jtr. 183. �ri1iMitivlti»itSr X-»»» O IQOA y. Jahrg. Hrgan für die Interessen der Arbeiter. Das Berliner Volksblatt" M-W scheint g*Sa: WWW...... W «wintogg- Nummer mit dem.'.Sonntags- Blatt" 10 Pf. Postabonnement 3P0 Mark pro Quartal. (Eingetragen in der Postzcitungspreisliste für 1890 mlter Nr. 892. V. Nachtrag.) wnt« Kreuzpand. täglich durch die Expedition, für Deuttchland und Oesterreich-Ungam ...... g Mark pro Monat. 2 Mark, für das übrige Ausland - 1 Fernsprecher: Amt VI. Ur. 4106.« ► Nederkkion: VeukhfivÄtze S.— Expedition: Venthstentze 3. Angenergelk. «National-Zeitung" bringt eine Kor- verdi aU:§ �on�on' datirt vom 2. August, die es festj»'. öu Nutz und Fronrmen derer, die es angeht, 3 nagelt zu werden. Es heißt darin: feil?" nus Rußland gemeldete Inkraftsetzung der 8 e a, T;ec ö6'4 erlassenen Ausnahmsgesetze ijüivf611 Juden, welche ihnen das Bewohnen von sie„. nnd kleineren Städten schlechtweg verbieten und ein 1 Universitäten ausschließen, erregen in England ormsTfc ��i'nnderes Interesse. Einerseits macht sich eine ieiid"Rüstung gegen die Härte solcher Maßregeln gel- % andererseits entsteht die Besorgniß von einer F.. � fugen Einwanderung armer russischer Juden nach deren n seit einer Reihe von Jahren wird über diesen& e Zuwanderung lebhaft geklagt, nicht weil man ü? bedauernswerthen Leuten übelwill, sondern wegen lirb°»™ klichen Einflusses, den sie auf die wirthschaft- �brhältnisse, namentlich des Londoner Ostendes st 5 s"'®'efe aus sehr kümmerliche n Zu- 5ßnf! hierher kommenden Juden können nämlich mit für v und Nahrungsverhältnissen auskommen, welche liiff, an eine bessere Lebenshaltung gewöhnten eng- data.�'�Uer einfach unerträglich sind. Sie können Li letztere in den Löhnen bedeutend unterbieten und f- a dies nachweislich in einem Grade gethan, die Be- �gmß erregt. Die Berichte der Kommission über die gss„�.schtreiberei" lassen in dieser Hinsicht nicht den Genr r dtsaum zum Zweifel übrig. Sparsamkeit und - ugsainkeit sind lobenswerthe Eigenschaften, aber wenn dies bei den zugewanderten armen russischen und L-.Men Juden im Ostend nachgewiesen ist, zu grauen- iveis.-patzigen Wohnungsverhältnisseu und einer Nahrungs- hJ« fuhren, die einem langsamen Verhungern sehr nahe »vcli � das an sich schon sehr bedenklich, mehr aber L a?egkll der damit zusammenhängenden Verdrängung englischen Arbeiter." diii'i,' t �'uteressirt hier nicht die brutale Vertreibung der L. IchsU Juden durch den„Erbfreund im Osten", sondern SQtj fv-}ne. volkswirthschaftliche Erkurs, den sich der Londoner Ilnfpv des Berliner Kapitalistenblattes gestattet. Jen m �eser wissen, daß die„National-Ztg." eines von den- Iielan t geweu jst, welche mit rücksichtslosester Offenheit die v>it i, Unternehmerinteressen verfechten. Sie steht immer lliiiwl��dvrster Zieihe, wenn es sich darum handelt, die volks- frittiv Sozialreform mit den perfidesten Mitteln zu be- Äw.s /.!' dient unumwunden,„ohne Hinterthür nnd «ÖQtiX r' dem heiligen Geiste des Großkapitals, welches in " und Wandel, an der Börse und in Kohlengruben '<«9 verboten. I JTeuillefa«. [15 �Mont junior nnd Visler feltior. � Von Alphonse Daudet. Uns dem Französischen von Ludwig K n o r r. Schaft schüttelte den Kopf, er fand dies sehr unklug. M der J. �sschäft. Mau muß immer da sein, immer i Nnte stehen. Was kann alles geschehen? Es ttchep ,, einmal in der Fabrik Feuer ans- "�as Und in scntenziösem Tone wiederholte er: Ehrend x t P Herrn, das Auge des Herrn, mein Lieber", ge niebe- dvt Schauspieler neben ihm— dem diese Rundete 1�cu.'Öct unangenehm war— sein großes Auge »�rnck u'dni einen scharfen und zugleich gebieterischen Om', den wahren Ausdruck für des Herrn Ange. ssvch M».Mitternacht entführte endlich der letzte Omnibus Uobcllo* lÖe den tyrannischen Schiviegervater und o. yüütc tebeit. d?" Prospekt" sagte er, da er nicht zuerst mit der Ne beoft« 9mi.len uiollte und mit dem Lorgnon auf der "%eim" in pathetischem Vortrage, wie ans der Bühne: M �(teu Blutes den Grad des Verfalles betrachtet, rP„ J r die dramatische Kunst in Frankreich gelangt ist, JA 5()c0, Maßstab anlegt, wie weit wir uns von u�etc G�.MoIktcS entfernt haben"... und so gimg es hr�Micim lai'0 weiter. Risler hörte, seine Pfeife über x �gungstos zu, denn der Vorleser sah jeden Augen- oa� Lorgnon hinweg nach ihm hin, um den Effekt die Ausnützung des werkthätigen Volkes betreibt. Sie eifert gegen jede selbstständige Regung der Arbeiterschaft, denunzirt den schwächsten Versuch unterdrückter und aus- gesogener Proletarier, ihre bettübende Lage zu verbessern, als revolutionäre Machenschaft berufsmäßiger Aufwiegler, sie klatscht überall und allerzeit der rohen Gewalt, die Lohnbewegungen mit dem Kolben niederschlägt, lebhaften Beifall, sie deklamirt mit dem Eifer eines Fastenpredigers gegen den Arbeiterschutz, hebt die Schutz- und Trutzver- bände der Unternehmer in den Himmel und verwünscht die Koalitionsbestrebungen der Arbeiter, kurz, sie ist stets da zu finden, wo der Fetischdienst des Geldsacks am wider- lichsten und heftigsten betrieben wird. Um so ergötzlicher ist es, wenn die Neunmalweisen der„National-Zeitung" mit der ganzen Eiusichtslosigkeit, die dieses Mädchen für Alles des Kartells immerdar aus- gezeichnet hat, sich selbst Lügen straft und offen das zu- gesteht, was sie sonst mit Treitschke'schem Talmi-Pathos zu bestreiten pflegt. Wenn die Arbeiterschaft auf die Schmutzkonkurrenz der nichtorganisirten Arbeiter hinweist, wenn sie gegen das europäische Kulithum sich wehrt, gegen die Einfuhr von Böhmen, Italienern, Negern, Chinesen, dann schreien die Männer der„National-Zeitung nach der Polizei, weil die „Freiheit der Arbeit"(lies Freiheit der Ausbeutung der Arbeit) in Gefahr sei. Ein Parteigenosse der„National- Zeitung", der glücklicherweise am 20. Februar 1890 in Hamburg III. blamabel durchgefallene Herr W ö r m a n n, hat ans seinen Dampfern deutsche Arbeiter durch exotische Kulis verdrängt, weil die letzteren billiger als jene arbei- teten und nicht den in den Augen des Kapitalisten ver- dammensivürdigen Organisationsbestrebungen huldigten. Die deutschen Bauunternehmer, die Spekulanten, welche Kanäle, Chausseen, Eisenbahnen bauen, haben sich ganze Waggonladungen lombardische oder böhmische Arbeiter ip der ausgesprochenen Absicht, die Wohlfeilheit dieser Ar- beitskräste als Trumpf gegen die klassenbewußte deutsche Arbeiterschaft auszuspielen. Nicht aus Chauvinismus machen wir Front gegen derartige Manöver der Bourgeoisie. Nein, die Rassen- und Religionshatz überlassen wir ihr zur beliebigen Ver- wendung. Wir macheu Front gegen die schamlose Lohn- drttckerei, gegen die Senkung der Lebenshaltung der arbei- tenden Klasse, wie sie durch diesen Kulihandel erzeugt wird Wenn die ausländischen Arbeiter gemeinsame Sache mit uns machen, wenn sie mit Klassenbewußtsein erfüllt wer- den und sich mit uns solidarisch fühlen, wenn sie auf- hören, Schmutzkonkurrenz zu treiben und dadurch ein Blei- gewicht an den Sohlen des Proletariats zu sein, dann sind sie uns selbstverständlich willkommen. Wir opponiren seines Vortrages zu prüfen. Unglücklicher Weise wurde ge rade bei der schönsten Stelle des Prospektes das Cafs ge- schloffen. Die Lichter wurden ausgelöscht und mau mutzte daher weggehen... Und die Kostenanschläge?... Man kam übereilt, sie ihm Gehen durchzulesen. Bei jeder Gas- latcrue blieben sie stehen. Der Schauspieler zählte die Summen auf... So viel für das Gebäude, so viel für Beleuchtung, so viel an die Armenkasse und so viel für Gagen. Bei dieser Position hielt er inne. „Das gute bei dem Geschäfte ist", sagte er,„daß wir keinen ersten Helden zu bezahlen brauchen... Das wird Bibi sein(wenn Delobellc von sich sprach so nannte er sich gern Bibi). Ein erster Held kostet miudcstcus zwanzig- tausend Frank... wenn man ihn nicht zn bezahlen braucht, so ist das gerade so gut. als wenn Sie zwanzigtausend Frank in Ihre Tasche stecken. Ist das nicht richtig, mein Lieber? Risler antwortete nicht. Sein Gesicht hatte einen ge zwungenen Ausdruck angenommen und er sah ans wie ein Mensch, dessen Gedanken ganz wo anders sind. Nachdem sie den Kostenanschlag durchgenommen hatten, bemerkte Dclobclle mit Schrecken, daß sie sich bereits nahe der Ecke der Sieilles Handriettes befanden, weshalb er geradezu fragte, ob Risler, ja oder nein, das Geschäft machen wolle? „Nun denn... nein",-sagte Risler mit einem heroischen Muthe, den er ans dem Anblick der nahen Fabrik schöpste und weil er fühlte, daß das Glück seines häus- liehen Lebens auf dem Spiele stand. Delobellc war ver- stcinert. Er glaubte das Geschäft schon in der Tasche zu haben und sah nun den andern, seine Papiere in der Hand haltend, mit großen Augen an. „Nein", wiederholte Risler, ich kann ans das, was Sie überhaupt nicht gegen sie, sondern gegen das verächtliche Ausbeutungssystem, das die fremden Arbeitsbrüder gegen uns ins Feld ziehen läßt. Wir sehen, daß die„Nar.-Ztg." für England die- selben Dinge zugiebt, die sie in Deutschland entschieden be- kämpft, die abscheulichen Wirkungen der Kuliarbeit. Aber die Wackere geht noch weiter, sie kommt zu der Einsicht, daß„Sparsamkeit und Genügsamkeit" zwei„lobenswerthe Eigenschaften" seien, daß sie'jedoch verwerflich seien, wenn sie zu solch kulturwidrigen Zuständen führten, wie im Ostend von London mit seinen entsetzlichen Behausungen und seiner unglaublichen Unterernährung. Die„Nat.-Ztg." erkennt also auch einmal, daß die Lohndrückern die fortgesetzte Verschlechterung der wirth- schaftlichen Lage der Arbeiterklasse im Gefolge hat, daß Noch, Entbehrungen, Schmutz, Krankheiten aller Art, ja der Hungertodt durch die niedrige Lebenshaltung des Pro- letariats herbeigeführt werden. Nun steht es„aktenmäßig" fest, daß große Schichten der deutschen Arbeiterbevölkerung dasselbe Loos haben, wie die durch das Schwitzsystem der Londoner Kleiderhändler ausgebeuteten russischen Juden. Es ist nachgewiesen, daß gewaltige Massen deutscher Arbeiter ständig an der Hungergrenze sich bewegen, mögen es nun Berliner Wäsche- Näherinnen, schlesische Weber, Meininger Spielwaaren- macher. Krefelder Sammetweber, Lichtenfelser Korbmacher oder schlesische Landarbeiter sein. Die Wohnungszustände sind erschreckend, die Ernäh- rungsverhältnisse ein Hohn auf die rationelle Gesundheits- pflege, die Berufskrankheiten raffen Zehntausende dahin, die Kindersterblichkeit der Fabrikkinder wächst von Jahr zu Jahr, die Sozialstatistik häuft ganze Berge erdrückender Beweisstücke für das deutsche Massenelend auf.... Und die„Nat.-Ztg." macht Zugeständnisse, wenn sie — von London spricht. Weit davon ist gut vor'm Schuß.' Aber die Feder ist ihr doch einmal ausgerutscht— es ist auch zu heiß jetzt!— und sie hat Konzessionen gemacht, die wir gebührend tiefer gehängt haben. Hoffentlich bekommt die schläfrige Redaktion keine all- zuderbe Nase vom Aufsichtsrath. Nolikisthe Aebevstchk. Die KkrnpeUostgkeit, aber zu gleicher Zeit auch die Gedankenlosigkeit nuscrer Gegner zeigt sich wohl deutlich in einer Notiz, welche jetzt durch die Polizei- nnd sonstige Ordnungsprcsse geht. Sie besagt, daß die Sozialdemokratie verlangen, nicht eingehen und ich will Ihnen auch sagen warum. Laugsam und mit seiner gewöhnlichen Schwerfälligkeit setzte der gute Alaun nun auseinander, daß er keineswegs reich sei. Trotzdem er Associe eines großen Hauses wäre, besäße er doch keine disponiblen Mittel. George und er entnähmen für ihren Privatgebranch monatlich eine festge- setzte Summe und thcilten beim Jahresschluß den Rem- gewinn. Seine Einrichtung hätte ihm viel, fast alle seine Ersparnisse gekostet. Bis zur Bilanz waren noch vier Monate. W» sollte er also die erforderlichen 30 000 Frks. zum Ankauf des Theaters hernehmen? Und wenn das Ge- schüft nicht renssiren würde, was denn? „Das ist unmöglich!... Bibi ist ja da!".... Und dabei reckte sich der arme Bibi in die Höhe; Risler jedoch war diesmal fest entschlossen und alle Vernnnftgründe Bibis, prallten an seiner beständigen Weigerung ab: Später.. in zwei.. in drei Jahren vielleicht... Der Schauspieler kämpfte lauge und vertheidigte das Terrain Schritt für Schritt. Man konnte ja den Anschlag noch einmal durcharbeiten, vielleicht ließe sich die Sache billiger einrichten.....„Es würde immer noch zu thener für mich sein," anttvortete Risler. „Mein Name gehört nicht mir allein, er bildet einen Thcil der Firma. Ich habe nicht das Recht, ihn in Ver- pflichtungen zn verstricken. Denken Sie nach, wenn ich Bankerott machte!.. Bei dem Worte Bankerott zitterte seine Stimme. „Aber es geht ja alles auf meinen Namen," entgegnete Delobelle, der nicht abergläubisch war. Er versuchte einen letzten Ansturm, indem er die heiligen Knnstinteressen ins Gefecht brachte nnd sich nicht scheute, von kleinen Schau- auf die Verminderung der Eheschließungen hinwirke, weil sie prinzipielle Gegnerin des Instituts der Ehe sei und die „freie Liebe" predige. Nun, es fällt uns natürlich nicht ein, mit Herrn S ch w e i n b u r g, von dem die Notiz in seinem Ex- und Möchtegernwieder- Reptilblatt zuerst vcr- öfscntlicht wird, ernsthaft über„freie Liebe" reden zu wollen, in der er— das Wort in seinem Sinne aufgefaßt— wahrscheinlich weit mehr Erfahrung hat, als wir. Aber wir möchten ihn darauf aufmerksam machen, daß vor Kurzem von den deutschen Blättern auf Grund amtlicher Erhebungen eine S t a t i st i k der Eheschließungen veröffentlicht wird, aus welcher ziffernmäßig erhellt, daß der Prozentsatz der Eheschließungen in der Klasse der sozial- demokratischen Arbeiter ein bedeutend höherer ist, als in den sogenannten oberen Klassen. Wenn also die„freie Liebe" die Eheschließungen verhindert, so muß sie unter den oberen Klassen, d. h. unter den Gönnern und Klienten des Herrn Schweinburg verhältnißmäßig weit mehr Anhänger haben als unter den Arbeitern— und wenn Herr Schweinburg diese Konsequenz seiner Bemerkung zugiebt, dann dürfte er ausnahmsweise einmal Recht haben. Es hätte übrigens dieser Statistik nicht bedurft, um die Thatsache festzustellen, daß gerade in der Slrbeiter- klaffe die natürlichsten Geschlechtsverhältuisse herrschen. Hätte Herr Schwcinburg sich seiner Zeit auf die Hosen gesetzt, statt während des letzten polnischen Aufstandes den Schlachtenbummler zu spielen, so würde er wissen, daß die Thatsache der E h e n v e r m i n d e r u n g die Gesetzgeber und Politiker schon vor Jahrtausenden wiederholt beschäftigt hat, z. B. im römische n Reich; daß es aber stets nur die höheren und h ö ch st e n Klassen waren, die Aristo- traten, Patrizier und Kapitalisten, die an der Prostitution mehr Gefallen fanden als an der Einzelehe. Und das ist ja auch sehr natürlich. Und wenn Herr Schweinburg sich auf den theoretischen Sittlichkeitsstandpunkt stellen will, und die„freie Liebe" als „Laster" verdammt, so erinnern wir ihn an das alte deutsche Sprichwort: M ü ß i g g a n g i st a l l e r Laster Ansang", und bitten ihn, uns einmal die Frage zn beant- warten:„Wo sind die Müßggängcr zn suchen?" Bei den Arbeitern gewiß nicht, denn bei ihnen bedeutet Müßggaug Hunger, und der Hunger soll der„freien Liebe" nicht günstig sein. Bei dieser Gelegenheit eine kleine Reminiszenz; als vor Durchdrückung des Sozialistengesetzes dem Reichstag eine Gesetzesnovelle aus Verschärfung des Strafgesetzbuches mit obligatem Eheschutz vorgelegt wurde, erklärten die sozial- demokratischen Abgeordneten für den Fall, daß man die „freie Liebe" gegen die Sozialdemokratie in's Feld führen sollte, werde die Veröffentlichung der Namen aller bekannten konservativen und sonstigen Ordmmgsgrößen und Familienretter erfolgen, die der„freien Liebe" huldigten. Und das wirkte.— Vielleicht könnten wir wieder einmal in eine ähn- liche Lage kommen. Geuoss« Wild berger ersucht uns um Aufnahme folgender Erklärung: „Das„Berliner Volksblatt" brachte in Nr. 181 vom Donnerstag, den 7. August, einen polemisirenden Artikel, unter- zeichnet vom Genossen Bebel, gegen die„Sächsische Arbeiter- Zeitung" und die„Magdeburger Volksstimme", in dem auch einer Konferenz Erwähnung geschieht, die ich mit mehreren hiesigen Genossen um die angegebene Zeit mit den Genossen Auer, Bebel und Singer hatte. Da es nun scheinen könnte, als ob ich oder die anderen an der Konferenz betheiligten Genossen ein eigenartiges Spiel ge? trieben, so können diese darauf bezüglichen Sätze, die ich hier wörtlich folgen lasse, nicht unwidersprochen bleiben. Herr Bebel schreibt in jenem Artikel: „Was mich speziell betrifft, so habe ich kurz vor Schluß der letzten Reichstagssession in einer Konserenz mit Berliner Ge- Nossen, welcher auch die Abgg. Auer und Singer beiwohnten, dem Genossen Wildbcrger auf seine Aeußerung: man(d. h. die Berliner Genossen) würde wohl die„Berliner Volks-Tribüne" eingehen lassen, geantwortet: daß ich dazu gar keinen Gnmd sähe, ich wußte nicht, was der Fortexistenz der„Berliner Volts- Tribüne" entgegenstehen solle._„ Nun vergleiche man mit dieser Aeußerung die Ausführungen Wille's, und man wird mir zustimmen, wenn ich sage: es muß in Berlin Leute geben, die systematisch gegen die Fraktion und Parleileitung Hetzen und sie verleumden, daß sich Anschauungen, wie sie Wille in seinem Artikel entwickelte, bilde» konnten, die das genaue Gegentheil von der Wahrheit sind. Sehr charakteristisch aber ist, daß die„Berliner Volks- Tribüne" den Artikel Wille's in der„Sächsischen Arbeiter-Zeitung" nachträglich und zivar wie mir mitgelheilt wurde, auf Wunsch derselben Genossen zum Abdruck bringen und zu dem ihrigen machen mußte, zu welchen ich die oben angeführte Aeußerung be- züglich des Fortbestandes der„Berliner Volks-Tribüne" machte. Das wirst ein eigenthümliches Licht auf die Berliner Partei- Verhältnisse und giebt zu denken." Zuerst will ich mittheilen, daß die vorerwähnte Konferenz veranlaßt wurde durch Gerüchte, welche damals in der gegncri- scheu Presse umherschwirrten, daß das„Berl. Volksblatt" nach Aufhören des Sozialistengesetzes als Zentralorgan von der Partei- Vertretung in Aussicht genommen sei. Ich gebe zu, daß Genosse Bebel die von ihm behauptete Aeußerung über das Fortbestehen der„Verl. Volks-Tribüne" ge- than, nur hätte er auch jetzt hinzufügen sollen, was er bei jener Konferenz hinzusetzte, daß die„Berliner Volks-Tribüne" bisher einen so eigenthümlichen Standpunkt eingenommen, wie noch kein Blatt zuvor. Ja, der Genosse Singer hat sich etliche Tage früher sogar so weit in der Entsagung verstiegen, daß er erklärte:„Uns (der Fraktion jedenfalls) dürft Ihr die„Tribüne" schenken, wir wollen sie nicht." Nach der Ausdrucksweise Bebel's hat es den Anschein, als ob die Konferenz nur deshalb stattgefunden, um durch uns der Parteileitung Mittheilung machen zu lassen, daß das Eingehen der„Tribüne" beabsichtigt sei, woran damals wohl noch Niemand und heute nur sehr wenige denken. Die Genossen Bebel und Singer werden mir daher nicht be- streiten, daß ich ihren Erklärungen entgegen hielt, daß nach dem Gehörren es gar nicht nöthig sei, die„Tribüne" durch einen An- trag auf dem Parteitag zu beseitigen, weil schon das allseirige Untergraben genüge, um das Blatt verschwinden zu lassen; zumal uns bekannt war, daß verschiedene unserer Abgeordneten der„Berliner Volks- Tribüne" feindlich gegenüberstanden und hauptsächlich außerhalb bald den Redakteur des Blattes, bald das Unternehmen selbst systematisch verdächtigten und so dem Ganzen schon bisher ungeheuren Schaden zufügten. Die Namen der Betreffenden will ich nicht öffentlich, aber auf Wunsch dem Genossen Bebel nennen und auch die Beweise beibringen. Von dieser Konferenz hat aber weder Herr Wille noch sonst ein fernstehender Parteigenosse irgend etwas erfahren. Es konnte sich daher in der breiten Oeffcntlichkeit keine andere Meinung bilden, als die, welche schon vorhanden war und ein öffentliches Geheimniß bildet, daß nämlich unter dem Sozia- listengesetz für die Majorität der Genoffen keinerlei Einwirkung auf die Parteileitung, namentlich aber auf die Parteipresse mög- lich war. Was daher Genosse Bebel Verhetzung nennt, daS nennen wir Kritik, und es scheint, als ob dieses Wort von Bebel aus einen Theil der Berliner Genossen angewandt, nur so mit untergelaufen ist. Stiemand wünscht sehnlicher, als gerade die Berliner Genossen insgesammt, daß ein ge- schlössen es aber kräftiges und prinzipielles Vorgehen der Gesammtpartei Platz greife, wie es sich bei einer revolutionären Partei von selbst v e r st e h t, ohne R ii ck s i ch t n a h m e auf die Reptilien- und Bourgeoispresse, aber auch unbekümmert um ihren Spott oder ihre W u t h. Was den Abdruck des Artikels der„Sächsischen Arbeiter Zeitung" in der„Volks-Tribüne" betrifft, so habe ich zu erklären, daß Genosse Bebel durch seinen Gewährsmann falsch unterrichtet ist. Von keiner Seite wurde ein Druck auf die Redaktion der „Volks-Tribüne" ausgeübt, ja auch nicht einmal der Wunsch geäußert, daß der Artikel abgedruckt werden möge. Nachdem die Erklärung Bebels im„Berliner Volksblatt gegen den Artikelschreiber erschienen war, daß die Abonnenten des „Berliner Volisblatt" auch nur eine Ahnung von der Existenz des Artikels hatten, weil die Redaktion des„Berliner Volksblatt" eS für gut befand, die starken Ausdrücke Bebel'S wörtlich zu ver- öffentlichen, ohne aber auch gleichzeitig den Gegenstand des Zornes ihren Lesern zu unterbreiten*), da unterlag es für mich gar keinem Zweisei mehr, daß allerdings so manches„eigenthüm- lich" sei; nicht nur die Berliner Parteiverhältnisse. In dieser Zeit äußerte ich dem Redakteur der„Berliner VolkS-Tribüue", Herrn Dr. Schmidt, gegenüber bei einem Besuch, den derselbe mir in meiner Wohnung abstattete, daß, abgesehen von dem Inhalt des Artikels, es nun geradezu ein Gebot des AnstandeS sei, nicht nur die Bebel'sche Erklärung, sondern auch den ganzen Artikel des Herrn Dr. Will« wörtlich abzudrucken spielerinncn zn sprechen, deren herausfordertlde Blicke... Risler brach in ein lautes Gelächter ans: „Gehen Sie doch, Sie Spaßvogel... Von was reden Sie da!... Sie vergessen, daß wir beide verheirathet sind, daß es schon sehr spät ist und unsere Frauen uns er- rvarten... Sie tragen mir nichts nach? Nicht wahr?... Verstehen Sie mich nur recht, ich gebe Ihnen keinen Korb. Warten Sie bis die Inventur vorüber ist und sprechen wir dann darüber... Ach, da ist ja Vater Achilles, der das Gas auslöscht... Ich muß hinein. Adieu!..." Es war ein Uhr vorbei, als der Schauspieler in seine Wohnung trat. Die beiden Frauen erwarteten ihn wie stets, fleißig ar- beitend, aber mit ungewöhnlicher fieberhafter Aufregung. Die große Aiessingscheere, deren sich Madame Delobelle zum Durchschneiden der Messingdrähte bediente, erzitterte be- ständig und beim Anblick oer kleinen Finger Desiree's, die eben einen Putz fertig machte, bekam man fast den Schwindel, so schnell bewegten sie sich. Auch die vor ihr aus d<>m Tische liegenden langen Federn der Vögel schienen, Gott weiß wodurch, heute von größerem Glänze und reicherem Federschmuck zn sein, als an andern Tagen. War doch heute Abend eine schöne Fee zn Gaste die Hoffnung. Sie hatte sich die nicht geringe Mühe gemacht, auf einer dunklen Treppe fünf Etagen emporzusteigen, die Thür der kleinen Wohnung zu öffnen, um einen Lichtstrahl hineinzuschmuggeln. Wie viel Enttäuschungen man auch im Leben erfährt, ihr Lichtblick blendet doch immer. „O, wenn es doch dem Vater glückte!" sagte die Mutter von Zeit zu Zeit, als wollte sie eine ganze Traumwelt der herrlichsten Dinge in ein Wort zusammenfassen. „Es ivird ihm glücken, Mama, sei dessen sicher. Herr Risler ist so gut, für ihn stehe ich ein. Auch Sidouie liebt uns, wenn sie seit ihrer Verheirathnng auch ihre alten Freunde zn vernachlässigen scheint. Mau nniß dies jedoch ihren Verhältnissen zu Gute bringen........ Uebrigens werde ich nie vergessen, was sie für mich gethan hat". Bei der Erinnerung an das, was Sidouie für sie gethan hatte, flogen die Finger der kleinen Lahmen noch fieberhafter über die Arbeit, wie eleltrisirt bewegten sie sich mit ver- *) Bebel kündigte in seiner Erklärung ausdrücklich an, daß er, sobald er nach Dresden zurückgekehrt wäre, der„Sächsischen Arbeiter-Zeitung" ausführlich ant'.vorten wolle. Daß er bei dieser Gelegenheit den Inhalt des Artikels,„Der 1. Oktober", augeben würde, war außerordentlich selbstverständlich. Uns erschien es völlig genügend, wenn unfern Lesern bei dieser Gelegenheit der Gedankengang des Artikels mitgelheilt wurde. Red. doppelter Schnelligkeit. Es war, als suchten sie etivw Flüchtiges, Unfaßbares zu erhaschen, wie zum Beispiel das Glück oder die Liebe eines Wesens, von dem man nicht wieder geliebt wird. „Was hat sie denn für Dich gethan," hätte die Mutter fragen müssen, aber in diesem Augenblicke interessirte sie sich für ihre Tochter nicht. Sic dachte nur an ihren berühmten Mann. „Nicht wahr? Meinst Du nicht auch Kind? Wenn der Vater ein eigenes Theater hätte und seine Rollen ivie früher spielen könnte. Aber Du kannst Dich daran nicht erinnern, Du warst damals noch zu klein. O, er erntete rasenden Beifall und wurde Heransgerufen. Bei einer Vor- stellung in Alengon überreichten ihm die Abonnenten einen goldenen Kranz. Ach... wie gefeiert ivar er damals, wie glücklich und lebenslustig!... Wer ihn jetzt sieht, erkennt ihn nicht wieder, so hat der arme Mann sich verändert. Und ich bin der festen Uebcrzcugnng, daß ein wenig Erfolg genügen würde, ihn uns wieder so glücklich und zufrieden zn geben wie ehemals. Und was für Geld verdient so ein Direktor!'Der Direktor in Nantes besaß sogar Equipage! Denke Dir, wir mit deinem Wagen!... Nein denke doch nur!... Für Dich würde es besonders wohlthuend sein. Du kämest an die Luft und konnlest wenigstens Deinen Lehn- stuhl verlassen. Ter Vater würde uns aufs Land führen. Du sähest Wasser, Bäume, wonach Du Dich so sehnst. „O! Bäume... sagte mit leiser zitternden Stimme die bleiche kleine Klausnerin. In diesem Augenblicke wurde die schwere Hausthüre heftig zugeworfen, der gleichmäßige Schritt Delobellc's wider- hallte im Treppenhause. Jetzt entstand eine Pause von lantloser Beängstigung. Die beiden Frauen wagten nicht einmal sich anzusehen, und die große Schcere der Mutter zitterte so heftig, daß sie den Messingdraht an unrechter Stelle durchschnitt. Sicherlich, den armen Teufel hatte soeben ein fnrchb barer Schlag getroffen. Seine vernichteten Hoffnungen, die Schmach einer Abweisung, die Neckerei der Kameraden, die unbezahlte Rechnung im Case, wo er während der Dauer seiner Direktion auf Kredit gefrühstückt hatte, was doch Es wäre dies jedenfalls auch geschehen, wenn ich mit Meinung zurückgehalten hätte. Ich hatte kemerle, V»- gedauken, als ich Dr. Schmidt gegenüber obiges aussprach- � ist hierbei ziemlich gleichgiltig, ob ich mit dem d»?' Artikels einverstanden bin oder nicht.„ Charakteristisch und eigenthümlich zugleich ist Nichts � als die Art und Weise, wie der Genosse Bebel in»G, trotz seiner großen Fähigkeiten zu diskutiren und zu pw* beliebt. Berlin, den S. August lS90.. C. Wildberger. (Bin nieiillenburgisches Toleranzedikt. Nummer des mecklenburgischen„Regierungsblattes" veröffenl"� eine auf dem letzten Landtage mit den Ständen berathene vrdnung, betreffend die Beerdigung der Selbstmörder. „Hamburger Echo" entnimmt diesem neuesten Meisterstück S> geberischer Weisheit folgende, für die„humanitäre" Richtung selben recht bezeichnende Sätze:,.„„w gräbAsphenl rechnungssähigkett ausgeführt ist.- Sind Anhaltspunkte# vorhanden, daß jemand, dessen Leiche auf einem ÄÄÄffi SM ist, oder das Amtsgericht des Ortes, an welchem der Leichn «usge,..nden. bezw. wohin derselbe gebracht ist, ungesäumt Unter, uchimg darüber anzustellen, ob ein Selbstmord v°r»t» und ob der Verstorbene sich bei Begehung desselben'w o stände ungetrübter Zurechnungsfähigkeit befunden hat- ggesaeBe# sestzustellen, ob ein Selbstmord erwiesen ist, daß der Selb»n tii. vck/iucj, laiiyuut- üim«x».. j.Z ist von Amtswegen der Amtsobrigkeit des Begräbmßor-7� demjenigen Geistlichen, zu dessen Parochie der Kirchhoi auf welchem der Leichnam zu beerdigen ist, und im ck � der Kirchhof unter anderweitiger Verwaltung steht, aucy ständigen BerwaltungSbehörde zuzustellen.".uffiO' Man glaubt stck beim Lesen dieses„Toleranz-Eon z � versetzt in die Zeiten des Mittelalters, wo finsterer Av u. tiefe Unwiffenheit ungerecht sein hieß gegen unglückliche Die Leichen von Selbstmördern abgesondert von anderen -~bce die dem" chuld der Geff� büßen lassen will. Demi der Selbstmord ist eine sozmi—- heir, die ihren Grund in schlechten sozialen Einrichtungen, brauch der Zivilisation hat. ES ist absurd, durch„richterlich?! f ssen zu wollen, ob ein Selbstmord im Zul-F.� fji urechnungsfähigkeit"(!!!) ausgeführt worbei' gäbe, welche kein Mensch erfüllen kann. D ragendsten Psychiater find darüber einig, daß von einer O*» Y-A/'&YYUYI-tSf/JfYi f" flO»(dof' Am; tjüu vceioitnioruetix uugcjuaueii vuu w..-— zu beerdige», ist eine echt mittelallerliche Idee, die dem M lichen noch über das Leben hinaus die Schuld der oej„j, büßen lassen will. Demi der Selbstmord ist eine M heir, die ihren Grund in sckflechten sozialen Einrichtungen� � »d«ij xenncuen layen zu ivouen, oo ein«eivsiinviv»»\j"<- getrübter Zurechnungsfähigkeit"(!!!) ausgeführt worden ist eine Aufgabe, welche kein Mensch erfüllen kann. ragendsten Psychiater find darüber einig, daß von einer a i- ,< „ungetrübten Zurechnungsfähigkeit" bei Selbstmördern � dem Sinne die Rede sein kann, daß Jeder für Handlunge „freien Willens" verantwortlich ist. Immer handelt der mörder entweder unter dem Eindruck der Geistesgestörw dem Zwange äußerer Verhältnisse, denen er nicht zu wiv vermag, die seinen Lebensmnth gebrochen..«t In jedem Falle also liegt ein psychologischer Tel � Ursache des Selbstmordes vor. Wer will sie entHullen,-- Heimnisse der Menschenseele, die Irritationen des-L.. geistcs? Die Wissenschaft selbst steht da noch vor einein-""'Ist, — und nun soll ein simples Mecklenburger Amtsgericht'L, suchen, ob Jemand Selbstmord im Zustande„ungetruble- i-echnungsfähigkeit" verübt hat oder nicht— und der "»es Gerichts soll darüber entscheiden, ob der Leiche D*®.«flsi Mörders ein„ehrliches Begrübniß" werden soll oder nickst; "in Todtengericht in bester Form. Und so etwas geschieht Ende des.19. Jahrhunderts in Deutschland. Zivilisation, V nität, Wissenschaft, Mecklenburg ist noch ein Fleckchen � 1 euer Wirken nöthig ist. Was kostet!»rm Laude jeder ein»elne Kt»dent- Frage beantwortet die im Auftrage des preußischen Ministff W geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegeiiheitei» w königlichen statistischen Bureau bearbeitete und herausgsP,� Statistik der preußischen Landesilniversitäten dahin, daß»'»j.! finsteren Blicke da- Zimmer, den Arbeitstisch, das d» Abendbrot, das seiner in einem Winkel harrte die beiden theuren Gesichter, die mit scheuen,, ,,>i vollen Blicken zn ihm hinauf sahen. Der* spieler stand so eine Minute schweigend da, st110„o) wißt doch, wie laitge auf der Bühne ein StillschioPlst„ji einer Minute erscheint; dann ging er drei Schritte � wärts, warf sich auf einen niedrigen, am Tische M Stuhl und rief in zischendem Tone: „Ha! Ich bin verdammt.", Und gleichzeitig schlug er mit der Faust so i» auf den Tisch, daß die Böget und Käser für Putz� L# alle vier Ecken des Zimmers flogen. Seine Fmu erschreckt auf und näherte sich ihm furchtsam, s'H Tcsirce sich halb in ihrem Sessel erhob, mit einem F.,y' lichen nervösen Ausdrucke, daß ihre Züge ganz 41 schienen., Vollständig vernichtet, mit herabhängenden AtiM'' Kopf auf der Brust liegend, saß der Schanspiellr,, � zusanimengekauert auf seinem Stuhle und sprach vor I y Er hielt einen abgebrochenen, zerrissenen Monolog, � brachen von drämatischem Schluchzen und Verwüuwst� gegen die rohen, selbstsüchtigen Spießbürger, dtcff. � heuer, denen der Künstler sein Blut und sein giebt. ,i d Dann ging er seine ganze Theaterlanfbahn du'-ff' t Triumphe seines ersten Auftretens, den goldenen Kr» Abonnenten von Älenyon seine Ehe mit diesem F- F Weibe"— und dabei zeigte er auf das arme Geschol �jstl in Thränen gebadet bei jedem Worte ihres Manne»-> iit Haft mit dem Kopfe, nickte.$ Wahrhaftig, jemand der den berühmten Delobe� gekannt hätte, würde doch aus diesem langen Monol� bedenkt, daß sogar schon angesehene Gelehrte über die opfri* J Unwissenheit eines großen Theils der Studenten Li! r J)n6en» so wäre man wahrhaftig veranlaßt, lehrreiche nlersuchungen über die Redensart:„Geld zum Fenster hinaus »«fen", anzustellen. vielbesprochenen Kro schüre„Uier Moche» ltmeister" von Karl Abel, wegen deren der Verfasser A!!,1C»nlitärgcrichtliche Untersuchung zu bestehen hat, liegt IJl.. öweite Auflage vor. In dieser werden nicht nur die �agen erneuert, sondern noch einige weitere Beiträge Zugesttgt.� So wird von einer Abthcilung Ulanen erzählt, die geführt wurde, welcher infolge frischer ....... ganz verbundenen Kopf hatte. Herr Abel 3-fiVirr-T'v""P vw Einjährigen jenes Ulanenregiments, zum große» Mirfu v- fnten. Zum Zweck der Mensuren Urlaub erhalten. Er er- cfcm Gebühren einen schweren Verstoß gegen das Gesetz, da SU. r ,en l'ei uns bekanntlich verboten sind und kein militärischer befion* näl l'oher das Recht habe, dieses Verbot eigenmächtig aufzu- „..'"/.Gs werden ferner noch einige neueBeweisstücke wiesrüher mit- (LPy'w pälle von Soldatenmißhandlungen beigebracht. So der Su,J Vaters eines der gemißhandeltcn Soldaten, welcher die weiterer Zeugen für die in Rede stehende Mißhand- von»" h Slbcl hat diesen Zeugen brieflich eine Reihe I)pft„f£t0(ien vorgelegt, welche einer von ihnen auch gewissenhaft Sul.- f hat. Ans diesen Antworten geht hervor, daß ein Lf. �."�utenant einen Soldaten sich auf die Mistkarre setzen tek»»!? vemselben befahl, zu bellen wie ein Hund. Der Zeuge ?uch, daß der betreffende Soldat beim Exerzieren schwer d, handelt worden. Er giebt der Verinuthnng'Ausdruck, daß q � diese Mißhandlungen der Soldat geislcckrank wurde. Ter lch wie er erklärt, auch viel mißhandelt worden. Die Ter ü erhielt er von einen» Unteroffizier im Stalldienst. l>.•■oenge ivill ferner gesehen haben, wie ein Unteroffizier einen» lmXr. ten eine Pferdetrcnse in den Mund legte und rechts iin Munde hin- und herriß. Die Strafverfolgung des ei,,»,- verschafft der lehrreichen Veröffentlichung hoffentlich il? f0 größere Verbreitung in» Volke. bmvi j- L�vmulige Kaffee Preistreiberei steht für Hanl- RnfL Aussicht. In» Lause der letzten Monate hat sich der Briu orralh dort erheblich verringert. Die Zufuhren der neuen St,,,,.« find erst im Oktober zu envarten.„Die allgemeine iinerlsanikeit richtet sich daher"—»vie es in einem durch die r-».i r 1888, wo sie es fertig brachten, den Preis des Kaffee, 2fi er Qm �8. August noch 59V2 Pf. per Pfund kostete, binnen r).. rot®en vuf 185 Pf. hinaufzuschivindeln, also ihn um 125 Pf. � Pfund zu vertheuern.. Selbst wenn es zu einem eigentlichen ficherer�Ä"''nh" sollte, so steht doch«ine Preistreiberei in y.„ �ugdeburg, 6. August. Zu der dem Reichstag vorliegen- Anip- terschutz-Novelle sind an den„Technischen Verein für Kuclerfabrikation" vom hiesigen Gewerberath eine Anzahl von g.rj�u gestellt worden, die der Verein in semer jüngst ab- L. 0" Versainnilung beantwortete. In der bezeichnenden bvort heißt es nun: Ruk.» fei"icht möglich, jeden» Arbeiter jeden Soitntag eine ,üJl von 30 Stunden zu gewähren. Die Arbeit in de» Roh- weni' Fabriken sei»vährcnd der sogenannten Kampagne auf Monate im Jahre beschränkt»vegen der geringen Haltbar- .. Rohmaterials Sie falle in die Herbst- und Winter- erklärt. Der ununterbrochen« Fortgang der Arbeit lasse es nicht zu, nur des Tags Mädchen zu beschäftigen. Man müßte dann auch für die leichten Arbeiten Männer einstellen,»vas einerseits Mehrausgaben verursache(also der Profit soll auf Kosten der Arbeiter gesichert,»ncht geschinälert»Verden! Red.), die unter jetztigen Verhältnissen nicht zu tragen seien, andererseits den Ar- beiterinnen lohnende Winterbeschäftigung nehme.(Diese Sorge! Red.) Es müsse deshalb§ 189 d, Absatz 2(Ausnahmen) Anwendung finden. Die Besäiränkung der Arbeitszeit der verhei- ratheten Frauen auf 10 Stunden und die l>/s stündige Mittags- pause für Arbeiterinnen,»velche ein Hausivesen zu besorgen haben, würde eine Ausschließung derselben von der Arbeit her beisühren. Wir möchten»vissen, wer eine andere, als diese arbeiterschutz- feindlichen Antworten von den Industriellen erivartct hätte. Die Regierung doch wohl auch nicht. Deshalb lassen die obigen Er- Hebungen die„neue Sozialreform" in so eigenthümlichein Lichte erscheinen. Elberfeld» 5. August. Der Lehrer Str. auf dem nahen Döhnberg ist durch die Regierung zu Düsseldorf bis auf Weiteres von seinem Ainte suspendirt»vorden,»veil er sich angeblich„sozia- lislischer Uintriebe" schuldig gemacht habe. Aus durchaus zuvcr lässiger Quelle erfährt der Korrespondent der„Franks. Ztg.", »velcher den Fall mittheilt, daß der gemaßregclte Lehrer durchaus kein Sozialdemokrat ist. Sein Hauptvergehcn soll darin bestanden haben, daß er in einer Geographiestunde bei der Besprechung der Reichsverfassung die Behauptung aufgestellt habe, die Reichsgcsetze bedürsten der Genehn»igui»g des Bundesrathes, nicht aber de-. Kaisers. Auf den Ausgang dieser Angelegenheit darf man ge spannt sein. Elfemnib. Eine für den 2. August einbernsene öffentliche Volksversammlung, in welcher über die Hamburger Ausgesperrten und das Koalitionsrecht, soivie über die Stellung der Chemnitzer Arbeiter zur Förderung der Arbeiterpresse gesprochen»verde» sollte, ist auf Griind des§ 9 Abs. 2 des Sozialistengesetzes verboten worden. Dänemark. Kopenhagen. 5. August. An» zweiten Tage der nordi- scheu FriedcnSversaiuinlung»vurden folgende Männer, die sich um die Friedenssache besonders verdient gemacht, als Ehrenmitglieder aufgenommen: Dr. Barth(Deutschland), Senator Marcoarto (Spanien), Redakteur Moneta(Italien), Präsident Ruchonnet lSch»veiz)»»nd Minister Alaine('Amerika). Auf Antrag von Svejstrup»vurde auch der Abg. Liebknecht aufgenommen, der in seinen Reichstagsredcn das Selbstbestimmungsrecht des Volkes als die Grundlage für die Beseitigung von Grenzstreitigkeiten er- klärt habe. AlSdann erhielt der erste Paragraph der Statuten des dänischen Friedensvereins folgende Fassung: Das Ziel des Vereins ist, dafür zu»wrken a) daß Dänemark eine von Europa anerkannte dauernde Neutralität»vie die Schweiz behält und erhält, b) daß dauernde Schiedsgerichtsverträge zivischen Dänemark und den anderen»inabhängigen Staaten, zuerst und vor allen mit den beiden anderen nordischen Reichen eingesetzt werden, c) daß die nordschlesimgsche Frage aus sriedlichein Wege gelöst»verde, in Uebereinstiminung mit dem Grundsatze des. SelbstbestimmungSrechts des Volkes. Frankreich. Paris, 8. August. Das mit der Liauidation der Panama- Gesellschaft beauftragte Koinitee hat seinen Bericht erstattet. Dieser stellt fest, daß noch nie eine Gesellschaft in so kurzer Zeit soviel Geld verbraucht hat, näinlich mehr als 1300 Millionen Francs. Die Aktiva betragen nur 15 Millionen, von denen 10 Millionen in Wechseln bestehen, so daß die Summe der realisirbaren Wcrthc nicht mehr als 5 Millionen ausmacht. Paris, 8. August. Die beiden Sladträthe, die sich bei den Demonstrationen in St. Etieune hervorgethan haben, wurden soeben zu zwei Monaten rcsp. 6 Tagen Gesänguiß verurtheil». Nach Meldungen aus Buenos Al)res findet die Wahl Pellcgrlni's allgemeine Zustimmung. Buenos AyreS ist beflaggt. Präsident Pellegrini verfügte die Aufhebung dos Belagerunas- zustandes und die Herstellung der Preßfrelheit. Die Lage ist ruhig. Die finanzielle Situation bessert sich. litf" 1' ,Qlf0 in eine Zeit, ,vo es ein Sege»»(??) für die länd- zfj v Arbeiter und Arbeiterinnen sei, lohnende Arbeit zu finden. San». Betriebes verlange Tages- und Nachtarbeit. Der tirbilt g unterbreche die Rübenverarbeituiig und sei der Auf- Ls;• v?' den Neinigungsarbeiten und Reparaturen geividmet. ren uv ü Einrichtung so getroffen, daß Tag- nnd Nachtarbeit Zl,.- ffvvche zu Woche unter den Arbeitern»vechfele, und daß jeder für i irden zweite» Sonntag 24 Stunden Ruhe habe. Auch sel,»n„. Weihuachtsfest und Neujahrsfest sei die Fest- ZcihPrL emi bestimmten Ruhezeit nicht empsehlenslverth(!!). bor flii r.. umsse für die Arbeiter der Zuckerfabriken iBlnt 8 und 8 von§ 105 c des Gesctzentwurss(Ausnahmen) grelfen. Von der OOstündigen Sonntagsruhe wird behauptet, Jviivu e'e iür die Arbeiter nachtheilig sein»vürde, denn diese ->. u verlockt»verde», ihr sauer verdientes Wochciti �.."Lenden.(!!!) Ferner»vird die Einführung der geplanten zu verlockt»verde», ihr sauer verdientes Wochengeld»vieder Cchi,..,??den.(!!!) Ferner»vird die Einführung der geplanten säst nf!Ä!"!m"ugen für Frauen für die Rohrzucker-Fabrikeu als »wichbedeutend mit der Nntersagung des Betriebes überhaupt Kalkanläuder. Bukarest, 7. August. Der oberste Sanitätsrath beschloß in den sHäfen von Sulina und Kustendje Vorsichtsmaßregeln gegen Einführung von Provenienzen aus solche» Ortschaften z». ergreifen, in denen die Cholera aufgetreten ist, ivofern diese Provenienzen nicht bereits in der Türkei einer ärztlichen Unter- suchung unterworfen»vurdeu. Amerika. Buenos A»ires, 8. August. General Roca ist zum Minister des Innern ernannt»vordc», Eduard Costa zun» Minister des Ailsivärtigen, Vicente Lopez zun» Finanzmiuister, Gutierrez Lastra zum Unterrichtsminister, General Levalle zum Kriegs- minister. Saenz Pena wurde zun» Präsidenten der National- dank geivählt. Die öffentliche Meinung scheint der neuen Negierung günstig gestimmt zu sein. Das Ministeriuin eutivickelte vor der Kammer sein Programm»»nd erklärte, es»verde die Verfassung achten, die Staatsgelder ehrlich verivalten und die Hilfsquellen des Landes »veitcr entwickeln. der be- soll von Slvbeikerbetvegntts. Saarbriicke», 7. August. Wie verlautet, besteht im Schöße des Rechtsschutzvereins der Arbeiter verschiedener Berufe die Ab- ficht, sich auf dem sozialdemokratischen Kongreß in Halle ver treten zu lassen, um dortselbst ein geschlossenes Vorgehen deutschen Arbeiter in allen geiverkschastlichen Fragen zu fürivorten. In einer demnächst stattfindenden Versammlung ein dahii»gehender Antrag eingebracht»verde». St. Johann a./Saar, 7. August. Das Projekt der mehreren Zeitungen erlvähnten Unterstützungskasse für gemäß- regelte Bergarbeiter steckt noch in seinen Anfangsstadien. Ein endgiltiger Beschluß ist noch nicht gefaßt worden. Der abge- legte Berginann Johann Müller aus Friedrichsthal ist von der Inspektion IX als Delegirter zuin Bergarbeiter-Kongreß ge- wählt»vorden. B i l d st 0 ck(Kreis Saarbrücken), 7. August. Der Bau des von dein berginännifchen Rechtsschutzverein geplanten Vereins- Hauses ist unter mehreren Beiverbern dem Maurerpolier Roll, dem Begründer des Rechtsschutzvereins der Arbeiter verschiedener Berufe zugesprochen»vorden. Jedes Mitglied des Rechtsschutz- Vereins der Bergleute»vird zum Bau des Vereinshauses u. A. zivei Ziegelsteine beitragen. �nzelheit seiner Lebensgeschichte erzählt haben können.(A Erregung in der Garderobe zurück, während die naiveren jr�chte seiner Ankunft in Paris, seiner Bemühung, seine Zuhörer mit dem lebhaften Eindruck der Vorstellung mit Entbehrungen 0„iSn..->v»s„irbt der entbebrt aerötbetcu Allaen»I»»d nnrbe»den».CSerjen imrfi Cvinfo-....."..f- Me. Man h'r den „... Leider»var er es»licht, der entbehrt Man brauchte nur seilt breites blühendes Gesicht uiit gleiche" �Lczchrten schmalen Frauengesichtern zu ver- Jahres" Hte»nach so langen Kämpfen..... Zehn oek»„ lsfuszehn Jahre kämpfe ich, unterstützt von diesen er- !? Wesen, die mich ernähren. faltet-. 8?.' schweigen Sie doch," bat Desirce mit ge- crrötu H?"den.„Ja, ja, ernährt durch sie....«nd ich Nebw- Ü!� darüber. Denn nur für die heilige Kunst Pia« an... Aber jetzt ist das Ä!aß voll. hat mir zu viel angcthan. Ich entsage." Teloiul Freund, was sagst Du da?" rief Madame "w, uidcm sie sich ihren» Manne näherte. Sie haben Ich entsage sie sich ihrem den Ia& wich... Meine Kraft erlahmt. der Hstler in mir hne." f«••«VkV n»v V»|------ V----- getödtet. Es ist zu Ende. können. Trotzdem �de» ßtssh«", wie ihn die beiden Frauen mit 'dm beivi-s....'""schlangen und ihn baten, weiter zu känipfen, scher Eu-- Ü n kein Recht habe, zu entsagen, Ihr hättet 'leistete>L'ancn nicht zurückhalten.....- GlZi� Widerstand. Zuhalte? S"b ex»ach uild versprach, noch einige Zeit !. Mtkick,-» sie es haben wollten,' aber es bedurfte '"gen. llen und Schmeicheleien, um ihn dahin zu �Mach"�in-telst,i>tde später saß der große Mann. Hungrig ,, sPenseroi-t; �'nen Alonolog und erleichtert durch seine J'" guten, m il an einer Ecke des Tisches und verzehrte ei,,- Appetit sein Abendbrot; er verspürte von alledem /"kr Abspannung, wie ein Schauspieler, der bei l hatte e"ie lange und sehr anstrengende Rolle ge- 2""»b'SÄ Schauspieler, der ein ganzes Theater ge- sei"icht-m.ch" Thränen ans der Bühne vergossen hat, "%» Sfoftfl"'"1 mehr daran, sobald er draußen»st. Mit stum und seiner Perrücke läßt er auch seine innere 1 geröthctcn Augen und pochendem Herzen nach Hanse zurück kehren,»vo die Anspannung ihrer Sterven sie noch lange nicht einschlafen läßt. Die kleine Desires und Mine. Delobelle schliefen in dieser Nacht sehr»venig. IV. In S a v i g n y. Der Aufenthalt der beiden Familien in Savigny »vährcnd eines Monats»var ein großes Unglück. Nach zivei Jahren fanden sich Sidonie und George »vieder auf dem alten Gute zusammen, das zu ehrivürdig »var, um sich ans immer gleich zu bleiben nnd»vo die»»»»- veränderten Steine, Teiche und Bäume»vie ein Hohn ans alle! Vergängliche und Wechselnde erscheinen. Nur zivei festere und ehrenhaftere Charaktere hätten diese Wiederannäherung standhaft ertragen. Klara freilich war niemals so glücklich gewesen und nie »var ihr Savigny sv schön vorgekommen. Welches Ver- gnügen, ihr Kind auf den Rasenplätzen spazieren zu führen, ans denen sie selbst als Kind mit hcrningesprnngen; sich als junge Mutter auf die überschatteten Vänke zu setzen, wo ihre Mutter sie einst spielend überwacht hatte und am Arme Gatten alle Winkel»vieder auszusuchen, ,vo sie einst glücklich zusammen gespielt hatten. Sie empfand ru, stilles Glück, jene ruhige Zufriedenheit eines still dahin- fließenden Lebens und den ganzen Tag über rauschten ihre taugen Hauskleider aus den Wegen,»vobci die kleinen Schritte des Kindes, sein freudiges Geschrei und seine Ausgelassenheit ihren Gang hemmten. Sidonie nahm selten an diesen Spaziergängen theil. Sie behauptete, Kindergcschrei ermüde sie,'»vobei ihr der jede der alte Gardinois zustimmte, der benutzte, um seine Enkelin zu kranke» dies am besten dadurch zu erreichen, daß »viegcnd»uit Sidonie beschäftigte und sie feierte, als bei ihrem letzten Aufenthalte. (Fortsetzung folgt.) Gelegenheit Er glaubte er sich vor- noch mehr tU'psla»im» luttyen. Eine öffentliche|ferI'>mmU»»g der Uergalder und Uergalderimte»» tagte am 30 Juli in Fcuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75. Das Referat hatte Herr M. Baginski über- nouimen und derselbe fand großen Beifall. Leider war die Ver- i'aimnlnng schlvach besucht. Die Kollege» möchte» ersucht sein, »n Zukunft etivas zahlreicher zu erscheinen. Den Inhalt des Referats finden die Kollegen in Nr. 179 dieses Blattes(General- versaminlung des Wahlvereins kür den G Wahlkreis). Die Sperre über die Firma Methloiv& Ko wurde auf Antrag nach längerer Debatte aufgehoben, sowie einein Kollegen in dieser Sache Rechts- schütz zugebilligt. Die sonstigen Verhandlungen»varen von unter- geordneter Bedeutung. Montag, de» St. Juli, und Montag, den 4. August, fanden in Scheffer's Salon, Jnselstr. 10, zwei Versammlungen des Verbandes der Vergolder, Goldleistenarbeiter und Berufs- genossen statt. In ersterer wurde aus dein Kapital von Karl Marx en» Ab- schnitt(Kauf und Verkauf der Arbeitskrast) vorgelesen. Sodann gab der Kassirer, soweit es möglich, den Kassenbericht, welcher endgiltig in nächster Versannnlinig erfolgen wird, da durch ver- schiedeue Umstände eine klare, übersichtliche Abrechnung nicht er- folgen kann. Sodann kam eine Werkstattangelegenheit zur Sprache,»velche einein dazu geivählten Schiedsgericht von fünf Personen zur Regeln»»» überwiesen»vird. Den Hamburger Kollegen wurden auf Vorschlag des Vorstandes 100 Mark be- villigt. In der am 4. August stattgefundenen Versammlung mit der Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Verschiedenes fiel der erste Punkt nach längerer Debatte, um nach 14 Tagen endgiltig geregelt zu werden. Jedoch trifft keiner der verantivortliche» Personen eine Schuld. Zu Punkt 2 stellte ein Mltgl»r0 den Antrag, den Hainburger ausgesperrten Arbeitern hundert Mark aus der Filialkasse zu beivilligcn, jedoch mußte der Antrag fallen, da zur Zeit völlige Ebbe in der Kasse herrscht und die Filiale außer Stand ist, auch»ur die Hälfte ver Summe zu bewilligen. Der Vorstand gab bekannt, daß in »ächster Zeit eine Regelung des Vertrauensmänner)»fftems eintrete»»»vird, um den jetzigen Mißständen»venn möglich abzu- helfe». Ferner»vurde beschlösse», am 81. August eine Familien- Partie zu veranstalten. Zeit des eventuellen Abmarsches, sowie Art der Zusammenkunft resp. Ausflugsort wird in der nächsten Versammlung bestimmt. Nachdem noch über den Anschluß unserer Hamburger Kollegen an die dortige Gesammtheit der ausgesperrten Arbeiter eine»vettere Debatte gepflogen, schloß der Vorsitzende die Ver- sannnlung. Ei»»e Ucrsau»u»l»tng des Uerei»»« zur Mahruug der Interrffe»» der Kerlinrr Dachdeckicr tagte am Sonntag, den 3. Augilst, bei Schlüter, Kleine Markusstr. 10. Tagesordnung: 1. Bericht von» Stiftungsfest. 2. Kassenbericht vom 2. Quarial 1890. 3. Wahl des Bibliothekars. 4. Verschiedenes. Der Berich» vom Stistungsfest»»nd Kassenbericht vom 2. Quartal 1890 wurde für angenommen erklärt»nd dein Kassirer Decharge ertheilt. Antrag Delahexe, einen neuen Vorsitzenden z» wählen; oorgeschlagen »vnrden Delaheye, Hämerling nnd Lange, geivählt»vuroe Delaheye als erster Vorsitzender. Als Bibliothekare»vnrden die Herren Lange und Rolenbaum vorgeschlagen, Herr Lange geivählt. Zu Revisoren»vurden die Herren Rosenbauin und Schauerte geivählt. Angeregt wurde von Thiele der Besuch des Sommeruachts-Balle- des R a l» ch k l u b s.,G e»u ü t h l 1 ch k e i t" ain Sonnabeild, den 16.'August,»n Kliem's Volksgarte», Hasenhaide 14. Es wurde von der Versammlung demgemäß beschloffen. Zu Bannerträgern wurden ge>vählt. Hämerling zu»» Bannertragen, Lange und Knebel zum Beglclte». Da»veiter nichts Wichtiges vorlag, schloß der stellvertretende Vorsitzende die Versammlung. Der Derei» der Dlätterinne» hielt seine Mitgliederver- sammlung am Montag, den 6. August, in Jordans Salon, Neue Grünstr 26, mit der Tagesordnung. 1. Vortrag, 2. Diskussion, 8. Verschiedenes ab. Dieselbe»var so stark besucht, daß Tische- und Stühle aus, dem Saal entfernt»verde» mußten,»im einiger »»aßen Platz ,»» machen, um den noch draußen Stehenden Einlaß zu verschaffen.'Nachdem Frl. Biedermann das Protokoll ver- lesen hatte,»vurde, da der Referent noch nicht erschienen»var zu Punkt 3 der Tagesordnung der Versaunnluug»nitgetheilt, daß in den letzte» Tagen»n den» Geschäft von Philippsohn u. Leschziener, Kaiserstraße. eiiir Plätterin von einem der Herren Konfektionäre »vegen kleiner Preisdisferenzen zur Erde geworfen und geschlagen worden ist. Besagte Plätterin hat sich vom Arzt ein Attest geben lassen und»vird gegen den Konfektionär de» Klageiveg beschreiten. Ferner»vurde»»ach einer Mittheilung deS Herrn Möhring,»vei- eher ein Flugblatt der Hamburger Plätterinnen verlas, Ur Vcrsammlnng empfohlen, diese zu unterstützen. Hierzu sprachen Fräulein Hoffmann und Herr Koopmann. Lctzlerer machte der Versammlung den Beschluß der Streik- Kontrol- Kommission bekannt,»velcher besagt, daß Alles disponible Geld den Hamburgern zugestellt werde, da die Roth groß sei. Die Versammlung bewilligte einstimmig 200 M. Hierauf erhielt Herr M. Baginski das Wort zu seinem Vortrag: „Die Frauensrage." Red. cr entledigte sich seiner Aufgabe»mter reichem Beifall der Amvescnden. In der Diskussion sprach Herr Koopman» und schloß mit einem Appell, rege für den Verein zu agitiren. Ei» Antrag des Fräulein Hulda Tacke, 15 Minuten Paule eintreten zu lassen zu» Aufnahme»euer Mitglieder,, vurde angenominen. In derselbe»»vurden 23 Mitglieder aufgenommen. Nach Wiedereröffnung der Versammlung machte Herr Möhring noch einige geschäftliche Mittheilungen betreffs der Frageboge», machte noch auf die ausgelegten Flugblätter der Offenbacher Fraueukasse aufmerksau»»nid schloß mit einem Hoch auf die Ar- beiterinnenbeiveguug die Versammlung. Theater. Sonnabend, den 9. August. Lrirdvich-Milheliustädt. Thrater. Der arme Jonathan. Maliner» Theater. Mamsell Ni- tauche. Viktoria- Theater. Stanley in Afrika. (Ostend- Theater. Das Schloß am Meer. Adolph Ernst» Theater. Der Goldfuchs. KeUeallianee- Theater. Der Siau» tilus. Kroll's Theater. Geschloffen. Englischer Garten. Direktion: C. Andress. Alexander strafte 27c. Auftreten der Chansonnette Fräulein Elirenield. Austreten der Kostüm-Soubrette Fräul. Rosa Valerie. Austreten des Gesangshumoristen Herrn Ziegler. Auftreten des Malabaristen und Equi- lebristen Mr. Charles. Auftreten des Professors Herrn Jean Clemont mit seinen dressirten Schweinen, Esel und Gänsen. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags ßVe Uhr. Entree Wochentag? u. Sonntags 80 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Der Garten ist an Vereine f. Sommer- festlichkeitenm.Spezialitäten-Vorstellung zu vergeben. Ailblissmeilt Bnggenhagfen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Garten-Concert. Direktion A. Uödmaun. Dienstag und Freitag: Walzer-Abend. Fnh'/Sa Wochentags 10 Flg., ijllli cu sonn- und Festtags 25 Pfg. Bei ungünstiger Witterung in den unteren Restanrationsräumen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial-Ausschank von Patzenhofer Export-Bier, Seidel 15 Pf. Die oberen Säle bleiben bis auf Weiteres wegen Nenovirung geschlossen. kill F. Müller. Pastage 1 Tr. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. Hervorrag. Seheirswürdiak. d. Residenz. Diese Woche eine höchst interessante Reise durch die malerischen ober- italienischen Alpen und auf viel- seitigen Wunsch 1. StblH. London mit dem Jubtläumsfestzug der Königin Victoria. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonnement 1 M. Allen Kollegen und Arbeitern empfehle mein Weijj- u. MirW-Vitt-Lokal. 1256 K. Ulente, Lutherstr. 46. Empfehle allen Freunden und Be- kannten meine DeeiiHation, Wch- u. BckM-Bm-LM. Vereinszimmer für Arbeitsnachweis und Zahlstelle steht zur Verfügung. GaN Mrangrlftr. 84, 1804 Restmant M. Stramm, 123. Rättea str. 823, verbunden mit Fremdenlogis. Herberge und Arbeitsnachweis des Ver- eins der Klempner. Empfehle meinen allbekannten vor- züglichen F rülistUck-, Mitiag- und Abendtisch. Sonstige Speisen und Getränke in bekannter Güte. 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Abfahrt: Görlitzer Bahnhof 1 Uhr 35 Min., Schles. Bahnhof 1 Uhr 21 � R. Luis. NB. Das Kommervergniigen findet am 16. August im Elysium Achtung Drechsler! Gedenket der Hamburger!. m Die Zahlstellen befinden sich bei ZU. Zllagcns, Reichenbergerste. � und Sonnabends von 3— 10 Uhr Abends: 1. Drrodrnerstr. 110, 2. b erger str. 16, 8. Langestr. 34, 4. Kfralsnuderstr. 08. 162_ Die Lohnkommission«��' Verantwortlicher Redakteur: Emst Kaake in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kadina in Berlin 8W„ Beuthstraße 2. Hier.'» eine Keilas�' Nr. 183. Sonnabend, den 9. Angnst 1899. "Z. Jahrg. LrckQles. des srüneu Tisches. Die Gerichts- Tliacn»?. des Kmnmergerichtsbezirkes haben in den letzten erbalt»» m � von den ihnen zugefallenen Gehaltserhöhungen fleinm-vh S." cit,er Gehaltserhöhung kann unter den bekannt " Umständen keine Rede sein, thatsächlich hat nur eine durrf. �eguurung stattgefunden, bei welcher alle Unterbeamtc Beins» für die Zukunft benachtheilt worden sind. Im bemnJ e r?. Kammergerichts werden mehr als tausend Unter- ander»« a davon sind aber nur 381 festangestellt, die kein»« m, 7� � erhalten nur Diäten(68—78 M. nionatlich) aber beträfe Ä�vgsgeldzuschub, welcher für Berlin 240 M. im Jahre Nut L'm i�e. diätarisch beschäftigten Hilfsbeamten— sämmtlich Müss-n o Zwllversorgungsschein vom Militär abgegangen— Nickt°t.n' Zuweilen auch 10 Jahre auf ihre Anstellung ivarten, ,n erfn!' um � für den Unterbeamten erforderliche Qualifikation ffunsti��'�Gegentheih sie müssen schon nach dem ersten Jahre alle nickt fl?"ren �ues Genchtsdiencrs kennen, vielniehr werden sie ungestellt, weil der Fiskus so lange den Wohnungs- kate'aoriT' i,>"spart. Diese ganze, besonders schlecht bezahlte »nberücks!�. der sogenannten Gehaltserhöhung ganz und gar tannirr„' j ö' geblieben. Die 381 angestellten Unterbeamten Gelialt..'« drei Klassen mit 800, 1000 und 1200 M. dag I. bezogen daneben 240 Bt. Wohnungsgeldzuschuß, so in ......... �WW>>WWW»W IjS die letzte Klasse immerhin auf 1040 M. stand. Da in- iedn Borrücken in eine höhere Gehaltsllasse immerhin bis ält�.'fuyre dauern konnte, so war der Ausweg getroffen, daß die %,r" Beamten jeder Klasse unter dem Titel„Lokalzuschnß" eine Beamt. 160 M- pro Jahr erhielleu, so daß die älteren .Ji" �kasse außer dem gleichmäßigen Wohnungsgeld- bet««' 1160 beziv. 1360 M. bezogen. Die erste Segnung in gn�n'�rhaltserhöhung" ist nun die, daß der Lokalzuschuß tz� Lfuü gekommen ist. Da sich die Justizbehörden in dem erk«s.n befinden, daß die neue Ordnung der Tinge eine Gehalts- darstellt, so mußte ihnen der bisherige Lokalzuschuß als des an.' ZU viel und daher überflüssig erscheine». Tas iväre aber noch ein®a!$en. wenn man die Beamten in diejenige Gehaltsklasse -& ,'d.f hätte, in denen ihre bisherigen Bezüge auslaufen, 4 t\ i" 960 M. in die 6. Klasse mit 1000 M.. 1160 M. in die mit 1200 M. und 1360 M. in die 2. Klasse mit lw»n„ v über die Behörden sind von dem Gesichtspunkt ausgc- iiun ra- �uß der Lokalzuschuß als besonderes Bencsizium nicht � f gehört und daß dieser letztere allein sür die Klassi- izg« L maßgebend sein dürfe. So sind denn Beamte mit in, Aehalt(inkl. Lokalzuschuß) aus der bisherigen I.Klasse berin. Klasse(1200 M.) andere mit 1160 M. aus der bis' SÄ5--8""" versetzt worden u. s. w. M. kann ihnen zwar nichts gekürzt An den werden, aber 11DU Utl. rann ryiicn zwar>ury,v grrurzr u truc, "itl" Ehalten jetzt innerhalb ihrer neuen Klasse 60 M.„zu- in ho, bicse 60 M. werden ihnen beim Vorrücken angerechnet riickon.eise, daß sie, wenn sie in die nächst höhere Klasse aus- In.' uicht 100 M., sondern nur 40 M. Gehaltserhöhung er- sich ü'--� uzn kommt noch, daß diejenigen Beamten, welche "un j." in der ersten bczw. 2. Klasse befanden und deu,.• 8 4- bezw. 5. Klasse zurückversetzt sind, in ihrem ganzen bng sm l!le Aussicht haben, in die erste Klasse zu kommen und herj.'uximalgehalt zu erhalten. Die meisten Beamten der bis- »lle?. Klasse haben ein Lebensalter von 50 und ein Dienst- Aaff». 30 Jahren hinter sich, wollen sie jetzt noch i» die erste fcieniV l angen, dann müssen sie 70 Jahre alt werden und 50 *.Guhre hinter sich haben, was wohl erst bei einem vom ..... 1 v 1, f f...*• y.._ r j. �Ufi�ovZ-'. �TV*" i•""V t------ r-—--,-B bienfh,. Zutritt und dann ist der Mann doch auch schon längst Bx.'"tauglich geivesen. Während es bisher noch den meisten irvein.?üglich war, das höchste Einkommen mit 1360 M. zu bi»? ü'.f0 dürste es jetzt nur no die � homti r. dürste Klasse mit jetzt nur noch wenige» möglich werde», rn 1800 M. zu kommen. Unter den Gerichts- sein?? befinden sich viele frühere Vollstreckungsbeamten, welche dem Finanzministerium unterstanden und dort höhe- 1:1, niV'" �cm iyinanjimniiicriuiii uuici|tuiiucii w.. ®ehorf, bezogen, ebenso Steuerbeamte mit gleichfalls höherem derieih,.. besseren Aussichten für die Zukunft. Die Versetzung kost,,.,,'? ch den Justizdienst ist seinerzeit erfolgt, weil die Gerichts- >'»ter'h"Z'°hung bem Juslizminister überlassen wurde oder weil dann«- schwankenden zollpolitischen Verhältnissen erst mehr, daben'vf"'gsr Steuerbeamte gebraucht wurden. Diese Beamten (in einem höheren Minimalgehalt begonnen und hatten dürfen h- Maximalgehalt in Aussicht; sie hätten erwarten höh-.' baß fix ihre,, früheren Ehanzcn gemäß in eine entsprechend Jag r, i«"8 eingereiht worden wären; das ist aber nicht der sie s. st8. tonnen erst dann eine Gehaltserhöhung erfahren,>ve»n �>nta». werden, um die jetzige erste Klasse zu erreichen. Halle,,'venige Beamte haben zwar niomenta» eine Zulage er- fchlickto,if�'')Ü>''ben sie aber ihre Aussichten sür die Zukunsl»er- SilatS"t. Wer aber auch wirklich das Glück hat, in die erste %bo,' tammen, der braucht es kaum noch, denn dann sind die �versorgt und die Bedürfnißlosigkeit deS Alters ist längst �»Uckt l'' Die Unterbeamte» des Gerichts sind sämmtlich der d>sl>:>.,' Z. � besser gewesen wäre, daß Maximalgehalt auf B:.'0" Höhe zu lassen, dafür aber die jüngeren i 11 st o, r besser z u bezahlen und rechtzeitig an- iu e n, weil diese sich einen Hausstand zu gründen, Kinder habe»„,r,e" und zu erziehen, überhaupt viel größere Ausgaben '«ls das hohe und höchste Alter. f�asiPof treue Kinder Kranlienhaus in der Neinickendorfer- "«chdon"st" 3UV Aufnahme bettlägerig Kranker eröffnet worden, dar ack! poliklinischen Behandlung kranker Kinder schon ■pamn Dogen begonnen worden ist. Eröffnet wird zunächst der siegt für diphthcriekranke Kinder knit 30 Betten. Derselbe Uutz o-" Krankenhaus sür sich dar; er hat einen eigenen'Arzt chsstijff,. oigene Oberwärterin. Der Pavillon ist langgestrcctt, b°N»j,, bnt zweistöckigem Kopfbau, und wird der Länge nach tthült Mittelkorridor durchzogen, der von oben her Licht h«" .".Kopf bau enthält Wohn- und Cchlnsräume sür einen ''" dgesckoß ist lediglich für die ""k, der Pavillon von der Skord- 5" bieses."'tretende gelangt zunächst an das Psörtnerinzimmcr; >n Ichließt sich die sogenannte Schleuse an, ein Zimmer, ist welch' I>»1 v.v......—— MX. WWW» I W) z» i'r. bon Ein- und Ausgehenden Gelegenheit gegeben ist, �fnab». f"Wren. Für die Kranken besteht noch ein besonderes KiU,»,.. �'»i'ucr mit Badcvorrichtung. Gegenüber dem Pförtnerin- n" Tan � t sich der Operationsraum für Trachcotomien, der Me(,.9 biirch drei Fenster gut erleuchtet wird und für abend- MJetatin«?■ cn»lit Gasbeleuchtung versehe» ist. Zunächst dem �"irte-b'Z">u»er liegen zwei Zimmer für schwerkranke und stets welche so hergerichtet sind, daß die Luft darin ft?baraip ,.."�"3 gehalten wird;'auch sind dort Zcrstäubnngs- ""ig;. Zur die Einathmung von Heilmitteln aufgestellt. Ten h�'ger fim"n des Pavillons nehmen die Krankeusäle für die . Zstüscko»'st""ud leicht erkrankten Kinder ein. Verstreut sind "b« boi<„ die Tiensträume für das Dienstpersonal. Das Süd- fchstu. Bavillons enthält ein großes Zimmer für Rekonvales- stststri'e."' gegenüber liegt ein sog. Tagesraum, der den Ge- 811 fnn0n""t 0n"ä leicht Erkrankten über Tag als Aufenthalt u. Ergänzt wird der Tageeraum noch durch eine offene Halle, die sich an der ganzen Südwand des Pavillons hinzieht. Der ganze Pavillon ist so hergerichtet, daß leichte und schwere Kranke räumlich streng von einander geschieden iverden; für jede der beiden Kategorien bestehen besondere Bade- und Klosetvor- richtungen. Außer dem Diphtheriepavillon wird das jiranken- haus, wenn eL völlig fertig gestellt sein wird, noch fünf Pavillons enthalten. Drei davon sind zur Aufnahme von Kindern mit ansteckenden Krankheiten bestimint, je einer für Scharlach-, Masern- und Keuchhustenkranke; die beiden übrigen für Kinder mit anderen inneren und mit äußeren Leiden. Jeder Pavillon bildet ein Ganzes für sich und hat keinerlei Berührung mit einem andern, so daß die Ucbertragung von Krankheiten nach Möglich- keit ausgeschlossen ist. Nur der chirurgische Pavillon und der- jeniae für Kinder mit nicht ansteckenden Leiden dürfen miteinander Verkehr pflegen. In Angriff genommen wurde nach Vollendung des Diphtheriepavillons zunächst der für Scharlachkranke. Er ist jetzt nahezu fertig und ivird in kurzer Frist eröffnet werden. Jeder Pavillon für ansteckende Krankheiten wird SO Betten enthalten, die beiden Abtheilungen für nicht ansteckende Krankheiten je 60 Betten. Krzuglich der Uerantmortlichkeit des Lestrherrn für die Weigerung des Lehrlings, den Unterricht in der Fortbild u ngss ch u l e zu besuchen, hat nunmebr das Oberlandesgericht zu Posen die Entscheidung des Land- gerichts zu S ch n e i d e m ü h l aufgehoben und erkennt, daß eine solche strafrechtliche Verantwortlichkeit nicht besteht. Das Urtheil des genannten Landgerichts, nach welchem der Barbier Otto I a ck in Schneidemühl zu 1 M. eventuell 1 Tag Hast verurtheilt worden ist, weil er die ihm in der Gewerbeordnung auferlegte Pflicht, seinen Lehrling zum Besuch der Fortbildungsschule durch Anwendung der ihm zustehenden Zuchtmittel anzu- halten veranletzt hat, machte bei seiner Veröffentlichung in den Kreisen der Handwerker gerechtes Aufsehen. Das Land- gericht hatte eine Uebertretung des§ 126 der Gew.-Ordn. angenommen, welcher dem Meister u. A. die Pflicht auferlegt, seinen Lehrling zur Arbeitsamkeit anzuhalten, und unter Arbeit- samkeit im Sinne des angezogenen Paragraphen war vom Ge- richtshof„Besuch der Fortbiidungsschule" verstanden worden. Diese Auffassung hat nun das Oberlandesgericht mit dem Ver- theidiger Rechtsanwalt Dr. F l a t a u aus Berlin fürjicchtsirrthüm- (ich erklärt, da der§ 126 sich nur auf die Ausbildung de? Lehr- lings im Gewerbe beziehe. Die Unterlassung des Lehrherrn, seinen Lehrling zum Besuche der Fortbildungsschule anzuhalten, könne daher»ich t alS ein Verstoß gegen die im§ 126 a. a. O. ihm auferlegte Pflicht angesehen werden. Das Verusungsurtheit war aus diesem Grunde aufzuheben und, da sich die Unterlassung des Angeklagten auch sonst nicht als strafbare Handlung quali- sizirt, derselbe direkt freizusprechen. Zum Kau der MoltlrebrLcke wird der„Voss. Ztg.", ge- schrieben:„Durch die Zeitungen gehen Nachrichten, daß die Moltkebrücke dem Verkehr in diesen Tagen übergeben werden soll. Drei Jahre hat der Bau in Anspruch genommen und es soll vor kurzem eine hohe Mette abgeschlossen sein, daß auch die Paul- slraßcnbrücke ehenso viel Bauzeit beanspruchen werde. Wir meinen daher, daß der Magistrat Gelegenheit nehmen müßte, das Publikum durch die Presse darüber aufzuklären, daß die Lang- samkeir des Baues der Moltkebrücke beabsichtigt gewesen, daß die alte Brücke nicht stehen bleiben konnte, weil sie einzustürzen drohte, daß die neue aber statt in IVs Jahren in 5 hergestellt ist, weil das staatliche Projekt der Tiescrlegung des Hochwasserspiegels der Spree abgewartet werden sollte, nach dessen Feststellung es erst möglich war, die Brücke massiv, d. h. als monumentale Stein- brücke auszuführen. Daß solche Ausklärungen, wenn uicht Miß- trauen gegen die städtische Verwaltung sich einnisten soll, nothwendig, ergiebt auch die Baugeschichte der Paul- strapenbrücke. Soviel bekannt geworden, ist für diese Brücke im Jahre 1888 die erste Rate von der Stadtverordneten- Versammlung bewilligt; es verstreicht nunmehr also das zweite Bausahr, ohne daß mit dem Bau begonnen worden ist. Warum? Niemand kann darüber Auskunft geben. In derselben obengenannte» Zeitungsnotiz wird mitgethcilt, daß die proviso- rische Holzbrücke neben der Moltkebrücke als altes Holz verkauft werden solle, weil eine passende Verwendung fehle. Und doch hat vor Jahrcssrist der Grundbesitzerverein Nordwest an den Ma- gistrat petitionirt, daß diese provisorische Holzbrücke neben der Baustelle der Paulstraßenbrücke nach Fertigstellung der Mollke- brücke als Jnterimsbrücke errichtet werde. Der Erlös aus der Brücke, wenn sie als altes Holz verkauft wird, ist verschwindend gering, der Nutzen, welchen sie als Jnterimsbrücke noch stiften kann, ist sehr bedeutend. Das Bedürfniß der Brückenverbindnng im Zuge der Paulstraße ist ein durchaus dringendes. Man sehe sich nur die Wege an, welche die Leute aus dem Westen mache» müssen, um heute zum Laudcs-Ausstellungspark zu kommen. Noch viel nothwendiger ist diese Brücke aber sür die Bewohner von Moabit, weil diese vom Westen abhängiger sind. Die technischen Bedenken wie Bohlenbelag, Rampenschaffung u. s. w. erscheinen uns einem so dringenden Bedürfniß eines Stadttheils gegen- über kleinlich. Wir hoffen, daß Magistrat und Stadtverordnete sich nochmals überlegen werden, od sie die Holzbrncke als Brennholz verschleudern sollen, oder ob sie damit und mit ge- ringsügigem Zuschuß die Sehnsucht weiter Kreise befriedigen wollen." Die Derfälfchnng von Dahrnngsuntteln und namentlich von Gewürzen scheint in Amerika vollständig gewerbsmäßig be- trieben zu werden. Wie deutsche pharmazeutische Fachblätter mit- thcilcn, besteht in Philadelphia eine Tampfbäckerei, die sich die Herstellung aller möglichen Gewürzsorten angelegen sein läßt. Das Präparat selbst besteht aus einem Teig, der von Weizenmehl und Wasser hergestellt wird. Beim Backen erhält er die Form von Zwieback oder Biskuit und es wird dann das fertige Gebäck gemahlen und gefärbt, um den verschiedenen Gewürzen in Form und Farbe angepaßt zu werden. Durch einen Zusatz von Kurkuma erhält das ans dem Gebäck hergestellte Pulver die gelbe Farbe des gemahlenen Senses, dem es dann beigemischt wird, während durch einen Zusatz von Kurkuma und spanischem Braun eine zur Fälschung brauner Gewürze geeignete Farbe erzielt wird. Schwarze Färbung erreichte man durch Zusatz von Holzkohlen, während die rvthe Färbung, mit welcher besonders die Fälschungen von Kaycnnepfeffcr vorgenommen werden, nicht näher ermittelt werden konnte. Obwohl nun die fabrikmäßige Herstellung dieser Vcrsälschungsmittel in Philadelphia wohl- bekannt ist, erfährt doch kein Mensch, wo die Menäen dieses Fabrikats bleiben. Allerdings werden seit einiger Zeit eigen- artige Sorten von Pulver in größeren Mengen ausgeführt unter der Bezeichnung von„Pfcffer-Mischung" oder„Nelken- Mischung", wonach man sich allerdings eine Vorstellung machen kann von der endlichen Verwendung dieses Fabrikats, denn es ist nicht zu bezweifeln, daß diese gefärbten Backmaaren als„Mischungen" der verschiedensten Art je nach ihrer Farbe verwendet werden. Aber auch�die so deklarirten, nicht unbeträcht- lichcn Mengen decken bei Weiiem nicht den ganzen Umfang der Fabrikation. Wenn nun auch in den einzelnen Fällen die Art der Fälschung nicht bekannt sein mag, so steht die Fälschung an sich doch zweifellos fest. Als ri» Kewris, wie„rücksichtsvoll" das reisende Publi- kum mitunter seitens der Bahnverwaltung behandelt wird, wird vom„Verl. Tagebl." folgender Vorfall niitgetheilt, über den sich selbst dieses Blatt, das im Speichellecken sonst Großes leistet, ent- rüstet:„Es war am letzten Sonnabend, den 2. August: Der Kurierzug nach Dresden, bezw. Tetschen-Bodenbach-Wien, der fahrplanmäßig Nachmittags 5,30 hier abfahren soll, stand zur Abfahrt bereit in der Halle der Anhalter Bahn. Der Zug war stark besetzt. Das zweite Glockenzeichen zur Abfahrt war bereits gegeben, und die Reisenden warteten auf den Abgang des Zuges. Aber die fahrplanmäßige Zeit war vorbei, es vergingen 5 Mi- nuten, 10 Minuten darüber. Allenthalben erkundigte man sich nach dem Grund der Verzögerung, und da erfuhr man, daß eine fürstliche Dame(nach den in Dresden eingezogenen Erkundigungen soll es die Großherzogin von Mecklenburg geivesen sein) den Zug benutzen wolle, daß jedoch diese Dame noch nicht auf dem Bahn- Hof eingetroffen sei. Das Publikum wird ungeduldig; es will die dichtgefüllten, sonnendurchglühten Kupees verlassen, aber die Schaffner verhindern dies; es niag ruhig schwitzen und sichimWarten üben. Endlich 5 Uhr 53 Min.— also 28 Min. nach der fahrplan- mäßigen Abfahrtszeit— erschien die Dame, und nun erst, nach- dem sie(den Zug bestiegen, fuhr dieser aus der Halle. Bekanntlich fährt nun dieser Zug reglementmäßig schon mit maximaler Geschwindigkeit. Da infolge dessen von der versäum- ten Frist durch schnellere Fahrt nur einige wenige Minuten ein- geholt werden konnte», versäumte von den im Koupce des Schrei- bers dieses Sitzenden der eine Herr den Anschluß in Dresden, ein anderer den Anschluß in Tetsche», und jedenfalls ist es noch mehreren Mitreisenden ähnlich ergangen. Daß die Stimmung der Reisenden diesen Vorgängen gegenüber, zumal die fahrplanmäßigen Aufenthaltszeiten auf den Zwischenstationen, wo man sich bei der herrschenden tropischen Gluth etwas zu erfrischen hoffte, noch ab- gekürzt wurden, um Zeit zu sparen, eine ziemlich erregte war, und daß sich dieselbe in mitunter geradezu derber Weise Ausdruck gab, ist wohl leicht erklärlich. Allenthalben aber kam der leb- haste Wunsch zur Zleußerung, daß solches Verhalten der Bahn- Verwaltung öffentlich gerügt werde. Elenientaren Ereignissen oder sonstigen äußeren nicht zu bewältigenden Schwierigkeiten gegen- über wird sich das reisende Publikum ohne Weiteres fügen, aber dem erzählten Vorgange vom Sonnabend gegenüber bestreiten wir der Bahnverwaltung das Recht, einen so wichtigen Zug wie den in Frage kommenden zurückhalten zu dürfen und dadurch eventuell so und so viel Reisende zu schädigen. Dn« Köilnischr Kathhaus(Breitestraße 20a) beging am 8. August den 180. Jahrestag seiner feierlichen Grundstein- legung. lieber die Geschichte des alterthümlichen Bauwerks giebt uns eine dortige schwarze Marmortasel durch folgende Inschrift Aufschluß:„Das Köllnische Rathhaus, mehr als vierhundert Jahre alleiniger Sitz des Magistrats von Kölln bis zu der im Jahre 1708 erfolgten Vereinigung mit Berlin, wurde im Jahre 1709 abgebrochen und von Grünberg neu erbaut, diente hieraus den städtischen und auch militärischen Behörden zu Sitzungen, bot dem Köllnischen Gymnasium nach Einäscherung seines Ge- bäudcs von 1730 bis 1868 eine Zufluchtsstätte, gewährte den Stadtverordneten von 1822 bis 1870 Raum zu ihren Be- rathunaen." Das Gebäude selbst ist das dritte, welches sich auf dieser Stätte erhebt. Das erste Bauwerk entstand im Jahre 1442 und mußte 1612 wegen Baufalligkeit gänzlich beseitigt werden, um einem neuen Rathhause Platz zu machen, das 1709 von der Bildfläche verschwand. Der älteste köllnische„Rathsstuhl" befand sich, wie zum Schluß bemerkt sei, an der jetzigen Kur- sürstenbrücke. Zwauzig Mitglieder des Gesangvereins S. unternahmen am vorigen Sonnabend einen Nachtausflug nach dem Grunewald. Der frohe Gesang, welchen die muntere Schaar ertönen ließ, mußte jedoch verstummen, denn dieselbe machte bald die traurige Erfahrung, daß mit des Himmels Mächten kein ewiger Bund zu flechten ist. Ein heftiges Gewitter brach los und der strömende Regen durchnäßte die Sänger alsbald bis auf die Haut. Hierzu kam noch, daß infolge der Dunkelheit die Gesellschaft in einen Sumpf gerieth. Erst nach langem Umherirren wurde Paulsborn erreicht. Mit Jubel begrüßten die Sänger das Wirthshaus, welches noch erleuchtet war; aber die Freude sollte nicht lange währen, denn der Wirth, dessen„Arbeiterfrcundlichkeit" allerdings nicht unbekannt ist, weigerte sich den durchnäßten und erschöpften Wanderern Schutz vor dem Unwetter zu gewähren. Zu ihrem Erstaunen machten die höflich auftretenden Sänger die Wahr- nehmung, daß die Groschen des Handwerkers in den Augen jenes Gastwirlhs nicht als vollwerthig erachtet werden. Trotz aller Bitten mußten die Schutzsuchendcn, welche der Wirth sogar mit seinen Hunden bedrohte, wieder in das tobende Unwetter hinaus. Erst nach vielen Mühseligkeiten gelangten die oft von herab- stürzenden Aesten gefährdeten Ausflügler zu„Onkel Thoms Hütte". Zu ihrem Heile gehörte der Wirth dieses Waldgasthauses zu den von Seume besungenen„besseren Menschen". Derselbe nahm die Sänger trotz der frühen Morgenstunde auf daS Gastlichste auf, so daß die Sänger, welche durch die Menschenfeindlichkeit des Pauls- borner Wirths aufs äußerste empört waren, schließlich ihren Humor wiedergewannen und manches schöne Lied ertönen ließen. Eine Alnvmirung der Feuerwehr setzt nicht nur die Mannschaften und Offiziere in Bewegung, sondern verursacht auch viel Burcauarbeit behufs Anfertigung des an das Polizeipräsidium zu erstattenden'Rapports. Derselbe ist von außerordentlicher Gründlichkeit; er enthält Mittheilungen über die Lage des Grundstücks, auf welcher das Feuer stattgefunden, wie die Lage der Gebäude auf demselben ist, die nähere Bezeichnung der Brand- stelle, Löschmaßregeln, Erfolg der Löschoperationen, Angaben über Entstehungsart des Feuers, namentlich ob eine fehlerhafte bau- liche Einrichtung die Ursache gewesen sein kann; Angaben über Lufttemperatur, Luftdruck, Witterung, Windrichtung, nähere An- gaben über die Person des Meldende», ungefähre Angabe der Zeit, welche zwischen der Entdeckung des Feuers und dem Weg- gehen des Meldenden verflossen, Angabc der benutzten Melde- station, Entfernung und Zeitangabe(als Grundlage für diese Be- rechnung wird angenommen, daß der Meldende 120 Meter in der Minute zurücklegt). Bis auf Bruchtheile von Minuten wird die Zeit berechnet, die vom Allarm bis zum Eintreffen auf der Brandstelle für die Lösch- züge verwendet worden ist. Als Grundlage für diese Berechnung wird eine Fahrzeit von einer Minute für 240 Meter angenommen. Es wird ferner niitgetheilt, welche Brandmeister und Mannschaften anwesend waren, wann dieselben zur Wache zurückkehrten, wer der Eigcnthümer des geschädigten Hauses, welche Miether Brand- schaden erlitten, wie hoch sich derselbe beläust, wo und in welcher Höhe Grundstück und Besitz der Miether versichert sind. Uorstcht beim Kaden. Im Schwimmbassin der Görgs- scheu Badeanstalt, Sophic-Eharlottcnstraße zu Charlotienburg, verunglückte am Montag Nachmittag ein 19jähriger Schuhmacher- geselle. Derselbe war sofort, ohne sich erst abzukühlen, in's Wasser gegangen, obgleich er vom raschen Laufen erhitzt, schweißtriefend in der Badeanstalt angekommen war. Im Wasser traf dem Armen ein Schlagfluß; er sank unter. Ter Bademeister, welcher sofort zur Hilfe herbeieilte, fischte nach einigen Minuten bereits die Leiche des Badegastes auL dem Bassin. Möge dieser Unglücks- fall zur Warnung dienen. r Die Urliste derjenigen Personen, welche in Gemäßheit der geltenden geschlichen Bestimmungen zu dem Amte eines Schöffen beziehungsweise Geschworenen siir dos Jahr 1891 berufen werden lön.'.en, ist aufgestellt und wird vom 13. bis einschließlich 19. d. M. täglich von 9 Uhr Vormittags bis 2 Uhr Nachmittags im städtischen Wahlbureau, Poststraße 16, II, zur Einsichtnahme öffentlich ausgelegt sein. Gegen die Richtigkeit oder Vollständig- kcit der Liste kann schriftlich oder mündlich im Wahlbureau innerhalb der angegebenen einwöchigen Frist Einsprache erhoben werden. In d«n Straffen unserer Stadt bemerkt man jetzt öfter den Transport von Magnesit-Wärlerhäusern. Es sind dies kleine Häuschen von Umfang und Gestalt der kleinen Eisenbahnwärter- Häuschen, welche einem einzelnen Menschen genügenden Raum für einen dauernden Aufenthalt bieten. Der Transport, der völlig fertig gestellten Häuschen, die aus gypsfarbigen Magnesitplatten hergestellt sind, erfolgt von der Fabrik bis zum Bahnhofe auf einen gewöhnlichen Rollwagen, was sich jedes mal in unserem Straßenverkehr seltsam genug ausnimmt. Es scheint, daß der Magnesit sich für diese baulichen Zwecke besonders gut eignet, denn neuerdings sind für die Eiscnbahnstrecke Woizen-Jandicken- dorf dreizehn solcher Wärterhäuschen zur Lieferung ausgeschrieben und auch für ähnliche andere Zwecke sollen kleinere Gebäude der Eisenbahnen aus diesem Material hergestellt werden. Die Her- stellung der Magnesilplatten ist einer hiesigen Firma patentirt. Gestern Mittag gegen 1 Uhr ging das Pferd einer Droschke erster Klasse durch. Dasselbe raste die Beuthstraße entlang und rannte gegen den an der Komniandantcnstraßcn-Ecke vor dem Mäntelgeschäft von Sachs stehenden Laternenpfahl mit voller Vehemenz. Der Kutscher wurde vom Bock geschleudert und an- scheinend schwer verletzt. Auf Veranlassung einiger Herrn wurde er mit einer Droschke zweiter Klasse nach einem Krankenhause geschafft. Große« Aufsehe» erregt in Potsdam das plötzliche Ver- schwinden der sechszehnjährigen einzigen Tochter eines dortigen Hoslieferanten. Margarethe B. war von jeher ein exaltirtes Mädchen, das namentlich von der Idee besangen war, Talent zur Schauspielerin zu haben. Dieser Wahn wurde durch einen Schau- spieler von dem Potsdamer königlichen Schauspielhaus, dessen Bekanntschaft die B. gemacht, noch genährt. Zwischen den Beiden entspann sich im Lause der Zeit ein Liebesverhältniß, das fort- bestand, als der Schauspieler Potsdam verließ. Vor etwa acht Tagen wurde nun Margarethe B. von ihrem Vater zur Post ge- schickt, um dort 300 M. einzuzahlen. Sie hat dies Geld indessen nicht eingezahlt, sondern ist in Abwesenheit der Eltern mit ihrer gesammten Garderobe aus Potsdam verschwunden. Die Eltern vermuthen, daß der vorerwähnte Schauspieler dabei die Hand im Spiele gehabt hat, doch ist es den eifrigen Nachforschungen des Vaters, der bisher schon weite Reisen unternommen hat, noch nicht gelungen, eine Spur seiner Tochter zu ermitteln. Anderer- seits verlautet auch, daß Margarethe B., welche, wie ihre Eltern, katholischen Glaubens ist, einen ebenfalls katholischen Kaufmann heirathen sollte, und dieserhalb die Flucht ergriffen hat. Gi» UngliiliiofnU mit glücklicher Weise nicht allzu ernsten folgen für den Betroffenen ereignete sich bei der vorgestrigen bendvorstellung von Buffalo Bits Wild West am Kurfürsten- dämm. Einer der Cowboys, welcher eins der wilden„bucking- horses" zu reiten versuchte, überschlug sich mit demselben und wurde von dem auf ihm liegenden Thiere bedenklich gequetscht. Er mußte aus der Arena getragen werden. Ein zur Hilfe ge- rufener Arzt stellte den Bruch beider Schlüsselbeine fest und ordnete die Ueberführung des jungen Mannes nach einem Kranken- Hause an. Polizeibericht. Am 7. d. M. Vormittags fiel der Tischler Herger in dem Hause Markgrafenstr. 44 durch die Thür eines Fahrftuhlschachtes aus dem Erdgeschoß in den Keller hinab und erlitt hierbei anscheinend eine schwere Verletzung des Rückgrats, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.— Vor- mittags wurde im Landwehrkanal, nahe der Potsdamerbrücke, die Leiche eines neugeborenen Kindes weiblichen Geschlechts aufge- funden.— Zu derselben Zeit wurde eine Frau an der Ecke der triedrichs- und Dorotheenstraße von einer Droschke überfahren. ie erlitt einen Bruch des rechten Vorderarms und wurde nach der Charitee gebracht.— Nachmittags gerieth vor dem Hause Schönhauser Allee 176 ein neunjähriger Knabe unter die Räder einer vorüberfahrenden Droschke und erlitt starke Quetschungen beider Unterschenkel.— Abends wurde ein Mann in seiner Wohnung in der Vcteranenstraße erhängt vorgefunden.— In der Nacht zum 8. d. M. sprang ein Mädchen aus dem Fenster der im ersten Stock des Hauses Culmstr. 23 befindlichen Wache des 73. Polizeireviers aus den Hof hinab und erlitt eine Ver- letzung des rechten Oberschenkels.— Zu derselben Zeit versuchte «in Mann in seiner Wohnung, in der Straußbergerstraße, sich die Pulsadern am Halse und an den Händen mittelst eines Tisch- messers zu durchschneiden. Er wurde noch lebend nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichshain gebracht.— Im Laufe des Tages fanden an vier verschiedenen Stellen Brände statt. Di« Urlvatbrl«idig«»gsklage, die der Herausgeber der vtamemKorrespondenz, H. S ch e nck, gegen den Chefredakteur der „Vosstschen Zeitung", Friedrich Stephany, angestrengt hat, gelangte gestern vor der zweiten Instanz, der dritten Ferien- straskammer des Landgerichts I., nochmals zur Verhandlung, da der Beklagte gegen das auf 80 M. lautende, verurthcilende Er- kenntniß Berufung eingelegt hatte. Beanstandet waren mehrere Stellen in einem Leitartikel, welcher in der„Vossischen Zeitung" 28. Januar d. I. �erschienen war und die Spitzmarke vom „Unbegreiflich" trug. Der Prinz zu Schönaich-Carolath war damals Gegenstand der heftigsten Angriffe seitens der„Kreuz- Ztg." und anderer konservativer Blätter gewesen, weil er im Reichs- tage das Streberthum in unverblüniter Weise gegeißelt hatte: Die„Staaten-Korrespondcnz" verspottete den Prinzen ebenfalls wegen der angeblichen Händedrücke, die er mit dem So- zialdemokraten Dich getauscht haben sollte, und wurde auf das zustimmende Augenblinzeln eines freisinnigen Abgeordneten hin- gewiesen. Der Artikel der„Staaten-Korrespondenz" ging auch in oie„Krcuzzeitung" über und nun fand sich die„Vossische Ztg." veranlaßt, in obigem Leitartikel ihrem Besremde» hierüber Aus- druck zu geben. Es wurde behauptet, daß die„Krcuzztg." a n- rüchige Korrespondenzen abdrucke und ferner wurde von einer 5iorrespondenz gesprochen, über deren Charakter in der fresse wen ig Bteinungsverschiedenheithersch e." ierdurch fühlte sich der Herausgeber der„Staaten-Korrespoud." beleidigt und strengte Klage an. Bor der gestrigen zweiten In- stanz bestritt der Vertreter des Beklagten, Rechtsanwall Dr. Lisco, daß der Kläger aktiv legitimirt sei, denn eine Zeitung sei ei» unpersönlicher Begriff. Außerdem sei die Ansicht des Vorder- richters, daß der Privatkläger die beanstandeten Ausdrücke auf sich beziehen mußte, nicht zutreffend. Die Behauptung, daß die „Kreuz- Zeitung" anrüchige Korrespondenzen abdrucke, sei ein so allgemein ausgedrückter Satz, daß der Privatkläger ihn nicht auf sich zu beziehen brauche und aus dem zweiten bcan- standeten Satze gehe überhaupt kein Vorwurf gegen den Kläger hervor. Die indirekte Beleidigung könne vielleicht nicht bestritten werden, der Gegenstand, der in der öffentlichen Meinung herabgewürdigt werden soll, müsse aber in inniger Be- ziehung zu der angeblich beleidigten Person stehen, das bloße EigentHuinsverHältniß sei da nicht ausreichend. Schließlich müsse noch bemängelt werden, daß die angebliche Beleidigung als eine öffentliche angesehen worden sei. Zum mindesten müsie doch in der Oeffentlichkeit allgemein bekannt sein, daß der Privatkläger Inhaber der„Staaten- Korrespondenz" sei und dies sei nicht der Fall. Aus allen diesen Gründen beantrage er die Freisprechung des Beklagten unter Aufhebung des ersten Urtheils. Der Ge- richtshof schloß sich indessen den Ausführungen des Vorderrichters an und bestätigte das erste Erkenntniß. Mrgcn unbefugter Eröffnung und Unterdrückung «ine« Kriefe« stand gestern die Kaufmannsfrau Bertha Kara vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts. Das Dienstmädchen der Angeklagten erwartete im April d. I. einen Brief, über dessen Nichteintreffen sie sich höchlichst wunderte. Da fand sie eines Tages in dem Herde, als sie Feuer anmachen wollte, die Ueber- reste von verbranntem Papier und einen Briefumschlag, der nicht vollständig vom Feuer verzehrt war. Sie holte denselben hervor und konnte noch entziffern, daß aus der Rückseite des Umschlages der Name desjenigen als Absender gestanden, von dem sie einen Brief erwartete. Als sie sich beim Briefträger erkundigte, be- stätigte dieser, daß er Tags zuvor einen Brief an die Dienstmagd zu bestellen gehabt, den er ihrer Herrin ausgehändigt habe. Im Verhandlungstermin legte die Angeklagte sich einfach auf's Leugnen. Der Gerichtshof hatte keine Veranlassung, die Zeugen für unglaubwürdig zu halten, sondern verurtheilte die Angeklagte nach dem Antrage des Staatsanwalts zu einer Geldstrafe von 40 M. ev. 4 Tagen G e f ä n g n i ß. Sojiolo Aetterstihk. Au« dem Sitnationsbcricht des Hamburger„Echo", den wir gestern veröffentlicht haben, geht hervor, daß noch immer über Elshundert Arbeiter der verschiedensten Berufsarten aus- gesperrt oder ausständig sind. Eine große Zahl der Arbeitslosen ist verheirathet. Daher kommen bei den Unterstützungen auch noch gegen 1700 Kinder in Betracht. Infolge der Opferwillig- keit der auswärtigen Arbeiter ist es gelungen, den Streikenden genügende Mietheunterstützungen zu gewähren, so daß der erste August, der gefürchtete Zahltag, ohne Exmissionen Ausständiger vorübergegangen ist. Jedoch halten wir es für unsere Pflicht, es allen Genossen dringend ans Herz zu legen, im Sammeln der Beiträge für die ihre gerechte Sache vertheidigenden Hamburger nicht lässig zu werden. Zwar mnß zur Ehre der gesammten Arbeiterschaft anerkannt werden, daß dieselbe recht eifrig bestrebt ist, den Hamburgern Unterstützungen zu überweisen, aber bei der großen Zahl der Ausgesperrten ist weitere Hilfe noch sehr erfor- derlich. Möge daher jeder unserer Genossen bemüht sein, unaus- gesetzt dahin zu wirken, daß den Ausständigen genügende Mittel gewährt werden können, damit dieselben siegreich aus dem Kampfe gegen die Kapitalisten hervorgehen. Der Kampf der ausgesperrten Hamburger ist ja doch Sache sämmtlicher Arbeiter Deutschlands. Versäume daher Niemand sein Scherflein zum Heile Aller zu opfern. Achtung! Schlaffer und Maschineubauarl'eit««. Unter- zeichnetcr Vorstand des Fachvereins für Schlosser und Maschinen- bauarbeiter Berlins und Umgegend fordert hiermit alle die- jenigen, welche noch im Besitz von Sammellisten zur Unterstützung der am 1. Mai gemaßregelten Schlosser und Maschinenbauarbeiter sind, auf, dieselben so schnell wie möglich, behufs Abrechnung, ob gezeichnet oder nicht an folgenden Stellen abzuliefern: Im Ar- beitsnachweis für den Süden Dresdenerstr, 116, bei Gründe!; für den Norden Anklamerstr. 49, bei Nürnberg, Abends von 8 bis 9i/e Uhr; sowie an sämmtliche Vorstandsmitglieder. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß andernfalls die Namen der Be- treffenden veröffentlicht werden. Ferner bringen wir den Kollegen zur Kenntniß, daß der Vorsitzende der Rechtschutz- kommission des Vereins, 5iollege Carl Pieper, jetzt Ritterstr. 95, vorn 2 Tr., bei Thiem wohnt und werden die Kollegen gebeten, sich in allen gewerblichen Streitigkeiten an denselben wenden zu wollen. Der Vorstand Carl Unverfärth, Naunynstraße 28, vorn 3 Treppen. Vevfslnrmlungon. „Die am 7. August auf Tivoli tagende �ZÄAi lung erklärt sich mit den Ausführungen de-•»1. -•-• Das Vorgehen der voll und ganz einverstanden. vom 20. Februar. Deshalb................, die ausgesperrten Hamburger Arbeiter thatkrastig Mitteln zu unterstützen." Ferner wurde der Antrag angenommen, die Teller��. nach Schluß der Versammlung fortzusetzen und den uerc M den Hamburger Arbeitern zu überweisen. Ferner wurde folgende Resolution angenommen! � „Die auf Tivoli am Donnerstag, den 7. Aug., ,�8„ Volksversammlung protestirt auf das Entschiedenste g s das Ansinnen des Verlegers vom„Verl. Lokal-Anzeig welcher seine Setzer zwingt, keiner Organisatton�anzug�� und den Austritt aus"dem Unterstützungsverein Buchdrucker verlangt. Sie erblickt darin eine tigung größter Art nur zu dem Zweck, bwjw.�ed Buchdrucker verlangt. Sie erblickt tigung größter Art nur zu dem Zw.... sucht des wirthschaftlich schwächeren Arbeiters ungey'n»" srohnen zu können. Daher appelliren wir an alle Arbe und Gesinnungsgenossen, sich diesem Entrüstungsprotest MG nur anzuschließen, sondern niit aller Kraft dahin daß das so gekennzeichnete Organ mit seinem Verleger n'V mehr von der indifferenten Masse durch Abonnement Annonziren unterstützt wird. Es ist Pflicht, dafür zu og'. solche Zettungen gehalten werden, die im Geiste der»> beitersache redigirt sind.". Darauf schloß der Vorsitzende mit einem Hoch auf die nationale Sozialdemokratie die Versammlung. Die zweite Volksversammlung, welche sich mit der Lage � »„fA/sttw. t„„s des Lerrn S'lstf; Drei öffentliche Dollioversammlunge» beschäftigten sich am Donnerstag Abend mit der Lage der ausgesperrten Hamburger Arbeiter. So fand die eine Volksver- sammlung unter Vorsitz des Herrn O. Klein im Saale der Brauerei Tivoli statt. Buchdrucker Werner sprach über das Thema:„Die ausgesperrten Arbeiter Hamburg?." Er sagte etwa: Wenn wir unseren ausgesperrten Brüdern unsere Sympathie entgegenbringen, so geschieht dies als Anerkennung, daß wir mit ihrer Handlungsweise zufrieden sind. Ter Kampf ist zu einem politischen geworden. Man scheut kein Mittel, die Lebensfäden der Arbeiterorganisationen zu unterbinden, und dem Protzenthum zum Siege zu verhelfen. Als in dem Jahre 1878, den Behörden die Arbeiterorganisationen durch das Ausnahme- gesetz in die Hände gegeben wurden, haben wir gesehen, wie die Behörden das Gesetz anwendeten. Wir wissen zur Genüge, welche Wunden es geschlagen, wieviel Existenzen es vernichtete. Und dennoch war man nicht im Stande, die verhaßten Arbeiter- Organisationen zu sprengen. Sie sind groß geworden. Da nun dieses Gesetz ohne Sang und Klang zu Grabe getragen wird, sinnt man auf neue Mittel, den Ardeiter zu unterdrücken. Der große Mann, der den winselnden Großgrundbesitzern und Kapi- talisten die Schutzzölle gab, damit sie„konkurrenzfähig auf dem Weltmarkte blieben", derselbe Mann gab auch jetzt den Unter- nehmern den Rath, sich zu organisiren. Ein solcher Wink mußte befolgt werden. Trotzdem in diesen Organisationen eine gesetz- widrige Handlung der anderen zur Seile steht, so hat noch kein findiger Staatsanwalt etwas Gesetz- widriges gesunden. Das Wort:„Vor dem Gesetz ist jeder Preuße gleich", ist bereits zur leeren Phrase geworden. Die Organisationen der'Arbeiter gereichen der ganzen mensch- lichen Gesellschaft zum Wohle, während die Organisationen der Unternehmer nur den Zweck haben, einer kleinen durch den Zu- fall begünstigten Klasse das Eigcnthum zu sichern. Die Unter- nehmer haben sich noch nie uni das Wohl ihrer Nebenmenschen gekümmert. Tie Unternehmcrverbände sind ein Verbrechen an der menschlichen Gesellschaft. Jedoch Herr Wörmann will Revanche für den 20. Februar nehmen. Er will den Hamburger Arbeitern, welche ihn kaltstellten, durch die Macht seines Geld- sackes beweisen, daß er noch da ist. Nicht nur die physischen Kräfte der Arbeiter verlangt man, man will auch de» Geist knebeln. Aber hier wird die Arbeiterschaft Deutschlands dem Kapital ein energisches Halt entgegenrufen. Nie und nimmer soll dns Protzcnthum die Genugthunng haben, triumphiren zu können. Wie ein Mann werden die Arbeiter Deutschlands ihre Brüder, die Vorhut der Bewegung, mit moralischen und materiellen Mitteln unterstützen. Wenn auch die Unternehmer in den anderen Städten lauern, um über ihre Arbeiter herfallen zu können; noch wohnt das Solidaritätsgefühl in der Brust der Arbeiter, welches im Stande ist, die Macht des selbstsüchtigen Unternehmerthums Hamburgs zu knicken.(Brausender Beifall.) In der Diskussion sprachen die Herren Hanisch. Retzcrau. Wilschke, Maciewski, Varzin, Dachs. Sperber. G rücke und Klein Dieselben erklärten sich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und legten die Motive klar, welche den Streik herbeigeführt haben. Sie ermahnten, fest einzutreten für die hungernden Brüder Hamburgs. Auch wird betont, daß mehr ''-------■--- f"-—„..* Sv � T.~ Wl*.. ---------. Aufklärung geschaffen werden muß gerade dort, woher die um bewußten'Arbeiter nach Hamburg gekommen sind, in Schlesien Polen, Preußen und Pommern. Eine Resolution wurde nach Schluß der Diskussion einstimmig angenommen, welche lautet: � o,vv%"v � v.,........ �- I—/ ÄiM«rn vW Hamburger Streiks beschäftigte, fand im Lakale des Her. hnS WiirOrtl» lülirbCH®»«f Wilsnackerstraße, statt. In das Bureau wurden oiv v Ferkel, Mitling und Reckner gewählt. Das Referat% Hildebrandt übernommen. Derselbe führte aus:_ bsi „Berliner Volksblatt", in welcher ein Arbeiter flch. de- ----..d«tnn•.i klagt, daß viele Arbeiter gar nicht das„Warum" und � Hamburger Streiks wüßten, habe bewiesen, wie nöthig es°- g{[ die Hamburger Verhältnisse immer wieder kritisirt werden- Hamburger Streik sei im Großen und Ganzen die Fo>g� � Provokation der Unternehmerschaft. Als am 20. Febru � drei Wahlkreise Hamburgs den Sozialdemokralen, Hände sielen, da konnte man so ziemlich daß die Unternehmer über kurz oder lang o*" such der Rache machen würden und blos am i({ günstige Gelegenheit dazu warteten. Diese sollte ihm � Beschluß des internationalen Kongresses vom vorigen Jayr- 1. Mai als Ruhetag zu begehe», bieten. Die Hamburger faßten aber den Beschluß, Tagsüber zu arbeiten und die n tung des Tages Abends in Versammlungen u. s. w. zu führen. Hiermit schien den Unternehmern das begehrie-�' � aus der Hand gewunden. Diese jedoch forderten in nch- c,;; Weise die Arbeiter heraus. Trotzdem laut Beschluß die � nicht ruhen sollte, beschloffen die Unternehmer Hambnrg.-, t der den 1. Mai nicht arbeite, auszusperren. Hierdurch 9. hsit wurde von den Arbeitern beschlossen, am 1. Mai die ruhen zu lassen. In Aussicht der Aussperrungen n>uroen � verschiedenen Gewerken der Streik proklamirt und Ford"" welche für später in Aussicht genommen waren, sch°� JüL-rei stellt. So forderten die Bauarbeiter, Maurer, und Maurer-Arbeit- leute, statt der bisherigen zehnstündigen, jji- zeit eine neunstündige. Die Ewerführer forderten eine ,-3. zeit, welche anstatt ivie bisher von öVe bis 7 Uhr, 6 Uhr dauern sollte und den bisher üblichen Lohn vc or- täglich. Man müsse diese Ewerführer bewundern .,. elten dieselben sechs Wochen derungen aufrecht. Als sie dies nicht mehr zu können VClUlltyCll UUflCU-Jl.<445» JIC UIC» UIClfA. Q44....... und unter den alten Verhältnissen weiter arbeiten ivou«, � hielten sie den Bescheid, nur der erhalte Arbeit, der dem verein Batet sage. Ein 2 heil gab durch die furchtbarst gezwungen nach; jedoch befinden sich immerhin»och® 233 im Ausstünde. Alles Mögliche versuche das Untern M thmn, um die Arbeiter zu unterdrücken, ihnen das 9' � gewährleistete Vereinigungsrecht zu nehmen. Die*##1 schickten ihre Schiffe zur'Ausladung nach ausländischeu und ließen sich die Waaren von dort per Eisenbahn naw bürg kommen. Weder Zeit, noch Geld wurde gespart. J».„oiii Hamburger Bankhaus sind damals IVa Millionen r«„«itflb vereinigten Großkapital niedergelegt worden, um die- schwachen, welche bekanntlich durch einen Streik leicht Z" �ke gerichtet werden, zu unterstützen. Fast alle orgamsirte» hl Hamburgs befinden sich im Ausstand. Die Ursache destei � bei den meisten die gleiche:„Tie Aufforderung zum M»»» dem Verein." Gleich den Ewerführcrn, mußten die Bau« � nach achtwöchentlichsm Kampf ihren Streik w, gemacht ansehen. Die Arbeit sollte auch ihnen nur gesta»-�,1 wenn sie aus dem Fachverein austreten. Der@0 mußte, trotz der guten Organisation, zu Grunde gern, es dem Kapital gelungen war, ca. 1500 Bauarbeiter durch ew � aus allen europäischen Ländern nach Hamburg zu imporiii. bedürfnißlos und dumm ivie sie waren, unter den befiel � Bedingungen gern arbeiteten. Auch an die Gärtner wf/i Ansinnen gestellt, aus dem Zentralverein auszutreten. D»! v------- ipl<•.:—-«■---- f:«-...?----------.c.fi— derung ist hier aber in sich zusammengefallen. von Ottensen stellten an die Direktionen der Hütten die 0.� rung, ihnen ihr monatliches Guthaben am Schlüsse des voll" auszuzahlen. Dies sollte ihnen gewährt werden,.„llst jenigen, welche in den zu den Hütten gehörenden WohiUiug Domizil haben, 20 M. Kaution, wegen etwaiger vorkoim Sachbeschädigung, und die anderen, weil sie ja zp brüchig werden könnten, 10 M. Kaution stellen, den. Auch würden Schuldenmacher entlassen. Hiernacy auch die Forderung des Austritts auS dem Fachverein.. diesen Umständen legten die Glasmacher die Arbeit � Auf diese Art und Weise wurde gegen alle Organisatione gegange;,, Refernit. fchikdett, cht_ von UnwTüensbezeug & unterbrochen, das rigorose Hand in Hand gehen der auwaltschast, wie der Polizei mit dem Untern ehmer th"" zq schildert, ivie streikende Arbeiter wegen der� Ausübung Ä setzlichen Rechtes auf unerhörte Art' und Weise von vergeivaltigt, auf Wochen ihren Familien entrissen ivordc»'Jj, ES seien jetzt noch ca. 1086 Arbeiter resp. Arbeiterinnen' gz gesperrt, lind diese mit ca. 2500 Kindern, zu unterstützen. fei nöthig, daß in Anbetracht der grauenhaften stunde, welche unter diesen Untcrstützungsbedürstigen')clUcW von Berlin mehr, wie bisher, gethan werde."V müsse_ in seiner Organisation dafür sorgen-,-c' möglichste Klarheit über die Hamburger Verhältnisse � schaffe» werde und Jeder sein Scherflein zur Unterstützw��� träge. Referent fordert auf, mit allen zu Gebote stÄ M Mitteln dahin zu wirken, daß die Hamburger Sieger blei tliJ r?<...... e,--- v.Tj...'.t«:_..-.ur; j:. oi..t: i.... � � Millarg, Rectner, Wach und Ferkel. Es wurden folgcu��.i-i lutionen einstimmig angenommen:_„Die heutige im P'» ßO*. luuuiiui eiu|uuumg uuiicuummcu; ijciuigc uu- Kasino tagende öffentliche Volksversammlung �beschließt, Kräften für die ausgesperrten, gleichviel welch enBranchen aNg-.-�i mm . eLr•lon Tigen den„Lokal-Anzeiger" angenonmien. Nach dein � aMißwort des Referenten, in welchem derselbe darlegte, daß der » l-°Ha,nburger Streik trotz seiner großen Uebel das Gute habe, .A�I�hungsprozeß der heutigen Gesellschaft etwas beschleunigt » haben, wurde die Aersammlung mit einem Hoch auf die inter- nationale Sozialdemokratie geschlossen. � 9i v der Aussperrung der Hamburger � i t e r beschäftigte sich weiter noch eine öffentliche Volks- Älung, welche in der Königsbank, Gr. Franksnrterstraße, , Vorsitz des Herrn G r ö p p l e r bei zahlreicher Aelheilignng „gff. Den einleitenden Vortrag hielt Herr Stadtverordneter 1'' dorf. Wenn auch über die Lage der Ausgesperrten in vmndurg, deren trauriges Loos ja bekannt ist, nichts wesentlich „ J. 3U berichten war, so hielt es der Vortragende doch für JMei0t den Anwesenden noch einmal in nachdriicklichster Weise „'.Machen der erfolgten Aussperrungen vor Augen zu führen darauf hinzuweisen, daß die Hamburger Vorgänge von unbe- M'darer Tragweite seien für die ganze organisirte Arbeiter- Deutschlands. Er bezeichnete es für die heiligste Pflicht U,? Leiter, mit allen zu Gebote stehenden Mitteln für die „„gesperrten einzutreten und forderte zu noch thatkräftigerer h» m' u£unS der Hamburger auf. In beredten Worten schilderte tragende im Verlauf seines Vortrages den heutigen Kampf B tP Spital und Arbeit und die ganze heutige wirthschaft- s'?' Korruption. Nicht allein gelte es, die Hamburger Ausge- zu unterstützen, sondern auch durch die Unterstützung der- awJ vK selber vor einem gleichen fSchicksalc zu bewahren. c�oßer Beifall.) In der Diskussion sprachen die Herren Gadegast, KT) Schmidt, Treuherz, Wich. Schulz und Gröppler, welcher namentlich auch den Mangel an Organisation der Arbeiter g5,Me, zu regster Agitation für die Organisation auffordernd. »oinem Schlußworte des Referenten gelangten fol- v nde Resolutionen zur einstimmigen Annahme: 1.„In Er- M»g, daß die Meisterschaft"Hamburgs unsere arbeitenden imir durch Arbeitsaussperrung dem Hunger preisgegeben hat, � P.»«• aI kl»»»7 iitifnvi* m'T™ Pstwii eines jeden zielbewußten itlrbeiters sein, unsere �. �r,. soviel in unseren Kräften steht, umteriell zu unterstützen, T,UJ die Organisation der Hamburger Arbeiter nicht zu Grunde s..? 2•«Die heute im Lokale KönigSbank tagende VolkSversamm- ung erklärt sich voll und ganz mit den Ausführungen deS Liefe- »M" einverstanden. Die Anniesenden verpflichten sich, mit alten -Vinteln für die Hamburger Brüder einzutreten, um denselben »um Siege zu verhelfen." Nachdem noch der Punkt„Verschic- venes erledigt worden war, die gelesenen Arbeiterzeitungen zu >»mnieln behufs weiterer Verbreitung derselben unter den'Ar- «ntecn der Provinz- und Landbezirke zum Zwecke der Auf- «arung und Agitation, schloß der Vorsitzende die Volks- S ammlung mit einem dreimaligen Hoch auf die Hamburger Arbeiterschaft. (Cffarloiteubnrg) : r e i n S s ä m in l- I M_.. Umgegend fand 1,7./--nugust im"Lokal �Bismarckshöhe", Wilmersdorferstr. 39, r'- Ruf der Tagesordnuirg stand: 1. Vortrag des Herrn Stein. / D'ekussion. 3. Ailsnahine neuer Mitglieder. 4. Die Beschlüsse r Generalversammlung und Verschiedenes. Der Vortrag des vwcn Stein wurde mit großem Beifall aufgenomnien. Im Ein- «inen besprach der Referent die Arbciterinnenvcrhältnisse in der yadrik des Herrn Julius Kohn in Nordhausen, die er als sehr isailrig bezeichnete. Weiter beleuchtete er die Zustände in der ~-nN.irfon�stnhrif Der Redner meinte, daß es jeden Mitgliedes wäre, für Landauer Patroncnhülsen-Fabrik. Der Redner ineinte, daß es unter diesen Umständen Pflicht eines jeden Mitgliedes wäre, für �Organisation zu sorgen, daß mit Hilfe dieser diese Zustände ........ v" SUitAOi* mprhßn ?icht Oft '»nne. st genug der Oeffentlichkeit vor Augen geführt werden ...- Nachdem noch die Aufnahme von acht neuen Mitgliedern n/Rgt war und'".......|------------- "üb. sowie auf die Beschlüsse der letzten Gencralnersamn, auf das am 10. August stattfindende Soimnerver- i.'y"" hingewiesen worden, schloß die Versammliing mit einem poch auf das fernere Gedeihen der Filiale. y,.«er Fachurrri» der Zlapierarbeiterinnen und ver» sandten Krrutsgcnossinnrir hielt am 0. August eine Ver- tu. tl 9 un Feuerstein'schen Lokale, Alte Jakobstraßc, ab. Auf Tagesordnung stand ein Vortrag des Herrn Max BaginSkr i. F,'»Frauenemanzipation". Der Referent führte aus: Die Mg» Generation lasse eS sich angelegen sein, die heutige Gc- gf, und ihre Ausflüsse einer scharfen Kritik zu unterziehen. Cl einen Seite wird ihre ewige Nothwendigkeit nachzuivelse» ,jstucht; während andere, vorgeschrittene Elemente ihre Bergäug- «chleit auf Grund der Erforschungen ihrer Bedingungen nach- �e>sen. Als ein Anhängsel der heutigen, auf der kapitalistischen Produktionsweise beruhenden Gesellschaft werde auch die heutige R."" ienform unter Prüfung ihrer Existcnzfähigkeit oder ihrer � zulanglichkeit für die heutige Zeit kritisirt. Ebenso das Ber- �Uliiip, ju welchem die Frau zur Gesellschaft steht. Redner geht ttfi!Jv0Uf kos heutige Eheverhältniß ein. Tie heutige Moral, elit- "«nden aus den Klassengegensätzen, iverde aus zweierlei Art an- f*,iQJ!bt- Dasjenige, was dem Manne mit einem ent- huldigenden Achselzucken gestattet, wird bei der Frau nut "'-"----- nun gegen die als ein tiefer ...........................„. daß die Frau unveräußerliche Eigenthum eines Einzelnen bleiben müsse, M'INlNt OI,a O,■■ A-rhalt tfiHA0»VUU a\C«V UiUUiV»«.'iv.................» Und c'lt die Möglichkeit gegeben, sich selbst ernähren zu können; ch? so ist es erklärlich, daß sich eine neue Form des Eheverhält- "'lies..... ruL.Ss.«ii-t.-fu» Nein Ar- L Bu��'n�rra tzb�Uzete lebt, als etwas Selbstverständliches betrachttt werde. vo», m/ure die Frauen, trotz aller poetischen Erguffe Schillers. sie 3"ne bis jetzt immer geknechtet gewesen seien, so hat cn »ls Ä.udgesehcn von ciiicr längst vergangenen Epoche'"'-nft* strm.'fl08 der Gesellschaft, dem Staate gegenübergestanden,-me ihn,, uch bloße Hausfrau habe mit der Oeffentlichicit wenig zu ;%%%#% den-ir 9 auf diese Verhältnisse habe». Dies Recht werce msm >a., �Wellen der freie» Dilfslmsse der Maurer. Stein- � dtz, Restauration. Süd-Westen: Kassirer F. Lehmann kassirt täglich Abends Nostiz- und Mariendorserstraßen-Ecke, Restauration, part. Westen: Kassirer A. Pardemann kassirt Montags und Sonn- abends, Abends 8—10 Uhr, bei Böhland, Bülowstr. 52, Restauration. Moabit: Kassirer Joh. Pfarr kassirt Montags und Sonnabends, Abends 8—10 Uhr, bei Fik, Birkenstraße 41, Restauration. Die Verwaltung. gtft- n»d Alekutieklub Feuerbach. Heute, Sonnabend, den 9. August, Abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Schröder-, Reichenbergersir. 24: Sitzung. Die Mitglieder werden ersucht, zahlreich zu erscheine». Gaste habe» Zutritt. pervn>ig»»g»vrrein Kronrr, Sonnabeud, 9. August, Abends 9 Uhr, im Nestaurant Brürlncr, Lothringerstr. 67; Sitzung. Die Mitglieder werden gebeie», zahlreich zu erscheinen. Ethische«Sesellschast. Sonntag, den 19. August, Abends 9% Uhr, in Schuetder's Salon. Vetforterstr. IS: Vortrag des Schriftstellers Herrn Wilh. Bölsche über: Die Grenzen der menschlichen Erkenntnis,. Nach dem Vortrag gesellige Unterhaltung und Tanz. Gaste, Damen und Herren, willkommen. Sonntag srüh Ausflug nach Johannisthal. Trcstpuntt: Morgens 7 Uhr Bahn- hos Aleranderplatz: Mittags is Uhr Nestaurant Senstleben in Johannisthal. Tischiee-Ilerri». Sonnabend, den 9. August, AbeudZ 9 Uhr, kotlbufer- ftraste 4a: Versammlung. Tagesordnung: Nähere Besprechung resp.Äeschlicbung unserer Vcreins-Vergnügungen. »arohe Landpartie der StrUmacher Kerlin« u»d zlurgegend am Sonntag, den lo. August, nach Erkner. Treffpunkt: Schlestscher Bahnhof. Ab- fahrt früh 7 Uhr. Nachzügler werden bis 9 Uhr(in der Anzeige ist irrthümNch i Uhr angesetzt) auf Station Erkner erivartet. Bon da nach den Rüdersdorfer Kalkbergen. Arbeiterbillet kostet 60 Pf. Um rege Bethciligung bittet das Komitee. Fachverei» der in Suchbindereien und verwandten betrieben br- schäftigte» Arbeiter. Heute Abend, Annenftr. 10: Versammlung. Tages- ordnung: Tie Gegner der Arbeiterbewegung und ihre gegenwärtige Taktik. Referent: Max Baginski. VviefkÄPken vor MedÄkkion. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements-Quiilung beizufügen. Antwort wird nicht ertheilt. «riestiche Für die ansgejpevrte» Kautzandwerke» Hamburg» gingen ferner bei uns ein: Schulz, Prinzenstr. 99, 2 M. Mehrere zielbewußte Tischler von S. u. Co. N.- Schönweide 5 M. Nauchklub„Kopf oben" 3 M. Bräuer, Reichenbergerstr. 145, 1,50 M. L. und D. Kl. Morgenroth, 3. Rate 6 M. Ges. von Kl. Morgenroth auf Listen 0474, 0473, 0475, 19 Beiträge von Putzern, 19,15 M. Mochert 1,50 M. Rohrleger Berger 1 M. Fachverein sämmt- licher an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäst. Arbeiter 100 M. 16. Ziehung der 4. Klasse 182. Königl. Preust. Lotterie. Zietiimg dem 8- August 1890, Vormittags, (Itii dl, Siumiii« iidct 2iO Mark lind ocu bareneinxu ütutninct* tu Pareuthe,, dcigestigi» tObnt Gewähr.) 201 Gl C5 329 549«43 852 973 1219 390 473 5G3«57 816 OOS'4075 9« 102 151)0] 203«4 89 93 8«0 90(15001 425«24 880 990»029 39 95 103 24 33« 445 15001 84 530«79 94 715 57 69 805 51 115001 73 909 28 78 4104 228 420 591 061 80 760 820 5031 212 00 99 572 003 772 923 73«056 296 40 1 37 775 879 918 88 92[30001 Till 261 390 474 85 89 «05 71 803 70 961 82 14197 201 8 33 13001 533 52 72 130(1) 85 97 771 1500) 1*005 49 243 440 62 1300) 84 523 020 32 704 48 I<>138 95 219 447 62 87 617 704 35 1 1 168 277 309 411 19 35 541 53001 90 700 991 ISOOO 4 58 145 55 317 19 51 73 432 91 520 1500) «03 8«S 980 1»058«Ö 178 404 52 500 44 05 90 018 1 30001 31 92 704 85 800 920 30 41 50 14029 178 387 97 98 428 40 79 80 570 713 800 15057 227 1500) 48 354 489 559 01 70 017 972 89 95 I«089 353[3001 451 718 820 08 72 960 08 70 17217 77 1500) 472 115001 727 45»»005 291 309 79 81 599 014 Ol 00 798 828 29 40 11*152 94 740 820 20078 15001 291 446 527 702 88 855 57 62 06 941 66 71*1010 66 119 219 57 315 460 552 020 40 727 807 15001 75 961 2*108 37 341 455 1800) 72 75 96 547 047 59 792[3001 807 907 2:1065 182 92 335 518 042 70 702 3 24358 415 895 97 904 99 23030 138 02 332 411 59 680 8>0 945 2 0249 09 819[5001 474 937 95 27172 246[ 8001 347 690 7 54 00 881 973*»028 183 274 78 312 95 418 07 92 97 014 043 852 04 972 *1*133 84 225 13004 Of-O 751 00 825 950 8,*007 110 263 308 400 67 95 533 645 720 62 825»1032 39 67 150 526 710 94 985 3*009 75 280 53[5001 99 335 80 403 39 4 0 91 053 58»»267 408 81 790»4077 257 487 518 680 831(30001 74 943»3082 140 203 403 05 052 99 771[5001 817 29 975»«039 49 93 180 62 74 86 3'U Ol 464 076 722 977 92 37038 130 ÜJ 87 123 15001 58 625 43 00 707»»062 112 98 1500) 305 2.8 458 86 550 054 1300) 852 98 973»1*024 25 01 225 1300) 302 72 098 720 977 84 40195 268 349 550 00 657 760 989 4 1 098[30001 121 210 21 39 345 84 452 751 98 905 4*157 70 271 348 83 445 47 07 509 015 21 115001 749 820 941 08[30001 88 4:>Sl7 762 63 73 817 45 40 92 910 14 19 85 4 4170 370 73 415 37[15001 502 021 30 00 778 809 13001 45 103 57 92 210[309) 83 377 400 74 530 044 98 795 847 4*1004 80 320 520 010 37 15001 53 98 853 13000) 917 59 4 7345 70 89 542 43 601 777 90 900 79 4»021 302 08 74 10 483 032 44 732 64 853 4U00Ü 30 227 72 504 98 639 708 71 5<>227 350 408 72 547 711 95 834 55 903 97 99 51054 JOS 30 525 983 5*050 02 205 305 571 619 722 47 115001 50 880 974 5»431 029 58 788 939 115001 40 5 4015 86(5(3)1 250 327 495 13000! 512 39 720 829 942 55022 104 16 54 218 55 307 89 93 052 87 813 24 5«000 8 13 «8 161 211 43 338 15001 ,80 438 81 511 03.88 017 1300) 02 701 57008 115' ml 9 43 129[15001 252 302 Ol 428 82 511 30 50 858 961 5»028 UOOüOOl 07 IOj 383 747 874 903 5<1012 III 12 42 04 239 427 558 028 1300) 81 789 «<*033 128 51 247 SO 93 532 73 711 34«»000 15 83 109 379 460 6-2 0.10 49 703 4 712 20 90 99 909«2070 351 591 079 812 13001 14 13000)«3003 370 409 001 15 47 90 908«4119 87 253 331 511 55 732 15001 984«5007 24 60 75 227 358 423 50 042 715 939 74«0137 234 410 31 85 079 820 52 907« 7102 1150)1 480 503 48 85 039 800 13001 935«»008 14 15 227 421 88 033 74 78 728 73 832 04 71 909 «1*079 256 350 93 4SI 510 08 620 808 63[1500! 920 70258 7 6 331 89 004 819 64 70 91 7 1 020 09 132 1500) SO 54 241 91 449 CO 501 70 658 78 92 707 8 7*129 7.8 250 13001 335 450 02 647 «10«4 95 729 54 916 7»028 413 544 Ol>30001 77 685 115001 790 907 95 7 4 000 97 100 88 465 709 7 5042 68 805 913 31 70114 249 404 17 6o4 703 tu 870 84 929 35 7 70/7 112 94 95 205 130001 30 346 51 737 802 989 78033 200 337 93 504 044 02 709 93 7t»0üü 188 222 304 00 412 92 020 830 902 »<*033 120 90 98 318 418 90 96 555 709 62 829 85 925 8»059 94 190 272 43/ 540 72 637 05 85 785 130001 942 59 8*107 80 240 623 028 728 48 808 31»»055 148 89 212 87 338 84 423 59 581 843 1300]»4009 42 259 15 00»*1 099 15001 914 88»5058 108 49 72 202 27 45 310 531 «20 783 800 05»«13» 241 53 00 347 73 491 095 739 803 Ol 74 902 »7481[3001 553 892»»008 09 212 92 407 500 23 90»1*100 291 331 13000) 99 15001 444 77 535[5001«20 715 53 Ol 90 9.1 U02.13 03 74 84[3001 94 453 07 72 73(3001 021«»038 128 269 818 454 020 720 72 807 919«*070 79 303 11 418 533 1300) 93 97 749 IG. Ziehung der 4. Klasse 182. Konigl. Prenfi. Lotterie. Zillüliq in III 8. August 3S90,»ko-timitla«». »In He Grwiu», Uber 2 I<* Marl st ad d-a detre.teadia.!üm«--a ui Vaieathrir heigrrngü 08 142 220 95 99 309 16 583 612 95 822 67 992 15001«»150 253 115001 84 470 72 7.89 90 889«2104«2 15»)0<»1 242 314 28 402 49 «SO 722 69 804 48 90 97 904 58« ,.163 77 81 1:8 45 294 376 413 540 690 728 852 136001«43,80 729«5008 21 87 108 498 591 97 078 7»7 ««114 295 339 07 401 30 55 549 83 861«7232 13000) 428 646 56 03 834 901 80«»021 128 63 261 617 808 22««087 203 355 15««») 70 603 27 33 60.i 57 71*000 11500] 51 58 149 71 91 216 453 051[30001 715 21 22 32 HO 89.8 908 71109 10 4 50 309 20 533 702 25 939 7*218 325 412 13 47 514 22 62 620 15001 39 ,-08.89 93» 8« 73582 745 835 59 973 74257 321 35 515 95«59 73 839 52 75013 96 145 48 309 427 9« 869 941 70001 1« 27«5 79 100 207 99 38.1 424 93(3001 012 790 859 07 7:052 988 7»200 27 350 515 17 19 Ü2Ü Oo 829 876 933 7<1245 378 484 603 800 44 »«021 240 300 544 60:1 19 702 905 77 81073 392 531 643 788 806 85 949 1300) 33 84 8*1)60 326 72 407 50.8«40 708 815 45'.'49 60 76 8»(il5 345 5 9 69 1500) 400 018 755 77»4052 218 77 328 Ol 71 130001 88 400 5 537 04.8 757 78 981»5076 9:1 121 37 130001 225 498 514 642 730 13001 808 35 910[»»0001 73»«009 20 77[ 500] 79 87 274 1,08 61 717 32 903 87i!42 149 208 41 60 99 322 441 517 43 001 49 61 94 831 ['09)3 721 189 1300) 282 500 844 00 1300) 8U1S9 529 39 05 037 «<»041 45 50 171(15001 251 80 95 427 30 31 66 033 757«»212 35 413 27 505 29 59 85 007 800 93 911 95«*18? 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529 759 874> 61129 35 382 518 28 65 13000) 220 l.ilXJO) 60 75 80 310 11 43 79[15001 90 421 33 91 570 77 714 I Fraiserci v. Wagner u. Dünnbeil, Gr. Frankfurterstr. 86, 6,10 M. Zurückgebliebene der aufgelösten Versammlung der jFreien Vereinigung der Kaufleute 81,95 M. Mehrere Arbeiter der Fisch- beinsabrik von Isaak 6,60 Mark. Arbeitsleute vom Bau Altonaerstraße 18 7,40 M.„Nackter Sperling" 5 M. Auf Liste 347 Drechsler Berlins. Von den edeldenkenden Droschkenkutschern Berlins durch Genosse H. Schug, Droschken- kutscher 27,45 M. Laske 6 M. Liste 873 gesammelt durch ein Mitglied der Ethischen Gesellschaft 8 M.'Liste 874 gesammelt in der Ethischen Gesellschaft 11 M. 20 Pf. Ungenannt 2 M. Gesammelt Schuhmacherwerkstatt P. u. B. 3. Rate 10 M. Holländisches Kaffee, gesammelt durch Tapezirer 6 M. Liedertafel der Maler bei einem Ständchen, weil die 7 nicht drin auf- ging 3,25 M. Herr L. Weißensee 1 M. Fink schlägt. Holz- marktslraße A. G. 1 M. 4 hochkonservative Mechaniker 2 M. Schuhmacherwerrfiatt Unter den Linden 60, 1. Rate 7,50 M. Arbeiter der Schuhwaaren-Fabrik R. Diester, Markusstraße 9, 5 M. N. Diester 3 M. H. S. 2,50 M. Rauchklub„Palmira", in einer Sitzung des Klubs einstimmig angenommen, 25 M. R. Schönfelder, Edlenüssen bei Peine 4 M. Die Freie Ver- einigung der Lohgerber und Lederzurichter Berlins den kämpfen- den Proletariern Hamburgs, 1. Rate, 50 M. Lithographen der Firma W. Böhme 13,35 M. Vergnügungsverein„Ottensia" 5 M. Skatklub„Rückwärts", Pallisadenstraße 47, 2. Rate, 5,50 M. Friedrichshagener Großbauer 2 M. Maler aus dem tentral- Theater 6 M. v. S. 15 M. Malerwerkstelle S. Lehmann, Hagelsbergerstraße. Pasewald, 23,80 M. Schlafmütze? 1. Mai, Henniger u. Komp., Hamburger Kollegen 1 M. Von den Glasergesellen Berlins und Umgegend 50 M. Rothes Kleeblatt SW 5 M. Mehrere Arbeiter Ostbahn- Werkstatt Berlin 10,55 M. Modelltischler Beyer 2 M. statt w d-- V--*1 Versammlung Ungenannt 1 M., 1,50 M. Weitere Beiträge nimmt �ern entgegen die Beuthstr. 3.- g, Sch. Breslauerstraße. 1. Jedes stenographisch- behauptet von sich, daß es das beste wärl\ Wir wag Entscheidung. 2. Aus angeworbenen Englänoern. P. K. 100. Wir bitten um Ihren Besuch. Ein Allonnrnt. 1871 zu Versailles., Zlnter-Uiederbrrg 6. Da ist schwer rathe«. W>r die Verantwortung nicht übernehmen. Tegeler gandstrafle. Wir geben keine Listen au». M.(Ö. 349. In dieser Stadt steht Militär. Allgem. MeWIarbeiterverem Berlins u. Umg. 'MW Grosse Versammlung Montag, ll.Ang., Abds.Svelhr, in Lelimann's Salon, Scliwedterstr. 23. Tagesordnung: 1. Vortrag: Die Entwicklung der Arbeiterbewegung. Referent: Karl Becker. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes u. Fragen. Um recht regen Besuch wird gebeten. Der Uorstand. 160 I. U.: Viktor Kurgas, Antonstr. 6. Alle Beschwerden in Vereinsangelcgenheiten sind zu richten an Joseph Hartmann, Reichenbergerstr. 73. Alle Geldsendungen an Otto Klein, Ritterstr. 15. Allgem. letallarbeiterverein Berlins ii.Umg. KIF" Grosse Versammlung"HW am Montag, 11. Aug., Abends SVs Uhr, in der Volksbrauerei, Alt Moabit 46—47. Tages-Ordnung: 1. Vortrag über: Arbeiter-Organisation und Unternehiner-Verbnnde. Referent: Herr Buchdrucker Werner. 2. Diskussion. 3. Ausnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Gnstr habrn Zutritt. Um recht regen Besuch wird gebeten. Der Dorstaud. 161 I. A.: Der Bevollmächtigte A. Schiefe!, Wilsnackerstr. 11. Alle Beschwerden in Vcrcinsangclegenheiten find zu richten an Joseph Hartmann, Reichenbergerstr. 73. Alle Geldsendungen an Otto Klein, Ritterstr. 15. Wmck kt Former n. Berilfsge». Genepal-Versammlufiig am Montag, den 11. August, Abends 8 Uhr, bei Seefeld, Grenadierstraße. Tages-Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Aenderung des Namen vom Verein. 3. Borstandswahl. 4. Verschiedenes und Fragckasten. 146 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, der wichtigen Tagesordnung halber zu erscheinen.____________ Der Vorstand. Weissensee. AußerorhenWe Vechumlung W Arbeiter- Muilgsoettivs für Meistrujee«. Umgegrnd. Montag, den 11. August, Abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn 155 Dewein, Königschanssee. Gäste haben Zutritt, auch findet die Ausgabe der gebrückten Statuten statt. I. A.: Der Vorsitzende Grüneberg. ichmin i>ll MMMmWifa _ und Kernfvgrnossrn. WM" Versammlung"WU am Montag, den 11. d. M., 2lb. 6Vs Uhr, bei Zcmier, Münzstr. 11. Vortrag des Herrn Schöpke:„Der Mensch vom Allerthum bis zur Gegenwart." Innere Vereinsangelegenheit. Verschiedenes. Gäste willkommen. 163 Der Vorstand. CeM-KrMn- n.Sterbcksse her TSscMer u. anderer gewerbl. Slrbeiter(Hamburg). 0 ertliche Verwaltung Berlin C. Versammlung Montag, den 11. d. M., 215. 8Va Uhr, bei Bolzmann, Andreasstr. 26. Tages-Ordnung: 1. Kassenberichr des 2. Quartals. 2. Verschiedene Kassenangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. 172 Die Grtoverwaltnng. Freie Vereinigung der Bauarbeiter. Mtglickr-AerslMmlW am Sonntag, den 10. August, Vormittags 11 Uhr, in Scheffer's Salon, Insel str. 10. Tages-Ordnung: 1.„Rechtsschutz und die 2lrbeiter." Referent Kollege Marasaß. 2. Besprechung über Einführung des Markensystems. 3. VereinSnngelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenom- nie». Uin zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 163_ Der Vorstand. V ereinigung(1. Drechsler Deutschlands Orisvenwaltung I. Versammlung. Montag ,11. August, Abends 8 Uhr, in Sahm's Klubhaus, Annenstr. 16. Der wichtigen Tagesordnung halber Erscheinen sämmtlichcr Mitglieder noth- wendig._ l�Z Die Beleidigung, die ich gegen Herrn E. Meyer ausgestoßen habe, nehme ich zurück und leiste 2lbbitte. 154 Aug. MUhmel. III l Mmckiter. Versammlung am Montag, den 11. August, Abends 8V2 Uhr, i. d. Central-Festsälen, Oranicnstr. 180. Tages-Ordnung; 1. Vortrag deS Herrn Zubeil über den Werth der Organisation. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 158 Der Vorstand. Versammlung her Celltral-Krknkell-ü.Stttbe- MterMuuMe herTeutschell Zimmerer G. H.-K. Nr. S.(Sitz Hamburg) Oertliche Verwaltung Berlin, findet am Dienstag, den 12. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, statt. T.-O. 1. Vortrag des Hrn. Dr. Bern- stein. 2. 2lbrechnung pro 2. Quartal 1890. 3. Verschiedenes. 148 Um zahlreiches Erscheinen der Mit- glieder, sowie Gäste, welche Mitglieder werden wollen, bittet Der Vorstand. CentiMrallken- n. Cterbckjse her Tischfiea* it. anderer gewerbl. Arbeiter(Hamburg). Oertliche Verwaltung Berlin B. Mglieher- Aersammlnng. Montag, dr» 11. August 1SÖ0, im Saale des Herrn Kloth, Dresdenerstr. 10. I. 164 Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1890. 2. Wahl des VertrauenS-Arztes. 3. Verschiedene Kassen-Augelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahl- reiches und pünktliches Erscheinen er- sucht Dia Ortsverwaltnng. NB. Montag, den 18. August, Mitglieder-Versammlung der Zuschuß-Kasse mit obiger Tagesordnung bei G e r t h, Prinzenstr. 106, Abends B'/a Uhr. Weissensee. VersmmlW hts ArrtiilS her CchuhiNcher Filiale Weissensee. Montag, den 11. August, Abends 7 Uhr, im Lokal des Hrn. Schulz, Sedanstr. 30. Gäste haben Zutritt. 156 _ I. A.: Der Bevollmächtigte. Jede Uhr unter Garantie kostet bei mir zu repariren lMWj 1 cn Mt (außer Bruch) ÄjOÜ Kleine Reparaturen entsprechend billiger. Uhren, Gold. u. Silberpaaren C.Wunsch, 2lllen Freunden für die herzliche Gratulation zur Feier unserer silbernen Hochzeit, besonders den werthen Freun- den in der Hasenhaide, sagen wir unfern innigsten Dank. Fritz Appel nebst Frau, 149_ Weidenweg 4. J. �ftlntzs Berlin N., Liesenstrasse 5. II. V olks-Buchhandlung empfiehlt frei ins Haus; Gruppenbilder der sozialdemokratischen Fraktion 75 Pf. 147 Photographie dito von 3,50—0,50 M. Franz. Revolution. Geschichte der Erde, Bauernkrieg, Wcltschöpfung in Heften a 20 Pf. Kreuzer-Sonate, 4 Wochen Vicewacht- meister, Videant consules a 1 M. Pfaffenspiegel a Heft 30 Pf., geb. 4 M. Bellaniv, 2llles verstaatl., Rückblick(40). Auswärts geg. Marken oder Papiergeld. 2lllen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich am heutigen Tage das A# ii. 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