Nr. 30. Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 5. Februar 1897. entfernt vom Achtstundentag, und ebenso mörderisch, wie dieser heilsam ist für die Gesundheit. Regelmäßigkeit, und zwar täg liche Regelmäßigkeit der Arbeit wie der Ruhe und der Ernährung ist eine unerläßliche Forderung der Gesundheitslehre und des Arbeiterschutes. Also weg mit dem Schwindel der Normal: arbeits: Woche! Politische Webersicht. Berlin, 4. Februar 1897. M Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Pfarrer Naumann einen Eselsfußtritt zu versetzen vers suchte, und gegen Herrn v. Stumm's Behauptung auf Aeußerungen des Ministers v. Berlepsch und des Reichskanzlers hinzuweisen, in denen direkt zugestanden ist, daß der kaiserliche Erlaß noch keineswegs ausgeführt sei. Da noch mehrere Redner vorgemerkt sind, so wurde die Verhandlung bis zum nächsten Schwerinstag vertagt. Morgen, Mittags 1 Uhr, Etat des auswärtigen Amtes, bei welcher Gelegenheit es zu interessanten Debatten kommen dürfte, da der Fall Leckert Lühow mit zur Erörterung tommen wird. = ,, Wir marschiren an der Spitze der Zivilisation." Wie das in Afrika geschieht, das wissen alle. Wie es da heim auf unseren Universitäten, diesen klassischen Sigen der Wissenschaft", ges schieht, das fagt uns ein alter nichtpreußischer Professor": ,, Es ist eine bekannte Wahrheit, daß der Besuch all. gemein wissenschaftlicher Vorlesungen an den deutschen Universitäten seit fünfzig Jahren in erschreckendem Maße abgenommen hat." " " ab= Man merte: allgemein wiffenschaftliche Vorlesungen! Die fa ch wissenschaftlichen Vorlesungen werden zwar nicht fleißig besucht, aber doch, belegt", denn sonst giebts keine Anftellung. Die Normalarbeits- Woche. Der Normalarbeitstag ist dem Unternehmerthum von je her ein Dorn im Auge, und es bietet alles mögliche auf, um den Marsch der Arbeiter nach diesem Ziele zu hemmen. Kann es ihnen nicht die Knüppel polizeilicher und richterlicher Verfolgung und Maßregelung zwischen die Beine werfen, so wirft es ihnen, wie in der griechischen Mythe beim Wettrennen der Atalante, zwar nicht goldne, aber Talmi- Acpfel hin, die wie Gold aus sehen und die Voraneilenden verleiten sollen, im Laufe einzuhalten und nach dem gleißenden Tand zu greifen. Ein solcher Lockapfel ist die Normalarbeits- Woche, die plöglich von den Vertretern des Unternehmerthums ent Aus dem Reichstage. Es sind heute genau sieben deckt worden ist und den Arbeitern mit verdächtigem Jahre, daß die viel zitirten faiserlichen Erlasse, von denen Eifer als befferer Ersatz für den Normalarbeits ta g leichtgläubige Leute eine neue Aera sozialer Reformen er empfohlen wird. Zuerst waren es die Zunft- Bäckermeister, die hofften, das Licht der Welt erblickten und in die Wogen der in ihrem Kampf gegen das bischen Arbeiterschuß, das die 1890er Wahlbewegung hinein geworfen wurden. Ein ganz Reichsregierung den geplagten Bäckern gewährt hat, den geeigneter Gedenktag zur Behandlung eines für die ArbeiterTrumpf der Normal v o che ausspielten. Daß diese Leute, die bewegung so wichtigen Antrages, wie es die Forderung der Einden Arbeitern nicht einmal den bescheidenen, ja geradezu färg- führung des A cht stundentages ist. Freilich, wenn man Giner, der die heutigen Zustände nicht vom„ reichs feindlichen" Der Mann, der das schreibt, ist ein Konservativer, also lichen und hundertfach durchbrochenen Normalt a g von gewissen Unternehmerorganen glauben dürfte, dann ist die Standpunkt beurtheilt. Der Auffaß, in welchem die Worte stehen, 12 Stunden gönnen, mit ihrer Normal woche nichts Gutes Forderung der gesetzlichen Beschränkung der Arbeitszeit eine findet sich in der Kreuz- Zeitung" vom heutigen Tag. im Schilde führen können, das liegt auf der Hand. Die Utopie, über welche sich ernsthaft überhaupt nicht reden lasse. Seit fünfzig Jahren hat der Besuch allgemein wissenschafts Danaer, welche Geschenke darbieten, sind sprichwörtlich immer Judeß, dieser Standpunkt wird doch nur mehr von den Tinten- licher Vorlesungen auf den deutschen Universitäten in erschrecken zu fürchten. fulis der Unternehmer auf dem Papier, das ja geduldig dem Maße abgenommen." In den großen Versammlungen, welche die Bäcker vor ist, eingenommen; im Parlament sind die grundsäglichen unterthum, die Bolizei und die frommchriftliche Geistlichkeit. Im Seit fünfzig Jahren herrscht in Deutschland das preußische einigen Tagen in Berlin abhielten, wurde die Frage der Gegner jedes gesetzlichen Eingriffs in die Arbeiterverhältnisse November 1848 zog Wrangel in Berlin ein und führte den StaatsNormalwoche auch gebührend behandelt, und mit Fug und ausgestorben oder, soweit sie noch vorhanden sind, haben sie streich gegen die Nationalversammlung aus. Damit war den Recht erklärte die Resolution, welche in diesen Versamm nicht mehr den Muth, ihre Anschauungen offen zu ver- findlichen Träumen der Märzrevolution ein Ende gemacht; lungen angenommen wurde, sich scharf und bestimmt treten. Diese Thatsache ergab auch der Verlauf der heutigen was noch von Volkserhebungen nachtam, konnte an dieser Thatsache gegen jenes neue Kukutsei der Reaktion. Ein Rutuksei, Debatte wieder. nichts ändern. Die Reaktion saß wieder im Sattel. Erst hieß fie das zum Glück auch ein Windei ist, obgleich die Zentrums Das Zentrum machte zunächst vor dem gesetzlich geregelten Manteuffel, dann Bismarck, und heute hat sie verschiedene Namen. partei sich jetzt als Gluckhenne darauf gesetzt hat. Um dem Arbeitstag dadurch seine Reverenz, daß es einen Gegen- Aber es sind immer dieselben rückständigen Menschengruppen, Achtstundentag der Sozialdemokratie ein Paroli zu biegen, ver- antrag einbrachte in dem an stelle des sozialdemokratischen so weit gebracht haben, daß im Vaterlande des Denkervoltes und welche das Regiment führen, und welche es glücklich langt nämlich das Zentrum, unter Aurufung der bekannten Antrages die thunlichst baldige Einbringung eines Gesez der Schulen der Besuch allgemein wissenschaftlicher Vorlesungen Februar- Erlaffe, einen Gesezentwurf zum Zwecke der Be- entwurfes zum Zwecke der Beschränkung der Arbeitszeit der an den Universitäten" in erschreckendem Maße schränkung der Arbeitszeit der Arbeiter( über 16 Jahre) Arbeiter( über 16 Jahre) in Fabriken auf höchstens genommen hat." in Fabriten auf höchstens dreiundsechzig Stunden dreiundsechzig Stunden wöchentlich verlangt wird. Also die wöchentlich". Also eine Normalarbeits- Woche von Maximal- Arbeitswoche an stelle des Maximal- Arbeitstages. dreiundsechzig Stunden, was, auf Tage vertheilt, 102 Stunden Warum das Zentrum zu diesem Auskunftsmittel greift, isttlar. für den Tag ergiebt. Die Maximal Arbeitswoche erschwert die Kontrolle und erBehn und eine halbe Stunden Arbeit den Tag- das leichtert deshalb die Uebertretung seitens der Unternehmer Regel eine Anstellung haben oder wenigstens" Karriere machen". Und wer heutzutage auf die Universität geht, der will in der wäre, im Vergleich mit dem jetzigen Zustande, für manches Grund genug für die Herrn Hiße und Genossen, sich für das Studium ist" Brotstudium". Auf die Wissenschaft wird Gewerbe unzweifelhaft ein Fortschritt. Aber alle Vortheile, dieses Schein- Hilfsmittel zu entscheiden. gepfiffen. Denn der Staat felberpfeift auffie. Der die ein 10% ftündiger Normalarbeits tag etwa haben Seine Debatte wurde zunächst von unserem Genossen unter, Polizei- und Muckerstaat braucht keine Wissenschaft würde, gehen verloren, sobald wir an die Stelle Fischer mit einer ausgezeichneten Rede eröffnet. Was er tann sie nicht brauchen er braucht gute Gesinnung" und des Normalarbeitstages von 10 Stunden, die Theorie und Praxis für den Achtstundentag bis jetzt an Bestrebfame" Beamte, die um so besser sind, je weniger sie denken. Normalarbeits woche mit zusammen 6 mal 10/2 Stunden weisen ergeben hat, wurde von dem Redner in gedrängter aber Denn das Denken ist nicht bloß bei den Bajonetten gefährlich. setzen. Denn dann fällt die Nothwendigkeit der täglichen interessanter Form vorgetragen, wobei es aber au Streiflichtern gleichmäßigen Arbeitsregelung weg, worin die auf die traurigen Zustände in vielen Privat- und besonders hygienische Bedeutung des Normalarbeitstages liegt, von dem auch den Staatsbetrieben den sogenannten MusterwerkMarr und Engels, die zwei besten Kenner der englischen stätten nicht fehlte. Der Vortrag Fischer's mit dem darin Arbeiter- Verhältnisse und Arbeiter- Gesetzgebung erklärt haben, enthaltenen reichen Material wird besonders für die Maifestdaß er durch die Zehnstundenbill die englische Ar- redner eine wahre Fundgrube sein. Nach unserem beiterklasse vor physischem Untergang ge- Genossen begründete Dr. Hitze den Zentrumsantrag. rettet hat. Nach dem 10/ 2stündigen Normalarbeitstag- Derselbe führte als Anlaß für ihr Vorgehen besonders den wir wollen bei dem konkreten Beispiel des Zentrumsantrages Umstand an, daß die Regierung von dem ihr in§ 120 e der bleiben kann der Arbeiter blos 10% Stunden den Tag, Gewerbe Ordnung( sogenannten sanitären Maximal- Arbeitsund an keinem Tag länger als 10% Stunden beschäftigt tag) eingeräumten Rechte einen so spärlichen Gebrauch mache. werden. Bei einer derartigen Regelung der Arbeitszeit kann Hize selber erklärte, daß er die Einführung des gesetzden Anforderungen der Gesundheitslehre zwar nicht genügend, lichen zehnstündigen Arbeitstages für möglich halte. Wir sind sicherlich nicht minder entschiedene Gegner von Thaten, aber doch zur Noth entsprochen werden. Anders, wenn, wie Und doch beantragt er 10/2 Stunde und dabei nur für die wie sie in Barcelona vorgekommen sind, als die Leute, deren das bei der Normalarbeits- o che geschähe, die Arbeitszeit Fabrikarbeiter. Nach dem Zentrumsredner ergriff Herr Interessen von den Machern der„ Berl. N. Nachr." ungefchickt genug vertreten werden. Aber nicht auf die Thaten der Anarchisten, statt für den Tag für die Woche festgesezt, und die Ber- Heyl von Herrnsheim das Wort, um eine ganz fondern auf die Handlungen der sogenannten Justiz in Spanien theilung der Normalarbeitszeit auf die ein nationalliberale Rede zu halten. In seiner letzten Philippifa tommt es an und diese werden in dem Berliner Bismarck- Organe zelnen Tage der Willkür überlassen wird. gegen die Konfektions- Juden scheint Herr von Heyl sein vertheidigt, ja gebilligt. Ihm ist es gleich, ob auch Unschuldige Nach dem Zentrumsvorschlag märe es dem Arbeitgeber ge- ganze Arbeiterfreundlichkeit ausgegeben zu haben. Heute war gefoltert werden, ihm ist jedes Mittel der Ra che recht. stattet, blos 4 Tage die Woche je 15-16 Stunden lang arbeiten er nichts weiter als Stumm'sches Echo, besonders auch darin, Diefer Standpunkt erklärt vieles, macht es begreiflich, daß Organe und 2 Tage lang die Maschinen stillstehen zu lassen, daß er Gift und Galle gegen die sozialreformerischen Professoren vom Schlage der Berl. N. Nachr." zu jeder Polizeithat, zu jedem noch so auffälligen Gerichtsurtheile, wenn es sich gegen politische was, wenn der Sonntag noch zu diesen 2 Tagen gerechnet wird, und Pfaffen spie. sehr profitabel für den Unternehmer wäre. Die Arbeiter Die bekannte Rede hielt Herr v. Stumm. Er ist natür- Gegner wendet, Ja und Amen sagen. Die Leute wollen nicht mehr hätten dann zwei, mit dem Sonntag sogar drei freie Tage, lich gegen den gesetzlichen Arbeitstag, weil er darin eine Gerechtigkeit, fie schreien nur nach Rache! Etwas unvorsichtig von den Herren. allein in den 4 ersten Wochentagen würden sie so abgeradkert, daß Beschränkung der Bewegungsfreiheit der Arbeiter sieht. fie, trotz der drei freien Tage, bald von der Proletarierkrankheit" Das Haus hatte Verständniß für diesen Wit, indem depesche aus Dresden meldet uns, baß der verantwortliche ReChronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Eine Privatin die Grube geholt würden. Und dieser wäre noch nicht der es in schallendes Gelächter ausbrach, als Herr v. Stumm bakteur der„ Sächs. Arbeiter- 3tg.", Schule, wegen einer in Nr. 288 schlimmste Fall. Bei der Normalarbeits- Woche hat der Arbeit diesen Satz mit ernstem Gesichte aussprach. Köstlich war seines Blattes enthaltenen angeblichen Majestätsbeleidigung zu nenn geber das Recht, innerhalb der Woche die Arbeit auch anzuhören, wie Herr v. Stumm auseinander Monaten Gefängniß verurtheilt wurde.- Die Straffammer in Elber ganz willkürlich zu vertheilen. Er kann bei pressanter Arbeit setzte, daß der englische Arbeiter besser arbeitet, feld verhandelte gegen den Bandwirker Walther R. von Barmen, der die Arbeiter ein paar Tage lang Tag und Nacht, nur weil er besser ißt, daß das aber nicht eine Folge fich am 21. September in Wermelskirchen einer Mißhandlung, eines mit den allernothwendigsten Pausen, wie früher die Londoner der besseren Löhnung der englischen Arbeiter, sondern Hausfriedensbruches, dann einer Majestätsbeleidigung und endlich Näherinnen vor Festtagen, arbeiten lassen, und das der schlechten Gewohnheit unserer Arbeiter sei kein Fleisch zu der Erregung eines öffentlichen Aergernisses schuldig gemacht hatte. ohne die mindeste Regelung, jede Woche anders, nach Bedarf effen. Ja, ja, dieser Eigensinn der schlesischen und sächsischen Der Angeklagte wurde zu sechs Monaten Gefängniß verurtheilt.und nach Laune. Er hat nur dafür zu sorgen, daß das Weber und thüringer Hausindustriellen, welcher grundsätzlich beleidigung gegen die" Rhein. Zeitung" muß es statt§ 166 In unserer Mittheilung über die Anklage wegen MajestätsWoche n- Arbeitsmaaß nicht überschritten wird. das Fleisch zurückweist und sich mit Kartoffeln und Quard heißen§ 95. Man sieht, der Hauptvortheil des Normalarbeits tags begnügt. Eine Leistung gleichen Ralibers war es auch, daß Aus Hamburg schreibt unser Korrespondent: Vor dem fällt bei der Normalarbeits wo che weg, und es wird sogar v. Stumm das Bäckergewerbe als das gesundeste Gewerbe in Untersuchungsrichter III des hiesigen Landgerichts wurde der frühere ein Zustand geschaffen, weit schlechter als der gegen: Deutschland erklärte. Es scheint, daß Herr v. Stumm die verantwortliche Redakteur des Hamb. Echo", Genosse Stenzel, in wärtige. Zustände im Bäckergewerbe nur nach den Bäuchen der Meister diesen Tagen in dem gegen ihn eingeleiteten Verfahren wegen Der hygienische Grundsay, auf welchem der Normal- beurtheilt. Beleidigung des Königs der Belgier verantwortlich vernommen. arbeitstag beruht, ist, daß, soll nicht das Rapital der Nach Stumm sprachen noch der freifinnige Dr. Schneider Die Geschichte scheint sich richtig zu einem Prozeß ansspinnen Kräfte des Arbeiters angegriffen und Raubbau mit seinem und der Antisemit Bindewald. Beide natürlich gegen den 3 wollen. Mit der Vertheidigung Stenzel's ist der Rechtsanwalt Dr. Peppler betraut. Körper getrieben werden, eine bestimmte Arbeitszeit den Tag gesetzlichen Arbeitstag. nicht überschritten werden darf. Den Tag! Der Tag ist aber Die Auspielungen des Herrn v. Heyl auf die sozialen Deutsches Reich. eine natürliche Einheit, die durch die Nacht Professoren und Priester und die Behauptung Stumm's, daß Taschen zu! wird es bald wieder für den Reichstag und ruhe abgeschlossen ist. Je einen Tag 16 Stunden der kaiserliche Erlaß vom 4. Februar 1890 ausgeführt sei, die Landtage heißen müssen. Die Finanzminister der Einzelstaaten Arbeit und den anderen Tag Ruhe- das ergäbe im Durch gaben Herrn Hize Anlaß, die ersteren Angriffe ab find nach Berlin gereift, um hier mit dem Spar- und Steuergenie schnitt 8 Stunden Arbeit für den Tag, wäre aber himmelweit zuweisen, wobei aber der tapfere Zentrumsmann dem Miquel zu fonferiren. Die Frage Worum tann es sich bei dieser " 1 " Für die Folterung der spanischen Anarchisten treten die Berliner Neueste Nachr." ein. Sie schreiben: Die Bombenwerfer sind die grausamsten Subjekte, die es überhaupt giebt, zumal sie mit ihren Mordwerkzeugen meist Menschen treffen, tödten oder grausam verwunden, die ihnen gar nichts gethan haben. Man braucht nur an das scheußliche Bombenattentat im Theater von Barcelona zu erinnern, wo mit Nägeln gefüllte Bomben ins Barquet geschleudert wurden und eine große Anzahl blühender Leben, meist Frauen und Mädchen, zum theil unter grausamsten Schmerzen, vernichteten. Wenn diesen teuflischen Verbrechen gegenüber sich allmälig in Barcelona eine Stimmung: Aug' um Auge, Zahn um Bahn! herausgebildet hat, so finden wir das nicht nur begreiflich und entschuldbar, sondern ganz in der Ordnung. " " Besprechung handeln?" beantwortet die Freif. Btg." folgender diese Aeußerungen nicht in dem angedeuteten Sinne aus Hofprediger Stöder läßt ben Rlingelbeutel herummaßen: zulegen. Daß die neu abzuschließenden Handelsverträge nicht gehen, um das Stenogramm des vorläufig legten Prozesses WitteEinzig und allein um den letzten Versuch, den Automaten eine Abschrift der bestehenden sein werden, ist selbstverständlich; die Stöcker zu publiziren. Da der Herr Hofprediger dem Berichte eine dem Reichstag aufzuzwingen für die Bewilligung neuer Steuern. Industrie würde entschiedenen Einspruch erheben, wenn die Ber- historische Einleitung voraussenden und den Text von Anmerkungen Herr von Miquel hat noch immer nicht den Plan aufgegeben, das träge mit Belgien, der Schweiz, Italien, Desterreich- Ungarn einfach begleiten laffen will, so wird die lauterste Wahrheit über Einnahmebewilligungsrecht des Reichstags, welches in der Feft abgeschrieben werden sollten. Daß die bestimmte Absicht vorliegt, diese weltbewegende Affäre, zu deutsch elende Klatschgeschichte, endfegung der Matrikularbeiträge seinen Ausdruck findet, derart zu unseren eigenen Zarif beffer auszugestalten, fann nur mit Freuden lich herauskommen. Freilich mag noch gerechtfertigter die Annahme beschränken, daß das Reich von den Einzelstaaten nicht mehr begrüßt werden. Die fremden Unterhändler, namentlich die sein, daß eine neue Serie von Witte- Stöckerprozessen die Folge dieses verlangen darf, als es denselben aus Böden und russischen, waren äußerst gewiegte und gewißigte Leute, ihnen sind Berichtes sein werden. | Verbrauchssteuern nach der lex Francenftein überweift. die Schwierigkeiten sicher nicht entgangen, die unseren UnterDer Schneidermeister Grüneberg theilt dem Erheischen alsdann die Bedürfnisse des Reiches ein Mehr händlern aus unseren höchst einfachen Zarifen ihren fein gegliederten an Einnahmen, so ist das Reich gezwungen, anstatt zeitweilig Tarifen gegenüber erwuchsen. Daß Deutschland in dieser Beziehung Ermittlungsverfahren wegen Weineid bekannt sei. Bolt" mit, daß ihm nichts über das angeblich gegen ihn schwebende mittels der Matrikularbeiträge auf die Einnahmen der Einzel- für Abhilfe sorgen werde, war leicht vorauszusehen. Dankbar muß staaten aus direkten Steuern derselben zurückzugreifen, zur Ver- man dem Staatssekretär für die bestimmt ausgesprochene Absicht Hannover, 3. Februar.( Volkswille".) Die Bedürfniß. mehrung oder zur Erhöhung von indirekten Steuern zu greifen." sein, die schwierige Arbeit nicht zum Abschluß zu bringen, ohne die frage", welche zur Erlangung von Schaut und Wirth Bei der außerordentlich günstigen Finanzlage hoffen wir, daß Interessenten gehört zu haben. Ueber das Schicksal unserer schaftstongeffionen vor zirka 8 Jahren auf grund eines Herrn v. Miquel bei diesem Versuche nichts anderes blühen wird, Handelsverträge werden die nächsten Reichstagswahlen entscheiden. Orts Statuts eingeführt wurde, ist in einer heute abgehaltenen ge= als ein großer parlamentarischer Mißerfolg. Sollte es dem Agrarierthum gelingen, feinen unheilvollen Einfluß meinschaftlichen Sigung der städtischen Kollegien vom BürgerNoch eine Militärforderung. Die„ Frankf. 3tg." en Richtungen wenigten erwarten foute, to dürfte einstimmig nach allen Richtungen und selbst dahin noch weiter aus- vorsteher- Kollegium zu Grabe getragen worden, indem dasselbe gegen die Verlängerung des Ortsmeldet aus Hamburg: Die Erprobung der auf Helgoland fertig unser Vaterland bezüglich der Ausgestaltung seines Wirthschafts- Statuts stimmte. Der Magistrat wollte das Orts- Statut dauernd geftelten Seefeftungs: Anlagen ergab die Nothwendigkeit einer lebens und damit seiner gesammten Stellung schweren traurigen einführen. 3. Februar.( Gig. Ber.) Ueber bie lehte Versammlung Berstärkung des dort garnisonirenden Marinedetachements, wofür Beiten entgegengehen. Redner behandelt sodann eingehend die Kiel, den das bisherige dortige Kasernement ungenügend sei. Die Marine- Arbeiterfrage, indem er an den Aus stand der Ham- des Bundes der Landwirthe in Flensburg berichtet die verwaltung beabsichtigt den Bau einer massiven Kaserne, deren Kosten burger Hafenarbeiter anknüpft, das Treiben der Nau- Flensb. N.- 3tg.", daß der Vorsitzende des Provinzialbundes auf 200 000 m. veranschlagt worden sind. mann und Genossen einer klassenbewußten Für die Helgoländer wird bald auf dem kleinen Eiland kein Kritik unterzieht und schließlich darlegt, daß nur durch einen sprach. Auch die Landwirthschaftskammer für Schleswig- Holstein nastenaren v. Buchwald- Rügen ſich gegen die Einfuhr von fremdem Vieh ausRaum mehr fein, die Festungswerke und Soldaten werden die Gefesten Zusammenschluß der Arbeitgeber, die mit habe sich dafür erklärt, daß nur ein beschränkter Theil Vieh einmeindebevölkerung verdrängt haben. Geld auch die geboykotteten fleinbürgerlichen Gewerbetreibenden geführt werden solle und die Schließung der Seequarantänen zu- 3um Schicksal der Militär Strafprozeß unterstüßen müffen, ein Sieg über die Sozialdemokratie zu erringen ständigen Ortes in Antrag gebracht. Am besten sei es aber, Reform will der Münchener Korrespondent der Frankfurter fei. Dem Vortrage folgte lebhafter anhaltender Beifall. die Klappe ganz zuzumachen". Deutschland sei im stande, genug Beitung" von augenscheinlich gut informirter Seite gehört haben, Geh. Finanzrath Jende, der Generalbevollmächtigte des Bieh selbst zu züchten. Auch die Einfuhr von geschlachtetem Vieh daß Bayern zum Entwurf der Militär- Strafprozeß- Ordnung eine Kanonenkönigs Krupp hielt einen außerordentlich eingehenden Vor- fei vom Uebel. Ganz gleich, ob lebendes oder todtes Bieh eingeführt Reihe von Abänderungsanträgen gestellt hat, welche bezwecken, trag über den Entwurf, betr. die Abänderung der Invaliditäts werde, beides schade der nationalen Viehproduktion gleichermaßen ben Entwurf dem Zivil- Strafverfahren näher zu bringen. Einige und Altersversicherung, indem er sich zunächst gegen die und darum fage darum sage er nochmals: Macht die klappe zu!" dieser Anträge sind vom Bundesraths- Ausschuß, der sich gegen Busammenlegung der jetzt nebeneinander bestehenden verschiedenen Ja, das ist so recht der Wunsch der Herren Agrarier, die wärtig mit dem Entwurfe befaßt, angenommen worden; die Zweige der Arbeiterversicherung zu einer einzigenOrganisation aussprach. Klappe zuzumachen, damit sie möglichst hohe Preise erzielen übrigen wurden abgelehnt. Von einem Scheitern des Entwurfs soll In den Kreisen der Industrie wünsche man eine Umwälzung der jetzt und ja nicht das geringste von ihrem standesgemäßen Leben aufman zur Zeit nicht reben können, wenn auch nicht zu unterschätzende beſtehenden Einrichtung nicht und erkennt zwingende Gründe geben müssen und wenn das Volk, die Arbeiter das fonntägliche Gegenfäße vorhanden sind. Die bayerische Regierung insbesondere für eine Vereinigung nicht an, wohl aber ist man der Suppenfleisch so viel theurer bezahlen, das ist diesen Herren gleich. soll ernstlich gewillt sein, soweit es in ihrer Macht liegt, dazu bei- Ansicht, daß die einzelnen Gesetze noch dies und jenes zu und wenn die andern Staaten ihre Grenzen dann gleichfalls den zutragen, dem Fürsten Hohenlohe die Erfüllung seines Versprechens wünschen übrig laffen und immer zu wünschen lassen werden. Deutschen Ausfuhrartikeln verschließen, nun, sie trifft es ja nicht. zu ermöglichen, daß der Entwurf noch diesem Reichstage zugeht. Vor allem möchte Redner die Krankenkassen unverändert erhalten Das aber ist alles Politik im Intereffe des gesammten Voltes, ist Da die Verhandlungen über die umfangreiche Materie viel Zeit in nationale Wirthschaftspolitik. Ja, macht die Klappe zu". Anspruch nehmen und eine zweite Lesung im Bundesrathe angenommen wird, ist es nicht wahrscheinlich, daß der Reichstag noch Beit findet, den allenfalls an ihn gelangenden Entwurf noch zu berathen. A = 900 H. L. B. Ob.- Güt.- Jusp. Nr. 868. " Es Uebrigens diodomains, den 28. Januar 1897. olar Bertraulich! out An sämmtliche Güter, Eilgut und Gepäck- Abfertigungsstellen. Bur Nachachtung theile ich Ihnen mit, daß ab 1. Februar dieses Jahres für die Reisen der Allerhöchsten Hessischen Herr. fchaften folgende Bestimmungen gelten: wissen. Auch die Berufsgenossenschaften bewähren sich nach seiner Meinung außerordentlich gut. Zudem müßte eine Verschmelzung Niederhaßlau( Sachsen), 3. Februar.( Eig. Ber.) Der Kampf der Unfall mit der Invaliditätsversicherung nothgedrungen zu einem einheitlichen Beitragssystem führen, d. h. wir würden auch für die gegen die Konfumvereine wird immer rücksichtsloser. In der verflossenen Unfallversicherung, da eine Aufhebung des Kapitaldeckungs- Ver- Woche hielt ein Gendarm eine aus dem Geschäftslokal des hiesigen fahrens für die Invaliditäts- und Altersversicherung als aus. Produkten- Vertheilungs Vereins heraustretende Verkäuferin an und 3ur 3wangsorganisation des Handwerk 3. geschlossen gelten muß, zu diesem Deckungsverfahren gelangen, was verlangte auf offener Straße die Vorzeigung der LegitimationsOffiziös wird der Schles. 3tg." aus Berlin geschrieben: Nachdem niemand wünschen kann. farte. Da die Frau eine solche nicht gerade mit sich die ad hoc niedergesezte Subkommission des Bundesraths einen Die neuen Vorschläge bedeuten eine Beeinträchtigung wohl führte, wurde sie von dem gestrengen Gesetzeswächter zur Anzeige modifizirten Gesetzentwurf über die Handelsorganisation aus erworbener Rechte. Redner führt sodann des weiteren aus, wie die gebracht. Um solchen Belästigungen ferner nicht ausgefeßt zu sein, gearbeitet hat, ist es Sache der Einzelregierungen, Stellung zu dieser Bestimmung, 3/4 oder einen sonstigen Bruchtheil oder das Ganze auf hat sie Beschwerde bei der Amtshauptmannschaft erhoben. gewissermaßen neuen Vorlage zu nehmen. ist dieselbe alle Träger der Versicherung zu vertheilen, das Gesetz ganz und gar scheint hier noch soweit zu kommen, daß die Behörden das sichtbare infoforn, als die Entscheidung darüber, ob eine Zwangs- unvolksthümlich machen würde. Es war ein Fehler, daß Tragen der Legitimationsfarten anordnen. organisation einzuführen sei oder nicht, durch Majoritäts- Preußen statt einer Landesversicherungs- Anstalt deren 13 errichtete; Hamburg, 3. Februar.( Eig. Ber.) Die Hamburger Bürgerbeschluß herbeigeführt werden soll. Es ist wohl hin und wieder es war ein Fehler, daß Bayern& Versicherungsanstalten er- fchaft nahm in ihrer Sigung von gestern Abend mit 63 gegen in preußischen maßgebenden Kreifen in Erwägung gezogen richtete, in Erwägung gezogen richtete, von denen nunmehr die Anstalt Niederbayern in 53 Stimmen einen Antrag Menzel( Linke) bezüglich Einführung worden, ob es sich nicht empfehlen möchte, einen Ausweg in dem ähnlich schlechten Verhältnissen ist wie die Anstalt Ostpreußen, von Stichwahlen bei den Wahlen zur Bürgerschaft an. Da jedoch Sinne zu suchen, daß man es den einzelnen Bundesstaaten überlasse, während die Gesammtheit der bayerischen Anstalten die Gefahr in erster Lesung die erforderliche Zweidrittel- Majorität nicht erreicht ob fie eine Zwangsorganisation bei sich herzustellen versuchen wollen eines Fehlbetrages nicht läuft. Es war ein Fehler, Versicherungs. ist, ist eine zweite Lesung nöthig. Selbst wenn der Antrag dann oder nicht. Ein solcher Vorschlag hätte aber bei der Mehrzahl der anstalten mit nur 81 000 und 1000 Versicherten zu errichten, wie wiederum angenommen, wird nicht daran zu denken sein, daß der Einzelstaaten schwerlich auf Zustimmung zu rechnen. Für Preußen Oldenburg und Braunschweig. Die Gefeßgebung veranlaßte zu selbe Gesetz wird, denn dazu bedarf es der Mitgenehmigung liegt die Sache jetzt so, daß es die Wahl hat, entweder an seinem solcher Bersplitterung nicht. Hätte Preußen für sein Landesgebiet des Senats und die wird sobald nicht kommen. Entwurf festzuhalten und sich im Bundesrath überstimmen zu lassen, nur eine Versicherungsanstalt, so hätte diese zuzüglich der ist die Linke aus purer Furcht, bei den bevorstehenden Bürgerschaftsoder aber für den Entwurf der Subkommission, wenn auch nur aus fleinen Bundesstaaten Anhalt, Lippe und Waldeck, welche sich wahlen könnten Antisemiten und Sozialdemokraten in das Patriodem Grunde zu stimmen, damit die Frage überhaupt vor den Preußen angeschlossen haben, am 1. Januar 1896 ein Ver- tische Haus einziehen, wenn sich in einem Bezirk die Stimmen auf Reichstag kommt. mögen von 225 728 000. und bei einem erforderlicher Deckungs- drei bis vier Kandidaten zersplitterten und dadurch für eine Majorität - Ein Rundschreiben des Reichstanzlers an fapital von 119 459 000 m. einen Ueberschuß von 106 269 000 m. nur eine verhältnißmäßig geringe Anzahl Stimmen erforderlich wäre, die Bundesregierungen über die schärfere Hand- aufzuweisen. Es will Redner daher als das Richtigste erscheinen, zu ihrem Antrage gekommen. Das sprach sich in den Ausführungen habung der Geseze über den Verkehr mit Butter, daß den Bundesstaaten die anderweite Gruppirung als eine lediglich aller Redner der Linken aus. Käse, Schmalz und deren Ersatzmittel wird jetzt im Wortlaute in den sie, nicht aber das Reich betreffende interne Angelegenheit überlassen Die legte hat der Direktion der Hessischen „ Veröff. des kais. Gesundheitsamt." mitgetheilt. Es findet sich darin werde. Dann mag der Staat Preußen die von ihm bei der Organi- Ludwigsbahn. Gin neckischer Windstoß wehte der Redaktion mehrerlei, was im Hinblick auf die Margarinefrage von Interesse ist. fation gemachten Fehler wieder gut machen, wenn er will, die An- der„ Mainzer Volts- Zeitung" ein Schriftstück auf den RedaktionsZunächst ein Geständniß der Reichsregierung:„ Auch die gegen stalt Ostpreußen mit einer beliebigen Zahl anderer Versicherungs- tisch, das die Interessen der Allgemeinheit berührt. Wir erachten wärtig geltenden Vorschriften bieten, so heißt es anstalten zusammenlegen bis zur Schaffung eines solventen Ganzen. es darum für unsere Pflicht, es auch der Allgemeinheit zur Kenntnißam Eingange des des Rundschreibens, brauchbare Hand Bayern mag betreffs der Anstalt Niederbayern ähnlich verfahren. habungen, um die unlautere Konkurrenz der Das Reich als solches ist an dieser Ordnung der Dinge gar nicht nahme zu unterbreiten. Es lautet: Margarine, des Margarinekäses und der Kunstspeisefette intereſfirt. mit Aussicht auf Erfolg zu betämpfen." Bou Be Ueber die von dem Entwurf im einzelnen vorgeschlagenen Abdeutung ist ferner die die Bestimmung, daß nicht die änderungen berichtet sodann Landtagsabg. Bued. Derselbe faßte offenen Verkaufsstellen an denen Butter, Käse, Schmalz, die Abänderungen, die er der Berathung und Beschlußfassung zu Margarine, Margarinekäse oder Runftspeisefette feilgeboten werden, grunde zu legen vorschlug, in folgende Gruppen zusammen. polizeilich überwacht werden sollen. Auch auf die Groß- 1. Aenderungen der das Markensystem und die Erhebung der Beihandlungen, so wird bestimmt, werden die Polizeibehörden ihre träge betreffenden Bestimmungen. 2. Die im Gefeßentwurf vorgeAufmerksamkeit zu richten und gegen diese in geeigneter Weise vor- fehenen Erhöhungen der Lasten. 3. Aenderungen betreffend die zugehen haben, wenn sich der Verdacht von Werstößen gegen die Organisation, die Reffortverhältnisse und den Geschäftsgang. gefeßliche Bestimmung ergiebt." Beachtung verdient noch die An- Geheimer Finanzrath Jencke und Landtagsabg. Bueck stellen weisung, wie bei der Entnahme von Proben verfahren werden soll. nunmehr folgende Anträge: 1. Der Zentralverband hält bie ZusammenNach§ 2 des Nahrungsmittelgesetzes sind Polizeibeamte befugt, in legung der Invaliditäts- und Altersversicherung mit anderen Verkaufsräume einzutreten und von den dort feilgehaltenen 3weigen der Arbeiterversicherung, demgemäß auch die Verschmelzung Nahrungsmitteln Proben zur Untersuchung gegen Empfangs- der Kranken-, Unfall- und Invaliditäts- und Altersversicherung in bescheinigung zu entnehmen; auf Berlangen ist dem Be- eine diese drei Zweige der Versicherung in sich vereinigende figer ein Theil der Probe amtlich verschlossen oder ver Organisation für unausführbar. Auch erkennt derselbe das Dasein fiegelt zurückzulassen. In dem Rundschreiben wird den Bundes zwingender Gründe für die Herbeiführung einer solchen Verregierungen angerathen, es nicht bei dem in diesem Paragraphen einigung nicht an, indem vorhandenen Mängeln der einzelnen Rahmen Der bestehenden Organi gekennzeichneten Wege der Probe- Entnahme bewenden zu lassen. Die Versicherungszweige im Entnahme der Proben, heißt es in dem Rundschreiben, würde zweck- fationen abgeholfen werden kann. 2. In bezug auf den Entwurf mäßig nicht ausschließlich auf dem in§ 2 des Nahrungsmittelgefeges eines Gesetzes betreffend die Abänderung von Arbeiterversicherungsvorgesehenen Wege, sondern wenigstens zum theil unter der Hand gefeßen Artikel 1 und des Altersversicherungsgesetzes vom 22. Juni und in einer Weise zu bewirken sein, die dem betreffen- 1889 erkennt der Zentralverband gerne an, daß der Gesetzentwurf den Gewerbetreibenden ihren Zweck nicht zum Bewußtsein geeignet ist, eine Reihe von Mißständen zu beseitigen, die bei der fommen läßt." Die„ Boff. 3tg." bemerkt hierzu: Mit anderen Durchführung des Gesetzes hervorgetreten sind. 3. Der Zentralverband Worten: Der Reichstanzler empfiehlt das in Berlin seit einer erachtet insbesondere, daß die bezüglich des Markensystems und der Reihe von Jahren geübte System, bei dem die Polizei bei der Erhebung der Beiträge vorgeschlagenen neuen Bestimmungen geeignet Probe- Entnahme sich ihrer Mittelspersonen" bedient. Das System find, das Verfahren zu erleichtern und die Erhebung der Beiträge hat sein Bedenkliches. Die Mittelspersonen der Polizei sind nicht mehr als bisher sicher zu stellen, und erkennt an, daß bis auf einwandsfrei. Wer bürgt dafür, daß sie ihrem Auftraggeber immer weiteres die Rentenbemessung nach Arbeitsdauer und Lohnhöhe und die wirklich an der ihnen aufgegebenen Stelle gekaufte Waare über- in Verbindung damit auch das Markensystem beizuhalten sei. bringen? Der Schuh, den das Gesetz dem Verkäufer gewährt( er 4. Der Zentralverband erklärt sich mit den die Erhöhungen der Das Schriftstück ist vom 28. Januar d. J. datirt; am 1. Februar fann ein amtlich versiegeltes Stück der Probe zurückbehalten) wird Leistungen für die Versicherten betreffenden Bestimmungen des Gesetz ist der gesammte Besitz der Hessischen Ludwigsbahn= Gesellschaft in hinfällig. Uns will das Spigelthum auch in der Nahrungsmittel entwurfs einverstanden, durch welche bestehende Härten des jezigen Staatsverwaltung auf gemeinsame Rechnung der preußisch- heſſiſchen polizei nicht behagen." So das freisinnige Organ. Wir sind auch Gesetzes beseitigt werden. Dagegen erhebt er Einspruch gegen diejenigen Eisenbahngemeinschaft übergegangen. Die M. V. 3." bemerkt teine Freunde der Spigelei, aber wenn die Polizei auf dem Gebiete Erhöhungen, welche die Gleichstellung der Altersrente mit der Juvali weiter: Wir sehen zunächst davon ab, in eine prinzipielle Erörte der Nahrungsmittel- Kontrolle ihre Pflicht thut, sind wir damit ganz ditätsrente, die Erhöhung des Steigerungssages in der ersten Lohnklasse rung der staatsrechtlichen und finanziellen Bedeutung einzutreten, von 2 auf 3 Pf. die Einführung einer 5. Lohnklasse mit dem welche die freie Beförderung des Großherzoglichen Hauses und HofSteigerungssatzes von 15 Pf. unter gleichzeitiger Herabsetzung des staates auf sämmtlichen Bahnen des Großherzogthums hat. Für Der Zentralverband deutscher Industrieller Steigerungsfaßes für die 4. Lohnklasse betreffen. 5. Der Zentraltrat am 3. d. M. zu seiner Jahresversammlung, die stark besucht verband erklärt sich ferner mit aller Entschiedenheit gegen diejenigen heute nur zwei furze Fragen an die verflossene Direktion der Hessischen Ludwigsbahn: war, zusammen. Den Jahresbericht gab der in rücksichtsloser Ber- Bestimmungen, durch welche die Aufgaben und Befugnisse des 1. Aus welchem Grunde hat die Direktion diese Verfügung noch tretung der Unternehmerinteressen bewährte Landtags Abgeordnete Staatskommissars, das Aufsichts- und Genehmigungsrecht der drei Tage vor ihrer Abdankung erlassen? Bued. Wir heben aus demselben hervor die Konstatirung des Landes- Zentralbehörde bezüglich der einzelnen der einzelnen Verwaltungs 2. Aus welchem Grunde wünscht sie, daß die Verfügung streng großen wirthschaftlichen Aufschwunges, an dem die Industrie den maßregeln und auch das Aufsichtsrecht des Reichs- Versicherungs geheim gehalten werde?" Löwenantheil hatte, hieran schloß sich die Anerkennung der Noth. amts über die Bestimmungen des gegenwärtigen Gesezes Soviel wir wissen, zahlt der König und der Hof in Preußen lage der Landwirthschaft und eine Bolemit gegen die Begründung dieser hinaus außerordentlich erweitert werden sollen. Diese neuen Be- feine Eisenbahnfahrten wie jeder andere. Blos eine Person in Mothlage seitens der Agrarier durch die Aenderung der Bollpolitik, ftimmungen enthalten eine Häufung von Aufsichts- und Kontroll- Preußen hat unseres Wissens Freifahrt auf allen preußischen aber es stehe nichts im Wege, daß die Industrie einer maßregeln, für die kein Bedürfniß vorliegt, die aber als schädlich Eisenbahnen. Nach dem Kriege von 1870/71 hat Bismark von den Erhöhung des Getreidezolles beim Ablauf unserer Verträge für die Thätigkeit der Versicherungsanstalten bezeichnet werden damals noch privaten Eisenbahnverwaltungen einen Salonwagen gebezw. beim Abschluß neuer Verträge zustimmt. Denn es ist festgestellt, müffen. daß der höhere oder niedere Stand der Brotpreise feinen oder nur Im Anschluß an die von Geheimrath Jende und Bueck ein- schenkt erhalten mit dem Bemerken, daß derfelbe auf allen preußischen Bahnen Freifahrt haben solle. Mit der Verstaatlichung der Bahnen einen verschwindenden Einfluß auf die Gestaltung der Löhne aus gebrachten Beschlußanträge trat die Versammlung in die Grörterung und auch mit der Verabschiedung des Fürsten Bismarck soll sich hierin übt. Andererseits gehört eine profperirende, konsumfähige Land- ein, an der sich it. a. Geheimrath Wödtke aus dem Reichsamt des nichts geändert haben. wirthschaft mit zu den wesentlichsten Grundlagen des Gedeihens der Jn. Innern betheiligte, der die anderweitige Bertheilung der Rentenlaft dustrie. Ueber die Stellung der Regierung zu der bisher ein nach dem Entwurf vertheidigte. Entgegen trat ihm StumpfBadeni und die Reichstagswahlen. Der öster gehaltenen Handelspolitik find neuerdings zweifel entstanden, die Osnabrück in glücklichster Weife", wie die„ Köln. 3tg.", der wir an gewiffe, von dem Staatssekretär des Reichsschazamtes im den Bericht entnehmen, vergnüglich schmunzelnd bemerkt. Darauf reichische Ministerpräsident ist noch immer der verschmigte Galizier, Reichstage gemachte Aeußerungen anknüpfen. Rebner vermag wurde die Erörterung vertagt. der er fürder gewesen, ja die westeuropäische Kultur, mit der er in einverstanden. " " 164 Seiner Königl. Hoheit dem Großherzog von Heffen und bei Rhein steht die freie Benutzung der im Großherzogthum belegenen Bahnstrecken der Hessischen Ludwigsbahn und der Main- NeckarBahn einschließlich der in Frankfurt von Süden her einmündenden Strecken, ferner der auf hessischem Gebiete belegenen Strecken der staatlichen Nebenbahnen für sich, Ihre Königliche Hoheit die Großherzogin, sowie für das unmittelbare Gefolge und die etwa zur Höchsten Benugung an das Reiseziel vorauszusendenden oder von dort zurückzubefördernden Pferde und Equipagen zu; ebenso die freie Benutzung der auf gedachten Strecken vorhandenen herrschaftlichen Warteräume. Bei Verlegung des Hoflagers aus der Residenz an einen anderen Ort, beziehungsweise zurückverlegung in die Residenz, werden auch diejenigen Personen, Equipagen, Pferde und Effekten, weld; e aus dem gedachten Anlaß nach dem Reiseziel vorausgefendet werden, nachfolgen oder zurückkehren, am Tage der Reise des Randesherrn sowie am vorausgehenden und nachfolgenden Tage frei befördert werden. Ich eröffne Ihnen zugleich, daß diese Anweisung geheim zu halten ist. Der Empfang derselben ist sofort mir schriftlich zu bestätigen. Die Ober Güterinspektion. Kloß." 3000 Desterreich. werden kann. England. Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für die streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Beiträge ein: 5259, Genoffen im Schultheiß 5,-. J. B. 1,-.. B. 1,-. M. B. 1,-. Lisle 6077, zu Berührung gekommen, hat ihn noch gewandter gemacht. 1 sichern, sonst würden sie das Vertrauen der Arbeiter ebensowenig Die Bentral Streiffommission der Hamburger Hafen Als er Statthalter in Galizien war, wurden die Wahlen befizen, als die Staatsingenieure und das ganze Institut sei zwedkarbeiter bescheinigt hiermit, daß ihr von den Gewerkschaften in diesem Lande mit einer List, Kunst und Brutalität los. Diese Vorbedingungen würden aber nur erfüllt durch freie Fena's durch P. Schöps 100 m. als 11. Rate zugegangen sind. gefälscht, wie es bis dahin unerhört gewesen. Jetzt sollen, direkte Wahl der Arbeiter- Inspektoren seitens der Arbeitsgenossen fo fcheint es, alle diese Kniffe und Pfiffe, Betrügereien felbft.und Vergewaltigungen in ganz Desterreich zur Anwendung kommen. Kaum sind die Wahlen ausgeschrieben, da zeigt es ch, daß die politischen Beamten ihre Instruktionen von dem geriebenen Waltamstow( Effex), 3. Februar. An stelle des zum Richter galizischen Wahlmacher bereits empfangen haben und mit Schneid ernannten Konservativen Byrne wurde heute der Liberale Woods Brückner, Metallarbetter 14,65. Kronleuchterfabrik W. Friße, Rummelsburg, und Freude erfüllen. Eine Versammlung nach der andern wird mit 6518 Stimmen zum Mitgliede des Unterhauses gewählt. Der 5. Rate 9,- Lifte 5076, Drathzaunfabrit P. Heinze, Köpnickerstraße 109a, 5,30. Goldleistenfabrik von Spiefice, Dresdenerstraße, 9. Rate 6,60. Restaurateur verboten. Warum? Weil es dem Bezirkshauptmann( Landrath) konservative Gegenkandidat Dewar erhielt 6239 Stimmen. Lange, Kulm- und Göbenstraße- Ecke 4,-. Butareft vom Fachverein der Töpfer so gefällt. In vielen Fällen weiß der Mann nicht einmal Eluch diese Wahl bestätigt den schon von uns hervorgehobenen 80,- Gewertschaftstartell, Osterwiec am Harz 75,- Osterwieck von den Ledereinen Grund anzugeben. Aber verboten wird. Umschwung in der englischen Wählerschaft. Die Majorität, überarbeitern 25,- Aus Penig, von den Genossen, 3. Rate 20,-. Achim bei Bremen Am tollsten die das konservative Kabinet verfügt, ist freilich so groß, daß sein leben, 6. State auf 2tfien 34, 35, 36 und 37 42,85. Gemüthlicher Abend A. W. 100, 50,-. Tischlerei Regenste, 7. Rate, außer den lammfrommen, 7,-. Aschersgeht es in dieser Beziehung in Böhmen zu. Bezirkshauptmann auch bereits verrathen, in welcher Weise das Wahl- Bestand durch das Ergebniß der Nachwahlen nicht gefährdet, A. E. G., Gießerei, Aderstr. 76, 7. Rate 10,-. Buchdruckerei G. Schade resultat beeinflußt werden soll. Der Bezirkshauptmann von Eger ( Otto Frante) 7,25. Reimann'sche Offizin 3,- Schriftgießerei Wöllmer 75,75. Spanien. hat ein Kunststück zu wege gebracht, das einzig ist: Er hat aus Schriftgießerei Bürenstein 4,-. Liste 6189 d. Schölzel 8,45. Lifte 5105, Schleifer und Brücker bei Spinn und Sohn 4,65. Liste 5107, Faltson Hugo dem Wahltage eine Wahlstunde gemacht, in dem er die Madrid, 4. Februar. Wie versichert wird, bestehen die für Gräfe 6,90. Liften durch Bläsing, Steinindustrie- Arbeiter 1877, 5260, 3310, 11& gemacht, it been ex big Ruba geplanten Reformen hauptsächlich in der Errichtung stofelbét 6," trbeiter Gefangverein Gruberbung, Usedomfit. 22, 10, 3308 84, Wahlzeit der 5. Kurie auf 4 Uhr nachmittags beschränkte. In Eger sind 3200 Wähler einer Landesversammlung unter dem Namen Ver- Franz 1,-. Pianofortefabrit Loth 2,25. Listen der Mufitinstrumenten- Arbeiter dieser Kurier; es ist ganz unmöglich, daß alle diese Leute in einer waltungsrath, welche aus 35 Mitgliedern besteht, von denen Wiesner 8,75. 5213 Wagner u. Go. 4,45. 5904 Gottwald 13,05. 5907 faffe 9,05. d. Wustrom 5180 Harmonie 7, 5195 Grütte 4,55. 5206 Herbst 4,50. 5212 Stunde ihr Wahlrecht ausüben können. Die Arbeiter aber können 21 durch das Bolt, die übrigen von verschiedenen Körper- 5908 Bilfe 9,90. 5909 Pfeiffer 16,50. 5910 Hansen 10,80. 5912 Sievert 8,50. um diese Zeit überhaupt nicht zur Wahlurue fommen außer fie fchaften gewählt werden. Die Landesversammlung wird das 5913 Quand 15,20. 6409 Hoof 8,40, 6410 Otto 26,80. 6413 Laurinat 17,20. verlieren einen halben Taglohn. Nun, das soll ja gerade bezweckt Budget aufstellen, die Beamten Ernennungen Buchhola 11,85 193,40. 6411 Heindorf 7,10. 6416 Herbst 6,-. 6421 Fiedler u. Goldmann 3,80. 6427 Durch Frau Gerlach 4,30. Möbeltischlerei Friedrich, werden. Man fälscht die Wahl auf eine feine, gesetzliche" Art, prüfen und den 3olltarif fest segen, bei welchem die Fruchtstraße, 6. Rate( darunter Neujahrsgeschent von 2 Fr. 2,05) 11,70. Monteur d. h. in einer Weise, die dem Galizier als fein und gefeßlich" vor: spanischen Erzeugnisse begünstigt werden sollen. Ein General von Armin Tenner 2,30. Robinson u. Genossen, 6. R. 9,20. Rothes Kreuz 2,-. tommt. Mit einem schönen Gesindel haben sich unsere österreichi- gouverneur ist Träger der Regierungsgewalt; er wird nur Internationaler Soz. Dem. Klub, London 25,50. Mefferschleifer- Berein in Solingen schen Genossen schon herumzuschlagen! Rubaner oder mindestens seit zwei Jahren auf Kuba Grpedition der" Freten Preffe" 150,-. Tischlerei Zollfühn, Friedenstraße 52, 3,50. Etliche Textilarbeiter und Arbeiterinnen, Auguststraße, 8 Rate, 4, Brünn, 4. Februar. Im mährischen Landtage brachten die wohnhafte Spanier a anstellen; ihm liegt auch die Er Bersonal Gronau's Schriftgießeret, 8. Rate, 10,75. Zittau in Sachsen, 1. Rate Abgeordneten Fur und Promber Anträge auf heilung des nennung der höheren Beamten ob. Weitere Bestimmungen d. B. S. 11,50. Söderburg bei Staßfurt von einigen Bergleuten 3,50( voriges Mal 14,63 von Bergleuten Löderburg bei Staßfurt)." Snydicat menuisiers Charpentiers Landes Schulraths nach der deutschen und böhmischen regeln die Provinzial- und Munizipal- Ordnung in sehr liberalem in Neuchatel, Schweiz 20,12. Gewertschaftst. Meißen- Köln, 7. R. d. K. Th.100,-. BauNationalität, sowie überhaupt auf thunlichste Abgrenzung Sinne. Im Falle von Unruhen behält sich die Regierung jedoch tischlerei Wilschte, Bantfir., 3,-. Dilettantenver. Humor in Welten 10,-. Pfetfenklub auf nationalem Gebiete ein. Dieselben beantragten ferner außerordentliche Maßregeln vor. Um übrigen wird die Jufel Ruba Seremitas, Reinickendorf Weft, 5,75. Der„ Sozialisi", Organ für Anarchismuseine Theilung des Landtages in eine Kurie des Groß- wie bisher Senatoren und Abgeordnete in das spanische Parlament Sostalismus, 3. Rate 25,40. 4 Kollegen aus dem Norden 2,-. Lifte 4445, Gaſtwirthsgehilfen d. Beiste 4,95. Organisirte Gastwirthsgehilfen aus 2. Keller's grundbefizes, eine deutsche und eine böhmische Kurie, welche bei den entfenden. Festfälen 7,- Gastwirthsgehilfen in den Arminhalleng6,05. Gafiwirthsgeh. aus Die spanische Regierung, noch vor kurzem auf so hohem Roß, 86, 5868, 6864, d. Grauer( barunter städtische Gasanstalt Gitschtnerstraße, AngerJoel's Fests. 6,-. vom Landtage vorzunehmenden Wahlen eine gleiche Anzahl von Durch Organ„ Der Gastwirthsgehilfe" von S. S. 11,- Listen ift auf einmal fehr nachgiebig geworden. Mitgliedern wählen sollen. Die Rubaner sollen höfer 2,35, von Liste 4326 3,60) 41,10. Gebrüder Karaus 5, haben, was sie wollen, nur sollen sie spanisch bleiben. Vorläufig Bazenhofer Tonne, Reichenbergerstraße, bet einer Gemüthlichkeit 1,75. Unterheißt das nichts anderes, als daß der Eisenfresser und Renommift ftüzungsfonds der Glasarbeiter Stralau's, 10. Rate 75,- Listen d. Schonhein ( 5082, 5083, 6118, 6119, 6117, 6121 76,35, 2. Löwe u. Ko., Abtheilung Werkzeugbau, Weyler die Rebellen nicht hat befiegen fönnen. Die Frage ist Siste 2477, Metallarbeiter, Bülowstraße 15,65, 2tfte 3511, Tischlerei Gebr. Südte, ießt, werden die Kubaner als Geschenk annehmen, was ihnen Brizerstraße, 13,50, Lifte 2470, Federhart, Boppftraße, 3,40, 2ifte 2466, d. Pehlte Liste 6446, Weisheit 8,65. Für den Kampf der nicht mehr verweigert werden tann und was nur ein Theil 5,40, ifte 5066 10,75) 125,05. Gerechtigkeit, 2. Rate 16,30. Schönholzer- und Ruppiner- Ecke, R. R. 3,-. deffen ist, was au erkämpfen in ihrer Macht liegt?- A. Kerter, Charlottenburg, Geburtagsfeter 4,-. Listen d. E. Ernst 5591, 5597, bin mir doll Serbien. 5599, 5602, 5622, 5629, 5632, 5625, 5636, 5637, 5638, 5639, 5640, 5641, 5642, 5643, 5655, 5664,( darunter A. E. G., Lifte verloren, 26,-, Gießerei Hummel S. u. 7,25. Rehberger 33,-, Maschinenfabrit Sentter 52,65, Gebr. Wothmann, Neue Hochstraße, 29,70, Breitschuh u. Grüning, Plößensee, 7,70, Südufer S. N. 29,- Modelltischlerei A. Borsig 8,-, A. G. G. 41,05) 247,70. Trautes Heim 3, Biften der æylographen D. G. Behr 5368, 5369, 4772, 4773: 29,40. Lustige Brüder, Südufer, 4. Rate 5,-. Einige stelbewußte Steinhauer in ber Bersammlung vom 31. Januar 6,50. Rösliner Hof D. Tanzlehrer Hoffmann am 30. Januar 97 4,10. Listen der Glasschleifer Berlins d. Hühn 6451, 6447, Liste 6453, 6450: 18,40. Berlmutterwaaren- Fabrit Ohmann, Brigerſtraße, 4, 6431, Tischleret Ball( intl. Geburtstagsfeier beim Nordpolmeyer) 10,35. Lifte 6432, R. Meyer 8,85. Lifte 6429, Atelier Giesecke D. Walter 2,75. Stite 6340, Steinbildhauer der Firma Kühn d. Markgraff 8, Tischleret Siebert u. Aschenbach d. Schmidt 4,50. Tischleret Riegelmann d. Bornemann 4,25. Buchdruckerei Krebs, = Ungarn. Daß die Sozialdemokratie auch in Ungarn reitet, beweist die Rede, die der frühere Obergespan Talliau unlängst im ungarischen Abgeordnetenhause gehalten. Dieser Gewaltsmensch, der als Beamter gehen mußte, weil er selbst den ungarischen Machthabern zu plump auftrat, ließ sich vernehmen: " In 71 Gemeinden Ungarns giebt es heute schon sozialistische Vereine, die wenigstens hunderttausend Mitglieder zählen. Belgrad, 4. Februar. Zwischen serbifchen Grenztruppen und Auch in jenen Orten, wo das Versammlungsrecht beschränkt Arnauten fand bei Dubica ein ernſtes Gefecht statt, wobei viele Arnauten ist, greift der Agrarfozialismus immer mehr um sich. Die Sozia- getödtet wurden. Mehrere Grenzwächter wurden verwundet. In listen zahlen ihre Mitgliedertage außerordentlich pünktlich und es Haglavica in Altferbien plündern die Arnauten, tödten christliche muß Bedenken erregen, daß ein Verein ohne Statuten über solche Bewohner, äschern Dörfer ein und rauben sämmtliches Vieh. Der reichlich vorhandene Zündstoff auf der Ballan- Halbinsel Mittel jährlich 60 000 fl.) frei verfügt. Ueberdies sammeln die Sozialisten direkt für Agitationszwecke, sammeln für solche, die in droht durch die vielen von allen Seiten her sprühenden Funken Gefängnissen sind, für die Familien derselben. Das ganze Alföld plöglich gewaltig aufzuflammen. Geschieht dies, dann wird es nicht wird mit fozialistischen Zeitungen, die gratis vertheilt werden, mehr wie 1877-78 möglich sei, den Krieg zu lokalisiren, dann ist überschwemmt. Diese Presse hebt gegen die Klassen, ist vaterlands: der Weltkrieg nicht mehr abzuwenden. 4 feindlich, schürt den Haß gegen die Gesellschaft. Das darf man nicht dulden. Am 80. Januar wird in Budapest ein Sozialisten tongreß stattfinden. Aus dem Aufruf geht hervor, daß die Sozia listen während der nächsten Erntezeit einen allgemeinen Streit der Feldarbeiter provoziren wollen. Ich würde es gern sehen, wenn die Regierung der sozialistischen Preffe gegenüber auf gewiffem Gebiete für eine gewiffe Beit Ausnahmeverfügungen träfe. Ferner foll dort, wo der Agrarsozialismus schon eingenistet ist, die Lokalpolizei verftaatlicht, den Sozialisten das Geldsammeln verboten werden dort gegen den zwischen England und Venezuela ab New- York, 4. Februar. Nach einer Meldung aus Caracas und Verfügungen getroffen werden, um die Erntearbeiten durchgefchloffenen Schiebsvertrag Einwendungen erhoben, da man führen zu können. Protettorat in Südamerika. befürchte, derfelbe bedeute ein nordamerikanisches Wir präsentiren Herrn Telliau hiermit den Hamburger Nach richten". Er ist eines Lobes aus ihrem und ihres Patrons Munde würdig. - Die Klaffenlotterie soll am 1. Auguft d. J. an stelle des Bahlenlottos treten. Das heißt den Teufel mit Belzebub aus treiben. dith Frankreich. " und Türkei. Kretenfische 3. Die fremden Banzerschiffe kreuzen be ständig an den kretenfischen Küften, um durch ihr Erscheinen auf die mohamedanische Bevölkerung einzuwirken. Der Gouverneur von Kreta hat sich nach Retimo begeben. Amerika. -GAO Parlamentarisches. Emilie 1,-. Charlottenburg, 7,05. Listen d. Michels, Adlershof, 4787, 4858, 5788: 11,70. Ge burtstagsfeter Charlottenburg 5,-. Henschel 1 ,. ifte 6454, Götte 14,85. Listen d. Kizing 5555, 4482, 5558, Schub, Fuhrmann, Höfler 23,85. Gäste aus der Swinemünderstr. 51 6,20. Geburtstagsfeier aus der Hochstraße, ein Künstler 1,50. Zwei Maler und ein Schloffer 1,50. Tempelhof d. A. u. M. Müller ( barunter Statspiel 1,10) 4,50. Lifte 6500, Zarameterfabrit Dürhölter u. Schölzel 17,80. Zampenfabrit Ede u. Glienecte, 4. Rate 13,50. Dom- Modell 5,50. Liste 4981, Drechsler, Wrangelfir. 4a, 20,30. Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau ( R. Millarg, Berlin S., Annenftr. 16, vorn part.) in der Zeit von 9-1 1hr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. Gewerkschaftliches. Zuzug von Arbeitern nach Hamburg ist während der Dauer der dortigen Lohnbewegung aufs strengste fernzuhalten! Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16.) Der Bundesrath hat in seiner beutigen Sigung den Gefeß- Achtung, Holzarbeiter! In Weißensee haben die Kollegen entwurf für Elfaß- Lothringen über den Geschäftsbetrieb der öffent der Küchenmöbelwerkstellen von Springer, Langhansstr. 64, lichen Vorschußkassen und den Auslieferungs- Vertrag Adolf Jaede, Lehderstr. 26 und Karl Rees, Gustav AdolphParis, 4. Februar. Der monarchistische Gaulois" erklärt, wischen dem Deutschen Reiche und den Niederstraße 10, die Arbeit wegen Lohnabzugs eingestellt. Es wird gebeten, daß die Intereffen der Religion durch die skandalöse Polemit, welche landen den betreffenden Ausschüssen zugewiesen, ferner wurde dem Buzug fernzuhalten. Die Ortsverwaltung des Deutschen sich nach dem Siege des Scheinrepublikaners Abbé Gueraud ent- Antrag betreffend Beschränkung der Einfuhr aus Afien zur Ver- Holzarbeiter Verbandes, Zahlstelle Weißensee. sponnen hat, ebenso viel leiden, als die monarchistischen Ideen. hütung der Einschleppung der Pest, dem Ausschuß- An dem Kongreß der lokalorganifirten Gewerkschaften So müßt der Papst der Befestigung der Republit unbewußt antrag zu dem Gefeßentwurf betreffend die Abänderung von werden sich die Gastwirthsgehilfen, wie die Agitationsmehr, als er wohl bei Schöpfung der Partei der ralliirten Arbeiterversicherungs- Gesehen und dem Ausschuß fommission für Deutschland bekannt giebt, nicht betheiligen, weil die Republikaner" felbst wünschte. bericht über den Entwurf einer Verordnung betreffend die Tagegelder Gastwirthsgehilfen der verschiedenen Städte die Beschlüffe des in Paris, 4. Februar.( Frankfurter Zeitung".) Die Kammer und Fuhrkosten von Beamten der Verwaltung des Kaiser Wilhelm- Berlin abgehaltenen letzten deutschen Gewerkschafts- Kongresses anlehnte den Antrag Habent, welcher nur denjenigen Zuckerfabrikanten Kanals die Zustimmung ertheilt. erkannt hätten. die Exportprämie bewilligen will, die nur ein Drittel ausländische Arbeiter beschäftigen, ab. " In die Budgetkommiffion, in der es in den nächsten Sigungen zu wichtigen Abstimmungen kommen wird, ist bis zur vollständigen Wiedergenesung des Genossen Singer, Genosse Auer von unserer Fraktion delegirt worden. - Die heutige Nummer der Petite République" enthält an der Spitze den gestern schon telegraphisch erwähnten Vertrag zwischen Jules Guesde, René Chauvin und Carnaud einer Die Unfallversicherungs- Kommission trat am Donnerstag in feits und Teillard( dem Hauptattionär und Vertreter der übrigen die Berathung des§ 1 ein, welcher den Umfang der Versicherung Aktionäre) anderfeits. Der Bertrag geht dahin, daß das Blatt auf bestimmt. Im Anschluß an die Verhandlungen im Plenum bei der zwei Jahre unter der unbeschränkten redaktionellen Leitung ersten Berathung wurden verschiedene Ausdehnungen der Unfallver ber brei ersteren ist, und daß ihnen das Recht zusteht, binnen drei ficherung über die Regierungsvorlage hinaus befürwortet. Die VerMonaten das Eigenthum der" Petite République" zu erwerben, handlung gelangte indeß nicht zum Abschluß. wenn sie in dieser Zeit die in das Blatt gesteckten Summen nach gegenseitig vereinbarter Abschätzung den jetzigen Eigenthümerne zurückzahlen. Partei- Nachrichten. In einer weiteren Mittheilung find Jules Guesde, Paul Lafargue, Henri Brissac, René Chauvin, Als Reichstagskandidat für den ersten anhaltischen WahlEugène Fournière, John Lebusquière, Duc freis Deffau- 3erb ft ist seitens unserer Genoffen in Bersamm Quercy, Gabriel Farjat, Aline Valette Aline Balette und lungen zu Dessau, Zerbst und Coswig endgültig Senoffe Rappler, Paula Mind als Redakteure und Hauptmitarbeiter genannt. Mitglied des altenburgischen Landtags und Leiter der Müller Es ist eine Reihe trefflicher Namen und den meisten stehen wir organisation, aufgestellt worden. persönlich nahe. Tas ,, Volksblatt für Anhalt", das bei dreimaligem ErWir wissen nicht, ob die Vertreter auch anderer Gruppen noch scheinen monatlich 50 Pf., mit der„ Neuen Welt" 60 Pf. toftet, erbeitreten werden. Jedenfalls hoffen wir, daß es unseren französischen höht seinen Abonnementspreis um 10 Bf. Eine von 400 Genoffen Genossen gelingen möge, das Eigenthum des Blattes zu besuchte Versammlung in Deffau stimmte der Erhöhung einmüthig, erwerben und zu erhalten. Und weiter hoffen wir, daß ohne jeden Widerspruch zu. In manch anderer Stadt, wo die die Verschmelzung aller wirklich sozialdemokratischen Elemente, Arbeiterverhältnisse günstiger liegen als in Dessau, fann ein Theil der Petite République" angeftrebt ward, der Genossen das Parteiorgan nicht billig genug bekommen, und endlich zur Wahrheit werde. Das ist der sehnlichste Wunsch aller trägt insoweit mit dazu bei, daß die Presse nicht so ausgestaltet deutschen und gewiß auch anderer Genossen. werden kann, als es zu wünschen wäre. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. die bisher von Die Zeitschrift für Graveure und Ciseleure, das in Leipzig erscheinende Organ des Verbandes der Graveure, Ciseleure und verwandten Berufsgenossen Deutschlands, wird vom 15. Februar ab monatlich zweimal und zwar am 1. und 15. jeden Monats herausgegeben. Der Abonnementspreis ist für Deutschland und Desterreich auf 50 Pf. vierteljährlich erhöht worden, für das übrige Ausland auf 65 Pf. Aus Weißenfels wurde uns unterm 4. Februar mitgetheilt: Jufolge der Verhandlungen der Bentral Streiftommission mit den einzelnen Firmen, wobei den Arbeitern annehmbare Ronzessionen gemacht wurden, ist am Mittwoch in drei Fabrifen die Arbeit wieder aufgenommen worden, und heute Donnerstag geschieht das gleiche in fünf anderen Fabriken. Die Verhandlungen mit den einzelnen Fabrikanten werden fortgeführt. Es steht zu erwarten, daß in den nächsten Tagen noch in mehreren Betrieben die Arbeit wieder aufgenommen wird. Selbst Herr Blasig, der der eigentliche Urheber der ganzen Aussperrung ist, will mit der Kommission verhandeln. Der Zuzug von Streitbrechern war in den letzten Tagen stärker, aber der alte Stamm der Streifenden hält festzusammen. Waren hier und da auch die Arbeiter geneigt, mit den Unternehmern selbst in Unterhandlungen einzutreten, so ist doch die bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit nur in einem Falle erfolgt. Eine große Bersammlung am Mittwoch Abend faßte daher nochmals den Behluß, in Verhandlungen mit den Unternehmern nur seitens der Zentral- Streiffommission einzutreten. Die anwesenden Genossen Bock aus Gotha und Siebert aus Nürnberg forderten zum einigen Vorgehen auf. Am Nachmittag beschloß eine große Frauenversammlung, ebenso wie die Abendversammlung, daß nur dann zur Belgien. Arbeit zurückgekehrt werden soll, wenn die Fabrikanten vortheilhafte Brüffel, 2. Februar.( Eig. Ber.) In der Kammer begann Redakteur der Schleswig- Holstein'schen Bolks- Zeitung", -In Kiel wurde Genosse Lüttjens, der verantwortliche Bugeständnisse machen. heute die Debatte über das Gesetz betreffend die Inspektion wegen Beleidigung des Werftarbeiters 2orenzen zu 250. Siebert und der Zentral- Streitkommission gemachten Vorwurf, bei Den in der Versammlung am Mittwoch den Genossen Bock, der Bergwerke. Der Genosse Defuisseaux nahm als erster Geldstrafe oder 25 Zagen Gefängniß verurtheilt. Die Beleidigung den Verhandlungen mit den Unternehmern zu viel zugeständnisse Redner das Wort. Er übte eine scharfe Kritik an der Art der soll in Artikeln stecken, die aus Anlaß der selbst vom Evangelischen gemacht zu haben, wies die Versammlung ausdrücklich zurück. jezigen Infpizirung der Gruben, die er mit umfang: Arbeiterverein desavouirten Broschüre des Lorenzen veröffentlicht reichem Material zu belegen im stande war. Das größte Gewicht worden sind. Das Urtheil wurde vom Schöffengericht gefällt.. Der Geist unter den Ausständigen ist gut. Finanzielle Hilfe ist legte Redner auf die Frage, ob Arbeiterinspektoren angestellt unbedingt erforderlich, Zuzug entschieden zu vermeiden. werden sollen und in welcher Weise diese zu wählen seien. Wie uns ein Telegramm meldet, hat die Mehrheit der Arbeiter Projett der Regierung fiebt zwar die Anstellung von Arbeiter- In und Arbeiterinnen des Fabrikanten Seiler, des Führers der spettoren neben den offiziellen staatlichen Berg- Ingenieuren"( InUnternehmervereinigung, die Arbeit infolge neuer Differenzen aberspettoren) vor, die Art aber, wie ihre Wahl zu stande gebracht Aus Hamburg wird uns unterm 4. Februar geschrieben: Dermals niedergelegt. werden soll, würde sie stets in Abhängigkeit zur Regierung und den Streit der Hafenarbeiter und Seeleute steht noch immer auf dem- Vor Zuzug von Gastwirthsgehilfen nach Leipzig warnt Unternehmern bringen. selben Punkte. Die Art und Zeit der Beendigung läßt sich nicht ab der Gastwirthsgehilfe", um Zustände, wie sie die Berliner Nach dem Regierungsentwurf sollen nämlich die„ Industrie- und sehen. Bei den momentan herrschenden Witterungsverhältnissen dürfte Gewerbe- Ausstellung gezeitigt gezeitigt hat, zu verhüten. Trotzdem Arbeitskammern" das Vorschlagsrecht haben. Da diefe Kammern der Umstand, daß der Ausstand noch immer dauert, den Unternehmern gar die Arbeitslosigkeit der Gastwirths- Angestellten schon jetzt aus 3 Unternehmern und 3 Arbeitern zusammengesetzt sind, dürfte es nicht unangenehm sein. Auf ein Nachgeben derfelben ist jezt also in außergewöhnlich groß ist, find gewiffenlose Agenten bestrebt, sehr schwer sein, sich auf einen Kandidaten zu einigen. In diesem Falle keiner Weise zu hoffen. Anders liegen die Dinge, wenn die Arbeiter unter dem Vorwande, daß zu der bevorstehenden Gewerbeund auch dann, wenn die Unternehmer der betreffenden Sitzung fernbleiben, noch bis März und bis zum Eintritt günstigerer Witterungs- und Industrie- Ausstellung in Leipzig Arbeitskräfte fehlen, noch mehr wodurch eine Wahl unmöglich gemacht wird, hat einfach der Minister verhältnisse auszuharren vermögen. An ein früberes Nachgeben herbei au locken, um sodann von diesen horrende Vermittelungseinen ihm geeignet erscheinenden Mann zu ernennen. De fuiffeaux, der Unternehmer ist nach der neuerlichen Erklärung des Groß- gebühren zu erpressen. Die Leipziger Kellner haben auf den sowie der Genosse Wettinet, der 35 Jahre feines Lebens in den rheders und Handelskammer- Präsidenten Laeisz in der Frankfurter 9. Februar eine große öffentliche Versammlung einberufen, wo Ge Gruben gearbeitet, betonten, daß solche Arbeiter- Inspektoren Beitung" gewiß nicht zu denken. Und es würde sich, ohne daß ich nosse Moltenbuhr referiren wird. Diese Versammlung soll das Vertrauen der Arbeiter nie besigen würden. Außer den Fach- mich in die internen Entschließungen der Hamburger Hafenarbeiter Maßnahmen treffen, um nach Möglichkeit der Ausbeutung der tenntnissen, die den Grubeninspektoren zur Verfügung stehen müßten, einmischen möchte, doch fragen, ob man auf Seite der Hafenarbeiter Kellner durch die Wirthe und Stellenvermittler entgegen treten zu fei deren vollständige Unabhängigkeit von den Unternehmern zu jetzt nicht beffer thut, eine andere Taktik zu befolgen." Das Die Hafenarbeiter- Bewegung. Die " tönnen. P " Die Organisation der Eisenbahnarbeiter der sächsisch erzielt werden, daß vielmehr die Ansicht der Mehrheit zwei Sorten Kaffeesurrogate unter der Bezeichnung Malzfaffee" in böhmischen Staatsbahn hat folgende Forderungen in der Kommission dahin geht, daß die Höhe der Arbeits- den Handel brachte, die, aus Gerstens bezw. Roggenmalz bestehend, ihrem Programm: 1. Uneingeschränktes Koalitionsrecht, Aufhören löhne in der Konfektion zwar eine sehr geringe sei, daß sich aber feinen Kaffee enthielten. Das Berufungsgericht begründet sein jeglicher Bevormundung; 2. etatsmäßige Anstellung der Arbeiter direkte Eingriffe durch die Gesetzgebung nicht empfehlen." Man freisprechendes Urtheil unter andern wie folgt:„ Die Bes und Hilfskräfte nach der Anciennität; 3. baldmöglichste Einführung hat hiernach schon ein ungefähres Bild, wie das den Konfektionszeichnung, unter welcher der Angeklagte fein Erzeugniß des Achtstundentages; 4. geregelte Sonntagsruhe; 5. Abschaffung der arbeitern amtlich versprochene Schutzgesetz" dereinst aussehen wird, in den Handel gebracht hat, enthält allerdings das Wort Remunerationen, hierfür Aufbesserung sämmtlicher Löhne für Ar- wenn so mit deutscher Gründlichkeit“ und„ deutscher Tiefe" vor-" Kaffee", während das Erzeugniß Kaffee nicht enthält. Das Wort beiter und Hilfskräfte, sowie der Gehälter der Unterbeamten in der gearbeitet wird. " Raffee" ist aber in der Waarenbezeichnung mit dem Worte„ Malz" Weise, daß der niedrigste Lohnsatz für Arbeiter 3,60 M. MinimalOesterreich Ungarns Handel stellte sich im Jahre 1896 wie verbunden, und unter Malztaffee" versteht der allgemeine Sprachgehalt, für Unterbeamte 1200 m. pro Jahr beträgt; 6. Erhöhung folgt: Die Einfuhr betrug 728,8 Millionen Gulden( 6,3 mehr als gebrauch im Handel und Verkehr, wie von den Sachverständigen der Löhne und Gehälter je nach der Dauer der Beschäftigung in 1895), die Ausfuhr 785,7( 43,9 mehr als 1895). Die Ausfuhr Dr. Bischoff und Steffen übereinstimmend bestätigt wird, nicht Kaffee bestimmten Zeitabschnitten bis zu einem gewissen Maximum. überstieg also die Einfuhr um 56,9 Millionen Gulden. oder ein taffeehaltiges Erzeugniß, sondern ein taffeefreies Surrogat In Stehr ist der Ausstand der Fahrrad Arbeiter der Eingeführt wurden hauptsächlich: Baumwolle für 51,2 Mill. aus gebranntem Malze. dortigen Waffenfabrit au gunsten der Arbeiter beendet. Gulden, Kolonialwaaren 42,1, Schafwolle, Rammzeug 40,8, Rohlen Die Millionenerbschaft. Der Prozeß der Frau des Zigarren Der vorgelegte Tarif wurde bewilligt und ein mißliebig gewordener und Kets 36,5, Seide und Seidenwaaren 34,5, Maschinen und machers Timm gegen den Grafen Douglas, welcher gestern Vorarbeiter, dessen Entlassung verlangt worden war, trat freiwillig Apparate 2c. 21,4, Eisen und Eisenwaaren 17,8, Flachs, Hanf, vor der 24. Zivilkammer des Landgerichts 1 verhandelt wurde, hatte aus. Die Verhandlungen wurden zwischen dem Lohnkomitee und Jute 2c. 16,9, Baumwollgarne 12,4, Getreide 12,2. eine ungewöhnlich große Menge von Zuhörern angezogen. Nament den Verwaltungsräthen der Gesellschaft im Beisein eines Vertreters Ausgeführt wurden: Holz für 73,6 Millionen Gulden, lich hatten sich, durch die Zeitungsnotiz aufmerksam gemacht, viele des Eisen- und Metallarbeiter Verbandes und des Bürgermeisters Bucker 73,0, Thierische Produkte 70,7, Getreide 62,6, Schlacht und Träger des Namens Brandt eingefunden, welche meinten, zu dem Erbvon Steyr geführt. Zugvieh 46,2, Lederwaaren 40,1, Kohlen und Koats 31,0, Glas und laffer, dem 1791 verstorbenen holländischen Millionär Brandt in einem Aus der Schweiz. Des Wortbruchs wird in der Glaswaaren 25,0, Getränke 21,7, Wollwaaren 18,8, Papier, Cellulose Verwandtschaftsverhältniß zu stehen und einen Theil der fetten Erbschaft Schweiz. Eisenbahn- 3tg." die Verwaltung der schweizerischen und Papierwaaren 18,1, Eisen und Eisenwaaren 13,8, Baumwoll- beanspruchen zu können. Auf dem Korridor wurde lebhaft über den Nordostbahn angeklagt. In willkürlicher Weise habe sie den waaren 7,1, Leinengarne 7,1. Prozeß diskutirt. Leute, welche sich bisher nie gekannt hatten, Text der am 1. März des vorigen Jahres mit den Vertretern des Die Ausfuhr von Getreide flieg gegenüber dem Jahre 1895 um stellten einander als zur Familie Brandt gehörend vor, schlossen Personalverbandes getroffenen Vereinbarungen abgeändert. Der 15,5 Millionen Gulden, die von Zucker um 10 und die von Holz Freundschaft und versprachen sich gegenseitige Unterstützung zur Normaltert war in Bern sorgfältig abgefaßt und volt beiden um 8,4 Millionen Gulden, Lederwaaren um 5,4, Getränke um 2,5, weiteren Verfolgung ihrer vermeintlichen Ansprüche kontrahirenden Parteien wohl erwogen worden. Die Nord- Glas und Glaswaaren um 1,9, Baumwollgarne um 1,1, Leinen hinterlassenen Millionen des Holländers. Es handelt sich in dem oftbahn hat am 1. März diesen wohlerwogenen Text ebenfalls garne um 1 Mill. Gulden. Prozeß um Herausgabe von Papieren, welche nach Angabe der Klägerin vorbehaltlos angenommen, und es bildete diese Annahme einen In der australischen Kolonie Vittoria ist, wie die Stumm'sche von ihrem Verwandten, dem in Aschersleben verstorbenen Buchbinder integrirenden Theil der Abmachungen, auf welche hin der Friede" Post" wüthend mittheilt, von der Arbeiterpartei ein Gesetz er- Brand durch dessen Schwiegerfohn, den Portier Simon, dem geschlossen wurde. zwungen worden, das einen Minimallohn für Fabrik- Grafen Douglas in der Zeit zwischen 1860 und 1870 übergeben sein Nun kommt hinterdrein die Nordoftbahn als einer der vertragsarbeiter vorschreibt. Wer an Wochenlohn nicht mindestens sollen, damit letzterer die Erbansprüche des Brand verfolge. Gleichschließenden Theile und ändert den fixirten Text ab. Sie hole 2 Sh. 6 Pence erhält, soll in Fabriken und Werkstätten nicht be- seitig verlangt die klagende Partei, daß ihr Graf Douglas Rechendazu nicht etwa die Einwilligung des anderen Theils ein, schäftigt werden. Als Fabrik bezeichnet das Gesetz jeden Platz, wo fchaft ablege, in welcher Weise er den ihm gewordenen Auftrag fondern diejenige des Verwaltungsrathes! Der Artikel der vier Personen, oder wenn Dampf oder eine andere Kraft benutzt ausgeführt habe. Der Anwalt des Beklagten bestreitet da Schweiz. Eisenbahn- Zeitung" schließt mit den Worten: Wir wird, zwei Personen beschäftigt sind, wobei der Betriebsinhaber einzuprotestiren gegen eine derartige unerhörte Mißachtung von Recht rechnen ist. Eine dreimalige Uebertretung dieses Gesetzes zieht den und Sitte! Wir bringen hiermit diese Angelegenheit vor das Verlust der Konzession zum Fabrikbetrieb nach sich. Publikum, welches urtheilen mag, wo das Recht liegt; zugleich aber erklären wir, daß wir alle Verantwortlichkeit für die Folgen, welche der fonderbaren Haltung und dem eigenthümlichen Gebahren der Nordoftbahn entspringen mögen, auf diese Nordostbahn selber zurückweifen." Unternehmer- Verbände. Das deutsche Zuckersyndikat beginnt seine Thätigkeit noch nicht. Wie uns mitgetheilt wird, haben sich die Mitglieder bei der Gründung nur zur Zahlung der geringfügigen Summe von je 500 M. Geschäftsantheil verpflichtet. Ferner ist die Beschlußfassung über weitere Pflichten und über den Geschäftsgang des Syndifats aufgeschoben worden. Dadurch erscheint der Erfolg der sowieso nicht sonderlich aussichtsvollen Gründung noch fraglicher. Boziales. In dem ver- Stumm'ten Deutschen Reiche ist man noch nicht ein mal so weit, den Unternehmer zu verpflichten, daß er dem Arbeiter überhaupt Lohn zu zahlen hat und daß der Lohn mindestens soviel betragen muß, wie der für die Krankenversicherung angenommene ortsübliche Lohn gewöhnlicher Tagearbeiter. = Ein Radital Heilmittel ist der Minimallohn übrigens nicht. Die Expropriation des Expropriateurs seitens der Gesellschaft nußt mehr. Gerichts- Beitung. an die gegen, daß seinem Mandanten eine juristische Vollmacht ertheilt worden sei, die Rechtsansprüche der Familie Brand wahrzunehmen. Er sei vielmehr von seinem Portier Simon ersucht worden, mit dem rechtskundigen Bürgermeister Douglas- dem Vater des Beklagten darüber zu sprechen, ob Brandt mit Aussicht auf Erfolg seine vermeintlichen Ansprüche geltend machen könne. Simon habe dem Vetlagten auch eine Anzahl von Papieren, welche die Verwandtschaft des Buchbinders Brand mit dem Erblasser darthun sollten, überbracht, die Graf Douglas aber als belarglos wieder zurückgegeben habe. Urkunden irgend welcher Art habe der Beklagte nicht erhalten. So weit er sich erinnere, könne die deutsche Uebersetzung des holländischen Teftaments und ein Stammbaum der Familie Brandt unter den Papieren gewesen sein. Der Klägerische Anwalt beantragte, dem Grafen Douglas den Eid darüber zuzuschieben, daß er die fraglichen Papiere nicht befize. Zu einer Entscheidung tam es noch nicht, das Urtheil soll vielmehr am 11. Februar verkündet werden. Versammlungen. Die neneste Kammergerichts- Entscheidung hinsichtlich der §§ 152 und 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung( welch erstere Rechtsanwalt Heinemann in dem wiederholt erörterten Falle Jsmer zu gunften des Angeklagten erzielte- Jsmer war sowohl vom Schöffengericht als auch von der Berufungs- Strafkammer verurtheilt, vom Kammergericht dagegen freigesprochen worden) wurde gestern Der Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten ( Donnerstag) zum ersten Male sowohl von seiten der Staatsanwalt- Arbeiter hielt am 25. Januar eine Branchenversammlung der Au die Arbeiter Beisiger in den Gewerbegerichten schaft wie des Gerichtshofes in einem Strafprozesse zur Anwendung Former und Gießerei- Arbeiter ab. Zum ersten Punkt der Tagesdes Deutschen Reichs! gebracht, in welchem sich die Arbeiter bezw. Metalldreher Peter, ordnung sprach der Reichstags- Abgeordnete Robert Schmidt Um einen Meinungsaustausch über Fragen von gewerblichem Batt, Nachtwey, Unger, Conrad, Näther, Lindner und Fiedler vor über das Thema:" Sozialpolitische Tagesfragen". Der VorInteresse der Arbeitervertreter in den Gewerbegerichten herbeizu- der 186. Abtheilung des Amtsgerichts I wegen Gewerbevergebens zu tragende erntete für seine Ausführungen reichen reichen Beifall. führen, beziehentlich um Stellung zu Anträgen derselben zu nehmen, verantworten hatten; gegen die Angeklagten, mit Ausnahme von Peter Unter Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes berichtete werden die Gewerbegerichts Beisiger allerorts unter und Lindner, war auch zugleich Strafantrag wegen Beleidigung gem essetsch über die Differenzen bei der Firma 3inndorf. Hinweis auf die in Halle gefaßten Beschlüsse ersucht, für jeden stellt. Wie im Falle Jsmer handelte es sich auch hier um Die Angelegenheit fand dadurch ihren Abschluß, daß die streitenden Ort eine Adresse an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. Die Arbeiter, welche von der Firma Frister( Juhaber Engel und Hege- Arbeiter zu den alten Bedingungen sämmtlich wieder eingestellt und Arbeiterpresse wird um Abdruckt gebeten. waldt) wegen Feier des 1. Mai v. J. ausgesperrt worden waren. die Streitbrecher entlassen wurden. Stobsack ersuchte die AnDie Fabrik in der Lindenstraße wurde von den Ausgesperrten be- wesenden, trotz der zu zahlenden Unterstützung für Hamburg den wacht, es fam zwischen ihnen und den Streitbrechern zu Reibereien, Fonds der Berliner Metallarbeiter nicht zu vergeffen. welche wiederholt die hiesigen Gerichte beschäftigt haben, und vor Der Ausschuß der Gewerbegerichts. Beisizer Berlins. J. A.: R. Millarg, Berlin S, Annenstr. 16, v. part. der jegigen Sozialpolitik. Wenn noch etwas davon gestrichen sein, dann Ordnung. " den Der Fachverein der Tapezirer beschäftigte sich in seiner Der Bericht über die Verhandlungen der Kommission für resp. in der Nähe der Frister'schen Fabrit spielten sich auch die Sigung am 26. Januar mit Vereinsangelegenheiten. Nach dem Arbeiterstatistik am 9. und 11. Januar d. I. ist jetzt in Druck er- Szenen ab, welche den Gegenstand der Anklage bildeten. In Geschäfts- und Kaffenbericht erfolgte die Neuwahl des SchriftArbeiterstatistik am 9. und 11. Januar d. I. ist jetzt in Druck er brei Fällen sollen sich die Drohungen resp. Beleidigungen führers, mit welchem Amt das Mitglied Franke betraut wurde. schienen, Gegenstand der Berathungen waren die Ermittelungen drei Fällen den Portier Fach, welcher nicht über die Arbeitsverhältnisse in der Kleider und gegen Aus- Dem Bericht über die Konferenz der lokalorganisirten Gewerkschaften Wäsche Konfettion. Bezeichnender Weise hat die Kom- gesperrten" der Frister'schen Fabrit gehörte, gerichtet haben. schloß sich die Ergänzungswahl der Lohn- und Werkstatt- Kontrollfoll Fach in ähnlicher Weise von Näther fommission an, und setzt sich dieselbe aus den Mitgliedern miffion es diesmal unterlassen, selbständige Gesetzesvorschläge aus- Am 21. Mai zuarbeiten; sie hat sich nur darauf beschränkt, allgemeine Vor- in dem Schantlokale von Preuß, in welchem die Ausgesperrten" Martyl, Thalstein, Holzammer, Henschel und schläge dem Heichskanzler zu unterbreiten. Aber auch diese sind sehr verkehrten, beleidigt worden sein. Fach kam in das Lokal, um nach Klatt zusammen. Im Anschluß hieran wurden die unwürdigen gewunden ausgefallen und bewegen sich ganz in dem Zick- Zackture izenden erwähnt wurde, bereits früher einmal mit einem Briefe sprochen und beschlossen, dieses Frühjahr eine rege Thätigkeit zur einem angeblich Arbeit Suchenden zu sehen; er war, wie vom Vor- Verhältnisse in der Werkstatt der Firma Flatow u. Priemer be= wird, ehe einmal ein Gesezentwurf wird zu stande gekommen von Engel u. Hegewaldt bei Preuß geweſen; in diesem Briefe er- Beseitigung der in den verschiedensten Werkstätten eingeriffenen bleibt in der That nichts mehr übrig, was flärten die Inhaber der Firma Frister, sie würden Preuß, wenn er Mißstände zu beginnen. Gegenüber dem Antrag Holzammer, Aufmit dem Ausdruck Schutzmaßregeln" bezeichnet werden kann. weiter fein Lokal zum Beobachtungsposten für die Streifenden her- nahme einer Statistik, wurde einer eifrigen systematischen WerkstattAlle forretteren Vorschläge der Abgeordneten Dr. Hige, Letocha, geben würde, dem Reviervorstande anzeigen(). Nachdem nach agitation der Vorzug gegeben, um die leider noch große Zahl der Moltenbuhr, des Fabrikinspektors Dr. Wörishoffer u. f. w. sind schon Darlegung des Anklagematerials auf weitere Beweisaufnahme all- Fernstehenden für die Organisation zu gewinnen. in der Kommission begraben worden. Das Material der Ermitte- feitig verzichtet war, beantragte der Staatsanwalt gegen alle AnFür Steglitz und Umgegend fand am Sonntag, den 31. Januar, lungen ist bei den formulirten Vorschlägen wenig oder gar nicht geklagten Freisprechung von der Anklage des Vereine öffentliche Boltsversammlung in Steglitz( Gambrinus) statt. berücksichtigt. Diese lauten: Die Kommission macht sich dahin schlüssig, Aehens gegen§§ 152, 153 der Reichs- Gewerbeaguer Berlin referirte über das Thema: Presse und Sozialbaß es sich empfehle, den Begriff der Werkstatt festzulegen und fönnen diefe Paragraphen nur in Anwendung gebracht werden, wenn Bortrag das Zeitungswesen von Anfang bis jetzt. Seine Aus Nach der neuesten Rammergerichts- Entscheidung demokratie. Redner schilderte in einem 1/ 2stündigen intereffanten als Werkstatt diejenigen Arbeitsräume gelten zu lassen, in denen mindestens eine nicht zur Familie des Arbeitgebers gehörige Person es sich um Bemühungen handelt, für die Zukunft beſſere Lohn- führungen fanden reichen Beifall. In der Diskussion trat Mohr gegen Entgelt beschäftigt sei. Ferner hält die Kommission für bedingungen zu erlangen; hier habe es ſich aber um Streitigkeiten wegen empfehlenswerth, die Schutzbestimmungen der§§ 135 bis 139b der vergangener Sachen gehandelt. Ferner beantragte der Staats- für Errichtung eines Gewerbeschiedsgerichts in Steglitz ein. Runtel Gewerbe- Ordnung auf die Werkstätten auszudehnen. Für die Wert anwalt gegen Conrad und Unger auch Freisprechung hinsichtlich der beantragt, in ca. 3 Wochen eine öffentliche Bersammlung einzuberufen, die sich mit diesem Thema beschäftigen soll. stätten der Konfektion sind generell 60 lleberarbeitstage im Beleidigung; dagegen wegen Beleidigung gegen Patt für drei Fälle 60 M. Geldstrafe, gegen Näther, der bereis zweimal vorbestraft, Jahre zuzulaffen, an denen die gewöhnliche Arbeitszeit um je zwei 30 M. Geldstrafe, gegen Nachtwey und Fiedler je 20 M. Gelb Depeschen und lehte Nachrichten. Stunden überschritten werden darf. Den Arbeiterinnen und jugend- strafe. Der Vertheidiger Rechtsanwalt Heinemann bat, Batt in lichen Arbeitern in den Werkstattbetrieben der Konfektionsindustrie einem Fall für straffrei zu erklären und bei Fiedler zu kompensiren, war Mittags 4,80 Meter gegen 2,75 heute Morgen um 8 Uhr, also Köln, 4. Februar.( W. Z. B.) Der Wasserstand des Rheins seien Pausen zu gewähren; dabei wird aber gesagt, daß die Pausen da in diesem Fall der angeblich beleidigte Otto den Rock hochgehoben 2 Meter gestiegen, und steigt weiter start, etwa 15 Zentimeter in nicht einzeln festgelegt werden möchten, sondern nur bestimmt werden soll: auf die tägliche Arbeitszeit habe eine Pause und eine entsprechende Handbewegung gemacht hatte. Der Gerichts der Stunde. Die Mosel fällt langsam. Bon allen Rhein- Nebenvon mindestens 1/2 stündlicher Dauer zu entfallen. Die Kommission of schloß sich hinsichtlich des Gewerbevergehens den Ausführungen flüssen werden nicht unbedeutende Ueberschwemmungsschäden geFrei- flüssen meldet. hält es zur Durchführung einer Arbeitsbeschränkung für nothwendig, des Staatsanwalts an und erkannte in diesem Punkte auf Freidie Werkstattarbeiterinnen vor Ueberlastung durch Heimarbeit thun- fprechung. Wegen Beleidigung wurde Patt( 3 Fälle) zu 30 M. Paris, 4. Januar.( W. Z. B.) Der mit der Prüfung der lichst zu schügen, wenn nicht anders möglich, auch durch das Geldstrafe, Nachtwey zu 12 M. Geldstrafe, Mäther zu 20 M. Geld- Wahlen im Departement Haute Geronne beauftragte Ausschuß des Verbot der Mitgabe von Arbeit nach Hause. Die Werkstatt: ſtrafe verurtheilt. Auch wurde die Publikation des Urtheils im Senats hat dahin entschieden, daß Constans, da er die erforderliche und Heimarbeiter sollen mit Lohnbüchern versehen werden, in welche" otal- Anzeiger" verfügt. Die übrigen Angeklagten wurden frei- Anzahl Stimmen erhalten habe, als Senator proklamirt werden beim Ausgeben der Arbeiten die Löhne für die einzelnen Arbeiten gesprochen. müsse. Deputirtenfammer. Fortsetzung der Berathung des Zuckereinzutragen sind. Eine Erweiterung der Versicherungspflicht der HausUnter schweren Anfeindungen seitens ihrer Haus: steuer- Gefeßes. Pourquery begründet einen anderen Zusagantrag, industriellen oder Heimarbeiter betreffs der Kranten sowie der mitbewohner und Nachbarn hat feit einer Reihe von Jahren die nach welchem die Prämien nur denjenigen Fabrikanten zu Invaliditäts- und Alters- Versicherung unter Heranziehung der städtische Lehrerin Fräulein Meta Zimmermann zu leiden. Schon bewilligen find, welche mindestens 70 pet. französische Arbeiter beKonfektionäre zu den Beiträgen der Arbeitgeber erscheint im Jahre 1895 fand vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I. ein schäftigen. Ministerpräsident Meline bekämpft den Antrag.( Lebhafte auch der Kommission als nothwendig. Das von Herrn umfangreicher Prozeß statt, in welchem es sich um Beleidigungen handelte, Gegenrufe auf der äußersten Linken.) Meline wirft den Sozialisten Wörishoffer empfohlene Verbot der Beschäftigung von Heimarbeitern welche gegen die Genannte gemacht und der mit der Verurtheilung vor, ein unheilbringendes Wert der Zerstörung zu verfolgen.( Die durch Zwischenmeister lehnte die Kommission ab. Mißstände beim der Angeklagten zu einem Monat Gefängniß endete. Gestern sollte Gegenrufe werden noch lebhafter.) Meline fährt inmitten des Lärmes in Abliefern der Arbeiten, deren gefeßliche Beseitigung anzustreben wiederum eine Verhandlung vor dem Schöffengericht stattfinden. feiner Verurtheilung der Politik der Sozialisten fort und schließt, in wäre, haben sich nach Ansicht der Mehrheit der Kommission Die Kaufmanns- Ehefrau Anna Weuster war beschuldigt der dem er nochmals die Nothwendigkeit der Annahme des Gefeßentwurfs nicht herausgestellt. Besondere, die Konfektionsindustrie treffende wörtlichen Beleidigung des Fräulein Zimmermann in fieben Fällen hervorhebt.( Wiederholter Beifall im Zentrum.) Der Zusagantrag Maßregel zum Schuße des Publikums gegen und der Mißhandlung in einem Falle. Wie in dem früheren Pourquery wird mit 191 gegen 156 Stimmen abgelehnt. Hierauf anfteckende Krankheiten hält die Mehrheit Verfahren hatte auch diesmal die städtische Schuldeputation ihre wird der letzte Artikel und alsdann der gesammte Gesetzentwurf mit nicht für räthlich und erforderlich!!! Ebenso spricht Angestellte in Schuß genommen, Strafantrag und der Beleidigten 282 gegen 239 Stimmen angenommen. die Kommission sich dahin aus, daß es sich gegenwärtig in der Person des Rechtsanwalts Dr. Holz einen Beistand gestellt, Paris, 4. Februar.( W. Z. B.) Die Regierung hat den nenen nicht empfehle, besondere Vorschriften hinsichtlich der Beum ihre Intereffen als Nebenklägerin wahrzunehmen. Derselbe Entwurf einer Reform der direkten Steuern festgestellt. Derselbe fchaffenheit der Werkstätten in fanitärer stellte vor Eintritt in die Verhandlung, zu welcher 23 Beugen geladen entlastet die ländlichen Gemeinden um mehr als 50 Millionen Beziehung für die Konfektions Industrie erlaffen; waren, zunächst den Antrag, eine wiffentlich falsche Anschuldigung Frants; im besonderen befreit er die fleinen Steuerzabler hins ferner: von besonderen Vorschriften über die Verwendung der als vorliegend zu erachten, sich deshalb als unzuständig zu erklären, fichtlich der Personal und Mobiliarsteuer, sowie der Thür- und Kohlen- Bügeleisen sei Abstand zu nehmen, jedoch seien die zu- und die Sache vor die Strafkammer zu verweisen. Die Angeklagte Fenstersteuer etwa von der Hälfte der Lasten. Zur Deckung des ständigen Behörden auf die hierdurch herbeigeführten Schädigungen war nämlich zum Schulrath Fischer gegangen und hatte recht böse Ausfalles wird die Uebergangstour für Werthpapiere erhöht und aufmerksam zu machen und zu veranlassen, auf grund der bestehen Dinge über Frl. Zimmermann zu Protokoll gegeben. Dies habe sie eine Bulaffungsgebühr für diejenigen fremde Werthe eingeführt den Vorschriften diesen Schädigungen entgegenzuwirken. Auch wider besseres Wissen gethan. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wronker, werden, für welche diese Gebühr bisher nicht bezahlt wurde. in Beziehung auf die Nähmaschinen Arbeiter in der Kon- drang mit seinen Ausführungen, daß dies gefeßlich nicht zulässig fektionsindustrie sind nach Ansicht der be und auch nicht erforderlich sei, durch, denn der Gerichtshof lehnte sondere Vorschriften nicht nothwendig. Genosse Moltenbuhr den Antrag des Nebenklägers ab. Bei dem Umfange, den die Verbetonte in der Kommission, daß es durch Ausdehnung des Koalitions- handlung annehmen würde, sei es aber geboten, für dieselbe einen rechts der Arbeiter diesen gelingen würde, höhere Löhne zu erreichen. ganzen Tag anzusehen. Es müsse deshalb eine Vertagung statt Es wird aber durch den Vorsitzenden festgestellt" heißt es in finden. # = Kommission Glasgow, 4. Februar.( W. Z. B.) In der Fairfield- Schiffs= werft im benachbarten Govan herrschte heute eine Feuersbrunst. Behn Minuten nach Ausbruch derselben waren die sämmtlichen Baulichkeiten, welche eine Fläche von mehreren Acres bedecken, ein Flammenmeer. Personen sind nicht verlegt. Der Kreuzer I. Klasse Argonaut" entging mit Mühe der Beschädigung. Wahrscheinlich Dem amtlichen Protokoll- daß andere Mitglieder der Ein Urtheil über Malzkaffee" fällte jüngst die fechfte( Be- werden viele im Auftrage der Admiralität auszuführende SchiffsRommiffion nicht der Ansicht sind, fönne Durch Ausrufungs) Straffammer des hiesigen Landgerichts I. Ein Kaufmann bauten einen Aufschub erleiden. Der entstandene Schaden wird auf Dehnung des Koalitionsrechts eine Erhöhung der Löhne war wegen Nahrungsmittel- Fälschung verurtheilt worden, weil er 50 000 Pfund Sterling geschätzt. " Verantwortlicher Redakteur: Auauft Iacoben in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hieran 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 30. 14. Jahrgang. Reichstag. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Freitag, 5. Februar 1897. Sein Kollege im benachbarten Bezirk Bezirk Hessen II plädirt er mußte aber fonstatiren, daß trok lebhafter Bemühungen in ganz aber für den zebuftündigen Normalarbeitstag. Angesichts Deutschland und Desterreich kein Fabrikarzt aufzutreiben war, der der amtlichen Berichte der Fabrikinspektoren sollte man das Referat über den Achtstundentag übernehmen wollte. Warum 167. Sigung vom 4. Februar 1897. 1 Uhr. meinen, daß die Regierung, die sich in ihrer Liebe gegen die nicht? Gegen den Achtstundentag wollte kein Arzt sich aus Am Tische des Bundesraths: von Bötticher und Kom- Arbeitertlaffe auch nicht von der Sozialdemokratie übertreffen lassen wissenschaftlichen Gründen aussprechen, für den Achtstundenmissarien. wollte tein will, schon längst Schritte gethan haben müßte gegen die übermäßige tag Fabrikarzt eintreten aus Furcht vor Eingegangen ist ein Gefeßentwurf betreffend Aenderung des Ausdehnung der Arbeitszeit. seinem Arbeitgeber.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Gesetzes betreffend die Beschlagnahme des Dienstlohne 3. Der Antrag Hiße beweist, daß die seit sieben Jahren noch nicht Hieraus können Sie sich erklären, weshalb die Arbeiter eine solche Auf der Tagesordnung steht die Berathung des Autrages Auer eingelösten Februarerlasse für die Sozialpolitit der Regierung voll: Mißachtung gegen die sogenannten Vertrauensärzte haben. Die ( Soz.) und Genossen: ständig bedeutungslos sind, weil diese Sozialpolitik vor dem Unter- Vertrauensmänner sind nicht mehr Männer der Wissenschaft, sondern Die verbündeten Regierungen zu ersuchen, dem Reichstag bis nehmerthum bedingungslos fapitulirt hat. Da ist es unsere Pflicht, die Kulis der Unternehmer; sie bescheinigen das, was die Unter zur nächsten Session einen Gefeßentwurf vorzulegen, wodurch die alles daran zu setzen, um die Regierung auf diesem Wege vorwärts nehmer wünschen. Die wissenschaftlichen Aerzte haben sich rückhaltlos regelmäßige tägliche Arbeitszeit für alle im zu drängen. Da fommt man mit dem Einwand, daß einen so für den Achtstundentag ausgesprochen; ihre Beschlüsse sind aber Rohn, Arbeits- und Dienstverhältniß, im Gegroßen Sprung, wie unser Antrag verlangt, die deutsche Industrie auf natürlich ein Stück Papier geblieben, denn in eine praktische Agitation werbe, Industries, Handels- und Verkehrs- einmal nicht ertragen könne. Wie liegen aber die Dinge? Wenn wir für den Achtstundentag sind die Herren Profefforen und Aerzte mit wesen beschäftigten Perfonen auf acht Stunden von den zurückgebliebensten Betrieben absehen, nämlich von der wenigen rühmlichen Ausnahmen nicht eingetreten. festgefegt wird." Bäckerei, Müllerei und von den Handelsangestellten, welche legteren Ohne gewaltigen und fortwährenden Druck von unten ist in Hierzu liegt folgender Abänderungsantrag der Abgg. Dr. Hike, nach dem Bericht der Hamburger Handelskammer bis zu mehr als Deutschland nichts zu erreichen. 1889 fand nach dem Bergarbeiter. Dr. Lieber und Dr. Freiherr v. Hertling( 3.) vor: 16 Stunden beschäftigt sind, und deren Ladenzeit erst um 9 oder streit der internationale Kongreß in Paris statt, auf dem die EinUnter Ablehnung des Antrags Auer und Ge- 10 Uhr abends zu Ende geht, so haben wir in Deutschland in den führung des Achtstundentages empfohlen wurde. Am 31. Januar nossen die verbündeten Regierungen zu ersuchen, in Er- großen Betrieben, die in erster Linie in betracht kommen, durch 1890 begann in Deutschland die Sozialreform mit der Berufung wägung, daß es eine der Aufgaben der Staatsschnittlich die 10 stündige Arbeitszeit durchgeführt. gewalt ist, die Zeit, die gaben und die Art des Herrn v. Berlepsch in das Handelsministerium, und am Bei der Reichspost beträgt die Arbeitszeit der Beamten heute 4. Februar, also gerade heute vor fieben Jahren vielleicht ist die der Arbeit so zu regeln, daß die Erhaltung noch 70 Stunden pro Woche; ungeheuerlicher aber als bei der Post böse Sieben in diesem Falle für uns ein günftiges der Gesundheit, die Gebote der Sittlichkeit, find die Arbeiterverhältnisse bei den Staatsbahnen, die in diesem Omen find die bekannten taiserlichen Erlasse erdie wirthschaftlichen Bedürfnisse der Arbeiter Jahre in Preußen 460 Millionen gegen 385 Millionen im schienen, in denen ausdrücklich auf die in der internationalen und ihr ihr Anspruch auf gefegliche Gleich Vorjahre Ueberschuß gehabt haben. Obwohl die Gesammteinnahmen Bereinbarung für die Arbeiter gewünschten Einrichtungen auf den berechtigung gewahrt bleiben( faiserliche Erlasse vom der Eisenbahnen um über 8 pet. gestiegen sind, sind die Ausgaben Ausstand und die sonst dabei laut gewordenen Wünsche und Klagen 4. Februar 1890), thunlichst bald dem Reichstage einen Gefeß- um 0,10 pCt. gesunken. Will man wissen, auf wessen Rosten zum der Arbeiter bezug genommen wurde und ausdrücklich festgestellt entwurf zum Zwecke der Beschränkung der Arbeitstheil diese folossalen Ueberschüsse erzielt werden, so muß man einen wurde, daß es eine Aufgabe der Staatsgewalt fei, die Zeit, die zeit der Arbeiter( über 16 Jahre) in Fabriken Blick auf die Verhältnisse der Angestellten werfen. Redner aitirt Dauer und die Art der Arbeit zu regeln, damit die Erhaltung ihrer auf höchstens dreiundsechzig Stunden wöchent nach der dem preußischen Abgeordnetenhause vorgelegten Uebersicht Gesundheit, die Gebote der Sittlichkeit und die wirthschaftlichen lich vorzulegen." über die Arbeitszeit der Eisenbahn Beamten die betreffenden Bedürfnisse der Arbeiter und thre Ansprüche auf eine Abg. Fischer( Soz.): Unserem Antrage auf Einführung des Biffern für die verschiedenen Kategorien von Beamten, von endliche Gleichberechtigung gewahrt würden. Damit wurde Achtstunden- Arbeitstages werden wahrscheinlich die Parteien und die denen zum theil über 15 und 16 Stunden gearbeitet wird. direkt auf den Achtstundentag bezug genommen. Jetzt Regierungen den Einwand entgegenstellen, er sei lediglich nur aus Anders gestaltet sich das Verhältniß bei den Werkstätten- Arbeitern. flingt es freilich ganz anders. Heute wird allerdings nicht agitatorischen Gründen gestellt; bei der Verschiedenartigkeit der in. Die Werkstätten haben sich den Verhältnissen in den großindustriellen mehr den Kohlenbaronen aus dem Saarrevier zugerufen, sie sollten dustriellen Entwicklung und angesichts der Konkurrenz des Auslandes Betrieben mit zehnftündiger Arbeitszeit angeschlossen. Wenn man sich nicht einbilden, daß die Arbeiter ein bloßes Vivisektionsobjekt könne man nicht daran denken, von heute auf morgen den Acht- aber fonstatiren muß, daß Tausende und Abertausende im Staats- für die kapitalistische Ausbeutung seien. Heute wird nicht mehr der stundentag einzuführen, ohne die deutsche Industrie zu ruiniren. dienst heute noch eine Arbeitszeit von 15-16 Stunden haben, in Be- brutal- zynische Ausdruck von dem Ueberdenhaufenschießen der Ara Ich brauche nicht erst zu sagen, daß wir nicht den Ruin der In trieben, die so toloffale Ueberschüsse abwerfen, und die nach beiter gebraucht, aber den Hamburger Unternehmern wird zugerufen, dustrie wollen, denn die Arbeiter hätten den Schaden den feierlichen Versprechungen des Kaisers vor 7 Jahren Muster- sie möchten den Forderungen der Arbeiter den kräftigften Widerstand davon. Wir verhehlen uns auch nicht die tiefgreifenden betriebe sein sollten, so sind sie allerdings Musterbetriebe geworden, entgegensegen. Heute find wir bereits soweit, daß der Wirkungen unseres Antrages und die Schwierigkeiten feiner aber für die wirthschaftliche Ausbeutung. Rann man es da den Vertreter der brutalsten Unternehmerinteressen sich rühmen Durchführung. Diese Schwierigkeiten können aber sowohl im Arbeitern verdenken, wenn sie nach einer selbständigen Organisation tanu, er reise jetzt nach Berlin, um den Kaiser Gefeße selbst als auch in den Einführungsbestimmungen berück- ftreben? Aber dann kommen die Unternehmer und verlangen nach scharf zu machen gegen die Forderungen der Arbeiter. fichtigt werden. Sie sind aber nicht so groß, daß fie uns und die der Polizei gegen die staatsgefährlichen Organisationen der Wenn man fagt, man dürfe an einem Kaiserwort nicht drehen und Regierung von der Pflicht entbänden, mit allen gesetzlichen Mitteln Arbeiter. deutelu, so gilt dies von den Februar- Erlassen in erster Linie; den Arbeitern zu Hilfe zu kommen. Kein Zeitpunkt ist dazu ge Redner zitirt nun mehrere Berichte von großinduftrieben Unter- aber ich muß konstatiren, daß in den letzten sieben Jahren die Reeigneter, als der gegenwärtige, wo unbestritten die deutsche nehmern aus England und Amerika über die erfolgreichen Versuche, gierung, ich will nicht sagen, sich einen Bruch des Kaiserwortes hat Industrie in einem großen geschäftlichen Aufschwung begriffen ist. Die sie mit der Einführung des achtstündigen Arbeitstages gemacht zu schulden tommen laffen, aber mindestens eine Nichterfüllung Das beweisen die Berichte der Handelskammern und der Fabrit haben. Die Berichte lauten übereinstimmend dahin, daß sich der Acht- dieses Wortes, und deshalb ist es Aufgabe der Volksvertreter, die inspektoren, die vermehrte Zahl der in der Industrie beschäftigten stundentag nach jeder Richtung hin bewährt und zahlreiche Nachahmer verbündeten Regierungen an ihre Pflicht zu mahnen. Und Sie Arbeiter und die Neuanschaffung von Maschinen. Der Aufschwung gefunden hat. Was in England möglich sei, sei auch für das Deutsche können das nicht besser, als wenn Sie unserem Antrage zustimmen, der Textil, Montan- und Eiſenindustrie ist eine Thatsache. Und Reich als zutreffend zu erachten. Nach den Berichten der Unternehmer der nichts anderes will, als was in den kaiserlichen Erlassen ver daß diefe Fluthwelle in der Zunahme begriffen ist, beweisen immer- trage die Produktion infolge der Verkürzung der Arbeitszeit einen sprochen war, die Befferstellung der Arbeiter.( Lebhafter Beifall fort die Neugründungen von Attiengesellschaften. Der Werth der gleichartigeren Charakter, das Quantum der produzirten Arbeit sei bei den Sozialdemokraten.) Einfuhr betrug 1894 3938 Mid., fie stieg 1895 auf 4092 Millionen. größer, als vorher, dabei seien Ersparnisse an elektrischem Licht und Abg. Hitze( 3.): Die Freunde des Vorredners hoffen doch wohl Der Werth der Ausfuhr betrug 1894 2061 Mill., 1895 3311 Mill., Arbeitsgeräthen gemacht; eine Reduktion der Löhne sei nicht er- faum, daß der Antrag Zustimmung in diesem Hause finden werde. Und diese Ausfuhr beschränkte sich nicht etwa auf einzelne Industrie- forderlich gewesen; die Arbeiter arbeiten mit mehr Energie, seien Wenn es wahr ist, daß die Arbeitsleistung in acht Stunden dieselbe zweige, fondern die Steigerung war allgemein. Fragt man aber, pünktlicher und gesünder; die Unternehmertosten seien geringer ge- ist wie in neun oder zehn Stunden, so ist es eine falsche attit, was gegenüber diesem Goldregen für die Unternehmer, der im wesent worden; die Leistungsfähigkeit der Arbeiter sei erhöht und nur halb gleich das äußerste zu verlangen. Der Achtstundentag ist keine lichen durch die Handelsverträge hervorgerufen ist, für die Arbeiter so viel Patienten seien zu verzeichnen gewefen als früher. Nach sozialdemokratische Forderung, sondern eine Forderung praktischer geschehen ist, so ist das Bild ein ganz anderes. Abgesehen von ein- diesen Erfahrungen in der der Privatindustrie haben auch die Erwägung. Aber gerade deshalb follte man erst Erfahrungen zelnen Etablissements, zum Beispiel in der Holz- und Metallindustrie öffentlichen Behörden nicht mehr zurückstehen können; und es hat das sammeln. Die achtstündige Schicht herrscht in dem Bergbau des und im Bauhandwerk, wo man in einzelnen Städten nach Londoner country- council bereits Mitte der achtziger Jahre allen Westens; wo eine große Wärme herrscht, ist sogar die sechslangen und schwierigen Rämpfen den Neunstundentag errungen Unternehmern bei Arbeiten für die Gemeinden die Verpflichtung stündige Schicht durchgeführt. Redner weist zurück auf die Vor. hat, find die Bemühungen der übrigen Arbeiter um Ver- auferlegt, die Arbeiter nur acht Stunden arbeiten zu lassen. Die geschichte des Normalarbeitstages; vom Zentrum wurde die For Türzung der Arbeitszeit größtentheils erfolglos geblieben. Pferdebahn in Huddersfield ist ebenfalls diesem Beispiele gefolgt. derung schon 1882 aufgestellt, aber damals vom Reichskanzler entDieses gilt gerade von den Gebieten, wo die Dividende am höchften n sämmtlichen Militärwerkstätten ist der Achtstundentag eingeführt schieden zurückgewiesen; die Arbeiterschußgefeße brachten eine Besind, von der Montan, Textil- und Eiſenindustrie, von den chemi- worden. Im letzten Jahre hat auch die englische Postverwaltung, schränkung der Arbeitszeit für die weiblichen Arbeiter, schen und Staatsbetrieben. Die Arbeiter sind hier noch schlimmer ganz im Gegensatz zu unseren Reichsbehörden, den Versuch mit dem die indirekt auch den männlichen Arbeitern zu gute kommt. baran, als vor Eintritt des letzten industriellen Niedergangs. Es ist Achtstundentag gemacht; und das Resultat ist dasselbe gewesen Ferner hat der Reichstag dem Bundesrath die Ermäch immer das alte Lied: Fällt die Industrie, so halten sich die Unter- wie bei den Privatindustrien. In dem Jahresberichte heißt tigung gegeben, für besonders gesundheitsschädliche Betriebe nehmer schadlos an den Arbeitern durch Verlängerung der Arbeits- es, der Versuch sei erfolgreich gewesen, es sei ebenso viel eine Beschränkung der Arbeitszeit eintreten laffen. zeit, treten aber günstige Konjunkturen ein und steigen die Preise, geleistet worden als früher bei der längeren Arbeitszeit. Angesichts Aber dieser Weg allein wird nicht zum Biele führen. Erreicht dann kommt der Staat mit seiner Autorität, mit seiner Klassen- solchen Vorgehens der Privaten, kommunalen und der Staats- werden muß eine Verkürzung der Arbeitszeit, weil durch die übers gesetzgebung und dem Polizeibüttel und hält die Arbeiter nieder. behörden muß man doch fragen, wie es denn möglich sei, daß bei mäßige Dauer derselben das Familienleben zerstört wird. Die VerDas beweist der letzte große Bergarbeiter- Ausstand, wo schließlich uns so spießbürgerliche, frähwinklige Ansichten vorherrschen. Die- türzung der Arbeitszeit wird die Anschaffung neuer Maschinen, die der Minister v. Berlepfch so tanzte, wie es die Unternehmer wünschten, selben Erfahrungen wie in England sind in Amerika mit dem Berbefferung der Technik fördern. Wenn auch die Arbeitsleistung und die Polizei sich direkt in den Dienst der Unternehmer stellte Achtstundentag gemacht worden und eine immer größere in acht Stunden nicht dieselbe sein wird wie in zehn Stunden, und durch Trinkgelder regaliren ließ. Zahl von einsichtsvollen Unternehmern folgt damit nach. so wird sie doch doch eine intensivere sein als bei längerer Die Unternehmer wenden ein, der Achtstundentag ließe sich nur In Norwegen ist in den Regierungswertstätten der neunftündige Arbeitszeit. Dadurch wird die Waarenproduktion geringer, die auf internationalem Wege einführen. In dieser Allgemeinheit ist Arbeitstag eingeführt worden; auch Australien ist in dieser Beziehung Preise steigen und schließlich müssen mehr Arbeiter eingestellt der Einwand nicht richtig. Wir haben eine internationale Regelung für uns ein lehrreiches Beispiel. werden; int die Waaren herzustellen, wodurch wiederum allerdings zuerst gewünscht, neuerdings noch auf dem Pariser Eine Erfindung der Sozialdemokratie ist der Achtstundentag die Löhne steigen. Redner weist darauf hin, daß die NormalKongreß. Aber der beste Weg zur internationalen Regelung ist der, nicht, schon 1833 ist diese Forderung aufgestellt worden. Manche arbeitszeit für die Arbeiterinnen ohne große Unbequemlichkeiten einauf nationalem Boden die nothwendige Voraussetzung dafür zu hoffen, daß die Einführung des Achtstundentages zu einer wesent- geführt worden sei; soweit solche vorhanden waren, wurden sie bald schaffen nach dem Grundfaz: das Beispiel findet Nachahmung. lichen Verringerung der industriellen Reserve- Armee führen wird. überwunden. Aber die allgemeine Durchführung des NormalarbeitsDie benachbarten Industriestaaten haben uns längst überflügelt; Der Ansicht bin ich nicht, denn die Erfahrungen mit dem Acht: tages erfordert vielleicht einige Rücksichtnahme, und deshalb ist die Desterreich, England, die Schweiz, Norwegen find uns mit der Ver- stundentag beweisen vielmehr, daß die Arbeitsleistung des Maximalarbeitszeit für die Woche vielleicht in Erwägung zu ziehen. fürzung der Arbeitszeit vorausgegangen, und demnächst wird vielleicht Arbeiters steigt und dadurch die Einwirkung auf die industrielle Redner empfiehlt die Annahme seines Antrages, welcher einen er fogar Rußland daffelbe thun. Diese heimliche Liebe zur internationalen Reserve- Armee in gewissem Grade eingeschränkt wird. In heblichen Kulturfortschritt bringen würde.( Beifall im Zentrum.) Arbeiterschutz- Gesetzgebung hat eine verdächtige Aehnlichkeit mit Australien ist in der Mehrzahl der Betriebe die Arbeitszeit von Abg. v. Heyl( natl.) ist im allgemeinen einverstanden mit den Stumm'scher Liebe zu den Arbeiterorganisationen, wenn es gilt, 17 auf 10 und dann auf 8 Stunden reduzirt worden und zwar schon Ausführungen des Vorredners, hält den Antrag Hiße aber nicht für gegen die Bestrebungen der Arbeiterklasse Stellung zu nehmen. Die in den achtziger Jahren. Und was in Amerika und England und geeignet, dem Arbeiter etwas Nennenswerthes zu verschaffen; denn bürgerlichen Parteien weisen darauf hin, daß auch die englischen Australien seit Jahrzehnten ohne Schädigung der Industrie möglich 90 pet. der Großbetriebe haben heute schon eine Arbeitszeit von Gewerkschaften Gegner des Achtstundentages sind; wenn ist, sollte in Deutschland nicht durchführbar sein? Dem wider 10 Stunden täglich, also 60 Stunden wöchentlich. Für die Klein= diefelben Mittel verlangen, die die englischen sprechen die praktischen Erfahrungen in Deutschland selbst. Redner industrie aber würde die Beschränkung der Arbeitszeit eine erheb. Arbeiter besigen, dann schimpft man auf diese Gewerkschaften, sitirt eine ganze Reihe von Betrieben in verschiedenen Städten, wo liche Störung mit sich bringen. Die Zunahme der Aktienwelche mit der Koalitionsfreiheit die Massen verheten sollen. Der Achtstundentag bereits eingeführt ist, zum Beispiel bei gründungen ist nicht als wirthschaftlicher Fortschritt zu bezeichnen, ift vielmehr Würde die Reichsregierung heute einer Einladung zu einer inter- Siemens u. Halste, Heinze u. Blankers. Ein flaffisches Beispiel für fie benn zu bedauern, fie ift entstanden, nationalen Arbeiter- Konferens Folge geben? Es sind jetzt gerade die Möglichkeit des Achtstundentages ist die Jalousiefabrik des Herrn weil die Unternehmer fürchten, daß die Zollpolitik des fieben Jabre her, als die erste Konferenz in Berlin zusammentrat, Heinrich Freese in Berlin. Früher bestand hier eine ungeregelte Auslaudes deutschen industriellen Interessen schwächen aber diese Konferenz verlief wie das Hornberger Schießen. Die Ein Arbeitszeit von 14-16 Stunden je nach der Saison, jetzt wird die könnte und außerdem, weil viele Unternehmer infolge der sozialwendungen gegen eine gefeßliche Festlegung der Normal- Arbeitszeit Arbeit ganz gut in acht Stunden erledigt, dasselbe Arbeitsquantum demokratischen Bewegung die Liebe zu ihrem Berufe und zu ihren find glänzend widerlegt worden. Ich verweise auf England, und bei verringerten Produktionskosten und höheren Durchschnittslöhnen. bis dahin persönlich geleiteten Unternehmungen verloren haben. auch in Deutschland, wo wir einen schwächlichen Versuch nach Es handelt sich hier nicht um ein vereinzeltes Experiment; in einer( Bustimmung rechts; Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Die dieser Richtung gemacht haben mit der Verminderung der Arbeits: ganzen Reihe von Industrien aller Länder seit Jahren dieselben Ermäßigung der Arbeitszeit in Deutschland, die sich ohne gesetzliche zeit für Minderjährige und Frauen, ist dieser Versuch nach günstigen Erfahrungen in großen und kleinen Betrieben, privaten Bestimmung vollzogen hat, ist erfreulich; wenn sie an Ausdehnung der einstimmigen Ansicht der Fabrikinspektoren ohne jede Schädigung wie Staatswertstätten. Nicht ein einziger Unternehmer behauptet, zugenommen hat, so ist das fein Beweis, daß man gesetzlich der Industrie geglückt. Einzelne Fabrikinspektoren sprechen sich für daß er durch die Einführung des Achtstundentages bankrott ge vorgehen muß. Die Sozialdemokraten, als sie noch die Beschränkung der Arbeitszeit durch die männlichen Arbeiter aus. worden sei. Man wendet ein, die Verkürzung der Arbeitszeit nationale Arbeiterpartei waren, verlangten nur den Behnstundentag. Wie nothwendig diese Verkürzung ist, beweist die Statistit. Redner könnte den Arbeiter höchstens dazu verleiten, seinen Lohn zu ver- Erst seit 1890 ist der Achtstundentag als Forderung aufgestellt führt die Berichte mehrerer Fabrikinspektoren an, woraus sich ergiebt, faufen. Selbst wenn das wahr wäre, so geht es die Unternehmer worden. Die internationale Arbeiterschutz- Konferenz, bei der ich daß in 3/4 der Betriebe die Arbeitszeit über 10 Stunden beträgt. garnichts an. Sie geben ja den Arbeitern auch keine Rechenschaft auch mitgewirkt habe, hat ihn als undurchführbar verworfen, weil Ganz besonders schlimm sind die Verhältnisse in der Ziegelei, darüber, was fie mit ihrer freien Zeit thun. die Verhältnisse in den anderen Staaten außerhalb Europas anders Müllerei, Brauerei und Kalkbrennerei. In der letzteren währt die Ar- Ueberall, wo die Arbeitszeit verkürzt ist, steigt das Lebens feien als in Europa. Die klimatischen Verhältnisse fordern eine beitszeit bis zu 36 Stunden, in den Ziegeleien zwischen 14 und 18 Stunden, haltungs- Niveau, das Bildungs- Niveau der Arbeiter. In England türzere Arbeitszeit, die Bodenverhältnisse sind anders als die Vers eine auch nach der Ansicht des Fabrikinspektors übermenschliche und Amerika hat infolgedessen der Schnapsgenuß abgenommen. Wo hältnisse unserer Landwirthschaft. In Australien und Amerika hat Zeit. In den Koblenzer Müllereien beträgt die Arbeitszeit eine lange Arbeitszeit besteht, sind die Ausschweifungen am meisten man auch von dem gesetzlichen Maximal- Arbeitstag abgesehen; nur 65 Arbeitsstunden bei 19 Stunden Ruhe. In den Bergwerken find verbreitet. Und man muß zu scharfen Aufsichtsmaßregeln greifen. in Defterreich und der Schweiz ist man dazu übergegangen, aber mit ebenfalls lange Schichten üblich. Wenn diese Mißstände nicht nach Wir sind überhaupt bei uns zu einem gewissen Unteroffizierftand- so viel Ausnahmen, daß diese eigentlich die Regel bilden. In Eng einer gesetzlichen Verkürzung der Arbeitszeit schreien, und wenn punkt gekommen. In der Reichsdruckerei tommt auf je 5 Arbeiter land besteht der Wunsch der Arbeiter nach einer gefeßlichen angesichts solcher Zustände die Regierung immerfort das Wort Sozial. Auffeber, in England auf 15 000 Arbeiter, im Elsaß auf 12 000. Regelung durchaus nicht in erheblichem Maße. Auch die freiwillige reform im Munde führt und nicht einschreitet, dann wäre es besser, die Es handelt sich hier keineswegs bloß um eine sozialdemokratische Forde Einschränkung der Arbeitszeit in den Marine- und Militärwerkstätten Regierung ließe das Wort Sozialreform aus ihrem Lexikon verschwinden. rung. Unzählige Männer der Wissenschaft haben sich dafür ausgesprochen. in England, in den Spandauer Militärwerkstätten ist kein Beweis Aehnliche Zustände find in einer ganzen Reihe anderer Betriebe vor. Als vor 2 Jahren in Budapest der internationale Kongreß für für die Nothwendigkeit einer gefeßlichen Regelung. Die Arbeiter handen. Für Hessen I fonstatirt der Fabritinfpektor, daß eine gefeß- Sygieine und Demographie stattfand, stand auch die Frage der wünschen geradezu eine gleichmäßige, regelmäßige Beschäftigung von liche Festlegung der Maximalarbeitszeit für erwachsene Arbeiter gefeßlichen Regelung der Arbeitszeit und die Frage des Achtstunden- 10 Stunden; die Frauen find gar nicht für eine Verkürzung der wünschenswerth sei. Er empfiehlt aber nur eine elfftündige Arbeitstages auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende hatte beabsichtigt, Arbeitszeit, weil die Männer in die Wirthschaften gehen; denn s zeit und beruft sich auf die elfftündige Arbeitszeit der Frauen. hierüber einen Volkswirth und einen Fabrikarzt sprechen zu lassen; list leider eine Thatsache, daß um die Fabriken herum sich die Wirth. wir aber eine schaften ansammeln und der Alkoholgenuß der Arbeiter zunimmt. Die Kleinbetriebe arbeiten allerdings durchschnittlich bis zu dreizehn Stunden, denn sie können ihre Arbeiter nicht so unterbringen7wie die großen Fabriken, namentlich weun.es sich dabei»nr um vorüber- gehende starke Beschäftigung handelt. Die Bäckereivcrordnung hat nicht das richtige getroffen; eine Verbesserung der gesundheitlichen Verhältnisse ist nicht erreicht, und die Bäckergesellen verlangen selbst, daß die Verordnung aufgehoben wird, weil sie die Hoffnung haben, selbst einmal Meister zu werden, und wissen, daß unter solchen Verhältnissen ei» Meister nicht bestehen kann.(Sehr richtig! rechts und bei den Nationalliberalen; Widerspruch bei den Sozial- demokraten.) Die Beschäfttgungsdauer von 36 Stunden kommt in der Müllerei vor; aber es sind dabei so wenig Arbeiter beschäftigt, daß ein großer Mißstand nicht vorliegt. Aber beseitigt werden müßte dieser Mißstand ebenso wie die Mißstände bei der Kon- fektionsarbeit. Die Gewerbe-Ordnung hat den Arbeitsvertrag bis auf zwei Punkte geregelt, darin liegt auch eine Erfüllung der kaiser- lichen Erlaffe; es fehlt nur eine„Regelung der Lohnfrage und eine Regelung der Ueberstuuden. Die Ardeiteransschüffe sollten ihre Zu- ftimmung geben zur Ueberarbeit; da haben sie etwa? Befferes zu thuu als die allgemeinen Arbeiterausschüsse, die das Gesetz vorsieht. Da die Gewerkvereine sich überlebt haben, so sollte man obli- gatorische Berufsgenossenschaslen schaffen, um in Gemeinschaft mit den Arbeitgebern wie in de» Knappschaftskassen diese Verhältnisse zu regeln. Alle Prophezeiungen des Professors Brentano bezüglich der Gewerkschaftsbewegung sind längst widerlegt. Den Kongreß der christlich- sozialen Arbeiter hat Herr v. Stumm richtig charakterisirt. Herr Pfarrer Naumann wünschte direkt den Anschluß an die sozialdemokratische Organisation.(Sehr richtig! rechts.) Herr Naumann sollte doch lieber gleich bei den Sozialdemokraten Platz nehmen.(Zu- stimmung rechts.) Abg. v. Stumm(Rp.): Der Abg. Fischer hat hier wieder die Behauptung aufgestellt, ich hätte gesagt, ich wolle nach Berlin reise», um den Kaiser scharf zu machei» gegen die Arbeiter. Nachdem ich die Behauptung hier in öffentlicher Sitzung als Lüge bezeichnet habe, fehlt es mir an einer parlamentarischen Bezeichnung dieses Vor- gehens. Wenn der Abg. Fischer ferner behauptet, es sei mir von irgend einer Stelle zu irgend einer Zeit zugerufen, ich solle die kapitalistische Ausbeutung oder die Vivisektion der arbeitenden Klassen unterlassen, so kann ich nur konstatiren, daß seitens der Stelle, die der Abgeordnete im Auge hat, mir niemals etwas anderes auf diesem Gebiete entgegengebracht ist als die volle Zustimmung zu der Art und Weise, wie ich meine Arbeiter behandle. Wenn der Abgeordnete dann das Recht für sich in Anspruch zu nehmen glaubt, die allerhöchsten Erlasse in seinem Sinne und im Gegensatz zu den Intentionen der Organe des Bundesraths zu inter- preliren, so muß ich das auch als unberechtigt hinstellen. Eine Partei, die die Majestätsbeleidignngen zu ihrem Prinzip erhoben hat, hat am allerwenigsten das Recht dazu, allerhöchste Erlasse nach ihrem Belieben zu interpretiren. Nur der Urheber der Erlaffe und seine offiziellen Organe haben das Recht sie zu interpretiren. wie sie damals gemeint waren. Ich behaupte auch heute: die Erlaffe sind durch die Beschlüsse des Bundes- raths und des Reichstages thatsächlich ausgesührt.(Widerspruch links.) Ich bestreite in keiner Weise, daß mau über das, was in den Erlaffen steht, auf grund sehr vieler anderer Erwägungen noch viel weiter gehen kann; aber ich be- streite ganz entschieden, daß man behaupten kann, daß die Versprechen der allerhöchsten Erlasse nicht erfüllt worden seien. Die Sozialdemokraten wollen jetzt mit einem großen Sprung weit über das hinausgehe», was sie früher gefordert haben; während sie noch 1390 einen zehnstündigen Normalarbeitstag verlangten, der im Jahre 1394 zu einem neunstündigen und 1393 zu einem achtstündige» werde» sollte, kommen sie jetzt auf einmal sofort mit einem Antrage auf Einführung des Achtstundentages. Damals sagten sie selbst, daß ohne internationale Vereinbarung über den Normal» arbeihitag die Konkurrenzfähigkeit unserer Industrie nicht ans» recht zu erhalte» sei. Ueberall wo der Versuch mit dem Achtstundentag gemacht ist, haben sich größtentheils die Arbeiter selbst dagegen ausgesprochen, und nirgends besteht heut gesetzlich der Achtstundentag. Daß überall, wo frei- willig der Achtstundentag eingeführt ist, ausnahmslos ein Erfolg damit erzielt ist, ist ganz falsch. In England ist an sehr vielen Stellen des Experiment gemacht worden, aber man ist davon zurück- gekomnien wegen erheblicher Nachtheile. Und wenn Herr Fischer sagt, tmß überall die Arbeitsleistungen gestiegen sind infolge einer Verkürzung der Arbeitszeit, so weise ich einfach auf die Statistik der Ber«'verwaltu»g hin. woraus Sie ersehen können, daß die Arbeits!nistung von 1390— 139S um 11 pCt. heruntergegangen ist. Ich behaupte, daß dieser Antrag gewissermaßen ein ganz er- heblicher Schlag ins Gesicht der Industrie ist, und daß er bewußter- maßen erreicht und erreichen will die Verminderung der Erwerbs- fähigkeit und die Schädigung einer sehr großen Zahl von Arbeitern. Der Akkoiodarbeiter würde bei dem Achtstundentag pro Stunde genau daffelbe uerdienen wie früher, weil er denselben Stücklohn bekäme; feine Ausgaben würde» aber entsprechend steigen, ivenn er zwei Stunde» mehr auf andere Weise verbringen muß. Wenn et diese in der Famile zubrächte, würden seine Ausgaben allerdings nicht steigen. Das ist aber thatsächlich nicht vorauszusehen. Und wenn Herr Hitze meint, man soll« den Arbeiter eine möglichst geringe Stundenzahl be» schäftigen, damit er sich seiner Familie widmen und seine Kinder besser erziehen könne, so liegt nach meinen Erfahrungen eine viel größere Gefahr für das Familienleben und die»indererziehung in dem Vereinswesen und dem Wirthshausbesuch als in der längeren Arbeitszeit.(Lärm bei den Sozialdemokraten.) Nun soll der Arbeiter in der kürzeren Zeit genau dasselbe leisten; das ist bei einer ganzen Menge von Arbeitsthätigkeiten gar nicht möglich. Man sollte lieber die Bestrebungen, den deutschen Arbeiter zu einein größeren Fleischkonsum anzuregen, fördern. Der Achtstundentag wäre geradezu eine Prämie für die starken Arbeiter, die sich mehr anstrengen können, während der schwächere nicht mehr zu leisten im stände wäre. Diese letzt« Arbeitslosen-Etatistik hat bewiesen» daß die Zahl der Arbeitslosen in Deutsch- land fast verschwindend ist gegen andere Staaten, und daß von einer Reserve- Armee keine Rede ist. Man kann sagen, eine Arbeitslosigkeit im großen ganzen«xistirt garnicht. Wenn das richtig ist, wo wollen Sie denn die 20 pCt. Arbeiter mehr hernehmen, die bei einer Verkürzung der Arbeitszeit von 10 auf 8 Stunden nochwendig wären, um daffelbe Arbeits- quantum zu leisten wie bisher? Es würde sogar«in Ärbeitermangel entstehen, namentlich in der Landwirthschaft, unR wollen Sie etwa eine Kuliwirthfchaft? Mit dem, was ich gesagt habe, will ich keineswegs einer vernünftigen Regelung der Arbeitszeit entgegen- treten. Wenn Sie überhaupt einen Normal- Arbeitstag haben wollen, der mehr ist als eine Redensart, so müssen Sie für jeden einzelnen Menschen individualisiren, Sie müssen eine Dynamomaschine haben, welche die Leistungsfähigkeit eines jeden einzelnen feststellt. Mit Ihrem Antrage(zu den Sozialdemokraten) steuern Sie geradezu auf den sozialdemokratischen Staat los.(Ironischer Zuruf: Also in die Hölle!) Mit der Bäckereiverordnung hat der Bundesrath das Pferd am Schwänze aufgezäumt. Die gefährlichsten Betriebe hätte er zuerst heraussuchen müssen, z. B. die Metallschleifereien, die Fabriken mit Quecksilber, die Thomas- Schlackenmühlen. Statt dessen hat er das Bäckereigewerbe heraus- gegriffen, das— die Herren mögen sagen, was sie wollen— das gesundeste Gewerbe ist.(Oho! links.) An dem Arbeiterschutz habe ich mich gern betheiligt, aber darum handelt es sich hier nicht, sondern um das Recht des Mannes, seine Kraft möglichst zu verwerthen. Ueber den Antrag Hitze ließe sich ja reden. Die Betriebe, die Tag und Nacht und im Feuer arbeiten, können keinen Normal-Arbeitstag haben, oder man müßte sie zwingen, drei statt zwei Schichten zu machen. Herr v. Heyl meinte, Ueberstuuden könnten nur mit Genehmigung des Arbeiterausschusses eingeführt werden; das ist aber schon im Arbeitsvertrag geregelt. Darin ver- pflicktet sich der Arbeiter schon ohne weiteres, Ueberstunden zu machen, wenn es nothwendig ist. Würden diese Ueberstunden snicht eingeführt sein, so wäre der ganze Betrieb unmöglich. Das können Sie doch nicht beabsichtigen. Die Sozialdemokraten würden durch Ihren Antrag eine Knechtschaft herbeiführen, die schlimmer ist als diejenige, die irgend ein Unternehmer den Arbeitern auferlegen kann. (Lebhafte Zustimmung rechts.) Abg. Schneider(frs. Vp.): Die Arbeiterschutz-Gesetzgebung wird auch von uns vertheidigt. Aber dem Antrage des Zentrums gegen- über möchte doch darauf aufmerksam zu machen sein, daß der Bundes- rath von seinen Vollmachten nicht immer richtige Anwendung gemacht hat, namentlich bezüglich der Bäckereien. Der Antrag des Zentrums ist empfehlenswerther als der der Sozialdemokraten, weil er sich an die bestehenden Verhältnisse anschließt. Das beste Mittel ist die wirkliche Freiheit des Arbeitsverlrages. Deshalb treten wir für die Sicherung des Koalitionsrechts, für die Schaffung von Berufs- vereine ein. Abg. Bindcwald(Reformp.): Ohne Schädigung der In- dustrie wäre der achtstündige Arbeitstag durchzuführen, aber nicht für alle Betriebe, und für das Kleingewerbe ist er undurchführbar bei der Verschiedenheit der Menschen bezüglich ihrer geistigen und körperlichen Anlage. Ich weiß nicht, ob die achtstündige Arbeitszeit für die Arbeiter einen Nutzen haben würde; die Arbeiter wollen sie nicht überall. Die achtstündige Arbeitszeit wäre nicht möglich ohne eine gesetzliche Regelung der Lohnfrage. Ob es möglich ist, die Lohnfrage gesetzlich zu regeln, das ist eine andere Frage. In gesundheitsschädlichen Betrieben muß die Arbeits- zeit herabgesetzt werden, darin sind ivohl alle Parteien einig. Für die Einführung obligatorischer Äernfsgenossenschaften bin ich auch ebenso wie Herr v. Heyl, der damit im Gegensatz zu den meisten seiner Freunde steht. Nur die Berufsgenossenschafte» des Handwerks können die Arbeitszeit und die Lohn- frage regeln. Dem Antrage des Zentrums stehen wir freundlich gegenüber. Abg. Hitze(Z.) verwahrt sich gegen einzelne Ausführungen des Abg. v. Heyl, der abfällig geurtheilt hätte über Professoren, und weist daraufhin, daß der Vorsitzende des christlichen Bergarbeiter- Vereins Brnst gegen die SleUnngnahme des Pfarrers Naumann protestirt habe. Die Berufung auf die kaiserlichen Erlasse von 1390 macht auf die Arbeiter innner einen großen Eindruck. Herrn von Stumm's Auslegung derselben war eine andere als die des Ministers von Berlepsch, und von einer schon erfolgten Aus- führnng der kaiserlichen Erlasse ist keine Rede. Ein Vertagungsantrag wird angenommen. Persönlich bemerkt Abg. Fischer: Ich habe nicht behauptet, daß der Abg. v. Stumm die Aeußerung gethan hat, er müsse den Kaiser scharf machen, sonder» ich habe nur angeführt, daß es charakteristisch für den Niedergang unserer Zustände sei, daß dem Freiherrn v. Stumm, dessen Namen ich übrigens garnicht genannt habe, eine solche Aeußerung nicht blos zugeschrieben, sondern daß sie auch allgemein geglaubt wurde. Abg. v. Stnmm bemerkt persönlich, daß nach seiner Meinung durch die Berathungen des Staatsraths die kaiserlichen Erlasse zur Ausführung gekommen sind, daß von einem nicht erfüllten Ver- sprechen also keine Rede mehr sei» könne. Schluß bVe Uhr. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr.(Etat des Reichskanzlers und der Reichskanzlei; Wahlprüfnugen.) Mommunttles. Stadtverordneteu-Bersammlnug. Oeffentliche Sitzung vom Donnerstag, 4. Februar, nachmittags S Uhr. In dem Dankschreiben des Kaisers auf die Gratulationsadresse der Versammlung wird des Beschlusses vom 21. Januar wie folgt erwähnt:„... daß die Stadtverordneteu-Versammlung gewillt ist, die Gefühle der Dankbarkeit und Pietät gegen des hochseligen Kaisers Wilhelms des Großen Majestät gelegentlich der bevor- stehenden Nativnalfeier in würdiger Weise zum Ausdruck zu bringen und sich in diesem Streben durch Stimmen der Unzufriedenheit und Verblendung nicht beirren zu lassen." Am 7. Mai 1396 hat die Versammlung einen Antrag des Stadtv. Kleefeld wegen Verbreiterung der König- straße auf der Nordseite zwischen Heilige Geist- und Burgstraße einem Ausschuß überwiesen. Dieser hat innerhalb der seitdem vergangenen nenn Monate fünf Sitzungen abgehalten. Aus den bezüglichen Protokollen ergiebt sich, daß der Kosteuaufwand, der ursprünglich von den Antragstellern selbst auf nur 3— 400 000 Mark geschätzt wurde auf 600 000 Mark und schließlich auf l Million Mark veranschlagt ist. Für diesen Preis will ein Konsortium, die„Berlinische Bodengesellschall", die Ausführung der Berbreitung übernehmen. Doch soll sich die Stadt der Gesellschaft gegenüber schon dann binden, wenn die Ge- meindebehörden die Festsetzung der neuen Fluchtlinie für die Nord- feite der Königstraße beschlossen haben. Auf dem Eckgrundstück Königstr. 62 B ist nämlich ein Neubau der vom Kriegsministerium vertretenen Stistmig„Nationaldank für Veteranen" in der Aus- führung begriffen; jener Vorbehalt der Gesellschaft hat also den Zweck, das Risiko von sich auf die Stadt ab- zuwälzen, welches darin liegt, daß die neue Bauflucht von de» betheiligten staatlichen Instanzen nicht akzeptirt wird. Der Ausschuß hat denn auch diesen Punkt der von der Gesellschaft mffgeftellten Bedingungen einstimmig abgelehnt, sich aber mit 6 gegen 3 Stimmen für die übrigen Forderungen auch für die Be- willigung der verlangten Million ausgesprochen. Stadtv. Wallach bittet, den Ausfchußantrag abziilehnen und damit dem Antrag Kleefeld das verdiente ehrenvolle Begräbmß zu gewähren. Herr Kleefeld habe zuerst blos von einem Kosten- aufwand von 180 000 M., acht Tage später freilich von 300 000 M. gesprochen. Im Ausschuß sei daraus eine Miilion geworden. Als Grund habe man lediglich ästhetische Rücksichten angegeben. Eine Million für 127 Quadratmeter bedeute den märchenhasten Preis von 7874 M. für das Quadratmeter. Für solche Millionenscherze sei Berlin nicht reich genug. Versenken Sie die Vorlage möglich einstimmig in den Orkus!(Heiterkeit und Beifall.) Stadtv. Borg man-»: Auch ich bitte um Ablehnung des Ausschußantrages. Es ist geradezu erstaunlich, welches durch- einander die Berhandlrmgen des Ausschusses bieten. Auch die Art der Verhandlung des AuSschnffes mit Gesellschaften entspricht nicht den Gepflogenheiten der Versammlung. Der Antragsteller Kleefeld hat sich fogar mit Agenten solcher Gesellschaften direkt in Verbindung gesetzt, um der Versammlung sein besonderes Interesse für diese Verbreiterung zu beweisen; den Befähigungsnachweis, solche Verhandlungen mit Erfolg zu führen, hat er jedenfalls nicht erbracht. Daß die Versammlung gegen solche Agenten eine» Wider- willen hat, sollte auch ihm aus dem Falle Schneider gelegentlich der Projekte zum Bau eines neuen Ralhhauses doch bekannt sein. Herr Kleefeld hat seinerzeit, als die Frage der Ver- breiterung auf der Nordseite zuerst auftrat, gegen uns für die Verbreiterung der Südseite gestimmt; wie kommt er jetzt dazu, uns ein solches Opfer zuzumuthen? Daß der Hausbesitzerverein der Königstadt für die Sache eintritt, ist nicht zu verwundern; aber zu verwundern ist es, daß diese Herren, welchen in den letzten 25 Jahren die gebratenen Tauben durch die ,auf städtische Kosten durchgeführten Verkehrsverbesserungen nur so in den Mund geflogen sind, sich nicht längst zusammengethan haben, um die Million, die hier gefordert wird, der Stadl als Dank zum Präsent zu machen.(Heiterkeit.) Einer der Grundstücksbesitzer ist der Fiskus; er errichtet an der Heiligengeiststraße ein neues Ge- bände. Ist bei der Ertheilung der Bau-Erlanbniß Rücksicht genommen worden auf die künftige Verbreiterung der Königstraße an der Südseite? Wir sollen hier wieder einmal eine Million für eine Straßenverbreiterung hergebe», welche auch dem Fiskus zu gute kommt, demselben Fiskus, der dann bei der erste» besten Gelegenheit dieselben Straßen beliebig absperrt, damit der Mob zu de» Hof- festlichkeiten keinen Zutritt hat. Ein Bedürfniß für diese Ver- breiterung ist absolut nicht vorhanden.(Lebhafter Beifall.) Stadtv. E s m a n n tritt für den Ausschußantrag ein und meint, daß die Königstraße eben auf beiden Seiten zu schmal ist und daher auf beiden Seiten verbreitert werden müsse. Stadtv. Wohlgemuth bittet driugend, die Vorlage ab- zulehnen. Stadtv. Hugo Sachs sucht unter lebhaftem Widerspruch und vereinzeltem Beifall die Ausschußanträge zu empfehlen. Es komme nicht blos auf ästhetische Gründe an; der Verkehr in der König- straße wachse stetig; die Verbreiterung müsse erfolge», und je später, desto theurer würde sie sein. Die Kurfürstenbrücke sei in ihrer Anlage verfehlt; sie habe leider das Problem, Brücken und Straßen möglichst eng anzulegen, um den Verkehr zu reguliren, glänzend gelöst(Heiterkeit). Es sei nur eine Frage der Zeit, wenn man neue Mittel in den städtischen Etat einstellen müsse zur Verbreiterung der Kurfürstenbrücke.(Allgemeines Erstaunen und stürmische Ohorufe).* Nachdem noch die Stadtvv. K a l i s ch und L a d e w i g unter wachsender Unruhe der Versammlung gegen die Ansschußvorschläge gesprochen, werden letztere abgelehnt. Die Angelegenheit ist damit für jetzt begraben. Die Ablehnung erfolgte in namentlicher Abstimmung mit 30 gegen 21 Stimmen. Mit den vom Magistrat geforderten Neu- und Erweiterungs- bauten auf dem Gaswerk Schmargendorf hat sich der Ans« schuß einverstanden erklärt; erforderlich sind 1 130 000 M. Soweit dies für die rechtzeitige Fertigstellung nothwendig ist, soll mit der Bestellung der nöihigen Materialien und mit der Ausführung sofort begonnen werden. Stadtv. D e t e r will die Angelegenheit a»f ein Jahr vertagen oder doch so lange aussetzen, bis über die Vorlage wegen Baues eines neuen Gasbehälters in der Fichtesiraße Beschluß gesaßt ist. Die Vertagung wird abgelehnt. Referent Stadtv. L i e b e u o w Iheilt mit, daß im letzten Quartal 1896 die Zunahme des G's- konsums gegen das Vorjahr 6,3 pCt., im ganzen Jahre 1896 9.2 pCt. betragen hat. Der Konsum betrug 117 479 000 Kubikmeter gegen 107 602 000 Kubikmeter im Jahre 139S. Mit diese» Zahlen sieht die Ansschußmehrheit die Nothweudigkeit der Vorlage als erwiesen an. Die Minorität hielt den Ausbau von Schmargendorf nicht für so dringlich. Stadtv. Deter bemängelt die unzulängliche Information der Gasdeputation, die sich für die Bauten ausgesprochen habe; auch im Ausschuß sei das Material nicht ergänzt worden. Er bestreitet die Nothweudigkeit der kostspieligen Baute», da sich die vorhandenen Anstalten besser ausnutzen ließen, als bisher geschehen sei. Stadtraih N a m s l a u nimmt die Verwaltung gegen die Vor- würfe des Stadtv. D-ter in Schutz. Die gegebene» Zahlen seien für die Verwaltung maßgebend gewesen. Die Anstalt in Schmargen- dorf sei berechnet auf eine tägliche Gasproduktion von 380 000Kubik- meter. aber erst ausgebaut für 80 000 Kubikmeter. Die geschätzte Zunahme des Gaskonsums von 6 pCr. sei durch die Thatsachen noch übertroffen worden. Die Berechnungen Deters seien nur theoretisch richtig. Die Stadtv. Jacobi und Lüben befürworten die Vorlage, da Verlin auch auf eine genügende Retortenreserve Werth legen müsse. Unter Ablehnung des Antrages Deter wird nach dem Ausschuß- antrage beschlossen.__ r_ Für die Zeit vom I. April 1397 bis zum 31. März 1900 sollen die für die Verpflegung von Waisenkindern zu liquidirenden Einheitssätze neu festgesetzt werden. Der Magistrat schlägt folgende Sätze vor: 1. an Verpflegungskosteu für ein Kind a) für die ülnstalt in Rummelsburg jährlich 897,60 M., täglich 1,66 M.; b) für das Waiseudepot zu Berlin jährlich 338.20 M., täglich 1,07 M.; e) für die Erziehungsanstalt für verwahrloste Mädchen in Kleinbeeren jährlich 943,20 M., täglich 2,62 M.; 2. an Verwaltungskosten wie bisher a) für ein Kind in hiesiger Waisenpflege jährlich 13 M., täglich 8 Pf.; b) für ein Kind in auswärtiger Kostpflege jährlich 28,20 M. täglich 7 Pf. Die Vorlage wird ohne Debatte genehmigt. Schluß 3 Uhr._ Lokales. Tic Vcrtraucuöpersou für den S. Berliner Wahlkreis heißt nicht Meyer, wie irrthümlich berichtet wurde, sondern Max Mager, Kcibelstr. 23. Gegen die 12« 0«0 9». für die Feststraße, welche auf Koste» der kommunalen Steuerzahler zum 22. März hergerichtet werden soll, bringt die„Berliner Zeitung" eine» recht scharf ge- halten«» Artikel. Das sreisimnge Blatt meint: „Die Verpflichtung zur Bezahlung des Festschmucks Unter den Linden läge bei dem eigenartigen Gepräge dieser Feier der königlichen Schatulle ob. I» zweiter Linie käme der preußische Staat; die Stadt Berlin als Stadtgemeinde hat mit der Feier doch herzlich wenig zu thun. Der Finanz- minister weiß nicht, wohin mit all' dem vielen Geld, und doch wird die Stadt Berlin,>vi« bei der Konsistorialordnung, wie jüngst beim Lehrerbesoldinigsgesetze und bei allen möglichen Gelegenheiten ge- schröpft bis zur Erschlaffung, und mit z y n i s ch e m Spotte deuten allerlei Wemente. die es gut verstehen, aus anderer Haut Riemen zu schneiden, auf Berlins finanzielles Können hin, als ob sich das gar nicht erschöpfen und leeren könnte. Diese Herr- schaften hätten ja so recht, wenn wir in der Thal 120 000 Mark hingaben, um bei der Wilhelmsfeier die Stadl gebührend zu schmücke». Rein, die Bewillignng eines solchen Betrages ans der Stadtkasse für diesen Zweck wäre unter keinem Gesichtspunkt zm rechtfertige» nnd deshalb protestire» wir hiermit dagegen." Wir nehmen an, daß sich diese Stellung der„Berliner Zeitung" völlig mit den politischen Ansichten ihres Herausgebers, des Herrn Ullstein, deckt. Und da Herr Ullstein Stadlverordneter ist, so erleben wir es wahrscheinlich, daß die Sozialdemokraten im Rothen Hanse nicht mehr allein dastehen, wenn ihnen nächstens wieder die Pflicht erwächst, gegen die Verwendung von Steuergrosche» zu byzantinische» Zwecken zu protestiren. Warum wurde geste»« der Lustgarte» gesperrt? Es klingt zwar unglaublich, aber da mehrere durchaus nicht im Geruch« des Umsturzes stehende Zeitnuge» gleichzeitig die Mitlheilung bringen, so sei die Ursache mitgetheilt. Die Zcitnngsmeldiuig tanlel: „Verleihung von Fahnenbändern durch den Kaiser von Rußland. Eine militärische Feierlichkeit findet heule, Donnerstag Nacdmittag um 12V, Uhr im Lustgarten statt. Es werden nämlich in Gegen- wart des Kaisers die neuen Fahnenbänder, welch« Kaiser Nikolansll. von Rußland dem Kaiser Alexander Garde-Greuadierregiment Nr. 1 verliehen hat, in feierlichster Weise dem Regiment übergeben werden. In der vergangenen Nacht gegen 11 Uhr traf der Flügel- adjutant des Zaren, Oberst Nepokoischitzki, in Berlin ein, welcher die vom Kaiser Nikolaus für die preußische» Regimenter, deren Chef er ist, gestifteten Fahnen- und Standartenbänder überbrachte. Nach der heutigen Feierlichkeit wird bei dem Kaiserpaar im königlichen Schlosse eine größere Frühstückstafel stattfinden." Und darum wird der Verkehr im Lnstgarten„nach Bedarf" für den gesammten Verkehr gesperrt. Selbst die„National-Ztg." meint zu diesem Falle:„Trotz mancher vorausgegangener Er- fahrungen hat es wohl niemanden gegeben, der geglaubt hat. daß aus einem Anlaß, wie die Ueberreichnng von Fahnenbändern der Verkehr wieder in unabsehbarer Weise gestört werden könnte." Der Festzug am 22. März wird nach einer im„Lokal-Anzeiger" veröffentlichlen Aufstellung von der Truppe des Zirkusdirektors Renz eröffnet und von religiösen Vereinen beschlossen werden. I» den Germania-Sälen, Chansseestraße, die der Arbeiter- schast nicht zur Verfügung stehen, wird am Sonnabend ein Masken- Continental- Ga@ glüb 0 Versammlungen. ball der Chokoladenfabrik Hildebrandt u. Sohn abgehalten. Die weismittel" fand, aus denen hervorging, daß der anscheinend ver- Der Redakteur des Kuryer Poznansti", Smolinski, wurde wegen Arbeiterschaft wird den Fall beachten. tauschte Ueberzieher einem ihm bekannten Maler L. gehörte. Zwar Berächtlichmachung von Staatseinrichtungen und Beleidigung von Die Petroleum Glühlichtlampe der Kontinental- Gasglühlicht: wunderte sich Herr H, den Maler im Restaurant gar nicht bemerkt Kreis- Schulinspektoren und Distriktskommiffarien der Provinz Bosen Gesellschaft Meteor", über deren Bedeutung wir bereits mehrfach zu haben, da der.'sche Ueberzieher verschwunden zu 200 M. Geldstrafe verurtheilt. berichtet haben, ist gestern im Bureau der Gesellschaft den Ver- blieb, und Herr 2. auch nicht mehr aufzufinden war, tretern der Presse gezeigt und erläutert worden. Soweit dem Laien trollte sich Herr H. mit dem L.'schen Ueberzieher beruhigt heim, in ein Urtheil über diefe ohne Zweifel bedeutende Erfindung zusteht, der sicheren Erwartung, am folgenden Tage den Umtausch zu Aller find. Sie hat eine Stärke von 61 Hefnerkerzen, brennt also dreimal aber, als am nächsten Tage Maler 2. ihm mittheilte, daß er gar: 1. Februar den Bericht ihres Gewerkschaftsdelegirten Wier entgegen. muß gesagt werden, daß die Vorzüge der neuen Lampe einleuchtend" Befriedigung ohne Mühe vollziehen zu fönnen. Wie erstaunte er Die Kürschner nahmen in einer öffentlichen Versammlung am heller als eine gewöhnliche Petroleumlampe von 14 Linien nicht im Schultheiß- Restaurant gewesen, daß ihm aber am selben Brennweite und verzehrt nur halb so viel Leuchtmaterial Abend sein Ueberzieher im Café Klose gestohlen worden sei. Wie Der Neuwahl ging eine Diskussion vorauf, in welcher seitens der als die Lampe gewöhnlicher Konstruktion. Dabei fommt nach aus dem" Thatbestand" unzweifelhaft hervorging, hatte der Dieb Militärmüßenmacher die Erklärung abgegeben wurde, daß sie den Versicherungen des Erfinders, Herrn Ingenieur Lukas, noch des L.'schen Ueberziehers fich ohne Verzug vom Café Klose nach wünschten, hinfort durch einen mit den Kürschnern gemeinsam gein betracht, daß die neue Lampe ein desto besseres Licht giebt, je dem Schultheiß- Restaurant begeben und dort den 2.'schen Ueber wählten Delegirten in der Gewerkschaftskommission vertreten zu sein. ordinärer das Petroleum ist; Versuche mit russischer Waare, die ihrer zieher gegen den noch neueren.'schen eingetauscht. Maler L. war Nachdem Wier eine Wiederwahl abgelehnt, wurde Wittig der schlechten Leuchtkraft halber bisher in Deutschland kaum verkäuflich froh, so schnell seinen schmerzlich vermißten Ueberzieher wieder: Posten übertragen. Den Thätigkeitsbericht der Vertrauenspersonen war, haben ein überraschend gutes Resultat gegeben. Weiter zeichnet zufinden. H. aber mußte ohne Ueberzieher den Heimweg antreten. gab Regge, den Rechenschaftsbericht für das 2. Halbjahr 1896 Hoppe. Dem Bericht ist zu entnehmen, daß den Gesammt: Einsich die Petroleum- Glühlichtlampe dadurch aus, daß sie bei Luftzug Wenn der Arbeiter alt wird. Aus Nahrungssorgen infolge nahmen( nebst einem Bestand von 101,29 M.) von 409,99. nicht verlöscht; als ein gleichfalls in betracht kommender Vortheil von Arbeitsunfähigkeit hat sich am Mittwoch früh der 60 Jahre 270,50 M. Ausgaben gegenüberstehen, somit ein Bestand muß erwähnt werden, daß der Brenner, der recht einfach konstruirt alte Kutscher Heinrich Freiberger, der mit seiner Frau Blücher von 139,49 m. verbleibt. Hierauf wurden Regge, Lane, und leicht zu bedienen ist, auf jede ältere Lampe aufgeschraubt werden kann. Wenn nun noch der Vorzug gerühmt wird, daß das Blaken der Flamme für erfte leicht zu verhindern ist und falls es eintritt, dem Strumpfe keinerlei Schaden zufügt, so bliebe nichts zu konstatiren übrig, als daß eine außerordentlich bedeutende Erfindung auf dem Gebiete des Beleuchtungswesens gemacht wäre, wenn nicht der metallische Nachgeschmack täme. Der Brenner kostet im Detailhandel 1 M. 50 Pf.; eine komplette Lampe würde also auf mindestens 12 M. zu stehen kommen. Allerdings würden die Anfchaffungskosten allmählich durch den Minderverbrauch an Petroleum erspart werden. der Direktion nur straße 18 im Keller des Hofgebäudes wohnte, das Leben genommen. Wier, Liebe und Bednarzig zu Vertrauenspersonen gewählt. Die Frau hörte in früher Morgenstunde ein verdächtiges Geräusch zu dem, den Versammlungstheilnehmern eingehändigten Tarif der und fand, als sie näher zufah, ihren Mann mit einer Schnur an Mützenbranche erklärte Regge, daß dieser, von einer öffentlichen der Küchenthür hängen. Ein Arzt, der sofort zu Hülfe gerufen Bersammlung am 14. Dezember gutgeheißen, zwar von der wurde, konnte ihn nicht mehr retten; der Tod war bereits einge- Majorität der Selbständigen abgelehnt, nunmehr aber doch den be= treten, als er fam. treffenden Arbeitgebern zugesandt werden würde. Die in den WerkEine gefährliche Bekanntschaft hat am Mittwoch Abend stätten Beschäftigten wurden verpflichtet, den gewählten Vertrauensbat am Mitte 9 Uhr der Arbeiter Karl gegen l Nieske in der Nähe Leuten Mittheifung zu machen über die Höhe der gezahlten Löhne, der Lorberg'schen Baumschulen an der Schwedterstraße und resp. über die Differenz zwischen denselben und den im Tarif vorVon der Ringbahn gemacht. Nieske traf dort mit einem ihm gefehenen Lohnfäßen. den Vertrauensleuten soll dieses unbekannten Manne von etwa 30 Jahren zusammen und tam mit Material gesichtet und bei eventueller Stellungnahme zu geeigneter ihm in ein Gespräch. Der Unbekannte äußerte dabei, daß er in der Zeit Verwendung finden. Zum Schlusse wurden den Hamburger Mähe der Brunnenstraße wohne und auf Eulen jage. Plöglich erhielt Hafenarbeitern 50 M. bewilligt. Nieste aus der Flinte, die der Unbekannte bei sich führte, zwei Schrotschüsse in die Brust. Der Thäter ergriff die Flucht und ist noch nicht ermittelt. Was der Unbekannte beabsichtigt haben kann, ist ganz unklar. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Südost= Schule, Waldemarstraße 14: Natur- Gefenntniß( Autite und moderne Naturund biblische Neberlieferung. Die Entthronntag der Erde aus ihrer bevorzugten betrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Griechische Weisheit Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffassung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze[ Lamart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur- Erkenntniß.) Herr Dr. G. Joël Nord- Schule, Brunnenste. 25: Rede- lebung( Die wichtigsten technischen Grundfäße für die kunst des öffentlichen Nedens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages.) Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichen ZeitVor schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. tags von 6-9 ur, Sonntags von 4-9 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. Die Lefehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenstr. 25, ist wochenDie Geschäftsstelle der Schule N., Brunnenstraße 25. dte den Bereinsvorständen zur Bermittelung von Vorträgen wissenschaftlichen Charakters zur Verfügung steht, ist ebenfalls von 6-9 Uhr nachmittags geöffnet. Die Hochschulvorträge, welche hier von einer Reihe Profefforen geplant waren, scheinen nicht zu stande zu kommen; die Herren haben, wie es scheint, Furcht vor den einflußreichen Kreisen, die in dem Versuche, dem Volke Wissenschaft darzubieten, etwas gar Gefähr liches erblicken. Einen gewissen Ersatz könnten die Vorträge in der Urania( Invalidenstraße) bilden; wenigstens läßt die Direktion es sich angelegen sein, hervorragende Gelehrte zu leicht faßlichen Unglücksfälle im Straßenverkehr. Beim Abspringen von Vorträgen aus aus den verschiedensten Wissensgebieten 811 ge= einem durch die Potsdamerstraße fahrenden Pferdebahnwagen der winnen. Leider wird von dem Publikum den Bemühungen Linie Kurfürstendamm- küstriner Platz fiel abends Direktor W. hin wenig Interesse entgegengebracht; außer und zog sich eine schwere Verlegung am rechten Unterschenkel zu. bei aktuellen Neuheiten ist das Haus außerordentlich wenig Auf seinen Wunsch wurde er nach seiner Wohnung gebracht. gefüllt, wie man auch vorgestern wieder bei dem Vortrage dem Hause Schönhauser Allee 1838 wurde abends ein etwa 50 Jahr alter des Botanikers Professor Kny über Bewegungen im Mann bewußtlos aufgefunden und nach der Unfallstation II ge: Pflanzenreiche bemerken konnte. Allerdings glauben wir, daß der Eintrittspreis von 1 M. sehr viele abschreckt; für diesen Preis tann bracht. Da er auch dort die Besinnung nicht wieder erlangte, er die große Maffe, denen die Vorträge ja au gute kommen sollen, sich folgte feine Ueberführung in die Charitee. die Belehrung eines Abends sicherlich nicht leiften. Die Direktion hätte gut daran, den Preis auf 50 Pf. herabzusehen; auch geschäftlich würde sie dabei wohl gut fahren. Die Charitee hat die Absicht, eine besondere Abtheilung für Unfallverlegte mit 50 Betten herzurichten. Aus den Nachbarorten. Schöneberg. Der Verein der Kunstfreunde veranstaltet am 6. Februar, abends 81/2 Uhr, in der Schloßbrauerei feinen zweiten Dichterabend. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Arbeiter- Sängerbund Berlins und langegend. Bocsigender Ad. Neumann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Bund der geselligen Arbeitervereine Sevlins und Umgegend. Alle Bufchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an P. Gent, S. Dresdenerftraße 107/8. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Menderungen int Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstraße 80, 2. Hof, 4 Tr. Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins und umgegend. Seute Abend 8 Uhr bei Hoppe, Acterstraße Nr. 145: MitgliederBersammlung. Briefkasten der Redaktion. In 2 Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Dr. v. B. Dieser Fall ist auch von uns behandelt worden. G. M., Ottensen. Uns unbekannt. Wenden Sie sich an den Metali arbeiter- Verband. Wahlkreis Hagenow. Rathmann- Hamburg. Für Droschkenukutscher. Das königliche Polizeipräsidium theilt mit: Nach Aufhebung der Sperrung des Schiffbauerdamms Die Parteigenoffen und Genoffinuen von Treptow werden zwischen der Straße Am Zirkus und der Friedrichstraße sind auch auf die am Sonntag, den 7. Februar, nachmittags 5 Uhr, bei Herrn einzelne Einschränkungen des Fahrverkehrs entbehrlich geworden, Schulz, Baumschulenftr. 89, stattfindende öffentliche Versammlung die früher von der Polizei angeordnet werden mußten. für Männer und Frauen aufmerksam gemacht. Der Reichtags Die Wagen der Theaterbesucher tönnen jetzt ganz nach Wunsch Abgeordnete Robert Schmidt- Berlin wird über Die Sozial. ihrer Herrschaft die Richtung für An- und Abfahrt wählen; im politit der Regierung" sprechen. Außerdem soll die Frage erörtert Intereffe der Regelung des Verkehrs ist nur vorgefchrieben, daß werden, ob es nicht zweckmäßig ist, am hiesigen Ort einen Arbeiterdie Anfahrt zur Borstellung nicht von der Karlstraße her, und verein zu schaffen? Es ist deshalb Pflicht jedes Genossen, in diefer Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 1hr statt. bie Abfahrt nach der Vorstellung nicht durch die Straße am Versammlung zu erscheinen. Der Vertrauensmann.n Birtus erfolgen darf, letteres auch im Hinblick auf die Interessen Zur Lokallifte für Friedrichshagen und Umgegend. Den des den Birkus besuchenden Publikums. Die Wagen, welche vor Genossinnen und Genossen zur Nachricht, daß das Sommerlokal von bem Theatergebäude vorgefahren find, dürfen nicht auf dem Rapmund, Heſſenwinkel am Dämerig- See, zu Partien und Theatergrundstück wenden, sondern müssen durch die Straße Sommerausflügen besucht werden kann. Die Lokalkommission für Witterungsübersicht vom 4. Februar 1897. zur Abholung der Theaterbesucher anfahrenden Wagen stellen In der letzten Gemeindevertreter Sitzung in Friedrichsfich folgendermaßen auf: auf: Privat- Equipagen und bestellte felde ist beschlossen worden, elektrische Beleuchtung einzuführen; Droschten in einer Reihe hinter eineinander auf der Wasser- den Strom will man von der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft Stationen. feite des Schiffbauerdamms in der Richtung nach der Albrecht entnehmen. straße, die unbestellten Droschten I. Klasse auf der Häuserseite des Schiffbauerdamms, die unbestellten Droschten II. Klasse auf der Wasserseite des Schiffbauerdamms nach der Friedrichstraße zu gerichtet. am Zirkus" nach dem Schiffbauerdamm zurückfahren. Die Friedrichshagen. Alles Nähere ergiebt die besondere Bekanntmachung. Theater. sin duday stio 01021110 Barometers stand in mm, d. Meeressp. Im Schiller Theater kommt Sonntag, den 7. d. M., in der Nach- Swinemünde mittags- Borstellung Shakespeare's„ Ein Wintermärchen" zur Aufführung, Hamburg in der Abend- Vorstellung von Sonntag wird Ernst Wichert's Lustspiel„ Ein Berlin In großer Gefahr schwebten die Passagiere des Courierzuges Schritt vom Wege gegeben. Heute findet eine Wiederholung von Ibsen's Wiesbaden. 2.761 Königsberg- Berlin am Mittwoch. In der Nähe der Station See- Ein Voltsfeind" statt. Im Bürgersaale des Rathhauses ist am Sonntag München pothen hatte sich nämlich die hintere Achse des Tenders der Lofo- zum ersten Male Biliencron- Abend". motive während der Fahrt losgeriffen und nach hinten geschoben, ſo daß die Räder an den Badwagen fließen und bieſen ſowie einige Soziale Rechtspflege. andere Wagen zum Entgleisen brachten. Nur einem glücklichen Bufalle ist es zu verdanken, daß bei der Katastrophe kein Menschen Windstärke | NANNNWAN( Stala 1-12) Welter halb bedeckt wolkenlos ' wolfig bedeckt nach Celfus 758 WSW 7 760 761 WSW WNW Still 8 -4 0 762 SW 3 Schnee Wien 761 NW wolfenlos 2 Haparanda. Betersburg Cort Aberdeen. 752 N 2 heiter 747 W 2 Schnee 754 SSW 762 WNW 2 wolfig heiter -21 -17 8 -12 ( 50.4° R.) Baris. Wetter- Prognose für Freitag, den 5. Februar 1897. Rubig, theils heiter, theils nebelig, etwas tälter ohne erhebliche Berliner Wetterbureau. Niederschläge. Um 1 M. 68 Pf. ließ sich der Schloffermeister Bruno leben oder sonst eine Verlegung von Passagieren zu beklagen Strasselt in der Mittelstraße 30 von einem Arbeiter verklagen. ift. Am meisten soll hierzu ein im Buge befindlicher Der Schlofferineister hatte seinen Gesellen 2c. jebe Woche statt der Oberfeuerwerker beigetragen haben, der, sobald er die Gefahr 51 Pf., die er an Krantentaffen beitrag zu fordern hatte, 63 Pf. abmertte, sofort die Carpenterbremse zog, wodurch der Bug zum bet Stehen gebracht wurde. Die mit dem Tender verunglückte Lokomotive gezogen. Ein Arbeiter, der sich ein derartiges Versehen" nicht mußte mit dem demolirten Wagen auf der Strecke liegen bleiben, gericht zitiren, welches den Meister zur Zahlung der für 12 Arbeitsgefallen lassen wollte, mußte Herrn Krasselt erst an das Gewerbewodurch die lettere eine Zeit lang gesperrt wurde. Der übrige wochen eingeklagten Summe verurtheilte. Wie wir hören, wollen Zentral- Verband der Konditoren, Pfefferküchler und verw. Theil des Zuges wurde dann durch eine requirirte Lokomotive wieder auch die übrigen Arbeiter des Herrn Kraffelt ihre Forderungen vor in der Richtung nach Rönigsberg zurückdirigirt und auf ein anderes Gericht geltend machen. Geleise gefchoben, so daß der Zug erst mit einer etwa zweistündigen Verspätung in Dirschau anlangen konnte. Gerichts- Beitung. Berufsgenossen( Lokalverein Berlin). Am Sonnabend, den 6. Februar 1897, bei Grindel, Brunnenstraße 188: In der Untersuchungsfache gegen den Rechnungsrath H5. Stiftungs- Fest. 1 Gefang. Um 10 Uhr Festrebe, geh. vom Gen. G. Wagner. Theater und Tanz. Zur Aufführung gelangt: Spar- Agnes, ober: Freie Liebe. Berschiedene Billets 10 g. werbert ausgegeben bei den Stollegen Haafe, Schulzendorferstraße 3a, I., und Weißenstein, Wallstr. 14 im Laden. Pichelswerder. In Moabit haben nach langer Panse die Brandstiftungen wieder begonnen. Der zweite Fall in diesem Jahre ereignete sich gestern Nachmittag in der Emdener Straße 9. Dort brannte um Morin, der sich wegen Unterschlagung von 28 000 Mart, deren 334 Uhr der Fußboden und alter Hausrath in Bodenverschlägen. Manto sich in der Hauptkasse der Kaiser Wilhelms- Atademie Konzert. Gleich bei Ankunft der Feuerwehr stellte diese fest, daß vorsätzliche herausstellte, feit zwei Monaten in Untersuchungshaft befindet, hat Brandstiftung vorlag, denn man fand drei räumlich von einander jetzt die IV. Strafkammer des Landgerichts I vor Gröffnung des entfernte Brandherde, die offenbar angelegt waren und wobei man Hauptverfahrens bem Untrage des Rechtsanwalts Dr. Werthauer Petroleum benutzt hatte. Es gelang in verhältnißmäßig turzer Zeit die Flammen zu löschen, so daß die Kriminalpolizei, die sofort benachrichtigt wurde, noch ein genaues Bild von der Sachlage nehmen fonnte. Es ist jetzt ein Jahr her, daß die Brandstiftungen in Moabit förmlich epidemisch wurden und die Bevölkerung in Aufregung versetzten. stattgegeben, den Angeschuldigten auf seinen Geist es zustand hin untersuchen zu lassen. Dem Vernehmen nach soll der 80jährige Greis nicht mehr vernehmungsfähig sein und ist deshalb der gerichtliche Sachverständige, Sanitätsrath Dr. Mittenzweig, beauftragt worden, den Rechnungsrath Moritz längere Zeit zu beobachten. 51/1 Empfehle den geehrten Herren und Damen meine WinterLokalitäten, gute Speisen und Getränke stets vorräthig. [* Es ladet ein Der alte Freund. v. Meyer u. Brockhaus und andere Bücher jeder Wissenschaft fauftu.be Danksagung. 3099b Freunden und Kollegen für die herzKranzspenden beim Begräbniß meines Sage allen Verwandten, Bekannten, Texika 31016 Brockhaus, Brehm, und alle and. Meyer's Lexikon, wissenschaftl. Werke beleiht und kauft allerh. Preise. Antiquariat Rosenthalerstr. 11/12. Fernspr. III 8535. 29506 Kanarienhähne Weibchen, Selbstzucht, b., hochprämiirt, Woche, Gneisenaustr. 115. Arbeitsmarkt. Daß es nicht ungefährlich ist, allein große Schlittschuhtouren zu unternehmen, zeigte ein Unfall, der, wie uns nach Verhandlung, welche gestern vor der zweiten Strafkammer des Die Anwendung der Röntgen Strahlen spielte in einer träglich berichtet wird, am Sonntag einem Sohne des Bildhauers Landgerichts I standfand, eine Rolle. Aus der UntersuchungsMann lief ganz allein auf der Oberspree nach Schmöckwiß zu, bestrafter Mann, vorgeführt. Mesch et vom Kottbuser Damm 103 zugestoßen ist. Der junge haft wurde der Konditor Gustav Bergelt, ein schon vielfach vor- liche Theilnahme und die reichen leiht Antiquariat Kochstr. 56, I. Er wurde dabei ertappt, als lieben Mannes meinen Herzlichen Dank. brach sich unterwegs bei einem Sturze einen Fuß und blieb dreier am Abende des 7. Auguft vorigen Jahres die Thür in Wwe. Minna Riedel nebst Kindern. viertel Stunden hilflos liegen, bis ihn zufällig ein Herr und eine einem fremden Hause mittels Nachschlüssels zu öffnen ver Warne jeden, meiner Frau etwas Dame fanden, die dann seinen Transport nach Berlin veranlaßten. fuchte. Vor Gericht behauptete der Angeklagte, daß er nicht zu borgen, da ich für nichts auf: Auf frischer That wurde gestern Vormittag einer jener nichts- richtig im Kopfe sei". In der Frrenanstalt habe er einen tomme. würdigen Frevler abgefaßt, die auf den Straßen gehenden Damen Studenten kennen gelernt, welcher ihn bei seiner Entlassung G. Pausch, Fruchtstr. 24. hinterrücks die Garderobe ruiniren. In dem Gedränge, welches sich gebeten habe, ihn später in Berlin zu besuchen. Derselbe habe Cösliner Hof an der Schloßfreiheit aus Anlaß der im Luftgarten stattfindenden seine Wohnung dort angegeben, 100 der Angeklagte verCöslinerstrasse 8( Wedding). Fahnenübergabe entwickelte, zerschnitt ein junger Mann einer Dame, fucht habe, sich Zutritt zu verschaffen. Der medizinische Sachan die er sich herangedrängt hatte, mit einer Scheere das werthvolle verständige, Kreisphyfitus Dr. Stürmer, begutachtete, daß der An- Norden. Elegante Beleuchtung. Gute Größter und schönster Sa al im Jadet. Ein Herr, der diesen Frevel zufällig wahrnahm, faßte den geklagte keineswegs so geistestrant sei, daß er nicht für seine Hand- Küche. Zwei Kegelbahnen. Uebelthäter sofort am Kragen und veranlaßte seine Verhaftung lungen verantwortlich gemacht werden tönne. Richtig sei dagegen, zu allen Bersammlungen u. f. w. an durch die Polizei. daß der Angeklagte vor Jahren versucht habe, sich zu erschießen. Vereine zu vergeben. ermittelt worden Vergiftet hat sich am Mittwoch Abend die 24 Jahre alte wie mit Hilfe der Röntgenstrahlen Nähere Auskunft ertheilt sei, Grüntrambändlerin Maria Driola in ihrer Wohnung Pflugftr. 18. fize die Kugel noch in seinem Ropfe. Durch diesen Umstand Geschäftssorgen sollen die Händlerin zum Selbstmord getrieben erzielte der Angeklagte, daß ihm mildernde Umstände bewilligt wurden. Anstatt der vom Staatsanwalte beantragten ZuchthausDurch einen originellen Diebesftreich ist der hiesige Land- ftrafe erkannte der Gerichtshof auf eine Gefängnißstrafe von 1 Jahr gerichtsdirektor H. um seinen neuen Winterüberzieher gekommen. und zweijährigen Ehrverlust. Drei Monate wurden durch die er Die Nordd. Allg. 3tg." erzählt: Nach einem im Schultheiß- littene Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht. Restaurant am Potsdamer Play verlebten Abend wollte Herr H. Zum Kampfe gegen die polnische Preffe. Aus Posen wird den Heimweg antreten und entnahm dem Haken, dem er seine hiesigen Blättern berichtet: Die Strafkammer verurtheilte heute den Garderobe anvertraut hatte, einen Ueberzieher, der, wie er sehr Redakteur des„ Goniec Wielkopolsti", Balesti, wegen Beleidigung bald entdeckte, nicht der seinige war, in deffen Taschen er aber, Be- des Kreis- Schulinspektors Riesel in 3nin zu 600 M. Geldstrafe. haben. * 29766 Fritz Schröder, Wiesenstr. 39. Betten, denen, efter en csap Betten, denen, een, Gar, verl. Herrmann, Brunnenſtr. 74, IV. Reisekoffer, Wäsche, Kleidungsstd., Regulat., Remontoiruhr., Kurbelstepper u. Stepperinnen verlangt bei hohem Lohn David Niese, Jägerstr. 25. Mamsells auf Jaquets im Hause Tüchtige Farbigmacher u. 1 Ein: fabrit, Gr. Frankfurterstr. 84. Tüchtige 30936 Granatsch. spottb. Pfandl. Neanderstr. 6. pader vert. Barthels, GoldleiſtenBetten, schöner Stand, fof., 20 M., Reichenbergerstr. 6, v. 1 Tr. I.[ 30976 Wirthschaft, gute, nußb., verf. w. 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Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. 48-49. Naturkundliche Ausstellung 8 Uhr: Der täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Millionenbauer. Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Volksfeind. Kleine Preise. Heute und die Eintritt 50 Pf. Schippanowsky's Deutscher Holzarbeiter- Verband. Deutsche Konzerthallen Sternwarte ehrter Stadtbahn!! Sternwarte validenftr. 57/62 hof. Täglich von 71%, Uhr abends ab Im Alexanderplay- Theater. folgenden Tage: Eine pikante Ghe. 50 Pf. Jur Theater Saale täglich Berliner Posse mit Gesang und Tanz 8 Uhr abends Borträge, mit Experi in 4 Atten von Eugen Prudens. Anfang 8 Uhr. Sämmtliche aus: gegebenen Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegeben sind, behalten ihre Giltigkeit. Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Aschenbrödel. Original Baubermärchen mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Heinrich Bolten- Bäckers. Billets sind schon 3 Tage vorher, ohne Borbestellgebühr, an der Theaterkasse zu haben. Vormittag 1/ 211-122 Uhr. Abends von 27 Uhr an. Friedrich Wilhelmst. Theater. Drittes Gastspiel des Fräulein Frieda Lanius vom Deutschen Volks: theater in Wien und des Herrn Viktor Kutschera vom Hofburgtheater in Wien zum zweiten Male: Manfred. Trauerspiel in 5 Aften von Moriz von Gutmann. Belle- Alliance- Theater Stadt. Schauspiel in 5 Aften von Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 7. Februar, nachmittags 3 ühr: Zum ersten Male: Sonntag nachm. 4 Uhr: Dorf und Charlotte Birch- Pfeiffer. Billets ohne Vorbestellgebühr an der Theaterfasse; außerdem im In validendant, Unter den Linden 24, bei Paul Romeick, Leipzigerstraße 6, und Das Käthchen von Heilbronn. Julius Lengenfeld, Martgrafenſtr. 50. Bon Heinrich von Kleist. Käthchen: Wilhelma Wagner. Wetter v. Strahl: Heinrich Frey. Rheingraf v. Stein: Rich. Jürgas, Theobald: Wilh. Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten Zahlstellen zu haben. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schulz. Freitag, den 5. Febrnar cr.: Emil Thomas a. G. Zum 127. Male: Eine wilde Sache. Sonnabend, den 6. Februar 1897: Zum legten Male. Benefiz für Robert Guthery. Eine wilde Sache. Anfang 1/28 Uhr. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst: Theater). " Frau Lieutenant." Baudeville in drei Atten von Baul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34. Pferdebahnstation Kottbuser Thor. Freitag, den 5. Februar, abends 8 Uhr: Zum dritten Male in glänzender Ausstattung: menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. PassageSpandauer Brücke 3. Neue Ausstattung! Im Frühlingsglanz!! Zahlstelle Berlin. Heute, Freitag, den 5. Februar, abends 8 1hr, bei Cohn, Beuthstraße 20/21: Kombinirte Sigung Täglich populäre Stonzerte der gesammt. Der Ortsverwaltung und Werkstatt- Kontrollkommission. Kapellen, u. A. der 25 Mann ſtarken Bersaglieri Truppe. Theater- Abtheilung: Auftreten von Humoristen, Komifern 2c. Täglich Anstich von Panopticum. Bock- Bier AffenTheater und Zirkus. Vorstellungen um 5 und 7 Uhr. Castan's Panopticum. Die aus der Berliner Bock- Brauerei. Branche der Einsetzer. Sonntag, den 14. Februar, vormittags 10 Uhr, im Lokal des Herrn Buske, Grenadierstraße 33: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Unsere Agitation. 2. Wahl einer Kontrollfommission. 3. Verbands: angelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, zahlreich zu erscheinen. Maskengarderobe. 81/8 Größte Auswahl. Billigste Preise. Die Ortsverwaltung. Tischler- Verein. Verein. Preisermäßigung. Sonnabend, den 6. Februar, abends 82 Uhr, Melchiorstraße 15: Fr. Panknin, Oranienstraße Nr.178, Adalbertstr. 91, Ecke Oranienstraße. Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Alfred Bernstein über die neueren Heilmethoden. 2. Vereinsangelegenheiten. Ausgabe der Billets zu dem am Sonnabend, den 13. Februar in Sanssouci" stattfindenden Maskenball. Damen haben Zutritt. [ 198/11] Der Vorstand. beben Pygmäen Wohl fühlt sich Verein der Bauanschläger indischen die kleinsten Menschen der Welt! Damen- Wettschwimmen. Münz- u. Kaiser Wilhelmstr.- Ecke Winkler's großes Anatomisches Museum Freitag von 2 Uhr ab: Damentag. Entree 50 Pf. 126M Von Stufe zu Stufe. Werestchagin- Ausstellung Lebensbild mit Gesang von Dr. Hugo Müller. Musik von R. Bial, die neuen Kouplets und Gesangsnummern v. R. Brodeck, komponirt von R. Thiele. Regie: August Reiff. Preise der Plätze: Prosc. Loge 3 M. Parquetloge 2 M., Parq. Faut., Mittelrang- Faut. und 1. Rang- Fauteuil 1,50 M., Mittelrang und 1. Rang 1 M. Tribüne 75 Pf. Entree 50 Pf. Apollo- Theater. Musik von G. Serpette und B. Roger Vollständig nenes Programm. Morgen und folgende Tage: Frau Lieutenant." Sonntag, nachm. 3 Uhr: Trilby. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Freitag: Walzerkönig. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, 2. Boltsvorstellung zu Napoleon I. in Russland 1812 Altes Reichstags- Gebände 4 Leipzigerstr. 4. Geöffn. v. 11 vorm. b. 9 Uhr ab. Entree 50 Pf. Lumpe- Gastspiel Parodie- Theater Oranienftr. 52. Jeden Abend 8 Uhr die Novität: Genovefa, Pfalzgräfin am Rhein, oder: Ein schwer geprüftes Frauen bera. Großes Ritterdrama in 5 Atten Auftreten der berühmt. spanischen Concordia Variété- Theater Tänzerin Brunnenstr. 154. Carmencita, täglich: Grosse Theater- und sowie des engl. Schönheits- Quintetts Spezialitäten- Vorstellung The 5 Lorrison, Das beste Programm d. Nordens. U. a. Geschw. Carré, brillante Doppel- Jongleure. Beren Breiſen: Die Stunde der Kinetograph mit botanist Borrmann, bie fefche Soubr. Versuchung.- Sonntag nachmittags 3 Uhr( Halbe Preise): Der deutsche Michel. Montag, 3. Boltsvor: stellung zu kleinen Preisen: Schwere: nöther. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direttion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Der Glücklichmacher. Montag, den 8. Februar zum 100. und letzten Mal: Der Lumpenball. Novität! In Borbereitung: Baruch und Sohn. Anfang der Borstellung 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Sonnabend, den 6. Februar, wegen Privat Festlichkeit ge fchloffen. Circus Renz Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Freitag, den 5. Februar 1897. Abends 72 Uhr: Außerordentliche Vorstellung. Aufführung der Novität! Durchschlagender Erfolg! Aus der Mappe eines genannt: Das Empire- Quintett. neuer interessant. Bilder: Serie. Ferner: 12 Debuts. Staffeneröffnung 6/2 Uhr. Anf. 72 Uhr. Kaufmann's Variété Neues Programm!!! Der kleinste Circus der Welt. Neu! Waffer- Pantomime. D.Entführg. a. d. Drachenschlucht. Mr. Patty Antipode, Lorch- Truppe, Rose und Jules, B'laek und White, Geschw. Emilon, Geschw. Gorelly, Edi Blum und 25 Elite- Nummern. CIRCUS BUSCH Bahnhof Börse. Freitag, den 5. Februar, Abends 72 Uhr: Gr. humoristische Vorstellung. Nach Sibirien. Feenhafte Ausstattung. Noch in feinem andern Circus gezeigte equeftr. Effekte. Original- Ideen. Außerdem: Pierrot's Abenteuer, tomische Scene der Pierra- Troupe. Gigerl- Klown Mr. Alf. Daniels Riesengebirgs- Phantasten. Der auspielbirettor. Der Klown als Eine romantisch phantastische Boganowsky als Tanz- Imitator. Handlung. Von Direktor Franz 100 Klowns, männl. u. weibliche. Renz und dem großherzoglich heffi- 4 arab. Schimmelhengste als Schaukelschen Hofballetmeister Ang. Siems. pferde, dress. und vorgeführt vom Komische Szenen! Gebirgsepi: Direttor Busch. Wellington, ruff. foden! Hochinteressant. Schlitten: Sengst, ger. v. Herrn Salamonski. Korso auf die stellen Anhöhen! Auftreten d. vorzügl. Reitkünstlerinnen Staunenerregende Auffahrt eines und Reitkünstler. dahinjagenden Viererzuges, Morgen: Nach Sibirien. der mit Blitzesschnelle den über Sonntag: 2 Borstellungen. Nachvierzig Fuk hohen Berg erreicht. mitt. 4 Uhr: 3schens. Abends ( Erregt jedesmal die größte Sen: 71% Uhr: Nach Sibirien. sation! Höchfter Triumph der Burg heutigen Circuskunit! Naturgetreue Feen- Palast, straße 22. Direktion Winkler& Fröbel. Das neue Sensations: Hörnerschlittenfahrt im Riesengebirge. Im Reiche des Geister: fürften. Zauberisches Ballet. Sonnabend, den 6. Februar 1897, Abends 72 Uhr: Aus der Mappe eines Riefengebirgs: Phantasten. Sonntag, den 7. Februar 1897: 2 grosse Vorstellungen. 2 Nachmittags 4 Uhr:( Ermäßigte Preise und 1 Kind unter 10 Jahren frei.) Lustige Blätter. Finale: Großes elektrisches Ballet. Februar: Riesen- Programm. 30 Kunst- Spezialitäten. Nur noch einige Tage: Zirkus Sarrajani. Otto Buddel, gefällt nach wie vor. Neu einstudirt: Bomben und Granaten, Boffe. Anfang Wochentags 71/2 Uhr. Sonntags Uhr. Umtausch Billets haben Giltigkeit. = Welt- Restaurant Variété- und SpezialitätenTheater. Dresdenerstraße 97. Jm vorderen Saal täglich bei freiem Entree: Grosses Künstler- Konzert Jm großen Theatersaal: Berliner Sportmädels. Ausstattungs Burleske mit Gesang Anfang: Entree: Wochent. 71/2 Uhr. Wochentags 20 Pf. Sonntags 6 Uhr. Sonntags 30 Pf. Viktoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Heute sowie jeden Freitag u. Montag: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, [ 8682* bei jeziger Witterung, wer Brunnen- Strasse 110 Berlins und Umgegend. ( neben dem Pferdebahn Depot) Am Sonntag, den 7. Februar, vormittags 10 Uhr, im Lokale des bei Jgnatz Sello bezieht anerkannt Herrn Buske, Grenadierstraße 33: guten Runt, Fl. inkl. von 90 Pf. an, General- Dersammlung. Tages Ordnung: Der Vorstand. vorzügl. Glühwein- Extrakt, 1 l. intl. v. 1,10 m. an, Ingwer:, Pfeffer: minz: 2c. ff. Liköre( Literft.) inkl. 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Festsetzung der Beiträge und Ver 1.10 M., 1/2 Literfl. infl. 55 Pf., Stons: wendung der Vereinsgelder. 3. Wahl von Krankenbesuchern. 4. Ver dorfer infl. Orig. Fl.( 3/4 Ltr.) à 80 Pf., schiedenes und Fragekasten. Halb u. Halb, feinste Likörmischung, 33/10 per/ Champagner- Flasche inkl. 90 Pf., alten Nordhäuser per Liter 50 Pf., füß. Ungarwein, Orig. Fl.( 2 Liter) inti. von 90 Pf. an, sowie sämmtliche und Berufsgenossen Deutschlands( Zahlstelle Berlin). Sorten Weine, Cognacs u. f. w., Spirituosen auch im Einzelverkauf nur zu Engrospreisen. Billigste Bezugs quelle. Bitte genau auf Nr. 110 am Sonntag, den 7. Februar, vormittags 11 Uhr, Inselstraße 10. Brunnenstraße Nr. 110 zu achten. Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Täglich( Sonntags vorm. von 7 bis 9 Uhr) Verkauf von: Verband der Bauarbeiter ** Gekochtem Rindfleisch à 30 und 35 Pf. per Pfund. Gek. Schweinefleisch à 40 ẞf per Pfund. ** ophastoffe Versammlung Tages Ordnung: 1. Was wird uns dieses Jahr in betreff Lohn- und Arbeitsbedingungen bringen? 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 32/7 Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Schäftebranche! Verein deutscher Schuhmacher. Versammlung Filiale V. Sonnabend, 6. Februar, ab. 8% Uhr, bei Babiel, Rosenthalerstr.57. Vortrag des Genossen Jahn über: Natürliche Religion. 156/15 Bentral- Verband Deutscher Maurer. Zahlstelle Berlin 1( Putzer). Sonntag, den 7. Februar, vorm. 10 Uhr, in den Arminhallen ( gr. Saal), Kommandantenftr. 20: in Mitglieder- Versammlung. auch Reffe Rips, Damaft, Crêve, Phantasie, Gobelin Plüsch spottbillig! Proben franko! in allen Qualitäten Läuferstoffenen Date Emil Lefèvre, Achtung! 158. Berlin S., Oranienstr. Nr. Achtung! Künstliche Zähne von 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guckel, Lausitzerplatz 2, Elfasser Tages Ordnung: 134/10 1. Abrechnung des Kassirers vom 4. Quartal 1896. Jahresbericht und Neuwahl der Revisoren. 2. Vorlage eines Regulativs über die in diesem Frühjahr einzuführende Arbeitsvermittelung resp. Arbeitsnachweises. 3. Abrechnung der Unterstüßungskommission und Neuwahl derselben. Kollegen, in anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwarten wir vollzähliges und pünktliches Erscheinen sämmtlicher Mitglieder. Die örtliche Verwaltung. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 7. Februar, vormittags 10% Uhr, str. 12, Stegligerstr. 71 I. in M. 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Unter anderem: Die unerreichten, großartigen Kunstschützen Brothers Clewers. Robin & Berat. Barnum& Beilay. Großes Konzert eines vollbes. Orchesters unt. pers. Leit. des Kapellmeisters Martin Stein. Die Freikarten behalten Giltigkeit. Anfang: Wochentags§ ühr. Am 4. Februar: Zum 1. Male: Eine tolle Nacht. Hauptrollen: Rich. Winkler und Wilhelm Fröbel. Anfang 7 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirt 50 f. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Abends 71% Uhr: Aus der Mappe eines Riesengebirgs: Phantaften. Sonntags 6 1hr. Entree 30 Pf. Die Direktion. bon Rudolph Habermann, früher L. Brachvogel, Manteuffel Straße Nr. 75, empfiehlt bestens: T Gebr. Kaffee, ganz vorzüglich im Geschmack, à Pfd. 1,60 u. 1,40 m. Rohtaffee, ausgeprobte Waare, à Pfd. 1,10 bis 1,30 M. Kaffeeschrot Gebr. Roggen u. Gerste Gebr. Malzgerste à Pfd. 28 Pf. à 13 • " " 20 " " à Pfd. 60 u. 80 " Cacao, fein, à 1/4 Pfd. 35, 45 u. 55 " Suppenpulver Außerordentliche Mitglieder- Versammlung der Filiale Berlin II des Zentral- Verbandes deutscher Maurer. Tagesordnung: 1. Bericht des Borstandes und Neuwahl deffelben. 2. Wahl sämmt licher Hilfskaffirer. 3. Gewerkschaftliches. aller Mitglieder. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen 136/12 Die Lokalverwaltung. Achtung! Maurer. Achtung! Am Sonntag, den 7. Februar 1897, vormittags 10 Uhr, Ordentliche Mitglieder- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins und Umgegend im Lokal des Herrn Hoffmann, Alexanderstr. 27c. Tages Ordnung: 1. Der Werth des Gewerbegerichts für die Arbeiter mit besonderer Be rücksichtigung der Handhabung und Rechtsprechung desselben. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Maskenball vom 9. Januar 1897. 4. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder sind verpflichtet, alle zu erscheinen. Gäste haben 129/10 Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Achtung! Die am 2. Weihnachts- Feiertag in Kaufmann's Variété aus: gefallene Matinee des Vereins Former- Bund zum besten hilfsbedürftiger Kollegen findet bestimmt am Sonntag, den 7. Februar 1897, mittags 12 11hr, im Feenpalast, Burgstraße 22, statt. Die für Kaufmann's Variété ausgegebenen Billets werden an der Kaffe und bei folgenden Kollegen umgetauscht: R. Schaller, Sorauer straße 30; E. Thomas, Rügenerstraße 4; G. Woiwode, WeißenThee's, 4 Pfd. von 50 Pf. bis 1 M. burgerstraße 43. In unseren 54 Schankstätten verzapfen wir vom 31. d. M. ab 41 980L* Liter Bockbier feinster Qualität für 10 Pf. Lagerbier nach wie vor Ltr. 5 Pfg. 15 halbe Literflaschen| 20 kleine Weissen je 1,50. Kantinen und Werkstätten höchste Rabattsätze je nach Uebereinkunft. BRAUEREI GERMANIA Frankfurter Allee 53. 90000 Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. 00000000 Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 30955