m de,%' seinem» udes b-- )m die rncr 5" äbniß d . inM inen inigsttn, jinn ort«• lschas«' S#! - zu jl Sonntag, de« äZ. April 1890. 7. Jahrg. Hrgan für die Interessen der Arbeiter. Das„Berliner Volksblatt" leint täglich Morgens ausser nach Sonn- und Festtagen. AbonnementSpreiS für Berlin frei Haus vierteljährlich 3,30 Mark, monatlich 1,10 Mark, wöchentlich 28 Pf. Einzelne Nummer 5 Pf. inlagö- Nummer mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Postabonnement 3,30 Mark pro Quartal. (Eingetragen in der PostzeitungSprciSliste für 1890 unter Nr. 892, V. Nachtrag.) Kreuzband, täglich durch die Expedition, für Deutschland und Oefterreich-Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Mouat. Äasertionsaebü k r Die Spedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7. Sonn- und Festtagen bis 10 Uhr Vormittags geöffnet. -*■-, Fernsprecher: Amt vi.|tr. 4106.«- Uhr Nachmittags, an Vedakkion: S.— Ezepedikion: Veukh�raße 3. Med Vrauu AbliMMtS-EllllllliW. Jede! rirej». Bruch) arantrtj lligstesl Für die Monate Mai und Iuui eröffnen wir ein neues mnement auf das „Kerliner NoUtsblatt� der Gratisbeilage „Sonntagsblatt." In Anbetracht der bevorstehenden Reichstagsverhandlungen, Berichte wir ÜIN$(NslÜbllicl)[tCN von allen siinet Blättern bringen werden, ist es nothwendig, daß jeder ein Arbeiterblatt abonnirt. Der Preis unseres Blattes ßflinf em dasselbe von jedem Arbeiter gelesen werden *, ynn- Pflicht eines jeden Arbeiters ist es außerdem, die Arbeiter- c eing,-esse und nicht die Kapitalistenblättcr zu unterstützen. NIl>W Der bisher erschienene Theil des Romans Ulli Zum GBUck der Damen l von Emil Zola -i neuhinzutretenden Abonnenten gratis nachgeliefert. ü J Das„Kerliner Uolkodlatt" mit der Gratisbeilage lostet saiMstro Monat frei ins Haus 1 W 10 Ifeitttia, alle 'talten Abonnementsreise von M«ch« S8 Pfennig. . Für außerhalb nehmen..... sbnst lufträge für die Monate Mai, Juni zum Ai< 2 Mark SO Pf. nie»? utgegen. t5 ;tr'| « I meldet, ein Vorschlag von Ar werde deshalb nicht gemacht, !achdn«I verbot«n.| Feuilleton. [20 »ZUM Glück der Damen." oman von mileZola. � Autorisirte Uebersetzung von Armin Schwarz. ra«j!i. ,!'*n fi'iucr linkischen Unbeholfenheit es nicht wagt, den Lkaprizcn ' j d-'r Damen sich zu widersetzen; und sie mißbrauchte seine Gefällig- "it, sie hielt ihn seit einer halben Stunde auf, indem sie immer r'"(i neue Artikel zu sehen verlangte. Das Pult war schon überfüllt; «"�1 sie tauchte ihre Hände in diese steigende Fluth von Gnipure, i ii z/s Mecheluer, Valen?icunes- und Chaittilly-Spitzen, die Finger a bebend vor Begierde, das Gesicht allmälig von einem sinnlichen 'VI Vergnügen erhitzt; während an ihrer Seite Blanche, von der jin nämlichen Begierde bearbeitet, sehr bleich war, das Fleisch ,oil*1 weich und aufgedunsen. Mittlerweile wurde das Gespräch fortgesetzt. Hutin, <0� der Lust hatte, sie zu ohrfeigen, stand unbeweglich da und wartete, bis es thnen gefällig sein würde, weiterzugehen. •ml— Schau, sagte Mme. Marty, Sie betrachten sich eben Asli solche Kravatten und Taschentücher wie jene, die ich Ihnen {# neulich gezeigt habe. �, Das war richtig, Mme.de Bovcs, welche dte Spitzen der 1 1 Madame Marty seit Sonnabend nicht schlafen ließen, hatte & der Versuchung nicht widerstehen können, diese Artikel o wenigstens zu besichtigen und zu befühlen, da ihre Geld- knappheit ihr nicht gestattete davon zu kaufen. Sie er« ,',iW| röthete und erklärte. Blanche habe die Kravatten von weil es zu schwierig sei,„allgemeine Vor- s ch r i f t e n" aufzustellen. Mit dieser nichtssagenden Phrase geht man über einen der wichtigsten Gedanken unserer Zeit hinweg. Die Vorlage kann allerdings im Reichstage verbesiert werden. Aber es würde eine gewisse Bürgschaft für einen ersprießlichen Ausgang der Berathung sein, wenn in dem Regierungsentwurf wenigstens die grundlegenden Ge- danken für eine wirksame Schutzgesetzgebung in eine praktische Form gegossen wären. Daß dem nicht so ist, beweist eben nur zum so und so vielten Male, daß die Bureaukratie nicht fähig ist, wirkliche Reformen auf dem Ge- biete der Arbeiterschutz-Gesetzgebung auszuarbeiten. Sie weiß mit den neuen Zeitideen einfach nichts anzufangen. Wenn in den kaiserlichen Erlassen von Arbeitervertre» t u n g e n und von Beschränkung der Arbeitszeit die Rede ist, so haben die Herren Geheimräthe keinen Begriff davon, wie sich solche Dinge gesetzlich gestalten lassen. Woher sollen sie einen solchen Begrift auch haben? Sie schauen Alles durch die bureaukra tische Brille an und haben von dem Getriebe der industriellen und Arbeiterwelt keine blasse Ahnung. Dieser erstarrte Bureaukratismus ist eine Hinterlassenschaft des mit dem Fürsten Bismarck gestürzten Systems, welches sich niemals dazu herbeiließ, seine Anregungen aus dem Volksleben selbst herauszu- schöpfen, sondern Alles reglements- und ordnungsmüßig vom Pulte des Bureaukraten und vom grünen Tische der Diplomaten aus betrieb. Die Schöpfungen dieses Systems sind denn auch dem entsprechend; es hat auf dem sozial- politischen Gebiet gar nichts geschaffen, was den Anfor- derungen der Zeit zu entsprechen geeignet wäre. Wenn schon die Einflüsse bureaukraüscher Ver- schrobenheit aus das Räderwerk des Staatsapparats über- Haupt nur zur Einseitigkeit und Bevormundung geführt haben, so kann man dieselben auf sozialpolitischem Gebiet am allerwenigsten als zulässig gelten lassen. Hier weht ein frischer Hauch, eine Fülle neuer Gedanken ergießt sich aus der arbeitenden und schaffenden Welt, eine Materie, schon von vornherein unvereinbar mit dem trockenen und verknöchernden Wesen der Bureaukratie. Wenn die Herren Geheimräthe nicht wissen, wie sie es anfangen sollen, dann wenden sie sich natürlich an die Herren K o m m e r z i e n r ä t h e, an die großen Kaufherren und Industriellen. Diese stellen ihnen dann vor, daß es„unmöglich" sei, eine wirksame Arbeiter- schutz-Gesetzgebung zn schaffen, weil dann die Industrie zu Grunde gehen müsse, was in ehrliches Deutsch übersetzt so viel heißt als: weil vielleicht der Unter- nehmergewinn und die Dividenden ein wenig ablassen müßten. Das sehen denn die Herren spanischen Blondespitzen sehen wollen. Dann fügte sie hinzu: — Sie gehen in die Konfektions-Abtheilung? Nun, ich folge Ihnen bald. Wollen wir uns im orientalischen Salon treffen? — Gut denn: im orientalischen Salon. Er ist superb! Nicht wahr? Sie entfernten sich durch das Gedränge. Deloche, glück- lich darüber, daß er beschäftigt war, fuhr fort, die KartonS vor der Gräfin und ihrer Tochter auszuleeren. Durch die Gruppen, dte sich vor den Pulten drängten, ging der Inspektor Jouve gemessenen Schrittes aus und nieder, über diese kostbaren, feinen Artikel wachend, die so leicht nnter einem Paletot oder in einem Bermel zu vcrben sino. Als er hinter Mme. de Boves vorbeikam tmd zu seiner Ucberraschung sah, wie ihre Arme in diesem Haufett von Mechclner ttttd Valencienues- Spitzen verschwanden, warf er einen argwöhnischen Blick auf ihre fieberhaft bewegten Hände. — Rechts, meine Damen! sagte Hutin, seinen Marsch wieder aufnehmend. Er war außer sich, war es noch nicht genug, daß sie ihm unten einen Verkauf verpassen ließen! Nun hielten sie ihn noch obendrein bei jeder Wendung des Magazins auf. Was ihn am meisten erregte, das war die Wuth der Stoffe- Abtheilungen gegen die Konfektions- Abtheilung; sie lagen in fortwährender Fehde, machten einander die Käufe- rinnen streitig und stahlen einander die Perzente und die Verkaufsprovision aus der Tasche. Mehr noch als die Wollwaaren-Abtheilting wüthete die Seiden-Abtheilung, wenn sie der Konfektious- Abtheilung eine Dante zuführen mußte, die sich für einen Mantean entschied, nachdem sie sich Taffet und Faille hatte zeigen lassen. Geheimräthe auch vollkommen ein, und so kommt es, daß die positiven Vorschläge, die von dieser Seite erscheinen. immer so schwächlich und wenig einschneidend sind. Denn die Herren Kommerzienräthe wissen bei jeder Gelegenheit so gar beweglich darzustellen, daß ihre Interessen auch die „nationalen" sind. Aber, fragen wir, sind wir denn am Schlüsse des neunzehnten Jahrhunderts noch immer so sehr auf die bureaukratische Weisheit angewiesen, daß wir sie gar nicht entbehren können, und ntuß eine Reform- gesetzgebung deshalb im Sande verlausen, nur weil die Bureaukratie kein Verständniß für solche Fragen hat? Keineswegs! Man sehe doch, wie andere Gesetzgebungsmaterien be> handelt werden! Ein neues bürgerliches Gesetzbuch wird ge- plant und man läßt dasselbe nicht von der Bureaukratie, sondern von einer Kommission von Sachverstän- d i g e n, von I u r i st e n, ausarbeiten. Daß dabei nichts Besonderes herauskommt, liegt nicht an dem Ver- fahren, sondern weil in unserer Juristenwelt noch das Zopfthum und das rettungslose Festkleben am Veralteten dominiren. Hätten wir ein Juristenthum mit frischen und modernen Ideen, so würde der Entwurf ohne Zweifel ganz gut ausfallen. Da fragen wir nun: Weßhalb kann denn die Aus- arbeitung der sozialpolitischen Vorlagen der Bureaukratie nicht abgenommen werden? Könitte man denn nicht eine Kommission ein- setzen, in welcher Männer aus allen be- theiligten Kreisen sich befinden, sodaß das Interesse Aller entsprechend ver- treten wäre? Die bestehenden Körperschaften, Staatsrath und Volkswirthschaftsrath, sind unserer Anschauung nach zur Vorberathung sozialpolitischer Gesetzentwürfe nicht geeignet, weil in denselben die Bureaukratie und das große Unternehmerthum dominiren und weil diese beiden Elemente Verbündete sind. Die vorberathende Kommission müßte mit volks- thümlichen Elementen besetzt sein. Dann würden die Beschwerden, die Wünsche, die Hoffnungen, welche unser Volk bewegen, voll und ganz zum Ausdruck kommen und den Gesetzentwürfen den unerläßlich enpopulärefn undpraktifchenCharakter geben. Für praktische Männer wäre es gar keine Schwierigkeit, den leitenden Ideen auch entsprechende Formen zu verleihen und eine solche Kommission würde niemals nöthig haben, sich die Blöße zu geben und zu sagen:„Wir haben nichts vor- — Mademoiselle Klara! sagte Hutin mit verdrossener Stimme, als er endlich in die Abtheilung angekommen tvar. Doch diese ging an ihm vorüber, ohne ihn zu hören; sie war bis über die Ohren mit einem Verkauf beschäftigt. Die Abtheiluna war ganz voll. Die Menge strömte bei der Spitzen-Abtheilung herein und ging bei der Wäsche-Abthei- lung hinaus; im Hintergrunde befanden sich die, Verkäuferinnen, welche verschiedene Kleidungsstücke probirten. Der rothe Plnche-Teppich dämpfte das Geräusch der Schritte, der Lärm des Erdgeschosses drang nur unbestimmt herauf. Mademoiselle Atarguerite! rief Hutin. Und als auch diese nicht stehen bleiben wollte, fluchte er zwischen den Zähnen: — Verdammte Dirnen! Nichts war ihm mehr zuwider, als wenn er sich die Treppe herauf bemühen mußte, um ihnen Kunden zuzu- führen. Er war wüthend über den Gewinn, den sie ihm, wie er sagte, aus der Tasche stehlen. Es war, wie gesagt, ein ewiger Kampf zwischen ihnen und in diesem unaus- gesetzten Widerstreite der Interessen verschwand der Unter- schied des Geschlechtes völlig. — Ist denn Niemand da, um zu bedienen? fragte Hutin. Doch jetzt bemerkte er plötzlich Denise. Seit dem Morgen beschäftigte man sie mit dem Zusammenlegen der Kon- fektionsstücke; man hatte ihr nur einige wenige zweifelhafte Kunden überlassen, mit denen sie übrigens nichts zu machen wußte. Als er sie benterkte und erkannte, wie sie eben oa- mit beschäftigt tvar, einen großen Haufen von Mänteln vom Pulte wegzuräumen, eilte er zu ihr. — Hören Sie, Fräulein, bedielten Sie diese Damen. Damit hängte er ibr die Einkäufe der Madame Marty schlagen können, weil es zu schwierig ist, allgemeine Vor- schuften aufzustellen." Wir geben das allen Ernstes zu bedenken, denn we die sozialpolitische Gesetzgebung anszugestalten der Bur kratie überlassen werden soll, dann werden die Entiz rfe immer ohne Rückenmark sein. Die neuen Gedanken sind gewiß weder in den noch in den niederen Schreibstuben gewachsen. /Ä)arum entziehe man ihnen nicht die frische Lust iß Volkslebens; in der bureaukratischen Treibhauslust Jönnen sie nicht gedeihen! s Qlikische AtelrerkHhk. Morrefprnrvenzen. Madrid, 21. April 1890. In einem kürzlich abgehaltenen Ministerralhe äußerte sich der Ministerpräsident Sagafta Hinsicht- lich der Stellungnahme der spanischen Regier..ng zu der Kund- gevung am 1. Mai derart, daß es scheint, hier werde die Polizei keinerlei besondere Maßnahmen ergreisen, und in.olge dessen ist es wahrscheinlich, daß die Kundgebung friedlich verlau en wird. Tie sozialistischen Elemente glauben sich hier noch nicht genug organisirt; die Richtung des„Socialiste", dessen Redakteur Pablo Jglesias ist, hat beispielsweise den Beschluß gefaßt, statt den 1. den 4. Mai zu feiern. Dieser Beschluß ist von den übrigen Fraktionen nicht angenommen worden, die Anarchisten, die sozialen Demokraten, das„El Radical" und die unabhängigen Föderalisten der„Los Regiones" haben gegen denselben proteslirt und werden den 1. Mai seiern. Die Freunde des„Socialiste" in Valencia und Barcelona wollen eben so wenig sich an den Fraktionsbeschluß geounden sehen und der„El Productor" bemerkt,„daß das Beschlüsse jener Komitee's und Direktorien seien, die nicht den Willen und die Wünsche der Arbeiter zu berück- sichtigen pflegen, die sie zu repräsentiren vorgeben, und wir be- zwei/eln nicht, daß diese von ihrem Enthusiasmus fortgerissen sich auf eigene Rechnung an der hochbedeutenden internationalen Kundgebung betheiligen werden. Beachtenswerlh ist es immerhin, wie die gesummte bürger- liehe Presse der sozialen Frage Aufmerksamkeit zu schenken be- ginnt. Blätter, die unter dem Banne des Reptilienfonos stehen, wie„El Liberal", das spanische„Berl. Tageblatt", das dich« nur dumme Späße bereit hatte, wo es sich um eine sozialipische Kundgebung handelte, veröffentlichen jetzt, unter dem Drucke der deutschen Reichstagswahlen und der Maikundgebung, eiuaeheine Studien und drucken das vollständige Programm der Pariser Beschlüsse ab. Es ist unzweifelhaft, daß die richtige Benutzung der Wechselwirkung der Bewegung außerhalb und innerhalb des engeren Vaterlandes ein außerordentlich bedeutsames Moment ist und besonders in Ländern, wie Spanien und Portugal, die eine gering entwickelte Arbeiterorganisation haben, muß hinfort mit solchen ausländischen Anregungen gerechnet werden. Ter praktische Eriolg der Maikuncgebung auf die hiesige soziale Bewegung läßt sich jetzt schon als sehr wichtig voraus- sagen. Hunderttausende von Namen werben die Achtstunden- Petition an die Kortes unterzeichnen und sämmtliche arbeiter- sreundliche Fraktionen werden durch diese gemeinsame Aktion einander nähergerücit. Sozialisten-Marxisten, soziale Demokraten und Sozialisten- Föderalchen werden ftch den übrigen Republikanern gegenüber als Freunde unterstützen und die verein- zelten Bemühungen werben sich hinfort zu einer mächtigen Be- wegung verdichten können. Schon jeyt drängt diese Bewegung in Spanien zu einem positiven erreichbaren Zlele hin, das wahr- scheinlich als allgemeine Forderung auigestelll weroen wird, wenn die Achtstundenbewegung die Agitationstraft zu verlieren beginnt, ich meine den Minimallohn. Diese Forderung muß durchaus nicht mit der ähnlich lauten- den von 1*48 in Paris verwechselt werden. Die Spanier sind vor allem Individualisten und wollen von Vlanc'schen Rational- Werkstätten nichts wissen. Sie verlangen Arbeitsbureaus, deren Zweck es ist als Regulatoren des Aroeitsmarkles zu dienen, die sämmtliche SteUenvermitteliingen zu ersetzen haben und durch deren Mitwirkung allein eine vernün tige Organis tion der Arbeit prak- tisch möglich ist. Im sozialistischen Voltsstaate mußten diese Bureaus eine hervorragende Rolle spielen und immer waren sie jetzt schon wichtige Ar. eiterzeutten, die wirthschaftlich und organi- satorisch auf die Aroeitermassen heilsam einwirken müßten, iwun nun diese statistischen Bureaus den arbeitslosen Arbeitern keine Beschäftigung mehr anzuempfehlen im Stande sind in Folge von wirlhschaltlichem Niedergange, dann träte der Moment ein, wo die Gesellschaft verpflichtet ist den Unbeschäftigten den Minimal- lohn auszuzahlen. Diese Forderung richtet sich an den einfachen Sinn des spanischen Arbeiters, der nicht wie der deutsche ein vollständiges soziales System geistig verarbeiten kann uns deshalb besonderer Mittel bedarf, um zur Bewegung herangezogen zu werden. Mit Spannung erwarten wir hier Impulse aus Deutschland und Frankreich und unsere Organisationen sind soweit schon entwickelt daß Spanien in der allge...eiuen Bewegung sehr wohl einen ehren, vollen Platz auszufüllen im Stande sein wira an, die er bis jetzt herumgeschleppt hatte. Er lächelte jetzt wieder und in seinem Lächeln lag die geheime Bosheit des erfahrenen Verkäufers, der wohl die Verlegenheit ahnte, in welche er sowohl diese Damen als auch Denise brachte. Denise war ganz verblüfft angesichts dieses unverhofften Verkaufs. Zum zweiten Mal erschien ihr jetzt Huttn wie ein unbekannter, brüderlicher Freund, allezeit bereit, ihr bei- zustehen. Ihre Augen erglänzten in Dankbarkeit und sie blickte ihm lange nach, als er sich entfernte. — Qch wünsche Mäntel zu sehen, sagte Madame Marty. Denise richtete nun verschiedene Fragen an sie. Welche Gattung Mäntel sie sehen wolle? Allein, die Kundin wußte es nicht zu sagen, sie hatte keine Idee, sie wolle die Modelle des Hauses sehen, sagte sie. Und das Mädchen, ohnehin schon müde, ganz verwirrt von der ungewoimten Menge verlor den Kopf. Sie hatte in Valognes bei Cornaille nur hier und da eine Kundschaft; die Anzahl der Modelle war thr unbekannt, auch ivußte sie nicht, wo dieselben in den Schreinen zu finden seien. So kani ßD, daß sie die beiden Damen nicht rasch genug bedienen konnte, so daß diese un- geduldig wurden. Viadame Aurolie erkannte in diesem Augenblicke Viadame Dessorges, deren Verhältniß zum Patron sie zu kennen schien, denn sie beeilte sich, sie zu fragen: — Werden die Damen bedient? — Ja, von diesem Fräulein, das da unten etivas sucht, erwiderte Henriette; sie scheint aber noch nicht recht eingeübt zu sein, denn sie findet nichts. Die Vorsteherin eilte hinzu und murmelte: — Sie sehen ja, daß Ste nichts verstehen. Verhalten Sie sich ruhig, ich bitte Sie. Dann rief sie: — Fräulein Marguerite, einen Mantel! Sie blieb da, während Marguerite Modelle zeigte. Diese nahm den Kunden gegenüber einen trocken höflichen Ton an, die verdrossene Haltung eines in Seide gekleideten Mädchens, welches die Kunden um ihre Eleganz beneidet. Als sie Madame Vlarty sagen hörte, daß sie nicht über 200 Franks hinauS gehen wolle, machte sie ein Mäulchen. Fürst Kismarck als z'.richstagsabgeordnrter, das ist nicht bloß ein Zukunftsbild, sondern auch etwas schon Dagewesenes. Was nur Wenigen bekannt oder noch er- innerlich sein wird, ist, daß Fürst, damals Graf Bismarck dem konstituirenden Reichstag des Norddeutschen Bundes im Jahre 1867 thatsächlich angehört hat. Er war sogar doppelt gewählt— einmal für Barnten-Elberfeld, und zwar unter Umständen, welche verdienen, in's Gedächtniß zurück- gerufen zu iverden. In Barmen-Elberfeld traten drei Kau- didaten auf: Herr von Forckenbeck, damals Präsident des preußischen Abgeordnetenhauses; Graf Bismarck, Präsident des preußischen Ministeriums, und Herr von Schweitzer, Präsident des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins. Also drei„Präsidenten". Das Wahlergebniß war: für Bismarck 6523, für Forckenbeck 6123 und für Schweitzer 4668 Stimmen. Es mußte demnach eine Stichwahl zwischen Bismarck und Forckenbeck stattfinden, die Wähler des Herrn Schweitzer hatten den Ausschlag zu geben. Schweitzer, wie das nicht anders von ihm zu erwarten war, gab die Losung, ftir Bismarck zu stimmen, der hierauf mit 10 106 Stimmen über Forckenbeck mit 6944 siegte. Herr von Schweitzer erließ nach dieser Stichwahl„an die sozialistischen Wähler im Wupperthal" eine charakteristische Ansprache, in der es u. a. hieß: „Bei dieser cngern Wahl, in welcher es galt, zwischen dem preußischen Ministerpräsidenten und dem Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses zu entscheiden, ist durch Eure Stimmen der Grasvon Bismarck als Sieger aus der Wahlurne hervorgegangen. Vielleiclst, Ar- beiter, war Eure Abstimmung eine Huldigung, nicht zwar für den Kandidaten der konservativen Partei, wohl aber für den Minister, der aus eigenem Antrieb ein Volksrccht Euch zurückgegeben, welches die liberale Opposition für Euch zu fordern so hartnäckig vergessen hatte." Das betr.„Volksrecht" war das allgemeine direkte Wahlrecht, welches von Bismarck nicht„aus eigenem An- trieb",sondcrnum Oesterreich zu überbieten, und das deutsche Volk auf die preußische Seile zu bringen, sehr widerwillig zugestanden worden war. Er hat das später ja selbst mit genügender Deutlichkeit erklärt. Wie gesagt nahm er das, durch die Stiinmen der Sozialisten ihm zugefallene Mandat nicht an, sondern entschied sich für den Wahlkreis 3. Magdeburg(Jerichoiv), wo er ebenfalls gewählt worden war. Daß auf da» Sozialistengesetz verzichtet werden soll, bestätigt jetzt auch die Müncheuer„Allg. Ztg." Sie schreibt: „Verschiedene Blätter wollen immer noch nicht recht giauben, daß die Regierung das Sozialistengesetz ohne jeden Versuch eines Ersatzes werde ablausen lassen. Daran ist jedoch, wenn nicht ganz unvorhergesehene Zwischenfälle eintreten, keineswegs mehr zu zweifeln. Schon seit längerer Zeit stand die Absicht fest, nunmehr nach_ dem Scheitern des Entwurfes im vorigen Reichstag und bei den geringen Aussichten einer neuen Vorlage den Versuch zu machen, wie es ohne Ausnahmegesetz uno mit der Vtöglicy- feit, repressiv einschreiten zu müssen, gehen wiro."— Wie aber die Aufhebung des Sozialistengesetzes gemeint ist, geht aus dem Schlußsatz der Atittyeiluiig hervor:„Das Weitere muß sich dann aus dem Verhalten der Sozial- demokratie und eintretenden Falles aus einer Umkehr der- jenigen Parteien ergeben, die jetzt glauben, eineS präventiven Schutzes in der Gesetzgebung entrathen zu können."— Das heißt nichts anderes als: man rechnet nach Aufhebung des Sozialistengesetzes aus einen mitLeichtigkeit niederzuschlagenden Putsch, der das noch oppositionelle Bürgerlhum so ein- schüchtert, daß seine Politiker für jeoe drakonische Maßregel (Expatriirtlng) zu haben sein werden. Die Sozialdemokratie wiro aber durch diese dummjchlaue Rechnung einen dicken Strich ziehen. Der 1. Mai verursacht nur in einem einzigen Lande keine Beklemmungen. Uno das ist Belgien, sonst freilich kein Musterland. Die„Vossische Zeitung", welche diese That- fache koustatirt, giebt auch den Grund an:„In Belgien können die Arbeiter aus Grund der allen Bürgern zusteyen- den verfassungsmäßigen Rechte ganz ungehindert und nach ihrem Gutdünken durch Versammlungen und Massenauszüge manifestiren." Und es ist in Belgien den Arbeitern auch nicht verwehrt worden, die Arbeit am 1. Mai auszusetzen. Chemnitz, 26. April. Wie die Fabrikanten der Texttl- blanche, so werden auch, wie das offiziöse„W. T.-B." zu melden sich beeilt, die Maschinenfadrikanten, die Eisengießereibeiitzer und Oh, Madame werde mehr geben müssen, meinte sie, für 200 Franks sei nichts Elegantes zu haben. Und sie warf mit verächlticher Geberde verschiedene ordinäre Mäntel auf daS Bult, als hätte sie sagen wollen: Da sehen Sie, das ist durstig genug! Und Madame Marty wagte nicht zu sagen, daß sie nicht entsprechen würden. Sie neigte sich zu Madame Dessorges»md flüsterte ihr ins Ohr: — Sagen Sie, lassen Sie sich nicht lieber von Männern bedienen? Man kann sich ungcnirter aussprechen. Endlich brachte Marguerite einen Seideu-Manteau mit Perlenbesatz, von welchem sie mit mehr Respekt sprach. Und jetzt rief Viadame Aurelie plötziich Denise herbei. — Kommen Sie her, damit Sie doch zu etwa? gut seien. Werfen Sie diesen Mantel über. Denise, im Herzen getroffen und daran verzweifelnd, daß sie in diesem Hause jemals reussiren werde, stand un- beweglich mit hängenden Armen da. Vian wird sie sicher- lich entlassen, dachte sie, und die Brüder werden kein Brot haben. Ter Lärm der Menge summte ihr im Kopfe, sie fühlte ihre Beine zittern, ihre Arme waren wie zerschlagen von dem Schleppen der schweren Mäntel,— eine Arbeit, die sie nicht gewohnt war. Marguerite warf ihr nun den Mantel um und drapirte denselben auf ihr, wie auf einer Probirpuppe. — Halten Sie sich gerade, sagte Madame Aurelie. Doch im Augenblick war Denise vergessen, denn Mouret war eben mitVallagnosc und Bourdoncle eingetreten; er grüßte die Damen und empfing ihre Kompiimente für seine wunder- volle Ausstellung von Wintcr-Vtodeartikeln. Insbesondere wurde der orientalische Salon gerühmt. Vallagnosc, der seine Runde durch die Abtheilungen beendigt hatte, zeigte mehr Ueberraschung als Verwunderung, denn im Grunoe, memte er in seiner pessimistischen Weise, im Grunde sei Alldies doch nichts weiter als sehr viel Calicot auf einem Haufen. Was Bourdoncle betrifft, vergaß er ganz, daß er dem Hause angehöre, unv auch er oeglückwünschte den Patron, um ihm seine Zweifel vom Morgen vergesfen zu machen. — Ja, ja, es geht, ich bin zufrieden, wiederholte Mouret strahlend, indem er die zärtliche» Blicke Henriettens Pindtei efeu wir:, Ausschließt, o Interessante! eichskanzlor tg.", Herrn ierren schied äche betrachl .Nordd. Alle ' ngsanschau Neuen" Reg sonstige Metallindustriellen betreffs der von den den 1. Mai geplanten Demonstration geschlossen v allen Fabriken wird in den nächsten Tagen einej angeschlagen werden, in welcher darauf hingewiefen, Niederlegung der Arbeit am 1. Mai, oder das EntI Arbeitsstätten vor dem Schluß der Arbeit dem un lassen derselben gleichbedeutend ist, und daß die ,W] nach von dem ihnen nach§ 153 Absatz 3 der beziehentlich nach ihrer alten Fabrikordnung sitz" Gebrauch machen und diejenigen Arbeiter, welche........... a nicht genügend entschuldigt von der Arbeit entserm ffvahrheitet, B sich vorzeitig entsernen, sofort entlassen besiv. ai» jstaubt werde betrachtet werden. Die Arbeitgeber haben sich duntder Monatsr schrill verpflichtet, diejenigen Arbeiter, welche am s'Ztgtzh die ge in der lausenden Woche des 1. Mai bei einer SWi« für jeden einzelnen Uebertretungsfall zur Arbeit m zunehmen, ganz gleich, ob dies Arbeiter der eigen solche anderer Etablissements betrifft. Am 2.■ eine Versammlung der Arbeitgeber abgehalten, in weiteren Maßnahmen Beschluß gefaßt werden so 26. ... April. Die städtische Verwaltung hat beschlos ihr beschäftigten Arbeiter, welcher am 1. Mai ohne zu entlassen. Urlaub soll nur in besonders dringest theilt werden.— Frankfurt a. M., 24. April meine Arbeitervers ammlung beschloß, die Feier o» mäß der Halle'schcn Fraktionsbeschl.isse so zu atWft 'Arbeiter, die dies ohne einen Konflikt mit ihrem'" können, möglichst sich daran betheiligen. Zum 1. Mai. Hamburg, 25. April. Etz stattgehabte zahlreiche Versammlung von Arbeitern arten beschloß, den 1. Mai als Feiertag zu erklar» von Arveitgedern durch Entlassung gemaßregelte unterstützen. Ein Antrag aus Veranstaltung einer am 1. Mai wurde abge.ehnt, ebenso der Beschluß tenden Kommission, an diesem Tage in allen drei Wahlbezirken Versammlungen abzuhalten, weil st verboten seien.— Auch die Gewerkschaften hol saminlungen ab.— Lübeck, 25. April. S'ü Fachvereine haben beschlossen, am 1. Mai nicht Ju, gegen Beiträge bis zu 1,50 M. pro Mann an dt« zahlen. e Thatsact l ausdrücl Die am im Er eint enkschrift t mkt einer i rüder und That üt mokratischc egiütz eine chutz allenfc "" beiterstand bestehend eisende Aei iU erwarten iegnitzer V chrift des i B., daß„I Arbeiters mgen„de, ssend und er zielbewns insbesondere "arteikundge hinreichend ctution soll chieft werdei Da« Ai nes Prodstl s Cx traor' i ch e u N o ier Staatshi irette Beffn krniittelung« liefet dieVe Die Redner Wie die KeSimmuug gegen de» Kow der kommenden Arbeiterschutznovelle aussehen offiziöse Notizen in gouvernementalen Bläi heißt oa, daß der den Unternehmern rechtlich brnches der Arbeiter zustehende Entschädigung eine einfachere und wirksamere Eiimchtung 5U? möchte. Der Gedanke liegt nahe, den Ersatz".�Wrivitiv tar, gange bei Beleidigungen, Forst- und Walds»' kirchlichen letzung des Patent- und Musterschutzes in euier ffa) den äth dem Berhäilniß des Arbeitsverdienstes in müsse, wenr Kontraktbruches zu bemessenden L o h n b u ß o„kirchliche ffl Es würden damit die Weitläufigkeiten und Rickert upw der Entschädigungsprozesse vermieden und �. reinigten eine einfache, glatte und rasches Ersuchen ai 5?ontraktbruches(!), welche eben deshalb vorbe» ic�en. Nad dürfte, gesichert.— Die Sozialdemokraten sich das Hai werden zur Bekämpfung dieser Strasbeslimmutz Ansbesftrunz sein. Bis jetzt haben deutsche Gerichte£0«ften Sietai Kautionen für etwas Ungesetzliches erklärt.** S1'«'«* es scheint, nunmehr anders»oeroen. � zzekauws Dar Kurzem lief durch die Presse die Nachricht nach dem E Regierung beabsiu,tige, den Niederlassungsverttag die eigentlich zu erneuern, und zwar habe sie sich dazu verstauet Verivüftnngc legung, die von der Schweiz dem Artikel 2 des' Zahn, der n geven wurde, ihrerseits anzunehmen. Bekanntlich,» unglücklicheu „Franks. Ztg.", vertrat die Schweiz die einzig richfin funi schwarz daß sie nach besagtem Artikel wohl berechtigt,*"9 a,n etn pflichtet sei, den aus schweizerischem Boden sich"9 0°"'*® Fremden Ausweisschrislen abzu, ordern. Diese 9%; hntrfhft hnl spricht dem Buchstaben und dem Ginne des'Artikels.?.,'.' Regierung ihrerseits machte geltend, daß die 3@'3 9 ZfiÄ pflichtung habe, Ausweisschristen zu verlangen- J jyortm natürlich das Asylrecht hinfällig und werthlos gss.ff ,,Frks. Ztg. diejenigen Personen, die in der Schweiz eine Freu»( fchienenen| Schutz vor politischer Verfolgung suchen, pflegen. zur-zeit im '"........''' Die Ei°r gnng veibüs d-heit m i, tn -den so •fchloff1 i ohne 'nugl April. eier des arranj cem erklär«� regelt« > eS�°S«!�umZ . W Vindter hat Glüch. In der„Berliner Börsen-Zeitung" 1-r�iirfi611'�ir:„Von einer Seite, die jeden Zweifel von vornherein , � aufschließt, geht uns folgende, vielleicht bedeutsame, in jedem Falle e!!1? Interessante Mittheilung zu:„Gestern Nachmittag empstng der ' von Caprivi den Chefredakteur der„Nordd. Allg� '' Herrn Geheimrath Pindter, zu längerer Besprechung. Die s" r,6BFemn schtoden im besten Einvernehmen, und es darf als That ache betrachtet werden, daß der neue Reichskanzler zuweilen die 61 T�A�oibd. Allg. Ztg." als Sprachrohr für Verbreitung von Regie- ! ijuto�ungsanschauunge» benutzen wird."— Für die Beurtheilung der welche Aneuen" Regierungsmänner ist diese Nachricht, wenn sie sich be- ntfmn �»ahrheitet, iirerth. Ohne weiteres wird sie freilich nicht ge- i'?'. �Hlaubt werden. Liegt doch noch eine andere Vermuthung nahe: !r Monatswechsel steht vor der Thür und der„Nordd. AUg. >tg.", die gegenwärtig das langweiligste Blatt Deutschlands ist, ine Thatsache, die sich in dem rapiden Sinken ihrer Abonnenten- hl ausdrückt, sind derartige Gerüchte nicht unwillkommen. Die au» Anlaß der Dsrliner Arbeiterschuh-Kanferenz W Erekutivkomitee des Pariser Arbeiterkongresies verfaßte enkschrist begrüßte die Berliner Konjerenz als den Ausgangs- nkt einer neuen Epoche und erklärte, daß ihr Millionen armer "der und Schwestern hoffnungsfroh entgegensähen. Diese in That überschwenglichen Wendungen haben in dem sozial- emokratischen Vereine zur Crzielung volksthümlicher Wahlen in liegnitz eine schar e Kritik gefunden, weil selbst der beste Arbeiter- chutz allenfalls eine Milderung der gedrückten sozialen Lage des beiterstandes bedeuten könne, aber dadurch keine Umgestaltung j bestehenden Gesellschaftszustandes, von der allein eine durch- zrmfende Aenderung der ökonomischen Lage des Arbeiterstandes c erwarten sei, erzielt werde. In einer Resolution erklärt der Zpiegnitzer Verein die„überschwenglichen" Ausdrücke der Denk- ÜfiM# des internationalen sozialistischen Arbeiterkongresses, wie ''•/ daß„die daueriiden Interessen der Industrie in der Frage Arbeiterschntzes Hand in Hand gehen init den ewigen Forde- mgen„der Humanität" für unzweckmäßig und nicht recht ffend und räth im Interesse der Einheit und Einmüthigkeit zielbewußten sozialdemokratischen Partei allen Genossen und sbesondere auch dem Exekutivkomitee bei allen öffentlichen arteikundgebungen künftig stets eine der jeweiligen Sachlage ünreichend entsprechende Ausdrucksweise zu wählen. Die Re- olution soll veröffentlicht und auch dem Exekutrvkomitee znge- chickt werden. Da» Abgcordneteiihnns berieth am Freitag die Petition nes Propstes v. d. Goltz auf Einstellung besonderer Summen in s Cxtraordinarium des Etats zur Abstellung des„ k i r ch- ichen NothstandeS" in Berlin. Diese direkte Anrufung w Staatshilse fand jedoch selbst bei den Konservativen keine reite Befürwortung, vielmehr beantragten dieselben vorherige Ermittelungen über das kirchliche Bedüriniß und erst auf Grund ieser die Vorlegung von Abhilsemaßregeln m der nächsten Session. die Redner der anderen Parteien vertraten ausnahmslos das daß die kirchlichen Gemeinden aus eigenen Mitteln ihre :n Bedürfnisse" zu bestreiten hätten und betonten nament- "tlen Eindruck, den es in anderen Provinzen machen � müsse, wenn diese trotz ihrer weit höhereu Kirchenlasten für das �nrchuche Bedüriniß" Berlins noch beisteuern müßten. Die Abg. Rlckert und Eberty beantragten den einfachen Uebergang zur J über die Petition. Die anderen Parteien vereintsten sich zur Annahme eines Antrages Zedlitz, der das Ersuchen an die Regierung ricbtet,„das Geeignete" zu veran- lauen. Nach Erledigung einer Reihe kleinerer Vorlagen vertagte sich das Haus mq Montag, wo die neuen Vorlagen über die Aufbejjerung der Beamtengehälter und über die Sperrgelder zur «rsten Beralhung stehen. Zleber die Jagd»ach dem Glfenbei» in Afrika hat der „Köln. Ztg." zufolge«ich Stanley auf dem Frühstück des Vereins zur Bekämpfung der Sklaverei wie folgt geäußert:„Die Jagd nach dem Elfenbein ist in ihren Einzelheiten weit blutiger als die eigentliche Negerjagd. Sie machen sich keinen Begriff von den Verwüstungen, wellte um des Elfenbeins willen geschehen. Jeder Zahn, der nach der Ostküste gelangt, ist mit dem Blute von zwei unglücklichen Eingeborenen gefärbt; zwei Clefantenzähne haben füni schwarzen Familien das Leben gekonet; süns Zähne mahnen an ein vernichtetes Dorf; sür zehn Zähne verwüsteten die Araber eine ganze Gegend." Stanley möchte deshalb wünschen, daß jeder Staat, welcher an der Ostküste die Macht ausübt, den Räubern daselbst das gewonnene Elfenbein abnehme, dann würde die blutige Jagd von selbst aushören. Dortmund, 24. April. Kürzlich wurde, so schreibt man der „Frks. Ztg.", beria tet, daß der Redakteur des früher hier er- schiene ien sozialdemokratischen Blattes, Herr August Bölger, der gen ÜA zur-zeit im Gefänguiste zu Herjoro eine Strafe wegen Beleidi- e üstfv gung v er büßt, zu emer Straflammerverhandlung gefi elt und in lehäfN� Sträflinge.lewern vorgeführt worden sei. Nachdem der Fall das i. J A geordiiewuhaus beschu ligt hat, scheint den Gesängnipverival- mß'i'zj tungen ucch Weisung zugegangen zu sein, wegen Preßvergehens zie Beuraste nicht wie gemeine Verbrecher zu behandeln. Herr das jy Bölger ist nämlich dieser Tage zu einem neuen Termine der ei$t� �en �bra�auuner in eigener Kleidung vorgeführt worden. _. G-fterreich-Angar«. 20 1 e n, 25. April. Laut Meldung des„K. K. Tclegr.» «orrefp.-Bureaus" lehnten die Fabrikanten in Fulnek die Forderungen der Arbeiter auf achtstündige Arbeitszeit, Lohnerhöhung bis 70 pCt. und Abschaffung der Frauen« arbeU ab. Die Fabriken sind noch vollständig im Betriebe. Die Arbeiter haben morgen zu erklären, ob sie unter den dtshengen Bedingungen iveiter arbeiten wollen. Vi i e n, 25. April. Die hiesigen Eigenthümer der -Journale beschloffen, am 1. Mai kein Abendblatt, am iSÜ. Mai jedoch das Morgenblatt wie gewöhnlich erscheinen i iu lassen— Sämmtliche Arbeiterblättcr werden Artikel veröffentlichen, in denen die Arbeiter aufgefordert werden, allen Provokationen am l. Mai aus dem Wege zu gehen; es sollen Ordner aufgestellt werden; eine Unterbrechung der Arbeil soll seitens der Gehilfen den Unternehmern drei Tage früher bekanntgegeben werden. Bei den Betrieben, tvoeme Unterbrechung unmöglich ist, sollen nur so viel Ar- better seiern, daß derBetrieb keine Unterbrechung erleidet. Alien Atdet tcrvers ammlungcn am 1. Mai wird eine einheitliche Refoiulion vorgelegt werden, der die Forderungen des Pariser Arbcttcrkongresses zu Grunde gelegt werden. Bei den Gas- werken ist Alles ruhig. Gegen den„beleidigenden" Verdacht, bei den„Un- ruhen t n V i a l a zu human gewesen zu sein, der ihr von einigen blutdürstigen Unternehme torganen gemacht worden war, legt die österreichische Regierung Verwahrung ein. Das„k. k. Telegr.-Korrcsp.-Burean" meldet nämlich: Die„Wiener Abendpost" erklärt die Angabe für unrichtig, daß anläßlich der Exzesse in Bielitz-Biala die einschreitenden ( ,1 Truvpcnabtheilungen zuerst„blind", und erst, als dies er- distal folglos war,„scharf" geschossen haben. An kompetenter Stelle J eingezogene Erkundigungen hätten ergeben, daß überhaupt ch-n. y p & nicht blind geschossen würde, da gleich durch die erstech der Lohnsatz fast gerade so verschieden, von l M. 20 bis 2 M. 40 Pf., die letzteren natürlich in der Minderzahl. Die gut bezahlten Arbeiter wurden gefragt, ob sie zufrieden seien; aber die niedrig bezahlten fragte man nicht. Mit den gut bezahlten allein konnte man aber nicht arbeiten, und so ruhen alle und muß ihnen der Lohn doch bezahlt werden. Am Donnerstag sah ich vor ctner Fabrik 8—900 Frauen sich ausstellen, welche in geschlossenem Zuge auf den Exerzierplatz maschirten, allwo Militär übte, und wo sich 5—6000 Arbeiter beiderlei Geschlechts an- sammelten und in geschlossenem Zuge durch die Stadt niarschirten, an anderen Fabriken vorbei, wo sie die noch Arbeitenden zum Mitstreiken aufforderten. Dasselbe wiederholte sich am Freitag und Sonnabend, bis der Haufen schließlich aus 22 000 Personen angeschwollen war. Mos rannte und wollte das Schauspiel mit ansehen; Photographen kanien und die Masse wurde ausgenommen. Der Zug ordnete sich und geschlossen und in solcher Ruhe wie das Mltttär bewegte sich der Zug(majestätisch könnte man sagen, wären die abgehärmten Gesichter nicht gewesen) durch die Stadt auf die Dörfer. Auf einer Anhöhe, über welche der Weg führte, sahen die Leute vor- und rückwärts, und sahen so sich selbst und ihre gewaltige Masse, was sie veranlaßt«, die mitge- brachten Regenschirme als Fahnenstangen zu benutzen; Schürzen, Halstücher:c. bildeten die Fahnen. Der Zug bewegte sich dann wieder zurück auf den Exerzierplatz, wo er sich in aller Ruhe auf- löste. Es herrscht nur eine Stimme des Lobes über die Ruhe und Ordnung, welche dabei beobachtet wurde. Aber welche lieber- raschung am Sonntag Morgen: in der ganzen Stadt war ein Erlaß angeschlagen von Herrn Greif und dem Poltzeidirektor Sommer des Inhalts: Diese Versammlungen und Züge der Ar- beiter„könnten" die öffentliche Ruhe und Ordnung stören und seien deshalb verboten. Eine Versammlung in der Drei-Königs- halle wurde am Sonntag ebenfalls verboten. Die Angst bei solcher Ruhe.— Ein Polizeiwachtmeister sagte:„Die Arbeiter üpd so zahm, sie fressen einem aus der Hand!" Die Slrbeiter sagen:„Ter Kaiser hilft uns" und lassen ihn hochleben. Soeben, ivährend ich schreibe, kommt ein Mann zu mir und erzählt mir, es seien in einem nahen Wäldchen gegen 600 Schreiner und Zimmerleute versammelt, unter ihnen ein Polizeikommissär; die Arbeiter lassen den Kaiser hoch leben, und der Kommissär muß mitmachen. Wie es ausgehen wird, läßt sich nicht voraussagen. Die Arbeiter haben zwar kein Geld, aber es besteht hier das ausgedehnteste Kreditsystem, die Arbeiter könnten einige Zeit aus- halten. Mülljaufe«, 24. April. Der Streik der Gießereiarbeiter ist beendet oder wenigstens so gut wie zu Eude. Etwas ist immerhin erreicht; die Arbeiter werden ihren Lohn alle 14 Tage erhalten. Auch in den Spinnereien und Webereien wird jetzt uberall, wenn auch noch nicht vollzählig wieder gearbeitet.— Der Arbeitetag von 6 bis 6 für die Baumwollenfabriken ist be- willigt, während in den Wollspinnereien die Arbeitszeit von 6 bis 6Va Uhr sestgesctzt sein soll. Neberall soll man die tt/sstündige Mittagszeit den Arbeitern bewilligt haben. So wäre denn der Ausstand nicht resultatlos sür die Arbeiter geblieben.— Auch im Weiserlinger Thal, in Thann, tn Gedwetter, in Markirch und überall, wo es hier tn der Umgebung Fabriken giebt, brechen jetzt Streiks aus. Soziale LteverfiÄzk. Zum Schwindel In der Klseniudufirie und zum Rück« gang derselben bringt die„Voss. Ztg." lehrreiches Material bei. Aus der Handelsstatsstik ergiedt sich zunächst, daß im Laufe der letzten Jahre Deutschlands Bezüge an Roheisen aus dem Aus- lande stetig zugenommen, dagegen der Absatz deutscher Eisen- und Stahl abrikate nach dem Auslande stetig zurück- gegangen ist. So betrug bei Roheisen der Ueberschuß der Einfuhr über die Ausfuhr im Jahre 1887 65190 t, dagegen 1888 bereits 72 707 und 1839 182 811 t; andererseits stellte sich bei Eisen- und Stahlfabrikaten der Ueberschuß der Aussuhr über die Einfuhr 1887 auf 935 317 t, dagegen 1888 auf 882 728 t und 1889 nur noch auf 747 766 t. Daneben ist aber bei dem Haupt- faltor, der für die Berechnung des Verbrauches außer Ein- und Au: fuhr in Betracht komint, bei der Produktion während derselben Jahre eine starke Zunahme zu verzeichnen. Denn die Rohetsenproduktton Deutschlands, die stch 1887 auf 4023962 t stellte, erhöhte sich 1888 aus 4 837 121 und 1889 weiter auf 4 624 759 t. Das genannte Blatt zieht auS diesen Zahlet» folgen- den Schluß;,„Der inländische Verbrauch müßte in sehr gropem Maßstabe gesuegen sein, um das PluS der zur Verfügung des In- landsverbrauchs stehenden Masse decken zu können. Daß das nicht der Fall war, beweisen die Angebote der Zwischenhändler unter den Kartellpreisen. Diese Angebote zeigen, daß stch in den Händen der Zwischenhändler bebe Utende V o r r ä t h e angesammelt haben und die Aufnahme derselben in die Rubrik des„Verbrauchs" eine Täuschung war. Wir haben schon früher bemerkt, daß diese Täuschung in früheren Zeiten wieder- holt der Ansang einer Reaktiv nsverlod« wurde. Seit- dem haben die Kartelle und Verkaufssyndikate eine große Ausdeh- nung erreicht. Die Lebensfähigkeit derselben wird, wenn sich in der Preisbewegung eine Reaktion entwickelt, nachgewiesen werden müsse». Vorläufig schwächt die neuest» Entwickelung der Verhättniffe diese Lebensfähigkeit, weil es keinem Zweifel unterliegt, daß der Rück- gang der Ausfuhr und die Steigerung der Einfuhr einerseits und die stattgehabte Ansammlung bedeutender Borräthe t» den Hän- den der Zwischenhändler andererseits die bisherige Macht- stellung der Berkaufs-Syndikate tn Frage ge- stellt hat. Die Statistik über du Bewegung des auswärtigen Handels von„Eisen und Eisenwaaren" läßt ferner im Einzelnen ersehen, daß die Einsuhr sich nicht nur bei Roheisen, sondern auch bei einer Reihe von Fabrikaten, wie Stabeisen, Eisendraht, groben und ganz groben Eisenwaaren, Ankern, Achsen ic. beträchtlich gehoben hat, während der Rückgang der Ausfuhr sich fast' bei allen Hauptexportartikeln, wie Schienen, Stabeike», Eisendraht, groben Eisenwaaren fühlbar gemacht hat. Diese Zahlen ergänzen denn auch den Beiveis für die Behauptung, daß schon im Jahre 1889 die deutsche Eisen- und Stahlindustrie auf dem Auslands- und Inlandsmarkte an Kon- kurrenzfähigkeit bedeutend verloren hat, un- geachtet sie den Bedarf an Roheisen zum größeren Theil im Aus- lande, jedenfalls zu billigeren Preisen deckte, als es im Inland« möglich war und die Berarbeiwng desselben zu niedrigeren Preisen erfolgen konnte, als die Kartellpreise gestattet haben. Das ist die Illustration der Anerkennung, welche die seitens der In- duslriellen geschaffenen Karlelle gefunden haben und heute noch finden." In. kurzen Worten: unsere künstlich gezüchtete Eisenindustrie geht zurück, und durch künstliche Manöver soll diese Thatsache verdeckt werden. Diese künstlichen Manöver sind aber Schwindel, durch welchen der unvermeidliche Krach nicht aufgehalten, sondern nur verschürft und vergrößert wird. _ Die Schulimacher Frankfurt» a. M. liegen seit Montag im Streck. Zuzug streng fernhalten. Brief, zu richten an H. Friedrick, Gasthos zum Rebstock. Theater. Sonntag, den 27. April. Vvernhans. Tristan und Isolde. Montag: Der Waffenschmied. Kchauspiellians. Wilhelm Tell. Montag: Der Sturm. Lelstng-Tffeatrr. Die Ehre. Montag: Nora. Dentfchco Theater. Mein Leopold. Montag: Das Käthcheu von Heil- bronn. KcrUner Theater. A tcmpo. Der Weg durch's Fenster. Gewitter- schauer. Montag: Uriel Acosta. Friedrich-Milhelmffädt. Theater. Der arme Jonathan. Montag: Dieselbe Vorstellung. Zpallner-Theater. Rigobert. Das Armband. Montag: Dieselbe Vorstellung. Niktoria-Theater. Stanley in Afrika I Montag: Dieselbe Vorstellung. Gstend- Theater. Don Carlos. . Montag: Dieselbe Vorstellung. Nrstdenz-Theater. Marguise. Montag: Dieselbe Vorstellung. KeUealliance- Theater. Der Nau- tilus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Ein sideles Halls. ' Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolf Grnst- Theater. Der Gold- flichs. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufmann'» Narists. Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Uichtrr'a Uariötö. Speziali- täten-Vorstellung. American-Theater WKf Dresdenerstraße 55»_ T S g Ii o h Vorstellung Englischer Barten Direktion: C. Andi ecs, Alexanderstraße 27 c. Austreten des Gesangshumoristen Herrn Jung. Austreten der deutsch- schwedischen Chansonnette Fräulein Tonny Peters. Auftreten der vorzüglich. Liedersängerin Frl. Margarethe Steinow. Reu 1 1 Auftreten des Jnstrumental- und Gesangs-Terzetts(3 Damen) Geschwister Sawona. Auftreten der beliebten Duettisten Ge- schwister König. Anfang Wochentags 8 Uhr. Entree 30 ferv r»er OTC 1___ er*________»... e r*<-\.. r»/-» er* r 60 ü. 75 Pf., inl Vorverkauf 20 u. 30 Pf Sonntags Anfang halb 6 Uhr. Sonntags Enttee 50, reservirt 75 Pf., Orchester 1 Matt. Vorverkauf Entree 40 Pf. I 31. Unter de» Linden 31. Im Hause der Wilhemshallen neben der Passage. BGH- Vorführung T-ig-ich All- kindisch« 7Va Uhr Abends. �Zauberkünste. 3, 2 u. 1 M. Billets im Jnvalidendank. Bey MWlMt Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Gr. Instrumental-Concert) Direktion A. Uödmann. rn- e Wochantafls 10 Plg Mtree Sonn- und Festtago Kaisersaal 25 Pfi im Spezial-Ausschank von Patzenhofer, Export-Bier, hell u. dlinkel, a Sdl. 15 Pf. 'Gleichzeitig empfehle ich meine hocheleganten Festsäle zu 100 bis 200 und zu ca. 1000 Pers. zu soliden Bedingungen. 641 F. Mailer. Uahage 1 Tr. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. Nur SWT dirfe"OiB Woche: Ne«. Zun, ersten Male: 5. Reise d. Frankreich. 2. Reise d. 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MshtuBig, Das Streikbureau befindet sich SKalitzerstraste 18(»»Lustiger Stiefel") id werden daselbst vom Montag, den 28. ds. Mts., früh o Uhr bis Aben und werden daselbst vom Montag, den 28. ds. Mts., früh o Uhr bis Abends 0 Uhr, die Streikkarten ausgegeben. Alle streikenden Kollegen imd verpflichtet, sich daselbst einzufinden und haben zur Kontrole sich täglich ihre Karten abstempeln zu lassen. t371 Die Lohnkommission. Fachverein der Fulger. lägp Üe�rera-Fuss-Pa�iie am Ulittwoch, den 30. d. M. Sammelpunkt Ktatio» Thiergarten. Abmarsch früh 7 Uhr. Quittungsbuch legitimirt.— Am I. Mai i KT Famiiiru-Fcst in der Brauerei Königstadt am Schönhauser Thor. Anfang des Konzerts Nachmittags 3 Uhr. t362 Oer Vorstand. Große öfeiitl. Weber-VersllmmlNg am für Kirdorf und Umgegend ontag, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Bergstr. 183. Tages-Ordnung: 1. Können die Stuhlarbeiter durch eine straffe Organisation ihre Lage verbessern? 2. Wie stellen sich die Stuhlarbeiter Rirdorfs zu den Beschlüssen des Delegirtentages von Apolda? Referent Herr Städtv. Otto Heindorf, Berlin. 3. Diskusston. 4. Verschiedenes.— Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Gäste haben Zutrttt. 1389 Oer Einberufer. Grosse öffentL Versammlung sanllnWtr an Hchbeirbtitnngs-Maschinen beslhäst. Arbeiter am Montag, den 28. d. M., Abends 8v, Uhr, in Joel's Lokal, Andreasstr. 21. Sämmtliche Arbeitgeber sind brieflich eingeladen, um Stellung zu nehmen zur neunstündigen Arbeitezeit. Pflicht aller Berussgenossen ist es, am Platze 3U lein-[1251] Das Agitationskomitee. f" iCj»*a assient «oft & Fabrik-Preise � rweil directer Bezug u. Umgehung des Zwischenhandels. f Modo-Neuheiten für die Frühjahrs- und Sommer- Saison in* ülelder-üiioireii. �Eeichhalt. 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Jraiserci, Schmeisser(wegen Maßrege» Möln 1. Geschäft: Ehausseestr. Askirema 2.„ Ehausseestr.'Atuße 21.- 3.„ Friedrichsrr. Matz, z nancke, vormals Scbeberl ltktiengesell (wegen Maßregelung),'mschinenfc kirchstraße 6., Wtralauerst 1. Geschäft: Dresdenerstt.� echstr. zg 2.„ Charlottenbchidrik. Sch Eeilpflug, Elsasserstraße 8, LiMöbeifabri Hübsch, Prenzlauerstraße 7. �aarenfabr Ratko, Alt-Moabit Nr. M. Die Deherwachungs-Ko®' 1897 der Tahakarbeiter B öbelsc luiremanb, stanien-Z orinals C brik, Chc Peuickerst adeausch, m I. i , Der| mes lebha 'gelmäßig erden vo sgenfatz; autheile t _"... Tage ti Tages-Oronu«Üummer bi 1. Vorlesung über den avTsfentlicht i Arbeitstag. Zahlen voi 2. Diskussion. f�Wsammtlä Bürsten- u. Pi« wacher Berlins». Donnerstag, den hl Vorm. 9 Uhr, in Gründet'-� �-------«ifi», Dresdenerstr. Äfc*® und zahlreiche BetheiliguSS beten., Der««i Allg. Metallarbeiter- Berlins u. vmg Große Versaill Dienstag, ö. 29. Apri, Ave» Dienstag, Lehmann's Salon, Schrve Tagesordnu»! 1. Vortrag des Herrn Werth der Verkürzung der für die Arbeiter. 2. Diskus nähme neuer Mitglieder. denes und Fragekasten. Die Kollegen von Alt sttaße, werden besonders geladen.[1394] Der SJ Allg. ArbeitecklM /» m. t Kmeidk*el rriv endeten eter im I enge sch ie auch en. Die esselberg, urger Wa Mitd nlagen ist stesmal eir ür eine kr bstbäume Zeitweiliger geblieben, )er Flieder usblühen ttüthenschi oller Vlüt ngesetzt. chon einen Die L ilhelmbri verHüter tand gesi siimtl. w e r s a m n*''laßt werde am Dienstag, den 29. D»» SVs Uhr, in Scheffer's stemenfabr straße 10... etheiligtes Tages-Ord i,u»t».-ün» nr 1. Aufnahme neuer Mf' 2. Vortrag des Herrn 3. Diskuspon. 4. Verschiedenes._ Herren und Damen als Zutritt. Zur Deckung B eine Tellersammlung. lv �cuctiumuivuiiy. Um recht zahlreiches E1'? ioai 71er» 1393] rag oc zwar end tele attin, sie .ehen I ouient h 'cm Ans eise ver> �Mrg, der erselbe n Verein ls sich qi gebenden umme vc .. D?«'° opnichr stmesters t lliebet frei rf e m i t t e Honsdieo Montag, den 28. d. M-, 91 Neue Grünstr. Geselligen Abend** Auftreten des Ltichter'sch� Trios und großer Zichf:»», Die Herren-Partie aw, nicht nach den Rieselfelds, Poli» nach Erkner, Rüdersdorfer'Aierjuhtig� Sammelplatz: Bahnh»' inem Ge, straße, Morgens GVa Uhr-.�hwer ver Der N�Kohnung --------. fechten Sc mintttin Heb e oerj WeÄj »uuiumm tunmM' � MiitmiS- MM festigt« Genera!versaBf�fl am Montag, den 5. � im Königstadt-Kasino,„g. D„ TaaesordN- MSrMst. .stsn��tersch/a. g-s� 3. Neuwahl 1 staudes. s 4. Verschiedenes und Um zahlreiches Erfihf 1368] P'l Tetan Verantwortlicher Redakteur: Curt Äaakr in Berlin. Druck und Verlag von Ular DaSing in Berlin SW„ Beuthstraße 2. Allen Parteigenossen Cigarrett! Eigenes Fabrikat. Engros-Preisen. 0 ©. Reai« J, SO. er m de ) Jahre örperuerl 'ergehens «schuldigt rer Wech MSR. g arte sich et Fälsch «n Nam. ber die, Verfahren. Sier.'u k» -ig! leiti lenist!» n#K fit. b, ÜZIr. 98. idersw ludtcnst Mlimv« -nctftt.* 16. j Sonntag, de» 27. April 1890. 7. Jahrg. ToliAles. ka 1> rillen, welche den öindemann, Ackerstr. 21. 1. Mai bewilligt haben: Tischlerei Melallwaarenfabrik von Wilhelm ... y.------ �v».*vv,**.. äx.— iyiciuuiuuuicujuüiu vü» asU« �achler, Kaiserstr. 46.— Spiegelrahmenfabrik von Bölling und seeiw�irsch, Franksurterslr. 44.— Tischlerei von F. Knopke, Drcyse- mstl- jS'rase 3.— Fahnlow, Kunstmöbel-Tischlerei, Wasserlhorslr. 9.— aW. Merstedl und Günther, Alariannenslr. 31—32.— A. Salinger, Eisen- ichl». Hieherei, Louisenufer 44.— Wagner und Dünnebcil, Holz- >cn>. Kaiserei, Gr. Frankfurtcrslr. 86.— Carl Müller, Ruppinerflr. 5. Möbelfabrik von W. Dillen, Skalitzerftr. 119.— Julius fecftt' jJJuitemanii), Alfenide- und Neusilberivaarenfabrik, Prinzesgnnen- secsir. �rabe 21.— Ludw. Stampehl, Stallschreiberstr. 29.— C. und ichftt- Matz, Dachdectermeisier, Bethanienufer 10.— Hugo Härtung, inben Aktiengesellschaft Eisengießerei.— Hainann ir Funcke, Näh- eluvp'laschinenfabrik, Thurinslraße 73.— Gebrüder Lerch, Tischlerei, Ltralanerflr. 48.— F. Dewitl, chirurgische Instrumente, Georgen- merstt' rchstr. 19.— Beiler u. Behrendt, Horn- und Perlmutterwaaren- »tteaMprik, Schinkestr. 8— 9.— Bünger u. Friedrichsen, Bau- und e 8, Motöbeifabrlk, Ritterstr. 49.— Lieding u. Blnmenthal, Metall- ,ße b laarenfabrik, Koppenstr. 13—14.— H. Uhlich, Bautischlerei, % 130. Jaftanicu-Slüec 94.— M. Riltershausen, Pelznahmaschinenfabrik, x.�eo�ormals C. Priescner, Oranienslr. 193.— A. Goede, Maschinen- ler W�ibrik, Chausseesir. 32.— Zechelius u. Bertoiv, Fizsllmhfabrik, —--�Apenickerstr. 147.—„Eutcrpe", Pianofabrik, Fruchtflr. 8.— �?jlwadebusch, Inhaber der Firma Karl Hölzerlein, Hornknopfsabrik. T ii- M. I. Beil, Melallwaarenfabrik, Dragonerstr. 18. tiällll Lcichvtagvbau erfreut sich nicht blos in Fachkreisen Ines lebhasien Interesses. Ueber den Stand der Arbeiten wird 8gelinäs>ig in den Zeitungen berichtet und auch Photographien «rden von Zeit zu Zeit ausgenommen, auf denen durch den Igensatz zwischen der menschlichen Gestalt und der Größe der k.tiktrtFUlheile der gewaltige Mapfiab des ganzen Gebäudes so recht ( Tage tritt. Einige dieser Aufnahmen sind in der neueste» Nunrner der„Blätter für Architektur und Kuusthandwerk" ver- ffentlicht worden, bei welcher Gelegenheit die Redaktion einige Dahlen von allgemeinerem Werthe beifügte. Danach beträgt die lisammtlänge der Ansichtsflächen des nach allen Seiten hin frei- gehenden Gebäudes 527 Meter, die Höhe mit dem Hauptgesims ,t sliOTj�ßO Meter, die verkleidete Fläche der Ansichtssciten des Hauses tcfte 8�045 Quadratmeter, die Masse deS zur Verkleidung der Fassade ii-uilS verwendeten Werksteins bei einer mittleren Dicke von drerviertcl ly*--------*-' ißt« Al ders tv V f-----—| w» vv«ivv tiiirrrvtr-tv r-vc>ynuug n, der Marienstraße mit einer Schußwunde in der (:J:? schlafe ladt ausgefunden und nach dem Schauhause ge- I 8' rrt m Abends geriech«in zehnjähriger 5cuabe vor dem Hause ,.g Llt�J/hOiibit 99— 103 itvtS hnT�pt (jij�änbe st« � Govirhks �eikunA. u 11 11" m- ehemalige Stadtverordnete«nd Schlosser Fritz ...«W�ltri lland gestern unter der Anklage der Urkundenfälschung und il�V�erschlagung uor der ersten Strafkammer des Landgerichts I. .xsaB���'vZn der Untersuchungshast etwas abgemagerte Angeklagte ist Sahre alt und wegen Preßveraehens mit 2 Monaten, wegen ,.�rperuerletzung ebenfalls mit 2 Monaten Gesängniß und wegen .-i, Vergehens gegen das Sozialistengesetz vorbestraft. Die Anklage 'schuldigt ihn, einen Wechsel von 1500 M. unterschlagen und n Wechsel im Betrage von 450 M., 1500 M.. 991 M. und !? M. gefälscht zu haben. Auf die Frage des Vorsitzenden er- wrte sich der Angeklagte für nichtschuldig, leugnete auch bezüglich 'er Fälschungen zede Schuld, indem er behauptete, daß er zwar 'en Namen seines Schwiegervaters Voigt auf die Wechsel gesetzt, wer die generelle Vollmacht gehabt habe, im Bedarfsfälle so zu 'erfahren. Was die Unterschlagung betrifft, so hatte der Zimmermeister Dorsch einen Wechsel von 1500 M. dem Töpfer- nieistcr Backhaus zum Diskontiren übergeben. Derselbe hat sich vergeblich bemüht, die Diskontirung bei dein Kreoitverein der Friedrichstadt zu bewerkstelligen und ihn schließlich an Görcki übergeben, welcher das Geld dafür beschaffen sollte. Der Ange- klagte aber gab den Wechsel im eigenen Jntcreste dem Fabrikanten Friedrich, bei welchem er, bezw. seine Frau noch ein unbeglichenes Konto hatte. Der Fabrikant Friedrich hatte schon früher dem 'Angeklagten weiteren Kredit verweigert, dagegen der Frau Valesca Görcki, von welcher er wußte, daß sie einen wohlhaben- den Vater habe, mit Genehmigung ihres Mannes, diesen Kredit bewilligt. Der Zeuge Friedrich konnte, wie er behauptet, nach der ganzen körperlichen Entwickelung der Frau Görcki nicht annehmen, daß dieselbe thatsächlich noch minderjährig war. Als nun Görcki mit dem Backhaus'schen Wechsel bei Friedrich erschien, um darauf 200 Mark baar zu erbitten und den Rest auf seine Schuld verrechnen zu lassen, hat ihn Friedrich gefragt, ob der Wechsel auch ein guter Geschästsivechsel sei. Görcki hat darauf geantwortet, daß er für einen Neubau die Schlosserarbeiten gemacht und den Wechsel darauf in Zahlung erhalten habe. Der Angeklagte, welcher damals ein HauS in der Winterfeldstraße baute, wollte non Friedrich noch aufs Nene Bronzewaaren geliefert haben und vorläufig, da es ihin an Geld zur Lohnzahlung fehlte, 200 M. baar heraus gezahlt erhalten. Friedrich wußte, daß drei Tage darauf ein Wechsel von 450 M., welchen Görcki unbefugter Weise, auch mit dem Namen seiner Frau versehen hatte, fällig war. Er erklärte also dem Angeklagten, daß er die neu verlangten Waaren nur liesern würde, wenn jener Wechsel prompt eingelöst würde. Unter diesen Bedingungen und nachdem sich Herr Friedrich auS dem Adreßkalender über- zeugt, daß der Aussteller des Wechsels Hauseigenthümer, der Akzeptant aber dreifacher Hausbesitzer sei, kain das ganze Geschäft zu Stande. Kurz nach diesem Vorfall erhielt Herr Friedrich dce telephonische Nachricht, daß der erste Wechsel von Görcki nicht be- zahlt worden sei. Herr Friedrich nahm infolge dessen von der Neu- lieferung von Waaren an Görcki Abstand; er ist aber doch wesent- (ich geschädigt worden, da er auf den Wechsel von 1500 M. nicht einen Heller erhalten hat. Görcki war vollständig im Vermögens- verfall, beim Töpfermeister Backhaus siel die Exekution fruchtlos aus, und auch von Dorsch ivar nichts zu erhalten, da bei der dort vorgenommenen Pfändung sich herausstellte, daß die Möbel schon für einen andern Gläubiger versiegelt waren. Während der Zeugenvernehmung über diesen Punkt wurde der Angeklagte, der offenbar sehr schwach war, von einem Ohnmachts- anfall betroffen, so daß er auf den Stuhl niedersank und die Verhandlung auf einige Zeit unterbrochen werden mußte. Nach Wiederaufnahme derselben wurden die Zeugen Dorsch und Back- Haus vernonunen, welche behaupteten, daß die Entstehungsart des Wechsels ganz reell gewesen und daß sie nur durch besondere Unglücksfälle um ihr BermSaen gekomw.en feien. Bei den Ur- knndenfälschungen handelt es sich zunächst um einen Wechsel von 450 M., welchen Görcki mit dem Akzept des Tischlermeisters Ernst Riedel versehen hat. Riedel lieferte die Tischlerarbeiten für Görcki'S Bau und hat demselben manchmal Gefülligkcits-Wechsel gegeben. Görcki behauptet, daß er die Erlaubniß von Riedel erhalten habe, event. dessen Namen selbst zu schreiben. Riedel bestreitet dies aber. Der Angeklagte soll dann noch die Wechsel von 1500 M., 091 M. und 7BO M. auf den Namen seines Schwiegervaters, des Ren- ters Voigt, gefälscht haben. Görcki behauptet, daß sein Schwieger- vater ihm generell die Erlaubniß gegeben habe, sich seines Namens aus Wechseln zu bedienen. Der Angeklagte will zu seinen» Schwiegervater gesagt haben:„Lieber Papa, rvcnn ich mal Sonn- abends in Verlegenheit bin, dann kann ich mir doch»vohl dadurch helfen, daß ich Deinen Namen auf einen Wechsel setze. Darauf habe ihm sein Schwiegervater erwidert;„Na, meinetwegen, aber mache es mir nicht zu toll und sorge immer für Deckung!" Rentier Voigt, der Schwiegervater des Angeklagten, macht von seinem Rechte der Zeugnißveriveigerung Gebrauch. Der Staatsanwalt macht darauf aufmerksam, daß dieser Schwiegervater die ganze Sache eingerührt und in dem Vorverfahren durchaus ungünstig über den Angeklagten ausgesagt hat. Görcki erklärt daraus, daß da ganz besondere Verhältnisse obwalten und er wohl seine eigenen Gedanken darüber habe, sich aber nicht weiter auelassen»volle. Der Angeklagte hat sich zu seiner Ent- lastung auf zwei Zeugen berufen, von denen der eine aussagt, daß es auf ihn allerdings den Eindruck gemacht habe, als ob der Rentier Voigt dem Angeklagten wirklich die Erlaubniß zur Anfertigung solcher Wechsel gegeben habe. Der Zeuge hat nämlich einmal einen mit Voigt's Namen versehenen Wechsel in Gegen- wart des Voigt vom Angeklagten erhalten, außerdem hat ihm Fran Görcki selbst einmal erklärt, daß die Wechsel auf Voigt bestimmt bezahlt würden. Auf Antrag des Staats- amvalts»vird sodann noch festgestellt, daß die Ehefrau des An- geklagten die Ehescheidungsklage gegen denselben wegen Untreue eingeleitet hat, und die Klage in erster Instanz zu Ungilnsten des Angeklagten entschieden»vorden ist. Auf weiteren Antrag des Staatsanwalts soll die im Zuschauerraum anwesende Frau Görcki darüber vernoinmen werden, daß es gerade»vegen dieser nnlefugt vollzogenen We hselaccepte zivischen ihrem Vater und dein Angertugten zu argen Differenzen ge- kommen ist. Frau Görcki verweigert jedoch gleichfalls»yr Feuaniß. Der Staatsanivalt halt den Angeklagten bezüglich des Wechsels Dorsch-Backhaus-Friedrich der Untreue für schuldig, außerdem aber der Wechselchlschung in vier Füllen. Der Zeuge Riedel habe direkt bestritten, daß er die behauptete Erlaubniß er- theilt habe, und wenn der Schrviegervater heute seine Aussage verweigere, so gehe doch aus seinen belastenden Bekundungen im Vorverfahren hervor, daß derselbe gar nicht daran gedacht habe, so sträflich leichtsinnig zu sein, feinem Schiviegersohn seine» Namen ad libitum zur Verfügung zu stellen. Mildernde Um- stünde könne er in dem Versahren des Angeklagten nicht erblicken, sondern beantragte gegen denselben eine Zuchthausstrafe von zivei Jahren. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Pinner führte dagegen aus, daß der Gerichtshof aus juristischen Gründen nicht in der Lage sei, i» emein der zur Anklage stehenden Fälle eine Verurtheilung eintreten zu lassen. Eventuell aber habe der Angeklagte gewiß ein Anrecht auf Ztibilligung mildernder Umstände, da er nicht aus verbrecherischer Gesinnung gehandelt habe, sondern als Ertrinkender nach einem Strohhalm gegriffen habe. Man dürfe auch nicht vergessen, daß der An- geklagte infolge der Stellung, die er sich in» öffentlichen Leben errungen hatte und infolge des Beivußtseins, einen reichen Schiviegervater zu besitzen, Prätensionen erhob, zi»»velchen er nicht berechtigt»var. Da sein Zutrauen zu dem Reichthum seines Schwiegervaters getäuscht»var, habe er sich dann in Unter- nchmungen gestürzt, denen er nicht geivachsen»var. Er bitte, dein Angeklagten durch Zubilligung milderiider Umstände den Weg offen zu lassen, später ein neues Lebe»» zu beginnen und zu zeigen, daß er seine Thaten bereut. Der Gerichtshof billigt den» WÄWBzZWIW Vorsitz des Herrn Amtsgerichtsraths Hoffmann tagenden Schöffengericht vorgeführt, um sich»vegen eines Vergehens gcge» § 16 des Sozialistengesetzes zu verantworten. In Nr. 5 de „Schlesischen Nachrichten" von» 2. Februar d. I. befand sich unter der Ueberschrist„Zum 20. Februar 1880" ein Ausruf, i»»velchen alle Parteigenossen der Sozialdemokratie, insbesondere die Frauen, Mädchen und die noch nicht»vahlberechtiaten jungen Leute aus> gefordert wurden, ihr Schärflein zum Wahlfonds der Partei bei- zutragen. Auch die kleinste Gabe sei willkoininen, und wer schnell gebe, gebe doppelt. Das Wahlbureau, wo die Beiträge entgegen« genommen würden, befinde sich auf der Knpferschiniedesttaße.— Nun verbietet aber der§ 16 des Sozialistengesetzes das Veran- stalten von Geldsammlungen zu sozialistischen Zwecken, und so wurde Kunert, der Nr. 5 der„Schlesischen Stachrichten" als verantivortlicher Redakteur gezeichnet hatte, strafrechtlich zur Verantwortung ge- zogen. Der Angeklagte entgegnete zunächst, daß er jenes Verbot gar nicht gekannt habe. Es sei zwar in den Jahren 1881 und 1888 durch den Polizeipräsidenten hier kundgegeben»vorden; er selbst aber sei erst iin Jahre 1839 nach Breslau übergesiedelt. Jedenfalls aber falle seine That garnicht unter jenen Paragraphen des Sozialistengesetzes, denn sobald der Tag der Reichstagsivahl angekündigt sei— und das sei am 2. Februar d. I. bereits ge- schehen geivesen— wäre jede Art der Wahlbeivegung gestattet, und bei allen Parteien pflege man Gelder für den Wahlsonds zu samnieln. Auch die anderen sozialistischen Blätter hätten damals derartige Atifrufe veröffentlicht, aber er wäre der einzige, den man deshalb zur Verantwortung gezogen hätte. Falls er ver»lrtheilt »verde, so»verde er Berufung einlegen. Staatsamvalt Kolbenach betonte, daß das Gesetz doch auch während der Wahlen seine Gültigkeit habe, und beantragte eine Geldbuße von fünfzig Mark. Der Gerichtshof erachtete gleichfalls den Angeklagten für schuldig und erkannte in Rücksicht auf dessen bisherige lli»bescholtenheit auf eine Geldbuße von dreißig Mark, im Unverniögenssalle auf sechs Tage Gesängniß. Die in de,» yroffen Soziakistenprozetz wegen geheimer Verbindung verurtheilten Genossen, der Maurer Wilh. Ganschow, Töpfer Hermai»n Tabbert und Tischler Rudolf Richter müssen, da ihre Revision von» Reichsgericht verivorfen»vurve, heute ihre sechsmonatliche Gefängnißstrafe in Plötzensee antreten. SoiiLtle Uelrovstchl. Achtung: Arbeiter Kerlin». Der Streik der Schraube� und Fa�ondreher dauert unverändert fort. Bls jetzt hat sich noch kein Streikbrecher aus unserer Mitte gefunden und ersuchen w»r die Arbeiter Berlins, den Zuzug strengstens fern zu halten. Alles Nähere die Versammlung am Sonntag, den 27. d.M., Vorinittagi» 11 Uhr. Tagesordnung: 1. Wie verhält sich der Fachvere»» zur jetzigen Lohnbewegung i 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Achtung! Kollegen! Der Streik der Flrina Friedrich Siemens u. Ko., Neuenb»irgerstr. 24, dauert unverändert fort. Zuzug ist sernzuhaltei» von Schlossern, Drehern, Gießern, For- niern, Kernmachern, Klempnern, Modelltischlern und sänlmtlichen Hilfsarbeitern. Kollegen! Wie Ihr wohl Alle wißt, defindet sich obige Fabrik seit 10 Wochen im Streik. Der Jndifferentlsmus hat uns diesen Kampf erschwert; dessen ungeachtet haben die Streikenden fest gehalten an dein,»vas beschlossen»vurde, nämlich, daß der Streik ein gerechter ist. Infolge dessen»vurde der Streik über die Fabrik verhängt. Kollegen! Es sind von 143 noch 20 im Ausstand, die anderen sind anderweitig untergebracht, nur 16 haben die Arbeit»vieder aufgenomnten. Darum verlaßt auch Die- jenigen nicht, die sich noch im Kampfe befinden, denn auch die Zeit»vird koinmen, daß auch hier der Sieg unser»vird. Mir erhalten folgende Kerichtigu»o: In der Beilage von Nr. 97 des„Berliner Volksblatt" finde ich folgende Mit- theilung: „An die Arbeiter Berlins. Die Arbeiter der Eisen- gießerci und Maschinenfabrik von C. Hummel, Süd- User, legten am 25. d. Mts. in der Zahl von 65 Mann die Arbeit nieder." Es entspricht dieS nicht der Wahrheit, weil 53 meiner Ar- beiter die Arbeit nicht niedergelegt haben, und ersuche ich Sie auf Grund des Preßgesetzes diese thatsächliche Berichtigung an gleicher Stelle in der nächsten Nummer des„Berliner Volksblatt" abzudrucken. Achtungsvoll: C. Hummel. I» dem Aufruf der Kraurr. den wir in gestriger Nummer veröffentlichten, ist»vie uns mitgetheilt wird, eine thatsächliche falsche Angabe enthalten. Die Brauergesellen behaupten, daß die Gainbrinus-Brauerei, Charlottenburg-Sternecker-Weißensee, Grast. Reischach'sche in Sttalau die Forderungen der Gesellen anstands« los beim II igt hätten. Es ist dies jedoch keineswegs der Fall. Es wird uns ein Schriftstück mit den eigenhändigen Unterschriften der Inhaber der betreffenden Brauereien vorgelegt, in»velchen» die Herren erklären, daß sie durch die„Vorspiegelung der salfchcn Thatsache, daß die anderen Brauereien bereits unterzeichnet hätten, zu ihrer Unterschrist veranlaßt seien." Die Herren ziehen demgemäß ihre ursprüngliche Unterschrist zurück. Die einzige Brauerei, die be- »villigt hat, ist Arendt, Münchener Brauhaus. Die Spandauer Bergvrauerei schließt sich durch ein Telegramm auch den Be- schlüssc» der übrigen Brauereien an. Achtung MrtnUarbritrr! Ter vom Fabrikantenverein in Eisengießereien und Maschinenfabriken vorgeschlagene Ukas hat bereits Veranlassung zu Arbeitseinstellungen gegeben. Obgleich min Ton wie Inhalt des gedachten Erlaffes im höchsten Grade geeignet ist, jeden unabhängig denkenden Arbeiter zu provoziren, so ratheu»vir dennoch den Kollegen auf das dringendste, nicht mehr mit Arbeitseinstellungen vorzugehe», sondern die Dinge r»ihig an sich herankommen zu lassen. Die Mitglieder des Metallarbeiter- Vereins sind im Besonderen verpflichtet, von jeder drohenden Arbeitscinfiellung dem Vorstände vorher Mittheiluug zu machen.— In den Fabriken, in denen mit großer Majorität beschlossen wurde, den 1. Mai zu feiern, möge die Arbeit ruhen, ,vo sich nur eine Minorität für die Feier er- klärt hat, rathen»vir dieser Minorität ebenfalls zu arbeiten, uin sich nicht unnöthiger Weise Maßregelungen auszusetzen, da nach Lage der Sache vo i einer einheitlichen Feier für oieseS Mal doch nicht mehr die Rede sein kann. Sind die Unternehmer verblendet genug, die Feiernden neun Tage auszusperren, dann haben sie es zu verantworten, wenn der soziale Z,viespalt zwischen Kapital und Arbeit eine empfindliche Schärfung erfährt, die in letzter Linie nur den Unternehinern zum Schaden gereichen wird. Wer Wind säet, darf sich nicht beklagen,»venn er eines Tages Sturin erntet. Der Vorstand des Allgemeinen Metallarbeiter-Vereins für Berlin und Umgegend. „ Josef Hartman»», Reichenbergerstr. 73. Aufvitf nn nlle Gpnve»»ve»»»!» Zifclrnre Krulina»nd zliugcgrnd! Wie Ihre Alle»vissen werdet, steht unsere Kollege»« schast,>v,e alle anderen, seit langer Zeit in einer Agitation, »velche u»ls das unentbehrliche Hilfsmittel zur materiellen»vie geiftlgeu Hebung unserer Interessen erringen soll— die Verkürzung der Arbeitszeit, den achtstündigen Arbeitstag.— Wollt Ihr, durch die Schwankungen in dem GeschästZgange gezwungen, entweder arbeitslos oder über das natürliche Map angespannt, der sicheren Acrsumpfnng entgegengehen oder wollt Ihr als freie Menschen Eure Anrechte an das Leben geltend machen? Kollegen! Entscheidet Euch kurz und erkennt, wo Eure Jntcr- essen, die Interessen der Gesanuntheit vertreten sind.— Der 1. M a i ist der Tag, an welchem die Arbeiterschaft der ganzen zivilisirten Welt die Stimme erhebt— für die Verkürzung der Arbeitszeit, für den achtstündigen Arbeits- tag. Lapt auch uns Alle wie ein Mann an diesem Tage muthig unsere Stiinme erHelen, laßt uns, unbekümmert um unsere Geg- ner, energisch für obige Forderung eintreten und erscheint pünkt- lich und zahlreich in der zu diesem Zweck am Donnerstag, den 1. Mai, Vormittags GV: Uhr, im Saale des Herrn Bachmann, Dresdenerstraße 45 stattfindenden Versammlung aller Graveure und Ziseleure.— Kollegen, zeigt, daß Ihr mündig seid, erscheint Alle und der 1. Mai wird auch für unser Gewerbe ein Festtag werden. ' In der Maschinenfabrik von Eh. Lißmann(Inhaber Ci Floht) haben Sonnabend, den 26., sämmtliche Arbeiter(200 an der Zahl) die Arbeit niedergelegt(rothe Plakat) wegen Sticht- bewilligung des 1. Mai. Aufforderung. Die Kommission der Appretur und Färberei von Hetsching, Wassergasse 2l, fordert alle diejenigen, welche noch im Besitze von Sammellisten sind, auf, dieselben, ob aezeich- net oder nicht, bei Paul Altmann, Georgenkirchslraße 62, II, sofort abzuliefern. Achtung, Textilarbeiter und-Arbeiterinnen! In der Wederei von Baß, Hudson u. Sons in Charlottenburg haben sämmtliche Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt wegen Lohndifferenzen. Wir bitten Zuzug strengstens fernzuhalren. Näheres nach der am Montag stattfindenden Versammlung im »Berl. Volksblatt". VcrlÄnmrUmgcn. Am Donnerstag, den 94. April, tagte in Habells Bra erei, Bergmannsrraße, eine öffentliche Versammlung der Maler und Anstreicher Berlins unter Vorsitz des Kollegen Zeiske, mit der Tagesordnung:„Die Bedeutung des Achtstundentages." Der Referent: Herr Wilh. Gründet, sprach unter lebhaftem Beifall über das angesetzte Thema. Folgende Resolution wurde ein- sttmmig angenommen:„Die am 24. April m Habel'L Brauerei tagende öffentliche Versammlung der Maler, Lackirer und Anstreicher erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten ein- verstanden und beschließt, Mann für Mann die Arbeit ruhen zu lassen und sich an der allgemeinen Bewegung und Feier zu be- theiligen." Zu Punkt 2: Diskussion, sprachen sich sämmtliche Redner im Sinne des Referenten aus und ermahnten die Kouegen, sich durch nichts an diesem Tage provoziren zu lassen. Zu Punkt 8: Gründung einer Filiale der Vereint- gung der deutschen Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandten Berufegenossen im Südwesten wurde von mehrgr»n Rednern befürwortet und mit großer Majorität angenommen. Als provisorischerBorftand wurden folgende Herren gewühlt: Zeiske als erster Bevollmächtigter, Behrend als zweiter Bevollmächtigter, und Müller als Schrishührer. Zum vierten Punkt„Verschiede- nes": wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:„Die Theilnehmer der heutigen Versammlung rerpf.ichten sich, die Forderung der kausmäni isch Angestellten belreps der Sonntags- ruhe dadurch zu unterstütze», daß sie vom 4. Mai ab nur i» den- jentgen Geschäften kaufen, deren Inhaber ihre Lokalitäten an Sonn- und Feiertagen spätestens um 12 Uhr Mittags schließen und nach dieser Zeit ihre Angestellten nicht mehr beschäftigen. Hieraus wurde die Versammlung mit einem dreifachen Hoch aus die neugegründete Filiale vom Vorsitzenden geschlossen. Gine große öffentliche Dersammlung der in Kuch- Kindereien und verwandten getrieben beschäftigten Arbeiter fand am Freitag, den 25. April im Saale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. statt. Auf der Tagesordnung stand: 1. Wie verhalten wir uns am 1. Mai? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Das Referat hatte Kollege B. I o st übernommen. In längeren Ausführungen die Arbeiterbewegung, resp. deren Ursachen klar- legend, kam er auf die modernste Forderung der Arveiter, die der Verkürzung der Arbeitszeit zu sprechen und wies die Berech- tigung derselben nach. In der Diskussion, an welcher sich die Herren P. Schneider, Tilgner, Röhlke, Mielenz, Marwitz, Iah», Wach, Pehmel und Ehrenfried betheiligten, machten sich zwei Richtungen bemerkbar. Tie größere Zahl der Redner trat für eine bedingte Feier, wie sie vom Referenten angerathen worden, ein; während einige Redner sich für eine unbedingte Feier aussprachen. Nach dem Schluß der Tisk-spo» wurde folgende Resolutton angenommen:„Die heute im Restaurant Feueruein tagenve öffentliche Versammlung aller in Buchbindereien und verivandten Betrieben beschäftigten Arbeiter erklärt sich mit den Ausftlhrungen des Refereuen einverstanden und verpflichtet sich, in den Werkstätten, wo die Ver- hältnisse es erlauben, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen, so- wie in der am fett en Tage stattfindenden öffentttchen Versamm- lung Mann für Mann zu erscheinen. Unter Verschiede,»ein wurde «ine Resolution angenommen, welche dahin tautet, daß sich die Versammelten verpptchten, vom 4. Mai ab nur noch in solchen Geschäften zu kaufen, die deS Sonntags von 12 Uhr Mittags ab geschlossen sind. Der Vorsitzende schloß die Versammlung um 12 Uhr mit einem dreimaligen Hoch aus die internationale Arbeiterbewegung, in das die Versammelten enlhupaslisch mit einstimmten. Die«alvauiseuve und Derufogenoffen hielten am 21. d. M. eine Versammlung in Reper's Saal, Alte Jatobür. 68, ab. Auf der Tagesordnung stand: Bortrag des Herr» Stadl- verordneten Otto Klein über die Arbeitervewegung uno der I.Mai, Diskussion und Verschiedenes. Nachdem die Herren Kollegen Knippel, Weber, Bolz ins Bureau gewählt waren, ertheilte aer Vorsitzende dem Referenten zu seinem über eine Stunde dauernde» und mit großer Begeisterung anigenommenen V orlrage das Wort. Hierauf Punkt 2„Diskussion". An derselben betheuigte sich nur ein Redner, welcher sich im Sinne deS Referenten ausfirach. Es trat eine Pause von 10 Minuten ein, in welcher sich mehrere Kollegen in die Freie Vereinigung der Galvaniseure und Berufs- genonen ausnehmen ließen. Unter„Verschiede, es" war eine Re- folution eingeliefert:„Die heute in Repers Lokal statt,, ndende öffentliche Versammlung der Galvaniseure und Beruf-, genossen erklärt sich voll"»d ganz mit den Aussührungen des Re�erenle» einverstanden und verspricht, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen." Kollege Ssmchch wurde zur Einveruiung einer Versamm- lung gewählt. Mit einem Hoch aus die internationale Aroeiter- bewegung schloß der Voriitzeude die Versammlung. Am 1. Mai stndet eine öffentliche Versa, nmlung der Galvaniseure und Berufs- genossen statt. Wann und wo wird im„Verl. Votksblatl" bekannt gemacht. Duterstulfungsbund der Kanvdienrr Kerlin». In der außerordentliche» Generalversammlung am 22. April er. wurden vom I. Vorpand, Kollegen Grauer verschiedene Mittheilungen verlesen und fanden 64 neue Mitglieuer Aufnahme. Hierauf theilte der Kassirer Kollege Wiemer den Bierteljahresbericht mit, welcher von de» Revisoren für richtig befunden war. Ferner wurde den streikenden Rollkutschern und Kartonarbeitern eine Unter- stützung von je 50 M. bewilligt und darnach zur Erledigung der Anträge geschritten, wo leider der II. Vorstand, Kollege Krüger, durch eine ungebührliche Aeußernng des Kollegen Otto Eaiulz, auf Begründung seines Antrages, sich genölhtgt sah, die Versamuckung zu fchliepen. Der Derei« der Klempner Kerlin»«nd Umgegend hielt am 28. d. M. eine große Generalversammlung mit ivlgen- der Tagesordnung in Orfchel s Salon ab: 1. Bericht des Vorstandes und der«ommisponen über ihre Thättgleit. 2. tiajfen- bericht. 3. Wahl des Vorstandes und der Kmnmissionen. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Kollege Selchow er- stattete darauf Bericht, wonach im verflossenen Jahre 17 Vers- animlimgen, 13 Vorstandssitzungen und 7 Kommissions- sitzungen stattfanden, an Unterstützungen sind OSO M., an bedürftige Kollegen 40 M. gezahlt worden. Selten kann wohl ein Verein mit solcher Genugthunng auf das verflossene Jahr zurückblicken als wie unser Verein, der kaum ein Jahr besteht und schon die stattliche Zahl von 1400 Mitgliedern aufweist. Kollege Telcour erstattete den Kassenbericht über das letzte Vierteljahr. Tie Einnahme be- trug 977 M., die Ausgabe 713 M., bleibt ein Bestand von 264 M. Kollege Batsch als Revisor bestätigte, daß alles in Ordnung sei, worauf dem Kassirer Teckarge erlheilt wurde. Kollege Köhler erstattete Bericht über die Fachkommission. Sie hat viel und tüchtig gearbeitet und wird in nächster Zeit einen Fragebogen ausgeben. Ueber den Arbeitsnachweis gab Kollege Förster Be- richt, wonach über 100 Stellen vermittelt sind. Kollege Itlein gab Bericht über die Bibliothek, er sprach sein Bedauern aus, daß sich so wenig Kollegen an der Bibliothek betheiligen und ersucht dieselben, mehr auf die„Teutsche Metallarbeiter- Zeitung" zu abonnire», die von oer Bibliothekkoniniission zu beziehen ist. Kollege Müller erstattete Bericht von der Rechtsschutz- Konunission, wonach bis jetzt 5 Klagesachcn erledigt worden sind. Darauf wurde zur Wahl des Vorstandes geschritten. Paul Selchow wurde wieder zum ersten und Kollege Prasse wieder zum zweiten Vorsitzenden. gewählt, Kollege Telcour zum ersten Kassirer, Kollege Hoffmann zum zweiten Kassirer, Kollege Ellend zum zweiten Schriftführer, Kollege Lemm zum Protokollführer, Batsch und Le: che» zu Revi- soren. In die Fachkommission sind folgende Kollegen gewählt: Tüngel, Kape, Riedel, Poppel, Lippich, Salig, HixiuS, Napel, Klobe, Haring, Lange, Gotigetreu, Jüngel, Fröhner und Merk. In die Arbeitsnachiveis-Kommission wurden gewählt die Kollegen Hahn, Oswald und Pohla». In die Bibliothek- Kommission die Kollegen Burchardt, Rickter, Grasenstein, Zieme. In die Rechtsschutz-Kommission die Kollegen Fehlberg, Hossinann. Wollmann und Schulz. Unter Verschiedenem wurde der Antrag, in Nixdorf eine Zahl- stelle zu errichten und dort Versammlungen abzuhalten, ange- nomnien. Tie Gesuche der Weißgerber und Knplerschmiede, die in Streik liegen, um Untersuchung, wird dem Vorstande über- lassen. Ebenfalls das Gesuch von den streikenden Schuhmachern. Der Streik in der Ja rik von Gowerth u. Ko. wird der Fach- kommission zur Unterstützung über, i-sen. Kollegen Selchow. Prasse und R. Schulz ersuclleii die Kollegen, sich mehr an den Sauunelliften für unsere streikende» Kollegen in Thale und Elbing zu betheiligen, da schnelle Hilfe noth thut. Nachdem nock mehrere Kollegen für den 1. Mai gesprochen hatten, wurde die Versamm- lung mit einem dreimaligen Hoch geschlossen. Achtung! Zimmerleute Berlins! In der Generalversamm- lung vom 14. d. M. wurde beschlosfen, den 1. Mai als Feiertag zu betrachten und die Arbeit in unserem Gewerbe ruhen zu lassen. Gleichzeitig würbe der Gesellenansschuß beauftragt, diesen Be- sckluß unseren Arbeitsgebern brieflich(was auch geschehen ist), mttzutheilen. Tie zum 1. Mai Vormittags 10 Uhr nach dem Elrilium ein- berufene Versasiiml..ng mit der Tagesordnung: Ist es möglich, unter der heutigen Produktionsweise die gesetzlich achtstündige Arbeitszeit einzuführen, hat die polizeiliche Genehinignng nicht erhalten. Kameraden, es ist Eure heiligste Pflicht, am 1. Mai die Arbeit ruhen zu lassen und Mann für Mann den Beschluß vom 14. April hochzuhalten; da wir keine Versammlung erhalten, werden wir den Feiertag auf eine andere Art begehen.(Aües Nähere siehe Inserat am Dienstag). Gi»w Nerftau»»lung der berliner AutdrtaiUeurr fand am Donner lag Abend bei Zeuiter, Münzsirape, Irnit, um zur Angelegenheit der Kontrolmarke Stellung zu nehmen. Tie Kontrotmarke, führte der Reierent aus, ift heute im Enrerbs- leben der Huthändler ein Faktor geworden, mit dem jetzt ernfi zu rechnen ifl. Tie Arbeiter haben sich durch zahlreiche Beschlüsfe verpflichtet, keinen Hut mehr ohne Kontrolmarke zu kaufen, die Fabrikanten aber lie,erii keine Markenhüte, weil sie sich nicht unter tie Kontrole der Arbeiter stellen wollen. Die Hiithändler haben sich nun für eine der beiden Seiten zu enlscheiden. Welche ist aber die richtige? Referent und die Mehrzahl der folgenden Redner äußern sich dahin: für den Händler, der im Ar-, eiler- viertel wohnt, kann es garnickft zweifelhaft sein, wie seine Ent- scheidung ausfällt. Der Arbeiter ist der Hauplkonsument und mit ihm steht und fällt der Geiverdetreidende. Aver es kommt hier noch eins dazu: da die Marke ein Zeichen sein soll, daß der Ver- fertiger des Hutes gercchlen Lohn erhalten hat, so kann dieselbe naturgemäß an Schundfacrikai.ten niept abgegeben werden. Damit muß dann aber auch die Schleuderkonkurrenz auchören, die, wie die Versammlung allgemein anerkannt, gerade den Niedergang des Hutgewerbes herbeigeführt. Die Hutdetailleure begrüßen es daher unt Fre..den, daß nun ein Mittel gefunden ist, weiches dazu berufen erscheint, unser Gewerbe wieber einvor zu hebeu und welches eine Garantie dafür bietet, daß der mit einer Marke versehene Hut wirklich gutes Fabrckat ist. Folgende Resolution wurde daher ein immig angenommen: Die heule am 24. d. M. in Zemler's Salon tagende Versammlung der Berliner Hutdetailgeschäftsinhaber erkennt die Besirednngsn der deutschen Hutmacher, welche dieselben durch die Kontrolmarke vcru'irtlia.c» wollen, als durchaus berechtigt an, verpflichtet sich, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln für die Einführung der Kontrol- marke zu wirken, im Besonderen an die Fabrikanten das dringende Ersuchen zu richten, den Tetaileuren von nun an nur noch Hüte mit Kontrolninrten zu liefern. Man beschloß ferner, diesen Beschluß drucken zu lassen und mit den Unterschrilten sämmtlicker Hutdelaitiflen versehen, jedem einzelnen Huttabrikavten zuzustellen. Ein« öffentlich» Krauer-Devsammlung tagte am 25. d. MtS. bei reger Belheiligung im großen Saale des Böhmischen Brauhauses. Ter Vorfitzende, Herr Hilpert, rekapitulirle ein- aangs der Verhandlungen in kurzen-chgen noch einmal den bisherigen Gang der Lohnbewegung der Brnuergesellen zur Jnfor- mation der nicht genügend unlerrichleten Kouegen. Redner be- dauerte sehr, daß dte Organisa lion unter den Braucrgesellen nicht eine derartige sei, daß ein festes Zusammenhalten ermögliut würde und daß der Kampf, welcher durch Einigkeit sehr leicht beizulegen gewesen wäre, durch die Uneinigkeit der Kouegen erschwert resp. verlängert werde. Tie Brauergesellen seien nunmehr zu der Einsicht gelangt, daß sie sich der allgemeinen SIr' citcrbe- wegung anzuschließen hätten(Zustimmung) und ermahnte Redner, fest zusammenzuhalten und sich der übrigen Arbeilersajaft würdig zu zeigen. Herr E o n r a d verlas hierauf drei von den Brauereien Schultheiß, Böhmisches Brauhaus und Friedrichshbhe(früher Patzenhofer) ewgelansene Schreiben, in denen sich die Vorstünde der genannten Brauereien„im Großen und Ganzen" mit dem vorgelegten Statutenentwurf zu dem von den Gesellen geforderten Zentral- Arbeits- Nachweis(dem Brenn- punkte der gegenwärtigen Beivegung) einveruanden und sich bereit erklären, darüber mit den Gesellen in Verhandlung zu treten. Redner erklärte diese Schreiben als völlig werthlos, nur !u dem Zwecke verfaßt, die Geseüen zu beruhigen. Tie Bratereien lütten nichts weiter zu thun, als die bekannte Resolution zu unterschreiben und ihr« alten Arbeiter wieder einzustellen. Herr Gründe! begrüßte den Cittschlup der Brauergesellen, sich der allgemeinen Arbeiterbewegung anzuschließen, mit Freuden, er- mahnte dieselben, diesem Entschlüsse treu zu bleiben, ihnen die Unterstützung der allgemeinen Arbeiterschaft znucpernd und den Beschluß des Vereins zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend, von denjenigen Brauereien, weiche die Forderungen der Brauergesellen nicht dewitligt haben, kein Bier zu beziehen, mittheilenv.(Lebhafter Beifall.) In gleichem Sinne äußerten sich die Herren N ö l t e n. Luhm, Barkel, Vorretter unter dem größren Beifalle der Versammlung, die Brauer ermH ihren Forderungen fest zu bestehen. Die Forde von den Berliner Arbeitern für berechtigte anerlaiwt> würden den Branergcselle» ihre Unteriiützlnig sehr/ Theil werden lassen, was in der nächsten ■sw» Ö,'.nS erklärten, Werkslattc den wiedc dorferstra erschienen Schreiben und fühlbar zu Tage treten werde. Ten Vr»-rcdnflßhj, moral Herr Mendt an, zur Einigkeit ermahnend und �"Mwurde fol modernen Arbeiterbewegung treu zu blei en, die �?VersainmI würden es nicht zu bereuen haben.(Grostcr ,u Lause der Diskussion fanden die Verhältnisse>•»" gesellen x\ nochmals eine eingehende Beleuchtung und wurde NW in der gegnerischen Presse,>vie auch von BraiuneisternH..� gw-ji« getretenen Meinung, daß der Arbeitsnachweis, der seilen gefordert werde, etivas durchaus Nebensächll- schieden entgegengetreten und die ganze Wichtigkeit ci t---•*— � c/i», s.«<» Sor firh ilt dank, graul Und die Be! K-rtini («. 5. 9!t. fnmmluna t pinnng uro iiUn. Um jentro. rrltM»(j onmllnnc. i> Adrectirn Arbeiter befindet, in das hellste Licht gerückt. haben die Gesellen der Schultheiß' Brauerei ein 2' zeichnen müssen, in welchem sie sich verpflichten, die nicht zu besuchen. Die Versammlung faßte schlief folgende Resolution:„In Anbetracht der sich f4-«etianf», gemacht habenden Biersperre in den nicht bemiW ss N"r>» schrieben habenden Brauereien, beschließt die heule,?. Aprtl, >690, im großen Saale des Böhmischen Bra'■ aciadcn. öffentliche Versammlung der Braueraesellen, die•■ D-r>>< früher auszunehmen, sonie die jetzt arbeitende»" ers..chen, die Arbeit so lange niederzulegen, bis die iiöijmiq folution von sämmtliche» Arbeitgebern unterschrie- Z»?»»». auch das Entgegenkommen der ar! eilenden Bcvöllev�!��°c>- � gerechtfertigt wird. Alle Brauergesellen, welche aia�.uu» den'vo, ..... wieder«cilchlc! 20., die Arucit eingestellt haben, sind zuerst.- tamMmnima» Sollte der betr. Herr Branmeisier dtes nicht thun,! >.- v:.—______......c. � /»,»(TCltfS i>t?T ihlö1' Ja i?{\: 1. i) ljNniniliche, Brauerei die Spe«e zu�erchn.ge». Wiiü> maßregelt, so hat die Lohnkominisston sofort die* Schritte hiergegen zu veranlassen." Mit der Äuegn»» karten wird sofort vorgegangen iverden. Getrunken Selterwasser und die Versauimlnng mit einem bra« auf die allgemeine Arbeiterbewegung geschlossen. Die ftreikendrir jiar'tonnr'britrr«»> As hatten sich am Freitag Ltoend in der KönigsdaNk,_ furterstraße 117, versammelt, um sich gegenseitig" wärtige Lage des Slreiks aukznsprechcu. Herr erster Redner wies zuimchst auf den Artikel des vom 25. April hin, welcher eine Berichtigung resp auf den Aufruf der Kartonardeitcr au das Prolel� lands, der acht Tage vorher in demselben � lau gf darstellen soll und aus Grund des Preßgefetzes r verlangt worden wäre. Wenn darin vers.a t nn hauplungen in Bezug auf Löhne und sanitäre BiZ � hinzustellen, so muffe er dieselben unbedingt aui™ Denn er lege auf die Aussagen der Arbeiter und mehr Werth, als auf die Zahlen der Statiutken, nur auf dein guten Wort der Fabrikanten ihre Grus daß ein» jugendliche Arbeiterin, das heipt* b eiterin von 14— 16 Jahren 16 Mark verd> selbst der Fabrikant nicht. Das allgeme nt der Anwesenden könne ein Beweis für heit dieser Behauptung seist. Wenn Fabriken bessere sanitäre Arbeitsrünme Hütten, so Großen und Ganzen der lZlufenthalt in den Arbi folge des Gebrauchs siinkenden Leims und Klccfiö dünstiing der farbigen Paviere, ein der Gesundli� bringender. Auch von einer Kontrole von Seilen derb fchaften und kö»ial. Jnsxellore» wisse von den keine etivas. Ja Bezug auf die Prostitntion kö»«« und verschiedenlich namhaft machen, daß eine groft Kartonarbeiterinnen infolge der schlechten Löhne anheim gefallen wären. An der weiteren Denatte i4 die Herren Ohnesorg, Möglich, Vtüller, Siegfriess Schade, Feldmana und die Tauten Fränlnn Dallmann und Greifenberg. Im Wesentticten Versammlung nichts Neues zu Tage. Di» weigern fortgesetzt die Bewilligung der StreilcnkH beiterinnen und Ärbeiter wiederum hielten an, fest und dorlimentirten dies dur.u eine einstimmig«-''Li"OS aiwiniei. itßcr Thor »ro». irlflUMfl bei lell« Bik>h ito« und be ~uerbad). i ' netbcv ei Acht»», bei im Sc rsammlun eiche bew» , Uhr:' Ov kchafishauS, U gnmilie ö« ■be.t.nbc Si otßenben Vi tn(Schutt >ab, i». Freie im Anfang Bill Zionskirch Posenerstr. Arndstr. 1 H- Fischer, nietzstraße » Tr.; G Schulz, R: Ire willkomme V AUg dokumentirten dies dura) eine einsiiinmige__— c- dicsbeznglichen Resolution. Nach einem kr. stige» stl? z �. aufmunternden Schlußworte, schliept der VoriGO'» suchte Vers.iinmlnng.., I liei'l Der Detri» der in der Kriiäftrf»l>ril!>>"ss i findet am tigtc» Arliriteriunen hielt ant Toanerftag, de»'Jgbeubä 81 Abends 8 Uhr, bei Reper, Alte Jakobstr. 68, die sellschasi Versammlung ab, tun den Bericht über die Thütigl-''- und die Kaffenverhältnisse deffelben entgegen zu dem vierletj: hrigeu Beliehen des Benins ist die-„ von seiner mit II Personen bginnenoen Thätigkeit o»! � Bei dieser kleinen Branche ein.ganz dedeutenoes besonders erfreulich, weil alle bisher beigetretenen auf zwei, der Organisation treu geblieben find, chj imi;e»fchaftlich«�Q evMbwv»« v»»»»»-•| f�'"/""' Ai tiche, einige Borir ge üver die Frauen frage und Die Revisorinnen bestuttgirn die ria.»?� tiAss Kassenführung. Unter Hervorhebung der mufterh��jll lung ihres Amtes wurde der Kasfirerin Techarge e- ftj», '- ryen..__..»---- u... JjHV.�11 1. Erric 2. Aus» 8. Wah 4. Wah 5. Wah 6. Bort Arbe der\ 7. Diski Herren »tritt. »det eirn Um res 1827 Kalle ildhauer in jÄ den, die Vorsitzende den Wunsch ant gesprochen, r auch stetig zunehmen und so eine starke Orgamsat � der'Arbetterinnenvetoegung werden- wurde die Bei schloffen. Eine öffentlich, Urrsammlung der 800 Personen besucht, fand Mittwoch, den 23. Lokal statt, und legte Zeugniß ab von der Beitt'K auch dte Berliner Schloper und Maschinenbau-ür des 1. Mai begehen wollen. Tre'etve tagte»» � Kollegen Miethe, Flaum und Röder und hörte. Punlt: Enbgilttge Besck'lußiaifung ücer den 1. treffliches Referat des Ko: egen Gerisch. Die- auf einen dies ezü glichen Antrag abgebrochen uno ��»»ewaytr: Resolution einstimmige Annahm«:„Tie henttiss j, i."! il wo ohne Koufitlte heraus zu descistvdren, und ivo ich ss w L bestehen, ist der 1. Mai als Ruhelag zu betraftt vcrm hiesigen Verhältnisse für angebracht, und l'eschl'e�j-si4dt.rch L. aller Länder für einen achlflündigen Maxii»ab>.--se Kar treten. Gleichsalls erachtet sie es als die mWoW? p' j?«r Momv s»ÄÄa£> W K aKZTÄ' wurde über die Hamann'sche Fabrik. Bö.chstr»�, n- 2a hängt, da donseldfl 54 Alaun die Arbeit niederleg � �,7 Wn„tl' regecung betreffs des 1. Mai. Schtteplich wurr«.Z:--- vm-m gemacht, dap Tienstag, den 6. Mai ,n bemfelde»".�i.. sauimlung betreffs Stellung»um Kongreß st0'' ,t>)i'� s sammlung und Feier des 1. Mat findet in d«. Hasenhaide, statt. ßßi* »afliUj ' marge 'ähere möbeldram. e. 2. Diskussion. 3. Werl!.atta»b Z Verscyiedenes. Ter Referent Kollege Scbab« 1_ byl differentismu« der Kollegen der Küchenrnövelvr. jilj dieselben auf, sich unverzüglich der Organifa- � und den alten Schlendrtan fallen zu lassen, o» cnw Ctbl nnnt schr : recht Zeit hierzu sei. In der Diskusiion sprachen sich die Kollegen dieser Branche im Sinne des Vortragenden aus, und rklärten. mit allen Kräslcn für den Verein einzutreten. Nuter Werkstattangelegenheitcn konstatirte der bevollmächtigte, das, von den wiederholt emgeladenen Werkstätten von FrohUch, Ruders- dorferstrabe. Otto, Pallisodenstraße, und Röscner.'.wieder Niemand erschienen sei. Zu Verschiedenem verlas der VcvoUmächtigte ein , F Berliner Brauergesellen, in welchem dicselden um ir.'-ii®' Mg»» u>v|v%M%>vik villi« �..UW.IVUM.IV«». ffWb/IW«.ye.rii.iyt t sät erjFnJn'ut,9 des Jachvercins der Tischler dcschlicvt, lein Bier JJl|..'. v VUII V I I v u � 1•/»»»«V'VIViJVIIi VVV|V»VVt» Will diiifK15 F0ta!lfd)C Unterstützung der Berliner Tischler bitten. Hierzu S?11, lolgende Resolution einstimmig angenommen:„Die heutige "...zu trinken, welches aus einet Brauerei stammt, dre den Brauer- .gesellen ihre Forderungen nicht voll und ganz bewilligt haben." ' Drechsler nnd Kerussgeuossen aller Branchen B-rlwS. am Donnerstag, den i. Mal, Bormtltaßs v Uvr. Grobe öftemüche Bersammlung In der itönig�- dank, Frantkurterftr ii7 Tagesordnung i Die moderne Niberrer�weuung Und die Bedeutung des l. Mal 2. Diskussion 3 Berichiedeue» I_ Kerlinrr Kranken- und �esräbn�dalse für Arauen und ZIladchen (E. H. Nr. V7) Sonntag, den 27 April er., Nachmittags 4 Uhr, tSeueralvec- Sammlung bei Feuerstein Alte Jokobstr?5. Tagesordnung. i vtechnuilgS- ...„ JfOunö pro i Quartal if»9o 2, Statutenänderungen 3 Kaflenangelegen» Sg skAh�tten. Um zahlreiches und pünktliches Eischeinen ersucht der Vorstand die�.r?'"'"'' Orittk-n.»»d ............ Otivbckallc t)tt bcnirdjni W»»riibau»r trlin# iKiiirll t). MUgl>ek>er?->Iam»iiu"g, Hounia.i, den n b ffllt«., IfiliallotininaB« io!t Uhr in WMhnus' Lolal. Walbcmartlraii->i. Ta�iMbrbi'.unji i M.MI. Adrcainuno vom 1. Ciuacial i»ini. I.«inner««ngsnangeiegeuhellen. I'.'t /«.«Mdnekne*. -lügt 5 Ncrei» ehin, Iiiiger Srii'llcv der 4fi. ozemtindetlljule. Tonnlag, den !tc«ptii, Abend« 7 iil» WrieMiiniU.Zo.bend bei Wmllmd. Prinj-nsirnb-"7� /..»Eniree trct. ithemnlige Schuilnurernden, Freunde und Wonner stnd kreundlirhst >." eingeladen. dir M Der U-rein de, Kerilnrr jSa»«dIe»«r hall arn Moniag. den 2S. d. M., M.> fibenb«» Uhr. Neu« Wrunstraße t8 einen aelriiiaen Abend mil Damen ab. Z,.. sPahere« gehe InlcruM zu>h..»ur-i>>,>rni>..brll!- Ai-iiengetelltchast vvrmai« Frister u. Zioh. ig«>>»». W ofee Ac- lammlung sammlilSier Arbeiler und Ardeilertnnen am .....ze>'nniag, den 27. April,«orminag« i»l( Uhr. in aUdroe'« WelliilchaUddaus. cMflttitci.r- 22. Tagesordnung i. Berich i der Kommission und wie siell.n rvtr ttnt»',uii« den von den JabrUanlen qesahien Beschlüssen gegenüber r 2. Didtulston. nM«erlchiedeneS.— Bei der Wichliak.il der Tagesordnung ist e« Pfiichl i. Dwmmlltcher Arbeiler»nd Ardciueinnen der Fabrik in dieser«ersammlung«u 1 Mersch einen. Fadrikniart« legUimiri..... blü-sz Der hierein Keriiner Variier»«nd Kernt« orndst»« veranstaltet am ig«(riBiihlofl«ine Herrcnpari.e vom Hpandauer BoU über Pichelkdors. Spandau, .«»»Saauvinlel. Bersammiung der AiUuiieder AtorgcnS l Uhr am Branden- 9/ xjburgcr Thor. akeki, istrohe anIZcrordensilli,- Kchneidervortanunlung der„Freien Ver- iirlvMlntguna der Schncibei Berlin«" heult Sonntag. Nachmittag 8 Uhr in Srat- llvetiS Blei hallen, irommanbanlenslr. 77-79. Tagesordnung: Der Achrsiunden- »tag und der l. Mai und wie stellen mir uns daiuk Neserent i Herr Alb. ArbfljAuerbach. Dir Verlgmmlung isl genehmlgl und ist«ahlretche« Erlchilnen aller f ABSchnetdcr erso.derllch., � '-hrti.»chtunft! Schulimncher I Am Montag, den 39. April, Abend Slj Uhr uTOWldel im total Büraersäle, Dre«dener,>rah- 98, eine öN-nlltche Cchuhmachcr- Ml�versammlunn sintt. Tagesordnung: Der Stand de« Stretls. Dte Kollegen, ...ästveldie bennlligl erhalten haben, werden crluchl. ebensallS;u erscheinen. ". fl Achtung! Kchnri!»»... �erlino! Donneistaa, den 1. fflloi, Vormittag« :e;p. l 0 Uhr: Wroße olsemliche Berlamnrluna aller Schneider in Mtjwe«' Seseli- MhlliiZschastshaus, F chlestrabe(ßalcnliaid.), Nachmittag: KeselligeS Betsammensein Familie,»liles Nähere Dienstag im„Boltsbiatt". g�M Zirei öffentliche zi-rsa>,.,»i»»«....... zlll Ttttbeitvilhc Kolk»««»" HnKn» n« r jisi jQvbeit.nDc»ollegen fijibcn .»n für fiiinmtlich» im ZUanrergewerh« -z «rohe öffeuttlche Urrf.rmmiung der Kteindrr>d-r, Atthograph»», Hchlrifcr iind Kcr>is»ge»oN>n am Montaa. den 9->. Avml, Adeud««jj U-c stn Böhmischen Brg.Hause. Lanbsberaer Allee II— l8 Grohe ötsentliche zi-rlanluiluni, der Ziliiller nnd vetni-ndlrn Kr- rufsgrnöllr» Beriin« und Umgegend am Soaiuag, den 37 April. Nach. NiitlagS 1% Nbr. tili üolale des Herrn Nehlih. Bergstraße lg. Fuchvrrrin der Albnuiurbeilrr Nlontag, den 30. d. W.,!ül»»d- 8 Uhr. Oraniensir. 1*0 Wengralveriauunlung. Allgemeiner WetaUariirlteroerrii, Kerlin» und Umgegend Sroge Versammlung am Sonntag, den 37. April, Zlachmillags iz Uhr, UN lstestauraill lltnbenberg»u T-tqel. prrlaui uiliiiig der Kchrlftgielser Kerlin« am Montag, den 38, April, Abend» s Uhr. in Dialweils B> rhallen. Kommandaolenftr. 77—7» zierein(uv WaliriiNi? der Anterelfrn der Kluvierarbrtter und verw Berussgenassen. Web-ralversaüunluug am Alonlag, den 38 AprU cr„ bei Deigmuller, Alle �atobfit 48 u. iörsrUtchaft süt zieebreitung von ziolkobitdnng. Am Sonntaa. den 37. d M., Abend» 7z Uhr, Dresdenerstr 48 bei Bachmann. Vortrag de» Herrn Biiliche über.Kunst»nd Volt".— Wüste, Damen und Herren, Ivilllommen Kuchverei« der i» Kuchdinderelen und perw, Betriebe» beichasliglcn Arbeiler. Moniag. de» 38. April. Abend» 9 Uhr, Bereinsersaminlung,»lnrun-. siraße 16. Tagesordnung! l. Borlrug be« Herrn Zubcli über Wewerbclchieds- gerichtc. 2. Becichl vom Kaitonarbeiterstretk. 8. Verschiedenes und Fragetasten. Äuchu-r«>n»>>nml>,»s der Kerliner Kürsüiner und BerusSgenossen am Monlag, den 38. April, Abend« 8% Uhr, im Saale de« Herrn Seejeld, Wrenadiersir. 33. Zrntrailirankrn- nnd Fferbekalf« der Tabakarbeiter Deutschland« (Berlin 21. Dienstag, den 29. April, Abend««z Uhr, des Wnadt, Brumien- strabe 88. Milg>i>'delversa>nn>Iu»a. Zaaesordnung:> Abrechnung pro t. Quartal« er. 3. Bericht der Ortsverwaltung. 8. Serschtodenc«. Der Urrei» zur Utahrnng der Intrresfen fäninitticher Zarliirer hält Monlag Abend 8% Uhr. Blumen Nr. 79 eine Bersammiung mit solaender Tagesordnung: I. Zutünsiige Wewerlschaslsoraaiiiiatton. 2. Ausnahme»euer Mitglieder. 8. Verschiedene». Kollegen als Wäite haben Zutritt. Verein der Kl argketb» drnlegrr Berlin? und Umgegend. Oeffentliche Mitglicdrversamniliiiig am Monlag, den 29. April, Slbends 9 Uhr, in Feuer- stein-« Lolal, Alte Jakobstr. 76. Tagesordnung: 1. Innere Verci»Sangele„en- heUen, eventuell Beschiusisassung über den i. Mai. 2. Verschiedene». 8. Fragekasten. Gälte haden Zutrilt. Niue Mitglieder werden ausgenommen. Um recht re.ze Aciheiilguna wird gebeten. Noiinldeniob.ratifchrr Wahlverein im 4. Kerlinrr Ilrichstags-Wnhi- trrri». Mitglieberveisaminlung am Dienstag, den 29 April, Abends n Uhr, bet Renz, Naunanstr 27. Tagesordnung: neber die Bedemung de« achl- slündige» Arbeilsiage« und de« i. Mai. Beroinsangeiegenh-uen. Verschiedene« und Jragekaslen. Die Miiglieder werden ersucht, zahlretch und puntilich zu erscheinen. Gieichzetltg wird gebeten, dt« QuulungSbücher in Ordnung zu bringen. JH» IN Konntag. den S7. d. Ul.. tm Nestaurant«robsean. Nieder- Schonhausen, einberuseue öffentliche Versammlung ber Bau- und gewerblichen HilsSarbetter(stehe Inserat Nr. 1 398 in Nl.2d dei Betlage vom 2b. April 1890) lann nicht slaustnden, w«U der dereffcnde Gajiwtrch sei» Lokal nicht her- geben will. Eine zum 1. Mal rr. Mittag« l:'( Uhr nach Bugaenbagen'S Kaisersaal einbe.usene öffentliche Versammlung aller kaufmännisch Angestellten männ- lichen und weiblichen Weschlechr« erhieil die volizeiliche Wenchmi'Ung nicht. Dte Tagesordnung lautete: Der achtinindige Äkrbetlstag und seine eutung. vre Tabakarbeiter Krriin» Ivciden auf das. am Sonnabend, 3. Mai» im Mhsium, LandSbcrger'Allee 39— n iiallsindende Familienkrä. n, ver- bunden mit Abendunlerhaltling, aufmerksam gemacht. Ansang*»Hr. Der Ueberschuß ist zum Besten hilzsbcdürstiger Kollegen bestimmt. Einlasitarten zn 30 Ps. sind zu haben bei H. Herhol,. B.unnenstr. 146, B. Prcngel, Grobe Frantfurterstr. ins und Carl Butry, Stralsunderstr. 18. tfui-n- nnd gesellig- Vereine am Sonntag: Lübett'scher Turnverein (3, Lchi lingsabtheilungs Abend« 6 Uhr Estsabethstrabe 67—68— Turnverein „Wedding"(3. Lehrlingsabthetlung) Nachmittag« 4 Iii» Panlslr. 9. Turnverein „Froh und Frei"(Lehrltnasabkhetlung) Nachnüliag« 4 Uhr Bergstrabe 67.— B-ig»üg»na»vere>»„Fröhltchkett"(g-gr.1880) Nachmittags 6 Uhr Grüner Weg Rr. 3« Versammlung. «diG tilNk| g f'«? vheil (SUulfiTc E elegrap h» u Z in'ea«.) Dre«d«». LK.'.'spril. Das Miiiisterium des Innern hat die Aviinltunzz aller Versamtilluilgeit Uiller sreiein Himmel so- ivre die Beranstaltuug öffentlicher Aus- und Umzüge am 1. Mai verboten. Lriptisii, 26. April. Die hiesigen Arbeitgeber der Musik- mstrumenten-Jndlistrie. sowie die Pianosorte-Fabrikanten haben beschlossen, diejenigen Arbeiter, welche am l. Mai[eiern, zu entlassen. München, 26. Avril. Die gefammte Garnison soll am 1. Mai in den Kasernen konsiguirt iverden.— Das Arbeiter- louiit« hat beschlossen, am I. Mai Vormittags Versammlungen abzuhalten; die Melallarbeiter und Holzarbeiter werden sich im Biirgcrbräusaale, die Erd- und Stelnarbeiter im Franziskaner, die Arbeiter der Leder- und Papierbranche im Lackesaale, die Schmiedegesellen im jireuzbräilsaals versammeln, und sollen hier Vorträge gehalten werbe», an welche sich jedoch leine Debatte schliefen wird. NachmMags soll die Ordnung streng ausrecht erhalten werden, die Gewerbe beabsichtigen Ausflüge zu machen. Abends sollen Familienfeste stattsinden. Den Arbeitern in Slaatsbctrleben ist es verboten, den 1. Mai als Feiertag zu be- trachten. Lemberg, 26. April. Ein Arbeiterkomitee ladet die Ar- beiter zu einem am 1. Mai abzuhaltenden Meeting ein.— Aus Kozy wird eine bedenkliche Arbeiteransammlung stgualisirt.— In Czaniec sind Gruppen fremder Arbeiter bemerlr worden; infolge dessen wurden Militärpatrouillen dorthin entsendet.— In Biala ist alles ruhig, die dortige Garnison ist verstärkt. Rom, Sonnabend, 26. April. Die Arbeitervereine von Eomo und Umgegend haben eine Petition, in welcher die Einführung des achtslinidigen Arbeitstages und andere Reformen verlangt werden, beschlossen nnd eine Kommission beauftragt, mit dem Präfekten Maßregeln zur Ausrechterhaltung der Ruhe während der am 1. Mai stattfindenden Kundgebungen zu vereinbaren. Die Arbeitervereine gaben dabei einmuthig dem entschiedenen Willen Ausdruck, daß die Kundgebung einen friedlichen Berlanf nehme. — Der Unterpräfckt von Rimtni hat eine Verfügung der Regie- rimg bekannt gemacht.'Aufzüge und Ansammlungen auf öffentlichen Plätzen am 1. Mai nicht zu dulden. Vrioslreilten dev MvirnüTiott. Bet Anfragen btNen wir die Abonnemeuts-Qutttung beizufügen. Brtcsllch« Antwort wirb nicht erlhetit. Stein»urbcn. Sie haben in Ihrer Anzeige das Datum vergessen»..zugeben. A. V. St. 58. 1. Solche Druckfachen brauchen bei der Polizei nicht angemeldet zu werden. 2. Letztere ist auch nicht berechtigt, solche Druckschriften zu beschlagnahmen oder deren Ber- breitung in einer Bersammiung zu hindern. Äj -er' lckj ■'a en kern# Vereinig, der Maurer Berl. u. Umg. Sonnnl'eiid. den 10. Mai d«. I».: T asiz» ICrsaizsiiestj im Keltaurant Königobank, Vvosie Fvanltfurttrstp. 117. Anfang 7 Uhr. Kaffeepause 12 Uhr. Herren>BilEets 50 Pf. Oainen-BU'ets 25 Pf. Billets sind bei folgenden Vorsti.iiüsmitgliedern zn haben: I. Wernau, Zionskirchplatz 2, 6 Tr.; G. Hempcl, Vülowstr. 51 bei Pankow; 23. Schulz, Posonerstr. 18, Hof 3 Tr.; C. Knöppchen, Gr. Fraiikfurlerstr. 1 12; C. Pfeil, Arndstr. 11, 3 Tr.; Grahlow, Culmstr. 20a; O. Red mann, Rathenowerstr. 75; H. Fischer, Thaerstr. 55; H. Zöllner, Zossenerür. 42; H. Silberschmidt, Stein- »letzstrasie 33; H. Metzle, Oderbergerstr. 10; G. Heinze, Forstersrr. 10; Legeier, Krenzbergstr. 77; Gerte, Slrasiburgerstr. 88; Shdow, Fürncnbergctstt. 10, Hof 8 Tr.; Grunow, Arndstr. 18; E. Tasch, Kl. Frankfurlersir. 10, 4 Tr.; H. Schulz, Ruppinerstr. 46, 8 Tr.'381 Freunde und Kollegen von nah und serg sind freundlichst als Geste willkommen. Oer Vors and. Versammlung des Allgemeinen Arbeiterinnen- ; �» Y creins sSmmtl. Bcrnfszweige Berlins nnd Umgegend »''m i findet am Montag, den 28. d. Mts., n' Abends 8l/2 Uhr, im Dewein'schen Ge- e f ji sellschastsha s in Weibensee statt. Tagesordnung: 1. Errichtung einer Filiale. :».ck 2. Ausnahme neuer Mitglieder. 8. Wahl einer Bevollmächtigten. 4. Wahl einer Kassirerin. 5. Wahl einer Sa riftführerin. 6. Vortrag des Herrn Li.fin über die Älrbeiterbewegiing und die Stellung der Frau zu derselben. 7. Diskussion und Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste haben litlrilt. Zur Deckung der Unkosten ndct eine Teilersammlung statt. Um recht zahlreiches Erscheinen bittet 187 Die Einbrvnfrrin. Fachverein d. Tischler. Berlin„Nord". UersasnmSung am Dienstag, den 29. April, Abends 8 Uhr, Wilsnackerstr. 63. Tages-Ordnung: 1. Die ökonomische Lage der Arbeiter und ihre Organisationen. Rciereut wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. A. Kjertcns, Bevollmächtigter. Achtung! Mtchaner! Kollegen! Laut Beschluß der . j,,. Bildhauer-Versammlung vom 22. April st, soll in jeder Werkstatt ein Detrgirtrr ' st-Owählt werden, dessen Pflicht es ist, *»daraus zu sehen, daß die Wochenber- ii»»äge regelmäßig entrichtet werdet', sowie .. w«Mit der Kommission beständig Fühlung halten. Ebensalls wurde beschlossen, Oäl'stbnsj die Dritriigr zun, Streik von jetzt it"' Vob vermittelst Skreililtarte«, statt t durch Listen, erhoben werden sollen. -eiffjmKipC» 6>-ivt»n Don heute ab bei Karlen wn«u Wi s der Kommission zu erheben und berech- c'.,'tigen nur diese Karten zur Erbelmng . von Unterstützung. 1422 o' F Zur Erleichterung der Geschäftes h- .u".ifckrung ist es erwünscht, daß jeder Tele- st ,. isgirte die Namen, Tag und Jahr der ststEeburt, sowie auch die Adressen der in u'1, feinet Werkstatt arbeitenden Kollegen e �aufschreibt und der Kommission zu- i«'/kommen läßt. Die Beiträge werden N ü vom 20. Auril, beginnend mit der Woche, �Mafsivt, at m �@**1 ift Dormlttag« eiur Kersammlnng geplant; Nachmittags der Kollegen. Treffpunkt �margendorf 21, Uhr. reffpunkt heres ini„Volksblatt" im An- iilt.voch, de Die Kommission. Uli!<»u.ix>uiuu INI 3»I>- u-, snonzentheil am Mittwoch, den 80. April. rJ Fachverein der Tischler Berlin„Kord". Uersmnmwttg am Montag, den 28. April, 2lb. b1/« Uhr, in Keller's Salon, Bergstr. 63. Tagesordnung: 1. Vortrag von Otto Thierbach über die ökonomische Lage der Arbeiter und ihre Organisation. 2. Di-kusston. 3. Söerkftellen-Verhältnifse. 4. Verschiedenes. A. Merteno, Bevollmächtigter. Versammlung i aller im Ätjirk der Devkeskiche ivohlleuütll CiiiVlihller am Monlag, den 28. April, Ab. S Uhr, in der „Norddeutsch. Brauerei", Chausseestr. 58. Es ist Pflicht eines Jeden zu erscheinen. Filz- und Seidenhüte (nnr mit Arbeiter• Kontrolmarke)t neuester Favons in großer Auswahls empfiehlt zu billigen Preisen OaH Ba@ttig9| 1126 H u t rn a ch e r. FehrbeUiuerstr. 83, part. links. (vis-i-vis der Apotheke). Strohhüte in grosser Auswahl. Ein gebr. Kindrrwagcn zu verk. Reichenbergerstr. 116, H. II, b. Brücker. K Ein Billard mit Marmorplatte zu verkaufen Kastanren-Allee 84. 1421 Unserm VereinSwirty und Abonnent dieses Blattes 1353 Herrn Eduard Rose zum morgenden Wiegenfeste ein drei- saches Hoch. Vr. Fl. M. Danitsagung. Für die rege Theilnahme, insbesondere den Kollegen der Adolf Werkmeifier- schen Goldleiflenfabrik und dem Kan- didaten Herrn ReishaitS für die trost- reichen Worte am Grabe meines nn- vergeßlichen Manne?, Bergolder Fr aar Mörthca, spreche ich meinen ttesge- jühlteficu Dank ans. 1424 Wive. NSrthcn, nebst Eltern und Geschwister. Da die Revision wider Ganschow und Genossen verworfen ist, so müssen wir unsere sechsmonalliche Reise nach Plötzensee am 27. April antreten, um die Feier des I.Mai vorzunehmen und tvünschen wir den Genossen zum 1. Mai ein gutes Gedeihen und ein herzliches Lebeioohl aus Wiedersehen.[1407 Ganschow. Tabbert. Richter. Die beisAusübung meines Hausrechts gefallene Aeußerung, welche als Be- leioignng betrachtet ich wa« jedoch nicht in meiner Absicht gelegen hat, nehme hiermit zurück. 1393 A. Richter, Friedrichsberg. Ich habe mich niedergelassen. Or. M. Lewitt, prakt. Arzt, Kottbuserstr. 12, 1 Tr. Zum 831 Roth. Wlckrhut Zar Feier deS gar i- Mm-w Meße ilh min GtsAst. Rur Hüte-»B mit Art» eitrr-Ro ntro lmarkr, Mitzechchk 131:52:, Wilhelm Zapal, Hutmacher. Allen Genossen zur gefälligen Nach- rieht, daß ich seit dem 1. April ein Schiiliwaaren- Geschäft Skalifzeretrasse 125 eröffnet habe. Große Auswahl von Krvrrn», Hamen- und Kinderltiet'ein zu den solidesten aber festen Preisen. Ersuche werthe Gettosjen, mich mit ihrem Bedarf gütigst beehren zu wollen. 568 K. Koiaemaun, Schuhmachermeister. Allen Freunden und Genossen empfiehlt zum Feiertag sein Kager von Fiik-, Stroh- und Zytinderhüten, eigener Fabrikation. 1423 C. Polvoigt, Bülowstraße 18, Eingang Frobenstraße. RummelsbMrgßr{ Sämmtliche gut« mit Viroeiter-Kontrol- marken empfiehlt zu bUlig&len, testen Preisen 1409 A. Grafkert, Türrschmidtftr. I. Große Auswahl in Strohhüten, Sonnen- und Regenschirmen. Putzer Moabits werden freundlichst ersucht, sich jeden Sonntag Vormittag zur Frühsprache und zum Arbeitsnachweis in dem Lokal des Herrn R. Liedtkc, Ljaorl- hergrrstraß« 37, einzufinden. 1004 Die Kollegen. Allen Mülle!« der Arieit Ät Ptt Ach. K'.t Glas Sairisch- Sier und kräftigen SKisr Frühstüclistisch.-«aa Ein Vereinszmtuler, geeignet zu Vor- standesttzungen, Arbeitsuachiveis und Zahlstellen, zu vergeben. 12 verschiedene Arbeiter-Zeitungen sowie der„Acht- stundenlag liegen aus.[1064 W. Haugk, Weinstr. 22. Empfehle mein Lokal zum Arbeits- «achweio und für Zahlstelle». Zimmer mit Pianino ftir Vereine. 892 Arthur Ziemer, Cuvrpstr. 16. Allen Genossen empfehle mein[390 Weih- und ÄirWier-LM. Emil Koepnlck, Schillingstr. 80a, Ecke Magazinftraße. Stehbierhalle, Qolzmarktetr. 3. Stammsruhstück 30, Avendbrot 40 Pf., gr. Mittage tisch m. Bier 50 Ps. Franz. Billaro 4u Ps. pro Std. Bert. Bolksvt. liegt aus. Weißbier u. Spandaueroerg a 10 Pf.[1367] R. Deier. Wo gehen wir hin V Zum„großen Topp", Elsasserstr. 60, da giebl eS'Vio Piei[erbeiger Bier für 10 Pf. 1357 3»he|�r|�tÄÄ unter Garantie des Gut- und Richtig« gehen«. Kt. 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Schläfst, für Herrn, Mehnerstraße 5, Querg. 3 Tr. Wittwe Nünke. Frdl. Schläfst. Alexaitdrinenstraße 74 vorn 4 Tr. bei Hansch._ 1410 Schläfst, f. H., Kl. Rosenthalerstr. 11, H. 2 Tr. bei Büttner. 1403 1 möbl. Schläfst, z. verm. bei Ruschko, Bergmminstr. 95 v. 4 Tr.[1363 TOohtigo Maurergeseilen finden bei den Kasernenbauten in Rothe» now sofort dauernde Beschäftigung. Meldungen bei Polier Kunowaky daselbst u. b. Haveetadt AContag, Berlin, Voßstraße 83. 1399 Für eine Fabrik feiner Holzwaaron nnd Laxnsmöbel wird ein Werkflibver (Tischler od. Bildhauer), welch, selbst- ständig zeichnen kann, z. engagireu ges. Off. sub L. ll. 102 an Rudolf Mo sie, Prinzenstr. 41.[1349 G. Plätterin v. Markworth, N. Hochstr.44. Mir suche» gege» hohe« Kohn eiz» Mädchen oder einen Arbeiter, der mit dem Merniren genau vor- traut ist. 1406 Sohwintxep A Gpfiff, Lampenfabrik. Geübter Bügler auf feine Kammgarn- Jaquets v. Wiemoi-, Louisen-Ufer 51. Tischler auf verkröpfte Rahmen ver- langt Rosenow, Schmidtstr. 6. Der Arbeitsnachmris der Zahl- stelle Friedrichsberg d. Deutschen Tischier-Derbande« befindet sich Friedrich-Carl-Stvaese II im Restaurant Lippe. Adressenaus- gäbe Abends von 8—9 und Sonntags Bormittags von 10—11 Uhr.[939 iW für Männer und Kranen an» Montag, den 28. April, Abends SVs(Ihr, im Saale der Habel'schen Brauerei, Bergmannstrasse 5— 7. Tagesordnung: 1. Wie stellt sich die Bevölkerung Berlins zur Sonntagsruhe der im kaufmännischen Gewerbe Angestellten? Referent Herr Julius Türk. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Wegen der wichtigen Tagesordnung wird um recht zahlreichen Besuch gebeten. 1*56 Der Einberufer. Central-Kraaken- u. Sterbekasse d. Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter(Hamburg, E. H. Nr. 3). Ortsverwaltung Berlin H. Montag, den 28. April, Abends ö>/e Uhr: Wif Mitglieder-Wrjammlmtg im Skalitzer-ßarten, Skalitzcrstraße 54, Eingang zweiter Hos im Garten links. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1890. 2. Festsetzung der Gehälter für die Ortsverwaltung. 3. Wahl eines Veitragsammlers. 4. Verschiedenes. 1417 Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Achtung Metallarbeiter! Grosse öfientl. Versammlung der Fabriken Scliäffer& Walker, Schäffer& Üelilmann, F. Gäbert, F. Butzke, Bernhard Joseph u. s. w. am Montag, den 28. April, Abends Q Uhr, im„Elysium", Landsberger Alice Mr. 38—40. Tages-Ordnung: 1. Das Kartell der NletaUwaaren-Fabrilianten»nrd«ukere Stellung zum 1. Mai. Referent A. Gerisch. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes.— Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersaminlung statt. �" Zu dieser Versammlung»verden alle Arbeiter der Metallbranche KB.: eingeladen. Oer Einberufer. 1360 Grosse öffentliche Versammlung kt Bmrbtiter m Worf, Britz,\i Tempchos am Montag, den 28. April, Abends SVn Uhr, im Lokale des Herrn 5iUmuier, Berlinerstraße 136. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Delegirten über den vom 8.— 11. April stattgefundenen Bauarbeiter-Kongreß zu Hannover. Referent Fritz Krüger. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersaminlung statt. Zu recht reger Betheiligung fordert aus 1396 Der Einberuser: Richard Herlitz. Große öffentliche Versammlung der Metallarbeiter aber Branchen» _ Klempner, Schlosser, Dreher, Former, Viejzer etc. UV am Dienstag, den 29. April, Abends 8 Uhr. in„Tivoli".-ML Tagesordnung: 1. Wie verhalten sich die Berliner Metallarbeiter dem Beschluß des Fabrikantenvereins gegenüber? 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Metallarbeiter, besonders derjenigen Kollegen, welche bis jetzt die Arbeit eingeiiellt haben, wegen dieser wichtigen Tagesordnung in der Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. Verein der Roll- und Last- Fuhrwerks- Kutscher zu Berlin. ■V Heute, Sonntag, den 27. ds. Mts., Abends 6 Uhr i-M Oeffentliche Versammlung siimtl. M-, Last- 11. MelWer, sowie Hoden-Arbeiter Urauerei am Tempelhofer Berg. It Saale der Bock-E T a s-Ordnung 1. Berichterstattung über den Stand des partiellen Streiks der Roll- kutscher. 1. Werth und Nutzen der Organisation. Referent Herr G. Linck. 8. Diskussion. 4. Verschiedenes. 1480 Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Pflicht jed"...... eines findet eine Tellersammlung den in dieser Branche arbeitenden ist es, zu erscheinen. Grosse Versammlung aller Kartanackitermen u. Arbeiter am Montag, den 28. April d. J., Nachmittags 2 Uhr, im Königstadt-Kasino, Holzmarktstrasse 72. Tages-Ordnung: 1)(Wird in der Versammlung bekannt gemacht.) 2. Diskussion. 3. Be- richt der Kommission. 4. Verschiedenes. 1429 Kartonarbeiterinnen nnd Arbeiter! Erscheint zu dicker Der- saminwng. Achtung! Der Generalstreik dauert fort. Die Arbeit darf nirgend» anfgeno,nmen»oerden. Liste» stnd abzuliefern im Streikburea« Andrra»str. 26 bei Bolzmann. Oeffentliche Versammlung sammtlicher ZümmeHewte Berlins nnd Umgegend am Dienetag, den 29. April, Abends SVa Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstraße 77—79. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Zimmerleute Verlins und Umgegend zu -----'- Meist_" Beschluß der letzten Meisterversammlung? 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Oer Gesellen-Äusschuss. dem 1380 I. 91.: H. Ortland. Achtung, Schuhmacher! Am Montag, den 28. April, Abends 81/« Uhr: Grosse öffeutl. Schuhmacher-Versammlung in den Bürgersälen, Dresdenerstraße 96. über den Tagesordnung: Berichterstattung der Lohnkommission ül Stand des Streits. Referent: I. Klinger. Diskussion. Verschiedenes. Es ist Pflicht eines jeden Schuhmacher, zu erscheinen. 1419 Die Lohnko Sozialdemokrat. Wahlverein im 4. Berliner Neichstags-Wahlkreise. Mitglieder-Uersammlnng am Dienstag, den 23. April ds. Js., Abends 8 Uhr, in Renz* Salon, Naunynstrasse Nr. 27. Tages-Ordnung: 1. Ueber die Bedeutung des achtstündigen Arbeitstages und der 1. Mai. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gleichzeitig wird gebeten, die Quittungsbücher in Ordnung zu bruigen. 1414 Der Vorstand. tfepsammEung kr Arbeiter kr AUg.GlektriziMs-OeseUschaft am Montag, den 23. Aqril ds. Js., Abends 7 Uhr, im Weddiiig.Park, Küllcrstrassc 178. Tagesordnung: 1. Bericht der Kommission. 2. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Stadthagen über:.Die Fabrikanten und der§ 153 der Gewerbeordnung. 3. Verschiedenes. Der Einberufen. Große öffentliche Versammlung sämmü. Arbeitslosen Berlins am Montag, den 28. April 1890, Vormittags 10 Uhr, im Buggenhagen'schen Saale, Moritzpiatz. Tages-Ordnung: 1.„Der 1. Mai". Referent Paul Litfin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1390 Der Einbernfer. Verband deutscher Jimmerlente. Lokalverband Berlin. Lohnkommission. ggggr Grosse Dampferpartie am Donnerstag, den 1. Mar. Abfahrt Morgens 7Vs Uhr von der Moabiter Brücke nach Pichelsdorf, den Havelseen, Wannsee, Römerschanze, Potsdam, Nedlitz. Auf jedem Dampfer Musilkorps. Belustigungen aller Art, als: Spiele, Verloosung u. s. w., finden statt. In den Sälen iverden Festreden gehalten. Hierzu iverven alle Zimmer- leute, deren Familien, sowie alle Genossen freundlichst eingeladen. Fahrpreis 1 Mark. Kiirder frei. 1379] Der Vorstand. I. A,: H. Ortland, Steglitzcrstr. 58. 8. ks Vereins gemrWer Silisarbeiter Berlins W verbunden mit Tanz und ernsten und humoristischen Vorträgen, am 10. Mat 1890 in der ,,Ue»en Mrtt", Hasenhaide. Anfang ö Uhr. Ende, wenn's aus»st. Es ladet ergebenst ein Das Komitee. Billets sind zu haben bei: W.Schmidt, Weinstr. 19; A.IRosenow, Zeug- Hofstraße 4; Böhme, Engel-Ufer 4a; Gottfr. Krüger, Diesfenbachstr. 57; Beh- land, Rummelsburg, Schillerstr. 8; 28. Vogel, Wiener str. 83: Borchardt, Münchebergerslr. 25; H. Rumland, Oranienftr. 19; Hansen, Oppelnerstr. 47 bei Simon; Hörnecke, Envrystr. 65; Busch, Manteuffelstr. 19, und in den mit Plakaten belegten Lokalen. 1389 Oeffentliche Versammlung iCisiensmachoB* _ am Montag, de» 28. April, Abend» 8Vs|thr, in„S c h e f f c r'& Salt» n", Inselstrasse Nr. 10.*05 Tages-Ordnung: 1. Wahl von Berttaue smännern zur Bildung eines StteikfondS« Instituts. 2. Delegirtenfrage. 3. Verschiedenes. 1388 Der Einberufer. Fachvereän der Tapezarer Kerlin» und Zlmgegend. Dienstag, den 20. April, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: „Die Kommunistengemeinde Jkaria." 2. Diskussion. 3. Berichterstattung über die statistischen Erhebungen. 4. Aercinsangelegenheit und Fragekasten. Tie für den 1. Mai bestimmte Versammlung hat die polizeiliche Ge- nchmigung nicht erhalten und ersuche sämmlliche Kollegen, der Wichtigkeit der Tagesordnung halber in dieser Versammlung recht zahlreich zu erscheinen. Wohin wir unsere Frühpartie machen wird noch näher bekannt gemacht. 1385 Der Vorstand. Montag, de« 28. April, Abend» 8V:|CHr, in Feindt'e Salon, Wein' einstraße 11: Versammlung des Berliner Wirkergesellen-Verbandes. Tagesordnung: 1. Situationsbericht über unsere diesjährige Lohnbewegung. 2. Dis- kusston. 3. Verschiedenes.[1386 Zu dieser Versammlung sind sämmtliche Arbeitgeber der Wirkcrbranche eingeladen. Der Vorstand. Streng reell, gut und Mig wird verkauft in dem nenrrössneten Geschäft von M. Lobsenzer, 61, Ketchenbergerstraße 61, an der Vriinnuerstraße,[1364 Meter= IV» Elle 15, 20, 25, 30 Pf. u. s. w. „--->„ 17, 20, 25, 30 13, 20, 25, 30„„ 23, 80, 40, 45, 50 Pf. u. f. w. 20, 25, 30 Pf. u. s. w. 10, 20, 23, 25, 00, 35, 40 Pf. 20, 25, 30, 40 Pf. 1,50, 1,80 2,00 Mk. 20, 25, 30, 40, 50 Pf. 1,25, 1,50, 2,00, 2,50, 8,00 Mk. Hemdentnch« Dowla»„=„ Kett'enge„=„ Kett-Intette„—„ Kemdcn Darchende„=„ Gardine»„—„ Kauomacherleinen„=„ Lakenlrinen ohne Naht, Kettlaken Aboepastte Aaudtücher Stück Kettdeiken„......... Gute meiste Stristtbantnmolle Puppe 5 Pf. Gtite Stristtwolie Puppe 30 Pf. Emmttiik Pgsamentier-, Weiß- unii Wöllinaaren. Crches Cortment in Klkikrl'tolstn,WgrjZs,Irnlk-Aejjel n.s.lv Fertige Herren-, Tninen- nut> Kinkr-Gsrkttöe in proster Auomahl«»»d rdrnfall» in fehr soliden Dreisen Verkauf zu streng festen Preisen. Lederstrumpfbäuder Wer liefert solche einem Grossisten, jährl. ca. 200 Groß. Offerten an 1884] Paul Büdner, Neue Grünstt. 26. Sämmlliche Hüte mit Kontrol- marke [1376 Arnold Lange, Brunnenstrasso Wd 137. Elysinra, � Sonnabend, den 3. Mai, Familien- Kräi der Tabakarbeiter- verbunden mitAbcnd-U�si._ r Einlaßkarten a 30 Pf-"MV. f-IS Brunnenstt. 143; B. Frankfurterstr. 106; ß- 1 sunderstt. 15 zu haben. Das K" Central- Kasse der|{m itt arbeiter Berlin �be» v l/Ll U U U L,.iilATl 6 Tagesordnung: Uebe, der Ortsverwaltung und« �.. Louis Dechanii!6W■ 1370] Berknil kr'' kr �J�rcin angel (t M A i'ss vtt Zahlstelle Be« Mittwoch, den 30. Apnb Meil zu k Zerre«p-G-SÄ nach Bernau, Liepnitzsee Abfahrt vom ic V ersann # 1. Mai. gens 7 Uhr 30 Minuten. i|lcn Zahlreiche BetheilM« Ah dem Re! der ist erwünscht. .*e» W* vtul ®JfSafÄanben u unhumar ihnen bl Oer Vo Faclivcrein für Leiu»�brikleitunc MascLinenbanarl). Berv�irden. Dc General-VersaJf�e neu. Tagesordnung! I tDer Fa 1. Erhöhung der Beittä»» Damp Bei der Wichtigkeit der- ist es Pflicht säinmtlicher. dieser Versammlung zu liedsbuch legitimirt. 1372_ Per Vg! nein überm Wverein kr W imi) Bervssgtlij Montag, den 28. April, in Feuerstein's Lokal, Alte Ver s amnil Tagesordnung 1. Abrechnung vom* 2. Vereinsangelcgenheit 8. Verschiedenes und 9 Die Kollegen werden erst und pünktlich zu erscheine» Der" ünterstützungs d. Kausdi� am Mittwoch(Außtagst Treffpunkt 2 Uhr, Hof*, Fernverkehr-Perron. � 30 Mm. Um zahlreiche bittet 1339] Deryg!>tl Ihren Central-Krai�eJ und Sterbekasse JJJ heiter Deutsc (Zuschußkalle) j> «ertlichl. Nemoalt,'«»� Mitgüeder- Versa"', "WÄiTÄ'f Tagesordnung',� 1. Kassenbericht vom' jp». 2. Regelung der Vetu«- � schälte. 3. Verschiedenes.. cfi Alle Mitglieder, die% i< der Kasse haben, dürfen n'ß 1382 Die Ortsv�T� Versamo*� dir Knpserfch» Sttlins ii. Mi am Montag, den 28. im Königstadt-Kasino, Ö Tages ordnu� 1. Vortrag. Referent � Versammlung bekannt ■ 2. Wahl eines KoMinflA 8. Bericht über den Lohnbewegung. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Ersch beizend «Ä GtntriMuli ii. ■I« Mitgliedschaft 6 Kontag, den 28. Aprist.. Adalberts�. 0 V e r s a M# � eigener Fabrik Brunnen Tagesor�..�. rdnu"� Theilzahl 1. Vortrag über /'-% und Nationalarmuth-, 3. Endgiltige RechnuaS»�js- misston des ausgelo>' m 4. Verschiedenes. V*?' Verantwortlicher Redakteur: Gurt Kaub« in Berlin. Druck und Verlag von Mo» Kading in Berlin SW., Beuthstraße S. Beilage zum Berliner Boltsblatt. KonntW, W S7. April 1890. V. Iichrg. Versc>tt«»»»lu»»gen. . Ilm in Fvlrdri»«nd Eintracht mit seinen Arbeitern Srllll\ leben uno zugleich zu beiveiseu, von welchen geschäftlichen ?�Wchlheilen das F�:n der Arbeiter an einem Tage im Jahre at der Verein �ce Berliner Eisenindustriellen beschlossen und ''il"«chch Anschlag in l! Fabriken kund gethan. daß jeder am 1. Mar '»«..eiiMnde Arbeiter so>ort entlassen ist und erst vom g. Mar ab bei �.i'.�ln em der Herren Vereinsmitglieder in Gnaden aufgenommen hVtieb, Ueber jeden feiernden Arbeiter wird sorgfältrg Liste ge- � Met und diese dann den Fabrikanten, soweit dieselben denr angehören, zugestellt. Das Kornische bei der ganzen Cache aßj daß die Herren immer sehr gut die Ctrasbestimmungen kennen, ff M sich gegen den Arbeiter richten(der Nöthigunas Paragraph 153 >' Gewerbeordnung ist auf dem Anschlag recht deutlich gedructft lMßßr* sich vielmehr einbilden, daß die Strafbostmimungen riber- �...Mpt nur für den Arbeiter sind; sie glauben, als die Stutzen von vL�aat und Gesellschaft. sich solche kleine Extravaganzen schon ten zu können, ohne von dem Gesch getroffen zu werden. April, l vorsieht die Versammlung Meinmrg ihrer ..." rr.___ oi... I �,------ rwv« � VW&vy VV4W QCGllllßtC_- zp schlage sick) jedoch geändert habe, so... m Hand von festen Beschlüffen ab, um auch die �elicWcgen in anderen Fabriken zu hören, in einer nächsten iVer- e mmlnng werden die Eckert'sckzen Arbeiter endgültig Stelliing 'inen. ev Fachverein der Metallarbeiter In Ga«-, Wasser- " ampfarmatnrrn hielt�am Sonnabend, den 19. d. M., enV> zaiMn nbjjj.v vg, r r••••»y» v»%\»»»» WV-- jut � Lokale des Herrn Zemter, Münzstr. 11, eme gutbesuchte Mlt- -olloirOederoersammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1. Vortrag ! Miziks Herrn Litstn über: Was soll am 1. Mai geschehen? 2. Dis- SieiO�ffwn._ 3. Abrechnun vom Maskenball. 4. Ver ragekasten.— Zunächst nahm Herr Litsin das Wort, um in �iem überaus lesselnden und lehrreichen Vortrage den anwesenden und Mitgliedern die Nothwendigkeit einer Verliirzung der Arbeitszeit begreiflich zu machen und die iveitere Nothwendigkeit einer nach- druicklichen Manifestation zu Gunsten der gesetzlichen Verkürzung der Arbeitszeit denselben klar vor Augen zw sichren.— An der Diskussion betheiligten sich mehrere Kollegen, die im Sinne des Referenten sprachen und zu gleicher Zeit den Erfolg in ihren Werkstätten kundgaben.— Zu Punkt 3 der Tagesordnung veerlas der Vergnügungsrendant die Einnahmen und Ausgaben vom Maskenball, nach dem betrug die Einnahme 270 M. 80 Pf., die Ausgabe 163 M. 10 Pf., bleibt Bestand 51 M. 70 Pf. Dem Rendantcu wurde Decharge ertheilt. Unter Verschiedenem wurde den streikenden Schraubendrehern, sowie den streikenden Roll- kutschern eine Summe von je SO M. bewilligt. Kollege Ehrlich machte bekannt, daß am 1. Mai, Vormittags 10 Uhr, bei Zemler, Münzstr. 11, eine öffentliche Versammlung der Metallarbeiter in Gas-, Wasser- und Danipfarniaturen stattfindet. Kollege Eckart fordert auf, die Bibliothek reger zn benutzen, um mehr und mehr den Arbeitern die Augen zu öffne». Zum Schluß machte der Vorsitzende bekannt, daß die nächste Mit- gliederversammlung am 17. Mai im selben Lokale stattfindet und schloß dann die gut besuchte Versammlung. Die Kranken» und Sterbekasse der Berliner Hansdiener(E. H. 61) hielt am 18. ds. Mts. ihre zweite ordentliche Generalversammlung ab. Nachdem das Protokoll der letzten Versammlung genehmigt, theilte der Vorsitzende mit, daß im letzten Vierteljahr 5 Kollegen gestorben sind, deren Andenken die Versammlung durch Erheben von den Plätzen ehrte. Ferner theilte der Vorsitzende noch mit, daß Kollege Putzer seinen Antrag, einen Krankenkontroleur zu wählen, zurückgezogen habe.— Hierauf verlas der Kassirer den Vierteljahresbericht; es betrug die Netto-Einnahme 6110,23 M., die Ausgabe 7245,40 M., mithin ein Defizit von 1133,15 M. Die Gesammteinnahme der Kasse betrug 29 481,05 M. und das Vermögen 22 235,65 M.; hierzu bemerkte derselbe, daß auch wir durch die ungünstigen Krankheitsverhältnisse ziemlich gelitten, aber dennoch sei der Stand der Kasse derartig, daß wir uns mit an die Spitze der Hilfskassen stellen können. Laut Bericht des Ausschusses, daß Kasse und Bücher in bester Ordnung sich befanden, wurde vem Vorstande Decharge ertheilt. Dann wurde die Wahl des Ausschusses vollzogen und die Kollegen Friedrich Paul. Karl Franke, Gustav Grauer, Gustav Hlllmann, Gustav Meier zu Ausschußmitgliedern gewählt. Eine Interpellation des Kollegen Herrmann wegen Wiederaufnahme wurde nicht berücksichtigt, da, wie angeführt wurde, Kollege Herr- mann, indem er doch schon fehlerhaft war, keinen Grund hatte, auszuscheiden. Hierauf wurden die von der Komniission ausgearbeiteten Aenderungen mehrerer Paragraphen verlesen und zur Debatte gestellt, wobei einige Verbesserungen stattfanden, die Paragraphen wurden nach dem zur Abstimmung gebracht und einstimmig an- genommen. Es ist hiermit auch den jugendlichen Hausdienern im Alter von 14—17 Jahren Gelegenheit geboten, sich dieser Kasse anzu- schließen. Die Beiträge betragen in diesem Alter monatlich 1 M. Das Krankengeld die ersten 3 Tage 75 Pf. und vom 3. Tage ab 1,50 M, während die ältere Klasse einen Beitrag von 1,25 M. monatlich zu entrichten hat und ein Krankengeld von I M. die ersten 3 Tage und vom 3. Tage ab 2 M. pro Tag erhält. Das Krankengeld wird auf 62 Wochen gezahlt und zwar die ersten 26 Wochen das volle und die letzten 26 Wochen die Hälfte; bei erwerbsfähigen Kranken soll für ferner freier Arzt und Medikamente gewährt werden, weil durch Auszahlung in baarem Gelde der eine nicht ausreicht, der andere nicht soviel verbraucht; auch bei dem Sterbegeld ist dahin eine Aendcrung getroffen, das- r.rf.. r. � o. i.<.-i•_____ cYYiii.�y:-c*. f.: 3... o cv-r,..«« nz* selbe beträgt bei einer Mitgliedschaft bis zn 3 Jahren 75 Mark, von 3—5 Jahren 85 Mark und über 5 Jahre hinaus 100 Mark. Ferner wurde die Remuneration der Vorstandsmitglieder fest- gestellt. Der Vorsitzende und Schriftführer erhalten je 10 Mark, deren Stellvertteter je 6 Mark und der Kassirer 120 Mark monatlich. Als Publikation für die Versammlungen wurden das„Verl, Volksblatt", das Organ der Hausdiener„Die Einigkeit" und SäulevÄnfchlaa beschlossen. Nachdem dann noch eine schärfere Ksnirole der Kranken auf Kosten der Kasse dem Vorstande auf- gegeben, wurde die Versammlung geschlossen. Eine öffentliche Kankandwerkernerfammlnng für Wilmersdorf und Umgegend tagte am Dienstag, den 22. April, im Volksgarten zu Wilmersdorf. Zum ersten Punkt der Tagesordnung erhielt Herr Macijewsky aus Berlin das Wort und sprach derselbe über Zweck und Ziele der Gewcrkschafts- organisation. Er wurde mit reichem Beifall belohnt. Der zweite Punkt der Tagesordnung war:„Gründung einer selbstständigen Organisation." Hierzu sprachen sich mehrere Herren für eme Organisation aus und die Versannnlung beschloß eine Vereini- gung zu gründen. Es wurde zu dem Zweck eine Kommission gewählt. ist das beste Uülsgarn für Hand- n. Maschinen- Uährrri, hat in allen Nummern garantirt volles Maast, ist haltbarer als jedes andere Garn, näht in- folge seiner Geschmeidigkeit auf jedem Maschinensystem glejck gut. 8W S Schutzmarke. Schwarzes KroMengarn, verändert seine Farbe nie. 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