f.lS5. Dienstag, de« 8. IM 1890. 7. Jahrg. fe Snff ichsch inta» i ihnen im 01 Speis« in Dir Preise« ach tum Beylf' it Kr Z emps' VN« mantisj Organ für die Interessen der Arbeiter. egen, � - em2 Das„Berliner Volksblatt' seile, scheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei eluftiz�s Haus mertelzahrlich 3�30 Mark, monatlich 1,10 Mark, wöchentlich 28 Pf. Einzelne Nummer 5 Pf. BenuNznntagS- Nummer mit dem..Sonntags-Blatt" 10 Pf. Postabonnement 3,30 Mark pro Quartal. .eise. J(Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1890 unter Nr. 892. V. Nachtrag.) BloditKv Kreuzband, täglich durch die Expedition, für Deutschland und Oesterreich-Ungarn ---- 3 Marli, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Jnsertionsgebühr beträgt für die? gespaltene Petitzeilc oder deren Raum 40 Pf., fiir Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin L>V., Beuthstraße 3, sowie von allen Annonceu-Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. -, Fernsprecher: Amt VI. Ur. 4106.,- ahn, 1«= is beleg- Kedaükion: Veuthfiraße S.— Expedition: Veuthltentze 3. Rücksicht auf Herlw. ellhMe Hansindustrie mit besonderer aal, B»5........ l., eir' Äj m. kleinen Leuten in der Regel zu hohe Ein- uu fätzung zur Klassensteuer ergab in Rixdorf 19 steuerfreie 186 bis 660 M. und nur 44 höher eingeschätzte eber. In Bernau waren 110 Weber steuerfrei, 240 �lordti einem Einkommen bis zu 660 M. und nur 7 mit , lem höherem Einkommen eingeschätzt! Daß unter diesen Verhältnissen die aus öffent- - zur hen Mitteln zu unterstützenden Weber zu den Selten- .../ten gehören, spricht jedenfalls nicht für die gute Uhr'at�e der Weber, sondern ganz im Gegentheile nur gegen g empse Handhabung des Armenwesens durch die Gemeinden. Die Gründe für das Verbleiben in der Hausindustrie den sa�en, abgesehen von der industriellen Reservearmee der aer clg�brikindustrie in Vorurtheilen der Hausindustriellen; sie euen den Zwang derFabrikund freuen sich ihrer scheinbaren wiaobshabhängigkeit, die meist weit geringer als diederFabrikarbeiter ~1' ann wird der Werth der Hausindustrie für das Familien- llL�en und die Erziehung und Beaufsichtigung der Kinder ,*..4* rvorgehoben. Auch das ist nur ein scheinbarer Vortheil, �"»{f/ soweit er berechtigt ist, durch die Nachtheile der Aus- �kßwtung von Kindern im zartesten Alter wieder mehr als weit ■Liacht wird. Auch das Ersparnis des zeitraubenden ges in und von der Fabrik wird für die Hausindustrie Feld geführt, doch ist dies ein Vortheil nur in sehr ränktem" Sinne, denn dem lange Zeit in dumpfen und en Lokalen arbeitenden Hausindustriellen wäre es von ündheitlichem Standpunkte nur anzurathen, wenn er äglich in freier Luft einige Zeit seine Gliedmaßen be en würde, was er eben, da er ökonomisch dazu nicht fwungen wird, eben nicht thut. Stülpnagel rühmt end- hhü»� speziell von den hausindustriellen Webern, m Fnw sie den Verführungen der Sozialdemokratie Roßma'zugänglich seien. Run wir betrachten dies maiMber als einen allgemeinen Vortheil, noch als eine ��brtheil für die Weber, sie sind eben aus schon früher j geführten Gründen unfähiger sich zu organisiren, als '» j Fabrikarbeiter, dies gilt natürlich ebensosehr für die , labSwerkschastliche, als für die politische Organisation. Wir ittuisl�llen uns mit Herrn v. Stülpnagel über diesen Punkt l» keine Diskussion einlassen, sondern bemerken nur bei IJO. An Hochachtung vor gegnerischen Meinungen, daß es im �giteresse seiner Thätigkeit als Fabrikinspektor und sozialen MsHrscher läge, daß sein politischer Gegensatz gegen die unter -i und fn Arbeitern herrschenden Strömungen in den Hinter- mierkaichuid geschoben werde. Wie Herr v. Stülpnagel ab- ei-— Tiin texan' n.) »»« AeuMekon. »chdrutt verbot«».)_ Schau sp iele r- Glend. Ein Stück aus dem Bühnenleben 3S, : SorWI Jresda� öltz. [2 midi« ücke 6,! tlich il. renke von I n l i u s T ü r t. stimmt bei Wahlen, welchen polittschen Vereinen er ange- hört, geht uns nicht im mindesten an, dagegen wünschen wir, daß seine Thätigkeit im Interesse der Durchführung des Arbeiterschutzes, seine Studien über die sozialen Ver- Hältnisse unbeeinflußt bleiben von seineni politischen Glaubensbekenntnisse. Doch lassen wir die Polemik und betrachten wir nun die für einige andere Berliner Haus- industriell charakteristischen Verhältnisse. Die Berliner Wäschefabrikanten finden es auch vor- theilhafter ihre Waaren zum Theil in der Hausindustrie und nicht ganz in der Fabrik herstellen zu lassen. Etwa den dritten Theil der Arbeiten läßt man von Haus- industriellen herstellen, obgleich die Arbeiten in der Fabrik besser ausgeführt werden können, als im Hause der Ar- bester, weil die erstere alle Einrichtungen und Hilfsmittel bietet, welche zur Herstellung guter tadelloser Waare noth- wendiger Weise gehören, während solche Einrichtungen und Hilfsmittel in den Behausungen der Arbeiter natur- gemäß fehlen. Das Schwanken der Anforderungen an die Fabri- kation, sowie die Konkurrenz durch männliche(!) Arbeit im sächsischen Erzgebirge, machen jede Berechnung des Umfangs der Hausindustrie auf dem hier in Rede stehen- dem Gebiete zur Unmöglichkeit, doch mag erwähnt werden, daß ein Fabrikant die Zahl der in der Berliner Wäsche- fabrikation thätigen Hausindustriellen auf 6000 geschätzt hat. Zwischenpersonen zwischen den Unternehmern und Hausindustriellen scheinen hier in der Regel zu fehlen. Die Löhne sind Stücklöhne. Das wöchentliche Einkommen schwankt zwischen 5 und'15 M., leider erfahren wir aber nicht, wie viele Arbeiter 5, wie viele 15 M. verdienen, welche andere Zwischenstufen vorkommen, so daß wir diesen Lohnangaben keinerlei Werth beimessen können, genauere Angaben liegen nur von einem Unternehmer über 264 Fabriknäherinnen vor. An dieselben wurden im Durch- schnitte 15 M. 50 Pf., im Maximum 19, im Minimum 5 M. gezahlt, ein anderes Mal betrug der Durchschnitt 13 M. 59 Pf., ein drittes Mal 13 M. 80 Pf., von diesem Verdienste sind 60 Pf. pro Woche für Garn, Nadeln und Oel abzurechnen, während bei den Haus- industriellen außerdem für Miethe, Erleuchtung und Be- Heizung der Wohnung, Anschaffung und Unterhalt der Nähmaschinen, Abzüge gemacht werden müssen. Ein großer Theil dieser Mädchen hat nichts weiter als eine Schlafstelle für 4 bis 6 Mark monatlich gemiethet, die sie meist mit Familien- angehörigen des Vermiethers oder anderen Schlafstellen- miethern theilen muß. Die traurige soziale Lage der Mäntelarbeiterinnen läßt sich am besten aus der nach- stehenden Berechnung erkennen, es kostet täglich: Nicht einmal schlafen konnte sie bei dem ewigen Stoßen td Schütteln des Gefährts. „Wie lange dauert denn diese Hundefahrerei noch?" irie jetzt ihr Nachbar dem Kutscher zu—,„Kutscher—, stschcr, hören sie denn nicht— Kutscher!" Der Gerufene drehte sich langsam um: „Wie lange fahren wir denn schon?" „Vier Stunden sind wir schon unterwegs",'donnerte sred. .„Na, dann kann's höchstens noch zwei Stunden dauern", äderte der Kutscher in ruhigem Ton. ...Das ist ja nicht zum aushalten", rief Alfred ver- vnä hren""�nnen wenigstens ein bischen schneller SttreB„Nee, des jeht nich", erwiderte der Kutscher, der sich Preist chs Ms seiner Ruhe herausbringen ließ—,„bei dem k,,!!, atschigen Boden können die Beester doch nich rennen. Wir -Werden schon hinkommen." nkunst Alfred starrte betrübt auf den Boden des Wagens. �«�Ach", wandte er sich zu der neben ihm sitzenden Frau, deren Bcst��e 1 geschnittene Züge ein frühes Ableben ir. Schlafstelle und Kaffee. 2. Frühstück(1 Butterbrot! Das Mittagessen...> Das Vesperbrot.... Das Abendessen... Für zwei Flaschen Bier. — M. 20 Pf. -.. 15„ » 20„ —» 15« —" tt 20 n —.. 20.. Zusammen der tägliche Unterhalt 1 M. 20 oder pro Woche 8 M. 40 Pf. Schwächere Arbeiterinnen können sich dies nicht einmal durch ihrer Hände Arbeit verdienen, während denen mit einem Durchschnittseinkommen von' 12 bis 15 M. pro Woche 3 M. 60 Pf. bis 6 M. 60 Pf. für Kleidung, Erholung und für arbeitslose Zeit übrig bleibt, jedenfalls nicht genug, um auch nur halbwegs zu genügen. Ueber die Gesundheitsverhältnisse der Näherinnen ließ sich wenig ermitteln, doch erwähnt Stülpnagel, daß bei den Näherinnen Unterleibsleiden, bei den Plätterimien Schwindsucht überwiegen. Die Zukunft der Hausindustrie in der Mäntel- fabrikation wird nicht freundlich geschildert; jedenfalls werden wir keine Ursache haben dieser Hausindustrie und den sozialen Zuständen in derselben eine Thräne nachzu- weinen; wir überlassen dies anderen. Eine Berliner Hausindustrie, in der die Zwischen- Personen eine große Rolle spielen, ist die Damen- konfektion. Frauen- und Kinderarbeit spielen hier eine große Rolle, die Arbeitstheilung ist eine starke. Mit Ausnahme des Zuschneidens und Bügelns wird die Arbeit in Akkord vergeben. Eine Schneiderin verdient bei 10 Stunden effektiver Arbeitszeit 9—15 M. wöchentlich, frei- lich soll von den Heimarbeiterinnen oft bis tief in die Nacht gearbeitet werden. Die Damenkonfektion ist eine Saison- industrie, worunter die Arbeiterinnen sehr schwer zu leiden haben. Die hauptsächlichen Bestellungen gehen in den Monaten Januar bis März und Juli bis Oktober ein, so daß also 5 Monate keinen oder nur geringen Verdienst bringen, was die Lage der Arbeiterinnen für Damen- bekleidung weit ungünstiger macht, als die der Wäsche- Näherinnen, welche eher auf unausgesetzte Arbeit rechnen können. Daher ist es nicht zu verwundern, daß die Zahl der sich der Prostitution ergebenden Mädchen bei den Schneiderinnen größer als bei den Näherinnen ist. Die Verhältnisse in der Herrenkonfektion sind ähnlich wie in der Frauenkonfektion. Der Wochen- verdienst der Arbeiterinnen schwankt zwischen 4�» bis 20 Mark. Die arbeitslose Zeit dauert ca. 6 Monate im Jahre. Fälle, in welchen die Arbeiter vom Unternehmer übervortheilt, wo sogar der Lohn ganz zurückgehalten wird, sollen nicht zu den Seltenheiten gehören. Die Lage der Arbeiterinnen läßt auch hier viel zu wünschen übrig, die Wohnungs- und Ernährungsverhältnisse sind oft sehr verkündeten—,„ich wäre glücklich, wenn ich erst im warmen Zimmer säße". „Noch zwei Stunden!" rief Brenner Alfred zu. Ein Frösteln� durchglitt seinen Körper.„Fühlst Du Dich auch warm, liebe Hohenstein?" fragte er mitleidig. Alfred bemerkte die Sorgfalt seines Kollegen, und im plötzlichen Mitgefühl vergaß er sein Leid und rief:„Frau Hohenstein, hier habe ich noch einen prächtigen Schluck' Meine Wirthin in Kriescht gab ihn mir heute mit zum Dank für meinen gestrigen Alsonso. Es wird Ihnen keinen Schaden thun," fügte er hinzu, als er sah, wie Klara nur zögernd die Flasche aus seinen Händen nahm,„Es ist doch immer gut, wenn man ein hübscher Kerl ist," fuhr er launig fort.„Schade nur, daß wir heute schon abreisen: Was meinst Du, Hildegard, so wandte er sich an seine Nachbarin, wenn meine Wirthin sich in meine kleinen Füße verliebt hätte, hätten mir diese im Lause der Zeit noch einige Schinken eintragen können." Alfred strich sich wohlgefällig seinen blonden Schnurrbart. „Ach, halt' Deinen Mund, und spotte nicht," versetzte Hildegard. Unterdessen hatte Klara getrunken, und die Flasche Brenner gereicht. Er trank und reichte sie Hildegard. Hildegard gab sie weiter. Als die Flasche zu Alfred zu- rückkehrte, schaute er prüfend nach dem Inhalt der einst wohlgefüllten Flasche: „Aber trinken könnt Ihr Alle, das muß Euch der Neid lassen. Na, prosit!" Er führte die Flasche an den Mund und im kräftigen Zuge trank er den Rest aus. DaS scharfe Getränk hinterließ ein wohliges Gefühl in ihm und als er seine Nachbarin, Frau Bruscke, so trostlos komisch sitzen sah, ergriff ihn ein Galgenhumor, und plötzlich fing er mit starker Stimme an zu singen: „Es blinken so lustig die Sterne Jn's Dunkel des Lebens hinaus." Hildegard erinnerte die Tour an ihren gestrigen Triumph, an den Lorbeerkranz, den ihr ein eifriger Verehrer, ein Forst- anitskandidat, zu ihrer Abschiedsvorstellung„Preeiosa" ge- warfen hatte und der nun wohlvcrpackt, zwischen ihren Kleidern, Schürzen und Unterröcken ruhte. Lustig stimmte sie mit ein. Fast absichtlich summte Brenner die wohlbe- kannten Töne vor sich hin. Und mit kräftigen Stimmen fiel die ganze Gesellschaft ein: „Und über den lieblichen Sternen Erglänzte fein Liebchens Gesicht." Die Stimmen erhoben sich stärker, sie übertönten den Sturm, der eine dumpfe Begleitung rauschte. Das Knacken der Zweige tönte dazwischen, die Räder wollten über die Steine der Chaussee. Immer lauter schwoll der Gesang an. Als schon alle andern wieder schwiegen, ergriff Alfred eine Art Begeiste- rung und in angestrengtesten Tönen suchte er den pfeifenden Sturm zu bewältigen. Der Text genügte nicht mehr, als er das Lied beendigt hatte, und so ließ er die verschieden- artigsten Melodien, immer schneller und kräftiger ertönen, bis er mit einem stürmischen Jodler schloß. „Ob der neue junge Dann auch singt," ließ sich Hilde- gart nach einer Pause vernehmen,„damit wir„Ehrliche Ar- beit" geben können. Die Musik soll in Drossen sehr gut sein." „Bekommen wir denn ein neues Mitglied?" fragte Frau Hohenstein. „Natürlich," erwiderte Alfred,„der Alte hat sofort an mangelhaft und selbst der Aufenthalt in den gemeinschaft- lichen Aroeitsstuben des Unternehmers, wo auch durch das Bügeln die Luft verdorben wird, ungesund. Häufig gehen die Arbeiterinnen von der Noth getrieben zur Prostitution über und kehren, derselben einmal verfallen, niemals zu schlechtlohnender Arbeit zurück. Bei Betrachtung der Verhältnisse der Hausindustrie von Phantasie-Artikeln stößt man auf bedenk- liche Konkurrenzverhältnisse. Der Staat treibt in den Weibergefängnissen illoyale Konkurrenz, außerdem drücken Töchter aus besitzenden Familien durch solche Arbeiten, welche sie, da sie nicht davon leben müssen, zu Spott- preisen liefern, die Lohnverhältnisse in unanständiger Weise. Wenn trotzdem v. Stülpnagel den wöchentlichen Verdienst der Häklerinnen auf 12—14 und der der Rahmenarbeiterinnen auf 14—16 Mark veranschlagt, so dürste das wohl nur für einen Theil der Arbeiterinnen stimmen. Die Zigarren-Hausindustrie in Berlin leidet schwer unter der Konkurrenz der niedrigen Arbeits- löhne in Süddeutschland. In Berlin werden nur die zur Bestreitung des Lebensunterhalts durchaus nöthigen Löhne gezahlt. Meist wird die hausindustrielle Zigarren- fabrikation von ehemaligen Tabakarbeitern als Beschäftigung neben anderen Gewerben(z. B. Portiers) unter Heran- ziehung von Frau und Kindern betrieben. Der durch- schnittliche Lohn ist pro Tausend für das Abkippen 50 Pf., für das Wickelmachen 3 M., für das Zigarrenmachen 6 M. Bei 12stündiger Arbeitszeit, einschließlich der Pausen, sollen unter Heranziehung der nöthigen Hilfskräfte 500 Zigarren hergestellt werden können. Ungünstig auf die Gesundheitsverhältnisse � wirkt offenbar der Umstand, daß das Trocknen des Tabaks in den engen Wohn- und Schlafräumen vorgenommen werden muß. Die Fabrik hat auch in diesem Gewerbe die Hausindustrie viel Boden ab- gerungen...... Wir glauben es nach dem bis nun Ausgeführten, unterlassen zu können, ein Gesammtbild der Berliner Haus- industrie zu entwerfen. Wir stehen wohl kaum allein, wenn wir behaupten, daß die Hausindustrie auch in Verlin ökonomisch so wie sozial den Arbeitern weniger Vortheil bietet als die Fabrik- industrie. Hierzu konrmcn noch hygienische und andere Nachtheile, so daß wir in der Rttckentwicklung der Fabrikin die Hausindustrie nicht eine erfreuliche, sondern eine in hohem Grade bedauerliche wirthschaftliche Erscheinung unserer Tage sehen müssen. Wohl wird eine rückläufige Bewegung wieder eintreten, aber die durch die Haus- industrie in hohem Maße bewirkte Degeneration der Arbeiterklasse wird sich nicht austilgen lassen. Rorxe�pondenjen. A«o Siiddcutschland. ß. Juli. Der bekannte Fabrik- inspeklov für Württemberg, Ober-Regierungsrath».Diesen- b a ch, ist in den Ruhestand versetzt worden. Aeußerlich erscheint dieser Rücktritt als sm freiwilliger und die politische Gesinnung des Herrn v. Diefenbach mochte der Regierung auch keinen Anstoß geben; er hielt sich, als er im Jahre 1877 zum Reichstags-Ab- geordneten für den tO. württcmbergischen Wahlkreis(Gmünd- Göppingen) gewählt wurde, zur freikonservativen Partei. Dennoch wird allgemein angenommen, daß der Rücktritt des Herrn v. �Diesenbach kein ganz freiwilliger ist. Derselbe hat als Fabrik- inspektor sein Anir mit großer Energie und viel Gewissen haftigkeit verwaltet. Er forschte, so viel er konnte, nach den Ursachen des Arbeiterelends; er schuf werthvolle Zu- sammenstellungen über Arbeits-, Wohnungs- und Lohnverbältnisse; er brachte alle Ueberschreitunaen von Vorschriften Seitens der Unternehmer riiclhaltslos zur A Anzeige und verlangte schon vor einiger Zeit Abkürzung der Arbeitszeit für jugendliche Arbeiter. Er hatte für die Arbeiterbcstrebungen sich ein gewisses Wohlwollen angeeignet; von Politik blieb er ganz fern. Pei Arbeitseinstellungen übernahm er gern die Rolle des Vermittlers und gab sich dann oft Mühe, den Forderungen der Arbeiter, sobald er sie berechtigt fand, Geltung zu verschaffen. Mehr als einmal sind durch ihn Differenzen zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zur Zufriedenheit erledigt werden. Ein solcher Mühlrecht in Berlin und Faßler in Breslau geschrieben. Mühlrecht ant, vortete gestern, daß ein junger Mann uns bereits in Drosselt erwarten wird. Er soll allerdings noch sehr jung sein. Blutjunger Anfänger, schreibt Mühlrecht. Aber er hat ein schönes Organ und kommt direkt von der Uni- versität." „Na," tönte die Stimme Anna's, die der Unterhaltung gelauscht hatte, dazwischen,„das wird was Nettes sein. Da können wir wieder den ganzen Tag Probe halten." „Wir können ztifrieden sein, daß überhaupt jemand zu tlns kommt," entgegnete Klara,„sehr verlockend� sind die Aussichten hier grade nicht. Der junge Mann wird sich in seiner Phantasie wohl eilt anderes Bild ausmalen, als ihm die Wirklichkeit bieten dürfte. Mich wundert sogar, daß er zu Mühlrecht gegangen ist." „Ja", sagte Alfred mit einem halben Lächeln,„Mühl recht schreibt, daß er Theaterverhältuisse überhaupt nicht kennt. Er war sehr erfreut, als ihm Mühlrecht den Kontrakt mit zwanzig Thalern Gage übergab." „So", entgegnete Klara ihm in fast heftigem Tone, „Mühlrecht hat ihm nicht einmal mitgelheilt, daß wir auf Theilung spielen? Das sieht ihm ähnlich." „Ja, wie sollte er denn?" fragte Alfred verwundert. „Nun, wenn Mühlrecht ein wenig Wahrheitsliebe hätte, würde er dem jungen Mann die Berhältnisse, in die er ihn schickt, genau geschildert haben, schon um sein Vertrauen nicht zu täuschen. Wozu denn diese Lüge mit den 20 Thalern! Bei uns kommt er doch kaum auf vierzehn. Gerade bei einem jungen Mann, der gewiß nicht aus Geldsucht zum Theater ging, wäre die Lüge gar nicht nöthig gewesen. Wer weiß, wie viel er ihm für den glänzenden Kontrakt abge nommen hat! Der alte Fuchs—" Klara war immer mehr in Eifer gerathen, die rothen Flecke erschienen wieder aus ihren Wangen, ein heftiger Hustenanfall nöthigte sie, inne zu halten. „Na, beruhigen Sie sich nur," sagte Hildegard gut müthig,„hoffentlich werden die Einnahmen in Drossen besser werden. Und dann kann er ja manchmal mit uns mitessen." Frau Hohenstein lächelte. Mann war natürlich dm Herrm Großindustriellen und Protzen ein Dorn im Auge. Schon vor einiger Zeit vernahm man von Wühlereien seitens einiger einflußreichen Kapitaliste», die gegen ihn gerichtet waren; nun scheint man ihn wirklich beseitigt zu haben. Wiederum ein Beweis, wie wenig unsere Herrm Unter- nehmer einen tüchtigen Fabrikinspektor vertragen können! Er habe sie gequält, sollen sie gesagt haben. Natürlich, wenn ein Fabrikinspektor darauf sieht, daß die für Leben und Gesundheit der Arbeiter nothwmdigen Vorrichtungen da sind, dann„q ä l t" er die armen Kapitalisten! Und wenn er auf die Beschwerden der Arbeiter eingeht, statt gleich von„Hetzern" zu reden, dann wollen die Zunftmeister und Profitjäger gar nichts mehr von ihm wissen. Da kann man wieder sehen, wie die Fabrikinspektoren dm Unternehmern doch eine recht unangenehme Einrichtung sind und wie es eitel Heuchelei ist, wenn sie sich stellen, als billigtm sie diese Ein- richtung! Zürich, 6. Juli. Soeben ist der Thätigkeitsbericht des ' livereins, bekanntlich der stärksten schweizer ischenGrütl politischen Organisation in der Republik, für den Zeitraum von 1888/39 erschienen und bietet er ans seinen 107 Großqartseiten wiederum eine Fülle anregenden und belehrenden Materials. Indem wir in einem besonderen Artikel ausführlicher auf den Bericht zurückkommen werden, seien für heute nur einige orten- tirende Taten mitgetheilt. Nene Sektionen entstanden 22, wovon 6 französische; eingegangen sind ß; Sektionen bestanden auf l. Oktober 1839 insgesammt 301 mit 15 620 Mitgliedern(1100 mehr als im Vorjahre).„Wie viel könnten wir leisten," ruft das Zentralkomitee, das den Bericht abgefaßt, aus,„wenn Jeder von uns seinen Mann stellen würde!" Gewiß!— Die Einnahmen beziffern sich auf 172 580, die Ausgaben auf 150 429 Fr. An Unterstützungsgeldern sind 5493 Fr. aufgeführt, wobei die zirka 1000 Fr., welche die Sektionen seiner Zeit an den Wynenthaler Zigarrenarbetterstreik leisteten, nicht inbegrjffm sind. Diskussionsstunden wurden in dm Sektionen 885 abgehalten, was freilich nicht viel ist; dagegen beträgt die Zahl der Sitzungen 5651 und die der Vorträge und Volks- Versammlungen 563. Die Bändezahl der SektionZbiblio- theken vermehrte sich um ca. 2000 und steht jetzt aus 42 173; Unterrichtsstunden in den verschiedensten Fächern fanden 3611 statt und Zeitungen wurden außer dem Vereinsorgan, dem„Grütlianer", 1036 gehalten. Der„Grütlianer" zählt gegenwärtig 13 500 Abonnmten und hat ein Nettoerträgniß von 5735 Fr. abgeworfen; die Zentralkasse hat ein Reinverinögm von 36 535 Fr. Hier sei auch des schon früher erschienenen Jahresberichtes des sch w e i z. T y p o gra p h e n b u n d e s Erwähnung gethan. Wir eutnehnlm demselben folgende Mitcheilungen: Die durchschnittliche Mitgliederzahl stieg gegen das Vorjahr(1888) um 65, nämlich von 1095 auf 1160. DaS Total der pro 1889 geleisteten Wochenbeiträge beziffert sich auf 43 122,80 Fr.; seit 1880 sind an Wochenbeiträgen eingegangen 325 447,55 Fr. Die Krankenkasse hat im Berichtsjahr für Unterstützung 18 885,25 Fr. ausgezahlt. Die Jnvalidenunterstutzuug an 20 Bezugsberechtigte betrug 0733 Fr. Sterbebci träge an die Hinterlassenen von 17 verstor- denen Mitglieder» wurden 4375 Fr. geleistet. An Reiseunter- stützung für 375 Durchreisende(94 Schweizer, 152 Deutsche, 78 Oesterreicher und 48 andere Ausländer) wurden 3358,90 Fr. ans- bezahlt; ferner nahm die Unterstützung arbeitsloser Mitglieder 1950 Fr. in Anspruch. Im Zeitraum von zehn Jahren (1880 bis 1890) verausgabten die Unterstütznngskaffen fol- gende Summen: Invaliden- und Sterbekaffe 05 300 Fr., Krankenkasse für 59 593 Krankeutage 117 099,35 Fr., Reise- und Arbeitslosen-Unterstützung 44 244,85 Fr.— Das Durchschnitts- alter der 17 pro 1889 verstorbenen Mitglieder beträgt sonach 41,07 Jahre. DaS sind Leistungen eine? Arbeiter-Jnstitutes, das, von Ar- beitern gegründet, geleitet und unterhalten, die Anerkennung auch des blinvwüthigsteu Gegners der Arbeitersache finden sollte; allein die kapitalistische Presse erwähnt sie nicht einmal. Dagegen wird in spaltenlangea Artikeln ein Millionär verherrlicht, der vielleicht armen Arbeiterkindern einige billige Paar Schuhe geschenkt, als Almosen geschenkt hat. Der Haß geht noch weiter, mair verlangt sogar dm Aus- tritt der Buchdrucker aus den, Topographen- bund. In Luzern droht augenblicklich ein Buchdruckerstreik, weil die dortigen Buchdruckereibesitzer von ihren Gehilfen dm Austritt aus dem Typographeubund verlangen. Die Kapitalisten als Republikaner— welch' ekelhafte Karrikatur! In Burgdorf drohte ein Zimmermeister, Peter Lüthey, jeden Arbeiter zu entlassen, von dem er erfahre», daß er die Züricher „Arbeitersiimme" abonnirt habe. Und die G i e ß e r e i b e s i tz e r am gleichen Orte in Gemein- mst mit denen im benachbarten Oberburg haben eine schwarze Liste angefertigt und 33 Arbeiter mit vollem Namen, Geburts- jähr zt. daraufgesetzt und an alle Fabrikanten versandt. Und warum das? Weil diese proskribirten Arbeiter die zehnstündige Arbeits- zeit, einen Minimal-Stundenlohn von 35 Cts. und eine zehnprozentige Lohnerhöhung verlangt haben. Und wegen solcher lumpigen, bescheidenen Forderungen schwarze Listen, Aus- „Nun ja, das Unglück ist einmal geschehen und nicht mehr zu ändern.— Doch dtcsem Mühlrecht müßte einmal das Handwerk gelegt werden. Schließlich ist der Neue ja ein junger Mann— ohne Familie— der sich schon durch die Welt schlagen wird; aber wie viel Mädchen hat dieser Mühlrecht schon in's Unglück gestürzt!" „Ich weiß nicht", fiel Anna ihr spitz in's Wort,„warum Sie sich für den jungen Mann so ereifern. Sie kennen ihn ja gar nicht". Klara sah die Sprechende groß an.„Muß man die Menschen denn immer kennen, ehe man sich für ihr Unglück erwärmt?" „Ach was, ich habe mit mir selbst genug zu thuu", sagte Anna, die bei dem Blicke der Hohenstein verlegen wurde, „da kann ich mich nicht groß um Andere kümmern.— Wir werden so genug Mühe mit ihm haben". „So wie ich mir den jungen Mann vorstelle", warf Brenner sarkastisch ein,„wird er auf die Liebenswürdigkeit Ihrer Mühe gern verzichten". Die Umsitzenden lachten laut auf. Anna biß sich aus die Lippen. Aus Aerger gab sie der Kleinen auf ihrem Schoost einen Klaps, der das Kind aus dem Schlafe weckte. Das Schreien des hilflosen Wesens legte sich lähmend aus die Gesellschaft, und bald überließen die Insassen des Wagens sich ganz ihrer gedrückten Stimmung. Währenddessen fuhr der zweite Wagen unbekümmert um Regen, Wind, Gehässigkeit, Streit und Gesang seines Weges dahin. Den Kutscher störte kein Zanken der Insassen, keine Meinungsverschiedenheit. Die Körbe waren fest aneinander gebunden und ertrugen ruhig ihre Sklaverei, die Schwerter hielt der Rost in ihren Scheiden, die Dekorationen und Versatzstücke überließen sich ihrem blutenden Schmerz, der ihnen de» Inhalt ihres Lebens kostete. Der Regen tropfte nämlich durch den Plan und mischte die leicht- flüssigen Farben der Dorfhäuser und Rosensträucher durch- einander. Der Kutscher hatte sich dicht in eine Pferdedecke gehüllt und seine Pfeife wieder in Brand gesetzt. Er achtete nicht viel auf die Pferde, die Schritt für Schritt durch den aus- huugerung, Acht und Bann! Und dieselben Leute l> gleichen Augenblicke, wenn sie durch den Alkoholgenuß geworden, Freiheit und Republik hoch leben und ri wollen sein ein einig Volk von Brüdern." Die Zehnstundenbewegung macht übrigl jedem Tage Fortschritte. In S ch a f f h a n s e n ist sie in größeren Jndustrie-Etabliffements und Gewerben, desgb St. Gallen, eingeführt worden. Am letzteren Orte st ä d t i s ch e B a u a m t für die Straßen- und Vauam" die tägliche Arbeitszeit auf OV, Stunden gesetzt. Stat Rutscher :den wr e i t eu -tellung siegende >en repu ich was lhauvini >erden k >edan si »ar nur Dolittistste Aevevsti Zu» auf-. eichst U-ch nicht! soll d-r R-ich«kansl-r a. D haben, als er entdeckte, daß die Reichstags-Trauben waren. Nun— die Trauben werden auch sauer b l c> und in dem„noch nicht" steckt ein„Niemals!" auch der Größenwahn des gestürzten Diktators dl" erbittlichen Schicksalsstrich das Ohr verschließen mag nicht! Erst wenn ich nicht mehr in Opposition gefl Regierung bin, werde ich ein Mandat annehmen kf' Ncnve Auffassung der Dinge, des grünsten politisch sisches würdig! Als ob der gestürzte Diktator jemals m Opposition sein könnte gegen die, welche ihn jaben, und gegen die, welche seine Nachfolger( ind! Da unterschätzt er sich doch. Anderseits allerdwi. chätzt er sich auch mit seiner komischen Sehnsucht nachkommen Mandat. Oder sollte er wirklich der plumpen SchfflfBahlgehi seiner Reptilien geglaubt haben, er sei ein großer Redner, freisinnig größte Redner unseres Jahrhunderts? Möglich wär's Der erste Redeversuch im Reichstag würde ihm den Staar stechen. Denn das steht fest, eine s ch l e Rede würde der Reichstag nie haben zu hören beu Und was zum Anhören der Reden des Reich skanZ� zwang, das würde der Rede des Reichstags!____ � geordneten fehlen: die anderthalb Millionen Sol�rvaiive! die auch dem konfusesten Gestotter eine„historische" odchlntrag s „säkulare" Bedeutung verleihen können. dereine. Doch— die Probe und Prüfung wird dem Herrn«..Unt dere esstonssi «ß es ei elegenhl arlame» »trag 9 «form tion), d ommisst urde), rsicheru ging de, icv Sinti" vom Re Lebe ag beb undessb essend tochstax hrungsl oldschm zu einem wahrhaftig keine" kanzler a. D. erspart bleiben— er wird n sch t Reichstag kommen; und der Mann, welcher die Ret Mandate einst mit solcher Geringschätzung bei und, so lange er es in der Macht hatte, alles hat, um ein Reichstags- Mandat losen Stück Papier zu machen, sollte daß ein Reichstagsmanoat erwecken kann. Das neueste„Noch nicht!" des Fürsten erinnert uns an ein früheres. Es war im Jahre 1 Wahltag. Vor einem Wahllokal hält eine Droschke, hochgewachsener Herr entsteigt. Ein sozialdemok Stimmzettel-Vertheiler tritt eilig hervor und überr' Ankömmling einen Zettel mit„Wilhelm clever".„Noch nicht!" war die lächelnde „So weit sind wir noch nicht!" Der Herr war Fürst Bismarck. Welcher Unterschied zwischen diesem„Noch nicht' orttndliä zwischen jenem..*rhes sind Uno was Alles liegt dazwischen! l�Mm„Vc „Noch nicht!" von 1334 wird ans Zeel kommen, das Hemacht „ichr von 1890 nimmermehr: äglich Di- Deutschen Uordamerista«— so lesen einem amerikanischen Blatt— beabsichtigen einen �Ktlären ona lfeie rtag einzuführen. Zu diesem Zwecke b-steheni kürzlich in Milwaukee eine große Versammlung stMeren 6. welcher mehr als fünfhundert größere deutsche Vereii�lrbeiter allen Theilen der Vereinigten Staaten Vertreter«Hchästigu hatten. Nach langen Debatten, in denen man unter hlreich on eine r Besck lstamn daß übe 1 Stnni .-.irthscha Tosverden t sn erste, ollindu ng der i denl elche d s heut, «nachba r schor nd eine tue gen, sextilint cndigke den Se d an'tag� aber auch den Tag des S tr a F i s ch z u g e s vorgeschlagen hatte, einigte man sich»-�bte S 6. Oktober, an welchem Tage sich vor 85 Jahren di-lfohr U0) deutschen Ansiedler in Germantown bei Philadelphia»für die gelassen hatten. Es wurde auch sofort ein Ausschuß g�abendna welcher die Vorbereitungen zur Feier dieses Tages in.werden, von Deutschen stärker bewohnten Städten Mtundep amerikas vorbereiten soll. Gleichzeitig wurde der ausgesprochen, daß zu jenem Tage von dem ��tende eine Broschüre veröffentlicht werden möge, welche d,' � �er dienste der Deutschen um die allgemeine kulturelle E> lung der Vereinigten Staaten darstelle. Ed-"" �der Wi nhalt geweichten Boden patschten. Plötzlich schlug das Eträucl Wagenrad an einen Prellstein, der Wagen erhielt»ufamjr Stoß, der den Kutscher aus seinem Halbschlafe et-Pferde, Erschreckt ergriff er die Zügel und lenkte die Pfervc allen � tu virtyfclll tt. un; uuu uiui« uie � links, bald aber saß er wieder mit halbgeschlossenen' starken in seiner alten Stellung. das Fc Plötzlich wurde er von einer unsichtbaren Macht ef für ges gehoben, und bevor er wieder Recht zur Besinnun damit kommen, klatschte er mit großer Gewalt gegen die Erdt D das Wasser ihn ins Gesicht spritzte. Betäubt lag � Inhalt Weile, dann erhob er den Kopf, blickte um sich-, lag NU wollte ausstehen, aber ein heftiger Schmerz in der SO' men tr ihn zurücksinken. Laut schrie er um Hilfe.. zwei 1! Brenner war der erste, der ihn horte; mit sch� ein ro( Stimme rief er:„Halt, Kutscher, halt!", Vorn Alle blickten jetzt erschrocken nach der Stelle d? alles t glücks hin. Die Frauen kreischten laut auf, der D- schmutz blickte fragend um sich, da er nichts sah und sich � L> UUUU|i,uiscuw Uli», jvu;, uu ts, uiu;v» juy uuu|iu; fache der Bewegung, die seine Truppe ergriff, nicht c» glücks T könnte; der Kutscher hielt an. j, Wütheud stieg er ab, sah sich um und rief: sitzen. Kerl wieder nicht aufgepaßt und is richtig in'n Jra>" gealtet schliddert,". Körbe, Kaum hatte er das verhängnißvolle Wort Anna' sprechen, als Frau Brusche und Anna laut auskrOk � Der Direktor erhob sich. liegen! „Wollt Ihr wohl stille sein. WaS ist denn los- j dazwis wand antwortete. i A Alfred und Brenner folgten dem Kutscher,"z bergen Brenner nochmals Klara.warm eingehüllt hatte. Änü» Brusfl ihr Kind zur Seite und schrie entsetzt: „Meine Sachen, meine Sachen!" J Sie erinnerte sich, daß sie ihre Körbe nicht veri� hatte, sie eilte den Männern nach. Auch Fr. Brur es nicht länger im Wagen aus. Trotzdc,'!. Direktor fluchte, sie solle hier bleiben, kletterte 1" hatte und( vom C greifet mit! Waffe Aumiivi jzuu/it, Jlt juut yut Ulturcil/ utueuv»WV*,,* Anstrengung über den Bock und an der Seite hinttfA Kasser Das ebemaliae Noaaenseld. auf das der Stur» des»?! der Das ehemalige siloggenseld, aus das der Sturz des> oen Kutscher geschleudert hatte, glich einer Wählst»' Pferde lagen in dem Graben zusammengekoppelt autt» Ii Statt einen„Nationalfeiertag" zu gründen, thäten die Deutschen in Amerika bes eden wir da nicht— e i t eine etwas geachte er— von den Sozialisten ich durch Charaktersestig- ere und einflußreichere politische ....Stellung zu erkämpfen und nicht länger— was die über- �wiegende Mehrzahl jetzt thut— als„Stimmvieh" hinter den republikanischen Geschäftspolitikern herzulaufen. Frei- sich was ist von Leuten zu erwarten, die den knechtseligen chauvinismus auch drüben im Lande der Freiheit nicht los »erden können und unter dem Sternenbanner für Sankt »edan schwärmen?(Der„Stralauer Fischzng" war offen- bar nur ein Dämpfer auf den„Sedanstag".) Zur Erlrdisuns der Initiativautriiae aus d-rn !««!>, die in ungewöhnlich großer Zahl vorlagen, hat der ieichstag in dein ersten Abschnitt seiner Thätigkeit nur wenig seit gefunden. Die Anträge gehen selbstverständlich, wie alles ndere Material, infolge der Vertagung statt des förmlichen .-essionsschlusses, auf die zweite Hälfte der Tagung über, ohne »ah es einer Erneuerung bedürfte, und es wird sich alsdann wohl - h-bNelegenheit bieten, diese zum Theil wichtigen Anregungen der ' parlamentarischen Erörterung zu unterziehen. Erledigt sind der äntrag Rintelen betreffend Vorlegung eines GesetzentivurfS über leforin des Zustellungswesens(durch eine zustimmende Reso- ition), der Antrag Rickert auf Bildung mehrerer Wahlprüfnngs- Kommissionen(der in der Geschäftsordnungs-Kommission abgelehnt »urde), der Antrag Auer betreffend Ergänzung des Unfalls- »rsicherungs-Gesetzes(durch Zurüetziehung infolge der Ankiindi- ging der baldigen Vorlegung einer Novelle zu diesem Gesetz), >er Antrag Brömel detreffend das Verfahren in Zollstreitigkeiten (vom Reichstag angenommen). Noch nicht zur Berathnng ge- Kommen sind der deutschfreisinnige Antrag auf Sicherung des iahlgeheimnisses, die sozialdemokratischen und deutsch- reisinnigen Anträge auf Abschaffung beziehungsweise Ermäßigung er Lebensmittelzölle, ein nationalliberal-deutschsreisinniger An- rag betreffend die Errichtung von Volksvertretungen rn allen iundesstaaren, ein sozialdemokratischer Antrag be- reffend Einsetzung von Untersuchungskommissionen durch den lelchstag, ein Zentrumsantrag betreffend Revision der Acts- uhrungsbestimmungen zum Branntweinsteuer-Gesetz, der Antrag a g»'Lioldschmidt betreffend Zeugnisse der Handlungsgehilfen, ein kon- l Sol�rvativer Gesetzentwurf zur Errichtung von Heimstätten und der e" odthlntrag Hirsch und Genossen in Betreff der eingetragenen Berufs- »ereine. Uutmtrhttwrpetitirmen a« de» Hclchoiitg sind sehr thlreich und eine immer arbeiterfeindticher als die andere. � Ta- >on eine Probe. Eine Unternehmerkoalition, welche sich„Verein zur Beschränkung der Arbeitszeit in den Spinnereien des Hau- »elskanunerbezirks Gladbach" nennt, widerspricht die Bestimmung, ,daß über 16 Jahre alte Arbeiterinnen täglich nicht länger als il Stunden arbeiten dürfen." Solche Arbeiterinnen sollen aus tig■Jrcirthschastlichen und„moralischen" Gründen länger beschäftigt jjotwerden dürfen.„Hierbei kommt"— so erklären die Petenten— „in erster Linie die Wettbeiverbsfähigkeit der deutschen Baum- »ollindustrie mit solchen Staaten in Betracht, die keine Beschrän- mg der Arbeitszeit, selbst der jugendlichen'Arbeiter kennen, und n denen auch die sozialpoliuschen Gesetze unseres Landes, »elche die einheimische Industrie in wachsendem Maße belasten, .is heute noch keinen Eingang gefunden haben, namentlich das »enachbarte Belgien und Holland, Industriestaaten, die sich bis- :r schon durch'Ausnützung einer uneingeschränkten Kinderarbeit md einer viel längeren Arbeitszeit viele Vortheile und damit ine gewisse Ueberlegenheit über einzelne Ziveige der deutschen Textilindustrie verschafft haben." Der beste Beweis für die Noth- ...�endigkeit schleunigster Inangriffnahme einer wirklichen und gründlichen internationalen Arbeiterschutz-Gcsetzgebung. Und wel- ..ches sind nun die sogenannten„moralischen" Gründe, die von ! lh>Dem„Verein zur Verkürzung der Arbeitszeit(!!) dahin geltend dalsyeinacht werden, daß Arbeiterinnen länger als 11 Stunden äglich in den Fabriken sich abrackern sollen? Petenten Ijfroeisen auf den frühzeitigen Schluß der Arbeitszeit an gilben Vorabenden von Sonn- und Festtagen hin und ien'' erklären:„Erfahrungsgemäß hat die in England bereits iwecW|6zstchM,de Einrichtung dazu geführt, daß durch den frü- g sOTHeren Schluß der Arbeitszeit an Sonnabenden den männlichen jereiltf.Acbeitmi die naheliegende Veranlassung geboten wird, die be- er Mchäftigungslose bezw. Müßige Zeit zuin Besuch der Wirthshäuser, nter Trinkgelagen und wüsten Ausschreitungen aller Art zu benutzen, li jvobet sich auch die weibliche Arbeitervölkermig mehr oder weniger belheiligt.(g§ mag dazu ,reilich die in England strenger geHand- Ahabte Sonntagsseier in etwas beitragen. Jedenfalls ist aber Ge- n vEfcchr vorhanden, daß für unsere deutschen Arbeiter und besonders zhia'für die halberwachsenen Burschen durch Hinzuziehung des Sonn- aß gt'abenbnachmittags zwei solcher Trinktage in der Woche geschaffen res tN.werden, denn von einer nützlichen Verwendung dieser freien ...»Stunden ist bei der sozialdemokratischen Agitation, die fast in alle i,.» Akresse der Arbciterwelt hineingetragen ist. nicht viel zu erhoffen." plulLa,„Beelzebub, wenn du nicht wärst,>vas wäre dann der Engel 1(�rettende Schaar!" Trinkgelage und wüste Ausschreitungen werden >e �viit der„sozialdemokratischen Agitation" in Verbindung gebracht, �der Wagen war umgekippt, der Plan abgerissen, so daß der .Hnhalt fröhlich ins Weite fliegen konnte. Die Versatzstücke, 'as Sträucher wie Hütten, standen aufrecht im Graben, zwei . �zusammengebundene Dekorationen lagen quer über den beiden �Pferden. Fünf der Schwerter und zwei Gewehre waren nach serd� allen Seiten geschleudert. Die Körbe hatten sich durch den en'starken Stoß von einander gelöst und waren ebenfalls ans das Feld gefallen. Anna, die beim Ausladen vor allem da- cht e> für gesorgt hatte, daß ihre Körbe zuletzt aufgepackt wurden, muff bannt sie nicht gedrückt wurden, hatte jetzt schwer zu büßen. Zrd» Der nur festgebundene Deckel war aufgeflogen, und der ig ff Inhalt des Korbes bedeckte den durchnäßten Boden. Da siffri lag nun in rührender Eintracht ein gelbes Ballkleid znsam- Seff men mit einem Paar Bauernstiefel, nebenbei ein Korsett und � zwei Unterkleider, links, mitten in einer Pfütze, ihr stolz, fcha" ein roth und blauer Bauerurock mit weißen Spitzen besetzt. � Vorn lag ein ganzer Hausen reiner und schmutziger Wasche, e dff alles nach allen Enden unihergeschleudert»uid mit demselben ' schmutzigen Rcgenwaffer getauft. ch ffj Laut schluchzte Anna auf, als sie die Stätte des Un- t glucks betrat.., , Doch sie hatte den Trost, eine Leidensgefährtin zu be sitzen. Frau Brusche's Koffer, der nur mit einem schon (rat" gealterten Schloß versehen war, hatte sich geöffnet, war Aima'k Wörden gefolgt und hatte seinen Inhalt ausgespieen. Aus t Ä Allna's Ballkleid war eine Kasserolle gefallen, nicht weil krev von dem Korsett lag eine Thcemaschtne, ans den am Boden liegenden Kutscher war ein schwarzscldenes Kleid gefallen, �'! dazwischen lag eine blonde Perrücke. Anna eilte sofort zu dem Ballkleid, um dies zuerst zu bergen, doch als sie im Aerger die Kastcrolle der Frau Brusche weit fortwarf, daß sie an einem Stein zerbrach, da hatte die Wuth der alten Dame einen Blitzableiter gefunden, und ein Platzregen von Schimpfivorten ergoß sich auf die csw vom Schicksal Getroffene. Doch auch Anna blieb der An- sch» greiferin nichts schuldig. Und so standen die beiden, Anna n's mit dem gelben Ballkleid, von dem das schmutz, ggraue I" Wasser niedertropfte, Frau Brusche, welche die zerbrochene lffb Kasserolle mit wilder Geberde hochhob, daneben der Kutscher, der sich langsam erhob, so standen sie wie zwei trotzdem die wüstesten Ausschreitungen, die Rohheit und alle bösen Leidenschaften gerade dort herrschen, wo„Beelzebub", die„böse Sozialdemotratie", nicht ist, und wo allerlei„Engel" der Ordnung und der Moral eine uneingeschränkte Borimindschaft über die Arbeiter führen. Gerade die Sozialdemokratie lehrt erst die Ar- beiter, von ihrer freien Zeit einen vernünftigen und moralischen Gebranch zu machen; sie wirkt in jeder Hinsicht erzieherisch und läntenid, allerdings nicht im Sinn ihrer Gegner. Und deshalb muß sie„Beelzebub" sein! Und die Arbeiter müssen durch längere Arbeitszeit verhindert werden, ihren„Verführungskünsten" zum Opfer zu fallen! Das nennt man dann„Sozialreform". Mir der Minier, we»»» er zu Ende geht, dann und wann seine ganze Macht fühlen läßt, so scheinen auch einige Polizeibehörden vor dem Ende des Sozialistengesetzes dasselbe mit der ganzen Macht, welche damit in die Hände der Polizei gelegt worden ist, anzuwenden. Der neueste Fall betrifft den Schneider Samobor, der, gegenwärtig in Hannover, aus Dessau ausge- wiesen ivorden. Zur Erbauung aller Freunde des Sozialisten- Gesetzes bringt die„Nordwacht" den aktenmäßigen Hergang zum lbdruck. Unterm 11. Juni erhielt Samobor folgendes Schriftstück in Dessau zugestellt: „Laut Beschluß der Herzoglichen Nnhaltischen Regie- rung, Abtheilung des Innern, hier, vorn 8. Juni er. haben Sie binnen 24 Stunden die Stadt Defsan und das Herzog- thum Anhalt zu verlassen, wovon wir Sie hiermit mit dein Ben»erken in Kenntuiß setzen, daß der Bruch der Ausweisung die Folgen des Strafrechtes nach sich zieht. Dessau, den II. Juni I8Si». Die Polizei-Berwaltung. I. V.: Dr. Weber. An den Schneider Herrn Martin Samobor, hier." Als der Ausgewiesene sofort vorstellig wurde, man möge ihm doch wenigstens den Grund seiner Ausweisung angeben, wurde demselben zunächst bemerkt, daß, wenn man es wüßte, keine Aus- kunst geben würde, aber privat sei mitgetheilt, daß l nicht wegen gemeiner Verbrechen, sondern auf Grund des Sozialistengesetzes geschehe. Er. der Samobor, sei doch auch aus Berlin ausgeiviesen, welches jedoch nicht der Fall ist. Samobor dürfe die Beschwerde auf Anrathen des Sradtraths, Dr. Weber, an die Regierung einreichen, aber nicht abwarten, wie entschieden»verde. Bemerkt sei, daß Samobor sich nur in zwei öffentlichen Versammlungen an der Debatte be- theiligt resp. den Vorsitz in einer öffentlichen Schneiderversamm- lung inne gehabt hatte. Samobor nahm in Hannover zunächst seinen Aufenthalt und berichtete von dort aus unter dem 2t. Juni an den Stadtrath Dr. Weber als Chef der Behörde in Dessau, mit der Bitte, auf seine eingereichte Beschwerde die'Antwort nach Hannover gelangen zu lassen. Daraufhin erhielt Samobor sein an die Behörde gesandtes Schriftstück mit folgender Rand- bemerkung zurück: „An den Schneider Martin Samobor in Hannover. Mit den. Eröffnen remittirt, daß die Regierung Ihren Antrag vom 12. Juni er. mittelst Versugung vom selbigen Tage zurückgeivicsen hat. Im Uebrigen ersucht Sie unterzeichneter Pvüzeiverivalter, etwaige»vettere Zuschriften nicht an ihn persönlich, sondern an die Behörde, welche er ver- tritt, einzusenden. Dessau, 23. Juni 1890. Die Polizei-Verivaltung. I. V.: Dr. Webe r. Der Sinn ist: Ausgeiviesen ohne Angabe von Gründen und auf die Besch, verde hin keine» Bescheid. Es gleicht dieser Fall den im Reichstage von Dietz-Hamburg vorgetragenen, der den Schneider Magnus betraf und der ebe,iso behandelt wurde. Dlebep ,,»!« nrurs Freuelwont", welches augeblich „gegenwärtig besonders unter den Fabrikarbeiterinnen und allen den ledigen Frauenspersonen, die der Krankenversicherung unterstehen. eine große Bedeutung und einen entsittlichenden Einfluß" gefunden hat, weiß die Böhmert'sche„Sozial-Korrespondenz" zu berichten. Das Wort lanret„Kindesprämie". Und seine Be- deutnng? Das Organ des sogenannten Zentralvereins für das Wohl der arbeitenden Klassen schreibt darüber Folgendes: Es giebt ein trauriges Zeugniß ab, wie treffliche Einrichtungen, an denen sich unser ganzes Volk eine Freude ersehen muß, arg ge- mißbraucht werden, um den jugendlichen Leichtsinn und der Schamlosigkeit neue Wege zu bahnen. Da diejenigen Fabrik- arbeiterinnen, die einer Niederkunft entgegensehen, wohl wiffen, daß sie während der Zeit, in der jenes Ereigniß vor sich geht, auf mehrere Wochen die gesetzlichen Krankenunterstützungsgclder, die Kosten für die Hebeamme und auch für den Azt, wo derselbe her- beigeeufen werden muß— etiva 20 Mark zusammeii— erhalten müssen, so hüten sie sich wohl, ihre Ehe, der gewöhnlich kein Hinderniß entgegensteht, vor ihrer Niederkunft einzugehen und freuen sich, dieses allgemein als„Kindesprämie" bezeichnete Geld noch mit in die Ehe hineinzuretten, während sie als Ehefrauen keine Ansprüche ans solche Unterstützung gehabt haben würden. Das Gefühl der Scham über derartige Verstöße gegen die allgemeine Sittlichkeit ist in vielen Volkskreise», die besonders auf dem Lande»veit herauf reichen, schon so abgestumpft, daß ein anständiges Mädchen, das die Ehre sich beivahrt, schon nicht mehr für voll angesehen ivird. Die Unterstützungskassen leiden unter dieser Auffassung in manchen Orten bis zu völliger Erschöpfung. Nun könnte ja der Schlachtenjungfrauen auf der Wahlstatt neben einem ge- falleneu Krieger. Wahrscheinlich hätte Frau Brusche von ihrer Waffe Gebrauch gewacht, wenn nicht Alfred und Brenner mit dem Kutscher hinzugekommen wären. Alfred fing erst an, laut zu lachen, als er die Wirkung des Unglücks sah, dann wandte er sich heftig zn Anna; „Also nicht einmal Deine eigenen Sachen kannst Du gut verpacken. Geschieht Dir ganz recht— für Deine Nach- lässigkeit. Es wird laiige dauern, bis Du die wieder rein bekommst." Dabei hob der Grausaine die beiden Bauernröcke, deren Farben nicht mehr zn erkennen waren, empor, und ergriff mit der andern Hand die LockenpcrrÜcke der Brusche, aus der ein Wasserstrom die langen Haare entlang floß. Vlit cineui Aufschrei rissen die Frauen Alfred ihre Habselig- keiten aus der Hand und stürzten zn ihren Körben. Hastig warf Anna alles, avie es ihr zur Hand kam, in den Korb; Frau Brusche wandte jedes Stück mehrere Male um und thränenden Auges erkannte sie erst die ganze Größe des Unglückes. Dann, als sie beide die Arbeit beendet, machten sie sich mit finstereil Mienen auf den Weg, jede auf einer Seite der Chanssee, um zu dem erste» Wagen zu gelangen. Unterdessen hatte der Kutscher die Pferde losgeschirrt und alls die Chaussee gebracht. Zitternd vor Schreck mld Kälte standen die armen Thiers in dein aufgeweichten Lehm des Bodens. Daun lud der Kutscher mit Hilfe der beiden Schauspieler den Wagen vollends ab und brachte auch ihn auf die Straße. Bei dieser Beschäftigung traf ihn der Direkor, dem es aus dem Wagen zn langweilig wurde und der cS für feine Pflichb hielt, als Befehlshaber Niemanden seiner Truppe aus dem Auge zu lassen. Mit strafendein Blick wandte er sich zn dem Unheilstifter. „Wie konnten Sie so unvorsichtig sein und in den Graben fahren! Bedachten Sie denn garuicht den uner- nießlichen Schaden, den Sie mir zufügen, da es doch Ihre Pflicht ist, mich wohlbehalten an's Ziel nns'rer Fahrt zu bringen."(Fortsetzimg folgt). Begriff„selbstverschuldete Krankheit" die Kasse aller Verpflichtung entheben, allein, obwohl derselbe faktisch vorliegt, wird er juristisch nicht beachtet. In der That ist schon recht fühlbar geworden, wie mit diesem Spottwort wieder ein tiefer Schnitt ins Volksleben gemacht worden ist und der Schamlosigkeit, mit welcher derartige Mütter mit ihren schön aufgeputzten„vaterlosen Kindchen" sich aus- spielen, neue Nahrung zugeführt wird."— In dieser Notiz— bemerkt das„Hamb. Echo" treffend— haben wir es offenbar mit einer tendenziösen Verleumdung der Arbeiterinnen zu thun. Der Verfasser hätte gut gethan, sich, ehe er seinem Herzen Luft machte, erst einmal das Krankenversiche- rungsgesetz anzusehen. Da ist im§ 20 Nr. 2 bestimmt, daß die Krankeiinnterstützung auch an Wöchnerinnen ans die Dauer von drei Wockien nach ihrer Niederkunft zu gewähren ist. Das Gesetz macht keinen Unterschied zwischen ledigen und verheirathere» Wöchnerinnen; die einen wie die anderen habe» Anspruch ans Unterstützung, sofern sie überhaupt als Arbeiterinnen dem Krankenversichernngsgesetz unterstehen. Die Voraussetzung, von welcher der Verfasser ausgeht, daß ledige Arbeiterinnen, um die„Kindesprämie in die Ehe hinein zu retten," die Ehe exst nach ihrer Niederkunft eingehen, weil sie„als Ehefrauen keine Ansprüche auf solche Unterfnitzung gehabt haben würden," ist also hinfällig. Sie könnte nur in dem Falle richtig sein, daß die Ar- beiterin, ivenn sie in die Ehe tritt, ihre frühere, die Versicherung begründende Thätigkeit anfgicbt. Derartige Fälle bilden aber die Ausnahme von der Regel;"letztere ist, daß die sich verheirathen- den Arbeiterinnen in einer die Versicherungspflicht begründenden Thätigkeit verbleiben, also gar keine Ursache haben, die„Kindes» prämie" vor der Verheirathuna zu sichern. Diese Thatsachen lassen erkennen, mit welch einem, von nie- driaster Gesinnung gegen den Stand der �Arbeiterinnen diktirten verleumderischen Unfug man es in jener Notiz zu thun hat. Dem- gegenüber die Ehre dieser Arbeiterinnen noch besonders in Schutz zu nehmen, halten wir für überflüssig; dieselbe kann durch der- artige Sudeleien nicht verletzt werden. Die Schamlosigkeit, mit welcher der Verfasser diese Ehre in den Koth treten will kann „lurlstisch" allerdings auch nicht in Betracht kommen; aber st» verurtheilt sich selbst. Ein ,, patentfähige«" Heirathoverinittlnngo-Kuvean Ür Mitglieder der„besseren Gesellschaft" hat am I. d. M.«in pekulativer Unternehmer Namens H. Hecke im königlichen Nord- seebad Norderney eröffnet. Der„Stordcrneyer Courier" hat seine Spalten einer warmen Empfehlung dieses Instituts geöffnet und die Statuten" desselben mitgetheilt. Die Post hat letztere in wer weiß viel Tausend Exemplaren an Männlein und Weibletn der „besseren Gesellschaft" befördert. Daß das Unternehmen mit großem Rafsinement organisirt ist, zeigen folgende Paragraphen des Statuts: „Jeder, welcher das Institut benutzen will, zahlt für die Zeit der Badesaisou ein Honorar von 20 Mark— Zusendungen von Portraits werden nur dann berücksichtigt, wenn den« selben 20 M. beigefügt sind. Die Benutzung des Instituts gesühieht in der Weise, daß ein Mitglied fein Porträt für die betreffenden Räumlichleiten zur Verfügung stellt. Die eingesandten Porträts werden mimmerirt und steht es im Belieben der Mitglieder, Namen, Stand. Alter, Vermögen, Religion, Wohnort ,c. anzugeben oder nicht, indem durch.die Niimmern etivaige Mittheilungen vermittelt werden können. „Die Herren- und Damenporträts sind in besondern Zimmern und haben die Herren nur Zutritt zn dem Damenzimmer und die Damen nur Zutritt zu dem Herrenzimmer. „Diskretion ist Ehrensache eines jeden Mitgliedes. Uebrigens liegt es in der Einrichtung des Instituts, daß jedes Mitglied, welches die Diskretion verletzt, Perrath an eigener Person de- geht."— Nicht wahr, sehr raffinirt, gut ausgedacht, um den söge» nannten„guten Ton" zu wahre». Run wird's an heirathslustigen Weiblein und Männlein aus Norderney noch weniger fehlen, als seither schon, nnd der geniale„Heirathsvermittler" wird gute Geschäfte machen. Die„bessere Gesellschaft" ist um ein Institut zur Pflege ihrer Moral und ihrer Interessen reicher. I» gefttp auf de» Ziiipfnuang hat dieser Tage das Oberlandesgericht in Frankfurt a.'M. eine wichtige Entscheidung gefällt. Ein Ingenieur in Oberstedten, so berichlet das Frank- furter„Jnt.-Blatt", der ein Gegner des Jmpfens ist, war schon vielfach mit Geldstrafen belegt ivorden, weil er. fein jüngstes Kind nicht impfen ließ. Schließlich verhängte der Bürgcrmelster von Oberstedten sogar eine Haftstrafe über ihn. Gegen diesen Haftbefehl erhob der Ingenieur Einspruch, insofern mit Erfolg, als das Schöffengericht in Homburg, anstatt ans Freiheitsstrafe auf eine Geldstrafe von 80 M. erkannte. Aber auch gegen dieses Urtheil appellirte der Angeklagte beim Landgericht in Frankfurt a. M., und er erzielte in der That eine Freisprechnng, indem das Gericht erkannte, daß aus der Fassung des§ 14 des Reichs- impfgeseyes hervorgehe, daß wegen Zuwiderhandlung gegen dieses Gesetz nur eine einmalige Bestrafung zulässig sei, und weil An- geklagter durch seine Vorstrafen das Zuwiderhändeln gegen das Gesetz hinreichend gesühnt hätte. Hätte der Gesetzgeber den Impfzwang durch fortgesetzte Strafen einführen wollen, dann »vürde er ausdrücklich haben sagen müssen, daß in jedem Falle »viederholter Weigerung eine Strafe eintreten soll«. Da dies nicht geschehen, müsse der allgemeine Rechtsgrundsatz:„ns bis in idorn" gelten, wonach man»vegen einer»nd derselben Straf- that nicht zweimal bestraft»verden könne. Gegen dies Erkenntniß legte die Staatsanwaltschaft Reviston beim Oberlandesgericht ein, vor dem der Bertreter der Ober- stnatsamvaltschaft ausführte, daß das ReichSimpfgosetz den„Impf- zivang" habe einführen»vollen, während der Vertheidiger deS An- geklagten dagegen aus der Entstehungsgeschichte des Gesetzes, insbesondere aus den Verhandlungen des Reichstags über den Entivnrf, nachzlnveisen suchte, daß die Idee des Entivurkes, das Impfen zu„erzivingeu", in der z, veiten und dritten Lesung immer mehr verlassen»nd daß die entscheidenden Paragraphen 14 und 1b deS Entwurfes bei der dritten resp. schon bei der zweiten Lesung abgeändert worden seien. Als charakteristisch bezeichnete der Ver- theidiger, daß der damalige Präsident des Bnndeskanzler-AntteS, Dr. Delbrück, den Vorschlag des Abgeordnete» Dr. Löive, das Gesetz nicht mehr„Gesetz über den Impfzwang", sondern einfarl, »J'Npfgesitz" zu nennen, als eine„dankensiverthe Verbesserung" anerkannt habe. Nach fast einstündiger Berathnng verkündete der Vorsitzende des Strafsenats, daß die Revision der Staatsanwalt- schaft zu verwerfen und die Kosten des Verfahrens der Staats- lasse anfzuerlegeir seien. Die Urthcilsgründe besage», aus der Entstehungsgeschichte deS Jmpfgcsetzes ergebe sich, daß der Reichstag Pen Jmpfzivang nicht habe einführen wollen; er habo nicht nur die Worte, welche einen Zwang möglich machte», aus dem Entwürfe gestrichen, sondern auch die gcgemvärtige Fassung des§14,2 veranlaßt, welche gegen die des Entivurfes eine Milde- rung. bedeuten, d. l, nicht der Behörde das Recht geben sollte, durch beliebig„wiederholte" Aufforderungen den Impfzwang wieder ein- zuführen. Angemiinde, 7. Juli. Bei der am S. d. M. im 4. PotS- damer Wahlkreise(Prenzlau-Angermünde) stattgehabten Reichs- tagsnnchivahl wurde nach amtlicher FcststeN»»>g Geh. Negieruugs» rath und Landrath v. Winterfeld-Menkin(kons.) mit 9968 Stimmen aeivählt. Bon den Gegenkandidaten erhielte» Rittorgutsbesitzer Rohland-Etzoldhaii,-Zeitz(freis.) 420S, Tapezirermeister Wildberger- Berlin(Soz.) 1346 St. . A«o zlennliipchrn. 4. Juli, wird der„Franks. Ztg." ge- schriebe»: Gestern Abend wurde hier von dem Arbeiter-Rechls- schiltzverein, der neben dem gleichnamigen Bergarbeiter-Bereine befteht, eme Versammlung abgehalten, die von ca. 100 Personen besucht war, worin der Vorsitzende des ge». Vereins, Agent Rotb. namentlich daZ nngercchtfcrtigte feindselige Auftreten der Groo- mdu triellen gegen den Verein kritistrte. Die Versammlung, Haupt- sachlich nut Rücksicht auf die Hüttcnlente berufen, verfehlte in- sofern ihren Zweck, als kein einziger Hüttenarbeiter anivelend Zvar. Es wäre zedoch verfehlt, daraus auf eine Abneigung der Arbeiter gegen den Verein schließen zu wollen; nur dem äußersten Zwange und dem Triebe der Selbsterhaltung folgend, halten sie sich fern. Daß der Arbeiterfreund jm- excellenoe, König Stumm. hinter seinen Genossen von der Burbacher Hütte und Völklingen nicht zurückbleiben würde, sobald die Frage an ihn herantrat, war vorauszusehen. Und obgleich er selbst augenblicklich in Berlin ist, Seht alles wie am Schnürchen, da seine Angestellten von dem ihn selbst beseelenden christlich-humanen Geiste so durchdrungen sind, daß ne das Niederdrücken der Arbeiter so gut verstehen, wie ihr Herr und Meister. Um von vornherein jedem Arbeiter die Lust zur Betheiligung am Rechtsschutzverein zu vertreiben, war ein Exempel statuirt worden. Der Arbeiter Ullrich hatte am Sonntag in Völklingen einer Versammlung des Rechtsschutzvereins beigewohnt; am Montag früh um 8 Uhr wurde ihm gekündigt, um 18 Uhr erhielt er eine Utägige Löhnung und seine Abkehr. Zugleich er- schien e,n schwarzes Brett in Aiischlag. das jeden Arbeiter mit so- sortiger Kündigung bedrohte, der es wagen würde, einer Ver- sammlung des Rechtsschutzvereins beizuwohnen. Man sieht, die Entmündigung der Arbeiter macht immer weitere Fortschritte; rie übrigen Arbeitgeber verbieten ihren Arbeitern die Mitglied- schaft; bei König Stumm gilt es schon als Verbrechen, wenn Je- wand sich durch den Besuch einer Versammlung von den Bestre- bungen des Vereins überzeugen ivill. Und zu der Zeit, wo auf seinem Werke die Selbstständigkeit der Arbeiter mit Füßen ge- treten wird, sitzt Herr v. Stumm selbst in Berlin als Gesetzgeber und thut sein Bestes, daß auch die Schutzgesetzgebung die Bäume l �lcht nur nicht in den Himmel wachsen läßt, sondern möglichst� zu niederem Strauchwerk herabdrückt. Mainz. 5. Juli. In den nächsten Tagen findet in einer noch naher zu bezeichnenden Stadt des Großherzogthums, wahrschein- Uch aber in Mainz, eine Landesvcrsammlung der hessischen Sozialdemokraten statt, in welcher über die Stellung der Partei zil den Landtagswahlen berathen, außerdem aber auch die Kandidaten für die verschiedenen Wahlbezirke nominirt werden I ollen. Großbritannien. London, 3. Juli. Das Resultat der Ergänzungswahl in Barrow-in-Furneß hat beide Parteien gleich sehr überrascht. Die Gladstonianer hatten nie gehofft, ihren Kandidaten Duncan durch- zusetzen, da der frühere Abgeordnete Caine dort einen sehr be- deutenden persönlichen Anhang besitzt, der auch bis zum letzten Mann für ihn stimmte. Er hat 1288 Stimmen erhalten. Wie viele von diesen liberale, wie viele konservative waren, läßt sich genau nicht sagen. Da jedoch Caine mit seiner gewohnten Heftig- keit gegen das Tory-Kabinet loszog und auch die Hartingtonianer nicht schonte, darf man annehmen, daß die Mehrzahl aus liberalen Teinperenzlern bestand, die mit ihrem Abgott durch Dick und Dünn gingen. Natürlich behaupten heute die konservativen Blätter, die nach einem liberalen Wahlsieg immer eine interessante Lektüre sind,.Eaine habe zumeist einen konservativen Anhang ge- habt. Das ist jedoch nicht richtig. Es stimmten vermuthlich 1888 Liberale für Caine, so daß der siegreiche Gladstonianer Duncan um diese Zahl verkürzt wurde. Er erhielt 1994 Stim- men, der Tory Wninwright 1862. Der Ausgang dieser Wahl, welche in allen politischen Kreisen die größte Aufregung hervor- rief, ist ein neuer Fingerzeig, daß es mit dem Kabinet Salisbury nicht gut steht; aber die Verluste, welche die Regierungspartei erlitten hat, sind hauptsächlich auf Kosten der liberalen Unionisten erfolgt. Diese waren vor vier Jahren 73 Mann stark. Lord Hartmgton's Gefolgschaft ist seither auf 63 gesunken. London, 7. Juli. Die Bewegung der Londoner Schutz- Mannschaften ist in ein ernstes Stadium getreten. In der Bowstreet-Station versagten am Sonnabend 130 Schutzleute den Gehorsam als Protest gegen die Versetzung eines Käme- raden, welcher die Agitation geleitet hatte; es mußten aus den Vorstädten Ersatzkonstabler zum Nachtdienst herange- zogen werden. In einer Versammlung der Delegirten aller Polizeibezirke am Sonnabend Abend wurde beschlossen, daß am Montag Abend die ganze Londoner Polizei zum Aus- stand schreiten werde, wenn der Minister des Innern bis dahin mcht eine befriedigende Antwort auf das Gesuch der Mannschaften um Solderhöhung ertheilt habe. Frankreich. Paris, 6. Juli. Die heutige Verhandlung des Pro- z e s s e s gegen die R u s s e n fand wieder unter enormem Zudrang des Publikums statt. Die Vormittagssitzung begann mit der Fortsetzung des Verhörs. Der Substitut des Oberprokurators versuchte die Angabe der Angeklagten, daß sie nur harmlose wissenschaftliche Studien getrieben hätten, zu widerlegen. Landesen sei keineswegs ein bezahlter Lockspitzel, die Angeklagten hätten ihn erst dann dafür ausgegeben, als sie ihn in Sicherheit wußten. Der Substitut des Oberprokurators erklärte, er werde es nicht zulassen, daß die Vertheidiger Landesen als provo- cateur ausgeben und daß sie, wie versucht worden sei, die Justiz beschuldigten, Landesen's Flucht begünstigt zu haben. Der Vor- sitzende des Gerichtshofes erklärte seinerseits, er werde den An- wälten das Wort entziehen, wenn sie sich auf diesen Boden stellten. Diese Erklärungen riefen Protest-Kundgebungen hervor. Das Ver- hör wurde wieder aufgenommen. Der öffentliche Ankläg«& Anklage gegen Frau Reinstein und Fräul. Bromberg ga»i f dagegen beantragte er eine strenge Bestrafung der übrige!«/ klagten. Hierauf folgten die Reden der Vertheidiger. Jutr» auf Freisprechung seines Klienten an, bei dem man nach de» spruche des Gerichtshofes selbst ebenso wenig wie bei den a- Angeklagten Explosivstoffe oder Mordiverkzeuge gesundes Die in den Wohnungen der Betreffenden gefundenen r könnten nur unter gewissen Bedingungen und nach gangener Zubereitung eine gefährliche Wirkung ausüben. Mi« erklärte, er schließe sich dieser Vertheidigungsrede seines an. Er führte weiter aus, daß man, um diese als Revolutionäre Angeklagten beurtheilen zu können Lage hinein versetzen müsse, unter der sie gelitten. raud malte sodann die russischen Zustände aus.— Das »uuue|UUWUII tHC i.U|(l|UfCtl.QUsmilUO UU»,- 1 CVv* Sjg» lautete: Sämmtliche Angeklagten, mit Ausnahme der F�bairlicke ü stein und des Frl. Bromberg, welche freigesprochen wurdw'•-L, orie aus wer vers tunter k rhl nicht ifall des K ist nich den zu 3 Jahren Gefängniß' und 288 Fr. Geldstrafe ver Landesen wurde 1u contumaciam zu 5 Jahren Gesang urtheilt. Spanien. Valencia, 6. Juli. In der Provinz Valencia leichte Zunahme der Cholera zu verzeichnen; es wurdeit�unenten krankungsfälle und 3 Todesfälle konstatirt. Aus Gandia< g vorzügl heute 11 Erkrankungen und 3 Todesfälle und aus Rotova. /tkel ums einigen anderen Städten der Provinz vereinzelte Fälle gf«»igen ist, "Barcelona, 6. Juli. Auf die Nachricht von der Äkis„Kapit eines neuen Kabinets unter Canovas fanden vor dem LoWesitze eine konservativen Klubs Zusammenrottungen und KundgeRltstanden, gegen die Konservativen statt. Die Polizei trieb schlieMeisuug d Ruhestörer auseinander und stellte die Ordnung wieder hckas Beste, öcrththeor Äalkaalander. t Nutz Sofia, 6. Juli. Die„Agence Balcanique" meldet: Unseres St fand in Perouschtiha bei Philippopel wegen eines Streites>m Abdri Gemeindeangelegenheiten zwischen Anhängern der beiden mls in B tischen Parteien eine unbedeutende Ruhestörung statt. T�r-chtet. stand jedoch durchaus nicht im Zusammenhang mit der f Derselt richtung Panitza's. Ueberhaupt wurde weder vor noch ncgeit ihres tinrichtung die Ordnung und die Ruhe in Bulgarien Marx'sche ie Mehrheit der Bevölkerung ist der Meinung, daß die eften 3 u Panitza erkannte Strafe eine verdiente war und daß die Siderlegur richtung nothwendig gewesen, um ein Exempel zu statuiren- as, der V ffondere _____ ntheil bei sie es sch« � en der ms&i't �chtigendes hofft* Theater. Dienstag, den 8. Juli. Kerliner Theater. Die wilde Jagd Fricdrich-Milhelmltädt. Theater. Der arme Jonathan. MaUner» Theater. Mamsell Ni- touche. 8 iktoria Theater. Stanley inAfrika. stend- Theater. Heinrich Heine. Vorher: Eine vollkommene Frau. KeUeallianre- Theater. Der Nau- tilus. Krall'» Theater. Silvana. Kaufmann'» KariSte. Große Spe- zialitäten-Vorstellung. Grand Hotel Alexanderplatz insstellnng Grand Hotel Alexanderplaü Englischer Garten. Direktion: C. Andres», Alexanderstraße 27 c. Auftreten der Kostüm-Soubrette Fräul. Lennont. Auftreten des Gesangshumoristen Herrn •loua». Auftreten der Duettistinnen Geschwister dg la Terra. Auftreten des Tanzkomikers Herrn Sclimidts. Auftreten der Jano-Truppe. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags öVa Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 38 Pf., 68 Pf. und 75 Pf., im Vorverlauf 28 und 38 Pf. Der Garten ist an Vereine f. Sommer- festlichkeitenm.Spezialitäten-Vorstellung zu vergeben. Etablisselilellt BuMnhaKen am Moritzplatx. Täglich: Grosses Garten-Concert. Direktion A. Rädmann. Dienstag und Freitag:■Walaer-Adelld. Fnfroo Wochentaga 10?tg., Hill II rt gönn- und Festtags 25 Pfg. Bei ungünstiger Witterung in den unteren Restaurationsräumen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial-Ausschank von Patzenhofer Export-Bier, Seidel 15 Pf. Die oberen Säle bleiben b:s auf Weiteres wegen Renovirung geschlossen. 641 F. MUller. Passage 1 Tr. 9 Uhr M. b. 18 Uhr Ab. Kaiser-Fanorama. Hervorrag. Sehenswürdigk. d. Residenz. Zum ersten Male: Pafstonvfpiele, Gl-erannnerga« und Umgebung. Eine Reise 28 Pf., Kind nur 18 Pf. Abonnement 1 M. Rheinliindislher%mu\, gen.:„Die fidele Uagelkiste",! Berlin kl., Elsasserstraße 73, gegenüber der Bergstraße. 18 Pfennige verzehrt, wird gratis phckprtirt und erhält sein Bild sofort als i Gratispräscnt. Höchst scherzhaft!] H. Schnitze(mit'n tz). Einzige Keller-Uhotographie I der Weit. 1948 Das gr. Lager Berlins * Andreasstr. 33 .ner besti: 'chnet. rfe nicht , rimdung zeorie voi Für d „Um I lischst ungc emokratts Ichlichen! Studien, Zlick und mr mit si beite, du es„ni des Vereins der Annmen- nnd Terrmen-LWber zu Berlin. 13.-26. August 1890. verbunden mit Uerwosnng. 13.— 26. August 189$ � AmeldWeu znr Ansjlellnng sind bis z. 13. Jnli n. d. Vors. d. Ver. W. Karlivig, Verlin N., Mninftr. 14, zn Annoncen-Annahme für den Katalog durch die Annoncen-Expedition von F. von Schlrp, Friedrichstrasse 176.%hten V esznMndere sei Q,. General- Vers ammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins des 4. Berl. Reichstags-Wahlkreises am Dienstag, den 8. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale Süd-Ost, Waldemarstr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag, Thema und Referent werden noch bekannt gemacht(siehe am Dienstag Säulenanschlag). 2. Diskussion. 3. Abrechnung des 2. Quartals. 4. Wahl des Vorstandes, Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Quittungsbuch legitimirt. Gäste, sosern dieselben Mitglieder werden wollen, haben Zutritt. 986 I. A.: Der Vorstand. Allgemeiner Metall-Arbeiter-Nerein ÜSertins und Umgegend. Dienstag, den 8. Juli 1890, Abends 8 Uhr, in Renz' Salon, Naunynstr. 27: Gv*osse Wepsammlunga Tages-Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ver- schiedenes und Fragekasten. 954 Es muß Ehrenpflicht der Mitglieder sein, in dieser Versammlung voll- zählig zu erscheinen. Der Dorstand. Fackverein her Tisckler für den Westen und Halle'schen Thorbezirk. s--.. O cv.kii � et/« in... l«* Dienstag, den 8. Zuli, Abend» SVa Uhr, in Königshof, Külomitrahe 37— 40: Grosse Versammlung."HM Tagesordnung: 1. Das Koalitionsrecht der Arbeiter- und Unternehmer- Verbände. Referent: Th. Glocke. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes.— Aufnahme neuer Mitglieder. Um recht zahlreiches Erscheinen aller Kollegen, auch NichtMitglieder, ersucht 953 Der Hevollmächtigte. Große öffentiillze Versammlung der gewerbl. Hilfsarbeiter Berlins u. Umgegend am Mittwoch, de» v. Juli, Abend» 8�s Uhr, Lokale de» Herrn Uebei,(Ue»;' Z-aion), Uaungnstraße S7» Tages-Ordnung: I. Vortrag des Herrn Julius Türk über:„Die Lage der ländlichen Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Sur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. m recht zahlreiches Erscheinen aller Arbeiter ersucht dringend 956 Der Ginbernfer. kachverein der kapierarheiterinneu und verwandter Kerufogenostunen. Am Donnerstag, den 10. Juli, Abends 8 Uhr, bei Fenske, Landsbergerstraße 37: Große Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Vortrag. Lleferent wird in der Versammlung be- kannt gegeben. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom Maskenball. 4. Ver- schiedenes und Fragekasten. Gäste, Dame» und Herren, haben Zutritt. Der wichtigen Tages- ordnung wegen bitte in den Werkstuben recht rege für diese Versammlung zu agitiren. Der Dorstand Zu de General-Versammlung sä des Sozialdemokratischen Vahlvereius für den 6. �kennen, Reichstag s-Wahlkreis(1 LÄ«! Mittwoch, den 9. Juli, Abends 8 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstr. 8*,� gtcnU Tages-Ordnung:„ O. 62, A, 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Wahl des 1. Vorsitzenden.»- � der Revisoren. 4. Verschiedenes und Fragekasten. ,x �ers) Pflicht eines jeden Mitgliedes ist es, zu erscheinen. Gäste willkoUv�.. un 968____ D-rForstanZ�gg.. 0 Große öffentliche Versammlung preche de _ DD H � Iternelle der(in Hchbenrdeitnngs-Milsßinen bWs'tigten ÜcMfefÄ am Dienstag, 8. Juli, Abends SVs Ohr, bei Fensk� Landsbergerstr. Stehen die Holz- und Bretterträger Iggj Die Kistenmacher, ganz besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Mammi Tagesordnung: 1. Schließen wir uns dem gegründeten VerStruktur der Holzarbeiter in Hamburg an oder nicht? 2. Verschiedenes. Uscher ui Um zahlreiches Erscheinen ersuchen Die Keanstragte«:— 924 W. Wolf. HuchthauseiK Alle Holz- u. Bretterträger Berlins werd ersucht, in der heute Abend 8 Uhr, Langst bergerstr. 37, tagenden Versammlung zu der it der aren 1 scheinen, sei I. A.: v. Geirois, Prinzenjir. 93, iußerst Singen Mo llnterstützungshund der Hausdiener BerMn-r s General-Versammlung am Dienstag, den 8. Inii, Abend» SVi Uhr, bei Feuerstein, neunjei) Alte Jakobstraffe 75. zehe mc Tages-Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vierteljahresbericht. 0. W Fre a olrto* Stat� nähme neuer Mitglieder. 4. Ergänzungswahl. 5. Wahl Un Berathungskommission. 6. Verschiedenes und Fragekasten.„nr eini Mitgliedsbuch legitimirt._ Der Norstand�/�(j e ,u vehalt .dieses S KiZKÄSA'FeI'! � Große oßentliße Versnninllnng der Tischler nnd säiiG-n� lilher in der Holzindustrie besUstigten Arbeiter überzcu ' D l'-Z �« A v a r«»r � � s Mio tin Kirdorf»«nd U m g r g e n d.Wie no am Dienstag, S.-Inii, Abends 8Va Uhr, In Alb. Boflmann's Salon, Bergstf. gekostet, Tagesordnung: Aüllenr 1. Die Einwirkung der Maschinen auf unsere Verhältnisse. Rese�foue■ E. Miedrwann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.'cithmet Um zahlreiches Erscheinen bittet_ Der Einbernf«�,fcittiat Skufä&pdevunQ I-MI Alle Diejenigen, welche im Besitz von Quittungen über die im vo�ivie die Jahre an Iäckel abgelieferten und eingesandte Geldern sich befinden, n* umflutl hiermit aufgefordert, die Quittungen und Postscheine an ci;3t'Tf/ klQ AMA A. A 4 A%.» aT � k A Ii 1 1■ ijlvVUul WU|ye| vivCAi � uiv uiw �v|4|u>�viiiv � de Unterzeichneten einzusenden, da dieselben als Beweismaterial für die 11» e; des k. Jäckel gebraucht werden, indem die Untersuchung von Seite» s 4A aaaav* CV,'4 r&nl ov.'Arf.tnf wi rt-r-S nry-i ff Staatsanwalts gegen Jäckel eröffnet worden ist. � Die Revisoren des ehemaligen Unterstützungs-Fono� der Berliner Zimmerer. Pascha. I. A.: Hugo Lehmann, Stettinerstr. 9, 1 Tr. Verantwortlicher Redakteur: Cnrt Saaste in Berlin. Druck und Verlag von Mar Fading in Berlin SW„ Beuthstraße Beilage zum Berliner Boltsblatl. nkläger i rg gani übrig« !r. Jurn» nach dsk -ei denv zefunde», ndenen>. LAr. ISS. seines se als it, sich hätten. In den letzten Jahren haben sich mehrere jüngere volkswirth- haftliche Schriftsteller zu Kommentatoren der Marx'schen Werth- A tll eorie aufgeworfen, die trotz ihrem nicht zu verkennenden Talente sLftimm)wix verständlich geworden sind, wodurch sie, unseres Erachtens, ® i» i tunter die Sache mehr verwirrt wie geklärt haben, so daß rhl nicht alle, falls Marx noch lebte, mit ihren Arbeiten den �ieifall des von ihnen so hochgeschätzten Mannes finden würden. lencia«k ist nicht leicht, sich in tue Werke des großen Gelehrten und wurden«inenten Forschers hineinzuarbeiten, weshalb ein von ihm selbst Zandia> Z vorzüglich anerkannter Konimentar, der nur einen Zeitungs- Rotova,-'(kel umfaßt, von nicht zu unterschätzendem Werthe für die- Jälle gfl»igen ist, die sich mit dem Studium des epochemachenden Werkes, m der WM„Kapital", befaßt haben oder befassen wollen. Wir sind im ein Lok« esitze eines solchen Koinmentars, der zu Lebzeiten von K. Marx Kundgei ilstnnden, den er gelesen, und uns gegenüber, unter Zurück- schliemNelsling des ihm darin gespendeten Lobes, erklärt hat, daß es ieder h«rs Beste, Bündigste und Verständlichste wäre, was über seine ßerththeorie geschrieben worden sei. Der Artikel, den wir hier t Nutz und Frommen aller derjenigen, die sich für ein eldet: K�eferes Studiuin unseres wirthschastlichen Lebens interessiren Streit» ir.i Abdrucke bringen, ist 1878 entstanden und gegen die da- beiden-als in Berlin erscheinende wissenschaftliche Zeitschrift„Zukunft" tatt. T'nichtet. mit der!' Derselbe lautet wörtlich: Die„Zukunft" ist seit der kurzen noch nageit ihres Erscheinens bereits zum zweiten Male gegen die garten Marx'sche Werththeorie aufgetreten. Die bezüglichen, in den daß die iesten 3 und 5 abgedruckten Artikel versuchen zwar nicht eine daß die Widerlegung dieser Theorie. Sie sprechen jedoch deutlich aus, tatuiren- af, der Verfasser sich nicht in Einklang mit derselben weiß. Ins- «sondere ist betont, daß neben der Arbeit auch der Natur ein ntheil bei der Bildung der Werthe zuzuerkennen sei. Dann wird, ne es scheint, als ein bei der Entwickelung des Werthbegriffes ''-eil der„gesellschaftlich nothwendigen Arbeitszeit" zu berück- stigendes Moment„das Verhältniß der vorhandenen Menge stur bestimmten Waare zu den Bedürfnissen der Gesellschaft" be- _■ nchnet. Endlich wird ganz unumwunden ausgesprochen,„man TOB- e nks Axiom gelten lassen, daß die wisienschaftliche Be- |£|i ründung der sozialdemokratischen Forderungen mit der Werth- zeorie von Marx stehe und falle." ben letzteren Satz wird ausgeführt: II flU"llm begreisen zu künnen, daß die heutigen sozialen Zustände 7 öchst ungerecht und unvollkommen sind, und daß daher die sozial- emokratischen Forderungen nicht auf falscher Auffassung der that- Ichlichen Verhältnisse beruhen, dazu gehören weder langjährige '_ Studien, noch gelehrte Bücher, sondern nur ein unbefangener Zlick und die Beobachtung des täglichen Lebens." Man brauche ;ut mit seinen zwei Augen zu sehen, wie der, welcher am meisten RNilflvbeite, durchgängig am wenigsten habe und umgekehrt. Trotzdem es„nützlich, die Thatsachen, das Wesen, den Ursprung der . ,• j Ungerechtigkeit wissenschaftlich zu untersuchen und darzustellen." t fimsspie Marx'sche Werththeorie sei nun von Vielen als eine solche Jormulirung und Erklärung der thatsächlich bestehenden unge- 76. Achten Verhältnisse in der Vertheilung der Güter angesehen. ' dere seien anderer Meinung. Zu denjenigen, welche im Gegensatz zu den Nationalökonomen er„Zukunst" langjährige Studien nnd gelehrte Bücher für noth- _ flvendig erachten, um das ungerechte der heutigen Zustände zu U 0> v'rkennen, gehört auch der Versasser des Gegenwärtigen. Ja er st sogar durch solche Studien und Bücher zu dem Schlüsse ge- , j., gAangt, diese Zustände nicht für absolut zu halten. Er theilt ganz >er>lr. len Standpunkt von Marx, wenn dieser an einer Stelle(Kapital, ,„|j5. 62, Anw. 38) gegen Proudhon sagt: oen. o.„SBciß man etwa mehr über den„Wucher", wenn man sagt, ......fr widerspreche der.justice eterneUe" und der„equite eter- 1.eUs" und der„mutualite eternelle" und andern„veritös eter- or|tam�leUe3 U Qtg �je Kirchenväter wußten, wenn sie sagten, er wider- � spreche der„gr&ce eternelle," der„foi öternelle," der„volonte y iternclle de dieu?" Recht und Unrecht sind nicht eivige, sind wandelbare, histo- iUUClchifche Begriffe.„In der gesellschaftlichen Produktion ihres Lebens erstr. 27�ehen die Menschen bestimmte, von ihrem Willen unabhängige illkr Derhältnisse ein, Produktionsverhältnisse, die einer bestimmten Ent- y vickelungsstufe ihrer materiellen Produktivkräfte entsprechen. Die Den. Lesammlheit dieser Produktionsverhältnisse bildet dle ökonomische eten VerStruktur der Gesellschaft, die reale Basis, worauf sich ein juri- tischer und politischer Ueberbau erhebt, und welcher bestimmte, Dienstag, den 8. Juli 1899. V. Jchrg� Die Merththeorie von Karl Marr. ttt:• ausertjy werd «nft! Lant�v Freiheit? Himmelslust! In diese beiden Worte legte nst der sterbende Götz von Berlichingen, der bekannte Ritter r 11, � eisernen Hand, das ganze Sehnen seiner Seele, sie J gl" waren sein Schwanengcsang. Trotzdem erscheint es mir > ti? Mßerst fraglich, ob der alte Raufbold von diesen beiden ♦ otVjetngen eine annähernd richtige Auffassung gehabt hat. , mm_ N tan muß in einem Zeitalter gelebt haben, das neben ißPllKinei Legton gewöhnlicher Gesetze auch noch Ausnahme- gesetze kannte, man muß Berliner Miethskontrakte uitter- schrieben haben, und den Fabrikordnnngen des glorreichen erstrin» nennzehnteil Jahrhunderts unterstellt gewesen sein, -sehe man sich über eine so sublime Sache, wie es �?'t/>ie Freiheit ist, etiie zutreffende Vorstellung machen kann. -r Etat.- Und nun garserst d,e Luft! Was wußte ein Mensch, der -viirtn». vor einigen hundert Jahren auf waldiger Bergeshöhe athmete, --- �überhaupt von Luft! Was konnte ihm der höchste Ozon- gehalt der Atmosphäre nützen, wenn er von der Existenz .„-dieses Stoffes gar keine Ahnung hatte. Es mußte ihm noth- ÜÜ'isWwendig ergehen wie jenem Bauernjungen, der eine köstliche o Südfrucht geschenkt erhielt und nach dem Geschmack befragt, tlltlitt überzeugend erklärte: sie schmeckt prächtig, wie— Bratwurst. .Wie nach der Behauptung des Dichters, der nie das Glück Lorgstk. gekostet, der die Frucht des Himmels nicht an des offnen ..-Höllenrachens schandervollem Rande bricht, so hat auch der iliest �feine rechte Vorstellung von Lust, der sie nicht da ge- ..... athmet hat, wo sie mit den Aromen der Industrie ge- ' �Jüttiat ist. Was man an solchen Orten schließlich «ssiles als Himmelsluft athmen muß, davon kann „stch nur der eine Vorstellung machen, dessen Höhenwohnung im voZkvte die meine, von einer Fülle unbeschreiblicher Wohlgerüche wen, n> umfluthet wird. Als ich zuerst von dieser Wohnung Besitz an ergriff hatte ich das Glück, von einem Mitglied der reichen die Ui|U"? bekannten Dynastie Gebr. Fr. beherrscht zu werden, das Seite» chronischen Stockschnupfen behaftet, und daher k unfähig war, eine Werthschätzung meiner Wohnung in ?t0Nö»Mug auf die umgebenden Luftverhältnissc vorzunehmen -Aber nur kurz war die Freude, bald erschien ein neuer �Pascha, der mit einer feineren Nase begavt war und bald SeHflfl'' gesellschaftliche Bewußtseinsformen entsprechen."(Marx, Kritik, Vorrede, S. v). Die Begriffe von Recht und Unrecht wurzeln in solcher realer Basis, sind Glieder des historisch wechseln- den, real bestimmten gesellschaftlichen Bewußtseins. Ohne diese reale Grundlage bauen sich die Begriffe in die Luft, uto- pistisch. In einer Gesellschaft, worin die Produktionsverhältnisse der antiken Welt herrschen, erscheint einem Lassalle die Sklaverei ge- rechtfertigt. Der Denkriese Aristoteles, wie ihn Marx bezeichnet, weiß diese nickst anders zu. beseitigen, als wenn die Weberschisilein ich von selbst bewegen. In einer handwerksmäßig produziren- den Gesellschaft erscheint das individuelle Eigenthum, in der kapitalistisch produz, renden Gesellschaft das kapitalistische Eigen- thum gerechtfertigt. Hat die kapitalistische Produktion den Höhe- punkt der Entwickclung erreicht, wo es die Existenz der Gesell- schaft bedingt, daß sie umschlage in die gesellschaftliche Produktion, mm, wird das kapitalistische Eigenthum in das gesellschaftliche umschlagen, das letztere allein in dem Bewußtsein der Gesellschaft gerechtfertigt erscheinen. Alle soziale Reformarbeit muß sich anlehnen und strenge an- lehnen an die vorhandenen Produktivkräfte und Produktions- Verhältnisse. Diese zu erkennen, ist daher die erste Voraussetzung ihres ursprünglichen Wirkens. Solche Erkenntniß aber kann nur Produkt„wissenschaftlicher Arbeit" sein. Es ist nicht blos „nützlich", wie der Nationalökonom der„Zukunft" meint, die Thatsachen, das Wesen, den Ursprung der— Ungerechtigkeit wissenschaftlich zu untersuchen und darzustellen; es ist dies noth- wendig. Die Untersuchung wird aber nicht auf Wesen und Ursprung der„Ungerechtigkeit", sie wird auf Wesen und Ursprung der vorhandenen Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse zu richten sei», nnr zu ermitteln, ob, wann und wie sich eine Umge- staltung ermöglichen läßt. Das Marx'sche„Kapital" ist eine von diesem Standpunkt aus unternommene Untersuchung. Seine Werththeorie hat keine andere Bedeutung, als die elementare Grundform der die bürgerliche Gesellschaft beherrschenden Produktionsverhältnisse theoretisch klar zu lege». Steht und fällt nun mit dieser Werththeorie das, was die Sozialdemokratie fordert? Die Antwort ist einfach in Folgendem gelegen. Die Marx'sche Werththeorie und die auf ,hr sich ausbauende weitere Darstellung ist die erste und einzige systematisch- wissenschaftliche Darstellung der kapitalistischen Produktion, welche dere» nothwendigen Um- schlag in die gesellschaftliche Produktion wissenschaftlich erkennen läßt und nachweist. Die wissenschaftliche Formel gegeben, ist es gleichgiltig, wer sie zuerst formulirt hat. Aber vor seiner wissenschaftlichen Be- gründung war der Sozialismus eben kein wissenschaftlicher. Die phänomenale und geradezu kulturhistorische Bedeutung der For- schungen von Marx und ihrer lltesultate besteht naincnllich darin, daß durch sie und erst durch sie der Sozialismus aus der Region des Utopistischen in die des exakl Wissenschaftlichen hineingetreten ist. Umgekehrt, seit Marx und durch Marx sind es die Vertreter des Sozialismus, welche den Einwand der Utopie ihren Gegnern aller Schattirungen wissenschaftlich unwiderlegt, und, wie wir fest überzeugt sind, unwiderlegbar an den Kopf schleudern können. Eine andere Frage ist die, ob und welche Beziehung zu Marx, dem Manne der Wissenschaft, diejenige Form der politischen Aktion hat, welche heute von der sozialdemokratischen Partei betrieben wird. Der wissenschaftliche Sozialismus als solcher hat damit an und für sich nichts zu thun. Aber sofern es der sozialdemo- kratischen Partei darum zu thun ist, für ihr soziales Programm einen Titel zu produziren, der sie als eine realistische Partei aus- weist, kann sie solchen nur von Marx, seinem ersten Autor entlehnen. Und nun noch: Trifft die Marx'sche Werththeorie der Vor wurf, den„Naturfaktor" bei der Wertbbildung„übersehen" zu haben? Wir wollen und können hier nicht in eine ausführliche Erörterung dieser Theorie eingehen. Nur so viel. Die Reduktion. des Werthvegrisfs aus Arbeit als den alleinigen Faktor von Werth ist nicht erst von Marx. Sie findet sich in den frühesten Stadien der Wissenschaft der politischen Oekonomie. Man lese, was Marx- Kritik S. 33 aus einer Schrift von Benjamin Franklin, welche 1721 erschienen, referirt. Man übersieht Adam Smith und vor- her David Ricardo. Ricardo arbeitet„die Bestimmung des Werthes der Waare durch die Arbeitszeit rein heraus" und zeigt, daß dies Gesetz auch die ihm scheinbar widersprechendsten bürger- lichen Produktionsverhältnisse beherrscht.(Marx, Kritik, S. 38.) Herr C. A. Schramm, dessen Abhandlungen sich vor vielen an ausgeschnüffelt hatte, daß meine Wohnung unbedingt eine Steigerung vertragen könne. Und sie kam, zwei Quartale hintereinander. Aber ich hielt Stand, warum sollte ich auch ivegen lumpiger 52 Mark, und mehr machte die Gesammt- steigerung nicht aus, eine Wohnung aufgeben, in der ich, ohne einen Blick auf eine Wetterfahne zu werfen, dennoch stets auf das Genaueste über die herrschende Windrichtung unterrichtet bin, was für einen Menschen, der sich nebenbei noch mit meteorologischen Studien beschäftigt, geiviß von Be- deutung ist. Weht' der Wind ans Nord's beeisten Hallen, dann kommt es gezogen durch die Lüfte so sauer, als ob die ganze Welt von Weißensee bis Friedrichsruh und darüber nur noch ans Sauerampfer bestände. Wie angenehm ge- rade dieses Parfüm ist, erhellt schon aus dem Umstände, daß es aus der Zunge jene, von Jedermann geschätzte Empfin dung erzengt, die immer entsteht, wenn man in einen sauren Apfel gebissen hat. Daß bei dem längeren An- halten dieser Windrichtung schließlich Betten, Möbel u. s. w., einen Geruch ausströmen, als ob sie sammt und sonders mit Essig getränkt wären, ist freilich eine etwas unangenehme Zugabe, die aber schnell vergessen ist, wenn der Wind nach Osten gehend, einen durchdringenden süßlichen Geruch mit- bringt, der sich auch dann noch bemerkbar macht, wenn Thüren und Fenster auf das dichteste geschlossen sind. Feinere Naturen behaupten freilich, dieser Geruch sei widerlich, ekel- erregend, ja sogar gesundheitsschädlich, und zugegeben muß werden, daß die Vegetation augenscheinlich durch denselben leidet; doch ist den: allen gegenüber zu bedenken, daß unser fürsorglicher Magistrat, der es doch unbedingt am besten wissen muß, sicher nicht gegen die Verlegung der Anilinwerke, denen dieser süßliche Duft entspringt, eingetreten wäre, wenn derselbe nicht völlig rein und zweifelsohne wäre. Etwas schlimmer, das will ich weder verheimlichen noch beschönigen, ist es mit dem bestellt, was mir durch den milden Südwind zugetragen wird. In süd- licher Richtung steht nämlich eine Fabrik, die Stoffe vev arbeitet, von denen man nicht gerne fpricht, und entsprechende Gerüche verbreitet, die auch beim besten Willen nicht mehr unter die Parfüms zu rechnen sind. Und dies um so weniger, als sie auf ihrem Wege, ehe sie an meine Wohnung resp. deren vortheilhaft durch erkennbares Verständniß der Marx scheu Forschungen auszeichnen, hat in Heft S der„Zukunft' bereite darauf hingewiesen, wie sich Marx unmittelbar an Ricardo anschließt. Nicardo's Untersuchungen beschränken sich ausschließlich auf die Werthgröße— Arbeitszeit.—(Marx, a. a. O.) Marx ist der Erste, der es unternimmt, die Werthsubstanz zu analysiren, ihre, der Arbeit,„zivieschlächtige Natur" darzulegen, dahin, daß die Arbeit, soweit sie im Werth ausgedrückt ist, nicht mehr die- selben Merkmale besitzt, die ihr als Erzeugerin von Gebrauchs- werthen zukommen. Dieser Punkt ist für ihn der„Springpunkt, um den sich das Verständniß der politischen Oekonomie dreht. (Kapital, Seite 16, Kritik, Seite 12, 13.) Wie aber die Arbeit Erzeugerin von Werth ist, entwickelt Marx zunächst an der elementaren Erscheinungsform vom Werth, an den Gleichungen, in welchen wir die Waaren, die alleinigen Träger von Werth, zu einander stehen sehen. Wenn x Waare Weizen— y Waare Eisen— z Waare Leinwand ac. in innm- tum ist, so kann das Gleiche, der Werthsausdruck der Waare, da Weizen, Eisen, Leimvand ac. in infinitum als Gemeinsames nicht eine geometrische, physische, chemische oder sonstige natürliche Eigenschaft haben, nur außerhalb ihrer Körperlichkeit und damit ihres Gebrauchswerthes liegen, also in der einzigen Eigenschaft, die ihnen noch bleibt, in der, Arbeitsprodukte zu sein. Da aber immer die Produkte qualitiv verschiedener Arbeiten(Ackerbau, Bergbau, Weberei ac. in infinitum) einander gleichgesetzt werden, überhaupt von dem GebrauchSwerthe der Waaren und ihrer spezifischen Erscheinungsform abstrahirt wird, so kann das Ge- memsame, was iui Werthverhältniß erscheint, nicht die konkrete Form der Arbeit, sondern nur die gleiche menschliche Arbeat, ab- strakt menschliche Arbeit, mit andern Worten, die Eigenschaft der Waare sein, daß auf ihre Herstellung menschlich Hirn, Muskel, Nero verwendet worden ist. Wenn die Waare, in das Werthverhältniß tretend, alle ihre natürlichen Eigenschaften, alle ihre sinnlichen Beschaffenheiten, wie Marx es ausdrückt, auslöscht, avas soll da in diesem Vorhältmß der„Naturfaktor"? Geiviß, eine Waare ist nicht denkbar ohne materielles Sub- strat.„Zieht man die Gcsammtsumme aller verschiedenen nütz- lichen Arbeiten ab, die in Rock, Leimvand u. s. w. stecken, so bleibt stets ein materielles Substrat zurück, das ohue Zuthun des Menschen von Natur vorhanden ist. Arbeit ist also nicht die einzige Quelle der von ihr produzirten Gebrauchswerthe, das stofflichen Reichthums. Die Arbeit ist sein Vater, wie William Petty sagt, und die Erde seine Mutter."(Kapital, S. 17. 18.) Aber der Werth, eiue nicht natürlich, sondern rem gesell- schaftliche Eigenschaft der Dinge, die, um ihn zu haben, erst Waaren sein, d. h. in einer auf Austausch und Privatarbeit be- ruhenden Produktionsperiode zur Welt kommen müssen! Hat denn je eine blos gesellschaftliche Kategorie Fleisch und Bein ge- habt? Nun ein Weiteres. Das Aufgeben der Werththeorie durch den Nationalökonomen der„Zukunft" bringt die„Sozialkorre- spondenz" und die„Staatsbürgerzeitung" auf die Beine. Sie lcitartikeln:„Ist Arbeit nicht die alleinige Quelle der Werthe, so ist der Unternehmergewinn gerechtfertigt, da(sie!) der Unter- nehmer die Arbeit leitet und den Bedüesniffen der Gesellschaft anpaßt, also einen entscheidenden Anthcil an der Produktion der Werthe hat." Hierauf der Nationalökonom der„Zukunft", es sei keineswegs em gerechtes Prinzip, Jeden nach dem Maße zu entlohnen, als er Werthe erzeugt hat, sondern die wahre Gerech- tigkeit verlange, daß einer desto mehr erhalte, je mehr Mühe und Unannehmlichkeiten er bei der Arbeit gehabt habe; auch könne der Leiter der Arbeit mit dem besten Willen und Talent den Werth der Produkte nicht allein bestimmen, da wirkten unvors hergefehene gesellschaftliche und Naturverhältnisse mit u. s. w. (Juos ego! Zunächst wieder, um diesen banalen Titel des Unternehmergeminns zu aviderlegen, bei dem Natioaaalökonomen der„Zukunst" Nichts, wie die justice eternelle und die equite eternelle, schließlich die phrase eternelle! Dann, weil man bei der„Sozialkorrespondenz" und ihren Verbündeten nicht mehr von der Werththeorie aveiß, und bei recht vielen Sozialisten, auch solchen, die anit angeblicher Wisseaaschaftlichkeit kokettireaa, avie die Proud- hon'sche Schule nait der science, nicht viel mehr davon findet, als daß sie als Werthfaktor nur die Arbeit setze, die Vorstellung, damit sei die Nichtberechtigung der Nicht-Arbeiter, aaa dein Werthertrage zu partiziparen, avissenschastlich dargethan! Eine freilich vielfach verbreitete banale Vorstellung von dein Wesen und dem Inhalte Nase gelangen, noch über einen Abladeplatz für Straßen- kehricht streichen, uaad oft genug noch Eisenbahnwagen umspielen, die mit Knochen beladen sind, was alles nicht zu ihrer Veredelung beiträgt. Bleibt noch der Westwind, der seinen Charakter als weicher, säaiselnder Zephyr dairch die Thätigkeit dreier Kalköfen erhält. Es ist unglaublich, avas so ein Kalkofen für Rauchmassen entsenden kann, und gar erst wenn drei zu gleicher Zeit in Thätigkeit sind und noch durch eine Reihe von Fabrikschornsteinen unterstützt werden. Auch die sauber- sten Gardinen bekommen schon nach wenigen Wochen ein Aussehen, als wenn sie einer Räucherkammer zur Dekoration gedient hätten. Trotzdean kam es längere Zeit vor, daß gerade in den Abendstunden hin und avieder einige Minuten als halbwegs rauchfrei angesehen werden konnteaa, bis ein avackcrer Mann, zu dessen Obliegenheit es gehört, mich mit dem täglichen Brote zu versorgeia, den Entschluß faßte, diesen unnormalen Znstand zu beseitigen. Und avie ich mit Ge- nugthunng konstatiren kann, hat er diesen Entschlaiß auch mit voller Gründlichkeit ausgeführt. Seitdem er seinen Back- ofen zur Steinkohlcnfcuerung einrichten ließ, sendetanir derselbe vorzüglich in den Abendstnaaden solchekompakte Rauchmassen zu, daß ich auch aaicht für eine Sekunde jenen ätzenden Geruch ver- misse, der amseren Altvordern die Steinkohle so verdächtig erscheinen ließ, weil er ihnen mit den gesürchteten Schwefel- dünsten der Hölle verwandt erschien. Unsere Gelehrten haben ja auch glücklich aaisgetüftelt, daß im Steinkohlenranch eine Menge flüchtiger Säairen enthalten sind, durch deren Ein- Wirkung die verschiedensten Gegenstände, wie Dachröhren, der Marmor öffentlicher Bildwerke n. s. w. vorzeitig zer- stört werden. Der anenschlichen Gesaindheit müssen aber alle diese Dinge sehr zuträglich sein, sonst würden doch in einer so erleuchteten Zeit, avie es die aansere ist, die sich in der Veranstaltung hygienischer Ausstellungen gefällt, längst um- fassende Vorkehrnngsmaßregelngetroffeia, Rauchsverbrennungs- Apparate aaaad bergt, allgemein eingeführt worden sein. In diesem tröstlichen Bewußtsein werde ich auch fernerhin alles, was mir der Wind zuträgt, wonnevoll genießeai als Him- melsluft. A. G. der Marx'schen Begründung des wissenschaftlichen Sozialismus. Gewiß, Marx weist auf Grundlage des Werthbegriffes nach, daß aller Antheil des Nichtarbeitcrs an den Erträgnissen der Produktion grundsätzlich und elementar nur Zlufsaugung fremder, unbezahlter Arbeit ist. Aber ist schon damit dessen Nichtbercchtigung darge- than? Damit ist erst sein Wesen erkannt und nachgewiesen. Damit ist aber noch nicht die Nothwendigkeit des Unternehmers, die der kapitalistischen Produktion beseitigt. Der Nachweis hierfür liegt ganz wo anders. Die Maschinerie und die große Industrie, die klassische Grundlage der vollendet-kapitalistischen Produktion waren lange, lange Zeit aus geschichtlichen Gründen für ihr erstes Auf- treten und ihre Weiterentwickelnng an die kapitalistische Prodnk- tionsform gebunden, sind es in Ländern, wo die große Industrie noch weniger entwickelt ist, heute noch. Hierin liegt deren, im Eingang unseres Artikels angedeutete Berechtigung. Die svzia- listische Produktion wird erst berechtigt, dann aber auch noth- wendig, wie es die kapitalistische geivesen, auf einer bestimmten Entwickelungsstuse der letzteren. Aber daß sie das wird, und womit sie das wird, das ist er- kennbar erst mit erkanntem Bewegungsgesetz der kapitalistischen Produltion, und dieses Bewegungsgefetz entwickelt uns wiederum Marx auf die Grundlage des Werthbcgriffcs. Mit anderen Worten. Die vielfach beliebte Deduktion: Ist die Arbeit einziger Faktor des Werthes, so ist das Kapital nicht berechtigt, Merthe an sich zu ziehen, halten wir nicht für die wissenschaftliche Begründung des Sozialismus. Sie ist am wenigsten diejenige, welche Marx gießt. Wer sie angreift, braucht von Sozialisten nicht widerlegt zu werden. Am wenigsten aber sollten„Vertreter des wissenschaftlichen Sozialismus" solchen An- griffen als Waffe die justice eternelle entgegensetzen. Das sollte man wirklich endlich den Kirchenvätern oder ihren politischen Epigonen, den Volkspartcilern und dergl. überlassen. Hier giebt es nur eine Einrede, die exceptio iAnorantiae. Im Uebrigen hat jene ganze Deduktion nicht mehr „Werth", als wenn von sozialistischen Kanoniften des„Natur- faktors" argumentirt wird:„Gebt Ihr den Natnrfaktor auf, wo bleibt dann der Titel der Gesammtheit auf Grund und Boden?" Der Marr'sche Werthbegriff soll endlich das Verhältniß der vorhandenen Menge einer Waare zu den Bedürfnissen der Gesell- schast nicht genügend berücksichtigen. DaS ist der bereits von Schäffle in seiner„Quintessenz des Sozialismus" angeregte und, erinnern wir uns recht, gleich von vornherein von Dietzgen zu- treffend zurückgewiesene Einwand. Marx rechnet in den Werth nur die gesellschaftlich nothwendige Arbeitszeit. Gesellschaftlich nothwendig war die angewandte Arbeitszeit u. A. selbstverständ- lich nur dann, wenn und soweit sie nicht über das gesellschaft- liche Bedürsniß hinaus produzirte. Hat sie weniger, als dies Bedürfniß erheischt, produzirt, dann ist nicht genug gesellschaft- liche Arbeit, nicht die gesellschastlich nothwendige Arbeit gethan. Dann wächst bei der Werthbemessung die ausgewandte Arbeit verhältnißmäßig um das Jnkrement der nicht aufgewandten, welche aufzuwenden gewesen wäre. Schäffle weiß, und darauf beschränkt sich sein ganzer Ein- wand, bei der Organisation seines sozialistischen Zukunft-Gesell- schastsbildes für gewiffe Fälle der Inkongruenz der gesellschaft- fcchen Produkte und der gesellschaftlichen Bedürfnisse mit der Marx'schen Werththeorie nicht auszukommen. Noch weniger, er regt nur ein solches Bedenken an. Mit der Bedeutung der Werth- theorie für die Entwickelung des Lebensgesetzes der moderne», der bürgerlichen Gesellschaft, hat das an sich absolut nichts zu thun. Erst der Nationalökonom der„Zukunft" giebt diesem Momente solche übertragene Anwendung und bemerkt in einer Note, daß der Theorie von Marx, wenigstens wie sie im „Kamtal" hervortrete, eine Berücksichtigung desselben fremd sei. Und nun— und hiermit wollen wir für heute schließen— lese man daß„Kapital" nur bis Seite 15 inkl., und man wird wl,sen, wie inan zu wählen hat, wenn die Wahl ansteht zwischen Marx, dem Denkriesen, dem Aristoteles der Gegenwart und— dem Nationalükonomen der„Zukunft". Erklärung der Fremdwörter. j'usicg«Sternelle, ewige Gerechtigkeit.«Squite«Steraelle, ewige Billigkeit, mutualite öternolle, ewige Gegenseitigkeit. ventös«Sternelles, ewige Wahrheiten, gräce«Sternolle, ewige Gnade, toi«Sternell, ewiger Glaube, Zuversicht, volonte eternelle äe Dien, ewiger Wille Gottes, utopistisch, nirgendwo, etwas nie zu verwirklichendes, in infinituin, ins Unbestimmte, Unbegrenzte, concret, bestimmt. Jnkrement, das Wachsthum' die Zunahme. Inkongruenz, Gegensatz, Stichtzusammengehörigkeit. Uokerles. Athmett wir Gift ans? Ueber diese Frage schreibt Dr. Freyftadt in München in der„Franks. Ztg." Folgendes: Tie Hygiene und die Meteorologie gleichen sich sehr auffällig in zwei verschiedenen Beziehungen: Beide hat erst die neuere Zeit zu wohlentwickelten Wissenschasten erhoben und beide erfahren das gleiche Geschick: Man Hort ihre Lehren und Voraussagungen, aber— man thut doch, was man will. Die Hygiene predigt unausgesetzt gegen die großen und kleinen Unterlassungssünden, deren wir uns in Wohnung und Kleidung schuldig machen, be- kämpft unsere Thorheiten in der Ernährungsfrage— wir hören und lassen uns doch wieder geben, wie wir denn auch bei der ungünstigsten Prognose eine Landpartie ohne Schirm und Ueber- rock ausführen. Aber in dem einen Punkt sind alle einig: Die Luft in einem Räume, in dem viele Menschen längere Zeit versammelt sind, ist ungesund. Und wenn wir die Luft in ernem Lokale„riechen", so ist sie schon so bedeutend verunreinigt imd verschlechtert, daß wir uns fragend nach den Technikern umschauen, ob denn da gar keine durchaus befriedigende Ventilation geschaffen werden könne? Wie ist denn die Verschlechterung der Luft in geschlossenen Räumen und bei Anwesenheit vieler Personen in denselben, mit allen ihren schlimmen Wirkungen, wie Kopfschmerz, Unwohlsein, Erbrechen, Ohnmacht, zu erklären? Es lag nahe, für diese Verschlechterung der Luft zunächst die Anhäufung der Kohlensäure durch die Alhmung der Menschen und den Gehaltsrückgang des Sauerstoffs, den die Athinenden der Lust des Raumes entziehen, verantwortlich zu machen. Allein die sorgfältigst geleiteten Versuche haben ergeben, daß weder die Kohlensäureanhaufung, noch der Sauerstoffmangel im Stande sind, solche Wirkungen, wie sie thatsächlich beim'Aufenthalte der Menschen in überfüllten Räuinlichkeiten beobachtet werden, her- vorzubringen und erst in neuester Zeit hat Hermans im Archiv für Hygiene gezeigt,„daß eine Lust, die nur 15 pCt. Sauerstoff und daneben 2— t pCt. Kohlensäure enthält, nicht vergiftend wirke". Auch der Gedanke an das Vorhandensein organischer Stoffe in der Ausathmungsluft, die vielleicht die schlimmen Wirkungen hervorbringen, mußte fallen gelassen werden, da es bis zur Stunde nicht gelungen ist,«ine Gistlgkeit dieser organischen Stoffe zu konstatiren. Da wurde das bisherige Dunkel plötzlich erhellt: Brown- Sequard und d'Arsonval suchten(1888) durch Versuche die Giftig- keil der Ausathmungsluft der Menschen zu beweisen. Zwei deutsche Forscher: Prof. K. B. Lehmann und Dr. F. Jessen am hygienischen Institute zu Würzburg, gingen prüfend den Wegen nach, auf welchen Brown-Sequard und d'Arsonval zu so auffallenden Resultaten gelangten und haben nunmehr ihre Ergebnisse im Archiv für Hygiene(1890) niedergelegt. Die Untersuchungen wurden sowohl in chemischer, als auch iu toxischer(d. h. in Bezug auf ihren Gistgehalt) Richtung geführt. In dem durch Abkühlung verdichteten Wasser der Ex- spirationslust wurden neben gernigen Mengen von Ammoniak und Spuren von Chlor geringe Mengen organischer Substanzen gefunden, die ihrer Flüchtigkeit wegen nicht durch Eindampfen bestimmt werden konnten. Das Ausathmungswasser kondensirt und Kaninchen injizirt, hatte das Ergebniß, daß unter 15 Ver- suchen nur 2 Todesfälle eintraten, von denen sich einer mit Sicherheit, einer mit Wahrscheinlichkeit ungezwungen als Folge der Wasserinjektion erklärt. Alle übrigen Aersuchsthiere waren vollständig gesund geblieben. Bei Versuchen mit Menschen geschah die jEinathmung der Kondenzflüssigkeit durch eine Psligot'sche Röhre und waren keine Veränderungen wahrzunehmen. Auch darauf richteten die oben genannten beiden Forscher ihre Aufmerksamkeit, ob von der Ausdünstung einer schnmtzigen, schwitzenden Haut und ebensolchen Kleidern nicht ohne Weiteres eine Gesundheitsschädlichkeit abzuleiten sei. Auch diese Versuche ergaben keinerlei Schädlichkeit und die Verfasser sagen selbst: Allerdings wirkte ans unS selbst die cinviertelstündige Einathmung solcher Luft anfangs recht unangenehm, leichten Ekel erregend, aber auch bei uns ging dieses Stadium sehr bald vorüber— es wurde der Geruch nicht mehr wahrgenommen. Freilich, das wird die Hygiene stets festhalten: die Luft in geschlossenen, von vielen Menschen besetzten Räumen ist immer schlecht und von übler Wirkung auf den Menschen, aber giftige Stoffe sind in solcher Luft nicht nachzuweisen. Der heftige, stokweise Wind, der am Sonntag wehte, hat Nachmittag 5 Uhr im Seddin See bei Schmöckwitz das Boot „Luise" zum kentern gebracht. Die„Luise" kam von Gosen her, und war gerade vor der Einfahrt zur kleinen Krampe ange- kommen, als ein Unwetter herauzzog. Eben hatten die in der Krampe vor Anker gegangenen Segler ihre Mißbilligung darüber ausgesprochen, daß die„Luise" vor der herannahenden Gefahr nicht Deckung suchte, oder schleunigst die Gaffel des Hauplsegels fallen ließ, als auch schon ein starker Windstoß heran- brauste, und das Boot umwarf. Den aus der Kranipe heraneilenden Booten, wurde das Rettungswerk dürch den hohen Wellengang außerordentlich erschwert, so daß die Bemannung des gekenterten Bootes, zwei Herren und eine Dame, sicher verloren gewesen wäre, wenn das Boot nicht mit Luftkästen versehen gewesen wäre. Dank dieser Mahregel ging das Boot nicht unter, sondern ragte noch mit einer Kante aus dem Wasser hervor, an welche sich die Schiffbrüchigen so lange anklammerten, bis sie von den Rettungsbooten ausgenom- mcn wurden. Ist auch dieser eine Fall glücklich verlausen, so zwingen uns doch die zahlreichen ernster verlaufenden Unglücksfälle, denen jährlich eine Menge blühender Menschenleben zum Opfer fallen, sowie der Umstand, daß der an sich sehr empsehlungswerthe, weil gesunde Wassersport, auch in Arbeiterkreisen immer mehr Anhänger findet, dazu, der Sache noch einige Worte zu widmen. Unsere Boote, das muß offen ausgesprochen werden, sind mit wenigen Ausnahmen, samntt und sonders übertakelt. Der Grund dieser Erscheinung liegt darin, daß erstens der leichtere Wind als Regel angesehen werden kann, und daß ferner die bewaldeten oder bebauten Ufer zu viele Deckung gewähren, den Wind auf- fangen, und nicht in voller Stärke zur Wirksamkeit gelangen lassen. Passirt das Boot nun eine Stelle, welche dem Winde freien Durch- laß gewährt, oder nimmt derselbe an und für sich an Stärke zu, so wendet der erfahrene Steuermann das Boot mehr dem Winde entgegen, um den vermehrten Druck durch eine verkleinerte Angriffsfläche auszugleichen. Bei fortgesetzter Steigerung der Windstärke, und fortgesetztem in den Wind drehen, muß das Boot naturgemäß bald in eine Stellung gerathen, welche dem Winde für den Augenblick überhaupt nicht gestattet, einen Druck auf das Segel auszuüben, das gleich einer Fahne gepeitscht wird. In dieser Stellung verliert das Boot seinen Fortgang und stamvft rückwärts. Ist dieser Moment eingetreten, so ,st jeder Bootsfuhrer moralisch verpflichtet, wenigstens die Spitze deS Hauptsegels zu werfen, bis die Gefahr vorüber ist, wie er serner verpflichtet ist, alle Einrichtungen so zu treffen, daß diese Manipulatton blitzschnell ausgeführt werden kann. Leider verhindert ein falscher Stolz die meisten Bootsführer daran, so wie eben verlangt zu handeln. Sie hoffen, daß der Wind bald abnehmen und es ihnen dann gelingen werde, das Boot auch wieder mit vollem Zeug in Gang zu bringen. Eriveist sich diese Annahme als falsch, nimmt der Wind an Stärke nicht ab oder gar noch zu, dann wendet sich das Boot bald nach der einen oder anderen Seite, der Wind fällt nnt ganzer Kraft in die vollen Segel ein, das Boot vermag den seitlichen Druck nicht schnell genug in eine vorwärts gehende Bewegung umzusetzen und schlägt daher um. In dieser Hinsicht muß unbedingt Wandel geschaffen werden, wenn der Wassersport nicht schließlich zu einem mörde- rischen Vergnügen werden soll. Es muß sich ein jeder Boots- führer vergegenwärtigen, daß es unverantwortlich ist, das Leben wegen einer Sache auf's Spiel zu setzen, durch die der Körper nur gestählt und gekräftigt werden soll. Noch unverantwortlicher ist es, wenn es sich noch um andere Menschenleben handelt, die Pch dem Bootsführer unter der stillschweigenden Voraussetzung, daß er als gewissenhafter Mann handeln werde, anvertraut haben. Und gerade die glücklich verlaufenden Fälle sollten durchaus nicht fo leicht genommen werden, sondern Stoff zu ernstem Nachdenken bieten, wenn auch dem Humor, der sich bekanntlich auch in den krittschsten Momenten zeigt, sein Recht nicht genommen werden soll. So vollzog sich denn auch das Rettungswerk der„Luise" nicht ohne einige unbewußte und ungewollte komische Jnter- mezzos. Unter den Rettenden befand sich auch ein Segler, der wegen seiner steten Hilfsbereitschaft ebenso beliebt ist, wie er in allen auf das Bootswesen bezügltcyen Dingen, als Muster ange- sehen wird. Als das Unglück geschehen mar, stritten sich zwei Seelen in seiner Brust, denn in den Augenblicken der Gefahr zeigt sich das innerste Wesen des Menschen in konzentrirtester Weise. Den Verunglückten mußte schleunige Hilfe gebracht werden, das war klar, aber eben so klar war, daß ei» guter Segler niemals vom Lande abstößt, bevor er nicht in seinem Boote alles mit pein- lichster Genauigkeit in Ordnung gebracht hat. Und so säuberte denn der Wackere mit rasender Eile erst das Ofenrohr, spielte einige Tassenköpfe aus, und vollzog noch eine Reihe gleich wich- tiger Handlungen, ehe er den Schiffbrüchigen zu Hilse eilte. Ein anderer, der als Pechvogel bekannt ist, ließ sich diese Gelegenheit auch nicht entgehen, ohne seinen Namen alle Ehre zu machen. Die Augen auf die Unglücksstelle gerichtet, wurde er nicht gewahr, daß er auf der Steuerbank, aus der er Platz genommen, sich mitten in eme Portion ranziger Butter hinemgesetzt hatte, die ein anderer kurz zuvor dorthin gelegt hatte. Erst als Alles vorüber war, machte er die Entdeckung, daß er seinen Hinteren Menschen gründlich eingefettet hatte, was in Verbindung mit der Freude über die gelungene Rettung, die allgemeinste Heiterkeit hervorrief. Der Zo-i-gisch- Garten beherbergt im östlichen Flügel des sogenannten kleinen Vogelhauses nahe dem Konzertplatz eine Anzahl seltener kleinerer Säugethiere, welche wohl noch nicht viele Besucher ordentlich gesehen haben, da die Thiere bei ihrer nächtlichen Lebensweise am Tage in der Regel zusammengerollt ans ihrem Ruheplatz liegen, so daß man von ihrer Gestalt wenig oder nichts erkennen kann. Zu jetziger Jahreszeit hat man aber — wir verfehlen nicht, unsere Leser hierauf aufmerksam zu machen— Gelegenheit, die interessanten nächtlichen Gäste zu beobachten, da die Thiere der langen Tag« wegen jetzt früher munter werden und Appetit verspüren. Betritt man etwa zwischen 7 und 8 Uhr das genannte Haus, so sieht man den langgeschwänzten Nachtaffen seine tollen Sprünge vollführen, während der schwanzlose glotzäugige Katzenmaki sich als Muster eines überaus langsamen Pedanten präfentirt. Der kleine Zwergmaki nimmt eine vermittelnde Haltung ein, läßt aber bei seinem Thun und Treiben stets«ine gewisse Bedächttgkeit wahrnehmen. Ein interessantes Schauspiel bieten endlich die fliegenden Hunde mit ihrer stets hängenden Stellung, tn der sie z. B. selbst das Essen und Trinken besorgen. Wenn wir zum Schluß noch aus das kleine fliegende Beuteleichhorn hinweisen, so wird wohl Jeder überzeugt sein, daß ein abendlicher Besuch im kleinen Vogelhause durch einen interessanten Einblick in das Thierleben sich lohnt. Der Tod de» Schnlknaben Altmann sollte, wie dieser Tage durch die Blätter ging, nicht auf die übermäßigen, seitens sei,»es Lehrers erthetlten Züchtigungen, sondern, wie die kriminal- polizeilichen Erhebungen ergeben hätten, ans einen S zuführen sein, den der Knabe mehrere Tage vor seinem eine Baugrube gethan. Diese Äeldnnz ist jiötlig|r «Ä f einer �en Rose, tandenen „Verl. Zeitung" berichtet hierüber: Wie der Vater bsf i SBaluhe dem wir unsere Informationen in dieser� Angelegenhei!: durcheilt. fang an verdanken, uns zu erklären ern, ächtigt, ist ihm. dachten Kriminalpolizei auf seine ausdrückliche Anfrage der Beh n g IM worden, daß die nach dieser Richtung hin angestellten durchaus nichts ergeben haben, was die Behau dem Sturz in die Grube rechtfertigen könne. Einer si stätigung durch die Kriminalpolizei hätte es in gar nicht bedurft. Als die Version von dem die Grube dem Vater zu Ohren kam, hat er sofort bei kannten in der Nachbarschaft und den Spielgenoffen seui» Umfrage gehalten, ob etwas Derartiges von ihnen oder ihnen bekannt geworden sei. Von allen Seiten w« jedoch entschieden verneint. Und die- stimmt auch voll!» dem übrigen Thatbestande. Der kleine Altmann hat bt Tage, wo er die Züchtigung empfangen, niemals über sein geklagt. Er war lustig und guter Dinge und vortv Appetit. Erst am Montag, den 39. Juni, also an dem dem er in der Schule die Prügel empfangen hat, kam ck bundenem Kopf und blutunterlaufenen Ohren nach Hausl über heutige Schmerzen, aß nichts mehr und legte sich l[ zu Bette, um, wie bekannt, nicht wieder aufzustehen. staatsanwaltliche Verfahren seinen Fortgang nimmt, so ivir uns vorläufig weiterer'Ausführungen enthalte». wollen wir zum Schluß noch bemerken, mdlung. Als Kl ormer Kn hnten G mp, Sch e Kolleg upt als! >er die t m habe ahrheit b sich nn itgetheilt be, keine, ff Stein» elche Aeu ' nt habe. rgünstigl «nn selbst dieselbel on Seiten 131. Gemeindeschule am Grabe des Knaben bestäligte, daß bG*£ c e W. selbst eingestanden hat, den Knaben in der von uns vrmery schilderten Weise gezüchtigt zu haben. Auch ist das TuM derer daß der ReWehoben ■ l"Mb e 1 1 e «handlul verfahren gegen den Lehrer eingeleitet. suedrücke Drei Menschen üt-erfnliren. Eine Panik rief irMegl-» zahlreichen Passanten Unter den Linden und an dem Mtep. oas burger Thor am Freitag Abend in der neunten Stur'mer dura führerlose Droschke hervor, deren Pferd scheu geworden � Slr.-t in sausendem Gallopp dahin raste. Laute Angstrufe ercö-GM zur erschreckt flüchteten die Menschen vor dem mit großer v?, unten,_ keit nahenden Geführt. Zwei berittene Schutzleute jagten» Angekt hinter dem Wagen her. Ehe sie ihn aber erreichten,'vnfforsitzenöe Unheil genug angerichtet. Zunächst karanibolirte das v?orven, oo mit einer durch das Thor einfahrenden Droschke und tchl erwie Pferd, dadurch noch wilder gemacht, mit mächtigen Sätzt die eine Thoröffnung jagte, gerieth es plötzlich in dichte JP Massen, die vor dem so plötzlich daher sausenden Gefah» schnell genug die Flucht ergreisen konnten. In wenigen blicken waren unter den Schreckenslauten der Zaschauen dem Angstgeschrei der Uebersahrenen eine Frau und zw« von den Rädern der Droscht« erfaßt, die über sie hinweg Die Verunglückten, von denen zwei anscheinend innere Verl davon getragen, wurden zunächst nach einem Hausflur f dann in ärztliche Untersuchung gegeben. Roch einmal e beiden ben. Vl chtig sein »hin gest urtheilt. ger wu Iche schii iftte. Gin; vereheln oanu iu urjiuajt uuiKifut�iuiy sivu) � bolirte die Droschke mit einem Omnibus, dann aber ho'1' t Schutzleute das scheu gewordene Pferd erreicht, sie sielen V. � die Zügel und brachten es mit kräftigem Ruck zum Steh«� J'» Hermann Trescher, der eine Reihe von Jahren» neben Robert Schweichel die„Deutsche Roman-Zeitnng" und dann der Redaktion der Berliner„Bolks-Zeitung" a ist am 5. Juli seinen zahlreichen Freunden durch den rissen worden. In allen Schrfftstellerkreisen, sowie ins! irnter den Mitgliedern des Vereins„Berliner Presse", in Hermann Trescyer geraume Zeit hinvurch als erster Sch mit nie versagender Pflichttreue wirkte, wird die Traner von seinem Hinscheiden mit innigster Theilnahm« ausfl'1 werden. Als Schriftsteller zeichnele sich der nunmehr B»' durch literarisches Feingefühl und kerngesunden Humor o dem iusbesondere die im Jahre 1883 veröffentlichten- fahrten" beredtes Zeugnip ablegen. Die näheren Freus Heren durch den Tod Hermann Trescher's einen in sein'' bewährten Genossen, einen guten Kameraden, dessen allzeit bewahrt bleiben wird. Die Beerdigung des im lichen Hause zu Torgau Hingeschiedenen findet heute Mit! Uiiserr Ausgewiesenen kehre«?urüch. Wir folgendes Schreiben: Gestern traf ich den 1883 von hi wiesenen Zimmerer Ad. Schnitze, derselbe ist von der! Polizei durchaus nicht belästigt worden, wird auch nich» ie Tochte en Kun eimal w ieder a swöchi, war. telt abe >' m, tti« ..tter'ui st spät i eld fand it vielme re eigeiu ch nach ckasien lo .chreckte ächte d» er rechter ' ne, um ■chler, d d rtef, Bannbrnch bestraft, denn er ist augenblicklich zu eine« �. 5 teigigen Hebung beim Garde-Pionier-Bataillon eingezogen-, Bauer, das ist auch ganz was'Anderes Rudow tui Kerlin. Allen Genossen empfehlen Nudow das Lokal von Bemio Stahl zu besuchen, da kein Lokal zu Versammlungen zu haben ist und nur dort das Volksblatt" ausliegt. Lokalkommission von Rudow. Doliseibericht. In der Nacht zum 5. d. M. fpr< unbekannter, etwa 39 Jahre alter Mann, nachdem er einem Messer die Halsadern zerschnitten, vom Elisabethul te ihr am Gli «heilt, i re schw« bsicht gi ihr samui ug; da äschestü eite We in den Kanal und ertrank.— In der Nacht zum 3. Techniker tn der Jnvalidenstraße von drei Männr�weugnib. jede Veranlassung gestoßen und dadurch in eine Schlägs�Ataatsan wickelt, in deren Verlauf er einen Messerstich in den Kopl II a h r e, - Am 6, d. M. Morgens siel aus dem Schlesischen eine 72 Jahre alte Frau beim Verlassen des Zuges infolgss Fehltritts vom Trittbrett des Eisenbahnwagens auf den" fteig herab und erlitt dabei eine bedeutende Verletzung am« köpfe, sowie Quetschungen am Bein.— Zu derselben Zeck! auf der Obersprce unterhalb der Verbindungsbahn das des Droguisten Köhn um, so daß er und seine Begleiter?! Wasser sielen. Ersterer ertrank, während letztere von Sl gerettet wurde.— Vormittags wurde in der Museumstra! der Nationalgalerie, ein Mann von einer Droschke übt> und am rechten Unterschenkel nicht unbedeutend verletzt. Sl nlnilant scher Sc ereitS f eeren auf die 1 Heeren mittags gerieth der Tabakarbeiter Lehmann vor dem. Schönhauser Allee 137—139 beim Ueberschreiten des Fahrd� falls d, durch eigene Schuld unter die Räder eines ThorwageNssssUnrntlic erlitt anscheinend einen doppelten Rippenbruch, so daß s. und der dem Kranrenhause am Friedrichshain gebracht werden»w! lichkeit, In der Nacht zum 7. d. M. entstand vor dem Hause Vergleid siraße 24 eine Schlägerei, wobei zwei Arbeiter von dem stellende Biernat durch Mesferstiche nicht unbedeutend verletzt ss. Seiten i — Am 5. d. M. fanden an drei verschiedenen Stellen � Brände statt. Gerichts Rettung �i>» 4. Juli wurden die Farmer U. er Arbeit entlasten. Dies l1'.:'! fernen 1 J nach d > Schcerei | stügelun 1 hat, t ; nichtet ..| kaminer beiden den r 45. Manschet plötzlich aus der............. und für sich sehr harmlos für den, der die Vorgeschw)!»..... kennt. Es wird den Lesern d. Bl. noch bekannt sein,?l Qsi.. c Laufe des Monats September v. I. in der Maschinensaby*!� XM mals L. Schwarickovit ein Streik ausbrack.. Es handelte�j.» � Schwartzkopff ein Streik ausbrach......... die Maßregelung des Formers Steinnietz, entstanden dadn von Seiten der Fabrikleitung angenommen wurde w. Steinmetz sei der Urheber und Vertteter eines Gerüche Veranlassung geben könne, den Formermeister Aßmus schlechtes Licht zu stellen. Jp der Schwartzkopfs'schen EisenK 'st eS immer Usus gewesen, daß den Formern sog. Löhs) verabfolgt wurden. In der Metallgießerei war dies? Fall. Ein zu damaliger Zeit beschäftigter Arbeiter Ro!' therlte nun den Formern der Metallgießerei mit, daß? aus den Büchern ersehen, theils gehört habe, daß den tss Formern für dasselbe Arbeitsprodukt verschiedene iaytt wurden, das sei dahin zu verstehen, daß Meisters Aßmus Begünstigungen Einzelner sta des So theilte er unter Ander-» nnt,"daß ein gewisser Knocke bei Gelegenheit der Abrechnung dem p. p. Aßn>Uss über geäußert habe:„Wir wollen erst ein« Flasche BW i-J rechnet sich besser." Diese letztere Aeußernng wurde der Gegen- >.>nd einer Anklage wegen Beleidigung(§§ 186, 187) sowohl '"/.r gen Rosenbaum wie Steinmetz. In dem in dieser Sache an- l standenen Termin wurde der p. Rosenbaum, der den Beweis fc Wahrheit nicht erbringen konnte, zu einer geringen Geldstrafe ch' rurtheilt. Die Anklage gegen Steinmetz war bis nach der vor- '«j dachten Entscheidung ausgesetzt worden und gelangte c'iL n 3. Juli vor der Ivo. Abtheiluug des Schöffengerichts zur Ver- n chStnblung. Kläger traten auf der Formeriueister Aßmus lind der ormer Knocke. Steinmetz soll nicht nur Verbreiter des oben er- ähnten Gerüchtes sein, sondern sich auch anderer Ausdrücke, wie J'm Schmarotzer u. s. w. gegenüber dem Zweitkläger bedient, j f", ine Kollegen vor dem Verkehr mit demselben gewarnt, ihn über- mpt als denjenigen hingestellt haben, der dem Meister gegen- »er die der Anklage zu Grunde liegende Aeußernng' ge- an habe. Der Beklagte erbot sich, den Beweis der Wahrheit anzutreten.— Aus der Beweisaufnahme er- ab sich nun, daß der Beklagte zwar das ihn von Rosenbaum Atgetyeilte weiter verbreitet d. h. seinen Kollegen mitgetheilt »de, keiner der Zeugen beider Parteien konnte jedoch behaupten, »ß Steinmetz Gerüchte, die er selbst wahrgenommen oder sonst elche Aeußerung sich über den einen oder anderen Kläger be- ..�.ent habe. Aus der Verhandlung ging hervor, daß thatsächlich !ich IPergünstigungen stattsinden. Wie soll man es sonst verstehen, !N.?enn selbst von Seiten des Meisters zugegeben werden mußte, daß er trdieselbeArbeitsleistuna verschiedenePreisezahle, außerdem wurden on Seiten des Angeklagt en Einzelheiten hervor- l-ehoben, die seitens des Klägers zu 1. nicht »iderlegt werden konnten. Es ging weiter aus der uchandlung hervor, daß nicht Steinmetz sondern ein ..ün derer die beregten Ausdrücke gebraucht habe. Auf diese lusdrücke wurde seitens des Zwcitklägers das Hauptgewicht es iMlegt. Da nun Steinmetz, wenn er den Formern der Met.- ein Sweß. das ihm von Rosenbaum Gesagte mittheilte, dies auch in StulMer durchaus zulässigen Form that, den Schutz des§ 193 den Str.- G.- B. in Anspruch nehmen konnte, die Andern eriöHm zur Last gelegten Vergehen nicht bewiesen werden er Ächnntm, so mußte das Gericht zur Freisprechung jagte» es Angeklagten gelangen. In der Urtheilsbegründung hob der , ivarwrsitzende ausdrücklich hervor, daß, obgleich objektiv festgestellt as Morden, daß der pp. Knocke einmal Bier bezahlt habe, so sei doch lind licht erwiesen, daß er hierdurch persönlichen Vortheil gehabt habe, "ie beiden Kläger auch einen durchaus guten Eindruck gemacht Iben. Vom juristischen Standpunkt aus betrachtet mag dies btig sein, moralisch betrachtet liegt es etwas ander?. Es mag hin gestellt sein, ob der Beklagte freigesprochen wurde oder rurtheilt. Durch die Verhandlung allem schon haben sowohl läger wie die Fabrtkleitung eine moralische Niederlage erlitten, »elche schwerwiegender ist, als wenn Beklagter vcrurtheilt worden »äre. Gin Unnbanfall auf die eigene Mutter führte gestern die »verehelichte Enima Martha Schulz« vor die dritte Straf- immer des Landgerichts I. Die aus der Untersuchungshaft vor- «führte Angeklagte ist erst 16 Jahre alt, das recht hübsche Besicht zeigt aber bereits jene eigenthümlichen Züge, welche die ..'-•> siegen'. Sie ist bereits nnend- ..____...... Angeklagte bereits en zMeimal wegen Diebstahls vorbestraft ist, nahm ihre Mutter doch eder aus, nachdem sie zu Pfingsten nach der letzten swöchigen Gefüngnißstrafe auf freien Fuß gesetzt wor- war. Tie Angeklagte gelobte Buße und Besserung, äelt aber ihr Versprechen nicht, denn anstatt zu ar- >» n, trieb sie sich umher. Am Morgen des 1. Juni er. saßen L.tter'und Tochter am Kaffeetisch. Di« Letztere war wiederum st spät iu der Nacht nach Hanse gekommen. Ihre Bitten um eld fanden diesmal bei der Mutter kein Gehör, dieselbe erklärte hr vielmehr, daß sie fernerhin die Wohnung zu meiden habe und ' re eigenen Wege gehen könne. Da griff die Verworfene plötz- ich nach einem Beile, das neben ihr in einem 5tohlen- «rasten lag, sie hob es zum Schlage und bevor die schreckte Mutter einen Schrei auszustoßen vermochte, achte die Tochter ihr mit der scharfen Beilselte eine Wunde an ' rechten Seite des Kopfes bei. Die Getroffene griff nach dem 'le, um ein nochmaliges Zuschlagen zu verhindern, sie zog die chter, die das Beil mcht losriß, nach der Thür, öffnete dieselbe o rief um Hilfe. Als die Nachbarn hinzueilten, rief die Anae- .ste: Ach, Mutter, schreie doch nicht mehr, ich thue Dir ja 'ts! Die Verletzte sank gleich darauf ohnmächtig zusammen. e ihr zugefügte vier Zentimeter lange Wunde war im Glück nicht gefährlich, ste ist nach einigen Tagen eheilt. Die Angeklagte legte im Termine keineswegs Reue über re schwere That an den Tag. Sie gab an, daß ste nur die bsicht gehabt, ihre Mutter zu betäuben. Sie wußte, daß dieselbe »r sammtliches baares Geld in einer Ledertasche unter dem Rocke ug; das Geld wollte sie sich aneignen, ebenfalls eine Anzahl Wäschestücke, die ihre Mutter ihr vorenthielt, und dann in die eite Welt gehen. Die bedanernswerthe Mutter verweigerte ihr "/''VzZeugniß. Der Gerichtshof erkannte nach dem Antrage des mG'Mtaatsamvalts auf eine Gefüngnißstrafe von drei �Kahren. ArbeikerKeivegung. Halingen, den 6. Juli 1896. Die von dem hiesigen Scheeren- ikanten- Verein beabsichtigte allgemeine Aussperrung sämmt- r Scheerenschleifer wirft, so schreibt die„Berg. Arwerst.", its ihre Schatten voraus. In einem der größten hiesigen ! Scheerengeschäfte werden nämlich seit gestern, mit dem Hinweise t."" jjouf die nächste Woche beginnende allgemeine Anssperrung, keine dtviLScheeren mehr ausgegeben. Angesichts des Umstandes, baß— ah�Zjalls tue Aussperrung Thatsache wird— in einigen Tagen »ageu' sämmtltche Arbeiter der ganzen Scheerenbranche feiern müßten >a? b�und der darin für beide Therle entstehenden großen Verantwort- nM�lichseit, wollen mr hoffen, daß noch in letzter Stunde durch die 'e Vergleichskammer eine die Schleifer wie Fabrikanten zufrieden» »M �stellende Einigung erzielt werden möge. Möge man auf beiden Zt �Seiten in Erlvägung zlehen, daß das in jahrzehntelangeii gemein- ltü � samen und harten Arbeiten erzielte Einvernehmen, dem sogar 1 nach dem Zeugnisse unserer HnndelSkammer die Solinger iSchcerenindilstrie große und maierielle Triumphe, die lieber- Jflügelung der Shessielder Schccreiiindustrie, zu verdanken »hat, nicht mit einem Schlage auf Jahre hinaus ver- I dichtet werde. Wir rufen hiermit das, was die Handels- *( kammer über die Schcerenindustt'l« und die Wirkung des von ««»Meiden-! ilen festgestellten Preisverzeichnisses veröffentlicht hat, kli-v. den r c nessenten ins Gedächtniß:„Scheere. Ueber diesen Artikel hicfstL beric wir mit dem erhebenden Bewußtsein, daß in ihm, was n, und Preiswürdigkeit anbetrifft, Solingen keine Kon- faWV cat. 5U schien hat. Die Solinger Scheere hat das englische Ite stA„ist?« anerkannternmßen überstügelt und im Herzen der eng- . s Tckablwaarenindustrie, in Sheffield, fmden sich heute ganze . ss Sckeeren, die ohne Ausnahme in Solingen fnbrizirt ju t iittd. Wir danken dieses erfreuliche Resultat zum größte» '.in Umstände, daß die hohen Fabrikattoiwpreise. be- ..die des wesentlichsten Arbeitsfaktors, die Schleiferei, sich erhalten haben, wodurch es also möglich wurde, lität des Fabrikats eine größere Aufmerksamkeit zuzn- nci�M"- als dies früher zum großen Nachtheile seines Rufes ge- . cr A,".. L.i'war. Es zeigt sich bei diesem Artikel so recht unzweifel- i fWV.ittr, n« segensreiche Folgen das einige Zusammengehen von Ar- Preist« � ,mern und Arbeitgebern mit sich führt, denn ohne diese iß ,W,"'Mg Zwischen den hier bestehenden Scheeren-Fabrikanten-Ver- " l etnerseiti und dem Scheeren-Schleifer-Verein andererseits :r v den die vor drei Jahren festgesetzten Minimallöhne die un- gemein flaue Geschäftsperiode nicht überdauert haben, vielleicht unter den Preise» des Jahres 1871 angelangt sein. Die gleich- zeitig mit diesen Vereinen ins Leben gerufene Äergleichskammer Hut sich bisher ebenfalls bewährt, so daß wir ähnliche Einrich- tungen in allen allen Branchen unserer Industrie wünschen können; sie würden eher als alles andere im Stande sein, das anbaltende Fallen der Preise des fertigen Fabrikats und damit das sehr bedauerliche Sinken der Arbeitslöhne zu verhindern."— Und heute? Heute soll das mühsam, unter großen Opfern von Zeit und Geld zu Stunde gekommene Werk in Frage gestellt werden wegen einer Firma, die mehr als anderthalb Jahrzehnte lang sich über das zwischen Fabrikanten und Arbeiter» verein- bnrte Preisverzeichniß hinweggesetzt, für die das Verhältniß, welches— laut der Handelskammer— den Triumph der Scheerenindustrie auf dein Weltmarkte herbeigeführt hat, nie existirte. Soziale UeUevfirkzk. Achtung Schuhmacher! Wegen Lohndifferenzen haben 26 Arbeiter(Zwicker) der Pantoffelfabrik von G. Buchholz, Lottumstraße 5, einmüthig die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist fernzuhalten. Achtung Utetallschleifer! Alle diejenigen, welche noch im Besitz von Listen für die gemaßregelten Schleifer sind, werden ersucht, dieselben(ob leer oder gezeichnet) bis zum 21. d. M. bei dem Kassirer R. Nirmetstheck, Skalitzerstr. 13, abzuliefern, event. sehen wir uns veranlaßt, die Vtamcn der Besitzer z» veröffent- licheu. Der Vorstand des Fachvereins der Metallschleiser. I. A.: Oskar Schwarz. Verla»»«nlu»»gen. Dis Derliner Schlächtergeselle» hielten am Sonntag Nachmittag in May's Festsälen eine sehr stark bestickte üffent- liche Versammlung ab. Nachdem die Herren Günther, Keslinke und Graßmann in's Bureau gewählt worden waren, hielt der Stndtv. Otto Klein einen Vortrag über das Thema:„Die gewerkschaftlicheOrganisation und die moderne Arbeiterbeweg un a." Der Vortragende maß der sozialdemokratischen Partei das Verdienst bei, die Ar- beiterbewegung in Fluß gebracht zu haben dadurch, daß ste die Arbeiterklasse aus einen höheren Bildungsgrad gebracht habe. Erfreute sich, daß auch die Schlächtergesellen endlich anfangen, ihre Lage zu erkennen und sich zu organisiren, nachdem schon die meisten Gewerkschaften ihnen auf diesem Wege voraus- gegangen sind. In trefflichen Darlegungen schilderte Redner sodann den Entwicklungsgang der sozialdemokratischen Partei, vielfach von lebhaften, Beisalle unterbrochen. Redner schilderte im weiteren Verlaufe seines Vortrages, daß nicht die Arbeiter es seien, welche Hag und Zwietracht säen, sondern daß das Großkapital die Unzufriedenhett in die Massen trage, welches seine„Ringe" bilde und den Arbeitern eine lnenschen- würdige Existenz incht gönne.(Sehr richtig! Bravo!) Nach eingehender Schilderung der politischen wie wirthschastlichen Verhältnisse im Allgemeinen kam der Vortragende auch auf die Verhältuisse im Schlächtergewerbe zu sprechen, die noch viel zu wünschen übrig ließen und die nicht geeignet seien, dem Gesellen zu gestatten, sich„etwas" zu„ersparen", um sich selbststündig macyen zu können und die eine große Aehnlichkcit mit denjenigen der Bäckergesellen haben. Möge es vielleicht auch in Berlin etwas besser sein(wofür indessen die große Zahl der arbeitslosen Schlächtergeselien kaum spreche), auf dem Lande und in kleineren Städten herrsche noch eine übermäßig lange 'Arbeitszeit bei einem unauskbmmlichen Verdienst, sowie die gänzlich nnzeitgemäße Anrede des Gesellen mit„Du". Redner ermunterte die Schlächtergeselien, sich zu vereinigen, zu organisiren, zur Abstellung der bestehende» Mißstände, zur Verbesserung ihrer Lage! Die Hilfe der organisirten Arbeiter- schast sei ihnen sicher!(Großer Beifall.) Im Anschlüsse an de» Referenten legte Stadtverordneter Zubeil in ebenso trefflichen wie sachlichen Ausführungen die Nothwendigkeit einer gewerk- schastlichen Organisation der Schlüchtergesellen auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung gleichsalls bar. Auch im Schlächtergewerbe mache die Thätigkeit der Maschin« immer mehr „gelernte" Arbeitskräfte liberflüssig und degradire sie zu», ge- wohnlichen Fabrikarbeiter, das Proletariat vermehrend. Eine Hauptaufgabe der neuen Organisation müsse es sein, die alte Abhängigkeit der Gesellen vom Meister in Gestalt von Logis bei demselben über Bord zu werfen und eine geregelte Arbeitszeit einzuführen. In der folgenden Diskusston erläuterte Herr Jahn des weiteren die Aufgaben der neu zu schaffenden Organisation unter dem großen Beisalle der Versammelte». Herr Oppermann, zweiter Vorsitzender des Vereins Berliner Laden-Schlächtergesellen, war der Meinung, daß die Schlächtergesellen keine Stadwcrord- neten brauchen. Sie könnten ihre Angelegenheiten selber und mit den Meistern alles in Güte regeln. Die Schlächter- gesellen wären und würden keine Sozialdemokraten.(Große Unruhe! Rufe: raus! raus!) Auch Altmeister H e l f e r t nahm das Wort. Im Allgemeinen würden die Gesellen mit„Sie" angeredet. Jeder Geselle werde bezahlt nach seiner Leistungsfähigkeit. Er warnte davor, sich selber zn schädigen. Heute sind Sie Ge- selle, in kurzer Zeit'sind Sie Meister!(Gelächter.) Herr Piets ch trat warm stir die Organisation ein, darlegend, daß nur von der sozialdemokratischen Partei für die Schlächtergesellen etwas zn erwarten sei. Dieselben arbeiten 18— 2(» Stunden, bekommen einen tungerlohn, während die Schlächtern, eister das Geld in die Tasche ecken. Mit Kraft und Ueberzeugung müsse eingetreten werden für Beseitigung der Sonntagsarbeit, Verkürzung der Arbeitszeit und Er- höhung derLöhnr. Da die Ausführungen des Herrn Oppermann nochmals die größte Unruhe hervorrufen, wird ihn, fernerhin nicht mehr das Wort verstattet. Altmeffter H i e n t s ch betonte, daß er stets das Wohl der Schlächtergesellen vertreten habe. Er gab zu, daß die Gesellen„Rechte" haben. Diese zur Geltung zu bringen, bedürfe es keiner sozialdemokratischen Zwischeuhilse. Er verhehlte nicht, kein Sozialdemokrat zu sein. Di« Gründung eines Fachvcreins sei der Anbeginn eines bedauernswerthei, 5ka>iipses, der das jetzt herrschende schöne Einvernehmen zwischen Meistern und Gesellen durchaus zerstören müsse. Die'Abschaffung von Kost und Logis sei unmöglich. Es ginge Alles zu machen, ohne daß die Schlächter der Sozialdemokratie in die Hände zu fallen brauchten! Von verschiedenen andere» Rednern wurde bringend dazu ausgefordert, de» Mißständen im Gewerbe, der Ausbeutung entgeaenzuircten. Der Schlächtergeselle verdiene höchstens 16 P,. pro Stunde. Die Ansbeutimg der Agenten sei grenzenlos. 75 M. würden für eine Stelle bezahlt! Dir Innung sehe das ruhig mit an! Der Geselle, der sich„auslehne", werde geächtet und existenzlos gemacht! Die gepflogenen Verhandlungen nahmen weiterhin einen sehr erregten Verlans, ste zogen sich bedeutend in die Länge und wurden schließlich durch«inen angenonimenci, Schlühantrag beendet. Nach einem zündenden Schlußworte des Resercnten, in welchen, er all» Angriffe glänzend parirte und nochmals darauf hinwies, daß, durch die Verhältnisse gedrängt, ebenso wie die Bäcker, Brauer und Kellner auch die Schlächter der Sozialdemo- kratie würden in die Arme gef. hrt werben, gelangten solgeude Resolutionen zur fast einstimmigen Annahme: „Die heutige öffentlich« Versammlung der Schlächter- gesellen Berlins und Umgegend erklärt sich mit den Aus- sührungeu des Referenten voll und ganz einverstanden und beschließt, eine Organisation ans de», Boden der modernen Arbeiterbewegung zu gründen und derselben Mann für Mann beizutreten." Eine weitere angenommene Resolution deckt sich dem Sinne nach vollständio mit der im Wortlaute mitgetheilten. Eine dritte Resolution, die ebenfalls mit größter Stimmenmehrheit zur Annahme gelangte, lautete also: „Die heute öffentlich tagende Versammlung der Schlächter- gesellen Berlins und Umgegend protestirt mit Entschicoen- he,t gegen die fernere Aufrechtcrhaltung der Viehsperren. Sie steht in ihnen einen wesentlichen Grund der beispiel- losen Arbeitslosigkeit und des immer tieferen Sinkens der Gesellenlöhne im Schlächtergewerbe, die schon nicht aus- reichend sind zum Fristen des Lebens und fordert unbedingt die Aushebung der Viehsperren." Nachdem gelangte noch der Antrag zur Annahme, eine Kein- Mission zu wählen, welche die weiteren Schritte zur Gründung eines Fachveroins iu» Sinne des Neferenten so schnell als niöglich veranlassen soll und wurde dementsprechend eine aus fünf Mit- gliedern bestehende Statutenbcrathnngs- Kommission gewählt und sodann die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die be- ginnende Bewegung der Schlächtergesellen gegen 6 Uhr Abends geschlossen. Dir or-deutlichr Gr«»rr'alvrvs'a>nmlutta der Freie» Vereinigung der Maurer Kerlina und Umgegend fand bei zahlreicher Betheiligung am 6. d. Mts. im Ors chel'schen Saale, Sebastianstraße 39, statt. Dieselbe nahm„ach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten zunächst den Bericht des Kassirers pro 3. Quartal und die Abrechnung von» Vcrgnügungfonds ent- gegen. Nach dem Berichte des Kassirers Herrn W. Schulz be» trugen die Einnahmen der Bereinskasse ausschließlich eines über- nommenen Bestandes von 82 Mk. 00 Pf. im Ganzen 1971 Mk. 60 Pf. und der verbleibende Bestand abzüglich der Gesammtausgaben in Höhe von 1757 Mk. 28 Pf. somit 297 Mk. 2 Pf. Der Ver- gnügungSsonds wies eine» Nestbestand von 9 Mk. 98 Pf. aus. Da weder seitens der Revisoren noch seitens der Generalver- samnilung gegen diese Abrechnungen Einsprüche erhoben wurden, so wurde der Kassirer, Herr Schulz, entlastet. Die Generalver- sammlung vollzog hierauf die Neuwahl eines Revisors an Stelle des statutenmäßig ausscheidenden Revisors Herrn Heinz«, sowie die Ersatzwahlen für die auSgeloosten Acttglieder des Aus- schusses und zwar der Herren Gchrke,Shdow und Gruna w. Es wurden gewählt zum Revisor Herr E n g e l m a n n und in den Ausschuß unter Ablehnung, die Mitgliederzahl von fünf auf sieben zu erhöhen, die Herren Sydow, Herm. Krieg und tranz Schulz. Den Bericht des Ausschusses erstattete Herr ägeter.— Nach Erledigung dieser Angelegenheiten gab der Vorsitzende, Herr Wernau, das bisher ermittelte Resultat der Fragebogen, die Statistik betreffend, bekannt. Vorerst konnte nur das Ergebniß von 71 Bauten zum Vortrag gebracht werden. Die in der Versammlung deponirten ausgefüllten Fragebogen konnten vorerst nicht mehr berücksichtigt werde», viele Fragebogen sind ferner noch im Umlauf, auch wurden noch neue verausgabt; es wird infolge dessen die Erhebung der Statistik fortgesetzt und das Ergebniß derselben später bekannt gegeben werden. In Rücksicht hierauf wurde den Kollegen dringend an's Herz gelegt, die gewissenhafte Ausfüllung ver Fragebogen sowie die Zustellung an den Vorstand„ach Möglichkeit zu beschleunigen. Doch auch die noch mangelhaste Statistik war schon ungemein lehrreich. So arbeiten auf den gedachten 71 Bauten inkgesammt 1468 Kollegen. Auf 27 Bauten mit 614 Kollegen wird täglich 16 Stunden gear- beitet, auf 44 Bauten mit 832 Kollegen 9 Stunden täglich. Lehr- linge sind im Ganzen 226 beschäftigt(ungefähr auf 6'/, Gesellen l Lehrling); davon auf den 27 Zehnstundenbautcn 84 Lehrlinge, auf den 44 Ncunstundenbauten 136 Lehrlinge.?luf Fachblätter sind abonnirt 151 Kollegen und zwar 41 aus den„Grundstein" und 116 auf das„Vereiusblatt". Dieselben vertheilen sich wie folgt: Zehnstundenbauten: 5„Grnndstein", 37„Vereinßblatt", Neunstundcnbauten: 23„Grunvstein", 81„Vereinsblatt". Die Arbeitslöhne betreffend, so sagt die Statistik: 66 Pf. Stunden- lohn werden gezahlt auf 29 Bauten bei neunstündiger'Arbeits- zeit; auf 8 Bnuieu bei zehnstündiger Arbeitszeit; ferner bei neun- stündiger Arbeitszeit: 65—76 Pfennig auf 1 Bau, 66 bis 65 Pfg. auf 2 Bauten, 55 Pfg., b?'/« Pfg., 66 Psg. auf neu» Bauten; bei zehnstündiger Arbeitszeit auf 7 Bauten 55—60 Pfg., 55 Pfg. auf 12 Bauten. Das Verhältniß der Polirre zn den Gesellen wird mit wenigen Ausnahmen als ein sehr nnrrfren- liches bezeichnet. Ebenso wird fast allgemein geklagt über völlig unwürdige und unzulängliche Baubuden. Solche miserablen Zu- stände, meinte der Vorsitzende, müßten„och vielmehr an die Oeffentlichkeit gebracht werden. Deshalb forderte er alle Berufs- kallegen nochmals aus, sich in Massen au der Statistik durch Aus- füllung der Fragebogen zu betheilige», sowie für eine menschen- würdige Existenz mit allen Kräften einzutreten. Sodann brachte der Vorsitzende eine Angelegenheit zur Sprache, welche, nach dem Ausspruche des Herrn K c r st a„, von bezahlten Elementen benutzt werde, um im Geheimen zu wühlen und zn intriguiren, nämlich das ans zwei Personen bestehende besoldete Bureau. Um einerseits de», geäußerten und zu Tage tretenden Mißtrane» zu begegnen, andererseits aber i» Berücksichtigung des Umstände?, daß die Organisation der Berliner Maurer thatsächlich nicht 2 Personen zu„ernähren" vermöchte, erbot sich Herr Wernau, wieder zu „arbeiten" und Herrn W. Schulz die Führung der Geschäfte allein zu überlassen, unter Abgab« des Versprechens, auch fernerhin seine Kräfte, soweit es anginge, der Sache der Maurer, der Arbeiter zu widmen. Gegen diese? Vorhaben wurde allgemein Widerspruch erhoben, wenngleich sich auch Redner fanden, die für eine Beschränkung des Bureaus auf eine Person eintraten. Di« schließliche Abstimmung ergab jedoch die Beibehaltung beider besoldeten Beamten.— Die Protokolle des letzten deutschen Maurerkongresses werden demnächst erscheine». Temzusolge be- antragte Herr.Kerstan, der Mitgliederzahl entsprechend Protokolle zu bestellen und jedes Mitglied zur Abnahme eines Proto- kolls u 23 Pf. zu verpflichten, welchem Antrag gemäß beschlossen wurde. Ferner brachte der Vorstand aus Nützlichkeitsrücksichten die Abhaltung eines Sommerfestes ans den,„Bock" in Vorschlag und zwar unter günstigen Bedingungen. D»e Generalotrsamm- lung nahm diesen Vorschlag ans und setzte den 16. August für Abhaltung des Sommerfestes fest. 21 neue Mitglieder wurden ausgenommen. Nachdem noch zu recht zahlreichem Besuch« der Versammlung am kommenden Tonnerstage in„Sanssouci" auf- gefordert worden war, wurde die Generalversammlung geschlossen. Eine Mitgiivdervcrfnttttulnng de« Lnchvrreino der Tupezirer Kerlin« fand am 1. Juli d. I. bei Feuerstein statt. Auf der Tagesordnung stand: Vortrag des Herrn Stadtverord- neten Vogtherr über Bellmny's Jahr 2000. 2. Diskussion. 3. Vcr- cincangelegenhciten. 4. Fragekaste,,. Zun, 1. Punkt der Tagesordnung erhielt Herr Aogtherr zu dem interessanten Vortrage das Wort, welcher mit großen, Beifall aufgenommen wurde. Wäh- read der Diskussion wurde hauptsächlich darauf hingewiesen, daß sich jeder Kollege diesen Roman von Bellainy zulegen kann, derselbe ist für 40 Pfg. bei Reclam zu kaufen. Zu Vereinsaugelegen- Helten verlas der Vorsitzende, Kollege Zack, einen Brief der Kupferschniiede Berlins, welche»och durch den Streik ausgesperrt und daher unterstützungsbedürstig sind. Da die Vereinskasse schlecht bestellt ist, konnte» nur 26 Mark bewilligt werden. Kollege Freiwald sprach sich dahin aus, daß eine regere Agitation für den Fachverein Platz greisen müsse, denn es ist schon gar nicht mehr zun. Ansehen, wenn man sieht, wie jetzt die Versammlungen besucht sind. Stach den Vor- trägen, welche hier im Fachvercin gehalten worden sind, müßte der Saal gepfropft voll sein. Es müßte also etwas geschehen, daß die Kollegen in den Versammlungen zahlreicher erscheinen; es muß ihnen klargemacht werden, daß dieses die erste Pflicht ist, der sie überhaupt als Menschen nachzukommen haben. Kollege Gräßel sprach sich in demselben Sinne aus und wandte sich an den Vorstand. Derselbe müsse mehr für Agitation sorgen, wem, mcht anders, dam, müsse er wieder einmal einen Ausruf a» die Gehiisenschast erlassen, der sie an ihre erbärmliche Lage erinnert. Kollege Zack erwiderte de», Kollegen Gräßel, daß doch schon alles Mögliche gemacht worden ist. Es ist in, Frühjahr ein Flugblatt versandt worden, es ist eine Statistik aufgestellt worden, um die schlechte Lage der Kollegen zu be- leuchten, und was hat die Statistik ergeben? Es sind von 300 Werlstellen, an welche Formulare geschickt waren, nur 04 zurückgekommen. Kollege Zack glaubt alles Mögliche für die Agitation und Organisation zu thun, mehr wisse er nicht. Nach- dem noch auf das Sommerfest, welches am 19. Juli in der Neuen 'Welt(Hasenhaide) stattfindet, aufmerksam gemacht wurde und daß nach Kräften für den Umsatz der Billets gesorgt werden möge, da 6000 derselben umzusetzen sind, erfolgte Schluß der Ver- sammlung. Achtung Referenten l Unterzeichnete erlauben sich, alle diejenigen, welche gewillt sind, Vorträge in gewerkschaftlichen sowie politischen Vereinigungen resp. in öffentlichen Versammlungen zu halte», zu ersuchen, um den Einberufern das mühevolle und plan- lose Suchen nach einem Vortragenden zu ersparen, gleichzeitig aber auch die betreffenden Vortragenden vor allzugroßer Inanspruchnahme ihrer rednerischen Kräfte zu befreien, ihre Adressen mit Angabe der Tage, an welchen sie allwöchent- lich referiren wollen, auf einer bestimmten Stelle niederzu- legen. Unterzeichnete glauben im Interesse beider Theile im Zentrum der Stadt diese Stelle anzugeben, und erklärt sich Herr Alwin Gerisch, Arbeitsvermittler des Arbeitsnachweises der Metallarbeiter, Wallstr. 7/3, bereit, eine Liste im obenangegebenen Sinn anzulegen. Achtungsvoll Theod. Glocke, Lausitzerstr. S2 3 Tr.(auch Beuthstr. 3) Alwin Gerisch, Wallstr. 7/8. Achtung, N«rgo1d«r! Sonnabend, den 12. Juli: Großes Sommerfest, Kunden mit Konzert, Vorträgen und KraslprodutUonen, im Viltoria-Part. OTfTnA � er 1- x f x£.*im w:_ �____ � j.•« verbun' Frankfurter Allee. Die Kaffeekuche ist für die Damen von 2 Uhr an geöffnet. Kaffe findet nicht statt. «roß« otfenttiche Versammlung d«r an H»lib«arbritung«-Ztta. schinrn beschäftigt«» Arbeiter am Dienstag, 8 Juli, Abends 8� Uhr, bei FenSte, Landsbergerstr. 37. Die Ktstenmacher, Holz- und Brctterträger sind ganz besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Deutscher Tischler- Verband. Zahlstelle Tharlottenburg. Dienstag, ........ bei Herrn Bachmann, Wallstr. es: Mitglieder- e. Juli, Abends 8!ä Uhr, Versammlung. Central-Kranken- u. Sterbekass« de» Deutschen Kenefelber-Kunde». (S. H.). Vernx-Stelle Berlin. Heute, Abends 8 Uhr, im Restaurant Weich, Aleranderstr. si: Mitglieder- und VerivaltungS-Verfammlung.— D.-O. träge zur General-Verfammlung. Ssteatervcrein„Akazi»" Abends An- g Uhr Versammlung im Restaurant Langenberg, Wrangclstr. ui. Säfte willkommen. Achtung, Zimmerleute! Zum IS. Stiftungsfest des BeerdtgungSvsreinS Berliner Znnmerleule stndet am Sonnabend, den 12. Juli, im großen Saale der Brauerei Friedrtchshatn(früher LipS) ein großer SommsrnachtS-Ball staN, wozu die Mitglieder und Freunde gütigst eingeladen werden. Frei, p «. s. m. K- AbendS»!i i Deutsch! ereinigung der Damenmäntel-Kchneiber und Arbriterinne« «rlin». Große Vereinsversammlung am Dienstag, den 8. Juli, , Uhr, bei Joel(früher Keller), AndreaSstr. 2i(oberer Saal). . /cher Tischler-Perband, Zahlstelle Steglch. Sonnabend, den 12. Juli. Abends 8 Uhr, im Kurhaus zu Friedenau: großer Sommernachts-Ball. Brunnenftr. 38. Die xehrstunde der Fraurn-Abtsteiluug des LehrkursuS zur ersten Hilfe bei plötzlichen Unglücksfällen sinder am Dienstag, den 8. Juli, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein statt. Soiialdemobratischer Ulahlnerein de« 4. Kerliner hleichetag«- Wahlkreise». Generalversammlung am Dienstag, den 8. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale Süd-Ost, Waldemarstr. 7ö. !0!iald««okratischrr Lese- und Diestutirlllub Kassau«. Versammlung >tenstag, den 8. Juli, Abends Uhr, Adalberrftt. 4 bei Schneider. Da '"..... jßzst, haben Vorstandswahl stattfindet, ist das Erscheinen Aller nothwendig. Zutritt. bZanverein Kerliner Kildhaurr. Dienstag, den 8. Juli, Abends Uhr, keine«ereinSfitzung, dafür Delegtrten- Versammlung. Die Bibliothek ist geöffnet. Gesang-. Turn- und geseUige Verein» am Dienstag. Gesangverein ..Sülenberg" Abends SX Uhr im Restaurant Quandt, Stralausrstraße 43.— Gesangverein„Alpenglühen" Abends s Uhr im Restaurant Hildebrandt, Prinzen- straße 97.— Schäfer'scher„Gesangverein der Elfer" Abends g Uhr bei Wolf und Krüger, Skalitzerstr. 120, Gesang.— Männergcsangverein„Gartenlaube" Abends 9 Uhr im Reftarant Firk, Kottbuserslraße 22.— Gesangverein Bouvardia"(Männerchor) Abends.8 Uhr im Restaurant„Teutonia", Bel sorterstraße is.— Männergcsangverein„Steinnelke" Abends 9 Uhr im Nestau rant Schulz, Stcttinerfttaßs ss— 87.— Gesangverein„Harmonie" Abends 8 Uhr in Neukam'S BierhauS, Große Frankfurtsrftr. 49.— Männergesang- verein„Scholl" Abends o Uhr im Restaurant Drillhose, Rosenthalerstr. Ii— 12. — Gesangverein„Sängerhain" Abends 9 Uhr im Restaurant Kaiser-Franz- verein„Felicitas" Abends 9 Uhr im Restaurant Nebelin, ännergesangverein„Olympia" Abends 9 Uhr im Restaurant aesangveretn„Hilar Allee 89.— Gesang' Langes». 108.— Männergesangverein„Olv Geich, Prinzcnstr. 10«.— Gesangverein„Liedcrlust" Abends 9 Uhr im Restau- rant Lehmann, Naunynstr. 44.— Männergesangverein„Accordia" Abds. 9 Uhr bei Weich, Aleranderstr. 31.— Gesangverein„Ludwig'scher Männerchor" Abends 9 Uhr Lindensir. 106 bei Poppe, UebungSstunde. Gäste sind willkommen.— Männergesangveretn„LiedeSsreiheit" AbendS s* Uhr_tm Restaurant Henke, Bluinenslr. 28.—„Deutschs Liedertafel, Dirigent R. Mafchtnskn Abends 9 Uhr UebungSstunde im Restaurant Saeger. Grüner Weg 29 — Männergesangverein„Alte Linde" Abends 8Z(— lo!( Uhr im Restaurant Johns, Mariannen- straße 19.— Gesangverein„Bleibtreu", Uebungsstunde Müllerstraße 7 bei Pohl.— Zitherklub„Amphton" Abends 9 Uhr in TrtebelS Restaurant, Hoher Steinweg 16.— Turnverein„Froh und Frei"(Männerablheilnng) bends 8)| Uhr, Bergstr. 67.— Berliner Turngenostenschaft(Fünfte Männer- ........ M..............■'-'- Ifen-' ehemaliger 9 Uhr im Restaurant Kinner, Köpnichcrstr. 68.— Arendtstcher Stenographen� verein„Apollobund" Abends 8Zs Uhr Brunnens». 1294.— Arendlffcher Steno- Ehenveretn Abends 8X Uhr im Restaurant„Zum eisernen Kreuz", Linden- x 71.— Deutscher Verein Arendt'scher Stenographen Abends Uhr in oel'S Restaurant Brunnens». 129».— Verein„Roe" Abends'Uhr im Restaurant Eltze, Alerandrtnenf». 99.— Unterhaltungsverein„Harmonie" AbendS 8 Uhr, Eisenbahns». 26V, im Restaurant von Liebe.— AergnügungS- verein„Mollig" AbendS 9 Uhr im Restaurant Rsinicke, WipSstraße s, jeden Dienstag nach dem I. und 16.— Zitherklub„Amphion" AbendS 9 Uhr iin „Münchener Hof" Spandauers». 11—12.— Rauchklub„Zum Wrangst" AbendS 8 Uhr hei Herfchleb, Adalberts». 4.— Rauchklub„Portoriko", AbendS 9 Uhr. Manteuffelstraße 119 bei Grewling.— Rauchklub„Deutsche Flagge" Abends 8 Uhr im Restaurant Händler, Wrangelstr. Ii.— Rauchklub„Frtedrtchshain" AbendS 9 Uhr im Restaurant Kipping, LandSbergcrs». 116».— Rauchllub .Lustige Brüder" Abends«j( Uhr bei Grothe, Fürstenbergerftr. 2.— Ver- gnügungsverein„Fröhlichkeit", Grüner Weg 29. Grobe Sesellschastsstunde, verbunden mit Vorträgen. Gäste willkommen. Entree frei.— Tambour- verein„Sedan" S tzung Abends Ssj Uhr Grüner Weg 9—10.— Tambourveretn N-.1 Restaurant Abends' Mitglieder „Vergnügungsveretn Abend 9 Uhr bei Feuerstein, Alte Jakobsttatze. Gäste willkommZM demokratischer Lese- und Diskuttr-Ver-in„Herwegh".«bends 8 U» des Herrn Otto Linke, Forstersttaße 45. DvjrsfilHstt. (W-lffs T-l-graphett-K«r«tt».) L-ttdott, 7. Juli. Ter Polizeichef hat heute_ 50 von den Polizeimannschaften, die am Sonnabend H verweigerten, entlassen. London. 7. Juli. Unterhaus. Ter Staats? Innern Matthews erklärte in Beantwortung einer bi P Zeitungsmeldungen über die unter der Londoner Schr.'« ausgebrochenen Unruhen seien sehr übertrieben. N- 1 unerfahrene Polizisten hätten sich am Sonnabend in J street-Station einer Insubordination schuldig gemacht, I seien deshalb heute entlassen worden. Die alten, erfablj lizisten dagegen betragen sich würdig der Traditionen dec» Schutzmannfchaft. Uebrigens seien von dem Chef der M »mkassendsten Mastreoeln aetremen. dast die Voliiei der gi umfassendsten Maßregeln getroffen, daß die Polizei der Stadt die ihr obliegenden Pflichten im vollsten Maße ll�chgint taj London. 7. Juli.(Meldung des„Reuter'schen Ms Haus v Heute früh verweigerten die Mannschaften des 9.(gs des Garde-Grenadierregiments in der Wellinxlv��x Kx bei dem Signal zum Sammeln den Gehorsam.| war gegeben worden, um eine Revision der T orv'■nwa« Mannschaften durch die Offiziere vornehmen zu laff f_"f �— i-_._ C lf> TT--- T' Z.> � Z f* m /«■— 4.»• T» j\»* rt ▼*'(.(. Soldaten schlössen sich in ihren Stuben ein Berathung mehrerer Generalstabsoffiziere mit � des Regiments wurde von der Revision der Torn> gesehen, der Oberst ließ aber die Mannschaften und Glied antreten und machte ihnen Vorstellung ihres Verhaltens. Diese Vorstellungen wurden m't und Schreien beantwortet. Gerüchtweise verlautet,? giment werde zum Dienste außerhalb Englan!-- werden. Die FZ- genüber besten VriefkÄlten vev Bei Ansragen bitten wir die Abonnements-Quittung beizuf ig Antwort wird nicht ertheilt. I.........|................»rden, si Kerufsgenossettschaft. Senden Sie den Artssci t �en Ar den Fall seiner Brauchbarkeit dürfen Sie au ar lcht diretl Honorar rechnen. SN sie dei Freie Vereinigung der Maurer Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 10. Juli, Abends 8 Uhr, in Sanssoncl, Eoitbnserstr. 4a: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über:„Gesellschaftliches und Privat-Eigenthum." Referent: Herr Link. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Vergnügungs-Komitee's 4. Stellungnahme zu einer Landpartie. 5. Verschiedenes. Mitglieder werden aufgenommen. Sämnltliche Berliner Maurer und Putzer sind zu dieser Versammlung eingeladen. 946 bI.B. Die Adressen der Mitglieder des Ausschusses sind folgende: L.: Hermann Legeier, Kreuzbergstr. 77; O.: Christoph Tasch, Kleine Frankfurterstraße 10, 4 Tr.; N.: Albert Sydow, Fürstenbcrgerstraße 10, Hof 4 Tr.: N.: Hermann Krieg, Weißenburgerstr. 30; SW,: Franz Schulz, Nostizstr. 16. Kollegen, welche den Rechtsschutz in Anspruch nehmen wollen, haben sich zuvor an die vorgenannten Personen zu wenden. Der Vorstand. ''toiei fast Freie eTeVmgungder Gartonarbeiter. Mittwoch, 9. Juli, Abends SVa Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29: Gtlierül-VerMiillllilg. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Jahresbericht des Kassirers. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Verschiedenes und Fragekasten. müssen unbedingt Löpenivk! Mietfferverew fürCöpemck u. Umgegend. Mittwoch, k\\ 9. zuli, Abends 8 Uhr, im Mserhos: DM- Vei«saiiiniB&inga Tages-Ordnung: 1. Statutenänderung. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. 4. Wie organistren wir uns in politischer Beziehung? Referent: �Th. Glocke. 962 Strohhut-Fabrik-Niederlilge vöimvvitZiLtr. I, Ecke Steglitzerstr. Wegen vorgerückter Saison werden Dsmsn-, Herren- und Knaben- Strohhüte zu den billigsten Preisen ausverkauft. 877 Ferdinand Henke, Fabriklager von Blumen, Federn, Sammet- und S idenbändern. Adi! inaMIM 1 Und in so kurzer TiüV getrocknet. V M m «We�toMW!? trocknet in 4— 5 Stunden hart und �länzend� _______ Ueberlackieren überflüssig. Da« unangenehme Kleben Ut vollständig autgeschloMen. Jadasld Snler'sdie Fussbodai- Glasur-Lock-Fapbe und kostet nur 75 PF. das Plund. Nasse Witterung hat keinen Einfluss auf meine Farbe. Aufträge führe nur gegen vorherige Einsendung des Betrages oder nähme aus. 75 Pfennige. gegen Nach- Preis 4 Pfund üi Z 2 •CS g - e ■n s. 1 R. J. Suter, Berlin Ii., Zionskirchstr. No. 44. 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Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ersahwahl des Vorstandes, sowie Wahl von drei Revisoren. 955 5. Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung werden sämmtliche Kollegen ersucht, pünktlich zu erscheinen, vor Vorstand. des 652 und Versammlung Sosialdemehratisehen Lese- Diskntir- Vereins„Herwegh" am Dienstag, Abends 9 Uhr, im Lokale des Herrn Linke, Forfterstr. 45. Central-Kranken- n. Sterbekaße lier deatschea Wagenbaaer. snrecht cn ahme ist eamten i Ausverkau der Corsrt-«. Hamenmäittri-F«brfggff M. Lolirniann Müller str. Ecke gchuljciiiiorj rp Erste» Speeial-Labrikations-Geschöft äm Web-ng> zros-Gesl■ f Mein Lager ist nach beendetem Engros-Geschäft noch 1 nur reellen gutsitzenden, in meinen Werlstülleu angeserligten sortirt und stelle dieselben, da ich bereits Wintersachen sabi irr schleunigen Ausverkauf zu sehr i billigen aber festen Preisen. Ich unterlasse jede weitere Anpreisung und verweise auf die !öhne vor eeinflußt '.us i seil ie R eichnet ren. L gend eini in d chrikatio 'chtur lügei ■vyy n-vr wriirre Anprepung uno verweile auf v.-... lobenden Besprechungen der Berliner Zeitungen über mein Geft«u.", 0 Schneider- edarfsartikel empfiehlt billiafi(Mufti Bedarfsartikel empfiehlt billigst(Muster gratis und franko) t?llit PlAlior Wilhelmstrasse 114 AUU. ritZPLI,(g.d.Puttkamerstr.). Sonntags von 10 Uhr ab geschlossen. ESrueklianiler U-. s- w. dauerhaft gearbeitet, sowie sämmtliche Artikel zur Krankenpflege empfiehlt 499 Ch. Pollmann, 30 Linien straße 30. Lieferant f. siimmtl. Krankenkassen. Dienstag, den 8. doli, Abends g/.> bei veigrnüUer, Alte dahebstr. 48a Große Versammlung siimmtl. Mitglieiier Berlins. Tagesordnung: 1. Bericht der Delegirten von der Generalversammlung. 2. Verschiedenes. Die Grisoermaltung, 949 I. A.: v. Tempel. Fabrik Emil Lefävre, Berlin, Oranienstr. ISS. Größte Auswahl l MoU-Atlao- '" Handarbeit! , bordeaux schadhafte j Decken 3 und 4 Mark. 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