Mr. 34. O Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft ZeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die sechsgespaltene kolonels geile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 10. Februar 1897. " " " Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. gebauscht wurde. Wir wollen es versuchen, aus den christlichen werkvereins! Und wenn das Referat zu Ende war, dann beugte Proletarier und Kapitalisten. Verhandlungen das sozialpolitisch Wichtige herauszuschälen. sich der Redner hintenüber zu Herrn Vitar Brauns, um zu Zunächst die große Versammlung am Sonntag den 31. Januar, fragen: Soll ich meine Resolution jegt vorlesen!!! Herr v. Miquel hat nicht umsonst das Abelsprädikat in der die Size und Genossen drei Barade Referate halten Das tommt, glauben wir, bei selbstdenkenden Referenten nicht vor, und den Schwarzen Adlerorden bekommen. So wie er hat ließen. Es heißt, 2-3000 Personen feien Es heißt, 2-3000 Personen seien zu dieser Ver- daß sie sich mitten im Vortrag Verhaltungsmaßregeln bei einem noch keiner verstanden, die Taschen zu öffnen und die Steuer- anstaltung im Saale der„ Tonhalle" anwesend gewesen. Regiffeur holen. quellen fließen zu lassen. Allein die staatliche Einkommen- Vielleicht interesfirt es die Leutchen, daß derselbe Saal im Die hierdurch geübte Bevormundung war so stark, daß sogar und Vermögenssteuer wird für das Steuerjahr 1896/97 vorigen Jahre, als Genoffe Singer dort sprach, polizeilich au ein christlicher Delegirter in seiner plattdeutschen Sprache ca. 22½ Millionen Mark mehr ergeben, als das Jahr 1080 Personen faffend abgenommen wurde. Wenn wir also ausrief:" E3 dat en Delegirtentag? Sind wie denn zuvor. Im einzelnen wird die Einkommensteuer 127 Millionen, 2000 Besucher annehmen für die Wapner- Size- Kuleman- Versammlung, Blagen??" Lohnfrage, Bergmannschuh, Frauenarbeit, Sonntagsruhe, die Vermögenssteuer 31 Millionen, beide zusammen über dann wird man wohl zufrieden sein. Und unter diesen 2000 be fanden sich mindestens 400 Nicht bergleute. Knappschaftswesen, Nothwendigkeit der Organisation, alles 158 Millionen Mark ergeben. Wohlgemerkt sind das nur Der alte Verband" ist bekanntlich von den ultramontanen und dieses wurde sachlich behandelt von den Bergleuten und die direkten Staatssteuern Staatssteuern in Preußen. Es sind nationalliberalen Blättern schon längst„ todt" gesagt. Nun dieser so zwar, daß die alten Verbändler" nur zustimmen konnten. darin nicht eingeschlossen die Gemeinde Einkommensteuer, die todte Verband hatte am 6. Dezember 1896 ebenfalls in Bochum eine all- Fremde Leute gaben aber dann dem Bergmannswunsch ein. Gewerbesteuer 2c., auch nicht die indirekten Steuern, die gemeine Bergmanns- Versammlung arrangirt, wo feine Profefforen chriftliches" Gepräge! Nichtbergleute führten den Gang der zum überwiegenden Theile von der ärmeren Bevölkerung auf- Referate hatten, sondern nur einfache Bergleute, und doch waren zu Debatte immer wieder in das unternehmerfreundliche Geleise. gebracht werden und allein für Preußen an Zöllen und Ver- dieser Versammlung 5-6000 Bergleute herbeigeeilt. Dabei Was sagt man dazu: In der Frage der Knappschafts= brauchssteuern( Getreide, Viehzölle, Tabat-, Salz, Branntwein hatte das Organ des christlichen Gewerkvereins", der Berg reform sprachen sich fast alle Redner für die sog. Meis'fche fteuer zc.) ca. 400 millionen Mart im Jahre ergeben. nappe", die Bergleute vor dem Besuch der Schützenhofs- Versammlung Denkschrift aus, trotzdem Meis als Sozialdemokrat ver Rechnet man zu diesen letzteren Zahlen noch die Weber- gewarnt, während die" Deutsche Berg- und Hüttenarbeiter schrieen wird. Ja einige Redner wendeten sich sogar direkt gegen Zeitung" den christlichen Kongreß fachlich begrüßte und ihren Lesern die Dentschrift des Gewerkvereins, obwohl sie doch schüsse der Postverwaltung, der Eisenbahnen 2c. 2c., so ergiebt seinen Besuch empfahl! So sieht's aus mit dem„ todten" sozial- felbft Mitglieder desselben sind. Da kam Herr Bitar Brauns und fich, welche ungeheuren Summen noch die ärmere Bevölkerung demokratischen Verband. Herr Kaplan Hize, assistirt von dem Bergarbeiter Brust, und im Vergleich zu dem besser fituirten Theil aufzubringen hat, Aber das sind Kleinigkeiten, die allerdings, als Ganzes be. befürworteten die Gewerkvereinsforderungen und gehorsam nahm trozdem die Einkommen unter 900 M. von der berühmten trachtet, die Bergarbeiter- Bewegung des Ruhrgebiets in einem die Majorität die Denkschrift der Kapläne an. Dabei wurde diese Miquel'schen Steuerreform steuerfrei" gemacht worden sind. anderen Lichte erscheinen lassen, wie sie sich heute dem blöden Auge bisher in allen öffentlichen und von allen Seiten besuchten Bergmannss Doch nicht dies ist es, worauf wir heute besonders hin- darstellt. Weit wichtiger ist zu untersuchen, wodurch der chriftliche Versammlungen abgelehnt und dafür die Arbeit des Aeltefien weisen wollen, sondern auf einige interessante Zahlen, aus Rongreß sich von einem solchen klassen bewußter Arbeiter unter- Meis befürwortet. Nun lasse man noch einmal die„ blinde Nachdenen sich ergiebt, wie weit selbst in einem Staat wie Preußen, scheidet. Und da sagen wir ohne weiteres: Sachliche Unter- folgerschaft" der Sozialdemokraten hervorheben. schiede zwischen dem Vorgehen der christlichen Bergleute und den Interessant war es auch, wie man bei den Debatten es verder bis vor wenigen Jahrzehnten noch als ein Agrar- Maßnahmen der freiorganisirten bestehen nicht! Wir werden mied, die Namen der oberschlesischen Grubenbesiger zu staat bezeichnet werden konnte, die Zentralisation des Kapitals dies beweisen. nennen, obwohl immer wieder von den oberschlesischen Delegirten und die Proletarifirung der Boltsmassen vorgeschritten ist. Zunächst das Wichtigste: die Lohnfrage. Ganz gewiß gesagt wurde: Auf den Privatgruben ist es viel schlechter Der Finanzminister hat dem Abgeordnetenhause eine stimmen die alten Verbändler der christlichen Forderung nach als auf den auf den fiskalischen. Nun, diese Privatgruben gehören Uebersicht der Ergebnisse der Einkommen und der Vermögens- Lohnerhöhung zu. Eindringlicher, als von den chriftlichen Berg- doch den aller christlichsten Führern des Zentrums, ( Ergänzungs-) Steuer vorgelegt. Danach ergiebt sich, daß unter leuten die schlechte Lage der Bergleute geschildert wurde, konnten den Ballestrem, Matuschta und Konsorten! Aus dem den 31 Millionen Einwohnern Preußens sich nur 223 Mil vir es auch nicht. Und bestimmt werden die nichtchriftlichen Berg- Ruhrgebiet nannte man einige Bechen, auch aus dem Siegerland, aber leute ohne Bedenken sich solidarisch erklären mit ihren angeblichen Oberschlesien ja das war das Kräutchen Rührmichnichtan! Wie lionen befanden, also noch nicht 8½½ pCt., die ein Einkommen Antipoden, wenn es heißt, den Unternehmer um Lohnverbefferung schmerzlich wäre es aber auch für den Kochkünstler Hige geweſen, von 900 Mart jährlich und mehr besaßen. Die Ernährer von anzugehen. Zu welchen Konsequenzen diese Solidarität führen wird, in seiner vergeistigenden Gegenwart die Leuchten des arbeiterfreundmehr als 21 Millionen Menschen hatten weniger als 900 M. bas lehrte uns am 1. September 1894 die Rhein- Westf. Beitung" lichen Zentrums als Ausbeuter und Vernichter des Fanitiens Wieviel weniger, das ist nicht gesagt und ist auch nicht zu als sie schrieb: lebens genannt zu hören. Ein christlicher Bergmannskongreß, der ermitteln. Die oftelbischen Landarbeiter, die schlesischen Weber, Es wird sich gleich bleiben, ob unerfüllbare Forde. Stellung nimmt zu der Frauenarbeit auf den Gruben und die Konfektionsarbeiter und Arbeiterinnen, die verschiedenen rungen von chriftlicher oder von angeblich unchriftlicher(!!!) babei unterläßt, die. Beschäftiger der 90 pSt. Frauen auch nur Saisonarbeiter, fie alle tönnen aber darüber Aufschluß geben. Die Seite gestellt werden. Bewilligt wird doch nicht und die Friedfam- zu nennen, ist wahrlich werth, als„ Heber der Arbeiterlage" verEinnahmen gehen in diesen Kreisen herunter bis auf wenige feit der chriftlichen Bergleute wird bei Ablehnung ihrer Wünsche herrlicht zu werden. So schrieb das Grubenorgan nach dem Wir fonstatiren hier nochmals: Es besteht zwischen den hundert Mark jährlich; ja, tausende und abertausende von ganz gewiß aufhören Bergleuten tein sachlicher Unterschied, wenn es sich Arbeitslofen find während Monaten und Jahren völlig ersten christlichen Delegirtentag in Effen am 24. Auguſt 1894. Was dies bedeutete, tapirte Herr Lic. Weber M.- Gladbach um Stellung von Forderungen handelt. Das hat der chriftliche subsistenzlos. Welche Summe von Jammer und Elend ver- so gut, daß er auf der zweiten Delegirtenversammlung( 28. Oktober Kongreß deutlich gezeigt. Ob chriftlich oder nicht, die Knappen birgt sich hinter folchen Zahlen! Und es handelt sich hier 1894) den Gewerkverein als„ Nichtkampfverein" proflamirte." stehen sofort zusammen, wenn es gilt praktisch Hand anum die ungeheure Mehrheit der Bevölkerung, und zwar um den Aber Herr Weber und seine Freunde denken, und die wirth- zulegen zur Verbefferung ihrer Lage. arbeitenben, wertheschaffenden Theil derselben! fchaftliche Entwickelung lenkt. In Nr. 1 des Bergknappen" vom Unterschiede, Spaltungen werden nur fünstlich erzeugt Für wen aber werden die Werthe geschaffen? Für das 1. Januar 1896 wurde im Widerspruch mit den Thatsachen be- von den verkappten Freunden der Unternehmer, die kazbuckelno tapitalistische Prozenthum, das zwar nur einen winzigen Bruch- hauptet, das Kohlensyndikat erhöhe entsprechend der Konjunktur auch alles loben, was die Grubenbefizer angeht, während doch die Bergmannslöhne. Diese unwahrheit wurde immer wieder auf der Bergmann ganz anders denkt, die unsere Reichsfürsorge für die theil der Bevölkerung ausmacht, infolge seiner Kapitalmacht getischt in dem christlichen Organ und in christlichen Versammlungen, bis Arbeiter in den Himmel heben, während sofort nach dem christ aber die arbeitende Masse der Bevölkerung beherrscht, immer ja bis auf einmal durch den betr. Artikel in der Berg- lichen Kongreß Herr v. Bötticher beglückwünschend der Ver mehr proletarisirt sich selbst aber immer mehr bereichert. und Hüttenarbeiter 3eitung"( Nr. 3 d. J.) die sammlung der deutschen Großindustriellen beiwohnt, wo die paar Von der genannten Gesammtbevölkerung fonnten nur 2ohn- und Streitfrage der Bergleute derart aktuell scharfen Worte Wagner's Anlaß geben zu einer Drohung gegen 37/10 pCt. zur Vermögenssteuer herangezogen werden, besaßen behandelt wurde, daß sich an diesen Artikel( Was ist zu thun?) die den Gelehrten. Thatsächlich giebt es an der Ruhr feine christlichen und unchrift also jeder mindestens ein Bermögen von über 6000 m. ns noch heute fortdauernde Preßerörterung über einen event. Berglichen Bergleute, sondern Knappen, die alle gemeinsam den Drud gesammt besaß diese Handvoll Menschen 64 024 178 053 mannsstreit anschloß. ( 64 Milliarden) Mark, das macht so viel, daß auf jeden und am 24. Januar theilte der„ Bergknappe" und nach ihm die der christliche Kongreß. Und seine pfäffischen Beeinflusser, seine Am 14. Januar kam der„ Allarmartikel" der„ Bergarb. 3tg." des Kapitals spüren und sich dagegen aufbäumen. Das lehrte uns einzelnen im Bolte, auf jeden Mann, jede Frau und jedes Ruhrpresse mit, daß sich der christliche Delegirtentag mit der Lohn- Leiter werden sich wundern, wenn ihnen eines guten Tages die Kind über 2000 m. entfallen, und wenn man die Familie frage der Bergleute beschäftigen werde. Die„ Kölnische Zeitung" Schnellpoft die Nachricht zuträgt: Die Geister, die ihr gerufen habt, à 5 Personen rechnet, auf jede Familie über 10 000 Mart! stellt die Sache so dar, als ob der christliche" Gewertverein fie find losgelassen, und kein noch so unternehmerfreundliches Ge Durchschnittlich besaßen diese zur Vermögenssteuer Heran- die Lohnfrage aufs Tapet gebracht und dann erst sich das fozial- falbader ist im stande, sie zu bannen! gezogenen je ca. 55 000 m. 3426 waren unter ihnen, die demokratische" Organ damit beschäftigt hätte. Ein Blick in die Und dann laßt uns sehen, ob sich die geistlichen Arbeiterfreunde zwischen 1 und 2 Millionen besaßen und 1786 hatten ein laufende Nummer des Bergknappen" und der Bergarbeiter- Zeitung" auch den Maßnahmen der Polizei entgegen stellen, wie es die heute Vermögen von über 2 Millionen. Der reichste Mann in Preußen zeigt, daß die frei organisirten Bergleute die fortwährenden so geschmähten Führer des alten Verbandes" 1889-93 gethan haben. ist Rothschild in Frankfurt a. M. mit 215 Millionen Mart Anreger befferer Löhne waren, schon dann, als das chriftliche Drgan Vermögen. Herrn Krupp in Essen haben seine Kanonen ein noch die lohnerhöhende Thätigkeit des Kohlensyndikats lobte, daher Vermögen von 121 Millionen eingebracht. Die dritte Stelle auch das Aufsehen, das die Lohnforderung des Gewerkvereins Politische Meberlicht. hervorrief. nimmt ein Landbewohner bei Breslau mit 85 Millionen ein. Und nun die Weber, Hize und Genossen. Mit Goethe's Berlin, 9. Februar 1897. Jm jährlich zu verzehrenden Einkommen steht der Kanonen- Zauberlehrling dürfen sie ausrufen: Die ich rief, die Geister, Aus dem Reichstage. An erster Stelle der Tagestönig Krupp voran. Er hat jährlich 7 bis 8 Millionen, Roth- werd ich nun nicht los! Ein Nichttampfverein" sollte der schild 6 bis 7 Millionen, fünf Personen haben jährlich 2 bis Gewerkverein sein; die Erbitterung aller Bergleute über den ordnung standen heute Prüfungen der Wahlen der Abgeordneten 3 Millionen zu verzehren, unter ihnen befindet sich auch relativ fintenden Lohn wirft aber alle frommen Wünsche der Reichmuth( Weimar) und Rother( Ohlau- Strehlen- Nimptsch). König Stumm. Regiffeure des Rongreffes über den Haufen. Man hätte Herrn Die Wahlprüfungs Rommission hat beschlossen, die Wahl In der Brust manches hungernden Proletariers können eber, den Stöckerfreund, fehen sollen, wie unruhig er sich auf Reichmuth's zu tafsiren, dagegen wurde die Wahl des Ab. feinem Sige bewegte, als in echt proletarisch- derber Bergmannsart folche Zahlen vielleicht Bitterkeit erregen. Aber doch liegt bie„ chriftlichen" Delegirten Das Gebahren der Grubenbesiger geordneten Rother mit Mehrheit in der Kommission für giltig erklärt. Die Kassirung der Reichmuth'schen Wahl stützte sich auch ein Trost darin. Volksthümlich ausgedrückt lautet er geißelten. Wie peinlich sorgte Herr Weber dafür, daß keine„ Un" Der Krug geht so lange zu Wasser bis er bricht". Und berufenen" das Wort erhielten. Pfarrer Naumann durfte vor allem auf das Ergebniß der Erhebungen, durch welche feſt wissenschaftlich hat ihn Mary formulirt, indem er schreibt, daß auf Anordnung Weber's am ersten Tage nicht gestellt wurde, daß in einer Reihe von Gemeinden seitens der mit der Zentralisation des Kapitals zwar die Masse des reden; erst zum Schluß der Tagung gestattete man dem Gemeindediener im Auftrage der Bürgermeister zur StichElends, des Drucks, der Knechtschaft, der Entartung, der modernen Thomas Münzer" 15 Minuten Redezeit. Und das war wahl Flugblätter und Stimmzettel vertheilt worden sind. Ausbeutung wächst ebenso aber auch die Empörung noch ein Paftor; sozialdemokratische Wortführer wurden kurzerhand Diese Angaben sind von den betreffenden Bürgermeistern und Gemeindedienern bei ihrer uneidlichen Vernehmung ausder stets anschwellenden und durch den Mechanismus abgewiesen. Wie ängstlich Herr Weber und sein Freund Hize sich bemühten, drücklich bestätigt worden. Als aber die Vernommenen die tapitalistischen Produktionsprozesses selbst geschulten, bem gerechten Empörungsausbruch der bedrückten Bergleute vor. Wirkung ihrer Angaben erfuhren, und wohl auch auf Anregung vereinten und organisirten Arbeiterklasse. Und wo zubeugen, das zeigte sich auch bei der Frage der Unfall: er schließt:" Die Stunde des kapitalistischen Privateigenthums verhütungsvorschriften im Bergbau. Pfarrer Weber aus den Reihen ihrer parlamentarischen Parteigenoffen hin, daß sie sich bei schlägt. Die Expropriateurs werden expropriirt!" stellte der Bergbehörde ein ausgezeichnetes Beugniß tamen nun die Zeugen zu der Einsicht, Das ist der Trost, den das Proletariat in solchen riesen- aus, troßdem die praktischen Bergleute scharfe Angriffe der ersten Bernehmung falsch ausgedrückt haben und haften Rapitalsansammlungen auf der einen Seite und seinem gegen die Revierbeamten richteten. Und als dann ein Redner die sie leugnen jetzt, daß Stimmzettel von den Gemeindedienern wahrhaft schauderhaften Wetterverhältnisse schilderte, die auf von vertrieben worden seien. Von den Protesterhebern werden eigenen Elend auf der anderen Seite findet. Unternehmern"( Zwischenmeister) betriebenen Schachtanlagen dagegen Zeugen angeboten, welche bereit sind, eidlich zu herrschten, da tam vom Vorstandstisch, an dem die erhärten, daß auch zur Stichwahl die Gemeindebeamten Stimmis Ehrenräthe faßen, ein Schlußantrag! Wie wird Herr Ober- zettel vertheilt und außerdem auch mit der Schelle zur berghauptmann Täglichsbet aufgeathmet haben. Die Signatur des Kongreffes war eben: Die Bevor: beschloß der Reichstag, die Sache noch einmal an die WahlWahl Reichmuth's aufgefordert haben. Bei dieser Sachlage der Bergleute durch Pfarrer Nun sind sie vorüber gerauscht, die Tage des chriftlichen Berg- mundung und mannstages, der, arrangirt von dem Ultramontanismus, Rapläne! So erhielt jeder Referent auf dem Delegirtentag fein prüfungs- Kommission zurückzugeben, um neue Erhebungen zu mit vielem Reklamegeschick zu einer welterschütternden Aktion auf- Referat schriftlich ausgearbeitet vom Vorstand des Ge- veranlassen. des 1 Der chriftliche Bergarbeiterkag. Aus Bochum wird uns geschrieben:. " Die Wahl R o t h e r'S wurde dagegen nach dem Vor» schlage der Kommission für giltig erklärt, nachdem der Frei» sinnige K o p s ch in seiner Jungfernrede die Ungiltigkeits- Erklärung beantragt und begründet hatte. Das Haus trat hierauf in die Berathung deS Handels- Gesetzentwurfs ein. Die Debatte hielt sich heute auf fast rein juristischem Gebiete. Die Abgeordneten R o e r e n und von Strombeck sprachen für das Zentrum, Träger für die männliche und Krause für die weibliche Linie deS Freisinns, von de» Konservativen sprachen v. B u ch k a und G a m p. Die Redner nahmen ausnahmslos einen der Vorlage günstigen Standpunkt ein. Morgen 1 Uhr Fortsetzung und Erledigung einiger kleinerer Angelegenheiten, außerdem zweite Lesung der Kon- vertirungs-Vorlage.— Der Kaiser hat auf einem Souper bei Herrn von Miquel wieder verschiedene politische Aeußerungen gethan. Er äußerte sich über die seiner Meinung nach dringend noth- wendige Flottenvermehrung und erläuterte hierbei den um ihn versammelten Parlamentariern eine von ihm selbst gefertigte Zusammenstellung der Entwickeluug der deutschen, französischen und russischen Kriegsflotte, bei der auch auf die Entwickelung der Handelsmarine bezug genommen wird. Um das hohe Ziel der Flottenvermehrung zu erreichen, empfahl der Kaiser eine Einigung der beiden konservativen Parteien mit den Nationalliberalen. Ein Vertreter dieser Parteien ließ dann Knackfuß-Bilder:„Völker Europas, wahret Eure heiligsten Güter", vertheilen. Auch der Hafenarbeiter- Streik in Hamburg und die am Sonnabend dort vor- gekommenen Tumulte wurden vom Kaiser in der Unterhaltung besprochen; wie sich der Kaiser hierüber äußerte, wird nicht berichtet. Wir bezweifeln vorerst, daß die Einwirkung des Kaisers auf die Stellung des Reichstages über die Marinevorlage von dem von ihm gewünschten Einflüsse sein wird.— Nach de«„Hintermännern" wird nicht mehr gesucht— das ist das praktische Ergebniß der Reichs- tags-Debatte über den Leckert-Lützow-Tausch- Skandal. Herr von Marschall hat das so deutlich erklärt, daß eine andere Deutung seiner Worte nicht möglich ist. Ebenso klar geht aus seinen Worten hervor, daß die Re- gierung die Hintermänner kennt— woran keinen Augenblick zu zweifeln war. Ja, es ist für uns nicht dem leisesten Zweifel unterworfen, daß Herr von Marschall und seine Kol- legen in der Regierung über die„Nebenregierungen" und die „Hintermänner" nicht mehr wiflen, als sie vor dem Prozeß gewußt haben; vor dem Prozeß wußten sie eben schon alles. Der Prozeß war ein Schreckschuß, eine Warnung— oder richtiger: er sollte es sein. Herr von Marschall wußte, als er den Prozeß einleitete, genau, wer hinter dem Gesindel stand, daS er vor die Schranken des Gerichts zog; und er wußte auch, daß er die richtigen„Hintermänner" nicht vor die Schranken des Gerichts ziehen konnte. Er verfolgte die altspartanische Taktik: Sklaven aus- zu peitschen, mn den Herren eine Lektion zugeben. Die t e r r e n stehen zu hoch, als daß Herr v. Marschall sie vor ericht auspeitschen könnte. Und deshalb wird nach den „Hintermännern" nicht mehr gesucht und soll der Skandal im Sande verlaufen. Soll aber die öffentliche Meinung, soll daS deutsche Volk sich das gefallen lassen? Wäre eS nicht geradezu ein Schimpf für Deutschland, wenn jetzt, nachdem der Prozeß gegen Tausch eingeleitet'worden, zum Rückzug geblasen, und ein Schleier über die wahren Schuldigen gebreitet würde? An der Presse, und zwar an der Presse aller Parteien, mit einziger Aus- nähme der„Hintermänner" selbst und ihres Anhängsels— an der Presse ist es, dafür zu sorgen, daß dieses Vertuschungs- spiel vereitelt werde. Die Versuche, eimge Herren, auf die der Verdacht sich lenkte, als ganz unbetheiligt hin- zustellen, mögen recht edelmüthig sein, entbehren aber zunächst jeder überzeugenden Kraft. Auf der anderen Seite hatte das Stottern des Grafen Bismarck eine so überzeugende Kraft, daß nach einer Seite hin wenigstens auch der höchsten Vertrauensseligkeit die Schuppen von den Augen gefallen sein müssen. Wir warten den weiteren Verlaus ver D«nge ab und werden das unsrige thun, um zu verhindern, daß die Enthüllungen des Leckert- von Lützow-Prozesses durch einen sarblosen von Tausch- Prozeß ausgelöscht und aus dem Gedächtniß der Menschen ge» wischt werden. Die Hintermänner dürfen und sollen der Blendlaterne nicht entgehen, die ihnen ins Gesicht leuchtet. Wer zu den„Hintermännern" gehört, der hat sich in der Reichstags-Debatte gemeldet; und es ist eine gar traurige Rolle, welche die T ä u s ch l i n g e bei dieser Gelegenheit gespielt haben. Graf Mirbach namentlich, der nebst dem holländisch-semitischen Kreuzzeitungs-Graf Limburg-Stirum die Führung in der Unglücksschlacht hatte, ist so schlecht weg- gekommen, daß das Gerücht, er wolle sein Reichstags-Mandat niederlegen, keineswegs unglaubhaft erscheint.— Die Situation auf Kreta wird von Tag zu Tag gefahr- drohender, nicht nur für die Entivicktung Kretas, sondern auch für die Erhaltung des europäischen Friedens. Kriegsschiffe aller Groß- mächte kreuzen an den kretenstschen Küsten und ihnen hat sich der größte Theil der Marine Griechenlands zugesellt. Griechenland spielt eine zweideutige Politik, es sucht nach Konflikten und setzt alles daran, selbst auf die Gefahr hin. einen Weltbrand heraufzubeschwören, Kreta für sich zu gewinnen. Die griechischen Schiffe haben gleich bei ihrer Ankunft vor Kreta die Admirale und Offiziere der türkischen Schiffe be- leidigt, indem sie den üblichen Flaggensalut unterließen. Die Pforte hat sich amtlich über die schroffe Haltung der griechischen Regierung beklagt. Das griechische Amtsblatt publizirt ein königliches Dekret, durch welches die gesammte Kriegs» flotte in Dienst gestellt wird, und weitere Schiffe nach Kreta be- ordert werden. Die Proklamation von der Vereinigung Kretas mit Griechenland bestätigt sich. Aus Heraklio und Relhymo einlangende Berichte melden sortdauernde Plünderungen seitens der von den Be- Hörden unterstützten muselmännischen Bevölkerung. Die Ortschaften Nerkure und Porivolia find eingeäschert. Ein großer Theil der christlichen Bevölkerung ist auf die Kriegsschiffe gebracht worden. Aus Athen wird telegraphirt: Außerhalb KaneaS dauert der Kampf fort. Die Christen außerhalb Kaneas sollen die griechische Flagge gehißt und die Vereinigung mit Griechenland proklamirt haben. Eine provisorische Regierung solle in Bildung begriffen sein. Die meisten Stadttheile, in denen Christen wohnen, sind verödet, ein Haufe von Trümmern liegt umher. An Bord des„Mikali" sind 67 Flüchtlinge, unter ihnen zwei Bischöfe. Einem Gerücht zufolge stehen in Saloniki 3000 türkische Soldaten zur Einschiffung»ach Kreta bereit; doch sollen sich die SchifffahrtS- Gesellschaften geweigert habe», dieselben zu transportire», wenn die Kosten dafür nicht vorausbezahlt würden. Nach einer Meldung der„Times" aus K a n e a von vorgestern ist die Stadt jetzt ausschließlich von eingeborenen Mohamedanern und türkischen Soldaten bewohnt. Die neu gebildete Gensdarmerie kann unter den gegenwärtigen Umständen nur wenig thun, um die Ordnung wiederherzustellen. Im englischen Unterhause widerlegte Curzon die Ge- rüchte von Metzeleien in Kanea und führt des weiteren aus, daS Feuer in Kanea sei von den fremden Kriegsschiffen mit Unterstützung der christlichen und muselmännischen Bevölkerung gelöscht worden; der Waflenuangel sei groß gewesen; die türkischen Truppen sollen sich musterhaft benommen haben, es sei nicht geplündert worden. Nach Berichten von heute früh sei das Feuer vollständig gelöscht. Fast 200 Häuser und große Oelspeicher seien nieder- gebrannt. Ueber SOVV Flüchtling« hätten sich eingeschifft. Das Feuer um Kanea habe aufgehört. In Kandia seien Gewehre aus dem Arsenal von den Muselmaunen genommen worden; allein nach den neuesten Nachrichten herrsch« jetzt in der Stadt Ruhe. Bon Malta gingen sechs britische Kriegsschiffe nach den kretenstschen Ge- wässern ab.— Deutsches Reich. — Die Nachwahl für den Reichstag im Wahlkreise L i e b e n w e r d a- T o r g a n für den am 12. v. M. verstorbenen Abgeordneten Stephan(Reichspartei) findet am 24. März statt, so daß der Wahlkreis 21/j Monate unbesetzt bleiben wird.— — ZurHandwerks-Gesetzgebung. Dem Bundes- rathe ist jetzt der revidirte und abgeänderte Entwurf eines Gesetzes zur Organisation des Handwerks zugegangen in der Fassung, die er infolge der Beralhungen der Ausschüsse für Handel und Verkehr und Justizwesen erhalten hat. Er ist ein offensichtliches Verlegen- heitsprodukt. Die„Franks. Ztg." weiß ans dem Jnhalte des Ent- wnrfes folgendes mit kritischen Bemerkungen mitzutheilen: „Die beiden wichtigsten Aenderungen, die man vorgenommen hat, sind, daß man die Zwangsrnnung als Prinzip hat fallen lassen und den Handwerks-Ausschuß voll- st ä n d i g beseitigte. Ueber die Möglichkeit der Jnnungsbildung heißt es:„Die, die ein Gewerbe selbständig betreiben, können zur Förderung der gemeinsamen gewerblichen Interessen zu einer Innung znsaiilnientrcten."(§ 8l des Entw.) Die Innungen behalten die Rechte der juristischen Person, die Aufgaben, di« zu erfüllen sie ver- pflichtet und berechtigt find, haben keine Aenderung erfahren, und so ist unter den Befugnissen auch fernerhin die Bildung von Schiedsgerichten stehen geblieben. Der G e s e l l e n a u s s ch u ß ist beibehalten worden. Man will den Versuch mit freiwilligen Zwangsinnungen machen, wenn mau sie so bezeichnen darf, indem die Zwangsinnung„auf den Antrag Betheiligter eingerichtet wird, wenn 1. die Mehrheit der betheiligten Geiverbetreibenden der Einführung des Beitritts- zwauaes zustimmt; 2. der Bezirk der Innung so abgegrenzt ist, daß kein Mitglied durch die Entfernung seines Wohnorts vom Eitze der Jnnnng behindert wird, am Genoffenschaftsleben theilzunehmen und die Jnnungseinrichtungen zu benutzen: und 3. die Zahl der im Be- zirke vorhandenen betheiligten Handwerker zur Bildung einer leistungsfähigen Innung ausreicht." Die Handwerker, die in landwirthschaftlichen oder gewerblichen Betrieben gegen Entgelt beschäftigt sind und der Regel nach Lehr- linge oder Gesellen halten, find beitrittspflichtig; die, die ein Ge- werbe fabrikmäßig betreiben, sind beitrittsberechtlgt ebenso wie alle andere», denen der Z 80c des ersten Entivurfes die Beitrittsberech- tigung zugesprochen hat(Werkmeister, frühere Gewerbetreibende k.). Eur diese Zwangsinnnuge» entfällt natürlich die Möglichkeit der inrichtung gemeinschaftlicher Geschäftsbetriebe. An den Bestimmungen über die Jnnungsausschüsse und Jnnungs- verbände ist nichts Wesentliches geändert worden, dagegen mußte man die Konstltuiruug der Handwerkskammern nach dem Weg- fallen der Handwerks- Ausschüsse in anderer Weise festsetzen. Der§ 91 des ersten Entwurfes,„zur Vertretung der Interessen des Handwerks ihres Bezirks sind Handwerkskammern zu errichten", hat auf Antrag von Wüttemberg folgenden Zusatz erhalten:„Die Er- richtung der Kammern erfolgt durch eine Verfügung der Landes- Zentralbehörde, in der der Bezirk der Handwerkskammern zu bestimmen ist. Dabei kann die Bildung von Abtheilungeu für einzeln« Theile des Bezirks oder für Gewerbegruppen angeordnet werden." Die Wahlberechtigten zu diesen Handwerkskammern sollen folgende Korporationen sein(Z 103a des rev. Entwurfs): Die Mit- glieder der Kammer werden gewählt aus I. den Hand- iverker- Innungen, die im Bezirk der Handwerkskammer ihren Sitz haben, auS der Zahl der Funuugsmitglieder; 2. von den Gewerbcvereinen und sonstigen Vereinigungen, die die Förderung der gewerblichen Interessen des Handwerks verfolgen, mindestens zur Hälfte ihrer Mitglieder aus Handiverkern bestehen und im Bezirks der Handwerkskammer ihren Sitz habe», aus der Zahl ihrer Mitglieder, soweit denselben nach den Bestimmungen dieses Gesetzes die Wählbarkeit zusteht. Mitglieder, welche einer Innung angehören oder nicht Handwerker sind, dürfen an der Wahl nicht betheiligt sein." Die Wahlen zur Handwerkskalnmer er- folgen auf 6 Jahre; alle drei Jahre scheidet d>e Hälfte aus. Die Schwächen dieses Wahlverfahrens liegen auf der Hand. Ein Theil der Handwerker hat danach kein Wahlrecht, wobei die Nichtberechtigung aber nicht etwa bei der Wahl zur Handels- kammer vom Umfange seines Gewerbetriebes bestimmt wird. sondern von der zufälligen oder gezwungenen Nichtzugehörigkeit zu einer der genannten Korporationen. Ferner ist zu bedenken, daß gewerbliche Vereine sich sehr leicht ohne weiteres auflösen können, ebenso wie die auf freiwilligem Zusammenschlüsse oder aus Beitritts- zwang beruhenden Innungen, denn auch diese können ans Beschluß einer Zweidrittel-Mehrheit aufgehoben werden. Treten solche Fälle aber ern, so verliert jedesmal ein Theil des Handwerks feine Wahl- berechtigung. Beitragspflichtig zu den Kosten der Handwerkskammern aber ist jeder Handwerker. Der Gesellenausschuß bei der Handwerkskammer ist beseitigt worden. Der Reaierungskommiffar soll auch nach dem neuen Ent- würfe bei der Thätigkeit der Kammer fuugire». Die Handwerks- kammer erhält ebenfalls die Rechte der juristischen Person. Ebenso, wie die Innungen befugt sein sollen, durch Beauftragte eine Handwerks- Inspektion auszuüben, die sich aus Einrichtung der Vetriebsräume und Unterkunftsräume für die Lehrlinge bezieht, soll dies Recht auch der Kammer vorbehalten sein. Warum man den Aufgabenkreis für diese Inspektion so eng gezogen und vor allein nicht auch die Gesellenversorgung in bezug auf Wohnung ec. in ihren Rahmen eingefügt hat, ist nicht einzuseheu. Um die Existenz der schon bestehen- den Gewerbevertretungen nicht zu gefährden, ist der§ 93a des ersten Entwurfes übernommen, wonach die Landeszentralbehörde» der Staaten, in denen schon Gewerbekammer» oder Handels-'und Geiverbekammern bestehen zur Vertretung des Handwerks, diesen Körperschaften die Wahrnehmung der Rechte und Pflichte» der Handwerkskammern übertragen können. Die Theile des Gesetzentwurfes, di« von den Lehrlingsverhält- nissen und besonderen Bestimmungen für die Handwerker, sowie vom Meistertitel handeln, haben wesentliche Aenderungen nicht er- 'ahren.— — Reine Bourgeoispolitik, aber nur solche dürfen die Professoren treiben. Die„Berliner Politischen Nachrichten" chreiben: „Eine eigenthümliche Erscheinung unserer Zeit ist der zu- nehmende Drang der an unseren Hochschulen lehrenden Männer der Wissenschaft, praktisch in die Verhältnisse unseres Lebens ein- zugreifen. Und zwar ist es vornehmlich daS Gebiet der Sozialpolitik, auf welchem sich dieser Drang be- thätigt.... Auch die geplante Einrichtung volks- thümlicher Hochschul- Kurse hängt augenscheinlich mit diesem Bestreben, Einfluß� auf die Gestaltung des politischen Lebens zu gewinnen und zu üben, zusammen; jene Kurse sind dazu bestimmt, den Männern der Wissenschaft eine besser« Operationsbasis für jene Bestrebungen zu gewinnen. Di« Er- sahrungen. welche Deutschland mit«in er starken Betheiligung der Profesforen an unseren Hochschulen auf dem Gebiete der praktischen Politik gemacht hat. sind nicht allzu günstige; es genügt in dieser Hinsicht, an die Frankfurter PaulSkirche zu erinnern. Mag aber auch immer etwaS' Verwirrung dadurch in unreifen Köpfen angerichtet werden, so wird doch der Staat durch das jetzige Heraustreten zahlreicher Professoren auf das Gebiet praktischer Politik, insbesondere prak- tischer Sozialpolitik, schwerlich ernstlichen Schaden leiden. Wohl aber droht der Wissenschaft und ihrer Lehre� an unseren Hochschulen davon ernste Schädigung, und es! wird eme wichtige und schwierige Aufgabe der Unter- richls-Verwaltung sein, einer solchen Gefährdung unserer Hochschulen in ihrer Eigenschaft als Pflegestätten der Wissenschaft durch ihre berufenen Träger selbst wirksam vorzubeugen. Zur Lösung dieser, bei der Natur unserer Hoch- schulen und Professorenstellungen mit ganz besonderen Schwierig- leiten verbundenen Aufgabe wird die Unterrichtsverwaltung aber nur dann im stände sein, wenn sie auch in der Landesvertretung die nöthige Stütze findet. Der Gesichtspunkt, daß der Unter- richts- Verwaltung in dieser Hinsicht der Rücken zu decken ist,»vfcd auch bei der Benrtheilung und Behandlung der Vorschläge wegen a uderweiter Regelung des Einkommens der Professoren an den Hochschulen nicht unberücksichtigt bleiben dürfen." Also den Brotkorb höher hänge», das Schreckensgespenst der Revolution vorführen, dabei Phrasen dreschen von den Gefahren, die der Wissenschaft und ihrer Lehre drohen, das soll dazu führen, daß die paar Universitätslehrer, die in der Sozialpolitik des Königs Stumm nicht mehr der Weisheit letztes Wort sehen, nicht mehr ihre Sludir- stuben verlassen. Die Herren Adolf Wagner. Gregory, Herkner sollen keine Politik mehr treiben dürfen, aber gegen das viel wüstere Politisiren der Professoren Friedberg, Paasche, Hinschius, Treitschke, Eichhorn haben diese Schützer der Wissenschaft und ihrer Lehre garnichts einzuwenden.— — Ein Marine-Enthufiast war der Gxrechercheur des „Berliner Tageblatts" und der Kollege der Achtgroschenjungen, Herr Gingold Staerk. Er verfaßte— fast unzweifelhaft im anit- lichen Auftrage, die im Militärverlage der königlichen Hofbuchdruckerei und Hofbnchhaudlung unler dem Pseudonym„ein Reichs- freund" erschienene Schrift„Fort mit unserer Marine". Die„Verl. Ztg." schreibt über diese Broschüre: „Mit einem Feuereifer, der jedem Patrioten das Herz höher schlagen ließ, wurde in dieser Schrift für die Vergrößerung der deutschen Flotte die Trommel gerührt. Zum Schluß hieß eS mit wuchtiger Kraft: „Entweder wir bewilligen das, waS die verbündeten Regierungen zur Verstärkung der Marine für durchaus nöthig erachten. oder aber wir bewilligen es nicht, dann hat die Marine in ihrem heutigen unzulänglichen Zustande keinen Werth für uns, dann darf der Reichstag auch weiter keinen Pfennig für sie bewilligen, dann müssen wir eben darauf ver- zichten, Deutschlands Ansehen, Deutschlands Handel zu er- höhen und zu erweitern, dann ist«S besser; Fort mit unserer Marine! Ueber die Person deS Verfassers munkelte man allerlei. Einige verstiegen sich in die höchsten Höhen. Heute, wo neue Marineforderungen vor der Thür stehen. entschließt sich di« Berlagshandlung vielleicht zu einem Reudruck. Möge sie dann aber auch den Verfasser nicht ferner ungenannt lassen."— — Eine sonderbare Aufforderung erhielt dieser Tage eine Anzahl Laubaner Wirthe seitens der dortigen Polizei- Verwaltung. Sie wurden nämlich aufgefordert, eine Lrste der von ihnen geführten Weine nebst Preis« angab« und Bezugsquelle eiuzureichen. DaS„Laubaner Tageblatt" bemerkt hierzu richtig:„Mit welchem Recht und zu welchem Zweck dieses Ansinnen an die Wirthe gestellt wurde, ist diesen und auch uns vollständig unerfindlich."— —„Wer mein Monocle beleidigt, beleidigt mich!" Laut der„Aachener Post" hat das Ministerium daS auf Versetzung in gleicher Eigenschaft lautende Urtheil der Disziplinarkammer der hiesigen königt. Regierung gegen den Kriminal- komniissar Grams von hier aufgehoben uud die Sache an eine höhere Instanz zur Aburtheilung überwiesen. Grams hatte bekanntlich nach dem„Fall Brüsewitz" im Restaurant Wiertz hier- selbst Streit mit den Gästen bekommen und Ausschreitungen begangen. Er soll dabei gedroht haben:„Wer mein Monocle be- leidigt, beleidigt mich." Das Ministerium hat das Urtheil auf- geHoven, weil die Disziplinarkammer die erschwerenden Momente unberücksichtigt gelassen hatte.— — Die„verbesserte" schwarze Liste. Die schwarzen Listen, von denen wiederholt schon Muster veröffentlicht werden konnten, haben, wie es scheint, eine zeitgemäße Erweiterung er- fahren. Dafür dürfte nachstehendes interessantes Schriftstück, das ein freundlicher Zufall auf den Redaktionstisch der„Münchener Post" legt, den hinreichenden Beweis erbringen. Der Magistrat der k. bayer Stadt Passau. Passau, 24. September 1894. Betreff: Verhalte» des Schneider- gehilfen R..... K..... Wir beehre» uns in der Sache ausgesetzten Beteff« ganz er« gebenst mitzutheilen, daß Rubrikat seit 6. Juli 1392 hier in Aufenthalt gemeldet und außer einer Haststrafe von drei Tagen wegen nächtlicher Ruhestörung noch unbestraft ist. Was seine politische Gesinnung anlangt, so muß konstatirt werden, daß derselbe Angehöriger der Sozialdemokratie ist und als solcher regelmäßig die treffenden Versammkingen besucht. Als Redner ist er indeß noch nicht aufgetreten, wie er sich auch so»» noch nicht agitatorisch uud als besonderer Fanatiker der sozialisti- schen Ideen gezeigt hat. Seit 11. Juni l. I. ist er Jnnsiadt 101, also im Hause des Peter Holl, in Wohnung gemeldet. Stadtmagistrat. Muggenthaler. An daS Kommando dar k. 3. Kom- pagnie 16. Jnf.-Regts. hier. — Die württembergischen Nationalliberalen unddieBerfassungsdurchsicht. Die gut besuchte Landes- Versammlung der deutschen Partei, wie sich in Württemberg die Nationalliberalen verschämt nennen, nahm eine Resoluliou an. welche die Umgestaltung der Kammer in eine reine Volkskammer fordert. Ferner wird di« Kammerfraktion ersucht, die Regierung zu bitten, bei der Versassungsrevision von der Proportional- mahl abzusehen. Sollt« die Regierung oder die Kammer- Majorität auf der Proporlionalwahl deHarren, so mögen die deutsch- parteilichen Abgeordneten die Abstimmung davon abhangig machen. ob die zu erreichend« Zusammensetzung des Landtages den d e- rechten Wünschen deS Volkes(!) und den Bedürfnissen des Landes entspricht. Oh. ob sie den Nationalliberalen SluSsicht bietet, doch noch einmal zu einer parlamentarischen Mehrheit»» ge- langen.— Donaueschingeu, 8. Februar. Für die Stichwahl im zweiten badischen Reichstags- Wahlkreise hat die konservative Parteileitung einen Aufruf zu gunsten des Zentrums- Kandidaten Schüler er- lassen.— Schweiz. — Bei der Ersatzwahl für den Regier ungs. r a t h erhielt Haab(liberal) 24 448. Lutz(Demokral) 19 132 und Ernst(Sozialdemokrat) IS 483 Stimmen. Diese hohe Stimmeiizahl auf unseren Kandidaten ist einer der größten Erfolge unserer Partei in der Schweiz.— R«hla«d. — Exporterleichterungen. Mit dem 12. Fibruar tritt«in neuer, herabgesetzter Tarif für alle russischen Bahneu für daS zum Export über Libau, Riga und Reval nach dem Anslande bestimmte Mehl in kraft.— — Rusfifizirnngsmaßregel. Die Gesehsaiinnliing für Finland veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas. welcher verfügl. daß im Großfürstenthuin Finland in Zukunft bei allen G-Iegcn- heiten nur die russische weiß- blau- rothe Nationalflagge verwendet werden soll. Amerika. Rio de Janeiro, 9. Februar. 6000 Fanatiker haben sich vor Babia tonzentrirt. 60 Plantagen und mehrere kleine Städte wurden eingeäschert. Wodurch die Leute fanatisirt find, was sie bezwecken, wird nicht gemeldet. Reichstag. 171. Sigung vom 9. Februar 1897, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Nieberding. Auf der Tagesordnung stehen zunächst Wahlprüfungen. Die Wahl des Abg. Reichmuth( Rp.) soll nach dem Antrage der Kommission für ungiltig erklärt werden. Berichterstatter Abg. Auer( Soz.) weist darauf hin, daß neues Material über die Wahl vorgelegt worden sei. Auf Antrag der Abgg. Spahn( 3) und Marquardsen ( natl.) wird die Wahl zur nochmaligen Berichterstattung an die Rommission zurückverwiesen. Die Wahl des Abg. Rother( dt.) soll nach dem Antrage der Rommission für giltig erklärt werden. Abg. Kopsch( frs. Vp.) verweist auf die Behauptungen des Wahlproteftes, die man nicht überall berücksichtigt habe, trotzdem offenfundige Wahlbeeinflussungen vorgekommen feien, welche die Ungiltigkeitserklärung der Wahl zur Folge haben müßten. Abg. v. Marquardsen( natl.) hält dafür, daß die nicht berückfichten Brotestpunkte sich nicht so in Biffern umfeßen lassen, daß die Ungiltigkeit der Wahl daraus gefolgert werden müsse. Redner empfiehlt die Giltigkeit der Wahl, wofür sich auch Abg. Spahn( 3) ausspricht. er Parlamentarisches. Um 514 Uhr wird die weitere Berathung bis Mittwoch 1 Aus Stuttgart wird uns geschrieben: Die hiesigen Genoffen auch von 1 Uhr vertagt. Borher wird die Zusazkonvention zur Berner find seit Beginn dieses Jahres dabei, in die feither Literarischen Uebereinkunft in dritter Lesung erledigt werden; unferer Partei mit ziemlicher Lauheit betriebenen Gemeinde. außerdem tommt ein Bericht der Geschäftsordnungs- Kommission iv a hlen etwas mehr Leben zu bringen. Seit sechs resp. vier wegen Ertheilung der Ermächtigung zur strafrechtlichen Verfolgung Jahren gehörten unsere Genossen Kloß und Dietrich dem Bürgerausschuß an, in welchem sie seinerzeit mit Hilfe der Boltsdes Abg. Sigl zur Verhandlung. partei gewählt wurden. Bei der letzten Bürgerausschußwahl im Dezember v. J., wo die Sozialdemokratie selbständig vorging, blieben unsere Kandidaten sämmtlich in der Minderheit, sodaß wir gegenwärtig Budgetkommiffion. Die Kommission berieth zunächst den Etat auf dem Rathhaus unvertreten sind. Die Wahl ist hier eine gleiche und des Auswärtigen Amtes. Abg. Jadzewsky bringt Beschwerde vol direkte, jedoch an die Erwerbung des Bürgerts geknüpft, und wegen der Bollabfertigung nach Rußland. Staatssekretär v.Marschal- das Bürgerrecht muß mit 10 M. Gebühren erkauft werden. Der giebt Auskunft und theilt mit, daß das Protokoll über die Verhandr größte Theil der Arbeiter scheut diese zwar hohen, aber doch nicht lungen mit Rußland heute unterzeichnet und demnächst dem Reichstag unerschwinglichen Kosten. So stehen den 30 000 Reichstags- und im Wortlaut mitgetheilt werde. Es entsteht eine Debatte über die 26 000 Landtagswählern nur zirka 12 000 Gemeindewähler gegenZahlungsunfähigkeit Griechenlands seinen Gläubigern gegenüber, an über. Die gegenwärtig von der hiesigen Parteileitung unternommene der sich die Abgg. v. Massow, Dr. Hammacher, v. Kardorff, Agitation richtet sich deshalb gerade auf die Betreibung der BürgerrechtsBebel, Prinz v. Arenberg, Graf v. Arnim und Staats- erwerbung seitens der Arbeiter. Schon seit einigen Jahren existiren in den sekretär v. Marsch a II betheiligen. Bezirksvereinen der Partei sogenannte Bürgerrechts Kommissionen, Abg. v. Massow fragt bei Kapitel 5( Gesandtschaften und welche Spareinlagen von den Genossen entgegennehmen und nach Konsulate) an, ob die Botschafter verpflichtet seien, Vorschüsse zu geben, Ansammlung der vollen Gebühr die zur Erwerbung des Bürgerfalls Reichsangehörige im Ausland verunglückten und hilfsbedürftig rechtes erforderlichen Eingaben 2c. besorgen. Die Thätigkeit dieser würden. Er bringt einen Fall vor, wonach ein Mann von der Be Kommissionen war seither jedoch nur wenig erfolgreich. Es sollen fazzung eines deutschen Schiffes in Petersburg durch einen Unfall deshalb neben den Bezirkskommissionen in allen größeren Wertschwer betroffen wurde, aber keine Hilfe erlangen tonnte. Einer stätten und Fabriten Kassirer ernannt werden, welche gleichfalls der Kommissare antwortet, daß in solchen Fällen man erwarte, Spareinlagen entgegennehmen. Beitragskarten und Quittungsdaß die Hilfe die fremde Regierung übernehme, die sich alsdann marken liefert zu diesem Zweck die Partei gratis, ebenso gedruckte an die heimische Regierung halte. Formulare au den Eingaben 2c. Man wird in nächster Zeit mit den Angehörigen der verschiedenen Berufe in Verbindung treten, um die Ernennung der Werkstattkaffirer zu beschleunigen. Die nächsten Wahlen, und zwar die zum Gemeinderath, find Ende dieses Jahres. Die Gemeinderäthe beziehen als solche ein Einkommen von 3000 m. jährlich, während die BürgerausschußMitglieder unentgeltlich thätig zu sein haben. Gewerkschaftliches. " Achtung, Bürftenmacher! Jn Lenggries in Oberbayern stellten die Arbeiter der Bürstenfabrik Linder u. Marthart an den Prinzipal das Ersuchen einzelne Remeduren in der Fabrik vorzunehmen, die zum Theil laut Gewerbe- Ordnung schon längst eingeführt sein müßten. 3. B. Einführung einer Fabrikordnung, 11/ 2stündige Mittagspause, und Montag um 7 Uhr morgens Anfang anstatt wie bisher um 6 Uhr. Weiter wird verlangt: Errichtung einer Betriebs- Krankenkasse und achttägige Lohnzahlung. Am 2. Februar trugen die Arbeiter diese Wünsche vor. Am fündigen Ihnen hiermit das Arbeitsverhältniß bis zum 20. Februar 1897." Ferner wurde an einer Thür ein Platat angeschlagen, worin Herr Marthart betont, daß er mit unzufriedenen Arbeitern nicht wirthschaften könne, und deshalb bei Neueinstellungen nur solche Arbeiter annehmen werde, die teiner Organisation angehören". Also auf ein Ersuchen der Arbeiter um einige Verbesserungen der Verhältnisse werden von diesem Kapitalisten sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen ausgesperrt. Die Mehrzahl derselben gehören dem Verbande an, nur drei sind unorganisirt, die übrigen find jugendliche Arbeiter. Wir werden diesen Angriff auf das Koalitionsrecht zu pariren wissen, und ersuchen deshalb alle Arbeiter und Kollegen, den Zuzug nach Lenggries streng fernzuhalten. Alle Anfragen sind zu richten an Hugo Bernauer in Lenggries bei Tölz, Oberbayern. Alle Arbeiterblätter werden um Abbruck gebeten. Ju Weißensee bei Berlin dauert der in den KüchenmöbelWerkstätten von Springer, Gähde und Rät wegen Lohnabzugs ausgebrochene Streit unverändert fort. Die Ausständigen bitten, sie durch Vermeidung des Zuzugs zu unterstüßen. Deutscher Holzarbeiter- Verband, Ortsverwaltung Weißenfee. " " Abg. Jebsen führt aus, daß wenn es sich um einen Mann der Schiffsbesatzung handele, nach der Seemannsordnung die Seeberufsgenossenschaft einzutreten habe. Die Forderungen des Die Wahl wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Kapitel V werben nach einer Reihe unerheblicher Debatten bei verFreifinnigen für giltig erklärt. schiedenen Titeln genehmigt. Im Laufe der Verhandlungen theilt Die erste Berathung des Handels.Gesezbuches wird der Staatssekretär von Marschall mit, daß wahrscheinlich noch im fortgesetzt. Laufe dieser Session dem Reichstage eine neue Vorlage über Abg. Roeren( 3): Man hätte alle Sonderbestimmungen fallen ein Auswanderungs- Gesez zugehen werde. Neue Konfu follen errichtet werden in Lemberg, Riga, Rostoff buches treten lassen können, damit eine möglichst große Rechtseinheit am Don und Parna. Bei Kapitel VI, Allgemeine Fonds, entsteht. Daß die lokalen Handelsgebräuche dem allgemeinen bürger- entsteht eine Debatte über die für geheime Ausgaben geforderten lichen Rechte derogiren, hat zu manchen Unzuträglichkeiten geführt. 500 000 m., indem der Abg. Lieber anfrägt, ob es richtig sei, was Diefe Bestimmung hätte man wohl beseitigen tönnen. Die der Abg. Bebel im Plenum behauptete, daß aus den geforderten wichtigste Aenderung liegt in den§§ 1-3, die davon handeln, Mitteln auch Beträge an die preußische politische Polizei gewährt wann jemand die Eigenschaft als Kaufmann haben soll. würden. Der Staatssekretär v. Marschall verneint dies. Abg. Redner hat Bedenken, ob die Ausnahmestellung derjenigen, welche Bebel fragt an, wer denn die Mittel trage, die für Inanspruchnahme landwirthschaftliche Nebengewerbe treiben, Buckerfabriken, Brennereien, der preußischen politischen Polizei im Interesse des Auswärtigen Ziegeleien u. f. w. nicht zu weit gehe. Es befänden sich darunter Amts erfordert sein. Diese trage doch nicht Preußen, dafür doch große, gang kaufmännisch geleitete Betriebe mit faufmännisch müsse doch zweifellos das Reich aufkommen. Daß Mittel 6. Februar erhielten fte ein Schreiben folgenden Inhalts:„ Wir ausgebildetem Personal; man tönne es nicht von dem Belieben des aus Reichsmitteln Reichsmitteln verwandt verwandt würden, zeige die Zahlung Geschäftsinhabers ahhängen lassen, ob das Geschäft als fauf von 50 M. seitens des Kriegsministeriums für die gefälschte Rututschmännisches zu gelten hat oder nicht. Redner wendet sich ferner quittung, auch sei seinerzeit der Polizeihauptmann Krüger dem Aus gegen die Bestimmung, daß die Firma von dem Erwerber eines be- wärtigen Amt attachirt gewesen, während er gleichzeitig preußischer stehenden Geschäfts ohne weiteres fortgeführt werden kann; darin Bolizeibeamter geblieben sei. Staatssekretär v. Marschall: Wo Tiege eine Benachtheiligung derjenigen, welche lediglich ihren her das Kriegsministerium das verausgabte Geld genommen, wisse Namen in bie Firma aufnehmen. Die Bestimmungen er nicht, Krüger sei Beamter des Auswärtigen Amts gewesen, aber im über die Kündigung des Geschäftsverhältnisses seitens der September 1890 unter Caprivi pensionirt worden. Aus welchen Quellen Angestellten und über die sofortige Aufhebung desselben sind das Auswärtige Amt seine Agenten, die preußische Beamte find, mehrfach geändert; es wäre vielleicht besser gewesen, in manchen bezahlt, darüber gab er feine Auskunft. Abg. Richter fonstatirt, Punkten die bestehenden Vorschriften aufrecht zu erhalten. Auch die daß in der Budgetkommission des preußischen Abgeordnetenhauses Bestimmungen über die Konkurrenzklausel sind kaum durchführbar; zur Sprache fam, daß der Polizeipräsidentin Frant bebentlich wäre es, daß die Konkurrenstlaufel Minderjährigen gegen- furt a. M. auch die Leitung der politischen über nicht zugelaffen werden soll. Da werden die Minderjährigen Polizei in Süddeutschland habe. Auf seine Anfrage, wie überhaupt keine Anstellung mehr finden. Die Unterscheidung zwischen das zugehe, erfolgt teine Antwort. Die Einnahmen des Etats Reisenden und Agenten in ihrer Stellung dem Publikum gegenüber werden bewilligt, nachdem der Abg. Jebsen eine Herabsehung der bezüglich der Annahme von Zahlungen führt zur Verwirrung des Konsulargebühren angeregt hatte. Bei dem Kapitel Rolonialverwal Publikums; eine Gleichstellung beider Kategorien wäre nothwendig. tung wird die Verhandlung abgebrochen und auf Mittwoch Vormittag Bon den Kaufleuten sei es bemängelt worden, daß auf die Nichts vertagt. erfüllung der Pflichten des Lehrherrn eine Strafe gefeßt war. Die Die Kommiffion zur Berathung des UnfallversicherungsStrafbestimmung fei nachträglich gestrichen worden, weil dadurch Gesetzes erledigte in ihren Sitzungen am Montag und Dienstag das Ansehen der Prinzipale gefährdet werde. Wenn in der Gewerbe- Die SS 1, 2, 3 und 4.§ 1b will die Versicherung auf häus Der Bericht über die Sonntagsversammlung des Verein Ordnung eine solche Bestimmung unbeanstandet besteht, so könnten liche und andere Dienste erstrecken, zu denen versicherte Personen Berliner Buchdrucker, den das" Stumm'sche Blatt Die Post" die Kaufleute fich dagegen nicht sträuben. Troß aller dieser Bc neben ihrer Beschäftigung im Betriebe von den Arbeitgebern oder gebracht hat und auf den in gestriger Nummer des Vorwärts" denken bin ich doch der Ueberzeugung, daß der Entwurf, wenn deren Beauftragten herangezogen werden. Nationalliberale und unter Vorbehalt Bezug genommen ist, entsprach, wie wir aus zueinmal Gesetz geworden sein wird, dasselbe Ansehen Freitonservative versuchten diese Neuerung auf die Fälle zu beschriften der Herren Döblin und Massini ersehen, nicht den erreichen wird wie das Handelsgesetzbuch. Schränken, in denen die Heranziehung in ausdrücklicher Vollmacht Thatsachen. Dadurch erledigen sich unsere gestrigen Bemerkungen. Abg. Träger( frs. Bp.): Umfang und Art des Geschäfts sollen oder zu gunsten des Arbeitgebers felbst erfolgt ist. Nach langer Der Zentralverein der Gärtner in Hamburg erläßt fortan für bie Anwendung des Begriffs Kaufmann" Debatte wurden diese Verschlechterungsanträge abgelehnt. Einen folgenden Dringenden Aufruf an alle, die Bescheid maßgebend sein; damit ist auch die Behandlung der von den Genossen Grillenberger, Molkenbuhr und Stadthagen gewissen": Bauhandwerker einer befferen Lösung näher geführt. Dagegen stellter Antrag auf Ausdehnung der Unfallversicherung auf den In feinem Berufe dürfte die Rechtsstellung der Arbeitnehmer halte ich die Regelung der landwirthschaftlichen landwirthschaftlichen Neben- Reichs, Staats- und Kommunaldienst, sowie auf Anftalten und gewerbe nicht für glüdlich. Das Geschäftsverhältniß zwischen Prin Beranstaltungen zu religiösen wohlthätigen oder gemeinnützigen fo ungeklärt sein, als in der Gärtnerei. Unendlich verschieden find zipal und Gehilfen bezw. Lehrling hat man so ziemlich befriedigend Bwecken, zu Zwecken der Kunst, der Wissenschaft, der Gesundheits die Ansichten der Gerichte und Behörden über die Frage: Was geordnet; man hat Wind und Luft auf beiden Seiten gleichmäßig pflege und Leibesübung wurde lebhaft widersprochen. Das Verf der Gärtner und bei welchem Gerichte ist er vertheilt. Daß die Konkurrenzlaufel Minderjährigen gegenüber langen habe viel für sich, hieß es, aber den bestehenden Berufs- uständig? Entscheide und Urtheile von Behörden und Genicht gelten soll, ist nicht ohne Bedeutung, denn die Lehr- genossenschaften ließen sich diese Kategorien nicht angliedern. Unsere richten erklären einmal den Gärtner als Gewerbegehilfen, dann als linge find dadurch vollständig von dieser Klausel befreit. Benoffen betonten, daß eben die territoriale Berufsgenossenschafts- Gesinde, weiter als den land- und forstwirthschaftlichen Arbeitern Rebner bemängelt bie Rücksichtnahme, die man auf die Aftien Gliederung die zutreffendere sein würde, übrigens ließe sich doch zugehörig u. f. w. Zuckerfabriken bezüglich der Verpflichtung zur Lieferung von Rüben leicht, selbst wenn die jetzige berufsgenossenschaftliche Organisation bei genommen habe. Attiengesellschaften feien eigentlich nur Associationen behalten würde, diefe Kategorie leicht territorial gliedern. von Rapital; nach der neuen Faffung könnten die Aktionäre aber längerer Debatte wurde der Antrag bis zur Erledigung der noch zu persönlichen Leistungen verpflichtet werden. Rebner schließt Organisationsfrage( alfo bis nach§ 40) zurückgestellt.§ 2 giebt nun fich dem Antrage auf Kommissionsberathung an. den Unternehmern versicherungspflichtiger Betriebe die Berechtigung, sich selbst zu organisiren. Diese Bestimmung wurde nach Ablehnung eines vom Abg. v. Stumm und eines vom Abg. Fisch bed ge Gewerbegerichts- Beisiger, Gewerkschaftskartelle u. f. w. der dringende Es ergeht nun an alle Kollegen und Genossen, Redaktionen, stellten Abschwächungsantrages angenommen. Say I des§ 3 wird auf Antrag des Abg. Rösicke dahin gestaltet: Als Gehalt oder Ruf, das ihnen in dieser Sache zur Verfügung stehende Material Lohn im Sinne dieses Gesetzes gelten auch Tantiemen, Natural- möglichst umgehend an Herm. Holm in Hamburg 6, Marktstr. 10, abschriftlich einzusenden. Abg. Frese( frf. Bg.): Jm Entwurf ist der Begriff Rauf bezüge und sonstige Bezüge, welche ganz oder theilweise an mann" wesentlich erweitert worden; das ist lobenswerth, aber die stelle des Gehalts oder Lohnes treten." Für die Berechnung des In Weißenfels wurde nach neuerlichen Verhandlungen der Ausnahmen in bezug auf die Landwirthschaft gehen doch wohl etwas Werthes der Naturalleistung wurde die Form des jetzigen Gefeßes Bentral- Streiftommission mit den einzelnen Fabrikanten am Montag zu weit. Auf dem Handelstag hat man diese Rechtsungleichheit gewählt.§4 gab zu Debatten feinen Anlaß.§ 5 enthält den neuen Bufaß und Dienstag in drei weiteren Schuhfabriken die Arbeit wieder aufals etwas verlegendes, mindestens aber als etwas Schädliches in der Vorlage, dahingehend, daß, falls bei Begehung eines Verbrechens genommen, so daß nur noch 10 Fabriken mit über 700 Arbeitern für den Kaufmannsstand empfunden. Die Landwirthe felbft oder Bergebens seitens des Verlegten der Betriebsunfall sich ereignet hat, vom Ausstand betroffen sind. Die Streifenden stehen feft, boch ist müßten wünschen, daß ihnen die Buchführung, die Auf dem Verlegten nicht die Rente zugesprochen werden muß, sondern leider Zuzug aus anderen Berufen zu verzeichnen. stellung von Bilanz und Inventuren auferlegt würde. nur zugesprochen werden kann, und zwar auch nur theilweise. Fabriken, wo die Arbeit am Dienstag aufgenommen wurde, befindet Redner erklärt, daß seine politischen Freunde an dem so vorzüglich Trogdem diese Neuerung den Grundsatz durchbricht, daß bei nicht sich auch die der Firma E. Blasig. Weil die streikenden ausgestatteten Werke mit Freuden mitwirken würden. verschuldeten Betriebsunfällen stets die Rente einzutreten habe, Zwicker dieser Fabrit seinerzeit die Arbeit nicht bedingungsAbg. Gamp( Rp.): Den Lobsprüchen auf das bestehende und nahm die Kommission diese Verschlechterung des jeßigen Gesetzes los wieder aufnehmen wollten, fündigte bekanntlich der Fabrikanten das neue vorgelegte Handelsgesetzbuch kann ich mich nur vollständig gegen die Stimmen unserer Genossen an. Zu§ 5a, der die Höhe ring allen feinen Personalen. Die Blasig'schen Arbeiter haben jetzt anschließen. Die Landwirthschaft will teine Ausnahmerechte für sich ber Rente feftiegt, liegen eine größere Anzahl Anträge vor. Ueber befriedigende Zugeständnisse erlangt. Der Fabrikantenring aber ist haben. Es fragt sich nur, wo hört die Urproduktion auf und wo dieselben und über die gestern abgebrochene und auf Donnerstag ver gesprengt. Der Vorsitzende desselben, der Fabrikant M. Seiler, fängt der kaufmännische Betrieb an. Die Produktion von Fleisch tagte Debatte berichten wir demnächst. hat 47 Arbeiter, die am Mittwoch voriger Woche die Arbeit auftann leicht einen taufmännischen Charakter annehmen. Aber genommen hatten, am Donnerstag früh aber nicht wieder anfingen, die Hauptsache ist, daß ein landwirthschaftlicher Hauptweil das ihnen gemachte Versprechen nicht gehalten wurde, am betrieb vorhanden fein muß; den rechtlichen Verhält Montag fämmtlich entlassen. nissen dieses Hauptbetriebes folgt der Nebenbetrieb. Nimmt Am Dienstag wurden zirka 7000 M. Unterstützung ausgezahlt. Für Parteizwecke gingen aus Zwickau ein: Von Rothen der Nebenbetrieb einen solchen Umfang an, daß er nicht zur Kirmes in Niederhohudorf 7,20. Berlorene Müße 1,-. SegerDer Zuzug ist von Weißenfels nach wie vor streng zu untermehr als Nebenbetrieb der Landwirthschaft erscheint, dann fallen und Druckerpersonal„ S. V." 19,80. Herm. K. 3,86. Tillner 10,- laffen. Ferner ist auch materielle Unterstüßung noch dringend nöthig. alle die Bedenken weg, die für die Landwirthschaft gegen die Unter- Michael 7,42. Bierprozente Steinmetzen Klints- Play 10,-. Stein. Die Leipziger Tabakarbeiter haben beschlossen, bei der stellung unter das Handelsrecht sprechen. Daß eine Brennerei ein- metz- Bergnügen 3,60. Grundmann 1,-. Hermann 15,12. Modes Leipziger Tabatfirma Hugo Haschte vorstellig zu mal bei schlechter Ernte Kartoffeln zutauft, macht sie noch nicht zum 7,80. Hammerdittrich 48,60. Herr Lieb 16,02. Neubert 26,- werden, damit die mit den Arbeitern in der Wintersdorfer taufmännischen Betriebe. Ich bin einverstanden mit den Bestimmungen Lorenz M. 11,25. J. G. 7,77. Müller 6,-. Tillner 3,50. Feiner Filiale ausgebrochenen Differenzen in gütlicher Weise beigelegt über das Verhältniß der Gehilfen und Lehrlinge, aber David 12,-. Heinrich 8,07. Hupper 5,-. R. 3,-. Rapitalzinsen werden. nicht ganz einverstanden mit den Bestimmungen über das Attien 20,-. Bernhard Delsner 8,- Schäfer 3,90. Hermann 7,85. Der§ 152 der Gewerbe- Ordnung in der Praxis. Die in gefet. Man sollte eine Revisionspflicht für die Aktiengesellschaften Neubert 10,75. Gefundenes Geld 1,20. Seher- und Druckerpersonal Erfurt, Arnstadt, Ilmenau, Sondershausen und einführen, wie sie für die Genossenschaften besteht. Die Statuten der S. V." 12,-. H. Sch. 23,40. R. R. 14, Marienthal 60,- anderen thüringischen Orten arbeitenden Mitglieder des BuchAttiengesellschaften werden meistens von den Gründern gemacht; es. G. 4,40. Schedewig 40,-. Planit 40,-. Paul P. 10,40. druckerverbandes wollten am 28. Februar in Greußen follte dafür gesorgt werden, daß auch die erheblichen Minderheiten in Berm. R. 8,-. R. W. 14,-. 3. M. 21,-. A. S. Schedewiß ihren jährlichen Bezirtstag abhalten. Das ist jedoch vom Landrath ben Aufsichtsräthen vertreten sind, daß die Verpflichtungen der Aufsichts- 50,-... 8. 150,-. Weihnachten 83,60. Alte Welt 18,45. auf grund irgend eines Paragraphen des Schwarzburg- Sondershäuser 3. räthe für die richtige Aufstellung der Bilanz schärfer gefaßt werden. Summa 824,46 M. Versammlungsrechts verboten worden. Der Bezirkstag wird nun in Redner schließt sich dem Antrage auf Einsetzung einer Kommission Reichstage Abgeordneter Horn, dessen Freilassung nach Erfurt abgehalten. von 21 Mitgliedern an. Abg. v. Strombect( 3.) bemängelt insbesondere die Be- achtmonatiger Haft wir dieser Tage meldeten, war am Dienstag stimmungen des Attienrechtes. Attien zu 200 M. Nominalbetrag zum erstenmal wieder im Reichstag. Unfer Genoffe, der Gefängnißfollten nicht blos aus örtlichen Rücksichten, sondern auch für foft hat effen müssen, sieht verhältnißmäßig gut aus. gemeinnügige Unternehmungen zugelassen werden. Die Entscheidung Als Reichstags- Kandidat für den 1. sächsischen Wahlkreis Darüber sollte nicht dem Bundesrathe, sondern den Landes- 3 itttau wurde auf einer Kreisparteiversammlung in Walters regierungen zustehen. Redner empfiehlt ferner einen besseren Schuß dorf Genoffe Fischer aus Dresden, Redakteur in der Sächf. Der Minderheiten. Arb.- 3tg.", aufgestellt. Abg. v. Buchka( t.): Verbesserungen im einzelnen vorbehalten, find meine Freunde bereit, dem Entwurf zuzustimmen. Mit der Stellung, welche dem Handwerk angewiesen wird, kann man nur vollständig einverstanden sein. Redner erklärt sich für die Verweisung der Vorlage an eine Rommission. " Partei- Nachrichten. A " Zwecks Herbeiführung einer Klärung in dieser Angelegenheit erscheint die Zusammenstellung sämmtlicher Urtheile von Gerichten, Bärtner als eine dringende Nothwendigkeit, um an der Hand folchen sowie Entscheide von Behörden in der Frage der Rechtsstellung der Materials an die gefeßgebenden Körperschaften zwecks Abstellung berartiger Mißhelligkeiten appelliren zu können. Soziales. Unter den Das bayerische Ministerium hat die Fabrik- und Gewerbeinspektoren beauftragt, im heurigen Jahresbericht die Verhält. nisse der Schreinerbetriebe näher zu schildern. Es ist deshalb den Gemeindebehörden die Weifung zugegangen, die Namen der Schreiner, die Gehilfen und Lehrlinge beschäftigen, aufzunehmen. Der auswärtige Handel Deutschlands stellte sich in den gegebenen Zugeftändnissen vollzogen, fowie bas Beftreben der Ron- 1 egten Jahren wie folgt. Es betrug die Einfuhr: bie Ausfuhr: Tonnen Werth in Mill. M. 1891 29 012 719 4403,4 20 139 376 1892 29 509 912 4227,0 19 891 615 3150,1 1898 29 815 557 4134,1 21 361 544 3244,6 1894 32 022 502 4285,5 22 883 715 3051,5 1895 32 536 976 4246,1 23 829 907 3424,1 1896 4573,4 3631,6 36 407 516 25 718 538 Die Zahlen für das Jahr 1896 find noch nicht endgiltig. Britischer Außenhandel im Jahre 1896. Großbritanniens Britischer Außenhandel im Jahre 1896. Großbritanniens Einfuhr im verflossenen Jahre belief sich auf 441 807 335 Pfund Sterl., gegenüber 416 689 658 Pfund Sterl. im Jahre 1895. Der größte Theil der Zunahme tam auf Nahrungs- und Genußmittel (+6 Millionen Pfd. Sterl.), Fabrikate(+ 51/2 Mill. Pfd. Sterl.) und Rohmaterialien für die Textilindustrie(+ 5 Mill. Pfd. Sterl.). Die Ausfuhr betrug 239 920 000 Pfund Sterling, gegenüber 225 890 000 Pfb. Sterl. im Jahre 1895; an der Steigerung partizi piren in erster Linie Garne und Textilwaaren(+4 Mill. Pfd. Sterl.), Metallwaaren(+ 4,6 Mill. Pfd. Sterl.) und Maschinen(+ 1,8 Mill. Pfund Sterl.). von Dersammlungen. = fettionäre und Zwischenmeister, in der Damenmäntel- Branche möglichst wieber die alten Zustände herbeizuführen, fanden in den Der Fachberein der Musikinstrumenten- Arbeiter tagte am Tonnen Werth in Mill. M. Versammlungen eine herbe aber gerechte Kritit. Auch von der Re- 1. Februar. Zur Erledigung tam zunächst die Abrechnung vom 3339,7 gierung war bei der Zögerung, mit der sie an die Erfüllung der Weihnachtsvergnügen, die eine Einnahme von 72,40 m. und eine aufwies. Der Vorsitzende gab nichts Ausgabe von 93,80 M. den Arbeitern geftelten Wünschen herangeht, nichts Ausgabe ein Schreiben der Schweriner Kollegen Kollegen bekannt, Rühmenswerthes zu sagen, und die Borschläge der Rom- sodann fte die daß mittheilten, Arbeit bei der Firma allgemein als die Arbeiterstatistikt bezeichnete man mission für ungenügend. Leider hat bie Organisation die während erzina wegen Abzug bis zu 25 pet. niedergelegt haben des Streits erworbenen Mitglieder nicht behalten, so daß wir und nun um moralische und finanzielle Unterstützung der 39 Auswünschen, die Versammlungen mögen den Säumigen die Anregung ftändigen ersuchen. Hieran schloß sich eine längere Debatte. Da der die Regierung an ihr Versprechen erinnern und den Arbeitern das fämmtliche Arbeiter im Holzarbeiter Verband organisirt sind und gegeben haben, ihre Pflicht der Organisation gegenüber zu erfüllen, Vorwärts" und die Holzarbeiter- Beitung" berichtet haben, daß treulose Verhalten der Unternehmer ins Gedächtniß zurückrufen. der Streit von Stuttgart genehmigt sei, so fand man teine rechte In allen Versammlungen wurde folgende Resolution unter Erklärung für das Unterstützungsgesuch. Ein Antrag, 100 M. zu breitet: bewilligen und weitere 200 m. dem Borstande zu überweisen, wenn Die Schneider und Näherinnen verurtheilen auf das entschiedenste, die Ausständigen nicht genügend unterstützt werden, fand Annahme. daß die von der Regierung versprochenen Schuhmaßregeln noch nicht ferner wurde beschloffen, zur Agitation für den Verein in den Werknichtstätten ein Flugblatt zu verbreiten. erlassen sind. Diese 3ögerung und die bisherigen Berhandlungen Der Verband aller im Handels- und Transport- Gewerbe im Reichstage, sowie die sozialpolitische Strömung in den maß- beschäftigten Arbeiter tagte am 3. Februar. Der Vorsitzende gebenden Kreisen der Regierung laffen uns von dieser, Buger theilte zunächst mit, daß 10 Mitglieder krank seien und das Mitglied Boed verstorben ist. Das Andenken desselben ehrten die von den Mehrheitsparteien des Die mittlere mittlere Matrosenhener auf den bremischen sowie jezigen Reichs- Anwesenden in üblicher Weise. Hierauf sprach Genoffe Keßler in einem Seeschiffen betrug, wie die" Bremer Bürgerzeitung" nach An- tages durchgreifende Arbeiterschutz Maßregeln nicht erwarten. 11/2 stündigem Vortrag über die Nothwendigkeit der gewerkschaftlichen gaben des dortigen Seemannsamtes mittheilt, im Jahre 1891: Diese Auffassung wird dadurch bestärkt, daß in der Kommiffion für Organisation. In der Diskussion vertrat Hofmann den Stand56,52 m., 1892: 55,43 M., 1893: 53,83 m., 1894: 55,15 M., Arbeiterstatistik bereits unsere wichtigsten Forderungen abgelehnt punkt des Zentralverbandes und polemifirte gegen den Referenten, 1895: 54,42 M., 1896: 54,30 M. monatlich. des Referats gegen Hofmann Stellung nahmen. Zur Verftaatlichung des Aerztewesens schreibt der Wiener wurden. Die Vorgänge des lezten Jahres, der unerhörte Treubruch während die nachfolgenden Redner Rein und Boli z im Sinne Arbeiterschuh": Die heutigen Uebelstände sind so riesengroß, daß der Herren- und Knabenkonfektions- Unternehmer, die amtlich auf. ihre Abstellung unaufschiebbar erscheint. Der Andrang der Aerzte gedeckten Mißstände in der Konfektion u. f. w. haben be in den Städten, die Aerztenoth auf dem Lande sind zu gefährlich, wiesen, daß wir berechtigt find, energischen Schuh zu als daß nicht der Staat Ursache hätte, regulirend einzugreifen. Wenn in 33 Städten mit eigenem Statut je ein Arzt auf 368 bis verlangen; statt dessen werden nur unbedeutende und wirkungs- Angelegenheiten erledigt. 2458 Einwohner, auf dem Lande hingegen ein Arzt erst auf 3000 lofe Maßregeln in Aussicht gestellt, die die schwersten Schäden im bis 20 000 und mehr Einwohner tommt, dann ist es Zeit, mit dem Beruf nicht beseitigen tönnen. Die Bersammelten werden nicht eher manchesterlichen Prinzip zu brechen. ruhen und raften, bis ihre Forderungen erfüllt find. Dazu ist in erster Linie ein geschloffenes Zusammenwirken, die Organisation nothwendig; sie bietet uns die beste Gewähr, daß unfere Forde rungen an die Gesetzgebung mit Nachdruck vertreten werden und durch eigene Kraft die Lage der Berufsgenoffen gebessert wird. Gegen die sogenannten Himmelkraker, Häuser von 20 und mehr Stockwerken ist in Amerita eine Bewegung im Gange. Die New Yorker Gewerbekammer befürwortet ein Staatsgefet, wonach die Höhe der für Wohnzwecke bestimmten Gebäude 50 Meter nicht überschreiten und Geschäftshäuser in den breiteren Straßen nicht höher als 65 Meter sein sollen. Der Stadtrath von Phila. delphia beschloß die Eingabe einer ähnlichen Vorlage an die gefeggeberische Rörperschaft des Staates Pennsylvanien. Gerichts- Beifung. Die Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker hielt am 2. Februar eine außerordentliche Generalversammlung ab, in der Ad. Hoffmann über das Thema: Glaube und Vernunft sprach. Unter Vereinsangelegenheiten und Verschiedenem wurden einige interne Im Verband der Konditoren wurde am 4. Februar nach einer interessanten Vorlesung unter Vereinsangelegenheiten beschlossen, daß nur dann Mitglieder einen Poften im Verein befleiden können, wenn sie mindestens drei Monate der Organisation angehören. Zentralverband der Maurer( Filiale II). Eine gut besuchte Mitgliederversammlung tagte am 7. d. M. bei Gohn, Beuthstr. 22. Den ersten Punkt der Tagesordnung bildete der Bericht des Vorstandes vom Jahre 1896. Aus demselben ging hervor, daß im verflossenen In Keller's Festsälen referirte Moltenbuhr. Er Jahre 18 Bersammlungen und 15 Borstandssigungen stattgefunden gab zunächst einen Rückblick auf die vorjährige Streitbewegung und haben. 5 Mitglieder sind verstorben, den Rechtsschutz nahmen drei machte darauf aufmerksam, daß unter dem Eindruck der damaligen in Anspruch und ist von den Klagen eine entschieden, die zu ungroßen Ereignisse sogar in der bürgerlichen Gesellschaft eine lebhafte gunsten des Klägers ausfiel. Die Mitgliederzahl ist von 350, die Bewegung zu gunsten der Arbeiter aufgeflammt ist, aber freilich während der wirthschaftlichen Depression die Organisation hochs nicht lange angehalten hat. Nach einer Schilderung der eigen hielten, im Frühjahr des verflossenen Jahres auf über 1147 gestiegen. Die Frage, ob der Bürgermeister einer Stadt in die thümlichen Verhältnisse der Hausindustrie und deren besonderen Am Schluffe seiner Ausführungen ermahnte der Redner alle AnHandelskammer wählbar ist, in deren Bezirk die betreffende Schäden, wie übertrieben lange Arbeitszeit, unerhörter Lohndruck, wesenden, nun auch in diesem Jahre fleißig für den Verband Stadt eine in das Handelsregister eingetragene Geschäftsfirma be- Ausbeutung aller Familienangehörigen bis auf die Kinder herab 2c., zu wirken. Nach einer längeren interessanten Diskussion wurde fißt, beschäftigte am 8. Februar das Ober- Berwaltungsgericht. Der gab er eine Darstellung des Entstehens dieser Betriebsform, die sich zur Neuwahl der Verwaltung geschritten. Es wurden gewählt: Bürgermeister Schneider von Rattowitz war in die Handels- allmälig zum Zwischenmeistersystem entwickelt habe, dem größten Fritsche erfter, Rabe zweiter Bevollmächtigter; Braun erster, fammer für den Regierungsbezirk Oppeln gewählt worden. Seine Schaden der Konfektionsindustrie. Auch die Nachtheile der Saison: Müller zweiter Kaffirer; Me w 3, Schriftführer; Gareis, Legitimation zur Wählbarkeit hatten er und feine Wähler arbeit stellt der Redner ausführlich dar. Er benutzt bei diesen 2amprecht und Muck, Nevisoren. Zu Hilfskaffirern wurden darin gefunden, daß die Kattomizer Gasanstalt in das Schilderungen besonders die Aussagen der Unternehmer und Zwischen- ernannt: Lehmann, Massow, A. Winzler, Fauft. Handelsregister eingetragen ist und daß darin der Bürgermeister meister vor der Kommission für Arbeiterstatistik, deren Mitglied der Koschel, Hante, Mews, Böhm und Winzler. verzeichnet ist als derjenige, der die Firma„ Gasanstalt der Stadt Bortragende ist. Diese Erhebungen der genannten Kommission, die Sodann wurde die Abrechnung vom Maskenball verlesen, diese ergab Rattowiz" zu vertreten hat. Auf die Klage mehrerer Kaufleute im Anschluß an den Streit angeordnet wurden, haben die Wahrheit einen Ueberschuß von 32 M. Unter Verschiedenem wurden einem wurde die Wahl für ungiltig erklärt. Das Ober- Verwaltungsgericht alles deffen bestätigt, was von seiten der Arbeiter an Klagen Mitglied, das sich in bedürftiger Sage befindet, 20 M. Unterstützung nahm an, daß nach dem Wortlaut der Bestimmungen über das über ihre Lage vorgebracht worden ist. Aber trotzdem ist gewährt. Am Sonntag, den 21. d3. Mts. findet eine Wanderattive Wahlrecht im Handelskammer- Gesez auch Städten das von seiten der Gesetzgebung zu gunsten der Konfektions- versammlung im Lokal von Neumann, Basewalkerstr. 8, statt. Wahlrecht für die Handelskammern zusteht, natürlich unter gewissen, arbeiter nichts geschehen, feine Verkürzung der langen Arbeitszeit, gefeßlich normirten Voraussetzungen, und daß der Bürgermeister teine Anordnung von Betriebswerkstätten, wogegen sich die UnterSchneider, wenn er Vollmacht dazu gehabt hätte, für Rattowiz das nehmer ja auch nach Kräften wehren. Und doch kann man behaupten, Depelchen und lehte Nachrichten. attive Wahlrecht hätte ausüben tönnen. Anders sei es mit dem daß auch beim Vorhandensein weitreichender Schuhgesehe die InHamburg, 9. Februar.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die passiven Wahlrecht, dem Recht der Wählbarkeit. Den hierzu zu- duftrie nicht zu grunde gehen würde, ebensowenig, wie die englische Arbeitgeber zeigten heute ziemliches Entgegenkommen bei der Annahme gelassenen Personenkreis bestimme§7 des genannten Gesezes ganz Industrie an seinen Schußgefeßen zu grunde gegangen ist. Von positiv, und zu diesen Personen gehöre nicht der Bürger- unserer deutschen Gesetzgebung ist aber auf diesem Gebiet nichts zu der Arbeiter, die am Streit betheiligt waren. Berücksichtigt man das meister. Konnte Schneider also auch wählen, so war er doch erwarten, am allerwenigsten bei der gegenwärtigen sozialpolitischen ungünstige Wetter, so wurden verhältnißmäßig viele Arbeiter eingestellt. nicht wählbar. Strömung in der Regierung. Wollen die Arbeiter etwas Die Staatsquai- Arbeiter haben bez. ihrer Wiedereinstellung noch immer, dann müffen fie fich sich schon auf ihre auf ihre eigene teinen Bescheid erhalten. Die Polizei verbot die Versammlungen, Wie man sich in einem gerichtlichen Schriftfage einer erreichen, Die Konfektionsarbeiter dürfen nicht hoffen, öffentlichen Offiziersbeleidigung schuldig machen kann, mußte Kraft verlassen. der Tapezirer Robert Krause zu seiner Verwunderung vor daß ihnen das Glück vom Himmel herunter fällt, sie müssen in denen über das Vorgehen der Schuhleute am Sonnabend referirt Als Grund für diese vom Standpunkt der Polizei der 133. Abtheilung des Amtsgerichts I erfahren. Der Angeklagte fich schon selbst rühren, namentlich sich zu einer starten Organisation werden sollte. hatte für den Premier Lieutenant von Ruffer vom zusammenschließen. Würden die Arbeiter von dem Koalitionsrecht sehr begreifliche Maßregel wurde die Gefährdung der öffentichen 1. Schlesischen Husaren Regiment Nr. 4 einen Umzug zu be- einen ausgedehnteren Gebrauch machen, dann würde sich auch die sorgen und denselben mit 60 Mark vereinbart. Es wurde bürgerliche Gesellschaft wieder um ihre Verhältnisse kümmern und Sicherheit und Ordnung angegeben. aber noch ein zweites Fuhrwerk nöthig, weil insbesondere sie würden auf gewertschaftlichem Gebiet und auf dem Wege der eine 4 Zentner schwere Futterkifte mit 2 lebenden Hunden Gefeßgebung Erfolge erzielen. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. fortzufchaffen war, und berechnete Krause den Umzug mit 10 M. theurer. Mit der Bezahlung entstanden nun Schwierigkeiten, In der Diskussion machte der national- soziale Lehrer FrauenFlensburg, 9. Februar.( W. Z. B.) Jufelge von Schneeder Angeklagte mußte feine Forderung einklagen und bei dem Offizier dienst ebenfalls auf den Werth der Organisation aufmerksam. pfänden lassen. Legterer, empört über dieses Vorgehen, riß die Siegel Droschtenkutscher Engler und Frau Klockow gingen näher auf verwehungen ist der Verkehr vielfach geftört. Die Züge von Kiel des Gerichtsvollziehers von den Pfandstücken ab, schickte ratenweise das Elend der Konfektionsarbeiter und die Nothwendigkeit der Or- und Kappeln sind im Schnee stecken geblieben. Die Posten von an Krause die Schuld und machte bei seinem Regimente Anzeige, ganisation ein. In einem Schlußwort fordert Timm die Ver- Dänemark sind seit gestern Abend gänzlich ausgeblieben. auf, im Sinne Des Vortrages ihre Kräfte Frankfurt a. M., 9. Februar.( B. H.) Die Frankf. 3tg." welches eine Strafanzeige gegen Krause erstatten sollte. In dem sammelten Er weist ferner auf den Hamburger erfährt aus Konstantinopel: Jn diplomatischen Rreifen ist man sehr Zivilprozeffe war Krause ohne Rechtsbeistand und fertigte die zu bethätigen. Schriftfäße und Klagebeantwortungen selbst an. Hierbei gab er auch Streit hin, der ebenfalls infolge der ungenügenden Organi- aufgebracht über die neuen Greuelthaten auf Rreta, und man bedes Vorhandenseins so zahlreicher Streifbrecher schuldigt die Pforte, durch ihre zweideutige Haltung die Museldie Gründe an, warum sich der Herr Premier Lieutenant mit ihm fation und Es muß dahin kommen, daß man von mannen aufgeftachelt zu haben. In Konstantinopel ist der Patrouillenveruneinigt hat, und schrieb an das hiesige Amtsgericht, daß während verloren gegangen sei. des Umzuges der Beklagte dem Verpacken der Sachen und dem jedem ehrenhaften Arbeiter erwarten kann, daß er seiner Organisation dienst wieder wie nach den Massacres eingerichtet worden. In den Aufladen auf den Wagen in voller Uniform zusah und den angehöre. Die Resolution wurde darauf einstimmig angenommen letzten Tagen wurden hier 300 Armenier verhaftet. Der armenische Buruf eines vorübergehenden Töpfers, welcher sich auf ein und die Versammlung mit einem Hoch auf die Organisation ge- Patriarch verlangte vom Polizeiminister über diese ungerechtfertigte Maßregel Aufklärung. Rencontre des Offiziers mit seinem früheren Burschen bezog, ruhig auf schloffen. Temesvar, 9. Februar.( B. H.) Aus Anina eingetroffene Märkischen Hof", Admiralftr. 18c, referirte im Nachrichten besagen, daß daselbst neuerdings Unruhen Im fich sitzen ließ. Dieses Schreiben war nach seiner Meinung nur zur Renntniß des Gerichts bestimmt und nicht für die Deffentlichkeit. dichtgefüllten Saale Saale unter lebhaften Zustimmungsbezeugungen Der Staatsanwalt erblickte in dieser Mittheilung eine öffentliche Reichstags Abgeordneter Paul Reißhaus. In der Diskussion gebrochen sind. Beleidigung, da dem Offizier zum Vorwurf gemacht wurde, sprach zuerst Herr Weinhausen, Redakteur der Zeit", im nicht seine Pflicht gethan zu haben, wenn er auf offener Straße in Sinne des Referenten. Mehrere Mäntelnäherinnen" schilderten aufgehört. voller Uniform von einem Töpfer beleidigt wurde, weshalb das tiefe Elend, in dem sie trot schwerer Arbeit er die ganze Bemerkung nur als eine Geringschäßung des müssen. Schröder übte scharfe Kritik an der Moral der GeldsacksOffiziers anfah und 100 M. oder 20 Tage Gefängniß beantragte. vertreter, und anerkannte die Arbeit derjenigen, die an der Spize Auch der Gerichtshof war der Ansicht, daß eine öffentliche Be- der Organisation stehen. Nach ergänzendem Schlußwort des Refeleidigung vorlag und dem Offizier die Berlegung der Berufspflicht renten, machten die Bersammelten die obige Resolution zu der vorgeworfen werden sollte. Der Schriftfak ging später durch die ihrigen. Hände der Gerichtsschreiber und das Bureau des gegnerischen Anwalts, so daß die Beleidigungen zur Kenntniß unzähliger Personen gelangen konnten. Wegen öffentlicher Beleidigung wurde auf eine Geldstrafe von 50 M. oder 10 Zagen Gefängniß erkannt. H " leben Hamburg, 9. Februar.( W. T. B.) Heute Abend find alle Zugänge zum Schaarmarkt mit starten Schuhmannsposten besetzt worden. Die Ruhe wurde bisher nirgends gestört. Unbefugten wird der Zutritt zum Markte verweigert. aus Rom, 9. Februar.( W. T. B.) Die Universitätsbewegung hat Ragusa, 9. Februar.( B. S.) Die Regierung hat hundert Kroaten und dreißig Bosniaken die Genehmigung ertheilt, in die fretensische Gendarmerie einzutreten. Die betreffenden sind bereits nach Kreta abgereift. Lissabon, 9. Februar.( B. S.) Die Kortes werden am 10. Juni zusammentreten. An den Wahlkämpfen gelegentlich der bevorstehenden Deputirtenwahlen werden die Republikaner sich nicht betheiligen. Philippopel, 9. Februar.( Meldung des Wiener Tel. Korr.Bur.) Nach hier eingetroffenen Berichten aus Konstantinopel wurde bort infolge der Entdeckung zahlreicher jungtürkischer Schriften in Stambul und infolge von Nachrichten aus Paris, daß die Aktionspartei im jungtürkischen Komitee überhand genommen habe und für heute eine regierungsfeindliche Rundgebung plane, der Wach- und Patrouillendienst bedeutend verstärkt, und einige Bataillone wurden in Bereitschaft gestellt. Bis gestern Abend ist jedoch die Ruhe nicht gestört worden. Im Königshof, Bülowftr., hatte der Reichstags- Abgeordnete Genoffe Bueb das Referat übernommen, dessen er sich in ausgezeichneter Weise entledigte. Nach einer kurzen Diskussion und einftimmiger Annahme der Resolution wurde die Versammlung ge Eine Polizei Verordnung für Halle ermöglicht es, daß schlossen. Gaftwirthen untersagt werden fann, bestimmte weibliche Personen Der Gründel'sche Saal war schon lange vor Beginn zur Bedienung von Gästen zu verwenden. Die fragliche Be- der Versammlung sammt der geräumigen Gallerie bis in den stimmung, die von„ sittlich verkommenen Personen" spricht, bezweckt äußersten Winkel gefüllt. Die Anwesenden, etwa zur Hälfte aus die Maßregelung von Kelnerinnen. Eine Kellnerin, die einem Gafte Frauen bestehend, folgten mit großer Aufmerksamkeit der eindrucksGeld entwendet haben sollte, wurde in der angegebenen Weise in vollen Rede des Reichstags- Abgeordneten Wurm. Der erste Dis Berruf erklärt. Sie erklärte fich durch die betreffende Verfügung, fuffionsredner Bloczid empfahl die baldige Proflamirung eines Konftantinopel, 9. Februar.( Wiener Tel.- Rorr.- Bur.") Der die an die Schankwirthin E. ergangen war, in ihren Rechten Streiks. Dagegen wandten sich Müller, Schmidt und Ministerrath hat sich gegen die Entsendung von Truppen nach Kreta verlegt und legte im Verwaltungsstreite auf Aufhebung der Vers Ad. Schulz. Die Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme. ausgesprochen, während man in der Umgebung des Sultans dafür fügung. Dos Ober- Verwaltungsgericht folgte ihrem Antrage mit In der Versammlung im Kolberger Salon hatten sich ift. Vorläufig ist die Entsendung zweier Kriegsschiffe nach Kreta der Begründung, daß der Theil jener Polizeiverordnung rechts ungefähr 300 Personen, in der Mehrzahl Frauen, eingefunden. beschlossen worden und Schiffe zur Truppenbeförderung sind bereit ungiltig sei, worauf die Verfügung gestützt wurde. Nach§ 41 der Der Referent Genoffe R. Schmidt behandelte nach einer gestellt worden. Die von Apocorona gekommenen und vor Haleppa Gewerbe- Ordnung unterlägen der Verkehr und das Verhältniß eingehenden Betrachtung der amtlichen Enquete die Borschläge der lagernden Aufständischen haben die griechische Flagge gehißt und zwischen Arbeitern und Arbeitgebern feinen anderen Beschränkungen, Rommission für Arbeiterstatistit und stellie sie im Gegensatz zu dem die Bereinigung Kretas mit Griechenland proflamirt. als den durch die Gewerbe- Ordnung selbst ausgesprochenen. auf dem Rongreß der Schneider und Schneiderinnen formulirten Baku, 9. Februar.( W. Z. B.) Bergangene Nacht brach auf Grundsägen zur gefeßlichen Regelung der Arbeitsverhältnisse in der dem Naphtha- Terrain eine Feuersbrunft aus, welche 29 Bohrthürme Konfettion. und 5 Naphtha- Speicher mit ungefähr 1000 000 Bud Naphtha zer Berlins Konfektionsarbeiter In der Diskussion nahm der Redakteur der Zeit", Herr von störte. Das Feuer wurde heute früh bewältigt. hielten gestern Abend, ein Jahr nachdem die große Streitbewegung Gerlach, das Wort, der gegenüber dem Referenten keinen Athen, 9. Februar.( Meldung der Agence Havas".) Der der Konfektionsarbeiter begonnen, fünf Versammlungen ab. Egegenfäßlichen Standpunkt vertrat und die praktischen Borschläge griechische Dampfer Hydra" falutirte am Tage nach seiner Ankunft war ein Rückblick, den die Arbeiter und Arbeiterinnen dieses der Organisation der Schneider für durchführbar hielt. Die die türkische Flagge. Der Salut wurde von dem Fort in Kanea Berufes anstellten, um zu prüfen, wie weit die Versprechungen der übrigen Redner sprachen sich zum theil zustimmend aus, worauf erwidert. Unternehmer und der Regierung, die während des Kampfes den Aus- die Bersammlung mit einem Hoch auf die Schneiderbewegung ge- Biadults in der Nähe der Station Mentenist brach ein Baugerüst Liskeand( Cornwall), 9. Februar.( W. T. B.) Beim Bau eines ftändigen gegeben wurden, bisher erfüllt wurden. Für die Unternehmer fiel schlossen wurde. zufammen; zwölf Arbeiter stürzten 150 Fuß tief herab und wurden getödtet. das Urtheil recht günstig aus. Der offene Bruch, den die Unternehmer in der Herrenkonfektion mit ihren vor dem Berliner Einigungsamt Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzn 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 34. 14. Jahrgang. wird uns geschrieben: O 0 " Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. mittwoch, 10. Februar 1897. Simeonstraße,-, 95. * * * " von 113, 4. State 6,70. Tischleret Simeonftraße, Bierprozente, 1,50. Gürtler 10,25. B " Und der lustige Bergrutsch ist ganz ungefährlich oder war es vielmehr bis zum gestrigen Tage. Die hohen Schnee massen, die dicht vor dem Bürgersteig auf dem Straßendamm liegen, nehmen die Schlitten auf; ist die kurze Reise zu Ende, so purzelt der kleine Fahrer topfüber in den Schnee hinein, dreht sich um und beginnt den Aufstieg von neuem. Nun haben die Straßenreiniger gestern begonnen, in den Schneemassen eine Lücke zu schaffen; wer feßt den Berg hinunterfaust, läuft zum theil Gefahr, auf den Damm getrieben zu werden und unter ein vorbeifahrendes Fuhr= werk zu gerathen. Könnte das Loch nicht wieder zugeschüttet werden, damit den Kindern in der im übrigen wahrlich nicht besonders be= lebten Straße ein köstliches Vergnügen erhalten bleibt? Nudelklub, Thauwetter kommt, ist der Spaß ja doch zu Ende. Von 4,-. Krausenstraße, 5. Rate, 4,70. Tischlerei Hante u. Käber 9,50. Stillvergnügt 1,-. Tischlerei Faul, langt die Redaktion der Sobald Wir verübeln" es den Rhedern nicht, daß sie Kapitalisten find läßt; denn das fabrikmäßige Ueberweisen der Schüler von einem Ueber die Situation in Hamburg und daß fie von ihrem Klassenstandpunkte aus und nach ihrer Lehrer zum andern, oft schon nach einem halben Jahre, taugt, wie Klassennatur die Arbeiter niederzuwerfen suchen. Aber wir be- uns aus pädagogischen Kreisen geschrieben wird, vor allem nicht für Verschiedene Ewerführer- und Stauerbaafe boten am Montag ihren urtheilen und behandeln sie dieser Thatsache gemäß und die Kleinen. alten Leuten statt des früheren Lohnfahes von 4 M. refp. 4,20 m. wenden uns nur gegen die Heuchelei oder Gefühlsduselei, Ein luftiges Treiben entwickelt sich zur Zeit tagtäglich am pro Tag nur 3 M., wenn sie anfangen wollten. Einige Baase welche die Thatsache vertuschen will. Wir haben nicht nordwestlichen Abhange des Kreuzberges, dort, wo der Park aufs wollten einzelne alte Leute einstellen, die mit Streitbrechern zu einmal dem„ chriftlichen" und sozialen" Staat es verübelt", daß hört und das fistalische Terrain sich in ziemlich schrägem Gefälle fammen arbeiten sollten, um dieselben anzulernen. Selbst er für die Rheder Partei ergriffen hat. Wir haben die Thatsache der Kreuzbergstraße zuneigt. Vor allem in den Nachmittagsstunden verständlich wiesen die Arbeiter alle derartige Anerbietungen blos festgestellt, und die Konsequenzen daraus gezogen. Der fatten find an dieser Stelle zahlreiche Knaben und Mädchen ver zurück. Verlangen mehrerer Baafe, vor Einstellung Bourgeoismoral, die gern alle Klaffengegensätze mit Nebel umhüllen sammelt. Wer von ihnen im Besiße eines Schlittens ist, führt die Mitgliedsbücher zum Hafenarbeiter Verband an die Baase ab möchte, paßt das natürlich nicht in den Kram, und so verzichten sich besonders glücklich, aber auch so lohnt sich für ein leicht zu= zuliefern, entsprachen einige Ewerführer und auch Schauerleute. wir gern auf den Beifall der Bossischen Zeitung", die in Beziehung friedenes Kindergemüth der Aufstieg durch den tiefen Schnee. Ist Die Baase zerrissen die Bücher und glaubten nun wunder, was sie auf den Hamburger Streit unter allen deutschen Blättern eins der man erst oben auf dem Berge", dann geht's los. Jedermann bringt damit die Organisation geschädigt hätten. Der Groll der Arbeiter unanständigsten gewesen ist. entweder seinen Schlitten oder seine Beine in die gehörige Positur über dies Verhalten der Arbeitgeber ist aber so groß, daß sie allein und dann saust eine zahlreiche Gesellschaft im rasenden Galopp den dadurch schon fest zusammenhalten und ihre Organisation nicht ver- Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für die Abhang hinunter. Die Straßenpassanten werden durch das laute Ge laffen werden. Die Kohlenarbeiter, denen man allerdings den ft reikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende freische leicht auf die ununterbrochene Hörnerschlittenfahrt aufmerkſamt alten Lohn bewilligt hat, die für den Sah jetzt aber ein Fünftel Beiträge ein: und weichen gerne aus; freut sich doch jede nicht ganz verknöcherte mehr machen müssen, haben schon zu Mittwoch Abend eine Ver- Mechanische Werkstatt Reimann, Schmidtstr. 32( darunter Frl. B.-, 50.), Menschenfeele, ein Fleckchen Erde anzutreffen, das anscheinend noch 4. Rate 6,-. Personal der Buchdruckerei G. u., 8. Rate 19,30. Gesangverein fammlung einberufen, wo über das Verhalten der Arbeitgeber be- onblüthe, 2. Rate, 10,60. Mehrere Gummiarbeiter, Tempelhofer ufer 7,10. nicht ein Opfer des polizeilichen Reglementirungseifers geworden rathen werden soll. Landtagsfeßer von W. Möser 6,-. Bier Drechsler von Stern, 4 Rate 2,50. ift. Eine Anzahl Stauer- und Ewerführerbaase haben im Gegensatz Ginig und Treu 3,-. Gattier d. M., 4. Rate 6,50. Buchdrucker von Bahlte, 13. Rate 2,-. Personal der J. Kerstes'schen Buchdruckerei, 5. Rate 8,55. zu ihren Kollegen jedoch ein gut Theil ihrer alten Leute zu den Riefenstahl, Bumpe u. Co., 6. Rate, b. S. 30,45. Tischleret pöfe, Lindenstraße, alten Sägen eingestellt und allen Einstellung versprochen, sobald die 6,- Tischlerei Arndt, Adalbertstraße, 2,30. Buchdruckerei J. Rosenbaum 4,50. Witterungsverhältnisse sich ändern und der Schiffsverkehr sich dadurch Tischleret Schaub u. Franz, Feilnerstraße, 8. Rate 13,-. Tischlerei Krumbein, hebt. Auch die Arbeiter der Hamburg- Amerika- Linie sollen dann Tischleret E. Sauer, Manteuffelitraße, 5. Rate 14,50. wieder eingestellt werden, während die Staatsquai- Arbeiter Dienstag Tischlerei Stehmann, 7. Rate 7,76. 4 Nagelbrüder, Lindenstraße 69, 3. Rate 2, endgiltigen Bescheid bekommen sollen. Metallwaarenfabrit Kirchner 12,70. Mechanische Werkstatt Bergmann, Alte Safob straße, 9, Liften 6457, 6458, 6459, 6460 und eine eigene Lifte, Möbelfabrik Täglich verlassen große Trupps Arbeitswilliger" den Hafen 3. G. Pfaff 83,60. Zifte 7000 Tarameter fabrit Dünhälter u. Schölzel 15,25. und die Stadt und zwar unter Bedeckung großer Abtheilungen Juhl, 50. Tischlerei Haberland, Krausenstraße, 10. Rate 7,75. Tischleret Militär und Polizei. Großkreul 4,55. Stockfabrit Gembect, 3 Malerinnen und 1 Beizer, 5. Rate 1,30. Zischlerei Lindemann, 6. Rate 4,50. Auf dem Scharmarkt sammelte sich Montag Abend wieder eine Stockfabrik Wendt, 8. Rate 8,26. Rother 11,75. Wolff'sche Bude, mit einer Ausnahme, 3,50. nach Tausenden zählende Menschenmenge, die aus Neugierde aus 5. Rate 3,25. Tischleret Clär, Alte Jakobftr. 20, 9. Rate 8,15. Liften 2090, 2092, allen Stadttheilen herbeigeströmt war. Arbeiter oder gar bisher 2100, durch Friz 14,10. Schraubenfabrit Waldemarstraße 14, 2tfte 6480, 32,50. An eine recht ungeeignete Stelle hat sich die Redaktion der streifende Arbeiter fanden sich blutwenig darunter. E waren meift ifte 7097 Arbeiter von Lautenschläger mit Budifer 17,-. Zischlerei Feldmann fogenannte Halbwüchsige sowie Frauen und Kinder, die zu pfeifen 12,15. S. Kube, Tischler 2,--. Arbeiter der Alfenidewaaren- Wertstatt Bergas Blatt zu machen. Vor einigen Tagen erhielt der Vorfizende des sozialu. Wegener, Belleallianceftraße, 8. Rate 31,75. Liste 2099 Ladewig, Hausdiener Berliner Zeitung" mit dem Ersuchen gewandt, Propaganda für ihr und Johlen begannen, wenn sich ein Schuhmann zeigte. Ver- Gebrüder 10,-. Tapezirer Wertstatt Albrecht u. Noll, Leipzigerstr. 136, schiedene Arbeiter suchten die Menge zu bewegen, der Polizei Firma Otto Luze, Friedrichsberg 12,-. Bildhauer der Möbelfabrik F. G. Pfaff, demokratischen Vereins Vorwärts", unser Parteigenosse Arendsee, eine 9. Rate 12,45. Siste 7138 Schlofferet Müller, Wallstr. 17, 5,30. Former Gebrüder Buschrift, in der ihm die freifinnige Redaktion zunächst verkündete, nicht neue Gelegenheit zu einer Attacke zu geben. Es half aber Krüger u. Ko., Köpenic, 7,70. Metallarbeiter von Gebrüder Krüger u. Ko. in nichts. Zu verschiedenen Malen brach nun eine starke Abtheilung Köpenick 21,15. Lifte 71 ein Saumfeliger 1,30. Lifte 179 6,15. ifte 180 3,80 daß alle Kenner des Berliner Boltslebens darin übereinstimmen, Schußmannschaft aus der Wache hervor und fäuberte" den Play sien 2472 und 6113 d. Schonheim 21,20. Lifte 198 Stretschmar 6,45. Lifte 6880 daß der Bürgersinn, das Intereffe für die politischen, kommunalen, B. D. D. N. 11,30. Textilarbeiter Köpnickerstraße 11,70. Tischlerei G. Fize, und die angrenzenden Straßen. Auch eine große Abtheilung Fruchtstraße, 5. Rate 4,60. Tischleret Beder, Dranienstraße( mit Ausnahme, gemeinnügigen Angelegenheiten bei uns in einem betrübenden Rückreitender Schuhleute ritt auf die Menge los und ritt alles nieder, darunter 5 Hirsch Dunder'sche) 9. Rate 15,70. Stoc fabrit Ad. Seeligsohn, gange begriffen sind." Das Leben in den freisinnigen Vereinen was nicht schneller laufen konnte, als die großen Gäule. Seipzigerfir. 43, 7. Rate 5,85. Tischler und einige Polirer von Syan, Rüders- pulfire längst nicht mehr so frisch wie ehedem, politische Gleich Die Beamten machten auch am Montag Abend vom Säbel wieder apparat Fabrit 1, dorferstraße, 6, Gesammelt durch Frize 5. Rate 13,85. 4 Kollegen Telephon- giltigkeit und Verständnißlosigkeit nähmen zu. Trifft dies Geständ Tischlerei W. Boigt, Weberstraße, 8. Rate 14,25. Gold= den ausgiebigften Gebrauch. Um 10 Uhr verlief sich die Menge all bach'sche Stockfabrit 7. Rate 8,-. Tapestrer- Werkstatt Gehlich d. Teste 3,80. Tischlerei niß, soweit die freisinnige Partei und ihr Anhang im Bürgerthum mählich. Hansmann 5. Rate 4,05. Lifte 5877 Stühling, Bildhauer 4,10. Ausfeiler Saal in betracht kommen, auch durchaus den Nagel auf den Kopf, so sollte Spinn u. Sohn 9. Rate 6,55. Stockfabrit Hoyer 6. Rate 8,05. Rauch man folche unangenehme Geschichten doch nicht ohne zwingende Das Hamb. Echo" warnt die Hamburger Arbeiterschaft, an tub Angler I. 4,-. D. G. Rirdorf 3,-. 6. Wiesener, Pianomechanitden Zusammenrottungen theilzunehmen. In nächster Woche werden Fabrit, 8. Rate, 9,15. Druckerei W. u. S. Löwenthal, 7. State, 21,75. Deutscher Noth dem politischen Gegner verkünden. Als noch bedenklicher muß fich vier öffentliche Versammlungen mit dem Auftreten der Schutz- fraße 84, 5. Rate, 5,25. Mechanische Werkstatt Rudolf Krüger, 9. Rate, 29,30. Beitung" an das Mitleid von Sozialdemokraten appellirt. Nachdem Kortarbeiterverband, Zahlstelle Berlin, 9. Rate, 3,80. Pofamentiere, Dresdener aber die Art bezeichnet werden, wie die Redaktion der„ Berliner leute beschäftigen. Augenzeugen haben das Referat übernommen. Tischleret Benno Hecht, Andreasstr. 32, 6. Rate, 6,30. Fraiſeret Wolgast u. Hoch, in der Zuschrift weiter auseinander gesetzt worden ist, daß die Andreashof, 9. State, 8,50. Stuhlfa brit Heims u. Sohn, 8. Rate, 9,-. Ein ,, Der Hamburger Arbeitgeber- Verband hat" fo berichtet adolf Gutremann'scher Arbeiter 1,-. Mehrere Gummimänner, 2. Rate, d. B. 2,-. sogenannte unparteiische Klatschpresse ein großes Theil des eine Wolff'sche Depesche- in seiner Sizung am Dienstag„ den Möbelpolirer von Kümmel, 3,50. Badewannenfabrit M. Grund, Adalbertstraße, Verschuldens an der beklagten Entwickelung treffe, vers Verlauf und das Ende des Hafenarbeiter Ausstandes besprochen Tischleret Wilte, Wrangelstraße, 6. Rate, 4,-. " Berliner Zeitung" nicht mehr und noch einmal festgestellt, daß der Ausstand für den Bersonal W. Grewe, 9. Rate, 6,20. Tischleret W. König, Dieffenbachstraße, und nicht weniger, als daß der Vorstand des Vereins Arbeitgeber Verband eine Machtfrage und teine Frage 10. Rate, 4,50. Gürtler bei Moser, 9. Rate, 2,35. Gürtler Stallschreiberstr. 18, möbelfabrit Borwärts" zu gunsten der freisinnigen Partei und ihrer Zeitung über Lohn- und Arbeitsbedingungen gewesen ist. 2,55. Tischlerei Elsholz, Krautstraße, 2. Gaal, 5. Rate, 8,45. wird Seiffert u. Wolff, 7. Rate, Fruchtstr. 36, 27,55. ungenannt 2,-. Arbeiter von Flugblätter verbreiten solle. Unsere in betracht kommenden Parteidann in einer langen Darlegung die Nothwendigkeit des Dönniges 5,40. Tischlerei Hochstein, 7. Rate, 13,65. Liste 720 Pianofortefabrit genoffen erklären auf diese Zumuthung, daß sie zwar herzliches festen Verhaltens des Arbeitgeber- Verbandes betont, weil es galt, Quandt, Grüner Weg, 13,15. ifte 6391 Metallwarenfabrik König, Rücken u. Ko: Mitleid mit dem gebrechlichen Zustande der freisinnigen Partei 11,-. Parkettbodenleger der Firma Bangemann 10,- Bierapparat- Fabrit das gesammte deutsche Erwerbs- und Wirthschaftsleben gegen die Hermann Peter, 7. State, 7,55. Lifte 2249 Gastwirthsgehilfen d. Beiste 50. haben, daß aber dies Mitleid sie doch nicht gut zu derartigen uninternationale Sozialdemokratie zu schützen. In der Darlegung Bautischlerei v. Biehe, Schinteftr. 8/9, 4,25. Bimmerleute b. Kelteme, Maybach- qualifizirbaren Handlungen bewegen könne. Und was die sogenannten Möbelfabrit v. Schuster, 5. Rate, 14,12, heißt es weiter: Es ist unrichtig, wenn behauptet wird, daß der ufer, 2, Möbelfabrit v. Schuster, parteilofen Zeitungen betrifft, so meinen unsere Parteigenossen 6. Rate, 16,50. Silberwaarenfabrit, Ritterstr. 73, 4,50. Buchdrucker, StralauerVerband Berhandlungen mit den Arbeitern abgeneigt ist, auch be firaße 66, 9. Rate, 5,25. Bier Maler von Rutsch, Rönigsbergerstraße mit Bubiter, weiter, daß die freisinnige Presse sich an diesem Bissen doch u steht teine prinzipielle Abneigung gegen Einigungsämter in den ver- 2,50. Schraubendreher- Bersammlung, Loutfenstädtisches Konzerthaus, 7,40. vollends den kranken Magen verderben werde; der einzige Be schiedenen Arbeitszweigen, nur hält der Verband die Zuziehung Un- Sämmtliche Möbelpolirer von Belder u. Blaten, Königsbergerstraße, 10. Rate, zwinger der Klatschorgane sei der Vorwärts", der heute schon von 10,60. Tischlerei Belder u. Platen mit Buditer, 8. Rate, 29,15. Liste 24, Lactirer betheiligter im allgemeinen für schädlich. Der Verband wird es als seine b. Rautenhaus 1,60. Ueberschuß einer Prozeßfache von Buchdruckerei- Hülfsarbeiter allen politischen Parteiblättern in Berlin die weitaus größte Aufgabe betrachten, die Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter eingehend und Arbeiterinnen von St. Moffe, 4,-. Liste 5748, Mertens Maler, 6, Liften Abonnentenzahl aufzuweisen habe. prüfen und die Abstellung etwa fich ergebender Mißstände nach Mög: D. Kopp, Kreis Niederbarnim, 2997, 2996, 2995, 2954, 2953, 2942, 2888, 2882, 2940, Flegelei. Im Berliner Tageblatt" vom Dienstag Morgen lichkeit zu fördern, wozu die nöthigen Vorarbeiten bereits vor einigen 2881, 2958, 2999, 2985, 2902, 2984, 2837, 2840, 2834( Darunter Anilinfabrit Rummelsburg 9,35. Spinn u. Sohn, Gasglühlichtfaal mit Budiker Goeße, 18,30. Bau- fanden wir folgende Briefkasteunotiz: F. W. in Berlin. Daß der Wochen in die Wege geleitet worden sind. Im übrigen hat der ttschleret Pohl, Friedrichsberg, 8,50), 101,20. Tischlerei Böhm, Weberstr. 52, annoncenhungrige sozialdemokratische Borwärts" herzlich gern Arbeitgeber Verband durch seinen Antrag auf Ernennung eines 2. State, 6,- Liste 1959, Porzellan 4,80, Liften 6180, 1004, 6182, Porzellanarbeiter Hafen- Inspektors den Weg vorgeschlagen, durch welchen Mißstände b. Weise 16,05. Zündholzmann vom Stechermastenball 7,39. Rother Geburtstag Schleuderkonkurrenz- Anzeigen" aufnimmt, ist durchaus nicht aufam 7. Februar, Friedrichsbergerstraße, 2, Buchdruckeret H. u. Co. durch den fällig. Wie sollten denn sonst die hohen Honorare für seine Interessenverein der Buchdruckerei- Hülfsarbeiter 11,70. Am Stammtisch gesammelt Redakteure gezahlt werden können, deren Wahrspruch lautet: Alte Leipzigerstr. 14, 4,75. Mitglieder des deutschen Buchdruckerverbandes im Borwärts", 11. Rate, 30,-. Gr. S., Mastenball, 4,50. Stockfabrit Gembecki, Richtet Euch nach unseren Worten und nicht nach unseren Thaten." Wir dachten beim Lesen dieser Anrempelei zunächst an die bekannte Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau Geschichte von dem würdigen Manne, der bei einer Brecheifen= R. Millarg, Berlin S., Annenftr. 16, vorn part.) in der Zeit Operation unangenehm in seinem Inkognito überrascht worden war, von 9-1 1hr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. und der nun, um die Aufmerksamkeit der Verfolger von sich abzulenken, die ehrlichen Leute durch den Ausruf Haltet den Dieb" zu täuschen suchte. Dann aber glaubten wir annehmen zu müssen, daß für die Leitung des Blattes, das seit seinem Bestehen wegen der Ungenirtheit der redaktionellen Reklamen und seiner unUnsere Kleinsten in der Gemeindeschule. Im Berliner Ge- sittlichen und Schwindelannoncen als geradezu typisch gilt, noch Aus Harburg wird uns telegraphirt: In Wilhelmsburg wurden am Streit betheiligt gewesene Arbeiter von bewaffneten meindeschulwesen steht seit langer Zeit alles still, die Verwaltungs- ein anderer Grund vorliegen müsse, um den Vorwärts" an Arbeitswilligen" überfallen. Einer der ersteren, Buderus maschinerie ist völlig eingerostet und unter dem jezigen Regiment zuflegeln. Von unserem Blatte weiß man nicht allein im Kreise mit Namen, wurde erschossen; er hinterläßt Frau und erwartet eigentlich niemand mehr eine durchgreifende Berbesserung. unserer Parteigenossen, sondern auch in der journalistischen Welt, es Es gehört schon ein gut Stück Optimismus dazu, heute auch nur daß namens erstens gewissenhaft ein Arbeitswilliger", Lemple, ist in Haft. Dem am Streit betheiligt gewefenen Arbeiter an die Durchführung Kleiner Verbesserungen zu glauben, selbst wenn Raliber, welches dem Tageblatt" fein Gepräge giebt, abweist, Hein wurde die Hand zerschmettert. Ueber Revolver- Exzeffe der sie nichts koften. Diesen Optimismus scheinen die Berliner und zweitens ist gleichfalls bekannt, daß faum ein bürgerlicher von den Unternehmern bewaffneten Arbeitswilligen hat das Bolts Lehrer zu besitzen. Vor sieben Jahren erhoben sie ihre Stimme, um Redakteur mit den angeblich hohen Gehältern an unserem Blatte blatt für Harburg" feit Wochen berichtet; trotzdem ließ man die Leute natürlich vergeblich, und in ihrer letzten Sigung stellten sie diefelben taum einer anderen Ursache entsprungen sein, als dem Aerger einige Veränderungen im Plane der Grundklasse herbeizuführen einige Veränderungen im Plane der Grundklasse herbeizuführen tauschen würde. Die ganz unqualifizirbare Anrempelei kann also im Besitz der Waffen. Der„ Frankfurter Zeitung" wird aus Hamburg geschrieben: Forderungen wieder auf, begründet durch denselben Redner, Lehrer darüber, daß das„ Tageblatt" fort und fort rapide an Abonnenten Groppler, wie vor fieben Jahren. Дб wieder ver und damit an Annoncen und an Einfluß verliert; dem gegenüber Es ist vielfach die Ansicht verbreitet, daß mit Wiederaufnahme geblich wie vor sieben Jahren? Die vorgeschlagenen Ber- fehen zu müssen, wie gerade ein sozialdemokratisches Blatt ständig Der Arbeit seitens der Hamburger Hafenarbeiter es um all und befferungen betreffen die fleinsten unserer Gemeindeschüler gedeiht, ist allerdings bitter. Aber auch unter der Obhut des Herrn jede Berbefferungspläne geschehen sei, und daß die Unternehmer und sind so selbstverständlich, daß man sich höchstens wundert, Moffe sollte man Geschickt genug befißen, um das Unvermeidliche mit die von ihnen selbst vorgeschlagene Enquete in die wie überhaupt anders verfahren werden konnte. Es handelt sich. Würde zu tragen. Länge ziehen würden. Diese Ansicht ist durchaus irrthüm turz gesagt, um eine Herabsetzung der Stundenzahl für die Kleinen lich. Geradezu das Gegentheil ift zu befürchten, daß von 22 auf 18 wöchentlich, also um eine Schulzeit von höchstens am Montag Abend und Mehrere Verkehrsstörungen infolge von Achsenbrüchen sind die Enquete nur allzu sehr beschleunigt werde. 3 Stunden täglich, wie dies in gut entwickelten Schulen im Westen Berliner Omnibusgesellschaft vorgekommen. am Dienstag Morgen bei der Meiten In den Kreisen der Hamburger Rheder wird gegenwärtig bereits und Süden Deutschlands meist üblich ist, und wie dies auch für die die an Angestellte, Pferde und Material gestellt werden, sind bei Die Anforderungen, unter der Hand sehr fleißig Material gesammelt, um im Augenblick, gleichaltrigen und älteren Vorschulen Berlins als Norm gilt. Diese dem tiefen Straßenschnee bedeutend größer als sonst. Schon fürzlich wo die Enquete beginnt, eine Zeichnung der Arbeitsverhältnisse im Forderung muß erhoben werden im Interesse der geistigen und bemerkten wir, daß die Polizei aus einem unerklärlichen Grunde Hamburger Hafen entwerfen und so gewissermaßen das Resultat törperlichen Entwickelung der zarten Kinder und stützt sich auf das nicht gestattet, daß drei Pferde vor die Onmibusse gespannt werden. vorweg nehmen zu fönnen. Statt im voraus sich dem Gedanken Urtheil erfahrener Hygieniker und Pädagogen und wie gesagt auf hinzugebei, daß aus der Enquete doch nichts werden dürfte, follten die Erfahrungen an gut entwickelten und gut geleiteten Schulen Das Gesetz der Invaliditäts- und Altersversicherung wird die Führer der Hamburger Hafenarbeiter vielmehr schon jetzt anderer Orte. Um die törperliche Entwickelung zunächst ins Auge bei den Aufwartefrauen bisher noch sehr wenig zur Anwendung darauf bedacht sein, ebenfalls Material zu sammeln, um es jener zu faffen, weil sie die häuslichen Verhältnisse am meisten berührt, gebracht, wiewohl die Bestimmungen die Versicherungspflicht der Darstellung von Unternehmerseite alsbald entgegenstellen zu können." fragen wir bei den Müttern an. Sie kennen die Schwierigkeiten, init Aufwartefrauen ausdrücklich vorschreiben. Aufwärterinnen find Die ,, Vossische Zeitung" findet den in der Sonntagnummer benen die kleinen Lieblinge an rauhen trüben Wintertagen noch halb auch in solchen Fällen versicherungspflichtig, wenn sie vers des Vorwärts" veröffentlichten Leitartikels über das Ende des schlafend dem Lager entrissen werden müssen, um bald nach acht heirathet und die Frau mit ihrer Stelle ES beseitigt werden können, welche durch den Willen des einzelnen Arbeitgebers allein nicht aus dem Wege zu schaffen find. Schließlich ist der Verband nach wie vor bereit, an einer Enquete des Senats über die Arbeitsverhältnisse im Hafen theilzunehmen und hat er einem hohen Senate hiervon Mittheilung gemacht." Es ist wirklich der Gipfel der Naivetät, daß eine Vereinigung, die felber zum größten Theil aus Unbetheiligten besteht, sich darüber aufhält, daß die Hafenarbeiter seinerzeit in das vom Senat vorgeschlagene Schiedsgericht einige Vertrauenspersonen wählten, die anderen Berufen angehörten. " zwei Kinder. " 1 Da " nichts als Der Mörder, in ganzen 6. Rate 10,-. -Tokales. " " " alle " " von Anzeigen dent mur einen Neben= Hamburger Streits: leidenschaftlich". Das ist Sache des Uhr im Sommer schon Uhr sieben am Unterricht theilnehmen erwerb betreibt. Eine hiesige Bigarren firma( Gustav Raphun), welche Temperaments. Aber sie will uns auch schulmeistern. Sie schreibt: zu können. Und womit müssen die kleinen Burschen geplagt werden: in der Stadt zahlreiche Filialen besitzt, hat für jedes Geschäft eine die Sozialdemokratie allen fozialen Bewegungen mit Bibelsprüchen, mit Liederversen, Gebeten und biblischen Ge- Aufwärterin, welche auch bis 1894 die Invaliditäts- und AltersverMachtfragen sieht und in der Geschichten, für die kein Verständniß geweckt werden kann und dies ficherungskarte von der genannten Firma erhielt. Alsdann stellte die e schichtsentwickelung nichts als treibenden Grund anerkennt als wöchentlich vier Stunden. Bei den gleichaltrigen Vorschülern unserer Firma infolge falscher Informationen die Zahlungen für die Kasse ein, bis das materielle Interesse, so ist es ein Widerspruch in sich, höheren Schulen thun's zwei Stunden und die sind noch zu viel. Da jetzt gelegentlich einer Revision durch Regierungsbeamte der Mangel Der betreffenden Firma ist nunmehr den Arbeitgebern zu verübeln, daß sie in einem ihnen wäre es doch zehnmal besser, man gönnte den Kleinen die Zeit zum der Karten entdeckt wurde. aufgedrängten Rampf ebenfalls ihre Macht erproben, Schlaf und damit zu ihrer förperlichen Entwickelung. Sollte die ver- aufgegeben worden, nicht nur für die Zeit von 1894 bis zum heutigen und ihnen das Uebergewicht als Unrecht anzurechnen. ringerte Stundenzahl ein geringeres Wissen bezwecken, so könnte man Tage die Nachzahlungen für die fehlenden Marken zu leisten, sondern Ob beiläufig der Sozialdemokratie Diemerung an ihre Bedenken tragen, den Vorschlag gut zu heißen. Auf ein vermindertes auch für diejenige Zeit, für welche bereits Marken geklebt worden neuerliche Verherrlichung der Kommune immer willkommen sein wird, Wissen läuft's aber nicht hinaus, im Gegentheil, denn man will find, d. h. für die Zeit von 1890 bis 1894 vollkommen neue Karten des Lehrstoffes zu liefern und zu bezahlen. Die genannte Firma hat fomit für Tann zweifelhaft erscheinen." beffere Durcharbeitung So die Bossische Zeitung". erzielen. Durch zu große Stoffmengen wird in vielen Kindern jede von ihr beschäftigte Aufwärterin den Betrag von 40 M. zu Erstens ist der Kampf den Rhedern nicht aufgezwungen für immer Unluft zum Lernen erzeugt, ein Schaden, der nie wieder zahlen. Eine Auktion im städtischen Asyl für Obdachlose hat fie haben ihn den Arbeitern aufgezwungen. gut zu machen ist. Dem will man dadurch begegnen, daß man den 3weitens haben wir den Rhedern nicht verübelt", daß fie von Lehrstoff( Religion) beschneidet, die Schülerzahl für die einzelnen gestern Vormittag stattgefunden. Es handelte sich um eine Vers igrer Uebermacht Gebrauch gemacht haben. Wir verübeln" es dem Klaffen herabseßt, daß man den geübtesten und erfahrensten Lehr- steigerung der Habfeligkeiten, die von verstorbenen Almoſenempfängeru Ziger nicht, daß er Raubthier ift. Aber wir behandeln fräfte den Unterricht bei den kleinen überträgt und daß man endlich der Stadt zugefallen sind. Zum Verkaufe stand das denkbar das Raubthier als Raubthier. wenigstens die ersten zwei Jahrgänge in der Hand desselben Lehrers dürftigste Ameublement. Alle Stücke, mit ganz geringen Ausnahmen, worden Dor allem eine dem Spielplan. Die Hauptrollen sind von Herrn Julius Türk und Frt. Im Belle- Alliance- Theater bleibt„ Trilby" die ganze Woche auf Aus den Nachbarorten. waren innen morsch und zerfallen. Vornehmlich waren es Bett- 1 Arbeiter Ernst Hüttner mit einer bedeutenden Verlegung am Hinter- aus der Wechselfaffe fort. Da die Schlöffer der Schubladen unversehrt stellen, die das einzige Eigenthum der Verstorbenen darstellten. Aber topfe aufgefunden und nach dem Krankenhause am Friedrichshain waren, so stand man vor einem Räthsel, bis man entdeckte, daß felbst für diese armselige Hinterlassenschaft hatten sich Käufer, dem gebracht. Gestern nacht wurde in der Königgrägerstraße ein die Zischplatte Gestern nacht wurde in der Königgrägerstraße ein die Tischplatte von Marmor sich nach innen zurückschieben Anschein nach Händler, gefunden. Der erzielte Erlös entsprach der etwa 40 Jahre alter Mann schwer trant angetroffen und nach der ließ. Dann lag allerdings die Kaffe offen da. Es konnten nur Beschaffenheit der Gegenstände und dürfte kaum die aus dem Charitee gebracht. diejenigen Leute als Thäter in Verdacht tommen, welche während Transport der Sachen entstandenen Kosten gedeckt haben. Mußte Beim Orgel Vortrag in der Marienkirche am Mittwoch, den 10. Febr., der Nachtzeit in der Halle zu thun hatten und das waren fünf bis denn dieser färgliche Hausrath der Armen versteigert werden? Mittag 12 Uhr, wird Herr Organist Bernhard Frrgang die As- dur- fechs Personen. In der Nacht zum 19. Dezember hörte der AufVielleicht find kaum die Unkosten dieses bureaukratischen Vorganges Bariationen von Thiele, die große Choral- Fuge von Alb. Becker und ein seher Hahn in einem der Stände ein verdächtiges Geräusch. gedeckt worden; was hätte die Stadt sich vergeben, wenn sie die Adagio von Dienel spielen. Frl. Tilly Wachholz, Frl. Pauline Horwitz Er trat leise näher und stand vor dem Pförtner Zwanziger, gerade bie paar Habfeligkeiten einfach den Hinterbliebenen der Erblaffer über- und Herr Konzertmeister Hartmann werden ihn unterstützen. Der Eintritt welcher auf dem Verkaufstische befindliche wiesen hätte? ist fret. Marmorplatte halb zurückgeschoben hatte. Zwanziger soll mit dem Das Schiller Theater bringt morgen die erste Aufführung von Ausdruck der höchsten Verlegenheit geäußert haben:" Sehen Sie Auf das Wesen mancher Betriebs- Krankenkaffen wirft eine Rich. Stowronner's vieraftigem Lustspiel,& ine Palastrevolution" Beschwerde ein Licht, die uns aus dem Geschäftsbetriebe der be- mit den Damen Levermann, Heinsdorff," Detschy, Wilke, Werner, und den blos, die Platte läßt sich zurückschieben", worauf Hahn erwiderte, Tannten Petroleumfirma Hugo Joste zugeht und welche wir ver- Herren Batry, Pauly, Eyben, Reimann in den Hauptrollen. daß er dies wiffe. Am folgenden Tag erzählte Zwanziger den öffentlichen, um so Anlaß zu Menderungen und Besserungen zu geben. Die Betriebs- Krantentaffe besteht seit dem 11. November 1895. gesehen habe, übrigen Aufsichtsbeamten, daß er in der verflossenen Nacht nachob fich wirklich Geld in der Raffe bes Er Seit dieser Zeit hat noch keine einzige Vorstandssitzung stattgefunden; Wolff besetzt. funden habe, die schon so häufig beraubt fein folle. es find nur die statutengemäß festgesetzten Generalversammlungen abhabe sich vom Gegentheil überzeugt und glaube nun übergehalten worden. Vorsitzender der Kasse ist der Betriebs- Inspektor haupt nicht mehr, daß Diebstähle begangen worden seien. Auf der Firma; unter den Mitgliedern der Raffe herrscht Charlottenburg. Die Parteigenoffen, insbesondere die Genoffen eines Bostens enthoben und unter Anklage gestellt. Im Termin grund der Wahrnehmungen des Hahn wurde Zwanziger aber doch allgemein der Eindruck, daß das, was diefer Herr thut, des 6. Kommunalwahlbezirks, werden hierdurch auf die heute Abend wurde festgestellt, daß thatsächlich Diebstähle vorgekommen feien und als wohlgethan betrachtet wird, und daß die Beisitzer, die durchweg 8 Uhr bei Bredlow, Augsburgerstr. 76 stattfindende Versammlung der Staatsanwalt gelangte zu der Ueberzeugung, daß der AnRutscher find, nichts als eine nebenfächliche Dekoration bilden. aufmerksam gemacht. Die Mitglieder machen uns die unglaublich flingende Mittheilung, geklagte der Zhäter fei. Er beantragte eine Gefängnißstrafe daß den Familien von solchen Kranken, die in einem Krankenhause In dem Vorort Südende brannte gestern früh gegen 3 Uhr eine von 6 Wochen. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Ballien, wies behandelt wurden, einfach die ihnen statutengemäß zustehende Hälfte Villa bis auf die Grundmauern nieder. Die Rettungsarbeiten der darauf hin, daß der von dem Angeklagten angegebene Grund für bes Krankengeldes vorenthalten worden sei, und zwar, weil die Be- von allen benachbarten Vororten herbeigeeilten Feuerwehren wurden feinen Aufenthalt in dem Verkaufsstande doch nicht jeder Glaubhandlung in der Heilanstalt mehr gekostet habe, als das Kranken- durch den strengen Frost sehr erschwert. Mit Mühe wurden die würdigkeit entbehre und im Falle eines Zweifels follte man einen geld ausmache. Endlich sind die Beschwerdeführer mit dem Kassen. Frau des Bewohners, die vor acht Tagen eines Kindes genesen war, bis dahin pflichttreuen Beamten doch nicht wegen Diebstahls verarzt Dr. Hirschberg überaus unzufrieden. Dem Arzte wird sowie die Kinder gerettet. Hierbei that sich rühmlich ein junger urtheilen. Der Gerichtshof trat dieser Ansicht bei und fällte trob vorgeworfen, daß er sich der erfrankten Mitglieder nicht Mann namens Ostertag hervor, dessen Ueberzieher durch vom Dach des auf dem Angeklagten ruhenden schweren Verdachts ein freiimmer mit dem Eifer angenommen habe, ber nach herabtropfendes, gefchmolzenes Zinn verbrannt wurde. sprechendes Urtheil. ihrer Ansicht am Plaze gewesen wäre. E3 ist dies derselbe Herr, von dem in der Gerichtsverhandlung, über die wir am 3. d. M. einen Bericht brachten, fonstatirt wurde, daß er über ein verstorbenes Arbeiterkind einen Todtenschein ausgestellt habe, ohne die Leiche des Kindes besichtigt zu haben. Die Angestellten der Firma hoffen, daß die Veröffentlichung der Beschwerden die Befferung mit sich bringen werde, die bisher vergeblich von ihnen herbeigewünscht worden sei. werden wird. Gerichts- Beitung. gerichts könne der§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung nur dann zur beiden Angeklagten. Nach den Entscheidungen des Rammer urtheilte. W Von Gewissensbiffen gepeinigt stellte sich am 5. Dezember vorigen Jahres bei der Kriminalpolizei ein junger Mann, welcher angab, daß er Julius Kuhnow heiße, bei einer hiesigen Firma Buchhalter gewesen sei und seinem Chef gegen 4000. unterschlagen habe. Die wiederholt erwähnte Kammergerichts- Entscheidung Diese Angaben stellten sich als wahr heraus, obgleich eine Anzeige von hinsichtlich des§ 153 ber Gewerbe- Ordnung führte dem Geschädigten nicht erstattet worden war. Gestern erwartete der auch gestern wiederum zur Freisprechung zweier Angeklagten, der Kuhnow von der vierten Straftammer des Landgerichts I sein Urtheil. Schloffer Liebner und Morice, welche sich wegen Gewerbevergehens Er gab an, daß er mit seinem Gehalt wohl hätte austommen vor der 135. Abtheilung des Amtsgerichts I zu verantworten hatten. tönnen, wenn er nicht feine Familie hätte unterstützen müssen. Seine In der letzten Sigung der Gesellschaft für Erdkunde theilte In der Maschinenfabrit von Schöning, Üferstraße 12/13, war Mutter fei zwei Jahre hindurch bettlägerig frant gewefen. Der Prof. Feiherr von Richthofen mit, daß der Besuch Nansen's in ein Streit ausgebrochen und zwar aus folgender Veranlassung: Gerichtshof glaubte dem Angeklagten und beließ ihm nach dem Berlin bestimmt am 3. April zu erwarten sei. Ihm zu Ehren beDer Angeklagte Liebner hatte von einem neit ein absichtigt die Gesellschaft eine festigung im Kroll'schen Saal zu ver- getretenen Werkmeister eine Arbeit zur Ausführung erhalten, rechte. Das Urtheil lautete auf ein Jahr Gefängniß. Antrage des Vertheidigers, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, die Ehrenanstalten. Dem fühnen Polarforscher soll, wie berichtet wird, die über deren Bezahlung es zwischen den beiden Parteien zu Differenzen eigentlich erft 1898 zu vertheilende goldene Humboldt- Medaille ver- fam. Während eine solche Arbeit sonst mit 12 M. bezahlt wurde, Wegen Beleidigung eines Stadtsekretärs und Bedrohung liehen werden. In preußischen Gelehrtenkreisen scheint man sich sollte Liebner aus irgend welchen Gründen nur 8 M. erhalten. Da wurde gestern der Maurer Reuter vor dem Schöffengericht zur garnicht in den Gedanken finden zu können, daß ein bedeutender er darauf nicht eingehen wollte und konnte, legte er die Arbeit Verantwortung gezogen. Er hatte wegen zu hoher SteuerMann auch ohne Medaille ein bebeutender Mann bleibt. nieder; feine( etwa 40) Kollegen erklärten sich mit ihm solidarisch veranlagung reklamirt und der Stadtfekretär Manthe hatte seine Die Berliner Brotpreise werden vom„ Statistischen Amt der und traten ebenfalls in den Streit ein. Am 29. Juli vor. J. Angelegenheit zu bearbeiten. Dieser suchte den Angeklagten verStadt Berlin" zu Anfang und in der Mitte jedes Monats aus dem trafen die beiden Angeklagten in dem Kaddach'schen Restaurant geblich in seiner Wohnung auf und bestellte ihn zur Rückin seine eigene Wohnung. Reuter fam Dieser Preise der in 34 Bäckereien angekauften Brote ermittelt. Im Jahre mit den beiden Brüdern Kählert zusammen, welche als Streit- prache aus Spandau waren herübergekommen und bei Aufforderung auch nach, auf 1896 betrug der auf diese Weise ermittelte Monats- Durchschnittspreis brecher dem zum Wege Stadt tam Die Streifenden machten den Streit sekretär aber plöglich für Roggenbrot im Januar 205/10, Februar 207/10, März 207/10, Schöning arbeiteten. eine grimmige Wuth gegent April 207/10, Mai 208/10, Juni 211/10, Juli 209/10, August 209/10, brechern Vorhaltungen und hierbei sollen die bedrohenden refp. alles, was mit der Steuer zufammenhängt, über ihn und September 209/10, Oftober 21/10, November 213/10, Dezember 215/10 beleidigenden u. f. w. Worte gefallen sein, welche den Gegenstand dieser Stimmung machte er beim Betreten der Manthe'schen Pfennige pro Kilogramm, der Durchschnittspreis des ganzen Jahres der Anklage bildeten. Ein Strafantrag wegen Beleidigung war Wohnung Luft. Obwohl er wußte, daß es sich um Maßnahmen zu 20%/ 10 Pf. pro Kilogrammi. 1895 betrug der Jahres- Durchschnitts nicht gestellt worden, sondern nur aus§ 158 der Reichs- Gewerbe- feinen Gunsten handelte, fam er der freundlichen Einladung, näher preis noch 206/10, 1894 noch 20%/ 10 Pf. pro Kilogramm. Seit 1894 Ordnung Anklage erhoben. Von den zahlreichen als Beugen ge- zu treten, nicht nach, sondern erklärte Herrn Mi. in barschem Tone, ist das Brot also wieder etwas theurer oder vielmehr da der ladenen Personen wurde nur der Fabritbefizer Schöning gerichts- baß er weder von ihm, noch von dem anderen Gelichter" etwas Preis derselbe bleibt und nur das Gewicht wechselt leichter und feitig vernommen, da sowohl der Staatsanwalt als auch die gefchenkt haben wolle und ihn, falls er noch einmal in seine fleiner geworden. übrigen Prozeßbetheiligten auf die weitere Beweisaufnahme Wohnung fäme, die Treppe hinunter werfen würde, daß er sich das verzichteten. Der Staatsanwalt beantragte auf grund der Genick brechen solle. In dieser Phrase sab der Gerichtshof nun Ju nächster Zeit soll hier der alte Verfuch erneuert werden, neuesten Kammergerichts Entscheidungen, da ein Strafantrag zwar keine Bedrohung, er hielt aber die Beleidigung für eine so durch ein großes öffentliches Roßfleischessen in einem der nicht gestellt sei, die Freisprechung der trasse, daß er den unhöflichen Mann zu 40 M. Geldstrafe vergrößten Restaurants der Friedrichstadt den Genuß des Pferde wegen Beleidigung nicht geftellt fei fleisches noch voltsthümlicher" zu machen, als er bisher gevorden ift. Man spricht davon, daß 200 Personen, meist" Sportleute", sich Die Verhaftung eines Schuhmannes während einer Gerichtsan dem Effen betheiligen follen, wofür ein nach" allen Regeln der Anwendung gebracht werden, wenn es sich für die Gefam mit verhandlung erregte gestern in einer Abtheilung des hiesigen AmisKunst gemästetes Fohlen ausersehen sei- Was mit diesent Diner heit der Streikenden um die Erlangung befferer Lohn- und Arbeitsgerichts einiges Aufsehen. Unter der Anklage der Unterschlagung erreicht werden soll, ist nicht recht ersichtlich. Daß ein nach allen bedingungen für sich selbst handle, nicht aber in einem Falle, wie stand die Schuhmanns- Ehefrau Emma Schmidt, geb. Saffe, vor Regeln der Kunst" gemästetes Fohlen saftiges und wohlschwedendes hier, wo nur das Interesse eines einzigen in Frage kam, d. h. die dem Schöffengericht. Sie besorgte mit ihrem Ghemann die BizeFleisch hergiebt, ist auch ohne dies genau so bekannt, wie die That- betreffenden Arbeiter streikten nicht, um bessere Lohnbedingungen für wirthschaft in dem dem Gutsbesißer Griesemann gehörigen Hause sache, daß das nur wegen seiner vermeintlichen Wohlfeilheit von sich zu erzielen, sondern nur, um ihr Gefühl der Solidarität zu Stromstr. 87, und wurde beschuldigt, von den von ihr eingezogenen der ärmeren Bevölkerung gekaufte Fleisch ber abgetriebenen bethätigen.( Allerdings wunderte sich der offenbar in bürgerlichen Miethen einen Betrag von ca. 1000 wt. nicht abgeführt, sondern unterDroschkengäule auch von propagirenden Sporteffern niemals angerührt Anschauungen aufgewachsene Staatsanwalt, daß sich 40 Arbeiter schlagen zu haben. Die Angeklagte hatte ihre Schuld bestritten, dann Droschkengäule auch von propagirenden Sportessern niemals angerührt mit einem einzigen für solidarisch erklärten und deshalb streitten.) hatte sie wieder Erklärungen abgegeben, die so gebeutet werden Der Gerichtshof schloß sich den Ausführungen des Staatsanwalts fonnten, daß nicht sie, sondern ihr Ehemann zur Deckung von SpielVerschwunden ist seit Montag das 18 Jahre alte Dienst und denjenigen des Vertheidigers, die sich in demselben Rahmen be- verluften die Unterschlagung begangen habe. Gestern im Berhandlungsmäbchen Martha Mruzck aus der Prinzessinnenſtr. 8, daß bei dem wegten, an und erkannte nach ganz kurzer Berathung auf fostenloſe termin 80g fie dagegen ihre etwaigen Bugeständnisse nach Kaufmann Kuznikti in Stellung war. Die Herrschaft vermuthet Freisprechung. diefer Richtung hin schlankweg zurück. Ihr als Zeuge vor Selbstmord. Ein neuer Diffidentenprozek. Die Religion muß dem Bolke geladener Ehemann, der Schuhmann Schmidt, machte von Durch eine Stubenfliege getödtet ist, der Abendpost" zu folge, das 88/4 Jahre alte Söhnchen des Tischlers Elsholz aus der bekanntlich erhalten werden, darum wurde der Schloffer Bornemann feinem Recht der Zeugnißverweigerung Gebrauch und er wäre Müllerstraße. Der Fall mahnt wieder einmal alle Mütter zur in Braunschweig verklagt, weil er als Dissident seinen schulpflichtigen bamit einer unangenehmen Lage wohl entronnen, wenn nicht Müllerstraße. Der Fall mahnt wieder einmal alle Mütter zur größten Vorsicht. Seit kurzem litt das Kind plöglich an Krämpfen. Sohn nicht in den Religionsunterricht der Schule, sondern zu dem der Staatsanwalt Dr. Eger gewesen wäre. Dieser erklärte, daß Da schon seit einiger Zeit bas linke Dhr des Kleinen einen Ausfluß Sprecher der dortigen freien Gemeinde, Dr. Völkel, schickte. Diesen unter den obwaltenden Umständen gegen Schuhmann Schmidt ein zeigte, fo fprigte ber zu Rathe gezogene Arzt dasselbe aus, bei der Unterricht erachtete das Konsistorium für nicht ausreichend, weil starker Berdacht der Thäterfchaft bestehe, und er beantragte deshalb Entleerung fam- eine große Stubenfliege mit heraus. Allmälig Dr. V., von Haus aus Theologe, mehrmals wegen Religions- zur Vermeidung von Kollusionsgefahren die Verhaftung des Zengen. verschlechterte fich der Zustand des kleinen Patienten, das Kind vergehen" bestraft ist, da er über Bibel, Dreieinigkeit und Marien- Der Gerichtshof entsprach diesem Antrage, und Schußmann Schmidt fult scharf fritifirende Bemerkungen gemacht hatte. Bornemann war wurde in Untersuchungsarreft abgeführt. In der Sache selbst wurde schließlich wahnsinnig und starb vor einigen Tagen unter den vom Schöffengericht zu 9 M. Strafe verurtheilt worden, wurde erklärte sich das Schöffengericht für unzuständig, da das Verqualvolften Schmerzen. Nach ärztlichem Befund hat die Fliege die Gehirnhaut- Entzündung, an der das Kind schließlich starb, her aber, wie bie B. 3." berichtet, dieser Tage von der Ersten Straf gehen der Untreue vorliege, das zur Buständigkeit der Strafkammer fammer des Landgerichts freigesprochen, weil der Unterricht als ge- gehöre. vorgerufen. nügend anzusehen sei und in den Vorstrafen des B. etwas Ehrens Die Rolle eines Ehrenretters der Barrison's wird bemDer Unfug, die Feuerwehr ohne jede Ursache mittels der rühriges nicht gefunden werden könne. nächst einem preußischen Gerichtshofe zufallen. Mrs. Lona Barrisonöffentlichen Feuermelder zu rufen, macht der Behörde viel zu schaffen. Nur selten gelingt es, die Thäter zu faffen. Nach der Görlizerstraße Mit der Bäckereiverordnung hat sich gestern nicht, wie wir blattes" Der Artist", Herrn H. W. Otto, eine EhrenbeleidigungsMit der Bäckereiverordnung hat sich gestern nicht, wie wir Fléron hat nämlich gegen den verantwortlichen Redakteur des Fachist die Wehr fast jede Woche einmal vergeblich ausgerückt. Gestern irrthümlich meldeten, das Oberverwaltungsgericht, sondern das flage angestrengt. Den Grund hierzu bot ein im genannten Blatte Abend gelang es endlich, einen Verüber diefes Unfugs in der Kammergericht in letzter Instanz beschäftigt. Die Begründung erschienener Artikel, in dem von ihr als einer unanständigen Person" Novalisstraße bingfest zu machen und der Polizei zu überliefern. der Abweisung lautet: Die Bundesrathsverordnung sei durch die Rede war, mit der ein ehrlicher Artist nicht zusammen arbeiten Ihre rechtliche Grundlage finde ste Der Bursche hatte erft in der Bugwache 4 in der Linienstraße Feuer aus rechtsverbindlich. Gesich dabei unter anderem auch auf gewiffe Photogramme beruft, gemeldet und bald darauf den Feuermelder in der Novalisstraße in im§ 120e der Gewerbe Ordnung, wonach für solche Ge- dürfe". Da der Beklagte den Wahrheitsbeweis erbringen will und durch eine übermäßige Dauer der täg Thätigkeit gefeßt, wobei er überrascht wurde, nachdem nicht weniger werbe, in welchen als vier Büge zum theil aus großer Entfernung ausgerückt waren. lichen Arbeitszeit die Gesundheit der Arbeiter gefährdet wird, fann der Prozeß um die„ Ehre" der Barrison's noch recht interessant werden. Dauer, Beginn und Ende der zulässigen täglichen Arbeitszeit und Der Kaufmann Brock, welcher bekanntlich in seinem Geschäfts- der zu gewährenden Pausen vorgeschrieben und die zur Durch Die Verwahrlofung der Jugend, indessen nicht der prolokal in der Alexanderstraße von seinem ehemaligen Hausdiener und führung dieser Vorschriften erforderlichen Anordnungen erlassen letarischen, sondern der des Bürgerthums, wurde durch einen Rechtseinem Romplizen desselben in räuberischer Absicht überfallen wurde, werden könnten. Die Bedeutung des Wortes Gewerbe" im ftreit zwischen dem Gastwirth Leidemann in Hannover und der ift, nachdem plöglich ein Rückschlag in seinem Befinden eingetreten§ 120e der Gewerbe- Ordnung sei nun eine allgemeine, so daß Polizeiverwaltung dieser Stadt hübsch illustrirt. Die Behörde klagte war, gestern Nachmittag 342 Uhr gestorben, ohne seit jenem Ueber der Einwand des Angeklagten, die Bundesraths Verordnung gegen 2. auf Entziehung seiner Konzession und machte geltend, daß fall das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Der Tod ist durch hätte für handwerksmäßige Betriebe nicht erlaffen werden können, er Schülern der dritten Realschule in feinem Lokal Aufnahme eine Hirnhautentzündung- infolge Schädelbruchs herbeigeführt hinfällig sei. Auch das Handwerk falle darunter. Ebenso habe dem gewährt und ihnen Bier und Spirituosen verabreicht habe. Bundesrath die Befugniß zugestanden, eine Minimalruhezeit fest- Besonders betonte die Klägerin, daß er den Kindern eine Mit einkaffirten Geldern verschwunden ist vor einer Woche zusetzen. Diese Befugniß gehe hervor aus der gefeßlichen Vollmacht, Weinbowle gebraut hätte. Der Bezirksausschuß erhob Beweis Etwa drei Wochen lang ver ber 23 Jahre alte Kaufmann Paul S., der bei einer verheiratheten Bestimmungen zu treffen über Dauer, Beginn und Ende der Arbeits- und stellte folgendes feft. Schwester in der Lindenstraße wohnte und seit längerer Zeit stellungszeit und über die zu gewährenden Paufen. Und die Frage, ob tehrten täglich Realschüler im Alter von elf bis viers Los ist. Er war provisorisch für seinen Bruder, einem Lebens- burch zu lange tägliche Arbeitszeit die Gesundheit der Bäckerei zehn Jahren bei 2., Quintaner, Zertianer und Sekundaner. versicherungsagenten, thätig. arbeiter gefährdet werde oder nicht, die habe der Strafrichter nicht Die von 11 und 12 Jahren erhielten bis drei Glas Bier an einzelnen Gefährlich. Berliner Jungen haben am Sonntag einen zu entscheiden. Aus den Motiven des Gesezes erhelle ganz klar, Tagen, die älteren bis fünf Glas. Die jugendlichen Kneipbrüder Schuhmann aus Schnee in der Nähe des Friedrichshains aufgestellt. baß hierüber einzig und allein der Bundesrath nach seinem Ermessen wurden zuweilen von einer Kellnerin bedient. Diese hat sogar Rüsse an Quintaner und Tertianer ausgetheilt, zur hohen Freude der Bes Auf höhere Anordnung mußten die besonderen Kennzeichen des entscheiden solle. Werkes verschwinden. Hoffentlich werden die Beleidiger" nicht Heilgehilfen Munt vor der dritten Straffammer des Landgerichts I. und fonnte dann nicht bezahlen. Bei der Bertilgung der erwähnten Ein ungetreuer Vormund stand gestern in der Person des dachten. Leider soll der eine dabei einen Biß in die Lippe bekommen haben. Gin Junge von 11 Jahren hat an einem Tage 3 M. Zeche gemacht noch unter Anklage gestellt werden? Unglücksfälle im Straßenverkehr. Beim Einbiegen aus der Gr hat sich an dem Eigenthum des seiner Obhut anvertrauten Bowle betheiligte sich auch ber Gastwirth, dessen Ehefrau und die Mündels vergriffen, indem er ein in seinem Gewahrsam befindliches Kellnerin. Der Bezirksausschuß entzog 2. demnächst die Konzession Friedrichstraße in die Straße Unter den Linden wurde vorgestern nach: Stück preußischer Staatsanleihe dazu verwandte, um sich aus augen- und hob in der Begründung des Urtheils hervor, daß 2. sich schon mittags eine Fahrpreisanzeiger- Drofchte so heftig gegen die Bord- blicklicher Gelbverlegenheit zu befreien und außerdem eine seinem schwelle geschleudert, daß die im Wagen sigende Schauspielerin Luife Mündel gehörige kleine Baarsumme gleichfalls zu eigenem Nußen dadurch schwer vergangen habe, daß er den jungen Leuten den Ver Serben herausfiel und dabei eine leichte Verlegung am linken Unter- verausgabte. Der Gerichtshof war der Meinung, daß solche Akte tehr bei ihm nicht verwehrte, und noch mehr durch die Theilnahme Infolge der Glätte fiel nachmittags die 38jährige der Untreue, unter denen arme Waisenkinder so schwer zu leiden an einer ihrer Kneipereten. Er befäße nicht die Eigen Wittwe Anna Zoch vor dem Hause Königstraße 18 hin und trug haben, immer eine nachdrückliche Strafe erheischen. Er verurtheilte würden. 2. leg'e hierauf beim Ober- Berwaltungsgericht schaften, die die bei Ertheilung der Konzession vorausgesetzt eine Berlegung an der linken Schläfe davon. Sie erhielt auf der beshalb ben Angeklagten zu sechs Monaten Gefängniß. Unfallstation V einen Verband. Der an Epilepsie leidende 3 Berufung ein, indem er vor allem behauptete, die Schüler feien nie worden. schenkel erlitt. 51 Jahre alte Tischler August Jänice fiel abends in der Abalbert- Unter einem schweren Verdacht stand gestern der Pförtner angeheitert gewesen und die Bowle habe aus Selterwasser und straße in Krämpfen hin und verlegte sich so erheblich an der Backe, Wilhelm 3wanziger, welcher in der Markthalle VIII be- ganz leichtem Rothwein bestanden. Ueber die Grenzen des Durstes daß er nach Anlegung eines Verbandes auf der nahen Sanitätsdienstet gewesen, vor dem Schöffengericht. In den Monaten No- fei feiner hinausgegangen. Der britte Senat des Ober- Berwaltungss wache nach dem Krankenhause am Urban gebracht werden mußte. vember und Dezember des vorigen Jahres tamen aus den Ständen gerichtes bestätigte indessen die Entscheidung des Bezirks Vor dem Hause Lottumftr. 25 wurde abends der obbachlose verschiedener Schlächtermeister wiederholt Beträge von 5 bis 6 M. gerichts. Versammlungen. Zu unserem Bericht über die Verhandlungen im Berliner Anwalts- Verein sendet uns Herr Rechtsanwalt Dr. Cannedt folgende Buschrift: Wie ich aus der Nummer 2 der Zeitschrift Der BureauAngestellte" ersehe, war in Ihrer Zeitung ein Bericht über die 27 日 vorständen zur Bermittelung von Vorträgen wiffenschaftlichen Charakters sur Berfügung steht, ist ebenfalls von 6-9 Uhr nachmittags geöffnet. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Av. Neumann, Bafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Friedrich Wenderungen im ortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerftraße 80, 2. 5of, 4 Tr. der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Buſchriften, ben und betreffend, find zu richten an P. Gent, S. Dresdenerfraße 107/8. Longfellow, English Conversationel- and Reading- Club. Meeting every Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, abends 8% Uhr, Verband deutscher Barbiere, Friseure und Perrückenmacher( 3weigWednesday, 9 o'clock at Tettenborns, 91 Wall- Street. Guests are welcome. Bersammlung im Bereinstotal, Feuerstein's Feſtfate, Alte Satobfit. 15 Rofenthalerfir. 57. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. E. Fr., Hamburg. La petite république, París, 15 Rue de la Grange Bateliere. 3hr zweiter Wunsch soll, wenn möglich, erfüllt werden. Kleinfe. Wir kennen den Herrn nicht weiter. Ed. Warnst. Inserat fostet 2,80 m. witterungsübersicht vom 9. Februar 1897. gefagt habe, der Mensch könne ganz gut mehr wie neun Stunden arbeiten. Er spann diesen Gedanken sogar sehr ausführlich aus und wies darauf hin, daß die meisten Arbeiterkategorien und auch die meisten Rechtsanwälte täglich länger als neun Stunden zu arbeiten hätten. Auf eine Bemerkung, daß dem Angestellten Zeit gelaffen werden müsse, sich auch noch mit anderen Dingen zu befaffen als mit der Arbeit für den Prinzipal, fagte Wenn Herr Dr. Cannedt der neunstündigen Arbeitszeit ziehung auf meine Berfon eine Reihe unrichtiger Angaben enthält. Disejounchen habent will, sell tre mauer ohnehin nirgends überEs ist nicht richtig, daß ich gesagt habe, daß der Mensch sehr gut schritten würde, so habe wenigstens ich ihn nicht so verstanden und mehr wie neun Stunden arbeiten könne, daß er wochentags teine ich konnte ihn auch nicht so verstehen, weil seine eigene BeweisBeit für andere Dinge übrig zu haben brauche, daß jeder Zwang führung, daß es möglich sei länger zu arbeiten und daß Zwangsverein Berlin). Versammlung am Donnerstag, den 11. Februar, bet Babiel, verwerflich sei". Bielmehr habe ich gefagt, daß ein Anlaß zur Einführung einer reglements zu bekämpfen feien, dem widersprach. Uebrigens begreife zwingenden Bestimmung bezüglich einer neunstündigen Arbeitszeit ich auch jetzt noch nicht, welche Veranlassung Herr Dr. Cannedt gehabt haben follte, sich mit solchem Eifer dagegen zu wenden, daß nicht vorliege, weil thatsächlich die neunstündige Arbeitszeit in fast etwas statutenmäßig fanttionirt würde, was nach seiner Meinung allen Berliner Anwaltsbureaus eingeführt sei und hiervon nur verschwindende Ausnahmen beständen, daß ferner eine neunstündige thatfächlich schon bestand. Richtig ist, daß Herr Dr. Cannedt bei seiner Opposition gegen Arbeitszeit unter Berücksichtigung des Umstandes, daß die Arbeit den Maximal Arbeitstag einfließen ließ, es schienen ihm bei der eine leichte ist und daß den Angestellten außer Frühstückspausen Lohnfrage die Verhältnisse anders zu liegen, hier hielte er eine eine zweistündige Mittagspause gewährt wird, als feine übermäßige Arbeit betrachtet werden kann und den Angestellten ausreichend Gelegen gemalontarif geftimmt habe, so zweifle ich daran nicht. Daß Regelung für Wenn er fagt, daß er für den Minimal- Lohntarif heit giebt, auch noch andere Dinge zu betreiben, sich zu erholen und zu er, abgesehen von einer beiläufigen Bemerkung, dafür gesprochen vergnügen. Ich habe ausgeführt, daß bei den, wie ich anerkennen hätte, beffen fann ich mich nicht entfinnen. Es wäre mir jedenfalls muß, theilweise viel zu geringen und für die Erhaltung eines Menschen nicht auskömmlichen Gehältern, es wünschenswerth fei, nicht entgangen, wenn er nur mit einem geringen Theil der Wärme, womit er den Maximal- Arbeitstag angegriffen hatte, sich der Verdie von der Anwaltskommission vorgeschlagenen Minimallöhne zwangsweise einzuführen. Ich habe auch zu der Minorität der An- theidigung des Minimallohnes angenommen hätte. wälte gehört, welche in der fraglichen Sigung des Berliner Anwalts- Weißenfee. Am 7. Februar tagte hier eine Holzarbeiter Vereins für diese zwangsweise Einführung der Minimallöhne ge- verfammlung, in der Ahrens über die Arbeitseinstellung bei den ftimmt haben, wie denn auch in meinem Bureau unter diesen Küchenmöbelfabrikanten Springer, Räß und Gähde referirte. Mindestlohnen Gehälter nicht gezahlt werden. In diesen Werkstätten haben die Arbeiter die Arbeit niedergelegt, Hamburg Redner Bu diefer Berichtigung" schreibt uns unser Gewährßmann: weil ihnen ein Lohnabzug von 5 pet. zugemuthet wurde. Natürlich giebt der Bericht des" Borwärts" nicht den Wortlaut der forderte die Ausständigen auf, fest zusammenzuhalten und sich dem Aeußerungen des Herrn Dr. Cannedt, sondern nur ihren Gedanken Solzarbeiter- Berband anzuschließen. Nach einer dem Referat zu gehalt wieder. Ich halte meine Angabe völlig aufrecht, daß nach stimmenden Debatte wurde eine Resolution angenommen, in der das meiner Erinnerung und meinen Notizen Herr Dr. Cannebt nicht Verhalten der Arbeiter gebilligt und ihnen die Unterstützung zugefagt nur einmal sondern wiederholt und in verschiedenen Formen den wurde. Gedanken ausführte, es wäre verwerflich, in die Freiheit der Regelung der Arbeitsdauer einzugreifen. Ich erinnere ihn daran, daß Herr Rechtsanwalt May Jacobsohn von dieser Begründung fagte, fie fame ihm etwas altmobisch und nicht mehr ganz zeitgemäß vor. Leider ist in Ihrem Bericht biefe Rede des Herrn Rechtsanwalts Die Schulräume find zur Benugung der Bibliothet und bes reichen BettMar Jacobsohn wie überhaupt der intereffanteste Theil der fchriftenmaterials fchon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die gefehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenftr. 25, ift wochenDebatten den Raumrücksichten der Zeitung geopfert worden. Ebenso tags von bt, Gonntags von 4-9 ur, unentgeltlich für febermann geöffnet. irrt sich Herr Rechtsanwalt Cannedt, wenn er bestreitet, daß er Die Befchäftsstelle der Schule N., Brunnenstraße 25, die den BereinsArbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Südost fute, albemarfir. 14: Gefchichte( Alte Geschichte. Urzett. Entstehung der Religionen. Orientalische Wölfer. Griechen und Römer). Herr Dr. C. Pinn. obfchule, Brunnenftr. 25: Deutsch( Die deutsche Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre). Herr Heinrich Schulz. 1 Für den Inhalt der Injerate Schiller- Theater Urania, Tauben Strasse übernimmt die Redaktion dem ( Wallner- Theater). Publikum gegenüber keinerlei Mittwoch, abends 8 Uhr: Der Schier: Verantwortung. Theater. ling. Die Komödie der Frrungen. Donnerstag, abends 8 Uhr: Zum 1. Male: Eine Palastrevolution. Tauben- Strasse No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 f. Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Sternwarteter Stadtbahn Mittwoch, ben 10. Februar. Friedrich Wilhelmst. Theater. Sternwarte uvalibenſtr. 57/62 Opernhaus. Der Prophet. Schauspielhaus. Egmont. Deutsches. Die versunkene Glode. Schiller. Der Schierling. Komödie der Jrrungen. Berliner. Renaissance. Leffing. Heimath. Westen. Der Raub der Neues. Marcelle. rinnen. Die Ginmalige Aufführung: Bor hof. Täglich von 712 Uhr abends ab Sonnenaufgang. Soziales Drama 50 Pf. Im Theater- Saale täglich in 5 Aften von Gerhard Hauptmann. 8 Uhr abends Vorträge, mit Experis Anfang 8 Uhr. Morgen: Bum menten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. ersten Male: Menschenfresser oder: Näheres die Tagesanschläge. Gine Gefallene. Freitag und die Castan's folgenden Tage: Menschenfresser Sonnabend Sabine: oder: Eine Gefallene. Nachm. 4 Uhr: Ensemble- Gastspiel der Kleinen Hänsel und Gretel Dar Unter den Linden. Die Fleder: steller, Geschw. Sett. Hänsel und maus. Nefidenz. Associés. Belle Alliance. Trilby. Zentral. Ein fideler Abend. Panopticum. Pygmäen Gretel. Zauberspiel in 5 Aften mit Gesang und Tanz. Die beiden indischen Sonntag, nachmittags 4 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Roman Friedrich Wilhelmstädtisches. Bor tisches Ritterschauspiel in 5 Akten von Sonnenaufgang. Thalia. Frau Bleutenant. Heinrich von Kleist. Billets find ohne Vorbestellgebühr Alexanderplat. Eine pikante Ehe. schon drei Tage vorher an der TheaterOftend. Der Walzerkönig. Parodie. Genovefa. Volts. Von Stufe zu Stufe. Passage- Panoptikum. Affentheater. Apollo. Spezialitäten. taffe zu haben. Außerdem im In validendant, Unter den Linden 24, bei Paul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenftr. 50. Belle- Alliance- Theater Berliner Possen- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, ben 14. Februar, nachmittags 3 Uhr: Zum zweiten Male: Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direttion: Jofeph Aschinger und Leonhardy Haskel. Das Käthchen von Heilbronn. Der Glücklichmacher. Von Heinrich von Kleist. Käthchen: Wilhelma Wagner. Wetter v. Strahl: Heinrich Frey. Rheingraf v. Stein: Rich. Jürgas, Theobald: With. Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten 8ahlstellen zu haben. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst: Theater). " Frau Lieutenant." Vaudeville in drei Atten von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von G. Serpette und B. Roger. Morgen und folgende Tage: Frau Lieutenant." Sonntag nachmitt. 3 Uhr: Trilby. Central- Theater. We Jakobstr. 30. Dir. nich. Mittwoch, den 10. Februar cr.: Novität! Zum 4. Male: Novität Ein fideler Abend. Burleske dramatische Revue in 1 Bor: spiel und 3 Bildern von J. Freund und W. Mann stäpt. Musik von verschiedenen Meistern, arrangirt von Julius Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Ein fldeler Abend. Oftend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weif. Heute und folgende Tage: Walzertönig. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: Boltsvorstellung zu fleinen Preisen. Sonntag Nachmittag: Preciosa. Sonntag, Abend zum Preciosa. 1. Male: Berlin wie es weint und lacht. Alexanderplay- Theater. Heute und die folgenden Tage: Eine pikante Ehe. Berliner Poffe mit Ge fang und Tanz in 4 Atten von Eugen Prudens. Anfang 7 Uhr. Bons, auch die zu anderen Stüden ausgegeben sind, behalten ihre Giltigkeit. Sonntag nachmittags 4 Uhr: Das Märchen vom tapferen Schneider lein. Zauber- Komödie mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Eugen Prudens. Billets sind schon 3 Tage vorher, ohne Vorbestellgebühr, an der Theaterkaffe zu haben. Vormittags 1211-12 Uhr. Abends von 27 Uhr an. Der Lumpenball. Bernhard Wilhelmy der befte Originalfomiker. In Vorbereitung: Baruch und Sohn. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Entree 30 Pfg Die Direktion. die kleinsten Menschen der Welt! Damen- Wettschwimmen. PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit. AffenTheater Concordia Variété-Theater Brunnenstr. 154. Täglich: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Das beste Programm b. Nordens. U. a. Geschw. Carré, brillante Doppel Jongleure. Mira Borrmann, bie fesche Soubr. Otto Buddel, gefällt nach wie vor. Neu einstudirt: Bomben und Granaten, Poffe. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Umtausch Billets haben Giltigkeit. Kaufmann's Variété Neues Programm!!! Der kleinste Circus der Welt. Neu! Waffer- Pantomime. D.Entführg. a. d. Drachenschlucht. Mr. Patty Antipode, Lorch- Truppe, Rose und Jules, B'laek und White, Geschw. 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Februar, abends 8 Uhr, in Sanssouci, im Berliner GürtlerKottbuserstr. 4a: und Bronceurgewerbe Volksversammlung. bed. Befonen.( C.§. Nr. 60.) Generalversammlung Tagesordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Bebel: Donnerstag, den 18. Februar 1897, Die gegenwärtige wirthschaftliche und politische Lage. Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Vertrauensperson. Admiralstr. 18c. Algemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter. E. 29. Filiale Berlin 7. Am Sonnabenb, ben 6. Februar, berfarb nach kurzem Strantenlager H. Endrikatis. unser Mitglied und Kollege Die Beerdigung findet am Mittwoch, [ 213/5 abends 8 Uhr, bei Möhring, ben 10. Februar, nachm. 4 Uhr, von 31546 der Leichenhalle des Freireligiösen Tagesordnung: 1. Jahresbericht. Friedhofes aus statt. Um rege Betheiligung bittet Kaffenzimmers. 3. Wahl des Bor: 119/4 Die Ortsverwaltung. standes und der Ausschußmitglieder. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter u. Arbeiterinnen 2. Antrag des Vorstandes betr. eines Deutschlands.( Zahlstelle Berlin.) Donnerstag, den 11. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn A. Neumann, Pajewalkerstraße 3: Mitglieder- Verlammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Beutler über: Krankheiten des Bro: letariats. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. Gäfte willkommen. Zahlreichen Besuch erwarten Die Bevollmächtigten. 64/3 NB. Alle Zuſchriften und Briefe sind an den 1. Bevollmächtigten Emil Schumann, Kolbergerstr. 23, zu richten. Zutritt haben nur großjährige Mitglieder. Quittungsbuch als Legitimation erforderlich. Pflicht eines jeden Mitgliedes ist, der hochwichtigen Tagesordnung wegen zu erscheinen. Die Versammlung wird pünktlich um 8 Uhr eröffnet. Der Vorstand. J. A.: R. Schmolt. Achtung! Sozialisten. Achtung! Stramme Sozialdemokratin ist an: gekommen. Dies allen Freunden und 31596 Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter Genossen zur Nachricht. Berlins und Umgegend. Mittwoch, den 10. Februar, abends 8 Uhr, in Henke's Salon, Naunynstraße 27: Branchen- Versammlung der Gürtler. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wurm, Augenarzt, über: Die Erhaltung der Sehkraft( mit Demonstrationen an künstlichen Augen). 2. Diskussion ( Fragen). 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. 112/4 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Franz Reffel, Raumerstraße. Unserem Freunde und Budiker Hugo Ziesack zum heutigen Wiegenfefte ein dreimal donnerndes Hoch, daß die ganze Beuthstraße wackelt! C. B., A. G., B. K., H. L., 31576 B. S., G. Sch. Erklärung. 31566 Die Beleidigung gegen Herrn Adolf Ritter nehme ich zurück, da ich mich in einer neben ihm sitzenden Person geirrt habe. G. Richter. Soeben erſchien bei C. J. Boffe, Achtung! Schuhmacher. Achtung! g, Weffe 27- Die Arbeiter Donnerstag, den 11. Februar, abends 8 Uhr: Gr. öffentliche Versammlung int Louis Keller's großem Saal, Koppenstr. 29. Tages Ordnung: 171/16 1. Arbeit, Bildung und Besiz. Referent: Reichstags Abgeordneter Peus. 2. Die Antwort des Fabrikanten Vereins. 3. Verschiedenes. Pflicht aller ist es zu erscheinen Die Agitations- Kommission. V Belle- Alliance- Theater. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Die Vorstellungen werden täglich unter Theater annoncirt. Sonntag, den 14. Februar: Zum ersten Male: Das Käthchen von Heilbronn. Herren- Vortrag Uhr, Donnerstag, den 11. Februar, abends 8 im großen Saal Badstraße 19: Herr praft. Natur heilkundiger Grundmann auf vielfachen Wunsch über:, Ein Blick in das Innere der Frau". Dieser für jeben Mann wichtige Bortrag wird an einer lebensgr. künstl. Frau mit einem mensch zahlreichen Präparaten Mäunerleiben werden bej, vorgetragen. Eintritt 20 pt. Gäste( nur Herren) willkommen. Verein für Körper und Naturheilkunde. Rum anerkannt gut à Literflasche Mt. 1,10, 1,60, 2,10 bei Entnahme von 5 Flaschen à Flasche 10 Pf. billiger, " die Kunst," Schwant in Att von H. Friedrich. 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Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin,