r Ab rein, S'L �Masl weg 168. Mittwoch, de» 23. Juli 1890. 7. Iichrg. Jloucbi-... t/IimVMlM. Grgan für die Interessen der Arbeiter. IWMWWt Insertion sgebühr beträgt für die 5 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und cvr___•____ r\/-v Ort c rv. r, c. a-x+y on y»,>. �•. V_ rc._____ S.: i: �, Anzelgen 20 Pf7 Inserate werden bis 4� Uhr Nachmittags in der Expedition Fernsprecher: Amt VI. Ur. Beuthstraße i., Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr sowie von allen Annoncen-Bureaux, _ Mittaas Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags ammlungs- erlin SW., rhöhnng des Preises, angenommen. ittagS und von 3—7 Uhr Nachmittags, an evalib ...g beW" Kedakkion: VeukMvatze S.— Expedition: VeukMrMe S. er s-�iaUstische Strömungen auf der SÄ»! KalKmihalbinsel. r-S;. i- on Sch�s Die Balkanländer sind seit anderthalb Jahrzehnten t 6 die Schooß-, theils die Schmerzenskinder der euro- -chen Diplomatie, die sich redliche Mühe giebt, die Zu- Aschen in diesen jüngsten„Kultllrstaaten" je nach den vor- i M. 6'-fden Verhältnissen bald zu verwirren, bald zu ent- schuh �.'en. Es läßt sich mit vollem Recht behaupten, daß 5 e§'5en interessirten Großmächten wirklich daruin zu mrafM gewesen wäre, diese Länder, die fast ein halbes Jahr- 'e u. ti-.'end unter der türkischen Herrschaft gestanden, thatsäch- 36,40# zu befreien, mit größter Leichtigkeit bessere Verhält- !.e am Balkan hätten geschaffen werden können, als ie dort bestehen. Aber von dem erziehlichen er Loti �dpunkt aus hat auch die bisherige Entwickelung .... Mches Gute. Ein Befreiungswerk, an welchem die Russen , ab imb� die österreichischen Magyaren in erster Reihe mit helfen sten, würde selbst in seiner„Vollkommenheit" recht sind ses zu wünschen haben übrig gelassen, und deshalb sind einsichtige Leute in den Balkanländern der Ansicht, Releidii� die ihnen zu Theil gewordene„halbe" Besteiung ganz ildige vlhzsich gewesen ist. Dadurch sind die Völker selbst be- Attestelben und genöthigt worden, ihre Befreiung aus eigener gänzlich durchzuführen. Und jemehr nun die Groß- te und ihre Agenten den Rumänen, Serben und garen in ihre Angelegenheiten hineinzureden suchen, ö mehr werden diese Völker selbst zum Denken ange- t. Man stelle sich eine derartige Situation nur einmal auer vor; anfänglich glaubten Rußland, Oesterreich England, die hier am stärksten interessirt sind, ch ihre diplomatischen Agenten bei den neugeschaffenen zierungen genug ausrichten zu können, was sich all- qafjflig aber doch als ungenügend herausstellte. Man legte ler sehr bald das Hauptgewicht aus die A g i t a t i o n iijf L a n de. Das Meiste leisten hierin bekanntermaßen IlclS*' Russen, deren Agitationsschaar für die Balkanländer h Tausenden zählt. Diese durchziehen mit Flugschriften i bildlichen Darstellungen das flache Land, ebenso wie • Städte. Sie wenden sich vornehmlich an den kleinen ern, an die Handwerker und die Arbeiter. Natürlich (NeufeL irforderl , 30. Se k, —* i/en sie damit die Geschäfte des russischen Panslavismus Ss'V.M argen, aber sie sind doch schlau genug, den Leuten und � st etwa die bedingungslose Unterwerfung unter Rußland �-..A.urathen. Sie müssen sich deshalb darauf beschränken. Zufriedenheit unter den Volksinassen gegenüber den bc V»enden Verhältnissen wachzurufen. Man schildert die «Zonale Zerrissenheit der einzelnen Völker, erzächtt den Zutel) a st. Jfbvud»erboten.] M»*' Ileurllekon. [15 ]öpeBic*d iben Schanspieler-Glend. Ein Stück aus dem Bühnenleben von Julius Türk. Rumänen und Serben, wie schlecht es ihren Stammes- brüdern unter der österreichischen Herrschaft gehe, und inalt den Bulgaren das Elend ihrer Brüder im türkischen Macedonien aus. Dann wird die einheimische Regierung angegriffen, die alledem unthätig gegenüber stehe, welche die Abgaben des Volkes fortwährend erhöhe, und die österreichischen und englischen Kapitalisten in's Land ziehe, um das Volk auszusaugen. Eine derartige systematische Arbeit, die jetzt seit zehn und mehr Jahren von Rußland aus betrieben wird, kann nicht ohne Erfolg bleiben. Im westlichen Europa pflegt man noch bis heute über die Beschränktheit des rumänischen Bauern- Proletariats und über die faulen und dummen bulgarischen Hamnieldiebe zu spotten; hierbei ist man jedoch ehr im Unrecht. Man sollte nur einmal einen Bauern der Walachei oder der bulgarischen Ebene mit einem Bauern des östlichen Deutschlands zusammen- stellen und man würde bald den Unterschied sehen. Der Rumäne würde bald seine Forderungen an den Staat entwickeln, von dem er die Zertheilung der großen Staats- domänen in Bauernloose verlangt und man würde von ihm Ansichten über die Existenzberechtigung des österreich- ungarischen Staates und über dessen Leiter Ansichten hören, die manchen Diplomaten vom Fach in Verlegenheit setzen würden. Die sächsischen Bauern in Siebenbürgen bitten dehmüthigst die Ungarn, ihre„Herren", um Berücksich- tigung ihrer nationalen Eigenthünilichkeiten, die Rumänen aber, deren drei Millionen in der ungarischen Reichshälfte leben, würden es als eine Schmach ansehen, wenn sich auch nur einer von ihnen an den Zensuswahlen für die staat lichen und kommunalen Körperschaften Ungarns betheiligen würde. Charakteristisch ist es auch, daß dieser Haß gegen Ungarn in dieser Schärfe nur den unteren Klassen, den Arbeitern und Bauern, inne wohnt, während der vornehme Rumäne gern den Kosmopoliten spielt; es hat dies aber auch noch einen anderen Grund. Die reichsten Leute in Rumänien sind Griechen,„Fürsten" nennen sie sich sogar, da sie in früheren Jahrhunderten die kleinen „Fürstenthümer" der Moldau und Walachei von der stets geldbedürftigen türkischen Regierung gegen hohen Tribut als Lehen empfingen. Gegen diese„Landlords" aber richtet sich der Haß der rumänischen Bauern fast in deni- selben Maße. Diese Erörterungen aber sind nothwendig, damit man verstehen kann, daß dieser sogenannte Nationalitätenhaß, wenn er nicht ein künstliches Gebilde eines Chauvinismus ist, stets auf sozialen Fragen begründet ist. Vor zwei Jahren lieferten hierfür die rumänischen Bauern den besten Beweis. Die russischen Agenten hatten die Unzufrieden- heit unablässig geschürt, bis endlich auch die vielbesprochenen t � U �/--- trockenem Brot— noch kennen lernen. heit aufgezehrt.— einen meiner Koffer „Mein Vater, er ist Professor an der Universität, sguteJJStieb mir kalt: ich hätte mich durch meinen Schritt von t». Familie losgesagt— ich wäre eine— er —-T'�.ollte mich nicht. Er hatte Recht, er fürchtete, daß ich zu ° kommen würde," fuhr sie unter bittcrem Lachen fort, dadurch hätte er sich bei seinen Kollegen und bei seinen eile""«üb ensgen offen unmöglich gemacht." st'.> ih"n— 1 �nieteu'v,. o,"?'ch wieder gesund war—, eilte ich von Agenten .."'Leuten. Tage lang lief ich umher. Niein Geld ging � Neige. In der Roth ging ich zu ht Agenten, den ich zuerst besucht hatte. »ein n, ÄA, �ß mich gleich einen Kontrakt unterschreiben.— 'ssen"h'eit ich den Gegenkontrakt. Wer war glücklicher, d« als ich. Aber etwas verbitterte meine Freude. Vier Wochen mußte ich bis znin Beginn der Saison noch warten. Vierzehn Tage vor Anfang mußte ich eintreffen. Vier lange, sorgenvolle JJLochen arbeitete ich mich durch— lebte von m hungerte. O, ich sollte das Hungern Meine Ersparnisse waren in der Krank- Für das Geld zur Reise hinterließ ich >.»«..» mumv ovuiitk beim Spediteur. Ich— kam nach Krefeld und hatte das Glück, dem Direktor ausnehmend zu gefallen." Klara's Züge nahmen bei diesen Worten einen ent- sctzenerrcgcndcn Ausdruck an, ihre Brust hob und senkte sich schwer, ihre Hand umklammerte voller Wnth die Bettdecke. Nur stoßweise entrangen sich die Sätze der gequälten Brust, und doch fuhr sie fort, zu spreche». als wenn sie das, was sie jahrelang in ihrem Busen bc- wahrte, mit Geioalt Hittauswerfen ivollte. Fritz schaute voll Angst zu ihr hin, er wollte sie am Sprechen hindern, und doch wagte er nicht, sie in ihrem wilden Redeflüsse zu stören. „Der Direktor", fuhr sie fort,„war immer— liebens- würdig. Eines Abends, als wir nicht spielten,— besuchte er mich, machte mir einen schiiupflichcu Antrag und als ich verachtungsvoll— die Thür wies— ging er, aber ich er- hielt am nächsten Morgen meine Kündigung.— Also wieder ohne Engagemettt.— Ohne Geld.— Ich war der Ver- ziveiflung nahe. Ich blieb in der Stadt noch vierzehn Tage, — ob ich nicht— ein anderes Engagement in der Umgegend erhalten würde— Nichts.— Ich reiste nach Berlin, um mich wieder persönlich vorzustellen. In Berlin war mein erster Gang zu meinem Kind— ich kam zur rechten Zeit— tun es nach dem Kirchhof bringen zu können. Das Begräbniß, die letzte Bauer nun ruhen ausbrachen, deren Wiederholung von den Behörden in jedem Frühjahr befürchtet wird. Aber was thaten die Bauern? Verlangten sie vielleicht von Rußland annektirt zu werden?— Nein, sie zogen mit ihren Sensen und Dreschflegeln bewaffnet vor die Amtshäuser und die Villen der Großgrundbesitzer und ver- langten, daß die Regierung sofort die Zertheilung der Domänen und die kostenfreie Ueberlassung von Ackerloosen verfügen solle. Zugleich wurde bei dieser Gelegenheit auch mit etlichen mißliebigen Amtsvorstehern Abrechming gehalten. Seit dieser Zeit haben nun auch direkt s o z i a- i st i s ch e Ideen unter den rumänischen Bauern Ein- gang gefunden, die natürlich einen wesentlich agrarischen Charakter tragen. Man verlangt vom Staat die Unver- pfändbarkeit und Unveräußerlichkeit des bäuerlichen Besitzes sowie die Darleihung von Betriebskapital seitens der land- wirthschaftlichcn Verbände, in denen jeder Bauer Sitz und Stimme erhalten solle. Vom sozialdemokratischen Stand- Punkt aus mag ein derartiger Agrarsozialismus recht Harm- los erscheinen, die Machthaber in Rumänien aber halten denselben für recht gefährlich. Auch bieten diese Ideen für die Führer der jungen Sozialisten- Partei des Landes eine Brücke, über welche eine Verständigung angebahnt werden kann.— Daß eine e l b st st ä n d i g e sozialistische Partei in Rumänien bereits besteht, welche über zwei bezw. drei Deputirte in der Kammer und über eigene Parteiblätter in Bukarest und Jassy verfügt, wird man in Deutschland aus den Berichten des Pariser Kongresses wissen, wo Rumänien durch zwei Abgeordnete vertreten war. In Jassy sind auch bereits zwei Sitze in der Stadtvertretung von den Arbeitern gewonnen, während sich in Bukarest die Partei im kommenden Herbst zum ersten Male an den städtischen Wahlen betheiligen wird. Indessen ist Ru- mänien noch kein Industriestaat, so daß sich der Sozia- lismus, so lange er auf die Industriearbeiter beschränkt bleiben würde, in den nächsten Jahren noch kaum zu einer Macht entfalten könnte. Und wenn man auch bemüht ist, mit Hilfe des österreichisch-rumänischen Zollkrieges eine möglichst ansgedehnte Industrie auf den heimischen Boden zu verpflanzen, so holt man hierzu meist die Arbeiter aus dem Auslande, wodurch eine Erstarküng der sozialistischen Partei kaum gewonnen werden kann, zumal die Aus- länder, selbst wenn sie sich derselben anschließen würden, doch nicht bei den Wahlen mitwirken können. Gerade deshalb ist die Stellung der Bauern von so großer Bedeutung, und bei deren gegenwärtiger Haltung hoffen auch die Führer der Partei, eine über die Städte mid das flache Land ausgedehnte Organisation einer gemüßigt sozialistischen Partei schaffen zu können, welche bei den Pension an die Frau, die wohl eifrig dafür gesorgt haben mochte, daß die kleine Seele recht bald abfuhr, zehrten mein Geld auf, den letzten Rest der Kleider.— Nun— war ich am Ende." Sie holte tief Athem. Ein gurgelnder Laut fuhr ihr durch die Kehle; die Brust versagte den Dienst, und in der Anstrengung zu athmen, quollen die Augen groß aus den Höhlen hervor. Fritz lehnte sich wehmuthsvoll über das Bette, sein Herz ward zerrissen von Klara's Worten, unruhig schaute er in das bleiche Gesicht: „WaS haben Sie, wünschen Sie etwas?" Sie zeigte mit der Hand nach dem Tische, er folgte der Hand mit den Augen tmd sah auf dem Tisch ein Seidel mit Wasser, daß er rasch der Kranren reichte. Mit dank- barem Blick trank sie gierig. Tann holte sie tief Athem und fuhr fort! „Am Abend des Begräbnisses ging ich an der Spree vorüber.— Es war finster— Niemand in der Nähe. Ich lehnte mich über die Brüstung, ich hätte ruhig hinein- spriitgett mögen, aber mir gebrach es an Muth— ich ging wieder fort. Ein gutes Engagement konnte ich nicht mehr annehmen — ich hatte ja keine Garderobe— da— ging ich zu Schmierageuten— er wies mich hierher— nach Sachsen— hier lernte ich— Bremter—" Mit schneller Bewegung faßte sie nach der Brust, nach ihrer Stirn, plötzlich stieß sie einen gellenden Schrei aus. Sie richtete sich hoch auf, starrte mit verglasten Augen nm sich und stürzte röchelnde Laute hervor. Angstvoll erhob sich Kolbe. „Was ist Ihnen, Frau Brenner, was ist Ihnen?" nächsten Kammerwahlen eine ansehnliche Zahl von Ver- tretern erhalten sollte. Die allgemeinen den arbeitenden und bäuerlichen Klassen in Rumänien gewährten Rechte sind, abgesehen von dem etwas verklausulirten Wahlsystem, weitere als die in Oesterreich und in Deutschland unter dem Sozialisten- gesetz gewährten, und die Mittel, durch welche die Arbeiter in anderen Ländern ihre Forderungen durchzusetzen suchen, werden in Rumänien auch von anderen Klassen in An- wendung gebracht. So sind z. B. die Streiks den Herren Studenten an den Universitäten und höheren Schulen, sogar an Militär-Lehranstalten sehr geläufig. Es braucht das Direktorium einer dieser Anstalten nur einmal eine Ver- siigung zu treffen, welche den jungen Herren nicht ange- nehm ist, so streiken sie, bis dieselbe zurückgenommen ist. Oder sobald einmal über einzelne Schüler„unverdienter- maßen" eine Strafe verhängt ist, so erklären sich sämmt- liche Kommilitonen mit den Bestraften als solidarisch, stellen den Besuch der Vorlesungen ein, veranstalten Protest- kündgebungen in den Straßen und schicken Deputationen über Deputationen an die Minister, an Abgeordnete, selbst bis zum König, bis sich schließlich die gesammte öffentliche Meinung mit den streikenden Studenten beschäftigen muß. In der Regel haben diese durch solche Mittel ihre Wünsche durchzusetzen vermocht.— Eine andere Klasse von Streik- lustigen sind die Handlungsgehilfen, deren Haupt- forderung die Schließung der Geschäfte an Sonntagen ist. Heute haben sie dieses Ziel schon in den meisten größeren Städten durchgesetzt und zwar dadurch, daß sie-emmüthigst sich weigerten, am Sonntag im Geschäft zu erscheinen. Sobald aber ein Geschäftsinhaber den Angestellten mit Ent- lassung drohten, so zog die ganze Schaar der Gehilfen am Sonntag vor das Geschäft und spektakulirte so lange, bis die Läden geschlossen und die Angestellten freigelassen wurden. Diese Zwangsmaßregeln sind seit dem 1. April in Bukarest jeden Sonntag in Anwendung gebracht wor- den, so daß gegenwärtig kaum noch ein Kaufmann wagen würde, sein Geschäft am Sonntag zu öffnen.— Dieses Beispiel hat aber auch in anderen Kreisen Nachahmung gefunden. Die Schlächtergesellen, denen man in Deutschland wohl am wenigsten eine solche Energie zu- trauen würde, verlangten ebenfalls die Sonntagsruhe, und thatsächlich sollen vom 1. Juli(nach hiesiger Rechnung dem 13. Juli) ab alle Schlächterläden am Sonntage ge- schloffen bleiben. Das Gleiche wollen die Gemüse-, Milch- und Lebensmittel-Händler thun, ein Erfolg, der keineswegs von kirchlicher Seite unterstützt, sondern einzig und allein durch das entschlossene Vorgehen der Gehilfen er- reicht wurde.— Jedenfalls ist die Erwartung, daß sich auch die Arbeiter Rumäniens an den» allgemeinen Eman- zipationskampfe des vierten Standes betheiligen werden, eine nicht ungerechtfertigte. Mnrrefpwrvenzen. Loudon, 20. Juli. Der Jahresbericht der englischen Fabrik- inspettoren für 1889 ist soeben erschienen. Das Buch selbst habe ich noch nicht zu Gesicht bekommen, und die Auszüge, welche die Zeitungen daraus veröffentlichen, enthalten in, Grosien und Ganzen wenig Bemerkenswerthes. Die Berichte bestätigen zu- nächst, daß im Vorjahr die Geschäftslage im Allgemeinen eine günstige, fast überall ein Ausschivuug der Industrie zu verzeichnen war. In Lancashire standen zwar die Baumwollspinnereien vorübergehend still oder waren nur auf halbe Zeit in Thätigkeit, doch nicht aus Mangel an Absahgelegenheit, sondern um den famosen Baumwollenring in Liverpool zu sprengen. Wie im Lause der Zeit infolge veränderter Fabrikationsmethoden jc. ganze Industrien den Ort wechseln, zeigt der Bericht des In- speklorats der östlichen Grafschaften. Norwich und Umgegend, einst der Stapelplatz für Wollengarne, hat jetzt für diesen Geschäftszweig fast ganz zu existiren au, gehört. Im Dorfe Wvrstead bei Storwich, von dem die Worstcadgarne ihren Namen haben, wird die Industrie nur noch durch eine Schmiede repräsentirt. Im Bericht des Fabrik» Ein Helles Gurgeln war die Antwort, der Ton einer Erstickenden. Fritz eilte rasch zum Sopha und rief: „Herr Brenner, Herr Breuner!" Schlaftrunken erhob sich der Schauspieler, er verstand nicht, was man von ihm wollte. „Herr Brenner, achten Sie auf Ihre Frau; ihr wird sehr unwohl, ich eile rasch zum Arzt." Ohne sich zu besiuuen, eilte er schnell aus der Thür. Brenner sprang sofort zum Bette Klara's. Gleich nach- dem sie sich aufgerichtet, war Klara wieder zurückgefallen. Ein wildes Fieber durchivühltc ihre Brust, gurgelnde Töne drangen aus der geschlosseneu Kehle hervor. Klara warf sich in heftigem Schmerz umher. Die Bettdecke siel zur Erde. Entblößt lag die Kranke da, ihr Körper wand sich in heftigem Krampf. Plötzlich richtete sie sich wieder groß auf, blickte den vor ihr Stehenden mit durchdringenden Blicken an, erkannte ihn, öffnete den Mund, als wenn sie zu ihm sprechen wollte, aber statt der Abschiedsworte stürzte ein Strahl duukelrothen Blutes aus ihrem Munde hervor. Ohnmächtig fiel sie in die Kissen zurück. Laut schluchzend stürzte Brenner zu Klara's Füßen nieder, in übermächtigen� Schmerze ergriff er die Hand und bedeckte sie mit heißen Küssen. Doch als er sie wieder ließ, fiel sie kraftlos zurück. — Die Augen schlössen sich, der Körper lag starr, stumm, ohne Leben, ohne Bewegung.— Sie war tobt. Brenner hob die zu Boden gefallene Decke und bedeckte den leblosen Körper, nochmals nahm er die Hand zwischen die seine, er rieb sie, um die entflohene Wärme zurück- zubringen. Er beugte sich zu den kalten, sühllosen Lippen nieder, umj sie mit heftigem Kusse zum Leben zu erwecken. Er konnte, er wollte nicht an das Entsetzliche glauben. IX. Drei Tage darauf bewegte sich am frühen Morgen ein kleiner Zug nach dem Kirchhofe des Städtchens. Die Dämmerung hüllte die ausgeweichten Straßen in dunkles Licht, ein düsterer Nebel lag über den Bäumen. Als die Leid- tragenden die letzten Häuser der Stadt passirten, sagte eine alte Frau zu der andern: „Paß uff, die Komcdjanten begraben sone Spielerin." Langsam bewegte sich der Zug vorwärts. Hinter dem inspektors für die westlichen Grafschaften werden die Zustände in den Bäckereien und Mehlmühlen sehr getadelt. Nicht nur seien bei übermäßiger Arbeitszeit die Löhne der Männer unzureichend, sondern es wurden auch vielfach Frauen und jugendliche Ar- beiter beiderlei Geschlechts weit über die gesetzlich zulässige Zeit beschäftigt. Er habe wiederholt gefunden, daß Kinder unter drei- zehn Jahren die ganze Woche hindurch wie die Erwachsenen be- schästigt wurden; Knaben seien von ein Uhr Morgens an fünfzehn Stunsden hintereinander angespannt worden, und dabei habe inan ihnen den gesetzlich vorgeschriebenen halben Ruhetag in der Woche verweigert. Wie es scheint, ist die „Idylle" in der Brotindustrie international. Bon Vorschlägen aus dem Bericht sei hervorgehoben, daß der Inspektor für den Shefsield-Distrikt für die obligatorische Registirung aller Arbeitsräume ohne Aus nähme eintritt. Wie die Getreidrliultur England» immer mehr der Viehzucht und Weidewirthschast weicht, zeigen die Zahlen, die das neueste Journal der„Royal Agricultural Society" veröffentlicht. Danach ist seit 1869 die Weizenanbaufläche von 14,6 auf 0,4 pCt. des ganzen Areals zurückgegangen, während das Weideland von 43,2 auf 50,7 pCt, des ganzen Bodens gestiegen ist. Dazu kommt ferner eine Vermehrung des zur Klee- und Hcuknltur verwendeten Bodens von 8,6 auf 11,5 pCt. des Areals, so daß gegenwärtig 62 pCt. des Grund und Bodens von England der Viehzucht dienen. Man braucht kein Vegetarianer zu sein, um dieses Verhältniß für ein recht ungesundes zu halten. Am Dienstag feierte die Heiloariuee im Kristall-Palast ihr 25 jähriges Jubiläum. Es ist das eigentlich nicht ganz korrekt, denn als solche besteht die Heilsarmee erst seit 1678, aber wie es scheint, führt diese merkwürdige Körperschaft die Geschichte ihres Bestandes auf die Zeit zurück, wo ihr Gründer,„General" Booth, seinen Posten als Prediger bei einer Methodistengemeindc aufgab, um sich ausschließlich der Mission unter den Aus- gestoßenen des Eastends zu widmen. Wie dem auch sei, das Fest war ein Riesenerfolg und gab der Presse Anlaß zu allerhand be- wundernden Betrachtungen. An 80 000 Menschen drängten sich in dem mächtigen Lokal und legten eine Begeisterung an den Tag, die unbeschreiblich gewesen sein soll. Man sollte es nicht für möglich halten, daß in dem vorgeschrittendsten Lande der Welt am Ende des neunzehnten Jahrhunderts eine Sekte mit einem so primitiven Glaubensbekenntniß, wie die Heilsarmee, solche Massen in ihre Reihen vereinigen könnte. Gehört doch die Realität der Hölle z» ihren Haupt-Glaubensartikeln, zu einein ihrer wirksamsten Agitations- mittel. Ob alle ihre Anhänger, ihre Soldaten und Offiziere, an das Höllcnfeuer glauben, kann man freilich bezweifeln, aber ein großer Theil glaubt daran, wie ein Besuch ihrer Meetings lehrt. Anderseits versteht indeß die Heilsarmee auch die Leute materiell zu intercssiren. Seit einer Reihe von Jahren macht sie in ihrer Art in„Sozialpolitik". Sie errichtet Asyls für Obdachlose, Speiseanstalten. Arbeitsstuben, und neuerdings hat sie auch ein Arbeits-VermittlungLbureau eingerichtet. Dabei sind ihre Leiter klug genug, das Odium, das den kirchlichen Instituten ähnlicher Art an hastet, von sich abzuhalten. So wird von dem Vorsteher des Arbeit-Vsermittlungsöureau der Heilsarmee, Frank Smith, in den Zeitungen folgende Geschichte erzählt. Vor einigen Tagen habe er von einer Firma im Norden ein Gesuch um eine ganze Anzahl von Maurern und Steinsetzern erhalten. Erstaunt darüber, habe er die Sache dem Sekretär der Manrer-Union mitgetheilt und erfahren, daß an dem betreffenden Ort ein Streik ausge- brachen sei, worauf der Besteller in höflicher Form bedeutet worden sei, daß das Arbeitsbureau der Heilsarmee nickt orga- nisirt sei, irni Blacklegs(Schwarzbeine) zu liefern. Da die Heils- armee schon bei verschiedenen Slreiks den Arbeitern Hilfe geleistet, so mag die Sache auch hier ihre Richtigkeit haben. Auf diese Weise wird das Vertrauen der Arbeiter erhalten, während ander- seits die Unternehmer schon wegen der religiösen Dressur und in Hinblick auf das Tempcrenzgelübde, das die Heilsarmee ihren Leuten abnimmt, für diese eine gewisse Vorliebe empfinden. Mit einem Wort, General Booth und sein„Stab" sind, was man auch onst von ihnen halten mag, praktische Leute, die das Geschäft verstehen. Und wenn nicht inzwischen, was ich freilich für ziemlich wahrscheinlich halte, der Krach von innen heraus erfolgt, so entsprach das triumphirende Wort in der Booth'schen Fest- anspräche„In siinfundzwanzig Jahren werden wir unseren eigenen Kryjtallpnlast haben", nur den bis jetzt erzielten Erfolgen. Von dem Gebiet der Arl»eit»rbem«g««g sind Dinge von besonderer Wichtigkeit nicht zu melden. In Bow(East End) sind die Arbeiterinnen der Chokoladenfabrik F. Allen and Sons eit vorigen Freitag im Ausstand. Obwohl die Löhne ungemein niedrig sind, waren nicht diese, sondern das in der Fabrik Herr- schenke Vußcnsystem, das einem Zuchthaus Ehre machen wurde, der Anlaß des Ausstandes. Tie Arbeiterinnen haben das Glück gehabt, John Burns für ihre Sache zu gewinnen, und dieser im Verein mit Fräulein Klementine Black, einer Dame, die sich um die Organisation der Arbeiterinnen des Eastends sehr verdient Leichemvagen ging Brenner zwischen Alfred und Fritz. Der Direktor hatte aus Rache beschlossen, nicht mitzugehen, da Brenner sich weigerte, am Begräbnißtage zu spielen und so ihm eilte Einnahme entzog. „Was," sagte er, als Fritz ihm die Nachricht über- brachte,„Herr Brenner will nicht spielen, weil die Hohen- stein begraben wird? Es ist doch einc ernste Rolle, die ich ihm gegeben habe. Als meine Selige starb, da habe ich den Kasper Larifari gespielt." Den Männern folgten die Frauen. Zuerst Hildegard und Angelika, dann Anna und Frau Brnsche. Seit jener Sonntag Nacht hatte Anna Kolbe keines Blickes gewürdigt, bei jeder Gelegenheit, bei der fein Name genannt wurde, unterließ sie nicht, eine Fluth von Schmähungen gegen ihn loszulassen, denen Frau Brnsche stets energisch widersprach. Mit einem tiefernsten Gesicht, wie es sich für eine Leidtragende schickt, folgte sie dem Leichenwagen. Ja, die Hohenstein, mit ihrem stolzen Wesen kommt doch nicht in den Himmel. Nein. Dieser schlechte Leichen- wagen, keine Musik, keine Predigt, kein Grabmal, ivie power. Da hatte sie doch voracsorgt, dachte sie. Man ist ja auch nicht so schlecht. Bei der Kollekte, die Alfred sofort am nächsten Abend veranstaltet hatte, hatte sie sich nicht lumpen lassen. Ganze fünfzehn Silbergroschen hatte sie hiimcgebcn. Gewiß. Das mußte ihr ja im Himmel angerechnet werden. Und in diesem beruhigenden Gefühle folgte sie dem Zuge, der bald vor dem kleinen Kirchhofe hielt. An einer Seile des Kirchhofes stand fröstelnd, die Hände übereinander geschlagen der Todtengräber vor dem frisch aufgeschütteten Grave. Die Todte war Jüdin, Schauspielerin, für sie war der Ort, an dem sonst Selbstmörder begraben wurden, gerade gut genug. Der Sarg wurde mit Hilfe des Kutschers hinuntergelassen. Jeder warf seine drei Hände Sand in das Grab der Todten, der Todtengräber schüttete mehrere Schaufeln Erde darüber— dann eilte er schnell fort. Ohne Wort, ohne Sang und Klang, grabesstill wurden die Ueberrcste eines leidenden Blenschen in die Grube ge- senkt. Hildegard und Angelika legten den Kranz vor dem Grabe nieder pol Zum i schluß an ui vereitu gemacht hat, führen den Streik so geschickt, daß fifl Ausgang sehr wahrscheinlich ist. Es laufen ziemlich Beiträge ein, auch aus dem Westend, was den bekanM Korrespondenten in Paris, Herrn Oppert de LIdOT; Freitag dem Streikkomitee einen Besuch abstattete,. zu überraschen schien. In der Pariser„Gesellschas" gleichen allerdings nicht vor.,... Der verlorene ZJaststveUl wird in der sozialst»Ii beiterpresse lebhaft kommentirt, und es dringen bei Ml licit Thatsachen an die Oeffentlichkeit, angesichts dir» der Briefträger-Union, Mahon, von dem Vonvi' lassungssünden nicht freigesprochen werden kann. das Eingreifen des Trades Counzil weit entfernt, Postleute Nutzen zu bringen, dieser vielmehr im sch>A vcrhängnißvoll geworden. Der Trades Counzil" Gensdarmerie der Oifenbachiade— und nicht blos schätzbare Eigenschaft gemein, daß er„immer zu Tank seiner bureaukratischen Verfassung dauert es« bis er sich zu dem Entschluß aufrafft, eine Sache ß zu ziehen, dann vergehen wieder etliche Wochen, bis erwogen hat und sich entschließt, einzugreifen. Aber da«» seiner Hilfe Bedürftigen nicht unter, sondern in die sagt: „Warte nur, mein liebes Kind, Wir wollen erst dreschen geschwind.. Im Augenblick, wo Herr Raikes der Postuniou auf die Brust setzte, kam von Herrn Shipton, dem Trades Council die Parole: wartet noch vierzehn werden wir den Streik proklaniircn. Dieser M Vorschlag hat die Unentschlossenheit der Leiter der noch vermehrt, statt ihre Aktionsfähigkeit zu stärken, ihre Reihen getragen. Jetzt, wo der Streik verloren ist, findet Herr, Worte genug, seiner Entrüstung über diejenigen Bril druck zu verleihen, die, nachdem sie am 10. Juli der Parole gefolgt waren und die Arbeit niedergelegt doppelt enttäuscht, ein demüthiges Bittgesuch um stellung an den Generalpostmeister unterschrieben 9� freilich sehr kläglich, zu lesen, dieses reuevolle#1'" sie ihre Berirrung tief bedauern, und daß sie sich von schast lossagen, deren Führer sie„betrogen" haben, uno die es aufgehetzt— nämlich aller Wahrscheinlichkeit stflsl prachigkcit des Herrn Naikes— verdienen sicher eine g�h�Mbhaltuna l Schrisinückes ablehnen und ein würdiger gehaltsnfs /siZ nur du solle. Das Dokument so, wie es ist, annehmen, würb.wilmmt w fall des nationalen Geistes bedeuten, der Großbritmsts Zeichen. gemacht hat, was es ist, sowie eine Beschimpfung yL Der n Arbeit. Gut gebrüllt, Löwe, aber wer uimmt Zelteh! L s i s ch e n ernst? Die reliellifche« Gardegrenadiere habe» Strafe erhalten: sie werden nach dem Ka? Merkwürdigerweise haben die Soldaten diese großem— Vergnügen aufgenommen, während die Köpfe hängen lasse». Sie sind nämlich die Schooßk Londoner Salons und sollen über die Promenaden den Dienst gar arg vernachlässigt haben, so daß � mehr einer Bestrafung der Offiziere als der kommt. Gin recht vernünftiges Zlrtheil hat vor�i�L. da hau ereckungen �haltenden aß aber l ahr 1891 elgien stat komi hat. verschi richtet Deutsc AbHall Man| ans j dadurc um so vom r mange wenig« gelasse beiterfi 18 9 1 der S wenn So das ekutiv-Koi ibeiterkong ur o gut b n der Sc r Hand. Nike eines er einer o eiteres au s Europa Unseres n Sifle chließlich r nnd Propag Fortschritt, ranzösischen rinzipielle ortklaubei S°!°°'spiclt. Die Schaft lick � p yv"fit VW WW* der Richter Bridge im Bowstreel-Polizeigericht gesa��Z t u d i r e Bursch stand unter der Anklage,� einen Schilling andeln haben. Bei der Verhandlung stellte sich heraus, in dem Geschäft, wo er angestellt war, eine ß«._ Ueber UllUVU�Ui.«vut, V»•» V W st e l l t hatte, um seine Ehrlichkeit auf die Prov'Aano NN �ah -......-"----—'Jken nn kcns Sfde- aste „Ich meine, es ist nicht ehrlich,'so zu verfahreo'-s Richter, und nachdem er dem Vater des Burschen d�ver„Statist!! adgenonimen, denselben gut zu beaufsichtigen, sprach er" Da selbst frei. o In Bezug auf die am vorigen GmifiM ü C au-Kranken . W am vorigen Delegirtenversaiinnlimg der grsesttichr» Achtfi Liga habe ich zu berichtigen, daß dieselbe nicht von von 72 Telegirien beschickt war. Das gewählte U0j einer seitdem abgehaltenen Sitzung nach Euuninghawe Bill Thorne, den Generalsekretär der Gasarbeiter Kooptation zugezogen. Am näch.en Mittwoch findet in St. James angekündigte Devpntatio« zwischen den Herren Bradlaugh über den grsehtichrir Achtstund Hyndman hat sich zwar bei einer früheren Geü [9,5 pCt.) ei echtliche Hil trug im< 4,3 pCt. d rankenkasser rn Bau-Kr> 8,8 pCt. bei ilfskassen a Nicht' geriebenen Freidenkerdemagogen nicht gewachsen gczM Wicht ti aber dürfte es ihm um so leichter werden, ihn zu er voraussichtlich die große Masse der Hörer von vf'�haMkassm sich haben wird. Die Zeiten haben sich eben aewal»?eroszentllcht ' 0 yiprprni Hildegard schluchzte laut und hielt ihr tfCij tuch vor die Augen. Dann verließ sie mit Stätte; Anna und Frau Brnsche folgten. Alfred faßte Brenner, der finster in das als sollten seine wilden Blicke die Todte ßtcD, reißen, unter den Arm und führte den Widersssv, sanfter Gewalt fort. Einsam stand Fritz an Vj 1 Grabe. Er hatte der anderen nicht geachtet, losen Augen starrte er schmerzbewcgt auf das v, Unglück Brenncr's, die Leiden Klara's, die s'Llr—-----. letzten Stunden anvertraut, hatten sich in sein Spille Zahlun und hatten den Jüngling zum Mann �», In da« Er allein hatte erfahren, was die Todte erlitten-.spehörde die sie stumm, sie hatte den Kampf ums Dasei» fi'jfPelche ihre! Ja, einen wilden Kampf der Roth, um das sviimiilassen i Leben ist die ganze Arbeit des Menschen(st e"1*?'.";% Kultur hat den Menschen nicht anders gemacht-„ t � UN I Nein, nicht anders, höchstens schlimmer, JS�fchÄ! veise Verein! Jür die einz raffen- und sie Kasse bei älfskassen 4 en Bau-Kr 7,1, bei de Krankenkasse- tes,: Krankenkasse! »geschriebe! ei den Ia„ rankenkasst urchschnitt tten die S d 29 523 7 wird der Tiger sich gegen den Tiger, der P.�jJtostrag z« sie den Panther, der Wolf sich gegen den Wols ,tre> y Agrari ader der Mensch fällt den Menschen an und � c(j ländlichen 31 rauben den Schwächeren Ehre, Glück, sogar.mb die Fu Notbdurst platte L Langsam verließ Fritz den Kirchhof. si�??W. ist d ---- c> i-----— k u v---- v— i■ u» �,. v' Die Sonne ging hinter den Bäumen empor, ssi Zssuhrt habe Helle erschien sie und zertheilte die düster» Neb��ssrage�u; . Kolbe blickte sich um. Sein Blick glitt üb�iahinT'� Ivette Landstraße, durch deren entlaubte Mass' �eiterL9eI° strahlende Sonne schien. Die frische Lust ließ'» besitz'„j»., athmen. chaß j .."P Isi, die Erde ist schön, wunderbar f an de die Menschen Haben sie zu eiucr Statte W da uit jüiemaieii ijuueii 1"! zu ein««uuie l�jliberniäbia» Sorgen gemacht. Aber dieses Elend ist d Schulden Menschenhänden, und Menschen werden es am Nichten können.". Noch einmal blickte er zum Himmel em schaute den glühenden Sonnenball, der seine gsstv Strahlen über die Stadt ausbreitete. Ein HsiV erglänzte auch in seiner Brust:„Kommen wssv sck Tag, an welchem die Freude und das Glück sssi/ zu"dem Menschen, den sie verlassen— aber i"8 aktisch g® ie Befürw Vorbild hak dfems nachz Freunde bei ...... Polifirtf« Aeberstckk. emlich� Zum interimtionaleir Avbcitcrlrongrrst. Im An- eka�schluß an unsere neuliche Notiz, daß in Amerika Vor- Bereitungen für einen im Jahre 1393 zu Chikago ab- »uhaltenoen internationalen Arbeiterkongreß getroffen werden, vaß aber laut Beschluß des Pariser Kongresses schon im ahr 1891 der nächste Kongreß in der Schweiz oder in elgien stattfinden solle, schreibt der„Baseler Volksfreund": „Wir können beifügen, daß das Z ti r i ch e r E x e k n t i v- k o m i t e e bereits die Angelegenheit in Erwägung gezogen hat. Unterhandlungen mit den Arbeiterorganisationen verschiedener Länder find im Gange. So weit wir unter- richtet sind, giebt sich in Europa, namentlich aber in Deutschland und der Schweiz, wenig Neigung lund für die Abhaltung wenigstens des nächste» Kongresses in Amerika. Man fürchtet, wohl mit Recht, daß derselbe von Europa ans nur sehr schwach besucht und seine Bedeutung dadurch wesentlich verlieren würde. Und das sollte um so eher vermieden werden, als der Pariser Kongreß vom vorigen Jahr, wie sich nicht leugnen läßt, unter mangelhastor Organisation bedeutend gelitten, d. h. nur wenige Zeit zu nutzbringenden Berathungen und Beschlüssen gelassen hat. Es wäre von großem Vortheil für die Ar- beitcrsache, wenn der nächste Kongreß schon im Jahre 1 8 S 1, gemäß den Beschlüssen des letzten Kongresses, in der Schweiz, die wir in erster Linie vorziehen, oder, wenn man dies nicht will, in B e l g i e n stattfände." So das Schweizerische Blatt, welches mit dem Züricher ekutiv-Komitee Fühlung hat. Daß ein internationaler rbeiterkongreß, der nach Amerika berufen würde, aus ".ropa und namentlich anch aus Deutschland nicht gut besucht werden könnte, wie ein Kongreß n der Schweiz oder in Belgien— das liegt auf r Hand. Damit sott aber nicht gesagt sein, daß der Ge- "ke eines internationalen Arbeitcrkongresses in Chikago, er einer anderen Stadt der Vereinigten Staaten nun ohne eitcres aufgegeben sei. Nur wäre auf zahlreichen Besuch s Europa nicht zu rechnen. »,-i; Unseres Erachtens eignet die Schweiz ihrer Viel- Ljt prachigkcit und Jnternationalität wegen sich am Besten zur Kbhaltung des nächsten internationalen Arbeiterkongresses. "waPo �an wird sich auch erinnern, daß die deutschen Sozial- ius g�einokraten den m S t. Gallen 1337 beschlossenen intcr- 'Ann�fiationalen Kongreß in der Schweiz abzuhalten gedachten alter'- Md nur durch die Rücksicht auf andere Arbeitertongresse wurden, von dem ursprünglichen Plan abzu- ®etnachste nationale Kongreß der fran- vsl scheu Arbeiterpartei wird im Oktober "-J.V6 abgehalten werden. Der Kongreß wird sich aus- chueßlich mit praktischen Fragen(die Organisation md Propaganda) beschäftigen. Es ist das ein wesentlicher "artschntt, den wir lebhaft begrüßen. Bisher hat in der So'.�'spiclt. Die sozialdemokratische Theorie, bi h. die wissenschaftliche Begründung des Sozialismus i st fertig da handelt es sich nicht um Spintisiren, sondern uni ��Studiren, und zwar ein Studiren zum Zwecke des andelns, der Prinzipienverwirklichung stfl Urb er die Kranstenverstchrrnng der Arbeiter in Deutsch- -odUand im Jahre 1888 bringt der„Reichsanz." Mittheilüngen auS n'»den im kaiserlichen Statistischen Amte gemachten, demnächst i» fjlntx„Statistik für das Deutsche Reich" erscheinenden Zusammen- -stellung. Danach waren durchschnittlich thätig im Jahre 1888 int .Deutschen Reiche im Ganzen 19Lö4 Kassen, von denen 6874 (35,7 pCt.) Gemeinde-Krankenkassen, 3788(19,6 pEt.) OrtS-Kran- »enkaffen, 5807(30,2 pCt.) Bctriebs-Krankenkassen, 115(0,6 p(£t.) öau-Krankenkassen, 892(2 pCt.). Jnnungs-Krankenkassen, 1822 8,5 pCt.) eingeschriebene Hilfskassen und 461(2,4 pCt.) landes- chtliche HilfSkassen waren. Die Durchschnittszahl der Btitglieder 'trug im Jahre 1888 5 898 478, von denen durchschnittlich 4,3 pCt. den Gemeinde-Krankenkassen, 41,1 pCt. den Ortsankenkassen, 26,6 pCt. den Betriebs-Krankcnkasfen, 0,5 pCt., it Bau-Krankenkassen 1,0 pCt., den Jnnungs-Krankenkassen, t,3 pCt. den eingeschriebenen und 2,7 pCt. den landesrechtlichen ilfskassen angehörten. »IsiA Aicht in diesen Zahlen miteinbegriffen ist die Kranken- n it» i�ersicherung der Arbeiter in Bergwerken, welche zu den Knapp- an rol'hchastSkassen gehören, über welche besondere statistische Angaben veröffentlicht werden. Die Mitgliederzahl dieser Kassen beziehungs- i veise Vereine betrug im Jahre 1888 in ganz Deutschland 404 107. Kr die einzelnen Kassenarten ergab sich aus Grund der mittleren ssen- und Mitgliederzahl folgende Reihenfolge: es kamen auf Kasse bei den Orts-Krankenkassen 687,0, bei den eingeschriebene» ��L'lfskassen 409,0, bei den landesrechtlichen Hilfskassen 810,0, bei -jjijpK" Bau-Krankenkassen 248,9, der den Betriebs-Krankenkassen SWÖ: bei den Jnnungs-Krankenkassen 141,4 und bei den Gemeinde- lassen 112,2 Mitglieder, im Durchschnitt also 280,4 Mit- o auf eine Kasse überhaupt. Bezüglich des Geschlechts der ts. kamen auf je 100 männliche Mitglieder bei den Bau- 1'4' bei den Jnnungs- Krankenkassen 7,3, bei den Peschrtebenen Hilstkassen 8,6, bei den Orts-Krankenkassen 22,5, 22.3 weibliche Mitglieder. Im Ganzen nh 99 Wi77f!e UN Jnhrs 1883 für 1762 520 Crkranknsigsfälle fi» Zahlungen außerdem fil, 44 500 Sterbe- das Uerbrechcralbui» :in�� i geMurd-n. Die Polizeibehörde soll diese Photographien sogar der tcht. ewnl'gen Innung ausliefern. Der Hamburger Wtaurersacyverein ' beschlossen, sich"der dieses Vorgehe» zunächst beim Senat zu !a»®fc.lalueten l"1. im Nothfall die Angelegenheit zum gerichtlichen t, M. 3" da» Uepbrechcrall-um läßt die Hamburger Polizei- t�uiXmS USttn3 Ju bringen. fl...Agrarische Erperimrnte. Der Wunsch, dem Mangel an ,ar �.�Üchen�ltbcitcvn namentlich im preußischen Osten abzuhelfen zar md die Furcht vor der Ausdehnung der Sozialdemolrätie aus blatte Land— das sind die beiden Triebfedern, welche zu- . 3,u bem Erlaß des soeben pnblizirten Rentengütergesetzes »eluhrt haben und die, nach einem im Reichstage eingebrachten Antrage zu schließen, demnächst den Erlaß eines deutschen Heim- atengesetzes zur Diskussion stellen werden. Das Problem soll -outch gelöst werden, daß in dem einen Falle der ländliche Ar- cfm'. über die erforderlichen Mittel zum Ankauf von Grnnd- u« Nicht verfügt, in Besitz geseht wird unter der Bedingung, f.n den Kaufpreis in der Form einer zum Theil unablöSbaren an den Eigenthümer entrichtet, in dem anderen Falle da- ......' der Baucrgutsbesitzcr gesetzlich gegen die Belastung seines Besitzes durch Hypotheken- geschützt wird. Wie dieses letztere Problem �s'btisch gelöst werden soll, ist noch eine offene Frage. £le Befürworlsr der Heimstättengesetzgebung nach amerikanische», � haben sich bis jetzt die Ülufgabe, die Lö»barkeit des Pro- » nachzuweisen, sehr leicht gemacht. BiS jetzt haben die Hol ,/ Freunde der Heimstättengesetzgebung noch nicht einmal einen Ver- such gemacht, die Anwendbarkeit des amerikanischen Gesetzes auf deutsche Verhältnisse nachzuweisen und die von Lucas vorgebrachten Gegenstände zu widerlegen. Der Satz, daß der Ausschluß der Verschuldung auch die Kreditfähigkeit des Besitzers ausschließt, ist unwiderlcgl geblieben. Ob und in welchem Umfange das Renten- gütergcsetz dem Ziele der Seßhaftmachnng ländlicher Arbeiter zu Gute kommen wird, darüber waren im Abgeordnetenhanse sowohl, wie im Herrenhause die Meinungen sehr gctheilt. Aber selbst, wenn der Erfolg des Gesetzes die Hoffnungen, welche an das- selbe geknüpft worden sind, vollauf erfüllen sollte, der eigentliche Zweck des Gesetzes wird nicht erreicht werden. In dem Herren- Hausbericht über die Vorlage ist dieser mit aller Offenheit be- beichnet worden. getvefre drr Neinignnaonnstnltrn, in denen unter steuerlicher Kontrole stehender Branntwein gereinigt werden darf, hat nach einer weiteren Mittheilung des„Reichsanzeigers" der Finanzministcr den Steuerdirektions- Bezirlen noch bekannt ge- macht, daß die infolge der nachträglichen Umrechnung des Schwundes für die seit dem 1. Oktober 1887 in den Reinigungsanstalten stattgehabten Bestandesaufnahmen eventuell außer Steueranspruch zu lassenden, zwischen 1 und 2Ve pCt. der in der betreffenden Reinigungsanstalt verarbeiteten Menge reinen Alkohols liegenden Fehlmengen gleichfalls bei dem nach dem Konto vorhandenen Branntwein, auf welchem der höchste Abgabe- 'atz ruht, abzuschreiben sind. Ferner hat der Finanzminister be- 'timmt, daß jeder Inhaber einer Reinigungsanstalt, welcher die Vergünstigung, unter steuerlicher Kontrole stehenden Branntwein zu reinigen, sich fernerhin erhalten will, sowie jeder Inhaber einer Reinigungsanstalt, welcher für seinen Betrieb eine 1 pCt. übersteigende Schwundvergütung in Anspruch nimmt, die Unter- werfung unter die in den§§ 9d bezw. IIa der Aenderunge» zu dem Regulativ für die Reinigungsanstalten ausgeführten Be- dingungen bei dem zuständigen Hauptamt binnen einer von dein letzteren festzusetzenden kurz bemessenen Frist zu Protokoll zu er- klären hat. Uie dein„Gothaev Kchnlblatt" mitgetheilt wird, sind die militärgerichtlichen Verhandlungen über die im vorigen Herbst in Gotha vorgekommenen Mißhandlungen der zum Militärdienst eingezogenen Ersatzmannschaften und Lehrer abgeschlossen und die Betreffende» vcrurtheilt. Es wurden bestraft; ein Offizier mit Zurücksetzung im Avanzeinent auf zehn Jahre, zwei Unteroffiziere mit 2 bezw. IVs Jahren Festungshaft und zwei Gefreite mit Wi Jahren bezw. 10 Monaten Festungshaft. Der Kanstrhandel ist de» Ziinftlen» seit langer Zeit ein Dorn im A»ge. Die Vertreter der vorsintsluthlichen An- schauung der Zopfzeit, welche die Jetztzeit nicht verstehen und den eigenen Untergang, der aus der großkapitalistischen Entwick- lung unseres ganzen Wirthschaftswesens resultirt, durch allerlei kleinliche Einschränkungsmaßregeln glauben aufhalten zu können, haben auch den Hausirhandel aufs Korn genommen und über die tingesunde Ausdehnung desselben gezetert. Auf diese inimerwäh- renden Klagen ist wohl eine von der Dresdener Handelskammer vorgenommene Untersuchung über die Ausdehnung des Hausir- Handels zurückzuführe». Nun hat aber überraschender Meise die Untersuchung ergeben, daß ein solches Anwachsen des Hansirhan- dels gar nicht stattgefunden hat. Während in den Jahren 1870 bis 1876 die Zahl ber für den Wandergewerbebetrieb im König- reich Sachsen ausgestellten Gewerbescheine von 6287 auf 11 002, also um fast 75 pCt. stieg, ist sie in den zwölf Jahren von 1876 bis 1888 nur auf 12 711, also um etwa 18 pEt., gewachsen und wesentlich hinter der Vermehrung der Gesammt- bevölkcrung zurückgeblieben, die etwa 18 pCt. betrug. Die Kammer konnte sogar feststellen, daß die Zahl ber ausländischen Wander- gewerbetreibenden in den Jahre» seit 1883 etwas zurückgegangen ist und eine besondere Zunahme in einzelnen Thcilen des Landes oder gewissen Waaren gleichfalls nicht zn erweisen sei. Wenn eine sachverständige Untersuchung in Sachsen zu einem solchen, den Behauptungen der reaktionären Zünftler geradezu entgegen- gesetzten Ergebniß führt, so ist das um so bemerkenswcrther, als für die Entwicklung des Hausirhandels die Verhältnisse in Sachsen vielleicht günstiger als in irgend einem deutschen Staate liegen. Die Ackermänner mit oder ohne weiße Weste werden auf ihren „Tagen"(das reimt sich so samos auf klage») hoffentlich dieses Ergebniß nicht der eingehendsten Besprechung entgehen lassen Frechheit eines Lieutenaut« gegen de» Neichstags» Abgeordneten Grillen b»rg»r. Der Magistratsrath und Liente- »a»t a. D. Barbeck in Nürnberg fühlte sich gekränkt, weil ihn die „Fränkische Tagespost" einen„Büchertrödler" statt Antiquar ge- nannt hat. Linn ist aber das Wort Vüchcrtrödler nichts anderes als die deutsche Bezeichnung für das fremde Wort Antiquar. Weil aber das ans dem Lateinische» stammende Wort Antiquar in den Ohren des Herrn Lieutenants viel nobler klingt als das Bücher- trödler, war der Herr bitter gekränkt. Eine Kränkung verdient Genug- thuuug', dachte sich der Herr Antiquar, ging in eine freisinnige Versammlung in Auerbachs-Keller und schimpfte weidlich auf den ReichstagS-Abgeordueten Grillenberger, welcher an dem greulichen Verbrechen, ivelches ani Büchertrödler verübt worden, total un- schuldig war. Der Büchertrödler meinte:„Der Reichstags-Ab- geordnete Karl Grillenberger von Niirnberg ist ein verleumderischer, verlogener Lotterbube.... Läßt die sozialdemokratische Fraktion zu, daß auch Lügner, Verläuinder und Lotterbuben ihre Mitglieder bleiben können— bann Gott befohlen?— Es muß dann doch bald besser werden, denn Alles wird zusammcn- helsen gegen solches Gelichter".(Es ist noch gar nicht lange her- nannte lltechtsanwalt Beck in der Stadt Nürnberg die Sozial- deinokratie eine„Lnmpokratie".) Herr Grillenberger übernahm nun in einer neueren Stummer der„Tagespost" die Züchtigung dieses für einen Offizier, welcher sich gern besser dünkt als andere, erst recht unwürdigen Vorgehens gegen einen Mann, welcher ihm nichts zn Leid gethan hat. Grillenberger erklärt: Ein Subjekt von der Eharakterqualisikation des Barbeck kann mich zwar be- schinipsen aber nicht beleidigen, nicht an meiner Ehre kränken. Der Herr ist außer Stande, mir irgend eine Handlung uachzu- weisen, die mich in der Oeffentlichleit entehren könnte. Es ist unter Umstanden Ehrensache, gewissen Leuten keine SatlSfattion zu gebe»; man kann von solchen aber auch keine Rechen- schafl fordern. Zn den Individuen dieser Gattung rechne ich Herrn Hugo Barbeck. Magistratsrath in Nürnberg. Ter selbe kann von mir allenfalls, wenn er mir auf meinem Lebenswege einmal persönlich entgegentritt, die„Satisfaktion bekoinnien, ein paar Maulschelle» zu erhalten. Etwas anderes habe ich nicht für einen solchen Tropf." Wir sind mit dieser Abfertigung vollkoinmen einverstanden. Leute, welche aus ihre Bildung gerne pochen, aber wenn es darauf ankommt, tief unrer dem Proletarier stehen, verdienen die Zurechtweisung mit der Peitsche. Wenn wir die Angelegenheit, welche scheinbar eine persönliche ist, hier zur Kernftnist unserer Leser bringen, so ge- schah dieses deshalb, weil erstens die wiederholten Besthimpsungen der Vertreter der Sozialdemokratie überhaupt ein Charaktcrisiikmn der Gegner der Sozialdemokraten ist und zweitens weck die Eacye auch in diesem Falle wieder über den Rahme» einer persönlichen Angelegenheit hinausgeht. Teil» diese von Aarbeck gebrallch.en geschniackvollen Bezeichnungen wurden gebraucht rn einem„Bor krage" in Gegenwart und uiiter dem Veifalle vieler oreistunigen Wir könnten noch manches bemerken, schweigen aber tns zu einer nächsten derartigen„Freiheit", welche die„Stutzen der Gr sellschast" gegen uns und unsere Vertreter belieben. Leipiig, den 20. Jnli. Ich sehe, in einigen Blättern wird gesagt, der Zniift-Prügel-Obermeistcr Reppen Hagen sei mit smc»i famosen Rezept zur Lösiing der sozialen Frage im Stadtverordnctcn-Kottegiiim auf keinen Widerstand gestoßen. Das ist falsch. Bon national liberaler Seite ivurde allerdings protestirt,— ob der Protest sehr ernst geineini war, das ist allerdings die Frage Die sächsische Kartettpresse, welche die Auschammgen der Ratio«alliberalen ebensowohl zum Ausdruck bringt, als die der Konservativen, zeichnet sich durch eine empörende Rohheit des Tons ans, nnd hat bei hundert Gelegen- heilen sich für die Verschärfung des Strafgesetzbuches und die Einführung der Prügelstrafe erklärt— nnd zwar genau mit demselben Cynismus, wie dieser Reppenhagen ihn an den Tag gelegt hat. Der biedere Jnmmgs-Obermctster auch(„Arbeitersreund") war nur etwas zn offenherzig. Ucbrigcns sei hier daran erinnert, daß die Meer an er Stadtverordneten, die voriges Jahr die Prügelstrafe für das A r m e n h a n s einführten, gute Nationalliberale sind. Wir werden also nicht dulden, daß die Herren Nationalliberalcn ihrenReppenhagenvondenRockschößen abschütteln.— Uebrigcns ist dieser Reppenhagen einer der angesehensten Jnnungs- brüder Leipzigs, einer der grimmigsten Feinde der Fach- vereine, und einer der eifrigsten Verfechter der national- liberalen Polizeipraxis, die seit fast einem Jahrzehnt die neidische Bewunderung der dritten Äbtheilung in Peters- bürg erregt. Herford, 21. Juli. Man schreibt uns: Um der seit dem .. Juli hier erscheinenden sozialdemokratischen„Volkswacht" in einer weitern Umgegend Eingang und Verbreitung zu verschaffen, waren Parteigenossen aus den Reichstags-Wahlkreisen Bielefeld- Wiedenbrück.'Herford-Halle, Minden-Lnbbecke und Fürstenthmn Lippe-Detmold zu einer Konferenz auf Sonntag, den 20. Juli, nach Herford eingeladen. Die Konferenz tagte im Saale des Herrn Ströter und war, wie die Präsenzliste ausiveist, von 47 Parteigenossen besucht, welche sich auf 15 Ortschaften der genannten Reichstags-Wahlkreise vertheilen. Zum Vor- itzenden wurde Herr Zwiener-Bielefeld gewählt, welcher Herrn Slomke, dem Herausgeber der„Volkswacht", das Wort zn einem Berichte über das Zeitungsunternehmeii ertheilte. Redner legte an der Hand von Zahlen dar, daß die„Volks- wacht" einen Abonnentenstand in Bielefeld urrtr nächster Umgegend bereits besitze, welcher ihre Existenz sichere und daß es daher angezeigt wäre, für dieselbe auch in einem weiteren Bezirk Leser zu gewinnen, um das Blatt zu einem Arbeiterblatt von mehr als lokaler Bedeutung zn machen. In Betreff der Ein- ührung der„Volkswacht" uncer Parteigenossen der genannten 4 Wahlkreise wies Redner nach, daß die Gründung von Filial- expeditionen nur bei mehr als 15 Lesern an einem Orte wegen der Portokosten angängig wäre; ehe so viele Leser an einem Orte vorhanden seien, müsse bei der Post einzeln abonnirt werden. Aufgabe der Parteigenossen sei es, unausgesetzt auf die große Be- dentnng einer eigenen Parteipresse hinzmveisen und Abonnenten n sammeln, damit dann zur Errichtung von Filialexpeditioneu übergegangen, verde» könne. Um die Erfüllung dieser Aufgabe zu erleichtern, würde die Expedition den Anwesenden von Zeil zu Zeit größere Sendungen von Probenummern zugehen lassen, welche dann zu vertheilen waren. An der mehrstündigen Diskussion betheiligten sich fast alle Konferenzbesucher der einzelnen vertretenen Ortschaften und prachen ihre Ueberzeugung dahin ans, daß in den ihnen be- kannten(treffen eine Verbreitung der„Volkswacht" gute Ans- ficht ans Erfolg habe; mit Sicherheit sei darauf vom 1. Oktober an zu rechnen, da dann die zur Zeit noch gültigen Bestellungen auf die bisher gelesenen Zeitungen abgelaufen wären. Alle waren darin einig, ihr Möglichstes zu thun, um der„Volks- ivacht" bei ihren Parteigenossen Eingang zu verschaffen. Den zweiten Theil der Konferenz füllte eine Besprechung über die Agitation auf politischem und gewerkschaftlichem Ge- biete aus. Herr Slomke begründete die Nothivendigkeit dafür. daß die Agitation in dieser Gegend lebhafter als bisher be- triebe» werden müsse; es sei wünschenswerth, durch die That zn beweisen, daß auch aus der Provinz Westfalen sozialdemokratische Reichstags-Abgeordsiete hervorgehen könnten. Die Agitation habe getrennt von einander das geiverk- schastliche und das politische Gebiet ins Auge zu fassen. Für das letztere würde der in der ersten Hälfte des AtonatS Oktober stattfindende sozialdemokratische Parteitag für ganz Deutschland einheitliche Gesichtspunkte aufzustellen haben. Bis dahin empfehle es sich, daß die Parteigenossen der hier in Frage kommenden 4 Wahlkreise im engeren Kreise»md in größeren Volksversanun- lnngen die Nützlichkeit geschlossener Arbeiterorganisationen ein- gehend erläuterten; die Bielefelder Genossen seien gerne bereit,, sie mit rednerischen Kräften hierbei nach Möglichkeit zn unterstützen. Da letzteres nicht nnoers als durch eine einheitliche Regelung der Versammlungen ausführbar wäre, so schlage er vor, den PreßA-us- schuß zu Bielefeld mit der Aufgabe eines Agitations-Komitee für die angegebenen Kreise zu betrauen; etwaige Gesuche um rednerische Hilse zc. seien dann rechtzeitig von einer in Aussicht genommenen Versammlung an Herrn Ziviener, Bielefeld, Karl- straße 2, zu richten.— Die Amvesenden sprachen sich im großen und ganzen in der Diskussion im Sinne der Darlegungen des Referenten ans nnd nahmen eine dementsprechende Resolution an. Der Verlauf der fünfstündigen Konferenz hat den Beweis er- bracht, daß im östlichen Westsale» nnd im Fürstenthum Lippe- Detmold ein aussichtsreiches Gebiet für die sozialdemokratische Partei vorhanden ist; es wird nur der geivissenhaften und eifrigen Arbeit bedürfen, um auch hier die für unser großes gemeinsames Vaterland heilsamen Wirkungen einer energischen sozialdeinokra- tischen Agitation zu erzielen. Die meisten Konferenzbesucher ver- ließen Herford mit de» um 9 Uhr von dort nach allen Richtungen abfahrenden Zügen. Großbritannis«. London, 21. Juli. Im Unterhaus« wurden zwei Vorlagen für die Natnralisatio» von Ausländern, welche nicht die gesetz- lich vorgeschriebene Zeit von 5 Jahren in England zugebracht haben, in dritter Lesung angenommen, nach einem Proteste Bradlaugh's gegen dergleichen Vorlagen, welche, wie er bemerkte, das Naluralisationsgesey von 1870 zu Gunsten reicher Leute um- gehen. Das Gesetz von 1870 bedingt für die Erwerbung des eng- iffchen Bürgerrechts einen fünfjährigen Ausenthalt in England. Mittelst Parlamentsakte können jedoch Ausländer nöthigenfalls sofort nach ihrer Ankunft in England das englische Bürgerrecht erwerben, aber der Prozeß ist etwas kostspielig. Den Haupt- gegenständ der Erörterung bildete wieder das irische Ausgabe- budget. Der Posten für die Gefängnißverwaltung, für welche 97 499 Lstr. verlangt werden, gab den Parnelliten Anlaß zn heftigen Angriffen auf Balfonr, welcher von Dillo», O'Brieu u. A. vielfach beschuldigt wurde, seine politischen Gegner zu,» Geöe»- stand kleinlicher Verfolgung in Irland zu machen.„Niederträch- tig",„verächtlich",„gemein",„feige" und„mordsüchtig" waren die Beinamen, die dem Obersekretür im Lause der mehrstündigen nnd ziemlich erregten Debatte beigelegt wurden. Balsour wies die Angriffe in seiner üblichen sarkastischen Manier zurück, und der Posten wurde schließlich bewilligt. Anläßlich des Postens für öffentliche Gebäude erläuterte der Sekretär des Schatzamts, Jackson, die Vorschläge für den Bau leichter Eisenbahne» in den übervölkerten Kreisen Irlands mit einem Kostenanfwande von 800 000 bis 900 000 Lstr. Die Vorschläge fanden nicht ganz den Beifall der Parnelliten, aber der Posten wurde schließlich be- willigt. Damit ist das irische Budget erledigt. Spanie». Madrid, 17. Juli. Die Provinz C a t a l o n i e n hat wiederum ihre M a s s e>» a u s st ä n d e der Industrie- a r b e i t e r. Man hatte allerdings kaum erivartct, daß nach den großen Opfern, welche der Generalstreik des �diesjährigen Mai gefordert hatte, so schnell ein abermaliges geschlossenes Austreten der Arbeiter möglich werden würde. Trotzdem ist der Streik heute bereits über Bareelona, Mauresa, Tarragoua und eine Reihe kleinerer Städte ausgebrochen,>in denen man die Zahl der Ausständigen auf etwa 30 000 berechnet. Tie bürgerliche Presse berichtet viel von der vorzüglichen Organisation, welche der„Generalrath für Catalonien", der sich in Barcelona lottfiituirt hat, in's Leben gerufen habe. Allerdings haben sich im Laufe der letzten Monate die sozialistischen und an- archistischen Komitees, die bisher stets im persönlichen Hader mit einander lagen, völlig ausgesöhnt� und ein gemein- sames Vorgehen bei allen ausbrechenden Lohnkämpfen verabredet. Auch haben sie eine allgemeine Streikkasse begründet; aber die Hunderttausende, melche sich nach dem Berichte der gegnerischen Blätter in dieser Kasse besinden sollen, werden wohl etwas über- trieben sein. Zuerst brach der Streik auch diesmal wieder in Manreka aus, dem Hauptsitz der Textilindustrie Cataloniens, wo die Löhne für die in den Spinnereien beschäftigten Erivachsenen und Kinder von Jahr zu Jahr schleckter geworden sind. Es ist hierbei zu bemerken, daß wohl 80 Prozent aller Arbeiter Cata- loniens noch immer etwas Landwirthschaft betreiben, wo- durch sie sich einen Theil der nothwendigsten Lebensmittel selbst beschaffen können. Bricht also ein Streik aus, so kann sich die Mehrzahl der Arbeiter immer noch einige Wochen vor der äußersten Roth schützen, und hierdurch wird es auch begreif- lich, daß sich selbst die Arbeiter in den kleineren Städten durchaus für den achtstündigen Arbeitstag begeistern können und die Erlangung dieses Zieles als wichtiger hinstellen, wie die Aufbesserung des Lohnes.— Auch diesmal steht deshalb die Forderung des Achtstundentages in dem Vordergrunde der Bewegung, der sich außer den Textilarbeitern bald auch die Korkschneioer, deren es in Catalonien etwa 50 000 giebt, und endlich auch die Metallarbeiter anschlössen. In Manresa und dem benachbarten San Juan, wo die Streikenden diejenigen Fabriken, in denen noch gearbeitet wurde, umstellten und die Arbeiter ebenfalls zur Theilnahme an der Bewegung nöthigen wollten, griff das in allen Städten sofort verstärkte Militär ein und schoß einige Frauen nieder, wodurch natürlich die Lage nur verschlimmert wurde. Man muß freilich anerkennen, daß es bisher bei allen größeren Arbeitseinstellungen in Spanien von der Regierung zur Regel gemacht wurde, daß die kommunalen Behörden sofort die V e r m i t t e l u n g zwischen den Arbeitern und Arbeit- gebern versuchen sollten. Oft zeigte sich jedoch hierbei, daß diese behördlichen Organe stets auf Seiten der mit ihnen sehr intimen Unternehmer standen, so daß sich die Arbeiter dann an die Militärgouverneure wandten, welche auch meistens die Vermitte- lung übernahmen. Es fragt sich indessen, ob diese etwas ge- müthliche Praxis auf die Dauer möglich sein wird, da sich die streitenden Parteien doch nur schwer einein Schiedsspruch des Gouverneurs unterwerfen. Gegemvärtig hat es auch das'Aus- sehen, als werde man die Streils etwas schärfer Seitens der Regierung beurtheilen, und dann heißt es eben, die Lohnkämpfe als Machtfragen zivischen Arbeit und Kapital wirklich durchzu- kämpfen. Madrid, den 13. Juli. Die vorstehenden Darlegungen werden durch die heute noch eintreffenden Nachrichten vollstän- dig bestätigt. Das„Diario de Barcelona" veröffentlicht in seiner letzten Nummer den Aufruf des Streikkomitee's in Manresa, in welchem ausdrücklich hervorgehoben wird, daß die Unter- nehmer, statt die den Arbeitern gegebenen Versprechungen zu erfüllen, einen Verband geschloffen hätten, um gemeinsam den Widerstand der Arbeiter zu brechen. Diese seien deshalb ge- zwungen worden, sich ebenfalls zu organisiren; aber die Fabrik- 1 Herren hätten die Führer und Vertrauensmänner der Organisation' aus der Arbeit entlassen. Deshalb sei der Streik proklamirt worden, um einerseits die Wiedereinstellung der Entlassenen durchzusetzen, und andererseits von den Fabrikanten diejenigen Lohnaufbesserungen zu erlangen, welche diese schon vor Neujahr, und dann später im Mai den Arbeitern zugesagt hätten. Da nun weiter die Militärbehörden gegen die Streikenden Stellung §enommen und unter die ivehrlose Menge in Manresa und San illan hätten feuern lassen, so hätten nuninehr die Arbeiter in allen Fabriken dieser Städte die Arbeit niedergelegt, um dadurch gegen diese brutale Herausforderung zu protestiren.— Ferner fügen die Berichte hinzu, daß der Ausstand aller Wahr- scheinlichkeit nach in der nächsten Woche auch in Barcelona, Reus und Lerida ausbrechen werde. Kelgie». Das fromme Belgien zeigt uns, wohin wir kämen, wenn es nach dem Sinne der Windthörste und anderer schwarzer Brüder ginge, welche als das beste Mittel zur Heilung der sozialen Krankheit die— Vermehrung der Klöster empfehlen.— Es bestanden in Belgien: Männerklöster: 1840 137 mit 2051 Insassen 1850 145, 2383 1800 178„ 2091, 1876 200„ 3000 1840 1850 1800 1876 Frauenklöster: 042 mit 9917 Insassen 843„ 12247„ 1114, 15207„ 1472„ 17996 Dies macht zusammen 1672 Klöster mit 21000 Mönchen und Nonnen, die in dem letzten Jahrzehnt eingetretene Verweh- rung nicht gerechnet.— Das Vermögen dieser Klöster ist nicht genau festgestellt; aber es läßt sich annähernd schätzen. Die im Jahre 1866 in den Städten bestehenden 130 Klöster besaßen ein unbewegliches Eigenthum im Werthe von 23 Ve Mill. Franken. Zieht man die Klöster auf dem Lande, sowie die während der letzten 24 Jahre eingetretene Vermehrung in Be- tracht, so muß die obige Ziffer mindestens verzwölsfacht werden, was ein Klostervermögen von rund 281 Mill. ergiebt. Es handelt sich hierbei aber bloS uin das Grundeigenthum. Bringt man dazu noch das bewegliche Eigenthum in seinen verschiedenen Ge- stalten in Anschlag, so kommt man auf eine ungefähre Gesammt- höhe des Klostereigenthums von nicht weniger als 1000 Millionen. Wie man sieht, ist das„Gelübde der Armuth" einträglich— freilich nicht für das gute Volk, das dieses ganze ungeheuerliche Parasitenthum zu ernähren hat. Wie lange es wohl noch dauern wird, bis den armen Belgiern die verklebten Augen aufgehen werden? Was uns in Teutschland betrifft, so sind den Herren glücklicherweise die Flügel doch einigermaßen beschnitten; aber zu hungern brauchen sie deshalb noch nicht, das ist nur für das Volk gut. * Amerika.- Porto Alegre, 10. Juni. Von allen entwickelt sich in Rio Grande doSul das wl Parteileben. Hier hatten die„historischen" ersten Ansturm jener alten Kliquen abzuschlagen, als ihre auszubeutende Domäne betrachteten und � Geschäft betrieben. Hier zuerst hat sich die katho'Ws solche konstituirt und ihr ist die Organisirung desi»-' Sitze der Bundesregierung mit der Wahl eines Ißi nachgefolgt. Hier auch haben die sich persünM XV c fühlenden Elemente der alten Parteien den AerMc�g��g Parteibildung unter dem Aushängeschild der guten Bürger, aller aufrichtigen Patrioten r. erklären selbst, keine Partei sein zu wollen, wen. meinsamen, vielleicht überhaupt keine Prinzipi»� � j der Ung„Deui ernehmer, i wollen eine patriotische Vereinigung sein Selbsterhaltung gegen die Ausschreitung Nationale Union nennen sie den Weana�s..,-, stimmung zu sein scheint, von beiden Seiten?iU'Uhrunter kommen. Denn nicht nur hacken die Republikaner auf der Union herum, sondern es finden die Stifter unter ihren ehemaligen Anhängern Widerspruch, den alten Konservativen scheuen sich Viele, dtt�fduA je und die Leute von der nationalen Union sehden, während die stetig wachsende katholische ZWeknen sein Republikanern ganz und gar�übersehen wird,�'�| r keine Gefahr befürchteten. Die Leiter der Un>o geriebene politische Drahtzieher; aber können� Glaub � ouch gekränkter poliuscher Ehrgeiz und persönliche �Jben die H sammensühren, und welche sonst untereinaiuo.d sich meh ivaren, wirklich eine zu sfürchtende Partei bild», bisher' wohl geschehen, daß die Republikauer übet''' yren, die, von der Macht der katholischen Partei überrafctL. nicht ein beiläufig beinerkt, unter den zahlreichen Kathei"™ werden I Abkunft eine tüchtige Hilfstruppe besitzt. Es ist 9uiyUhr3 zu e visorische Regierung ihre Zeit mit Einführung der£0 unmäß genommen hat, und es wird jetzt ein Dekret diese Einrichtung noch mehr befestigt. Das gettenM läßt nämlich de» Brautpaaren die Wahl, den nach der kirchlichen Trauung zu vollziehen. Die des Gesetzes- seit 24. Mai d. I.— scheint* Sinken de Artikelsch elbcsitzern lich ausdi znchts Geri VV» t-(VI*. Ä-*. V.\)., V*; V..•-. � r,--- 1 rung auf die aus jener Freistellung entspringenw�ernehmer aufmerksam gemacht zu haben, denn es heißt, da?'«r die Verb Dekret erscheinen werde, das vorschreibt, daß d>�enbahnverk kirchlichen Trauung vorhergehen muß. Da vesf? Aermehrr Partei leben die Rede ist, so muß noch e>ti« auch m republikanischen Partei gedacht werden. Es ist die�pten, wel wie sie sich nennt, die es hauptsächlich auf" l",'nse sehen hat. Auch in dieser Bewegung ist der diesstaffiu, und bildend gewesen; in Rio de Janeiro hat die M� ehmen- U nachlräglich JBS" ststänvigen Theater. M i r tfw o ch, den 23. I u l i. Frirdrich-Wilhrlmstädt. Theater. Der arme Jonathan. MaUner- Theater. Mamsell Ni- touche. Viktoria-Theater. Stanley inAfrika. Gstend-Theater. Der Traum ein Leben. i?»U»aUia»ce- Theater. Der Nau- tilus. KroU's Theater. Don Pablo. Aaufmann's Uariötö. Große Spe- zialitäten-Aorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andreas, Alexanderstraße 27 c. Auftreten der Kostüm-Soubrette Fräul. Berrnont. Austreten des Gesangshumoristen Herrn Jonas. Austreten der Duettistinnen Geschwister de la Terra. Auftreten des Tanzkomikers Herrn Schmidts. Auftrete» der Jano-Trnppe. Ansang Wochentags 8 Uhr. Sonntags SVe Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. oO Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Der Garten ist an Vereine f. Sommer- sestlichkeiten m.Spezialitäten-Vorstellung ,u vergeben._ MWiMt Buggenhagen igg am nioritzplatz. Täglich: Grosses Garten-Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer-Abend. Wochentags 10 Pfg., •Lillll IE gönn- und Festtags 23 Pfg. Bei ungünstiger Witterung in den unteren Restaurationsräumen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch Spezial-Ansschank von Patzenhofer Export-Bier, Seidel 15 Pf. Die oberen Säle bleiben bis mff Weiteres wegen Renovirung geschlossen. 641 F. Müller. Vassagr 1®r. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. Hervorrag. Sehenswürdigk. D. Residenz. Zum ersten Male: Itafstonvf'picU, Gberammergau und Zlmgrlnmg. Neu! Zum e r st e n Male: Erste Urise durch das malerische Halzlrammergut. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf Abonnement 1 M. Neue Welt. Bergschlossbranerei, Hasenbaide. Heute, Mittwoch: i SrnMInö#. MudW 2## ISm.S: Konzert und Komiker- Vorstellung. Puppen-Theatcr, Stangenklettern, Wettrennen, Bonbonregen, Fackelzug. Gnttee 15 Wz., tikÄÄI'.S'Ä'; 10 Wz. KMzl-Lnl-, Mßn- o. KmzS-FmmnI. Eroberung von Kilwa, unter Mitwirkung von Negern, Matrosen k. Pont Donner st ag, dm 24. d. M., Abends 6'/a H-'neerbe" geg im Saale des Herrn Rehliiz, Bergstr. 12. cht stichhalt Tages-Ordnung: L Neuwahl des gesammten Vorst�ch°u, daß kussion. 3. Verschiedenes. �e. Nachdem am Sonntag die Versammlung wegen zu fchwei werden mußte, so ersucht der wichtigen Tagesordn�'' gemacht 3* � vertagt zahlreich zu erscheinen. Amtes grosses Erntefest (irosses Militär-Concert(Arnold). Ball. Marionetten- Theater. Isolksbelnstignugen. Abends: Fackel.ua m c a nr, n. i �0',!'/uaalische Kelenchtung. Anfang 4 Uhr. Entree 1a Pf., vorher 10 Pf., Kinderbillets nur an der Kasse Sensen, starke»-c. sind am Eingänge des Lokals zu haben. A. Froelich. »orgen, Donnerstag: Zum Benefiz des Musikd. C. Arnold 3 Gr. Tonrert. Echter Langensalzaer Kautabak, hergestellt nur aus besten Kcntncky-TabaUen; zu haben in den meisten Tabak- Handlungen Berlins und umliegenden Plätzen. Unsere Hauptniederlage Stralanerstrasse 39 giebt zu Fabrikpreisen ab. Gebr. Adler, Tabaksabrik, 805 Langensalza i. Thür. NB. 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Juli, in Frnerstein's Kalo», seng aufha Tages-Ordnung:..„'st* Auf sei, 1. Die moderne Arbeiterbewegung und die«-ozm putsche Vi Herr Metzner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.__ �.�Mdurch �»«-»»»l|%*»»»« v. V| VV/lvWvl*W« iftw' V Es ist Pflicht eines jeden Kollegen in dieser Ve�, cbilligt we _____ V__. r- L_____ iL' bJllTCl. »,»"V 1** vmv» 0\UUtUCJl Iii—...n.». w- chemen. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung~ der Große öffentliche P��h.4 w> die Aer 1 von d in Glace- unii Cartonfabriken bß�%Anch Arbeiter und Arbeiterinnen Äfoine' en auch 1 am Donnerstag, den 24 Juli. Abends 8 Uhr. in dur '»SnÄS'SÄSr' Pflicht eines Jeden ist es in dieser Versammlung»�«1,- 1271 «rvon aus> Alte vcr bessere i Freie Vereinigung der Ka. � -ÄÄ?,»; WJSS kussion. kommen.— 8. �ftl�eMittheilungcn:_ — Schriftliche Mittheilungen sind an Herrn 4. Verschiedenes..-J*- Munzel, Mariannenstr. 30, 3 Tr.. zu senden. D li'eß es in' � viaet solchen m , üter t ich um SöMtinMiHer Lese- uiii Am Sonntag, den 27. Juli, Vormitlag- K-l» luhe pxZ OeUentlicher Vortrage Die«taatsthntigfecki lteiben bi Gegenmarl und Zuknifft. Referent Herr 4> �' Ärender 31 im Vereinshaus Küd-Gst, Waldems!.«mühten si, Um rege Theilnahme bittet �tt ��khenben loi Die Vereinsversammlungen finden jeden Dienstag siin und roi Forsterstraße 45, im Restaurant O. Linke, staf" Tüll- Gardinen y Fenster 2, 3, 5, 8 Mf. Stores 1 Mk. Fabrikverkauf Zimmerstr. Mr. 86, Aof part. 65 B.GOn*®'' Verantwortlicher Redakteur: Curt Zanke in Berlin. Druck und Verlag von War Sadina in Berlin 8W., Beuthstraße 2.-- T Beilage zum Berliner BolNlatt. . 168. LrritÄles. Klagen, g m unD»! e kathoM mg das«-- >es persönlich il ;ioten len. wi� � fnn£®'0<» den Zonentarif spricht sich ein Artikel der Fach- aen der �ng„Deutsches Verkehrs-Geiverbe", des Organs der Fuhr- �selbalg, lernehiner, aus. Das ist durchaus nicht zu verwundern, denn Seiten M Fuhrunternehmer stehen der Entwicklung des Eisenbahntrans- iblikaner �dwesens mit begrerflicher Eifersucht gegenüber, und wenn es e Stifter W), ihnen ginge, könnten wohl! die Eisenbahnen überhaupt ruck abgeschassl werden. Daran ist aber nichts zu ändern: wie spr m Maschinentechnik nicht gehemmt wird durch den Umstand. � durch jede neue Erfindung eine Anzahl Arbeiter auf das die Reform des Eisenbahn- Mittwoch, de» 23. Juli 1890. y. Jahrg. rSVl''1".«™.".!'" s.it&''ü wird"aiich i« durch den Widerspruch der sich verletzt fühlenden Jnter- daß dieMW?!?. aufgehalten werden. Das genannte Fach- chMÄZ'N Äi?A ISt, 0UÄ.■ Produktion größer: der Nachfrage be- . f# immer das Angebot an. Nicht etwa " nLbßlrD, Hotels besuchter sein, sondern die Anzahl der Hotels r�,M?d_ sich mehren. Die Fuhrleute werden nicht mehr Verdienst et tufl bisher erzielen, sondern die Anzahl der Fuhrleute wird sich pen,� die einzige Folge wird also eine gesteigerte itonkurrenz über. berras�l� nicht ein vergrößerter Vorthest der Einzelnen. Im Gegen WWDtol''' DW I? unmäßig gesteigerte Konkurrenz wird zuerst naturgemäß Li> worden die hochgeschraubten Erwartungen auf Hebung des §'1' 8 ajjl'chrs zu einer Unsumme neuer Verkehrsanlagen führen, und mg DM so unmäßig gesteigerte Konkurr-enz wird zuerst naturgemäk ekretors, Sinken der Preise bei allen Verkehrsanstalten herbeiführen. gelten°Ä Artikelschreiber thut da, als ob die ganze Menschheit aus den ö�Aelbesttzern und Fuhrunternehmern bestände und daher Haupt- Die lu Irlich auf diese Rücksicht genommen werden müßte. Weiter scheint -int bff�pichts Geringeres zu verlangen, als einen Schutz der Fuhr- ringenvs«.ernehmer gegen Konkurrenz. Uebrigens sind dem Vcr- ißt. de» er die Verhältnisse doch nicht ganz klar. Ans dem gesteigerten :, daß Mbahnverkehr wird sich nicht oder doch nicht aus die Dauer Do»ort J-Üetmehtutig der Zahl der Hotels ergeben, im Gegentheil einer W|L,d auch in diesem Erwcrbzweige die Entwicklung weiter fort- > ist d>iA?eiten, welche die Schwächeren zu Grunde richtet und die f Jndr.nrlen immer inebr stärkt: die kleinen Hotels werden allmälig ; diesseWthen, und die Riesenhotels werden inline.'! riesigere Dimensionen die AidGiehmen. Und was das Fuhrivesen beti�ft, so wird auch hier selbe Entwicklung weiter fortschreiten.-'Wenige große Fuhr- ���ternehiner werde» das Fuhrwesen beheri'chen, und die jetzt noch "-- bststänvigen kleinen Fuhrherren wcrd0l in Abhängigkeit von rrf,sols»en gerathen. Diese Entwicklung wird.üm so mehr beschleunigt, Iiis*** mehr im Allgemeinen der Verkehr sich hebt, und die Fuhr- end. ternehmer haben ein ganz richtiges Gef hl, wenn ihnen vor der «führnng des Zonentarifs graul. n 9 ,J Die allgemeinen Gründe freilich, welcoe das„Deutsche Verkehrs- SVi u. nverbe" gegen den Zonentarif anzusütren weiß, sind durchaus -. 12. cht stichhaltig. Allen Ernstes will das Blatt uns glauben i Vorst�chon, daß in Deutschland der Verkehr bereits eine solche Höhe .'eicht habe, daß eine Steigerung desselben krankhast wäre.„Man t zu sch>Preist schwer die krampfhaften Ansto-ngungen, welche fortiväh- Zordnurtind gemacht werden, um den VerU.chr auf unnatürliche A.: 6-�e i s e zu heben. Wir sagen mit Porbedacht„auf unnatürliche —-�TVlfe"- Aus natürliche Weise hebt sich der Verkehr, wenn er und den natürlichen Bedürfnissen dos Landes und seiner 10"-wohner gemäß wachst. Die Verkehrsmittel haben sich dem lang- Uhr? j"/ ober allmälig wachsenden Bedarfe anzupassen, nicht wie es , verlangt wird, der Bedarf""'~- ■MaTm u....„ 1 loni „,.. �.,_•----....., an neu zu schafsenden Verkehrs. nein. Freilich, wenn es stets den Fuhrleuten überlassen zrden wäre, den Bedarf an Verkehrsmitteln abzu- Zützen, so wären höchst wahrscheinlich niemals Eisenbahnen Desirt'�ool'k worden. Jeder sieht eben die allgemeinen Verhältnisse litimstl Fch die Brille seiner Sonderintcressen. So wurde in einer Kollegs lpziger Denkschrift vom Jahre 1G87 das Einschreiten der Bett. gegen die Elbschifffahrt verlangt, weil dieselbe wohl einige jz�ypll�hlfier bereichere, dem ganzen Lande aber durch Einbuße der �Jh-� iidfuhren, Verlust an Akzise, Geleit u. s. w. großen Schaden «A'iWi So ouch forderten im Jahre 1790 die Reichsstädte die lU»»" Schaffung der Postwagen, weil dieselben das wohlhergebrachte �.si,fUadt- und Landbotenwesen schädigten. Diese Klagen haben der UUU''jbschifffahrt und den Postwagen nichts geschadet, und ebenso an,® onen heut die Fuhrunternehmer nicht die Reform des Eisenbahn- ', sens aushalten, welche eine dringende Nothwendigkeit geworden Auf seiner Suche nach Argumenten kommt allerdings das '"'Ische Verkehrs-Gewerbe" zu der sonderbaren Behauptung, ™ k>en Zonentarif nur den Wohlhabenden das Reisen � n«tt werden würde. Auch dieser Grund ist nicht stich- mg.. IMig Visher reisen freilich meist nur die Wohlhabenden ei' den weiten Strecken, eben deswegen, weil die Fahr- Werden diese jedoch niedriger, dann werden tllil' rh'e„ �ermeren größere Reisen unternehmen können, und das i o/Äbre höchsten Bedeutung sein, weil erst dadurch l)CSt js.I�chigkeit der Zlrbeiter hergestellt würde. Gerade Hf? fn ni-r°<� �chkprund, warum der Einführung des Zonen- hantln fnirtPn Sinn müssen nach und nach die anderen �9 �_ Öar'ein®xuub vorhanden, warum das Fuhrwesen er��ervon ausgenommen se.n sollte. Da Hilst kein Jammern, daß UmM stoirt"'� Sie Anhänger der Heilsarinee haben wieder einmal ist »Hdsi f""" erbauliches„Halleluja-Fest" abgehalten. Am Sonntag ti-p..i.angte an den Anschlagsäulen der östlichen Stadttheile ein rosa- ero�.�ffvenes Plakat, dprch welches der Schwede Richard Tjäder die rl�TjWv'gen Berliner zu einem großen„internationalen Halleluja- i..n«!'. mit Vortragen und Gesang, begleitet von„Violinen und ßausi PMiillnos" nach dem Grünen Weg 118, in ein Parlerre-Lokal des rtli� /lergebäudes entbot.„Kommt, es ist a----' («o'y � der Einladung. Wer könnte solchen GratiS-Vorstellnng widerstehen?' Ein Berichterstatter ben Verlauf dieses„Halleluja-Festes" Folgendes niit: !ll Ä. i n'ch"M acht Uhr Abends vor dem Versammlungslokal, einer •, lld�,�" Verliner Miethskaserne mit fabrikartigen Hinterhäusern, l0�,�,m"gte, herrschte in der genannten Straße fast die irt.che des Friedhofes. Niemand schien sich um das *Csi �fe.nifn der Sekte zu kümmern. Ein derselben ange strap Sender Mann in den mittleren Jahren und ein Knabe h»? rfid) mit wenig Erfolg,„Traktätchen� an die Vorüber- ig, enden los zu werden. Zumeist waren es Frauen und Mäd- en, welche sich überreden ließen, dem„Mumpitz" beizuwohnen. 'in und wieder schlichen sich auch einige Männer verstohlen in Köjen Thorweg hinein. Ich schloß mich einigen derselben an. Wir mißten über einen Hof, auf welchem uns schelmisch- kichernde ädchen empfingen mit der schalkhaften Frage:„Ob wir uns fl.tm mch bekehren lassen wollen?"„Gewiß!" lautete die Gegenantwort. „Ml, denn klappen Se man en paar Mal ordentlich mit de Eisen- dhüre".„Herr, dunkel war der Rede Sinn", doch schnell genug sollten wir die Lösung finden. Wir erblickten eine hölzerne Frei- treppe, welche nach einein im Hochparterre des Quergebäudes belegenen Räume führt, und fanden uns einer schweren eisernen Thüre gegenüber, die nach erfolgter Oeffnung sofort klappend hinter uns ins Schloß fiel. Etwa 50 schon anwesende„Gläubige" wandten sich sofort halb mißtrauisch halb erfreut nach uns um. Ganz nach der Methode der„Heilsarmee" wurden uns, trotz des Versprechens, daß Alles„bereit und frei" sei am Ein- gange durch einen„sehr bereiten dienenden Bruder" 20 Pfennige für ein kleines mit einem rosafarbenen Umschlag versehenes Büchelchen, betitelt:„Hoffnungslieder"(zum größten Theile aus englischen und schwedischen Quellen gesammelt von F. F— n.) abgenommen, wofür wir hinter den„Gläubigen" auf primitive» Holzbänken uns niederlassen konnten. Der Raum, in welchem ivir uns befanden, mag früher den Beruf eines Lagerraumes er- füllt haben. Die Wände waren weiß getüncht. An der hinteren Seite erhob sich ein niederes Podium, auf welchem sich ein Tisch und ein Pianino befand. Darüber klebte an der Wand ein weißes Plakat mit der Inschrift:„Beständige bewußte Gemeinschaft mit Gott". Ein kleines Plakat mit einem hoffnungsgrüncn 5iranz und dem verheißungsvollen„Hallelujah" verlieh dieser Dekoration einen„effektvollen" Abschluß. Die Hauptdekoration bestand in- dessen in einer großen Holzkiste, welche an der linken Wand an- gelehnt stand. Ein alter Heiliger hatte sich diese„Deckung" nutzbar gemacht, um dahinter den„Schlaf der Gerechten" zu „schnarchen"— zur großen Heiterkeit der noch„Unbekehrten". Als sich die Zahl der Geladenen auf etwa 60 erhöht hatte, nahm das„internationale Hallelua-Fest" seinen Anfang. Mr. Tjäder, ein hochgewachsener junger Mann, mit dem Typus eines ehe- maligen„Garaons" erschien auf der Bildfläche, mit einer an- scheinend noch'neuen Bibel in Goldschnitt— wie er später mit- theilte, hat er sich dieselbe erst zugelegt. Seine Frau, eine brünette, mit einer recht weltlichen Tournüre, geschmückt mit einer güldenen Armspange und einer am Busen herabhängenden güldenen Uhrkette, folgte ihm. Der„Apostel des Heils" setzte sich an den„Marterkasten" und seine Gefährtin begann ihre übrigens nicht so abschreckende Stimme zunt„Halleluja-Festgesang" zu präpariren. Der Zauber des Gesanges verfehlte seine Wirkung nicht, das eiserne Ungethttm hinter uns begann ein ent- etzlichcs„Klappkonzcrt" zu veranstalten. Der„Fest aal" begann sich zu füllen, aber„fragt nicht womit?" Offenbar hatte der Gesang der angehenden„Heiligen die Jünger und Jüngerinnen Terpsichores aus einem benachbarten Tanzlokal herbei gelockt. Im Gänsemarsch schritten sie herein— um des„Ulks" sich zu erfreu'». Mr. Tjäder schien indessen eine „Offenbarung" überkommen zn sein, nach dem bekannten Text: Man muß die Menschen nehmen, wie sie sind". Er klappte eine Bibel auf und begann sich selbst scheußlich schlecht zumachen. „Noch vor tzi/e Jahren habe er in des Teufels Diensten gestanden. An keinem Wirthshause habe er vorübergehen können und anstatt 'eine Zunge zu Gottes Preis zu verwenden, habe er den höllischen „Soff" in seinen Hals hineinlaufen lassen"(Zuruf:„Netter Kunde!"). Er freue sich, fuhr Mr. Tjäder unbeirrt fort, daß man ihm so andächtig zuhöre— er hätte das nicht fertig ge- bracht, er wäre ungeduldig geworden(Zurufe: Kann noch kommen!,, Im Hintergründe werden Witze gerissen. Einige trommeln auf ihren Hüten.) Nachdem Mr. Tjäder so eine Zeit lang seinen Sermon gehalten, erschien dessen Frau auf der Bildfläche, eine Geige in der Hand, um unter großer Heiter- keit der„Ungläubigen" das Lied Nr. 76 der Hoffnungslieder „Werden wir uns wiedersehen" Solo vorzutragen.„Ja, wir wer- den uns wiedersehen", brüllte der Chor nach jedem Verse.„Nun- mehr bitte ich meine Schwester, ihrZeugniß vor Gott abzulegen" rief Mr. Tjäder von seinem Podium herab. Eine kleine Blon- dine erhob sich aus den Reihen der„Gläubigen" und begann mit verzückten Augen:„Ich danke Gott, daß ich mein Zeugniß ab legen kann zu seiner Ehre. Früher that ich es vor dem Teufel, denn ich war ein ganz verdorbenes Mädchen."(Ruf: Schöne Seelen!) Nachdem auch diese„Bekehrte" ihr Sündcnbekenntniß abgelegt hatte und die„Gemeinde" das schöne Lied„Ter Bräu- tigam kommt" gesungen, kam ein„englifcher Bruder" an die Reihe. Auch dieser bekannte sich als Inbegriff aller Schlechtigkeit. Mr. Tjäder tröstete ihn mit dem schönen Liebe:„Irrender Flüchtling, der Heimath entfremdet." Als dann noch ein anderer Sünder sich als einen früheren Säufer bekannt gab, der erst durch die Untersuchungshaft und in Plötzen- see(wegen Hausfriedensbruch u. f. w.) zur Erkenntuiß ge- kommen, da hatte die Geduld des Publikums ihr Ende erreicht und mit dem Zurufe:„Na, gute Nacht, alte Soffköppe!" schoben die„Unbekehrten" zur Thüre hinaus. Unter den Zurückgebliebenen aber wurde noch eine kleine Kollekte zur„Deckung der Unkosten" veranstaltet, und die„Bekehrten" stürzten sich mir einem wahren Fanatismus auf die noch nicht zur Gemeinschaft gehörige», wobei die Weiber ihre Bekehrungsversuche dem männlichen Geschlechte und andererseits die männlichen Belehrten den jungen Mädchen zuwendeten. bezüglich der Frage der Einwirkungen des Gdstea auf de» Ulagen bürsten einige Bemerkungen des bekannten ArzteS Dr. 5tlencke Beachtung verdienen, welcher meint: Rohes Obst erfordert inimer einen gesunden, kräftig verdauenden Magen und körperliche Bewegungen, wenn sein Genuß, namentlich ein häusiger und reichlicher, nicht die Verdauung beeinträchtigen soll In einem bereits geschwächten Magen erregt das rohe Obst leicht Säure und Blähung, und die Menge des absolut unverdaulichen Zellstoffes, den der Magen durch viele Obstarten, z. B. Aepfel und Birnen, erhält, belästigt ohnehin und bringt leicht Krampf Durchfall k. bervor. Wäre der Kulturmagen nicht durch die An zahl gekünstelter warmer Speisen und Getränke, durch den über mäßigen Fleisch- und Gewürzgennß verwöhnt und geschwächt, und wären wrr von Jugend an aus rohe und frische Feldfrnchte hingewiesen gewesen, so würde die Frage, ob rohes Obst dem Magen zuträglich sei und ob es überhaupt Personen gebe, die solches nicht vertragen können, gar nicht ausgeworfen zu werden brauchen. Tie Kulturarbeit hat aber den Magen an so starke Reize gewöhnt, daß derselbe erst dieser bedarf, um seine abge stumpfle VerdauungSthätigkeit zn beginnen und er den Zustand der Schwäche äußert, wenn er ei., Rahrung. wie das Obst ist, verdauen soll. Man pflegt vielfach das rohe Obst zum Nachtisch zu speisen, eine Gewohnheit, welche in unzählige» Familien zur Tagesordiinng geworden ist und deshalb hier die Frage veranlaßt, ob diese Gewohnheit überhaupt ge- sundheitsgemäß ist. Wir müssen diese Gewohnheit als eine nicht von der Gesundheitslehre gebilligte bezeichnen, denn da das Obst kein Reizmittel ist, um die Magennerven zn größerer Verdauungs- thätigkeit anzuregen, was doch der einzige vernünftige Zweck des Rachtisches sein soll, wozu sich z. B. ein Stuckchen scharfer fett- loser Käse nach englischer Sitte recht gut eignet, und da das nach der Blahlzeit genossene rohe Obst nur zum Ueberflusse nach der Sättigung dein Magen aufgebürdet wird und immer nur Blähungen erregt, so muß der Genuß von rohein Obst als Dessert ebenso unpassend genannl iverden,>vie Nüsse, Mandeln und getrocknete Rosinen oder fettes Tortengeväck. Gekochtes und ge- schmortes Obst bläht, veniger und erregt überhaupt weniger Ver- dauungsbeschwerden, als rohes. Die Zubereitungsform, welche man Kompot nennt, nämlich mit Zucker gekochtes oder gedämpftes Obst, ist eine sehr gesunde Form, um es auch dem schwächeren Magen verdaulich zu machen und Blähungsbeschiverden zu ver- hüten. Die Kompote, namentlich von reifen Aepseln, Birnen, nicht aber von unreifen Früchten, wie Stachelbeeren, eignen sich deshalb auch zur Erfrischung für Kranke und Genesende; um, wo es nöthig ist, dem Magen einen Reiz zu geben, kann man sie auch mit Wein und Wasser oder ganz in Wein kochen. Z» der Wordaffaire im Thiergarten wird uns be- richtet: Marie Teichcrt, die Freundin der ermordeten Frau Wende, hat sich nunnlehr doch bestimmen lassen, der Kriminal- polizei Auskunst über die an sie gerichteten Fragen zu ertheilen, um einer in Aussicht gestellten längeren Hast zu entgehen. Sie giebt zu, daß mehrfach frenide Männer in die Wendesche Wohnung während der Abwesenheit des Ehemannes zn Besuch gekommen seien, doch sei sie nur im Stande, zwei dieser Personen namhaft zn machen. Sie, die Teichert, sei das letzte Mal am Dienstag, den 15. d. Mts., mit der ermordeten Freundin zu- 'ammengewesen: sie habe die W. an jenem Abend, nachdem der Postschaffner sich in den Dienst begeben, aus ihrer Wohnung ab- geholt und dann seien die Beiden in Begleitung einer dritten Freundin bis an die Kronprinzenbrücke gegangen, wo ie sich trennten; die W. habe nach dem Thiergarten gehen wollen, allem Anschein nach, um dort ein Rendezvous abzuhalten. Bei dieser Gelegenheit sei noch zur öklarlegung mitgetheilt, daß die T., so lange sie bei Wende gewohnt, nicht unter sittenpolizeilicher Kontrole gestanden. Bezüglich der Mittheilung, daß an der Mordstelle ein kleiner untersetzter Mann gesehen worden sei, steht nunmehr fest, daß die W. mit einem solchen Manne verkehrt hat. Zeugen haben ge- ehe», wie wiederholt ein etwa 40 Jahre alter untersetzter sein gekleideter Mann mit mäßig starkem Schnurrbart die Wüsche Wohnung aufgesucht hat. Derselbe trug stets einen Cylinder und hatte immer einen Stock bei sich. Ebenso steht fest, daß dieser kleine untersetzte Mann schon im vorigen Sommer mit der Wende und Teichert zusammen an einem Abend das Haus betreten; vom Bizewirth nach dem Manne befragt, bestritt die Wende zunächst, daß sie von Jenem begleitet worden sei, gab dann aber zn, daß dies der„Bräutigam" der Teichert gewesen, was ebenso unwahr, weil der Verlobte der T. ein kräftiger großer Mann ist.— Bei der zweite» polizeilichen Untersuchung der Wüschen Wohnung wurden noch ein goldenes Armband in Etui, gekauft bei einem Juwelier in der Bellealliancestraße, ein goldener Ring, sowie ein leeres Ring-Etui vorgefunden, welche sämmtliche Gegenstünde dem Postschaffner unbekannt waren und deshalb polizeilich in Beschlag genommen wurden. Der Ring, welcher in das gefundene leere Etui gehört, dürfte nach der Ver- muthung der Kriminalpolizei, ebenso wie mehrere den Ä. fehlende Werthgegenstände von der Ermordeten versetzt worden fein, und recherchirt die Polizei deshalb bei sümmtlichen hiesigen Pfand- leihern. Einer der im Thiergarten postirten Schutzleute, welcher am Sonnabend Abend nach 10 Uhr den Wasserweg, aus welchem bekanntlich der Mord geschehen, passirte, sah auf der einzigen Bank dieses Weges ein Paar sitzen, welches in lebhaftester Weise laut sprach und gestikulirte; bei der herrschenden Dunkel- heit vermochte der Beamte die Personen nicht näher zu er- kennen. Die„Post" weiß noch Folgendes zu melden: Von großer Wichtigkeit war es, daß sich vorgestern Nachmittag ein Herr und eine Dame auf dem Kriminal-Kommissariat melden ließe», welche aus der Bank gesessen haben, die sich unmittelbar bei den» Thatort befindet, und dem Mordvorgang in nächster Nähe beigewohnt haben. Dieses Paar hörte, wie nicht weit von ihnen sich zwei Personen zankten; um was es sich gehandelt, ver- mögen sie nicht anzugeben, weil sie selbst in ein Gespräch ver- tieft, nicht besonders darauf geachtet haben. Da erdröhnte Plötz- lich ein Schuß, dem ein Ausschrei nicht vorherging. Dem Schuß folgte eine merkwürdig scharfe Detonation. Einige Sekunden später hörten die erschrockenen Leute kurz hintereinander zwei markdurchdringende Aufschreie, denen gleich ein zweiter, minder starker Schuß folgte. Noch gelähmt vom Schrecken merkten Beide dann, wie ein kleiner, untersetzter Mensch mit anscheinend schwarzem, spitz gedrehten Schnurrbart auf sie zueilte, d. h. auf dem Wege vor ihnen vorwärts eilte. Als aber der Mensch sie gewahrte, bog er in der Bellevue- Allee ab und lief diese nach dem PotS- damer Viertel zu entlang. Dieser inuthinaßliche Mörder hatte eine brennende Zigarre in der Hand. Alle diejenigen Personen, welche zu der besagten Zeit einen solchen Menschen im Thier- garten oder im Potsdamer Stadtviertel gesehen haben, wollen sich schleunigst melden. Ebenso wichtig wäre es, wenn sich noch ein Herr und ein Mädchen bekannt geben würden, auf die sich fol- gendcr Vorfall bezieht: Am 21. Juli Vormittags trat ein Herr an den an der Ecke der Friedrich- und Karlstraße Posten stehen- den Schutzmann und sagte ihm, ein Mädchen habe ihm mit- aetheilt, daß sie in der Bellevue-Allee ein Paar blutgetränkte Gummi-Manschetten in der Nähe der Mordstclle gefunden hätte. Weder das Atädchen noch der Herr haben sich bis jetzt gemeldet. Ferner erfahren wir noch, daß der oben beschriebene muthmaß- liche Morder an dem Mordabend um 101/4 Uhr in den Zelten und zwar in Zelt 4 gewesen sein soll. Er soll dort öfters mit ver Ermordeten gesehen worden sein. Wie weit diese Nachricht richtig sein mag, konnten wir nicht feststellen. Helbstinord eine» sechojiitzrigrn Knaben Großes Auf- sehen verursacht in der Umgebung des WeddingS der Selbstmord eines"lahrigen Kindes, um so mehr, als dieser Vorfall in ganz frappanter Weise an die im vorigen Jabre so viel Staub au- wirbelnde Assaire„Sandrock" in der Tresckowstraße erinnert. In dem Hause Gerichtstraße 61 bewohnt ein gewisser K. in der 3. Etage mit seiner Frau und zwei Kindern, Mädchen im Alter von 2 bis 4 Jahren zwei Zimmer und eine Küche. Bei den K. scheu Eheleuten befand sich seit mehreren Jahren ein Waisen- lnabe, der nunmehrige 6jährige Hermann Zschynski, in Pflege- der Knabe scheint aber mit wenig Liebe und Dankbarkeit w feinen Zieheltern gehangen zu habe», denn Z. erzählte wie' — ob mit Recht oder Unrecht, bleibe dahingestellt— Schule, daß er von der Küschen Eheleuten in grausamst. reizlosere mißhandelt werde und zwar geringfügiger Vergehen Mehrsach war der Kleine seinen Pflegeeltern bereits en wurde jedoch regelmäßig denselben wieder zugeführt. A Sonnabend hatte der Knabe wieder eine Strafe zu gew und wurde aus diesem Grunde und um das Fortlausen. hindern, von Frau K. in der Küche eingeschlossen, wora. H�..Pl>egemutter entfernte. In der siebenten Abendstunde plötzlich mehrere Hausbewohner zu ihrem nicht geringen Ent �H.�'uan Zschynski zum Fenster hinauskroch; im nä Augenblick aber richtete sich der Knabe am Fcnsterkreuz »?.* V?»te 8lvme l0ä 11,10 stürzte sich in die Tiefe, wo er Schädel todt auf dem Hofe liege» blieb. Leiche des kleinen Selbstmorders wurde nach der Morgue gescha Krtreffs der auf dem Kummersdorfer Kchieüplck_ verunglückten sieben Soldaten, welche sich im Tcmpelhoser Garnison 1 a i tsSt# ,UCUl'e iltl) im �.empeu)0ser«mtmjOi Linh lls �""«' Aahrt die„Nordd. Allg. Ztg.", daß der Zu stand des einen äußerst besorgnißerregend ist, weil dessen Schwäche eine operative Behandlung des fast gänzlich abgerissenen Beines nicht zuläßt. Für die Rettung einiger, durch Zerschmetterung der Knochen und Zerreißung der Muskeln Schwerverletzter hegen die Aerzte die besten Hoffnungen, während die Wiederherstellung anderer mit Sicherheit zu erwarten steht. Ueber die Ursache der Explosion ist z. Z. etwas Bestimmtes noch nicht bekannt; dieselbe erfolgte in dem Augenblick, als die Mannschaften beschäftigt waren, daß Geschoß von der Erde aufzuheben. Ein Oberlazareth- gehilfe, der hierbei eine leichte Verwundung und eine starke Kontusion erhielt, leistete gleichwohl beim Transport der Verun- glückten thatkräftige Hilfe. In der ULde der Moabiter Krücke ertrank am Sonntag Abend gegen 7 Uhr ein neunjähriges Mädchen. Dasselbe spielte mit seiner Schwester am Ufer der Spree und kam auf den Einfall. sein Taschentuch zu waschen. Dabei bückte sich das Kind zu weit vorn über, verlor das Gleichgewicht und stürzte in das Wasser. Obwohl sich hilfsbereite Menschen sofort um die Rettung des Kindes bemühten, fand dasselbe seinen Tod in den Fluchen, da es unter einen Spreekahn gerathen war. Erst inach längerem Suchen wurde die Leiche gefunden. Daheim lag die Mutter des ertrunkenen Kindes im Wochenbett. Es gab eine erschütternde Szene, als die Wöchnerin den Tod ihrer Tochter erfuhr und man die Leiche an ihr Bett brachte. Der de» Morde» an einem Zigeunerkinde beschuldigte Zigeuner ist in den letzten Tagen voriger Woche in Köpenick er- griffen worden. In der Nähe von Köpenick traf am Donnerstag eine Zigeunerbande(Kesselflicker) ein. Die dortige Polizei hatte Kenntuiß davon, daß ein Zigeuner als Mörder eines Kindes bezeichnet und verfolgt würde. Sie srug bei der hiesigen Staatsanwaltschaft am Landgericht II telegraphisch nach dem Namen des als Mörder bezeichneten Zigeuners. Der Gesuchte muß that- sächlich der Behörde in die Hände gefallen sein, denn am Mon- tag erschienen Leute von der Zigeunerbande des Pferdehändlers Georg Petermann, der zuerst wegen des in Rede stehenden Kindes- mordes bezichtigt und verhaftet, dann aber gegen Erlegung von 25 000 M. Kaution freigelassen wurde, im Moabiter Kriminal- gericht und erzählten frohlockend, daß der wirkliche Mörder in Köpenick ergriffen und von ihnen bereits rekognoszirt wor- den sei. Kolizeiberickt. Als am 21. d. M. Morgens der Kutscher Schwarz mit einem Eiswagen die Alte Jakobsstraße entlang fuhr, löste sich vor dem Hause Nr. 80 ein Vorderrad, so daß der Wagen umschlug. Schwarz fiel hierbei vom Bock und wurde an beiden Unterschenkeln schwer verletzt.— Vormittags wurde ein Mann in einem Pferdestall in der Trebbinerstraße erhängt vorgefunden. — Nachmittags gerieth in derKöniggrätzerstraße, nahe dem Potsdamer Bahnhofe, ein unbekannter, etwa 30 Jahre alter Mann unter die Räder eines vorüberfahrenden Postwagens und erlitt außer einer Kopfwunde anscheinend innere Verletzungen, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.— Zu derselben Zeit wurde vor dem Grundstück Brombergerslr. 2 der Arbeiter Neumann mit einer schweren Verletzung der rechten Hüfte auf- gefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Seiner Angabe zufolge ist er beim Besteigen eines in der Fahrt befindlichen Arbeitswagens heruntergefallen.— Abends wurde ein 6 jähriger Knabe vor dem Hause Friedrichsstr. 72 von einem Geschästswaaen überfahren und erlitt eine bedeutende Quetschung des rechten Fußes.— Nachmittags fanden an zwei verschiedenen Stellen kleinere Brände statt. Gorirhks-Ioikung. Eilte Anklage tuegeu groben Kufngo und rnke- störenden Lärm» gelangte gestern vor der SS. Abtheilung des Schöffengerichts zur Verhandlung. Auf dem zweiten Hose' des Hauses Leipzigerstr. 115, welches dem Buchdruckereibesiyer Kühn gehört, hatte der Graveur Karl Pohl eine Wohnung inne. Er wünschte zum 1. Juli d. I. von seinem bis zum Oktober laufenden Kontrakt entbunden zu werden, der Vermiether wies aber das an ihn gestellte Ansinnen zurück. Jetzt beschloß Pohl, sich so auf- zuführen, daß sein vorzeitiges Scheiden aus dem Hause unter Aufhebung der noch auf ihm lastenden Verpflichtungen gern ge- sehen würde. Er schaffte sich ein Musikinstrument zum Drehen an und mit rührender Ausdauer wurde die Kurbel in Bewegung gesetzt. Die Nachbaren waren wüthend. Nur ab und zu erhielt die Einförmigkeit der Mufik eine kleineAbwechselung, dies geschah, wenn die beiden Brüder des Graveurs Pohl zum Besuch erschienen. Dann sangen drei kräftige Kehlen unablässig und immer wieder von vorne anfangend, allerlei Gassenhauer, welche mit der Drehorgel und einem besonders kräftigen Beckenschlag begleitet wurden. Die Nachbarn waren der Verzweiflung nahe. Der Hausbesitzer wollte aber doch nicht mürbe werden, als es ihm zu toll wurde, beschwerte er sich bei der Polizei, worauf Pohl ein Strafmandat über 100 M. erhielt. Er beantragte richterliche Entscheidung und führte im gestrigen Termine an, daß er das Instrument wieder in Stand setzen solle und daher habe er es häusig probiren müssen. Der Gerichtshof hielt dies für eine Ausrede und erreichte der Ange- klagte nur, daß das ihm auserlegte Strafmaß auf 50 M. herabgesetzt wurde. Ein Ketrngsprokrß nm zwei Pfennige, der besonders den Butterhändlern zur Warnung dienen kann, gelangte gestern vor der zweiten Instanz, der dritten Ferienstrafkammer des Land- gerichts I gegen den Kaufmann Gabriel zur Verhandlung Der Angeklagte hat einen Verkanfsstand in der Markthalle in der Zimmerstraße. Ter dort angestellte Aufseher will längere Zeit die Beobachtung gemacht haben, daß der Angeklagte auf die Gewichtsschaale seiner Waage ein Stück, auf die andere Schaale dagegen drei Stück Papier von derselben Größe legte, wenn er Butter abzuwägen hatte. Der Aufseher äußerte einein Schutzmann gegenüber den Verdacht, daß der Angeklagte kein reelles Gewicht gäbe, worauf der Beamte eine Käuferin, die soeben ein Pfund Butter gekauft hatte, ersuchte, die Waare im Polizeibureau nachwägen zu lassen. Dies geschah und es stellte sich heraus, daß thatsächlich sieben Gramm fehlten, obgleich der Schutzmann sowohl wie die Käuferin gesehen hatten; daß die Gewichtsschaale mit der Butter beim Wiegen auf den Tisch geschlagen war. Das Gewicht des Papiers, von dem die beiden unteren Lagen außer- dem durchnäßt waren, betrug 14 Gramm, wenn der Angeklagte nun vor den Augen des Käufers anscheinend ein reichliches Gewicht gab, so machte das Nebergewicht immer noch nicht 14 Gramm aus und war, wie erwähnt, im vorliegenden Falle dem Angeklagten noch ein Nutzen von sieben Gramm geblieben. Das Schöffengericht hielt einen Betrug für vorliegend. es vernrtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 15 Mark. Hiergegen legte der Vernrtheilte a-rusu.ig ein. Cr behauptete, dap er als Verkäufer einer Molkerei- "enschast angestellt sei, festes Gehalt und IVe pCt. Tantieme arumsatz erhalte und somit keinerlei Voriheil durch irgend idliche Handlung beim Verkaufe haben könne. Das Papier n Gewichten sei bedeutend stärker und schwerer geivesen, auf der anderen Schaale und habe er deshalb geglaubt, äcke dünneres zum Ausgleich nehmen zu müssen. Alle düngen und Entschuldigungen nutzten den Angeklagten der Gerichtshof bestätigte das erste Erkenntniß. .lsche Angaben t-ei dem Keekaufe eine» Kunde» der Hausbesitzer Franz Reichel gemacht haben, der stein deshalb wegen Betruges vor der zweiten Ferienstraf- er des Landgerichts I zu verantworten hatte. Der Hunde- ■siher Mathes erfuhr, daß der Angeklagte einen werthvollen i besitze, den er verkaufen wolle. Mathes trat als Käufer und nach längerem Unterhandeln ging der Hund für den is von 170 M. in seinen Besitz über. Bald bemerkte Mathes, er ein schlechtes Geschäft gemacht hatte. Der Hund, dessen ier der Verkäufer auf 3 Jahre angegeben, sollte nach dem .utachten eines Sachverständigen viel älter sein und außerdem .ellte sich heraus, daß der Hund auf einem Auge blind war. Somit sollte Reichel sich der Angabe einer unwahren und der Verschweigung einer wahren Thatsache schuldig gemacht haben. Der so Angeschuldigte bestritt beides. Wenn er gesagt habe, der Hund sei drei Jahre alt, so hatte er ein Recht dazu, denn es hätten thatsächlich noch einige Tage an 4 Jahren gefehlt, der Hund war somit drei Jahre alt. Von einer Augenkrankheit habe er nichts gewußt. Der Staatsamvalt hielt diese Einwendungen nicht für stichhaltig, er beantragte die Verurtheilung des Angeklagten zu einer Geldstrafe von 200 M. Der Gerichtshof war mit dem Vertheidiger, Rechtsanwalt Wronker, der Ansicht, daß in Betreff des ersten Punktes der An- geklagte in seinem Rechte sei und hinsichtlich der Augenkrankheit könne ihm nicht nachgewiesen werden, daß er Kenntniß von derselben gehabt. Es wurde deshalb aus Freisprechung erkannt. Soziole AoberflÄzk. Achtung! Dachdecker! Nachdem die Versuche des Unter- nehmerthums, uns unter die Last eines Arbeitsbuches oder Be- fähigungsnachweises zu zwängen, an dem Willen des Volkes ge- scheitert sind, versuchen es die Arbeitgeber unseres Gewerkes mit List. Sie haben nämlich in die Quittungsbücher der Krankenkasse ein paar Blätter setzen lassen mit dem Bemerken: Eingetreten an dem und dem Datum, oder ausgetreten an dem und dem. Kollegen, das sind doch die Arbeitsbücher, wie man sie nicht besser zu wünschen braucht. Aber wir werden sehen, ob die Herren die Rechnung ohne den Wirth gemacht haben; an uns, Kollegen, liegt es, einen lebendigen Protest gegen solche Machinationen zu er- heben. Zu diesem Zwecke findet am Donnerstag, den 24. Juli, Abends 8 Uhr, eine öffentliche Versammlung im Lokale des Herrn Jordan, Neue Grünstr. 23, statt. Pflicht eines Jeden ist es, zu erscheinen. Nevlmmulumion. Eiue auffcrordentticke Generalurrsammlnng der Freien Vereinigung der Kartsnarbeiter tagte am Sonnabend, den 19. d. M., bei Nedelin, Langestr. 108, mit der Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes, Jahresbericht. 2. Bericht des Kassirers. 8. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Ver- chiedeues und Fragekasten.— Zum ersten Punkt der Tages- ordnung nahm der Vorsitzende, Kollege Tamm, das Wort, indem er die Entstehung, Bewegung und die jetzige Lage der Vereinigung Khilderte. Die Gründe einer Organisation, welche eine Arbeiter- chaft reff), eine Gewerkschaft dazu treiben, ein festes Band zu knüpfen, gehen lediglich aus der furchtbaren Unterdrückung der unteren Volksmassen durch die immerfort steigende Profitwuth der Unternehmer hervor. Dieses liege auch der Freien Ver- einigung der Kartonarbeiter zu Gründe; dieselbe habe sich vor einem Jahre zusammen geschlossen, um sich einen gewissen Schutz gegen die in's Unendliche gehende Ausbeutung zu erringen, den ie auch durch das feste Zusammenhalten der Kollegen erreicht hat; durch den Streik aber, wie es ja nicht anders zu erwarten ist, zumal derselbe nicht zu Gunsten der Vereinigung ausgefallen ist, eine Erschlaffung eingetreten ist, welche aber bald überwältigt ein wird, denndieseszeigedersounerwartet rege Besuch der heutigen Versammlung. Hieraus fordert er die Kollegen auf, im Interesse der guten Sache, welche einem Jeden müsse am Herzen liegen, mit allen Kräften für das Wachsen und Gedeihen der Vereinigung einzutreten. Der zweite Punkt der Tagesordnung wurde vom Kollegen Schwarzburger zur Zufriedenheit der Mirglieder, nach- dem die Revisoren ihre Bestätigung ertheilt, erledigt und dem Kassirer Decharge ertheilt. Der dritte Punkt erhielt seine Be- tätigung durch die Wahl folgender Mitglieder. Es wurden ge- vähtt als 1. Vorsitzender Kollege Drews, als 2. Kollege Sieg- rieb; als 1. Schriftführer Kollege Herz, elber, 2. Kollege Winkel; als 1. Kassirer Kollege Schwarzdurger, 2. Kollege Arnold, und als Beisitzer die Kollegen Jungmann, Göritz und Rudolf. Unter „Verschiedenes" ersuchte Kollege Gretenberg alle Mitglieder, welche im Besitze von Listen sind, dieselben behufs Abrechnung schleunigst abzuliefern. Da iveiter nichts vorlag, schloß der Vorsitzende die mit so gutem Geist beseelte Bersammliing mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung. Eine ordentlicke Genernlueesanttnlnng des Allgemeinen Mctallarbeiter-Vereins Berlins und Umgegend fand am Sonntag, den 20. Juli in der Brauerei Friedrichshain statt. Kollege Klein gab zunächst den Kassenbericht für das 2. Quartal 1890. Bestand am 31. März 787,96 M. Einnahme bis Ende Juni 3037,56 M. Ausgabe bis dato 2855,20 M., bleibt ein Bestand am 30 Juni 182,96 M. In diesen Ausgaben sind auch die 600 M. enthalten, welche der Verein für die Streikenden von Siemens gezahlt, pwie ein Posten von 1200 M., welcher für die am 1. Mai gemaßregelten Metallarbeiter vom Verein gegeben wurde. Ferner giebt derselbe eine Abrechnung der von der UnlerstützungSkommission des Metallarbeiter Vereins ausgegebenen Listen für Neuenberger Gemaßregelte, für streikende Bitdhauer und Zigarrenarbeiter und ur Luckenwalder Gemaßregelte. Einnahme 1307,90 M. Ausgabe 1307,90 M. Weiter erstattet derselbe die Abrechnung über den Siemens'schen Streik. Einnahme 11 507,34 M., Ausgabe 8821,80 M., mithin ist ein Ueberschuß von 2685,54 M. vorhanoen, welcher für die am 1. Mai gemaßregelten Metallarbeiter verwandt worden ist. Hierbei wird noch bemerkt, daß sowohl von den ersten drei Sorten Listen als auch von den letztgenannten noch verschiedene ausstehen und die Säumigen ansges ordert, ihren Verpflichtungen nachzukommen und abzurechnen. Kollege Max Fahrenwald erklärt im Namen der Revisoren für sämmtliche Abrechnungen, daß Bücher und Belege in bester Ordnung vorgesunden sind und beantrag: deshalb dem Kassirer Decharge zu ertheilen, welchem Antrage die Bersammliing einstimmig nachkommt. Aus dem Bericht des Bor- stände# geht hervor, daß im letzten halben Jahre 25 Versammlungen und 30 Vorstandssitzungen stattfanden und Reiseunterstützung an 77 Kollegen gezahlt wurve. Von Streiks ist derjenige von Siemens zn verzeichnen, welcher für die Arbeiter ungünstig endete. Günstiger verlief eine aus Anlaß einer neuen Fabrikoronuug entstandene Zwistigkeit in der Fabrik von Lehmann, Mantenffelstraße, wo auf Intervention von Seiten des Vorstandes die Sache zu Gunsten der Arbeiter beigelegt wurde. Weiter wurde noch der Streiks von Kappler und Druckemüller gedacht, wo ebenfalls der Borstand handelnd eingriff, leider aber ohne Erfolg. Was den 1. Mai anbetrifft, so ist durch die große Zahl der Gemäß- regelten der Verein stark in Mitleidenschaft gezogen, doch sind gegenwärtig fast alle Kollegen wieder untergebracht. Bei der nun stattfindenden Vorstandswahl wurde Kollege Hart- mann, Reichenbergerslraße 73, mit allen gegen 8 Stimmen zun? ersten Vorsitzenden wiedergewählt. Desgleichen Kollege Klein ehenfalls gegen 8 Stimmen zum ersten Kassirer. Zum Schrill- sührer wurde Kollege Bingau, zum ersten stellvertretenden Vor- sitzenden Kollege Gerisch, zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden Kollege Kurgns und zum Prorokollführer Kollege Reimann ge- wühlt. Ferner wurde die Wahl des Kollegen Schiesel zum Be- vollmächtigte», des Kollegen Riese zum Kassirer und des Kollegen Josiorsky zum Protokollführer, sämmtlich für Charlottenburg, Moabit, von der Versammlung bestätigt. Eine von der Bibliothek- kommission entworfene Bibliothekorduung wird gleichfalls von der Versammliing angenommen, es aber dem Vorstand überlassen, den geeigneten Zeitpunkt für den Drnck derselben zu bestimmen. Vom Kollegen Rohm liegen folgende Anträge vor, die seiner Zeit von der beschließenden Versammlung bis zur Generalversamm- lung vertagt worden sind. 1. Vom 1. Juli d. I. an wird der Vorstand ermächtigt, einem jeden Mitgliede des Allg. Metall- arbeiter-Vereius, welches uns durch den Tod entrissen wird, einen Nachruf im„Berliner Volksblatt" zu widmen. 2. Für Rixdorf ebenfalls einen Bevollmächtigten, Kassirer und Protokollführer zu mtzen wäre. gan anerkan der Genen wählen. Beide Anträge werden angenommen Versammlung dem Antrage des Vorstandes zu: �"Zw-Aerzte heda die Fabriken von Hasse und Siemens aufzuheben, sirden, aus bi unter den obwaltenden Umständen vollkommen nubl ort der Kölln Die Schlosser und Maschiuenkau-ArboSe Thätigkeit hielten am Montag Abend im Konzerthaus nein Hoch a öffentliche Versammlung unter Leitung der Herm' mmlung gesck Pflaum und K 1 ü n e r ab, welche leider nur Wl war. Auf der Tagesordnung stand als erster WJJ|he Urrsam des Herrn Werner über: Die Verbände der Ihenmun, Arbeitnehmer. Da der Referent aber nicht erschloß � � Tages, zunächst die Auflösung der Lohnkommission in Bernst�jssion, 2. Auf Herr Pflaum hob hervor, daß es unmöglich arides, 4. Ver Jahre noch in eine Lohnbewegung einzutreten!.d>s Herren G. den Aufgaben werde man am besten der Werkstän�«unkt i verlas Mission überweisen können. Dieser Ansicht war auch VAuiig die 14 Po betonte, daß dieLohnkommisfion damals unterderVora'Dersaimnlung noch in diesem Jahre zu beginnenden Kampfes um Paragraphen bedingungen gewählt worden sei. Die sehnlichst �wünscht uni kürzung der Arbeitszeit werde man vor der Hattt) n-jjunkt 2 empfa können, das sei eine Folge des 1. Mai oder riOTjmtreten zu stände,' welche mit und kurz vor diesem Tage in dü anschreiben. traten. Die ganze Arbeiterschaft hatte auf den ffWbanna Vehr jriftführerin zur e Lehmanr uHlumiu Hoffnungen gesetzt und die Unternehmer hatten AfS�stfü diesem Tage einen großen Respekt; sie sagten swMert, der 1. Mai ausfällt, werden wir Etwas bewilligen�rail Le. Leider erschienen aber kurz vor dem gedachten!Uerren Mohrn PZMZWZM erlangen glauben. Leidet sind die Arbeiter noch SAnc. Vr genug, um zu begreifen, daß dem Beispiel der um sprechend, sie sich nunmehr ebenfalls überall# schließen müssen. Wie die Sache jetzt liem- Lohnkommission in diesem Jahre doch zwecklos Auflösung erscheint milhin rathsam. Sollte die Nothwcndigkeit einer solchen Kommission später � würde es nicht schwer fallen, eine neue zu schaffen-.1 trag, die Lohnkommisston aufzulösen, wurde hierOT nselmacher Juli, bei? r kapitalisti Fachverein iser, Balzcr en Kollegen 1 tzt schwebend ährt. Unt ite Versügun krankung un sten nicht b angenommen. Zum stellvertretenden Vertrauensmu großer Mehrheit Herr Frenze! gewählt. Der_„ die Revisionskommission drei Personen zu wählen, � �ese i stimmung der Verfammlung. Gewählt wurden�,,'...* Bethge. Miethe und B a r t u s ch. Der � �ertheilt schiedenes" gab noch u einer regen Diskuspon �r �.-m� l Klüner rügte die S Jchältniffe in der Kunstschlosl�.�, bekommi und Herr Schuber- forderte die Kollegen ottt, Xa|e 9, im 9J Beschlüssen gemäß, Delegirte in den � Jodt auf die wühlen und diese.er Werkstätten- Kontro-„ 2 � pjx zu nennen. Herr Mn e t he_ hält es für mstg ernfsgrnoh >ch dem Deix zu nennen. qjcrr uw 1 r, y e yau e»|ui die Werkstätten-Kontrol-Kommissio» demnächst eins, einberufe, um die Dek�irtcn in derselben seftznst» könnten regelmäßige Vc� ammlungen wohl iiu BOtz ..... eine digen Arbeitstag fallen chssen sollten. Herr PU»■ daß er den Nennstundentaz nicht bewilligen könne, imnerte an c eg nnj nicht thun wollten, Lo! Nb e � deren Fabrikanten Rebner aus ?, daß man von Seite» der Unternehnier»nn«oynom b-.-ch- Amm»Ii«..'., Gesellen geschlossen mit dieser Forderung kämen bemerkte ebenfalls, daß die den 1. Mai begleite»----� Bewegung großen Schaden� gebracht hätten. �''.Kr�tungen Die tragen, insol .:'_ fi neu Lohnfon diesem Zeitpunkt sei das Signal zum Abrüsten das habe viel zum jetzigen Daruiederliegen �"«Unfouds ÄU bewegung beigetragen. Bei einigen KleinsabrikaN�� bitter ge heute' die neunstündige Arbeitszeit, bei den große» � 05; die alte Arbeitszeit geblieben. Herr Schübe ��-„„veiseu ä Kollegen auf, den Zuzug von der Richard'sche�-,��'�. die alte bne von 17- zu halten, weil dort Bedingungen vorbanden zu arbeiten er keinem Kollegen rächen könne. Herr V trtra(,euke h nahm zu einer Entgegnung auf die Ausführung... Miethe das Wort. Kollege Miethe habe von Bekam-. � eüent den Blättern gesprochen, welche der Bewegung gU M. Wenn hiermit der bekannte Artikel für die MetaUo:"%l' Stund" Volksbl." gemeint fein solle, so müsse er doch gege? beT,.tfien Auslegung entschieden Verwahrung einlegen. D'L iU. der Unternehmer sei den Arbeitern ganz uuerwatj. r?..'' auf diese Taktik hatte die Gewerkschaftsbewegung b «Zt. SUN« die Reichstagswahlen stattgelunden haben und �/Mickten der tu sowohl, wie auch in noch viel höherem Grade Z an t die Thätigkeit der gesammten aufgeklärten Arbeu � Eisenindu geheurem Umfange in Anspruch genommen wu�tdjjiwatzeu List, später die Agitation für die Maifeier, isiiliche Best, die Arbeiter noch weiter materiell und phR!,,, seilte, fand wurden, so daß sie den plötzlich auftaiA�Mchsleriueist nehnier-Verbänden nicht mehr die nöthige �.�.sr Holzindus, entgegensetzen konnten. Durch Zusammenwirken..xlifyrd auch we derer Umstände, nicht aber durch einen Zeitung. Krungen der! letzterer Zeit Mißerfolge eingetreten.— Herr M! ,(jiiÄ vernichten. daß er trotz der Entgegnung des Vorredners aus, �genügender m j ei»; 1 punkt beharren müsse. Sicher habe man�die 2� ZHon emgetre, kenden durch solche Slrtikel vergrößert. Hätten typischer Fehl gesehen, daß die Arbeiter Ernst machen wollten,%�mnpf so lang inszenirten Widerstand nicht gewagt haben." � Kaden sei. 5 Hartmann noch einmal das Wort zur Erwtdez, yi agC Kichftt und Herr Mittig warm zur Einigkeit aufgefo*®6 jeartig zu sti die Versammlung. ...�ickchmerthums Dir freie Zilfsltnsso der Maurer, SteinV�Mdeu körn und Stnckntrure Deutschlands(Grundstein.» st�der ein ei Filiale 2, Berlin, tagte am Sonntag, den 13. 3'" stiAuldigkeit t tecks Lokal, Münzstraße 11. Der Bevollinächtliü Jjitcr den 0 tl ,em Eintrit Münzstraße Versammlung um 11 Uhr 5 Minuten mit, nung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 18914.s.stt�be that a Delegirte» von der Generalversammlung. 3. Aett' tt'p e ch s l e r. Verlesung des Protokolls ertheilt der Vorsitzen�.F Nmmlungen zur Verlesung der Abrechnung oas Wort; diese|U| Verlaufe, folgt: Bestand vom vorigen Quartal 284 M-(j ttark aufgebr Einnahmen 416 M. 45 Pf., macht zusammen, ßst"»rr Raute 700 M. 69 Pf.. Ausgabe 270 M. 86 Pf., R# ß Vorgehen .......-....... Auf Antrag des Revisors Marker wird dem an, da ertheilt. Zu Punkt 2 erhält das Wort der rln Derselbe erstattet Bericht über die Generalversaw� M, bevor eres einige der dort gestellten Anträge reff). 0elXt((i®u" l4W 0 welche die Entrüstung sowie das Befremden der �.z, rirt«nt< hohem Maße erregte, als dieselben mit dem P» Hilfskassen unvereinbar sind. In erster Linie»st t®® H«i treffs der Steinmetzen scharf zu kritisiren, kenn st' fj Humanität und�Solidarität, wenn Arbeitsgenosst����sprack '"mer Herr; .nnv*. 1 mr*.»»»» V W*W(iU tivvyv»» l', bedauerlicher Weise schon eine kürzere Lebenvb» rücksichtslos behandelt werden, denn anders ist wenn man die Altersgrenze dieser Leute zur% I Klasse von der Bestimmung abhängig machen ststQ Jahre alt zu sein. Die andere Angelegenheit b« 7 ----- ilstkassw-AM frage, welches zur Publikation der Hil utzen wäre. Es wurde laut Beschluß der„Grundstein" als 'gan anerkannt. Nachdem nun noch der Vorsitzende Braun den der Generalversammlung gefaßten Beschluß betreffs der Na- Aerzte bedauert, wodurch verschiedene Mitglieder gezwungen rden, aus der Kasse ausscheiden zu müssen, nimmt das Schluß- rct der Kollege Marker, welcher in kurzem Ueberblick nochmals Thätigkeit der Filiale II passtren läßt und wird dann mit nein Hoch auf die Wirthschaftsweise unserer Filiale die Ver- mliing geschlossen. Am Montag, den 21, Jnli, fand eine große Lffent- iri)® Versammlung sämmtticher Uäfferinnen, Knopfloch» Ktemplerinnen. Ci>, stemmerinnen«. f. w. der Tagesordnung: 1. Bericht der Statutenberathunqs-Kom- Aston, 2. Aufnahme der Mitglieder, 3. Wahl des Gesammt-Vor- � �.Ä�des, 4. Verschiedenes, im Böhmischen Brauhaus, unterLeitung 6ie s�r Herren G. Koopmann, Kleiner� und Frl. Loivatz statt. Zu nur s um Paragraphen wurde nach Anfrage des Vorsitzenden' nicht wichst'Äwünscht und folgte hierauf einstimmige Annahme. Zu HavdlMnkt 2 empfahl Herr Koopmann eine Pause von 15 Minuten r richlMtreten zu lassen und ließen sich in der Zeit 31 Mitglieder e in di- �schreiben. Zu Punkt 3 wurden zur ersten Vorsitzenden Frl. den Johanna Vehr, zur zweiten Vorsitzenden Frau Lantzky, zur ersten tten au« chriftfuhrerm Frl. Saftleben, zum zweiten Schriftführer Herr iten stch, dillert, zur ersten Kassirerin Frl. Just, zur zweiten Kassirerin villigeu rau Lehinann gewählt. Zu Punkt 4, Verschiedenes, sprachen die chten TUerren Mohring, Koopmann, Werner und Frl. Behr. Ersterer ükanteu?>er che Nothlage der Näherinnen, Herr Koopmann über das ren, dUaalinonsrecht der Arbeiter und Arbeiterinnen, insbesondere die Ter Tilge Machination der Kapitalisten und Arbeitgeber anführend; ß erfolg 2e!ie geschlossen suchen, den Bruder Arbeiter auszubeuten. one», geschlossen müßten die Anwesenden dafür Sorge tragen, > FabrillU�rch rege Agitation dem neuen Verein Kräfte zuzuführen, um setz ZU Kapital ein Bollwerk entgegensetzen zu können. Herr Werner u« kö>mUuchte die Versammlung, alle Schäden mitzuthcilen, damit Ab- and uiu�ie geschaffen werden kann. Frl. Behr sprach in beredter Weise ie« die jetzigen Verdienste der Näherinnen und erntete reichen der Arbä�ifall. Hieraus schloß der Vorsitzende mit einem Appell für rege s SoziaAltation die Versammlung. Eine Versammlung' des Fachvereins der Bürsten- und mselmacher Berlins und Umgegend tagte am Sonntag, den Juli, bei Feuerstein. Herr Pens hielt einen längeren Vortrag !r kapitalistische und sozialistische Moral. Für die Mitglieder Fachvereins wurde ein Rechtsschutz, errichtet und die Kollegen nser, Balzcr und Bartsch als lliechtschutz-Kommission gewählt. en Kollegen Meyer und Jäkel wird der Rechtsschutz für ihre ' t schwebende Angelegenheit mit ihrem früheren Arbeitgeber lährt. Unter Verschiedenes kommt Kollege Lindemann auf die Ie Verfügung zu sprechen, ivonach jeder, der im Falle einer noch "A liegt. uvecklo» Sollte später limmM ankung und Aufnahme im städtischen Krankenhause seine Kur- sten nicht bezahlen kann, vom Wahlrecht ausgeschlossen sein ll; da diese Maßregel doch höchst inhunian ist, so kann man sich cht scharf genug dagegen aussprechen. Auch wurden die Frage- »gen vertheilt, die in einer früheren Versammlung beschlosien orden sind und werden die Kollegen, welche noch keine Frage- gen bekommen, ersucht, dieselben bei Emil Lindemaun, Moritz- nße 9, im Arbeitsnachweis abzuholen. Mit einem dreisachen och auf die moderne Arbeiterbewegung schloß der Vorsitzende 2 Uhr die Versammlung. ÜTC(WiLJ 4 st eiii«j5 Eine öffentliche Verfammlnng der Drechsler»nd sesizuj�erufsgenalfen aller Dranche» war für den 21. d. M. im dem Deigmüller'fchen Saale einberufen. Die Versammlung e Verhetzte unter Leitung der Herren Lutz, Thom und Jung. nführe� er erste Punkt der Tagesordnung lautete:„Endgiltige ch, für Beschluß f assu n güb er die d i es j ährig eL oh>i b cw e- r Puls»ung. über welche» Herr H i l d e b r a n d t referirte. Derselbe könne. Ennerts an den Beschluß der ersten Versamnilung in der Lohn- chten. Wsegungsfrage im Jahre 1839, dahingehend, daß so lange von nebMÄ Lohnbewegung Abstand zu nehmen sei, bis die Berufs- aen uü'-dllegen durch Anschluß an die bestehende Organisation beivicsen >n ßek?cheii würden, daß sie ihre Lage und den Ernst der Sache erkannt si'.,Ä» llKtlen. Die Agitation für die Organisation habe gute Früchte gneiiiMtragen, infolgedessen s. z. der Beschluß gefaßt wurde, die Vor- 'n-!, acl�reitungen für eine Lohnbewegung zu treffen und vor allem ' i-r Lohnfonds zu gründen. In der Erwartung, daß dieser sL,M»if|»fonds zu einer stattlichen Höhe anwachsen würde, habe man H) bitter getäuscht; hätte jeder Kollege, wie beschlossen, regel- '.heil vstig 50 Pf. beigesteuert, so wäre heute ein anderes Resultat ., KtlTlfzuweise», als es der Fall ist. So verbesserungsbedürftig auch Ich....< e Lage de" seien-. Lage der Drechsler sei, denn es gebe Werkstätten, wo Wochen Reit Ö'pne 1,011 17—18 M. zu den glänzenden gehören, so wäre der - Ertragende doch der Ansicht, daß es des Lohnkampfes uud seiner tzekatlNi��?. nicht werth sei,_ wenn die sichere Aussicht vorhanden sei, lng ges die event. Errungenschaften in kürzester Zeit wieder verloren fihen. Die formulirten Forderungen(Verkürzung der Arbeitszeit neuen( J 9 Stunden, 22 M. Ätinimalwochenlohn:c.) seien zwar selbst Tie'ch der freien Melstervereinigung anerkannt worden und wen» .st-marlii ich wirklich zeitweise etwas zu erringen gewesen wäre, so hätten leW.ib hrtrh ir, NN.,..»»., hi...... tallarbel .h daß j''1/.., Lohnbewegung einzutreten. Die Vorgänge in Hamburg Ttriie zu Welten der heutigen Zeit die Signatur auf. In Berlin fei es be- '...mtsnsts genau daäelbe. Redner erinnert an den aronen Verband Arbeite» � wurde' genau dasselbe. Eisenindustriellen Redner erinnert an den großen Verband mit seinem Arbeitsnachweis und seinen _ i. Auch im eigenen Geiverbe machten sich bereits ..hnn'�JLxlÜ c Bestrebungen bemerkbar. Wie der Vortragende mit j d{.„«iWlte, fand am aleichen'Abende eine Versammlung Berliner um Stelllmg zu nehmen zu dem Verbände er ��nvarzen Listen. äuhchc ne r AflUrnhnftriai;««. I .. � stli utijiutu gu 1 Ulli eovtoiiauc 5reii," bnit dem Sitze in Hainburg), Ivelcher Ver- ;' uf seist! vernichten. Jetzt einen Kampf mit dem koalirten Kapitale bei f q.hl �ge lugender Rnftung und bei der beoorsteheiiden und theillveise «% s 55«öS ren. a'.-.S'Mpr lo lange zu vertagen, bis oiRfceve ffvfnra nar- en. as.l�npf so lange zu vertagen, bis größere Aussicht aus Erfolg vor- WdörNW«" frl dume'choben nicht ausgehoben. Jetzt gelte k�rdell'' alh Krh�te anzuspannen, um die Rüstilng. die Organisation, 1' Mrtlg zu stärken, daß dem unausbleiblichen Angriffe oeS Unter- t.!«li«�W'Wbll»is auf die Organisation mit Ruhe entgegengesehen .n n �• lon"e' Skch dieser Richtung hin müsse ein W" etirtget Agitator sein und ,venn ein Jeder seine lAtt t'l;chlllölfl'eit thue, dann würde auch der Erfolg nicht ausbleiben. gegebenen Verhältnissen rathe er entschieden von Mb g, Aem Eintritte in die Lohnbewegung in diesen, Jahre ab. Das- thrnt auch die Lohnkominission der Hotz- st st e ch s l e r. Nach dem Berichte derselben haben sich an de» fltzen«rfi chnmlungen zum Lohnfonds nur 200 Kollegen betheiligt, welche cou jg Wochen glücklich die Summe von etwa 400 wortes erfolgte die Sistirung des Referenten. Die Versanimlung beschloß darauf folgende Resolution: Die heutige Versammlung der Drechsler und Berufs- genossen aller Branchen Berlins beschließt, in Anbetracht der Verhältnisse in Hamburg und des jetzt vorherrschenden flauen Geschäftsganges von einem Eintritt in eine Lohn- bewegung abzusehen, dafür aber alle Kraft aufzuwenden, um dort, wo der Arbeit die erste Schlacht geliefert wird, den Sieg mit erringen zu helfen und somit zu gleicher Zeit den Gesetzen mehr Achtung zu verschaffen von Seiten der Unternehmer. Die Versammlung wählte hierauf Herrn P l a g e n s ,um Lohnfonds-Kassirer und Herrn B e r g e m a n n als Er- ätzmann in die Lohnkommission der Holzdrechsler. Der vierte Punkt der Tagesordnung lautete:„Die Statistik in unserem Gewerbe". Derselbe wurde dadurch er- ledigt, baß die Statistik der Vereinigung überwiesen würde. Der nächste Punkt:„Die'Angelegenheit der Bredow'schen Werkstatt" würde infolge der Verhaftung des Herrn Hildebrandt von der Tagesordnung abgesetzt. Unter „Verschiedenes" wiirde mitgetheilt, daß innerhalb 14 Tagen eitens der Lohnkomunssion 495 M. nach Hamburg gesandt wor- dies-. " �! �aufgebracht haben.' In" der folgenden Diskussion sprach sich loei'. asi? irr st aulenberg in eingehendster und schärfster Weise über .rc vorgehen des Unternehmerthums in Hamburg gegen die Ar- anWsiriiX tlU!° und schloß sich der ausgesprochenen Ansicht des Refe- eni /st.,? st'uen an, daß der Lohnkampf vertagt werden möge, um nicht DclcS �,iUw) in Berlin vorzeitig den Klassenkampf zu», Ausbruch zu brin- er nicht in Hamburg ausgekämpft worden sei. Dorthin gesä�-sHUsten jetzt die ganzen Kraste der gesammten Arbeiterschaft kon- der Zntrirt, mit aller Btacht die politischen Rechte der Arbeiter ver- Prü'lst?eldigt werden. Doch legte auch er es den Berufsgenossen drin-' e ist stisi'Ud ans Herz, die Organisation zu stärken uud die Sammlungen zum nn(b* xOhusondS fortzusetzen.(Großer Beifall.) Im Siiine der Bor- nosse".. /fdner sprachen serner noch die Herren Tietze, Jäuicke er--'1".�!,' tein, Pansenberger, Plagens, und als Schluß- st es I' ad�edner Herr Hildebrandt. Stach Beendigimg seines Schluß- M den sind und daß bereits wieder 200 M. bereit liegen. Doch wurden die weiteren Sammlungen einem �eden dringend an s Herz gelegt.- Die bereits in der vorhergegangenen Versammlung ausgesetzte Wahl eines Mitgliedes zur Rövisions-Koinmlsston für den Stockarbeiter-Streik aus der Branche der Kammmacher konnte auch diesmal nicht vollzogen-Verden, da nur zwei Vertreter dieser Branche in der Versanimlung anwesend waren.— Die Zahl- stellen, sowie die Adresse des Lohnfonds-Kasslrers, woselbst Listen für Hainburg zu haben sind, werden»och besonders bekannt ge- geben werden. I» V-;ug auf den Versnntinlnngsbeeilljt der Dchneider vom 24. Juni er. konstatirt der Berichterstatter, daß Vorsitzender Herr Pfeiffer in Bezug aus das Braun'sche Geschäft lediglich gc- äußert, daß dessen Inhaber früher Geschäfts- führer in einem Geschäft war, das gerichts- kuiidig wahre Schundlvhne zahle. Gr-st- G»nernt»ertaminl»ng d-r SäUierg-l'««»» st'rti»« a"i Ton- nerstaa, den 2«. Juli isu», Nachmittags a Uhr, in der KoingSbank, Acob« ��Fachv-r«i,"drv Schlsss-r»nd Maschin, nba»a»d«it«e Sertins und Umgegend. Mittwoch, den 23. Juli, Abends 8� Uhr, bei Feuerstein, Alte Jacobstraße 75. Große Versammlung. Tagesordnung; i. Vortrag deS Herrn Baader über„Die Mannesmann'sche Erfindung und deren soziale Folgen. 1. ZillMa der 4. Ltlafle 182. Köingl. Preuh. Lotterie. gl« tili II» vom 3t- Juli 1390 Vormittags. Rur dl, StwiiNl- Uder«Ii» Viark Itud d-u v«ir-ii«»°ea Nummer» tu Pareiitbae bcigeiugl» (Oinie Gewädr.) B6 211 374 455 553 63 702 884 fl 1004 15 161 95 13001 271[1500] 89 422 1300) 786 15001 843 946«278 98 372 518 610 800 1300) 919 44 3067 111 317 441 75 526 020 48 717 800 984*058 119 89 278 89 347 688 712 77 913 5028 93 190 280 325 41 460 508 031 I300J 56 75 86 868 80«223 596 97 667 838 86 WO! 15 31 272 309 446 84 f.iOOl 593 040 77 817 8002 114 223 36 97[3000) 308 443 6(6 731 816 80 954 84 «283 853 406 84 552 88 746 834 931 97 l«073 112 233 95 449 503 614 21 716 811 973 1 1025 233 45 310 40 92 425 550 627 40 98 829 12021 289 323[300] 476 97 582 761 927 13106 218 115001 81 388 481 640 73 069 763 94 946 14282 309 1300) 660 15001 73 82108 15152 278 321 469 807 61 I«013 226 93 331 79 412 65 78 514 33 633 40(15001 17153(300)281 85 442 803 13000) 27 84 (30001 1K05U 104 1500) 440 611 682 95 704 855 1 0075 156 57 272 83 370 400 30 91 541 796 858 913 «0002 24 64 122 28 88 292 399 561 635 726 918 30 98«1128 61 76 98 227 51 369 86 97 574 623 81 i 24 27 50[15001 931««168 72 15001 251 365 403 26 60 707 39 55 59 862 987«3094 124 72 211 468 550 847 64«4002 21 143 324 433 587 669 62 81 820«5068 140 272 3 10 96 453 74 634 75 1500).802 916««051 208 10 873 433 13001 51 13001 91 617 1500] 20 735 90 804 1300) 74 929 00 88«7025 94 146 88 226 422 64 518 69 96«8023 51 165 92 208 44 305 40 44 456 72 675 738 1500) 80 810 946««035 68 345 115001 851 963 UOOOOl 79 »«108 48 266 415 34 40 52» 75 618 716 803 36 93 959 3 1 309 33 621 64 674 13001 818»«151 65 225 398 113 130001 25 509 44 80 608 778 80 926 33061 134 35 79 253 327 429 13000) 555«17 713 818 936 4 3 52 3*049 85 136 52 86 446 115001 552 602 856 994 3 5099 2<4 359 63[15001 534 731(3001 936 97 3«034 2o7 70 308 97 650 707 891 925 3 7 052 153 90 307[5001 433 77 503 806 969 38194 423 552 93 1500] 766 80 Ml 977 33067 130 257 359 555 1600) 91 130001 732 71 15001 88 903 94 *«193 361 63 71 437 80 623 624 734 930 82*1003 35 11500) 62 195 323 573 758 4«021 94 317 74 544 55 614 725 91 887*3119 43 250 91 376 408 23 516 28 726 32 68 875 900 5 95*4175 77 257 466 99 625 38 64 95 743 1500) 827 999*5013 282 99 642 97 742 1500) 938 65 1500) 41:023 17 6 207 508 64 76 659 68 816*7028 311 51 588 668 742 850*8032 239 394 446 66 115«««) 597 731 97 846 4 0273 1300) 88 314 73 454 92 600 15 27 716 827. 4 95 944 6O0U9 238 392 483 5 1076 586 1500] 684 5*092 405 44 693 877 965 53070 223 88 97 342 419 76 79 83 130001 594 771 1500) 5*016 301 50 432 545 55 649 795 55113 366 426 43 115001 44 546 738 77 979 5« 1 29 232 36 84 322 45 94 728 853 913 26 61 5 7018 53 80 141 47 271 310 421 604 18 67 743 814 30 44 99 11500, 935 5*035 74 100 285 409 534 99 614 748 76 812 67 59019 171 210 69 318 62 75 468 825 54 945 61 ««178 303 33 78 518 76 80 817 1300]«1021 54 64[150] 164 356 73 t8 428 677 693 701 809 1500) 33 37 47««021 74 309 419 765 972 «3000 13001 100 83 225 329 4M[500] 608 11 35«4040 101 29 62 211 680 624 73 1150] 721 99 824 980«5028 171 329 130001 42 403 13 524 636 75 15001««297 369 7 3 403 36 7 8 520 609 745 7 2 88«7008 115001 93 316 62 65 97 561 Gl 19 19 79 86 708 31 64 70 804 15 979 08077 243 58 317 22 42 70 471 562 604 702 35 92 947«9010 40 60 272 302 13 71 433 130001 537 69 710 942 70289 311 73 405 58 531 621 86 820 64 989 7 1067 91 1300] 134 [1500) 46 89 92 354 7 32 978 7*014 45 244 321 82 464[3001 550 130001 674 795 821 87 98 7 3230 76 390 I3ü0] 542 615 17 67 735 817 69 948 62 7*011 139 264 83 94 306 94 560 638[5001 795 13000) 865 946 7 3003 82 85 225 84 322 443 603 84 5 941 115001 78 7 0252 330 37 431 606 11 728 88 807 75152 11500] 259 98 662 755 957 7»140 70 278 381 472 521 23 673 1300) 730 840 73 90 934 78 79105 214 16 1500] 71 82 15001 316 94 483 637 647 8(0042 Ml lau 223 31 884 421 64 527 92 605 II 75 705[30001 809 28 46[10 OOOI 66 63 958 69 90 98»1105 28 03 335 513 47 56 59 87 790 914 22 88 93 8*044'275 377 445(3001 529 637 3, 77 91 848 942 92 83196 392 743 66 925 8 4067 133'237 322 45 520 644 72 733 115001 37 899 974 92 8.3143 62 243 75 327 520 638 840 67 98 8 0076 160 285 328 56 09 413[500] 64 530 617 833 85 922 8 7308 533 44 762 849 88222 310 536 53 61 601 744 821 948 80053 164 283 304 48 404 638 895 914 ««053 195 250 88 436 49 53 549 700 34 930 01072 167 13001 304 439 41 638 63 623 1300) 66 1300) 792 993««017 20 122 76 UuUO) 1. Ziehung der 4. Klaffe 182. KSuigl- Preug. Lotterie. {Jltlllllm mm 22. Juli 1*90. iVrtrtlinlttnfl,. >1«, dir ffiriuiuiK übtr«1« alorf Hu»»tu aetteiuitoei, WumiBet» tu Vareiilyen bcifliriiät. (Obiic Ä-w.uir.) 330, 430« 610 99 845 65 67««007 78 15001 514 08.3 888 81 971 99 WWAiWNMMÄMss 556[15001 65 601 89 886 IO80Ü9 64 60 130001 238 624 28 65 88 771 857 922 62»«»092 104 207 2.3 89 331 496 515 78 861 913 27 279 381 04 485*OTM0 Ä> 801 86 96*''«mt 53[3001 78 254 66 471 635................. 180 Will 385%: 55 91-676-80 92 701«,*210 374 471 526 600 12 21 62 96'»«043 71 lO�'iul 332 Ä' 61 487 87 91 628 725 45[5001 909 01107 �2 3? 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Dislusslon. 3. Aufnahme neuer Mitglieder und Entrichtung der Beiträge. 4. BerschiedeneZ und Fragetasten. Säfte willkommen. Um zahlreichen Besuch wird gebeten.— Die Protokolls zum Allgemeinen Metallarbetter-Kongreß zu Weimar gelangen in dieser Versammlung zur Ausgabe. Sth- und DisKutir- Klub„ZNorgrnroth". Sitzung. Mittwoch, den 33. Juli. Abends 8 Uhr. bei Scholz, Liebenwalderstrahe 20. Säfte durch Mit- glieder eingeführt, haben Zutritt. Sleichzeitig Annahmestelle sür gelesene Ar- beiterblälter. G»sangv«r»in„Edelweiß". Jeden Donnerstag 9 bi» Ii Uhr. Mariannenstraße 31—32. Uauchklub„W>,Id««srii»". Veretnslokal Wienerstraße 38 bei Nestau- rateur E. Schulz. Jeden Donnerstag. Groß« Perfainnilmig de» Allgenirine« Arbeiterinurn-zierein» Krrlin» und Zlingegend am Mittwoch, den 23. Juli, Abends 8% Uhr, in UebeUs Salon. Naunynstr. 27. Freie Bereinigung der Maurer Krrlin» und Umgegend. Tonners- tag, den 24. Juli, Abends 8% Uhr, Sebaslianstraße 3»: Ordentliche Mitglieder- Versammlung. Berliner Sanitätouerein für Arbeiter beiderlei Geschlechts((£• K. Ar. 8a). General-Versammlung am Montag, den 28. Juli, Abends 8% Uhr, Alte Jakobstr. 75. Gesangvrrein Morgenroth. Bei Schmidt, Wrangelstr. l4i. Gäste will- komme» Freie Bereinigung der KauNeut». Mittwoch, den 23, 68. Mts., Abends 8% Uhr, bei Gratweil, Kommandantenftraße: Mitglteder-Versanimlung. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Stadtverordneten Zubcll über die Hand- lungsgehilfen und die moderne Arbeiterbewegung.— Gaste haben Zutritt. Große öffrntlich» Nrrsammlnng sämmtlicher Schmiede Kerlin» und Umgegend am Mittwoch, den 23. ds. MtS., Abends 8 Uhr, in Jordan'S Salon, Neue Grünftraste 28. Tagesordnung: i. Die wirthschaftliche und politische Lage. Referent Herr G. Link. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Um recht zahlreiches Erscheinen wird ersucht. Eine vom Feseblub FassaUe angemeldete öffentliche Versammlung, welche am Sonntag, den 20. Juli, statlstnden sollte, erhielt die polizeiliche Ge- nehmtgung nicht und ist diese Versammlung auf Mittwoch, den 23. wieder ange- meldet. Es wird deshalb ersucht, nicht Dienstag, den 23., wie gestern tmhümlich im„Berliner VoNsblatt" stand, sondern heute. Mittwoch, den 23. Juli, recht zahlreich zu erscheinen. Gesang-, Turn- und gesellig« Urrei»» am Mittwoch. Männer- gesangveretn„Jugendlust" Abends 8% Uhr im Restaurant Passod, Garten- ftraße 182.— Männergesangverein„lläctlia" Abends s Uhr im 3 —„------- I---------------- Restaurant Kopeniiterftr. 127a.— Gesangverein„Männerchor Linde" Abends 8% Uhr im Restaurant Haller, Naunynstrabe 70.— Männergesangverein„Sangesfreude" Abends 9 Uhr im Restaurant Musehold, LandSbergerstr. 31.— Gesangveretn „Freya" Abends 8% Uhr im Restaurant Benerke, Große Hamburgerftr. is.— Huppert'sche Sängervereinigung jeden Mittwoch nach dem Ersten im Monat, Abends 9 Uhr im Restaurant Heise, Lichrenbergerstr. 21.—„Seeger'scher Gesangverein" Abends 9 Uhr im Restaurant Wenck, Blumenstraße 46.— Gesangverein„Schwungrad" Abends 8% Uhr tin Restaurant Sahm. Annenstr. 16.— Männergesangveretn„Lorbeerkranz" Abends 9 Uhr im Restaurant Karsch, Oranienstr. 190.— Gesangverein„Nord-Jubal" Abends 9 Uhr in Bettin'S Bierhaus, Veteranenstr. 19.— Gesangveretn„Unverzagt" Abends 9 Uhr Köp- niekerslr. 127a bei Greving.— Männergesangveretn„Schneeglöckchen" Abends 9 Uhr im Restaurant Toberstein, Mariannenstr. 31—32.— Gesangverein „Sängerrunde" Abends Uhr Buckowerstr. 9.— Verein„Sangesireue" im Restaurant Henkel, Brüderstr. 20 I. Uebungsstunde von 8�—11 Uhr Abends. — Gesangverein„Bruderbund" Abends 9 Uhr bei Pätzoldt, Reichenberstr. 1a. — Männergcsaugverein„Schneeglöckchen" Abends 9 Uhr Sitzung im Nestau- rant Stehinann, Melchtorstr. 15.— Gesangverein„Süd-Ost" Abends 9 Uhr bei Ziemer, Cuvrnftr. 16. Gäste willkommen.— Lübeck'scher Turnverein(1. Lehr- lings-Abthetlung) Abends 8 Uhr Eltsabcthstr. 37— 58.— Turnverein„Wcdding", Panksir. 9. Männerabtheilung von sjj— ioJ Uhr Abends; desgleichen 1. Lehr- lingSabthetlung von 8—10 Uhr Abends.—„Mehr Licht", Verein für Scherz und Ernst, Abends 8% Uhr im Restaurant Held, Fruchtflr. aag.— Schlestscher Verein„Holtei" Abends 9 Uhr im Restaurant Gehrt, Prinzen- straße loa.— Vergnügungsverein„Fröhlichkeit" Abends 9 Uhr im Restaurant Säger, Grüner Weg 29.— Wifsenschaftlicher Verein für Roller'schcr Steno- graphie Abends 8% Uhr im Restaurant Besse, Alte Schönhauserstrabe 42 Unterricht und Uebungsstunde.— Roller'scher Elenographcnvcrein Süd-Berlin Abends. 8X Uhr im Restaurant Prinzcnstr. 97, Sitzung und Uebungsstunde— Arends'scher Stenographen-Verein„Amicitia" Abends 8% Uhr im Restaurant Behrends, Schönebergerslr. a.— Arends'scher Stenographenverein„Philia" Abends 9 Uhr tm Restaurant„WilhelmSgarlen",Kochsir. 7.— Eienographischc Gesellschaft ArendS tm Restaurant Bürgcrgarten. Lindenstr. 105. Unentgeltlicher Unterricht und Uebung.— Berliner Rauchklub„Wrangel" Abends 9 Uhr im Restaurant Foge, Köpnickerftr. 191.— Rauchllub„Havanna SO Abends 8X Uhr tm Restaurant Paegoldr, Retchenbergerslr. 1a.— Rauchllub .Xilemüthltchketl" Abends 9 Uhr im Restaurant Achsel, Köpnickerstr. lai.— Rauchllub„Eolumbia" Abends 8% Uhr im Restaurant Beyer. Prinzenstr. 96. — Rauchklub„Frisch gewagt" Abends 8% Uhr im Restaurant Tempel, Bres- lauerstr. 27.— Rauchllub„Vulkan" Abends 9 Uhr im Restaurant Schulz, Gräseslr. 82.— Friedrichsbcrg. Rauchllub„Nordstern", Ltppe's Restaurani, Friedrich-Kurlstr. 11.— Vergnügungsveretn„Fröhlichkeit", gegründet 1880, Abends 9 Uhr, Grüner Weg 29.—„Pollack-Club-Eintracht", jeden Mittwoch, Abend« 8X Uhr bei G. Thiel, Wienerstraße 68.— Gesaugverein der Tapezirer Berlins, jeden Mittwoch Restaurant Seydclstr. so, von 9—11 Uhr Abends.— Unterhaltungsverein...Harmonie". Sitzung Abends 9 Uhr Dresdenerstr. 118 bei Mendt.— Tambourverein„Exelsior". 8X Uhr. Uebungsstunde bei Böhl. Rüdersdorferstr. 8. Aufnahme neuer Mitglieder.— Männergesangverein „Liedesfreihril", Abends«x Uhr im Restaurant Henke, Blumenstraße 38.— Flöter'scher Gesangverein bei Musehold, LandSbergerstr. 3i, Abends 9 Uhr.— itartcntlub„Kreuz-Dame", Abends 9 Uhr tin Restaurant Mönch, Lichtenberg- Friedrichsfelde, Prinzcn-Allee a.— Vergnügungsveretn„Kreuzfidel" im Rest. Doberstein, Martannenslraße 31—32: Sitzung. Nach der Sitzung Tanz, Vor- träge Gäste, durch Mitglieder eingeführt, willkommen.— Gesangverein „Steinnelke," Uebungsstunde von 9—11 Uhr bei Müller, Gartenstraße«3.— Gesangveretn„Phoniz", Gesangstunde» Uhr Steinmeystr, 76. VvivfktÄZkon dev Nvvnltkion. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements-Quittung beizufügen. Briestiche Antwort wird nicht ertheilt. Für dir ansgrsprrrten Knnliandwerkrr Aamdurgv gingen ferner bei uns ein: Pflanzergesellschaft vom nassen Dreieck 10 M.; Ueberschuß von Velamy 1,80 M.; Tapczieriverkstatt von Dittmar, Molken- markt 4,3b M.; Geselliger Verein Hoffnung 30 M.; Jung 25 Pf.; Tischlerwerkstatt, Ritterstr. 49 4,83 M.; Tr. Ch. 3 M.; L. Genetzki 3 M.; 6 Mann der Malerwerkstelle Militschke 5,46 M.; fröhlich in Kutscher 2,95 M.; Vorn Monbijouplatz 7,45 M.: ausdiener am Biertisch bei Wolf 2,15 M. Weitere Beiträge nimmt gern entgegen die Expedition Beuthstr. 3. I. P. Wenn Sie über 21 Jahre alt sind, so können Sie gegen Ihren Vater auf Ertheilnng der Einwilligung zu Ihrer Verheirathung beim Landgericht klagen. Er mup alsdann nach- weisen, daß er die Einwilligung auö triftigen Gründen verweigert. Wenn Sie über 25 Jahre alt sind, bedürfen Sie seiner Einwilli- gung nicht. G. K., Köln. Der Vormund kann bei dem hiesigen AmtZ- gericht beantragen, daß ihm wegen der Veränderung des Wohn- sitzes die Vormundschaft abgenommen wird. \v.li I. M. 700. Sie sind berechtigt, gegen den jungen Mann auf Rückgabe Ihrer Photographie zu klagen. Sie müssen ihm als- dann das Ihnen zugesandte falsche Exemplar zur Verfügung stellen. Die Klage können Sie auf der Anmeldestube(Neue Frie- drichstr. 13) zu Protokoll geben. 09. A. 1. Wegen Geschäftsschulden des Mannes können alle demselben gehörigen Sachen, auch Haushaltungsgegenstände gepfändet werden. Sachen, welche der Mann mit dem Gelde der Frau gekaust hat, gehören dem Mann. 2. Hat die Frau ihr Vermögen dem Manne in das Geschäft gegeben, so ist sie seine Gläubigerin und kann ihre Forderung geltend machen. 3. Eine Nähmaschine, die zum unentbehrlichen Geschäftsgeräth gehört, unterliegt nicht der Pfändung. K. K. 100. Es kommt darauf an, ob Sie bei Anwendung der gewöhnlichen Aufmerksamkeit das Litermaß hätten sehen müssen. Nur wenn dies der Fall, sind Sie schadensersatz- pflichtig. G. 101. Schreiben Sie an die Gewerbe- Deputation, daß Sie sofortige Exekution gegen den verurtheilten Beklagten beantragen. M. U. Ihre Frage ist unvollständig, und daher eine Be- antwortung nicht möglich. G. M., Rrichenbergerstrnße. Sie können den Verkauf der Wirthschaft anfechten. Zu näherer mündlicher Auskunft sind wir bereit. G. D. Zimmerer. Wenn Schlafwirthe vor dem 1. Juli eine neue Wohnung bezogen haben, und die Schlafleute ihnen dahin gefolgt sind, ohne ausdrücklich zu sagen, daß sie nur bis zum 1. Juli bleiben wollen, so können sie nur am 15. Juli zum 1. August kündigen. K. 49. Wenden Sie sich mit einer Eingabe an die Kreis- Ersatzkommission. (0. fs. 31. Es wird Ihnen wohl nichts übrig bleiben, als den Schuldner zu verklagen. Bevor wir Ihnen jedoch nähere Angaben zu machen im Stande sind, müßten wir den Schuldschein einiehen Lithograph. 1. Ter Meister kann das von ihm freiwillig für den Lehrling gezahlte Krankenkassengeld jederzeit erstattet verlangen. 2. Zur Sicherung seines Anspruchs kann er das Werkzeug des Lehrlings zurückbehalten, darf aber dasselbe nicht benutzen. Frau? M. Wir werden sehen, was sich machen läßt. Das Gedicht ist ganz hübsch. Ioh. K. Wir können von Ihren Mittheilungen nur Ge- brauch machen, wenn Sie uns Ihren Namen nennen. P. M. 10. M. Die Stadt Frankfurt a. M. wählt nur einen Abgeordneten. Der jetzige ist Schmidt. Abonnent Fiussitenstr. 30. Sie haben zwar Ansprüche gegen den Meister, haben dieselben aber ganz falsch geltend gemacht. Zu näherer niündlichcr Auskunft sind wir dereit. I. I. L. 86. Warum sollten Sie denn einen Mahnbrief an Ihren Schuldner nicht des Sonntags schicken? Das ist nicht strasvar; der Betreffende würde sich höchstens unnütze Kosten machen. K. LJ., Palliladenjlraßc. Eine Arztrechnung aus dem Jahre 1888 ist noch nicht verjährt. W. Zk. Ihre Anfrage ist nicht recht verständlich. Zu münd- licher Auskunft sind wir bereit. ist.|l. 101. Wenn ein Mädchen schon früher von einem Anderen ein Kind gehabt hat, so brauchen für ein zweites Kind keine Alimente gezahlt zu werden. F. M. 1. Die Kündigung brauchte nicht gerichtlich zu er- folgen. 2. Sie können jederzeit die Rückzahlung des gekündigten Kapitals verlangen. Schlimmstenfalls im Wege der Klage, welche. wenn das Kapital über 300 M. beträgt, durch einen Rechtsanwalt angestrengt werden muß. W."i,nal w„ znntagS-Ni (Eins »r <0U.lu4v.iv», wiiv.....------, hi Zahlung im Stande ist. Vielleicht beantragen«y*. Amtsgericht einen Zahlungsbefehl, das ist no°> T Weg. JnB, ers. Hi t«wegung" >ch giebt ei Ihren nuerlicfjen ttif;:, ommun F. Schütienfttaßf. Sie können 14tägige Lohnentschädigung verklagen. (C*. 1. Wenn dem Arbeiter ein Versehen f.RtecnQRunci1 die Folgen desselben tragen und die Zahnräder ech--� � ö Schutzblech ist nicht vorgeschrieben. 3. Fragen Sie M»On er anwaltschaft an. Sie müssen Antwort erhalten. �itgitedern 100. Ja; bis 11 Uhr Vorm. m»' phrscheinln beendet sein. 60 Pf. Thatsack §,§. 100. Allerdings können Sie wegen ist ei Vorstrafe ausgewiesen werden. Sie können es aber 1-7- ankommen lassen und hierher ziehen, da von jener nup oes v befugniß nur äußerst selten Gebrauch gemacht n»rb ihr emgeye 0. S. 83. 1. Wenn ein Kind von Ihnen jnigungen i können Sie, falls es für die Gesundheit des Kint�men Ackerk ist. daß dasselbe zu bestimmten Tagesstunden Eiste dem Wirth mittheilen, daß zu diesen Tagesstunden 2.-~. nicht besichtigt werden kann. Richtiger Ansicht na**9■ö . Juli ablaufender Kontrakt spätestens am 31. MMNNch de mv-X nv* CrirtfJf* irr n I(ripr Qpif f werden. Doch hat in allerneuester Zeit das, jt- mem selbstj I die am 1. April erfolgte Kündigung noch�z� gericht angesehen. und A. 357. 1. Eine Bestimmung, daß der»amili tlausen des Lehrlings dem Vater oder Vornun. v stimmtcr Frist Anzeige machen muß, widrigenfn�itrers, uvei kontrakt aufgehoben ist, besteht nicht. 2. Die PoltzOßWthm Uli Sohn zwangsweise in die Lehre zurückführen,«..ygi, auch N Ihr Sohn nicht werden. Wir rathen Ihnen, die.MKnnliche t Hebung des Lehrvertrages wieder aufzunehmen, und fSntihnn Vorsteher die Klage abweist, beim Amtsgericht!>- p?nowl dem Rechtsweg einzulegen. pk Zaoruj Fr.|I. Wenn die Kündigung rechtzeitig in n Schm Wirths gekommen ist, so ist es ohne Einfluß, u'�-krwerb I Annahme verweigert. Wenn der Passus des-v;. Wt un' Kündigung nicht nur durch Einschreibebrief, sonbs ingerer vi wie erfolgen darf. Wenn der Wirth dem Mieths„ 5j§ Thema er lasse die Kündigung nicht gelten, so kann letzte dem Antrage, festzustellen, daß die Kündigung r InSnm» 0 «chtsgiMigcfolgtift.- �jSTrir S.S. in Damm Aast. Die gewünschte können wir Ihnen leider nicht ertheilen. Rath lä j�füppen de - m MM bei einet f', Ho streitigkeit zu ertheilen ist nur möglich hastliche Kenntniß des Sachverhalts, als wir aus Ihrer, bulgar fangreichen, schriftlichen Jnsormation entnehmest inner» Sie den Rechtsanwalt an eine b�chleum�� �enossensri der Klage oder beschweren Sie sich über ihn bei der Anwaltskammer. ebildet l) esellschaf lachdruck 0:' Allen Parteigenossen zur Nachricht, daß ein strammer Sozialdeniokrat ange- kommen ist. Korse, Thaerstr. 14. Unserm Freund und Genossen August Buchholz zu seinen, heutigen Wiegenfeste ein drei- mal donnerndes Hoch, daß die ganze Grunewaldstraße wackelt. Aber Langer, die Sauferei. O, mein Been! 1291 Behrore Genossen Scliönebergs. Klempner! Alle Diejenigen, welche noch im Besitz von Liste» sind(ganz gleich welche), werden ersucht, dieselben so- fort an mich oder an Ficbig, Charlottenburg, Wallstr. 12a, abzuliefern. Es ist eines jeden Kollegen Pflicht, ob er einem andern Verein oder keinem angehört, einen Bogen auszufüllen. 1278 Selchow. Jede Uhr zu repariren und zu reinigen kostet bei uns unter Garantie des Gutgehens nur 1 M. 50 Pf.(außer Bruch), kleine Reparaturen billiger. Lager aller Arten neuer und gebrauchter Uhren. Verkaiif zu erstaunlich billigen Preisen. 159 E. Rothert& Stolz, Uhrmacher. Andrrasstr. 63, Chausteestr. 78, Alto Schönhausorstr. 35. Preusj. Lstterie- Loose offer. zur Sanptzielinng 4. Klaffe 183. Lotterie vom 33. Inti l>i« 9. August 1890. Kaiiptgeminne: 609 090 M.. 3 mal 300 000 M. U. s. w.[995 Mjcllliiöfe 1/8 1/18 11,50 Vsa 5,751«., Vw 2,90 M. S. Labaudtor, Berlin, Johauuisstr. 5, parterre. Gegründet 1860. Artisliscli- Photograpliisches Atelier von Carl Graefe, Prinzenstr. 11, empfiehlt sich Vereinen u. Privaten)ur Aufnahme von Gruppen u. PortraitS. 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