Nr. 37. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit auftrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Zeitungss Breisliste für 1897 unter Br. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für bte fechsgespaltene Kolonelselle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, forte Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Quittung. Im Monat Januar sind bei dem Unterzeichneten Parteibeiträge eingegangen: 1 " " 5,-. Mann im Mond 2500,- Memel, von Genossen 5, Für den gefchäftsführenden Ausschuß. A. Gerisch, Eichenstr. 4. . Sonnabend, den 13. Februar 1897. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Politische Nebersicht. bes einen Haufen alten Bauholzes und alten Eisens, und eine Sammlung von schwimmenden Särgen. Unsere deutschen folgende Flotten- Schwarmgeister entwerfen von der deutschen Flotte ein Berlin, 12. Februar 1897. ähnliches Bild; die englischen Sachverständigen stellen der Apolda 6,-. Augsburg, U. 20,-. Berlin, Beiträge der Wahl- englischen Flotte kein besseres Zeugniß aus, und von der Aus dem Reichstage. Die Diskussion des Etats des freise: 1. Kr. 50,- 2. Kr. 250,-( darunter Uebersch. v. Wahren russischen Flotte hat man nie etwas anderes gehört. Reichsheeres leitete heute unser Genosse v. Vollmar zunächst Jakob" 4,45). 6. Kr.( Oranienburger Borst. u. Wedding) 300,- Es herrscht also eine rührende Uebereinstimmung darin, mit einer Erklärung über die Stellung unserer Partei an deni ( Darunter Polarlicht 77,50). 6. Kr.( Schönhauser Vorst.) 300,-. daß alle jezigen Flotten nichts taugen. Und auch in System der stehenden Heere ein. Wir sind Gegner dieses 6. Kr.( Rosenthaler Vorstadt und Gesundbrunnen) 300, ( darunter Sandstraße 16 1,- Hübner, Swinemünder Gesell Sämmtliche bisherigen Schiffskonstruktionen leiden entweder Zweck der Friedenssicherung zu erreichen. Die sich fortgesetzt ( darunter Sandstraße 16 1,-, Hübner, Swinemünder Gesell- betreff des war um herrscht allgemeine Uebereinstimmung. Systems, weil es die Kräfte des Volkes ausfangt, ohne den fchaftshaus 10,-). Berlin, diverse Beiträge: 2. und H. Br. 5,- Dr. 2. A. 20,-. Rothe Buchbinder, Grünstraße 5,- daran, daß sie allzu schwerfällig sind, so daß die steigernden Lasten müssen schließlich eine Stimmung erzeugen, E. W.-, 50. D. M. 10,-.$. 6. 1,-... 75,-. J. B. 25,-. Schiffe eine gefährliche Neigung haben, von selbst unter die in den Worten:" Lieber ein Ende mit Schrecken, Alw. 1, M. Ham. 3,-. B. V. P. S. 5000,-. Bremerhaven zugehen, und auf stürmischer See sich nicht bewegen wie ein Schrecken ohne Ende", ihren Ausdruck findet. 100, Breslau 250,- Bremen, L. B. 10,-. Bamberg, können; oder sie sind allzu leicht, so daß sie beim Zu- Diese Beurtheilung Des modernen Militarismus J. Rohrbach d. Straub 10,-. Crimmitschau, d. A. G. 200,-sammenstoß mit den eisengepanzerten Kolossen zerdrückt werden schränke sich aber durchaus nicht auf unsere Parteitreise, ( darunter Nov.: Fr. R. 3,-, D. G. 1,03, M. R. 3, wie Pappschachteln. sondern sie verbreite sich immer mehr auch in den bürgerlichen 2. S. 3,-.. R. in 2- ch 2,-; Dez.: Ausschuß Ungenannt" 6,15, luftige R. 40, 3. K. b. 2. 1-, A. K. i. 2- ch 1,50, G. 2. Was thun, um eine wirklich seetüchtige Flotte zu schaffen? Schichten, und selbst in den militärischen Kreisen finde sie Ein2,-,.§. 3,-) Cottbus, G. 10,-. Crimmitschau, D. 1,30. Das ist das Räthsel, vor dem all unsere Marinetechniker gang. Redner weist diesbezüglich auf schriftstellerische AeußeDarmstadt, v. Genoffen 50,-. Dresden, 4. fächs. Wahlkr. 500,- stehen, und das bis auf den heutigen Tag noch feiner gelöst rungen eines gewesenen französischen Kriegsministers, des Eisdorf, von Genoffen v. G. u. Umg. 10, Falkenberg( Oberschl.) hat. Der Schiffsbau ist gegenwärtig im Zeichen chaotischer österreichischen Generallieutenants Freiherrn v. Sacken und 2, Fünfzehnter fächs. Reichstagswahltr. 100,-, Falkenstein Anarchie; jede nene Entdeckung vermehrt nur noch die Rath- unseres jetzigen preußischen Kriegsministers hin. i.. 15,30. Greiz, von Genossen von Greiz und Umgegend 50,-. losigkeit. Besonders die Frage der Leitung und Verpflegung der Gera( Reuß) 100,-. Hamburg, E. Em. 10,- Hamburg, 2. Wahl- Und da sollen wir Deutsche ins Blane hinein Schiffe ungeheuren Heeresmaffen, die ein zukünftiger Krieg freis Einigkeit" 21,55. Haftedt, von Genossen 10,-. Hohenbauen? Wahrhaftig, wir haben unser Geld besser zu brauchen. auf die Beine bringen werde, sei vorläufig noch ein limburg 13,25. Karlsruhe, durch den Vertrauensmann 20,-. Nehmen wir an, wir entschlössen uns zu dem Opfer an ungelöstes Räthsel. Von konservativer und am Militarismus Lauterburg a. H., rothe Hochzeit 3,50. München, Waldläufer Neptun. Was geschähe? Wir bauten eine Anzahl Schlacht persönlich betheiligter Seite werden solche fezerische Ansichten Mannheim von Genoffen 100,-. Marburg, Heinemann 2- schiffe nach dem neuesten System. Aber mit dem neuesten freilich verfehmt und so sei es ja auch dem General v. Goßler, Nordhausen d. d. Vertrauensmann 5,-. Oppersheim von Genossen System der Schlachtschiffe verhält es sich genau wie mit den dem derzeitigen Kriegsminister, pafsirt, daß sein Vorschlag, die 20, Oberlangenbielau, von Arbeitern aus d. Eulengebirge 100,- neuen Ranonen. Ehe die Schlachtschiffe nach dem neuesten nicht verbündeten Staaten möchten Verträge schließen, in denen fie Offenburg 3, Offenburg, Jltis- Prozeß 9,50. Paris 80,- Bausa, System fertig sind, haben wir wieder ein neueres System, sich auf eine Reihe von Jahren verpflichten, keinen Krieg gegenv. Mittelpunkt der Welt 10,- Schwäbischer Binsgroschen 25,- durch welches die Schiffe des jetzt neuesten Systems zu feitig zu führen, als staatsgefährlich und gottles erklärt Stuttgart, aus Württemberg, 50,- Striegau 30,- Stuttgart, Wrackholz undaltem Eisen gemacht sind. wurde. Der Vorschlag wolle dem Herru der Heerscharen in Ulrich, 10,-. Vierzehnter sächsischer Reichstags- Wahlkreis 100,-. Velbert 100,- Borwärts", 4. Quartal 1896, 11 118,70. Winsen Wenn andere Nationen sich den verrückten Lurus erlauben die Arme fallen" und durch Ausführung desselben würden die a. 2. 20,-. Wiesbaden, Wahltr.( Prozeß Schröder) durch B. 89,85. wollen, wir Deutsche sind nicht reich genug, um Milliarden Waffen rosten und das nationale Gefühl erstickt". Glücklicherx. 9. 3. 1200,- Behnter fächsischer Meichstags- Zahlreis 1005. ins Wasser zu werfen. weise fehle wenigstens im arbeitenden und erwerbsthätigen Hamburg- Eimsbüttel, den 9. Februar 1897, Und einholen, wo nicht überholen sollen wir Bolte für diesen Landsknechtsstandpunkt bereits jedes Verdie Flotten der anderen Länder. Als ob wir Frankreich, ständniß. Rußland und England in einen Dornröschen- Schlaf versehen Unser Redner wandte sich dann den einzelnen Beschwerden tönnten, während dessen wir unser Flottenwerk ruhig zu. Er brachte das Verlangen nach warmem Abendbrot für vollenden könnten! Leider geht das nicht, und für jeden die Mannschaften vor und kritisirte die in dem Prozeß gegen Kanonenfieber und Flokkenkoller. Groschen, den wir in unsere Flotte stecken, stecken die Franzosen unser Wünchener Partei- Organ aufgedeckten Uebelstände bei und Russen zwei, die Engländer vier in ihre Flotten. den Menageverhältnissen. Weiter erinnerte Bollmar an die noch Vor einigen Wochen hatte der Reichstag einen heftigen Und der Abstand bleibt so immer derselbe. Nur daß wir die immer nicht beseitigten Mißhandlungen der Soldaten durch Anfall von Kanonenfieber. Die Kanonen, auf die das Deutsche Milliarden los sind. Vorgesetzte, die Duellunfitte, welche durch die nene kaiserliche Reich gegründet ward, sollten urplöglich nichts taugen, Genug die uferlosen Flottenpläne" uferlos, trot Verordnung vielleicht etwas eingeschränkt, sicher aber nicht ganz und ein paar hunderte von Millionen sollten nöthig aller abwieglerischen Eindämmungsversuche find, ganz ab- beseitigt werde. Bom Beschwerderecht des Soldaten erklärte sein für neue beffere Kanonen. Aber und gesehen von fulturellen Gesichtspunkten, praktisch Vollmar, daß dasselbe eigentlich nur den Beschwerdeführern das vermehrte den Schrecken- es sollte alles ganz nicht durchführbar. Sie stellen uns Sie stellen uns vor zwei gefährlich sei. Die Einrichtung, daß die unbegründete oder. heimlich geschehen, damit der liebe Nachbar im Westen nichts unmöglich feiten. Unmöglich ist es, bei dem leichtsinnig geführte Beschwerde strenge bestraft werde, sei im davon merke. Für Geheimhaltung des Kanonengeheimnisses heutigen Stande der Technik und bei deren täglichen Fort- bürgerlichen Verfahren längst abgeschafft, beim Militär diene wurde das Ehrenwort gefordert, gegeben und gebrochen. Ge- schritten ein Schiffsbau- System zur Anwendung zu bringen, sie nur dazu, von der Bennhung des Rechtes abzuschrecken. brochen, obgleich oder weil es mit Fußangeln umringt war. das nicht noch vor seiner Durchführung veraltet Zum Schluffe protestirte Voll mar gegen die VerfassungsDer Bruch schadete indeß nicht viel, denn es stellte sich bald ist. Und unmöglich ist es, aus finanziellen und technischen und gesezwidrige Ausnahmebehandlung, welche den als heraus, daß das Kanonengeheimniß ein Hauswurften- Geheim- Gründen, die deutsche Flotte so zu verstärken, daß sie den Sozialdemokraten bekannten Soldaten in der Kaserne widerniß war, das heißt ein Geheimniß, das alle deutschen, Flotten der alten Seemächte die Spize bieten kann. fahre. Wenn der Soldat seine Pflicht erfülle, habe niemand französischen und sonstigen Spaßen von allen Dächern einander Unmögliches thun wollen ist aber Utopisterci. Und der ihn nach seiner politischen Ueberzeugung zu fragen, zuzwitscherten. Und es stellte sich weiter heraus, daß die neuen Reichstag hat sich nicht auf Utopistereien einzulaffen, zumal geschehe dies aber doch, so sei dies eine grobe Verlegung von Kanonen in Deutschland schon längst heimlich beschafft waren, solche, die Milliarden verschlingen. Recht und Gesez, welches alle Bürger für gleich erkläre. daß sie auch in Frankreich schon längst heimlich beschafft waren, Mächtige Personen und mächtige Parteigruppen sind Nach Vollmar nahm der Kriegsminister das Wort. und daß es sich nur darum handelte, welcher von beiden Schlau eifrigst bemüht, den Reichstag für die„ uferlosen Pläne" zu Bum Unterschied von seinem temperamentvollen Vorgänger ist meiern, der deutsche oder der französische, zuerst, zwar nicht gewinnen oder zu ihrer Annahme zu zwingen. Schmeiche- Herr von Goßler gar kein Redner und so beschränkte er schießen, aber doch den Mantel des Geheimnisses von den leien wechseln ab mit Drohungen. sich nur auf allgemeine Bemerkungen, worunter auch die alte Kanonen abziehen sollte. Das Gespenst der Auflösung wird wieder herauf- Behauptung wiederkehrte, daß die von den Sozialdemo So steht die Sache jetzt. Es fragt sich blos, wer wird den beschworen. Ein Jammer Reichstag, der durch dieses traten vorgebrachten Beschwerden sich nachher häufig Anfang machen mit der Kanonen- Flucht in die Deffentlichkeit? lächerliche Gespenst ins Bockshorn gejagt würde! Der nicht bewahrheiteten. Die Extrabehandlung der sozialdemo Lange warten darf man allerdings nicht, denn sonst wird die Reichstag ist die Vertretung des deutschen Volkes, und er fratischen Soldaten vertheidigte der Herr Minister damit, daß neuere Kanone, die längst erfunden und schon stark in der hat die Pflicht, die Interessen der Gesammtheit zu die Sozialdemokratie eine Partei sei ohne Glauben an Gott Vorbereitung ist, vorher fertig, und die neue Kanone kann wahren; diese Interessen den Wünschen einzelner Personen und gegen König und Vaterland. mitsammt dem Schleier des Geheimnisses geradenwegs als und kleiner Parteigruppen zu opfern, wäre ein Verrath Die treffende Antwort darauf gab Genosse Bebel. An altes Eisen zum Lumpenkrämer getragen werden. am Volk. einer Reihe von gerichtlichen Urtheilen und anderen aftenmäßig Wie dem nun sei das Kanonenfieber des Reichs- Wage man es, den Reichstag aufzulösen! Eine bessere feststehenden Fällen wies er das Hinfällige der ministeriellen tags ist aus dem akuten wieder in das chronische Stadium Wahlparole finden wir nicht. Nachdem die höchsten Beschuldigung zurück. Bebel erklärte, daß nicht Standals. getreten über Kanonen wird der Reichstag einstweilen militärischen Autoritäten in autoritativster Weise erklärt sucht, wohl aber Parteis und Menschenpflicht uns dazu genicht stolpern. haben, daß für die Vertheidigung unserer Küsten bracht hätten, die standalösen Mißhandlungsfälle und andere Doch ein anderer Stein des Anstoßes liegt ihm im wirksamt gesorgt ist, haben wir leichtes Spiel, den notorische Mißstände, so die Ueberanstrengungen im Dienste, Wege ein Stein, noch viel dicker und größer als die Wählern, die noch nicht klar sind, es sonnentlar zu machen, bei Uebungen zc. vorzubringen. Wäre der wirklich ernste Wille, Kanonen, dick und groß wie sie sein mögen: nemlich drei bis daß die„ uferlosen Flottenpläne" teine Berechtigung diese Mißstände abzuschaffen, vorhanden, so wäre das auch vier Dugend Schlachtschiffe, die einstweilen aller haben und nur gemeinschädlich sind. längst gelungen. Der Redner ging dann auf die einzelnen dings nur auf dem Papier schwimmen. Wir sagen: drei Rede man uns nicht vom Ansehen" Deutschlands! Mißstände, welche Genosse Vollmar schon gestreift hatte, näher bis vier Duhend weil wir, um Beit zu ersparen, gleich Dummes Zeug! Zum Ansehen" gehören andere Dinge ein. Besonders tadelte er die Fälle, wo Soldaten Privatdiejenigen Schiffe mitrechnen, die hinter den, amtlich aufs als todte und lebendige Mordmaschinen. Die kleine Schweiz unternehmern als Arbeiter zur Verfügung gestellt oder gar Papier gezeichneten, schwimmen und vorläufig noch von ihnen ist überall hoch angesehen im Ausland- und sie hat weder als Streitbrecher Verwendung gefunden haben. In bezug auf vorsichtig verdeckt werden. eine Flotte noch eine Armee. Und was die Enthüllungen des unsere Stellung zur Religion belehrte Bebel den Kriegsminister, Ledert 2üzow- Prozesses dem Ansehen des Deutschen daß unsere Partei allen Bekenntnissen offen stehe und daß wir Reichs geschadet haben, würde durch hundert neue Kriegsschiffe niemanden weder nach seiner Abstammung noch nach seiner nicht aufgewogen. religiösen Ueberzeugung fragen. Hier ist es, wo der Hebel angesetzt werden muß. Reinigung des Augias stalls unserer inneren Politit! -ROO 001 -WO Wir Deutsche sollen uns eine Kriegsflotte bauen, so start, daß sie mit den Flotten der Franzosen, Russen und Engländer sich messen kann. Für dieses Ziel sollen wir zunächst die Kleinigkeit von zwei bis dreihundert Millionen, und schließlich, wenn sich alles zusammengeläppert, die noch größere Kleinigkeit von zwei bis drei Milliarden bezahlen, das ist zwei bis drei tausend Millionen. Und sogar noch mehr Milliarden, viel mehr; denn in der französischen Flotte stecken jetzt bereits über fünftausend Millionen, in der russischen ungefähr ebenso viel, und in der englischen mindestens zehntausend Millionen. Unser Freund Gallus hat uns vorigen Monat erzählt, was die Franzosen für ihre fünftausend Millionen haben: " " Und feinen Pfennig für die uferlosen Lottenpläne"! Das sei die Losung des Reichstags. Das ist unsere Losung! Und das wird im Fall einer Auflösung unser Schlacht ruf sein bei den nächsten Reichstagswahlen. 0 Der Kriegsminister erwiderte darauf, daß er aus Bebel's Rede auf's neue die Bestätigung gehört habe, daß die Sozialdemokratie die internationale Revolutionspartei sei und damit sei alles gesagt. Der freisinnige Beck h brachte hierauf den Fall von Brüsewiß zur Sprache und der Minister gab nun das kriegsgerichtliche Urtheil zum besten. Der von Brüsewig ist darnach, wegen vorfäßlichen Todtschlags zu 3 Jahren Gefängniß und Dienstentlassung und außerdem wegen eines anderen, militärischen Vergehens zu 20 Tagen verurtheilt. Das Gericht hat vorfägliche Tödtung, aber ohne Ueberlegung ausgeführt, angenommen. Bu letterer hatte Brüfewis teine Zeit, aber er Manuskripte Tat- Twam's zu erhalten oder zu verbergen. G3 wurde war mit dem Ergebniß seiner That einverstanden. Dem eine Anzahl Briefe mit Beschlag belegt, doch sollen diefelben nichts Brüsewitz waren mildernde Umstände zuerkannt, weil enthalten, was der Staatsanwaltschaft einen Anhalt über Tater notorisch besoffen war und weil er durch das flegelhafte Twam böte. Benehmen seines Opfers gereizt war. Der Minister theilte noch mit, daß er grundsäglich daran festhalte, daß Transporte militärischer Gefangener in belebten Straßen nur in gefchloffenen Wagen stattfinden dürfen, um die bekannten Schießereien auf den Straßen zu vermeiden. Kardorff vertheidigte hierauf die Verwendung der Soldaten im Dienste der Landwirthe, worauf Bertagung eintrat. Morgen 12 Uhr Fortsehung. Deutsches Reich. Defterreich. England. In Steiermark sind nun wie in Nieder- Defterreich die Liberalen aus dem Landesausschusse verdrängt worden. Der Landesausschuß( die höchste Selbstverwaltungsbehörde der Provinz) ist jetzt in Nieder- Desterreich in den Händen der chriftlich- sozialen Antisemiten, in Steiermark in den Händen der mit den Antisemiten sehr nung wird der Frankf. 3tg." aus München berichtet, daß die ein-3ur Reform der Militär Strafprozeßordverwandten deutschen Voltspartei. schlägigen Verhältnisse in Bayern in ganz außerordentlicher Weise verschlechtert werden dürften. Die Zahl der bayerischen Auditeure würde Loudon, 10. Februar.( Frankf. 3tg.) In der St. James Hall sich um 4/5 bis 5/6 vermindern; da die bayerischen Auditeure fand heute Abend ein von der sozialdemokratischen Föde jezt schon start beschäftigt sind, dürfte nach der Verminderung ration veranstaltetes Meeting aus Anlaß der Hungersnoth bie Militärgerichtsstrafe zum überwiegend größten Theil aus den in Indien statt. Prof. Beesly, der den Vorsitz führte, brachte Händen der Berufsrichter in die von Offizieren fommen. eine Resolution ein, die besagt, daß England aufhören solle, jährlich Das preußische Abgeordnetenhaus sette heute die zweite Rechnet man dazu noch den Umstand, daß das Bestätigungs: 20 Millionen Pfund Sterling für Gehälter, Pensionen und Zinsen Lefung des Etats des Ministeriums des Innern fort. recht in dem Entwurf enthalten ist, so zerfällt das Gute aus Indien zu ziehen. Diese Resolution solle durch eine Deputation Das Gehalt des Ministers wurde nach kurzer, mehr persönlicher der heutigen bayrischen Militärgerichts- Ordnung in den wichtigsten Lord Salisbury und Lord G. Hamilton mitgetheilt werden. Der Auseinandersetzung zwischen einzelnen Abgeordneten bewilligt, ohne Buntten in nichts.. Von einer Stabilität der Gerichte fann dem Sozialist Hyndman, der von der den großen Saal füllenden Berdaß das aktuelle Thema der politischen Polizei auch nur berührt nach nicht mehr die Rede sein. Die Stabilität ist aber die fammlung, unter der sich auch viele Indier befanden, mit lautem wurde. Das Haus scheint demnach durch die gestrigen Erklärungen unerläßliche Voraussetzung einer genügenden Rechtsprechung, Beifall begrüßt wurde, suchte dann die Resolution in fachlicher des Ministers des Innern zufriedengestellt. Nachdem das Gehalt des wie es auch unerläßlich ist, daß die Rechtsprechung in den Händen Weise zu begründen. Später redete Toni Mann. Die Resolu Ministers bewilligt war, verlor sich die Debatte in Einzelheiten. Her von Berufsrichtern liegt. Es dürfte einen Sturm der Ent- tion wurde unter großem Beifall gefaßt. Das Meeting verlief ohne vorzuheben ist, daß der Minister auf eine Anregung des Abg. Dr. Arndt( t.) einige Aufschlüsse über die Berliner Korrespon bayerische Regierung zu solchen Bestimmungen ihre 311denz" machte, die jetzt in einer Auflage von 1700 erscheint, und die Stimmung gäbe. Dänemark. Die Divisionsgerichte, die nur einen ein Frhr. von der Recke in demselben Geiste zu leiten versprach, wie zigen Auditeur haben sollen, würden unseren bisherigen mili-3wei sozialdemokratische Gesegesvorschläge. fein Borgänger. Von verschiedenen Seiten wurden die Mitärischen Gerichten( Schwurgerichten) entsprechen. Die Stand Dem Folkething ist nun der sozialdemokratische stände auf der Berliner Pferdebahn zur Sprache ge- gerichte, bei denen es gar feinen Juristen mehr geben würde, Antrag auf Einführung des Achtstunden- Arbeits= bracht, obgleich diese Frage garnicht zum Ressort des Ministeriums unseren bisherigen Untergerichten. Das Generalauditoriat, als oberste tages für die Staatsarbeiter zugegangen, sowie ein des Innern gehört. Auch eine bessere Besoldung der gerichtliche Instanz, würde nach dem Entwurf eigentlich auszufallen Antrag auf Unterstützung der Arbeitslosen durch Schuylente, die heute nur ein Gehalt von 1100-1500 m. be- haben. Es scheint aber, daß man bayerischerseits einen Ausgleich Staatsmittel. Ueber den ersten Antrag haben wir früher ziehen, wurde angeregt, aber von der Regierung abschlägig beschieden, dahin anstrebt, das Gericht im Frieden zu erhalten, im Kriege aber schon ausführlicher berichtet. Der lettere lautet folgendermaßen: da der jetzige Besoldungsplan sich nur auf die mittleren und höheren ruhen zu lassen. Beamten bezieht. Die bekannte Verfügung des Polizeipräsidenten, betr. Die äußere Heilighaltung des Sonntags, wurde vom Abg. Sch uz( frs. Bp.) einer scharfen Kritik unterzogen. Nachdem noch der Antrag der Polen auf Abschaffung der Distriktstommiffare in der Provinz Posen abgelehnt war, wurde die Be rathung auf morgen vertagt. Zu den Ausgabetiteln, die morgen an die Reihe kommen, gehört auch die Forderung von 200 000 M. für geheime Ausgaben der Polizei. " Die türkische Regierung soll sich dazu entschlossen haben, in einer Note an die europäischen Mächte diese für die Anarchie auf Kreta verantwortlich zu machen. Wir glauben nicht, daß die Pforte hierzu den Muth gehabt hat. Hätte fie es gethan, so hätte sie nur die Wahrheit gesagt. Das ganze Vorgehen der Mächte auf Kreta ist eine systematische Organisirung der Anarchie. Der griechischen Regierung erlaubt man, Freischärler auf die Insel zu schicken; den Türken verbietet man, reinen Tisch zu machen; und nicht blos das, sondern man zwingt sie fogar, eine griechische, macedonische, bulgarische und montenegrinische Gendarmerie für Kreta zu errichten, das heißt in des Wortes verwegenfter Bedeutung: den Bock zum Gärtner zu setzen. Daß es nach solcher Friedensstiftung" zum Drunter und Drüber kommen mußte, das liegt auf der Hand. rüftung durch das ganze Land hindurch anfachen, wenn die Störung. winter großem Beifall gefaßt. D Die Kommission für Arbeiterstatistit wird am Sonnabend, 20. d. M., im Reichsamt des Innern zusammentreten, um den Bericht über die Erhebung, betreffend die Arbeitsverhältnisse in der Kleider- und Wäschekonfektion festzustellen. Selbst Herrn Schönstedt scheinen die AuslegungsKunststücke unserer Gerichte über die Hutschnur zu gehen, wie aus der folgenden überraschenden Mittheilung der Brest. Zeitung" hervorgeht: 1. Der Minister des Junern wird ermächtigt, aus der Staats: taffe einen Betrag bis zu 500 000 kronen( ca. 562 000 m.) jährlich an die Fach- und Arbeitervereine auszubezahlen, die sich die Aufgabe ftellen, ihre Mitglieder bei eintretender Arbeitslosigkeit zu unterstügen, wenn dieselbe nicht dem eigenen Verschulden der Arbeiter zuzuschreiben ist. Der Staatsbeitrag wird zwischen den Vereinen nach ihrer Mitgliederzahl und im Verhältniß zu dem, was die Mitglieder selbst an Beiträgen für obengenannten Zweck zahlen, vertheilt. Berfolgt der Verein mehrere Zwecke, so ist das Empfangen von Beiträgen aus der Staatstaffe davon abhängig zu machen, daß der Mitgliederbeitrag zu dem in diesem Gesetz vorgeschriebenen Zweck eine besondere Abtheilung der Vereinskasse bildet, die zu feinen anderen Zwecken ver wandt werden kann. Der Staatsbeitrag darf bis zum doppelten Mitgliedsbeitrag ausmachen, jedoch nicht über 10 Kr.( 12,50 M.) jährlich pro Mitglied. Nach einer Verfügung des Justizministers find Fälle zur Kenntniß gelangt, in denen auf grund des§ 360, 11 Strafgesetzbuch wegen groben Unfugs Anklagen erhoben oder Verurtheilungen erfolgt sind, welche den Begriff der in Rede stehenden Strafthat in einer der Absicht des Gesetzgebers nicht entsprechenden Weise verallgemeinert haben. Es ist hieraus, wie man uns mittheilt, Veranlassung genommen worden, die Anklagebehörden darauf hinzuweisen, daß der Mangel einer näheren gesetzlichen Be stimmung des Thatbestandes des groben Unfuges nicht dazu verleiten darf, in dem§ 360, 11 Strafgesetzbuch eine subsidiäre Strafvorschrift für solche nach der individuellen Empfindung strafwürdige Handlungen zu erblicken, welche sich unter eine andere Strafbestimmung nicht bringen lassen, daß vielmehr dieser That- 3. Dieses Gesetz tritt am 1. April 1897 in fraft und wird in bestand nur durch Handlungen oder Unterlassungen erfüllt wird, welche den äußeren Bestand der öffentlichen Ordnung stören oder gefährden. 2. Vereine, die zu dem in 1. genannten Zwecke Unterstützungen aus der Staatstaffe empfangen, senden jährlich spätestens am 1. September dem Minister des Innern einen Bericht ein über denjenigen Theil ihrer Thätigkeit, der die Unterstüßung der Arbeitslofen umfaßt. der Reichstagsperiode 1900/1 einer Revision unterworfen. Zur Begründung seiner Anträge erklärte der sozialdemokratische Abgeordnete Jensen, daß er den Antrag, betreffend den Achtstunden Aus dem heute eingetroffenen Depeschenmaterial theilen geäußert haben, verlangen freilich die Beschränkung desselben auf einmal zur zweiten Refung gebracht habe. Zur Begründung des Alle Rechtslehrer, die sich über den groben Unfug- Paragraphen Arbeitstag noch einmal einbringe, weil er es im Vorjahre nicht wir blos das wichtigste mit: die Erregung rubeftörenden Lärms und groben Unfugs, wie es zweiten Antrages führte er aus: Man erkennt wohl an, daß die Einer Meldung der Times" aus Rane a aufolge ist am von dem Gesetzgeber gemeint wird, was selbstverständlich die so Frage der Arbeitslosigkeit sich mehr und mehr in die erste Reihe 11. Februar die gesammte mohamedanische Bevölkerung von Male- häufige Anwendung dieses Paragraphen für alles Unbequeme gegen drängt. Mehr und mehr Berufe werden sogenannte Saisongeschäfte, vizi, Temenos, Pyrgiotissa und Monofazzi in Kandia eingedrungen, die Presse, ausschließen würde. in denen nur ein Theil des Jahres gearbeitet wird. Jm legten hat die Christen in den Straßen angegriffen und verwundet und Freilich zu dieser Aufforderung hat sich Herr Schönstedt nicht Menschenalter hat wohl eine Steigerung des Arbeitslohnes statt. Läden und Häufer geplündert. Es sollen sich auch Soldaten an entschließen tönnen. gefunden, aber diese ist keineswegs so groß, daß sie den Berluft der Plünderung betheiligt haben. Der Präfett von Sitia meldet, es feien in Der betreffs der Wiederaufnahme des Verdurch Arbeitslosigkeit decken kann. Darum haben viele Fachvereine dem benachbarten Distrikt 300 Mohamedaner fahrens im Brozeß Schröber( Essener Meineidsprozeß) die Aufgabe auf sich nehmen müssen, den Arbeitslofen zu helfen. getödtet worden und giebt der Befürchtung Ausdruck, die in der Stadt ansässigen Mohamedaner würden aus Rache die vom Landgericht gefaßte Beschluß lautet der Köln. Volkszeitung" Sie vermögen diefe Anfgabe doch nicht zu lösen, und da es für die zufolge: Allgemeinheit nicht gleich ist, ob sich eine Lösung dafür findet, so Chriften niedermezzeln. fchlagen wir vor, daß der Staat einen Beitrag beifteuern foll. Italien. Die Frantf. 3tg." erfährt aus Ranea: In Ranea wurde die Feuersbrunft mit Hilfe der fremden Matrosen gelöscht. Die Ruhe ist wieder hergestellt. Die Christen flüchten nach Griechenland. Nach Rethymo sind zur Verhinderung von Plünderungen Kriegsschiffe abgesandt. In Kandia herrscht daher große Furcht. Nach Meldungen aus Kreta, die über Athen eingetroffen find, werden die Türken muthlos, die Christen andererseits halten Saleppa und alle strategisch wichtigen Punkte in der Umgegend von Kanea besetzt und drohen, die Stadt anzugreifen. Eine Abtheilung der Besatzung des Panzers Hydra" bleibt zum Schuhe des griechischen Konsulats in Haleppa. Die provisorische Regierung wird wahrscheinlich in Haleppa ihren Sitz nehmen. Ju Syra haben etwa 1000 Flüchtlinge eine Adreffe an die Mächte beschloffen, in der sie die Souveränetät des Sultans für beendet erklären und die Vereinigung Kreta's mit Griechenland proflamiren. " In der Straffache gegen den Bureaugehilfen Ludwig Schröder aus Dortmund, den Zeitungsverleger Johann Meyer aus Bochum, den Zeitungsboten Karl Graf aus Herne, den Fuhrmann Robert Imberg aus Herne, den Bergmann Friedrich Thiel aus Herne, Nom, 9. Februar.( Eig. Ver.) Das Wahlrecht in den Bergmann Friedrich Beckmann aus Bautau, den Berg Italien. Die Wahlbewegung für das neue italienische Bars mann Max Johann Wicking aus Herne wird in Erwägung, daß lament ist im Gange, obwohl die Auflösung des alten( das bis jetzt neue in dem Sinne des§ 399 Nr. 5 der Strafprozeß nur vertagt worden ist) noch nicht formell ausgesprochen und die Ordnung erhebliche Beweisurkunden vorgebracht worden sind, der Neuwahlen noch nicht anberaumt worden sind. Im wesentlichen von den Verurtheilten Schröder, Meyer, Graf Wicking und Beck charakterisirt sich der Gang der bisherigen Wahlbewegung dadurch, mann geftelte Antrag auf Wiederaufnahme des durch rechtskräftiges daß eine Anzahl von parlamentarischen Fraktionen, welche nur die Urtheil des föniglichen Schwurgerichts zu Effen vom 17. August 1895 Gegnerschaft gegen Crispi gemein haben, gleichmäßig die geschlossenen Verfahrens für zulässig erklärt und angeordnet: Es Unterstützung des Ministeriums für die Neuwahlen für sich zu foll eine Besichtigung des Sichtermann'schen Saales in Baukau gewinnen suchen, während sie untereinander sich bekämpfen. Die durch das Gericht stattfinden und dabei zugleich festgestellt werden, Stellung des Ministeriums zu den Wahlen wird hierdurch sehr eran welcher Stelle die verschiedenen Zeugen, die zu diesem Termin schwert, da in Italien die Wähler gewöhnt sind, das Ministerium an Ort und Stelle geladen werden sollen, zur Zeit des in betracht zu jeder einzelnen Wahl Stellung nehmen zu sehen. Mit der dem In betreff der Entsendung der griechischen Flotte nach Kreta stehenden Borfalles sich befunden haben." Ministerium am nächsten stehenden Fraktion, den Attliberalen oder fagt das offiziöse Organ des österreichisch- ungarischen Auswärtigen Amtes, das Wiener Fremdenblatt": Gerade die Freunde Griechen darunter auch Gendarm Münter. Die Beugen sollen zur Sache diefem seinerzeit Crispi unterstützt hat, fich keine Majorität schaffen. Es werden sodann die zu ladenden 20 Zeugen aufgeführt, Gemäßigten, fann das Ministerium, befonders da ein Theil von lands müffen noch im letzten Augenblick ihre Stimme erheben und vernommen werden, insoweit als sie nicht bereits vor dem Schwur- Für die Beurtheilung des gegenwärtigen Wahlkampfes und Griechenland vom Weiterschreiten zurückhalten. Die österreichisch gericht zur Sache vernommen worden sind, und zwar, soweit zu feiner Ergebnisse ist es durchaus nothwendig, die Beschaffenheit. ungarische Diplomatie habe bereits ihre Pflicht erfüllt, die lässig. eidlich. Die Zeugenvernehmungen sollen durch den Land des in Italien geltenden Wahlrechts in betracht zu ziehen. übrigen Mächte werden nicht zurückbleiben. Es tann teine richter Hillenkamp erfolgen. Es foll also, wie bereits gemeldet, Es ist schon neulich an dieser Stelle darauf hingewiesen worden, Rebe davon sein, daß Europa Griechenland bei- vorerst geprüft werden, ob die neuen Beweise dazu angethan find, daß in Italien feineswegs das allgemeine Wahlrecht gilt. Wenn stebe, die Mächte werden die Türkei nicht hindern, die Wiederaufnahme des Verfahrens und die Erneuerung der Haupt- aber damals gefagt wurde, daß, während in Frankreich ein Biertel, Truppen nach Kreta zu senden, die Feindseligkeiten zu in Deutschland ein Fünftel der Bevölkerung das Wahlrecht besißt, erwidern und sie werden das türkische Reformwerk durch eine leicht verhandlung anzuordnen. Hoffentlich beeilt man sich mit den Erhebungen einigermaßen, in Italien höchstens ein Zehntel der Bevölkerung wahlberechtigt sei, finnige Unterstügung Griechenlands nicht zerreißen wollen. Die Neue Freie Preise erfährt, daß Griechenland von keiner damit unsere wackeren Genoffen ihre Zuchthaus- ,, Strafe" nicht bis fo war dieser Bruchtheil, wie eine neuerdings veröffentlichte Statistit zeigt, noch viel zu hoch gegriffen. Im Jahre 1895 waren, wie aus Großmacht, auch England nicht, zu seinem Vorgehen ermuthigt zum letzten Tage absitzen müffen. wurde. Auch das englische Kabinet habe in Athen wissen lassen, dieser Statistik hervorgeht, von 31 Millionen Italienern nur 2 120 185 wahlberechtigt, also ungefähr der 15. Theil der Gesammt daß Griechenland in seinem Betreiben der Annexion Kreta's auf eigene Fauft auf keine Unterstützung der Mächte zu rechnen habe. bevölkerung, sodaß auf drei deutsche Reichstagswähler im Ver Der türkische Gesandte in Athen Assim Bei hat die griechische bältniß nur ein italienischer Parlamentswähler kommt. Die AusRegierung um eine Erklärung über die Entsendung der Torpedo schließung vom Wahlrecht wird in Italien theils durch einen boots- Flotille ersucht. Eine Note der griechischen Regierung an die Bildungs, theils durch einen Besitzenfus bewirkt. Die Wirkung Mächte giebt Erklärungen über diese Maßnahmen. dieser Ausfchließungsgründe ist in den nach Bildungs- und BesitzDer griechische Geschäftsträger Metaxas in London hat Lord verhältniffen äußerst verschiedenen einzelnen Landschaften Italiens Salisbury gestern Abend eine Note überreicht, in welcher aus. Kiel, 11. Februar.( Eig. Bericht.) Vom Nord- Ostsee felbstverständlich eine sehr verschiedene. Jn Piemont und Ligurien drücklich erklärt wird, daß die griechische Regierung eine Landung Kanal. In einem Punkte hat der Ranal die an ihn gestellte Grommen auf 100 Einwohner 10 bis 11 Wähler, in der Lombardei 9, türkischer Truppen auf Streta mit allen in ihrer Macht stehenden wartung erfüllt, nämlich die, daß es möglich gewesen ist, troß der Toskana 8 bis 9; in den Latifundienländern dagegen, im im Neapolitanischen, in Sizilien und überaus strengen Kälte in letzter Zeit den Kanal für den Verkehr Sardinien auf 100 Einwohner nur 4 bis 5 Wähler, also nur der Der" Frants. 3tg." wird aus Wien gemeldet: Wie versichert offen zu halten. Troßdem an verschiedenen Stellen sich eine fefte 20. bis 25. Theil der Einwohnerschaft, sodaß hier das Wahlrecht wird, haben gestern sämmtliche Großmächte, einschließlich Englands, Gisdecke gebildet hatte, haben die Kanalschlepper eine Fahrrinne vier bis fünfmal beschränkter ist, als in Deutschland. Wie man Griechenland vor einer friedenstörenden Aktion aufs energifchste ab frei halten können. Für die kaiserliche Marine ist dieses naments angesichts eines solchen Wahlgefeßes von seiten der italienischen gerathen. Goluchowski hatte eine einstündige Audiens beim lich von besonderer Wichtigkeit, weil dadurch in Zukunft bei einer Regierung vor einem Ueberwiegen der extremen Parteien" Furcht Kaiser über die politische Lage. Demfelben Blatte wird Blocirung des Kieler Hafens durch Eis die Kriegsschiffe trotzdem ferner aus Wien berichtet: In politischen Kreisen werde mehrfach durch den Kanal auslaufen können. Auch der schwedische Post- empfinden kann, ist schwer erklärlich; und wenn in Desterreich, das behauptet, die Mächte seien nicht abgeneigt, eine Blokade Kreta's dampfer Diana", der den Berkehr mit Gothenburg schon Stanimsiz aller Reaktion" hingestellt wird, neuerdings wenigstens von den italienischen Zeitungen gewohnheitsmäßig noch immer als durchzuführen. eingestellt hatte, ift gestern Morgen durch den Kanal eine nach allgemeinem Wahlrecht zu wählende fünfte Kurie des Während allgemein die Friedensstörungen der Kretenser und gegangen. um durch die Nordsee nach seinem Bestimmungs Parlaments bewilligt worden ist, so ist es schwer begreiflich, wie die Begünstigungen der Bewegung seitens Griechenlands allgemein ort zu gelangen. zu gelangen. Für den Fährbetrieb jedoch über den verurtheilt werden, beginnt die Pariser Preffe in auffallender Weise Ranal( bekanntlich führen nur 2 fefte Brücken über den Ranal, bei eine italienische Regierung sich mit der Absicht tragen fann, das Stimmung für die griechischen Ansprüche auf Streta zu machen. Leensau und bei Grünenthal) find die Verhältnisse ganz unleibliche ohnehin so sehr beschränkte Wahlrecht der Bevölkerung noch weiter Rußland und Frankreich beginnen wohl schon Unklarheiten zu geworden. Unter ständiger Lebensgefahr müssen die Personen, die einzuengen. Neuerdings wird auch in Abrede geftellt, daß die Res schaffen, um später im Trüben fischen zu können? ben Kanal überschreiten wollen, in einem Kleinen Boote fich burch sierung irgend jemandem das Wahlrecht entziehen wolle. Man Chronik der Majeftätsbeleidigungs- Prozesse. Nachdem die die Gismaffen hindurchbringen laffen, während der Wagenverkehr fagt jekt, es handele sich nur darum, das Wahlrecht gradiveife ab. Haussuchungen in den Geschäftsräumen der„ Kritik", in deren fast völlig ruht. Die Hoffnung, die feitens der Interessenten an die ustufen, d. h. den besitzenden Klassen verhältnißmäßig mehr Stimmen die näheren Freunde des Dr. R. Wrede mit Besuchen der politischen waren, sind nun auch zu nichte geworden. Man hatte erwartet, daß der unteren Klaffen. Der Plan bleibt aber Zukunftsmusik, da die Druckerei und Buchbinderei ergebnißlos gewesen sind, scheinen jetzt Inspektionsreise der Geheimräthe Bänsch und v. Jonquieres geknüpft zuzuweisen, als den nichtbesitzenden. Im Resultat würde dies aber Polizei beehrt zu werden. Wie die„ Pers. Korr." meldet, fand heute wenigstens an den Hauptfähren sofort ein Dampfer stationirt würde, jezigen Wahlen nach dem bisherigen Wahlgefeß stattfinden müssen. Mitteln verhindern werde. " Ein echter Bismard. Die„ Hamburger Nachrichten" schreiben heute: Die Voff. 3tg." empfiehlt den früheren Handelsminister v. Berlepsch für das Oberpräsidium von Schleswig- Holstein. Bei Erinnerung an die Haltung des Herrni v. Berlepsch im Jahre 1890 würde seine Ernennung für eine Provinz, wo die Sozialdemofratie zahlreicher ist als in irgend einer anderen, doch einige Sorge erregen müssen. " aber bislang ist dieses noch nicht der Fall geworden. Morgen zwischen 81/4 und 93/4 Uhr bei dem Berlagsbuchhändler Eugen Eis wieder verschwunden ist, kommen die Dampfer vielleicht an. Appelhaus aus Braunschweig, in dessen hiesiger Privatwohnung, italienischen Süden, Spanien. Röniggrägerstr. 101, auf Requisition der kgl. Staatsanivaltschaft durch Karlsruhe, 12. Februar. Bei der Reichstagserfah Madrid, 12. Februar. Eine große Versammlung der Kriminalkommiffarius Schoene nebst üblicher Begleitung eine Haus- Stichwahl im 2. badischen Wahlkreise( Donaueschingen) Republitaner, welche anläßlich der Jahresfeier der Prosuchung nach Manuftripten von Tat- Twam, insonderheit nach dem erhielt, der Badischen Landeszeitung" zufolge, Dr. Merz( natl.) flamation der Republit vom Jahre 1873 stattfand, enthüllte Undes„ Undiplomat. Neujahrsempfang" statt, weil Herr Appelhaus 10 262 Stimmen, Schüler( 3.) 10 256 Stimmen. Merz( natl.) ist einigkeit zwischen den Führern. Die Redner, welche die Einigkeit hinreichend verdächtig erscheint, für seinen Freund Dr. R. Brebe somit gewählt. in der Partei betonten, wurden ausgepfiffen. " 1 Veichsksg. 174. S i tz u n g v o in 12. F e b r u a r 1897. 1 Uhr. 91m Tische des Bimdesraths: v. B S t t i ch e r. v. G o ß l e r. Die zweite Berathung des Reichshaushalts-Etats wird fortgesetzt beim Etat des R e i ch s h e e r e S. Beim Gehalt des Kriegs Ministers berichtet Abg. v. Podbielski(l.) über die Verhandlungen der Budget» kommission. Man habe sich beschäftigt mit den Meldereiter- Detachements, die sich bewährt hätten. und mit der Gehaltsfrage der Musikmeister. deren bessere Gestaltung der Kriegsminister zu- gesagt habe. Abg. v. Volkmar(Coz.): Die Stellung meiner politischen Freunde zum herrschenden Militärsystem ist bekannt. Es wird mii jedem Jahre unerträglicher, es schädigt die produktive Arbeit, sangt das Mark des Volkes aus, hemmt die friedliche Entwicklung und verbürgt auch nicht den Frieden nach außen. Kann das Volk die Lasten auf die Dauer nicht ertragen, so muß im Friede» das ganze Militärsystem zusammenbrechen und ein Ende mit Schrecken kommen. Bricht dann«in Krieg aus, so wird der Ausgang ein außer- ordentlich unsicherer sein. Diese Ueberzeugung säugt jetzt auch in militärische» Kreisen an aufzudämmern. Ein früherer französischer Kriegsminister und der österreichische Feldwarschall-Lieulenant von Sacken haben es ausgesprochen, daß die Möglichkeit der Leitung, der Aufstellung und Verpflegung der jetzigen Millionenheere in einem zukünftigen Kriege höchst wahrscheinlich eine negative sein und der Zufall eine ungeahnte Rolle spielen werde. General v. Goßlcr schlägt eine internationale Vereinbarung zum Zwecke einer pro- portwnalen Heruntersetzung des MannschaftsstandeS und statt der jetzigen Millionenheere auch kleinere Berufsheere vor. Er spricht die Hoffnung aus, daß zwischen den Staaten, welche nicht mit einander verbündet seien, wenigstens unkündbare Vereini- gungen geschlossen würden, daß sie während einer bestimmten Frist keinen Krieg mit einander führen dürfen. Ich nehme an, daß General v. Goßler damit eine Verminderung der Militärlasten be- ziveckt. Natürlich haben diese Vorschläge auf konservativer Seite verschnupft. Die„Kreuzzeitung" hat denn auch diese Gedanken als staatsgefährlich, ja gottlos bezeichnet. Wenn der von Gott ge- wollte Krieg ansgeschtofscu würde, so würden schließlich die Waffen rosten und daS Nationalgefühl verkümmern. Wie man Eroberungskriege dem Herrgott zuschieben kann, ist mir unverständlich. Wenn ein Krieg nicht aus Nothwehr gegen die Bedrohung der eigenen Existenz und gegen den Willen des Volkes, sondern als ein längst beabsichtigter und vorbereiteter Krieg eines Kabinets geführt worden ist, so ist es der Bruderkrieg von 18«S. Unter Nalionalgesühl verstehe ich, daß man seine Menschenpflichten in seinem Heimathlande zu erfüllen hat, daß man die Volkswohlfahrt fördert und sie gegen Störungen und Uebersälle von allen Seiten zu schützen sucht. Zur Pflege dieses Gefühls, in dem die Sozialdemokratie hinter niemandem zurücksteht, bedarf es der Kriege nicht. Was man künstlich zu erhalten sucht, ist nicht Nationalgefühl, sondern sein Zerrbild: Ueberhedung, Herrschgefühl, Chauvinismus.' Das jetzige Militärsystem entkräftet und bedrückt da? Volk, und wir haben von jeher eine Verkürzung der Dienstzeit und eine Ver- Minderung der Präsenzziffer verlangt. Wenn wir bei dieser prin- zipiellen Stellung den Etat verwerfen, so geschieht dies keineswegs in der Absicht einer Wehrlosmachung, dir unserem Interesse auch nicht entspricht. Diese Stellung enthebt uns auch nicht der Pflicht jede einzelne Forderung genau zn prüfen und für die Rechte der Soldaten, der Söhne des Volkes ini Waffenrock einzutreten. Die Verpflegung der Armee ist eine außerordentlich mangelhafte, eine mangelhaftere als in anderen Staaten, namentlich was die Fleisch. rationen betrifft. Wenn ich hier vor einem fJahre sdarauf hin- geiviesen hätte, daß bei der Berwaltung der Menage Mißbräuche vorgekommen sind. Durchsteckereien, daß die Soldaten zu schlechte Kost in zu geringen Oantitäten und in mangelhafter Zubereitung erhalten haben, dann würde das die Militärverwaltung wahrscheinlich bestritten habe». Nun ist aber im vergangenen Jahre vor einem bayerischen Schwurgericht der Nachweis geführt worden, daß alle diese Dinge wahr sind. Der bayerische Kriegsminister hielt die Angabe» der Preffe für unwahr und ließ die Klage einleiten. Im Prozeß wurde aber nachgewiesen, daß solche Fälle nicht nur in bayerischen, sondern auch in preußischen Garnisonen vorkommen. Der Kriegsminister ist dann eingeschritten, und seitdem haben sich die Verhältnisse erheblich gebessert. Leider ist die warme Abendkost noch nicht all- gemein und in vollem Umfange durchgeführt. Handelt es sich um andere MilitäranSgabe», so werden Millionen nicht ge- scheut. Die Einführung der warmen Abendkost würde nach meiner Schätzung 8 Millionen kosten. 4— S Millionen würden nach den Mittheilungen des Kriegsministers in der Budgetkommission an der Menage gespart werden, wenn die Maßregel durchgeführt würde; die übrigen Kosteu würden leicht durch andere Ersparungen gedeckt werden können. Man hat uns einen Vorwurf daraus gemacht, daß wir die Soldatenmißhandlungen hier zur Sprache bringen. Wir ivollten nur Unzusriedenheit erregen und es würde schon von oben den Mißhandlungen entgegengetreten. Das letzlere haben wir niemals bestritten. Im Gegentheil, wir haben dafür gesorgt, daß die be- treffenden Aeußerungen der Kommandos, insbesondere der Erlaß des Prinzen Georg zu Sachsen nicht in den Akren vermoderten. Diese Aussühningen haben aber nur einen theilweisen Erfolg gehabt und dieser wäre ohne den Einfluß der Oeffentlichkeit überhaupt nicht möglich geivesen. Die Preffe ist nicht selten die Hetzerin der guten Absichten der Miliiärbehörden. Der Münchener Prozeß, auch der Straßburger Proviantprozeß wäre ohne die Preffe überhaupt nicht geführt worden. Dasselbe gilt von zwei Prozessen in Würllem- berg wegen Soldatenniißhandlnng. Früher behauptete man, daß die Existenz der Unterosfizierschulen zur Beseitigung der Mißhandlungen beitrage. Im„Militär- Wochenblatt" hat ein Offizier das Gegentheil behauptet. Er schlägt vor eine energische Aus- ficht über die Unteroffiziere in den Kasernen, ein größeres Beschwerde- recht und vor allem die Herstellung einer mit modernen Garantien umaebeiien Militär-Strafprozeßordnung. Leider scheint die Hoffnung auf eine baldige Vorlegung einer solchen sehr trügerisch zu sein. Redner bemängelt das jetzige Beschwerdeverfahren � für die Mannschaften, das erst kürzlich, aber nicht zur Genüge, geändert sei, und das unverändert gebliebene Beschwerdeverfahren der Offiziere. Ein Hauptmann ließ die Schießbücher fälschen, um seine Kompagnie möglichst herauszustreichen. Ein Lieutenant erstattet« Anzeige; man warf ihm nach Verurtheilung des Hauptmanns vor, daß er nur aus Rache gehandelt habe, und er wurde schließlich ohne Pension und ohne Aussicht auf Anstellung entlaste». Ein Reserveoffizier erschoß den Verführer seiner Frau, einen aktiven Osfizler. Er wurde ver- urlheilt, das Gericht beantragte aber Begnadigung. Der Gerichts- Herr gab dieses Gesuch nicht weiter; eine Beschwerde des Reserve» osfiziers wurde abgewiesen. DaS Beschwerderecht der Offiziere bringt nur den Beschwerdeführern Unbequemlichkeiten. Auf die Pensionirung der Oistziere werde ich beim allgemeinen Peiisionssonds eingehen. DaS Offizierskorps ist vorbildlich für das Zivil, namentlich für die Reserve-Offiziere, bezüglich des Duells. Redner verweist auf die Vorgänge in Stuttgart, wo sogar der Platzkommandant und der preußische Gesandt- einem Duell bei- ivohnten, ferner darauf, daß verschiedentlich den Offizieren Duelle aufgedrängt worden sind. Ein in der Düffeldorfer Affäre be- theiligter ehemaliger Offizier meint mit Recht, daß es ein Unsinn sei, sich einem Ebrenwortbrüchigen zum Duell stellen zu müssen, wenn mau nicht als entehrt gelten will. So denken viele Offiziere über den Duellzwang. Trotz aller ver- sprechungen des Reichskanzlers ist alles beim allen geblieben, wenn man sich nicht aus den Standpunkt der Wortklauberei stellen will Einen Zwang spricht das Ehrengericht freilich nicht auS. aber die Offiziere fühlen sich gezwungen zum Duell. Seit einigen Jahren ist es eine Mode geworden, fortwährend von einem inneren Feinde, n-omit die Sozialdemokratie gemeint ist. zu reden. Dieser Gedanke kann nur einer Unkenntniß der be- wegenden Kräfte der Sozialdemokratie entspringen. An den Umsturz, de» Sie meine», denken wir nicht, und wir meinen, er vollzieht sich tagtäglich, freilich, ohne daß die Blinden»S sehen; er ist unaufhaltbar. Der Kampf dagegen ist ein Kamps i»S Blaue. Je mehr wir die Gewalt verabscheuen, umsomehr wird von anderer Seit» von Ge- walt geredet, als ob man sie hervorznlocken wünscht. Je mehr die Sozialdemokratie an Macht gewinnt, desto mehr müssen die Staats- einrichtungen sich ändern. Die nationale Idee war früher auch um- stürzend. Auf die Kasernenagitation brauchen wir uns nicht eiuzu- lasse», dafür sorgen andere Leute. Ebenso wie andere politische Parteien ihre Vertreter im Heere haben, find auch Sozial- demokraten aus grund der allgemeinen Wehrpflicht Soldaten. Will man ihnen nicht gleiche Recht« gewähren, dann sollte man die Sozialdemokraten von der militärischen Dienstpflicht befreien. Früher sollen in den Kompagnieregistern die Sozialdemokraten mit rolhen Kreuzen gekennzeichnet worden sein. Da müssen die Listen recht rolh ausgesehen haben. Jetzt beschränkt man die Kreuze aus die führenden Sozialdemokraten. Ein bayrischer Offizier hat erklärt, daß über die Sozialdemokraten im Heere keine Klage zu führen sei. (Hört Z links.) Wozu denn die verschiedenartige Behandlung? Ein Krieg nach zwei Fronten, hat ein anderer Offizier gesagt, sei nicht möglich, wenn nicht das ganze Volk, alle Parteien, mit Begeisterung einträien. Will man auf die große Zahl der Sozialdemokraten nicht rechnen bei einem solchen Kriege? Kriegsminister v. Vostlcr: Der Vorredner hat eine Studie zitirt, die ich früher einmal veröffentlicht habe, und sie für seine Zwecke verwerthet. Unsere Ansichten werden sich niemals vereinigen lassen. Im Gegentheil, seine Ansichten stehen zu den meinigen im schroffsten Gegensatze. Wenn er glaubt, daß die stehenden Heere die Entwickelung des Landes bedrohen, so bin ich der gegentheiligen Anficht, daß die Entwickelung des Innern durch Heere ge- schützt wird. Wenn er glaubt, daß die Staaten durch die großen Kosten für die Heere zu gründe gehen mnssen, so mache ich darauf aufmerksam, daß die Sozialdemokratie die allgemeine Volksbewaffnung verlangt, deren Kosten diejenigen der stehenden Heere übersteigt.(Zustimmung rechts.) Allerdings würden in Zukunft Millionenheere nicht geführt und nicht verpflegt werden können, wenn es fich um Volksheere handelte, die keine Organisation haben. Wir sind dagegen bestrebt, unsere stehenden Heere so zu organistren und so vorznbereiten. daß ein künftiger Krieg gewonnen werden kann. Die Sozialdemokratie läuft nur Phantomen nach. Der Vorredner hat eine Verbesserung der Verpflegung verlangt, Er hat fich aber in den Zahlen geirrt. Nach unseren eingehenden Vorarbeiten würde eine bessere Abendkost 13—14 Millionen ver- langen. 4 Millionen sind allerdings durch eine bessere Organisation der Menage erspart worden. Die Forderung ist nur zurückgestellt worden wegen Mangels an Mitteln. Zum Beweis« der Mißhandlniiaen hat der Vorredner einzelne Fälle nicht angeführt; das ist vorsichtig. Denn es ist in einer Reihe von Fällen konstalirt worden, daß die früher gemachten Angaben unwahr waren. Die Denunzianten oder diejenigen Personen. die Abgeordneten das Material zugetragen haben, sind verurtheilt worden. Ich begreife diese Haltung in der Behandlung dieser An- gelegenheit mit einer gewissen Genugthunng. Es wird dadurch ver- mieden, daß Personen hier vor derOessentlichkeit gebrandmarkt werden. Ein Unteroffizier— den Namen will ich nicht nennen— hat seine Leute mißhandelt, sie im Schmutz niederknieen lassen, ihnen verboten, vor dem Dienst zn essen, und sich eine Maiestätsbeleidignng zu schulden kommen lassen. Bor Gericht hat sich herausgestellt, daß er ein überzeugter Sozialdemokrat geivesen ist. Ter Straßburger Proviantbeamten-Prozeß ist nicht durch die sozialdemokratische Presse hervorgerufen worden. Schon früher hat die Militärverwaltung den Prozeß einleiten lassen. Er mußte«in öffentlicher sein, weil die.Be- amten Zivilbeamte sind. Der Vorredner hat auch den Beschwerdeweg berührt; die Offiziere haben gewissermaßen sein Mitleid erregt. Der Be> schwerdeweg für die Offiziere ist vollständig neu geregelt worden. Ich bezweifle die Richtigkeit der Behauptung, daß Begnadigungen eines Kriegsgerichts unerledigt geblieben sind. In bezug auf das Duell verweise ich auf die kaiserliche Verordnung vom Januar d. I. und kann Ihnen nur rathen, den Erfolg dieser Verordnung abzuwarten. Schließlich hat der Vor- redner an die Militärverwaltimg den Appell gerichtet, jede Ausnahmemaßregel gegen die Sozialdemokratie im Heere fallen zu lassen. In dieser Hinsicht werden wir unS nie einigen. Jede sozialdemokratische Kundgebung im Heere ist straffällig und wird unterdrückt. Hier zeigt ja die Sozialdemokratie ein freund- licheres Gesicht, aber die Beschlüsse der Kongresse legt uns die Pflicht aus, uns vor diesen sozialdemokratischen Bestrebungen zn hüten. Die Devise der Armee ist: mit Gott für König und Vaterland, die der Sozialdemokratie: ohne Gott gegen König und Vaterland(Unruhe und Zustimmung). Ich bin allerdings der Ueberzeugung, daß die Sozialdemokratie sich längst überlebt hat.(Lachen bei den Sozial- demokraten.) Ihre Ziele werden sich niemals verwirklichen, es sind lediglich Träume.(Beifall recht«.) Abg. Bebel(Soz.): Der Kriegsminister hat vollkommen recht, daß zwischen seinen und unseren Anschauungen niemals eine Ueber- «instimmung eintreten kann. Der Kriegsminister glaubt an daS, was er sagt. Wir glauben aber ebenso gut an das, waS wir vertreten. Alle seine Reden können uns von unserem Standpunkt nicht abbringen, und die Thatsache, daß diese Ideen, denen er den Unter- gang glaubt voraussagen zu dürfen, von Jahr zu Jahr immer weitere Kreise der Bevölkerung ergreiseu. wird ihm hoffentlich noch zu seineu Lebzeiten beweisen, daß er sich in einem gewaltigen Jrrthum befand. Warum denn der sortgesetzte Versuch mit Umsturz- vorlagen, mit Ansnahmegesetzeii. wenn Sie glauben, daß der ganze Ideengehalt der Sozialdemokratie in den thalsächlichen Verhältnissen keinen Boden mehr hat? Mein Parteigenosse v. Bollmar hat ver- langt, daß die Sozialdemokraten, soweit sie auf grund der Gesetze, denen auch wir«nS zu unterwerfen haben, verpflichtet sind, ihre Angehörigen in die Armee«intreten zu lasten, diese genau so behandelt werden, wie die anderer politischer Parteien. Ich meine, das ist recht und billig. Mein Parteigenosse v. Vollmar hat mit Siecht hervorgehoben, daß, wenn Sie der Sozial- demokratie eine ausnahmsweise Behandlung in der Armee zu thcil werden lassen, es richtiger und konsequenter ist. Sie schließen die Sozialdemokratie von der Arme« aus. Di« Herren habe» sich aber gehütet, bis jetzt einer solchen Anschauung Rechnung zu tragen. Ich begreife das auch. Eine Partei wie die sozialdemokratische, die bei den letzten allgemeinen Reichstagswahlen mehr als ein Viertel der gesammten abgegebenen Stimmen ans ihre Kandidaten vereinigte, alle? Männer über 2k> Jahre, eine solche Partei kann man von den Pflichten, die daS Gesetz dem einzelne» Staatsbürger auserlegt, nicht befreien, ohne daß das ganze Staatswesen in Gefahr kommt. Wenn der Ruf ergeht: alle Mann aus Deck zur Vertheidigung des Vaterlandes! müssen Sie ebenso gut an rniS wie an Ihr« jetzigen Anhänger appelliren, und das kann ich versichern: Die Sozial- demokratie würde, wie sie jetzt in der Armee ihre Schuldigkeit lhut, auch dann ihre volle Schuldigkeit zu thuu wissen. Daß Anhänger der Sozialdemokratie in der Armee nicht ihre Stellen entsprechend ausfüllen, hat der Kriegsminister gemeint, aber die Ausbeute, die er zu bringen im stand« war, bestand in einem Unteroffizier, derseiiieLeute iiliß- handelt haben sollte und der sich nachher als Sozialdemokrat entpuppte. Ist der Fall wirklich so, dann gebe ich dem Kriegsminister das Wort, daß der Unteroffizier von uns aus das schärsste verurtheilt und so exemplarisch bestraft werden würde, wie es überhaupt zu- lässig ist. Wenn aber dieser einzelne Fall beweisen soll, daß die Sozialdemokratie Tyrannen erzieht, so übersieht man, daß die Um- gebung auch eine» Sozialdemokraten zum Tyrannen macht, nicht die Sozialdemokratie selbst. Der verflossene Kriegsminister hat einen Erlaß veröffentlicht, durch de» die Theilnahme an sozialdemokratischen Versammlungen und Vereinen. daS Lesen revolutionärer Zeilungm und so weiter mit Strafe bedroht wird. Nach der„National- liberalen Korrespondenz" sollte damit bezweckt sein,-inen bekannten Paragrapben der Unisturzvorlage ans diesem Wege zur Geltung zn bringen. Auf den Inhalt der Schriften kommt es nach derselben Korrespondenz nicht an. Es genügt, daß sie sozialistische» Ursprungs sind, um gegen den Leser oder Verbreiter vorzugehen. Dann sollte man aber anch anderen Parteien die Agitation in der Armee verbieten. Wir haben den Eindruck, baft gewiss« einflußreiche Kreise in de« Armee alle» ausbieten, um sie gegen vi« Sozialdemokraten zu ver- Hetzen. Wer einen Straßenkamps der Sozialdemokraten mit den bestehenden Staatsmächten voraussteht, mag sich ja bemühen, gegen die künftigen Gegner in der Armee Stimmung zu machen. Uns liegt gar nicht daran, jeden Mann zu veranlassen, in der Armee für nnS zu agitiren; er würde auf das schwerste ver- urtheilt und in seiner ganzen Existenz ruinirt werden. Es wäre gewissenlos, wenn die Sozialdemokratie eine derartige Agitation betriebe, begünstigte oder nur befürwortete. Dagegen hat in Hamburg ein Hauptmann Wiesang den Reservisten einen Vortrag gehalten, in dem er sagte: Die Sozialdemokraten wollten kein Vaterland; sie betrachteten den Erbseind ebenso als ihren Bruder wie den Deutschen; wollten die Familie zerstören, das Geld der Erde in gleiche Theile thetlen und dergleichen mehr. Das ist Blöd- sinn.(Heiterkeit links.) Hat ein Offizier die Aufgabe, in so ein- seitiger und gehässiger Weise in der Armee Politik zu treiben? Oben- drein untergräbt er damit seine Autorität. Jeder Sozialdemokrat, der daS hört, muß sagen: Das ist ein kolossaler Esel.(Große Heiterkeit links.) Es werden förmliche Kurse in beziig auf die sozialdemokratischen Be- strebuiigen in der Armee inszenirt.(Heiterkeit.) Sie können sich denken, welch' ungeheurer Blödsinn in diesen Jiistrilktionsstunden zu tage gefördert wird.(Zustimmung links.) Der Feldwebel wird sich doch nicht ans den sozialistische» Schriften selbst sein Urtheil bilden! Es wird i» der Armee«in kleines Traktätchen verbreitet:„Von der Treue", mit dem eine förmliche Agitation gegen die So- zialdemokratie getrieben wird. Der Verfasser hat feinen Namen nicht genannt; wahrscheinlich befürchtete er, von der sozialistischen Presse ganz gehörig gerupft zu werden und seinen Blödsinn um die Ohren geschlagen zu bekommen. Redner citirt auS der Broschüre. Wenn die Sozialdemokratie diese Art von Agitation betreiben wollte, würde ihr das ans grund der Gesetze sehr schlecht bekommen. Wir müssen dagegen protestiren, daß solche Agitationen unter Billigung und sogar Mitwirkung der Militärbehörde» betrieben werden. Sie treiben ein sehr pesährliches Spiel mit einer solchen Agitation. ES mögen einige innge Leute ans solchen Blödsinn hineinfallen und Ingrimm empfinden gegen einePartei, der man solche Scheußlichkeiten»achsagt— aber auf der anderen Seite erwecken Sie bei den Leuten, die mir der sogenannten Unschuld von, Lande kommen ohne Idee vom politischen Leben, eine Neugierde, daß sie verlangen, sich weiter zn informiren, und nachdem sie des„Königs Rock" ausgezogen, in die erste beste sozialdemokratische Versammlung gehen. Dann Ivette ich 190 gegen 1, daß sie dann sagen werden: Wir sind angelogen und beschwindelt worden, die Leute reden ja ganz vernünftig.(Lachen. Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Dann wird schließlich aus dem künstlich verhetzten Feinde ein ent- schiedener Anhänger der Sozialdemokratie. Durch unser Militär- qften, werden also die jungen Leute in die Städte gebracht, eS ge- ällt ihnen da, sie bleiben und werden Anhänger unserer Partei, daS habe ich schon vor 2S Jahren gesagt und eS ist eingetroffen. Ein sehr großer Theil unserer Partei stammt vom Lande. Die Waffe des Soldaten ist zweischneidig und wird sich einst auch gegen Sie kehren, wie sie sich nach Ihrer Meinung gegen uns kehren soll. Aber Sie schützen derartige Agitationen in der Armee, während Sie etwaige Versehen, die etwa zu gnnsten der Sozialdemokratie ge- schehen, mit den härtesten Strafen belegen. Ist das die Gleichheit für alle Staatsbürger? Unser Militär- Strafgesetzbuch trägt den Charakter des Barbarischen.(Widerspruch rechts.) Ich weiß keine Kultur, wo es ähnliche harte Strafen für geringe Vergehen giebt, als bei nnS. Der Kriegsminister hat genieint, Herr v. Vollmar habe klug gethan, keine Beispiele von Mißhandlungen zu bringen, weil sich früher angeführte Fälle als unwahr erwiesen hätten. Ich provozire den Kriegsminister, diese Fälle aiifzusühren, r>a sie voraussichtlich Ausführungen betreffen, die ich in früheren Sitzungen des Hauses gemacht. Das Material gegen den Hauptmann v. Strombeck habe ich dem Kriegsminister überreicht; ei» ostprenßischer Gutsbesitzer hatte sich bereit erklärt, die Wahrheit der von ihm behaupteteil Thatsachen zn beweisen und weitere Zeugen vorzuschlagen. Danach hatte ich keine» Grund, an der Wahrheit einer solchen Angabe zu zweifeln. Als e? zur Untersuchung kam, hat der Betreffende das Weite er- griffen. Es hat sich die Unrichtigkeit seiner Bchauptungen heraus- gestellt, und er ist zu 4 Monate» Gefängniß verurtheilt worden. Ich bedauere selbst am meisten, daß ich in dieser Weise hintergangen worden bin. Das passtrt anderen Leuten anch.(Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Ich brauche blos an die Brüsewitzdebatte zu erinner». Will der KrjegSminister behaupten, daß das Leumunds- zengiiiß, das er dem Lieulenant v. Brüsewitz ausgestellt hat, sich als wahr bewiesen hat? Der Kriegsminister ist auch über Siepniaun nicht richtig orientirt gewesen.(Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Ich nehme jetzt derartige Älenßerunge» mit der größten Borficht auf und trage nnr Sachen vor, welche meine Gewährsmänner zu bezeugen sich bereit erklären. Die Militärmißhandlnngen sind eine sehr kitzliche Sache. Die Anzeigenden setzen sich damit Verfolgungen aus während ihrer Dienstzeil. In einigen Fällen wurden Mißhand- lungen spater vom Zivilgericht behandelt und es erfolgte dann die Freisprechung der Anzeigenden. Ich erinnere an den Fall Noack und an die Affäre Mohrmami. Dieser denunzirle den Unterosfizier Remmert wegen Mißhandlung des Rekruten Lübbe». Vor dem Militärgericht wagten weder Lübben noch die anderen Soldale» zu bezeugen, daß eine Mißhandlung von feiten deS Unterosstziers Remmert stattgefunden habe. Letzterer wurde freigesprochen»nb es wurde gegen Mohrmann vorgegangen; er ist nicht allein der falschen Anschuldigung bezichtigt, sondern auch des Mein- eides. Er wird zu drei Jahren Zuchthaus verurtheilt; sein Vater ver- anlaßle eine neue Untersuchung. Ihm gelang es zu beweisen, daß in der That der Unteroffizier den Rekruten mißhandelt habe. In der neuen Verhandlung wurde der Mohrmaun freigesprochen. Ob nunmehr Remmert vor Gericht gezogen ist, weiß ich nicht. Wenn der Kriegsminister gesagt hat, daß wir keine neuen Fälle von Soldatenmißhandlunge» angeführt habe», sage ich ihm, daß ich, wenn ich das ganze Material vortragen wollte, ich ganze Tage reden kölinte. Redner zilirt Fälle von Soldatenmißhandlungen in Wittenberg, Osterode, Dresden, Großenhain. Im Interesse der Menschlichkeit müssen alle Klagen vorgebracht werden. Daß ganze Truppentheile von Klagen über Soldatrnmißhand- lungen frei bleiben, beweist der Umstand, daß so lange Oberst Liebert, der jetzt nach Ostafrika gegangen ist, sein Regiment hatte, kein einziger Fall von Mißhandlung oder Beschimpfung vorgekommen ist. Gegen die Unfälle infolge von Hitzschlag hat man in der französischen Armee angeordnet, daß während der Tagesstunden an- strengende Uebungen nicht stattfinden. Trotz aller Ausbildung für den Krieg braucht man den Soldaten nicht übermäßige Zumuthungen im Frieden zu machen. Redner führt mehrere Fälle von Hitzschlag aus dem vorigen Sommer an; er habe die Fälle nur ans bürger- lichen Blättern entnommen, bei denen nicht anzunehmen ist, wie man es bei den Sozialdemokrateii annimmt, daß fie der Armee etwas am Zeuge flicken wollen.'. Im schreiendsten Widersvruch zu den Aufgaben der Armee werden Soldaten bei den verschiedensten Gelegenheiten benutzt, freien Arbeiter» Konkurrenz zu machen, namentlich bei Streits und bei sogenannter Arbeitenioth. Es sind beschäftigt worden Büchsen- niacher in einer Bielefelder Maschinenfabrik; ferner Soldaten in einer Zuckerfabrik i» Oberschlesien und beim Rübenziehen in der Nähe von Bcrnburg, Weißenfelser Husaren beim Dreschen auf einem sächsischen Ritlergnte. Der bayerische Kriegsminister wollte die Abkomi landirnng von Soldaten zu Ernte-Arbeiten nur gestatten, wenn sie hren An- gehörigen helfen, nicht wenn sie als Lohndrücker wirken. Der preußische Kriegsminister sollte eine ähnliche Erklärung abgeben. Di« Offizierburschen werden gebraucht zun, Ersatz für ein Dienst- mädchen. In bezug auf die Dnellsache behauptet der Kriegsminister, daß daS Versprechen, welches der Reickskauzler bei der Brüsewitz-Debatte gegeben hat, erfüllt se». Das ist doch nicht in dem Maße geschehen. wie man eS erwarte» sollte. Der Reichskanzler hat selbst an- erlannt, daß das Duell verboten ist. Dann müßte aber der oberste Kriegsherr oh»« iveitereZ jeden Duellanten mit und Jahres 16 des Gesammtguthabens nicht überschreitet. In allen andern Fällen bedarf der Sparer zur Entnahme seines Guthabens oder eines Theiles unter der Mittheilung des Zweckes der Verwendung der Zustimmung eines der Theilhaber der Firma. Schlichtem Abschied entlassen. Statt beffen heißt es nur in wis habe ich nicht die Mittheilung des Urtheils versprochen, sondern| Bulage bewilligt haben. Da feine Arbeiter sämmtlich organisirt dem Erlaß, daß das Duell nach Möglichkeit einzuschränken ift. nur gesagt, ich würde die Genehmigung Sr. Majeftät dazu find, wird es mit Hilfe der Organisation wohl gelingen, auch diese Jufofern steht der Erlaß des Kaisers im Widerspruch mit dem be- nachsuchen. Ich habe die Genehmigung eingeholt und erhalten, Angelegenheit ins gleiche zu bringen. Von den noch übrigen Fabristehenden Gesek. Es sollte auch in dem Erlaß stehen, daß nunmehr wenn die Rede darauf kommen sollte, das Urtheil au verlesen. fanten ist am hartnäckigsten der Führer des Fabrikantenvereins, niemand, der wegen eines Duells bestraft würde, auf Begnadigung Brüsewiß ist wegen Todtschlags unter Gebrauch der Dienstwaffe Herr M. Seiler. Er will sein streikendes Personal aushungern. rechnen könnte. Noch fürzlich ist ein Offizier begnadigt worden. mit Dienstentlassung und 3 Jahren 20 Tagen Gefängniß bestraft Die vereinte Kraft der Arbeiterschaft wird das abzuwehren wissen. Im österreichischen Reichsrath ist das Duell als ein Unfug und eine worden. Die Zufasstrafe von 20 Tagen ist hinzugesetzt worden Buzug ist streng fernzuhalten, und finanziell rohe Barbarei bezeichnet worden. Was soll man dazu sagen, wenn wegen eines militärischen Vergehens, daß das hohe Haus nicht hilft doppelt, wer schnell giebt. vor dem Landgericht in Dortmund ein Stabsarzt Dr. v. Köppen intereffiren wird. Die rechtlichen Gründe des Urtheils sind Weiter wird uns mitgetheilt: Ein Fabrikant, dem öffentlich wegen Beleidigung eines Standesgenossen verurtheilt wurde. folgende: nachgesagt worden war, er habe mit den Fournituren seinem PerDer Vorsitzende des Gericht hat den Klagenden direkt getadelt, daß Das Kriegsgericht ist dabei von folgenden rechtlichen Ersonal gegenüber Bucher getrieben, hatte den Staatsanwalt um Er. er mit einer Klage an das bürgerliche Gericht gegangen sei, anstatt wägungen ausgegangen: Die That der Tödtung eines Menschen hebung der Anklage ersucht; der Staatsanwalt verwies den Herrn sich standesgemäß abzufinden. Ich erinnere ferner an das Duell des ist vorsätzlich begangen, was daraus zu erkennen ist, daß der Stich aber auf den Weg der Privatklage. Auch der Redakteur des Kreis. Herrn v. Wangenheim in Stuttgart. Hierbei waren der Play- mit großer Gewalt in die Mitte des Körpers gerichtet war. Der blattes fühlt sich beleidigt. Das Volksblatt für Halle" hat ihm gekommandant und der preußische Gesandte, oder wenigstens einer Thäter konnte nicht im Zweifel sein, daß der Stich den Tod des rathen, nachdem er gekündigt sei, tönne er ja nun bei den Schuhvon ihnen als Sekundanten zugegen. So lange die Behörden da- Geftochenen herbeiführen könne und sehr wahrscheinlich herbei fabrikanten als Bwider arbeiten, um die 30 M. zu verdienen, die gegen nicht mit Nachdruck vorgehen, werden wir hier noch öfter führen müffe. Durch die nach der That an den Zeugen Jung- nach Angabe des Kreisblattes die Weißenfelser Zwicker wöchentlich über solche Fälle zu flagen haben. Wir wollen doch einmal sehen, stilling gerichteten Worte:„ Ich habe ihn zur Strecke gebracht" ist verdienen sollen. Dieser spaßhafte Rath kränkte den Mann der Feder ob es einer verhältnißmäßig fleinen Schicht in unsern bevorzugten bewiesen, daß der Thäter mit dem Erfolg einverstanden gewesen so sehr, daß er zum Radi lief. Gesellschaftstreifen möglich sein wird, auf die Dauer gegenüber ist und daß dieser Erfolg dem Vorsage entsprach. Dagegen, Der Ausstand beziehentlich die Aussperrung hat bis jetzt rund dem allgemeinen Volksunwillen das Duellunwesen aufrecht zu erhalten. hält das Kriegsgericht nicht für erwiesen, daß die 50 000 M. gekostet. Davon sind, wie gestern schon mitgetheilt, 9000 M. Wie unerfahren der Kriegsminister in allen sozialdemokratischen Tödtung mit Ueberlegung ausgeführt sei, und zwar aus von der Leipziger Arbeiterschaft aufgebracht worden. Dingen ist, beweisen seine letzten Ausführungen; er sagte, unsere folgenden Gründen: Brüsewiß ist an jenem Abend zweifellos nicht Parole laute: Ohne Gott gegen König und Vaterland. Den Glauben nüchtern gewesen. Wäre er nüchtern gewesen, so würde er recht von Beer u. Ro. Die Ausständigen ersuchen um Vermeidung des In Liegnitz streiken zirka 150 Arbeiter der Wollwaaren- Fabrit an Gott überlassen wir jedem einzelnen. Religion ift Privatsache" zeitig das Lokal verlassen und die gefährliche Nachbarbedeutet nicht, daß jeder Sozialdemokrat den Glauben an Gott ab- schaft vermieden haben, und er würde im Lokal nicht in G. Kretschmer in Liegnitz, Goldener Frieden. Zuzugs um finanzielle Unterstützung. Näheres durch schwören müsse. Daß wir über die Verwaltung und Leitung des laute Klagen über seine verlorene Ehre ausgebrochen Staates eine andere Meinung haben als der Kriegsminister, ist sein. Er hat den Entschluß gefaßt, vorfäßlich zu handeln, In Elberfeld ist der Ausstand der jugendlichen Arbeiter der richtig. hat aber nicht mit reiflicher Ueberlegung gehandelt. Rattundruckerei von Schlie per u. Baum erfolglos Wenn Frankreich, Amerika und die Schweiz Republiken sind, Das Kriegsgericht hat mildernde Umstände angenommen( Unruhe beendet. Die jungen Leute hatten, 83 an der Zahl, am so wird die republikanische Gesinnung auch in Deutschland nichts links), die dadurch begründet sind, weil das flegelhafte, überaus Sonnabend die Arbeit niedergelegt, weil sie mit der von der Firma so Gefährliches sein; verboten ist sie jedenfalls nicht. Wenn die beleidigende Berhalten des Siepmann vor zahlreichen Zeugen, angeordneten Zwangsspartaffe nicht einverstanden waren. Von den Mehrheit des deutschen Volkes republikanisch und sozialistisch gesinnt fowie Weigerung, um Entschuldigung zu bitten, und seine Be Ausständigen haben am Montag 30 und am Dienstag Morgen 45 die sein wird, wird sie sich nicht besinnen, die Republik einzuführen. mertung Keine Antwort ist auch eine Antwort" den Zorn des Arbeit wieder aufgenommen. Die übrigen 8 sind von den Inhabern Die Monarchie ist nicht die legte Spize der Entwickelung. Offiziers hervorgerufen hat, und weil dieser, obwohl durch geiftige der Firma als entlassen erklärt worden. Die Zwangssparkasse ist Das kann eines Tages eintreten, ohne daß wir auch nur einen Schuß Getränke erregt, dem Siepmann feinerlei Anlaß zu einer Provo: nach dem Muster des Bergischen Fabritantenvereins in Remscheid Pulver abzugeben brauchen. Gegen den ausgesprochenen Willen der tation gegeben hat." eingerichtet worden, das der Regierungspräsident in Düsseldorf Volksmehrheit können auch Sie auf die Dauer nicht kämpfen. Und Ich habe noch eine Erklärung hinzuzufügen. Ich habe am den Fabrikanten zur Einführung empfohlen hat. Nach den Bes daß das System der stehenden Heere mehr als je außer ftande ift, 17. November bei der Jnterpellation über den Fall Brüfewiß auf ſtimmungen müssen Arbeiter im Alter von 16 Jahren 1 M., den Kulturforderungen der Menschheit gerecht zu werden, beweisen einen Vorfall in Karlsruhe zwischen Offizieren und Studenten 17 Jahren 1,20 W., 18 Jahren 1,40 m., 19 Jahren 1,60 m., die letzten Tage, Was hat denn der großartige mili hingewiesen. Einer der Studenten, der jegt Rechtspraktikant 20 Jahren 1,80 M. und 21-25 Jahren 2 M. aller vierzehn Tage tärische Apparat in allen Rulturstaaten in bezug auf ist, hat mir einen Brief geschrieben, woraus für mich zweifels- vom Lohn in Abzug bringen und auf der Sparkasse sinsbar anlegen die orientalischen Wirren zu verhindern vermocht! Stehen frei hervorgeht, daß er bei dem Rentontre nicht aus Ge- laffen. Die freie Verfügung über das Sparkassenbuch bekommt der wir nicht trotz alledem in Europa auf einem Pulverfaß? hässigkeit gegen den Offiziersstand gehandelt hat. Ich wollte Sparer mit Beendigung des 25. Lebensjahres(!) oder Kann nicht jeden Augenblick ein europäischer Krieg ausbrechen und nicht unterlassen, das ausdrücklich hier zu bekennen. Die bei Ausritt aus der Beschäftigung bei Schlieper u. Baum. Ferner den Bestand der ganzen heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung Frage des Vorrebners über den Gebrauch der Schußwaffen fann der Sparer darüber verfügen bei Gründung eines eigenen Hauss im höchsten Grade gefährden? Was Sie verhindern wollen, muß ich verneinen; die Bestimmungen darüber sind schon von standes oder bei Ableistung seiner Militärdienstpflicht, jedoch mit der rufen Sie durch die ungeheuren militärischen Rüstungen bei meinem Amtsvorgänger gemildert worden. Der einzige Fall, der Maßgabe, daß bei Gründung eines Hausstandes nur ein Betrag bis allen Völkern gerade hervor: die Ueberzeugung von der Unhaltbar- mir bekannt ist, ist, daß in Mannheim auf einen Arrestanten zur Hälfte des Gesammtguthabens erhoben wird und während der feit dieses Systems, und wenn eines Tages der europäische Strieg geschoffen ist. Diese Gelegenheit ist benust worden, den Soldaten Leistung der Dienstpflicht der entnommene Betrag im Laufe eines kommt, den Sie und wir fürchten, dann hat am ehesten die Todten die Bestimmung wieder einzuschärfen, daß der Transport von glocke für das heutige Syftem geläutet!( Beifall bei den Sozial- Arrestanten nicht auf belebten Straßen stattfinden, sondern ein demokraten. Unruhe rechts.) Wagen genommen werden soll. Kriegsminister von Goßler: Die Rede des Abgeordneten Abg. v. Kardorff( Rp.): Die Angriffe des Herrn Bebel sind Bebel hat meine Behauptung bestätigt, daß die Sozial uns bekannt. Er knüpft an bekannt werdende Fälle maßlose Ueber demokratie eine internationale und revolutionäre Partei treibungen. Er hat einen Puukt angeführt, der mich veranlaßt, das ift. Er hat die Karten so ziemlich aufgedeckt. Der Wort zu ergreifen. Er behauptet, daß Soldaten auf das platte Land abRongreß endete mit einent Hoch auf den internationalen gegeben werden, um den freien Arbeitern Konkurrenz zu machen. Wie Sozialisuus. Die englischen Delegirten stimmen das Bundeslied steht das mit dem praktischen Leben in Widerspruch? Es kommt an, fie reichen sich die Hände, die deutschen Delegirten stimmen die bei schlechtem Wetter vor, daß die Arbeit drängt. Die ländlichen Marseillaise an, begleitet von Orgelflang, und die Franzosen fingen Arbeiter haben den Wunsch, daß möglichst viel Arbeiter heran- Aus Dresden berichtet die Sächsische Arbeiter Zeitung": die revolutionäre Karmagnole, braufender Jubel durchschallt ben gezogen werden, um die Ernte zu retten, von der die ländlichen Die Innung geprüfter Baumeister hat den Rath und Saal. Um 6 Uhr stand ein Festessen an, natürlich.( Stürmische Arbeiter ihren Drescherlohn erhalten. Für die Soldaten ist das eine bie Staats Bahnverwaltung um Hilfe angerufen gegen Heiterkeit). Die Hoffnung, die der Abg. Bebel ausgesprochen hat Erholung nach dem anstrengenden Dienst. Ich möchte nicht, daß die zu erwartenden Forderungen ihrer Arbeiter. Sie theilt diesen über eine Neugestaltung von Deutschland wird sich niemals darin eine Aenderung eintritt. Ich spreche nicht im eigenen beiden Behörden in einem Schreiben mit, daß die Bauhandwerker verwirklichen.( Bustimmung rechts.) Wenn der Abg. Bebel eine Interesse; aber das platte Land ist sehr dankbar für eine folche Maurer und Zimmerer in diesem Frühjahr einen Streit Broschüre in der Armee Blödsinn nennt, so stellt eine solche Be- Aushilfe. inszeniren wollten. Die Arbeiter bekämen jetzt 42 und 43 Pf. hauptung noch nicht die Richtigkeit der Broschüre in Frage. Der Abg. Werner( Reform- P.): Die Sozialdemokraten möchten Stundenlohn und wollten nun 45 Pf. fordern und neunstündige Abg. Bebel hat gegen einen Hauptmann eine schwere Beleidigung gern in der Armee Anhänger ihrer Richtung gewinnen. Redner Arbeitszeit. Wenn diese Forderungen durchgingen, dann würden ausgestoßen. Ich darf mich hier in einer parlamentarischen Ber- bittet den Minister, mit dem Ankauf von landwirthschaftlichen Pro- die Arbeiter im nächsten Jahre 50 Pf. und achtstündige Arbeitssammlung nicht solcher Morte bedienen, nur eine all- dukten direkt bei den Produzenten fortzufahren. Wenn der kaiser: zeit verlangen. Die Baumeister- Innung habe deswegen beschlossen, gemeine Ausführung will ich machen. Wenn jemand in liche Erlaß bezüglich der Duelle richtig verstanden wird, werden die nichts zu bewilligen und es auf einen Kampf ankommen zu lassen. Ausübung seines Dienstes Beleidigungen erfährt wegen feines Duelle eingeschränkt werden. Ueber die Pensionirungen haben wir in der Größere Unternehmer Dresdens und der Umgegend hätten sich Dienstes und ihn weder Recht noch Geseze noch sonst etwas Kommiffion bereits ausführlich gesprochen; eine kleine Einschränkung schon mit ihnen solidarisch erklärt. Sie bitten deshalb die Staats davor schützen, dann tröstet er sich mit dem Gefühl der Verachtung. derselben bei den unteren Stellen ist wohl möglich. Redner bittet bahn- Verwaltung und den Rath um Unterstüßung namentlich in der ( Beifall rechts.) Der Abg. Bebel hat dann eine Reihe von Fällen den Kriegsminister um Aufklärung über einen Fall von Bestrafung Richtung, daß ihnen erforderlichenfalls die Lieferfristen verlängert angeführt, die nach meinen Informationen zum großen Theil auf eines verabschiedeten Offiziers. Für die Juvaliben soll ja etwas werden. Die Staatsbahn- Verwaltung ist auch bereitwillig auf den falschen Angaben beruhen. Die Sache mit Mohrmann hängt geschehen nach einem Antrage, der dem Hause vorliegt. Redner Plan eingegangen. Sie hat an alle Bahndienststellen das Schreiben wesentlich anders zusammen. Er ist wegen Verleitung zum schließt damit, daß die Sozialdemokraten troh aller Bemühungen der Bauunternehmer weiter gegeben und sie angewiesen, ihre Puz Meineid verurtheilt worden. Er hat zwei Leute, die nicht in das Heer eindringen würden. und Maurerarbeiten so zeitig in Angriff nehmen zu lassen, als es die Sache garnicht gesehen haben, verleitet, eiblich zu Damit wird die weitere Berathung um 51/2 Uhr bis Sonn- die Witterung irgend gestattet, damit sie noch möglichst vor Eintritt bezeugen, daß fie die Mißhandlungen gefehen haben. a bend 1 Uhr vertagt. des Frühlings fertig werden. Den Bauunternehmern aber hat die Herr Lenzmann hat mit recht gesagt, es sei doch sehr mißlich, über Generaldirektion( der Staatsbahnen) geantwortet, daß sie ihnen gerichtliche Verhandlungen ohne Aftenmaterial hier zu verhandeln; erforderlichenfalls im weitesten Maße entgegenkommen würde." will man das thun, dann muß man sich zunächst an die betreffenden Ausgewiesen aus Preußen wurde von der Polizeiverwaltung freifen Sachſens zu den Dingen zu gehören, die außer Mode kommen. Das Studium der Boltswirthschaft scheint in den Regierungs. Behörden wenden. Es ist ausgeschlossen, daß diefe derartige Anzeigen unterbrüden. Die Fälle, die Herr Bebel angeführt hat, liegen aber in Herne bei Bochum der aus Defterreich gebürtige Bergmann Andernfalls könnte es einer Staatsbehörde, wie es die Generalschon eine geraume Zeit zurück und fie jetzt erft hier Franz Hausmann. Die Gründe der Ausweisung sind ihm direktion der Staatsbahnen ist, nicht einfallen, die Arbeiter zu verhandeln hilft doch nichts. Er hat dann noch eine nicht mitgetheilt worden. Da er aber Vorfizender einer selbständigen dazu solche, die in der Privatindustrie beschäftigt sind, an der Verschauerliche Schilderung der Selbstmorde, Sigschläge u. s. w. Arbeiterorganisation ist, braucht man nach dem Grunde nicht lange befferung ihrer wirthschaftlichen Lage zu hindern. Aber auch dem gegeben; die Statistit weist aber nach, daß die Todesfälle dauernd zu suchen. zurückgehen. Auch die Zahl der Mißhandlungen geht zurück. Herr Bebel sollte nicht so leichtgläubig sein, alles tritiflos zu glauben, Bu 3 Monaten Gefängniß wurde Genosse Walter als verwas in den Zeitungen steht. Daß in Thorn an einem Tage sechs antwortlicher Redakteur des Boltsblatt für Anhalt" verTodesfälle gewesen seien, ist doch ganz ausgeschlossen. Ueber die urtheilt, weil er durch einen Artikel über den Fall Brüsewitz eine Beschäftigung von Soldaten zu Zivilarbeiten, die Abg. Bebel be- Offiziersbeleidigung begangen haben soll. Einen neuen Strafbefehl wegen Boykotts, lautend auf hauptet hat, fann ich keine Auskunft geben, prinzipiell ist den Soldaten verboten, irgend einem Bivilarbeiter Konkurrenz zu 6 Wochen Haft, hat der verantwortliche Redakteur des Volts. machen. Wo selche Fälle eintreten, wende man sich an die blatts für alle", Genoffe Salomon, empfangen, weil er Kommandos. Herr Bebel wunderte sich, daß trotz des Berbots noch ein Eingesandt aufgenommen hat, worin Beschwerde geführt ist, daß Duelle vorkommen; ebenso fommen noch Mißhandlungen vor troh in den hallischen Mühlen die Sonntagsarbeit wieder überhand gedes Verbots, und selbst das Verbot von allerhöchster Stelle macht nommen habe; an die Konsumvereine ist dann das Ersuchen ge- Ju Zürich dauert der Kaminfeger Streit fort. Die es nicht überflüffig, gegen Duellanten einzuschreiten, das sind doch richtet, dieses Eingefandt zu berücksichtigen. Ausständigen fordern: Arbeitszeit von 5 Uhr morgens bis 5 1hr Wegen Beleidigung des Rittergutsbesizers Klopfer in abends. Lohn 5 Frs. für den Tag oder 15 Frs. mit freier Rost Menschen. Die Ehre der Offiziere ist doch in den Händen des allerhöchsten Kriegsherrn am besten aufgehoben. Wenn der Abge- Rauschwitz i. V. wurde Genoffe H. Schulze, der verantwortliche und Wohnung die Woche, Ueberstunden 75 Gts., Freigabe des ordnete Bebel von einem Pulverfaß sprach, fo meine ich, es ist beffer, Rebatteur der Sächsischen Arbeiter Beitung" in Dresden, vom 1. Mai. Gericht in Plauen i. B. zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. gerüstet zu sein, als garnicht.( Beifall rechts.) das Wir in alt noch dulden." Partei- Machrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Gewerkschaftliches. " Daß ein Regierungspräsident eine solche Sparkasse empfehlen tann, ist doch kaum zu begreifen! Die Hörigkeit ist sogar schon in Dstelbien aufgehoben, beiläufig seit Anfang dieses Jahrhunderts; drüben am Rhein führt sie das Fabrikantenthum in gewissem Sinne wieder ein, und der Regierungspräsident giebt noch seinen Segen dazu. jing " # noch rein fistalischen Interesse widerstreitet die Handlungsweise der sächsischen Staatsbahnverwaltung. Wenn die Tausende von Maurern und Zimmerern Dresdens mehr Lohn und kürzere ArbeitsBeit bekommen, so tönnen sie auch mehr zu den Staats- und Gemeindelasten beitragen, weil sie dann mehr Verdienst und andauerndere Arbeit haben, als jetzt. Ju Leipzig ist der Ausstand der Tischler, Maschinenarbeiter, Polirer und Polirerinnen der Firma Paul Hösch zu gunsten der Arbeiter beigelegt. Die Forderungen der Arbeiter wurden bewilligt. Abg. Bech( fr. Wp.): Nach der Frankfurter Zeitung" soll sich Depeschen und letzte Nachrichten. der neue Militär- Strafprozeß- Entwurf nur wenig von dem vor zwei Zülz i. Schl., 12. Februar.( W. T. B.) Wegen SchneeJahren ausgearbeiteten Entwurf unterscheiden. Dieser Entwurf ift aber vom ganzen Bolte als unannehmbar bezeichnet worden, denn Die Arbeitervereine, welche gedruckte Rataloge über ihre verwehung zwischen Station Neuhof und Zülz ist der Betrieb auf darin ist von einer Militär ju ft iz eigentlich gar nichts Bibliotheken besitzen, werden gebeten, dieselben in 2-3 Exemplaren der Strecke Neustadt- Zülz voraussichtlich auf 24 Stunden unterbrochen. mehr zu entdecken. Das Gnadenrecht des Monarchen soll Köln a. Rh., 12. Februar.( B. H.) Eine Konstantinopler unangetaftet bleiben, aber das Bestätigungsrecht ist weiter an uns zu senden. nichts als Rabinetsjuftig. Die Militärjuftiz hat hat Schaden Der preußische Staat und das Koalitionsrecht der Depesche der Köln. 3tg." meldet: Zuverlässige Nachrichten, aus angerichtet. wiffen heute das Arbeiter. Die fönigl. Eisenbahn Direktion in Altona Makedonien besagen, daß die dortige Bevölkerung von Griechenland wie nicht, Urtheil im Fall Brüsewig lautet.( Große Unruhe rechts.) Welche hat folgendes bekannt gemacht: Die Betheiligung von Eisenbahn aus mit Waffen und Munition versorgt wird. Die Bandenbildung Entrüstung im Bolte sich aus Anlaß diefes Falles geltend gemacht bediensteten an dem kürzlich in Hamburg gegründeten Verband an der Grenze geht in so offener Weise vor sich, daß die stillhat, beweist der Gothaer Aufruf. Wenn die Zivilisten sich unsicher der Eisenbahner Deutschlands verträgt sich nicht mit der schweigende Billigung der griechischen Regierung zu diesem Treiben fühlen den Offizieren gegenüber, zu welchem Zustand soll Disziplin und den der Verwaltung gegenüber übernommenen Pflichten. teinem Zweifel unterliegen tann. Es ist ersichtlich, daß ein Aufs Das führen? falsche Ehrgefühl beste Wir warnen daher hiermit die Bediensteten, sich an jenem Verbande stand in großem Stile vorbereitet wird und daß der Ausbruch des. hat seine Abfertigung gefunden Redner oder seinen Einrichtungen zu betheiligen, und werden andernfalls selben nach Eintritt der milden Witterung nicht lange auf sich warten der Düsseldorfer Affäre. tommt auf die Frage des Gebrauchs der Schußwaffe gegen ein ferneres Verbleiben derselben im Staatseifenbahndienste nicht lassen werde. über Arrestanten zu sprechen. Es sei gefährlich, einem zwanzig Temeswar, 12. Februar.( H. B.) Für Sonnabend ist der Diese Verfügung ist jedem einzelnen im niederen und Rüften Ausbruch eines allgemeinen Streits in allen südungarischen Werken jährigen jungen Mann die Gewalt über Leben und Tod eines Staatsbürgers in die Hand zu geben. Es ist der Fall vorgekommen, dienste stehenden Beamten mitgetheilt und gleichzeitig durch Unter der Staats- Eisenbahn- Gesellschaft signalisirt worden. Von hier sind daß der Soldat nicht den Arrestanten getroffen hat, sondern einen schreiben eines Schriftstücks die Bescheinigung der Einsichtnahme neuerdings mehrere Kompagnien nach Reschiße und Anina abs anderen daherkommenden Menschen, der sein eigener Bruder war. vom Inhalte verlangt worden. Bei den früheren Schießprügeln mochte die Gefahr nicht so groß Die Bürstenmacher in Landsberg an der Warthe befinden Bern, 12. Februar.( W. Z. B.) Bei der Nordoft- Bahn droht sein. Anders liegt es bei dem jezigen weittragenden Gewehr, sich im Streit. Zuzug ist fernzuhalten. wieder eine Lohnbewegung auszubrechen, weil die vor einem Jahre welches durch die Mauern schießt.( Heiterkeit rechts.) Das ist In Weißenfels ist, wie uns mitgetheilt wird, am Freitag auch dem Berfonal gemachten Versicherungen nicht gehalten worden seien. nicht zum Lachen. Man sollte endlich eine Aenderung der bestehenden in den Fabriten von R. Did und R. Schütze die Arbeit wieder Warschau, 12. februar.( B. H.) Infolge einer Refselexplosion Vorschriften herbeiführen.( Zustimmung lints.) aufgenommen worden, nachdem die am Donnerstag geführten Ver- in der Dampfmühle der Gebrüder Kunis in Slonia wurde das Kriegsminister v. Gofiler: Ich habe aus den Ausführungen handlungen für die Arbeiter günstig verlaufen waren. Der Aus- Gebäude vollständig zerstört. Fünf verstümmelte Leichen wurden des Vorredners entnommen, daß derselbe den Entwurf der neuen stand betrifft nun nur noch 5 Fabriken mit zusammen unter den Trümmern hervorgezogen. in der Fabrit von Blafig Dagegen find Konstantinopel, 12. Februar. Straf- Prozeßordnung noch garnicht kennt. Die Anschauungen, die 300 Arbeitern. ( B. H.) Der Sultan hat bes Differenzen entstanden. er darüber vorgebracht hat, find unzutreffend. Ich beschränke ich wieder Differenzen Herr Blasig will für die fohlen, daß sich die türkische Flotte bereit halfen solle, um jeden irrthümlicherweise 8-5 Pfennig Augenblick nach Kreta abzudampjen. auf diese wenigen Worte über diesen Punkt. Ueber den Fall Brüse falsch gedoppelte Arbeit nur Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. gegangen. Nr. 37. 14. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 13. Februar 1897, 6137 burch 9,85. 5562 Leibe u. Co. durch Langer 12,80. 5563 durch Homann 7,30. Lefe- und treffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen 2501 1,-. Leithold 3537, Tischleret Liebnit u. Rose. 3538 Maler, Ede Mart grafenstraße 7,85. 3540 durch Feller 3,95. 3541 durch Feller 11,50. 3547 durch Parlamentarisches. der unmittelbaren Staatsbeamten vom 20. Mai 1882 Böhn 9,50. 3549 Tischleret von Werth 11,35. 4466 D. Werner 9,40. 4468 burd Der Entwurf nimmt eine generelle Erhöhung der Weber 4,65. 4471 durch Mittet 10,45. 6127 durch Binger 3,10. 6128 durch Feller Der Bundesrath hat in seiner am 11. dieses Monats ab- ugegangen. 6136 Metallarbeiter, Bülowstraße 19,55. 6135 durch Hinge 10,-. gehaltenen Plenarsizung dem Entwurf eines Gesetzes wegen Ver- Hinterbliebenenbezüge von 20 pct. in Aussicht. Die Wittweupenfionen, 7, 6132 durch Feller 8,65. 6133 durch Hensel 9, 6134 durch Hensel 9, deren Erhöhung zugleich eine entsprechende Aufbefferung der Waisen- kliem 7,-, 6139 Singe 16,30. 6141 Metallarbeiter Bülowftraße 19,85. 6143 wendung überschüssiger Reichseinnahmen aus dem Etatsjahre 1897/98 zur Schuldentilgung, sowie dem Ausschußantrage, be- gelder bedingt, sollen anstatt 331/ 3pSt. in Zukunft 40pCt. der Pension des Drechsleret Bülowstraße 6,60. 6144 burch kliem 8,25. 6145 durch Werner 1, treffend Aenderung der Bestimmungen über die Zollbehandlung Berstorbenen betragen. Der Mindestbetrag soll von 160 M. auf 5584 Kunstschlofferei von Ed. Puls 11,60. Schriftgießeret Theinhardt, 9. Rate der Verschnittweine und-Moste, die Zustimmung ertheilt. Die Ueber- 216 m. jährlich, also um 35 pCt. erhöht werden. Als Höchst Diskutirklub Fr.- Buchholz 5,- Listen durch Schonheim 5065, 3507, 6123, 5078 sicht der Geschäfte des Reichsgerichts im Jahre 1896 zur Kenntniß grenze der Wittwenpension ist für Wittiven der Minister und durch Barendt, 5077, 2443 Reichelt, Hafenhaide, 34,30. Lampenfabrit Eckel und genommen. Die Vorlage, betreffend die anderweitige Abgrenzung der zweiten Beamten erfter Rangklasse 3000 M., für Wittwen von Beamten Glienice, 5. Rate 14, Lotterietlub Fortuna 3,35. Mustinstrumentenarbeiter durch und Dritten Rangklasse 2500, für Wittwen Klingmann 11,75. 6420 durch Görtz 8,40. 6422 Fiedler u. Goldmann 4,80. der Schiedsgerichts. Bezirke der Privatbahn- Berufsgenossenschaft, der übrigen Beamten 2000 M. vorgesehen. Bisher durfte der 6423 burch Herbst 6,20. 6424 durch Hoof 7,30. 6425 durch Otto 19,60. 6417 9,50 wurde dem Ausschusse für Handel und Verkehr überwiesen. Außer Höchstbetrag für Wittwen der höchsten Beamten 4200 M. betragen. Stille Mufit A. 2. Pianofabrik Mittag u. Co. 12,15. Baudin, Friedrichstraße bet dem wurde über Eingaben Beschluß gefaßt. Bartus 2,- Geburtstagsfeier 1,50. Lifte 1986, Hoffmann, Blumenstr. 14a 3,95. Bei mehr als 15jährigem Altersunterschied der Ehegatten ist eine Arbeiter der unteren Auerfäle bei Pintsch 15,15. Franz Tischler 3,-. Bilder= Kürzung des Wittwengeldes vorgesehen, weil die junge Wittwe eines rahmenfabrit von Brückner, 7. Rate 3,40. Buchholz, Oranienstraße 6,70. tfte e878, alten Mannes den Verzug einer verhältnißmäßig hohen Pension ge- Campenfabrik von Hirschhorn 27,05. Extra- Tellersammlung der Schneider und nießt und die Staatstaffe erheblich länger belastet, als wenn sie in Schneiderinnen bei Gründel am 9. Februar 17,60. einem den Lebensjahren des Mannes entsprechendem Alter stände. Das Gefeß, das am 1. April d. J. in traft treten soll, ist nicht Die Handelsgesetzbuch Kommission hat sich konstituirt und den Abg. Dr. Spahn zum Vorsitzenden, den Abg. Frhrn. v. Gült lingen zum Stellvertreter des Vorsitzenden und die Abgg. Schippel, Trimborn, Dr. Viehaben und v. Werdeck- Schorbus zu Schriftführern gewählt; außer dem Abg. Schippel gehören der Kommission von unserer Partei noch die Abgg. Dietz und Singer an. rückwirkend. Die Bituation in Hamburg. er= Wustrow 609 4,50. 5189 durch Wiesner 6,80. 5911 durch Grand 7,90. 6414 burch R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Zeit Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau von 9-1 Uhr vormittags und 6-8 1hr abends entgegen. Kommunales. In ihrer geheimen Sigung am Donnerstag wählte die Stadtverordneten- Bersammlung zu Bürger Deputirten: für das Turn- und Badewesen den Kaufmann Gustav Lefeber, AlbrechtStraße 15; für die Steuerdeputation Rentier Robert Lange, Schönhauser Allee 165; für die Waisenverwaltung Geh. Kommerzienrath Bringsheim, Königsplay 14; für die Schuldeputation find in Vors Lehrer Gallee, 3. der Lehrer Ewald. Die Wahl selbst wird in der nächsten Sizung mittels Stimmzettels bewirkt werden. Dem 160 000 Marks- Ausschuß für die Wilhelmsfeier ge hören an: Dr. Langerhans, Vorsitzender, Michelet, Cassel, Wilhelm Gericke II, Witkowski, Jacobi, Dr. Horwitz, Kyllmann, Kreitling, May Schulz, Dr. Schwalbe, Momsen, Hugo Sachs II, Munkel, Wohlgemuth. Die Kommission zur Berathung des Unfall- Versicherungsgesetzes lehnte in ihrer gestrigen Sitzung die seitens unserer Abgeord neten zu§ 5b gestellten Verbesserungsanträge ab.§ 5b will ebenso wie das bestehende Gesetz den 4 Mt. übersteigenden Tagesverdienst Unser Korrespondent schrieb am Freitag: Heute morgen wurden bei Berechnung der Rente nur zu einem Drittel zur Anrechnung wieder zirka 800 alte Schauerleute eingestellt, so daß jetzt im ganzen kommen lassen. Unsere Genossen beantragten, diese Beschränkung zu etwa 24-2500 wieder Arbeit haben. Bei der Hamburgstreichen, eventuell aber wenigstens den Satz von 4 M. in 6 oder 5 Amerika- Linie arbeitet von heute ab nicht ein einziger Streifbrecher zu ändern, zumal selbst Desterreich Jahresarbeitsverdienste bis 1200 mehr, die letzten wurden gestern Abend entlassen, weil die alten Gulden unverkürzt berücksichtigt. Ferner beantragten unsere Ge- Arbeiter entschieden erklärten, mit den„ Arbeitswilligen" nicht nossen vergeblich, eine neue Verschlechterung, die der§ 50 arbeiten zu wollen. Als die übrigen Schauerleute davon schlag gebracht: 1. der frühere Stadtverordnete Pigmann, 2. der in seinem letzten Absatz enthält, zu streichen. Es soll näm fuhren, wurde zu Donnerstag Morgen eine Versammlung lich nach dem Entwurf die Rente für Jugendliche bis zu deren einberufen und in dieser der Beschluß herbeigeführt, daß kein vollendetem 16. Lebensjahre fortan nur nach dem für Unerwachsene Schauermann den von den Vereinigten Stauern von 1886" festfestgesezten Tagelohn berechnet werden. Unsere Genossen verlangten gesezten Revers unterschreiben soll, inhalts dessen man sich ververgeblich, daß im Gegentheil bei Jugendlichen darauf Rücksicht pflichtet, mit den Streitbrechern zusammen zu arbeiten. Diejenigen, genommen werden solle, daß sie später ohne den Unfall mehr ver- die den Revers schon unterschrieben hatten, nahmen nach Schluß dient hätten.§ 5b des Entwurfs wurde unverändert angenommen. der Versammlung auf dem Bureau der Stauer ihre Unterschrift wieder Nächste Sihung der Kommission: Dienstag um 10 Uhr. zurück. Trotzdem wurden heute Morgen, wie gesagt, etwa 800 SchauerDurch die von den städtischen Behörden in Aussicht geMit der Errichtung einer Präfidiqlwohnung beschäftigte leute neneingestellt. Bei fast allen Stauern, mit Ausnahme der der sich nach der" Post" der Vorstand des Reichstags am Freitag Vor- Hamburg- Amerika- Linie, arbeiten noch einige Gänge Streitbrecher, nommene Festsetzung einer neuen Baufluchtlinie für die mittag. Beschloffen wurde zunächst im Prinzip, daß ein besonderer die jedoch, soweit sie Schauermannsarbeit verrichten wollen, heute füdliche Seite der Landsbergerstraße vom Alexander Bau hierfür zu errichten und die erste Baurate in den Etat ein Morgen zum ersten Mal mit auf den Ausguck gehen mußten. play bis Kleine Frankfurterstraße dürften wohl um deswillen kaum zustellen sei. Ueber den Bauplah wurde kein Beschluß gefaßt. Viel- Sämmtliche Schauerleute, die weißen sowohl wie die schwarzen die jetzigen mißlichen Zustände daselbst in absehbarer Zeit beseitigt mehr wurde abgemacht, die Wahl zwischen dem fiskalischen Dreieck an( Rohlen-) Schauerleute haben einstimmig erklärt, daß sie sich mit den werden, weil eine Niederlegung der Häuser in jenem Straßentheil der Sommerstraße und dem Reichstags Ufer und dem Bringsheim- jetzt gezahlten Löhnen nicht zufrieden geben, sondern schon in den nicht beabsichtigt wird. Die Verbreiterung der Straße soll vielmehr und nach bei Aufführung von Neubauten zur schen Grundstück gegenüber der Ostfront des Reichstags so lange nächsten Tagen den Unternehmern ihren neuen, vor dem Streit fest nach Ausführung hinauszuschieben, bis die Preise beiber Pläge genau festgestellt gefeßten Lohntarif wieder vorlegen wollen, um auf diese Weise Säuser erst in den letzten Jahren neugebaut sind, so dürfte Ausführung gelangen, fast die Mehrzahl feien, und vorher auch genaue Pläne für beide einzufordern. eine Verhandlung über die Lohnverhältnisse herbeizuführen. ein Menschenalter vergehen, bis die vollständige Ver Was die innere Einrichtung des Neubaues anlangt, so dürfte von In den anderen Branchen sieht es mit der Einstellung der der Rechten des Reichstags befürwortet werden, die beiden oberen Arbeiter noch etwas windig aus, aber nur weil die Eisverhältnisse breiterung der Straße durchgeführt ist. Die Bewohner der an= Stockwerke für Wohn- und Repräsentationsräume zu bestimmen und im Hafen einen größeren Berkehr dortfelbst noch nicht zulassen und grenzenden Stadtbezirke haben sich deshalb in einer Petition mit das Parterregeschoß dem Bureaudirektor als Wohnung zu über auch erst in dem während des Ausstandes aufgestapelten Tohuwa. der Bitte an die städtischen Behörden gewendet, eine Ablenkung weisen, jedenfalls wird der von anderer Seite angeregte Vorschlag, bohu von Waaren auf Oberländerfähnen, Schuten und Leichtern des Verkehrs von der Landsbergerstraße herbeizu= führen. Dies fönne nach Meinung der Petenten am besten ers auch dem 1. Vizepräsidenten eine Amtswohnung zu schaffen, grund- etwas Ordnung geschafft werden muß. fäßlich abgelehnt werden. Wie und da Tokales. der Der Auf Bitten der früher am Staatsquai beschäftigten Arbeiter be- reicht werden, wenn die der Landsbergerstraße parallel laufende Ein vorzügliches, fast unentbehrliches Hilfsmittel für gaben sich gestern die Abgeordneten Frohme und von Elm, die Elifabethstraße westlich über die kurzestraße hinweg alle, die sich mit politischen und parlamentarischen Gegenständen be- bekanntlich von den Arbeitern zu dem von dem Senator Dr. Hachmann bis zum Alexanderplaß und am entgegengesetzten östlichen schäftigen, hat das Reichstagsbureau dieser Tage herausgegeben. Es in Vorschlag gebrachten Schiedsgericht vorgeschlagen waren, zu dem Ende über die Pallisadenstraße hinweg bis zum breiteren ist dies ein alphabetisch fyftematisches Generalregister über sämmt. Senator D'Swald, um bei ihm um Einstellung der Staats- Theile der Landsbergerstraße verlängert würde. Die liche seit 1867 dem Reichstage zugegangene Attenstücke und über quai- Arbeiter vorstellig zu werden. Der Senator erklärte, daß, wie Betenten bitten gleichzeitig bei Berathung der geplanten neuen die bezüglichen Verhandlungen. Auf 459 Quartseiten wird unter das ja schon vor Beginn des Ausstandes in Aussicht gestellt sei, die Straßenbahnlinien diesen Straßenzug mit zu berücksichtigen. geeigneten Stichworten dargelegt, welche Gesetzentwürfe, An- seien und daß die, die am Streit betheiligt gewesen seien, nun mit Schlachthofe sind für eine jährliche Miethe von 52 000 Mart auf in Arbeit gebliebenen Arbeiter in die besseren Stellen aufgerückt Die Restaurationsräume auf dem städtischen Vich- und träge, Resolutionen u. f. w. eingebracht, wann fie zur Verhandlung und wie fie zur den weniger guten, mit 3 M. Lohn pro Tag dotirten Stellen zu die Dauer von 5 Jahren vom 1. April 1897 nach Beschluß des Erledigung gelangt find. Die Adressen, Thronreden, Interpellationen und Resolutionen find frieden sein müßten. Fünfhundert Mann hätten sich zu diesem Magistratskollegii, an Herrn Flechs vermiethet worden. im Wortlaut wiedergegeben. Bei größeren Abschnitten, z. B. Lohnfah denn auch schon wieder einzeichnen lassen. Und sobald Gewerbeordnung" find die beschloffenen Geseze in einer trefflich Arbeit da sei, würden sie eingestellt. Maßregelungen feien fnappen, aber präzisen Uebersicht vorangeschickt und die unter dem nicht beabsichtigt. Die Leute sollten zu den ihnen gestellten Stichwort aufgeführten Gegenstände in einem besonderen Alphabet Bedingungen sich nur wieder zur Arbeit melden, das andere werde Der Wahlverein des 1. Berliner Wahlkreises hält am zur leichteren Auffindung innerhalb des bezüglichen Abschnittes fich schon finden. Montag, den 15. Februar, abends 8/2 Uhr, in Stabernac's Lotal nachgewiesen. Außerordentlich gefchickt gewählte zahlreiche, und doch vorsichtig die bürgerliche Wohlthätigkeit ist, zeigt Jufelstr. 10, eine Bezirksversammlung ab. Genosse Timm referirt nicht überreiche, Stichworte erleichtern das Auffinden erheblich. Die Mittheilung unseres Partei Organs in Harburg, wonach über das Thema:" Staatseinrichtungen". Wir fordern die Partei Eine Anlage, die 175 Seiten umfaßt, giebt eine ähnlich geordnete dort die Bolfsküche erst dieser Tage eröffnet wurde, weil man genoffen auf, zahlreich in der Versammlung zu erscheinen. Nichtknappe Uebersicht über die Etats- Verhandlungen seit 1867. Eine durch frühere Eröffnung die streikenden Häfenarbeiter zu unter- mitglieder des Wahlvereins sind besonders eingeladen, damit sie die fernere Anlage, die 239 Seiten enthält, bringt die namentlichen ftüßen fürchtete. Bestrebungen der politischen Organisation fennen lernen. Abstimmungen, welche im fonftituirenden Reichstag, im Reichstag des Vorstand. norddeutschen Bundes, im deutschen Zollparlament und im deutschen Reichstag während der Dauer der sämmtlichen Seffionen vom Jahre Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die Die Altersversorgungs- Anstalten und Hospitäler städtischen 1867 bis 1895 ftattgefunden haben. Der Reichstagsbureau- Direktor streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Patronats find schon lange nicht mehr im stande, die an sie herKnack und der Reichstags- Registratur- Vorsteher Jungheim haben durch Beiträge ein: Herausgabe dieses trefflichen Orientirungs- und Nachschlagewerks fein bei Flick, Simeonftraße, 6,50. Maschinenfabrik Gebr. Tellschow durch Seeger 22,50. Gemüthliches Betfammen- antretenden berechtigten Ansprüche zu befriedigen. Der Zudrang ist Bimmerer von Södel, Bau Spittelmartt, namentlich in den letzten Jahren so groß geworden, daß mehrere ein für Politiker, Parlamentarier, Hiftorifer und Schriftsteller nahezu 8. Rate 10,50. Lifte 7131 16,50. Siemens u. Halste 5885 Vörösed 8,35. Strand: Anstalten seit einiger Zeit überhaupt feine Aufnahmegesuche mehr unentbehrliches Hilfsmittel geschaffen. Der ruhmvolle Fleiß und barsch S. H., Markgrafeustraße, 9. Rate 35,80. Gefellenfeier bei Lang, Elfaffer berücksichtigen, weil bei der großen Zahl der vorgemerkten Bewerber ftraße 9, 4,- Liste 6403 Rauch 8tfeleur 6,50. Möbelfabrit Bieger 10,70. Lifte die gediegene Sachkenntniß, die auf das Werk verwendet sind, find 4440 9,55. gifte 3984 4,35 von der Wäschebranche. Listen 6830 2,10, 6831 6,30 von für eine Reihe von Jahren alle etwa frei werdenden Stellen schon nicht vergeblich aufgewendet. Möge dies Werk die Bureaus unserer Bäumler Schöneberg. Am Biertisch Schöneberg bei Buchwald 3,-. Besselfiraße im voraus vergeben sind. In dem neuesten Verwaltungsbericht( für Reichs- und Staatsministerien, z. B. das des Reichsamt des Innern, 10. Rate 11,75. Buchdruckerei Roese u. Co., Chauffeestraße, 5,40. Tischleret 1895/96) über diese Anstalten wird hierüber stärker als je geklagt. A. Bruse, ohne Ausnahme 5,40 Hiifsarbeiter Lenz u. Co. 4,25. ifte 5937 zu ähnlichen Leistungen anspornen. 6. Richter 5,40. Tischler und Boliver von G. Prächtel, Krausenstraße, 12,20. Bei der Altersversorgungs- Anstalt der Kaiser Wilhelm- und Augusta= Dem preußischen Abgeordnetenhause ist ein Nachtrag Arbetter von Spinn u. Sohn, Schiffbauerdamm, mit mehreren Ausnahmen, Stiftung wird ausgeführt, daß wieder zahlreiche Aufnahmegesuche zum Normaletat vom 4. Mai 1892 über die Beber Fabrit von Stobwaffer u. Co. 24,30. Suftige Gesellschaft, Blumenftr. 51, 7,50. 8. Rate 9,05. Buch- und Steindruckteret 5. S. Hermann 61,85. Liste 6990 Arbeiter eingegangen seien, und daß die Angaben der Bittsteller über soldungen der Leiter und Lehrer an höheren Schmidt, Langeftr. 52, 7. Rate 5,- Dret Gürtler bet Theodor Schmidt 1,50. ihre Nothlage und die Sorgen, die ihren Lebensabend oft Unterrichtsanstalten zugegangen. Der Entwurf Schloffer und Drücker von Schulze, Fehrbellinerstr. 46, 8. Rate 14,20. Buchdruckerei nach arbeitsamem und bescheidenem Leben verdüftern," bei der und Stereotypie Ferd. Ashelm, 6. Rate 6,-. Möbeltischlerei von Bach und beabsichtigt, mit Rücksicht auf die Besoldungsaufbefferung für die Copig, obere Wertstatt, 9. Rate 6,25. Modelltischlerei Lutas, 7. Rate 3,50. R. u. Prüfung der Gesuche„ meist nur zu sehr bestätigt" worden mittleren und höheren Beamten eine solche auch für die Leiter und R., Gartenstr. 21, 5. Rate 3,75. Tischleret Günther, Manteuffelftr. 56, 5,-. feien. Trozdem habe man nur einer fleinen Zahl von Bittstellern 15,45. Arbetter der Firma Huff, Lehrer der staatlichen höheren Unterrichtsanstalten herbeizuführen Lifte 7099 durch Auguſt Johanniter Aussicht auf spätere Aufnahme machen können. Die Zahl der hochs ftraße 11, 5. Rate, 10,-. Bautischleret Richter und Bar, Boppstraße 4, und demgemäß die im Normaletat vorgeschriebenen Gehaltssäge fo Rate, außer einem und betagten und schon seit langen Jahren der Aufnahme harrenden Piepenbruder 6,30. Tischlerei Rückwarth wie die Altersstufen zu ändern. Die Leiter von Bollanstalten Riegel, Wienerstr. 50 18,20. Naunynftr. 68 8,50. Listen 769, 764, Bauarbeiter Anwärter wachse stetig, und es werde immer schwieriger, für eine ( Gymnasien, Realgymnasien, Oberrealschulen) sollen in Berlin 6000 Road 4,90. ifte 6477, Schraubenfabrik Erdmann u. Groß 16,05. Personal der frei werdende Stelle aus dieser großen Zahl Würdiger und BeSchriftgießerei Emil Gurfch, 9. Nate 32,05. Tischler u. Mechaniter von Zoller u. bis 7200 M., in den Städten der ersten Servistlasse und in denen mit Reinite, 8. Rate 6,- u. Schulz, Fehrbellinerir. 47, 3. Gtage, 2. Rate 10,80. dürftiger den Würdigsten und Bedürftigsten auszuwählen. mehr als 50'000 Einwohnern 5100-7200 M., in allen übrigen Orten Siste 6900, Arbeiter von Siemens u. Halste 10,30. Anilinfabrit Treptow, 8. Rate immer wieder neue Gesuche eingehen, so hat man sich entschließen 4800-6900 M. beziehen. Das Gehalt für die Leiter der Anstalten 14,20. Tischlerei Strauſe u. Wurt, 4. Mate 8,-, Liſte 6375, 6877, 6378, Waschinen- müffen, bekannt zu machen, daß alle bis 1899 eingehenden Gesuche Auch bei den Hospitälern zum von geringerer als neunjähriger Kursusdauer( Progymnasien, Real- bau- Anstalt Kapler, Prinzen- Allee 41,45. Siste 6382, Maschinenfabrit Köftermann u. Ko., Prinzen- Allee, 11,35. Tischlerei Bertram, Eisenbahnstr. 11 2, Maler ungeprüft zurückgeschickt werden. Progymnasien, Realschulen, höhere Bürgerschulen) soll 4500 bis von Esdorf, Gesundheitsamt und der brave Hermann 4,70. Tischlerei A. Schulz, Heiligen Geist und St. Georg können, obwohl ein neues, größeres 6000 M., das der definitiv angestellten wissenschaftlichen Lehrer Fruchtstr. 59 11,10. gifte 2076, Hasche 10,60. Drechslerei v. P. Marzahn, Berg- Gebäude errichtet wird, Aufnahmegesuche für die nächste Zeit nicht mannstraße 6,-. Tischlerei Fehldid, Bergmannstraße( außer einigen) 2,70. 2700-5100 mt. betragen. Die Hälfte der Gesammtzahl der Lehrer giften 3489, 3488, 3495, 3484, 3487( 6987 Düftervald 2,10) von den Treibriemen berücksichtigt werden, da schon eine ausreichende Anzahl alter und be an den staatlichen und den unter staatlicher Verwaltung stehenden arbeitern 28,15. Eine tönigl. Werkstatt, 5. Rate 11,20. Lifte 6996 Schölzel dürftiger Personen" vornotirt ist. Ebenso ist bei der Reuterstiftung( für alte Bollanstalten, sowie der vierte Theil der Gesammtzahl derfelben an gerrentang, beim Gefangverein Morbwacht im Rolberger Salon Durch Bart: aufleute) die Bewerberliste bereits 1895 geschlossen worden. Hier, Anstalten von geringerer als neunjähriger Kursusdauer beziehen mann 6, Tischleret Lorenz 33, 6. Rate 3,50. Liften 5507, 3, 3093, 1176, 6323, wie bei der erstgenannten Altersversorgungs- Anstalt wird, da größere außerdem eine feste pensionsfähige Zulage von 900 M. Die definitiv 6324, 6325, 6327, 6333, 6334 von Klofe 61,-. Bentralverein der deutschen Former, Zuschüsse aus dem Stadtsäckel nicht zu erwarten feien, auf die angestellten Zeichenlehrer, die mindestens 12 Zeichenstunden Zahlstelle Berlin, auf giften 5011, 18, 6242, 6243, 45, 46, 48, 52letel von Nothwendigkeit hingewiesen, die Mittel zu der wünschenswerthen Lifte 6473, Stucateure am Landtagsbau 15,70. Lifte 6461, Tischleret Schulz wöchentlich zu ertheilen haben, erhalten 1800-3400 M., burch G. Böhm 12,90. Tischleret Zietlow, Koppenstr. 39, 3 Maschinenarbeiter 1,50. Erweiterung der Anstalten durch die Privatwohlthätigkeit zu be die definitiv angestellten sonstigen technischen Lehrer, die Holzbearbeitungsfabrit E. Michael, köpnicerfir. 169, 5. Hate 6,50. Liften von schaffen. Aber obwohl die Bitte um milde Spenden feit längerer Elementar- und Vorschullehrer in Berlin 1800-3400., in den Regerau, Rirdorf, 2169, 71, 79, 99, 2206, 7, 11, 2161, 87, 88, 2208 49, übrigen Orten 1500-3000 m., die wissenschaftlichen Hilfslehrer 6393, 6813, 6379, 4567, 330, 4926, 5759, 6376, 349 130,70. 4 Bachuffe troß alle: Berichtsjahre hat die Reuterstiftung nur ganz geringe und die vom Deutschen Metallarbeiter- Berband, Bahlstelle Bertin, 6816, 21, 4937, 3289, Beit alljährlich erneuert wird, ist bisher wenig eingekommen. Fur beziehen Jahresremunerationen von 1700-2100 m. Die Dienst bem, 4. Hate 2,-. Aften durch Boigt 6952, 5275, 5274, 797, 796, 795, 791, 6951, Kaiser Wilhelm- und Augustastiftung gar keine Zuwendungen ers alters zulagen betragen bei den Leitern der Bollanstalten in darunter Bianoforte Fabrik Bechstein, Reichenbergerstraßenball, fchmuck: balten. Die Reuterstiftung, die fortgesetzt mit finanziellen Schwierigfabrit A. Fries, 7. Rate 5,30. Chirurgischef 13,70. Spinn Berlin je 400 M. nach 3, 6, 9 Dienstjahren, in anderen Städten. Sohn, Gasglühlichtfaal, 16,75. Bom gefunden„ Baft" 1,50. Porzellan bei einer feiten zu kämpfen hat, hat sich in den letzten Jahren unter Hinweis 300 M. nach 3 Dienstjahren, je 400 m. nach 6, 9 und 12 Dienst- Freisprechung, 4,35. Liſten von S. Gräschte, 361, 2, 3, 1001, 26, 27, 3195, 3211, auf die verarmten Standesgenossen" besonders an die wohlhabenden jahren, bei den Leitern der Nichtvollanstalten je 300 M. in 5 drei- 13, 36, 38, 4415, 13, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 6452, 44.barunter fermeria Firmen gewandt, hat aber auch hier nur wenig Unterstügung ges Harzbecker 9,65, Porzelann 12,25, Buchdruckeret Hempel Co., 9, 37,45) 165,35. jährigen Zwischenräumen, bei den wissenschaftlichen Lehrern je 300 M. Billardqueufabrit von Emil Heine, Weißensee, 7. Rate 5,25. Lifté 6667, Piano- funden. in 8 dreijährigen Zwischenräumen, bei den Zwischenlehrern je 200 M. fabrit Neumeyer, Elsenstraße, 19,30. Siste 6338, Bildhauer- Atelter A.., Alte Zur Schularztfrage. Unter dem Titel Pathos nach 3, 6, 9, 12 und 15 Jahren und je 150 m. nach 18, Jatobftr. 8, durch Martin 10,10. Möbelfabrit Ball durch Otto Meyer, 10. Rate logisches aus meinen 2,15. Geldschrantfabrit Südosten, 5. Rate 7,55. Auf Listen von Thielte, 1422, 40, Schultlassen"" berichtet 21, 24 und 27 Dienstjahren. Bei den sonstigen technischen Lehrern, 76, 77, 84, 99, 1666, 96, 1704, 32, 48, 2589, 93, 97, 99, 2602, 03, 18, 28, 40, 61, 64, G. Siegert, Lehrer in Leipzig- Reudnik, in der Zeitschrift„ Die den Elementar- und Vorschullehrern in Berlin decken sich die Alters- 4221, 4527, 4251, 6126, 55, 5816, 17, 25, 5992, 79, 6153, 65, 68, 69, 6229, 32, 31, Kinderfehler"( 1896, Nr. 6) über Beobachtungen, die er an seinen zulagen mit denen der Zeichenlehrer, in den übrigen Orten betragen 6719, 37, 7045, 46, 53, 5989, 1459, 5127 250,25, ferner burd, pielte 4229, Geburts: Schülern gemacht hat. Er hatte in 2 Klassen 100 Schüler im Alter fie je 200 m. nach 3, 6 und 9 Dienstjahren und je 150 M. in 6 tagsfeier bet gorn 6,30. Tischleret Dieze, Königsbergerstraße, 7,35. 19 Hilfsarb. d. Telegraphenbauanstalt Schuchhardt 8,55. 4548, Jagemsty u. Go. von 7-9 Jahren. 88 von ihnen hatten früher zusammen 142 weiteren dreijährigen Zwischenräumen. Die über ein Jahr hinaus: 13,35. 5829, burch Borodo 15,15. 6159, Bergolber und eactirer von J. C. Pfaff Krankheiten( namentlich Mafern, Scharlach Diphtherie, gehende Beschäftigung als Hilfslehrer kann ganz oder zum theil winenfabrit färger unos aubenftigen von Gengler, Brüt 700 Bocken, Influenza, Lungenentzündung, Ziegenpeter, Kenchhusten ze.) sechs Grüner Weg, von dem Unterrichtsminister im Einverständniß mit dem Finanz- 1,30, auf Siften 7087, 6,85. 7038 4,45. 7039 9,05. 7040 11,90. 5991 gehabt, und im Laufe des Schuljahres, über das S. berichtet, traten minister angerechnet werden. 6,95. Bauarbeiter aus der Kommandantenstraße. 6747 8,55. 6238 12,55. noch 33 weitere Erkrankungen, meist derselben Art, auf. Blut 6749 8,50. Möbelfabrik von J. Groschkus, Gollnowstraße, Dem preußischen Abgeordnetenhause ist ein Gefeßentwurf einen von Werner: 1080 Jung 7,25. 1084 Rosenheimer 2,30. 1133 Frau arm und nervös waren von 42 Schülern der unteren Klasse 13, wegen Abänderung der§§ 8 und 12 des Gesezes, be- Suberenz 5,40. 2493 Schuhfabrik Rosenthal u. Groß 6,88. 2497 Breith 12,-. von 58 der oberen Klasse 27, also 31 beziehungsweise 47 pct. An A 8,95. 6748 6188 Maschinenfabrit H. Billing 28,10. Listen 4252, Da # N Fehlern und Gebrechen der Sinne litten verschiedene| Hauses Ritterstraße 58 waren Dachdecker mit dem Aufthauen und er fie." Nach diesem Motto hat eine in ihrer Unschuld gar bära Kinder: 12 an Schäden des Gesichtsfinnes( meist Kurz- Sinabwerfen von Schnee beschäftigt. Plöglich stürzte einer von beißige Seele ein Theaterstück in dem bei Anfängern so sehr beliebten fichtigkeit, die mehrfach vererbt schien), 5 an Störungen des Ge- ihnen ab und blieb zwischen der dritten und zweiten Etage an der Leitartikel- und Novellenton gedichtet. Wir erfahren da grausige hörs( darunter 1, der auf einem Ohre schwerhörig, auf dem um den Leib befestigten Leine, zwischen Himmel und Erde schwebend, Geschichten von einem Berliner Arzt, der junge Mädchen verführt, andern ganz taub war). Als Folge der Gehörstörungen zeigte sich hängen. Seine Kollegen hatten die Leine erfaßt und schwebten selbst wo er sie findet und so frech ist, daß er seiner Frau Borwürse Ungeschicklichkeit im Sprechen. Selbständige Sprach in der Gefahr, mit hinabzustürzen. In dieser Noth rief man nach wegen der Situation macht, in der sie sich habe antreffen lassen, störungen wurden außerdem bei 24 Rnaben beobachtet: bei der Feuerwehr, die sofort mit einem Geräthewagen erschien. Dieser nachdem sie unfreiwillige Beugin eines seiner Zechtelmechtel geworden. 8 hatten fie in anormaler Beschaffenheit der Sprachwerkzeuge, bei wurde aber garnicht gebraucht, man zog den in der Luft schwebenden So ein Kerl wird vom Dichter in wohlgefügter Steigerung des Aus 16 in psychopathischer Minderwerthigkeit" ihren Grund. In einer und besinnungslosen Mann in letter Minute in ein Fenster der drucks als ein Ungeheuer, ein Minotauros, ein Menschenfresser bes Anzahl von Fällen Fällen äußerte äußerte fich psychopathische Minder britten Etage. Er hat anscheinend teine Verlegungen erlitten und zeichnet. Aber wie so manchen Bühnenintriguanten, so trifft werthigkeit" in großer Langsamkeit oder Haft des fonnte sich nach Haus begeben. auch diesen Arzt eine strenge, aber gerechte Strafe. Er wird, wenn Borstellungsverlaufs und entsprechender Unfähig teit zu normalem Bernen und wies meist auf schwere Ern der gestrigen Nacht starb der 21jährige Kellner Alexander Bögel und wenn dieser Freund am Ende die Wittwe des wüstlings Ein Proletariereffen. Amtlich wird folgendes gemeldet: wir nicht irren, von einem betrogenen Freunde im Duell erschossen, frankung in der Kindheit( Krämpfe, Hirnhaut Entzündung, Diph in seiner Wohnung, Gubenerftr. 58, nach dem Genusse von Brat Balten der poetischen Gerechtigkeit. Die zahlreichen Freunde des heirathen muß, so ist das ebenfalls ein strenges aber nicht zu hartes therie, Sturz) zurück. Ausführlicher behandelt Siegert 8 Knaben, kartoffeln, die mit anscheinend verdorbenem Wurftfett bereitet waren. bie er als ausgeprägt problematische Naturen mit zum Der hinzugerufene Arzt konnte die Todesursache gar nicht mit Be angehenden Dichters flatschen Beifall, und wer sonst noch im Theater theil scharf umrissenem psychotischen( geistes gestörten) feine Premièren- Bühne unter Ausschluß der Deffentlichkeit wirken Charakter" bezeichnet. Diefe Kinder, bei denen es sich um intellet stimmtheit feststellen, er nimmt aber an, daß durch das Wurstfett war, bebauerte, daß Herr Direktor Samft tein Mittel gefunden hat, tuelle und meist auch moralische Defekte von hohem Grade handelte, eine Bergiftung herbeigeführt worden ist. Die Leiche wurde nach zu laffen. Gar mancher Mann würde gern zugeben, daß so ein dem Schauhause geschafft. waren fast ausnahmslos auch törperlich verkümmert, blutarm u. s. m.; bemittelter Roftgänger diefer Bühne das All der modernen Dichtung außerdem mußte vielfach auch erbliche Belastung angenommen An die Leiche des ermordeten Handelsmannes Ifidor Brock von Jbsen bis Hartleben in feines Busens Hülle umschließt, wenn werden. Der Unterrichtserfolg blieb bei diesen bedauerns wurden heute im Krankenhause am Friedrichshain die Mörder er nur selber nicht nöthig hätte, so viel Genialität über sich ergehen werthen Kindern natürlich sehr gering; bei einigen war er fast gleich Wolf und Müller, ihr Komplice Birkhols, sowie die Verkäuferin zu laffen. Das Stüd wurde recht gut gespielt; Herr Eisfeld gab Null. Zu denken giebt besonders ein Fall. Ein aus einer be Martha Krause geführt. Die Verbrecher waren unter Eskorte von den Minotaur so menschenähnlich wie möglich und Fel. Vogl nachbarten Schule kommender Knabe, der wegen seiner entfeßlichen fünf Kriminal- Schuyleuten mit dem Untersuchungsrichter, dem brachte die Leiden seiner armen Gattin mit geziemender Mäßigung Trägheit etwas hart bestraft worden war", wurde von S. sofort medizinischen Sachverständigen Medizinalrath Long und einem Ge- zum Ausdruck. als pathologische Gestalt" erkannt. Die Fälle, in denen der von richtsschreiber nach zwei Uhr in sechs Droschten im Krankenhause Im Schiller- Theater kommt heute statt der im Spielplan ange feinem Arzte berathene Lehrer die intellektuellen und sittlichen Defekte eingetroffen. Auf grund der Aussagen der Untersuchungsgefangenen kündigten Vorstellung von„ Ein Voltsfeind", das Skowronner'sche Lustspiel feiner Schüler mit dem Stocke zu turiren sucht, sind in den Wolts wurden nach Besichtigung der Leiche neue Nachgrabungen im Eine Balastrevolution" zur Aufführung. schulen leider nicht vereinzelt. Friedrichshain vorgenommen. Die Nachforschungen sollen auch Als nächste Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk geht Der Pferdefleisch- Verbrauch, den in Berlin einige unter: theilweise Erfolg gehabt haben. Wie berichtet wird, sind am Rand am nächsten Sonntag zum ersten Male Käthchen von Heilbronn" in Szene. nehmende Leute vermuthlich im Auftrage von Pferdeschlächtern, des Friedrichshains, gegenüber der Friedenstraße, über 100 Mart Die Titelrolle spielt Frl. Wagner; den Strahl Herr Frey; den Rheingrafen die ihr Absatzgebiet erweitern möchten nächstens wieder einmal gefunden worden. Einer der Mörder hatte sich schließlich auf vom Stein Herr Jürgas. voltsthümlicher machen" wollen, ist hier in den letzten beiden bringendes Zureden des Untersuchungsrichters bereit erklärt, diesen Jahren in der That etwas zurückgegangen. Der neueste Ver- Versteck nachzuweisen. Um drei Uhr wurde sodann die Leiche ge waltungsbericht über den städtischen Vieh- und Schlachthof giebt richtsärztlich obduzirt. Am Sonntag Nachmittag drei Uhr findet die Beerdigung statt. an, daß im Jahre 1895/96 in der Roßschlächterei 7269 Pferde ge schlachtet wurden, wovon 7222 Stück das sind, wenn das Pferd zu 225 Kilogramm Schlachtgewicht gerechnet wird, 1624 890 Rilogramm als zur menschlichen Nahrung geeignet" freigegeben wurden. Dagegen wurden gefchlachtet bezw. freigegeben in den Jahren 1894/95: 7658 bez. 7602, 1893/94: 7857 bez. 7785, 1892/93: 7576 bezw. 7117, 1891/92: 8129 beziv. 7529 Pferde. Nur ca. 500 Pferde pro Jahr kommen in den zoologischen Garten 2c., die übrigen wandern in die Küchen der Aermeren, zum Theil wohl auch in gewiffe billige Speisewirthschaften. Uebrigens wird in Berlin anscheinend auch selfleisch gegeffen. Der letzte Jahr. gang des Statist. Jahrb. deutscher Städte"( dessen Angaben vorläufig nur bis 1894 reichen) giebt die Zahl der hier geschlachteten Esel für 1893 auf 6, für 1894 auf 7 an. Daß ferner auch Hundefleisch gegeffen wird, ist bekannt. Das Jahrb." sagt allerdings, daß für Berlin der Verbrauch solchen Fleisches nicht konstatirt werden fonnte". Für Dresden und Chemnih dagegen ist festgestellt, daß ein Theil der dort geschlachteten Hunde gegessen wurde. In den Jahren 1893 und 1894 wurden in Dresden 53 und 53, in Chemnitz 185 und 186, ferner auch in Leipzig 20 und 22, in Breslau 94 und 116 Hundeschlachtungen ermittelt. In der gutgefiunten Preffe ist man sehr betreten darüber, daß das sogenannte Nationaldentmal während der drei Tage, die den Hurrahpatrioten wieder einmal zum Feftjubeln reservirt sind, wahrscheinlich abgesperrt bleiben soll. Diese Anordnung wird der werkthätigen Berliner Bevölkerung nicht so bedeutungsvoll er scheinen. Das Proletariat lungert nicht nach der Denkmalsbesichtigung und wer zum Bummeln hier ist, kann immerhin ein paar Tage länger warten, wenn er denn einmal seine Neugierde befriedigt sehen will. Die Gefangenschaft des Duellmörders. Einem hiesigen Blatte wird berichtet: Herr von Koße ist von seinem Unfall, bei dem er, wie bekannt, eine Beinverstauchung erlitten hatte, jest so weit hergestellt, daß er mit Hilfe eines Stockes im Zimmer umhergehen kann. Herr von Roße, der in Glatz noch immer die erste Etage des Hotel de Rome bewohnt, steht, wie verlautet, wegen Ankaufs des eine halbe Stunde vor Glatz fehr hübsch belegenen Gutes Marly in Unterhandlungen. Uns ist kein Fall befannt, daß ein sozialdemokratischer Gefangener sich bei seiner Familie, geschweige denn in einem Hotel erholen konnte. Die Nordfeite des Treptower Parkes wird am 15. d. M. dem Ausschuß der Gartenbau- Ausstellung für 1897 übergeben werden, nachdem bereits ein Theil des Geländes für diese Ausstellung seit furzem in Beschlag genommen ist. Für die Zwecke der GartenbauAusstellung bleibt außer dem Chemie, Fischereigebäude, dem Gebäude der Stadt Berlin, auch der Hefter'sche Pavillon stehen, ebenso wird für die zwölf Ausstellungstage das Ausschankgebäude der Bittoria- Brauerei zu Restaurationszwecken erhalten. Die Südfeite des Parkes ist zum theil dem Publikum wieder freigegeben. Vom Thanwetter. Vorletzte Nacht um 11 Uhr stürzte vor dem Haufe des Uhrmachers Adler, Alte Schönhauserstr. 53, aus der Dachrinne ein ungefähr 8 Meter langes mürbes Stück Eis auf den Bürgersteig herab und traf die vorübergehende unverehelichte Luise Hinzmann derartig auf den Kopf, daß sie bewußlos zu Boden stürzte. Sie wurde von einem Schuhmann nach der Polizeiwache gebracht, wo sie sich so weit erholte, daß sie nach etwa 20 Minuten den Siüveg antreten konnte. " Soziale Rechtspflege. Der verbotene Eingang. Die Hinterbliebenen des Kutschers Steinberg, der einer schweren Verlegung erlegen war, wurden von Selbstmord eines Lehrlings. Auf dem Wollant'schen Felde der Fuhrwerts- Berufsgenossenschaft mit ihren Ansprüchen auf Unfalltödtete sich vorgestern Nachmittag der 17jährige Tischlerlehrling rente abgewiesen. St. sollte sich nach den Gründen des ungünstigen Gustav R. durch einen Revolverschuß in den Kopf. Die Ver- Bescheides durch eigene Schuld außerhalb des Betriebes gefeht haben. anlassung konnte nicht festgestellt werden, doch scheint nach Ansicht Er hatte am Unglückstage Holz abgefahren und dann dadurch eine der Eltern ein langwieriges Halsleiden ihn in den Tod getrieben Thür mit der Aufschrift Verbotener Eingang" den Arbeitsraum einer Riftenfabrik betreten, um sein Beil dort zu zu haben. wie er es schon Der schleifen, öfter gethan hatte. Maschinist untersagte ihm, den Dampfschleifstein zu benutzen, St. ließ sich aber nicht davon abhalten. Als der Maschinist fortgegangen war, versuchte er den Treibriemen, der die Kraftübers tragung vermittelt, auf die Welle der Transmission zu bringen. Unglücklicherweise fam er ihr mit dem Kittel zu nahe, wurde erfaßt und herumgeschleudert. Nicht lange darauf war er todt. Seine Wittwe und der Vormund der hinterlassenen sechs unmündigen Kinder wurden auch in der zweiten Instanz abgewiesen und das Reichs- Versicherungsamt erkannte ebenfalls zu ihren Ungunften. Gründe: Das Schiedsgericht habe richtig ans genommen, daß St. das Beil zu schleifen verpflichtet gewesen sei. Ebenso richtig sei aber die Annahme, daß St. zu diesem, an sich im Betriebsinteresse liegenden Zweck eine ganz ungeeignete Dertlichkeit und Gelegenheit aufsuchte, die zu benutzen ihm ausdrücklich verboten gewesen sei, und daß er damit den Rahmen des Betriebes verlassen babe. Bei dieser Sachlage fei es ganz unerheblich, ob St. schon früher einmal fein Beil in der Fabrik geschliffen habe. Es sei auch gleichgiltig, daß an dem Schleifstein und der Transmission die vorgeschriebenen Schuhvorrichtungen fehlten und daß anderen Personen, insbesondere den im Interesse der Fabrit thätigen Frauen und, Kindern der Zutritt zu den Fabrifräumen geftattet worden sei. Der wegen Hochstapelei verhaftete angebliche Lieutenant Prager" heißt Buchholz und ist der stellungslose und verstoßene Stiefsohn eines oberschlesischen Stadtrathes, der für die Schulden seines Sohnes schon seit langem nicht mehr aufkommt. Von der Weidendammer Brücke. Auch die Hoffnung, daß der linke Bürgersteig der Weidendammer Brücke mit Anfang dieses Monats dem Publikum würde freigegeben werden können, ist eitel gewesen. Da noch die Verbindung des Bürgersteiges der Brücke mit dem Straßenniveau des Reichstagsufers herzustellen ist, so wird noch einige Zeit vergehen, ehe die ersehnte Freigabe erfolgen kann. Der rechtsfeitige Bürgersteig wird in diesem Jahre vermuthlich nicht mehr fertig werden. Aus den Nachbarorten. In der gesperrten Vereinsbrauerei zu Rigdorf hält der Gefangverein Waldes schatten" zu Nixdorf am 20. b. M. einen Maskenball ab. Die Arbeiterschaft wird dem Falle Beachtung schenken. Eine der vielen freien Hilfskaffen, die in Hamburg- Altona ihren Siß haben, verweigerte einem Mitgliede in Hamburg die fernere Unterstützung, nachdem festgestellt worden war, daß der Mann bei seiner Aufnahme abfichtlich sein chronisches Lungenleiden verschwiegen hatte. Der Kranke hatte die ihm vor der Aufnahme An die Parteigenossen Weißenfee's! Zur Stärkung der schriftlich vorgelegte Frage nach etwaigen Erkrankungen beantwortet: Bartei und ihrer Organisation ist es erforderlich, daß die Agitation Cholera, sonst nicht", war aber thatsächlich von einer anderen von Mund zu Mund namentlich in den Werkstätten und Arbeits- Hilfskaffe bereits wegen eines unheilbaren Lungenleibens unterstützt plägen mit größter Umsicht und Energie betrieben werde. Vor allem worden. Die Kaffe stützte sich auf ihr Statut, wonach der Ausschluß der muß dahin gestrebt werden, daß die Parteipresse unter den Arbeitern Mitglieder erfolgt, die innere oder chronische Uebel verschwiegen diejenige Beachtung findet, die ihr gebührt. Darum, Parteigenossen, baben. Der Ortsarmenverband Hamburg, der die Aufnahme des forgt und agitirt für die weiteste Verbreitung des Vorwärts" in betreffenden Kranken in ein Krankenhaus ermöglicht hatte, flagte unserem Ort. Der Spediteur für Arbeiterzeitungen ist: Hugo dann gegen die Kasse auf Erstattung der Kosten. Die Beklagte wurde Klaar, König- Chauffee 45 b. Beschwerden über unpünktliche Lieferungen 2c. können bei folgenden Genossen zur Regulirung ab gegeben werden: Robert Pasewaldt, Mezzerstr. 11, 1 Tr.; Karl Haufschild, Friedrichstraße 36, part.; Hermann Esch ba ch, Pistoriusstr. 118b, 2 Tr. denn auch vom Bezirksausschuß aus formellen Erwägungen ver urtheilt, das Ober- Verwaltungsgericht hat indeffen jetzt ausgesprochen, daß die Raffe nicht zum Zahlen verpflichtet sei. Nach dem gemeinen Recht, in dessem Gebiete Hamburg liege, ftehe dem, der durch Betrug zum Abschluß eines Vertrages bestimmt Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Aus Spandau be worden ist, das Recht zu, vom Vertrage zurückzutreten. Dieser Fall: richtet die" Sp. Korr.": Bei der Eisenbahn hier, namentlich auf liege hier vor und die Rasse sei deshalb im Recht. dem großen Rangier- Güterbahnhof Lehrter Bahn sind zahlreiche Eine recht eigenartige Auffassung über den Werth des Keine oberirdische Stromleitung. Die von uns fürzlich Arbeiter und Hilfsarbeiter beschäftigt, die in Berlin, Charlottenburg Geldes für Arbeiter tritt in einem Erkenntniß des Reichs= wiebergegebene Meldung einer Lokalforrespondenz, daß der Großen und benachbarten Dörfern des Havellandes wohnen. Bisher ist Bersicherungsamtes zu tage. Das Schiedsgericht der Berliner Pferde- Eisenbahn die polizeiliche Erlaubniß zum Bau der diesen Leuten, um zur Arbeitsstätte und wieder nach Hause gelangen Schlesischen Tertil Berufsgenossenschaft halle. oberirdischen Stromleitung für die elektrische Straßenbahn bei der zu können, von der Eisenbahnverwaltung freie Fahrt gewährt entgegen dem ärztlichen Gutachten einem Mangelarbeiter in LangenLutherkirche ertheilt sein sollte, wird widerrufen. Es ist also nichts worden. Neuerdings ist man jedoch damit vorgegangen, ihnen diese bielau, der durch Betriebsunfall an der Hand verletzt war, mit der Oberirdischen, durch welche die ewigen Verkehrserschwerungen Vergünstigung zu entziehen. Der Grund ist darin zu suchen, daß 71/2 pet. der Bollrente zuerkannt, der Verlegte erhielt demnach an jener Stelle beseitigt werden sollen. Vor einiger Zeit ging die es in Spandau wohlfeile Wohnungen in hinreichender Bahl giebt, 2,25 M. monatliche Unfallrente. Das Schiedsgerichts- Urtheil wurde Mittheilung durch die Presse, daß nach einer frommen Entdeckung so daß die Arbeiter bequem auch am Ort der Arbeitsstätte ein vom Vorstande der Textil- Berufsgenossenschaft angefochten und das Reichs- Versicherungsamt sprach dem Verlegten die Rente ab, weil das die oberirdische Leitung auf irgend eine, dem Laien nicht verständ- Unterkommen finden können. liche Weise die wahre Religiosität oder so etwas in der Gegend der Kirche beeinträchtigen werde. Das Kommando des Uebungsplatzes hat befchloffen, daß für jene A Gerichts- Beifung. = Döberitz wird zusammengeschoffen. Eine für das wirken Schiedsgerichts- Urtheil der gefeßlichen Grundlage entbehre, da nach des Militärstaates charakteristische Meldung bringt das Berliner dem Gutachten der Aerzte der Berlegte nicht mehr in seiner ErwerbsIm Berliner Aquarium nehmen augenblicklich mehr no torps zwischen Spandau und Potsdam ist das alte Dorf Döberit Reichs- Versicherungsamt dann, daß eine Rente von 71/2 pet, überIm Berliner Aquarium nehmen augenblicklich mehr nos Tageblatt":" Im Mittelpunkt des Uebungsplates für das Garde- fähigkeit beschränkt sei. Am Schluffe der Begründung sagt das als die jüngst angekommenen neuen und seltenen Thiere gewisse belegen, dessen Kirche auf ein Alter von 500 bis 600 Jahren geschäßt haupt nicht zu bewilligen fei, da diese für den Rentenaußerordentliche Erscheinungen die Aufmerksamkeit der Naturfreunde wird. Infolge Anlage des Uebungsplates, deffen ganzes, eine berechtigten in der Regel keinen wirthschaftlichen Werth habe in Anspruch. In dem bekannten Eckbecken vorm Seehundsteich ist ein weiblicher Mofchuspolyp, ein achtfüßiger Tintenfisch, beschäftigt, Quadratmeile großes Gelände die Militärverwaltung im Wege und eine so geringe Ginbuße an der Erwerbsfähigkeit keinen Gier zu legen; mehrere der etwa zolllangen, bleistiftbicken, durch der Enteignung erworben hat, ist bekanntlich das Dorf von erkennbaren wirthschaftlichen Schaden zur Folge habe. seinen sämmtlichen Bewohnern geräumt worden. Darauf hat Wenn die Herren, welche diese Sentenz aussprachen, mit dem fichtigen Gebilde, welche von dem ohnehin so merkwürdigen Weich das ständige 150 Mann starke Wach- und Arbeitskommando Einkommen eines schlesischen Tagelöhners wirthschaften müßten, so thiere einzeln in einer Ecke des Baffins an die Steindecke geklebt in den Gebäuden des Dorfes Quartier genommen und sich darin würden sie schwerlich der Meinung sein, daß 24 M. monatlich thiere einzeln in einer Ecke des Baffins an die Steinbecke gellebt find, vermag man deutlich zu sehen, obgleich der Polyp stets bei ihnen verbleibt, fie treu bewacht und in der Folge während ihrer ganz heimisch eingerichtet. Es wird Ackerbau und Viehzucht ge- ober 27 m. jährliche Einnahme mehr oder weniger bedeutungeEntwickelung mit seinem Athemstrom erfrischt. Eine zweite trieben, und das Ganze gleicht einer militärischen Ackerbau- Kolonie. los fet. merkwürdige Erscheinung zeigt sich darin, daß verschiedene Dieser landwirthschaftlichen Idylle mitten in dem Kanonen- und Thiere ihr früheres Kleid mit einem neuen vertauscht und somit ein Gewehrfeuer der Garde soll nun auch bald ein Ende gemacht werden. ganz anderes Aus- und Anfehen gewonnen haben. Dies geht so Truppenabtheilung an dem Haupteingang des Plages eine eigene Evangelisch Kirchliches. Die Vertreter zweier in der weit, daß nur der eigentliche Renner und eingeweihte Besucher Kaserne erbaut und nach ihrer Ingebrauchnahme die sämmtlichen St. Simeons- Gemeinde bestehenden Parteien standen sich heute vor beispielsweise in der wohl 1 Meter langen, start gebauten Schienen Eibechfe, welche nach Abstoßen der alten Haut jetzt in Schienen Gidechfe, welche nach Abstoßen der alten Haut jetzt in Gebäude des Dorfes geräumt werden sollen. Döberib soll fünftighin dem Schöffengericht gegenüber. Es handelte sich um eine Privats einem braunrothen, mit hellrothen und gelblichen Querstreifen für die Schießübungen des Gardekorps den Zwecken eines Bieldorfes tlage des Kaufmanns Albert Traut und des Zimmermeisters G. Friß gegen den Lehrer Emil Irmisch. Herr Traut ist Vorgezeichneten Schuppenkleid prangt, den vordem schmuzig erdfahlen und fandgrauen südamerikanischen Taju wiedererkennen wird. Ju den Berliner Vororten spottet der durch die Schneefälle figender, Herr Friz Schatzmeister des Parochialvereins der St. der letzten Wochen hervorgerufene Bustand jeder Beschreibung. Die Simeons- Gemeinde". Lehrer Irmisch ist" Schriftführer des Kirch Zu dem Mangel an Krankenhäusern ,, der bereits vielfach Provinzialverwaltung hat auf den ihrer Fürsorge unterstellten und lichen Männervereins von St. Simeon", Der Parochialverein ver=" erörtert wurde, wird uns in nachstehendem ein neues fraffes Bild durch die Vororte führenden Provinzial- Chauffeen auch nicht das anstaltet alljährlich ein oder zwei Kirchenkonzerte zum besten der geliefert. Eine Frau, die an Grippe litt, wollte sich am Donnerstag geringste zur Hinwegräumung der ungeheueren Schneemaffen gethan. Armen und Kranten der Gemeinde. Die Privattläger behaupteten in ein Krankenhaus begeben und hat dabei eine Reise durch was in dieser Beziehung geschehen ist, das hat die Pferdebahn- nun, daß der Beklagte sowohl in einem Privatgespräch, als ganz Berlin antreten müssen. Ueberall waren die vorhandenen gesellschaft geleistet. Auf der von Mariendorf nach Lichtenrade auch in einigen im Männerverein" gemachten Ausführungen Betten belegt, und ihre Hoffnung auf ein Unterkommen wurde führenden Provinzial Chauffee find die Zustände derartig, daß die Behauptung aufgestellt habe, daß das Geld aus früheren immer von neuem zu schanden. Sie hatte schon in den Kranken- türzlich eine Hochzeitskutsche fast eine Stunde lang im Schritt hinter Konzerten garnicht zu den angegebenen wohlthätigen Zwecken, sonhäusern Moabit, Friedrichshain, Elisabeth, Lazarus, St. Hedwig, drei Düngerwagen herfahren mußte, weil sie von dem einzigen dern zur Agitation verwandt worden sei. Rechtsanwalt Ulrich Charitee und Augufta angefragt: überall ein Bedauern und der spärlichen Geleise, welches durch den Wagenverkehr entstanden ist, als Vertreter der Privatkläger führte aus, daß eine solche Bedie Wanderung fortzusehen! Wie wir hören, giebt es weder nach rechts noch nach links ausweichen konnte. Selbst in dem hauptung durchaus unwahr sei und die Mitglieder des Parochialgegenwärtig viele Rheumatismus- und Influenza Krante, dann reichen Schöneberg liegt der Schnee auf den meisten Straßen noch vereins schwer beleidigen müsse, da noch niemals ein Pfennig aus auch zahlreiche gynäkologische Fälle und viele Kinderkrankheiten. immer meterhoch. Rath Ueber die Angelegenheit der Frau Rothenburg wissen hiesige Blätter zu berichten, daß die Dame endlich aus der Anstalt Herzberge entlassen und ihrem Sohne übergeben worden sei. Arbeiterrisiko. Ein aufregender Borfall spielte sich gestern Vormittag um 11 Uhr in der Ritterstraße ab. Auf dem Dache des dienen." Kunst und Wissenschaft. " gebenen Zwecken verwendet worden sei. Rechtsanwalt Dr. Bong als Vertreter des Beklagten bestritt dagegen, daß die Privatklage eine haltbare Unterlage habe. Der Beklagte habe keine Aeußerung Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Menschenfresser", gethan, die den behaupteten beleidigenden Inhalt hätte. Allerdings Schauspiel in 4 Atten von May Wieland. Friedrich Wilhelm habe er in der Bersammlung des Männervereins vor einer Be Schulze hatt' ein Weib Marie, aber ach, fehr schlecht behandelt hatt' theiligung an dem Kirchentonzert gewarnt und hinzugefekt, daß bei M einem früheren ähnlichen Konzert die unter Aufsicht des Gemeinde- Nußen der Berufsvereine referirte. Nach dem Bortrage, der eine Kirchenraths stehende ordentliche Kirchliche Armenpflege und Diakonie rege Diskussion zur Folge hatte, wurde die Abrechnung über die nichts erhalten habe. Der Beklagte felbft erläuterte feine Stellung- Sylvefterfeier gegeben, die einen Ueberschuß von 24,60 Mt. einnahme gegen dieses Kirchenkonzert dahin, daß sich die Spize seiner gebracht hatte. Ausführungen gegen ein Gebahren des Parochialvereins gerichtet daß erfannte. # 1931 1932 des Kortum Manteuffelftr. 49, v. 2 r. 9 verständen aur Bernittelung von other emiffage offer. Charakters sur Verfügung steht, ist ebenfalls von 6-9 Uhr nachmittags geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borstzender Ad. Neumann, Basewalterfir. 8. Ale Renderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Wenderungen im Arbeiter Baucherbund Berlins und Umgegend, fra und der gesell Bereinstalender find zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerzufchriften, den Bund betreffend, find zu richten an P. Gent, S. DresdenerSund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle firaße 107/8. Mitgliederversammlung Blumenftr. 38. Neue Mitglieder werden aufgenommen ON Vermischtes vom Tage. Die Bauarbeiter beschäftigten sich in der regelmäßigen Mit- bet Biertorn, Friedenstr. 77, täglich 12-1. gliederversammlung am 7. Februar mit der Regelung interner Vereinsangelegenheiten. Unter anderem wurden einige Rechtsschutz gesuche dem Vorstande zur Prüfung übergeben. Diejenigen Mitglieder, die in der Lage find, den Delegirten zum Verbandstage ein Logis zu gewähren, wurden aufgefordert, dies zu melden. 150 000 Reservisten und Landwehrleute sollen nach der Köln. 3tg." in diesem Jahre eingezogen werden. Die Uebung wird im allgemeinen 14 Tage dauern. -In Mörs bei Krefeld erschoß ein Möbelfabrikant infolge von Lohndifferenzen einen Gesellen; habe, welches wiederholt zu ergernissen in der Gemeinde Anlaß hatte zum 7. Februar eine Bersammlung anberaumt. Vor Eintritt Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer gegeben habe. Es gebe eine amtlich geordnete kirchliche Armenpflege, in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des die früher unter Borsiz des Pastors Riemer gestanden habe. Diese verstorbenen Mitgliedes Frizz Tschöpe in der üblichen veranstaltete alljährlich ein Konzert zum besten der Kirch Meiſe. ein Referat Touristenklub Ruf". Jeden Sonnabend Abend, 9% Uhr, Dresdenerstr. 68 Auf der Tagesordnung stand lichen Armenpflege. Die Gemeindemitglieder seien der Meinung. Mitgliedes Mette über die Bedeutung der Gewerbegerichte. Dem bei Schola: Geselliges Beisammensein. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 14. Februar 1897, vormittags diese Konkurrenz des Parochialvereins die kirchliche zustimmend aufgenommenen Referat folgte eine Diskussion, an der uhr, Rosenthalerstr. 38: Bersammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhe Arinenpflege in ihren Einnahmen schädige, und in diefem fich Schulz, Suple, Behrendt und Dittrich betheiligten. Dorm. ebentbaselbst: Bortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:" Rann Senechtſchaft einer Betheiligung Sinne habe er ver Montag, den 15. Februar er., abends 84 Uhr pünktlich, zur Freiheit führen?" an dem Kirchen: Hierauf wurde die Abrechnung vom Maskenball gegeben, die in im oberen Gaale des Englischen Gartens", Aleranderfir. 27c:" Beschließende fonzert gewarnt. Die umfangreiche Beweisaufnahme ergab nichts dafür, daß der Angeklagte dem Parochialverein vorgeworfen habe, verhale 07 M. und in Ausgabe 118 M. aufwies.- Um 7. März Bersammlung" Bentral- Kranken- und Begräbnißkaffe für Frauen und Mädchen er verwende die erhaltenen Gelder nicht zu dem angegebenen wohl veranstaltet der Verein im Lokal von Hofmann, Alexanderftr. 27, Deutschlands( Berwaltung Berlin IV). Gonntag, den 14. b. M., nachm 6 Uhr: ein gemüthliches Beisammenfein. thätigen Zwecke. Rechtsanwalt Bong beantragte deshalb die FreiSprechung des Angeklagten, auf welche der Gerichtshof denn auch Aus Branweiler. Der penfionirte Aufseher Peter Matstorn wurde am 27. November 1896 vom Landgericht Köln wegen Mißhandlung im Amte zu Strafe verurtheilt. Der seit dem Jahre 1892 bei der Provinzial- Arbeitsanstalt in Brauweiler als Aufseher angestellte Angeklagte wurde eines Tages, wie das öster vorkam, mit einem Transport Korrigenden zur Landarbeit nach einem Gute gefchickt. Der Direktor Schellhorn prägte ihm dabei noch besonders Eine Hochzeit mit Hindernissen. In der Rheinein, er solle darauf halten, daß diejenigen unter seinen Leuten, pfalz erklärte unlängst eine Stunde vor der festgesetzten Trauung die demnächst zur Entlassung fämen, faubere Kleider und Wäsche der Bräutigam, er wolle nicht mitthun. Man bearbeitete ihn eine hätten. Malsforn theilte dies denen, die es anging, mit und einer Stunde lang, und er wurde weich. Nun sagte aber die Braut der Korrigenden, dessen Entlassung nahe bevorstand, benutzte eine Holzarbeiter Verband. In der Bezirksversammlung für die Nein!" Was nun? Da das Hochzeitsessen schon fertig und auch Arbeitspause, um seine Hose in dem Stalle zu waschen. Der An- Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt sprach am 8. Februar das fchon bezahlt war, sette man sich zu Tische. Es muß allen gegeflagte, der dazu kam, ergriff einen Besen und prügelte auf den Mitglied Toft über die Verkürzung der Arbeitszeit. Unter Vereins- schmeckt haben: Am anderen Tage fand die Trauung wirklich statt. Der Wirth der Kaimsäle" in München hat den Korrigenden los, der schließlich vor Schmerzen anfing laut zu schreien. angelegenheiten wurde das Verhalten der Firma Krat kritisirt, die Auf das Geschrei lief eine Magd herbei, die so Zeugin des Vorganges ihren Arbeitern gekündigt hat, weil sich diese vom Afford keinen Trinkzwang aufgehoben. Wer bei ihm verkehren, aber feinen Alkohol wurde. Malstorn ließ sich übrigens dadurch nicht stören, sondern prügelte Abzug machen ließen. Beschlossen wurde, bei Bachgänger, Swine- genießen will, hat eine Karte zu lösen, die monatlich 1 M., jährlich weiter. Die Folge diefer exemplarischen Büchtigung war, daß der münderstr. 120, eine neue Zahlstelle zu gründen und wurde Neigte 10 m. foftet. Geschlagene vier Wochen lang seinen Arm nicht rühren konnte. zum Beitragssammler gewählt. In die Werkstatt- Kontrollkommission Der Oberstjägermeister des Kaisers von Desterreich, Maletorn legte gegen das Urtheil Re vision ein, zu deren Be- wählte die Versammlung die Mitglieder Dymowsti, Schulz, Grof Wolfenstein, hat sich erschossen. gründung er behauptete, die That sei von ihm nicht im Amte eppin, Dannenberg, Nich, Trispel, Dobed und Durch Kohlenoryoga 3 erstickten in Teschen( Deft. verübt worden, denn die Arbeit des Korrigenden sei ja eine rein JOB QUOUSchlesien) ein Maler, seine Frau und seine zweijährige Tochter. Der private gewesen. Das Reichsgericht erachtete jedoch diese SchutzIm Fachverein der Bäcker hielt am 9. d. M. der Natur- Ofen war schlecht fonstruirt. einwendung für verfehlt und verwarf die Revision. heilkundige Grundmann einen Vortrag. Die übrigen Gegenstände -In der Nähe von Siffet( Kroatien) stürzten zwei Brüder der Verhandlung betrafen Vereinsangelegenheiten. und das Töchterchen des einen vom Wagen in die Save und ertranten. Belgien führt am 1. Mai d. J. das vierundzwanzigam 1. Mai b. theilige Zifferblatt ein. Unternehmer- Verbände. " Mögen sich die Unternehmer vereinigen, wie sie Luft haben; einer gut organisirten Arbeiterschaft gegenüber fönnen sie sich vor Ronzessionen nicht sichern, und in dem Maße, als die Unternehmer sich zur Bekämpfung der Arbeiter zufammen schließen, wird auch die Zahl der Arbeiter geringer werden, die in der Vereinzelung dahinlebten, anstatt sich an die Berufs- und an die politische Organi sation anzuschließen. Der Fachverein der Stuckateure wählte in seiner Sigung am 8. Februar das Mitglied Liebenau zum Hilfskaffärer für Nixdorf, und Karl Scheck in die Arbeitsnachweis: Kommiffion. Hierauf sprach das Mitglied Kleinert in einem beifällig aufgenommenen Vortrag über die Praxis der Gewerbegerichte. Jahr. " Der Kapuzinerberg bei Antona( Italien), welcher befestigt und mit schweren Kanonen armirt ist, hat sich gesenkt. Die Festung mußte geräumt werden. -Ein Erdbeben wurde in der ersten Morgenstunde des Freitags an der Ostküste von Sizilien und in Süd- Calabrien verspürt. In Radom( Rußland) wurde eine aus 30 Männern und Der berühmte Schachspieler Steinis foll in Moskau an In Beirut( asiatische Türkei) schlug ein mit einem Bootsmann und drei Matrosen besetztes Boot des österreichischen LloydDampfers Amphitrito" um. Der Bootsmann wurde von einem Saifisch verschlungen. Eine Million Zael( über 8 Millionen Mark) hat der Chinese Tscheng geschmiert", um Leiter des chinesischen Eisenbahnwesens zu werden. Das Amt muß die reine Goldgrube sein. Vielleicht wissen die Lieferanten von Eisenbahnmaterial etwas davon zu erzählen. -Hungersnoth in Indien. An den Nothbauten werden jegt 2 467 000 Personen beschäftigt. Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Schuhmacher Unter dem Namen Arbeitgeberverband Lübeck" ist in Lübeck tagte am Donnerstag bei Keller, Stoppenstraße, in der Reichstagseine Bereinigung von Unternehmerorganisationen in der Bildung Abgeordneter Genosse Peus fiber das Thema:" Arbeit, Bildung begriffen, die in ihrem Rerne gegen die Organisationen der Arbeiter und Besitz" referirte. Eine Diskussion über den mit lebhaftem gerichtet ist. Ordentliche Mitglieder des Verbandes lönnen sämmt Beifall aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. Seitens der liche im lübeckischen Staatsgebiet bestehende oder sich bildende Fabrikanten ist der Agitationskommission, welche sich dem Beschluß Bereinigungen von Kaufleuten, Industriellen und Gewerbetreibenden einer früheren Versammlung entsprechend, an den Fabrikanten werden, welche sich schriftlich zur Innehaltung der Sagungen ver- Verband mit dem Erfuchen gewandt hatte, die Arbeiter bei der pflichten. Außerdem können dem Verbande selbständige Gewerbe- Berwaltung des von den Fabrikanten eingerichteten Arbeitsnachweises treibende als außerordentliche Mitglieder beitreten. Diese dürfen an mitwirken zu lassen, folgender Bescheid zugegangen. In Erwide- 3 Frauen bestehende Räuberbande verurtheilt und nach Versammlungen theilnehmen, haben jedoch kein Stimmrecht. rung Ihres w. Schreibens vom 25. Januar ersteht der unter- Sibirien gesandt.Der Austritt aus dem Verband ist nur„ statthaft" wenn zeichnete Verband daraus gern, daß Sie sich überzeugt haben, die Mitgliedschaft ein Jahr vorher gekündigt worden ist. Der daß der Verband der Berliner Schuhfabrikanten zur Wahrung einem schweren Gemüthsleiden erkrankt sein. Verband will in alle Lieferungsverträge die Klaufel einführen, daß gemeinsamer Interessen nicht zu dem Zwecke gegründet worden der Fabrikant bei Streits dem Auftrageber gegenüber nicht für die ist, um Ihnen die im vorigen Jahre errungenen Bortheile wieder rechtzeitige Lieferung der Waare haftet; weiter sollen die dem Ver- zu entreißen. Der von unserem Verbande eingerichtete Arbeitsband angehörigen Fabrikanten streikende oder ausgesperrte Arbeiter nach weis berührt diese Vortheile nicht, womit wir die Sache für anderer Fabrikanten nicht einstellen. erledigt halten." Willner unterzog diesen Bescheid, aus welchem hervorgeht, daß es die Fabrikanten ablehnen, die Arbeiter in der für fie so bedeutsamen Einrichtung mitsprechen zu lassen und aus dem zu folgern ist, daß die schwarzen Listen auch in Zukunft im Arbeitsnachweis beibehalten werden sollen, um mißliebige Arbeiter aushungern zu lassen, einer herben Kritit. Der Redner verurtheilt das Vorgehen, das keineswegs dazu angethan ist, einen dauernden Frieden zwischen Fabrikanten und Arbeitern zu schaffen, räth aber davon ab, unter den gegebenen Berhältnissen durch einen Streit, den, wie es fcheint, die Fabrikanten jetzt wünschen, die Miß stände zu beseitigen und fordert zu festem Zusammenschluß in der Organisation auf, um für die Zukunft gerüstet zu fein. Hierauf fand folgende, von der Agitationskommission vorgeschlagene Resolution Annahme: Die Versammlung hält die Stationen. vom Verein der Schuh- und Schäfte Fabrikanten ertheilte Antwort für belanglos, da dieselbe die in Frage kommenden Hauptpunkte Schreiben der Agitationstommission angesehen werden kann. Die Swinemünde garnicht berührt und mithin nicht als Antwort auf das Bersammlung erklärt, von der Forderung der Betheiligung an der Hamburg Berwaltung des Arbeitsnachweises nicht Abstand zu nehmen und Berlin mit derselben immer wieder an die Fabrikanten heranzutreten. Wiesbaden Die Versammlung erklärt ferner, Forderungen, welche die im München Die Buchdruckereibefizer in Halle a. S. beantragen in einer vergangenen Jahre vereinbarten Abmachungen überschreiten, Wien Eingabe an die städtischen Behörden, städtische Drudarbeiten nicht zu stellen, um das Vorgehen der Kollegen in der Haparanda nur solchen Firmen zu übertragen, die ihr Personal nach dem gemein- Provinz zur Erringung befferer Arbeitsbedingungen unterstüßen zu Petersburg. schaftlich von den Brinzipalen und der Gehilfenschaft vereinbarten fönnen und somit die Konkurrens, welche der Berliner Schuhindustrie Cork.. Zarife bezahlen. Die Stadt habe schon in Hinsicht auf die Steuer- von dieser Seite droht, zu beseitigen. Sollte jedoch versucht werden, Aberdeen. fähigkeit Anlaß, daß die Buchdrucker angemessen bezahlt würden. die vereinbarten Arbeitsbedingungen durch Lohnreduktionen Paris.. 1500 Firmen in Deutschland hätten den Tarif angenommen und eingeführt, zu durchbrechen, so sind dieselben mit aller Energie zurücknur die älteste hallische Firma Gebauer Schwetschte schließe zuweisen." fich aus; es möchten dieserhalb der Firma städtische Aufträge weiter nicht überwiesen werden. Das alte Personal dieser Firma steht seit einer Reihe von Wochen im Streit, weil ihm der Zarif nicht bezahlt wurde. Aus Mühlhausen in Thüringen wird berichtet, daß sich bie größeren Fabrikanten der Strickwaarenbranche vereinigt haben, um in Arbeiterfragen gemeinsam vorzugehen. Boziales. Wegen Ausdehnung der Kranken- Versicherungspflicht auf die Hausindustriellen werden jeßt, wie der„ Confettionär mittheilt, in Berlin Berhandlungen zwischen dem Magistrat und verschiedenen Großlaufleuten der Mäntel, Herrenkonfektions- und Wäschebranche gepflogen. Strengste Verschwiegenheit und Unter laffung der Berichterstattung an die Presse soll den Betheiligten auferlegt worden sein! Warum denn? Versammlungen. Witterungsübersicht vom 12. Februar 1897. Barometer ftand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke (-444IIBB 21 Wetter heiter heiter halb bedeckt heiter Schnee Temperatur NOLOON nach Gelftus ( 50.40 R.) 758 763 NW 761 WNW 767 NW 1 765 SW 1 0 763 NNW 3 halb bedeckt 2 9 746 Schnee -12 764 Mebel 768 woltig 7 1 Q 18€ Wetter- Prognose für Sonnabend, den 13. Februar 1897. Vielfach heiter, ein wenig fälter bei ziemlich frischen nördlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstags, noch nicht tonstituirt und trägt daher noch keinen Namen. Sobald wir Alter Straßen- Abonnent. Die Gesellschaft hat sich unseres Wissens näheres wissen, werden wir auf diese Angelegenheit zurückkommen. P. W. Kommen Sie am Sonnabend zwischen 5 und 7 Uhr abends. 5. L. in 5. Gegen die Ausweisung fann Beschwerde( zunächst beim Landrath) erhoben werden, was aber voraussichtlich nichts nützen wird. Auf welchem Wege ein Ausländer Preußen verläßt, iſt ſeine Sache. K., Schöneberg. Die Mittheilung über ein Vorkommniß auf dem Schöneberger Kirchhofe wurde zurückgestellt weil belanglos. A. Müller. Die Invaliditäts- und Altersversicherungsanstalt Berlin ist N. H. 34. Wo haben Sie das her? Klosterstr. 26. Charlottenburg. Am 9. Februar tagte hier eine Versammlung der Maurer. Zunächst wurde die Wahl eines Beitragssammlers vollzogen und hierauf ein Antrag angenommen, der bestimmt, daß von Charlottenburg ein Mitglied in die Lohnfommission delegirt wird. Gewählt wurde W. Schulze. In einigen anderen AnBriefkasten der Redaktion. trägen, die im Anschluß hieran zur Verhandlung famen, bestimmte In einer Versammlung des Wahlvereins für den zweiten die Bersammlung, daß bei Arbeitsniederlegungen von Mitgliedern des Freitags und Sonnabend 8, abends von 7-8 uhr statt. Berbandes die statutenmäßige Unterstüßung gezahlt wird. Die Unters 2. 38. Die Privatwohnung der Herren erfahren Sie doch im Zirkus. Berliner Reichstags: Wahlkreis, die am Donnerstag in Bickel's Lokal in der Hafenhaide stattfand, referirte Stadtverordneter fügungen find an einem bestimmten Tage vom Hauptkassirer in der Filiale Wir wissen sie nicht. auszuzahlen. Jeder Maurer ist verpflichtet, zum Streitfonds zu 2., Kottbus. Einverstanden. Friz Zubeil über: Borgänge in der städtischen Vertretung. Steuern, widrigenfalls die Streitunterstüßung davon abhängig ge Sp., Charlottenburg. Ihre Zuschrift ist leidernicht verwendbar, da Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Referat beantwortete macht wird. Zum Schluß gelangte nach einer längeren Debatte eine die Aufnahme eine Fluth von ähnlichen Einsendungen zur Folge haben ter Referent eine von Berger und Fahrenwald angeregte Resolution zur Annahme, in der die Anwesenden aufgefordert werden, würde. Frage über den Unterricht von Dissidentenkindern in der Religions fofort die Arbeit einzustellen, sobald von ihnen verlangt wird, die stunde dahin, daß nach einem Beschluß der Stadtverordneten- Versamm Arbeit des morgens vor 7 Uhr zu beginnen. Nach einem Bericht lung auf grund der Entscheidung des Ober- Verwaltungsgerichts die über das Gewerkschaftskartell wurden Keilmann und Bernsee Eltern nicht mehr verpflichtet werden können, ihre Kinder am zu Delegirten gewählt. Religionsunterricht theilnehmen zu lassen. Unter Vereinsangelegen heiten" entspann sich eine längere Diskussion darüber, wie der Besuch Tegel. Am Sonntag, den 31. Januar, fand hier im Restaurant und die Mitgliederzahl des Wahlvereins am besten gehoben werden Rübsam in demselben Lofal, in welchem am 16. Januar eine tönne. Für Bersammlungen wünschte man als Ankündigung Säulen- Volksversammlung stattfinden sollte, die aber vom Amtsvorsteher anschlag, während im übrigen die Mitglieder selbst eine etwas regere verboten wurde, weil das Lokal durch Petroleumlampen beleuchtet Agitation für den Wahlverein entfalten sollen, um mit dem Vorstand wurde eine sehr stark besuchte Boltsversammlung statt. Die Beleuchtungsfrage war diesmal schnell gelöst, da das Tageslicht seine Hand in Hand gehen zu können. Die Drechsler hielten am 3. Februar im Louisenstädtischen Dienste spendete. Dagegen hatte der Amtsvorsteher die Erhebung Donnerstag, abends von 8-10 Uhr, Aderſtr. 67. eines Entrees verboten. In einem zweistündigen Vortrag geißelte Klubhaus, Annenstr. 16, eine Branchenverfammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter Stadthagen in satirischer Weise, das Drechsler Kunze referirte. Redner warf zunächst einen Rückblick Spigel und Lockspielthum innerhalb der politischen Geheimpolizei. Weiß u. Bayrischbier- Lokal auf das verflossene Jahr. Nach Ansicht mehrerer Kollegen soll die Die Versammlung spendete dem Referenten reichen Beifall. Eine von P. Cantav, Manteuffelſtr. 29. Kommission, die im vorigen Jahre gewählt wurde, feine großen Resolution, welche sich mit den Ausführungen einverstanden erklärt, Vereinszimmer mit Piano. 32026 Früchte gezeitigt haben. Eine objektive Betrachtung ergiebt jedoch wurde angenommen und hierauf Genosse Becker zum Vertrauensmann Wohnungen von 3, 2 u. 1 Stube, das Gegentheil. Hervorzuheben ist besonders die Regelung der misen, Lagerfeller bill. z. verm. Frant Arbeitszeit und bleibt es demnach ganz unbegreiflich, daß den jegigen und die Genoffen aufgefordert, das Restaurant Rübfam, Schloß furter Allee 16/ 16a. Nahe a. Bahnhof. Arbeitszeit und bleibt es bemnach ganz unbegreiflich, daß den jezigen gewählt. Ferner wurde beschlossen, einen Arbeiterverein zu gründen Küche u. Zubehör, Pferdeſtälle u. ReVersammlungen so wenig Intereffe gezollt wird. Das Hauptaugenmert straße, durch ihren Besuch rege zu unterstützen. muß in diesem Jahre auf die Baubranche gerichtet sein, und zwar Freundl. Hofwohnungen von 12 bis Arbeiter- Bildungsschuls. Sonnabend Abend von 8 bis 9% Uhr: 16 M. Swinemünderstr. 51/52. weil bei Ausbruch der vorjährigen Streits die Saison genannter Nord Schule, Brunnen Straße Nr. 25: Natur- Erkenntniß. Antite Kategorie bereits zu Ende war. Die gestellten Forderungen konnten und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Schlafstelle für 1, auch 2 Herren, Die Entthronung der Erde Naunynstr. 48, 1 Tr., Ede Oranienpl beshalb nicht zur vollen Geltung gelangen. Folgedeffen hätte man Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. erwarten sollen, daß gerade diese in Frage tommende Branche der aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffassung und erperimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturgange Versammlung mehr Interesse widmen müßte. In der sehr regen( tamart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Diskussion wurden die Ausführungen des Redners noch zum theil Grenzen der Natur- Erkenntniß). Serr Dr. C. Joël. ergänzt. Eine herbe Kritik wurde über die sehr lange Arbeitszeit in den Bauwerkstätten von Voigt u. Faulmann, Moabit; Schmidt u. Komp., Schönhauser Allee; Lütjen u. Bruns geübt. Zum Schluß erfolgte die Ergänzungswahl zur Werkstattkontroll Rommission. Der Zentralverein der Burean- Angestellten bielt am 4. d. M. feine regelmäßige Sigung ab, in der 3 add a ch über den Der Unterricht in der Südost- Schule fällt aus. Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, vormittags von 10%-12 Uhr, fällt der Fortschrittsturfus in Nationalökonomie aus. Montag Abend fein Unterricht. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichen Beitfchriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die gefehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenstr. 25, ist wochenE. R. 38. Turnverein Fichte, 2. Damenabtheilung übt Montag und Politur- Arbeiter werden gesucht. 10662* Emil Zinke Nachf., Goldleistenfabrit, Magdeburg- Sudenburg. Gesucht sofort zwei tüchtige Glasvergolder 31676 auf englische Moragläser bei dauernder Beschäftigung. Mähl, Schmidt u. Co., Glashüttenstr. 37, Hamburg. Goldleisten. Tüchtige Belegerinnen finden bei hohem Verdienst dauernde Beschäfti 31816 gung Köpnickerstr. 109a. Dirigenten Abpuzer a. Fronten verl. Brizerstr. 7. Donnerstag Abend. Persönl. Meldung sucht Arbeiter Gesangverein für Bersilberer verl. Wriezenerstr. 8, II. Hof. Sonntag, d. 14. d. M., von 2-4 Uhr b. Jadom, Prenzlauer Allee 206.[ 31876 50 Korbmacher veiffen Belegerinnen, geübte, ver: Arbeitsmarkt. tags von 6-9 Uhr, Gonntags von 4-9 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. finden auf ectige Stugeltörbe sofort Be- taugt Golbleitenfabrit Deutsch u. Die Geschäftsstelle der Schule N., Brunnenstraße 25, die den Bereins. schäftigung, Wilhelmiftr. 123 i. Komtor. Zachmann, deref. 97. Tauben Strasse Todes Anzeige. Für den Inhalt der Inferate Urania, No. 49-40.| Concordia Variété- Theater Saverein der Stofarbeiter Oeffentl. Volfs- Versammlung Ausstellung Brunnenstr. 154. übernimmt die Redaktion Publikum gegenüber keinerlei täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Täglich: Grosse Theater- und Verantwortung. Sonnabend, den 13. Februar. Opernhaus. Tannhäuser. Schauspielhaus. Abu Seid. Das zweite Gesicht. Spezialitäten- Vorstellung. Berlins. Eintritt 50 Pf. Am Mittwoch, den 10. Februar cr., Wissenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Das beste Programm d. Nordens. wurde uns unser braver Kollege 1. a. Geschw. Carré, brillante 57/62 Theater. Sternwarte abbia Barrmann, ble feic Sternwarteter Stadtbahn: Mira Borrmann, ble feiche Soubr. Otto Buddel, gefällt nach wie vor Tom Neu einstudirt: Bomben und Granaten, Posse. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Umtausch Billets haben Giltigkeit. Deutsches. Die versunkene Gloce. Berliner. Nachmittags Aschenbrödel. Abends Mutterrechte. Lessing. Meerleuchten. Neues. Marcelle. Unter den Linden. Herzog. Ostend. Preciosa. Der Kleine Weiten. Der Militärstaat. Residenz. Associés. Thalia. Frau Lieutenant. Schiller. Eine Balastrevolution. Zentral. Ein fideler Abend Bolks. Von Stufe zu Stufe. Friedrich- Wilhelmstädtisches. Der Menschenfresser oder eine Gefallene. Belle- Alliance. Trilby. Parodie. Genovefa. Alexanderplatz. Eine pikante Che. Passage: Panoptikum. Affentheater. Apollo. Spezialitäten. Belle- Alliance- Theater Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 14. Februar, nachmittags 3 ühr: Zum ersten Male: Das Käthchen von Heilbronn. Bon Heinrich von Kleist. Käthchen: Wilhelma Wagner. Wetter v. Strahl: Heinrich Frey. Rheingraf v. Stein: Rich. Jürgas, Theobald: Wilh. Ruff. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten Zahlstellen zu haben. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Sonnabend, abends 8 Uhr: Eine Balaftrevolution. Sonntag nachm. 3 Uhr: Nomeo und Julia. Abends 8 Uhr: Der Millionenbauer. hof. Täglich von 72 Uhr abends ab 50 Pf. Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Borträge, mit Experimenten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. PassagePanopticum. Nur noch kurze Zeit. AffenTheater Vorstellungen um 5 und 7 Uhr. Castan's Panopticum. Die beiden indischen Pygmäen die kleinsten Menschen der Welt! Damen- Wettschwimmen. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst- Theater). " Frau Lieutenant." Vaudeville in drei Akten von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Germann i Musit von G. Serpette und B. Roger. Morgen und folgende Tage: Frau Lieutenant." Sonntag nachmitt. 3 Uhr: Trilby. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, Friedrich Wilhelmst. Theater. Pferdebahnstation Stottbuser Thor. 4 Uhr: Ensemble- Gastspiel der kleinen Hänsel und Gretel- Darsteller, Geschw. Seit. Zum 1. Male: Hänsel und Gretel." Märchenspiel m. Gesang und Tanz in 4 Bildern, Abends 8 Uhr: Menschenfresser oder: ,, Eine Ge: fallene." Berliner Sittenbild 4 Aften von Georg Gellert. in Jeden Abend 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Von Stufe zu Stufe. Burg Feen- Palast, ftraße 22. Präzise 9 Uhr: Sonntag, nachmittag 4 Uhr: Die Grille. Ländliches Sittenbild in Direktion Winkler& Fröbel. 5 Aften von Charlotte Birch- Pfeiffer. Abends 8 Uhr:„ Menschenfresser" Die mit jubelndem Beifall aufoder:„ Eine Gefallene." Montag und Dienstag: Menschenfresser ober: Eine Gefallene. Billets sind ohne Vorbestellgebühr schon drei Tage vorher an der Theater taffe zu haben. Außerdem im Inwalidendant, Unter den Linden 24, bei Baul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Marlgrafenſtr. 50. Alexanderplay- Theater. Heute und die folgenden Tage: Eine pikante Che. Berliner Bosse mit Gefang und Tanz in 4 Aften von Eugen Prudens. Sonntag nachmittags 4 Uhr: Das Märchen vom tapferen Schneider: lein. Zauber- Komödie mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Eugen Prudens. Anfang 8 Uhr. genommene Sensations- Poffe Eine tolle Nacht. Hauptrollen: Nich. Winkler u. Wilhelm Fröbel. Dazu das einzig allein dastehende unübertreffliche Februar- Programm. Kunst Spezialitäten ersten Ranges. Kaufmann's Variété. Neues Programm!!! Der kleinste Circus der Welt. Neu! Wasser- Pantomime. D.Entführg. a. d. Drachenschlucht. Mr. Patty Antipode, Lorch- Truppe, Rose und Jules, B'laek und White, Geschw. Emilon, Geschw. Gorelly, Edi Blum und 25 Elite- Nummern. Max Neigefind durch den Tod entrissen. Die Schwindsucht, diese furchtbare Geißel der Arbeiter, machte seinem Leben in den besten Jahren ein Ende. Seine Aufrichtigkeit und sein eifriges Eintreten für die Arbeiterinteressen werden ihm in uns ein dauerndes Andenken bewahren.( 175/4 Nachmittag 2 Uhr vom Trauerhaufe Die Beerdigung findet am Sonntag, N., Lorgingstraße 9, nach Weißensee ( Bionstirchhof) statt. Der Vorstand. für den II. Wahlkreis( Süden) am Sonntag, den 14. d. M., vormittags 11½ Uhr, bei Ewald, Schönleinstr. 6. Tages Ordnung: Gründung eines sozialdemokratischen Lese- und Diskutirklubs. Referent. 211/1 Genoffe Ewald. Der Einberufer. Umt zahlreiche Betheiligung ersucht Achtung! I Köpenick, Adlershof, Glienicke und Umgegend. Oeffentliche Protest- Versammlung dinded für Männer und Frauen Sonntag, den 14. Februar 1897, nachmittags 2 Uhr, im Hotel Kaiserhof in Köpenick, Grünstraße 35: Todes- Anzeige. Die Inquifition in Spanien im Jahre 1896. Allen Freunden und Bekannten zur Jeder Gerechtigkeits- und Freiheitsliebende ist zu dieser Versammlung Nachricht, daß am 11. d. M. meine eingeladen. Zur Deckung der Unkosten wird ein Entree von 10 Bfg. er: Frau Emma geb. Brandt nach hoben. langen Leiden durch den Tod erlöst beendet sein muß. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet, da dieselbe um 5 Uhr 3190b Der Einberufer: P. Meyer. worden ist. Um stille Theilnahme bittet Franz Lehmann, Schneider, Niederwallstr. 13. Die Beerdigung findet am Sonntag Welt- Restaurant Nachmittag 3 ühr von der Leichenhalle Variété- und Spezialitäten Theater. Dresdenerstraße 97. Novität! Novität! Novität! Das tanzende Berlin. Jm vorderen Saal täglich: Künstler- Frei- Konzert. Anfang: Entree: Wochent. 7 Uhr. Wochentags 20 Bf. Sonntags 6 Uhr. Sonntags 30 Bf. Apollo- Theater. Friedrichstr. 218. Dir. J. Glück. Spaniens berühmteste Tänzerin Bildhauer! des Friedrich Werderschen Kirchhofes Sonntag, den 14. Februar, abends 6 Uhr, Annenstraße Nr. 16: in der Bergmannstr. 44 statt.[ 31896 [ 3184 Aufforderung! Johannes Paarmann, Friedrichs: berg, und Otto Liepe, Berlin N., sowie den Maurer( Buzer) Richard Kind, Friedrichsberg, Wartenberg: straße, ersuche ich, ihren Verpflichtungen bei mir nachzukommen. Bernhard Lange, Gastwirth, Friedrichsberg. Aufruf. Oeffentliche Versammlung mit Frauen. 1. Vortrag des Genossen Schriftsteller S. Katzenstein: 21/5 ,, Deutsche Klassiker als politische Dichter". 2. Diskussion. Nach der Versammlung: Geselliges Beisammensein. " Bockbier- Auftich." Der Vertrauensmann: G. Winkler. Achtung, Buchbinder! Wegen der am Montag stattfindenden Krankenkassen- Versammlung wird unsere ordentliche Generalversammlung am 25/5 Mittwoch, den 17. Februar, bei Feuerstein, Unterzeichnete macht hiermit be: Alte Jakobstr. 75, im oberen Saale abgehalten.( Siehe Annonce in der kannt, daß der Restaurateur Robert Dienstag- Nummer.) Der Vorstand. Fischer seit dem 7. Januar cr. in Carmencita haften und aus einer das englische Schönheits- Quintett 5 Lorrison Das Sensationsbild ,, Endlich allein." und 30 hervorragende Kunstkräfte. Kaffeneröffnung 62 Uhr. Anf. 72 Uhr. Alcazar Variété- Theater I. Ranges. Dresdenerstr. 52/53( City Passage) Annenstr. 42/43. Art. Leiter: Kapellm. Martin Stein. Koloffaler Erfolg Broth. Clewers, Kunſtſchüßen. Broth. Clewers, Kunstschützen. Robin& Bérat, Jongleure. Barnum& Beilay, Zauberparodisten. Freikarten behalten Giltigkeit. Anfang 8 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Deutsch. Metallarbeiter- Verband ( Verwaltung Berlin). Bülowstr. 59: Wohnung verschwunden ist. Es ist daher leicht anzunehmen, daß ihm ein Leid zugestoßen ist. Alle geehrten Bei hörden und Privatpersonen, welche Sonntag, den 14. Februar, vorm. 10 Uhr, im Lokal von Werner, Kenntniß von dem Aufenthalte.'s haben, bitte ich um sofortige Mittheilung. starfer Statur, 40 Jahre alt, hat ge sunde Gesichtsfarbe, dunklen Schnurr bart, langsame und leise Aussprache und ist etwas schwerhörig. Bekleidet war derselbe bei seinem Weggange mit dunkelblauem Ueberzieher mit Sammetkrag., dunkelgrauem Sommer: anzug, schmalem Leibriemen, Haar: fette mit Medaillon, und schwarzem, Harten Filzhute. 31966 Sifcher ist von großer, Bezirks- Versammlung für Westen und Schöneberg. des Weibes. 2. Diskussion. 3. Wahl der Bezirksleitung. 4. Verbands Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Grempe: Die Sklaveret angelegenheiten und Verschiedenes. 114/20 Emilie Fischer, Dresden, Dornblüthstraße. Das Erscheinen der Mitglieder ist dringend nothwendig. Die Ortsverwaltung. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins u. Umg. Montag, den 15. Februar, abends 81/2 Uhr, imt ,, Louisenstädtischen Konzerthaus", Alte Jakobstr. 37: Schulz' Festsale, vorm. Paster Ordentliche General- Versammlung. Nene König- Strasse 7. Jeden Donnerstag: 8922 Damen- Kränzchen. Jeden Sonntag: = Großer Ball.= Vereinszimmer. Saal für Versamm: Entree 30 Pf. Die Direktion, lungen frei. Ed. Schulz, Gastwirth. Achtung, Schuhmacher! Anfang 7 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Heute, Sonnabend, 13. Febr., in Cohn's Feitsälen, Beuthstr. 20: Entree 30 Bf. bis 2 M. Circus Renz Karlstrasse. ( Jubiläums Saison 1896/97.) Sonnabend, 13. februar 1897, Abends 71/2 Uhr: Grosser Wiener Maskenball arrangirt vom 185/7 Verein deutscher Schuhmacher. Billets à 50 Pf. sind bei bekannten Kollegen zu haben.- Anfang 8 Uhr. Um zahlreichen Besuch bittet J. A.: Gustav Westerburg. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht und Bericht der Revisoren. 2. Ers gänzungswahlen zum Vorstand. 3. Die gegenwärtigen Streifs. 4. Stellung nahme zum Sommerfest. 5. An den Vorstand gelangte Anträge. Ohne Mitgliedskarte kein Zutritt. E Die Versammlung wird punkt 82 Uhr eröffnet. Wir ersuchen um zahlreiches und rechtzeitiges Erscheinen. Der Vorstand. Sonntag, den 14. Februar, vormittags 10% Uhr: Branchen- Versammlung der Rohrleger und Helfer im„ Louisenstädtischen Klubhaus", Annenstr. 16. Tages Ordnung; 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten u. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Montag, den 15. Februar, abends 8% Uhr, Andreasstr. Nr. 26: and aches and beaten forest Barade- Gala- Boritelung. Otto Mette's Bierquelle Süd- Ost, Versammlung. Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegeben find, ihre Giltigkeit. Billets find ohne Vorbestellgebühr schon 3 Tage vorher an der Theaterkaffe zu haben. Vormittags 1/ 11-1/ 22 Uhr. Abends von 127 Uhr an. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Dir. Nich. Schule Sonnabend, den 13. Februar cr.: Emil Thomas a. G. Novität! Zum 7. Male: Novität Aufführung der Novität: Durchschlagender Erfolg! Aus der Mappe eines Riesengebirgs- Phantasten. 14 Wiener Strasse 14, Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Händel über: Adam und Eva. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheit und Verschiedenes. 146/8 Der Vorstand. Helles u. dunkles Lagerbier, Münchener Bürger Bräu, Pilsener Franz. Billard. Telephon IV, Nr. 2224. Bier. ff. Weißbier. Warme Speisen und Getränke jederzeit. Achtung! 10769* Achtung! Fritz Eiermann's Volkskaffee und Speisehaus Verband der Vergolder, Filiale Berlin. Monats- Versammlung Eine romantisch= phantastische Rosenthalerstr. 60, Ecke Steinstraße. Billiger Mittags: und Handlung von Direftor Franz Renz und dem großherzoglich bessi: Abendtisch. Größte Auswahl höchst sauber und schmackhaft bereiteter Speisen. Ein fideler Abend. schen Hofballetmeister Aug. Siems. Tagl. 8-10 Gerichte im Preise von 10-30 Pf. Pichelsdorfer Vier 10 10 Pf. am Montag, den 15. Februar 1897, pünktlich abends 8% Uhr, hervorragendſien Burleste dramatische Revue in 1 Bor- Nummern des Repertoirs. Frühlings: Restaurant Friedenshallen, Friedenstr. 67 spiel und 3 Bildern von J. Freund und W. Mannstädt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Ein fideler Abend. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Boltsvorstellung, fleine Breife. Preciosa. Schauspiel von Wolff. Anfang 8 Uhr. Sonntag nachmittags 3 Uhr. halbe Kaffenpreise: Preciosa. Abends 72 Uhr: Berlin wie es weint und lacht. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Heute geschlossen. Morgen Sonntag: Gr. Extra- Vorstellung, Avis! Mittwoch, 17. Februar reigen, ger. v. 5 Damen. Donner 10272] vis- à- vis dem Petri- Kirchhof. Anbei Grosse, Annenstraße. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Sassenbach:„ Der christlich soziale Staat der Jesuiten in Paraguay", anschließend Diskussion. Bericht vom Arbeitsnachweis. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Kollegen, welche von Stiftungsfest noch Billets haben, werden ersucht in der Versammlung abzurechnen. 225/11 und Darius, Rapphengste, vorgef. Empfehle mein Weiß und Bairisch Bierlokal, große Winter- 2. von Herrn Robert Renz. 6 trat. Kegelbahn( noch einige Tage frei), Vereinszimmer, Billard. Fuchshengste, dress. und vorgef. von genehmer Familienaufenthalt. Herrn Hugo Herzog. Auftr. des Schnlreiters Mr. Gaberel mit dem Schulpferd Albarac. Sonntag, den 14. Februar 1897: 2 grosse Vorstellungen. 2 Nachmittags 4 Uhr:( Ermäßigte Preise u. 1 Kind unter 10 Jahren frei. Lustige Blätter. Großes elektrisches Ballet! Abends 72 Uhr: Aus d. Mappe eines Riefengebirgs- Phantaften. CIRCUS BUSCH Bahnhof Börse. Sonnabend, den 13. Februar cr., abends 7 Uhr: und folgende Tage: Baruch Jubiläums- Vorstellung und Sohn. Lumpe- Gastspiel 13um 50. Male: Nach Sibirien. Außerdem: Auftreten der Frau Direktor Busch. 4 arabische Schimmethengfte als Schaukelpferde und Parodie- Theater& trakehner Sengſte, breff. und vor Oranienstr. 52. 6 gef. vom Direktor Busch. Petronius, Sonnabend, Sonntag und Montag: oftpr. Hengst, ger. v. Mme. Maria Zum letzten Male: Genovefa. Doré. Zanzibar, ruff. Hengst, ger. Dienstag, den 16.: Zum 1. Male: v. Herrn Salamonsfi. Auftr. des Schloss Greifenstein oder Gigerl Klowns Mr. Alf. Daniels. " Der Sammetschuh" nebst dem Der Klown Boganowsky als Rir Vorspiel 3 ulima, die Türkin". dorfer. Spezialitäten 1. Ranges. Histor. romant. Ritterschauspiel von Charlotte Birch- Pfeiffer. Graf v. Greifenstein: Joh. Lumpe. Anf. 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Sonntag: 2 Vorstellungen. Nach mittags 4 Uhr( 1 kind unter zehn Jahren frei): Bichens. 72 Uhr: Nach Sibirien. Abends Achtung! Josef Wiedemann. 0. J. Engelke, Neue Jakobftraße 26, echten alten Nordhäuser Liter M. 1 ,,. M. 0,50. * ertra alte Waare 1,40, 0,7,0 Kleinverkauf von 10 Pfg. an. 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J. H. W. Dietz. Paul de Roufiers: Trade- Unionisme en Angleterre avec la colloboration de M. M. de Carbonnel, Festy, Fleury et Wilhelm( Bibliothèque du Musée social. XI 1. 356 3. Kl.- Oktav. Paris, Armand Colin u. Cie. Preis 4 Fr. Dr. Max Hirsch, Anwalt der deutschen Gewerkvereine: Die Entwicklung der Arbeiter Berufsvereine in Großbritannien und Deutschland. 75 S. Kl.- Oftav. Berlin, Hermann Bahr's Buchhandlung( R. Hofmann). Parvus, Die Gewerkschaften und die Sozialdemo tratie. Kritischer Bericht über die nächsten Aufgaben der deutschen Arbeiterbewegung. 120 Seiten Kleinottav. Dresden. Verlag der Sächs. Arb.- 3tg." # Die paar Stellen, die über die Mary'sche Werththeorie| Sidney und Beatrice Webb. Die Stellung der handeln, sind bei aller Kürze durch einige arge Böde verunzirt. Der Amerikaner Carey, von Mary selbst im Kapital" als Erzfonfusio narius gezeichnet, gelangt hier auf einmal zu der Ehre, mit Adam Smith uno Ricardo zusammen als ökonomischer Bahnbrecher ge- E. Sugo: Die englische Gewerkvereins Bewegung. nannt zu werden, der sich um die genaue Bestimmung des WerthDer moderne Sozialismus, der nach einem Wort von Friedrich begriffes verdient gemacht"; und ein paar Seiten weiter stoßen wir Engels von der deutschen klassischen Philosophie befruchtet ist, hat, auf die verblüffende Behauptung: Das Werthgesetz gilt in der vielleicht aus dem Bedürfniß heraus, eben dieser, Stammes Mary'schen Fassung ebenso ausnahmslos wie jedes andere(!) Naturverwandtschaft wegen den trennenden Gegensatz um so schärfer gefeß, sei es in der Physik, der Chemie oder der Biologie", hervorzuheben, von vornherein sich gegen jede Art von Jdeologie mit während bekanntlich der ganze dritte Band des„ Kapital" von nichts der entschiedensten Bolemit gerichtet. Man erinnert sich des beißenden anderem als den durch die Konkurrenz verursachten dauernden AbSpottes, den das kommunistische Manifest über den, deutschen oder wahren weichungen vom Werthgefeß, mithin doch wohl von Ausnahmen" Sozialismus" ergoß, der die soziale Literatur der französischen handelt! Unangenehm fällt auch in manchen Partien eine gewisse Klassentämpfe als müßige Spekulation über die Verwirklichung des Renommiſterei mit der sozialistischen Wissenschaft auf, die menschlichen Wesens" erscheinen ließ; an den prächtig- revolutionären den Verfasser öfters zu den Schiefften Behauptungen Troy, mit dem dies Manifest den Appell an alle gegen den Kommunis- führt, so wenn er in dem Kapitel die soziale Religion" mus aufgebotenen bürgerlichen Jdeale zurückschleudert:„ Aber streitet erflärt: Die offizielle Wissenschaft, die ganze Wissen nicht mit uns, indem Ihr an Euren bürgerlichen Vorstellungen von Freischaft außerhalb des Sozialismus steht vor den heit, Bildung, Recht 2c. die Abschaffung des bürgerlichen Eigen- religiösen Erscheinungen immer noch als vor unergründ. thums meßt. Euere Jdeen selbst sind die Erzeugnisse der bürgerlichen Räthseln." Man braucht nur an die auch in Arbeiterkreisen lichen Produktions- und Eigenthumsverhältnisse.... Die Anklagen gegen wohlbekannte Kulturgeschichte des bürgerlichen Soziologen Julius den Kommunismus, die von religiösen, philosophischen und ideolo- Lippert zu erinnern, um diese Phrase in ihrer Hohlheit zu gischen Gesichtspunkten überhaupt erhoben werden, verdienen keine aus- erkennen. führlichere Erörterung... Die herrschenden Ideen einer Zeit waren ftets nur die Ideen der herrschenden Klasse." Dem Appell an die ewigen " " " G. Mauerer, Die nächsten Aufgaben der deutschen Gewertschaftsbewegung. Heft 19 des Jahrgangs 1896/97 der Neuen Zeit", Seite 593–598. Thätigkeitsbericht der Gewerkschaftskommission Defterreichs für 1894 bis 1896 und Protokoll des zweiten österreichischen Gewerkschaftskongresses, abgehalten vom 25. bis 29. Dezember 1896 im Hotel Union. Redigirt nach dem stenographischen Protokoll von A. Hueber und R. Preußler, VII, 105 und 128 S. S. 80 und zahlreiche Tabellen. Preis 1 fl. Wien. Verlag von Anton Hueber. Doch das sind schließlich mehr Nebensachen. AIS Ideen" wird der Appell an die Klasseninteressen des Prole- Hauptsache, zum mindesten als eine Hauptsache, wird tariats, der Nachweis der nothwendig fortschreitenden Zersetzung von dem Autor die Begründung des naturwissenschaftlichen und Umwälzung aller ökonomischen Verhältnisse, mit einem Worte Materialismus und die Abwehr der Kantischen Erkenntnißdie reale Macht der sozialen Entwickelung entgegengefegt. tritit wie der ihr wahlverwandten„ agnostischen" Stepsis behandelt. Ein Jahr der schwersten gewerkschaftlichen Kämpfe liegt hinter Aber diese echt realistische Denkweise, welche die über- Herr Peters wird uns vielleicht auch als durch kapitalistische uns; in dieser Woche kam der Hamburger Hafenarbeiter Streit zu lieferte Ideologie verächtlich zur Seite wirft, enthält felbft Philosophie" verseucht erklären, wenn wir den Lesern seines Buches Ende, eine der gewaltigsten Lohnbewegungen, mit Bähigkeit und bereits eine neue, höhere, klarer bewußte Art des Idealismus rathen, sich durch den Appell an den gefunden Verstand des Opfermuth geführt, mit bewunderungswürdiger Solidarität von den als ein nothwendiges Moment in sich. Die reale Macht Volkes und besonders des durch den Sozialismus gebildeten Arbeitern aller Branchen, von den Arbeitern aller Theile des der Entwicklung wird getragen von den handelnden Menschen, und Arbeiters" in der schwierigen Streitfrage, die hier mit großem Sleiches gestüßt, und in dieser Woche jährte sich der Tag, wo die das proletarische Klasseninteresse, das als gestaltendes Prinzip die Selbstgefühl so obenhin behandelt wird, nicht fangen zu laffen. lange vorbereitete, von der Sympathie der weitesten Kreise getragene blind grausame Anarchie der freien Konkurrenz planmäßig umzuformen Was sollen die Exklamationen, daß Du Bois Reymond| Konfektionsarbeiter- Bewegung zur Arbeitsniederlegung schritt und strebt, strebt eben damit einen Zustand an, der dem gegenwärtigen zum baaren blanten Unsinn angekommen ist, wenn er uns zwischen diesen Marksteinen der gewerkschaftlichen Geschichte Deutschgegenüber die Möglichkeit einer unendlich freieren, reicheren und das Gruseln" beibringen will und uns belehrt, die wirkliche Welt lands haben wir große Streits und Aussperrungen der Metallnach unserer Vorstellung gerechteren Menschheitsentwickelung dar- sei stumm und finster an sich, das heißt eigenschaftslos"?! Der alte arbeiter, Bauarbeiter, Hutmacher, Musikinstrumentenmacher, ftellt, einen Zustand, der daher nothwendig als Ideal erscheint. philosophische Gedanke, dem Du Bois- Reymond hier Ausdruck giebt, Lithographen und Buchbinder 2c. zu registriren, gewerkschaftist so wenig unsinnig", daß er, rie paradox er immer erscheine, durch liche Kämpfe, die auf die verschiedensten Ursachen zurückzuführen Realistisch ist die Marxistische Sozialdemokratie, in feine Philosophie und Naturwissenschaft bisher hat widerlegt werden sind, Angriff- und Abwehrstreifs, Kämpfe um die Anerkennung der ihrer Tattit, sofern sie mit den realen Machtverhältnissen und können. Was sind denn Eigenschaften, die nicht empfunden, Organisation, um die Erzwingung des 1. Mai als Feiertag, LohnKlasseninteressen als den ausschlaggebenden Fattoren der Ent- geschaut und gedacht werden, die nicht Eigenschaften innerhalb der bewegungen, Kämpfe um geordnete Lohntarife, gegen Verringerung wickelung rechnet, idealistisch aber in der frohen und stolzen Welt unseres, des allgemein menschlichen Vorstellens sind? der Löhne, um Ermäßigung der Arbeitszeit: die mannigfachste Hoffnung, daß dieser harte und mühevolle Kampf der Hungrigen Wie wir den Begriff links nur denken können, indem wir den Musterkarte von Lohnbewegungen nach Art des Zwecks wie nach der gegen die Satten nicht nur die Sättigung, sondern unendlich Höheres Begriff rechts" als Gegensatz mit hinzudenten und jenen hierauf Taklit. Das große Streitjahr, das am letzten Sonnabend mit der ringenden Menschheit erobern wird. Der Sozialismus, der jede beziehen, ebenso können wir den Begriff der Außenwelt und ihrer dem vorläufigen Waffenstrecken der Hamburger zum Abschluß theologisch oder metaphysisch autoritäre Begründung seiner Hoff- Eigenschaften unmöglich denken, ohne ein empfindendes, anschauendes, fam, wird nicht mit rothen Buchstaben in die Genungen von sich weist, ist in der Weltgeschichte die erste große Be- denkendes Subjekt( wenn auch noch so dunkel und versteckt) als schichte des deutschen Proletariats eingetragen werden wegung, die zu einer wirklichen Versöhnung des Gegensatzes Gegensatz der Außenwelt, mit bezug auf welches diese mitsammt ihren trotz der aufsteigenden wirthschaftlichen Konjunktur, trotz des durch von realistischer und idealistischer Dentweise vor Eigenschaften erst denkbar wird, mit vorzustellen. Objekt und Subjekt diese und den hohen Opfermuth aller Klassengenoffen ermöglichten dringen konnte. Man versuche es nur einen Augenblick, die kämpfende bilden für unser subjektives Denten eine untrennbare gegenfäßliche reichen Buflusses der Unterstützungsgelder entsprach das EndSozialdemokratie aus der modernen Welt hinwegzudenken, und der Einheit, jeder Versuch, die eine Seite dieses Gegensages als etwas ergebniß der Kämpfe lange nicht den Erwartungen der Arbeiter. alte Gegensatz klafft uns sofort wieder unversöhnt und unvermittelt Selbständiges, in sich Abgeschlossenes vorzustellen, geht über die So mancher Streit wäre nicht unternommen worden, wenn man entgegen. Der Joealismus verliert allen realen Boden, auf den er Grenzen unseres Denfvermögens hinaus. Was wir bei solchen sich nicht erst nach Beginn der Lohnbewegung ein flares Bild von feine Menschheitshoffnungen begründen kann, er finkt wieder auf Versuchen in der Hand behalten, hat sich in ein Undenkbares ver- der Stärke und Geschloffenheit der Unternehmer- Organisation gedas Niveau eines ohnmächtig an dem festen Gefüge der wandelt. Der Materialismus, der die Materie nicht als Gegenstand bildet hätte, wenn man sich nicht dann erst über die richtige Wirklichkeit abprallenden Moralisirens und Räfounireus unserer Vorstellung, sondern als etwas an sich Seiendes" behauptet, Wahl des Zeitpunktes der Lohnbewegung ein flares Bilo herab, wie die Welt vernünftigerweise vom idealistischen muß sich mit diesem Einwurf einer steptischen Philosophie, welche gemacht hätte; bei so mancher Lohnbewegung hätte sich der Standpunkt aus eigentlich hätte eingerichtet sein sollen; die in dem Begriffe des An- sich- seins" liegenden Schwierigkeiten ungünstige Ausgang viele Wochen früher voraussehen lassen, und der Realismus, der diesem scheltenden Besserwissen gegenüber aufdeckt, prinzipiell auseinandersetzen. Herr Peters geht dem troßdem ließ man nur zu oft den Streit so lange währen, als nur auf die Macht des Bestehenden pocht, verwandelt sich in das wider- Kern der Frage in weitem Bogen aus dem Wege. irgendwie Unterstüßungsgelder aufzutreiben waren. Zu diesen und liche Berrbild ideenloser, fatter Selbstzufriedenheit. Wir hatten anerkennend die warme Begeisterung, die in dem vielen anderen ähnlichen Betrachtungen geben die abgeschlossenen Diese einseitigen Extreme, die Hegel durch seine Lehre von der Buche lebt, hervorgehoben. Aber in dieser Begeisterung ist, um auch Lohnfämpfe des verflossenen Jahres dem rückschauenden Beurtheiler Vernünftigkeit und der Dialektik alles Wirklichen in phantasti- dieses noch zum Schlusse auszusprechen, doch auzu viel Freude, Rosa Anlaß. scher Weise mit einander hatte versöhnen wollen, sind in der roth und Süßigkeit enthalten. Der Glaube an die Menschheit, zu Der wäre ein schlechter Freund unserer Gewerkschaften, der dar sozialistischen Entwickelungsidee, welche in dem gegebenen sozialen welchem die Sozialdemokratie sich bekennen kann, hat etwas Aus: über schwiege, daß wir auf gewerkschaftlichem Gebiete noch gar Bustande die zerfetzenden umwälzenden Zukunftsgewalten bereits gereiftes, im Kampf der Jahrhunderte Gehärtetes an sich; viel zu lernen hätten, zu lernen bezüglich der Taktik der Gewerk lebendig sieht, thatsächlich versöhnt. Der Realismus ist revo- dem hochfliegenden Gattungsstolze, der in die Zukunft schaut, find schaften im allgemeinen, der Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, und lutionär und der Idealismus, der auf die Wirkung handgreiflicher die gedämpften Trauertöne der auf den leichenübersäeten Fort- vor allem der Technik der Lohnkämpfe. An Bildungsmitteln nach realer Umwälzungen hofft, ist realistisch geworden. Der Glaube entwickelungsgang zurückblickenden Resignation beigeſellt. an die Menschheit, der sich von diesem neuen Stand- herrlich, wie sie Peters darstellt, schaut diese Welt am Alltag punkte des Denkens barbietet, ist ficherer, männlicher, und der Sozialismus verlangt Alltags- Philosophie doch ganz und fühner als jeder frühere Glaube, der, vor der unverstandenen und gar nicht aus. Wirklichkeit die Augen schließend, ins Reich der Wunder und der Träume flüchtet. man So dieser michtung fehlt es nicht, nur scheinen sie wenig befannt zu sein, u wenig ihre Zehren beachtet zu werden. Gerade das verflossene Jahr brachte uns eine starke Bereicherung unferer Literatur über die Gewerkschaften, Schriften, außerordentlich abweichend in ihrem Werthe, zum theil von uns besprochen, wie die In der sonst unbescholtenen, ja sogar sehr verdienstlichen folgenden zu besprechen. Erfreulich ist, daß eine Reihe Schriften Arbeiten von Schmöle, Parvus, Fr. Hofmann, Fricke, zum theil im - G3 wäre eine bedeutsame Aufgabe, die Umwandlung, Katechismus. Sammlung des Weber'schen Berlages ist von Max über die englische Gewerkschaftsbewegung zu registriren find, aushofer ein Büchlein: Der moderne Sozia: welche die idealistisch gerichtete Dentart durch den modernen imu 3" erschienen. Das Märchen von der„ Theilerei" und Schriften, die die Entwickelung bis zur Gegenwart führen und die Sozialismus auf den verschiedensten Gebieten erfährt, in großen folchen groben Unsinn trifft man heute auch in populären Dar- frei sind von den mit den Jahren größer werdenden Fehlern des Zügen darzustellen und im Zusammenhang damit die Brentano: Die Arbeitergilden die philosophischen Grundgedanken der neuen, eine ganze Welt- und Widerlegungen des Sozialismus nicht mehr an, und Herr vor faft einem Menschenalter erschienenen Werkes von Lujo Jahr der Gegenwart". hindurch bie Kenntniß hat im wesentlichen der anschauung in sich bergenden Lehre bis in die letzten Verzweigungen Haushofer hat hier und da gelegentlich ganz instruktives Material in feine Ausführungen hineingearbeitet. zu verfolgen. Allerdings mehr eine Aufgabe der Zukunft als der Sozialismus, die er mit Regimentsmusik ausmarschiren läßt, sind englischen Gewerkschaftsbewegung bei den deutschen Arbeitern auf Die Einwürfe gegen den zehnte Gegenwart, deren Tagestämpfe alle Kräfte vollauf in Anspruch liebe alte Bekannte; von Auswahl ist nicht viel zu merken, Nachschreiber der in diesem Buche enthaltenen Anschauungen beruht. von diesem Buche und auf Auffäßen verständiger und unverständiger nehmen. Das Peters'sche Buch, dessen packender Titel: Der Glaube an die Menschheit", die Erwartungen nach dieser Richtung Indessen eine Spezialität hat jedenfalls Herr Hausshofer; das ist J. H. W. Dieß in Stuttgart uns eine Ueberfegung der besten und Eindruck, daß es die Masse bringen foll. So mußten wir sehr erfreut sein, daß der rührige Berlag von spannt, zeigt sich denn auch der hohen Aufgabe, die hier zu lösen seine Aufregung über die Bettelhaftigkeit" der sozialistischen gewesen wäre, in feiner Weise gewachsen. Aber auch, wenn wir Phantasie, während man sich sonst über den Ueberschwang der eingehendsten und bis auf die Gegenwart reichenden Darstellung Den großen Maßstab fallen lassen und die Grenzen unserer Wünsche selben aufzuhalten pflegt. Bebel und Bellamy werden herunter- faffer find den deutschen Arbeitern nicht unbekannt. Eingehende der Geschichte des britischen Trades- Unionismus bot. Die Verrecht befcheiden abftecken, läßt diese Schrift, deren bester Zug warme Begeisterung ist, nur allzuviel zu wünschen übrig. Was wir vor allem gemacht, da sie( kaum glaublich, aber wahr!)„ von edlen Genüſſen, Auszüge aus ihrem Werte veröffentlichte der Sozialdemokrat". vermissen, ist die begriffliche Schärfe der Gedanken wie des von anregender Geistesthätigkeit der sozialistischen Gesellschaft nichts so mancher wird auch die ausgezeichnete Schrift über die Ausdrucks und, was damit untrennbar zusammenhängt, die Klarheit und anderes in Aussicht zu stellen wissen, als was schon die englischen Genossenschaftsbewegung aus der Feder von Frau Beatrice ,, verrottete" tapitalistische Gegenwart ersonnen und aus Geschlossenheit des Aufbaues. Jedenfalls sollte doch, wer den Glauben gebildet hat. Nur ist alles in den Superlativ gesetzt." Webb kennen. Die Theilnahme der beiden Verfasser, die zu den an die Menschheit in einem Buche begründen will, sich in prinzipieller Herr Haushofer, der den Superlativ" moderner Genüffe als bervorragendsten Mitgliedern der englischen Fabian Society gehören, Weise mit dem Wesen der egoistischen Grundnatur des Menschen, Bagatelle abweist, und, wenn er nicht die Klage wegen Bettelhaftig am letzten internationalen Kongreß zu London wird unseren Lesern mit der persönlichen Interesfirtheit aller menschlichen Hand- feit erheben soll, den Nachweis ganz neuer Sensationen von dem auch noch in Erinnerung sein. lungen, auf die der Sozialismus in seiner Lehre von dem Sozialismus erwartet, ist jedenfalls eine großartige und imposante objektivsten Bücher zu thun, die in den letzten Jahren auf dem Ges Wir haben es hier mit einem der tüchtigsten, fleißigsten und Klaffenkampfe fo nachdrücklich hinweist, auseinandersetzen. Erscheinung, ein„ Alleinflieger", dem irdische Geister schwer zu folgen biete der Sozialökonomie erschienen sind, die Verfasser haben keine Wie ist im Rahmen und auf der Grundlage des in vermögen. So zeigt er auch für das" Jenseits" lebhaftestes Inter- Mühe gescheut, alles irgendwie gewinnbare Material von Arbeitern, egoistischer Weise stets auf irgend eine Art Art der Selbstbefriedigung gerichteten Willens ein Handeln möglich, welches die effe und katechisirt in seinem Ratechismus die Sozialdemokratie Unternehmern, Organisationen, aus der vorliegenden Literatur, aus " nicht übel: Glaubst Du an Gott?" Alle Ausflüchte helfen C. S. menschlich schönen Züge der Gerechtigkeit, des Edelfinns und idealistischer Begeisterung trägt, bei denen der Glaube an die Mensch nichts:" Ist aber doch kein Christenthum!" und wo das nicht ist, Bibliotheken, Archiven, aus dem Gedächtnisse der früher in diesen Or heit so gern verweilt? Diese Frage hätte in ihrer ganzen Be- da herrscht natürlich ödefter sittlicher Materialismus:" Die sozial- ganisationen Thätigen 2c. 2c. zu sammeln und zu einer klaren, deutung erfaßt und, wie mir scheint, zum Ausgangspunkt der will, daß das Volk... demokratische Lehre will die Phantasie des Volkes herabziehen. Gie anschaulichen und gründlichen Darstellung zu verarbeiten. In ein als hohes, erstrebenswerthes nur gute dringlicher Weise zeigen die Verfasser, wie das Material für die wichtigsten psychologischen und sozialen Erörterungen ge Mahlzeit, freien Genuß der Geschlechtsliebe und geringe Arbeitslast Geschichte der Gewerkschaften verschwunden ist und wie das noch macht werden müssen. Was aber, von sozialen Erörterungen noch ganz zu schweigen, an Psychologie in dein Buch geboten wird, der Glaube an die Menschheit, zu welchem die Sozialdemokratie fich wichtig für den künftigen Geschichtsschreiber unserer Tage die noch ganz zu schweigen, an Psychologie in dem Buch geboten wird, anſehe." Woher denn auch nach Herrn Haushofer wahrscheinlich vorhandene in Gefahr ist, verloren zu geben. Bedenkt man, wie geht an den Grundfragen achtlos vorüber und trägt den Stempel bekennt, herstammen wiro. Darstellung der gewerkschaftlichen Kämpfe, des Werdens, Entwickelus arger Verschwommenheit. Der beschränkte Raum macht uns ein und Zugrundegebens dieser Organisationen ist, so wird vielleicht näheres Eingehen auf diesen Punkt unmöglich, als Probe sei nur dieser Fingerzeig den deutschen Gewerkschaften Anlaß geben, alles eine Begriffsbestimmung des Gemüthes", zu welcher der auf die erreichbare historische Material zu sammeln und baldmöglichst Die Geschichte des zu sichern. Hier könnte unsere Generalfommission ein neues, Naturwissenschaften eingeschworene Verfasser tomint, hervor: Sidney und Beatrice Webb. Das Gemüth, erklärt er( S. 115), ist die erhöhte britischen Trades- Unionismus. Deutsch von R. Bern- wenn gehoben. auch von ihrer Hauptaufgabe etwas abseits liegenstein. Mit Noten und einem Nachwort versehen von E. Bernstein. des Arbeitsfeld finden. Wie Luft bei energischer Abkürzung dieses Weges dringlich es ist, mit der XII und 460 Seiten. 80 Preis 5 M. 25 Pf.( auch in 7 Liefe- Sammlung der Materialien zur Geschichte der deutschen Gewerks ( d. h. des Weges, den ein Sinnenreiz von seinem sensorischen UrSprung bis zu seinem motorischen Ziel" verfolgt, indem er eine rungen à 75 Pf. zu beziehen). Stuttgart 1895. Verlag von schaften zu beginnen, geht schon aus dem einen Beispiele hervor, geringere Bahl von Nervenzellen in den oberen Gehirntheilen passirt, als es beim Handeln aus Ueberlegung geschieht") in besonders dringlichen Fällen. " " Welche Unklarheit und welche Verranntheit in das Nebensächliche! J. H. W. Diet. daß für die Thätigkeit wichtiger Gewerkschaften in Berlin am AusSidney und Beatrice Webb. Der Normalarbeitstag gauge der 80er Jahre alles Material wie Protokollbücher, Flugund die englischen Gewerkschaften in H. Braun's blätter 2c. verloren gegangen ist und daß alles, was selbst den Archiv für soziale Gefeßgebung und Statistit. Band IX. leitenden Personen einer Gewerkschaft, die wir speziell im Auge ( 1896.) S. 440-468, haben, zugänglich ist, nichts anderes ist, als furze Berichte im Berliner Voltsblatt" und in der Fachzeitung des betreffenden Be- 1 rufes. Doch nach dieser Abschweifung wieder zu dem Buche des Ehepaares Webb. " " * -n. Wir haben diese Seite des Webb'schen Buches so ausführlich I spruch machen, aber durch viele Einzelheiten und die Fortführung behandelt, weil sie leider von dem höchsten aktuellen Interesse für bis auf die Gegenwart hat es Bedeutung. Besonders Deutschland ist, wo die verbohrten und turzsichtigen Vertreter des die Abschnitte über die Schiffbauer, Bau- und Landarbeiter. Der vorliegende Band enthält kurz ausgedrückt, die äußere Klaffentampfes auf Seite der Bourgeoisie, und ihre Diener in den Gewerkschaften werden dem nichtenglischen Leser viel Neues bieten. 3.fchichte der englischen Gewerkschaften, die Darstellung ihres Parlamenten und in der Presse Tag aus Tag ein die Beschränkung des Das gleiche läßt sich nicht von der Schrift Max Hirsch's Ursprunges und der Jahrzehnte währenden Kämpfe, die sie führen Vereinsrechts zum Schaden des Proletariats fordern. Das Beispiel über die Entwickelung der Arbeiterberufsvereine. mußten, um aus geheimen zu geduldeten und aus geduldeten zu Englands belehrt sie nicht über die Fruchtlosigkeit dieser Politit, so in Großbritannien und Deutschland sagen. Derselbe anerkannten und aus anerkannten zu vielfach ausschlaggebenden und müssen sie am eigenen Leibe die Früchte ihrer Taktik ausprobiren. Mangel an Originalität, dieselbe Selbstberäucherung bezüglich der politisch einflußreichen Organisationen fich zu entwickeln. Wie lehrreich Wir glauben, daß das deutsche Unternehmerthum, wenn zuletzt die Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine, der gleiche Eifer, den Gewerkist diese Entwicklung auch für die Gegner der Arbeiterbewegung, Beche aufgerechnet wird, sie fostspieliger finden werden als die Ar- schaften, die auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen, für die Stumm, Kardorff, Bismarck, v. d. Recke und Genossen! beiter. etwas am Zeuge zu flicken, findet sich in dieser Arbeit wie in den Da tönnen sie lesen, daß infolge des merkbaren Wachsens der Ge- Was wir hier in furzen Zügen targestellt haben, ist in dem zahlreichen früheren Schriften des Herrn May Hirsch. werkschaften von Yorkshire und Lancashire im Jahre 1799 das Gesetz Webb'schen Buche in anschaulicher Weise, aber ohne irgendwie nut- Daß von der Schrift von Parvus über die Gewerk: 39 Geo. III c. 81 ausdrücklich all' und jede Verbindung für krimi- loses beizubringen und dadurch zu ermüden, dargestellt. Daneben schaften und die Sozialdemokratie eine dritte Auflage nell strafbar erklärte. Dieses Gesez richtete sich wenn auch nicht im werden gründlich die Entwickelung der Organisation, die Kämpfe erschienen ist, wollen wir hier nur registriren. Die vom Verfasser Wortlaute so doch in der Anwendung lediglich gegen die Arbeiter. und die Gestalt derselben, die Gründe des Blühens und Vergehens über den Gotha'er Parteitag in der Sächsischen Arbeiter- Zeitung" Aus der ganzen Epoche der Unterdrückung, wo Taufende von Arbeitern bestimmter Formen der Organisation behandelt. Der Raum verbietet veröffentlichten Artikel, sowie die Resolution des Londoner inter für das Verbrechen leiden mußten, Verbindungen eingegangen zu es leider, darauf weiter einzugehen. nationalen Sozialistenkongresses sind im Anhange beigefügt. Wir fein, wird von keinem Falle berichtet, wo ein Unternehmer für das Besonderes Interesse werden auch die beiden letzten Rapitel dürften noch bei Besprechung der Lehren des Hamburger HafenVergehen bestraft wurde, eben ganz wie dem König Stumm schien beanspruchen können, die der alte und der neue Unionismus" arbeiter- Streits Gelegenheit haben, uns mit der optimistischen dem landläufigen Politiker eine Verbindung von Unternehmern mit und„ die Welt der Gererkvereine 1892-1894" betitelt Tendenz der Schrift des begabten Verfassers auseinander zu sehen. einer solchen von Arbeitern durchaus nicht vergleichbar. Strafen sind; in denselben wird ein furzer Ueberblick über die Der Aufsatz von G. Mauerer in der„ Neuen Zeit" über von 2 Jahren Gefängniß wegen Theilnahme an einer gewertschaft- neuen Strömungen in der Bewegung, über das Eindringen der die nächsten Aufgaben der deutschen Gewert. lichen Besprechung waren durchaus nichts ungewöhnliches. Im sozialistischen Jdeen und über den gegenwärtigen Stand der Gewertschaftsbewegung" ist vernünftig gehalten, ohne gerade etwas Jahre 1819 wurde die Koalitionsfreiheit der englischen Arbeiter noch schaftsbeivegung gegeben. Neues zu bieten. Er scheint den Zweck zu verfolgen, wieder eine weiter beschränkt, fast alle öffentlichen Versammlungen fonnten So großen Dant wir dem Ehepaare Webb für ihre ausgezeichnete Diskussion über Aufgaben und Grenzen der deutschen Gewerkverboten werden, das Preßgesetz wurde verschärft und alle Ver- Geschichte der englischen Gewerkschaftsbewegung, der wir die weiteste schaftsbewegung zu veranlassen. öffentlichungen der Arbeiterklasse einer erdrückenden Stempelsteuer Verbreitung in den Kreisen der deutschen Arbeiter wünschen, schuldig Der Thätigteitsbericht der Gewerkschaft3. unterworfen. 1824 gelang es den Freunden der Gewerkschaften, find, so begierig sind wir auf die Fortsetzung der Arbeit, die die kommission Oesterreichs für 1894 bis 1896 und das vor allem Place und Hume, durch Ueberrumpelung des Parlaments innere Beschichte der Trades- Unions, eine Darstellung ihrer Kampf- Protokoll des II. österreichischen Gewerkschaftseine Aufhebung der Koalitionsverbote durchzusetzen. Ein Gesetz von methoden und Kampfmittel, ihrer so hoch entwickelten gewerkschaft-| tongresses ist eine Fundgrube der Belehrung für diejenigen, 1825 bestätigte im wesentlichen das Gesetz des norangegangenen lichen Diplomatie, eine Zusammenfassung der ökonomischen die sich über den Stand der sich erfreulich entwickelnden österreichischen Jahres. Aber damit war der behördliche Kampf gegen die Trades: Wirkungen der Gewerkvereinsthätigkeit, ihre Stellung zur Gewerkschaftsbewegung und über die Anschauungen, die in ihr Unions nicht eingestellt. Ganz im Gegentheil, statt sie mit der Sozialgesetzgebung und vieles andere behandeln soll. Die herrschen, unterrichten wollen. Ruthe des Verbindungsgesetzes zu züchtigen, wandte man gegen sie deutsche Ausgabe des Webb'schen Buches ist sehr gut ausnun die Storpione des Verschwörungsgesetzes an. Und alle mög gestattet und durch ein interessantes Nachwort und einige Noten Ein Beitrag zur Geschichte der bangewerblichen Arbeiter lichen Interpretirungs- Kunststücke an anderen Gesetzen wurden unseres in London lebenden Genossen Eduard Bernstein bereichert. schutz Gesetzgebung in Deutschland. Von G. Heinte, Töpfer, angewandt, um die gewerkschaftliche Thätigkeit zu unterbinden. Im Die Uebersetzung ist im ganzen gut lesbar und nur an manchen mit einem Vorwort versehen von A. Bringmann, Zimmerer. Jahre 1834 wurden Arbeiter wegen rein gewerkschaftlicher Thätig- Stellen etwas holprig, in einzelnen Wendungen fommt ein etwas Das Ergebniß jahrelanger, sorgfältiger Aufzeichnungen, die Mißteit zu sieben Jahren Deportation wer denkt da nicht an den zu genoves Anlehnen an die englische Ausdrucksweise zum Vorstände im Baugewerbe betreffend, liegt in dieser Schrift vor uns. Expatriirungsparagraphen, mit dem Buttkamer das Sozialistengesetzschein. Der bisher vorhandene Mangel an geordnetem Material, welches verschärfen wollte verurtheilt. Noch im Jahre 1867 wurde Die Arbeiten zum zweiten Bande des Webb'schen Buches, das der interessirten Arbeiterschaft bei der Besprechung über die un der Gewerkverein der Kesselbauer durch Gerichtsurtheil zu einer feiner mehr praktischen Seite wegen für uns von noch größerem erhörten Zustände, die auf den Bauten vorherrschend sind, dienen außergesetzlichen Vereinigung gestempelt, weil cr auf die Be- Interesse sein muß, scheinen schon sehr weit vorgeschritten, denn die soll, ist durch die Echrift beseitigt. Dieselbe enthält außer den einer Dresdener einträchtigung der gewerblichen Freiheit hingielte, und das Gesetz von 1871, in letzter Zeit erschienenen Aufsäge der Webb über die Gewerkschafts- Protokollen über die Verhandlungen, die von durch das erst die Gewerkvereine zu anerkannten und geschützten bewegung in englischen und anderen Zeitschriften scheinen abge- Bauarbeiter- Kommission im Reichskanzleramt und im Reichsver Assoziationen wurden, bestätigte noch ausdrücklich die gegen fchloffene Papitel aus dem Werke zu sein, das uns hoffentlich auch sicherungsamt geführt wurden, weitere amtliche Schriftstücke, Verord= die gewerkschaftlichen Aktionen gerichteten Gesetzes bestimmungen und bald nach der Ausgabe des englischen Textes in deutscher Ueber- nungen u. s. m., welche die einschlägigen Fragen behandeln. Als verschärfte noch ausdrücklich einige. Jetzt erst war ein Streit voll- segung vorliegen wird. Hier wollen wir nur die in deutscher Ueber dann wird in einer Denkschrift an den Bundesrath auf die Gefahren fommen gefeßlich, aber wenn die angewandten Mittel darauf fegung erschienenen Abhandlungen erwähnen. Sie finden sich im bingewiesen, welche bei der heutigen verwerflichen Ausführung von berechnet waren, auf den Unternehmer einen Zwang auszuüben, so Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistit, und zwar im Band IX: Bauten für die Arbeiter in gesundheitlicher Beziehung entwaren diese Mittel ungefeßlich, und eine Verbindung, die dem„ Der Normal- Arbeitstag und die englischen stehen. Hieran schließen fich der statistische Erhebungen Zweck diente, eine gesetzliche Handlung mit ungesetzlichen Mitteln Gemertschaften", und im Band X: Die Stellung Zentral- Kranken- und Sterbekassen der Maurer, Töpfer, Maler auszuführen, war eine strafbare Verschwörung. Mit anderen der britischen Gewerkvereine gegenüber der und Zimmerer über Art und Dauer der Krankheitsfälle, sowie Worten, der Streit selbst war gefeßlich, aber alles, was behufs Einführung, neuer Arbeitsmethoden". der daraus sich ergebenden Mortalitätsziffern. Den Schluß bilden Ausführung eines Streits geschehen mochte, war strafbar, so wurden Für alle diejenigen, die sich über das innere Leben der englischen zwei Flugschriften der Kommissionen der Bauarbeiter Dresdens im Dezember 1872 Londoner Gasarbeiter zu 12 Monaten Gefängniß Gewerkschaften informiren wollen, denen es an Zeit gebricht, die und Hamburgs aus dem Jahre 1895, welche die Grundverurtheilt, weil sie durch Vorbereitung einer gefeßlichen umfangreichen Arbeiten des Ehepaares Webb zu lesen und die nicht lage erfennen lassen, auf welcher die Agitation zur Beseitigung der Niederlegung der Arbeit Zwang und Belästigung gegen die das Erscheinen des zweiten Bandes ihres großen Werkes abwarten Mißstände im Baugewerbe ins Werk gesetzt wurde. Unternehmer ausübten". Erst durch ein Gesetz vom Jahre 1875 wollen, ist die Bearbeitung des Howell'schen Buches über die Kämpfe Die Schrift ist im Verlage der Generalfommission der Gewerk wurde den Forderungen der englischen Gewerkschaften vollständig zwischen Arbeit und Kapital durch den genauen Beobachter der eng- schaften Deutschlands, G. Legien, Hamburg, 3011 entsprochen, nun waren endlich Unternehmer und Arbeiter gleich- lischen Arbeiterbewegung, Genossen Hugo, aufs beste zu empfehlen. vereins- Niederlage, Wilhelm str. 13, erschienen. Der berechtigte Parteien, die Bestrafung des Kontraktbruchs mit Ge- Demnächst soll eine Lieferungsausgabe des trefflichen Werkchens er Preis pro Exemplar beträgt 30 Pf. Wiederverkäufern resp. Buchfängniß wurde abgeschafft, die Kampfmethoden der Gewerkschaften scheinen. Wir würden uns freuen, wenn diese Gelegenheit, sich die händlern wird das Exemplar mit 20 Pf. eytt. Porto berechnet. Des wurden ausdrücklich anerkannt, so z. B. das Postenstehen. Damit war instruktive Schrift leicht anzuschaffen, von möglichst vielen Mitgliedern werthvollen Materials wegen, welches die vorliegende Schrift nach einer strengen Anwendung und schroffen Auslegung aller mög- deutscher Gewerkschaften benützt würde. enthält, ist derselben die weiteste Verbreitung in den zuständigen lichen Ausnahmegeseze gegen die Gewerkschaftsbewegung von der Arbeiterkreisen zu wünschen. organisirten Bourgeoisie zugestanden, daß all diese Kampfesmittel die aufsteigende Klassenbewegung des Proletariats nicht zu hindern vermochten. " Deutsche Schuh- Fabrik Erfurt liefert Schuhwaaren en gros& en detail in eleganter und solider Ausführung. MACHT EINIGKEIT GESETZL DEUTSCHE SO AT STARK GESCH HFABRIFURT Arbeiter Berlins! Die Fabrikate der ausgesperrten Schuhmacher in Erfurt werden jetzt, außer in den bekannten Verkaufsstellen, in den eigenen Niederlagen Bellealliancestrasse 9899 und Rosenthalerstrasse 63,64 Weitere Filialen München, Sendlingerstraße 10. Dachauerstraße 83. 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