zwischen 4 und 12 Thaler." In anderen lich"rzen stand, es nicht besser; selbst, in der wirthschäft- 4ilt! sozial fortgeschrittenen Rheinprovinz war um da» iz,,1834 ein Lehrer(im Kreise Wetzlar) welcher W/ iz�r Einkommen hatte,„wozu er sich noch 24 Thaler yo r e i n k l o p s c n verdiente." {(L,(wer haben w i r es denn heute so gar herrlich weit T#? Kann es etwas Kennzeichnerendes für den tiiclns der preußischen Zivilisation geben, als weiin die '!i;,X omeidcnswerthe Bescheidenheit der Herren Schneide n 15 1 1 Petersilie trinmphirend ausruft:„Wenn ein 1%1. 91 r. 34, 37, 30. > A. a. O. S. 35. ocvboteii.l Feutllekon. [7 ?i j/ M irf" Ä l | i Der Mord ans dem Kalle. Aus dem Leben einer Kreisstadt. Von I. S. Panow. lütif.Z Ein großer, schöner Mann, sagte er.... etwa �»m.f Ranzig Jahre... ein grauer Paletot... eine ' �e.lmütze... sonst kann ich mich ans nichts erinnern. """ War er nicht verwundet'{ fragte ich unerwartet. "lein. kl Uterschreiben Sie das Protokoll l cvs durchlas es und unterschrieb. �es�wjtheilte ihm den Auftrag zu seiner Abführnng ins ~oi,""Deshalb ins Gefängniß? frng Aron in kläglichem \%� ist da die Gerechtigkeit? Ich werde mich De« Das Gesetz verpflichtet die Gefäntznißdirektore», den sitb; Zögert cht. Aus dein Gefängniß wird sie an mich gc- �tei.,.'ch werde sie an demselben Tage, mit meinen Er- i ln3C11 versehen, an das Gericht leiten. Ich mache Sie !? voraus darauf aufmerksam, daß Ihre Klage, was . tsnng aus den, Gefängniß betrifft, nicht beachtet 'tge. Daß Sie der Mörder nicht find... daran 4) safl keinen Zweifel, aber von zivei Voraussetzungen Leuchtthurmwärter als Lehrer von 8 bis 10 Kindern, die sonst ohne Unterricht bleiben, ein geringfügiges Gehalt er- hält, so darf das nicht bemängelt, sondern kann geradezu als ein Stolz der preußischen Unterrichtsverwaltung be- zeichnet werden, welche es auch da, wo alle materiellen Mittel fehlen, versucht, die wohlthätigen Ziele der allge- meinen Schulpflicht praktisch zu erreichen.*) Es„darf nicht bemängelt werden", ja es ist„geradezu ein Stolz" der preußischen Regierung,. daß ein Leuchtthurmwärter an Stelle eines Volksschullehrcrs die„wohlthätigen Ziele der allgemeinen Schulpflicht praktisch erreicht", gegen„ein geringfügiges Gehalt". Aber freilich„alle materiellen Mittel fehlen". Wirklich, fehlen sie, oder werden sie nicht etwa für reproduktive, schädliche Zwecke vernützt? Man schaffe bessere, menschenivürdige Verhältnisse, mmt zahle die Lehrerschaft besser, und der preußische Staat braucht keine Leilchthurmwärter, um die genannten„wohlthätigen Ziele" zn erreichen. Eine eigene Spielart des„Stolzes" fürwahr ist es, ans welchen sich unsere offiziellen Gewährs- mäuner so viel zu Gute thun. Wir meinen, er rangirt in derselben Reihe, mit welchem man auf die Schlacht bei Jena und die Heldenthat von Olmütz blicken kann. Um „materielle Mittel" zur Befriedigung eines Wichtigsten Kulturbedürfniffes braucht Preußen nicht verlegen zu sein. Der Welsen so nds, aus welchem die unholde Sippe der Reptilien geffittert wird, köiiiite schon deil dringendsteu Anforderungen vorderhand genügen, und statt die öffent liehe Meinung mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln zu verpindtern und zu verschweinburgern, könnte das Bit dungsniveau der breiten Massen nur ein Weniges gehoben, der Standard of life der Volksschullehrer verbessert werden. Betrachten wir das Stelleneinkommen der Volksschul- lehrer im Jahre 1878 und 1886, so stellt sich Heralls, daß dasselbe sich verschlechtert hat. Dasselbe betrug in den auf dem im ganzen Städten Lande Staate im Durchschnitt Mark 1878 1405 953 1107 1886 1277 951 1070 Also in 1886 w-ttiger M. 128 2 37 Trotzdem von Jahr zu Jahr die P r e i s e der noth- wendigen Lebensbedürfnisse gestiegen sind,„trotzdem die Jitnkerpolitik Fleisch, Brot, Ocl, Tabak u. s. w. stetig vertheuert hat,— eine Thatsache, die n. A. in den Motiven zur Erhöhung der preußischen Zivilliste klipp und klar zum Ausdruck kam—, ist der Durchschnittsgehalt der Lehrer g e s u n k e n. Diese Erscheinung tritt noch viel greller und schlagender vor Aiigen, wenn man die Lage der Dinge in verschiedenen Provinzen sich veranschaulicht. Der Turchschnittsgehall für städtische Volksschullehrer betrug: *) A. a. O. S. 65. muß eine richtig sein: entioeder verbergen Sie den Mörder und theilen mit ihm den Gewinn au-Z dem Verkauf der Brillanten, ober Sie haben, ohne den Mörder zn keinieu, eine Sache gekauft, von der Sie wußten, daß sie durch ein Verbrechen erworben war. Daraus befahl ich, Chaim Faiwclowitsch Avon in's Gefängniß abzuführen. Ich war nach dem Verhör überzeugt, daß alle Ans- sagen dcS Juden erlogen waren. Kaum hatte der Arrestant mein Zimmer verlassen, so vernahm ich einen Streit im Empfangszimmer. Aron verlangte, zn mir gelassen zn werden; die Wächter widersetzten sich dein. Ich befahl ihnen, zurückzukehren. Arous Gesicht war ungewöhnlich belebt. — Was wollen Sie? srlig ich. — In der Verwirrung beim Verhör habe ich vergessen . ich habe mich jetzt erst ans einen besonderen Umstand erinnert, den ich bei dem, jungen Mann bemerkte, der mir die Brillanten verkaufte: er war ein Linkhändiger... — Woraus schließen Sie das? — Er öffnete sein Zimmer mit der linken Hand. Den Koffer, aus dem er die Brillanten nahm, öffnete er mit der linken Hand. Als er sich verabschiedete, reichte er mir die linke Hand, und er sagte mir.auch, daß er von Jugend m; gewöhnt sei, alle» mit der linken Hand zn machen ...«Ich schreibe und mache alles mit der linken Hand," sagte er. — Und seine rechte Hand haben Sic nicht gesehen? — Rein, die habe ich nicht gesehen. — Sonst haben Sie nichts zn sagen? 1878 Mark 1993 1150 1830 1423 1121 1345 1351 1608 1886 Mcuk 1675 991 1144 1211 1027 1138 1250 1373 Rückaang biS 1873 Mark 323 150 195 212 04 207 101 235 in Berlin.. „ Westprenßen „ Brandenburg „ Pommern. „ Posen.,. „ Sachsen.. „ Westfalen. „ Hessen-Nassau Das sind typische Zahlen, die einen Rückgang ans der ganzen Linie haarscharf aufweisen, eine beklagens- werthe Riederlage der Volksbildung, ein krasser Miß- stand, dessen Beseitigung eine selbstverständliche Forde- rung ist. Wie sieht es auf dem Lande ans? Der Durch- schnittsgehalt betrug z. B.: in Wesipreußen „ Pommer». „ Posen... .. Westfalen. Heffen-Nassan 1878 Mark 830 885 863 1070 936 1886 Mark SOG 883 850 1044 909 Rückgang seit 1878 Mark 24 2 13 85 27 Daß diese Gehälter zum Theil dem Jahresverdienst q n a l i s i z i r t e r Handarbeiter in denselben Be- zirken ungefähr gleichkommen, dürste unbestreitbar sein; aber es ist ebenso klar, daß sie zum Theil nicht mit jene» konkurriren können. Hinzugefügt sei, daß in Brandenburg der Gehalt von 979 auf 992 in Sachsen von 1083 ans 1054 M.„gestiegen" ist. Unter diesen Umständen in u ß sich naturgemäß das Angebot von Arbeitskräften vermindern. Aber auch die diesmalige Thronrede hat die Volksschule und Volksschul- lehrer mit keiner Silbe erwähnt. Geduld und nochmals Geduld, abivarten! Wie lange noch? Meint man, daß der soziale Friede durch derartige Mißstände gefördert werde? Glaubt man, daß die Voltsschullehrer aus die Dauer in Gottesfurcht lind Demuth ihr Loos weitevtragen und Kartell- b r ü d e r wählen werden? Immer mehr bricht sich in den Kreisen dieser Kopfarbeiter die Ncberzengung Bahn, daß nur die Sozialdemokratie ihnen Hilfe und Heil bringen wird. Mögen auch Viele, sehr Viele noch unter der Fuchtel des„gnädigen Herrn" und der Schul- räthe sich beugen, mögen Viele dein lendenlahmen Deutsch- sreisinn folgen, wir sind gewiß, daß in absehbarer Zeit die Lehrerschaft der Arbeiterpartei sich ziiwenden wird. Wohin auch sonst mit ihr, da sie Proletarier sind.__"'' — Nichts. — Treten Sie ab. Sic gingen. — Jkoform hat recht, dachte ich, und der Jude spricht vielleicht auch die Wahrheit, wenn er sagt, daß er die Brillanten von einem jungen Mann gekauft hat, mir ist dieser kein Linkhändiger, sondern seine rechte Hand war verletzt. VI. I t s ch a l o w. Am folgenden Tage befanden sich die übrigen 29 Steine in meinen Händen. Aron erkannte sie als dieselben-an, die ihm abgenommen wurden. Auch Ruslanow, den ich zn mir lud, erkannte sie als die Brillanten seiner Tochter an. Er wollte sie sofort von mir in Empfang nehmen, da er die Stellte, welche das Haupt seiner Tochter in ihrem letzteil Lebensaugenblick schmückten, so rasch als möglich in seinen Häudeil haben wollte, aber ich mußte ihm dies ab- schlagem Die Untersnchnng war noch nicht abgeschlossen; sie Ruslanow zn übergeben, war unzulässig, da sie bei ihm verloren gehen tonnten. Er schrieb sofort nach Petersburg, und erbot sich, dem Polizeiagenten, welcher Aron angehalten hatte, die von ihm versprochene Belohmnig auszuzahlen, aber sein Anerbieten wurde selbstverständlich nicht angenommen. Kokorin war entzückt, als er die Einzelheiten der Aussage Arons erfuhr. — Nun, sprach ich zn ihm, in nnseren Händen sind jetzt die Brillanten und ein Stach des Rockes des Mörders; außerdem haben wir die Gewißheit, daß der Nichtswürdige verivnndet ist. Nun ist an Ihnen, die Reihe, zu handeln. M stdvlijen. Zkru»-Uovii, b(ii 23. Februar. Mit spannender Erwartimg blickten die deutschen Sozialisten in Amerika ans den Ausfall der Rcichstagsivahlen— aber die schon- am Tage der Wahl hierher gelangenden Nachrichten(14 Siege und 37 Stichwahlen) über- trafen dieselbe, und man kann sich die gehobene Stimmung denken, welche überall herrschte, wo sich au dem Abend des Tages die Genossen versammelt hatten, um die eintreffenden Depeschen zu , Das war einmal eine Erfrischung in dem öden Dasein, das wir hier noch immer zu führen haben, und es ivird wohl Keiner von allen gewesen sei», der sich nicht in das„Kampfgewühl" dort drüben gewünscht Hütte! Die an den beiden folgenden Tagen eintreffenden Nachrichten, welche die gewonnenen Wahlkreise anf 20 und die Stichwahlen auf ca. 50 erhöhten, konnten die festliche Stimmung, in der sich alles befand, nur noch verstarken, und es ist erklärlich, das, vor- muiig alles Andere von den Ereignissen drüben in den Hintergrund tritt. Für die meisten der alten Genossen, für die, welche seit Ein- fuhrnng des ZlnsnahmegesetzeZ nach Amerika verschlagen wurden, waren die Resultate an vielen der Orte. ,vo die Sozialisten in Stichwahl kommen, geradezu verblüsfend; ist doch eine ganze -»leihe darunter, an denen vor einem Jahrzehnt kaum der Anfang einer Bewegung vorhanden war. cn--No I).n',tcu Lropc Erfolge erwartet, aber sie sind durch die -ivirklichkeit bei weitem ubcriroffen worden! Jetzt muß es drüben em wahrer Hochgenuß sein, für die große Sache zu wirken, trotz allen Hindernissen! m.T�m'wlt■ Sßnhltages trafen Zahlenangaben nur von und Chemmi) ein. Tie 125 000 Berliner Stimmen erregten « �ude nehmen wollte: und„ganz Hamburg s.zlaldeniokratiich.' wurde nut nicht geringerem Enthnsiasmns vegrußt. Neber die GezamMt-Stiinmenzahl unserer Partei konnte natürlich noch mchE Bestimmtes angenonimen werden, doch schätzte beträgt*' 1; heute wissen wir, daß sie weit mehr _ Kreisen der Genossen ist hier und da schüchtern der Hostnung»lusdruck gegeben worden, daß die Ereignisse in Deutsch- land, vor denen die ganze hiesige kapitalistische Presse wie„der Ochse vor m Berge steht, auch ihren Eindruck aus die hiesige Arbeiterbcive- gung machen ivürdeu und dadurch die Bestrebungen, dieselbe in das Fahrwasser der europäische!, Bewegung zu bringen, endlich Aus- licht auf Erfolg hätten. Leider muß ich konstatircn, daß das nicht zu erwarten, st. In denjenigen englisch, sprechenoen Kreisen, in öeneu der, Sozwllsmus mehr oder weniger Eingang gesunden, haben freilich die Siege der deutschen Sozialdemokratie eine an- nähernd gleiche Begeisterung hervorgerufen, wie unter den deutschen Sozialuieu selbst; aber im uebrigen(auch bei.der Masse der„ameri- famsirten" Deutschen) herrscht eine Stupidität, die einen zur Ber- zweiflung bringen könnte. Zunächst ist der-amerikanische, eingeborene Arbeiter un höchsten Grade unwissend: selbst derjenige Theil, der die Staatsschulen durchgemacht, hat kaum einen klaren Begriff von der Geschichte des eigenen Landes, und alles, was außerhalb denelben liegt, sind für ihn„böhmische Dörfer". Dabei ist ihm sw.. Dunkel ,n Bezug auf des eigenen Landes„Nuhm und Grope" emgeimpst worden, der ihn auf alle anderen Lander mit Geringschätzung herabblicken läßt. Was den amen- kamschen �zreit betrifft, der(wie ich das schon des öfteren angesuhrt) hier eine ganz bedeutende Rolle spielt, so hat derselbe freilich außerdem noch ein Plätzchen in seinem Herzen für die„grüne Insel"; das ist aber auch alles, und in sonstiger Beziehung steht er dem„echten" Amerikaner in Beschränktheit und Eigendünkel in nichts nach. Ganz dasselbe ist von den „anlerlkanisirten" Deutschen zu sagen, bei denen noch als er- schwerender Umstand in Betracht kommt, daß sie ans niederer Ge>mn>ing hinter den anderen herlaufen. Derart ist das Menzchenmaterial beschaffen, mit dem wir heute noch zu thun haben, und da ist es freilich nicht zu erwarten, daß diese Elemente sich für etwas interessiren, was ihnen fremd ist. Wir haben bei den überraschenden und höchst erfreulichen Er- cigillisen iu England gesehen, daß selbst die Dinge, die sich im „Mntterlande" abspielen, das amerikanische arbeilende Volk nicht in der Weise anzuregen vermochten, ,vie das eigentlich als selbst- verständlich«wartet wurde.— Es ist hier die Frage besprochen i vorden, besondere Versammlungen zu arrangiren, lim den englisch sprechenden Arbeitern die Bedentnug der deutschen "Arbeiterbewegung klar zu machen; das Schlimme ist nur, daß diejenigen, welche dieser Belehrung bedürften, nicht in solche Versammlungen kommen. Also alle Illusionen bei Seite gelassen, werden wir sür niisere agitatorische Thäligkeit von den Ereignissen in Deutschland bei de» Amerikanern keinen, oder einen kaum in Betracht kommenden Vortheil haben; infolge dessen aber auch nicht darauf rechnen können, daß die große Masse der deutschen Arbeiter— soweit sie nicht überhaupt versumpft siild— dadurch angeregt werden, sich aktiv zu betheiligen. Mit welchen„Kaffern" man hier noch zu thun hat, möge folgender Vorfall illnstrire»: Auf Anregung in der Central Labor Union sind ini Coopcr Institute freie Sonntagskonzerte für die Arbeiter und ihre Familien arrangirt worden; zum Ein- Der Elende, der im Hotel„Mir" abgestiegen war, ist offen- bar zu schlau und vorsichtig, um in diesem Hotel eine Spur zu hinterlassen. Ich sehe voraus, daß er blas mit Hilfe des Tuchlappens entdeckt werden kann... — Das denke auch ich, und ich habe bereits alle nöthi- gen Maßregeln ergriffen. In Bezug auf den Zettel sind bis- her alle meine Nachsorschmkgen vergeblich gewesen. RuslmiowS selbst können nicht begreifen, was er bedeuten könnte. Wenn er für diesen Fall eine Bedeutung haben sollte, müßte ihm ein Nomon vorhergehen, aber auch von einem Roman vermochte ich nichts zu erfahren. Es scheint nichts derartiges vorgekommen zu sein. — Behaupten Sie nichts zu rasch. Suchen Sie. Ich verabschiedete mich von Kokorin, nachdem ich noch- mals die Versicherung vernommen, er werde früher oder später gewiß das Kleidungsstück entdecken, von dem sich ein Fetzen in unseren Händen befinde. Inzwischen schrieb ich nach Petersburg, wegen des Verhörs der Dienerschaft im Hotel Riga und der Po- lizeibeamten, welche Aron verhaftet hatten. Mit Moskau setzte ich mich in Verbindung wegen Durchsuchung deS Kontors Arons und Befragung der Personen, denen er die füns Brillanteil verkauft hatte, sowie oer Dienerschaft im Hotel„Mir". In einer Woche erhielt ich die Ergebnisse der Unter- suchungsrichter. Es ergab sich, daß Aron wirtlich aus Mos- kau nach Petersburg gekommen tvar, da er durch den Omnibus des Hotels vom Bahnhof der Mkolai-Bahn abge- holt worden. Aus Moskau sandte mau mir die silberne Einfassung des Diadems und die Geschäftsbücher Arons, iu deueu wirtlich die Namen der Käufer der Steine eingetragen waren. Tie Brillanten, welche Aron verkauft hatte, wur- den den Käufertl abgenommen, und so war das ganze Diadem zu Staude gebracht. Die Dienerschaft im Hotel„Mir" sagte auS, daß iu Nr. 15 wirklich ein junger Mann, aber nicht für lange Zeit, ini ganzen für zwei Tage abgestiegen war. Woher er kam und wohin er reifte... das wußte niemand. Er trug wirklich einen grauen Paletot«nd eine Lammfellmütze. tritt berechtigt jede Mitgliedskarte einer Arbeiterorganisation, außerdem werden aber auch an verschiedenen Stellen an Jedermann vorher Eintrittbillete umsonst verabfolgt. Als min kürzlich zwei Mitglieder der sozialistischen Slrbeiterpartei auf ihre Mitgliedstarte derselben Einlaß begehrten, zeigten die am Eingang postirlen Komtteemitalieder unter spöttischem Gelächter dieKarten dem ebenfalls dort stationirten Polizisten mit deniBemerken: „Sieh' hier, Socialistic Labor Party, ist das mm eine Union- Karte?" Schließlich wurde den Leuten aber doch der Eintritt gestattet mit dem Bemerken, kunstig eine„bessere" Karte mitzu- bringen!— Wie es mit den Achtstnnden-Deüionstrationcn an Washingtons Geburtstag abgelaiifcii, läßt sich noch nicht über- sehen. Hier in New-Aork war die zwecks dessen arrangirte Ver- sammlung im Cooper-Jnstitute kümmerlich besucht; es mochten zirka 1000 Personen anwesend gewesen sein, und zwar ersichtlich fast_ ausschließlich Deutsche, was man an dem all- gcmcineil Beifallssinrin sehen ionnte, ivenn die Rede auf die Wahlen in Deutschland kam. Auch bei dieser Gelegenheit hatte das Arrangeineiitskomitee, wie bei der Schnkversammlung, es daraus abgesehen, keine sozialistischen Redner auftreten zu lassen. Bezüglich der Achtstniidcn-Bewegung im allgemeinen finde ich eine Notiz aus dem in Clcveland(Ohio) erscheinenden„Wächter am Erir", welche die Situation)>vic sie vielerorts beschaffen ist, treffend schildert. Sie lautet: .»Die Leitung der Achtstlmdcn- Beivegnng in unserer Stadt scheint in schlechte Hände gerathen zu sein. Wenn sich verun- glückte Politiker, bankerotte Advokaten und von ihren eigenen Gemeinde>i desavonirte Methodistenprediger zu Führern der Arbeiter aufwerfen und unberufene Sprecher für die- elben das Wort ergreifen, so ist ihre Sache von vornherein diSkreditirt. Aufrichtige Freunde derselben, Leute, die es ehrlich mit dem arbeitenden Volte meinen und mit ihm leben und streben, werden mit Ekel erfüllt und ziehen sich mit Widerwillen von einer Bewegung zurück, die durch selbstsüchtige Demagogen in älsche Bahnen gelenkt wird. Es ist ein Unglück für die Arbeiter, iah die Klasse der dunklen Ehrenmänner und politischen Hochstapler gewöhnlich dann zur Führung gelangt, ivenn man sich Erfolge verspricht.— Von allen Miß- griffen, die hier in der Achtstunden-Veivegilna begangen worden sind, ist der obige der schlimmste. Das deutsche Element, welches sich nicht durch Phrasen ködern läßt, ist dadurch gradezu aus der Agitation hinausgedrängt. Dieselbe muß unter den ob- waltenden Umständen scheitern, wenn nicht eine kräftige Hand die Zügel erfaßt, oder vielmehr den Besen, und das Demagogen- pack zum Tempel hiiiausfegt."— In der Neiv-Uorker Legislatur hat man sich also vergeblich um das„Fell des Bären" gebalgt; der Bundes-Kongreß hat sich mit großer Majorität für Chicago entschieden! WoMtsWe Mebrevfichk. Der Reichstag soll der„Nat.-Ztg." zufolge bereits zum 10. April einberufen werden. Die Arbeiterschuff-Konfereni der Rrsierrnigeu tritt am Sonnabend, den 15. März zusammen und wird ihre Berathungcn im Kongreßsaale des Reichskanzlerpalais in der Wilhelmstraße abhalten. Die„Hamb. Nachr." bringen einen offiziösen Berliner Artikel, in welchem die Ansicht vertreten wird, daß Arbeiter- chutz-Gesetze>itwiirfe nicht ohne Rücksicht anf das Ergebniß der internationalen Konserenz vor deren Beendigung dem Reichstage vorgelegt werden könnten, weil Deutschland da- durch, daß es zum Meinungsaustausch über bestimmt for- imilirte Fragen eingeladen, die moralische Verpflichtung übernommen habe, die Erzielung eines Einverständnisses in dieser oder jener Richtung abzuwarten, ehe es zur praktischen Er- Weiterung des Arbeiterschutzes in der eigenen Gesetzgebung übergehe. Da es sich um nichts wesentlich Neues handle und in einzelnen Staaten eine, wenn auch unzureichende Praxis vorliege, so sei anzunehmen, daß die einzelnen Re- giernngen ihren Standpunkt bereits gewählt haben werden. Ueber die Konferenz selbst wird dann folgendes mitge- thcilt: Dieselbe iverde nicht im Plenum akademische Tis- »ssionen halten, sondern nach der Eröffnungsrede gleich Aus- chüsse zur Berathung der Spezialfragen bilden und dann deren Berichte in fünf oder sechs Plenarsitzungen erledigen. Die Konferenz werde kaum über vierzehn Tage zu thun haben und dieselbe vor Ostern schließen können. Man werde sich daher keiner Bersäumniß schuldig machen, wenn man die Konferenz abivarte, bevor mau den Reichstag be- rufe, und damit werde man andererseits die gebührende Rücksicht auf die anderen Staaten nehmen, ohne die eigenen Interessen zu gefährden. Es sei denn auch gegründete Aussicht vorhanden, den Reichstag erst kurz nach Ostern zu Der Schweizer sagte aus, daß er am Tage seiner An- stuft sich aus mehrere Stunden irgendwohin begab und mit einem Juden in das Hotel zurückkam. Am folgenden Tage kam ein Packträger zu ihm, der mit einem kleinen Packet von ihm fortging. Gleich hinter ihm fuhr der Passagier von Nr. 15 auch fort. Der Packträger kam zurück, aber man theilte ihm mit, daß daS Zimmer leer sei. Anf die Frage des Untersuchungsrichters, toeshalb man dem Durchreisenden nicht den Paß abverlangt habe, erwiderte der Leiter des Hotels, daß er versprochen habe, ihn zu bringen, indessen aber rasch abgereist sei. Der Reisende hatte einen kleinen Koffer bei sich. Außerdem verständigte mich die Moskauer Polizei, daß ciil ausgedienter Soldat, der im Artet der Packträger diente, der Vcrwaltiuig des Instituts 800 Rubel übergeben habe, die er nach seiner Aussage in dem Leihamt Arons erhalten hatte, um sie einem Reisenden nach Nr. 15 im Hotel„Mir" zu überbringen. Was er in das Leihhans getragen hatte, vermochte ex nicht genau anzugeben, da er das Bündel nicht aufgebunden und der Jude es in dem andern Zimmer untersucht hatte. Die Nummer seines Blechschildes ivar Gl. Ich mußte Aron nach Moskau schicken, um ihn mit dem Packträger und der Tienerschaft des Hotels zu kon- froutiren. Man sandte ihn bald zurück. Tie Protokolle der Zengeuverhöre führten zu der Neberzeugung, daß alle seine Angaben richtig waren. Dessenungeachtet rückte die Allgelegenheit wenig vor- wärts. DaS Diadem war gefunden; der Jude, der es auf strafbare Weise erworben hatte, war im Gefäuguiß. Es fehlte der Räuber des Diadems und folglich der Mörder. Nach den im Garten hinterlassenen Spuren konnte man ihn blos vom Fenster des Ruslanow'schen Hauses bis zum Zaun verfolgen. Nachher ivar durch die Untersuchung nur festgestellt, daß er nach Moskau gereist war, wo er die Brillanten verkaufte... offenbar blos, um sie los zu werden. Fürchtete er die Verfolgung, nachdem der Fall all- gemein bekannt geworden? Oder brauchte er die Brillanten und das für sie ihm ausgelieferte Geld überhaupt nicht? Im ersten Falle: warum hatte er das Diadem geraubt Abl-Pp W g Ltl- bec'iifen.' Tie Meiisting, daß durch gebniffe der Konferenz eine Verhängnis™---. sozialistischen Agitation zn Gute/ tzMe Zögerlmg in der Ausführung der ka'ierlichen herbeigeführt werde, sei bei dieser Sachlage unM. � Das genannte Blatt bemerkt noch dazu,«. � eine Auslassung im Pariser„Temps" enHreche. � Deutschland die nachgesuchte Verschiebung dttKons. � 8—14 Tage mit Bezugnahme ans den Wunsch dem Reichstage die Beschlüsse der Konferenz vorzMg gelehnt habe.'. jut Als deutsche Delegirte(nicht als Deleg e mielneu Bundesstaaten) sind berufen: Staak r..iie Frhr. von Berlepsch, Handelsministerium S.. Direktor im Auswärtigen' der vortragende Rath im Reichsamt Regiernngsrath Lohmann, der Hilft Ministerium der öffentlichen Arbeiten tsey. Hauchecorne, der bayerische Ober-Regiernngsrath� der Geh. Kommerzienrath Frhr. von Heyl und u ,%ntic besitzeriKöchlin. Als Konferenz-Sekretär wird der vo Rath im Auswärtigen Amt Geh. Legqtionsrath~x> fungiren. � Eine alt« Lüge. Unter der Neberschrift: wirklichnng sozialistischer Ziele" geht folgender.lrul die gcsaminte Kartell- und Reptilpresse:.»ittcke A' In den vierziger Jahren entwickelte der statJJ®" L,# zialisr Lonis Blaue ein Programnr, das dem von oe � -•"-•**---"'»T«! ffitöcken aleichst.�lB dck im Zergraty*' Sozialdemokratie aufgestellten in vielen Stücken gl«ch- � verlangte Umwandlung der bestehenden GesellsaM! und des herrschenden Produktionssystems: er Recht der Arbeit, die Abschaffung des Unterneyme g aW die Gründung von Nationalwerkstätten, die ßaMUffl polisiruiig der Industrie. Im allgemeinen also sorderniigen der Sozialdemokraten schon in Blanc s i-P enthalten. Diese Ideen nun sind infolge der Februars zu Paris im Jahr 1843 praktisch verwerthct worden- ivar eine der ersten Maßregeln der Regierung der � w.W' Art von Fabrikgesetzgebung. Dieselbe war aber ic> w � die Abeitszeit ivnrde so bedeutend herabgesetzt, HandelsstockungeintratunddieArbeitermaffenhaftbroNo-' m Infolge dessen drohte der Zlusbruch einer Gegenrevow M nach, venig Tagen, Arbeitermassen zogen vor daß- und formnlirten ihre Wünsche. Die Regierung erlam thatsächlich das Recht auf Arbeit an und beschloß/ J unbeschäftigten Arbeiter vom Staate eine tägliche UmM.� von IVe Franks gezahlt werden solle; diejenigen M' rheit iiachgewiesei Profession oder erhalten. Selbstverständlich■ sie sich bei dem Arbeiten um nur 50 Cents besser beim Faullenzen, und daher erfolgten massenhafte � stellnngen, so daß die Maine zu Paris kurz darauf im für erschöpft erklären mußte. Da verfiel man ans die 0> von Nationalwerkstätten. Aber auch dieses Expertw� M glückte; die tüchtigen Arbeiter wurden durch ihre@!ctÄ mit den leistungSimsähigen entmuthigt und verließen H � statten, in denen sich nun alles, was an Bummlern«" �ii» blinden in Paris vorhanden ivar, sammelte. Sluw sich it. a. 600 Künstler(Schauspieler, Maler, Muilt rfi welche ebenfalls das„Recht anf Arbeit" in Anspruch 1, v> und vom Staate als Inspektoren— wo es nichts aussichtigen gab— angestellt wurden. Die Armee der s. günger schwoll so allmälig auf 150 000 Mann an; die A». Werkstätten aber kosteten dem Staat in den ersten 4 rt, ihres Bestehens nicht weniger als 14 Va Millionen ö Das ging endlich der Negierung zu weit, sie verfügte 0 lösung dieses unpraktischen Instituts und gab noch zum jcoein ivieder„brotlos" geivordenen Arbeiter eine("i/ Entschädigung von je 80 Franks, zusamnien also uo«» Millionen. Die Arbeiter indessen wollten sich„ihr Rech verkümmern lassen"; sie errichteten Barrikaden und nlch. � jene ftirchtbare Jutii-Revolution ans, welche ohne Zmsfi gii den grausigsten Ereignissen unseres Jahrhunderts MÜW war ein furchtbares Strafgericht, welches über den Sozm ,>,«1 dahinsnhr und anf lange Zeit jede öffentliche Ae>>?�i sozialistischer Tendenzen in Frankreich unmöglich machtt � vier Tage dauerte die mörderische Schlacht in den-jff Der Verltist aus beiden Seiten betrag 10000 Todte M*' ivnndete. Endlich siegte die bürgerliche Ordnung über die. und die unglücklichen Opfer der Äolksversührer wurden hingerichtet, theils deporttrt. So die kartellbrüderlichen Lügenpeter. Alles liehe in diesem Artikel ist Lüge und Fälschung. Äbgck�, davon, daß Lonis Blane's Lehren mit dem Wissenschaft, � deutschen Sozialismus gar nichts gemein haben, � 1- St-uA angesehen i und sich einer Gefahr ausgesetzt? Er konnte Fluß werfen oder in der Erde vergraben. Im zweiten Falle konnte der Raub der nicht als die Veranlassung des Mordes angesel, Welche Rolle konnte bei dem Morde der Zettel spNS der bei der Schneiderin Masurina gefunden worden?- ihn der Mörder oder irgend ein anderer geschrieben? � Das waren die Fragen, auf welche ich eine besriedm � Antwort suchen niußre, und ohne deren Lösung ich die � legenheit nicht weiterführen tonnte. Aron konnte jetzt als Käufer gestohlener Brillantei» � Gericht übergeben werden. In seiner Wohnung waren mern der Zeitungen gefunden worden, in denen sich. genaue Schilderung der ganzen Affäre Ruslanow beft, Diese Stellen der Zeitungen waren mit rothem Sttft zeichnet, aller Wahrscheinlichkeit nach von ihm selbst, ob>° er es leugnete., — Nun, sagte ich eines Tages zu Kokorin, wen in Petersburg nicht geschickte Agenten gäbe, iviirdenswir diesem Augenblick immer noch blos Ruslanows GM durchsuchen... j: — Was befehlen Sie? frug Kokorin. Es ist � meine Schuld, daß eS dem Mörder gelungen ist, 8" � kominen. Jetzt muß man ihn in Moskau oder in PJLJ) bürg suchen. Sie sehen selbst, wie vorsichtig er ist. der Rock, von dem ivir ein Stück besitzen, hier wäre, M ich ihn gewiß finden. — Haben Sie bei den hiesigen Schneidern nachgtft� ob sie nicht jemanden einen Rock aus solchem- wie der Lappen verfertigt haben? — Wie sollte ich nicht nachfragen! Sie erwidern. Ji daß dieser Stoff jetzt modern sei, daß sie von solchem 15■' mehr als hundert Röcke und Paletots verfertigt bekannten und unbekannten Personen. Warum schließlich der Rock hier und nicht in einer anderen genäht sein? Der Mörder ist allem Anschein nach ein Hie! S? könnte er sonst alle Ein- und Ausgänge im Hause kennen? (Fortsetzung folgt.) LM snfiV't! Mn SozialiÄnus-..it fcsit Pariser„Rational- Siti. �n'' 9fti: nichts gemein gehabt. Im(Segentheit: !"J2cvf(tätten", die ein Hohn auf den Sozialismus :S-,n,uri)CR gegen Louis Blaue und die französischen Mv'lCU Sc9vüabct, und zwar von der fauatisirten Bour- K J' welche die Kontrerevolution vorbereitete und in der itifilf'1 �"ichincht auch für den Augenblick ihren Zmeck .Wer die Lassalle'schen Schriften kennt, wem, daß iisl.. Ichou vor 28 Iahren die Lüge von den„sozial:- itS �atwnalwerlstätten" an der Hand der Thatsacheil j-:,!.?��uichtet und die Urheber der Lüge mit dem ge- »ith v-1 Brandmal der Infamie versehen hat. Und heute j, ilä-nliche.Lüge von der Kartell- und Reptilpresie »Mdlckum wieder aufgetischt! Wem» sie nur wenigstens *«"gen erfinden könnte! Kinderarbeit und die absolute Nothmendigleit �."?botes dringt die..ftranfü Lta." eine gute Zusammen- «ten �\u)vn au�ujiiu;«uv«i»w-- v- Cn sruh durch ihre hohe Schulter gekennzeichnet. W«.' �'"au. daß Fädelkinder kaum eine halbe Seite»,r.. .. /m. ohne daß ihnen die Augen übergingen, und dav über CR mehr Kurzsichtige, sowie 2Ve Mal so viel W.gen- '' n'iiftt ihnen vorkommen, als bei den muft geiverblich bc- W« Altersgenossen. Und selbst dort, wo nur der Jsramn mit seinen Begkeitfaktoren als>lngun,tig !w s,»des Moment in Betracht kommen kau», selcht 6t W besonders schädliche Einflüsse für kindliche und jugend- Ebener festzustellen. Tic Eimvirkungen richten aber eben ,'°"ge gnnz besonderen Schade» an, tis der Körper mcht völlig ist, und eS wäre also auch ein Gebot der sozialen °ne. eine regelmäßige gewerbliche Beschästig, uig mcht früher chitir/"' Dieselbe rechnet indessen von vornherein unt den Verhältnissen und mit der für große Volksschichten ««°°nen Nothmendigleit, schon sehr früh ans Lernen und Vr?i';;« rn»whr zu Tage treten, als bei den Erwachsenen. ite.» B'M bei Kindern, die in stets vorgebeugter Haltung Muße», werden ungemein hänsig beobachtet. Knaben von Msnen zu gehen.' Sie hat bereits Konzessionen gemacht und l- fJß besonders gegenüber denjenigen betont werden, welche «ItS011 f"1 ein ungeheuer arbeitersrenndliches Zugeitandniß »'s?' wen» sie das Kind statt vom 8. oder 10.,„erst" vom libim•e"b, wie gegenwärtig nach Lage der deutschen Gesetz- m die Fabrik gehen lassen. Die soziale Hligiene be- S?. durch eine seltene Uebereinstimmung aller ihrer Auto- »in-, das 14. Lebensjahr als das Minimalalter, mit welchem * Verücksichtigung aller wirthschastlichen und sozialen "»stände regelmäßige Fabritärbeit beginnen dar,. ist die Hauptresorm gegeben, welche Deutschland T T»uf dem Gebiete der Kinderarbeit zu vollziehen wümerz Gesetzgebung muß an Stelle des§ 135 der Gels tv*dnung eine Bestimmung setzen, die lautet:„Kinder unter tzZMeil dürfen in Fabriken mcht beschäftigt werden.".... JfV- internationale Kongreß für Hygiene und Demographie. t;'8« in Wien die Autoritäten aller Länder»nd Zungen ver- Jp, schloß seine diesbezüglichen Bcrathnngen mit der Äln- uwe folgender Siesolution ab;„Bezüglich der Altersstufen von «i»'. fahren ist der vollständige Ausschluß von jeder Fabrik- geboten." Das läßt an Deutlichkeit nichts zu wünschen J)' und zur Beruhigung ängstlicher Gemüther sei schließlich -Muckt, daß die Schweiz diese Aufforderung ohne Schaden -(J'we Industrie längst befolgt, also das Minimalalter von nähren für Fabrikkinder gesetzlich eingeführt hat. Bisher war Iis? Teutschland üblich, nur für die Altersklassen von 12 bis . nähren von einer industriellen„Kinderarbeit" zn sprechen. ...«ewerblich beschüftigren Altersklassen von 14-10 Jahren man„jugendliche Arbeiter". Wenn man diese tenmm Jr/Miei beibehält, und dies empfiehlt sich zur Vermeidung trgeiid- Mißverständnisse, so hätten also die in Ansucht Arbeiterschntz-Entivürfe,-vollen_ sie den elemen- k' M Anforderungen der sozialen Hygiene genügen, ' völlige Beseitigung der„Kinderarbeit" auszusprechen." interessanten Statistik begegnen wir in einem �»chcrungsfachblalte. Dieselbe detrisft die Unsallge,ahrl:chke>t in ��nzelnen gewerblichen Berufszweige und ist auf Grund der bisher verösseutlichten fliechniiugsergednisseii der Berufs- �"schalten auf die drei Jahre von 1680 bis 1838 nieder- Ken Zahlen über die Häufigkeit der entschädigungspflichtigen ausgestellt worden. Sie bezieht sich venmach nur auf die Svere" Unsallgefährlichkeit der gewerblichen Ben-sszweige. S,e lim."'ich. was bei den, zu Grund? liegenden verbältnsßniäß'g sci.s?.Zeilraum nicht anders möglich ist, kein abschließendes Re- in dieser Frage bringen, sie ist indessen wohl geeignet, mich iimv"och unvollkommenen Gestalt ein interessantes �.icht aus !ii! �.verschiedenen Berusszweige nach dieser Richlung zu werfen. id.., höchste„schwere" Nnsallgefährlichkelt würde danach die «nd Mälzerei ausweisen, die' geringste die Tabaks- Bei der ersteren entfallen im Jahresdurchschnitt ,Z ,1000 beschäftigte(versicherte) Perfonen 8,84 Verletzte jK«der 18 Wochen dauernden Unfällen/ Der Brauerei und ..fSuhrroetfsbelvieb mit 0.00; die Müllerei mit 5.95; die Pa- fi�acher-Jndiisnie mit 5.89; das Baugewerbe �mit 5.80: d:e i,° K"dustrie mit 5.29; die Zuckerindustrie m,t 5.10; der Ätem- ik�chbetrieb mit 4.92; die chemische Industrie nnt4.S4z die und Stahlindustrie mit 4.73; die Binnenschifffahrt mit TS mmmms (Altena-Iserlohn) einen mächtigen StimmenzuwachI zu verzeichnen. Seit der Rachwahl vom 28. April 1888 beträgt derselbe zirka 100 Prozent. Wenn wir auch nicht, was einige Optimisten be- stimmt erwarteten, in die Stichwahl kamen, so ist unsere Stimmen- zahl doch eine derartige(4600), daß wir in fünf Jahren eine unserer gegnerischen Parteien aus dem Sattel heben werden. Der Stimmenzuwachs ist wie gesagt, ei» ziemlich bedeutender, das Resultat wäre aber jedenfalls ein noch günstigeres gewesen, wenn uns, wie den übrigen Parteien, in den verschiedenen Orten des Wahlkreises Lotale zur Verfügung gestanden hätten. Woran aber am meisten diejenigen Kreise leiden, die, ivie der unsrigc, ans einer ganzen Anzahl kleiner Ortschaften zusammengesetzt sind, und in denen der„Freisinn" noch dominirt, da? ist eben die Dreistigkeit der Frei- sinnigen. Die ÄlgitationIweise der Kartellbrüder läßt gewiß nichts zn wünschen übrig, soweit es sich um die Düpirung des Volkes handelt, aber trotzdem reichen die Karteltbrüdev den Freisinnigen noch lange nicht das Wasser. Die Wühler, speziell die der arbeitenden Klasse, sind im allgemeinen„radikal" gesinnt, wenn sie sich auch noch zu den„bürgerlichen Elementen" rechnen. Man ist deshalb gezwungen, die weitgehendsten Konzessionen an das Volk zu machen, was denn auch, so lange sich die Vertreter der „bürgerlichen Elemente" in Volksversammlungen befinden, in ausgiebigstem Maße geschieht. Seinen Höhepunkt erreicht dies besonders dann, ivenn die Herren mit dem Sozialdemokraten zn rechnen haben. Um sich nun diese lästige„Konkurrenz" vom Halse zu halten, wagen cS die„Freisinnigen", ihre Forderungen als konform mit den unsligeu zu bezeichnen, und ivenn dieS nicht gelingt, vom Kasernen- und Zuchthausstaat zu faseln. Aus den heutigen„freien Männern" sollten Sklaven gemacht werden, das. Arbeitspensum und die Quanten zum Verzehren würden vorgeschrieben, mit einem Wort, die Lebenshaltung des Volles auf ein bis jetzt unbekannt niedriges Niveau herabgedrückt und jeder Kultnrfortschritt ge,valtsa»i unter- drückt werden. Diese Darstellungen von dem Sozialismus seitens der Freisinnigen sind nicht vereinzelt, nein, es ist System bei der Sache. Begünstigt wird diese Unverschämtheit noch durch die freisinnige Presse. In welch systematischer Weife daran gearbeitet wird, uns zu verdächtigen, ivie irgend ein unliebsames Vor- lonunniß in unserer Partei gleich zu den denkbar niederträchtigsten Handlungen umgelogen-vird, wie einzelne aus den Reden unserer Abgeordnelei: gerissenene Sätze unter Hinzusügnng hämischer Bemerkungen herhalten müssen, unser Ideal als das eines Wahnsinmgen erscheinen zu lassen, davon könnte man hunderte von Beispielen anführen. Wir sind fest davon überzeugt, denn ein Blick in die, in den kleineren Städten erscheinenden frei- sinnigen Presse bestätigt uns dies, daß das Ausnahmegesetz gegen unsere Partei keinem gelegener kommt, als gerade den Freiflnni- gen. Höhnisch rufen sie uns zu, doch mit den Endziele» heraus- zunicken, obschon sie wissen, daß ein Eingehen auf dieses Thema, die Auflösung einer Versammlung herbeiführen würde, und daß unsere beste Literatur verböte,: ist. Wenn nun trotz alledem mit jedem Jahre eine immer größere Zahl sich dem Sozialismus zu- wendet, so haben-vir alle Ursache stolz zu scm und der Zukunft getrost entgegen zu sehen. Ganz besonders belieben die Frei sinnt- gen es so darzustellen, als ob die Mehrzahl der für die Sozial- dcmolratie Stimmenden dies nur wegen einer event. zu erwarten- den besseren Lohn- oder Arbeitsbedingung thätcn. Wir glauben aber das Gegentheil behaupten zu dürfen. Wegen 5 oder 10 Pf. Mehrverdienst pro Tag setzen sich ganz gewiß nicht Tau- sende den schlimmsten Verfolgungen, Mißhandlungen und Ver- dächtigungen aus. Wenn nuter Sozialismus weiter nichts zu verstehen wäre, als ein Kampf um Lohnerhöhung, dam: würden gerade hier die Bessersitnirten der Arbeiter nicht in den Reihen der.Kämpsenden zu finden sein. Glücklicherweise ist es so nicht. Nicht wegen eines materiellen Vortheils, sondern um unser Ideal zn verivirklichen, wird die Zahl unserer Anhänger mit jeden: Tage größer. Erfreulich ist es, konstalireu zu können, daß auch die ländliche Bevölkerung ein immerhin größeres Kontingent für uns stellt. Düsseldorf, 7. März. Mittwoch Mittag fand bei dem Kassirer des Wahlkomitees eine Hausdurchsuchung statt. Gesucht wurde angeblich nach Sammellisten, die zu der soeben beendeten Reichstagswahl ansgegebcn waren. Das polizeiliche Aufgebot war ziemlich stark, denn vor resp.in unmittelbarer Nähe, sowie indem Hause zählten wir nicht weniger denn 8 Polizisten. Nach Beendigung der Hausdurchsuchung hinterließ der Beamte folgendes Schriftstück. Nilftrages des Herrn Oberbürgermeisters Linde- mann hatte ich bei dem Blichbindermeister Voß, Neustraße 49, eine Haussuchung vorzunehmen und Sammellisten:c. zu be- schlagnahineu: Beschlagnahmt wurden: 120 Sammellisten, 150 M. in baarem Gelde, 1 Notizbuch mit Notizen und 1 Brief an Fritz Winler von A. Bebel<1. 0. 10./2. 90. Der Brief enthielt 200 M. in 100 M.-Scheineu, welche Herrn Voß übergeben wurden. Düsseldorf, den 5/3. 90. Tilgcr, Polizeikoiiumssar." Aus dem Schriftstück geht klar und deutlich hervor, daß es der Herr Oberbürgermeister Lindemann war, der die Haus- durchsuchung angeordnet hat. Shn: lautet tj 03 der Strafprozeß- Ordnung. der von Hausdurchsnchiingen handelt, folgendermaßen: „Tie Anordnung von Beschlagnahmen steht dem Richter, bei Gefahr im Verzug auch der Staatsanwaltschaft und denjenigen Polizei- und Sicherheitsbeamten zu, welche als Hilfs- beaiiite ver Staatsanwaltschaft den Slnordnimgen derselben Folge zu leisten haben." Daraus geht hervor, daß entweder daS Schriftstück des Polizeikommissar Tilger nicht korrekt abgefaßt ist, oder daß der Herr Oberbürgermeister zu denjenigen Sicherbeitsbeamten ge- hört, welche, dem Wortlaut des Gesetzes nach, den Anord- nllngen der SlaalSanwaltschaft Folge zu leisten haben. In letz- lerem Falle hätte aber der Herr Overbürgermeister nur die Mittelperson gespielt, ohne dem Polizeikominissar Tilger davon Kemttniß zu geben. Wie den: auch sei. Das Sammeln zu Wahl- zwecken ist ertaubt, also auch nicht strafbar, und was nicht straf- bar ist, kann nicht verfolgt werden, rechtfertigt also keine Haus- durchsuchung und Beschlagnahme von Papieren und baaren Geldern. Ans alle Fälle muß in dieser Sache Klarheit geschaffen werden. Es steht zu erwarten, daß die gesetzliche Vorschrift, ivonach die richterliche Bestätigung über die Anordnung der Hausdurchsuchung innerhalb 3 Tagen nachgesucht werden muß, innegehalten wird und-vir sind begierig, wie diese ausfällt. Auf alle Fülle scheint aber die hiesige Polizei durch ihre Gewährsmänner herzlich schlecht bedient zn werden; dies erhellte aus einer Frage des Tilger an Voß, bei wem sich Herr Bebel am Sonnabend aufgehalten habe. Da Bebel seit dem Düsseldorfer Prozeß unsere Stadt mcht betreten hat, kann er sich auch am Sonnabend bei. Niemand ausgehalten haben. Doch die Polizei hat aus den Vorgängen der letzten Zeit immer noch nichts gelernt. Aus Kands bei Hamburg. Vom Amte suIpendirt wurde der„Reform" zufolge der Hauptlehrer H. Derselbe soll das schreckliche Verbrechen begangen haben, bei der Wahl für den sozialdemokratischen Kandidaten agitirt zn haben. Hätte er daS Gleiche für einen Kartellbruder gelhan, so hätte ey sich„um das Wohl des Vaterlandes verdient gemacht" und wurde wohl nicht behelligt worden sein. Main», 11. März. Der Reichstags-Abgeordnete Jöst wurde bekanntlich gelegentlich der Reichstags-Wahlperiode wegen des angeblichen Inhaltes einer von ihm in Bingen gehaltenen Rede von den gegnerischen Blättern lebhaft angefeindet. Herr Jöst hat«unlpehr gegen den Urheber und Verbreiter dieser„Binger Rede" eine Verleii»>d:»:gsklage an dem hiesigen Gerichte em- geleitet. Frniistfnl't a. ZU., 10. März.' Verschiedene Mitglieder der hiesigen Fachvereiue wurden vor die Polizei geladen, um Aue- lauft zu geben, in welcher Weise der 1. Mai gefeiert werden sollte, ob Versammlungen, Ausflüge geplant seien, und ob vom 1. Mai ab alle Gewerkschaften nur 8 �stunden arbeiten würden. Welche Auskunft die Geforderten gegeben, ist bis jetzt nicht be- kennt geworden. Gliickin'nnsch ju den Mahlen. Das sozialdemokeatische Zentral-Wahltomitee hat nachstehende Znschrift erhalten: Werthe Genossen! Begeistert und ermnthigt durch den glänzenden Sieg, den Ihr deutsche Sozialdemokraten trotz der Euch entgegen- stehenden Gewalt und trotz der Ausnahmegesetze Dank Eurer trefflichen Organisation und unermüdlichen Thätigkeit davongetragen, sendet die republikanisch- sozialistische Föderation von Florenz Euch herzliche Grüße und Glückwünsche. Wir theilen mit Euch die Freude des Triumphs, sowie das feste Vertrauen, daß die Verwirküchung unserer gemeinsamen Ideale durch keine Macht der Erde verhindert werden kam:; und wir werde» Euch— das seid versichert— alle- zeit treue Bundesgenossen in den Kämpfen und Verfolgungen, die Euch auch in Zukunft nicht erspart sein werden bleiben. Die„Föderation" drückt Euch ihre bewundernswerthe Anerkennung der Einträchtig k ei t ans, mit welcher Ihr dm Kampf gegen den Kapitalismus geführt habt, und-vir wünsche,: von Herzen, daß Euer Beispiel auch für andere Länder maßgebend sein möge. Solidarität und Vorwärts! Für die Konsöderation der Sekretär Schweitzer. Zirnro Arbeitrrorgan. In Lemberg(Galizieu) erscheint seit dem 1. März ein neues Arbeiterorgan „Roboznik"— Der Arbeiter—. Die Redaktion bitter die deutschen Arbeiterblätter::»: Ueberseudung von Tausch- exetnplaren und überhaupt nm moralische Unterstützung. Die Adresse ist: Julian O b i r e k, Akademische Gasse 8, Lemberg(Galizien). Die deutschen Arbeiterblätter werden um Abdruck dieser Notiz gebetem Der Dolizeiptästdent von Kerlin verbietet die nicht- periodische Druckschrist„Sozialdemokratische Bibliothek XXIX", Dänemark. Kopenhagen, 9. März. Das fljechtenblatt„Avisen", Organ des Professors Matzen, hat eine Agitation ins Wert ge- setzt, um die sozialistischen Arbeiter aus den staatlichen Werkstätten zn vertreiben. Man müsse, so heißt es, die der Rechten auge- höreudeu Arbeiter gegen die Tyrannei der sozialistischen Arbeiter beschützen und die Ausschreitungen der Sozialisten entschieden be- kämpfen. Kürzlich wurden zwei sozialistische Arbeiter von den staatlichen Militär- Werkstätten entlassen und das Organ„des Rechten- Arbeiter- und Wählervereius" erklärte, die Regierung müsse alle Arbeiter, die ans den sozialistischen Bereinen nicht austreten wollten, verabschieden. DaS mimsterielle Organ„Tagens Nyheder" protestirte gegen diese Forderung und erklärte, daß die Rechte eine solche Auffassung nicht theile, denn so lange die sozialistischen Vereine als gesetzliche anerkannt seien, könne die Regierung unmöglich Arbeiter verabschieden blos aus dem Grunde, weil sie Mitglieder der genannten Vereine seien. Diese Auffassung will aber das„Organ des Rechtenver- eins" nicht als berechtigt gelten lassen, und eS antwortet, daß eben so wie ein Kandidat der Theologie, welcher Mitglied eines Freidenkervereins sei, nicht als Priester augestellt werden könne, so dürfe auch ein Arbeiter, der Mitglied eines sozialistischen Ver- eins sei, nicht als Arbeiter in den Werkstätten des Staats be- schäftigt werden. Auch das chauvinistische„Dagbladet" hat sich dieser Meinung angeschlossen, jedoch mit der Einschränkung, daß die Ausschließung mir auf neue Arbeiter, welche Anstellung suchen, angewendet werden soll. Dieser Streit hat die sozial- demokratischen Abgeordneten Holm, Hördum und Jensen veran- laßt, eine Interpellation an die Siegierung zu richten und sie zu fragen, od die zwei Arbeiter wegen ihrer sozialistischen Ansichten verabschiedet worden sind und ob die Regierung bei Anstellungen in den Werkstätten des Staats die politischen Anschauungen der Arbeiter berücksichtigte. Gvoßbritssunie«. London, 12. März. Außer Sir John E. Gorst, der bereits morgen in Begleitung des Chefs der Arbeits-Departe- mentS im Handelsamt Burnett als technischen Assistenten nach Berlin abreist, soll Sir William Honedsworth, Großindustrieller in Manchester, zum zweiten Delegaten bei der Berliner Konferenz ernannt werden. Die Ziegeleien in Sittingbvrne, Kent, wurden geschlossen. 5000 Arbeiter verlieren dadurch ihre Beschäftigung.— Auch die Eammel'schen Stahlwerke in Workington sind geschlossen worden, nachdem die Direktion sich geweigert hatte, eine zehnprozenttge Lohnerhöhung zu gewähren. 800 Arbeiter sind davon betroffen. -r Von andern Ausständen hat der der Maschinenbauer am Tyne an Umfang zugenommen. Die Feiernden zählen 20 000 Mann und verlangen' jetzt einen Shilling Zuschlag zum Wochcnlohn, sowie die Verlängerung des halben Feiertags am Sonnabend um eine Stunde. Letztere soll zugestanden werden, falls die Arbeiter sie in der Woche nachholen wollen. London, 13. März. Nach einem Telegramm des„Reu- ter'schen Bureaus" aus Johannesburg vom heutigen Tage sind infolge der jüngsten Unruhen 3 Personen unter der Anklage des Hochverraths verhastet und nach Pretoria gebracht worden. In Johannesburg herrscht große Ausregnng. In einem zahlreich de- suchten öffentlichen Meeting wurde die Bildung eines politischen Reformvereins beschlossen und wurden die Verhaftungen auf das Schärfste verurthcilt. Ter Resormverein übernimmt die Ver- lheidigung der Verhafteten. Frankveich. Paris, 12. März. Als Sekretär für die französischen Delegaten bei der Berliner Konferenz wird der Sekretär bei der sranzöfischen Botschaft in Berkin, Dnmaine, fungiren. Paris, 12. März. Nach einer ofsiziellen Meldung auS Kotoilu hat sich der König von Dahomey nüt den Amazonen nach Lama zurückgezogen. Der Nest der Armee verbleibt in Godomey, ivosclbst sich dieselbe verschanzt. Die gefangenen Europäer sollen von Dahomcyonen nach Widdäc, zurückgebracht sein. Der französische Dampfer„Kergueelen" ist in Kotonu eingetroffen. Paris, 13. März. Ministerpräsident Tirard inachte im Ministerrathe den Vorschlag, der Kammer eine Kreditsorderung von 100 000 Franks für den im Mai Hierselbst stattsindendeu internationalen Telegraphen- Kongreß zu unterbreite».— Der Arbeitsminister Faye hat den Ingenieur Pelle gleichfalls zum technischen Beirath der Delegirteu für die Berliner Konserenz ernannt. Helgien. Brüssel, 11. März. Der Generalrath der belgischen Ar- beiterpartei hat nunmehr beschlossen, die erforderlichen Maßnahmen vorznbereiten, damit am 1. Mai d. I. alle Arbeiter Belgiens seiern. Auf allen Arbeiterlvkalen soll die rothe Fahne gehißt werden, aller Orten sollen Arbeiterversammlungen, Straßenau,- ziige und Kiindgebiingen zn Gunsten des achtjtiindigen Arbeits- tages stattfinden. Auch für den internationalen Bergarbeiter- Kongreß sind alle Vorbereitungen im Gange. Wie das Mitgliec» des Generalrathes Herr Marville vortrug, sind bereits die Ver» trelcr von 300 000 englischen Bergleuten angemeldet Sänuntlichi französische Kohlenbecken und das bedeutendste österreichisch! Kohlenbecken haben ihre Theilnahme an dem Kongresse angezeigt ®ie belgischen Bergleute werden auf dein am 0. und 7. April in Loewen stattfindenden nationalen Kongresse : Kongreß- Vertreter erwühlen. Außer den aint uchen Vertretern sollen aus allen belgischen Kohlen- �ezirken Bergleute als Zuschauer zu den Kougreßarbeiten ent- sendet werden,„um den ausländischen Genossen zu zeigen, daß. wenn es sich einmal um eine gemeinsame Vorwürtsbeweguna handelt, man in Belgien bereit est." Diesem internatio-lalen Kongreste wird sich am 23. Mar die Straßenkundgebung zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts seitens der ganzen Ar- beitcrpartci in Brüssel anschließen. Die sozialistischen kooperativen Gcnostenschaften sind bereit, einen großen Thcil der Reiselosten für die nach Brüssel ziehenden Arbeiter zu bewilligen. Ueberall sollen zetzt besondere Hilsskasscn errichtet werden, damit die Sund- gebiing durch die Zahl ihrer Theilnehmer imposant wird. Der Berliner Arbeiterschutz-Konserenz wird der Generalrath Hinsicht- lich bcr Jtrbeit in deu Bergwerken folgende Forderungen unter- breiten lassen: Verbot der Beschäftigung von Knaben unter vier- zehn Zähren. 5!naben von vierzehn Jahren und darüber sollen nur dann zugelassen iverden, wenn Aerzte sie alS kräftig genug anerkennen. Unbedingtes Verbot der Beschäftigung von Mädchen und Frauen in den unterirdischen Arbeiten und achtstündige Schichtzeit für alle Bergleute. _ HaUttttd. Haag, 12. März. Zu Delegirten her der Berliner Konferenz sind ernannt: der Gesandte in Berlin Jonkheer van der Hoeven, Ministcrialrath im Justizministerium Synder van Wissenkerke und Arbeitsinspektor Strnve. Italien. Rom, 12. März. Die Depntirtenkaininer genehmigte Mit 143 gegen 89 Stimmen den Betrag von 17 500000 Frks. sur Herstellung von rauchlosem Pulver und den Bau ae- elgncter Pulvermühlen. , 91 o in, 12. März. Die italienischen Delegirten sind heute Abend zur Konserenz nach Berlin abgereist. , Australien. .® 14. Jammt. lieber die Behandlung der südaustral.ischen Eingeborenen durch die engli- scheu Kolonisten, namentlich die dortigen Polizciorgane, sind in diesen Tagen aus deutschem Munde haarsträubende Einzelheiten vor das Forum der Ocfsentlichkeit gezogen worden. Am 0. �anuar hat nämlich in Adelaide eine öffentliche Versammlung stattgesunden, in welcher die Lage der Eingeborenen besprochen ivurde. Unter den auftretenden Rednern befand sich auch em Missionar von der am Finke-Fluß gelegenen deutschen Missions- station, Pastor Schivartz. Dieser hat nun über seine eigenen Er- lebnisse wie folgt berichtet: Vor einigen Monaten fand sich ein ivegen seiner Wildheit allgemein gesürchteter Schivarzer auf der Missionsstation ein, der alsbald aller- Hand Unfug zu treiben begann. Gütliche Ueberredungen halfen nichts, schließlich blieb den Missionaren nichts anderes übrig, als nach einem Polizisten zu schicken und diesen aufzu- fordern, den Ruhestörer an die Luft zu setzen, beziehungsweise in Gewahrsam zu nehmen. Der Beamte erschien denn auch und zwar bald in Begleitung von drei anderen Konstablern. Anstatt nun aber dem inzwischen in das Dickicht entflohenen Missethäter nachzusetzen, machten die Herren sich die Sache leicht. Sie griffen ohne weitere Umstände drei im Busche angetroffene Schwarze auf, die absolut nichts verbrochen hatten, und zogen mit diesen, die sie noch überdies in Ketten aneinanderschlossen, ab, ohne sich im Geringsten um die Einsprüche der über dieS ungerechtfertigte Versahren aufgebrachten Missionare zu kümmern. WenigeTage später wurden die Unglücklichen im Walde todt aufgefunden. Die Polizisten hatten sie einfach niedergeschossen, um sich den weiten Transport nach Port Augusta zu ersparen. An den Leichen hingen noch die Kette». Die Sache ist damals nach Adelaide an das Ministerium berichtet worden, es erfolgte jedoch der Bescheid, daß nichts zu thun sei, weil die Polizisten insgesanunt in Abrede ätellten, die Schwarzen erschossen zu haben. Einer dieser sauberen Zeamten hat dem Pastor Schwartz später jedoch srech erklärt, wenn er, Schwartz, gethan hätte wie die Schwarzen, so wäre er ebenfalls niedergeschossen worden. Was die Behandlung der Ein- geborenen auf den sogenannten Stations im Innern an- langt, so erklärte der Pastor, junge Burschen würden im Allgemeinen nicht schlecht behandelt, ,veil sie zur Arbeit zu gebrauchen seien, um so niederträchtiger sei dafür die Behandlung der Männer, die auf das Brutalste gemißhandelt würden. Thatsächlich seien sowohl die Jungen wie die Männer einfach Sklaven der reichen Squatter, ebenso die vielen jungen Mädchen, die aus keiner der„Stations" fehlen. Sie iverden sehr gut, mindestens um vieles besser als ihre mann- lichen Stammcsgenossen behandelt, in sittlicher Beziehung ist ihr LooS aber dafür um so trauriger. Schwartz kennt einzelne Stationen, ans denen beständig nicht weniger als zehn bis fünf- zehn Mädchen aus einmal gehalten werden, also förmliche Harems. Einzelne dieser jungen Geschöpfe würden Frau So und So, je nach dem Raine» des Großen, mit dem sie zusammenleben, genannt und angeredet. Pastor Schivartz giebt unumwunden zu, daß die Mädchen zumeist in dieses Leben aus freien Stücken ein- willigen, eben weil sie gut behandelt würden und schöne Kleider crlielten. Widerstrebenden ergeht es natürlich dafür um so schlimmer. Pastor Schwartz erzählt hierauf von einem au- deren Polizisten, der ebenfalls ein paar Schwarze fest- nehmen sollte, es aber— es scheint dies geradezu ein all- tägliches Vorkommniß zu sein— für weit einfacher fand, seine beiden Arrestanten über den Hausen zu schießen. Das Ver- fahren hierbei ist so einfach wie nur irgend möglich- oem der Weg zu weit ist und welcher sich ver. 'Arrestanten entleoigen will, giebt dem unglücklichen j» u —---------- sichtlich eine Gelegenheit zum Davonlaufen. versuch unternommen, krachen auch schm. Er hat mir davonlaufen wollen," berichtet oer 0# ei n ft,, schon die Nevä Der Polizist- pflichteM „vi>. yui hui uuuuiuuuiih luuutu,-- imSlOW'!1 Beamte alsdann seinem Vorgesetzten;„ich rief ihn/(Wisch, der Köniain" kwas tbatsäckilicb aesckiehen soll, aber., der Königin"(was thatsächlich geschehen lou.«>-»'[W das der arme Teufel natürlich nicht versteht),», zu immer zu; also blieb mir nichts übrig, als. nichts übrig, schießen."—„Justifiablo homicide"—„berechtig � lautet der Vermerk der Oberbehörde, damit ist than. Doch zurück zu unserem Polizisten,-rer hatte nämlich an dem Todtschießen der beide. noch nicht genug; er mußte auch noch Heldenthat begehen, und schleppte mit Mädchen mit auf seinen Posten, die dort M daß)ef mußten. Pastor Schwartz konstatirt ausdrücklich, np � H �' in hipfpin TWIP l,nn ninmn SIT)i WTnm aus freien Slliae»/ gstj Silt,!....,"- � in diesem Falle von einem Mitgehen aus freien Em � M Rede sein kann. Später, glaubt er, sei das eine A � dings dem betreffenden Polizisten, als dieser versttz Adelaide gefolgt. Sie soll dort heute noch unt., nst# zusammen leben. Weiter erwähnt unser Landsina w# Ueberhandnehmen der sog. Halfcasts(Mischlinge), Ihr Tages auf jeder Station in großer Anzahl zu sthe!.iunc»et-' Loos sei kein sonderlich glückliches. Manche wurd lachtet. andere dafür aber mn s°� � hältnißmäßig gut behandelt, Als er, Schivartz, vor vierzehn Jahren ins �and�,gno«�M habe er nur ein Zahl in die Hunderte.—,,................ habe er dann mehrere aufgenoimnen. Sie seien» zugeben, um Vieles intelligenter als die vollbliitigt- strack- litten aber fast ausnnahmslos an einer sch'l"' inan mW Diese sei namentlich im Norden heinüsch �� nicht genau zu sagen, ob sie von den W«?._ von den Eingeborenen. Seine lauteste K g daß jedes schwarze Mädchen, das sich auf��der~ heit. aber oder gut aufführe, regelmäßig von weißen Ansiedlern sorg mißbraucht werde. Kürzlich seien ihm auf diese W � z -all 5kürzlich seien ihm drei Mädchen abhanden gekommen. Sie lebten alle dr-. i WWWW''-...... 2%- l aus das T Vor 5turzein Mche�WW einem Konstabler,' der bereits früher zwei Mädchen m-r'- f» Komme ihm ein männlicher Eingeborener aby.�,c!l>, habe, nomine»ym ein Mnniicyer ceniMoiM»"«pftiitiio."1'; klärten die anderen Schwarzen jedes Mal auf da.-- kste(t ... r.;...... m......................... S.„ SNnr«UMeiN t-1 1{..„WH, er sei von Polizisten erschaffen worden, oui jungen Eingeborenen mit durchschnittener Keyl- i einen jungen wingeoowiisu um uu I a>j m 1 U I Ii. iv."'»finhia Ii"""'., wer aber den Mord begangen, habe er nicht ausp fnnnmT CStormit hrr Redner feine traurmen vi/ ttsilil' können. Hiermit schloß der Redner seine traurigen t-- die häufig von lauten Unwillensrufen � der Versamw� brachen wurden. Letztere faßte hierauf eine Resolution,.x '......»■-—...... auffordert, die g» der„Aborigines Friends Association' gelegenheit in die Hand zu nehmen. Tlseater. F r e i t a g, d e n 14. M ä r z. Gpernhau«. Coppelia. Zchauspielstnno. Die Journalisten. Frssing-Thentev. Die Ehre. Bcrlinrr Thentcr. Galante Könige. Dentfchoa Theatrr. Der Pfarrer von ikirchseld. Friedrich-Mithrlmstädt. Theater. ..."Ii"« Jonathan. iUttUur r-Thenteif. Die Nachbarinnen. Vorher; König Candaule. Nikwrla-Thenter. Stanley inAsrika. Gstoud-Ndenter. Der Fall Cle- nicneeau. �es' doc,:-Theater. Marquise. �elleallkaurs- Theater. Der Nau- tiliis. Kö»iastli!»til55 «fei KS tz'S a. den se 2% Z,w,rd. & SM ill k?ach ein Aaer»m sie übr jC!sanjfeestvaße14. GeschWilils 0. Seille. KleSdersioffß t billigen Preisen zu bekannt Circas WnSfi K.WWM sänuntlichen Bühne, Tunnel:c. u« Festlichkeiten vergeben. Näheres zu erfragen im Theater- Bureau. z» American-Theater Zresdenrrstrahv 55."WE Täglich Vorstellung. Englischer Garten Alexanderstraße 27c. Austreten der Chansonette Frl. Fran- zisca Normann. Austreten des Gesangs-Huuwristen Hrn. Kühler. Austreten der Duettisten Albort und Nelly Rappmann. Auftreten der Chansonette Frl. Jenny Peters, sowie der musikalische» Clowns Toni und Jack. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30, 50 u. 75 Pst, im Vorverkauf 20 it. 30 Pf. SonntagS Anfang halb G Uhr. Sonntags Entree 50, reservirt 75 Pst, Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pst_ Nnffngo 1 Tu. 9 Uhr M. b. lu Uhr Ab Kaiser-Panorama. Zum erste» Male: Vierte Reise b das materifche Kchottland. 3. Zyklus Schlösser König Ludwigs: zienschwanstein, Aohonschwaiiga«. Das Leben Ars» und Palästina. Eine Reise 20 Pst, Kind nur 10 Pst Abonneiuent 1 M. MW- Friedrich Carl- üfor. Ecke Karlstraße. Freitag, den 14. März, Abds. 7i/e Uhr: Große KoMr-KlMs-BlirßMllg. Motto: „Wer lachen will, muß heute kommen." Kar Ii. Schildwache, oder: Der Überfallene Borposten. Höchst komisches Intermezzo mehrerer KlownS. Kom. Exerzitien ain Reck, ausgeführt von den Klowns Adolf Und Cavallini. 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Et a t s b e r a t h u n g beginnt.,.. bttef:"Käm.nereiverwaltung" grebt zu lemen besonderen Hungen Anlaß und wird in Einnahme und Ausgabe ge- .�'chsaHS genehmigt werden die Etats: Kirchliche Amecke, . perwaltung, Unterrichtsverwaltnng(höhere Lehranstalten W�und Mädchen) und der Etat für die Benvaltuug der % i rlip!t> rs Kit; f; i rS& ilftoti''11 rl|'ct|petfe Mädchen) und der Etat für die Nerwaltnng der -iMc.w,1' �btheilung 3 der UnterrichtSwaltung:„Gemeinde- fj mi xr h �illui?,, 61"00"- nicht 0000 Mark, sondern 25 500 Mark zu L&f c>" tw« Heitel deS EwtauSschufseS, Stadtv. Gerstenberg. 9.w.®ny Bedürfnis;, weil im EtatSjahre 1888/00 von den I ßtükr.le, so würde sie gern dazu bereit sein. f Antrag Stadthagen wird abgelehnt. | Uebergang zur Tagesordnung erledigt wird bei diesem nN eine Petition um Aufbesserung der Gehälter ?eer und Lehrerinnen. .'e übrigen Thcile dieses Etats werden en bloc gc- dem Kapitel: Gewerbliches Uuterrichtswescn: B a u- ilck8fchule, wird folgende Resolution angenommen: Der feat wird ersucht, eine den Bedürfnissen entsprechende Ver- fwg der Baugewerksschule in Erwägung zu ziehen. 1); Bli/f Etats: O e f f e n t l i ch e Kranken- und Gesund- ; l lege werden debattelos in Einnahme und Ausgabe >. 1 dem Etat: Park- und Gartenverwaltung Uli i tni.. illM I \l i*»' tili Olli (56) Ii Ii »Ij Ii # #| e. lS, (> de» am ivf1,| Bioir? Heindorf, den Magistrat zu ersuchen, einen üiat...$5 von 3 M. für die in der städtischen Gärtuerci be- . �-'l Arbeiter einzusührc». bi/r) Heindorf: Verschiedene Gärtnerversammlunge» 1*80,; ,1•"".""ö eines Atinimallohncs von 3 M. ausgestellt. �rii»„ �?besühl verlangt die Befriedigung dieser bescheidenen id>cr!„ bes?nders in Hinblick auf die anstrengende Arbeit der u»d Wetter. »s'"'"erer M a a ß bittet die Forderung abzulehnen. "•töcrais! 0Ö"»led gegen die Stimmen der sozialdemokratischen ittop.,." �"bgetehnt. lchen wird ein Antrag angenommen, den Magistrat zu «Ij�r�l'chst bald für die Errichtung eines Denkmals für Ter/ �4 den Alexauderplalz zur Verfügung zu stellen "so f.», 1 ö c i- P 0 l i z c i v e r w a l t u n g wird genehmigt, Tie Ver Zivilstandsämter. � �latsberathung ist für diese Sitzung erledigt. bei i! ble Berichterstattung über die Petition des V 0 r- in � freireligiösen Gemeinde um lieber- «emiri- Schulränmen zum Religionsunterricht der Gemeinde er �.füung eines Geldbetrages für dieselbe. Berichterstalter W,. /, E i e b m a n n. ictin�f" f s e l beantragt die Vertagung in Hinblick auf { erfox- 1 bci' Frage, die bei der vorgerückten Zeit nicht ge- Tie nvß."�rden könne. Tiniff"2"ng'vird beschlossen. !iie,!,»�""wesentliche Magistratsanträge werden debattelos (lld du.(�gknstand der Tagesordnung ist die Vorlage be- Einsetzung einer gemischten Deputation zur 'fttic ber für den X. internationalen medi- tlin,,:" Kongreß zu treffenden Veranstaltungen, sowie die g,r. Ö der entsprechenden Geldmittel.(100 000 M.) 1 H e r z f e l d beantragt, der gemischten Deputation, lOg vuug er billigt, die Vollmacht zu nehmen, bis zu de� r- frlbststäudig auszugeben. Er begründet den Antrag 1%,. �""weis darauf, daß die Finanzlage der Stadt Berlin, -n zrvorhin erfahren habe, nicht einmal so günstig wäre, um ■BNnr» CI"C" Minimallohn von 3 M. zu bewilligen. e;, nicht 100 000 M. zu einem solchen Zwecke bewilligt iu�."th M a r g g r a f f erwidert, es wäre unmöglich, vor- d. x Mmuien, wie viel Geld für den Kongreß erforderlich � merh'"cht wisse, ob er von 2000 oder von 5000 Men- besucht werden. Der gemischten Deputation müste (Itev ßcht ertheilt werden, weil man sonst in Gefahr käme, U Te,. n, tinbc über Hals und Kopf Beschlüsse zu fasse». ■"8 Herzfeld wird abgelehnt und der Magistrats- I Ta11>it. pudert genehmigt. Schluß'���crdiiung erschöpft. eine nicht öffentliche Sitzung. DoltoloS. Dvr Gbcrpvnstdrnt vo«» Kerli» hat den Termin der Nachwahl im I. Berliner Neichstags-Wahlkreise auf Montag, den 24. März festgesetzt und zum Wahlkommissar den Stadtrath Kochhann, zu seinem Stellvertreter den Stadtrath Bail ernannt Iie gvoffnrtige Entwickicluug Kerlins offenbart sich auch in der ungemein reichen Entfaltung des Sportes, in welcher Richtung derselbe sich auch bewegen, welchen Namen er führen möge. Zwei große Ausstellungen stehen binnen Kurzem bevor, die internationale Hunde- und die allgemeine deutsche Pferde- ausstellung. Dichte Schwärme von Radfahrern werden wir da- hinsausen sehen, von deren Vereinigungen Berlin fast 20 aufweist. Sie führen die Namen: Arminius, Borussia, Teutonia, Frischauf, Freiweg, Allheil, Rapid, Schwalbe, Wanderer, Velozitas u. s. w. Rüstig schreiten neben den Schnellrädern die Mitglieder der Touristenvcreine her, deren unsere Stadt acht zählt: die Orts- gruppen des Alpen- und Riesengebirgsvereins, den Zentral- Touristenklnb, wie die Klubs für die Mark Brandenburg, Wandersreunde, Friedrich, Germania und Geuossenriegc. Viele der im Vorstehenden wie im Nachfolgenden genannten Vereini gungen wird der Leser vergebens im Berliner Adreßbuch suchen, dessen Register eben keineswegs erschöpfend sind. Dem Sport des Eislaufes und des Rollschuhes pflegen ebenfalls acht Gemeinschasten, darunter Nordstern, Polarstern, Einigkeit, Halifax. Ihnen ist jetzt ein gut Theil der Freude zu Wasser ge- worden, dafür aber sehen einer heiteren Zukunft die 18 nautische» Vereine entgegen: Uacht-Klub, Negatta-Verein, Berliner Segler, die Ruderklubs Arcona, Borussia, Germania, Fortuna, Victoria, Berolina, Hellas u. s. w. Als neueste Erscheinung auf diesem Gebiete des Sports ist der Handwerker-Ruoerklub zu begrüßen. Die 5i'unst des Schwimmens üben die Klubs Poseidon und Delphin, wie der Berliner Schwimnwerein von 1878. Wegen seiner nahen Verwandtschast mit dem feuchten Element sei hier auch gleich der Anglerverein„Kaulbarsch" genannt. Indem wir uns wieder auf festes Land begeben, müssen wir uns hüten, die Kreise des Kriquetklubs zu stören oder den Geschossen der drei Fußballklubs Germania, Frankfurt und„Marbert", wie des Schwungballklubs von 1887 in den Weg zu kommen. Kluge Leute werden auch mit Vorsicht dem Berliner Fechtverein für Hieb und Stoß, wie dem Fccht- und Hantelverein Teutobad nahe treten. Minder gefährlich, aber desto'lärmender geht es bei den Kegel- klnbs zu, deren Zahlgang unkontrolirbar ist, indessen seien aus der üppigen Blüthe der Namen einige besonders schöne hervor- gehoben: Gut Holz, Kamerun, Schieberlust, Stamm, Pappelboom. Doch wenden'wir uns wieder dem Sport deS Lebendigen zu. An Vereinen für Vogelzucht und Vogelkunde zählt Berlin zehn: Acgintha, Berolina, Kannria, Columba, Cypria, Geflügel- liebhabervercin Oettel, Ornis, Pfeil und Phönix, letztere beiden für Brieftaubenzucht. Da wir beim Lustsport stehen, nennen wir gleich den Verein zur Beförderung der Luftschifffahrt, und dem, ivas da fleucht, setzen wir entgegen, was da kreucht: den Verein der Aguarien- und Terrarieuliebhaber. Weiter ohne Unter- brechuug und sicherer als das gefiederte Volk fliegt durch die Welt die Briesmarle dahin, deren Wisscnschast sich in Berlin 5 Ver- einigungen widmen: Internationaler Verein für Briefmarken- freunde, Philatelistcnklub, Briefmarkensammler und Postwerth- zeichensammler. Die Getrennten finden sich wieder zusammen in der Briefmarkenbörse, als deren Gegenstück wir der Kuriosität halber die von einem spekulativen Gastwirth begründete Tauben- börse, zu 5kauf, Verkauf und Tausch der girrenden Vögel, erwähnen wollen.' D.e Briefmarkeukunde ist eine jüngere Schwester der Münzkunde, die wir durch die numismatische Gesellschaft ver- treten sehen, doch hier müssen wir Halt machen, denn über die nicht ganz seststeheudeu Grenzen des Sports hinaus würden wir hier auf das unanfechtbare Gebiet der Wissenschaft gelangen. Ebenso grenzt auf der anderen Seite der Sport hart an daS Spiel und die Spielerei. Gewiß können die Skatllubs, von denen Berlin wimmelt, nicht mit in Rechnung gezogen werden. Dir Erdarbeiten an der Potsdamer Dahn sind jetzt wieder in vollem Gange, nachdem da- eingetretene warme Wetter den Erdboden gelockert. Auf der Strecke zwischen Friedenau und —-—- �. L...er______ e.. e.' e____„ f., Raum für die neuen Geleise geschaffen ist. Die Häuptarbeit für diesen Sommer wird jedoch die Herftelliuig der Straßenunter- führnng in Steglitz und Zehlendorf sein, die bisher sehr langsam und mit geringen Arbeitskräften gefördert wurde. Auch die Maurer können an den Bahnbauten wieder Theil nehmen, nach- dem sie lange gefeiert. Der Bau massiver Uebcrsührungsbrücken ist noch an manchen Stellen zu vollenden, und auch am Pots- damer Bahnhof in Berlin soll die Anlage der neuen Ankunsts- und Absahrtsstellen der Ringbahn- und Lokalverkehr- Züge thun- lichst beschleunigt werden, lieber die Anlage neuer Bahnhöfe in Zehlendorf und anderen Vororten, sowie über den Schlußtermin der gesamniten Arbeiten ist man selbst in den Kreisen der Bc- muten noch im Unklaren. Ilarij«tnci* Drrfügung des Ztliuisters dro In»«»'» ist der auf die Kellergeschosse bezügliche Passus in den„An- ordern ngen, welche in baulicher und gesundheitlicher Beziehung an die Gast- und Schankwirthschasten zu stellen sind", folgender- maßen abgeändert worden:„Kellergeschosse dürfen als Schlaf- räume überhaupt nicht, als Schanklotale aber nur unter den Be- dingungen benutzt werden, daß die bezüglichen Räume gegen das Eindringen und'Aussteigen der Erdfenchtigkeit geschützt und daß die Fußböden nicht tiefer als einen Meter unter dem umgeben- den Erdboden gelegen sind. Bei ungleicher Höhenlage des um- gebenden Erdbodens ist die Tiefbemessung von einem Meter im Durchschnitt vorzmiehmen. Dansiprositr. Seit einigen Tagen sind eine Anzahl Bank- abschlüffe veröffentlicht worden, von denen wir nur einige der bedeutendsten Bauken uiittheilc» wollen. Sie werden genügen, abermals die wirthschaftlichen Ucbel, an welchen unser gewcrb- liches Leben krankt, grell zu kennzeichnen. Der Reingewinn der Mitteldeutschen Kreditbank beträgt zu- olge Abschlufses der Rechnungen des vergangenen Jahres 2 733 001 M., der der hiesigen Diskonto-Kommandit-GeseUschast (Hansemaun, Behrenstraße) 13 788 291 M., der Deutschen Reichs- dank 12 900 244 M.. der Rationalbank für Teutschland 4 015 973 M., der Pirnaer Vemnsbank 125 824 M., die Summe dieser Jahres- gewinne, welche in Form von Dividende den Aktionären zu- fließen, beträgt 33 504 323 M. Eine Arbeiterfamilie würde sich glücklich schätzen, wenn der Verdienst deS Mannes jährlich auf 2000 M. sich belaufen würde, solcher glücklichen Familien könnte es aber 10 782 geben, wenn der zusainmengerechnete Jahres- gewinn der genannten fünf Banken in Portionen zu 2000 M. ge- theilt werden würde. Wie viel Bankgeschäfte Deutschland zählt, ist unbekannt, außerdem werden die Bilanzen derjenigen Banken, welche von Aktiengesellschaften betrieben werden, nur veröffentlicht, von dem Gewinne der Bleichröder, Rothschild m Frankfurt a. M., Oppenheim in Köln u. A. m., deren Ge- chäftsumfaug hinter dem der hiesigen Diskonto-Gesellschaft nicht zirücksteht, erfährt das Publikum nichts; man wird aber jeden- alls nicht überschätzen, wenn man den Reingewinn sämmtlicher Banken Teutschlands tausend Mal höher annimmt, als den der genannten fünf Banken, also auf 33 504 323 000 M. Diese ungeheure Summe wiederum in Portionen zu 2000 M. getheilt, würde, wenn je eine Familie durch die Thätigkeit des Mannes auf 2000 M. Einnahmen kämn, 10 782 000 glücklich situirte Familien ausmachen. Es mag zugegeben werden, daß diese Berechnung eine etwas lebhaste Phantasie zu sein scheine; sie ist eö in der That aber nicht, denn viele unserer Leser werden sich einer auch in unserem Blatte abgedruckten Korrespondenz ans der königl. statistischen Gesellschaft in London erinnern, nach welcher die Zinsen der in den englischen Sparkassen angelegten Kapitalien hinreichen würden, auf jeden Kops der Bevölkerung Englands jährlich 10 Pfd. St. — 200 M., auf die Familie zu fünf Köpfen 54 Pfd. St.— 1080 M. zu vertheilen. Welcher Art ist denn aber die Thätigkeit der Banken, schaffen sie neue Werths? Der erste Theil der Frage verneint in seiner Beantwortung den zweiten Theil der Frage, d. h. durch die Banken werden keine neuen Wcrthe geschaffen. Die Thätigkeit einer Bank besteht darin, daß sie gegen ein beschriebenes oder bc- druckte- Stück Papier Geld hergiebt(Wechsel, Aktien, Staats- schuldscheine n. s. iu.) und umgekehrt wieder solche Papiere weg- giebt für Geld, aber in beiden Fällen für weniger Geld, als der angenommene Werth deS Papiere- beträgt. Aus dieser Manipu- lation, die ziemlich einfach ist und nur erfordert, daraus zu achten, daß die eingenommenen Papiere derartig sind, daß sie Abnehmer finden, erwächst der Bankgewinn. Aber diese Bankthätigkeit führt mit unabweisbarer Nothwendigkeit den Zusammenbruch unserer heutigen Prodnltionsweise nach sich, denn sie erzeugt eine un- berechenbare Vermehrung eingebildeten Kapitals und da jede Illusion einmal der Wirklichkeit weichen muß, so wird auch hier um so eher die Ernüchterung eintreten, je schneller die Bank- geschäste an Umfang zunehmen. Bedauerlich aber ist es, daß der Arbeiterstand für jetzt die Kosten dieser unsinnigeu Institution zu tragen hat, denn alle diese Prosite, welche die Bank einsackt, muß der Arbeiter unter min- vestens ebenso großen Entbehrungeii, die der Höhe der Gewinne gleich- kommen, herbeischaffen. Der Unternehmer,' er mag betreiben irgend welches Geschäft, denkt nicht daran, seine Anforderungen an das Leben um so viel herabzusehen, wie die Summen betragen, die er für die Diskontirung seiner Wechsel zu zahlen hat. Bei der Kol- lnlation über den Berkausspreis der Waare steht der Arbeitslohn stets auf der letzten Linie, das muß herhalten und geschmälert werden, um den nöthigen Gewinn zu erzielen. Dir Dcrbvritevnng der Kommuuiltation um Grnnien» bnrgrr Thor bis über die Philippstraße hinaus wird jetzt mit Energie in Angriff genommen. Ten alten Dorotheenstädtischen Kirchhof hat man durch eine aus gelben Klinkersteinen geschmack- voll ausgeführte Mauer in der Fluchtlinie der Prachtbauten an der Nordseite der neuen Straße eingefriedigt. Die Mauer erstreckt sich bis zu dem Terrain des polizeilichen LeichenschanhauseS und schließt mit einem die Straße versperrenden Bretterzaun ab. Bis zu diesem Zaun planirt man jetzt die verbreiterte Straße, und sobald diese Arbeit beendet ist, wird die alte Stadtmauer bis zur Waschanstalt der Charitee niedergerissen. Das Leichenschauhaus, welches nun etwa 0 Meter hinler der nördlichen Strahenflucht- linie zurückliegt, wird durch ein Eisengitter mir zwei Thorwegen von der Straße abgeschlosfeii. Grgc» dir gvosfr Kirfernräupe! Biete Anzeichen sprechen dafür, daß die Gefahr, welche in der äuffallenden Äerinehrniig der großen Kieseruraupe während der letzten Jahre unseren Wald- beständen der Provinz Brandenburg drohte, mehr oder weniger im vorigen Frühjahr beseitigt worden sei. Die- ist jedoch nicht der Fall. Die in den Waldungen deS Regiernngöbezirks Potsdam und Frankfurt a. O. vorgenommeneil Probesammlungen haben dieser Tage ein unerwartet ungünstiges Ergebnis! geliefert. Hiernach ist eine ziemlich erhebliche Vermehrung der Raupe festgestellt und ist die Gefahr drohender als je. Seitens der Regierungen sind innfangreichere Vcrtilgimgsmaßregeln durch'Anlegung von Leimringen in den Revieren angeordnet, und zwar dehnen sich dieselben ans eine Gesanimtfläche von rund 12 500 Hektar gegen rund 0780 Hektar im Borjahre aus. Unter den bedrohten Be- ständen befinden sich hauptsächlich die Forstreviere von Grüne- wald, Tegel, Potsdam, Liebenwalde, Schönwalde, Oranienburg, Steglitz m, b,i,% große � m f„ v:.../ i I„1.....*,\ i.1% � w ,%%%>»4- et• t.** 1> 1 � 1,.»—, ✓. f.„—,„._.—._, walde, Biesenthal, Lehnin, Woltersdorf, Cuinmersdorf und Tipp- mannsdors. Ontnillons-Kiichsenmacher und Zchlasser. Der Bor- stand des Berbandes deutscher Schlosserinnungen ist beim Kriegs- Ministerium dahin vorstellig geworden, daß den Bataillons- Büchsenmachern des Reiche- die Anfertigung von öffentlichen und privaten Schlosscrarbeiten, sowie das Auslagerhalten von fertigen Arbeiten entweder ganz untersagt oder so viel wie möglich ein- eschränkt werde. Die Beschwerde richtet sich gegen zwei lataillons-Büchseiiniacher vom zweiten Garde- und vom Kaiser Franz Grenadier-lltegiment, ferner gegen den Bataillons-Büchsen- macher Busley in Renstrelitz. Der Letztere soll nicht nur alle die im Büchseumacherberufe vorkommende» Privatarbeiten und Re- paraturen iu seiner Militärwerkstatt unter Mithilfe von dazu brauchbaren Soldaten ausführen, sondern auch auf Schützenfesten durch Berleihen von Gewehren, Patronenverkauf u. s. w. sich Nebenverdienst verschaffen. Auch eiserne Grabgitter, eiserne Bett- stellen und andere Schlosserarbeiten werden in dieser Militär- Werkstatt angefertigt. In der Petition wird betont, daß man dem BntaillonS-Büchsenmacher seinen Berdienst durch Privat- bttchsenmacherei, denn nur für diese zahle er Steuern, nicht verarge; aber die Konkurrenz, welche den Nenstrelitzer s Be- russaenossen dadurch entstehe, daß der Bataillons-Büchsemnacher Busley in■ einer rcgiefreien Werkstatt imd mit so wesentlich billigeren, wenn nicht unentgeltlichen Arbeitskräften, bei End- Missionen stets der Billigste sein kann, laste ungemein schwer ans den um da- tägliche Brot kämpfenden Schlossern. Zeit und Kraft eines Bataillons-Büchseninachers gehören dem Staat. Dieser zahle heute Gehalt, später Pension.— Bei einem Berliner Bataillons- Büchsenmacher ist sogar die vollständige Einrichtung zur Massen- fabrikation von Fcn'lerbasquilen vorgefunden worden, als der Obermeister der Schlosseriintung, Herr Remmert, den beiden Bataillons-Büchseninachern einen Besuch, im Austrage der Be- Die demmzirten 1 und W>.... Phil- Harmonie, abgehaltene Schloffcrverbandstag nahm eine Re- solution an, in dessen Schlußsatz e- hieß:„Es muß als schwere Schädigung des steuerzahleiiden Bürgerthnms angesehen werden, wenn ans diese Weise Militärbeamte demselben Konkurrenz machen." Eine prinllche Angelrgenlfeil beschäftigt die Bewohner von Zehlendors auf da- Lebhasteste. Die Staatsanwaltschaft hat Kenutniß erhalten von dem gefährlichen Treiben einiger Frauen, die sich in wiederholten Fällen deS BergehenS gegen das keimende Menschenleben schuldig gemacht haben. Durch zahlreiche Erkran- kungen der Frauen kam die Sache zur öffentlichen Kenntniß, und es stellte sich heraus, daß das genannte Vergehen fast systematisch betrieben wurde. Bis jetzt sind zwei Frauen, die als die eigent- liehen Anstifter angesehen werden, verhaftet worden, weitere Ver- Häftlingen dürsten jedoch noch folgen. Die Frauen sollen sich bei Begehen dieser Hnndluiig durchaus keiner Schuld beimißt gewesen angepriesen haben. ,»• ,*** Schuh»»>««»», der vorgestern wegen Sittltchlcitsverbrechcn verchastet ivurde, ist Motz. _ ilserhafteteu Gerichtsvollzieher. Ter Gerichtsvollzieher H. Pohl, Klosterstraße �0, ist ani Montag Abend verhastet und in das NiitersuchungSgefiingiüjj zu Moabit überführt worden, nachdem er am Sonnabend vorher bereits seiner amtlichen Funk- tionen enthoben worden war. Pohl soll sich in 38 Fällen Unterschlagungen kleinerer Beträge zu Schulden haben kommen lassen. Der Tischler Gtta, Swinemündorstr. 119, ersucht uns, zu konstatireu. daß er mit dein in Nr. 50 unseres Blattes erwähnten Tischler Otto mchh identisch ist. Diese letztere Persönlichkeit ist überhaupt nicht Tischler, sondern H o l z f r a i s c r und heißt nicht Otto, sondern Ott, und wohnt in der Reichcnbcrger- straße. "Aua Hchrrz". infolge von Wetten u. dcrgl., theils anS "lache und Haß, wcroen zuweilen den Zeitnngs-Expeditioncn gc- fälschte Anuonzen aufgegeben, ohne daß der Annahniebeainte im Stande ist, dieselben auf ihre Echtheit prüfen zu können. Mit Bezug hierauf hat das Reichsgericht kürzlich in einem Spezialfälle entschieden, daß auch ein Zettel, durch welchen eine Anzeige in einer Zeitung bestellt wird, als eine Privaturkunde im Sinne des Gesetzes zu betrachten ist. Wer also eine gefälschte Anzeige anfgiebt, macht sich dadurch einer Urkundenfälschung schuldig. Aus Grund dieses öteichsgerichts-Erkenntnisses wurde kürzlich ein Ausgeber einer gesälschten Stnnonze, obgleich er sich mit derselben nur einen„Scherz" hatte machen»oollenf wegen Urkundenfälschung zu einem Monat Gefängniß vernrtheilt, und zwar unter An- nähme mildernder Unistände.— Mögen die betreffenden„Scherz- boldc" sich diesen Fall somit als Warnung dienen lassen. Nas plöhNche Uevl'chwittden der Restaurateurssrau P. ans der Bcrlinerstraße im benachbarten Charlottenbnrg erregte vor etwa drei Monaten daselbst großes Aussehen und wurde lebhast erörtert, zumal die von ihren Angehörigen nach ihrem Verbleib angestellten Nachforschungen ohne Ersolg blieben. Jetzt endlich hat die mysteriöse Angelegenheit sich in recht betrüben- der Weise aufgeklärt. Am vorgestrigen Tage wurde von Schleusen- beamten lri der neuen Schleuse aus der Spree eine weibliche Leiche aufgefischt, welche bald darauf als die der verschwundenen Frau P. erkannt ivurde. Ob dieselbe verunglückt ist, oder ob hier ein Selbstmord, vielleicht auch gar ein Verbrechen vorliegt, dürste die behördliche Untersuchung feststellen. Polixribovicht. Am 12. d. M., Vormittags, wurden drei Personen, und zivar ein Mann in einer leer stehenden Wohnung des Hauses Nene Fricdrichstraße 30, ein Lehrling in der elter- lichen Wohnung in der Prinzen-Allee und ein Mann in einem Gasthose in der Bahnhofstraße erhängt vorgefunden.— Nach- mittags ivurde der Sattler Wolter vor dem Hause Wilhelm- straße 102 von einer Droschke überfahren und erlitt so bedeutende Quetschungen der Oberschenkel, daß er nach der Charitee gebracht iverden mußte.— Älbends erschoß sich ein Kaufmann in den Gc- schästsräumen seines Bruders mittelst eines Revolver?.— Zu derselben Zeit gerieth an der Ecke der Landsberger- und Weber- straße der Arbeiter Ezocka unter die Räder eines in übermüßig schneller Fahrt vorüberkommenden Schlächterwagens und erlitt mehrere Rippenbrnche. Er wurde nach dem Krankenhanse am Friedrichshain gebracht.— Nachmittag? fand in der Alten Leipzigerstr. 20 ein kleiner Brand statt. Der Keschnftostniff rinrs alte» Zuchthäuslers gelangte gestern zur Kenntniß der dritten Strafkammer des Landgerichts I. Im Dezember v. I. ivurde besonders das Köpenicker Viertel von einem Manne heimgesucht, welcher von Wohnung zu Wohnung ging und den ihm Ocffnenden einen sogenannten Planetenzettel entgegenhielt. Wohl die Wenigsten würden für die darauf ge- druckten nnsinnigen Prophezeihungen etwas gegeben haben, aber der Verkäufer ivnßte eine gar klägliche Miene anznnehnien und dabei kopfschüttelnd auf seinen Mund und seine Ohren zu deuten. Man hielt ihn für einen unglücklichen Taubstummen und gab ihm gern eine Spende. Da? Geschäft war ein um so einträglicheres, als der angebliche Taubswmme gleichzeitig Gelegenheit zu Dieb- slählen suchte und fand. Als es den, Kmmnalkoimiussar Braun gelang, des Planetenzettelverkäusers in der Person dcS lerngesnndca Johann Friedrich Sandow habhast zu, Verden, ivaren verschiedene Diebstähle, hauptsächlich an Uhren und sonstigen leicht fortzuschasfendeii Gegenständen, zur Anzeige g? langt, deren Sandow dringend verdächtig ivar. Im geftrigert�st Termine gelang seine Ueberführung in zwei Fälle». Die Beute hatte er mit der ivegen Hehlerei angeklagten Frau Eue» gethcilt, deren Mann in Sonnenberg eine 0 jährige Zuchthansstrase ver- büßt, Ivo der früher entlassene Sandow ihn kennen gelernt. Sandow ivurde diesmal zn vier Jahren Zuchthaus und den üb- lichen Nebensirafen verurlheilt, während Frau Euen mit iienn Monaten Gefängniß davonkam. Als rvstra Gpfev des Schweinckrachs, der infolge des Schweine-Einsuhrverbotes über das hiesige Fleischcrgewcrbe herein- gebrochen ist, prüsentirte sich gestern der Engrosschlächter Wilhelm Beyer aus Friedrichsberg der zweiten Straskammcr a», Land- gericht II Das Schweine-Einfuhroerbot trieb seinerzeit die Fleisch- preise ganz bedeutend in die Höhe. Tie nächste Folge war, daß zahlreiche Klemschlüchter, die' ohne größeres Betriebskapital gc- iviffermaßen nur von der Hand in den Mund arbeiteten,„pleite" ivurdcn. Davon ivurde» wieder diverse Großschlächtcr getroffen die wegen der erlittenen Verluste nicht im Stande waren, den oder die Viehlomitüssioiüirs zu befriedigen. Zu diesen gehörte auch der Olngeklagte, dem zur Last gelegt ivurde, durch uiiter- lasscne Führung kaufmänmscher Bücher und Nichtziehnng der erforderliche» Bilanz einfachen Bankerott gemacht und außer- dem einen Betrug begangen zn haben, indem er an demselben Tage, an welchem sich seine Zahlungsunfähig- keit herausstellte, noch eine Anzahl Schweine ans Kredit kanste und zwar unter Verschweigung seiner Zahlungsimsähigkeit. Ter Angeklagte gab zu, wöchentlich 10—12 Schweine geschlachtet und einen Umsatz von etwa 1000 Mark gehabt zu habe», doch habe er nur mit einem Gesellen gearbeitet und deshalb sei er nicht verpflichtet gcivesen, kausinännische Bücher zu führen, zumal er nur bei der Viehkommissions-Firma Lauermeyer u. Co. kurzen Kredit mit l-ttägiger Negulirnug in Anspruch nahm und für den- jeniaen Kredit, den er den Zileinschlächtern gewährte, seine Notizen rollkommen ausreichten. Von einem Betrüge könne schon um deshalb leine Rede sein, ivcil er im Augenblick der letzten Kredit nähme seine Zahlungsunfähigkeit noch gar nicht gekannt habe. Montag, den 15. Juli v. I. srühmorgens habe er die letzten sechs Schweine auf Kredit genommen. Währenddem sei sein Geselle kassiren gegangen, daß derselbe infolge des plötzlich eingetretenen Krachs kein Geld kriegen würde, habe er nicht ahnen können. Die vorige Rechnung habe er erst Mittags im Komptoir der Firma zn begleichen gehabt, nnd um diese Zeit habe er erst Kenntniß von seiner Zahlungsunfähigkeit er- halten. Er habe sich sofort mit der Firma einigen wollen, da er aber die Bedingungen, welche dieselbe stellte, nicht habe erfüllen können, so habe die Firma den Konkurs beantragt. Nachträglich sei die Einigung zu Stande gekommen und er genieße be» der Firma denselben Kredit wie früher. Herr Lauermeyer bestätigte diese Darstellimg in allen Punkten nnd so sah sich denn der Staatsmnvalt genöthigt, den Betrug fallen zn lassen. Der Gc- richtshof ging aber weiter. Derselbe erkannte, daß nicht allein kein einziges Moment vorliege, welches für den Betrug sprech sondern daß auch von einem einfachen Bankerott nicht die Rede ein könne, da der Angeklagte nicht als Bollkausmann anzusehen ei, denn derselbe habe sein Geschäft nur handiverkSmäpig betrieben: Und— so schloß der Vorsitzende die Pnblizming des Urtheils— so gehen Sie denn vollständig rein von der Gerichts- 'tclle wieder nach Hanse! Tiilo Auklago woge» Uergeheus gegc» die Konkurs- ordiiiiixj. welche sieh gegen die Kaufleiite Salomon Behrend und beschuldigt. Fahre 1832 vereinigten sich die Jingeschuldigten zur Gründung eines P a r t i e iv a a r e n- Geschäfts unter der Firma Anton Gepperi". Im Mai v. I. meldeten sie den Konkurs au und es stellte sich heraus, daß einer bedentendcu Schuldenlast nur ein geringer Masscnbestand gegenüberstand. Trotzdem der Um- 'ang des Geschäftes ein ziemlich bedeutender gewesen sein mnßte, ' führung nicht die Rede, es wurde nur eine . lNgloser Notizbücher gesunde», welche eine Uebersicht über die Vermögenslage der Schuldner nicht gewährten, ebensowenig war während der ganzen Geschäftszeit eine Bilanz gezogen. Etwa 4 Wochen vor der skonkurSaninelduiig reiste Behrend nach Chemnitz, um mit der dortigen Trikotagen-Fabrik von Damiels wegen Ankauf eines Postens Ausschnßwaare zu unterhandeln. Behrend hatte bereits mehrfach derartige Waare von der genannten Firma bezogen und ivar dabei der Gebrauch, ivonach solche fehlerhafte und zurückgesetzte Waare für die Hälfte des Preises der fehlerfreien Waare, aber gegen Kasse abgegeben wird, bis dahin inne gehalten worden. Diesmal handelte es sich um einen Posten von i l 500 M., und ersuchte Behrend den Fabri- kanten, ihm für die Hülste des Betrages Äkzeptkredit zn geben. Ter Fabrikant war inzwischen gewarnt ivorden" und verhielt sich unter Hinweis hierauf ablehnend. Behrend erklärte hierauf, daß der Warner ein persönlicher Feind von ihm sei, eine BermögenSlage sei eine brillante und er sei mindestens so gut, wie die Reichsbank, nur weil er im Monat vorher für 3000 M. Waare gegen Kasse gekauft habe, seien seine Baarmittel etwas erschöpft. Da Behrend außerdem in Chemnitz für seine Person viel Geld daraus gehen ließ, so gelang es ihm, die Be- denken des Fabrikanten zu beseitigen und für über 5000 Mark Waare ans Kredit zn erhallen. Nach der Anklage ist Behrend Hon damals zahlniigsiinfähig gewesen und seine Angaben Über eine Vermögenslage ivaren wissenllich falsche. Durch die Beweis- ausnähme erachtete der Gerichtshof auch seine Schuld in dieser Beziehung für erwiesen. Ter Angeklagle Geppert, der sich nur ivegen Vergehens gegen die 5ionkursordnnng zn verantworten hatte, führte zu seiner Entschuldigung an, daß er von dem kauf- männstchen Geschäfte sowohl wie von der Buchführung keine Kenntniß gehabt habe, es sei dies Sache seines Kompagnons ge- wesen. Er selbst sei eigentlich Uhrmacher und seine ganze Thätig- keit bei den« Geschäfte habe sich darauf beschränkt, daß er 5000 M. eingeschossen, die er denn auch verloren habe. Nach einer Ent- chcidilng deS Reichsgerichts kann Unfähigkeit nicht von der j picht, eine kaufmännische Buchführung zu führen, befreien. Geppert wurde daher zu 2 Wochen Gefängniß vernrtheilt. Behrend, der bereits mehrfache Vorstrafen ivegen Betruges er- litten, wurde dagegen zu secks Monaten Gesängniß und zweijährigem Ehrverlust vernrtheilt. Eine wahre Landplage für die Anwohner des Arkona- platzes ist Frai» Hedwig I ä ck e l geb. Busc, welche gestern ivegen a r o b e n U n f n g, Beleidigung, Widerstandes und Sachbeschädigung vor dem Schöffengericht am Land- gericht I stand. Die 42 Jahre alte Frau, welche ganz manirlich gekleidet ist und gerade jetzt eine viermonatliche Strafhast abzn- machen hat, stihrt einen förmlichen Krieg gegen die Polizei nnd die Polizeiwache in der Oderbergerstraßc scheint ihren besonderen Groll zu erregen. Außer 0 schweren Strafen, darunter auch IV, Jahr Zuchthaus, hat Frau Jäckel etwa ein Dutzend Vor- 'trafen wegen Geivaltthätigkeiten aiiszuweiscn. Präs.: Das ist Ivos» eigenen Breitigam für mich habe, Verhältniß ig, indem er mir sogar Sonntag zum Kaffee mitbringt und immer sagt, meine fgjK .ähne l"5 de scheensten Perlen, sonst initivasche. Indem"ich also noch § IN!" MsstV von Nöthen bin, hübe ich ihm gesagt; Gs�jiett le n WaynsinnU — Präs.: Aach jener Begegnung' in der Oderbcp 6"%!«"«ach Hmsse Thürfüllung ans der Thür des Herrn Raschle und mit einem Besen eine im Zimmer desselben J.W• iiNin« zertrümmert.— Angekl.: Haare zerzimpelt, so baß ich aussah, wie..... �, aus de Lüueburger Haide uud weil man-Sreui]-, � scheene» Haare so sehr ferne hat,.überkam mir me" gM- da habe ich de Thürstillung rausgehauen nnd A» gekrochen. Aber mil's Hintervierlel kam ich nichvi is de Lampe von alleine rnntcrgcsallen!— Berathnng des Gerichtshofes scheint die AngMag ivonnigsten Erinnerungen zu schwelge», nickt zur Decke des Gericktssaales und äftlnftcz on alleine runtergefallen!— Z" jn Gerichtshofes scheint die AiigcM-'... nn gen zu schwelgen, denn sie blickt k. � ttv zückt zur Decke des Gerichtssaales und inckt beu 0%« Lgti« "chmitzt zn.— Präs.: Ter Gerichtshof hat Sie zn 3 � Gefängniß und 1 W o eh c Haft verurtheilt. � rtUf«n klagte, welche Miene macht, das ttrtheil fem Blait Papier zu schreiben, nmß schließlich vom 2» Kortens sichte 8i %=«n Ml-r bei energisch ansgesord'ert werden, in ihre Zelle zurückzu-eh� � wirft auch diesem würdigen Manne einen ihrer fom! 31. Üilsl. Wiivt; viwjcut.Vtt&s'iyvn i'.'tuiiuv v.ti'.»» u, indem sie meint:„So schnell schießen die Preisten kommen wir noch immer früh genug hin! In Potsdam, Ziencndovf und poivamr« v�.�e!!, 12. Aiärz in mehreren Tabakfabriken die Arbeiter oud A ca. ISO an der Zahl, die Arbeit nieder ivegen einer welche sie an ihre Arbeitgeber stellten und wurde. Zlizug ist fern zu halten. werden um Abdruck gebeten. m f' Luckriiivatde. Folgendes geht uns zurVeropem Wir sagen allen Kollegen und Genossen im Namen ie gW, den für die reiche Ui'terstützuiig, welche uns wahrend gßci gehen lassen. Gegenwärtig sind noch 03 Ausgespern, eitens der Fabrikanten beschlossen worden, 9 Öcll'.. missionsmitglieder) nie wieder in ihren Fabriken zu vi � Mehreren Äusgesperrten sind auch noch Anklagen kveg z,k sriedensbruch,'Aufreizung zum Kontraktbruch, Aufford j. Kollekte, Uebcrtretlmg de.?§ 153 der Gewerbeordnung �# gegangen: deshalb sieht sich die unterzeichnete Komni ll � k die Betreffenden vor gänzlichem wirthschastlHen Am � ß wahren, veranlaßt, noch einmal an das Solldarttatvg j. Genoffen zu appelliren. In der Hoffnung, daß unsere> Gehör findet, zeichnet mit Gruß Die Kommission. F singer. v. Wittke. G. Müller.- Alle arbeite« Blätter iverden um Abdruck gebeten.— �B. Zufckp zu richten an Albert von Wittke. Luckenwalde, Äldler".-! Aachen, 13. März. In einigen Tuchfabriken Weber die Arbeit gekimdigt,, venn ihnen mast eine riesige Liste von Vorstrafen.— Angekl.: Nich wahr, die is so hoch wic'n Haus!— Präs.: Sie sind auch schon iviederholt ivegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt bestraft V— Angekl.: Fragen Se mir nich nach so was! So'ne Kleinigkeiten kann man doch nicht alle behalten!— Präs.: Auch wegen Diebstahls haben Sie eine Vorstrafe?— Angell.: UndivcnnSemirjleichheirathenwürdenZöniiteich's doch nicht sagen. Es kommt ja beinahe jeden Tag ivat Frisches zn! — Präs.: Sie sollen auch wegen Bettelns bestraft sein.— An- gekl.: Herr Jerichtshof, blos kerne Beleidigung! Seh'n Se mir mal an:'n sorsches Weib wie unser Eener braucht sich doch nich mit'? Betteln abzujeben. Das überlassen wir armen Leuten!— Präs.: Da stehen auch sechs Monate Gefängniß wegen 5körper- Verletzung verzeichnet.— Angekl.: Nanu brat' mir aber Eener 'n Storch— aber'u milchernen! Ach, das is woll der Spaß, wo sich de Schutzleite de Köppe aneinander rannten!— Präs.: Kurz und gut, Sie geben also die in den Akten ausgeführten Vor- trafen zu?— Angekl.: Herr Jerichtshof, wenn ick Ihnen da- mit'» Jesallcn thun kann, denn immerschuh! Wenn ick so was Alles behalten sollte, denn müßte man ja'n Kopp haben, ivie 'n Elesante oder man müßte sich wahrhaftig noch'n ziveeten Stopp usssetzen!— Präs.: Sie stehen nun heute wieder unter der Anklage, am 22. Dezember eine dem Polizei- lieutenant Bernhardt gehörige Lampe in dem Polizeibnreau Oderbergerliraße zertrii, innert zn haben.— Angekl.: Die alte Thranfunzel habe ich ja kaum angesehen, noch weniger angerührt. — Präs.: Na, es war am 22. Dezember, Nachts 12 Uhr, als Sie auf dem Arconapkatz ivieder einen Höhenspekiakel aufführten, indem Sie sa»g-n und Hilfe schrien.— Angekl.: Erstens hatte man mir überfallen und ziveitens habe ich blos„Wächter" gc- 'chrien, damit die Herren nich vergessen, daß es 12 Uhr is!— Präs.: Als dann ein Wächter kam, haben Sie noch fort- kandalirt.— Angekl.: Der Mann benahm sich zu unjebildet! brst ivar Keiner nich zn sehen un wie denn Eener aus'nc Kneipe 'raus kam, sagte er gleich zu mich, er wird mir nach de Oder- berqerstraße bringen. Aha! sagte ich, dadruff legen Sie's ja immer ab, daß Sie mir nach de Wache in de Oderbergerstrahe bringen. Die ivollen mir nämlich jar zu jerue ans't Revier rauS- bringen. Ick jehe aber nich im wenn Se sich Kopp stellen! Wo werde ich mir denn aus meine Arbeit drängeln lassen!— Präs.: Sie haben sich dem Wächter gegenüber ganz ungeheuerlich benommen, haben sich in dessen Rock sestgebissen, wie todt an die Erde geworfen und mußten mit Hilse mehrerer Passanten nach der Wache getragen werden. Sie scheinen darin einen wahren Sport zu betreiben, daß Sie sich jedesmal bei solchen Anlässen nach der Wache tragen lassen!— Angekl.: Das ist doch's Wenigste, was man von de Schutzleute verlangen kann. Und dann sind wir Frauen doch immer'ne süße Last und was mein Breitigam i?, der möchte mir jänzlich auf Händen tragen.— Präs.: Die Schutzleute bekunden, daß, als Sie in der Wache niedergelegt worden, Sie plötzlich anfgesprungea sind und die Petroleumlampe zerschlagen haben, so daß dieselbe beinahe explo- dirte.— Angekl.: Mir wurde plötzlich seekrank nnd da habe ich nach die Funzel jcjriffen.— Präs.: Endlich sollen Sie in gegen der Zelle der'Mache mit dem Zinkeimer so toll die''Wand gehauen haben, daß Sie schließlich werden mußten.— Angekl.: Und so was soll un jebildet sein' Diese Art Leute haben jar leene Ahnung davon was es heißt:„Komm' de Frauen zart entgegen!"— Präs. Ganz ebenso toll haben Sie es mit dem 03jährigen Handelsmann Räschke getrieben, welcher das Glück hatre, Thür an Thür mit Ihnen zu wohnen. Demselben sollen Sie eines Abends wie be- sepcn nachgerufen haben:„Da geht der Landstreicher!"— A ii g c£ l.: Tie Sache liegt tiefer, da is etwas von's Herz mit mang: Indem der Herr Räschke eni iroßer Pusfirstengel ,s iiild mit mir ciii'xuideln will, indem er jerade immer zu nachtschla- sende Zeit Durst kriegt im keeu Wasser hat, wo er denn immer au meme Thür klopft und janz kittnäsig sagt:„Frau Jäckeln, ieben Se mir doch'» Bisken Wasser! Indem ich un aber meinen 2* SoHiole legte« cu» Alle arbcitersre»ndlichen- innch 14 Tagen ihre Forderimg aus höhere Lohne bewilligt w» einer anderen Tuchfabrik haben die Weber die ijf- gelegt, weil ein Kollege angeblich ungerechtfertigt enlm i den ist. DovsmmnlmuLvN' Is»cihu °«ls eii »«greick «cniiei, u %ket St L1 l'-g- die 'Wtzeude e die ich«!( k? aber d �.chost %% Gewer %» en �urf.m IS mn .et": ein, K Eleme Etlichen "iigen de I K: .tgenh m jfamnilu fiet des; teß Khwe,n WS." Sie, iä«b. % "e Grü, In di zn% KL m äußerst lehrreichen Vortrag über„Syphilis", dem steh W nd rege Diskussion anschloß. Sodann wurde bekannt gem„ die für den am 29. März stattsindeiiden Herrenabend de- f M mm.....»»..... i..... i— nbeoingt netste Zeitpunkt wä're� unsere Forderungen �%% vercins Berliner Mechaniker Billets vorbanden sind, wv-- olche für den Besuch der Urania am 30. März vor �. Aer i Hierauf ivurde ausgeführt, � daß�dieses Jahr imbedingt��i» j.�"de Arbeitstag und 21 Mark Atiminallohn, zur'0 ühlmTT' bringen. Es müßte hierzu auf einer öffentlichen Versamn �i V Meta Kommissioi! gewählt werden, ivelche oben erwähnte Fo p stitt o H}1 den Arbeitgebern zu unterbreiten hätte. Wenn".(„' Solle die augenblickliche Gcschästslage für uns 0"' a-.sch 9g%A Ä mZUA ÄV s? VJ KK süss s aW 5 ili s Sodann wurde ein Bericht der„Be,-w noch so gerechter Forderungen noltzig in uno oarun. � jedes Einzelnen, für bessere Resnllate dev Unterstutzu.. Sorge zu tragen. Sodann ivurde ein Bericht der. verlesen, in welchem gesagt wird, daß nur die süngeren v» dieses Jabr in eine Lohnbewegung eintreten wollen, da v'�N dieses Jahr in eine Lohnbewegung 40 M. wöchentlich verdienen. Wer, wie wir, den statt!"'[; 40 aJ(. wocyeniucy veroienen. nver, uuv iuu, uvu i', gestellten Verdienst und Länge der'Arbeitszeil genau kenn--F diesen Artikel nicht anders, als eine grobe Anrempele' cm"/ diesen Artikel nicht anders, als eine grobe Anrempeiec � Warum und von ivelcher Seite ist nicht erklärlich, monk) �» ?"uen. «klä Sttfeii, hier angebracht, diesem Bericht eine aus statistischer bleib beruhende Zurechtweisinig ividersahren zn lassen. Ja der zweiten Versammlung hielt jitnächst reiter eine Vorlesung über:„Df-"r lehrreich auch die einzelnen sein mögen, so kann man doch nicht genug vav iTZ Themata jedem einzelnen anempfehlen und wurde hierzu./'�che An in er Arbciterbibliothek, welche Heftweise» 20 Pf. !?Srend° Jütli gere p KollcK� T. _____ den kann, die beste Gelegenheit bieten. Es wurde, kannt gemacht, daß eine Extrasteuer von X M. 20 Pf. � ist, welche für den in diesem Jahre stattfindenden Beitz � Verwendung findet. Zum Schluß wurde dann noch I- is Antrag angenommen;„Die Versammlung beantragt" Redakteur der„Deutschen Mechaniler-Zeitung" dahin g* daß derselbe in der nächsten Nummer obiger Zeitung i-e licht, waS er von der KommissionSsitzung in Jena'veip-»f Die Freie Deieinignng der Maurer DmW'J zlmgeaeiid hielt am 12. d. M. in Orschel's Salon eine ordentliche Mitgliederversammlung ab. Als erster P1 f Tagesordnung stand die Wahl einer K o in m s s' v � D ii r ch b e r a t h u n g de rjS t a t u t e n. Eine Statuten«' ist bekanntlich von der letzten General-Mitgliederversainnu � schlössen woroen und? 1 der Manrerbranche des. der Freien Vereinigung als Mitglied beizntrete lnng trat sofort in die Wahl der Kommission ein, heimgebend, eine entsprechende Statutenänderung S:.i' gSom f iCQUii V2;t»lx;vm'-yniyinwtvwvi.(v*.."- ftänl Zwar dahingehend, daß es hinfort 1" i Mgen ffchäftigten Kollegen ermöglicht ivew'.F u>id ,a als Mitglied beizutreten. Die � aiiszuar � und der nächsten Mitgliederversammlung zur Be. zulegen. In die Kominission ivurden geivählt die Kollegen DahmS, Redanz. Hubke, Hempel, Freida Weise. Der dritte Punkt der Tagesordnung, der nach Eru deS eisten Punktes zur Verhandlung gelangte, lautete! schlnßfassung über den Antrag Scheel, bei» Wahl einer BeerdigungSkommission." tragsteller war in der Versammlung nicht anwesend. E- L> nächst eine allgemeine Aussprache über diesen Antrag stch. F Antrag Scheel ivnrde schließlich nach längerer Debatte m''W Majorität abgelehnt. Der zweite Punkt der Tagce? ck lautete:„Vortrag deS Herrn Max BaginskWß G e iv e r b e- S ch i e d 8 g e r i ci) t e, mit besonder c»ck r ii ck s i ch t i g n n g de? vom Magistrai publiZ'/ Orts st a t u t s." Tee Neserenr war nicht erschienen, a" ß Psittnger ;c"'ta9 1 Sf»- CTl zu m Verl reelle! nitfiiff - f«5 j,cmP Walstr! # icMagt« SM« ■ janj!" -th an» l Dl# »D DM« :s ss ;e m nur el« q ch! 5- ##a wnirfifo-•-— Cchied�gevichie das Recht.......................... -e-yellc noch eine Strafe aufzuerlegen, eine veraltete iHn m»? s. �. oi.-i«-.......-. v....... w:.. rv.«— rt ("orten!fl'® m11'3 �cr Zivilprozeßordnung, die längst ausgemerzt Dir«f.»!. v Redner konnte den ganzen Entwurf nicht beleuchte«, C_. er der Ansicht, daß derselbe nicht beut Interesse der Ar- aft entspreche und rieth derselben, sich mit dem Entwürfe ... f ry*' f v yY• tf"/' A �. f. � "vCnPiltAMC. I iiiiv nvt Y vvt.| Vik-VM/ I"»»»■-----------. kfrv, flehend zu beschästigen, wozu ihr noch Gelegenheit gegeben tm. den, Btmdtsrathe ein Gesehentwurf tiver Einsührung t.--- f �---------- i---- 1---- t f«* CTb«*« rst) r\r», ®tme>-(io"J~i"vöe">vatllc c'n Gesetzentwurs Uber timsunrüiig de b-.� �S'r'dsgerichten unterbreitet worden sei. Ter Vor tisch e 1 n? u, stand der gedachten Institution sehr ;te» leviM'J S li i Mg 5 P S ------... Er erinnerte an das bestehende Gewerbe «„.raucht, welches noch„liberaler" sei, als der vorltegende M-'�l'vltd doch wurden hierdie Rechteder Arbeiter nicht vertreten, ..°'"i zertreten. Er stellte ganz energische Mastnahniei, in Aussicht ist. j öer Maurer Berlins gegen die gedachte Jnstitutton. d„.�Kelegenheit wurde daraufhin vertagt.— Im Anschluß lLtl«n ging der Vorsitzende nochmals aus die Orgam,at-on-- Vj». in eingehender Weise die Rothwendigleit ktar legend. zur Organisation heranzuziehen, um dem wirth- �.buchen Ruine derPrinzipientreucn vorzubeugen und die Hoff- NL«. sssü» tw* �lele'.Baugewerks- Zeitung u......... kr r.J Cl.ne!' dringenden Appel an die Mitglieder, alle Atanrer Uli; heranzuziehen. Weiler theilte der Borsitzende �l'r c,• c Vereinsbibliothek demnächst eröffnet werden.wird. h, t,(y.e' nze regte> nochmals die Submissionsangelegeiiheit in welcher sich die Freie Vereinigmig s. Z. petitionircnd " 2�trat gewandt hatte, welche Petition aber r-mngel an Zeit abgelehnt worden war. Ter gab die Versicherung ab, daß er die sozial i!ii,.�?"schen beziv. Stadtverordneten der Arbeiterpartei in '»Geil,.Cl. Weise, als dies bisher geschehen sei, für diese £inAf,9?nIrtit zu interessiren wissen werde. Herr Ä erste« O* oatauf aufmerksam, daß Mitglieder der freien Hilfskasse »ii>i>s»?, Maßregelt oder nicht in Arbeit gestellt werden»nd bilstsl» dagegen Front zu machen durch Massenbeitriit zur freien 'tu!, 1~er Vorstand wurde sodann beaustragt, der nächsten .'»lniung einen Vorschlag zu unterbreite», betreffend die Km-,. � Mai. Am ersten Osterfeiertage sindet im Böhmische» k;'e eine Matinee statt. Tie Genehmigung ist ertheilt. lins m dreifachen Hoch auf die Organisation der Maurer 'l'ifeu wurde die sehr zahlreich besuchte Versammlung ge- lJ?';1' Allgemeine Kletallarbeiter- Urrelu Berlins und Sl J""'ch hielt am Sonntag, den 9. März c., in Jordan's Salon, «d."unslraße 26, eine außerordentliche Generalvcrsaininlung Hz sn derselben wurde zunächst Statutenänderung in Betreff WÜ �richtenden ständigen'Arbeitsnachweises vorgenoinmen. ist der'Arbeitsnachweis in der Woche täglich 6 Stunden . i»!� Morgens 6—12 und Nachmittags von 2— V llhr geöffnet und I �.oureh einen vom Verein mit monatlich 120 M. besoldeten Kf l Dctm'tlier verwaltet, welcher von der Generalversammlung o'lkk» Dauer eines Jahres gewählt wird. Die Vermittlung iij Jirtfchielit. für'Arbeitgeber und Arbeitnehmer unentgltlich. Rrttth''uac oine geheime und fiel dieselbe auf MoUegen Alwin >'ch« Wienerstraße 44. Unter Verschiedenes fordert Liollege die Metallarbeiter auf, sich doch reger an der vom Verein �«Ngriff genommenen Statistik zu bcthettigen und die Frage- recht genau und gewissenhast auSzuMen. Namentlich L die erste Frage„Ist beschäftigt als(männlich oder weib- von den Aollcgen sehr oft niit männlich deantivortet, -Ma � doch hier die Branche angegeben werden soll, in ?ei P", I bii l Betreffende beschäftigt wird und das nicht zu- Geschlecht zu durchstreichen ist. Fragebogen gelangen innort| f>\ sse» 1 f »ig M». o.°/irge Bredow dem Gerücht entgegen, daß bei Siemens lerhlAifyi.. vchon wiederrtpit!cen,n kS wahr wäre, daß CO Aiann schon wieder dorr sisb.�i so würde dies nur die Slümperhastigkeit dieser Arbeiter - Uber r,1'&a der Kompagnon Herr Herbig der Kommission gegen- t hat, nur 40 bis höchstens 50 Mann beschäftigen zu I liitiQp"' Mit solchen Kräfte» wäre die Firma nicht im Siande, b. If.Z"it zu produziren und möchten die Kollegen nur stand- n* �---- v tVrtlin�o C\nrfmnniT 9Q( Lr ö*% w&iget&i»«««»w---- ij-....... dilich.„ ln' 6aun sei auch der Sieg unser. Kollege Hartmann fjeff,.?ch darauf mifnierksam, daß, wenn vielleicht in nächster Iii... 11 den Zeitungen stehen sollte, der Streik bei Siemens n. Ko. "rtn Wr bann dieser IVachricht feinen Glauben beizumessen, fon im,'U\>»»l. als Fabrikantemiianöoer zu betrachten, imi die'Arbeiter Di'yl ff;* ttadrik hinein zu lootsen. Wahr iind glanbhast sei eine ®letnft'y.O® mir, wenn diese vom Vorstand des'Allgemeinen b.'iiU ftejei». beitervereins linterzeichnet sei. Kollege Klein fordert zu W, i« Dfli % damit nicht durch " auf Gnade Streikbiireau Riiter- LL.S»M Sammeln für die Streikenden ans, damit n ii% H,,r dieselben gezwungen werden, sich dem Kapital f'rtRo ,9. e 5» ergeben. Listen sind im Streikbnret isiein m' bei Schmidt, durch Kollege Bredow, sowie bei Otto i KM%qi.(4. �"terstr. 15, Paul Litstn, Reichende rstr. 26, und Emil 'tt- I% V'■nemirfcnbovferftr. 48 bei Lenzner, zn haben. Folgeilde J ctL:,.Jn fand einstimmige Annahme:„Die heutige außer- ■'-s i'-""che Generalversainmlnng des Allgemeinen Metallarbeiter- "'/j h'ihi I iti j2 ihre Forderungen-------- M------.... iiiDfU h,!tn" beschließt die'Versammlung, mir Wik zu kaufen, welche Zn«ontrolniarton versehen sind." In die Komuiisfion, welche ständigen Arbeitsnachweis zn lontroliren hat, werden die Mgen Viktor Kurgas, Antonstr. C, Karl Gran, Menden, lr. 2, Hermann Schrotter, Wrangelftr. 120, gewählt. der öffentlichen Arboilervrriännnlun.z. welche am 5io!'ta3 Abend im Konzerthaus Sanssouci unter Vorgy des Augustin tagte, veferirte Herr Hermann Borgmann über »ZThema:„Die deutsche'Arbeiterschaft und das Hutgeiverbe". Di»»e leitete seinen Vortrag mit einer Schilderimg e er neuer- �.Ls ins Leben getretenen Fabrilantenvereinigung ein«nd er- - in SiL. e die Kottbnser Fabrikanten, weiche eine halbe Million tT' J 9� bei der Reichsbank deponirl haben, lim bekanntlich bei etwa rct. j bpj'bvechenbeii Streiks in den Stand gesetzt zu sein, die'A»sdauer »„.Arbeiter durch dieses Mittel zu üdertrlimpsen..Referent be- 1%� welche Gefahr für das ganze Volt in dieser Maßregel *........ n*:*. c�i Sio yfvf>tiler liacn Liste gebranutniarkt sind und auf Jahre Hinang in Luckenwalde keine'Arbeit mehr bekommen. Redner entwickelt nun in ein- gehender Weise das von den Hiltmacher» ins Leben gernsene Koiitrollinarkensystem, welches uns in den Stand setzen wird, derartige Maßregeln von Seiten der Fabrikanten die Spitze ab- zubrechen; und daß dieses Mittel ein vorzügliches ist, beweisen uns die hunderte von Zuschriften, welche wir aus allen Gauen Deutschlands erhalten, und welche alle die freudigste Zustimmmig zu dieser Idee bringen. Die deutschen Hutmacher wollen durch dieses System endlich einmal Wandel im Gewerbe schassen und dicken Schleuderern eiilmal gründlich das Handwerk legend Dieses Be treben kann aber nur mit Hilfe der dentschen'Arbeiterschaft dnrchgesochteii werden, indem sich jeder Arbeiter verpflichtet, keinen Hut mehr zu kaufen, welcher nicht mit der'Arbeiter-Kontrollmarke versehen ist. Daß dieses geschieht, dafür bürgt uns das hochent- wickelte Solidaritäts- und Brüderlichkeitsgefühl der deutschen Ar- beilerschast. An diesem Bollwerk wird sich der Widerstand der Fabrikanten brechen; Redner weist mm nach, daß die Verpflichtung der Fabrikanten, bei 10 000 Mark Konventionalstrafe keine Marken für ihre Maaren einzuführen, von Seiten der Firma Silbermami n. Ko. in Berlin schon ge- brocheil ist, indem von genannter Firma nach einigen Tagen zn wiederholten Malen die Marke verlangt wurde, von der Kommission aber abschläglich beschieden wurde. Redner führt nun alle die Ehikanen und Verächtlichmachilngeii, welche von Seiten des Fabrikanten-Organs, die„Deutsche Hutmacher- Ztg.", über die Kontrolkommission ausgeschüttet werden, an. Diese Machinationen werden aber nichts nützen, um»liis von dem Ziel, welches wir uns gesteckt haben, abzubringen. Mit einem warmen'Appell an alle'Arbeiter, für die Sache recht rege zn agitiren, und in Zu- kirnst keinen Hut mehr ohne Arbciter-Kontrolmarke zn kause», schloß Redner seinen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag. In der Diskussion sprachen die Herren Alignstin.Wedeineyer und Kehr im Sinne des Referenten. Hieraus wurde folgende Resolution ein- stimmig angenommen: Die heute im Konzerthaus Sanssouci tagende öffentliche Arbeiteroersammlung erklärt sich mit dem Re- serenten voll und ganz einverstanden und beschließt in Ziilunst nur solche Hüte zn kaufen, ivelche mit der Arbeiter-Kontrolmarke deutscher Hntmacher versehen sind. Ebenso einstimmig wurde an- gcnommen, die Geschäsre zu meiden, über welche von'den Tabak- arbeitern die Sperre verhängt ist. In Verschiedenem sprach Herr Sußmann(Großist). Derselbe erklärte keine Schundivaare fähren zn wollen niid wünsche deshalb die Marke, woraus dem Herrn erwidert wurde, daß er sich an die Kommission wenden solle, welche die Sache prüfen wird. Nach einem Schlußwort des Rc- ferente», worin derselbe das Verhalten der Hiitmacher-Jnnnng dem Markensystem gegenüber ins richtige Licht stellte liiid schar geißelte, schloß der Vorsitzende mit einem dreimaligen Hoch an das Gelingen der Arbeitersache die Versammlung. Her Fachverei» der Kchlojlfer«nd Mafchiiienba« Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am Montag, den 10. März, in Nehlitz Salon, Bcrgstr. 12, eine Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnimg ab: 1. Vortrag deS Herrn Wernau über Kapital und Arbeit. 2.'Ausnahme neuer Mitglieder und Ent- richtnng der Beiträge. 3. Verschiedenes und Fragekaste». Wege» Nichterscheinens des Referenten ging man zum 3. Punkt der Tagesordnung über, in welchem wiederum die Nrbeiteransschüsse einer scharfen Kritik unterzogen wurden; ferner wurde der An- trag, im Norden in nächster Zeit ein Bergnägen abzuhalten, mit großer Majorität angenommen. Hierzu wurden folgende tiinf Kollegen in das BergnügungS- Komiiee gewählt: die Herren Fcrdienand, Senftleben, Knbe, Bayer, und Wittke. Desgleichen wurde ein'Antrag, einen Kollegen zu wähle», der ein vollständiges Verzeichniß der Bücher unserer Bibliothek führt und dieselben aus Verlangen nach dem Norden befördert, aligenommen. Es meldete sich hierzu Kollege Graez. Zur Aufnahme meldeten sich 23 Kollegen. Tie nächste Mitgliederversaminliing für den Norden findet am Montag, den 24. März, Abends SVa Uhr, im Weddingpark, Müllerstr. 178 statt. Der Arbeitsnachweis für Schlosser iind Maschinenbauarvciter Berlins und Umgegend be- sindet sich im Süden: Dresdenerstr. 110 bei Grandel; im Nor- Den: Anklamerscr. 49 bei Nürnberg. Geöffnet von 8—10 Uhr Abends, Sonntags von 10—12 Uhr Vormittags. Die stark besuchte Uereins«crsanru»ku«rg der Lederarbeiter hörte am Montag mit großem Interesse einen Vortrag über:„Lohn- und Akkordarbeit". Da von einer Besprechung hierüber'Abstand genommen wurde, konnte vom Borsitzeildcn Jahn gleich ein nnisaffender Bericht über den Aerlauf und Erfolg der illeise nach Leipzig, Frankfurt a. M. und Ofsenbach gegeben werden. Als bemerkenswerthes Ergebnis! dieser Reffe ist zu ver- zeichnen, daß in Frankfurt die Vorarbeiten zur Gründung eines Fachvereins in lebhaftem Gange sind, in Offenbach ein solcher voii 77„Portesenillern" gegründet worden ist. Für Leipzig ist vorläufig wenig Aussicht, da dort die Kollegen mir schwach ver- treten sind. Im Ganzen genommen herrscht unter allen der beste Geist und werden sie nicht verfehlen, sich den Berliner Kollegen in einem etivaigen Lohnkampfe in jeder Hinsicht opferwillig zn zeigen. Einstimmige Annahme fand hierauf folgende ffiesolutioii: Die heute am 10. Marz tagende Fachvereinsvcrsanimlinig der Lederarbeiter verspricht, unter Anerkennung über die Znstimmlmg und den Anschluß der Ofsenbacher, Frank- fnrrer und Leipziger Kollegen, dieselben in ihrem Be- sireben jederzeit thatkrästig zu unterstützen."— Eine längere Anscinaudersetzung knüpfte sich an die angeregte Frage, ans welche Art die'Agitalion für dieNeunstunden-Belvegiing weiier zu betreiben ei. Die Meinungen waren hierüber sehr getheilt und mußte « 0»*f Sie» fifnintitet fi'i emta WIa**- i u fl \ i-IT m rt' I (I&Y+'*' wv|„v«.„vw s,v»,.av.........". I dap eö darum hohe Zeit sei, daß siä) die Arbeiter nach umsehen, tun ihrerseits ebenfalls in den Stand ge- untsehen,»»•••* i*»»«f vwi»! w; SU sein, ihre gerechten Forderungen zur Durchfuhrung zu kfi ,®Cn' Daß von dem Mittel des Streiks abzusehen sei, habe � l b.-—->-----'..Ti-.vf. TZMMZZMZU bei Bnggenhagcn, eine große öffentliche Massenversammlung aller Lederarbeiter stattfindet, zu der auch die Fabrikanten eingeladen werden. Herr Robert Schmidt spricht über:„Wie verhalten sich die Fabrikanten zn den Lohnforderungen der Lederarbeiter?" Flugblätter zur'Agitation für diese wichtige Versammlung sind im'Arbeitsnachweis bei Sperling,'Oranienplatz, erhältlich. Ferner noch zur Nachricht, daß in allen BereinSversaiumluilgeli Beiträge zur freien Hilfskaffe entgegengenommen werden. Die in der Schäftetabrilmtion bcfchäftigien Arbeiter „nd Arbeiterinnen versammelten sich am Montag äußerst zahlreich in Heydrich's Salon, Beuthslraße, um Beschluß zn fassen, ivaiin der Streik ertlärt werden soll. Die Versammlmig, die unter Vorsitz des Herrn Gabriel und der Damen Frl. Eeisler ,md Frl. Bader tagte, hörte als ersten siiefcrenten Herrn Krause. Genug der Worte seien aefallen, so führte er aus, Thaten mögen folgen. Im Verlans der letzten Jahre seien die Löhne gefallen, die Werk- stellenverhältniffe immer mißlicher geworden, die Uebel seien so niierlräglich geworden, das: die Kollegenschaft sich endlich ausraffte und Front gegen die Mißstände machte. Es seien folgende För- dernngen aufgestellt worden: Eine iiennstüudige Arbeitszeit, die im Winter um 0, in, Sommer»im 7 Uhr beendet sein muß; je i/i Stunde Frühstücks-„nd Besperpause, sowie»lindeslens eine Stunde Mittag sei zn gewähren; ein Wochen- Minimal- lohn von 13 Äl. für Arbeiter und Arbeiterinnen; Beseitigung aller zn Gunsten des Fabrikanten gemachten Unterschriften, daß z. B. der'Arbeitgeber kündigen darf, der Arbeiter nicht, oder daß der Arbeiter für Schaden anfzukomliieil sich verpflichtet, wozu er nach der Gewerbeordnung nicht verpflichtet ist; Abschassllng des Trucksystems. Wo der Lohn von 18 M. schon gezahlt wird: ein Zuschlag von 10 pCt. zum alten Lohn; füv Akkordarbeit ein solcher von 2S pCt., Fortsall der Sonntag?-»nd Ueberstundenarbeit. Redner erläutert nochmals eingehend,'wannii die Forderungen, namentlich die der Verkürzung der'Arbeitszeit, gestellt würden. Redner bezeichnet es als Frivolität, würden die Arbeitgeber die Forderungen als zn hohe bezeichnen und ablehnen. Die Fabrikation könne die Meyrausgabeil sür Löhne sehr gut ertragen. Bot. Berlin ans werde die billigste Maare eben wegen der geringen Löhne geliefert. In Magdeburg, in Leipzig, ständen die Kollegen sich besser. Die Konjunktur sei günstig, die hiesigen Fabriken seien, ebenso wie die auswärtigen, niii Arbeit überhäuft. Arbeitskräfte würden außerhalb gesucht. Es sei also kein Zuzug zu erwarte». Im Gegentheil würden die ledigen Kollegen, die bei einem eventuelleil Streik abreisen würden, außer- halb genügend Arbeit finden. Redner schließt mit einem Appell, fest zusammen zn halten. Die Arbeiter werden siegreich sein, wenn sie nur nicht von der Fahne weichen.(Beifall.) Eine kurze Debatte folgte, in der u. a. Frau Nanmz Lcsinskl die Arbeiterinnen in warmen Worten ermahnte, auf keinen Fall von der Forderung der neunstündigen','lrbeitszeit abzulassen. Sei diese nicht bewilligt, dann könne aus die Dauer eine errungene Lohnerhöhung nicht aufrecht erhalten werden. Dann wurde fol- gcnde Resolution angenommen:„Die heute tagende Versammlung der'Arbeiter und'Arbeitmunen der Schästebranche erklärt die vom Referenten erwähnten Forderungen ans Grund der durch die Zollpolitik unserer Regierung eingetretenen Berthcnernng der Lebensmittel kür nothwendig und beschließt, diese Forderungeil am Sonnabend, den 15. März, den Fabrikanten zu unterbreiten, und überall da, wo letztere so frivol sind, diese so minimalen Forderungen nicht zu bewilligen, einmüthig die Arbeit niederzn- legen und alles zu verslichen, die Fordcrnngeil zur Durchführnng zu bringen. T i e Versammlung rechnet aus die moralische und pekuniäre U n t e r st ü tz n n g der K o U e g e n u» d K o l I e g i iin e n, sowie der Arbeiter ganz Deutschlands." Am Montag Vormittag soll nicht gearbeitet werden, eZ wird zu dieser Zeit eine Versammlung stattfinden. Ein Streikbiireau wird bei Roy er. Alte Jakobstr. 83, errichtet werden. Die Vcrsaiilinlilng schloß mit einem Hoch ans das Gedeihen der guten Sache. j!ra»k»!i- nud K«gräl>»izitasse»»« Ueril»« käm»>tlich«r Iil-iNrn, OriZvorwalrung Berlin s(uiloabuj. SJerfammlung am Sonntag, den w. Marz, Vormittags io,e Nhr, tili Hoiienzollern-Eaal tZchwarj), Siandelftv. Tie MUgltcder werden gebele», iahiroch und ptmkrlich zn erscheinen. tBiffie wiUioinnien. zt«inie»dot st Sief Arbeitef-Zttiinner-Gesangxetel»„JPeiftc Ziost' veransialtti am Samiadetii, den li. März, im Niesiauranl„SeefchlöBchcn", Marksir. i— s, ein Familientrünzchen. tsenvsscn, sowie SangeSbrüder werden hierdurch eingeladen. Zenii-nlurr-ii! dentschrf KLttcher. Bersammlung am Sonntag, den IS. d. M., SBormtttagS lvis Uhr, bei Heise, Lichlenbergerstr. m. Zahlreiches Erscheine» ist nothwendtg. Jiniigieße»' und Stiiezer. GernUthlicheS Beisaminensein am Sonntag, den 1«. d. Sit-, Vormittags o Uhr, in Ttehmann'S BirrhanS, Melchiorstr. i ,. Sieftill in? zirgeiniig der oewerblichen SlrfisiiltniNe der Söpfee «Zer iin»«nd ziingegend. Mttglieberoefsaminlung am Montag, den 17. d. M., präzise 7-; Uhr»Abends, Münzstr. u. Tie Miizlieder werden an ihre Pstichi «rinne rl. Freireliglöpe Gemeinde, Nosenlhaterstr. 28. Sonntag, den io. MSrz, Vormittags 10 Uhr, Vortrag des Herrn E. Voglhcrr über:„Das gefallene Iernsaiem." Gäste sehr willkommen. Momag, den 17. d. M., Abends ehUhr, dcschUeßende Gemeindeoersammliing. Tagesordnung: Verbesserung ver Prin- zipien. Sosiaidenioltfai, scher Kete-«nd DloKutlrliiiili Znlsaii». Heuie, Frettag, de» it. März, Abends 8'; Uhr, Guorystr. tu, bei Ziemer. Gäste länneii durch MNgiieder cingcsllhrt werde». Slercin der in der ochiistesabrilintion bestchästigten Ardeiterinnen. Sonnabend, den IS. Äkärz, sibendJ u Uhr, in Sicher S Lokal, Alls Zaloo- strape 82, Versammlung. Tagesordnung: I. Vortrag über Sireirangelegen- heilen, e. DiStnssian. s. Verschiedenes und Fragelasien. Tarnen und Herren haben als Gäste Zutritt. freie|ieeeinieu>». März, Vormittags ioX iihr, in Schesfer'S Saal, Jnsclstr. 10. Tie Versammlung beginnt präzise n Uhr. Gäste tiabcn Zniriic. CSefanooerein Frehn. Am Samttag, den 10. März, veranstaliek der Melangvercin„Freha"(gemischier Chor) unler gütiger Mittoiriung des Ge sangvereins„lliorddeuische Schieise" iMannerchor) eine grobe Wohlihätigieiis- maiince, AndreaSstr. ei, bei Loci(krühcr.stellcr). Billeis sind zn haben bei den Herren Holtmann, Eiranstdergerstr. so; Schiestger, Langcstr. 22; Schreier, Wcidcniocg i; Naafche, Mariomtenstr. 34; Frau Pölling, Garten p a» 6. Besang-, Turn»«nd gesellige Uereine am Freitag. Kaiser'scher Männergesangverein Abend« n Uhr im Sicfiautam Tamm, Echönhauiec Alle: 28.— Gesangverein„Psufebcutel" AbendS s Uhr im irtefmiitout Heniel, Alerandrincnsir. 13.—„Liederiasci der Maler und oenvandter BerusSgenosseii" Abends» iihr im Liestanranl Kleine, Brandenburgslr. 60.— BuchbinoSi- Männerchor Abends 8'i iihr bilFeuer stein. Alte JakadSsir. 7».— Gesdngotcein „FlisterstcheS Doppctguarieii" Abends s Uhr im istsfianrani Muschold, Lands- bergerstr. oi.— Gesangverein„Fortschritt" Abends:i iihr im'Jitstauvani Bluinenstr. 40.— Gesangverein„(icho im" Abends 0 Uhr Oranienstraste iw. Arne Miiglleder werden ausgenommen.— Gesangvercm„Osslan" Abends 0 iihr, Dresdenerstr. 85 bei GustavnS.— Hupperi'sche Sänger-Vereiniguna „Harmonie" AbendS» iihr bei Niest, Weberste. 17.— Gesangverein„Sänger- Hain" Abends» Uhr Adaiberistr. 21.— Liedertafel des Fachvereins derSiein- Uägcr Berlins Abends o Uhr Graste Hambnrgcrsir. 4 Uebungsstnnde.— Ge faiigucrcin„Ohncsorgc" Abends 0 Uhr, Nestaurani Sicher, Alle Jakodstr. 6". — Gesangverein„Widerhall" Abends 0 iihr bei Herrn Boge, Kopiuckerstr. itn. — Gesangverein„Lorbeerkranz" ci; uhr iitestauraar Wcltiiiv. 11.— Arboiker- Gesangreretti„Nord" UedungSstunde Abends Uhr im Nesiauram Gnabi,> Bninnenstr. 28. Sümmbegabte auch pasfloe Mitglieder werden aufgenonmien. — Vaigi'scher Dilellauien-Orchestervercin, UebungSsiunSe von tihr Abends im Loulsenftädilschen Klubhaus, Annenstr. ic, 1 Tr.— Aerlmee Tiirngcnvssenfchafi(5. MännerabiheUnngz Abends 8'; Uhr in der städtischen Turnhalle, Wasserihorsw. 21.— Turnverein„Hascnbaido"(Münnerabiheilung) Ab. y Uhr Ticfsenbachstr. 60—01.— Turnverein„Froh u.Frci" kMänncrabih., AbendS 6% Uhr Bergstraste oo.— Wifsenschafiiicher Verein für Roller'sche Tkenographie Abends 8'.: iihr Im Restanranl Ziethen, Dorotheenstr. 81. ilmer- Vicht und Uebungsstnnde.— Allgemeiner ArendS'scher Elonoaraphenverem, Abcheilung„Vorwärts". Abends s't iihr im Restaurant»oll, Marianne.,- , stall 11.— ArendS'scher Sleiiographenvcrein„?lpollob»nd" Abends s Uhr im Restanranl Goi)betf!r. 30.— Verein ehemaliger Tr. Toebbelin'schsr Schüler Abend« 8 Uhr im Restaurant Krebs, Friedrichstr. 20".— Voigistcher Tileiianicii-Orchestcrverein Abends 8'z tihr UebungSstimde im Nestaurani llüllnischer iSarlen, Scharren»tr. 12.— ZUhcrverein„Alpenveilchen"'Abends Uhr im Restanranl„Wahiftaii" Jellcalliancestr. so.— Rauästiub„Westend" AbendS o iihr im Hvhenzollerngarlcn Siealiperstr. 27.— Ranchiinb„Weichsel biatl" Abends 8'( Uhr im Restanranl Sialiverstr. 147,.— Stauchklub„Ohne Zwang" Abends Uhr im iUestaurant W. Späib Wcinstr. 28.— Verein ehe majlgcv Schüler der er. Gemeindeschule AbendS w Uhr Im Restaurant Schröder Slegicherstr. 1».— Lese- und Diskrttirklud Herweg!) Adends y Uhr Im Loiaie de« Herrn Dito Linie. Ferstecklr. 45. Gäste, Herren und Tarnen, durch Mitglieder eingefuhrl, haben Zutritt.— Soziaideiuvkraiischcr Lese- und DGIulir- Hub La Italic Abends S); Uhr Tuvrystr. 10 bei Ziemer. Gäste vurch Milglieder rönne» e,naefühn werde».— Sazialdemokrattscher Lese- und DiSluiirNnb Vorwärts'Abends iihr in ipoland'S Lokal, Naunynstr. 83, Elvnng. Gäste können durch Mitglieder eingesühri werden.— Arbeitergesangverein„Hoss- nung" Friedrichsberg bei Rcusch, Frankstirier llhaussee- nnd Tvifstrasten-tttt.-. Uedangsstnnde. 2t it inahme neuer Mitglieder.—'Männerchor der„Berlin, r Mechaniker"'Abends 8 Uhr im Lleftauran! tkrüger, Frauzstr. 8.— Vere.n ehemaliger Schulet der 2.:. Gemcindzsrbule Abends Uhr.'könizstadi- Kasivo, Hoizinarklstr. 72. Aufnahme neuer Mitglieder. Gaste willkommen.— Lesekilib „statt Marr" Abends von 0— il Uhr bei Schönfeld, Martendorferstr. 10. VerntiMzkss. Eixe russische Keldin. London, II. März. Die„Tinics" veröffentlicht sast den gesanlinten Wortlaut der von Frau Maria Tshevrikova an den Zaren gerichteten Eingabe. Die Dame ist uiigcsähr 50 Jahre alt und hat seit den letzten 20 Jahren viel über die Frauensrage und pädagogische Gegenstände geschrieben. Viele ihrer Aussätze erschienen in den„Annalen der Nation">md im„Tielo". Diese Zeitschriste» sind aber unterdrückt worden. Das Vorgehen der Frau ist um so lemerkenswerthcr, da sie keine Beziehungen zur revolnlionäre» Partei hatte. Sie folgte einer spontanen Eingebung, ohne Einflüstermigen seitens der Nihilisten. Die Frau ffV natürlich seitdem verhaftet worden, aber ihr Muth und ihre Sclbstaufopserimg fällt bei deu Wirkllugen ihres Schreiveus ebenfalls ebenso in die Wag- schale, als der Inhalt selbst. Wir geben im Folgenden die wichtigen Stellen der Eingabe wieder: „Majestät! Die Gesetze meines Vaterlandes bestrafen die freie Rede. Alles, was es Ehremverthes in Rußland gicbt, muß sehen, wie der Gedanke von einer willkürlichen Verwattung ver- olgi wird. Wir find Zeugen der i moralischen und physischen Riedermetzelung der Jugend und der Beraubung und Knurnng eines Volkes, welches sprachlos dastehen muß. Die Freiheit aber, Sire, ist die Grnndnothwendigkeit eines Volkes, und früher oder später wird die Stunde schlagen. wo die Bürger, iiachdenl ihre Geduld»Itter dieser Vormiindschaft erschöpft ist, ihre Stimme erheben werden, und danli wird Ihre Autorität nachzilgeben haben.... Tie russischen Kaiser sehen und hören nur, was ihre Beamten, die Tschttiownili, sie sehen lassen. Tie letzteren bilden die dicke Scheidewand zwischen dem Zaren und dem russischen Zenffiny, das heißt den Millionen, welche feine Beamten der Regierung sind. Das furchtbare Ende Zllerander's II. hat einen Schatten auf Ihre Thronbesteigung ge- worfen. Man sagte Ihnen, daß dieses Ende die Folge der frei- Heimchen Ideen sei, und deshalb flüsterte man Ihnen ein, Ruß- land zur düsteren Epoche Nikolaus I. zurückzuführen. Man schreckt Sie durch das Gespenst der Revolution, ivclche Ihre Monarchie stürzen würde, und doch ist dieses gegenwartig und in einem solchen Lande, tvie Ihres, eine reine Illusion. Nach der Katastrophe des 1. März hofften die Zarenmörder selbst nicht aus die Zusammenberufimg einer tonstitnirenden Versammlung. Die Feinde des Zaren sind hingerichtet worden. Feder folgt blind dem Willen des Monarchen. Warum zerstört die Regierung denn jede Spur der von Alexander II. geplanten Reformen? Nicht diese Reformen schufen die Terroristen, sondern die Mängel solcher Reformen, ihre Unzulänglichkeit. Blau diktirt Ihnen die Politik Nikolaus I., weil dieselbe die Selbstherrschaft Ihrer Minister und Beamten begünstigt... Es giebt keine Strafen mehr für Erpreffungen und Ueberschreitungen der Amts- gewalt. Jeder Gouverneur ist ein Autokrat in seinem Distrikt, jeder Jsprawnik einer in seinem, jeder Stanowoi einer in seinem Kanton, und jeder Owriadnik einer in seinem Dorfe... Könnten Sie, wie der Khalif in der Fabel, unsichtbar durch die Städte und Dörfer schreiten und das Leben rlk rtr* Sil f. v- ff< e- Volkes kennen lernen, so würden Sie das Elend sehen. Sie würden begreifen, daß die von Tausenden von Soll t unit i'Mtt bäte», von Legionen von Leuten, von einem Heere von Spionen gehaltene Ordnung keine ist, sondern nur administrative Anarchie ... Der ärmere Adel und das Bürgerthum ist erbittert über die jüngsten Erlasse, wodurch die Hochschulen und Universitäten jungen vermögenslosen Leuten verschlossen find. Alle Maßregeln dieses Ministers gehen auf Erstickung der Erziehung hin. Dieselben drücken jedoch nur den Terroristen neue Waffen in die Hand. Jedes Schulkind wird einsehen, tvclch' tiefer Gegensah zwischen den Handlungen der Regierung und den Lehren der heiligen Schrift besteht... Die Erfahrungen der letzten Regierung müssen Ew. Majestät gezeigt haben, daß eine Politik der Verfolgung ihren Zweck nicht erreicht. Der Tag wird kommen, wo die Ver- folgung des Rechtes, zu denken, nur als ein böser Traum er- scheint. Ich fürchte aber, daß dieser Tag mit Flammen und Strömen Blutes erscheinen wird. Ihr ganzes System stößt die Unzufriedenen in das Lager der Revolutionäre, selbst die- jenigen, welche einen natürlichen Abscheu gegen Blut und Gewalt haben. Wegen eines unvorsichtigen Wortes, des Vesitzes eines aus Neugierde angenommenen revolutionären Schriftstückes wird ein junger Mann, ein bloßeS Kind, für einen politischen Ver- brecher erklärt. Vierzehnjährige Knaben sitzen in Einzelhaft als politische Verbrecher. In Rußland werden Leute auf 12 Jahre nach Sibirien verbannt für Vergehen, die in Oesterreich mit zwei Wochen Gefängniß verbüßt werden. Ich habe einen Abscheu vor Blutvergießen. Wenn man aber sieht, wie wegen Blutvergießen auf der einen Seite Ehrenzeichen vertheilt werden, während auf der anderen Seite Strick und Galgen stehen, so begreift man die Sympathien junger, begeisterter, heldcnmüthiger Jünglinge. Neben den drakonischen Strafen der Gerichte bestehen die administrativen, wodurch die Regierung diejenigen Feinde los wird, gegen welche keine genügenden Beweise vorliegen. Auf folgende Weise werden Deportationsbefehle abgefaßt:„Obgleich kein Beweis zur Ver- urtheilung des.. vorliegt, so tvird er nach... verbannt." Es heißt, daß Em. Majestät Ünterschrist solche Befehle ziert. Die politi- scheu Gefangenen sind die Opfer der Willkür der Beamten. Jeder Wärter, jeder Etappenosfizier kann die unglücklichen Gefangenen, die Frauen und Kinder berauben, schlagen und foltern. Die Be- schwerden sind nutzlos. Und doch verfehlen alle diese terroristischen Maßregeln, die mit administrativer Verbannung beginnen und dem Galgen endigen, ihr Ziel. Die Zahl der politischen Verbrecher wächst nur dadurch. Die Phantasie der jungen Leute gewöhnt sich an Verbannung und Hinrichtung und die Ursache dieser politischen Vergehen bleibt in den politischen und sozialen Zuständen festge- wurzelt. Eine Regierung, welche sich mit Bütteln rertheidigt, die von jedem sittlichen Gefühl verdammt werden, wie administrative Verbannung, Spione, Knuten, Galgen und Blutvergießen, lehrt die Revolutionäre den jesuitischen Grundsatz, daß der Zweck das Mittel heiligt. Die Politik Nikolaus I. hat Rußland viel ge- kostet. Ter Krintlrieg zwang Ihren Vater, diese Politik zu ändern. Ist eine gleich grausame Lektion nöthig, um Ihnen die verrotteten jetzigen Zustände darzulegen? Ihre Rettung hängt von der Rückkehr zu den f. sormen Ihres Vaters ab, Freiheit der Siede, Unverletzlichkeit der Person, Versammlungsfreiheit, öffentliche Gerichtspflege, allgemeinerVolksunterricht, Unterdrückung der Beamtenwillkür, Einberufung des Zeniskisobor oder nationalen Parlaments, hieri.'. besteht die Rettung. Ein Wort von Ihnen, und wir haben in Rußland eine friedliche Revolution, welche eine leuchtende Seite der Geschichte bilden wird..- sind der mächtigste Monarch der Welt, ich bin nur' ßinbW Millionen von Wesen, deren Schicksal wie meines wjW � 4 ff Äff»» Sie, Sich Millionen von Wesen, deren Schicksal wie meines w-pv � Ächte ist. Dennoch zwingen mich mein Gewifsen, me 1# Pflicht als Russin, auszusprechen, was mir au, rein- und zu sagen, was ich gesagt habe." Dezacfihetr. &SBBß bet m# Vviekknltvti der MeÄscktiott' (SriiosiV|l. Am Montag, den LI. März. Der ist derselbe. pojamentirer. Wir bitten um Ihren Besuch.,| Auguck, Koranrrstraße. Die Groschenkape bc polizeilichen Genehmigung. Wollen Sie dies andetn, 1, dem Kassenvorstande das Recht, aber nicht die JieW werden, erkrankten Kollegen, auch wenn solche nicht �.j der Kasse sind, Krankenunlerstützung nach freiem Erm II Zahlen..„A. oTflfW K. K., Oeynhausen. Da Sie das LooS für alle bezahlt haben, können Sie dessen Aushärt�'»itg beai jp Wir rathen Ihnen dazu, da Sie sonst i.. Falle eich, sckilaauna Seitens des Kollekteurs Jyren Gewinn mchl st!« Kein, tä pw,, ""ttagäsj hn 9W schlagung Seitens des Kollekteurs Ihren würden. Ä. K., Zilariaimeustr. Grund dafür dessen Eß- und Stelle nicht beantworten, zu mundlicher Auskunft bereit. diesll wir°bel d. SozialüelNkr. Wahlvtttins s. 1 1 Beel. ReiWG-Mhlkttls am Souutag, den 16. März, Vorm. 11� Uhr, im großen Saale der Victoria-Brauerei, Lützowstr. 112. Tages-Ordnung: 1. Vortrag über: Bas Resultat clor Rolchstagswahlen. Ref.; A. Meyer. 2. Diskussion. 8. Die Lokalsrage für den 2. Wahlkreis. 4. Fragekasten. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen tvird ersucht. Zahlstellen für den Wahlverein befinden sich für den Südwesten bei P. Codlalzchok, Fürbringer- it. Zossenerstr.-Ecke; für den Westen bei K. Böhlami, Bülowstr. 51. Die Hilfskassirer sind des Sonnabends von ö Uhr Abends und Sonntags Vormittags dort anwesend. 47 Dar Vorstand. Zimmerleute I Freie Vereinigung d. Zimmerer Kerlins. Sonntag, den ig. Biarz, Vormittags lOVa Uhr, in Orschcl's SaloM, Sebastianstraße Nr. 39: Tages-Ordnung: i. Vortrag und Diskussion über:„Die Bedeutung des Achtstundentages und der 1. Mai 1890". Referent: Haz Eaginsti. 2. Die Lohnbeweglmg her Zimmerer Dentschlando im Jahre 1689 00. Referent: A. Bringmann(Magdeburg). L. Verschiedenes und Fragetasten. Gäste willkommen.— Ausnahme neuer Mitglieder.- Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. Der Vor st and: I. A.: Carl Studier, Brunnenstr. 78. NB. Der Kassirer Paul Schulz wohnt Neue Hochstraße 27, 4 Tr. MoMuain I Fachverein der MetaUardeiter in Gas-, Wasser- und Darnvfarmatnren. Donntag, den IL. März, Vorm. 1(1/2 Uhr, in Zemtcr's Lokal, Mii UM' MötglicgBer-WersammlunQ L....._ 1 Ctn- � � CY1 Cl 1 4 C 1.•., 1*, Miinzstr. 11: Tagesordnung: 1. Vortrag des Hrn. P. Litfin über: Heinr. Heine. Diskussion. 2. Veschlußfassung über das diesstihrige Stiftungsfest. 3. Aufnahme A Ol..„(".(X AX_ fsW-ifs» tili fl f neuer'Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragelasten.— Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwünscht.[53] Der Vorstand. Größer Mem Mke« des Allgem. Arbeiterinnenvereins säunntlicher Berufszweige Berlins und Umgegend am Sonnabend, den 15. März er., Abends 8 Uhr, m K«Mt-W Ostend, FmWrtn Mcl U-ll BUlets i 50 Pf. sind in den mit Plakaten versehenen Lokalen zu haben. erner auch bei folgenden Damen: Frl. Ganz, Breslaucrstr. 29; Frl. Nakonzcr, stariannenftr. 30, vorn 4 Tr.; Frau Scherzcr, Hollmannstr. 33; Frl. Potzold, KönigSbergerstr. li, bei Raabe; Frau Hirse, Moabit, Bandelftraße 13; und Frau Guhela, Friedenstr. 73.— Ganz besonders ivird noch darauf aufmerksam gemacht, daß an der Kasse iteins Billcts verkauft werden, sondern dieselben find bei Herrn Böhl, Franks. Allee 74, den Abend noch zu haben.[53 Soeben erschien: Die Geschichte der Von ß. Bommeli. Heft k Arft 20 pfemiiae. Zu beziehen durch die Expedition, Zimmerstraße 44. Sozialdemokratischer Wallwerein für den 5. berliner Reichstagsmahlkreis. Ver s a bitb m 0 aa w g am Freitag, den 14. d. M., Abends 8 Uhr, bei Triilhose, Rosenthaler- Straße 11—12. Tages-Ordnung:.ff® 1. Rückblick auf die Wahlbewegung. Referent Gurt vaalee. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten.— Um zahlreichen Besuch bittet Oer Vorstand. � � emsirt aelväi (luv, IVUUVU|iv*» vv* w-.. Friedrichshain am 10. März gew°A Kommisfion schriftlich oder»"ff' Die Kommission i nwalt S Robort der Große öffentliche Versammlung Berlins u. Umgegend am Freitag, den 14. März er., Abeuds S'/s Uhr, im Lokale des Herrn SeeveBd, Grenadierstraße 33. Tages-Ordnung: 1. Vortrag über: Die Arbeits- u. Lohnverhältnisse der Stellmacher Verl. 2. Anträge zum deutschen Stellmacher-Kongreß. 3. Sind die Stellmacher Verl. gewillt, in eine Lohnbewegung einzutreten? 4. Verschiedenes.[40 Der Einberufer: U. Ceelhaar, Zionskirchstr. 22. Landsbergerstr. 62; Robert Pallisadenstraße 58; Wilhelm Weidenweg 6; Paul Neyer,& bov, erst raste 20; F. Thlelke, bergerstraße IC.______- sensit Achtimg! SchnlimacheF Berlins! Der Lohnrampf steht uns nahe bevor, und ivie Ihr alle tvissen werdet, kostet ein Lohiikampf sehr viel Geld; Ihr werdet infolge dessen au Eure Pflicht gemahnt, damit Ihr Eure freiwilligen Beiträge erhöht und recht rege be- theiligt. Es werden in folgenden Zahl- stellen alle Dienstag Abend von 8V2 bis 10 Uhr Beiträge entgegen genommen: I. In Moabit Birkenslr. 24 bei Wieck, 2. Invaliden- u. Slckerflraßeit-Ecke bei Schaycr, 3. Kvlbcrgerstr. 23 b ei N unge im Schuhmacher-Keller, 4. Neustädtische Kirchsir. 11 bei Becker, 5. Neue Schönhauserstr. 2, 6. Anklamerstr. 49 bei Nürnberg, 7. Stralanerstr. 22, 3. Kaiscrstr. 4 bei Hossmann, 9. Weinstr. 22 bei Hangt, 10. Grüner Weg 81, Hos pari. I. bei Grünbcrg, 11. Bülowstr. 42 bei Meier, 12. Wichmannstr. 15 bei Krieg, 13. Kronenstr. 19 bei Kreitz, 14. Alte Leipzigerstr. 1, 15. Zimmerstr. 22 bei Krüger, 10. Oranienstr. 197 bei Klinger, 17. Trcsdenerstr. 116 bei Mendt, 18. Scydclstr. 16 bei Seidel, 19. Baruthcrsir. 5 bei Hasel, 20. Admiralstr. 40a bei Schulz, 21. Breslaucrstr. 27 bei Tempel. 1903 Die Lohnkolumifston. Fchll, L Aschler (fiiv beu Osten). ani Sonntag, den 16. d. M., Vormilt. lOVe Uhr, im Königstadt-Kasino, Holz- marktstraße 72. Tages-Ordnung: I. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Werk stattangelegenheiten und Verschiedenes. Kollegen als Gäste willkommen. Neue Biitgkieder tverden in der Bersamm- ltutg atifgenontmen. 57 Der Bevollmächtigte. NB.: Die Zahlstellen des Vereins befinden sich bei Schmidt, Friedrichs bergerstr. 25 und Heindorf, Langestraße 70. Daselbst werden jeden Sonnabend Abend von 8Va— 10 Uhr Beiträge in Empfang und neue Mit glieder anfgeuommen Ocffeutliche NitseZileger- MmmW rtlirr Fllcsenlrgrr Drrlins und zimgrgrnd am Freitag, den 14. März 1890, präz. 8l/3 Uhr Abends bei Orschcl, Sebastianstraße 39. Tagesordnung: 1. Wie ist unter den Flieseulegern Berlins und Umgegend eine durchgrei- sende Einigung und Entfernung aller Gegensätze herbeizuführen? 2. Dis- kussion und Verschiedenes. Zu dieser besonders wichtigen Versammlung ist jeder Fliesenleger ohne Ausnahme ein- geladen. Erscheinen ist Ehrensache jedes Fliesenlegers. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersantinlung statt. 54 Der Einberufer: Carl Babersclikc Fliesenleger, Lichtenbergerstraße 1. Allen Freunden und Bekannten empfehle hiermit mein Weiss- und Bair.- Bier- Lokal. Frühstück-, Mittag- und Abendtisch. Lager von Wein, alten echten Nordhänser, Rum und Kognak. DaS„Volksblatt" liegt aus. 50 H. Bahn, Blücherstr. 23. Teppiche zu billigen Preisen! Wir verlausen unserTeppich-Lager aus und verkaufen gewöhnliche haltbare Teppichesür 4, 5 u. 6 M. große Tapestry- Plüsch- Teppiche für 12, 15, 18 und 20 M. 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