'tNchei er's «ifirent lenwabl negen if" berufet M, »SS ZzW t«! tr. 97. Somialirud, i»r» 36. April 1890. 7. Jahrg. Hrgan für die Interessen der Arbeiter. iUetnUsf». 'chbin»'� Das„Berliner Volksblatt" bin•(eiut täglich Morgens auger nach Sonn- und Festlagen. Abonnciuenlspreis für Berlin frei 9.»; ,v.... r: ji o o/-w ci�\...»....... if: jf., iz-vcnx...*__ V Jl___ i f t r»r> o\c fc.i___.f..- Ql... r(11 C den > Nird°rr>� Haus vlerleljahrilch 3.30 Mark, monatlich 1.10 Mark, wöchentlich 28 Pf. Einzelne Nummer 5 Pf. >->1- def r�■- z SJetW 'aiftnno®?'* Krrülband. täglich durch die" Expedition, für Deutschland und Ocstevrcich-IIttgarn ä Mark, für das übrige Ausland ti Marl: pro Monat. lblüNr»' m mtags- Nummer mit dem..Sonntags-Blatt" 10 Pf. Postabonnement 3.30 Marl pro Quartal. (Eingetragen in der PoftzeitungSpreiSliste für 1890 untcr Nr. 802, V. Nachtrag.) iV.*•*•< r v'" rr.'. c r?\.. f*. v.«». Ti___.l. IT..___ .. I n s e r t i o« s g e b ü h r belrag! lnr die S gespaltene Petitzcile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und Verfammlungs- Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin 8\V., Beulbstrafie 3, sowie von allen Anuoncen-Bnreaur. ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen, bis 1 Uhr Mittags und von 3-7 Uhr RachinittagS, an Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Normiltags geöffnet. -» Fernsprecher: Amt VI. Zlr. 4106.-- r. -au.) lAZ ages NedKkkion: VoukhÜveiTe S.— Expedition: VentMentze 3« Ein »"iraktislyer VorPHlsg. zufolge � In schweizerischen Blättern lasen wir kürzlich von cy_ an.� praktischen Einrichtungen, die die organisirte Arbeiter- /'"der in mehreren Städten geschaffen und oie ivir ihres eine �Mittelbaren Vortheils und der leichten Durchführbarkeit Nana i�ier auch den deutschen Arbeitern zur Nachahmung 'fehlen möchten. j Diese Einrichtungen betreffen den Bezug von Lebens- �elii unter günstigeren Bedingungen und führen zudem do™ tzen der Konsumvereine mit Vermeidung ihrer Nach- i beijul�le. Bekanntlich sind in den meisten größeren Orten .. nA i Schweiz alle in der Gemeinde vorhandenen Gemerk- Unerstt- Grütli- und anderweitige Arbeitervereine zu einem ege» duralen Verbände zusammengeschlossen, der als ?eZ PMer einen Zentralpunkt bildet und ein rasches und ■terstr. jj�itliches Handeln der organisirten Arbeiter er- glicht. Diese lokalen Verbände haben nun in gen Städten, so in St. Gallen und Winterthur, . den verschiedensten Geschäftsleuten dauernde '��uiid eferungsverträge abgeschlossen, nach welchen d Vat-chl Mitgliedern der Organisation die Waaren zu einem nossen stimmten Prozentsatze unter dem Tagespreise abgegeben irer T�rden. Solche Verträge find abgeschlossen worden mit igt ihr chliichteni, Bäckern und Milchlieferanten. Von den � juttm oder aus den öffentlichen Waldungen werden �— �ßere Holzeinkäufe gemacht; im Herbste werden größere Sierhagen Kartoffeln w. eingekauft und diese Dinge an die s«; � Mitglieder zum Selbstkostenpreise, aber gegen Baar, abge- ' Äen. mkfurt� Es seien hier einige Bestimmungen aus dem Vertrage dem Schlächter mitgetheilt. „Der Lieferant ist verpflichtet, den Mitgliedern des ,k ilen Verbandes(der Organisation) gegen Vorweisung abr'M von demselben ausgestellten Büchleins die sämmt- .fitfpen Fleischwaaren in guter Qualität und guteni Gewicht ,lf| 10 pCt. unter dem(St. Galler, Winterthurer zc.) �'�..»Hespreise zu verabfolgen und dabei die Wünsche der �..�Mtsmnenten hinsichtlich der Wahl des Fleischstückes best- n>, gc>l>�Azlichst zu berücksichtigen. inzewe� Die Abgabe des Fleisches geschieht gegen Baar; dem ÄiiW��ten steht es jedoch frei, zu kreditiren. '\j0ä Von der Preisermäßigung von 10 pCt. kommen 7 pCt. Konsumenten und 3 pCt. der Kasse des Verbandes Aenoß�. fund es werden die respektiven Prozentbeträge je nach ikl- 00' � �ueS Monats baar ausbezahlt. sämmtlichen Fleischwaarenbezüge sind in das von flllPB.yi lokalen Verbände ausgestellte Büchlein einzutragen, rn bCW| hL,-- d-A Xcuittcfoii. [19 l. P# Sch0'"/btUsen, durch eine Delegation der Gewerkschaften eine Petition zu Gunsten des Achtstundentages bei der Kammer einzureichen. Diese Petitton wird nicht von einzelnen Arbeitern, sondern von den verschiedenen Gewerkschaften, Korporativgrnppeii und sonstigen Arbeiterorganisationen unterzeichnet. Bereits sind viele Unterschriften eingegangen. Die Pariser Gewerkschaften haben außerdem in leiner zahlreich besuchten Versammlung be- schloffen, zwei Manifeste an die'Arbeiter zu erlanen. Das eine davon soll angeschlagen, das andere in den Straßen, Werk- statten ic. vertheilt werde». Ferner beabsichtigen dieselben, die Exekutivkommission der Arbeitsbörse aufzu,oroern, am 1. Mai ihre Bureaus zu schließen und Abends eine große Versammlung zu veranstalten. Es ist zehn gegen eins zu wette», daß die Exekutivlommission der Aufforderung nicht Folge leisten wird, denn diese ist durchaus possibilistisch. Die Bourgeoispresse verfolgt alle auf den 1. Mai bezüglichen Vorgänge und Beschlüsse der'Arbeiterwelt des In- und'Auslandes mit reg u er Spannung. Nur schlecht kann sie ihren Zlerger ver- hehlen, daß es in der deutschen Partei nicht anläßlich der Mani- festationsfrage zu einer Spaltung aeloinmen, die sie in Unkenntniß des Charakters der Sozialdemokratie einen Augenblick erhofft hatte. die Konfektiousabtheilung zu geleiten. Dabei hatte er noch den Kummer, zu sehen, wie Robiueau an Madame Boutearel eine starke Partie Seide verkaufte. Ganz ent- schieden, er hat keine feine Nase mehr, sagte er sich; er wird kaum vier Franks zusammenbringen. Und unter der äußeren Liebenswürdigkeit seiner Manieren ward er von der Wuth des Mannes verzehrt, der sich von den Anderen ausgeplün- dert sieht.$ — Im ersten Stock, meine Damen, sagte er, noch immer lächelnd. Es war nicht so leicht zur Treppe zu gelangen. Unter den Galerien gab es eine dicht gedrängte Niasse von Köpfen, die sich bis in die Mitte der Halle erstreckte. Eine Schlacht des Handels hatte sich entwickelt; die Verkäufer hatten diese iveibtiche Menge m ihrer' Gewalt und reichten sich dieje Käuferinnen einander zu. Die Stunde für die Nachmittags- arbeit war gekommen, da die überheizte Maschine den Tanz der Känserinnen regelt und ihnen das Geld aus dem Leibe zieht. Insbesondere in der Seiden-Abtheilung schien der Wahnsinn in der Luft zu liegen: das Paris-Bonheur hatte eine solche Masse in Bewegung gesetzt, daß Hntin mehrere Minuten keinen Schritt vorwärts thun konnte; und Henriette, atheyilos, schier erdrückt von dieser Menge, erhob die Blicke und sah Wtouret ans der Höhe der Treppe, von wo er seinen Triumph überblicken konnte. Sie lächelte, in der Hoffnung, daß er herabkommen werde, ihr durch die Menge Bahn zubrechen. Allein er bemerkte sie nicht inmitten der Menge; er war noch in Gesellschaft Vallagnose's, war damit beschäs- tigt, diesem mit strahlender Miene das Haus zu zeigen. Die innere Bewegung erstickte das jetzt von außen kommende Getöse; mau hörte weder das Rollen der Fiaker, noch das Zuschlagen der Wagenthüren mehr; das Gebrause dieses großen Ausverkaufes ließ nichts Anderes mehr aufkommen als die Empfindung von der Unermeßlichkeit dieses Paris, das stets Käuferinnen lieferii wird. Das wirre Getöse im Magazin stieg immer höher, sich zusammensetzend aus ver- schiedenartigen Geräuschen, ans dem ununterbrochenen Ge- trappet, den nämlichen, an den Pulten hundertmal wiederholten Phrasen, von dem Klingen des Goldes aus den Kassetischen, polmitsto Meber angels an finden, Hai iese Gerücht' > Folgende -ur Gründm WWW die Üonaten bei ragender Katholiken aus allen Theilen des Landes um über die Hallung der Zentrunispartei bei den r tagswahlen zu berathen. Hier hat Nacks beantn» Wahlen keine eigenen Kandidaten auszustellen, sor Freisinnigen zusammenzugehen. Die Versammlung, hessischen Zentrumsabgeordneten mit Ausnahme elu*. beiwohnten, hat indessen mit allen Stimmen gegen i» Racks beschlossen, eigene Kandidaten aufzustellen. später hat Racke, statt sich diesem Beschlüsse zu unter Austritt aus der Zentrumsfraktion erklärt. Infolge ein Theil seiner bisherigen Wahlmänner ihn nicht wie da die betreffenden nicht von einem Manne, der J Zentrumsfraktion steht, vertreten sein wollen. Tie Gesinnungsgenossen Rackes und auch mehr links gen? man demgegenüber, daß bereits 1387 bei den RewK 3 Zentrumsabgeordnete verdrängt wurden, weil Iie i, waren, die schlesischen Grafen v. Strachwitz, v. Nayy, ule hat mm ckerbaugeräi Bereit rankhei ichter be Die we> e aus Ma n bannen ilde leben ittel und und er, we> d Holläiidl rte gesehei u t t e r e st o r b e n ! ä ck e und und Henckel v. DonnerLmarck, und bei den diesjährig�"Z ä r g e n. ''""' cht. v. Landsberg-Steinfurt aus demp"� Solche der H westfälische u.v------------_ so tritt die Bedeutung des Vorganges klar zu meren Elemente nach beiden Seiten(Herr Nacks ist j schrieben, vei kratisch angehaucht) beginnen sich abzusondern W'J Wer win gestoßen. Kommt diese Bewegung erst mehr m SM fügt die %%%#'■«- gange als Zeichen des engeren Zusammenschlüsse- os» sagen, i sehen zu sollen,' hält diese aber doch für bedenklich... lMlonisteu" sie nur natürlich. Mit der Forträumung �eij0 S| Streitigkeiten fehlt das gemeinsame Band mente, wie sich in der Zentrunispartei bergen, anderfallen ist erklärlich. Ein Theil wird sich auf Hl( ihrer agrarischen Gesinnungsgenossen schlagen, os'. links. Die Wählermassen, die bisher aus religiösen Partei blind gefolgt sind, werden sich nach der einen Seite zu entscheiden haben. Fürst Kismarär hat die Oberleitung der.... Nachrichten nunmehr auch vor der Oeffentlichken» Die„Hamb. Nachr." veröffentlichen an der Spitze nachstehende Erktärung:„Die freisinnige Presse beirrt durch unser neuliches klares und unzweibeuni den Anschein zu erwecken, als ob Fürst Amand Gebnrtst ttnigsbericl ier Demokr m o k r a t. ärevolutioi te er zum ich bald r :ie und i soziation. agreß von itaudelomr ng des 6 Reichslanzler durch die„Hamb. Nachr." Schwierig. h zu dessen lasse. Dem gegeniwer konstatiren wir, daß uns s ,amd- und M''iv den OiUttifcb ausaedrückt bat. fiett von vielmehr den Wunsch ausgedrückt hat, Herr von'�Jßpfahl Gm wegen seiner persönlichen Eigenschaften hoch schütze,� u s a n n e Charakler und der Schwierigkeit seiner Ausgabe entz üb, " bei Fi#, Bcttr Rucksicht behandelt werben. Er, Caprivi befreundet und wünsche es zu bleiben." In der am 24. d.M. unttt seh jönndesrntlj.:yn oer am u. UN. uiiM»'. Vizepräsidenten deS Staatsministeriums. Staatssekr-»�oiimag) v Dr. v. Bötticher abgeyalteuen Plenarsitzung erthell» Pe»rauer, rath dem vom Abgeordneten Dr. Windthorsi bei�impser» beg eingebrachten, von letzterem angenommenen Entib�x>n auswärt setzes, betreffend die Aushebung des Geseyes übet twsmieUci, dk der unbelugten Ausübung von Kirchenämlern vom sjpauilschwei, dem Entwurf eines Vertrages mit der AkliengcselllcMi�_�m jjP Osiasrika-Linie" zu Hamburg über die CinrichtiMg,. trieb einer regelmäßigen deutschen Postdampser-P-s ivelogei Ostafrika, dem Slnlrage des Reichekanzlers, vetteWarpinachrn änderung des Posttarifs, und dein Uecercinkoill soeben einen Deutschland und den NiederlaiiDen zum©eipuMs in die zi weiblicher Personen, die Zusllmmung. Die VorlaSvhellt aus di die Einsuhr lebender Schafe aus Oesterrelch-Ungar» Veutschen Ze zu Znchtzmeckeii, und ein Antrag auf ErniachttgiiNg«.chruiigen u liehen Verfolgung wegen Beleidigung des Bund yu ch nngen erstere dein Ausschuß für Handel und Verkehr, l'sü' ahlik, keine! schuß für Jnstizwesen zur Vorberathung überwiesen. 3 MimarÄ Der 1. Mai wird auch in Buenos �tzt unter I feiert werden. Wie wir aus dem dort �..gen. Wei! „Vorwärts", einem trefflich redigirten Organ �währt, Mb demokratie, ersehen, ist ein Ausschuß gebildet, Feier in würdiger Weise zu organisiren#,« Volksversammlung, die aus den 80, März a»� 0i0Uie 0emi sollte das Nähere festgesetzt werden. klärte am 9 Zur Mavnmtg für An sn-anderungsln� lcstbmckri"ri letzten Nummer des„Vorwärts" von Bu en� acht, Belg finden wir nachstehende Notiz: bete „AusdemMartyrilogium der®»»cht vorgele; Von der Estaneia(der Farm) Curamalan lA.lNlUneten Moi ein gewisser Juan Sewell der„Prensa"(Ps-H-oriagen ma Brief: Da ich gehört, daß sich auf dem Landgut-Anwesenheit von dem Flaschenzuge, der ununterbrochen die P"' Mit hat ans zum Versandt» Dienst hinunterbeförderte, große Op feinen Staube, der sich da entwickelte, versciP� ch gezroung Alles in einander; man erkannte die Grenzen£ yV, Abtheilungen nicht mehr; die Psaidlerei L. schwemmt; die Weißwaaren-Abtheitung weitriy,,, durch eine Ecke des Glasdaches ein SonnenM�� wie ein Schneeseld, in welchem ein riesiger S steckt; in der Handschuh-Abtheilung versperr. Masse von Hüten und Chignons die Au übrigen Theile des Magazins. Man sah »NN »sev Toiletten, nur die Frisuren schwammen obena statt. Che mn n Abgeord mit Federn und Bändern. Hutin bahnte«itrafgesetzbu sam einen Weg. Allein, �orb Mouret nicht mehr; dieser hatte sich, truu�'' — Links, meine Damen, sagte Hntm trotz seiiwr Erbitterung.«eulereien Oben wiederholte sich das Gedränge. ,4„m�pziger füllt, selbst die Mübel-AbtheUnng, die sonst d'-° i'ehabt. r._r...f. i.....__ rv.. v... c\r l i-f._____ � besuchte ivar. In den Abtheilungen für Arbeiter, t (TVlnfffip tmntmpf fp ocL rvnn bCl-. jlCl) Wäsche wimmelte es von Menschen. In der. ,,y lung trafen die Damen neue Bekanntes K�rrsammelb war da mit ihrer Tochter Blanche, beide in von Artikeln versunken, welche Teloche ihnen in beiiai von Artikeln versunken, welche Deloche ihnen'�olizei eu mußte Hntin, mit den Packeten beladen, �"en die Station machen. �er Geiste- - Sie machen Einkäufe?.,& der — O nein; wir sehen uns nur Einigt S'n1 Ä Geld bei sich hatte, als sie brauchte, um den Abzahlen, sich allerlei Spitzen aus den Karton» sie anzuschauen und zu befühlen. (Fortsetzung folgt.) reiten Mc hne Wide, «ziehentlic Verden sol schl ehr lol io« »> errn Mecks, bei Guamini, eine Anzahl.Familien infolge angels an Lebensmitteln und Obdach sich in grö&tem Elende finden, habe ich bei respektabeln Leuten mich erkundigt, ob iese Gerüchte Grund haben. Folgendes iit die Auskunft, die ich diesbezüglich erhalten: in* Gründung der Kolonie„Cochico" wurden dahin Familien eschickt, die ungefähr 200 Personen zählten. Seit einigen Ttonaten begannen die Kolonisten Erdwände zu errichten, in .-- mX daß man ihnen die zur Bedeckung und Fertig- nnmhGbllung ihrer Wohnungen nöthigcn Materialien gebe; aber bis des ß�ute hat man ihnen absolut nichts zukommen lassen, auch keine «Mckerbaugeräthe. antrajE Bereits sind S5 dieser Unglücklichen einer fondlchv°ukh e i t zum Opfer gefallen, bei der die Ge- dichter beim Sterben schwarz werden. Die wenigen Dagebliebenen sind die Kranken und jene, e aus Mangel an Energie und der nöthigen Mittel nicht n bannen gehen konnten. Da sie auf offenem Felde wie ild« leben und außer dem Fleische alle und jede Nahrungs- ittel und selbst der ärztlichen Hilfe entbehren, ist es kein under, wenn sie hinsterben. Diese Kolonisten sind Franzosen id Holländer. Welch' traurige Szenen hat man»n diesem rte gesehen! Ein Holländer sagte, ihm seien Vater, utter und sechs Geschwister hier weg- e st o r b e n! A n f a n g s h ü l l t e m a n d i e L e i ch e n r n iicke und es trugen sie einige Mann zur Bestattung weg. etzt bat man eineArt Schleifeoder Schlitten, m sie wegzuschaffen, aber kein Holz zu ä r g e n. (_ Solche Skandale dürfen nicht verheinckicht werden und ich der Herr Direktor wird sie, mit meinem Namen unter- ifchriebe», verüssentlichen. Juan Sewell. Wer wünscht hierzu noch einen Kommentar?! �WWÜgt die Redaktion des„Vorwärts" hinzu. Und wir glluMdekt'' die Thatsachcn sprechen laut genug. Wir wollen es s-tfr sagen, daß argentinische Agenten auch nach deutschen ,. uqolomsten' eifrigst angeln. . ��2 Amand Gorgg, der im Laufe dieses Monats seinen lo'. A Geburtstag feierte, ist nicht, wie aus verschiedenen ! �Htungsberichten geschlossen werden könnte, ein„bürger- jetiet Demokrat"; er ist ein echter und rechter Sozial- jz-tiiMm okrat. Schon 1849, wy er während der badischen i#*#«>>airevolution Mitglied der provisorischen Regierung war, igte er zum Sozialismus hin. Als Flüchtling überzeugte x sich bald von der Unzulänglichkeit der bürgerlichen Demo- teilVatie und wurde Mitglied der internationalen Arbeiter- ig«'jSdziation. Aus dem internationalen Arbeiter- sie v�rgreß von 1869— zu Basel— wirkte er eifrig für das iver�standekommen des bekannten Beschlusses, welcher die Er- uam.Jpung des Grund und Bodens zu Gemeiueigenthum fordert , 5 � dessen Vertheidigung die Liebknecht'sche Schrift„Zur ' �., weiselllls von dieser ein ähnliches Verbot ausgesprochen �.».'Mkrden. Der Staat ist also ivieder einmal zum so und fo wie anderivärts in Deutschland daS Sozialistengesetz noch in seinem letzten Stadium angewandt wird, einen merkivürdigen Eindruck. Vielleicht beabsichtigen unsere hochwohlvermögeuden Staatsweisen liur der Sozialdemokratie den Unterschied zwischen dem jetzigen Instand und dem kommenden in recht drastischer Leise zu Gemttthe zu führen. Uns ist zivar diese Taktik unverständlich, aber das liegt offenbar an uuserm beschränkten Untertyaneuverstaud, der einer tiefem oder wenn man will auch höhern Auffassung von der Kunst des Regierens unzugänglich ist. Dcrbotc» wird auf Grmid des Sozialistengesetzes durch de» hiesigen Polizeipräsidenten die Nichtperiodische Druckschrift: Sozialdemokratisches Liederbuch. Sammlung evolutionärer Gesänge. Zwölfte Auflage. London. German Printing and Publishing Co, 1889." Gestevreich Ungar». Wien. 24. April. Unter den hiesigen(ca. 8000) Gasarbeitern bereitet sich, wie das„K. K. Telegr.-Korresp.-Bnrean" meldet, eine Streikbewegung vor. Dieselben fordern achtstündige Arbeitszeit und eine 50 prozentige Lohnerhöhung, beschlossen jedoch heute die Nachtschicht noch auszunehmen. Auch die Gehilfen der Fleischselcher, der Huf- und Wagenschmiede beabsichtigen zu streiken. Wien, 25. April. Nach einem Telegramm des„K. K. Telegr.-Korresp.-Bnreau" aus Klagenfurt ist der Streik in Blei- derg und Kreuth seinem Ende nahe. Die'Arbeiter sind heute fast vollzählig angefahren.— In dem Ostrau-Karminer Kohlen- revier, soivie in den dortigen Jndustriewerken und Fabriken sind die Streiks beendet. Wien, 25. April. Die Waffenfabrik in Steyr und die Textilfabriken zu Brünn haben ihren Arbeitern den 1. Mai als Feiertag bewilligt. Etwa 10 000 Wiener Schuhmachergehilfen kündigten zum 1. Mai einen Streik an. Ihre Forderungen sind mäßig. Im Bnschtiehrader und Pilsen- Mieser Kohlenrevier formu- lirten die Bergleute ihre Forderungen. Der vom vorjährigen Kladnoer Streik wohlbekannte Arbeiterführer Ziegler benef zum nächsten Sonntag eine allgemeine Bergarbeiterver- sammlung ein. An diesem Tage wird somit im ganzen Revier nicht eingefahren werden.— Die Troppauer gewerblichen Genossenschaften verweigern den Arbeitern, den 1. Mai sreizu- geben. Die Arbeiterinnen der Neumann'fchen mecha- irischen Weberei in Friedek stellten die Arbeit ein, weil ihre Forderungen von Lohnaiifdesjerung und Arbeitskürzung nicht be- willigt wurden. i ... Male gerettet. Ist es wahr, was bis jetzt allseittg #»hne Widerspruch behauptet wird, daß aus die Verlängerung stziehentlich Erneuerung deS Sozialistengesetzes_ verzichtet verden soll, dann macht der Eiser, womit sowohl m Sachsen Eine lAufsedri» erregende Angelegenheit unterlag gestern in niehrstlindiger Verhandlung der Prüfung der 95. Abcheilung des Schöffengerichts unter dem Vorsitze des Amtsrichters Hellwig. Auf der Anklagebank befanden sich der beim städtischen Krankenhanse im Friedrichshain angestellte Leichendiener Gustav Lehmann, und dessen Ehefrau Hermine Lehmann, welche veschuldigt waren, unbefugt ein enTheileinerLeiche aus dem Gewahrsanl der dazu berechtigten ers onen weggenommen zu haben.(§ 367 des i- St.-G.) Wiederholt sind schon bei der Direktion des Kranken- Hauses Beschwerden darüber enigelausen, daß dort verstorbenen weiblichenPersonen unbefugter Weise die Zöpfe abgeschnitten worden seien, ote angesiellten Ermittelungen nach dem Thäter haben aber zu keinem Resultate geführt, weit die vctteffcnden Per, onen, welche Be- fchwerde führten, die daraus für sie entstehenden unverineidliche» Umstände fürchteten und von einer Verfolgung der Sache Ab- stand nahmen. So hat sich im vorigen Jahre eine Frau aus Weißensee bei der Direktion des Krankenhauses darüber beschwert. daß ihre daselbst verstorvene erwachsene Tochter ihrer langen Zopfe beraubt worden ift. Bon den beiden im Krankenhause an- gestellten Leichendienern hatte Lehmann die Waschmig und die Einfargung der Leiche zu besorgen gehabt und lenkte sich der Ber- dacht deshalb aus ihn. Er bestritt entschieden, der Thäter zu sein uno damals schlüpfte er durch, weil die Beschwerdeführerin Ipäter nicht zu ermitteln war. Als am Schlusio des vorigen Jahres aber wiederum eine derartige Anzeige einlief, ermahnte die Direktion des Krankenhauses die Beschwerdeführerin, die Sache mit aller Energie zu verfolgen und es ist denn auch gelungen, so- viel Belastungsmaterial zu beschaffen, daß gegen Lehmann und seine Ehefrau ovige Anklage erhoven werden konnte. Der That- bestand, wie er durch die Beweisaufnahme festgestellt wurde, ist folgender: Am 17. Dezember v. I. brachte die Wittwe Künzel ihre 19 jährig» Tochter in schwerkrankem Zustande nach dem Krankenhause. Schon am folgenden Morgen erhielt sie die Nach richt, daß oie Kranke verstorben sei. Sie begab sich nach derAn stall, um ibr todtes Kind zu sehen; uuißte sich aber unverrichteter Sacke wieder entsernen, da Lehmann ihr bedeutete, dap er ihr die Leiche erst am folgenden Tage zeigen dürfe. Frau Künzel wiederholte oen Besuch und wartete stundenlang im kalte» Vorraum zur Leichenhalle, ohne dajj Lehmann, oer ab und zu ging, Anstalten machte, sie zur Leiche ihrer Tochter zu führen. Als die Frau schließlich energisch auf Ersülluna ihres Wunsches drang, wurde Lehmann grob und erklärte rund heraus, er würde ihr die Leiche nicht zeigen uno wenn sie bis zum Abend wartete. Schließlich begnügte sich die bekümmerte Frau mit dem Versprechen, daß sie ihr Kind sehen solle, wenn die Einsargung vorgenommen ivorden sei. Frau Künzel hatte flehentlich gebeten, ihr doch zu aestatten, die Länge der Leiche mit einem Bindfaden zu messen, danut sie den Sarg darnach bestellen könne, Lehmann hatte ihr barsch erividert:„Ach was, die Leiche ist sechs Fuß lang" und erst auf wiederholtes Bitten der Fra» Künzel hatte er ihr den Bindfaden aus oer Hand gerissen, war allein in den Leichenraum aeaangen und hatte er ihr dann das Maß angegeben. Der Sarg wurde besorgt und nach dem Krankenhanse geschickt, am Sonn- abend Nachmittag erschien Frau Künzel wtederrnn mit einem Leickeinvagen, um die Leiche zivecks Beeroigung zu holen. Da vor ihr noch mehrere Tobte abgeholt wurden und die damit verbun- oenen Formalitäten einige Zeit in Anspruch nahmen, so war es schon Halbdunkel geworden, bevor Lehmann ihr den Zutritt zu der Kapelle gestattete, in welcher die Ber- storbene aufgebahrt lag. Frau Künzel umarmte die Leiche und hob den Kopf derselben empor, um»och einen letzten Kuß auf die Stirn zu drücken. Da stieß sie plötzlich einen lauten Schmerzens- ruf aus und vcsah ihre Hand, welche sie der Tobten unter den Kopf gelegt. Sie war voller kurzer Haare, man hatte der Tobten oie prachtvollen Zöpfe abgeschiiitten. Der Leichenkutscher und die zum Tragen der Leiche mitgekommenen Leute hörten, wie die betrübte Mutter in die Worte ausbrach:„Mein armes Kino, nicht einmal die Haare haben sie Dir ge- lassen!" Da der Kutscher zur Eile mahnte, wurde der Sarg geschlossen und hinausgetragen. Am folgenden Tage ging Frau künzel nach dem Direktionsbnreau und brachte ihr« Beschiverde vor. Sie erhielt den Bescheid, daß das Ab- schneiden der Haare nicht eine infolge der Krankheit vorge ndinmene Maßnahme des behandelnden Arztes gewesen sei, son- dern von unbefugter Hand ausgeführt sein inusie. Wieder war es Lehmann, der die Leiche vor und nach der Sektion gewaschen und dann die Einsargung vorgenommen hatte. Der Direktor orderte Frau Künzel ans, ihn zu begleiten, um Lehmann aufzu uchen. Sie trafen ihn im Garten. Als Lehmann die beiden Personen sich ihm nähern sah, wollte er sich entfernen, der Direktor rief ihm aber zu, zu bleiben und ließ Frau Künzel die Beschuldigung noch einmal wiederholen. mit Hartnäckigkeit, daß et von dein eben Lehmann erklärte Abschneiden der Zöpfe nichts wisse, obgleich er zu mußte, daß er die Leiche bedient. Der Direktor� förderte Frau Künzel mm auf, sich in's Bureau zu begeben, um sich von einein Beamten zu Protokoll vernehmen zu lasten. Dies wurde von dem Assistenten Weber ausgeführt und bei dieser Gelegenheit ermahnte auch der Genannte die Frau Künzel, die Sache nur nicht'ruhen zu lassen, damit es nicht so gehe, wie mit dem früheren zur An- zeige gelangten Fall. Während der Beamte mit der Aufnahme des Protokolls beschäftigt war, betrat ein anderer Angestellter des Krankenhauses das Bureau, blickte dem Schreibonden über die Schulter' und brach in die Worte aus:„Haha, Lehmann hat wieder Haare abgeschnitten, daß er die schändliche That nicht lassen kann!"— Trotz des erdrückenden Beweis- Materials blieb der Angeklagte Lehinann bei seinem Leugnen, während die Mitangeklagte Ehefrau erklärte, daß sie von der ganzen Sache nichts wisse. Lehmann gab auch vor Gericht zu, die fragliche Leiche bedient zu haben, es hätten sich an. jenem Tage aber 37 Tobte in der Leichenhalle befunden, so daß er und fem Kollege Hinze mit Arbeit überhäuft waren. Bon der Tobten- kammer wurden die gewafcheuen und gekämmten Leichen nach dem besonderen Raum in der■ Kapelle gebracht und der Schlüssel zu demselben sei außer den beiden Leichendienern auch noch anderen Personen zugänglich. Es sei somit keineswegs ausgeschlossen, daß auch ein anderer der Thäter sein könne. Der Amtsanwalt hielt den SIngeklagten Lehmann sür überführt und beantragte gegen denselben eine Geldstrafe von 20 M., während er gegen Frau Lehmann die Freisprechung beantragte. Der Ber- theidiger, Rechtsanwalt Bieber, plädirte für Freisprechung auch des ersten Angeklagten, da ein genügender Beweis seiner Schuld nicht erbracht sei. Der Gerichtshof war anderer Meinung, er hielt den Angeklagten für den Thäter, eine Geldstrafe auch nicht für ausreichend, sondern erkannte aus eine Woche Haft. Sozislo Mebevstckzk. Arbeiter aller Kranchen! Wie Ihr wissen werdet, be- finden sich die Berliner Schuhmacher in einem Streik. Daß dieser Streik berechtigt, ja sogar nothwendig ist, wird kein Mensch de- streiten. Die Arbeiter aller anderen Branchen werden uns ge- miß recht geben, wenn wir uns erheben, um uns wenigstens einigermaßen menschliche Lebensbedingungen zu erringen, denn mit einem Lohn, ivie er bisher bei uns üblich war, auszukommen, ist doch ein Dingj der Unmöglichkeit. Wir sind nun der festen Ueberzeugung, daß Ihr die ärmsten Eurer Arbeitsbrüder that- kräftig unterstützen werdet. Ihr wißt es ja, ohne daß wir es noch zu sagen brauchen, daß die Sckuhmacher es am ersten nöthig haben und daß der Kampf gegen die Ausbeuter denen am schwer- ften wird, welche wirthschaftlich schon zu tief herabgedrückt sind. Daß ein Erfolg auf alle Fälle erzielt wird, kann schon jetzt nach den ersten Tagen mit Bestimmtheit gesagt werden. Ungefähr 6Ö0 Arbeiter arbeiten schon für den neuen Tarif, während die Zahl der Streikenden über 8000 beträgt. Bon diesen 3000 wird allerdings nur der kleinste Theil eine Unterstützung erhalten■ können, und zivar werden die Berheiratheten in erster Linie berücksichtigt werden müssen. Bon den Unverheiratheten hat bereits ein großer Theil Berlin verlassen. Unterstützt uns deshalb fo viel, wie in Euren Kräften steht, damit wir den Sieg um so leichter erringen. Gelder sind an die Buchhandlung von R. Vaginski, Dresdener- straße 52—53(City-Passage) zu senden. An alle Arbeiter des In-«nd Anslnndes! Die Kupfer- schmiede Berlins haben am Montag, den 21. April, einmüthig die Arbeit niedergelegt. Wie wohl allgemein bekannt ist, haben wir seit Wochen mit den Meistern Verhandlungen gepflogen, um die Forderungen unseres Lohntarifs: neunstündige Arbeitszeit, 45 Pf. für züngere, 65 Pf. für ältere Kollegen pro Stunde, ohne Ar- beitseinslelluna zur Durchführung zu bringen. Eine Einigung kam mit den Meistern nicht zu Stande, weil dieselben rundweg erklärten, sie würden eher ihre Werkstätten resp. Fabriken schließen, als einer Verkürzung der Arbeitszeit statt zu geben. Es wurde hierauf in der Versammlung am 3. April beschloffen, die Verhänd- luiigen abzubrechen und am 15. April einstimmig beschloffen, in allen Werkstätten und Fabriken, welche bis Sonnabend, den 19. April, nicht bewilligen, am Montag, den 21. April, die Arbeit nieder- zulegen. Dies ist geschehen, es streiken 200 Kollegen, zirka 40 Kollegen arbeiten noch, die durch Kündigung und 'Akkordarbeit ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen muffen, aber treu zu unserer gereckten Sache halten.— Wir richten nun alle Arbeiter, namentlich Metallarbeiter, Klempner und Rohrleger, die Bitte, uns in unserem aerechten Kampfe zu unterstützen und in Werkstätten und Fabriken, wo Kupfer- schmiede beschäftigt werden, keine Arbeit anzunehmen. Unsere Organisation ist eine gute und habe» wir von außerhalb durchaus keinen Zuzug zu erwarten, so daß wir hoffen, in kurjer Zeit den Sieg zu erringen. Zur Aujklärung über die Notizen in anderen Zeitungen über die Firma Heckmann machen wir bekannt daß von den 32 dort arbeitenden Gesellen 18 die Arbeit nicht wieder aufgenommen, sondern überhaupt dieselbe am 21. AprU nicht niedergelegt haben. Bon diesen 18 haben in den letzten Tagen 7 Mann auch noch die Arbeit niedergelegt, so daß in dieser Weltfirma äugen- blicklich nur noch 11 Mann arbeiten. Alle Anfragsn»nd Sendungen sind zu richten an<5. Ladner, per Adresse:. Feindt, K»p>ersqmiede-Herberge, Weinstr. 11. Bewilligt haben die'Ftrmen: Alisch u. Ko., Lindenflr. 7; Langenickel, Brnnnenslraß«. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Abdruck gebeten! VerlÄmtttltkngen. Eine öffentliche Kildhimeruersammlung beschäftigte sich am Dienstag, den 22. April, Abends bei Mündts, Köpnicker- straße 100, nuederum mit dem augenblicklichen Stande der Berliner Lohnbewegung und der weiteren Stellungnahme hierzu. Nach einem eingehenden Referate des Kollegen Dupont ist der Stand der Bewegung augenblicklich noch derselbe wie seit der letzten Versammlung. Es sind hauptsächlich einige der größten Firmen, welche sich bis jetzt mit aller Kraft gegen die Forderimgeu gewehrt haben; die aber allen Anzeichen nach, über kurz ober lang kapituliren müßten. Zwar sind diese Fabrikauten�theilweise mit Arbeitskrästen versehen; diese können aber nicht den Leistungen entsprechen, weshalb man sich den Forderungen der Gehilsen wirb baldigst fügen müssen.\> Mit allseitiger Befriedigung wurde die Mittheilung des Re- serenten entgegengenommen, daß vorläufig noch so viel Geld flüssig sei, um noch bis auf Ve Jahr hinaus Unterstützung zahlen zu können. Eine kürzlich vom Verein selbstständiger Bildhauer aufgestellte Statistik über die Stellung der Berliner Prinzipale zu den Forde- rungen der Gehilfen, wurde vom Referenten unter Zustimmung der Versammlung als völlig werthlos bezeichnet. Nur karakteristisch sei dieselbe sür die Prinzipäle und Acren Haltung. Im Bewußtsein über die Bedeutung oer bereits 7 Monat währenden Bewegung, welche stets eine permanente bleiben wird, so lange es erforderlich ist, beschloß die Bcrsammlung einstimmig, den wöchentlichen Beitrag von 60 Pf. nach wie vor zu zahlen, sowie die Arbeitslosen wie früher zu unterstützen. Der erstattete und im Druck vettheilte Rechenschaftsbericht vom 7. Oktober bis 31. Dezember 1889 ergab eine Einnahme von 9270,79 M. Eine Ausgabe von 6380,10 Mark. Wonach bis Schluß 1889 ein Bestand von 2890,69 M. verbleibt. Zum Schluß wird einstimmig beschlossen, am 1. Mai Vormittags Versammlungen abzuhalten zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages und den Nachmittag zu einem Ausflug zu benutze». Theater. Sonnabend, den 26. April. Vprrnhnns. Gioconda. Kchauspirlhauv. Katharina Howard. Lesstno-Thrater. Der Fall Cls- 'menceau. Deutsches Theater. Der(Pfarrer von Kirch feld. Kerliner Theater. A tempo. Der Weg durch's Fenster. Gewitter- schauer. Frirdrich-IMilhelmstadt. Theater. Der arine Jonathan. Mallner-Theater. Stigobert. Das Armband. UiKtoria-Theater. Stanley in Afrika ästend- Theater. Don Carlos. Zlesideus-Theater. Maryuise. Keliealliauee- Theater. Der Nau- tilns. Ventral- Theater. Ein fideles Haus. Adolf Gruft- Theater. Der Gold- fuchs. Kaufmann'« Mariitt. Spezialitäten- Vorstellung. Gedr. Richter« UariStä. Speziali- täten-Vorstellung. American-Theater Drevdenerstrahe 55._ Täglich Vorstellung Englischer Garten Direktion: C. Andres«, Alexanderstraße 27 c. Auftreten des Gesangshumoristen Herrn Jung. Anftreten der deutsch- schwedischen Chansonnette Fräulein Tonny Peters. Auftreten der vorzüglich. Liedersängerin Frl. Margarethe Steinour. Heu 1 1 Auftreten des Jnstrumental- nnd Gcsangs-Terzetts(3 Damen) Geschwister Sauiona. Auftreten der beliebten Duettisten Ge- schwister König. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Kr» Tr. fo; on.. oncn: 60 u. 75 Pf., nn Vorverkauf 20 u. 30 Pf Sonntags Anfang halb 6 Uhr. Sonntags Entree 50, reservirt 75 Pf., Orchester 1 Mark. Vorverkauf Entree 40 Pf. 81. Unter de» Linden 81. Im Hause der Wilhemshallen "assi neben der Passage. Ben- Vorführung Täglich Ali- egyptischer u. indischer 7'/, Uhr Abends. sZauber- künste. 3, 2 u. l M. Billets im Jnvalidendank. Bey Montag, den 28. April t Abschieds-Vorstellg Circus Wulff. Friedrich Carl-Ufer. Ecke Karlstrahe. Sonnabend, den 26. April, Abends 7-/2 Uhr, Gr. Gllla-Par�e-Bochlllliig und Ehrenahend d. Direktors. Das Programm dieser Vorstellung ist ein höchst interessantes und dürfte sich durch Reichhaltigkeit und Ge- diegenheit der Vorführungen die Vor- steltung zu der gediegensten der Saison gestalten. Unter änderen wird eine Dame aus den hiesigen Cportslreisen aus besonderer Gefälligkeit die Spring- Fahrschule mit den beiden Vollblut- Pferden„Wien" und„Antropns" reiten. Ferner sind Hervorzuheben: das Schul- pferd„Artus", ohne Sattel und ohne aum geritten vom Direktor E. Wulff. las großartigste Springpferd„M- cado", vorgef. vom Direktor E. Wulff. Ferner Auttreten der Luftgyinnastiker Nestor und Aericn, der Saltomortal- Reiterin Fräulein Louise Renz, der Reitkünstlerin Frl. Rosa, des Jong- leurs Mr. Palmer:e. Sonntag, den 27. März Sonntag): 2 Vorstellungen. 4 Uhr und Abends 7-/2 Uhr. mittags ein Kind frei. Hochachtungsvoll Ed. Wulff, Direktor. (letzter Nachm. - Nach- Etablijsemeüt Buggenhagen am Rloriheplatz. Täglich: Gr. InsfrumcntaNConeorl, Direktion A. Uödiuauu. ■p,,, Wochentags 10 Flg., Mtree sonn- und Festtage im Eaiscrsaal 25 Flg. Spezial-Ausschank von Patzenhofer, Export-Bier, hell u. dunkel, a Cdl. 15 Pf. Gleichzeitig empfehle ich meine hocheleganten Festsäle zu 100 bis 200 und zu ca. 1000 Pers. zu soliden Bedingungen. 641 F. Müller. ECiasasa Passage 1 Tr. ö Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. Nur SW diese-MtE Woche: Ue». Zum ersten Male: 3. Reise Spanien. Granada, Alhambra:c. 7. Reise ans den Montblanc. Sauoyen» Alpen. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonnement 1 M. Jede Woche andere Reisen. Das gr. Lager Berlins » Auorrosstr. 88. Achtung, Maurer! Die Verkehrslokale, in denen die Vertrauensleute freiwillige Beiträge zum Generalfonds entgegennehmen, befinden sich bis aus Weiteres an folgenden Stellen: , Kerstan, kassirt bei E. Schmidt, Skalitzerstr. 61, Keller. Raschke,, Waldeinaritr. 61. Gröppler,,» Hinze, Krautstr. 42. Schulz,„„ Böhl, Rüdersdorferslr. 8, Keller. Schlgolsky, kassirt bei Rosenthal, Metzerstr. 28. 1. 2. 8. 4. 5. 6. 7. 8. 0. 10. SO. 0. w. s. c. st (E. (K. (H. (K. (F. (A. K. K. Markoursky, Pinkowsky, Bieneck, Klingenberg, Lehmann, 11. Bath, Gerichtsir. 19. G r a s u n d e r, Schwerinstr. 9. Beh land, Bülowstr. 52. ech lin, Hornstr. 11. u h l m e y, Neue Friedrich- und Rosenstraßen-Ecke. Moabit. Mitling kassirt Sonnabends bei H o l z b e ch c r. Rathe- i, und Montags bei Fink, Birkenstraße. nowerstraße 89._ NB. Wir weisen nochmals auf den Antrag der Versammlung vom 10. April(Buggenhagen) hin, welcher besagt, daß ein jeder in Berlin arbeitende Maurer bis auf Weiteres pro Woche 60 Pf. zum Generalfonds beizusteuern hat. Es werden aber die Gelder nur in den betreffenden Lokale» entgegengenommen, nicht mehr in den Wohnungen, wie bisher. Geschäftsftunden sind jeden Sonnabend und Montag. Abends von 8 bis 10 Uhr.. 1003 Es wird gebeten, Obiges in den Baubuden vorzulesen. Maurer Berlins, schließt Euch alle der Freten Vereinigung au!_ Grosse Versammlung des Wmcks der Former u. Verchp. am Sonntag, den 27. April, Vormittags 10-/» Uhr, im Eiskeller, Chausseestraße. Tagesordnung: Vereins betreffs des 1. Mai? 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 1. Wie stellen sich die Berliner Former zu dem Beschluß des Fabrikanten "'" 1. Mai? jure' zu erscheinen, vezeugr, ob Ihr gl lungen gefaßten Beschtuß Hochzuhalten, Kollegen! Es ist Eure Pflicht, in dieser Bersanunlung Mann für Mann N erscheinen, bezeugt, ob Ihr gewillt seid, den von uns in zwei Versamm- gewillt seid, WVWMIMW halten, oder ob wir ans das Vorgehen des Fabrikanteuvereins Rücksicht nehmen wollen. Kollegen! Ich erinnere Euch an Euer Wort, welches Ihr gegeben habt, laßt Euch nicht durch Schrestschüsse seitens der Fabrikanten irre inachen und haltet fest, was Ihr beschlossen habt. Ar.tttTrtlrpt'f«**•*■{»+ W-rtflr' 1320 Ginigkeit macht stark! Der Vorstand. I. 31.: L. Müller. Vorsitzender. Große öffentliche Uersantmlung der Steinbildhauer Berlins am Sonnabend, den 26. April, Abends 8-/2 Uhr, im Saale des Herrn Faustmann, Jnvalidenstraße Str. 144. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Diskussion. S. Verschiedenes. 1281 Der Einberufer. tein gtioerdliiher Wardeiter. Sonntag, den 27. April, Morgens lOVsUhr, im Lokale Holzmarktstraße 72 Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Monatsbericht. 2. Der 1. Mai. Referent: Fr. Krüger. 3. Diskussion, Verschiedenes, Fragekasten. 1330 Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Oer Vorstand. Fachverein der Holz- und Bretterlräger Berlins. Sonntag, den 27. d. M., Vormittags lOV» Uhr, Oranienstraße 180; UersammUmg. Tagesordnung I. Vortrag. 2. Wahl des zweiten Vorsitzenden. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 1283 Die Mitglieder werden ersucht, alle zu erscheinen und ihre Bücher mit- zubringen. Oer Vorstand. Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umg. öroie diifjfrorlKntltöe VtchmtlW am Kanntng, den 8«. April 18W0, Vormittag« 10-/2 Jdjr, im Lonisenstiidti scheu Klubhaus, Annenstraße 16. Tages-Ordnung: I. Ter jetzige Stand der Lohnbewegung und wie gehen wir gegen die einzelnen Wettstellen vor., 2. Beschlußfassung über die Beendigung des ofsi- ziellen und Fortsetzung des partiellen Streiks. 3. Verschiedene?. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordiiiing ist es Pflicht eines jeden Kollegen, in der Versammlung zu erscheinen. 1333 VMMWMlW für Stralau-Rummelsburg und Umgegend Konittag. den 87. April, Vormittag« 11 Uhr, l» der(öriisttch Reischach' Ich e» Vrauerri f» Ktraiau. Tages-Ordnung: 1. Ter Achtstundentag und seine Bedeutung. Referent: Stadtverord- neter Fritz Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1319 Zur Deckung der Unkosten findet Tellersaninilung statt. Uin zahlreiches Erscheinen ersucht Der Einberufer.' Grosse öffentliche Versammlung säumtl. in WitWimMen tt. Betriebt!! beWst. Arbeiter ain Sonnabend, den 26. April, SIbends 8-/2 Uhr, in der Brauerei Friedrichshain, am Königsthor. Tages-Ordnung: 1. Weitere Beschlußfaffung betreffs der Pensionskaffe. 2. Werth der Organisatioii. Referent: Stadtverordneter Tempel. 3. Diskussion. 4. Stellilngnahme zum allgemeinen Eisenbahnwerkstätten- Arbeiterkongreß. 5. Verschiedenes. i 1275 Der Einberufer. Illiileil-n.Miiblijeiliiliiiitel-Flibrik OeoB«g Sichling 39 Große Frankfurterstr. 29 empfiehlt fü!itmttichc''Ncuheiten der Frühjahrs. Saison. Jackets von 3 Mk. an, solide Regen« Paletots von 9 Mk.,> 1 seiner« mit Gricchen-Aermel von 15 Mk., gedicg. Frauen-Mantel i in Baudagoa, Pollericen u. f. w., sowie Proiaenados von 15 Mk. an bis zum etcg. Genre, Kinder-Mäntel in reizender Auorühr. spottbillig. DM" Kitte zn beachten! Gerechteres Herrell- nitil Kilübet!-biürberobe!!-- GesAst befindet sich jetzt nur 0�16�1�886 2a, dicht an der Mauteusfelslraße. Großes Lager in ganzen Anzügen, Jacket- und Rock- Facons in eleganten Tessins von Mk. 15, 20, 25, 30, 36, 40 ff. Elegante Paletots, Schuvalofss von 12—30 Mk. ff. Elegante Knaben-Anzüge für jedes Atter von 5 Mk. an. Konfirmanden-Anzüge von 15—25 Mk. Großes Li taget in Arbeitssachen. Bestellungen nach Maß worden elegant und sauber binnen 24 Stunden angefertigt. Großes Stofflager. Reparaturen-Annahme. 515 C. 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Ausstandes von ca. 0000 Faorik- . jl1),.kitevu und Arbeiterinnen herrscht hier eine Aufregung, rFU> selbst zur Zeit der Reichstagswahl nicht bestand, r, digstens nicht unter den Frauen. Die Ursache dieser |||(9 tf< istcgistig ist in der neuen Fabrikordnung zu suchen, welche �Fabrikanten oktroircn wollen und fiir deren Anerkennung »ic Unterschrist ihrer Arbeiter und Arbeiterinnen ver- len. Einsstvcstcn erlangten die Arbeiter einen Aufschub ,.» 14 Tagen, eine Frist, die diesen Freitag abläuft. Mit (tin Tage, da wir diesem Termin näher kommen, wächst , Erregung. Die Frage, was wird, beschäftigt alle Köpfe noiicn,* bildet das allgemeine Gesprächsthema in der Familie n mit � an den öffentlichen Orten. «1« Kl Eine am Mviitag stattgehabte Versaminlnng von Ver- . Ljer» der Arbeiter imb der Fabrikanten unter dem Vor- er Sie des Landraths führte zu keiiiem Resultat, da die Fabri- nicht nachgeben wollten. Eine neuere Verhaudlung «te dahin, dag die Fabrikanten sich bereit erklärten, die Liste Strafe für das Zuspätkommen auf 50 Pf. hcrabzu- rn, a>ich solle die Kaution nur bis 10 M. betragen.(!) 'iß die letztere überhaupt ungesetzlich ist d im Widerspruch mit dem klaren Wort- t der Geiverbe-Ordnung steht, scheint ch dem Landrath nicht b c i z u k o m m e n. Die Fabrikordnung, welche die Fabrikanten cinzilführen 'bcn, verdient überhaupt weit mehr den Namen einer l ch t h a u s- O r d n un g. Die Arbeitszeit soll darnach »cntlich 72 Stunden betragen, deren Beginn nach dem �.„-»chsti der Jahreszeiten ilnd den Verhältnissen die Fabri- Ilten festsetzen. Einer zeitweiligen Vermehrung oder KW�nindcrung der Arbeitsstunden sollen die Arbeiter sich un- Pilz- ijbwntslich fügen. Die Löhne sollen nur alle 14 Tage aus- werden, doch soll achttägig ein Vorschuß gewährt stusnu*? tön ixen. Der Lohn wird aber an den Lohntagen — Arbeiten berechnet und bezahlt, \ nom �—--- f"• welche bis zu ___.---- U41Ü UCjUlj., f rv�sifmi, dem Lohntag vorhergehenden Sonnabend eistet worden sind. Setzt also z. B. der Fabrikant bei Äj|hutng auf einen Freitag fest, so hat er stets die vorher S jjeubcn 5 Arbeitstage Arbeitslohn in der Tasche. Einer ..�mOnungsstrafe von 25 Pf. verfällt, wer ohne genügende n '' /.�sligen— wie bemerkt, will man jetzt mit 50 Ps. sich be- mO�ifeen— wenn eine Versäumniß über 10 Minuten eintritt. ____ t' Jt � I------- v*»vv»|»♦♦»♦♦»•v vp«iVW XV wtUUUVll fllll Vlll. -y �Mber die eingehenden Strafgelder— die auch noch für eine svtlö'trafe anderer„Uebelthatcn" verhängt werden können— B 5*l'fiigcn die Fabrikanten nach eigenem Ermessen„zum Besten IiUaB~>r Arbeiter." tras**' Die Kündigungsfrist wird, nach einer vorausgegangenen a u e ti'robezeit, während welcher beiderseitige Lösung des Arbeits- je Yu�rhältnisses ohne Kündigung täglich stattsinden kann, auf Tage festgesetzt. Wer ohne rechtzeitige Kündigung die cheit verläßt'oder vor Ablauf der Kündigungsfrist weg- I ribt, hat keinen Anspruch auf den rückständigen, noch mit(cht fälligen Lohn, noch auf eine etwaige Kaution. UJ t Eine recht nette Bestimmung ist auch die, daß, wo �-�abriksparkassen bestehen, auch das be- essende S p a r k a s s e n g u t h a b e n als K a n t i on e n e. Das ist eine Bestiininniig, die alle Fabrikanten reizen könnte, die„Wohlfahrtseinrichtnng" der Fabrik- »»»-. xrkassen, über die unsere Fabrikinspcktoren nicht genug j i»»mDmenS machen können, ins Leben zu rufen. So wird 1 1 iWch diese„Wohlfahrtseinrichtnng" zu einem Mittel der II»" xic ch t u n g der Arbeiter gemacht. Wir haben für das Hüi' Ergehen der Geraer Fabrikanten nur eine Bezeichnung: üontt�s ist unverschämt. Aber einen Vortheil hat dasselbe, Mommt...'"• ..............V., hi*5 kommt gerade recht zu den Verhandlungen im Reichstage »l/�ser den Ärbeiterschutz. ie]' In Rathenow ist ein Streik der Ziegler ausgebrochen. Prankfurt a.©., 24. April. Mit Ausnahme von etwa tann haben gestern sämmtliche Maurergesellen die Arbeit dergelegt, weil ihnen der geforderte Mindcstlvhn von 40 ps. Stunde nicht bewilligt worden ist.,.. Salberstadt, 22. April. Der Ausstand der Zigarrenarbeiter. >a 500 Mann, ist nach einer Daner von 3 Wochen zu Ungunsten Arbeiter beendet. Madgebnra. Die S chuh mach er wollen in allen Werk- wo der neue Lohntarif nicht anerkannt wird, am o. wtai Aljll Arbeit einstellen. Die Steinsetzergehilsen sind in einen allge- tAiiien Streik eingetreten.— Auch die Arbeiter der Damps- Bassinbananstalt von Melzer haben die Arbeit nieder- chfibcn die Maler und Lackirer»am 22. d. M. w-- v- c»/»» w» Vit wiuivt ixiio �aaarcr-——■■. blossen, einen Minimalstiindeiilohn von 50 Pf. zu sordern�uno Einführung einer neunstündigen'Arbeitszeit an- G OVbevuucvcn«mt �----- 0 c ,— ö vmii»runpunoigen Arbeitszeit anzustreben. F?lls se Forderungen von den Meistern bis znin 3. Mai d. I. nicyi viltigt sind, soll eventuell die Arbeit niedergelegt werden. In iniiritan fand dem„Chemn. Tgdl." zufolge iu der igen Woche eine Versaminlung von Kupscrschmiedegescllen stall, die Düii � � Striniwitfdjcui, , JL-------------- Lichtenstein-c. besuch eschlossen, in allen diesen Orten zehnstündig ' KöPs ,» s, zu forder», auch einen Arbeitsnachweis und {p. ff! c, lu ortichten; ferner wurde beschlossen, am I. Mai - 1® au�ifdj�i n ben achtstündigen Arbeitstag die . 22. April. Die Maurer- und Zimmerleute haben flter5rV5,.---- 1>---.-W �. obgleich der gerichtliche Sachverständige den Schaden nuv auf zirka 1200 M. schätzte. In der Vornntersuä ung auf zirka 1200 M. schätzte. In der morunieriua ung und in der Hauptverhandlung behaupteten die Angeklagten. daß eines der ausgebrannten Regale mit vesonders theueren Seidenstoffen augesüllt gewesen, imd sie beriefen sicy hierüber ans das Zeugniß ihres laugjährige» Hausdieners Richart» Bernhardt, welcher bereits früher eine diesbezügliche eidesstatt- liehe Versicherung zu den Akten gegeben hatte. Als Bernhardt vor den Richtertisch trat, um seiner Zeugenpflicht zu genügen, spielte sich eine tragische Szene ab. Schon vorher, auf dem Korridor, hatte der Zeuge eine ausfallende Unruhe gezeigt. Als der Vorsitzende ihn in eindringlicher Weise zur Wahrheit crmahnte, wurde der Zeuge leichenblaß; er zitterte, so daß er sich kaum auf den Beinen zu halten vermochte, und als ob ihm ein Alp von der Brust genommen wurde, gab er ttef aufathmeud die Erklärung ab: Ich will die Wahrheit sagen, das Feuer ist angelegt. Und nun folgte das Geständniß. Der Zeuge sagte aus, daß der An- geklagte Emden das Feuer angelegt und ihn bewogen habe, dabei m•' rv-...--->— UJ--- Hilfe' zuf leisten. Der Angeklagte Jorke wisse von der Brand stffttmg Nichts, beide iichts, beide Augeklagteu wußten aber, daß höchstens für 500 M. Waare verbrannt sei. Die Folge dieses Geständnisses war, daß zunächst die Angeklagten Emden und Jorke wegen Betruges zu je 2 Jahren Gefängniß vcrurtheilt wurden. Der Zeuge Bern- Hardt wurde sofort verhaftet und hatte nebst seinem früheren Prinzipal Emden der Anklage wegen gemeinschaftlicher betrüge- rischer Braiidstiftuug entgegenzusehen. Emden entzog sich dadurch der irdischen Gerechtigkeit, daß er sich in der nächsten Nacht im Unter- silchungsgefängniß erhängte. Gegen Bernhardt ivurde am Don- nerstag vor dem Schwurgerichte verhandelt. Die Anklage lautete nur auf Beihilfe zur Branstiftung. Den Vorsitz führte Land- gerichtsdirektor Schmidt, die Anklagebehörde vertrat Staatsanwalt Dr. Benedix, die Bertheidigung führte Rechtsanwalt Dr. Joers. Das Geständniß des Angeklagten läßt sich in wenigen Worten iviedergeben. Er ivußte, daß seine Chefs mit Geldverlegenheiten zu kämpsen hatten; das Geschäft ging immer schlechter. Am Nachmittage des 28. Februar d. I. habe er sich mit Emden allein im Laden befunde». Da habe der letztere zu ihm gesagt:„Richard, ivas inachen wir blos? Das Geschäft will ja gar nicht mehr gehen".„Dann machen wir Pleite", hat der 'Angeklagte ihm erwidert".„Nein, das thitn wir nicht", meinte Emden;„ich weiß ein anderes Mittel. Richard, kömieu Sie schweigen?"—„Jawohl".—„Wir wollen heute Abend Feuer machen; dann bekommen wir eine bedeutende Suimne". Und nun hatte Emden ihn beredet, ihm am Abende, nachdem das Ge- schüft geschloffen worden war und Jorke sich entfernt hatte, hilf- reiche Hand zu leisten. Nach acht Uhr Abends ging man ans Werk. Die wenigen vorhandenen Stoffe wurden in der Nähe des Ofens zusaunnengepackt, und Emden versuchte, sie mittelst eines Streichholzes in Brand zu sehen. Die Stoffe wollten so nicht brennen, und nun machte Bernhardt den Aorschlag, man solle bis zum nächsieu Tage warten; er wolle bis dahin Petro- leum besorgen. Emden war hiermit einverstanden, imd die Stoffe wurden wieder so gepackt, wie sie früher gelegen. Am solgendeu Tage fragte Bernhardt in der Hoffnung, daß Emden sich vielleicht eines anderen besonnen haben würde, denselben, ob er ivirklich Petroleum besorgen solle, und diese Frage ivurde mit„selbst- verständlich" beantwortet; Bernhardt erhieltdeiiRath,dasPetroleum in einer recht entfernten Gegend zu kaufen. Dies geschah, und am Abend schritt man nochmals zur Ausführung. Diesmal ge- laug die Brandstiftung, iveil die Stoffe mit Petrol« WW Pettöleum besprengt waren. Am folgenden Morgen holte Bernhardt, wie gewöhnlich, aus der in einem anderen Hanse'belegene Privatwoynuug Emden'» die Schlüssel zum Geschäft, spielte mit großem Geschick den Ueberrasch- te», alserdieBrandstelte betrat, und eilte nach denWohnungen seiner Chefs, u»> ihnen Mittheilung von dem Geschehenen zu machen. Die Beweisaufnahme erstreckte sich auf die Vernehmung zweier Zeugen. Der Staatsanwalt vertrat selbst die'Ansicht, daß dem Angeklagten, der unter dem Einflüsse seines Prinzipals stand, mildernde Umstände zuzubilligen seien. Die Geschivorenen gaben ihre Stimme auch in diesem Sinne ab. Der Antrag des Staat?- annmlts lautete ans ein Jahr sechs Monate Gefängniß, während der Vertheidiger»Iii ein noch niedrigeres Strafmaß bat. Der Gerichtshof erkannte besonders mit Rücksicht darauf, daß der An- geklagte noch rechtzeitig den Regungen des Geivisseus gefolgt war, nur aus neun Monate Gesängnip. ti" SoZrole NolrovstM;. Achtung, Ait'citfP! Der Verein Berliner Eisen- gicßereien und Aiaschincnfnbriken hat folgenden Beschluß gefaßt, der bereits in den Fabriken der Mitglieder zum öffentlichen Aushang gebracht ist: 1. Am 1. Mai 1890 wird in sämmtlichen Vereins- Werk- ftftttcu bis zum Schlug der regelmäßigen Arbeitszeit gearbeitet. 2. Wer dem nicht nachkommt, wird eutlassen und darf vor dem 9. Mai c. in keiner Vereins-Werkstatt wieder Annahme finden. 3. ES wird eine Liste der am I. Mai c. in den Vereins- Werkstätten Feiernden sämmtlichen Mitgliedern des Vereins zugestellt. 4. Es wird allen am 1. Mai c. Arbeitenden ausdrücklich der Schutz auf Grund des§ 153 der Gewerbeordnung zugesichert.§ 153 der Gewerbeordnung lautet:„Wer Andere durch Anwendung körperlichen Zwanges, durch Drohungen, durch Ehrverletzungen oder durch Verrufs- crklarung bestimmt oder zu bestimmen versucht, an solchen Vcr- abrcdungcn Theil zu nehmen oder ihnen Folge zu leisten, oder Andere durch gleiche Mittel hindert oder zu hindern versucht, von solchen Verabredungen zurückzutreten, wird mit Gefängniß bis zu 3 Monaten bestraft, sofern nach den» allgemeinen Straf- Qefcfc ttidit eine fififfteve �trnfp prtih-W-" TOava»««JavTJmi»* gesetz nicht eine härtere Strafe eintritt." Dem verein Berliner Eisengießereien und Maschinenfabriken und verwandter Betriebe gehören folgende Firmen an: Aktiengesellschaft H. F. Eckert. Aktiengesellschaft Mix u. Geneft. Aichele u. Bachmann. Ad. Zlltmann u. Co. Aug. Elcktr.-Gesellschast. Gebr. Arndt. E. Becker. Verl. Akt.-Ges. vorm. I. C. Freund. Berl.-Anh. Maschinenbau-Akt.-Ges. Verl. Maschineubau-Akt.-Ges. vorm. L. Schwartzkopff. Bert. Bulcan C. Puchmüller. A. Borsig. Eiseng.-Akl.-Ges. vorm. Keyling und Thomas. Albert Fesca xi. Co. H. Fichtner u. Co. C. L. P. Fleck Söhne. F. Gebauer. Nud. Gebhardt. H. Goßen. Louis Grünauer u. Co. Max taste u. Co. Rud. A. Hartmann. C. Heckmann. O. Hillig. . Hoppe. C. Hummel. G. Kärger. Julius Knappe. Ty. Lißmann. Ludwig Löwe u. Co. Maschinenfabrik Ci)clop. Mehlis u. Behrens. Maschinenfabrik ftir Mühleubau vorm. C. G. W. Kapler. Nähmnschinenfabrik vorm. Frister u. Roß- mann Akt.-Ges. Neue Verl. Messingwerke Will). Borchert zun. Julius Piutsch. Riclschcl u. Henneberg. Rössemann u. Kühne- mann. Schiff- und Maschiueubau-Akt.-Ges. Germania. Rich. Schwarzkopff. Carl Schöning. Gebr. Siemens u. Co. E. Übrig u. Co. L. Wolff u. Co. Eisengießerei Vulcan. Leopold Ziegler. Im Lache des gestrigen Tages haben infolge des fabri- kautlichcn Beschlusses bereits mehrfache Arbeitseinstellungen stattgefunden, wie unsere Leser an anderer Stelle verzeichnet finden. Wir fordern die Arbeiter auf, sich durch den Erlaß in keiner Weise aus der Fassung bringen und zu ferner«» Ax'beitorinfirllnnizrn hinreiße» zu lassen. Achtung Tischler. Infolge des vom Verein der Eisen- industriellen herausgegebenen Ukases, bezüglich des 1. Mai, ist in verschiedenen Fabriken seitens der Arbeiter die Arbeil eingestellt. Wir machen ganz speziell die Mitglieder des Fachvereins daraus aufmerksam, daß die Abficht, die Arbeit einzustellen, erst der Werkstatt-Kontrolkoinmission resp. dem Vorstand vorgelegt werden muß, und nach deren Entscheidung bis zur nächsten Generalver- sammluug gehandelt werden muß. Also keine unüberlegten Ar- beitseinstellungen, da die Folgen die betreffenden Arbeiter selbst zu tragen haben. Der Vorstand des Fachvereins der Tischler. Achtiiug! Der Ktreilr der Firma Friedrich Kirmrno & 5t o. dauert unverändert fort. Zuzug ist fern zu halten von Schlosser», Drehern, Gießern, Former», Kernmachern, Modell- tischlern und sämmtlichen Hilfsarbeitern. Achtung, Drecholer! Die Lokale, in denen Beiträge dcn Streikfonds entgegengenommen werden, sind: für 1. Gründet, DreSdeuerstr. 116(Plagens): 2. Pätzold, Reichen bergerstr. 10(Lütz); o:...t'.e. n......v.. n i /rv»»...». der 3. Giersch, Laugestr. 34(Förster); 4. Talke, Zosseuerstr. 33(Stein); 5. Brückner, Lothriugerstr. 67(Freithaler). NB. Wir weisen hiermit nochmals auf den Beschluß Versammlung vom 14. April hin, wonach sich jeder Drechsler verpflichtet, wöchentlich 50 Pf. zum Fonds zu' zahlen. Es ist angebracht, daß in allen größeren Werkstellen Vertrauensleute er- nannt xverden, welche die Beiträge einlas firen und der nächste» Zahlstelle übermitteln. Hier erhalten dieselben für jeden Kollegen ihrer Werkstelle Streikkarten, auf denen der Beitrag durch ein Wkrthzelche»(Marke) quitlirt wird. Geld wird nur in obigen Lokalen Sonnabends VeQ— 10 Uhr in Empfang genommen. Die Lohnkoinmission. Au die Tischler Kerlin». Kollegen! Der Fachver- ein der Tischler beschloß in seiner von gegen 3000 Mitgliedern besuchten Generalversammlung vom 18. März d. I., daß sobald bei der großen Masse der Tischlergeselleuschaft der Wille vor- Hai den sei, durch einmüthiges Zusammenstehe» ihre Lage zu ver- bessern, Forderungen an das Meister- und Unternehmerthum zu steuen. Die Forderungen wurden dahin normirt, die Arbeitszeit au SVe Stunden herabzusetzen und in Anbetracht der sich von T>g zu Tag steigenden Lebensmittelpreise eine Minima lab- s ch l a g s z a h l u n g von 21 M. pro Woche. Da aber die Tischler Berlins sowie Teutschlands, dxirch die Erfahrungen, welche sie bei sämmtlichen Streiks in ihrer sowohl xvie iu allen Branchen gemacht, daß bei Streiks, welche unvorbereitet von einer durch augenblickliche Erregung sich sortreißenlassende Masse in Szene gesetzt, teine Erfolge zu erringen find, und wenn selbst bei gnn- stigen Wirthschastsverhältnissen einige Errungenschaften zu ver- zeichnen sind, dieselben ohne eine gute Organisation nicht fest- gehalten werden können, wurde derweitere Beschluß gesaßt, daß, bevor nicht 10000 Kollegen dein Fachverein der Tischler an- gehören, an eine xvirksame Durchführung oben bezeichneter Forde- rungen nicht zu denken sei. Als Zeitpunkt, bxs zu welchem die angegebene Zahl erreicht werden sollte, um für dieses Jahr vorzugehen, wurde der 1. Mai festgesetzt. Die Beschlüsie wurden von einer, von nahe 4000 Personen besuchten öffentlichen Tischlerversainrnlung gut geheißen. Der 1. Mai steht vor der Tl>ür, jedoch gehören erst 7000 Kollegen dem Verein an. Es muß deshalb in den wenigen Tagen noch vitf gethan werden, wen» wir die vorgezeichnete Zahl erreichen xvoklen. Kollegen! Beweist endlich, daß ihr Eure xvirthschaftliche Lage begriffen habt und gewillt seid, dieselbe durch eigene Kraft zu vrebessern. RafftEuchauf aus der bisherigen Gleichgiltigkeit, erkennt, daß in dem festen Zusammenhalten aller Kollegen nur Euer sowie das Wohlergehen Eurer Familie liegt, und daß eine feste Organisation eine Schule für den der gesammten Arbeiterschaft noch bevorstehenden großen Kampf für endliche Befreiung der Arbeit ist. Tretet Mnun für Mann dem Fachverein beb Tischler Berlins und Umgegend bei und benutzt jede Stunde, die Ihr frei habt, durch Aufklärung auch des indefferentesten Kollegen die Zahl der kämpfenden Arbeiter zu verstärken. Der Vorstand des Fach- Vereins der Tischler Berlins und Umgegend. Auf den Zahlstellen des Vereins werden jeden Sonnabend, Abends von 8Ve bis 10 Uhr und Sonntags früh von 8V2 bis lOVa Uhr Beiträge entgegengenommen und neue Mitglieder aufgenommen, dieselben befinden sich in folgenden Lokalen: 1. Friedrichsbergerstr. 25 bei Schmidt, 2. Skalitzerstr. 107 bei Kunstmann, 3. Belleallianceplatz 6 bei Hilfcher, 4. Zionskirchplatz 11 bei Hohn, B. Schleiermacher- und Gneisenaustraßcn-Ecke bei Scheuer, 6. Bülowstr. 52 bei Böhland, 7, Dresdener str. 116, 8. Lübecker- und Thurmstraßen-Ecte bei Jahnke, 9. Laugestr. 70 bei Heindorf, 10. Rixdorf, Bergstr. 7 bei Duscheck, 11. Jennstr. 4a bei Krüger, 12. Görlitz«- und Sorauer- straßen-Ecke, 13. Weißeusee, Rölke- und Charlottenburgerstraßen- Ecke bei Kieps.— Der Arbeitsnachweis befindet sich Wallstr. 7/8. Derselbe ist geöffnet an Wocheutagen von Morgens 7 bis Abends 7 Uhr, mit Ausnahme der Mittagsstunden von 12—3 Uhr, an Sonntagen von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Daselbst xverden auch Mitglieder aufgenommen. Uoi» de» strrilirndrn Kvauev» geht uns folgendes zu: Nochmals wenden wir uns an die Arbeiter Berlins xind Um- gegend, gleichfalls an daS biertriukende Publikum mit der Bitte, uns in unserem Kampfe moralisch zu unterstützen. Schon jetzt sind uns Mittheilungen zugegangen, daß viele Bierfahrer theil- xveise ihr Bier nicht abgesetzt haben. Noch einige Tage und der Sieg ist uns Dank der Unterstützung der Arbeiterschaft gesichert. Unterschrieben haben: Spandauer Berabrauerei, Sternecker- Weißensee, Gräslich Reischach(Stralau), Münchner Brauhaus, Gambrinus- Brauerei. Die Lohnkommission. An die Avbritcr Krx liiis. Die Arbeiter der Eisengießerei und Maschinenfabrik von C. Hummel, Süd-Ufer, legten am 25. d. M. in der Zahl von 65 Mann die Arbeit nieder. Wir schickten vor 14 Tagen eine Kommission zu dem Inhaber der Firma, dem Kommerzienrath Herrn Bialon, mit dein Ersuchen, uns den 1. Mai als Feiertag freizugeben. Dieses Ersuchen be- antwortete besagter Herr dahin, daß er sich nach den Beschlüssen des Fabrikauten-Vereins richten müsse, ebenso wie die Ar- beiier bindende Beschlüsse in ihren Vereinigungen fassen. Den näheren Bescheid ivollte uns der Herr zukommen lassen. Dieser Bescheid wurde uns nun heute Morgen in folgender Weise zu Theil. Arn Eingang der Fabrik xvar ein Plakat ange- schlagen mit dem Inhalt, baß jeder Arbeiter, welcher am 1. Mai nicht arbeilet, die Fabrik bis zum 9. Mai zu meiden hat resp. zu entlassen ist. Da wir uns nun ebenfalls als Menschen betrachten und allenfalls darauf vorbereitet waren, den 2. und 3. Mai noch zu feiern, wie es erst die Absicht der Fabrikanten war, uns diese beiden Tage noch aufzubürden, sahen xvir uns doch dem Beschluß des Fabrikantenvereius gegenüber dazu berechtigt, der uns angedrohten Aussperrung in dieser Weise zuvorzukommen. In diesem Vorgehen der Fabrikanten, xvelche sich übrigens gegenseitig verpflichtet haben, keinen der Ausgesperrten zu be- schäftigeu, erkennt man so recht die so oft von den Fabrikanten hervorgehobene Liebe zu ihren Arbeitern. Jedenfalls hatten die Herren erwartet, die Arbeiter würben ihnen die eiligen Arbeiten bis zum 1. Mai fertig machen, um nachher den Dank in oben angekündigter Weise zu empfangen. Auf das Ersuchen einer von uns gewühlten Kommission, diese, in dem Plakat uns angedrohte Aussperrung zurückzuziehen, wurde uns eine verneinende Antwort zu Theil.— Wir ersuchen den Zuzug fern zu halten für Former, Dreher, Schlosser, Hobler, Schmiede, Kernmacher, Putzer und alle Hilfsarbeiter. Im Auftrage der Kommission. Achtungsvoll O. Rohland, Former, Tegclerstr. 13, 3 Tr. s». der Ulaschiueixfabrik von Julius Knappe, Skalitzerstr. 26, haben am 19. d. Mts. die Arbeiter(14 Dreher und 2 Schlosser) die Arbeit ivegen des Verbots der Feier des 1. Mai niedergelegt. Zuzug ist ,er» zu halten. Iu der Fabrik von Wir& Genest haben gestern 115 Arbeiter aller Brauchen die Arbeit niedergelegt. Veranlassung waren die bekannten rothen Plakate des Unteruehmer-Verbandes. Die Arbeiter warteten die angekündigten Maßregelungen nicht ab, sondern legten soiort die Arbeit nieder. Dieselbe Veranlassung(rothe Plakate) hatte ebenfalls eine umfangreiche Arbeitseinstellung zur Folge und zwar in der Fabrik für Miihlenfabrikate von C. W. E. Kappler, Prinzen-Allee Nr. 74/75. Dort legten ebenfalls 120 Arbeiter aller Branchen (Dreher, Schlosser, Schmiede, Hobler, Bohrer, Tischler und Modell- tischler) die Arbeit nieder. Die Folinkommissio» de« Schuhmacher in Eharlotte»»- bup» giebt hiermit dem Publikum bekannt, daß folgende Meister unsere gerechten Forderungen bewilligt haben und zwar die Herren: Heicke, Charlottenburger Ufer 6; List, Wilmersdorferstraße 182; Kluge, Scharrenstr. 11; Pundt, Spandauer Berg 3; Schcllhorn, Kurfürstenstr. 117; Wietze!, Scharrenstraße; Körner, Bismarck- ftraße 28; Rose, Chriscstr. 8; Pilger, Leibnitzstr. 79; Manlhei, Knesebeckftr. 96; Sperling, Potsdamerstr. 27; Kernchen, Potsdamerstraße 43; Wwe. Steinseiser, Krummestr. 7; Wwe. Haupt, Krumme- straße 5. In der Versammlung vom 24. April xvurde einstimmig beschlossen, die Arbeit nicht eher xvieder aufzunehmen, bis unsere Forderungen voll und ganz bewilligt sind. Vevslatttlnlttxtgcxr. Eine»ffenitiche Uersnmmlnng der Wäschezuschneider nnd vcvwandteir Dernfogenossen tagte am Montag, den 21. April, Abends 9 Uhr, im Saale der Brauerei„Pfefferberg" unter dem Vorfitz des Herrn E. Möhring mit der Tagesordnung: „Wie feiern wir den 1. Mai?" 2. Diskussion. 8. Rechenschaftsbericht über den Generalfonds zur Einführung des Achtstunden- tages. Da der angekündigte Referent nicht erschienen war, über- nahm Herr Möhring das Wort und führte ungefähr folgendes aus: Da scho» rn zxvei frühere» Versammlungen der Beschluß ge- faßt ist, den 1. Mai er. zu seier», so stehen wir heute vor der Frage, in welcher Art und Weise begehen wir denselben und zog Redner den Beschluß der Konferenz der sozialdemokratischen Reichs- tagsfraktion in Erwägung, er empfahl jedem Einzelnen, sich ruhig und sachlich zu äußern und forderte auf, nur nach reislicher Ueberlegung für oder gegen absoluter Arbeitsruhe zu stimmen und sich von Niemandem beeinflussen zu lassen. An der Dis- kussion betheiligten sich die Herren Kobelt, Koopmanu, Grashold, Hein, Hünchen u. s.>v., und xvurde beschlossen, das Bureau zu veaustragen, den Herrn Fabrikanten den Beschluß der heutigen Versammlung zu unterbreiten, uns am 1. Mai den Tag irei zu geven um am 1. Mai Vormittags eine Versammlung abhalten zu känne». Zum 3. Punkt wurde der Rechenschaftsbericht gedruckt vorgelegt und ergab die Einnahme 625,50 M., die Ausgabe 114,50 M., so daß ein Bestand von 511 M. bleibt, welcher dem Verein der Wäschezuschneider überwiesen xvurde. Ferner waren mehrere Anträge eingelaufen auf Uxxterstützung der streikendexx Kartonarbeiter und Arbeiterinnen, soxvie der streikenden Schrauben- dreher, und xvurde beschlossen, beiden Gexverkschasteix je 50 Mark Unterstützung zukommen zu lasse». Außerdem erklärte der Vor- siyeude die Fuixktion der Fachkommission mit dem heutige» Tage für erledigt und schloß um IV* Uhr Nachts mit einem Hoch auf die gerechte Arbeitersache die Versammlung. Eine stark brjüchte össeuttiche Derstmmluug siimmt licher in der chivuvgischrxr Krauche l-eschäftigten Arbeiter tagte am 24. ds. Mts. behufs Beschlußfassung über die Forderungen im Seefcldt'schen Saale. Derselbe erxvies sich als viel zu klein, die erschienenen Interessenten zu fasse» und mußten, um Raum zu schaffen, die Tische entfernt xverden. Nach- dem die Versammlung die Herren Schmädicke, Behnke und Schuster ins Bureau gexvahlt hatte, leitete der Vorsitzende die Verhandlungen ein mit einige» Worten zur Klärung der Situa- tion. Derselbe bemerkte, daß die öffentliche Versammlung einberufen sex, um über die zu stellenden Forderunge» zu entscheiden, da sich im Fachverein zxvei Antrage gegenüber ständen. Ter erste verlangt neunstündige Arbeitszeit, Einführung der Lohnarbeit und einen Min de st lohn v o n 21 M. Der zxveite Antrag xvill sich vorläufig begnügen mit einer Verkürzung der Arbeitszeit ohne Lohnerhöhung. Redner stand aus praktischen Rücksichten aus dem Boden des zweiten Antrages, xvar aber der Meinung, daß über die zu stellenden Forderungen größtmöglichste Einmüthigkeit herrschen möge und forderte er dessent- wegen die Anwesenden aus, sich reiflich über dieseAugelegenheit auszu- sprechen. Dieser Aufforderung wurde im reichsten Maße Folge geleistet und fand nunmehr ein äußerst lebhafter Meinungsaustausch statt. Das Hauptgewicht wurde auf die Beseitigung der Akkordarbeit gelegt und alle bekannten Nachthexle und Schäden derselben von viele» Rednern ixxs Feld geführt. An dieser Debatte betssiftAimlung wx' in hervorragender Weise Herr P i r ch als e»crgisch«lrde einem o der Akkordarbeit. Vermöge verausgabter FrageboM Hierauf n bereits die Majorität der Jnstrumenteninacher für dWenationale der Lohnarbeit entschieden. Die Frage, ob dies, En» Der Arb ...... MM»' Ii'' M.....- dürZzrnd tagte diirchfuhrbar sei, glaubte Herr Psrch bejahen zu chirurgischen Jnstrumeixtenmacher nicht derartig du siende TageS ausgesetzt seien bezxv. nicht so leicht zu ersetze» feien, Zt über Eiiiix bexter verschiedener anderer Gewerkschaften und vx 164 Mitgli, Majorität für die Lohnarbeit sei. Nach langxvienAbt ein Best- beschloß die Versammlung folgende Resolution:(Zchtigkeit der fammlmiß beschließt, mit aller Energie für die ÄWsch Decharge neunstündigen Arbeitszeit und eine Lohnerhöhung vorlade bis zur ie nach der Verkürzung der Arbeitszeit, einzutreten,«fosse», den möglich sein sollte durch die Einigkeit der Kollegen, Vexix's Gcsel Inng der Akkordarbeit in Lohnarbeit unbedingt zu 15 Vorstand i Man glaubt, mit diesen Forderungen auf keinerlei»je, xvurde e bei der Prixizipalität zu stoßen und wird ein event. Were in die aus nicht beabsichtigt. Trotzdem wählte die Aers'«* Vorsitzende, Lohickommission, bestehend aus den.Herren Schzautcriewaai uti. uw»vv->-y- ordnuug:„Der 1. Ma i." Sowohl vom Fachvc«ivm.>ng__ öffentlicher Versammlung ist bereits beschlossen xooxtA C ixrv osse Mai die Arbeit ruhen zu lassen. Durch Uiilsragi Lwaudtru j sammluug xvurde festgestellt, daß von den meisten P�nApril, xn S ..........'''' Die#"1X0: 1. B lxches Beisauxinensei» mit Damen. Beschlossen �rsitzm -->-..4-5 n fefjchetg t» derjenigen Kollegen, welche durch Forderungen zum Ausstande gezivungen xverden. müssen bis spätestens 1. Mai den Prinzipalen Axxtxvort bis spätestens 8. Mai erfolgt sein. Für Kartonarbeiterixxnen und Schuhxnacher wxxrde eine veranstaltet. gic»mann. Die uiilWe durch 5 düstutliche Mo ZstM Punkt i alorganisatii schiedeues und Fragekasten. Ter Vorsitzende erstatten führlichen Bericht über das verflossene Vierteljahr dabei, daß im vergangene» Vierteljahr nur 4 Bei lunge» stattfanden,"da"mehr WählerversamniluixgeN I «ei den, kneraxxk von dem Kassirer erstatteten Berxq Bei" dem hierauf eine längere Diskussion gezeigt, da von den bei den Kassenbüchern herausgefunden xvurden ÜVI ütll OlU|(Cllimu)Ciu yt;4uu»yc(uuvc»i»vmwv»».- beschlossen, den Kassenbericht bis zur nächsten VejW vertagen, wo dann ein ausführlicher Bericht hieriW werden foll. Es fand hierauf die Wahl des gfi" stände? statt. Gewählt xvurdexx die Herren KuV sitzender, Tamm, 2. Vorsitzender, Holzmann, l-„ Lesser, 2. Schriftführer, Fritsche, 1. Kassirer, Jacubu, als Revisoren die Herren Riedemann, Sck° Zuxn Punkt Verschiedenes gelangte hierauf folgen» zur Annahme: Tie Theiluehmer der heutigen Vers- jozialdemokratischen Wahlvereins des 5. Berliner Re�utzvorrichtui kxeifcs verpflichten sich, die Forderuxxgen der kauftng alle Delegix skommifsior der Sitz ti ationskomn Ausgabe l M. 17 Pf ig verkaufte Bezug! uxburg ex achorgan c n für sä tschlaxxds, kt 4: Non Resolutio Bauarbexte .e beschließ «r eiuzutrel e interna stellten xiach Sonntagsruhe dadurch zu unlerMen nur auf A«Y*«",- f— r... MM. MM 4 MM Sv MM* MM M � l\ MM ls, I te sei, die C machen. Bc vom 4. Mai ab nur in denjeni deren Inhaber ihre Lokalitäten an_____ m__ späte st ens um 12 Uhr Mittags schließen und Wundheit der an ihre Angestellten nicht mehr beschäftigen. Auf si» Punkt 6: g wie sich der Wahlverein zu der Feier am 1. Ma-xddcutschlaixd merkte der Vorsitzende, daß eine Festlichkeit vom LVstcbieten, sofer stattfindet, da der Verein zu klein sei. Es xvurde»»rd. Außerde daß sich der 5. Wahlverein dem 6. Wahlkreis anstirbeitern gege an diesem Tage das Moabiter Schützenhaus be> ossumig ausg, miethet habe und ersucht der Vorsitzende um"'m Dxirchbrur theiligung. Nach Erledigung des Fragekasten schlM'ntliche Dell Vorsitzende die Versammlung. l�P""kt 10, Di« Mitglieder des Krankeu�nterM«���� y Of*»'. x,, M M-w-w— a--"(3------ aPUllUlCil] UllvUl Schneider hielten ihre Vierteliahresverfauimlung& „M" t, r\* v l_ r\t s f_* r»_ M i f» M. M bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a, ab. Tagesoo bericht vom 4. Quartal 1889, Ersatzwahl der Li Verschiedenes. Ter Bericht(zugleich Jahresbek'! schließt ab mit Netto-Einixahme 278 953,25 M., 227 729,20 M., Ueverschuß 51 224,05 M. für 1889. vermögen beträgt 227 407,14 M., wovon 152 292,70. servefonds bilden. Die Zahlstelle Berlin 18 Pf., in "f. verdient e iu köuxg tunde veri 1. Tie hex nlung der: glieder, xvelche im Jahre 1889 für arbeitsfähige Mark, für arbeitsunfähige Kranke 16 928,95 M- 1_______.«•., r- /"V K stehend 734,93 M., für Verwaltungskoste» gabten nnd außerdem 5536 M. an Dieser Ausgabe steht eine Einnahme I über. Tie Versammlung nahm mit hoher Bepox 7 diesem Bericht Kenntniß und wxxrde in der sich Debatte betont, daß die Angriffe der Geaner der.fück» sonders der Ortökasseix, in Nichts »-'»-- �-----.».ii. v.-. dies, dneten-Vei Debatte betont, daß dxe Angriffe der Gegner os'LlAiner Rath! - m■ tä zerfallen geg-n�l./ 3. Die hei bewiesenen Leistungsfähigkeit� des Krankeix-U>' 250 Perf Der Vorsitzende theilte siene Erfahrungen mit der � ..Volksblattes" mit betreffs Ausnahme eines sammlung gab ihrer Verwunderung darüber V»» Eämmtlim Vorsitzenden den Auftrag, in gleicher Weise seine h Diskussion Darauf xvurde Herr Albert Zander an Stelle t Dann mut Herrn Blxeher zuxn Schriftführer gewählt, folgend ..........."''fst'V. Für Sa für Lubas(2. Stellvertreter) aber'Abstand genoi"'� gehabte Auflösung mit und bittet........... «-yÄ...... i ü r 9t 0; Schluß der Versammlung 12 Uhr. Eiu« öffentlich« Uersaxuxnlung der v dieuer tagte am 23. d. M. im Königstadt-Kassn j Holzniarktslr. 72. Auf der Tagesordnung st0'1?l�7N'pfehle ak "MW unseres Berufs. Referent>$«>, mexxie CTM F.. f.'l � Q(1) Y«r.4� t a A ATlßy>(3- ys Xid 72. Ausbesserung Otto Heindorf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes ivxxrden die Herren C. Jaenicke, W. Müller, ff-' ss>? Der Referent, Herr Statt' erordneter Otto Hs'.:.:i vi fr' ausführlicher Weise das Verhältuiß der Are ex. jetzt. Zum zxveiten Punkt der Tagesordnung��, w Resolutionen ein, xvelche verlesen xvurden. /. liche Hausdiener-Versammlung erkennt die � fßt ...... Reserexiten voll und ganz an und vcrpfiick, xvirken, daß eine Aufbesserung unseres Peru � trete» muß; um dies zu erreichen, erkläre'' � wesenden sich der Freien Vereinigung der zuschließen. 2. Tie heutige Versammlung de reiuszimm Zahlstelle Cc&H Ulro lesti üns beschließt den Lohn von 24 üsi. AMt's. so kom zu betrachten, den Chefs der Aauft? zlIoße» au, Nx schrifllich zu unterbreiten und anx 1. P.r., stPtaaration. xn Kraft treten zu lassen.— An der Diskusl'�reM wer'n au zunächst Herr Prill. Derselbe erkennt die%—■ lerentexx, es müsse eine Aufbesserung der Löh«'»,-Men Freund diesem Zxvecke müßten aber alle Vereixiiguixge" i'" �mpsehle das wäre leider nicht der Fall, weil die' kjN. einig sind. �ii il Zum Schluß wurde noch folgende ResP. "l. Dxe heute im Königstadt-Kasino versammelte� pflichten sich ohne Ausnahme, auf das hl unser Fachblatt,„Die Einigkeit", zu aboi»».�.,Ä ftch dieselben, darauf hinzuwirken, daß für vx» � gestellten auf gesetzlichem Wege die vollsto». i,/ eingeführt wird."— Diese Resolutton All V Ecke eine . jiimcn. Für die streikenden Rollkutscher wurde beih�Ämlung vorgenommen und ergab 13,21 M. Dieser -•'U /x« x•»-..— �-f—-—„£r\i.. Xf—.--'1 fL—•-™ f. � X. Teller- Betrag auf die : vwytuvunut»» UTW vxyviv M nergischAde einem anwesenden Kutscher übergeben. s-ragebcZ� Hieraus wurde die Versammlung mit einem Hoch i" für d«Wmationale Arbeiterbewegung geschlossen. ieseEiiW Der Arbriterbildungoverein für Weißens« und Dm- n zu duMeud tagte am 22. d. M. Langshansstraße 106 und erledigte etig ditwide Tagesordnung: Zu Punkt 1 erstattete der Kassirer Be- in seien, 41 über Einnahmen und Ausgaben vom 1. Quartal. Darnach ist -v 4 IS4 Mitgliedern die Einnahme 73,20 M., die Ausgabe 82,95 M., {ot ein Bestand von 40,25 M. Nachdem die Revisoren die htigkcit der Abrechnung konstatirt, wurde dem Kassirer Herrn ich Decharge ertheilt. Punkt 2 Bericht des VergnügungskomiteeS 'de bis zur nächsten Versammlung vertagt. Bei Punkt 3 wurde Bossen, den 1. Mai zu feiern: Vormittags Versammlung in Gcsellschastshaus, Kvnigschaussee und das weitere wird und ngwi ton: die ung utreten >tlegea,<>*' zuschließen. Sodann brachte der Vorsitzende ein dreisachcs Hoch I partie nach aus die allgemeine Arbeiterbewegung aus, welches von Allens 9 Uhr, im mit lrästiger Stimme unterstützt wurde und erfolgte dann Schluß der Versammlung. Den sozinldemoliratische Mahlverein im 4, Kerlincv Ueichstagswahltrreile hielt am 18. d. M. eine Versammlung im Lokale Königsbank, Frankfurterstr. 117, ab. Die Tagesordnung lautete: 1. Im alten Kours. Referent: Herr Vogtherr. 2. Dis- kussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Vor Eintritt in die Tagesordnung macht der Vorsitzende bekannt, daß der Genosse Tischler Franz Scholz-■™-~...... zcin's not zu I) Vorstand überlassen. Bei Punkts, Regelung der Bibliothek- keinerlei v, wurde eine Kommission von drei Mann gewählt, um das event. s?tere in die Hand zu nehmen. Unter„Verschiedenes" bemerkte Bochu»* Vorsitzende, daß der hilfsbedürftige Handelsmann Krebs mit Zchzanteriewaaren Hausiren wird, man soll von demselben kaufen. , A% einem dreijachen Hoch ans die internationale Arbeiter- nd' aus Mung schloß dann der Vorsitzende um HVe Uhr die Ver- ��rd!� �einr ölfenttiche Versammlung der Kauarbritcr und i,.,ira«s chwandtri, Ärrufogenossru Derlin» tagte am Dienstag, den »en PriPlpril. in Scheffer's Salon. Jnselstr. 10, mit folgender Tages- |l Die ti�rung: 1. Bericht der Dclegirren vom zweiten deutschen in .. �.heilnwver stattgefundcnen Bauarbeiter- Kongreß. 2. Diskussion. ' ,,n5 verschiedenes. Ins Bureau wurden die Herren W. Gaßmann 1 Vorsitzender, W. Vraunsberg als 2. Vorsitzender und Paul ..... Möder als Schriftsührcr gewählt. Zum ersten Punkt der Tages- * h«>i*u»g sprachen die Delegirten Gutsch, Wernau, Kühne und Tic Mmnn. Dieselben äußerten ungesähr folgendes:„Der Kongreß durch 67 Telcgirte beschielt, welche 62 Städte vertraten; aar d'.t tzutliche Mandate wurde» für richtig anerkannt. Ueber den P" sMn Punkt der Kongreß-Tagesordnung:„Zentralisation oder 01»lorganisation" entspann sich eine sehr lebhaste Debatte. Das ...»<».ev»iß derselben war, daß 40 Telegirte für und 12 gegen Lolal- '' 1 �antsation stimmten, 4 enthielten sich der �Abstimmung und n-aloetz�. t�cenning-itoui) seyue.-ms Pa»m»ru»s ire§f)tfifl5'. fni}0n i" stimmen, wurden das Sozialisten- und die �....Ölchiedenen Veremsacsetze in Deutschland bezeichnet. Die Agita- Mann verstärkt /"�''.Mieoenen-vereinsgefeye in Aeuifchtano vezeurz andL�fi�komnusflon wurde laut Antrag durch zwei M I, echtat« 4 wieder in Hamburg belassen. Die Abrechnung der lljahs Aationskommission ergao eine Einnahme von 8047 M. 59 Pf.; 4 WtC3 Ausgabe 1729 M. 42 Pf., mithin bleibt ein Bestand von nngen f g M 17 Pf. Ei,, Ueberschuß von 260 M. 00 Pf. für vor- a Bergig verlauste Protokolle wird der Agitationekomunssion über- i Refl'I-sc,,. Bezitglich der Organsrage wurde beschlossen: den n. P'-'., Hamburg erscheinenden„Bauarbeiter" unter folgendem Titel v, ij/—-v-"'"O umburg erscheinenden„Bauarbeiter" unter »Fachorgan anzuerkennen, derselbe lautet:„Der Arbeite r", " für sämmtliche Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter �,.andS, deren Hilfskassen und freie Vereinigungen. Zu t 4: Rormatarbeitstag, Achtstundenbewegung, gelangte fol- t Resolution zur einstimmigen Annahme: der zweite Kongreß :n x.. hierul�oan, es geI?itschlandS gefeiert wird. Zu Schutzgesetzgebung Punkt 5 sprachen friedrichshagen, Treffpunkt am I. Mai, Morgens —.... bokale von Zeniter, Müuzstraße 11. Nächste Versammlung am Sonntag, den 11. Mai, daselbst. , ven LS.«pru,'�veuov«.r ••• u' v----*. Zcmler, Munntr i. Erhöhung der KontroUommlssion. ZnA�orWng: 1. SOL, ßetk. m m,y«oMui„qn«r, -.1., X..„>0lz am 17. d. ätf. an der Proletanerkrankhett dm Beschlüssen des Fachvereins dcrTischler, belressS Auflösung Verl gestorben ist. Die Versammlung ehrt sein Andenken durch Er- vereine. Referent Herr Frig mibeii. e. Disruslion.->. Vereins» .. x.. Helten. 4. Ausnahme neuer Mitglieder. Verschiedenes und Fr '""'*---- orr* j it* rt* Kov iniHf\flnon 9�006 .. W. Avril, Tagesordnung: Abends 8 Uhr, im Restaurant Wedding, Müller- 1. Wie stellen sich die Modelltischler csegenüber '■......—- der Branchen- vi"''*_,. vuvmv» v. v,«.,——.—-w--.» xr, 1 vi v* 1 1»v ii. w,..inöangelegen- heven von den Sitten. Helten. 4. Ausnahme neuer Mitglieder. Verschiedenes und Fragekasten. � zu feinem Referat. Anknüpfend an die LleußeNiNg des neuen Re'.chskänzlers, daß die Kchnhniachrr. Am Sonnabend, den es. April, qrofis öffentliche Schuh- Politik Preußens und Deutschlands den alten Kours beibebaltcn macherversammiung im Lolale KöntgSsiadt-siastno, Hohumrltstrabe 72, Vor- bie Aera Bislrcf, päd Fiasko, das der Kulturkampf erlitten, sowie die Ver- gcstellle» Forderungen voll und ganz festzuhalten? "----- v„„„„n zirrrinignttg d»r Srahtarbritev Berlin« und Umgegend. Heute Abend nicht minder großes Fiasko erlitten haben. Er schließt seinen Restaurant zur guten Quelle, Landsberaersir. so. � benmisfühmnßen, Pasigfolange reaktionäre Parteien hinter, und ein reaktionäres Programm vor ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr.«rnno Wille. Die Kommunisten- sich habe, ein Wechsel in der Person nichts ändere, lind brauchten Eemeinde Jlarta. DiSlusston. 2. Berichterstattung über die stalistischsn Er AN der Wahrheit des Ausspruches zu zweifeln, h-bimgen.«�n-ang-l�n�eit � St.ppe- An den Vortrag schloß sich eine Diskussion, wobei nch sammt- Sonnabend, den-s. April er.. Abend» a Uhr, Wcncralversammlung liehe Redner den Ausführungen des Referenten anschlössen. in R-ncr'« Lolal, Alle Jalobstr.«z. Milgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches „...fSÄ ihre Lokalitäten Sonntags um 10 Uhr Vormittags schließen, zur der Zldlerbrauerei, aesundbrunnen. Tagesordnung I i. Die Arbeitseinstellung Ä™!Ä.S?ÄSte£Ämmt,n8 arssalS:liäF€- ,?ä«S»s»S's Eine impafnute Volllvuirsnmmkunn fand am Donners--rschein-n...............,.x der ponzellichen Auflösung Vernes. Die Tagesordnung lautete: Stellungnahme zum 1. Mal. Referent wird in der Versammlung bekannt ge Wie stellt sich die Bevölker.mg Ripdorfs und Umgegend zu der wach':«• Dtslusston.-»ur Drcluna der unl Forderung der kaufmännischen Angestellten nach Sonntagsruhe.'"«roste öffentlich. er geräumige Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt und Maschinen b«lch!iftig,»r�r«e............. Augen geführt, kam er auf dieselbe der kaufmännischen Ange- AUge,n-in- Arank-,:-«ud st-rb-kals-'V ,-™,, t)ic Ejsenspaufen eingehalten werden, bleibe dem jungen Kauf- letzten CenerabBersammlung. 3. Verschiedenes. Für den Osten Nud die BEÄE-ÄESiHlass nicht einmal der Sonntag Nachmittag bleibt ihm zur Erholung.— A. Stein, Muskauerstr. u, Abends?— s uhr. Ä' c"-,...x' A------- w— ii vciw""* ilosten Teller- iua;i«iinuui rcr ouuiuLiy yiiuymuuia msiui ujm 3ui vxxyx.....u..—«Vri«W.«ürn"«nd acllliige i'tvcln« am Was der junge Kaufmann mit dem Sonntag ansängt, ob er ihn><*'*««■•""" 9 L 9-.......... *«. x. C\"i.x S\ x x..».-r...» e»-».... 4» 4«-> A y- fr iiofz sonstwo amüsirt, das kann uns ganz gleichgiltig sein. Vor allen Männ°rg°lanav°t°in„Erato" Abends« Uhr bei Schlawicke, Klein- Kurstr.. �SSWWUWWUW °v 16.- Theater- upb&tgnügimßsnn�s��tas� AbMW . v»"'.'O»y v» v v, vv»p in AVifaßte internationale Feiertag >er ReiJutzvorrichtllngen, Baubude,—... kaufwz alle Dekegirte dahin aus, daß fast überall die Schutzvorrtch- unleriifligen nur aus dem Papier bestehen und es Pflicht der einzelnen I Gesäte sei, die Gesetzgebung auf derartige Uebekstände aufmerksam n, pii« machen. Baubuden sind oft gar nicht vorhanden, resp. der und �snndheit der Arbeiter nicht entsprechend. Aus& Punkt 6: Frauenarbeit. Dieselbe herrscht in einzelnen Städten 1. M�ddeutschlands, in Dresden 2c. und ist entschieden gesetzlich zu om A-flcbtelen, sosern die Frau auf Hoch- oder Tiesbauten verwendet urde»ird. Außerdem wurde der Kastengeist der Bauhandwerker den - uus»beitern gegenüber einer scharfen Kritik unterzogen, und die ,2 tzü vffnung ausgesprochen, daß in Zukunft das SoUdarUeUsge ltm rem Durchbruch komme. Punkt 9: Freie Hilsskaffen, traten n rxidnuittiche Dekegirte für Anschluß an dieselbe ein. ' ji Punkt 10 und 11: Dicknssion über Löhne und ArbeitSver- .....„ßstnisse der einzelnen Städte, Akkordarbeit, Klassenlöhne, ,*«ilonnensystem, ergab folgendes: daß zum Beispiel der ?nii!�eiter in Köslin 15—20 Pf. die Stunde, in Grabow 15 50,E.jJ 18 Pf., in Halle 27—28 Pf., in Hamburg aber schon 40 bis Pf. verdient, nicht zn vergessen die Arbeiter Königsbergs, che tu königlichen Fabriken einen Riesenkohn von 17—20 Pf. Stunde verdienen. Außerdem kiesen mehrere Resolutionen ein: , 1. Tie heute in Schesser's Salon tagende öffentliche Ber- stmlung der Bauarbeiter Berlins erklärt sich niit dem Bericht 1 Delegirten einverstanden und verspricht, mit allen uns zu ..böte stehenden Mitteln dahin zu streben, die Beschlüsse des -- j. igresses hoch zu halten und zur Durchführung zu bringen, auch »�.ptlUpmcht dieselbe, sich der besiehenden Organisation anzu- wlHeßen. H. Vetter. mcM 2ch stelle den Antrag: Da8 heutige Bureau möge die � n st Leiter- Stadtverordneten beauftragen, in der nächsten Stadt- jL H.iwrdueten-Bersammlung den Antrag zu stellen, am 1. Mai das „„»pchjliner Liathhaus zu illuminiren. Teredder. �nnteÄ®ie heute, am 22. April 1890, in Schesser's Salon von l J260 Personen tagende öffentliche Versammlung der Bau- Berlins imd Umgegend beschließt, den 1. Mai als allge- V."" seine? eile Iiarr, gegrunoe: Ivvv, Mtlalteder Abends» Uhr im Verein„Felsenfest", fiinunti 8! sitzender: A. Friese. eÄ'Ä&Ä'Sw'S"««'.-»- �Ätieii Ar veiter> eiertag anzuetkeuuen. 91. Kroll. M Cämmtliche Anträge wurden einstimmig angenommen. kÄ 1 Diskussion fnnh ff/, ff Z..'......%VV svwtvi sei j Diskusston fand nicht statt. ou ei"5' �ut �ahi der Vertrauensleute geschritten und enof"1� (■ nn H. Ber- ----------- ö"*" HUVlfi ULI omirj-T..'0 i8!! x Herren gewählt: Ppl�, y J,11®üb o)t: Otto Rennthaler, Falkensteinstr. 11. Qnen iGHur Moabit: Karl Lislow, Birkenstr. 21. — 3""" 181 M. 50 Pf.. Ausgabe 387 M. 80 Pf., Bestand vom letzten Quartal 1889 219 M. 72 Pf., bleibt Bestand 13 M 92 P. Einnahme an freiwilligen Beiträgen zum Unterstützungs fonds 224 M. 80 Pf., Ausgabe 07 M. 65 Pf., bleibt Bestand 167 M. 21 Pf. Der Arbeitsnachweis des Verbandes wurde seit dem 1. Januar 219 Mal in Anspruch genommen.— UuteV Verschiedenes entspann sich eine längere Debatte über den Kollegen Thomas, welcher als Streikbrecher in der Werkstelle von Schulz, Franksurterstraße 123, aufgetreten ist. Kollege Thomas erklärte hierauf, die Arbeit am nächsten Tage niederlegen zu wollen, um m den Augen seiner Kollegen wieder in ehrenhaftem Lichte zu pr � t-..... brieflich eingeladen werden.-......... s„.,. bentscker Sckirmfabrikanten ein- Eine jtartilirsuchtr Uerfummlung sdev Fithogrnphic- tciuschleif« und Doffufogenoll«» tagte am Sonntag, den 9. April, Vormittags 10 Uhr, trn großen Saale des Herrn >emter, Münzstr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn >eus über„Uuabhängigkeit der Ueberzeugung." 2. Diskussion. . Innere Vereinsangelegcnheit. 4. Verschiedenes. Der Vorsitzende >err F. Rose eröffnete die Versammlung»m 11 Uhr mit einem .lachruf an unseren verstorbenen Kassirer F. Winkelmann. Darauf entledigte sich Herr Pens in IVs stündiger Rede feines Vortrages, welcher starten Beifall erntete. Diskussion fand nicht statt.'An Stelle des verstorbenen Kassirers F. Winkelmann wurde Kollege Rohmann einstimmig gewählt. Da die Luxuopapier-Präger sich erfreulicherweise von dem JiidiffercntismuZ losgelöst und i» großer Anzahl sich dem Berein angeschlossen haben— es haben sich ca. 40 Präger als Mitglieder aufnehmen lassen— so wurde gleichzeitig Gelegenheit genommen, einen Präger als Beisitzer in den Vorsiand zu wählen, um auch die Präger zu l er Verwaltung des Bereinsverinögens heranzuziehen; es wurde infolge dessen der Präger Seidel gewählt. Zu Verschiedenes wurde beschlossen, den slreikenden Weißgerbern 10 Mark zu bewilligen und eine Teller- sainmlnng, welche sich auf�O Mark belief. Ferner 10 Mark den streikende» Kartonarbeitern und-'Arbeiterinnen. Sodann lief eine nur bei denjenigen Kaufleuten zu kaufen, die ihr ..... v- o /5;»»*«n(4\frtrtTft fiMüClt• lyciu O-IfClUCItz lWtl»t|,o»»» o",— Auf die von dem Verband deutscher Schirmfabrikanten ein- gesandte Berichtigung in der Nummer 95 vom 24. d. M., hat Unterzeichneter solgendes zu erwidern: „Auf Wortklaubereien, und die ganze Berichtigung ist nur Wortklauberei; werden sich die Bertreter der Stockarbelter nicht weiter einlassen. Die Antwort wird jedoch in der nächsien öffent- lichen Versammlung erfolgen, sollte dann der Vorsitzende des gc- nannten Verbandes, Hr. Berge»>ann, den Muth haben, seine Be- richtigung zu vertreten, so ist ihm von vornherein volle Redefrei- heit zugesichert. Jul. Hildebrandt, Wienerstr. 62. Resolulion ein, n.tv w.............— ,., Geschäft Sonntags von Vormittags 10 Uhr ab geschlossen haben. Dieselbe wurde einstimmig angenommen. Desgleichen wurde be- schlössen, Für Diejenigen, die am 1. Mai nicht arbeiten, eine Herren- Depesrslett. (Motff'» Telrgraplieu-Kurea».) Mir»», Freitag, 25. April. Wie das„K. K. Telegraphen- Korrespondenz-Burean" aus Marburg meldet, streiken in den Lagerhäusern der Südbahn die Arbeiter. Zur Anfrechterhaltung der Ruhe ist Militär requirirt.— Die Arbeiter der Südbahn haben ihre Forderungen formulirt und wollen, wenn dieselben bis längstens den 0. Mai nicht bewilligt werden, allgemein die Arbeit niederzulegen. impfehle allen Freunden und Be- eist®nti knien meine -tf SÄ \ QestiÜation, ch- ii, MU-Bitt-Lstkl. �sereinsziimner für Arbeitsnachiveis ' Zahlstelle steht zur Verfüg ng. Wmch, Mrangristr. 84. 1804 1*2 i der' fflÄL—- " Freunden, Bekannten und Ge ie» empfehle mein 1030 H- U.»litis lesfreiohepi iann's Euch g'müthli unlerholten At's, so kommt's in die Kürassier- .'vßen au> sstr. 15a in die Ongaviselie Uauraüon. Die Höchsten Wecmet «i wer'n ausgeführt.[725 'S m Albert Nemitz, Verl. Andreasstraße. Ecke Gr. Franksurterstraße. DcMlltiR mll) Nesiallriiilt M. Bcrndt, A. Kowald Nach f. Oranien- u. 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Abends 8 Uhr, in der Adlrrbranerei(oberer Saal), auf dem Gesundbrunnen. Tages-Ordnung: 1. Die Arbeitseinstellung und wie verhalten ivir uns zu dem Vorgehen der Direktion und den rothen Plakaten? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Oer Einberufer. 1362 Drei öffentliche Versammiungen für sämmliche im Üaur>©r,ge�feri3@ f an Srt fJrtff v« V m v* mm« Z.... V � Clf\ v, 9(t C\f f.... S, 3 Ol 1-1 f Abends SV» Uhr, lau», Landsberger «.mrniW,........................*- Tagesordnung: 1. Die Ursachen der Streiks und ihre Wirkung. 2. Anträge zum 7. deutschen Alaurerkongreß. 3. Gewerksc' rstlichcS. 1309 Eine recht rege Bethciligung erwarten Die Einberufer. Große öffentliche Versammlung der Steindrucker, Lithographen, Schleifer und Berufsgcnossen am Ulantag, dru 28. April,'Abends SV: Uhr, im Kähmische» Krauhanso, Landsberger Allee 11—13. Tagesordnung: 1. Bericht der 13er-Ko>ninission.(Siesercnt: Kollege O. Siemer.) 2. End- giltige Beschlußfassung über die Einführung unserer Forderungen.(Referent: Kollege A. Schulz.) 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht der besonders wichtigen Tagesordnung wegen Oic IScr-Kommission. 1302 I. 31.: 0. Sillier, Steindrucker, Grimmstraße 7. Achtung, Kollegen! Crosse Versammlung sämmtlicher in bcrLndwig Löwe'frfjen Fabrik beschäftigen Arbeiter am Somntac, den 27. April, Vormittags 11 Uhr. bei Buggenhagen, am Moritzplatz, im Kaisersaale. ' ilten fid Tagesordnung: 1. Wie verhalten sich die 3lrbeiter der Fabrik am 1. Mai?(Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Zur Deckung der Unkosten findet eine Teller- sammlung statt. Es ist die größte Pflicht eines jeden'Arbeiters, in der Ver- sammlung zu erscheinen.[1331] Der Einberufer. Verein der Roll- und Lastfuhrwerkskutscher zu Berlin. Der Streik ist für dieses Mal als beendet zu betrachten und immerhin als ein kleiner Sieg zu verzeichnen. Die Kutscher weroen vom I.Mai ab den geforderten Lohn erhalten, nur sträuben sich letztere, irgend welche schriftliche Bedingung zu unterzeichnen. Es ist also nicht ausgeschlossen, daß in absch- barer Zeit der Kamps von SIeucm und energischer aufgenommen werden wird. Gemeldet sind. ca. 70 Kutscher, die gemaßregelt sind und infolge dessen im Ausstande stehen und am Montag ihre Unterstützung in Empfang nehnien wollen. Es werden daher alle'Arbeiter und Kollegen ergeben st ersucht, diese — lauter Familienväter— mit einem Scherstein zu unterstützen; solche nimmt dankend entgegen die Lohnkornmission, 3tmm«rnraße 24 bei Licbig, sowie der Kassirer Beseke, Lnnrburgrrstrafse 5. Eine große Ver- sammlung findet statt am Sonntag, den 27. d. M.. Älbends 6 Uhr, im Saale ver Boekbrauerei, am Tempelhofer Berg. Sämmtliche Sammel- listen sind spätestens Sonntag Mittag Zimmerstraße 24 abzurechnen. 1342 Die Lohnkommission. Dammbcrger, Schriftführer. Piltz- nutz Mtzemmn, Trcmerhnte in großer Auswahl Marie Fankum, No. 91, AdaSbcrtsirasse Mo. 91, Ecke Vranicnstraljc.[900 Schlch- und Stiefel-Waareulager von 815 Ernst Grossmann, 65a Maldemarstr. 6i»a(zwischen Mariannenplay und Manteuffelstraße). Große Auswahl. Reelle Bedienung. Ulnochen- Mllntel und i Jackets in den schönsten| Faoons und reizenden Sitz, sowie Kleider in allen Größen| empfiehlt außerordentlich billig M.Meyci'stein,| Rosenthalerstr. Nr. 45, neben der Rothen! Apotheke. CoWs Hosenfttbrill% Pallisadenstr. 7, verkaust Hosen von 1 Mk. an, Anzüge von 2,50 M. an, sowie Carderoben aller Art nach Maaß. Werkstatt im Hause. Flicken und Rester aller Art spottbillig. ücSräuragS Mein Kcrrtn- miii Knabtn- Gnrderoben-Veschäft befindet sich nur Köpenickor-Strasse 127a. law J. Sax. 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Laut Beschluß der Versammlung vom 17. April 1300 besteht die Sperre über die Fabrik von föethlow& Co., Köpenickerstr. 109a, unverändert fort. Alle anständigen und ehrlich denkenden Kollegen werden ersucht, diese Fabrik nach wie vor zu meiden und dieselbe sammt ihren Arbeiter» in der Gold- leisteubranche dem verdienten Schicksal zu überlassen. 1328 Die Strcikiicmmissian der Tergolder. Wcissensce. Fachv. der Tischler Berlins und Umgegend. ©roffr Ucrlauunlung am Sonntag, den 27. d. M., Vorm. UVa Uhr, im Lokake Langhansstr. 106. Tagesordnung: 1. Die V ortheile einer Arbeitszeit- Verkürzung. Referent: Herr Jul. Sl p e l t. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Ver- schiedenes. Nene Mitglieder werden in der Ver- sammlung aufgenommen. Gäste will- kommen. Die Zahlstelle für Weißensee befindet sich Ecke Clzarlotfrnburüer- und �kühlkestraste(Restaurant); daselbst werden jeden Sonnabend von SVa bis 10 Uhr und Sonntags Vorm. von 3 bis Iii 1 1 Uhr Beiträge in Empfang und neue Mitglieder aufgenommen. 1321 Der bevollmächtigte. Mlijvereii! der Albiliilartztiter. Montag, den 28. d. M., Abds. 8 Uhr, Oranienstr. ISO: Generalversammlung TageS-Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Rechnungslegung des Vergnügungskomilees. 3. Bericht der Arbcits-Stachweiskommission. 4. Au- trag des Vorstandes. 5. Ersatzwahlen. 6. Verschiedenes. 1313 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. und Mgein. Berliils iiiil) Üiiißegeütz. Grosse Versammlg. am Sonntag, de» 27. April, Nach mittags IVe Uhr, im Restaurant Lindenberg zu Tegel. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Otto Klein über:.Ter Werth der Organisation für die Arbeiter." 2. Tis- tnssion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Wahl eines Bevollmächtigten, eines Hilfskassirers und eines Schrift schrers für Tegel-Reinickendorf. 5. Ver- hiedenes. 1315 Versammlnttg der Schriftgiesser Berlins Montag, den 28. April, Abends am 8 Uhr, i» Gratweil's Bierhal.'en, Kommandanten-Straße Str. 77—79. Tages-Ordnung: 1. Die Verkürzung der Arbeitszeit und der 1. Mai. Reser. C. Pirch. 2. Diskussion. 3. Unsere Stellung zum 1. Mai. 4. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Gäste haben Zutritt. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 1806 Der Einberufer. General V ersainmlnng iid Bmiis Wchlliz Iximssr« Itt lllnimrdcitkr «iid«rrn». �rrnfegtnostrn f am Montag, den 28. April er., bei Deigmüller, Me Jakobstraße 46a Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Gotlsr. Schul, über:„Unsere wirthschastliche Lage" 2. Abrechnung vom 1. Quartal 1830 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.— Neue Mitglieder werde» m der Versammlung aufgenommen Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1329 Der Vorstand. Ein Mehl- und VoHcost-Ge- schäft, verbunden mit Grünkram und Rolle, ist Umstände halber billig zu verkaufen Ehorinerstr. 78. 1341 GeseWst für Verbttltiliig m VolksMung. Am Sonntag, den 27. d. M., Abends 7Va Uhr, Dresdenerstr. 45 b. Bachmann: Vortrag des Herrn Bölsche über:„Kunst und Volk."— Gäste, Damen und Herren, willkommen. 1326 Der Vorstand. NB.; Am Mittwoch, den SO. d. M., 'Abends 31/2 Uhr, Vorstandssitzung. Putzer Moabits werden freundlichst ersucht, sich jeden Sonntag Vormittag zur Frühsprache und zum Arbeitsnachweis in dem Lokal des Herrn B. Liedtke, Kavrl- bcrgrrstraste 37, einzufinden. 1004 Die Kollegen. Durch den Gerichtsvollzieher ausge- pfändet, empfehle allen Freunden für Freiheit, Wahrheit und Stecht mein wirkliches 1311 Steh-Bier-Lokal (kein Büffet, keine Tische und Stühle). Speisen und Getränke in bekannter Güte. Tag und Nacht geöffnet. „Berliner Volksblatt" liegt aus. Carl Pietzner, Jnselstr. 13, ¥om 4. 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