Nr. 96. Freitag, den 25. April 1890. V. Jahrg. Telegii� V? on s die elbst für iverbliiU ■'ur Y ai :k- und s 'einselb» mtliche 'er. dei 'OV, fi« .iTej«* larbei», flWfftf' in auch' z einzilir stolz? G- eBes« Organ für die Inierefsen der Arbeiter. beul S Jnsertionsgebühr bcteägt für die Sgespaltene Pctitzeile oder deren Anzciizeil 20 Pf. Inserate werden bis Beutbitrabe 3, sowie von allen Annoncen-B............... �..... Die Expedition ist an Wochentagen� bis 1 Uhr SUiltnas und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -• Lernlprechru: Amt VI. ttr. 4100.«* angenommen. t benneb, daß >n m H? »a diefl s KedMkion: NvnksMvAtze S.— EsepedMon: VeukMrnHe 3. m a Tnnke iibev den C-�Vr'xf w & � t-zj-wv-v--»-v-v 'AZ Äichtptundent«g. ober? Obgleich Tante Voß so vorsichtig ist, in ihrem Artikel ter den Achtstundentag die Verfechter dieser Forderung ch gch�zuschrecken, indem sie in etwas wenig bescheidener Weise >uter treibt:„Gegen das feste Gefüge dieser(nämlich ihrer) 1 Zischen Kette läßt sich weder mit rabulistischen Ein- 'mit fänden, noch mit agitatorischen Manövern ankämpfen", zmn�.sind wir doch so tollkühn, gegen das feste Gefüge ihrer hzus�gi scheu Kette anzukämpfen. Mag sein, daß dies mit .'�chs�bulisttschen Einwänden und agttatorischen Manövern" per. geyt. Diese sind aber auch ganz unnöthig, m die Trugschlüsse der Tante Voß als solche zu ent- üssen. ssirven; mit den einfachen Hilfsmitteln der nationalöko- c fun �mischen Wissenschaft dürfte uns dies schon gelingen. BeruÄ Betrachten wir die Einwände, welche von der„Voss. Haler,'.eitung" gegen diese Forderung der Arbeiterklasse erhoben J erden. Ganz logisch führt die„Voss. Ztg." aus, daß ��lerst die Frage erwogen werden müsse, ob die Durch- D�Mchrung einer kürzeren Arbeitszeit im Wege des staatlichen as#e Zwanges und in mechanisch gleicher Weise zu ermöglichen Ganz unlogischer Weise beantwortet sie die frage nicht, und erwähnt nur später in einem anderen lusammenhange, daß in Oesterreich und der Schweiz wohl in Maximalarbeitstag existirt; sie bemerkt aber vorsichts- alber, was vorher schon Bismarck und Pindter bei 4— Gelegenheit thaten, daß der Maximalarbetts- diesen beiden Ländern wegen der großen i Ausnahmen in der Regel fast werthlos wird. !un ist dies aber nicht richtig, jedenfalls liegen die Dinge cht so, wie sie dem Laien nach dieser Darstellung er- seinen müssen. Es stimmt zwar, daß sowohl die öfter- ichische als auch die schweizerische Gesetzgebung der Ne- billtt�erung diskretionäre Gewalt einräumen den Arbeitstag . alber, wa ibet Gele verlängern, und es ist ebenso richtig, daß von dieser »»»Berechtigung zur Zeit des Inkrafttretens dieser Gesetze «��Deitgehender Gebrauch gemacht wurde. Aber von �ahr Jahr wurde eine dieser Ausnahmebestimmungen nach pu0 x anderen außer Kraft gesetzt, so daß heute nur wenige L lgewandt werden, dabei hat Oesterreich, obgleich sein \\ J. jabrikgesetz erst 5�4 Jahre in Kraft steht, fünf Mal die IlfnMlahl seiner Fabrik-Aufsichtsbeamten vermehrt! So sehr Jv«He österreichischen Arbeiter mit Energie den achtstündigen . rbeitstag anstreben, so sehr verstummen immer mehr die '-V LH er häusigen Klagen, daß der gesetzlich gewährleistete Or#* laximalarbeitstag nicht eingehalten werde. Derselbe hat ch in Oesterreich und der Schweiz sehr gut eingelebt IIS t$[ FeuMeton. verboten.I______ 2�«Innt Glück der Damen." de#8!� Roman von Emile Zola. Autorisirte Uebersetzung von Armin Schwarz. �— Die Kollegen von den Wirkwaaren und von der ���laidlerei werden heute Geschäfte machen, murmelte Favier Tat* udisch. 53), Doch Hutin, der überall im Magazin herumblickte, sagte 1 ae. sdtzlich» — Kennen Sie Madame Desforges, die gute Freundin "tnJ Patrons? Da, diese Brünette in der Handschuhe- }°r e�btheilung, welcher Mignot Handschuhe probirt. I Er schwieg, dann fuhr er flüsternd fort, als wurde er J Mignot sprechen, von dem er kein Auge ließ: ißK.«- S& ÄS'nÄ.; Ä ÄS h �iiiWeUirten mit den Verkäuferinnen. Uebrigenp konnte Kemer Beiden sich irgend eines bedeutendes Erfolges rühmen; t. J i'.chm Mignot erzählte man, daß er ein Verhaltmß mit der ertft.iiflktu eines Polizeikommissärs habe, die sich m ihn verliebt tte; Hutin hingegen hatte in seiner Abthe.lung e.nePosa- ntirerin erobert, die es müde geworden war, in den Hotel» ndeutigen Ranges dieses Stadtviertels ihr Leben zu fristen. .ein, beide logen und wollten glaubeil machen, daß sie und hat eine erhebliche Einschränkung der Arbeitszeit auch unter die gesetzlich festgesetzte Länge zur Folge gehabt. Auch die Unternehmer, welche bei Vorbereitung dieser Ge- setze ganz ebenso wie jetzt in Deutschland Himmel und Hölle gegen diesen Einbruch in ihre Ausbeiltungsfreiheit in Bewegung zu setzen suchten, haben sich in die neuen Verhältnisse hineingefunden. Nicht nur daß sich heute keine Stimme erhebt, welche die Aufhebung dieser Gesetze befürworten würde, es haben sogar eine Reihe von Fabri- kanten den Vortheil dieser Einrichtung für die Industrie offen anerkannt. Nun sagt aber der große Nationalökonom der„Voss. Zeitung":„Es ist etwas gänzlich anderes, ob man die Dauer der Arbeitszeit in einer Weise beschränkt, welche nur das gesundheitsschädliche Ueberspannen der Arbeits- kraft ausschließen soll, oder ob die Verkürzung der Arbeits- zeit dazu dienen soll, die Lohnverhältnisse anders zu ge- stalten.... Der Sozialdemokratie liegt bei der Acht- stundenbewegung nichts an der sozialen Hygiene, ihr kommt es n u r auf die Lohnfrage an." Der Beherrscher der Logik in der„Vossischen" vergißt, daß er wenige Absätze vorher gesagt hat, daß an dem Au- theil der deutschen Arbeiterschaft an der Acht- stundenbewegung die Taktik die Hauptsache sei, daß man damit nur weitere Arbeiterkreise in die Bewegung ziehen wolle. Das ist nun ettvas schwer vereinbar mit der Behauptung, daß es nur auf die Lohnfrage an- komme. Und lvenn es etwas später heißt: „N i ch t der Schutz des Arbeiters gegen entnervend« Ausbeutung seiner Kraft, nicht das Interesse ihm Zeil für seine Erholung und Ausbildung, für die Pflege des Familienlebens zn sichern, sondern der Wunsch, ihn immer stärker für den Kampf gegen das Kapital zu machen, ist entscheidend," so ist das auch nicht logisch, denn stärker im Kampfe gegen das Kapital werden die Arbeiter unzwei- felhaft durch den Schutz gegen die entnervende Ausbeutung ihrer Kraft und wenn ihnen Zeit zur Erholung und Aus- bilduug, sowie zur Pflege des Familienlebens gesichert wird. In allen Versammlungen und Zeitungen der deut- scheu Sozialdemokratie wurden diese Beweggründe regel- mäßig bei Forderung des Maximalarbeitstages hervorge- hoben. Nachdem wir die Logik des Oekonomen der„Voss." gehörig gekennzeichnet haben, wollen wir auch die Oekomik des Logikers prüfen. Als Angriffsobjekt für seine öko- nonuschen Ausführungen dienen dem Oekonomen der „Voss." eine Rede des Abg. Grillenberger über den Äkuximalarbeitstag. Die„Voss." schreibt nämlich: Als 1895 die Forderung eines zehnstündigen Maximal- arbeirstages im Reichstage besprochen wurde, machte der sozial- mysteriöse Abenteuer hätten und Rendezvous mit Gräfinnen, welche ihnen diese bei ihren Einkäufen gaben. — Sie sollten ihm die Dame abpfnschen, sagte Favier in seiner galligen Weise. — Das ist eine Idee! rief Hutin. Wenn sie in unsere Abthcilung kommt, will ich sie abfangen; ich muß hundert Sons haben. In der Handschnhabtheilung saß eine ganze Reihe von Damen vor dem Pulte, das mit grünem Tuch überzogen und mit Nickel-Eckbeschlägen versehen war. Die lächelnden Kommis häuften platte Schachteln von rosafarbenem Karton- papicr vor ihnen ans. Besonders Mignot neigte mit ge- suchter Höflichkeit sein hübsches Gesicht vor und legte einen besonders zärtlichen Ausdruck in seine Stimme des galanten Parisers. Schon hatte er an Madame Desforges ein Dutzend Handschuhe von Ziegcnleder verkauft, sechs Paar weiße, sechs Paar leichte„Bonhenr"-Handschuhe, die Spezia- lität des Hauses. Dann hatte sie noch drei Paar schwe- dische Handschuhe genommen; jetzt ließ sie sich sächsische Handschuhe auprobiren, aus Furcht, daß die Fingerspitzen nicht ganz passen würden. — Oh, vorzuglich, Madame! rief Mignot. 63/4 wäre zu groß für«ine Hand, wie die Ihrige. Er lag zur Hälfte über das Pult gelehnt, hielt ihre Hand und ergriff ihre Finger, einem nach dem andern und zog ihr mit einer wiederholten, langen, nachdrücklichen Hand- bewegung die Handschuhe an; dabei blickte er sie an, als er in ihren Zügen den Ausdruck eines wollüstigen Behagens lesen wollte. Allein, sie hielt den Arm auf das Pult ge- stützt und überließ ihm ihre Finger mit der nämlichen Gleich- giltigkeit, mit welcher sie ihren Fuß ihrer Kammerfrau über- demokratische Abgeordnete Grillenberger aus den wahren Be- wegarnnden seiner Partei in der Frage des Normalarbeitstages gar kein Hehl. Er bestritt den Einwand, daß bei einer Er- Mäßigung' der Arbeitszeit ganz von selbst auch der Arbeitslohn sinken müsse. Nur für einige wenige Fälle wollte er dies zu- geben, namentlich in solchen Zweigen, wo man den ersten Besten hinstellen kann, um die nöthige Handarbeit zu verrichten. Was aber der Maximalarbeitstag für die Arbeiterklassen ganz be- sonders bringen solle und bringen werde, sei die Steigerung des Arbeitslohnes. Es sei, so führte Grillenberger aus, ganz unausbleiblich, daß durch eine Verkürzung der Arbeitszeit in den vielen Tausenden von Fabriken und Gewerbebetrieben in Deutschland Hunderttausende neuer Arbeitskräfte nöthig werden. Dadurch werde„die Reservearmee, die zur Zeit auf der Land- straße liegt und stets bereit ist, um jeden Preis ihre Arbeits- kraft anzubieten und ihre Kollegen zu verdrängen", in die Pro- duktion hereingezogen. Die Fabrikanten würden dann nicht mehr in der Lage sein, zu jeder Zeit ein Angebot von Händen zu haben, die um zeden Preis arbeiten. Dagegen wendet die Tante Voß ein: Die Rechnung, daß der achtstündige Normalarbeitstag mit Nothwendigkeit eine Vermehrung der Arbeitskräfte und also die Besciiigung der unbeschäftigten Arbeiter nach sich ziehen müßte, könnte doch ein Loch haben. Angenommen, es sei richtig, daß die„Reservearmee" der Arbeiter den ausschlag- gebenden Faktor in der Lohnsrage bildet— was nach unserer Ueberzeugung unrichtig ist, da die Lohnsätze trotz dieser Reserve- armee in den letzten Jahren durchweg gestiegen sind, welches würde dann die Wirkung des gesetzlichen Achtstundentages vom Standpunkte des Unternehmers sein?... Für den Unternehmer bedeutet der Achtstundentag bei un- veränderten Lohnsätzen eine Veriheuerung der Produktion um etwa 20—30 pCt. Wer würde diese Kosten tragen? Daß die Arbeiter in eine Verminderung d«r Lohnsätze willigen würde», um das Gleichgewicht wieder herzustellen, ist natürlich ausgeschlossen. Das Kapital kann bei dem über- mäßigen industriellen Wettbewerb und dem dadurch herabgedrückten Unternehmergewinn eine 20—30 prozentige Vermehrung der Erzeugnngskosten gleichfalls nicht auf seine Schultern nehmen. Die Kosten des Achtstundentages müßten also auf den Verbrauch abgewälzt werden. Wie würden sich die Folgen eiuer solchen Abwälzung gestalten? Die Sozial- deniokratie geht von der Vorstellung aus, daß die Gütererzeu- gung immer dieselbe bleiben würde, und daß der Fabrikant gezwungen wäre, das Weniger an Arbeitszeit durch ein Mehr an Arbeitskräften zu ersetzen. Die national- ökonomische Er- fahrung aber lehrt, daß bei einer Steigerung der Waarenpreise der Konsum in etwa gleichem Aerhältniß abnimmt. Eine zwanzig- bis dreißigprozentige Einschränkung des Güterverbrauchs würde eine zwanzig- bis dreißigprozentige Einschränkung der Gütererzeugung zur nothwendigen Folge haben. Da aber die Einschränkung in der Erzeugung entweder in der Verringerung der Arbeiterzahl oder in der Verringerung des Arbeitslohnes zum Ausdruck kommt, so würden schließlich doch nur die Ar- veiter die Kosten des Achtstundentages tragen müssen. Wir haben die vorstehenden Sätze wörtlich abgedruckt, damit uitsere Leser auch das„feste Gefüge der logischen Kette" bewundern können. Vorerst muß uns die Leichtfertigkeit der Tante Voß in Erstaunen setzen, mit welcher sie behauptet, daß in den ließ, damit sie ihr die Stiefelchen zuknöpfte. Er war für sie kein Mann; sie sah ihn nicht einmal an. — Ich thue Ihnen doch nicht weh, Madame? Sie schüttelte verneineno den Stopf. Der Geruch der sächsischen Handschuhe, dieses Gemisch von Wildgeruch und Moschus, betäubte sie gewöhnlich; sie gestand oft lachend ihre Vorliebe für dieses wollüstige Parfüni, das sie an eine wüthende Bestie denken läßt, die in die Pudcrschachtcl einer Frau gefallen. Allein, vor diesem banalen Pulte roch sie nicht die Handschuhe und der Kommis, der seines Amtes waltete, ließ sie völlig kalt. — Was befehlen Sie noch weiter, Madame? — Nichts, ich danke. Lassen Sie daS zur Kasse Nr. 10 für Madame Desforges tragen. Ten Gewohnheiten des Hauses entsprechend, gab sie bei einer Stasse ihren Namen ab und ließ alle Einkäufe dorthin schaffen, ohne sich vom Kommis begleiten zu lasse». Als sie sich entfernt hatte, zwinkerte Mignot mit den Äugen, indem er sich gegen seinen Nachbar umwandte, dem er glauben machen wollte, daß sich außerordentliche Dinge zwischen ihm und der Käuferin zugetragen hätten. — Ist das eine Dame, wie? sagte er; man würde ihr bis an's Ende aller Tage Handschuhe verkaufen. Inzwischen setzte Madame Desforges ihre Einkäufe fort. Sie begab sich in die Weißwaaren-Äbtheilnug, um dort Ab- Wischtücher zu kaufen. Dann machte sie die Runde bis zur Woltwaaren-Abtheilung im Hintergründe der Galerien. Da sie mit ihrer Köchin zufrieden war, wollte sie ihr ein Kleid zum Geschenk machen. In der Wollwaarcn-Abtheilung gab es eine dichtgedrängte Menge von Känserinncn, zumeist kleine Bürgersfraucn, welche die Stoffe betasteten und sich in stille Berechnungen versenkten. Madaine Desforges mußte letzten Jahren die Löhne durchweg gestiegen sind. Be kanntlich besitzen wir im Dentschen Reiche noch nicht ein, mal die Ansänge einer Lohnstatistik, die einzigen Angaben über Lohnschwanküngen im Deutschen Reiche finden sich in den Berichten der Fabrikaufsichtsbeamten. Diese aber wissen ganz anderes zu berichten, als Tante Voß. Sie melden, daß die Löhne seit einer Reihe von Jahren fiir die große Wtasse der Arbeiter gleich ge- blieben. Rur für einen geringen Bruchtheil gestiegen, bei einem anderen Bruchtheile aber gesunken sind. Bei all' diesen Angaben handelt es sich aber stets um den G c l d- lohn. Bedeutung für Steigen und Fallen der Löhne hat aber in Wirklichkeit nur der Reallohn, das heißt die Waarenmenge, welche man mit seinem Lohne be- schaffen kann. Diese ist aber infolge der Lebensnnttelzölle und der Erhöhung der Verbrauchssteuern stark gesunken, mit anderen Worten, die Löhne sind in den letzten Jahren stark gesunken. Und dies unzweifelhaft nur wegen des starken Druckes der industriellen Reservearmee. Hätte dieser nicht stattgefunden, so wäre bei der aufstrebenden Klassenbewegung des deutschen Proletariats eine Lohn- erniederung unmöglich gewesen. Run hätte da unzweifelhaft eine starke Einschränkung der Arbeits- zeit Besserung schaffen können. Die industrielle Reserve- Armee wäre ganz oder theilweise aufgesogen worden, der Druck hätte aufgehört oder zum nundesten nachgelassen. Nun wendet aber der Gelehrte der Vossischen" ein, daß die nationalökonomische Wissenschast lehre, daß der Konsum bei der Steigerung der Waarenpreise in etwa gleichem Verhältnisse abnehme. Nnn lehrt die nationalökonomische Wissenschast dies aber nicht, sie erklärt im Gegentheile, daß bei einer solchen Steigerung in gewissen Grenzen nur die Konsumtion der Personen mit festem Gehalte ein- geschränkt werden müsse, also der Beantten, Lehrer und ähnlicher. Es wäre auch wahrlich nicht anzu- nehnien,_ daß die besitzenden Klaffen irgend wie Veranlassung nehmen würden, weniger zu brauchen; jedenfalls würde auch die Nachfrage nicht sofort sinken, die Unternehmer müßten nun das Angebot zu befriedigen, doch der Reservearmee Arbeit anbieten. Dadurch würde die Konsumtion, also die Nachfrage nach Waaren gesteigert und die Arbeiter würden eine Lohn- erhöhung� durchsetzen. Nun sagen aber die Manchester- leute, daß durch die Vertheuerung der Waaren infolge von Lohnerhöhungen die Arbeiter geschädigt würden, weil sie das, was sie mehr einnehmen, bei Befriedigung ihrer Bedürfnisse eben wegen der gestiegenen Waarenpreise wieder ausgeben müßten. Nun ist es ja gewiß, daß wenn die Konsumenten die Vertheuerung der Produktion auf sich abwälzen kffe», was nicht unbedingt der Fall sein muß, da ja auch eine Verringerung des Mehrwerthes eintreten kann bei Gleichbleiben der Waarenpreise, so tragen die Arbeiter doch nur einen Theil dieser Vertheuerung, während den anderen die besitzenden Klassen, die Rentiers, Fabrikanten, das Militär, die Beamten, Lehrer, Aerzte, Anwälte%. jc. tragen müssen, so daß die Arbeiter nur einen Theil der durch die Lohnerhöhung stattgefundenen Lohnsteigerung wieder abgeben müssen. Es bleibt demnach jedenfalls ein realer Gewinn für die Arbeiter, ganz abgesehen von der verminderte»« Arbeitszeit übrig. Wir sehen also, daß es den Gelehrten der„Vossischen" sowohl an Beherrschung der Logik als auch der Oekonomik, wenn auch nicht an hochtrabenden Worten fehlt. Wenn die„Vossische" die Arbeiter auf die Ausnutzung des Koalitioilrechts verweist, so haben wir dafür nur ein Lächeln. Das Koalittonsrecht ist eine Waffe, welche die beut- schen Arbeiter, wie sie alltäglich bewelsen, nicht aus ihren Händen geben wollen, aber sie ist viel zu schwach um gegen die stetige Verschlechterung ihrer Lebeilshaltung wirksam anzukämpfen. die einen Augenblick Platz nehmen, um zu warten. In den Fächern waren die großen Stücke angehäuft, welche die Verkäufer eines nach dem anderen kräftig herablangten. Bald ivaren die Pulte mit Stoffen angehäuft; die verschiedenen Gewebe thürniten sich auseinander und vermengten sich. Es war ein Gernengsel von unbestimmten Farben: eisen- grau, graugelb, blangrau, mitunter ein schottischer Stoff oder ein bluthrother Stoff. Hinter einem Stoß Popelille stand Liönard ,lnd scherzte mit einem Mädchen, einer Arbeiterin aus dem Stadtviertel, die für ihre Herrin Aterino einkaufen sollte. Lionard ver- abscheute diese großen Ausverkäufe, die ihn todtmüde machten und er trachtete, sich der Arbeit zu entziehen; er erhielt von Die deutschen Arbeiter verlangen das Eiugreifen der Staatsgewalt in ihrem Interesse und wahrlich mit mehr Anspruch darauf als Agrarier, Fabrikanten, Bergwerks- besitzer, denen sie stets und energisch zu Hilfe kommt. Haben die Gegner des Achtstundentags nicht über gewichttgere Gründe zu verfügen, als sie die„Vossische Zeittmg" vorbringt, so können wir fröhlich baldigem Siege entgegensehen. l�orreppondeujen. N a»»bürg, 23. April. Die Frage„was wird am 1. Mai", veschäftigt alle Gemüther. Daß aber in den Arbeiterlreisen eine große Aufregung herrsche, existirt nur in der Einbildung zunft- zöpflicher Jnnungsnreister und den kapitalistischen Preßorgancn, welche mit den Jnnungs Helden in ein Horn chlasen. Systematisch werden die Angehörigen der wohlhabenden Klasse in ihren Leib- organen angegranlt und den Arbeitern Absichten und Bestrebungen angedichtet, für welche diese selber nur ein spöttisches Lächeln haben. Aber diese systematischen Hetzereien haben insofern ihre Wirkung gethan, als auch sonst den Arbeitern wohlgesumte Vor- gesetzte sich gegen dieselben einnehmen lassen uild, was ihnen sonst vielleicht gar nicht eingefallen wäre, schroff Stellung gegen die Feier des 1. Mai genommen haben. Die Angstmeier des Kapitals reden sich ein und lassen es sich einreden, als wenn am kommenden 1. Mai ganz Hamburg von den Arbeitern sollte auf den Kopf gestellt werden! Darüber, wie am 1. Mai zu Gunsten des achtstündigen Normalarbeitstages manifestirt werden soll, gehen auch hier die Ansichten in den verschiedenen Gewerkschaflea und wiederum innerhalb dieser auseinander. Ein Theil der Arbeiter Ham- bnrgs ist entschlossen, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen._ Ein anderer Theil ist dein Feiern abhold und ein großer Rest ist überhaupt durch die Verhältnisse gezwungen, am 1. Mai unter allen Umständen zu arbeiten. In Hamburg scheint eine Entscheidung über diese Verschiedenheiten der Aus- fassung unmöglich gemacht werden zu sollen, da die Erlaubniß zur Abhaltung einer allgemeinen Arbeiter-Versammlung, in welcher die Meinungsverschiedenheiten zum Austrag gebracht werden sollten, von der Polizeibehörde bis jetzt nicht ertheilr wurde. Wie aber sonst verlautet, genattet unser hoher Polizeichef am L Mai gleichfalls keinerlei Arbeiteroersammlungen. Am Montag dieser Woche hat in der Handelskammer der Hamburger Börse eine Versammlung hervorragender Unter- nehmer in Verbindung mit den Obermeistern der hiesigen In- nungen stattgefunden behufs Gründung einer„Antistreikliga" der gesammten Hamburger„Arbeitgeberschaft". Was dort beschlossen wurde, entzieht sich vorläufig der allgemeine» Kenntniß. Viel- leicht ist es das Resultat. dieses geheimen Konventikels, daß in vielen Betrieben den Arbeiter» mit ganzer oder theilweiser Ar- beitsentziehung gedroht wird, im Falle sie am 1. Mai sich nicht an ihrem Arbeitsplatze einfinden. Sonst verlautet nur, daß eine Kommission von fünf Personen gewählt wurde, welche sich in diesen Tagen nach Berlin begeben soll, wahrscheinlich um mit de» Spitzen des dortigen Unternehmerthums, vielleichr auch mit einigen Organen der Reichsbehörden Fühlung zu suchen. Die Anregung zu diesem Vorgehen soll wie verlautet aus Friedrichs- ruh stammen. Der von seiner Reichskanzlerwürde depossedirte ürst Bismarck soll den Rath zu einem allgeniemen Arbeitgeber- oder abrikantenbunde erlheilt haben, als Dank für das von einem Kreise ianibnrger Kapitalisten ihm dargevrachte Geschenk zweier Bauern- guter im Werthe von 50 000 M., wodurch das Privat- Fürsten- thum des Herrn Exkanzlers noch mehr„arrondirt" wurde. Welche Früchte die im Entstehen begriffene Anti-Arbeiterliga des Unter- nehmerthums zeitigen wird, muß abgewartet werven. Der Streik der Gärtnergehilfen hat nicht ganz die Hoffnung erfüllt, welche die daran Betheiligten gehegt, da der gröpte Thetl der Unverheiratheten nicht an Abreise von hier dachten und omit die Unterftützungsgelder bald anfingen knapp zu werden. Auch hat das anhaltend kühle Wetter ihnen einen Streich durch die Rechnung gemacht. Dennoch hat sich die Lage der Gärtner- gehllsen durch diese Arbeitseinstellung bedeutend gevessert, da ihnen überall Zugeständnisse gemacht wurden. poniirrfje Aeverstchk. Dir zloveUe zur Gewerbeordnung, welche dem Bundes- rath vorliegt, soll nach dem„Hamb. Korresp." auch Bor- 'chläge gegen den Kontraktbruch enthalten. Hat der Korre- pondent Recht, dann können wir uns ja aus eine vorzügliche Sozialreform gefaßt machen. Auf der einen Seite würoe ie schwächliche Anläufe zu einer Verbesserung der Fabrik- gesetzgebung nehme«, auf der andern Seite aber unifomehr Energie in der Beschneidung des ftoalitionsrechtes der Ar» seinem Vater ein reichliches Taschengeld und kümmerte sich Verkaufsprovision; er arbeitete gerade so viel, wenig um die um nicht vor die Thüre gesetzt zu werden. — Hören Sie mich doch, Fräulein Fanny, sagte er; Sie haben es immer gar so eilig. Sind Sie mit der Vigogne zufrieden, die Sie neulich gekauft haben? Ich werde mir bei Ihnen die Provision abholen. Doch die Käuferin entfernte sich lachend und Lionard befand sich Atadame Desforges gegenüber, die er höflich fragte: — Was ist gefällig, Madame? Sie verlangte ein nicht zu theures und doch gutes dauer- Haftes Kleid. Um sich nicht mit dem Herabholen von Stoffen abmühen zu niüssen, redete Lionard ihr zu, einen von den auf dem Pulte aufgehäuften Stoffen zu wählen. Es gab da Cachemir, Serge und Vigogne. Er schwur ihr, daß es nichts Besseres, Dauerhafteres gebe. Allein, keiner dieser Stoffe schien Madame Desforges zu befriedigen. Sie hatte in einem der Fächer einen bläulichen Eseot bemerkt, den sie zu sehen wünschte. Er mußte sich daher entschließen, ven Escot herabzulaugen. Sie fand jedoch den Stoff zu grob. Nun machte sie sich den Spaß, alle Gattimgen von Wollstoffen: Cheviot, Diagonale, Grisaille, besichtigen zu wollen, obgleich sie innerlich entschlossen war, den ersten besten davon zu wählen. Der junge Mann mußte somit bis zu den höchsten Fächern hinauffteigen, daß ihm die Schultern krachten. Das Pult war mit Stoffen von allen Geweben und allen Farben überfüllt. Ohne die geringste Abficht, davon zu kaufen, ließ Madame Desforges sich auch noch Grenadine und Gaze von Chambery zeigen. Dann, als ie genug hatte, rief sie; — Ach, mein Gott, der erste Stoff ist noch immer der beste, es ist ja nur für meine Köchin. Ja, die Serge mit den kleinen Tupfen, jene zu 2 Franks der Meter. Als Liünard, bleich vor Wuth, den Stoff abgemessen hatte, sagte sie ihm: — Tragen Sie das gefälligst zur Kasse Nr. 10 für Madame Desforges. Als sie sich entfernen wollte, bemerkte sie Madame Marty in Begleitung ihrer Tochter Valentine, eines großen magern Mädchens von 14 Jahren, das bereits sehr begehr- liche Blicke auf die Stoffe warf. — Wie, Sie sind es, theuere Frau? — Ja, meine Liebe. Welche Menge, nicht wahr? — Oh, reden mir nichts davon; man erstickt ja hier. Es ist ein großartiger Erfolg! Haben Sie den orientali- schen Salon gesehen? — Superb, unerhört! Und inmitten der Menge hin- und hergcstoßen, erging sie sich nun in Lobeserhebungen über die Teppichausstellniig. te Madame Marty daß sie einen Mantelstoff Dann erklärte>WW>��W>WW suche, doch habe sie sich noch nicht entschlossen, was für einen sie haben möchte. Sie will sich Woll-Matelassee zeigen lassen. — DaS ist gar zu gewöhnlich, Mania, flüsterte Valentine. — Kommen Sie in die Seidenabtheilung, wir müssen uns das famose Paris-Bonheur ansehen. Madame Marty zögette einen Augenblick. Seide wird zu theuer sein, meinte sie. Sie habe ihrem Manne in aller Form geschworen, vernünftig zu sein. Sie kaufte nun schon seit einer Stunde. Man trug ihr schon eine ganze Last von verschiedenen Waaren nach: einen Muff und Rüchen für sie, Strümpfe für ihre Tochter. Sie sagte aber doch schließ- lich dem Kommis, der ihr Matelasso zeigte: — Nein, ich danke, ich gehe in die Seidenadtheilung; all die? paßt mir nicht. beiter entfalten. Die Arbeiter würden es unter sol ständen vermuthlich lieber sehen, wenn alles b! bliebe, denn bei einem solchen Tausch gewinnen sie „Köln. Ztg." und„Nat.-Ztg." aber hätten keinen der„neuen Aera" mit Mißtrauen gegenüber zu st# Die evangelischen Kirienüriefe gegen die deuwllvaiie werden jetzt Mode. Auch der evangell kirchenrath hat nnn einen derartigen Erlaß an die Gest Landeskirche gerichtet, den die„Post" abzudrucken in � Der Erlaß entspricht in manchen Punkten dem Erlaß Ministers an dr*■'------'— m Fm Bor mal habl gebt der ltinx Spe blat ie kirchenregimentlichen Behörden in ov Provinzen. Es heißt in dem Erlaß n.A.:„Wo irgend wr gefo HIB es auch in den Städten wie aus dem Lande zu veyu� beite der Geistliche in freien Versammlung Kunden mit Rede und Gegenrede, den Ar»«■ unter die Augen tritt und Vorurtheile zerstreut. � Geistlichen die Gabe dazu, so findet sich unter den üWi W einer Diözese wohl einer oder der andere, der für?,- kann." Ferner wird es als eine besondere Pflicht� Lwdi bezeichnet, in und außer den Konjerenzen die) liehen einer Diözese wohl einer oder der andere, der für treten lichen»I. MIIV uupcv V«U lehret vor den in Rede stehenden Verirrungen zu ihre Mitwirkung zur Bekämpfung derselben zu gewinnen, zigs die Herren Landpastoren werden mit der Sozialdsmonin» iamu fertig werden. Daß die Kirche sich übrigens gegenwarW Utzendeu Klassen so energisch als Gesellschaftsrelterin eopl"»u® auch ein Zeichen der Zeit. � 1 bcvrej Dir Connewiher Studentenprügelei scheint al- g g„- Ö cause celfebre im Sand verlausen zu wollen. In sen jjl dnngsgründen des Leipziger Landgerichts bei Zurück««» Anklage wegen des:„Nieder mit dem Kartell!" 1 dieser Affaire:„Jene Vorkommnisse sind bis jetzt»»q 1 �e weit aufgeklärt, als daß auf Grund dieser eine f. Italic liche Anklage erhoben werden könnte." Mit anders? uictrt, es war eine Prügelei wie hundert andere, und wen» humai brnder nicht in wüthendem Grimm über ihre Wahlmeü� Purist jeden Preis einen Prügelknaben gewollt, und als Wjij T Wunde nicht den„sozialdemokratischen Wahlterron«� völkeri braucht hätten, so würde man von dieser tausend gj die Fi Lokale I. Connewitzer Studentenprügelei ebenso wenig erfahren von den tausend früheren. J gereich Der arme Freiherr von Friesen, der in sozialde>n°. i 3. Wahlterrorismns machte, und als einzigen Artikel big. ivitzer Studentenprügelei auf Lager hatte, wird nun„, Geschäft schließen können. Tagegen werden die M Wahlpraltiken und Wahlrohheiten der Herren Ordnueffz den Reichstag sehr ernsthaft beschäftigen."'M festgese arbeit unterm HS in der Au» Sachsen schreibt man uns Das sächsische Oberlandesgericht hat Boykotts gesprochen und ein Urtheil gefällt,� Wünschen der Regierung und der geängsteten™ entspricht. Im Gegensatz zu den Urlheilen pv richte hat das sächsische Oberlandesgericht den b) klärten Boykott für groben Unfug angeseh�s famose Paragraph, der sich schon so v�eldentuna� c) zeigt hat, erhält hiermit einen neuen Sinn. Sprüchlein: Was man nicht anders packen kann Sieht man als groben Unfug an, hat wieder einmal seine Richtigkeit bewiesen. Ueber die Entscheidungsgründe des Obern ä) unterla zu vern ueoci uie V2/Ui|u�tiüuuy»y*»uiiuc uc», j:# Ö liegen bis jetzt nur kurze unvollständige Nach# der St, Darnach hat. das Oberlandesgericht auch geprüft n.js1, Boykott unter den§ 153 der Gewerbeordnung sau? jjgggg scheint man das nicht angenommen zu haben. behauptet das Oberlandesgericht, es ge' der Verrufserklärung, welche unter d des groben Unfugs fielen, dahin öffeittliche Boykotterklärung der Gejqäslsi weiteres Merkmal des„groben Unfugs" sieht das aericht darin, daß Flugblätter, welche den Boykott hatten, in den Häujern verbreitet wurden und™ uiß erregten. Mit diesem Entscheid hat das Oberlandesg Entscheiden Thür und Thor geöffnet. Wird z.-js, blatt verbreitet, das den Hausbeptzern unangene» ist em Verstoß gegen den§ 3G0 Ziffer 11 vor Attentäter werden wegen„groben Unfugs" zieht ein schiefer Schritt den andern nach sich. Es wird in Bälde dahin kommen, daß sächsischer Gerichte, soweit die deutsche Zunge Maß von Berühmtheit erlangen, um das sie neiden sind. Es ist nur zu wünschen, daß dü folguitg des Boykotts in irgend einem m# Staat es gelingt, die Angelegenheit vor das � zu bringen, um konstatiren zu können, ob"1 von dp "1! Seide in alle "Ä 3n r estordi inv. 9 »habet; '"cht. erhalt», Da endet» Anspra, G. Inst, usik. Preis d In Oufgctcf Da diese A iinöglichl aller B der 00 Der Kommis nahm die gekauften Artikel den Damen her._ 1 Auch in der Seidenabtheilung hatte dck j™, eingesnnden. Besonders groß war das Gedra>� inneren Auslage, welche Hutin unter den jLl Mourets arrangirt hatte. Es war rings um O eisernen Säulen, welche das Glasdach trugen, O. st. Strom von Stoffen, eine schäumende Fluth, die und sich bis zum Parquet herab ergoß.#*3 J• farbige Satins und zarte Seiden; Satin& la, lul.rL Renaissance in den perlmutterattigen FotrJj#_ Quell wassers; die leichten Seiden von der» A gv des Kryjtalls, nilgrün, indischblau, mairosa,� Dann kamen stärkere Gewebe, Satins nicht ,, duchesse, in warmen Farbentönen, in w�ÄMer Ka herabfließend. Ganz unten, gleichsam in e j schlummerten die schweren fagonnirten Stosl'jM.. Brokate, geperlte und durchwirkte Seiden, n �, Bettes von Sammt; alle Gattungen Samw.1 «**■%«&<« f /■* n r\ rt» S rt n v» Sit, weiße, farbige, mit Seide oder Satin durchivi.jr gleichsam ein unbeweglicher See, in welchem t.,,. sich widerspiegelten. Die Frauen, bleich" J,£ij neigten sich vor, wie um sich in diesem j J kefirfui Besond dränge I die Mi oll r von di messen, wahrer ein Alle standen still vor diesem Katarakte, von erfüllt, von der Ueberschäumung eines solch zu werden und mit dem unwiderstehlichen hineinzustürzeii und darin unterzugehen. — Du bist da? rief Madame Desforge» Bourdelais vor einem Pulte installirt fand. ,, r Wa — Guten Tag! erwiderte Mme. Bourdela�� r die Hand reichend. Ja, ich bin gekommen, �* ein wenig anzuschauen.;» — Diese Auslage ist prachtvoll, wie? Es. zu träumen... Und hast Du den orientMfl? gesehen? — Ja; er ist ganz außerordentlich! Trotz dieses Enthusiasmus, welcher die Tages blieb, behielt Mm. Bourdelais ihr« einer praktischen Hausfrau. Sie betrachtete Stück Paris-Bonheur; denn sie war blos P Mme. Pulte : lM ictiii- i inen» i steh» D ii -ersuch» 3] Ife nnea-W moMHI lüätöäJj ti cffFr i den j .S eif J A lnich? SA ?d S :m � er illt, en' es> W die Auffassung des sächsischen Oberlaudesgerichts theilt. Früher hat das Oberlanoesgcricht in der Frage des Boykotts ganz anders entschieden, es soll allerdings da- mals keine sozialdemokratische Boykottirnng vorgelegen haben.— Unter den Steindrnckern in Dresden ist ein Streik aus- gebrochen.— In Dresden beabsichtigt man den 1. Mai in der Gestalt zu feiern, daß Vormittags zwei Volksversamm- lnngen stattfinden und für den Nachmittag ein gemeinsamer Spaziergang arrangirt wird.— In Chemnitz ist ein Flug- blatt verbreitet worden, in welchem die"Arbeiterschaft auf- gefordert wird, den 1. Mai in einer Jedem geeignet er- scheinenden Weise zu feiern.— In Leipzig werden die Ar- beiter, so weit sie die Arbeit einzustellen vermögen, eine Frühpartie unternehnicn, Abends sollen dann in den vcr- schieoenen Theilen der Stadt nuisilaUsche und deklamatorische Unterhaltungen stattfinden. Leipzig, den 23. April. Der„Wähler" veröffentlicht fol- genden„Ausruf!" Zur Feier des 1. Mai! Die arbeitende Bevölkerung der Stadt und Umgegend Lelp- zigs hat in der am 16. April im Pantheon stattgehabten Ver- sammlung die Abhaltung eines M a i f e st e s zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages beschlossen. Das mit der Leitung der Feier in allen chren Theilen von derselben Versammlung beauftragte, unterzeichnete Komitee fordert aus Grund dieses Mandats hiermit die gesammte arbeitende Be- völkeruug in Stadt und Land zu' zahlreicher Theilnahme an diesem Feste auf, das zum. Gedächtnis; der Arbeiter Verbrüderung in Deutschland, Oesterreich- Ungarn, der Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Belgien, Holland, England, Däne- mark, Schweden, Norwegen und Amerika in demselben Geist« humanistischer Freiheit gefeiert werden wird, in welchem es vom Pariser Internationalen Arbeiterkongreß beschlossen worden ist. Das unterzeichnete Komitee erwartet, daß die arbeitende Be- völkerung des Leipziger Jndustriebezirks dafür sorgen wird, das; die Feier in allen ihren Einzelheiten, in jeder Art und in jedem Lokale der arbeitenden Bevölkerung zum Stolze und zum Ruhme gereicht. Das Programm ist folgendermaßen festgesetzt: I. Für alle diejenigen, welche im Einverständniß mit ihrem Geschäftsinhaber oder dessen Beauftragten sich von der Berufs- arbeit für den 1. Mai entbinden können, ist eine Frühpartie nach Oetzsch festgesetzt. Das Zusammentreffen findet folgendermaßen statt: a) Nordosten Leipzigs: Sammelpunkt früh pünktlich Va? Uhr im„Thüringer Hof" zu Volkmarsdors. Ver- einigung mit b) im Restaurant„Schönherr", Thon- berg. b) Osten Leipzigs: Sammelpunkt früh 7 Uhr im Restaurant„Schönherr", Thonberg, Stötteritzer Straße. Zug über Connewitz nach Oetzsch. o) Westen Leipzigs: Sammelpunkt früh Va? Uhr in „Staudtens Ruhe", Frankfurter Thor. Vereinigung mit �............. v«, Frankfurter Thor.' Vereinigung �*19�89: Sammelpunkt früh 7 Uhr (Gosenthal)„Schubert's Ballhaus", Dufourstraße. V.im im ___________, die Linie ist das Rauche» unbedingt zu , unterlassen. Das Betreten, der Felder und Wiesen ist durchaus zu vermeiden. Ferner ist Sorge zu tragen, daß der Verkehr auf der Straße nicht gehindert wird. II. Für diejenigen, welche sich aus beruflichen oder sonstigen Ursachen an der Partie nicht betheiligen können, ist eine Abends eierllchkeit in allen verfügbaren größeren Lokalen arrangirt.(Die Lokale werden später hekannt gemacht. Weitere Anmeldungen seitens der Äokäluchaber sind an das unterzeichnete Komitee zu richten.) In zedem der veröffentlichten Lokale sind seitens des Kountees Festordner gestellt, welche an einer weißen-Armbinde kenntlich 'sind. Denselben ist für das betreffende Fest seitens des Lokal- rnhabers das Hausrecht übertragen. Die Festtheilnehmer werden ersucht, die Festordner in jeder Hinsicht bezüglich der Ausrecht- erhaltung der Ordnung zu unterstützen. Das Programm für die Abendfeier ist für alle Lokale fol- gendermaßen sestgesetzt: 1. Instrumentalmusik. 2. Prolog bez. Ansprache. 8. Instrumentalmusik. 4. Gesaug eines Festliedes. 5. Instrumentalmusik. 6. Etwaige freie Vorträge. 7. Instrumental- musik. 8. Gesang eines Festliedes. 9. Instrumentalmusik. Der Preis des Programms beträgt 10 Pf. In allen Festlokalitäten sind Petitionslisten zur Einzeichnung aufgelegt. Das unterzeichnete Komitee giebt sich der Hoffnung hin, daß I diese Art und Weise der Maifeier jedermann die Theilnahme er- I möglichen wird, und fordert nunmehr die arbeitende Bevölkerung I aller Berufsbranchen auf, durch einmüthige Feier des 1. Mai in r-der vorgeschlagenen Weise Staat und Regierung erkennen zu man nicht erwartet mich, zu Hanse. unter diese Menge mit- 2#�.�Mellen Stoff zu raufen. Sie war von der � WÄ-(Ä'-'Äl? ÄÄ g*') Tochterchen einen Paletot daraus zu gewinnen. «jj rn* M-d-m- Ww». m 3 84 w-w� d!? bringen. e'- 140 Franks! sagte Albert endlich. am s«? Ä» tAT&Q ptofM huuntter gefchnfft, welcher heute gleich einem Ab- j zu wollen sclnein�� Waaren des Magazins verschlingen bwfr�ilu.� P�ttlerweile war in der Seidenabtheilnng ein solches ;cM fl; �orunge entstanden, daß Mine. Dcsforges und Mute. Marth «ol i nicht sogleich einen freien Kommis fanden. Sie standen � jäw-Lr t uuJer bie Damen eingetheilt, welche die Stoffe i besichtigten und befühlten, ohne sich entschließen zu können. ieu �74 �besonders t»m das„Paris-Bonheur" gab es ein solches Ge- ,, PC- 11)16 nicht selten einen Artikel in einem Tage in, . die Mode bringt. Alle Kommis waren damit beschäftigt ,es, 6 W0« bieser Seide an den Meterftäben von Eichenholz abzu- , messen, welche auf Messiugschäften befestigt waren; fort- ielfl$ i führend hörte man das Kreischen der Scheeren, mit welchen pstl bie einzelnen Einkäufe abgeschnitten würben. ' i«vi~ Der Stoff ist nicht übel für 5,60 Franks! sagte Ks ifyi m l16, Desforges, indem sie ein Stuck Paris-Bonhenr vom tai'M �ulte nahm. (Fortsetzung folgt.) en> die geben, daß das deutsche Volk die Beschlüsse des Pariser Jnter- nationalen Arbeiterkongresses zu den seinigen gemacht hat. und die sozialen Reformen geschaffen wissen wissen will aus der Grund- läge der Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit. Das Leipziger Arbciterkomitee zur Feier des 1. Mai. O. Grellmann. I u l i n s 3! ö t h i n g. E r n st S ch e r e r. Albert Otto. H u g o S ch o p p a n. Heinrich Stötzner. E m i l S ch n k n e ch t. F r i tz P a n l. Vorstehender Aufruf zeigt, daß die Leipziger Arbeiter das Mai- fest würdig zu feiern entschlossen sind. Wie die Behörden sich verhalten werden, darüber ist man noch ganz im Unsicheren. Offenbar sind sie selbst sich noch nicht schlüssig geworden. In allen Theilen unseres Landes werden Maifeste vorbereitet, selbst in vielen Dörfern werden die Forderungen des Pariser- Kongresses am 1. Mai von begeisterten Arbeiterschaaron gestellt werden. I» Käme» haben die aus dem Elberselder Sozialisten- prozeß bekannten Verdienste des Herrn Kommissar Tilger um die Hebung der Sozialdemolratie ihre Würdigung endlich gefunden. Derselbe ist von dem Amte eines politischen Kommissars ent- buudcn und als Revierkommissar nach dem Außenbezirk Eber- bilk versetzt worden. Wie der„Freien Presse" mitgetheilt wird, hat derselbe schon die Bierpumpcn der dortigen Wirthschaften revidirt. Gleichheit vor dem Gefetz. Aus Blochingen wird dem „Schw. Wocheubl." mitgetheilt:„Ein Bauer, I. G. Mayer, hatte in einem WirthShausgespräche den Amtsrichter Hofmeister von Saulgau, einen klein gewachsenen Herrn,„Hofmeisterle"- genannt. Er wurde deshalb wegen Beleidigung des Herrn Hofmeister de- nunzirt und von der Strafkammer des Landgerichts zu giavens- bürg zu 14 Tagen Gefängnis; verurtheilt. Der Vertheidiger, Land- und Reichstagsabgeordneter C. Haußmann, legte gegen dieses Urtheil die Revision ein. Das Reichsgericht hat die Revision aber zurückgewiesen. Der Bauer Mayer hat also seine 14 Tage abzubrummen. Dieser Fall macht übrigens in Schwa- den einiges Slufschen. Und zwar um so mehr, als ziemlich zu derselben Zeit, als die Strafkammer in Ravensburg ihr Uxthcil fällte, in Ulm jener Lieutenant, der in öffentlicher Gerichtssitzung vom Vorsitzenden verlangte, daß von und mit ihm als dein „Herrn" Zeugen geredet werde, nur zu einer geringfügigen Geld- strafe verurtheilt wurde. Auch tu Kaden wird über die Behandlung politischer Ge- fangener in den Gefängnissen lebhafte Klage geführt. Als die Angelegenheit kürzlich im Landtage zur Sprache kam, erklärte der Ministerialrath von Jagemann diese Klagen' für unbegründet; die gefangenen ßiedakteure fänden das möglichste Entgegenkommen, und einer derselben hätte sich beim Scheiden aus dem Gefängnisse „in rührender Weise mit Thränen in den Augen für die ihm zu Theil gewordene Behandlung bedankt". Hierauf erkläre» in der „N. Bad. Ldsztg." zwei Redakteure, daß sie im Gefänguis; das Gegentheil eiuer rücksichtsvollen Behandlung genossen hätten, und gerade derjenige Redakteur, von dem der Ministerialrath das obige rührende Bild entwarf, schildert seine Erlebnisse im Gefängniß in folgender Weise: Am 1. Marz 1887 trat ich merne Strafe an, gleichzeitig ging ein Gesuch an das groß- herzogliche Ministerium ab, mit der Bitte, meines leidenden stustandes wegen(Gicht und Gelenkrheumatismus) die Strafe in Raten absitzen zu dürfen. Die Bitte war unter- stützt durch ein Zeugniß meines Hausarztes. Bei empfindlicher Kalte mußte ich mich auf dem Speicher der Anstalt, auf Stein- platten stehend, vollständig umkleiden. An wollene Unterkleider gewöhnt, wurde ich von Kopf bis zu Fuß in rauhe Leinwand gekleidet, der Bart wurde mir abgeschoren. Erst am dritten Tage erhielt ich meine bereits im Voraus bewilligten Unterkleider zugestellt. Die Folge davon war, daß ich bereits am 8. März von heftigen rheumatischen Schmerzen befallen war und zwölf Tage das Bett und 28 Tage die Zelle nicht verlassen konnte. In der Beköstigung trat auch während dieser Krankheit eine Aenderung nicht ein. Der Arzt, der mich nur spärlich besuchte, verordnete Salizylpulver und Einreibungen mit Chloroforinöl. Mein Gesuch wurde abgelehnt. In der zweiten Hälfte des Juni hatte ich einen neuen Anfall von Gclenkrhenmatlsmus, ich konnte kein Glied rühren, kein Mensch fand sich, der mir nur einmal die Matratze wendete. Der Arzt kam am Tage der Krankmeldung und dann erst wieder auf ausdrückliches Verlangen, welches ich an Direktor Kopp persönlich stellte, am sechsten Tage. Ich sagte dem Arzt, daß auf mein- kranken Knie, beide waren hoch entzünbet, nach alter Erfahrung Eis gehöre und daß ich, da ich keine Bewegung habe, die schwere Kost nicht vertragen und daher nicht ejsen könne. Hierauf wur- den niir Eisbeutel und ein geivisses Etivas, das man Fleisch- brühe nannte, zugewiesen. Während dieser Krankheit besuchte mich Ministerialrath von Jagemann, am 27. oder 28. Juni, dem ich, ohne mich zu beschweren, mein Leid klagte. Hierauf erfolgte Meine Begnadigung am 29. Juni per 1. Juli. Am 1. Juli früh halb 7 Uhr holte mich meine Frau, die ich benachrichtigt hatte, mit einer Droschke ab. Ich war noch nicht fähig, auf den Füßen zu stehen. Zwei Anfseher waren mir behilflich beim Umkleiden, und diese trugen mich vom dritten Stock herab in die Droschke. Obgleich ich nun keine Veranlassung hatte, mich gegen die Direk- tion des Landesgesängnisses selbst zu beklagen— die handelte nach den Vorschriften—, so hatte ich aber auch nicht entfernt eine solche, mich wegen der Behandlung zu bedanken. Gedankt habe ich lediglich den beiden Aufsehern, die mir einen Liebes- dienst erwiesen, indem sie mich in die Droschke trugen, und die Thränen in den Augen rührten einestheils von den Schmerzen her, die mir meine kranken Glieder verursachten, andererseits waren es Freudenthränen, weil ich meine Frau und einen da- mals 7jährigen Knaben, der mit in der Droschke saß, wiedersah. Am 9. Juli, als ich wieder annähernd auf den Füßen stehen konnte, trat ich eine Kur;n Wildbad an, die ich seUoem alljährlich wiederhole. |He Ar-briterbewegung für die Feier des I. Mai wird, wie eine Londoner Meldung der„Krzztg." behauptet, von London aus geleitet. Die englische Regierung habe Kenntniß davon. Die verschiedenen Regierungen würden bei chren Verfügungen betreffs des 1. Mai in stillschweigender Ucbereinkunft vorgehen.— Die „Krzztg." hatte früher bessere Polizeiverbindungen. Gegenwärtig nimmt sie das dümmste Zeug, das ihr irgend jemand über die Sozialdemokratie aufbindet, als baare Münze. Königsberg, 23. April. Die Wohnungen von Einjährig- Freiwilligen, Hautboisten und Militärdcamten wurden heute nach sozialislischen Schriften durchsucht. Gegen den Licichotagsabgeordtteten für Gictzen, Pickenbach, ist nunmehr, wie die„Freist Ztg." erfährt, von Amts- wegen die Untersuchung wegen strafbaren Wuchers eingeleitet worden. Dna Abgeordnetentznus nahm am Donnerstag in dritter Lesung die Eisenbahnvorlagen, sowie in zweiter Berathung die Vorlage, betreffend die erleichterte Abveräußerung kleinerer Grundstücke nach unerheblichen Erörterungen an und verwies.den Gesetzentwurs, betreffend die Verpsiich- tung der Gemeinden in den Landkreisen der Rhein- provinz zur Bullenhaltnng, an eine Kommission von 14 Mit gliedern. Bei der zweiten Berathung über das Notariats- g e s e tz stellte es sich heraus, daß die Slnslegung der Mehrzahl der Bestimmungen zweifelhaft erschien, und es wurde daher gleich zu Beginn der Berathungen die Absetzung des Gegenstandes von der Tagesordnung beantragt, und als diese abgelehnt war, bei den einzelnen Paragraphen die Rückverweisung der Vor läge an die Kommission beantragt. Obwohl anfangs die Mehrheit des Hauses dem Wunsche des Vorsitzenden der Kommission, des Abg. Simon von Z a st r o w(k.) folgte, die Paragraphen ohne die Zurückverweisung an die Kommission zu erledigen, so ergab sich doch schließlich wegen der mangelhasten Vorbereitung in der Kommistion nach einer mehrstündigen fast nur geschäftsordnungsmüßigen Debatte die Nothivcndigkeit, den ganzen Gesetzentwurs nochmals an die Kommission zurückzuver- weisen. Am Freitag werden Petitionen berathen. Geste Wien, 24. April. Nach hiesigen Zeitungen zugegangenen Meldungen haben gestern Abend in Biala schwere Exzesse statt- gesunden. Gegen 4000 Arbeiter durchzogen die Straßen, indem sie Fensterscheiben zertrümmerten und Brandweinschänken demo- lirten. Die Tumultuanteii leisteten dem einschreitenden Militär Widerstand, welches infolgedessen von der Feuerwaffe Gebrauch machte. Mehrere Personen wurden getödtet, viele verwundet. Die ungarische Regierung hat den Ar- bestem der hauptstädtischen und staatlichen Etablissements, nämlich der Waggonfabrik und der Hauptwerkstätte der ungarischen Staatsbahnen, den 1. Mai als Feiertag be- willigt. Wien, 23. April. Im Abgeordnetenhause griff bei der Budgetposition„Staatspolizei" der Abgeordnete Krona- weiter die Regierung heftig an, welche bei ArbciterauSständen stets die Interessen der Arbeitgeber vertrete. Die Richtschnur für die österreichische Regierung bilde blüs der Pnttkamer'sche Erlaß über die Ausstände, der eigentlich für Oesterreich gemacht worden sei. Redner zählte verschiedene Fülle von Verhaftungen und Ansiveisunaen von Arbeitern in Fällen auf, wo ein Millionär etwa Hausarrest bekäme. So lange die ausständigen Arbeiter sich anständig benehmen, dürften sie überhaupt nicht ausgewiesen werden. Redner verlangte die Aufhebung oder mindestens Milderung der Ausnahmeverordnung für Wien. Pernerstorfer sagte, der Polizeipräsident wisse, wer die beiden den besseren Ständen angehörigen Strolche seien, welche den Redner seiner Zeit anläßlich einer Diebe gegen die Beschränkung der akademischen Freiheit überfielen und mißhandelten. Das berühre die persön- liche Ehrenhaftigkeit des Polizeichefs. Der Wiener Polizeichef sei doch nicht so nnintelligent, wenn er auch von vielen Dingen nichts versteht, daß er ein Jahr warten muß, bis er anttvortet. Die Antivort Taaffe's ging über Pernerstorfer's persönliche An- gelegenheit hinweg. Der Ministerpräsident erklärte, wie wir schon gemeldet, die Regierung erachte die gegenwärtige Zeit nicht für geeignet, Ausnahmebestimmungen aufzuheben. Grsßbritattnien. Der irische Abgeordnete John Dillon ist von der Agitationsreise, welche er im Interesse der Home Rule in Australien und Amerika unternommen hat, nach Irland zurück- gekehrt. Er hat Reden gehalten in Adelaide, Melbourne, Syd- ney, auf Neuseeland, den Sandivichs-Jnseln und in San Fran- cisco und für die Pächterschutzliga im Ganzen 82 000 Ljir. gesammelt. Auf den P onsonby'sch en Gütern in Irland wurden am Sonnabend wiederum zwölf Pächterfamilien ausgewiesen. Die Leute schuldeten die Pacht meistens seit Jahren. Dennoch wurden jedem Pächter angeboten, im Besitz zu bleiben, wenn er nur in Monatsfrist die Pacht für ein Jahr nebst Kosten zahlen wolle. In keinem einzigen Falle aber wurde dieser Bor- schlag angenommen. Italieu. Man schreibt uns aus Mailand unter'm 21. April: Der gestrige Sonntag hat für die Arbeiterbewegung in Italien drei große Erfolge erzielt. In Ravenna wurde Andreas Costa mit 7041 Stimmen ohne Gegenkandidaten abermals zum Abgeordneten für die Kammer gewählt. Die Anhänger der Regierung hatten sich in den größeren Orten des Wahlkreises der Abstimmung enthalten, in den kleineren Orten und den von Arveitern bewohnten Vorstädten erhielt Costa durchschnittlich 90 pCt. aller eingeschriebenen Wahlstimmen.— In Rom wurde am Vormittag die erste Versammlung der Arbeitslosen in einem geschlossenen Saal abgehalten, da die Polizei der Kommission der Arbeitslosen erklärt hatte, sie werde künstig keine Arbeiterversammlung ans freien Plätzen mehr dulden. Da die Beschassuug der Säle in Rom sehr schwer ist, so hofft man hierdurch die Arbeiterbewegung wesentlich behindern zu können. Der letzten Versammlung nach zu schließen scheint jedoch dieses Ziel nicht erreicht zu sein. Zwar hatten sich nur etwa 400 Arbeiter eingefunden, doch nahmen dieselben nach mehrstündigen Verhandlungen eine Resolution an, welche etiva folgendes besagte:„Die von den Arbeitslosen der Stadt Rom zu ihrer Vertretung ernannte .Kommission hat nach mehrfachen Vorstellungen und Bitten sowohl von der Staatsregicrung als auch von der Stadt- Verwaltung die Antivort erhalten, daß diese nicht in der Lage seien, den Arbeitslosen Arbeit zu verschaffen. Die Ver- sammlung erkennt deshalb, daß die Arbeiterklasse nur bei sich selbst, nicht aber bei der Bourgeoisie Hilfe und Rettung siuden kann, weshalb sie die sofortige Bildung einer sich über ganz Italien erstreckenden„Arbeiterliga" als nothwendig erachtet, welche als einziges Ziel- die Er- kämpfung des„Rechts der Existenz" aufstellt. 350 der Anwesenden erklärten sofort schriftlich den Beitritt zu dieser Liga, während die Kommisston beauftragt wurde, die übrigen Vereine Roms und der Provinzialstädte ebenfalls zum Beitritt aufzufordern.— In Mailand endlich warm am Sonntag die Delegirten aller Arbeiterverbände zu einer Berathung zusammengetreten und nahmen mittelst Akklamation die provisorisch aufgestellten Statuten für die zu begründende Mailänder Arbeitertamm er an. Soziale MtebrevstÄzt. In der Lverkzeugfabrik von A. Hamann, Boeckhstraße Nr. 25, soll den Arbeitern der 1. Mai als Feiertag nicht bewil- ligt werden. Säiumtliche Arbeiter, 54 an der Zahl, unter- schrieben ein Gesuch in dieser Hinsicht an den Fabrikanten. Kollege Harnisch unterbreitete dasselbe. Es ivurde jedoch mit dem Bemerken abgelehnt, daß, wer am 1. Mai nicht arbeite, ent- lassen werde und innerhalb 6 Monaten keine Arbeit erhalte. Auch das Anerbieten der Arbeiter, am vorhergehenden Sonntag oder am Bußtag zu arbeiten, wurde abgelehnt. Infolge dessen er- klärten sämmtliche Arbeiter, an ihren geleisteten Schwur festhalten uno aufhören zu müssen. Mehrere Arbeiter haben oeshalb schon, nach Fertigstellung ihrer Arbeit, die Fabrik verlassen. Die übri- gen Arbeiter werden diesem Beispiel folgen, obgleich jetzt der Fa- brikant nüttheilte, daß er am 1. Mai um 2 Uhr Feierabend machen lassen wollte, wenn bis dahin durchgearbeitet wird, ob- gleich er versprach, die achtstündige Zlrbeitszeit einzuführen, nur möge man am 1. Mai arbeiten. Der Fabrikant will aber diese Erklärung nicht schriftlich geben. Als der Fabrikant diese Mann- hasrigkcit sah, erklärte er noch, daß alle, die am 1. Mai feiern, weiter arbeiten könnten, außer den gewerbsmäßigen Agitatoren Frenzel und Walter. Infolge dessen wurde vom Jachverein die Sperre über diese Fabrik verhängt. Ktettii». Die Schuhmacher sind am Montag, den 21. April, in einen allgemeinen Streik eingetreten. Die Forderungen sind zehnstündige Arbeitszeit und eine geringe Lohnerhöhung. Die Streikenden glauben die öffentliche Meinung fiir sich zu haben, angesichts der mäßigen Forderung. Die Streikenden ersuchen den Zuzug fern zu halten, damit der Kampf erleichtert wird. Die Lohnkommissum. I. A.: Moldenhauer, Alchgeberstr. 2, Hof 1 Tr. Theater. Freitag, den LS. April. Vpernhans. Marie, oder die Tochter des Negiinents. KchiNtspielhans. Der Sturm. Lefsing-Tl/eater. Die Ehre. Deutsit»?» Theater. Der Sohn der Wildniß. Kerlinrr Theater. Uriel Acosta. Friedrich-Wilhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan. Matlner-Theater. Rigodert. DaS Armband. Uiktoria-Sheater. Stanley inAfrika Ostend- Theater. Gilberte, oder Dämon Leidenschaft. Nrfidenk-Thratrr. Marquise. �ellrallianre- Theater. Der Nautilus. Eentt'al- Theater. Ein fideles HauS. Adolf Ernst- Theater. Der Gold- fuchS. Aaufmann's Uariötö. Spezialitäten- Vorstellung. Gedr. Richter'« Uarlötö. Speziali- täten-Vorftellung. American"Thealer Irrsdenerstraße 55._ Täglich Vorstellung BSS Montag, den 28. April a Unwiderruflich letzte Vor» Stellung. Circus Wulff. MF* Friedrich Carl• Ufer Ecke Karlstraße. Freitag, den LS. April, Abends 7'/a Uhr. Grosse Gala, Damen- Vorstellung. In dieser Gala-Damen-Vorstellung werden sämintliche Damen in Uniform den Posten der Stallmeister an der Barriöre übernehmen. Das Programm ist aus den vorzüg- lichsten Siepertoir-Nummern zusammen- gesetzt. Sonnabend, den 26. April: Große Gala-Parade-Vorstellung und Ehren- abend des Direktors. Unter anderem: Zum zweiten Male: Die Springfahr- schule mit den beiden Vollblutpferden „Pisa" u.„Antropus" aus besonderer Gefälligkeit von einer Dame aus den hiesigen Sportskreisen geritten. Sonntag, den 27. März(letzter Sonntag): 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr und Abends 7Va Uhr.— Nachmittags ein Kind frei. Hochachtungsvoll Ed. Wulff, Direktor. Englischer Garten Direktion: C. Andreas, Alexanderstraße 2rc. Auftreten des Besangshumoristen Herrti Jung. Auftreten der deutsch- schwedischen Ehansonnette Fräulein Tonny Peters. Auftreten der vorzüglich. Liedersängerin Frl. Margarethe Steinow. Neu 1 1 Auftreten des Instrumental- und Gesangs-Terzetts(3 Damen) Geschwister Sawona. Auftreten der beliebten Duettisten Ge- schwister König. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30 60 u. 75 Pf., im Vorverkauf 20 it. 30 Pf Sonntags Anfang halb 6 Uhr. Sonntags Entree 60, reservirt 76 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. Unserem Kollegen und Genossen Carl Grätz, genannt Springer, zu seinem heutigen Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch, daß ihm alles möge gelingen, und die Füchse aus der Tasche springen. 1289 I 81. Rntor den Kinde« 81. Im Hause der Wilhemshallen neben der Pafsage. LkU- Vorführung T---nch Ali- indischer 7"Ä. Bey%: 3, 2 u. 1 M. Billets im Jnvalidendank. Allblijsemeut Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Gr. Instrunienial-Concert, Direktion K. Rödmann. „., Wochentags 10 Pfg., Mtree Sonn- und Festtage im Kaiscrsaai 25 Pig. Spezial-Ausschank von Patzenhofer, Export-Bier, hell u. dunkel, a Sdl. 15 Pf. Gleichzeitig empfehle ich meine hocheleganten Festsäle zu 100 bis 200 und zu ca. 1000 Pers. zu soliden Bedingungen. «41 F. Müller. Passage 1»e. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. Nur amr diese-MB Woche: Neu. Zum ersten Male: 3- Reise d. Spanien. Granada, Achambra ic. 7. Reise auf den Mantdiane. Savoqen» Alpen. � mi Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonnement 1 M. Jede Woche andere Reisen _ MimMtwmBJ-iMMiauuu tSJMUl Tatlesnacliricht. Statt jeder besonderen Mel- dung allen Freunden und Be- kannten zur Nachricht, daß mein Mann, der Tischler und In- strumcntenniacher Johann Friedrich Gubela. infolge der Influenza am Mittwoch, den 23. April, Morgens OVa Uhr, im stöbt. Krankenhause seinen Leiden erlegen ist. Derselbe war ein strebsamer Ernährer seiner Familie und ein stiller, aber ehr- licher Anhänger der Sache, und wer denselben kannte, wird meinen bitteren Schmerz zu ivürdigen wissen. DieBeerdigung findet am Sonntag, den 27. April, Nachm. 4 Uhr, von der Kapelle d.Emmausgcmeinde in Britz statt. Die trauernde Wittive 1209 nebst Kinder. Hedwig Gubela, Forsterstr. 57, 1. Kaiiverriii Hrrlinrr Kildhaurr. Ten Mitgliedern zur Nachricht, daß der Kollege Andreas Riess, Steinbildhauer, nach längerem Leiden in der Nacht vom 22. zum 23. April verstorben ist. Die Beerdigung findet am LS. April, Nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Stephanstr.S— 0(Moabit), aus statt. Um rege Theilnahme bittet 1276 Der Vorstand. Achtung! Alle Diejenigen, welche Sammel- listen zur Reichstagswahl von dem igarren- Fabrikanten Mehnert, iedenhoferstraße 3, hatten, besonders die Stummern 0790, 0794, 0796, 0798, 0802, 0803, 0806, 0807, 0803, 0809, außerdem fehlen die Nr. 0795 und 0800. gänzlich, mögen sich bei mir melden. I. A. des Wahlkomitee's Robert Kaufmann, 1297 Bernaucrstr. 114 C. (Wm Hnnptgewin» 90,000 itl. Ziehung am 7., 8. und 0. Hai 1890. Orig.-Loose i 3 M., halbe Loose 1,50 M. Für Porto und Liste sind 30 Pf. extra beizufügen. 1119 Atttluer Me-Lotterie, Ziehung am 20. Mai 1890. Ong.-Lvose k 1,30 M. inkl. List» u.Porto empfiehlt und versendet Fritz Frtihss, Herli» S., Dresdener str. 88/83. Spiegel und • PoIstenvaarcnJ Gr. Lager, bill. Preise. EmiB Heyn, Brunnen straße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunst. eigener Fabrik. Das gr. Lager Berlins » Andrensstr. 83. SesGftshsvs S. Heine. Cl/anjseestraße14.! Die schönsten Kinherklei�r u.-Miintel tiir Mädchen jeden Alters, sowie lorprMc, llnterrödc a. TricottMen auch im Einzelverkauf sehr billig! I | Hassbestellnngen n. Reparatur ou werden prompt erledigt! Chansseestraste14� Gesßiis'tshllns®. Seine. Entpfehlnng. Unterzeichneter empfiehlt sich zum Verkauf der sclbstverfertigten Porträts Bebel's und Liebknecht s in Seide gewebt. Da selbige gut ausge- führt sind, weder vergilben noch ans- bleichen, hoffe ich, in diesem Unter- nehmen Unterstützung zu finden. Preis pro Bild 75 Pf., im Dutzend 25 pEt. Rabatt, ex kl. Porto, gegen Nachnahme. Diese Bilder liegen bei Herrn Karl Scholz, Wrangelstr. 32, im Laden, zur Einsichtnahme aus. 1053 Ernstthal, Ost-St., bei Chemnitz. Herrn. Henker. am hiesigen Platze bekanntlich Griisste Auswahl. Garnntirt iichrr brcnneude S&r T n d n li r. 1SSS Streng reelle Bedienung, billigste Preiset Sämintliche im Handel befindlichen Rohtabake sind am | 1653 Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'fchen Markt. Teppäche zu billigen Preisen! Wir verkaufen unser Tcppich-Lager aus und verkaufen gewöhnliche haltbare Teppiche für 4, 5 u. 6 M. große Tapestry- Plüsch- Teppiche für 12, 15, 18 und 20 M. Tischdecken Manilla-Tischdecken mit Frenzen 2, 2,50 M., bunte Tischdecken mit Schnur und Quasten 3, 3,50 bis 5 M., Gobelin- Tischdecken mit Schnur und Quasten 5, 6 u. 8 M. Hochelegante Chenille-Tischdecken 4,50, 5 ii. 6 M. Gardinen weiße Zwirn-Gardinen, reellstes Fabrikar, Meter 45, 50 u. 60 Pf., Englische Tüll- Gardinen, auf beiden Seiten eingefaßt, Meter 50, 60, 75 Pf. w. 1 M. Einzelne abgepaßte Fenster 3,50, 4—6 M. Hübsche Manilla-Gardinen, Mir. 40 u. 50 Pr- |SieImanii& Rosenberg Koinmnnkntenßrnge Ecke Linden» Strasse. Zu beziehen durch die Expedition, Heulhsirasse 3. Im« 1. Mail Soeben erschien bei W ö r l e i n& Co., Nürnberg: Der niMMe ArbeitMß und die Beschlüsse des Jitternationalen Arbeiter- Kongresses zu Paris. Bon OarB iCa&itsk�s Vier Vogen Oktav. Preis 30 Pfennig. Pnrtienprri« hiUigrr. Zu beziehen durch die Expedition, Bcuthstrassc 3. empfiehlt Vereinsstempel, Quittungsstempel, A Atedaillonflempel mit Lassalle, Bebel, Lieb- 9. Krnnnenllialie 9, knecht n. a. m. zu ennäß. Preis. Monogramm- Schablonen, Thürschilder, Gravirung von Inschriften. Entwürfe gratis sofort. Schön gnrnirte Damnchiite von M. 3,50 au. Elegante Spltzen- Capotten von M. 4,50 au. Kuabenhüte 0,75 Pf. Pfiffige Kinderhiite von M. 1,75 an. Seidenband, Spitzen, Blnrnen und Faxens. As WesthelEei Koppeustr. 12, (Zw. Lange- u. Münchebergerstr.) 5. Hans v. Schles. Bahnh.I Buchdrucker! Diejenigen Kollegen, welche Willens sind, den I. Mai alsJW begehen und dies ungehindert thun können, fordern die Unterzeichna sich ihnen anzuschließen und diesen Tag durch einen gemeinsamen die freie Natur zu seiern. Wir beabsichtigen, bis Friedrichsn'% fahren und erwarten etwaige Nachzügler bis Vsll Uhr im Bad«_ daselbst. Abfahrt vom Zllexandcrplatz 9,03, vom Schlesischen Bahnhof um,, Einer zahlreichen Betheiligung sehen entgegen Qß Die Setzer des„Berliner Volksbl#- Achtung, Am 1. Iii finden in folgenden Lokalen ctnUnvtici 1890, l«|«l 8 11#, grnsje WUe BersninnilW der Metallarbeiter aller Branchen statt: in der Norddeutschen Brauerei, Chausseestraße 53, bei Joel, Andreasstraße 21, in beiden Sälen der Berliner Bockbrauerei, Tligesordnnng: Der Achtstundentag. Alles Nähere die Anschlagsäulen. Um weiteste Verbreitung nn« 1301 Der Einbe-" S i tz n> er Stal die Si Teilungen Die in vi itilungen Der Fach ch gegen 1 Achtung, Maurer hmngs-, Mngsinäßi -ie Wah >ie Parke lie A»l larochial tfche Kosti "3 Debatte Die Verkehrslokale, in denen die Vertrauensleute freiwillig*?� Cruu ziim Generalfonds entgegennehmen, befinden sich bis auf Weiteres an I �rnais� b Stellen: 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. SO. 0. N. S. C. (W. (G. (E. (K. (H. I; H. K. Kerstan, kassirt bei E. Schmidt, Skalitzerstr.� Raschke,„ Waldemarstr. 61. Gröppler,„„ Hinze, Krautstr. 42. Schulz,„„ Böhl, Rüdersdorferstr. 8, Schigoisky, kassirt bei R o s e n t h a l, Metzett� Markowsky, Pinkowsky, Bieneck, Klingenberg, Lehmann, Bath, Gerichtstr. 13. Grasunder, Schiv' B e h l a n d, Bülowstr. " echlin, Hornstr. tl- u h l m e y, Neue 3�"' e Rech»» Au f Sinti e Rechmn s folgt i a g s w e f ~ie Stadl ein Verl t m ann bis 1. I ahlung 11. Moabit. Milling kassirt Sonnabends bei Holzbech Mcfenstraßm����j NB. nowerstraße 89, und Montags bei Fink, Birkensttäßh--."�ahl de Wir weisen nochmals auf den Antrag der Versainw» ten. ierzu l 10. April(Buggenhagen) hin, welcher besagt, daß ein jeder in Berlin a Maurer bis auf Weiteres pro Woche 50 Pf. zum Generalfonds beizu?'? t n g. � werden aber die Gelder nur in den betreffenden Lokalen genommen, nicht mehr in den Wohnungen, wie bisher. Die M< Geschäftsstunden sind jeden Sonnabend und Montag, Abends~ crfncheii 10 Uhr�._______ jgjl Uebernc Es wird gebeten, Obiges in den Baubuden voi Maurer Berlins, schließt Euch alle der Vereinigung an! Venval Eventuc r' träges j a) i Fachverein der Tischlei b) l Sonnabend, den 26. April, Abends 8Vs Uhr, L z in Jordan s Salon, Neue Grünftraße Nr. 28:« c) i BeschBiessende Versamm*1» Tages- Ordnung: 001 Vortrag des Herrn Dr. A. Bernstein; Diskussion; Anträge; iütf'lceuehmer angelegeuhriten; Fragekasten. eben aufgenommen. r als 100 anntmachrn Neue Mitglieder weroen ausgenommen. anAiendmia» Auf den Zahlstellen des Vereins werden jeden Sonnabend, �Tstadtu s SVe bis 10 Uhr und Sonntags früh von 8Vi bis lOVa Üht Beitrags J .euommen und neue Mitglieder aufgenommen, dieselben befinden sich'jj rjcur ndet lokalen: 1. Friedrichsbergerstr. 25 b. Schmidt, 2. Skalitzerstr. 1% d Nnucf' manu, 3. Belleallianceplatz 6 bei Hilscher, 4. Zionskirchplats" 5. Schleiermacher- n. Gneisenaus tr.-Ecke bei Scheuer, 6, Biilo u, stimm meld 70 bei Heindorf, 10. Rlxdorf, Bergstr. 7 bei DnscheKie Erwerbung des fiskalischen, an beiden Ufern des Land- Kanals belegenen sog. grünen Landsireifens wird beschlossen. !luf Antrag des Ausschusses sür Rcchnungssachen werden norltt. Gi' C Rechnungen dechargirt. ' Lln s Antrag des Ausschusses ie Rechnungen dechargirt. ri, g,» Es folgt die Vorlage, betreffend --' Der Ärrliner Thirrschntzverein hielt Dienstag Abend in Grativeils Vicrhallen eine zahlreich besuchte Versammlung ab, in der u. A. mitgetheilt wurde, daß auf die an den Oberprasidenlcn Achenbach abgegangene Petition um Regelung des Huudefuhr- wesens der Entscheid getroffen ist, daß eine für die ganze Provinz Reibe oeschüttli.4>ev 9'"iae Polizeiverordnung bereits in Bearbeitung ist und der Er- ' Gll'l) laß derselben in etwa drei Monaten zu erwarten steht. Die Atit- theilung wurde mit großer Befriedigung aufgenommen. Angeregt wurde sodann, die Stadtverwaltung von Berlin aufzufordern, den Verein und seine Bestrebungen finanziell zu unterstützen. Es wurde dabei betont, daß eine Stadt, welche 40 000 M. sür ein Fest verausgabe, welche 180 000 M. ans der Hundesteuer ein- ichme, auch einige Tausend Mark' sür Thierfchittz' aufwenden f eine von Prof. Neutcany gegebene er- den Vi» Knuern-Willionär aus einem unserer dieser Tage, nach einem eigenartigen längeren Kraukenlager, Zeitliche gesegnet. Als Kossäth war er von Jugend auf schwere Feldarbeit gewöhnt, und als Erholung galten ihm nur die Fahrten nach Berlin, wohin er die Erzeugnisse seiner land- wirthschaftlichen Thntigkeit zum Verkauf brachte. So schaffte er im Schweiße seines Antlitzes schlicht und recht, bis die Gründer- zeit im Ansang der siebziger Jahre hereinbrach und seine in jeifhg Geldernte daß unser Kossäth könne. lEndlich wurde noch auf ei rw...».■"r____ s.: � o geschafts- j Mregnng hin über die grauliche Eitle' der Vcravendung Vogelbälgen zum Schmuck der Hüte verhandelt. Herr Beringnier schilderte die thierguälerische Art, in der in den Tropen die Vögel mittelst Angeln wcggcfängen und lebendig gehäutet werden. Es wurde empsoyleu, dahin' zu wirken,' daß es fiirderhin heiße, nur Damen zweifelhaften Rufes dürfen Vögelbälge tragen, dann werde sich schon bald diese Sitte verlieren. Auf der Strecke Griittnu-Mnsterhanfen der Görlitzer Bahn sind die Borarbeiten für die Legung deS zweiten GeleiseS bereits lebhast im Gange. Zwischen Ärüüau und Schmöckwitz ist der größte Theil der zur neuen Geleislegung nöthigen Verbreite- s°. w-.»-. as 5 gi doppeltem Geleise bis Schmöckwitz bereits mit dem 1. Juli d. I. beginnen. Erfreulich ist, daß der breite Promcnndenwcg, der sich zwischen dem Bahnkörper und dem Walde von einer ------..._---- ,, das öffentliche Der Magistrat beantragt: ie Stadtverordneten- Versammlung ist damit einverstanden, «««* A A... k t S.. r''_.f____'___ kV*«.< a.•, V n» �.9 mtt��Wgen:#chtem[(N.ud 5 �slllt V--.-.__ f. f..r.... Y l.T. S r« � A*..«%%% T# A f Itt* A** ,, A,, J* l«iP Q 11 foiit Qitrt TU VlPI jahlung einer Jahrespacht von 100 000 M.(die bisherige ispacht für die vorhandenen 400 Säulen beträgt 50 000 M. st anzunehmen, daß im Laufe der neuen Vertragsdauer sich Unzahl der Säulen auf etwa 550 bis COO erhöhen wird) vcr- jhtnben von 5 bis 9 Uhr Abends kein Zug von dort in der Richtung nach Berlin fahrt. Eine Aendernng im Vorortverkehr hat. bereits mitdem 1. April in der Art stattgesnnden, daß der Vororte hat das an früher auf der Station Johannisthal haltende Städtbahnzug jetzt nickt mehr von dort, sondern von Grünau ans abgelassen wird, so daß daS eilige Umsteigen auf dem Bahnhof Johannisthal und die bei starkein Verkehrsandrange damit verbundenen oft recht _. lästigen Unbequemlichkeit«» für das Publikum fortfallen~ alpckin jt�ieczit beantragen die Stadtverordneten Vogtherr, b!i.m?�Z��t. Elnadt Heindorf. Klein, Stadt- beizui 'okaleN «", Te mpel, Tutzchue r. Z u b e il: wolle beschließen: „Die Versainm- 28: Uebernahme des öffentlichen Anschlagsweseus in städtische Verwaltung. Eventualantrag sür den Fall der Ablehnung des An- träges I: a) Die Versammlung lehnt die Magistratsvorlage ab und ivünscht betreffs Uebernahme des öffentlichen AnschlagSwesens eine öffentliche Ausschreibung; b) bei Vergebung der Konzession ist zn bedingen, daß die Unternehmer mindestens die Aiiniinallöhnc des jeweilig giltigen Lohntarifs für Buchdrucker �.. c) in � den' vorliegenden Bedingungen(Drucks. 294) ist ,1« der vorletzte Absatz des§ 9(Unternehmer— Au- Kil" Wendung) zn streichen." .(Der vorletzte Stbsatz deS§ 9 der Bedingungen lautet: . P�teruehmer ist nicht verpfiichtet, Plakate gleichen Inhalts an "' r als 100 Säulen gleichzeitig zum Anschlag zu bringen. Auf anntmachungen von Behörden findet diese Bestimmung keine aMPtdtiNg.'' m? � begründet, daß wesentliche Klagen über die Geschäftsführung ik- t» ü Stauet u. Hartmann nicht laut geworden seien. Diese An- stimmt nicht. Ganz erhebliche Klagen werden laut e l l e r beantragt Ausschnßberathung. o g t h e r r: Ter Antrag des Magistrats wird da- wobst, "Milatc, welche nicht in der Offizin hergestellt werden, werden ''lustig augebracht. Das Verhalten mancher Angestellten der „ m/a läßt dem Publikum gegenüber viel zu wünschen übrig. � � beantragen die Uebernahlue des Betriebes durch dw Stadt. f-tit7.,n, - ist ,y Betrieb ist einfach und außerordentlich lohnend. Bei der �„de Bote kam nach. Als der iunge' ihmejycvhcit der Ertragssähigkeit kann von keinem Risiko der Stadt imt, t,eu ersten Wanderungen durch d,e Gioh tadl Vor»"�. Ziede fem. Und was die Umsicht.und Zu- z,.r Ruhe legte, wurde«r schon u.i�rften�Schli�' ..Migkeit betrifft, so würde die Stadt getrost nut der-------------------" wetteisern können. Sollte dieser Antrag ieooch ----. Ihnen keine Gegenliebe finde», so bitten wir Sie wenigstens .»j&f reu Antrag II anzunehmen. Hier ist Gelegenheit gegeben, daß il" JhEtabt selbst, als große Unternehmerin, einmal energisch iljAUKlUHa nimmt gegen die Lohndrückerei. Als eine Art Anstands- - ht jeder großen Buchdruckerei gilt es, den Lohntarif innezu- Züge nach dem Görlitzer Bahnhof und»ach der Stadtbahn gehen Grünau aus getrennt. Hinter der Station Grünau machen sich die Borbereitungen für den neuen Geleiseban in großen Menge» ansgestapelten Eisenbahumaterials bemerkbar, von denen die Holz- schivellen dort gegenwärtig der Prozedur des Jmprägnirens unter- worfen werden. Ei» Attentat auf eine» Stnbtbaliirsng wurde, wie wir nachträglich erfahren, am vorgestrigen Abend gegen 9 Uhr aus- geführt.— Der vom Schlesischen Bahnhof kommende Zug befand sich zur genannten Zeit zwischen den Stationen Lehrter Bahnhos und Bellevuc etwa in der Stahe der Lünebnrgcr Straße, als Plötz lieh ein Schuß auf den Zug abgegeben wurde.— Die Kugel ging durch das Fenster eines Kvupces zweiter Klasse, in dem vier Per- sonen saßen, glücklicherweise ohne Jemand zu treffen; dagegen erhielt ein unweit vom Fenster sitzender Kaufniann durch umher- fliegende Glassplitter Verletzungen an beiden Augen, so daß der Berivundete, nachdem der Stationsvorsteher aus der nächsten Halte- stelle von dein Vorfall verständigt worden, aus Bahnhof Zoologischer Garten ärztliche Hil e in Anspruch nehmen mußte — Bei näherer Durchsuchung fand man trotz aller Mühe nicht das abgeschossene Projektil und nur ein kreisrundes Loch vo» etwa 1 Centuneter im Durchmesser war in der Scheibe bemerk bar, ein Bciveis, daß der Schuß aus ziemlich Stühe abgefeuert worden. Zu de» KcrUitev|Uu'th-.u>eich!iItiü>Ieu kann ein junger Student, der eben aus einem Provinzialstädtchen zum ersten Malt nach Berlin gekommen war, einen charakteristischen Beitrag lieser». Als angehender Mediziner wollte er unweit der Ana tonne sich niederlassen und fand dann auch bald in der Borsig slraße eine, wie es ihm schien, recht gemüthliche„Bude". Auch die Wirthin war anscheinend von gefälligem Wesen. Aber der hinkende Bote kam nach. Als der junge Studio, von der Reise -.....''■"'roßstadt ermüdet, sieh Schlummer durch das Geräusch von Tritten und durch Flüstern gestört. Da sich diese Geräusche während der ganzen Stacht periodisch wiederholten, so überkam den jungen Manu bei diesem geheinnnßv ollen Gebahren ein seilsames Angstgesühl, und mit Schrecken traten ihm geivisse Szenen aus der Verbrecherwelt vor die Seele, von denen er häusig in den Zeitungen gelesen hatte So kämpfte er fortgesetzt und vergebens um den Schla Erst aeqen Morgen, als es neben seinem Zimmer stiller geworden '>— fC4.,�SA� AMfAkM+A«.(UiiA.» 5(m äfiovgcu cv .Terrains" umgewandelten Aecker ihm eine reiche »-achten. Das Geld floß ihm so reichlich zu, daß u«,.. ich geuöthigt sah, zur Bergung desselben einen großen eisernen Äeldschrank auzuschafse». Mit seinem Rcichthum wuchs aber auch die Angst vor dem Verlust seiner Schätze, so baß er, der alt geivordene Manu, schließlich der Sklave seines Geld- »indes wurde. Da kam eine langwierige Krankheit über den armen reichen Mann, und da ihn dieselbe an das Bett fesselle, steigerte sich seine Angst um das Geld. Die Bewachung desselben ivar seine einzige Sorge, und er ließ seine» Angehörigen nicht eher Ruhe, als bis sie sein Krankenbett uu- mittelbar neben dein Geldschrank gerückt hatte», dessen Schlüssel er unter dem Kopskissen verwahrte. So bewachte er seineu Schatz bis an sein Lebensende, welches vor wenigen Tagen ein- trat. Als die Erben den Geldschrank öffnete», fanden sie in demselben nicht weniger als 800 000 Mark in baarem Gelde vor; wie lange dieselben dort schon als„todtcs Kapital" geruht haben, das ließ sich nicht einmal annähernd feststellen, da der nunmehr Verblichene über seine„Operationen" keine Äufzeich- nnngcn hinterlassen hat. Es scheint, daß ihm kein zinstragendes Papier sicher genug war, um eine Anlage seines-Geldes zn be- wirken. silerliu bei Itnchk. Wie das„Kl. Journ." erfährt, hat das Polizeipräsidium auf höhere Anordnung verfügt, daß vom I.Mai ab die sogenannten„Wiener Cafes" nut nur wenigen Ausnahmen um zwei Uhr Nachts geschlossen werden müssen. Gleichzeitig soll bei Verleihung neuer Konzessionen von den betreffenden Cafetiers die Zusicherung verlangt, verde», daß sie gewissen„Damen" und deren Anhang den' Zutritt zu dem Etablissement nicht gestatten werden. Auch sind die kompetenten Behörden von den vorge- setzten Instanzen angciviesen worden, dem Treiben der unter Auf- ficht der Polizei stehende» weiblichen Personen energisch entgegen zu treten. Nachdem denselben vor längerer Zeit die Promenade in mehreren belebten Straßen untersagt worden war, soll ihnen jetzt verboten werden, sich nach 10 Uhr Abends überhaupt auf der Straße sehen zu lassen; die aufstchtsführendcn Organe der Sittenponzei haben die Ordre, gegen die Zuwiderhandelnden mit unnachsichtlicher Strenge vorzugehen und dieselben dem nächsten Polizeibureau einzuliefern Volizeibericht. Am 22. d. M. Nachmittags siel auf dem Hofe des Grundstückes Rhcinsbergerstraße Nr. 42 eine an die Wand gelehnte Thür um und traf einen dreijährigen Knaben, so daß derselbe einen Bruch des rechten Oberschenkels erlitt.— Am 23. d. M. Nachmittags fiel ein Mann vor dem Hanse Friedrich- straße Nr. 107 nieder und zog sich eine so bedeutende Verletzung am Kopfe zu, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.— Zu derselben Zeit wurde ein Mann in seiner Woh- uung in der Boyenstraße erhängt vorgefunden.— Als Abends ein Schriftseher in einer Destillation in der Rosenthalcrstraßo sich Selterswasser zum Trinken geben ließ, erhielt er aus Versehen eine Flasche nut Spiritus. Nachdem er mehrere Schluck daraus getrunken hatte, fiel er besinnungslos zu Boden und konnte erst »ach längerer Zeit wieder ins Leben zurückgerufen iverdeu.— Am 23. d. M. Vormittags und in der Nacht zum 24. d. M. fan- den zwei kleinere Brände statt. «rt lPf: IM Buchdruckcreien bezahlen ihn hier und zwar die_______ M............. P o M�?üf»dlten und maßgebendsten. Die Firma Nauck u. Hart- neuog cr einige Stunden ersehnter Stühe.- ,,., —-ÄKAW.'"--*******--» SS'ÄS tSjSm MWWKKK Bill» � Herstellungskosten abnehmen könnte. natürlich nur diejenigen Irren herangezogen worden, ,IuI"l per'Antrag Heller auf Ausschußberathung(15 durch den während ihres Aufenthaltes in der Anstalt als harmlos erwiesen Uhr,,, stand bezeichnete Mitglieder) wird angenommen. und an keinerlei Unzuträglichkeiten Veranlassung gegeben hatten. ' rnD»' CT* iia«• a ai* /XI A A a«*XXa.*W— C.., At f. A&* k j J ot I-—— �—— CY\.! W. Die übrigen Gegenstände tlichen Interesses. Schluß 7 Uhr. Es folgt eine nicht öffentliche Sitzung. Uotinles. f aBui*,,,,,. kk..— A,.)vkykvk...v*1.kk------,— 27'— Kammfabrik von I. Kretfchmaun Nachf., Jni Richard Mann, Charlottenburg.— Pianosabrit von Karl „rice""(iVr, Markusstr. 18.— Berliner Werkzeug-Rtaschinenfabrik, sii-',Merstr. 85.— Maschinenfabrik von Otto Lilienthal, Köp- im/Vlrftr. HO. der Tagesordnung entbehren&£->| äur'Aufführung gelangten zwei Einakter von l'Ärronge. Beide Stücke, deren Rollen fast durchweg von Kranken und zum kleinen Theil aus dem Warteperfonal besetzt wäre», wurden gut und flott gespielt, so daß die Spieler wiederholt gerufen wurden und Beifall ernteten. Wenn man bedenkt, wie schwierig es ist, die Kranken soweit aufzurichten, daß sie befähigt sind, komplizirte Rollen zu spielen, so muß man die Aufopferung und Hingebnng der Aerzte bewundern, die es möglich macht, daß die Kranken mit wahrhaft lebhaftem Interesse der Sache folgen und ...~. k""�stung wurden die Spieler Schluß ein Kränzchen an- isall aufgenommen»vurde. Bis gegen Ii Uhr waren die Kranken zusammen, worauf es dann in fröhlicher Stimmung nach den betreffenden Pavillons ging. Diese Theatervorstellungen sollen Nil« auf Beschluß der Vermal- *" o*---- ff_ i � O Geviihks-Ioikung. Ein kleines Zkachjpiel»um ipr'o?est Kelch bildete eine Verhandlung, welche gestern vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts I stattfand. Bekanntlich war der Torfnräberei- Besitzer Reich zn Moabit s. Z. beschuldigt, seine Schwester, die Frau Steinlein, in lebensgefährdender Weise mißhandelt zuhaben. Am 21. Dezember 1888 kam es zur Schlnßvcrhandlung in dieser Sache. Unter den vielen Zeugen befand sich auch die Dienst- magd Emilie Backhaus, welche eine Hausgenossin der verletzten Frau Steinlein war und welche unter ihrem Eide bekundete, daß sie dieselbe an» Vorn»ittage deS 12. Ftbruar 1887, am Tage nach der angeblichen schweren Mißhandlung, das Haus in gerader Haltung habe verlassen sehen. Diese Bekundung soll falsch sein, denn eine Menge Zeugen gaben ihre Aussagen übereinstimmend dahin ab, daß Frau Steinlein an dem erwähnten Tage das Bett gehütet habe und nach dem ärztlichen Befunde ihres körperlichen Ünstandes muß es ihr auch nicht möglich gewesen sein, aufzu- stehen. Gegen die unverehelichte Backhaus wurde des- halb Anklage wegen fahrlässigen Meineides erhoben. Sie blieb auch im gestrigen Termine dabei, daß sie vom Küchenfenster ihrer Herrschaft aus, von wo man den Hausflur genau übersehen konnte, wahrgenommen habe, daß Frau Steinlein an dem fraglichen Tage das Haus verlassen habe. Ihre Dienstherrin trat nun als Entlastuiigszeugin auf, auch sie wollte Frau Steinlein gesehen haben, aber nicht auf ihren Eid nehmen, daß es bestimmt an dem fraglichen Tag- gewesen. Dazu kam»och, daß Frau Steinlein an jenem Tage das Haus verlassen habe und bei dieser Gelegen- heit war die Angeklagte zugegen gewesen. Sie war dadurch noch in ihrer Ueberzengung, daß sie sich nicht geirrt habe, befestigt worden. Obgleich sich an der Thalsache, daß Frau Steinlein mit einer anderen Person verwechselt worden sei, nicht rütteln ließ, hielt der Staatsamvalt eine Fahrlässigkeit bei der Eidesleistung der Augeklagten doch nicht für vorliegend, da sie nach bestem Wissen und Gewissen ihre Aussage gemacht, er beantragte die Freisprechung, ans welche der Gerichtshof auch erkannte. Ein slolialtrrinin in Afrika, welcher gestern in einer schöffengerichtlichen Verhandlung angeregt wurde, wäre gewiß etwas neues in der Geschichle unserer Rechtspflege, in unserem kolonialpolitischen Zeitalter aber am Ende nicht ganz unmöglich. tu der betreffenden Verhandlung war eine alte Dame, welche immer vermiethet, wegen Steuerhinterziehung angeklagt, weil sie von einer Konkurrentin dennnzirt worden war, drei heizbare Zimmer vermiethet zu habe», ohne daß sie ihr Gewerbe als Zimmervernlietherin angcineldet und dafür Gewerbesteuer bezahlt hätte. Sie bestritt entschieden, drei heizbare Zimmer vermiethet zu haben und berief sich zum Beiveise dafür, daß nur z>vei der vermietheten Zimmer heizbar waren, auf ihren Miethsherm selbst — den R e i ch s k o m m i s s a r Major Wißmann in Afrika. Da die Denunziantin, welche stark an Krämpfen leidet, auf dein Korridor fortwährend in solche verfiel und nicht vernehmungs- fähig ivar, wurde ihr Mann vernommen, welcher aus das Be- stiunnteste behauptete, daß Major Wißmann drei heiz- bare Zimmer, welche allerdings theilweise durch Trennung eines größeren Zimmers durch eine Holzivand hergestellt gewesen seien, bei der Angeklagten bewohui habe. | Der Vertheidiger der letzteren, Rechtsanwalt Dr. Rich. Wolfs, Gelegenheit' zu'/ Zerstreui>ng�zl>�gebm�' erklärte, unterwiesen Umständen auf die persönliche Vernehiming deZ Majors W i ß m a n n nicht verzichten zu können. Erver- mochte zwar die vom Vorschenden säierzhaft hingeworfene Frage nach dein Aufenthaltsorte des Zeugen nur mit„Afrika" zu be- antworten, gab aber dem Gerichtshofe anHeim, eine Vorladung vielleicht an Emin Pascha zur Weiterbeförderung an Wißmann zu adressiren. Der Vorschlag erregte Heiterkeit, wurde aber vom Gerichtshofe doch nicht für durchführbar befunden, ebenso wenig die scherzhaste Anregung des AintSanwalts, einen„Lokaltermin m Afrika" anzusehen, da der Vertheidiger erklärte, daß er dann das Recht haben müsse, demselben beizuwohnen und eine Exkursen nach Afrika von ihm höchstens in den großen Gerichtsserien etwa unter Benutzung einer Stangen'schcn Gesellschaftsreise unter- nommen werden könnte. Bei dieser schwierigen Sachlage beschloß der Gerichtshof, zunächst den Eigenthümer des betr. Hauses in der Krouenstraße, Geh. Sanitätsrath Ring, über die Wohnung der Angeklagten zu befragen und erst, wenn dieser Zeuge keine genügende Auskunft würde geben können, den Major Mbulanu zu vernehmen. Soztcile LtebevNrhk. Anfrnf an fnmmtliche Arbeiter Kerlina und Ikm- Kegrnd» Es wird dem größten Theil den Arbeitern bekannt sein, daß auch wir Brauergesellen in den Lohnkainpf seit einigen Tagen eingetreten sind. Bislang sielleu sich die Brauereibeatzer und Direktoren unseren gerechten Forderungen schroff gegenüber. Sic geben sich alle mögliche Mühe, um vom. auswärts junge Arbeits- kraste heranzuziehen, leider ist es thcilweise gelungen, die Aus- ftancigeii zu ersetze». Tie Stimmung der fireikendeu Kollegen ist eine gute;|ic werden die Arbeit niebt eher au�nehnien, bis unsere Fordernngen voll und ganz von Seiten der Brauereien unterschrieben sind. Den Kerupmikt unserer Forderungen: Einführung eines Arbeitsnachweises, wollen die Arbeitgeber nicht akzcptire». Leider ist es Thatsache, daß. wenn ein Kollege das 30. Lebcns- jahr erreicht hat, er in fast keiner Brauerei Arbeit erhält, weil er nach Ansicht der Arbeitgeber nicht mehr die nvthige Arbeits- krast besitzt. Wir tragen die gesaimiite Arbeiterschaft: was soll denn der Betreffende beginnen, der seine Kral je geopfert hat? Soll er etwa die Landstraße aufsuchen? Wir, vollen durch Gründung eines Arbeitsnachweises Jedem Gelegenheit geben, Arbeit zu erhalte». Die Brauereien sollen ihre Gesellen von uns beziehen und nicht willkürlich handeln, wie bisher. Da derJndiftercutiSinus unter den Kollegen größteatheils noci) herrscht, haben wir einen schweren Standpunkt, weil von außerhalb zunge Kräfte herangezogen werden. Wir ersuchen alle Arbeiter uns in unserm Kampfe zu unterstütze», wir sind fest gewillt, unsere Forderungen durchzubringen. Unser Sieg ist der Enrige; die Brauergesellen haben erkannt, daß auch sie theil- nehmen müssen an der inoderuen Arbeiteraewegnna. Folgende Bravereien Haren unterschriebe»: Svandauer Bergbraucret, Münchner Vrauyaus. Eainbrinlis-Brauerei. Eternecker-Weißensee. Gr.flich-Rcischach-Strakau. Mir empfehlen den Genossen dieselben, und bitte» nochmals. uns in unserm gerechten stampfe zi, unterstützen, mit der bc- stlmmteil Erklärung auch fernerhin uns solidarisch an der Ar- beiterbewegung zu betheiligen. Tie Lohiikomnnssion der streikenden Brauer _.. Berlins und Umgegend. Der Ktrrili drv Krrlincr Köttchrr dauert unverändert fort, obwohl die Arbeitgeber schon versuchen, uns einzeln wieder anzulocken, natürlich sür den alten Preis; übrigens scheitern diese Versuche an unserer Einigkeit. Arbeiter! unsere Lage ist wenig beaeibenswerth. Sollen wir vielleicht durch den Hunger ge- Zivnngen, vcrven, nach fast fünfivöchentlicheiii Streik wieder anzufangen? Ret». Unser Ehrgefühl und Zielbcivußtsein hält uns vor solcher 9nederkage zurück. Für alle eingegangenen Gelder herzlichen Dank. Briefe und Sendungen an Fr. Holtmann, dO. Kurrpstr. 62, III. Tie Lohnkoinmisiw». ... Loij»lto>ui»ls»o>» der Krrliurr Schnhmacher ver- ösfenUicbt svlgende hinzugekommene Firmen, die den Lohntarif bewilligt Häven. I Klasse: Auschrath. II. Klasse: Kühttbaum, Zierker, Bodstn. Hl. Klasse: Friedrich Burghardt, Brandt, Krieg, Goldschmidt, Pöhlc, Lüpke, Gloxin, Brigke, Kühn, Külse». Reihnsberg, Friedrich und Schüler, Meiler, Fischer, Lochoiviy. Hüvncr, M ller. Slosscr, Podolsky, Roßdeutscher. Grauer, Paduch, Kirchhof, Lange, Hagelt, Fritze, Schmidt, Behrend. Millina, Schneider, Gebrüder Schmidt Thiele, Tochtenhagen, Butt- uer, Mahnke,'Altmann, Lewandoivski, Nenmann, Schnier- dor;. Lunow, Teichniann(Export), Jlge, Krelschmer, Webnert. Schumakoivski. Klnck, Pösch, Meier. Kuhrt, Stolle, Brauer, Lam- precht, Pölster. Mamgel, Höske, Kurth, Duszinski. Niedors. ... 3*1. der Firiua Kessel& liöljj, Granit- und Marmor- schleiserei, Elisabeth- User 53/54, habe» gestern die Seymiebe, Schlosser, säuimtlicde Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen wegen Differenzen über die Ardeitszett die Arbeit niedergelegt, Zuzug ist fern zu halten. Achtung! Schlaffer: In der Frauke'schen Fabrik, Kaslameu-Allee, legten 16»Manil eiunlüthig die Arbeit nieder, wegen Entlassung eines ihnen wohlgesinnten Meisters, und wegen Lohndlsfereuzen. Zuzug ist fernzuhalten. Der Vorstand des Fachvercius für Sci.äosfcr und Mascbinenbauer. Aältung! Der Streik der Gärtner Berlins und Umgegend »st beci.det. Al'e Diejenigen, welche im Besitz von SanimeUisten sind, werden gereten, dieselben behufs Abreeynung an den Unter- zeichneden gelangen zu lassen. Mit kollegialischem Gruß Karl Born. 80. Wienerftr. 11. .. und Lastfuhrwerk- Kutscher. Nachdem in der gestrigen Versammlung der partielle Streik beschlofien, hat der Streik denn auch bald sein Ende gefunden. Tie größeren Firmen haben sich mit ihre» Leuten dahin geeinigt, daß sie vom 1. Mai den geforderten Lohn zahlen wollen. Es stehen ca. 50 Kutscher «och im Allsstande, welche von der Streikkasse unterstützt werden. Die Firma Brasch u. Rolhenstein, die sich so gern als Weltstrma gerirt, hat auch dieses Mal nicht versucht, sich niit ihren Leute» zu culige». Sonst ist alles ruhig, jedoch die Begeisterung zur Bersolguiig uuscrer Ziele eine ungeschwächte. Gefüllige Beiträge zur Unterstützung ausständiger Kollegen nimmt dankeud entgegen die Lohnkomluisston Zimmerstr. 24 bei Liebig, und der Kasfirer Veseke, Lünebnrgerstr. 5. Koilrgcu 1 Steiudrncker, Zithugraphrn und Keruso- genossen l Wie schon initgetheilt, i» in Dresden der Generalstreik ausgebrochen. Die gewiß berechtigten Forderungen find 1. neunstiindige Arbeitszeit. 2. für Ueverslimden 25 pEt.. 8. sür Sonntagsarbeit 100 pEt. Zuschlag, 4. Bezahlung der gesetzlichen Feiertage, 6. 14 tägige Kündigung. Die von den Kollegen in öffentliazer Versammlung gewählte Kommission, welche mit den Prinzipalen verhandelte, konnte es bis jetzt zu keiner günstigen Einigung bringen. Die Prinzipale theilten mit, nur folgendes zu bewilligen: 1. Eine zehnstündige Arbeitszeit, 2. für Ueverstunden 25 pEt., 3. für Soiultagsarbeit 30 pEt. Zuschlag, 4. Bezahlung der Feiertage nur V* Tag, 6. Kündigungsfrist angenomineu. Die gesammte Kollegenschast beschloß nun nach einigen weiteren ge- scheiterten Unterhandlungen den Generalstreik zu proklainiren. Es ivird nun an uns liegen, daß wir uns mit den Streikenden solidarisch erkläre», jedenfalls müssen wir anerkennen, daß die von de» Prinzipalen gestellten Bedingungen unannehmbare sind. Gegenüber den denkbar geringem Forderungen der Kollegen halten wir treu an der Parole fest, der Sieg der Dresdener ist auch unser Sieg; laste sich niemand verleiten, durch irgend welche Ver- sprechungeu nach Dresden zu gehen. Ebenso ist auch schon mit- getheilt, daß in Leitelshain-Crimniitschau wegen fortgesetzter Maß- regelnng ein Streik ausgebrochen ist. Beweisen wir daher auch ferner unsere Solidarität, indem niemand in beiden Städten Ar- beit nimmt und Unterstützungen im reichsten Maße den Streikenden zu Theil werden laßt. Geldbeträge nehmen entgegen im Norden G. Witzcl, Gartenstr. 120; A. Schulz, Chorincrstr. 78; im Süden M. Preuß, Gräfestr. 72, und O. Sillier, Grimmstr. 7. Daselbst sind auch Listen in Empfang zu nehmen. Gera, 24. April.(Privattclegrannu.) Aussperre der Weber eingetreten. 4000 brotlos. Zuzug fernhalten. Wir erlfalte»» folgende Serichtignng: Auf Grund des Preßgesctzes ersuchen»vir Sie um Ausnahme folgender Berichti- gnng: „In der ziveiten Beilage der Nr. 91 zum„Berliner Bolks- blatt" vom Sonnabend, den 19. April 1890, befindet sich unter der Ueberschrist: An das Proletariat Deutschlands, Arbeiter! ein Ausruf, in dem die Forderungen der Arbeiter und Arbeiterinnen der Kartonbranche damit begründet sind, daß eine Arbeiterin pro Woche 6—3 Mark verdiene, der Aufenthalt in den Fabriken ein die menschliche Gesundheit untergrabender, und die Lage der Ar- beiterinnen geradezu eine Znchlstätte der Prostitution sei. Diese Zlnführnngen sind dnrchiveg unwahr. Nach den vom Statistischen Amte der Stadt Berlin für das Jahr 1888 herausgegebenen Ermittelungen der hiesigen Lohnverhältnisse(Seite 49 der amtlichen Ausgabe) haben die Löhne betragen. In Karton- und Mu st er karten- Fabriken: Gesellen Kutscher veizer ,,»»»», Lehrlinge(männliche). Jugendliche Arbeiter.. Arbeiterinnen.... Lehrlinge(iveibliche).. Jugendliche Arbeiterinnen Zur Erläuterung dieser schon für pch fcim:»prechenoen Zahlen wollen wir noch anführen, daß die Lehrzeit nur aus 6 Wochen normirt wird und nach dieser Zeit die Lehrlinge zwar als jugendliche Arbeiterinnen bezeichnet»verde», daß in Wirk- lichleit aber eine Beschäftigung von 2—3 Jahren zur wirklichen Heranbildung als Kartonarberterin erforderlich ist._ Der nach dieser Zeit verdiente Lohn kann erst als solcher für eine Karton- arbeitcrin bezeichnet»verde»». Im Jahre 1889 sind die Löhne nicht unwesentlich erhöht »vorden und wird dies die spätere Statistik bestätigen. Nach der in Bezug genomincnen amtlichen Statistik sind die Lohnverhältnisse in der iiartonbranche die drittbesteii von denjenigen Betrieben Berlin's, in denen weibliche Arbeiter beschäftigt »verde». Tie Unrichtigkeit des zweiten Punktes, bezüglich des Aufenthalts in den Fabriken, dürste sich schon daraus ergeben, daß die Fabriken ausnahmslos der Kontrole der königlichen Fabrik- Inspektoren»vie der Vertrauensmänner der Bernssgenosten unter- stellt sind. Endlich bestreiten wir mit Entschiedenheit, daß die Arbeite- rinnen der Karlonbranche infolge ungünstiger Lohnverhältnisse der Prostitution anheimgefallen sind. Der Vorstand des unterzeichneten Vereins, welcher den Beiveis für die entgegenstehenden Bchaup- tlingen verlangt, wird alles hierauf bezügliche Material prüfen lind das Resultat der Prüfung öffentlich bekannt machen. Verein Berliner Kartonfabrikanten. Ter Vorstand: Eduard Jacobsohn, Landwehrstr. 11. Max Wunderlich, Grüner Weg 2. T. Steinberg, Georgenkirchstraße 37. R. Ehlert in Firma: EHIert& Lange, Tresbenerstr. 85. Votfoi»»»»Itt«gen. Kattonarbriter. An» Mittwoch, den 23. d. Mts., hatten sich wiedmini die streikenden Kartonarbeiterinnen und-Arbeiter im großen Saale des Böhmischen Brauhauses versammelt, um den Bericht über die Lage des Streiks entgegenzunehmen. Es»lochten ca. 1200 Personen erschienen sein und man konnte die freudige Thatsache konstatiren, daß es aus- schließlich, bis auf ivenige Ausnahlneu, alles Streikende waren, und daß der Geist derselben ein noch sehr hoffnungsvoller»st, entgegen den falschen Gerichten,»velche von Seiten der Fa- brikauten zu verbreiten gesucht würden." Liachdem Herr Greisen- berg als erster Vorsitzender, Fra» Haberstroh als zweite Vor- sitzende, Herr Reimanu als er, er Schriftführer und Frl. Schön- berg als ziveite Schriftführerin ins Bürcau gewählt»varen, nahm Herr Gretseilberg zu seinem Berichte das Wort. Er erklärte, daß die Favrikaitten bis jetzt noch nicht geivillt sind, die berechtigte» Forderungen der Arbeiterinnen und Arbeiter anzuerkenne» und bekräftigte dies durch Vorlesung des diesbezüglichen Schriftstückes, welches er von dem Vorstand des Fabrilantenvereins erhalten hatte. Weiter folgte dann ein genaller Bericht über die letzte siattgefundene Fadrikantenversaininlung. Dieselbe hätte gezeigt, daß nur 51 Fabrikanten dem Vereine angehörte», nicht, wie man es früher glanoen machen wollte, daß es 70 seien. Dieselben sträubten sich alle, die gewählte Kommission der Streikenden anzuerkennen, da es unter ihrer Würde stände, mit Leuten, welche früher Arbeits- burschen gewesen seien, zu verhandeln. Es scheine, sagt Redner dann»veiler, daß die Herren in ihrem Gr. ßcndünkel ganz ver- gesse», daß ein großer Theit von denen, die sich jetzt Fabrikanten nenne», früher selbst weiter nichts als Arbeitsburschon gewesen sind. Weiter hätte die Fabrikanten-Versammlung gezeigt, welche Charaktere sich in oem Vereine vesinden. Leute, dre sich gegen- seittg ins Gesicht gespuckt haben, sich gegenseitig als d,e ervarn,- lichsien Menschen hingestellt hätten und jetzt, wo es gilt, die Forderungen der Arbeiter illusorisch zu machen, sich die Hand reichten und sich gegenseitig unterstützten. Wiederum seien die Wör- ter, wie aush�»gern und ähnliche gefallen, trotzdem Herr Sonnenburg nicht anwesend gewesen sei. Auch von schivarzen Listen sei wieder die Rede geivescn. J»n Großen und Ganzen uuue die Versaminlung in derselben Art uild Weise verlaufen, blos daß sie sich diesmal schrecklich beeilt hatten. In der»veiteren Disknsston und in„Verschiedenem" betheiligtcn sich die Herren Jahn, Grobe, Thamni, Möglich, Stein, Dilchner, Siegfried und Frau Greifen- berg und Dallmann. Allseitig wurden die Versammelten mit herzlichen und warnten Worten aufgeinunterl, auszuharren in dem so erniten Kampse, sich nicht beirren zu lassen von den ver- schiedene» Manipulationei» der Fabrikanten, denn eine ehrliche Arbeiterbrust dürfe Wanlelinüthigleit nach erst so kurzem Kampfe nicht»n sich auskomineli lassen. Eine besondere Begeisterung rief die Rede des Herrn Jahn hervor, und sollte dies ein Zeugniß sein, daß auch die Arbeiterinnen Interesse haben können bei Dingen, die man ihnen bis heute abzusprechen versuchte, wenn ihnen nur die nöthige Zeit und Muße dafür gegeben wird. Im weiteren Verlauf kam folgende Resolution einstimmig z»lr Annahme:„Die heutige, im Böhmischen Brauhause tagende öffentliche Versammlung der streikenden Kartonarbeiterinnen und -Arbeiter erklärt, trotz der vielen Versprechen and Phrasen der Kartonfabrikanten,»ms zu ködern, einmüthig an den gestellten Forderlingen fest zu halten. Sie erklären ferner, bei vorkommen- den Fällen diese Manipulationen mit Entrüstung zurückzuweisen, da auf diese Art und Weise nur unsere gerechte Forderung zur Durchführung gelangen kann. Mit einem Hoch auf die gerechte Sache schloß der Vorsitzende die interessante Versammlung. Eine össentliche Persammiung sntnmtlicher i« der Schraube», branche beschäftigter Arbeiter und Arbeite» rinne»» fand am 24. April in Deigmüller's Salon, Alte Jakod- straße 48», mit folgender Tagesordnung statt: 1. Der Stand unserer jetzigen Lohnbeivegung. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Das Bureau bestand aus den Kollegen Hirsch, Stadernack und Klose. Kolleg« Hirsch gab einen kurzen Uederblict über den Stand unserer Bewegung. Derselbe kritisirte scharf das jenigen Zeitungen, welche im Dienste des Kapitals eine solche einen Bericht des Fabrilantenvereins.»! eichne, Arl ie Einigle ussührunf '»»mehr esolution genommen, dagegen eine Erwiderung imn»#%]» der S der Scheere bearbeitet, daß derselbe vollständig(n#%t(tter brachte die„Vossische Zeitung" einen Bericht der welcher voller Unwahrheiten war, und ermahnte W solche Blätter zu abonniren, welche die Arbeilerintttn Sinne Glinst« fl dc ganz vertreten. Außerdem erklärte derselbe, daß er �"Tragen wir, ein Fabrikant an ihn schreiben würde, er sich sof�Nlitgliederi begeben würde, da dieselben in jedem Zeitungsb-n�rci�n.% daß wir überhaupt keine Unterhandlung aewünschr h�feten sein Kollege Stadernack tmlerwarf ebenfalls die Zeituni-�durden di vernichtenden Kritik, da die Herren Fabrikanten Pietsch, 2S Silbe oder Zeile versucht haben, auf gütlichein Aw �ncm Aw zu einigen, oder glauben die Herren, wenn sie«Torisch zu sechsmonatlichen Aussperrung drohen, daß das der czimmig ei ist? Wenn wir einmal 6 Monat zuin Fasten«�Mr Teller so wollen»vir auch aushalten. Redner forderte n«xy»d Stowt auf, den Kopf hoch zu halten, dann ist in kürzet oRit einem unser.(Bravo.) Außerdem betheiligten sich noch m Welches die Weise an der Diskussion die Kollegen Schiller, Wetzende die und Thatc und waren alle der festen Zuversicht, r-'B, Bewegung ein sehr günstiger sei, da die Fabrikanten � lgung m. Manipulationen gebrauchen, um die alten nterzeuhn, Arbeit zu bekomme»». Folgende Resolution des KolWttmer, W« wurde einstimmig angenoinmen.„Die am 24..ipjff mte. Dte müllers Salon tagende öffentliche Versammlmg Hins Schraubenbranche beschäftigten Arbeiter und Ar«'«Pef» an ihren Forderungen in der Erkenntniß, daß �»ib.m sn k Hochhaltuna der Organisation handelt, unbedwist C?' I f klärt jeder Einzelne, daß er nicht die Erklärung dsr Ach frage s in Bereff des Ausscheidens aus der Vereinigung Ein Antrag das Geld, welches wir noch« r,. nonimene Resolution jedem Fabrikanten zu unlil? fii stimmig angenoinmen. Hierauf schloß der Vorßi ca. 600 Personen besuchte Versammlung der ist die der jjjßßffentli ■'•"�ch keiner internationale Arbeiterbewegung. Eine Uersanrmlung der Arbeiter.. Hchu-ai ,kopff fand an» Donnerstag, den 17.'AM � i deutschen Brauerei statt. Lange vor Eröffnung der �» war das Lokal überfüllt, es mochten von den 16(0 Fabrik wohl an 1260 im Saale Platz �gefund� �. anderen hatten sich im Galten ausgestellt,--cu, � iHntaeaeukm stand:„Wie Verhalten sich die Arbeiter zun. lM'4 Ö|nß, ................................. Fritz Kr. ger nicht erschienen war. hatte Herr fom übernommen, derselbe legte rn uderzengender Weife Schi dieses Tages klar und sprach den Wunsch»u-, � � Arbeiter obiger Firma in Zukunft mehr an �"»urgct Ko aung betheiligen möchten, als dies bisher M»rbnung di In der stattfindenden Diskussion waren es besondn-��h���. Messerknecht und die Jngenietire Leide und Link. der den 4 beitcr aufforderten, sich doch nicht verführen zu laft�fcon der A diesem Tage»vie immer die Arbeit auszunehinen u�jz'chiedene A der Jnteimationalen Arbeiterbewegung betheiligen. I>erei»s-Vei lrättigen Schlußwort des Referenten gelangte(�'.erledigt: erc welche den 1. Mai als Feiertag betrachtet wissen n>Mnt>eiide V< Mehrheit zur Annahme. Nachdem noch eine KoinunZulr Zufrie mar,»velche diesen Beschließ der Fabrikleitung nnl�Mliig. Riill« sich die Versammlung inr Fall einer Maßregelung der. Die j Mitglieder mit diesen solidarisch erklärt hatte, Main 16. A sanunlung um 1 Uhr Nachts. �lung mit Eine Dersniirmlung der Arbeiter der flViertel-Ja! Iilliu« piirtsch faiid am 22. April bei Ivel, VWtuzungsw statt. Zum ersten Punkt der Tagesordnung: Wi« j üms Dasei Aroeiier der Fabrik zum 1. Mai? legte der Kolle? vertretende die Bedeutung dieses Tages in eingehender Weise w viedergelea in der Diskussion mehrere Redner sich gegen das Fdlbericht. A Tage ausgesprochen hatten, gelangte mit groM»waren zu Resolution zur Annahme, in welcher der 1. März erklärt wurde, und»vurde eine Konimission von�Dw Revis« beauftragt, dieses dem Chef der Firma Mltzut�ertheur.�s Berichterstattung des vom�3. bis 11. April in�' �R der Bauarbeiter und veri» olidaritä alzepnrt, fundcuen Kongresses genossen... Als Vertreter der Hilfsarbeiter waren die Krüger und Will» Schmidt aus Berlin Schmidt hatte das Referat zur Berichterstattunk. Nachdem der Vorsitzende mitgetheilt, daß Kollege, erscheinen verhindert ist, erhält Ltollege Schw. � Die Ausführungen decken sich mit dem des i 16, d.M. bei Joel, Andreasstr. 21, stattgefundenen j Ganz besonders wird zur Festhaltung der am l-� den Demonstratio» hingewiesen, d a auf dem � gehender Beschluß gefaßt wurde. Die traurigen 3*1 über ganz Deutschland wurden ganz besonders« die städtischen Kommuncarbeiter die am schlech», j! on,»velcl es Sonn gt, da d ruber c «rächen, onntags tauopur beilen. achmittc ausdien rb eitei ne rege nnte U .te sich rzuug) intheilu ch eine ündlge r deftl ei genug organisirt sind, um cnergisch Front zu machen L, machtdesKapitals. AnderDisttlsston betheiligteni>?.�. Fisch eder, Günther u. Schmidt; sämmtliche A« Beschlüsse des Kongesses.- Herr Günther°,!i... VV|, au;, für das Organ des Arbeiters geiiügend ews.�.ii�würde.> Wichtigkeit zur Feier des 1. Mai wird von s'M�Äct die hervorgehoben. Folgende Resolution wurde � nominell:„Die heute in der Reischach'sche» � öffentliche Versammlung der gewerblichen Hym- D(ii trotz aller gegentheiliger Beschlüsse der Fraktion- internationalen Feiertag hochzuhalten." Um 1 jfl Vorsitzende mit einem dreifachen Hoch aus d»e» nationale Zlrdeiterschaft die Versanimlung._ gss Eine Norsmutnlung der AUvemeinon Mk» «grsellschaft tagte am 21. d. M. in der Norvd � Trotzdem nur den Arbeitern der Fabrik der Zm ach war der geräumige Saal überfüllt, auch liche Meister und Obermeister eingefunden, die Versammlung eröffnet worden»var, wurden o Zedier und Machatzky einstimmig in das®lltfldge ersten Punkt der Tagesordnung:„In welcher 7? zum 1. Mai Stellug nehmen"? sprach zunawl� Derselbe führte in kurzer ttefsender Weise aus,. ms wegung für den 1. Mri entwickelt habe und i" ledoch ni ans Herz, den Feiertag aller Feiertage wutM�ist K nommen nisirte und ausgeklärte Arbeiter angemessener � Kollege Pietsch verbreitete sich in längeren e» ff�akchn über die Vortheile des Achtstundeiitages,» grost« werde, die Produktion oft in unheiinliai gyt j 2«» dehnen und dadurch bei eintretenden � tU j). ute' industrielle Reservearmee oft sehr bedeuten* Er legte den Kollegen»varm ans Herz, mit Verkürzung der Arbeitszeit einzutreten, um I~. losen, welche man heute gern mit dem Nmm' chiuet fa ollten m che» St« es Aber ause ko mdige reuden abrikra ch mit mn sei Arbeiter »in and .ehe».! endtrm in Com als »as :aU\ § t)0 'ser-r cntsi'ül tut WWWWZ�'PEW o�Wn Sinne des P�riser Arbeiterkongresses eine'Demonsttation e Gunsten des cichtstündigen �Arbeitstages dadurch � int«e'4egehen. daß wir die Arbeit am I.Mai ruhen lasen, und beauf- er zl�xagen wir, diesem Beschluß durch eine� Komnnsslon von secz- --„ryu"" uxeieni«eicqiup durch eine Komnnssion von sechs osort Mitgliedern der Direktion aus möglichst schnellem Wege zu unter- igsbc'Areiten. Die Kommission mußte aber, da jede Abtheilung ver- ht hobMten sein sollte, auf neun Mitglieder erhöht werden. Gewählt tunt�urden die Kollegen Unger, Engel, Am. Schundt,� Schierke, „«m~-x.'' m"Hietsch, Wege Vstem Wendler, Hütter, Leonhardt und Hornickel. Mit TSniT"Ntrage, sich mit den Kommisstonsmitgliedern soli- lle frisch zu erklären, erklärte sich die Versammlung ein- °5;Zumntg einverstanden, �ine Resolution, den Ueberschuß 11 Tellersammlung den Wittwen der Kollegen Vernyardt ' M sin', �twnbirick zu überweisen, wurde einstimniig angenommen. � A, cin5!n ösch aus die internationale Arbeiterbewegung, in )\ v ie Versammlung brausend einstimmte, schloß der Vor- Motzende die Versammlung. - wohl dadurch als Retter der Firma Siemens und ung Da�'e hinsiellen wollen, habe ich zu erwidern, daß ich die von angeführten Grunde vollständig aufrecht erhalte; da aber 6 C*'"(C obengenannten Zerren min«a ni~s.z~f.i~::. viiw-t"""uciuyaeuer ist dies auch nicht wahr? Daß ich die Vers ammlung m) - öffentliche aiigemeldet habe, das kann von diesen Herren mir > fomor' I ,,..... 7..... W?? WU» vuuu WUU uicjeu S/ »«m.«'och keiner beweisen, ebensowenig hatten dieselben ein Recht dazu, l. zän einem Orte, den ich hier nicht näher benennen will, die Aus- .A n Änderung zu erlassen, daß der Eintritt nur mit Fabrlkkarte ge- x,,,i pittet sei und wer gab denselben das Stecht, sich so brutal zu ch rr«nehmen? Daß die Firmainhaber ihren Arbeitern lnbuman an ll'ntgegenlommeu, hat wohl noch Niemand behauptet. nS.3 Dan dp."{ßafov««W»...— Oa a'i.j"i*.- j.......»-""x,»—/—........——..... zitn« Z. Dap den, Referenten der Eintritt, als er sich nicht legiti eis«>15�» ko�te, veriveigert wurde, ist zugegeben. Ob Arbeiter von eife'rist.''~ iuuiuc, � zngcgrvrii.«jo mrveirer von aus, � unI> Walcker tarnen, rann ich nicht behaupten, da der..Ie'ni1' f?,lue'«ohl aber wurden Charlotten' Oer-----.»vvyv WVVL JVUiütli der � F",.�"�e>viesen. Hätten wir auf die Tages- d« BMWgenmg(iueäSechseoWses gefetzt. f..... -• x Minung die Verla, Igeruug eines Sechserkäses gesetzt, so hätten wir »"Unbedingt den Schlosser Goß als gte,erenten angefetzt, ob er aber ike, si�ber den Achtstmldentag rejeriren kann, soll dahingestellt bleiben. on der Wahrheitsliebe des letztgenaniiten Herrn sind wohl ver- biedene Arbeiter""bt..... S. m ——------• v* V v* i W v L I_— a' e> fchiedene Arbeiter Nicht mehr im Zweisel. Beweis: Konsum- �reins-Versammlungen. Da ich hiermit dw Aiigelcgeiiheit für lledlgl erachte, so muß ich aus die jedenfalls in Tivoli siatt- ndeiide Versammlung am Soniiabend hmwelsen, in welcher dann mr Zuftiedenheit obige Sache geregelt werden kann. Ergebenfi «lug. Tlliller. gbs'f Die Frei« Vereinigung der Aanodiener Kerlin« hielt . M" am 13. April bei Feuerfteins»ine ordentliche Generalversamm- er "üt folgender" Tagesordnung ab: 1. Miltheilungen und »Viertel-Jahrsbericht. 2. Aufnahme neuer Mitglieder und Er- z gauzungswahl. 3. Vortraa des k>errn Dr. Min--?i?r Kal»n. � rt�ül■• �—.riJ--- v_— ZJ.- f- W-*1 — /-jfvij vv»»." 1,"SCT5JTCWJ| Iv,_.ö_-—1---—.---/--"T'", toll« vertretende Vorsitzende mit, daß der erste Schristsührer sein Amt ise ch niedergelegt hat. Hieraus verlas der Kassirer den Viertel-�ahre- i Fei« bericht. Als Einnahme vom 1. Januar bis 31. Marz lb90 .ger � waren zu verzeichnen 93 M. 95 Pf., Ausgabe vom k. Januar bis n.mtgl. März 1890 55 M. 5u Pf., Besiand demnach 88 M. 45 P,. „on i?,Die Revisoren bestätigten dieses. Dem Kassirer wurde Decharge l-uth�ertheitt. Hierauf wurde zur Wahl geschritten. Geivählt wuroe ° ials 1. Echriftführer C. Glashagen, als zweiter Schriftführers ,am i. wcntruTichtet ls. Gtasyagen, als zweiter Schriftführer .«fssA. ick; zu Revisoren die Herren Keslinke, Jahns und Wirgin. Hier- s.,Aichanf hielt Herr Dr. VrunoWiUe seine» beisalligausgc»om»iene>iVor- »u ö�trag. Nam diesem verlas der Vornbende ie ein K-tn-eibe» n-e e-nvln»- �»»%v|vi»»vii vvi|uuiyuujyciiyimiTciu;H�oui'j .trag. Na«) diesem verlas der Vorsitzende je ein Schreiben der Karton- vrbeiter und Ntöbelpolirer, welche sich im Streik befinde» und an das Lolidaritätsgefuhl der Hausdiener appelliren. Beide wurden jlikzeptirt, indem Sammellisten ausgelegt wurden. Hieraus wurde roch der Streik der lliollkutscher besprochen, für welche rege spmpachie vorhanden war. Es wurde beschlossen, dieselben aus mlle nur mögliche Art und Weise zu unterstützen. Eine Siesolu- *icn, welche dahin ging, nur m den Geschästeil zu lausen, welche iks Sonntags um 12 Uhr ihr Geschäft schließen, wurde zuritckge� legt, da die Versammlung nicht mehr in dem Maße besucht war. darüber abstunnien zu lasse». Einige Siedner, welche hierzu .rächen, betouten, daß die Hausdiener schon 1884 für die ganze onntagsruhe eingetreten seien und auch letzt noch aus demselben äanopunkte stehen; denn wenn die Hnusdieuer bis Mittag tbeiten, nuissen dieselben auch noch Pallete zu Kunden und an, achmittag Pallete zur Post schleppen. Es würden also die ausdiener, wenn solche Beschlusfe durchkomme», den ganzen ioniuttag arbeiten müssen wie bisher. Mit einem drelsall)en wch aus die Freie Vereinigung wurde die Versammlung ge hkoi'en. -— t y«--.**!| v«» v»*»»-W-■-jj/—" r' nne regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Punkt 1, Vortrag onnte Umstände halber nicht erledigt werden. Alsdann besclmf- tigle steh die Versammlung mit der in Aussicht genommenen Ver- kürzung der Arbeitszeit und welche Stellung der Verein in der Emtheilung der Mittagspause nehmen wird. Hierüber entspann sich eine längere Debatte. Einige Kollegen empfahlen eine zwei- Kündige Mittagspause mit der Motivirung, daß in Anbetracht der desteheuben Gesellschaftsordnung es sich nicht empfehlen würde, eine halbe Stunde Mittagspause einzuführen. Man muß kiov �___, �'-r.'.<< tlipv Ka Jixl«»Wigepauie enizusuyr clni,--»m! Betracht ziehen, welchen es wohl seh out-n m,/"- ��t.öc',.n)el,Ii,'ie hvlter einander 8 Stunden arbeiten mmimm — h en. empfehlen wiederholt eine halb mit »dige Mittagspause. jie'r Arbeiter müßte es»>" reuden begrüßen, ivenn er Nachmittag 4Va Uhr den dunstigen .abrikraum verlassen kann. Nicht nur. daß der Familienvater lch mit der Bildung seiner Kinder beschäftigt,„ein, er ist auch .an» selbst in der Lage, sich geistig zu bilden, es wird dem !lrbe,ter dadurch«ine längere Ruhepause gegeben und er kann tin anderen Morgen mit gesammelten Kräften an die Arbeit ichen. Was das Familienleben anbetrifft, so braucht hier kerne tenderung einzutreten. Es haben sogar Aerzte behauptet, daß Ji Sommer das Mittagbrot Nachmittags 5 Uhr viel gesunder . als in der heißen Mittagszeit. Ein fester Beschluß wurde -za"xB-ooch nicht gefaßt. Alsdann wurden 13 neue Mitglieder ausge- fucis' M�men. 6 Kollegen erhielten Kranlenunterstützung. 'IH»VMVVVi»<»vvt v«-.»>» f ..„ Kollegen erhielten Krankenunterstützung. S» Arbeiter der Ludwig Löwe schrn Gewehr» und - asch,uenfabrik waren am Mtttivoch Abend äußerst zahlreich )>n großen Saale des Etablissement Buggenhagen, ain Moritzplatz, ,>a»,melt, um den Bericht der Kommission bezüglich des 1. Mai jlU I z o f i—- X-____ e_. e. L. f__—~-.....— V—■— Z.. u Unterredung mit der Direktion in wenigeit Minuten beendet ge- wesen sei. Herr Direktor Kühne habe erwidert, der 1. Mai sei doch kein Feiertag und es gehe diesen. Tage schon ein Feier- tag, der Bußtag, vorauf. Es sei ihm auch gar nicht klar, warum man gerade an diesem Tage nicht arbeiten wolle. Von Seiten der Kommission sei der Herr Direktor nun auf die Bedeutung dieses Tages mit der Bemerkung hingewiesen worden, daß dessen Feier von den Arbeitern einmuthig beschlossen worden sei und die Kommission nur die Ausgabe habe, der Direktion hiervon Kenntniß zu geben. Es würden sich also wohl wenig Arbeiter am 1. Mai zur Beschäftigung einfinden, doch wäre die Gesammt- heit der Arbeiter sicher nicht abgeneigt, am Bußtage zu arbeiten. Hiervon habe die Direktion aber nichts ivissen wollen, iveil der Bußtag ein staatlich eingesetzter Feiertag sei. Schließ- lich habe man an die Bestimmungen der Fabrikordnung erinnert, nach welchen für das unentschuldigte Fehlen an Tagen, die einem Feiertage folgen, 3 M. Strafe gezahlt werden müssen. Die Kom- Mission habe nun noch bemerkt, daß die Feiernden sich gemäß der Fabrikordnung entschuldigen würden,»vorauf die Unterredung be- endet gewesen sei. Redner konstatirte unter Zustimmung der Ver- sanimlung, daß in der Fabrik schon vielfach an Sonn- und Feier- tagen, sogar am Charfreitag gearbeitet worden sei, so daß es auf- fallend erscheine, warum gerade jetzt so peinlich an der Feier des Bußtages festgehalten werden solle. Die Herren Müller und Wille bestätigten die Ausführungen des Vorredners..Herr W egener fügte noch hinzu, daß Herr Kühne gesagt habe:„Der Betrieb steht nicht, es wird gearbeitet und wer fehlt, hat sich nach der Fabrikordnung zu richten." Hinsichtlich der Ablehnung, am Bußtage arbeiten zu lassen, sei hervor zu heben, daß man sich zu anderen Zeiten weniger streng um die staatlich eingesetzten Feiertage gekümmert habe. So sei 1884 am Charfreitag, 1888 am Sonntag vor Weihnachten und 1889 am Palmsonntag gearbeitet ivorden. 1888 habe man denen, die ain Sonntag ohne Entschuldigung fehlten, sogar 3 M. als Strafe abgezogen. Zu beachten sei noch, daß unter den ca. 8000 Arbeitern der Fabrik sich viele Ausländer resp. Deutsche befänden, während der Bußtag doch nur für Preußen eingesetzt sei. Um den Androhungen der "abrikordnung zu begegnen, werde es sich empfehlen, eine Massen- ntschuldigung vorzunehmen, man werde Listen anlegen und diese mit den Name» der Kollegen, die feiern wollen, den Meistern überreichen. In allen Gewerkschaften und in allen Fabriken Berlins sei der 1. Mai zum Feiertag erhoben worden, eine Aus- „ahme hätten nur die„'Aristokraten" bei der Firma Siemens u. Halske gemacht(Rufe: Pfui!), auf den Standpunkt dieser Leute dürfe man sich nicht stellen: wir wollen eben Arbeiter sein und bleiben.(Beifall.) Herr S t o b s a ck ermahnte, an dem Beschluß estzuhalten, wie es sich Männern gezieme. In der Fabrik be- chäftige man Arbeiter verschiedener Branchen, in deren Organi- ätionen schon längst der Feier des 1. Mai zugestimmt worden ei. Die Former würden sich nach ihrer Bereinigung richten und infolge dessen nicht zur Arbeit erscheinen, bei anderen Kollegen werde es ebenso sein und eS wäre zu wünschen. daß alle Arbeiter diesem Beispiel Folge leisteten.(Beifall.) Hiermit>var die Berichterstattung beendet. In der fol- genden Diskusston wurde von einigen Rednern bezweifelt, oaß die Mehrheit dem Beschlüsse folgen werde, alle Anderen sprachen sich mit Entschiedenheit für die'Ausrechterhaltung desselben aus. Herr Lorenz wies darauf hin, daß bei einheitlichem Borgehen keine Maßregelungen stattfinden könnten. Falls solche dennoch eintreten sollten, so werde man einmal die Plätze wechseln, die aus der einen Fabrik Hinausgeworfenen würden die Stellen der aus der anderen Exmittirten einnehmen. Ohne Arbeitskrä>te könne man nicht auskommen.(Beifall.) Herr Vorreiter machte nochmals daraus aufmerksam, daß"die Former und Schleifer so wie so geschlossen vorgehen würden. Hoffentlich werde der 1. Mai ebenso ausfallen, wie die Wahl zum Arbeiter- rath, bei der von den gesammten Arbeitern der Fabrik nur 80 gestimmt hätten.(Beifall.) Hierauf wurde folgende Resolution einstimniig rn, genommen: Die heute im Vuggenhagen'schen Lokale tagende Ver- sammlung von Arbeitern der L. Löive'schen Fabrik erklärt, den am 13. d. M. im Lokale Sanssouci gefaßten Bcschtuft ausrecht erhalten zu wollen und verpflichten sich die An- roesenden. Mann für Mann den i. Mai als Feiertag zu betrachten, sowie im Falle einer Maßregelung die Betroffenen materiell und moralisch zu uiiterflützen. Sollten sich ein- zelne Kollegen von diesem Feiertag ausschließen, so wurde die Versammlung diese scharf im Auge behalten, und sie, falls ihnen auch einmal eine Maßregelung widerfahren sollte, an ihr bewiesenes Solidaritätsaefühl erinnern. Ferner wurde beschlossen, in den Sälen Listen zu dem eben bemerkten Zweck zirkuliren zn lassen. Den streikenden Brauer- gehilfen, welche brieflich um moralische Unterstützung baten, soll diese von Seiten der Löwe'scheu Arbeiter zu Theil werden. Die Versammlung schloß mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Arbeiterbeivegung. Eine grolie öffentliche Uersiunmluug der Metallarbeiter aller Branchen fand am 21. April im Konzerthause, Kottbuserstr 4a., statt. Es mochten wohl 2000 Personen anwesend sein. Nachdem die Herren Hartinann, Friedrich Warnecke und Litfin in das Bureau gewählt waren, führte zum 1. Punkt der Tagesordnung:„Wie stellen sich die Metallardeiter Berlins zum Kongreß in Weimar"? der Siesereut, Alwin Gerisch, aus, daß die Stellung der Metallarbeiter zu dieser Frage heute eine wesentlich andere sein mußte, als dies im vergangenen Jahre der Fall war. Heute, wo in Berlin eine starke Organisation der Metaliarbeiter vorhanden sei, können auch die Berliner Kollegen nicht fehlen, eS sei allerdings zn bedauern, daß auch die einzelnen Branchen Spezial- kongresse einbernsen haben. Es würde sich daher empfehlen, den Delegirten cm Doppelmandat zu ertheilen. Wenn heute eine jede Branche sich von dem großen Ganzen abzweigen und sich als solche allein zentralisiren wolle und dazu ein eigenes Organ gründe, so sei dies eine Zersplitterung der Kräfte, welchem Be gmnen entgegen getreten werden müsse. In unserer heutigen Pro duktionsiveise, wo alles daraus gerichtet sei, möglichst Alles in einer Fabrik zu produzire», müssen auch die Jnlereffen und Ziele der Arbeiter möglichst gemeinsame sein. In den Momenten der Roth kommt man und ruft nach Verbindung, während man vorher Sonderinteressen verfolge. Im Prinzip wären wohl alle Arbeiter für eine starke Zentralorganisation. Unter den ob- ivallenden Umständen enipfehle es sich aber, Lokalorganisationen, weiche alle Branchen eines Bernfes umfassen, zu gründen und auszubauen, um auf diesem Wege wenigstens die allzu krasse» Schäden und Mißstände ausrotten zu können. Es empfehle sich daher, den Kongreß möglichst zahlreich zu beschicken, da dort ein- mal eingehend die Frage», welche alle Metallarbeiter in- teressiren, berathe» werden sollen. Nach einer äußerst lebhaslen Diskussion, an welcher sich die Kollegen Gombert, Pirch, Röder, Körsten, Hartmann, Bredow, Fahren- wald, Litftn, Warnecke, Wegner und Mumedey betheiligten, treter der Berliner Metallarbeiter gewählt. Da zum„Ber- chiedenen" nichts Wichtiges vorlag, schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch auf die internationale Arbeiter- bewegnng um 1 Uhr Nachts. Die ordentliche Generalversantmlnng de« Veveiit« jnv Michrnng der Interrffen der KerlinerKnopfarbeiter tagte am Dienstag, den 22. April bei Bolzmann, Andreasstr. 23, mit folgender Tagesordnung: 1. Vierteljährliche Abrechnung. 2. Abrechnung vom Stistungsfest. 3. Der Streik bei Röhll. 4. Verschiedenes. Zum ersten Punkt der Tagesordnung stellt sich die Einnahme im ersten Vierteljahr auf 840,70 M., die Ausgabe auf 404,30 M., Bestand von 1889 384,40 M., bleibt jetzt ein Be- stand von 180,86 M. Nachdem nun auch der ziveite Punkt der Tagesordnung erledigt war und die Revisoren den Bericht als richtig anerkannten, wurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Zum dritten Punkt der Tagesordnung,„der Streik bei Liöhll referirte der Vorsitzende. Derselbe äußerte sich folgender- maßen: Nachdem der Streik nun zirka 13 Wochen anhält, war es unsere Pflicht, daß wir uns die Frage vorlegten, können wir den Streik noch länger aufrecht erhalten oder nicht; als Antwort könne darauf nur gegeben werden nein, denn I. wird der Fabrikant, nachdem von den 114 Streikenden 18 zu Streikbrechern geworden, nicht mehr nachgeben; 2. sindaus anderen Fabriken ebenfalls 14 zu Streikbrechern geworden; 8. sind jetzt nur noch im Ausstande 17 Kollegen; 4. fehlt eS an Geld. Die letzten Wochen sind nur 3 resp. 4 Mark für die Verheiratheten, für die Ünverheirathen die Hülste an Unterstützung gezahlt morden. Ist dieser Streik nun auch nicht siegreich für die Arbeiter beendet worden, so kann der Fabrikant ebenfalls nicht von einen, Siege seinerseits sprechen, denn es wird noch lange dauern, eher derselbe wieder so tüchtige Kräfte erhält, wie vordem; ein Anlernen von Arbeitern gehe wohl mit der Zeil zu machen, aber gerade beim Fraisen läßt sich das so leicht nicht machen und Fraiser hat derselbe bis jetzt nur. 5, darunter 2 von den Streikenden. Ist dieser Streik nun auch beendet, so werden die Berliner Knopfarbeiter dort noch immer keine Arbeit nehmen, nicht eher, als wie jener Revers zurückgezogen ist, nachdem die Arbeiter jener Fabrik keinem Fachverein angehören dürfen und wurde auch ein dementsprechender Antrag eingebracht und angenommen. Der Vorsitzende kam nun zum Schluß auf die Frage: Was lernen wir aus diesem Streik? Antwort: Daß wir uns fester organisiren und dafür sorgen, daß wir später bei ähnlichen Fällen nicht ohne Geldniitttel in den Kampf ziehen, denn dieser Streik ist daran gescheitert, daß der Kommislion von Anfang bis Ende die Hände gebunden waren, weil das Geld fehlte. Es wird also nöthig sein, daß wir uns einen Streikfonds anschaffen; das Wie und Wenn wird in einer der nächsten Versammlungen auf die Tagesordnung gesetzt werden. Sämmtliche nachfolgenden Redner äußerten sich in ähnlichem Sinne und plädirten dafür, in den Knops- fabriken die Sammlungen fortznsctzen, damit die im Ausstand Befind- lichen noch unterstützt werden können. Unter Verschiedenem legte der erste Schriftführer sein Amt nieder, weil er letzt, wo er wieder aus Tischlerei arbeitet und dabei zu bleiben gedenkt, aus dem Verein ausscheiden muß, um dem Fachverein der Tischler bei�u- treten. Nachdem noch einige weniger wichtige Punkte erledigt waren, wurde noch beschlossen, am 1. Mai nicht selbst eine Ver- sammlung abzuhalten, sondern sich einer größeren Gewerkschaft, vielleicht den Drechslern, anzuschließen. Schluß 11% Uhr. Die streikenden Kchnhmachrr hielten gestern(Donnerstag) Vonnittag im Konzerthause Sanssouci eine öffentliche Versamm- limg ab behufs Entgegennahme des Berichtes der Lohnlommisston über den gegenwärtigen Stand des Streiks. Die Versammlnng war von etwa 1800 Theilnehmern besucht, den Vorsitz führten die Herren K I i n g e r und Christensen, während der Vorsitzende der Lohnlommisston, Herr Süßmeier, den Bericht erstattete. Derselbe beleuchtete in längeren Ausführungen die allgemeine Lage der Schuhmachergesellen, die Berechtigung der gestellten Forderungen nachweisend und die Schwierigkeit einer Lohn- bewegung im Schuhmachergewerbe infolge der eiaenarttgen Ar- beitsverhälttiisse nicht verkennend. Die Arbeitseinflelluna sei ja im großen Maßstabe erfolgt, jedoch hätte ein Theil der Kollegen der ergaiigonen Warnungen nicht geachtet und se, mit Arbeitgebern Komproniiffe eingegangen, hätten sich mit einem prozeumalen Lohnzuschläge begnügt. Aufgabe der Lohnbewegung sei aber Lohnerhöhung, sondern die Durch- gelangte folgende Resolution mit großer Mehrheit zur Annahme „Die heute, den 21. April, in Sanssouci tagende öffentliche Ver- sammlung sämmtlicher Nietallardeiter erklärt sich in Anbetracht unserer wirthschastlichen Entwicklung im Prinzip nur für einen allgemeinen Metallarbeiter-Kongreß, beschließt aber, da von den verschiedenen Vertrauensleuten Spezial-Kongreffe einberufen sind, ihren Delegirten auch ein Mandat für dieienigen Branchen- Kongresse, welcher der betreffende Delegirte angehört, auszustellen, wenn sich dieselbeu mit dem allgemeinen Kongreß zu derselben Zeit an den, selben Orte befinden. Zur Frage der Or- ganisatio» erklärt sich die heutige Versammlung im Prinzip wohl für Zentralisation, in Anbettacht unserer politischen und wirthschastlichen Lage beschließen d,e Berliner Metallarbeiter nur für Lokalorganisationen, in welchen alle Branchen der Metallarbeiter vereinigt sind, einzutreten. Zum 3. Punkt der Tagesordnung:„Wahl der Delegirten" werden die Kollegen Hartmann, Gerisch, klein, Unger und Gombert als Ver nicht eine derartige geringe führung der gestellten Forderungen, noiiieiuuu;®rr kürzung. der Arbeitszeit und Beseitigung der Eo��arbe�D,e Werkstätten, welche bewilligt haben, sind bereits veröffmlllcht worden. Doch sc, dies nur ein kleiner Theil der Arbeitgeverschast. Die Lage der Schuhmachergesellen sei aber eine dermalen ttuunge, i x i•.. rt\ i......— v auC.x l otri4vofa*» 1 1 1 0 Ifllli daß unbedingt eine Verbesserung derselben eintreten müsse und hierfür einzutreten erheische das eigenste Interesse der Gesellen. Pflicht derselben sei es daher, geschloffen zusammenzuhalten snr die gestellten Forderungen. Nur durch Einigkeit sei etwas zu erreichen. Der Geist der Kollegenschast sei ein guter und er- mahnte Jleserent, diesen guten Geist nicht fahren zu lassen und die Organisation nicht zu vergessen. Die folgenden Redner pflichteten dem Referenten voll und ganz bei, hervorhebend, daß die Schuhmachergesellen nur verlangten, sich satt z» essen und sich einigermaßen anständig zu kleiden. Im Laufe de« Vormittags seien noch eine Steche von Bewilligungen eingelaufen, die Situation sei daher durchaus keine schlechte. Es liege nur an dem festen Zusammenhalten der Kollegenschast, um die Forderungen voll und ganz zur Durchführung zu bringen und den Streik siegreich zu beenden. Diejenigen Kollegen, welche den Lohnkampf aufgenommen haben, seien auch gesonnen, auszuharren, bis zur glücklichen Beendigung des Ausstandes. Der Vorsitzende, Herr Kling er, nahm seinerseits ebenfalls Gelegenheit, die ge- stellten Forderungen eingehend zu begründen und darauf zu ver- weise», daß angesichts der herrschenden Verhältnisse ein festes Zu- sammei, stehen der Kollegen dringend am Platze sei. Die Arbeiter hätten durchaus kein Interesse daran, irgend welche Rücksicht zu nehmen auf das Kleinmeisterthum und dessen Existenz noch verlängern zu Helsen durch billige Arbeitslöhne und lange Arbeitszeit. Die Verkürzung, der Arbeitszeit sei eine Hauptforderung auch für die Schuhmacher- gesellen. Emen dringenden Appell richtete der Siedner auch an die Friedrichstädttsche» Kollegen, dieselben ermahnend� nicht sahnen- flüchtig zu werden. Dem Vernehmen nach soll am Freitag Abend eine Versammlung der Friedrichstädter Arbeitgeber stattsinden, deren Beschlüsse den Arbeitern am Sonnabend bekannt gegeben , verden sollen. An diese richtete daher Redner die dringende Auf- forderuiig, fest zusammen zu halten, wie auch an die übrige Kollegenschast, nicht wankelmüthig zu werden und sich nicht von den Klemnieistern durch ihr Gejaunner, sie könirten die Forde- runaen der Gesellen nicht bewilligen, bethören zu lassen, sondern für die strikte Durchführung der gestellten Forderungeii einzlitreten. Wenn dies in fester und geschlossener Weise geschehe, dann würde auch der Erfolg nicht ausbleiben. Der lebhafte Beifall, welcher den verschiedenen Siednern gezollt wurde, bewies zurGenüge dieUebercin- stimmung der Versammlung mitden Anflchten und Ausführungen der Redner, welche namentlich auch H< ,-v-x• r-' X-MSI m SS-. X• amburg als nacha!)menswertt)es Beispiel anführten, woselbst die Schuhmacher durch einniüthiges Zusammenhalten bedeutende Errungenschaften erzielt hätten und daraus verwiesen, daß nur durch eine feste Orgauisatiou die er- zielten Errungenschaften aufrecht erhalten werden könnten. Auch alle diejenigen Kollegen, welche sich bis jetzt noch nicht an der Lohnbewegung betherligt haben, wurden ernstlich ermahnt, überall da, wo der Tarif nicht bewilligt worden sei, die Arbeit einzu- stellen, noch sei es Zeit! Diese Kollegen in geeig»eler Weise auf- zuklären über ihr eigenes Interesse wurde allen zur Pflicht gemacht. Stach langen Verhandlungen gelangte folgende Stesolution cin- stinnnig zur Annahme:„Die heute in Sanssouci tagende öffentliche Versammlung der streikenden Schuhmacher beschließt: den Lohn- kämpf so lange aufrecht zu erhalten, bis die Forderungen bewilligt sind. Sollten die Arbeitgeber nicht bewilligen, so vexpslichte>i. sich die Arbeitenden, so weit es im Bereiche der Möglichkeit liegt, Berlin zu verlassen." Ferner beschloß die Versammlung: Jede Werkstatt wühlt unter sich 2—8 Delegirte, welche zugleich Lohn- Ueberwachnngs-Kommission sind. 2. Jede Werkst., it hat mindeste-, s olle 14 Tage Zusammenkiinste abzuhalten behufs gegenseitiger 3. Falls Maßregelungen vorkommen, ist sofort Besprechung. gemeinsam die gemeinsam die Arbeit niederzulegen und der Lohnkomnussion sofort Anzeige zu erstatte» zur Veranlassung des Weiteren. Die' führung dieser Resolution soll nach'Beendigung des Stretts�er- folgen. Tie Versammlung schloß mit einem dreifachen Hoch auf die Berliner Schuhmachervewegung. Kmchhflilng. In dem Bericht des Fachvereins der Tischler vom 23. April über die Versammlung vom 17. April bei Joel, helpt es:„Ein Streik-Unterstütznngsgesuch der Parqnetbodenleger wird mit Uebergang zur Tagesordnuilg erledigt." Es handelte IL? ,0S�ct ,'n? Mittheilung des Herrn Schmitz nicht um eine Streilunterftüynng. sondern blos um die Unterbreitung des Lohn- tarifs der Parqnetbodenleger. . Uristrttser. In der hier am Sonntag, den 20. d. M. statt- gefundenen öffentlichen Tischlerversammlung für Wcißensee und Umgegend wurden die Herren Hampel als erster, Gürtler als zweiter Vorsitzender und Neinke als Schriftführer gewählt. Auf der Tagesordnung stand: 1. Vortrag des Kollegen Emil Schade über die bevorstehenden Streiks im Tischlergcmcrbe. 2. Tis- kuspon. 3. Verschiedenes. Bevor zur Tagesordnung übergcgan- gen wurde, nahm der Vorsttzende Herr Hampel Gelegenheit, der Bcaräbnißseier des an der Pröletarierkrankhcit verstorbenen Kollegen Franz Scholz zu erwähne» und fordert die Versa», m- lung auf, sein Andenken durch Erheben von den Sitzen zu ehren, welcher Aufforderung die Versammelten Folge leisteten. So- dann erhielt der Referent zu seinem Vortrage das Wort. Er führte in längerer Rede aus, daß wohl nie, so wie in diesem Jahre die Bewegung unter den Arbeitern sich Bahn gebrochen Neberall sehen ivir, durch den Drang der wirthschastlichen Verhältnisse, die Arbeiter herantreten, um ei» Mehr<'",r'k™ Thatigkeit zu fordern. Im vorigen Jahre hielt man in den von taufenden von Personen besuchten Versammlungen die Zeit nicht für gekommen, in eine Lohnbeweguiig einzutreten. Die Zahl der Mitglieder des Fachvereins der Tischler für Berlin und Um- gcgend sei von 1500 auf 7000 gestiegen; Jeder fühle den Drang, daß etwas gethan werden müsse, um die Verhältnisse erträglich zu gestalten. Vor einiger Zeit habe eine Versammlung staltge- sundeii, in der mehrere Tausend Tischler den Beschluß gefaßt haben, nicht eher in die Lohnbewegung einzu- treten, bis mindestens 10 000 Tischler organisirt seien. Ten Arbeitgebern wäre es angenehn, gewesen, ivenn die Gesellen in diesem Frühjahr in die Lohnbewegung eingetreten wären; wir wollen aber nicht, wenn es den Kapitalisten gefällt. Daß über kurz oder lang eine Lohnbeivegung stattfindet steht fest, die Zeit könne man noch nicht bestimmen. Die 5tollegen der umliegenven Ortschaften befinde» sich in derselben üblen Lage wie die Berliner Kollegen und ist die Lage der letzteren als Maßstab zu be- trachten; die umliegenden Ortschaften müssen mit Berlin Hand in Hand gehen. Redner mahnt zur festen Organisation, damit nicht wieder die indifferenten Kollegen zu Streikbrechern werden und somit die Lage verschlechtern helfen. Man habe dem Fachverein den Vorwurf aemacht, daß er zu lau sei, eine Bewegung zu unterstütze». Wir iverdcn nicht eher in enie Beivegung eintreten, bevor wir nicht eine feste Organisation geschaffen haben; er legt die Vortheile einer Organisation klar unv erwähnt des Flugblattes der Jnnungsvorstände, welches an alle Meister gesandt ivorben sei, in dem aufgefordert wird, alle diejenigen, welche am I 1. Mai feiern, zu entlassen. Dem gegenüber hätten schon einige! Meister erkürt, daß die Beschlüsse für sie nicht bindend sein können, sie wollen denn doch lieber ihre alten Gesellen behalten. Viele Ortschaften um Verlin haben sich dem Verein angeschloffen, wie z. B. Charlottenburg, deren Mitglicderzahl sich von 300 aus 2000 erhöht habe, und ermahnt die Kollegen von Weißensee, daß auch sie sich dem Vereine anschließen und hier eine Filiale er- richten; Redner ermahnt, daß sich die gleichgiltigen Arbeiter die Zippelmütze von den Ohren herunterziehen sollen, sie müssen sich dessen bewußt werden, daß nur durch eine stramme Organisation der Achtstundentag herbeizuführen sei, die Losung müsse sein: Ein Wort ein Mann. Ferner kritisirt 'Redner das Vorgehen der Herrschenden bezüglich des 1. Mai. Jedes Mitglied einer festen Organisation müsse es unter seiner Würde hallen, mit solchen Elementen zu verkehren, welche geneigt seien, Konflikte mit den öffentlichen Geivalten anzuzetteln. Wollen Sie in den Lohnkampf eintreten, schloß Redner seinen Vortrag, so schließen Sie sich dem Fachverein der Tischler Berlins und Umgegend an, denn ohne eine feste Organisation sind unsere For- derungen nicht zur Durchführung zu bringen. Es äußerten sich noch einige Redner iin Sinne des Referenten und wurden folgende Resolutionen angenommen: 1. Die heutige Versammlung erklärt sich mit dem Referenten einver- standen, nämlich daß nur eine starke Organisation eine Lohnbe-vegung siegreich durchführen kann; sie erkennt die Beschlüsse des Fachvereins der Tischler Berlins und Umgegend vom 18. März d. I. als die richtigen an und macht dieselben zu den ihrigen. Es verpflichtet sich ein jeder Einzelne, so weit ihm Gelegenheit nicht gegeben, sich dem deutschen Tischlerverband an- zuschließen, sich ohne weiteres dein Fachverein der Tischler anzu- schließen. 2. Die öffentliche Tischlerversammlung von Weißensee beschließt, den 1. Mai und den Bußtag als Feiertage zu be- trachte» und die Arbeit ruhen zu lassen. Ferner wurde der An- trag angenommen: Falls ein Ueberschuß der heutigen Teller- sammlung rorhanden ist, denselben den streikenden Kartonarbeitern zu überweisen. Mit einen: dreifachen Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung schloß der Vorsitzende die Versammlung. Charlotteuburg. Am Sonntag, den 20. April, tagte im Salon„Bismarclhöhe" eine öffentliche Versammlung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter unter Vorsitz des Herrn R ö t t g e r. Zum ersten Punkt der Tages- ordnung erstattete der Delegirte Otto Rennthalcr Bericht vom Kongreß, in welchem er zum Schluß die Arbeiter Charlottenburgs aufsorderle, sich eine Organisation zu gründen, welche mitarbeitet zum Wohle der gesanmiren Arbeiterschaft. Lebhafter Beifall lohnte den Redner. In der Diskussion sprach zunächst Stein ....... sich im Sinne des Delegirten aus und krilisirte im Werteren die Finna Gcnscn u. Cie. Nachdem noch die Herren Marasas, Kollow, Breffel im Sinne der Vorredner gesprochen, gelangte folgende Resolution zur einstimrnigen Annahme:„Die he-lte in Charlottenburg tagende Versammlung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter erklärt sich mit dem Berichterstatter voll und ganz einverstanden und verspricht mit allen ihr zu Ge- böte stehenden Mitteln danach zu streben, die Beschlüsse des Kongresses hoch zu halten und zu Helsen, dieselben zur Durch- führung zu bringen. Es wurde dann eine gemischte Kommission zur Gründung des Vereins ans den Herren Namokel, Dnioch, Krüger, Staroske, Röltgcr gewählt. Nachdem noch aufgefordert war, recht rege für den neuzugründenden Verein zu agitiren, schloß der Vorsitzende mit einen: dreifachen Hoch auf die deutsche Arbeiterbewegung die Versammlung. Schmied« Serliu» und Uingegenb. Troße öffentliche Freitag, den W. April er., Abends 8 Uhr, in Z-mt-r S« Ta>ie-ord»ung::. Die Bedeutung des I.Mai. Neleruil i. Dislufston. 3. Sudgiltig-r Beschlub zur Delegtrlenn>ah>> z. Verschtedenes. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen»t>" jeden Kollegen, ,u erscheinen., p«« Ari>->t»»achniei» der Filitch»harbeit»r befindet strafie so bei Kuhlmey. Die Adreffenausgabe findet jeden 9 Uhr und Sonntags 9— n Uhr Vormittags, sowohl an r Nichrmitglieder mientaeldlich statt. I \h\ 9 ajuiuigueoec uuciugtioiuv uuu....... Koii»ldein»I>rntisch«r itft-»nd yiokutirlilub , Luchverein der Lederarbeiter.'Sonnabend, den -- W straße ISO: Tanzkrünzchen. BilletS(Herren so, Damen 2r Jt-K standsmtlgltedern sowie im unenlgeltlichen Arbettsnaih- Orantenplay. Montag, den 28. April: Generalversammlung- bertchl, BereinSangelegenheiten, Verschtedenes. «grohe öffentliche persauiniinng sammtlicher MetaUl«! am 2°. April.''_" «roste öffentliche Urrlammtnng aller IN Huchbtts»'� wandten Betrieben beschafligler Arbeiter am Freitag, den('IU( tflplif Sonntag, den 27. April, Vormittags u Uhr, im Saale dff.VANtagsw J(» Bcrlinerstraße 130. Tagesordnung: l. Regelung des Vera- Empfangnahme der Quiitungsbücher. S. Verschiedenes. Lese» und piobutirbinb..Morgenroth". Sthung Liebenwalderslr. 20 bei Scholz. Gaste durch Mitglieder etNgn tritt. Gleichzeiiig Annahmestelle für gelesene ArbeilerbliNer. (Eingl Krr« DstteyHetr. (Wolff» Telegraphen-Kureit»-) Hamburg, 24. April. Infolge Verbots der dürfen am I.Mai er. während der Arbeitszeit kemrv liingen überhaupt und während des ganzen Tages liche Versainmlnngen stattfinden.,. �. pariv. 24. April. Ten Abendblättern zustM In schn Paris, 24. Apni. Den Avenovlarrern-U» Streik der Arbeiter der Hüttenwerke Comentry ai'A praktisch zur Zeit haben 1300 Schmiede die Arbeit eingfl1 weiteren Meldungen aus Cherbourg erfolgte der M�,„ zur Zeit haben weiteren Meldungen aus i>yerbourg e�oigw v'iJü*t«rf>nv«v an Bord des Tan:pfers„Reqinn" durch eine EffchlUeibarei! Kessels. Bon den hierbei verwundeten 8 Mann I>er auch gestorben.»fehlen u: Diese Q. ein unter VviefkAZten dev Nedak�tzen der- Bei Anfragen bitten wir die AbonnementS-Quiiiung beizufül� Ig. Bek Antwort wird nicht«rtheilt. J(gchjpcir W. Hl. Wegen des Rabattes wenden Sie sich(%,.a leger, Herren Wörlein u. Ko., Nürnberg, Weitznerstt-V'. Köhler', Hntmacher, Ueudamm. Wegen dakalen; listen wenden Sie sich unter Einsendung de« P�Her einen Expcditton des Hamburger„Echo", Gr. Theaterstt- �WstjjchxZ Für die Zusendung des„Achtstundentag"— Midit< «... noch 10 Pf. Porto. Jaen©täi ■ den Grosse öffentliche Versammlung der Lohgerber und Lederzurichier,"BD sowie aller in dieser Kranche brschästigten Arbeiter am Sonnabend, den 26. Avril, Abends 8»/s Uhr, bei Bötzow, vor dem Prenzlauer Thor. Tagesordnung: 1. Der Achtstundentag und die Feier am I.Mai. Referent: Herr Schade. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Erscheine» Aller ist Ehrensache. 1270 Der Einberufet*: A. Schwark. Große öfentL Bmer-VersmiillW am Freitag, den 25. d. M., Abends S'/a Uhr, im großen Saale des„Böhmischen Brauhauses", Landsberger Allee Nr. 11—13. Tagesordnung: 1. Berichterstattung über..»sere Lohnbewegung. Referent: Kollege Conrad. 2. Freie Diskussion. 3. Verschiedenes, Gäste haben Zutritt. Um recht rege Betheiligung ersucht 1274 Oer Einberufer. Große öffentliche Versammlung Immili# iii i)fii Zilkstrichlkeil Mriallnellstraße 31-3E) besAstigten Arbeiter imi) Arbeiterillilen am Freitag, den 25. April, Abends 8»/: Uhr, in Renz' Salon, Naunynstr. 27. Tages-Ordnung: 1272 1. Die Arbeiterbewegung und der 1. Mai. Referent: W. Schmidt. 2. Diskussion. 3. Wie stellen sich die Arbeiter und Arbeiterim.ei. dazu? 4. Ber- schiedenes. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht in der Ber- sammlung zu erscheinen. Zur Deckung der Unlosten findet TeUersamml.mg statt. Oer Einberufer. Große öffentliche Versammlung statt. Seiscnjickr nni) Vtrufsgekossell Berlins v. ttingegenb am Sonntag, den 27. April, Vormittags 10'/- Uhr, in Gratweii's Bierhallen, Kommandantenstr. 78—79. Tagesordnung: 1. Wie verhalten wir uns zu dem 1. Mai? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Ter Wichtigkeit der Tage->ordnu»g wegen ist es Pflicht eines jeden in der Seifenbranche Beschäftigten, in dieser Versammlung zu erschel.ien. Gäste nillionlinen. Näheres Säulenanschlag. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tkllersammlung statt. 1278 Der Einberufer. Gr. öffentliche Versammlung bkr Vergolbtt imi) Btrgolbcrinne» am Montag, den 28. April, Abends 8 Uhr, in Feuerstein'« großem Saal, Alte Jakobstr. 75. Tagesordming: 1. Unsere Stellung zum 1. Mai. Ref. W. Werner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen werden die Kollegen ersucht, für weiteste Verbciliing Sorge zu tragen. 1277 Der Einberufer. H. Fries. Nieder-Schönhausen. Uhr, im Restaurant Grossjean, Sonntag, den 27. d. M., Nachm. Lindenstraße 25, große öffentliche Berslüilmlulig kt Bau- uiiii Mrblchn Warbeiter. Tagesordnung: 1. Bericht vom Kongreß zu Hannover. 2. Grün- dun� eines Vereins der Bau- und geiverblichen Hilfsarbeiter. 3. D.skussimu 4. erschiedeiies � � � Arbeiterversammlung die erste ist, welche im Amts- bezirk Pankow stattfindet, so wird um recht zahlreiches Erscheinen gebeten. Enttee nach Belieben. Ernst Barisch, Pankow. Grosse IfersammSuncg MKUtmrbeltMMlUl.-Arbelttt' Heute, Freitag, Avenda 7V- Uhr. i» der„Königsbank", Große Franlifurterstraße 117. Tagesordnung: 1.(Wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Achtung 1 Der Streik dauert fort! Arbeiter u»d Arbeite- rinne» l Ueberau muß die Arbeit ruhe», nur noch kurze Zeit und der Sieg ist«nfer l Liiten sind abzugeben im Stteikbureau, Andreasstraße SO de. Holzmann. Achtung E Rohrleger! Die Delegirten sänunllicher Werk- stätten werden hiermit dringend auf- gefordert, an» Sonntag in der Ver- sammlung des Fachvcreins zu erscheinen, wegen wichtiger Angelegenheiten. 1280 Ren httttn Znterejsenkll zur gejiibigell Nchrilßt! Da die Protokolle vom deutschen Wirker- Kongreß»nd Textilarbeiter- Telegirtentag fertig gesiellt sind, empfehlen wir solche den geehrten Jnteressente» zur Anschaffung. Preis 20 Pf. Wiedcroerkäufcrn Rabatt. Wir ersuchen, Bestellungen umgehend an Herrn Karl Haupt, Apolda (Sachsen-Weimar), Schuldergstrahe 11, gelangen zu lassen. Die Kongresskommission. Croße sWttilhe Beffumiuliulg ber Hausbleiier. Freitag, den 25.'April, Abends 8»/- Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobsttaße Nr. 75. I. Tagesordnung: 1. Tie Sonntagsruhe in nnsercni Be- ruf. Ref.: Kollege Oswald Graner. 2. Der am 8. Juni stattfindende Kongreß aller nichtgewerblichen Arbeiter, event. Wahl von Delegirten. 3. Diskussion. 1299 4. Ersatzwahl zur Preßkommission„Die Einigkeit". 5. Verschiedenes. Der Einberufer: H. Pinzer. Das Arbeitsnachweisbureau des Verbandes der Vergolder, Goldleistenarbeiter nnd Berufs- genossen(Filiale Berlin) befindet sich Schillingstrasse 30a und findet die Adrenenausgabe für Mitglieder und NichtMitglieder unentgeltlich statt, und zwar von jetzt ab den ganzen Tag bis 9 Uhr Abends. Die Mitglieder sind verpflichtet, nur den Ardeitsnach- weis zu benutzen. 1292 CeM-Amkell-u-BegMid- Kasse her Tnttler iL Verussgeu. G. H. 04... am Sonnabend, den 26. April, Abends 8V- Uhr, Heydrich's Salon, Beuthstraße 22. I. Saupt-Mitgliederversnmmlnng. Tagesordnung: 1. Kassenbericht pro 1. Quartal. 2. Ersatzwahl eines Beisitzers. 3. Bericht und Verlesung des Pro- tokolls der außerordentlichen Ge- neralversainnilung. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung halber bittet um recht zahlreichen Besuch 1291 Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung de» Flichverms i>er Kerumcher nah aeMhtea Beniffpofca Kerlino und Umgegend. Sonnabend, den 26. April, bei Gnadt, Brnmienstraße Nr. 38 a. Tagesordnung: 1. Wie verhalten wir uns zum I. Mai? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 1286 Der Vorstand. 100 PiWeien, junge graue, tadellos und zahm von Ul. lo.— an, grüne, sprechende und zahm von SO Mark an bis Sonntag zu verkaufen Georgenstraße|tr. LI. Retzolk's Hotel. Wilh. Bandermann aus Hamburg. 1298 Meine Knchbinderei befindet sich Gräfestraße 93 1 und bitte ich alle für mich bestimmten Arbeite« dorthin oder nach meiner Wohnung, Oranien- straße 10 IV, zu senden. K. Janlszewski. Angnststt. 50a, im Keller. DanksagunO1.- «aom unD; erun Vereinen und Genossen lymmtm � reichen Beweise ihrer Th�den. S der Beerdigung sagt ihr«5engen Km Arbeiter- Lesezimmer; s�tglieder z werkschafts-Örgane IM. Es feie dem Scl teppdeH � "" SScvb Fabr� von i Emil LefWK Fleisch p.Ct Berlin, Oranienw'_ue|prejje Größte Auswahl! S�Mumenter «« I 7,50 Mark. Einzeln' Die Al Decken 3 �. fevautcu ZUnstrirte Ureiehst'j gi b Von bei Stoufun Empfehle allen QlWj es r l-kkn Verkauf von Bildern männer. Besonders j,. Sinnsprüche. Neu: Beb Pendant 37: 51 cm hoch- nach auswärts brieflich�,,, k�ruck«erb- � r �..Zr Wrangelsttaße 32, Soeben erschien Zum 1. p i i Antonsir Jer ml>M. J«! fNnt und. inöbl. Ziw� jttJSU, Lfeilstr. mobl. jeu, von 2 Herren u.©chlafst'" �p'.&tcii Ein 1279 Ueddin. �L-�chenswürd m m E llem gut» für d Bixdorf, Prinz 50—70 Thlr. Arbeiti Geldspindenbaner, 0*' 1266 O. fallen sch er Hutn Bouthe. Hutin l 'var außi ihn 1 Korbmacher n«] verl. Knoblauch, A'hu cnn Hof, Keller. �---<�eter schwa ------ 1300 Belleaü Verantwortlicher Redakteur: Gurt Kaakr in Berlin. Druck und Verlag von Mao Kading in Berlin SW., Beuthstraße i.