Ar. AK Dienstag» den 18. Marz 1890. y. Jahrg. Hrgan für die Interessen der Arbeiter. �eint«Qorirf.aij Das„Berliner Bolksblatt" iWIMii pro Monat. �immcrstrabe 44, sowie von allen Ännoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags g'""*' Fernsprechrr: Amt VI. Zlr. 4106. ArvsKtion: VvukhflvnHe S.— Expedition: JimmeeiteMe 44. ÄvtJcifcf&ctucflunij in Englsnd. (ertt®'e englischen Arbeiter sind sehr praktische und nüch- (Li �ute, und sie besitzen diese Tugenden in so hohem ti.che Regierung hat gegen den Maximal-Arbeitstag erwachsene männliche Arbeiter keinen besseren Ein- Iseuillekon. ua verboteng_[10 Der Mord auf dem Kalle. Aus dem Leben einer Kreisstadt. Von I. S. P a n o w. k>M.?achdem ich ihm die Bestätigung gegeben und ihn ütfA r' ließ ich den Droschkenkutscher suchen, welcher am Tage nach dem Balle bei Ruslanow gefahren In anderthalb Stunden kam er. Man nennt Sie Kalatsch? � Ja, mich. Und wie ist Ihr wirklicher Raine? — Eustachius Terentjcw, genannt Kalatsch._ sih�� Kennen Sie vielleicht Rikander Petrowltsch Jt- sein-L Ach kenne ihn. Ich stehe bei der Börse gegenüber Hause, und Rikander Petrowitsch fährt mit kemeni rn mißer mir.,, 8efat)tcnfJami �abcn®ie Herrn Jtschalow zum letzten mal Schon lange nicht mehr. Es wird, scheint mir, zwei mle hex sein. Sie erinnern sich nicht, wohin Sie ihn zum letzten � ruhten? - Auf die Eisenbahn. Auf ivclche Eisenbahn? Das heißt auf den Moskauer Bahnhof. Er ist allein abgereist? wand, als die Behauptung, der Arbeiter würde durch eine solche Maßregel beschränkt werden in seiner„Freiheit des Erwerbes" und in seiner„persönlichen Freiheit" überhaupt; der Arbeiter müsse arbeiten können, so lange er Lust habe. Diese Regierung, in deren Reich die Sonne nicht untergeht, ist sich also nicht einmal klar über die elementaren Vorgänge im Produktionsprozesse. Sonst würde sie begreifen, daß lange Arbeitszeit für den Arbeiter eher alles andere bedeutet, als persönliche Freiheit; sie würde begreisen, daß die lange Arbeiszeit den Mehrwerth unverhältnißmäßig vergrößert und somit auch die Quote des Arbeitsertrages, die auf den Lohn- arbeitet entfällt, verringern muß. Bei solchen An- schauungen der Regierung ist es denn auch erklärlich, daß in England, wo die Sozialgesetzgebung einen so schönen und vielversprechenden Anfang genommen hatte zu einer Zeit, da sich in den gleichen Regionen anderer Länder kaum ein Luftzug regte, ein Stillstand in der Bewilligung sozialer Reformen eingetreten ist. Darum ist England auch das klassische Land der Streiks geworden und außer den Streiks der Liverpooler Dockarbeiter, der Ziegelarbeiter in Kent, der Schiffsbauer und der Konstabler in Sunderland und der Eisenbahnarbeiter ist nun auch der große all- gemeine Ausstand der Bergleute eingetreten, der eine europäische Bedeutung erlangen wird. In einem Lande, wo die Konstabler und das Eisenbahnpersonal streiken, da sollte die Regierung anerkennen, daß Miß« stände vorhanden sind, denen abgeholfen werden niuß. Wenn man die Engländer hört, so ist es ihnen Allen bitterer Ernst mit der bürgerlichen Freiheit und Gleichberechtigung, die der englischen Verfassung als Grundlagen dienen. Aber halten denn diese Leute den englischen Arbeiter nicht für gebildet genug, daß er sein Recht begreift, sich als Staatsbürger zu be- trachten? Wenn nun das Verhältniß von Arbeitgeber und Arbeiter so beschaffen ist, daß es in seinen Konsequenzen dahin führt, die Arbeiter zu Staatsbürgern zweiler Klasse zu machen, sollte nian dann nicht von einer weisen und umsichtigen Regierung erwarten, daß sie dem Arbeiter mit einer Sozialgesetzgebung zu Hilfe kommt, die ihn selbst- ständiger macht gegenüber der Willkür des Unternehmers und die ihm gestattet, sich als ganzen Staatsbürger zu betrachten? Aber das wäre wirklich zu viel verlangt von Herrn Salisbury, der, ein starrer Aristokrat, mit allen Fasern an den überlebten Traditionen der alten Schule festhält. An seinem Verhalten gegen Irland kann man sehen, was dieser Staatsmann von Volksbewegungen hält. Wir sind überhaupt der Meinung, daß der edle Lord, wenn es anginge, am liebsten die alten Verschwö- rungsgesetze gegen die Streiks anwenden würde, und __ — Wie denn? Er ist damals aus der Stadt abgereist oder blas auf den Bahnhof gefahren, um irgend einen Be- kannten zu begleiten? — Er ist ans der Stadt fortgereist. Ich nahm für ihn ein Billet nach Moskau. Er hatte nämlich kein Kleingeld. So sagte er zu mir: Geh, sagte er, bei der Kasse werden sie Dir wechseln. — Wie war er gekleidet? — Das habe ich nicht beachtet.... er trug eine weiße Lammfellmntze. — Und wer trug ihm seinen Koffer? — Ich habe auch den Koffer hineingetragen. Auf dem Bahnhof nahm mir ihn das Bahnhofspersonal ab. Ich entließ den Droschkenkulscher. Jtschalow war noch immer nicht da. Ich begann bereits zu befürchten, daß er, von der Haussuchung benach- richtigt, sich irgendwo verborgen habe. Ich beruhigte mich übrigens, da ihn Kokorin selbst suchte. Indessen ließ ich Aron, den Schneider Fischer und Doktor Tarchow holen. Als sie ankamen, wies ich sie in das angrenzende Zimmer. Um fünf Uhr trat der Prvkureur rasch in mein Zimmer. — Ist eS wahr, frug er, daß Sie sich entschlossen haben, gegen Jtschalow eine Untersuchung einzuleiten, und daß Sie bei ihm eine Haussuchung vorgenommen haben? — Es ist wahr. Doch wie konnten Sie dies so schnell erfahren? — Sein Vater kam wie von Sinnen zu mir, als wir mochten wetten, daß er, um seine Ansicht befragt, auch kein anderes Hausmittel gegen die Ausstünde anzu- geben weiß, als dies. Natürlich werden, wenn der große englische Streik sich fühlbar machen wird, wieder die Beschuldigungen auf- tauchen, die Arbeiter seien an all' den Unzuträglichkeiten schuld, die solch eine Bewegung im Gefolge zu haben pflegt. Namentlich wenn die Kohlenpreise steigen sollten, werden die den Unternehmern dienenden Preß- organe die Gelegenheit benutzen, die Arbeiter dafür ver- antwortlich zu machen und den Spießbürger gegen die Arbeiter einzunehmen. Nun, wir brauchen unsere Stellung gegenüber der Streiks nicht erst darzulegen. Aber in diesem Falle dürften die Arbeiter den Spieß um- drehen. Wenn die Kohlengrubenarbeiter nach langen Unterhandlungen von den Kohlenbaronen durch Hartnäckig- keit zum Streik getrieben worden sind, so kann man die Schuld an dem Ganzen um so weniger den Arbeitern zu- schieben, als diese Verluste und Entbehrungen zu erleiden haben, während die Kohlenbarone sich durch die gesteigerten Preise entschädigen und auch ohne Roth die Preise steigern würden, sobald sie nur könnten. NolittHho Mebovfilhk. Zu» Der Rücktritt Bismarcks von allen feinen Aemtern steht nach einer Berliner Meldung der „Köln. Ztg." in allernächster Zeit bevor. Der heutige (Montag) Ministerrath soll sich mit der Thatsache seines Rücktritts beschäftigen. Die Günde für den Rücktritt werden in einem langen offiziösen Artikel der„Hamb. Nachr.", der allerdings den Rücktritt Bismarcks und zwar nur von seinen preußischen Aemtern erst„nach Beendigung der Arbeiterschutz-Konferenz" und„je nach Verlauf der Reichstagssession" als möglich be- zeichnet, folgendermaßen zusammengefaßt: „Man hört sagen, Kaiser und Kanzler stinnuen wohl hinsichtlich der Ziele der Sozialpolitik überein, nicht aber betreffs der Mittel; ferner, der Kaiser ivolle von den be- stehenden Parteien, die er veraltet glaube, nichts mehr wissen, der Fürst hingegen meine, daß die Zeit für eine gründliche Neubildung noch nicht gekommen sei, daß man sich kaut äo mieux mit dem„alten Trödel" behelfen müsse; der Kaiser wolle die Umbildung der Parteien beschleunigen, dabei mit- wirken und erblicke in den alten, zum Theil auf die Person des Kanzlers gegründeten Gegensätzen ein Hinderniß, der Kanzler lehne diese Auffassung ab; der Kaiser betrachte die Sozialdemokraten als Mißleitete, die er zum Besseren er- ziehen wolle, der Kanzle r stehe mehr auf dem Stand- puukt der Repression— und was der angeblichen Gegensätze, von denen gesprochen wird, mehr sind... ich gerade beim Mittagessen saß. Er klagte über Ge- ivalt und Bedrückung. Sagen Sie mir, um was es sich handelt. Ich übergab ihm die Akten. — Ja, mir scheint, da kann kein Ziveifel sein. Er ist schuldig. Aber immerhin muß man sich darüber wundern. Jtschalow konnte man eines solchen Verbrechens nicht für fähig halten; er ist ein ganz ordentlicher junger Mann, überall war er gut aufgenommen und bei allen sehr be- liebt... Ich werde dem Verhör beiwohnen, fuhr der Proknreur fort. Nachdem sein Vater gehört, daß er sich über Sie beim 5kreisgericht beschweren könne, fuhr er von mir zum Jnstizpalast. Es ist kein Zweifel, daß er selbst von der Sache keine Ahnung hat. Es wird für ihn eine unangenehme Ueberraschung sein. Man meldete die Ankunft des Distriktskommissärs. Kokorin trat sichtlich erschöpft ein. — Sie kommen allein? — Nein, Jtschalow ist im Vorzimmer; mein Gehilfe und zwei Polizeileute sind bei ihm. Nun, er hat mich ge- hörig in Schweiß gebracht. — Wie? Er hatte sich verborgen? — Das ist es ja eben, daß er es nicht gethan hat, und ich annahm, daß er sich unbedingt verbergen müsse. Ich ivar hier und dort... nirgends war er. Mindestens zehn Häuser hatte ich schon besucht und durchstöbert, und er spielte ganz ruhig im Traktir Billard. — Ist's möglich? Und er hat keine Kenntniß da- von, daß bei ihm eine Haussuchung vorgenommen wurde? — Wie sollte er es nicht wissen? Aus dem Hause kam ein Diener, ihm dies zu melden. — Was sagte er darauf?, Tie frühere Zeit, wo der Kanzler im politischen Staat?- leben Zldes besorgte, der Kaiser mehr zurücktrat, ist sicherlich für immer vorüber. Auch niag es sein, daß der Fürst, ivei er manches nicht billigt, was geschieht, weil er der neuen Strömung nicht Überall folgen kann und will, ab und zu von der Neigung erfaßt wird, sich zurückzuziehen und neuen Personen die Lösung der neuen Aufgaben zu überlassen." Zusammentritt des Reichstages. Es wird berichtet, daß ursprünglich für den Zusammentritt des Neichstages ungefähr der 10. April in'Aussicht genommen war, daß aber neuerdings die Berufung für die Zeit unmittelbar nach dem Osterfeste sehr zweifelhast geworden ist, und daß sich wahrscheinlich ein Aufschub um acht bis zehn Tage er- geben wird. Dur Ardeiterschud-Kanftreu? meldet die„Kreuz-Ztg.", daß als erster Gegenstand der Berathung am Montag die Sonntagsruhe auf die Tagesordnung gesetzt sei. Die Rege- lung der Arbeit in den Bergwerken soll, soweit es die Generaldiskussion betrifft, an letzter Stelle berathen werden. Nach der„Post" besteht die Absicht, zunächst Ausschüsse zu bilden, welche die einzelnen Punkte des Programms zu be- rathen hätten; die Resultate ihrer Arbeiten würden dann dem Plenum als Unterlage dienen.— Die Berathungen sind geheim. Da» Zchiullsteugesetz. Die„Konserv. Korr.", das anerkannte Organ der deutsch-konservativen Partei, ist über den Ver- zieht der„Kreuz-Ztg." auf das Sozialistengesetz sehr ungehalten und erinnert an die Stolper Rede des Herrn von Puttkamer, sowie an folgende Sätze, welche die„Kreuz-Zeitung" noch am 24. Januar dieses Jahres geschrieben hat:„Eine Frage aber glauben wir mit einem bestinnnten Nein bescheiden zu müssen, diejenige, ob es gelingen werde, die sozial- demokratische Bewegung durch eine soziale Gesetzgebung aus der Welt zu schaffen. Die Unzufriedenheit derer, welche in die Netze sozialdemokratischen Denkens und Fühlens verstrickt sind, wird auf diesem Wege nicht gestillt werden. So leichten Kaufes kommt die Gesellschaft nicht davon. Nicht nur ihr Geld verlangt der Sozialdemokratismus, sondern auch ihren Kopf. Selbst die radi- kalste wirthschaftliche Reforin wird nicht im Stande sein, jene Forderungen zu befriedigen, denn der Sozialdemokratismus ist der Hauptsache nach keine wirthschaftliche Bewegung, eine Wahr- heit, die man heute leicht geneigt ist, zu übersehen."— Die„Kons. Korr." spricht die Erwartung aus, daß die„Kreuz-Ztg." das„Miß- verjtandniß, welches sie dem Schein mangelnder Konsequenz aus- gesetzt hat", alsbald ausklären werde. .. Die„Kreuz-Ztg." kommt auch diesem Wunsche sofort nach, indem sie schreibt:„Unsere Abwendung vom Sozialistengesetz hat m der gesammten Presse ein großes Aufsehen gemacht und wird hier und da sogar als ein„wahrhaft halsbrechender" Sprung be- zeichnet. Wäre es das wirklich, so befänden wir uns jedenfalls in guter Gesellschaft; wir brauchen nur an den„Sprung" zu erinnern, den d,e Regierung und mit ihr eine beträchtliche Anzahl anderer �.eute von dem Boden der Maigesetze ab zu der Bundesgenossen- schast m»t dem Papst gemacht haben." Indem das Blatt dann auf den Ehrgeiz der Konsequenz in Zweckmaß, gkeitsfraHen verzichtet, fährt es mit anerkennenswerther Offenheit fort:„Wir sind Freihändler gewesen und sind jetzt Schutzzöllner; wir sind für die Einführung einer Kapitalrenten- W'tr eingetreten und wir verwerfen diesen Gedanken jetzt..... Wir sind die warmen Anhänger eines engen Anschlusses Deutsch- lands an Rußland gewesen, und wir sind jetzt der Ueberzeugung, daß m,t dem in Rußland seither zur Herrschaft gelangten Pan- slavismus ein Paktiren immöglich ist— nun wir sind auch Be- furworter eines scharfen Sozialistengesetzes gewesen, aber wir sind durch die kraftlose Haltung der Regierung in dieser Frage, vor allein aber durch die kaiserlichen Erlasse, in Verbindung mit den bei der diesjährigen Reichstagswahl gesammelten Erfahrungen zu der Ueberzeugung gelangt, daß es zweckmäßiger ist, diesen Weg der Prävention zu verlassen und statt dessen mit den Erlassen den Weg der Versöhnung zu betreten." Dns Al»geord«ete»ha«s setzte am Sonnabend die Freitags- debatte fort. Der Ton unterschied sich nicht von dem der vorigen Sitzung. Die Vertreter der Großbourgeoisie ließen ihrem Haß und ihrer Wuth über den Ausfall der Wahlen die Zügel schießen. Die Sozialdemokratie ist der Feind! war der Schlachtruf und die „Vereinigung aller bürgerlichen Parteien gegen die Umstürzler" war die Parole. Schlaglichter fielen auch auf die Stellung der Großbourgeoisie zur kaiserlichen Sozialpolitik. Abg. Windthorst hat am Sonnabend Nachmittag dem Kanzler einen nochmaligen Besuch abgestattet. Die Offiziösen sind angewiesen, es so darzustellen, als ob zu diesen Konferenzen der Abg. Windthorst die erste Veranlassung gegeben hätte, den Reichs- kanzler zu sprechen. Weiter wird offiziös zu diesen Unterredungen in den„Hainb. Nachr." folgendes bemerkt:„Wenn von ver- schiedenen Seiten versucht wird, dieser Besprechung eine besondere Bedeutung beizulegen, so dürfte dies jedenfalls zu weit gehen. Herr Windthorst ist der Führer einer Partei, welche an den posi- — Laß sie suchen! sagte er. — Was ist das?... Sicherheit, Kaltblütigkeit?... Führen Sie ihn herein! Die Polizei beamten gingen hinaus. Ich blieb allein mit dem Prokureur. Die Thür öffnete sich, und ein junger Mann trat in das Kabinet. Er verschloß die Thür hinter sich und verbeugte sich. — Bitte, wollen Sie an den Tisch herantreten, sagte ich. Er trat näher. Sein hoher Wuchs, sein kräftiger Körperbau und sein ungewöhnlich schönes Aeußere machten ihn zu einer bemerkens- werthen Erscheinung. — Sie sind der Edelmann Nikander Petrowitsch Jtschalow? — Ja, mein Herr, ich bin Jtschalow. — Wie alt sind Sie? — Dreinndzwanzig Jahre. — Welchen Glaubens? — Doch rechtgläubig! — Sie dienen? — Nein. — Sind Sie bereits vor Gericht gestanden? — Nein, und ich werde es wahrscheinlich auch künftig- hin nicht. — Gebe Gott, daß ihre Zuversicht Sie nicht täusche! Die ungewöhnliche Ruhe Jtschalows erregte in mir Bedenken. �„ Unwillkürlich wechselte ich mit dem Prokureur einen Blick. — Sie kannten Fräulein Helene Wladimirowna Rus- lanow? fuhr ich im Verhör fort. — Ja. Ich war im Hause ihrer Eltern gut' auf- genommen und erfreute mich ihrer Beachtung. — Weshalb haben Sie sie ermordet? — An wen wenden Sie sich mit dieser Frage? — Doch wohl an Sie! Wie Sie sehen, ist außer uns niemand hier, den ich fragen könnte. tiven Arbeiten der Gesetzgebung mitwirken will und ist ihm des- halb, wie es bei jedem Führer einer solchen anderen Partei ebenso geschehen wäre, auf seinen Wunsch die Unterredung bewilligt worden. Die„National- Zeitung" jammert, daß während der ganzen letzten Reichstagssession zwischen dem Fürsten Bismarck und der Kartellmehrheil nicht die mmoeste Verbindung bestanden habe. Zur Kergarbeiterbeweflnug. Der„ZwSlferaus- s ch« ß welcher sich vor einiger Zeit aus den gewählten Vertretern der Bergarbeiter im Zwickauer Bezirk gebildet hatte, richtete an das königliche sächsische Bergamt in Freiberg eine Petition, in der er bat, ihn amtlich als legale Vertretung der Bergarbeiter anzuerkennen. Es würde dieses für etwaige Ver- Handlungen init den Behörden und Werksverwaltungen von nicht zu unterschätzender Bedeutung gewesen sein. Das Vergamt in Freiberg hat jene Petition indeß jetzt abschlägig beschieden, wo- rauf der„Zwölserausschuß" den Beschluß faßte, seinerseits die Bergarbeiterbewegung vorläufig ruhen zu lassen, sich indeß noch nicht vollständig auszulösen, sondern nur das ertheilte Mandat zurückzugeben. Dortmund, 17. März. Gestern Vormittag fand eine Ver- fammlung der Belegschaft vom Schacht Kaiserstuhl statt. Berg- mann Schröder,»velcher als Vertreter der westsälischen Bergleute auf dem voraussichtlich Mitte Mai in Belgien abzuhaltenden internationalen Bergarbeiterkongreß gewählt wurde, erklärte, wie die„Rhein.-Westf. Ztg." meldet, die Wahl annehmen zu wollen. Er ivürde— läßt dann der Bericht des Kapitalistenblattes, das allerdings wenig glaubwürdig ist, Schröder weiter reden— wenn alle friedlichen Mittel nicht Helsen, für die allgemeine Verbrüde- rung eintreren und einen internationalen Streik herbeizuführen suchen, um der Welt zu zeigen, wie arm sie ohne Kohlen sei. Bei diesen Worten wurde die Versammlung durch den über- ivachenden Polizeikommissar aufgelöst.— Eine andere Vergär- beiterversammlung wurde in Alteneffen von etiva 200 Bergleuten zu Gunsten der Gemaßregelten des ganzen Oberbergamtsbezirks abgehalten, welche Petitionen an den Reichstag und den Minister des Innern wegen Wiederaufnahme der Gemaßregelten be- schloß.— Die gestern Vormittag in Herne anberaumte'Versamm- lung, in welcher die Deputirten durch Unterschriften zur Streik- androhung bevollmächtigt, verden sollten, verlief resultatlos. Essen a. R., 17. März. Auf der Zeche Konsolidation bei Schalke ist heute früh die ganze Belegschaft wieder angefahren Die angedrohte Massenkündigung ist nicht erfolgt. Arl»eit«rfch«tz. Die„Züricher Post" schreibt:„Die Gegner des Arbeiterschutzes sind unermüdlich in der Erfindung von Gründen gegen denselben thätig. Einen davon servirt uns die „Allgem. Schiv. Ztg.":„Man vernimmt," schreibt sie,„Schweden habe sich stets gegen die internationale Festsetzung eines Normal- arbeitstages ausgesprochen, und zwar nicht blos aus maftbürger- lichem Egoismus, sondern deshalb, weil der ungeheure Unter- schied zwischen der Tageslänge des Sommers und derjenigen des Winters eine geiviffe Verschiedenheit der täglichen Arbeitszeit dort naturgemäß mit sich führe. So weit wird es eben auch die ge- schwollenste sozialdemokratische Reformgier nicht treiben, daß sie die Sonne zur gleichen Arbeitsleistung zwingt nach den Polen zu, wie in den gemäßigten oder heißen Zonen!" „Gewiß nicht I" bemerkt nun hierzu die„Z. P.",„aber im- merhin soweit, daß der Mensch„nach den Polen zu" nicht zwanzig oder mehr Stunden arbeiten muß, nur weil dort die Sonne so lange scheint." Gut abgefertigt! Der famose..Dereln für Massenverbreitutta guter chriften",— sein Ziel ist, das arme, nnsittliche und rohe olk durch seine platten Publikationen zu veredeln— hält jetzt seine Zeit fiir gekommen. Zunächst geht er niit dem Klingelbeutel umher. Er ersucht allerseits um Unterstützung, da„gerade gegen- wärtig, wo die Sozialdemokratie sich kühner und mächtiger als je zum Sturme gegen Gesetz und Ordnung, gegen Fürst und Vaterland erhoben, es dringend Roth thut, daß Gemüth und Geist von allen irreleitenden, Herz und Seele vergiftenden Ein- lüssen befreit«verden, und dies kann nicht wirksamer geschehen, als durch Veredelung der Bildung unseres Volkes."— Wir machen unsere Freunde auf die edle Absicht der Herren, die alte abgeschmackte Traktätlein-Literatur unter der Bildungsmaske wieder ausleben zu lassen, schon jetzt aufmerksam. Zöchstsche«. Der„Leipziger Stadt- und Dorf-Anzeiger", Amtsblatt, enthält in seiner Nummer vom 14. März an der Spitze der„amtlichen Bekanntmachungen" folgende„Be- kauntmachung": Vor, bei und nach den letzteil Reichstagswahlen hat sich, im Gegensatz zu Beobachtungen bei früheren dergleichen Wahlen, vielfach gezeigt, daß Handwerker, Fabrikarbeiter und andere der sogenannten Arbeiterpartei sich zuzählende Personen oft sehr geringen Bildungsgrades durch flegelhaftes, rohes Betragen das gesittete, ordnungsliebende Publikum zu belästigen, beziehentlich die Ortseinwohuer in ihrer Freiheit zu beeinträchtigen sich unterstehen und dabei allerhand groben Unfug verüben. — Dann gestatten Sie mir die Bitte, Ihre Frage zu wiederholen. — Was veranlaßte Sie zur Ermordung des Fräuleins Wladimirowna Ruslanow? — Ich weiß, was ich auf eine solche Frage erwidern möchte, aber ich hege eine zu hohe Achtung vor den Organen der Gerichtsbarkeit, um aus der Rolle eines Verhörten herauszutreten. — Ich ersuche Sie um eine kategorische Antwort: Haben Sie Fräulein Rnslanow ermordet oder nicht? — Weder Fräulein Ruslanow noch irgend jemand anders habe ich ermordet, und ich versichere Sie, daß, wenn mein Vater Ihre Frage hörte, er mich veranlassen würde, Sie zu fordern. Jtschalow sah mir direkt in die Augen. Er war voll- kommen ruhig. Sticht eine Spur von Aufregung in seinem Gesicht! Seine Wangen sind geröthet, die Augen blicken gewissermaßen spöttisch. — So will ich für Sie antworten: Sie haben sie er- mordet, und kein anderer. — Indem Sie für mich antworten, erleichtern Sie mir die Unterredung, und ich bin Ihnen dafür sehr dankbar, weil diese Komödie mir zuwider zu werden be- ginnt. — Weshalb fuhren Sie nach Moskau? — Ich war, wie mir scheint, seit Februar nicht in Moskau; das letzte Mal fuhr ich hin, um meine Mutter und meine Schwester zu sehen. — Und wen wollten Sie jetzt dort sehen? — Ich war jetzt nicht in Moskau. Ich kam mit meinem Vater vom Dorfe. — Ich möchte Ihnen rathen, nicht beim Leugnen zu beharren. Ich frage Sie nach keinen mir unbekannten Dingen, ich habe Thalsachen. Sie waren in Moskau. Jtschaloio schwieg. Der Prokureur sah mich unverwandt an, alS ob er sagen wollte, ich möchte den Ton deS Verhörs mildern. — Weshalb, wandte ich mich an Jtschalow, waren Sie bei Rusl am 20. Oktober nicht auf dem Balle bei Sie«ine Einladung erhielten? tuslanow, obwohl Die Ortspolizeibehörden und deren Organe, denen � ungestörte Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordinmg l in, sicherheits- als in wohlfahrtspolizeilicher�insich�� � erhalten hicrdurchkVeranlassung, auf das Energisch!_ � Entschiedenste solchen Rohheiten, die den guten Ruf � schaften schädigen, entgegenzutreten und jeden w« Unfug anher anzuzeigen, damit dann schleunigst v aus die nöthige Haftstrafe verfügt werden kann.. Die Gendarmerie ist entsprechend angewiesen w alle Gutgesinnten, Ordnungsliebenden ersuche ich aver, darmerie und Ortspolizei in der Bekämpfung der den Rohheit und Unsitte zu unterstützen. Leipzig, den io...toxysoa� �mt�aUptmannfdj(ist. Dr. Platzmann..{ Der Wortlaut dieser„Bekanntmachung"'st so vollständig entsprechend, bringt die innersten G � und Gefühle des Verfassers so feigenblattlos druck, daß ein Kommentar nicht aufklärend, j) J' � abschwächend'wirken würde. Daß die Partei, des namenlosen Verbrechens schuldig gemacht hat, vi t?» der„gesitteten" und„ordnungsliebenden", SP»., � Jernsaleme und Debbchen-Götze tn de Wahl gründlich zu schlagen, nur eine„sogenanme? � ist, kann u n s keinen Schmerz bereiten, ist aber sur � schlagenen, denen der übereifrige Herr Amtshaiiptmati seine Bekanntmachung sich anreiht, jedenfalls mc? schmeichelhaft. Kann uns recht sein., afl Derselbe Herr Amtshauptmann war es auch,( 20. Februar auf die Nachricht, daß einige der por(AJ liebenden"„Schlepper"- Stndentchen in Conneimtz U Geschäfte gemacht hatten, höchsteigenfüßig sich auf den» schauplatz verfügte. Nun— die amtshauptmänuliche„Bekanntinach wird noch ein Nachspiel haben, vielleicht foM Am» Jedenfalls hat sie das Verdienst, aller Welt die � mung der Regierungskreise im„gemüthlichen" Sach! � drastischer Form zu offenbaren. Diese Stimmung tu vorigen Sonnabend bei einem Prozeß gegen den me � des„Wähler", Heinisch, zu Tage. Es handelte 1<9 � eine einfache Privatbeleidigung, die in Berlin nn 10—20 Mark geahndet worden wäre, die aber in � mit sechsmonatlichem Gefängniß belegt ward. Wahre � Prozesses äußerte der Staatsanwalt, es sei u'ibeg wie die Behörden es dulden könnten, daß ein Blatt w „Wähler" bestehe!. Ja, wenn die sächsische Regierung das Sozialistt S � als oberste Instanz(in der Reichs-Beschwerdekomii.... zu handhaben hätte, wäre der„Wähler" freilich läNj Leipzig. Der Agitationsausschuß deKMahttomitees d-A einigten konservativen und nationalliberalen Partei veM � ein autographirtes Schreiben an seine Wahlhelfer, in mit Bezug auf die Namen der kartellbrüderlicken Berir. einigten' konservativen und nattönalliberalen Partei »aravbirtes Schreiben an seine Wahlhelfer, in der kartellbrüderlichen männer u. a. heißt:„Unser Hauptverzeichniß weist j" Lücken und Unrichtigkeiten auf; eine berichtigte Abschrist, I � den Akten gelegt werden, um bei einer künftigen Wahl muthlich vor Ablauf von fünf Jahren stattfinden wird) als � läge zu dienen. Zugleich gestatten wir uns mitzutheiM��, wir unser« Thütigkeit nicht für abgeschlossen erachten,> und Wc Bestrebungen � tionskomitee so genaue Informationen über eine Aufto�u y � jetzigen Reichstags haben? Oder ist bei ihm nur der Wu»!'* Vater des Gedankens? {« Konservativen wollen ihren bei den Wablen gefallenen staaismännischen Führer Herrn v. Helldors dura in' den Reichstag bringen. Deshalb wird der in Schloch � wählte Herr Scheffer sein Mandat niederlegen, damit für Helldorf frei wird. Das Experiment kann aber übel aD Venn der Wahlkreis ist nicht sicher, und es kann dem 9° f.jneifl mentalen Herrn v. Helldorf dort so gehen, wie es ihm in I alten Wahlkreise ergangen ist. Zur Nachwahl im ersten Kerliner Neichstags-VM kreis hat der Gesamnitvorstand des Kartellvereins«m g, und zweiten Reichstags-Wahlkreise zu Berlin beschl offen,' wägung, daß es nicht gelungen ist, für den ersten Wahlkreis Kandidaten zu finden, der durch eine besondere Stellung» � >alb der Parteien geeignet gewesen wäre, in den bestehenden � .'i••» r» förtn/rnllltw »ältniffen einen Umschwung herbeizuführen; in Erivü_ eine einfache Parteikandidatur bei dieser Nachwahl leine � sichten auf Erfolg hat, bei der Nachwahl im ersten — Ich kann mich wirklich nicht warum ich nicht auf den Ball ging. Ich ging lich deshalb nicht hin, weil ich keine Lust hatte, h# gehen.__„ — Wo waren Sie während des Balles?».g? — Zu Hause; ich machte mich fertig, am folgenden* nach dem Dorfe zu fahren.„... — Sie gingen doch spät Abends, in der elften Stu aus dem Hause? — Ich war den ganzen Tag zu Hause. — Wer kann dies bestätigen? — Meine Hausleute. � — Sie behaupteil also, daß Sie am Tage Balle bei Ruslanow sich nach dem Dorfe zu Jhrm begaben? ,.„wp — Am 21. Oktober fuhr ich zu meinem Vater. UN � wegs traf ich Afanasjew, mit dem ich einige Tage aus Jagd zubrachte. 1 — Wer kann dies bestätigen? — Wenn meine Versicherung allein Ihnen nicht g?n» kann dies mein Vater und die ganze Dienerschaft aus Dorfe bestätigen. nül — Ihre Hausleute können Nicht wissen, wie lange% Sie mit Afanasjew auf der Jagd waren und ob Sie» noch irgend wohin fuhren. — So weiß eS Afanasjew. — Wo ist Afanasjew jetzt? — Er ist nach Samara gereist. — Halten Sie es für nöthig, daß Afanasjew zuiN" hör geladen werde?„.rüi — Für mich ist es nicht nöthig; ob es Ihnen no'V ist... das wissen Sie besser als ich. — Wo haben Sie Ihren braunen Rock gelassen?** — Das weiß ich wirklich nicht! Darnach fragen besser meinen Bedienten. Der Rock befindet sich wahrsck!� lich zu Hause, und wenn er dort nicht ist, habe ich � vielleicht' auf dem Dorfe oder irgendwo während der iP gelassen. (Fortsetzung folgt.) liegt. und Ott» coben hiet :bro; 1 8tf8SS!Ä«tr isten- Ein um so weiteres Feld .-v"" vMw»rolie vor fidj« S'tidjtigung, In unseren Artikel„Zur Invalidität?- und �Versicherung" haben sich einige sinnentstellende Druckfehler "schlichen, deren Berichtigung wir erbitten. ?n Spalte 1 unter Ziffer 3 Zeile 4 muß das Wort„Hälfte' Simdert - werden in„Höhe". ar,!." Spatte 2 Ziffer 4 Zeile 8 von oben muß es nicht„sest- Indern ,, fort?» setzen" heißen. In Spalte 2 Ziffer 4 Zeile 9 von oben muß das Wort fortfallen. g,. Gesterreich Uttgarn. siteSi�naatifche Ministerkrisis hat endlich rhrm .A��?.Ibschluß gefunden. Das in Budapest erscheinende °id»>i. m veröffentlicht die Demission des gesainmten Kablnets »ist-.!, Berufung des Grafen Szapary an die Spitze des Ml- Äm � Ferner veröffentlicht das„Amtsblatt" die folgende ö'Metzung des Ministeriums: Baron Orczy, Minister am Hofmger, Freiherr Fejervary, Minister für Landes- Baroß, Handel. Graf Czaky, Kultus und Unter- Äuern ist der Ministerpräsident betraut. Listen, 17. März. An dem Grabe der Märzgesattenen Astern ungefähr zweitausend Arbeiter viele Kränze " Inschriften niedergelegt. Lunl l. Mal. ige» letzten Zartei e# durch s-hr t ani tu# siechte rieg� jtttig hrere. h iktenr siOS "ttfm 7.«i-Beu an vielem Ä-age lön3 die den ganzen Tag zu einem Feiertag machen wollen und Wh&Vvll natürlich nicht entgegengetreten werden. Dein Ent- gl Aver schweizerischen Arbeiterdelegirten liegt die Annahme zu ü-i-,.' �ß die Proklamiriiug des L Mai als eines allgemeinen pifffftges, an dem nicht gearbeitet wird, zu schweren Konflikten dir D Arbeitgeberklasse führen würde, welche nicht im Jntereffe wären." onf�lm gegenüber ist festzustellen, daß keine solche Delegirten- ie nrf*1* stattgefunden hat und demgemäß auch kein solcher, für tl.Mnnnte organisirte Arbeiterschaft der Schweiz geltender Be- Ä gefaßt worden ist. Vielmehr handeln die Arbeitervereine edel hg��Or�hinsichtlich der Feier des 1. Mai ganz nach ihrem e r n. 17.' März. Bei den gestrigen Wahlen sim Kanton wurde Blumer(freisinnig) mit 47 797 Stimmen zum Mit- �e des Ständerathes gewählt. 13 265 Stimmzettel waren un utel' tttf V Ä S SKL- In Nidwälden wurde Vonmatt(ultramontan) mit der Stimmenden zum Mitglied des Nationalraths A# j\ A& t# M* gtär -Otis, 15. März. Die„Röpublique franhaise" schreibt. Ministerium habe es nicht verstanden, die Leitung der repu- Aschen Mehrheit in die Hand zu nehmen. Nachdem durch P'ede Spullers über die Berliner Konferenz d,e Ehre gerettet Mi, habe Tirard die erste Gelegenheit ergriffen abzutreten. �..„Döbats" nennen das Votum des Senats einen schiveren Mr; man hoffe, Carnot werde der Kammer ein Kabinet geben, C# fähig sei, diese zu leiten und welches wisse, wohin es Land führe. Carnot dankte gestern Abend den Ministern für ihre Frankreich Deutlich der Wahlen und der Ausstellung geleisteten Dienste dj-..bat dieselben, die Geschäfte noch so lange weiterzuführen, lachte Nachfolger ernannt seien. Vis wahrscheinlich neu ein- aende Minister werden genannt: Jules Roche, Develle, Constans Etlenne, von den bisherigen wurden verbleiben Jreycinet, °urgeois, Rouvier und Guyot. c. Paris, 16. März. Freycinet hat die Verhandlungen wegen .ff stabinetsbildung noch nicht abgeschlossen. Es gilt nunmehr K tzewiß, daß Constans Minister des Innern werden ivird; das L�'flermm der auswärtigen Angelegenheiten soll Ribot ange- Mi sein. .Paris, 17. März. Wie unterrichteterseits verlautet, tfoos neue Kabinet nunmehr wie folgt gebildet: Freycinet Mdium und Krieg, Constans Inneres, N«ßla»d. Der vielbesprochene Brief der Frau Maria Ts che- brikowa an den Zaren besteht als solcher nicht, oder ivenigstens ist er nicht in die Hände des Zaren selbst gelangt. Auch die von der„Times" gebrachte Nachricht, Maria Tschc- brikowa befinde sich in rnssischer Hast, wird als unrichtig bezeichnet. Die russische Botschaft in Paris erklärt, Frau Tsche- brikowa habe dem Zaren keinen Brief geschrieben, sie habe viel- mehr unter der Aufschrift„Offener Brief an den Zaren" in der Schweiz eine„nihilistische Broschüre" drucken und an die europäische Presse vertheilen lassen. Sie befinde sich unbehelligt in Paris, nachdem sie Rußland vor einem Jahre verlassen habe. Sansibar, den 17. März.(Meldung des Reuter'schen Bureau's). Einem Telegramm der„Times" zufolge ist die nach Usainbara unter Schmidt entsandte deutsche Expedition erfolg- reich zurückgekehrt. Simboja und Kimivert haben volle Enschädl- gung für die Dr. Meyer zugefügten Verluste geleistet.— Von Dr. C. Peters liegen keine Nachrichten vor. to.-mwuim NNO xrieg, Viouuans rznnerr», Falliörcs Justiz, A'bot Auswärtiges, Rouvier Finanzen, Barbey Marine, .�Urgeois Unterricht, Develle Ackerbau, Jules Roche Handel Guyot Arbeiten.— Eine offizielle Bekanntgabe ist noch W erfolgt. kJPotil, IC. März. Wie das„Memorial diplomatique" ,'uheilt, hätte der französische Botschafter in London, Wadding- Ct. dem englischen Premierminister Salisbury auf eine Anfrage vWich des Vorgehens Frankreichs in Dahomey erklart, Frank- t)j7V*at)stcht,ge nicht die Annexion»ayomay e, inoene» cv,...... .'gbeltbaten deS neuen Königs von Dahomey nicht geduldet .„.Eine Anzahl Pariser Arbeitervereine hat in ein« Komitee- �.diesem Tage die Arbeit einstellen, eine Abordnung nach dem IZisplatze?eranstätten und AbÄs eine �abhalten Maaren in In einem Austuf an die Arbeiter, der in 100 600 .......... allen Werkstätten vertheilt werden soll, werden der Negierung. welche r«t8en in der Kamme/ verlesen wird, soll nur eine kurze sein; ">t mit 18 Jahren zu beginnen. »«..Madrid, 16. M?rz!�De!l' bereits bekannten Dele- hJ-Ml Spaniens auf der Berliner Konferenz werden auch W. besondere Kenner der industriellen Verhältnisse Casti- und der Minen von Rio Tinto folgen. Lebhaftes Interesse aller ärztlichen»nd zahnärztlichen Kreise erregte eine Anklage wegen fahrlässiger Tödtung, welche qeftern den Zahnarzt Rudolf Aiigust Carl Max E g n e r vor die II. Strafkammer hiesigen Landgerichts I. führte. Der Angeklagte, welcher in Greissivald und hier Zahnheiltllnde stildirt hat, wollte am 19. September die Wirkung eines, neuen, von Autoritäten empfohlenen Narkotikums, des Bromäthyl, erproben und machte einen diesbezüglichen Versuch mit dem bei ihm beschäftigten WU Jahre alten Lehrling Ernst Granowski, welcher sich freiwillig bereit erklärte, sich betäuben zu lassen. Der Angeklagte ließ sich aus der Adlerapotheke in der Alexandrinenstraße ca. 25 Gramm absolut reinen und auf seine Reinheit geprüften Bromäthyl holen und nahm die Narkose in der üblichen Weise vor, in- deni er den jungen Mann den Betäubungsstoff durch die Maske einathmen ließ und da die Narkose zu schwach war, noch 4 bis 6 Tropfen Chloroform auf die Maske iträufelte. Der junge Mann ivar etwa 5 Minuten betäubt, dann erholte er sich wieder und ging um 0 Uhr Abends ganz wohlgemuth nach Hanse. Bei feiner Mutter klagte er schon denselben Abend über Unwohl- sein, Schwere in den Gliedern und Uebelkeit und legte sich schon früh ins Bett. Am nächsten Morgen erzählte er, daß er wunder- schön geschlafen habe, aber zu Hause bleiben wolle, da er sehr schwere Gliever habe und Dr. Egner ihm schon vorher gesagt habe, daß eine solche Erscheinung villeicht eintreten würde. Das Befinden des jungen Mannes verschlimmerte sich aber im Laufe des Tages, er klagte über Rückenschmerzen, Frösteln und allge- meines Unbehagen, so daß der praktische Art Dr. Köhler herbei- geholt werden mußte. Es hatten sich Athemnoth und heftige Leib- chmerzen eingestellt und derselbe verschrieb dem PatieuicnDou'er'sche llulver, Wein und Umschläge um den Kops. Nach dem ersten sinlver trat eine kurze Besserung ein und als dem jungen Mann gegen HVe Uhr Abends noch ein zweites Pulver gegeben wor- den ivar, fühlte derselbe sich so gut, daß er seine illu gehörigen bat, das Bett aufzusuchen. Kaum ivar dies aber geschehe», als der Kranke anfing, laut zu röcheln und als man hinzusprang, fand man ihn in einer so traurigen Verfassung, daß man sofort den Dr. Köhler wieder herbeiholen mußte. Bei Ankunft des- selben lag der Patient schon in den letzten Zügen; es wurden noch schleunigst einige Einspritzungen vorgenomnien, ein z, veiter Arzt wurde herbeigeholt, welcher eine Elekrisirmaschine herbeiholen wollte, bei seiner Rückkehr aber bereits eine Leiche vorfand. Die Anklage hält nun den eingetretenen Tod für eine Folge der Narkose und macht den Angeklagten dafür verantwortlich. Dieser bestreitet seinerseits jedwede Schuld und behauptet, daß er die Narkose durchaus nach den Forderungen der Wissenschaft vorge- nommen habe. Der junge Mann sei ein sehr gesunder, kräftiger junger Mann gewesen, bei dem er vorher eine vollständig nor- male Herzthätigkeit festgestellt hatte. Versuche mit Brornarhylin seien durchaus nicht neu, sondern vor ihn» wiederholt von anderer Seite angestellt und in der Literatur beschrieben ivorden.— Die Mutter und die Schwester des Verstorbenen erklärten bei der Darstellung der 5krankheitserscheinungen, daß' der junge Mann bei seiner Heimkehr sofort erzählt habe, daß er sich zu einer Narkose hergegeben. Als der Dr. Köhler hinzugerufen worden, habe derselbe anfänglich die Sache nicht für besonders gefährlich erachtet»md die Dower'schen Pulver verschrieben. Die Möglichkeit, daß der Kranke ni e h r als zivei Pulver genossen, halten die An- gehörigen für ausgeschlossen; sie behailpten aber anderer- seits auch, daß eine röthliche Hautfärbung— das Bild der Bromäthyl- Narkose— bei dem Verstor- denen nicht wahrzunehmen war. Bei dem zweiten Er- scheinen des Dr. Köhler hat derselbe aus einem Etui, in wel- cheni sich mehrere Flaschen befunden, eine Flasche genommen, i» eine Untertasse gegossen und Einspritzungen vorgenommen. Die Schwester des Verstorbenen, welche dem Arzte hierbei hilfreiche Hand leistete, erklärt, daß nach der Bekundung des Dr. Kohle r es sich um eine Aethereinspritzung handelte, daß sie aber keinerlei Aethergernch wahrgenommen habe. Der Gehilfe des Angeklagten, welcher bei der Narkose zugegen geivesen, hat seinen verstorbenen Kollegen nach Beeildiguiig des Experiments ganz munter verlassen. Der Apotheker Wenk, welcher das Bromäthyl verlauft, versichert, daß dasselbe ganz rein geivesen ist. Der als Zeuge vernommene Dr. Köhler hat seinerseits keinen Zweifel daran, daß der Tod eine Folge von Bromäthyl-Vergistung gewesen. In den Pulvern, welche er verschrieben, haben sich 0,02 Granini Opium befunden, d. h. ein Siebentel der Maximaleinzeldosis. Was die vorgenommene Einspritzung betrifft, so stehe an der Flasche, aus welcher er die Flüssigkeit genonnnen, deutlich„Aether" angeschrieben und er halte es für ausgeschlossen, daß er die Flaschen verwechselt und Morphium genommen haben könnte. Als erster Sachverständiger wird der Privatdozent Dr. L e v i n vernommen. Derselbe schickt seinem Gutachten die Bemerkung voraus, daß der Fall ein»veit größeres Jntereffe habe, weil dadurch zur allgemeinen Eutschei- düng diejenige Frage kommen müsse, ob ein Zahnarzt das Recht hat, eine Narkose ohne Assistenz eines Arztes vorzunehmen. Er seinerseits habe in allen seinen Vorlesungen betont, daß er es nicht für zulässig halte. Jemand der nur vier Semester medizini- sehe Vorlesungen gehört, könne sich nicht das erforderliche Maß von Erfahrung und diejenige Sicherheit aneignen, welche zur Vornahme einer Narkotisirung nöthig sind. Die Anhänger der Vivisektion halten es von vorne herein für uiirechl, einen Ättenschen als Versuchsobjekt zu benutzen, dazu sind die Thiers da. Er stehe keinen Augenblick an, die Frage, was die Todesursache deS jungen B. geivesen, dahin zu beantworten, daß es die Narkose gewesen sei. Allerdings habe man in dem Leichnam eine größere Menge Äromäthyl nicht nachweisen können, das sei wegen der großen Flüchtigkeit dieser Substanz aber erklärlich. An dem Um- stände, daß die Zersetzung des Körpers schon zu weit vorgeschritten, sei ebenfalls der Nachiveis gescheitert, oaß inan dem Verstorbenen eine größere Menge Opium oder Morphium gegeben. Aber selbst wenn letzteres der Fall gewesen, muffe die Narkose iinmer als die Todesursache angesehen werden. Was nun die Wirksamkeit deS Bromäthyls betreffe, so müsse er sagen, daß es von allen narkotischen Mitteln das unschädlichste sei, denn es sei noch weit flüchtiger wie Chloro- forin und deshalb seien seine Wirkungen leichter aufzuheben. Es müsse hervorgehoben werden, daß jede Narkose eine gewisse Ge- fahr in sich schließe, in der Hand eines Geschickten sei Bromäthyl immerhin aber als ein zuverlässiges Mittel anzusehen. Anders liege die Sache, wenn man außer Bromäthyl nach Chloroform anivende. Es sei eine alte Erfahrung, daß eine Narkose aus die andere gesetzt, häufig einen schlechten Erfolg habe. Soviel Klug- heit sollte Jeder haben, daß er auf eine Bromäthyl-Narkose nicht 'noch eine andere provst. Im vorliegenden Falle sei nur erwiesen, daß der Angeklagie 25 Gr. Bromäthyl verbraucht habe, davon möge aber manches verschüttet oder verflüchtigt sein. Der Sachverständige erklärt, daß er mit 25 Gr. Bromäthyl vier erwachsene Personen betäuben könne. — Vom Vertheidiger ist als Gegen-Sachverständiger der praktische Zahnarzt Dr. Hamecher geladen worden, dessen Gutachten zu Gunsten des Angeklagten ausfällt. Er behauptet, daß der Letztere nach keiner Richtung hin fahrlässig vorgegangen sei. Er, der Sachverständige, habe viele Jahre lang beim Professor Lieb- reich gearbeitet und wohl kein zweiter Zahnarzt in Deutschland habe so viele Narkosen mittelst Bromäthyl ausgeführt, wie er. Er müsse behaupten, daß die Todesursache eine andere sei, als die Narkose und hierin hätten ihm bedeutende Autoritäten�, an die er sich gewendet, beigepflichtet. Professor Dr. Nußbaum in München habe ans eine An- frage sein Gutachten dahin abgegeocn, daß der junge Gr. weder an der Narkose noch an Morphium gestorben sei und Prof. Klusemann in Göttingen habe sich dahin ausgesprochen, daß er jede der beiden angegebenen Todesursachen für wenig wahrscheinlich halte.— Der dritte Sachverständige Sanitätsrath Dr. Mitten- zweig, giebt sein Gutachten dahin ab, daß der Tod infolge der Narkose eingetreten sei. Er hält es zivar nicht für nothwendig, daß der Angeklagte einen Arzt bei dem Experiment hinzuzog, aber' da es die erste Narkose war, die er mit Broniäthyl vornahm, so hätte er wenistens doch einen Kollegen, der bereits Erfahrungen mit dem Medi- kament erworben hatte, herbeirufen können. Die Be- Handlung des Dr. Köhler müsse als eine rationelle und zweckent- sprechende angesehen werden und habe mit der Todesursache nichts zu thnn. Der Staatsanwalt läßt noch aus den Akten fest- stellen, daß der Angeklagte bei seiner ersten Vernehmung die nach- trägliche Anwendung von Chloroform in'Abrede stellte und sie erst später zugab. Ebenso hat der Angeklagte eingeräumt, daß er bei allen Ehioroform-Narkosen bisher stets einen Arzt herbei- gezogen hat. Nachdem hiermit die Beweisaufnahme geschlossen, stellt der Vertheidiger den Vertagungsantrag. Er will auf Grund der Gutachten anderer Sachverständigen und Autoritäten, event. des Ober-Medizinalkollegiums unter Beweis stellen, daß die Todesursache weder die Narkose durch Broniäthyl, noch durch Chloroform gewesen, sondern auf eine Idiosynkrasie des Ver- storbenen zurückzuführen ist. Der Gerichtshof folgte dem'Antrage und soll ein Obergutachten der wissenschaftlichen Deputation des Medizinalkollcgiums eingeholt, verde». Sszislo ItebrrKrkzk. Kollege», Arbeiter! Wir halten uns für verpflichtet, über den Streik in der Knopffabrik von C. H. Röhll wieder einmal Bericht zu erstatten. Der Streik dauert bereits sieben Wochen und ist es bis jetzt nicht abzusehen, wie lange derselbe nochfanhalten wird. Dem Fabrikanten ist es wieder gelungen, 12 böhmische Arbeiter nach Berlin zu importiren, dieses werden die letzten sein, welche von dort zugereist sind und diese 12 Mann>v erden ebenfalls nicht lange in Berlin bleiben; haben sie doch erklärt, sie wollen sich nur einige Wochen Berlin ansehen., Diese Arbeiter also, welche dem Fabrikanten sehr viel Geld und Mühe kostet haben, werden wieder abreisen, so bald wir ihnen nur das Reisegeld geben können. Darum also Arbeiter Berlins, unter- stützt uns in diesem Kamps, gilt derselbe doch unserer Organisa- tion, welche vernichtet werben soll; aus diesem Grunde haben sich auch die Berliner Arbeiter sämmtlicher Gewerkschaften in einer Versammlung am 12. März mit uns solidarisch erklärt und ver- 'prochen, uns mit allen gesetzlich zu Gebote stehenden Mitteln zu unter- stützen. Darum Arbeiter haltet Wort, unterstützt uns, haltet den Zuzug fern, dann muß der Fabrikant den Revers zurückziehen, nach ivelchem wir keinem Fachverein angehören dürfen; er wird auch seine alten Arbeiter wieder nehmen, wenn es auch lauter Sozialdemokraten sind. Nun ja, ivir sind Sozialdemokralen und darum entschlossen nicht nachzngeben, er muß seine alten Arbeiter ivieder nehmen, oder er muh die Fabrik schließen, wir, verden den Streik so lange aufrecht erhalten, bis eines von beiden er- reicht ist. Darum nochmals Arbeiter, Kollegen, macht die Be- schlusse der öffentlichen Versammliing sämmtlicher Gewerkschaften Berlins zu den Eurige», wir werden eine jede Hilfe später dank- bar bei ahnlichen Fällen zurückzahlen. Das Stteckkomitee. Alle Anfragen in Betreff des Streiks sind zu richten an B. Weißfluck, Friedrichsberg, Gürtelstr. 12. Alle sonstigen Sendungen an Fr. Hellwig, Waldemarstr. 41, 4 Tr., oder an den Kasstrer des Fachvereins Max Friedeinann, Pücklerstr. 8, l Tr. An die Arbeiter und Arbeiterinne» der Schäfte» brauche. Laut dem Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 10. März wird morgen Vormittag die Arbeit überall ruhen. Un- 'ere Forderungen müssen den Unternehmern bis dahin unterbreitet ein, werden dieselben nicht bewilligt, dann ist ohne Weiteres die Arbeit niederzulegen.— In denjenigen Geschäften, welche Ar- beiter außer dem Hause beschäftige», haben letztere die Forderun- gen, nachdem alle einig sind, dem Fabrikanten gemeinsam zu unterbreite», ebenso wie in allen größeren Werkstätten.'Arbeitslose Kollegen nnd Kolleginnen haben sich ebenso ,vie alle Streikenden auf dem Streikbüreau, Alte Jakobstraße 68, zu melden. Montag Vormittag 8Vs Uhr findet eine öffentliche Versammlung in Scheffer's Salon, Jnselstraße 10, 2 Tr., statt. Uon Korr» Gustnv Jänke geht uns folgendes zu: In Ihrem geschätzten Blatt vom 10. März 1890 ist«nie „Soziale klebersicht" ein Artikel mit der Devise„Achtung" auf. geführt, nach welchem die in meiner Fabrik beschäftigten Arbeite« die Arbeit eingestellt haben, nachdem dieselben an mich weg« Lohnerhöhung herangetreten, nnd ich eine solche durch Zureden meines früheren Werkführers Schröder nicht bewilligt hätte. Diese Darstellung des Sachverhaltes ist eine vollständig richtige, die Sache verhält sich wie folgt: „Am 11. d. M. kamen zunächst die Zwicker, dann die Ab- satzbauer und alsdann die Putzer mir ihren Lohnansprüchen an mich herangetreten, ich habe, um einen Streik vorzubeugen, die beanspruchten Löhne zum Theilg ganz, zum Theil, da die Forderungen bei einzelnen Artikeln zu hoch waren, den Satz mit den Arbeitern vereinbart, und zwar durch Vermittelung des Werkführers Schröder, derselbe hat auch den neuen Lohn- tarif den Arbeitern bekannt gemacht.— Die Arbeit wurde nicht unterbrochen, bis am Freitag Nachmittag ein Zwicker mit dem Werkführer in Streit gerieth, und zwar deswegen, daß die Zwicker bei einen, billigen Artikel eine Mehrsorderung von 8 Pf. gestellt und ich 6 Pf. bewilligt hatte, dies war Ihnen auch bekaniit gemacht. Mein Werkführer sehte mich von dieser Differenz von 2 Pf. in Kenntniß und habe ich den Zwickern sagen lassen, daß ich nur 0 Pf. per Paar mehr geben kann, da ich diesen Artikel billig abgeben muß. Es entstand nun eine Meinungs- Verschiedenheit; der Werksührer behauptete, den Zwickern ge- sagt zu haben, daß es nur 6 Pf. mehr giebt, diese behaupten es wären 8 Pf. bewilligt. Da sich die Z w i ck e r wegen diese 2 Pf. nicht beruhigen konnte», habe ich denselben alsdann persönlich gesagt, daß ich nur die 0 pCt. für den fraglichen Artikel bewillige, andernfalls dieselben die Arbeit_ einstellen könnten. Hierauf haben sämmtliche Arbeiter, denen ich die gewünschte Lohnerhöhung bewilligt habe, die Arbeit nieder- gelegt. So der richtige Sachverhalt. Hochachtungsvoll G. Jänke. r"-*- uw Theater. Dienstag, den 18. März. Gpernhauo. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielstana. Loni. Krsstng-Tsteater. Das vierte Gebot. Keriinev Theater. Wittwe Scarron. — Ein Liebeszeichen.— Hexenfang.— Kaudel's Gardinenpredigten. Deutsches Theater. Der Unter- staatsfekretär. Friedvich-WUHelmstiidt. Theater. Der arme Jonathan., WaUner» Theater. Madame Von! vard. Borger: Der dritte Kopf. UiKtorla-Theater. Stanley in Afrika. Gstend-Theater. Die Rache. Restdeuz-Theater. Marquife. Ketleallianre- Theater. Der Nan tilus. Konigstädtisches Theater. Der Fall Elemencean. Central Theater. Ein sideles Hans. Adolf' Ernst- Theater. Der Gold fuchs. Theater der Reichshallen. Speziali tätenvorstellung. Gebr. Kichter's Nariötö. Speziali täten-Vorstellung. Kanfuiantt'o Uariotö. Spezialitäten- Borstellung. American-Theater BW Drevdenerstraße 55. Täglich Mo«"Stellung. Cira&as �Sesiz. K a r l st r a ß e. Heute, Dienstag, den 18. März 1890, Abends 7Va Uhr: Auf vielseitiges Verlangen: Die lußip HMberger, oder: Em Studenten-Ausflug mit Hindernissen, große Original- Pantomime. Ein großartiges Hurdle- Rennen mit 24 der besten Springpferde, geritten von Damen und Herren. Agat, arab. Bollblut, drcssirt und vorgeführt von terrn Franz Renz. Das Schulpferd olmar, geritten von Frl. ElotUde Hager. 4 fache Fahrschule. Auftreten der renommirten Lustkünstlerinnen Ge- schwister Eastagna, sowie der vorzügl. Reitkünstlerinnen und Reitkünstler. Morgen, Mittwoch: Gala- Vorstellung. Auf vielseitiges Begehren: Aschen- brödel und Austreten des Direktor E. Renz. E. Renz, Direktor. Circns Wulff. BW Friedrich Carl- Offlr. IWS Ecke Karlstraße. Dienstag, den IS.März, Abends 7Ve Uhr: Brillante Vorstellung. U. A.: Die 4 fache Fahrschule mit acht eigens dazu dresstrten Bollblutpferden, geritten von 4 Herren. Ificximus und Minimus (Original), zus. in Freiheit dressirt und vorgeführt vom Direktor E. Wulff. Royal, engl. Vollbluthengst, Geschenk Ihrer Maz. der Sfümgin von Belgien, in der hohen Schule gcr. vom Direktor. Die&«}# 2. Ute Nr. 11? oder: Eine Hochzeit mit Hindernissen, höchst koin. Szene mehrerer Clowns. Riesiger Lacherfolg je. jc.:c. !Chlmheestvaße14. Die schönsten Kiüiittklelller n.-Mantel kür Mädchen jeden Alters, sowie Morgenröcke, llnterröcke n. Tricottaillen | auch im Einzelverkauf sehr billig! Uassbestellnngeu n. Reparaturen werden prompt erledigt I (shanlsrrstrichrl 4. EesAstHnS 6.§(!«(. I Äl.|(iiter de» Linden 31. Im Hause der Wilhemshallen neben der Passage. Ben- Vorführung Täglich M. egyptischer u. indischer Tva Uhr Abends. sZauber- künste. 3, 2 n. 1 M. Villets im Jnvalidcndank. Bey Englischer Garten Lllexanderstraße 27c. Auftreten der Chansonette Frl. Fran» zisca Mo« mann. Austreten des Gesangs-Humoristen Hrn. Köhler. Austreten der Duettisten Albert und Meliy Rappmarn. Auftreten der Chansonetie Frl. jenny Peters, sowie der musikalischen Clowns Toni und Jack. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30, 50 u. 75 Pst, rm Vorverkauf 20«. 30 Pf. Sonntags Ansang halb G Uhr. Sonntags Entree 50, reservirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf,_ Vassage 1®r. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser»Panorama. Ztim erste» Male: Vierte Reise d. das malerische Kchottland. Zum ersten Male: Zehnte Ii eise d. die malerische fran». Schweis. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonnement 1 M. Wichtig für jeöe Hausfrau. 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Schmeisser(wegen Mapregelung). 1. Geschäft: Chauffeestr. 25, 2.„ Chauffeestr. 76, 3.„ Friedrichstr. 100. Nanche, vormals Schubert& Sohn (wegen Maßregelung), Michaelkirchstraße 0. 1. Geschäft: Dresdenerstr. 72/73, 2.„ Charlottenburg. Keilpflng, Elsasserstraße 8, Laden. Hübsch, Linienstraße 8, Laden. Die Uoberwachnugs-Sommission. Die Kommission tagt täglich Wein- sirasie Ä8, von Abends 8 Uhr, bei Späth und sind daselbst Sammellisten entgegen zu nehmen.[145 Aufruf an die Rohrleger und deren Heller Berlins und Umgegend. Kollegen! In einer von mehr als tausend Per- onen besuchten öffentlichen Bersamm- lung der Rohrleger und deren Helfer Berlins, welche am 11. Februar d. I. 'tattfand, wurde einstimmig beschlossen unsere Forderungen in diesem Jahre mit allen uns zu Gebote stehenden ge- ''etzlichen Mitteln durchzuführen. Kollegen! Es ist nun Eure Pflicht, etzt schon bei den der Lohnbewegung noch fernstehenden Kollegen energisch zu agitiren. 179 Am 25. März findet eine Delegirten- Versammlung Abends 8 Uhr bei Feuertet n, Alte Jakobstr. 75, statt. Sorget nun in aller erster Linie dafür, daß in denjenigen Werkstätten, wo noch kein Delegirter ist, einer von Euch dazu ge- kellt wird. Suchet Euch zusammen zu inden und wählt einen von Euch und schickt nach der oben bezeichneten Ver- ämmlung. Keine Werkstätte darf un- vertreten sein, thut Eure Wicht und Schuldigkeit. Es ist nothwendig, in denjenigen Fabriken, wo mehr als 20 Kollegen beschäftigt sind, 2Delegirte zu entsenden. Die Delegirten werden m der Versammlung mit den Verhal- tungZregeln zur Durchführung unserer Zjorderung vertraut gemacht. Mit kollegiälischem Gruß Di» Agit«tio»»-G«»»miNio» der Rohrleger und Helfer Berlins und Umgegend. Achtung 1 Stockarbeiter! Der Streik der Firma Eckars- d o r f und der Firma Lust u. C o m p. dauert fort. Ebenfalls ist die Werkstatt von I a k o b y, Landsbergerstraße, wegen Richtbewilligung der Sonntags- ruhe, streng zu meiden. 201_ Der V o r st and. Rßechauiiker! Die Sperre über die Willing n. V i o l e tt'sche Fabrik, Cuvry- straße 12, ist hiermit aufgehoben. Die Zwölferkommission des Verb, deutsch. Mechaniker. Muuß! Metchrbeiter! Die'Arbeiter der Maschinenfabrik von R. Wolf befinde» sich seit dem 15. im Streik. 187 Die Forderungen bestehen in: 1. 15 pCt. Akkordausschlag. 2. Beschränkung der Ueberstunden und Be- seltignng der Sonntagsarbeit. 3. Für nichtgeiverbliche Arbeiter ein Minimal- lohn von 30 Pf. 4. Ueber- und Nachtarbeit pro Stunde 15 Pf. Lohnzuschlag für säinmtliche Arbeiter. Diese gewiß humanen Forderungen� wurden von Seiten der Firma nicht anerkannt, vielmehr jede gütliche Ber- Handlung zurückgewiesen, mit der Be- merkung, sich auf nichts einzulassen, da die Lohnbewegung nicht von Innen (also von den Arbeitern selbst) sondern voil Außen käme. Zuzug fernhalten. Näherer Bericht folgt.— Alle arbeitersreundlicheil Blätter werden gebeten hiervon Notiz zu»ehinen. C. Geweke, Vors. d. Streikkomm. . Magdeburg-Buckau, Gärtnerstr. 8. Der MMchmlS füx Schlosser und Maschinenbau-Arbeiter Berlins befindet sich bei Gründe!, Dresdener- straße 116. Arbeit wird unentgeltlich ausaegebeii für Mitglieder, sowie auch für Nichtniitglieder, des Wochentags von 8—10 Uhr'Abends, des Sonntags von 10-12 Uhr Vormittags. 193 Die Kommission. Mittagotisch, billig». kräftig, empf. Kramer, Ecke Koch- u. Wilhelmstr. Sielmann& Rosenberg iSmiMtiMi,# Siiik«Pt»|f, Mi«» Manufaktur.. Modr-. Kämmet-. Plüsch-«. Seidcittvanr�. Teppich». Gardine», Fadrik und grasirs Lager von Sam»« Mäntel». Kostüme«. Morgenröcheu, Inp-u» ff';, i.. Zeigen hierdurch ergebenst an, daß unser Etablissement für» � jnhr und für den Sommer mit einer außerordentlich großen AUvw v schöner moderner r. 65 Kleiderstoffe t hMgen Preisen zu bekannt Der Prs ausgerüstet ist. Wir osseriren als besonder« preiswert h!_«{ Cheviot-Beige,! 1 Cheviot Neige, Air. 90 PI- Diagonal Karo,, schiedenen Karos ÄS rÄ tei �tten-, tr. 1 CachemirSamoa/�iTÄ�ST"'#,.«j«f. 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Emil Hey;,* Briinnenstraße 28, Hof partes Theilzahlung nach Uebereinku l Bebel-, Liebknecht-, Singer- y; als Clg.-Spitze, echt Meersch.,&. B. Gflnzel, Empfehle mein Geschäft in fl' Alu, neu und Kränze». j. '09' Robert Mezsi 2 Mariannenstraße Nr- Nr. �lcye ge ?bgeordn. W ZÄS- ko is S"!,; Ns Ii U die fei? �chtigw te tm Com Verantwortlicher Redakteur: Gurt Kaalic in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kading in Berlin 8W„ Beuthstraße 2, Kierz««ine K« I.\ Beilage zu k 65. Drrustas, den 18, März 1890. y. Jahrg. Adgrordnetenhauo. 12 Uhr. von dem Tode i6] ! klarer zu Tage getreten ist. Die Behauptung von Bröineh daß die Arbeitgeber die einheitliche reichsgesetzliche Regelung, so sollen die Bergleute den Zeitpunkt gut gewählt hatten, weil da- sie selber den Wünschen der Arbeiter entgegenkommen. Wenn Herr mals eine gute Konjunktur gewesen sei, ist mir nicht verständlich. Ritter die gesundheitsschädlichen Folgen der Bergarbcit bestritt, so Was geht es denn die Arbeiter an, wenn Juden und Judengcnossen scheint er die Bergarbeiter-Krankheiten nicht zu kennen, die doch an der Berliner Börse den Maybach'schen Giftbaum, die Kurse, jedem Kind fast bekannt sind. Herr Ritter hat bei seiner Dar- treiben V(Zustimmung rechts.) Von der ganzen Bergarbeiter- stellung über die unpassende Verwendung der freien Zeit der Berg- demokratcn Vortheil; arbcitcr die Familien gar nicht in Betracht gezogen. Diese können „„„ oenn werven v>e sororrungrn vewiuigr, ,0 wird das dem sozial- doch die freie Zeit sehr gut z. B. zu landwrrthschastlicher Thätig- mmimammism holt als das Endziel den Repnblikanismus, Sozialismus und zu wollen; aber es läßt sich auch nicht bestreiten, daß haupg Atheismus bezeichnet. Das sollten alle Monarchen beherzigen, darin Mißbräuche vorgekommen sind, und diesen müßte durch ent- ,velchcn Namen sie auch haben. Meine Wolle als Anwalt ist sprechende Fabrikordnungen entgegengewirkt werden. Hierbei wären bannt zu Ende. Glauben sie nicht, daß diese Angelegenheit lokaler gerade die Slrbetterausschüsse zu hören. Auch Strasen sind beim Natur sei. daß nur die Bcrgwcrksbesitzer in Mitleidenschaft ge- Bergbau unentbehrlich, zumal es sich um Leben und Gesundheit —• v__..... e—r»-~' lllhoTt** rtfiPV rt1»rT\ rrriiWö» CVv»£iv<» WrtVxi. I I Srrgrr(wildliberal): Die vorliegend- Verhandlung S wir wie eine Gerichtsverhandlung. Beklagter sind die Mesitzer, Kläger die streikendeii Bergleute. Untersuchnnge- �. esierung, wir der Gerichtshof. Bei dieser Sachlage AKWWWKK Berlinern vo.-■; vcn und hat, hat Niemand zu übernehmen. Unser 5iö»ig kann empfangen Abg. v. Eytter»(natl.): Ich schließe mich den Ausführungen mir die und sprechen, wen er will, er wird nicht bei zedem Schritt von des Abg. Berger in vollem Umfang an. Die Arbeiteransschüfse sind MMM MMßMM m-We»lu»g bildete sich sofort seltsame Bilder Aerglcute. Es begann ein allgemeines~" I.t01,e- g��nrfKberoten ou.d-. J■' m Ui;t«onuuic jviu-u» usi-oryvror» uocv ven geianimrcn �erg-> richtet sich nach wirthschaftlichen Gesetzen, nach Angebot und Nach- betrieb. Eine solche strengere Kontrole einzuführen, wird zu er- frage.— Gegen den Norinala"'-""'---"-v——-—'' rc.:.. o.. t— rr.— 1- /Gunst des Publikums glaubten die Bergleute weiter gehen der Kaiserdeputalion stand der Bergniann Schröder, Rede an den Kaiser war so kunstvoll, daß ich mir sagte: ..'niiii ist entweder ein großer Künstler, oder ein Heuchler. ueß später, er sei ein Sozialdemokrat. Bunte wurde gleich- für einen Sozialdeniokraten gehalten. Bei der letzten Wahl : Schröder gern Abgeordneter iverden und mußte deshalb n e>mts der Sprach« heraus. Hier sprach er sich gegen die Wahl Kapitalisten zum Reichstag aus, mit denen der Kaiser keine Wien zu Gunsten der Arbeiter treffen könne. Und iveitcr: /Wzige Heil für den Bergarbeiter komme von der bestgehaßten :e.', den Sozialdemokraten, und empfahl die Wahl von Tölcke. ''-«-- ev», e-'. 0 ort«..7... m wägeii sein. Ein großes nationales Interesse erfordert es daß der Staat die Hand über seine Kohlen hält, damit nicht vorzeitig der Vorrath zu Ende geht. In England wird man, wenn die Kohlen zu Ende sind, fluchen auf die Manchesterleute, die im „freien Spiel der Kräfte" England seiner Kohlen vorzeitig beraubt haben. Der stetige Kontakt zwischen Arbeitgebern und Arbeitern muß Vorhandensein, daß sich unbefugte Elemente nicht dazwischen drängen. Die Arbeitcrausstände weisen manches dunkle Bild auf, namentlich im Verhalten der jugendlichen Arbeiter, deren Zügellosigkeit eingeschränkt werden muß.(Zustimmung rechts.) Meine Partei hat sich schon seit langem mit sozialen Fragen beschäftigt, nicht blos das Zentrum, und ich hoffe, daß diese beiden Parteien in Zukunft in dieser Frage zusammenstehen. Die Fragen müssen immerfort im Flusse blei- den. aber man kann nicht in~.....'"" ..... larbeitstäg würden wir nichts einzu- ivendcn habeis, wenn er sich auf 12 Stunde» belaufen würde.— Dein Oberbergaint zu Dortmund spreche ich meine Anerkennung aus für die umsichtigen Maßnahmen während der Streikzeit. tiermit wird die Debatte geschlossen. er Titel ivird bewilligt. Spdann vertagt das HauS die weitere Berathung des Etats auf Montag 11 Uhr. Schluß ff»/« Uhr. Loltetles. Sonst er- focbl�r /''!��«'�'l icheere traf ihn gegen den Unterleib. Goßner hat dadurch tef«a*;rv»t-aisse SSS-SSSäffis urtheilte ihn zu sechs Wochen Gefängniß. »Zozicile Mtotrerstihk. Aibeitseinstellnng. Gestern Morgen haben sämmt� Bau des neuen Reichstagsgebäudes beschäftigten Zrnm}. Arbeit eingestellt. Grund hierfür sind Differenzen«n»ez» den Lohn und die Arbeitszeit. Aufruf. An dir Rohrleger und deren Aelfr*?**™v und Umgegend. Kollegen! In einer von mehr als � Personen besuchten öffentlichen Versammlung der Rohrttg deren Helfer Berlins, welche am 11. Februar d. I- wurde einstimmig beschlossen, unsere Forderungen in diesern-o, Gebote stehenden gesetzlichen Mitteln du � nun Eure Pflicht, jetzt schon VV V fVVl/«»VVtVVVJV4>»vj» k V tiren. Am 25. März sin mit allen uns zu führen. Kollegen' Es ist nun vrurr WM, jr-u n;..» ll«' der Lohnbewegung noch fernstehenden Kollegen energsicy ............ vet eine. Delegirtenversa,nmlung � j» ch i Euch zusammen zu finden und wählt einen von nach der oben bezeichneten Versammlung ...___ i— f.% T»•. V A 00 4 i i w , vv.. Euch. und'xar! ............. Keine Werkstäw ih- unvertreten sein, thut Eure Pflicht und Schuldigkeit. Es u w .......... wo mehr, atz A Kolleg ivendig, in denjenigen Fabriken, in der Versammlung mit den Verhältungsregeln zur unserer Forderung vertraut gemacht. Mit kollcgialischem Tie Älgitationskommission der Rohrleger und Helfer Berliuo Umgegend.„Me- Achtung! KUfsardeiter und Elenosfruk Infolge jz schlagener gerechter Forderungen ist in der Färberei C. 6% und Sohn, Köpenicker Straße Nr. 27a, der Streik ansgevr � Wir bitten deshalb Kollegen und Hilfsarbeiter den iU;, strengstens fern zu halten. Alles Nähere heute, den 1»' j jft Abends 8 Uhr, in der Versammlung der Hilfsarbeiter>" Reischach'schen Brauerei An alle Arbeiter in Stralau. lentschlanda! Es ist so viM Glaube unter Euch verbreitet, daß die Existenz der„ der Mühlenbranche eine ziemlich behäbige sei. Nun, ich in Folgendem unsere Lage schildern, dann müßt Ihr}Wce„f zu der Ansicht kommen, daß wir mit am allertraurigflea stellt sind..jj In 90 pCt. der deutschen Mühlen müssen die Geselle*�, täglich 16 bis 18 Stunden atbeiten. Wir stehen mit dem vi aC�tTI 1% Will IUI XV VW XW vAt-vvuvu.«W" r V*..... v'Af�rtt# vieh auf einer Stufe, ja noch unter demselben, denn diel- wenigstens noch eine ordentliche Streu geboten, der Mu bekommt in den meisten Mühlen nur eine alte Prisico' Strohsack, nach dem meist schon jahrelang keine lieben gesehen und dessen Stroh in Fei"" heff«! w,e Häckiei. r.-.ici' ZZMMZS-AH md Kind:c. darben sie sich von ihren! Zur Erholung nun von der Woche„ßi. tuUergesellen in mindestens ebenfalls 20 inen Sonntag um den andern 34 Stuu. � -—-- � n.Af' //%., die Zeit fikr Weib und Kind«. darben sie sich von ih�L„nD Stunden Schlaf ab. Zur Erholung nun von der Woche t.a> g|, Mühe dürfen die Müllergesellen in mindestens ebenfalls 9 deutschen Mühlen einen Sonntag um den andern 34 j P arbeiten, denn unsere—'■----»—»»"ut. o ti,rt heißt:„Du sollst nicht. w.t.. um, � sich darnach, aber davon, daß an derselben Stelle steht■.'$ti sollst den Feiertag heiligen", und serner:„Sechs Tage arbeiten, aber am siebenten sollst Du kein Werk thun, rät wissen sie nichts oder wollen sie nichts wissen. Als Lob pte diese Ausbeutung bekommen>vir durchschnittlich 12 Stunde, denn 8 M. beträgt der Durchschnittslohn eines in den deutschen Mühlen, dazu 6 M. sür Kost und L?g 14 M. Zu leisten sind dafür pro Woche 120 Arbeltsst' � Zu Pfingsten vorigen Jahres gründeten wir in LlLn�l eine Organisation, die den obigen Mißständen arbeiten soll. Stach kaum acht Monaten haben sich Taufende uns angeschlossen, aber ach! die große Mehrheit noch.— Viele sind durch jahrelange Gewohnheit geradezu �c>i stumpft, sie wissen gar nicht einmal, wie weit wir hinter''xü Arbeitern zurückstehen. Die Agitation ist uns sehr durch die vereinzelte Lage der Mühlen. Darum wenden chick an Euch, Ihr deutschen Arbeiter alle, wir appelliren an tst Solidarität. Ein Jeder von Euch mache sich's zur PstsfL' t}1 ihm bekannten Müller aufzurütteln. Klärt viese aus uve. sie Macht und den Nutzen einer strammen Organisation, veriv« auf den„Verband deutscher Müllergesellen zu Eisenack"» ät w zbe von zebracht IN acht' i einem chlüffel- :ei»er- 1 SÄ letztere einem Stvn' fallende KS a; soll der haben. -xotzdeM wurde« G Hllbn-r -k % irloU-u -"«HrSSasr: ue der deutschen Organisationen gedeihen. Mit„Glück zu" H.«äppler-Saara. Alle Arbeiterblätter Deutschlands werden um Abdru DiWWSiWW cnr."- l 0 *s 'ttoillig"6' �e�rere Fabrikanten haben die Forderungen bereits &n die Kollegen«nd Arbeiter Deutschlands. "eaeim�>aßten die Zurichter der Glareeleder- Fabrik von » N Koloniestr. 18, den Beschluß, für die größeren ,. ton(=«!t„,nev Größe entsprechende Zulage zu fordern, 5k mir des Fabrikanten jedoch kurzweg abgelehnt wurde. ien el k r?..1 Lage waren, bei diesem Preise bestehen zu M%fn' �. �ch lassen wir, 84 an der Zahl, die Slrbeit nieder- clegx Kollegen der nassen Werkstatt, welche an unsere %n z«.(>'} füllten, erklärten sie sich mit uns solidarisch. Da i»o ßU(f, n« v.* seine Stütze bei den Färbern zu haben glaubte, Wr»? 9 Z'er das Zurichten gelernt haben, so sollten sie an fWlidien oF. Zurichter treten, welches jedoch laut Beschluß der kltn mm Flwberversammlung abgelehnt wurde. Die Färber f« bqs«IUU. Gunsten der Zurichter die Arbeit ebenfalls nieder, &mon nix«i Weißgerber und 9 Färber im Ausstande sind. lvidz, m 29 verheirathet. Kollegen und Arbeiter Deutsch- fW 0,7'"..'vir uns bewußt sind, unsere Stellung der Arbeiter- wqn LR."der stets gewahrt zu habe», so treten wir an Euch leich o,,? �>tte, uns zu helfen, damit wir auch diesmal sieg- �-** DlPiOtt» Ci»>>« vaC• ffOtT» AvfitrftiytT ßlltHi iinL Wir ersuchen Euch, uns denn nur durch die Einig- zug ■f I zu flttn i sühruA .................. 6a(t j„ Arbeiterschaft ist es möglich, der Ausbeutung ein kräftiges färb«, gebiete». Die vereinigte Kommission der Weißgerber und 8et6 sind zu richten an Ernst Mütter, Wirthshaus zur llii«,,'�rse, Themme, Prinzenallce 82/63. Arbeiterfreundliche .werden um Nachdruck gebeten. ie ib,7, ufk Bei der bevorstehenden Entlassung der Kinder. ie ,jLf, Schulpflicht Genüge geleistet haben, tritt an viele Eltern Wsenhi»®ot8« heran, für ihre Söhne nach deren Neigung einen «r b«». Beruf bezw. Lehrherrn ausfindig zu machen. Es ist bei ldrii, Uebersüllung aller Branchen den betreffenden Eltern s, leichte Aufgabe gestellt, umsomehr, da die heutige kitio, n,°?.chrise und die damit zusammenhängende meist ein- ei d«, � ldung der Lehrlinge die Eltern zur größten Vorsicht .. iis,o/�?r>swahl eines Berufs bezw. Lehrherrn mahnt. Der dch.j chverein der Lederarbeiter ist dieser, für so viele äußerst KtjL S"1 Frage in einer feiner letzten Versammlungen näher gc tlben bittet hiermit alle Interessenten folgende von dem II mochten, gutgemeinten Rathschläge freundlichst beachten % r®'' bcm Ueberfluß an Arbeitskräften in unserem Gewerbe, irq.t genannten„feinen" Lederarbeit, und bei der sich hieraus kimT, Arbeitslosigkeit, dem niedrigen Verdienste, der Tormr? Allernothwendigsten ausreicht, wird den Eltern und l'Unä v tn dringend angerathen, ihre Söhne und Pflegebefoh- «der-""deren Erwerbszweigen zuzuführen. Sollte dennoch dieser Knabe, aus wirklicher Luft und Liebe zur„feinen" �rarbert, dieselbe erlernen wollen, so müssen auch die Eltern %"i bedacht sein, ihrem Sohne einen in zeder Beziehung tüch- L? Lehrmeister zu verschaffen und nicht denselben der ersten "" Lehrlingszüchterei" 4 Jahre lang anzuvertrauen. Der , in der Lederarbeiter ist gern erbötig, die Eltern in dieser !tf..fss>gen Sache zu unterstützen, und werden dieselben deshalb Ii*% ehe sie den Lehrkontrakt bindend abschließen, sich schrift- üi,«"der mündlich, unter genauer Angabe ihrer Adresse, an den --"'geldlichen Arbeitsnachweis des Vereins, bei Sperling, �JPMer 22, befindlich, zu wenden, wo ihnen über das betr. und dessen Inhaber die weitgehendsten Aufklärungen 'üwen werden. k, Geschäftsstunden des Nachweises sind: Wochentags, von 8 3 8'/2, Sonntag? Vorm. von 10— 11V» Uhr. �. Postadresse: Arbeitsnachweis des Fachvereins der Leder- y TfUer, Sperling, Luisenufer 22, Oranienplatz SO. I. A.: Der mand. �. Votsdam, IC. März. Am heutigen Tage legten in den L,'n Potsdam und Nowawes 159 Tabackarbeiter und )i„: mueu die Arbeit nieder. i« e -z tili. in de- i leit r i Der Grund hierzu ist in Ar- folgender: W i 1 I 0 5b!Lme�"cn Fabriken der genannten Orte' sind noch' Lohnsätze bUfpt'J""6" der Verdienst der jetzigen wirthschaftlichcn Lage Hält-"'"Erbenden Lohntarif vor, welcher die Minimalsätze ""te�Ä vn Mille nicht unter 5,30 M., Wickel per Mille nicht .»t w c„ Abrwpm das Pfund Java und Land nicht unter Mri'«„ 5"f", Euba, Havanna nicht unter 10 Pf. Da nun die �fvlm» weigerten, diese Minimallohnsätze zu zahlen, so Arbeitsniederlegung. "ftniTrüt."rch aus einem anderen Grunde sahen die Arbeiter sich Schimm die Arbeit nieder zu legen. Es war die Fabrikordnung. wil.~.9cn wie: Leder- oder Holzschuhe dürfen nur getragen lief, Singen oder Pfeifen ist untersagt, früh 6 oder 7 Uhr pünkt- ist, m,.j; ßen, ebenso Mittags um 1 Uhr, wer nicht zur Zeit da sich.,," einen halben Tag feiern, kolonnenweise durch den Werk- Zii»,�""ch dem Speisesaal zum Frühstück oder Vesper geführt. '«elb,�.«Handlungen im ersten Falle Verivarnung, im ziveiten Falle Blei,* K""d im dritten Falle Entlassung. Auch hat sich der zeig/;. des Herrn Denker, Spandanerstaße 4, recht deutlich ge- in /."dem er jetzt schon Maunschasten vom 1. Garde-Regiment dej�/b beschäftigt. Seitens der Arbeiter ist bereits Beschwerde ®ennff �"wmandantur eingereicht worden.— Kollegen,'Arbeiter, chen ,Jyn' In dem gerechten Kampfe gegen das Kapital, in wel- tfri,.»/1 letzt eingetreten sind, um unsere wirthschaftliche Lage zu in ,.9"», ersuchen wir Euch, uns treu zur Seite zu stehen und »ich, 8en, daß das Solidaritätsgefühl unter den Arbeitern noch Loschen ist. bie � s würden diesen Mahnruf nicht ergehen lassen, wenn nicht �nnrnr","Arbeiter in verschiedenen größeren Städten sich im befinden würde». % o!Lefe'ind zu senden an Fritz Sperber, Schulstr. 6. Potsdam. arbeitersreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. dnn»»er Kammgarnspinncrri in zieuendor� bei pvka- bie gr uns gemeldet, daß gestern alle dreihundert Arbeiter « niedergelegt haben. Der Grund hierfür ist in der oes«/. 8eluug z» erblicken, der der Spinner Hermann Bathe aus- «W:-. worden ivar. Derselbe ist seit neunzehn Jahren in der tzekünx. beschäftigt, ist heute Vater von acht Kindern— und wurde bei» //8t, weil ier bei der Stichwahl um zwei Stunden die Ar- bie f./s"umt hatte. Der Ausstand sämmtlicher Arbeiter wird Wu/�ulen" Anschauungen der Herren Fabriksdirektoren und Z» hoffentlich korrigiren.' Zuzug ist strengstens fern m Zuschriften und Sendungen sind zu richten an Gustav %« Nowawes. Mühlenstr. 7. «cht Firma M. K. Kodenheim. Faßfabrik in Kassel, uns TAlnOtthAS• deren Berichtigung ni älteren und besseren Böttcher und 5 M. pro Tag für die jüngeren Leute bei zehnsttindiger Arbeitszeit. Bezahlt hätte ich bis dahin bei elfsttindiger Arbeitszeit 5 Dt. pro Tag an die älteren Böttcher und 4 M. pro Tag an die jüngeren Leute. Ferner ist es nicht wahr, daß den zum Ersatz in Ungarn angeworbenen Böttchern beim Engagement falsche Angaben gemacht worden sind. Viel- mehr sind diese Leute mit den Verhältnissen hier ganz genau be- kannt gemacht worden, und wenn sie nach der erfolgten Ankunft hier in Kassel entweder die Arbeit gar nicht angefangen hatten oder nach kurzer Zeit dieselbe wieder verließen, dann geschah es nur infolge der ihnen von den ausgestandenen Böttchern gemachten Drohungen und Vorspiegelung falscher Thatsachen. Ebenso ist es unwahr, daß die neuen Böttcher zu schlechteren Bedingungen resp. Löhnen, als sie sonst bei mir gezahlt wurden, angenommen worden ivären, und selbst das Ausschußmitglied des Zentralvereins deutscher Böttcher, Herr Kallies aus Hamburg, welcher bei mir Einsicht in die ganze Angelegenheit genommen hatte, konnte das Vorgehen der ausgestandenen Böttcher nicht billigen, zumal er hörte, daß die neu angenommenen Böttcher durch Vertrage mit mir verbunden waren. Der Grund, warum ich Böttcher aus dem Auslande kommen ließ, war der, daß es mir nicht möglich gewesen war, Leute aus Deutschland zu erhalten, obgleich ich eS in ca. 30 Zeitlingen hatte annonciren lassen. Uebrigens ist ja der beste Beweis, daß es die ausgestandenen Böttcher nicht schlecht bei mir hatten, daß der größte Theil der älteren Leute 10, 15, 20 Jahre lang bei mir ivar, ihren Hans- stand gründeten und sich ein schönes Geld verdient hatten. Im Akkord bettug der durchschnittliche Verdienst pro Tag in dem letzten Arbeilsjahr, vom J. Juli 1888 bis 1. Juli 1889 5,20 M., wobei die älteren Leute und die jungen Arbeiter unter- einander gerechnet sind; vom 1. Januar 1889 bis zum Ausstand am 19. November 1889 gerechnet verdienten die Lagerfaßböttcher durchschnittlich im Akkord pro Tag zirka 6,30 M. Die alteren Böttcher allein genommen haben natürlich einen höheren Durchschnittslohn gehabt. Hochachtungsvoll M. B. B o d e n h e i n. J» den Maschinenfabrik des Kerri« Kommevzien- ttlil; Molf in Magdeburg-Buckau ist ein Streik sämmtlicher Ar- beiter ausgebrochen. Die Forderungen waren 15 pCt. Lohnerhöhung und verschiedene Kleinigkeiten. Es ist aber alles rund abgeschlagen ivorden. Alle arbeitersreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten. Alle Briefe sind zu richten an Konrad Geweke, Gärtnerstr. 8, Buckau bei Magdeburg. Alle Gelder sind zu senden an Wilhelm Ehrlich, Nene Straße la, Buckau. veffentlich«»«esammUmg itv streike»»«» Arbeiter«»» Ar- briterinne» drr Wchiistebrnnchc am Dienstag, den 18. März, BormillagS 10 UM, tu Schesier's Salon, Jnselstr. 10. Berlin) am Dienstag, den>». Würz Salon, Zilie Jatobstr.?s.. Tagesordnung ______________.—„---------.„. I. Besprechung übet den i» Ostern in Golha stanstndenden Kongrest der Zinimerer Deutschland. 2. Sieiiung- nahme zum t. Mai iseo. s. Verschiedenes und Frageiasteu. Ganvrrein KerUner Kildkaner. Wersammlunn am Dienstag, den iL. d. M., Abends s!i Uhr, im Restaurani»ebner, Aniienstr. 16. Tagesordnung: I. Geschäftliches. 2. Wertstattangelegenhetten.:i. Berschiedenes. Zierband deutscher Mechaniker und oreivnndter Äerusoacnosten (Zahlstelle Berlin). MNtwoch, den i». März, AbendS o Uhr, Versammlung im Loial Annenstr.>0. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Siadioerordnele» G. Vogtherr über Gewerbeschiedsgertchte. 2. Diskussion. Ii. Verschiedenes. «. Fragekasten.— Ausnahme ueuer Mitglieder. Gäste williominen. Um zahlreiche? Erscheinen der Milgiteder wird ersucht. Weistense«. Im Lotaie des Herrn Hälia(LanghanSstrahe) findet am Mittwoch, den 19. d. M., Abends% Uhr, ein freireligiöser Bortrag des Herrn Bogtherr über:„Alts und neue Wellanschauung" statt. Damen und Herren sehr willkommen. Fachumein der in der tztosauiente»brauche beschäftigten Ar- briterinne». Versammlung am Dienstag, den 13. März, AbendS 8 Uhr, im Restaurant Neyer, Alte Jakobstr. 83. z>«reinig»»g der Drechsler peutschlands(Perlmuttbranche), Ort«- Verwaltung 6. Mitgliederversammlung am Dienstag, den is. März, Abends 8 Uhr, bei Hosfniann, Orauienstr. iso. Mitgliedrr-Uersainmln«g der Freie» Nereiniguilg der Rausleute am Dienstag, den 18. März, Abends 8% Uhr, bei Trillhose. Rosenthaler- straße Ii. «roß« iissentliche Uerfammlnng der gewerblichen Hilfsarbeiter am Dienstag, den 18. März, Abends s Uhr, im Lokal der Gräslich Reischach- schen Brauerei z» Srralau. Große Schneider• persammlnng der Freie« Vereinigung der Schneider Keriins am Dienstag, den 18. März, AbendS 8% Uhr, Iii Jordan's Salon, Reue Grünsir. 29. Verein der Former. Kranken- und Elerbe-Unlerflützungskasse<8. Ätärz, Abend« 8 Uhr, JohanntSstrahe 20, Versammlung der Schrifthauer Verltn« und Umgegend. Achtung, Stu-Katenr» I Grobe öffentliche Verfammiung am Mittwoch, den 19. März, Abend« 8 Uhr, bei Zemter, Münzstraße li. Verein zur Mahrnng»er Interessen der porbmacher Kerlin» und zlmgegend. Sonnabend, den 22. März, Abends 8 Uhr, großer Wiener MaStenball in den Burgersälen, Dresdenerstraße 90, Uerdand Kerliner Portiers»nd Kerusogenoffen, Versammlung am Mittivoch, den 19. März, Abends 9 Uhr, Krausenslrahe 10. Kranken- und Kterdekaff» der Autaebeiter und uerwandten ernlsg, uossen.(Etngelragene Hilsskasse 02.) Außerordentliche Genera! 30. März, Bormillag« 10 Uhr, tu Zemter'« I», ü« «»sang-. Turn-»nd geseiiige Vereine am DIenst'ag. Gesangverein „Gutenberg" Abends 8% Uhr im Restaurant Quanbt, Stralauerstraße 48.— '...... M".......... r im Restaurant Httdedrandt, Prinzen- der Elfer" Abend« 9 Uhr bei Wolf ...... Männergesangveretn„Barleulaube" Abend« 9 Uhr im Restaranl Firk, Kottbuserstraße 22.— Gesangverein Bouvardla"(Männerchor) Abend« 8% Uhr im Restaurant„Teutonia, Bei- sorterslraße is.— Männergesangveretn„Stetnnelfe" Abend«» Uhr im Nestau- rant Schulz, Slettinerswaße 60—67.— Gesangverein„Harmonie" Abend« -— 2g---------- V---•*.-"-Iii--- ewiu--..- 8 Uhr in SIeulam's Bierhaus, Große Franffurlerstr. 49.— Männcrgesana- 1 verein„Echo ll" Abend« 9 Uhr im Restaurant Drillhose, Rofenthaierstr. u— 12. Gesangverein„Sängerhai»" Abends 9 Uhr im Restaurant Kaiser-Franz- Uebuugsstunde Abends vou .—„.......— Gesangoereiu„Hoffnung Abend« si,' Uhr WilSnackerstr. 03 im Restaurant Jlge«.— Alännsr- iefangveretn„Htlacilas" Abend« 8 Uhr trn Restanranl W. Gleist, Prinzen- 'lllee 89.— Gesangverein„Felicitas" Abends 9 Uhr im Restaurant Redeitn, Grenadterpiatz 7.— Gesangverein„Bruderherz" Ljär-rHX Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. Möabil"--—r--. des Herrn Trillhose, eine gilt besuchte Versammlung ab, welcher Herr Curl Vaake einen sehr interessanten Vortrag über: Rückblick aus die Wahlbewegnng hielt. Der Referent schilderte das große Anwachsen der Sozialdemokratie bei der verflossenen Wahl, wie das Kartell nun vernichtet ist und ein neues Kartell entstehen kann, wenn das Zentrum seine Hilfstruppen sendet. Der sozialistische Gedanke hat nicht nur die Industriearbeiter er- faßt, sondern hat auch in den Kreisen der Kleinbürger, der Kleinbauern, und der Kleinkauflcute Platz gegriffen, und können Ideen nicht getödtet werden, weder mit Kanonen von Puttkamer, noch mit anderen Unterdrückungsmaßregeln. Ter Reserent sprach von dem Sozialistengesetz, welches die Sozialdemokratie nicht gehindert, sondern ungeheuer vermehrt hat. Wir sollen,..—-.................................................... B ÄbT«"üi riÄSTS I ivir immer neue Trilppen für unsere Ziele heranzubilden suchen, daß diese Bewegungen nicht allein in die Brette, sondern auch in die Tiefe gehen müssen. Der Referent schloß seinen Vortrag mit der Mahnung, nach wie vor zusammen, zu halten und die sozialistische Beivegung weiter fort zu ttagen. Wir wollen in die Höhe wachsen und dann wird das kapitalistische Glasdach keinen Widerstand mehr leisten. Rauschender Beifall lohnte dem Rese- WJ...... R----------------- $6ESEFME$HjSEti» Resolutionen zur Annahme und zivar von den Blumberger Bauern»»hr im Restaurani 5iiuner.«öpuicterstr. ca.-«rendi schor Stenographen- keine Waare zu kaufen und keine Hüte zu kaufen, die nicht mit— Abend« s% Uhr Brumienstr. i«o->.- Arendi'scher Sieno. Arbeiter-Konttolmarken versehen sind. Hieraus schloß der Vor sitzende die Versammlung. Dir Genrralversammlntts drv Derei»»»?«r Mahrnng der Interefse» der Schutzmacher fand am 10. d. Bits, im Gesellschastshaus, Landsbergerstt.�37, statt mit der Tagesordnung: I. Abrechnung, 2. Vereinsangelegenheiten, 3. Verschiedenes und Fragekasten. Zum ersten Punkt verliest der Kassirer die Abrcch- nung des vorigen Quartals und wird demselben, da kein Wider- spruch erhoben wird, vom zweiten Vorsitzenden Decharge ertheilt. Beim 2. Punkt, Vereinsangelegenheiten, giebt der zweite Vor- sitzende bekannt, daß sich Kollege Rufs aus dringenden Gründen veranlaßt gesehen hätte, den ersten Vorsitz niederzulegen. An dessen Stelle wird Kollege Süßmeier einstimmig gewählt. Da auch der seitherige Schriftsührer und einer der Revisoren ihren Pflichten nicht mehr nachkommen können oder wollen, so wird auf Antrag der Versammlung zur Neuwahl geschritten. Gewählt werden als Schriftfüher Kollege Stiederauer, als Revisor Kollege Fischer: Beim 8. Punkt„Verschiedenes" giebt der Vor- sitzende bekannt, daß am 1. Osterseiertage von Seiten des Vereins ... n. r-L-i• rant Lehmann, Raunynstr. 44.— Männergesangverein„Nccordia" Abd«.» Uhr bei Wetck. Aleranderstr. 31.— Gesangverein„Ludwig'scher Männerchor" Abend« 9 iihr Lindcnstr. 100 bei Poppe, Uebunazstunde. Gaste sind willkommen.— Manneraesangverein„Liededsreiheit" Abend« 8% Uhr im iltcftaurant Henke, Blumen sir. 38.—„Deutsche Ltedertasek, Dirigent R. Mafchiusly Abend« 9 Uhr UebungSstunde im Restaurant Saeger, Grüner Weg 29.— Männergesang- peieln„Alle Linde" Abends 8%-io)( Uhr im Restaurant Johns, Mariannen- straße i».— Zitherklub„Amphion" Abends« Uhr in Triebet« Restaurani. oher Steinweg ,6.- Turnverein„Froh und Frei"(Männerabih-Uuna, b-nds Uhr. Bergstr. 67.- Berliner Tiirngenosfenschafl(Fünfte Manner- graphenveretn Abends 8% Uhr im Restaurant„Zum eisernen Kreuz", Linden- straße 71.— Deutscher Verein Arendi'scher Sieuvaraphen Abends n% Uhr in Randel's Restaurani Brumienstr.>29-.— Verein„Roe" Abend« 8% Uhr im Restaurant Eltze, Aierandrinenstr. 99.— UnterhaltungSvereiii„Harmonie" Zlveiiv« 8 Uhr, Slfeubahnstr. aov, im Restaurant von Liebe.— Vergnügung«- verein„Mollig" Zlbends 9 Uhr im Restanrank Rewirle, GipSstraßs 3, jeden Dienstag nach dem I. lind 16.— Zaherklub„Aurphion" Abend« 9 Uhr im „Münchener Hof" Spandauerstr. n— 12.— Rauchliub„Zum Wrangei" Abend« 8 Uhr bei Herfchleb, Zidalbertstr. 4.— Rauchklub„Poriorilo", Abend« 9 Uhr. Manteusseimuße>>9 hei Ercwling.— Rauchklub„Deutsche Flagge" AbenoS s Uhr im Stestaurgnl Händler, Wrangelstr. II.— Rauchklub„Frtcdrichshain" Abend« 9 Uhr im Restaurani Kippiug, LandSbergerstr. jio-,— Rauchklub „Lustige Brüder" Abend« Uhr bei Ärolhe, Fürstenbergerstr.».—«er- gnügungSverein„Fröhlichkeii", Grüner Weg 29. Große EesellschaftZsiunde, verbunden mit Vorträge». Gäste willkommen. Entree frei.— Tambour- verein„Sedan" S yung Abend« 8% Uhr Grüner Weg 9-10.— Tambourverein „Einigkeit macht stark", gegründet 1830 UebungSstu' Restaurant Hahn, Elsasserstr. 67. 1890 UebungSstunde Abend«» uhr tat Berlin, den 17. März 1890. ersucht derselbe, für beide Vergnügen eifrig Propaganda zu machen Eine eingegangene Resolution, dahingehend, die Versammluna möge beschließen, fortan nur noch Hüte zu kaufen, welche mit der Arbeiter-Konttolmarke deutscher Hutmacher versehen sind wurde einstimmig angenommen. Auch wurde nach einer dahingehenden Anfrage die völlige Werthlosigteit des Berliner Scktedsger-.chts in lebhafter Debatte nachgewiesen. Der Vorsitzende richtet sich mit einem Appell an alle Anwesen- Geehrte Redallion! Verzeihen Sie, wenn ich den Raum Ihres geschützten Blattes in Anspruch nehme und zwar zu dem in Nr. 63 vom 15. März stehenden Bericht über eine Versammlung der Zimmerlente Berlins und Umgegend im Konzertsaale der Aktienbrauerei Friedrichsham. Das Gerücht, daß das Ausschußmitglied Herr Jäckel Tausende unterschlagen haben soll, und die beiden schriftlichen Abrechnungen, bevorstehenden Kampf eintreten, könne der Sieg unser sein. Eine öffentliche Wetallartzeiter-Uersammlung mit der Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Metallarbeiter Berlins zur diesjährigen Lohnbewegung? 2. Diskussion. 3. Der Streik bei der Firma Fr. Siemens& Co. 4. Verschiedenes, fand 13. März im Böhmischen Brauhause unter dem Vorsitze Herren Gerisch, Pawlowitsch und Tauschet statt. Ein Antrag, den 1. Punkt der Tagesordnung wegzulassen, da die Versamm- lting zu schwach besucht sei, wurde angenommen. Zum 3. Punkt führt Kollege Bredow an, daß viele falsche Gerüchte über oen Streik in Umlauf gesetzt würden, natürlich nur um unsere Sache zu schädigen; bis jetzt steht die Sache für die Streikenden gut, denn ivenn auch verschiedene Streikbrecher an- "—'•■-—'*--'• v' Cif—<..Li. v. Zimmerleute vorstehen wollen, einen besseren Augenmerk gerade in einer so wichtigen Versammlung, kennen zu lernen. Gut, ich komme zu der VersanimUmg, Herr Hugo Lehmann, derselbe war, wie ich aus der einen Abrechnung sah, Revisor, am I beantragte denzweiten Punkt als ersten zu nehmen, gab der Versamm- der| lung ein Bild von der Handlungsweise des Herrn Jäckel und betonte ausdrücklich, daß Herr Jäckel in einer kurzen Zeit 2000 M. von den Arbeitergrvschen sich angeeignet hat und stellte einen diesbezüglichen Antrag, Herrn Jäckel vor allen Arbeiter'» zu kennzeichnen, ihn für unzuverlässig zu erklären und ebenfalls alle Aemter zu entziehen. Dieser Antrag kam mit solcher Schnelligkeit zur Abstimmung und umrde verworfen, daß ich glaube konstatiren zu können, die meisten Anwesenden wußten iveder —- artige Fälle für Staub aufwirbeln. Ihr wißt auch, wessen Freude und Waffe es bildet, deshalb säume Keiner, sich Licht in der Sache zu verschaffen und solche Männer, die mit den Arbeiter- groschen nicht umzugehen verstehen, aus der Partei zu entfernen. Euch Ziinmerlenten rufe ich zu, gebt Euch nicht selbst Nackenschläge, die bekommt Ihr von anderen Seiten doch genug, übt Gerechtigkeit, die Ihr vertretet, und bekämpft das Unrecht Eurer Kameraden mit derselben Energie, wie das Eurer Gegner. Es ist ja zu bedauern, daß Männer wie Jäckel, den die Zimmerleute glauben nicht wieder finden zil können, sich zu derartigen Handlungen hinreißen lassen. Ich will nicht unterlassen, hierzu einen Ausspruch eines alten Herrn anzuführen, der sprach:„Daß Jäckel unterschlagen hat, ist gewiß, aber wir müssen ihn doch haben, sonst sind wir aufge- schmissen." Und richtig, bei der Wahl, trotzdeni Herr Jäckel wiederholt erklärte, kein Amt anzunehmen, rief man immer „Jäckel, Jäckel!" Also die Zimmerleute geben Herrn Jäckel noch obendrein die Vollmacht. Die Welt will betrogen sein. Es liegt nun im Interesse aller Arbeiter, in öffentlichen Versammlunge» Protest einzulegen und Aufklärung zu verschaffen. Achtungsvoll Ernst Fischer, Korbmacher, Wcißenburgerstr. 19. Herr Hugo Lehmann, Stettinerstr. 9, l Tr, ersucht uns eben- falls um Aufnahme seines Antrages. Derselbe lautet: Das es bewiesen ist, daß Jäckel: 1. DasEinnahmebuch während der Revision gefälscht hat. Oie bei der Revision nicht vorhandenen Dresdener Sammellisten während der Revision zwischen die vorhan- denen Listen gelegt hat. Prka 2000 Mark, welche bis zum 1. Dezember 1889 an Jäckel eingezahlt sind(die Abrechnung geht vom 1. November 1888 bis zum 1. Dezember 1880) nicht gebucht hat, daß daher anzunehmen ist, daß dies Jäckel absichtlich unterlassen hat, um sich) einen Vermögensvortheil zu ver- schassen, enthebt die heutige Versammlung denselben von allen Acmtern, welche derselbe von den Berliner Zimmer- leuten besitzt und erklärt Jäckel für unwürdig irgend ein Amt in der Arbeiterbewegung jetzt und in Zukunft zu bekleiden. 2. 8. Herr Lehmann schreibt uns hierzu: Dieser Antrag wurde mit schwacher Mehrheit abgelehnt, hervorgehoben muß jedoch noch werden, daß der Ausschuß des Verbandes deutscher Zimmerleute, welcher hier seinen Sitz hat(Seitzt, Wolter. Schmidt. Rüben, Stehr), keine Veranlassung nimmt, gegen den„ehrlichen Jacke!' die Untersuchung einzuleiten resp. denselben: aus dem Verband auszuschließen, trotzdem die Herren genau von der Wahrheit des Inhalts meines Antrages überzeugt sind. Gen 4**/* i. v. f.•.%+„ r. i—_„__ r. r a. � r.. Jp v . Genossen, welche Bei- träge zur Streikunterstützung gezahlt haben, können betreffs Kon- trole Abrechnungen von mir erhalten. Hugo Lehmann, Stettiner Straße 9, I. Vernriflszkes: |feber ei» großes Eisenbalinunglück wird aus Elber- seid vom Sonntag telegraphirt: Em von Vohwinkel kommender Güterzug ist heute von dem bei Elberfeld über die Wupper führenden Viadukt in den Fluß gestürzt. Mehrere Personen sollen getödtet sein. Amtliche Meldungen stehen noch aus.— Ein späteres Telegramm fügt hinzu, daß 34 Waggons 12 Meter unterhalb des Brückenniveans im Flußbett liegen. Von dem ver- mißten Bahnpersonal sei bis jetzt keiner aufgefunden; der Betrieb werde nach Möglichkeit ausrecht erhalten. Eine direkt aus Elberfeld vom Sonntag kommende Mit' theilung lautet: Heute früh V* vor 4 Uhr entgleiste ein Güter- zug auf der Sonnborner Brücke zwischen Sonnborn und Elberfeld. 17 Wagen stürzten in die Wupper und versperrten das Wupperbett. Zwei Bremser retteten sich durch Abspringen un- mittelbar vor der Brücke. Drei Bremser liegen unter den Trümmern begraben. Tie Sonnborner und Elberfelder Feuer- ivehr arbeitet mit fieberhafter Thätigkeit. Die Sonnborner Brücke ist vom Wupperspiegel 40 Meter hoch. Vier Waggons und die Maschine sind auf dein Geleise geblieben. Ich schreibe die Karte auf der Unglücksstelle. Die Entgleisung ist durch Achsenbruch entstanden. zirw-Grleauo, 14. März. Der Wasserstand des Mississippi Saint Louis, Loüisville und Nashville� in weiterem �(fflj Depesikrett. (IMoZfa Trlegraphrit Kurea«) 1 n OTIVa,. fV—-Iaa-a. UifiT (Molsss Telegraph-» Kureau., xondo». 17. März. In einer heute hier abgehaMnen � sammlung von Grubenbesitzern wurde beschlossen, aus � langte Lohnerhöhuna um 5 vCt. jetzt und um weitere o sammlung von Grubenbesitzern wurde beschiopen,""i„j � langte Lohnerhöhung um 5 pCt. jetzt und um weitere Juli als unmöglich nicht einzugehen. Die Versammlung sich aber bereit, nnt einer Deputation der Arbeiter am zu unterhandeln. IT.'T 0«»«3 Gi« mWlw. Iiu-nrerrr|U. Nicht erhalten.;» ....... Friedenstr. Ib. Posamentirer-Bencht w M. M eingegangen Drucklegung vernichtet werden. der Zwei große MkhlerUersammwngen des 1. Berliner ReiGtllgs-Wahlkreises l. Dienstag, den 18. März, Abends 8 Uhr, in den beiden Sälen bei Heydrich, Benthstr. 22, 2. Dienstag, den 18. März, im Gesellschaftshans, Landsbergerstr. 37. A Wahlkreise. Referenten: Gottfried l. S t a o t h a a e n. 2. Diskussion und Verschiedenes. TageS-Ordnung Reichstags-Nachwahl im.............___ d Schulz und Neichstagsabgeordneter im 1. Berliner ReichstagZ- Eiuberufer. 190 Achtung! Zimmerleute! Die Kameraden, speziell die Vertrauensmänner von den Plätzen und Bauten, werden dringend ersucht, alle Angelegenheiten, betreffend die Bewegung von 1890, sofort an folgende Adressen gelangen zu lassen: H. Ortland, Steglitzerstr. 58; J. Schmidt, Lausitzerstr. 3; R. Päsler, Dalldorferstr. 4. Auch sind daselbst Marken zu haben. A.-Wolter. Winterfeldtstr. 22. 198 am Ol«, föffenti. Hetaliarisea-leH«« Me�sammBung Dienstag, den 18. März 1890, Abends 8 Uhr, der Norddeutschen Brauerei, Chausseestr. 58. m Tages-Ordnung 1. Vortrag des Herrn Alwin Gerisch: Wie stellen sich die Berliner Metallarbeiter zur diesjährigen Lohnbewegung. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 190 Der Einberufer. Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Arbeiter der um Berliner MessingArke, Firm W.Vljrjert, «m Mittwoch, de» 19. Mar» 1800, Abends SVa Uhr, in Zlenz' Kalo», Uaunyttstr. 27. Tagesordnung: 1. Die Arbeitsverhältnisse in den neuen Berliner Messing- werken sowie Maßregelung von 2 Kollegen. Referent: F. Behrend. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Alle Arbeiter der neuen Berliner Messingwerke sind zu dieser Versammlung eingeladen. Jeder Arbeiter ist willkommen. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Einberufer: W- Große. 183 FacWeipeiM der Lederarbeiter. Am Mittwoch, 19. März, Abends präe. 9 Uhr, im Etablissement V u g g e n h a g e n am Moritzplatz: Grosse öffentl. Versammlung. T.-O.: Wie verhalten sich die Fabrikanten unseren Lohnforderungen ist Pflicht aller Kollegen, Werkstuben Sänimtliche Fabrikanten sind zu dieser Versammlung eingeladen. Es sowie Hausarbeiter, in dieser Versamm- lung zu erscheinen. [1811 Der Cinbeeufer. Achtung! Stuckateure! Gr. öffentliche Versammlung am Mitiwoch, den 19. März, Abends 8 Uhr, bei Zemter, Münzstr. 11. Tages-Ordnung: 1. Nutzen der Gewerkschaftlichen Organisation. Referent. Stadtv. Herr Z u b e i l. 2. Diskussion. 3. Mittheilungen der Vertrauensmänner. Zur Deckung oer Unkosten findet Tellersammlung statt. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer: W. Schule. NB.: Diese Versammlung wird noch durch Säulenanschlag bekannt gemacht. Freireligiöse Gemeinde. Sonnabend, den 22. März, Abends 8-/2 Uhr, findet im Saale der Brauerei„Friedrichehain"(früher Lips) der Wiener Masken" ball""----■■---- bergerstr. W...... Wasserthorstr. 20 und M'e tzner, Näunynstr. 72. 1 ao Komitee. Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein sämmtlicher Berufs- zweige Verlins u. Umgegend, Filiale I(Moabit), früher Verein der Nähmaschinen- und Handarbeiterinnen. Gr. Versammlung am Mittwoch, den 10. März 1ö90, Abends 8V2 Uhr, Wilsnackerstraße 63 bei Herrn Jlges. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Richard Va- ginski. 2. Ausnahme neuer Mitglieder. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 182 Herren und Damen als Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht Die Bevollmächtigte Frau Nauen, Gerichtsstraße 25�, Gr. Bäcker- ¥ersamm Bung. Heute, Dienstag, 18. März, Nachmittags 3 Uhr, auf Tivoli. Tagesordnung: 1. Ist die IMindige Arbeitszeit und geregelte Arbeitsver- Mittelung ohne Streik durchzuführen und wie'? 2. Der Verlauf der Wiener Bäckerbewegung. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen bittet 177 E. Pfeiffer, Koloniestr. 20. Teppiche zu billigen Preisen! Wir verkaufen unserTeppich-Lager aus und verkaufen geivöhnliche haltbare Teppiche für 4, B u. C M. große Tapestry- Plüsch- Teppiche für 12, 15, 18 und 20 M. Tischdecken Manilla-Tischdecken mit Franzen 2, 2,50 M., bunte Tischdecken mit Schnur und Quasten 3, 3,50 bis 5 M., Gobelin- Tischdecken mit Schnur und Quasten 5, 6 11. 8 M. Hochelegante Chenille-Tischdecken 4,50, 5 u. 6 M. Gardinen weiße Zwirn-Gardinen, reellstes Fabrikat, Meter 45, 50 u. 60 Pf., Englische Tüll- Gardinen, auf beiden Seiten eingefaßt, Meter 50, 60, 75 Pf. u. 1 M. Einzelne abgepaßte Fenster 3,50, 4—6 M. Hübsche Manilla-Gardinen, Mir. 40 u. 50 Pf. Sielmaim& Rosenbers: Ecke Linden» Strasse. I Milch-«ni» Äackwaareugeschäft billig zu verk. Stettinerstr. 61.[192 Alle diejenigen Genossen, welche am Tage der Nachwahl am 21. März im Kreise Brandenburg(Westhavelland), für die Wahl des Genoffen Ewald mit thätig sein wollen, werden gebeten, sich bei Unterzeichnetem zu melden. K. D i m m i ck, Sebastianstr. 72 (Druckerei von Maurer, Werner u. Ko.) Der«»entgeltliche s Zentral-Arheitsnachweis der Maler und Anstreicher befindet sich Dresdenerstr. IIS. Geöffnet Morgens von 7—9 Uhr. Telephon-Anschluß Amt 9a, Nr. 578, GeslhW-Berkllus. Wegen Sterbefalls beabsichtige ich mein G-schäst. Kunst-Haudlung, Uergolberri.Kau-u.Kunstglaj'erei, Glas- u. Goldleiste»- Handl»»g vn gros it. en detail, welches einzig in seiner Art hier am Platze— einer größeren Seestadt— unter sehr günstigen Bedingungen sofort zu verkaufen. Offerten erbeten sub H.& V. IL I. an Kaasenstri»& Dogler A.-G., erli» SV. 19. 170 Preujj. Lotterie-Avtheilloose mmm S. Labandtcr, ältestes Lotterie- gesch..Berlin,Johannisstr.5. Gegr. 1860 Hausabriß halber Schlassophas 30 M., Bettstellen mit Matratzen(60 Patentfedern, Roßhaarlage), Keilkissen, zusammen 23 M. 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