Nr. 32. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntags Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post ZeitungsPreisliste für 1897 unter Dr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene Rolonelzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Hamburger Streik ist zu Entre. Die Arbeiter sind erlegen. Nicht in ehrlichem Kampf. Was Freiligrath von der Neuen Rheinischen Zeitung" sagte, das gilt von dem Ausstand der Hamburger Hafenarbeiter: „ Rein ehrlicher Sieb in offener Schlacht, „ Es fällten die Nücken und Tücken, o " Es fällt mich die schleichende Niedertracht-Das war kein ehrlicher Kampf; Luft und Sonne waren nicht gleich vertheilt. Sonntag, den 7. Februar 1897. " Geschlagen aber nicht besiegt. Besiegt, so wenig wie die Junitämpfer. Besiegt so wenig wie die Kommune, aus deren Niederlage der internationale Sozialismus Riefenkraft sog. Wie das Ende der Kommune, so wird das Ende des Hamburger Streits die Sozialdemokratie und die Arbeiterbewegung stärken. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. " arbeiter schließlich der Uebermacht erlegen. Sie haben Bismarck Beleidigungsprozesse zu insceniren, und weit über beldenhaft gekämpft, und gleich den Junihelden solche ftrafrechtliche Beeinflussungsversuche hinausgehend, die Press Don Paris find fie, mit Freiligrath zu reden: die durch Verbreitung wahrer, entstellter, erfundener, geschminkter un Siegenden Geschlagenen". erlegener Nachrichten zu veredeln. Noch höher hinauf aber ging der Wirkungskreis dieses Zentral Nachrichtenbureaus". Ihm fiel auch die Aufgabe zu wie fonnte ein Stieber'sches Institut ohne solche Aufgabe bestehen!- hochverrätherische, staatsgefährliche Umtriebe zu ermitteln und zu entdecken". Stieber erhielt feine Besoldung aus dem Dispositionsfonds des Ministeriums des Auswärtigen. Er unterhielt in den auswärtigen Staaten und in Deutschland eine Fülle von Agenten. Diesen Agenten fiel die Aufgabe zu, nach Nichts kräftigt und begeistert mehr, als ein gemeinsamer preußenfeindlichen und staatsgefährlichen Umtrieben Ausschau halten und darüber zu berichten. In den Jahren nichts hatten schwerer und ehrenvoller Kampf. Und ein Rampf war's mit unmittelbar nach dem 1866 er Kriege richtete sich die Spürthätigkeit Gegen die Arbeiter, die- Proletarier nichts hatten schwerer und ehrenvoller Kampf. Und ein Kampf war's mit als das Bewußtsein ihres Rechts und die Sympathie ihrer herrlichen Lehren als Frucht. In all seinen Phasen hat er des Bentral- Nachrichtenbureaus" insbesondere gegen die WelfenKlassengenossen, der anderen Proletarier, stand das vereinte Rapital bestätigt, was die Sozialdemokratie über die Natur des umtriebe". Stieber wurde von Bismarck zum Spezialkommiffar mit seinen gefüllten Geldschränken und Speisekammern was Kapitalismus und des heutigen Klaffenstaates gesagt hat. der Staatsregierung mit weitgehenden Befugnissen ausgestattet. Gr verschlug es den Rhedern, wenn der Handel Hamburgs einige Rein Arbeiter mehr in Deutschland, der reiste in Hannover, Wien, London, Paris, Frankfurt a. M. umber, Monate stockte und wenn die nationalen Interessen" un an die Harmonie von Kapital und Arbeit stellte dort Agenten an und instruirte sie. Ausgangs 1866 wurde herausfäglichen Schaden erlitten? Der echt patriotische Gemeinsinn, glaubt. geftiebert, eine hannoversche Legion fönigstreuer Hannoveraner be der die Arbeiter bewog, einem Schiedsgericht zuzustimmen, Rein Arbeiter mehr in Deutschland, der finde sich im französischen Solde, eine Welfenlegion sei im Ent war für sie, die Herren des Geldsacks, ein überwundener an die soziale Mission des Klassenstaates flehen i. f. w. In Hannover ließ Stieber im Jahre 1867 und 1868 eine Anzahl Welfen verhaften, beschlagnahmte bei hannoverschen Standpunkt. Für sie gab es nur einen Gedanken: glaubt. Bantiers 60 000 Thaler Privatvermögen des Erkönigs von Hannover den Arbeitern die Dbmacht des Kapitals zu zeigen; Rein Arbeiter mehr in Deutschland, der und betrieb den Hochverrathsprozeß gegen den früheren hannöver nur ein Ziel, die Arbeiter niederzuwerfen und ihnen den Fuß nicht eingesehen hätte, daß die Befreiung schen Minister Grafen von Platen- Hallermund. auf den Nacken zu sehen. Das schöne Gerede von Harmonie der Arbeiter einzig das Wert der Arbeiter zwischen Kapital und Arbeit war vergessen vergessen all felbst sein tann. Diese Lehren sind mit den Opfern das schöne Gerede vom sozialen Frieden und praktischen des Hamburger Streits billig erkauft. Sie verbürgen uns den Christenthum. Der Stlave" hatte gewagt, sein Recht zu Sieg. fordern, das war Rebellion- dafür mußte er gezüchtigt werden. Nie haben die Sklavenhalter Amerita's eine größere Menschenverachtung für ihre Niggers" bethätigt. " Die braven Arbeiter Hamburgs standen im Kampf wie die Mauern; allein es giebt einen Feind, den die stärksten Mauern nicht abhalten fönnen: der Hunger. Hoch die Hamburger Arbeiter! Sie haben den Dank der deutschen Arbeiterklasse verdient, die nach wie vor hinter ihnen steht. Und hoch die Sozialdemokratie! Stieberei. Der Abg. Dr. Friedberg entwickelte im Reichstag eine so starke geschichtliche Untenntniß, als er das System Stieber- Bismard in feiner Eristenz bestritt, daß dies auch bei einem Professor und Auf den Hunger rechneten die Rheder. Bei Austern und Champagner beobachteten sie, wie ein Arzt den Verlauf einer tödtlichen Krankheit beobachtet, ruhig und gelassen, die goldene Uhr in der Hand und die Minuten zählend, den Augenblick, wo der Wolf Hunger von ihren Opfern nicht mehr abgewehrt Nationalliberalen auffallen muß. werden könne. Sie hatten länger zu zählen, als sie erwartet hatten, die Arbeiter Deutschlands und auch die Genossen im Ausland hatten erkannt, daß die Sache der Hamburger die Sache der Gesammtarbeiterschaft war sie stellten sich auf seiten der Streifenden und leisteten, so weit es in ihren Kräften war, Hilfe.tk sid " Die Vorlesung, die Bebel darauf diesem nationalliberalen Heiligen hielt, wird hoffentlich in etwas die Fülle der professoralen Gedankenlosigkeit und Thatsachen Untenntniß und seiner Gesinnungsgenossen Gedächtnißschwäche etwas nach gemindert haben. Unsere Menschenliebe veranlaßt uns, des Professors zuhelfen. Wir theilen deshalb etwas über die Thätigkeit Stieber's nach seiner Entlassung aus dem Berliner Polizeipräsidium mit. Vielleicht frommt es auch anderen. Daneben ist Stieber eifrig an der Arbeit, die offiziösen LügenPreßapparate zu ftüßen und zu festigen. Seinem Einfluß war es bereits 1865 gelungen, das offiziöse Wolff'sche Telegraphen bureau gegenüber dem Reuter'schen in eine Attiengesellschaft bei der die maß Regierung sich einen zuwandeln, gebenden Einfluß auf die Leitung die Leitung des Instituts sicherte. Der König batte der Umwandlung Des Wolff'schen telegraphischen Justituts in eine Aktiengesellschaft lebhaft zugestimmt und erklärte, sich sehr zu freuen, wenn bewährte patriotische Finanz männer, wie die Herren v Oppenfeldt, v. Magnus, Bleichröder sich zu diesem Geschäft mit Dr. Wolff einigen" möchten. Stieber lag es ob, die Lebensadern unliebsamer Konkurrenten, zum Beispiel im Jahre 1867 das telegraphische Bureau für Norddeutschland", durch Polizeimittel zu unterbinden. Er operirte mit Erfolg. Auf der Weltausstellung 1867 in Paris fehlt Stieber nichtder preußische Staat hatte ein Recht auf die goldene Medaille im Spigeleiwefen. Stieber sagt den Attentatsversuch des Polen Berezowski auf den russischen Baren voraus. Die Pariser Polizei lächelt darüber. Stieber behält recht: Berezowsti schießt auf den Kopf eines Pferdes, das neben der russischen Equipage ging. Bismarck Paris, um über die militärische und politische Sitution Stieber bereist im Jahre 1869 als Kundschafter des Grafen Frankreichs zu berichten. Im Jahre 1870 vor dem Krieger füllt er dieselbe Mission in der Schweiz. Daneben steht er unents wegt im russischen Solde. " " 1870 wird das durch den Welfenfonds gespeiste kostspielige Bentral- Nachrichten- Bureau" gegen den Wunsch Stieber's etwas reduzirt. Anderthalb Millionen Mart sind in den elf Stieber wurde am 1. Dezember 1860 zur Disposition gestellt. Halb Wochen des Streikes für die Ausständigen zusammengekommen. amtlich wurde er jedoch bereits im Jahre 1861 wieder vom Ministerium Und diese gesammte Summe ist fast ganz von den färg des Innern beschäftigt. Vom Jahre 1861 bis 1866 beschäftigte sich lichen Arbeitergroschen", welche das nimmersatte Kapital in Stieber außerdem mit Häuſer- und Grundstücksspekulationen. Ueberdies Im Kriege 1870/71 wird Stieber abermals Feldpolizei- Direktor. den Taschen der Reichthums erzeuger: der Arbeiter Regierung durch Vermittlung des russischen Gesandtschafts- Attaché's Nachrichten- Bureaus", dessen Auflösung war Stieber seit dem Jahre 1861 im Interesse der russischen Nach dem Kriege richtet Stieber die Thätigkeit des„ Zentralbie gelaffen hat. Es ist das eine dessen Auflösung drohte, gegen bewunderungswürdige Herrn von Mohrenheim mit polizeilichen Geschäften betraut. Er staatsgefährlichen Umtriebe" der ultramontanen und der sozial Leistung, um so bewundernswürdiger, als all diese Arbeiter wurde hierfür sehr gut honorirt. Besonders lag dem Stieber demokratischen Bewegung. Er stiebert vergebens. Am 29. Juni 1871 groschen" während des Streits felbst gesammelt ob, nach russischen Verschwörern zu suchen; folgte dem Stieber doch nicht fonnte Liebknecht in einer Leipziger Boltsversammlung mit recht bewerden mußten, da keine gefüllten Kassen vorhanden waren, mit Unrecht der Ruf, besonderes Geschick in Aufspürung nicht vor- haupten, der Hallunke Stieber" beschäftige sich mit der Interaus denen die Ausständigen schöpfen konnten. handener Geheimverbindungen und Verschwörungen zu haben, solche nationale". Die Leipziger Polizeibehörde frägt an, ob Stieber auf Lager zu halten und zu geeigneter Zeit damit als Rettungsnagel nicht gegen Liebknecht Strafantrag stellen wolle. Stieber lehnt die Stellung eines Strafantrages ab der geängsteten Bourgeoisie aufwarten zu können. es schien ihm wohl, daß Regierung dauerten, abgesehen von fleinen Unterbrechungen, bis zum leicht zu führen war. Diese privatpolizeilichen Beziehungen Stieber's zur russischen der Beweis der Wahrheit für sein hallunkenhaftes Treiben zu Oftober 1874. Der im russischen Polizeidienst stehende königlich preußische Polizeidirektor a. D. wurde außer vom Zaren auch von einigen anderen Souveränen zu Polizeispieleien benußt. Daß Stieber sich diese recht theuer bezahlen ließ, steigerte feinen Werth. Ohne Uebertreibung können wir sagen, die so glänzende Leistung des proletarischen Solidaritätsbewußtseins der deutschen Arbeiter ist ohne Beispiel in der Geschichte der modernen Arbeiterbewegung. Aber auf die Dauer konnte der Ausstand nicht durch die Unterstügung der Arbeiter gehalten werden; 150 000 M. wöchentlich aufzubringen, das war das mindeste, um die 16-17 000 Streifenden mit ihren Familien vor dem Hunger Jm Herbst des Jahres 1863 wurde Stieber durch seinen Freund zu beschützendas konnte nicht ins Unbestimmte hinaus Braß, den ehemaligen Demokraten, der da früher fang: durchgeführt werden. Wir färben echt, wir färben gut, Wir färben mit Tyrannenblut, der, Im August 1874 sendet Stieber dem Teffendorf der Berliner Staatsanwaltschaft sein Sammelsurium über die sozialdemokratische Partei. Auf grund seines Elaborats betreibt Tessendorf die be fannten Auflösungen der sozialdemokratischen Vereine. Er wähnt, dadurch die Sozialdemokratie getödtet zu haben. Stieber sucht in den Jahren 1871, 1872-1874 VerschwörungsRomplotte gegen den König und gegen seinen Bismarck zu ents hüllen vergeblich, es gelingt nichts mehr. Stieber " Die Rheder wußten das. Mit der goldenen Uhr in der Hand verfolgten sie die Agonie des Streifes und der An- und später Begründer des Bismarckreptils Norddeutsche Allgemeine im Jahre 1878 die bekannten Thaten Hödel's und Nobiling's erfolgt Im Jahre 1874 wird sein Nachrichten- Bureau" aufgelöst. Als blick des hungernden Elends reizte ihrer satten Moral nur den Beitung" geworden war, mit Bismarc bekannt gemacht. Bismard im Jahre 1878 die bekannten Thaten Hödel's und Nobiling's erfolgt Appetit. Sie hatten ja einen guten Bundesgenossen, einen benutzte von da ab den Oberfpitel recht häufig, aber vorab nur offiziös. waren, bietet er von Teplitz aus, wo er sich zur Kur befand, seine 13 am 6. Mai 1866 Blind auf Bismarck geschossen hatte, Dienste dem Ministerium nochmals an. Er betont: Vor allen sicheren Mann: den Hunger. Und nicht blos den Hunger. verschrieb sich Bismarck den Stieber, der gerade zur Kur in Marien Dingen müßte meines Erachtens im Reichskanzler- Amt eine Der" wie man uns tausendmal ver- bad weilte, schleunigst nach Berlin. Nunmehr erhielt Stieber den Zentralstelle errichtet werden, an welcher alles Material, welches sich tündet hat, über den Parteien steht, die hehre Sendung erfüllt, den Schwachen gegen den marc's zu schnüffeln, und Auftrag: 1. nach Attentätern gegen das Leben des Königs und Bis- aus der sorgfältigen Beobachtung der sozialdemokratischen Umtriebe int Schwachen gegen den marc's zu schnüffeln, 2. den Plan für eine Organisation ganzen Reich und im Ausland ergiebt, zu amtlicher Verwerthing Starken zu schüßen, Attentaten sowie die gesammelt wird." Seinen Rath befolgt Bismard. Mit der - der Staat", dem in Deutsch vorzulegen, die die Verhütung land das Christenthum aus allen Boren schwißt und Ermittelung und Unterdrückung staatsgefährlicher Umtriebe zu ihrer geistigen Leitung dieses Ober- Reichspolizei- Bureaus und zur Schulung der sich tagtäglich rühmt, auf dem Gebiet der Sozial- ausschließlichen staatspolizeilichen Aufgabe machen sollte. Bon nun von brauchbaren Vigilanten wurde ein im Polizeipräsidium bis das reform den Stein der Weisen erfunden zu haben und an war Stieber thatsächlich, wenn auch nicht etatsmäßig, Chef der hin nur mit Attenheften beschäftigter Mann ernannt, der in der für die Arbeiter mehr zu preußischen Staatspolizei und Vertrauensmann Bismarc's und Schweiz durch Gewinnung eines Segerlehrlings zur Entwendung thun als irgend ein eines Manuftripts den Befähigungsnachweis für diesen Poften anderer Staat der Welt feines Königs. der Staat, er blieb trog war alt müde Am 23. Juni 1866 wurde durch Rabinetsordre zur Wahr- erbracht hatte. und frank ge Christenthum und Sozialreform nicht neutral. er starb am 29. Januar 1882. nehmung der höheren polizeilichen Funktionen im Hauptquartier des worden: Sein System Durch den Mund des Vizekanzlers v. Bötticher er- Königs und dessen Umgebung für die Dauer des mobilen Verhält erlangte unter Bismarck und Puttkamer durch das Sozialistenklärte der Staat sich für die Rheder und gegen nisses der Armee als besonderes Organ eine politische Bolizei gefeß eine ungeheure Ausdehnung. Weit über des Sozialisten die Arbeiter; und klopfte den Rhedern ermuthigend auf geschaffen." Stieber wurde mit dem Titel„ Feldpolizeidirektor" zum gefeßes Tod hinaus ist es in Wirksamkeit. Emsig ist es am Werke, die Schulter. Und von einer noch höheren Stelle kam das Chef dieser politischen Polizei ernannt. Unter anderem gehörte zur im Interesse der Junkerkamarilla zu schnüffeln. Wie es vorbereitet nach geheimen Verbindungen"," Verschwörungen"," Umstürzen" Wort, daß es die Pflicht des gesammten deutschen Unter- Aufgabe biefer Stieberpolizei die Kontrolle des Brief- und Tele im Interesse der Junkerkamarilla zu schnüffeln. Wie es vorbereitet und auf Lager arbeitet in Erspißeltem, Erhorchtem und Erlogenem nehmerthums sei, die Partei der Hamburger Rheber zu ergrammehe" and" Ermittelung von Personen, welche zum barüber hat der Leckert Lügow- Tausch- Prozeß etwas Licht ver Kundschafterdienst geneigt und geeignet waren." greifen. Und was oben geschah, das ward unten beachtet. verhandlungen einen fein ausgeheckten, polizeistaatlichen Plan zur das Bhumachtsgefühl gegenüber der in ruhigem Siegeszug einher Stieber legte feinem Bismard bereits während der Friedens. breitet. Das System Stieber- Bismarck ist geblieben und wird bleiben: die Furcht der herrschenden Klasse vor dem Riesen Proletariat, Die Behörden traten aus ihrer anfänglichen Neutralität her Organisirung einer unabhängigen" königlich preußischen Geheim- schreitenden Arbeiterklasse sehnt sich, wie des nationalliberalen ans die Geldsammlungen für den Streit wurden erschwert, polizei vor, die in engster Berührung mit der Presse stand. hier und da direkt verboten, alle möglichen Hindernisse dens Der Stieber'sche Plan wurde genehmigt. Unter dem unschein wiesen, nach neuen Abgeordneten Friedberg parlamentarische Slagetöne so deutlich bes Entdeckungen", um ein neues AusnahmeStreifenden in den Weg gelegt, Maßregelungen und Verbaren Titel eines Zentral- Nachrichtenbureaus"( unter Leitung des gefels zu gunsten der besitzenden Klasse zu rechtfertigen, zum Geheimen Regierungsrath. hinauftitulirten Stieber) trat mit folgungen traten bei den geringsten Anlässen ein. dem 1. August 1866 ein Inftitut in Wirksamkeit, das dem Bentezüge gegen das werkthätige Volt zu gunsten der Besitzenund um dann auf politischem und ökonomischem Gebiet neue Wie die Kommune von Paris schließlich trot unterstellt war. Seine Thätigkeit bestand zunächst in der Leitung Leute vom Schlage eines Stieber. preußischen Staatsministerium als solchem, keinem Einzelminister, den zu unternehmen. Zu solchen Unternehmen gebraucht man heldenmüthigsten Widerstands der Versailler Ueberinacht er eines Preßbureaus. Als solches hatte es die Zeitungen zu lesen, die liegen mußte, so sind auch die Hamburger Hafen- Böcke von den Schafen zu trennen, Preßprozesse einzuleiten, Und viele Jäger find des Löwen Tod. " . Politische Neberlicht. Berlin, 6. Februar 1897. Am Mittwoch beginnt die Berathung des Etats des Ministeriums| Ueberbürdung mit Berufsgeschäften den Vorsis, den er, getragen von des Innern. dem Vertrauen aller Parteimitglieder, mit großer Hingabe und reichem Aus dem Reichstage. An der Fortsetzung der Debatte Anschuldigungen unserer Partei und in dem Wunsche nach Herrn Freiherrn v. Manteuffel von seinem Entschlusse abzubringen, Herr Friedberg hat heute den König Stumm in wüsten Erfolge nunmehr fast fünf Jahre lang geführt, niedergelegt. Die Fraktion, die trok lebhafter Gegenvorstellungen nicht vermochte, fiber die politische Polizei, welche fast noch die ganze Sigung Ausnahmemaßcegeln zu übertreffen gesucht. Bei Herrn Pro- votirte ihm einstimmig ihren herzlichen Dank für seine bisherige in Anspruch nahm, betheiligte sich heute eine große Bahl von fessor Friedberg ist dieser Eifer recht begreiflich, ist es doch Leitung und wählte darauf als seinen Nachfolger Herrn Dr. v. Levehow. Rednern aller Parteien. Den Reigen eröffnete der Abgeordnete der sich nie Genüge thuende Eifer des Renegaten. Herr Hinsichtlich der Absicht, gleichzeitig auch das Reichstagsmandat, das Rickert. Derselbe rügte, daß auch heute der preußische Professor Friedberg scheint mit recht zu fürchten, daß auch in er zu seinem Bedauern seit geraumer Zeit schon nicht mehr mit ge Minister des Innern wieder fehle, obwohl die politische Polizei seiner Partei noch einige Leute sich an seine sozialdemokratische wohnter Gewissenhaftigkeit auszuüben im stande war, niederzulegen, doch unter sein Ressort gehört und bereits gestern seine Ab- Gesinnung erinnern, und diesen muß eben der vollkommene bat Herr Frhr. v. Manteuffel, dem einstimmigen Wunsche der Fraktion wesenheit monirt worden ist. Im übrigen verlangte auch Gesinnungswechsel dieses Herrn nachgewiesen werden. folgend, feine Entschließung sich noch vorbehalten. Den Vorsiz im Rickert eine gründliche Säuberung in der Polizei. geschäftsführenden( Elfer-) Ausschuß und demgemäß in der Nach Rickert erzählte Herr erzählte Herr Liebermann Ein bewährter Feind der Sozialdemokratie, bewährt engern Parteileitung wird Herr v. Manteuffel selbstverständlich in Sonnenberg seine Erlebnisse mit Normaun Schumann und hierin als Jurist wie als Schriftsteller, der Reichsgerichts- alter Weise weiterführen. Die Bemerkungen alfo, welche einzelne beschwerte sich der Redner bitter darüber, daß man auch seine rath a. D. Otto Mittelstädt, urtheilt über die sozialgegnerische Blätter an den, frei von allen politischen Erwägungen Partei theilweise polizeilich behellige. Nebenbei bemühte sich demokratische Presse in einem„ Der Sozialismus der erfolgten Rücktritt des Parteiführers von dem Vorsiße der ReichsHerr von Liebermann, den„ Ahlwardt, welcher unzurechnungs- gebildeten Stände" überschriebenen Artikel über unsere Presse tagsfraktion knüpfen, sind unzutreffend und haltlos." fähig" und den unglücklichen Paasch" von den Rockschößen folgendermaßen: seiner Partei abzuschütteln. von Alles in allem genommen, ist die sozialdemokratische Tagesschriftstellerei mit all ihren abschreckenden Eigenschaften doch in einer Beziehung ihren Gegnern überlegen: fie ist ehrlicher im Haß wie in der Liebe, sie weiß, was sie will, oder doch, was sie nicht will; sie hat Ueberzeugungen, für die sie kämpft, für die sie leidet. Der geiva = Um a. " y 8750 ämtern. Der Antragsteller, Professor von Philippovich, ift elend. bit suurschildh Paris, 6. Februar. Die katholisch- konservative Autorité" er klärt, daß die christlich- sozialen Abbés, welche sich unter das Volk mifchen, ein verhängnißvolles Wert ausführen, weil sie mit dem Sozialismus wie Kinder mit dem Feuer spielen.no zeichnet feit dem gestrigen Tage Jules Guesbe. Als Chefredakteur der, Petite Republique" 3.1 1001 D Sehr merkwürdig ist, daß die Deutsche Tages- 3 itung" diese Erklärung abdruckt, ohne ein Wort beizufügen. Für uns hat die Erklärung den gleichen Werth wie die partei- offiziösen Kundmachungen Herr Dr. Friedberg fühlte sich namens der national der Konservativen im Falle Hammerstein. liberalen Partei berufen, eine Lanze für Bismarck ein eine neue Bi . Eſſen n. 3., 6. Februar. Die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung" Bismarck ein Effe zulegen, dessen Ruhm und Größe noch angestaunt wird ist in der Lage, unsere Weldung über das Wiederaufnahme- Verfahren werden, nachdem die Sozialdemokratie, dieser im Meineidsprozeß Schröder u. Gen. folgendermaßen zu bestätigen: ,, krankhafte Auswuchs unserer Zeit" schon längst verEs ist gemäß§ 409 der Strafprozeß- Ordnung nur beschlossen . Der gewaltige Erfolg der Petersburger Arbeiter, über worden, die von den Angeklagten angetretenen neuen Beweise zu § den Angeklagten angetretenen neuen Beweise zu geffen sein wird. Außerdem fand es der Herr Doktor den wir in der letzten Nummer eine amtliche Depesche brachten, ist erheben, lediglich, um zu prüfen, ob diese Beweise dazu angethan angemessen, unseren Genossen Bebel persönlich anzuzapfen, der größte Sieg des Proletariats in Rußland. Einem Häuflein sind, die Wiederaufnahme des Verfahrens und die Erneuerung der ein Unterfangen, das ihm freilich sehr schlecht bekommen ist. von 18 000 wehrlosen, hungernden und frierenden Arbeitern Hauptverhandlung gemäß§ 410, Abs. 2 der Strafprozeß- Ordnung Endlich nahm auch Herr Dr. Lieber das Wort, sprach gegenüber sieht die russische Regierung sich genöthigt, nach anzuordnen; die Wiederaufnahme selbst ist also noch nicht beschlossen aber recht wenig über die politische Polizei, um so viel mehr zugeben, die Regierung des Landes, in welchem das Bolt teine Spur worden. aber über die Drangsalirung der Polen, welche der Redner auf weder von Wahlrecht, noch von Vereins- und Versammlungsrecht, rds Oesterreich. Oesterreich. duit tid das entschiedenste verurtheilte. Eine wohlverdiente Abferti- noch von Breßfreiheit besitzt, die mächtige Regierung, welche überm niederösterreichischen Landtage begung ließ der Führer des Zentrums dem Grafen unermeßliche Reichthümer und Millionen von Bajonetten verfügt, antragte der Sozialpolitiker die Einrichtung von WohnungsMirbach angedeihen, wegen einer Ungezogenheit, die sich dieser sämmtlicher die Regierung des Zareu, vor welchem die Bourgeoisie Länder Europas auf dem Bauche liegt! Repräsentant von Besitz und Bildung" gestern gegen den Eine beffere Jllustration für die unwiderstehliche Macht Verfasser einer ausgezeichneten Studie über das Wiener WohnungsHerrn Präsidenten erlaubt hatte. Herr v. Levehow kam da der Arbeiterbewegung fann es nicht geben! Und angesichts durch in die ihm gewiß peinliche Situation, daß er seine neue dieses Sieges der Petersburger Arbeiter mögen die deutschen hin snood Frankreich.bilado mil you Führerrolle damit antreten mußte, die Rüpelei eines seiner Reattionäre zur Einsicht gelangen, welch' trügerischer HoffFraktionsgenossen zu entschuldigen resp. zu beschönigen. nung sie sich bingeben, wenn sie glauben, die deutsche Arbeiter Wie sehr sich übrigens das Zentrum fühlt, das bezengt bewegung mit neuen Ausnahmegesehen ersticken zu können, mit bie stolze Erklärung ihres Führers, welcher des Grafen Mirbach Ausnahmegesehen, welche, wie drakonisch sich dieselben auch die Stumm's und Konsorten ausmalen mögen, bei weitem nicht gestern gefallene Aeußerung:„ wenn der Junker falle, folge der an das in Rußland herrschende gemeine Recht oder besser gesagt Pfaffe nach", damit erwiderte, daß wohl der Thron den Altar, an die vollständige Rechtlosigkeit des russischen Voltes beranreichen, aber nicht der Altar den Thron, der Junker den Pfaffen, aber auf grund deren die tussische Regierung über die Freiheit, ja selbst sisustalanit England. dum sibelt stonal nicht der Pfaffe den Junker brauche. über das Leben eines jeden Ordnungsfeindes" nach Belieben un- London, 5. Februar. Das Unterhaus bewilligte mit 169 Der Welfe von Hodenberg brachte die Diskussion umschränkt verfügt! Es mögen auch die herrschenden Klassen und gegen 57 Stimmen den Kredit betreffend die Dongola Gre wieder auf die politische Polizei zurück, wobei er die in diesem die legierungen fämmtlicher europäischen Länder sich überlegen, ob pedition.bojda and more Institut zu tage getretenen Mißstände als altpreußische fie nicht Gefahr laufen, sich ganz gewaltig zu verrechnen mit ihrer London, 6. Februar. Das Unterhaus bewilligte mit 169 Stim Institution und das Ergebniß des Bismarc'schen Regiments Hoffnung auf Rußland, als das festeste und sicherste Bollwerk der men gegen 57 den egyptischen Kredit für die Dongola- Expedition. europäischen Reaktion! tennzeichnete. dag mid nondi detalien. Herr v. Stumm hatte auch das Bedürfniß, den Leckert Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. abzuschütteln und außerdem gab er sein Urtheil über die Freitag Nachmittag fand in den Geschäftsräumen der„ Kriti" zu bauert fort. In Neapel wurden die durch die Studenten hervor. Rom, 5. Februar. Die Bewegung der Studenten Sozialdemokratische Moral zum besten, zu deren angeblichen dritten Male Haussuchung statt und zwar fahndete man diesmal Charakterisirung er eine Stelle aus dem bei Baare erschienenen des„ undiplomatischen Neujahrsempfangs" auswärts vermuthet.& schreiten mußten. Mehrere Polizei- Agenten wurden leicht vernach dem Postanweisungs- Einlieferungsbuch, da man den Verfasser gerufenen Unruhen auch heute fortgefeßt, so daß die Truppen einMärchenbuch vorlesen wollte, die Vorlesung aber unterließ, wurde, wie die Perf.- Korr." meldet, nichts gefunden. wundet; es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. In weil er wahrscheinlich merkte, daß das Bitat zu seiner Be- beschlagnahmte Herr Kriminalkommiffar Schöne das Poſtnachnahme- Turin hat der akademische Rath infolge der Kundgebungen der hauptung paßte, wie die Faust aufs Auge. gal Einlieferungsbuch(!), ein anderes Geschäftsbuch und zwei Postkarten, Studenten die Schließung der Universität angeordnet.achinef Hinter Stumm erhielt Bebel das Wort, der eine gründ- welche aufcheinend bezug nehmen auf die gegen Dr. R. Wredema do Rußland. od 13 liche Nachlese hielt. Zunächst rechnete er mit Stumm schwebende Untersuchungsfache. Uebrigens ist bereits das gesammte Die Entwidelung des Berkehrswesen 3. Bon ab, der sich beschwert hatte, daß Bebel fast keine Bersonal des„ Kritik" Verlags zeugeneidlich vernommen worden, der russischen Staats. Eisenbahn- Direktion erhielt die Raffeler Rede halte ohne ihn, Stumm, zu nennen. doch ist Tat Twain's Pseudonym noch nicht gelüftet. Treffend erwiderte Bebel, daß wenu Stumm so oft genannt Redakteur der, Sächsischen Arbeiter- 3tg.", Hermann Schulze, zu Wegen Majestätsbeleidigung würde, wie bereits mitgetheilt, der Maschinenfabrik von Henschel u. Sohn wiederum die Lieferung von 120 Schnell, Bersonen- und Güterzug- Maschinen übertragen. werde, so geschäbe es eben der Bedeutung wegen, die er 9 Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Verhandlung, in der als an old spitalon de türkei. in unserem öffentlichen Leben leider erlangt habe. Das System Bertheidiger Herr Rechtsanwalt Wolfgang Heine aus Berlin Stumm beeinflusse nicht nur die Gesetzgebung, sondern wirke fungirte, fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Wir jenigen Türken, welche eine durchgreifende Reform und Berjüngung Aus dem Lager der Jung Türken, d. h. der auch auf die Auswahl der Minister ein, was Wunder, daß er tönnen daber nur die sehr interessanten Entscheidungsgründe wieder ihres Vaterlandes erstreben, wird der Frankfurter Beitung" gedeshalb oft erwähnt werde. Wenn unserer Partei vorgeworfen geben. Es handelte sich in dem Prozeß um einen„ Publizistische schrieben: wird, daß auch wir in die Geheimnisse unserer Gegner ein- Wochenüberschrift" überschriebenen Artikel, in dem der Prozeß Leckert- Paris, 1. Februar. Die heut erschienene Nummer des Der Gerichte hof gab zu, daß in zubringen suchen, so handeln wir den seit Jahrzehnten be. how besprochen wurde. jungtürkischen Organs Mech veret" enthält einen Artikel, dem betreffenden Artikel nicht die Person triebenen Heßereien und Verfolgungen gegenüber aus Noth sondern die Verfassung, nämlich die mangelnde Einschränkung des Der betitelt ist: Rußland vor Europa". Wenn die wehr, nie aber bedienen wir uns unehrenhafter Mittel. Rechtes der Krone, die Minister zu ernennen, fritisirt wurde. Thatsachen, von denen der Artikel ausgeht, richtig sind( und es Anders unsere Gegner. Fast tein Name jener zur giebt mancherlei Argumente, welche für die Richtigkeit sprechen), Der gegen Schulze verhängte Haftbefehl wurde nicht auf. Sozialistenhatz bestellten Herzen könne genannt werden, gehoben. Das Gericht erkannte auf Einziehung der seinerzeit konSo wird man den Schlußfolgerungen wohl beipflichten müssen. Allgemein und überall gelte als unstreitbar, so wird in dem dem nicht Handlungen anhaften, die Schimpf und fiszirten Hauptblätter der Arbeiter- Zeitung" und Vernichtung der Artikel ausgeführt, daß der Sultan für die Greuelthaten der Schande verdienen. Wie sollte es auch anders sein. Unter- Platten, Schriften und Formen. Der also Verurtheilte hat gegen legten Zeit verantwortlich sei. Bereits im Monat August 1895 geordnete Organe, die ohne Kontrolle über Tausende ver- dies Erkenntniß sofort Revision eingelegt. Gegen ihn schweben noch babe Fürst Lobanow die Mitwirkung Rußlands zur that fügen, das muß forrumpiren; zugleich aber muß das Macht eine große Anzahl Strafverfahren. sächlichen Durchführung der durch das bekannte Memorandum bewußtsein dieser im Dunklen wirkenden Existenzen ins Under Botschafter angeregten Reformen abgelehnt. Darum feien gemessen gesteigert werden. Ronnte doch sogar v. Tausch die alle diese schönen Pläne ins Wasser gefallen. Im September Erwartung aussprechen, daß der Botschafter Graf Eulenburg 1895 feien einige hundert Personen in Konstantinopel selbst niedergemeßelt worden und einen Monat darauf, im Oftober, für ihn beim Staatssekretär v. Marschall die Vermittler habe die Konferenz der Botschafter einen neuen Versuch gemacht, rolle übernehmen werde. Das System D. Tausch den Absolutismus des Sultans einzuschränken. Es sollte ein sei das System System Bismard, der den gebrandmarkten verantwortliches Ministerium geschaffen werden. Rußland habe Stieber wieder in Amt und Würden gebracht und durch den abermals Einspruch erhoben und nun habe Abdul Hamid fich Belfenfonds eine Korruption groß gezüchtet habe, wie die Welt mehr als jemals gesichert geglaubt. Es folgten die schrecklichen Dagegen des Kaisers, Bom Landgericht Saarbrücken wurde am 1. Februar der Musiker August St aus Offenbach wegen Majestätsbeleidigung zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. Wegen Majestätsbeleidigung ist vom Landgerichte Gefen am 30. November der Sattler und Gastwirth Stanislaus Rösler aus Witkowo zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. - Auf die von ihm eingelegte Revision hob das Reichsgericht das Urtheil auf und verwies die Sache an das Landgericht Bofen. Der Angeklagte hatte in der Hauptverhandlung zu ſeiner Entschuldigung angeführt, er sei bei dem inkriminirten Borgange innlos betrunken gewesen, auch habe er bereits einen Anfall von Mit Bebel's Rede war die Debatte erschöpft, was noch Delirium tremens gehabt. Hierüber hatte er einen Arzt zu ver folgte, trug mehr oder weniger den Charakter persönlicher Benehmen beantragt, was aber vom Gerichte abgelehnt worden war. merkungen. Unter allgemeiner Heiterfeit zog Richter den hierin erblickte das Reichsgericht eine Beschränkung der VerAntrag seiner Frattion zurück, da der damit erstrebte Zweck" theidigung, welche zur Aufhebung des Urtheus führen mußte. erreicht fei. eine solche nie gesehen habe. = Deutsches Reich. Der Pole v. Jazbzewski nahm nun das Wort, um in längeren Ausführungen seine Beschwerden über die Be- Eine Ledert 2üßow Tausch Debatte dürfte am handlung der Polen vorzutragen. Der Herr sprach aber so nächsten Mittwoch auch im preußischen Abgeordnetenhaus zu ge hartnäckig nach rechts zum Herrn Reichskanzler hinüber, daß wärtigen sein. Auf die Tagesordnung der nächsten Sigungen auf der linken Seite und auf der Journaliſtentribüne tein ist der mündliche Bericht der verstärkten Budgetkommission über Satz von seinen Ausführungen verstanden werden konnte. Den den Etat des Ministeriums des Innern gesezt worden, das Berliner Polizeipräsidium und Herrn Dr. Hasse, der darauf antwortete, konnte man zwar dem und Herr v. Herr v. Tausch verstehen, aber dessen Rede war wieder so nichtssagend, daß untersteht. Die Fronie der Weltgeschichte will es, daß der Referent es sich nicht lohnt, davon Notiz zu nehmen. Nächste Sigung Normann Schumann, des früheren Polizeipräsidenten v. Richtder Kommission ein Namensvetter des Vorgesezten der Tausch und Montag 1 Uhr, Fortsetzung. hofen, Freiherr v. Richthofen Mertschig ist. Die Budget Das preußische Abgeordnetenhaus hat heute endlich die tommiffion beantragt, den Etat des Ministeriums des Debatte über den Antrag Ring auf Sperrung der Innern, mit Einschluß des Etats des Polizeipräsidiums Grenzen gegen Wiebeinfuhr beendet und denselben in und des Geheimfonds, unverändert zu bewilligen. Bei der allen Theilen mit großer Mehrheit angenommeu. Ebenso gelangten Busammensetzung des Abgeordnetenhauses in der Budgetkommission zur Annahme der Antrag Hoensbroech betr. das desselben ist dies nicht verwunderlich. Herr Limburg- Stirum wird Einfuhrverbot geschlachteten Fleisches aus Holland, und ein wohl bei dieser Gelegenheit die Abwesenheit des Staatssekretärs Antrag Hahn, worin die Regierung unverzüglich ersucht v. Marschall benußen, um eine selbstbewußtere Sprache zu führen, wird, eine Spezialkommission von Landwirthen, Veterinär- wie gestern im Reichstage. ärzten und Bakteriologen zur wissenschaftlichen Feststellung der = Intubationsdauer der Maul- und Klauenfeuche zu berufen. Hinzur Behandlung der politischen Gefangen en gegen wurde der Milderungsantrag Letocha, der für Ober- in Preußen. Das„ Volksblatt für Halle und den Saalfreis" Schlesien im Interesse der Vermeidung einer zu großen Theuerung Ausnahmen zulassen wollte, abgelehnt. schreibt: " Megeleien in Kleinasien. Unter dem Vorwand, man müsse die Unabhängigkeit der Türkei respektiren( die so oft verlegt worden war!), habe Fürst Lobanow jede Intervention der europäischen Mächte abgelehnt und den Wunsch ausgesprochen, daß man den Sultan in voller Freiheit selbst die Reformen ausführen laffen solle, während doch derselbe Fürst Lobanom früher erklärt hatte, daß der Türke sich niemals ändere und daß demgemäß jede Reform unmöglich sei! Aus alledem sei zu ersehen, daß Rußland eine furchtbare Verantwortlichkeit für die Entwickelung der Dinge in der Türkei trage. Rußland hoffe, daß die durch Abdul Hamid heruntergebrachte Türkei bald eine„ quantité négligeable"( ein Faktor, mit dem man nicht mehr zu rechnen braucht) werden und dann eine leichte Beute bilden werde, der man sich in einem günstigen Augenblicke bemächtigen könne. Der Mechveret" hofft, daß Rußland von dieser, den europäischen und sogar seinen eigenen. Intereffen schädlichen Politik ablassen und daß vor allen Dingen Frankreich ihm nicht mehr lange auf diesem Wege folgen werde. Das sind schöne Hoffnungen; aber nichts, weder in Rußland, noch in Frankreich läßt fürs erste darauf schließen, daß sie sich verwirklichen sollen. Man bört, daß die Botschafter bereits in den nächsten Tagen das gemeinsam ausgearbeitete Reformprojekt dem Sultan überreichen sollen. Man hört aber nicht, durch weiche Mittel die Mächte verhindern wollen, daß diese Reformvorschläge denselben Weg geben, den alle früheren gegangen sind. Wenn man dem Sultan nach jedem neuen Massacre nur einen neuen Reformvorschlag macht, so braucht er sich wirklich nicht zu geniren. Was insbesondere Rußland und Frankreich anlangt, so hört man immer nur, daß sie einig" sind. Man weiß aber nicht, worüber fie einig sind; und man weiß anderseits, daß eine Einigkeit von zwei Mächten unter sich in der Regel soviel wie eine Uneinigkeit mit anderen Mächten bedeutet. Die Einigkeit besteht nämlich, wie bekannt, nicht darin, daß jeder mit sich einig ift. Geschlossen vorgeführt wurde gestern Genosse Mannigel, als er aus dem Gefängniß zur Verhandlung vor dem Schöffengericht gebracht wurde, um dort freigesprochen zu werden. War denn So der Korrespondent der„ Frankfurter Beitung": die Gefahr für den Staat so groß, wenn von der Schließung Richtig ist, was der„ Mechveret" über die Politik Rußlands wäre abgefeben worden? 75 ggling fagt, während die Hoffnungen, die er auf Frankreich setzt, vorläufig Genosse Mannigel sigt als früherer verantwortlicher Redakteur auf Sand ruben. Boltsblatts" wegen Preßvergehen im Gefängniß. Giebt es in der deutschen Presse noch Leute, die eine derartige doch auch angeblich türkische Reformen wollen, aufs wüthendſte verCharakteristisch ist, daß die Jungtürken von den Russen, die Behandlung eines Preßsünders nicht als Schmach empfinden?-folgt werden. Und der schwache Sultan vollzieht gegen die, welche allein ernstlich an der Rettung der Türkei arbeiten, die Befehle Rußlands, das die Türkei vernichten will, des Aus der Debatte ist die Aeußerung des Landwirthschaftsministers Frhru. v. Hammerstein bemerkenswerth, daß das Landwirthschaftliche Ministerium in Fragen, wo es die Intereffen der Landwirthschaft vertrat, Korrekturen vom Auswärtigen Amt mit Rücksicht auf die auswärtige Politit erfahren hat, und daß es noch oft vorkommen wird, daß die Forderungen der Landwirth schaft hinter dem Allgemeinwohl zurückstehen müßten. Abgesehen von dem Abg. Birchow( frs. Wp), der den unwissenschaftlichen Standpunkt der Agrarier einer scharfen Kritik unterzog und ihnen- Aus der konservativen Partei. Die Rons. namentlich ihre Berwechselung von Wirkung und Ursache vorhielt, Korr." schreibt: In der am 4. d. M. stattgehabten, zahlreich be. bewegten sich alle Redner in den üblichen agrarischen bezw. anti fuchten Sigung der tonservativen Reichstags- Fraktion hat Herr Freis agrarischen Phrasen. herr v. Manteuffel feinem längst gefaßten Entschlusse gemäß wegen Auf Kreta dauern die Unruhen in verstärktem Maße weiter. Gerüchtweise verlautet, die mohammedanische Bevölkerung habe die Amerika. Neiv York, 6. Februar.( Frankfurter Zeitung.") Die Tarifs tommiffion begünstigt den Staffeltarif für alkoholische Getränke, fo daß die Regierung dadurch ein Kampfmittel gegen die die ameritanifchen Produkte ausschließenden Länder erhält. Afrika. 195 19 Aus Kapstadt wird gemeldet, daß 75 Städte der Kaptolonie elne Resolution angenommen haben, in welcher die Politit Rhodes' getadelt und dem Burenvoll Sympathie ausgedrückt wird. Je tan Siehe auch Korrespondenzen in der 2. Beilage. slui ind die Reichstag. 169. Sigung vom 6. Februar 1897. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Fürst zu Hohenlohe, von Marschall, von Bötticher. die dem Abg. Rickert( fr tann man ihn jett ja wohl nennen( Heiter- rechts). Herr Bebel sagte dann, wir hätten jetzt Gott sei dank eine damit für mich aus. M zum Schuße der katholischen Kirche und Schule gelandeten fran- I juristischen Beweismitteln sich nicht habe ermitteln lassen, und aus Abg. Lieber( 8): Wenn dem Zentrum auch der Vorwurf von zöfifchen Seeleute angegriffen. Aus Retimo wird gemeldet, daß seinen und des Reichskanzlers Erklärungen geht mit Evidenz her- der Verbindung mit Polen, Franzosen und anderen deutschfeind. 3000 Mohammedaner den Palast des Gouverneurs belagern und vor, daß bei den von der königlichen Staatsregierung unterlichen Elementen wieder gemacht werden sollte, so können wir die Aufhebung des Befehles verlangen, welcher den türkischen Familien nommenen Schritten ein fortwährender Konner unter den Mit Beschwerden der Polen doch nicht als unberechtigt zurückweisen. untersagt, abzureisen. gliedern des preußischen Staatsministeriums stattgefunden hat, auch Daß wir in deutscher, vaterländischer Gesinnung hinter niemandem zwischen dem Gesammtministerium und dem Minister des Innern. zurücstehen, dafür haben wir Proben abgelegt.( Buftimmung im Der Abg. Bebel hat in seiner gewohnten Weise den hier hervor Bentrum.) Aber die polnische Bevölkerung befindet sich in einer getretenen Mißstand auf den früheren Reichskanzler, den Fürsten schwierigen, bemitleidenswerthen Lage( Bustimmung im Zentrum), Bismarck zurückgeführt und von einent System Bismarc" ge- besonders seit der letzten Wendung der preußischen Politik. sprochen. Daß die sozialdemokratische Partei einen ich will mal Wir wollen nicht, daß unter dem Vorwande des Kampfes gegen ben jagen- Haß gegen den Fürsten Bismarck hegt, ist mir als Beweis Polonismus der Kulturkampf in den Ostmarken neue Orgien feiert. erschienen, daß diefer große Staatsmann es verstanden hat, die( Zustimmung im Zentrum und bei den Polen.) Die Auflösung von Sozialdemokraten richtig anzufassen.( Lachen bei den Sozial- Bersammlungen wegen des Gebrauchs der polnischen Sprache zengt demofraten.) In weiten Kreisen des Bolles wird dieses Gefühl ge- nicht von der Achtung der Rechtsgleichheit der polnischen Mittheilt. Herr Bebel ist aber mit seinen Aeußerungen nicht originell, bürger. Im Namen meiner politischen Freunde kann ich erklären, Originalität ist überhaupt nicht seine starte Seite, auch nicht als daß der Antrag der freisinnigen Boltspartei dem Reichskanzler Zu Schriftsteller.( Buruf Bebel's: Sie auch nicht!) Meine muthungen stellt, die seine Befugnisse überschreiten, daß wir daher Schriften liegen auf dem Gebiete der Finanzwissenschaft, für diesen Antrag nicht stimmen tönnen. Durch den Prozeß ist die Abg. Bebel absolut fern liegt. Was Herr Sache für uns erschöpft. Wir freuen uns, daß der Reichsfangler in Bebel gestern über das System Bismarck" gesagt hat, Aussicht gestellt hat, daß die Wiederkehr solcher Vorkommnisse, die hat Herr Richter neulich im preußischen Abgeordnetenhause viel wir ebenso scharf wie jeder andere verurtheilen, verhindert besser gefagt. Nun glaube ich nicht nöthig zu haben, den Fürsten werden solle. Bismarck gegen solche Infinuationen in Schutz zu nehmen. Der Graf Mirbach, den ich mit Bedauern nicht am Blaze sehe, hat Die zweite Berathung des Reich 3- Haushaltsetats für Ruhm dieses Mannes wird noch strahlen, wenn die Irrthümer des seine gestrigen Darlegungen mit der Bemerkung begonnen, er leide 1897/98 wird fortgesetzt beim Etat des Reichstanzlers Sozialismus, des evolutionistischen wie des revolutionären, schon an einer Harthörigkeit, die ihn, wenn fie andauern würde, zu den Er hat und der Reichstanzlei, und zwar beim Gehalt des Reich 3- lange zu dem Haufen jener abgestandenen Dinge geworfen ist, durch höchsten parlamentarischen Würden qualifiziren würde. tanzlers. welche die Menschheit hindurchgehen muß, um zur Wahrheit und zwar Anlaß genommen zu erklären, daß ihm jede Absicht persön Abg. Rickert( frs. Vg.): Herr v. Plöß, der Führer der kon zum Licht zu gelangen.( Beifall bei den Nationalliberalen und licher Kränkung fern gelegen habe. Die fubjektive Seite scheidet fervativen Partei so Es hat ihm ferngelegen, einen im Reichstage feit) bat einmal bei uns in der Provinz gesagt: die Regierung Regierung, die auf politische Ehrlichkeit sähe. Auf die politische Ehr- unerhörten Angriff nicht nur auf ein einfaches Mitglied, sondern auf hätte Scham empfinden müssen, daß sie sich bei den Handelsverträgen lichkeit ist allerdings ein sehr großer Werth zu legen. Ich hoffe aber, den ersten Präsidenten und auf die Partei, aus der dieser hervor auf Freifinnige hätte stützen müssen. Mit diesem Argument daß auch Herr Bebel sich dieses Prinzips in Zukunft bewußt bleiben gegangen ist, und auf die Mehrheit, die ihn gewählt hat, zit wird ja jegt außerhalb des Hauses vielfach operirt. Man hat sogar werde. Es giebt ein System indirekter unwahrheit und das besteht richten. Aber Graf Mirbach ist nicht weit genug gegangen, davon gesprochen, daß der Antrag der Freisinnigen eine bestellte darin, daß man Dinge, in denen ein Körnchen Wahrheit ist, in E8 tonnte ihm und seinen Parteigenossen nicht entgehen, welchen Arbeit sei; die geftrige Debatte hat das Gegentheil bewiesen. Das maßloser Weise übertreibt und sie hinstellt als Symptome der Ver- tief verlegenden und geradezu entrüftenden Eindruck( Sehr wahr! Organ des Bundes der Landwirthe schreibt: Wenn es Herrn fumpftheit und Verrottung der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung. im Zentrum und links) die objektive Thatsache eines solchen einfach v. Marschall nicht gelinge, sich herauszubauen aus seiner fatalen Das ist auch eine Methode des unehrlichen politischen Kampfes, vom Zaune gebrochenen, durch nichts, jedenfalls nicht durch den Situation, dann tönne man ihn nicht länger als Minister belassen. und ich hoffe, daß Herr Bebel sich fortan nach Kräften bemühen Präsidenten provozirten Angriffs machen mußte. Würde Graf Die Argumente des Herrn v. Marschall scheinen auf der rechten wird, dieser unehrlichen Methode den Garaus zu machen, innerhalb Mirbach es über sich gebracht haben, ein Bebauern auszudrücken, Seite nicht gewirkt zu haben.( Sehr richtig! rechts.) Die Aus- und außerhalb seiner Partei, damit man nicht von einem System so wäre die Sachlage anders. Wir haben es also mit einem Aufs lassungen des Grafen Limburg Stirum sollen ja der Ausfluß Bebel" sprechen kann.( Beifall bei den Nationalliberalen.) treten zu thun, das keinen Schatten von Vornehmheit verräth. einer eingehenden Berathung der ganzen Fraktion gewesen sein. Ich hoffe, Herr v. Marschall wird es nicht übel nehmen, wenn wir für feine entschiedene Erklärung über die Sintermänner; denn dieses Abg. von Kardorff( Rp.): Ich bin Herrn v. Marschall dankbar( Lebafte Buftimmung im Bentrum und links.) auf dieser Seite ausdrücklich seine Leistungen und Grundsätze anerkennen. Wenn die Konservativen sich immer noch für die stärksten Thema wurde von der fretsinnigen und sozialdemokratischen Presse Stützen des Staates halten, so ist die Regierung selbst daran schuld; ausgebeutet mit der gewohnten Hoffnung, daß einige Fäden nach sie hat die Herren verwöhnt, indem sie die höchsten Stellen des Friedrichsruh führen. Wenn ich früher der Meinung gewefen bin, Staates mit tonservativen Männern besetzte, auch wenn sie Oppo- daß durch die Disziplinaruntersuchung in besserer Weise Herrn fition gemacht haben, trotzdem die konservative Bresse behauptet, v. Tausch hätte zu Leibe gegangen werben tönnen, so bin ich durch Fürsten Bismarck in die Debatte zu ziehen, war für den Grafen daß die Miniſter die Monarchie gefährden. Wir bewundern, die die Ausführungen des Herrn v. Marschall doch zweifelhaft geworden, Mirbach ein Grund nicht gegeben. Das wäre besser unterblieben. Geduld der Regierung.( Unruhe rechts.) Graf Mirbach hat es ob eine Disziplinaruntersuchung noch möglich war. Bugegeben muß Es liegt mir fern, mit diesem Prozeß Leckert- Lützow- Tausch den sehr übel genommen, daß der Reichskanzler das von bei Herrn werden, daß die Sache vielleicht von sozialdemokratischer Seite zur ersten Kangler des Deutschen Reiches in irgend welche Beziehungen von Lüßow unterstrichen hat. So empfindlich sind die Herren! Sprache gebracht worden wäre. Aber ganz tann ich nicht abgehen Graf Mirbach hat sich gegen die Parole Gegen Junter und Pfaffen" von meiner im Abgeordnetenhause ausgesprochenen Meinung, daß 8 sehen. Aber wenn man von anderer Sette sagt, unter dem dann nicht vorgekommen fein, fündigt man auf die gewendet. Die freifonservative Boft"" und ein Führer der frei der Prozeß Aufsehen erregt und den Verdacht erweckt habe, als ob erften Rangler des Deutschen Reiches würden solche Dinge fonservativen Partei haben diese" Barole ausgegeben. Dieser tannte nicht die Einigkeit im preußischen Ministerium geherrscht habe, die noth- Kürze bes Gedächtnisses und die Gutmüthigkeit der Gagner. die Herren! Als in den fünfziger Jahren der Nationalverein gewendig wäre. Ich bedauere, daß der Prozeß hat geführt werden gründet wurde, was thaten damals die Junter? Sie erklärten fich müffen.( Heiterkeit.) Ich glaube, unter dem Fürsten Bismard Wenn der Reichskanzler Fürst Bismarck die gestrigen Verhandlungen gründet wurde, was thaten damals die Junker? Sie erklärten sich gegen den Nationalitätenschwindel. Ich bedauere, daß der preußische wäre der Prozeß nicht geführt worden. Er bätte Leute, wie Herrn Bertreter der heutigen Regierung gesagt haben.( Bustimmung im Minister des Junern nicht anwesend ift; nur in seiner Gegenwart v. Tausch, nach dem Worte des Herrn Abg. Friedberg im Abgeord Zentrum.) Dem netenhauſe, mit eisernem Besen weggefehrt.( Widerspruch links.) Abg. von Hodenberg( Welfe): Wenn Herr v. Marschall einige monarchischen Interesse wird man nur bann dienen, wenn man vor Nicht einverstanden bin ich mit der Behandlung der Preſſe. Mir Herren nicht überzeugt hat, so wird er sich damit trösten, daß unser sichtig ist bei der Auswahl der Personen und bei der Ausgestaltung beanspruchen kein Monopol für unsere Presse. Die" tölnische Wissen beschränkt ist, daß die Dummheit Menschenloos ist. Ich sichtig ist bei der Auswahl der Personen und bei der Ausgestaltung Beitung" wurde mit Nachrichten versehen bis auf kurze Zeit, wo sie habe einen Hauch deutschen Geistes in dem Verfahren gespürt, der politischen Polizei.( Beifall links.) ja Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Reform- P.): Ich bin ein etwas falt geftellt wurde. Die Regierung kann die Preffe nicht babe einen Hanch deutschen Geistes in dem Verfahren gespürt, verstanden damit, daß die politische Polizei nothwendig ist, aber entbehren. Aber das hat zwei Seiten. Difiziöse Nachrichten bergen welches Graf Limburg als Verlegung der preußischen Traditionen be uns freuen, einen echt deutschen Beamten vor uns zu haben. auch mit der Behauptung, daß einzelne Betheiligte sich sehr verfehlt eine große Gefahr in sich. 3. B. der Staatsfefretär v. Marschall seichnet hat. Gegenüber manchen altpreußischen Traditionen können wir haben. Der Prozeß war nothwendig, aber man hätte dafür sorgen fühlt sich veranlaßt, der Kölnischen Zeitung" eine Nachricht zu Die Sozialdemokraten scheinen an Hintermänner zu glauben. sollen, daß er nicht nothwendig wurde. Ich habe Herrn v. Marschall bar darunter steht, der Minister v. Hammerstein hat sich als Gegner Tausch gegenüber bedarf es keiner Hintermänner, es würde auch geben zur Kenntniß für die Deutschen im Auslande; wenn unmittel-( Buruf der Sozialdemokraten: D. febr!) Ginem Herrn von Dank zu sagen für die antisemitische Ausbeute: Leckert jüdische der Handelsverträge erklärt, Graf Posadowsky hat den autonomen tein vernünftiger Mann so dumm gewesen sein, fich einem solchen Mutter, Ligow jüdische Frau, Gingold Stärk jüdisches Vollblut. ( Große Heiterkeit.) Die Aufklärungen über Normann brachten mir Tarif als wünschenswerth bezeichnet, und Individuum in die Hände zu geben. Herr v. Tausch ist ein Produkt bemerkt wird, es nichts Neues; ich habe seit Jahren den Kampf gegen diesen Agenten Entgleisungen in den Reden der betreffenden Minister, so kann das der ersten 20 Jahre des Deutschen Reiches( Sehr richtig! bei den geführt; es war mir nicht möglich, den Mann vor Gericht zu bringen. Publikum nicht unterscheiden zwischen offiziösen und nichtofflziösen hat es niemals geleugnet, daß er das Recht nicht für sich in Anspruch Sozialdemokraten), der Wirksamkeit des Welfenfonds. Fürst Bismarc Ich hätte auch keinen so führenden Einfluß auf den Prozeß gewonnen Nachrichten.( Sehr richtig! rechts.) Herr Richter meinte, die Ron nehme, um Preußen an die Spige des Reiches zu bringen. Die wie Herr v. Marschall kraft seiner Vorbildung. Ich nehme es der fervativen würden um so höflicher, je schärfer sie angegriffen würden. Konservativen haben aber immer versucht, ihre alten monarchischen briarchischen Regierung nicht übel, daß sie die antisemitische Bewegung überwacht; fie soll die Volksbewegungen und Stimmungen kennen lernen. Die Opposition der Konservativen ist eben eine andere als die, tonservativen haben aber immer versucht, ihre alten monarchischen würde der flügfte Geheimrath nicht flug genug sein. Wir wünschen gewiesen sind, wie die Regierung auf ihre Unterstüßung. Wenn Die jetzige Regierung hat bewiesen, daß sie bestrebt ist, Aber dazu follte man anderer persönlichkeiten sich bedienen; dazu welche man als Gefchäft betreibt.( Gebr richtig! rechts.) Die Kon- legitimen Prinzipien in Einklang zu bringen mit dem System fervativen wiffen, daß sie auf die Unterstügung der Regierung an des Fürsten Bismarck. Deshalb find die Konservativen allein fervativen wiffen, daß sie auf die Unterstützung der Regierung an- mit dem Verhalten der Regierung nicht nicht einverstanden. die Fortsetzung des Prozesses, den zweiten Alt der Tragikomödie Herr Nickert einen heftigen Stampf zwischen der Regierung und den dem Recht zu seiner Geltung an verhelfen. Das hat fich Tausch. Normann- Schumann war sehr vielseitig und überragte Herrn wenn dann dazu aber dabei nur um Welchen Anlaß hatte wohl Graf Mirbach, einen Angriff auf Lühow auf sich zu zu beziehen.( Widerspruch rechts.) Dagegen muß ich Verwahrung einlegen, daß der Junker den Pfaffen ſtützt. Wir sind der Meinung, daß zwar der Altar den Thron lügen kann, aber nicht der Thron den Altar. Der Geistliche fann füßen kann, aber nicht der Thron den Alltar. Der Geistliche fann den Junker entbehren, aber nicht umgekehrt.( Unruhe rechts) Den Bebel an Schlauheit sicherlich; er drängte sich an hochkonservative Lente, erließ seinen zerger an dem Grafen Limburg Stirum aus. gezeigt in ihrem Berhalten Konservativen erwartet hatte, so fab er sich getäuscht und " " " gegenüber ben Enthüllungen verkehrte mit Rabbinern, hatte die ausgedehntesten Breßbeziehungen. Wenn der Maßstab für staatsmännische Fähigkeiten in bem Berber Hamburger Nachrichten" und auch in diesem Prozesse. Die In den ihm naheſtehenden Blättern erschienen die Artikel gegen die fügungsvermögen über unhöfliche Ausdrücke zu finden ist, dann Regierung möge fortfahren, das Recht als einzige Richischnur zu höchstgestellten Bersonen. Er hatte ſogar Beziehungen zu dem un- müürden parteiischen Lokal- Anzeiger"; er legte alle hinein und fing die würden wir in ihm einen ebenso großen Staatsmann erblicken, wie behalten nicht bloß in der auswärtigen, sondern auch in der inneren Politit, Gimpel durch seine Nachrichten. Wie mit vornehmen Namen feit Jahren die tonservative Partei so geführt, daß man Herrn den Pfaffen hat allerdings in der Boft" gestanden vor langen Wie mit vornehmen Namen Herr Rickert in sich selbst.( Große Heiterkeit.) Graf Limburg hat Abg. v. Stumm( Rp.): Das Wort von den Junkern und renommirt wird, das zeigt ein Fall, der sich auf der Journaliſten Rickert nur wünschen fönnte, er hätte auch einmal eine so große Fahren. Troydem ist das Wort aber sofort von der großen Mehr tribüne ereignet hat. Ein Mann schrieb nach Friedrichsrub als Redakteur der„ Leipziger Neuesten Nachrichten". Man erkundigte rechts.) Die größte Freude über den Prozeß hat die Sozialdemokratie; Serr Rickert etwa verantwortlich sein für jeden Artikel der Freis. Zahl von politischen Freunden zu leiten gehabt.( Sehr richtig! heit meiner politischen Freunde bedauert und desavouirt worden. Will sich, daß er das nicht war, er erhielt einen Absage fie triumphirt. Auch den Freifinnigen erscheint es vielleicht als brief. Er zeigte den Poststempel und die Unterschrift Chrysander" ein idealer Bufland, daß die preußische Regierung sich mit Beitung", der erschienen ist zur Zeit, als er noch zur freifinnigen und meinte: Nun sehen Sie doch, daß ich Beziehungen Bartei gehörte Meine Ueberzeugung ist, daß Thron und Altar zu Friedrichsruh habe!" Normann- Schumann drängte sich in Leipzig, Leuten wie Leckert, Lützow und Tausch vor Gericht herumbalgen barauf angewiesen sind, sich gegenseitig zu fügen.( Burufe aus dem wo er den Namen Werner führte, an Paasch heran und erzählte muß. Das erscheint uns nicht als Nothwendigkeit. ihm die geheimnißvollsten Geschichten, die Paasch trotz alles Ab- Herren Sozialdemokraten ans Ruder tämen, würde eine andere Bentrum: Kulturkampf) Der Kulturkampf ist kein Kampf zwischen ihm die geheimnisvollsten Geschichten, die Paasch troß alles Alb politische Polizei gefchaffen werden. Herr Singer fagte neulich: Serr Bebel scheint feine Rede halten zu fönnen, ohne meinen Namen Thron und Altar, sondern ein solcher zwischen Staat und Kirche. rathens veröffentlichte. Mich vermied er. Er wurde nach Xanten Der Brief ift nicht auf ganz legale Weise in unsere Hände gezu nennen. Ich würde darauf nicht eingehen, wenn nicht mein rathens veröffentlichte. Mich vermied er. Er wurde nach Xanten geschickt und schrieb Artifel, welche zwei Redakteure vor Gericht kommen." Das heißt mit anderen Worten: er ist gestohlen. Bu Name in den Prozeß Leckert- Lützow hineingezogen wäre durch Herrn Hotel sich ein Konventikel bildete, von dem aller Unfug ausging. Den Antrag der Freifinnigen fönnen wir nicht annehmen, weil er en beauftragt habe, Material gegen Stöcker zu sammeln. brachten. Später siedelte er nach Berlin über, wo im Westend welchen Mitteln würden sie erst greifen, wenn sie ans Ruder tommen. Name in den Prozeß Leckert- Lützow hineingezogen wäre durch Herrn Stödet, der behauptet hat, daß ich Leckert oder sonst Es schloffen sich allerdings unzurechnungsfähige Männer wie Ahlward nicht zur Kompetenz des Reichstags gehört; deshalb ist auch wahren beauftragt habe, Material gegen Stöcker zu sammeln. ihm an. Die Vorgänge in diesen Kreisen wurden dem Bolizer scheinlich der Minister des Junern gestern nicht erschienen; er ist Ich erkläre das für eine absolute Lüge. Ich habe weder mit Herrn präsidenten als Neuestes aus antisemitischen Kreisen gemeldet. übrigens heute hier.( Beifall rechts.) o Man erzeugte in den Kreisen der Regierung die Meinung, daß die übrigens heute hier.( Beifall rechts.) Wenn die Tausch, noch mit Herrn Leckert, noch mit Herrn v. Lützow in irgend, welchen Beziehungen gestanden. Das Körnchen Wahrheit ist antisemitische Bewegung revolutionär fei. Das hat gesessen, das Staatssekretär v. Marschall: Ich bin nicht der Ansicht, daß folgendes: Ich habe am 12. April v. J. eine Rede gehalten, in der zeigen verschiedene Aeußerungen. Die antisemitische Bewegung ist den Sozialdemokraten durch den Prozeß eine große Freude bereitet ich Vorwürfe gegen Herrn Stöder richtete. Auf grund dieser Vormonarchisch gewesen von Anfang an und ist es geblieben bis auf ift; ich meine, es ist ihnen eine große Freude verdorben. Das Bei- würfe hat mich Herr Stöcker wegen wiffentlicher Verleumdung diesen Augenblick. Ich habe die Gelegenheit wahrnehmen müssen, fpiel von der Presthätigkeit des Auswärtigen Amtes, das der Vor- vertlagt. Bevor ich Berlin verließ, habe ich einen Mitarbeiter meine Partei zu verwahren gegen diese durch Mißbrauch der redner angeführt hat, daß zwischen den offiziösen und nichtoffigiösen eines befreundeten Blattes beauftragt, einige Nummern dieser Zeitung. politischen Polizei erhobenen Vorwürfe. Wer ist denn vor diesem Nachrichten schwer zu unterscheiden ist, kann ja vorkommen. Wenn in denen diese Dinge behandelt find, und einige Nummern des Unfug der politischen Polizei sicher? Mir scheint, daß der Prozeß ich nur Blättern Informationen geben follte, die auf feiten der Volt" nach Hause zu schicken. Das ist alles. Was darüber zu früh geendet hat. Ich hatte den Eindruck, daß man Herrn Regierung stehen, dann könnte ich die Herrn v. Kardorff nahe- hinausgeht, ist die reine und pure Erfindung. Ich kann nur mein v. Tausch verhaften founte wegen Fälschung und Mißbrauchs des stehenden Blätter ebensowenig benügen wie diejenigen, die dem Grafen Bedauern darüber ausbrücken, daß gewiffe Dinge in die Deffentlich Amtes, aber wegen Meineids fonnte man ihn meiner Limburg oder dem Herrn v. Plöz nabestehen. Für inländische teit gezogen worden sind. Aber der Prozeß war unvermeidlich und noth Meinung nach nicht verhaften. Hoffentlich bringt der weitere Dinge wird in der Regel die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" wendig. Auch Fürst Bismarck hätte wohl ohne Beweis einen Tausch Prozeß Aufklärung. Es ist verwunderlich, daß man sich der Person benutzt. Vom Auswärtigen Amte wird den Blättern nur thatsäch nicht beseitigen tönnen; es sind doch unter dem Fürsten Bismarc des Normann- Schumann nicht bemächtigt hat, daß man ihn immer liche Information gegeben, namentlich den Blättern, die den Wunsch auch Prozesse vorgekommen. Das gerichtliche Verfahren war das noch weiler arbeiten ließ. Die Regierung mußte wissen, daß er in haben, bei auswärtigen Dingen Hand in Hand mit der Regierung einzige Mittel, den gemeingefährlichen Mann unschädlich zu Rom den Gesandten v. Schlözer hineingelegt hat, daß er in Neapel zu gehen, bei aller Selbständigkeit in inneren Fragen. Wenn die machen. Damit ist den preußischen Traditionen fein Av im Gefängniß gesessen hat. 1893 war das Auswärtige Amt unter Vertreter dieser Blätter Informationen aus dem Auslande vor- bruch geschehen. Herr Bebel hat die politische Polizei dahin richtet von dem Treiben des Herrn Normann, er verschwand immer legen mit der Frage, ob fie veröffentlicht werden können, so ist es verdächtigt, als wenn dort überhaupt keine anständigen Leute rechtzeitig. Man hat doch Hammerstein aus Griechenland geholt, doch unmöglich, die Herren zurückzuweisen, weil vielleicht ein Artikel vorhanden wären. Dem muß mit der allergrößten Entschiedenheit aber hier, wo es nöthig war, konnte die Polizei ihn nicht in den Blättern stehen könnte, der uns nicht gefiele. Die Blätter widersprochen werden. In diesem Zweige der Polizei finden die Anden. Er war sogar bis zu dem Tage des Prozesses hier. würden nicht Buße thun, sondern nach wie vor über auswärtige Beamten einen ebenso ehrenvollen Beruf wie anderwärts. Daß die Nachdem ich ihn entlarvt, erklärte er, daß er sich um die anti- Dinge schreiben und vielleicht falsche Nachrichten bringen, die Agenten nicht immer gerade Wege gehen, ist selbstverständlich. Im femitische Bewegung nicht mehr kümmern würde. Jest tam er oft viel interessanter find als die richtigen.( Heiterkeit.) Das Uebel Kriege geht es nicht immer auf geradem Wege. Die Sozialdemo wieder und ersuchte mich um eine Unterredung. Warum hat man liegt in der Schnüffelei nach offiziösen Nachrichten, die ja vielleicht tratie ist auch in der Wahl der Mittel in teiner Weise gewissen ihn nicht als Zeugen oder Angeklagten vor Gericht gebracht? manchmal, aber jedenfalls nicht immer richtig sind. In England haft. Redner verweist auf ein Märchenbuch der Sozialdemokraten, ( Buruf rechts: preußische Polizei! Wir sind von der Polizei ver- benutzt die Regierung die Presse in ausgedehnterer Weise als bei in denen auch der Diebstahl für erlaubt gehalten wird. folgt worden, und wir wehren uns dagegen, gleichviel ob das eine uns, ohne daß ein Streit über das Offiziosenthum entsteht. Bei Abg. Bebel( Soz.): Gewisse Leute behaupten, ich könnte keine preußische oder eine deutsche Polizei ist. Der Antrag ist ja über uns find die Dinge so weit gekommen, daß man einen Artikel gar Rebe halten, ohne den Namen des Herrn v. Stumm zu nemen. flüssig; er sollte nur eine Debatte hervorrufen. Von Hintermännern nicht beurtheilen tann ohne Frage nach dem offiziösen Ich weiß nicht, ob Herr v. Stumm zu diesen Leuten gehört. Sch ift ja wohl feine Rede. Die Vertreter der Polizei haben profitirt Hintermann. Das System Tausch hat Schule gemacht. Ich lege fann das nicht gut annehmen, denn er wird wissen, daß in der von denen, die nicht alle werden, und es hat sich gezeigt, mit wie bier den Finger auf eine Wunde. Denn dieses System ent- Mehrzahl meiner Reden sein Name nicht vorkommt. Aber wenn geringer Weisheit regiert wird. hält die Gefahr, daß unsere Presse nicht selbst nachdenkt und ich und meine Freunde da, wo es uns past, feinen Namen nennen, Abg. Friedberg( natl.): Der Staatssekretär hat schlagend urtheilt, sondern nur schreibt, was der Regierung genehm ift. Sier dann geschieht es deshalb, weil wir wissen, daß Herr v. Simm auf gewiffen Gebieten ber mächtigste nachgewiesen, daß die Wahrheit ohne diesen Prozeß mit seinen ist es an der Presse selbst, Abhilfe zu schaffen. mächtigste Mann lonely& All nake im Reiche annehme, er 1 in, baß seine Bedeutung unter Umständen über die des Abg. Friedberg mitgespielt hat. Wenn ein Schriftsteller ein Recht| Genoffe Herbert sich den Wählern vorstellte. Die Versammlung Staatsoberhauptes, des Reichsoberhauptes hinausgeht. Ein Mann, hat, den Erfolg seiner literarischen Erzeugnisse für sich in Anspruch war glänzend besucht. Gegen 4000 Personen drängten sich in dem der sich rühmt, daß nach seinem Geschmack die Minister zu nehmen und als Frucht seiner Arbeit anzusehen, so Saale. Herbert sprach in durchaus ruhiger, fachlicher Weise. Er wollte des Innern in Preußen ernannt werden und die Sozialpolitik glaube ich auf diesem Gebiete jederzeit mit den lite eben von der Besprechung des Krankenkaffengesetzes zur Besprechung des gemacht wird, hat allerdings eine nicht zu unterschätzende Berarischen Erfolgen des Abg. Abg. Friedberg tonfurriren zu Unfallversicherungs- Gesetzes übergehen, da erhob sich der überDeutung. Er hat unsere Moral angegriffen und ein Märchen- fönnen. Im übrigen überlasse ich jedem, der meine lite- wachende Polizeibeamte und erklärte, ohne die geringste buch zitirt, aber mit einer so leisen Stimme, daß ich rarischen Erzeugnisse gelesen hat, zu urtheilen, wie es ihm beliebt. ersichtliche Veranlassung dazu zu haben und ohne sich hat wohl selbst gefühlt, daß das Beispiel Wenn Herr Friedberg mir das Bergnügen machen wollte, in meine auf irgend ein Gesez zu berufen, die Versammlung nicht herpaßt. Dieses Märchenbuch hat ein Privatunternehmer Privatwohnung zu kommen, so könnte ich ihm einen ganzen Berg für aufgelöst. Der Borsigende, Maurer Behrend, auf Spekulation herausgegeben und hat mit der sozial- von Briefen vorzeigen von sehr verständigen Leuten, die über meine und die Referenten wollten die Versammlungsbesucher zum Demokratischen Partei nichts zu thun. Altenstücke, die sich gegen literarische Befähigung gerade entgegengesetzt urtheilen wie er. ruhigen Auseinandergehen auffordern, wurden die Sozialdemokratie richten, nehmen wir natürlich dankbar ent- Wenn er mir vorwirft, ich wäre nur der Nachtreter und Nachbeter aber von dem erwähnten Polizeibeamten daran verhindert gegen, genau wie das unsere Gegner, Herr v. Stumm eingeschlossen, Richter's gewesen, so bedauere ich, wegen Mangels an und aus dem Saale gedrängt. Schuhleute besetzten das Podium ebenso machen würden, wenn sie Dinge in bezug auf uns durch Zeit Richter's noch nicht gelesen zu haben. und zogen blant, obwohl ihnen auf mindestens sechs irgend einen Vertrauensbruch bekommen könnten. Herr v. Stumm Wenn ich aber dieselben Gedanken ausgeführt haben sollte, so wäre Schritt im Umkreis teine einzige Person gegenüber= hat mir vorgeworfen, ich dürfte am allerwenigsten über die das kein Schade und keine Schande. Es ist ganz selbstverständlich, ſtand. Daraufhin wurden die Schuhleute von der auf höchft Machinationen der politischen Polizei flagen, da ich gestern daß Männer, die gewisse Berührungspunkte in dieser Frage haben, erbitterten Menge allerdings angegriffen und zogen sich auch selbst eingestanden hätte, daß ich mich ähnlicher Mittel bediente. Ja, schließlich zu denselben Anschauungen kommen. Darüber kann sich schleunigst zurück, worauf der Saal sich, bald leerte. wenn wir wissen, daß wir auf Schritt und Tritt von der politischen, nur wundern, wer von dem Entstehen der Ideen nicht die geringste blieben noch einige hundert Arbeiter disputirend auf der Polizei verfolgt werden, daß sie den ersten besten Zumpen mit Geld Ahnung hat.( Heiterkeit.) Herr Friedberg meinte, meine geftrigen Straße stehen, als auf einmal zwei Kolonnen Militär mit aufengagirt, um uns Fallen zu stellen, wie das z. B. wenigstens in Angriffe gegen den Fürsten Bismarck entsprängen meinem Haß gegen den gepflanztem Seitengewehr heranrückten und auf die wehrlosen Arbezug auf die Anarchisten vor ein paar Tagen in dem Prozeß Machner- Fürsten. Na! Wenn einer vom Haß gegen den Fürsten Bismarck frei ist, so beiter eindrangen. Massenhafte Verwundungen, zum theil schwerer Laudauer zu tage getreten ist, wo der Polizeikommissar Bösel vor Gericht bin ich es. In gewisser Beziehung ist er mir sogar eine sympathische Natur, erfolgten und einer der Angegriffenen, der 31jährige Arsich hat so böse Dinge sagen lassen müssen, weil er in ungeschickter Weise Persönlichkeit.( Heiterfeit.) 3. B. die Art, wie er haffen konnte beiter& mil Ferga, starb noch am selben Abend. einen Anarchisten in den Dienst der politischen Polizei zu bringen lieben fonnte er meines Erachtens nicht gründlich hassen Es ist später erwiesen worden, daß der Tumult vor dem Verversuchte, dann ist es ganz natürlich, daß wir alles aufbieten, um fonnte er, das hat mir immer imponirt.( Heiterkeit.) Und diesen sammlungslokal hauptsächlich von den bekannten zweifelhaften den Herren ihre Pläne zu zerstören und daß wir jede Gelegenheit, Haß hat er auch gegen uns jeder Zeit bethätigt. Von den christ: Elementen angezettelt wurde. Einer derselben ist sogar von den Soldie sich bietet, hinter die Schliche dieser Herren zu kommen, aus: lichen Gefühl der Nächstenliebe und Verzeihung ist bei daten, die ihn natürlich nicht erkannt hatten, durch einen Bajonnetnügen, aber durchaus in ehrlicher Weise. dem Fürsten Bismarck auch nicht ein Atom vor stich verwundet worden. Nun hat man gesagt, wir sollten uns nicht über die politische handen. Er ist eine Natur, die ganz aus Lava Am 14. Februar verhängte die Bismarck- Puttkamer'sche RegiePolizei entrüften, wenn wir am Ruder wären, würde es viel wie soll ich sagen aus Gas und Feuer zusammengesetzt ist. rung über Stettin den kleinen Belagerungszustand. Eine große Zahl schlimmer zugehen. Graf Limburg Graf Limburg und Herr von Kardorff Wir hassen überhaupt nicht den Fürsten Bismarck, lieben thun wir Sozialdemokraten wurde ausgewiesen. Aber auch hier zeigte sich, baben fogar auf die Jafobiner hingewiefen als auf unsere ihn freilich auch nicht( Heiterkeit); dazu haben wir feinen daß Berfolgungen wohl die einzelnen Parteigenoffen schädigen, nicht Vorgänger. Da sind die Herren schlecht in der Geschichte Grund. Und wenn wir ihn hier angreifen, so ist aber das Wachsthum der Partei aufhalten können. Bei der Reichsunterrichtet, wenn sie die Jakobiner mit uns vergleichen. das auch wieder ganz selbstverständlich, wo der Gegenstand der tagswahl im Jahre 1884 waren in Pommern 1909 sozialdemo Allenfalls wären diese als die Vorgänger unserer heutigen Liberalen Debatte uns gewissermaßen Material dazu in die Hände giebt. fratische Stimmen abgegeben worden, 1887 stieg unsere Stimmenzahl in allen Schattirungen zu bezeichnen.( Heiterkeit bei den Sozial: Herr Friedberg meint, unsere Angriffe hätten gar keine Bedeutung, auf 8178, bei der Wahl im Jahre 1890 auf 20 631 und im Jahre 1893 demokraten.) Ja, meine Herren Liberalen, nehmen Sie doch einmal Bismarck's Ruhm werde noch strahlen, wenn die Irrthümer des eroberten wir das Reichstagsmandat der Hauptstadt Stettin und die Zahl einen Mann, wie den Herrn Miquel, der im Jahre 1863 im revolutionären Sozialismus längst vergessen seien. Das sollte am unserer Stimmen in ganz Pommern stieg auf 37 318. Nationalverein die Worte gesprochen hat, gewisse Herren in Berlin wenigsten jemand sagen, dessen Partei noch jüngst ihrer Angst vor Derselbe Bismarck, unter deffen Herrschaft vor zehn Jahren die möchten sich des Schicksals der Bourbonen erinnern der Sozialdemokratie so lebhaft Ausdruck gegeben hat. Wie lange Stettiner Arbeiter mit dem Bajonnet auseinandergetrieben wurden, derfelbe Herr, der sich unserem wissenschaftlichen Mitarbeiter Mary der Ruhm Bismarcks dauern wird, ist schwer zu sagen. ist heute ein politisch todter Mann, dessen durch und durch faules als Organisator, von Bauernaufständen empfahl, der sich als Atheist Daß er Daß er die Sozialdemokratie überlebt, daran ist garnicht System foeben in dem Prozeß Leckert und v. Lühow dentlich genug und Kommunist präsentirte.( Heiterfeit bei den Sozialdemokraten.) zu denken.( Heiterkeit.) Denn heute bereits ist Bismarck politisch in Erinnerung gebracht worden ist. Eine Partei, die solche Vorkämpfer hat, sollte doch etwas weniger todt und die Sozialdemokratie lebt troß ihm.( Heiterkeit.) Wäre Es giebt noch eine Nemesis! Mögen sich die Stumm und Ge laut mit ihren Angriffen sein. Wir werden unsere Grundfäße nicht die Sozialdemokratie so leicht zu besiegen, warum hat denn die noffen, die die Regierung um Gewaltmaßregeln gegen die Sozialverleugnen, wenn wir an der Macht sind, was die Nationalliberalen nationalliberale Partei vor 3 Jahren auf ihrer Generalversammlung demokratie bestürmen, das politische Ende Bismarc's zur Warnung gethan haben. Aber mit Ihrem Kampf gegen in der Zukunft mög- in Frankfurt großen Generalmarsch geschlagen für die Umsturz- dienen laffen. Was man auch gegen unsere Partei ausflügeln mag, liche Dinge, werden Sie keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken. vorlage? Diese Partei ist auch immer für die ausnahmsweise man kann sich versichert halten, daß alles scheitern wird. Abg. Lieber will mit seinen Freunden gegen den Antrag stimmen, Verfolgung der Sozialdemokratie in die Schranken getreten. Mit uns ist die wirthschaftliche, die soziale, die weil er die Kompetenz des Reichstages überschreite. Das ist eine Sie hat den Fall des Sozialistengefehes bedauert, fie schreit fort geistige Entwickelung, diese Entwickelung läßt sich weder mit irrige Auffassung. Wir bewilligen in einem anderen Titel gesetzt nach einem neuen Ausnahmegefeh, ihr ist das allgemeine Gewalt verhindern noch durch die feinsten Anschläge überlisten und 500 000 m. für geheime politische Zwecke; dieses Geld wird noto- Stimmrecht unangenehm, weil es der Sozialdemokratie im Volte den wer die Entwickelung für sich hat, der hat den Sieg! risch zu einem Theil auch durch die preußische politische Partei ver- breitesten Boden verschafft. Je mehr sie uns angreifen, desto mehr braucht. Ist dies aber der Fall, dann haben wir aller freuen wir uns, es beweist nur, daß wir reiten, und wir werden dings das Recht, über die Verwendung des Titels mitzusprechen. Sie eines Tages überreiten.( Lebhafter Beifall links.) Durch den Prozeß Leckert- Lützow ist bekannt geworden, daß auch das preußische Kriegsmmisterium durch die gefälschte Quittung, mit Kufutsch unterzeichnet, 50 m. beigesteuert hat, die ebenfalls aus Reichsgeldern stammen, die wir bewilligt haben. Die Berechtigung des Antrages wird also auch von uns anerkannt, gleichwohl werden wir augenblicklich nicht für ihn stimmen, weil er nicht weit genug geht. Diejenigen Herren, die am schwersten unter diesen Verdächtigen und Machinationen gelitten haben, werden am leichtesten fünftig derartige Vorfälle vermeiden tönnen Sollen wir aber ein Verdikt abgeben über die politische Polizei und find entschiedene Gegner der politischen Polizei, soll sie aber fort. bestehen, dann müßte der Reichstag daiür sorgen, daß fünftighin nicht Hamburg, 6. Februar.( Privatdepesche des„ Borwärts".) Die mehr ruhige, friedliche Bürger durch die Bespitelungen, die Zudringlich feiten und die kompromittirenden Einflüsse der Polizei behelligt werden. Abg. Lieber: Auf das Wort des Bedauerns, das mir von Erklärung des Streit- Somitees lautet im wesentlichen: Zum Das beweist deutlich der Prozeß Machner, in dem der Polizei Freunden des Grafen Mirbach in Aussicht gestellt war, habe ich Rathe, den Streit zu beendigen, werden wir veranlaßt durch die tommissar Bösel eine so außerordentlich zweideutige Rolle gespielt gestern vergeblich gewartet. Wenn Herr v. Levehow meine Unterschei- Befürchtung, daß die Einigkeit, die sich so lange glänzend bewährt hat. Raum war der Prozeß zu Ende, so lautete das Verdikt der bung zwischen objektiv und subjektiv nicht versteht, so bedauere ich das. hat, durchbrochen würde, durch die Unmöglichkeit weiterhin noch Presse, mit Ausnahme der der äußersten Rechten dahin, daß ein Abg. Friedberg( natl.): Wenn Herr Bebel dabei geblieben ist, System, das solche Früchte zeitige, auf die Dauer nicht mehr be- daß die politische Polizei dem Fürsten Bismarck zuzuschreiben ist, genügende Unterstügung beizuschaffen. Wir müssen geschlossen an stehen dürfe. Selbst die dem Frhrn. v. Stumm nahestehende" Post" so widerspricht er sich selbst, denn er hat von der fünfzigjährigen die Arbeit zurückgehen und jede Uneinigkeit vermeiden. Wir haben hat sich in ähnlichem Sinne ausgesprochen. Will denn nun etwa Geschichte der Polizei gesprochen. Den Welfenfonds billigen meine tein Vertrauen auf die Arbeitgeber, wir protestiren gegen das das Bentrum diesem Zustand nicht auf den Leib rücken? Sie Freunde nicht; fie find stets für die gesetzliche Regelung deffelben ein Verhalten der Behörden. Was tommt wiffen wir: Die Rache der ( 3. Bentr.) haben doch unter diesem System schwer zu leiden gehabt. getreten.( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Ich erinnere an die Ich erinnere nur an die Vorgänge, wie sie seinerzeit durch Herrn gefälschten Quittungen im Vorwärts", worin ehrliche Männer durch Sieger. Sorgt für die Unterstützung der Gemaßregelten. v. Meerscheidt- Hülleffem in Marpingen an den Tag gekommen sind, den Leichtfinn einer Redaktion schwer gekränkt sind. Wenn Herr Bebel Hamburg, 6. Februar.( Privatdepesche des„ Borwärts".) In und die mit den Thaten des Herrn v. Tausch auf einer Stufe gesagt hat, wir schwärmen für Ausnahmegeseze, so hat er bis zu einem Rellerlokal, in dem arbeitswillige" Rohlenarbeiter Lohn stehen. Von Krüger an bis auf unsere Tage haben sich diese einem gewiffen Grade recht. Ich halte es nicht für richtig, eine empfingen, entstand auf der Straße eine Reiberei mit Streifenden. Polizei- Organe als erbärmliche Subjekte erwiesen, als moralisch Partei, welche die gegenwärtige Gesellschaftsordnung zertrümmern verkommene Menschen, die für jede Schandthat und Schurferei zu vill, für gleichberechtigt zu halten. Wer nicht auf dem Boden Die Arbeitswilligen" feuerten einen Revolverschuß ab, verhaben waren, wo es galt, politische Feinde und Gegner zu ver- der Verfassung steht, der hat auch auf deren Schuh letzten aber niemand. Ein Schuhmann, der einschritt, erhielt ein nichten.( Sehr richtig! links.) feinen Anspruch. Diesen Gedanken hat Fürst Bismarck oft Bierfeidel auf den Kopf, er wurde am Auge getroffen. Durch ein Ich erinnere Sie daran, wie Herr v. Tausch mit den Hundert vertreten. Wenn Herr Bebel meint, die Sozialdemokratie martscheinen spielte. Diefelben Leute, die mit 3000 bis 4500, würde uns überreiten, so dente ich: jede Partei hofft auf Nothsignal wurde die Polizeiwache alarmirt, fie fäuberte mit blank höchstens 5000 M. angestellt sind, spielen eine gesellschaftliche Rolle ihre eigene Zukunft. Ich bezweifle, daß Sie eine Zukunft gezogenem Säbel und mit Reitenden die Straßen des Hafenviertels. und treiben einen Aufwand, der mit 12 000 W. nicht bezahlt werden haben, weil Sie einen gefährlichen Feind haben: die Langeweile. Janbagel tumultirt. Arbeiter, die den Polizisten ruhig entgegen. tann. Sie haben so gut wie keine Rechenschaft zu geben. In den Wenn das Volk Ihre Brandreden satt hat, dann wird es mit der famen, wurden mit Säbelhieben traktirt. Die Stadt ist überall meisten Fällen werden ihre Ausgaben ehrlich unterschrieben. Sie haben Sozialdemokratie vorbei sein. Bei den Gebildeten macht sich dieser gesehen, daß Herr Gaebe mit dem Bewußtsein, daß die Quittung Feind schon jetzt in hohem Maße fühlbar.( Lachen bei den Sozial- ruhig, auch wo gar keine Polizei anwesend ist. Das Hafenviertel mit dem Namen Kukutsch gefälscht ist, diese Quittung annahm. Es demokraten.) ist durch die Polizeimaßregeln äußerst erregt. Die bedauerlichen Vorist auch naturgemäß, daß Lente, die täglich solchen Verführungen: Abg. v. Stumm tommt auf das von ihm citirte Beispiel aus fälle begannen um 8 Uhr abends und dauern um 11 Uhr nachts ausgefeht find, Begriffe von ihrer Bedeutung und Wichtigkeit ver- dem Märchenbuch der Sozialdemokraten zurück, wo das Gebot Du noch fort. langen, die weit über ihre thatsächliche Stellung im Staate hinausgehen. follit nicht stehlen" als ein Gebot der großen Herren hingestellt So konnte sich denn Tausch in dem Prozeß hinstellen und offen er wird. Man könne doch nicht jedesmal der Sozialdemokratie ihr flären, er habe gewünscht, daß Graf Culenburg zwischen ihm und ganzes Sündenregister vorhalten, das ihnen schon so oft vorgehalten dem Staatssekretär v. Marschall den Vermittler mache und eine worden ist. Aussöhnung herbeiführe. Eine Aussöhnung zwischen einem der Damit schließt die Debatte über den Antrag der Freifinnigen. ersten Beamten des Deutschen Reiches und einem untergeordneten Persönlich bemerkt Abg. Richter, daß von einer geschäftlichen Frankfurt a. M., 6. Februar.( B. H.) Die„ Frankfurter Polizei Organ! Schlägt das nicht allen Traditionen preußischer Opposition bei seinen Freunden nicht die Rede sein könne. Die geBureaukratie direkt ins Gesicht? Da muß jeder ehrliche und denk- schäftlichen Interessen pflegen sich auf die Seite der Machthaber zu fähige Mann zu der Ueberzeugung kommen mit diesem System ist stellen, welche generell oder ideell Liebesgaben verschenken können. durchaus nicht auszutommen.( Zustimmung links.) Unsere Opposition geht in die Unterstützung der Regierung über, Das System Tausch ist in Wahrheit das System Bismard, wo sie nach unseren Grundsäßen regiert, wie bei ben Handelsdenn erst durch den Fürsten Bismarck hat die politische Polizei jene verträgen. Macht in unserem Staatsorganismus erlangt, die sie thatsächlich Abg. Graf Limburg- Stirnm: Mein Hinweis auf die preußiheute inne hat.( Burufe.) Jawohl, Stieber! Herr Friedberg weiß schen Traditionen ist in nicht wohlwollender Weise dahin aus es auch. Es ist nothwendig, der nationalliberalen Partei zeitweilig gelegt worden, daß ich Herrn v. Marschall als Badenser, als einen das Gedächtniß zu schärfen. Welche Schurtereien Herr Stieber vor seiner Eindringling in unsere Domäne betrachtet hätte. Er ist Jahre lang Entlaffung getrieben hatte, wußte niemand besser als Herr von Mitglied der fonservativen Partei gewesen und die Opposition be Bismarck, der damalige Bundestagsgefandte in Frankfurt a. M. gann erst bei seiner Haltung, die er als Beamter einnahm, wobei Stieber gehörte auch zu den Hauptzeugen in dem Kölner Anarchisten wir gegen preußische Beamte ebenfalls opponirt haben. prozeß, in dem er Meineide geschworen haben soll. Ausbruch des Krieges Abg. Richter zieht darauf den Antrag, nachdem er seinen Zweck von 1866 hat Bismard in erster erfüllt hat, zurück. Linie nach jenem berüchtigten Stieber gegriffen. gegriffen und ihn Abg. v. Jazdzewski kommt auf die Poienfrage zurück und zum Oberhaupt der politischen Polizei im Feldlager ernannt. verlangt für die Polen die Anerkennung der verfassungsmäßigen 1871 war Stieber wieder erst recht auf dem Posten, und als Bis- Gleichberechtigung, von der der Reichskanzler gesprochen habe. marck die 50 Millionen des Welfenfonds zur Verfügung hatte, Abg. Saffe( natl.): Obgleich das Haus für die Polenpolitik tonnten die Herren von der politischen Polizei bis an die Achsel der preußischen Regierung nicht zuständig ist, so schulden wir doch höhlen im Golde wühlen, sie haben auch thatsächlich darin ge dem Reichstanzler Dank für seine gestrigen Ausführungen. wühlt. Da ist der offiziöse Preßunfug angewandt worden im In- Um 5 Uhr wird die weitere Berathung bis Montag 1 Uhr land und Ausland, in einer Weise, wie es bisher keiner Regierung vertagt.( Außerdem erste Lesung kleinerer Vorlagen und des HandelsDer Welt möglich war. Fürst Bismarck- das rühme ich ihm nachgesetzbuches.) hat nie ein Hehl aus den angewandten Mitteln gemacht, er hat sie nicht beschönigt. Er sagt: Das sind Mittel, die muß ich haben, um etwas zu erreichen; ich pfeife auf die Moral. auf den 20. und 21. April nach Chemnih die Landes. Die sozialdemokratische Landtagsfraktion Sachsens berust versammlung unserer sächsischen Parteigenossen ein. Die TagesAbg. v. Levekow( k.): Der Abg. Lieber ist auf eine Aeußerung ordnung lautet: 1. Bericht des Zentralfomitees, Berichterstatter des Grafen Mirbach zurückgekommen, über welche Graf Mirbach Dr. Gradnauer aus Dresden; 2. Organisation und Agitation, gestern sein Bedauern ausgesprochen hat, daß er niemanden habe Berichterstatter Ernst Schulze aus Coffebaude; 3. Die bevor verletzen wollen. Ich glaube, Herr Lieber hätte mit diesem Be- Berichterstatter Ernst Schulze aus Coffebaude; 3. Die bevordauern sich begnügen können und hätte nicht nöthig gehabt, die stehenden Landtagswahlen, refp. Ausstellung der Kandidaten, Berichterstatter Frig Geyer aus Leipzig; 4. Anträge der Parteiobjektivem und subjektivem Vedauern habe ich nicht verstanden. Gine genossen; 5. Neuwahl des Zentralkomitees; 6. Wahl des Ortes für die andere Aeußerung des Grafen Mirbach hat Herr Lieber total miß- nächste Landesversammlung. verstanden. Graf Mirbach hat nicht gesagt und nicht sagen wollen, daß die Pfaffen nicht ohne Junker bestehen können. Er hat nur Junter vertrieben, beseitigt würden, die Pfaffen wahrscheinlich sehr bald nachfolgen würden.( Zustimmung.) Das wird Herr Lieber nicht lengnen wollen. uns Sache hier breit zu treten. Seine feine Distinktion zwischen ihre Thätigkeit, dann muß es doch auch etwas anders lauten. Wir Beim Herr Friedberg hat gegen mich einige Vorwürfe gerichtet, die gefagt, wenn einmal der Umſturg and Ruder kommen sollte und die Depeschen und lehte Nachrichten. Partei- Nachrichten. " Lübeck 6. Februar.( W. Z. B.) Der Rieler Dampfer Hanja", welcher, wie gemeldet, in der Ostsee zwischen Gjedser und Warnemünde im Eise festsaß, hat Warnemünde als Nothhafen erreicht. Beitung" meldet aus Sigmarigen: Bu dem Berlufte eines Postbeutels mit 40 000 m. wird von zuständiger Seite berichtet, derselbe sei Dadurch veranlaßt worden, daß der Gegenstand auf dem Trittbrette des Bahnpoftwagens stehen geblieben und während der Fahrt herabgeschleudert worden sei. Das Gerücht, daß der Thäter verhaftet sei, sei unwahr. Auf die Wiedererlangung des Poststückes sei eine Belohnung von 500 M. ausgefeßt. Frankfurt a. M., 6. Februar.( H. B.) Die Frantf. 3tg." meldet aus London: Der„ Evening Standard" erfährt aus Mostan, daß in Serpucow, 8 Eisenbahnstunden von Moskau entfernt, 2000 Arbeiter in den Spinnereien streiken und den Fabrikanten be droht haben; der lettere sei nach Moskau geflüchtet. Die Garnison von Serpuckow soll um 300 Mann verstärkt worden sein, da man Ausschreitungen der Streikenden befürchte. Davos, 6. Februar.( W. T. B.) Zwischen dem Hospiz und dem Wegerhaus am Füela- Paß wurden heute fünf Personen mit sieben Pferden durch eine Lawine verschüttet. Genf, 6. Februar.( W. T. B.) Auf dem Genfer See ging heute Mittag angesichts des Hafens von Nyon, 500 Meter vom Ufer, ein fleiner Dampfer für den Güterverkehr unter. Fünf Mann der Be sagung wurden gerettet, ein Maschinist ertrant. Genua, 6. Februar.( H. B.) 3500 Kohlenlader stellten die Arbeit ein. Paris, 6. Februar.( W. Z. B.) Der Agence Havas" wird über die letzten Vorfälle in Kanea mitgetheilt, fast alle Christen seien an Bord der fremden Kriegsschiffe gebracht worden. 11 Madrid, 6. Februar.( W. T. B.) Der englische von Liverpool tommende Dampfer City of Sora" ist an der Küste bei Corcubian mit der Sache garnichts zu thun haben. Er hat davon ge- Behn Jahre ist es heute her, daß in Stettin jene Versamm( Corunna) gescheitert. Von 73 Mann der Bemannung sind nur sprochen, daß ich auch als Schriftsteller nur meine Lesefrüchte, lung abgehalten wurde, deren Ausgang das Bismarck- Butttamer'sche 32 Personen gerettet; außerdem sind 2 Passagiere umgefommen. zum theil sehr mißverstanden, zu einem Buche zusammengestellt Regiment bemühte, um über die Hauptstadt Pommerns, der sogen. Athen, 6. Februar.( W. T. B.) Der Marineminister Levidis hätte. Es wäre im höchsten Grade unbescheiden von mir, wenn ich deutschen Vendée", den kleinen Belagerungszustand zu richtete bei der Abfahrt der Kriegsschiffe an die Mannschaften eine mich gegen sein absprechendes Urtheil irgendwie vertheidigen wollte. verhängen. Es handelt sich um die Versammlung am 7. Febr. 1887, Ansprache, in der er sie zur Tapferkeit und Manneszucht ermahnte. Es scheint aber doch, daß da ein gewiffer Aerger beim Urtheil des wo der damalige Reichstagskandidat, jebiges Mitglied des Reichstags Die Schiffe werden heute Abend in Ranea eintreffen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin. Hierzn 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 32. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Hatenarbeiter- Bewegung. Der Hamburger Hafenarbeiter- Ausstand ist beendet. Unser Rorrespondent berichtete uns am Sonnabend: Zu den heutigen 11 Versammlungen der streikenden Hafenarbeiter und Seeleute waren sämmtliche Streitposten eingezogen, und durch Flugblätter und Handzettel war im Verlauf des Freitags auf das dringlichste zum Besuch der Versammlungen eingeladen worden. Infolgedeffen waren so ziemlich alle Streifenden zu den Versammlungen erschienen. Die Referenten legten dar, daß schon in den letzten zwei Wochen die Unterstüßung hatte gekürzt werden müssen, weil die nöthigen Gelder nicht mehr eingegangen feien. Voraussichtlich würde das in den kommenden Wochen in noch stärkerem Maße der Fall sein, so daß die Gefahr sehr nahe liege, die Streifenden tönnten abbröckeln. Von Anfang an habe das Be streben bestanden, die ausständigen Hafenarbeiter und See lente bis zur Stunde der Beendigung des Streits geschlossen zusammenzuhalten und in jedem Falle geschlossen wieder an die Arbeit zu führen, um eine Vernichtung der Organisation zu verhüten. Es sei deshalb dringend zu empfehlen, mit dem heutigen Tage den Ausstand für beendet zu erklären. Nach Beendigung des Referats wurde sodann von allen Versammlungen wiederum ein Antrag angenommen, wonach die Zentral- Streifleitung je nach dem Resultat der Abstimmung über die Weiterführung oder Beendigung des Streits endgiltig zu beschließen hatte. Sodann wurde zur Abstimmung geschritten. hierdurch aufmerksam gemacht, daß die restirenden Nummern am Dienstag oder Mittwoch von den Revisoren öffentlich im Vorwärts" bekannt gegeben werden. " Berliner Gewerkschaftskommission. J. A.: Vogel. Tschernig. Weber. Lokales. " Sonntag, 7. Februar 1897. Reklame hergegeben hat, kann niemanden wundern, der die Verhält nisse der kapitalistischen Presse kennt. An Herrn Georg Liebling erscheint es aber begreiflich, daß er einen Unschuldigen ebenso einschäßte, wie Herr Konrad Alberti eingeschätzt zu werden verdient. Für die Zulassung weiblicher Personen zum Besuche der hiesigen Landwirthschaftlichen Hochschule sind folgende Bedingungen zu erfüllen: Die Antragstellerin hat dem Rektor unter Beifügung eines Nachweises über die Vorbildung, welche sie genossen hat, sowie eines amtlichen Sittenzeugnisses und für den Fall, daß dieselbe noch minderjährig ist, die schriftliche Genehmigung des Vaters oder VorSozialdemokratischer Verein Vorwärts" Berlin. Die mundes zum Besuche der Landwirthschaftlichen Hochschule, bestimmter Mitglieder werden auf die im Inseratentheil der heutigen Nummer anzuzeigen, welche Vorlesungen sie zu hören gedenkt. Es ist in jedem bekannt gegebene Versammlung, sowie auf das am 6. März statt- Falle dem Ermessen des jeweiligen Rektors überlassen, ob er die findende Stiftungsfest aufmerksam gemacht. In folgenden Lokalen nachgewiesene Vorbildung und sonstigen Bedingungen für genügend ( Bahlstellen) werden jederzeit neue Mitglieder aufgenommen und sind zur Ertheilung der Erlaubniß des Besuches der Hochschule hält. Billets zum Stiftungsfeste zu haben: P. Anders, Buttmann- Ist die letztere von ihm ertheilt, so hat die Antragstellerin noch die straße 17. H. Borchert, Huffitenstr. 18. M. Faber, Stephan- besondere Erlaubniß der betreffenden Lehrer, deren Vorlesungen sie straße 11. W. Gieshoft, Boyenstr. 40. F. Gleinert, zu besuchen wünscht, einzuholen. Müllerstr. 7a. Haferlandt, Bellermannstr. 87. Heising, Schulstr. 114. G. Herrmann, Putbuserstr. 45. Hilgen- Die Endhaltestelle der bisherigen Omnibuslinie Yorkstraßefeld, Bergstr. 60. Köhler, Ralvinstr. 11. Klietmann, Rosenthaler Thor ist nach dem Alexanderplatz unter gleichzeitiger Brunnenstr. 162. Liette, Schwedterstr. 33. Pfarr, Putliz- Führung der Linie vom Molkenmarkt durch die Stralauer Straße, straße( Ede Salzwedlerstraße). Ramlow, Schönhauser Allee 135. die Straße An der Stralauer Brücke" und die Alexanderstraße vers Raschte, Hochstr. 32. Renser, Beusselstr. 24. Rosin, legt worden. Ruppinerstr. 42. E. Schmidt, Trestowstr. 24. Schmidt, In den Becken des Berliner Aquarium bemerkt der Besucher Köslinerstr. 2. Tauschel, Grenzstr. 4. außer einer Anzahl neuangekommener Seethiere auch mehrere neue, interessante Süßwasserbewohner. Die Gruppe der amerikanischen Barschfische, welche bisher durch Schwarz- und Forellenbarsch, Steinbarsch und einen sog. Sonnenfisch vertreten war, ist jetzt durch Auch in diesem Jahre wird zur Erinnerung an den Sterbetag unseres Borkämpfers Karl Marx eine Gedächtnißfeier für die " Die Abstimmung ergab, daß 65 pet. der Streifenden für und 35 pet. gegen die Aufnahme der Arbeit gestimmt hatten. Die Zentral- Streifleitung erklärte damit den Streit für beendet. Mit einem Hoch auf die Organisation der Hafenarbeiter wurden die vom Leseklub Karl Marx", am Sonnabend, den 13. März, be- den farbenschillernden Erdbeerbarsch in mehreren Exemplaren ver Versammlungen geschlossen und ein gut Theil der Arbeiter ging sofort auf den Ausgud. Nach den Aufstellungen der Zentral Streikkommission haben an dem Ausstand die einzelnen Arbeiterkategorien wie folgt theilgenommen: Art der Arbeiter Schauerleute Ewerführer, Hamburg Gesammtzahl der Davon waren zu Beginn des Streits organisirt 87 Streifenden 發 4465 1864 480 1160 Altona. 153 Kohlenarbeiter. 1 206 365 Kesselreiniger 433 40 Schiffsmaler 237 120 Seeleute 2540 21 Schiffsreiniger. 367 140 Quai Arbeiter( Hamb.- Amerika- Linie) 534 460 Getreide- Arbeiter 453 240 Quai- Arbeiter( Staatsquai) 1350 920 Quai- Hilfsarbeiter 627 55 1555 260 • 181 68 74 15 53 30 90 20 199 35 Speicherarbeiter Maschinisten Werftarbeiter* Baggerer Fabritarbeiter- Barmbeck* Fabrikarbeiter- Rothenburgsort* gangen. Wir können schon jetzt die Genossen auf das uns vor liegende reichhaltige Programm aufmerksam machen, welches die Garantie für eine würdige Feier bietet. Der Vorstand. Utopisten nennt man uns Sozialdemokraten, weil wir aus den gewaltigen Veränderungen, die in der ökonomischen Konstruktion der Gesellschaft vor sich gehen, unsere Schlüsse ziehen. Bis jetzt sind diese Schlüsse immer noch durch die Thatsachen bestätigt worden, und weil dem so ist, blieb unseren Feinden nichts übrig, als die Thorheit, die Sozialdemokratie für die Thatsachen verantwortlich zu machen, und ihre Anhänger als gemeingefährlich zu schelten, weil diese sich mit dem Gang der Geschichte abzufinden wissen. auch die im zweiten großen Bassin des oberen Grottenganges unter schiedener Größe vervollständigt worden. Aus Nordamerika stammen gebrachten, reichlich fußlangen Schlammfische( Amia), welche in bezug auf Stammbaum und Körperbau mehr als andere Fische das Gilt doch dieser Schlammfisch, Interesse des Fachmanns erregen. der mudfish der Amerikaner, als das einzige noch lebende Mitglied der Fischfamilie der Amioiden. In der neuen Urania, Taubenstraße, soll in allernächster Seit das Schaustück„ Der Kampf um den Nordpol" aufgeführt werden. Im Passage: Panoptikum findet außer der gewöhnlichen Vorstellung heute 12 Uhr eine Mittagsvorstellung des Ahlers'schen Affentheaters statt. Der Zirkus Nenz veranstaltet am Sonntag wieder zwei Borstellungen, und zwar nachmittags 4 Uhr und abends 72 Uhr. Die erstere, welche zu ermäßigten Preisen stattfindet und zu der jeder Besucher ein Kind frei einführen darf, bringt u. a. die Lustigen Blätter". Die Abendvorstellung bringt „ Aus der Mappe eines Riesengebirgs: das neue Ausstattungsstück: Phantasten". Der neue Schneefall gestern früh hat viele Verkehrsstockungen veranlaßt. Die Fernzüge trafen auf den meisten Berliner Bahnhöfen mit Verspätungen ein und mehrere Züge sind im Schnee stecken geblieben; sie fonnten nur durch Borlegen neuer Maschinen Auch die Pferdebahnen hatten aus ihrer Lage befreit werden. wieder unter dem Schneefall zu leiden. Einzelne Linien nach den Vororten mußten ihren Betrieb einschränken. Nach Tegel wurden die Fahrgäste mit Schlitten befördert. Nun giebt es unter den Gegnern der Ordnung von heute gewiß Utopisten, aber diese sind in einem ganz andern Lager zu suchen, als in dem der Sozialdemokratie. Diese Utopisten heißen auf gut Deutsch Zünstler und sie hausen in durchaus nicht geringer Bahl unter dem Theil der Unternehmer, die angsterfüllt fühlen, wie sie vom Großkapital aus ihrer bevorrechteten" Stellung vertrieben und ins Proletariat hinabgeschleudert werden. An ihr Wirken wurden wir heute wieder erinnert durch eine Versammlung des Vereins der Weißbierwirthe, die sich mit der Vermehrung der Aschinger'schen Bierquellen beschäftigte. Herr Aschinger soll, so heißt es in dem Versammlungsbericht, ohne viel Bedenken(!) Gastwirthe ausmiethen, deren Lokale er für seine Geschäfte passend erachtet, und die Berliner Gastwirthe- Junung hat deshalb ein Gesuch an die Behörde gerichtet, in dem gebeten wird, künftig nicht mehr Maffentonzessionen an einzelne Unternehmer zu gewähren. Durch solche Bevorzugung des Ein widerlicher Vorgang spielte sich am Freitag Abend in Großkapitals würde die Existenz vieler Gastwirthe und ihrer der Aschinger'schen Bierquelle am Spittelmarkt ab. Ein Händler im Familien unterbunden und es würden noch mehr Unzu fadenscheinigen Rock suchte seiner Spezialität", einer Zigarrenspite friedene geschaffen werden, woran die Regierung doch mit Musit einige leise Töne zu entlocken, um die Gäste auf seinen tein Intereffe haben könnte! So richtig die Begründung Handelsartikel aufmerksam zu machen. Kaum hörte dies der 40 ist, so thoricht ist das Streben der zünftelnden Gastwirthe, Dekonom, als er den Händler anfuhr und ihn beim Kragen nahm. 4556 das auf nichts anderes hinausläuft, als auf ein Zurück Dies Vorgehen erregte unter den Gästen peinliches Aufsehen, das *) Die mit einem bezeichneten Arbeiterkategorien find von dem drehen der Weltenuhr. Wenn wirklich die Polizei der Junung zu zu lauter Entrüstung anwuchs, als sich der Zapfer des Lokals an Streit in Mitleidenschaft gezogen worden. Davon gehören die Hilfe käme, so würde der Großkapitalismus spielend auch über schickte, den Gummischlauch an einem Gast zu erproben, der sich zu Es glückte, dem Werftarbeiter dem Verbande der Metallarbeiter, die beiden Ab- dies Hinderniß hinwegschreiten. Es hilft den Kleinbürgern nichts, gunsten des Händlers ins Mittel legen wollte. theilungen der Fabritarbeiter dem Verbande der Fabrik-, Land- und daß sie sich in dem utopistischen Streben, einen für immer zerstörten schlagfertigen Manne den Gummischlauch aus der Hand zu reißen, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands an. Alle anderen Gesellschaftszustand wieder ins Leben zu rufen, zum Gefpött der so daß kein Unheil angerichtet wurde, doch legte sich die Entrüftung Kategorien gehören dem Verband der Hafenarbeiter an. Sämmtliche verständig Denkenden machen. Gar mancher aus ihren Kreisen ist über den Vorfall nur langsam. Ausständige traten bei Beginn des Streiks, soweit sie noch nicht denn auch zu der Einsicht gekommen, daß nur die Sozialdemokratie organisirt waren, ihren respektiven Drganisationen bei. Etwa 1300 den Weg aus der gegenwärtigen Misère zeigt; es mag aber noch Hafenarbeiter aller Kategorien, die zum theil auch organisirt waren, ein Weilchen dauern, bis die harten Thatsachen die Mehrheit der reisten bei Ausbruch des Generalstreits in ihre Heimath Lauenburg, Bünstler ebenfalls zur Einsicht gebracht haben. Mecklenburg u. s. w., ohne während der ganzen Dauer des Streifs Unterſtüßung zu beanspruchen. Darunter befanden sich etwa 800 Rastenschutenschiffer( Ewerführer). Berein der Händler im Hafen* * Summa 56 16 430 An Unterstützungen wurden während des Streits über 1500 000 m. ausgezahlt. Genaues läßt sich darüber erst mit theilen, wenn die Abrechnung fertiggestellt ist. Der Schaden der Unternehmer wird auf über 50 bis 60 Millionen geschätzt. Genaueres dürfte sich natürlich auch darüber erst nach Verlauf einiger Zeit feststellen lassen. Die Hafenarbeiter Harburgs, die zur Unterstützung der Samburger Kameraden die Arbeit niedergelegt hatten, beschlossen am Sonnabend in einer Versammlung gleichfalls die Wieder aufnahme der Arbeit. Dafür stimmten 240, dagegen 40. Die Zentral Streikkommiffion der Hafenarbeiter Sam burgs bescheinigt hierdurch auf besonderen Wunsch, daß ihr vom Gewerkschaftskartell in Durlach durch G. Schönberg in sieben Raten insgesammt 500 M. überfandt worden sind. * Herr Davidsohn, der Chefredakteur Chefredakteur des Börsen Kourier" ist gestern Nachmittag furz vor fünf Uhr auf einer Fahrt vom Lehrter Bahnhof nach seiner Zimmerstraße 3 belegenen Wohnung plößlich am Herzschlage gestorben. Er hatte in Hamburg einer Opernpremière beigewohnt und kam von dort zurück, als ihn der Tod plöglich ereilte. Herr Davidsohn, der im 61. Lebensjahre stand, ist einer der Gründer des Börsen- Kourier" und seit dessen 28jährigem Bestehen an diesem Blatte thätig gewesen. Zwei Selbstmorde. Nach einer durchschwärmten Nacht hat ein Mann, der sich den Namen Felix Kuerbis beigelegt hat, dent Tod im Wasser gesucht und gefunden. Er hatte am Donnerstag Abend sein Geld ausgegeben und lieh sich am Freitag Morgen von einem Fräulein Klara D. aus der Auguststraße 82 gegen Ver pfändung seiner silbernen Uhr eine kleine Summe, um damit eine Droschte zu bezahlen und dann nach seiner Wohnung in Charlottenburg fahren zu fönnen. Freitag Nachmittag wollte er die Statt seiner ging bei der D. die Nachricht ein, Uhr einlösen. daß der angebliche Ruerbiß am Freitag Morgen um 8 Uhr an der unteren Freiarche als Leiche aus dem Wasser gezogen worden sei. Im Friedrichshain erschossen hat sich am Freitag Abend um 9/2 Uhr der Kutscher Anton Haemuth. Die Veranlassung zu dem Selbstmord ist bisher nicht festzustellen gewesen, da die Wohnung Haemuth's unbekannt ist und feinerlei Aufzeichnungen bei der Leiche gefunden wurden. Neuerdings find Flaschenbierhändler mehrfach aufgefordert worden, ihren Gewerbebetrieb anzumelden. Im Namen des Vereins Berliner Bierverleger, Gast- und Schankwirthe hatte deshalb dessen Vorsitzender das Polizeipräsidium darüber um Auskunft ersucht, ob Der Baron von Glasenapp, der im Süden Berlins oft als die neue Verordnung betreffend Einholung der Erlaubniß zum Handel mit Flaschenbier bei den Polizeirevieren sich auch auf Bechpreller auftritt, ist am Freitag Nachmittag in der Frankfurter Bierverleger, welche ausschließlich nur mit Bier handeln und Straße durch den Sohn Fritz des Produktenhändlers Wünsch vom auch demgemäß ihr Gewerbe zur Zeit gemeldet und auch ihre Kotibuser Damm 87 wegen Unterschlagung und versuchten Einbruchs Gewerbesteuer auf ihr Bierverlagsgeschäft zahlen, erstrecke. In einem Schutzmann überliefert werden. Der Baron taufte für die feinem Antwortschreiben weist das Polizeipräsidium auf den Inhalt Firma altes Eisen auf, hat aber das ihm zur Bezahlung anvertraute des§ 35 der Reichs- Gewerbe- Ordnung hin. Nach demselben könne Geld für sich verbraucht. Den Einbruchsversuch hat er bei einem Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für die der Kleinhandel mit Bier untersagt werden, wenn der Gewerbe- Kupferschmied in der Prinzenstraße gemacht, indem er sich das Gestreikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende treibende wiederholt wegen Zuwiderhandlungen gegen die Vor- schäft durch einen Schlosser öffnen ließ, um dort Waaren zu entBeiträge ein: schriften des§ 33 der Reichs- Gewerbe- Ordnung bestraft sei. Was wenden und der Firma als eingekauft abzuliefern. Er entfloh Gesammelt bei Ttecke, Steglig 30. Januar 9,01. Dr. H. D., 2. Rate 3,- die Anmeldung des Kleinhandels mit Bier, zu welchem es einer damals, wurde aber von dem hinzukommenden Geschäftsmann erkannt Frau S. 3,-. Bubiefe zur Fichte, Wittenwalderstr. 38 9,10. Gemütliches Bet- polizeilichen Erlaubniß nicht bedürfe, betreffe, so werde auf den und angezeigt. fammensein bei Kluchert, Charlottenburg 8,- Radfahrerklub Kosmos durch.§ 35 verwiesen mit dem Hinzufügen, daß diese Verpflichtung für Eine aufregende Szene spielte sich Sonnabend Morgen um 8,- Spar- und Krebitverein Soutfenfiadi 6. Dr. D. Batera, die nach dem 1. Januar 1897 eröffneten Gewerbebetriebe zu Recht 63/4 Uhr im Hause Luisenufer 20 ab. Dort wohnt im Entresol die burg im Elsaß 14,35. Würzburg durch R. Kern 40,90. Mechanische Werkstatt, Katser und Schmidt, beide Säle, 6. Rate 22,-. Arbeiter- Bildungsverein Bu bestehe. unverehelichte Kravattennäherin M., die mit ihrem Bräutigam, dem 3. Nate, b. M. W. 22,12. Liften durch Bringmann 4741, 6798, 3883, 3834, 4766, Seh'n Sie, das ist ein Geschäft! Von der Angelegenheit Steindrucker 2. und mit Bekannten seit Donnerstag an einem 1830, 4765, 5923, 4767, 3827, 4782, 1751, 1794, 4782, 8848( Darunter Handschuh des Hofpianisten Herrn Georg Liebling haben wir unsere Leser fürz- Maskenball und einer darauffolgenden Bierreise theilgenommen hatte von Dörffen 6,25, gesammelt bet Schwarzkopf 11,25): 127,95. lich in Kenntniß gesetzt. Es war roh und thöricht, daß ein Künstler, und mit den Genannten zusammen um 6 Uhr morgens in ihre Woh A. Runze, 4. Rate 3,- iften durch Grbe 5728, 5476, 6283, 5044, 5948, der im grunde gar nicht einmal nöthig hatte, um jeden Preis für nung eingekehrt war. Alsbald verfiel 2. infolge der Aufregungen 50350275022, 4117, 4116, 3617, 3606, 3607, 3614, 3602( Darunter Bagbafte, fich Reklame machen zu lassen, sich dadurch mit der Kritikerzunft und Anstrengungen der beiden Tage in eine Art von Säuferwahusinn. Wafferthorstr. 46, 10,25; Knopfarbeiter, Stralauer Allee, 14,70; Tischleret Barth, überwarf, daß er den einen Rezenfenten für eine günstige Be- Laut tobend griff er schließlich zu einem Messer, das er auf dem Fruchtstr. 8, 25,55) 195,50. Teichert 5,-. Gefangverein Borar 5,-. Amerikan. Auftion bet Böhl, Frankfurter Allee, d. Friedrich 2,50. Gesammelt bei Spaar, fprechung mit 50 Mark zu beglücken suchte, den anderen dagegen für Tisch fand, und öffnete sich die Pulsader an der linken Hand. Er Restaurateur, 5. Rate 4,50. Lifte 5343, Bildhauer in Trebbin, Kreis Teltow 5,50. einen nicht sehr schmeichelhaften Aufsatz mit Ohrfeigen traftirte. wurde von den Anwesenden nothdürftig verbunden mittels einer Malergehilfen von Gathemann und Keuner, 4. Rate 23,- Kommiffion der freien Erklärlich, wenn auch nicht entschuldbar, erscheint diese doppelte Droschke nach Bethanien gebracht. Silfstaffen 5,- Bootsleute vom Neptun" 8,-. Malerwerfftatt aus dem Reiche des Herrn v. Thielen 10,-. tfte 5551, Langer 4,15. Rothe Geburtstagsfeier, Thorheit, wenn in betracht gezogen wird, mit welcher Sorte von Stralauer Allee 17 c, 2, Liften d. Börner, 2795, 2796, 3568, 5225, 5227, 5230, Literaturhelden Herr Liebling anscheinend bis dato intime Bekannt4276, 4277, 5226( barunter Südost Schule 8,50; Südost Schule 10,- Fabrit Frante 6,70; Fabrit Krüger 9,20) 70,45. Listen der Kupferschmiede Berlins, 4887, schaft gemacht hat. farest 40,-. Geburtstagsfeter bet Schillinger, Weidenweg 81 6,-. Galzungen, macher 5949, 6290, 5951, 3136, 5947, 6289, 5482, 5478, 5475, 5474, 5473, Sehr schwer verunglückt ist am Sonnabend früh gegen 1 Uhr der 20 Jahre alte Schlächtergeselle Josef Glaser aus der Badstr. 17, wo er bei dem Schlächtermeister Diesdorf beschäftigt war. Bei der 5707, 6708, 6057, 6058, 6059, 6060, 6062, 6063, 6066, 6069, 6071( darunter Zimmer- In der gestern erschienenen Nummer der Wochenschrift, Magazin Arbeit fiel ihm ein schweres Wiegemesser auf den linken Fuß und play misbauer, Martenburgerstraße 5,15) 68,30. Von den Berliner Maurern für Literatur veröffentlicht der von dem Pianisten Georg Liebling durchschnitt ihm das Fußgelent. Glaser mußte nach einem Kranken2000,-. 2ifte 1578, Malerwerkstatt Mairose d. 2tut 5,20. Haubenhühnchenfreund, 4. Rate 16,-. Schwahn 3, Lifte 6842, Buchdruckerei Marschner u. Stephan neulich angefallene Musikkritiker der Wochenschrift, Herr Max Löwen- hause gebracht werden. 7,75. Liite 6407, Boröffet, Siemens u. Salste 6,75. Lifte 6408 Arbeiter von G. gard, folgende Notiz: " Im Bade gestorben ist gestern Nachmittag der Brauerei G. 2,65. Tapezterer und Betzer, Möbelfabrit J. G. Pfaff, 8. Rate 10,05. Char Jene biographische Stizze( welche eine unerhörte Reklame für Jufpeftor Wiegand aus der Greifswalderstraße 210. Er hatte die lottenburger Gewertschaftskommiffion, 9. Rate( barunter Arbeiter der Ladfabrit, Galzufer 17 außer 2 Mann 2,05. Liften 100 und 127 Anhaltische Maschinenfabrik den Herrn Liebling enthielt und als Extrabeilage dem Berliner Zweiganstalt des Admiralsgarten- Bades in der Alexanderstraße 3. Martinidenfelde 40,45. Liften 132, 133 Gewehrfabrit von 2. Löwe, Martinicen- Tageblatt" beigegeben war. D. Red.), ist ein bezahlter Auftrag des aufgesucht, um ein russisches Bad zu nehmen. Dort wurde er von: felbe b. 28. 29,45); 140,- Arbeiterradfahrer Berlins, 4. Rate 6,- Freie Ber- Herrn Georg Liebling, von Herrn Konrad Alberti verfaßt Unwohlfein befallen und war todt, bevor ein Arzt zur Stelle geholt einigung der 8tvil- Berufsmufiter Berlins und Umgegend( Extrafammlung) 2. S. 23,70. Aus einer Musterwerkstatt d. 2. 2. Rate 11,- Buchbruckerei Meyer und gegen Erlegung des für Reklamebeilagen üblichen Satzes von werden konnte. u Eichler 4,-. Restaurateur Lehmann, Adalbertstraße 46 3,50. Lifte 990 b. Sump Herrn Liebling dem Berliner Tageblatt" beigelegt worden." Von einem Schadenfeuer wurde gestern früh um 6 Uhr die 11,50. Gesammelt bet Schayer, Brunnenstraße d. Radstatt 3,- Listen d. Reul Uns interessirt an der Notiz besonders die neue Enthüllung 6301,981, 2006, 2044, 2059, 2069, 4175, 4176, 319, 331, 6192, 4199, 5283, 5286, 5296, über den allerdings schon sattsam bekannten Konrad Alberti Pianofortefabrit von A. Daffel, Köpnickerstr. 36, betroffen. Das ( verbrannt) 16,45); 234,45. Genossenschaftsbäckerei„ Borwärts" Am Oftbahnhof 3 heiligem Gifer das kritische Richtschwert im„ Lokal Anzeiger" des nicht gestört sein. ( 051, 9062( Darunter Bau Plántaniusstraße, verbummelte Maler 5,60. Lifte 2044 Befagter Herr Alberti schwingt nämlich mit anscheinend fürchterlich Fabrikgebäude ist stark beschädigt, doch soll der Betrieb der Farik 9, 6302, 5303, 6317, 5318, 5325, 5326, 5329, 6004, 6015, 6026, 6027, 6028, Möckernfiraße 1,-. Aus den Nachbarorten. Clara und Franz Cleemann 1,50. Gläser, Steinstraße-, 50. R. G. K. Herrn Scherl und vertheidigt auch öfters in der Zukunft" des Herrn Harden die heilige Kunst. Daß der auonzenhungrige EhrenAvis! Diejenigen Juhaber von Sammellisten, die die Bürger von Gräß, der bekannte Moffe, sein Blatt wie bei vielen Die Arbeiterschaft von Briz und Umgegend wird hier Nummern zwischen 1-3000 noch in Händen haben, werden anderen Gelegenheiten, so auch hier zu einer wüften bezahlten durch aufgefordert, sich dem Bolts- Bildungsverein für Britz und B firen durch Beitritt zum Verein, denn die Mitgliederzahl des Vereins folcher Sträflinge befugt, wie wegen eines Schulz in einem andern Falle statt eines eichenen nur einen Gottwald. in mgegend" anzuschließen. Der Verein bezweckt, durch Vorträge, Ithanen" ausnahmsweise der Aufenthalt an einem Drte, I geselle Saffe war zum Zeugen dafür benannt, daß Schulz zum Vorlesungen und Diskussion seine Mitglieder aufzuklären über die wo sie eine eigene Wohnung oder ein Unterkommen Hinauftragen des Sarges in die Trauerwohnung 12 Tischlergefellen Klaffenlage des Arbeiters, ferner durch Agitation unferer Fahne sich selbst verschaffen tönnen, verweigert oder durch läftige berechnet habe, wogegen diese Arbeit von nur 4 Tischlergefellen be immer neue Streiter zuzuführen. An der Arbeiterschaft von Briz Bedingungen erschwert werde. Hierzu ist jedoch die Landes- rechnet habe, wogegen diese Arbeit von nur 4 Tischlergesellen beund Umgegend liegt es, nun ihrer Pflicht zu genügen, sich zu organi polizeibehörde wie es dann weiter heißt nur in Ansehung wältigt worden sei. Ein Tischlergeselle Grundel bekundete, daß steht in keinem Verhältniß zu der Zahl der Arbeiter in Briz. Die Verbrechens, wodurch der Thäter sich als einen für die Sarg von Riefernholz geliefert habe. Schulz bestritt Versammlungen des Vereins finden an jedem Montag vor dem öffentliche Sicherheit oder Moralität gefähr sehr lebhaft alle diese Behauptungen, die auf seine Reellität 1. und 15. eines Monats statt. Die nächste Versammlung ist lichen Menschen darstellt, zu irgend einer anderen Strafe einen bösen Schatten werfen würden und behauptete feinermorgen Abend 1/29 Uhr im Lokale von Dorn, Bürgerstr. 4. Auf verurtheilt worden oder in einer Korrektionsanstalt einge- feits, daß die Unfolidität auf feite seines Gegners zu finden. der Tagesordnung steht u. a. ein interessanter Vortrag des Genossen sperrt gewefen find". Der Polizeipräsident von Berlin und fei. Letzterer wieder berief sich auf die von Schulz in der ans Det der Ober- Präsident hatten nun H. für solch einen gefähr gedeuteten Weise aufgesuchte Beugin, welche bekundete, daß sie für er lichen Menschen erklärt, weil Ju Schöneberg hält der Arbeiter Bildungsverein derbe Rautionsschwindeleien begangen und Hamburg ziemlich den von Piehler gelieferten Sarg, für den ihr Schulz einen Kaufarme Menschen preis von 1000 m. genannt hat, nur 800 M. bezahlt habe. Die am Montag Abend 8 Uhr bei Obst, Grunewaldstr. 110, eine Ber- als vollständig besigloser Inhaber eines Inkassobureaus um ihr ganze Verhandlung zeigte, wie unangebracht das alte Wort ist: fammlung ab. Tagesordnung: Vortrag über das Thema:„ Der fauer erspartes kleines Vermögen( 50-200 M.) gebracht hatte.. umsonst ist der Tod. Der Sarghändler Schulz wurde zu 100 m. H. M. Mensch als Produkt der Verhältnisse. Gäste haben Zutritt. machte in feiner Klage beim Ober- Verwaltungsgericht geltend, die Geldstrafe, der Sarghändler Piehler auf die Widerklage zu 20 M. In einem in Nummelsburg stehenden alten Eisenbahn fraglichen Gesetzesbestimmungen seien durch die spätere Gesetzgebung, Geldstrafe verurtheilt. wagen fanden Bahnbeamte eine dürftig gefleidete, junge Frau mit fo durch die preußische Verfassung und das Freizügigkeitsgeseh, hin- Milde Strafen. Aus Bonn wird berichtet: Am Freitag einem neugeborenen Kinde, beide erfroren. Aus einem bei der Frau fällig geworden. Auch berief er sich darauf, daß er lediglich wegen fand bei dem hiesigen Landgericht die Verhandlung über den Bu vorgefundenen Bettel ergab sich, daß sie erst tags vorher aus dem Betruges und Unterschlagung bestraft worden sei, daß also seine sammenstoß von 25 Mitgliedern der katholischen Studentenverbindung Krankenhause entlassen worden und aus Berlin gefommen war. Die gefeßwidrigen Handlungen nicht zu den Verbrechen, sondern Alsatia" mit drei Mitgliedern der Burschenschaft Alemannia" Frau hat in dem Eisenbahnwagen Unterfommen gesucht und hat nur zu den Vergehen zu zählen seien, während§ 2 Nummer 2 tatt. Bei dem Zusammenstoß, der am 15. November v. J. erfolgt so mit dem neugeborenen Kinde den Tod gefunden. Wenn diefe des fraglichen Gesetzes blos von Verbrechen spreche. Der erste war, wurde ein Mitglied der Burschenschaft Allemannia" schwer von der Staatsbürger- Beitung" gebrachte Mittheilung auf Wahr- Senat des Ober- Berwaltungsgerichts wies aber seinen verlegt. Verurtheilt wurden von der Verbindung Alsatia" Paulus heit beruhen sollte, so wäre damit eine geradezu erbrückende furcht- Antrag a b, ihm den Aufenthalt in Berlin und Umgegend zu ge- und Suerter zu je zwei Monaten, Hannen und Holzapfel zu je bare Anflage gegen gewiffe Institutionen der heutigen Gesellschaft statten. Präsident Persius betonte, daß allerdings in der vier Monaten Gefängniß. Mehrere andere Studenten wurden zu erhoben, eine Anflage, auf deren Wucht aus weniger entfeßlichen juristischen Literatur ftrittig sei, ob§ 2 des Gesetzes vom 31. De Geldstrafen verurtheilt, zwei wurden freigesprochen.lule Anläffen heraus schon mehrfach von uns hingewiesen worden, ist zember 1842 noch Rechtskraft befize. Das Gericht sei indessen der Wir meinen den in Krankenhäusern vielfach geübten Brauch, Meinung, daß dies unzweifelhaft der Fall sei, wenn auch du doa " Geheilte" zuweilen in einem Zustande zu entlassen, der es ihnen ein Kommentator des Landrechts die gegen Gewerkschaftliches. auch nicht entfernt ermöglicht, den Kampf ums Dasein wieder theilige Ansicht vertrete. Was den Begriff des Veraufzunehmen. Wer Gelegenheit gehabt hat, zu sehen, wie z. B. brechens" angehe, so sei erst im Jahre 1851, im Achtung, Konfektionsschneider und Näherinnen aller arme Reisende, die eine Heilanstalt aufsuchen mußten, als preußischen Strafgesetzbuch, die Unterscheidung zwischen Verbrechen, Branchen Berlins. Dienstag, den 9. Februar, abend 81/2 Uhr, Refonvaleszenten wieder auf die Landstraße geschickt wurden, der Vergehen u. f. w. aufgekommen. Demnach feien unter Bertagen fünf öffentliche Wersammlungen in folgenden mußte fich fragen, ob hier wirklich noch von einem Walten der brechen im Sinne der betreffenden Bestimmung auch Vergehen Lofalen: Gründel, Brunnenstr. 188; Rolberger Salon, Kolberger Humanität die Rede sein tönne. Mag der mitgetheilte Fall wahr zu verstehen. Entscheidend sei einzig, ob die strafbaren Handlungen straße 28; Reller's Festfäle, Koppenftr. 29; Märkischer Hof, fein oder nicht, auf jeden Fall weift er auf einen Mißstand hin, der eines Menschen annehmen ließen, daß er für die öffentliche Admiralstr. 18c; Königshof, Bülowstr. 37. Die Tagesordnung dringend der Abhilfe bedarf. Sicherheit und Moralität gefährlich sei. Wenn die in allen Versammlungen lautet: Das Konfettionsarbeiter. Polizeibehörde dies vom Kläger glaubte, habe sie allen Grund dazu Elend in amtlicher Beleuchtung und die Aufgaben gehabt. Daß seine Frau und er sich jetzt in Berlin durch gemein- der Arbeiter zur Wahrung ihrer Interessen. Rese fame Arbeit ernährten, sei belanglos. renten find die Reichstags- Abgeordneten H. Moltenbuhr, Theater. Roch бни " " Quiromide 240 Nothisi Trifft die vorliegende Entscheidung auch nur eine Person, für Richard Fischer, Paul Reißhaus, Emanuel Wurm Theater Wochenchronik. Opernhaus. Gonntag, den 7.: Undine". Montag, 8. Die fuftigen Weiber von Windsor". Dienstag, 9.: Das Seimchen die niemand Sympathien haben wird, so liegt die Tragweite des und Robert Schmidt.( Siehe auch Annonce in heutiger am Herd". Mittwoch, 10. Der Prophet". Donnerstag, 11.:" Undine". Freitag, 12.: Urtheilsspruches doch auf der Hand. Es bedeutet nicht mehr und Nummer.) Die Fünfer Rommission. Im Auftrage: 7. Ginfonte der tgl. Kapelle. Anfang 7% Uhr. Sonnabend, 13.: Tannhäuser" nicht weniger als die Uebertragung des Falles Rosenow ins J. Timm, Vertrauensmann. Anfang 7 Uhr. Sonntag, 14.: Undine". Montag, 15.: Mignon". Schau spielhaus. Gonntag, 7. Februar:" Faust". Anfang 7 Uhr. Montag, 8.:" Der Preußische; der Chikanirung von Sozialdemokraten, die wegen eines Achtung, Maurer Berlins! Wegen des schlechten Wetters, Verschwender". Dienstag, 9. Der Graf von Caftanar."„ Die Schule der Frauen." politischen Bergebens bestraft" sind, ist damit Thür und Thor das die Kollegen zur Unthätigkeit verdammt, hält auch die Mittwoch, 10.: Egmont". Anfang 7 Uhr. Donnerstag 11.: 1812". Freitag, 12.: geöffnet. das Lohntommission Bureau während des Die Journalisten". Sonnabend, 13.: Abu Seid." Das zweite Gesicht." Sonntag, ben 14. Der Bibliothekar". Montag, 15.: Neu einstudirt: Heinrich IV." 2. Theil. Zu vicles Beten auf dem Kirchhof ist mehreren Angehörigen Tages geschlossen und macht deshalb darauf aufmerksam, Neues tönigl. Opern Theater( roll). Sonntag, 7. Februar( zu jeden Montag, Dienstag und ermäßigten Preifen): Wohlthätige Frauen". Anf. 7% Uhr. Sonntag, 14.:„ Der der Heilsarmee schlecht bekommen. Kiesel und Genossen, so faßte daß die Geschäftsstunden Königslteutenant." Der Spielplan des Deutschen Theaters für diese Woche der Strafrichter sie zusammen, wurden wegen Vergehens gegen eine Sonnabend Abend von 6-8 Uhr in unserem Lokal, bringt Sonntag Abend und Montag„ Die verfunkene Glocke", Dienstag" John Verordnung.des Regierungs- Präsidenten in Königsberg vom Grenadierstr. 33, abgehalten werden. Sollten dringende Fälle Gabriel Borkman", Mittwoch und Donnerstag„ Die verſuntené Glocke", Freitag 25. November 1865 bestraft. Jeder follte 20 Mart berappen. Die außerhalb dieser Tage zu erledigen sein, so bitten wir, Morituri", Sonnabend sowie nächsten Sonntag und Montag Abend Die verfunkene Glocke". Als Nachmittagsvorstellung gehen heute, Sonntag, Die Jüdin Verordnung verbietet es Laien, auf Friedhöfen Ansprachen zu diese, falls sie die Lohnbewegung betreffen, dem Kollegen von Toledo", nächsten Sonntag Die Weber" in Szene. Jm effing halten. Das Schöffengericht war nun der Meinung, daß die H. Silberschmidt in Schöneberg, Apostel- Paulusstraße 2, mitTheater wird Georges Feydeau's dreiattiger Schwant Das Ordensband", lauten Gebete der Sonntag, Dienstag, Donnerstag, Sonnabend und nächnen Sonntag wiederbolt Heilssoldaten, die sie infolge polizei zutheilen. In Angelegenheiten der Kasse wende man sich an fich ar Montag findet eine Aufführung von„ Das Glück im Wintel" mit Fri. Dumont licher Erlaubniß am Grabe eines Freundes abhalten durften, den Kollegen A. Richter, Memelerstr. 7. Wir weisen noch auf als Elisabeth statt, während am Mittwoch und Freitag Prévost's Schauspiel zu Ansprachen ausgeartet seien. In der Berufungsinstanz wurde die zu Mittwoch einberufene sehr wichtige öffentliche Bersammlung Halb- Tugend"( Lex Demi- vierges) wieder aufgenommen wird. Als Nachmittags: vorstellung gelangt heute Der Fall Clemanceau" nächsten Sonntag" Der noch festgestellt, daß der Amtsvorsteher von Schwetz den Leuten auf hin und ersuchen die Kollegen, für zahlreichen Besuch derselben gut Probepfeil" zur Aufführung. Der Spielplan des neuen Theaters wird ihren Antrag gestattet hatte, bei der Beerdigung das Vaterunser zu zu agitiren. Die Lohnkommission. von Sardou's Marcelle" auch in dieser Woche beherrscht; heute, Sonntag, sprechen, nicht aber Reden zu halten und Musik zu machen. Der Achtung, Roll, Geschäfts- und Arbeitskutscher Berlind! Nachmittag, geht zu halben Preisen Die Grille" Den 14. b. Mits., amaitichen Gesellschaft Bolizeiverwalter gestattete lekteres nicht, weil er lärmende Szenen Heute, Sonntag, abends 6 Uhr, wird in den Arminhallen, statt. Im Schiller- Theater geht heute Nachmittag Shakespeare's befürchtete. Um ganz sicher zu gehen, war er dann auch Kommandantenstraße 20 eine große Rutscherversammlung Wintermärchen in Szene", abends wird das Wichert' sche Lustspiel mit einem Gendarmen auf dem Friedhofe erschienen. Nach abgehalten, die sich mit den Gefahren des elektrischen StraßenEin Schritt vom Wege" gegeben. Montag, Dienstag und Sonnabend finden feiner Aussage sind am Grabe die Angeschuldigten hintereinander bahn- Betriebes für die Kutscher beschäftigen wird. Es ist noth Komödie der Frrungen" statt. Donnerstag wird zum ersten Male Eine Palaft- niedergefniet und haben überlaut gebetet. Ihre Andacht soll wendig, daß alle Betheiligten erscheinen, damit zu dieser tiefrevolution", Lustspiel in 4 Atten von Skowronnet, aufgeführt und Freitag zum sich aber nicht darauf beschränkt haben, ihrem Gott für alle dem einschneidenden Frage energisch Stellung genommen werden kann. erften Malé wiederholt. An dem Liliencron- Abend im Bürgerfaale des Bath: Verstorbenen gespendeten Gnaden zu danken, sondern sie sollen Der Einberufer: Karl Brüschke, Melchiorstr. 15. schließlich auf die Anwerbung von Mitgliedern für die Heilsarmee hinausgelaufen sein. Die Strafkammer wies die Berufung zurück, indem sie ebenfalls annahm, daß das Gebahren der Heiligen unter den Begriff der Ansprachen" falle und strafbar sei. Das Rammer gericht hat jetzt die Revision der Angeklagten gleichfalls abgewiesen. findet eine Matinee ber Wiederholungen von Ein Boltsfeind", Mittwoch von„ Der Schierling" und" Die = hauses wirken heute als Vorleser die Mitglieder des Schiller Theaters, Fräulein 8. Meyer, Herren Bach, Laurence und Pauly mit. Den Vortrag von Kompofitionen Biliencron'scher Dichtungen hat Herr Barnecom übernommen, den eins leitenden Vortrag hält Dr. R. Löwenfeld. Das Theater unter den Sinden wiro Sonntag und Montag" Die schöne Helena" mit dem Balleteinafter Pierrot als Refrut", Diennag, Mittwoch, Donnerstag den Mitado" mit Ballet zur Aufführung bringen. Mittwoch, den 17. d. M, beginnt der Strauß- Bytius. Den Anfang macht die große Ausstattungsoperette Indigo und die 40 Räuber". Das polizeilich verboten gewesene Schauspiel in 4 Atten Menschenfreffer" von Mar Wieland ist vom Polizeipräsidenten für das Friedrich Wilhelmstädtische Theater freigegeben worden. Die erste Aufführung ist für die nächste Woche Staatsanwalts entsprechend wegen versuchten Betruges zu neun Im Prozeß Kneebs ist der Angeklagte dem Antrage des angefegt. Bis dahin wird das Charlotte Birch- Pfeiffer'iche Schauspiel Die Grille" gegeben. Das Aleranderplaß- Theater bringt heute Nachmittag Monaten Gefängniß verurtheilt unter Anrechnung der Untersuchungsbas Saubermärchen Aschenbrödel" von Heinrich Bolten- Bäckers. Abends wird haft in Höhe von sieben Monaten, ferner zu einer Geldstrafe von die Berliner Poffe in 4 Atten von Eugen Prudens Eine pitante Eye" wieder: 1000 Mart eventuell weiteren 100 Tagen Gefängniß, sowie zu zweiholt. Im Ostend beater gelangt heute Nachmittag Der deutsche Wichel" zur Aufführung, abends„ Der Walzertönig". Montag ist die dritte Bolts Bor- jährigem Ehrverlust. Auch wurde auf Einziehung des Pferdes ftellung zu tleinen Preisen mit„ Die Schwerenöther". Auch das Belle Alli erkannt. Der Gerichtshof habe, so begründete der Vorsitzende Landance Theater bringt das neueste Sensationsstück„ Trilby" nach dem Roman gerichtsdirektor Denso dieses Urtheil, keinen Zweifel an der Schuld von George de Maurier in der Bearbeitung von Richard Dark zur Aufführung Heute, Sonntag, geht das Stück dort zum ersten Mal in Szene. Jm Apollo- Theater wird das erfolgreiche Februarprogramm auch in dieser Woche auf dem Plan bleiben. Im Thalia- theater wird heute Nach: mittag Trilby" gegeben, abends Frau Lieutenant". Das 8entralTheater bringt heute die Mevue Ein fideler Abend" zum ersten Male zur Aufführung. Gerichts- Beifung. In Weißenfels ist bis jetzt in 11 Schuhfabriken, wo die Unternehmer Bugeständnisse gemacht haben, die Arbeit wieder aufgenommen worden, in 19( darunter der des Fabrikantenführers M. Seiler) noch nicht. In Eckernförde haben die Walter der Lohgerberei von J. L. Schmidt die Arbeit wegen Lohndifferenzen niedergelegt. In Gmünd in Württemberg haben die Brauer der Stadi brauerei wegen Differenzen mit dem Braumeister die Arbeit eingestellt. Soziales.tipl grudustbaye honda 008 Au die Arbeiter Beifizer in den Gewerbegerichten des Deutschen Reichs! Um einen Meinungsaustausch über Fragen von gewerblichem Interesse der Arbeitervertreter in den Gewerbegerichten herbeizu führen, beziehentlich um Stellung zu Anträgen derselben zu nehmen, werden die Gewerbegerichts- Beisiger allerorts unter Hinweis auf in alle gefaßten Beschlüsse ersucht, für jeden Ort eine Adresse an den Unterzeichneten gelangen zu lassen. Die Arbeiterpreffe wird um Abdruck gebeten. Berlins. Der Ausschuß der Gewerbegerichts Beisiger J. A.: N. Millarg, Berlin S, Annenstr. 16, v. part. Versammlungen. des Angeklagten gehabt und sei, wie in den früheren Verhandlungen, zu seiner Verurtheilung gekommen. An dem Gutachten des Sachverständigen, Professors Eggeling, sei nicht zu rütteln. Sowohl aus dem Alter des in Amerika besichtigten Pferdes, sowie an der Beschaffenheit der ihm anhaftenden Wunden gebe mit absoluter Sicherheit hervor, daß es nicht die Bethel" war. Bweifellos feien Kneebs und Hefner mit der Absicht nach Europa gekommen, um hier zu betrügen, auch der beim Zeugen Nix be Das dienſtliche Verhalten zweier Schuhleute erfuhr durch schlagnahmte Brief und noch viele andere Momente sprächen für die 138. Abtheilung des Schöffengerichts eine nicht gerade günstige bie Schuld des Angeklagten, der wegen versuchten fortgesetzten BeBeurtheilung. Der Schuhmacher Schwarz stand am Sonnabend truges, wie angegeben, zu bestrafen fei. Der Angeklagte behielt vor dem bezeichneten Gerichtshofe, angeklagt der Mißhandlung und sich die Erklärung, ob er sich bei dem Erkenntnisse beruhigen des Widerstandes gegen die Staatsgewalt. Wie der Angeklagte an- wollte, vor. giebt, hat er in der Nacht zum 26. Oftober v. J. in der Nähe Der Prozeß Kneebs dürfte noch ein Nachspiel bringen, das feiner Wohnung in der Brunnenstraße ein Renkontre mit einem für den Verurtheilten ernstere Folgen haben kann als der Prozeß Betrunkenen und infolge davon eine Auseinandersetzung mit einem um die Bethel". Verschiedene Zeugen fagten aus, Kneebs habe sie, In einer Versammlung der Lithographen, Steindrucker Straßenpaffanten gehabt. Daraufhin sei ein Schuhmann heran- so lange er sich noch auf freiem Fuße befand, aufgesucht, um sie zu und Berufsgenoffen, die am Freitag bei Gründel tagte, ſtand auf gekommen, der ihn arretiren wollte. Obgleich er sich zur Legitimation ihm günstigen Bekundungen zu bewegen. Hierauf nahm der Staats- der Tagesordnung:" Unternehmerwortbruch und der Werth der erboten und sich auch bereit erklärt habe, ruhig zur Wache mit anwalt in seinem Plaidoyer bezug, indem er erklärte, die Frage Organisation". Friedewald rekapitulirte den Verlauf des zugehen, habe der Schuhmann ihn doch sehr unsanft angefaßt, den würde einer ernstlichen Prüfung zu unterziehen sein, ob gegen den Streits und forderte die Kollegen, denen Maßregelungen aus arte die Sabel gezogen und ihn damit geschlagen. Dann fei ein Angeklagten nicht ein neues Verfahren wegen Zeugen Beeinflussung u machen. Streits bekannt wären, auf, zweiter Schußmann hinzugekommen, der ihn ins Genick gestoßen habe, und wegen Versuchs der Verleitung zum Meineide anhängig 8 Dörfer hielten die Erörterung eines solchen Themas für bezu davon Mittheilung zu machen. Schulz und Tifden, worauf beide ihn zur Wache transportirt hätten, ohne daß er sich machen sei. widersetzt hätte. Diese Darstellung wird durch einen Zeugen zum denklich. Man dürfe, meinten fie, die Unternehmer jeht, theil, durch einen anderen in vollem Umfange beſtätigt. Dagegen fehrreiches Echlaglicht auf die Geschäftsgepflogenheiten mancher nicht reizen und nicht den Eindruck hervorrufen, als ob man zu Ein Kapitel vom Konkurrenzueid, welches gleichzeitig ein wo noch viele Kollegen infolge des Streits auf der Straße liegen, behauptet der Schuhmann Kohlbecher, der Angeklagte, welcher sich mit einem anderen Manne prügelte, habe ihn( ben Zeugen) zuerst ge- Sarghändler warf, bildete die Grundlage einer Privatklage einem neuen Kampf rüste. Man müsse jetzt wohl oder übel die mit einem anderen Manne prügelte, habe ihn( den Zeugen) zuerst ge des Sargfabrikanten Max Piebler gegen den Sargfabrikanten Mißhandlungen der Unternehmer dulden, da man nicht stark genug schlagen und darauf habe er erst von seiner Waffe Gebrauch gemacht. Der Angeklagte habe sich der Arretirung widersetzt, die erst mit Hilfe Ferdinand Schulz, der seinerseits die Widerklage erhoben hatte. fei, ihnen gegenüber die Wünsche der Arbeiter durchzusehen. Demdes hinzugekommenen Schuhmanns Weinhold bewirkt werden konnte. Beide betreiben ihr Geschäft als Hausnachbaren in der Ziegelstraße. den Unternehmern ruhig hinnehmen. Deren WortbrüchigLetterer will gleichfalls gesehen haben, daß Schwarz feinem Kollegen Piehler, der vor Gericht versicherte, daß er seine Kundschaft gewiffen- gegenüber bemerkte Schöpfe, man dürfe doch nicht alles von Widerstand leistete. Er sei demselben dann behilflich gewesen, ohne haft und zu angemessenen Preisen bediene, hörte von einer Wittwe, feit öffentlich zu besprechen, fönne durchaus nicht schaden. unnöthige Gewalt angewendet zu haben. Der Staatsanwalt hielt die von ihm einen Sarg bezogen, daß diese den Besuch seines Die Unternehmer hätten allem Anschein nach den Angeklagten auf grund der Zeugenaussage der Schußleute für Konkurrenten Schulz erhalten und von ihm die Mittheilung erhalten durch fortgesetzte Maßregelungen die Organisation der Arbeiter überführt und beantragte wegen Mißhandlung 20 Mark und babe, daß sie von Biehler um mehrere Hundert Maik übervortheilt lahm zu legen; dagegen müsse man doch etwas thun. Derfelöen wegen Widerstandes 30 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof erkannte fei. Schulz fügte bei dieser Gelegenheit noch hinzu, die Sargtischler Meinung waren noch andere Redner, die auch verschiedene Fälle Dagegen auf Freisprechung, da er die Strafthaten nicht für Berlins hätten sich zusammengethan, fie feien dem Piehler schon auf anführten, wo, entgegen den Abmachungen, anstatt der Ausständigen erwiesen hielt. Es tomme in Frage, ob das dienstliche Verhalten der den Fersen, um ihn der Staatsanwaltschaft zu übergeben. Biehler geben, daß noch 47 ledige und 40 verheirathete Kollegen Schuhleute ein berechtigtes gewesen sei. Da der Angeklagte sich zur Legi- ftrengte wegen diefer Neußerungen die Privatflage an, Schulz aber neue Arbeitskräfte eingestellt worden seien. Es wurde bekannt ge timation erboten hatte, habe kein Grund zur Arretirung vorgelegen. Der erhob die Widerklage, weil Biehler ihn einmal in erregter mit 67 Kindern als Ausständige zu unterstützen wären. timation erboten hatte, habe kein Grund zur Arretirung vorgelegen. Der Stimmung des Betruges bezichtigt und auch sonst noch eine bes Unterstützung sollte nach einem von Beidler gestellten Antrag von Schuhmann Kohlbecher habe, ohne sich erst zu informiren, was da vorging, leidigende Aeußerung über ihn zu einem Anatomiediener gemacht der nächsten Woche an nur den Organisirten zu theil werden, da die den Angeklagten derbe angefaßt und auch den Säbel gebraucht. Es liege also einer der Fälle vor, wo Beamte, an- batte. Der Kläger Biehler verfolgte nun vor Gericht das Ziel nach Gelbfammlungen nicht mehr ergiebig genug ausfielen. Ueber diesen statt ihre dienstlichen obliegenheiten mit der weifen, daß nicht er bei eingetretenen Todesfällen das Publikum über Antrag wurde eingehend debattirt und dann beschlossen, bis zum 1. März gebührenden Ruhe und Geduld zu verrichten. Namentlich soll das bei der Beerdigung des Reichsbank- Präsidenten stüßen. Zum Schluß wurde Henkel in die Gewerkschafskommission delegirt. theuere, diese Geschäftspraxis vielmehr gerade von Schulz geübt werde. noch alle Ausständigen, ohne Unterschied, ob organifirt oder nicht, zu unter burch schroffes Vorgeben den unter Antlage v. Dechend der Fall gewesen sein. Er trat Beweis dafür an, ftehenden Fall povozirt hätten. daß der von Schulz mit 1000 m. berechnete gestochene eichene Rigdorf. Hier tagte am 1. Februar die regelmäßige Ver Ober- Verwaltungsgericht und Freizügigkeit. Die Rechts. Sarg in anderen Geschäften mit nur 600 m. berechnet wird, daß sammlung des Verbandes der Möbelpolirer. Rurth sprach in giltigkeit des§ 2, Absatz 2 des preußischen Geseges über der ferner von ihm mit 100 M. berechnete Bintfarg zum Ver- einem interessanten Vortrag über Arbeiterschuh oder Thierschutz". bie Aufnahme neu anziehender Personen"" wurde löthen mit 70 m. vollauf bezahlt sei, daß Schulz bei der Eine Diskussion fand nicht statt. Zum Schluß wurde mitgetheilt, von einem Bureauvorsteher Heise angefochten, dem auf grund jener Leichenfeier 4 Silberfandelaber geliefert, diese für 30 M. ent- daß jeden dritten Mittwoch im Monat bei Babenfchneider, Gesetzesbestimmung der Aufenthalt in Berlin und seiner nächsten liehen, der Familie v. Dechend aber mit 75 m. berechnet habe, Hermannstraße 197, die Sigungen der Filialverwaltung stattfinden, Umgegend untersagt worden war. Die betr. Bestimmung des ge- daß er einen Rrangwagen für 68 M. gestellt, für diefen aber in der Beschwerden und Werkstattmißstände vorgebracht werden nannten Gefeßes läßt zu, daß selbständigen preußischen Unters bei dem Fuhrherrn Beit nur 18 M. bezahlt habe 2c. 2c. Ein Tischler tönnen. die Absicht, Die Weißensee. Genosse Hofmann sprach hier am 2. Februar I In einer öffentlichen Versammlung über das Thema: Gesinde und Gesindel. Unter Verschiedenem erklärten sich sämmtliche Redner gegen die Spende aus der Gemeindeverwaltung für ein Denkmal Raiser Wilhelms I. in Weißensee. und Berichtigung. In dem Versammlungsbericht in Nr. 29 d. Bl. über die am 2. d. M. stattgefundene Maurerversammlung steht irrthümlicherweise, daß die Abrechnung vielfach bemängelt ter betont wurde, daß viele Listen verloren gegangen und schlagen worden seien. Demgegenüber wird uns von seiten des Bureaus erklärt, daß von verlorengegangenen und unterschlagenen Listen keine Rede war und auch nicht sein konnte, da die Beträge der zwei Liften- Nummern laut Aussage des Kassirers und des betreffenden Beitragssammlers Herforth auf Einzelzahler listen verrechnet sind, was ja auch aus der Abrechnung ersichtlich. Weiter ist berichtigend mitzutheilen, daß nicht sämmtliche Mitglieder der Lohnkommission Entschädigung in Höhe des ortsüblichen Lohnes erhalten, sondern nur diejenigen beiden, die ständig im Bureau zu fizen haben. dit dusde Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. tags von 6-9 Uhr, Sonntags von 4-9 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. Die Lesehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenstr. 25, ist wochenDie Geschäftsstelle der Schule N., Brunnenstraße 25, die den Bereinsvorständen zur Vermittelung von Vorträgen wissenschaftlichen Charakters zur Verfügung steht, ist ebenfalls von 6-9 Uhr nachmittags geöffnet. Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Kortum, Manteuffelsir. 49, v. 2 Tr. Buſchriften, den Bund betreffend, find zu richten an P. Gent, S. Dresdenerftraße 107/8. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Witterungsübersicht vom 6. Februar 1897. Stationen. bener- Swinemünde Bereinstatender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im Hamburg straße 80, 2. Hof, 4 Tr. Berlin Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Reichstagswahlkreis Wiesbaden inte, Jüdenstr. 36. Stralsund Franzburg= Rügen. Sonntag, den 7. Februar, Versammlung bei München Theater- und Vergnügungsverein Renaissance". Heute, abends 6 Uhr, Wien Gesellschaftsabend bek Sauermann, Adalbertir. 8. Haparanda bet Feindt, Weinftr. 11; Bahlstelle 2 bet Lange, Dragonerftr. 15; Bahlstelle 3 Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 7. d. Mts., Rahlstelle 1 Petersburg bet Cohn, Beuthstr. 20-22; Bahlftelle bet Roll, Adalbertstr. 21; Bahlstelle in Cort Schöneberg, bei Obst, Grunewaldstr. 110; Bahlstelle in Friedrichsberg bei Günther, Aberdeen. Frankfurter • Barometer. ftand in mm, d. Meeressp. 758 DSD 753 754 OSO 10753 NO 755 28 760 760 NW 756 WNW 748 SGD 752 755 SM Windstärke 823338ALADA( Stala 1-12) Better Temperatur ( 50.40 R.) nach Celsius -6 ༢༠༠ སམ་ 2 bedeckt -12 bedeckt Schnee bedeckt Regen bedeckt woltenlos-20 Schnee -17 Regen 8 bedeckt 3 bedeckt Genoffe Blanrock theilt uns mit, daß er in der Bersammlung furter glee 16. Boltbearbeitungs- Fabriken und auf Solyplägen Paris. der Möbelpolirer, über die wir am 3. Februar berichteten, nicht anbeläftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Montag, ben wesend war, mithin auch nicht das Wort ergreifen konnte. Es liegt Reichstags- Abgeordneten Peus. Anträge zur Generalversammlung. N 8. Februar, abends 8 Uhr: Kombinirte Mitglieder- Bersammlung. Bortrag des Wetter- Prognose für Sonntag, den 7. Februar 1897. hier ein Irrthum des Berichterstatters vor. Privat- Theater- Gesellschaft„ Erika". Montag, den 8. Februar, abends Beitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit leichten Schneefällen, 9 Uhr. Sigung im Restaurant Nowad, Manteuffelstr. 9. Kosmos. Verein für volksthümliche Wissenschaft. Dienstag, den mäßigen nördlichen Winden und gelindem Frost. 9. d. M., abends 834 Uhr bei Hensel, Brunnenstr. 178: Bortrag des Herrn 6 Indumi Berliner Wetterbureau. Baumann:„ Hamlet und Don Quixote". Distussion. Gäste willkommen. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, vormittags von 10%-12 Uhr, fällt der| Fortschrittsturfus in Nationalökonomie aus. Montag Abend fein Unterricht. 2. Wahlkreis. Zubeil, Sonntag, den 7. Februar 1897, abends 62 Uhr, bei Zubeil, Linden- Straße 106: nda) is dif Konfektionsschneider und Näherinnen aller Branchen! Oeffentl, Dersammlung. Fünf große öffentliche Versammlungen Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen Max Grempe: Die Entstehung religiöser Vorstellungen." Nachdem: Geselliges Beisammensein. fit._ menfein. Eintritt 10 Pf. 210/20 Unt regen Befuch ersucht 19 0. Keller's Festsale, Rappenstraße 29.0 am Dienstag, den 9. Februar, abends 8 Uhr, in folgenden Lokalen: Die Vertrauensperson. N. Gründe 1, Brunnenstraße 188( in der Nähe des Nosen: Gründ thaler Thores) SO. Märkischer Hof, Admiralstraße 18c. Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23. W. Königshof, Bülowstraße 37. Tagesordnung in allen Versammlungen: 3. Wahlkreis. Freitag, 12. Februar, abends 8 Uhr, in Sanssouci, Das Konfektionsarbeiter- Elend in amtlicher Beleuchtung und die Aufgaben der Arbeiter zur Wahrung ihrer Interessen. Kottbuserstr. 4a: Referenten sind die Reichstags- Abgeordneten: H. Molkenbuhr, Richard Fischer, Paul Reißhaus, Emanuel Wurm und Nobert Schmidt. Alle Schneider und Näherinnen der Konfektions Industrie werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Es gilt, zur beginnenden Saison 164/3 Die Fünfer- Kommission. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. Volksversammlung. auf bem Boken zu ſein, damit eine erfolgreiche Wahrnehmung der Intereffen Tagesordnung: Vortrag des Reichstags: Abgeordneten A. Bebel: Die gegenwärtige wirthschaftliche und politische Lage. Diskussion.[ 213/5 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. Sozialdemokrat. Verein ,, Vorwärts" Berlin. Bildhauer! Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den 9. Februar, abends 8 Uhr, Annenstraße 16. Tages Ordnung: Dienstag, den 9. Februar, abends 82 Uhr, im Marienbad, 1. Bericht des Vertrauensmannes und Neuwahl deffelben. 2. Bericht Badstr. 35/36: 21/3 Mitglieder- Versammlung. hdum Tages- Ordnung: 274/11 1. Die amerikanische farmerbewegung. Referent Reichstags Abgeordneter Genoffe M. Schippel. 2. Disfussion. 3. Vereinsange legenheiten und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Am Sonnabend, den 6. März, im Feenpalast, Burgstr. 22: 1. Stiftungs- Feſt. Konzert, Gesangs und andere Vorträge. Lebende Bilder. Die Musik wird von der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker" unter Leitung des Herrn Behnfeld ausgeführt. Nach dem Konzert: Tanz. Billets à 20 Pf. sind in allen Zahlstellen zu haben sowie bei den Vorstandsmitgltebern. Deutscher Holzarbeiter- Verband. listob Zahlstelle Berlin. Montag, den 8. Februar, abends 8 Uhr: Bezirks- Versammlungen. Often und Nord- Often bei Thiel, Fruchtstr. 36 a: Vortrag. Verbandsangelegenheiten. Obmann der Kommission für Osten: Kleinschmidt, ThaerStraße 6; für Nord- Osten: Stusche, Olivarerstr. 20. Süd- Osten bei Rautenberg, Oranienstr. 180: anthertofallen.& Frauen baden Bufit& mpendungen in Grziehung Westen und Südwesten bei Zühlke, Dennewitftr. 13: und Diskussion. Zutritt. des internationalen Agitations tomitees und Neuwahl deſſelben. 3. Berfchiedenes. Der Vertrauensmann. möglich immission. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzpläken beſchäft. Arbeiter Deutschlands Filialen Berlin I und II. Montag, den 8. Februar 1897, abends 8 Uhr, in Louis Keller's Festsälen, Koppenstraße 29: Kombinirte Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: app mobida Rixdorf! lol 1. Bortrag des Reichstags Abgeorbeten Peus fiber: Die wahre Sozialdemokr. Verein Vorwärts". Dienstag, den 9. Februar, abends 8 Uhr, im Variété- Theater, Hermannstr. 20: Mitglieder- Versammlung. Botting Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen H. Schulz. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 232/8 Der Vorstand. Charlottenburg. Große öffentliche Versammlung der Maurer am Dienstag, den 9. Februar, abends 7 Uhr, in ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße 39. Tagesordnung: 1. Bericht der Lohnkommission. 2. Wahl eines Beitragfammlers. 3. Bericht der Delegirten des Gewerkschaftskartels und Wahl derselben. Bum zahlreichen Besuch ladet ein Der Vertrauensmann. ne Selbsthilfe der Arbeiter. 2. Diskussion. 3. Berathung der Anträge zur Generalversammlung. 4. Gewerkschaftliches. 82/5 Die Kollegen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Vorstände. Achtung, Stuckateure! Montag, den 8. Februar, abends 8 Uhr: studn Fachvereins- Versammlung bei Buste, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag über„ Die Praxis der Gewerbegerichte". 2. Tafel- Erklärung des Tarifs. 3. Gewerkschaftliches: Wahl zweier Hilfskassirer. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 173/4 Zinkgiesser u. Stürzer. Ordentliche General- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Juteressen der Zinkgieker und Stürzer Berlins und Uingegend am Dienstag, den 9. Februar, abends 8 Uhr, 133/3 im Lokale des Herrn J. Schumacher, Bücklerstr. 49. Bildungsverein ,, Mehr Licht“ Sonntag, 7. Februar, abds. 6% Uhr, Alexanderstr. 27c: Versammlung. Vortrag des Genossen Alfred Bernstein über:" Der geschichtliche Materialismus!" Diskussion. 56/2 Geselliges Beisammensein und Tanz. Oeffentl. Versammlung der Kiffenmacher. Tages Ordnung: 1. Stassenbericht. 2. Gewerkschaftliches. 3. Berschiedenes. 260[ 2 Der Vorstand. Freunden und Genossen zur Nachricht, daß ich das Lokal des Herrn M. Schulze in Schmargendorf, Warnemünderstr. 6, übernommen habe und unter demselben Namen„ Wirthshaus Schmargendorf in bisheriger Weise weiterführen werde. Eröffnungsfeier am 10. b. Wets., wozu ich ergebenst einlade. Saal für 250 Personen und Vereinszimmer für Festlichkeiten und Versammlungen stehen zur Ver fügung; für gute Speisen und Getränke werde ich stets Sorge tragen. Jeden Sonntag: Tanzkränzchen. Um geneigten Zuspruch bittet Carl Baier. Montag, den 8. Februar, im Lotale Armin hallen, Stomman Achtung, Moabit! dantenstraße 20, Anfang 8 Uhr. Vortrag des Schriftstellers Heinrich Schulz über:„ Wider unsere Prügelpädagogen." Werkstatt- Angelegenheiten. Hierzu sind besonders eingeladen folgende Werkstellen: Schubert, Kreuzbergstr. 8; Mittag, Bellealliancestr. 82; Brill u. Erner, Boffenerstr. 31; Jänchen, Gneisenaustr. 27; 3wang, Schöneberg, Helmstr. 4; Siebert, Grune waldstr. 116; Erdmann, Mittenwalderstr. 17; Joh. Bingel, Wilhelmstr. 130. Die Mitglieder werden ersucht, pünktlich zu erscheinen. Neue Mitfällen". glieder werden aufgenommen. Moabit im totale Stromstraße 28: liegen Distuſſion. Hen Maschine Vortrag. Die Kollegen aus der Anhaltischen Maschinen- Fabrit, von Hummel, Borsig, L. Löwe, Pätzold, und die Kollegen aus der Mobelltischlerei von Rostedt, sowie die Kollegen aus der Deutschen Fußboden- Fabrik sind zu dieser Versammlung eingeladen, Wedding und Gesundbrunnen im Solberger Salon, Vortrag. Diskussion. Verbandsangelegenheiten. Kolbergerstr. 23: Die Modelltischler des Bezirks sind ganz besonders eingeladen. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt in Mörschel's Salon, Schönhauser Allee 28: Vortrag des Kollegen Tost über: Der Werth der Verkürzung der Arbeitszeit.- Diskussion.- Werkstatt- Angelegenheiten. Friedrichsberg bei Heinecke, Friedrich Star‍straße 11. Bortrag bes Kollegen Wiedemann. Distuffion. Berbandsangelegenheiten. Rummelsburg und Stralau bei Brewes, Stants und Goethestraßen- Ecke. Vortrag des Kollegen Stretsmann über Zweck der Organisation. Dis fuffion. Verbandsangelegenheiten. Friedrichsfelde bei Serm Karl Schulz, Prinzen- Allee 6. " Die neueste Gewerkschaftsrettung." Ref.: Kollege Kunze. Diskussion Werkstatt- Angelegenheiten. Branche der Parkettbodenleger bei Zubell, LindenStraße 106. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg über" Die erste Hilfe in Unglücks- u. 2. Abrechnung des Vertrauensmannes und Bericht vom ver floffenen Jahre. Des wichtigen Vortrages wegen, besonders für Kreissägenschneider, bittet um guten Besuch 94/5 Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Marmor- und Granitarbeiter. Am Dienstag, den 9. Februar, abends 8 Uhr, findet eine öffentliche Branchen- Versammlung aller in der Marmor: und Granitbranche beschäftigten Arbeiter statt im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27c. Tages Ordnung: Berichterstattung der in der letzten Versammlung gewählten Kommission über unsere Organisation. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird bringend ersucht. 172/8 J. A.: A. Ross. Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Zubeil über: Unsere wirthschaftlichen Verhältnisse." 2. Die jetzige günstige Bavperiode. 3. VerbandsAngelegenheiten. Die Kollegen der nicht bewilligenden Firmen werden 185/6 ersucht zu erscheinen. am Montag, den 8. d. Mts., abends 8½ Uhr. Zahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11: Vortrag. Bahlstelle bei Lange, Dragonerstr. 15: Vortrag. Bahlstelle III bei Cohn, Beuthstr. 20: Vortrag. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21: Vortrag. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Bahlstelle Friedrichsberg b. Günther, Frankfurter Allee 16. Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. Branche der Klavierarbeiter. Dienstag, den 9. Febr.. Handels- Hilfsarbeiter und Kutscher abends 8 Uhr, bei Gründel, Brunnenstraße 188. 1. Vortrag des Kollegen Brinkmann. 2. Ergänzung der WerkstattKontrollfommission. Branche der Telephon- Arbeiter. Donnerstag, den 11. Februar, abends 8 Uhr, bei Rautenberg, aller Branche. Oranienftr. 180. Tagesordnung: Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in dieser 81/9 In allen Versammlungen werden Mitglieder aufgenommen. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Kanarienhähne und Weibchen ver Kanarienhähne u. Weibchen verkauft Sauft Wróblé, Schönleiner. 181385 btiff. G. Bender, Schönhauſer Allee 32. spaller Branchen. Dienstag, den 9. Februar, abends 9 Uhr: Große öffentliche Versammlung derjenigen Kollegen, welche auf lokalem, d. h. auf dem Boden der Halberstädter Kongreßbeschlüsse stehen, in den ,, Arminhallen"( Gartensaal), Kommandantenstraße 20. Tages Ordnung: ße 20.85/ 9 1. Wie stellen wir uns zur Leipziger Berufs- Konferenz?" Referent: Kollege A. Polik. 2. Wahl von Delegirten zu derselben. 8. Anträge. Bur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Das Erscheinen aller Kollegen ist nothwendig. Karl Alboldt. Bezirksleiter für Berlin 2c. Zentral KrankenSterbekasse d. deutschen Wagenbauer. ( Filiale Moabit.) Sonnabend, den 13. Februar: Gr. Wiener Maskenball i. b. Kronenbrauerei Alt- Moabit 47-49. Punkt 12 Uhr Demastirung. Nach der Polonaise Ueberraschungen. Anfang 8 Uhr. Um rege Betheiligung ersucht 253/3 Das Komitee. Dirigent, Auktion ( Früher Bildhauer.) Hiermit zur Nachricht, daß die Frau unferes Kollegen Dankel geb. Noack verstorben ist. 3121b tag, nachm. 3 Uhr, von der BellerDie Beerdigung findet heute, Sonn mannstraße 8-10 nach dem Elisabeth: Kirchhof statt. Das Hilfspersonal von A. S. Hermann. Todes- Anzeige. Allen Bekannten die Nachricht, daß meine liebe Frau Lina Dornemann geb. Conrad Geam. b. We. nach schweren eten 31355 sehr tüchtig, für Dienstag, sucht verstorben ist. 3130b fangverein. Adressen an E. Popik, Die Beerdigung findet Dienstag, Schlesische Straße 5. nachmittags 3 Uhr vom Trauerhause. Kinderwagen- Räder Pallisadenstr. 101. Rigdorf, Kirchhofstr. 26 aus statt. Der trauernde Gatte nebst Kindern. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, sowie für die zahlreiche Kranzspende bei der Beerdigung meiner unvergeßlich lieben Frau Franziska fage allen Verwandten u. Bekannten pro Dezember 1895 und Januar 1896 am 11. und 12. Februar 1897, nachm. 2 Uhr. L.Regen, Gr.Frankfurterstr.121. Altes Gold, Silber kauft zu höchsten Breifen Paul Hauff, SO, Neanderstr. 4, Goldwaaren- Handlung. 31196 meinen herzlichsten Dant. Der trauernde Gatte Karl Schreiber, Bosenerste. 28. Danksagung. Für die liebevolle Theilnahme bei Wittwe Tschöpe Ablauf- Del Garantirt billigste Bezugsquelle sämmtlicher Arten Gold, Silber, fenidewaaren, sowie Damen-, Herren- sage allen Verwandten und Bekannten Double, Korallen, Granaten, At der Beerdigung meines lieben Mannes meinen herzlichsten Dank. uhren, Neuarbeiten, Reparaturen 31376 sauber, billigst. Für gediegene, preis: werthe Waare und Arbeit wird garan tirt. Feste Preise. Ohrlöcher werden gratis gestochen. Es ist gestattet, tauft zu höchsten Preisen. 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Die ganze Ge- dem betreffenden Richter als nicht zu seiner Partei gehörig fignalisirt werkschaftswelt, radikaler wie gemäßigter Färbung, von Thomas werden, und ist also im Grunde ein vermeintliches- Abwehr trat für mittel gegen die destruktiven Elemente"! Das neue Gin Zürich, 3. Februar. Um das Banknoten Monopol Burt bis auf John Burns und Will. Thorne des Bundes handelt es sich bei der am 28. Februar d. I. statt- ihn ein, und ebenso die Größen der liberalen Partei. Die Sozial- wanderungsgesetz wird, auch bei strikter Durchführung, die deutsche findenden Boltsabstimmung. Es gilt wie beim Eisenbahn- Rechnungs-| demokraten verhielten sich theils neutral, theils ebenfalls günstig. Einwanderung verhältnißmäßig am wenigsten treffen; dieselbe ist gefeh wieder einen harten Kampf gegen das herrschfüchtige und ohne Dant dieser Roalition hat das Arbeiterelement im Parlament einen aber sowieso in den letzten Jahren gleich der Einwanderung im Berschmähung selbst der schlechtesten Mittel gegen das Gesetz agitirende einflußreichen Vertreter mehr und, was noch wichtiger, an mora- gesammten bedeutend zurückgegangen, wie aus folgender Tabelle ersichtlich ist: Großfapital. Gegner desselben lassen es an der Aufklärung der lischem Gewicht erheblich zugenommen. Maffen nicht fehlen. Einem Flugblatte für das Bankgesetz entnehmen wir die folgende Profitliste der privaten Noten banken der Schweiz. Die gegenwärtig in der Schweiz im Umlauf befindlichen Banknoten belaufen sich auf rund 200 Millionen Franks, wovon nur etwas über die Hälfte auf die Staatsbanken ( Kantonalbanken) entfällt. Die untenstehende Liste giebt nun eine Zusammenstellung der Gewinne, welche allein die Privat oder Aftienbanken, von denen Banknoten ausgegeben werden, im Laufe der Jahre 1871 bis 1896 gemacht haben. Wohl hat die Zahl dieser Banten abgenommen, die Notenfum me aber dennoch sich ganz bedeutend gesteigert. Es zeigt sich folgendes Bild: Summe des Anzahl der Jahrgang Aftien banfen Notenumlaufs Gewinn Frants 1871 21 18 314 000 1872 21 22 240 000 1873 21 33 407 000 1874 23 45 646 000 866 280 444 800 668 140 912 920 1875 23 53 149 000 1 062 980 1876 23 55 755 000 1 115 100 1877 23 55 009 000 1 100 180 1878 23 51 510 000 1030 200 1879 23 50 514 000 1 010 280 1880 23 56 876 000 1 137 520 1881 23 61 538 000 1882 16 50 807 000 1883 17 55 583 000 1 230 760 1016 140 1 111 660 1884 17 63 693 000 1 273 860 1885 17 68 909 000 1 378 180 1886 17 71 112 000 1422 240 1887 17 77 704 000 1 554 080 1888 17 80 809 000 1 616 180 1889 17 83 121 000 1662 420 1890 17 86 143 000 1 722 860 1891 18 91 019 000 1 820 380 1882 16 87 820 000 1 746 400 1893 16 85 251 000 1 705 020 1894 16 87 033 000 1895 15 91 515 000 1 830 300 1896 15 95 475 000 1909 500 Auch im benachbarten Romford haben die Liberalen einen großen Erfolg erzielt, ihre Stimmen sind von 6430 auf 8031 ge= stiegen. Nur 126 Stimmen fehlten zum Sieg. Hier und in Walthamstow fonnte eine große Anzahl Arbeiter, die tags über in London be schäftigt sind, ihr Wahlrecht nicht ausüben, trozdem der Wahlakt bis 8 Uhr dauerte. Die Wahllokale waren viel zu dünn gefäet, um von den Arbeitern noch erreicht zu werden, die nicht mit den ersten Abend zügen kommen konnten. Der Umschwung der Wählerschaft ist auf vielerlei Ursachen zurückzuführen. Das im vorigen Jahr durchgedrückte Steuergeschenk an die Landlords hat viele Arbeiter und Geschäftsleute verstimmt, die offenbare Tendenz, die kirchlichen Schulen auf Kosten der Boardschulen finanziell zu stärken, sehr viel böses Blut gemacht und schließlich hat auch das von der konservativen Regierung geschaffene neue Truckgesetz in Arbeiterkreisen ziemliche Erbitterung hervor gerufen. Die Bestimmungen desselben über Strafabzüge erweisen sich ftatt als Schutz der Arbeiter gegen das Strafenunwesen als eine Legalisirung deffelben. Der Unternehmer braucht nur den Strafen tarif anzuschlagen, um der Forderung zu genügen, daß derselbe auf grund freier Vereinbarung zwischen Arbeiter und Unternehmer angewendet werde. Die Debatte im Haus der Gemeinen über die Aussperrung der Schieferarbeiter des Lord Penryth hat auch nicht dazu beigetragen, die Konservativen populär zu machen. Ein Theil der Konservativen hatte den Handelsminister wegen seines Verfuchs der Vermittelung bitter angegriffen, die anderen hatten geschwiegen. Die Vertheidigung des Ministers und die Kritik des Lord Panrhyth blieb den Liberalen überlassen, die sich die günstige Gelegenheit auch nicht entgehen ließen. Die stärksten Accenten fand natürlich wieder Burns, der grad heraus meinte, wenn die Schieferarbeiter von Bethesta weniger Kunstgefang und Hymnen einüben und dafür mehr das Bogen praktizirten, Lord Panrhyth sich vielleicht besonnen haben würde, ihr Komitee abzuweisen. Hört! hört," verzeichnet dazu der Parlaments bericht. " " Gesammt einwanderung: 1886 321 814 1887 405 405 Deutsche: 78 099 81 864 1888 419 718 86 380 1889 346 715 75458 1890 416 980 68 058 1891 550 313 79 496 1892 509 477 68 196 1898 501 710 55 981 1894 260 226 25818 1895 229 370 24 445 er Die New- Yorker, Bolte- Zeitung" weist darauf hin, daß, wenn der Zufluß des deutschen Elements auch ferner in solcher Weise ab nimmt, in absehbarer Zeit die deutsche Bevölkerung der Bereinigten Staaten da sich ja der erste Nachwuchs schon anglisirt- so weit zusammengeschmolzen sein wird, daß im ganzen Lande kaum noch ein deutsches Tageblatt wird existiren können, und daß auch in bezug auf die sozialistische Bewegung die deutschen Pioniere derselben sich auf dem Aussterbeetat befinden werden. Den Eintritt dieses Zeitpunktes erwartet sie falls besondere Er eignisse drüben nicht eine Alenderung veranlassen- bis spätestens Mitte des nächsten Jahrhunderts; und dann wäre es freilich auch Zeit, daß. die sozialistische Bewegung dieses Landes nicht mehr nur eine von einem Bruchtheil der arbeitenden Klasse getragene ist, sondern sich zu einer solchen des gesammten Proletariats entwickelt hat! Auf der kürzlich stattgehabten Ronvention( Rongreß) des Bergs arbeiter- Verbandes wurde von den Beamten selbst zugegeben, daß das System des nurgewerkschaftlichen Kampfes" sich als eine unter den jezigen Verhältnissen vollständig unbrauchbare Waffe wiefen habe. Es ward konstatirt, daß die Versuche zur Abschaffung des Trucksystems, welche damals als ein außerordentlicher Triumph der gewerkschaftlichen Organisation auspofaunt worden waren, miß glückt find, indem die meisten Grubenbesizer gar nicht, keine aber auf längere Zeit die abgeschlossenen Kontrafie eingehalten haben. Kopenhagen, 5. Februar. Die Steuerreform im Auch die zahlreichen Konventionen, sowie Konferenzen mit Vera dänischen Folkething. Der Redner der Sozial- tretern der Unternehmer zwecks Regelung des Lohntarifs waren demokratie, Jensen, führte aus, daß der Gefeßentwurf eine durchaus resultallos. Fast überall wurden die Löhne reduzirt, und ausschließliche Begünstigung der Großgrundbefizer sei und die wo Widerstand versucht ward, endete derfelbe mit der Niederlage Interessen der Arbeiter und des Mittelstandes schädige. Er betonte der Arbeiter. Präsident Penna zählte diverse Ursachen für diesen scharf die Forderung seiner Partei auf eine Steuer mit steigender Stand der Dinge auf, deren hauptsächlichste das Vorhandensein der Progression. Er widerlegte die Behauptung des Ministers, daß es toloffalen Reservearmee Arbeitsloser ist.( Wie schlimm es in dieser eine Steuer mit steigender Stala sei, wenn von den ersten 1000 Kr. Hinsicht ausschaut, mag der Umstand zeigen, daß gegenwärtig nur 0,18 Kr., von 10 000 kr. Einkommen 1,14 und von 100 000 kr. im sogenannten Flußgebiet von Pennsylvanien von den 15.000 Kohlen1,24 pet. verlangt würden. Eine solche Stala sei nur Schein. Man habe gräbern desselben nur 2000 in Beschäftigung sind). Der Sekretär gefagt, die steigende Stala sei der reine Sozialismus, gerade als wenn bes Verbandes Pearce warf die Frage auf, ob es nicht für die, das ein Unglück wäre. Uebrigens wies der Redner nach, wie die steigende Bergleute besser sein würde, einen anderen Weg einzuschlagen; nur zu ungunsten der Arbeiter, welchen aber, wußte er selbst nicht. Ob auch", meinte er, die Stala schon besteht wenn man nämlich die Lasten der indirekten Steuern fummirt. Als Gewerkschaften unseres Landes schwächlich find, so bin ich doch Sierfür giebt es vor allem in einem demokratischen Staats- geradezu empörend bezeichnete es der Redner, daß einzelne Ab- überzeugt, daß sie wenigstens für einige Generationen wesen, wie es die Schweiz ist, sicherlich gute Verwendung genug. geordnete sich auch gegen die Selbsteinschätzung ausgesprochen haben: die einzig verfügbaren Waffen sind!" man will also diejenigen schützen, die den Staat betrügen möchten. Landwirthschaftliches. Der Regierungs Rath des Der Abgeordnete sprach aber gegen die Geheimhaltung der EinRantons Zürich hat ein Gefeß betr. die Förderung der schäßungslisten, da nur völlige Deffentlichkeit vor Betrügereien Landwirthschaft fertig gestellt und dasselbe unter Beigabe schüßen fönnte. Dann wandte er sich gegen Scharling, der diese einer Erläuterung den landwirthschaftlichen Vereinen, sowie den Selbsteinschätzung eine preußische Ueberseßung genannt hat. Mert Seftionen des Bauernbundes zur Prüfung und Begutachtung vor- würdig, daß die Rechte sich nicht dagegen wehrt, wenn wir aus gelegt. Der Gesezentwurf serfällt in folgende fechs Haupt- Preußen Gendarmen und Preßgefeße und Strafbestimmungen be- energisch zum Ausdruck gekommenen Bestreben des fortschrittlichen abschnitte: 1. Landwirthschaftliches Bildungstommen, sondern nur dann, wenn es sich um eine stärkere Heranwesen, enthaltenb bie kantonale landwirthschaftliche Schule, ziehung der großen Vermögen handelt. die landwirthschaftlichen Winterkurse, die landwirthschaftlichen 1740 660 Total des Gewinnes 33 589 040 Es haben somit die Aktienbanken, welche Noten ausgeben, auf denselben, mäßig gerechnet, fagen wir rund 30 Millionen Frants mühelos gewonnen!! = a " anschauung. zunehmen. = -diefer Sorte Arbeiterführer machen, wo dieser, an der Spize der Darnach kann man sich ein Bild von dem geistigen Niveau" Organisation eines Gewerks stehend, das die erste Stelle in den Kämpfen der Arbeiter gegen ihre Verelendigung einnimmt, indem bisher der bei weitem größte Prozentsatz aller Streits im Lande auf dasselbe entfallen ist, noch nicht einmal etwas von dem doch so Elements auf Inaugurirung der selbständigen politischen Aktion vernommen hat! Unternehmer- Verbände. Spezialfurse, Wandervorträge und Inspektionen, endlich das Stockholm, 4. Februar. Der sozialdemokratische landwirthschaftliche Stipendiat; 2. landwirthschaftliches Abgeordnete Branting hat namens seiner Partei der Prämiirungswesen, enthaltend zunächst allgemeine Beschwedischen zweiten Rammer einen Antrag auf Einstimmungen, bann spezielle Bestimmungen betreffend Vieh- führung gleichen Stimmrechts bei den StadtDer Verein Berliner Herren- und Knabenkonfektions prämiirung, Biehzucht- Genossenschaften, das Halten von Zuchtstieren, verordneten Wahlen eingereicht. In der Begründung, die Engrosfirmen ist von 14 Mitgliedern, die er bei seiner Begründung periodische kantonale Viehausstellungen und Prämiirung vorzüglicher auf die Stimmrechtsverhältniffe in anderen Staaten hinweist, heißt hatte, während des Streits der Konfektionsarbeiter auf 41 MitLeistungen auf den übrigen Gebieten der Landwirthschaft; es unter anderem: Gleichzeitig mit der Forderung, dreiviertel der glieder gestiegen, von denen indessen 10 wieder ausgetreten sind. 3. Bodenverbesserung, worunter ausschließlich die Maß- mündigen Männer der Nation, welche unsere gegenwärtige Reichs. Beklagt wurde in der letzten Generalversammlung, daß das Interesse nahmen für Entwässerung und Bewässerung von Grundstücken ver- tags- Gefeßgebung zu Bürgern zweiter Klasse stempelt, weil sie bis- für den Verein nach dem Streik leider verloren gegangen sei. Dies standen sind, sowohl betreffend das Verfahren, als auch die genossen her nicht nicht verstanden haben, eine annähernd anständige Einnahmen des Vereins betrugen 2058,25 m., darunter für den schaftlichen Verbindungen, die Herstellungs- und Unterhaltungskosten Entlohnung ihrer ihrer schweren Arbeit 811 erzielen, in die Streik und Inferatenfonds 495 M. Die Ausgaben beliefen sich auf und die Kompetenzverhältnisse; 4. verbesserte Flur Ein politische Gleichstellung aufzunehmen, treten wir auch auf 555,12 M., so daß ein Bestand von 1503,13 M. blieb. theilung; 5. Förderung der Hagelversicherung; grund der steigenden Einsicht der Arbeiterklasse mit der 6. Uebergangs- und Vollziehungsbestimmungen. Forderung hervor, eine durchgreifende Alenderung unserer der Der Verband der deutschen Koguakbrennereien verlangt in: Paris, 4. Februar.( Eig. Ber.) Der neuliche Wahlsieg des zeitigen kommunalen Stimmrechtsbestimmungen vorzunehmen. Petitionen an den Bundesrath Erschwerung der Einfuhr Die Einschränkungen, die in Schweden noch das politische französischen Rognats und sonstige Vergünstigungen für Abbé Gayraud über den Grafen de Blois kann noch immer von den Stimmrecht zu einem Klaffenprivilegium machen, sind aus all- den deutschen Kognak. Das jetzige deutsche Zollgefeß begünstige die unversöhnlichen Monarchisten nicht verdant werden. Es ist darob auf der ganzen Linie, in Paris wie in der Provinz, ein förmlicher gemeinen europäischen Gesichtspunkten Reste einer vergangenen Welt- Einfuhr des französischen Kognats sehr, da Rognat in einem hochprozentigen Zustande eingeführt werden kann, wodurch an Fracht Streit zwischen Thron und Altar entbrannt, genauer Das gleiche und direkte Wahlrecht für die Kommunen wird von und Zoll bedeutende Ersparnisse gemacht werden, denn diese Waare zwischen den Klerikalen Monarchisten und den auf päpstliches Geheiß der schwedischen Arbeiterklasse nicht nur aus allgemeinen Gesichts- wird nach ihrer Einfuhr mit Waffer bis auf 45-42 pCt. verdünnt republikanisch" gewordenen Klerikalen. Die Monarchisten sehen punkten der Gerechtigkeit und Gleichheit verlangt, sondern zu dem und dann mundgerecht gemacht. Dem gegenüber betont die Eingabe, bereits ihre legten Hochburgen, wie das in der bretonischen Wahlbereits ihre lezten Hochburgen, wie das in der bretonischen Wahl- bestimmten Zweck, auf beste Weise dasselbe anzuwenden, um eine daß eine Verzollung nach Graden des Gehaltes weit fanpagne geschah, von ihrem bisherigen besten Bundesgenossen, vom durchgreifende soziale Reformarbeit vorzunehmen. zweckmäßiger sei, daß also 70prozentiger Rognak anders zu verzollen Klerus erstürmt. Die Wahl des Abbé Gayraud, der bis dahin in Darum find wir auch nicht mit einer Erwägung der Frage" wäre als 50prozentiger. Dagegen wird verlangt, daß die zur der Bretagne persönlich unbekannt war, ist nämlich mit der zufrieden. Man liebt es in unserem Lande, allzuviel Unfug zu Rognakbrennerei nöthigen ausländischen Weine zollfrei eingeenergifchen agitatorischen Hilfe der dortigen Geistlichkeit zu stande gekommen. Das ist jedoch nur die politische Seite freiben mit Erwägungen, statt reife oder gründliche Reformen vorführt werden dürfen und daß der Zuschlag zur Verbrauchsabgabe erlassen werden soll. Zur Erreichung der die feineren Rognatsorten des Vorganges. In sozialer Beziehung steht der unterlegene Eine Reform des kommunalen Stimmrechts in den Städten zur fennzeichnenden Blume ist nämlich der Zusatz von Destillaten aus monarchistische Graf den Bourgeois Republikanern viel näher als Gleichstellung der Bürger ist einfach eine Forderung der Gerechtig- Charentemeinen erforderlich.. Dieses Hilfsmittel ist aber kostspielig, der zur Republik befehrte Abbé. Dieser vertritt, wie der Abgeordnete keit und die einzige Voraussetzung für eine sichere soziale Reform- da der Charentewein mit dem Einfuhrzoll und das Destillat aus Die des Norddepartements, Abbé Lemire, die merklich erftarkende chriftlich soziale Demagogie, die sich auf die bekannte arbeit, die nicht für die Arbeiterklasse, sondern durch dieselbe ihm mit der Material- und Verbrauchssteuer belastet ist. Münchener Handelskammer, die die übrigen Forderungen unterſtüßt, fozialpolitische Encyklika Leo XIII. ftügt, um Arbeiter und Bauern- Die Majorität des Reichstags kann sich auch nicht damit ent- hat sich vernünftigerweise der Forderung noch weiterer Erschwerung fang zu treiben. Daß der Antisemitismus den greifbaren Kern ihrer schuldigen, daß sie vor etwas Neuem und Unerhörtem steht. In der Einfuhr des französischen Kognaks nicht angeschlossen. antitapitalistischen Redensarten bildet, ist selbstverständlich. Gayrand ist Verfasser eines antisemitischen Buches und trat auch während den besseren Tagen des Liberalismus wurde dieselbe Forderung von Durchschnittswerth des franzöfifchen Rognats stelle sich bei dem jetzigen Zoll von 125 M. auf 100 Kilogramm roh auf 285 M., des Wahlkampfes als Antisemit auf. Die Aussichten der demagogi- feinen Vertretern gestellt.-" während deutscher Kognak schon von 100 M. an verkauft werde. schen Strömung stehen gegenwärtig sehr günstig, indem sie nament- New- York, 26. Januar.( Eig. Ber.) Das neue Einwanderungs- Daraus ergäbe sich, daß der Schutzzoll bereits ziemlich beträchts lich unter dem niederen Klerus immer neue Anhänger gewinnt. gefeß, über welches sich das Konferenz- Komitee der beiden Häufer lich sei. Aus diesen Gründen sind die Befürchtungen der Monarchisten des Bundeskongresses nunmehr geeinigt hat und dessen Annahme ebenso begreiflich, wie die Sorgen der Bourgeois Republikaner, fomit, aller Erfahrung gemäß, mit Sicherheit zu erwarten ist, enthält bat in der außerordentlichen Generalversammlung am 2. Februar Die Hamburg- Amerikanische Packetfahrt- Aktiengesellschaft welch' lettere mit Recht den christlichen Sozialismus" als den außer der schon telegraphisch mitgetheilten Bestimmung bezüglich der ihr Kapital von 30 Millionen auf 45 Millionen, also um 15 MilWegebereiter des proletarischen Sozialismus bejammern. Analphabeten noch eine weitere, welche den Charakter eines AusNeben den grundsätzlichen Auseinandersetzungen hat die Wahl nahmegesetzes noch schärfer hervorkehrt, als jene. Diefelbe geht fonen Mark erhöht. Die Erhöhung des Aktienkapitals ist nicht Gayrand's eine unerquickliche persönliche Polemit zur Folge gehabt. nämlich dahin, daß jeder Eingewanderte, der nicht dauernd etwa durch ungünstige Geschäftsergebnisse verursacht. Nach Abzug aller erforderlichen Abzüge hat die Gesellschaft im abgelaufenen, Die monarchistisch- klerifalen Gegner werfen dem ehemaligen Domi- feinen Wohnsitz im Lande nimmt, sondern nur von Zeit nikanermönch die Verlegung des Keuschheitsgelübdes vor. Es frägt zu Zeit herkommt, um in Arbeit zu treten, refp. der nicht der Erhöhung des Kapitals liegt darin, daß eine weitere Anzahl fich indeß, warum die frommen Herren, darunter ehemalige Droeng Jahre zirka 81/2 Millionen Mart Reingewinn erzielt. Der Grund bona fide" erklärt, Bürger werden zu wollen, mit 500 Dollars älteste Gayrand's, erst nach dessen Wahlfieg mit ihrem Geheimniß Geldbuße oder Gefängniß bis zu einem Jahr bestraft werden soll; großer Dampfer gebaut werden soll, die vorwiegend für den von herausrückten, während sie ihn ruhig als Beichtvater, Weffelefer und ebenso der Arbeitgeber, welcher solche Personen beschäftigt. Dieses Jahr zu Jahr wachsenden Gütertransport einzurichten find. apostolischen Missionär" hatten fungiren lassen. Die Sache foll bet Licht befehen wahrhaft blödsinnige- Gefes ist lediglich erscheint zweifellos schrieb kürzlich der Hamburg. Corresp."" ehrengerichtlich ausgetragen werden. gegen die fanadischen Arbeiter gerichtet, die zu gewiffen Beiten in daß in der transatlantischen Fahrt nur diejenigen bedereien in Außerdem wird Senator Fobre die Regierung interpelliren Schaaren über die Grenze fommen, und soll als Köder für die fon- Bukunft befriedigende Erträgniffe werden erzielen können, die in der über die unbehelligt gebliebene Wahlagitation des bretonischen fervativen Arbeiterorganisationen dienen, welche fast alle in den age find, die allseitige Ermäßigung in den Frachtraten auszus Klerus. letzten Jahren auf ihren Kongreffen Resolutionen für Beschränkung der gleichen durch eine größere Aufnahmefähigkeit und ökonomischere Einrichtung ihrer Transportmittel. Aus ähnlichen Gründen beab London, 4. Februar.( Eig. Ber.) Die Wahl von Sam. Einwanderung beschlossen haben. Die Frage der Ausführung fichtigt die Verwaltung in allernächster Zeit schon der we ft. weft. Woods in Walthamstow, die der Telegraph Ihnen gemeldet haben dieser Bestimmung steht indessen auf einem andern Blatt! indifchen Linie neues Material in größeren Schiffen zuzufüren, wird, ist ein großer Erfolg. Seit 1886 hat dieser Wahlkreis fon- Schlußpaffus derselben steht übrigens in direktem Gegensas zu der und sie bat bereits begonnen, sich der kleinen, für diesen Dienst nicht fervativ gewählt zuletzt mit der großen Mehrheit von 6876 gegen schon seit längerer Zeit geübten Praxis, den Bewerbern um das mehr ausreichenden alten Dampfer zu entledigen." 4528 Stimmen. Diese Mehrheit ist in eine Minderheit verwandelt, Bürgerrecht fo viel Hindernisse als möglich in den Weg zu legen, die konservativen Stimmen sind auf 6239 zurückgegangen, die ihrer indem man sie bei der Examination mit Fragen kujonirt, von denen Gin Syndikat französischer Industrieller, das die Förde Gegner auf 6518 emporgeschnellt. Ich sage, die ihrer Gegner, weil viele, selbst von hundert geboreuen Amerikanern kaum einer beantworten rung des Handels mit Neuseeland bezweckt, hat sich in Woods nicht schlechtweg als Liberaler bezeichnet werden kann. Er tann! Das bezieht sich aber nur auf diejenigen Aspiranten, welche Baris gebildet. vorgenommen wird. Der Der G3 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 7. februar. Opernhaus. Undine. Morgen: Die lustigen Weiber von Windsor. Schauspielhaus. Faust. Morgen: Der Verschwender. Neues Opern( Kroll). Wohlthätige Frauen. Deutsches. Die versunkene Gloce. Nachm. 1/23 Uhr: Die Jüdin von Toledo. Morgen: Die verfunkene Glocke. Schiller. Ein Schritt vom Wege. Nachmittags 3 Uhr: Ein Winter: märchen. Morgen: Ein Volksfeind. Berliner. Mutterrechte. Nachm./ 23 Uhr: König Heinrich. Morgen: Renaissance. Lessing. Das Ordensband, Nachmittags 3 Uhr: Der Fall Clémenceau. Morgen: Das Glück im Winkel. Westen. Der Raub der Sabine: rinnen. Nachm. 3 Uhr: Die wilde Jagd. Morgen: Der Raub der Sabine rinnen. Neues. Marcelle. Nachm. 3 Uhr: Die Grille. Morgen: Marcelle. inter den Linden. Die schöne Helena. Pierrot als Rekrut. Nachm. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Morgen: Die schöne Helena. Pierrot als Refrut. Residenz. Associés. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Zentral. Ein fideler Abend. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Oftend- Theater.[ Urania, Tauben Strasse No. 48-49. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Naturkundliche Ausstellung Nachmittags 3 Uhr,( zu halben täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Kaffenpreisen): Der deutsche Michel. Eintritt 50 Pf. Abends 7 Uhr: Der Walzerkönig. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Montag, 3. Voltsvorstellung zu kleinen Invalidenstr. 57/62 Breifen. Auf Berlangen: Schwere nöther. Dienstag: Walzertönig. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thore. Heute, Sonntag, abends 7 Uhr: Buerst: Flitterwochen. Schwank in 1 Aft, darauf z. 5.Male: Von Stufe zu Stufe. Lebensbild von Dr. Hugo Müller. Entree von 50 Pf. bis 3 M. Alexanderplay- Theater. Heute, nachmittags 4 Uhr: Aschenbrödel. Original: Zaubermärchen mit Gesang und Tanz in Bildern von Heinrich Bolten- Bäckers. Abends 8 Uhr. Bei kleinen Preisen: Eine pikante Che. Berliner Bosse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Eugen Brudens. Morgen und die folgenden Tage: Eine pikante Ehe. Berliner Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Akten von Eugen Prudens. Billets sind schon 3 Tage vorher, ohne Vorbestellgebühr, an der Theaterkasse zu haben. Vormittags 1/ 211-1/ 22 Uhr. Abends von 127 Uhr an. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst Theater). Nachmittag 3 Uhr bei ermäßigten Sternwarte validen hof. Täglich von 7, Uhr abends ab 50 Pf. Jm Theater: Saale täglich 8 Uhr abends Borträge, mit Expert: Circus Renz Karlstrasse. Apollo- Theater. Feen- Palast, tease 22. ftraße Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Direttion Winkler& Fröbel. Großer Erfolg des sensationellen Täglich mit großem Erfolg! Die urtomische Gesangposse: Februar Programms. Sonntag, den 7. Februar 1897: 2 große Vorstellungen Nachmittags 4 Uhr:( Ermäßigte ( Jubiläums Saison 1896/97.) Spaniens berühmteste Tänzerin menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Preise u. 1 Kind unter 10 Jahren frei. Näheres die Tagesanschläge. Castan's Panopticum. Die beiden indischen Pygmäen die kleinsten Menschen der Welt! Damen- Wettschwimmen. PassageLustige Blätter. Großes elektrisches Ballet! Abends 72 Uhr: Aufführung der Novität: Durchschlagender Erfolg! Aus der Mappe eines Riesengebirgs- Phantasten. Eine romantisch phantastische Handlung. Von Direktor Franz schen Hofballetmeister Aug. Siems. Eine tolle Nacht. Unter Mitwirkung von Signorita Carmencita, nich. Winkler u. Wilhelm Fröbel. das englische Schönheits- Quintett The 5 Lorrison, Frizi Ferry. Henry Bender. ferner: 30 Kunstkräfte 1. Nanges und das Sensationsbild Endlich allein." Kaffeneröffnung 6 Uhr. Anf. 72 Uhr. Alcazar Variété and SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage) Annenstr. 42/43. Kenz und dem großherzoglich hefft Großes Orchester- Konzert Außerdem die hervorragendsten Nummern des Repertoirs. Montag, den 8. Februar, abends 7/2 Uhr: Aus der Mappe eines Panopticum.fefengebirgs Phantasten. Affent- Concordia Variété- Theater Theater und Zirkus. Heute drei Borstellungen um 12, 5 und 7 Uhr. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a ( Eingang Schadowstr. 14.) Friedrich- Wilhelmstädtisches. Die Preisen: Trilby. Drama in 5 Atten Heute Sonntag Eintrittspreis Grille. Nachm. 4 Uhr: Dorf und Stadt. Morgen: Die Grille. Belle- Alliance. Adam und Eva. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Frau Lieutenant. Nachmittags 3 Uhr: Trilby. Morgen: Frau Lieutenant. Alexanderplatz. Eine pikante Ehe. Nachmittags 4 Uhr: Aschenbrödel. Morgen: Eine pikante Ehe. Oftend. Der Walzerkönig. Nachmittags 3 Uhr: Der deutsche Michel. Morgen: Schwerenöther. Parodie. Genovefa. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Volks. Von Stufe zu Stufe. Passage Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Apollo. Spezialitäten. nach dem Roman des George Maurier von Georg Okonkowsky. Abends 72 Uhr: " Frau Lieutenant." Baudeville in drei Akten von Baul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Mufit von G. Serpette und V. Roger. Morgen und folgende Tage: Frau Lieutenant." " Friedrich Wilhelmst. Theater. Sonntag nachm. 4 Uhr: Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Abends 8 Uhr: Die Grille. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Montag u. Dienstag: Die Grille. In Vorbeitung: Menschenfreffer. Schauspiel in 4 Alten von Mar William. Billets sind ohne Vorbestellgebühr Belle- Alliance- Theater schon drei Tage vorher an der TheaterVolts- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 7. Februar, nachmittags 3 Uhr: Zum ersten Male: kaffe zu haben. Außerdem im In validendant, Unter den Linden 24, bei Paul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. 50 Pfg. Reichhaltigste Sammlung der Welt an lebenden Seethieren, Reptilien etc. Actien- Brauerei Brunnenstr. 154. Täglich: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Das beste Programm d. Nordens. 1. a. Geschw. Carré, brillante Doppel Jongleure. Otto Buddel, gefällt nach wie vor. Mira Borrmann, die fesche Soubr. Neu einstudirt: Bomben und Granaten, Boise. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Umtausch Billets haben Giltigkeit. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Friedrichshain. Der Glücklichmacher. Heute Sonntag: BergterKonzert. Jm Nebensaal: Familien Kränzchen. Eintritt 20 Pf. Programm unentg. CIRCUS BUSCH Bahnhof Börse. Sonntag, den 7. Februar: Das Käthchen von Heilbronn. Konzerthaus Sanssouci, 2 gr. Vorstellungen 2 Von Heinrich von Kleist. Räthchen: Wilhelma Wagner. Wetter b. Strahl: Heinrich Frey. Rheingraf b. Stein: Rich. Jürgas, Theobald: Wilh. Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten Zahlstellen zu haben. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Ein Wintermärchen. Abends 8 Uhr: Ein Schritt vom Wege. Montag, abends 8 Uhr: Ein Volks: feind. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schulz. Sonntag, den 7. Februar er.: Novität! Zum 1. Male: Novität Ein fideler Abend. Burleske dramatische Revue in 1 Bor: spiel und 3 Bildern von J. Freund und W. Mannst äpt. Musik von verschiedenen Meistern, arrangirt von Julius Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Ein fldeler Abend. Lumpe- Gastspiel Parodie- Theater Oranienstr. 52. Jeben abend 8 hr bie pität Genovefa, Pfalzgräfin am Rhein, oder: Ein schwer geprüftes Frauen Herz. Großes Ritterdrama in 5 Aften. Kottbuser Strasse 4a. Heute, sowie jeden Sonntag und Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Nöhl und Schrader). Anfang 7 Uhr Entree 50 Pf. Großartiges Programm. Zum Schluß: Finke's Schelmenstreiche. Ensemble von Meyfel. Meysel als„ inte". Britton als„ Kanter Schnute". Morgen Montag: Vittoria Brauerei. Anf. 8 Uhr. Vorverkaufbillets giltig. Dienstag: 0 Böhmisches Brauhaus. Mittwoch: Moabiter Stadttheater. Betten, Nachmittags 4 Uhr: ( 1 Rind unter 10 Jahren frei): Zscheus, das Waldmädchen. Schwimmende Elefanten, schwimmende Pferde mit Reitern. Außerdem Vorführen und Reiten der bestdressirten Freiheits- u. Schul pferde. Spezialitäten ersten Ranges. Vorzügliche Klowns. Abends 72 Uhr: Nach Sibirien. Ferner: Dir. Busch mit seinen berühmten Freiheitsdreffuren. Auftreten des Schulreiters Herrn Salamonski. Neu! Hermanos Castagna, ercentr. musikal. Klowns 2c. Morgen: Nach Sibirien. Schippanowsky's Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3. Neue Ausstattung! !! Im Frühlingsglanz!! 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Auftreten des gesammten großartigen Künstlerpersonals. Sensationelles Programm, Anfang 6 Uhr. Heute: Entree 30 B Die Direktion. Kaufmann's Variété Neues Programm!!! Der kleinste Circus der Welt. Neu! Waffer- Pantomime. D.Entführg. a. d. Drachenschlucht. Mr. Patty Antipode, Lorch- Truppe, Rose und Jules, B'laek und White, Geschw. Emilon, Geschw. Gorelly, Edi Blum und 25 Elite- Nummern. Welt- Restaurant Variété- und SpezialitätenTheater. Dresdenerstraße 97. Im vorderen Saal täglich bei freiem Entree: Grosses Künstler- Konzert Im großen Theatersaal: Berliner Sportmädels. Ausstattungs Burleske mit Gesang Anfang: Entree: Wochent. 71/2 Uhr. Wochentags 20 Pf. Sonntags 6 Uhr. Sonntags 30 Pf. 31076 Touren- Eisbahn GrünauCarolinenhof- Schmödwiß. 7000 Dazu das unübertrefflich, brillante riesengroße Februar- Programm. Anfang 7% Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirt 50 f. Erwiderung. 81176 Auf die„ Achtung" überschriebene Annonce in Nr. 23. d.„ Borw." des Musikvereins, Mufitfreunde" erwidern wir: Die in obiger Annonce be sprochene Nebenbezeichnung Zweig: berein Musikfreunde" des Orchester: Chors Vorwärts zu Nixdorf ist durch Mißverständniß eines Mitgliedes des D.-Ch. B. erfolgt und von uns für unpassend bezeichnet. Es ist mithin ausgeschlossen, durch besagte Neben: bezeichnung eine Täuschung hervor rufen zu wollen, wie betreffende Gleich: Annonce vermuthen läßt. zeitig verwahren wir uns ganz ener gisch dagegen, mit besagtem Verein identisch zu sein, und zwar aus fol genden Gründen: Die Gründer des O.Ch. B., 16 Personen, waren ehedem Mitglieder des Vereins Musik: freunde, welcher sich bis dato für einen Arbeiterverein ausgab. Da fühlte sich genannter Verein Ende v. J. bemüßigt, eine Häutung vorzunehmen, und zwar in der Weise, daß er die Farbe roth in grün- weiß verwandelte. Trotzdem nun über diese Angelegenheit zweimal abgestimmt wurde, errang grün- weiß eine Majorität von 3 Stimmen. Nun blieb den vom Rothkoller nicht befallenen weiter nichts übrig, als dem Verein Musikfreunde valet zu sagen und sich einen Verein nach eigenem Geschmack zu gründen. Indem wir Vorstehendes allen Genossen und Ver: einen zur Beachtung empfehlen, halten wir unsererseits die Angelegenheit als erledigt und würden weiteren Anzapfungen feine Beachtung schenken. Außerdem muß es sehr befremden, daß genannter Verein den Muth be faß nach besagtem Vorfall, und mit Mitgliedern in seinen Reihen, welche bei Lohnkämpfen ihren Kollegen gegen über indifferent sich verhielten, bei der Matinee am 31. Januar für die Hamburger Hafenarbeiter mitzuwirken. Orchester Chor ,, Vorwärts". Der Vorstand: W. Münzer. Achtung! Achtung! Künstliche Zähne von 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Zahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Lausitzerplatz 2, Elsasser: Guckel, f. 12, Stegligerſtr. 71 I. Rheinpfälzer LokalBrandenbgſtr.41. Stlagen, Eingaben, Zahlungsbefehle Görlitzer- und Stadtbahn- Berbindung. Neuheiten aus et aut sehr billig Rechtsbureau Pantstr. 5. Entree 25 Pf. Kinder 10 Pf. richstraße 207. Ad. Kunze, Fried: Landsberger Allee 11/13 Böhmisches Brauhaus s 10432* empfiehlt Helles und dunkles Tafelbier, Gambrinusbrän, Versandbier, nah Münchener Art, Nepomukbrän, dem echten Pilsener gleich, Bockbier in älern und Flaschen, ohne Pfand. Telephon- Amt VII 5088 für Bestellungen in Pässern. do. " 1670 in Flaschen. 33 " Malz- Kornbrot 31336 nach dem neuen patentirten Gelind- Propfe'schen Verfahren ohne vorherige Bermahlung direkt aus sauber gewaschenem Getreide hergestellt, ist nicht zu verwechseln mit Mehlbrot oder Schrotbrot wird infolge seiner vorzüglichen Eigenschaften in gesundheitlicher Beziehung und feiner leichten Verdaulichkeit wegen von Aerzten warm Malz- Kornbrot empfohlen. 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Glocke in Berlin, Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, 3. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Suntag, 7. Februar 1897. Nr. 32. 14. Jahrgang. sdn will Versammlungen. | betheiligten sich Raschte, Nikolet Busch, Hervorzuheben fole Bley die Rede Klut's und noch mehr den " lung Jakobius zum Vertrauensmann und Gielen zum Stell- zur Folge hatte. Die sich anschließende Diskussion war eine äußerst vertreter. ded # 91910 981091 lebhafte; an derfelben betheiligten sich Barth, Kramm, In einer Versammlung der Handels- Hilfsarbeiter, die am Der Verband der Maler, Lackirer und Auftreicher nahm Knappe sen., Holzhütter, Konrad, Kessel, Hart81. Januar tagte, referirte A. Hoffmann über das Thema„ Die in seiner Versammlung am 2. Febrnar den Bericht der Delegirten mann sowie Frau Reißner, während von Richtsozialisten der Shooter mitten in rechen Bom, wurde der vom Nachtei der lüber die leb: Demokrat der Antisemit Guhr das Wort ergriffen. Prozeß Leckert- Lützow zu sprechen tam, wurde der Redner vom haften Diskussion überwachenden Beamten unterbrochen und aufgefordert, zur Fest Regerau, Wenther u. a. Bum Schluß gelangte eine Bericht des Friedrichshagener offiziellen und offigiösen Moniteurs) stellung seiner Persönlichkeit dem Beamten nach dem Polizeirevier Resolution zur Annahme, in der gegen den von der General rückhaltlos verurtheilte und Guhr den Festredner Klut dadurch zu folgen. Der Vortragende verwahrte sich sehr energisch gegen versammlung festgesetzten Wahlmodus protestirt wurde, weil zu vertheidigen suchte, daß der Bericht nicht präzise genug abgefaßt diese Maßnahmen, besonders da er sich genügend legitimiren konnte. der Beschluß die Großstädte benachtheiligt und dem demokratischen sei, K. nur die Ausschreitungen" der Sozialdemokratie habe Schließlich mußte aber Genosse Hoffmann dem Verlangen nach- Grundfäßen widerspricht. Des weiteren wendet sich die Resolution geißeln wollen; im übrigen nicht als Amtsvorsteher, sondern um tommen und lehrte nach kurzer Zeit zurück, um unter lebhaftem gegen den Delegirten einert Hannover, beffen Angriffe als eine nur als Privatperson gesprochen habe. Die von letterem geäußerten e instituto als eine Beifall seinen Vortrag zu beenden. unerhörte Verunglimpfung der Berliner Maler bezeichnet werden, sozialpolitischen Ansichten, die theils den Unwillen, theils die HeiterVerband der Buchbinder. In einer Branchenversammlung für die jede berechtigte Grundlage fehle. Bei der hierauf vollzogenen teit der Anwesenden erweckten, wurden vom Genossen Sonnenburg der Buchbinder, die am 1. Februar tagte, gab der Vertrauensmann Wahl der Delegirten zur Provinzialfonferenz wurden Bartel und treffend widerlegt. Hierauf wurde gegen zwei Stimmen eine Fritsche einen Bericht über die Thätigkeit im legten halben Jahr. Nitolei mit der Vertretung beauftragt. Von der Agitations Resolution angenommen, die in sehr entschiedener Weise gegen den Es haben 5 Delegirtensihungen und 58 Werkstubenversammlungen tommission soll nur der Obmann an den Berhandlungen theil- Ausspruch des Gemeindevorstehers Klut, die Anhänger der sozialstattgefunden und erfolgte in diesen Versammlungen die Aufnahme nehmen. demokratischen Partei seien zumeist arbeitsscheue Elemente die Friedrichshagen. Die von den hiesigen Parteigenossen am und gescheiterte Griftenzen, proteftirte. Mit einem fräftigen Hoch angelegenheiten wurden die Anwesenden ersucht, dafür zu wirken, 3. Februar in Lerche's Bürgerfälen behufs Profefterhebung gegen auf die Sozialdemokratie und mit einem ftillen, jedoch wirtich aufdaß diejenigen Werkstätten, die bisher keinen Vertrauensmann ent- die auch schon in unserem Blatte erwähnten Angriffe des Amts- richtigen Dank für die uufreiwillige, aber, wie die stattliche Ber fandt haben, das Versäumte nachholen. Die nächste Mitglieder vorstehers Klut wider die Sozialdemokratie einberufenen Bolts- sammlung bewies, recht wirksamen Agitation seitens des Herrn versammlung findet am 8. Februar statt. versammlung war von mindestens 600-700 Personen beiderlei Ge- Klut verließen die„ arbeitsscheuen" Elemente das Lokal. In der Kartonbranche fand am 2. Februar eine Ber schlechts besucht. Genosse Sonnenburg ging in seinem ein- Rummelsburg. Am 29. Januar referirte hier der Reichstagsfammlung im Englischen Garten" statt. Der stellvertretende Ver- leitenden Referat auf die einzelnen Punkte der Klut'schen Rede nach Abgeordnete Reishaus in einer gutbesuchten Volksversammlung. trauensmann berichtete, daß innerhalb der letzten fünfviertel Jahre dem Bericht der hiesigen Beitung ein, unterzog dieselbe unter unter lebhafter Buftimmung über den Werth der Arbeiterpresse. Dem außer den regelmäßigen Sizungen 7 öffentliche und 30 Werkstuben wiederholtem Beifall der Versammlung einer zwar scharfen, Referat folgte eine längere Diskussion. Versammlungen abgehalten wurden. Von den Forderungen der aber durchaus gerechten Kritit, und tam zu dem Kartonbranche, die vor Weihnachten gestellt wurden, ist die neun- Schluß, daß nur eine völlige Unkenntniß der Ziele Berliner Arbeitervertreter- Verein tagt jeden Dienstag nach dem erften stündige Arbeitszeit, ein Zuschlag für Attordarbeit von 2-10 pCt., und Bestrebungen der Sozialdemokratie sowohl, wie überhaupt im Monat bet Buste, Grenadierfir. 33, abends 8% Uhr. unentgeltlicher Rath für Ueberarbeit bis 10 Uhr von 83/3 pCt., und über diese Zeit der ganzen sozialen Kämpfe der Gegenwart und völliges Außerachthinaus bis zu 50 pCt. bewilligt. Zum Vertrauensmann wurde lassen der historischen Entwickelung der modernen gesellschaftlichen rung, abends von 7-9 uhr:. Buchholz, Huffiter traße 86, D. 3 Er. Friedrich gewählt und darauf aufmerksam gemacht, daß die regel: Bustände derartige maßlose und unberechtigte Angriffe gegen die 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 tr. E. Gimanomsti, mäßigen Delegirtenfibungen am Mittwoch nach dem 1. und 15. d. M. bet Unhänger der größten und stärksten Partei Deutschlands aussprechen Gartenity, 78, mortal 2,3 Tamm, utan berbergerfir, 311 bg. Deter, Holzmarktstr. 3, stattfinden. Am Sonntag, den 7. Februar, findet laffen konnten. Bezüglich des angeblich von herrschenden 6-9 Uhr abends. R. Suffitenstraße 6, von 8-9 Uhr abends. im Louisenstädtischen Klubhaus, Aunenstr. 16, eine Versamm Klassen gegen die bösen Sozi zu vertheidigenden Dreigestirn Sitte, A. Boigt, tefenstraße 41-42. G. Barnst, Kolbergerstraße 7, von 6-7 Uhr abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, lung ftatt. Ordnung und Moral verwies der Referent die anwesenden Gegner nur Streligerstr. 58. P. Beimann, Bellermannstr. 88. F. Trapp, Schulftr. 56, auf die Namen Hammerstein, Leist, Wehlan, Peters, Brüsewiß, Tausch von 7-8 Uhr abends. und führte zwei die Heuchelei der herrschenden Bourgeoisie scharf ver. Mohs, Schönhauser Allee 62. Im Nord- Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: urtheilende Stellen des bekannten Pastors Schall( nicht des Duell- Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: G. Bades. Schall aus dem Reichstage-) und Prof. Sohm an. Zum Schlusse Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 r. feines Referates erläuterte Redner das Programm unserer Partei Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. Im Süd- Osten: Für Unfall-, Invaliditäts- und Altersversicherung: und betonte, daß der Sozialismus die größte Kulturströmung des Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügel19. Jahrhunderts ist, an deren schließlichem Siege nicht mehr zu mater, Grimmstraße 39. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: zweifeln sei.( Lebhafter Beifall.) P. Keller, Camphausenstr. 5. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: 6. Hänel, Solmsfir. 44. Im Nord- Westen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnacker= ftraße 19. R. Stephan, Lessingstr. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, Klofterstr. 91. Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Die Luxuspapierbranche hielt ihre Versammlung am 3. Februar ab. Bergmann bedauert den schwachen Besuch der Versammlung und wies darauf hin, daß seit dem Bestehen des Ver trauensmännerfystems sehr gute Erfolge zu verzeichnen sind und wenn nicht die Lässigkeit der Arbeiter und Arbeiterinnen ein HemmSchuh wäre, die Organisation auch noch weitere Vortheile errungen hätte. Im verflossenen Jahre haben 4 Branchen-, 21 Werkstubenversammlungen und 16 Werkstubensizungen stattgefunden. Durch die Werkstubensizungen wurden eine ganze Anzahl von Mißständen Hierauf verlas der Leiter der Versammlung, Genosse Paas, beseitigt. Dit wurde über das unfittliche Benehmen der Vorgesezten das Antwortschreiben des Herrn Klut auf die schriftliche Einladung gegenüber ihren Arbeitern Klage geführt und das Gebahren einiger zur Verfammlung, worin derselbe erklärte, im Interesse einer freieren der Deffentlichkeit bekannt gegeben. Hierauf wählte die Verfamm- Diskussion nicht erscheinen zu wollen, was eine große Heiterfeit mus sagineg 19 fodrad Rum $ anerkannt gut à Literflasche Mt. 1.10, 1,60, 2,10 bei Entnahme von 5 Flaschen à Flasche 10 Pf. billiger, Belle- Alliance- Plaz 6a, zweifelin fet.( Rebhafter Beifall) clichem Siege nicht mehr zu Glühwein Extract ganz vorzüglich, à Liter Mt. 1,20, 5 Liter Mt. 5,50, wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall-, Invaliditäts- und Alters- Versiche= A. Daehne, Demminerfir. 66, v. 3 Tr. R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von Fruchtsäfte Ungarwein Fruchtweine Bunsch- und Grogk- Extract, 8 Ananas: und Burg. 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