Miss. S, Sonnabkttd. de» A3. August 1890. V. Iu>>rg. Hrgan für die Inlerefsen der Arbeiter. W | � i joinn1'!1 >ie r»". S > nicht entM Zode" v mein«' eik-Ko»° erschein,-w..Berliner Volksblatt" zmmmBW'' Jnsertionsgebühr beträgt für die 5 gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VerfammlnngS» Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Beuthttrage 3, sowie von allen Annoncen-Bureaur. ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition pst an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. - 1 Fernsprecher: Amt VI. Ztr. 4100.«- -l- r NrdÄlKtton: VeitihÜvnjze S.— Exprdttion: DrnthÜrnHe 3. akzei Achtung: et ist.|. Diejenigen Genossen, welche auf Grund des Sozialisten- ®e'"e�eä aus Berlin ausgewiesen und Willens sind, zum *■ Oktober nach Berlin zurück zu kehren, resp. vorüber- öchend zu dieser Zeit Berlin besuchen wollen, werden Mrnlit ersucht, ihre Adressen brieflich mit genauer Angabe, � sie in Berlin zu verbleiben oder nur vorübergehend Zurückzukehren gedenken, umgehend an Unterzeichnete einzu- reichen. vtto Klein, Zigarrcngeschäft, Ritterstr. 15, S. Carl lUUMxvuer, Tapezier, Kommandantenstr. 00, 8. Gottfried Schills, Zigarrcngeschäft, Kottbuserplatz, 80. Otto djicrlntch, Rhcinsbergcrstr. 29, N. Die Parteiblätter werden höflichst um Abdruck gebeten. 3 T-. % iß 25 ,, £ dar« g be- �2% mdau eine Gouls-eLMVoleLmrioV. Die„Gesellschaft der französischen Kohlengräber", on 3#;'r mächtige Kapitalistenvereinigung, erklärte im Jahre We% t.. 8' daß der Aufenthalt in den Gruben der gesündeste erusM der sich denken lasse.„Man hört", schrieben diese 'st 7?|1,,Atniöuner,„bei den Arbeitern unter Tage nur Gesang rn vo� i.. lachende Stimmen". Seitdem ist selbst von offiziellen .teifen, die nur schwer einen Wechsel ihrer Anschauungen tstreten lassen, die Thatsache anerkannt worden, daß diese !e andere Behauptungen der Steinkohlenhelden Frank- eichz eitel Lug und Trug gewesen sind, darauf berechnet, . � offpiitliAo tu täuschen, die Geseüaebnna vor , 20, l n ate, b' :ä( t--- 3,50 3u% tfranz its sch� m�iche Meinung zu täuschen, die Gesetzgebung von zl,.s! versuche des Arbeiterschutzes fernzuhalten und die s» auch der Kiuder, in den gefährlichen Betrieben so u>Penirt wie möglich auszunützen .....Das Schmoller'sche„Jahrbuch" theilt aus einer 1876 bjl«f,lcnen Schrift des Grubeningenieurs Buillemin über Um st.�engruben von Aniche eine Reihe interessanter Daten „:°le.. trotzdem zwölf Jahre bereits verflosseii sind, den- geeignet sind, als schätzbares sozialpolitisches Material �knnzeichnung der Arbeiterzustände zu dienen. Die Nniü- Aniche gehört zu den ältesten Gruben des y. s�anöösischen Kohlenbeckens; sie wurde im Jahre 1773 llr. W Die Kohlengewinnung ist in Nordfrankreich m..hosten Schwierigkeilen verknüpft; durch sehr durch- irechntl I glgen und wasserreichen Kalk sind die Schächte oft über lQüf Met« tief abzuteufen, und dann trifft man nicht selten i h./ st'�gelmäßig gelagerte Flötze von geringer Mächtigkeit, Kohlen nur mittelmäßig sind. Die Prositsucht der ,t �0�: ?öhe. 3� '�aestflschasi benutzte% oW Bmwwd, mn die jeuer. . bcso"d-.. Ä W [27 �'omont jnnior undRisler senior. Bon Alp honse Daudet. � aem Französischen von L u d iv i g K n o r r. "''glückliche Kind gerieth vor Scham und Fieber "pt die löor'"ls wenn der Fluß ihr einen Schleier .sissi gelegt und ein Brausen in den Ohren zu- .eiiiercs o- � Endlich brachte man sie in ein anderes heiler«stst"''>'er, wo der Herr Kommissar in höchst Ull9 las" feinen Milch kassce trank und die Gerichts- Q-�lrfck�� et fem Brötchen in den Kaffee tauchte, frng « fiufca. �'V"0" dem Zeitnngsblatt aufzusehen:„Ah! Anlese,!.' sogleich begann der Polizist seinen Bericht die pp. Delobetle, wohnhaft Rae de vor m„,~eine'V-"V'' eineiH3eiüitniüivv..|"v.„........,.. in . O'ÜIAO m'�le, aus der sie Herr Parchemin, Sandbaggerer, " itte-Chanmont, ohne Schaden heraus- �.md�elf drei Viertel Uhr machte di bc/ K.g Jahre alt, Putzmacherin,...... ««ufe'Ä" Eltern, am Quai de la Megifferie,■ isni ei"e ftii' einen Selbstmordversuch, indem sie sich a»"ihaft(!!)le, aus der si Sandbagge fi|l hQt"e bc lci Butte Kommissar hörte dies kauend mit der gelang- Te&st"-8 Menschen an, den nichts mehr in 'ne»le schamlose Ausbeutung der Kinderarbeit zu„begründen"; es wird behauptet. Erwachsene gewöhnten sich nicht mehr an die Arbeit in den engen gewundenen Gängen, in denen die Lüftung sehr schlecht vor sich geht! Das sichere Mittel gegen diese Schwierigkeit lieferte die rasche Entwickelung des Maschinenwesens. Man war seit Einführung der Dampfmaschine gar bald im Stande, gegen den stärksten Wasserzudrang sich zu schützen und die Schächte nach Belieben zn erweitern. Dies geschah in dem Verhültniß, als es gelang, die Fördermaschine mäch- tiger herzustellen und die tägliche Förderung zu steigern. Im Jahre 1800 förderte man mittelst Pfcrdegöpelbetriebes aus 200 Meter Tiefe ISO Tonnen zu 500 Kilogramm--- 65 Tonnen täglich, wenn man Tag und Nacht arbeitete. Durch Vergrößerung der Tonnen steigerte nian die täg- liche Förderung aus 100 Tonnen. Die 1841 in Aniche eingeführte Fördermaschine des Systems Watt, anfangs zn 12 Pferdekräften, später zu 20 bis 30 Pferdekräften, förderte 160 Tonnen per Schacht, heute heben Doppel- zylindermaschinen von 300 bis 500 Pferdekräften täglich 333 Tonnen aus einer Tiefe von 500 Metern. Die tägliche Förderung und der Schachtdurchschnitt sind jetzt also nur noch abhängig von dem möglichen Maximum des täglichen unterirdischen Abbaus. Für Aniche setzte die Betriebsleitung, bei einem Durchschnitt der Schächte von 4Meter, das Maximum auf jährlich 100000 Tomicu fest. Die Leistung des Arbeiters ist demnach auf's erheblichste gestiegen, die an ihn gestellten. Anforderungen haben sich vermehrt. Man be- trachte folgende Zahlen: cv,r,_ Förderung Produktionskosten �lU'C Hektl. pro Hektoliter 1810 108 350 1,87 Irls. 1841 235 709 1,05„ 1842 372 777 0,78„ drei Jahren fielen die Produktionskosten um 58,4 pCt. Die alte Maschine brauchte jährlich 21 240 Hektoliter Kohlen, die neue sie ersetzende Maschine nur 3047 Hektoliter, man sparte also jährlich 18 193 Hektoliter, und die neue Maschine bezahlte sich in 2Va Jahren selbst! Die Inhaber der K u x e, d. h. der Antheile am Berg merke, machten ausgezeichnete Geschäfte. Der Werth eines solchen Antheils(in Frankreich heißt man ihn denier), der tu Jahre 1786 aus 333 Livrcs, 1817 auf 1000 Frks sich belief, betrug In bärmlich, was sie gethem hatte. Was hatte sie dazu bewogen? Warum wollte sie sterben? Nun antworten Sie doch;c. Telobelle. Aber die:c. Delobelle antwortete nicht, es schien ihr, als besudle sie ihre Liebe, wenn sie an diesem Orte davon spräche. Ich weiß nicht... Ich weiß nicht... sagte sie leise, vor Frost erbebend. Der Kommissar erklärte endlich unwillig, daß man sie zu ihren Eltern zurückführen würde, jedoch unter der Bedingung, daß sie es nie wieder thuu würde. „Nun, wollen Sie mir das versprechen?" „O ja, ja, mein Herr." „Sie wollen es also nie wieder thun?" „Stein, gewiß nicht... niemals... niemals..." Endlich brachte man sie in einem Wagen nach Haus?. Aber ihr Martyrium sollte noch nicht zu Ende sein. Ter sie begleitende Polizeibeamte zeigte sich gar zu höflich, gar zu liebenswürdig. Sie that, als verstände sie ihn nicht, rückte bei Seite, zog ihre Hand weg. Welche Marter! Das Schrecklichste aber ivar die Ankunft in der Nue de Bvaque, die Aufregung der Straße und der Hausbewohner. Schon in aller Frühe hatte man den berühmten Delobelle mit verkehrt ausgestülptem Hute und zerknitterten Manschetten davoneilen sehen, und die Portiersfrau erzählte, daß die arme Frau Delobelle tvie wahnsinnig durch alle Zimmer gelausen wäre, um eine Zeile, eine auch noch so geringe Spur von ihrem Kinde zn smden. Die arme Frau halte jetzt, leider zu spät, das Benehmen ihres Kindes in letzter Zeit und besonders nach Franzens Die Kapitalisten, denen diese Kuxe eigneten, haben nicht einen Finger gerührt, um diese gewaltige Bereicherung für sich herbeizuführen. Zola in seinem„Germinal", ein Roman, der ja den Lesern des„Berliner Volksblatts" gut- bekannt ist, schildert uns in der Familie Gregoir solch eine in dumpfer Behaglichkeit vom Schweiße der Arbeiter ein Jahrhundert und länger bereits lebende Denierbesitzer- Familie. Sogar in der Zeit der wirthschaftlichen Krisis, 1878, kostete der Kux noch 50 pCt. mehr als sämmtliche Einzahlungen, die von den Theilhabern geleistet waren, mit Zinseszins betragen würden, und 20 pCt. mehr, als der Denier 1840 galt. Gewachsen sind iif kolossalem Maßstabe der Unter- nehmergewinn und die Arbeitsleistung der Grubenleute, gewachsen ist zugleich die stete Gefahr für den Bergmann und die Gesundheitsschädlichkeit der Arbeit. Die Schacht- erweiternng veränderte die Art des Betriebs, die steigende Tiefe und die steigende Intensität des Abbaus fetter Kohle vermehrte die Katastrophen durch schlagende Wetter u. s. w. Die Erweiterung der Schächte erlaubte die Einführung einer besseren Ventilation, die Herablassung von Pferden und Maschinen zum inneren Transport und dadurch die Beseitigung der Schlepperarbeit, die Höhe und Breite der Stollen stieg von 1,48 auf 2 Meter, die der Seiten- gallerien von 1,18 auf 1,80 Meter.„Man hätte also vielleicht," sagt unsere Quelle,„Beseitigung oder Ein- schränkung der Kinderarbeit den anderen für die Arbeiter wohlthätigen Folgen der technischen Fortschritte hinzufügen können, aber derselbe S p e k u l a t i o n s g e i st, der diese hervorgerufen hatte, beeinträchtigte im Fortschreiten auch mehrfach ihre guten Folgen. Die viel theurer gewordenen Schächte sollten ganz ausgenutzt werden, d. h. es sollte wirklich so viel abgebaut werden, als man zu Tage för- dern konnte. Zum intensiveren Abbau brauchte man mehr Arbeiter, mau vermehrte also die billige Frauen- und Kinderarbeit, deren Verwendung zur Bedienung des neugestalteten, inner» Transportes in erhöhtem Grade möglich geworden war." Also Einsüh- rung besserer Einrichttmgen um des Gewinnes willen, um auf's wohlfeilste möglichst viel zu produziren, und nach- dem nun endlich der Vorwand für die Kinderarbeit, den wir oben erwähnt, die engen Gänge, fortgefallen, erst recht Einspannung zarter Kinder in das aufreibende Joch der Grubenarbeit. Die Schlepperarbeit, früher durch Er- wachsene besorgt, fällt nun, da Pferde und Maschinen in den Dienst des Transportwesens unter Tage gestellt sind, Kindern und Weibern anHeim. Und man bedenke, daß der Drang, die Schächte möglichst auszunutzen, dazu führt, den intensiver und durch Gebrauch von unterirdischen Bohrmaschinen leichter gewordenen Abbau räumlich weiter auszudehnen. Früher trieb man von einem Schacht die Abreise verstanden und bei dem geringsten Geräusche stürzte sie nach der Thür oder dem Fenster, um zu sehen, ob man ihre Tochter zurückbrächte. Unter strömenden Thränen warf sie sich vor dem leeren Lehnstuhl des armen Kindes nieder... Jetzt hielt ein Wagen vor der Thür. Stimmen er- schollen von unten herauf: „Mama Delobelle hier ist sie..... Ihre Tochter ist wieder da." „Erschrick nicht, es ist nichts", stammelte Desiree beim Anblick ihrer Mutter, dann brach sie ohmnächtig auf der Treppe zusammen. Wer hätte Mama Delobelle solche Kraft zugetraut, daß sie ihr Kind in einem Anaenblieke aufheben, ins Zimmer tragen und ins Bett legen konnte. Und wie sprach sie mit ihm und küßte e?, stopfte die Bettdecken fester, wärmte ihre Füße, drückte sie unzählige Male an's Herz. Vor den geschlossenen Augen Desiree's zogen jetzt alle Einzelheiten ihres Selbstmordes, alles Entsetzliche, das sie durchgemacht, vorüber. In dem Fieber, das sie befiel und dem bleischweren Schlummer, quälte sie der tolle Marsch durch Paris; dann fühlte sie den Schlamm und Schmutz des Flusses und die Erinnerung an die Szenen auf der Wache und dem Kommissariat entlockten ihr immer die leise flehenden Worte:„Verstecke mich... verstecke mich... ich schäme mich." Sie hat versprochen, es nicht wiederzuthun. Nein, sie wird es nicht wieder thun, der Herr Kommissar kann unbesorgt sein. Wie sollte sie auch jetzt hinunter und Gänge 300 Meter weit seitwärts, jetzt 1000 Meter. Die Entfernung von Schacht zu Schacht wuchs dadurch von 600 auf 1800 bis 2000 Meter.„Dadurch", sagt unsere Quelle mit Recht,„ist die bessere Lüftpng zum großen Theil illusorisch gemacht, die Arbeit in Sackgassen mit stagnirender Luft aber vermehrt. Endlich steigt mit dem intensiveren Abbau die Entwickelung schädlicher Gase aus der frischgehauenen Kohle." Kein Wunder, daß die K r a n k h e i t s z i f f e r n der Arbeiter stetig wachsen. Die Kranken betrugen auf's Tausend: 1845 durchschnittlich 33,49 1855„ 36,70 1865„ 34,51 1875„ 89,28 1878„ 38,77 „Die h ö ch st e K r a n k h e i t s z i f f e r fällt in ein Jahr fortgeschritten st er Technik und intensiv st en Abbaus(1875)", heißt es im „Jahrbuch" und, fügen wir hinzu, in das Jahr, in welchem der K u x am m eiste n kostete, nämlich 350 000 Mark oder 280 000 Mark. Für die Aktionäre Gold in Hülle und Fülle, für die Arbeiter Siechthum in Hülle und Fülle; das nennt dann die bürgerliche Moral— aus- gleichende Gerechtigkeit. Ein kapitalistisch gesinnter Grubenarzt, Dr. F a b r e in Commentry, sagt über die nordfranzösischcn Bergleute in einer 1878 erschienenen Broschüre u. a.:„Man erinnert sich sogar, daß an den Kindern der Kohlenarbeiter schon bei ihrer Geburt gewisse Anomalien und gewisse charakteristische Berufszeichen konstatirt worden sind... Zwischen 15 und 20 Grad Celsius Wärme arbeiten die Bergleute ziemlich lange ohne Ermüdung, selbst wenn die Luft mit Feuchtigkeit gesättigt ist. Aber von 30 Grad an wird die Arbeit viel peinlicher. Die Verdampfung durch Lunge und Haut wird schwer, der Körper trieft voll Schweiß in wenigen Augenblicken, die Arbeiter fühlen bald Be- schwerden und werden von Mattigkeit erdrückt. In den Enden der Gänge häufen sich trotz Ventilatoren und Luft- schläuchen die Produkte der Athmung von Menschen und oft auch von Pferden, die Produkte der Lampenverbrennung und die der Zersetzung pflanzlicher und thierischer Sub- stanzen, welche sich in den Gängen finden, die Produkte der Entzündung der Sprengstoffe, mit denen sich die aus den abgebauten Massen entwickelteii Gase vermischen..... Besonders findet sich Kohlensäure in Menge; deren Kohlen- oxyd und Schwefelwasserstoff, welche durch ihre giftige Wirkung die Blutkörperchen zerstören und zu der Krank- heit Veranlassung geben, die unter dem Namen:„Epidemie von Anzin" bekannt ist. Schwefelwasserstoff findet sich in allen Gruben und bringt oft(z. B. beim Durch- schlag nach alten Gängen) schleunige Vergiftung: die Athmung hört auf, Krämpfe, Bewußtlosigkeit, Tod stellt sich ein. Der Reichthum der Grubenritter vermehrt sich unauf- haltsam, die Gefahren und die Arbeitspein der Gruben- Proletarier, darunter zahlreiche Kinder, wachsen gleichfalls. Im Jahre 1875 arbeiteten in den Gruben von Aniche Kinder von 12 bis 13 Jahren 48 über, 87 unter Tage, Knaben von 13 bis 16 Jahren über und unter Tage 421, Mädchen von 13 bis 16 Jahren über Tage 50; es waren 606 Kinder unter 16 Jahren in der Grube thntig, d. h. da die Gesammtzahl der Arbeiter 3414 betrug, 17,7 pCt. aller Arbeiter waren Kinder. Wahrlich, solche Thatsachen reden eine beredte Sprache für Alle, die hören— wollen. Die ländliche Ardeiterfrage. Der„Halberstädter Sonntags-Zeitung" entnehmen»vir folgen- den Artikel: „Während der neue Zusah zur Gewerbeordnung die Lage der Fabrikarbeiter und der in der Industrie beschäftigten Frauen und Kinder zu regeln sucht, ist, so lange der Reichstag besteht, bis an den Fluß gelangen. Und dann weiß die pp. Tclo- belle auch nur zu gut, daß ivenn sie nur ein klein wenig wartet, sie nichts mehr zu wünschen haben wird. Die Aerzte sagen, daß sie an einer Lungenentzündung, die sie sich in den uaffen Kleidern zugezogen, sterben könnte, aber sie täuschen sich, es ist keine Lungenentzündung. Sic stirbt auch nicht an ihrer Liebe!.... Nein. Seit jener schrecklichen Nacht denkt sie nicht mehr an Franz und hält sich nicht für wcrth zn lieben und geliebt zu werden. Es ruht ein Flecken aus ihrer Ehre und daran stirbt sie. Alle Ereignisse jener schrecklicheit Nacht sind in ihren Augen ein Schandfleck. Das Herausziehen aus dem Wasser im Beisein so vieler Männer, ihre Betäubung aus der Wache, die unsaubern Lieder die sie gehört, das Laster und Ver- brechen, das ihr auf dein Kommissariat entgegentrat, die Verachtung und die Frechheit in den Blicken der Ememmd denen der Anderen, die Späße des Retters, die Zudriug- lichkeit des Polizisten, die auf immer verlorene iveibliche schamhafts Znrückhaltilng, und endlich ihr Gebrechen, das wie ein Hohn aus ihren Selbstmordversilch ans Liebe er- schien. Ja, sie wird vor Scham sterben, dies arme Kind, das in seineu Fieberphaiitasien unaufhörlich die Worte ivieder- Holl:„ich schäme mich, ich schäme mich!... Mama Delobelle sitzt dicht am Bett und belauscht in stummer Verzweiflung diese unerklärliche Krankheit; dann greift sie schnell zu ihrer Arbeit, beim sie hat, wie alle Armen, keine Zeit zur Freude wie zum Schmerze. Sic hatte nicht einmal einen Sonntag oder eine noch so kleine Ruhe- pause. Muß sie doch jetzt allein für alle arbeiten und besitzt nicht die flinren, geschickten Finger ihres Kindes. Und dazu die Kosten für die thenren Arzneien! doch hätte sie niemals zugegeben, daß der berühmte Mann auch nur eine seiner ltebgeivordenen Gewohnheiten geopfert hätte. Wenn immer die Kranke die Augen ausschlug, stets sah sie in die bleichen Züge ihrer Mutter, die beim fahlen Morgeulichte, ivie beim Schein der Lampe unablässig bei der Arbeit saß. Das wurde allmälig Desiree's größter Schmerz. Bis- von der herrschenden Mehrheit noch kein Anlauf genommen, eine Besserung der Arbeitsverhältnisse der in der Landwirthschaft be- schäftigten Arbeiter, Frauen und Kinder zu erstreben. Durch die jahrhundertlange Versklavung, die unwürdige Ve- Handlung, die niedrigen Löhne, die lange Arbeitszeit ist der länd- liche Arbeiter auf einer außerordentlich niedrigen Kulturstufe ge- blieben. Wenn die Reichstagswahl herankommt, so erhalten die Knechte n. s. w. auf solchen Domänen Wahlzettel— was für welche wissen sie nicht, die müssen sie unter Beaufsichtigung abgeben und die Sache ist damit erledigt. „Was wollen die Herren Sozialdemokraten", sagte einmal Minister Puttkamer etwa im Jahre 1886 im Reichstage,— Sie behaupten, Vertreter des Arbeiterstandes zu sein.— Abgesehen von einigen Jndustriebezirke», die Sie vertreten, hat der ländliche Ar- beiterstand bewiesen, daß derselbe mit seinerLagezufriedenistund ihre Brotgeber und die von Gott eingesetzte Obrigkeit als ihre an- gemessenen Vertreter betrachtet und nicht Sie!"— Durch unwürdige Behandlung entsteht geistige und leibliche Roth, diese leibliche und geistige Verkommenheit erzeugt Sklaven- sinn und Unterwürfigkeit, diese veranlaßt den Herrn wieder zu Fuß- tritten und so ist die Kette geschlossen. Während der preußische Morgen(etwa ein Viertel Hektar) bei uns von 150 M. auf 1200 M., besserer gut gelegener Acker von 600 M. auf 2500 M. bis 8000 M., also um das Drei- bis Achtfache seit 25 Jahren im Preise gestiegen, hat sich die Lage der Landarbeiter beständig verschlechtert. Das Gesetz regelt diese Verhältnisse und verewigt sie. Landarbeiter, Knechte männlichen und weiblichen Geschlechts, Forstarbeiter, Tagelöhner, Schiffer n»d Gärtner werden mit der gesetzlichen Bezeichmiug Gesinde belegt. Alle diese Zlrbeitergrnppen, mithin die überwiegende Mehr- heit des deutschen Sirbeiterstandes, ist der Gesindeordnung unter- worsen. Diese Gesindcorduuugen sind allerdings in den Einzel- staaleii Deutschlands verschieden, allein dieselben sehen sich so ähnlich, wie ein Ei dein andern. Hören wir einige Bestimimmgen aus der preußischen Gesinde- ordnung vom Jahre 1810. § 77, Reizt das Gesinde die Herrschast durch ungebührliches Betragen zum Zorn und wird in selbigem von ihr mit Schelt- worten oder geringen Thätlichkeiten behandelt, so kann es dafür keine gerichtliche Genugthuung fordern. § 78. Auch solche Ausdrücke oder Handlungen, die zwischen andere Personen als Zeichen der Geringschätzung oder Ver- achtung anerkannt sind, begründen gegen die Herrschast noch nicht die Bermuthnng, daß sie die Ehre des Gesindes habe kränken wollen. Wenn das Gesinde Prügel bekommt, so darf es sich der Herr- schast nicht etwa widersetzen, wenn nicht Leben oder Gesundheit des Dienstboten durch Mißhandlungen der Herrschast in gkizcn» wärtig nnvo'.'meidtiche Gefahr gcräth.(§ 79.) Der Herrschaft sind deren Vertreter als Verwalter, Schaf-, uieister zc., gleich zu achten. Also Herrschaft und deren Verwalter können Knechte, Mägde, Arbeiter, Arbeiterinnen, Schiffsvolk und Gärtner ungestraft prügeln, letztere dürfen sich nicht widersetzen. sonst werden sie mit drei Tagen Gcfäuguiß bestraft und das„von Rechts wegen". Was heißt mm aber„geringe Thätlichleit". Das ist von verschiedenen Landgerichten entschieden. Ein Bauer in unserer Provinz hatte vor einigen Monaten sein Dienstlnädcheu, iveil solche mehrfach Abend» zu spät nach Hause gekommeu, mit einem tüchtigen Knüppel derartig verhauen, daß das Mädchen Blut spuckte und über 14 Tage im Bette liegen bleiben mußte. Auf erhobene Anklage haben Schöffen- gericht und Landgericht entschieden, daß der Bauer sein Herr- schastkiches Znchligungsrecht nicht überschritten habe, und sprach den Bauern frei. Eine solche Mißhandlung ist also gesetzlich eine„geringe Thätlichkeit" und wenn sich das Mädchen gegen diese„geringe Thät- lichkeit" widersetzt hätte, so würde sie wahrscheinlich noch obendrein mit drei Tagen Gefängniß bestraft worden sein. Hartnäckiger Ungehorsam oder Widerspenstigkeit des Gesindes, der Schifsskncchte, der herrschaftlichen Tagelöhner, Einliegcr und dergleichen, sowie derjenigen, welche sich als Land- oder Forst- arbcitcr verdünge» haben, wird mit Geld bis 5 Thaler oder Gefängniß bis zn 3 Tagen geahndet. Die Verabredung zur Arbeits- einstellnng behufs Ertnngung von Zugeständnissen oder Vortheilen wird an dem Gesinde mit Gefängniß bis zu einem Jahre bestrast. (Gesetz vom 24. April 1854.) Die Gestndoordimilg ist noch in.schönster Kraft, ob und wie weit letzterer Stachtrag durch neuere Gesetze in Wegfall gekommen, ist uns nicht bekannt. Die sächsische Dienstbotenordniyig enthält alle obigen schönen Bestimmungen und außerdem noch folgende: Der Dienst- böte ist verbunden, für eine Herrschaft den ganzen Tag zu arbeiten. Rur des Sonntags ist dem Gefinde zur Reparatur und Instandhaltung seiner Wäsche und Kleidungsstücke die unentbehr- liche Zeit zn lassen, wenn nicht Nothfall, Ernte u. s. w. dieses unthimlich macht. § 50. Der Dienstherrschaft kommt es zu, den Dienstboten jeden unangemessenen Aufwand in der Kleidung und in seinen Vergnügungen oder anderen Genüssen zu untersagen und kann weilen verlangte sie von ihrer Mutter die Arbeit, die diese ihr in dem Bewußtsein reichte, daß dies Verlangen ein Anzeichen beginnender Genesung sei. Aber die matten leblosen Finger der Kranken ver- mochten nicht die Nadel zu halten, sie fühlte, ivie ihr die Kraft zum Leben abging— ja wenn sie erst hätte sterben nnd dann wieder geboren werden können. So siechte sie hin und sagte sich bald von allem los. Der berühmte Delobelle war selten ailweseud. Trotzdem ihm der Arzt gesagt hatte, daß seine Tochter im Sterben lag, hatte er an seiner Lebensweise nichts geändert. Er liebte zwar sein Kind aufrichtig und die Mittheilung er- schütterte ihn heftig, aber diese seltsame Schanspielernatnr kannte keine wahre tiefe Empfindung mehr, gemäß jenem Gesetze, demzufolge kein Gegenstand, der ans eine schief- stehende Fläche gestellt'wird, gerade zn stehen scheint. Delobelle stellte seinen Schmerz zur Schau nnd führte ihn von einem Ende des Boulevards zum andern spazieren. Vor den Theatereingängen und in den CafceS sah man ihn mit rothen Augen und bleichem Gesicht. Er hörte es gern, wenn man ihn fragte:„Nim, armer Kerl, wie gchts denn bei Dir zu Hanse?" Dann schüttelte er mit einer nervösen Bewegung, zog eine Grimasse als wenn er Thräneu und Flüche zurückhalten wollte und durchbohrte den Himmel mit einem stummen, furchtbaren Blicke. Gerade wie er es in der Rolle des„Kinderarztes" gespielt hatte. Indessen fehlte nur wenig und seine Augen wären von dem Schleier befreit worden, durch welchen er alle Dinge in falscher Richtung sah, und beinahe hätte eine kleine fieberheiße Hand, die sich auf seinen eingebildeten, stolzen Schädel legte, endlich den albernen Wahn, der in ihm spnkle, verscheucht. Dies ging folgenderuiaßen zu._ Eines Tage? fand der Arzt zu seinem Erstaunen eine plötz- liche Besserung in Desiree's Befinden, das Fieber war gebrochen und er glaubte, ein mächtiges Aufleben der Jugendkraft kömlte die Krankheit verschenchen. Hätte er einen Blick unter Desiree's Kopfkissen geworsen, so würde er einen Brief mit dem Poststempel„Kairo", der das Geheimniß dieses Um- sich der Dieustbote nicht mit der Ausrede schützen, daß«!" eigenes Geld dafür verwendet. t Mit sofortiger Entlassung kann laut§ 96 der od« di«. w botin bestraft werden, wenn sie ausgeschickt wird unv i ausbleiben...„„M Laut§ 98 werden bei Besitzveräuderung«nes w Grundstückes die Dienstboten mitverkauft, denn dlesetK» den Dienst bei solchem Besitzwechsel nicht»erlassen. „Dienstloses Gesinde,"- d. h. Gesinde(also ,» Knechte, Gärtner, Schiffer u. s. w.), ivelches außer Stet-U s.� kommen und keine neue Stelle hat, steht laut Z 118 unter p licher Aufsicht und kann sogleich von jedem Orte ausg � iverden, wo es nicht heimathSberechtigt ist. Denn es h«? M Motiven(Gründen zu dem Gesetz):„Dienstloses Gem>°°,�, jedenfalls eine der besonderen polizeilichen Aufsicht bWU i Menschenklasse.".,„ii Bou andern der obigen Gesetze sehen wir u t. denken es ist genug, um den Beweis geliefert zu Huven, n uothwendig ist, den ländlichen Arbeiterstand zu orgamm ,, ihn zu veranlassen, mit einer Petition an den Reichstag gehen: Die ländliche Arbeiterfrage im Sinne der deutsch iverbeordnnng zu regeln. Denn von den deutschen c, landtagen, wo nur ganz allein der Großgrundbesitzer uno � fabrikant neben dem hohen Beamten herrscht, ist nichts zu � und zu erwarten. Wie diese Leute dem armen Feldpre j gegenüberstehen, beweist zur Genüge das von dem preußls« j gcordneteuhause am 1. April 1880 angenommene Feld- u» v. polizeigesetz, ivelches die bis dahin unerhörte BestinunUNg. hält§ 24 und 25. Mit Geldbuße bis zu 10 M. coent. Haft wird bestrast, wer unbefugt das auf oder an Grenz ÜJ Wegen, Tristen, an oder in den Gräben wachsende Ei' sonstiges Viehfutter abschneidet oder abrupft, oder wer% sammelt. ir) Es ist Pflicht unserer Partei, uns auch dieser Aermste � Elendeste», des Landproletariats anzunehmen, obgleich oder e'w weil wir wissen, daß deren Stimmen es waren, welche uns■ die schwersten Niederlagen in allen Wahlkreisen, wo w» i legen, beigebracht haben. ?. Die Ei iulnr. herein, c SU bring- besonders einräumt. >>«« Haltungen, fluten «enoss In i sehr beben und ich i, fl«miie® Uahr Iii «nie FInc über dies ._ Wir! find jebei ZwliM-Hv Xteb-vstchl wir ersucht, Uo» fjm*« Hrniro Wille werden Erklärung zn veröffentlichen: „Gern möchte ich zu den Genossen sprechen die nicht leicht mißverstanden und nicht durch dre erstattung oder gar durch Böswilligkeit entstellt werv � Daher sehe ich mich genöthigl, zu den augenblicklich so za persönlichen Kundgebungen noch diese zn gesellen. Zunächst noch einmal zu meinem, von Bebel an in einetj� (jJ heftig' gescholtenen,' Artikel in der„Sächsischen Arbeiterzeü� In Nr. 181 des„Berliner Volksblatt" mäßigt zwar Bebel seine Tonart, behauptet aber von mir:„Er ipenW dann in feinen Ausführungen gegen die Parteile ick U»9 � Er bezeichnete als Wirkungen des Sozialistengesetzes sui Parteileitung..— Das fällt mir nicht ein! Bebel schiebt mir hier etwas unter, was � � vermöge seiner Gereiztheit aus dem Artikel herauslesen ko«,» Möge» die Genossen selber nrtheilen, indem sie den Artikel 0%) auch Aufnahme in die„Avlks-Tribüne" gefunden hat) durchlesen. Wie ich bereits früher bemerkte, konnte ich nio daß Genosse Bebel sich durch den Artikel beleidigt sülstrii Will Bebel wissen, wer die„Wespen" sind,„in deren 4% greise", so werde ich ihm in persönlicher Rücksprache ck»»! geben. Ihn oder die Parteileitung habe ich jedenfalls gemeint. z. Und nun verwahre ich mich mit Entrüstung gegen BN. suche, meinen Aeußerungen über Parteiangelegenheiten a"$ als sachliche Beweggründe unterzuschieben. Wer Bebels ch (in Str. 192 des„Berliner Volksblatt"):„Ich bin überzeugest gerade ein Theil Derjenigen, die heute am lautesten gsüLst Fraktion schreien, am eisrigsten sich dazu drängen wird, der von ihnen zuvor heruntergerissenen Korporation zu w-J — wer dieses Wort auf m i ch bezieht, der ist falsch* ch richtet. Denn weit entfernt, mich bei den letzten WahlsU � einem Mandate zu drängen, habe ich vielmehr die m>*| gebotenen St ei chsrags Mandate(darunter da» Genossen Stadthagen) dankend abgelehnt. j, Damit endlich allgemein eingesehen wird, daß es sich( schwebenden Streite um etwas mehr als Personen Händen- 4 wähne ich hier wenigstens kurz diejenige» taktischen Vorkoin� unseres Partcilebens, welche nicht blas meine '. N*%» S\-*\ /\*4* � v** V* � K X v-v Vx � A 4% X\ ♦VA t V ll I, et 1 1 u tt q öcr—-•-'■■ gfiüßL, tagp, welche zuweilen geeignet war, die Hoffnung zu er als könne bereits auf dem Boden der kapitalistischen G-st� die Lage der arbeitenden Klaffe nennenswerlh verbessert w$ 2. Die Agitation bei den letzten Reichstagsivahlen, wet-Y«� schivunges erklärte; vier Seiten mit der Unterschrift der seili Verhalten der kleinen ZiziL auseinandersetzt alles beichtete. U Das war der Brief, von dem die Kranke lange hatte. Franz bereute imd bat um Verzeihung, ohne J zu verlangen oder zn versprechen, er erzählte seiner Freundin nur von seinen Jrrthümern, seinen Kämpst« jl Gewissensbissen. Er verachtete Sidonicu, bat Desirt, � nicht zn trauen und sprach mit einem Scharfsinn- seine ehemalige Leidenschaft einem geübten Blicke deutlich erkennen ließ, von den falschen Gefühlswallu Z und den rafsinirteu Künsten dieser berechnenden P«| Puppe.. tJ Welches Unglück, daß dieser Brief nicht wemgs Ä> früher gekommen war. Jetzt glichen diese Worte Lecker� die einem vor Hunger Sterbendeir zu spät vorgesetzt we, Wie oft las die arme Kranke diesen Brief, tro? j* sie ihn schon auswendig kannte. Franz hatte gedacht! Das genügte, um sie in süße Ruhe zu ivieg� y. dem Gefühle, es wäre der starke Arm ihres Freundes, ihren schivachcn Kopf stützte. J Plötzlich erwachte sie und befand sich in einein% cigenthümlichen Znstande. Eine Schwäche und naM jjj Angst bemächtigte sich ihrer— es war etwas ga«! f beschrciblichcs. Es war Stacht. Das Zimmer, m J schlief— man hatte ihr das größere und hellere£r der Eltern eingeräumt— lag im Halbdimkel..# Von ihrem Bette ans sah sie ihren Vater Mutter, letztere ganz in ihrer Nähe, den ersteren im Ar � ziminer, dessen Thüre offen stand. Mama Delobelle%i: der Behaglichkeit wohlverdienter Ruhe in ihrem ausgestreckt, und die tiefen Falten im Gesichte der iv? st Frau, die gerötheten Augenlider, die von der Ar&ct' schrumpften Hände und das an den Schläfen weiße M,, das alles sah Desirce und wünschte nichts als auffU- können, um auf die schöne ruhige Stirn, die scl« Runzeln nicht entstellten, einen Kuß drücken zu kömoSms Ganz im Gegensatz dazu, erblickte Desires ihren/ durch die halboffene Thür in einer seiner Lieblingsstelü� ivie er vor dem kleinen weißen Tischtuche saß, sein � i % ff'e l lutte. U'ld j Mi' 1(tp ju W bätl® to mehr� darauf hinauslief, Sitze im Parlament zu gewinnen. «vi! Sozialdemokraten zu machen, g. Das Eintreten der Fraktion lilr ni i va am«* � u? v? f /rr. t-• t m w» v# i i? v... f f_-i.- chwahlen p..--O—»«vveeivvtvi«»» gu O. Vi/lHlVCtV»' lur bürgerparteiliche Kandidaten bei den letzten Sti L"/ gegen den prinzipientreuen Beschlüssen zu «t Gallen. 4. Das Vorgehen der Fraktion in der Frage des *; Mai. 5. Das Verhalten maßgebcttder Fraktionsmitglieder rn Änaeleaenbeiten unserer Presse. 6. Eine gewisse Art dieser Gc- f.t! f_• i•«» w--- ii f r rv**»i-f-------- t-t-.-W-T.. sf i "offen, sachliche Kritik als persönliche Beleidigung zu behandeln. I Die Einberufung der Dresdener Volksversammlilng durch Z r r- lu l ar. 8. Ter Aufruf zu den Kongrchwahlen, ,velcher voir vorn herein, autoritativ, einen bestimmten Wahlmodus zur Geltung i» bringen suchte, s. D er O rg an isati o n s- Entw ur s, oesonders deswegen, weil er der Fraktion eine allzu große Macht einräumt. it. fiten % sl ff» ff« cuztflif febr« s!,m Bewußtsein, daß unsere Partei im Begriffe steht, iinu ii-'™ue Schritte zu thun, haben meine Gesinnungsgenossen P er r t e i i n t e r c s s e die Verpflichtung gefühlt, unsere ofü!..'"ei Zu nußer». Denn wenn eine Kolonne, welche ohne (u.r,!6 Megkenntniß dahinzieht, nach des linken Flügels Meinung ....... zu gcrathen, so muß der mag auch der rechte Flügel onninzw�,»nu-I Gefahr läuft, allzu weit nach NechlZ liiue Flügel rufen: ,Mehr link». ü!)kr bicS Nnko» a An? AM chk- :, foW rde?' fctcS Rufen zanken. finh• s �.n den gerufen— möglicherweise etwas grell— wir ui,■ ledeiisiills gehört und vielfach auch verstanden worden. »r.J™®uf dem Kongreß von den altbewährten Parteigenossen •?. altbewährte Taktik gebührlich in's Auge gefaßt und frei von Eigensinn und persönlicher Gehässigkeit vcr- £ werden wird, so kann nicht einmal der Anschein einer geschweige diese selbst, entstehen. Diki-,.'ofe geäußert worden ist, die Berliner Polizei die d-u?nze» in unserer Partei dadurch ZU steigern glaubt, daß sie «..Genossen Singer, Bebel und Liebknecht die Gelegenheit ver- kl' sich in Volksversamnilungen auszusprechen, so irrt sie sich. %,'wenigstens werde diese Benachtheiligung der Genossen Singer ,' 1» m,%% j � J-.-j.— rv, f;——-— i- 1.—"»- 4- s»„ r u a».»« A kt. einig, eefchei» t. Tarüin verzichte ich vorläufig auf das Wort über N endete n iir 1 t.k telCjS jusine�j, rlls "1% Sß 5, u i ii i ch t ausnutzen. Ich bin vielmehr mit denselben voll- , s�o bald der gemeinsame Feind Friedrichshagen. Bruno Wille." .Die nnglaubiich hochttiiithig und einseitig die f."lugen Staatsmäniicr und ihre Bewunderer über ihren .ch'slub auf die Völkergeschicke und wie geringschätzig sie vu? e Friedensbemühungen der Völker selbst denken, ver- »th ein e-eitartikel der„Nordd. Allg. Ztg.", der mit dem beginnt:„Wenn die Kurpfuscherei, mich ohne gewinn- ' uffPe Absicht ausgeübt, als eine tadelnSwerthe, ja straf- »rdige Beschäftiginig gilt, so ist nicht abznschcn, warum en demselben Verivcrfuugsurtheil nicht jene aufdringlichen kMedenssreunde" getroffen werden sollten, welche von sich «« bescheidene Meinung hegen, daß» der unzureichenden •chütigtcit der Stegeuten und politischen Staatsmänner nur i'l ihren hochwciscn Siathschlägeu aufzuhelfen sei." Höher "Un sich wahnwitziger Ucbernnith wohl kaum versteigen. v Jon der küttstigcn Zkeichstagotagung. Die Älrbeiten .er AeichStagS-Kommissioii bezüglich des GesetzentivurfS über Llb- Gerung der Geiverbeordnung, welche Anfangs November hier N.>nnen sollen, dürften, wie vfsiziös mitgetheilt ivird, nach Ab- Mtzung von!ioiuuiissio»Smilgliedcr» doch»iindestens drei Lochen erfordern, so daß eS nicht möglich erscheint, daß sich der Reichstag im Plenuni beim Wiederbeginn der Arbeiten am 18. No- e'Ubet sofort mit diesem Gegenstände wird beschäftigen können. (Jßeücn siverdeu alle Anstrengungen gemacht, die Vorarbeiten zum . e'chd Haushalt und de», damit zusammenhängenden Gegenständen sc»»! fördern, daß diese dem Reichstage sofort bei seinem Zu- »nü. fritt vorliegen kömieii. Einstweilen ist man zu der An- � lnie berechtigt, daß der Reichstag sich nur mit dem Etat und I« "ü Stf vird) S Ä S'l mpst"| csiree, A rP, migeM -A :te a>' 4 viege>« � »»oeÄ s.| S 4� i öinicl" B b ev' � e" e»)Ngi, oap oer»eeiafsiag iicn)»lur III»« veu»\a.uu uuy iesck�uuuerung der Geiverbeordnung in der Hauptsache wird zu lS»si sieben. Man will die ylcichStagitagimg keinenfaUs rtTS rtfr'rtTuf OY*frtvi\f»rIic'h ifh Se'" ausdehne», als absolut erforderlich ist. flein!»"n nächsten MiUtävetni berichtet ein nationalliberaler »».-.'-''ags-Abgeordneier den„Hamburger Nachrichten":„Nach hzs' u-änsoriuatiouen, die wir für zuverlässig zu halten Grund fpr?! siehen Neuerungen in der Orgauisalion und dement- r.k>,' n 4t« OruSftrTtf kflltpVrt£»nrh- Hcte Mehrausgaben nicht in Aussicht. Einige untergeord- «k».-"-eganznngSsordcruiigcn werden im Etat austrete», von einer »..-tMiliiärsrage" aber wird der StcichStag verschont bleiben. Zrrre» Agrarier sind es müde, bei ihren Reisen nach Uli»„».und»ach den Provinzial-Hauptstädten in den Gasthäuser» htoZ?,,. Boll" zusämmeiizutresfe». Wenigstens scheint dies in siehe» ans einem Artikel deS„Deutschen Wochenblattes", in s.,,,?e>n es heißt:„Ter deutsche Osstzierverein besitzt bereits »izs,n!„" Bercinshause in Berlin eine in ihren Preise» ebenso Cffiii.i'«uie gediegene Unterkunstsanstalt für de» durchreisenden i er. Die Vertreter der Landwirthschast lind ihre Aii- SgjfÄZe�'te und dabei in einem Buche las, das an einer Siko,,,,'�5. fehlste. Ter große Aiann war eben heim- Min,„' h'ugcrissen von dem Schwünge einer guten Bor- der psis.IVeistc er nun feierlich gravitätisch zu Ab«nd mit Sekt»..» � nnter'm Kinn, in einem neuen Stocke und mit "mten Haaren. fäteicVtl1'1 eiltcu ��le in ihrem Lebe» erkannte Desires den in ihrem i-i- Zusatz zwischen ihrer abgemagerten Ätuttcr >voin„.''., durstigen schwarzen Kleide und ihrem zufriedenen, �!it-!>? Bater, den keine Arbeit oder Sorge drückte. NWip,/?. einzigen Blicke durchschaute sie den Unterschied Altern �eseil beiden Existenzen. Sic beurthcilte jetzt ihre �lickn I"!,?er Ferne, ganz dein kindlichen besangenen Cl,».. enthoben nnd selbst diese Erkcnutntß der letzten foi((c''wurde eine furchtbare Marter für sie. Was «"ehr v ihren Ettcru werden, wenn sie nicht V* V""- w*«v«.r________ "ist atr.ri»„ ,«'nt? Entweder würbe ihre Lltnttcr ZU nickt ,»««««««d daran zu Grunde gehen, oder sie wuroe "W-ite.-a cn. N"."»b würde die Trägheit ihres egoistischen rs -, v— r w....., Hub wenn sie '•sich... jetzt kurz vor dem Scheiden— eine innere ingte ihr, daß es bald sein würde— ihm die klar zu ntnfiicii... p Wn/anS dem Cimi?lltv«""c'««"eh" sinb.„..4......... r.„ ez i» s! ,�°ch war cr kein schlechter Mensch. �..««ersuchte.,--.»«.c...»..»» «"nj?111 c''«e leichte liebe Hand dürste eine solche Operation m«««««: sie dürfte ihrem Batee sagen: ..Verdiene Tcin Brot, cnisage der Buhne. Y tafftc alte ihre Kraft zusammen: ##### 4 i-d-m f.c . schlafende Mutter zeigte. (Fortsetzung folgt.) gehörigen kommen alljährlich zu Tausenden nach Berlin und in die Provinzial-Hauvtstädte, und es erscheint an der Zeit, auch nach dieser Richtniig hin den Betheiligten ans Herz zu legen, sich die damit verbiindenen Lasten durch Schaffung eigener „Landwirthshäuser" auf genossenschaftlichem Wege zu erleichter»." Die sozialdcmokratischen Handlungogehilfeu Leipzigs haben sich am Sonnabend zu einem Verein koustituirt, welcher den Namen führt:„Freie Bereinigung der Kausleute zu Leipzig". Der neue Fachverein, welchem wir glückliches Gedeihen wünschen, nimmt auch Haiidlungsgehilsiniien auf. Nach allem haben also die antisemitischen Machinationen das gerade Gegentheil dessen herbeigeführt, was sie bezwecken sollten. Kein Znvückbehattunasvocht von Avboitoiöhne». In einem Rechtsstreit, welcher in Solingen und sodann bei der Be- rusungsinstanz in Kol» schwebte, ist ein Arbeitgeber verurtheilt worden, Arbeitern 615 M. Arbeitslohn auszuzahlen, welche die Firma wegen rechtswidrigen Berlassens der Arbeit znräckbehalten hatte. Die Firma glaubte sich dazu berechtigt auf Grund eines mit den Arbeitern abgeschlossenen schriftlichen Lehrverlrags. DaS Gericht erkannte, daß die geschlossenen Vertrüge, trotz ihrer Be- zeichnung als Lehrverträge, reine Arbeitsverträge seien. Es mußte daher nach§ 117 Abs. 2 der Gewerbeordnung jede Wer- abrcdnng als nichtig erachtet werden, welche dem Arbeitgeberdas Siecht einräumt, Lohn als Kaution für Erfüllung des Vertrages von den Arbeitern einzubehalten. Zu den Soldatenunfälleir in Bayern, von denen wir berichteten, bringt die„Frankfurter Ztg." noch folgende nähere Darstellung:„DaS Regiment war um 6'/e Uhr früh von Würzburg abmarschirt und erreichte in IVa Stunden Eibelstadt. Die Folgen dieses anstrengenden in ganz außergewöhnlich schnellem Tempo gemachten Marsches von 10 Kilometern, der bei einer Temperatur von bis 26 Grad R. erfolgte, machten sich alsbald bemerkbar. Nach Verlassen des hinter Eibelstadt gelegenen Ortes Sommerhausen stürzten bereits die ersten Ermatteten nieder. Später zwischen Ochsenfnrt(18 Kilometer) und Marltbreit, mehrte sich die Zahl der ohnmächtig am Wege Bleibenden derart, daß alsbald die Einwohnerschast von Marktbreit mit Leiterwagen und anderen Fuhrwerken auszog, um den Schwerkranken, denen die Militärärzte nur in sehr be- schränktem Maße beistehen konnten, Hilfe zu bringen. Wäre dies nicht in so ausgiebiger Weise geschehen, die Zahl der infolge Hitzschlags Gestorbenen würde nicht zwei sein, sondern nach Dutzenden zählen. An 170 Soldaten sanken todtlrank um. 200 andere mußten austreten." Die Aufregung der Beivohner von Marktbreit ist eine ungeheure. Hier, wie in Würzburg wer- den die Zeit des Abmarsches, das Marschtempo und die That- fache, daß das Regiment schon seit b'/a Uhr früh marschbereit stand, der schärssten Kritik unterzogen. Kommandeur des Steziments ist Oberst Schöller, der erst vor kurzem das Koin- mando erhalten hat. Die Würzburger Lokalblätter geben erschütternde Dar- stellmigen über die Vorgänge auf dem Marsch. Der Würz- burger„Generalanzeiger" schildert den Gesamiiiteindruck wie folgt:„Die Straßen von Sommerhausen bis Marktbreit sahen ans wie ein Schlachtfeld, überall lagen die Soldaten ohnmächtig umher." Dem„Würzb. Jonrn." wird von Zuschauern des Marsches berichtet, daß die Mannschaften trotz der sengenden Hitze und des unerträglichen Standes in schnellem Marschtempo marschiren mußten. Sie hätten ausgesehen, als ob sie aus der Schlacht käme», und wäre» umgesallen wie die Fliegen. Ein Btann, der nur mühsam sich weiterschlcppte, der Schaum vor dem Munde und fieberhaftes Schütteln des Körpers hatte, sei gezivungeii worden weiter zu marschiren, bis er todt zusammen- stürzte. Allgemein ist das Verlange» nach strenger Untersuchung und unnachsichtlichcr Bestrafung, falls sich herausstellt, daß in der That,>me mehrfach behauptet worden ist, ein grobes Ver- schulden Einzeliier vorliegt. Wie der Würzburger„General- Anzeiger" erfährt, hat auch bereits das Geucralkoniniando deS 2. Armeekorps über die Angelegenheit genaue Berichterstattilug eingefordert. Nor»tncn Fronde, welche in der„Kölnischen" und der Münchencr„Allgemeinen Zeitung" gegen die Siegierung auf- getreten ist, widmet die„ktreuz-Ztg." eine längere Betrachtung. Die„Kreuz-Ztg." meint, inancherlei Anzeichen deuten auf eine engere Verbindung und Züsammenschließung der mit den Arweitergesetzen nicht zufriedenen Kapitalisten, Großindustriellen und Arbeitgeber zu einer Art Fronde, welche vorläufig in der Presse Fühlung nimmt, später aber wohl eine bewußtere Sprache reden wird. Z» iyrlena» in Sachsen ist jüngst der Fall vorgekommen, daß ein dortiger Ortsbewohner, der nur standesamtlich sich hat trauen lassen, in den Schulvorstand gewählt wurde und daß die Bezirks-Schulinspektion die Bestätigung dieser Wahl versagt hat, bei welcher Verfügung auf die eingelegte Beschwerde das sächsische Kultusministerium es hat bewenden lassen, so daß der Betreffende also nicht Mitglied deS Schulvorstandes sein darf. Ter kultus- ministerielle Eutscheid besagt, daß es mit der Tendenz des Volks- schul- Gesetzes.nicht zu vereinbaren sei,„iveiin ein Mitglied deS Schulvorstandes in einem so wesentliche» Stücke in offener Auf- lehnung gegen die Kirche verharre" und„ein Verhaiten zeige, welches ossenbar mit Rücksicht auf die den Schulvorständcu zu- geivieseneii Aufgaben im Widerspruch stehe zu den bei Eintritt in den Echnlvorsiaiid zu übernehmendeu Berpstich tinigen". Die Beschwerde sei deshalb abzuweisen. Eine bestimmte Vorschrift ex ist i et »nscrdS Wissens hierüber nicht, sonst würde mau wohl noch nicht auf die„Tendenz" de? Volksschnl-Gesehes verweisen, wenn man in der Lage gewesen wäre, einen bestiniinten Paragraphen anzn- geben. J>t dies aber der Fall, so kann man mit solchen„Be- griliidungen" durch die„Tendenz" eines Gesetzes recht viel in'S Werk setzen, was nach Ansicht anderer Leute nicht der Tendenz der Gesetze entspricht. Ans Kachscu. Ter Sicichstngs-Zlbgeordnete Geyer hat seit Ansang dieser Woche dauernden Wohnsitz in L e i p z i g genommen. Sei» Geschäft bleibt in Großenhain. Geyer ist bekanntlich in Lcipzig-Laiid gewählt.— Die„ S ä ch fische Arbeiter- Zeitung" geht mit dem l. September in den Besitz der von der neulichen Volksversamuilung niedergesetzten Kommission über und wird eine bewährte Kraft zum Redakteur erhalten. Bo.» 1. Oktober a» wird das Blatt täglich erscheinen. Schweix. Zürich, 10. August. In der gestrigen Kantonsrathssttzimg gräiiduiig nöthig wäre, meinte der Antragsteller, die ab- lehnende Haltung der Regierung mache aber ein etivaS längeres Verweilen bei diesem Gegeustanve uötyig. Greulich führte aus: „Die Konnnission für daS Fabrik- und Gewerbeircsen suultionirt auf Grund des Reglements vom 9. Juli 1884, Ihre Besugnisse sind: Abgabe von Begutachtungen über Fragen, welche das Fabrik- und'Gewerbeivesen Kollegium von Sachverständige» Vertretung von Interesse»; dies einzelnen Sektionen betreffen. Sie ist also ein- eineStheils, anderutheils eine erhellt aus dem Bestand der : Landwirthschast, Handclöselliou, Gewerbe» und Fabrikwcsen. In letzterer waren bisher i» der Siegel nur die Tewerbeinhaber vertreten. Erst in neuerer Zeit wuroe an- läßlich der Neinvahl der Kommission auch ei» Arbeiter beigezegeu. Doch war schon früher von den Arbeitern Beschwerde Uber ei»- seitige Zusamiiieusetzinig dieser Kommission erhoben worden, so in einer Eingabe vom November 1883. Nun ist kein Ziveisel, daß i» wirthschastlichen Fragen die Schmerzen der Arbeiter Und Gewerbe- iahaber zum großen' Theil gegensätzliche sind, so daß der Staat schon vielfach in der Lage war. eiugrelsen zn müssen. Es machen sich die Wirkungen der Arbeiterbewegung fühlbar. Aus ähnlichen Gründen eiitstanden in Oesterreich die Arbeiterkammern, in Eng- land der Labor Korrespondent in der statistischen Abtheilung, die Arbeits-Departemente in den Vereinigten Staaten, die Reskripte des deutschen Kaisers, die Vorlage der Kommission der sran- zösischen Deputirtenkamiiier zur Errichtung eines Ober-Arbeits- ratyes(Conseil superieur du travail) u. s. w. Art. 2 dieses Antrages lautet:„Der unter dem Präsidium des Handels- Ministers stehende Stach ist ans 90 Mitgliedern, die auf Antrag des Ministers durch Dekret ernannt werden, zusammengesetzt: 15 Mitglieder werden aus den Senatoren, den Depntirten und den Männern, welche in wirthschaftlichen und sozialen Fragen am besten unterrichtet sind, gewählt; 15 Mitglieder werden aus den Präsidenten und Sekretären der Unternehmer und gemischten Gewerkschaften gewühlt: 60 Mitglieder werbe» aus den von Arbeitergewerkschaften eingereichten Listen gewählt. Außerdem sind von Aintes ivegen eine gewisse Anzahl höherer Beamte Mit- glieder des Rathes." Also 2/3 Arbeitervertreter. Der Rath giebt Gutachten ab, kann Enqueten veranstalten und Personen einver- nehmen. Wie bescheiden dagegen ist vorliegende Motion. Und wie unerklärlich die ablehnende Haltung der Regierung. Freilich war die Kommission bisher nur eine Dekoration, sie sollte aber endlich etwas mehr werden. Täuschen wir uns in der Meinung, die soziale Beivegung werde im Zustand der Idylle verharren oder an unseren Grenzen Halt machen. Auch der Bund kann nicht alles thun, wir müssen auf kantonalem Boden vorarbeiten. Gebe man den Arbeitern Gelegenheit, ihre Ideen am rechten Orte zur Geltung zu bringen und fürchte man nicht die Diskussion mit ihren Vertrauensleuten. Erst dann wird die Gewerbelommission ein lebendes Glied im StaatSkörper werden." Nun entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Redakteur Locher beantragte, die Motion einfach so zu fassen:„Die Gewerbe- sektion ist so zu verstärken, daß den Interessen der Arbeiter eine vermehrte Vertretung geschafft werde." Greulich vereinigt sich mit dieser Fassung. Sleg.-Rath Stößel beantragt Verschiebung der weiteren Behandlung. Dr. Zuppinger will dem Stcgierungs- rath förmlich den Lluftrag geben, in einer nächsten Sitzung Be- richt über die neue Motion zu erstatten. Letzterer Antrag ivurde zum Beschluß erhoben, so daß die wichtige Angelegenheit der Arbeitervertretnng wenigstens im diesseitigen Kanton im Flusse bleiben wird. Frankreich. Paris, 22. August. Ter„Matm" glaubt zu wissen, die Regierung werde sich den Vorschlägen Italiens betreffs der Vor- sichtsmaßregeln zur Verhütung der Einschleppung der Cholera an- schließen. Kelsien. Möns, 22. August. Die Arbeitseinstellung hat heute an Umfang zugenommen. Die Zahl der Streikenden wird ans 12 000 geschätzt. Die Stühe ist nirgends gestört worden. Gestern fanden in Jemapves, Cuesmes. Quaregnon und Frameries Arbeiterversaminlnngcn statt. Holland. Am letzten Sonntag fand in Heere Uveen(Friesland) unter freiein Himmel eine vom„Bund für allgemeines Stimm- imd Wahlrecht" ausgeschriebene Bersainnilung statt, an der etwa 18000 Menschen theilnahmen. Sonderzllge brachten die Gäste von alle» Seiten heran; wie der„K. Ztg." geschrieben wird, ivaren aus Leenwarden 2000, auS Amsterdam etwa 1000 Menschen erschienen, alle Aereine— man zählte deren über 60— zogen mit ihren Fahnen durch die Straßen der Stadt nach dem Versaniinlungsselde, und es muß selbst von der„Köln. Ztg." ge- sagt werden, daß an diesem Tage trotz der gewaltigen Menschen- masse auch nicht eine einzige Ruhestörung vorkam. Auf dem Ver- sammlnngSfelde ivaren vier Siednerbühnen errichtet, von welchen gleichzeitig gesprochen wurde. Domela Siieuwenhuis, der in der Sehiveiz weilt, war vom Komitee aufgefordert worden, seine Kur zu unterbrechen, nach Heerenveen zu kommen und dort zu sprechen, war aber nicht gekommen. Amerika. N e w- A o r k, 22. August. Im Widerspruch mit ander- iveitigen bisher vorliegenden Nachrichten sagen aus La Libertad hier cingegangene Berichte, San Salvador habe die vom diplomatischen Corps in Guatemala gemachten Friedensvorschläge, wonach der PräsidentEzeta deimssioniren, der Vizepräsident Ayala die Präsident- schaft provisorisch nvernehmen und nach den vor dem 22. Juni d. I. in Straft gewesene» Gesetzbcstiininunge» Neinvahlen für die Präsidentschaft ailLschreiben sollte, als ihm nachtheilig abgelehnt. Die Wiederaufnahme der Feindseligkeiten gelte für wahrscheinlich. New-Jork, 22. August. Der Führer der Knights of Labour, Powderly, hat heute an die Arbeiter das angekündigte Manifest gerichtet. Dasselbe fordert die Arbeiterorganisattouen auf, sich den Knights of Labour iin Kampfe gegen die Monopole anzuschließen. Buenos-Ayres, 21. August. Der Finanzminister Lopez und der KriegSmiuister Levalle haben ihre Entlassimg gegeben.. Anstralie». Melbourne, 21. August.(Telegramm des„Sienter- scheu Bureaus".) In einer heute hier abgehaltenen Ver- sammlnng von 400 Schiffspatronen wurde einstimmig be- schlössen, die'Rheder in dem Streik der Offiziere der Handelsmarine zn unterstützen. Gleiche Versammlungen sollen demnächst auch in den anderen Hauptstädten statt- finden. Die Preise der Kohlen, des Zuckers und der Lebens- mittel steigen in rapider Weise. Zudem herrscht die Be- fürchtnug, dasi der Streik sich aus andere Handelszweige erstrecken werde. Die Ruhe ist bis jetzt nirgends gestört worden. MoHovstchk. Strriltstatistilt. DaS Bureau für Arbeiterstatistik des Staates Neiv-Jork in Albany hat seinen Jahresbericht ver- össentlicht. In demselben heißt cs:„Die Untersnchimgen der Streiks in fünf Jahren bezogen sich auf 084 verschiedene Ge- iverke und Industrien imd die Zahl der Etablissements, welche besucht oder an welche geschrieben wurde, ist 11 052. Die Ge- saniuitzahl der Streiks ist 9894, von denen etwa 63 Prozent ge- wounen und 36 Prozent verloren wurden. 60 Streiks dauern fort. 5223 Etablissements mit 173 720 Arbeitern waren an „allgemeinen" Streiks bctheiligt. In diesen handelte eS sich in 43 Prozent der Fälle um eine Lohnerhöhung und von diesen waren 71 Prozent erfolgreich. Die übrigen gingen verloren. In 1432 Etablissements, oder 27'/a Prozent derer, die am allgemeiiien Streik betheiligt waren, handelte es sich entweder um eine Re- duzirung der Löhne oder Verlängerung der Arbeitssttmden. Von diesen wurden noch 82 Prozent oder 1775 gewonnen, während 257 oder 18 Prozent verloren gingen. Tie betreffenden Etablisse- meuts beschäsligten 80 550 Mann. Unter den 9381 Streiks waren 598 angedrohte Streiks, von denen 547 nicht stattfanden, weil die Forderungen im Voraus bewilligt wurden. In den fünf Jahren von 1885—89' inkl. halten die siattgcfuiide»en Streiks als Ursache: 41'/a Prozent für Erhöhung oder gegen Nednllion der Löhne. Von diesen waren 71 Prozent erfolgreich. Um Ver- ändernng der Länge der Arbeitszeit handelte eS sich i» 1777 Fällen, von denen 77 Prozent erfolgreich waren." Theater. Sonnabend, den 23. August. Kesstug-Theatev. Die Ehre. Friedrich-Milhelmstädt. Theater. Die Puppenfee. Vorher: Das Pensionat. Mattner- Theater. touche. Ullitoria-Theater. Geschlossen. Adolph Ernst- Theater. Der Goldfuchs. Kellenttianrr-Theater. Der Dorf- teusel. Kroll'v Theater. Ein Ostend- Theater. than. Mamsell Ni- Maskenball. Der arme Jona- Englischer Garten. Direktion: C. Address, Alexanderstraße 27 c. Auftreten der Chansonnette Fräulein Ehrenfold. Auftreten der Kostüm-Soubrette Fränl. Rosa Valerie. Auftreten des Gesangshumoristen Herrn Ziegler. Auftreten des Malabaristen und Equi- lebristen Kr. Charles. Auftreten des Professors Herrn Jean Clement mit seinen dressirten Schweinen, Esel und Gänsen. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags iWs Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags SO Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. Der Garten ist an Vereine f. Sommer- festlichkeitcnm.Spezialitäten-Vorstellung zu vergeben._ WWeMlit Buggenliagen am MoriizpUatz. Täglich: Grosses Garten>Concert. Direktion A. Rod,»an». Dienstag und Freitag: Walzer-Abend. Fnh'PP Wochentags 10 Fig., fillll Sonn- nnd Festtags 25 Fig. Bei ungünstiger Witterung in den lititere» siestaurationsräumen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial-Ausschank von Patzenhoser Export-Bier, Seidel 15 P[. Die oberen Säle bleiben bis ailf Weiteres wegen Renovirung geschlossen. 041 F. mailer. PT Andreas-Gesellschafts-Säie. Neu eröffnet! Neueste Sehenswardigkeit! 12 Riesen-Kegelbahnen. 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Weißensee aus statt.{487 Die trauernde Wittwe nebst Kindern. 478] Danksagung. Allen lieben Verwandten, Kollegen der Militär- Effekten-Fabrik des Hof- lieferanten Herrn Schwerin u. Freunden für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Baters, des Gürtlers Rudolph Lutz. Insbesondere dem Herrn Prediger Stage von der H. Kreuz-Kirche für die trost- reichen Worte am Grabe des Dahin- geschiedenen sage meinen tiefgefühlten Dank. Mar Lutz. Mim! MMMeiter! Alle Diejenigen, welche noch vom 1. Mai Bons, sowie Sammellisten jeglicher Art, ob gezeichnet oder leer, in Händen haben, werden hiermit ersucht, dieselben bis spätestens Sonnabend, den 30. August, retour zu geben au die Kasftrer Otto Klöin, Ritterstr. 15, Zigarreugeschäst, G. Wolfs, Reinicken- dorferstraße 14a.— Sollten die Bons resp. Listen bis zu dieser Zeit nicht abgegeben sei», so sehen wir uns ge- nöthigt, die Entnehmer durch die Zeitung zu veröffentlichen. 412 Der Vorstand. ! MMarbeiter! Alle Diejenigen, welche noch im-Be- sitz von Bons zur Beschickung des in Weimar stattgefundenen Metallarbeiter- Kongresses in Händen haben, werden ersucht, bis spätestens Sonnabend, den 30. August, bei Paul Hetz, Wall- straße 7—8, Arbeitsnachweis; Franz asselbach, Kottbuser Damm 36—37; ichard Baier, Gruner Weg 112, abzurechnen, widrigenfalls wir uns ge- nöthigt sehen, die Namen derselben durch die Zeitung zu veröffentlichen. 413 Die Kommission. Gr. öffentl. Versammlung der Filzschuh- Arbeiter und venu. Berufsg. Verl. u. Umg. am Montag, 25. August, Abds. 8 Uhr, bei Zemtcr, Münzstr. 11. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Streik bei Silber- steii» u. Landsberger. 488 2. Abrechnung von der Landpartie und Wahl eines Vcrgnügungskomitecs. 3. Wie stellen sich die Zivicker der mech. Schuhfabriken z. d. Filzschnh-Arbeitcrn. 4. Anträge und Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten Teller- sammlung. Um zahlreiches und pünkt- liches Erscheinen bittet der Einberufer: P. O p i tz, Git schinerstr. 35. 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Gewerkschaften: Verein f. Roll- u. Lastfnhrw. M. Bereinigung der Drechsler Deutschlands, Berlin 1# Vereinigung der Drechsler Deutschlands, Berlin III„ Vereinigung der Töpfer» Verein z. Wahrung derJnter- essen d. Klavierarb.Berlins» Verein sämmtllicher an Holz- bearbeitungs- Maschinen beschäft. Arbeiter Berlins„ Fachverein d. Steinträger u. veriv. Berufsg. Berlins„ Fachzeitung der Drechsler in Wien•> ranz Schulz in Wien» �reinigte Kartonarbeiter» Kommission der Berl. Kisten- macher» Verein Berliner Kistenmacher ,, Fachv. d. Metallarb. in Gas-, Wasser- u.Tampfarmatur.„ Fachverein der Steindrucker$ und Lithographen ,, achv. d. Maurer Köpenicks reie Vereinigung der Zim- merer Berlins Verein chirurgischer In- struinentenmacher Verein Berliner Hansdiener„ � Tariskomm. der Buchdrucker„$ Fachverein der Klempner Fachverein d. Nagelschmiede Verein z. Wahr. d. Interessen$ Berliner Kupferschmiede„ 4' Gcneralfouds d. Putzer Berl.„ Verein der Mnschinenheizer si Berlins Von den Zimmerern Verlins„ Verein d.Lederzurichter Berl.„ Fachverein der Schrauben- dreher Verlins„ Fachv. der Schlosser Berlins„ Freie Vereinigung der Haus- diener Berlins, Freie Vereinigung der Kauf- leute Berlins» Sa7M Gesamint-Summe M- Anogabe». Streikunterstützung M- Kommissions-Ausgaben Lokal-Ausgaben ,< Porto n Schreibntensilien, Papier ec.* Reisekosten, Entschädigung, Kost, Logis für fremde Knopfarbeiter« Inserate» Flugblätter.Listen.Quittung. ,, Eine Extra-Unterstützung Nicht zurückgezahlt. Vorschuß Sa. M- Kilauz._ Eiiuinhine M' Vom Verein zur Wahrung der Interessen der Berl. Knopfarbeiter "M Ausgabe•> Obige Abrechnung geprüft Vcj,i richtig befunden zu haben vesi? Die Uevisoren..x- Klein ert. Schulz, Tie spezielle Abrechnung»st'| Friedemann. SO., Pücklerl-� Sf«' f in allen IIÄÄV ii km Kkiilitzerstr. 135. Berantivortlicher Stedalteiir:(Citvt �-»akc in Berlin. Druck und Verlag von Mar Fading in Berlin SW„ Beuchstraße 2. Das gr. Läget � »Andreaoflr�/ Hierzu»ine S Nr. 195. Sonnabend, de» 23. Angnst 1890. 7. Jahrg. M 1&" UoltQlos. 9er berufenste Sittenrichter in Kerli» ist das *** Tageblatt", und es ist daher nicht mehr wie recht billig, daß es das Amt des Moralpredigers auch in solchen Gelegenheiten übernimmt, die es absolut nichts angehen. Die venen Müller und Kampfmeyer, die bisher der„Magdeburger I.�stimme" angehörten, glaubten, wie wir unseren Lesern gestern �btheilten, dem„Berliner Volksblatt" Vorwürfe machen wir sachlich hierauf zu erwidern hatten, ist be- J gestern geschehen, und was wir sonst noch ausführen wollen, J auch ohne besondere Anregung des„Verl. Tagebl." vor sich � g' Geradezu erheiternd aber muß der Schlußsatz wirke», den «Verl. Tagebl." seinen tiefsinnigeil Aeußerungen anhängt. •wfelbe lautet: „Keim man diese für die sozialdemokratischen Ehren- Nlanncr rocht bezeichnenden Enthüllungen liest, dann mnn man es gewissen sozialdemokratischen Parteigenossen nicht verübeln, wenn sie von einer„Korruption" in der Partei sprechen." "Ehrenmänner" und Korruption"— das sind zwei wirklich .. Zahlbare Worte im Munde eines Organs von der mora- 1 W Qualifikation des„Berliner Tagebl.". Das Organ des �osse hatte früher Jahre lang einen Zuchthäusler im n&e seiner Mitarbeiter, und heute verfügt es in seinem Theater- |lI!, über eine Perle, der ivir an anderer Stelle unserer torh U �U"|lllct die entsprechende Fassung verleihen. Ein Blatt spricht von Ehrenmännern und Korruption— wahr- ''g. Herr Mosse sollte niit einem eisernen Besen vor seiner jj'Üftien Thür kehren, und wenn er den Schmutz durchaus nicht � in kann, so wollen wir uns die Freiheit nehmen, ihn, so oft wünscht, darauf anfmerksam zu machen. den.!®'? verlängert- Zimmerstraße ist für Fußgänger frei- • So unglaublich diese Nachricht klingt, wenn man ----- cn— gemacht worden wie viele vergebliche Versuche bjsher rM »nmbies durchzusetzen, so wahr' ist' sie. Die Ocffnuug, welche längs dieser Woche zwecks Vermessungen in die alte Stadt- ttirllef iw der Königgrätzerstraße geschlagen worden war, ist jetzt filtert und mit einer provisorischen doppelflüaeligen Thür ver- M worden. In erster Linie ist diese freilich dazu bestimmt, e-"h von'--------- POnb In erster Linie ist der Königgrätzerstraße her z,"7. Zwecks Erhöhung der Straße Eckende Bauführer zugleich S"- ermächtigt, Fußgänger die Zufuhr von Schutt und zu ermöglichen, jedoch hat seit gestern den städtischen Bau- in beiden Richtungen, von der h �llgrätzer- zur Zimmerstraße und umgekehrt, in der Zeit vom TO)«!1B bis zur Beendigung der täglichen Arbeiten passiren zu K,"- Daß der Weg durch den knietiefen Sand kein angenehmer ix-Aual da jetzt das Anfahren und Abladen von Erdmaterial Wen eifrig betrieben zu werden scheint, liegt auf der Hand; den Unannehmlichkeit wird aber vom Publikum gewiß gern in �traki. i genommen werden. Die offizielle Eröffnung der Sichiw«stch für den Wagenverkehr ist vor dem Frühjahr nächsten höh.% üicht zu cnvarte». Zunächst sind noch zu beiden Seiten stri..z.nern zu ziehen, un> die Straße nach dem Garten des Zaiin'uifteriums abzugrenzen, was jetzt durch einen Bretter- Ilejw ileschicht, sodann müssen die Kanalisations- und Gas- iv�'sWinclegt und endlich die Pflasterungs-Arbeiten ausgesührt die vor dem Frühjahr kaum vollendet sein dürften. Stralancv Fischzug hat nunmehr doch eine Ein- KisH,,'P. durch die Behörden erfahren. Es ist nämlich den 24. i Ln'cht gestattet worden, den„Fischzug" wie bisher, an, '' vorzunehmen, weil dieser Tag ein Sonntag sei. Bor- üch wird er also erst am Montag früh um 9 Uhr statt- Die Gewerbetreibenden sind natürlich von dieser Ver- lüeiÜ3 erbaut, weil sie sich durch dieselbe in ihren s>»h Ölten beeinträchtigt sehen. Die Gegner dcS Festes dagegen tet1J,V>h' daß der„große Trubel" nach Möglichkeit von dem Orte ?i ill öesucht werde. $CQi»,ft®?r«cht von einem Cholera- Todesfall, welches seit s«!..,,? der Woche im Norden Berlins sich verbreitete, ist auL .Acranlaffun 3 irrthümlicherweise entstanden. In der Dvm.„wvhming des Portiers der Dresdener Bank wurde am Vormittag die 47jährige Kebrfrau Huuziger, eine an �'lchwäche und Blutarmuth leidende Person, von einem Der Fall Lindau. .jji � �- w- zG�kichil».� �ebensgeschichte der deutschen Bourgeoisie ist zu- " �istis�...?'5likheitsgeschichte. Ein spätgeboreucs Kinddeskapi- ", trug sie von Aufaug an den Steinpcl '■".......-v.. nv........ �-yltems, trug sie von Aufaug an oeu«reinper sirli v' die gefährlichen Merkmale der Degeneration �fle die Sprößlinge des Alters aufzuweisen ll>ld%C,1' verfall war ein reißend schneller: ihre Politik �tfchr.'i, �tleu, ihr theoretischer Sinn und ihr Geschmack �itt chZ, Jahrzehnt zu Jahrzehnt. Jeder Ab- lachen t" Historie hat seine scharfiiiiirissenen Typen, an ' r'W»,, J�ale Pathologie die verschiedenen Stadien der mgss."3 beobachten kann; je geringer die Lebenskraft der . nrde. je verderbter die Säfte, je näher der Zn- u»l so deutlicher prägte in den typischen Erinnere Fänlniß der gesammteil Organisatioil '...s Sit» f rSmii fn M- 6' Je verderbter oie«nfir, �«myti w. m» l'- deutlicher prägte in den typischen Er- 5«US i die rniierc Fänlniß der gesammten Organisation �drig»' diesen Tagen umivittert uns bereits die schivüle, � I�bey..." des Spitals: der bürgerliche Lazarus will Hantel n'ehv Wundmale seines siechen Leibes deckt kein ,'.t 1® j s Jahre sind es nhn, daß Ferdinand �esch� Nevräseiitanten jener Aera dein Hohngelächter zum...........„ ''etlb 4i;i. öum Postsekretär, und ebeil deshalb sich berufen das bes.Kj:115 l,1Id Volksbildung zu treiben". Damals Eriche Bürgerthum in der Opposition, und Herr t verkörperte das Ideal des liberalen �. ci. U""*- r>.. fitioh ��körperte das �uuu......... fiiijvp'!t lobt c Julian ist tobt, die bürgerliche Oppo- der uciici,"«)'�eri" P"ul Lindau ist der Ehor- !?-».'">» so rll lc"obe- Je genauer man Herrn Lindau daZ lpektvollcr erscheint Herr Schmidt, je schärfer '*----' hc§ heftigen Unwohlsein befallen. Die Symptome: Leibkrämpfe, Er- brechen:c. verschlimmerten sich zusehends trotz angewandter Haus- mittel. Mittelst einer Droschke mußte sich schließlich die Frau nach ihrer in der Fürstenbergerstraße belegenen Wohnung befördern lassen, woselbst sie in todtkrankemZustande ankam. Ein herbeigerufener Arzt konstatirte auf Grund der vorhandene» Symptome alsbald eine Erkrankung an Brechdurchfall und veranlaßte die Ueber- führnng der Schwerkranken zur Eharitee. Hier verstarb Frau Hnnziger bereits an demselben Nachmittag gegen Vaö Uhr— also 8 Stunden später nach erfolgter Erkrankung. Bor ihrem Tode hatte Frail H. ihren Angehörigen erzählt, daß sie in der Dresdner Bank bei ihrer Arbeit Birnen gegessen und darauf Weißbier getrunken habe. Diese Angabe und der Umstand, daß die Beerdigung, wie stets bei plötzlichen Todesfällen, inhibirt worden war behufs amtlicher Feststellung der Todesursache, haben nun in der Nachbarschaft Veranlassung zur Entstehung des Ge- nichts gegeben, daß die Frau H. an der Cholera verstorben sei. Dies ist glücklicherweise nicht ver Fall. Die in der Morgue stattgehabte Sezirnng der Leiche hat ergeben, daß Frau an Luftröhren- Entzündung und Bein wasser- s»cht— als Folge verschiedener seit ca. 20 Jahren bestandener Krankheitsverhältinsse— verstorben ist.— Seitens der Behörde ist anl Donnerstag den Familienangehörigen, welche der plötzliche Todesfall aller Fassung beraubt hat, die Genehmigung zur Be- erdigung ertheilt ivvrden. Dieselbe fand am Freitag, Nachmittags 4 Uhr, statt. Bei dem jetzt eingetretenen Witterungswechsel niit seinen niedrigen Wärmegraden dürfte die Cholera überhaupt nicht mehr aufkommen, da bei 17 Grad der Koch'sche Bazillus seine Lebensfähigkeit erwiesenermaßen einbüßt. Gin Schnst wurde am Dienstag Vormittag gegen den von Erkner um 9Va Uhr nach Potsdam abgehenden VorortSzug ab- gegeben, als derselbe im Begriff war, die Station Stralau- Rummelsburg zu verlassen. Die Kugel schlug in daS Fenster eines Wagens dritter Klasse ein. Der gerade in diesem Wagen mit dein Konpiren der Fahrkarten beschäftigte Schaffner, sowie einige Passagiere wurden durch Glassplitter nicht unerheblich im Gesicht verletzt. Trotzdem'sofort das gesammte Bahnpersonal in Bewegung gesetzt wurde, gelang es nicht, des Thäters habhaft zu werden. Durch Ziindebisie entsetzlich zugerichtet wurde am Donnerstag Vormittag auf dem Neubau Straße 21 A der Maler P. Der dem Eigenthümer deö Baues, Kaufmann K., gehörige große Hund war an dem betreffenden Tage mit seinein Herrn auf den Neubau ge- kommen, Ivo das Thier von Arbeitern geneckt ivurde. Plötzlich sprang der gereizte Hund auf den völlig unbetheiligten, mit seiner Arbeit beschäftigten Maler P. zu, warf denselben zu Bode» und erfleischte ihn nin rechten Arm und an beiden Oderschenkcln in geradezu entsetzlicher Weise. Nur mit Mühe gelang es, die wüthende Bestie von seinem Opfer zu reißen; der blutüberströmte ". wurde sofort zu dem in der Vergmannstrafie 104 wohnenden eilgehilfen L. gebracht und nach Anlegung eineS Nothverbandes nach dem HedwigS-Krankenhause geschafft. Der bissige Hund wurde auf Anordnung der Polizei der Thierarzneischule zur Beobachtung überwiesen. Krina Kr-u;otteru. Die von fast sämintlichen Blättern gebrachte Mittheilung, daß in dem Tegeler Forst Kreuzottern sich in größerer Menge aushalten, bestätigt sich glücklicherweise nicht. Sorgfältige Recherchen der. dortigen Behörden haben ergeben, daß jene so gefährliche Giftschlange in der Umgegend und den Wäl- dern von Tegel nicht vorkommt; da jedoch zahlreiche Ringel- nattern, eine etiva 1 Meter lange Schlange, die vollkommen un- gefährlich ist, daselbst vorhanden sind, so isl als sicher anzunehmen, daß hier seitens des betreffenden Ausflüglers, welcher jenes Kreuz- otternest entdeckt haben wollte, eine Berivechfelung vorliegt. Die leidijje Gewohnheit, die Nadeln, um sie gleich bei der Hand zu haben, mit den Lippen festzuhalten, hat gestern wieder einen schweren Unglücksfall herbeigeführt. Die in der Ackerstr. 132 wohnende Handarbeiterin Bertha S. hat sich durch das Verschlucken einer Nähnadel so schwere innere Verletzungen zugezogen, daß sie nach einem Krankenhause geschafft werden mußte. Achtung l Alle Freunde»md Bekannte des vor Jahresfrist beim Baden ertrunkenen Genossen Erich Schulz werden ersucht, sich am Sonntag, den 24. August, Morgens SVa Uhr, im Lokal von Heindorf, Langestr. 70, einzufinden behufs Niederlegung eines Kranzes auf dcS Grab desselben aus dem Zentral- Friedhos in Friedrichsfclde. Noliz-id-richt. Am 21. d. Mts. Morgens wurde ein Mann in seiner Wohnung, in der Metzcrstraßc, erhängt vor- gefunden.— Zu derselben Zeit wurde am Holsteiner Ufer, vor dem Eafs Gärtner, die Leiche einer unbekannten, etwa 24 jährige» Apotheker rennen, und der Pfasf sein Sprüchlein sagt, stört das Berliner Organ der bürgerlichen Demokratie mit gol- dener Rücksichtslosigkeit den Frieden der 5krankcnstube. Darf sich die„Volks-Zeitniig" wundern, wenn die Hausgenossen publizistisches Stroh vor die Thür schütten, damit der Lärm des öffentlichen Markts nicht zum Ohr des hoffnungslos Kranken dringe? Draußen wird der Name des armen Sünders an den Schandpfahl geschlagen, der Nichter bricht den Stab, und das schmerzt, Paetns! Sagen wir es kurz nnd rund heraus, die„Volks-Zeitniig" hat der freiheitlichen Sache einen guten, nicht den ersten, Dienst erwiesen, als sie mit erbarmniigsloser Schärfe, mit der ganzen Rücksichtslosigkeit, die solch ein gesellschaftlicher Krebsschaden verdient, an dem auf der That ertappten Großkophta der Berliner BonrgcoiLpresse die Justiz des Richter Lynch ausübte. Herr Lindait hat, dies sei zur Information unserer Leser bemerkt, seine Stellung als Dramaturg eines großen Berliner Theaters, als Thcatcrkritiker einer Berliner Zeitung, des„Berliner Tageblattes", als Bühnenschriftsteller, als Ehef dcS bürgerlichen Preßrings in skandalösester Weise miß- braucht. Denn ivas zu Jnlian's Zeiten galt, das gilt doppelt und dreifach heute:„Sie haben sich zusammellgethan, Kliquen nnd Koterien gebildet, einer schwört auf den an- dern, streicht ihn heraus, jeder macht den andern berühmt, ganze journalistische Institute sind zu diesem Zwecke gebildet worden oder werden von ihnen beherrscht, nnd so haben sie sich endlich eine große nnd furchtbare Autorität erworben, gegelt welche selbst die Verdienstvollen hänsig Schau tragen, anzukämpfen." Eine junge, begabte Schauspielerin wird, dies ist der Kern der Geschichte, die jetzt nicht blos in der Reichshanpt- stadt„Sensation" macht, von Herrn Paul Lindau anS- gezeichnet, sie wird feine Freundin, seine Beratherin bei seinen schrtststellerischen Arbeiten, er verschafft ihr ein Engagement am Berliner Theater, er feiert sie und läßt sie feiern durch seine Spießgesellen, die ihn als Frauensperson in der Spree aufgefunden und nach dem Schau- Hause geschafft.— Stachmittags wurde ein elfjähriger Knabe vor dem Grundstück Linienstraße 159 von einem Postwagen überfahren und am rechten Fuße nicht unbedeutend gequetscht, so daß er nach der Eharitee gebracht werden mußte.— Der Portier Friedrich Lange wurde zu derselben Zeit vor dem Hause Kommandanten- straße 15 von einem Onmibuspferde niedergerissen und geschlagen. Er erlitt dadurch anscheinend schwere Verletzungen am Kopf und rechten Arm und mußte nach der Eharitee gebracht werde».— Abends wurde die achtjährige Helene Stäche vor dem Hause Klosterstraße 98/99 von einem schwer beladenen Geschästswagen Übersahren und auf der Stelle getödtet. Den Führer des Wagens trifft nach Angabe der Augenzeugen keine Schuld.— Am 21. d.M. und in der Nacht zum 22. d. Mts. fanden an 6 verschiedenen Stellen kleinere Brände statt. 0z»eritt»ks-Ieiku»rg. Giu l'chwerrv Uerbrrcheu bildete die Grundlage einer Anklage, welche gestern vor der 1. Ferienstraskammer des Landgerichts 1 verhandelt wurde. Ans der Untersuchungshaft wurden der 26jährige Schreiber Friedrich G r o t h e und der 24jührige Bäcker und Maler Robert Wenzel vorgeführt, welche des hinter- listigen Ueberfalls einer Frau und Körperverletzung derselben in einer das Leben gefährdenden Weise beschuldigt waren. Wenzel ist bis zum Monat Mai bei dem Tischlermeister Richter, Palli- sadenstr. 20, Hausdiener gewesen. Er ging seinem Prinzipal mit einein Betrag von 56 M. durch, für welche Strafthat er noch zur Verantwortung gezogen werden wird. Am Vormittage des 13. Juni war Frau Richter allein zu Hause, ihr Mann war zum Termin nach Moabit gegangen. Es klingelte nnd als Frau Richter öffnete, stand sie einem jungen Manne gegenüber, der ihr mit den Worten:„Hier eine Bestellung", einen Zettel überreichte. Frau Richter entnahm aus demselben, daß ein Hauseigenthümer Caro in der Schönhauser-Allee um sofortige Zusendung von zwei näher bezeichneten Blumentischen durch den Uebcrbringer ersuchte. Frau Richter bat den jungen Mann, er möge sich unten nach der Werkstätte bemühen und sich an den Werkführer tvenden. Der Bote fragte nun, ob er Herrn Richter nicht sprechen könne, ivorauf Frau Richter erwiderte, daß ihr Manu nicht zu Hause sei. In diesem Augenblicke nahmen die Augen des juitgen Mannes, wie Frau Richter gestern vor Gericht erzählte, einen unheiinlichen Glanz an, sie wich unwillkürlich einen Schritt zurück, so daß sie an der Schwelle der Kuchenthür stand. In demselben Augenblick stürzte der Mensch auch aus sie zu, umklammerte mit beiden Hände« ihren Hals und tvürgte sie, wobei er sie mit solcher Gewalt niederdrückte, daß sie rückwärts zu Boden sank. Der Angreifer wie sein Opfer sahen sich hierbei fortwährend in die Auge», Frau Richter versicherte, daß sie nie- mals das Gesicht des Angeklagten Grothe, welcher der Thäter ge- wesen sei, vergessen würde. Schon fingen die Sinne an, ihr zu schwindelt, Grothe kniete auf ihr und drückte immer stärker mit den Fingern, jeden Laut seines Opfers verhindernd. In diesem Augenblicke bemerkte Frau Richter, daß der Angeklagte Wenzel, der auf dem Korridor Wache gehalten haben mußte, in der Thür erschien und dein Grothe, der sich nach ihm umsah, ein Zeichen gab. Grothe stieß sein Opfer noch einmal mit dem Kopse gegen den Fußboden, sprang dann auf und eilte mit Wenzel vre Treppe hinunter. Frau Richter besaß noch soviel Kraft aufzuspringen, an's Fenster zu eilen und die Borübergehenden auf die davon eilenden Verbrecher aufmerksam zu machen. Es entstand eine tolle Jagd, die aber mit der Ergmfung der beiden Flüchtigen endete. Die Voruntersuchung richtete sich zunächst aus ver- suchten schweren Raub. Es wurde festgestellt, daß beide Auge- klagte sich an jenem Morgen stundenlang in der Nähe der Nichter'schen Wohnung umhergetriebcn und augenscheinlich die Entfernung Richters abgewartet hatten. Wenzel, der mit den lokalen Berhältnissen vertraut war und wußte, daß sich Frau Richter allein in der Wohnung befand, mußte den Ueberfall geplant haben. Ihm war auch bekannt, daß sein früherer Prinzipal eine größere Summe in seinem Schreibptckt in der Wohnstube aufzubewahren pflegte. Die Beweise dafür, daß ans eine Betäubung der Fra» Richter zum Zwecke einer Be- raubung abgesehen war, hat die Staatsanwaltschaft doch nicht für ausreichend gehalten, um die Anklage in diesem Sinne zu erheben. Außer der Gewaltthätigkeit gegen Frau Richter, wobei Wenzel der Beihilfe beschuldigt ist, wird den Angeklagten noch eine gemeinschaftliche Urkundenfälschung durch Anfertigung des ge- fälschten Bestellscheines zur Last gelegt. Beide Angeklagten legten ihren Hauptmann verehren, er zivingt Dank dem Einfluß, den der eben gekennzeichnete Trust der elenden Skribenten besitzt, den Theaterdirektor, der jungen Dame die besten Rotten zu geben. Da fällt sie bei Herrn Linda« in Ungnade, und dieser Gentleman lvitt sienöüjigen, Berlin innerhalb weniger Tage zu verlassen. Sie weigert sich und er, seiner Helfershelfer sicher und seiner Machtstellung gciviß, macht sie brotlos, raubt ihr die Gelegenheit, nicht nur als Schauspielerin, nein, auch als Bühnendichterin thätig zu sein. Er verhängt über sie einen wirkungsvolle» Boykott, und kein Staatsanwalt kräht nach dieser schmählichen Vcrrufserklärnng. Diese Thatsachcn bringt die„Volks-Zeitung" an die Ocffcntlichkeit, nnd Herr Lindau vermag sie nicht zu widerlegen. Die journalistischen Gelegenheitsmachcr, welche ihm zu Diensten sind, keifen über die Skandalsucht der Presse und bemühen sich, die Geschichte tvdtzuschwcigcn. Die Skandalgeschichte als solche kümmert uns nicht, sie ist uns nur bedeutsam als ein Symptom der Zersetzung, als ein klassisches Stück Krankheitsgeschichte der bürgerlichen Kreise m Deulschland. Der Falk Lindau ist nur die Spielart eines ganzen Systems. Der Miß- brauch der Ecivalt ist eine natürliche Folgeerscheinung überall da, wo es P r i v i l e g i r t e giebt, die ihre Position ausbeuten kömim nnd ausbeuten, weil eben keine voll'Sthüm- liche Kontrolle den Machthabcrn auf jdie Finger sieht, weil die Macht nicht dem Volke, sondern Einzelnen anvertraut ist. Ter Griibenbesitzer, der seine Arbeiter zwingt, zur Bismarckspende beizusteuern, der Spiimercidirektor, der die unter seinem Kominaudo stehenden Mädchen zn seinen Hetären macht, die goldene Jugend, welche die Töchter der Prole- tarier verführt, sie sind die Vertreter der gleichen Richtung. Sie exckiitiren die Gebote des kapitalistischen Rügimes, das die Ausbeutung der Massen dckrctirt und den Ausbeutern als Prämie für ihr Heldenthmu die despotische Willkührherr- schast über die Hörigen des Geldsacks verbürgt. Auch die Kunst ist industrialisirt worden, und das sich darauf, rundweg Alles zu leugnen. Sie wollen sich zufällig an jenein Morgen getroffen haben und durch die Pallisadenstraße gegangen sein, als sie eine Menge Menschen hinter einem Flüchtigen, den sie nicht einmal gesehen, laufen sahen. Aus Neugierde seien sie mitgelaufen und dabei irrthümlich für die Aerfolgten gehalten worden. Die Beweisaufnahme ließ keinen Zweifel an der Schuld der Angeklagten, woraus Staatsanwalt Dr. Stephan gegen Grothe fünf, gegen Wenzel 4 Jahre S Monate Gefängniß beantragte. Der Gerichtshof hatte indessen aus der Verhandlung die Uebcrzeugung geivonncn, daß die Thaten der �Angeklagten doch als schwerer Raub anzusehen seien, er er- klärte sich daher für unzuständig und überivies die Sache dem Schwurgerichte. Versntntnlungen. Ein», de» Feuersteitt'fchr»«ntm« Saal vollständig füllende Versammlung des Wahlvereins des 1. Berliner Wahlkreises fand ain 21. Anglist statt. Da der angesagte Referent. Herr Max Baginski, am Erscheinen verhindert war, nahm der Genosse Jahn an seiner Stelle das Wort, derselbe wies auf die sich jetzt stark bemerkbar machende Diskussion der Fragen der Taktik hin. Berlin habe schon immer eine Extrastellung eingc- nommen. 1878 wurde von den Berlinern gewünscht, daß die Zentralleitung der Partei nach Berlin verlegt würde. Jetzt komme dem die Fraktion nach. Berlin _______________ solle der Ausgangspunkt der geistigen und taktischen Leitung sein. Wenn in gegnerischen Zeitungen von einer Spaltung unserer Partei die Rede sei, so sei dies unwahr. Die Partei werde jetzt eben so wenig sich spalten, wie bei früheren, Meinungsverschiedenheiten hervorgerufen habenden Angelegenheiten. Liebknecht sei auch früher ein Gegner des Parlamentarismus gewesen; jetzt sei er anderer Meinung. Wille habe Recht, wenn er sage, das Parlanient müsse zur Agitation nach Außen benutzt werden. Die einzelnen Fraktionen kämen mit vorgefaßter Meinung in den Sitzungssaal; darnach werde ab- gestimmt. Die Reden üben auf die Abstimmung keinen Einfluß aus. DaS Parlament war während der größten Zeit des Sozialistengesetzes das beste Mittel, um zum Volke sprechen zu können. Außerhalb desselben war es eben unmöglich, bis von Putt- kamcr eine andere Taktik eingeschlagen wurde. Durch das System des- selben wurde das Spitzelwcsen bedingt. Der Abg. Grillenberger fühlte sich veranlaßt, hierauf Bezug nehmend, in einer kürzlich ftattgefundenen Versammlung zu sagen:„Dies sei alles in�Berlin möglich, wo auf drei Genossen ein Spitzel käme. >WHWWWWWWWßW>WWM Redner müsse anerkennen, daß es vorgekonnnen, daß das Vertrauen, welches in einzelne Leute gesetzt wurde, gemißbraucht sei. Es sei auch richtig, daß in der Presse, so im„Voltsblatt", nicht so ver- fahren sei, daß jedes Meinung zum Ausdruck kam.— Dr. Bruno Wille vertrete unzweifelhaft die Meinung eincs Theiles der Berliner Genossen. Er habe recht, wenn er sage, vor dem 1. Oktober müsse die Meinung der Genossen geklärt sein; ebenso Baginski, welcher die jungen Genossen den alteren gleich- stelle. In der Jugend liege unsere Zukunft, daß sei oft genug betont. Bebel und Liebknecht sind früher auch feuriger gewesen. Pflicht und Recht aller Parteigenossen ist es sich eine klare Meinung zu schaffen; damit sich nach ihr die Eraktion richte. Eine andere Taktik werde jetzt nothwendig. eitdem auch die Landbevölkerung sich der Partei angeschlossen, ist es nöthig, eine Literatur und Presse zu haben, vermittelst derer diese, sowie auch die große Masse der Parteigenossen über das, was unser Endziel ist, prinzipiell geklärt werden. Eine darüber nicht klare Masse würde uns im rechten Augenblick zun« Unglück gereichen. Die Meinung Willc's in dieser Richtung ist richtig; da sich in Berlin unter einzelnen Genossenkreisen eine Strömung geltend gemacht, die sich mit dem Programm nicht vereinbaren läßt. Tie Taktik betreffs der Presse müsse gc- ändert werden, so daß Meinung und Gegenmeinung vertreten wird. Jeder möge sich aussprechen, daß die Verhältnisse klargelegt sind, ehe die Delegirten gewählt werden.-- Die Meinung der nun sprechenden Redner war folgende: 5k e n d z i o r a. Er urtheile als alter klardenkender Mensch über die vorgetragenen Verhältnisse. Cr schätze Bebel und Lieb- knecht sehr hoch. Dieselben seien sowohl Charaktere, wie auch wissenschaftlich hochstehende Menschen. Wille sei jung, darum müsse mau ihm viel nachgeben. Es sei von ihm nnehrenhaft ge- handelt, so hochstehende Parteileute anzugreifen. Er habe gefehlt, aber durchweg? lleiuesivegs! Ein Brot, wie es die Tagespresse biete, bedinge oft einen schwankenden Charakter. Das Beispiel habe man an Mehring. Redner vertritt in Betreff des Wahlmodus zum Parteitag den Willc'schcn Ständpunkt. Das Vorgehen der „Sächsischen Arbeiterzeitung" könne er nicht billigen; ebensowenig das Verhalten Wildberger's. Derselbe hätte nicht daS, was er gesagt, aufrecht erhalten dürfen, weil vom Gegenthcil überführt. Ebenso wie Witte, habe auch Bebel gefehlt. Er dürfe nicht auch in der Erregung von„Höschen" sprechen; auch der Ausdruck „bubenhast" ist zu verwerfen. Wille ist ivohl mehr der Vertreter der Idee, als wir, daß ihm nach der Stellung Bebels gelüstete. Junge Leute können auch Charaktere sein, Lassalle biete ein Beispiel dafür. Unsere Zeit ist eine schnelllebige. Sie bedinge, daß der Unterschied zwischen jung und alt fast verschwindet. Respekt muß man vor aller objektiven Wahrheit haben, komme sie nuit von Jung oder Alt. Theater ist ein kapitalistischer Vetricb, wie eine Schnaps- breiinerci oder eine Papierfabrik. Der Profit ist der Angelpunkt der Unteruehnlung, und die soziale Frage macht nicht Halt vor den Pforten der Schansvielhäuser, Läßt sie die ärgerliche Verlegenheit des Großoürgerthnnls noch nicht zn Worte kommen auf den Brettern, welche die Welt be- deute», um so einschiieideiider wirkt sie hinter den ikonlissen. Der Theaterbesitzer, umdrängt von einer wilden Konkurrenz, muß, wenn er Gewinne erzielen ivill, die Launen und Wünsche seiner Austraggeber befriedigen; die Auftraggeber, das ist die Bourgeoisie, denn der großen Masse bleibt das Theater verschlossen, daS, weil es ein LUaffeuiustitut, zn kostspielig ist für die Mittel des kleinen Mannes. Die Bonr- gcoisic, denkfaul und unfähig, ein eigenes Urtheil sich zu bilden, fchivört auf die Worte ihrer Kritiker, die gcwcrbs- mäßig die �tczcnsenlengeschäfte besorgen und nach deinJnter- esse ihrer 5tligue, nach persönlicher Antipathie und Sym- pathie, nach ihrem Vortheil die Geschicke einer Bühne, das LooS eines.Künstlers bestimmen. Naturgemäß erzeugt diese Abhängigkeit der Theater eine tiefgehende Verderbniß, da das Haschen nach der Gunst der einflußreichen Zeitmigsschrciber zn einem wichtigen Faktor im Künstlerleben sich gestaltet. Korrumpirt diese durch die sozialen Verhältnisse erzwungene Bettelei schon die Männer, so ist sie der Ruin der Frauen, die nun zn leicht veranlaßt werden, durch Gefälligkeiten und fazilcs Verhalten das Wohlwollen der allmächtigen Kritiker zn erlangen. Herrscht.auf dem Theater die Literatur der Prostitution, so hinter der Bühne die Prostitution der Literatur. Es ist eine allbekannte Thatsache, daß, abgesehen von den„Sternen ersten Ranges", das Gros der Künstler schlecht bezahlt wird; die Misäre des Schanspiclerthnms ist nicht mehr zn leugnen. Die Schauspielerin, von der verlangt wird, daß sie in glänzenden Toiletten auftrete, erhält oft eine Gage, die nicht ausreicht, sie vor dem Hunger zn schützen, und das Defizit muß sie decken durch— ihre Gönner. fmmer aber bedarf eine Künstlerin der oft theuer erkauften uld der Zeitnngsschreiber, welche die„öffentliche Meinung" Alles Persönliche muß in den Hintergrund treten. Röhden: Nach dem Bebel'schen Artikel vom 19. August habe sich die Sache schon etwas geklärt. Verschiedene sogenannte„Radikale", mit denen Redner gesprochen, seien mit dem Artikel einverstanden. Von der Kritik der Verhältnisse werde uns nichts abhalten. B e n s ch: Wille bilde sich ein, klüger zu sein wie die Arbeiter. Diese wüßten, was sie thun. Wille rede blos von einer urtheils- losen Masse, weil ihm diese nicht folge. Redner verbreitet sich dann noch im Allgemeinen über die Verhältnisse. F e l d m a n n: Es sei ganz natürlich, daß jetzt verschiedene Meinungen zum Ausdruck kommen. Zum größeren Theil stimme er mit Wille überein.(Pfui.) Redner läßt sich ans eine längere Kritik des vorgeschlagenen Wahlmodus ein. Die Intelligenz und der Fortschritt in unseren Ideen seien in den größeren Städten vertreten. Es müßten diese Städte ein prozentuales Mehr an Dclegirten stellen, wie die Landkreise. Die Verhältnisse bedinge», weil alle Bildungsmittel vorhanden sind, daß in der Stadt die fortgeschrittenslen Genossen seien. Redner weist auf die Frage der Frauenarbeit hin; der Abgeordnete Schumacher habe sich seiner Zeit gegen dieselbe als solche gewandt. Hier werde diese niemand mehr abschaffen wollen. Es sei immer unser Bestreben gewesen, einzelnen Personen nicht zu viel Aemter zu übertagen; wir haben es nicht nötig die Frakcion über denParteivorstand zu stellen. Auf die Versammlung im 6. Reichstags-Wahlkreis Bezug nehmend verurtheilt Redner, daß Personen unter„Sprechsaal" u. s. w. im „Berliner Volksblatt" Sachen bringen, die ihres vollständig un- werthigen Inhalts wegen nicht hinein gehören; ebenso werde in Versammlungen kleinlich genörgelt, ohne daß ein Hinterhalt da ist, wie es z. B. Börner gemacht habe. Durch öffentlichen freien Meinungsaustausch werden nicht, wie oft angenommen, andere Elemente von unserer Partei zurückgestoßen. Stur die Verhältnisse zwingen sie, sich uns anzuschließen. Man solle nicht die„Jungen" zurückdrängen; dieselben Hütten oft mit iin Äordertrossen gestanden. Täterow: Es seien ver- schiedene Anklagen zu erhebe». Er gehöre zu Jenen, die immer im Feuer gestanden und positiv mitgewirkt haben. Das Ausnahmegesetz habe die Korruption gebracht. Die- selbe sei da, wo Einzelne die Parteiverhältnisse kritisiren, welche unfähig dazu sind; nicht wo Wille sagt, sondern wo er steht. Sein Artikel i» der„Arbeiterzeitung" ist korumpirt durch und durch. Derselbe enthalte nur ein sachliches Argument, sonst lauter Verleumdungen. Dies Argument sei die Frage: Welche Blätter sind es gewesen, die von der allgemeinen Gewerkschaftsbesprechung abließen und prinzipielle Fragen behandelten? Wer dies extra her- vorhebe, müsse mindestens 19 Jahre geschlafen haben. Zu Anfang der Periode des Sozialistengesetzes wurden die Blätter ausgehoben und neue unterdrückt, wenn sie sich prinzipiell hielten. Erst später war es möglich, wieder prinzipiell zu schreiben. Nicht die einzelnen Literaten waren die Vorwärtsbringenden, sondern die Arbeiter. Die haben höchstens ein Verdienst, die an der Spitze gestanden haben in der Gefahr. Schriftsteller, welche höchstens die Gesellschaftslehre etwas kennen, sonst aber weder Politiker»och überhaupt praktische Menschen sind, können uns keine Taktik lehren. Wenn sie es doch thun, so ist das eine Frechheit. Das Sozialistengesetz erkläre alles. Leute, die kaum in die Parteiverhältnisse hineingerochen haben, wollen schon klüger sein, wie alte erfahrene. Die Angriffe auf die Fraktion sind ungerecht und ungeschickt, weil ihnen kein Wissen zu Grunde liegt. Bei den Ausführungen des Redners machte sich eine starke Erregung unter den Versammelten bemerkbar; Kendziora, zur Geschäfts- ordnung sich meldend, bezeichnet die Sprechweise deS Redners für nicht sozialdemokratisch. Wach: Da er noch jung sei und kaum in die taktischen Fragen der Partei hinein gerochen habe, so wolle er sein„Unwissen" über diese auch nicht verbreite». Unsere wirthschastlichen Verhältnisse werden von Gesetzen beherrscht, welche, wenn sie erkannt sind, gleich den Naturgesetzen der Mensch- hcit nutzbar gemacht werden können. Es sei darum nöthig, daß nach dem l. Oktober alles darauf verwandt werde, eine prinzipielle Klärung hervorzurufen, damit, wenn die Sozialisirung der Gesellschaft ihrer Möglichkeit nahe ist, eine dcr Haupt- bedinaungen dazu da ist: Menschen, welche die Gesellschaft'ihrem innersten Wesen nach kennen. Neben den Versammlungen biete hierzu die Presse eines der hauptsächlichsten Mittel. Jeder, der sich mit den Theorien des Sozialismus befaßt, müsse das Recht haben, seine gewonnenen Kenntnisse in der Presse zu vertreten. Unsere theoretische 5ienntniß der Gesellschaft muß mit deren Entwicklung gleichen Schritt halte». Hierzu gehört eine Presse in dem angedeuteten Sinne, wie sie auch der Abgeordnete Volluiar und andere, darunter Wille, wollen. Redner bedauerte, daß Wille und Genossen in so un- qnalifizirbarer Weise in Versammlungen und Zeitungen ver- leumdet werden. Aus dem Inhalt und dcr Form eines Artikels in einem süddeutschen sozialdemokratischen Blatte könne man die Verdächtigung der Spitzclei herauslesen. Wille spreche nicht von der Unsclbstständigkeit dcr Genossen, weil ihm diese nicht folgen; er habe sogar Redner gegenüber schon vor längerer Zeit bedauert, daß Genossen seiner Meinung(Willc's) zustintmten über etwas, ohne dabei selbstständig zu nriheilen. Es seien vielerlei Miß- Verständnisse in den Polemiken untergelaufen. Wille werde sehr viel jetzt untergeschoben, das, wie Redner wisse, den Thatsachen nicht ent- spricht. Gefehlt sei aus beiden Seilen, auf der einen mehr, ans der mideren weniger; aber nur in taktischer und formeller Beziehung. Pfann eiibäcker tritt für proportionales Wahlsystem ein und sabriziren und ihre kamn eroberte Position im Nu zerstören können. Diese Zustände sind fest gegründet und nur selten be- schäftigt man sich öffentlich mit ihnen. Die Gemein- h e i t wird als s e l b st v c r st ä n d l i ch hingenommen, die lange Dauer deS Uebels hat dasselbe sanktionirt. Wer daran zn tasten versucht, wird von den Sittenrichtern der Bourgeoisie mit wohlanständigem Zorne als Tempclschändcr gebrandmarkt. Und nun gar solch' ein furchtbares Exempe.l, ivie es die„Bolkszeitung" statnirt hat! Statuirt hat an dein Hohenpriester dcr Theaterkotcrie, an Herrn Paul Lindau. Heißt es nicht wider die Heiligkeit dcr Ehe freveln, wenn man Herrn Lindau so schonungslos an den Pranger stellt? Herr Lindau ist ja verheirathet. Heißt es nicht, die Autorität untergraben, wenn man solch einen grrrroßen Journalisten, den Liebling dcr Salons, den literarischen Kommis des Hauses Bismarck, in seiner ganzen Herrlichkeit bloß- stellt? Heißt das nicht die Sittlichkeit gefährden, wenn man ohne Schon das Kind beim rechten Namen nennt? Die„BolkSzeitung" behandelt die Affäre Lindau als ein Kapitel ans dcr Gcschichle des Systems Bismarck, sie charaktcrisirt Lindau als einen„Kleinen von den Seinen". Sie hat darin Recht, soweit die Bismarck'iche Acra einen Höhepunkt in dem Auflösungsprozesse der deutschen Bonr- gcoisie bildet. Sie hat aber keinesfalls Recht, wenn sie der- artige Ucbclständc allein für die um Bismarck reklamiren würde. Gauzgleich, ob das Regime bismärckisch, liberal, ultra- montan, die Wurzel des Uebels sitzt tiefer. Der Kapitalismus fuhrt zu solchen Zuständen, das System Bismarck ist nur ein Einzelfall, eine 5konsegucnz der kapi- talistischen Wirthschast. So sehr dasselbe die Heuchelei und Korruption auch gefördert hat, die letzten Ursachen des Falles Lindau sind in der Organisation unserer heutigen Gesellschaft zn suchen. Darum ist für die Sozialiften die ganze Affäre nicht „sensationell", sondern ein Vorzeichen der rasch und rascher herankommenden Umgestaltung. Die soziale Wetterkunde, wie die Geschichte sie so eindringlich lehrt, trügt nicht... dafür, daß im Parlament die Durchbringung eines sammlungsrechts versucht würde. G o t t f rieb S chuZ� dauert die Entstehung des Streites, da das Motiv dazu l° �. ................ unwesentlich sei. Das Beste müsse man kritisiren, aber nicht, wie die„Sächsische Vorwürfe machen. Man dürfe sich' sticht durch lassen. Zwistigkeiten müßten vermieden werden. WKl La: ist der Meinung, daß jeder das und feine Meinung zu vertreten. Recht Er Liebknecht so wenig was vor, wie Wille.— Nachdem persönlichen Bemerkung die Genossen Feldmann. Tat{P Eichhorn gesprochen und der Referent das Schlußi»»� sprochen, wurde folgende Resolution angenommen: w »Die in Feuerstein's Salon tagende VersmnmW° Sozialdemokratischen Wahlvereins für den 1. Wahlkreis spricht ihr Bedauern über den Artikel Dr. Bruno Wille in der„Sächsischen Arbeiterzeuu�� nnd schenkt dem Genossen Bebel, wie der ihr Vertrauen. � Ebenso wurde die Resolution in Betreff de» wwii -nsch Geschäfte um 12 Uhr des Sonntags angenommen. _ Der sitzende macht bekannt, daß am" 31. August eine Partie � Friedrichshagen stattfindet. Näheres wird belannt chluß 1 Uhr..(Mit Die Freie Dereinigung aUer in der chiruM Kranche bekihäftigten Keru/sgruassrn tagte am � J den 19. d. M. bei Zemter, Mänzstr. II. Auf der Ta stand: 1. Vereinsangelcgeuheil. 2. Verschiedenes. 3.» der Herrenpartie." Nach Eröffnung der Versammlung 9 Kollege Schuster über unsere Kassenreglements. Er»Ys» daß vielen Kollegen kein neues Mitgliedsbuch ausgeitellt könne, da dieselben 4 Monate im Rückstände sind. Z»,- � uns trotzdem noch 177 zahlende Mitglieder. Er ersuch dringend die Werkstattkassirer, ihr Amt recht gewiffenhast» sehen und monatlich ein Mal abrechnen zu wollen, van» in die Kasse kommt. � Unter„Verschiedenes" wurde ....,.............. Unter„Verschiedenes" wurde daß die anberaumte Versammlung vom 22. v. M. von der als zu spät angezeigt, nicht genehmigt worden war. Der*-.., Streik-Kontrol-Kommission wurden auf Ersuchen des 2. den 10 M. bewilligt.(Ter Berliner Streik-Kontrol-KoinnsU. sollen nur Golder aus den Tcllersa»u»lungen ö f fentU�,. (nicht Vercins-)Versammlunge>i überwiesen werde». den Sitzungen der B.St.-K.-K. oft genug betont worden. D/x — Die beabsichtigte Herrenpartie findet Sonntag, den 31.» � statt. Versammlungsort: Stettiner Bahnhof, 7 Uhr �121 Enhit nach Birkenwcrder, zu Fuß nach Oranienburg, dann» j ierzn sind alle Kollegen freundlichst eingeladen. Versammlung 10 Uhr. � Eine öffentliche Uerfammluna der selbstll�'ta Karbirre, Friseure nnd deren Gehilfen, die außerord?.. stark besucht war, tagte am Donnerstag Abend unter dem � des Herrn Jahns im Königstadt-Kasino. Holzmarktstr. R e h n o(Meister) aus Kassel referirte über die Sonntag-.! und die soziale Lage im Berufe. Redner begründete in t; J ausführlichen Vortrage die Rothwendigkeit dcr SonntnasrM? ----'............'-...*.____ hi-Cet ir?: «ls He Meiste, nicht i "»ch a, der Vo samrnli! Sonnta Absah» «chuuu welche werden oeröffer . Öfe l.! dUtul 2= Wlcmir «"chall-r Jtaif«? r,®V0| läuimll. JW Sonr wann, B iS «f II ich« Sad,, '»»ist?. 'w So. a l)«« teÄ( äs % sprachlich entschieden für die �gesetzliche Regelung biej#|j3 aus. 9bie gegenwärtige Geschäftslage bezeichnete er an von Thatsachen als eine sehr trostlose, es sei nothwendiA- energisch für die Verbesserung derselben einzutreten, wem> p Gewerbe nicht völlig zu Grunde gerichtet werden � Besserung werde aber nur erreicht werden können, iven« � für die Hebung der Lage der arbeitenden Klassen, 5".gd sich auch die Barbiere und Berufsgenossen zu rechnen 0.-� mit eintrete.(Lebhafter Beifall.) Die folgende Di%3 bewerte sich zunächst um eine au den Reichstag zu � Petition für Schließung der Geschäfte an Sonn- und von 3 Uhr Nachmittags ab und folgende Resolution: F „Die heute im Königstadt-Kasino tagende oist(i Versammlung der Barbiere und Friseure, Arbeitgoos � Arbeitnehmer, erklärt sich mit dem Nescrent�-»» verstanden, sie bittet einen hohen Sieichstag, der+' Gehör zu schenken und die Sonntagsruhe im S""1 Referenten einzuführen." Diese Resolution gelangte ohne Widerspruch bei"s. stimmung zur Annahme; ebenso wurde die Absendung der beschlossen. Gegen das Zusammengehen mit der"s?,» Arbeiterbewegung wandten sich mehrere Redner. Gehilfe, erklärte, daß er sich nie der Arbeiterpartei anschließen o) Gehilfe Mehn ert meinte, es sei besser, wenn man w» '...... Fischer und H0* Partei Mehnert meinte, gehe, während die Gehilfen dem Rcserenten beipflichteten. Herr'Pfeiffer geißelte in zutreffender Weise das bisherige®?,,■$* der Gehilfe», die von dem Wahn besangen seien, im 6elf,(Lli lichc» Leben bedeutend über den Arbeitern zu stehen. r-, Ansichten finde man auch noch bei den Handlungsgoh>'»rt( Gehilfe Mendat theilte mit, daß 13 Kollegen eine vo»' a meister Wollschläger gebilligte Petition an den Reichstag schrieben hätten, nach welcher sie keine gesetzliche SonntOS..� wünschen. Ein Gehil>e des Herrn Jahns erhob gegen> m Meister den Vorwurf, daß dieser Sonntags ausgehe, stU.st Hilten aber arbeiten lasse. Dabei wolle der Meister noch demokrat sein. Während der Ausfähruiigen der letzten- war eine erhebliche Unruhe eingetreten, die sich noch afu N. Sr"" s s *»• s h* «Tutf Ck. mk 5 Mi b(ist/ Meter. Herr Paul Lindau interessirt uns nur als Reprast der herrschenden 5klasse, deren geistiger und sittlich", Er selbst persönlich ist uns so irrelevan� druck er ist......._____...... irgend ein anderer dcr platten Bursche, welche die Literatur zn einem Trödelmarkt gemacht haben, aus' i Lob und Tadel, Ehren und Ruhm verschachert Ivo"". i atte Hosen. Er hat einst Lassalle interviewt, er, alll Kritikcryandwerk Jahrzehnte lang getrieben, er hat, gefürchtet war, elende Dramen zur AuffühA.� bracht, er war ein Trabant des Gestirns-B) machte literarische Kompagniegeschäfte mit dein Proletariat, indem er die Memoiren irgend eincs Ede, der jetzt schon wieder einmal im"Zuchthaus einem Vorwort versah. Er schrieb auch ein Buch, in J die Geheimnisse einer Thcateragentur mit sittlich".�( rüstung entlarvte und darüber donnerte, daß schuftiger Kerl von Theateragent die armen MäbA ,,a nach ihrer„Liebenswürdigkeit" mit guten oder r.) j: Engagements versorge. Als ob man Theater a g e- j müßte, um so gentlemanlike zu handeln?(ß Herr Paul Lindau als Einzelner, wie gesagt, ü- gleichgiltig, Herr Paul Lindau als idealer* y der Bourgeoisie ist für uns bedcutww'L Eine Klasse, die solche Vertreter hat, die solch" treter nicht blos duldet, sondern noch schütz"� schirmt, nachdem ihnen die Maske vom Gesicht ö 1 worden ist, eine solche Klasse hat ihre Zeit erfüllet., Mir sagten es schon, der bürgerliche Lazarus»' � den letzten Zügen. Wenn das Stcrbeglöckchen töm, die Arbeiterklasse die Erbschaft antreten. Noch aber athmet der Patient, und Ihr irr? wenn Ihr meint, zum wenigsten Herr Paul LR®,«« tobt, moralisch mansetodt geschlagen. Welch ein' [4? «Npfil ,Z Wer % I Kanin war seine Heldcuthät publik geworben, als � f. „Berliner Tageblatt" mit seinem Namen einen Auw" öffentlichte. Die Scham tödtet, also lebt Herr Lind" s>*"! ''ochs 'k 1Ä lS (in''' fcitifi«1 ebel � noch C !«»'"J wort f slunä, W Ä ?«, K; jttie 9* XP s * % c °SFi sf tr.| Z- ms-r n W v end'S- � luet"1 j-f solle. «en« � Ä liv fllä fiert Pfeiffer dem Vorredner erwiderte, daß ein einzelner »inster sich doch nach der Konkurrenz richten müsse und mithin "'Y beliebig sein Geschäft schließen könne, wenn andere M auf hätten. Da die Unruhe immer stärker wurde, schloß ver Vorsitzende während der Siede des Herrn Pfeiffer die Ver- lammlung. Gesellschaft für Uerbrritung vo» Uolstsbildnug. «onntag, den 24. August, großer Ausflug nach Schmargendorf. Mahrt 1 Uhr 14 Min. vom Potsdamer Bahnhof, Treffpunkt in Schmargendorf im Kaiser- Friedrichsgarten.— Alle Diejenigen, welche noch Villets von den: 17. Stistungsfest in Händen haben. wtoen ersucht, dieselben abzurechnen, widrigenfalls ihre Namen veröffentlicht werden. dn>%% öffentliche zierfamuUnng für Hondlimgsgeliilfe» am Montag, »?!..»< August, Slb-ndZ 9 Uhr, i» den jSiirgersälcn. Dreedsnerstraste e». - W.nung: Der Kaufmaunsliand und die Parteien. Referent: Dr. Lingenau. Swufricn 3. Versch.eden-Z. J, Gesellschaft für«erbr-itnn« von Nolstobitdung. Am Sonntag, den >.r, Uust, Rachuiittagö, findet ein Ausflug mir Familien nach Schmargen- »,,.vlwtt. Die Mitglieder werden zu recht zahlrcicher Betheiltgnng ein- S?". Für gutes Amüsement ist bestens gesorgt. Gäste, Herren und Tanien »�wmmen. Abfahrt vom Potsdamer Bahnhof i Uhr u Minuten; vom jESf! L®ab,ch«rsan>n>ln»g de» Allgemeinen Arbeiterinnen- U-reino �«rnfoiweige Berlins und Umgegend. Filiale s in Rixdors findet dian« tu10«V, den 23. August, Abends 8% Uhr, tin Lokale des Herrn Hoff- ®erflflr. 33, stau. streike öffentliche Nerfannnlnng der Maler, Lackirer, An- und verivandlen Berufsgenoffsn von Friedenau, Cteglih und Um- E,,, am Sonntag, den 2t. August, Rachmitlags Uhr, tu Büchel'« Urb n? äu Friedenau. Rheinstr. S. Tagesordnung: l. Arbeiterorganisation lum� w'nehmerv-, bände. Offerent: Herr W. Echweitzer-Berlin. 2. Drs- «,,,«• 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches �»leinen wird ersucht. iu Koininerfeff arrangirt vom Arbeiter-Gesangverein ,, Hoffnung" Ug.�isdrichSbcrg im Konzeripark Bicioria, früher Ostendpark, Frankfurter »m Sonntag, den 24. d. AbZ.; Sost-L Vokal- und Jnflrumental- üS? wßwr Leitung des MusildirektorS E. Dhamm und des Dirigenten des w-Uer-GesangvereinS„Hoffnung" Herrn H. Langhans. Im Saale: ffirojjcv ifrs«®'e ffastecküche Iii den geehrten Damen von 3 Uhr an geöffnet,»äffen- rostnung 3 Uhr. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Entree 20 Pf. A.»».«churr«i» der ZtletaUarbriter in«.,»-. Waffer-»nd Aampf- M 5'«r»n. Sonnabend, den 23. August. Abends 8% Uhr, bei Zemrer, J}y 11! Milgliederversaminluna. I«».achuerei» drr Tischler(»orben). Große Versammlung am Montag, Jo- August, Abends 8% Uhr, im Wedding-Park, Müllerstr. iss. der in der Kchäftefabristatio» bcschäftigton Arbriterinnen. bombend, den 23. d. Ml, Abends 8% Uhr, bei Schaffer, Juselstr. 10: Ver- luin„- 8- Tagesordnung: I. Vortrag des Herrn Max BaginSki. 2. Dis- l'm»-r A���lchiedenes. Herren haben Zutritt. Nach der Versammlung ge- B,Jto«t>>ig>>ng der ZIrechslrr Deutschland« Zahlstelle°(Kammmacher) M' Montag, den 25. August. Abends 8% Uhr, Münzstr. n, bei Zcmter, Sammlung. Tagesordnung: i. Vortrag.'------ 2, DtsMIlW Referent wird tn der Verfamm- Bertheilung der Lohnstatistiken. 5. Verschiedenes. Um dringendes Grfchsinen öff-'l -(»ig I-e , S««" I •»'tietJuchV1 L-Hnkommifston. but-��chler-Nerrin. Am Sonnabend, den ss. August, Abends g Uhr, Kott- M«a, Versammlung. Tagesordnung: Erledigung eines UnleriluhungS- Iii und eines in der letzten Versammlung gestellten Antrages, betr. «hubung der Hamburger Vauhandwerker. flr�'buche«rs-Uschaft. Sonntag, den 24. August, Abends 8% Uhr. Beuth- 1'ose 22, i Tr. tn May'K Saal. Vortrag deS Herrn Dr. Bruno Wllls über: bTxs'Ueruna". Nachher gesellige Unterhaltung und Tanz. Gäste, Dainen und ibillkommen. dt.._______________ Neichenbcrfjerstr. 24: Sitzung. •~ and. lu.«"choetetn der in ouchbindereien und vcrwanbien Betrieben beschäs- --s'MArb-tter. Montag, de» 25. d. M., Abends o Uhr: Versammlung in SlMtein'S Salon, Alte Jatobstr. 75. Tagesordnung: i. Bortrag d-S Herrn vnoedrand:„Die Beftrebungen der Handwerker und Arbeiter im Jahrs 1849." Trao r"suahme zum außerordentliche» Verbandsiags. s. VsrfchicdeueL und »z S'i°- und Dioiiutirfllnb..Lenerbach" am Sonnabend, den ss. August, «t. � N Uhr, im Lokals des Herrn Schröder, Ncichenbcrgerftr »üben Zutritt. Um rege Bclhetligung bittet der Vorstand ».,»uchvrrein der in Buchbindereien und verwandten Act »ijsonnlag, den 24. d. M. tin7.„n..?ic Theilnehmer werden �ersucht, Partie uach Stettin. Abfahrt Sonnabend ............................ ersucht, sich bis 9 Uhr im Vereinslokal, » L'nstraße ig, einzufinden. Der Fahrpreis httrügt für Hin- und Nueksahrt «'.b Da« Iveilere Sirrangement liegt tn den Händen der Stetiiner Kollegen. (» Wittags dortsclbst öffentliche Versammlung. Wir ersuchen die Kollegen, � ishireich zu belhetltaen.,. »Ugeineiner deutscher Kattler-Urrri». Versammlung am Sonnabend, -.w 38. iflugust. Abend« Punkt 8% Uhr, im Lokale des Herrn Reyer, Alle , wbftr. 83. ».Versammlung des Verein» xur Wahrung der Intereffen der �Merarbriter und Verufsgenoffen. Sonnabend, den 23. August, Abends ' uw, in Deigmüller'S Salon, Alte Jalobstr. 4sa. Grosfe öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonnabend, den 23. August, Abends% Uhr, tn Hoffmann's Fsstfälen, Oranien- flraße i8o. Friedrichohagen! Versammlung des Arbeiter-BildungSvereinS. Sonn- abend, den 23. August, im Lokale„Waldhaus", an der Bahn. Große öffentliche Versammlung der Former am Montag, den 25. August, Avends 8 Uhr, in Wüller'S Salon, Johannisftr. 20. Soziole MevoMTzk. Arbeiter undArbeiterinnett derKekleidungsindustrie. Der Kongreß ist zu Ende und noch immer sind die Dclegations- kosten nicht gedeckt; es ist deshalb dringend nöthig, daß noch weitere Sammlungen vorgenommen werden, denn wir müssen die von Privaten geliehenen Gelder wieder zurückerstatten. Also nochmals, thilt Eure Schuldigkeit und liefert das Gesammelte heute, Sonnabend, von 9 Uhr Abends, und morgen, Sonntag, Abends von 8 Uhr ab, bei Reyer, Alte Jakobstr. 83, ab. Gleich- zeitig die Mittheilung, daß am Dienstag, den 26. August, Abends 81/2 im unteren großen Saale der Arminhallen, Kommandanten- straße 20, eine große kombinirte Versammlung aller Arbeiter und Arbeiterinnen der Bekleidungsindustrie stattfindet, in der die Dele- girten über die Verhandlungen des zweiten deutschen Schneider- und Schneiderinnenkongresses Bericht erstatten werden. Die Konareßkommission. Kir ausstehenden Listen der Drechsler für die Kam» burger bitten wir umgehend spätestens bis zum SO. August er., ob leer oder gezeichnet, zurückzugeben. Wir werden von einer andereir Mahnung, als dieser, bis dahin absehen, da wir erwarten, daß Alle, die uns bisher das Vertrauen entgegengebracht haben, auch Sorge tragen werden, daß die Abrechnung schnell und ge- wissenhaft ausgeführt werden kann.— Listen nehmen entgegen der Kassirer Plagens, Reichenbergerstr. 142, Seitenflügel 1 Tr., Lutz, Britzerstr. 39, Hof 3 Tr.(Wochentags von 12—2 und Abends 6—7 Uhr.), Freythaler, Stralsunderstr. 20 und in den Zahlstellen Sonnabends von 8—10 Uhr. Indem es somit Jedem bequem ge- macht ist, hoffen wir, daß wir bis zum obigen Datum im Besitze aller Listen sind. Gleichzeitig machen wir bekannt, daß am 8. September in Sanssouci eine Versammlung aller Holzarbeiter tagen wird, mit der Tagesordnung:„Wie stellen wir uns gegenüber dem Holz- industriellen-Verband? Wir hoffen, daß sämmtliche Drechsler Berlins in dieser Versammlung erscheinen werden, um so mehr, da wir bis dahin keine öffentliche Versammlung einberufen werden. Die Lohnkommission. I. A.: R. Lutz, Kottbuserdamm Nr. 21. 2 Tr. SKtrechfernl. Die Redaktion stellt die Benutzuna des Sprechsaals, soweit Raum dafür abzu- leben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeiUg dagegen, mit dem Inhalt desselben idcnlisizirt zu werden. In einer Rede, die Grillenberger am vergangenen Montag in Nürnberg hielt, und die nun durch die Presse laust, hat der- selbe eine Menge allgemeiner Verläumdnngen zu Tage gefördert. Meine Person beehrt er ganz besonders damit. Herr Wille habe— das läßt er so mit unterfließen— den „Geschäftssozialismus", von dem Herr Wille in Berlin sprach, wohl von seinem Freunde Wilhelm Werner kennen gelernt. Herr Wille, den ich nur höchstens 4 Mal gesehen und mit dem ich in meinem Leben höchstens 20 Worte gewechselt habe, sogar nicht einmal über Partcivcrhältnisse, wird von Grillenberger im Hand- umdrehen zu meinem„Freunde" gemacht— jedenfalls durch falsche Einflüsterungen von einer bestimmten Seite, welche ein Interesse daran zu haben scheint, den Zwist zwischen Fraktion und Berliner Genossen zu schüren, um für allein würdig gehalten zu werden, mit ersterer verkehren zu dürfen. Warum auch nicht? So koinpromittirt man gleich Beide auf einmal: mich als Gc- schäftssozialist und ihn als meinen Freund. Ich weise die Ver- dächtigung Grillenberger's mit aller Entschiedenheit zurück. Ich habe ja noch nicht Gelegenheit gehabt, durch langjährige Thätigkeit im Reichstage den parlamentarischen Anstand zu studiren und meine Kampfesiveise darnach einzurichten. Aber ich halte es augenblicklich für besser, meine Ausführungen Grillen- berger gegenüber bis auf den Parteitag aufzusparen, es könnte sonst der gegnerischen Presse etwas neuer Stoff gegeben werden. Hoffentlich kommen wir beide nach Halle. Ich werde dort Material gegen G. bringen. Er soll mir auf dem Parteitag Rede und Antwort in dieser Frage stehen. Ich bin bereit. Kann er dort seine Behauptungen nicht aufrecht erhalten, kann er mir den Geschästssozialismus nicht beweisen, so wird er sich gefallen lassen müssen, wenn ich ihn einen ehrlosen Verleumder nenne. Berlin, den 22. August 1890. W. Werner, Buchdrucker. Dexreplhon. (Motffs Telegvaplicn-gnrra«.) Uelien, 22. August. Bei der im 15. hannoverschen Wahlkreis(Lüchow-Uelzen) vorgenommenen anderweiten Reichstags- wähl an Stelle des verstorbenen Abgeordneten Grafen Bernstorff (Zentrum) wurden bisher folgende Resultate gezählt Bruck (Welse) 6558 Stimmen, Meyer(kons.) 1963, v. Estorff(natlib.) 1613, Valtemath(freis.) 1504, Brey(Soz.) 598 Stimmen. Von 5 kleinen Wahlbezirken stehen die Angaben noch aus, jedoch kann die Wahl Brucls durch dieselben nicht beeinflußt werden. Paris, 22. Allgust. Die Blätter erklären die Gerüchte von einem Auftauchen der Cholera in Marseille für unbegründet. Madrid, 22. August. In den von der Cholera infizirten Provinzen sind gestern 73 Erkrankungen und 49 Todesfälle vor- gekommen. VviefkQflen dev Medoikkion. Bei Anfragen bitten wir die Abonneinents-Quillung beizufügen. Brieflich« Antwort wird nicht erlhetlt. Für dir anogesprrrtr« Kaichandwrrker Hamburgs gingen ferner bei uns ein: Durch R. Wcgner 1,85 M. Julius, Königsbergerstr. 4, 8 M. Bautischlerei W. Harms, Anklamerstr. 33, 7,40 M. 3 rausgeschmissene Kistenmacher aus der Goldgrube, Kistenfabrik von Herrn W. Liebheim, Ritterstr. 75, 1 M. Schuhmacher Unter den Linden 60, 2 Rate, 8 M. Von Arbeitern bei dem Rückstand- Berge in Köpenick 7,20 M. Von mehreren Kollegen der Tisch- lerei von Funcke, Chansseestr. 23, 5 M. Am Stammtisch ge- sammelt Scharnhorststraße 17 2,40 M. Durch Schöpke auf Liste 0099 8 M. Durch Huck auf Liste 0912 5,05 M. Ueberschuß von der Tellersammlung der Vorstände der 23 Ortskassen über Besprechung der Alters- und Jnvaliden-Versorgung 6 M. Von den Berliner Steinmetzen 100 M. In Summa 163,90 M. Hierzu die bereits quittirten 28 316,01 M. Zusammen 28 469,91 M. Berichtigungen: In Nr. 193 muß eS nicht Maler Amand und Wagner und Frau, sondern Amand Wagner lind Frau heißen.— T. Nr. 4. Wann sandten Sie den Betrag ein, wir können so nicht recherchiren. Gtt» Iahuv. Sollte Ihre Beschwerde begründet sein, dann werden wir selbstverständlich das Inserat nicht mehr aufnehmen. Wir bitten aber, uns Beiveise für die Begründung Ihrer Be- schwcrde zu bringen. Der betreffende Geschäftsinhaber, den wir auf Ihre Beschwerde hin befragt haben, erklärt, jeden, der mit seiner Waare nicht zufrieden sei, das Geld für dieselbe, soweit sie noch nicht gebraucht ist, zurückzuerstatten. # VkttlchW t>er Bittl-# genmbliiM Marbeiter Wuebergs imii UulgegM. 486 den 17. d. Mts., von der Polizei nicht genehmigte ,,........................ibet am Konntag, den S4. August, Vormittags ' Uhr, in der Kchloßirrancrri Kchänebevg statt. Tagesordnung dieselbe. Um zablreiches Erscheinen ersucht Der Voratanri. !M:.„ Tie am Sonntag, jji�si/derversai'.tmlltng findet �Skiiltincr MkilZll-ZldtiLer-Btttii! Ukrliirä imi) lliiincpi). Grosse �ersamslnSunfi) Nloutng. den 35. August 18Ö0, Abends SV« Uhr. � bei SchuearziTsiiiSci*! Kolbergerstraße 22/23. fem»« Tagesordnung: 1. Vortrag über:„Die Ursachen der Armuth". Re- »Ä H'rr Max Vaginski. 2. Diskussion. S.Ausnahme neuer M>t- 4. Verschiedenes und Fragen.— Um recht regen Besuch wird gebeten. Der Vorstand. I. A.; Viktor Kurgas, Antonstr. 6. ko.t � Beschwerden in Vcreinsangelegenheiteu sind zu richten an Joseph »litt-f Q n"' Reichenbergerstr. 73. Alle Geldsendungen an O t t o K l e i n, D m )lcpvfiieg ttlich"'' •S&s Ä � Wstzk" S««nbeii und Bekannten em- iüas*tan iCiein9 phrmachrv, 25 Neue Hochstr. 25 empfiehlt sein Lager aller Arten Wanii-# Wen-Uhttn. Reparatur«»?n soliden preisen. Sonntags von 2 Uhr ab geschlossen. Atofchürcn. Für Kolporteure Preise wie bei Abel und Micktsch. i eil1 Zwiliit pii uilm Mktt. l'tlcnfl �cx'e'bsjtntiuer, 20—30 Mann t'el'j»�f F�cichnct passend für Zahl- ag sagt. beutmÄ solch�)■ K � UBfälligen Esachtung. # s»wi"..K'n des„Berliner Volksblatt", �pfehle jverthe» Nachbarschaft tönst irrt 0 : Lindas s ti,4.2'"«n �»sche-Geschäft. Arrre».,),i.i»»eu- und »linder w!i i ch», von �Deninv?.?! Kaumwollwaaren. «>>d fi�ltut: Ariiaiterliemdea S«'«f sorgfältige und reelle Bs- Zä,£07 'ißc„�."?tiche Artikel werden in ll7�,? tsstnbe angesertigt. r � Jaeekel, 12, part. �Alafstelle für zwei Herren ''3' H- f., 1. Ausg. 4 Tr. Unzerrcissbare Unzcrrcissbare Unzerrcissbare Unzerrcissbare. Uiizcrreissbare V"' Unzerrcissbare Unzerrcissbare Unzerrcissbare Unzerrcissbare Unzerr eissbare Unzerrcissbare Unzerrcissbare 4$ mit Konirolmarit- bei Rud. Beisse, Chanjseestr. 70 (an der Pauke). Aft-n Kollegen und Arbeitern empfehle mein„, r Mi8- 8. Amsß-Vltt-LM. 1256 A. M-utr. Luthcrstr. 46. Alb. Swine.»S-t"' Dalldoriorstr. 13, dicht am Weddiugpl., empfiehlt sein Lager fertiger Schuhmaaren für-lerren, Damen und Kinder. Solide Waare zu billigsten Preisen. EGBlellnngea nacii Maasa sowie Uepa- raturen prompt und billigst. Zum III _ Nur Hüte mit Arbeiter-Kontrolmärke Größte Auswahl in Strohhüten. AlliMche 131, ÄÄ, Withelwa Zapel, Hutmachcr. 1336 mit Arbeiter-Kontrol-Marke empf. E. Bergmann, Markgrascnstr. 98, n. d. Besselstraße. a Fl. exc!. 75 Pf. Verl. Ektnide-Mmkl 90 lt. äiijlttliiniknt, to"° m5™"""1 ■ßimikttiiiff,"'Sr'/gm1'" IxrtrtitßC zu Partien empfehlenswerth, DUgülll a M. v. 1 M. an. empfiehlt die Groß-Destillatiou von Lettau& Keil, an der Rosenthalerstraße. Geschäftsschlnß Abends 8 Uhr. SonntagS 1 Uhr!_ Besonders hohes Aufgeld für Prcuß. Loose l.Kl. 183. Lotterie Berl. Kollekte zahItAvom _ legen heiten. Verschiedenes. Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist zahlreicher Besuch erwünscht. Gäste willkommen. Ganz besonders sind die Präger hierdurch eingeladen. 469 Der Vorstand. SattBes« S Der zun» Sonntag, den 24. d. M., geplante Ausflug der Mitglieder des Allg. deutschen Sattlervereins nachdem Grunewald ist Umstände halber auf Sonntag, den 31. August, verlegt worden. Programms hierzu wer- den in der heutigen Versammlung aus- gegeben.[465] Der Vorstand. des VMM KuWr Müller (Filiale Berlin) am Sonntag, 24, d. M., Vorm. 9 Uhr, in Behlitz' Salon, Bergstraße 12. Tagesordnung: 1. Gewerkschaftliches. 2. Diskussion. 3. Verschiedeues und Fragekasten. Es wird dringend ersucht, in dieser Versammlung vollzählig zu erscheinen, da auch über das letzt angeregte Ver- gnügen ein Beschluß gefaßt werden soll. 470 Der Bevollmächtigte. Bildimer! Die Partie für die Mitrvirkenden beim Sommerfcst findet näeht statt. Besprechung am 23. August im Nestau- rant May, Beuthstr. 21. 472 Wichtig für den Uord-KezirK. ChansseeEir. 83, gegenüber d. Liesenstr. Reellste u. billigste Bezugsquelle für Schuhwaaren jed. Art. Handarbeit. Gr. Reparaturwerkstatt. Keine Dudendwaaro. Z Otto Päse, stS?"' Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Fir- men in keinerlei Beziehung. 18. ZeHalb ksmmen Sie mir 18 bei Ihrem Einkauf von Knaben-Garderoben und fachen zu erren- rbeits- 407: VerliiiN.,®c(iti!l)litanneii,| Hut-Fabrik Ga*wmaw. Sonnabend, den 23. August, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Anders(früher Cafe Lubow): Herrn h Kolks Nersammlung. Tages- Ordnung 1. Vortrag des Herrn W. Werner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 485 Oeffentliche Versammlung siimintilcher Arbeiter für Oöiienick und Umnessend Oö|ienick und Umgegend Montag, den 25. August, Abends 8' � Uhr, im Kaiserliof. Tages-Ordnung: 1. Welche Art der Krankenversicherung ist für den Arbeiter die vortheil- hafteste V Referent: H. Nöske- Berlin. 2. Diskussion. 3. Beschlußfassung über die Gründung einer örtlichen Verivaltnngsstelle der Zentral-Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblichen Arbeiter(E. H. 3) in Hamburg für Köpenick und Umgegend." 482 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Oer Einberufer. mm am Kountag, den Z4. Angnst 1890, Dormittags 11 Uhr, im Lokale „Kaiser Friedrichs-Garten" zu Kchmargendorf. Tagesordnung: 1. Die Entwicklung der Sozialdeinokratie und der Parteitag zu Halle. Ref.: Herr L i t f i u. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 463 Der Einberufer. Achtung, Rohrleger! Am Sonntag, in der bereits bekannt gegebenen Versanimlung des Fach Vereins der Rohrleger Berlins und Umgegend, wird der Dirigent der hiesigen „Frankfurter Wasserschaden-Gesellschast", Herr Baumeister II. Knauf, unter Punkt 3 der Tagesordnung einen Vortrag über daS Rohrlsgergewerbe und die Fabrikordnung der„Frankfurter Wasserschaden-Gesellschast" halten, und zwar deswegen, iveil die Rohrleger Berlins obengenannte Fabrikordnung einer ungünstigen Beurtheilnng unterzogen hätten. Da hierdurch die Tagesordnung für jeden Rohrleger und Helfer eine hochwichtige geworden, so bitte ich nament- lich die Vereinsmitglieder, alle Mann am Platze zu sein. Rohrleger und Helfer, welche nicht Mitglied sind, haben als Gäste Zutritt.[483 Julius Reckner, Vorsitzender, Birkenstr. 76, H. 2 Tr. Fachverein der Tischler(Morden). ~ ya Große Versammlung Montag, den 25. August, Abends 8Va Uhr, im W edding-Park, Uüllorstr. 178. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Pinn„lieber Nationalität und Humanität". 2. Diskussion. 8. Gewerkschaftliches. 4. Vereinsangclegenheit und Verschiedenes. Um rege Betheiligung der Kollegen ersucht Der KovoUmiichtigt«. für Wöks mii) UniMill). General-Mersamminng '1. August 1890, Abends SVa am Montag, de» 25. August 1830, Abends SVe Uhr, in Barta's Salon, Bergstraße 120(kleiner Saal). Tages-Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vorstandswahl. 3. Acreinsangelegenheiten w. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Mitglieder werden vor der Versammlung aufgenommen.[468] Der Vorstand. AHgem. öffentl. ¥ersammW Sil ii Berlins und Umgegend. Ä Montag, den 29. August>SM Abends 8 Uhr, im Saale der,*| Aktienbrauerei Friedrichsham(Lipl Referent: Genosse ä&m. Bebel- Sercia Werblicher SilArbeiter für MaaaWW Sonnabend, den 33. August 1890, Abends 8 jjä f 18. im Lokale des Herrn Gottwaldt in Hrih, Chausseestraße Tages-Ordnung: A 1. Die Sparsamkeit und die Genußsucht der Arbeiter. Restu•| Max Baginski. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Aufnahme neue Der uors*3" j mt tc r.• Haus; Renntags- Wiste, K glieder. Große öffentliche Bersammlung Kr Former, Hontag, den 25. d. M., Abends 8 Dhr, in Müller's Salon, Johann»» lief, In er Ta Tages-Ordnung: 1. Schlußabrechnung vom Streik. 2. Die Arbeiterschutz u. die Enquete der Regierling. 3. Der Arbeitsnachweis der MetaU-L"°!-* 4. Der Ausruf der Lertrauensmäniler der Metallarbeiter Deutscht__ unsere Stellung zu demselben. Diskussion. Verschiedenes. perstorst», In Anbetracht der neuesten Verfügung des Minister des Fnn j. die Handhabung des preuß. Vereinsges. und der Wichtigkeit der �.age„ 1 1 e l ist zahlreiches und pünktliches Erscheinen erwünscht. NB, Die spezielle Abrechnung liegt vom 25. d. Mts. bis 6. Gartenstr. 79, Restaurant Bern dt, zu Jedermanns Einsicht aus. Der Giuberufer: E. Por__> Allgemeiner Metüllarbeiter-Berein Berlins nni) Umgegtd Grosse Versammlung für Reinickendorf und Sonntag, de» 34. August 1890, Nachmittags 3 Amandesteast» 1, Restaurant K u d e r «. S:S in Uoinichendorf, Tages-Ordnnng: 1. Vortrag über:„Die Frauenbcfreiuug". Referent: Herr 2. Diskussion. 3. Wahl eines Schriftführers. 4. Aufnahme neuer 5. Verschiedenes und Fragen. I. A.: Rob. Duchat'eau, Reinickendorf, Gesellschaftsstr� Alle Beschwerden in Vereinsangelegenheiten sind zu richten an 0.�-! Ea r t in a n n, Reichenbergerstr. 73. Alle Geldsendungen an Otto itterstraße 15. thuin." schon oft �ahnt sllgen blc �rt no Mdertto !tQ9o m fingen' ?:„r �>nal d °i»n der W nur :% die jHlttteri weiter Verein zur Wnhrnng ber Zntereisen ber KlnvierarbeW nnb Bernssgenogen. UersammSung � Sonnabend, den 23. August, Abends präzise 8 vv in Deigmülier's Salon, Alte Jnkobstr. 48 a. Tages-Ordnnng: 1. Vortrag des Herrn Rechsanwalt W o l f g a n g H e i n e. 2. angelegenheit. Hierzu sind die Kollegen von Klingemann u. Ko., D» i! � Langer u. Ko. eingeladen.[496] Der Vorkank | nur gegen Baar j zu strengstens I festen Preisen! 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