" meine N liegt Sonnabend, den 15. Mörz 1890. 7. Jahrg. Jnier- rbeiter- wd d>e Hrgan für die Znlerefsen der Arbeiter. Das..Berliner Volksblatt"* AbonnementSpreiS für Berlin fici lue Nummer 5 Pf. ..........._ Mark pro März. Illiiter« Mngetraaen in" der PostzeitungSpreiSliste fiir 1300 unter Nr. 892.) t r'* Nrr«zba»d, taglich durch die Expedition, für Deutschland und Oesterrcich-Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. KWU-KWDW� Sonn- und Festtage» bis 10 Uhr Vormittags geossnet. -, Lrrnsprrchrr: Amt VI. Ur. 4100.*» ,5� Si« j iit aber Medsktion: VvukMvtttze 2.— Exprdikion: BimmcvÜfstHc 44. �«hlreihk ttntt UVnhl unrsrhk. tft sehr nützlich, wenn eine politische Partei, die �io»s r Irschen gewohnt war, zeitweilig im Wahlkampf (% fvx 0Pmt und in die Minorität gedrückt wird. Das BkJJ* wieder einmal bei unseren Nationalliberalen, & LZ,* uunmehr Dinge einleuchten, über die sie früher L'nri*'®0 das„Leipz. Tagebl." melancholische geft(t l.?,*tgen darüber an, daß in Baden seine Partei bei i9-%i, Wahl mit 82 000 Stimmen vollständig leer M keinen einzigen Vertreter für den Reichs- w* wohingegen die Ultraniontauen mit 98 000 Lp.,'l nicht weniger wie a ch t erhielten. Das„Leipz. � hat vollkommen Recht, sich über ein Wahlgesetz Ak L J'?9en, das solche Absurditäten ermöglicht. Als aber aii-V Ä. fahren bei den Faschingswahlen die sozialdemokra- M?. in Sachse» 150 000 Stimmen auf ihre Kan- ' k'1 vereinigte, und doch keinen Vertreter erhielt, war -.Leipziger Tageblatt", das über dieses Resultat Freude einen Purzelbauni über den anderen > 9 Und dem damals nicht der Gedanke kam, daß da chen sich wenden könnte. «A K?*T'»Sachsen, so ist es bisher unserer Partei °ei allen Wahlen ergangen. Stets sind die Zahl Vertreter im stärksten Mißverhältniß zu der Zahl *'*"(-~|'■--'-•-'/----- Kl"--- tyj"•/- l, �gegebenen Stimmen, stets hätte sie mehr Abgeordnete " uiüssen, als sie thatsächlich erhielt. w Sollten diesmal die Nationalliberalen durch das ihnen % Mhrene Mißgeschick zur Einsicht gekommen sein und c'n5 gerechte Vertheilung der Vertreter nach der Zahl �>?bgegebenen Stimmen eintreten wollen, was wir be- mm iW�'U'. sie dürften auf kräftige Unterstützung der sozial- Hjicttf iiipn»Aschen Abgeordneten rechnen. Auch können wir '� �rech�t. einem Vorschlag dienen, der allen Parteien �.Dieser Vorschlag ist folgender: Die Wahlkreise werden W9 Phöben, und es bleiben nur noch möglichst viele Lj Wahlbezirke für bequeme Stimmenabgabe bestehen. „�gen wirb das ganze Deutsche Reich ein �' ge r Wahlkreis, in dem nicht m e h r $ -Z ■23. illä re« rtif'1 S n "Cr-----, i!L. ft■ e r f 0 u e ii, sondern über Parteien Vu; t wird. Zu diesem Zweck meldet jede iels Z,?ird. Und sind blos jene bekannt, die in den 3 sj..'teigen, aber deren sind Tag für Tag einige Hundert, 'feit wnii nian nicht nach allen Enden Rußlands ver- -• Mir scheint, fügte er hinzu, daß man im Hotel � die M genauere Nachrichten über den jungen Mann, «s..?Uantcn verkauft hat, erhalten könnte. Ich kann vten»' daß man in Moskau zwei Tage sich auf- 'mIq* vw..vv' v- v.#�«««* CVaJi /yoftflhp Än � k°nncn... S AoT�kwibcn Sie denn, daß es in Moskau nicht ge- seui. �'»Lenten giebt? Daran scheint dort kein Mangel Das ist richtig und auch nicht, sagte Kokorin. & SÖHrr. c' schließlich dort, aber sie sagen sich: ?. ,P»len haben wir gefunden, was sollen wir % es ist auch schon in den Zeitungen die»n- A m Dhatigktt der Moskauer Polizei ausposaunt Bringet uns doch den Mörder! Ich ieb< ihn jetzt Am Abend des Wahltages wird das Wahlresultat in den einzelnen Wahlbezirken nach den auf die verschie- denen Parteien abgegebenen Stimmen zusammengestellt und der Zentral-Wahlbehörde, in der alle offiziell angemeldeten Parteien vertreten sind, berichtet. Diese stellt die Resul- täte aus dem gesummten Reich zusammen und dividirt die Gesammtzahl der abgegebenen Stinlinen mit der Ge- sammtzahl der zu wählenden Abgeordneten. Die heraus- kommende Zahl stellt die Stimmenzahl fest, welche auf den einzelnen Abgeordneten durchschnittlich entfallen, und diese Summe dient als Divisor für die Zahl der auf die ein- zelne Partei abgegebenen Stimmen. Das hierbei sich er- gebende Resultat stellt die Zahl der Abgeordneten dar, welche auf jede Partei entfallen. Ein Beispiel möge dies vergegenwärtigen, wobei wilder Einfachheit halber runde Zahlen annehmen. Die Zahl der zu wählenden Abgeordneten betrage 400 und die Zahl der abgegebenen Stimmen sieben Millionen. Es entfielen also durchschnittlich auf jeden zu wühlenden Abgeordneten 17 500 Stimmen. Es würde hiernach die Sozialdemokratie auf die bei der letzten Wahl für sie rund abgegebenen 1 430 000 Stimmen 81 Abgeordnete erhalten. Zentrum und Welsen mit rund 1 455 000 Stimmen erhielten 83 Abgeordnete, also wesentlich iveniger als sie jetzt besitzen; dagegen cr- hielkeit die lliationalliberalen für ihre 1 190 000 Stiinmen 68 Abgeordnete statt der 42, die sie gegenwärtig haben. Durch ein solches Wahlverfahreli würde folgendes erreicht: 1. Jede Partei erhielt genau in dem Maße der für sie abgegebenen Stimmen Vertreter; 2. die Minori täten würden voll zur Geltung kommen. Jede Partei, auf die wenigstens so viel Stimmen fallen, als durch- schinttlich auf einen Vertreter kommen, würde berücksichtigt; 3. brächte jede Partei diejenigen Personen in erster Linie in die Volksvertretung, die sie hauptsächlich berücksichtigt zu sehen wünscht; 4. würden die Stichmahlen erspart. Es wären also alle Vorzüge mit einem solchen Ver fahren verknüpft, ohne einen einzigen Nachtheil. Ein fünfter Vorzug und nicht der geringste wäre, daß bei einer solchen Abstimmung nach Parteien es nicht mehr um Personen sich handelte, sondern um Grundsätze und H a n d l u n g e n. Der Kampf würde also ausschließlich den Charaker annehmen, den erhaben sollte, einen rein grundsätzlichen. Lebten wir in Zuständen, wo politische Ehrlichkeit und Gerechtigkeit die Richtschnur auch für die GesetzgebuNl bildeten, so wäre das Erste, das Wahlgesetz entsprechen! den dargelegten Grundsätzen umzugestalten. Allein darauf können wir lange warten. Auch die Parteien, die wie diesmal, die national- liberale, durch den Wahlaitsfall ganz besonders benach- theiligk wurden, hüten sich, diesen Weg zu betreten. Man hofft eben mit den alten Mittelchen wieder ztt Macht und Ansehen zu kommen und fürchtet die Opposition. Mag das Wahlrecht das größte Wahlunrecht werden, sie dulden es, weil die Gerechtigkeit ihnen vielleicht schadet. nach der Beschreibung Arvns deutlich vor mir. Es ist, als wohnte ich mit ihm zusammen in der Ttver- Straße. So würde ich ihn, scheint mir, auch fassen.... aber 300 Werst weit...__ _ So fahren Sie doch nach Moskau! _ Ich habe den Polizeidirektor schon längst darum gebeten, aber er läßt es nicht zu, er sagt, ich sei hier nöthig. Verwenden Sie sich doch dafür, daß man mich fort- Ich versprach es, und nach einigen Tagen wurde Kokorin wirklich auf Befehl des Gouwirncurs nach Moskau Ölla'$ic Resultate der Moskauer Thätigkcit Kokorins ab- wartend, ließ ich die Angelegenheit indesscit ruhen und bc- eilte mich nicht mit der Absendung der Akten an die Staats- anwaltschast behufs Ausstellung der Anklage gegen Aron. Eines Tages ging ich Abends in den Klub, Ivo ge- tanzt wurde. Bekannte umringten mich und srugen nach dem Fall Rnslanow. — Wie beim? Sie haben also nichts entdeckt? — Kann denn so eine ruchlose That ohne alle Folgen bleiben? — Ret, die Polizei! — Schöne Detektivcs das!... jc., ic. Mir blieb nichts übrig, als zu schweigen und die ge- wohnlichen Ausreden vorzubringen. — Was ist nur mit Fräulein Bobrow vorgegangen? fragte der zu mir herangekommene Doktor Tarchow. Ich bin geradezu besorgt um sie und habe heute ihrer Mutter mitgetheilt, daß für ihre Tochter Aufheiterung und Zerstreu- ung umimgängltch nöthig ist. Es ist ein ungewöhnlich nervöses Mädchen. Der Tod ihrer Freundin Ruslanow hat einen solchen Eindruck auf sie hervorgebracht und ihr Nerven- Die internationale Arveiterschntz- Konfereuz tritt heute um 2 Uhr in dem Kongreßsaalc des Palais des Reichs- kanzlers zusammen. Als Delegirte nehmen, nach der vom„Reichs-Anz." veröfsent- lichten Lifte, daran Theil für: Deutschland: Herr Handelsminister Freiherr von B er- lepsch. Herr Unter-Staalssekretär Magdeburg. Herr Fürstbischof Dr. Kopp. Herr Ministerialdirektor Reichardt. Herr Geheimer Obcr-Regierungsrath Lohmann. Herr Geheimer Bergrath Dr. Hauchecorne. Herr Ober-Regierungsrath Landmann. Herr Geh. Koinmerzienrath Freiherr von Heyl. Herr Fabrikbesitzer Kvechlin. Belgien: Herr Baron Greindl. Mr. Victor Jakobs. Mr. Harz», Ingenieur und Grubcndirektor. Herr Baron Arnold tfemt de Roodenbeccke. Dänemark: Herr, Geh..Etatsrath Tietgen. Herr Königl. Fnbrikinspektor Dr. phS!. H. F. A. Topsöe. Herr L. Bramsen, Direktor einer Fenerverftchcruiig. England: Sir E. Malet. Sir Jolm Gorst, parlamentarischer Unterstaatssekretär im luäla Ol'tice, Sir William Houldsworth, Mr. Dale. Frankreich: Herr Jules Simon, Senator. Herr Tolain, Senator. Herr Burdean, Abgeordneter. Herr Linder, Gruben- inspektor. Herr Delahaye, Atechaniker. Herr Dumaine, erster Botschaftssekretär. Italien: Gorolamo Boccardo, Senator und Staatsrath. Vittorio Ellena. Dcputirter und Staatsrath. Luigi Bodio. Stringhcr. Prof. Maiorana Calatabiano. Luxemburg: Herr Dr. I. A. Brasseur. Jouughecr van der Hoeven, Gesandter. Niederlande: Mr. lo Dr. Snijders von Wissenkerke, Mr. Struve, Herr W. E., Fabrikinspektor. Oesterreich-Ungarn: Oesterreichischerseits: Für das Königl. Handels- Ministerium: Der 5k. und K. Ministerial- Rath Beta frei Herr von Wcigelsperg und der 5k. u. 5k. Zentral- Gewerbe- Inspektor, Ministerialrath Dr. Franz Migerka. Für das K.n.K. ttlckerbau-Ministeriitm: der 5k. u.5k.Minifterialsekretär Dr. Ludwig Haberer. Für das 5k. u. 5k. Ministerium des Innern: der 5k. u. 5k. Ministerialrath August Freiherr von Plappart-Leenheer. Ungari- scherseits: Ministerialrath Dr. Julius Schnierer, Ministerialrath Beta Gränzenstein(als Bergbau- Fachmann) und der K. u. 5k. ungarische Jndustricinspcktor Josef Szterenyi. Portugal: Herr Marquis de Penasiel.(V) Schweden und Norwegen: Herr von Tham, Mitglied der Kammer, Herr Ed. Christie, Generalsekretär im Ministerium systcm so erschüttert, daß sie sich bis heute nicht zu erholen vermochte. Sehen Sie sie nur au, wie sie sich verändert hat! — Und vom Mörder hat man keine Nachricht? frug ein zu uns herangetretener junger Mann. — Jtschalom! rief Tarchow. Wo kommen Sie denn her? Sie verschwinden und erscheinen immer plötzlich an unserem Horizont. — Ich war attf dem Dorfe, habe den Landwirth ge- spielt... — Rikandcr Petrowitsch! Nikauder Petrowitsch! rief jemand aus dem Saal. Jtschalow ist hinausgegangen, Fräulein Bobrow wünscht Sie zu sprechen. Nachdem ich mich von den neugierigen Fragern befreit, hatte ich mich kaum zum Spieltisch gesetzt,' als mir ein Telegramm überbracht ivurde: „Morgen ivcrde ich den Tuchlappett dem Paletot an- passen. Kokorin." Ich verließ daS Spiel und eilte nach Hause. Am solgendeu Tage fuhr ich Kokorin auf den Bahnhos entgegen. — Nun, wie stehts? Sagen Sie schnell, was es giebt! rüg ich ihn. — In meinem Koffer befindet sich der beschriebene Paletot, den ich bei dem Korridorkellner des Hotels„Mer" entdeckte. Der Korridorkellner gestand, daß ihm diesen Paletot der ehemalige Inhaber von Nr. 15 geschenkt habe. — Und der Mörder? — Ich glaube, daß er jetzt in meinen Händen ist. So wissen Sic beim, daß der Paletot mit dem jungen Mann in grauem Paletot identisch ist. In Moskau sucht ihn die Polizei, hier werde ich ihn suchen. Ich fahre sofort zu den des Inner!» zu Christiania. Zur Disposition der schwedisch- norwegischen Bevollmächtigten: Grus Wrangel. Ministerialsekrerär Schiveiz: Herr Landauiluann iölumer, Herr Tr. Kaufmann, 1. Sekretär des eidgenössischen Departements für Industrie. Dolikifiho Ueberstrhk. Erst andere brlagrn«nd dann sich selbst— das ist augenscheinlich die Devise unserer Kartellbrüder. Logen sie da neulich, die sozialdemokratischen Abgeordneten statten- große Verhandlungen unter einander gepflogen bezüglich der Haltung, welche den kaiserlichen Erlassen und deren etwaigen gesetzgeberischen Folgen gegenüber einzunehmen sei. lind nun, nachdem diese Verhandlungen in die bekannte Rümpel- lammer zu dem famosen Londoiler Anarchistenkongreß und Ähnlichem gelegt werden mußte, trösten die braven Nep- tilien sich damit, daß sie sich selber die Lüge aufbinden,-ein gewisser Artikel eines Dresdener Arbeiterblattcs, der in etwas drastischer Forin die Politik des parlamentarischen Nichtsthuns befürwortet, sei von sozialdemokratischen Abgeordneten veranlaßt und drücke die Anschauungen der sozialdemokratischen Reichstagssraktion ans. Wer de» fraglichen Artikel gelesen hat, sieht aus den ersten Blick, daß dieselbe eine Privatbetrachtnng ohne irgend welche bindende straft für Ändere ist. Wir erklären dies hiermit ausdrücklich, um die rcptili- scheu und uichtreptilischel» Kannegießer den Spaß zn ver- derben. Im„Wähler" hat Liebknecht, der vom„Leipziger Tageblatt" als Verfasser des Artikels bezeichnet worden war, mit der Verfasserschaft auch die Berautivortlichkcit für den Inhalt abgelehnt. Was die Stellung der Sozialdemokraten zu den kaiserlichen Erlassen n. s. w. anbelangt, so brauchen die sozialisten- sresserischeu Kgnuegreßer sich unscrn Kops nicht zu zerbrechen. Wir haben uns ivähreud der Wahlkampagne vortrefflich mit den kaiserlichen Erlassen abgefunden, unsere Abgeordneten werden sich im Reichstag auch niit den positiven»md negativen Ergebnissen der Erlasse abzufinden»rissen. Uo» de»» Sazioldemolifaten ju lernen fordern die Blätter aller Parteien ans. Wir hätten uns schon seit drei Jahren für die stieichötagsivahten vorbereitet und eben da- dlirch so große Erfolge erzielt. Daran möchte» sich andere ein Muster nehme».— Schön gesagt. Aber das gleiche ist noch nach jeder Wahl gesagt— und nie befolgt»vordc». Und es wird auch dies Mal beim guten Vorsagen bleiben. Der Spießbürger und Gesinnungsphilister ist nicht zu einer iveitansschanenoen und zn ununterbrochenem Thun und Opfern nöthigenden politischen Arbeit zn gebrauchen. Da- zn bedarf es eines ganz anderen Strebens. Deshalb töuueu»vir uuscrei» Gegnern mit Sicherheit voraussagen, daß»vir auch das nächste Mal am frühesten aufstehen werden. Die..Kt-ettj-Ieittittg" hat die Kühnheit, ihren Bericht über die Aeusterungen eines neugewählten sozialdemokratischen Abgeordneten zur Stellung der Sozialdemokratie der„kaiserlichen Sozialpolitik" gegenüber ausrecht zu erhallen. Unsere Antwort darauf ist sehr kurz: Wir fordern die„Kreuz-Zeikung" auf, den Ranren des sozialdemokratischen Abgeordneten zn nenne», mit dem die apokryphe Unterredung stattgefunden haben soll. Thnt sie es nicht, weigert sie sich unter allerhand Ausflüchten, den Nanisn zu nennen, so ist für uns die Debatte über die Angelegenheit geschlossen. Was den„mündlichen und schriftlichen, lebhaften Meinungsaustausch»vährend der letzten Wochen innerhalb der sozialdemokratischen Partei" anbetrifft, so wiederholen wir, daß ein Meinungsaustausch in der angedeuteten Richtung überhaupt nicht slattgcsunden hat. Daß»vir schlechter als die„Krenz-Zeitung" über Vorgänge im sozialdemokratischen Lager orientirt sein sollen, wird die„Kreuz- Ztg." trotz ihrer intimen Beziehungen zu den Jhring- Mahlow'S im Ernst selber nicht glauben. Gi»re dreifle Liige. Die„Post" schreibt:„Schon bei den Wahlen deS Jahres 1687 wurde mehrfach behauptet, dast die Sozialdemokrateu vor der Aufstellung der Wahlliften planniästig «inen Theil ibrer Anhänger Wohnung in solchen Wahlkreisen nehmen liehen, in welchen ihnen eine Verstärkung der sozialdeino- inmie» besonders erwünscht schien. AehnUch« Mel- tratiscbeu Stimme» WW>WWW�> düngen liegen auch jetzt, namentlich aus Hamburg, vor, woselbst »nau sich von sozialdemokratische? Seite eines solchen Verfahrens ausdrirctlich rühmt. Ein derartiges Verfahren entspricht sicher »ich? dein Sinne und Geiste des ReichStags-Wahlrccht und erscheint deshalb als Mistbramh, ist aber schwerlich rechtlich an- sichtbar. Anders liegt es bezüglich eines anderen Wahlkniffes, hiesigen Schneidern um zn erfahren, ob der Rock nicht bei ihnen genäht ist. In 2 oder 3 Stunden bin ich bei welches aus der letzten Wahlbewegnng mehrfach gemeldet»vird. Aus dem Wahlkreise Frankfurt a. O.-Lebns, sowie anS der Umgegend von Hamburg wird gemeldet, dast zahlreiche Sozialdemokraten soivoht in ihrem Heimnthort»nie'in der Großstadt, Berlin, Hainbnrg. wo sie zeitiveise arbeiten, gewählt haben. Man giebl die Zahl derjenigen Sozialdemokraten, welche sowohl in Hamburg als auch dessen Umgegend gewählt haben, auf nicht weniger als 8000 an und will 5tem>tnist von der Sache dadurch erhalten haben, daß die Sozialdemokraten sich jenes MahlkmsfS rühmten. Formell unmöglich ist die Durchführung derselben nicht. Ohne jedes Verschulden der bctheiligten Behörden ist es möglich, bei doppelten Wohnsitzen sich in zwei Wahllisten eintragen, zu lassen. In wie»veit ein solches Toppelwählen wirk- lich vorgetommen ist, ivird sich in vollem Umfange schwerlich feststellen lassen, jedenfalls aber ist eS dringend wunschenswerth, dast die Beweise für die erwähnten Behauptungen genau beige- bracht»verde». Tie wissentliche Fälschung de? Wahlergebnisses ist eine so schwere Veschuldignng, dast eine" dahingehende Behaup- tung mit sicheren Belägen beglauvigt sein muß; sollten diese beigebracht»verden, so»vürde allerdings ein neues scharfes Schlag- licht auf die Sozialdemokratie fallen und Anlast zu ernsten Mast- iiahiuen vorliegen."— ES handelt»ich bei dieser Schauergeschichte um nichts»veiter als eine blanke Erfindung, deren Aichlemitz'g- keit wieder einmal ein„scharfes Schlaglicht" aus die ossiziüsen Lügenpeter»virft. Dast das Zenit'»»»»» regierungsfähig»vird, dafür liegt jetzt ein»»eues Symptom vor. Der Abg. Windthorst hat »»cimlich, wie auZ parlamentarischen Kreisen mitgetheilt»vird, dem öieichskanzler Fürsten Bismarck einen längeren Besuch abgestattet. curT,* Of.» it_______ ßinW erzeugen, deren die Sozialdemokratie bedarf, un> 1( ,.„s mWfp der ywy" wii der Erlasse niederzukäinpfcn»»nd die Masse �'-.M, die den Bahnen der revolutionären Anschauungen y»«-. jjaItn den Führern allein am Herzen liegen. Will man. ,, man das wollen? Gewist nicht, davon sind»>. � pt Nu»», dam» mache man sich klar, daß die Wege,» v({. und da noch eine gewisse Vorliebe zu bejtehen 14 mieden werden müssen.", geMll Daß das Sozialistengesetz nach dem Allsfall der letzten � nicht mehr zn halten ist, leuchtet allmählich alsi 1 jonncalistischen Freunden der Polizei und vc» v. Plittkamcr et». Und das ist die Ha»»pt»achC- dabei die Hoffnung hegt, die Sozialdemokratie», � dann sich spalten, der eine Theil»vürde ch»;»#ch4) � der andere, die„revolutionäre Bestie" durch � S M«.» Mllge nl fft bei ? Unte eii N-fe i™ de Sr He bii des Exministerd hinweg gefegt»verde»», wollen p übelnehmen. Einen Trost»miß sie doch bei dem o, bisher von ihr vertheidigten Unterdrückungspouu l. daß dieser Trost sehr schivach ist, wird sie selber a�.- »vissen. Der Artikel der„Kreuzztg." macht üb'..„ de»» Eindruck, daß Fürst Bismarck, gegen bei» �, — Die„Nordd. Allg. Ztg." verherrlicht bekanntlich zum großen �WMWWWMboraltlMWMMWW» Schmerz der Nalionalliberalen seit einige» Tagen da? Zentrmn als Partei der Autorität. Hast»»ti, gei». Die„Rat. Ztg."»vciß sich über den vorallSsichtlichen Verlust des Sozialistengesetzes zn trösten. Sie schreibt:„Daß eine Verschärfung des gemeine» Rechtes in cinlgen Punkten sehr bald nach dem 30. September iioth- wendig»verden wird, hatten»vir dabei allerdings für sicher." — Es ist gut, bei Zeit?".» zu konstatircn,»vorauf die Herren hinauswollen. Für Aufheb«»» de» Sazialisteiigrpisia»ritt jetzt auch die„Kreuz-Ztg." ein und zivar in der Hoffnung, daß die kaiserliche Sozialpolitik dann eine Spaltung der Sozialdemo- kratie hervorrufen werde. Sie schreibt: „Stände es ziveifc'.loS sist, daß die revolutionären Best«- Innigen die reformalorischen Hoffnung?- und anssichtSloS über- »vncherten, ihnen»chlechierdings leinen Raum ließen, dann allerdings könnte der Politik der AuSnahmegesetzgedung eine gewisse Berechtigung nicht abgesprochen werden. Kam» diese lleberzeugung indes» en nicht bejtehen, ist»»»an vielmehr umge- kehrt berechtigt, zu hoffen, daß die kaiserliche Sozialpolitik die Sozialdemokratie z ,i n» mindesten spalten»verde— dann hieße es»»»seres Erachtens grundsätzlich»vie praktisch einen schlveren Fehler begehen,»venu das Sozialistengeselj neben die Erlasse gestell»»vürde. Tie Erlasse erkennen das Berechtigte an den Bestrebungen deS„vierten Standes" seinem vollen Umfange nach an.- sie»vollen versöhnend »virken, gehen also von dem Vertrauen aus, dast es hierzu no.y nicht zu spät sei. DaS Sozialistengesetz vertritt den entgegengesetzten Standplmkt: es baut sich ans der An- schalumg ans, dast die„revolutionäre Bestie" mir mit Gewalt noch niedergehalten»verden kann. Beide? verkräg? sich nicht mit einander. Je entschlossener mit dem einen oder dein anderen Gesichtspunkte Ernst gemacht»vird, um so schreiender inup der Widerspruch hervortreten. Dieser Widerspruch liegt aber nicht nur»n der Idee, er ist in»? auch thatsächlich vorgeführt»vorden. Tie Geschichte der letzten IL Jahre hat gezeigt, dast ans den» bisher befolgtet» Wege nichts zu erreichen»st. Wenn»»an anfänglich, ja sogar recht lange, gehofft hat,»nit Hilfe deS Sozialistengesetzes»venigstens die Ausbreitung der Umstnrzpartei über die Mittelpunkle de? großen Verkehrs hin- ans verhindern zu können, so»st durch die letzten Wahlen vor allem klar geivorden, daß auch die? eine Täuschung ge- »vesen»st.... Selbst»venu man sich aber über alle diese Bedenken hin- »vegsehte, wo sollte die Außere Handhabe herkommen? Indem neuen Reichstage»st leine Mehrheit für ein Ausnahmegesetz zu finden, am wenigsten für eine?, das„Klauen und Zähne" hätte, »vie es sie. andererseits doch haben müßte, nach de» alten,»venu auch etwas trivialen Worten: Greis' niemals in ein Wespennest, Doch»ven» Tu greifst, dann greife fest. Die Regierung hat sich den Weg nach dieser Richtung hin überdies ja selbst verbaut,»»dem sie sich den Abschivächnngs- Anträgen der Naiionalliberaleii gegenüber viel zu entgegen- kommend verhielt, so zwar, daß diese sich allerdings»mindern konnten, daß sie schließlich»ml ihrem Widerstände gegen die A»»Z iveisungsbesligniisi»in Stiche gelassen wurden.... Eines»vürde»nit der Eindringling eine? neuen Ausnahme- gesetzes allerdings erreicht»verden: man»vürde die Stimmung mancher Wendung richtet, am Sozialistengesetz T# � Der MUitavi-iiau», der von den bürgerlichen ' Schattirnng gehegt und gehätschelt wird,| »c.crer Zeit an,„Blüthen" zn treiben, die b.cmhf,(ektw thum recht uilaugenehm sind. Wir nieinen chie u»° Tagen oft genannten Offiziers-Waarenhäuser, i oeben in München eines ins Leben gerufen wuro. � artig angelegte, kapitalistisch geleitete Konmnweren- dem kleinen und mittleren Geschäftsmanne schwerci p beim Verdienen thnu, weshalb soivohl von � von Manchesterlenten Prolestversaulmluugen# Stück Fendalsozialismns auf fortschrittlicher l Tetitzschst'cher) Gruildlage abgehalten»verden. W den spicßl'ürgcrlichen Schmerzensschrei wohl bogrc»' � — die Milirärbcgeistcrnng des deutschen Michel nicht besser belohnt»verde», als durch solchen Der fSuiidcöinil». In der am 13. d. unter vi deZ Vizepräsidenten de? Staacsministeriunis, Staatsi gßi Innern Dr. von Bötticher abgehaltenen PlenarsitznW»zp' desraths»d, neben von ticit eingegangenen Vorlagen w». ,« gen Ausschüssen überwiesen: der Entwurf eines � Els-G-Lothringen über die Errichtung von Grundbüch Vorlagen über den zollfreien Einlast roh geschmtrem.. � Fournicre zur Verwendung beim Bau von Seeichrn »iber gewisse Abänderungen deS Eiienbahn-Betrieb�-A in Bezug auf die Beförderung von Sprengstonci» uno> zündlichen Gegenständen. Den Anträgen des Zoll- un�K Ausschusses gemäst wurde Be»nmmung getroffen über g- änderungen der Anleitngg zur Ermittelung? des Alkoho g � Branntwein,»oivic des Verfahrens bei Nacherhebimgo Ihnen. Kokorin eilte fort. — Noch ein wesentliches Beweismittel! dachte ich. Aber wird es uns zu etivaS führen? Seit meiner Heimkehr war noch keine halbe Sümde vergangen, als Kokorin und der Schneider Fischer bei mir eintraten. Der erste« trug ein Bündel, letzterer ein Kassenbuch. Nicht ohne Selbstgefälligkeit entfaltete Kokorin vor mir das Bündel und legte einen Paletot auf den Tisch. Zu demselbci» paßte genau der Lappen, der in dem Spalt der Leiter eingeklemmt gefunden wurde. — Wie? Sie erkennen diesen Rock? fragte ich Fischer. — Wie soll ich meine Arbeit nicht wiedererkennen? sagte der Schneider. Bitte, belieben Sie hier zn sehen.. ans Seile CG ist daS Maß eingeschrieben... Er zog ein leinenes Muß aus der Tasche und»naß den Paletot. Das Maß erwies sich als mit dem eingeschriebenen iibercinstiukmend. — Für»ven haben Sie diesen Paletot verfertigt? — Für Mkandcr Petrowitsch Itschalo»'. Ich schrieb die Aussage nieder und cutließ den Schneider, indem ich daS Buch bei mir behielt. 5iokorin und ich blieben allein. — Diesmal, Iwan Wassiljcwitsch, werden Sie mir schon nicht mehr vorwerfen, daß meine Nachforschungen erfolglos bleibe», begann Kokorin. Als ich in Moskau ankam, begann ich unter verschiedenen Borivüilden das Hotel„Mir" zu bc- suchen: bald nm Thee zu trinke»», bald um Billard zu spielen. bald in»» die Orgel zu hören. Niemandem fiel es ein, in »nir einen Polizeibeamtcn zn sehen. Du ich aber die Diener. schaft nicht in ein Gespräch über den jungen Mann ver. »oickeln konnte, ging die Sache nicht gilt. Ich machte mich mit dem Leiter des Hotels bekannt, und unter dem Vor- »vartd, daß das Zimmer, ich dein ich»vohute, schlecht und irt hrtt mir ftührrft Qimmrr lomptr S)?V. 15 unsauber sei, bat ich,»»ir andere Ziimner zu zeigen. Nr. 1- erivies sich als unbesetzt. Es ist ein großes und schöne! Zimmer.... und ich nahm es. Ich denke, hier»verde ich mcincttvegen ein Jahr leben, aber ich»verde erfahren, »vaS»»öthig ist. Ich verlangte Thce, und der Korridor- kcllncr brachte einen Präjenjirteller mit dein Theege- schirr. Ich betrachte ihn... er trägt einen braune»» Rock! Die Farbe unseres TnchlappenS hatte sich so sehr meinem Gedächtniß eingeprägt, daß ich»»ich nicht irren konnte. „Wie spät ist es?" srng ich den Kellner. Er knöpfte den Rock aus und zog die Uhr hervor. Ich bohre»»eine Augen in die Schöße seines Rockes und sehe, daß sich an»»intern Rande ein Flick von anderer Farbe befindet. Ohne die Autwort aus meine Frage abzmvarteu, sagte ich zu ihm: „Was ist denn daS, mein Bester, Tu hast seidenes Uiiterfntter und eilte» Flick all» Rock?" Meine Worte brachten den Kcllncr sichtlich in Verivirrnng. Nachdem er aus die Uhr gcsehen und mir erwidert:„Halb zwei",»vandte er sich der Thür zu. Mir kam der Gedanke, daß meine Frage nach dein Rock ihn venvirrt machen konnte,»veil er gewiß bei den Ver hören, welche in dem Hotel wegen de? Reisenden in Nr. 13 angestellt wurde», von ihm geschwiegen halte. Ich überholte ihn und sagte, indeijt.ich ihn» du» Weg vertrat;„Sag' mir, »»lein Tauberich,»royer hast Du diesen Rock?"—„Was kümmert Sic das? crividerte er mir grob.„Lassen Sie mich gehen!"—„Nein! Bleib'! Zieh vor allem den Nock ans!"—„Wozu werde ich den Roer ausziehen?"- riß sich in der Thür lo?, aber ich rief die Dienerschaft verlangte, daß um den DistriktSpolizeiineistcr geschickt »verde; es rührte sich jedoch niemand von der Stelle. Da legltimirte ich wich und erklärte, daß, wenn die Polizei nicht sofort von meinem Verlangen in Kenntniß gesetzt»verde, die ganze Dienerschaft des Hotels dies»verde zn verantioorten haben. Nach einigen Minuten erschien ein Polizciosstzier »md mit ihm Polizciman,»schaft. Ich theilte ihnen mit, um wa? es sich bandle. Dem Korridorkcllncr wurde der Rock ausgezogen und an diesen ein Siegel gelegt, der Kellner »vurde verhört und ein Protokoll aufgenommen. — Was erklärte der Kellner ans Ihre Frage, woher er den Rock habe? — Alles, was er mir sagte, sieht in dem Protokoll, das ich Ihnen übergeben habe. Ich blicke in das Protokoll. üb: Dickel Notbei Hllckis e M �ch-nl !%u i» p fr, »nocito, erstattnng von Zoll- und Steuerbeträgen aus Anlaß der' W revision, ferner»iber die Geivährnng der Z oll»reche bahnbau- und Betriebsmaterialiei» in Greiizbezirken.-;.i»ls. Nach Erledigung kleiiierer � f trat das Abgeordnetenhaus gestern m die ziveite Vera �. EtatS der Berg-, Hütten- und Salinenverivaltung Y. Schultz-Bochum(natu brachte den Bergarbeiters Sprache, von dem er die alte, oft genug widerlegte- wieder aufwärmte, der Streik sei nicht durch einen.„ Nothstand hervorgerusen»vorden, sondern durch Verm r Bergleute durch die Sozialdemokratie. Die Tenlschrii» glänzende Rechlfertigung der Zechenbesitzer»md ihrer die so lange unter den Schmähungen schändlicher A-ede � keit zn leiden gebabt hätten. Abg. Dasbach(Zentrums � den» gegenüber, der Unters»ichuiigskomi»i»»!on halten ausreichende Quellen zur Information zn Gebote i" Redner wandte»ich gegen die Verwendung der.< für die Beamten und das Sirasgclderi«,'� che 3 imnoestens rejormveyurlUg»e». wie wenu»».«-~ diesen Punkten zu milde. Redner fand das Versahren Hörden in der Streikzeit zn hart, die Heranzlehms ß. Militär unklug und beschwerte sich weiter>w° sn ce-zeliiiästigkciten bei den Wahlen. Er sprach Befriedigung über die Einrichtung von Arbeiter- Ansjch x den Malischen Saargruben aus; dabei schlug er ew� � befferungen für das Wahlreglement zu diesen Aussach n indem er auf die bei den Wahlen hierzu vorgekommein-! Helligkeiten hin,vieS. Redner kam zum Schluß auf d» 0 U demokratie und»oieS auf die Warnung vor ihr hm, w Äedruö We 51 M !Ucht"| Te» tcv, »wben. hles pste. B bind o »mte Privatarbeite/i für die Beamten und oaS Slrasgelderm-i'--� jo?» ju ches mindestens reformbedürftig sei. Die Denkschrift u �. IstUsi C °°t kai B d? Darin»var gesagt, daß nach der Aussage des.J dicners Toporkow diesem der Rock von einem�blonoen�/ Mann geschenkt»vurde, der einen grauen Paletot von demselben, der in Nr. 15 des Hotels„Mw »si � I, CSf«tvtrt»TS" 41m hatte.„Ich habe kein Kleingeld," sagte ihm der A � bei der Abreist.„Hier hast Du einen alten Rock asi � geld." Der Rock war neu, aber auf dem rechte» � fehlte ein dreieckiges Stück. Der Diener besserte selb' a Mangel durch eine» Flick aus. Juden» er die tu" auf W— r\..... i v- M WWW wird! Ich" begebe mich mit Ihnen hin, um bei ih"1 suchnug zn halten. � D i e H a n s s n eh u n g. Ich fuhr von Hause fort, indem ich den der Fußspuren, vier Geheimagenten und eine» mitnahm... AI Bald hielten»vir bei der Einfahrt eines hölzernc>>-- gegenüber dem Adelsklub......w — Wir zogen die Klingel; ein Tiener osi» Thür.... — Ist Nikailder Petroivitsch zn Hanse? frug Ter Diener warf einen iitißtramschen Blick a»U je Begleitung und crividerte, die Klinke der Eingang-»!' haltend:... stjcft — Nein, er ist nicht zu Hanse. Sein Vater iftjL i — Alles einS... lassen Sie uuS ein und nfty.(# Herrn Jlschaloiv, daß der Untcrsnchnngsrichter») muß. ,.,»� Ter Diener ging, die Meldung zn überbringe», traten in den Saal. Eine Minute später kam der alte Vater des tigen zu uns heraus. (Forlsctzllng folgt.) leitet m lilcv, d>k }#« « lint, WP w ilfift de» H°n» rde fll»' Siflt»»d anone» ilir mW # d-r %(» «ÄSiii ,n MI"" !Ns ßl« t sich'" ilt.■ Parieis" K m Tk Schulze: 5# eM allen katholischen Kanzeln des Snargebietes Abg. v. Pqpelius(sreikons.) suckte die AuZ- !iei.n�?- � Abg. Dasbach dadurch zü verdächtigen, daß et M» als emen der bestraftesten Menschen des Negierungsbezirts 5 bezeichnete. Seine Rede liep an den Bergleuten kein gutes nationalliberale Abg. Schmieding beionte besonders v daß dauernde und aesunde Reformen ohne die Mitivirkimg �»lernchmer ganz unmöglich seien. Redner ertannte aller- ' einen Theil der Arbeitersorderungen als berechtigt an, nch jedoch entschieden gegen die Arbeiter-Ausschusse aus, iaitnu" er eine Ausnutzung durch sozialdemolrattzchc .Mton besorgte. Abg. Letocha(Zentr.) erörterte die Ver- G in Oberschlesien, sür das er als Hauptursache der Au-- die ivillkiirlichen Lohnkürzungen bezeichnete. er««.e Aandelominister scheint es sür die Aufgabe «ndrathe und Büraermeister zu halten, Arbeitervereine zu In einer Zuschrifr an den Stöcterscl)en Lizentiaten w München-Gladbach heißt es in Bezug auf die von dem- An geleiteten evangelischen Arbeitervereine:„Eine krä,tlge 5-vi-kelimg der evangelischen Arbeitervereine begrüße ich mit Kit Ä? S.eni°uch zweifle idh nicht, daß die Landräthe und Bürger- Am=# feien loirb Hdrr.v. Berlepsch mit diesen» Nathe nicht er- KNsMWWM mSl Ier Vertrauensmänner kann dann nach der Wahl in die Ä aus welchen der Name des Gewählten V« ein Stempel TnnTXag 4W- r% flftlir T\orTrt*trtPtt bttfj Wtmoi�n iß znifi Beisitzer D. Wir verlangen, an der Urne fungiren bei einer jeden die von den Ejfcn gewählt werden, ö.' Als Vorsitzenden dieses Schieds- ? chts wollen und ivi"'' sollen, »den d,■ uns auch einen unparteiischen mi,». fi> Y" o-w. gewählten fahren. I itirfit� i' �"erlögt, verden." Da es sich nicht um ein„Schieds N»».»" t, ist die Forderung ailo ungerechtfertigt,»vährend ieylragsforderting schwerlich zugestanden werden kann. ,_&nnpeU)of. Hiermit sende ich Ihnen eines der Flug- JL 5 tvelche cm Tag vor der Stichivahl zur Beförderung I�A. bc§ Priuzen Handjery in Tcnipelhof ausgethcilt 1». Sic können sich dadurch mit eigenen Augen über- H'' Mit welcher Brutalität, jeden Ausrands- und Ehr- 'iüixsi? r, diese Partei für ihren Sitz im Reichstag !,,.�cht blas, daß sie solche erbärmliche Flugblätter ver- »ein! die Gutsbesitzer triebet» ihre Ii.•- schaareniveise z u r Urne und zwangen ,„lur den Prinzen zustimmen. Ich,,. Mit welchen Mitteln unsere Gegner kmnpften, will ich I lden au der Hand einiger Fälle zeigen. „.-*"» Groß-Beeren ans besuchten C Wärter der dortigen lÄ-i.I' eine voii uns ciilbcrnfeue Versammlung in Groß- ß �lerfelde, sie»vurden von Verräthern ihren Vorgesetzten "Wik deminzirt und sofort entlassen. y.\)it Jühnsdorf»vurden am Tage der Hauptwahl dem e,? wir mit Stimmzetteln zmn Verthetleu versehenen 0. 5k. ch'-iempclhof dieselben vom boriigeii Amtsvorstehcr ans der i,,.'" gerissen»mV zersetzt. Nach dieser That gab der Be- l'.'ch unfern Genossen noch den guten Rath, Jühnsdorf so- ,,J,8u verlassen, sonst könnte er noch Kcile kriegen; danti u er sich selbst mit Stimmzetteln für den Prinz Hcuidjxry das Wahllokal und vertheilte dieselbe». i Kl vol, Ku Tempelhos gab der Bauer Hermann Grunack zwei liileCx L,'Ichen Arbeitern, von denen der eine bei seinem Vater, — mar"-———.—»-<■ ß»»».. cht' 2 Groschen, mit dem '* rvem» sie den .MI nr Kntrfncre � �ni selbst beschäftigt ist, 2 Gro tei», dies Geld könnten sie vertrinken, Handjery wählte». IfcinA'e bestochenen Wähler waren so ofsenhcrzig, es sofort ooll p �stwirth Dube in Tcmpclhos zn erzählen und dieser ch �.tam dadurch in der Versaminlung bei Nieke am ' Jebrnar zur Sprache. könnte Ihnen noch viel derartige Fälle von Wahl- usiung anführe», doch wird das Material sorg» l Zu»in öesa»nmelt und vom Zentralkvniitce. lilisercs Kreises Prin,? ßeharnischten Wahlprvtest verarbeitet, verden. Der älniiL, �unbjiery verdankt seine Wahl nur einer verdnmmteik Rasse»uid der in Anwendung gebrachten Knittell s J\ et« Ä i STn"v) i.v|' v'.'... Y c_ er einen Sitz im Reichstage einer stnittelgarde ver- 3' daran ist nicht zn denken, möglich aber, d .. �ren Wahlprotest dazu gezwnngon wird. Bei Nachwahl bringen wir»mscrcn Kandidaten M �ch. Bei der nächsten Wahl ist der Sieg uns sicher. der Prinz sreiwillig daß er durch einer even- Werner ."3 eines Kompromifi-Kandibaten. »nierhandeln wegen i1» i».©., Prenzlaü-Angeriniiiider Wahlkreis. Wie HiüPir.rrl deiche, so zeigt sich mich hier ein geivaltiges An- nni sg,' ber sozialdenio'ro tische» Stimmen. Diese Thatsache ist idvchdi,-�'tenswerther. als dieser Kreis bisher«ist Recht z» de» i----- nmrbo. Im Jahre 1Ö8J ">ttr5,tstn Shivebt; awirenSerner.<97 Senlschireismn 238, Kartell oW Gritlenberger 197, ;;2'i »92 991 ISO - 05 - fi(> gr- iwfer � y'faötfje»: kommen sioai-v| uv'uutmuiiu.ii- rU| Itfilit! enen Dörfer» in der Umgegend von Schwedt und g- HLl' fojößjch die Gcs ammtzchitt unserer Sti.nme» J's 179 945 409 89 45- 185- 99- 44 noch 20? foji9lbe,nok«mf e"« 108 256 489 95 82 65 49 nuS "twesimg *nftte Partei zum ersten Äaie ösfonllich in"die'söahl- »Zenn nun auch der Kartellkandidat Wedell-Malchow mit Hilfe der zahlreichen Dörfer de- großen Landkreise-— wohin sich unsere Agitation noch nicht erstreckte— noch einmal mit 10 000 Stimme» gewählt ist, so ist doch die Zeit nicht mehr fern, wo auch hier der angestammte Vertreter getrost sein Nänzel schnüren kam», um sich nach einem andern Wahlkreis umzuschanen. Aus&liiiri»(jr«, 13. März. Der im zweiten meiinngcn- schen Wahlkreis Sonneberg-Saalscld gewählte dentschfrei- sinnige'Abgeordnete Witte dürfte schwerlich in die Lage kommen, sein Mandat lange zn behalten. Wie bekannt, ist Herr Witte nur»nit einer Mehrheit von 12 Stimmen gewählt worden. Nun sind aber eine ganze Reihe von kleinen Unregelmäßigkeiteil vorgekommen, die auf das Wahlresultat von entscheidendem Einfluß sind und nicht Herrn Witte sondern Herrn Reißhaus, den sozialdemokratischen Kandi- datcn, als gewählt erscheinen lassen. So sind z. B. eine An- zahl Stimmzettel, ans denen der Name Witte durchstrichen und der Naine Reißhaus eingetragen war, für u n g i l t i g erklärt»vorden, obgleich diese einer langjährigen Reichs- tagspraxis zur Folge für giltig erklärt werden mußten. Es Vorgänge vorhanden, müssen. Ein Protest »velche das wird cingc- Gewiß eine stattliche Ziffer, ivenn getreten ist. Wenn nun auch sind auch noch andere Wahlresultat umstoßen reicht werden. Aus Hoch(Vit, 12. März, wird der„Franks. Ztg." geschrie- ben: Zum Kapitel„Atbeitcvfchiitz" möge aus unserem industriellen Musterlande da- Nachsieheude mitgetheill werden. Die Weber von Meerane hatte» durch Vermittlung de- dortige» Weberfach- verein- bei der zuständigen Kkeishauptmannschast darüber Be- schwerde geführt, daß ihre Gesundheit stark gefährdet werde durch den Staub,»velcher sich beim Aerarbeiien der von den Fabrikanten verwendeten schlecht gefürbte» Garne entwickele. Tie genannte Behörde hat die Beschiverde für gerechtfertigt befunden und darüber an da- sächsische Ministerium des Innern berichtet. Dieses letztere ermächtigte hierauf den Stadtrath von Meerane, ein Ortsstatnt zn erlassen, in dem die weitere Verarbeitung der- artiger gesundheitsschädlicher Garne verVoten werde. Der Stadt- rath setzte einen Ausschuß nieder»md zog Sachverständige zn. Auch dieser Ausschuß erkannte die Beschwerde als gerechtfertigt an, verbieten ivilt der Stadtrath indeß trotzdem die Verarbeitung derartiger Garne nicht und zwar, wie er sich in einem Bericht an die sächsische Staatsregierniig ausspricht, ans solgenden Gründen nicht: „Obwohl die beklagten Uebelsiäude.im Wgemeinen zugegeben werden müssen, auch der Wiinsch der Weder, gesetzgeberisch gegen sie einzuschreiten, ein billiger ist— hält mai» es doch nicht sür angezeigt, die Sache durch Ortsstatut zn erledigen, weil dieselben Artikel in anderen Gegenden, z. B. der Lausitz, in Oelsnitz, Zwickau u. s. w. hergestellt werden. Ebenso hält man eS auch nicht sür genügend, wenn die Bestinimniigen nur auf Sachsen ausgedehnl werden, zweckmäßiger wäre es, wem» die Vorschriften vom llieiche ausgingen, da auch anßersächsische Konkiirrenzplätze, z. B. Bayern und das Elsaß in Frage kommen." Nunmehr soll die sozialdemokratische Fraktion de- Deutschen Reichstages die'Absicht hegen, einen Gesetzentwurf einz»br!iigen, in dem die Ausgabe gesundheitsschädlich gefärbten Garnes zur Verarbeitung mit Stra,e belegt wird. Gesterrsich-Uttgav«. K o l o m a n T» S z a wird allem Anscheine nach vollkommen von der politischen Bühne verschwinden. Seit sein Stern er- loschen ist, beginnt selbst die Bewunderung seiner nächsten Partei- genossen in Mißachtung umzuschlagen, und ivie mancher andere bedeutende Staatsmann vor»hm, erfährt er gründlich die Wandel- barkcit der öffentlichen Meinung und den Undank derer, welche ihm lobhudelten, so lange er ihnen nützen konnte.— Die An- nähme der Demission Tisza's»vird am Sonnabend im Amts- blatte veröffentlicht werden, an» Sonntag das neue Kabinet, welches sich am Montag den, Parlament vorstellen wird. Großstvitannie». London, 13. März. Nnterhans. UntetzstctatZsekretär Fer- gusson erklärt, er habe keine Nachricht davon erhalte», daß' die türkischen Truppen in Siwas in Armenien Grausamkeiten verübt hätten. Der Präsident des Handelsministeriums Hicks-Beach theilt mit, England werde auf der an» 1. April tieginnenden in- dusirielle» Konferenz in Madrid durch den Parlaments- Unter- staatssekreiär des Innern Stuart Wortlei», den Superintendenten des DepartesnentZ der Verträge im auswärtigen Amt Sir Bergne und den Gencralkontroleur des industriellen»sigenthuins(Patentamt) Lack vertreten sein. Der Ackerbamninister Chaplin spricht sesn Bedauern aus, daß die Einfuhr von Vieh aus Schleswig- Holstein noch untersagt bleiben müsse, da neuerdings Fälle von Maul-»nd Klauenseuche in Schiiclse» bei Pinneberg vorgekommen seien. Der von der Regierung bekämpfle Antrag H a m l e y' S, betreffend die bessere Dotirung der Freiwilligenlorps nuS Staatsmitteln, wurde mit 135 gegen 109 Stimmen angenommen. London, 13. März. Gutem Vernehmen nach ist die definitive Liste der Vertreter Großbritanniens auf der Ar- bclterschutztönferenz in Berlin folgende: 1. Bevollmächtigte: Sir John Gorst, der englische Gesandte in Bern Charles Scott, Sir William HonldSworth, David Dale, Sir Edward Malet. 2. Delegirte: der Depntirte Bnst als Ver- treter der Grilbenintcressen, der Sekretär des Weberver» bände» Birtwhiftle»nd der Fabrikinspektor Whymper. Sir Edward Malet würde vorzugsweise die politische, Sir John Gorst die rechtliche Seite der Fragen z» vertreten haben. Manchester, 13. März. Die heute Nachmittag stattge- habte Konserenz der Grubenarbeiter beschloß, daß, wenn eine Er- höbnng der Löyne um 5 vCl. jetzt und eine weitere Erhöhung un» 5 pEt. iiii Juli bewilligt werde, die Lohnsrage als gelöst zu belrachten sei, andern falls werde am Soiiuabeud der Generalaus- stand eintrete». London, 13. März. Unterhaus. Im weltereu Verlause der Debatte über das KnegSbudget erklärte der Staatssekretär Stanhope, die erste Vertheidigungslinie würde hauptsächlich auS reguläre» Truppen und einigen Milizbataillonen im Ganze» aus 110 000 Mann bestehen, welche in 3 Armeekorps getheilt seien. Die Freiwillige» und der Rest der Miliztruppe» bildeten die zweite Vertheidigungslinie, welche sür den Garnisondienst und die lokale Verlheidigung bestimmt sei. Stanhope sprach im weiteren sein Vedaueru aus über die heutige Llbstimmung betreffend die Freiwilligenkorp-, welche ein Parteimanöver gewesen sei: er hoffe, im Lause des bevorstehende» Finanzjahres fast alle Truppen dabei!» und in Indien mit dem Magazingewehre beivasfiiei» zu körnten. Tie Prüflingen des ralichloseu SchießpulverS hätten vor- zügliche Ergebnisse geliefert. Frankreich. Pari», 14. März. In dem heute abgehaltenen Miilistcrrath beschloß das Ministerin»», seine Demission zu geben. Ministerpräsident Tirard begab sich ins Elysce, um dem Präsidenten Eavnot die Demission zn überreichen. Paris, 13. März. Der Senat ernannte Challeinel-Lacour zun, Bizepräsidentsn des obersten Gerichtshofs für den zum Präsi- deuten de- RechnnngShoses ernannten Humbert. In der heutigen Sitzung des Senats beantivortete der Minister des Aeußeren, S pull er, die Interpellation über den französisch-türkischen Handelsvertrag, welcher heute abläuft Er nahm Bezug auf die früheren ErklSrnngei» des Ministeriums und sagte, in Gemäpheit der Anwendung früherer Verträge ans vorliegenden Fall werde zwischen Frankreich und der Türkei gegenseitig die Bedandlnng als meist begünstigte Nation bis zum Jahre! lS32,de»iZeitpimkte des Ablauf- allerHandelsverträge, Platz greifen. Mehrere Senatoren aus weinbaueuden Teparlements protestirien hiergegen, indem sie die Einfuhr trockener Rosinen al- eine Folge dieses AustandeZ befürchteten. Ministerpräsident Tirard suchte nachzuweisen, daß die Regierung durch diese Verständigung mit der Türkei den Interessen de- französischen Handels diene; er beantragte Annahme der eiiifachen Tagesordnung. Diese wurde jedoch mit 129 gegen 117 St. abgelehnt und sodann mit 153 gegen 95 St. eine Tagesordnung angenommen, in welcher die Regierung ersucht»vird, mit der Türlei in Unterhandlungen zn treten, um bis zun» Ablauf der Handelsverträge einen modus vivendi herzustellen. Paris, 14. März. Man spricht in parlamentarischen Kreisen von der Bildmig eines Versöhnungs- Ministeriums durch Frcycinet. Gerüchtweise verlautet, Constans werde entweder das MinisteriiiUi deS Aeußeren oder das Jiistizportefeuille über- nehmen. Nach der„Libertö", welche daS Gerücht bestätigt, daß Frey- einet mit Bildung eines neuen Kabinets beaustragt werden ivird, würde derselbe das KriegIporteseuille abgeben und das Ministerium des Aeußeren übernehmen. Spaul«lt. Madrid, 13. März. Infolge der Erträukuug de? Ministers Vejc» de Armijo sind die Ernenniingei» der Delegirteu für die Berliner Konserenz noch nicht endgiltig eriolgt. Wahrscheinlich aber»verden der Depntirte Herzog Almodovar dcl Rio, der Senator Fernandez Castro u>»d ein Minen-Jngenieur, ein Fabrik-Jnspektor von Barcelona»md der Inspektor der Rio Tinto-Gruben designirt werden. Der Botschafter Graf Nascon dürfte ebenfalls an der Konserenz thettnehmen. Vevichks-?eiku»tg. 3*» vierter Instn»? wurde gestern über die Anklage gegen den Maler Josef Hohlivegler»vegen Vergehens gegen§ 163 der Gewerbeordnung verhandelt. In einer von mehreren. Tausenden besuchten Versammliivg ans Tivoli am 11. Juni 1889 hatten die Maler und Anstreicher Berlins beschlossen, so lange zu streiken, bis mindestens zwei Drittel der Arbeitgeber die Forderungen der Arbeiter bewilligen würden. Die Lohnkominissiol» theilte dies»n einem Flugblatte sämintlichei» Arbeitern Ver Branche mit. In dem Flngblatte be- findet sich der Satz: „Kollegen! Wer feige vo» unserer Fahne weicht, schädigt unsere gerechte Sache und bringt unauslöschliche Schmach über sei» eigenes Haupt." Hierin erblickt die kgl. SiaatSanwalischast das Vergehe» gege» § 153 der Gewerbeordnung, weil dadurch diejenigen Arbeiter, welche au denl Streik nicht t heilnehmen oder von de» getroffenen Verabredungen zurücktreten, als imwürbig hingestellt wurde», einer Ehrverletzung sich schuldig machten.— Hierdurch sollten sie gezwungen»verde», an de» Verabredungen theilznnehinett oder von denselben nicht zurückzutreten. Das Schöffengericht hat hiev- auf Hohlwegler,»velcher al- der Vorsitzende der Lohnkommissioii die volle Vedantwortl»chkeit für das Flugblatt übernommen hatte, wegen Vergehens gegen§ 153 zu einem Monat Gefüngniß ver- nrtyeilt. Ans die hiergegen an das kgl. Landgericht I eingelegte Berufung»st Hohlwegler freigesprochen worden, indem das kgl. Landgericht I dahin gestellt sein ließ, ob eine Ehrvcrletzung im Sinne des§ 153 vorliegt, dagegen das strafbare Betvnßtsein des Hohlivegler verneinte, weil dieser ein Flugblatt derMaurer überreicht hatte, in welchem sich der angeführte Satz wörtlich befindet und weil der Gerichtshof seststellle, daß dieses Flugblatt niemals polizeilich beanstandet ist. der Angeklagte somit annehmen konnte, daß dieser Satz den Thatbestand eines Vergehens nicht enthalte. Hiergegen hat die königliche Staatsanwaltschast Reviston eingelegt an das königliche Kammergericht. Das Kammergcricht hat der Revision stattgegeben,»»dem es ausführte, daß der beleidigende Charakter jenes Satze» unzweifelhast sei, und daß der Umstand. der Passus habe tlnangefochten»n dem Flugblatte der Maurer gestauden, das strafbare Beivußisein des Angeklagten nicht ausschließen könne; vielmehr lediglich ein Rechtsirrthum sei. Das Kammergericht hat hierauf die Sache zur nochmaligen VerHand- lung, und zwar nicht an das Landgericht 1, sondern an das Land- gericht 11 verwiesen.— In der Sitzung vor der Straskannner de- Landgerichts II bestritt der Angeklagte, an einer Verbreitung des Flugblattes mitgewirkt oder dieselbe veranlaßt zn haben, sondern er habe nur lediglich als Borsitzender der Lohnkoimuission die volle Verantwortlichkeit übernommen. Herr Rechtsanwalt Sachs, welcher den» Angellagten»vährend de- ganzen Versahrens als Vertheidiger zur Seite gestanden hatte, führte aus, daß, wenn man in# 159 G.-O. den Arbeitern die Koalitionsfreiheit gewahrt habe, man auch einen kräftigen Appell an die Arbeiter zwecks Zusammenhaltens derselben bei Lohnveivegungoit gestatten müsse, iveil sonst die KoalitionSfteiheit ein Messer ohne Klinge wäre, an derber Griä fehle.—» Der inkriininirte Satz sei aber nichts anderes als eine feierliche kräftige Mahnung, sich sür solidarisch zu er- klären rnid den gefaßten Beschluß ausrecht zu erhalte», damit eine unter großen Opfern und mit großer Verantwortlichkeit be- gvnncne Lohnbewegung nicht zum Nachtheile Aller verlaufe. Nehme man aber an, daß es sich lediglich un» eine figürliche Umschreibung handelt, so fehle Vorsatz»md Nechtswtdrigkeit einer Verletzung. Diese habe»veder der Angeklagte als eine solche ge- meint, noch sei sie von irgend einem der betheiliaten Maler und Anstreicher als eine solche empfiinden worden. Der Vertheidiger wies sodann durch Zeitungsartikel nach, daß der Angeklagte stets zn maßvollem Austreten aufgefordert habe, daß selbst im Flug- blatt die Warnimg enthalten sei, gegen den§ 153 der Gewerbeordnung nicht zu verstoßen. Schliin>»sten Falles könne der Angeklagt» auf Grund des Preßgesetzes mit einer Geldstrafe belegt werben. Der Staatsanwalt beantragte dagegen, daS erste Urthcit und damit die Bestrasung zu einem Monat Gefängniß ausrecht zn erhalten. Der Gerichtshof verkündete nach langer Beratynng, daß der Angeklagte ans§ 163 der Gewerbeordnung nicht zu be- strafen sei, iveil nicht nachgewiesen sei, er habe daS Fttigblatl verbreitet, aber erst durch die Verbreitung der Inhalt des Flug- blattes, also die Verletzung zur Kenntniß dritter Personen gekommen sei. Der Angeklagte lönne daher nur auf Grund des § 91 des PreßgesetzeS bestraft iverdeu. Mit Rück- ficht darauf, daß der Gerichtshof nachgewiesen hielt, daß der Angeklagte»vährend der Lohnbeivegliiig sich i» ruhigen und sachlichen Grenzen gehalten habe, sowie mit Rück- ficht darauf, daß er in der heutigen Versammlung einen maß- vollen und ruhigen Eindruck gemacht habe, glaubte' der Gerichte- hoi. das Vergehen de- Angeklagten, der als Verleger für den In- halt des Flugblattes hastbar sei nnd den Verfasser nicht ge- nannt habe, mit einer Geldstrafe von 30 M. als gesühnt zu erachten. Der schnudliche Htrciist«ine» Diebe« fand gestern durch Ur theil der IV. Strafkannuer des Landgerichts I gebührende Ahndung. Der Prodiiktenhändlcr Wilhelm W e g n e r hatte dem am Schiffballerdamm wohnhaften Fuhrherrn Frenzner nicht nur einen neuen Wagenpkan gestohlen, sondern auch den im Stalle befindlichen drei Pferden die Schweife»md Mähnen abgeschnitten. um die Haare zu verkaufen. Der Eigeuchümer erklärte, das; die Thlere dadurch bedeutend minderwerthiger und unansehnlicher ge worden. Wegner wurde daher außer wegen Diebstahls auch wegen Sachbeschädigung unter Anklage gesteilr und da er dereils mehrfache Vorstrafen erlitten, zn einer Gesammtstrase von zwei Jahren sechs Monaten Gefüngniß verurlheiit, Theater. Sonnhend, den 15. März. Gprrnhittls. Die Hugenotten. Schaufpieliiaua. Aschenbrödel. Lesstng-Theatrr. Das vierte Gebot. Berliner Theater. Gräfin Lea. Deutsche« Theater. Krieg im Frieden. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan. WaUner-Theater. Die Nachbarinnen. Vorher: König Candaule. NiKtoria-Thenter. Stanley in Afrika. Ostend-Theater. Der Fall Clö- menceau. Nelidens-Theater. Marquise. HelleaUianre- Theater. Der Nau- tilus. Königstädtische» Theater.'Ne feine Familie. Central Theater. Ein sideles Haus. Adolf Ernst- Theater. Der Gold- fuchs. Theater der Zieichohalle». Speziali- tätenvorstellung. Gedr. Richter'« AariStü. Spezialitäten-Vorstellung. Kanfmann'« Uariötö. Spezialitäten- Vorstellung. American-Theater Dreodenerstraste 55._ Täglich Vorstellung Circus Renz. K a r l st r a ß e. Heute, Sonnabend, 15. März 1890, Abends 7'/» Uhr: Fest-Vorstellung mit einem großartigen auserwühlten Programm unter persönl. Mitwirkung des Direktors E. Renz. Zum Benefiz für Herrn Franz Stenz und dessen Sohn Oscar. Austreten d.vorztigl.Neitkiinstlerinncn und Reitkünstler. Ringkampf zwischen den Schimmelhengsten Mignon und Dnbany(eine bisher unerreichte Leistung auf equestrischem Gebiet), dressirt und vorgeführt v. Benefiziant Franz Renz. Ein hippol. Potpourri, ausgeführt von 40 best dressirten Freiheitspferden, vom Benefiziant Oscar Stenz. Elimar, ostpr. Vollblut(Strickspringer), dresfirt n. vorgef. v. Direktor E. Renz. Die Schulpserde Beautiful und Sophus, geritten von Frl. Elotilde Hager.— Auftreten der rtnommirten Luft- künstlerinncn Geschw. Castagua.— Zum 1. 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Englischer Garten Alexanderstraße 27c. Auftreten der Chansonette Frl. Fron« zisca Normann. Auftreten des Gesangs-Humoristen Hrn. Köhler. Austreten der Duettisten Albert und Nelly Rappmann. Austreten der Chansonette Frl. Jenny Peters, sowie der musikalischen Clowns Toni und Jack. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30, 50 u. 75 Pf., ,m Vorverkauf 20 u. 30 Pf. Sonntags Anfang halb 0 Uhr. Sonntags Entree 50, reservirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. I LI. Unter den Linden ÄI. Im Hause der Wilhemshalleu neben der Passage. Ben- Vorführung T. lChaulsecllraliell Die schönsten Merkleider v.-Mantel dir Mädchen joden Alters, sowie Margmölke, lliitcrröife v. Tricottaillen auch im Einzelverkauf sehr billig!| | Massbestellungen n. Reparaturen worden prompt erledigt I C!jmrsteestraße14. WWaus S. Heine. Den Genossen halte ich meine MaSken-Garherobe bei Bedarf best, empfohlen. Gröffte Answahl! Kill, preise. Vereinen Preisermäßigung. Fr. Panknin, Oranienstrasse 178, Adalbertstrasse 93. 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Frau. 69] WWstsiirVerbreitllllg uon MÄrnifl am Sonntag, den 16. d. M., Abends 6»/2 Uhr, im Lokale, Andrcasstraße 21 (früher Keller) Vortrag. Nach dem Vortrage geselliges Bei- sammeusein. 101 Gäste, Damen und Herren will- kommen. _ Der Uorstand. Große allgem. Wmmlmig (1. Schriftgiesser Berlins am Montag, 17. März, Abds. 8 Uhr, in Reyer's Salon, Alte Jakobstr. 88. Tagesordnung: 1. Unsere Stellung zu den nicht- gelernten Schriftgießern. 2. Vorlage des Statuten- Entwurfs der Vereinigung der Schristgießer Teutschlands.[62 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Berliner Central-Commlssion. Mer-BttsmmlW. Dlo Filiale II Veit und Bttdwest der Vereinigung der Maler u.». w. hält am 18. d. M.. Abends 8 Uhr. im Restaurant Königshof, Bülowstr. 37, ihre regelmäßige Mttgliederversamm- lung ab. Tagesordnung: 1. Unser Arbeitsnachweis. 2. Diskussion. 20 8. Wahleines Zeniräl-Stttikprüfungs- Kommisfionsmitgltedcs. 4. Verschiedenes und Fragelasten. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen, ist zahlreiches Erscheinen dringend nothwendig. Auch werden die Protokolle der Generalversammlung von Bremen ausgegeben. _ Die Bevollmächtigen. Fachverein d. Albumarbciter. Montag, den 17. d. M., Abends 9 Uhr, Oranienstr. 180: Urrjaminlnna. Billets zum Htiftunoofeft» am 22. März, sind in der Versammlung bei dem Vorstand, sowie ini Arbeitsnach- weis Äldalbertstr. 4, bei Herschleb zu haben. 70 Ächtung! Schuhmacher Pllllslh- WhM'lll, Liter 1.50 M. Thee-3!llIIl, Originalst. 1.50.. jipet, Franz Beyer, 840 Prinscssinncnstrasse 15. Andrea« str.!ä3. Passage 1 Tr. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. Zum ersten Male: Pierte llleise d. das uialrril'che Schottland. 3. Zyklus Schlösser König Ludwigs: ziettschiuaustein, Hokenich,va»oau. Da« Leben Jesu und Palästina. Eine Reise 20 Pf., Kind mir 10 Pf. Abonnement 1 M. Kerlius! Ter Lohilttrnipf steht uns nahe bevor, und wie Ihr alle wissen werdet, kostet ein Lohnkampf sehr viel Geld; Ihr werdet infolge dessen an Eure Pflicht gemahnt, damit Ihr Eure freiwilligen Beiträge erhöht und recht rege be thciligt. Es werden in folgenden Zahl stellen alle Dienstag Abend von 8Va bis 10 Uhr Beitrüge entgegen genommen: 1. In Moabit Birkenstr. 24 bei Wieck, 2. Invaliden- n. Älckerstraßen-Ecke bei Schayer, 3. Kolbcrgerstr. 23 bei Runge im Schuh- macher-Keller, 4. Neustädtische 5kirchstr. 11 bei Becker, 5. Neue Schönhauserstr. 2, 6. Anklamerstr. 49 bei Nürnberg, 7. Stralauerstr. 22, 8. Kaiscrstr. 4 bei Hoffmann, 9. Weinstr. 22 bei Haugk, 10. Grüner Weg 81, Hof part. Grimberg, 11. Bülowstr. 42 bei Meier, 12. Wichmannstr. 15 bei Krieg, 13. Kroncnstr. 19 bei Kreuz, 14. Alte Leipzigerstr. 1, 15. Zimmerstr. 22 bei Krüger, 16. Oranienstr. 197 bei Kluiger, 17. Dresdenerstr. 116 bei Wendt, 18. Seydelstr. 10 bei Seidel, 19. Barutherstr. 5 bei Hasel, 20. Admiralstr. 40a bei Schulz, 21. Breslauerstr. 27 bei Tempel. 1903 Die Lohnkommission. Große össeotliße Msoersomll für Rixdopf und Umgegend i Sonntag, den 16. März, Vormittag U Ny, n_____ n>___ on____ 19" am SO Vogtherr. Holz- und Bnetlerträge"'* Ter Lachvereiu der Dolz-«nd Dretterträger Sonntag, den 16. März, Vormittags lOV» Uhr, in den Ze"* sälen, Oranienstraße 180, eine Mitglieder-Versammlung mit folgender Tagesordnung ab:..«.will: 1. Vortrag über die Bedeutung eines Maximalarbettstage»... Stadtverordneter F. Z u b e i l. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3- AMW 84 I. A.: E.(JefroiF KMbuserdaMw R- Sesfeiltl. Ttilhlarbeiter-VersmM am Montag, den 17. März, Abends in Heise s Salon, Lichtenbergerstr. 21. . �, Tages-Ordnung:.. ,.. � Die Bedeutung der Berliner Stuhlarbeiterbewcgung und u?r auf die Besserstellung durch die einheitliche Organisation ihres Berufs. 2. Stellungnahme zu dem T e x t i l a r b e i t e r- K o n g r e ß. arn, P?'cht ledes Stuhlarbciters ist es in dieser Versammlung zu Alles andere muß diesmal hinten angesetzt werden. � W. Wagner. Bruno Schal* Allßeroriielllf............. ücr Kmst». uiil AMch (Eingetragene Hilfskasse 62), am Sonntag, den 30. März, Vorm. 10 uyr, in Zernter's Restaurant, Münzstraße H- Tages-Ordnung:. I. Entgiltige Beschlußfassung über den in der Generalversammf _______________________ v..- cii__ n____ v Ctr.. 4..�.» IToiuM'll'lU•*' VV«. VS/Vt»VfcV»»v»-(•-,., 9. März angenoinmenen Antrag des Vorstandes„Antrag zum Uebertrui Kasse zu der Kranken- und Sterbekasse der Hutmacher zu Altenburg 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekastcn. __ ynittttttgobuch legitimirt. Uersammwng des IWI5IHärschne:den-�ere"� ttiit Sonntag, sröh 10 Uhr, in Jordan s Salom� a:.=D.: 1. Vortrag des Herrn B a g i n s k i. 2. Diskussion rnü.« v äuittungsbucher ki■}~ Mitglieder werden aufgenommen schiedeneS.- Quittungsbi.cher können in Empfang genommen werden. tri--- Der Vorstand glif SoliUtttUntlB Wioitl j?« S."£ Soijfo hewor 'n cum drucke, besten! "adjiDi '.antis, der% °''ch i utzend« beim 5] Tastw Sozial & Deutsc! der A auch 1 i t Wir 1 ibich Die ende: �n_al P Arbeiter! Nur welch« nebenstehende] unter dem Schweißleder tra« gen, bieten Garantie, daß den Bersertigeru gerechter Lohn wurde! «y Kaust mx Hüte mit dieser Mslke k In folgenden Geschäften sind Hüte Koutrolmarkru zu haben: «if Victor Knill, Stralsunderstr. 11 Samuel, Bellealliancestr. 95. A. Nauen, Wrangelstr. 99. A. Eissmann, Gerichtstr. 7. Vf. Zapel, Skaliherstr. 131. H. Hase, Jnvalidenstr. 129. R. Bergmann, Markgrafenstr., nahe der indenstr. C. Streblov, Brückenstr. 15a. 0. Gottmann, Frankfurterstr. 130, 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. Jl.. Schlegel, Brunnenstr. 38a. W. Sy, Brunnenstr. 139. Rud. Weidner, Dresdenerstr. 100. 0. Jörs, Pankstr. 5a. Rieh. Neubauer, Alte Schönhauserstr. 59. G. Gross, Frankfurter Allee 167, Rud. Schmidt, Chausseestr. 6. C. Schölts, Weborstr. 53. 0. Schulz, Zionskirchplatz 7. rf, Potsdamerstr. 141. l. bei Bebel-, Liebknecht-, c Singer• Kopie, als Clg.-Spltze, echt Meersch., ä 1,50 M. B. Günzel,®run!-*f* 167' am RosentH. Thor. W. Ollendori. R. Lenz, Waßinaunstr. 21. E. Rasenack, Poststr. 17. W. Fuchs, Brunnenstr. 37. E. Radlow, Charlottenburg» Berlinerstr. Paul Drenske, Oranienstr. 172. R. Berger, Brunnenstr. 130. 0. Dunsing, Dresdenerstr. 6. C. Rättig, Fehrbellinerstr. 88. C. Schulze, Fehrbellinerstr. 93. Renz& Böhme, Oranienstr. 6. R. Boisso, Chausseestr. 70. A. Schumann, Gerichtstr. H. Biederich, Oranienstr. 9. „ Marianuenstr. 43, A. Bröbeljahr, Weinbergsweg 3a. A. Fuchs, Manteusfelstraße. ,, Mariannenstraße. „ Skaliyerstraße. F. Haupt, Große Frankfurterstr. F. Jockofi, Linienstr. 2. P. Kunz, Prinzen-Allee 87. H. Meissner, Hochstraße 43. F. Sporeuter, Poststr. 10(am Mühlen dämm). T. Julow, Pankow, Berlinerstraße. C. Böttcher, Friedrichshagen, 145. A. Kehr, Köpnickerstr. 120. A. Simbeck, Fischerstr. 8. P. Polvoigt, Bülowstr. 18. 0. Liskow, Oranienstr. 47a. A. Bracklow, Lothringerstr. 27. H. Fürstonborg, Alt-Moabit 21—" 0. Krahner, Jnvalidenstr. 105. Q. Köpke, Priuzenstr. 60. „ Potsdamerstr. 123a, C. Möwes, Vlndreasstr. 51. H. Aerisons, Priuzenstr. 28. F. Michelmann, Elsasserstr. 70, C. Muslc, Potsdamerstr. 37.. C. Wanke, Rixdorf, Bergstt. 9' W. Kliem, Beruauerstr. 108. J. Kock, Kastanien-Allee 80.. S. Asch, Rixdorf, Bergstt. /Ld. E. Sarsch, Sttalauerstr. 13— l4- E. Metzellhin, Ackerstt. 173..!■ A. Willenbecher, Moabit, Birkenst 0. Wirthschalter, Brunnenstr. I'0' Theodor Gorlach, Linienstr. 39. U. Gelsler, Wilsnackerstr. 40. J. Stobey, Oranienstt. 170. 0. Knacke, Andreasstr. 24. K. Müller, Jnvalidenstr. 117.. W. Röhrich, Frankfurter Allee l0* C. Töpfer, Andreasstr. 77. E. Hunger, Badstr. 4-1. E. Riock, Badstr. 64. zi G. Schwaneborger, Greifswalderu � C. Schwanikow, Jnvalidenstr., not)' Gartenstr. z. W. Hlldobrandf, Schönhauser All-e 0. Mühlberg, Biefenthalerftr. 13- L. Spiegel, Äosenthalerstr. 43. P. Grund, Brunnenstr. 133. E. Schmidt, Louisenstr. 45. � H. Bodlnins Nfg., Potsdamerstr- 1 J. Kehr, Prinzen str. 83. „ Dresdenerstr. 135. L. Hammer, Köpnickerstr. 177. C. Adler, Cöpenick, Böttcherstt- P. Stockmar, Grüner Weg 72. M. Rosonlhsl, Brunnenstr. 21. A. Tembrlck, Müllerstr. 180. A. Weiss, Reinickendorferstr. 6. G. Lolch, Brunnenstr. 71. A. Rossdentschor, Waldemarstr. da Leiter �en fm Ä? ?> w ss. tz ö iÄ sehr ien C mai s; üirthfcf Da g'1 ��»enb, l?! a % Ir. p «ta 3 'Send Ritzes Berliuerstraße.-----------------,__________ Wir macheu die Genossen ganz besonders auf die von uns veröfse»!� Geschäfte aufmerksam, und bitten dringend, genau darauf z« achten, da? Marke nicht erst beiin kaufen eingeklebt wird. Die Arbeiter-Kontrol-Kommission. 6k Ar A "er. ite 82] w Verantwortlicher Redakteur: Eurt Pank» in Berlin. Druck und Verlag von Mar Padiua in Berlin SW,. Beutbstrabe 2. 0fevtt eine I .9' [26. 1 Nr. 68. Som«»l«r>ld, de» 15. Marz 1890. 7. Jahrg. Vor Kaykott und Sperren. ##### „Eine---- aft---- ---jfoi hervor wann äRm.f �i"c längere, oft' erregte Debatte rief hiernach das �oykothystem der hiesigen Arbeiterpartei gegen die Gastwirthe 'n-""?e.r blejlgcn Arveirerparic, gegr» ulv wann' in yln8®leitet wurde dieselbe von dein Gastwirth Herr- fctiicfpr, �nrniinstraße, dem dieLohnkominission der Stein- nil�nur �"Ntenp* nri\•v—— u-, "Schweis rrhaltniß gekündigt, sonder» auch den Arbeits '.antiso»,itjs! aogen habe, weil Herrinann sein Lokal auch °er Re.chs-Herold" iiiserirt hatte.'"' ______ tm Herr Leverhuseii dn Wirth wich über■ WWW� fihn.,V."it:„Vl�iiiia'|V.,•—----., Ipin m vom Verein niedergesebten Kommission sei, welche Ä Polizeipräsidium dahin vorstellig iverden soll das; den ™tlirMltv< f*«.»____»*...»-»-,___.-f....;/»!« fliavfrttnnilllllrtPrt nPT ab»-?dh des Luisenstädtischen Konzerthauses, berichtete, das, M.uber ihn die„Sperre" verüänat sei. nur weil er Vor- �astiuwii. � sid'um dahin vorstellig iverden soll, daß den Sosifllh»,..»''oelche polizeilich genehmigte Versammlungen der �reitet J!l0l en dei sich abhalten lassen, keine Schivicrigkeite» mögen. Gleichzeitig theilte der Redner, der auch Teulf-M der Gastwirthsinnung ist, mit, daß säiinntliche Innungen >... U"------------- on möge». Gleichzeitig theilte der Redner, der auch TemsVj der Gastwirthsinniiiig ist, mit, daß sämintliche Innungen der'irli?, gegen das„Boiikottslistcm" resp. gegen die„Sperren" wich I j! einen entscheide»!»:» Schritt planen. Nachdem laut„ rh andere Klagen wegen Sperrmaßrcgcln der Arbeiter �ioordcn, beaustragt der Verein die Kommission mit der Verl!«- l.ung einer großen Versammlung sämmllicher Saalbesitzer Nj. de�uss Beschlußfassung in dieser Angelegenheit." walben« nnen die„Erregung" der Herren Gastivirthe und toinnJ, degreifen. Man kann aber doch keinen Menschen Wlteii'wn Geld bei einem bestimmten Gastivirthe zu vcr- ''Hd also auch einen Arbeiter nicht zwingen, Lokale zu lichi, d>e er nicht besuchen will. Ebenso wenig ist es ein Nil- tylimn.t li\ Jemand seine Freunde darüber ausklärt, daß eine feebun! Person ihnen feindlich gesinnt ist, sie in ihren Bc- ki 6en und Handlungen nach Möglichkeit zu behindern sucht, Abrechen märe, mit dieser Person jede Geschäftsverbindlmg sihr� Herren Gastivirthe und Saalbcsitzer haben sich freilich i- f.t',e bereit gezeigt, die Arbeitergroschen einzuheimsen, wenn ihr- /»darum handelte, die Arbeiter zu allerlei Vergnügungen in mlev, 5?u bocken, ja sie zeigten sich da im Ausbeuten der Ar- toiu«. Vafsinirt. Der Herr Saalbesitzcr lachte mit seinem (iL litten Gesicht den Arbeiter an, selbst wenn er in ver- fen« t�chor Weise sein Geld in seinen« Saale springen ließ. ft* da»» derselbe Arbeiter zu dem Herrn Saalbesitzcr kam, 'iiien»VN den in seinem Saale verjubelten Arbeitergroschen »»d?'»bcn Tauch und ein großes Vermögen erworben halte, Heu den Enal zu einer Versammlung verlangte, in >!„''s die Arbeiter ihre Angelegenheiten bcrathcn«voll- '»r!»!. fühlte sich der am Abend vorher noch so ltv»irgroschcnsreundlichc" Saalbesitzer plötzlich als„Stütze »Ötiiäi, unö". Die �Arbeiter ivurden nun auf einmal l»!..'dcl",„freche Burschen", unzufriedene„sozialistische Agita- Iii)', welche» rnan als„guter Palriote" das Lokal nicht her- "'konnte. siitt? der Herr Saalbesitzer selbst dieS feine kapitalistische Ge- hjö.'Ucht hätte, da kamen Vetter Gehennrath, Schuster- und ime"Ichuhn, acher- Ober- Jnnungsmeister und pensionirte Majors «L'"achten ihm verständlich, daß sie bei Königs Geburlstag, Ii»- dei anderen Gelegenheiten zu„patriotischen" oder auch nur iiejM gesellschaftlichen Schlemmereien ihm«hre Kundschaft c»t- Vlim'�d"»''"»" bedrohte ihn auch wohl halbamtlich mit ''st der in seinen« Lokale bisher veranstaltete««„Aus- .._ es fand sich sogar eii« höherer oder nie 'liitr' Pnlizeibeauiter, der natürlich ganz aus eigenen« t Hl,;;1:"er I" ISHICUL vuiu.v derer- Ö«,l"r.°der es fand sich sogar �>>lri»» öeibcamter, der natürlich a»»».......„------- den e-, r,1111. fleiv'ß von seiner vorgesetzte» Behörde gemißbilligt, liir hj�besitzer darauf aufmerksanl machte, die Polize« habe viele saalbesitzcr sehr schöne Sachen zu vergeben, auch manche ä» schädigen, er möge das«vohl b'" fetfnfnmpiihj».fterr Waftiüirtfi unl bedenken. Ct lliuyc fn» ivvV4. wvv»-*.*... sich« Jr fettglnnzende Herr Gastwirth und Saalbesitzer fügte sich, klein».,' 5�?eigend, wie in seinen Kellnerjahren, wenn er einen Dieser r..?, � Trinkgeld erhielt, diesem vornehmen Boykott und "' � CV. XArfiff» hrtVrtn w r.tl l v.«*----., . yalbamtlichen Bedrohung. Keine„Jnitting" dachte daran. Ü�gen aufzulehne». Es kam so«vcit, daß Arbeitervereine t'. vielen Orten gar keine Lokale mehr fanden, obgleich sie .'wst-s,.»»f gesetzlichein Boden standen, daß sie ihre Sitzungen r.rf»»rußlen; es kain so weit, daß für Arbeiterversaniin'lungen großen Städten«nit mehr als einen« viertelhundert statt- H in«? kein Unterkommen zn finde» war; es kam so«veit, l>ega» �» sogar gegen Persönlichkeiten vorging, die das Verbrechen Vers,«?, holten, ihre Kraft««»d ihre Kemitiüsse den Arbeitern zur Äjix.,Ä"g Zu stellen, daß man sie in beleidigender Art aus den Astsaften, die sie zu besuchen pflegten, hinaus verivies. d«,«rvf.finden die Herren Gastivirthe und Saalbesitzer alles in Mnsten Ordnung. wich st besannen sich aber die Arbeiter darauf, daß sie eigentlich % n'n0' versuchen könnten, ob sich der Spieß nicht umdreh«» Segens.«, boiskottete sie,«varnm sollten sie nicht einmal einen ,?dt versuchen. diiibe" iQ» sagte sich,«ver die Arbeiter in ihren Bestrebungen be- m den brauchen die Arbeiter nicht dadurch zu unterstützen ' e ib», j[«. Geld hintragen.»«?->„ stellte an die ßerrcr ------ ru:, SqqJ' chm ihr Geld hintragen. Man stellte än die Herren Altern» also die Frage: Giebst Du Deine» Saal zu Ar- die A>,» m,"lll»gen her, wie zu anderen Vcrsainmlungen Y Wo '"fltfi. L1?011„«'««Ii!" ob mit oder ohne Bedingungen erfolgte, da >»>s.'e Arbeiter: Gut, Du bist ein„freier Mann", Du brauckist Re"«", Vokal nicht zu geben, wenn das gegen Deine„Grund- des,,� Zerstößt. Wir sind aber ebenso„freie Männer" und«vir M«{! Dein Lokal nicht weiter. So stand Freiheit gegen Frei- . Boykott der Saalinhabcr gegen die Arbeiter rief den oykott der Arbeiter gegen die Saalbesitzer hervor. ttt»"/»»gs spottete man hierüber. Man traute den Arbei- to sgV.t Einsicht und Solidaritätsgefühl genug zu, um sie lVh;,en. Man glaubte, die Vergnügungssucht würde Hilles w�ute» Vorsätze siegen. Man hatte zu dieser Annahme »Sri», echt. Sahen die Herren doch, wie die Innungen frivole % Lt;Öe?en die staatsbürgerlichen Rechte der Arbeiter richten, S'geq tstü die Arbeiter bis jetzt sich mit einiger Entschiedenheit ° J"N'mgeii gerichtet haben; sehen sie doch,>v>e man >ein.�'"smltglieder" boykoltet, ohne daß bis heute die Fach- Slotf' ch dazu aufgerafft haben, die Jiimmgen mit einem Gegen- 3 Ark>-»�"üreifen. Man konnte also mit Recht die Kraft ** und die Festigkeit ihrer Ent chlüsse unterschätzen. Zusammenhalt hatte f.ch choch verrechnet.'Der - Auf der einen Seite st*» und nun zivische» zwei . standen die von«h«'*» ik.„- erzürnten Arbeiter, auf der andern Seile st wex.»Itter Philister und die Polizei. Der Entscheid«nußte un vei das Einfrankenopfer beschlossen haben, nämlich die Sektionen Schaffhausen und Winter- thur. Ist das imposant? Der schweizerische G e«v e rksch a fts b u n d soll auf der Osterkonferenz in Ölten r e o r g a ni s i r t«verde». Bisher gehören deinselbeu die Fachvereine der verschiedenen Geiverke an, ohne daß zivischen denselben ein innerer Zusammenhang be- stände. Die agitatorische Thätigkeit ist«mter diesen Um- ständen für das Komitee«vesentlich erschivert und thatsächlich ist auch in der Richtung nicht viel geleistet worden. Nun hat sich in der Zivischenzeit immer mehr die zentralistische Fori» der Berufsorganisation herausgebildet,««nd dieser Thatsache soll durch Neorganisatio» des Geiverkschaftsbundes Rechnung getragen wer- den. Bereits sind ca. 11 Beruse zentralisirt und die anderen «verde» in nächster Zeit nachfolgen. Diese Zentralorganisationen sollten künftighin eine einheitliche formale Leitung erhalten und dann der Geiverkschaftsbluid auch die Reservekasse übernehmen. Die Untersilchung gegen den dentschen Schriftsetzer Franz Marti» in Basel ist von« Bundesamvalt ein- gestellt. Dadurch ist,«vie der„St. Galler Stadt- Anzeiger" boshaft bemerkt, Herr Scherb in Bern aber- «»als arbeitslos geworden. Zn der Untersuchung selbst veröffentlicht Martin in der letzten Stummer des„Basler'Ar- beitersreund" eine Erklärung, in der es unter anderem heißt: . Die Thatsache, daß ich in der Pariser Kommune gekäinpft und an der Märzbeivegung 1880 in Belgien betheiligt geivesei« bin, sollte mich zu einem Verbrecher stempeln und den Angel- punkt zur Ausiveisung aus der Schiveiz bilden. O, arme Denunzianten! All' dieses schüren und«vnhlen hat nicht genügt, mich, den„Hetzer»nd Wühler", eimveilen auszniveisen. Das offizielle Schriftstück, die Einstellung der begonnenen Untersuchung mittheilcnd, betont«läinlich, daß jede fernere agita- torische Thätigkeit die sofortige Slusweisung z u r F o l g e h a b e. Da ich nun seit zivei Jahren politisch nicht mehr thätig geivesen, so«veiß ich nicht recht, ob die Mit- gliedschast in« Typograpyenbunde als„politische" Thätig- keit aufgehalst«vird. Ich habe daher erklärt, daß ich als Mitglied der Typographia das Recht und die Pflicht habe,«»ich über das Wohl und Wehe deS Bundes zu bc- kümuier» und,«vo ich es für angebracht halte, diesbezüglich zu reden oder zu schreiben." Anläßlich des Basler Faschings gab ein dortiger Sozial- deinokrat ei» politisches Witzblatt heraus, das unter Anderem ein politisches Gedicht enthielt:„Wilhelm und die Grubenarbeiter". Die Basler Polizei gab die Beivillignng zur Verbreitung des Blattes; da beschiverte sich bei ihr der deutsche Konsul Gagnur über das Gedicht und flugs konstszirte die Behörde daZ Blatt. Nun stellte sich aber die Konsiskation dennoch als unhaltbar her- aus und nachdem der Fasching vorüber,«vurde» dem Heraus- geber die konsiszirten 718 Exemplare zurückgeliesert. Der Ge- schädigte«vird von der Polizei Schadenersatz verlangen. Dem 10jährigen Thätigkeitsbcrichte des schweizerischen T y p o g r a p h e n- B««>« d e L entnehmen«vir folgende'Angaben: An Krankengeld verausgabte er in de» letzten 10 Jahren die Summe von 105428 Fr., an Jnvalidengehalt ivurden ausgerichtet 32664 Fr., an Sterbebeiträgen 24 009 Fr.; an Biatikuin(Reiseunterstützung) bezahlte er im genannten Zeitraum 28 394 Fr., an Konditions- losen-llnterstützung(Bestand der Kässe seit 1884) 10 035 Fr. und an Abreise- und Umzugsgeld(ebenfalls seit 1834) 2931 Fr., demnach eine Gesammtsumnie von 203 456 Franken; jedoch sei nicht vergessen, daß sich diese Summe fast verdoppelt durch die Bei- tragsleistung der gleichen Mitglieder an lokale Buchdrucker- Kranken-, Invaliden-, Sterbe- und Alterskassen, deren fast in allen größeren Druckorten der Schiveiz bestehen;«vir können des- halb süglich annehmen, daß mit Inbegriff derjenigen der lokalen Klasse» die ausgerichteten Unterstützungen bei einer Mitgliederzahl von zirka tausend innerhalb der letzten 10 Jahren gegen 400 000 Franks betrugen." Moroelpnttdottzen. Zürich, 10. März. Ter 1. Mai scheint nun doch noch in einigen Orten der Schiveiz demonstrativ gefeiert zu werden In Winterlhur haben die Fachvereine der Glaser _ �_ und S ch n e i d e r beschlossen, de» l.'Mai zu feiern, und hier in Zürich ist der gleiche Beschluß vom lokalen Verbände säuuutlichcr hiesiger Arbeiterorgamsatione» gesaßt worden; vielleicht folgen»och einige andere Orte nach. Das ist bis jetzt zivar nicht viel, aber es ist doch etivas,«uid eS wäre unziveifelhast die gauze Angelegenheit in anderem Sinne erledigt worden,«venn nicht der schweizerische Grütliverein und vorab sein Organ, der„Grütli- ancr" die Parole„keine Demonstration" ausgegeben hätten. Es darf hier ruhig gesagt werden, daß sich da der Grütliverein auf ein Gebiet«vagte, das außerhalb seines natürlichen Wirkungskreises liegt, und daß dadurch seine ewige Rücksichtelei die Frage des Feiertags gründlich verschob. Wenn man die Zusammensetzung des Grütli- Vereins berücksichtigt, so kommt man zu der unabiveis- baren Schlußsolgerung, daß dem Grütliverein der 1. Mai aar nichts angeht. Die Mitglieder des Grütlivereins rekrutiren sich ans allen Kreisen des Volkes. Wir finden da Richter, Staatsanwälte, Advokaten, Professoren, Lehrer, Geistliche, Aerzte, Fabrikanten, Geiverbetreibcude, Kaufleute, Gastivirthe, Bauern und schließlich auch Arbeiter. Es ist klar, daß eine so bunte Gesellschaft nicht beschließen kann, zur Demonstratio» für den Achtstiindentag au« 1. Mai zu seiern. Zu der sozialen gesellt sich noch die politische B e r s ch i e d e n h e i t. Im Grütliverein sind alle Parteien vertreten;«vir finden Liberale, Konservative, Ultraniontane, Deniokraten und auch Sozialisten. Jede Partei sucht hier Anhänger zu werben, aber alle einig sind sie darin, mit aller Kraft das Auskommen der sozialistischen Ideen zu verhindern,«vas sie bis jetzt auch mit bestem Erfolg zu er reichen vermochten. Es ist uns zivar bekannt, daß in vielen Grütlivereins-Bibliotheken die sozialistische Literatur gut vertreten ist, allein es liest sie Niemand. Eine Klärung des Grütlivereins in« Sinne sozialistischer Unziveideutigkeit würde für die Weiter- entwickelung der schiveizerischen Arbeiterbeivegung von ausschlag gebender Bedeutung werden. Bei seiner heutigen Verschivoinmen- heit,«vo er der Tummelplatz aller möglichen politischen Agenten und Elemente, ist er mehr ein Heininniß als ein Förderer der Arbeiterbeivegung. In der deutschen Presse, naineutlich der geiverkschastlichen. ist als bedeutungsvoller Ersatz für die unterbleibende Feier am I. Mai das Opfer von 1 Fr. vielfach hervorgehoben worden. Um alle Jlliisionen zn zerstören, theilen«vir mit, daß von den ca. 400 Sektionen des schiveizerischen Grütlivereins bis jetzt LvTmles. Antforderung, Alle diejenigen Genossen, die bei der Wahl in Berlin, Niederbarnim, Telto>v-Beesko>v-Storkoiv gemaßregelt «Vörden sind,«vollen sich bei der in der Brauerei Frtedrichshain am 10. März gewählten Kouunission schriftlich oder mündlich melden. Die Kommission besteht aus den Herren: Rechtsanwalt Stadthagen, Landsbergerstr. 62; Robert Wengels, Pallisaden- straße 58; Wilhelm Schulz, Weidenweg 5; Paul Meyer, 3t Uders- dorserstr. 20; F. Thielke, Straußbergerstr. 16; H. Grünberg, Weißensee, Friedrichstr. 18. Zur Unterstützung der Gcmaßregelten«vcrdcn von der Kom- Mission srenvillige Beiträge entgegen genominen. Urber die Erledigung,«velche der Fall Beckmann ge- sunden hat,«vird der„Pos. Ztg." berichtet:„Minister Herrfurth «st der Prüfung des Falles Beckmann näher getreten und zn den« Ergebnisse gelangt, daß die Ausiveisung des Beckmann nicht zurückzunehmen sei. Diese Entschließung des Ministers ist aber lediglich durch den Umstand bedingt, daß gegen die Maßnahme die gerichtliche Berufung eingelegt«Verden kann und mit Bezug aus den einzelnen Fall kein Grund vorliegt, in diesen ordnungs- mäßigen Gang der Dinge cinzugreife». Dagegen hat der Minister sich prinzipiell das Urtheil gebildet, daß die von dem Berliner Polizeipräsidium geübte Praxis, sozialdemokratische Agitatoren auf Grund des Freizügigkeitsgesetzes beziv. des Gesetzes von« 31. Dezember 1842 auszuweisen, der für ihn leitenden 'Absicht nicht entspricht. Hiernach sind Sozialisten-Ausiveisnngen aus Grund des Freizügigkeitsgesetzes in Zukunft nicht mehr zu er- «varte»." Kauge mache» gilt««cht! Die„Voss. Ztg." tchreibt: „Daß das„Boykottiren" nicht immer diejenigen allein schädigt, gegen«velche diese Verrufsmaßregel gerichtet ist, enveist sich auch an dem von der Arbeiterpartei über das Dorf Blmnberg ver- hängte» Boykott. Es verspüren vornehmlich die Sperre die «venigen im Dorfe lebenden Sozialdemokraten, die von ihrem Handwerk leben. Die meisten Dorfbeivohner haben ihnen die Arbeiten jetzt entzogen und besonders ein Schuhmacher habe schiver darunter zu leiden, da sein Arbeitstisch leer steht und kein Berliner Gesinnnngsgenosse ihn« Arbeit nach Blumberg bringt. In ähnlicher Nothlage soll sich ein dortiger Schneider befinden." Die„Voss. Ztg." glaubt doch nicht etiva, daß sich die Berliner- Arbeiter durch solche Winseleien graulich machen lasten«verden? Der Schneider»nd Schuhmacher«verden schon nicht ver- hungern— deshalb können die Blumberger ihre Produkte doch selbst konsumire». Der Befähigungsnachweis in« Daugeiverbe nützt de» „Meistern" auch nichts. Sie haben ihn in Wien, und siehe da, die österreichische Hauptstadt hat nicht minder als Berlin unter eine»« maßlose«« Bauschwiirdel zu leiden, doch scheint es nicht möglich zu sein, unter den gegemvärtigen Verhältnissen durch- greisende Maßregeln dagegen zu erzielen. Die vielfachen Klagen, «velche von den Genossenschasten der Bangeiverbe, soivie von ein- zelnen Geiverbetreibenden bei den Behörden über das unlautere, die Banaeiverbtreibenden schädigende Gebaren, von Agenten er- ein Gutachten von Ecv werbekammer abzuverlangen. der betreffenden Sektion�läßt als Ergebniß nur den auf die verkaufe» find und floben wurden, Häven die Statlhalterei veranlaßt, über diele Klagen, insbesendere über den mir Baukrediten geübten Schwindel, GntnAten«n« niederöslerrcichischcn Handels- und Ge- Ein Ueberblie? über die Berathuugen als Erqebniff derselben die folgen- den Anträge erkennen: Die Kammer wolle den Erlaß der nieder- österreichischen Statthalterci dahin beantivorten, daß der itlan- schwiudel derzeit im Wiener Polizeirayon nicht mehr in jenem Umfange bestehe, als dies in früheren Jahren der Fall war und daß der in der Knmulalivpetition der Baügclvcrbtreioenden enthaltene Vorschlag auf Einführung des gesetzlichen Pfand- rechtZ für die Forderungen der Banhandrverker eine für die reelle Baufiihruna gleichivie für den Hypothekarkredir gefährliche Maß- regel bedeuten würde(d. h. würde dem Großlapitale schädlich sein, also:„Geht nicht!"). Hingegen wolle die Kamillev zur Bc- Hebung der auS den vorliegenden Akten ersichtlichen Mißstände im Baugewerbe folgende Vorschläge als entsprechend und berück- sichtigenSivcrtl, bezeichnen: 1) Die Einführung von Schiedsgerichten ohne obligatorischen Charakter und mit von den Behörden ge- nehmigten Reglements, als eine Erleichterung der seitens der Bangewerbe eventncll nolhwcndigen Prozeßführung; 2) die Wiedereinführung der Bezirksaufsichlsmeister; ly die strenge Handhabung der Bestimmungen der Gewerbeordnung gegen die sogenannten„Plnnunterschrciber"; 4) die Fürsorge der Genossenschaften in der Richtung, daß Usancen über die Lieferung und Zahlimg von Bauarbeiten von Seite der Genossenschaft ausgestellt worden und für eine entsprechende Nechtsvertretung ge- sorgt werde. Die„Plammlerschreiber", das sind diejenigen Personen, die man zur Zeit, als auch wir den Befähigungsnachweis noch hatten,„Schutzmeister" nannte. ES sind' mittellose geprüfte „Meister", die ihre Namen hergebe», auf welchen ein bemiiieUer nicht geprüfter Unternehmer die Arbeiten miSfiihrt. Dagegen ist lein Gesetz zu machen. Eine iiitrvelfaiite Frage beschäftigte gestern die sanlint- lichen Insassen eines vollbesetzten OmuibuS der Linie Spitlel- markt— Wilmersdorf, der im Voiksmiinde wegen seiner Länge de» Namen„Arche Noah" führt. Eigentlich ist es keine Frage in dem Sinne gewesen, daß über ihre Bkantivortniig der leiseste Zivcifel obwalte» könnte, da aber, wie bei der lebhasten Debatte stch herausstellte, dieselbe Streitfrage schon oft aufgeworsen wurde, so mag sie hier auch erörtert werden. Eine junge Dame, ver- muthlich eine Schneiderin, betrat den Ouiuibns, legte ein in ein weißes Tuch vorsichtig eingebüudelteZ Packet neben sich auf den leeren Sitz und sorgte durch Hin- und Herrücken desselben dafür, daß es nicht herunterfalle ober gedrückt werde. ES war im Magen nur noch dieser eine Platz unbesetzt, als eine andere Dame einsteigen wollte.„Besetzt," rief ihr die Schneiderin zu,„dieser Platz est genommen."„Wie ich sehe, ist er nicht genommen," antwortete die Neu Hinzugekommene,„er ist frei."„Er ist von mir genommen, ich bezahle für zwei Plätze."„Haben Sie denn schon für zwei Plätze bezahlt V„Nein, aber ich werde es gleich thun. Die Dame, der ich das Kleid bringen soll, hat es an- geordnet und gesagt, sie habe es stets so gemacht." Mittlerweile trat der Schaffner Hinz«. Auch ihm gegenüber wurde von der Schneiderin dieselbe Forderung geltend gemacht und wie es so zu gehen pflegt, befand sich bald der ganze Wagen in der lebhaftesten Debatte, die Schaffner unberührt ließ. Derselbe erklärte Frage, warum er nicht zwei Sitze an eine Person wolle:„Weil wir zur Personenbeförderung da nicht zur Packetbefördernng. Für letztere giebt es andere Mittel u»d schlimmslensalls giebt es auch Droschken." Nun wurde das Urtheit deS Schaffners lebhakier Kritik unterzogen, bis endlich eine Dame, die bis dahin geschwiegen, den Ausschlag gab durch eme autoritative Erklärung:„Der Schaffner ist vollständig im Rechte. Ich weiß cS ganz genau. Mein Manu ist beim öfsent- liche.i Fuhrwesen und wenn der Schaffner anders handeln würde, so liefe er Gefahr, abgesetzt zu werden." Für unsere Leser bedarf es nicht erst der Bestätigung durch die Gemahlin des Herr» vom öffentlichen Fuhrwesen. Sie wissen ganz genau, daß' es sich in der That so verhält. Es wäre sonst schwer die Grenze zu finden, bis zu welcher der Einzelne gehen darf, um daZ übrige Publikum der Gelegenheit zum Fahren zu berauben. Mit demselben Rechte könnten ein paar müde Zechkumpane sich je sechs Eitze kaufen und bequem ausgestreckt und schlafend gemüthlich»ach Hause sahreu. In dem Omnibus wurde auch der Einwurf gemacht: „Die Eisenbahn thut doch gern? was hier nicht erlaubt sein soll. Sie verkaust dem Einzelne», der eine bestimmte Zahl von Billetcu löst, ein ganzes Kupee, und es ist ihr höchst gleichgiltig, ob eS von einer Person besetzt ist oder von sechse»." Dieser Vergleich ist nnzulreffcnd. Die Eisenbahn ist in der glücklichen Lage, bei der fast unbegrenzten Znglrast der Lokomotive, die ja Vorspann bekommen kann, immer neue Wagen dem Zuge anzuhängen. In dem sie dem einen Fahrgast seinen Wunsch erfüllt, becinträchügt sie doch leinen anderen. Daß sie aber ihre Pflicht in erster Reihe dem Gesammtpubliknm und darin richtig aufsaßt, geht dar- ans hervor, daß Bestellungen auf Sonderabtheilungen im Wagen nur dann Berücksichtigung finden, wenn sie am Tage vorher ge- macht werden, so daß die Vahnverwalmng sich darauf rüsten kann.— Daß der hier ausgefteilte Grundsatz der allein richtige ist, geht auch ans dem Verhalten der Berliner Packctsahrt-Gesell- schalt hervor. Dieselbe hat sowohl eine Packetbefördernng wie eine Personenbeförderung, letztere durch Omnibusse. Aber diele beiden Betriebe werden durchaus auseinandergehalten. Allenfalls wird einmal— wenigstens wurde es vor Jahren erzählt— ein Baby im Kinderwagen mit der Saugflasche von einem Stadttheil zum andern besörderr, aber Packele werden mit Omnibussen nicht mitgenommen, sicherlich nicht im Innern des Wagens. Zu allen diesen Thatsachen kommt nun noch eine durchaus geschäsiliche Erwägung. Der Sitz, welchen ein bequemer Fahrgast bezahlen will, um ihn neben sich frei zu behalten oder ein Packet darauf legen zn können, wechselt im Laufe seiner Zeit in vielen Fällen seine Inhaber mehreremale. Er bringt also dem Unternehmer nicht die einmalige Zahlung, die der zweisitzige Fahrgast anbietet sondern nach allgemeiner Erfahrung eine doppelte oder gar drei- fache Einnahme. Schon ans diesen Gründen würden die Gesell- schasten aus das Ansinnen nicht eingehen können. Im Uebrigen aber steht der klare Wortlaut ihrer Konzession und vor allem der gesunde Menschenverstand gegen die Forderung. Um so ver- wunderlicher ist eS, daß sie immer und immer wieder erhoben wird. Ii» hiesige»» Küitstievl,»'ei»'e»» wird, wie ein Lokalbericht- ersiatter meldet, die Ausweisung einer italienischen Familie viel besprochen. Es handelt stch Um die Familie slrcari, welche früher in der Wadzeck- und zuletzt in der Gollnoivstraste wohnte. Tie Leute trieben auf den Straßen einen schwunghaste» Handel mit den verschiedeuarligsten Sachen und pflegten sich dabei in ihrer Volkstracht zu zeigen. Außer den kleinen tzübschen Knaben erregte namentlich die halb lsermigereifie schmucke Rosa mit ihren farbigen Luftballons ein gewisses Aussehen. Diese Müder waren auch in der Künftlerwelt sehr bekannt und gehörten zu den beliebtesten Modellen; der Kopf der schönen Rosa findet sich vielfach auf den Bildern unserer Maler vertrelen. Die Familie ist unlängst ausgewiesen worden, weil sie sich mit der Verbreitung sozialistischer Echriflen abgegeben haben soll. Man vermuthet, daß die Leute, wie sie au? alten Dingen in wohlbercchueler Weise ein Gewerbe machten, für diese Arbeit einfach bezahlt worden seien, ohne deren Tragweite zu kennen.— DaS letztere ist einfach unglaublich. Jugendliche Lebrnomüde. Einer geringfügigen Züchtigung wegen hat sich am vorgestrigen Abend der tu jährige Emil K. das Leben genommen. Derselbe war Lehrling in einer Leder- z.irichterei auf dem Gesundbrunnen und hatte sich durch Fleiß und Geschicklichkeit die Zlisriedcnheit feiner Vorgesetzten er- worden. Ilm Mittwoch erhielt K. von einem der Meister ein« Ohrfeige, und dirS nahm sich der Bursche, der sich mit Unrecht gezüchtigt glaubte, so zu Herzen, daß er»veinend die Werkstätt» verlteß und sich nach der elterlichen Wohnung begab, ,vo er fem» Angehörigen— der Vater des K. ist Drehorgelspikgel— nicht antraf. Als die Ellern eine Slnude darauf nach Hause zurückkehrten, fanden sie ihr Kind bereits, als Leiche am Fensterriegel möglich, Gegenstück zu diesem Selbstmord bildet der Selbstmordversuch des zwölfjäh- rigcn Schulknaben August H., des Sohnes eines in der Ackerffrahe »vohnenden Tischlergesellen; der durch schlechte Gesclischast verführte Knabe halte seinen Eltern durch nichts nichtige Streiche viel Kummer bereitet nno war seit Anfang dieser Woche gänzlich vcr- schwunden. Gestern wurde der Knabe vagabondirend Mwrit Pankow anaclroffe» und den Eltern zugeführt, von denen er eine derbe Züchtigung erhielt. Zivei Stunden darauf wollte eine Hausbewohnerin auf dem gemeinsamen Wäscheboden Wäsche ans- hängen; als sie oben angekommen war, hörte sie ein jämmerliches Stöhnen und, nach dec Ursache forschend, erblickte sie den August H., der sich an einem Querbalken ausgehängt hatte. Die resolute Frau schnitt den bereits bewußtlos gewordenen Burschen ab und brachte ihn in seine elterliche Wohnung, in welcher er nach einiger Zeit seine Besinnung»oieder erlangte und sieh erholte. Dao Uersahrrn gege»» Zlordurev Z'ode ist, wie die„Post" berichtet, dem Ergebnis! der Obduktion der verstorbenen Frau entsprechend, eingestellt worden. R. der sich noch in der Irren- station der Ehariiee befindet, muß demnach aus der Untcrsuchungs- hast entlassen werden. Da indessen die Gcnieingesährlichkeit seiner geistigen Erkrankung nicht gestattet, ihm die Freiheit wiedcrzu- geben, so wird R. von Seiten der Polizei einer Irrenanstalt überwiesen werden. Sobald die Wahl einer Anstalt entschieden ist, dürfte die Uebersührung dorthin unmittelbar von der Charitee aus erfolgen. Potizriberiiht. Am ist. d.M., Morgens wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Belsorterstrnße, n»d zu derselben Zeit ein Mann in seiner Wohnung in der Schlcgelstraße erhängt vor- gesunden.— Nachmittags fanden in der Fennstr. 15 und Jnva- lidenstr. 140 kleinere Brände statt. WeviGks-Zeikung. #(ii in manchrv Ärzichnng interrsiantcr Ztvofrsi be- schästigte gestern die vierte Straskammer deS Landgerichts I. Der 25 jährige Zimmermcister Franz Slady befand sich auf der An- klagebai'.k, iveil er eine falsche eidesstattliche Versicherung abge- geben haben sollte. Im vorigen Frühjahre reklamirte der Auge- tingle beim Magistrat gegen die ihm auferlegte Klaffen- inid Eiukoiiimenstener. Cr behauptete, daß er durchaus lein Ein- komme» habe und lediglich von seinen Eltern abgangig sei, wenn die Letzteren ihre Hand von ihm zögen, stände er völlig mittellos da. Diese Erklärung erhärtete Slady sodann in einer eidessiait- lichen Versicherimg vor dem von der Slenerdeputation dazu beausiraglen Magistraisselretär. Tie darauf angestellten Ermittlmigen ergaben ein überraschendes Resultat.' Nicht nur war ein im Hause seines»vohlhabenden Vater? befind- liches Schankgeschäft aus den Namen des Angeklagten konzessionirt worden, sondern der Letztere hatte auch im Laufe deS v erst offene» Jahre? nicht weniger als vier theilS bebaute, theils unbebaute Grundstücke gekauft und vor kurzem auch einen Neubau in Angriff genommen. Daraufhin wurde gegen Slady obige Aiiilage erhoben. Der Beschuldigte blieb auch im Termine dabei, daß er selbst nichts besitze und lediglich von seinem Bater abhängig sei. Als der Letztere wegen Zahlungsnnsähigkeit des früheren Inhabers dessen Schankgeschäft habe tibernehmen müssen, sei cS ihm unbequem gewesen, sich von einem Rentier in einen Restanrateur zu verivanVeln nnd deshalb der Sohn vorge- schoben worden. Alle ans dem Schankgeschäste sich ergebenden Einnahmen seien in die Tasche des Vaters geflossen und ebenso der VerlmisspreiS von 3000 M., als eS kurz vor der Reklamation deS Zlngekiaglen in andere Hände überging. Tie Grundstücke seien von dem Gelde des Vaters gelaust nnd böten nicht nur keine Einnahmequelle, sondern erforderten noch Zuschuß, da die Mlethe aus den bebauten Gruiidstücken nicht die zu zahlenden Hypothrkenzinsen deckten. Der Präsident hielt dem Angeklagten vor, daß er dann doch ivenigstens von dem Baugclde gelebt habe, während er den Neubau aufführte, aber der Angeklagte erividerte, daß auch dies nicht zutreffend sei, da er es für Unrecht halte, einen Theil des Geldes, welches ihm vom Geldgeber zur Zahlung der Materialien und Befriedigmig der Handwerke»! gegeben werde, für sich zu venvenden. Jeder Pfennig seines Unterhalts sei von seinem Vater bestritten worden, so daß er mit gutem Gewissen die in Rede stehende eidesstattliche Versicherung abgeben konnte. Trotzdem durch Vorlegung der Hypothekenbriese beiviesen wurde, daß die dem Angeklagten gehörigen Gebäude einen Zuschuß erforderten und trotzdem der Vater des Auge- gellagten dessen Angaben unter seinem Eide bekräftigte, hielt der Staatsanwalt den Angeklagten doch für schuldig. Dieser Fall sei dazu angethan, vielen Leuten zu Gemüthe zn führe», daß man z» dem Zwecke einer Steuer- Ermäßigung der Behörde keine unwahren Angaben machen dürfe. Ter Angeklagte habe geschivoren, daß cc seit Oktober 1688 weder Erwerb noch Einkoinincn gehabt habe, dabei habe er aber ge- ftäiidlich vier Griiiidstücke envorben und schon deshalb habe er ficl, strafbar gemacht. Die Grundstücke waren auf Spekulation gekauft»nd sollleu jedenfalls eine Erwerbsquelle werden. Cr beantragte eine G e s ä n g» i st st r a f e von sechs Monate» Ter Aerihkidigcr, Rechtsanwalt Theke», führte ans, daß der Bc- griff„Erwerb" sich nicht uiit dem eines AnkausS decke, sondern eine Einnahiiieqnelle bedeuten solle, eine solche habe der Angeklagte thatsächlich nicht gehabt und seine eidesstattliche Versichernng habe der Wahrheit entsprochen. Er bitte deshalb nm Frei- sprechiiilg. Der Gerichtehof schloß sich den Ausführungen der Staatsanwaltschaft an, erachtete aber nur eine Fahrlässigkeit als vorliegend, für die auf eine Woche Gefängniß erkannt worden sei. Dast die alte stuuft der Kii«»»»rlblättche«spie!»r immer noch nicht ausgestorben ist, bewies eine Verhandlung, welche gestern vor der IV. Slrafkammer des Landgerichts I stattfand. Zwei Repräsentantei» dieser etwas veralteten Art des Balieiiisaiigs sind die Haudelsleute Wilh. Hellroth und Theodor E g e l i» g, ivclche ans der Untersuchinigshast vor- geführt ivurden. Beide haben sie ein ganzes Register Vorstrasen wegen Betrugs, begangen durch geiverbSüläßiges Glücksspiel. Nachdem sie sich in den letzten Jahren vorivurfSsrei ge- sührt, trat an einem Februartage dieses Jahres wieder das Gelüst an sie heran, es mit dem allen»lühelosere» Gewerbe zu versuchen. Sie bedienten sich als Schlepper eines ge- wisscn gleichfalls auf der Anklagebank besindlichen Ferdinand Kunz, der sich seiner Ausgabe mit großem Geschick entledigte. Kunz traf auf dem Schlesischen Bahnhose«inen polnischen Ar- beiter, der mit dem durch hartes Arbeiten Erspartem nach Hause reisen wollte. Er verschleppte ihn nach einer Kneipe, wo die beide» anderen Angeklagte» des Opfers yckrrtcn lind im„Handumdrehen" waren dem Polen seine Baarmittel, insgesämmt 80 Mark, abgeiiommen. Tie Beute wurde getheilt und war ver- ausgabt, bevor eS der Polizei gelang, der Gauner habhast zu werde». E g e l i n g wurde zn eine in Jahr und H e l l r o t h zu n e Ii n Monaten Gefängniß verurtheilt, während der bisher unbescholteue Kunz mit zwei Monaten Gefängniß davon- kam. Je 1 Monat wurde durch die erlittene Untersiichuilgshast abgerechnet. Soziale Itebersiclik. .?» der Gewehrfabrili von Ludwig a»if»in Au0i#:mee Nr 30, wurden Schlosser der Abiheilung 0 entlassen, rrs � difserenzeii. Die Leitung der Fabrik suchte « asmjf* betrauen; %%% S-w WWW den. Die Streikenden sind meiü SÄKaar'"'""'" Ics wieder ansgenonimen.' 1 die Ar 6« 3«! II Neeiottttttluttge» pHWLWWBZG ##### Är ä'i»®ss$rjisz dieselben nach besten Kräften zn unterstützen.... Es war eine Resolution folgenden Inhalts eing«la>>s „Die heutige Virsauimlililg der Modelltischler yt L � 1. Von den Blumberger Bauern nichts zu kaufen, mörderische Ueberfall, welchen dieselben am I.Marz habe», gerichtlich erledigt ist. vtv 2. Diesen Beschluß die größtmögsichste Verbreitung» schaffen." Tieselbe wurde einstinimig angenommen.,„aß!', Nachdem noch mehrere Fragen zur Erledigung 8"' schloß der Vorsitzende die Versammlung....-.ich- Die Giirtuevgehilsei» Äertin» und Ui»gegeuo.°�f„>« ligten sich am Donnerstag Abend im Bnggcnhagen'schen »ut der Streikfrage. Ter Saal war gedrängt voll! Ä.. ssil der Versammlung wurden die Herren A bro in ei t, G? L(n Und K o h l u s gewählt. Die TageSordnuiig lautete: EIN die Lohnbewegung und Wahl eines Streikkoniitecc. � Büchner eröffnete die Disknssion mit der Bemerkung, organisirte Bewegung wie die jetzige im deutschen Gärtnerv g,. noch nicht vorhanden gewesen sei. Die Gärtner hätten? schlich gefaßt, sich endlich aus den erbärmlichen Verha-tum bcsrcic». Da gütliche Verhandlungen mit den Arbeitgeber � Erfolg geblieben seien, habe man sich entschlossen, den Z betreten, den die Arbeiter anderer Branchen schon läng!'»D schlagen hätten. ES sei eine noihiveudige Forderung, d>e S jjl( io'erde und es liege im eigenen Interesse eines jeden dieselbe einzutreten. Die Aussichten sind günstig— Redner wir brauchen nicht wie die Arbeiter anderer daraus zu warten, bis es den Arbeitgebern gefällig ist»'M(.ßsil gen: uns steht die Natur zur Seite' und nn: � Thaisache muß gerechnet werden. Wir wollen den Arbeugr � soiveit dies noch nicht geschehen ist, sofort einen Revers znrUmM.' varleacji. der als Mindestsätze solaende Forderimaeii enchw'�g! Station 13 M. Wochen- oder 75®k. Monatsioo». Abschaffung der Sonntagsarbeit bis auf die von der- bedingten Arbeiten;,. jf, für Baumschule»: zehnstündige Arbeitszeit, bezüglE?.� Lohnes gellen die für die Handelsgärtnerei gestellten v�. deriingen. Ueberstunden sind nach Vereinbarung ä" vorlegen, der als Mindestsätze folgende Forderungen enW«»v 1. für Handelsgärluerei und Gemüsegärtnerei: AP''.t, Arbeitszeit, bei voller Etaiion 25 M. monatlich, zahlen. gl' für Landichaftsgärtiitrei: zehnstündige Arbeitszeit, Stiindciilvhn, für Ueberstnuden und nach außerhalb �, pro Stunde erkl. Reisegeld, für Sonntaasarbeit 50% Stunde. Bezüglich der Binder»c. gelieu betreffs des br)�, die ack 1(Haudelsgärtnerei) gestellten Bedingung�», Regelung der Arbeitszeit in Bindereien;e. bleibt bEr . Vereinbarung überlassen.-.m Wo die Gehilfen vom Prinzipal freie Wohnung nebst% und Zubehör erhalten, bleibt die Regelung diese? der freie» V ernbarling überlassen, doch darf der Lohnsah nicht unter 6»■ pro Monat betrage». ,,p Bei allen Arbeitgebern, welckie diesen Revers nicht«V schreiben, muye am l. April die Arbeit niedergelegt mcrdeii. diele Aussi.hrungen: wenn die jetzige Bewegung erfolglos laufe, lwge eS nicht an dem Widerstand der Prinzipale, an der Lauheit der Gchttfenschast. Er vertraue aber der TO habe ciiie Lohilbewegung nichch stattgefunden und es M WM,|i.*5,1 t'ciiiuuc uuvv leit und Energie der Kollegen, dem, noch niemals sei Hchs. Ernmüthigkeit bei ihnen vorhanden gewesen wie jetzt. Sei'.zi geweien, die Kollegen auf die Höhe zu bringen, auf 1 ick Zeit sich befänden. Nun dürfe man auch nicht zurückweiche�' h,-. der» daran festhalte», daß die Forderungen unterschrieben ff» na> damit man genau wisse, woran man sei. Niemand dWr werden Gegend verlassen und in die Fremde ü L: ------- die gegenwärtigen ZtsA b-— A-"-—-— 1*',|{ werden. Falls Kollegen die ftlW. — In der weiteren Diskussion wurden im Gärtnergewerbe einer scharfen Kritik unterzogen. �, konstatirt, daß die Gehilfen bei manchen Ard-zc gebern in Löchern schlafen müssen,»vekchs'»> einen Hund noch zu schlecht wären. Achn>'? � es mit dem Essen,»vas ihnen verabfolgt werde. Auch an städtischen P a r k v e r>v a I t n» g beständen traurig® w stände; man bezahle Gärtnergehilfen mit 2,25 M. pro Tag- ,-zii Sache werde in der Stadtvcrtcetnug zur Sprache koinineu., Lpi inzwischen bereits geschehen.) Die sreisiiiiliadir Stadtväter}) � aber— wie vorauszusehen war— den Antrag Heindors- p,, Gärtnergehilsen einen Miiidestloh» von 8 M. täglich z» bcw'''"U abgelehnt.) Eine Resolution, nach welcher sich die Amv� verpflichten, auf allen Plätzen am 1. Apri'-ch! Arbeit einzustellen, w o die Forderungen bewilligt sind, wurde einstimmig an gen oinch.�n Hieraus wurde eine aus 0 Mitgliedern bestehende KoiiiiMZt zur Ueberwachmig des Streiks gewählt. Die Wahl sisl am.l, Herren: D e ii t s ch, G o n s ch a ck, N i e b e l s ch ü tz, W®%r M ich ler, H a m p e l, Schreiber, Born und O e h? Mit einem dreifachen Hoch auf die Gärtnerbewegung, sow'® P die Arbeiterbewegung im Allgemeinen, schloß der Borsitzeno® Versammlung. gr: Der allgemeine Metallarbriter-Uerei» Aerli«?��» Umgegend hielt am Dienstag, den 12. März, in der deutschen Brauerei«ine Verfammlnng ab, mit der Tagesord'' Vortrag des Herrn Vogtherr über das Berliner OrtsstatM Illlt.l tue iohii- einer elb!» niiert HSfte :'S ssio». K fctti meist t Ar- H# feto G-w M' iIllüH l Jet St» dtfe» rite»- V S itfe»' 10)6»' 06»' verbeschiedsgerichte. Diskussion. Der Streik der M Siemens und ft'omp. Ausnahme neuer Nutgluder. Stbe'fs und Fragekasteil. Uebrr den Vortrag haben wrr KMZMMH ' auch mit einem Groftkapitalisten den Kantpf sieg N durchzusiihren im Stande ist. Hierauf gelangte solge.K Re g:»Die heutige Versaininlung deS Allgemeinen Metall' >>./ ��ercins beaustragt den Vorstand, alles dasjenige, was in Entwurf nach unser« Daslirhalten dein Jnterege der Ar- . einstimmigen Annahme. "oilcae Matfmkfn r.pn fliiitmft Unter„Verschiedenes den Vorstand zu veaüs- Kq im J 1 Deoatte, welche zuleht auf's persönliche Gebiet über- �idnei-n„„.S") etilen Schiichantrag beendet wurde. Von allen ür Slnfr-,�!. e betont, daß eine Scheitimg des Verein?, wie sie �ittenih» lu'cat/ entschieden Zii rerivcrsen sei, da eine Zer- Miibinm, ,» Meter mühsam erworbenen Kräfte den Verein sehr üz �'"urie, Kollege Litsin machte darauf auf die Statistik tiüd,, hv,;,J Minerksam und schloß dann die Versaintulung mit �eminhge;, Hoch auf die Arbeiterbewegung - c nllnrltti'iin» i finhpn?tlgrmrine Wcbervrrfainmlnng. welche Sonntag �6hr Montw' nicht gemchmigt. Dieselbe findet� nun- Nil fl;'lnö',nhW zu dem TertilarbeiteixKongreß. tt>»Iei? ,.!- �(Süd) der Vereinigung der deutsche» ,,,?*•'• 6v. hielt am 11. d. Ab ihre regelmäßige Mitglieder- �»lsckziim t! ab mit folgender TageSordnnna: 1. Fefisehung der (iRei Mngen. 2. Wahl des Gesammtoorchande?. 8. Verschie- ®troii"[irt•Ie Entschädigungen wurden wie früher beibehalten. � Vorstand wurden: Greeh, erster Vorsitzender; 'iitpr.%rcr; Schön, Schriftführer; Pasch und Groneineyer, „h.J Schmidt, Bibtiothekar. Außerdem Kollege Pnsch als M!�s,.NLentral-Streik-Prllfungs-Koninlission und Perband firf, f' � Nevisionskominiision. Ter Vorsitzende erwähnte, tälle!..tchnmtliche Filialen für den Tagesarbeitsnachweis erklärt k" v't"-----— m....... ivird von Morgens 7—9 Nhr geöffnet sein außer Äiilm� �tir die Gehihen suchenden Meister ist unS ein irden J 5 besonderem Eingang zur Verfügm'.g gestellt, und um e». Jttuf rrrtrt frt 5öuNLti, irivb Wm B erwähnten meh- »'ki-in.,. einige Werkstätten, in denen Iammerlöhne gezahlt sZs sind solche Vorkommnisse an die gewählten Aer- iinJef a,}nct S" richten.— Das Stiftungssesi des Vereins nm lS. April in Hossinann's Festsälen, Oranienslraße ISO, �.�Unternehmer öffentliche Verslintmlung und selbststäudigen MMMMW m fotgenve......... Ji..ßWWMWW flinftV-, c Forderungen der Arbeiter im Vergleich zu den wirth- z,. i/ichen Verhältnissen für berechtigt und verspricht für die «fuhrung derselben nach Kräfte» mitzuwirken." teeitenS der �"loinmissivn wurde folgendes nntgetheilt: Am Sonnabend, Ältc's. d- Ät-, sollen die Forderungen den Unternehmern von k:,fu der Kommission unterbreitet werden; diese haben den Ar- Z!.-»ihren Entschluß mitzutheilen. Die Arbeiter haben daS rii,. ut dieser Verhandlungen am Sonntag Vormittag dem Streik- liiit»"' Vlte Jakobstr. 68, mitzutheilen.— Am Montag V o r- ei» lo0 soll die Arbeil überall ruhen, während welcher Zeit >"e öffentliche Versammlung bei Schefser, JJ l e l st r. 10, stattfindet, in welcher der Streik formell »lki werden soll. Montag Nachmittag wird da, wo die For- '%eu bewilligt, die Arbeit wieder ausgenommen. 15 Me Iimttirvlrnte Kerli»»«nd Kmgcgend hielten am Üj".- M. im Konzertsaale der Akticnbrauerei Friedrichshain eine " t tichc Generalversammlung ab,. die' von etwa Iq,:,.Personen besucht war. Der erste Punkt der Tagesordnung ):„Die unbedingte D u r ch f ü h r n n g unserer �°rderung, neunstündige Arbeitszeil, 00 Pfg. j,''.nbenloh«, durch partiellen oder G e n e r a t- i..;' l• Ter ziveite Pimkr lautete:„92 e n w a h l eines A u L- i».' si>n i t g l i e d e s." Auf Antrag des Kameraden L e h m a n n N». der zweite Punkt als erster verhandelt.- Sodann fand die ..,'eauwahl statt. Ans der Wahl gingen hervor die Ausschuß- rnAbeder Kameraden Wolter, Orttand und Schmidt. Wv �et der Versammlung war Herr Jäekol.— Hierauf Stn», xn die Tagesordnung eingetreten. AlS erster Redner wünschte (in, �d Hugo Lehmann, daß, bevor die Zimmerleute in 5! Ii*"tue Lohnbewegung eintreten, über die letzte Lohnbewegung kn*. geklärt sei und beantragte deinzüfokge, an Stelle de? Merad I ä ek e l ein anderes'Ausschußmitglied zu wählen und aller Acmter zu entsetzen. Nach längerer Debatte Antrag Lehmann abgelehnt. Ans dem Gesellen fchieb jveiunUig anS Kamerad I ii ck c l und erklärte vorerst lein Amt annehmen zu wollen. W An Stelle des a«d W.........................._ i '»nihi l'1 oller Acmter zu entsetzen. Nach.... enarf der Antrag Lehmann abgelehnt. Ans nii� ousie schjxd ireiivitlig aus Kamerad Jäcke stg,,'.�orerft lein Amt annehmen zu wollen. tchn'ü Jäckel wurde Kamerad Taeseler in den Geselienaus- gewählt.— Nach Erledigung dieses ersten Punktes trat die tet lMmkung in die Besprechung des zweiten bezw, ersten Punktes lleSordnnng ein und nahm als erster Redner der Vor- '-Wf??' Kamerad Wolter, das Wort. Terselbe hob in seinen „• lUhrimgen die Bedeutung der Verlärznng der Arbeitszeit her- «Iz' �»lnerte daran, daß noch ans den Bnnten vielfach länger lf-'f., Stunden gearbeitet werde»nd daß eine längere Ar- tltt'ifr oinen geringeren Lohn bedinge. In dem Kampfe um UvR,i0 der Arbeitszeit sei nicht allein mit dem Meister- iq?.• Nnternehinerthiim zu rechnen, sondern wehr noch iiir l*" Kameraden selber, welche nieht energisch genug % die Verkürzung der Arbeitszeit eintreten, die keine [,„,%'Pa Huben von dem Prinzipe: Liebet die Brüder t Eine Rege- sellp y* Arbeitszeit müsse unter allen Umständen Platz greisen, Teiinpdie Zimmergesellen nicht wirrhschaftlich zu vmmde gehen. «." Arbeitern werde allerdings von dem Nnternebmerthum»(siehe dii�gewerkS-Zeltung") immer vorgehalten, baß die Regierung ec. qp-L ihre Sozialreforin-Gesetzgebuiig lediglich für die Arbeiter »iipi-r-- /labe und daß die Arbeiter trotzdem nnznsrieden und sebr ottlich seien; aber die ganze Sozialresorm habe den Arbeitern Wenig genützt. Vor allen Dingen verlangen sie in«funben leih 1®rot und Arbeit und wollen nicht erst auf dem L-chlachi- r«:* der Industrie verunglücken, um den Segnungen der Sozial- in r, theilhasti'g zu werden. Kamerad O r t l a n d trat gleich- Ilm energisch für Verkürzung der Arbeitszeit ein. Die frdnn kirnet hätten keinen■ Schade», indem sie nur die q.."den bezahlen, nicht den Tag. Soviel sie sich auch da- S,. sträuben mögen, die Arbeiter mürben dennoch zum Ebenso, wie sie am 20. Februar einen �vlit/.� g*tangeii. viwi'i«, iv« M fchaf'fcheii Sieg errungen hätten, würden sie auch auf gewerk- ivöhllichem Gebiete den Sieg erringen. Folgender Antrag lies »>is xt"d der Diskussion«in:„Die Versammlung wolle beschließen, P�'sicn. ,vo am Montag, den 17. März, zehn Stunden gearbeitet werden soll, sofort die Arbeit niederzulegen und Är!..,."tcht eher wieder auszunehmen, bis sich der betreffende Wgeber bereit findet, nenn Stunden arbeiten zu lassen und "WSt Stundenlohn zu zahlen." Kamerad Papst war für den '"ig, wünschte aber die Wahl von Platzdelegirten, um sich mit dem Ausschüsse in Verbindung zu setzen und empfahl die energisch. Sammlung von Geldern. Kamerad Jäckel erklärte sich gegen den Antrag, einpfahl vielmehr, mit einzelnen Platzsperren vorzugehen nach Lage der Verhältnisse.- Der Gegner sei nur. zu schlagen, wenn er einzeln besiegt werde. Gegen diesen Vorschlag war entschieden Kamerad St ehr. Er war der Meinung, daß das Hauptgeivicht darauf gelegt werden müsse, daß Hamburg den nennstündigen Arbeitstag erringe. Tann wäre für Berlin schon halb der sieg gewonnen. Im klebrigen warnte er davor, zu srützzeitig in den Streik einzutreten, ohne Gelder, ohne Organi- sation. Noch sei die Zeit nicht gekommen. Würden die]''| ! ente jetzt in eine Bewegung eintreten, so würden sie sofort gr- schlagen werden. Wenn die Zeit würde gekommen fein, dann würde cS gelten, energisch einzutreten für die bekannten Forderungen. Im klebrigen glaubte er, daß die Arbeitgeber gar keine Schwierigkeiten machen würden, dieselben zu bewilligen. An der solgenden Debatte betheiligten sich»och zahlreiche Redner, welche ihre jeweilige Ansicht zum Ausdruck brachten. Kaiüerad S t e h r beantragte seinerseits.- Die Berliner Zimmerlente mögen beschließen, wenn die Arbeitgeber bis zum 10. Mai'er. die nennstitudige Arbeitszeit nicht durchweg bewilligt haben, nochmals in einen Generalstreik einzutreten, während Kamerad Sonntag beantragte, auf den Stundenlohn keine Nlicksiclii zu nehmen, sondern nur die neunstündige Arbeitszeit znr Dlirchsiihriing zu dringen. Ferner war ein Antrag eingegangen, ans jedem Platze einen Delegirlen zu wählen, welcher sich mit dem Ausschüsse in Verbindung zu sehen und den Gcsellen-Ausschnp zu nnterstützen habe. Ein weiterer Antrag ging dahin, den Ge- sellenansschuß zu ermächtigen, platzweise nach seiner Wahl vorzn- gehen und daß jeder Platz, der in Angriff genommen wird, sich verpflichtet fühlt, unbedingt nachzugeben. Zur Annahme gelangte der'Antrag, betr. die Wahl von Platzdelegirten, und mit großer Majorität der Antrag des Kameraden St ehr, betr. den'eveut. Generalstreik vom 10. Mai ab. Beschlossen wurde ferner, im Lause der nächsten Woche eine Generalversammlung abzuhalten behufs Wahl von Delegirten zum Gotha« Kongreß und Erörterung der Lohnbeivegungs-Angelegenhcil. Mit einem Hoch auf die Einigkeit der Zimmerer schloß die Versammlung. &Hc freie Vereinig«»« aller in der itzirnrgifche» Branche brschiiftigtr» Vernfogenoffen tagte am 11. d. M., im Lokal von Zemter, Müuzsir. II. Im ersten Punkt der Tage?- ordnnng erledigte H. E. Pirch seinen Vortrag über die Lohn- und Akkordsrage nebst Verkü' MMMM M" m der gur bes wurde sehr- c W. �WDW traten. Es zeigte sich darin, daß viele Arbeiter sich über den Druck, welchen da? vermehrte Angebot der Arbeitskräfte hervor- ruft, nicht klar sind, und daß da? beste Hilfsmittel dagegen nur die Verkürzung der Arbeitszeit und unter der heutigen Produk- tionSiveift die Lohnarbeit ist. Aach den Klarlegungen wurde olgende Resolution angenommen. Die heutige starke Mitglieder- Versammlung erklärt, den Ausführungen der Redner für Lohn- arbeit beizutreten und dieselben strikte durchzuführen, außerdem die llstündige Arbeitzeit einzuführen."— Alles bestimmtere über dieseS werden unsere Fragebogen ergeben; damit wir auch sehen wie die Indifferenten sich verhalten. Zehn Personen ließen sich als Mitglieder aufnehmen. Der Fnchvmi» dcr Tischler hielt am Diensi-m, den II. d. M., in Habel's Brauerei, Bergstr. 5—7, eine Mitglieder* Versammlung mit der TageSvrdnnng ab: I. Die Gewinn- betheilignng der Arbeiter. 2. DikkNsfion. 8. Bereinsangelegcn- heiren und Verschiedenes. Der Referent, Th. Glocke, leitete seinen mit Beifall aufgenoimiieiien Vortrag mit einem Vergleich der verschiedenen Lohnsormen ein, wie die eine Lohnform immer wieder durch eine rassinirlere abgelöst wurde. Die Neuciüführiing der Maschinen und immer weitere technische Verbesserungen der- 'elben, die dadurch bedingte größere Konkurrenz, die Unterlonsnm- ton, die Gründungen, wie die immer größer werdenden kapitalistischen Aiisbeutungen aller Unternehmungen zwangen die Unternehmer, ans immer neue Mittel zu sinnen, um die Arbeiten billiger herzustellen und so war es immer wieder der Lohn, welcher gekürzt werden mußte, respektive war eS die Leistungsfähigkeit der Arbeiter, auf welche die Herren speknlirten. So entstand aus dem patriarchalischen Lohnsystem das freie Akkordsystem und schließlich wurde auf den Rath hoch- gelehrter Herren vom Schlage Victor Böhmert's, Brentano» u. a. auch die Geivinnbetheiligiing eingeführt, doch machten sie hierbei sehr schlechte Erfahrungen, denn die anfgellärten Arbeiter sahen bald ein, daß die Geivinnbetheiligiing nichts weiter ist, als eine auf die Spitze getriebene'Ausbeutung der Arbeitskrast, und das Solidaritätsgesühl der Arbeiter, diese Vorbedingniig für eine Ar- beiterbcivegn'ng, vollständig unterdrückt. Redner endete seinen Vortrag mit dem Hiniveis darauf, daß solchen rafsinirtcn Ans- bentungM gegenüber nur eine wohlgepflegte Organisation im Stande ist, einen Damm entgegen zu setzen. In der Diskussion sprach noch Kollege Earoiv im Sinne des Referenten. Zum Dritten Punkte brächte der Bevollmächtigte noch den neugegrün- beten Arbeitsnachweis des Vereins in Erinnerung und ermahnte, in der demnächst stattfindenden Generalversammlung recht zahl- reich zu erscheinen, da die Tagesordnung eine so hochwichtige sei. Üct? Pachvevei» fiimiuttichev an Holsbcavbritungo» Maschinrn l-rlchiiftitztrv Arbeiter hielt eine Mitglicderver- fmnmlung am Montag, den 10. März bei Lehmann, Schwedter- straße 24 ab mit der Tagesordnung:„Wa? bringt die Verkürzung der Arbeitszeit dem Arbeiter für Vortheil?" Referent Stadtverordneter Herr Heindorf. Redner wies besonders daraus hin, daß noch ein großer Theil der Arbeiter nicht denken könne und es noch viel Mühe kosten werde, die Massen anfznklären, Redner wies serner durch Zahlen noch die Verarmung der ar- beiteuden Masse und die Anhäiismig deS Kapitals nach und betonte, daß unter allen Iii» stände« die'Arbeiter selbst Front gegen daS Kapital machen müßten, um ihre Lage zu verbessern. Ein Antrag, den ausgesperrten.Kollegen im Lauenburg'schen 50 M. aus der Ver- cinslasse zu bewilligen, wurde angenommen. Nachdem die Frage, auf wie lange ist die Lokalkommission gewählt, von Herrn Hein- dors beantwortet und der Vorsitzende die nächste Versammlung, welche am 24. März bei Säger, Grüner Weg 29, stattfindet, be- kannt gemächt hätte, wurde die Versammlung geschlossen. «• * d paniptar-nratur-rii. Somita», den i». d. M., Bormiiiag? wz Uhr, In tzemter'S Cotai, Miinzflr. u: fflltgtiedciuccfoiiimluni;. Riedoc-r. Im Lokale de« Herr» Slicseck Nndel Sonntag, den 10. Miirj, MiiagS 12 Uhr, ei» frdreitßlolcc Vortrag de? Herr»(T. Vvgiherr{tan. Sh«»»: Alis und neue WAtanfchcuu'.ttg.— Same» und Herren{ehr ioiU-- kommen. Der Ardeitoiiachme!» flir Filil-chiiljai-heiter!i,,d Ker»f«ge»0sse» besindei{ich aiofenftiafte a'i,(J.ctc'.'lern- Friedrichstraße, Del fiutjfmci). Tic 3U-Deitjocim»i-.'l-j»n geschieht filv Alilgiieder iauch filr Nichi-Milglieder) um enlgellllch. Sic Wbrcfl«tgu?fla6» eitotnt alle Abend von 8—» nyr, außer Sonnabend. Eonmag? von 8—» Nhr vormiiiagS. Ztletaiiariielter Koa»!!»». ,»>d Kterdeiiasse. Miigiieder-versammiung Sonnabend, den 10. Mörz, Abend? 8% Uhr, Ltch'.trfeldersiraß« 7». s bei Wlnicr.— Liege«Zeiheiligung er- ISÜlstchr. Große össeiitliche Verkaminluiig der Weber, Tuchmacher, tlarch- ,»acher.{owie oller in bieje» Branchen beschZsilgier Arbeiter am Montan de»>7. d.M., AbeNd? ö Uhr. Im große» Saale de? Bobmijchcn SBrauSalife?, CgnbSbci-gev-AUee Ii— 13. Safleäcvbnung: i. Welche Organlfaiion Ist für uns die beste, ZeiUral- oder Lotalorgauisallo» 1 2. Wie verhallen{ich die Berliner Weber zu dem am o. M8 8,»lpiil i» Äpaldaftiansindeiide» Teiegirft»laa'"Re'- {erenk: Herr SiaCtocr ordnetet Cito Heindorf. a.»l?t»f{lon. Ver- Berfaminluna am Königstad!- ftasttio, Sonnlag. Holzinarli- WMW....... Otto«»Indorf. schiede»«:?. zfachoerei» der Slisthier(für den Osten). den ib. Marz, Bormiiiag? 10? Uhr im straße 72._ Arbeiter Hiidi>iig«ver»i» Zpelßensr» und yingcgtiw. Bersanimluna Bicnstoo, den is. Mörz, Abend? 8 Uhr, Im Lokal de? Herrn Häbiing. Tage?- ovtmimfii J. Sie Ursache der Arbeiterbewegung, lllesereiil F. Bernbi. g. Big- lufflon. 8,«erschiebene Miitheiinngeii. vraß» Schnridrroersammlnng dt» Freien N«i-»liiigii,ig der Schneider»sri.n» am Tienstag, den I«. März, Abend? 8% Uhr, In Jordan? Talon, Neue ISrunstraße s». Tagesordnung: i. Vortrag. 2. Sie Jruchte der Berliner«chneiderbewegung. Sieseeent: See«otftflenb»»er Z. v. d. Sch. B. Z. Si?{»iflott. e, BcreinZangelegeiiliellen.?. Verschiedene? und Fragefasten. Alle Kollegen stet? at? Enste willkommen. Morgen, Sonnlag, de» 18. März, in Renep? Salon. Alle Jatobstraßo s:i, gesellige Adendmiierhallnng mit deUa- maioristhen Borliäge» und aemnibltchem Tnnzchen. Sie Vtttglieder, Kollegen und Freunde sind mit Ihren Familie» freundlichst einaetedzn. io ordrntliistr Gcneral-Prrl'aniulluug der ztlitgli.-der ....». WWWWW,.W. WM der»Ifen der Ztlaichiueiibanarbeitcr etr. stnder»In Sonntag, den PonnNiag? io Mir, im Wimergarlen de? Zeiitrai-HolelS stall, :ntebef{ei:te» der SBWmgEcB wegen mifmcitfain Machen. Ter Hterbelinss» w. AUtiz er., wozu wir alle Jniei-estenieu der amchtlgteU wegen anfmcikfam Eingang jnjn Wiinergarie» befindet{ich In de. Dbi-oiheenslrane. fori« VtriinigiDig der Graveiirr, zliselcurr und Kernfogeuosseu. Versammstinz am Montag, den 17. d. M., Abend? ss{ Uhr, SreSdenerstr. es. Tageoordiinng: i.(Sefchnfttlche?.-J. BerenillangeieqenheUen(Wertsratt- Angckgcnbeil). s. Verschiedenes und©IbUofhrt. Aninahme»euerMilglieder. Ter ArbeiiSbachivei? befind. i sich beim Kollegen Müller. Erlnunstr. st.— Sonnabend, de» es. Mtiiz Im BereinstSlkii: Geselliges Zusammensein mit Samen,(fntree frei. AUgtiurinri- Arbeiter iii»e»r>ti kill fainmllichei- äjn-iifoinieig« Zer- Ii»» und!i>i>grg«,id. Großer Wiener Maskenball am Sonnabend, de» 16. Mäiz, Abends« Nhr, im fionzeitpatf Ostend, Franksurler Allee 72—73. ziininierlenl» 1 zfreie Bereinigung der Zimmerer Kckrliu». Sonnlag, den>8. Marz, VormiiiagS io'j Uhr» in Ovschci'S Salon, Sebaftianfiraße ea; Versammlung. fachorrri» siir- Öchlostri- und lilaril|iiieiiDa:irtVbellz»0»nd. Montag, den 17. März, Abends 8% Ullr, bei Feuerstein, Alle Jakobstraße 76, große Versammlung. Tagesordnung: I. vom-ag iider Ec- werbeschiedSgerichle. Slcfer-ent Herr Sladioerordneler Fr. Znbeik. SiStuffion. 2. Ausnahme neuer MUalieder nnb Knirlchinna der Beiträge. Antrag deiress? Abschaffung der Nebet fintibctiatbeil.-t. Mbvcchnnng vom Stiftung� fest. ü. verschiedene? und Fiagctaste». Gäste willkommen. Um zahlreiche? Erscheinen wird gebeten. «etfeiilliche Z>ersni»m!»ng der zingelsthmiedr am Montag, den 17. ßJlttvz, Abend? 8 Uhr, bei Heise. Tagesordnung: 1. Bericht der- Lohn- kolnwlssto». s. Tisknsstou. ii. Verschiedenes. tnihor-rri» der jfllrfailarbriter in(Ca#-, ltztassrb- und?ai»pl- ar-mnlnre». Sonntag, den io. Mail, Bormiiiag? io',' tibi-. In Zemler? Lokal, Mniizstraße n, Milgliederversammlnng. Tagesordnung: Vortrag de? Herrn Pai-.l giisi» über Heinrich Heine. Dioknision. s. veschlnßsassniig über da? diesjährige Slisinngssest. Z. Ausnahme neuer Miiglieder. 4. ver- schieden»? und F-rageiaste». Gäste willkommen. fitanne»- und ilcavüiuiiDltnite dt# ziereil:» sitniiiiiilcher Kerns»- Klasse»(VenvaNiuigSiieUe?). Mitgliederbersaininlung am Sonnabi-nd, de» io. Marz, Sldcn'o? 8 Nhr, Brunnen straße Süa. Gäste willtoimnen. Kranken- und Hrsriibnilskasse de» ziei-»>i>» sliinintl Ilster Herus«- Klasse» kveAvaltnugSsleUe 4). Sonnabend, den ist. März, Abend? s Uhr, Floilwellstraße-- bei Bnrteil. SUifnahme nein:.- Miiglieder. »llnaim-ceraiicnitrfin„Hriieselder".(Steiitbiucfev und Lilhogrgphen.) o Nhr UcbuugSflitiibc tm Reftäuranl Zemter, M-.mzflraiic II. Uauistklnb Hrnderbnnd. Sonnlag, den i». Aiarz, Familienfriilltche» in Fenersteinv Fesisnien, Alle Jakobstlaße 76. einsang o Nhr. (Oesnita-, Citri«- und gesellige Herr ine am Sonnabend: Gesang- rerein„Harmcnia" Abend? 8 Nhr im Viestaitranl, Alle Jakobstr. 88.— Miinnergrsangveretit„Steile" eibcnb?» Nhr Im Resianrani NndreaSstriße Männergejangverein„itrato" SlbcnbS s.e Nhr bei Schlämme, Meine iiiirsir. i. — Biännergesangverein„Scncietbci-", Große Hambniger straße 4, um ii Uhr iiebung?stni>de, Ausnahme neuer Mitglieder.— Gesangverein„Hormon In" Abend?» Uhr im lllcstaiiront Lehmann, Kurfitesten str.»i. GisangsNiiide.— Lnbeek'scher Snvnnsrtm(i. LehrliiigS-Abiheiiung) Abends 8 Uhr ENsabeih straße 67—68. Turnverein„Wedding", Baninr.!>, Männer-Ablheilnng von 8,'i bi? ich: Nhr Abend?: de?gl. i. Lehriingoabiheilnng von 8 bi? w Uhr Abend? — Arendii'sche Slenographenllasse de?„Berliner Handwerkerverein?" Abend? s;; Uhr Sophienslr. 16.— Thealer- und verginigungSre.ein?„UarNas" Adend? 8 Nhr im Loilisenstädiischen Bierhause, Adniiralstr. ii".— Theater- und vci- gniignngSgesellschasl„Treue" Abend? 8h Uhr InAoberl'? Ballsaion, Weinsir. Ii. — Prwal-?heatl-rgesellschast„Schneeglöctaien",Abend? 8Uhr inveiiin? VierhanS Veleranenfir. 19.— Gesell igkeii-öllnb„Lustig" Abend? s, Uhr Im Skeiiauram Weichen, Taichenflv. 46.- Verein der Tandensrennde Abend? 8s! Uhr in, Resianrani Sillmann, Manlensselstrafte 88.— Snnischer verein„Frey»? AbendS n Nhr Im ilseslauranl Poppe, Sindenstr. loa.— verein der Wiiriiernberger Abend? 8% nhr bei vaihinger, Soroiheensir. 84.— verein ehem. Schüler der 81. GeineUideschule SlbenbS o Nyr Im Resianrnnl, Z?0|ipenstr. 68.— verein ehem. M. ffi. Lulher'scher Schüler Abend? 9% Uhr im Nestauranl Borinann Cbingafft 2.— Rnnchllnb„Porlorleo" Abend?» Nhr bi? i» Nhr Lbpnicker- straße 157 bei Schulz.— Ranchllnb„Qualm" Abend? 8 Nhr im Restaurant Tamm, Schönhauser Allee 28.— BergnügungSverein„Lustige 18" Abend?» Uhr Im Reslam-anl Aibrechl, Aniienslr. o.— Tamoonroereln„Sedan" Sihung Abends ■j Nhr, Grüner Weg o— 19, Ausnahme neuer Mitglieder.— Taindourvereln „Herz Innig", Abend? 8 Uhr, Slhnng Im Restaurant Elraßburgerslraße e. Tirigenl und Borsthender Fr ig Lauganl.— Taiubonrnerei»„Einigkeit macht starr', gegründet 1888, Tirigenl zur Zeit H. Sämling, Ausnahme neuer Miiglieder Abend? 9 Nhr im Restaurant Hahn, ffitfnfscrfir. 67.— Tambour- verein„Felsenfest", Sihung 8% Uhr, Weißendurgerstr. 64, Dirigent NN» vor- slheuder: A. Friese. Ausnahme nenerMNglieder.— vergnngungsoerein„Lustige Seelen" Abend? o Nhr tm Restaurant Schuster, eranlenslr. 8.— Bergnügnng?- verein Hospiela Kleine Augustraß« 14 Abend?» Uhr. Vermisitzke Wlcuiel Zettuuge» ßlfUt rs? In Europa steht Deulick- land mit 5500 Zeitmtgen an der Spitze der Staaten, welche ins- aesainint ungefähr 201)90 Blätter- zu Tage fördern! Nach Deutsch- land kommt Frankreich mit 4092, dann England mit 4000 Zeitungen. Italien hat deren 1400. Spanien 850, Rußland 800, Griechenland 600, die Schweiz 450, Holland und Belgien je 300. Das große Sisien, die„Wiege der Kultur", steht dem kleinen Europa in dieser Beziehung bedeutend nach, es hat nur 3000 publizistische Organe, davon kommen ans Japan nicht weniger als— 2000! Das riesenhafte chinesische Reich besitzt nur— 4 Zeitungen! Afrika, der schwarze Ertheil hat mit der Druckerschwärze verhältnißmäßig noch weniger Bekanntschaft gemacht als Asien; es erscheinen in dem jetzt so viel Ninstrittenen Erdtheil nur 200 Blätter, wovon 30 in Egypten, die übrigen in den europäischen Kolonien. Von den 12 500 in den Vereinigten Staaten von Nordamerika erscheinen- den periodischen Blättern ist das älteste Journal, die„Boston News", zuerst 1794 erschienen. Canada hat 700 Zeitungen. In Süd-Amerika steht die Argentinische Republik an erster Stelle mit 00 Blättern. Was schließlich Australien betrifft, so werden :.r.?.----- 1----v=>-----*~- BP................. größte Theil dieses ErdtheilS ist. Von allen Blättern der Welt erscheinen nach einer französischen Statistik 10 500 in englischer, 7300 in deutscher, 6850 in französischer, 1000 in spanischer und 1450 in italienischer Sprache. Do�eschen. fZUolst's Trlrgraplfeit.Aurrnu.) AtiihtU, 14. März. Auf der Grube„viordflern" bei Vardenberg fand vergangene Nacht eine Explosion schlagende c Wetter statt. Ein Bergmann wurde geiödtet und zwei leicht verletzt. Liverpool, 14. März. Auf den hiesigen Docks seiern etwa 50 000 Arbeiter. Mehrere Arbeiter, die keinem Gewerckverein angehören, sind angegriffen worden. In den Kasernen in Liver- Pool sind heute 500 Mann Truppen aus Warringten eingetroffen. Aus entfernteren Städten sind etwa 200 Arbeiter hier ange kommen, welche keinem Gewerkvereine angehören, um die Streiken- den zu ersehen. Ihr Erscheinen hat die Erregung der Arbeiter noch gesteigert. UvicfTmlfcu dev Mvdnlltion« sUrich. Die Sache scheint leider wahr zu sein. (ff. G— Kvevlanerstr. 14. Ihre Angelegenheit erledigt sich durch die Notiz in unserer gestrigen Stummer. Kchöiirbrig. Wir müssen Sie dringend bitten, Annoneen nach unserer Expedition, Ziminerslr. 44, zu schicken. ffi.|i. H. Die Frau muß Ihre Ansprüche auf Unsallrente beim PolizeiprÜsidimn anmelden. Die Krankenkasse ist einstweilen, da die Frau das bisherige Lohn wieder bezieht, zu weiterem Kranlengeid nicht verpflichtet. Alter Abonnent. Die Werkstatt unterliegt nicht der Ans- ficht des Fabrikinspektors. Sie und die anderen Arbeiter können für die Zeit, während welcher Sie durch den herrschenden Ranch zum Verlassen der Werkstatt gezwungen sind, vom Arbeitgeber volle Entschädigung verlangen. Tann wird schon für Abhilfe ge- sorgt werden. Mieder in Ithdorf. Die GerichiZkosten-Fordernng verjährt am 31. Dezember 1892, Der Verkauf von Wirthschastssiücken ist strafbar, wenn derselbe in der Absicht erfolgt, die drohende Zwang?- Vollstreckung zu vereiteln. 100 Uirdorf. Freilich muß Ihr Freund Alimente zahlen, wenn nicht etwa die Witt nie schon sonst außerehelich geboren hat oder einer der sonstigen Ausnahmefälle vorliest. I Große öffentliche VersWilliW der Kanarbeiter von RKxdtairä und Umgegend findet am Sonntag, den 16. März, Vormittag IIV2 Uhr. im Restaurant deZ Herrn Kummer, Berlinerstr. 131, statt. Tages-Ordnung: 1. Auf waS für eine Art ist es möglich, unsere gegenwärtige traurige Lage zu verbessern? Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Wie stellen wir uns zur Beschickung des in Hannover stattfindenden Bauarbeiter-Kongrestes? 3. Diskusston. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Eiubefnser. der Schlosser u. Maschinenbauarheiter Berlins am Koimtas, den 16. März, Vormittags 10 Uhr, in der Krauerri Friedrichshaiii(Lips). d.. 2. Diskussion. ö. Verschiedenes. Der Ghilurnfrr. Fach vereilt d. Tischler. m Dienstag, den 18. März, Abends 8'/- Uhr, Joel's Sälen(früher Keller), Andreasstraße 21: Große außerordentliche Scr OeneraH-Versammlung. IZZ Taaeo-Grdnttng; 1. Sind die Tischler Berlins in der Lage, in dicscm Jahre in eine Lohnbewegung eintreten zu können?"Welches sind die zu stellenden Forderungen? Referent: Kollege W i e d e m a n n. 2. Diskussion und Beschlußfassung über den 1. Punkt der Tagesordnung. 3. Vcreinsangelegenheiten und Verschiedenes. ' Nur Mitglieder haben Zutritt.— Mitgliedsbuch legitimirt.[18 Zahlreiches Erscheinen erwünscht vor Vorstand. Montag, den 16. März, Abends 81/« Uhr, in Im Restaurant Kummer, Bcrlinerstrasse No. 37: IM" Versammlung.-WE Vortrag. Diskussion. Ernennung eines Bevollmächtigten für Rixdorf. Die Zahlstellen des Vereins befinden sich in folgenden Lokalen:- 1. FriedrichSbergerstraße 25 bei Schmidt; 2. Skalitzcrstraße 107 bei Xitnjhitann; 3. Belleallianceplah 6 bei Hilscher; 4. Zionskirchplatz 11 bei Hohn; .�ileiennacher- und Gneisenaustraßen-Ecte bei Scheuer; G. Bülowstraße 52 bei Böhland; 7. Dresdenerftraße 116; 8. Lübecker- und Thurmstraßen-Ecke bei Jahnkc; 9. Langestraße 70 bei Heindorf.. Die Bücher der Vereinsbibliothek werden jeden'Sonntag auf dem S*.««*.*.4*«»»..X.* cm.4*, C. � ff/O_______. v»"......«. r ff...*____ 'vuvt/vv vvt,-yvfctvivvviunuiyci JÜCIÜCII jcucu UUJ vtm Arbritonnchwcio, Wallstraße 7/8, umgetauscht; auch können daselbst in der Woche während der Dienststunden Bücher geholt und umgetauscht werden. Vereinigmiy der Drechsler Deutschlands. Ortsverwaltung Berlin III und IV. Am Kynuasteild,><» 15. zuärz, in Kchnrider'o GrseUschaftshau», Kclfortrrstrake 15: Grosser Wiener Maskenball. Freunde und Gönner sind herzlich willkommen. VillctS sind zu haben bei R. Groschke, Pallisadcnstr. 62; G. Kossatz, Koppenstr. 90, H. 3 Tr.; E. Rcinkc, Magazinstr. 19, 4 Tr.; C. Meuz, Straß- hurgerstr. 43a, 4 Tr.; P. Michaelis, Strclitzcrstr. 39 und bei E. de Jung, Skalihcrstr. I, v. 3 Tr. 1896 MitgUeder-UersammUmg der Zutral-Äraukes- wü Zterbekasse der Tfepfer i am Dienstag, den 18. März. Abends C Uhr, im Königstadt Kastno, Holzmarktstraße 72, mit folgender Tages-Ordnung: I. Die dritte ordentliche Gencral-Versammlung im April d. I. Halle a./S. und etwaige an dieselbe zu stellende Anträge. in 2. Wahl der Abgeordneten zur Generalversammlung. 3. Verschiedene jkasfenangelegenheiten. Die Mitglieder werde» ersucht, der wichtigen Tagesordnung pünktlich und vollzählig zu erscheinen.— Mitgliedsbuch legitimirt. 50 halber, Freireligiöse Gemeinde. Konnabend, den 22. März, Abends 8V2 Uhr, findet im Saale der Brauerei„Frietlrichshain11(früher Lips) der Wiener Maskenball statt.— Mitglieder und Freunde sind dazu freundlichst eingeladen. Billets ü 30 Pf. sind zu haben bei den Herren Bogtherr, Lands- bergerstr. 64; Tamm, Hussitenslr. 6; Pütter, Gerichtsstr. 28; Kräker, Wasserthorstr. 20 und Mehner, Naumznstr. 72._ Da» Komitee. Wilhelm Ewert Möbel-Fabrik und Lager. Zegrundet 18(14. § Dresdenerstr. 74,- Hof- kein Laden, 9 Z_ neben dem Adolph Ernst-Thcater. 3 Ä Pf Größte Auswahl|f SÜ von Möbeln, Spiegeln und Polstenvaaren in ffediegener I und geschmackvoller Ausführung. Nur reelle Waare. billigste Preise. Durch Ersparniß der theuren Ladenmiethe>... Coiilplcte WirthsAsttk nw Iii bis 6ÜÖÖ M. I l l u st r i r t e Musterbücher werden auf Wunsch versandt. . Dach Anamärt» Fracht frei. An Herrschasten verliehen gewesene Möbel u. Polstersachen, oft wenrg gebraucht, billigst. 1171! Die Beleidigung, die ich dem Schlosser N o a ck zugefügt habe, nehme ich hier- mit zurück. 67 I r r g a n g. Am U.d.M. ist in der Eisengießerei von Weeren, Rixdorf, Tclbrückstraße Rr. 87, ein Former-Streik ausge krochen. Bitte Zuzug fernzuhalten. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme und die zahlreichen Blumenspenden, die mir bei der Beerdigung meines mir nnvergeß- lichen Sohnes, des Tapezirers Heinrich Hagenschneider zu Theil wurden, sage ich allen Freun- den, Bekannten und Verwandten, be- sonders dem Herrn Chef vom Dittmar- gjen Möbelgeschäft, sowie den Herren uchhaltern und besonders noch seinen lieben Kollegen meinen herzlichste» Dank. 100 Die tiefgebeugte Mutter Lina Hagen'schnrider. Achrbermg. Alle diejenigen Genossen, die bei der Wahl in Berlin, Nicderbarnim, Teltow- Becskow-Storkow gcmaßregelt worden sind, wollen sich bei der in der Brauerei März gewühlten oder mündlich ommission besteht aus den Herren: Rechtsanwalt Ltaätbagea, Landsbergerstr. 62; Robert Wengols, Pallisadenstraße 58; Wilhelm Schulz, Weidenweg 5; Paul Meyer, Rüdcrs- dorferstraße 20; F. Thielke, Strauß- bergerstraße Nr. 16; Hugo Orllnberg, W e i ß e n s e e, Friedrich str. 18. Zur Unterstützung der Gemaßregclten werden von der Kommission freiwillige Beiträge entgegengenommen. 49 Fchverein kt Kttimichr itiil) mmwk. VttilssgtMii Vcrlids uni) Uixg. Sonnabend, 15. März, Abds. SV» Uhr, im Lokal Bnadt, Brunnenstr. 33, Versamml ung. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Paul Litsin, über„Verkürzung der Arbeitszeit und ihre Bedeutung für die Arbeiter". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 107 Der V o r st a n d. Verbau!) ber Vergolber, Colb- leiittnarbeiter nu!) Verilssg. Filiale Kerlin. Montag, den 17. März, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Jnselstraße 10: Oeffentl. Versammlung. Tagesordnung: 1. Wahl der Revisoren für den Ver- bandSvorstand und der Filiale», sowie einer ArbeitSnachweis-Kominission. 2. Ausnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. 79 Zahlreiches Erscheine» erwartet Ter Vorstand. _ O. Meier, Manteufselstr. 15. Fachvereiu iicr Marmr- imi) Crauitschleiser Berlins. Mitglieder- Versammlung am Sonntag, 16. Marz, Vorm. lOVe Uhr, in DcigmQllcr's Salon, Alte Jakobstraße 48 n. Tage?- Ordnung wird in der Ver- fammlung bekannt gemacht. Neue Mitglieder werden ausge- nommen.[65 Um recht zahlreiches Erscheinen er- sucht_ Der Vorstand. Fchv.!). FeilenhauerBerlius. General-Versammlung Sonntag, 16. März, Vorm. 11 Uhr, i Lolale des Herrn Meissner, Gartcnstraße 162. Um zahlreiches Erscheinen ersucht dringend[74] Der Voraland. im Fchutttin ber Korbuicher Berlins u. lliilgegeub hält seine Versammlung nicht Sonntag, den 16. März, sondern Sonntag, den 13. April Adalbertstraße 21 ab. 77]_ Der Voratanl Sozialdemokratischer Leseklub„Lassalle". Zur Feier des Wahlsieges Konntag, den 16. März: Herren-Landpartie. SammelpunktMorgens 9Uhr, Cuvry- straße 16. Auch NichtMitglieder sind willkommen. 98 Zinkgießer u. Sttirzer. Sonntag, den 16. März, Vormittags 9 Uhr, 33 in Stehmann' s Bier-Hans, Melchior-Straße Nr. 15: Geulüthlchs Beislliudleusein. Die Duhrrbörfe de» Westen be- !»det sich jede« Konntag austr» en Dereluofonntagen Lützow. Strasse 20, bei<6 r Ofling. Sämmtliche Arbeiterblätter liegen aus. 75 Mehrere Kollogon. Schuhwaaren-Lager eigener Fabrik empfiehlt X. Manthey, Schuhmachermstr. 76] Linienstr. 245, nahe der Neuen König st raße. 4 gl 9 3 G. Scharnow s Utesto und anerkannt leishingsfäldd8" Nickel-Remontoir-Uhrcn von 10-1» � 5? Silberne Remontoir-Uhren v. 1- g,g Goldene Damen-Uhren.. v. 26.- �» do. Ancrc-Herren-Re- � an WÄfr-: do. in polirtem Nuß- Wecker-Uhren in verschied. 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Saal, 3-400 Pers. f«l'U mit und ohne Theaterbühne, habe einige Sonnabende vergeben.[60] und Sonntags Ei» sweirädiger Kandwage � -dern ist billig zu vcrk. bei© irkenstr. 20, Querg. 2 Tr.__ � ab H -d jnad Mte: Wßi Mfd «ngli Hobelspähne w«« 06 Norddenlsnlia Eis werke, ü 68] Norddcntsche Eiswerke, Rummelsburg. Ä I. Mann s. b. e. Gen. i. d. d. Ritterstr. fr. Schläfst, od. kl. � t, Z. all. Adr. abz. Ritterstr. 119, 9% Möbl. Schläfst, f. Herren, feP-�li Pr. 7,50 M.. Skaliyerstr. 44, v- 4 � 99 Welcher parteigrnast'r leiht einem Ehepaar gegen sicheres t» K. -"~-— schäfts� Pfand zur Erhaltung d. Ges�»!.»-... Gest. Offert. W. A. postl. Luckeniva� Schuhmacher-Lehrling verlangt. CS_ Woyack, Müllerstr.�20>. Tischlergeseilen auf Kasteninöbel »ailii "-ah bin Ähr Col t'Se Ruppinerstr. So. 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