Ur. 36. Abonnements- Bedingungen: 4 Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post BeitungsPreisliste für 1897 unter Mr. 7487. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelzetle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Hernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der dreißigjährige Geburtstag des allgemeinen gleichen Wahlrechts im Deutschen Reich. Freitag, den 12. Februar 1897. Am 28. Ottober 1884 Am 21. Februar 1887 Am 20. Februar 1890 Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. bistorische Mission" Frankreichs vindizirt wird, nicht Einhalt thun, weil der Bar den great assassin", den großen Mörder", oderwie ein französischer Akademiker Abdul- Hamid dieser Tage in einem in Schutz nimmt, um ihn später defto leichter im eigenen Jutereffe öffentlichen Bortrag nannte, den rothen Sultan" gegen England erdrücken zu fönnnen. In Egypten darf Frankreich gegen die immer feftere Wurzel fassende englische Herrschaft nur mit platonischen Wortprotesten auftreten, weil der Bar an der egyptischen Frage nur infofern interessirt ist, als sie eine Frage bleibt, d. h. als sie ein aufrichtiges Einvernehmen zwischen Frankreich und England unmöglich macht. nach auch den verstocktesten französischen Barenschwärmern über zu Dieser in die Augen stechende Sachverhalt beginnt nach und werden. Selbst der Figaro", der sonst im Bauchrutschen vor dem Zaren obenan liegt, spricht nun von der Nothwendigkeit, einen Sozialdemokratische Abgeordnete bringenderen Appell an die Geradheit und Loyalität Stimmen 549 990 763 128 1 427 298 24 11 35 unserer Freunde, der Russen zu machen", die bisher in der Orient frage vielleicht(!!) ein wenig zu ausschließlich auf ihre Sonder interessen gesehen haben".. Danach mag der Leser ermessen, Wohlthaten der Barenfreundschaft spricht. Beharrt die russische in welchem Zone die ehrliche Oppositionspresse gegenwärtig von den Regierung bis zu Ende in ihrer bisherigen Geradheit und Loyalität", dann dürfte Hanotaur der einzige überzeugte Anhänger des Einvernehmens mit Rußland bleiben. Die nächsten Wahlen fanden am 10. Januar 1877 ftatt und ergaben für die Sozialdemokratie 493 447 Stimmen und 12 gewählte Abgeordnete. Die nach Auflösung des Reichstags unter dem Einfluß der Attentatsheze stattfindenden nächsten Wahlen am 30. Juli 1878 brachten einen kleinen Rückgang der sozialdemokratischen Wahlstimmen; diese betrugen 437 158 Am 12. Februar sind es gerade dreißig Jahre her, als und 9 Wahlfiege. Die erste Periode des Sozialistengesetzes in den Staaten des„ Norddeutschen Bundes" behufs der brachte einen weiteren Rückgang; bei den Wahlen am 27. OtWahlen zum Reichstage desselben, welcher die mit der tober 1881 wurden nur 311 961 sozialdemokratische Stimmen Konferenz der Bundesbevollmächtigten vereinbarte Verfassung abgegeben und 12 Abgeordnete gewählt. Von hier an bleibt berathen und genehmigen sollte, die ersten Wahlen stattfanden. der Fortschritt der Sozialdemokratie unaufhaltsam, troß Der Artikel 20 dieser Verfassung bestimmte: Der Reichstag Sozialistengesez und Kriegshetze. geht aus allgemeinen und direkten Wahlen mit ge= Die Wahlen ergaben: heimer Abstimmung hervor." Der Vater dieses Wahlrechts und zwar insbesondere seiner Einführung in das neue Reich war niemand anders, als der damals schon seit fast drei Jahren gestorbene Ferdinand Lassalle, der freilich das Beispiel Napoleon III. vor sich hatte, und Bismarck war nur der und endlich die letzten Reichetags- Wahlen am 15. Juni 1893 Vollstrecker des ihm von Lassalle supponirten Gedankens, der ließen die Wahlstimmen unserer Partei wachsen auf 1 786 738 übrigens auch von dem bekannten Spiritus Rector der Konser mit 44 Abgeordneten, die durch siegreiche Nachwahlen auf 48 vativen, Wagener, befürwortet ward. Daß sich Bismarc stiegen. mit diesem Gedanken so leicht vertraut machte, lag nicht an Als Bismarck sich für das allgemeine gleiche Wahlrecht Daß die Nervosität der Tagespresse kein ausschlaggebendes seiner Neigung zu einem erweiterten Volksrecht, dem mit dem allgemeinen gleichen Wahlrecht ein neues und erweitertes entschied, rief er aus: Flectere si nequeo superos Acheronta Glement in der gekennzeichneten Verstimmung gegen Rußland bildet, Kampffeld geboten war, als vielmehr darin, daß Bismarck in bildeten" nicht beugen, so will ich die Hölle[ die Proletarier] Revue de Paris". Unter dem Titel" Fragen" zieht er nüchtern allgemeinen gleichen Wahlrecht ein neues und erweitertes movebo",( Kann ich die oberen Götter[ die Reichen und„ Ge- zeigt der kalt durchdachte Artikel des Geschichtsprofessors und Akademikers La visse in der angesehenen monatlichen Zeitschrift diesem Wahlrecht ein Rampfmittel geboten war, den bürger in Bewegung setzen). Nun, mit den Göttern des Klassen- bie für Frankreich beschämende Bilanz der franko- russischen Freundlichen Liberalismus, der sich des Dreiklaffen- Wahlrechts gegen ihn bemächtigt hatte, zur Strecke zu bringen. Daß ahlrechts gelang es ihm; das Proletariat. das auf den schaft und warnt seine Mitbürger vor der gedankenlosen, gefühls= Kampfplatz trat, hat die liberale Opposition gebeugt oder zer- dufeligen Auffassung eines Verhältnisses, das vor allem mit dem statt des bürgerlichen Liberalismus ein anderer mächtigerer Feind schmettert. Aber das durch das allgemeine Wahlrecht in Bewegung Maßstab des realen Nationalismus zu messen sei. In einem anderen den Oppositionstampf aufnehmen könnte,-ein Feind, dem er selbst schließlich mit Schimpf und Schande unterliegen sollte, das gesetzte Proletariat zu beseitigen, war nicht so leicht, als es der Artikel derselben Revue über die armenische Frage wird Rußland für die bedachte dieser große Staatsmann nicht, der nicht über den große Staatsmann" sich einbildete. Im Gegentheil, die Wegeleien mit verantwortlich gemacht. Diese Artikel haben in Tag hinaussehen tonnte und so blind in die Falle tapple, die Kräfte der Arbeiterbewegung wachsen stetig mit der Verfolgung. Petersburg so stark verschnupft, daß die" Revue de Paris", wie ihm der gemüthliche„ Gutsnachbar" gestellt hatte. Wie mochte Das gleiche und allgemeine Wahlrecht jetzt verstümmeln oder der Telegraph meldet, in Rußland verboten worden ist. Ein nicht zu unterschäßendes Symptom des Stimmungswechsels der gewiegte Staatsmann auf den ideologischen Denker herab- gar beseitigen wollen, wäre gleichbedeutend mit der Zer- find ferner die öffentlichen Vorträge über die armenischen Megeleien, blicken, ber das Proletariat zu emanzipiren, es auf die trümmerung des Deutschen Reiches. An der Sozialdemokratie gehalten von so wenig fentimentalen Männern, wie der Akademiker einzige Forderung, die des allgemeinen gleichen Wahlrechts, sitzt jetzt schmollend in Friedrichsruh und mag wohl finnen, Gaston Deschamps. Gerade der Umstand, daß die Vorträge einzige Forderung, die des allgemeinen gleichen Wahlrechts, wurde die Schlauheit des Fürsten Bismarck zu Schanden; er Bandal und der Mitarbeiter des Regierungsblattes Temps", hinwies, die den ganzen Gehalt des Programms des All- wie er dem Reichswagen Hindernisse in den Weg lege, wie er so verspätet kommen, verräth die berechnete Absicht, einen Druck auf gemeinen deutschen Arbeitervereins bildete, aus dessen seine Bahn unterminiren toure; den Stein aber, den er, ein die zarische Geradheit und Loyalität" auszuüben. fönre; Berwirklichung alle anderen Forderungen als Ronse blöder Hödur, auf Anrathen Lassalle's zum Rollen gebracht, in weitem Felde. Hanotaur, der mit einer halbjährigen Unter quenzen hervorgehen würden. Und wie mietechtbehielt ein Recht behielt kann er nicht zum Halten bringen; über ihm ist er und brechung( unter dem radikalen Ministerium) feit Herbst 1893 die Bismarc bem Anscheine nach. Lassalle'schen Vorschlag so einleuchtend machte, die Ver- sind seine Pläne gestrauchelt und zu Falle gebracht. ihm Bur auswärtigen Lage Frankreichs. Paris, 9. Februar. " " " auswärtigen Geschicke Frankreichs leitet, ist nicht geeignet, Frankreich zu einem gleichberechtigten und geachteten Bundesgenossen zu machen. So lange er am Quai d'Orsoy waltet, wird die Republik eine demüthige Dienerin", ein Stubenmädchen", eine„ Stiefelwichferin" alles Ausdrücke der Pariser Oppositionspresse des Zaren bleiben. Und wie sehr die Vergangenheit der frankos russischen Beziehungen fortwirkt und die gegenwärtige Situation be herrscht, zeigt am deutlichsten die eingangs dieses Artikels gekenn zeichnete Scheu der Opposition, ihrem Unwillen über Hanotaug Diplomatie in der wirksamsten Form, auf der Tribüne der Kammer Ausdruck zu geben. Politische Uebersicht. nichtung der liberalen Opposition, war spielend gelungen, und mit der Sozialdemokratie, mit dem kleinen armen, noch dazu vielfach gespaltenen und zerklüfteten Häuflein, sollte Bismarck nicht fertig werden? Eine Thorheit, so was auch nur zu denken. Der am 12. Februar 1867 gewählte Reichstag brachte denn auch keinen Arbeiter- Vertreter in den Reichs- Ein seltsames Schauspiel bieten gegenwärtig die naßgebenden" tag. Bebel wurde erst in der Stichwahl im Wahlkreise wie die nichtmaßgebenden politischen Streise Frankreichs. Man fühlt Glauchau- Meerane gewählt und zwar als Mitglied der allseitig, daß die französische Diplomatie im Orient sächsischen Volkspartei, der damals noch Dr. Goetz in Lindenau und in Egypten sich schändlich blamirt hat. Mit Ausnahme ( Deppchen- Goetz), ebenso wie der Advokat Schraps, der in der mehr oder minder offiziösen Preffe, die wider beffere UeberKrimmitschau gewählt wurde, angehörten. Zum 24. Februar wurde Blätter tagtäglich in Zadel und Klagen über die umwürdige, zeugung schweigen oder beschönigen muß, ergehen sich sämmtliche der Reichstag einberufen und am 17. April, nachdem er seine Aufgabe rath- und machtlose auswärtige Lage Frankreichs. In erfüllt und die Verfassung berathen und angenommen hatte, Privatgesprächen in den Wandelhallen der Kammer und sogar in Berlin, 11. Februar 1897. nach Hause geschickt. Zum Herbste erfolgten dann die Neu- Beitungs- Interviews zeigen sich die Deputirten nicht minder ver- Aus dem Reichstage. Zwei volle Sigungen beschäftigt wahlen für den ersten und einzigen ordentlichen Reichstag des stimmt wie die Journalisten. Im Sigungssaal der Kammer aber, sich jetzt der Reichstag schon mit dem sozialdemokratischen Ane Norddeutschen Bundes. In diesen wurde außer Bebel auch auf offener Tribüne, d. h. dort, wo sie am wirksamsten wären, ver- trage auf Einführung des achtstündigen Arbeitstages und auch Liebknecht, letzterer im Wahlkreise Stollberg- Schneeberg, geftummen alle Klagen, die übergroße Mehrheit klatscht Beifall den heute konnten die Verhandlungen noch nicht zu Ende gebracht der der größeren wählt, ferner Schweizer in Elberfeld- Barmen, Dr. Reinfe in Sicherheit wegen, um sich zufällig fein inhaltsvolles Wort ent- werden, so daß dieselben noch einen dritten Tag beanspruchen Lennep- Mettmann und der Kupferschmied Försterling in schlüpfen zu lassen, seine vorbereitete Anwort ftets vom Blatte ablieft, werden. Wie stimmt diese ausgedehnte und gründliche Erörterung Chemnitz. Durch Nachwahl kamen noch in den Reichstag für und der fühnste Protest geht blos bis zur Verweigerung von Beifalls nun mit der gegnerischen Behauptung, der Antrag habe Dr. Reinke, der das Mandat niederlegte, Wilhelm Fritsche, bezeugungen an Hanotaur... Die widerspruchsvolle Haltung gar keinen praktischen Zweck und er sei von unserer der spätere Berliner Abgeordnete, ferner in Freiberg schlägt ins Groteste um in Freiberg- schlägt ins Groteste um in den hier sehr häufigen Fällen, wo der Seite nur aus agitatorischen Zwecken und besonders mit RückDederan Frizz Mende und endlich in Duisburg Wilhelm Journalist zugleich Abgeordneter ist. Derselbe Mann, der auf dem sicht auf die bevorstehenden Neuwahlen gestellt worden. Für Hasenelever. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei wurde erst Deputirtensessel stumm wie ein Fisch ist, donnert im Leitartikel wie dumm schätzen die Gegner sich doch selbst ein, wenn sie 1869 in Eisenach Schweizer gegründet. Die gegen die Langmuth der Kammer, die sich schweigend die un- einem Antrage, der nur Wahlpropaganda für unsere Partei hatte Führung des Allgemeinen deutschen Arbeitervereins und bei verantwortliche und unfähige Leitung der französischen Diplomatie machen soll, drei Tage im Reichstage widmen und damit dem der zweideutigen Stellung, die er einnahm, schien er fast ein gefallen lasse. Dieser geradezu krankhafte Gemüthszustand wurde durch die Antrage eine Ehre und Bedeutung beimessen, wie sie nur selten willfähriges Werkzeug in der Hand Bismarck's zu sein. Die letzten Nachrichten aus Kreta und die selbstbewußten Greinem Antrag aus dem Hause zu theil wird. Aber nicht nur, daß Lassalleaner bildeten auch nicht einmal eine einheitliche Dr- tlärungen des englischen Schaßtanzlers im Unter- sämmtliche Fraktionen wiederholt ihre gewandtesten Redner ins ganisation; gegenüber Schweizer hatten sich verschiedene hause bedeutend verschärft. Die Anfragen des regierungsfreundlichen Feuer der Debatte schickten, es liegen auch bereits drei geGruppen abgezweigt, die theils sich um Friz Mende, theils Grafen de Mun über die ersteren und des ebenfalls ministeriellen Abg druckte Anträge vor, welche sich mit dem gleichen Gegenstand am Fritsche gruppirten, theilweise auch die spätere Eisenacher Deloucle über letteren Punkt waren bestellte Arbeit, um Hanotaur beschäftigen; und alle diese Anstrengungen nur um eines Bartei bilden halfen. Der deutsch französische Krieg brachte die Gelegenheit zu geben, die Gemüther etwas zu beschwichtigen. sozialdemokratischen Wahlmanövers willen". Freilich, nicht die Sozialdemokratie in eine äußerst schwierige Stellung; doch Das ist ihm aber keineswegs gelungen. Man frägt sich staunend, alle Redner sahen heute in dem Antrage ein Wahlmanöver. das internationale Solidaritätsgefühl war schon erftarkt; nichts antworten konnte oder wollte. Von Bedeutung war in feinen wozu er jene Anfragen bestellt hatte, da er doch nichts, rein gar Herr von Kardorff weiß es besser, er hat es herausBebel und Liebknecht erhoben ihre Stimme und versagten die Erklärungen nur das, was er nicht sagte, nämlich das Fehlen bekommen, daß der von unserer Fraktion vor nunmehr bald Kriegsbewilligungen. jeder Andeutung auf das segensreiche Einvernehmen mit Rußland. zwei Jahren gestellte Antrag nur eingebracht worden ist, Unter dem Eindruck des Krieges fanden am 3. März 1871 Er wird dafür seine guten Gründe gehabt haben. Denn während um die Niederlage unserer Partei beim Hamburger Hafendie ersten Wahlen zum Deutschen Reichstage statt; die Sozial- der russische Vertreter in Egypten sich dem französischen Protest arbeiter- Streit zu verhüllen. Um den Lesern zu zeigen, demokratie, die in zwei Fraktionen, die des Allgemeinen gegen den Vorschuß Englands zur Bestreitung der Roften was im Reichstage möglich ist, konstatiren wir nur, warnte Dongola Expedition anschloß, deutschen Arbeitervereins( Lassalleaner) und die der sozial- ber halbamt- daß nicht nur Herr von Kardorff ganz ernsthaft diese demokratischen Arbeiterpartei( Eisenacher), auf den Wahlplatz sehr nachdrücklich davor, im gegenwärtigen Stadium der Orientfrage Ausführungen sogar mit Bravo!" und" Sehr richtig!" be liche Petersburger Blatt" Nowoje Wremja" die Franzosen trat, erzielte 101 927 Stimmen, wovon 62 952 auf die seine Gutdeckung vortrug, sondern daß seine Freunde diese die egyptische Frage aufzurollen. Mit cynischer Offenheit verwies Lassalleaner und 38 975 auf die Eisenacher fielen. Nur den das russische Blatt darauf, daß Egypten für Rußland erst in zweiter gleiteten. letzteren gelang es, einen Kandidaten, Bebel, in den Reichstag Linie in betracht komme.... Natürlich, da dort für Rußland nichts Auf den Hamburger Streik kam auch der Redner der, zu schicken. zu holen ist. Dagegen muß Frankreich, obwohl es materiell an der Deutschkonservativen, einer von den paar Duhend Putt= Bei den nächsten Wahlen, am 10. Januar 1874, hatte ganzen Orientfrage nicht mehr interessirt ist als Deutschland, alle tamer, die in Oftelbien als Laudräthe untergebracht, zu die Sozialdemokratie es auf bereits 351 670 Stimmen ge- Kräfte in den Dienst der russischen Ausdehnungsgelüfte im Orient sprechen. Dieser Herr hatte zu erklären, daß seinen Freunden die bracht, von denen 180 319 auf die Lassalleaner, 171 351 ftellen. Die gestrigen Erklärungen Hanotang in bezug auf Egypten Luft an der Sozialreform durch die sozialdemokratischen die spiegeln denn auch unverkennbar die Auffaſſung der ruſſiſch- offiziösen Heßereien" verdorben worden sei. Der Herr schnarrte auch seine auf die Eisenacher fielen und die ersteren 3, letzteren 6 Wahlfiege erfochten. Da im Jahre 1875 die Nowvoje Wremja" wieder. So erweist sich abermals, daß die Grundursache der Macht- Entrüstung darüber herunter, daß man einen so rein agitatorischen Einigung der Fraktionen auf dem Kongreß in Gotha statt- losigkeit Frankreichs deffen Handlanger- Stellung gegenüber Rußland Zwecken dienenden Antrag einbringen konnte. Dabei hat dieser fand, wurden von nun an die Wahlkämpfe der Sozialdemo- ift. Im Orient fonnte es den Abschlachtungen der Chriften, die zu selbe Buttkamer den Antrag Kanit, der doch nie die leiseste tratie einheitlich geführt. schützen von der französischen öffentlichen Meinung als eine besondere Aussicht auf Annahme hatte, jedesmal unterschrieben. " das " Eruster zu nehmen waren die Redner der nichtkonservativen| Gewohnheit entgegen, sich gegen agitatorische Reden erklärte und Die gewiffenlose Komödie, welche die europäische Parteien. Freilich Herr Hüpeden, der einzige christlich- den Bund der Landwirthe als nicht antisemitisch und völlig parteilos Diplomatie in der orientalischen Frage spielt, ist foziale Bertreter Naumann'scher Richtung im Hause, erwies bezeichneté. Ob man seinen Worten Glauben schenken wird, ist niemals in grellere Beleuchtung gestellt worden, als gegen sich auch heute als ein Parlamentarier, dessen Herz zweifellos freilich eine andere Snche. wärtig, wo das Zwergkönigreich Griechenland sich plötzlich als Morgen wird die Debatte fortgesetzt. besser als der Kopf klar ist. In seiner Polemik gegen Herrn Großmacht aufspielt und in Kreta mit brennender Fackel um von Heyl, welcher den Pastor Naumann schlankweg zu den Den uferlosen Flottenplänen wird zwar die Uferlofig- das Pulverfaß herumfuchtelt, ohne daß ihm die europäische Sozialdemokraten geworfen hatte, verlor er sich so ins feit abgesprochen, aber fintemalen alle Gewässer ein Ufer Diplomatie in den Arm fiele. Das einzige, was diese Weite, daß er zweimal zur Sache gerufen wurde und zwar haben, sogar das Weltmeer( nur daß das Ufer dort Küste Diplomatie thut, ist: die Türkei zu verhindern, dem Unfug mit dem Hinweis auf die geschäftsordnungsmäßigen Folgen. heißt), und sintemalen das Wort„ uferlos" nur die Bedeutung ein Ende zu machen, was mit ein paar Regimentern Sol In Herrn v. Hertling schickte das Zentrum seinen bes unabsehbar Weiten hat, so halten wir für die Flotten baten im Handumdrehen geschehen wäre. Dieses Königreich unternehmerfreundlichsten Sozialpolitiker vor. Der Herr brachte pläne unserer Marinisten das Wort uferlos" fest. Für Griechenland hat nämlich mit den jonischen Inseln, die ihm zusammen nicht ganz so viele Bedenken gegen den staatlichen Zwang auf wirth- die„ uferlosen Flottenpläne" wird jetzt sogar bildliche Pro- von England geschenkt wurden, eine Million weniger schaftlichem Gebiete vor, daß es schließlich überraschen mußte, paganda gemacht, ähnlich wie 1887 bei den berüchtigten 21/2 Millionen Einwohner daß er doch für den Antrag der gesetzlichen Normal- Faschingswahlen für die„ uferlosen" Militärpläne. Damals als das Königreich Sachsen und eine miserable Armee. Und da will man uns einreden, durch Griechenland woche eintrat. Für den Fall der Ablehnung dieses gelang's mit den Bildern, weil es gelungen war, eine Reichs Antrages empfahl er aber einen neuen Antrag auf Veranstaltung tags- Auflösung herbeizuführen und die Mehrheit des Volks werde jetzt der Weltfriede bedroht, und die europäische Diplo einer Enquete, den die Leser unter Parlamentarisches finden. durch Boulanger ins Bockshorn zu jagen. Ob's jekt gelingen matie strenge sich gewaltig an, die Gefahr zu beseitigen. Als ob nicht das leiseste Wort, aber ernsthaft gesprochen, Der Bauernbündler Hilpert ist natürlich auch Gegner wird? Die Bilder, welche der deutsche Kaiser dem Reichstag des Achtstundentages. Seine Wähler, so versicherte der geschenkt hat, sind wohl zu diesem Zweck nicht ausersehen und genügte, um den griechischen Bramarbas sich lammfromm, Wackere, wünschen, daß die Sonne im Sommer über- dazu auch nicht geeignet. Sucken zu lassen. Und eine Auflösung mit den uferlofen Flottenbetrügt: Rußland England, oder England Rußland! Die haupt nicht untergehe. Nachdem Graf Stollberg Gichtbaß mäß mit den„ uferloſen Flottenund Schneider( frs. Vg.) kurz gesprochen und Baftor plänen" in Sicht das wäre schon mehr als kühn. Scha II wieder einmal die allgemeine Heiterkeit des Hauses durch seine möglichst unsachlichen Bemerkungen hervor gerufen hatte, erhielt Genosse Legien das Wort. Unser Redner beschränkte sich in der Hauptsache auf die Polemik gegen die Angriffe auf auf unseren Antrag; er ver= fehlte aber auch nicht, an treffenden Beispielen die der Möglichkeit Verwirklichung desselben zeigen. Sehr gründlich und treffend wies • Die Frage ist blos, wer in dieser Komödie den andern Schwör's ab, wenn Dir etwas nicht paßt! ist die famose Einzigen, die sicher betrogen sind, das sind die Köhlergläubigen, Regel des Meineidbauern. Fürst Bismard ist zwar fein Meineid die von der europäischen Diplomatie Thaten der atie Thaten der Humanität bauer, aber abschwören thut er alles, was ihm nicht paßt. Den und des Fortschritts erwarten. und nun schwört er auch den Arnim- Prozeß ab. Der abschwörende zahl eintreffenden telegraphischen Meldungen über die VorKulturkampf hat er abgeschworen; den Tausch hat er abgeschworen, Aus dem Inhalte der von Tag zu Tag in größerer AnBismarck verdient eine Bildsäule neben dem schwörenden Tausch.- gänge in Kreta heben wir das folgende hervor: Aus Konstantinopel wird bepeschiut: zu dunt Das Schlußprotokoll der deutsch russischen Hier aus Kanea eingetroffene Meldungen befagen, daß in Kanea Konferenz, das nunmehr endlich veröffentlicht worden ist, die Angriffe auf unsere Partei aus Anlaß des Hafenarbeiter wesentlich freieren internationalen Verkehr mit Rußland glaubt auf den Kriegsschiffen, von welchen sie nach Milo expedirt werden. bietet genau das, was man von vornherein erwarten konnte. Einen nur Mohamedaner zurückgeblieben sind. Alle Christen befinden sich Streits zurück und zeigte er, daß die Schuld an diesem Riesen- Deutschland auf dem Gebiete der Fleischproduktion nicht einräumen Die christlichen Aufständischen in der Nähe von Kanea erwarten Zu tampf ausschließlich auf das Konto der Kapitalproßen in den tönnen im Interesse der Sicherung des deutschen Biehstandes züge aus dem Innern des Landes, besonders Sphakioten, und zu Hamburger Unternehmerkreisen komme. Das in Hamburg gegen Einschleppung von Seuchen." Die deutsche Regierung bat ja Munitionssendungen, worauf sie gegen die Stadt vorrüden wollen. vergoffene Blut es schreie allerdings zum Himmel, aber formell auch darin Recht, daß der russische Handelsvertrag Deutsch- Die Stimmung im Lager ist seit der Proklamirung der Union einer es zeuge zeuge nicht gegen die Sozialdemokratie, sondern land in Veterinärfragen die volle Selbständigkeit gewahrt habe; Verständigung wenig günstig. Ju Kandia und Retimo wird von gegen die heute herrschende Ordnung". Legien konstatirte der Steit ist eben, wo die chifanöse Absperrung im Intereffe den Mohamedanern geplündert. Fremde Kriegsschiffe, darunter auch auch, daß die Regierung sich an diesen Debatten grundsäßlich des agrarischen Geldbeutels anfängt und die zulässige Für griechische, sind dahin abgegangen. An mehreren Orten plündern forge für die Gesundheit des lieben Viehes aufhört. nicht zu betheiligen scheine, was charakteristisch sei für die da man den Russen doch etwas bieten mußte, so hat man im Nach einer Meldung des Generalgouverneurs von Kreta find Aber die Mohamedaner militärische Waffendepots. Werthfchäzung, welche der neueste Kurs dem Arbeiterschuß ent- tleinen Grenzverkehr ein paar Erleichterungen zugestanden. in Kissamo 23 Mohamedaner ermordet worden. gegenbringe. Zum Schluß beleuchtete Redner noch den Trick der Die Einfuhr von Heu und Stroh in losem Zustande und für den Ge- Die Times" melden aus Konstantinopel vom 9. d. Mts.: Unternehmer, immer die Arbeiter des Auslandes auf Kosten der brauch der Grenzbewohner ist im allgemeinen gestattet, weiter Die Pforte hat ihre Botschafter telegraphisch angewiesen, bei den heimischen Arbeiter zu loben. So lobpreisen englische Unter- brauchen die 2 Kilo Schweinefleisch, die nach dem deutschen Zoll- Mächten ernstliche Vorstellungen betreffend die Lage auf Kreta zu: nehmer die Genügsamkeit und den Fleiß der deutschen Ar- tarif im Grenzverfehr frei zugelaffen sind, nicht mehr gekocht zu erheben und namentlich deren Aufmerksamkeit auf die Haltung beiter, die Großunternehmer v. Stumm und v. Heyl streichen sein. Der Einfuhr von russischen Pferden werden ein paar Thier- Griechenlands zu lenten. Der Standard" meldet aus Konstantinopel, eine Note der aber hier den amerikanischen und englischen Arbeiter auf ärzte mehr zur Beschleunigung der Untersuchungen zur Verfügung Dafür verzichtet Rußland auf die Miß- Pforte ersuche die Mächte, den Aufmunterungen der Aufständischen Roften des deutschen heraus. Das sei einfach Schwindel, gestellt werden. handlung der Lederwaaren, Wassermesser, porzellanähnlichen feitens Griechenlands Einhalt zu thun, sonst würde die Pforte gerade die viel gelobten amerikanischen Arbeiter seien zum Knöpfe und ähnlicher Artikel, die durch das Zoll- Truppen senden müssen. theil deutsche Auswanderer. Nach einer sehr angebrachten plöglich anders rubrizirt" worden Aus Athen berichtet der Telegraph: gpit nist Verhöhnung des Arbeiterfreundes" v. Stumm schloß unser sirkular vom 22. Auguft Prinz Georg wird mit sechs Torpedobooten nach Kreta abGenosse seinen trefflichen Vortrag. waren. Dazu traten seitens Rußlands noch einige Er gehen. Man verheimlicht hier nicht mehr, daß die Flotille Außerhalb der Tagesordnung erhielt dann Graf Mirbach leichterungen für das Zu- und Abwandern der in den Befehl hat, mit allen Mitteln eine Landung türDie das Wort zu einer Erklärung in bezug auf seine letzte Lümmelei deutschen Grenzdistrikten verwendeten Landarbeiter. Sonst legen tischer Truppen in Kreta zu verhindern. gegen den Herrn Präsidenten. Alle Welt erwartete natürlich, beide Staaten fein Stück ihrer protektionistischen Nüftung ab: Nachricht von der Abfahrt der Flotille ist seit einer Stunde hier daß der Herr Graf das unpassende seiner Bemerkungen zugeben Deutschland nicht im Interesse seiner landwirthschaftlichen Unter- verbreitet und hat eine gewaltige Bewegung, hervorgerufen. und um Entschuldigung bitten würde. So erledigen wenigstens nehmer, Rußland nicht im Interesse seiner Industrie und seiner Im Augenblick der Einschiffung des Prinzen Georg im Piräus wohlerzogene Ehrenmänner solche Affären. Anders Graf Transportanstalten. Gerade gegen letztere haben sich seit dem Abschluß gab die Menge hunderte von Schüssen ab. des deutsch- russischen Handelsvertrages die Klagen beständig gemehrt. Die griechische Regierung hat an die Mächte eine Note gerichtet Mirbach. Er ist blos ein ostelbischer Junker und den Abhilfe wäre hier jedoch nur zu erreichen, wenn Deutschland für die mit der Erklärung, Griechenland könne den Ereignissen in Kreta Gewohnheiten dieser Menschensorte entsprechend, suchte er die russische Vieh- und Fleischeinfuhr seine Thore weiter öffnete. Das nicht als einfacher Zuschauer gegenüberstehen wegen seiner Pflicht Sache durch möglichst hochnäsiges Auftreten gegen Dr. Lieber will Deutschland aber erst in erneute Erwägung nehmen, sobald gegen die Christen und seiner Gefühle für eine bluts- und glaubens zu vertuschen. Der Führer des Zentrums führte aber den die von den maßgebenden Männern in Rußland selbst für noth. verwandte Bevölkerung. Herrn Grafen so gründlich ab, daß diesem die Lust zur Fort- wendig erachtete Reorganisation des Veterinärwesens beendigt setzung des Renkontre rasch verging. sein wird!" M 800 3. September " 8-6153 Aus Paris wird gemeldet: Die Die Mehrzahl der Blätter erklärt angesichts des gefährlichen Spiels, welches Griechenland betreibt, eine fofortige Lösung der Orienttrise für unabweislich. Der Matin" sagt, falls zwischen den europäischen Mächten wirklich eine Uebereinstimmung herrsche, müsse dieselbe unverzüglich durch einen Aft zum Ausdruck kommen, denn Die„ Times" melden aus Athen vom gestrigen Tage, die Ent fendung der Torpedoboots- Flottille fei erfolgt auf die Nachricht, daß Morgen, mittags 1 Uhr: Zweite Lesung des Militär- Etat. Die Aussichten des allgemeinen Theilens" im sozialei Torpedoboot die Dardanellen aur Fahrt nach Kreta verlassen demokratischen Zukunftsstaat sollen bekanntlich sehr schlecht stehen. babe und Truppen in Salonichi sein sollten. Das tretische Zentral Im preußischen Abgeordnetenhause wurde bei der heute Namentlich Herr Eugen Richter hat ja sehr oft nachgewiefen, daß Komitee, dessen Vorsitzender Renieri, der frühere Gouverneur der fortgesetten Berathung des Etats des Ministeriums des Innern die höheren Klassen zwar höhere Einkommen und größere Vermögen Nationalbant ist, habe große Vorbereitungen zur Unterstützung der auch die geplante Reorganisation der politischen besigen, daß diese höheren Klassen mit ihren höheren Einnahmen fretischen Sache getroffen. Eine erste Abtheilung von 600 bewaffneten Polizei in die Debatte gezogen. Charakteristisch für die Zu- aber nur einen so geringen Bruchtheil der Bevölkerung bilden, daß Kretern sei am Abend nach Kreta abgegangen. Aus Kreta selbst wird telegraphisch gemeldet und zwar fammensetzung des Hauses ist es, daß sich nur wenige Redner, und bei einer allgemeinen Austheilung der Einnahmen und Verwenn man von dem Abg. Ridert absieht, auch diese nur sehr mögen für die unteren Klassen nichts wesentliches heraus- von der Agenzia Stefani": Obgleich oberflächlich an der Besprechung eines so aktuellen Themas be- tommen würde. Einige muselmännische Familien, denen trotz des im vorigen nun heuzutage jedermann weiß, theiligten und statt dessen allerhand Fragen von geringer Bedeutung daß bas politische Streben der Sozialdemokratie nicht Jahre erlassenen Verbotes, Kreta zu verlassen, dies gestattet. zur Sprache brachten. Abg. Si cert richtete an den Minister die auf die Theilung des vorhandenen Geldes gerichtet ist, ist es doch wurde, und die sich unter Begleitung von Truppen hierzu an Frage, wie es mit der Reform der politischen Polizei stehe und eine recht intereffante Aufgabe, einmal zu untersuchen, wie sich denn schickten, wurden von Christen angegriffen. Die aufgeregte Be ferner, wie es möglich gewesen sei, daß Herr v. Tausch auf grund bei einer solchen gleichmäßigen Auftheilung der heutigen Einnahmen völkerung Rreta's beginnt au plündern und sucht die Einbes§ 58 der Strafprozeß- Ordnung und auf Anweisung des Polizei- und Vermögen über alle Volfsangehörige die Dinge stellen würden. schiffung der Fremden zu verhindern. Die Ortsbehörden verhalten präsidenten v. Windheim fein Zeugniß verweigern konnte und erst Die Zahlen hierzu liefert uns die vom Finanzminister dem Ab- jich passiv. später, offenbar auf Beschluß des Staatsministeriums, die Erlaubniß geordnetenhaus vorgelegte Uebersicht der Ergebnisse der Einkommen Ueber Athen wird gemeldet: Bong susu erhalten habe, Gingold- Stärk als seinen Gewährsmann zu nennen. und Vermögenssteuer für 1896/97. Etwa 1500 Christen halten die Ostprovinzen Kreta's abgesperrt. Die Antwort auf die letzte Frage lehnte der Minister des Innern Preußens Bevölkerung stellte sich bei der zum Zwecke der Ver- In der Umgebung von Herakleion stehen zahlreiche Haufen von Frhr. v. d. Recke ab, da es sich hier um ein Internum der aulagung vorgenommenen Personenstands- Aufnahme für 1896/97 Christen und Mohamedanern einander beobachtend gegenüber, bereit, Regierung handle. Im übrigen hielt er es für durchaus in der auf 31 349 288 Röpfe. Davon besaßen 2 652 515 ein Einkommen handgemein zu werden, wenn ein Ueberfall auf Religionsgenossen Ordnung, daß die Polizei- Agenten nicht genannt werden, da sonst von 900 m. und darüber, waren also zur Einkommensteuer ver verübt werden sollte. Eine Nachricht von der Entfending türkischer die Polizei überhaupt keine Agenten mehr bekommen würde. Die anlagt. Inklusive der Angehörigen betrug die einkommensteuer Truppen von Smyrna aus ruft Erregung hervor. in bezug auf die Reorganisation der politischen Polizei ge- pflichtige Bevölkerung 10 282 830 Köpfe. Die von der Einkommen Die Times" melden aus Kanea von gestern: Die Lage in planten Reformen, über die der Minister Auskunft gab, find steuer befreite Bevölkerung, mit Einkommen von unter 900 M., beherakleion hat sich plötzlich zum schlimmeren gewandt. So nichtig wie möglich, er begnügt sich im wesentlichen trug 21 058 150 Köpfe. Das Gesammteinkommen der zur Steuer Mohamedaner begannen die christlichen Häuser aufzubrechen und zu mit der Auflösung der sogen. selbständigen Kommando's und mit veranlagten Personen betrug nach der Veranlagung 6086 052 635. plündern; auch verhindern sie die Abreise von Flüchtlingen auf dem einer schärferen Kontrolle der Agenten auf deutsch: es wird alles jährlich. Das Gesammteinkommen der nicht einkommensteuer- Seewvege. beim alten bleiben. pflichtigen Personen ist nicht angegeben und läßt sich nur Die Rechtfertigung des Verhaltens des Herrn v. Tausch in dem schäßungsweise ermitteln. Wir wollen dabei die Berechnungen des legten Prozesse beweist, daß die Sozialdemokraten durchaus recht Nationalökonomen Soetbeer zu grunde legen, der das Gesammt hatten, als sie noch vor dem Prozeß Leckert Lüßow im Reichstage einkommen der preußischen Bevölkerung für 1886 auf 8884 100 000, Die Aufhebung des§ 53 der Str.-P.-D. beantragten, wonach ein Be- oder 314 m. pro Kopf berechnete. Dieses Durchschnittseinkommen heute als richtig vorausgesetzt, so würde amter die Aussage verweigern kann, wenn dadurch das Interesse des auch fich Staates gefährdet wird. Unsere Genossen wiesen damals auf den bei der heutigen Bevölkerung ein jährliches Gesammteinkommen von in drei Tagen wäre es vielleicht zu spät, um den Ausbruch von Mißbrauch hin, der mit dieser Bestimmung getrieben werden 9 843 674 862 M. ergeben, wovon die obigen 6 086 052 635 M. auf Feindseligkeiten zu verhüten. Tönnte, und der ja nun wieder einmal offen zu tage tritt, denn daß die Bevölkerung mit über 900 M. Einkommen und 3 757 622 227 auf Wie man in Pariser diplomatischen Kreisen annimmt, werde durch die Nennung solcher Leute wie Gingold- Stärk ein Staats- die Bevölkerung mit unter 900 M. Einkommen entfielen. Die ein die Pforte die herausfordernde Haltung Griechenlands, die in der intereffe gefährdet wird, wird im Ernst niemand glauben. tommensteuerpflichtige Bevölkerung hätte demnach pro Kopf ein Entfendung der Flotte des letteren nach Kreta besteht, mit einer Die übrigen Parteien des Hauses sind mit noch geringeren Re- Einkommen von 592 M., oder pro Familie à 5 Personen von militärischen Demonstration an der thessalischen Grenze beantworten. formen zufrieden. So glaubte Abg. Frhr. v. 3edli( ft.) den 2960 m. jährlich. Die nicht einkommensteuerpflichtige Bevölke Die Mächte würden der Pforte eventuellenfalls freie Hand lassen. Der französische Kreuzerdampfer Admiral Charner" ist gestern Uebelständen schon dadurch abzuhelfen, daß für die politische rung hätte dagegen nur ein Einkommen von 178 m. pro Kopf, Polizei eine besondere Stelle mit voller Verantwortlichkeit oder 890 M. pro Familie. Bei der gleichmäßigen Auf Abend nach Kreta abgedampft. Die Panzerschiffe stehen in Toulon der vorhandenen Einkommen unter fämmtliche unter Dampf; ferner haben die in Toulon anwesenden zwei( östergeschaffen wird. Auch er hält es für richtig, daß die Agenten theilung nicht genannt werden dürfen. Abg. v. Heydebrand( t.) Volksgenossen aber würden sich nach der obigen Soetbeer- reichischen?) Kriegsschiffe Bara" und" Spezzia" ebenfalls Befehl er Agenten schen Schäßung 814 Mart pro Kopf oder 1570. halten, sich nach den tretenfischen Gewässern zu begeben. will fich fogar mit einer besseren Kontrolle der Agenten schen Schäßung 314 Mart pro Kopf oder Aus Wien Wien meldet begnügen; für ihn scheint der Prozeß Leckert- Lühow noch nicht pro Familie ergeben. Das Einkommen der Proletarier würde sich meldet die„ Norddeutsche Allgemeine deutlich genug bewiesen zu haben, daß die Schäden viel tiefer liegen. also beinahe verdoppeln. Immerhin ganz annehmbar! Beitung": Nun noch das vorhandene Grund- und Kapital. Die Nationalliberalen, in deren Namen Abg. Dr. Friedberg Die Großmächte haben der griechischen Regierung eine Verbal feine neulich im Reichstage angekündigte große" Diede hielt, er vermögen. Zur Vermögenssteuer sind in Preußen veranlagt note übermittelt, worin ihre Einmüthigkeit zur Berhinderung einer Diese 64 Milliarden gehören Bewegung auf Kreta ausgesprochen wird. Die Mächte feien ents bliden die Mißstände der politischen Polizei in einer zu großen worden 64 024 178 053 Marf. Gelbständigkeit, in der Uebertragung von Aufgaben, die ihr zu fern 1 166 745 Personen oder 3,72 pCt. der Bevölkerung. Es sind darin fchloffen, die Integrität der Türkei und den Weltfrieden aufrecht zu liegen, und in einer zu geringen Besoldung ihrer Beamten. Die letzte jedoch nur die Vermögen über 6000 M. enthalten. Bezüglich der erhalten, und hegten die Ueberzeugung, daß die Reformvorschläge Anregung nahm der Minister des Innern mit Dant entgegen, und so Bermögen unter 6000 M., die doch jedenfalls noch weit zahlreicher der Botschafter die innere Ruhe und Ordnung in der Türkei sichern kann sich möglicherweise aus dem Prozeß ergeben, daß Beamte, als die größeren sind, ist man wiederum auf Schäßung an würden. Die Botschafter in Konstantinopel find angesichts der vers bie sich in einer ähnlichen Stellung befinden, wie zuvor v. Tausch, gewiesen. Macht man zu diesem Zwecke einen Zuschlag von für ihre aufopfernde Thätigkeit noch höher befoldet werden als bisher nur 25 pCt., so ergiebt sich eine Gesammt- Vermögensmenge von anderten Situation zu neuerlichen Berathungen von den Mächten Die übrige Debatte verlor fich in Einzelheiten. Es tamen u. a. über 80 080 000 000 M., und auf die einzelnen Boltsgenossen be angewiesen, um von der Pforte die schleunigste Durchführung der Reformen auf Kreta mit Entschiedenheit zu fordern, widrigenfalls die Medizinalreform und die Ausweisung des armenischen Professors rechnet macht dies ein Vermögen von ca. 2550 M. pro Kopf oder die Pforte die Verantwortung für die weiteren Ereignisse zu Thoumajan zur Sprache, der in Berlin über die armenischen Greuel von 12 750 m. pro Familie à 5 Röpfe. referiren wollte. Auch die Polenfrage wurde wieder angeschnitten, Um zu retapituliren: Bei der allgemeinen Auftheilung würde tragen hätte. bei welcher Gelegenheit sich unser Ergenosse Dr. Friedberg sich für die preußische Bevölkerung ergeben: wieder als wüthender Sozialistentödter bekannte. Er verdächtigte den Abg. Szmula( 3) fozialistischen Theorien zu huldigen, weil biefer gelegentlich die wahre Thatsache erwähnte, daß die Regierung bei der Hungersnoth in Schlesien 1847 feinen Finger gerührt hätte. Einen mehr humoristischen Beigeschmack hatte ein fleiner Streit zwischen Ridert und v. Blös, wobei letterer, feiner sonstigen $ 1 gun pro Kopf: = 2550 M. Vermögen und 314 M. jährliche Einnahme, pro Familie à 5 Köpfe: 12 750 M. Vermögen und 1570 M. jährliche Einnahme. Wir glauben, mancher Proletarier würde damit recht zu frieden sein. Deutsches Reich. Ou -Militär Strafprozeß- Ordnung. Die Frankfurter Beitung" schreibt: Der dem Bundesrath vorliegende Entwurf der Militär- Strafprozeß- Reform unterscheidet sich, wie wir erfahren, von dem vor zwei Jahren ausgearbeiteten durch verhältnißmäßig ganz unbedeutende Verbesserungen. Für jede Division, für Festungen und größere Städte ist nur je ein Auditeur p Schweiz. Menge der falifornischen Weizeneinfuhr von Indien mit wirklichem vorgesehen, der im Behinderungsfalle in Untersuchung und Ab- Zürich, 10. Februar.( Eig. Ber.) Der letzte Wahltag im Verlufte nach England weiter gebracht werde. Der Vizekönig und urtheilung durch einen Offizier ersetzt wird. Nur die Divisions- Kanton Zürich, über den wir schon furz telegraphisch beer, Redner, feien nach sorgfältiger Prüfung zu dem Schluſſe ge gerichte, also die höheren Gerichte, haben einen Auditeur. Die niedrigen richtet haben, hat die Erwartungen der sozialdemokratischen Partei kommen, daß mit Einschluß des Frühjahrswetters in Indien genug Gerichte, die bis zu einem Jahre Freiheitsstrafe verhängen können, nicht blos erfüllt, sondern noch etwas übertroffen. Unser Nahrung vorhanden sei, um die Bevölkerung zu erhalten. haben gar keinen Auditeur. Untersuchungen und Aburtheilungen werden Regierungsrath Kandidat Genosse Stadtrath Gruft erhielt Madras, 10. Februar. In einer heute hier abgehaltenen nur durch Offiziere bethätigt. Beim Divisionsgericht könnte es also 15 483, während der Kandidat Lutz der seit 30 Jahren fieg- großen öffentlichen Versammlung wurden Beschlußanträge an vorkommen, daß ein Todesurtheil ohne Mitwirkung eines Juristen reichen und mächtigen demokratischen Partei es auf 19 182 Stimmen genommen, in welchen der indischen Regierung Mißbilligung ause zu stande fäme. Das Bestätigungsrecht ist beibehalten, die Mündlich- brachte, der liberal- konservative Dr. Haab dagegen auf 24 488. Die gesprochen wird, daß trotz der Gefahr der Verschleppung der feit unter einigen Klauseln und die Oeffentlichkeit unter den bereits Wahlziffern zeigen, daß die Liberal- Konservativen die stärkste von allen Best sie den nach Metta gehenden Pilgerschiffen die Ausreise von bekannten Beschränkungen angenommen. 3 Parteien, dagegen nur eine Minderheit gegenüber den beiden demo- Madras trotz der Gegenvorstellung der Regierung von Madras - Bäckerei Verordnung. Der Vorstand der hiesigen fratischen Parteien sind. In Zürich III. Kreis( Außersihl), Winter- und der öffentlichen Körperschaften gestattet hat. Es wurde be= Bäckerinnung Konkordia" hat nach der„ Germania" sämmtlichen thur und dessen benachbarten Juduftriedörfern Töß, Veltheim, Oberschlossen, sich an den Staatssekretär für Indien um Abhilfe zu Reichstags- Abgeordneten durch den Obermeister Gemeinhardt eine winterthur, Seen, Wülflingen, und sogar in den Landgemeinden wenden. Petition überreichen lassen, worin die Abgeordneten ersucht werden, Heftlingen, Jauerthalen und Elsau erhielt der sozialdemokratische Afrika. für Aufhebung der Bundesraths- Verordnung über den Betrieb im Kandidat die Mehrheit; speziell in Zürich Außersihl 2347 gegen 831 Pretoria, 10. Februar. Der ausführende Rath hat über die Bäckereigewerbe einzutreten. Sei die Aufhebung der Verordnung liberale und 1771 demokratische und in Winterthur 2144 gegen 517 von der Chartered Company wegen des Jameson'schen Einfalles zu nicht möglich, so wird um die Festsetzung einer Minimal- Ruhezeit resp. 686 Stimmen. In Winterthur fiegten auch die Sozialdemo- fordernde Entschädigungssumme Beschluß gefaßt. Eine amtliche von 70-74 Stunden pro Woche ersucht. Sollte auch dies nicht zu traten bei einer Erfahwahl in den Großen Stadtrath mit dem Ge- Mittheilung über den festgestellten Betrag ist noch nicht erfolgt; erreichen sein, so ersucht die Petition den Reichstag, die Nachtarbeit noffen Flach über den Kandidaten der beiden bürgerlichen Parteien. einem Blatte zufolge foll fich derfelbe auf 1 100 000 fund Sterling im Bäckereibetriebe durch Gesetz zu verbieten. Es geht im Kanton Zürich mit der sozialdemokratischen Partei nun( ca. 22 Millionen Mart) belaufen. rasch vorwärts. würde. " stundentages fort. Reichstag. Die Bäckermeister müssen sich beruhigen, ihr Schreien hilft vorAgordat, 10, Februar.( Agenzia Stefani.) Die Schnelligkeit, läufig nicht. Wir haben übrigens gegen ein Verbot der Nachtarbeit Frankreich. mit welcher die Derwische ihren Rückzug begannen, machte anfangs nichts einzuwenden. Das Publikum wird sich danach einzurichten Paris, 10. Februar.( Eig. Ber.) Cochery's Steuerreform die Verfolgung seitens der Italiener und die Bemühungen der wissen.Entwurf ist nun endlich in allen Einzelheiten von der Regierung Barias, die Verpflegungstolonne der Derwische abzufangen, wenig Sonderarias, Gine Absage an Herrn Mohr. In national- festgestellt worden. Aus den angekündigten drei sind vier Sonder erfolgreich. Als aber die Derwische am Gaschflusse antamen, fielen liberalen Blättern wird übrigens schon jetzt angedeutet, daß Herr entwürfe geworden. In dem ersten wird die Mobiliar- und Personal- die Barias in die geschlossene rechte Flanke des Feindes und beMohr im Falle seiner Wiederwahl in das Abgeordnetenhaus nicht steuer durch eine Wohnungssteuer ersetzt, deren Steuersäge mit dem mächtigten sich einer großen Menge von Vieh, Gewehren und Lanzen, wieder in die nationalliberale Fraktion aufgenommen werden Miethwerth, der Bahl der Dienstboten, der Pferde und Karossen wobei sie die Eskorte theils ausplünderten, theils zu Gefangenen steigen, mit der Zahl der Kinder abnehmen. Für jedes Kind wird Hamburg, 11. Februar.( Eig. Ber.) Dem Beschluß der Ham- der Steuerfaz um 1/4 herabgesetzt. Das gilt dem bourgeoisen machten. and Amerika. burger Bürgerschaft, bei Eingaben an den Senat fünftig die recht Gleichheitsbegriff gemäß für alle Steuerfategorien, ebenso wie das Washington, 10. Februar. In gemeinsamer Sigung des erheblichen Gebühren in Wegfall zu bringen, ist der Senat bei- fteuerfreie Minimum, welches je nach dem Departement variirt. getreten. Damit ist einem geradezu skandalösen Zustande endlich Infolge der etwas stärkeren Heranziehung der reicheren Steuerzahler Senats und des Repräsentantenhauses wurde heute MacKinley ein Ende gemacht. Wenn eine arme Wittwe, die wegen strafbaren wird die neue Steuer 92 Millionen liefern, d. h. 6 Millionen mehr offiziell zum erwählten Präsidenten der Union, Hobart Eigennutes verurtheilt war, was bei dem Hamburger Kahlpfändungs- als die alte. Von den 10/2 Millionen französischen Familien werden zum Bizepräsidenten erflärt. recht bekanntlich leider sehr oft vorkommt, und nun ein Gnaden- 61/2 Millionen steuerfrei sein. Der zweite Entwurf betrifft die gesuch an den Senat richten wollte, so hatte sie erst einmal 50 Pf. Thür- und Fenstersteuer. Trotzdem die Rammer wiederholt die AbStempelgebühren zu entrichten, und wenn sie dann Antwort, viel- schaffung dieser empörenden Steuer auf Licht und Luft" votirt 178. Sigung vom 11. Februar 1897. 1 Uhr. leicht sogar eine abschlägige Antwort befam, so hatte sie dafür 4 M. hatte, muthet die Regierung ihr zu, sich mit der Entlastung der Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher. zu entrichten. Das soll fortab nun nicht mehr nöthig sein. Hälfte der Häuser zu begnügen. Als Grenze der Steuerfreiheit gilt Präsident v. Buol: Der Kaiser habe dem Reichstage vier das lokale Maximum der Wohnungssteuer. Mag sein, daß die Hamburg, 10. Februar. Der Senat hat der Bürgerschaft einen ärmeren Kleinbauern Steuerfreiheit genießen werden; die städtischen eigenhändige Darstellungen über den Stand, insbesondere der Neus Antrag betreffend Ratifitation des Staatsvertrages mit Preußen Arbeiter werden aber gewiß nach wie vor in den Miethszins für bauten der Marinen Deutschlands, Frankreichs, Rußlands, Ameritas und Japans überwiesen. Ich habe die Darstellungen im Kuppelüber die korrektion der Unterelbe zugehen lassen, worin die vom Hausbesitzer bezahlte Thür- und Fenstersteuer aufzukommen und Japans überwiesen. Ich habe die Darstellungen im Ruppelaußer anderen Beträgen auch 1 530 000 m. für Herstellung eines Leitdammes in der Elbe vor dem Altonaer Hafen gefordert werden. haben. Der bisherige Ertrag dieser Steuer in der Höhe von rund raum der Wandelhalle zur Einsicht aufstellen lassen, um ihnen später Die Stadt Altona bat indessen nach Ferligstellung des Dammes fall durch den Ueberschuß aus der Wohnungssteuer und durch Er- Namen des Reichstags für diese Uebermittelungen den Dank des Die Stadt Altona hat indessen nach Fertigstellung des Dammes 52 Millionen wird um 161/ a Millionen vermindert und dieser Aus eine definitive Bestimmung zu geben. Ich werde dem Kaiser im 100 000 M. zurückzuzahlen. höhung der Steuer auf verbautes Grundeigenthum gedeckt. Eine Hauses aussprechen.( Zustimmung.) Wetmar, 10. Februar.( Eig. Ber.) Unser Landtag tagt nun schlaue Entlastungs"-Methode! Was der bäuerlichen Bevölkerung Das Haus setzt die am vorigen Donnerstag abgebrochene Bebereits 1/2 Wochen, Beschlüsse sind aber noch nicht gefaßt worden. mit der einen Hand zurückgegeben, wird ihr mit der andern Hand rathung über den sozialdemokratischen Antrag wegen des AchtDer Entwurf, betreffend die Abänderung der Steuerverfassung, ist theilweise zurückgenommen. Abg. v. Puttkamer- Plauth( t.) wendet sich gegen den Antrag, einem besonderen Ausschuß zur Vorberathung übergeben. Gestern Der dritte Entwurf sieht die Herabsetzung der Grundsteuer vor. der nur der Agitation diene und schließlich zur Schädigung der bei der ersten Lesung der Vorlage, durch die dem Lehrermangel vor. Der vom Staat bezogene Steuerantheil wird für die einzelnen Ge- Arbeiter führe, wie ja auch der Hamburger Ausstand zum Nachtheil gebeugt werden foll, nach welcher au je 15 Seminaristen pro Jahr meinden um 1/4 des Hauptsatzes( le principal, d. h. ohne die staat- der Arbeiter ausgeschlagen sei und zu blutigen Zusammenstößen ges 150 Mart Stipendien ชิน zahlen seien, vertrat Genosse liche Buschlagssteuer, die sogenannte centimes généraux) ver- führt habe.( Widerspruch der Sozialdemokraten.) Deshalb müffe man Baudert unsere Forderung für unentgeltlichen Unterricht mindert. Die Gemeinden hätten dann diese Entlastung den einzelnen ben sozialdemokratischen Forderungen gegenüber sehr vorsichtig sein. an den höheren Bildungsanstalten, für höheren Gehalt Steuerzahlern zu gute tommen lassen in der Form der und bessere gesellschaftliche Stellung der Der Abg. v. Wurmb hatte darauf nichts Eiligeres zu thun, als Leistungen. Der durch den Entwurf verursachte Ausfall von Mit dem Zehnstundentag habe man angefangen, wenn man den Boltsschullehrer. Abschaffung der kommunalen Natural- oder in Geld umgewandelten Von einer Reſerve- Armee Arbeitsloser tönne man nicht sprechen, denn in den Großstädten finde jeder Arbeitswillige Beschäftigung. wieder eine Brandrede gegen die Sozialdemokratie zu halten, es sei 26 Millionen wird gedeckt durch eine Gebühr auf ausländische Achtstundentag erreicht habe, werde die Agitation für den Sieben selbstverständlich, daß ein Lehrer mit 1100 M. Gehalt unzufrieden Werthpapiere( 91/2 Millionen) und durch Erhöhung der Hand stundentag beginnen. Daß faiserliche Versprechungen nicht eingelöst sein müsse, wenn, wie jetzt beim Hamburger Streit, von den Sozial änderungsgebühr auf Juhaberpapiere und der Uebertragungsgebühr seien, dem muß entschieden widersprochen werden. Wenn in einigen demokraten verhette Arbeiter mit 2400 M. Verdienst die Arbeit auf Namenspapiere. Diesmal sieht also die Entlastung zwar Betriebszweigen die Arbeitszeit zu lang ist, dann sollten die Sozialniedergelegt hätten. Selbstverständlich erfolgte auf eine derartige ernst aus. Was bedeutet aber eine Grundsteuer- Berminderung von demokraten sich schriftlich an den Bundesrath wenden, der ja nur und unwahre Verdächtigung die gebührende Antwort.26 Millionen, welche überdies auch den reichen und reichsten GrundDer Landtag von Sachsen- Meiningen hat die befizern zu gute fommt, angesichts der Thatsache, daß die Grund zu leicht auf solche Anregungen eingehe, wie die den KleinAnträge der Fretsinnigen betr. Aenderung des Landtagswahlrechts steuer an Staat, Departement und Gemeinde 248 Millionen beträgt? betrieb schwer schädigende Bäckereiverordnung beweise.( Beifall rechts.) abgelehnt. Der vierte und letzte Entwurf will bei Festsetzung der Grund- Mit der verbesserten Technik sind die Löhne gestiegen und ist die Karlsruhe i. B., 10. Februar.( Eig. Ber.) Die Berliner Bolts- steuer die Hypothefarschulden in Abrechnung bringen. Der be- Arbeitszeit verkürzt worden. Der Antrag zeigt, daß die Zeit der Beitung" bringt einen begeisterten Artikel anläßlich des 70. Geburts- treffende Steuertheil foll dem Gläubiger auferlegt werden. Ob aber Wahlen heranrückt.( Sehr richtig! rechts.) Abg. Hüpeden( b. t. Fr.): Weite Kreise der Arbeiter bedürfen tages des badischen Landtags- Abgeordneten R. Delisle. Sie erwähnt diese an sich vortreffliche Bestimmung ihren Zweck erreicht, ist sehr einer Berkürzung der Arbeitszeit nicht, aber den Dienstboten z. B. hierbei folgenden Borgang, der Delisle erst in weiteren Kreisen be- zweifelhaft. Der Gläubiger tann ja leicht in unanfechtbarer Form wird ihre Sonntagsruhe durch die Geselligkeitspflege am Sonntag die Steuer auf den Schuldner abwälzen. Obendrein fehlt im Ent- gekürzt. Hier und bei den Handlungsgehilfen müßte geholfen werden, Delisle war früher Oberingenieur der badischen Staatsbahnen wurf jede Garantie gegen derartige Abwälzungsversuche. und hat sich um das Eisenbahn- Maschinenwesen in hervorragender Die ganze Reform" bewirkt insgesammt eine Entlastung von aber der Antrag ist zu umfassend und deshalb nicht annehmbar. Un Weise verdient gemacht, wobei ihm seine durch langjährige Thätig: 50 Millionen, und zwar für Gemeinden mit weniger als 2000 Gin- bedingt könne man aber nicht zugestehen, daß der kleine Betrieb feit in den Vereinigten Staaten erworbenen reichen Erfahrungen wohnern, das ist nahezu die Gesammtheit der ländlichen Gemeinden. längere Arbeitszeit brauche; ein Kleinbetrieb tönne sich nicht auf fehr zu statten tamen. Großes Aufsehen erregte seinerzeit eine Die ärmere städtische Bevölkerung geht also ganz leer aus. Es ist Kosten der Gesundheit seiner Arbeiter erhalten. Von der freien Affaire, welche die Pensionirung Delisle's zur Folge hatte. In eine Scheinreform, berechnet auf die Bereitelung einer gründlichen Entschließung der Arbeiter, ihre Kräfte auszunuzen, tönne hierbei durch einem geselligen Verein, dem er angehörte und in welchem jede Steuerreform und auf Bauernfang. Der bekannte Bourgeois- nicht die Rede sein. Je weniger man den Arbeitern Selbsthilfe die Organisation gestattet, desto mit der Staatshilfe hervortreten. politische Erörterung nachy den Statuten ausgeschlossen sein soll, ökonom, Leroy- Beaulieu, dem freilich auch die Meline Cochery'sche mit der Staatshilfe hervortreten. brachte ein Mitglied ein Hoch auf den Kaiser aus, weil derselbe den Reform zu weit geht, bezeichnet sie im ministeriellen Journal des führe zur Trunksucht und zur Entwöhnung von höheren Genüffen. Die allzu lange Arbeitszeit gegen die Bismarc- Ehrung gerichteten bekannten Geschluß der Mehr- Débats" treffend als wahlmacherische Taschenspielerei"( jonglerie Der Borrebner hat wenigstens nicht behauptet, daß die Februar heit des Reichstages in scharfen Worten gegeißelt habe. Die Art électorale). Es bleibt indeß abzuwarten, ob die Mehrheitsparteien erlaffe von 1890 ausgeführt seien. Der Handelsminister v. Berlepsch Der Begründung seitens des Redners, die sich insbesondere gegen die Wählermassen für ebenso dumm halten, wie dies Meline und hat erklärt, daß sie noch nicht erfüllt sind. Wo wären denn auch die linksstehenden Fraktionen richtete und in der Delisle eine Be- Genossen durch ihre Reform bekunden. die Einigungsämter, die Organisationen der Arbeiter. Der Hamleidigung feiner eigenen Partei durch jenes Vereinsmitglied er- Paris, 10. Februar. Die gestrige Senatssigung war burger Ausstand zeigt es, daß die Arbeiterfrage eine Organisations blicken mußte, veranlaßte ihn, dem nichts ferner lag, als eine durch folgenden 3 wischenfall ausgezeichnet. An der Spize der frage ist. Wenn dem Pfarrer Naumann ein Plaz bei den SozialMajestätsbeleidigung zu begehen, bei dem Kaiserhoch fißen zu Tagesordnung stand die Giltigkeitserklärung der Wahl des neuen demokraten angewiesen wird, so hoffe ich, daß er bald in der Lage bleiben, um hierdurch gegen die durch den Redner an seiner radikalen Senatoren Bourgeois( Jura), Als Präsident Loubet ver- sein wird, sich hier einen Play zu suchen. Die gewerkschaftliche Be Partei geübte Stritik zu protestiren. Der Wunsch der Reaktionäre, tündigt hatte, daß diefelbe mit 180 Stimmen erfolgt sei, bestieg der wegung, auf welche Pfarrer Naumann die Arbeiter verweist, ift daß Delisle wegen Majestätsbeleidigung unter Anklage gestellt neue Senator die Rednerbühne und erklärte, daß er seine Demission teine grundsätzlich sozialistische; die lettere, die mehr politische, lebt werde, ist zwar nicht erfüllt worden, jedoch mußte Delisle infolge als Senator gebe. Auf der Linken wurde dies mit Beifall begrüßt. von der Hoffnungslosigkeit der heutigen Zustände.( Präsident der von jener Seite gegen ihn eingeleiteten maßlofen Heßereien aus Die Gründe, welche Herrn Bourgeois zu diesem Schritt veranlaßten, v. Bu ol ruft den Redner zur Sache.) tannt machte: einen wurden. er an M mehr müsse man dem Amte scheiden. Eine deutliche Antwort hierauf gaben die sind die, daß er bei der Abstimmung über die Giltigkeit seiner Wahl Abg. v. Hertling( 3.) legt den Standpunkt des Zentrums dar, Wähler der Stadt Rastatt; die deutsche Volkspartei eroberte beim eine geringere Stimmenzahl erhielt, als seine beiden Kollegen wie er in dem auf die kaiserlichen Erlaffe von 1890 fich berufenden und Grévy, deren Mandate mit ersten Anlauf das Landtagsmandat von den Nationalliberalen im Lelièvre 190 Stimmen Antrage Hize wegen Einführung einer Arbeitswoche von 63 Stunden Jahre 1895 und Delisle, der geistig und törperlich noch sehr rüftig ungiltig Herr Bourgeois hat die zum Ausdrucke gekommen ist und vertheidigt folgenden, für den morin Brief gerichtet, ist, tauschte für die von ihm aufgegebene staatliche Stellung das Beitungen daß fagt, daß Ehrenamt eines Abgeordneten ein." er ſein Deputirtenamt wieder aufnehme. In den Wandelgängen der Fall der Ablehnung dieses Antrages gestellten Eventualantrag: Die verbündeten Regierungen zu ersuchen: 1. Erhebungen, Die radikalen Bollständig wäre die vorstehende Mittheilung erst gewesen, Rammer wurde dieser Brief gestern lebhaft erörtert. insbesondere unter Befragung der Gewerbe- Aufsichtsbeamten, der wenn die Volts- 3tg." auch noch das folgende hinzugesezt hätte: Deputirten nahmen die Handlungsweise Bourgeois' nicht mit der Krankenkassen Vorstände und Aerzte, sowie durch Vergleichung Sie tadeln ihn Der Befehl, Delisle von dem Staatsdienste zu entlassen, tam Freude auf, welche dieser vielleicht erwartet hatte. der Statistik der Krankenkassen und Invaliditäts Anstalten natürlich vom Hof. Zur Charakterisirung dieser Sorte von Demo- vielmehr, daß er die demokratische Union des Senats um eine darüber anzustellen, in welchen gewerblichen Betrieben durch über fraten muß erwähnt werden, daß neulich bei der außerordentlichen Einheit vermindert und dadurch die Eroberung des Oberhauses mäßige Dauer der täglichen Arbeitszeit die Gesundheit der ArTagung des Landtages der Großherzog einen Hofball gab, bei durch die raditale Partei tompromittirt habe. Nur einige wenige beiter gefährdet wird; 2. auf grund dieser Erhebungen überall welchem als Repräsentant der freifinnig demokratischen billigen Bourgeois' Vorgehen und daß er in die Kammer zurückkehrt. dort, wo eine solche Gesundheitsgefährdung vorliegt, in AusFraktion derfelbe Delisle amvesend war und die Kour An feiner Stelle wäre, sagen sie, ein regierungsfreundlicher Geführung des§ 120 e Abs. 3 der Gewerbe- Ordnung durch ent schnitt." mäßigter in die Rammer gewählt worden, der die Majorität der sprechende Verordnungen die Arbeitszeit zu regeln. Regierung gerade in dem Augenblicke vermehrt hätte, wo die Radikalen zum Sturm gegen dieselbe schreiten. die zusammengeschrumpften Terroristen, welche der Oppofition feither sogar jede Mitarbeit an # Italien. Spanien. Der sozialdemokratische Antrag beziehe sich nur auf die ge Darmstadt, 10. Februar. Die neugewählte 3 weite Rammer werblichen Arbeiter und degradire dadurch die landwirthschaftlichen des hessischen Landtages ist gestern zu ihrer Konstituirung Arbeiter. Schon 1882 habe er unter Berwerfung allzuweitgehenden aufammen getreten. Sie zeigte ein gänzlich verändertes Bild, denn die feit langen Jahren dominirende nationalliberale Parteiherrschaft-In Rom wurden 25 Sozialisten in Arrest genommen, weil Swanges den Schutz der Persönlichkeit des Arbeiters, insbesondere ist durch die letzten Wahlen gebrochen worden und die Mehrheit sie gegen das Dekret des Präfetten, betreffend die Auflösung der der Frauen und der jugendlichen Arbeiter verlangt. Die Gesundder einst allmächtigen Partei beschränkt sich nur noch auf eine sozialistischen Arbeiter Federation, verstoßen haben sollten. Die beit der Arbeiter gehe allen sonstigen Interessen der Betriebe voran. Stimme, 26 gegen 24 der Opposition. Und obwohl heterogen, Genossen hatten sich, wie der„ Avanti" angiebt, lediglich privatim Antrag des Sentrums stimmen zu können, wohl aber für den Abg. von Kardorff( Rp.) glaubt nicht für den ursprünglichen ist diese aus Freifinnigen, Antisemiten, Zentrumsleuten und Sozialversammelt, um Wahlangelegenheiten zu besprechen. Eventualantrag. Die Sozialdemokraten verwahren sich da= demokraten bestehende Opposition einig darin, die nationalliberale. Suprematie zu brechen, und sie that es. Nebenbei bemerkt waren Madrid, 11. Februar. Dem„ Corrière militare" zufolge haben auf die Betriebe, in denen der Achtstundentag schon eingeführt sei. gegen, daß ihr Antrag lediglich agitatorisch sei, fie verweisen den Kommissionsarbeiten die Insurgenten auf Kuba in der Zeit vom 30. Juli 1895 Wenn die Fabrikanten selbst den Nugen erkennen, dann werden sie prinzipell verweigert hatten, ziemlich elegisch gestimmt und bis November 1896 zirka 16 Millionen( Frants?) Unterstügung er- fich nicht aus bloßer Hartherzigkeit gegen denselben sperren. Die bies zeigte sich schon bei der Präsidentenwahl. Gewählt wurde an halten, darunter 81/2 Millionen aus den Vereinigten Staaten, die Wirkungen des Achtstundentages fann man heute kaum statistisch stelle des von unserem Genoffen Ulrich in Offenbach verdrängten anderen Beträge gingen ein aus England, Schottland, Irland, feststellen. Sollte die intensivere Arbeit nicht zur Schädigung der langjährigen Präsidenten der Kammer, Justizrath Weber, der Italien, Rußland, Deutschland und Spanien. Gegenwärtig jedoch Gesundheit führen? Der Reichstag und die Regierung werden den fozialdemokratischen Antrag nicht annehmen. Die Regierung thäte nationalliberale Kreisrath Haas Offenbach. Zweiter Präsident find die Hilfsquellen der Insurgenten versiegt.(?) Wer in Deutschland sollte denn die Kassen der Insurgenten am besten, den Antrag damit zu beantworten, daß wurde der freisinnige Rechtsanwalt Meg. Gießen, Schriftführer der Bäckerei Verordnung suspendirt, bis die vom Nationalliberale Hechler und der Kleritale Freiherr Dael von Köth. gespeist haben? Etwa die Zuckerfabrikanten, die an der Bernichtung fie die beantragte Enquete angestellt sein wird. Die Morgen findet die Wahl der Ausschüsse ftatt und nach den ge- der kubanischen Zuckerrohr- Felder und Fabriken in hohem Maße Vorredner Berordnung ist ein Bückling gegenüber der Sozialdemokratie. troffenen Vereinbarungen wird unsere Partei vertreten sein im interessirt sind? Der Achtstundentag ist keine Maßregel der Evolution, sondern der Asien. Finanz Ausschuß durch Ulrich, im Befehgebungs. Ausschuß durch Dr. David und im Wahlprüfungs- Ueber die Hungersnoth in Indien äußerte sich Revolution. Der Antrag hat nur den Zweck, die Sozialdemokratie Ausschuß durch Gramer, und nur im Petitions- Aus- anscheinend allzu optimistisch der Staatssekretär für Indien in einer au rehabilitiren nach dem Fiasto des Hamburger Ausstandes( Widers schuß bleibt sie unvertreten. Da das Staatsbudget infolge der am 10. Februar in Harrow( Middlesex) gehaltenen Rede. Er führte spruch); deshalb sollte der Bundesrath die Bäckereiverordnung Verstaatlichung der Ludwigsbahn erst im Herbst berathen werden dabei aus, daß in Indien selbst jetzt der Weizenpreis niedriger fei, aufheben und die Bedrohung der Arbeitswilligen seitens der Aus soll, dürfte die Seffion nur wenige Tage währen. als in England. Er habe gehört, daß wahrscheinlich eine sehr große ständigen durch gefeßliche Wittel verhindern. B B • Die Abgg. Rosicke( b. t. F.) und Pachnide( frs. Bg.) bean war etn Abg. Förster- Neustettin( Reformp.) beantragt, in dem Prinzipal antrag Hige die 63stündige Normalarbeits- Woche auch für das Vertehrswesen einzuführen. ein, Die Von Man hat angeführt, die Bäckergesellen wollen die Bäckerei nicht auf eigene Roften. Die Ausbreitung des Christenthums trete tragen, die Nr. 2 des Eventual- Antrages des Zentrums zu fassen: verordnung aufgehoben wiffen. Aber weshalb? Weil ein Bäcker- jetzt ganz in den Hintergrund und ausschlaggebend sei der fapi Auf grund dieser Erhebungen für diejenigen Be- meister dabei nicht existiren könnte und sie doch auch einmal talistische Charakter der Kolonialpolitit. Abg. Hammacher polemifirt triebe, in welchen eine solche Gesundheitsgefährdung vor Meister werden wollen. Also nicht im Arbeiterinteresse, gegen Richter und Bebel und regt die sogenannte Arbeiterfrage an, liegt, in Ausführung des§ 120 e, Absatz 3, der Gewerbe- Ordnung sondern im Unternehmerinteresse haben sie gefordert. die eine Lebensfrage für die Kolonialpolitik sei. Wie man Kinder oder im Wege der Reichsgefeßgebung die Arbeits Vielleicht hatten die Gesellen schon ein Geschäft abgeschlossen und zur Arbeit erziehe, so auch die Eingebornen. Die verfeinerten Es sei frankzeit zu regeln." befürchteten, daß ihnen nun nicht mehr die Vortheile der Meister Kulturbegriffe müßten hier hintenanbleiben. Abgordneter Abg. Hilpert( b. t. F.) erklärt sich gegen den Achtstunden zu theil werden würden. haftes Humanitätsgefühl, davor zurückzufchrecken. Arbeitstag und gegen die Bäckerei- Berordnung. Man hat auch den Herrn Pfarrer Naumann angegriffen, und Lieber polemifirt gegen verschiedene Ausführungen des Abg. Abg. Röfice( b. t. F.): Der sozialdemokratische Antrag hat Herr v. Heyl glaubte wunder was zu sagen, als er meinte, Bebel. Die tatholische Kirche fordere feine Reichsmittel für sich, Er wendet sich feine sozialistische Tendenz, ebensowenig wie der Antrag des Naumann tönnte bei der Sozialdemokratie Platz nehmen. Wir fie fördere die allgemeinen Kulturinteressen. Zentrums, der den hygienischen Maximalarbeitstag verlangt. Wenn brauchen einen Fraktionspfarrer nicht.( Heiterkeit.) Wenn er sich schließlich dagegen, daß neue Forderungen für die Kolonien durch Der Abg. v. Massow man neben den hygienischen Gründen auch wirthschaftliche und von allem überflüssigen Ballast lossagt und zu uns tommnt, Nachtragsetats geltend gemacht würden. ethische hineinzieht, so wird der Antrag dadurch noch nicht revolu nicht als Pfarrer, sondern als Mensch, nicht mit christlichen oder spricht sich ebenfalls gegen einen Nachtragsetat aus. Nachdem Abg. tionär. Da eine internationale Regelung der Frage nicht möglich religiösen Anschauungen, dann soll er uns willkommen sein. Hammacher sich abermals in dem bereits erwähnten Sinne aus. ist, so würde eine Regelung in Deutschland allein ein großartiger Die Herren Naumann und Hitze suchen einen Keil in die Arbeiter gesprochen hat, nimmt der Abg. Be bel das Wort, um sich ent Reinfall fein, zumal der Unterschied zwischen der bestehenden bewegung zu treiben dadurch, daß sie gewerkschaftliche Organisationen schieden gegen die von dem Abgeordneten Hammacher ent: Mit welchem Recht Arbeitszeit und dem Achtstundentag ein zu großer ist. Es soll nur bewiesen auf der Grundlage religiöser Anschauungen zu schaffen suchen. Den wickelten Anschauungen auszusprechen. Die werden, daß alle Parteien mit Ausnahme der Sozialdemokratie nicht Arbeitern hilft aber nur eine gute Organisation. Die Herren führen man die Eingeborenen zur Arbeit zwingen wolle? arbeiterfreundlich sind. Hätten die Sozialdemokraten die Mehrheit, aber schließlich eine Schwächung der Arbeiter im Rampfe gegen das Eingeborenen seien nicht die Kinder der Eroberer, sie seien die Untersie würden den Antrag aus wirthschaftlichen Gründen nicht annehmen. Unternehmerthum herbei. drückten, die man jetzt im fapitalistischen Interesse ausbeuten wolle. ( Heiterkeit bei den Sozialdemokraten.) Verkürzte Arbeitszeit kann Der Abg. v. Stumm hat gesagt, daß wir die Majestäts- Was der Zweck der sogenannten Kolonisirung fei, zeigten alle eine Mehrleistung zur Folge haben, aber nicht, wenn man von 10, beleidigung gewissermaßen zum Brinzip für die Partei erhoben Stolonialstaaten: Spanien, Portugal, Holland, Frankreich und Eng11 oder 12 Stunden auf 8 Stunden zurückgeht. Es wird also eine hätten. Herr v. Stumm hat wohl nicht verstanden, daß wir einen land. Nach einem Schlußwort des Referenten wird der Titel beLohnverkürzung eintreten, der die Arbeiter nicht entgegentreten Unterschied in den Personen infolge bevorrechtigter Geburt absolut nicht willigt, ebenso der ganze Etat. können. Besonders geschädigt würden die Arbeiter mit den niedrigsten machen. Wir haben nicht das Prinzip, beleidigen zu wollen, wir benrtheilen Es folgt die Berathung des Etats für das füdwest- afrikanische Löhnen und der längsten Arbeitszeit. Jedenfalls fönne man nicht die Menschen nur nach ihrer Handlungsweise. Wenn Herr v. Stumm Schutzgebiet. Abg. Graf Arnim bemängelt die abgeschlossenen Verüberall gleichmäßig verfahren. Redner verweist auf die Ausführung meinte, daß das Vereinsleben schlimmer als die lange Arbeitszeit träge mit der englischen South Western Afrifa Compagnie. An der über des§ 120e der Gewerbe- Ordnung, aber unter Zustimmung des sei, so vergißt er wohl die Kriegervereine, und daß wir auch für diese Anregung entstehenden Diskussion betheiligen sich außer dem Reichstages. die geistige Bildung der Arbeiter sorgen wollen. Nicht die Schädi- Direktor des Kolonialamts die Abg. Hammacher, der sich Abg. Graf do Stolberg( f.): In den kaiserlichen Erlassen gung der Industrie muß bei diesen gesetzgeberischen Maßnahmen sehr entschieden gegen die abgeschlossenen Verträge mit Maximalarbeitstag für erwachsene Arbeiter nicht maßgebend sein, sondern das Wohl der Schichten, die unter dem englischen Kompagnie ausspricht, Abg. v. Kardorff, Prinz vorgesehen. Der Prinzipal Antrag Hihe ist überflüssig heutigen wirthschaftlichen und politischen System am meisten leiden. v. Arenberg, Abg. Richter, der sich gegen die Höhe des Bu für die Fabriken und schädlich für die Kleinbetriebe. Die Zahl der Arbeitslosen würde sich noch als eine größere schusses aus der Reichstasse( 3 Mill. Mark) wendet, der gefordert Die Arbeitszeit an sich ist nicht maßgebend, sondern die damit ver- darstellen, wenn es eine gute Statistik darüber gäbe. Wenn Herr werde, obgleich der Aufstand zu Ende sei; die Kolonie sei die reine bundene Gefundheitsgefährdung; die letztere ist bezüglich der Bäcke- v. Stumm gemeint hat, die gefeßliche Beschränkung der Arbeitszeit Militärkolonie, der Abg. v. Podbielsky. Sämmtliche Ausgabereien nicht erwiesen. Die Statistik sollte erst die Gesundheitsgefähr sei eine Beschränkung der freien Selbstbestimmungsrechte der Ar- forderungen werden bewilligt. lichkeit der verschiedenen Betriebe nachweisen. Deshalb stimmen wir beiter, so hört sich das eigenthümlich an in dem Munde eines Abg. Graf Arnim führt bei dem Kapitel der Einnahmen aus, für den Eventualantrag des Zentrums. Mannes, der seinen Arbeitern das Koalitionsrecht beschränkt, ihnen daß die einzuführenden Gegenstände sehr verschieden verzollt würden; Abg. Schall( t.) schließt sich den Ausführungen des Vorredners die Lektüre von Zeitungen verbietet und sie bei Strafe der Ent- so zahle z. B. Champagner nur wenige Pfennige, wohingegen an und bedauert, daß Geistliche soweit gehen, sich auf feiten der Arbeiter laffung zwingt, ihn zu fragen, ob sie heirathen dürfen. Gegenstände des gewöhnlichen Lebensbedarfs hoch verzollt seien. Der allein zu stellen. Es sei Schwäche des Kirchenregiments, daß sie das Wenn die Festsetzung des Normalarbeitstages eine Verkümmerung Direktor des Kolonialamts sagt Abhilfe zu. Im weiteren stellt des Carastomas dulde. Wenn Herr Naumann in den Reichstag komme, dann habe er der Gleichberechtigung der Arbeiter sein soll, dann verfümmert Herr Graf Arnim verschiedene Anfragen wegen hoffentlich den Pastor abgelegt; denn eine solche Kollegenschaft würde ihm, v. Stumm diese von Gottes und Rechts wegen geschaffene Gleich- Syndikats, was noch zu einer längeren Erörterung führt, an der dem Redner, unangenehm sein. Wenn die Staatsbetriebe mit der berechtigung, denn er schreibt den Arbeitern vor, wie lange sie sich außer dem Direktor des Kolonialamts der Abg. Ham Verkürzung der Arbeitszeit vorangehen, dann werden die Privat- arbeiten sollen. Er beschränkt den Arbeitstag in seinem Betriebe. ma cher betheiligt. Die Einnahmen werden bewilligt. betriebe benachtheiligt in ihrer Konkurrenzfähigkeit. Anträge der Oder will er etwa, daß es überhaupt keinen geregelten Betrieb Die im Etat des Auswärtigen Amts für die Kolonien ge= Sozialdemokraten, die sich von Christenthum und Religion losgefagt giebt? Sollen die Arbeiter so lange arbeiten, wie es ihm beliebt? forderten Summen werden in Einnahme und Ausgabe ebenfalls be= haben, find uns von vornherein verdächtig; deshalb werden wir den Berr v. Stumm erblickt in unserem Antrag ein revolutionäres willigt. Nächste Sigung Dienstag: Beamtenbesoldungsetat. Antrag Auer ablehnen. Prinzip. Dann waren auch der Philosoph Friedrich Albert Lange u. a. Herabsetzung der Karenzzeit in ufallfachen von 13 auf Revolutionäre. Die Hirsch- Duncker'schen Arbeiterorganisationen 4 Wochen war das Hauptergebniß der am Dienstag begonnenen haben 1894 darum petitionirt, daß der Arbeitstag auf neun und für und gestern abgeschlossenen eingehenden Berathung, welche die Unfallgesundheitsschädliche Betriebe auf acht Stunden herabgesetzt gefeßnovellen Kommission über§ 5 a des Unfallgesetzes abhielt. Abg. Schneider( frs. Vp.) beantragt, den§ 120 e lediglich werden soll. Die Stellung des Herrn Schneider entspricht 5a setzt die Höhe des sog. Schadensersatzes, der dem Verletzten zu im Wege der Gesetzgebung, nicht im Wege der Verordnung aus also nicht dem, was die Gewerkvereine verlangen. gewähren ist, fest. Es soll danach in Uebereinstimmung mit dem zuführen; der Widerstand, den die Bäckerei- Verordnung gefunden Mehrheitsparteien nehmen jetzt ungefähr dieselbe ungefähr dieselbe Stellung bestehenden Gefeß eine sogenannte Rente, die im höchsten Falle hat, beweise die Nützlichkeit der Mitwirkung des Reichstages. wie 1895 der Zentralverband deutscher Industrieller.( bei voller Eriverbsunfähigkeit) 662/3 pet. des Arbeitsverdienstes Abg. Legien( Soz.): Es sind von verschiedener Seite hier Aus- Schaffen Sie uns das volle Koalitionsrecht und wir werden auf einen betragen darf, und freie ärztliche Behandlung, aber erst vom führungen gemacht worden, die einer Verfürzung der Arbeitszeit großen Theil Ihrer Arbeiterversicherungsgefeße verzichten können und Beginn der 14. Woche ab, dem Verlegten zufallen. gegenüber durchaus nicht prinzipiell ablehnend lauteten, von anderer brauchen dann auch nicht mit unfern Anträgen in dem Umfange zu Grillenberger, Moltenbuhr und Stadthagen waren Seite will man sie durch das Koalitionsrecht der Arbeiter herbei- tommen, wie es gegenwärtig noch nothwendig ist. Thun Sie das zu diesem Paragraphen eine Reihe Verbesserungsanträge gestellt. führen. Die Regierung ist heute unvertreten geblieben, wir haben nicht, dann werden die Arbeiter Ihrer Arbeiterfreundlichkeit keinen In erster Reihe verlangten sie den Umfang des Schadensersatzes, eine Erklärung nicht gehört, wir wissen nicht, ob sie das eine oder Glauben schenken.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) den ein verunglückter Arbeiter zu verlangen hat, in Uebereinstimmung andere will; ich darf wohl nach verschiedenen Vorgängen annehmen, Hierauf wird ein Vertagungsantrag angenommen. Nach persön mit den Grundsätzen zu bringen, nach denen sonst ein Beschädigter daß sie zu einer Verkürzung nicht geneigt ist. Die Wissenschaft lichen Bemerkungen der Abgg. v. Heyl, Hüpeden, v. Hert Schadensersatz zu verlangen hat. Ihr dahin gerichteter Antrag liefert uns die Beweise, daß es sogar nöthig ist, aus Gesundheits- ling und Sch all erhält außerhalb der Tagesordnung, das Wort: lautete:" Im Falle der Verlegung ist dem Arbeiter vom Eintritt des gründen eine Verkürzung der Arbeitszeit herbeizuführen, wie ja auch Abg. Graf Mirbach( t.): Ich war gezwungen, wenige Stunden Anfalls ab voller Schadensersatz zu leisten." Eventuell verlangten in einzelnen Betrieben die Grenze, der Achtstundentag, er- nach der Sigung am Freitag in dringlichen Angelegenheiten nach fie: 1. Rente und freie ärztliche Behandlung sollen vom Beginn reicht ist. Unser Antrag Unser Antrag soll agitatorisch wirken, sagt Hause zu reisen und habe aus Beitungsnachrichten und des Unfalls ab, 2. eventuell von Beginn der fünften Woche nach man, das ist aber nur der Fall gegen diejenigen, die durch Einsicht in das Stenogramm gefunden, daß der Abgeordnete Eintritt des Unfalls gegeben werden; 3. es follte die Griverbs. fia) überhaupt gegen eine gesetzliche Regelung dieser wichtigen Frage Dr. Lieber einen überaus scharfen Angriff gegen mich ausgesprochen hat. möglichkeit berücksichtigt werden, nicht nur die Erwerbsunfähigkeit. ausgesprochen haben. Die Erfahrung hat bewiesen, daß die mindere Meine Bemerkung im Zusammenhange mit der Erklärung, die ich Nach derselben Richtung hin stellte Abg. Müller- Waldeck den Arbeitszeit zum besten sowohl der Arbeiter wie der Unternehmer im weiteren Verlauf der Sigung gab, sollten nichts Verletzendes Antrag, die Erwerbsmöglichkeit in dem früheren Beruf zu berück gewirkt hat. Die Gesetzgebung muß da eingreifen, wo die Einsicht haben.( Gelächter.) Ich bitte, mir aus meiner recht langen fichtigen. Die Rentenhöhe wollten unsere Genossen auf 100 pt. der Fabrikanten nicht so weit geht, dies zu erkennen. Das Zentrum parlamentarischen Vergangenheit nachzuweisen, ob jemals in irgend Abg. Hige auf 75 pet. normiren. Ein Antrag v. Stumm schlägt vor: So hat sich bei dieser Frage wieder in feiner eigenthümlichen Zusammenlange der Verlegte infolge des Unfalls thatsächlich und unverschuldet setzung gezeigt, Herr v. Hertling hat hier gleichsam als Vertreter arbeitslos ist, fann der Genossenschaftsvorstand die Theilrente bis des Unternehmerthums, Herr Hiße dagegen in arbeiterfreundlichem zum Betrage der Rente für völlige Erwerbsunfähigkeit vorüberSinne gesprochen; es hat sich dabei wieder gezeigt, wie die Herren gehend erhöhen." Als dritten Absatz schlägt der Entwurf, um die des Zentrums in wirthschaftlichen Fragen auseinandergehen. Möglichkeit zu beseitigen, daß ein Unfall Gewinn bringen könnte, Für die Bergwerke ist eine achtstündige Schicht eingeführt; es Abg. Lieber( 3.): Wie Graf Mirbach aus meiner Erklärung folgende neue Bestimmung vor:„ Wenn der Verletzte zur Zeit giebt aber eine ganze Reihe von industriellen Betrieben, in denen die Arbeit einen Zweifel an seiner Loyalität, ein Mißtrauen gegen seine Erdes Unfalls bereits theilweise erwerbsunfähig ebenso schädlich für die Gesundheit der Arbeiter wirkt wie beim Bergbau. tlärungen schlechthin, die ich akzeptirt habe, herleiten will, verstehe deshalb sein Arbeitsverdienst den ortsüblichen Tagelohn ges die Rente Man hat statt des Normalarbeitstages die Normalarbeitswoche vor- ich nicht. Ich muß das wiederum nur als einen Ausdruck der Verwöhnlicher Tagearbeiter nicht erreicht, so wird geschlagen; es würde aber nicht möglich sein, au fontrolliren, ob die legenheit betrachten, in die der Herr Graf sich selbst, nicht aber nur nach dem Maße der durch dem Maße der durch den Unfall eingetretenen festgesezte Stundenzahl wirklich eingehalten wird. Die Gefahr der ich ihn gebracht habe.( Zustimmung.) Ich muß ihm überhaupt weiteren Schmälerung der Erwerbsfähigkeit bemessen. War der unregelmäßigen Arbeit ist bei der Arbeitswoche eine sehr große und das Recht bestreiten, über Abwesenheit eines Abgeordneten Verletzte zur Zeit des Unfalls bereits völlig erwerbsunfähig, fo Regelmäßigkeit bei der Dauer der Arbeit ist vor allem nothwendig. hier Beschwerde zu führen. Hat etwa der Graf Limburg, ob- beschränkt sich der zu leistende Schadensersatz auf freie ärztliche Be Bei dem Zentrumsantrage wären von vornherein das Müllerei, wohl er Mitglied des Reichstages ist, irgend welche Bedenken handlung u. f. w." Abg. Stephan glaubte diese Bestimmung durch das Handelsgewerbe und andere Gewerbe von dem Achtstundentage getragen, mich im preußischen Abgeordnetenhause wegen meiner folgenden Wortlaut kürzer fassen zu tönnen:" In feinem Fall darf ausgeschlossen; aus diesen Gründen fönnen die Sozial Aeußerungen im Reichstage anzugreifen, während ich durch die pflicht die Rente den Arbeitsverdienst des Verletzten übersteigen." In der demokraten nicht dafür stimmen, wir könnten ihm nur mäßige Anwesenbeit im Reichstage verhindert gewesen bin im Berathung bezeichnet die Regierung die Vorlage für den Fall der aus dem Grunde zustimmen, weil wir wir das Prinzip an Abgeordnetenhause Rede und Antwort zu stehen? Wer im Glas Herabsehung der Karenzzeit für gefährdet. v. Stumm erklärt gleicherkennen wollten, das in dem Antrag liegt. Es ist be- hause fist, soll sich hüten, mit Steinen zu werfen! Im übrigen bin falls, daß für ihn mit Herabsetzung der Karenzzeit die Annahme hauptet worden, daß durch die Verkürzung der Arbeitszeit ich nicht in der Lage, von dem Grafen Mirbach Belehrungen über des Gesetzes gefährdet sei. In der Debatte wird hingegen von auch eine Verkürzung des Lohnes eintreten würde. Ich habe eine den vornehmeren Ton entgegenzunehmen.( Beifall.) unseren Genossen und von anderer Seite( Rösicke, Klose, Kruse u. a.) Reihe von Statistiken darauf hin angesehen; diese ergeben, daß mit Abg. Graf Mirbach: Es ist für mich von vornherein aus ebhaft die unbillige Belastung der Krankenkassen ins Licht gestellt. der Verkürzung der Arbeitsdauer auch eine Steigerung des Lohnes, gefchloffen gewesen, in eine Bolemit einzutreten Ich habe nur eine Schließlich werden die Anträge unserer Genossen mit Ausnahme des und dann auch eine Erhöhung der Produktion und eine Verbesserung Erklärung abgegeben und nur sagen wollen, daß mein Auftreten auf Herabsetzung der Karenzzeit auf 4 Wochen bezüglichen, der mit der Qualität eintritt. Aus schweizerischen Staftitifen geht flar hervor, dem Abgeordneten Lieber nicht Anlaß geben konnte zu einer so 14 gegen 11 Stimmen zur Annahme gelangte, abgelehnt. Auch der daß da wo die niedrigsten Löhne gezahlt werden, auch die längste scharfen persönlichen Bemerkung, wie die vorhin angedeutete Aeuße Antrag Size( Erhöhung der Rente auf 75 pet.) wird gegen so bei der Textilindustrie, 7 Stimmen abgelehnt. Zeit gearbeitet wird daß rung über den vornehmen Ton. Die Anträge von Stumm und Stephan ge Antrag höheren dagegen mit den Löhnen auch Schluß 53/4 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr.( Militär- langen zur Annahme. die Thatsächlich beseitigt der türzeste Stephan die der Berböserung nicht vorgeschlagene Arbeitszeit verbunden ist, das ist der Fall bei der Maschinenindustrie. Eta t) Dann sagt man ferner, daß man aus Rücksicht auf die Konkurrenz Form, sondern auch sondern auch dem Inhalt nach. Der§ 5a lautet des Auslandes nicht die Arbeitszeit verkürzen dürfe. Aber gerade demnach( die Abweichungen vom jeßigen Gesetz sind durch das Ausland ist uns darin mit gutem Beispiel vorangegangen, und Sperrdruck kenntlich): Im Falle der Verlegung werden vom Reichsüberschüsse. Dem Reichstage ist heute der Entwurf Beginn der fünften Woche nach Eintritt des Unfalls ab als überall hat sich neben der Verbesserung der Lage der Arbeiter eine wegen Verwendung überschüssiger Verbesserung der Qualität der erzeugten Waaren herausgestellt. eines Gesetzes Schon aus diesem Grunde allein müßten die Unternehmer für die Reich 3 einnahmen aus dem Etatsjahre 1897/98 zur Schulden- Schadensersatz gewährt: 1. freie ärztliche Behandlung, Arzneien und verkürzte Arbeitszeit sein. tilgung nebst Begründung zugegangen. Der Gesetzentwurf bestimmt, sonstige Heilmittel, sowie die zur Sicherung des Er der Folgen der Verlegung erforder. Der Abg. v. Buttkamer hat uns vorgeworfen, wir wollten hier daß die Hälfte des Ueberschusses der pro 1897/98 den Bundesstaaten folge des Heilverfahrens und zur Erleichte nur hetzen wie beim Hamburger Streif. Wir haben weder zum zustehenden Ueberweisungen aus den Zollerträgen zc. über die auflichen Hilfsmittel( Krüden, Stüyapparate und Streit gehetzt noch ihn durch die organisirten Arbeiter herbeiführen zubringenden Matrikularbeiträge zur Verminderung der Reichsschuldbergleichen); 2. eine Rente für die Dauer der werbsunfähigkeit. Die Rente beträgt: a) im Falle völliger Er. laffen. Der Streit ist durch die Rücksichtslosigkeit der Unternehmer zurückzuhalten ist. veranlaßt worden. Die Brutalität des Unternehmerthums hat Er- Budgetkommission. Die Berathung beginnt mit dem Etat werbsunfähigkeit für die Dauer derselben 662/3 pet. des Arbeitsbitterung erzeugt. Für das Blutvergießen ist verantwortlich die für Togo. Berichterstatter Prinz v. Arenberg befürwortet eine verdienstes, b) im Falle theilweiser Erwerbsunfähigkeit für die einen unter Berücksichtigung des Tendenz des Staates, jede freie Regung der Arbeiter mit Blut und Säbel höhere Zuschußsumme für den künftigen Etat, um eine definitive Dauer derselben der verbliebenen Erwerbsfähigkeit zu unterdrücken. Die Arbeiter haben sich aber nicht provoziren lassen. Grenzregulirung herbeizuführen und eine größere Anzahl Stationen Maßes bemessenden Theil der Rente. So lange Gegen den Radau einiger halbwüchsigen Jungen ist die Hamburger zu errichten. Der Kolonialdirektor giebt Auskunft über die Lage Verlegte infolge des that. Unfalls Polizei mit einer Brutalität eingeschritten, wie sie nur in einer der Kolonie zu den Nachbaren, Frankreich und der englischen Niger- er und unverschuldet arbeitslo3 ift, Republit vorhanden sein kann. Die Sozialdemokratie wird der kompagnie; er glaubt, daß den Wünschen des Prinzen v. Arenberg sa ch I ich Polizeibehörde weder Gelegenheit geben, mit blanten Waffen ein Rechnung getragen werden solle. Abgeordneter Graf v. Arnim tann der Genossenschaft3.Borstand die Theil. zuschreiten, noch hat fie irgend welche Veranlassung, zum Streit zu befürwortet die Verbesserung des Hafens von Togo, im weiteren rente bis zum Betrage der Rente für völlige Gr. In hezzen. ergeht er sich über die Zustände im Innern der Kolonie und werbsunfähigkeit vorübergehend erhöhen. Die Trades- Unions haben sich für den Achtstun dentag erklärt, die Erfolge der Expeditionen. Die gewünschten Hafenbauten teinem Fall darf die Rente das Arbeits- Bers wenn man das eigentliche Stimmenverhältniß in betracht zieht. Ich und Landungserleichterungen hoffe er durchführen zu können. Abg. Dienst des Verlegten übersteigen." Die nächste Sigung bestreite, daß die englischen und amerikanischen Arbeiter vor den Hammacher spricht sich im Sinne der Abg. Prinz v. Arenberg der Kommission findet heute um 10 Uhr vormittags statt. deutschen Arbeitern etwas voraus haben; wenn man das aber und Graf Arnim aus, er wünsche auch, daß das Hinterland für zugeben will, so muß man auch sagen, daß das englische Zogo sobald als möglich Deutschland gesichert werde. Abg. Rich ter und amerikanische Unternehmerthum über dem deutschen steht. erklärt sich gegen die gegebenen Anregungen auf Rolonial Krankenkaffenwefen. Der Kranken und Sterbekasse für Warum erreicht denn die Produktivität der deutschen Arbeiter nicht erweiterungs- Pläne, das sei teine Aufgabe der Kommission, sie sei Bis jetzt habe Togo ohne Reichszuschuß Schiffer„ Neptun"( E. S.) zu Breslau ist vom Reichskanzleramt von die der englischen und amerikanischen Arbeiter? Weil sie nicht die nicht der Kolonialrath. Möglichkeit haben, durch freie Organisation sich eine bessere Lebens- bestanden, nunmehr dränge mau, Reichszuschüsse zu gewähren neuem die Bescheinigung ertheilt worden, daß sie, vorbehaltlich der tomme damit auf eine abschüssige Bahn, das zeige Höhe des Krankengeldes, den Anforderungen des§ 75 des Kranken haltung und bessere Arbeitsbedingungen zu verschaffen, weil sie zu und Im Sinne Richter's spricht sich auch der Abg. versicherungsgesetzes genügt. gering gelohnt sind und zu lange arbeiten müssen. Sobald die deutschen Kamerun. Arbeiter auswandern und in der neuen Heimath höhere Löhne er- Bebel aus; seien die Verbesserungspläne eine Quelle materiellen halten u. s. w., beginnt ihre Produktivität sofort zu steigen. Depeschen siehe dritte Seite der 1. Beilage. Reichthums, warum übernähmen die Herren diese Unternehmungen Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Trud und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzn 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. einem Falle, wo eine Meinungsverschiedenheit zwischen den Herren vom Bentrum und mir bestanden hat, ich irgend welche Schärfe angewendet habe. Ich resumire mich dahin: ein so scharfer Angriff ist nicht gerecht fertigt gewesen, und ich weise diesen scharfen Vorwurf auf das entschiedenste zurück.( Lachen lints und im Zentrum.) Parlamentarisches. Boziales. war und nur Er Nr. 36. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Bifuation in Hamburg. Die Reichstags- Abgeordneten v. E Im, Frohme, Molten buhr und Legien und ein früherer Arbeiter am Staatsquai, Landahl, begaben sich Mittwoch Nachmittag zu dem Senator D'Swald, um wegen Wiedereinstellung der alten Staatsquai Arbeiter vorstellig Da der Senator nicht zugegen war, legten sie ein Schreiben auf der Senatskanzlei nieder, worin in dieser Sache beim Senat um eine Audienz gebeten wird. zu werden. Der Verein der Stauer hat beschlossen, jetzt 49 pet. der alten Leute einzustellen und in nächster Woche will man diesen Sah auf 74 pt. erhöhen, um dann später noch mals einen gewiffen Prozentsaz einzustellen. Bis Donners tag Morgen waren in allen Branchen gegen 3000 alte Leute wieder eingestellt. Freitag, 12. februar 1897. 10. Der Straßenzug zwischen dem Palais Raiser Wilhelm I. und dem Lustgarten soll festlich ausgeschmückt werden. 11. Die Springbrunnen im Lustgarten und der Schloßbrunnen sollen am Abend des 22. durch farbiges elektrisches Licht beleuchtet Ats Nr. 12 hatte die Deputation ein Festmahl der städtischen Behörden vorgeschlagen. Darauf ist der Magiftrat nicht eingegangen; ihm erscheint es angemessener, werden. fondere Weihe zu verleihen und dafür jeder Schule 20 M. zur Ver12. den Schulfeiern durch Ausschmückung der Aulen eine befügung zu stellen. Die Kosten für diese feierlichen Veranstaltungen betragen 160 000 M.; die Feststraße allein erfordert davon 120 000 m. Magistrat ersucht um die Bewilligung. Budifer und Gäste, Friedrichsberg, Wartenbergstraße, 4,30. Liebigstraße 5,-. 9. Die Arbeiter in den städtischen Betrieben sollen von den Möbelfabrit W. Kümmel, Große Frankfurterstraße, 16,55. Tischleret bei Hillner, 3 Tagen vom 21.- 23. einen Tag ohne Lohnverkürzung frei, bezw. Fruchtstraße, 4. Rate 4,15. Tischleret Courtois, 9. Rate 6,25. Freiburg i. Schl., 2. Rate 10,10. Berliner Tischler in Bredow bet Stettin von der Bittoria 11,30. Soweit dies nicht angeht", ein Festgeschenk in Höhe eines Tagelohnes 30,-. Lederfabrit Eid u. Strasser, Gerberet, 8. Rate 9,70. Freiwaldau i. Schl., Tischleret C. Baschin, Neu- Weißensee, 4. Rate 4,-. Werdau d. Kaltofen, 2. Rate erhalten. Bierprozente d. F. M. 10,30. Lederarbeiter Berlins, Weißgerber, Lohgerber, Färber 100,-. Tischlerei Hülfenbeck, Kroll u. Co., 7.' Rate 14,15. Strieger 2,50. Buchdrucker von Bargou Söhne, 3. State 4,-. Pianoforte fabrit C. Gice, MartusStraße, 7. Rate 17,90. Buchdruckerei Rosenbaum u. Hart, 9. Rate 7,05. Arbeiter von F. E. Schlid, 8. Rate 6,60. Tischlerei Sunoleit u. Pfaff, Krautstr. 52, 8 Rate 10, Tischleret Suß, Pallisadenstr. 76, 8. Rate 8,05. Schriftgießerei Aßmann 4,50. Tischlerei von Neumann, 4. Rate 3,50. Buchdruckerei Klarbaum, 5. Rate 4,65. Möbelfabrit von Reinhardt, Schwedterstraße, 13,10. Tischleret von Sawagty, Bellealliancestraße, 9. Rate 10,-. Tischlerei Fiebeck, Schönhauser Allee 2,90. Glettrotechnische Fabrit, Rosenthalerstraße, 11. Rate 5,85. Leiftenfabrif Bogt und Krämer 3,30. Tischlerei von Kaiser, Pallisadenstraße 11 6,50. Arbeiter der pianoforte fabrit Schmäckel u. Co., Frantfurterstr. 11,20. Buchdruckerei W. Möfer 8,50. Schneidemühle E. Krohm, Bernauerstr., 7. Rate( darunter Tischlerei Hartrumpf 3,50) 11,22. Drei Komitee Maskenball S. W. 3,-. Schlosser v. E. Frante, Admiralftr. 11,25. Verein der Mosait Fliesenleger 10,-. Pianofabrit Fürstenberg, Schönleinstr. 5,30. Dret sparsame Maler 10,-. Arbeiter der Gürtlerei Löwi Unruhen tamen weder am Dienstag noch am Mittwoch Söhne 14,30. Backtranstalt Frohsinn, Mustauerfir. 28 5,25. Tischleret Steinbock, Abend wieder vor. Der Scharmarktplatz war allerdings an beiden Gewerbebof, 5. Rate, außer einigen 8,65. Schlofferet D. Nachtigall, 5. Rate 6,30. Abenden mit einer großen Anzahl von Schuhleuten und Kriminal- Gebr. Grlich, Krautir. 48, 3 Tr., 8. Rate 4,50. Pianofabrit Faschinsky 13,10. und 11 abzulehnen und, um mit den dafür beanspruchten 120.000 m. Arbeiter der Klaviaturfabrik Schwohls u. Co., 7. Rate 12,50, Möbelfabrit von Die Stadtv. Kreitling und Genossen beantragen, die Punkte 10 beamten besetzt, welch letztere mit Gummischläuchen bewaffnet waren. Rotte a. d. Drantenstraße, 10. Rate 4,70. Tischlerei G. Müller, köpnicerfir. 109a Der Zugang nach dem Plaze durch den vom Hafen fommenden 9,90. Liften vom Schloffer Quaft 3937, 5575, 5585, 7133 49,- ifte 3478 Bahn- einen dauernden Nuzeu zu stiften, diese Summe der Kaiser Neuenweg war abgesperrt, jedoch standen entgegen den Meldungen at Semmel 7.-. Lokalverein der Berliner Konditoren 6,- Liste 6161 G. Kohl, Wilhelm- und Augusta- Stiftung zu üßerweisen. Bildhauer, Weidenweg 19 4,50. Buchdruckerei Reinhold Strauß, 9. Rate 9,85. des Wolff'schen Bureaus alle anderen Zugänge offen. Stadtv. Kreitling verliest eine bezügliche Erklärung seiner Lifte 3013 organisirte Metallarbeiter 5,30. Tischlerei Wusterbarth u. Sohn, Alte Welche weitgehende Interpretation der§ 153 der Fatobftr. 132, 7. Rate 8,05. Rieb, Schliemannstr. 48 1,60. Liste 6115 Tischlerei Fraktion( der neuen Linken). Gewerbe- Ordnung in Hamburg findet, zeigen folgende Beispiele: Münchener Brauhauses d. Schüler 22,25. Amerikanische Auttion im Elysium am denken erhoben seien gegen einzelne Punkte der Vorschläge, so gegen 1 Espig, Brigerstr. 10,80. Tischleret Breste, Fürbringerstraße 3,- Personal des Stadtv. Cassel beantragt Ausschußberathung, weil einige BeDer Vorsitzende der Freien Vereinigung der Zivilberufsmusiker" 6. Febr. 97, Brauerei- Hilfsarbeiter 20,-. Blechschufter v. Heidenheim, Prinzenhat in einer geschlossenen Versammlung der Vereinigung mitgetheilt, ftraße 22, 3. Rate, mit Ausnahme d. amerit. Schwindelgente's( Ontel Bernhardt) und 10. Im letzteren Punkte seien einige seiner Kollegen der Meinung, daß fünf Mitglieder der Vereinigung momentan 4,20. Tischfabrit von Richter, Blumenstr. 30 13,90. Arbeiter v. Pintsch, Andreas- daß die Summe von 120 000 m. nicht ausreichen möchte. Der Anwährend des ftraße 72/73 66,45. Tischlerei Gerds, Charlottenstr. 18, 8. Rate 7,-. Felz, Werner schauung des Stadtv. Kreitling fönnten Streits im Hafen arbeiten und er beantrage deshalb, dieselben u. Co., Ritterstraße 15, 5. Rate 3,25. Buchdruckeret Otto Elsner, 8. Rate 23,-. seine Freunde nicht folgen. Bei der Centenarfeier vom aus dem Verein auszuschließen, da sie den Interessen desselben zu- ampenfabrik Arlt u. Fricke, 6. Rate 9,25. But besucht. Mastenbau Köpenick 10, eine 22. März solle wider gehandelt hätten. Ohne irgend welche weitere Bemerkung ifte 6370 Bimmerplatz Schwien b. Stegmann 4,60. Lifte 4563 Zimmerer Bach: Ausschmückung der Feststraße erfolgen; das sei doch nichts Unerhörtes mann 4,10. 6372 Dito 4,75. Flöter'scher Gesangverein 11,70. 5. 1,35. Ginige und entspreche der Gesinnung der Bevölkerung Berlins bis weit in über den Fall faßte die Versammlung den Beschluß, die fünf Leute Mitglieder der 3. Männer- Abtheil. v. Turnverein Fichte 8,30. Dom Modell 6,-. auszuschließen. Hierin sahen Staatsanwalt und Gericht eine Buchbruckerei Krebs 5,85. Personal der„ National- Beitung" 14," Anton" 1,- die Arbeiterkreise hinein.( Zwischenrufe.) Mit den Herren, die hier Verrufserklärung der Fünf und der Vorsitzende der Ver- Michaelis, Ritterstr. 68 2,50. Lifte 696 2,05. Lifte 4333 4,25. 4336 4, 702 9,20 diese Kreise angeblich vertreten, werde er sich allerdings nicht einigen. von Christian Bohn. Liste 6387, Schloffer bet Spengler 6,05. einigung wurde wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeDie geforderte Summe sei sehr bescheiden; bei früheren Gelegen Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau heiten habe Berlin für solche Zwecke viel mehr ausgegeben. Wenn Ordnung zu zwei Wochen Gefängniß verurtheilt. Dieselbe Strafe R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Zeit Kaiser Wilhelm gewiß auch schlichten Sinnes gewesen sei, hier erhielt am Donnerstag ein Vorstandsmitglied der Sektion Gelbgießer von 9-1 1hr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes, Filiale Hamburg, weil er handle es sich um den Ausdruck der Feststimmung der Berliner in einer geschlossenen Mitgliederversammlung der Sektion bekannt Bürgerschaft bei der Enthüllung des vom Reichstage fast einstimmig gemacht hat, daß ein Mitglied als Maschinist im Hafen arbeite und beschlossenen Nationaldenkmals für den Kaiser Wilhelm, eine daß man nun darüber beschließen müsse, ob man das Mitglied dem historische Persönlichkeit, die als verantwortlich für die Maßregeln Hauptvorstande des Verbandes zum Anschluß empfehlen wolle. der Regierung in seiner Regierungszeit nicht zu betrachten ist Der Ausschluß ist dann hinterdrein vom Hauptvorstande beschlossen ( Widerspruch), die aber den Traum der Deutschen, die Einigung des Deutschen Reichs, erfüllt und der Stadt Berlin zu ihrem heutigen Glanze mitverholfen habe.( Beifall, Unruhe und Schlußrufe.) Mit einer bloßen Stiftung werde den Gefühlen der Bürgerschaft nicht Rechnung getragen.( Lebhafter Widerspruch.) Die Summe fei relativ äußerst geringfügig; mit der Ablehnung würde Berlin blos dem Spott der Gegner anheim fallen.( Beifall und Widerspruch. Ueber die zur Kenntnißnahme vorgelegte Denkschrift des Ruf: Das allgemeine Ehrenzeichen!) Magistrats und über den Antrag Stadthagen wegen Ueber= Stadtv. Vogt herr: Wir hätten das Wort überhaupt nicht nahme von Zweigen der Ortspolizeiverwaltung und ergriffen, wenn der Vorredner nicht auf unsere frühere Erklärung der Feuerwehr in die städtische Verwaltung hat der nieder- indirekt bezug genommen hätte. Für uns ist die Sache abgethan, gesetzte Ausschuß in einer Sigung berathen und mit 5 gegen wir haben schon vor drei Wochen unsere Stellung klipp und 3 Stimmen folgenden Beschluß gefaßt: flar erklärt. Der Vorredner hätte Verständniß dafür haben müssen, worden. Das Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik veröffentlicht im 2. Heft des 10. Bandes einen von Prof. Dr. Ferdi nand Tönnies geschriebenen werthvollen Artikel über die Lage der Hamburger Hafenarbeiter und Seeleute vor dem Streit. " Die Berliner Neuesten Nachrichten" wissen, trotz der elf: wöchigen Dauer des Hamburger Streits, auch heute noch nicht, was für Leute an demselben eigentlich betheiligt waren. Sie sagen in der Nummer vom 10. Februar:" Jedermann, der aufmerksam den Dingen gefolgt ist, weiß, wer in dem Hamburger Streit der schuldige Theil ist. Die Stauer und Schauerleute verlangten höhere Löhne und legten, als die Rheder nicht ohne weiteres auf das Anfinnen eingehen wollten, die Arbeit nieder." Das bismärckische Blatt wird einsehen, daß es sich mit seiner Aufmerksamkeit" begraben lassen kann, wenn wir ihm hiermit befanntgeben, daß die Stauer nicht Arbeiter, sondern Unternehmer find. Nicht die Stauer, sondern deren Arbeiter streikten, weil die Stauer nicht auf die Forderungen der Arbeiter eingingen. Die Beutral Streiffommission der Hafenarbeiter Hamburge quittirt hiermit, daß sie von den Genossen in 3s chopau durch Max Spindler 30 M. empfangen hat. Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Beiträge ein: Lifte 5874, Bildhauerwerkstatt Weinrich, Boechstraße 4,50, Kommunales. nachmittags 5 Uhr. Stadtverordneten- Versammlung. Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 11. Februar, In die Schuldeputation ist ein neues Mitglied an Stelle des ausgeschiedenen Stadtv. Mommsen zu wählen. Gemeldet sind die Stadtvv. Bruns, Perls und Ulrich. Gewählt wird mit 54 Stimmen Stadtv. Ulrich; die Stadtvv. Per13 und Bruns erhalten je 14 Stimmen. Mit Rücksicht auf die bedauerliche Thatsache, daß der daß es für uns dabei fein Pattiren giebt. Er hat seine Rede mit größten Gemeinde des Staates seitens der Regierung in der Behauptung ausgeschmückt, die Zahl derjenigen, welche sich ganz Uebertragung der polizeilichen Funktionen ein so geringes besonders warm an dieser Feier betheiligen werden, reiche weit bis Entgegenkommen bewiesen wird und nicht einmal Gründe für in die Kreise unserer Wähler hinein. Ich glaube es gern, daß der die Verweigerung der Uebertragung wichtiger Polizeizweige mit- Borredner und seine Freunde das Bedürfniß haben, einen Theil getheilt werden, kann sich die Versammlung von weiteren dies- unserer Wählerschaft und unferer Parteigenossen in solchen bezüglichen Verhandlungen des Magistrats mit der Regierung Fällen, wo ihnen Publikum zur Staffage fehlen möchte, feinen Erfolg versprechen. Die Versammlung hält mit dem für sich zu reklamiren, um damit in jenen Kreisen Stimmung zu Magistrat an der Ueberzeugung fest, daß die Uebertragung der machen, von denen sie wissen, daß sie derartigen Feiern gegenüber polizeilichen Funktionen auf allen Gebieten, deren fühl sind bis ans Herz hinan. Unrichtig ist auch die Behauptung Sonstige Verwaltung der Stadtgemeinde obliegt, an die des Vorredners, daß die Beschlußfassung im Reichstage, welche zur Stadtgemeinde durchaus erforderlich ist, und weist darauf Errichtung des Denkmals führte, eine einstimmige gewesen sei. hin, daß eine solche Uebertragung seitens der Regierung selbst Selbstverständlich ist das nicht der Fall, denn gerade die Ver wiederholt, insbesondere bei Berathung des Polizeikoſtengesetzes in treter derjenigen Partei, welche heute im Deutschen Reiche die größte Aussicht gestellt ist. Bahl der Anhänger hinter sich hat, haben selbstverständlich zu den jenigen gehört, welche für derartige Dinge nicht ein Wort und nicht einen Groschen zu verlieren haben. Für uns versteht es sich von selbst, daß wir nicht blos nicht zu haben sind für die Form der Feierlichkeiten und die Geldausgaben nach dem Magistratsantrag, sondern daß wir uns auch nicht bereit erklären fönnen, die Verherrlichung einzelner Personen und Systeme in die Form von Wohlthätigkeitsakten zu fleiden, auch der neuen Form für eine alte Sache stehen wir ablehnend gegenüber. Die schwülstigen Worte des Vorredners sind ohne Einfluß auf uns, wir bleiben bei unserer Stellungnahme. Bugleich ersucht die Versammlung den Magistrat, in einer Dentschrift die rechtliche und verwaltungstechnische Seite dieser Frage tlarzustellen. Der Ausschußantrag gelangte nach belangloser Debatte zur Annahme. Ju Sachen des Antrags Schwalbe wegen der Errichtung öffentlicher Uhren schlägt der Ausschuß folgende Beschluß faffung vor: Den Magistrat in Gemäßheit des Beschlusses vom 21. Mai vorigen Jahres zu ersuchen, der Versammlung noch vor der dies: jährigen Etatsberathung eine Vorlage über die Einrichtung öffent licher zentralregulirter und selbständig kontrollirter Uhren in den äußeren Stadtheilen zugehen zu lassen. Michels- Adlershof 6,45. Liften von Tempel: 6515, 6501, 13, 12, 8, 9, 10, 14 55,35. Allgemeiner Arbeiter- und Arbeiterinnen- Berein Adlershof, amerit. Auttion 5.-. tfte 2110, Sirthe 8,70. Stockarbeiter Grünstraße, 9. Rate 5,80. Bronzewaaren fabrit Dette u. Co., 8. Rate 11,80. Leberarbeiter von Weiß u. Kündiger, 8. Rate 1,20. Lifte 1336, Leberwurft 1,50. Lifte 1048, Clara Bien 9,75. Metall arbeiter, Alte Jatobftr. 91 8,-. Johannes G., 9. Rate 38,25. Hausvogteiplay 4,- Personal der Buchdruckerei Liebheit u. Thteffen, 9. Rate 9,05. Listen durch Bohn: 4338, 42, 689, 688, 4839 24,30. Chirurgische Branche d. Seller auf Listen 1562, 68, 8658, 73, 5379, 81, 84, 88, 89, 90, 92, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 5400, 5403, 6918, Summa 128,75( darunter Kronleuchterfabrit Boding 5,50). Former und Gießereiarbeiter Bugte u. Go. intl. Tapezierer 2,-, 6. Rate 18,05. Tischleret Gofel, Admiralstraße 3,-. Tischlerei Gustav Stein 7,95. Metallwaarenfabrit Adalbertstr. 92 5,35. Lifte 4995, Becker 7,05. Müßenfabrit Sebaftianstr. 17, 5. Rate 21,15. Möbelfabrik von Wengler u. Mohrmann mit Ausschluß des Friedrichsbergers 8,80. Lampenfabrit Sch. G., 7. Rate 12,25. Pelzwerkstatt Burgstr. 29 12,90. Gürtlerwertstatt Kaufmann d. Grünhagen 5,05. Liste 6468, Lurusmöbelfabrit Schwarz, Dieffenbachstr. 33 7,50. Maschinenbauanstalt Rudolph u. Kühne, Pantstraße, troß alledem, 7. Rate 21,50. Tischlerei Often, Brunnen: straße 122 5,75. Bianofortefabrit Nieber u. Go., Aleranderstraße, 7. Rate 22,65. Möbelfabrit von Klug, Fruchtstraße, 9. Nate 80,-. Pappen und Treppengeländerfabrik von Lüttgen u. Bruns, Greifswalderstr. 38 11,- Liste 6666, Bildhauer Krippahle 5,20. Tischleret Stienis, Baruterftraße, außer Einem, 9. State( Darunter extra 1 m.) 5,95. Schneidemühle A. Haberer, Antlamerstr. 33, außer 1 Bandwurni, 7. Rate 8,10. 4 3ielbewußte Kollegen bet Häusler, Elfafferstr. 29, 5. Rate 3,50. Rothe Rotte, Berlin W. 7,05. Pianofabrit Schulz, Blumenstr. 70 10,50. MaitäferMastenball Baumschulenweg 1,80. Tischlerei Hegelmann, Haifenhaide 119, 8. Rate Mit der Bewilligung von 18 000 m. für drei mechanische 7,70. B. St. Beughofstraße, 9. Rate 15,50. Lifte 5935, Stocfabrit Girard 13, Feuerleitern für die Feuerwehr hat sich der Ausschuß Tischleret Dlm, 7. Rate 7,75. Lifte 6669, Bildhaueratelier Pr. Dochan 4,65. einverstanden erklärt unter der Bedingung, daß zunächst eine Probegifte 6116 v. Babel 3,95. Lifte 500, Tischleret Gebr. Lüdte, Brigerstr. 8 11,35. leiter angefertigt und vorgeführt werde und daß erst nach einem Buchdruckerei Emil Billig Nachf., 7. Rate 9,80. Liste 7001, 7002, Basmesser günstigen Ergebnisse der Probe die Bestellung der übrigen beiden fabrit der Englischen Gasanstalt 39,40. Lifte 6106 9,50 und 6105 Telephonbau= Anstalt 6. Lorenz, Prinzessinnenstraße. Personal Buch Leitern erfolgen solle. Gleichzeitig mit der Bewilligung soll der bruckerei St. Boll, 7. Rate 10,35. Arbeiter Don Schuster u. Baer, Magistrat ersucht werden, bei den Verhandlungen über die neue 7. Rate 82, Tischlerei Rödel, Oranienstraße 187, 4. Rate 4,75. Liste 7095 durch S. 31,- Lifte 6455 Götte 10,70. Tischleret Kraft, Brandenburgstraße 24 7,40. Baupolizei- Ordnung dahin zu wirken, daß im§ 37 derselben die Möbeltischlerei Bach u. Copig, Königsbergerstr. 30, 5. Rate 5,35. Lifte 6875 Bestimmung getroffen werde, daß der Fußboden des obersten GeEteinbildhauer vom Dombau 8,80. Tischlerei Brunzlow, Neue Königstraße, schosses nicht 17,50 Meter, sondern 19 Meter über dem Bürgersteige 9. Mate 9,05. Tischleret Baute, Krautstraße 52 mit Pechmann 5,05. Liste 6388 Echloffer bet Frante 7,25. Schriftgießerei und Messinglinienfabrit H. Berthold, bezw. dem Hofe liegen dürfe. 24,-, Referent Stadtv. Schwalbe nimmt u. a. auch auf den vom Magistrat im Ausschuß gemachten Einwand Bezug, daß die ungünstige Finanzlage der Stadt das Eingehen auf die Sache verbiete, und ersucht die Versammlung, gleichwohl auf den Antrag einzugehen, da es sich um höchstens 20 000 m. handeln könne. Der Ausschußantrag wird nach einer kurzen Bemerkung des Stadtraths Voigt angenommen. 10. Rate 83,15. Tischleret Hohenfee, Lichtenbergerstraße 5 5,55. Möbeltischlerei Ohne Debatte beschließt die Versammlung dem Ausschußantrage Gebr. Geisler und Buditer 12,45. Liften 706, 708 durch Ch. Bohn 4,95. Life gemäß. 6470 12,50. Personal der Buchdruckerei Julius Sittenfeld, 11. Rate 58,10. Echmargendorfer Genoffen durch. 6,50. Line 1396 von Piehl 0,90. Maschinen- Der Magistratsantrag auf Erhöhung der Fuhrkosten- Entschädigung arbeit er Möbelfabrit P. Gyan, Rüdersdorferstraße 26, 7. Rate 10,55. Lifte 6467 des Stadt- Bauinspektors Spalla von 600 auf 1000 m. wird auf Tischleret Klempau, Wrangelstraße 12,35. Lifte 7098 Höhne, Drechsler 3,40. R. Antrag Schwalbe abgelehnt. Listen 2083 2,-, 2082 3,50 Wagner. Arbeiter W. 1, J. R. 1,-. L. W. 1,-. BadewannenOberbürgermeister 3elle: Gegen die eben gehörten Worte will ich nichts sagen, weil es, wie der Vorredner selbst meinte, ganz vergeblich sein würde. Ju Uebereinstimmung mit allen Magistratsmitgliedern bitte ich Sie dringend um Annahme der Vorlage. Bei den Ausschußverhandlungen wird der Magistrat sehr gern auf etwaige Erinnerungen eingehen, aber er bittet dringend, die Hauptfache festzuhalten. Charlottenburg und andere Städte schmücken an diesem Tage aus. Für uns als Reichshauptstadt scheint es doch bei einem nationalen Feste des ganzen Reiches eine gewisse Verpflichtung zu sein, wenn wir unser Haus festlich gestalten.( Beifall.) Wir empfehlen Ihnen nochmals unsere Vorschläge.( Beifall.) Stadtv. Mommsen unterstützt den Antrag auf Ausschußberathung. Nachdem Stadtv. Cassel unter großer Unruhe der Versamm lung eine Erwiderung gegen die Ausführungen Vogtherr's versucht hat, schließt die erste Berathung. Die Verweisung an einen Ausschuß wird beschlossen. Der Ausschuß wird vom Vorstande sofort ernannt; Mitglieder der sozialdemokratischen Fraktion gehören demselben nicht an. Nach einer weiteren Magistratsvorlage soll die Versammlung darein willigen, daß die Firma Siemens u. Halske gegen Zahlung eines Pauschales von 20 000 m. den bisherigen städtischen Kohlenplay Vor dem Stralauer Thor 40/41, zum Bau der elektrischen Hochbahn und die auf dem Play befindlichen Objekte die Zentesimalwaage, den Brunnen und das Komptoirgebäude zum Eigenthum der Leiftenfabrit E. Stieghahn, Waldemarstraße 14, 7. Rate 11,70. Schrift: Als dringliche Vorlage theilt der Magistrat die Beschlüsse überwiesen erhält. gießeret und Meſſinglintenfabiit W. Wöllmer, 9. Rate 75,50. Schriftgießerei der gemischten Deputation zur Vorbereitung der Hundertja hr Stadtv. Borgmann beantragt Ausschußberathung der VorReimann 3,-. Rothe Goldschmiede bei Schnelle, 7. Rate 10,-. Buchdruckerei feier des Geburtstages Kaiser Wilhelms I mit. lage. Am liebsten hätte er sie sofort abgelehnt, denn es scheint ihm, Paß u. Garleb, 7. Rate 12,25. Tischleret Gärtner 3,20. Liste 7096 Perlmutter waarenfabrit von Silberblatt 10,--. tfte 4457 Julius Schröder, Maler 4,-. Liste 1. Danach wird von einem allgemeinen Kirchgange daß die Stadt dabei von der Firma gerade so übers Ohr 6988 Möbelfabrit von Mauff, Naunynstraße 8,75. Pianofabrit A. Wöhler, der Schüler Abstand genommen, dagegen sollen die gebauen werde, wie beim Bau der elektrischen Hochbahn selbst. Landsbergerstraße 16, 6. Rate 12,25. Buchdruckerei E. S. Mittler u. Sohn, Schulkinder auf den Festgottesdienst am 21. März auf-( Der Vorsteher bittet unter Heiterkeit der Versammlung, 9. Rate 48,50. Lifte 6671 Arbetter von Voigts u. Ko., Alte Jakobstraße 18-19 8,70. Berliner und Braunschweiger Monteure in Arlof, 2. Rate 18,40. Stfte 5846 merksam gemacht und ihnen der Besuch empfohlen werden. Am doch solche unehrdeutigen Ausdrücke nicht zu gebrauchen.) Die Tischlerei Werth, Gleditschstraße 26 10,-. Lifte 909 26,60. Tischlerei von Schulz, 22. März sollen in allen städtischen Schulen angemessene Sache müsse jedenfalls so gründlich wie möglich geprüft werden und Boppstraße 5,50. Maschinenfabrit Beling u. Lübte, 10. Rate 6,-. Buchdruckerei Schulfeiern stattfinden und die bei Herrn Direktor Gerstenberg das gehe nur in einem Ausschuß. Rofenthal u. Ko. 7,10. Theaterverein Tata- Toto 4,-. Lifte 4809 10,45, 3039 4, in Auftrag gegebene Festschrift zur Vertheilung gelangen. Graveure und 8tfeleure. Lederfabrit Salomon burch. 8,10. fabrit E. Schiegniz, 8. Rate, Stalizerstraße Nr. 10 7,- Listen 6464, 2. Die Einwohnerschaft Berlins soll durch die Zeitungen und vont Spiegelrahmen- Fabrit Mester, Manteuffelstraße 17,80. Bier Säulenanschlag zum Flaggen und Illuminiren aufgefordert werden. Tischler der Wertstatt unger, Königsbergerstraße 7 2,-. Gürtler und Dreher von Calm u. Bender, Gitfchinerftr. 64, 7. State 11,10. Zischlerei Fähndrich, Schön- Sämmtliche städtischen Gebäude werden geschmückt und illuminirt hauser Allee 141, 5. Rate 5, Buchbinderet von Mar Bading, 11. Rate 10,-. werden. Hilfsarbeiter der Buchdruckerei Mar Bading, 6. Rate 10,-. Liste 1683 4,-. 1591 3,75. 1592 0,70. Von den Statern, Tischlerei Bülow, Grimmstraße, 4,95. Blumenverkauf beim Turnverein Fichte", Moabit, d. Peper 3,30. Auf Listen 4. Am 22. März Morgenmusik vom Thurm bezw. Balkon des des Provinzial- Schulkollegiums, der weniger durch seinen Inhalt, von Gräschte 864, 1929, 4389, 4891, 4392, 4394, 5, 6, 7, 8, 4406, 4407, 5425, 5426, Rathhauses. 187,05.( Darunter elettrische Abtheilung 2. Löwe 37,55. Deutsche Waffenfabrit 41,35. Gießerei von Freund 19,90. Weftphal u. Reinhold, Thurmstraße( 3 Ausnahmen) 6,35. Grove'sche Fabrit, Martinickenfelde, 16,15.) Neues Asyl 1, 6. Festspeisungen in den städtischen Hofpitälern, Waisenhäusern Ueberschuß der verkrachten Gewerbe- Ausstellung( Charlottenburg) 4,-. Madter u. f. w. Sperling 3,40. Zapezirerwertstatt Flatow u. Priemer 12,50. Martgrafenftr. 98 7. Der Unterricht in den Fach- und Fortbildungsschulen am 2,60. Samula Rifta, Mastenball der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche branche b. G. stoopmann 6,40. Buchdruckerei Häbringer 20,60. Von Luiofiud 21. März soll nicht ausfallen, jedenfalls sollen die lettionsplan. Luxemburg, 3. Rate 100,- 2. R., Franzöſiſchestr. 14 und 18, 5,70. Tischleret mäßigen Stunden am 21. und 22. März den Lehrern honorirt Bötschte, 1. Rate 4,20. Hoch die Solidarität aus Staßfurt 35,- Neuhaldens werden. lebener Glaceehandschuhmacher, 4. Rate( darunter. 1,-) 12,75. Unverbesser liche Rothe der Brauerei Pichelsdorf 18,30. Seidingsfeld bet Spandau, 6. Rate. 8. Ausfall des Schulunterrichts am 22. März; ob auch am 28., hat das Provinzial- Schultollegium am 7. Januar d. J., also Weißger ber d... 11,60. Wertestheilung Star Bading, 10. Rate 10,50. darüber wird ein Kultusministerialerlaß erwartet. 6463 3. Sonntag 21. März Festakt im Rathhause. 5. Festschrift. Die Versammlung verweist nach dem Antrag Borgmann die Vorlage in einen Ausschuß von zehn Mitgliedern. Schluß 7 Uhr. * Ju Sachen der jüdischen Lehrkräfte an den städtischen Gemeindeschulen veröffentlicht die Berl. 3tg." einen neuen utas als durch seine urpreußische Schneidigkeit in die Augen fällt. Es wird noch lebhaft in Erinnerung sein, daß vor etwa Jahresfrist die Regierung dem Magistrat befahl, den jüdischen Lehrkräften kein Ordinariat zu ertheilen in einer Klasse, in der sich keine oder nur ganz wenige jüdische Kinder befinden, und ferner dafür zu sorgen, daß die jüdischen Lehrerinnen mindestens in 12 Religionss stunden ihres Glaubens unterrichten. Auf eine am 6. März vom Magiftrat eingereichte Beschwerde gegen diesen Befehl nach Berlauf von 10 Monaten, zunächst geantwortet, daß es dem of = ein errn Minister nicht nothwendig erscheine, dem Magistrat einen des Bezirkes und ein Apotheker und nehmen, nachdem die Laden- 1 Geflügeldiebe sind jetzt im Nordosten Berlins, sowie in den besonderen Bescheid zu ertheilen, da die Angelegenheit durch seine thüren geschlossen waren, eine strenge Durchsuchung aller Geschäfts- nordöstlichen Vororten auffallend eifrig an der Arbeit. Zahlreiche frühere Entscheidung definitiv erledigt sei. Dann wird noch bemerkt: räume, felbft der Privatwohnungen nach sogen. verbotenen Sachen Meldungen von Diebstählen sind bei der Polizei eingegangen. Der bei Anstellung jüdischer Lehrkräfte von uns in jedem einzelnen vor. Die Droguisten, die gewiß teine Ahnung davon haben, daß Falle geforderte Nachweis der Qualifikation wird so lange fiftirt, Sozialdemokraten sogar aus Ursachen behaussucht werden, die das Drechslers Wilhelm Grube aus der Waßmannstr. 28 Veranlassung. Bu polizeilichen Nachforschungen giebt der Selbstmord des bis eine Instanz geschaffen ist, an welcher die verlangte Befähigung Gemeinwohl in keiner Weise angehen, wollen eine Protestversamm- Die Leiche wurde um etwa 6 Uhr morgens im Thiergarten aufgeprüft werden kann. Es schweben dieferhalb bereits Verhandlungen. lung einberufen. Sobald dieselben zu dem entsprechenden Abschluß gelangt sind, wird gefunden; Geld und Werthfachen waren nicht vorhanden. Wie nun dem Magistrat weitere Mittheilung zugehen." Dann wird vom Ein Hauswirth besitzt in Berlin und in Hamburg so viele die frühere Braut mittheilt, ist Grube im Besitz einer schweren Provinzial- Schulkollegium in der Sache ein Pflock zurück gesteckt und Häuser, daß er im ganzen über nicht weniger als 1400 Miether goldenen Uhr gewesen, die er zu Hause nicht zurückgelaffen hatte. dem Magistrat bedeutet, daß er irre, wenn er annimmt, wir hätten schaltet und waltet. In dem von ihm selbst bewohnten Hause in Es handelt sich nun um den Verbleib dieses Werthstückes. Entweder die Absicht, der Anstellung einer neuen jüdischen Lehrkraft fo der Holzmarktstraße hatte er an Prostituirte vermiethet, und die hat Grube die Uhr vor seinem Ende verkauft, oder die Leiche ist lange die Bestätigung zu verfagen, bis sämmtliche jüdischen Polizei leitete daher eine Strafverfolgung wegen Strafverfolgung wegen Ruppelei beraubt worden. Lehrkräfte unter allen Umständen mit je 12 Mit seinem Taschenmesser stach sich der Handlungsdiener gegen den Mann ein. Bei Einsicht der gerichtlichen UnterStunden Religionsunterricht herangezogen seien". Und weiter wird bemerkt: fuchungsakten stellte der Vertheidiger des Hausbesizers fest, daß Jürgen 3 in einer Gastwirthschaft in der Gollnowstraße in die Was die Uebertragung eines Klassenordinariats an einen jüdischen neben der protokollirten Aussage einer in der Sache vernommenen Brust, nachdem er vorher dem Wirth erklärt hatte, daß er seine Lehrer oder eine jüdische Lehrerin anlangt, so mag es mit Rücksicht 3 Zeugin Vermerk befand, ungefähr Beche nicht bezahlen könne. Der Verwundete, der nicht lebensgefährlich auf die Schwierigkeiten, welche der Semesteranfang bezüglich der des Inhalts: Das betreffende Haus sei eines der berüchtigsten verletzt ist, wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Zahl der erforderlichen Klassen und deren Zusammensetzung mit sich Häuser: der Besitzer müsse das auch wissen, denn er habe seinen Er war längere Zeit stellungslos. bringt, genügen, wenn uns die Schul- Deputation von den durch denen er ihm Prozente zahle. Wenn ihm dann einmal das darüber Erfundigungen eingezogen worden, ob die genannten BäckerVerwalter beauftragt, möglichst hohe Miethen zu erzielen, von Von der Polizei sind dieser Tage bei hiesigen Bäckermeistern Wohldieselbe in dieser Beziehung getroffenen Einrichtungen Anzeige macht. Wir werden dann darüber zu befinden haben, ob bei der effer an der Kehle size, dann sei er schlau genug und wahr meister ihr Mehl direkt von der Mühle oder durch Zwischenhändler getroffenen Wahl die Forderungen des Herrn Ministers erfüllt sind scheinlich von seinem Schwiegersohn, dem Rechtsanwalt instruirt, beziehen. Die Gründe hierfür sind bisher nicht bekannt. Vielleicht und, falls das nicht der Fall sein sollte, eventuell eine andere Wahl um die Schuld auf den Verwalter zu schieben und diesen zu entlassen. handelt es sich, wie die" Bolls- 3tg." meint, darum, ob auf den herbeizuführen haben." Der Musterhauswirth wurde freigesprochen, weil der unter Anklage Schlußscheinen die vorgeschriebenen Stempel verwendet sind. Die Berl. 3tg." beklagt sich über den Zon des Schreibens, gestellte Vorgang sich gerade zu einer Zeit abgespielt hatte, als der Bielleicht handelt es sich auch wieder um ein„ kleines Mittel" für wie über die Maßregel an sich, die den jüdischen Lehrkräften das Angeklagte sich von seinen anstrengenden Pflichten auf einer Reise die Agrarier. Leben sauer mache und ihnen die Berufsfreudigkeit raube. Mit erholte. Unter den Berliner Hauswirthen, die bekanntlich alle Die Leiche eines Kindes ist unter Lumpen aufgefunden recht. Aber der Magistrat ist doch an eine solche Behandlung ge- Augenblicke nach schwarzen Listen für die Miether schreien, soll die worden. Als in dem Produktengeschäft von 2. in der Krautstraße wöhnt, und er verdient sie auch gewissermaßen. Denn wie kann gewiß nicht besonders unzutreffende Charakterisirung, die dem Mittwoch die von den Sammlern abgelieferten Abfälle aller Art man einer Behörde imponiren, wenn man es bei einer derartigen schmutzigen Gewerbe des Ehrenmannes von amtlicher Stelle zu theil auseinandergelesen wurden, kam dabei die kleine Leiche zum VorBethätigung reaktionärer Prinzipien noch fertig bringt, z. B. für geworden ist, sehr böses Blut erregt haben. schein, die dann an die Polizei abgegeben wurde. Das Alter läßt die Kirche mit der weggemeißelten Kameelsinschrift 300 000 M. und Die Berliner Handwirthe wollen spendabel werden. Ein sich von einem Laien nicht genau bestimmen. neuerdings für die am 22. März stattfindende Verherrlichung eben- Berichterstatter weiß die komische Mähr zu melden, daß diese Leute, falls etliche Hunderttausende zu verlangen? Von einem Schadenfener wurde gestern früh das Damenbei denen man sich wegen eines lumpigen Eisenrostes meist die mäntel- Geschäft von Weinstein it. Landauer, Kurstr. 47/48, betroffen. Sohlen ablaufen muß, am 22. März ihren Miethern unentgeltlich Früh um 7/2 Uhr wurde der Brand bemerkt und die Feuerwehr Lokales.) yod ab wohl am Rande, daß die derart bedrohten Miether, soweit sie aus in Flammen und erst nach einstündiger Löschungsarbeit war man Lichte zur Illumination schenken wollen. Es versteht sich benachrichtigt. Das zweite Stockwerk des großen Geschäftshauses stand Achtung, 3. Wahlkreis. Große Voltsversammlung Arbeitern bestehen, ihren Wirthen höflich, aber entschieden die Thür des Feuers Herr. Die Entstehung des Brandes wird auf einen heute, abends 8 Uhr, im totale Sanssouci, Rottbuserstr. 4a. weifen, schon um der Gefahr zu entgehen, daß aus einem solchen schadhaften Kachelofen zurückgeführt. Der Betrieb des Geschäfts ist Reichstags Abgeordneter Bebel spricht über:" Die gegen Geschenk eine Miethssteigerung hergeleitet werden könnte. nicht gestört. Am Mittwoch Abend brannte es in der Bergschloßwärtige wirtschaftliche und politische age." Auch der Arbeiterschaft Berlins dürfte sich Gelegenheit Brauerei, Hafenhaide 108. Ein Schuppen stand in der achten Freie Diskussion. Um zahlreiches Erscheinen ersucht die Berbieten, den 22. März festlich zu begehen. Allerdings nicht in diesem, Stunde in Flammen, das Feuer blieb auf seinen Herd beschränkt. trauensperson. sondern erst im nächsten Jahre. Am 22. März 1898 sind es 50 Jahre Unglücksfälle im Straßenverkehr. Am Mittwoch Vormittag Einen Aufruf zur Errichtung eines Denkmals für die her, daß die Beerdigung der Märzgefallenen erfolgte, jener erhabene fiel der hier zum Besuch weilende Böttchermeister Heinrich Jeschke Märzgefallenen finden unsere Leser im Anzeigentheil unseres Borgang, den Freiligrath in dem bekannten Gedicht Die Todten an aus Meseritz vor dem Hause Badstr. 21 infolge der Glätte hin und Blattes abgedruckt. Wie die Unterschriften des Aufrufs und auch die Lebendigen" erhebend schildert. brach das Knöchelgelenk des linken Fußes. Er wurde von seinem sein Inhalt lehren, geht der Gedanke, zur Erinnerung an den größten Ehren- und Ruhmestag des Zur Naturgeschichte der Ehrenjungfrauen. In der„ Deutschen Bruder nach der Charitee gebracht. Beim Ueberschreiten des preußischen Volkes ein Tageszeitung" lesen wir:" Im Festzuge der Centenarfeier werden Dammes vor dem Hause Elfafferstr. 78 glitt vormittags die 65 Jahre Monument zu stiften, nicht von proletarischer, sondern von bürger- weißgekleidete Ghrenjungfrauen in großer Zahl vertreten sein. Um alte Arbeiterfrau Bauline Schütte auf den Pferdebahnschienen aus licher Seite aus. Die sozialdemokratische Arbeiterschaft Berlins eine möglichst große Ginheitlichkeit in der Gewandung herbeizuführen, und erlitt beim Fallen einen Bruch des linten Unterschenkels. mag sich wundern, daß die Anregung von daher kommt, hat eine hiesige Firma dem Festtomitee 1000 Meter weißen Atlas Durch Schneemassen, die infolge des Thauwetters von den Dächern 200 doch offenkundig ist, daß seit fast einem Menschen- unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Seit Bekanntwerden dieser herabstürzten, wurde in der Brunnenstraße an der Ecke der Antlameralter die Ehrung der Freiheitskämpfer am 18. März Thatsache sollen die Meldungen um die Ehrenjungstraße die Kassirerin Minna Steinicke geb. Veiß, und Potsdamereines jeden Jahres faft ausschließlich vom Proletariat vollzogen fra uschaft sehr zugenommen haben, zumal immer noch traße 140 die unverehelichte Agnes Wagner getroffen und am Kopfe wurde. Aber dies foll, wie wir meinen, kein Grund für uns sein, mit der Hoffnung gerechnet wird, daß sich noch eine zweite Firma verlegt. Gestern Nacht um 11 Uhr fuhr vor dem Hause Münzbem Denkmalsausschuß in die Arme zu fallen. Kommt eine ge- finden möge, die die Atlaskostüme auf ihre Kosten anfertigen läßt." straße 3 ein Pferdebahnwagen von hinten derartig gegen einen Kremfer nügende Summe zusammen: gut; gehen die Beiträge, was bei der Welch ein Idealismus steckt doch in so einer preußisch- deutschen an, daß das ganze Berdeck abbrach. Glücklicherweise wurden die Mengstlichkeit, mit der sich das servil gewordene Bürgerthum an Ehrenjungfrau! aus mehreren Herren bestehenden Insassen nicht verlegt, auch ist 1848 erinnert, wohl sicher zu erwarten, zu ungenügend ein, um ihren feine Störung des Verkehrs eingetreten. Zweck zu erfüllen nun, so wird das Proletariat sich dadurch von Eifer betrieben. Jetzt macht man sich sogar an die Droschten Aus den Nachbarorten. Die Verfrommung Berlins wird mit ungeschwächtem feiner Berehrung der Märzgefallenen auch nicht abhalten laffen. Wir theilen noch mit, daß unsere Expedition etwa für den kutscher. Fuhr da gestern eine ältere Dame mit einer Droschke In Weißenfee steht das Lokal Albrecht's Hof" der Arbeitervon Geschäft zu Geſchäft. Als sie aus dem ersten Laden zurückkam, Denkmalszweck eingehende Gelder entgegennehmen und an die im fab sie den Stutscher eifrig im„ Vorwärts" lesen. Traurig schüttelte schaft nicht mehr zur Verfügung. Man wolle diese Mittheilung sie das Haupt. Beim zweiten Geschäft mußte sie dieselbe Wahr- streng beachten. Das Lokal von Hähling, Langhansstr. 106, ist für Ueber die Verwendung von 160 000 m., die anläßlich der nehmung machen. Weiter las der Kutscher im Vorwärts". Und Versammlungen frei. Die Lokalkommission von Weißensee. Bentenarfeier ausgeworfen werden sollen, bestanden in der gestrigen wieder schüttelte sie das Haupt, wehmüthiger noch als vordem. Als Stadtverordneten- Versammlung Meinungsverschiedenheiten. Sollte sie aus dem dritten Laden tam, fing sie an zu reden, salbungshhie... liberale Mehrheit nicht dahin einigen können, daß die voll und mit butterweicher Stimme. Es war eine BußSumme, wenn sie denn einmal bei der Gelegenheit aus dem Stadt predigt, die sich hören laffen konnte. Aber der Kutscher fäckel genommen werden muß, den Fonds für das Denkmal zuge- blieb verstockt, mit Gründen er gegen ihren Wort wiesen werde, das von bürgerlicher Seite den Märsgefallenen schwall und mit Erfahrungssägen. Da hieß sie ihn nach errichtet werden soll? Es ist ja manchem Berliner noch in Er der nächsten Buchhandlung fahren. Schon nach wenigen Minuten innerung, daß Wilhelm I. gerade mit den Ereignissen jener Tage in tam fie mit einem Büchelchen zurück, schenkte es dem Kutscher und lebhafter Beziehung stand. meinte, er solle es nur aufmerksam lesen, und wenn er dann die Wirkung spüre, feinen Prediger fragen. Der werde ihm schon über alles Bescheid sagen. Der Kutscher hat das kleine Buch nicht dem Pastor, sondern uns gebracht. Es ist von Emil Frommel, dem verstorbenen Hofprediger, und führt den Titel: Aus dem untersten Stockwert." Wir nannten dem Ueberbringer die Adresse eines Antiquars. So komme er wenigstens zu einem Trinkgelde. Aufruf angegebene Sammelstelle abliefern wird. fonnte. verdienen. " vortrages, welchen Herr Dr. med. Kroneder am Freitag, den 12. d. M., Reisebilder aus Hinter Indien ist der Titel des Projektionsabends 8 Uhr, in der Urania in der Invalidenstraße zum ersten Male halten wird. " dior s Der Ober Feuerwehrmann Krüger von der Schöneberger Berufsfeuerwehr hat sich beim Löschen eines Brandes im Hause Mogstr. 89 dadurch schwer verlegt, daß ihm beim Einschlagen einer Fensterscheibe der Puls durchschnitten wurde. Er wurde ins Elisabeth. Krankenhaus gebracht. Indep Zünstlerische Kueipwirthe. Die Flaschenbierhandel treibenden Brauereien will auch die Gastwirthsinnung des Teltower Kreises nach Möglichkeit zu boykottiren suchen. In der letzten Jnnungsversammlung wurden die Schleuderpreise", die durch das gegen. seitige Unterbieten diefer Brauereien entstanden sind, lebhaft bedauert und allen Junungsmitgliedern empfohlen, die Verbindung mit diesen Brauereien abzubrechen. . " Gerichts- Beifung. Im Kampfe gegen die Prügelpädagogik. Ein Familienvater schreibt uns: Als Vater von acht lebenden Kindern, von denen momentan vier die Gemeindeschule besuchen, habe ich bei der SchulDeputation bis jetzt acht Klagen über Mißhandlung meiner Kinder eingereicht. Der Erfolg war stets der gleiche: Der Rektor stellt dem Lehrer das Zeugniß eines energischen aber tüchtigen Pädagogen aus( streng aber gerecht) und die obere Behörde verspricht Abhilfe, beren Resultat gleich null ist. Zwei Beispiele zur Illustration. Mein Sohn, Elementen zusammengefügtes Stück gegeben. Es heißt gerade nicht gangen durch die Presse, standen am Donnerstag die Genoffen Im Feenpalast wird zur Zeit ein aus recht widerfirebenden Wegen Beleidigung oberschlesischer Polizeibeamten, bes Schüler der ersten Klaffe, mit besten Zensuren über fittliches Befehr originell Eine tolle Nacht"; seinen Inhalt bilden die Aben Biniczkiewicz und Morawski vor der 2. Straftammer am tragen und Religion, wird von dem Lehrer nach dem Namen der teuer, die ein Pantoffelheld in Gemeinschaft mit seinem Miethsherrn Landgericht I. Ersterer als verantwortlicher Redakteur unferes vier Hauptflüsse Asiens gefragt. Das Unglück wollte, daß er in der erlebt. Diefer wird in einem Walde, der wahrscheinlich den Thier polnischen Bartetorgans Gazetta Robotnicza", letterer als anlegten Geographiestunde gefehlt hatte und daher nicht antworten garten vorstellen soll, von einem obdachlosen Mädchen um Untereinem Rohrstock derart, daß Rücken und Gesäß mit blutunterlaufenen auf sein Zimmer. Hier giebt es wegen des Mädchens zwischen der von Uebergriffen berichtet Der Lehrer legt ihn über die Bank und prügelt ihn mit funft gebeten, und der mitleidige Jüngling führt die Arme auch geblicher Verfasser eines Artikels in Nr. 29 des genannten Blattes, in dem aus Beuthen( Ober- Schl.) mehrere Fälle Striemen bedeckt sind. Damit dem Prügler die Arbeit erleichtert eifersüchtigen Gattin und dem Hausherrn eine tolle Szene, die den Polizeiorgane angeblich haben zu Schulden kommen lassen. berichtet worden, bie sich oberschlesische werbe, müffen zwei Schüler den Knaben an Kopf und Füßen fest mitleidigen Jüngling faft zur Verzweiflung bringt. Schließlich endet Der Darstellung halten. Ich fandte der zuständigen Behörde eine mit einem ärat aber alles im guten; die Ehegatten versöhnen sich und der Jüng: Sat: so ist die Thätigkeit und der Dienst der schlesischen Polizei; der bezüglichen Thatsachen folgte ber lichen Attest versehene Beschwerde zu; sie vermochte nicht, irgend ling, den im Feenpalast ein ansehnliches Embonpoint zierte, macht daß sie nicht ein Pfund zusammengeballter Haare werth ist, wird einen Grund zur Rechtfertigung des Lehrers anzuführen; der Herr der Obdachlosen in aller Ehrbarkeit einen Heirathsantrag. Das jeder zugeben." Die Angeklagten und der gerichtliche Dolmetscher mußte den Vorwurf, daß er rein aus Lust am Prügeln die Exekution Stück wurde sehr flott gespielt. Außer an dieser Poffe erfreut sich stimmen schließlich darin überein, daß diese Uebersetzung die wört vollzogen habe, auf sich sitzen lassen. das Publikum an den Leistungen einiger Spezialitäten", unter fiche ist, nachdem der Dolmetscher anfangs seiner Meinung nach denen die Luftkünstler Emmy Gomez und Arra, sowie das Koftüm finngemäß übersetzt hatte: das sie nicht ein Pfund Lumpen sängerpaar Anna und Bruno Böhrer lobend genannt zu werden werth ist." Die Angeklagten behaupten, daß sich die unter Anklage stehende Aeußerung nicht auf die Polizei, sondern auf beide Deutungen für zulässig. Bei der Haussuchung in den Rederen Dienst und Thätigkeit beziehen soll. Der Dolmetscher hält daktionsräumen war der Polizei ein Zettel mit den von Morawski geschriebenen Anfangsfähen des Artikels in die Hände gerathen, auf grund dessen fie Morawski für den Verfasser hielt. M. erklärt jedoch diesen Zettel für den Anfang einer Abschrift der aus Beuthen eingegangenen Korrespondenz. Die Angeklagten bieten den Wahrhe beweis für die im Artikel behaupteten Thatsache an, der jedoch vom Gerichtshof nach sehr langer Berathung als unerheblich abgelehnt wird. Der Staatsanwalt hält Morawski für den Verfasser des Artikels und den spiritus rector der Gazetta Robotnicza" und beantragt gegen denselben eine Gefängnißstrafe von drei Monaten, gegen Ein Mann, der sein Publikum zu nehmen weiß. Berhaftet Biniczkiewicz eine solche von sechs Wochen. Der Gerichtshof wurde in einem theuern Gasthofe der Friedrichstraße ein Hochstapler hielt nicht für erwiesen, daß Morawski der Verfasser sei, er habe in Offiziersuniform. Vor etwa drei Wochen stieg dort ein wohl aber bei Herstellung und Verbreitung der Zeitung mitgewirkt etwa 22 Jahre alter Herr ab, der sich in das Fremdenbuch als und mußte deshalb als Mitthäter gelten. Ob die beleidigende Lieutenant Prager vom 6. Artillerie- Regiment aus Breslau eintrug Aeußerung sich auf die Polizeibeamten oder auf deren Dienst bes und angab, er habe einen zweijährigen Urlaub und fomme über ziehen solle, sei gleichgiltig. Da die Angeklagten von der Wahrheit In der Nationalgallerie sind die Säle im Obergeschoß jezt London von Johannesburg. Das Ende des Urlaubs wolle er in der behaupteten Thatsachen überzeugt waren, wurde nicht auf Gewieder geöffnet. Dort hängen jegt wesentlich Kriegsbilder. Die Berlin abwarten, wohin in 11 Tagen auch sein Vater, der Stadt fängniß, sondern nur auf Geldstrafe erkannt, und zwar gegen werthvollen Gemälde, die früher oben waren, find nach den unteren rath Prager aus Breslau, tommen werde. Wie in ähnlichen Biniczkiewicz 150 M., gegen Morawati mit Rücksicht auf seine Räumen gebracht worden. Bei der Neuaufstellung wird grundsäylich Fällen, so war auch hier wieder die Erfahrung zu machen, daß der Borstrafen 300 M. und Publikationsbefugniß für den Regierungsjede Wand nur durch eine verhältnißmäßig kleine Zahl von Bildern bunte Rock in Verbindung mit schneidigem Auftreten genügte, um präsidenten von Oppeln. geschmückt, während sich bisher in den Kabinets auf einer Seite oft alle Bedenken, die etwa noch gegen den Herrn Lieutenant ob 10-15 Bilder bis oben hin drängten. Natürlich wird hierdurch walteten, aus der Welt zu schaffen. Der fremde" Offizier" wurde Sonntagsruhe sollte der technische Leiter des Zentralhotels, Die Bestimmungen der Gewerbe Ordnung über die die Gallerie außerordentlich gewinnen. Die Werke von Adolf Menzel sogar zur Feier des kaiserlichen Geburtstages in einem hiesigen Sonntagsruhe sollte der technische Leiter des Beutralhotels, follen in einem besonderen Kabinet vereinigt werden. Aus dem Offizierskasino hinzugezogen. Der Mensch, dessen Persönlichkeit noch Herr Otto, dadurch verletzt haben, daß er Frauen am Sonntag Stulpturensaal und der Querhalle find neuerdings 2 Werke, die nicht festgestellt ist, hat natürlich eine große Anzahl von Ge- Bormittag bis 1/210 Uhr mit dem Reinigen, Plätten, Rollen und Gaftlichkeit von Bläfer und die Raphaelfigur von Hähnel, nach dem schäftsleuten um beträchtliche Geldsummen geprellt. Es ist ja Brauch, egen von Hotelwäsche beschäftigte. Nachdem er vom Schöffen Gingangs- Vestibul geschafft worden, wo sie nun die Eintretenden daß bürgerliche Kreise, die dem Arbeiter nicht die Margarine auf gericht und vom Landgericht freigesprochen worden war, legte die auf beiden Seiten begrüßen. Auch die Prometheusgruppe soll einen dem Schwarzbrot gönnen, vor dem Offiziersrod unbesehen die Staatsanwaltschaft noch beim Rammergericht Revision ein. Der Oberstaatsanwalt beantragte aber selbst die Freisprechung, worauf anderen Platz( im Mittelraum) erhalten. tiefften Referenzen machen. Dot am 11. Februar der Straffenat des Revisionsgerichtes demgemäß unter folgender Begründung erkannte: Da der Betrieb der Waschanstalt des Zentralhotels, ohne einen besonderen Gewerbezweig zu bilden, in den alleinigen Dienst des Hotelbetriebes gestellt worden sei, sei er ein untrennbarer Bestandtheil desselben Der zweite Fall datirt aus dem verflossenen Jahre. Zwei meiner Söhne sind gleichzeitig Schüler der ersten Klasse. Der Lehrer tommandirt einen meiner Jungen zum Festhalten eines anderen Schülers, der in der vorhin beschriebenen Weise gezüchtigt werden follte. Empört über diese meinem Kinde gestellte Zumuthung, richtete ich eine geharnischte Beschwerde an die Behörde, wodurch ich nicht zufrieden gestellt wurde. Es blieb mir nun nichts übrig, als zu einem drastischen Mittel der Selbsthilfe zu greifen. Ich ließ von Im Schiller Theater tommt übermorgen, Sonntag Nachmittag meinen Söhnen die Prügel zählen, die der Lehrer täglich austheilte. Romeo und Julia" mit Fräulein Pauly und Herrn Bach in den HauptSodann machte ich dem Rektor die Anzeige, daß die rollen zur Aufführung; in der Abendvorstellung geht„ Der Millionenbauer" applizirten Stockhiebe in drei Stunden die stattliche Zahl in Szene. Heute wird das Stowronnet'sche Lustspiel„ Eine Palast von achtundsechzig erreicht hätten. Das half scheinbar, denn revolution" zunt ersten Male wiederholt. Im Bürgersaale des Rath: am nächsten Tage verminderten sich die Prügel um 60. Der Rettor hauses findet Sonntag Uhland- Abend" statt. Den einleitenden Vortrag befahl nun meinem Aeltesten, ihm an jedem Tage einen Prügelrapport hält Adalbert v. Hanstein, von den Mitgliedern des Schiller Theaters wirken mit: Frl. Grethe Meyer und die Herren Bach, Froböse, zu bringen, worauf sich auch die Zahl der Hiebe erheblich verPauly. ringerte. Ich glaubte bereits ein allen Eltern zu empfehlendes Mittel gefunden zu haben, als die drastische Gegenwirtung fam. Mein Knabe wurde in eine 21/2 Kilometer entfernte Schule versetzt und mußte in der neuen Klasse sechs Wochen lang allein auf einer Bank fizen. Was weiter kommt, noch harre ich. Doch werde ich meine Stellung gegen die Prügelpädagogit nicht ändern. Die Berliner Droguisten fühlen sich, der„ Vossischen Zeitung" Selbstmord eines Liebespaares. Gestern Vormittag wurden zufolge, über die vielen Haussuchungen nach Gegenständen, deren in einem Hotel in der Invalidenstraße der Bautechniker Karl Sch. Verkauf nur den Apotheken obliegt, beschwert. Es erscheinen in und seine Geliebte, die 21 Jahre alte unverehelichte Anna St., mit einer Handlung ein Polizeilieutenant, ein Schuhmann, der Physius Enantali vergiftet todt aufgefunden. is dri geworden. Entbehre er aber der Selbständigkeit und bilder In Delisch wurde der Vertrauensmann Genoffe| Versuch bei der Anwaltskammer machen.( Lebhafter Beifall.) er einen Theil des Hotelbetriebes, dann habe sich der Hotelleiter, Biedermann wegen Beleidigung des Gendarmen Fangohr in Der Vorsitzende theilt mit, daß die Rechtsanwälte Cannedt und durch die sonntägliche Beschäftigung der betreffenden Berfonen nicht 3wochau und des Ortsschulzen Güntheriz vom Schöffengericht zu Marquardt der an sie ergangenen Einladung, zu erscheinen, nicht strafbar gemacht, denn durch§ 105 i der Gewerbe- Ordnung seien 50 M. Geldstrafe verurtheilt. auch Hotelbetriebe von den Beschränkungen der§§ 105e Abs. 1 und 105b- 105g befreit. Der Straffenat legte auch die Kosten der Vertheidigung der Staatstaffe zur Last, weil es sich in dem Vorgehen gegen Otto nur darum gehandelt habe, eine bisher noch unentschiedene prinzipielle Frage vor das Forum des Kammergerichts zu bringen.id Gewerkschaftliches. " gefolgt seien. Ein Brief des Herrn Canneut wird verlesen. Er lehnt ab, zu kommen, weil es der Agitationskommission augenscheinlich doch uur auf agitatorische und sozialistische Zwecke antäme". ( Gelächter.) Bureaugehilfe Silberberg, der sonst nicht gegen Der Ausstand der Glasschleifer der Firma Dittmann in eine Verbesserung der Lage seiner Kollegen ist, wünscht einen Berlin dauert fort. Die Ursache zu diefem Streit gab Herr Ditt befferen Ton angeschlagen." Ausdrücke wie„ Profitgier berühren mann, indem er auf hundert Gläser zu schleifen eine Mart von dem den Bartbesaiteten peinlich.( Heiterkeit und spöttische Zurufe.) Die alten Preis abziehen wollte. Dies scheiterte an der Einigkeit der Sprache des Fachblattes Der Bureau Angestellte" wäre ja beinahe Ju der Brandt'schen Millionen- Erbschaftssache stand gestern Arbeiter und Herr Dittmann sah sich gezwungen, feine Forderung noch traffer, wie die des sozialdemokratischen Zentralorgans. Unter Termin zur Verkündigung des Gerichtsbeschlusses an. Es hatten sich zurückzuziehen. Die Arbeiter stellten nun selbst eine Forderung; sie ironischem Beifall vieler Anwesenden endet der Redner. auch diesmal zahlreiche Erbberechtigte, namentlich auch aus den Provinzen eingefunden. Die Klägerin Timm war nicht anwesend, verlangten, daß an stelle der Affordarbeit die Lohnarbeit eingeführt Dreihart, auch ein Harmonieapostel, wirft sich zum Vertheidiger wurde vielmehr durch ihren Mann vertreten. Um 1 Uhr eröffnete werden solle, in der Hoffnung, daß durch diese verschiedene Miß des Rechtsanwalts Arndt auf, über den der„ Bureau- Angestellte" Ühr Landgerichtsrath Barschdorf die Sigung und verkündete unter Stände wegfallen würden. Diese Forderung wurde am 31. Januar eine abfällige Kritik gebracht hatte, wonach Arndt seinen zusammen 3000. zahlen soll, großer Spannung den Beschluß dahin, daß dem Grafen Douglas und 7. Februar in zwei öffentlichen Versammlungen akzeptirt, ferner fechs Leuten jährlich er mit einem Jahreseinkommen( Bruttoeinkommen) Drei verschiedene Eide zur Wahl zugeschoben worden sind, und ein Antrag, den Minimallohn auf 21 M. wöchentlich festzusetzen. während Redner wird stürmisch unterbrochen. zwar erstens:„ Ich habe die Ueberzeugung, daß ich die Papiere, und Die emmission, die mit Herrn Dittmann darüber verhandeln von 50 000 m. rechne. zwar Testament, Geburtsurkunde und Stammbaum von dem Portier sollte, wurde von demselben mit den Worten abgewiesen: Er ruft durch seine letzten Worte:„ Herr Arndt fann doch nicht Obschon für jeden seiner Angestellten eine Billa bauen," großen Lärm hervor. Simon in den sechziger Jahren nicht erhalten habe". Schwört er auf so einen„ Quatsch" laffe er sich nicht ein. diesen Eid, so wird Klägerin abgewiesen und trägt ein Fünftel der in der Versammlung vom 7. Februar noch sämmtliche Kollegen Auch er tritt unter ironischem Klatschen und spöttischen Rufen ab. Roften. Der zweite Eid lautet dahin, daß der Graf die Schriftstücke ihr Wort gaben, nicht eingeln, fondern vereint mit Herrn Dittmann Rieger und mehrere andere Redner vertraten ben Standpunkt des nicht mehr in Besitz habe, und die dritte Formel, daß Graf Douglas u verhandeln, so haben sich doch zwei gefunden, die, schon in der Verbandes und der genannten Fachzeitung. Sie betonten, daß es nicht mehr in Besiz habe, und die dritte Formel, daß Craf Douglas Bersammlung etwas unsicher, die Arbeit wieder aufgenommen haben. sich hier weber um eine rein sozialdemokratische Organisation, noch nicht wisse, wo sich die Papiere befinden. Leistet der Eraf diese Es giebt leider der Arbeiter immer noch viele, die richt einsehen, daß um ein sozialistisches Blatt handele; beide gingen allerdings in Eide, so wird die Klägerin unter Auferlegung von vier Fünfteln der treuer Zusammenhalt mit den Kameraden der einzige Schutz vor ihrem Wirken vom Standpunkte des Klassenkampfes aus.( An Gesammtkosten abgewiesen. Andernfalls wird Graf Douglas zur Berschlechterung auch der eigeren Lage ist, und das einzige Mittel, baltender Beifall.) Sollmann pflichtet den Ausführungen des Herausgabe der Schriftstücke verurtheilt. Ein Termin zur Eides- die Lohnverhältnisse zu bessern. So find in der ArIt'schen Wert- Referenten vollkommen bei, obgleich er ein Gegner des Verbandes leistung ist noch nicht angesetzt worden. ebenfalls recht zu wünschen übrig laffen. Daran sind die Kollegen mäßigkeitsgründen nicht ganz einverstanden erklären.- Im Laufe der in der Hauptsache selber schuld. Darum, Ihr Kollegen von der Berhandlungen wurde auch ein Brief des R.-A. Eschenbach verlesen, Arlt'schen Werkstelle, tretet ein in den Verband, denn nur durch die worin derselbe bedauert, verhindert gewesen zu sein, in jener denkwürdigen Organisation fann die Lage des Arbeiters verbessert werden, und Sigung des Anwaltsvereins energisch für die durchaus maßvollen nur Ginigkeit macht start. Verband der Glasarbeiter Kommissionsvorschläge einzutreten.( Bravo!) Nach einem begiſtern= Deutschlands. J. A.: Hamann, Schriftführer. den Schlußwort des Referenten nahm die Versammlung gegen wenige Stimmen eine Resolution an, die eine scharfe Verurtheilung des Verhaltens der meisten Anwälte enthält und den Anschluß an den Berband der Bureau- Angestellten dringend empfiehlt. Die Versammlung beauftragte zugleich die Agitationstommiffion, die Forderungen dem Vorstande der Anwalts ta mmer zu unterbreiten, um noch einen letzten Versuch zur gütlichen Einigung zu machen. Ferner soll die Agitation fräftig weiter betrieben werden. , wo Der Farmer Thomas Kucebs hat sich nunmehr bei dem jüngst gegen ihn gefällten Erkenntniß beruhigt, sodaß in diesem denkwürdigen Prozeß das letzte Wort gesprochen ist. -O 390 Das Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 1hr bis 10% Uhr: Südost= Griechische Weisheit ute, Waldemarfiraße 14: Natur- Erkenntniß( Antike und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. und biblische Ueberlieferung. Die Entthronung der Erde aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffassung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze[ Camart- Darwin]. Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur- Erkenntniß.) wichttaften technischen Grundfäße für die Kunſt des öffentlichen Redens. Lehre Herr Dr. C. Joël. Nord- Schule, Brunnenstr. 25: Rede- Uebung( Die vom Aufbau eines Vortrages.) Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Beitschriftenmaterials fchon von s uhr abends an geöffnet. Die Lesehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenstr. 25, ist wochenEine kuriose Vorgeschichte hat ein eigenartiger Rechtsstreit, den der vierte Senat des Ober- Verwaltungsgerichtes in feiner letzten Sißung entschied.- Kommerzienrath Hansemann, die bekannte Finanzgröße, will zum Leidwesen von Stadt und PolizeiLichtung, Vergolder Berlius! Die Kollegen, welche noch im direktion den jahrelang öffentlich benutzten Charlottenburger Stein Besiß von Agitationslisten vom Jahre 1896 sind, werden hiermit platz durch einen hohen Bretterzaun abschließen. Hansemann ist Besitzer des Platzes und hat es stets geduldet, daß der öffent- aufgefordert, dieselben binnen acht Tagen bei F. Steibel, liche Verkehr darüber hinwegging. Eines Tages schon Friedrichsergerstr. 20, abzuliefern. Die Agitationstommiffion. vor Jahren trat bei ihm eine Deputation des Charlotten Achtung, Buchbinder Berlins! An diejenigen Delegirten burger Verschönerungsvereins an und bat, doch zu gestatten, daß der Drt Krantentasse, die von den organisirten der hübsche Play zur Zier und Ehr der Stadt mit Gartenanlagen Kollegen gewählt worden sind, richten wir den Appell, in der am Der Zentralverband der Maurer( Zahlstelle I) hielt am versehen werde. Hansemann that den Leuten auch den Gefallen Montag, den 15. Februar 1897, abends pünktlich 8/2 Uhr, statt- 7. Februar feine Mitgliederversammlung ab. Nachdem die Verund der Platz erhielt Anlagen. Mittlerweile führte Charlottenburg findenden außerordentlichen Generalversammlung fammlung in der üblichen Weise das Andenken an das Mitglied eine Ergänzungssteuer ein und veranlagte dazu auch Hansemann im Restaurant G. Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, pünktlich und Knappe geehrt hatte, verlas der Kassirer die Abrechnung vom wegen seines Grundeigenthums am Steinplay. Jetzt wurde der zahlreich zu erscheinen. Die Tagesordnung ist sehr wichtig, indem vierten Quartal und im Anschfuß daran die Jahresabrechnung. Finanzmann aber böse und erklärte, den Play dann auch für sich Beschluß gefaßt werden soll über Erhöhung des Kranten Lettere ergab mit einem Bestand von 324,41 Mart eine allein haben zu wollen. Er theilte der Polizei mit, daß er um fein geldes und über die Wahl eines Kassenschreiber 3. Pflicht Einnahme 7772,21 Mart; dem gegenüber stand eine Eigenthum einen hohen Zaun anbringen werde. Als ihm die Be- eines jeden organisirten Delegirten ist es, diese Versammlung Ausgabe von 7110,77 Mart; darunter sind 3650 Mart Erlaubniß er beim zu besuchen. Bezirksausschuß, der thun dann auch beipflichtete. Die bei Aus Weißenfels wird uns mitgetheilt: Der Streit dauert Rechtsschuß und 764,65 M. für Berbreitung des„ Grundstein" abgeladene Stadtgemeinde und die Polizeidirektion legten Berufung in 7 größeren Fabriten unverändert fort, in 23 Fabriken find den geführt. Der Bestand beträgt 661,44 M. Die Abrechnung wurde von ein, wurden aber beide vom Ober- Verwaltungsgericht schon aus Arbeitern annehmbare Zugeständnisse gemacht worden, weshalb dort den Revisoren bestätigt und der Kassirer entlastet. Hierauf schritt man formalen Gründen abgewiesen. Der Präsident des vierten die Arbeit wieder aufgenommen ist. Die Zahl der ausständigen zur Neuwahl der Revisoren und wurden Bristow, Henschoz und Senats, von Meyeren, bemerkte in seiner Publikation, daß auch bei Arbeiter und Arbeiterinnen beträgt noch 600. Die Fabrikanten No wottnid gemählt. Ueber die Vorlage eines Regulative für materieller Prüfung die Abweisung wahrscheinlich gewesen wäre, haben in ihrem Verein beschlossen, wer anderswo als in dem den in diesem Frühjahr einzuführenden Arbeitsnachweis wurde nach den denn zweifellos habe sich Hansemann bei Ertheilung jener Erlaubniß früheren Betriebe beschäftigt sein wolle, müsse vorher die Genehmigung längerer Debatte kein endgültiger Beschluß gefaßt, sondern bestimmt, zur Verschönerung sein Besitzrecht durch das Wörtchen wider seines früheren Prinzipals einholen, und zwar, was die noch vom die Vorlage in Druck zu geben, um dann in der Urabstimmung zu ruflich" gesichert. Herr Hansemann darf also den Steinplatz ein Ausstand betroffenen Fabriken betrifft, innerhalb der nächsten 14 Tage. entscheiden. Die Abrechnung der Unterstützungskommission und Neuzäunen lassen. Vom Arbeitsnachweis der Fabrikanten aus wird überall hin- wahl derselben wurde der vorgerädten Zeit halber bis zur nächsten Ausgabe von Streiklisten als Veranstaltung einer öffent- berichtet- zum Beispiel an Zeitungen und an die Herbergen- Versammlung vertagt. Der Unterstüßungstommission wurden 100 m. lichen Kollekte. Unser Parteigenosse Rienecker in Guben hatte daß der Streit beendet sei und Arbeitskräfte nothwendig wären. überwiesen. es seinerzeit unternommen, dort die Sammlungen für die streitenden So sind Arbeiter angekommen aus Aschaffenburg, Bernburg, Burg, Textilarbeiter in Gang zu bringen. Er gab an Personen, die ihm Krefeld, Breslau, Hannover. Sie sind aber wieder abgereift, als sie vertrauenswürdig dünkten, Sammellisten aus. Die Liften und die hörten, welchem Zweck fie hier dienca follten. Die Streifenden stehen alle in Fabriken gezeichneten Geldbeträge brachten ihm dann die Leute noch fest. Werden sie noch einige Zeit unterstützt, so ist es sicher, später in seine Wohnung und rechneten mit ihm ab. Hierin erblickte daß auch die noch übrigen Fabrikanten sich zu Zugeständnissen bedie Behörde die Beranstaltung einer öffentlichen Kollekte, quemen werden. Von den Arbeiten mögen die Arbeiter der find bereits über Dag Wt. Den Weißenfelsern überwiesen. die der Genehmigung des Oberpräsidenten bedürfe. Schöffengericht sprach ihn jedoch frei. Die Staatsanwalt- übrigen deutschen Städte ebenfalls ihr mögliches thun, um die schaft erzielte indessen in der Berufungsinstanz die Verurtheilung Weißenfelser Schuhmacher in dem Kampfe zu unterstüßen, der ihnen Rienecker's zu 10 Mart. Das Landgericht war der Mei- von den Fabrikanten durch die frivole Aussperrung aufgezwungen nung, daß doch die Veranstaltung einer öffentlichen Kollekte worden ist. 3uzug ist aufs strengste fernzuhalten! vorliege. Außer an ben mitgetheilten Thatsachen nahm Aus Hamburg wird uns mitgetheilt: Kaum ist der Ver es auch daran Anstoß, daß von den Sammellisten eine im band deutscher Eisenbahn er gegründet, so werden gegen Bigarrengeschäft zur Berücksichtigung für jedermann angin be Verurtheilung wurde auf grund der Polizeiverordnung für den ihn schon Repressalien aller Art angewendet. Die Eisenbahn- Direktion Altona läßt gegenwärtig sämmtliche ständige Hilfsarbeiter, wie AftenRegierungsbezirk Frankfurt vom 5. Mai 1866 ausgesprochen. Auf hefter, Bureaudiener, Hilfsportiers, Magazinarbeiter u. f. w., einzeln die Revision des Angeklagten bestätigte der Straffenat des vor einen der Räthe der Direktion bescheiden und hier müssen sie Kammergerichts am 11. Februar die Vorentscheidung. Das Land einen Revers unterschreiben, laut dem sie versprechen, sich nicht dem Rammergerichts am 11. Februar die Vorentscheidung. Das Landgericht habe ohne stechistrrthum extannt und die genannte" Zentralverband deutſcher Eisenbahner" anzuschließen. Bruch bietes, Versprechens zieht die Strafe der sofortigen Entlassung nach sich. Zur Königsberger Börsengartenaffäre. In dem Beleidigungs- Außerdem läßt sich die Direktion Altona die Gründung von Gegen prozeß des Regierungsaffessors von Volkmann gegen die Direktion vereinen angelegen sein. Ein solcher in diesen Tagen in Altona des Börsengartens und den Chefredakteur der Hartung'schen gegründeter Verein hat nach der freisinnigen Kieler Zeitung" außer Beitung" erfolgte gestern, wie man der Volts- Zeitung" aus Königs der Pflege der Trene zu Kaiser und Reich" in sein Programm auch berg meldet, die Freisprechung aller Angeklagten. Dagegen noch folgenden Punkt aufgenommen: Bekämpfung solcher Agitation, wurde der Kläger auf eine Widerklage wegen Beleidigung des welche eine Befferung der Lage der gut bezahlten Eisenbahnangestellten Amtsgerichtsraths Alexander zu 10 M. Geldstrafe verurtheilt." Der bayerische Eisenbearbeiter Verband, der vom Zentrum gegründet wurde, soll gegenwärtig über 3000 Mit bishi Partei- Nachrichten. glieder zählen. Die sozialdemokratischen Vereine für den ersten und In Leipzig- Plagwig haver in der Möbel und fit zweiten Hamburger Wahlkreis haben in ihren General automaten- Fabrik von Paul Hösch 29 Tischler, WaschinenVersammlungen beschlossen, den Monatsbeitrag von 30 Pf. auf arbeiter, Polirer und 2 Polirerinnen, die Arbeit niedergelegt, da 50 Pf. zu erhöhen. Ein gleicher Beschluß wird aller Boraussicht täglich neue Abzüge bei den einzelnen Arbeiten gemacht wurden nach von den sozialdemokratischen Vereinen für den dritten und 10 hauptsächlich ältere Arbeiter in den letzten Tagen entlassen Hamburger Wahlkreis, von Altona und von Ottensen gefaßt worden waren. Bei Musikautomaten betrug der Abzug sogar 8 M., werden, während er in Wandsbed schon gefaßt ist. Der sozial- von 80 M. herunter auf 22 M. Die Ausständigen fordern die Eindemokratische Verein für den ersten Hamburger Wahlkreis hatte im baltung bisheriger Affordsäge beziehentlich Zahlung eines Minimalletzten Jahre eine Einnahme von 22 657,97 m. und eine Ausgabe lohnes von 36 Pfennigen pro Stunde; Auszahlung des Lohnes am von 22 318,80 M. Freitag und Wiedereinstellung der entlassenen Arbeiter, sowie Unter lassung von Maßregelungen. Sie ersuchen insbesondere die Musikautomaten- Tischler um Vermeidung des Zuzuges. " 1 erstrebt." = Der Sozialdemokratische Verein für den ersten sächsischen Reichstags- Wahlkreis Zittau hatte im vorigen Jahre einen thatfächlichen Mitgliederstand von 461 gegen 412 im Jahre 1895. Die Der Diamantarbeiterbund in Amsterdam beschloß, die Mitglieder vertheilten sich auf 43 Ortschaften seg 41 im Jahre ftreifenden Diamantarbeiter in Hanau wöchentlich mit 1000 Mark 1895. Die meisten Mitglieder hatten Zittau mit 89 Mitgliedern, zu unterstüßen. Seifhennersdorf mit 82, Reichenau mit 80, Großschönau mit 50, Aus Italien. Die 45 Hafenarbeiter von Ancona, die, ftanden 35 Mitglieder, im Alter von 25-30 Jahren 156, im Alter vertrages verhaftet worden waren, sind, wie die„ Avanti" berichtet, Hainewalde mit 37 Mitgliedern. Im Alter von 21-25 Jahren wie bereits mitgetheilt, wegen angeblichen Bruchs des Arbeitsvon 30-40 Jahren 189, von 40-50 Jahren 65, im Alter von wieder in Freiheit gesezt worden. 50 Jahren und darüber 35 Mitglieder. Die Vereinsbibliothek umfaßt zur Zeit 50 Bände. Die Einnahmen des Vereins betrugen 207,50 M., die Ausgaben 86,75 M. Versammlungen. tags von 6-9 Uhr, Sonntags von 4-9 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. Die Geschäftsstelle der Schule N., Brunnenstraße 25, die den Bereinsvorständen zur Vermittelung von Vorträgen wissenschaftlichen Charakters zur Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Berfügung steht, ist ebenfalls von 6-9 Uhr nachmittags geöffnet. Basewalkerfir. 8. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten an Friedrich Bereinstalender find zu richten an Germann Braunschweig, Dresdenerftraße 80, 2. of, 4 Tr. Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an P. Gent, S. Dresdener= fraße brite Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Arbeiter: Stenographenverein Stolze", Lindenstr. 106 im Restaurant erwünscht. rig gubeit. Uebungsfiunde 8-11 Uhr abends. unterrichtsstunde jederzett. Gäſte Heute, Freitag, abends 8 Uhr, wird Herr Dr. med. Weyl im Samle der Arminvallen, Kommandantenftr. 20, einen öffentlichen Vortrag halten über Scharlach, Masern, Diphtheritis und deren naturgemäße Behandlung. Depeschen und lehte Nachrichten. Hamburg, 11. Februar.( W. Z. B.) Dem ,, General Anzeiger" zufolge foll im Laufe dieses Monats bei Gughaven in der Nähe Der Rhede eine Desinfektionsanstalt erbaut und von zwölf Unterund einem Oberbeamten der Hamburger Desfektionsfolonne be fetzt werden. Von dort aus sollen dann vom nächsten Monat ab nicht nur die Mannschaftsräume fämmtlicher von Vorderindien fommenden Schiffe desinfizirt werden, sondern die Besatzungen dieser Schiffe sollen dort erst einer Desinfektion unterzogen werden. Durch diese Vorsichtsmaßregeln glaubt die zuständige Behörde einer Ginschleppung der Pest und Cholera mit Sicherheit vorbeugen zu können. Hamburg, 11. Februar.( W. T. B.) In einer Bersammlung von 2000 Schauerleuten wurde ein Beschlußantrag angenommen, durch welchen diefelben sich verpflichten, den von den Stauern verlangten Revers nicht zu unterzeichnen; das Bersprechen, mit den fremden Arbeitern zu arbeiten und sie nicht aufzuklären, tönnten sie doch nicht halten. Lieber würden sie auf die angebotene Arbeit verzichten. Heute Nachmittag hatten die sozialdemokratischen Reichstags= Abgeordneten v. Elm und Frohme eine Besprechung mit dem Senator ' Swald. Senator D'Swald theilte den Herren mit, daß wenig Teuten der s. 3. ausgeschiedenen Arbeiter gegenüber gewisse VerAussicht auf eine Wiedereinstellung der am Ausstand betheiligt gewefenen Staasquaiarbeiter vorhanden sei, da man den Ersatzpflichtungen übernommen habe und an eine Entlassung der fremden Arbeiter nicht benken könne. Paris, 11. Februar. Ein Tammbruch der Loire bei Angers verursachte ungeheuren Schaden. Verluste an Menschenleben werden nicht gemeldet.d Budapest, 11. Februar.( B. H.) Nach Meldungen aus Lugos Der Vertrauensmann des Wahlkreises Bittau, Genoffe Förster, nahm 298,67 M. ein und gab 291,92 m. aus. Die Bureau Angestellten der Rechtsanwälte beschäftigten Das ,, Volksblatt für Auhalt" bittet uns mitzutheilen, daß sich in einer großen Versammlung am 9. Februar mit ihren mäßigen fein um 10 Pf. monatlich erhöhter Abonnementspreis nicht ein- Forderungen und deren Ablehnung durch den Anwaltsverein. Den wird in Knina, Reschiza und Dravicze von 10 000 Bergarbeitern ein schließlich der Neuen Welt" 70 Pf. beträgt, sondern von 40 be- großen Saal der Arminhallen füllten etwa 600 Personen. Bauer Streit vorbereitet. Mehrere Militär- Abtheilungen sind nach Anina referirte. Er beleuchtete nochmals die bekannten, unendlich traurigen abgegangen, um für den Fall, daß Unruhen ausbrechen sollten, Maßziehentlich 50 auf 50 beziehentlich 60 Pf. erhöht worden ist. Der„ Avanti", das erste täglich erscheinende Organ der Berhältnisse in dem Berufe. Insbesondere hob er hervor, daß regeln zu treffen. Bisher find jedoch keine Ruheſtörungen voreute italienischen Sozialdemokraten, quittirt in seiner legten Nummer über 77 pet. Der in Anwaltsbureaus Beschäftigten jugendliche Leute gekommen. italienischen Sozialdemokraten, quittirt in seiner leßten Nummer über seien und nur auf 12,6 pt. ein Einkommen von 100 m. London, 11. Februar.( W. T. B.) Wie dem„ Renter'schen 10500 Lire, die für den Preßfonds des genannten Blattes bisher und mehr pro Monat entfalle. 62 pet. erhielten gar Bureau" aus Tanger gemeldet wird, seien mehrere Berhaftungen eingegangen find. be weniger als 50 M. Von 100 Bureau- Angestellten erlägen 80 ber vorgenommen worden, die mit der Ermordung des Deutschen Polizeiliches, Gerichtliches ze. Schwindsucht. Diese Wirksamkeit des modernen Würgengels sei der Häßner im Zusammenhange stehen. - Die Parteigenossen Wader in Angermünde und beste Beweis für die Gesundheitsschädlichkeit des Berufs. Nachdem Glasgow, 11. Februar.( W. Z. B.) Einer hier eingegangenen wie nachdem fagte, Meldung zufolge ist der Dampfer Cyanus", von Bilbao nach Krüger in Berlin hatten auf Antrag der Staatsanwaltschaft Redner dann scharfe Kritik an dem Verhalten jener, wie einen auf 45 M. Geld- oder 15 Tage Haftstrafe lautenden Strafvon mammonistischem Geifte beseelten Mehrheit im Anwalts Glasgow unterwegs, in der Nähe von Ouessant gänzlich verloren befehl erhalten, weil sie am 13. Dezember den von der Agitations- verein geübt hatte, appellirte er an die Versammelten, sich dem gegangen. Von der Mannschaft, die aus 21 Köpfen bestand, wurde tommission für Brandenburg herausgegebenen Märtischen Bolts Zentralverbande der Bureau- Angestellten anzuschließen. Die Ab- nur ein Mann gerettet. " boten, Voltskalender für 1897" vertheilt haben, ohne die Erlaubniß lehnung der gerechten Forderungen durch den Anwaltsverein Lehre, Petersburg, 10. Februar.( W. T. B.) Nach einer Meldung der betreffenden Ortspolizei einzuholen. Sie erhoben gegen das daß auch die Bureau- Angestellten sich nur auf die eigene Kraft verlassen der Russischen Telegraphen- Agentur" aus Taschtent hat sich die Strafmandat Einspruch und erzielten in der Verhandlung vor tönnten und darum den Weg der klassenbewußten Arbeiterschaft Nachricht von dem Auftreten der Best in Kandahar bis jezt nicht dem Schöffengericht in Angermünde ihre glänzende Freisprechung. gehen müßten. Noch einmal möge man indessen einen friedlichen bestätigt: wahrscheinlich sei die Nachricht irrig. pride Berliner Arbeitervertreter- Verein tagt jeden Dienstag nach dem ersten tm Monat bet Buste, Grenadierstr. 38, abends 8 Uhr. unentgeltlicher Rath wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters Versiche= rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenstraße 36, v. 3 Tr. A. Daehne, Demminerstr. 66, v. 3 Tr. R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenftr. 55, v. 2 Tr. G. Simanosti, Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Er. M. Stuhlmann, Oderbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. R. Tamm, Suffitenstraße 6, von 8-9 Uhr abends. A. Voigt, Wiesenstraße 41-42. E. Warnst, Kolbergerstraße 7, von 6-7 Uhr abends. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Streligerstr. 58. P. Reimann, Bellermannftr. 83. F. Trapp, Schulstr. 56, von 7-8 Uhr abends. Im Nord Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: M. Mohs, Schönhauser Allee 62. Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Schalthoff, Michaelfirchstr. 18. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelmaier, Grimmstraße 39.-Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: P. Keller, Gamphausenstr. 5. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Golmsfir. 44. Im Nord- Westen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnacker: ftraße 19. R. Stephan, Lessingstr. 34. Im Bentrum: Nur für Unfallversicherung: G. 2öffler, Klosterfir. 91. Bei fämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit an= gegeben, ist diefelbe Wochentags von 7-9 Uhr. Eingelaufene Druckschriften. Witterungsübersicht vom 11. Februar 1897. Bon der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Die Verlag) ist soeben das 20. Seft des 15. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Ein Sturm im Glase Wasser. Die ökonomischen Funtttonen der Börse. Ein Beitrag zur Werttheorie von Paul Lafargue. Kleine Briefe. Buckerfrifis, Ausfuhrprämten und Zuckerring. Bon Mar Schippel. Ibsen's John Stationen. Gabriel". Bon F. Mehring. Literarische Rundschau. Notizen: Ueber die gewertschaftliche Arbeiterbewegung Endlands im Jahre 1895. Von H. Pözsch. Feuilleton: Ein Borachtundvierziger. Bon W. Liebknecht. Soziale Pravis, Zentralblatt für Sozialpolitik"( Berlin, Carl Heymann's Verlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 20 folgenden leitenden Auffaz: Die Swinemünde Von Privatdozent Dr. J. Jastrow. Lehren des Hamburger Hafenstreits. unentgeltliche Zusendung von Parlamentsberichten an die Wähler in Lurem: Hamburg burg. Auftauf ungefunder Gebäude und Einrichtung fommunaler WohnBerlin häuser in Kapstadt. Fortschritte fommunalen Eigenbetriebes in England. Beschaffung von Gasmotoren durch Wiesbaden, Städtisches Häutentagazin in Karlsruhe. Die Gemeinde Lüttringhausen. Umfrage wegen verminderung städtischen München Schreibwertes. Berein zur Bearbeitung von Frauenerwerbs- Fragen in Wien. London. Armen Ergebnisse der deutschen Invalidenversicherung 1891-96. pflege und Wohlthätigkeit: Gesammturtheil und Reform. Von Dr. jur. K. von Haparanda, Museen- Führungen Petersburg Mangoldt. Arbeiterwohnungs- Verhältnisse in Liegnig. in Berlin. Ländliche Fortbildungsschulen in Preußen 1896-97. Cort. stand in mm, Barometer reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( Stala 1-12) 433 4343422 Wetter bedeckt bedeckt 760 MSW " 762 WSW $ 762 WNW bedeckt 765 Still bedeckt 765 SW bedeckt 765 MNM bedeckt 746 755 763 GSD 050 Aberdeen. 765 W • 766 • SM Wetter- Prognose für Freitag, den 12. Februar 1897. Paris. Zeitweise heiter, vielfach wolfig mit geringen Niederschlägen und mäßigen nordwestlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Schnee bedeckt Regen woltig Regen nach Celsius ( 50 G. 4° R.) HITB4302719 -10 -12 || VI. Wahlkreis( Schönhauser Vorstadt) Färber, Appreteure, Dekateure, Ein Denkmal für die Märzgefallenen. Sonntag, den 14. Februar, abends 6 Uhr, Aufruf! im Lokal von Mörschel, Schönhauser Allee No. 28: sowie alle in der Branche beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen Oeffentl. Versammlung für Frauen und Männer.onntag, 14. Februnt, nach. 12 Uhr, bet Wilke, Andreasstr. 26: war das Reſultat lange andauernder Mihwirthschaft. Jahrzehnte hindurch Tagesordnung: Vortrag von Frl. Vaader. Diskussion. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. 219/10 Um recht rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. Schöneberg. Sonntag, den 14. Februar, nachm. 4 Uhr, im Saale von Obst, Grunewaldstr. 110: Gr. öffentl. Volks- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Grempe über: Kulturbringende Europäer in Afrika. 2. Diskussion. 3. Jahresbericht der Gewerbegerichts: Beisitzer von Schöneberg. 203/9 Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Heute Abend, 8½ Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/21: Sitzung der Ortsverwaltung. Die Obmänner der Werkstatt- Kontrollkommission werden ersucht präzise 8 Uhr anwesend zu sein. Branche der Einsetzer. Berlins Umgegend. Oeffentliche Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Heinrich Schulz über: Wider unsere Fürsten, das Ueberhandnehmen der Frömmelei, das Spielen mit dem Brügelpädagogen." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 11/5 Es wird ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Verband deutscher Zimmerleute ( Zahlstelle Berlin). Sonntag, den 14. Februar 1897, vormittags 10½ Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme und Diskussion der Anträge zur General Ver: sammlung. 2. Wahl der Delegirten zu derfelben. 3. Der bevorstehende Provinzial- Verbandstag in Berlin. 4. Wahl eines Empfangs- Komitees. 254/8 Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, den 14. Februar, vormitt. pünktlich 10% Uhr, im Königshof, Bülowstr. 37( Dennewitz- Platz): Derlammlung Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: Sonntag, 14. Februar, vorm. 10 Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33: des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer HS Versammlung. Tagesordnung: Unsere Agitation. Referent Kollege Millarg. Wahl 1. Vortrag über: Welche Vortheile bietet uns die Gewerkschafts- Organi einer Kontrollkommission und eines Beitragssammlers. 81/12 fation. Referent Kollege Blaurock. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Ortsverwaltung. Alle Berliner Maurer, welche ein Interesse an unserer Organisation NB. Der Arbeitsnachweis der Einsetzer befindet sich in der haben, sind eingeladen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Annenstr. 39 im Arbeitsnachweisebureau des Verbandes. Der Vorstand. 129/11 Die Am 18. März 1898 ist ein halbes Jahrhundert verflossen, daß Bürger und Soldaten in den Straßen Berlins einander befämpften. Der Kampf wurde entgegen dem im Jahre 1815 gegebenen Worte jede freie Regung des Boltsgeistes niedergehalten. Mit dem Thronwechsel des Jahres 1840 trat die ersehnte Besserung nicht ein. Das Schwanken und die Widersprüche des Absolutismus ließen in wenig Jahren alle Hoffnungen auf eine Reform er: streben. Das Beispiel des Auslandes steigerte die Erregung. So fam es zum Kampf, dem Kampf um das Recht der Selbstbestimmung. Geschichte hat diesen Kampf geheiligt. Die Ideale, denen die Gefallenen nachgelebt, wurden zum theil erfüllt. Preußen erhielt eine Verfassung, das Reich wurde nach Verlauf eines Vierteljahrhunderts geeinigt. Das wenige, das wir an politischer Freiheit dabei erreichten, wir danten es dem 18. März. Die Märzgefallenen haben die Freiheit nicht erschaut. Wenige Tage nach der Schreckensnacht, am 22. März 1848, hat man sie zur Ruhe bestattet. Nie hat Berlin einen solchen Trauerzug gesehen. Die gesammte Stadt: vertretung, drei Viertel der Bevölkerung erwies den Freiheitskämpfern die legte Ehre. Auf dem stillen Friedhof im Friedrichshain hat man sie zur Ruhe gebettet. In tiefster Ehrerbietung stand die unendliche Trauergemeinde an den offenen Gräbern. Im Volte hat man die treuen Märzgefallenen nicht vergessen. Aus der Erinnerung an ihre Treue erwuchs der Gedanke, an ihren Gräbern ein Denkmal zu stiften, das hinausragt in die Lande und vom Opfermuth und Freiheitsdrang des deutschen Volkes die Kunde trägt bis in die spätesten Geschlechter. Jeder Deutsche, der diese höchsten Tugenden seines Boltes ehrt, wird sich an dem Wert, deß sind wir sicher, betheiligen. Beiträge werden angenommen von dem mitunterzeichneten Schatzmeister Herrn Direktor Moritz, Berlin C., Klosterstraße 79. Auch die Expedition des Vorwärts" ist bereit, Beiträge entgegenzunehmen. Sammelliften find beim unterzeichneten geschäftsführenden Aus: schuß zu haben. Derselbe nimmt auch Adressen von solchen Personen entgegen, die für die Sache wirken wollen. Die Mittheilungen dieferhalb sind wie alle sonstigen Mittheilungen an den mitunterzeichneten Schriftführer Das Komitee Schriftsteller Heinz Krieger zu richten. zur Errichtung eines Denkmals für die Märzgefallenen. Der geschäftsführende Ausschuß: Weidemann, Vorsitzender, Dr. Moses, Stellvertreter, Berlin, Kommandantenstraße 57. Neue Königstraße 38. Moritz, Schatzmeister, Heinz Krieger, Schriftführer, Klosterstraße 79. Camphausenstraße 21. erschien in meinem Verlage: 31776 Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verband der Sattler u. Tapezirer Die Juffizgreuel von Barcelona. ( Verwaltung Berlin). ( Filiale I.) Sonntag, den 14. Februar, vorm. 10 Uhr, im Lokal von Werner, Sonnabend, 13. Februar, abends 9 Uhr, im Lokale Kintz& Co., Bülowstr. 59: Bezirks- Versammlung für Westen und Schöneberg. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Grempe: Die Sklaverei des Weibes. 2. Diskussion. 3. Wahl der Bezirksleitung. 4. Verbands angelegenheiten und Verschiedenes. 114/20 Das Erscheinen der Mitglieder ist dringend nothwendig. Die Ortsverwaltung. Verband der Arbeiter in Gasanstalten, auf Holz- u. Kohlenplähen u. fonft. Arbeitsleute ( Verwaltungsstelle I.) Alte Jakob: Straße Nr. 83: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Arbeitslosen- Unterstüßung. 2. Die Lage der Kollegen bei den Klein: meistern. 3. Wahl zweier Delegirten zur Generalversammlung. 4. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Der wichtigen Tagesordnung wegen bittet um zahlreichen, pünktlichen Besuch Die Ortsverwaltung. NB. Sonnabend, den 27. Februar 1897, in der Ressource, Kommandantenstraße 57: Grosser Wiener Maskenball. Billets 50 Pf. find bei allen bekannten Kollegen zu haben. 156/16 Todes- Anzeige. à Sonntag, den 14. Februar, abends 6 Uhr, bei Kintz& Co., am 10. Februar, vorm. 10 Uhr, unser Alte Jakobstr. 83: Versammlung. Tages Ordnung: 70/2 1. Vortrag des Genoffen Ad. Hoffmann über: Modernes Raub ritterthum". 2. Diskussion. 3. Abstimmung über die Anträge des Zentral: Vorstandes. 4. Neuwahl des Kassirers der Verwaltungsstelle I. 5. Ver schiedenes. Der Vorstand. J. A.: G. Bensch, Fruchtstr. 42. Freie Vereinigung d. Bauarbeiter Berlins. Sonntag, den 14. Februar, nachmittags 3½ Uhr, Allen Kollegen zur Nachricht, daß Freund und Kollege, der Stockarbeiter Max Neigenfind nach langen schweren Leiden an der Proletarier Krankheit sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittag 2 Uhr vom Trauerhause, Lorgingstr. 9, nach dem Zionskirchhof in Weißensee statt. Mit ihm verliert die Arbeiter: bewegung einen treuen Freund, denn wo es galt, die Interessen der Arbeiter zu vertreten, war er stets am Blaze. Ehre seinem Andenken. im Lokal des Herrn Wilke, Andreasstrasse 26: Die Kollegen der Gembicki'schen Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Pörsch über: Geschichte des Privateigenthums. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz und komischen Vorträgen. Um regen Besuch bittet Der Vorstand. Buchdrucker Rigdorfs. Stockfabrik. Berichtigung. 31786 In dem Inserat: Abrechnung vom Streit der Buchbinder in gestriger Nummer muß es heißen Buchbinder 31/5 Streifunterstüßung vom 22./9. 96 bis 16./1. 97, nicht wie angegeben vom 22./11. 96. Sonntag, 14. Februar, mittags 1 Uhr, in den Viktoria- Sälen, Hermannstr. 48/50: Oeffentliche Buchdrucker- Versammlung. T.- D.: 1. Vortrag des Kollegen Albert Massini über„ Die wirth schaftlichen Kämpfe der Arbeiter in den letzten Jahren und welche Lehren ziehen wir aus denselben". 2. Bericht des Delegirten zur Gewerkschafts: tommission. 3. Wahl eines Delegirten. 4. Verschiedenes. 31826 Erscheinen sämmtlicher Buchdrucker von Rixdorf- Briß dringend nothwendig. Das Gewerkschaftskartell wird ebenfalls eingeladen. D. Einb. Achtung! Achtung! Wohl fühlt sich bei jetziger Witterung, wer[ 8682* Brunnen Strasse 110 ( neben dem Pferdebahn Depot) bei Jgnatz Sello bezieht anerkannt guten Rum, Fl. infl. von 90 Pf. an, vorzügl. Glühwein- Extrakt, Fl. infl. v. 1.10 M. an, Ingwer, Pfeffer: minz- 2c. ff. Liköre( Literfl.) inkl. 1.10 M., 1/2 Literfl. infl. 55 Pf., Stons: dorfer inkl. Orig. Fl.( 3/4 Ltr.) à 80 Bf., feinste Viförmischung, per/ Champagner- Flasche inkl. 90 f Hausdiener, Kutscher und alle im Transport- Salb. Salb, und Verkehrsgewerbe beschäft. Personen. alten Nordhäuſer per Liter 50 Bf. Sonntag, den 14. Februar, nachmittags 5 Uhr, im Cösliner Hof, iük. Uugarwein, Orig. Fl.( 2 Liter) Cöslinerstr. 8: Große öffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Kapital und Arbeit. Referent Regierungsbaumeister a. D. Kepler. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 85/10 Nach der Versammlung: Gemüthliches Beiſammensein mit Tanz. Der Einberufer. Bauarbeiter Berlins und Umgegend! infl. von 90 Pf. an, sowie sämmtliche Sorten Weine, Cognacs u. s. w., Spirituoſen auch im Einzelverlauf nur zu Engrospreisen. Billigste Bezugs: quelle. Bitte genau auf Nr. 110 Brunnenstraße Nr. 110 zu achten. Hasen leste Woche, große 30. u. 40 Bf., Hirschfleisch Blatt 50, Reute 70 3,-, gespidt 3,50 Mt. Wildschwein und Rennthier pfundweiſse. Zu Ehren der hier anwesenden Delegirten des Kongresses findet am Wild- und Geflügel: A. Ritschl, Montag, den 15. Februar, abends 8 Uhr, in Henke's Salon, Naunynstr. 27, ein Empfangs- Abend Handlung 61 Dresdenerstr. 61 part. Der Saal Annenstr. 16 ist Sonntag den 21. Februar und folgende Sonntage, sowie Fastnacht Vereine fostenfrei zu vergeben. an verbunden mit Gesang, komischen Vorträgen und Tanz statt, wozu wir Freunde und Gönner unserer Bewegung freundlichst einladen. Entrée à Person 25 Pf. Das Komitee. Schulpflichtige Kinder haben zu dieser Feier keinen Zutritt. 32/8 Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Der Tapeziergehilfe, welcher am Mittwoch, den 3. Januar, abends, in der Tischlerei Dieffenbachstraße 35 war und erklärte, es täme am andern Vormittag ein Herr und eine Dame, um Sachen zu kaufen, wird höflichst gebeten, sich gegen Belohnung noch mals dort zu melden. H. TRULTZSCH'S 31766 Citronensaft 3. Kur garant. rein aus frischen Früchten n. Vorschr. d. ReichsGes. Amtes à Fl. 1, 2 u. 3 M. erfl. tägl. frische Füllung, ärztl. empf. gegen Gicht, Rheuma, Gallen: u. Blajensteine, wirkt wohlth. auf Magen u. Darm u. dürfte in feiner Familie fehlen. Berl. Sie ausdrücklich Trültzsch's Citronensaft mit Plombenverschl. H. T. in folg. Niederlagen: Drogerie, Hackescher Markt 2, Chaussee: straße 60, Badstraße 28, Schön: hauser Allee 177 c, Gr. Frank: furterstr. 59, Alt- Moabit 122 und Thurinstr. 77, sowie bei Herrn C. Ritzmann, Stottbuser: ftraße 19, E. Petzold, Neander: straße Nr. 33, H. Fiddicke, Lindenstraße 104, R. Gührs, Bossenerstr.20, W. Tschepel, Steinmeßstr.77, P.Streblow, Tanenzienstr. 5. Charlotten: burg, Drog. Berlinerstr. 123 a 1. 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Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Januar. Unterm neuesten Kurs. 2. Ludwigshafen. In der Berufungsinstanz Genosse 3ie= Iowski wegen Fabrikantenbeleidigung 50 M. Geldstrafe. 5. Breslau. 60 M. Geldstrafe Genosse Schebs wegen Beleidigung der Staatsanwaltschaft. " " " Erfurt. Wegen Beleidigung von Militärpersonen Genosse Münch 3 Monate Gefängniß und Genosse Coors 300 m. Geldstrafe. Nürnberg. Genosse Gärtner wegen Polizeibeleidigung 150 M. Geldstrafe. Plauen. Ein Monat Gefängniß Genosse Müller wegen Beleidigung und Vergehens gegen das Vereinsgesetz. 6. Breslau. 50 M. Geldstrafe Genosse 3ahn wegen Beleidi gung eines Redakteurs. " Hamburg. Zwei streikende Steinfeger wegen Bedrohung und Mißhandlung 3 Monate und 14 Tage Gefängniß. Ein Ewerführer wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung 6 Wochen Gefängniß. 7. Königsberg. Genosse Erdmann wegen Beleidigung in 31vei Fällen 200 M. Geldstrafe. " " Berlin. Wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung der Schriftseter Wendt 1 Woche Gefängniß. Hamburg. Wegen des gleichen Vergehens ein Kohlenarbeiter 2 Monate Gefängniß. Desgleichen der Kohlenarbeiter N. 4 Wochen Gefängniß. Ein dritter Kohlenarbeiter wegen Beleidigung eine Woche Gefängniß. 8. Dortmund. Genosse Theiß wegen Offizierbeleidigung 50 M. Geldstrafe. " Breslau. In der Berufungsinstanz wegen Verübung groben Unfugs 100 M. Geldstrafe. 9. Lübeck. 2 Streifende wegen Bedrohung je 6 Monate und einer wegen Mißhandlung 1 Jahr und 6 Monate Gefängniß. " " Potsdam. Genosse Hugo, Brandenburg, wegen Beleidigung 4 in mehreren Fällen 75 M. Geldstrafe. Hamburg. Ein Schauermann wegen Bergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung 6 Monate Gefängniß. Ein anderer wegen des gleichen Bergehens 3 Wochen Gefängniß. 11. Stettin. Wegen Beleidigung eines Echußmanns Genoffe Henning 3 Wochen Gefängniß. 12. Leipzig. 10 Tage Gefängniß der Buchbinder Kloth wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung. " " " " " " 1 " Gotha. Genosse Joos 6 Wochen Gefängniß wegen Beschimpfung einer Einrichtung der christlichen Kirche. Halle. 6 Wochen Gefängniß Genosse Lepit wegen Verübung groben Unfugs. A Berlin. Der Zimmerer Schütze Charlottenburg 6 Wochen Gefängniß wegen Vergehens gegen§ 153 der GewerbeOrdnung. Hamburg. Wegen des gleichen Bergehens ein Quai- Arbeiter 14 Tage Gefängniß. Stuttgart. Genosse Dietrich wegen Fabrikantenbeleidigung 30 M. Geldstrafe. Altona. Ein Buchbinder wegen Beleidigung eines Arbeitswilligen" 20 M. Geldstrafe. Frankfurt a. O. 50 M. Geldstrafe Genosse Schöpflin wegen Fabrikantenbeleidigung. 13. Bielefeld. Wegen Beleidigung des Margarinefabrikanten Mohr Genosse Hoffmann 15 M. Geldstrafe. " " " Halle. Genosse Weißmann wegen zwei Beleidigungen 1 Monat Gefängniß. Pegau. Eine Arbeiterin weg en Beleidigung Arbeitswilliger 25 M. Geldstrafe. Finsterwalde. Wegen Verübung groben Unfugs Genosse Jahn Berlin 14 Tage Haft und ein anderer Genoffe 20 M. Geldstrafe. Hamburg. Ein Schauermann wegen Werfens eines harten Gegenstandes 10 M. Geldstrafe. 15. Zwickau. Genosse Schmidt 15 M. Geldstrafe wegen Vergebens gegen das Preßgesez. Freitag, 12. februar 1897. 25. Ein Ausständiger wegen Auflaufs 14 Tage Gefängniß. wendig wendig find. Es werden aber Kautelen gegeben gegeben werden, Ein Schauermann wegen Beleidigung und Bedrohung 2 Wochen daß Unzuträglichkeiten daraus nicht mehr entstehen können. Gefängniß. Wegen Uebertretung der Straßenordnung zwei Ich habe ferner allen betheiligten Beamten eine scharfe Kons Ausständige je 6 M. und einer 10 M. Geldstrafe. trolle der Exekutivbeamten in der Ausführung " Dessau. Genosse Welter wegen Verübung groben Un- jihrer Aufträge zur Pflicht gemacht, desgleichen die fugs 10 M. Geldstrafe. " 28. Bremen. Wegen Beleidigung eines Redakteurs Genosse Wennemann 100 M. Geldstrafe. Wandsbeck. 3 Genossen wegen unerlaubten Sammelns je 3 M. Geldstrafe. " " " Altona. 5 Monate Gefängniß ein Ausständiger wegen Miß handlung eines Arbeitenden. äußerste Vorsicht in der Auswahl der Auskunfts= 26. Mannheim. Im Zeugnißzwangsverfahren Genoffe Dieß personen und ihnen ferner aufgetragen, den organischen Zus 100 M. Geldstrafe. fammenhang nach oben und unten zu erhalten. Ich habe ferner die 27. Chemnik. 8 Lage Haft Genosse Riemann wegen Ver- Organisation und den Geschäftsbetrieb der sog. politischen übung groben Unfugs. Abtheilung, die Art der Erledigung der Geschäfte, insbesondere Effen. In der Berufungsinstanz Genosse Kunischwas die Kontrolle der einzelnen Organe und des Ver Düsseldorf wegen Beleidigung der Staatsanwaltschaft 300 m. tehrs mit den sogenannten Agenten betrifft, einer sehr Geldstrafe. Das erstinstanzliche Urtheil lautete auf Frei- eingehenden Prüfung dahin unterzogen, ob damit Mängel sprechung. verbunden find. E3 der liegt auf Hand, daß eine Erledigung dieser Prüfung nicht im Hands umdrehen gemacht ist. Diefe Sache muß fehr forgfältig erwogen sein, und Sie werden mir als altem praktischen Beamten nicht zumuthen, daß ich ohne weiteres auf das Geschrei hin, das sich besonders in der Presse erhoben hat, Organisationen, die sich mit wenigen Ausnahmen als sehr wohlbegründet erwiesen haben, umstürze. Das könnte ich nur, wenn ich die Ueberzeugung hätte, fofort etwas besseres an ihre Stelle setzen zu können. Bei der schließlichen Erwägung, was zu thun ist, sollen auch die Erfahrungen zu Nuge andere gemacht werden, die Res gierungen nach diefer Richtung gemacht haben. Ich habe bereits anläßlich eines Auftrages, den ich dem Polizei präsidenten ertheilt habe, sich die Organisation der Kriminalpolizei in anderen Ländern anzusehen, ihn auch ersucht, sich dort ebenfa mit der politischen Polizei zu beschäftigen. Wenn das geschehen sein wird, wird mir der Polizeipräsident die Vorschläge unterbreiten und werden wir dann prüfen fönnen, was zu bessern ist. Vorauss gefeßt, daß etwas zu bessern ist, wird es an der bessernden Hand nicht fehlen.( Beifall rechts.) Aber selbst bei der besten Organisation und der gea nauesten Kontrolle ist es doch nicht möglich, Fehler und Ungeschicklichkeiten von Beamten ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Wir werden in gewissen Fällen zu den 3uchtmitteln des Disziplinar und Strafgesetes schreiten müssen, it t ungesunde Elemente aus dem Organismus auszustoßen. Ich halte es aber nicht für rathsam und richtig und ich muß mich dagegen verwahren, daß die Organisationen und Institutionen dafür verantwortlich gemacht werden, daß solche Vorfälle vorkommen, solange diese Organisationen und Institutionen noch die Kraft in sich haben, derartige unfaubere Elemente von sich zu stoßen. Und daß das bei uns zutrifft, dafür glaube ich volle Verantwortlichkeit übernehmen zu können.( Beifall rechts.) " 29. Breslau. Genossin Geiser wegen Beleidigung eines Polizeis beamten 50 M. Geldstrafe. Hamburg. Ein Quai- Arbeiter wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung eine Woche Gefängniß. Drei andere wegen unerlaubten Sammelns bezw. Vergehens gegen die Straßenordnung je 10 M. Geldstrafe. " Leipzig. In der Revisionsinstanz Gen. Stenzel- Hamburg einen Monat Gefängniß wegen Beleidigung. Landsberg a. W. Wegen Beleidigung von Polizeibeamten Genossen Kaiser- Landsberg und Faber- Berlin je 50 M. Geldstrafe. Antrag: 4 Monate Gefängniß. Kellinghusen. Die Genossen Schmidt und Nordhaus je 6 W. Geldstrafe wegen unerlaubten Kollektirens. 30. Düsseldorf. Genosse Wessel 30 M. Geldstrafe wegen Beleidigung eines Zeitungsverlegers. Insgesammt wurde erkannt auf 2516 M. Geld- und 26 Jahre Monate 3 Wochen und 1 Tag Gefängnißstrafe. Hamburg- Eimsbüttel, den 5. Februar 1897. Eichenstr. 4, I. " Der geschäftsführende Ausschuß. Abgeordnetenhaus. 30. Sigung vom 11. Februar 1897. 11 Uhr. Am Ministertische: v. d. Recke und Kommissarien. Die Spezialberathung des Etats des Ministeriums de 3 Innern wird bei der Position Ministergehalt" fortgesetzt. " " " " Minister von der Recke: Der Versuch des Herrn Rickert, mich mit dem Herrn Reichskanzler in Widerspruch zu setzen, ist ein sehr verunglückter.( Sehr richtig! rechts) Ich habe nicht Schädigungen bestritten, die durch den Prozeß herbeigeführt sind, sondern nur bea ftritten, daß ich ohne weiteres eine Reformbedürftigkeit der politischen Polizei damals anerkannt habe. Das ist doch etwas sehr Ver schiedenes.( Zustimmung links.) Abg. v. Szmula( 3) bittet die Regierung, mit ihren Versammlungsauflösungen in Oberschlesien aufzuhören, das Volt Nach weiterer belangloser Debatte erwidert Rickert( frs. Vg.): Dem Minister danke ich für seine werde dadurch in seiner breiten Masse aufgeregt. Nach einer auf Offenheit; ich bedaure aber seine Erklärung über den§ 53. gelösten Versammlung in Kattowiß erhielt der„ Katollit", das Dieser Paragraph wäre nie und nimmermehr angenommen worden, oppofitionelle Blatt, sofort 1000 neuer Abonnenten. Die gewaltsame wenn diese Interpretation des Ministers vorgelegen hätte. Einführung der deutschen Sprache und die Versuche zur Ausrottung soll es es einfach Grundsay sein: Die Namen des Polnischen sind in Schlesien schon unter Friedrich dem Großen der Agenten werden überhaupt nicht ges mißlungen. nannt? Der Minister ist verantwortlich auch für die Abg. Rickert( frs. Vg.): Die Frage, wer ein nationalgefinnter Weigerung des Polizeipräsidenten. In dem Falle von Tausch lag Mann ist, ist im deutschen Parlament sehr unerquicklich. Die gar kein Grund vor, ein Judividuum wie Gingold- Stärk zu schonen. Norddeutsche Allgemeine Zeitung" brachte neulich einen auch vom Es ist ein Vertrauensbruch gegen den Reichstag, Vorwärts" übernommenen vortrefflichen Artikel, welcher darlegte, wenn der Satz aufgestellt wird, daß man einen solchen Kerl nicht was für ein Unfug heute mit dem Worte national" geau nennen braucht, Sie fürchten, daß Sie dann keine Agenten betrieben wird. Antinational" sind schon ganz andere Leute ge- tommen, wenn die Namen genannt werden. Ach, solche Suba nannt worden. Würden wir das Deutsche zur Vorbedingung für jette bekommen Sie alle Tage, die ristiren die Abhaltung einer Versammlung machen, so würden wir hinter auch das. Der Minister will nicht zugegeben haben, daß anderen Kulturvölfern, felbst gegen Rußland zurückstehen. Das schwere Schädigungen durch den Prozeß au an den Tag gee Gesetz muß gegen jedermann gleichmäßig angewandt werden. Noch tommen seien; er hat es indirekt zugegeben. Der Reichsfangler hat ein paar Worte über den Prozeß Leckert Lühow. Die hier direkt gesagt, daß der Minister des Innern die Schritte ge vortrefflichen Ausführungen des Staatssekretärs des Auswärtigen than hat, welche solche Borkommnisse für die Zukunft vermeiden Amtes haben vollständige Klarheit geschaffen darüber, daß er und die laffen. Regierung sich nicht anders helfen konnten, als durch die Gerichte. Unerklärt bleibt nur, daß das Auswärtige Amt 5 Jahre der politischen Polizei gegenüber ohnmächtig gewesen ist. Graf Caprivi foll einen tühnen Griff versucht haben, aber er scheiterte an dem Widerstande des damaligen Ministers des Innern. Nach§ 53 der Strafprozeß- Ordnung dürfen Beamte ihr Zeugniß nur verweigern, wenn dies gegen die Ordnung und Sicherheit des Staates und Reiches ist. v. Tausch hat unter Berufung auf diesen§ 53 das Abg. v. Sedlih( ft.): Die Erklärung des Herrn Ministers Zeugniß verweigert in der Frage, ob Hahn der Verfasser des über die politische Polizei hat mich durchaus befriedigt. Der Artikels in der„ Kölnischen Zeitung" sei. Tausch wurde auf Hauptfehler liegt darin, daß nicht eine wirklich vera gefordert, die Erlaubniß des Polizeipräsidenten einzuholen. antwortliche Person mit der Leitung der politis Serr von Windheim hat ihm diese Erlaubniß nicht fchen Polizei betraut ist. Wer einen so ausgedehnten Ges gegeben. Später hat Tausch den Namen genannt. Das schäftsbezirk hat wie der Polizeipräsident von Berlin, kann nicht die ist ein unerhörter Mißbrauch des§ 53. Ich möchte volle Verantwortung für alles tragen. Dafür muß eine wissen, ob erst die Intervention der Staatsregierung, speziell andere Stelle geschaffen werden und mit einem Lübeck. Wegen gemeinsamer Mißhandlung und Körper- des Ministers des Innern, nothwendig war, Herrn fähigen, und Ehrenmant besett werden. Wer verlegung Arbeitswilliger wurden verurtheilt je ein Aus. v. Windheim zu überzeugen, daß§ 53 hier nicht playgreife. in der Praxis steht, muß zugeben, daß, wenn die ständiger zu 3, 22, 2 und vier andere zu je 1/2 Jahr Ge- müssen wir da nicht mißtrauisch sein bei der BeNamen der Agenten angegeben werden, eine fängniß. willigung von Mitteln für die Polizei? Worin politische Polizei überhaupt nicht möglich 18. Hamburg. 1 Woche Gefängniß ein Hafenarbeiter wegen wird die Reform der politischen Polizei bestehen? Der Minister ist. Die Medizinalpolizei follte endlich dem Minister des Abreißens amtlicher Bekanntmachungen. hat die Schäden' bei der Organisation der politischen Polizei an- Innern unterstellt werden. Für die Selbstverwaltung ist Verminde 19. Berlin. Der Genosse 3eiste wegen Beleidigung des erkannt. Das Volt will wissen, welche Reformen der Minister rung des Schreibwerks und Vermeidung bureaukratischer Einseitigkeit Restaurateurs Schulze 500 M. Geldstrafe. einzuführen gedenkt. Ich wünsche, daß die Kommission, von der er nöthig; dem Prinzip der Dezentralisation, daß sich in der neueren sprach, diese Aufgabe bald löse.( Beifali.) Verwaltung Geltung verschafft, werde noch immer zu wenig Rech nung getragen. Redner empfiehlt eine Verwaltungsreform, wodurch die Stellung der Landräthe und der Stadtverwaltungen erweitert und gefestigt wird; zu dem Gemeinsinn der Bürger dürfe man dabei weitgehendes Vertrauen haben. " " " Lübeck. In der Berufungsinstanz wegen Beleidigung Arbeitswilliger zwei Arbeiter je 3 Monate, einer 10 und einer 6 Wochen Gefängniß. Wilfter. Je 3 M. Geldstrafe 2 Genossen wegen unerlaubten Sammelns. Halle. Der Redakteur des Voltsblatts" 6 Wochen Haft wegen Verübung groben Unfugs. 16. Hamburg. Ein Ewerführer wegen Verstoßes gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung 14 Tage Gefängniß. " " " " 21 " Zwei andere Streifende wegen Verstoßes gegen die Straßenordnung je 10 M. Geldstrafe. Abg. Frhr. v. Eynatten( 3.) führt Klage über die Verunreinigung des Wurmbaches durch Fabrikabwässer, die dessen großen Fisch reichthum zerstört haben. Dabei werden Landwirthe und Industrielle ganz ungleich behandelt. Von den Landräthen verlangt man genaue Reinhaltung des Wafferlaufs, während die Industrie- Anlagen das Wasser verpesten. Es ist durchaus nöthig, eine Umgestaltung des Wafferrechtes herbeizuführen. Regierungskommissar Geh. Rath Kruse erwidert, daß die Re gierung sowohl den örtlichen, wie den allgemeinen Verhältnissen Rechnung trägt und Maßnahmen vorbereitet. Kiel. Ein Monat Gefängniß Genosse Lütjens wegen Offiziersbeleidigung. Minister des Innern v. d. Recke: Ich habe ausdrücklich 20. Weimar. Wegen Verstoßes gegen das Preßgesetz Genosse hervorgehoben, daß in den Landestheilen mit gemischter Sprache in Crämer 6 M. Geldstrafe. der Regel dafür gesorgt werden müsse, daß Beamte, welche beider Altona. Ein Ausständiger wegen Vergehens gegen§ 153 Sprachen mächtig sind, verwandt werden. In diesem Sinne sind der Gewerbe- Ordnung 2 Monate Gefängniß. auch schon früher wie jetzt Verfügungen an die Behörden ergangen. 21. Hannover. Zwei Monate Gefängniß Genoffe Thielhorn Wenn trotzdem Versammlungen ohne Grund aufgelöst worden sind, wegen Majestätsbeleidigung. so kann ich das nur bedauern und werde Remedur eintreten lassen. Erfurt. Genosse Coors wegen Verübung groben Unfugs Auf die Frage, ob dem Kriminalkommissar v. Tausch erst auf 1 Woche Gefängniß. meine Initiative die Erlaubniß zur Aussage gegeben worden sei, Altona. Neun Monate Gefängniß ein Schlosser wegen Be- au antworten, muß ich ablehnen; das betrifft lediglich ein drohung eines Arbeitswilligen. Wegen des gleichen Ver- Internum der Staatsverwaltung.( Unruhe links, gehens ein Ewerführer 4 Monate Gefängniß. Ein anderer Beifall rechts.) Vielleicht genügt es aber dem Abg. Rickert, wenn Ausständiger wegen Mißhandlung 1 Jahr Gefängniß. Und ich ihm fage, daß eine Verweigerung des Zeugnisses endlich ein Schauermann wegen Hausfriedensbruchs 6 Monate bezw. die Nichtertheilung dieser Erlaubniß für den Gefängniß. Polizeibeamten, Agenten zu nennen, einer bisher ganz konstant Abg. Stöcker: Auf den Prozeß Leckert- Lützow will ich nicht 22. Ein Streifender wegen Hausfriedensbruchs eine Woche Ge- innegebaltenen Pragis entspricht, und ich kann nicht näher eingehen. Herr Gamp hat mich aufgefordert, meine Ausa fängniß. anerkennen, daß dies den Bestimmungen des§ 53 zuwider ist. Das führungen gegen Herrn v. Stumm zurückzunehmen. Ich habe aber Hamburg. Ein Schauermann wegen Uebertretung der versteht sich doch von selbst, daß, wenn man in solchen Herrn v. Stumm mit diesen Leuten gar nicht in Verbindung gee Straßenordnung 10 M. Geldstrafe. Ein Kohlenarbeiter Fällen Agenten nennt, man dann Gefahr läuft, überhaupt bracht, sondern nur gesagt, daß diese Leute für Herrn v. Stumm wegen des gleichen Vergehens und Beamtenbeleidigung eine Agenten mehr zu bekommen; und daß damit schließ- Material gesammelt haben. Ich kann also auch nichts zurücknehmen. 1 Woche Gefängniß und 6 M. Geldstrafe. Ein Ewerführer lich die politische Polizei vollständig aufhören würde Herr v. Stumm hat im vorigen Jahre eine der übelsten Reden, wegen Mißhandlung eines Arbeitenden 6 Monate Gefängniß. und damit dem Wohle des Landes nicht genügt wäre, brauche ich nicht einschließlich der sozialdemokratischen gehalten. Er hat feine - Ein anderer Ewerführer wegen des gleichen Vergehens auszuführen. Wenn in allen Fällen, wo das Gericht eine solche Frage stellt, Berechtigung, mir Vorwürfe zu machen. Meine Ueberzeugung 7 Monate Gefängniß. Agenten genannt würden, würden wir ohne Agenten sein. Was die ift, daß im geheimen jeder Deutsche, welcher noch Gefühl Leipzig. In der Revisionsinstanz Genosse Jahn Berlin Organisation der politischen Polizei betrifft, so habe ich im für vaterländische Dinge hat, auf antisemitischer Seite steht. Wir 4 Monate Gefängniß wegen Majestätsbeleidigung. Januar nicht direkt Schäden anerkannt; so deutlich und tämpfen nicht gegen die materiellen, sondern gegen die bedenklichen 23. Lübeck. Zwei Streifende zu je 5 Tagen Haft und einer zu unverhohlen habe ich mich nicht ausgesprochen, wie mir in den geistigen Uebergriffe der Juden. Nichts lastet so verhängnißvoll 1 Tag Haft wegen Uebertretung der Straßenpolizei- Ordnung Mund gelegt wird. Ich habe vielmehr gesagt: Ich würde diejenigen auf dem Staate als der Mangel an religiösem Gefühl. Daran hat bezw. Verübung groben Unfugs. Wegen Fabrikantens und Reformen der politischen Polizei in die Wege leiten, die sich mir als die semitische Preffe die Hauptschuld. Ein armenischer Profeffor Polizeibeamten Beleidigung der Klempner Schweizer nothwendig aufdrängen. Ich habe schon vor dem Prozeß und gleich nach sollte hier in öffentlicher Bersammlung reden, um für die Armenier 3 Monate, und Genosse Friedrich 1 Jahr Gefängniß. Beendigung bezw. während desselben einige Anordnungen getroffen, Liebesgaben zu sammeln, bezw. dafür zu interessiren. Denten Ste Magdeburg. 3 Monat Gefängniß Genosse Jahn wegen die mir erwünscht schienen. Ich habe zunächst sofort die so einmal, wenn in der Türkei 10 Juden ermordet wären, Beleidigung eines Arbeitgebers, und wegen Richterbeleidigung genannten felbständigen Kommando's bis auf welches Geschrei wäre von sämmtlichen Juden Europa's erhoben Genosse Bethge 2 Monate Gefängniß. weiteres inhibirt. Das Charakteristische dieser Kommando's worden! Dieser Professor Thumajan ist in der Presse arg vers " Hamburg. Wegen Mißhandlung Arbeitender ein Aus: bestand darin, daß die Herren von ihrer eigentlichen leumdet worden. Er hat unangefochten in der Schweiz, Franks ständiger 3 Monate Gefängniß. Antrag 8 Monate. Ein vorgefeßten Behörde vollständig losgelöst wurden reich u. f. w. reden dürfen, nur bei uns nicht. Fürchtet man die anderer wegen Abreißens amtlicher Bekanntmachungen und denjenigen Behörden unterstellt wurden, die sie requirirt hatten. Türkei? Wir haben es in Armenien mit der umfassendsten, 14 Tage Gefängniß. Noch zwei andere wegen Vergebens Es wird sich nicht vermeiden laffen, daß derartige selbständige blutigften, grausamsten Christenverfolgung zu thun, die es je gegeben gegen§ 153 der Gewerbe Ordnung je 1 Monat Gefängniß.| Kommando's an einzelnen Stellen auch später noch noth- hat. Selbst die Christenverfolgungen unter den römischen Kaisern " 21 = fchen dahinter zurück. Sogar höhere türkische Offiziere haben an Fälle sind mir nicht bekannt; ich muß den Abg. Dasbach auf den Der Süddeutsche Trägerverband hat eine Erklärung erlassen, diesen Greueln theilgenommen. Vielleicht klärt der Minister auf, Beschwerdeweg verweisen. worin gesagt ist, daß der Verband für die erste Hälfte dieses Jahres weshalb dieser Professor Thumajan in Deutschland nicht hat reden Nach weiterer, weniger erheblicher Debatte erhält das Wort schon seit Mitte Dezember an Frägern nichts mehr abzugeben hat; dürfen. Die evangelische Bevölkerung ist durch dieses Verbot sehr der Abg. Szmula( 3.): Wäre die Rechte nicht so unruhig ge- andernfalls könnte dies nur zu 5 M. höheren Preisen geschehen. beunruhigt worden. wesen, so hätte der Minister meine Rede verstanden. Daß ich Die Werke seien für diesen Zeitraum so sehr durch Bestellungen von Minister v. v. Recke: Allerdings ist diesem Professor und sozialistische Tendenzen verfolge, muß ich entschieden zurückweisen. Schienen für deutsche Eisenbahnen beansprucht, daß sie die HerPastor nahegelegt worden, entweder mit seinen aufreizenden Reden Ich bin Landwirth und bekämpfe den Sozialismus. Was die stellung von Trägern einschränken müßten; für eine Vermehrung aufzuhören oder sich darauf gefaßt zu machen, des Landes verwiesen Hungersnoth in Oberschlesien betrifft, so hat 1847 die Regierung der Erzeugung würden zwar die Walzeinrichtungen, nicht aber die zu werden. Die Gründe liegen auf dem Gebiete der auswärtigen erst spät sich um die Sache bekümmert, indem sie einen Arzt aus vorhandenen Rohstoffe ausreichen. Den Verkauf von Trägern für Politit. Er hat sich nicht darauf beschränkt, Theilnahme für die Berlin hinschickte. Ich bleibe also dabei, daß die Regierung die zweite Hälfte des Jahres werde der Vorstand wohl nicht vor Armenier zu erwecken, sondern er hat auch seinen eigenen Souverain an der Epidemie schuld gewefen. Herr Virchow würde dem April aufnehmen können. angegriffen, und das widerspricht unseren freundschaftlichen Be- mir das bestätigen, wenn er hier wäre. Eine Be Dem Verein deutscher Spiegelglas: Fabrikanten, der, wie ziehungen zu der Türkei. Seinen humanitären Bestrebungen ist nicht einflussung der obersten Gerichte habe ich entgegengetreten worden. allerdings nicht für unmöglich gehalten. Ich habe Abg. v. Heydebrand( f): Der Prozeß Leckert- Lützow hat in fie aber nicht behauptet. Schon die Art und Weise, wie der politischen Polizei große Mißfläude aufgedeckt. Bei der ber Minister die Sache besprochen hat, ist eine Auswahl der Agenten und Beamten wird die Beeinflussung.( Beifall bei den Polen und im Zentrum.) größte Vorsicht anzuwenden und den Herren sehr Nach einer Rede des Abg. Gothein vertagt sich das Haus. anf die Finger zu sehen sein. Ganz wird man Persönlich bemerkt Abg. Stöcker, daß er gegen Herrn v. Stumm aber solchen Mißgriffen nicht vorbeugen tönnen. nichts zurückzunehmen habe. Unterstaatssekretär v. Braunbehrens: Gegen die Ueber- Schluß 414 Uhr. Nächste Sigung: Freitag 11 Uhr.( Fort tragung der Sanitätspolizei auf das Ministerium des Innern hatte fetzung der heutigen Berathung.) der Minifter des Junern nichts einzuwenden. Zunächst würde aber der Herr Kultusminister ein Wort darüber zu sagen haben. Das Anwachsen des Schreibwerks beklagen auch wir aufs tiefste. Mnternehmer- Derbände. vor einiger Zeit im Vorwärts" mitgetheilt wurde, die Verkaufs preise um 5 pet. herabgesetzt hat, um den Absatz von Spiegelglas in Deutschland zu heben, gehören, nach einer Mittheilung der Frantf. Btg.", folgende Unternehmen an: die Gesellschaft St. Gobain, die in Stolberg und Waldhof in Deutschland Fabriken besitzt und foeben in Franière- lez- Namur in Belgien eine Fabrik errichtet, die Deutsche Spiegelglas- Aktien- Gesellschaft zu Freden und Grünenplan bei Dorsten in Westfalen, die Schlesische Spiegelglas- Manufaktur Karl Hildesheim, die Glas- und Spiegelmanufaktur zu Schalte und Tielsch zu Altwasser, die Herzogenrather Spiegelglas- und Spiegelfabrik Dunkel u. Co. zu Herzogenrath in der Rheinproving und die Rheinische Spiegelglasfabrik zu Edamp bei Ratingen. Der Verein hat auf die Preisbildung sonst nur geringen Einfluß, weil ihm nur ein kleiner Theil der Spiegelglasfabrikanten angehört. Da er aber eine Herabsetzung des Preises beschlossen hat, erneuerten die belgischen Spiegelglasfabrikanten, die mit der deutschen Konkurrenz in erster Linie zu rechnen haben, schleunigst ihr früheres Syndikat. Der Fabrikantenverein in Forst, der seit 25 Jahren besteht Abg. Dr. Friedberg( natl.) bebt einige Aeußerungen des Abg. und ein Glied des Zentralvereins deutscher Industrieller ist, hat jetzt v. Szmula hervor, die in der Unruhe des Hauses verloren gegangen 127 Mitglieder. Als im vorigen Jahre die lönigl. Regierung den feien. Er habe behauptet, die Regierung habe in Oberschleſten den Berein um ein Gutachten über die Nützlichkeit der SonnHungertyphus verschuldet, er habe von einer Beeinflussung des Reichsgerichts durch die Regierung gesprochen und gesagt, daß die tagsruhe ersuchte, lehnte der Vorstand die Beantwortung ab. arme Bevölkerung Schlesiens seit Jahrhunderten arbeitet, um Reich- Reine Antwort ist auch eine. thümer für die dortigen Wohlhabenden zu schaffen. Das sei eine Das Dentsche Zuckersyndikat, das von 151 Rübenzucker- Eine Vereinigung der Interessenten der Schiffchenstickerei Sprache, schlimmer wie die der Sozialdemokratie. Was fage denn fabriken als Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet worden in Planen i. V. wird geplant. Die Vereinigung bezweckt die dazu der Graf von Balleström?( Sehr gut!) Eine Ein- ist, und seinen Sitz in Magdeburg hat, bezweckt ftatutarisch: den Ab- Festsetzung von Minimallöhnen, unter denen Stickereien auf Schiffchenschränkung der Aufgabe der politischen Polizei faß der Erzeugnisse der deutschen Rübenzucker- Industrie zu regeln, stickmaschinen nicht ausgeführt werden sollen. Nach dem von einer fei bringend erwünscht; die Beamten derselben sowie diejenigen Einrichtungen und Maßnahmen zu treffen, welche Kommiffion ausgearbeiteten Statut sollen sich die Mitglieder vermüssen besser befoldet werden; tüchtige Leute einer Entwerthung der Produktion vorbeugen; insbesondere ist die pflichten, vom 1. April 1897 ab Aufträge, wobei der Lohn weniger finden sich für so niedriges Gintommen nicht. Gesellschaft berechtigt: 1. die diesen Zweck erfüllenden Verträge mit als 40 Pf. für 6/4 Rapport und weniger als 50 Pf. für 4/4 Rapport Minister v. 5. Recke: Ich werde nicht verfehlen, die Vor- den Rübenzucker- Fabriken zu schließen; 2. eine Zentral- Geschäfts- beträgt, weder zu vertheilen, noch zu übernehmen. Im Falle der schläge des Herrn Friedberg zu beachten, namentlich den stelle mit den erforderlichen Zweigniederlassungen zu errichten; und Zuwiderhandlung unterwerfen sich die Mitglieder einer Strafe Borschlag bezüglich einer Erhöhung der Ge- 3. ein statistisches Bureau zu unterhalten. von 100 Mart für jeden einzelnen Fall. Zur Sicherung hälter. Von der Rede des Herrn Simula habe ich nichts im Zu Deutlicher ausgedrückt, will das Syndikat die Erhöhung des dieser Konventionalstrafe hat jedes Mitglied drei bei Sicht fammenhang verstanden, sonst hätte ich ihr widersprochen. Nachdem Preises herbeiführen, der für Rohzucker auf dem Weltmarkt gezahlt zahlbare, auf je 100 Mart lautende eigene Wechsel ausich von seinen Ausführungen Kenntniß erhalten habe, stehe auch wird. Zu diesem Zweck wird es mit der fürzlich in Wien gegrün- zustellen und dem Vorsitzenden zu übergeben. Werden berechtigte ich nicht an, fie als ganz unerhört zurückzuweisen.( Beifall rechts.) deten Genossenschaft der österreichisch ungarischen Zucker- Abzüge vom Lohn gemacht und bewilligt, so find diese dem Vors Abg. Dasbach( 3.): Der Minister hat den Grundsatz auf- fabriken in innige Gemeinschaft treten. Man sieht hieran wieder, fißenden sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeiter innerhalb gestellt, daß man ganze Inftitutionen nicht nach den Verfehlungen daß das Unternehmerthum selber international handelt, während es dreier Tage anzuzeigen. Von den eingegangenen Strafgeldern soll einzelner beurtheilen dürfe. Den Polen gegenüber wendet er ihn nicht genug Worte der Entrüftung finden kann darüber, daß auch die Hälfte demjenigen zufallen, der den Fall zur Anzeige brachte; Redner führt einige Fälle an, in denen die Arbeiter mehr und mehr sich international organisiren. die andere Hälfte dagegen soll zur Förderung von Wohlfahrts Zentrumsblättern die amtlichen Anzeigen vorenthalten find. Die im Rheinisch- westfälischen Kohlensyndikat organisirten einrichtungen für die an Schiffchen- Stickmaschinen beschäftigten Das tatholische Volk habe ein Recht und ein Interesse, Bechenbesitzer haben in ihrer letzten Versammlung den vom Beirath Arbeiter verwendet werden. Die Bereinigung soll nur dann ins die Verfügungen der Behörden zu lesen. Für diese Imparität sei des Syndikats gestellten und vom Vorstand des Syndikats befür Leben treten, wenn etwa neun Zehntel der vorhandenen Schiffchenfein ftichhaltiger Grund angeführt worden. Der„ Märkischen Volksworteten Antrag angenommen, wonach vom 1. März die Einmaschinen resp. deren Besitzer beitreten. Zeitung" seien vom Grafen Pückler die Kriminalnachrichten schränkung der Förderung aufgehoben ist. Für den entzogen worden, weil sie angeblich gehässige Artikel gegen die Antrag wurden 2539, dagegen 1729 Stimmen abgegeben. Die großen Sargfabritation erstreckt, paßt sie nun auch die Herstellung politische Polizei gebracht habe. Der wahre Grund aller dieser Zechen Harpen, Gelsenkirchen, Hibernia, Consolidation, Zollverein, Entziehungen sei nur, daß die Blätter nicht gegen ihre Ueber- Bismarck und Unser Fritz stimmten für die Aufhebung der von Wiegen dem Verhältniß von Nachfrage und Angebot an, so zeugung alle Regierungsmaßregeln vertheidigen. Als wenn nicht Förderungseinschränkung. Der Beschluß wurde gefaßt, weil man daß auch dieser Industriezweig wieder lohnende Beschäftigung bietet". auch offiziöse Blätter wie die Kölnische Zeitung" die Regierung annimmt, daß der außergewöhnlich gute Geschäftsgang von Dauer Die Amerikaner werden also jetzt von der Wiege bis zum Grabe monopolisirt. angriffen und ihre Maßregeln kritisirten. sein wird, und weil die Nachfrage nach Kohlen die jetzige, beschränkte Minister des Innern v. d. Recke: Die angeführten einzelnen Förderung bei weitem übersteigt. aber nicht an. Für den Inhalt der Inserate Schiller- Theater Urania, Tauben- Strasse übernimmt die Nedaktion dem ( Wallner- Theater). | No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung Publikum gegenüber keinerlei Freitag, abends 8 Uhr: Eine Palaft: täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. revolution. Berantwortung. Eintritt 50 Pf. Sonnabend, abends 8 Uhr: Eine Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Palaftrevolution. Theater. Freitag, den 12. Februar. Opernhaus. 7. Symphonieabend der fgl. Kapelle. Schauspielhaus. Die Journalisten. Deutsches. Morituri. Berliner. Uriel Acosta. Lessing. Das Glück im Winkel. Neues. Marcelle. Unter den Linden. Der Kleine Herzog. Oftend. Der Walzerkönig. Westen. Wilhelm Tell. Residenz. Associés. Thalia. Frau Lieutenant. Schiller. Eine Balastrevolution. Zentral. Ein fideler Abend. Volks. Von Stufe zu Stufe. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Menschenfresser oder eine Gefallene. Belle- Alliance. Trilby. Parodie. Genovefa. Alexanderplat. Eine pitante Ehe. Paffage- Panoptikum. Affentheater. Apollo. Spezialitäten. Alexanderplay- Theater. Heute und die folgenden Tage: Eine pikante Ehe. Berliner Poffe mit Gefang und Tanz in 4 Atten von Eugen Prudens. Anfang 8 Uhr. Bons, auch die zu anderen Stücken Oftend- Theater. Sternwarte validenſtr. 57/62 ausgegeben find, behalten ihre Giltigkeit. Lehrter StadtbahnGr. Frankfurterstr. 132. Dir. G. Weiß, hof. Täglich von 72 Uhr abends ab Heute und Morgen: Walzer: 50 Pf. Im Theater Saale täglich fönig. Anfang 8 Uhr. Sonnabend: 8 Uhr abends Vorträge, mit ExperiVoltsvorstellung zu fleinen Preisen. menten n. gr. Lichtbildern ausgestattet. Preciosa. Sonntag Nachmittag zu Näheres die Tagesanschläge. halben Kassenpreisen: Preciosa. Sonntag Abend zum 1. Male: Berlin wie es weint und lacht. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst Theater). " Frau Lieutenant." Vaudeville in drei Akten von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von G. Serpette und V. Roger. Morgen und folgende Tage:" Frau Lieutenant." Sonntag nachmitt. 3 Uhr: Trilby. Viktoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112. Heute Belle- Alliance- Theater fowie jeben Freitag u. Montag: Volks- Vorstellung unter Regie bou Julius Türk. Sonntag, den 14. Februar, nachmittags 3 Uhr: Zum ersten Male: Das Käthchen von Heilbronn. Von Heinrich von Kleist. Käthchen: Wilhelma Wagner. Wetter v. Strahl: Heinrich Frey. Rheingraf v. Stein: Rich. Jürgas, Theobald: Wilh. Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in ben bekannten Zahlstellen zu haben. Friedrich Wilhelmst. Theater. " Menschenfresser" oder: Eine Gefallene." Schauspiel in 4 Aften von May Wieland. An: fang 8 Uhr. Sonnabend nachmittags 4 Uhr: Ensemble- Gastspiel der fleinen Hänsel und Gretel Dav fteller, Geschw. Seiß. Hänsel und Gretel." Märchenspiel m. Gesang und Tanz in 4 Bildern, Abends 8 Uhr: Menschenfresser oder: Eine Gefallene. Sonntag, nachmt. 1/24 Uhr: Die Grille. Schauspiel in 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate). Zum Schluß: Finke's Schelmenstreiche. Ensemble von Meyfel. Lumpe- Gastspiel PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit. AffenTheater Vorstellungen um 5 und 7 Uhr. Castan's Panopticum. Pygmäen Die beiden indischen die kleinsten Menschen der Welt! Damen- Wettschwimmen. Circus Renz Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Freitag, den 12. Februar 1897, Abends 71/2 Uhr: Sonntag nachmittags 4 Uhr: Das Märchen vom tapferen Schneider. lein. Zauber- Komödie mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Eugen Prudens. Billets find schon 3 Tage vorher, ohne Vorbestellgebühr, an der Theaterkaffe zu haben. Vormittags 1/ 211-122 Uhr. Abends von 27 Uhr an. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Der Glücklichmaher. Der Lampenkall. M. Aschinger, Konzertsäng. Bernhard Wilhelmy. Max Walden, Karrifaturist. Adelina Zeth, Soubrette. In Vorb.: Baruch und Sohn. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bfg. Avis! Sonnabd., 13. Febr., wegen Privat- Festlichkeit ge= schloffen. Alcazar Variété- Theater I. Ranges. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage) Annenstr. 42/43. Art. Leiter: Kapellm. Martin Stein. Humoristische Vorstellung. Roloffaler Erfolg Aufführung der Novität: Durchschlagender Erfolg! Aus der Mappe eines Broth. Clewers, Kunstschützen. Robin& Bérat, Jongleure. Barnum& Beilay, Bauberparodisten. Freitarten behalten Giltigkeit. Anfang 8 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Nachdem die Truftbildung in Amerika sich schon auf die Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thore. Heute, Freitag, abends 7 Uhr: Buerft: Flitterwochen. Schwank in 1 Aft, darauf z. 5.Male: Von Stufe zu Stufe. Lebensbild von Dr. Hugo Müller. Entree von 50 Pf. bis 3 M. Concordia Variété- Theater Brunnenstr. 154. Täglich: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Das beste Programm d. Nordens. 1. a. Gefchw. Carré, brillante Doppel: Jongleure. Mira Vorrmann, die fesche Soubr. Otto Buddel, gefällt nach wie vor. Neu einstudirt: Bomben und Granaten, Posse. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Umtausch Billets haben Giltigkeit. = Kaufmann's Variété. Neues Programm!!! Der kleinste Circus der Welt. Neu! Wasser- Pantomime. D.Entführg. a. d. Drachenschlucht. Mr. Patty Antipode, Lorch- Trappe, Rose und Jules, B'laek und White, Geschw. Emilon, Geschw. Gorelly, Edi Blum und 25 Elite- Nummern. Welt- Restaurant Variété- und SpezialitätenTheater. Dresdenerstraße 97. Jm vorderen Saal täglich bei freiem Entree: Grosses Künstler- Konzert Im großen Theatersaal: Berliner Sportmädels. Ausstattungs- Burleske mit Gesang Anfang: Entree: Uhr. 20 Pf. CIRCUS BUSCH Bahnhof Börse. Freitag, den 12. Februar cr., abends 72 Uhr: Gr. humoristische Vorstellung. Das Tagesgespräch von Berlin: Nach Sibirien. unvergleichlicher Erfolg! Ferner: Der Gigerl: Klown Mr. Alf. Daniels als Schnellphotograph. Bum 1. Male: Hermanos Castagna als musikal. Schultnaben. 100 Klowns, männl. und weibliche. Zum 1. Male: Mr. Sidney und Cyrillo als Duellanten. 4 arabische Schimmelhengste als Schaukelpferde und 6 trakehner Hengste, dress. und vorgef. v. Direktor Busch. Wellington, russischer Hengst, ger. v. Herrn Salamonski. Fauler Zauber, arab. Hengst, geritten von der Schulreiterin Mlle. Eugenie. Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Jubiläums Vorstellung. Zum 50. Male: Nach Sibirien. Sonntag: 2 Borstellungen. Nach mittags 4 Uhr: Zscheus. Abends 7 Uhr: Nach Sibirien. Burg Feen- Palast, straße 22. Direktion Winkler& Fröbel. Präzise 9 Uhr: Die mit jubelndem Beifall auf: genommene Sensations: Posse Eine tolle Nadjt. Hauptrollen: Rich. Winkler u. Wilhelm Fröbel. Dazu das einzig allein dastehende unübertreffliche Februar- Programm. Kunst Spezialitäten ersten Ranges. Anfang 7 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. bis 2 M. Achtung! Achtung! Künstliche Zähne von 3 M. an, Theil. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahnziehen, Bahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Lausigerplatz 2, Riefengebirgs- Phantasten. Entree 30 Bf. Die Direttion. Conntags& uhr Contags 30: Guckel, 1, 71 I. Eine romantisch phantastische Handlung von Direktor Franz Renz und dem großherzoglich hessi: Billets find ohne Vorbeſtellgebühr Parodie- Theater hen Hofballetmeiſter Aug. Siems. Oranienste. 52. fchon drei Tage vorher an der Theater: kaffe zu haben. Außerdem im Invalidendant, Unter den Linden 24, bei Jeden Abend 8 Uhr die Novität: Baul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Genovefa, Pfalzgräfin am Rhein, Julius Lengenfeld, Marfgrafenstr. 50. oder: Ein schwer geprüftes Frauen herz. Großes Ritterdrama in 5 Aften. Außerdem die hervorragendsten Nummern d. Repertoirs. Die drolligen Babys in der Kinderstube, dar gestellt von 6 Ponnys n. 1 Doppelponny, dress. und vorgef. von Herrn Gine Schul Robert Renz. Quadrille, ger. von 8 Herren. Auf treten d. Schulreiterin Mlle. Willma mit dem Schulpferd Pretty Boy. Sonnabend, 13. Februar cr., abends Spaniens berühmteste Tänzerin 7 Uhr: Aus der Mappe eines Riefengebirgs- Phantasten. Central Theater. Apollo- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Rich. Schulz. Freitag, den 12. Februar er.: Emil Thomas a. G. Novität! Zum 6. Male: Novität Ein fideler Abend. Burleske dramatische Revue in 1 Bor: spiel und 3 Bildern von J. Freund und W. Mannstadt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Ein fideler Abend. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Carmencita das englische Schönheits- Quintett Sonntag, Den 14. februar 1897: 2 grosse Vorstellungen. 2 Nachmittags 4 Uhr:( Ermäßigte 5 Lorrison Preise u. 1 Kind unter 10 Jahren frei. Das Sensationsbild Endlich allein." und 30 hervorragende Kunstkräfte. Kaffeneröffnung 61/2 Uhr. Anf. 71/2 Uhr. Lustige Blätter. Großes elettrisches Ballet! Abends 7 Uhr: Aus d. Mappe eines Riefengebirgs- Phantaften. In unseren 54 Schankstätten verzapfen wir vom 31. d. M. ab 980L* 10 Liter Bockbier feinster Qualität für 10 Pf. Lagerbier nach wie vor 1. Ltr. 5 Pfg. 15 halbe Literflaschen 20 kleine Weissen je 1,50. Kantinen und Werkstätten höchste Rabattsätze je nach Uebereinkunft. BRAUEREI GERMANIA Frankfurter Allee 53. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin.