mgen in raschem also an- ei Cairo lter der »och Än- e SM« Die Bc- rsin »ningen Ar. ßß Mttwoch. den 19. März 1899. V. Jahrg. icn Ter- die»er- pEt im erklärt- niierstas Hrgan für die Jnkereffen der Arbeiter. erscheint "wmme fit nicht Abrech' iBoßen- st nicht ---- 19.> • ♦»-Vf t w y u Vi/ vüvvv viv"'-"5'.—. 1/, S Mark, für das übrige Ausland» Mark pro Monat. UM-K�WZMM Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. ♦, Fernsprecher: Amt VI.|lr, 4100. NedAÜtton: VeuthflrMe Z.— Expedition: Zinrnrevstrotze 44. �99 H 'S # "S A Ifc� .ß/7> "„tf -«A verlas tich� I K-j I | � lies --.!? ;»> �2 >„ ß3*' J9� 55iesf.! ©in Se»zistts»nr»s. Erfqhrung lehrt, daß die Gegner des Sozialismus, käw�< ihn Jahre lang vergeblich ignorirt und be- Ci»«!. �ben, schließlich dahin gelangen, sich auf seinen �.ndpunkt zu stellen und ihn nach ihrer Weise zu ver- -„..�'lusiren. Hat man doch schon erlebt, daß die tbii l�sten Gegner im gelegenen Augenblick ihre Stellung Iis,/ und sich durch eine elegante Wendung? in Sozia- « u umwandelten.„Was wollen Sie denn, meine L% wir sind ja alle Sozialisten, wir wollen alle einen 12, Zünftigen Sozialismus, wir streben alle dem gleichen cik äu u. s. w." Vor naiven Zuhörern kann ein der- überraschendes Spiel der Deniagogie verblüffend L. en'. bei einem kritischen Publikum verfängt aber die � rugerische Manipulation nicht und man entlarvt ohne "jug den gewissenlosen Volksverführer. . Was wird doch heute nicht alles als Sozialismus .�gegeben. So hielt vor einiger Zeit der englische Schatz- Ä Goschen in einer Sitzung der statistischen Gesell- Wt einen Vortrag über„die Vertheilung des britischen latlonalreichthums". Der Vortragende suchte nachzu- daß während der letzten zehn Jahre die Zahl der "fUZ großen Vermögen stark zugenommen habe, während "�feits die Zahl der riesigen, in wenigen Händen an- K Wüsten Vermögen eine bemerkenswerthe Abnahme zeigt. Mr Goschen legte seinen Ausftihrungen die Ausweise des 5�atzanites zu Grunde, aus welchen hervorgehen soll, daß " kleinere Mittelstand, welcher fortwährend seinen Zu- )s von oben und unten erhält, schnell die große Mirale Schicht der Nation wird. Im Jahre 1877 llrden 317 839 Personen wegen eines Einkommens von f(0 Pfd.©teil bis 1000 Pfd. Sterl. besteuert; 1886 s�ug ihre Zahl 379 064. 1877 bezahlten 22 848 Per ' len Einkommensteuer wegen einer jährlichen Einnahme J51) 1000 Pfd. Sterl. und darüber; 1886 belief sich ihre rchl nur auf 22 289. Besonders hat die Zahl der Ein- "Wien zwischen 150 und 500 Pfd. Sterl. zugenommen, Inn ch um 21,4 pCt., während die zwischen 600 und e 9 Pfd. Sterl. stationär geblieben ist. Eine statistische f/l�osität bilden die Akten der Nachlaßgerichte. Man 1.,w denken, daß nichts Schwankungen mehr unterworfen �e, als das Ableben der vermögenden Leute. Und doch .w sich kaum etwas sicherer hinstellen, so daß das Schatz- /w niemals um große Summen betrogen werden f.'W- Man vergleiche folgende Tabelle über die Erb- Mften, von welchen 1885 und 1887 Erbschaftssteuer a\0&€n worden ist und die ungefähre Gleichheit wird �dem auffallen. W i �Feuilleton. � Der Mord mtf dein Kalle. Aus deni Leben einer Kreisstadt. Von I. S. Panow. � Nun, und wenn ich Ihnen Ihren Nock zeige und wen sage, ,vo Sie ihn vergessen haben? Ich wäre Ihnen sehr dankbar dafür. (oh,>ich holte den Rock aus dem Schranke hervor. Jtscha- wurde sichtlich verwirrt, sagte aber sofort: keiH.~~ Ter Rock ist meinem ähnlich... nur trage ich geflickten Kleider. Der Flick konnte auch von jemand anderni ange- tej-f. werden. Sie konnten zufällig ein Stück Tuch aus- W Z- B. indem Sie von einer Leiter herunterstiegen. sich rfw sah Jtschalow scharf in die Augen, aber er hatte w schon völlig beherrscht. w.T ist nicht meine Gewohnheit, auf Leitern herum triechei,, sagte er spöttisch lächelnd. Deshalb haben Sic mich wahrscheinlich Ihren Rock weil Sie nicht früher gelernt, auf Leitern zu .. aber dieses Stück Tuch wurde auf der Leiter aus welcher Sie aus Ruslanow's Hanse hinab IT WMWWWW» Jtschalow schwieg. �,. ß.— Ich kann Ihnen auch sagen, daß diesen Rock der �Neider Fischer für Sie verfertigt hat. — Das ist mein Schneider, das stimmt. — Sind das nicht Ihre Stiefel? — Es ist möglich, daß sie mein sind. Einen weiteren Beweis für die allgemeinere Ver theilung des Nationalwohlstandes liefert das Kapital der eingetragenen Gesellschaften, welches in den erwähnten zehn Jahren von 307 108 466 Pfd.©tri. auf 591 508 692 Pfd. Sterl., d. h. um 92 pCt. gestiegen ist. Besonders hat die Zahl der Aktiengesellschaften zugenommen, wo- durch große industrielle Unternehmungen, wie Brauereien u. s. w. in das Eigenthum einer Menge Aktionäre über- gingen. An dem Nutzen nahmen auf diese Weise eine große Anzahl Personen Theil. Aehnlich verhält es sich mit den Wohnhäusern. Im Jahre 1875 betrug die Zahl der Wohnhäuser mit 20 Pfd. Sterl. Miethe und darüber 569 326, während sie sich 1886 auf 838 692 belief. Die Vermehrung der Wohnhäuser unter 10 Pfd. Sterl Miethe betrug nur 5,8 pCt., dagegen war die derjenigen von 10— 20 Pfd. Sterl. eine ungeheure. Von 10 bis 15 Pfd. Sterl. ergiebt die Vermehrung 58 pCt. und von 15—20 Pfd. Sterl. 56,3 pCt. Man erhebt vielleicht den Einwand, daß einfach die Miethe gesteigert wurde. Wäre dem so, so hätte die arbeitende Klasse ihre anderweitigen Ausgaben einschränken müssen. Die Statistik der Spar- kassen beweist aber das Gegentheil. Die Zahl der Depositoren betrug im Jahre 1877 3 256 295 Personen, wobei 20 Pfd. Sterl. durchschnittlich auf den Kopf kamen. Im Jahre 1886 war die Zahl auf 5 322225 gestiegen und bezifferte sich die Einlage auf 1 8 Pfd. Sterl. 7 Schill.�durch- schnittlich. Die Zahl der kleinen Werkstätten ist in der Abnahme begriffen, die der großen dagegen im Zunehmen. Der englische Schatzkanzler meinte am Schlüsse, daß alle diese Zahlen, während so viel geredet würde über einen sozialistischen Neubau der Gesellschaft, bewiesen, daß eine Art Sozialis nius ganz in derStille Platz greife. An dem Nationalreichthum nehmen immer mehr Personen Antheil und dazu könne sich das englische Volk Glück wünschen. Um dieses Ergebniß hervorzubringen, seien keine Gewaltmittel angewendet worden, sie seien dem stetigen Wirken ökonomischer Gesetze unter einem System industrieller Freiheit zuzuschreiben. Man dürfe hoffen, daß dieser Prozeß seinen weiteren Fortgang — Trugen Sie fk nicht am 20. Oktober? — Dessen entsinne ich mich nicht. — Trugen Sie sie nicht, als Sie durch den Garten Nus- lanows liefen? — Wann? — Am 20. Oktober... nach dem Morde. — Ich habe Ihnen schon erklärt, daß ich am 20. Oktober das Haus nicht verlassen habe. Wie kam das Vrillantendiadem des Fräuleins Helene Rnslanow in Ihre Hände? — Ich habe es nicht. — Das weiß ich. Es ist hier, in diesem Karton. Sie haben dieses Diadeni an Aron in Moskau für eine fabelhaft niedrige Summe verkauft. — Ich kenne keinen Aron und war nicht in Moskau. — Lassen Sie mich Ihre rechte Hand betrachten. Jtschalow streckte die rechte Hand gegen mich ans und hielt sie mit der Außenseite nach oben. Ich wandte sie um. Auf der Handfläche waren zwei große, schon fast vernarbte Schmarren sichtbar. Der fünfte und vierte Fi halb eingebogen. fmger waren — Bitte, strecken Sie die gebogenen Finger aus! — Das kann ich nicht... die Finger schmerzen mich. — Weshalb schmerzen Sie Ihre Finger? — Ich habe mich auf der Jagd in die Hand geschnitten. — Sie beharren also auf ihrer Aussage? Sie bekennen sich nicht schuldig? — An der Ermordung des Fräuleins Helene Wladi- mirowna bin ich ebenso schuld wie Sie. — Ich kann Ihnen aber jetzt alle Einzelheiten des von Ihnen begangenen Verbrechens erzählen. — Es wird mich sehr interessiren, sie zu hören. nehmen und die ganze große Masse der arbeitenden Be- völkerung wohlthätig berühren würde, was allerdings gegenwärtig noch nicht der Fall sei. Fast wie eine feine Ironie klingt der köst- liche Schlußsatz.„Das Beste an dieser Art Sozialismus ist", so ruft der englische Schatzkanzler aus,„daß er auch in Zeiten des Daruiederliegens der Geschäfte wirke. Trotz aller Klagen von Geschäftsstille, Arbeitsmangel und un- regelmäßiger Beschäftigung stärke die große Mittelschicht der Gesellschaft ihre ökonomische Stellung immer mehr." Welcher immense Aufwand von Phrasen, um die Wahrheit zu verschleiern und eine Unwahrheit plausibel zu machen!„Die Zunahme der faullenzenden Aktionäre, die die Arbeit des Arbeiters in Dividenden umsetzen, die Vermehrung der wohllebenden und unproduktiven Bour- geoisie soll eine Art Sozialismus darstellen." Und trotz aller Verdrehungen und Fälschungen kommt er nicht um die Thatsache herum, daß von diesem„Dividenden-Sozia- lismus" die ganze Arbeiterklasse eben keinen Nutzen habe, was sehr natürlich ist, da nur ihre Entbehrung ein Nutzen für die Kapitalisten sein kann. Eine Wahrheit wird aber schließlich offen ausgesprochen und zwar mit dem Gefühl freudiger Genugthuung,„daß trotz des Daruiederliegens der Geschäfte die Bourgeoisie fortwährend ihre ökonomische Stellung stärke", d. h. daß die besitzenden Klassen ihr Vermögen vermehren, ob wirthschaftlicher Auffchwung oder Krise waltet. Für uns war diese Thatsache nie zweifel- hast, da wir wissen, daß die Kosten in der wirthschaft- lichen Krise in erster Linie die arbeitenden Klassen tragen müssen und das Kapitalistenthum sich derselben sehr gut zu entziehen weiß. Wäre die fortwährend steigende Bereicherung der Bourgeoisie nach der Phraseologie des englischen Politikers wirklich eine„Art Sozialismus", so bestände dieser Sozia- lismus überall, in allen Ländern, in hervorragendem Maße und namentlich wären auch die deutschen Kapitalsten die wüthendsten Sozialisten. Allein auf solchen„Sozialis- mus- Schwindel" fällt heut zu Tage doch Niemand mehr herein. Die Arbeiterschntz-Konstrenz. Ueber die Arbeiten der Konferenz bringt der„ReichZanzck folgenden kurzen Bericht: In der gestrigen Sitzung(am Montag) der Arbeiterschutz- Konferenz wurde beschlossen, drei Kommissionen zu wählen. Die erste Kommission, welche die Bergwerke zu behandeln hat, besteht aus folgenden Mitgliedern: siir Deutschland Herr Dr. Hauchecorne; für Oesterreich Herr Dr. Haberer; für Ungarn Herr Böla von Graenzenstein; für — Sie haben am 20. Oktober Fräulein Rnslanow während des Balles ermordet und dann sich des Diadems " ihrem Haupte bemächtigt. Indem Sie durch das Fenster der Leiter hinabstiegen, haben Sie diese zu Falle eacht und sind selbst mit ihr gefallen. Im fallen ver- orcn Sie das Diadem und das Messer, mit welchem Sie sich an der Hand verwundeten. Dabei blieb Ihr Rock an einer Spalte der Leiter hängen. Beim Anfstehen rissen Sie ein Stück Ihres Rockes los. Nachdem Sie dann die fallen gelassenen Sachen aufgehoben, liefen Sie durch den Garten und kletterten über den Zaun: Sie dachten, daß Sie dabei niemand gesehen habe, aber Sie lassen außer Acht, daß Sie ein Stück Ihres Rockes aus der Leiter zurückgelassen haben, daß Spuren Ihrer Stiefel im Schnee zurübgeblieben und daß Sie den Zaun mit Ihrem Blut besudelten. Ge- stützt aus diese Anzeichen begann die Untersuchung. Am 21. Oktober fuhren Sie nach Moskau, wo Sie im otcl„Mir" abstiegen. Dort fand sich bei Ihnen der Wucherer Aron ein, mit dem Sie über den Preis der Brillanten einig wurden. Am folgenden Tage sandten Sie n dem Wucherer den Packträger Str. 61, und Sie selbst lohen und begaben sich m das Dorf zu Ihrem Vater. Ist das richtig? Ist das nicht so? Sie sehen, Herr Jtschalow, daß ich so viel weiß, um nicht daran zu zweifeln, wer das Verbrechen begangen hat.... Ich möchte Ihnen rathen, nicht länger beim Leugnen zu beharren... ein aufrichtiges Bekenntniß erleichtert die Strafe, und für Sie wäre es besser, mich der Rothwendigkeit zn entheben, Sie durch Zeugen zn überführen. — Ich bin an der Ermordung des Fräuleins Ruslanow unschuldig, sagte Jtschalow. Ich öffnete die Thür und rief, Aron. Hinter ihm traten der Doktor und die Eskorte ein. Belgien Herr Harzö; für Frankreich die Delegirten Herr Burdeau und Herr Linder, mid als Adjoints und Sekretäre dieHerren Jacquot und Pell6; für Gropbritannien die Delegirten Herr Dale und Sir John Gorst nNd als Adjoints die Herren Burt und Burnett; für Italien der Delegirte Herr Bodio und Herr Majorana Calatabiano als Adjoint; für Luxemburg Herr Dr. Brasseur; für die Niederlande die Herrrn Snyder van Wissenkerke und Struve; für Norwegen Herr Christie, Zum Vorsitzenden wnrde der deutsche Delegirte Doktor Hauchccorne, zum Berichterstatter der belgische Delegirte Harze und zu dessen Gehilsen der französische Deleguo- adjoint Pelle gewählt. In die zweite Kommission, welche über die Sonntagsarbeit zu beschließen hat, sind gewählt: für Deutschland Herr Fürstbischof Dr. Kopp und Freiherr von Heyl; für Oesterreich Herr Baron Weigelsperg; für Ungarn Herr Szterenyi; für Belgien Herr Jacobs oder Herr Baron Greindl; für Dänemark Herr Ti'etgen; für Frankreich die Dele- girten Herr Jules Simon und Herr Tolain, sowie als Adjoint und Sekretär Herr Lebon; für Großbritannien die Delegirten Sir John Gorst und Sir W. Houldsworth, ferner als Adjoints die Herren Burnett und Whympcr; für Italien Herr Ellcna, Delegirter und Herr Mancini, Adjoint; für Luxemburg Herr Dr. Brasseur: für die Niederlande Jonkheer van der Hoeven und Herr Struve; für Portugal ein Portugiese, welcher später angezeigt werden wird; für Schweden Herr von Tham; für die Schweiz die Herren Blumer und Dr. Kaufmann. (Uin Vorsitzenden ist der Fürstbischof Dr. Kopp gewählt, der dänische Delegirte Tietgen und'Bericht- t iT ri\ sein Stellvertreter ist......... ,~r erstatter der schweizerische Delegirte Blumer. Die dritte Kommission hat die Arbeit der Kinder, der jugend- lichen Personen und der Frauen zu behandeln. Sie besteht aus folgenden Mitgliedern: für Deutschland die Herren Dr. Landmann und Köchlin; für Oesterreich die Herren Baron Plappart und Dr. Migerka; für Ungarn Herr Dr. von Schnierer; für Belgien Herr Baron t'Kint de Roödenbeke; für Dänemark die Herren Topsoe und Bramsen; für Frankreich die Delegirten Herren Delahaye und Jules Simon, ferner die Herren Laporte und Jacquot_ als Adjoints und Sekretäre; für Großbritannien die Delegirten Sir W. Houldsworth und Herr Scott, ferner die Herren Birtwistle und Whympcr als Adjoints: für Italien der Dele- girte Herr Boccardo und Herr Strinaber als«Hhinint- für girte Herr Boccardo und Herr Stringher als Abjoint;, die Niederlande die Herren Jonkheer van der Hoeven und Snyder van Wissenkerke; für Portugal ein Portugiese, welcher später'angezeigt werden wird; für Schweden Herr von Tham; für Norwegen Hr. Christie; für die Schweiz die Herren Blumer und Dr. Kanfmann..„ Vorsitzender ist der sranzösische Delegirte Jules Simon, Stell- Vertreter der ungarische Delegirte Dr. von Schnierer und Bericht- erstatter bezüglich der Fragen der Kinder und jungen Leute der belgische Delegirte Baron t'Kint und bezüglich der Frauenarbeit der schiveizerische Delegirte Dr. Kaufmann. Norrefpondettjen. London, 15. März 1890. Schon wieder ist ein gräßliches Grubenunglück zu melden, und wieder ist der Süden der Gras- schaft Wales der Schauplatz desselben. Vorigen Montag um die Mittagszeit brach in den Marja-Gruben bei Talbach in der Nähe vonjZPort Talbot. Glamorganshire, eine Explosion aus, die, wie seitdem festgestellt worden ist, nicht weniger als 87 Menschen das Leben gekostet hat. Die Grube war als eine gefähr- liche— als eine„feurige"— bekannt, es sollen alle nur denk- baren Vorsichtsmaßregeln, die besten Lampen ic., in derselben zur Anwendung gekommen sein— sie genügten nicht, das schreckliche Ereigniß zu verhindern. Ob dasselbe wirklich„unabwendbar" ivar, oder ob es nicht doch an gewissen, bei dem heutigen Stande der Technik wohl durchführbaren Schutzeinrichtungen gemangelt hat, wird hoffentlich die Untersuchung zeigen. Ein Mangel, der freilich nicht speziell auf diese oder überhaupt einzelne Gruben beschränkt ist, sondern noch allgemein vorherrscht, ist das Fehlen eines genügenden Rettungsschachtes. Was heute diesen Namen trägt, ist durchaus ungenügend. In jeder Grube müßte» allen Beschäftigten leicht zugängliche Schachte eingerichtet werden deren Abtheilungen durch lustdichtes Mauerwerk oder Stahlwände geschützt sind, und die ihreLuftzufuhrvou auße.iserhalten.sowie Ventilklappen nach außen besitzen. Ein solcher„ZufluchtShafen�ist auf einem der bedeutendsten Bergwerke von Wales— Tylerstow— bereits in Funktion, und es ist kein Grund vorhanden, warum er nicht überall obli- gatorisch eingeführt werden sollte. Kann er auch Explosionen nicht verhindern, so kann er doch die Zahl ihrer Opfer bedeutend verringern. Jede Preisgabe aber von Menschenleben, die gerettet werden konnten, ist als M o r d zu verurtheilen. Die Einzelnhciten der schrecklichen 5iatastrophe zu schildern, muß ich mir versagen. Sie sind ja auch— leider— nicht so außer- gewöhnliches, daß sie besonderer Darstellung bedürften. Selbstverständlich und berechtigtermaßen wird der ganze Vorfall noch dazu beitragen, die Bergleute Großbritanniens in ihrer gegen- — Chaim Faiwelowitsch Aron, sagte ich, ist der Ver- käufer der Brillanten nicht hier? Aron ging aus Jtschalow zu und sprach zu ihm: — Geben Sie mir meine 300 Rubel! Ich iveiß, daß Sie sie nicht haben, aber Sie sind daran schuld, daß ich sie verliere. Jtschalow blieb ruhig, ohne die Worte des Juden zu beachten. — Chaim Faiwelowitsch Aron! Wiederholen Sie Ihre Aussage! Der Jude erzählte auf's neue, was schon bekannt war. — Nun? — Das thut nichts! Ich befahl, Aron ins Gefängniß abzuführen, und forderte den Doktor auf, Jtschaloivs Hand zu untersuchen. Der Doktor war der Ansicht, daß die Sehnen zweier Finger durch einen Schnitt mit einem sehr scharfen Messer verletzt worden seien. Daraus zeigte ich Jtschalow den Zettel, welcher durch die Schneiderin Masurina war abgeliefert ivorden. Er erklärte, daß er ihn zum ersten Mal sehe. Dann ließ ich Fischer hereinführen. Er besah den Roch die Beinkleider und die Weste noch- mals in Jtschalow's Beisein und wiederholte, daß alle diese Sachen in seinem Magazin auf Bestellung Jtschalow's für diesen selbst verfertigt worden seien. — Ich bestimme, sagte ich, indem ich Jtschalow das Protokoll zur Unterschrift reichte, Sie in Hast zu nehme», ans Grund der Artikel 119 und 421 der Kriminal» prozeß-Ordnung und Punkt 4 Artikel 1459 des Strafgesetzbuches. Zu gleicher Zeit meldete nur mein Sekretär, das; mich einige Personen im Empfangszimmer erwarten. Be- sorgt, es könnte zu irgend einer Szene kommen, begleitete ich selbst den Gefangenen zum Ausgang. Jtschalow wider- setzte sich nicht. Im Empfangszimmer bemerkte ich den alten Jtschalow, die Ruslanows und die Bobrowa. Als er an Anna Dmitrijewna Bobrowa vorbeiging, ließ Jtschalow die Blicke mit einem gewissen spöttischen ivärtigen Bewegung zur Verbesserung ihrer Löhne und Arbeitsbedingungen zu sesiigen. Es wird den Lesern des„Berk. Volksbl." bereits jbekannt.; sein, daß die seit einigen Jahren bestehende und' die überwiegende Mehrheit der organisirten Bergarbeiter des vereinigten König- reichs vertretende Bergarbeiterfederation von Großbritannien neuerdings beschlossen hat, angesichts deS fortgesetzten Steigens der Kohlenpreise eine weitere Erhöhung der Lohne um 10 pCt. zu verlangen, nachdem sie bereits vor einigen Monaten eine Er höhung um 30 pCt. durchgesetzt hatten.*) Nun sind die Kohlen- preise heute bis zu 80 pCt. siioher als im Vorjahre, trotzdem sperren sich die Unternehmer, der Forderung derArbeirer nachzugeben, die ihnen noch so weit entgegen gekommen ivaren, nur 5 pCt. Erhöhung für sofort und die weiteren 5 pEt. erst vom 1. Juli ab zu verlangen. Am Freitag sollte die Sache zur Entscheidung kom- men. Eine Delegirtenversammlung der Bergarbeiter-Fö'deration trat in Manchester zusammen, um die Antwort des Unternehmer- Verbandes auf ihre im obigen Sinne formulirte Forderung ent- gegenzunehmen. Statt derselben traf ein Telegramm ein, daß die Unternehmer erst am Montag zusammentreten würden, um über die Vorschläge der Arbeiter zu berathen, was von diesen als ein Winkelzug betrachtet wurde, bezw. als ein Versuch, die Sache in die Länge zu ziehen. Sie faßten daher eine Tadelsresolulion gegen die Prinzipale und gaben den einzelnen Sektionen tele- graphisch Anweisung, den Kamps nunmehr mit allem Ernst ans- zunehmen. Das ist denn auch vielfach bereits geschehen. Nachdem in einem großen Theil von Nottinghqmshire und West-Iorkfhire die Bergleute bereits Mitte der Woche ausgetreten waren, sino gestern auch die Bergleute in einer ganzen Reihe anderer Reviere ans- getreten und haben in andern ihren Austritt angekündigt. I Ganzen erstreckt sich die Bewegung auf eine Zlrbeiterschaft von ungefähr 250 000 Mann, von denen vielleicht über hunderttausend bereits im Ausstand sind. Nur eine verhältnißmäßig geringe Minderheit von Unternehmern, darunter eine Anzahl Bergwerksbesitzer von Lancashire, die zusammen etwa 20 000 Arbeiter beschäftigen, haben sich entschlossen, angesichts der entschiedenen Haliung der Arbeiter deren Forderung zu beivilligen, die über- wiegende Mehrheit soll dagegen erklärt haben, nicht nachgeben zu -.vollen. Andererseits sollen die Arbeiter entschlossen sein, um den Streik mit Ausdauer führen zu können, für die ersten drei Wochen überhaupt auf Streikunterfsützung zu verzichten, welcher Beschluß, wenn durchführbar, als' Ine taktisch außerordentlich geschickte Maßregel bezeichnet werden kann. Jedenfalls stehen wir vor der Möglichkeit eines Kampfes, wie er in England in gleicher Ausdehnung seit Langem sich nicht abgespielt, und der, wenn er andauert, iveile Kreise der In- dustrie in Mitleidenschast ziehen wird. Schon jetzt zeigen sich die Großindustriellen des Nordens sehr beunruhigt, und man spricht vom bevorstehenden Stillstand verschiedener Etablissements der Metallbranche. Selbst wenn der Streik keine direkte Kohlennoth, sondern blos eine wesentliche Steigerung der Kohlenpreise zur Folge hat, kann er die Stockung vieler Geschäfte zur Folge haben. Warum aber widersetzen sich die Mehrzahl der Unternehmer so hartnäckig der Forderung der Arbeiter Allgemein herrscht die Ansicht vor, daß die Lage der Kohlemndustrie sie sehr wohl in den Stand setze, die Lohnerhöhung zu bewilligen. Wollen sie die Preise der Kohlen noch höher schrauben? Es ist dies nicht ans- geschlossen, aber wenig wahrscheinlich. Vielmehr Wahrscheinlich teil hat die Ansicht für sich, daß die maßgebenden Herren, denen die Föderation der Bergarbeiter sehr imbequem zu werden beginnt, zumal dieselbe sich bedenklichin der Richtungdesnenen, d.h. modernen Trades-Unionismus entwickelt, gern ihr Müthchen an ihr kühlen möchten. Sie spekuliren daraus, daß der Frühling zusehends naht und damit der Bedarf an Hanskohlen geringer' wird, daß die Nachfrage nach Eisen gefallen ist und daher die Industrie unter einem Streik immerhin noch weniger leiden würde, als etwa im Herbst, wo, wenn sie jetzt nachgeven, die Bergleute wo- möglich mit einer neuen Forderung an sie herantreten würden. Brechen sie aber jetzt die Kraft der Organisation, in der das jüngere und kampflustigere Element überwiegt, gelingt es ihnen, die Fonds der Gewerkschaft zu erschöpfen, so brauchen sie sich auch vor unliebsamen Zumnthungen im Herbst nicht zu fürchten. Es wird sich wohl schon in den nächsten Tagen entscheiden, ob diese Lesart die richtige ist. In der obenerwähnten Generalversammlung der Bergarbeiter- Föderation wurde serner die nachstehende Resolution gesaßt: „Die Regierung hat dadurch, daß sie leinen Vertreter des gesetzlichen Achtstundentages an die Berliner Konferenz ent- sandte, sich einer groben Vernachlässigung gegen die große Mehrheit der Bergarbeiter, die für denselben sind, schuldig gemacht." Herr Burt, den die englische Regierung nach Berlin geschickt, vertritt allerdings einen Bergarbeiterdistrikl im Parlament, aber dasselbe thun die Abraham, die Fenwich, die Pickard, die zugleich *) Man sieht, die Forderung der rheinisch-meslfälischen Berg- lente um 50 pCt. Lohnerhöhung ist durchaus nicht so unerhört, wie die Herren Kohleubarone und ihre Soldschreiver das deutsche Publikum gern glauben machen möchten. Ausdruck über sie hingleiten. Sie sah ihn mit dem Ausdruck von Liebe und Mitleid an; ihre Wangen glühten; sie war sichtlich erregt. — Sie sind folglich verliebt in einander, dachte ich. — In mein Kabinet zurückkehrend, ließ ich vor mir Ruslanow eintreten. — DaS ist also der Elende, der meine Tochter er- mordet hat! Wer konnte das denken! Lassen Sie ihn zurückkommen, wenn es möglich ist... ich möchte mit ihm sprechen. — Morgen werde ich Ihrem Wunsch entsprechen. Heute kann ich nicht. Ich blieb mit dem Prokurenr allein. — Wissen Sie, sagte der Prokurenr zu mir, obwohl Aron ihn erkannt hat, obwohl so viele unwidersprechliche Beweise von hervorragender Wichtigkeit gegen ihn vorliegen, so mag ich doch nicht behaupten, daß er der Mörder ist... dazu ist seine Kaltblütigkeit zu unverfälscht. Er leugnet auch seine Fahrt nach Moskau, welche durch so unnmstöß- liche Zeugnisse bewiesen wird. Da kann man den Kops ver- lieren! Wie viel Verworfenheit muß man bei einem Menschen voraussetzen, welcher dem Anschein nach so ehrbar und ordentlich ist! Nachdem der Prokurenr sich entfernt hatte, lud ich den alten Jtschaloiv vor. Er war aufgeregt, aber er ließ den Worten nicht freien Lauf. Sehr zurückhaltend ersuchte er mich um einige Aufklärung. Vor allem hatte ich ihn selbst zu fragen, und ich wandte mich an ihn mit den Worten: — Artikel 705 der Kriminalprozeß-Ordnung gesteht dem Vater des Slngeklagten das Recht zu, sich des Zeugnisses zu enthalten. Wünschen Sie im vorliegenden Falle von diesem Rechte Gebrauch zu machen? — Ja, ich inuß davon Gebranch machen? ein un- vorsichtiges, unüberlegtes Wort könnte meinen Sohn verderben. Ich wünsche keine für den Fall wesentlichen Angaben zu wachen, aber als Vater kann ich nur die guten, unvergleichlichen Eigenschaften meines Sohnes be- stätigen. das Vertrauen der überwiegenden Mehrheit der Bergleute besitzen, da? Herr Biirt durch seine neuliche Erklärung gegen den — o— y i—-—"y/'i------------ u. be�w. di 1. Mai immer mehr liui sich greift. Es si Ueberhaupt freue ich mich, berichten zu lonnrn,, wegung für den AKtstundentag, bezw. die Demonstration des immer rnebr m» ficti greift. Es sind mir in dieser% '"''—*"frtH Dßt ttlj SSStSS"""■ den abgelaufenen Monaten dieses Jahres von den Arbeitern m den verschiedenen Negierungsetablissements gemacht worden SSW'S. WWÄN% sä nssSL »«SÄ»S Fallen durch Stimmzettel gefcbehen."...„ WolikiMo Meb-rMkt. w WS irbelt w Der Uücktritt des Fürsten Kismarck der Jahrzehnte hindurch die„Regierung" war, rvn den leitenden Kreisen alles durcheinander. Noch ssl � gewiß, ob er wirklich sofort geht. Der Kaiser soll sew_� lassnngsgcsuch noch nicht angenomnien haben, Verniu« versuche sollen gemacht werden u. s. f. Aber daruvc sich alle Stimmen einig: selbst das Bleiben des R Kanzlers im Amte würde" nur'eul'en'Äufschub bedeuten.. Sogar�dre Möglichkeit, an welche sich gestern noch it, an welche sich iile« offiziösen„Hamb. Nachr." klammerten, daß der Reich-' � aus seine preußischen Aemter verzichte und nur die der auswärtigen Politik in der Hand behalte, saM schüttet. Die„Kreuz-Ztg." weiß nämlich zu mejdeii. sich auch in der Kolonialpolitik ein Gegensatz zwischen� � und Kanzler eingestellt habe; der Kanzler sei für bedctfh Vorgehen, er„trete zögernd und ohne Neigung Unternehmungen heran." Hierin sei nun„eine vollrom Wandlung" eingetreten oder in Vorbereitung. 6? aus an die Vergrößerung der Schutztruppe in Oftasrna � mehrere tausend Mann erinnert werden, auch sei.oft* nennnng Emin Paschas zum Generalgouverneur in., e asrika in bestimmte Aussicht genommen.„Weitere Sky stehen dort noch in näherer Zeit bevor.", Mit Bismarck fallen natürlich auch andere Leute. Gesammtministerium soll seine Demission eingereicht um den„neuen Bahnen" freies Feld einzuräumen._ Herbert Bismarck ist es sicher, daß er zugleich mit seinem zurückgetreten ist. Es entbehrt sicher nicht des Humors, bje oie offiziösen Blätter melden, dieseDemission wäre abgelehnt, unschätzbaren Dienste des Herrn Staatssekretärs würden Lande erhalten bleiben.—' Noch eine Meldung, die nnk. stzanzlerkrisis in Verbindung steht, bezeichnet die Situat i der.Kaiser hat sännntliche kommandirenden Generale Berlin berufen.. Die Bourgeoisie sieht dem Sturze ihres Idols veryI., nißmäßig ruhig zu. Dankbarkeit hat niemals ihren Tugenden gezählt und Bismarck fehlte in letzten Iahren die glückliche Hand'.„Es gelingt M' mehr," hieß es. Die nationalliberale Presse war � auch, die zuerst von dem„rasch alternden ReichskanZ... sprach, und der Ausfall der Wahlen hat dem Faß oo � den Boden ausgeschlagen. Der Reichskanzler könnt«. Sozialdemokratie nicht vernichten, ihr rapides Wachsty„ nicht verhindern, seine Mittel haben versagt. So sind[_ z« den — Nach demselben Artikel verlieren Sie, indem Si« � Beantwortung von auf die Anklage bezüglichen Fragen nv lehnen, das Recht der Zeugenaussage inbezug aus all«" prechen. Theilen eii Falles mit. war wirklich bei � nur die letzte oM Gott was zur Rechtfertigung dienen kann. — Dann werde ich lieber nicht mir die Einzelheiten dieses unglücklü Ich thcilte sie ihm mit. — Das ist unbegreiflich k Er ans dem Dorfe, doch im ganzen und bis zu dieser Zeit, sagt er, war er mit Afan> aus der Jagd. Das Verbrechen ist augenscheinlich.. ivas hat ihn zu diesem Fehltritt geführt? Mein Mein Gott! Ich bemühte mich, ihn zu beruhigen, aber meine brachten gar keine Wirkung hervor; in schrecklicher w«! zweislung, völlig verwirrt und zerrüttet verließ der m Ilschalow mein Zimmer. Nach seinem Abgang begab ich mich in den Klub, P' ich fast unsere ganze Gesellschaft beisammen fand. Främ«'. Bobrow war auch dort und tanzte sehr lustig. Als sie erblickte, ivandte sie sich nach mir um und sagte:, ,, — Ist es wghr, daß Jtschalow sich als der Mör?, Helene Ruslanows herausstellt? Welche Abgeschmacklh««'' Kann man denn eine solche Fabel ersinnen! In diesem Augenblick erinnerte ihr Kavalier sie daW' daß an ihnen die Reihe sei, eine Figur auszuführen, u» unser Gespräch ivurde abge�jnitten. Das E r g e b n i ß der Nachforschungen. Am folgenden Tage waren meine ersten Besucher j?., beiden Väter— der Ermordeten und des Mörders.~.} trafen zu gleicher Zeit ein, so daß es unmöglich war, � Begegnung zu verhindern.., Ruslanow und Jtschalow verhielten sich zu dem UnPsi' das sie betroffen hatte, nicht in gleicher Weise und glich« einander nicht.( Der Erstere, ein mittelgroßer Mann mit grauem weichen Gesichtszügen, angenehmen Manieren, freundlich' Umgang, erweckte mehr Sympathie für sich. (Fortsetzung folgt.) n, dämlichen i de» Hin- Sur Z der its in at in theil- itglied l dar- lnd in »eitern ivrden ! acht- Woche 1% 'S tb der Lohn- Auch Innen- mungen i allen lTni3lltet und neue Männcr willkomtile».— Wenn nicht dann selbst Cnprivi! Sozialdemokratie werden aber anch die neuen mt*ä so leicht nicht fertig werden. Nie Kommeudru Männer. Der„Verl. Börsen-Cour dieldet�--------- tnalität hnl luu'b versichert, habe für die Even darrt dir«,�ur« ��uiarck auf scinein Abschiedsgesuch be kanzle'r L Kombination bereits fertig. Der Reichs kr �gle�bM gcitci- .. ,, vnpi s», ,vus nrjTiriiui|<..»u»«,"�rrvi ,tx auswärtigen Angelegenheiten sein. Für den Reich» unzlerposten soll ein General— nicht der General, tabsche M von Waldersee, sondern der frühere Chef der Aoimra 5�-. jetzige Kommandeur des 10. Armeekorps, General von �drivi,— in Aussicht genoiiinleil sein. Die Verniuthung, elche Herrn Miguel als konimendcn Reichskanzler nannte, . ols falsch bezeichnet, doch nennt man Herrn Migucl ?' den künftigen Leiter eines bedeutenden Nachsamte». auch der Name des Freiherrn von Hüne wird im Znsanmwn- fei JWt der Neubesetzung von Reichsämtern erwähnt,-rer l-dllftändigkeit halber verzeichnen wir noch das Gerücht, daß Staatssekretär des Auswärtigen, Graf Herbert Bismarck, ichm �u�oßung�nachgesncht haben, das Gesuch aber abge- ., Das Interimistikum, vor welchem wir even stehen, wird als ein voraussichtlich zienilich lange �»des bezeichnet.« tuell -- y»• w.y, IV fc, mit �ifettfvnds. Die Nnierredung, die Windthorst die gehabt hat, soll sich, wie gemeldet ivird, auf ®eori U:58 des sequeftrirten Vermögens des Königs loa»» Hannover(Welfenfonds) an dessen Erben -siitt»»«?'— Ter Welsenfonds wirb bckailntlich tefUrwrnl der Reptilien verbraucht. Die Nnterrednng ist 1"mlos geblieben. maJP s'ichükchc Zfegieruua und der Lmuburger Ze»«t A.."' welche, nach offiziösen Zeitungsnotizen, vorigen eifrigsten für die Verewigung uild womöglich "g des Sozialistengesetzes eintraten. Ob dei Senat wirklich in dieser Weise thätig gewesen '—<..// /rJ...... w bog«enac roiiTiia; m oicjct«velsr lyuuji i»..�sisen wir nicht, haben jedoch auch keine» Grund, eS uchJ�wHstln. Von der sächsischen Regierung aber ist es dan a h�ft wahr. Und ebenso unzweifelhaft ivahr ist es. lici, w?uclj jetzt wieder Himmel und— Polizei(einschließ- uJ?ts- und Krcishauprniannschaften) in Bewegung setzt, faii«* Sozialistengesetz, dem der 20. Februar den Genick- v.' � gegeben, wieder lebendig zu galvanisiren. Eämmtliche st�apwrne und fleischliche— Organe arbeiten init äußer L,.. Hochdruck an der Füllung des gräßlich ge itahnfo. und gräßlich bemalten Riesenballons, gc- I:mix Rothes Gespenst.„Terrorismus der So- � �wokraten!" lautet die Losung—„sozialdemokratische ttm.'. �mschast!" Vergewaltigung der ordnungsliebenden, lau?». Wähler!" und wie die stereotype Litanei weiter die cv®.'e Bekanntmachung des Leipziger Amtshauptmanns, Z>„S$*miaden der„Leipziger Zeitung" und des„Leipziger "> gcvlatt" h!» Landtagsreden des Staatsministers von Da» aben, L»N ; Jeder, der nicht allzu hart auf den Kopf das richtige Bild leicht herstellen kann. r'»»v& iviyity v>wTv 4vrc*;v- �vvsivu.v.rt lu-uu« � � L, Wir setzten schon früher auseinander, daß es sich jetzt pt das ultrakonservative sächsische Ministerium Nostiz-Wallwitz 'sm Sein oder Nichtsein handelt, daß das Ministerium mit dem , �iialistengesetz steht und fällt. Die krampfhaften Ballon- Mungs- Versuche der sächsischen Offiziellen, Offiziösen und �lbchüuösen sind also in Wirklichkeit nur tragikomische | Mtungsversnche eines ertrinkenden Systems.— Womit ? dc» if slct iilliS di- Ä �°ch nicht gesagt werden soll, daß dasfelbe auch wirklich sinken werde. Es kämpft aber mit den Wellen, und k.tz der Strohhalm des verlängerten und verschärften klaw �engesetzes, an den es in� feiner Todcsnoth sich tzin und ward nicht mehr gesehn." (W* ZtrafgesehnovrUe ist dem Bündesrath zngc- ebenso eine Slovelle, betreffend die Grundbücher in �laß-Lothringen.— Was in der Strafgesetznovelle steht, Jd nicht gemeldet. Handelt es sich vielleicht wieder einnial m einen„Ersatz des SozialistengesetzeL" V tu-. JlMö*sichto der Keiathnugen der gegeuwärtig in Berlin «nternationalei» Arbeiterschutz-Konferenz ist iiachfolgende, bienf» ,F«Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" gegebene Zilsain- g der wesentlichen Bestlmmungen über Frauenschntz in P-esetzgebnngen der europäischen Staaten aktuell: W Än Deutschland dürfen Wöchnerinnen nicht vor Ablauf von »"Jochim nach der Entbindung beschäftigt werden. Für den 'st die Beschäftigung von Arbeiterinnen unter Tage (gjD.ckl untersagt. Ans gesundheitlichen Gründen und solchen der fliiiichkeit kann der Bundesrath für geivisse Betriebszweige die s�?Hidung von Arbeiterinnen verbieten oder aber an ein- »nna.de Bedingungen knüpfen; insbesondere kann Nachtarbeit z., Arbeiterinnen für gewisse Fabrikationszweige untersagt wer- Derartige Vesliinmungen sind für Walz- und Hammerwerke, Und ,!.- Drahtziehereien, Bleifarbensabriken, Zigarrenfabriten � Guminiwaarcnsabrilen ergangen. So dürfen beispielsiveise sZwbcn und jugendliche Arbeiterinnen in Glashütten nicht beschäftigt in r r' wo vor dem Ofen gearbeitet wird; leytere außerdem nicht D wichen Räumen, in weichen außergeivähnlich hohe Temperaturen jDstchen, und bei Schleifarbeiten. Für Walz- und Hammerwerke i.»• Beschäftigung von Arbeiterinnen ausgeschlossen. In Spin- dürfen jugendliche Arbeiterinnen nicht in Hechelsälen und i.-�s in Räumen beschäftigt werden, in denen Reißwölse im Be- mit-.......... Produkten nicht vorgeschrieben, unmittelbarem wes- oder für �'cve sind. In Drahtziehereien mit Wasservclnev, vei weisen �regelmäßigen Schichten nicht innegehalten werden können, si�rfen bei Herstellung des Drahtes-Arbeiterinnen nicht beschäf !'St werden. In Bleifarben- und Bleizuckerfabriren dürfen Ar ..stterinnen nur in solchen Räumen und zu solchen«ernchtmigen j"fassen werden, welche sie mit den bleiischen v.�t �.Berührung bringen. Für Zigarrensabrike» ist «?? Arbeiterinnen(und jugendliche Arbeiter) in Meitsverhältniß zum BetriebSunternehmer stehen innssen, ,v. Annehmen derselben durch andere Arbeiter ode ..rc» Rechnung untersagt ist, soweit nicht die Arbeiter unter Rhen cheliche», geschwisterlichen oder elterlichen Beziehungen ry. Oesterreich bestimmt im Verordnungswege, in welchen J�fifatioiispBeigeii Frauen gar nicht oder nur unter ?swlssen einschränkenden Bedingungen beschäftigt- werden Ursen. In Fabriken ist Frauen untersagt, an der Nacht- toeit Theil zu nehmen; als Nachtarbeit gilt die Zeit °on 8 Uhr Abends bis 5 Uhr Morgens; jedoch kann der Handels- „'schier Ausnahmen zulassen. Bei Bergwerken dürfen Frauen Iii. junge Mädchen nur über Tage beschäftigt werden, �ugend- i„, Arbeiterinnen unter achtzehn Jahren dürfen überhaupt nur solcher Weise beschäftigt werden, die ihrer körperlichen Gut- ivlckelimg nicht nachtheilig ist.— Ungarn verbleket, Frauen vler Wochen nach der Entbindung zu beschäftige». In England dürfen Textilfabriken Frauen nur G bis 7 Stunden Vormittags und eben so lange Nachmittags bei zweistündigen Pausen, im Ganzen 10 Arbeitsstunden, beschäftigen. In anderen Fabriken und.in der Hausindustrie ist für Frauen eine Maximal- Arbeitsdauer von IOYs Stunden vorgeschrieben. Nachtarbeit ist Frauen und jungen Mädchen untersagt, ebenso Beschäftigung von Frauen in Bergwerken. Frankreich verbietet für junge Mädchen unter 21 Jahren Nachtarbeit und Arbeit an„einem Tage" in der Woche (Sonntag), ferner Bcschästigung von Frauen und jungen Mädchen in Bergwerke» und Steinbrüchen. Der bei der Kinderarbeit schon erwähnte Gesetzentwurf will für weibliche Personen eine Maximalarbeitsdaner von 11 Stunden festsetzen und Nachtarbeit verbiete». Italien hat besondere Bestimmungen über Frauenarbeit nicht; für jugendliche Arbeiterinnen gellen die über Kinderarbeit mitgetheilten Bestimmungen. Spanien setzt die Arbeitsdauer-für Mädchen unter 14 Jahren auf 5 Stunden fest,(für Knaben ist die gleiche Daner nur bis zum I-). Jahre vorgeschrieben); Mädchen vom 15. bis 18. Jahre dürfen nur 8 Stunden beschäftigt werden(die gleiche Arbeitsdauer gilt für Knaben von 18 bis 15 Jahren). Mädchen ist Nacht arbeit untersagt. Schweiz. Frauen dürfen nicht Nacht» und nicht Sonntags beschäftigt werden, ferner nicht, um in Bewegung befindliche Motoren, Maschinen und Transmissionen zu reinige». Wöchneriiineii sind vor lind nack) der Niederkunft im Ganzen 8 Wochen von der Arbeit ausgeschlossen, der Wiedereintritt ist an den Nachweis Scknüpft, daß seit der Entbindliiig mindestens G Wochen ver offen sind. Falls Frauen einen Haushalt zu besorgen haben, müssen sie, sofern die Mittagspause sticht mindestens IVs Stunden dauert, die Arbeit eine halbe Stunde vor Beginn der Pause ver- lassen dürfen. Belgien hat keine Bestimmungen über Frauenarbeit. Der bei der Kinderarbeit erwähnte Gesetzentwurf von 1337 hatte nur ein Verbot, Frauen in Bergwerken unter Tage zu be schästigen, vorgesehen. Niederlande. In Fabriken, im Handwerk und in der Haus- industrie ist für Arbeiterinnen eine Arbeitsdauer von höchstens 11 Stunden vorgeschrieben, die zwischen 5 Uhr Morgens und 7 Uhr Abends mit mindestens eiiytündiger Pause liegen muß. Wie Nachtarbeit ist auch Sonntagsarbeit für Arbeiterinnen ver- boten. Dänemark hat besondere Bestimmungen über Frauenarbeit nicht. Schweden und Norwegen untersagen, Frauen in Gruben und in Steinbrüchen zu beschäftigen. Rußland verbietet für Frauen Nachtarbeit in Spinnereien und Textilfabriken. Die im Koiiferenzprogrannn über Frauenarbeit enthaltenen Fragen lauten: 1. Soll die Arbeit verheiratheter Frauen bei Tage oder bei Nacht eingeschränkt werden? 2. Soll die industrielle Arbeit aller weiblichen Personen (Frauen und Mädchen) gewissen Beschränkungen unterworfen werden? 3. Welche Beschränkungen empfehlen sich in dem Falle? 4. Sind für einzelne Industriezweige Abweichungen von den allgemeinen Bestimmungen vorgesehen und für welche? Da» Abgrordnrtrnhau» führte am Montag vie Berathung des Etats der Berg-, Hütten- mid Salinenverwaltung zu Ende. Von verschiedenen Seiten wurde nochmals die Bergarbeitersrage kurz erörtert und dabei die Anschauung, daß die Bergarbeiter bewegnng in sozialistischen Umtrieben ihren Grund habe, wider- legt. Ter sreikonservative Abg. Dr. Arendt hielt wieder seine übliche Doppelwährmigsrede. Eine Resolution auf Schutz der Kalilagersiätten vor Wassersgefahr wurde einstimmig angenom- inen.— Dienstag beginnt die Berathung des Kultusetats. Koyüott von oben. In der„Uelzener„Kreiszeitung" ist zu lesen:„Im Kreise Dannenberg sollen sich die Hofbesitzer in mehreren Ortschaften zu folgenden Beschlüssen vereinigt haben: I. Wir verpflichten nns, denjenigen Personen, welche sozialdemo- kratische Ziele verfolgen, keine Arbeit zu geben, seien es nun Schuster, Schneider, Tagelöhner oder was sonst für Personen: 2. wir arbeiten ihnen nichts mit unseren Gespannen, jie mögen uns zahlen dafür, was sie wollen; 3. wenn irgend möglich, geben lvir ihnen keine Wohnung, Land und keine Wiesen in Pacht; 4. bei allen öffentlichen Arbeiten und Unternehmungen verhindern ivir, wenn möglich, ihre Theil, tahme." Urb«' die Ueferendare jüdischer Kottfessto» haben die sozialdcmokratischeii Abgeordneten in der zweiten sächsischen Kammer nachstehende Interpellation eingebracht:„Ist es wahr, daß seit der am 1. Oktober 1879 erfolgten Einführung der neuen Gerichtsverfassung kein einziger Referendar jüdischer Konsession den Richtereid erhalten hat, und daß alle Gesuckw solcher Referendare, welche nach ihrer Uebergehung beim Justizministerium um Gewährung des Richtereides einkamen, trotz Befürwortung durch die zuständigen Dienstvorgesetzte» immer erfolglos waren, ja sogar nnbeantivortet blieben?— Ferner, ist es wahr, daß ein jüdischer Referendar im Gegensatz zu den christlichen Referendaren nie eine Jayresremimeration erhält?— Im bejahenden Falle ersuchen wir um Darlegung der Gründe, welche die königliche Staatsregicrung im Widerspruch mit den Reichsgesetzen und der Laiidesvcrfassmig zu einer solchen Praxis bestimmen." In Giksjrn ist für die Neuwahl als freisinniger Kandidat err Landrichter Dove aus Frankfurt a. M. aufgestellt worden. egen ihn kandidiren der nationalliberale Fabrikant Heyligen- äädt, der sozialdemokratische Schreiner Orley, außerdem zwei Vertreter des Antisemitismus, der gemäßigte Antisemit Professor Dr. Adolf Wagner aus Berlin und der ungemäßigte Herr Pickeitbach ans Berlin. Telegramm?«« sur. Die Berliner Telegrciphennmter weigerten sich in der Nacht vom Montag zum Dienstag Telegramme abzuseitdcn, welche das Eutlassnngsgesuch des Kanzlers als Thaisache meldeten. Die Korrespondenten sahen sich infolge dessen genöthigt, das Entlassnngsgesuch mir als Gerücht zn telegraphircn. Später aber sandten sie besondere Telegramme nach: Gerücht ist Thatsache. Tie Beförderung dieser einfachen Meldungen ohne Bezugnahme auf den Fürsten Bismarck konnten die Telegraphenbeamten bei aller Skrupulosität nicht ablehnen. Gvosflu'Uamiie». Liverpool, 17, März. Heute Nachmittag fand Hierselbst eine große Versammlung von streikenden Dockarbeitern statt. In derselben fragte der Schiffsrheder Houston, warum die Leute die Arbeit auf seinen Schiffen nicht wieder aufnähmen, nachdem er ihre Forderungen bewilligt habe. Mac Hugh, Sekretär der Ar- beiter-ßlssoziation, äußerte sich in ähnlichem Sinne und wurde von der Menge mit dem Rufe unterbrochen:„Niemand soll arbeiten, während Andere Hunger leiden." Mac Hugh erwiderte darauf, er werde, da die Menge vernünsiigen Vorstellungen nicht zugänglich zu sein scheine, überlegen, ob er seine Entlassting nehmen solle. Während er sprach, fuhr ein großer, mit Getreide bcladener Wagen vorüber. Ein Haufe stürzte sich, wie das offiziöse„W.T.B." meldet, trotz der Proteste Mac Hngh's und Anderer auf den Wagen, bemächtigte sich des Getreides und verstreute dasselbe auf die Straße. Der Kutscher erhielt in dem Handgemenge einen Messerstich, und mehrere andere Männer wurden durch Fußtritte schwer verletzt. Eine Polizeimannschast von 6 Offizieren und 50 Kon- stablern wurde bei ihrem Eintreffen mit Steinwiirsen empfangen, zerstreute aber schließlich die Menge. Die Behörden von Liverpool waren unter dem Borsitz des Bürgermeisters heute Nachmittag versammelt, um über die CMakkon zu veranien, unter anderem soll die Verlegung von 500 Soldaten von Presto» hierher beantragt werden.— Die Bestätigung dieser Meldung bleibt abzuwarten. London, 17. März. Unterhaus. Unterstaatssekretär Fer- guffon theilte mit, es herrsche große Roth im östlichen Sudan; in der Umgebung Suakims würden die Eimvohner täglich durch ein Komitee gespeist und trotz der von militärischer Seite dagegen erhobenen Bedenken sei die Einfuhr von Getreide in gewissen Häfen gestattet worden. Fergnsson theilte ferner mit, die Pforte prüfe das Gesuch der Muselmanen des 5i'aukasus, auf türkisches Gebiet übersiedeln zu dürfen; cs heiße, Rußland sei unter gewissen Bedingungen geivillt, diesen Muselmanen die Erlaubniß zur Aus- Wanderung zu geben. Frankreich. Paris, 17. März. Ter„Temps" spricht sich in Bezug auf das neue Kabinet befriedigend aus: baffelbe weise eine Liste her- vorragender Männer auf, die demselben eine Distinktion gäben, wie sie nur wenige Kabine le vorher besessen hätten. Eigentlich habe die Politik der Mehrheit des Landes durch die natürliche Gewalt der Dinge dieses Kabinet wie das vorige geschaffen und werde es auch erhalten. Italien. Noni, 17. März. Die Dcputirtenkammer genehmigte den Kredit von lOGOOOOO Lire im außerordentlichen Kriegsbudget, ebenso die Vermehrung der Ausgaben des Marinebudgets um 5 000 000 Lire zum Ankauf von neuer Munition. Zalkanländer. Sofia, 17. März. Die„Agence Balcanigne" meldet, infolge Ausfindens neuer chiffrirter Dokumente solle der Prozeß gegen Panitza und Genossen erst Ende März beginnen. Ein ge- imsser Usnnoff sei wegen Betheiligung an der Panitza- Affatre verhaftet worden. Verfcnnnrlnngen. Eine grosie ösfeniliche Derfammlnng aller Mäbek- polirrr Äcrlino fand am Montag, den 10. März, in Joel's Salon, früher Keller, Andreasstraße, statt, zu welcher alle ver- wandten Berufszweige als: Tischler, Bildhauer, Tapezirer und Drechsler eingeladen waren, zur Stellungnahme zu einer Lohn- bewegung der Möbelpolirer.— Zunächst wurde eine Bureauwahl vorgenommen und da es eine kombinirte Versammlung war, so wurden die folgenden Herren gewählt: Möbelpolirer Reuter, I. Vorsitzender; Tischler Hnizdill, 2. Vorsitzender; Bildhauer Winklcr, Schriftführer. Zum ersten Punkt der Tagesordnung gab der Möbelpolirer Herr Weber in seinem Referat ein Bild von der traurigen Lage der Möbelpolirer. Die Verhältnisse spotten in manchen Werkstätten jeder Beschreibung, es sei die höchste Zeit, daß sich die Polirer ausraffen und auch ihre Lage, wie es viele andere Branchen schon gemacht, sicherer zu gestalten suche». Um aber nicht den Vonvurs eigenmächtigen unklugen Vorgehens zu er- halten, haben wir gleich im Aitsang alle Arbeiter der Holzbranche hier eingeladen, um ihre Ansicht über die Berechtigung unserer Forderungen zu hören. Unsere Forderungen sind zunächst neun- stündige Arbeitszeit, serner liegt dem Tarif ein wöchentlicher Ver- dienst von 27 Mark zu Grunde, ein Minimaltaris sei noch nicht festgestellt. Fortfall der Soimtagsarbeit und Ueber- stunden. Letztere seien nur in ganz dringenden Fällen gegen Extradezahlung von 50 Pf. pro Stunde zu leisten. Ter Referent bittet am Schlüsse seiner Rede alle anwesenden Arbeiter der verwandten Berusszweige, sich mit den Möbelpolirer» solidarisch zu erklären, da wir ja mir Alle für Einen, und Einer für Alle dauernd etwas erreichen können!(Beifall.)— Im 2. Punkt, Diskussion, entwickelt sich nun eine sehr lebhafte Debatte. Von den anwesenden Tischlern melden sich die Herren Wiedemann, Millarg und Schade u. s. w. Im Prinzip erkennen sie die Forderungen als gerecht an, nur haben sie Bedenken gegen das Gelingen eines Streiks, der, wie bei den Polirern, von einer Gewerkschaft geführt wird, die noch vollständig ungenügend orga- nisirt ist, und mit vollständig ungenügenden Geldmitteln, mit un- genügender Aufklärung und Organisation lasse sich vorhersagen, daß eine solche Lohnbewegung höchst ungünstige Erfolge auf die Dauer haben iverde. Tie Möbelpolirer mögen sich lieber den Tischlern anschließen und mit ihnen vereint die Lohnbewegung einleiten. Einigkeit sei die Grundbedingung eines nachhaltigen Sieges.— Es liege nicht am vorläufigen Sieg, sondern daran, das Errungene festzuhalten!— Ferner bitten sie die Polirer, das Nachseierabendarbeiten gänzlich fallen zu lassen, da es ja wider- sinnig sei. Bon den Bildhauern äußert sich Winkler dahin, daß der Hinweis Millargs auf den Bildhauerstreik nicht den That- fachen entspreche. Der Kampf der Bildhauer sei im Ganzen sieg- reich durchgeführt, nur wenige kapitalkräftige Fabrikanten mit ihren unterthänigcn Kleinmeistern seien noch gesperrt, auch ein- zelne indifferente Kollegen ziehen die Sache in die Länge. Er i egrüßt die Bewegnng der Möbelpolirer auf's freudigste, wie über- Haupt jede neue Kämpserschaar, die sich in die Reihen der Ar- beiter stellt, um sich vom Drucke, von der Ausbeutung deS Kapitals zu befreien! Er versichert, daß die Polirer der moralischen Unterstützung wie bestmöglichen pekuniären ilse von feiten der Bildhauer sicher sein könnten. Auch der orsitzende Reuter bittet, doch nicht immer den Bildhauern eigen- mächtiges Borgehen vorzuwerfen, gerade sie seien Pioniere in der Holzbranche, die zuerst die Forderung Lohn und 8tts Stunde Arbeitszeit durchgesetzt hätten. Er freue sich, daß die Polirer wenigstens von dieser Seite aus ermuthigt würden. Da sich von den Tapezirern und Drechslern niemand zum Wort meldet, so ivird der dritte Punkt„Verschiedenes" erledigt. Folgende Resolution gelangt einstimmig zur Annahme: 1. Die heutige vffent- liche Versammlung der Möbelpolirer, Tischler, Bildhauer u. s. w. erklärt die Fordermigen der Möbelpolirer für gerechtfertigt und verspricht, bei einer eventuellen Lohnbewegung dieselben moralisch und materiell zu unterstütze».— 2. Der Antrag: Daß die Möbelpolirer schon von jetzt ab bis zur Bewegung keine Ueber- stunden und Sonntagsarbeit mehr leisten.— 8. Die heutige Versammlung beschließt, die Maaren der Blumberger Milchhändler und Bäcker ganz besonders beim Einkauf zu berücksichtigen, als Folge des Vorgehens der Blumberger Eimvohner am 1. März d. I. gegen Berliner Arbeiter. Eine öffcntlich» Urrjammlung drr Maker und An» streichen Drrlina tagte am Donnerstag, den 13. d. M., in Jordans Salon, Neue Grünstr. 28, unter Vorsitz des Herrn Wentker. Nach einem Vortrage des Herrn Metzner unterbreitet Herr Hohlwegler der Versammlung, vaß die Vereinigung der Maler k. einen Tages-Arbeitsnachweis in der Dresdenerstr. lio errichtet habe. Derselbe finde von Montag an täglich von 7 bis 9 Uhr statt und sei mit allen Bequemlichteiten sowohl für die Meister wie auch für die Gehilsen eingerichtet. Hierauf wurde eine'Resolution angenommen, dahin lautend, daß sich die Versammlung mit den Ausführungen des Referenten, sowie der ver- schiedenen Redner einverstanden erklärt und beschließt, den Arbeits- nachweiS der Gehilfen mit allen Mitteln zu unterstützen. Zu Verschiedenem erklärte sich die Versammlung mit allen'Arbeitern solidarisch. Es wurde beschlossen, ans dem Geschüft von Martienzen keine Zigarren zu kaufen, ferner nur Hüte mit der Arbeiter Kontrolmarle zu kaufen, und keine Produkte der Blum- berger Einwohner zu kaufen. Hierauf schloß die Versammlung mit einem Hoch ans die Vereinigung der Maler. VvivfkAskrn dvv Vedttltkwn- K. M. Srrginannstr. Die Zeitung ist verboten. t». Ick». Ueber den Lebenslaus des Herrn Dt. können wir Ihnen nichts trntthetlen. M i t t w o i vpernhan».._ Hchanspirlhaua. Loni. (esstng-Theatrr. DaZ Bild des Sig- den 19. März. Lohengrin. norelli. T Der arme eater. Gräfin Lea. fieater. Faust's Tod. Milhelmstädt. Theater.| :me Jonathan. MaUner- Theater. Madame Boni- khe vard. Vorher: Der dritte Kopf. Aiktoria-Theater. Stanley in Afrika. Ofteud-Theater. Die Rache. Nestdens-Theater. Marquise. »UeaUia' KeÜeaUianre- Theater. Der Nautilus. K-»igstLdtifch«.»-------- or.,rt„„m,is fn reckt von aamem ham 6,11 uiqistratji oes �puuioi»«u,»»,»»»,.*..,»/«...— t"«ntlich der Fall, wenn ein Anonymus so recht von ganzem »eü. seinem Groll gegen uns Luft macht. So kckrico uns fc,..Einer vom Lande" L °genswünsche .Na'- .. uns..... folgende sinnige, So schriev uns warm empfundene «r.. f0 r-t.Z Durchlesen des heutigen„Volksblattes" ist mir wieder klar geworden, was für seichte Maulaffen ihr Sozial- seid. Ihr beschwert Euch über die Prügel, die ihr �eiiki, faßt, wo ihr frechen Schreihälse euch bei anständigen ,Z,en blicken laßt. Ein Bravo den„dummen" Bauern, die bvll Q�'ueinllichen„stlufgeklärten"(Schnapsbrüdern) das Fell so baß nichts mehr drauf geht! Lump Bebel redet von °! Giebt es größere Preßkosaken als Euch Volks- Ära,,,Zdllsten"? Faule Kopfe, Volksbetrüger, Tagediebe, räudige ?iie seid ihr, denen das große Maul nur durch einen deusschen Faustschlag gestopft werden kann. Trotz all inf�"Schreien kriegt ihr doch auf den Schädel gehauen, ihr iÜej a? Znales Lumpenpack, Ihr hirnverbrannten Weltverbesserer! 'st wohl der NormalarbeitLtag der Sonnabend Nach- fall. L iihr, wo ihr besoffen wie die Unken die Straßen entlang � sechsen johlend in einer Droschke sitzt. Ter Normal- miiopf l 0'st euer Ideal! Seid nur zufrieden, die letzten statZ.badt ihr noch nicht, es kommen noch ganz andere Hiebe, sa»»„.. �'en ihr sammt eurem sozialistische»! Starrenhaus zu- 3"' Nothfall hilft ein angemessene» Gericht„blaue R. eurem verbrannten Hirn. Einer vom Lande." Richter lich fühlt sich der Herr nach diesem Erguß nun er- üns Olnmberg verhängt, Koifstott macht sich, wie "nvü»��er.chtcr>latter mittheilt, für die Eimvohner in recht stij big llcher Weise fühlbar. Ein Bäcker, welcher sonst täglich °'Ne» mZ.Z�iner Backivaare nach Berlin lieferte, verzeichnet jetzt Aisb-ik?iia,!g seines hiesigen Absahes aus etwa ein Viertel. düster mfzS*, bat er den Konsumverein„Guter Wille" im Frank- übe»k.�'?ckel als Kunden verloren, wie denn die Konsumvereine für die Blumberger besonder» stark ins Geivicht fallen. � iständi sfets%%%& BFäcES! -Kr- s-» den Blum- 4UU|VII* tun uic wm v�nivv*»»! �- thun auch die anderen Händler das ihrige, die den Blum- > nicht hold sind, weil dieselben vor ihnen den Vorlheil ' haben, daß sie selbst Produzenten sind. Ter Absatz der Blumberger Produkte nach Alt-Landsberg hat gleichfalls stark ab- genommen. Einige Blumberger haben jetzt ihre Wagenschilder geändert und nennen auf demselben einen andern Herkunftsort. Die Behauptung der„Staatsb. Ztg.", daß die Blumberger sich aus dem Boykott wenig machten und daß umgekehrt die in Vlumberg»vohnenden Sozialdemokraten jetzt mancherlei»virthschaft- liche Nachtheile erlitten, ist völlig unzutreffend. In Blumberg ist überhaupt nur eine einzige sozialdemokratische Stimme abgegeben worden, und jedermann weiß, daß dieselbe von einem Maurer herrührt, der im Sommer in Berlin arbeitet. Erivähnensiverth ist noch, daß eine hiesige große Brauerei, von welcher bisher Blumberg großenthcils mit Düngstoffen versorgt wurde, einem Drucke der Arbeiter nachgegeben und die Abgabe der Stoffe nach Blum- berg eingestellt hat; diese Thalsache liefert einen, für Viele wohl überraschenden Beleg, eine ivie starke Macht die geschlossene Ar- beiterschaft im wirthschaftlichen Verkehr der Hauptstadt bildet. Auch in anderen Orten der Berlin umgebenden Kreise dauert die Erregung, ja man muß sagen, die Unsicherheit seit den Wahl- krawallen noch fort. So ist in Schivancbeck um die Stationirnng eines Gendarmen dorhin petitionirt worden. Ein dortiger Bäckermeister, welcher Sozialdemokrat ist, steht im Begriff, wegen der sortdauernden Bedrohung nach Berlin überzusiedeln. Bon anderer Seite»vird uns über die Blumberger mitge- theilt, daß Blumberger Milch bei den Gebrüdern Schulz, AndreaSstr. 12 und Schulz, Höchstestr. 14 verkauft wird. Der Wagen führte früher das Schild„Dominium Blumberg" jetzt „Schulz, Andreasstr. 12". Keim Losen von Ciseubahubilleta an den Schaltern geht es geivöhnlich sehr eilig zu und wohl selten denkt Jemand daran, die Inschrift auf der kleine» Fahrkarte gleich zu studiren, und doch ist dies uöthig. Am Sonntag löste ein Herr auf dem Schlesischen Bahnhof für sich und seine Fainilie fünf Billets bis Station Gruneivald, von denen jedes 40 Pf. kostet und wofür er also 2 Mark zahlte. Als der Schaffner die BilletS in dem fahren- den Zuge koupirte, stellte sich heraus, daß die Billets nach Köpenick lauteten und das Stück 60 Pf. kostete. Da die Absicht einer Täuschung durch die Fahrgäste schlechterdings ausgeschlossen erscheinen mußte, so ließ der Schaffner die Sache aus sich be- ruhen und nahm die Billets für die Tour nach Gruneivald an. Wie er das mit den kkontrolmaßregeln in Einklang gebracht hat und wie die Billetverkäuserin mit ihrer Kasse zurecht gekomnien ist, darüber herrscht das dienstliche Geheimniß. Die alle Jahre niiederkehrrnde Kartofseibaiamität, die sonst gewöhnlich erst einige Monate später einzutreten pflegt, macht sich gegenwärtig bereits in unserer Stadt in einer für die Frauen recht unangenehmen Weise bemerkbar. Sie erhalten bei den Händlern vielfach für theures Geld einen erheblichen Theil des Maßes schlechte, zun« Genuß für Menschen ganz ungeeignete Kartoffeln, die entweder immer blau, oder durchivachsen, oder so klein und unansehnlich sind, daß man sie zum kochen nicht an- wenden kann. Nun erzählen die Landleute aus der Umgegend Berlins, daß dort Händler auf den Dörfern Umsrage halten nach billigen Kartoffeln, und da kommt es denn öfter vor, daß die Landleute, die einen größeren Vorrath von Fnttcrkartoffeln auf- gehoben habe», den sie ivegen eingetretener Veränder»lngen im Viehbestande voraussichtlich nicht voll aufbrauchen, einen Theil dieser Futterkartoffcln billig losschlagen, um sich auf diese Weise eine gelegentliche und nicht vorausgesehene Ein- nähme zu verschaffen. Diese Futterkartoffcln werden dann nach Berlin gebracht und aller Wahrscheinlichkeit nach mit den Eßkar- toffeln gemischt, wodurch sie dem Händler, der die ganze Mischung als Eßkartoffeln verkauft, einen größeren Vortheil einbringen. Vor Kurzem ist nun durch eine Ministerial-Verfügung die Auf- merksamkeit der Behörden auf diesen Punkt gelenkt worden. Der Minister für Landwirthschaft und der Minister des Innern haben in einer gemeinsamen Verfügung angeordnet, daß bei den amt- lichen Ermittelungen der Markt- und Ladenpreise für Kartoffeln künftig gesagt werden soll, für„Eßkartoffeln". Der hiernach ge- schaffenc Unterschied zwischen„Eßkartoffeln" und anderen Kar- toffeln könnte vielleicht, wenn er von den Behörden überall streng durchgeführt wird, auch eine Beseitigung des vorerwähnten Nebel- standes zur Folge haben. Wer eine Waare als Eßkartoffeln ver- kauft, dürfte nicht berechtigt sein, dieselbe mit ininderwerthigen Futterkartoffeln zu vermischen, wenn er sich nicht einer strafbaren Täuschung schuldig machen will. Auf der Kaiser-Wilhelm-Krückie hat vorgestern Abend eine Erplosion stattgeffniden, über welche die verschiedensten Ge- rückte in der Stadt verbreitet wurden. Ei» uns zugehender fach- verständiger Bericht giebt folgende authentische Darstellung von dem Vorfalle: In einem gemauerten 5kaiial unter dem städtischen Bürgcrsteige der Kaiser-Wilhelni-Brücke. in welchem unter anderem Kabel der Elektrizitätswerke liegen, fand am Montag Abend kurz vor 7 Uhr eine Leuchtgasexplosion statt, durch»velche mehrere Granitplatten des Bürgersteiges ausgerissen und zerstört wurden. Zwei Passanten erlitten durch die Explosion schwere Verletzungen und wurden polizeilicherseits in die Universitätsklinik übergeführt. Eine dritte Person sollte durch den Luftdruck über das Brücken- geländcrin die Spree geschleudcrtsein, doch wurdevon derFeuerivehr, welche das Flußbett in eingehendster Weise absuchte. Niemand auf- gefunden, soda ß zweifellos anzunehmen ist, daß es sich nur um eine unbe- gründete Vermiithung gehandelt hat. Das neben dem Kanal ent- langführende, sehr weite Gasrohr scheint undicht gewesen und infolge dessen Leuchtgas aus demselben in den Kanal gedrungen zu sein. Ob die Entzündung des Gases nun durch Schadhaftig- keit des elektrischen Kabels— durch einen eingetretenen sogenannten Kurzschluß— oder durch eine Ursache von außen erfolgt ist, hat sich nicht feststellen lassen. Von anderer Seite wird die Katastrophe auf eine Explosion von Kanalgasen zurückgeführt, Von der Geivalt derselben giebt der Umstand die beste Vor- stellung, daß die niassiven, 2Ve Fuß breiten Granitplatten wie leichte Steine auflogen und aus der entstandenen Oeffnung eine gewaltige Flamme emporschlug. Die der Explostonsstätte zunächst befindlichen Brückenlaternen wurden an ihren Stützpunkten voll- ständig abgebrochen, während die Kabel intakt blieben. Nach dem ersten Momente der Verwirrung wurden die beiden Verletzten in einem benachbarten Hause verbunden und nach der königlichen Klinik befördert. Die Brücke wurde alsbald von Schutzleuten abgesperrt und die Unglücksstätte mit einem Bretterzaun abge- schloffen. Eine gestern früh zusammengetretene Kommission hat folgen- des ermittelt: Neben dem Brückengeländer befindet sich ein leerer Kanalgraben, in dein sich, da er nicht gut ventilirt war, Kanalgase angesammelt hatten. Von dem Graben aus hatten sich die Gase längs der Kabel in den zunächst dem Schlosse stehenden Kandelaber hingezogen und haben sich entzündet. Die Explosion ist eine so starke gewesen, daß beide Laternen an den Stützpunkten völlig abgebrochen sind.— Die Kabel, wie auch die Gasröhre» wurden intakt gesunden. Da Vlutspuren die Böschungen hinab nach dem Waffer zu führten, hat man u. a. auch den Spreelauf untersucht, ohne indeß auf Verunglückte zu stoßen. Eine zweite Kaserploflon von verheerender Wirkung rief vorgestern die Löschlnannfchaften nach den, Hause Ohm- asse 3b. Dort befindet sich im Keller das Grünkran, geschäst von ubner. Links von dem Geschäftsraum befindet sich das Wohn- zimmer der H.'schen Eheleute, rechts von demselben liegt ein kleines Zimmer, in welchem eine Drehrolle steht. Durch den letz- teren Raum führt ein an der Decke angebrachtes Gasrohr, welches defekt geworden war. Aus demselben strömten nun die Gase hervor, das kleine Zimmer, in welchem Stiemand in den Abend- stunden zu thun hatte, damit füllend. Zwar machte sich alsbald der Gasgeruch auch in den anderen Wohnräumen bemerkbar, doch nahm man an, daß derselbe von Arbeiten, die auf der Straße vor dem Hause Ohmgasse 3b vorgenommen wurden, herrührten. Gegen 3 Uhr wollte Frau H., eine noch junge Frau, einen Gegenstand aus dem kleinen Zimmer, in welchem sich die Drehrolle befand, heraus holen, zündete zu diesem Zweck das Licht an, hatte jedoch kaum die VerbindungL- thür zwischen dem Geschäfts- und Rollzinuner erreicht, als plötzlich eine laute Detonation erscholl und bald darauf der Zurück- taumelnden eine Feuergarbe ins Gesicht schlug. Die Wirkung der Explosion war eine ungeheure; die große Scheibe der Ladenthür war total zersplittert und die Leisten von derselben Herabgeriffen und auf die Straße geschleudert. Von der gegenüber liegenden Wohnungsthür ivar die Thürfülliing gesprengt und in den, gegen- über liegenden Wohnzimmer waren durch die Gewalt des Luft- drucks die Fensterscheiben zertriimmert. Frau H.,»velche im Ge- ficht und an den Händen entsetzlich verbrannt ist, hatte noch so viel Kraft, trotz der furchtbaren Schmerzen, ihre beiden im Alter von 3—5 Jahren befindlichen Kinder in Sicherheit nach dem Hofe zu bringen, wo sie dann lautlos zusammenbrach. Ter Brand wurde durch die Hausbewohner gelöscht, so daß die sofort hinzu- gerufene Feuerivehr alsbald wieder abrücken konnte. Frau H. ist schwer aber glücklicherweise nicht lebensgefährlich verletzt. Don einem Word und Selbstmord ivird aus dem Süd- osten Berlins berichtet. In dem Hause Mühlenstraße 68 wohnte seit einigen Wochen in der ersten Etage die Wittwe Friedrich, die zwei Söhne nn Alter von 10—20 Jahren besitzt. Die Frau unterhielt seit einiger Zeit ein Verhältniß mit einem Maurer- polier, Namens Theilemaiin. Kürzlich mußte Theilemann wegen einer schlimmen Hand sich in ein Krankenhaus begeben und wäh- rend dieser Zeit erfuhr die Wittwe Friedrich sehr schlimme Dinge. Theilemann war verheirathet, hatte 5 Kinder. Als er gestern Morgen aus dem Krankenhause entlassen wurde und wieder bei der Wittwe Friedrich vorsprach, erklärte diese, das Verhältniß mit ihm lösen zu»vollen. Theileinann war darüber außer sich und es entstand ein heftiger Streit. Schließlich beruhigte er sich jedoch und ging seiner Wege. Abends gegen V28 Uhr kehrte er aber in die Wohnung der Friedrich zurück. Er erschien äußer- lich ganz ruhig und schickte den jüngsten Sohn der Wittwe in die im Hause befindliche Restauration. Kaum war der junge Mensch fortgegangen, so hörte man im Hause einen lauten Knall. Als die Nachbarn in die Woh- nung eindringen wollten, fand man dieselbe verschlossen. Es wurde ein Schutzmann herbeigerufen, welcher die Thür sprengte. Im selben Augenblicke erfolgte ein zweiter Knall. Den Eintre- tenden bot sich ein schrecklicher Anblick: Betten und Möbel brannten, wurden jedoch bald gelöscht. Auf dem Sopha lag röchelnd, mit einen» Schuß in der Schläfengegend, die Wittwe Friedrich und am Fußboden todt der Maurer Theilemann. Den sechsläusigen Revolver hielt er noch in der geballten Rechten. Die Wittwe Friedrich wurde noch lebend in eine Droschke getragen, um nach Bethamen übergeführt zu werden, sie starb indessen auf dem Transport. Zwei Kramte bra Kerlinrr Thievschuiz-Ueveina erregten vorgestern an der Ecke der Göben- und Steinmetzstraße den gerechten Unwillen einer zahlreich angesammelten Menge wegen arger Mißhandlung eines maulkorblosen Hundes. Nach- dem die Beamten das Thier derartig geschlagen, daß es aus Mund und Nase blutete, überließen sie es seineiit Schicksal und entfernten sich, um dem Ausbruch der Entrüstung zu entgehen. Aufforderung. Alle diejenigen Genossen,»velche am Tage der Nachwahl am 21. März im Kreise Brandenburg(Westhavelland), für die Wahl des Genossen Eivald mit thätig sein wollen, »verde» gebeten, sich bei Unterzeichnetem z»l melden. K. Dimmick, Sebastianstr. 72.(Druckerei von Maurer, Werner u. Co.) Dotizribrricht. Am 17. d. M. Morgens siel eine Wasch- frau in» Hause Roßstr. 19, 20 beim Herausschaffen von Kohlen von der Treppe, erlitt dabei emen Schädelbruch und verstarb auf der Stelle.— Zu derselben Zeit»vurde im Landwehrkanal, am Gartenufer, in der Nähe der Schleuse, die bereits stark veriveste Leiche einer Frauensperson und einige Zeit darauf in» Louisen- städtischen Kanal, vor dem Hause Louisenufer 1, die Leiche eines neugeborenen Kindes a»lfgefunden.— Mittags wurde ein Mann an der Ecke der Alvensleven- und Bülowstraße von einem Pferde- bahnwagen überfahren und im Gesicht so schwer verletzt, daß er nach dem Elisaveth-Krankenhause gebracht»verden»»ußte.— Gegen Abend»vurde einem achtjährigen Knaben auf dem Kottbuser- platz durch den Hufschlag eines Pferdes,»velches er mittelst einer Ruthe gereizt hatte, eine bedeutende Verletzung im Gesicht bei- gebracht. Nach Anlegung eines NothverbandeS»vurde er nach dem Krankcnhaufe Bethanien gebracht.— Zu derselben Zeit»vurde an der Kronpiinzenbrücke die Leiche einer nnbekannten, ca. 50 Jahre alten Frauenspcrson angeschwemmt und nach dem Schallhause ge- schafft.— Gegen Abend fand»mterhalb des südlichen Bürger- steiges der Kaiser-Wilhelmbrücke, z»vischen den beiden Kande- labern, eine Explosion statt, anscheinend dadurch herbeigeführt, daß ausgeströmtes Gas in dem hohlen Schacht, in»velchem die elektrischen Leitungsdrähte liegen, sich angesainnielt hatte und ent- zündet»vorden»var. Hierbei»vurde der Arbeiter Schröter in die Höhe geschleudert und erlitt eine Verstauchung beider Beine imd der Hüsten. Der Schneider Maler wurde am Kopf und Arm so schwer verletzt, daß seine Uebcrführung nach der Universitätsklinik erforderlich»vurde. Ein dritter Mann soll über das Geländer in die Spree geschleudert»vorden sein; die Nachforschungen nach demselben waren bisher jedoch ohne Erfolg. Ueber die Veran- laffung,»velche die Explosion herbeigefiihrt, konnte bisher Zuver- lässiges nicht ermittelt»verde».— Der Maurer Theilemann brachte Abends der verehelichten Frödrich, mit welcher er in Konkubinat gelebt haben soll, in ihrer Wohnung in der Mühlenstraße einen Schuß in die Brust bei, setzte darauf die Betten in Brand und machte dann seinem Leben durch einen Schuß in die rechte Schläfe ei» Ende. Die Frödrich verstarb bereits auf dem Wege nach dem Krankenhause am Friedrichshain.— Zu derselben Zeit fand im Keller des Hauses Ohingasse 3B eine Gasexplosion statt, »vobei eine Frau erhebliche Brandivunden an der linken Hand und im Gesicht erlitt.— Nachmittags brairnte auf dem Hofe des Grundstücks Köpnickerstr. 48 ein mit Stroh und Rohr belgdener Wagen. Gsriihks-Ieikung. Versuchter Mord. Eines jener schtveren Verbrechen, welche iin Beginn dieses Jahres in Berlin Schlag auf Schlag folgten, beschäftigte gestern das Sch»vurgericht des Landgerichts I. Es handelt sich um einen mit großer Verivegenheit ausgeführten Mordversuch, dessen ider Graveur August Friedrich Bernhard Dinse veschuldtgt war- Ter Angeklagte ist ein langausgeschossener LZjähriger Mensch nut intelligenten Gesichtszügen, der, anscheinend von ausrichtiger Reue ergriffen, die ihm zur Last gelegte That eingesteht. Er ,st im Jahre 18G7 in Greissivald geboren und der Sohn eines GartncrS, der im Jahre 1873 starb. Ter Magistrats. sekretär M. ju Berlin, ein Onkel des Angeklagten, nahm sich des anfgcivccltcn Knaben nach seiner 5ronsirination an, er lieh ihn zu sich kommen und bei verschiedenen bekannten Firmen, wie Schmidt n. Hänsch, Sy u. Wagner u. a. als Graveur ausbilde». Der Angeklagte sott i» seinem Beruse eine bedeutende Geschicklichkeit an den Tag gelegt haben, weigerte sich aber, dem Wunsche seineö Onkels, die ltunstschule zu besuchen, nachzukommen. Er fing an, nachlässig und lüderlich zu werden, und das häufige Aerschwinden kleinerer Geldbeträge aus den« Haushalte seines Onkels ließ darauf schließen, daß" der'Angeklagte auch unehrlich geworden war. Sein Onkel brachte ihn deshalb in einer Schlafstelle unter. Nun ging es mit dem jungen Menschen reißend schnell bergab. Sein Onkel gab ihm nach wie vor die Geldbeträge, womit der Angeklagte die Privatstunden bezahlen sollte, anstatt die Schule zu besuchen, verbrauchte Tinse das Geld für sich. Sein Onkel brachte ihn zum Graveur Bossert in der Kürassicrstraße, welcher sich eines bedeutenden Rufes erfreut, aber hier blieb der Angeklagte nur kurze Zeit, da Herr Lasiert nicht mir ihm zufrieden war. Darauf ging der Angeklagte nach Bremen, um hier Arbeit zu suchen, als er keine fand, wandte er sich nach Hamburg, aber auch hier wollte es ihm nicht glücken, Beschäftigung zu finden. Er gerieth in Roth rmd bat seinen Onkel, ihm das Geld zu schicken, damit er nach Berlin zurückkehren tonne. Seine Bitte wurde erfüllt. In Berlin sank er tiefer und tiefer, er beabsichtigte nach Amerika zu gehen, sein Onkel wollte ihm die Mittel dazu aber nicht geben. Im Monat Juli vor. Jahres entwendete der Angeklagte einem Zimmcrgenvssen zwölf Mark und nachdem dies Geld verbraucht war, legte er sich aus die Vcrübung von Paletotdiebstählen in öffentlichen Lokale». Einen dieser Diebstähle führte er imEafe Bauer aus, als er den zweiten in einen» Lokale in der Leipzigcrstraße beging, wurde er ertappt. Das Schöffengericht belegte ihn mit einer Gesängniß- strafe von fünf Monaten, die er an» 7. Januar d. I. verbüßt hatte. Drei Tage später, am 10. Januar, deging der'Angeklagte dann den Mordversuch, lieber diesen Punkt gestallet sich das Verhör, das der Präsident, Landgerichtsrath Denso, mit dem An- geklagten anstellt, folgendermaßen: Präs.: Hatten Sie schon im Gesängniß den Plan gesaßt, sich durch einen Mord Geld zu verschaffen? Nein, ich hatte die Absicht, mir Arbeit zu suchen, um inich ehrlich durchzuschlagen.— Präs.: Hatten Sie Mittel, als Sie aus dem Gefängnisse entlassen wurden?— Angekl.: Ja, ich besaß fünfzehn Mark, welche ich mir während der Hast verdient hatte. — Präs.: Was machten Sie nun zunächst? Gingen Sie zu ■ohrem Onlel?— Angekl.: Nein, ich micthete mir eine Schlaf- stelle nn Hause Junkerslr. 15.- Pr ä s.: Muhten Sie pränumerando bezahlen?— Angekl.: Ja. zehn Mark.- Präs.: sinn hatten Sie also noch fünf Mark, haben Sie sich nun in den folgenden Tagen nach Beschäftigung umgesehen?—'Angekl.: -o», ich war bei der Firma Borchardt, fand aber keine Arbeit.— P rä s.: Haben Sie sich dann nicht weiter bemüht V— Angekl.: Nein.— Präs.: Dann scheint es Ihnen mit der Arbeit doch nicht Einst gewesen zu sein. Wann faßten Sie denn nun den Entschluß, den Mord zu begehen?— Angekl.: Am 10. Januar.— P r a s.; Hatten Sie noch Geld?— Angekl.: Nein, ich hatte scist das Leiste für's Mittagessen ausgegeben.— Präs.: Sie vermutheten wohl ziemlich viel baares Geld bei Bossard!— Angekl.: Ja, ich wußte, daß er wohlhabend ist.— Präs: Wußten Sie auch, daß Herr Bossard eine sehr werthvolle Thaler- sammlung besitzt V— Angekl.: Nein, davon:var mir nichts be- frch0*'— Prüf.: Wie gedachten Sie die That auszuführen? Ast Ihnen bekannt, daß vor einigen Jahren der Tischler Schuricht die Wirthschasterin Weber in gleicher Weise ermordet hat,»vie Sre es bei der Schünemann versuchten? Er ist dafür hingerichtet worden.— Angekl. schweigt.— Präs.: Wenn Sie nun Herrn Bossard zu Hause angetroffen hätten, was hätten Sie dann gemacht?— Angeklagter: Ich hätte ihn um Arbeit gefragt und wäre ivieder fortgegangen.— Präs.: Sie kannten die Bossard'schen Räume von der Zeit her, als Sie dort arbeiteten?— Angekl.: Ja.— Präs.: Wußten Sie auch, daß Herr Bossard jeden Abend gegen 8 Uhr fortging?— Angekl.: Ja.— Präs.: Nun erzählen Sie mal die Bor- gange in der Bossard'schen Wohnung möglichst genau.— Ä n g e k l.: Um 8 Uhr machte ich»»ich von meiner Wohnung in der Jtlnkerstvaße aus auf den Weg nach der Kürassierstraße, wo ich gegen VA) angekommen sein muß. Ich klopfte an die Küchen- thiir der Bossarb'schen Wohnung, worauf die Wirthschasterin Schünemann mir öffnete. Ich erklärte ihr, daß ich im Auftrage des Geheimen Konnnerzienraths Vollgold komme, um ein bestelltes Modell zu holen. Die Wirthschasterin ließ mich eintreten, erklärte mir aber, daß Herr Bossard nicht zu Hause sei und sie von einem Modell nichts wisse. Ich erividerle, daß das Modell fertig sein müsse und ich es leicht werde finden können, wenn sie mir Zutritt zu»» iilrbeitszimnicr gewähren wolle. Die Wirthschasterin gestattete dies, nahm die Lampe und führte mich inS Nebenzimmer. Hier sah ich mehrere Gegenstände auf einein Tische liege», ich wickelte ein Metallmodcll aus und sagte: DaS ist es, was wir haben müßten.— Präs.: Sie sollen sich mit der Schünemann dabei in freundlicher Weist unterhalten und überhaupt auffallend viel gesprochen haben. Warum schritten Sie dann nicht zur Ausführung, wie die Schünemann nebei» Ihnen an dem Tische stand?— Angekl.: Ich hatte noch keinen Muth.— Präs.: Erzählen Sie»veiter.—'Angekl.: Ich sagte der Frau, daß auch die Zeichnung zu dem Modell vorhanden sein und ich dieselbe haben»nüsse. Ich suchte auf dem Tische»nid wollte dabei Gelegenheit finden, die That auszuführen. Mir fehlte immer wieder der Muth und ich veranlaßte die Frau,»nir bald hier, bald dort zu leuchten. Sie meinte,»vir könnten noch ein- mal in einem zweiten Zimmer nachsehen,>vo eine Anzahl Zeichnlingen a»lf einein Regal lägen. Wir begaben uns dahin und ich sah die Zeichnungen durch,»vährend die Schüneinann mir zur rechten Seite stand. Die Lampe hielt sie in oer linken Hand. Nim raffte ich allen Muth zusanimen und schritt zur That. Ich begab inich mit zwei Schritten aus die rechte Seite der Frau und ein»venig vor sie tretend griff ich sie mit beiden Händen um de» Hals und drückte mit aller Kraft zu.— P r ä s.: Wie lange meinen Sie wohl, daß Sie so gedrückt haben?— Angekl.: Ich glaube, es ist eine Minute lang gewesen.— Präs.: Eine Minute ist aber zieinlich la»ig, man kann darin bis sechszig zählen.— Angekl.: Es kann auch elwas weniger geivesen sein.— Präs.: Was that denn die Schüneinann?— Angekl.: Sie»vurde beivußtlos und fiel hintenüber.— Präs.: Was geschah denn mit der Lainpe, die sie in der Hand hielt?— A n g e k l.: Die hatte sie schon vorher fallen lassen, das Bassin zerlrüininerte dabei und das Petroleun» entzündete sich.— Präs.: Frau Schünemann ist gleich darauf wieder zu sich gekon»iuen, Sie hatte»» Ihre Hände wohl von ihrem Halse losgelöst, als sie zu Boden sank?— Angekl.: Ja.— P r ä s.: Kommen Sie jetzt z»» Ende. Haben Sic nach Geld gesucht?— Angekl.: Nein. Als Frau Schünemann wieder z»» sich kan», rief sie laut uu» Hilfe und»»»»»»vurde mir bange. Das Petroleum brannte meterhoch auf dem Fußboden, ich hörte schon Leute auf den Treppen und dachte nur an die Flucht. Ich verließ die Wohnung»nid rief de»,»»ir begegnenden Leuten zu:„Da drinnen bre>»nt es, ich»vill die Feuermehr holen!" Man ließ»nich»»»gehindert durch und ich kam auf die Straße.— Präs.: DaS Feuer ist zum Glück leicht von de», Nachbarn gelöscht worden. Wohin gingen Sie nach der That? — Angekl.: Sofort nach meiner Wohnung,»vo ich nnch schlafen legte.— Präsident: Hat keiner Ihrer Znnmer- genossen ettvaS gemerkt?— Angeklagter: Nein.— Präs.: Was haben Sie dann am folgenden Morgen, 11. Januar, geinacht?— A n g e l l.: Ich habe mir die Beerdigung der Kaiserin Angnsta angesehen und als ich fortging, nahm ich mir die Oeh>i»'sche Abmeldung mir. Um 2 Uhr vi»»" ich nach Hause gekommen und meine Wirthin, welche die Treppe scheuerte, sagte, daß Schutzleute da seien.— Präs.: Sie haben dann schleunigst Kehrt gemacht und sind zu Ihrem Onkel Matschle ge- gangen. Was»vollst» Sie dort?— Angekl.: Ich hatte kein Geld und wollte ihn biitcn, daß er mir zur Auswanderung behilflich sein sollte. Derselbe»vies mich nn meinen Schwager Wohlgeinnth und von diesem habe ich 3 M. zum Nachtquarlier erhalten.— Präs.: In Ihre Wohnung mochten Sie nicht mehr zurück,»veil Sie gehört halten, daß Schutzleule dort geivesen und Sie haben deshalb in einem Logis der Jnvalidenstraße genächtigt?— Angekl.: Ja.— Präs.: Am nächsten Vormittag sind Sie»vieder zu Ihrem Schwager gegangen, dieser hat Sie Nachmittags nach den Zelten bestellt und da er inzivischeu von dem Vorgefallenen Keuntiiiß erhalten hatte, hat er die Kriminalpolizei benachrichtigt und Sie sind dann in den Zelten von Kriminalbeamten festgenommen»vorden?— Angekl.: Ja, ich bin dort verhaftet»vorden. Damit ist die Vernehmung des Angellagten beendet. Aus der Verlesung der Protokolle über die ersten gerichtlichen Ver- nehmungen des Angeklagten ergiebt sich, daß derselbe von Anfang an den vollen Thatbestand zugegeben und»vicderholi erklärt hat, daß er seine Thal bereue. Die Hauptzeugin, unvcrehel. S ch ü n c m a n n, ist durch Krallt- heit am persönlichen Erscheinen verhindert; es hat aber eine kommissarische Vernehmung derselben stattgefunden, deren Ergebnisse verlesen werden. Tieselbe hat ziemlich dasselbe bekundet, »vie der Angeklagte. Bei dem Suchen nach der von dem An- geklagten verlangten Zeichnung ist derselbe plötzlich dicht an die Sch. herangetreten und»vährcnd cr bis dahin viel gesprochen, ist er einige Minuten lang ganz still geivorden. Die Zeugin ver- muthet, daß er schon in Viesen» Augenblick seinen Mordsplai» ausführen wollte. Dann hat der'Angeklagte verlangt, in einem Spinde nach der Zeichnung zu suchen und als sie dies ab- gelehnt, hat er gebeten,»venigstens auf einem Regal nachzusuchen. Sie hat dann die Lampe zu Viesen» Zweck hochgehalten und nun suhlte sie bald die Hände des Angeklagten sich fest um ihren Hals legen, so daß sie die Besinnung verlor und mit der Lampe zu Boden stürzte. Als sie wieder erwachte, brannte der Fußboden und der Angeklagte,»velcher noch in ihrer Nahe stand, verließ bei ihren Hilferufen langsam das Zimmer. Die Zeugin,»vclche seit 20 Jahren niemals krank gewesen»var, ist nach jenem Vorfall sortdauerud kränklich; zuerst stand sie unter dem Einfluß einer intensiven Furcht, so daß sie Bcsorguiß hatte, gemüthskrank zu »verde», später hat sich ein Leber- und Magenleiden herausgebildet. Von den amvesenden Zeugen wird nur der ikriminalkonunissarius Schulz vernommen,»veil der Vertheidigcr, Rechtsanwalt Plonski, feststellen»vill, ob der Angeklagte aus eigenem, sreien Antriebe und ohne äußerlichen Zivang von der Vollendung seiner That Abstand genommen hat. Kriininalkoinmissarnis Schulz bekundet, daß der Angeklagte bei seiner ersten Vernehmung die Sache so dargestellt hatte, daß er durch daS Herabfallen der Lampe einigermaßen erschreckt»vorden sei; er habe dabei den Hals der Schünema»»»» ettvas loser gelassen lind als dieselbe»inn »im Hilse schrie, habe er von der That abgelassen. Der Kriminal- komiiiissarius bezeugt ferner) daß der Angeklagte bei seiner ersten Vernehmung den Eindruck gemacht habe, als ob er die That be- reue. Auf'Antrag des Vertheidigers werden der ans ver- uchten Mord lautenden Hauptsrage noch zwei linterragen hinzugefügt. Tie erste schließt sich an§ 40 Str.- G.- B, an,, velcher den Versuch eines Verbrechens für straflos erklärt, wenn dcr Thäter die Ausführung der beabsichtigten Handlung auf- gegeben hat, ohne daß er an dieser Ansführuug durch Umstände gehindert worden»st, welche von seinem Willen unabhängig waren. Die zweite Untersrage bezieht sich auf den etwa vor- handenen Thatbestand der Körperverletzung mittelst hinterlistigen Ueberfalls. Staatsanwalt F l i ck e l,»velcher den Angeklagten als einen trotz seiner Jugens schon ganz verivorsenen und verbrecherischen Vienschen schilvert, hält das umfassende Geständniß desselben für den einzigen Lichtblick in diesem düsteren Bilde,»vie es sich vor den Geschivorenen entrollt hat. Ter Staatsanivalt ist nicht der Ansicht, daß der Angeklagte aus freien Stücken von der Aus- führung der bcabsichtigien Handlung Abstand genommen hat, ist vielmehr fest davon überzeugt, vaß nur der Umstand, daß die Schünemann noch einmal zun» Schreien kam, den Angeklagten zur Flucht veranlaßt habe. Ter§ 40 St. G. B. könne in diese»» Falle also keine Anlvendung finden; sollten die Geschworenen aber wider Erwarten doch dieser Meinung sein, da,»n liege mindestens eine Körperverletzung mittels hinterlistigen Ueberfalls vor. Der Verlheidiger Rechtsamvalt Plonski hält den Ange- klagten»»»cht für einen vollständig verivorsenen Meiischei», glaubt vielmehr, daß derselbe durch grei»zenlosen Leichtsinn zu der Frevel- that verführt»vorden ist. Im Uebrigen sucht der Vertheidiger nachzmveisen, daß der Angeklagte in der That aus eigenem freien Antriebe, und als ihm zum Vewußtsein gekommen, welch schi�eres Verbrechen er vorhatte, von der beabsichtigten Handlung Abstand genommen habe. Die Geschivorenen sprachen den Angeklagten nach kurzer Be- rathnng schuldig des versuchten Mordes. Der Staatsanwalt beantragte gegen denselben eine ZuchthanS- strafe von sechs Jahren. Ehrverlust a»ts gleiche Tauer»»nd Stellung unter Potizeiaufsicht. Das Urthcil lautete auf fünf Jahre Zuchthaus, zehn Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Soztctle Mebevstzhk. Ack»tnng! Arbeiter der mechanischen Schuhivaarensabrik�! Wir erhalten folgendes Schreiben: Alis die von Herrn Jänke in Nr. 05 des„Berliner Volksblatt" eingebrachte Notiz sind»vir genöthigt, viele Punkte zu widerlegen»»»d unseren vorher einge- sandten Bericht voll und ganz ausrecht zu erhalten. Diese Notiz bringt de»» frühere i» Wertsührer G. Schröoer als vermittelnde Person zivischen die Ardeiter u,id den Chef; das ist unwahr, denn»vir haben mit unserem Chef selbstständig verhandelt. Herr Schröder hat sich eigenmächtig als vermittelnde Person hingestellt, um,»vie uns Herr Jänke selbst sagte, die Kapitaleinteresten des Chefs zu vertreten und um uns mit den bewilligten Forderungen ei,ie Woche lang hinzuhalten. In dem Bericht sind die Zahle», »velche in»mserer Forderung enthalten sein sollen, ganz falsch; wir haben nicht 8 Pf. pro Paar gefordert, sondern OVs Pf. und es wurden nicht 0 Pf., sondern IV» Pf. bewilligt. Was»inser Vorgehen gegen Herrn Schröder behufs seiner Entlassung betrifft, so»var daffetbe seinem Ausdruck nach ein berechtigtes. Er sagte: „die zwei Arbeiter, welche diese Beiveg»»ng veranlaßt Häven, »verde»» einfach rausgeschmissen, und die andern»verden schon aus der Hand fressen." Die Bewegung wurde nicht von zwei Arbeitern hervorgerufen, sondern von uns Allen.— So der richtige Sachverhalt.— Wir ersuchen alle arbeitersrenndlichei» Blätter»»in Abdruck. Au alle Arbrtterinuen und Arbeiter Kerliu»! Wie den meisten von Euch bekannt sein»vird, haben die Arbeiterinnen und Arbeiter der Schäftebranche an» 15. März 1890 überall da, »vo die den Unternehmern unterbreiteten Forvernngen nicht be- willigt wurden, die Arbeit niedergelegt. Die Forderungen sind äußerst minimale: Einführung der neunstündigen Arbeitszeit, Ab- schaffung der Ueberstunden und Sonntagsarbeil; ferner Festsetzung eines Minimallohnes von 18 M. pro Woche für Arbeiter soivohl »vie für'Arbeiterinnen. Nattirlich macht sich von Seiten der Ver- treter des Kapitals eine große Entrüstung bemerkbar. Wie kann es auch der Arbeiter»vagen, den Profit des Unternehmers verkürze» zu wollen. Man will es versuchen, die so unverschämten Arbeiter WWM'-sZ-s- WWW«« UNS s""«M-M«mnfmc'.Tben 2 SnmiM ■"' O..... VV v*'/ vv.wv«.vjv �------ �-5: »vohncrn eine Srnnde und den außerorts Wohnenden-- � — ohne Lohnabzug— für W"""" die ÄWfl! 3* W" die .est zu — ohne Lohnabzug— für die m-ay»- o~'.. o,;,■ Wählenden, sich mit ihren Meistern über die geeignetste 0„ verständigen. Johannes Orlamüilvev Dieser Anschlag galt auch zugleich für die at Viele Meiner Rummelsburger'Arbeirer sind nur V» St» � die Wahl ausgeblieben, solche Leute haben deshalb eine,. Stunde Extralohn erhalten. Müller»var der*' 1 Mann, der sich für die Wahl nicht mit seinem Metfie �� Einvernehmen setzen wollte; außerdem ist er als R u bürg er 3 resp. 2 Stunden fortgeblieben. � fünf Achtung! Nletallarbeitrr l Kollegen? Es sind li? ftriedttck) e3'*' ,-iaitNNg i x»rrni»nrr-ri,rr» jiuucunff w Wochen, daß wir im Streik mit der Firma Friedrich«-> tt 11. Ko.»vegen'Abzug liegen. Leider ist es den Fabrilanie � lnngen, schon einige Leute zu bekommen, aber es sind on junge Leute, die nicht organisirt sind, und ist der Fabrikan � im Stande, mit denselben auf die Tauer zu fabriziren. � nur zeigen, daß er Leute erhält, um uns zur Nachgiebige zwingen. Wir aber sind gewillt, nicht eher die Arbeit aufzunehmen, bis wir zu den alten Bedingungen wieder cm g können.— Kollegen! Wir stellten keine Forderungen, wollie aber, da Steuern, Miethe und Lebensunterhalt immer hD"r.-r,cn schraubt»verden, nicht unseren sauer verdienten Lohn ver- lassen. Darum also Kollegen! Unterstützt uns in diesem»0«� haltet soviel»vie möglich den Zuzug fern, denn sollten wir ließen, fo in b£i§ ein..«« ....... lins.- Es streiken Dreher, Schlosser, Former, Kernmachii, 1 —•»• i.___ f*■____' � 1 i»» Das Streikkomitee.-.zh M wird«nS gemeldet, daß gestern I, � Gurmami u. Gesertch, Rudersde i' � stimm Wiche Hilfsarbeiter. An» Rüderodorf der Zementsabrik von Streik ausgebrochen ist. zehnstündige Arbeitszeit, stündige. Ntettitr, 18. März. Auf allen Werften Schisfszimmerleute die Arbeit eingestellt. Sal inen, 18. März. Tie auf heute angekündigten Verim. kungcn der Riemendrehergesellcn sind auf Grund des s � Sozialistengesetzes verboten worden. Es seicr n zirka 400 Mann.„ bis jetzt»var die Arbeitszeit e> hier haben die UerHtumnlmrfje«.„ Die Filiale des Jeutraloerelns der Söttcher»i» Berlin tagte am Sonntag, den 3. März, in* jet Salon, Lichtenbergerstraße, mit folgender Tagesordnung: J- Streik der Kasseler Kollegen. 2. Vereinsallgelegenheiten im � schiedenes. Zum 1. Punkt derselben berichtete der Vorßv � über eine Unterredung mit den» Direktor der Schultheiß-Lra »velche durch das korrekte Vorgehen der dort beschäftigten Kvu»t{ nöthig geworden»var, dieselben hatten sich, dein Besch-'-f* vorletzten Versammlung gemäß, geioeigert, ein Transports welches von der Firma M. B. Bodenheim in Kassel angekom� »var, zu pichen und gebrauchsfertig zu machen; vom befragt, hatten diese deinselben die Sachlage erklärt tmo � gleich bemerkt, daß der Zentralverein entschlossen sei, 0„j Beschluß demnächst sämmtlichen Brauereien bekannt zu geoen. eventtiell die gesammte'Arbeiterschaft»in» ihre moralische u � stühnng anzugeyen und dadurch vielleicht diesen Streik, we, bereits übet ein volles Vierteljahr dauert, beizulegen. De* � sitzende betonte, daß dieses schon eher hätte geschehen nmp � allein die Reichstagsivahlen,»velche das öffentliche Jnterell � so hohem Grade in Anspruch nahmen, Hütten ein»virksaines 7� gehen unsererseits verzögert. Am Schlüsse der Unterredung b � Herr Direktor Rösicke erklärt, daß er bereit sein würde, mit Herrn Bodenheim in Kassel zu verhandeln, um eine gut Einigung beider Parteien zu versuchen, falls»hm durch zustinm, den Beschluß unsererseits ein Recht dazu eriheüt werde. Der„ sitzende verlas sodann die Antworten, welche auf seine AnslW.� von Kassel, soivie vom Zentralvorstand beziv. Ausschu? Bremen und Hamburg eingegangen»varen. In der va j folgenden Diskussion äußerten sich verschiedene Kollege»» beip über den uiis gemachten Vorschlag, um so mehr, als die Kail � Kollegen zur speziellen Information des Herrn Rösicke» Kollegen aus ihrer Mitte als Vertrauensmänner ernannt H*'. da der Faßfabrikant Bodenheim schon früher jede Verhanbf mit der Lohnkommission rundiveg abgelehnt hatte. Schließttstl z klärte fleh die zahlreiche Versammlung mit der Verniittelung. � Direktors Rösicke einverstanven. Darauf verlas der Kassirer, 'Abrechnung vom diesjährigen Wiener Maskenvall,»velche e> Ueberschuß von ea. 80 M.' ergab. Der Vorsitzende erinnerte Y z zu an einen früheren Beschluß, nach welchem dieser lieben», der Bibliothekkommission überwicsei»»verden solle empfahl der Versammlung, diesen Beschluß ausrecht zu en indem er den hohen Werth einer Vereinsbibliothek hervhtb s, "in! Me Sorte N-» VVW*<.v«/»v|iv4V vu» vv*- g v, Abrechnung vom diesjährigen Wiener Maskenvall, welche m ea. 80 M.' ergab. Ter Vorsitzende eri»"" früheren Beschluß, nach welchem dieser hekkouimissioi» überiviesen»verden fou-. ,,,,, der Bersanlmlmig, diesen Beschluß aufrecht zu erhai � Luucm ,c den hohen Werth einer Vereinsbibliothek Herv0*b Kollege Müller stellte den Antrag, den Ueberschuß der Bibltort � kommission zu überweisen, welcher einstimmige Annahme I». »vosür daS Kommissionsmitglied Kollege Hartmann der Bersaw � lung seinen Dank aussprach. Kollege Ludwig aus Kassel bT.a%c tioch verschiedene Details vom dortigen Streik zur Kenntn»? � Versammlung. Kollege Holtmann beantragte sofortige Boriw". � einer Ersatzwahl zur Tarifkommission, die Majorität fiel aus Kollegen Anderka und Kortlepel. Nachdem noch einige a"®{ meldete Kollegen als Mitglieder ausgenominen waren, schloß Vorsitzende die Versammlung mit einem begeistert aufgenonnnw Hoch auf die Arbeiterbewegung und unsere Ze»>tralorgainsm' Die Drechslergehiifen Sellins hatten sich am Mb'',- Abens zahlreich in den..Bmaerföte""®ie9>>®nerflr den llet >ein W, ctz. tten tett Slttj iße- titet -gt Ar- dirt S >> jttN den »>> d-Z i«: laß- be- nde >uer ianz lder ihl- lg-- er- ein- den die 3" tert. g Ä die um die Abrechnungen über verschiedene Saiinulungen S und die Forderungen zur diesjährigen Lohnbewegung «me. Es frage sich, ob man WaZZf gehen und 24 Niark beanspruchen solle. Die ffieiu c® werde sich ja darüber aussprechen können.— Herr GlunhZi�each sich für Einführung der Lohnarbeit, aber gegen Glicht in!?. eiuS, weil manchmal, so z. B. vor den Feiertagen, leicht ort? c Äeit gearbeitet werde und die'Arbeitgeber dann iw,. äU08 nmche» könnlen. Werde eine Erhöhung der Akkord angenommen, so sei er selbstredend damit einverstanden, 1 1 n sJb'Ochc sei aber die Einführung der Lohnarbeit. Herr den tänJ 1 glaubt, daß ein Mindestlohn fchiver durchgeführt wer- Dstorhew.. Hcrr L u tz betonte, mau möge genau prüfen, ob die � n r i JP beseitigen und die Lohnarbeit allgemein einzn- L Ein Uebergang� zur Lohnarbeit müsse doch einmal ff" «hrei. t■ ,l,cri3C11- Herr"3 o st ist auch der Meinung, daß die Kn.,, rbeit aufhören muß. Ein Mindestlohn von 24 M. bei Ez.'�"ständigen Arbeitszeit sei nicht zu hoch bemessen. Her Arta» �Arbeitgeber» erklärte, daß er mit der neunstündige! •ferhl'' einverstanden sei; einen Stundenlohn von 40 Pffi ?i aber nicht jedem Arbeiter gewähren können. Her Aiede stellte den Antrag, eine aus fünf Mit- bestehende Kommission zur Vorberathnng der Wx"00» zu wählen, welche dann einer öffentlichen sollen"«""O zur definitiven Beschlußfassung vorgelegt werden ...Herr Rauten berg meinte, inan möge z,lr Zeit den . iblahn von 40 Pf. pro Stunde festhalten; 24 Mark werde dies? noch nicht erreichen können und deshalb sei es besser, ljr!. Forderung noch nicht zu stellen. Herr Werdermanu M�sssr) hält die neunstündige Arbeitszeit und 40 Pf. Stunden sur durchaus gerechtfertigt. Mit diesem Mindestlohn könne .z Familie noch kaum eristiren. An den Arbeitern selbst liege jj> diesen Forderungen Geltung zu verschassen. Hierailf wilrde »!, Oon Herrn P i u d r i c gestellte Zlntrag mit der Aenderung teS,rmmcn' baß nicht 5, sondern 7 Personen zur Kommission Ii, 311 wurden. Die Wahl fiel auf die Herren; Hilde- s/Ndt, Kasperczackow, Dost, Richter, Krug, . 1 9 nert und Lutz. Ferner fand eine Resolution Annahme, M>e es den Anwesenden zur Pflicht macht, sich einer Vereinigung ß Dct l*P llve tci- S äß. tot s-z nid :ef het ot' en< i» or- S ch- en- or- :i hg S eii, ;li« ;fU 5 itd f. id, [fl- S }.« ießen. ie Arbeite»'«»d Avbeiterinne» der Schäftefabri die behufs Erring u n g der neunstündigen Isir» tSjeit, sowie eines Minimalloynes von Ün? flF" Arbeiter««d Arbeiterinnen am Montag früh in »inj1 partielle» Streik eintraten, versammelten sich am Dienstag 3z.�0en ziemlich zahlreich in Scheffers Salon, Juselstr. 10. ulrfatlith die Arbeiterinnen waren in bedeutender Menge er- Herr Krause gab den Bericht über den Stand der Lohn- tu«» ung, wie folgt: Eine Anzahl Fabrikanten habe die Forde- d�Oen in allen Punkten bewilligt, ein anderer Theil habe mit Kj.«rbeitern ein Kompromiß abgeschlossen, so daß Letztere weiter -ej. Uta. In der Fabrik von Perlig sei die neunstündige Arbeits- Ufo,*, urch Fabrikordnung schon früher festgesetzt gewesen. und nach sei aber eine 11 stündige Arbeitszeit eingeführt ■bÄ"-—•■—■''--** P!_-1-- �-i.---- v- stüw' i"; Arbeiter sind entlassen worden, weil sie eine Stunde Wen, Aufhören wollten. Nach längeren Verhandlungen mit übkie.»?«.Junten seien die Forderungen bewilligt worden. Die kücliii�., �Ol)äste, die den Revers unterzeichnet haben, seien Haupt- biiiss.R"eincre, die nur Bestellungen ausführen, also schnell liefern %Ll' Rtdner schildert nun in längeren Ausführungen den die iJi. tmes Streiks, der in den wirthschastlichen Verhältnissen, srjy., Oner kurz skizzirt, seine Ursache habe. Er bezeichnet es als die Vertreter des Geldsacks es wie hier, wo so ge- gtsttllt sind, zu einem Streik kommen lassen. W., ichließt, indem er mit wannen Worten zur Organisation auf- ton,"••In der nun folgenden Diskussion, die eine ziemlich lebhafte .. j wurde nleiifi ju yinrnnn Mittbeilnna tinji,f�J0Uu8cn folgten in bunter Steche mit Berichten über die btiteri« e und verblendete Haltung einzelner'Arbeiter und Ar- der 1"'»% ivie dies ja in Aersammlungen von Streikenden stets hin rrv'st- Mehrere Redner forderten auf, nicht aus'Annoncen buren,, 1 Arbeit zu suchen, sondern sich stets an das Streik- dew j1.'.'"enden; überhaupt nicht in Werkstellcn anzufangen, best.Ucht die alten Arbeitskräfte eingestellt sind. Herr EaSpar der�O s'ch,. daß dem Fabrikanten Siemoseu noch nicht die For- Frl fn" Seitens der Lohnkommission unterbreitet worden find. v � Lesinski diente deni Herrn sehr gut, indem sie sagte: tej„.. der Streik erklärt wurde, hat sich keiner der Kollegen, »isWm,,.,, in den Versammlungen sehen lasfen, sich licht«"UKgimwn............. WW best». O�Fldet, nun haben sie Allerhand auszusetzen. Rednerin weiter über den Unverstand mancher Arbeiter und ' M weil sie ist Ber- °uf, F'lge Arbeiierin, Frl. Apelt, fordert die Slrbeiteriiuieii auf, stündieiS"»??? von den Forderungen, namentlich der der neun- ihim Oen Arbeitszeit, abzulassen. Sie würde es auf keinen Fall 'k. würde sie sich andere Arbeit suchen, lieber würde >encn". Wenn alle ihre Kolleginnen so. denken würden -- tmc.... s;. Üe fe - Wenn alle ihre Kolleginnen------ wäre es ein Leichtes, alles durchzusetzen. Mögen die ' Herr Krause sprach WKN«« WWDKWDAs fchafllicheu Verhältnisse dringelid der NiisbessKüng bednrsett, a» den Forderungen festzuhalten; ferner nicht in Werkstellen anzu- sangen, bevor nicht die alten Arbeiter angestellt sind, auch ivenn oie Forderungen bewilligt iv erden; ansgenoninien, wenn die früheren Arbeiter erklären, nicht mehr dort arbeiten zu(vollen. Es wurde noch mitgetheilt, daß die nächste Versammlung am Donnerstag Vormittag stattfindet, und aufgefordert, tagtäglich die Streikkarten im Streikbureau,'Alte Jakobstr. 83 bei Reyer, ab stempeln zu lassen. Dann schloß die voin besten Geiste beseelte Versammlung mit einem kräftigen dreifachen Hoch auf den glück- lichen-Ausgang der Bewegung.(Wir iveroen in nächster Nummer die Liste derjenigen Fabrikanten bringen, die bewilligt haben.) Die Berliner Beamten-zlniformschneider hielten am 17. d. M. im Saale der Königstadt-Branerei eine öffentliche Ver- sammlnng ab. Zur Leitung derselben wurden gewählt die Herren Pfeiffer, Timm und P i e. In Aussicht genommen war ein Vortrag des Herrn Grüne berg über Lohnerhöhung. Da der Referent abgeschrieben hatte, so leitete Herr Timm die Ver Handlungen mit einer Besprechung der Situation ein. Zunächst gab er bekannt, daß zu dieser Versammlung die drei Berliner Schneiderorganisationen, die Freie Vereinigung, der Verband und der Militärschneider-Verein eingeladen worden seien, um den Kollegen Gelegenheit zu geben, einer Vereinigung beizutreten,(vo zu Redner dringend aufforderte. Ferner gab Herr Timm be kannt, daß er sich an das Betriebsamt Magdeburg, Trier?c. ge wandt habe, um zu erfahren, welche Preise die Lieferanten für die Eisenbahnunisorinen erhalten. Auf dem Berliner Polizei- präsidiinn sei er persönlich gewesen und habe in Erfahrung ge bracht, daß�für einen Waffenrock 3ö M., für eine Reithose 18 M. gezahlt werden. Die übrigen Sachen werden von Tagschncidern aus Rechnung des Magistrats angefertigt in einer' Werkstatt, welcher Redner das größte Lob zollte. Auch den gezahlten Lohn erklärte Redner für anständig. Die Organisationssrage wurde in der folgenden Diskussion lebhaft erörtert. Herr Wille vertrat den Standpunkt, daß alle Schneider Berlins unter einen Hur gebracht werden mochten, um geschlossen der Kapitalmacht entgegen treten zu können und eine Besserstellung für die Schneider zu erringen. Schon der letzte Schneiderkongreß habe, wie Herr Jeschonneck darlegte, aus diesen Weg verwiesen und empfahl er den Schneidern den'Anschluß an die' Zentralorgani sation, den Verband, der Lokalorganlsation, der(Freien Vercini gung, die Existenzberechtigung absprechend. Auch kam er aus den Streik der Militürschneider zu sprechen, die Versicherung ab- gebend, daß derselbe ein anderes Ende genommen hätte,, venu sich die Militärschneider im Einklang mit den Kollegen Deutschlands, mit der Slllgemeinheit befunden hätten. Herr Pfeiffer dagegen hielt in Berlin die Branchenorganisation für den richtigen Weg. der die Arbeiter mit der Zeit der allgemeinen Organisation zu führen werde. Die»tranchenorganisation solle sie dazu reif machen. Demzufolge empfahl er den Veamten-Uniformschneidern den Anschluß an den MiUtürschneider-Berein. Einen sehr wunden Punkt in der Uniformschneiderei bilde das Submissionsweseu. So habe z. B. die Firma Gebr. Dohms die Lieferung der Schutz- maniiuniforinen um 85 000 M. billiger übernommen, als die FirmaSachs geboten hatte. Daß dies nur aus Kosten der Ar beiter geschehen könne, sei klar. Gegen das Submissions- unwesen sei schwer anzukämpfen durch eine Organisation. Hier müsse die Gesetzgebung eingreifen und hierzu solle wiederum" die Organisation hinwirken. Auch Herr Schulz empfahl den Beitritt zum Verein der Militürschneider. Um den nichtorgamsirten Anwesenden Gelegenheit zu geben, sich einer Vereinigung anzu schließen, trat ans Beschluß der Versammlung in den VerHand jungen eine Pause ein. Nach Beendigung derselben gelangte zu nächst ein Antrag zur Annahme, dahingehend, daß' in"dieser Versammlung aue Streitigkeiten unterbleiben sollten. Hieraus bc leuchtete Herr Wiesemann die traurigen Verhältnisse im Schneidergewerbe, für eine Beseitigung der Stacht- und Sonntag! arbeit und für eine Organisation eintretend. Im weiteren Ver lause der Verhandlungen theilte Herr Timm mit, daß die Firma Gebr. D a h ni s bereits— 34 Schutzmannshosen geliefert habe. Davon seien ihr glücklich— 5 abgenommen worden. Von den 2000 Waffenröcken, deren Lieferungszeit da sei, seien 200 geliefert, doch wisse die Kommission noch nicht, wie viel sie davon ge- brauchen könne.'Auch warnte er davor, von der Firma Sachs Paletots in Arbeit zu nehmen. Die Geschäftsverhältnisse im Allgemeinen wurden des Weiteren von verschiedenen Rednern eingehend beleuchtet. Zum Schlüsse erklärte die Versammlung einstimmig den 1. Mai als Arbeiterfeiertag und schloß sich ebenso einstimmig dem über Blumberg verhängten Boykott an. Elite Uevsammlniia des Fachveeeins der Dilrsten «nd Pinselmacher Kerlin» und Umgegend fand am Sonntag, den 10. März, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, statt. Tagesordnung: Bortrag des Herrn Schriftsteller Bölfche über Dar winisnius. Diskussion. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Referent besprach in einem einstundigen Vortrage die Grundideen der Darwin'schen Theorie. Die Diskussion hielt sich im Sinne der Ausführungen des Referenten. Zum dritten Punkt änden einige kollegialische Auseinandersetzungen statt. Ein Ver- gnügungsantrag wurde einstimmig angenommen. Einige Mit glieder wurden noch ausgenomnien. Der Fachverein zählt jetzt 108 Mitglieder. Eine stark besuchte öffentliche Versammlung der Stackarbeiter Kerlin» tagte am Montag, den 10. März, im Köliigstadl-Kasino unter Vorfitz des Herrn Strohmeier mit der Tagesordnung: 1. Bericht der Unterhandlungskommission. 2. Dis- kussion und Verschiedenes. Zunächst berichtet Kollege Bothe über die Unterhandlungen mitgden Herren Meistern und Fabrikanten, woraus sich ein sehr giinsriges Resultat herausstellte, daß sämmt- liche größeren Fabrikanten sich damit einverstanden erklärten, die neunstündige Arbeitszeit«nd einen Mindestwochenverdienst von 21 M. CO Pf. zu dewilligen; außer einer großen Firma, Brieße und Kompagnie, welche erklärt habe, daß sie nicht unterhandele Es waren sämmtliche Fabrikanten eingeladen und auch zahlreich erschienen. In der Diskussion sprachen sich sämmtliche Redner dahin aus, daß eine Verkürzung der Arbeitszeit unbedingt noth- ivendig iväre und daß wir die heutige Bewegung den Meistern zu verdanken hätten, da sie mit uns Hand in Hand gehen wollte». Kollege Pindrix unterzog die Hausarbeit einer scharfen Kritik. Es sprachen sich einige Fabrikanten dahin aus, daß eS nöthig iväre die Arbeitszeil zu verkürzen, damit die große Reseroearniee unter Dach komme; ferner erklärt Herr Fabrikant Reuter(vor- malS Gruneivald), das» er sich mit Herrn Remmert vereinigt hätte und daß er Red. irr) im Namen der Firma Sieiiunert, sich bereit erklärten, vom 1. April die neunstündige Arbeitszeit und den Mindestivochenverdienst von 21,00 M. einzuführen, und auch, daß er ferner an seinem Versprechen festhalten(verde. Unter Verschiedenes wurde noch bekannt gemacht, daß am Montag, den 17. d. M. eine öffentliche Trechlerversammlung aller Branchen in den Bürgersälen, Dresdeners�. 90 stattfindet. Zum Schluß gab Herr Birnbaum einen Ueberblick über den Streik von Siemens und Komp. Da weiter nichts vorlag ivurde die Ber- ämnilung in später Stunde geschlossen. Der Verein seioerblicher Hilfsarbeiter Kerlins«nd Umgegend tagte am Mittwoch, den 12. d. M., im Konzertpark Ostend", Frankfurter'Allee Nr. 72—73, mit der Tagesordnung: Kassenbericht. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Zu Punkt 1 verlas der Knssirer A. Rosenow den Kassenbericht und ivurde demselben Decharge ertheilt. Hier- auf verlas der zweite Kassirer Menke die in den vorhergc- gangenen Versammlungen aufgenommenen Mitglieder, ckum zweiten Punkt der Tagesordming hielt Herr Otto Klein einen beifällig aufgenommenen Vortrag. In der Diskussion sprach zu- nächst Herr Hahn Dem Arbeiter müsse Zeit gegeben werden, um stch geistige'Auftlärung zu verschaffen. Er hebt die Fort- bildungsschulen hervor. Herr Bolter vergleicht den Sklavenhalter des Allerthums nut dem jetzigen Arbeitgeber, nur mit dem Unter- schied, daß der Sklavenhalter ein Interesse daran hatte, für seine Sklaven zu sorgen, wohingegen der fteie Arbeiter ausgesaugt«ich dann aus die Straße geworjen wird. Herr Günther ersucht, den l. Mai als Arbeiterfeiertag hoch zu halten. Man solle sich aber keinen falschen Illusionen hingeben, indem man glaube, sofort den achtstündigen Arbeitstag zu haben. Er geißelt das Verhalten der indifferenten Arbeiter, die die'Arbeit in der Hetschinl'schen Fabrik aufgenommen haben. Herr Schmidt führt den'Ausspruch des griechischen Gelehrten Aristoteles an:„Wenn das Weber- schiffchen sich ohne Menschenhände bewegt, dann ist auch die soziale Frage gelöst. Das Weberschiffchen bewegt sich jetzt ohne Menschenhände, aber die soziale Frage ist trotzdem noch nicht gelöst. Der Referent kritisirt in seinem Schlußwort noch einige Fabrikordnungen, die alle zu Gunsten der Arbeitgeber ausgearbeitet sind. Er vernrtheilt die Kolonialpolitik der Re- gierung. Zum Schluß fordert er nochmals mif, kräftig zu agitiren zu Gunsten der Organisation. Bei Verschiedenem ge- langte zunächst folgende Resolution zur einstimmigeii Annähmest Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten voll und ganz einverstanden und verpflichtet sich, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln dafür einzutreten, daß der 1. Mai als Arbeiterfeiertag erklärt wird und dieser als De- nwnstration für den achtstündigen Normalarbeitstag zu betrachten ist. Den streitenden Arbeitern der Hetschink'schen Fabrik wurden aus der Vcreinskasse 50 M. bewilligt. Dem Mitglied Brandt wurde der Rechtsschutz des Vereins bewilligt. Nachdem noch verschiedene Fragen aus dem Fragekasten zur Zufriedenheit beantwortet waren. schloß der Vorsitzende die Versammlung um 1294 Uhr mit einem kräftig aufgenommenen dreifachen Hoch auf die internationale zielbewußte Arbeiterschaft. Drv Lefekwb ,,Havl Map»'", welcher erst seit zwei Monaten besteht, veranstaltete am Sonntag Nachmittag 2 Uhr, in Habel's Brauerei, Bergmannstraße, zum ersten Male einen öfsentlicheii Vortrag, in welchem Herr Türk„Ueber die moderne Poesie und die Arbeiterbewegung" sprach. Die Versammlung war von ca. 400 Personen besucht. Der Redner führte aus, daß die heutige moderne Literatur durchaus nicht den Ziveck erfülle, den sie erfüllen müßte, ivas daher komme, daß die Verfasser gewöhn- lich keine Ahnung von den sozialen Zustünden im wirklichen Leben haben, und geißelt besonders die sogen. Hintertreppen-Literawr. Nachdem der Referent sich dann mit den neueren besseren Schrift- stellern besaßt, wie Ibsen, Tolstoi, Dostojewski u. Ä., wie auch Werke von Schiller, Goethe, Heine:e. angeführt, welche wirkliche Wahrheit und Gerechtigkeit verbreiten, fordert er am Schlüsse seiner!>icde auf, sich zusammen zu thun resp. diesem Verein sich anziischließen und derartige Werke zu halten. Mit Hilfe der Wissenschaft müsse der Sieg der Gerechtigkeit errungen werden. Reicher Beifall lohnte den Redner für seinen ausgezeichneten Vortrag. In der Diskussion wies Herr Retzerau nach, daß die moderne Poesie eigentlich in zwei Theile zerfalle, und zwar in die Poesie» des Weibes und die des Mannes, viachdem Redner noch einige Betrachtungen anstellt über die Streiks, den Krieg, welcher früher mitunter von einer Laune des Fürsten abhängig war, wie auch die Fürsten über der Wissenschaft standen, serner über die Nnsittlichkeit, die den Arbeitern immer von den„besseren" Kreisen vorgeworfen, die aber gerade in jenen Kreisen zu finden ist, was er auch an einigen Beispielen zeigte, empfiehlt Redner, evenfalls in der Familie dahin zu wirken, daß jene wissenschaftlichen Werke mehr und mehr Eingang finden.'Auch dieser Redner erntete reichen Beifall. Der Vorsitzende theilte dann noch mit, daß der Klub jeden Freitag Abend um 0 Uhr seine Leseabende in der ildorserstraße 10 bei Schönfeld abhalte. wozu Gäste und Mitglieder jederzeit willkommen seien. Auch sindet am ersten Feiertag Vormittag wieder ein Vortrag in Habel's Brauerei statt, zu welchem ebenfalls um zahlreiches Erscheinen gebeten wird. Kirdorf. Am 18. März tagte hier eine öfsentliche Ver- sammlnng der Schmiedcgesellen, in ivelcher sämmtliche hiesige Werkstellen vertrete», auch viele Berliner Kollegen zugegen waren, um eine Organisatlon ins Leben zu rufen. Um 9 Uhr wurde die Versammlung eröffnet und ein Bureau gewählt. Der Vor- sitzende erklärte zum ersten Punkt der Tagesoronung, welcher die Einführung der lOstündigen Arbeitszeit betraf.s daß eine Organi- sation nnbedingt nothwendig ist und daß dieselbe soweit wie möglich ausgedehnt werden muß, um dadurch in sämmtlichen Werkstellen eine zehnstündige Arbeitszeit zu erzielen. Ein Berliner Kollege sprach im Sinne des Vorredners nnd führte in längerer Rede aus, daß es nothwendig ist, in Rixdorf eine eigene Mit- gliedschaft der Vereinigung der deutschen Schmiede zu gründen. da die Kollegen unter sich es besser übersehen können, als wenn sie sich der Mitgliedschaft Verlin anschließen. Ein anderer Kollege äußerte sich über die Schwäche der Berliner Schmiedc-Jnnung, ivelche nicht im Stande ist, jihre Beschlüsse ausrecht zu erhalten; ein Beweis dafür sei, daß Meister gestatteten, daß ihre Gesellen 10 Stunden arbeiten 14 Tage lang, daß sie dann aber wieder 11 Stunden arbeiten mußten. Ferner wurde betont, daß hier hauptsächlich unter den Schmieden bedauerliche Zustände herrschen, indem man in vielen Werkstellen von früh b,s zum späten Abend und Sonntags im verstärkten Maßstabe arbeitet; die hier arbeitenden Kollegen müßten aus dem Schlaf erwachen, sich der Bereinigung der Schmiede Deutsch- lands anschließen, um der Willkür der Meister entgegentreten zu können. Hierauf wurde solgende eingegangene Resolution ange- nommen: Die in heutiger Versammlung erschienenen Schmiede erklären, Mann für Mann der Bereinigung der Schmiede Deutsch- landS beizutreten und eine eigene Mitgliedschaft zu gründen. Es folgten nun Einschreibungen und Wahl eines provisorischen Vor- standes und mit einem kräftigen Mahnwort schloß die Ver- ämmltMg. !## » «r«»« Lfsentlich» V-lksiiersammluno 0111 ßreilag, den ei. Mär,. Abend« Uhr, bei Joel, Andrea«ilraiis er Tage»orvn»Nij:!. Die Bevöi- kerung Berlins und die TonniagSruhe der taufmanntsch AngefteUten. e. Di«- tulsion.;i. Berschiedene«. Männer wie Frauen sind zu dieser Bersammlung eingeladen. Lr«Ir,iigbi>(« Gemeinde. Saal- der Brauerei Friedrichshatn Sonnabend, den r-oraucrel Frledrichehatu statt.— Mitglieder und Freunde'(in! 22. Marz, Abend« sv uhr, lsrtiher(&>«» der Wiener find da?'----- dazu freundlichst ein- Sndet im iaslenball geladen. Allgemeiner Arsteiteri»nemierein sämintlicher Keruf«?weig» See- iino u»i> Zlmg-gen», Filiale 1(Moabit), früher Bercin der Nähmaschinen- und Sandarbetlerinnen.(Sroste Bersammlung am MttNvoch, den in. März, Abend« 8% Uhr, Wilsnailerstralie«» bei Herr» Jlge«. zier Ardeitouachniei» für Kchiolser und lUaschinenbau-Arlieitrr gierlino bestndet stch bei Sründel, Dresdenerstraße>>». Ardctl wird uneni- gelilich ausgegeben für Mitglieder sowie auch sllr Ntchrnittglieder de« Wochen- tag« vo» s—iu Uhr Abend«, de« Sonnlag« von 10—12 Uhr Bormitiag«. Der»nentarltiich» dentral-Arh-itonachwei» der Maler und An» »reicher besindcr stch Dresbonerstrabe HO. Geossnet Morgen« von 7—0 Uhr. Telephonanschlust Amt 0«, Nr. 578. Derein der Dauaiiichliiger D erllu« und Umgegend. Sonntag, den 20. März, Vormittag« 10 Uhr: Versammlung bei Preusi, Lranienstratze oi. Quittungebuch (ftroi't«iglriitii Keriiiirr U Abend« 8% �»It.,,, vuuuiBO»»<. iiiue Aroeuer der neuen Berliuer Messingwerle sind zu dieser Versammlung eingeladen.— Jeder Ar better ist willlomme»—--•— •ÄWrwayws. tor der„Dachdecker-Zeilung" steht, am ........— Zur Teilung der Unloslen" sindet eine Älter- sauunlung statt. Der«,,, lur Mal,r»»g Versammlung am Sonnlag, d! seleine Marlusstraste 10.(Nicht, wie in "J f'iichuerein der xederarbeiter. Am Mittwoch, dcki 10. März, Abend« präz.» Uhr, im«ilabUssemeni Buggenhagen am Morigplag:«toste össentliche Achtung� Dtuiiiateure!«roste össentliche Versammlung am Mittwoch, den 18. Marz, Abend» 8 Uhr, bei Z-mier, Miinzstr. n. Gelnuci-, Turn-»nd gesellig» Derrin» am M i t tw o ch. Männer- gesanaverein„Jugendluft" Abend« 8% Uhr im Restaurant Passes,«arten- »raste 102.— Männergesangversin..Cacilia" Abends 0 Uhr im Nestanrani liSpeniclcrstr.>27-.— Gesangverein„Männerchor Linde" Abend« Uhr im e Uf)t im Restaurant Dobersteln, Marlanneufir. si-zz.- Eesangverei» — Sesangveretn„Bruderbund" Abends» Uhr bei Päholdt, Reichenberstr. IS. „Schneeglöckchen" Abends s Uhr Sitzung im Nestau- 9-r Mannerablhctlung von ej-ioj Uhr Abends; desgleichen i. Lehr- S»SIS,"•J*? Schlcftfcher Bereln„Holtet" AbendS o Uhr Im Restaurant Sehrt, Prinzen- 'ax}e» h.- BergnugungSverein„Fröhlichkett" Abends g Uhr tm Restaurant ÜSlKfi.®mine'E. Weg üb.— Wtssenschaftltcher Verein für Noller'scher Steno- graphte Abends Uhr im Ncftaurant Bcese, Alte Schönhauserstraße 42 unterrtcht und UebungSstunde.— Noller'scher Sienographenveretn Süd-Berlin ufeim Restaurant Prinzenstr, 97, Sitzung und Uebungs stunde.— Arends scher Stenographen-Vercin„Amicitta" Abends 8% Uhr im Restaurant «ehrends, Schöncbergerftr. e.— ArendS'schcr Stenographenvercin„Phtlta" Ncher Unterricht und Nebung.- Berliner Rauchklub„Wrangel" AbendS lUÄ!»?v Foge, Köpnickerstr. isi.— Rauchllub„Havanna SO" ZLZAS tmjSNm%sujnK Rauchrlub«ßolumbta Abends 8% Uhr im Restaurant Beyer. Prinzenftr. 96 n QlvffrT-v nnmnntH n1/ itf.«.________ j. r*........, — Rauchklub„Frisch gewagt" Abends«tz'ulw' tni - Rauchklub„Vulkan" Abends lauerstr. 27. Gräfestr. 82. Restaurant Tempel,' Brcs- „-----------. Uhr im Restaurant Schulz, tErilWä* h- Fvt-drtchsberg. Rauchklub„Nordstern", Lippe'S Restaurant, Abend« btz Uhr bei ffi. Thiel, Wiencrstrabe 08.— Gesangverciu der Tapczirer BerltnS, jede» Mittwoch Restaurant Seydelstr. 30, von u— 11 Uhr Abends.— «ntwtiattunaäoerein„Harmonie". Sitzung Zlbends a Uhr Tresdenerstr. 11a mos»»5 Ii 7. Tambourverein„Exelstor", 8,\ Uhr. UebungSstunde bei Böhl. SpoechlÄol. PA8.®1!?.'"!10" ltellt die Beilutzung des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzu- JP»®*w Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identtstzirt zu werden. Berlin, den 18. März 1890. Geehrte Redaktion! ...Gestatten Sie gutigst auch mir als dein Verfasser des Ve- richtes über die Versammlung der Zimmcrleute voin 15. März o. I., abgehalten im Konzertsaale der Brauerei Friedrichshain, den Raum des„Sprechsaales" Ihrer geschätzten Zeitung zu einer Erwiderung benutzen zu dürfen und z>var zu einer Erwiderung auf den in Nr. 65 Ihrer geschätzten Zeitung erschienenen Sprech- saal-Artikel des Herrn Fischer, tvelcher auf den oben erwähnten, voii mir verfaßten Versammlungsbericht Bezug ninnnt und mich gleich dem danraligen Versamnilungsvorstande der Parteilichkeit zeiht. Ich erkläre hiermit, daß nur nichts ferner gelegen hat, als für Herrn Jäckel irgend wie eine Lanze zu brechen oder ihn in emem günstigen Lichte darzustellen. In meiner Eigenschaft als Berichterstatter bin ich eine völlig neutrale Person. Ob Herr Jäckel ein Ehrenmann ist oder nicht, darüber habe ich nicht zu entscheiden, sondern in erster Linie seine ehemaligen Berufs- genossen, die Interessenten in der Sache selbst. Die beregte An- gelegenheit hat schon mehrfach in Versaminlungcn zur VerHand- lung gestanden, weshalb ich also nicht für nöthig erachtet habe, dieselbe in dem Versainmltlngsberichte nochmals breit zu treten. Jeder, der die Vorgänge bei den Ziininerleutcn kennt, die sich bereits die Spatzen auf dem Dache zupfeifen und die ein öffentliches Geheim- niß sind, wird durch die in meinein Berichte gemachten Andeutungen zur Genüge_ infonnirt worden sein. Daß ich deil Antrag Leh- mann nicht im Wortlaute gebracht habe, hat seinen Grund erstens darin, daß er abgelehnt worden ist; zweitens enthält derselbe were Anklagen bezw. Beleidigungen, deren Verantwortlichkeit bei der Unaufgeklärtheit der Sache nicht übernehmen konnte und kann, ohne mich der Gefahr auszusetzen, mir eine Anklage wegen öffentlicher Beleidigung durch die Presse zuzuziehen. Man kann eben nicht Alles veröffentlichen in der Presse, was gesprochen wird, wie vielfach geglaubt wird. Daß die Angelegenheit Jäckel noch nicht zur Genüge ausgeklärt ist, beweist die Haltung der Majorität iu mehreren Versammlungen. So lange, bis diese zweifellose Aufklärung nicht erfolgt ist, ist auch in meinen Augen Herr Jäckel noch kein Verurtheilter! Zum dritten bin ich ver- anlaßt worden, diese Angelegenheit so schonend als nur möglich zu behandeln, indem auch ich der Ansicht bin, daß derartige tief- traurige Vorkommnisse nur die Arbeitersache zu schädigen ver- mögen, sofern sie allzusehr an die große Glocke gehängt werden und im vorliegenden Falle um so mehr, als die Berliner Zimmer- leute kurz vor dem Ausbruche eines erneuten AusstandeS stehen. Dies zu meiner Rechtfertigung; dies die Motive, die mich bei Abfassung meines Berichtes(der übrigens genau den Thatsachen entspricht) geleitet haben. Auf keinen Fall möchte ich in den Verdacht kommen, daß ich von irgend welchen Sondennteressen beeinflußt worden bin. N. Demminerstraße Nr. 59,• Normipckzkes Zlew york, 18. März. Gestern brach in eine Vücherhandlung in Indianapolis ein Feuer aus, che ,l 13 Feuerleute getödtet und 19 verletzt sind, die M y L.-s letzteren tödtlich. Die Bücherhandlung, die das gW dieser Art im Westen'..... schaden wird au! sich insi OKÖf fall t' zu, Leitern nw; infolge des Einsturzes r>i>re ähuuh... eine größere Anzahl Feuerleute die an die Mauer gelehm hinaufkletterte. Depeschen.' (Molffs Erlegrapheit-gurea«)„ W, Sarmr». 18. März. Die Kommission der Rremenm 7&i Besitzer veröffentlicht in der„Westdeutschen Zettmm klärung, welche besagt, daß bei fortdauerndem Ausstan 0g nicht tvieder zur Arbeit zurückgekehrten Gesellen am' jje eine allgemeine Betriebssperre verhängt werden n>!' wß Streikenden werden aufgefordert, die Arbeit aufzunehmen, 1800 ruhige Arbeiter brotlos würden. KriefKrtste» der Redaktion. � Bei Anfragen bitten wir die Abonnements-QuiNung beizufügen. Antwort wird nicht ertheilt. ült IH. Ml. Krim.., Nr. 6. Senden Sie. bitte, nnen�us W- G. St. 69. Wir können Ihnen darüber keinen uwn � geben, denn in die Geheimnisse des Wiener Hofes sind Sie sich wohl selber sagen konnten, nicht eingeweiht. F. T. i» A. 1. Wir haben für Dramen keine Ber« 2. Wenden Sie sich vorerst noch einmal an Dr Harr- Abrechnung vom Generalstreik der Kistenmacher. Einnahme: 9Jlk. Verein d. Berliner Kisteninacher 846,— „ Bremer„ 186,— „ Berliner Steinmetzen 80,— »» Tischler 25,— » Bert. Schraubendreher 25,— ,,„ Knopfmacher 50,— »„ Buchbinder 25,— »„ Zinnnerleute 100,— »„ Steinträger 30,— «„ Weißgerber 50,— » tt Metallarbeiter 50,— »„ Buchdrucker 50,— Hamb. Kisteninacher 110,— Lithographen und Steinschleifer 50,— Unterstützungskont.d.Berl.Maurer250,— Fachverein der Tischler 50,— Verein sämintl. an Holzbearbeit.- Maschinen beschäft. Arbeiter 30,— Kessel u. Röhl, Steinmetzen 3,35 Platz.Wimmel, Steinmetz, Schöneb. 17,25 Vereinig, deutsch. Stellin. in Hamb. 50,— Lohnkommission Verl. Stellmacher 15,25 Oesfentl. Vers. Verl. Hausdiener 4,— Oefsentl. Versamml. Verl. Kisten- macher(Tellersammlung) 64,80 Durch Sainmellist. eingegangen 1480,20 Summa M. 3081,85 Ausgabe: Mk. Für 357 Streikende 1456 Tage im Generalstreik 2315,50 tart.Streikv.H.Schalling79Tage 182,— ntschäd.f.d,---- En 6,— omm.b.Schalling für 3 Kommissions- ttglieder& 1 M. 90,— Für Säulenanschlag 10,— „ Annoncen 63,80 „ Drucksachen 87,50 „ Schreibmaterialien 18,25 „ Porto_ 1,70 „ Fahrgeld f. die Kommission 8,20 „ Reffegeld f. d. Bremer Koll. Kallenberg 12,— „ Versäumniß an Tschernig 1,50 „ Strafmandat f. F. Torfstecher 5,— «T., für Helbig 3,— SummcT M. 2798,45 Bilanz: Gesammt- Einnahme 3081,85 M. Ausgabe.... 2798,45„ Ueberschuß 283,40 M7 Mk. Für die streikenden Hutmacher in Luckenwalde 50,— „ Achtstundenblatt nach Basel 25,— „ die'Aufstellung u. Revision der Abrechnung 40 Std. E. Tschernig 14 Std. ä55Pf. E. Schulze 14 Std.„ 7,70 7,70 6,60 8- O. Oestreich 12 Std. H- Friese_ Bleibt Bestan?M7l78M E. Tschernig. E. Schultz. 0. Oestreich. 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Um rege Betheiligung der Mitglieder ersucht Der Vorstand. krche össeiltliche&#(!»[# ilerMMerLttliilsluNiilg. am Freitag, 21. März, Abds. SVa Uhr, im Saale des Herrn Ilgeo, Wilsnackerstr. 63(Moabit). Tages-Ordnung: 1. Organisation und dessen Nutzen des Müllergeiverbes, Referent Stadt- verordneter Herr F. Zubeil. 2. Dis- kussion. 3. Verschiedenes und Frage kästen. Gäste willkommen.' 116 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der E i n b e r u f e r. Weberei, S: Hier werden in der Weberei etwas fleckig gewordene, aber fönst ganz fehlerfreie Shirt! ng, Dowlas, Srmdentuche, Settzrngr, Sandtücher, u. Taschentücher bedeutend unterm Fabrikpreis ausverkaaaff. Reste und einzelne Roben, Kleiderstoffe schon von 2 Mark an.[86 Einzelne schwarze seidene Roben ä 9, 10 und 11 Meter. Einzel, schwarze Cachemir- Roben, ä 5, 6 und 71/2 Meter. Auch Cachemir-Reste. Alles in bester Qualität, bedeutend unkernt Fabrikpreis. Unserin Freund und Genossen Hermann Labs, zu seinein heut. 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Die Adreffenausgabe l„u jeden Abend von 8— 9»/s Uh» ,jO Sonntags Vormittags von 1� ü'1 Uhr, sowohl an Mitglieder � gl' NichtMitglieder unentgeltlich statt'" Die Arbeitsvermlttelungs-Kon" Verantwortlicher Redakteur; Gurt Kaaltr in Berlin. Druck und Verlag von Uta» Lading in Berlin 8W., Beuthstraße 2.