lente f&c lahm« eine es g Unti wirtlich Sonntag, den 27. Juli 1890. 7. Jahrg. Hrgan für die Interessen der Arbeiter. ckat-Z-- Das..9)etrlin*v Olmlfahlm**" .«I H" eumu AU �J."+50 fiaUUIHlCIIlCIU O/OV it/iun ,ar«f«JJSÄv iPoJtäeitungäpreislute für 1890 unter Nr. 892, V. Nachtrag.) Z. in E Krenzband. taglich durch die Expedition, für Deutschland und Oesterreich-Ungam m b(t,%_ 3 Mark, für das übrige Ausland 8 Mark pro Monat. :nb wi i r-iS* Jnsertionsgebühr beträgt für die 5 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VerfaminlungS« Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Beuthstrahe 3, sowie von allen Annoncen-Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittaas und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festlagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt Vi. Ur. 4100.« Medakkion: sr. fl-J rr�Sjuttt Mapitel tron der '"Ja Vegelrrlichkeit.| p Wenn auch in Deutschland gegenwärtig, Hamburg in Lager genommen, kein größerer Ausstand stattfindet, so haben v die Lohnbewegungen und Arbeitseinstellungen behufs v«illl�lung besserer Arbeits- und Lebensbedingungen in der l« � en Kulturwelt nicht aufgehört. In Spanien haben lJL3<�nt?r dem äußersten Druck lebenden katatonischen Ar- >S0 III* einen Massenstreik in Szene gesetzt und sogar im h ii ichf? scheint es zu ernsten Ausständen gekommen �tiede-�rn, nicht zu reden von den unzähligen partiellen und )(aur,:lcn Bewegungen, bei denen besonders die Streiks der 'lliger. Hdoner Polizei und Londoner Briefträger benierkens- rauchler �th erschienen sind. Ein äußerlicher Zusammenhang billigt».'chen diesen Erscheinungen ist nicht vorhanden; er Ig gSfirt in Wirklichkeit auch nur im Gehirn von Angst- önhaus�istern und Polizeispionen. Aber wenn diese Be- — T�Uungen als eine Kette ohne Ende sich darstellen, so hat CriSPy seinen Grund darin, daß sie die Wirkungen ein und arke �selben Gedankens sind. Hier sucht eine neue Welt sich te Zuzurichten gegenüber den Schranken und Vorurtheilen m u> � alten. ntLjMJ(jin Zeichen unserer Zeit sind bei wachsender Er- -Kze»ß'»)igMt der Produktion die gesteigerten Lebens- .«Sprüche, die sich naturgemäß auf alle Bevölkerungs- ien- süssen erstrecken. Das Verlangen nach erhöhtem e uiid msort steht im engsten Zusanimenhang mit der Stei- '}***' ciUttB der allgemeinen Bildung und mit der Verbesserung l,nort F technischen Einrichtungen. Dies Verlangen ist nicht plumpe und rohe Begehrlichkeit, wie sich die n Geistigen Sozialphilosophen auszudrücken pflegen, wenn sie M% den Bestrebungen der arbeitenden Klassen sprechen. bak&'Är unsere Zustände vorurtheilsfrei zu betrachten vermag, yenjv wird vielmehr erkennen, daß hier ein Bestreben vor- egen�it, die Errungenschaften und Vortheile unserer Kultur '" tn Gesellschaftsgliedern zugänglich zu machen, namentlich MlWi* denen, auf deren Arbeit des Gedankens und der Hände ... A.jtae ganze Kultur gegründet ist. Das paßt allerdings ''--ycht in die Absichten und Gewohnheiten jener Gesellschafts- sen �:Mten, die von der möglichst profitablen Ausnutzung der �llll�oeitskraft Anderer Vortheil zu ziehen und Reichthümer HtflßUJiuhäufen bestrebt sind. Während sich allerseits die &"j:-'ensansprüche steigern, verringert die Industrie, von einer l»�>�amermüden Konkurrenz gespornt, ohne Unterlaß die Be- null hosten und setzt den wachsenden Ansprüchen sinkende II u Annahmen gegenüber, so daß das Haushaltung s- ««5 11 bget des Arbeiters in den meisten Fällen mit le, iv>e'-em Defizit abschließen muß, wozu die durch Er- ____ vetbolen.) [4 'A�romont jnnwr und Rioler senior. Von Alphonse Daudet. öftere � Aus dem Französischen von Ludwig K n o r r. s Des Sonntags führte er die ganze Gesellschaft in das KMeater: und fast jeden Abend ging er mit Chebc und De- Schelle in eine Brauerei der Rne Blondel, wo er sie mit Mtx und Bretzeln traktirte. Bier und Bretzcln waren seine leaesi Wge Leidenschaft._, J Für ihn gab es kein schöneres Vergnügen, als neben flll>.ne>i Freunden vor einem Schoppen zu sitze», ihrem Gc- lll'�räche zuzuhören, denn er niischte sich nie hmcm und ließ fl�t manchmal ein lautes Lachen hören, oder Nickte ,t dem Kopfe; bttheiligte sich aber sonst mcht an der end- �e» Fluth von Anklagen gegen die Gesellschaft, aus denen ..,'tst die Unterhaltung bestand. PU Eine kindische Schüchternheit und d,e durch sein arbeits fti' Mes Leben innner festgehaltenen Germanismen seiner Uiu* äö'rt 1 fucksweise hinderten ihn, seine Gedaiiken auszusprechen. ??�iS�derdies iniponirten ihm seine Freunde gewaltig. Besaßen ■ doch ihm gegenüber die ungeheure Ueberlegenheit des sllt�üßiggängers über den Arbeiter; Herr Chebe, weniger �.�oßmüthig als Delobclle, ließ ihm diese Ueberlegenheit deut- fühlen, er behandelte ihn sehr von oben herab. Für B3 yjxx war ein Mann wie Risler, der 10 Stunden taglich un- erbrochen arbeitete ein Mensch, der nach solcher Arbeit 'gjhe�/chiien vernünftigen Gedanken mehr aiiszudrücken sähig war. höhung der öffentlichen Auflagen bewirkte Vertheuerung der nothwendigen Lebensmittel ihr vollgerüttelt Maß bei- trägt. So kommt es, daß die Proletarisirung der Massen mit unglaublicher Raschheit vor sich geht. Unter solchen Umständen müßte den Massen die Stumpfheit der Hotten- totten innewohnen, wenn sie nicht durch organisirten Gegen- druck und Widerstand sich bessere Lebensbedingungen zu erringen suchten. So entstehen die massenhaften Lohn- bewegungen, die ohne äußerlichen Zusammenhang alle die gleiche Ursache haben. Was der kurzsichtige Philister sonach als rohe Be- gehrlichkeit betrachtet, da ihn die Hohlheit seiner Anschauungsweise die Tragweite des demokratischen und sozialistischen Humanitätsgedankens nicht ermessen läßt, das wird der Geschichtsphilosoph der Zukunft als ein 51 u l t u r n, o m e n t von h ö ch st e r Bedeutung z u behandeln haben. Je weiter in einem Gemeinwesen die Massenarmuth um sich greift, desto mehr werden seine Einrichtungen fehlerhaft, seine wirklichen Kulturerrungen- schaften gefährdet sein. Wenn die Arbeitskraft eines Volkes, sein kostbarstes Gut, durch den Egoismus ein- seiner Klassen gefährdet wird, so erwirbt sich der ein wahres Verdienst um das Vaterland, der durch ent- sprechende Einrichtungen und Maßregeln dieses kostbare Gut zu erhalten trachtet. Da den Arbeitern niemand zu Hilfe kam, so haben sie sich selbst zu helfen versucht, in- dem sie dem organisirten Kapitalistenthum das organisirte Arbeiterthum gegenüber stellten. Sie haben damit von den herrschenden Klassen eine Reihe von Zugeständnissen erwirkt, die aber mehr moralischer als materieller Ratur sind und bei Weitem nicht ausreichen, eine erhebliche Besserung der allgemeinen Lage herbeizuführen. Auch die Vergangenheit lehrt uns, daß die sogenannte Begehrlichkeit, die sich bei der Masse durchgängig in den Grenzen der Vernunft und sogar der Bescheidenheit ge- halten hat, von wesentlich kulturfördernder Wirkung war. Als seiner Zeit die gemeinsreien Bauern, die deutschen Männer vom siebenten Heerschild, die Aufhebung der Leibeigenschaft und der drückenden Abgaben an die Feudal- Herren verlangten, waren Junker und Pfaff ob solcher „Begehrlichkeit" des gemeinen Mannes nicht wenig ent- rüstet. Und doch findet heute, mit Ausnahme einiger versteinerten Exemplare übernächtigen Ritterthums, Jeder- mann es ganz in Ordnung, daß jene Lasten beseitigt sind, wahrend die moderne Geschichtsschreibung, soweit sie nach Wahrheit trachtet, die Männer zu Ehren bringt, die jene Lasten für unberechtigt erklärten, als die herrschenden Klaffen von ehemals noch behaupteten, ohne den Feuda- lisnius mit allen seinen Geschwüren könne eine mensch- liche Gemeinschaft nicht bestehen. So wären noch hundert Bisweilen schickte sich der Musterzeichner, nachdem er crmü- det aus der Fabrik kam, noch an, die Nacht dringender Ar- bciten wegen aufzubleiben— da hätte man die empörten Mienen des Herrn Chebe sehen sollen. — Mir sollte einer mit solcher Schinderei kommen. sagte er, sich stolz in die Brust werfend, indem er dabei Nisler mit den Augen eines Arztes anblickte, der einen Kranken prüfen will; dann fügte er noch hinzu, ivenn Sie erst einen tüchtigen Schlagansall gehabt haben werden—— Delobelle war weniger rücksichtslos, dennoch betrachtete er ihn noch mehr von oden herab: Die Cedcr sieht die Rose zu ihren Füßen nicht. Delobelle sah Risler einfach nicht., Wenn er nicht umhin konnte von scuier Anwesenheit Notiz zu nehmen, so nahm er eine geivissc Art an sich zu ihm herabznbengen um ihm zuzuhören und über seine Worte zu lächeln, als spräche er mit einem Kinde. Oder er ver- gnügte sich daniit, ihm durch die Erzählung von Koulijscn- geschichten Respekt eiuznflößen, gab ihm Amveisungen, wie er sich benehmen sollte, und Adresse» von Schneidern, da er nicht begriff, wie ein Mann mit solchem Einkommen sich wie ein Schuljunge kleiden konnte. Ter gute Risler von seiner Unbcoentendheit überzeugt, suchte sich durch ecne Menge von Gefälligkeiten und kleinen Aiifmerkiamkeitcn für die ihm widerfahrene Ehre zu revanchiren— war er doch der ewige Wohlthäter. Durch ihr bestandiges Hm- und Herlaufen stellte' die kleine Chebe zwischen den drei Haus Haltungen auf demselben Flur die Verbindung her. Fu jeder Tageszeit huschte sie in das Arbeitszimmer der Delo belle's, ergötzte sich an den Arbeiten, betrachtete die kleinen farbigen Thierchen, und da sie bereits mehr putz- süchtig als spielerig war, so schmückte sie ihre feinen krausen Beispiele anzuführen, bei denen das, was man heute wieder bei den arbeitenden Klassen„Begehrlichkeit" nennt, zur allgemeinen Fortentwickelung mächtig beigetragen hat. Oder hat man es nicht auch als Begehrlichkeit bezeichnet, als das honnette Bürgerthum sich von den lässigen Vor- rechten des Adels zu befreien suchte? Wer für die historische Fortentwicklung kein Verständniß hat und mit seinem Blick nicht über gewöhnliche Kirch- thurms- Interessen hinauszureichen vermag, der wird sich immer jedem neuen Gedanken widersetzen, auch wenn es zu seinem eigenen Schaden geschieht. Das letz- tere ist hier in der That der Fall, denn die Kurzsichtigen, die aus gewöhnlichem Egoismus oder aus Vorurtheil die Bewegungen unter den Arbeitern verwerflich finden und deren Unterdrückung herbeisehnen, schneiden sich ins eigene Fleisch. Die Zunahme der Massenarmuth schädigt in ihren Konsequenzen alle Schichten der Gesellschaft und den beschränkten Mittelstand nächst den Lohnarbeitern am meisten. Wir ziehen, wie ein bekannter Schriftsteller sagt, die Nebelkappe tief über Augen und Ohren, um unsere unheil- vollen Zustände vor uns selber zu verbergen. Man sah dies erst vor kurzem gelegentlich eines tragischen Vorfalles in Paris, wo ein Zeichner, also ein qualifizirter Arbeiter, seine ganze Familie und sich selbst tödtete, weil er in äußerste Roth gerathen war und seine schuldige Miethe von 60 Frks. nicht bezahlen konnte. Unsere wohlgesinnten Blätter geberdeten sich, als ob dergleichen bei uns nicht vorkommen könnte.„Wegen solcher Lappalie einen Massenmord zu veranstalten!" riefen sie entrüstet aus,„die öffentliche Wohlthätigkeit hätte leicht helfen können!" Sie vergaßen nur, den armen Mann, den übertriebenes Ehrgefühl zu solch furchtbarer That bewogen hat, wegen seines völligen Mangels an „Begehrlichkeit" zu loben, und sie können, wenn sie sich in unfern Zuständen umschauen wollen, leicht zu der Ueber- zeugung kommen, daß es nur ein Zufall ist, wenn nicht ähnliche Vorfälle bei uns zu verzeichnen sind. Da sie aber unsere Zustände nicht kennen wollen, so werden sie auch nicht verstehen, daß die fälschlich sogenannte Begehr- lichkeit nur die natürliche Triebfed« ist, die uns nach der Beseitigung des Uebermaßes von Massenelend mit seinen traurigen Konsequenzen streben läßt. Die so oft wiederholte und gedankenlos nachgeplapperte Phrase von der„Begehrlichkeit" läßt aufs neue erkennen, daß gerade in jenen Kreisen, die sich selbst als gebildet bezeichnen, gar oft ein kläglicher Abmangel an sozial- ökonomischer Bildung vorhanden ist. In dieser Beziehung könnte mancher aufgeblasene Bildungsphilister von den Arbeitern etwas lernen. Haare mit einem Käfer— der auf der Reise einen seiner Flügel verloren, oder einem Kolibri, der einen Theil seines weichen Gefieders eingebüßt hatte. Desiree und ihre Mutter lachten, wenn die Kleine sich auf die Fußspitzen stellte, um sich in dem alten, trüben Spiegel mit drolliger Koketterie selbst zu bewundern. Hatte sie dann an der eigenen Be- wunderung genug, so ging sie, mit aller Kraft ihrer kleinen Hände die Thür öffnend, gravitätisch den Kopf hoch haltend, um ihren Putz nicht zu zerstören, zu den Risler's. Dort war am Tage nur Franz, der Schüler, zu Hanse, der über seine Schulbücher gebeugt, fleißig seiner Arbeit oblag. Sidonie trat ein— Adieu Studium. Er mußte Alles in Ruh' lassen, um die schöne, mit einem Kolibri gc- schmückte Dame zu empfangen, die ihm wie eine Prinzessin erschien, welche im College Chaptal bei dem Direktor um seine Hand anhalten wollte. Es war in der That sonderbar, den großen, zu schnell in die Höhe geschossenen Jungen zu beobachten, wie er mit dem achtjährigen Mädchen spielte und sich in ihre Launen fugte, durch'Nachgiebigkeit seine Verehrung bezeugte, so daß, als er sich später wirklich in sie verliebte. Niemand sagen konnte, wann diese Liebe eigentlich begonnen hatte. Wenn sie auch von allen Seiten verhätschelt wurde, so gab es doch Augenblicke, wo die kleine Cyebe sich an das Flurfenster zurückzog. Dort fand sie immer noch die meiste Unterhaltung, einen für sie immer offenen Horizont, etivas, wie eine Offenbarung ihrer Zukunft, der sie sich furchtlos und neugierig entgegenbeugte— denn Kinder kennen keinen Schwindel. Zwischen den gegeneinander hängenden Schieferdächern kamen ihr die hohen Fabrikmauern, die Wipfel der Platanen im Garten und die Scheiben der Werkstätten, wie ein ge- polifirrfte Mlebovstchk. Die vorgebliche ,, Undankbarkeit" der Arbeiter gegen da» U»ternekmrrtl>nm haben wir in letzter Zeit öfter zum Gegenstand strenger Kritik gemacht. Die Kritik scheint nicht fruchtlos geblieben zu sein. Wie gewöhnlich in solchen Fällen ubernimmt es die für„Harmonie zwischen Arbeiterschaft und Unternehmerthum" eintretende Böhmcrt'sche„Sozial-Korrcspondenz" abzuwiegeln, wobei, wenn auch die volle Wahrheit umgangen wird, das Unternehmerthum doch einzelne ihm unangenehme Wahrheiten in den Kauf nehmen muß. Wir hatten die lieber- zeugung vertreten, daß der Arbeiter gar keinen rechtlichen und vernünftigen Grund habe, dem Unternehmer für sogenannte „Wohlfahrtseinrichtungen" wie für die Beschäftigung und den Lohn besonders Dankbarkeit zu erweisen, daß vielmehr für das Verhältniß zwischen Beiden nur das Recht in Betracht kommen könne. Dieser mit Erfolg nicht anfechtbaren Ueberzeugung kommt die„Sozial-Korrespondenz" wenigstens in etwas entgegen; sie schreibt: „Ist aber immer auch das, was man als Undank ansieht oder anzusehen veranlaßt wird, wirklich Undank, oder ist der Grund des unS mißfallenden Benehmens nicht häusig Selbst- bewußtsein und Stolz, ohne die Absicht, damit verletzen zu wollen, oder das Verlangen nach mehr Wohlthaten, nach weiteren Aus- besserungen, nach verbesserten Einrichtungen, das allen Menschen innewohnende Streben nach günstigeren Verhältnissen, und mithin keineswegs unberechtigt? Strebt nicht der Arbeitgeber selbst auch nach jeder Art Verbesserung seiner Lage und Stellung und benutzt er dazu nicht die Macht in seinem Beruf, sowie die Macht und die Rechte, die ihm in Staat, Gemeinde und Gesellschaft ver- liehen sind? Betrachtet er nicht auch das Errungene als sein Recht oder dankt er irgendwelcher Stelle oder irgendwein sonst als vielleicht seinem Schöpfer sein stetes Vorwärtskommen? Wenn also der Arbeiter nicht für jede Besserung seiner Lage durch seinen Arbeitgeber in besonderer Form dankt oder gar noch mehr verlangt, so ist er deshalb noch keinesivegs allemal ein Undankbarer."— Die„Sozial-Korrespondenz" hätte auch noch fragen können: Dankt denn der Unternehmer den Arbeitern dafür, daß diese ihm, nicht selten unter den größten Gefahren für Gesundheit und Leben, den Profit erarbeiten müssen? Das fällt den Unternehmern in der Regel gar nicht ein; sie würden hell auslachen, wenn man ihnen Dankbarkeit gegen die Arbeiter zu- muthen wollte. Im allgemeinen geht ja das Unternehmerthum von dem Grundsatz aus: der Arberter erfüllt für den bedungenen Lohn nur seine Pflicht, wie andererseits der Unternehmer durch die Lohnzahlung seiner rechtlichen Verbindlichkeit genügt. Die weiteren Ausführungen der„Sozial-Korresp." laufen darauf hinaus, den Unternehmern gute Rathschläge zu geben, wie sie eine patriarchale Herrschaft über die Arbeiter üben können. Die Unternehmer sollen„nicht stolz und herablassend", sondern„väter- lich und menschenbrüderlich" mit den Arbeitern verkehren, um deren Vertrauen zu erwecken.„Ein klein wenig Liebe und Wohl- wollen anstatt kalter Zuwendung von Geld und Geldeswerth er- wirbt dem Arbeitgeber die Zuneigung seiner Arbeiter eher und man ist für Weniges solchen„Brotherren" sehr dankbar(!!), während man von dem Unnahbaren nie genug bekommen kann und stetig unzufrieden bleibt. Daß die Lebensweise der Arbeit- geber, ob verschwenderisch oder einfach, von großen: Einfluß ist, ver- steht sich von selbst; denn der große Auswand mancher Industrieller muß den Neid wachrufen, muß dem Agitator die Bahnen ebnen, wenn er den Arbeitern predigt, daß aller dieser Luxus aus ihrem Schweiß bestritten wird. Wer hochgestellt und über viele gesetzt ist, hat auch noch mehr als andere die Pflicht, Aergerniß zu vermeiden und demüthig zu bleiben. „Ebenso ist das Familienleben mancher Arbeitgeber Ursache der Klagen und der Unzufriedenheit der Arbeiter und ganz be- sonders das sittliche Verhalten des Herrn oder seiner Söhne und Töchter. „Wen: es also darum zu thun ist, seinen Arbeitern Gutes zu enveisen, der trete ihnen vor allem näher; aber er sei ihnen auch mit seiner Fainilie in sittlicher, moralischer und wirthschaftlicher Hinsicht ein voranleuchtendes Beispiel."— Wahrlich, es n>uß schlimm aussehen mit dem„guten Beispiel" der Unternehmer, wenn selbst die„Sozial-Korrespondenz" nicht umhin kann, sie daran zu mahnen, ein solches zu aeben. Aber wozu diese Mahnung, die doch nur als Mittel zu dem Zwecke erscheint, die Arbeiter fester an das Unternehmer- Interesse zu binden. Die wahre Humanität fordert, daß jeder Mensch ohne Rücksicht auf Sondermteressen sich guten Beispiels befleißigt; daß der Unternehmer den Arbeiter als gleichberechtigten Menschen achtet und nicht sich anmaßt, ihn bevormunden zu wollen. Die Frage ist nicht sowohl eine Frage der Moral, son- dern der Gerechtigkeit, die durch„gutes Beispiel" allein, so wünschenswerth solches nach allgemein giltigen Moralbegriffen ist, nicht entschieden werden kann. Uebrigens erfüllt derjenige Unter- nehmer, welcher„nicht stolz und herablassend", sondern„menschen- brüderlich" mit den Arbeitern verkehrt, sich eines bescheidenen Be- nehmens befleißigt, der Verschwendungssucht widersteht und in sittlicher, moralischer und wirthschaftlicher Hinsicht kein Aergerniß lobtes Land, das Land ihrer Träume vor. Das Haus Fromont war für sie der Jubegriff des Reichthums. Die Rolle, die es in diesem Winkel des Diarais, der zeitweise von Dampf und Geräusch der Maschinen erfüllt wurde, spielte, die Begeisterung Risler's und seine unglaublichen Erzählungen über den Reichthum, die Herzeusgüte und die Erfahrungen seines Herrn— dies alles hatte die Neugier des Kindes gesteigert und alles was es von dem Wohnhause zu sehen bekam, die feinen Holzjalousien, die abgerundete Terrasse mit den hübschen Garteumöbeln davor, das große Vogelhaus aus Dieksingdraht, der in der Sonne blitzte, die blaue Kutsche im Hose, erfüllte sie mit unablässiger Be- wunderung. Alle Gewohnheiten des Hauses waren ihr wohlbekannt, die Zeit wenn die Glocke zur Arbeit rief, der Feierabend, die Zahl-Sonnabende an denen die kleine Lampe des Kassirers bis spät in die Nacht hinein brannte und die langen Sonntag Nachmittage, wo die Werkstätten geschlossen, die Feuer gelöscht waren. Bei der Ruhe dieser Nachmittage traten ihrem Auge die Spiele Klaras mit ihrem Vetter George näher vor Augen. Alle Einzelheiten berichtete ihr Risler. — Zeig' mir die Fenster des Salons, sagte sie zu ihm ... und wo ist Klara's Zimmer?... Nisler. der über die ungeivöhnliche Sympathie für seine geliebte Fabrik hocherfreut war, bezeichnete ihr von da oben Lage und Einrichtung der Gebäude; er zeigte dem Kinde die Druckerei, den Vergoldersaal, den Farbensaal, das Atelier der Zeichner, wo er selbst arbeitete, das Maschinenhaus, von welchem der ungeheure Schornstein in die Höhe stieg und die ganze Nachbarschaft mit seinem Rauche schwärzte. Wer hätte es ahnen können, daß eine kleine unter dem Nachbar- dache verborgene Seele ihre geheimsten Gedanken mit dieser qualmenden, puffenden Esse, die dein Schnauben eines un- ermüdlichen Arbeiters glich, verknüpfte! Eines Times öffneten sich endlich die Pforten dieses langersehnten Paradieses. Frau Fromont, veranlaßt durch Risler's Erzählungen von der Zierlichkeit und dem intelligenten Wesen seiner kleinen Stach barin, bat den braven Schweizer, sie zu dem Kinderball herüberzuschicken, den sie zu Weihnachten veranstalten wollte. giebt, nur seine menschliche Pflicht, und es ist die denkbar größte Lächerlichkeit, zu folgern, daß ein Unternehmer, der dieser Pflicht gegen Andere und sich selbst genügt, dafür der besonderen Dank barkeit der Arbeiter theilhastig werden müsse. Man achtet einen solchen Menschen; mehr kann nicht gefordert werden. Soll sich's aber einmal um„gutes Beispiel" handeln, so wäre es wohl am Platze, den Unternehmern zu empfehlen, die mancherlei guten Beispiele, welche die Arbeiter in jeder Hinsicht geben, zu beachten und zu befolgen. Oder soll das„gute Beispiel geben" vielleicht ein Privilegium der Unternehmer sein, und sind diese besonders dazu befähigt? Das wird wohl auch die„Sozial-Korrespondenz" nicht behaupten wollen. Die Lehrer und die Sozialdemokraten. Vor der Straf- kammer zu Halle a. S. kam eine Sache gegen den Redakteur und Bergolder Adolf Hoffmann zur Verhandlung. H. war angeklagt, die Lehrer des Regierungsbezirks Merseburg beleidigt zu haben, indem er das Versahren einzelner derselben ihren Schülern gegen- über in Bezug auf die Sozialdemokratie in dem von ihm redi- girten(sozialdemokratischen) Blatte„Volksbote" als Rüpelhaftig- bezeichnete. Strafantrag wurde von einem Lehrer in Weißen- keit els und der königlichen Regierung zu Merseburg, als Vorgesetzten der Lehrer, gestellt. Die Auslassung des Beklagten gründete sich u. A. darauf, daß ein Lehrer der Fortbildungsschule zu Zeitz einen Schüler, der eine als Schularbeit angefertigte Quittung mit Adolf Hoffmann, Vergolder, unterschrieben, geohrfeigt habe(Hosfmann war im Wahlkreis Naumburg- Weißenfels-Zeitz sozial- demokratischer Kandidat bei der Reichstagswahl); ein Lehrer der Volksschule in Halle habe seine Schülerinnen ein Diktat schreiben lassen, in dem die Sozialdemokraten auf's Aergste geschmäht, mit den Anarchisten je. aus eine Stufe gestellt wurden:c. Das bette ffen de Diktat wurde verlesen, auch erschienen eine Anzahl Schüler aus Zeitz und Schülerinnen von hier als Zeugen, da'der te. Der Staats Angeklagte den Beweis der Wahrheit angetreten hatte. anwalt beantragte zwei Monate Gesängniß, das Urtheil lautete indeß auf Freisprechung. Der Gerichtshof erkannte an, daß seitens der betreffenden Lehrer in der That Ausschreitungen begangen worden, durch die sich der Angeklagte als Sozialdemokrat stark gereizt fühlen mußte. Ueberdies konnte der Lehrerstand als solcher nicht beleidigt werden; es müsse immer eine bestimmte Person beleidigt sein. Uachspiele sur Ueichstagswahl. In Elberfeld wurde der Stadtverordnete Evertz wegen Beleidigung des Frhrn. von Zedlitz-Neukirch zu 60 M. Geldbuße verurtheilt. Diesem Pro- zesse liegen folgende Vorgänge bei der letzten Reichstags-Wahl- agitation zu Grunde: In einer am 12. Februar d. I. in Elber- feld stattgehabten Wählerversammlung hatte nämlich der konser- vative Landtags- Abgeordnete v. Zedlitz-Neukirch u. A. gesagt: „Aber, meine Herren, mag die Zukunft sich entwickeln, wie sie will; in der Gegenwart würde die Aufgabe der kriegerischen Rüstung Dasselbe bedeuten, wie die Annahme jenes sortschritt- lichen Antrages vom Jahre 1869, in welchem der Abgeordnete Dr. Virchow das Verlangen stellte, Preußen sollte eine allgemeine Entwaffnung in Deutschland anregen und zugleich mit dem Bei- spiel vorangehen." Einige Tage später erwiderte hierauf der Kandidat der freisinnigen Partei, Stadtverordneter Evertz, eben- falls in einer Wählerversammlung:„Herr von Zedlitz hat eine offenbare Lüge ausgesprochen, als er sagte: die Fortschrittspartei habe 1669 den Abrüstungsantrag gestellt und verlangt, daß Preußen damit allein und sofort vorgehe. Der Virchow'sche Antrag hat nur verlangt, daß durch diplomatische Ver- Handlunge» eine allgemeine Abrüstung herbeigeführt werde. Es ist jene Behauptung eine Geschichtsfälschung." Wegen dieser Auslassungen erhob die Staatsanwaltschaft auf Antrag des Herrn von Zedlitz Anklage gegen Herrn Evertz wegen ver- leumderischer Beleidigung. Die Sache kam am letzten Sonnabend zur Verhandlung, worauf jedoch die Urtheilsverkündigung vertagt wurde. Während der Strasantrag des Herrn Staatsanwalts aus eine Geldstrafe von 500 M. gelautet hatte, erkannte das Gericht nur auf eine solche von 60 M., und zwar aus Grund des§ 185 des R.-Sir.-G. In den Entscheidungsgründen wurde ausgeffihrl, daß eine Verleumdung(§ 187 des R.-Str.G.) nicht als vorliegend erachtet werde, da nach Ansicht des Gerichts Herr v.Zedlitz that- sächlich Unrichtiges über den fortschrittlichen Antrag gesagt, Herr Evertz also nicht einmal eine unwahre Behauptung aufgestellt habe. Doch sei der Angeklagte in der Form zu weit gegangen. Der Strafausschließungsgrund des§ 198 des R.-Str.-G. könne ihm nicht zu Gute kommen, da schon aus der Form des beleidi- genden Ausdrucks die Absicht einer Beleidigung(der animus in- juriandi) hervorgehe. Eine ebenfalls auf Vorgänge bei der Reichstagswahl bezügliche Anklage wurde dieser Tage vor der Straskaminer in Freiburg i. B. verhandelt. In Kondringen, einem Dorfe des badischen Bezirkes Emmendingen, hat seit Jahren der Bürgermeister, ein eifriger Nationalliberaler, den Bürgern durch den Ortspolizei- diener den nationalliberalen Wahlzettel in's Haus schicken lassen. Bei den letzten Wahlen ließ nun ein Wundarzneidiener F., dem ein Arzt aus Emmendingen Wahlaufrufe der freisinnigen Partei zur Verbreitung zugesendet hatte, diese durch sein Töchterchen in Köudringen vertheilen. Ter Bürgermeister erließ hierauf einen UkaS gegen den Arzneidiener, in welchem er diesem aufgab, die Ausrufe binnen 24 Stunden einzusammeln, widrigen- Anfänglich schlug Herr Chebe die Einladung kurzer Hand ab. Schon damals ärgerten und kränkreu ihn diese Fro- monts, deren Namen Risler immer auf der Zunge trug, durch ihren Reichthum! Außerdem handelte es sich um einen Maskenball und da Herr Chebe nicht Tapeten sabri- zirte, so besaß er auch nicht die Mittel, sein Kind wie eine Seiltänzerin aufzuputzen. Risler bestand jedoch ans seinem Willen, erklärte für Alles sorgen zu wollen und begann sogleich mit dem Entwürfe eines paffenden Anzuges. Es war ein denkwürdiger Abend für die kleine Chebe. Unter der Leitung Dcsirce Delobelle's wurde Sidonie im Zimmer der Frau Chebe unter einem Haufen von Kleiduimsstücken, Stadeln und allerlei Kleinigkeiten würdig ausstaffirt. Das kleine Mädchen erschien in dem schwarzen, rothgestrciften Flanellrocke größer als sonst und oetrachtctc unbeweglich vor dem Spiegel den Glanz ihres Staates. Sie sah wirklich reizend aus. Das weiße Korsct mit den Sanimtstrcifen, die langen Flechten ihres herrlichen braunen Haares, die unter einem leichten Strohhute hervorquollen— alle die wohlbekannten Einzelheiteit eines Schmeizerkostüms wurden verschönt durch den intelligenten Gesichtsausdruck des Kindes und seine, durch die lebhaften Farben des Anzuges zur Geltung komniende Anmuth. Die ganze Nachbarschaft war herbeigeeilt und erging sich in Ausrufen der Bewuuderung. Während man Dclobelle herbeiholte, zupfte Desiree die Falten an dem Röckchen zu- recht, ordnete die Bänder an den Schuhen und warf, ohne die Nadel bei Seite zu legen, einen letzten prüfenden Blick aus ihr Werk: der allgemeine Rausch hatte auch das arme lahme Mädchen ergriffen, das niemals einen: derartigen Feste beigewohnt hatte. Endlich kam der große Künstler. Er hieß Sidonien mehrere schöne Verbeugungen wiederholen, die er sie gelehrt hatte, zeigte ihr, wie sie gehen und sich zu verhalte» habe und wie sie nur nnt sanfter runder Oeffnung des Mundes, so daß gerade ein kleiner Finger darin Platz hatte, lächeln dürfte. Tic Genauigkeit, nnt welcher das Kind seinen Anordnungen nachkam, war wirklich komisch. „Sie hat Komödiantenblut in den Adern!.. rief d Schwiegerel falls seiner Frau das Amt als Gemeindeheb!>»e beängstigent würde. Weiter schickte am 19. Februar ein K-u dürfen, wurdi Zigarrenfabrikant zwei jugendliche Arbeiter nach�Im nicht einmal daselbst auf den Namen des deutschfreisin>uge-/.!t er denn am 2 tende Wahlzettel auszutheilen. Nun schritt J�wn Ort ZU Ort, gegen diesen Uebergriff in seine Amtsbefugnisst«ftinucher und m den Burschen ihren Vorrath von Zetteln ab uvEvchen abermali alsbald aus Köndringen sich zu entfernen, wenn stnrankenabthellun wollten, eingesperrt und durchgeprügelt zu w er� e w l eo e r u m a ch � Gewaltigen wurden deshalb bei der Strafkannner ö�nten des Bedi Nöthigung im Amt angeklagt und in der SitzU�ohnenden Ange d. I. der Bürgermeister Dölrer wegen Versuch dürfen, damv zu 8 Tagen Gesängniß verurtheilt. der PoliHdi!» hnr Reffemrttel Handlungen gefehlt habe. Es girbt nur no welchen die Organisationen oer'.uroeurr uw-rm—-- sirten Fabrikantenvereinigungen gegenüber befS»M� ,eine Erlebr fc-M. s.--hon Es wird« Erscheinung liegt einer der klarsten drastischen � wird« Existenz des Klassenkampfes, über dessen Sewsni�ttüncheU sprach seinsollen manche„Sozialreformer" noch immer m Mgabe chn fest theorettsiren, mit dem sie sich aber wohl oder.�äbel über den 5 z ÄS. N°" »ezeicyneno i» vre �yai,acye, oap oen, Organisationen meist auch die besser organstirten. S vereine gegenüber stehen. Eine nur natürliche t-',■ Einheitlich die Fabrikantenverbände als Kampforganisationen I�n steiwrireiem mische Interesse der betreffenden Kapitalistenbr��ut che Reich st 2 s Wwmü zwang ihnen förmlich einen rückfick w»»temerer u)e W Heilmitteln 81UUIIU lyiieu(vuiuiu� einen iuu|nui""i;, Z...." kamps untereinander auf und solange der Arbntck!W- daß sehr> äkk ÄtfikW« m gungen behufs gelegentlicher Beeinflussung der ö"* iputtushalttz unterziehen. kapitalistischen Interesse. die Kampf- oder besser Vertheidigungs-Organisaü»"., nehmer. Mit einem Male ivar der Klasse.ckampl M Leipzig» 24 wworden und trotz aller Konkurrenzgedanktzi„["L Leiuiiaer 9, Kapitalisten gezwungen, die ökonomischen Jnlere�..• geworden u der Unternehmer-Organisationen in ganz dirckü�M�, aut Gti die sich mehrenden und immer entschlossener wer�'v t c n. Em der Arbeiter.. Jne entscheiden Daß ein Theil der Kapitalistenvereine im.tauchen keine lauf der allgemeinen kapitalistischen Entwickelung L Oktober i zu besonderen ökonomischen Bildungen, wie Ringe- jphl auch in bi entfalten, kommt hier nicht in Bettacht. Oder y �uc sofern, als dadurch die Unternehmervereine auch m• gegenüber einen kräftigeren Rückhalt gewinnen, fjGM ßict riesige Kapitalmassen gedeckt sind und weil der MUg im Bund Konkurrenzstreben— immerhin bisher noch eint- ts Jpojtaustenj angreifenden Arbeiter— in Fortfall kommt. ärndhabt werde Diese ganze Entwickelung. so sehr sie die r>flmokraten„etn beiter im gewissen Grade beeinträchtigt, hat, wie � Uebriaeiis „Volksztg." mit Recht bemerkt, viel Gutes im 0% auhera die Arbeiter von tibereilten Angriffen ab und geb-'R legenheit, die gegnerischen, wie die eigenen KraM'We Pom schätzen. Sie dringt die Klassenkampf- sitnatib», klar zum Ausdruck, welche einen Widerspruch seh ,r'ü mehr möglich macht und in der Erschwerung �mose sachsische Verringerung der Erfolge für die Arbeiter a»s«wesentliche Ei MW MMM ü" Gebiet enthalt sie die L�h�e, daß der Es brau nicht das A und O der Arbeiterbewegung sein(n, und der ist Ni rt S 1, 1 /> 1 1". C n Xa.«* f t-.-—' Iii• ja.-, l. die Masse früher oder später dem Sozialismus w zjzmarck'icben Ueber die brutale Drhandltma eines n 1. aus Rußland bestimmten deutschen Reichsangch E.n Dr�dc russische Beamte wird dem Graudenzer„GeselliZM�krkfam zu vom 24. Juni geschrieben: Ein hier angeWjslil enien Heft gewiesener de tscher Gewerbegehilse, welcher sei'/lches spaßhas Riga ansässig war und sich daselbst verheiralhet Mühl um ver- einiger Zeit seine Frau, die ihm zwei Kinder r i v a t s p e Tod der Frau war dem Manne so nahe geg�Aer, daß ic einer Gehirnentzündung erkrankte und neun anderen( Haus zubringe» mußte. Ende April dieses S�X'&weomm" d genesen entlassen und überbrachte den Entlaß�. ß.& schriftsmäßig dem Pristaw(Revierleutnant) seine»Ma foule, tu ...._ u mit„Nein!" bea" Ästiz gegeben h er ohne Weiteres zur Polizeiwache gebrach'-. H> Polizeipres die Frage wahrheitsgetreu ihm die Mittheilung macht, daß"er L gebracht und sogleich in Hast behalten bringenden Bitten des Aermsten, wenigstens vo» �zdern begann der warum -.dauern und i fflfl Klara ÄWWAAWM was für Blumen an jenem herrlichen Adeude ß schmückten, von welcher Farbe die Möbe' Lchme» und oft und welche Tanzniclodw man der ihrem �„Mter den Dv„ hatte— so tief war der Eindruck, den das S- f am£(ue tj gmim bei ihr hmteAaffcu hatte. Sie wW M �otzbmsi .Kostüme, die sie umschwirrt batten, noch das l! wurde sie A&gM. jenem Abende auf der Kante eines Fabrik' dm Sophas saß und zum ersten Male in ihrew. � überkam ihr präsentirten Platte eine Schale Eis*>ie ftdivcibliAe 21 plötzlich der Gedanke an die dnnklc Treppe,? Und doch selige Wohnung ihrer Eltern, durch den �W&mbin eutai .VSoim ihr mip ein ferrteZ fpvnpS � l-,?........,< Heim ihr wie ein fernes, fernes AKtten blauen das sie für immer und schon lange �„-xuilerien c nofirS.»,M»a rnurSo f.o ,«»«10 T.,.;," i Uebrigens wurde sie von Jedermann reizend- j,„ (,#Wtmibbemmibe(L_ smze üßochc Klara Fromont, in der Maske einer einen nicht n gehüllten Miuiaturväuerin aus der Rornin'ß..R gekleidet ihrem Vetter George vor, einem prächtigen V.( i'-'au Chebe jeden Augenblick umdrehte um den Effekt st'1"'-d das( zu beobachten. �'verwendbarer „Hörst Du, George, sie ist meine. wird Sonntags mit uns spielen.... a tv1* Herr « Refe Verl erlaubt. Und mit der naiven Herzlichkeit eines 0� Jbf eim J umarmte sie die kleine Chebe. � Chebe. Und doch mußte sie wieder fort. #.Wen. So s. « f P bei fort.••• bciiici auf der öden Straße, wo dichter Schnee'L N gerem Her,< der dunklen Treppe, in dem stillen Zimmer, s»»enlnng am sie erwartete, tanzten die funkelnden Lichter?»nrathung ihren geblendeten Augen. �'blickend. „War es schön... Hast Du Dich 0%#' bie 0 fragte leise Frau Chebe, während sie das r dtf. k 4,VI|V lUlvyiCUU|lt uw' b" langsam aufhakte. 2lber Sidonie schlief% keit überwältigt im Stehen ein; wmammm md Schwieaereltern, die durch das plötzliche Verschwinden in ideht�inc beängstigende Ungewißheit versetzt würden, Abschied nehmen ein% dürfen, wurde nicht nur kein Gehör gegeben, sondern es wurde nach Ahm nicht einmal erlaubt, einige Zeilen an sie zu schreiben. So „igen er denn am 28. April d. I. von Riga fortgebracht worden, •itt EN, on Ort zu Ort, von Gefängniß zu Gefängniß, immer eines un- ignisstviniicher und ungesunder als das andere, bis er nach einigen ab uü'Vochen abermals erkrankte und in einer kurländischen Stadt der ven» Ei'irankenabtheilnng des Gefängnisses überwiesen wurde, woselbst t juetEi-t wiederum acht Wochen verbringen mußte. Die abermaligen uuner Fitten des Bedauernswerthon, seine gut situirten, am Rhein SiWS Lohnenden Angehörigen brieflich um Gelduuterstützung ersuchen uchs dM dürfen, damit er beim Eilitreffen auf deutschem Boden nicht !heitii�hne Reisemittel dastehe, wurden mit dem Vermerk zurückgewiesen, tsiaß er sich vorläufig in Rußland befinde und auf Staatskosten ,er'Eü�rpstegt werde. Anfangs dieser Woche hat der Mann gänzlich itttcllos und gebrochen endlich bei Memel die deutsche Grenze Miooe�rschritten und sowohl seinen Kindern und Schwiegereltern i:i (L ,.,i>!ußland, wie auch den Angehörigen in der Heimath Hiittheilnng befän�r seine Erlebnisse zugehen lassen. schen% wird weiter gehauen! Das Militär-BezirkSgericht in -einslWWnchen sprach den Lieutenant Fischl, welcher einen nach Fischls „ in Eingabe ihn fest anschauenden(stxirenden) Kaufmann mit dem oder ül° übel über den Kopf gehauen hatte, frei. Es ist soweit gekommen, men iß rß der Bürger fi.r die Soldateska nicht nur seinen letzten Heller straw�fern, sondern auch noch schweigend die Haut zu Markte nisirtts �agen muß. che ErsA Einheitlich« Kontrolvarschrifte» über die Verwendung iionen Bn steuerfreiem Branntwein zu Heilzwecken für das ganze stenbrl>�utsch« Reich stehen nach den„Verl. Pol. Nachr." bevor. In [3 in i�pothekerkrelsen ist deshalb eine kräftige Bewegung im Gange, Berallgemeinerung der preußischen Kontrolvorschriften zu nur ßÜ&FM. st"®ie preußischen Kontrolvorschriften, welche einer An- leil. E r stE'nevet Geschäfte und den Apotheken für eine große Zahl tslose° ist) Heilmitteln die Steuerfreiheit nicht gestatten, haben zur lrbestck Jstge, haß sehr viele Apotheker ihre Spirituspräparate ganz oder AanDuweise aus pharmazeutischen Fabriken beziehen. Tie„Berl. den Nachr." treten dafür ein, den unbeschränkten Großverkaus flil'n spiritushaltigen Heilmitteln—"• 1 unterziehen. Der„Deutsche , l/--- einet besondere» lleberwachung Apothekerverein" verlangt, daß men, der eine -n» 1»"- V---- � rw»■•••) V p ..„nflWMr dem Erlaß einheitlicher Kontrolvorschriften über die Ber- -.mW�ltdung steuerfreien Branntweins zu Heilzivecken Sachverständige nisali� den Fachkreisen gehört werden. kawpk.A Leipzig, 24. Juli. Die Leipziger Stadtpolizei hat hinter Leipziger Landpolizei nicht zurückbleiben wollen, und »u iv»�ich mit einem Schlag zwei Versammlungen, die für die RlinSl'i'radt angezeigt waren und in denen Liebknecht sprechen lirckie» Ate, auf Grund des Soziali st engesetzes ver- werd!°ten. Ein Polizeibeamter, der allerdings offiziell rine entscheidende Stimme besitzt, hat sich geäußert:„Sie e im hauchen keine weiteren Versuche zu machen, vor dem elung �Oktober wird's nichts." Und ähnlich dürfte man liinge, l�ohl auch in den maßgebenden Kreisen denken. den„kleinen VelagerungSznstand" mußte die ', n' chsische Regierung und Polizei verzichten, weil die Stim- ltkutig im Bundesrathe nicht günstig war— dafür soll nun A Sozialistengesetz bis zum 1. Oktober desto strenger ge- Mtdhabt werden— es wäre ja Unrecht, den bösen Sozial- die c�mokraten„etwas zu schenken". wie M Uebrigens ist sehr die Frage, ob es vom 1. Oktober 11 anders wird. Verschiedenes spricht dafür,S daß die &«rjiB'chsische Polizei nach Ablauf des Sozialistengesetzes ni?n st>nso zu wirthschaften gedenkt, wie während desselben. kchle�as famose sächsische Vereinsgesctz und das nicht minder „g»famose sächsische Allsweisungsgesetz bieten ja, bis auf einige r aui!lwescntliche Einzelheiten, voll den Ersatz für das Sozialisten- werh'Aetz. Es braucht nur der gute Polizeiwille vorhanden zu sein.' isiit, und der ist vorhanden— so lange die Agenten der ms /'iismarck'schen Polizeipolitik in Sachsen am Ruder silid.— Lglflatl Ein Dresdener Lokalblatt, auf besten Treiben ich neulich ..is.uizMfmerksam zu machen hatte, bringt in dem ihm eigenen nnael�til einen heftigen Schimpfergnß gegen mich. Das Blatt, r seit Welches spaßhafter Weise von seinen„Opfern" spricht— ihet Wohl um vergessen zu machen, daß es eine einfache ndel �rivatspekulation ist— thut entrüstet dar- geg�Aer, daß ich es mit der von der„Kreuzzeitung" AW'L«ßd anderen Rcaktions- und Polizeiblättern gemeldeten N5>lMlwegung", die in Dresden gegen Bebel entstanden �in sollte, in Verbindung gebracht habe. Das fragliche ., 4tfl"!i,lcltt, welches jetzt ganz unschuldig sein will, erinnert sich nße flhl nicht mehr, daß es kurz bevor jene Notiz durch die ��gktions- und Polizeipresse lief, Anlaß zu nachstehender >tiz gegeben hatte, die ebenfalls durch die ganze Reaktioils- k flfirtTt'» OtMVrtWrt ftflf• d Polizeipresse lief: wec-�" �, von jychetn begann einen schönen Traum, der ihre gallze �llgellv „���.dauern und ihr viele Thränen kosten sollte. h(ckfi Klara Fromont hielt Wort. Sie spielte oft mit #' idonien im Garten aus den kiesbestreuten Wegen: hwr diese die fein geschnitzten Jalousien und die gotdeiien ' sintiPMN und oft spielte sie an stillen Sonntagsnachnnltagen n�Mer den Druckpressen V' •SM~*• MW.»u-d- fiit HS»» in der be- zend ru'an../ 1 gekleidet it&» Chebe jciN{.d das war und hübsch aussah... Für war dies ebenfalls eine Ehrensache hübsche lahme Mädchen stellte alle �«verwendbaren Schinucksachen bereitwillig zu ihrer Ver- . �, Nur Herr Chebe, der die Fromont'» nie leiden mochte, iJlilR,. Vertraulichkeit mit scheelen Augen an. Z>var l gl»� Abete sich diese Abneigung nur darauf, daß man ihn f.n euilnd, doch wußte er andere Gründe genug vorzn- Ahek)ngen. So sagte er zu seiner Frau: *«Du bemerkst also nicht, daß Deine Tochter immer mit ic"--ll'1'5111 Herzen von da drüben zurückkommt und dann �'enlang am Fenster träumt?" Aber die arme, seit ihrer s/'rathnng unglückliche Frau Chebe war nicht mehr so t n", Mickcnd. Sie meinte, man müßte ans Furcht vor der Mt die Gegenwart genießen, das Glück mit beiden er „In seiner bemerkenswerthen Berliner Rede hatte bekannt- lich Herr Bebel den Arbeitern vorgeworfen, daß ihnen„der Kamin geschwollen sei". Dafür erhält er jetzt von der „Sächsischen Arbeiter- Zeitung" folgenden Rüffel:„Da ivird von den Leuten klug geschivätzt über Streikfieber und frivole Streiks. In unserer langjährigen Praxis ist uns noch kein solcher vorgekommen; wir haben auch noch nicht Gelegenheit gehabt, einen solchen zu verhüten. Die Streiks, die wir kennen lernten, brachen aus wegen ge geringen Lohnes, zu langer Arbeitszeit, zu großer verlangter Leistung, wegen direkter Betrügereien der Fabrikanten, unmenschlicher Behandlung, mangelnder Sicher- heitsmaßrcgeln oder sonstiger Ordnungs- und Gesetzwidrig- keiten. Der Arbeiter setzt überhaupt niemals im Uebermuth seine und seiner Familie Existenz aufs Spiel; wer so„frivol" schwätzt, der ist eben selbst niemals als denkender Arbeiter in der Lage gewesen, sich gegen Fabrikantenübermacht aufbäumen zu müssen."---„Eine totale Verkennung der Umstände ist eZ, wenn man mit der Miene der U e b e r l e g e n h e i t den Arbeitern anräth, den Streik nicht als Zweck der Organisation zu betrachten. Wir wüßten wirklich nicht, wo das je vorgekommen wäre. Der Streik ist immer nur als ein Mittel betrachtet worden, die Zwecke der Organisation zu er- reichen oder letztere aufrecht zu erhalten, als nichts weiter— aber eben deshalb ist er nothwendig, unvermeidlich, und wenn man sich denn einmal über die Streiks den Kopf zerbrechen will, so wäre es viel klüger, nach Mitteln zu sinnen, wie mitZlothivendig- keit austretende, unvorbereitete Streiks gleichden wohlvoroereiteten ebenfalls zum Siege geführt werden können."--„Ernst genommen läuft das ganze G e s a l b a d e r auf Verurtheilung aller Streiks hinaus; unvorbereitete Streiks sind zu unterlassen, weil sie nicht erfolgreich sind, die Vorbereitung von Streiks aber soll unterbleiben, weil das nicht der Ziveck der Organi, sation sein soll. Eine nette Perspektive für die Arbeiterbewegung." Will die„Sächsische Arbeiterzeitung"— denn sie ist das Dresdener Lokalblatt, von dem ich sprach, etiva läugnen, daß obiger„Rüffel" sich gegen Bebel richtete? Und hat sie durch diese schnoddrigen Bemerkungen etwa nicht Anlaß zu jener Sensationsnachricht der„Krcuzztg."-c. gegeben? Und w i e o s t hat die„Sächsische Arbeiterzeitung", von der auch der famose Artikel herrührt, in welchem gesagt wird, daß die sozialdemokratische Fraktion nach dem Wahlsieg des 20. Februar sich auf's parlamentarische N ich t s- t h u n verlegen werde— und w i e oft hat die„Sächsische Arbeiterzeitimg" in den letzten 5 oder 6 Monaten den Rcaktions- und Polizeiblättern willkommenes Material gegen die Sozialdemokratie geliefert! Doch diese Dinge werden vor einem anderen Forum verhandelt werden, und dort werde ich zu- frieden sein. Also W i n k e l m a n n, der Millionendieb, ist wirklich gefaßt. Er hat lange in Buenos-Ayrcs gelebt und— alte Liebe rostet nicht— für das„Leipziger Tageblatt" korre- spondirt, das— gleich der Blüthe unserer Kartellbrüder- schast— ihn jetzt für's Leben gern von den Rockschößen abschütteln möchte. Einen durchaus gerechtzeiNigttn Protest, hat der Grütli-Verein Bern neulich gegen die Sammlungen für ein Kolossal-Monument Wilhelm Tell's erlassen. Wir halten es für eine Ehrenpflicht, dieses eben so männlich-entschieden wie würdig gehaltene Schrift- stuck zum Abdruck zu bringen. Es lautet: „Tell-Monument und General-Anwalt. „Durch die Schweizerpresse macht! ein allgemeiner Appell an das Volk znr Geldsaminlung für ein Tell-Monnment die Runde. Dieses Monument, das wahrscheinlich in Altdorf zu stehen kommt, soll sicherem Vernehmen nach kolossale Dimensionen annehmen und dementsprechend eine kolossale Sunime kosten. „Das wäre an sich schön und recht und eines freien Volkes würdig, wenn nur dieses Vorhaben im Entferntesten Harmoniren würde mit den gegenwärtigen Verhältnissen. _„Es steht natürlich jedem Einzelnen, sowie jeder Grütlisektion srei, dazu einen Beitrag zu leisten. Anderseits mag es auch Jedem freigestellt sein, seine Betrachtungen darüber anzustellen. Die Grüt- tianer Bern thun dies, selbst auf die Gefahr hin, als unpatriotische Bürger oder gar als Vaterlands- und„Reichsfcinde" verschrien zu werden. Da sie an diese Vorwürfe und Titel schon etwas gewohnt sind, so kommt es ihnen auf ein Mehr oder Weniger nicht viel an. „Wir fassen es als eine Vermessenhcit sondergleichen auf, wenn die gleichen Leute, die uns den Generalamvalt vor nicht langer Zeit aufgehalst, nun voin gleichen Volk Geld verlangen zur Verherrlichung der kühnen Freiheitsthat des Tel!. ..Best gerade, wo durch die Plaudereien Bismarcks, des � Sohnes, die damaligen Vorgänge Jedem voll- standig klar geworden sind, der sehen will,— jetzt, wo sogar die Händen festhalten, sobald es nahe genug sei, denn oft sei die Erinnerung an eine glückliche Kindheit der einzige Trost für das ganze Leben. Dieses Mal sollte Herr Chebe jedoch ausnahmsweise Recht haben.— m. Die Geschichte der kleinen Chebe. Unechte Perlen. Nach zwei bis drei Jahren freilndschaftlichcn Umganges nud gemeinsamer Spiele, durch welche Sidonie den Luxus und die zierlichen Atanieren reicher Kinder kennen gelernt hatte, wurde der Berkehr plötzlich abgebrochen. Vetter George, dessen Vormund Herr Fromont war, befand sich seit längerer Zeit in einem Lycenm. Klara kam, mit der Ausstattung einer kleinen Prinzessin versehen, in ein Klosterpcnsionat und zu gleicher Zeit sprachen auch die Chebes davon, Sido- nie» in die Lehre zu geben. Man gelobte beim Abschiede ewige Frenndschaft und versprach, sich an den freien Sonn- tagen zwei Mal monatlich zu besuchen. Wirklich stieg die kleine Chebe mehrmals von ihrem fünften Ctockivcrl herab, um mit ihren Freunden zu spiele», aber je älter sie wurde, desto mehr wurde sie sich de» Ab- standes bewußt und ihre Kleidung erschien ihr für de» Salon der Frau Fromont bald zu einfach. � Waren sie nur zu Dreien zusammen, so ließ die Jugend« frenndschaft, die keine Unterschiede kennt, keinen Zwang auf- kommen; es kam aber Besuch, und besonders Pensions- frenndinnen, unter denen ein großes elegant gekleidetes Mädchen stets in Begleitung ihrer Kammerzofe erschien, um mit den Fromonts zuspielen., Wenn Sidonie dieses geputzte, hochmuthlge Madchen die Freitreppe hinaufkommen sah, empfand sie Last gleich wegzn- laufen. Tie andere brachte sie mit ihren ungeschickten Fragen: wo sie wohne? was ihre Eltern wären? ob sie auch einen Wagen besitze?... in Verlegenheit. Hörte dann Sidonie, wie die anderen Madchen von der Pension und ihren Freundinnen plauderte», so empfand sie, daß jene eine andere Welt bewohnten, die tausend Meilen von der ihrigen entfernt war; eine imbeschrcibliche Traurig- keit überfiel sie, besonders wenn ihre Mutter noch anfing, „Verner Zeitung" zugeben muß, daß der Bmidesrath vor Pntt- kamer-Bismarck den Nacken gebeugt, und Ivo ein schweizerisches Sozialistengesetz und ein schmähliches Auslieferungsgesetz aus den Tischen der eidgenössischen Räthe liegen, können>vir Frei- Heits-Deklamationen, wie sie von Anhängern und Frennden jener schlechten Politik für die Errichtung des Tell-Denknmls in's Feld geführt werden, nur mit Entrüstung als unaufrichtige oder mindestens als gedankenlose Phrasen betrachten. „Wir wollen von der Tellverhkrrlichnng jener Leute nichts wissen und nicht in diesem von Widersprüchen getrübten, un- lauteren Dinge sein. Müssen wir vorerst noch ohnmächtig zusehen, wie von unserer heimischen Freiheit Stück für Stück abgebrochen wird, so können wir heute auch noch zusehen, wie die Denkmäler zerbröckeln, die einem Freiheitssinne gelten, der heute von unseren herrschenden Parteien faktisch verpönt, geschmälert und verfolgt wird. So lange in unserem Lande diejenigen Freiheitskämpser, welche doch nur mit den Waffen des Geistes kämpfen, verfolgt und gemaßregelt werden, nur fremden Monarchen zu lieb, so lange geben wir keinen Rappestsär alle schönen Worte von der Art des Aufrufes für ein Tell-Monument. Aber an dem Tage, wo man uns unsere alte Freiheit wiedcrgiebt, wo wir wirklich es verdienen werde», ein freies Land zu heißen, da werden auch ivir mit Leib und Seele beitragen zur Verherrlichung der Frei- heits-Thaten unserer Vorfahren. „Allerdings haben die Freiheitsbestrebungen eines einzelnen Volkes in heutiger Zeit sehr wenig Aussicht aus Erfolg, weil rings um uns die reaktionäre Diplomatie das Szepter führt, mit welcher auch unsere schweizerische Ortsbehörde auf gutem Fuße stehen will. Dieser Umstand ist schuld, daß solche Fruchte bei uns reifen können, wie wir sie oben gezeigt haben, Früchte, welche beweisen, daß wirklich in den obersten Kreisen eine gemisse internationale Einigkeit herrscht, mit der Tendenz, den Freiheitsbestrebungen der untern Klassen Schranken zu setzen. Damit ist aber auch dargethan, daß aus ven nationalen Freiheitskämpfen der einzelnen Völker ein großer internationaler Klassenkampf geworden ist, welcher einzig im Stande sein kann, die politische und ökonomische Frei- heit und Unabhängigkeit eines jeden Bürgers herbeizuführen, für welches Gut im Grunde schon unsere Borsahren in ihrer Weise gekänipft habe». „Gerade auch deshalb möchten wir vor einem falschen Patriotismus warnen mit seinen Seifenblasen unechter Be- geisterung. „Ja, diesem heut vorgeschlagenen Denkmal laßt uns kalt die Tellenthat selber gegenüberstellen, die, sei sie Wahrheit oder Dich- tuiig, in unseren Herzen fortleben wird als sprechendes Zeichen, daß das Joch der Knechtschaft und der Tyrannei durch kühne That gebrochen werden kann. „Wir hoffen von ganzem Herzen, daß eine Zeit kommen wird, wo wir Tell mit Ehren ein Denkmal errichten können und die organisirte Arbeiterschaft in vorderster Reihe dazu mithelfen ivird. Dann aber ivird das Denkmal ein Neuauflcben alt- schiveizerischen Freiheitssinnes bedeuten, während man heute ver- sucht ist, oen angeblichen Tellverehrern zuzurufen: Bauet der Frei- heit ein Denkmal, denn sie ist todt!" Der Grütliverein Bern." UnßUttd. Eine neue Judenhetze scheint in Südrußland in Szene gesetzt werden zu sollen. In Odessa erließ, wie dem„Berliner Tage- blatt" aus Petersburg gemeldet wird, Stadthauptmann Seleuoi einen Tagesbefehl, daß Juven, welche sich an öffentlichen Orten irgend eine Unehrerbietigkeit oder eine Beleidigung gegen jemanden zu Schulden kominen lassen, auf administrativein Wege zu be- strafen seien. Aehnliches ordnete der Gouverneur von Mohilew an. Als dessen Zirkular in der Kreisstadt Mftislaivl eintraf, berief der Kreis-Adelsmarschall Fürst Meschtscherski, die ange- sehensien Juden ins Städtchen und eröffnete ihnen in Anwesen- heit der lokalen Autoritäten, i» Rußland existirten außer den Staatsgesetzen auch administrative Vorschriften; ein Zirkular des Gouverneurs Übertrage ihm weitgehende Vollmachten, und dem- gemäß setze er sie in Kenntniß, wenn die Inden nicht aufhören ivlirde», den Anstand zu verletzen, wen» nach wie vor srech und �vv Mednkkion. Bei Anstag!» bitten wir die AbomiemenlS-QuiNung belzusiige». Antlvori wird nicht«rlheilt. Brieflich« a. M. S. 123. Die Mahngebühr ist zu Recht von Ihnen erHoden; eine Beschwerde würde nichts nützen. ? Die Berussgenossenschaft muß sogleich nach dem Unfälle alles zur Feststellung der Rente für die Hinterbliebenen Er- sorderliche sesistelleii lassen. Daß bis zur Feststellung der Rente ein Halbjahr vergehen sollte, ist ausgeschloffen. von ihrem Eintritt in die Lehre bei einem gewissen Fräulein Le Mire, einer Bekannten der Delobelles, zu sprechen, die in der Rue du Roi-Dorce ein großes Geschäft mit unechten Perlen betrieb. Risler legte dem Plane, die Kleine in die Lehre zu geben, viel Gewicht bei.—„Sie soll etwas lernen," sagte die gute Seele,„später werde ich dafür Sorge tragen, ihr ein Geschäft zu gründen. Zufälligerweise sprach dieses Fräulein Le Mire davon, sich in einigen Jahren vom Geschäft zurückzuziehen; das paßte also ganz vortrefflich. Eines Morgens, es war an einem recht strübseligen Novembermorgen, führte sie ihr Vater nach der Rue du Roi- Doree in den vierten Stock eines alten Hauses, das noch älter, noch düsterer war, als das in welchem sie wohnte. Unten im Hausflur hing eine Menge von Schildern mit vergoldeten Ailfschriftcn:„Fabrik von Arbeits- k ä st ch e n",„Vergoldete Ketten",„Spiel- fachen",„G l a s i n st r u m e n t e",„ B ö u q u e t s für Bräute und Brautjungfern",„ S p e z i a l g e- s ch ä f t für Feldblumen" und ganz oben ein kleines verstaubtes Giasschild, aus welchem in einer Umrahmung von vergilbten Perlschnüren, Glastrauben und Glaskirschen der hochtönende Name„ A n g e l i n e l e Mire" prangte. Es war ein abscheuliches Haus! Hier war einst einmal der große Flur der Chebes, der zwar vom Alter geschwärzt war, aber durch das Fenster und den Ausblick auf die Fabrik und ihre Umgebung einen freundlichen Eindruck machte.... Hier sah man nur eine enge Treppe, eine enge Thür, eine lange Reihe kleiner un- freundlicher Zimmer und am letzten eine alte Jungfer mit falschen Locken und schwarzen Halbhandschnhen, die in einem verschlissenen Hefte der„Zeitschrift für Alle" las und sehr verstimmt schien, daß sie in ihrer Lektüre gestört wurde. (Fortsetzung folgt.) Theater. Sonntag, den 27. Juli. Ni- in Frirdrich-Milhelmstädt. Theater. Der arme Jonathan. Montag: Dieselbe Vorstellung. WaUner» Theater. Mamsell touche. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kiktoria- Theater. Stanley Afrika. Montag: Dieselbe Vorstellung. (Ostend- Theater. Der Traum ein Leben. P Montag: Dieselbe Vorstellung. KeUeallianr«- Theater. Der Nau- tilus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll's Theater. Der Postillon von Lonjumeau. Kanfmann's Variötö. Große Spe. zialitäten-Vorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andreas, Alexander straße 27c. Auftreten der Kostüm-Soubrette Fräul. Bermont. Auftreten des Gesangshumoristen Herrn Jonas. Auftreten der Duettistinnen Geschwister de la Terra. Auftreten des Tanzkomikers Herrn Schmidts. Austreten der Jano-Truppe. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags SVa Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 80 Pf. 60 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Der Garten ist an Vereine f. Sommer- festlichkeitenm.Spezialitäten-Vorstellung zu vergeben. AllbWmellt Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Garten-Concert. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer-Abend. FnWiP Wochentags 10 Pfg., IjUU LL gönn- und Festtags 25 Pfg. Bei ungünstiger Witterung in den unteren Restaurationsräumen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial-Ausschank von Patzenhofer Export-Bier, Seidel 15 Pf. Die oberen Säle bleiben brs auf Weiteres wegen Renovirung geschlossen� 641 lüller. Victoria-Park. Blüeherstr. 31. Gneisenanstrasse. Jeden Konntag: Große» Conrert und Spezialitäten-NorsteUung. Sgr. Nicotin! auf dem 50 Fuss hohen Drahtseil. Mittwochs: Kinder-Freudenfest. Volksbelustigungrn jeder Art. 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Die elektrischen Anlagen(150000 Lichtstärke) wurden von der Firma Erfurth u. Sinell, Berlin, Neuenburgerstt. 7, ausgeführt. Eintrittspreis 1, 2, 3 und 4 Mark. Sitzplätze für 10 000 Personen. Gedeckte Tribünen. Die Vorstellungen finden bei jeder Witterung statt. Casta- Eröffnung um IVs«. 7 Uhr. Avis 1 Dies ist die Truppe, welche in Paris(Ausstellung), London, New-Iork, Rom:c. solch kolossalen Erfolg erzielt hat. 1373 Vorverkauf d. Sillrt» im Central-Sureau: Unt. den Linden 81. Neue Welt. Bergschlossbraaerei, Hasenhaide. Heute, Sonntag:| MiMr-K«vt iibD S|(|iiiIitit»�itfilonf. Bellonl, mit seinen Kakadus. Familie Bodjaroff, Lustarbeit. Miss Marietta, Drahtseil. Ernesty, Schnellmaler. Neirra's 3fach. Reck:c. L e u» r m e r k. Musizirende Bomben. Kunstfeuerwerker Leichnitz& Ban. ~ E-tttt 25 Pf., tert.1.", 20 Pf., s,nbS jaSr'" ftti. Montag: Vereinstag. Dienstag; Bäcker-Innung. Mittwoch: Kinderfest! Donnerstag: Uassenfeuerwerk. Einnahme von Kllva. Großer Erfolg. Tb. Keller'» Hofjäger. 1397 Heute, Sonntag, den 27. Juli 1890: Grosses Militär-Concert fj Am nid 3m-fl-0&cn�Mle: d. Kav d.3.Karde-Reo. Mukikdir. tÄUllA BalBs d. Kap. d.3.Garde-Reg. z.F., Musikdir. Marionetten- Theater- Vorstellung, Volksbelustigungen. Anfang 4 Uhr. Enttee 15 Pf., im Vorverkauf 10 Pf. A. Froellch. Mittw o ch, den 80. Juli er.: Große» Erntefest nach ländlicher Sitte. ArbeiterbiiWmiblNg R. Baginski. Kerlin 14, Dresdenerstr 52-53 W-Paßage). Bios, Französische Revolution, 20 Hefte ä 20 Pf., geb. 6,50 Mark.— Bommeli, Geschichte der Erde, 22 Hefte h 20 Pf., geb. 5,90 Mark— Zimmermann s Bauernkrieg, in Heften a 20 Pf.— Köhler, Weltschöpfung und Weltuntergang, in Heften a 20 Pfennig.— Neue Welt- Kalender 1891 a 50 Pf.— Protokoll des internationalen Arbeiterkongresses zu Paris 50 Pf.— Bellamy, Ein Rückblick aus dem Jahre 2000 auf 1887(sozial. Roman), geh. 40 Pf, geb. 80 Pf.— Zola's neuester Roman. Die Bestie im Menschen, geh. 5 M., geb. 6,50 M. — Tolstoi, Krieg und Frieden, 3 Band statt 15 M. nur 6 Mark. — Dr. Braun, Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik I. u. II. Jahrgang a 12 M.— Dr. L. Jacoby, Die Ideen der Entwickelung, 2. Auflage. — Kürschner, Der Deutsche Reichstag, broch. 40 Pf., geb. 1 Mark.— Moderne realistische Romane und Dramen von Zola, Ibsen, Daudet, Strindberg, Tolstoi, Kautsky u. a. m., sowie sämmtliche für Arbeiter empfehlenswerthe Bücher und Schriften. 1249 AUgem Metallarbeiter-Verein Berlins und Umgegend. BeWeWe NmnmlW Dienstag, den 29. Juli, Abends Sv» Uhr, in Zorban's Salon, Nene krnnstrche 28. Tages-Ordnung: 1. Die Aussperrung der organisirten Arbeiter in Hamburg. Referent: Herr A. G e r i s ch. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes., Wegen der wichtigen Tagesordnung werden die Mitglieder ersucht, zahlreich zu erscheinen. 1398 Der Vorstand. I. A.: Joseph Hartmann, Reichenbergerstr. 73, IV. Alle Beschwerden in Vereinsangelegenheiten sind zu richten an Joseph Hartmann, Reichenbergerstr. 73. Alle Geldsendungen an Otto Klein, Ritterstt. 15. Der Zentral- Arbeits nach weis für die Metallarbeiter aller Branchen befindet sich Wallstraße 7 bis 8 und ist täglich von Morgens 8 bis 12 und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr geöffnet. Die Bibliothek befindet sich ,m S ü d e n: Ritterstt. 112, Restaurant Schmidt; im Norden: Brunnenstr. 40 bei Schayer und werden daselbst Montag und Donnerstag, Abends von 8 bis OVs Uhr, Bücher ausgegeben. Die Mitglieder werden hiermit ersucht, alle Sammellisten, welche vom Verein ausgegeben, ob voll oder leer, sowie die Bons zur 1. Maifeier sofort an den Kassirern Otto Klein, Ritterstt. 15 im Laden, G. Wolff, Reinickendorferstr. 14a, zurückzugeben. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 16. August, Nachmittags, ein großes Sommerfest des Allgem. Metallarbeiter-Vereins, be- stehend in Konzert, Ball nnd sonstigen Belustigungen, stattfindet und wird um recht rege Betheiligung ersucht. Billets sind bei dem Komitee, den Vorstands- Mitgliedern, sowie in den Zahlstellen zu haben; auch sind die Protokollbücher des Weimarer Kongresses a 20 Pf. in der Versammlung sowie bei den Kassirern zu haben. Kranken-Unterstütznngs-Bund d. Schneider. Das von Mitgliedern obiger Kasse arrangirte iir Sommer- Fest""MZ mit Kinderbelustigungen, Instrumental-Concert und Ball findet Montag, den 28. d. Mts., im Eanrerthano Sanvsonri, Kottbuserstraße 4a, statt. Beginn und Eröffnung der Kaffeeküche 3 Uhr. B i l l e t s sind vorher zu haben bei Zilm, Krausenstr. 11; Seefeld, Grenadierstr. 33; Prost, Annenstr. 9; Karl Müller, Naunynstr. 37, IV. und in den mit Plakaten belegten Handlungen. � � 2iim. Karl Müller. Albert Zander. NB. Die Zahlstelle Grenadierstraße 33 bleibt Montag, den S8. d. Mto., gefchlosten._ Große Uersammlung. I fujinliiiiofr, Wnhlvereins iL 4. Berl. ReiW am Dirnstag, den 29. Juli, Abend» 8V2 Wtt im Lokal Concert-Park Victoria, Frankfurter Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Semmel über:„Die Bedeutunz"tWO künde." 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten, Verschiedene-�bV» A#»» Das mag dahe Verband der Holzarbeiter gegenüber. 4. Verschiedenes. Mitling erfüllt glai Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der E'»�cht so. Unsere Z -— mgen: 1. Unse, General-Versammlung| des Fiichnereins smnitlilher nn Hnlzbenrbeitnn�� besPftinter Arbeiter � � Montag, d. 4. August, Abends 8Vs Uhr, in Fenske's Lokal, LamD Lektüre zu d das Stbonnei 2. Aus politisches C schriftliche o! Bedenkt also ages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn W. Werner ubck j.-j Gesetzgebung. 2. Diskussion. 3. Kassenbericht vom 1. Quartal, werfen zu'werde> des 1. Schriftführers. 6. Verschiedenes und Fragekasten. � � Liefert Eure Mitgliedsbuch scheinen ersucht 1399 legitimirtz Um recht'zahlreiches und _ D-- aterzeichnete ab. Gustav Z Wilhelm Emil Bö Stöbert S Heinrich Karl m Adolf 6, Di» Loknlko Achtung S Centrai-Krankenkasse der Maurer, Steinha# und Stuckatenre„Grundstein zur Einifi* Da die am 20. d. M. vorgenommene Wahl vom Vorsta»?!- widrig beanstandet worden ist, findet am Mittwoch, den 3�. v">he bekannt, i.w, w. 10,-«-N-WA Tages-Ordnung: 1. Wahl des Bevollmächtigten, des � Stellvertreters, des Kassirers sowie der Revisoren. 2. Versch'� Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der 1406 I. A.: Karl Weißes K> Verein gewerbl. Hilssnrbeiter sör Zohlinnigthlll«..Sämmtliche« Sonntag, den 3. August 1890: �"tern Schön ebe Grosses Sommer-FÄ � .. nicht me in Senftleben's Volks-Garten in Joba5cht'ldmefrltini unter gütiger Mitwirkung des Musik- Vereins„Musiksrrl�itzt in diesen Gesang-Bereins„Aoffnung" aus Rixdorf.«»fragen sind zu i Killet« a 20 Pf. sind zu haben bei: O. Klei»U igust Buchholz,( Niemetscheck, Skalitzerstr. 18; Zubeil, Naunynstr. 86;., 3.. Freie Vereinigung der Mau�|?Säe"1' Berlins und Umgegend.. � Tie Schrift en ' bettenden Klasser HiemetscnecK, totautzerfit Waldemarstraße; G. Schulz,* F. Schulz, Wendenstt. 4; E. Arndt, Sonnabend, den 16. August, im Lokale der Bock-Brauerei, HÜT Sommernachts-ß�" verbunden mit Konzert und Theater- yoest�' Anfang Abends 6 Uhr. Billets a 50 Pf. sind bei Mitgliedern zu haben: Karl Wagner, Admiralstr. 27;@, Kottbuser Damm 1; B aganz, Bülowstt. 51 bei Pankow Arndtstr. bei Schubert straße 26, zu haben. NB. Sonntag, den 3. August, Vormittags lOVs Uhr. straße 39 eine Versammlung statt. D»k wstellung alles d lrschungen der le Ivater Gesundhei 'htigsten Volkskrc einfach und ül ' praktische Win leicht befolgt s&ann Fnchverein her Pchmntlere und Kernfsgenosten. Montag den 28. Juli, Abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Wahl eines 2. Schriftführers. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschie- denes. 4. Fragekasten. 1390 Um pünktliches und zahlreiches Er- scheinen ersucht Der Vorstand. Freie Bereinigung der Damenmäntelschneider und Arbeiterinnen d.Bekleidungs- Industrie Berlins. Grosse Versammlung am Dienstag, den 29. Juli, in Lehmann's Salon, Sckiwedterstr. 23/24. Tages-Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Herrn Werner über Konttaktdruch. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragekaslen. 1366 Sämmtliche Arbeiterinnen der Weiß- waarenbranche sind insbesondere dazu eingeladen. Um rege Betheiligung er- sucht Der Vorstand. Ethische Gesellschaft. Sonntag, 27. Juli, Abends SVz Uhr, in Schneider» Salon, Belforter. 15. Vortrag des Herrn H. Psus: Nicht Gnade sondern Gerechtigkeit. Nach dem Vortrag gesellige Unter- Haltung und Tanz. Gäste, Damen nnd Herren, willkommen. 1346 Zentral-Kranken- R' C. 5jon in sprechen. um die thren der Tischler v- �Fwalt auf unst (Hamburg) Oettl.-a�enbftunben � Mitgiieder-VeV�te" wüßte, am Montag, 23. JUU' Menpausen läßi im Skalitzer- Gartp�pjtn, aber es t (Eingang 2. H�'nu�s'außen, wo Bei 22 K über Mitgliedsbuch Nichts angelegenheiten. wiiigueosouai Pflicht eines jeden ��auf auch in bc Versammlung dürfte oorlc Großgrundbej kesMß« hm-! veranstaltet Sonn�„-ittter &** im einen ne aus, und d Grossen Soiö�J�eÄfeit,« verbunden mit hstw.-M dagegen i unter gütiger so kann v %%%%- d° StiilhrtÄ........... Montag. 28. Juu�jn-l'orbenen ungeh im Lokale d. H�-* ten und bei bi V e r s � �em d Verantwortlicher Redakteur: Curt Kaal-e in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kading in Berlin SW., Beuthstraße 2, awÄäP* schlußfassung üb« 3. V�rschiedenes��M«M / ierung «ruhige Sirr!« "# 0 m AW laben 3'_ Sonntag, den 27, Juli 1890. Jahrg. Loketles. D»>- Das ma hier' herrschenden Geiste eigentlich sein nag daher kommen, daß viele von Euch den Zweck der füllt glauben, wenn sie einmal gelesen; dem ist aber Unsere cm;------------ � yM- M 1. Unseren in der Provinz lebenden Genossen noch als Lektüre zu dienen, deren wirthschastliche Lage ihnen. nicht das Abonnement einer Zeitung gestattet. 2. Ausklärung über unser wirthschaftliches und politisches Elend überall dahin zu tragen, wo sonstige schristliche oder mündliche Agitation nicht angängig ist. Bedenkt also in Zukunft, Genoffen, daß obiger Zweck : übe» � chtiger ist, als der, den andere Blätter haben: In die Ecke artat- morsen zu werden oder als Wurstpapier zu dienen. "' Arbeiterblätter(auch gewerlschastliche) J Liefert Eure � Nterzeichnete ab an Gustav Tempel, Vreslauerstr. 27. Wilhelm Lock, Friedrichsbergerstr. 6. Emil Böhl, Frankfurter Allee 74. CU----- 1 Tr. Slbolf Gcholh, SanbSb� Alk: 144, Hof 8 3%. J* I»* I I m � a.&... 5■*.. J.'""U"« m o itr. _..... rr—" �'--v-...... 'lit.Wirthe bekannt, welche die Inkonsequenz der Berliner Arbeiter .we K vollem Maße ausnutzen. Bis heute haben sich folgende Wirthe " nicht gemüßigt gefühlt, ihre Lokalitäten den Arbeitern Schöne- ! 4111?- '' o•---r'-U' O»!»V4, trgs zur Verfügung zu stellen. rsch>�? Weid's Lindenpark. Kucken bur" ..... ira's Schwarzer Adler. Sarre's Birkenwäldchen. Heckendorfs Restaurant. *„ i Restaurant zum Helm. (M v> Sämmtliche Lokale befinden sich in der Hauptstraße. Den lrbeitern Schönebergs steht nur die Schloßbrauerei zur Verfügung; �.f>llte den Beschlüssen, welche in den Versammlungen gefaßt wor- ,#» ßßn sind, nicht mehr Beachtung geschenkt werden, so können wir ,.-4'lltiet Zeit auch die Schloßbrauerei zu unseren Versammlungen Oumsgcht mehr in Anspruch nehmen. Also, Arbeiter, unter- in diesen Fragen die Lokalkommission zu Schöneberg. orf.>i>fragen sind zu richten an Alb. Schmidt, Nolleiidorsstraße 18; leim y kgust Buchholz, Grunewaldstr. 123. Zwei i« weiteren Parteikreisen belinnnte Aerzte, m" e Herren Dr. Zadeck und Dr. Vlaschko, haben sich der dankens- ��wthen Mühe unterzogen, unter dem Titel„Schutz gegen Krank- „flfits-Gesahr" ein kleines Werk herauszugeben, welches beherzigens- i �lhe Winke und Ziathschläge zitr Verhütung von Krankheiten Die Schrift enthält— unter besonderer Berücksichtigung der itenbßtt ßlaifpn— in f � . vv,v»»vv4.t». Kpcvuuiiw.;iiüu»ia Vti L«Leitenden Klassen— in knapper, gemeinfaßlicher Sprache, eme TAI' irstellung alles dessen, was. begründet auf die baktereologifchen ..«„ichrschungen der letzten Jahre, auf dem Gebiete häuslicher und VB'*'"'......- m VWim l L rrVr UU| UCIU VJ____ n öur Verhütung und Bekämpfung der geschehen kann. Die Verfasser geben .»#/] cliiT rtrn it n a i» n f».**. xf« 41. t._____ �_ i.— u-uw.iviiuiiiycuen ge|cl)eyen rann. Die Versaffer geben ; f,. einfach und übersichtlich geordnet— detaillirte Rathschläge ailiee 1■ praktische Winke, die von Jedermann verstanden und jeder- "oe!&» �icht befolgt werden können. Theoretisches ist nur soviel orst» � �onntogspleluvevet. —• Bon Hundstaaen kann man in diesem 5cal ÄrLÄÄ WW ##### •»•«'U. ,5 p,••V«»0»VI4A'4W WUV*%| v»»-»,»» w. � M«8'' j(i raiI§' un� die Klagen, die von dieser Seite stets vom MimßKim öelassen werden, gehören mehr zum feinen Ton und u.l'-v» Mhn�it, alz daß sie einen realen Hintergrund hätten. dagegen dem kleinen Mann die Kartoffeln nicht ge- % J0 kann uns auch der Heringsfang ziemlich gleich- 'wns�kbar � denn das Eine ohne das Andere ist fast un- anhaltende Regenwetter hat aber einige todes- s" Herren der dents nen ungeheuren Rüstungen der sogenannten Kultur- ''Je 1� ken und bei dem außerordentlichen Konkurrenzkampf, der P* uA dem Gebiet der Mordwerkzeug-Erfindung herrscht, muß c�lH Aufopferuna dieser Herren auf aufgeregte Gemüther »Ä klich beruhigend wirken. Natürlich kommen diese A eingestreut, als gerade ausreicht, um die erforderlichen Maß- nahmen begreiflich erscheinen zu lassen. In erster Linie haben die Verfasser die arbeitende Be- völkerung und deren Interessen im Auge gehabt, ihr Leben in der Werkstatt und im Hause, während der Arbeits- und Mußezeit berücksichtigt. Soll die Broschüre Nutzen stiften, so muß sie in Arbeiter- kreisen in Massen verbreitet und auch wirklich gelesen werden; zu diesem Behufs ist 1. Format und Umfang derselben so eingerichtet, daß dieselbe als Beilage zu den Kran kenkassenbüchern (Statuten- oder Quittunas-Büchern) gegeben, event. Viesen vorn eingeheftet werden kann; 2. den Einzel-Verkaufspreis auf die minimale Höhe von 10 Pfennigen normirt, welcher jedem Arbeiter die Anschaffung der Broschüre ermöglicht. Voraussichtlich werden zahlreiche Kassen die Anschaffung des „Rathgebers" für ihre Mitglieder aus eigenen Fonds bestreiten, eine Ausgabe, die verschwindend klein ist im Vergleich zu de» Ersparnissen, welche der Kasse erwachsen, wenn auch nur der kleinste Theil der Mitglieder im gegebenen Falle die Winke des „Rathgebers" befolgt. Die Broschüre ist in unserer Expedition zu haben. Wir lassen hier, um unseren Lesern ein Bild von dem In- halte der Schrift zu geben, einzelne Abschnitte folgen. Die häufigsten und bösartigsten Krankheiten, an denen auch die meisten Menschen sterben, sind ansteckende. Dieselben werden erzeugt durch(mikroskopisch) kleine f stanzen(Pilze, Bakterien, Bacillen, Mikrokokken), die sich im örper vermehren und vergiftende Stoffe erzeugen, seltener durch kleine Thiere(Schmarotzer, Parasiten). Die Uebertragung geschieht theils direkt, d. i. durch Berich- rung des Gesunden mit dem Kranken, theils indirekt durch Luft, Boden, Wasser und Gegenstände, an denen die vom Kranken her- stammenden Krankheitskeime haften. Solche Gegenstände, die die :####§ setzen und dabei recht viel Geld los werden will, die an�pnesenen Geheiinmittel, Wundertränke, Pillen, Thees ec., gehe auch mchl zu Droguisten, Kurpfuschern und Doktoren, dw �it ö«"" ö' inseraten große Reklame machen oder die Kranken dadurch a> z- locken versuchen, daß sie ausposaunen, alle Krankheiten heil zu können. Äv�ÄcrtÄ ÄHa®«« SSAW-WW heitspilze. Dieselben bleiben an der feuchten Nasen- und Nachenschleim- haut des gesunden Menschen hängen, werden von da leicht du.« Schuäubin«ttsew!"»»iT 1° der Fall ist. und Mmwww, l®uni."Äiyl" Ää?.'sä x.. endiguna derselben— auch die Nase(durch Hochziehen habm, muß bahc, m ba, » ÄSf Ä£$&***» ÄS 6 find augenblicklich so sehr an der Tagesordnung, daß es m der That ans ein Paar Freisinnige mehr oder weniger tu Berlin nicht ankommt. Das Reisen gehört nun einmal zum guten Ton, und man kommt sich unendlich wichtig vor, wenn guten Ton, und man kommt sich unendlich wichtig vor, wenn man auf einer Reise mit einer politischen Mission betraut ist. Da schwillt dem bedeutenden Manne das Herz in der Brust, der Geist hebt sich in hohe, bisher unbekannte Re- gionen, und die Sorge um das Wohl der Menschheit er- füllt Herz und Nieren. Mit tiefer Scheu und heiliger An- dacht wird der Zurückkehrende von der sorgsamen Frau und Mutter empfangen, des Hauses Sprossen blicken mit hoher Achtung ans ihren Erzeuger, der für das Wohl und Wehe des Menschthums thätig war. Allerdings ein Völkerfticde, der keine andere Unterlage hat als ein opulentes Bankett, dauert manchmal nicht länger wie eine ewige Liebe, und die Nationen, die sich beim Sektglase brüderlich in den Armen liegen, können sich morgen schon mit den Brudcrkrallcn an den Gurgeln habeii, und für diesen Fall ist es besser, man hält die neuen Repetirgewehre parat und ladet die Schiffskanonen. Schon aus diesem Grunde ist der Weltfriedenskongreß von hoher Bedeutung, und Leute, die sich ernsthaft daran bcthciligcn, zeigen, daß sie in die tiefsten Tiefen unserer sozialen Ord- nung eingedrungen sind.—. Des Lebens Sonne scheint nicht imnier gleichmäßig aus uns Sterbliche herab. Lächelt sie heute vom blauen Himmel, so ist sie morgen hinter Regenwolken versteckt. Auf die guten Stunden folgen trübe Tage, und wenn der Spukknabe Karl Wolter auch sonst alle möglichen vier dimensionalen Spirituosen(auch Vier) im Uebermaß sind die häusigsten Quellen des chronischen Nasenrachenkatarrhs. 4. Kinder und Erwachsene, welche schnarchen und mit offenem Munde schlafen(Zeichen von verstopfter Nase), müssen sich ärztlich untersuchen lasten, ob die Nase wieder durchgängig gemacht werden kann. 6. Wunde Stellen in der Nase und an der Nachenschleim- haut, welche beim Schnupfen sehr häufig sind, müssen besonders vorsichtig behandelt und rein gehalten werden, weil an diesen kleinen Verletzungen leicht Pilze eintreten können(Gesichtsrose, Diphtheritis, Scrovhulose). Außer diesen Maßregeln erfordert die Hygiene der A t h m u n g eine methodische Lungengymnastik, das sind Hebungen, zum Zwecke die Brust zu weiten und die Athemorgane zur Aufnahme möglichst großer Luftmengen und Ausscheidung aller schädlichen Luftbeimengungen zu befähigen. Dazu gehört: 1. Daß Arbeiter, namentlich solche, die in staubigen Be- trieben, und solche, die in sitzender oder hockender Stellung (Schneider, Schuhmacher, Uhrmacher jc.) beschäftigt sind, jede Gelegenheit benutzen, durch Aufrichtung des Körpers während der Arbeit rcsp. Arbeitspausen, durch stundenlanges Gehen in freier Luft, durch langsames, regelmäßiges, vertieftes Athemholen (womöglich bei über dem Rücken gekreuzten Armen), den durch die einseitige Arbeitsstellung bcnachtheiligten Brustorganen wieder zu ihrem Rechte zu helfen. 2. Dazu gehören Muskelübungen aller Art, wie Turnen, Schwimmen, Bergsteigen ec., bei denen der Brustkorb ausgedehnt und durch erhöhte Herzarbeit auch die Durchblutung der Lunge eine beschleunigte wird. 3. Dazu gehören die Vorsichtsmaßregeln: nicht schnell zu laufen, schnell Treppen zu steigen— wobei man gezwungen ist, oberflächlich und durch den offenen Mund zu athmen— von Regen oder Schweiß durchnäßte Kleidungsstücke(Schuhe, Strümpfe) nicht auf dem Körper trocknen zu lassen, die Haut des Körpers durch kalte Waschungen und Abreibungen gegen Temperatur- schwankungen unempfindlich zu machen. 4. Dazu gehören endlich auch die Bestrebungen nach völliger Arbeitsruhe am Sonntag, der dann aber freilich in Wald und Feld(auch im Winter!), nicht in tabakrauch- und dunsterfüllten Kneipen zu verbringen ist, nach Beschränkung der Arbeitszeit, Verbesserung der Fabrikhygiene(Ventilation, Staubfänger), der Wohnungsverhältnisse, der lliekonvaleszentenpflege:e. Verhalten bei Krankheiten. Katarrhe der Nase und Halsorgane haben die Neigung, nach den tieferen Luftwegen herabzusteigen, darum sind beim Bestehen solcher Katarrhe weitere Schädlichkeiten wie: neue Erkältungen, Aufenthalt in schlecht ventilirten, rauchigen, staubigen Räumen, heftiger Windzug, vieles und lautes Sprechen, Tabak- rauchen, Genuß reizender Speisen und Getränke(kaltes Bier) streng zu meiden!. ,, Von den Krankheiten der Lunge list weitaus am wichtigsten die Lungenschwindsucht(Lugentuberkulose). Sie wird stets durch die mit der Luft eingeathmeten Tuberkelbazillen ä Ter Auswurf der sogenannten Brustkranken(das sind eben Schwindsüchtige) enthält Millionen solcher Tuberkelbazillen, welche, wenn der Auswurf trocknet und verstaubt, in die Luft gelangen und sich mit Staubtheilchen auf Fußboden, Wänden, Decken, Möbeln u. s. w. absetzen. Durch unzweckmäßige— trockene— Reinigung, Staubfege», Staubwischenu. s.w. gelangt der Tuberkel- bazillus imnier von Neuem in die Luft und mit ihr in die Alhmungsorgane des Menschen. Daraus folgt: 1. Es kommt alles darauf an, daß der Auswurf der Lungen- kranken nicht eintrocknen und verstauben kann. Da nun Niemand wissen kann, ob er nicht die ersten Anfänge von Tuberkulose in sich beherbergt, so soll sowohl jeder Lungenkranke, wie überhaupt jeder Mensch, der hustet, nicht auf den Fußboden oder ins Taschentuch, sondern stets nur in ein Glas oder einen Napf spucken! Dieser Napf soll nicht mit trocknem Sand oder Sägespänen gefüllt sein, sondern muß entweder ganz leer bleiben oder nur wenig Wasser oder feuchten Sand enthalten. Er ist täglich vor- sichtig an der Wasserleitung zu reinigen. Auf der Straße ist es gestattet, rn die Gosse zu spucken. 2. Ein Jeder hat nicht nur für seine Person diese Vorschriften streng zu beachten, sondern ist auch im Interesse seiner Gesund- heit und der seiner Mitmenschen verpflichtet, stets und überall darauf zu achte», daß Niemand in einem geschlossenen Raum, in dem Menschen sich zusammenfinden,(Wohn- und Schlafzimmer, Küchen Korridoren und Treppenfluren, Speisesälen und Destilla- Gaben besaß, so hat er es dennoch nicht verstanden, sich von den Folgen seiner Hexenkünste loszuschwindeln, sondern er verbüßt augenblicklich seine Haftstrafe im Amtsgcfängniß zu Werder. Es sollen in demselben bisher weder Schinkenknochen noch Bratpfannen durch die Luft gepflogen sein, vermuthlich, weil diese Gegenstände in einem Gefängmß überhaupt nicht vorkommen. Denn Ivo es niemals etwas Gebratenes giebt, braucht man auch keine Pfannen, und wo kein Schinken servirt wird, können natürlich auch keine Knochen übrig bleiben. Die Mitglieder der vier- dimensionalen Kliqnc merken die Abwesenheit ihres Haupt- Helden wahrscheinlich auf das Schmerzhafteste, sie müssen sich in ihrem Verkehr mit den Geistern während dieser Zeit auf das Allernothwendigste beschränken. Herr Egbert Müller, einer der spaßigsten Herren unserer trüben Zeit, wird kaum Gelegenheit haben, die Zeitungen wieder mit seinem bahn- brechenden Blödsinn über die Sanregurkenzeit hinweg- zutäuschen— er scheint nur inspirirt zu werden, wenn sein Herr und Meister in der Freiheit weilt. Vier Wochen allerdings sind keine Ewigkeit, und nach Ablauf dieser Zeit werden wir vielleicht wieder mit neuen Ent- hüllungen über das spiritistische Gefängnißleben überrascht. So drückt man sich durch durch diese hochsommerliche Zeit, von welcher jeder Zeitungsmensch sagt:„Sie gefällt mir nicht." Hätte man nicht den Plauderer von Friedrichs- ruh— es wäre wahrhastig schlecht um uns bestellt. Hoffcnt- lich läßt ein neues Interview nicht mehr lange auf sich warten— wie es heißt, soll demnächst der Vertreter des „Kyritzer Landboten" in Friedrichsruh empfangen werden. In Kyritz wenigstens soll man den einzigen dort befindlichen Frack wenigstens schon vor Wochen auf die Bleiche gebracht haben, und dieses Ereigniß läßt auf weltbewegende Thaten schließen. Die Zeit der sauren Gurke ist nicht immer angenehm— aber die Weltgeschichte läßt niemanden so leicht im Stich. Schade, daß sie häufig gar so ledern ist.--- tionc«, Versammlungsräumen und Theatern, Schulen, Ge- schäftslokalen, Bureaus, Werkstätten und Fabriken) auf den Fuß- boden spuckt und auf diese Weise evenwell— wenn in seinem Auswurf Tuberkelbazillen enthalten find— die Krankheit weiter verbreite. Jährlich sterben im Deutschen Reich 150 000 Menschen an der Schwindsucht, d. h. an den Folgen der Einathmung des ge- trockneten Auswurfs von Brustkranken, den diese auf die einfachste Weise hätten unschädlich macheu könne». 3. Besonders da, wo Menschen berufsmäßig Staub ein- zuathmen genöthigt sind, wie in den meisten Gewerben,(Tischler, Schneider, Schleifer, Weber, Muller, Zigarren-arbeiter u. s. w.) ist neben jedem Arbeitsplatz ein Napf aufzustellen und muß durch weithin sichtbare Anschläge in den Fabriken respektive durch die beständige Kontrole der vorgeschrittenen, von der Noth- wendigkeit hygienischer Maßnahmen überzeugten Mitarbeiter ein Jeder zur Benutzung des Napfes angehalten event. gezwungen werden. 4. Niemals darf ferner bei der Reinigung der Wohnungen, Treppen u. f. w., namentlich auch der Werkstätten(Arbeitsplätze) — wie es bis jetzt fast ausschließlich geschieht— in Anwesenheit sämintlicher Arbeiter trocken gefegt oder geklopft und gebürstet, sondern es muß stets erst, nachdem die nicht mit der Reinigung Betrauten den Raum verlassen haben, zuvor gesprengt, oder, noch besser, überhaupt nur naß gewischt werden. In Staub produ- zirenden Werkstätten sind Besprengungen mit Wasser in regel- mäßigen Zwischenräumen— rn den Arbeitspausen— zu wieder- holen, von Zeit zu Zeit die Wände, Decken u. s.w. mit Brotscheiben oder naß abzureiben, die Fenster im Sonnner weit geöffnet zu halten, im Winter wenigstens zeitweise zu öffnen. Der Nachweis von Tuberkelbazillen in dem Wandstaub von Schneider-, Tischlerwerkstätten u. f. w. ist mehrfach ge- lungen. Die Krankenkassen haben bei der großen Rolle, welche die Schwindsucht jährlich in ihrem Etat spielt, ein sehr lebhaftes Interesse, daß die oben besprochenen Maßnahmen in allen Arbeits- lokalen bekannt und befolgt werden. 5. Alle Schutzmaßregeln gegen Ansteckung durch die Athem- organe, insonderheit gegen Einathmung der Schwindsuchtsbazillen, gelten in noch erhöhtem Grade für Engbrüstige, d. s. Individuen mit langem, flachem Brustkorb von geringer Tiefe und Uinfang, die erfahrungsgeniäß zu Erkrankung der Llnigenspitzen neigen. ß. Im klebrigen hat der Lungenkranke, wenn er gelernt hat, seinen Auswurf im geschlossenen Raum stets in einen Ltapf zu entleeren, der regelmäßig gereinigt wird, damit die Gefahren beseitigt, die ihm selbst— er athmete ja seine Bazillen als Erster wieder ein— und seiner Umgebung aus seiner Krankheit er- wachsen können. Weder in der von ihm ausgeathineten Luft noch in seinen Hautausdünstungen sind die Bazillen enthalten. Der Lungenkranke mache es sich zur Regel, Niemanden(auf den Mund) zu küssen; er trage keinen(langen) Bart, namentlich keinen überhängenden Schnurrbart, an dem leicht Theilchen seines Auswurfs hängenbleiben können, er spüle häufig, namentlich vor der Mahlzeit und, nachdem er ausgehustet, den Mund, schlucke den Auswurf nie hinunter, lebe fast ständig bei geöffnetem Fensler, bade häufig und wasche früh und Abends den ganzen Körper. 7. Vor dem Beziehen einer neuen Wohnung, besonders wenn bis dahin ein Lungenkranker in derselben gewohnt hat oder gestorben ist, sind Decke und Wände mit frischen Brot- scheiden abzureiben, wogegen nicht vorgezogen wird, neu tapeziren resp. weißen oder anstreichen zu lassen; die Fußböden, Thüren, Fenster sind mit Soda und Seife zu waschen. (Siehe auch Seite 13 unten e). Wahrscheinlich verbreiten sich auch epidemische Luft- röhren- und Lungenentzündungen, Keuchhusten und Diphtherie in ähnlicher Weise wie die Lungenschwind- sucht durch Einathnmng des getrockneten und verstaubten Aus- wurfs von diesen Kranren. Die Absonderungen solcher Kranken find daher ähnlich zu behandeln. Bei D i p h t h e r i t i s spielen außerdem Küsse, mit Speichel der Kranken beschmutzte Gegenstände(Wäsche, Spielzeug, Eß- und Trinkgeschirr) für die Uebertragung der Krankheit eine wich- tige Rolle. Unsere Leser sehen aus diesen wenigen Proben bereits, daß die Beschaffung der Broschüre eigentlich für Jedermann eine Nothwendigkeit ist. Der Reinertrag kommt übrigens dem hiesigen Asylverein für Obdachlose zu Gute. Die Devinfefition der Mohnungen nach ansteckenden Krankheiten durch städtische Beamte betreffend, macht der Polizei- Präsident folgendes bekannt: Die durch die Polizeiverordnung vom 7. Februar 1887, betreffend Desinfektion bei ansteckenden Ltrankheiten, erstrebte vollständige Unschädlichmachung der An- steckungsstoffe ist bisher in ihrer Zuverlässigkeit dadurch häufig beeinträchtigt worden, daß die Desinfektion der infizirten Ge- brauchsgegenstände und der Krankenräume nicht gleichzeitig statt- fand, indem die in der städtischen Desinfektionsanstalt gereinigten Gebrauchsgegenstände oft in nicht vollständig desinfizirte Räume zurückgebracht werden mußten. Ilm die für den erstrebten Erfolg unerläßlich erforderliche Gleichzeitigkeit der Desinfektion nach beide» Richtungen sicher zu stellen, haben die städtischen Be- Hörden eine ausreichende Anzahl zuverlässiger Personen, nach vor- heriger praktischer Ausbildung in der Ausführung der Desinfektion von Wohnungen und staatlicher Prüfung auf ihre Leistungsfähigkeit, als istädtische Desinfektoren angestellt. Infolge dessen bestimmte ich hierdurch, unter Aufhebung meiner Bekanntmachung vom 8. Februar 1887, betreffend die Ausführung der Desinfektion durch geprüfte Heildicner u. s. w., daß die im§ 1 der Polizeiverordnung vom 7. Februar 1887, betreffend Desinfektion bei ansteckenden Krankheiten(Amtsblatt 1867 Stück 7 Seite 69) vorgeschriebene Desinfektion nach Ablauf von Erkrankungen an asiatischer Cholera, Pocken, Fleck- und Rückfall-Typhus, Diphtherie und eventuell Darm-Typhus, bösartigem Scharlachfieber und bös- artiger Ruhr nach Maßgabe der unter demselben Tage erlassenen Anweisung zum Desinfektionsverfahren bei Volkskrankheiten vom 1. August laufenden Jahres ab lediglich von den beamteten städti- schen Desinfektoren auszuführen ist. Eine von anderen Personen bewirkte Desinfektion kann vom bezeichneten Tage ab als ge- snndheitspolizeilich ausreichend meinerseits nicht anerkannt werden. Die städtischen Desinfektoren sind zugleich mit dem Wagen zur Abholung von Gebrauchsgegenständen aus der städtischen Desinfektionsanstalt, Reichenbergerstr. 66, durch Vermittelung des zuständigen Polizeireviers telegraphisch herbeizurufen. Vrefffv-ihrit und Gewcrvrtreihrit. Ein hiesiger Kol- porteur wurde kürzlich seitens der Polizei auf Grund der Gewerbe- ordnung aufgefordert, ein Verzeichniß der von ihm vertriebenen Schriften einzureichen,| und als das geschehen, ihm am 19. d. M. auf dem 25. Polizeirevier durch Protokollverlesung eröffnet, daß aus dem betr. Verzeichniß ihm nur der öffentliche Vertrieb von: „ G ö t h e' s Werken".„ S ch i l l e r' s Werken" und ,, K o tz e- bue's Verzweiflung" gestattet sei!— Von der Erlaubniß wurden dagegen auf Grund des§ 56 Absatz 10 der Gewerbeordnung folgende Schriften ausgeschlossen: Dr. Schmidt: Spinoza.— Dr. Specht: Freidenkerthum und Geisteskultur; Flugblatt des deutschen Freidenker-Bundes; Frei- denker- Almanach.— Dr. Wille: Der Tod; Kirchliche Jugend- erziehung; Sittliche Jugenderziehung; Das Leben ohne Gott.— Vogtherr: Christlicher und vorchristlicher Geisterglaube.— Pöus: Unabhängigkeit der Ueberzeugung; Religion und Moral. — Dr. Völkel: Freireligiöses Sonntagsblatt.— Sack: Schlaglichter zur Volksbildung.— Christophorus: Katechismus des Volke?.— Drabitius: Tie alte und die neue Reformation.— Fendius: Geist, Kraft und Stoff.— Uhlich: Weisheitsbüchlein; Land und Leute.— Heigl: Spaziergänge eines Atheisten.— Paine: Zeitalter der Vernunft.— Corivin: Pfaffenspiegel; Die goldene Legende.— Schäfer: Grundsätze der freireligiösen Ge- meinde; Bericht über den Verein für Reform der Schule.— Lommel; Johannes Huß.— Stern: Religion der Zukunft; Die soziale Krankheit; Thesen über den Sozialismus.— Dietz: Neuer Welt-Kalender; Der wahre Jakob.— Prof. Dodel-Port: Moses oder Darwin.— Bellamy: Rückblick aus dem Jahre 2000.— Jbsen's Werke.— Heinr. Heine's Werke.— Kautsky: Arbeiterschutz.— Liebknecht: Volks-Fremdwörterbuch; Protokoll des inter- nationalen Arbeiter-Kongreffcs.— Köhler: Weltschöpfung und Weltuntergang.— Zimmermann: Großer deutscher Bauernkrieg. — Bommeli; Geschichte der Erde.— Bios; Französische Revolution.— Grähn: Freie Bühne für modernes Leben.— Schippe!: Berliner Arbeiterbibliothek.— Wislicenus: Freireligiöse Bewe- gung; Kirchen- und Klosterfragen; Tod und Auferstehung.— Kürschner: Taschenlexikon, enthaltend den Reichstag 1890— 1895. Angesichts dieses Verzeichnisses muß man sich wohl ftaaen, ob das Verbot auf genauer Kenntniß aller dieser Schriften beruhte, deren Inhalt sämmtlich, wie es in der Gewerbe-Ordnung heißt:„geeignet sein soll, in sittlicher oder religiöser Beziehung Aegerniß zu geben, und wird dieserhalb die höhere Instanz an- gerufen werden! ,,Der Meg zum Mohlstattd," betitelt sich ein bei Georg Weiß in Heidelberg erschienenes, von Dr. Hugo Schramm- M a c d o n a l d verfaßtes Buch, welches nach Ansicht desf„Rothen Kreuz" nicht warm genug empfohlen werden kann und welches zum Beweise hierfür einen Auszug aus dem ersten Kapitel dieses „eine Fülle des Beherzigenswerthen" enthaltenden Buches repro- duzirt. Zur Erheiterung unserer Leser wollen wir nachstehend eine kleine Blumenlese aus der„Fülle des Beherzigenswerthen" folgen lassen. Wohlstand, sagt Dr. Hugo Schramm-Macdonald, wird durch Arbeit hervorgebracht. Sparen und Sammeln erhalten ihn. Sparen ist das Wichtigste in der Haushaltungskunst. Leider sagt die Verschwendung der Natur des Menschen weit mehr zu, als die Sparsamkeit. Diese ist nicht angeboren, sie ist das Ergebniß der Erfahrung des Beispiels, der Ueberlegung, die Furcht der Er- ziehuug. Arbeit ist für alle Menschen unerläßlich, ohne Arbeit ist das Leben werthlos. Außer der rein körperlichen Arbeit giebt es noch eine Menge anderer Arbeiten: Thatkraft und Ausdauer, Wider- standskraft und Geduld, kühnes Wagen und Menschenliebe, Ver- breitung der Wahrheit und besserer Sitten, Verminderung der Armen und Unterstützung der Schwachen, indem wir sie fähig machen, sich selbst zu Helsen. Also: die einen müssen arbeiten mit der Hand, die anderen mit dem Kopf. Viele murren und klagen über das uns auferlegte Gebot der Arbeit. Solche Menschen müssen wir unglücklich nennen. Alles hat seine Grundlage im Fleiß. Ohne emsige und sorgfältige Arbeit kommt nichts Großes zu Stande. Und die Geschichte des menschlichen Fleißes zeigt, daß durch Fleiß auch der Aermste zu Ansehen, zu hohem Ruhm und zu Wohlstand gelangen kann, denn unablässige Arbeit besiegt alles. Mit den Anfängen der Gesittung hat auch das Sparen be- gönnen. Es fing an, als die Menschen das Bedürfniß fühlten, nicht nur für das Heute, sondern auch für das Morgen zu sorgen. Sparsamkeit erzeugt aber Kapital, und jeder Mensch, der nicht Alles verbraucht, was er durch Arbeit erworben hat, ist ein „Kapitalift". Viele Menschen denken aber nur an die Gegenwart. Mögen sie wenig oder viel verdienen, was sie einnehmen, wird schnell wieder verbraucht. Sie treffen weder Vorsorge für sich, noch für ihre Familie, sie sind und bleiben stets arm und schweben immer in Gefahr, Roth zu leiden. Sie kennen das Wesen der Sparsanikeit nicht, welches in Selbstverleugnung, in der Eni- sagung eines Genusses in der Gegenwart zu Gunsten der Zukunft bep.ehi. Die menschliche Gesellscyaft besteht hauptsächlich aus zwei Klassen: aus solchen, die für die Zukunft sorgen und auS solchen, die es nicht thun. Leute, die haushälterisch verfahren, kommen durch ihre Arbeit zu Kapital und dieses führt wieder zu neuer Arbeit. Das Kapital mehrt sich in ihren Händen und sie geben anderen Arbeitern wieder Beschäftigung. Wer aber Alles verthut, was er durch seine Arbeit erwirbt, desien Stellung wird sich nie bessern; er ist und bleibt in Abhängigkeit von Sparsamen. Sage Niemand, er könne nicht sparen. Es giebt gewiß nur Wenige, die nicht wöchentlich eine halbe, eine ganze oder vielleicht einige Mark zurücklegen könnten. Gewöhne man sich nur daran, selbstsüchtigen Genüssen zu widerstehen, fange man an, sich im Sparen zu üben und man wird finden, daß es wirklich möglich ist, ohne Entsagung jedes erlaubten Ge- nusses und Vergnügens, auch bei bescheidenem Einkommen doch noch manches Markstück für kommende schlimme Zeiten zu er- übrigen. Es ist Thatsache, daß fleißige, niäßige und sparsame Leute es auch bei geringem Lohne fertig gebracht haben, in den Besitz von Ersparnissen zu kommen, die hinreichen, sie im Alter gegen Mangel und Armuth zil schützen. Bei Vielen ist es eben nicht der Mangel an Gelegenheit, sondern der Mangel an gutem Willen, welcher der Sparsanikeit im Wege steht. Und doch wirkt die Hebung der Sparsamkeit veredelnd. Indem sie Enthaltsamkeit verlangt, stärkt sie den Charakter. Sie bildet das Geniüth, sie fördert die Mäßigkeit, sie verleiht Standhaftig- keit und vor Allem verhilft sie zu einem behaglichen Leben. Jeder, dem Mangel und Armuth etwas schreckliches ist, sollte sich für verpflichtet halten, die weisen Grundsätze sparsamer Vor- fahren oder Mitmenschen zu den seinigen zu inachen und die nützliche Kunst zu erlernen, seine Ausgaben zu beschränken. Denn ohne Wirthschastlichkeit kann Niemand reich und mit ihr Niemand arm werden. In der That, ein sehr empfehlenswerthes Buch!! Der Droschkrntarif ist zwar jedem Berliner geläufig, aber trotzdem enthält der Tarif Bestimmungen, die der großen Menge des Publikums unbekannt find. Derselbe bestimmt beispielsweise als geringsten Satz für eine Tagechahrt 1 Mark bei Benutzung einer Droschke 1. Klasse und 60 Pfennig für einen Wagen 2. Klasse. Nun ist allgemein die Ansicht verbreitet, daß der geringste Satz für Nachtdroschken 1,50 Mark und 1 Mark sei. Das ist aber falsch. Der geringste Satz beträgt blas 1 Mark für die 1. Klasse und 60 Pfennig für die 2. Klasse bei einer Fahrt von 7 Minuten. Nicht die Taxe, sondern nur die Zeit wird Nachts doppelt gerechnet. Zweimal 7 Minuten sind blos 14 Minuten, und für diesen Zeitraum wird die Taxe berechnet, die nmn für eine Viertelstunde bei einer Tagesfahrt zu bezahlen hat. Es kommt nicht selten vor, daß die Droschkenkutscher für eine Nacht- fahrt von etwa 22 Minuten 3 Mark oder 2,50 Mark je nach der Klaffe fordern. Dazu sind die Kutscher aber nicht berechtigt; sie haben nur dreiviertel Stunden nach dem Tagestarif zu berechnen. Uebervortheilungen kommen auch bei Fahrten vor, welche theils in die Tages-, theils in die Stachtzeit fallen. Da kann man sich nur mit der Uhr in der Hand schützen. Dnrch den Zulamiurnsturz eines G ernste« hat sich gestern Vormittag gegen 10 Uhr auf dem Grundstück Jerufalemer- straße 57 ein schweres Unglück zugetragen. Auf demselben be- findet sich zur Zeit ein Neubau, welcher bereits bis zur Höhe des ersten Stockwerks gediehen ist. Die Wände des Gebäudes werden durch mächtige Sandsteinblöcke gebildet, welche mittelst einer auf einem etwa 6 Meter hohen Gerüst ruhenden Winde hochgezogen werden. Auch gestern Vormittag waren eine Anzahl der Arbeiter damit beschäftigt, einen etwa 12 Zentner schweren Sandstcinblock Hochzuwinden, welche Thätigkeit durch den 23jährigen Steinmetz G. geleitet wurde. G. stand unter dem Gerüst, als plötzlich ein lautes Krachen und Brechen ertönte, das Gerüst, jedenfalls zu morsch, um die Last zu tragen, war zu- sammengebrochen, als sich der Steinblock in etwa 2 Meter Höhe befand, und hatte den G. unter sich begraben, während die übrigen Arbeiter sich noch durch schnelles zur Seite springen zu retten vermochten. Der Steinmetz, der von den zahl- reichen Bauarbeitern bald aus seiner enlsetzlichen Lage befreit wurde, ist furchtbar zugerichtet. Das rechte Auge ist ver- letzt, die ganze rechte Körperseite, der Kopf, die Schulter, der Arm, die Hüfte zeigten, von dem schweren Stcinblock gestreist, klaffende Wunden, aus denen das Blut hervorströmte. Der Ver- letzte wurde sofort mittelst Droschke nach der Charitee gebracht. — Ein zweiter Bauunfall ereignete sich ain Freitag, Nachnnttags gegen 2 Uhr, auf dem Neubau Wilhelmstraße 81. Das Haus, welches bereits abgeputzt wird, ist von einem bis zur Höhe der zweiten Etage reichenden Stangengerüst umgeben, aus welchem .'räch den Angek den Hauptstangen führenden Balken auf der Wege» II ebenfalls nach der Charitee gebracht. In beide» J ------ nfrhwe die niif CineWä?"11!"6.k,1"' ,U Mittelst einer starken Hebemaschine, die auf einen> r■ steht, wird der Bauschutt aus dem Wrack prüfte. daneben liegenden leeren Kahn befördert. Die fig��� � tzvyvuwtil ibviw» ovuyn vv|v*.vvv«... ff VC U als er Ü KKSÄSKW ÄS'iSÄK'SW den durch einen Drehkrahn bis auf den Juh.�.ffManken daß t Fahrzeugs niedergelassen, wo sie sich beim A»t!t0£*fimbeu habe ur biegen, um sich zu füllen. Ist das geschehen, so Ehalten wurde, die Dampfmaschine wieder emporgehoben; hl�ffjrsunde Haukwit die Theile, die scharfen Zacken halten sich sch��.?Mtschen ein toll und nehmen Alles, selbst das, was uiet- und„ffter Klaffe von die Oberfläche. Bon dem Kahn dürften unter d» v.v-~v.. w.... t fiy wandelte sie wohl nur noch Stücke übrig bleiben. Die Brücke>.jg fuhren nach Arbeitszeit von einer großen Zuschauermenge' tsfiüge. Durch lebhaftem Interesse die Hebungsarbeiten betrachffi gcht, Schwer verletzt durch den Sturz von �Mauden die A» wurde am Tonnerstag Abend in dem Vergnügungen. Zweitausei Müllcrstraße, der sechsjährige Sohn des am rechtmäßige Tischlers R. Der Knabe hatte sich auf ein Pferd/ Gerichtshof belegt befindlichen Karoussels gesetzt, wurde bei der%ck einem I a schwindlich und versuchte es deswegen, von se'»£®j(frine In Iii zu steigen. Ehe er jedoch noch hieran gehindert � gehindert foteurr sozial! stürzte der Kleine so unglücklich' zu Boden, daß«r��r zweiten Fei des Schlüsselbeins zunächst zu einem in der Näht T ischler Wilhelm und sodann nach einem Krankenhause gebracht we �nklagebeschlussee Anftzebung rines Diedrv und HotzKs'Wuldigten, nah! Nähe des Görlitzer Bahnhofes. Tie KriminalpoUi�eranlassung. dl tag Morgen einen überaus glücklichen Fang gem»'! sterüber kam es war es schon seit längerer Zeit bekannt, daß von Rechtsanwalt M aus eine Diebesbande ihre nächtlichen Streiszüge u-, er Vertheidrg zwar über Wasser, wozu die am nördlichen Ends dlitrschen Gest vorbeifließende Spree die günstige Gelegenheit dü» seit voroerprepenoe«pree vre gunpige Weeegeiiyru"luffe er faßte man einen übelbeleumundeten Menschen jn Angeklagten stand, bei einem in der genannten Straße chOv, s" ,1" n mehrere elegante Krimstecher zu„verschärfe» her Vorptze dieser Verhaftung gelang es wieder, das Hehler»Vgehorlz zurück nach welchem die Beute zahlreicher Diebstähle"»& i. u"' wterssasL. MsrÄtfet � 3% SM? ab genommen. Den Kerlen, die sich sehr renitent Der Handschellen angelegt werden. Darauf erfolgte � sjgcksich't aenomu nach dem Polizeigeivahrsam am Alexanderplay. JLaz eiu sollen sich unter den Verhafteten mehrere von der", fejne gesuchte gemeingefährliche Subjekte befinden..Äontrolirt würde! Inr Warnung für Eltern möge folgende1 roeId)em welcher in der Gegend des Königsthores fce�ueöigimg dieses verursacht hat. Vorgestern Nachmittag gegen 3' Krage, die vom der Meyerbeerstraße die beiden fünf- resp. siebe»!�,uar der Sozial eines dortsclbsl wohnenden Kaufmanns R. co» mienmls betheilic Hause, als plötzlich ein junger Mensch an die Grunde. Der und unter Versprechung von Geschenken hie zo� paß der Angekla in das Haus vir. 5 derselben Straße hineinlockK jjemer Wohnun Patron nun seine schändliche That ausführen /Iommiffar von die beiden Kinder zu schreien und hierdurch aupfsnommene Haus kamen Hausbewohner, sowie die Mutter der Ms�theilung. Auf deren Herannahen der gefährliche Kindersreund t feiiva 8oÖ Exemr Es gelaug ihm leider auch zu entkommen, �nbdnokrat" in P vermögen auch die Kinder keine Beschreibung vo» Augenscheinlich zu geoen....,/»det, sondern s. polizeitzericht. Am 24. d. MW., Vorim�mter dein Bette Putzer Knrtzrock und der Arbeiter Schöllner atz�er verbotenen -- m-•■----•- zweiten Stocks in Folge des Bruches eines Liederbucher ges> Stangenrüstung am Hause Wilhelmsstraße Nr- �stände Tags zu Kellergeschoß angebrachte Rüstung hinab. KurY» getragen habe eine Verrenkung der Schulter und Schöllner e>» bewahren zu di Oberschenkels. Beide wurden nach der Chasl-�/p r e ch u n g, i Am 25. d. M. Morgens versuchte eine Frau>» ffveise dafür, de in der Naunynstraße sich mittelst Zuckersäure Hfächriften Bechilf mußte nach dem Krankenhause am Urban geb'.�jatle zwei M! Vormittags stürzte ein 3 jähriges Mädchen au» ff Aachen, i im dritten Stock des Hauses Moudifouplatz �Tageblatt" hier Wohnung der Eltern auf den Hos hinab und< x?andgerrchtes p Verletzung des Kopses einen Beinbruch. Das% xplnton T., 2. l dem St. Hedwigs-Krankeuhause gebracht.— Als �..ikljährigeu Schi auf dem Hasenplatz ein Wagen mit Brettern bci» �«»gehörige und ein Theil derselben wieder herab und traf de»>'ert H., welcher schäftigten Ar.eiter Hecker, so daß derselbe ei»'.spieunbüudelei»i Oberschenkels erlitt.— Nachmittags wurde im �bestraft. Ge Siechenhause an der Schönhauser Allee ein � J11 Aac gesunden.— Im Laufe des Tages fanden an Tri ä™"!"'«"• ■P UUl Mx betreffenden i-Bcit«' Ä'iS: klagte hatte nach Berlin zu fahren, Bernau eintreffen, aber nicht soll, ehe der um dieselbe Zeit abgehende Nr. 486 abgefahren ist. Am 25. Januar fuh» 03�? getrachtet wurd, KWsHOWV Beamten ist noch heute nicht vollständig h�0; schnell eingefahren sei, vor dem Statiousgeb�(ly afGfe Fuhim und das Einfahrtssignal nicht beachtet tz Trunkenheit des Angeklagten wurde die Dienstwidrigkeiten seitens der Anklagebehörde 9 weisnufnahme gab keinen Anhalt für diese" y-uuu« yuuc zwar auf zwei weit von'' Stationen je ein Glas Bier getrunken, das jl ---------..t-v.------("II 1 flP'J Soz geklagte hatte zwar auf zwei weit von � � tela als zur Erholung fast unbedingt erforderlich� machte es das Gutachten des Bahnarztes fchwa Iure eingela flicht d Gerichtshof glaubte jedoch dem medizinisch� gl daß der Angeklagte in Folge seiner Krankheit...fp� schweren Dienst erforderliche Dispositionell ide»> !'H »inern f »inW raus i« ?rach den Angeklagten von der Anklage der Gefährdung eines m|t Eisenbahntransportes und der fahrlässigen Körperverletzung frei, „'dpi�e Kosten der Staatskasse auferlegend. ftuffeitt Jürgen Jlntrrlchlagung einer Geldsumme von lelt i#OÜ M. wurde gestern der erst 16 jährige Schneiderlehrlrng y;, ZHried. Wilh. L ä ck der zweiten Ferienstraskammer des Land- hnnn d�richts I vorgeführt, während sein kaum älterer Freund, der .»lcbe Schreiner Max H a u k w i tz, sich wegen Hehlerei zu verant- .... jrjtfflotteu hatte. Der erste Angeklagte ist aus eigenthümlichc Weise M den Besitz der genannten großen Summt gelangt. Am ] Mai wurde er von seinem Meister zum Kausinann R. geschickt, ii von demselben Kleidungsstücke zu holen, die ausbesserungs- idürstig waren. Die Ehefrau des Kunden händigte ihm das ibetene ein. Unterwegs entfiel dem Nocke, den der Angeklagte ier den Arm trug, eine Brieftasche, die er aushob und aus ihren :„Mnhalt prüfte. Seine Habsucht wurde im hohen Grade s iegt, als er in der Tasche vier Eintausend- und sechs Ein- n d ertmarksch ei n e fand. Er unterlag der Versuchung und behielt ?' ,r»i-tn Fund sin sich. Der Verlierer des Geldes kam nicht auf den bedanken, daß die Tasche sich in dem erwähnten Kleidungsstück f f, stunden habe und als bei dem Angeklagten Liick keine Niachfrage M' Ehalten wurde, wurde dieser sicher. Er vertraute sich seinem ü�.�riunde Haukivitz an. Von jetzt an führten die beiden jungen «scheu ein tolles Leben. Allabendlich fuhren sie in Droschken najH�ster Klasse von einem Vergnügungslokale zum anderen. Schließ- sV i i;ch wandelte sie die Lust an, eine größere Tour zu unternehmen, üak, ie fuhren nach Jauer und machten von hier aus Gebirgs- e Durch ihre unsinnigen Geldausgaben erregten sie Ver- ich'� ,mcht, die Polizei fühlte ihnen auf den Zahn und schließlich t«•"'�stauben die Angeklagten, wie sie in den Besitz der Mittel gelangt üguv.ien. Zweitailsend Mark, die sich noch bei ihnen vorhanden, sind rechtmäßige» Eigenlhümer wieder zugestellt worden. Der sferd Gerichtshof belegte Lück mit anderthalb Jahren, Hauckwitz der l�-.it einem Jahre Gesängniß. seines Ei,,, Anklage wegen Beihilfe zur Verbreitung ver- den ,o teuer sozialdemokratischer Schriften wurde gestern vor er zweiten Ferienstrajkaiiiiner des Landgerichts 1 gegen den !ähe Mchler Wilhelm Sander verhandelt. Nach Verlesung des st �«Mlagebeschlusses und Feststellung der Personalien des Be- stster-eÄuldigten, nahm der Vorsitzende, Landgerichtsrath Graudtke, IpolP' eranlassung, denselben zu fragen, ob er Sozialdemokrat sei. gemach�lierüber kam es zwischen dem Vorsitzenden und dein Vertheidiger, von Rechtsanwalt Morris, zu einem lebhaften Moinungsaustalisch. ige""'V* Vertheidiger protestirte gegen die Frage, welcher chde politischen Gesinnung ein Angeklagter sei, in jetziger X biet� jeit müsse er befürchten, daß eine Bejahung der Frage , ab,- in Angeklagten in den ülugen des Richterkollegiums herab- lltlh �..*'1-----— .vucuuiuib veeinnupen lasten. Im vorliegende_____ , v.b Frage zur Charakterisirung des Angeklagten und sei i«>eM....M v.B njeiieiiyinjieu •• Der Vorsitzende erwiderte, daß hieraus keine ste H �jgeksicht genommen werden könne, das Gerichtsverfahren sei ein- Anal ein öffentliches. Auch der Rickter müsse sich gefallen lassen, i de» ,Qj3 jeiue Amtzhandlungen in der Sitzung von der Oeffentlichkeit «lontrolirt würden, aber nimmermehr könne dieser Umstand von .Irgend welchem Einstuß auf sein Verhalten sein. Nach Er- ?edc>' tDigii'ig dieses Zwischenfalles wiederholte der Vorsitzende die n 3.Frage, die vom Angeklagten dahin beantwortet wurde, daß er ebeitz�war der Sozialdemokratie angehöre, sich an die Agitation aber vor mjemals betheiligt habe. Der Anklage lag folgender Sachverhalt "'.' V-str Grunde. Der Kriminalpolizei war die Mittheilung zugegangen, zogppaß der Angeklagte größere Mengen verbotener Druckschristen in 'ckp.seiuer Wohnung aufbewahren sollte. Eine vom Kriminal- ömmissar von Bodungen und zwei Beamten vorge- ockle. enf aus Mi-« j*. Md. Dfl Vtü i ##### WMjMjWzMz ###### 'fSSSSt &ersjs �er betreff enden~ WMWZMW )t i> �iVrdnmig. nainlich den i» den hiengen Arbetterkrrisen als früheres ei»- zi�striges Mitglied der 5lri»>inalpolizei, jetzt als Schutzmann be- pzm asyr ,%»M »» tsrri»js NkSSis? ,�'n� te'ttnl!-" M. wurde für schuldig erklärt und zu einer geiv�. /Geld, träfe von 800 Mark eventuell SO Tagen Gesang»,,! ver- z« �/»theilt. Bei Aduiesfuiig der Strafe zog der Gerichte Hof einer- .et /elts die Beamtenqualität, andererseits aber auch die bisherige ä»' iwaflose Führung des Beschuldigten in Betracht. Soziole Uebeestrlzk. �"ift. VSokmar� Vauat-beiter Kerlins. Kameraden! Wieder- sehe» wir uns veranlaßt, Euch auf die im Ausstand be- ffi?«Mn?."chen Bauarbeiter Hamburgs, Stettins, Altonas und Wauds- l V aufmerksam ju mack>e» S,,» nnfttpf»»r iNnleriiüNuua der- t ÄH'Ä'aukn.»» Vwuv.................................... %'#### li'Ü »fl'i ganisationen der Bauarbeiter zu sprengen, man es in kurzer Zeit auch hier versuchen wird. Also Kameraden, beweist Euer Soli- daritätsgefühl. Der Sieg der auswärtigen Kameraden ist auch der unserige. Sammellisten sind bei sämmtlicheu Vertrauens- männer» zu haben und zwar für den Osten und Südosten: O. Remithaler, Falkensteinstr. 11; Grimm, Wrangelstr. 82; Köppen, Wasserthorftr. 73; Strelow, Wrangelstr. 124; Mahrou, Pücklerstr. 13; Kandale, Andreasstr. 71. Für Westen und Süd- westen: R. Klinge, Bahnstr. 19(Schöueberg); Engelhardt, Arndtstraße 5; E. Meinaß, Kuluistr. 9; P. Meinaß, Gr. Görschen- straße 21. Für Norden: Lüdritz, Schönholzerstr. 14; Wernau, Swinemünderstr. 47; Beerfelde, Linienstr. 229; Liskow, Fennstraße 42 sb. Leibmann); Harms, Schönhauser Allee 136; Gaß- mann, Exerzierstr. 4b und W. Hartleib, Zossenerstr. 55(Süden). I. 31.: W. Gaßmaii». Von der Ugl. Eisenbahndirektion Erfnrt erhalten wir folgendes Schreiben:„In der ersten Beilage des„Berk. Volksbl." vom 1. Juni ds. Js. befindet sich»»ter der Ueberschrift:„Der Streik der Weißgerber in Kirchhai» i. L." ein Artikel, welcher thatsächlich unrichtige Zlngaben enthält. Auf Grund des§ 11 des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai 1874 ersuchen wir um umgehende Ausnahme der nachstehenden thatsächlichen Berichtigung zur Richtigstellung des erivahnteii Artikels. „Eine Deputation der vom Uilternehiuer aus der Zlrbeit ent- lassenen Weißgerber aus Kirchhaiu i. L., welche augeblich»ach Berlin enisandt sein soll, ist im Eisenbahumiuisteriuin(Ministe- rium der öffentl. 3krbeiten) weder vorgelassen noch verhört worden, ebenso wenig ist seitens der Staatseisenbahuverwaltung den Strei- kenden die Wiederaufnahme der Arbeit ermöglicht ivordeu." Name unleserlich. VovTamntUmgeit. Der Verein deutscher Schuhmacher(Filiale Berlin) tagte am 23. d. Mts. in Scheffer's Salon. Die Tagesordnung knutete: 1. Verlesung der Statuten und Diskussion. 2. Definitive Wahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Nach Verlesung der Statute» bemerkten die Kollegen Kördel und König, eine Kritik könne an denselben nicht geübt werden, da die Filiale nicht be- rechtigt sei, eine Aenderung vorzunehmen; das kauu nur aus einem Kongreß geschehen. Bei der Vorstandswahl wurden folgende Kollegen gewählt: August Fleischer. Bevollmächtigter; Dörr, Kassirer; K a r l F l ei sch e r, Schriftführer; König und Eckert, Revisoren. Zum dritten Punkt„Verschiedenes" wird folgende Resolution, nachdem mehrere Kollegen dafür ge- sprochen, angenommen: „Die heutige Versammlung beschließt, mit aller Kraft die Beschlüsse der �Arbeiter und Arbeiterinnei« Berlins, be- tresfend die Sonntagsruhe in kaufmännischen Geschäften, hoch zu halten und bei den Kollegen und deren Familien- Mitgliedern mehr als bisher dahin zu wirken, daß von der arbeitenden Bevölkerung Berlins nur in den Geschäften gekauft wird, welche Sonntags von 12 Uhr ab geschlossen sind." Hierauf beleuchtet Kollege Jbietz die Verhältnisse der Ballschnhsabrk der Firma Maischte und Söhne. Der Kollege führt aus, der Lohn sei niedrig, nur durch langes Arbeite» und Sonntagsarbeit könne man so viel verdienen, als zliin Leben gerade nothwendig sei. Die Arbeiter seien demzufolge mit der Forderung einer kleinen Lohnerhöhung an die Firma herangetreten. Der Vertreter erhielt jedoch, noch che die Kollegen diesen Schritt thaten, von der Absicht Keuutniß. Er reiste nach Wien und engagirte dort unter falschen Versprechungen 10 Arbeiter. Unter anderem wurde ihnen versprochen, daß sie 5 Pf. pro Paar mehr bekommen ivürden. Nichts wurde gehalten. Infolge dessen erklärten sich die Wiener betreffs der Lohnsorderung mit den anderen Kollegen solidarisch. 3lls zedoch die Firma von dieser kleinen Erhöhung nichts wissen wollte und demzufolge die Kollegen gewillt ivaren, die Arbeit so lange ruhen zu lassen, bis man ihre Forderungen anerkeniien würde, ivaren es leider die Wiener Kollegen,»velche weiter arbeiteten, und so die Durchsetzung der Forderungen unmöglich machten. Redner fordert alle Kollegen auf, rege für den Verein deutscher Schuhmacher zu agitiren; erst dann, wenn all« Kollegen vereinigt wären und ein jeder seine Lage erkannt hätte, ivürde den Arbeitern eine solch» Schmach erspart bleibe». Kollege König verlas noch ein Flugblatt mit ve»i Titel„An die Arbeiter", worauf der Vorsitzende die Ver- jamililung schloß. Di« Frei» Vereinig«, ig der Sanflente hielt Mittwoch. de» 23. d. Mts., in Gratweil's Bierhallen eine Mitglieder- Versammlung ad, welche üderaus zahlreich von Gästen besucht war. Herr Stadtverordneter Zubeil, welcher die Erledigung des 1. Punktes der Tagesoronniig, Vortrag Uber das Thema:„Die Handlungsgehilfen und die moderne Ardeiterbewegiliig", über- »oinmeil hatte, war leider am Erscheinen oehinderl. HerrMiecker behandelte an seiner Stelle das Thema. Er besprach Tn eingehender Weise die Uebelstände im kausinämiischen Beruf, unter- zog die Frage einer Untersuchung, ob die Lage der Haudlimgs- gehilfen»ichl mit den der Industriearbeiter auf eine Stufe zu stellen sei und stellt im weiteren Verlauf seines Vortrages die Thalfache fest, daß die Misere im Handelsslande zinii Theil noch weil größer sei, wie die Uebelstände in den übrigen Bsrufsziveigen. Die Handlmigsgehilfen uiiterscheideten sich durch nichts von nnderen Arbeitern, sie würden im Gegentheil noch mehr aus- genntzt wie diese und erhielten zum Theil»och einen geringeren Loh». Es läge also absolut kein Grund vor, die Haiidluiigs- gehilfen von dem Wege abhalten zu ivollen, der einzig und atlei» zur Besserung ihrer Lage beilragen könne, der»Anschluß an die allgeineine Arbeiterbeivegnng.(Lebhafter Beifall.) Nur die Gesetz- gebung sei im Stande, die bestehenden Mißstände z» beseitigen und deshalb wäre es auch die Pflicht der Handlnngsgebilse», sich an die Volksvertreter zu wenven, welche durch ems Gesetz Wandel zu schaffen beabsichtige». Wir hätten gesehen, welche Erfolge die übrige Arbeiterschaft durch ihr geschlossenes Vorgehen bereits anfzmveisen habe, und oürse sich des- haib auch der Kanfinan» dem Zuge der Zelt nicht verschließen. Er»niste sich einreihen in die Kette der»ioderne» 'Arbeiterbewegung, daiui würde auch sein Sieg nicht ausbleiben. Der Bortrag fand eine äußerst beifallige Ausnahme. In der Diskussion wandte sich ein amvesender Gast gegen die Darlcgiiugeii des Referenren, und versuchte, entgegengesetzte Slnsichle» zur Geltnug zu bringen. Tie Herren Rosenthnl und Türk machten ihre Ausführungen im Siilne des Referenlen und empfahlen allen Gästen be» Eintritt in die„Freie Vereinigniig der Kauslente", welche sich streng auf den Boden der uioderiien'Arbeiterbeivegnng stelle. ES reihte» sich hieran geschäftliche Mitthellunge» des Vor- sitzendem � �„Verschiedenes" gab Herrn Miecker Veranlassung, sich über einen iin„Berliner Bvlksbiatt" veröffentlichte» Bericht über die am Soiiiitag. de» 20. d. Alts., stattgesundene öffentliche Handlnngsgehilseii-Versammlung zu äußern, welcher geeignet sei, die Freie Vaemiguug der Kanflente i» den Augen der übrigen 3lrdeiter in Mißkredit zu setze». Herr Herzderg, welcher in jener Versaminlung als Schrift- führe» smigirle, bekannte sich auf«»fragen zum Ver- sasser des>raglichen Berichtes. Herr Miecker verurtheille das Vorgehen des Herrn Herzberg in der entschiedensten 'Weise, zumai ihm berichtet worden sei, daß der Bericht voll- ständig einseitig abgefaßt sei und jeder Objektivität entbehre. Tie Versaminlung sei von Herr» Wilde in durchaus uuparlamen- tarischer'Weise geleitet worden und wäre die Opposition gegen die miserable Geschästsleltniig, welche nur zum geringsten Theile von den anivesenden Mitgliedern der„Freien Vereinigniig der Kaufleute" gemacht worden se«, vollauk berechtigt gewesen. Auch die Zivischenrufe, welche von allen Seiten bei den'Ausführungen der Gegner erfolgten, hätten durchaus nicht die Grenze des Er- lanbten überschritten. Er könne nur annehmen, daß Herr Herzberg bei Abfassung eines derartigen Berichtes in der Ueberwallung persönlicher Empfindungen gehandelt habe und wenn Herr Herzberg am Schlüsse des fraglichen Berichtes seiner persönlichen Meinniig dahin'Ausdruck giebt, daß„durch diese Manipulationen unserer Sache in keiner Weise gedient sei", so müsse er konstatiren, daß Herr Herzberg durch sei» geradezu unqiialifizirbares Vorgehen unserer Sache nur schwer schädigen könne. Herr Wilde versuchte als Leiter der beregten Versammlung sein Vorgehen zu rechtfertigen und die Vorgänge in derselben in der Weise darzustellen, wie der Bericht des Herrn Herzbcrg sie schildere. Dem traten die Herren Blum, Laasch und Finkelstein, ivelche in beregter Bersammlung ebenfalls amvesend waren, auf das Entschiedenste entgegen und sprachen sich noch weiterhin die Herren Türk u. Rosenthal gegen das Vorgehen des Herrn Herz- berg in der schärfsten Weise aus. Uilter Punkt„Verschiedenes" wurden fernerhin noch ver- schiedene Vereinsaiigelegenheiten zur Sprache gebracht und schloß der Vorsitzende die Versammlung nach Erledigung derselben mit einem dreifachen Hoch auf die moderne 3lrbeiterbewegu»a. Eine Oeneralvevsnmmlung des Arbeiter-Siidungs» verein» für JU eiste» kee und Umgegend tagte am 22. Juli, in Deweins Gesellschaftshaus mit folgender Tagesordnung: 1. Situationsbericht des verflossenen Halbjahrs. 2. Kassenbericht vom 2. Quartal 1890. 3. Wahl des gesanunten Vorstandes und der Revisoren. 4. Verschiedenes. Zmn 1. Punkt der Tagesordnung legte der Vorsitzende H. Grilnenberg die Thätigkeit im ersten halben Jahre des Vereins klar; an der Hand genauer Daten gab er einen Uebcrblick über die abgehaltenen Versanim- lnngen und Vortrüge. Zu Punkt 2 gab der Kassirer den Kassen- bericht; nachdem die Revisoren die Richtigkeit erklärt hatten, ivurde dem Kassirer Decharge ertheilt. Darauf wurden durch Akklamation in den V o r st a n d wieder gewählt als 1. Vorsitzender Herr Grünen berg, als 1. Schriftführer Herr G ci m p e, als 1. Kassirer Herr Hirsch, und neu gewählt als 2. Vorsitzender Herr Kasper, als 2. Schrift- sichrer Herr P an k o, als 2. Kassirer Herr P a p e n b r o k, als Revisoren wurden die Herren Hildebrand und Belitz ge- wählt. Zu Punkt 4 wurde eine von der Koinmisston entivorfene Bibliotheksordiillilg verlesen lind von der Versammlung ange- genomiiieii. Die Bibliotheksordnnng, sowie die Vercinsstatuten sollen gedruckt werden. Weiter wurde beschlossen, daß die Lese- abende alle 8 Tage, wie bisher, stattzufinden habe»; soll ein Leseabend ausfallen, so muß dies 8 Tage vorher bekannt gemacht werden. Zu dem von zwei Mitgliedern arrangirten Vergnügen des'Arbeiter- Bildnngsvereins, welches am heutigen Somitag in Dewein's Gesellschaftshaus stattfindet, dessen Ueberschuß zur SLeihiiachtsbescheerniig für Kinder des Vereins bestimmt ist, gab der Verein seine Zustimnnmg. Die Versammlung wählte ein Vergnügungskoinitee von 8 Mitgliedern. Mit einem Hoch auf den'Arbeiter-Bilduiigsvereiu schloß der Vorsitzende dieBersammlung. Eine Wanderverj'nmminug der Freien Uminignng der Gärtner und Drrnfogenojfen fand am Dienstag Abend in Barta's Salon in Rixdorf statt. Die Tagesordnung war folgende: 1. Unsere wirthschaftliche Lage. 2. Diskussion. I. Verschiedenes und Fragekasten. Zum 1. Punkt der Tagesordnung referirte Kollege Büchner. Derselbe schilderte in klaren Zügen die jetzige, traurige Lage der Gärtner und landwirth- schaftliche»'Arbeiter und ermahnte die Anivesenden, durch Bei- tritt zur Freien Vereiiiiguiig der Gärtner und Bernfsgenosse» eine straffe Organisation zu bilden, damit wir unsere überaus traurige Lage, sobald es angehe, besser» können. In der Diskussion fanden sich einige Gegner dieser 3lnsichten, welche es nicht über sich gewinne» komu teil, stch mitden iiiigelernteii Arbeiter» auf gleiche Stufe zu stellen. Na- türlich waren dies Anhänger des früheren deutschen Gürtnerver- bandes. Dieselben wurden von mehrere» Kollegen and vom Referenten belehrt. Nachdem noch„Verschiedenes" erledigt war, machte der Vorsitzende bekannt, daß am 6. 3lilgust die Haupt- Versammlung der Freien Vereinignug, und ain 19, Anglist in Rixdorf, in demselben Lokale, eine Wanderversammliiiig stattfindet, und bittet um recht zahlreiche» Besuch dieser Versaminiungen. Darauf schließt der Vorsitzende die Versammlung. Friedrichshagrir, Auch hier hat man, dem Drange nach mehr Wisse» folgend, einen Zlrbeiter-BildungZ-Verei» ins Leben gerufen. Ein Zeichen, wie sehr gewniischr ein solcher Verein hier ist, ist die Thatsache, daß gleich am ersten Tage zirka 50 als Mitglieder deni Verein beitraten, und derselbe demnach bald»ine stattliche Zlnzahl Mitglieder aufzuweisen haben wird. Friedrichshagener Geuvsse»! Versäume Niemand dem Verein beizutreten. Die erste Aiitgliedervcrsammlniig, zu der Gäste Zu- tritt haben, stndel am Sonnabend, den 26. ds. Mts.,'Abends 8Ve Uhr, im Lokale des Herrn C. Conrad, Friedrichstraße 134, statt. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille. Ausnahme neuer Mitglieder. Vorsitzender des Vereins ist Tischlermeister H. Süver- ling. Die Mitglieder werden ersucht, ihre Mitgliedskarten in Empfang zu nehmen. Danzig. Zu Montag, den 21, b., hatte der Ortsverbands- ausschup eine Volksversannnluiig einberufen mit der TageSord- nung:„Welches sind die Zwecke und Ziele, die Lage der Arbeiter zu verbessern"" Referent: Dr. Max Hirsch aus Berlin. Dieses Thema schien die'Arbeitgeber weniger zu interessire», als die'Ar- beiter, den» letztere waren angeiischeiiilich recht tüchtig vertreten. 'Als der Eröffiier der Versammlung zedoch zumuthete, sich ein Bureau aushalsen zu lassen, ertönte der Ruf:„Bureauwahl". Dieses war zwar nicht nach dem Geschmack der Geiverkvereinler; doch»inßte» sie sich der Mazorität fügen, es wurde nun Genosse Joche»» mit großer Stinuneninehrheit als Vorsitzender gewählt. 'Als der Eröffiier noch an derselben ziveifelte und die Gegenprobe zu UngiNlsteii des Herrn Geiverkvereinler ausfiel, hielten diese es, (geislesarm wie immer) für gerathen, dem überwachenden Beamten Gelegenheit zum'Auflösen z» geben, indem ste einen Hölleiilärm iuszenirte». Es sei ferner konstatirt, daß ein Agitator der Geiverkvereinler Herr Schramm sich nicht entblödete, de» sich zur Gcschästsordilung zum'Wort gemeldeten Jvchem gröblich zu iiisliltiren und vom Stuhle zu reiße». Mit solchen Gewaltmitteln glaube» sich die Herren Achtung zu verschaffe», denn auch vor der Reichstagswahl in einer Volksversauiinliing scheute Herr Schramm sich nicht, öffentlich zu lüge», indem er inmitten der Debatte in den Hanfe» hinein schrie, Herr Jochem hat überhaupt noch nicht gearbeitet und als in der daraus folgenden Versamni- lniig unter anderen» auch Schreiber dieses in den Versammlungs- saai wollte, packte man ihn bei den SchnUern und hieß ihn hin- ans gehe». Ferner in einer Gswerkschastsversamnilimg, welche am 6. Juli d. I. slattsand, zu welcher als Referent B. Briins ans Berlin erschienen war, meldeie sich der Geiverkvereinler Prigamiii zum'Wort und sagte, er könne es nicht begreifen, wie man sich von einem jungen Menschen, wie der Herr es sei, so etwas vormachen lassen küinle. Als darauf der Vorsitzende ihn ermahnte, sich aiiständiger zu betrage», da meinte er, auf's Wort verzichte» zu müssen. So gehen diese Leute aber tmnier vor. Um ihre Geistesar», ulh zu verdecken, lassen sie es nicht zur DiSkusston komme». So auch oteses Mal ließen sie es lieber zur Austösung der Ver- sammliiilg, in der ihr großes Licht, Herr Hirsch, sprechen sollte, kominen, als daß sie handelten, wie es recht und billig wäre. Doch beneiden wir sie um ihre Haiidlungswcise nicht, im Gegen- theil, sie schaffen uns gutes Agitatlonsinaterial und zur nächsten Reichstagswahl sollen ihnen schon die Augen aufgehen. Die Ver- saiiimliing ging unter donnernden Hochs ans Jochem nach der 'Auslö; niig ruhig auseinander. Kerichtignug. In unserem gestrigen Bericht über die Volksversauiiiilniig in Sanssouci hat sich ein sinneiitstellender Druckfehler eingeschlichen. Es steht da m der Rede Schippels: „Man niag uns unklar schelten— Selbstverständlich muß es nndankbar hp'&e» P»Ni»ttich nicht gexhmigt wurde die Generalversammlung des Ver- dands der MvbelpoNrer Berlins und Umgegend am Montag, den 21. Juli. Grunde sind nicht zu ermitteln. Diese General-Bersammlung findet nun de- stimmt Montag, den 2». Juli, Abends S Uhr, im Andreasgarten, Andreas- straße 20 statt. Tagesordnung ist dieselbe, wie schon bekannt gemacht. Alle Mit- gleder werden ersucht zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Ausnahme neuer Mitglieder vor Beginn der Versammlung.— Die Differenzen bei Just u. Co., vlumensrr. so, find zu Gunsten unserer Kollegen geregell. Allgemein» St,>l,li>rt>«iter-N«rei»igung Herlin«. Montag, den S. Juli, in Feind's Salon, Weinstr. II. Tagesordnung: Wahl von Bezirks- den as. Juli, -•-...,--------------- Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Streik.-. Unsere gegenwärtige Situation. Referent: Mar Ba- ginSkt. Z. Diskussion. All- Kollegen sind eingeladen. «effentliche N«rsa»>nil»ng de» H-rei»» der parqnetbodrnleger Kerlin»»nd zlmgegend. Montag, den 28, Juli, Abends 8 Uhr, in Feuer- stein« Lokal, Alle Jakobstr. 75. Tagesordnung: 1. Innere Veretnsangelegen- heiten.-.Verschiedenes, s. Fragetaslen. Gäste haben Zutritt, neue Mitglieder werden ausgenommen. Die Mitglieder werden aus§? des Statuts ausm-rlsam gemacht. Rirdorser! Graste öffentliche �erfninnilung de« Arbeiter-Kiidnns». »»rein» für Utrdorf«nd jtmgeg.nd ain Montag, den 28. Juli, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herr» blisegk, Bergstr.!-!>. Fachverein der Alb»»»,rh»iter Generalversammlung am Montag, den 28. Juli, Abends 8% Uhr, in den Zentral-Festsälsn, Oranienstr. iso. Frei» K»r»inigun» der im Kergolder-Gemerb« defchäftigten Ar- b»it«rinn»n Keriin». Grobe Versaininlung am Montag, den 28. Juli, AbendS«X Uhr, in SchefferS Lokal Jnselstr. 10. Achtung! Kchlächtergrsellen! Große öffentlich- Versammlung am Somstag, den 2?. Juli. Nachmittags« Uhr, in May'S Festsälen, Beuth- «lrost» öffentlich» Uollisversammlnttg für Eharlottenburg und Um- aeaend am Montag, den 28. Juli, Abends ssj Uhr, im Lokal BtSinarel'S Höhe, BiZmarlkstraße so. Putzer Keriin» und Umgegend. Große öffentliche Versanimlung am Montag, den 28. Juli Nachmittags 4 Uhr, im Saale des Herrn Rennefahrt, Dennewitzstraße 13. «raueure und Ciseleure. Partie mit Damen am Sonntag, den 27. Juli, nach FriedrichShagen iMüggelschlößchen). Abfahrt Schlesischer Bahnhos 7 Uhr 46 Minuten.— Arbeitsnachweis: Dresdenerstraße 45, 8%— 10 Uhr. ?»r Kerei» Kerliner chnnsdiener hält am Montag, den 28. ds. Mls., Abends s Uhr, Neue Wrunstraßs 28, eineil gefelligen Abend mit Damen ab. Humoristische Vorträge und Tanz. Gäste willkoinmen Kerliner Ktr-tst-KontrolstominiMon.I Die nächste Sitzung findet am Donnerstag, den 31. Juli, Abends 8% Uhr, bei Jordan, Neue Grunstraße 28, statt. Die Delegirten werden gebeten, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Näheres in den nächsten Tagen im Jnseralentheil. Frei» Volksbühne. Große öffentliche Versammlung für Damen und Herren am Dienstag, den 23. Juli, Abend» 8% Uhr, im Böhmischen Branhaufe, Landsberger Allee 11—13. Tagesordnung: 1. Tic freie Volksbühne, Referent Herr Dr. Bruno Wille. 2. Diskussion. 3. Wahl eines provisorischen Vor- stand«?. Zu dieser Versammlung sind besonders diejenigen Damen und Herren, die sich bereits zum Eintritt in eine„freie Volksbühne" gemeldet haben, eingeladen. Gesitna-, Turn- und gesellige pereine»tr. am M 0 n t a g: verein„Sangerlust" Abends s Uhr im Restaurant Landsberegstratze so.— Liedertafel der Maler und verwandten Berufsgenossen, Restaurant Berg, Kaiser- Franz-Grenadier-Platz Nr. 7. Aufnahme stimmbegabter Kollegen.— Männergesangverein„Weiße Rose" Abends 3 Uhr im Restaurant Kleine Gerichts- straße 10.— Männergcsangverein„Eintracht I" Abends 0 Uhr Köpnicter- straße ss im Restaurant.— Gesangverein„Echo 1872" Abend 3 Uhr Oranien- straße iso.—„Deutsche Liedertafel" Abends 3 Uhr, Oranienstraße 100.— Gesangverein„Mvrthenblättcr" Uebungsst Alte Schönyauserftr. 42 b. Malzahn.— Verein Berliner Thealerfreunde Abends 8% Uhr bei Lütow, Admtralstr. 38.— Vergnügungsverein„Ztck-Zacl" Abend« 0 Uhr in Möws's Gescllfchaftshaus, Ftchtestraße 23.— Verein„Lustig" Abends 3 Uhr bei Thomm, Schönhauser Allee 28.— Verein„Rattbor" Abends 8% Uhr im König stadl-Kasino, Holz- marttslr. 72.— Abends'scher Stenographenverein„Apollobund" Abends H'A Uhr Thurmstraße 31 lMoabit).— Wissenschaslltcher Berein für Roller'sche S'teno- graphte Abends a% Uhr im München er Brauhaus, Neue Friedrtchflr. 1, Unterrichts- und llcbungsstunde.— Rauchklud„Nordstern" in Susal'L Lokal Frank- stlrter Allee 174, Fricdrichsberg.— Rauchklub„Hellblau" Abends 3 Uhr Ska- litzerstr. 143.— Verein ehemaliger Schüler der 42. Gemeindeschule Abends 3 Uhr bei Bloch, Tresdenerstr. 10.— Zitherklub„Waldrose" Abends Xo Uhr. UebungSstunde bei Schneider, Albertstr. s. Dirigent 1 Wegener. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen.— Bandonion- und Jnstrumentalverein „Melodia" Montags von v bis 11 Uhr Abends, Reichenbergerstraße 16.— —„Friedrichs Verein"(ehemalige Zöglinge des großen Friedrichs-Waisen- Hauses der Stadt Berlin) Abends 8% Uhr bei Bormann, Ohmgasse 2.— Unter- haltungsklub Schiller Abends 8 Uhr im Restaurant Giesel, Triflstraße 41.— Vergnügungsvcrein Freundestreue" Abends 8% Uhr im Resiauran,, Prcuß, Prinzensir. 37. Gäste willkommen.— Rauchllnb„Goldene Quaste' Abends 9 Uhr, Restauration Barnimftr. 21, Gäste willkommen. DepesÄfen. (Wulffs Telegraplftztr-Kurrau.) Krümel, 26. Juli. Gestern wurde Hierselbst zwischen dem Deutschen Reiche und dem Kongostaate ein Vertrag lniterzeichnet, welcher die Auslieferung von Verbrechern und die Gewährung sonstiger Rechtshilfe in Strafsachen zwischen den Deutschen Schutz- gebieten in Afrika und dem Gebiete des Kongostaates regelt. London, 26. Juli. Die für heute in Newcastle projektirt gewesene Versammlung von Mitgliedern des Seeleute-Vereins und von Vertretern der Rhedereien hat nicht stattgefunden. Die dänischen Seeleute, welche in den nördlichen Häfen verkehren, sollen sich vollständig zufrieden mit ihrer Lage erklärt haben und behaupten, es bestünden in Dänemark keinerlei Streiks. Dover, 26. Juli. Die Mehrzahl der Maschinisten, Heizer und Beamten auf den den Dienst im Kanal versehenden Dampfern der London-Chatam-Dover-Eisenbahn-Gesellschaft er- klärten heute, indem sie höhere Löhne verlangten, in dem Augen- blick den Ausstand, als das nach Calais bestimmte Schiff Mittags auslausen sollte. Die Heizer und Maschinisten verließen das Schiff. Veiefkaften Vev Medolkkion. Bei Anfragen Hillen wir die Abonnements-Qutllung beizufügen. Antwort wird nicht erthetlt. Briefliche Der Tischler Herr Göhr, früher in Bredow bei Stettin, jetzt angeblich in Berlin wohnhaft, wird gebeten, uns seine ge- naue Adresse aufzugeben, da er als Zeuge in einer wichtigen Sache gebraucht wird. Für die auagesperrten Kauhandwerker Hamburgs gingen ferner bei uns ein: Liedertafel der Maler und verw. Berufsgen. 12 M. Mansie und Freunde 5,50 M. Buchdruckerei M. Babing, Werkabtheilung, 3. Rate 10 M. Freitags-Abend der Kaufleute 9 M. Ueberschuß der Volksversammlung in Sanssouci am 24. Juli 141,31 M. Für Freunde der Freiheit im Norden 12 M. L. 1 M. Gesammelt bei Arndt und Marcus 11,95 M. Gesammelt von Arbeitern der Hamburg-Berliner Jalousiefabrik 10 M. Von den rothen Brüdern 4 M. Arbeiter- Gesangverein„Nord" 40 M. Fabrikgebäude Hagelsbergerstr. 52 17,50 M. Von 40 Proletariern 9,40 M. Pelzwaaren-Werkstelle Göbel u. Reinike 5 M. W. B. G. 40 1 M. Leseklub„Vorwärts" 10 M. Mehrere Sattler von Pretzel 6 M. Lichtdrucker der Firma F. u. M., Berlin W., 20,50 M. Dewitz u. Herz, chirurg. Instrumente, 14,50 M. Kontobuchersab>„ Buchdruckerei Spandauerstr. 30 6,05 M. Einige Kurde.„ 4 M. Tischlerwerkstelle Katsch, Krautstr. 88a., 3,50 M Nelke 2 M. Sattlerwerkstatt Hirschwald 2 M. Weitere Beiträge nimmt gern entgegen die Beuthstr. 3. G. K. 77. Eine solche Adresse ist uns unbekannt. � ,, G. K. Wegen fahrlässiger Körperverletzung kann. v»»S/* 4. U*{4~~e4-«« Uni s)rv»Yr.o7ihima vr»? treffende nur bestraft werde», wenn er bei Anwendung rffl* wohnlichen Aufmerksamkeit hätte wissen müssen, daß der-,. Arbeiter den Schemel häufig gebraucht und sich dann pflegte, ohne sich vorher umzusehen. Nach Ihren Angabe» M dies aber nicht der Fall gewesen zu sein.... #. G. Ob Ihre Kündigung rechtzeitig erfolgt'st- wir nicht wissen, da Sie uns die Kündiguilgsbestiinnmng o„ Miethskontraktes nicht mitgetheilt haben. Muß die fiuiiWJJI 3 Monate 3 Tage vor Ablauf erfolgen, so ist nach eintt �..-J Entscheidung des Landgerichts der 28. Juni der Kündigungstag., C. D. Ein aus der Landeskirche Ausgetretener brauch. Schlüsse des dein Austritte folgenden Kalenderjahres ab persönlichen Kirchensteuern mehr zu zahlen....„..Wi A. 3. 115. Ihre Schwägerin hat die Möbel sklt? � ist daher auf Verlangen des Möbelhändlers verpflichtet, d'% abzunehmen und zu bezahlen, ohne daß die Auflösung � lobung rechtlich Etivas daran ändert. Es hängt ganz ro, Willen des Möbelhändlers ab, unter welchen Beding'"� Ihre Schwägerin vom Kaufe zurücktreten lassen will. � setzen wir voraus, daß Ihre Schwägerin zur Zeit des Kaup 21 Jahre alt war.. wj K.«nd Sch. Schwrdterstrafi». Ihr Wirth hat stch � wissentlich zu niedrige Angabe des Miethszinses Ihrer der Steuerbehörde gegenüber allerdings strafbar gemacht.% ja konnte für Sie kein Vortheil erwachsen. Sie mußten dl«.-".\i steucr für die volle Miethe zahlen, und müssen, da w 1 Wirth den einen Theil der Steuer für Sie nachgezahlt h«'- die Summe ersetzen. Wir würden Ihnen darnach rath�� eingeklagte Summe, sofern dieselbe richtig berechnet ist, Termin zu bezahlen.. 1 K» 100, Beantragen Sie schriftlich die Anberaumung, Sühnetermines bei„dem Schiedsmann des betr. Bezirks, 4 auf dem Antrag oder dem Kouvert den Namen anzugebWj ist dann Sache des betr. Schiedmannes, da er selbst als ligter nicht das Amt verrichten kann, einen Vertreter r— stellen. Jt K. 100. Die Vornahme nothwendiger Reparaturen z- Sie sich noch vor dem 1. Oktober gefallen lassen, nicht m beiten, die bloß zur Ausschmückung der Wohnung dienen,. ü M. P. Flensburoerstrafi». 1. Ihre Auffassung MUi der Erbberechtigung ist nur zum Theil richtig. An dem* m erbe haben Sie, Ihr Bruder und Ihr Neffe allerding» � Anrecht. Dagegen geht das Vatererbtheil Ihres verflog Bruders auf dessen Erben, nämlich Ihren Neffen und Mutter über. 2. Siein. 3. Ja._, fjjt (S. H., Maler. Wenden Sie sich an die betheiligte j "'"""iristlicb. Di- Rente wird monatb« Berufsgenoisenschaft schriftlich. numerando gezahlt. Freie Volksbühne. ßrojc ofcntlirfjc Versammlullg für tacu irnl) Herren Dirnstag, den 29. Juli, Abends 8V2 Uhr, im Köhmischrn Kranhanfe, Landsberger Allee 11—13. Tagesordnung: 1.„Die freie Volksbühne", Referent Dr. Bruno Wille. 2. Diskussion. 8. Wahl eines provisorischen Vorstandes. 1363 Zu dieser Versammlung ladet besonders Diejenigen, die sich bereits zum Eintritt in die„freie Volksbühne" gemeldet haben, ergebenst ein _ Der Ginberufer. Verbandd-rMöbelpotirer Berlins und Umgegend. Da die General- Urrsammluna am 21. d. Mts. polizeilich nicht genehmigt wurde(Gründe nicht zu ermitteln), findet dieselbe 1396 morgen Montag, Ab. 8 Uhr, Andreasftr. 26 bei Bolzmann, mit der schon bekannt gemachten Tagesordnung statt. Alle Mitglieder müssen erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Ausnahme neuer Mitglieder vor Beginn der Versaminlung. W/V Die Differenzen bei Just& Co.jJBlttmeustt. 30, sind zu Gunsten unserer Kollegen beigelegt. Der Dorstand. Uereinignng der deutsch. Maler, Lackirer, Anstreicher tu vem. Berussgen.(gilidlc II. W.) Montag, d. 28. d. M., Abends 8V2 Uhr, im Lokale Königshof, Vülowstr. 37: Mitglieder-Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Abrechnung. 2. Vortrag über die Unternehmer- Verbände und die Arbeiter.(Referent: Herr Appel.) 3. Wahl der Bevoll- mächtigten. 4. Lokalfrage. 5. Verschiedenes und Fragekasten. 1373 Kollegen, versäumt es nicht, zu dieser hochwichtigen Versammlung zu kommen. Gäste willkoinmen. Die Kevollmächtigten. Grosse Versammlung des Allgem. Arbeiterinnen-Vereins sämintl. Berufszweige Berlins 11. Umgegend(Filiale III Rixdorf) am Montag, d. 28. Juli, Abends 8V2 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann, Bergstraße 133. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Fritz Krüger. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Herren und Damen als Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersainnilung statt. Um recht zahlreichen Besuch bittet 1369_ Di» Krvollmiichtigte. Gardinen-Reste 80. Grüner Weg 80, Nach eben beendeter Inveutuv verkaufe in meinem alten Parterre-Lokal einen großen Posten Pester Englischer Tüll-Gardinen unter dem Selbstkostenpreise. 1382 Bruno GQther, Fabrik, a. Pl. in Sachsen. Kaiser- und Kaiserin- Friedrich- Kinderkrankenhaus. Das Kinderkrankenhaus Reinickendorf erstrasse 82 wird am I. August d. J. eröffnet. Poliklinik für innerlich kranke Kinder täglich von 10—12 Uhr Vorm., ,,„ fiusserlich kranke Kinder täglich von 1—3 Uhr Nachm. Der Pavillon für diphtheriekranke Kinder wird am V. August eröffnet. 1374 Das Curatorinra. Cöpenick. 1361 Lese, und Diskutirkluh„Zukunft". Jeden Dienstag Abend Sitzung bei A. S ch m i d t, Grünauerstraße. Gäste haben Zutritt. Junger Arzt sucht nahe Kottbuser Thor zwei gut möbl. Zimmer. Offert. mit Preisangaben(incl. Bedienung) sub K. F. 2182 an Rudolf Moste, Berlin C., Königstr. 56, erb. 1415 VäckergesellenBerlins. Dienstag, den 29. Juli, Nachm. 3 Uhr, in Gratweil'e Kierhalle«, Kommandantenstr. 79: Grche Genml-VttsmlulW. Tagesordnung: 1. Wie verhalten sich die Berliner Bäcker zu der Aussperrung der Bauarbeiter in Hainburg? Referent Herr P i r ch. 1348 2. Wollen wir uns wieder organisiren? Um zahlreiche Betheiligung bittet peumann, Ackerstr. 133. Zentral-Krankenkasse d. Tabakarbeiter Berlin 11. 1340 Mittwoch, den 30. Juli. Ab. 8V2 Uhr. bei Gnadt, Brunnenstr. 33. Tages-Ordnung: 1. Rechnungslegung. 2. Neuwahl der Ortsverwaltung, der Revisoren und Kranken-Koutroleure und Verschie- denes. Louis Dechand, Vorsteher. Zur pünktlichen Lieferung des Kerliner Dolkoblatt, Nolka-Tribüue, Wahren Iakob, Achtstundentag, Metallarbeiter-Zeitung, Uereins- blatt empfiehlt sich 1364 Carl Pirch, Fehrbellinerstr. 46. Morgens von 5l/4 Uhr an Verkauf Invaliden- und Ehausseestraßen-Ecke. Sämnitl. Broschüren für Arbeiter, Frak- tions-Gruppenbilder:c. Der Vertrieb von Fachschri>ten wird zu übernehm. ges. Resterhandlung. i R e st e r zu kleinen Anzügen von 1 M. 50 Pf., große von 7 M. 50 Pf. an, sowie passend zu großen und kleinen Hosen. Große Auswahl in Restern zu Tamen-Ntäntelstoffen, Sanxnte, Seide, Atlas, Trikot zu Taillen und alle Be- satzartikel(auf Wunsch zugeschnitten). Billige fertige Knabenanzüge empfiehlt Karle, jetzt Waldemarstr. 66. Ms- Kolportage-BuGMel j. Müntz, Berlin N., Liesenstrasse 5, II, empfiehlt Gruppenbilder der sozialdem. Fraktion 6 75 Pf. Kalender(Neue Welt 1891) 50 Pf. Alle Werke aus I. H. W. D i e tz' V e r l a g. F. E. Bilz, Das neue Heilverfahren, Heft 15 Pf. Bellamy's Rückblick. 4 Wochen Vize- Wachtmeister. Kreuzersonate von Tolstoi, 1 an. 1358 Zusendung: Frei ins Haus. Auswärts brieflich. Damenschneiderei. Am 4. August beginnt ein neuer Kursus nach Kuhn'scher Methode und bitte ich Damen, welche daran theil- nehmen»vollen, umbaldgefällige Anmeldung. 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Darauf wurde den Kafsirern Kollege Qirri Beim zweiten Punkt der Tagesordnung theilte b» N°>>?..lch mit, daß jetzt die Fragebogen ausgegeben werden fort,. � CVfudltß hiß Srtfi'iv fiAr�oYt Virtö hif -....,,,.~ w' J**J v �» v/] vw? seuier Arbeiter zu vergreifen. Kollege Nichter '"Htteif/,?i.er Berein eine große und reichhaltige Bibliothek zor,t..' firtf*fv»s x»»* rtuf firh Breill, daran Ä hat und forderte die Kollegen auf, sich zu betheiligen. Im dritten Punkt der « JttnA DerKube 349,30 M.. bleibt ein Ueberschup von 1ö3�S M. Vitt? S?Sl»Ä?»i°v4 WmwmsßmM iWMWW Schuld?,�°llcgen Weber kein Vorwurf gemacht werden. Dre gröpte .»ochl dem Kollegen Franz" Hoffmann zuzuschreiben hat Berleunchung ausgesprengt hat. Das Schieds well N ftoücajn ulso beschlossen," den Vorstand zu ersuchen w!"! Kollea-» hoffmann aus dem Verein auszuschließen hfl1»5", bal Müller konnte der Vorwurf nicht erspart er s�elegens5."'4t richtig gehandelt hat. Derselbe durste .Kch nicht �0 der Oeffenttichkeit nicht eher übergeben, bevor stanxß Der Wahrheit der ganzen Sache selbst überzeugt ta/f-'"'Hstiehf 8? Wollmann stellte den Antrag, daß den Vor- finx™' 1 äfioJeL''valche in Versammlungen anwesend sein � R» Fahrgeld und sonstige Ausgaben zu gewähren a Ritzende stand diesem Antrag strikte gegenüber. ®'n9 nur daraus ein, daß man ihn daare Auslagen s»a...4e und dergl. vergiitet. Den Kassirern wurde auf msm mtm '0li»x"8e9 Ott x.___ c»Mv*,|.........----,.- die Verfn,?U>he der Arbeiterbewegilng steht. w.t�»Neroi geschlossen. %%%..... t(t �"gesordnu'n?"? Jordans Salon, Neue Grünpr. 23, mit t. Bi�beitsucrmtHrJ.' Abrechnung pro 2. Quartal. 2. Neuwahl •tbn' Rieben e iji- 3* Erledigung oc.,,».,»- M"g w..�«eins°ngelegenheiten. „_ der ge- Umgegend, ab V �'esan in Z-lm."'- der gewerblichen. - JwUUls1:hrt| i.,.v ®SSJ- - je Ernte- vom Genosse Diek sis™ nusSl&f S" gen �""ssen auf, sich' genau von ber W "wftanh« ue"' Kassirer Techarge. WWW WMWWM .. m&SSSSS ♦kl,v.,... f»?, AM miäs WtbCe� K mitb«?— i-i- I ««-»»f.iS-ield verwendet übertö, WV"". Em �jeoer iv....., I Nu» hirfÄ' st-r was das Vereinsgeld verwendet v'Mn Gemeinheiten ein sür alle Mal die Spitze zu nehmen und da ich dem Verein als Mitglied ebenso nützen kann, wie als Vorsitzender, werde ich eine Wiederwahl nicht annehmen. Diesen Auseindersetzungen gegenüber sprach Genosse Glasse sein Bedauern aus, daß es noch Leute gebe, die solche Dummheiten in die Welt setzen und Gläubige finden. Das kann uns aber nicht abhalten, unser Vertrauen, das wir in unseren Genossen Mielentz setzen, von neuem zu beweisen und, um ihm eine Genugthuung zu geben, ihn heute mit Einstimmigkeit wieder zu wählen. Bei der dann stattfindenden Wahl wurden gewählt: Genosse Mielentz, s erster, Schultz, zweiter Vorsitzender, Glasse, erster, Beneke, zweiter Schriftführer, Schäfer, erster, Sulz, zweiter Kassirer, sämmtlich in Johannisthal wohnhaft. Nachdem noch einige Fragen in Betreff des Sonnnersestes erledigt wurden, schloß der Vorsitzende die Ver- sammlung. gfitnkm- und Kegriibnißkals« der Kaa- und Fadriknrbriter K«r» litt»(fg. fi.-fi. 13). Gensral. Versammlung der Mitglieder am Sonntag, den Z. August, Aormittag» io% Uhr, Im Lolale des Herrn Säger, Srüner Weg Nr. 20. 6. Lichmig der 4. Klasse 182. Mnsft!. Prenß. Lotterie. Liehnng rem 2«. Juli 1890 BormittagS. 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Druck und Verlag von Ma» Sading in Berlin 8W., Beuthstraße 2.