Nr. 39. Abonnements- Bedingungen: V Abonnements Preis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint fäglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonelgeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: Bmt I, Nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. ( 00 Die vierke Generalversammlung des Bundes der Landwirthe. Heller Sonnenschein geleitete gestern die Bündler auf ihren Weg zum Busch- Zirkus, und es war kein unebenes Bild, als die Lichtfluthen durch die Fenster des Versammlungslokals fchlugen, ganze Reihen von Zuhörern übergossen und um die Köpfe Strahlenkränze woben. Aber keine Fest- und Frühlingsstimmung machte fich unter den Anwesenden bemerkbar. Dienstag, den 16. Februar 1897. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Den Glanzpunkt in der Bundesbilanz bildet der Ausweis über in die Deffentlichkeit gedrungen fei. Im übrigen erklärte er, die die Vermittelungsthätigkeit. Bielleicht ist der Tag nicht fern, volle Verantwortung für die zahlreichen Begnadigungen zu überan dem von der ganzen Plöz- Herrlichkeit nichts mehr übrig nehmen, die in jedem einzelnen Falle genau geprüft würden. Dem Willen des Monarchen, eine Begnadigung eintreten zu lassen, könne ist, als eine Einkaufs- und Verkaufsgenossenschaft. Die er sich nur widersetzen, wenn durch diesen Aft ein Staatsinteresse würde den nothleidenden Bündlern kein Mensch mißgönnen. gefährdet sei. Im vorigen Jahre seien 21 Polizeibeamte begnadigt, 19 hingegen nicht. Bei Majestätsbeleidigungen sei in 29 Fällen Begnadigung eingetreten. Im Falle Lorenz liege allerdings ein Versehen vor; eigentlich hätte dieser Beamte, nachdem er einmal die Strafe angetreten, nicht aus dem Zuchthause ent Seine Strafe sei nachträglich im Gnadenlassen werden dürfen. Politische Ueberlicht. Berlin, 15. Februar 1897. vont Zastrow ließen durch den Abgeordneten Simon Dia, es wurde geklatscht, und Hoch ge jegt sein Gehalt bewilligt bekommen, vorher aber hat Genosse wege in ein Jahr Gefängniß umgewandelt. Die Konservativen erklären, daß sie sich an der Diskussion nicht betheiligen würden, da ein Recht zur Erörterung des Begnadigungsaktes den Kammern nicht zustehe. Die Debatte, die sonst nichts Bemerkenswerthes bot, wird morgen fortgesetzt. Das Herrenhaus, das wieder zusammengetreten ist, berieth heute nur Petitionen. Aus dem Reichstage. Auch der Kriegsminister hat schrien und mit den Füßen getrampelt, wobei sich die Bebel noch eine scharfe Abrechnung mit ihm gehalten. Das Bürschlein, die für den Wahlfonds sammelten, ganz besonders billige Manöver, dessen man sich am Bundesrathstisch nun hervorthaten, doch den Blick der Siegeszuversicht sah man in schon wiederholt bedient hat, aus dem Umstande, daß gefeinem Auge. Mit einem Worte: Es war die ödeste legentlich irgend eines Vorgangs, der tadelnd zur Sprache Generalversammlung, die der der Bund der Landwirthe gebracht worden ist, ein nebensächlicher Punkt sich später bisher gehabt. Es gelang diesmal dem Bunde nicht, etwas anders herausstellte als ursprünglich behauptet wurde, das den Zirkus zu füllen, ganze Sigreihen blieben leer, und Recht herzuleiten, die getadelten Vorgänge als falsch geschildert auch dort, wo man dichter saß, konnte von einem Gedränge zu bezeichnen, wies heute Bebel ebenso energisch wie ents feine Rede sein. Doch das ist eine Erscheinung, die unserer schieden zurück. Unser Genosse zeigte besonders an einer Reihe von Im Wahlkampf befindet sich unsere Partei jetzt in drei Meinung nach nicht allzu schwer ins Gewicht fällt. Bedent- eklatanten Fällen, daß bürgerliche Gerichte, wo die mittlerweile Ländern: in Italien, in Desterreich und in Holland licher schon ist der Umstand, daß die Mitgliederzahl des vom Militärzwange frei gewordenen Zeugen offen mit In allen drei Ländern ist das Wahlrecht ein beschränktes, und Bundes im letzten Jahre nicht nur nicht gewachsen ist, sondern der Wahrheit heraus rückten, zu gerade entgegengesetzten ist die Ausübung desselben an Bedingungen geknüpft, welche noch eine kleine Einbuße erlitten hat. Das pflegt Parteien, Urtheilen in derselben Sache tamen, wie vorher die Militär- den freien Ausdruck der Volkswünsche und des Volkswillens denen man eine Zukunft zugestehen muß, ansonst nicht gerichte. Die jetzige Form des Gerichtsverfahrens beim Militär möglichst erschweren. Unsere italienischen Genossen stehen nicht zu widerfahren. Am Schlusse des Jahres 1895 führte entbehre so sehr aller nothwendigen Garantien, den wirk- zum ersten Male im Feuer sie haben sich gegen Giolitti der Bund 189 000 Mitglieder in seinen Listen, am Schlusse lichen Sachverhalt festzustellen und aufzuklären, daß die und Crispi erprobt; sie werden auch gegen Rudini ihre des letzten Jahres waren es nur mehr 184 271. Und militärischen Behörden gar keinen Anlaß hätten, sich, gestützt auf Schuldigkeit thun. noch am 1. Februar 1897 waren In Desterreich und Holland haben unsere Genossen 38 000 Mart die Ergebnisse dieses Verfahrens, auf das hohe Roß zu sehen. gegen und kämpfen sie ihren Mitgliederbeiträge ausstehend. Von den ganzen Mitgliedern Die Geheimnißthuerei, mit der sich die Militärjuftiz umkleide, ihren ersten Wahlfeldzug seitens zahlt nur 1 pct. einen größeren Jahresbeitrag als 20 M.; müsse nothwendig Mißtrauen erzeugen. Be bel sprach sich auch ersten Wahlkampf. Zu den Schwierigkeiten, die vor einem Jahre waren es noch 2 pCt. gewesen. Da sich die noch in schärffter Form gegen die Zubilligung mildernder Um- der Organe der Geldmacht ihnen in den Weg gelegt werden, Mitgliedszahl im großen und ganzen nicht geändert hat, muß stände an Brüsewiß aus und erinnerte, zur Illustrirung der Zustände gesellt sich der Mangel an Erfahrung, dem, wie bei jeder ein Theil der 20 Mart- Männer ausgetreten sein, oder anders ge- in der Armee, an die Thatsache, daß die deutsche Armee in neuen Truppe, nur der Kampf selbst abhelfen kann. Die fagt, eine Anzahl Junker hat dem Bunde den Rücken gekehrt. bezug auf die Selbstmorde hinter Desterreich an zweiter Stelle Berichte, die wir aus Desterreich und Holland erhalten, be weisen, daß unsere Genossen dort auf dem Posten sind und Diese Leute empfinden die Vortheile, die für sie aus den kleinen rangire. Mitteln" fließen, und wollen es lieber mit Vater Plög" als Der sächsische Militärbevollmächtigte glaubte den Vorwurf einen Eifer und ein praktisches Geschick entwickelu, die den mit der Regierung verderben. Bebel's, daß in der Armee Politik getrieben werde, damit Erfolg verbürgen. Gut Glück den Genossen in Italien, Desterreich und Dieses Zurücktreten des adeligen Elements machte sich auch zurückweisen zu können, daß er meinte, in der Armee werde in der gestrigen Generalversammlung bemerkbar. Reiner der in nur vor Sozialdemokraten gewarnt, das sei aber fein Holland! den Parlamenten so zungenflinten, adligen Großgrundbesizer Politiktreiben. Herr von Stumm schimpfte heute auf den Der Handstreich der griechischen Regierung gegen that auch nur den Mund auf, die meisten fehlten überhaupt, Stöcker, mußte sich aber von dem Herrn Präsidenten belehren über Kreta ist vorläufig mißglückt. Daß die Griechen ohne und selbst der Graf Kanit entschuldigte sich mit Krankheit. lassen, daß Stöcker nicht einmal zu einem Kriegerverein, viel Ermunterung von Seiten Rußlands, oder Englands, oder Es waren Redner und Agitatoren zweiter Garnitur, die zum weniger zur Armee gehöre. Graf von Roon variirte beider Mächte, vorgegangen seien, ist zwar nicht anzunehmen, Worte kamen. He. Ruhland, der Bismarck- Hahn und Herr Dr. den Satz: Autorität nicht Majorität, und er räsonnirte oder ob nun das Vorgehen selbst nicht mit der für die WahRösicke. Die beiden rsten referirten über die Börsenreform. Herr außerdem auf das allgemeine und gleiche Wahlrecht. Treffend Rösicke sprach über die Absperrungen der deutschen Grenzen bemerkte ihm Be bel, daß es wirklich nicht geschmackvoll sei, gegen die Einschleppung von Viehseuchen. Ueber die Getreide- dasselbe Recht zu lästern, auf grund dessen man im Hause anspetulanten zogen die Herren ja nicht schlecht her, der Re- wesend sei. gierung gegenüber fanden sie jedoch keinen anderen Ausdruck als das Wort Bedauern. Die einstimmig angenommenen Re folutionen bedauern, daß die Regierung keine Maßnahmen getroffen hat, um dem neuen Börsengesez volle Geltung zu verschaffen, bedauern, daß die Regierung der Eingabe des Bundes nicht gefolgt und die Grenzen für fremdes Bieh geschlossen hat. Zuversichtlich erwartet die Generalversammlung, daß die Regierung der gesezwidrigen Produktenbörse im Feenpalast ein Ende mache. hat. Von unserem Genossen Ulrich wurden die Schädigungen zur Sprache gebracht, welche durch das Kantinenunwesen den kleinen Geschäftsleuten zugefügt werden. 15. Hierauf wurde das Gehalt des Ministers bewilligt. Beim Kapitel: Militärgeistlichkeit, brachte Dr. Lingens seine alten Klagen über die nach ihm noch immer mangelhafte Militärseelsorge zur Sprache. rung des diplomatischen Dekorums nöthigen Klugheit stattfand, oder ob die Verhältnisse sich inzwischen geändert haben gewiß ist, daß alle Mächte, Rußland und England eingeschlossen, sich jetzt gegen Griechenland erklärt und erforderlichen Falles mit gewaltsamem Einschreiten gedroht haben. Da muß natürlich der tapfere Prinz Georgios wieder heimdampfen und wird froh sein müssen, wenn er seine Eltern noch auf dem Thron findet. Wie lange wird aber die„ Einigfeit" der Großmächte dauern? Aus dem Nachrichtenüberfluß über die kretensische Frage, den die letzten zwei Tage gebracht haben, heben wir die folgenden Meldungen hervor: die Hierauf ergriff beim Kapitel: Militär- Justizverwaltung, Genosse Kunert das Wort, um an einer Reihe von trassen Nach einer Meldung der Times" aus Kanea vom gestrigen Das ist die ganze Ausbeute, die sachlich die General Beispielen die Mängel und Härten der Militärjustiz treffend Tage hat der höchste türkische Beamte auf der Jufel Berowitschversammlung gebracht. Etwas wenig, wenn man bedenkt, daß zu geißeln. Da Kunert die Dinge mit den Namen belegte, Pascha sein Amt niedergelegt und sich auf einem österreichischen der Bund im vergangenen Jahre rund 495 000 m. ausgegeben welche sie verdienten, wurde er am Schlusse seiner Ausführungen babe den Hafen ohne Erlaubniß des Sultans verlassen, obgleich ge Lloyddampfer nach Triest eingeschifft. Man glaubt allgemein, er hat und in seiner Zentralfanzlei 84 Beamte beschäftigt. Die zur Ordnung gerufen. meldet wurde, daß sein Entlassungsgesuch genehmigt worden sei. Ausgaben waren übrigens im Jahre 1895 ebenso hoch. Ein Morgen 12 Uhr Fortsehung. Die Aufständischen seien gestern gegen die Landenge, welche weiterer Beweis, daß das Wachsthum des Bundes nicht Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte heute zunächst die Halbinsel mit dem Hauptland verbindet, vorgedrungen weiter fortschreitet. Erwähnenswerth ist vielleicht noch, den vom Herrenhause herübergekommenen Gefeßentwurf betr. die und hätten die türkische Artillerie den ganzen Nach daß die Generalversammlung durch eine Statuten Ergänzung einiger jagdrechtlicher Bestimmungen mittag hindurch in ein Gefecht verwickelt. Vor Tagesanbruch änderung eine klarere Stellung zum Vereinsgesetz genommen in erster Lesung und überwies sodann die Vorlage betr. die Ab- bätten etwa 400 Baschibozuts( irreguläre Truppen) und eine Kom Die neuen Paragraphen machen den Bund zu einem änderung des Fürsorge Gefeßes für die Wittwen pagnie regulärer Truppen die Christen angegriffen, welche zurückZentralverein, der keine Ortsgruppen mehr, sondern nur noch und Waisen der unmittelbaren Staatsbeamten geschlagen und ins Innere verfolgt worden feien. Abends wurde hätten Christen Halt gemacht und be= Einzelmitglieder besitzt. nach kurzer Debatte, in der sich Redner aller Parteien in zu berichtet, Es ist wohl keine Frage, daß die stimmendem Sinne äußerten, an die verstärkte Budgetfommission. baupteten ihre Stellung. Der Kapitän des englischen KriegsAenderung eine Wirkung des Prozesses Auer u. Genossen In der hierauf begonnenen zweiten Lesung des Justiz Etats fchiffes Trafalgar" habe dem Gouverneur von Herakleion die darstellt. hielt Abg. Munckel( frs. Vp.) beim Titel„ Ministergehalt" eine Nachricht zugehen laffen, er werde das griechische Kriegsschiff Die einzige Hoffnung, die die Bundeshäupter ihren Ge- wirkungsvolle Rede, in der er zunächst auf die Anwendung von einem Bombardement der Stadt abhalten, wenn die mohame freuen auf den Weg mitgeben konnten, waren die nächsten Des Groben- Unfug Paragraphen hinwies und dem Minister für dessen danische Bevölkerung sich ruhig verhalte. Nach einer weiteren Reichstagswahlen. Nur bis dahin sollten sie aushalten. Da türzlich veröffentlichten Erlaß gegen den mit diesem Paragraphen Meldung der Times" aus Kanea vom heutigen Tage ist das werde es sich entscheiden, ob der deutsche Landwirth wieder getriebenen Mißbrauch seinen Dank aussprach. Hierauf übte Redner türkische Truppenschiff, welches in aller Frühe eingetroffen ist, beffere Zeiten sehen werde. Aber zum Wählen gehöre Geld. unter lebhaftem Beifall der Linken und des Zentrums und steigender wieder in See gegangen, verfolgt von dem griechischen TransportUnruhe der rechten Seite eine scharfe Kritik an der Handhabung schiff„ Mytale". Die Konsuln in Kanea haben sich nach einer Deshalb möchten die Anwesenden nur recht reichlich zum Wahl- be3 Begnadigungsrechts. Bei Duellen und Amtsüber Meldung der Agence Havas" mit ihren Landsleuten auf die Schiffe fonds beiſteuern. In jeder Rede kehrte diese Aufforderung schreitungen von Beamten sei die Begnadigung zur Regel ge- ihrer Heimatbländer begeben. Die Aufständischen unterhalten das wieder, und jedesmal erhoben die jungen Burschen, die dem worden, während bei Majestätsbeleidigungen niemals die Strafe Geschüßfeuer gegen Kanea. Sammelgeschäft oblagen, ihre blechernen Büchsen und ließen erlassen werde. Der Achtung vor den Gesetzen komme Aus Ranea meldet die Agence Havas": Die Scharmützel um deren Inhalt klappern und rasseln. eine solche Praxis nicht zu gute, besonders wenn man nicht davon die Stadt dauern ununterbrochen fort. Es treffen täglich weitere " Die Thatsache, daß die Leiter der Agrarbewegung die überzeugt sei, daß individuell, je nach der Lage des einzelnen Falles, Kriegsschiffe ein. Alle Maßnahmen werden getroffen zum Schuße tommenden Wahlen als Haupttrumpf ausspielen mußten, sondern generell nach der Natur des Vergehens verfahren werde. der Europäer jeder Nationalität und der Schutzgenossen. Ueber tennzeichnet klar die Lage, in der sich der Bund selbst wenn andererseits ein Zivilist sich wegen Mißhandlung eines einen am Sonnabend stattgehabten Zwischenfall des griechischen werde er gewöhnlich selbst unter Kriegs schiffes Admiral Miaulis" mit einem türkischen Dampfer " befindet. Er hat kein Bugmittel mehr, deshalb setzt er alles Beamten beschwere, fo Anklage geftellt; werde aber wirklich einmal der Beamte wird von maßgebender Seite berichtet: Der türkische Dampfer " auf die Wahltarte. Im Jahre 1898 werden über sein Sein verurtheilt und trete bann, wie es ungemein oft geschieht, Be-" Fuad" hatte in Candia türkische Truppen und Baschibozuts oder Nichtsein die Loose geworfen werden. Mit der Einigkeit gnadigung ein, so tomme der Mißhandelte überhaupt nicht zu seinem an Bord genommen, um sie nach einem anderen Punkte der im Bunde scheint es schon heute nicht zum besten bestellt zu Recht. Wenn auch der Gnadenaft ein Att der Krone sei, so sei Insel zu befördern. Der griechische Kreuzer Admiral Miaulis" sein. In der Versammlung wurden Klagen laut, daß von doch der die Verfügung gegenzeichnende Minister dafür verantwort erhielt Befehl, den" Fuad" zur Umkehr zu zwingen. Auf die verschiedenen Seiten Versuche gemacht werden, den Kurs lich. Zum Beweis für seine trefflichen, Ausführungen brachte der Weigering des türkischen Schiffes, feinen Rurs zu ändern des Bundesschiffes zu beeinflussen, den Boden zu unterivühlen, Redner zahlreiche Fälle vor, darunter auch den Fall Lorenz, der gab der Admiral Miaulis" zwei Ranonenschüsse auf den Fuad" auf den die Bundesleitung bisher gestanden. Und von rechts bekanntlich, weil er einen Angeklagten durch Mißhandlungen zum ab, welche diesen zwangen, nach Kandia zurückzukehren. und links kämen diese Beeinfussungen. Sie werden sich bis Beständniß zwingen wollte, zu einem Jahre Zuchthaus verurtheilt, türkische Muteffarif legte darauf gegen dieses Vorgehen des aber nach 8 Tagen bereits aus dem Zuchthaus entlassen wurde. griechischen Kriegsschiffes bei dem Kommandanten des englischen zu den Wahlen noch verstärken, besonders von dem Tage an, Der Justizminister Schönstedt bekannte sich in seiner Ent- Banzerschiffes Protest ein, und diefer erklärte dem Kommandanten an dem die konservative Partei ihre Geschlossenheit wieder gegnung zu den Grundfäßen der Verfügung über die Handhabung des Admiral Miaulis", daß er in Zufimft Gewalt des Groben Unfug Paragraphen, die auf ihm unerklärliche Weise wenden werde, um derartige Handlungen zu verhindern. gewonnen bat. Der anta " " Die Agenzia Stefani" meldet aus Kanea von heute, gerücht- Stempelabgaben demnächst gegen die Vorausschäßung stark an. Jartikel. Sie sind auffallend besorgt, daß nicht nach den Hinterweise verlaute, daß während der Nacht größere Mengen Waffen schwellen sollte. Wenn die Regierungen keinen anderen Etat haben männern gesucht wird. Wir auch. Uns ist es damit sehr ernst. und Schießbedarf seitens der griechischen Schiffe gelandet worden tönnen wie einen so gestalteten, so werden sie wohl oder übel zu Das glaubt uns jedermann; bei den Hamburger Nachrichten" und feien. Man erwarte auch die Landung eines griechischen Obersten stimmen müssen. Herr Miquel nennt das freilich Konvents- ihrem bekannten Hintermann liegt aber die Sache ganz anders. mit 24 Mann Artillerie und Geschützen. Ju Sitia sollen wirthschaft; aber er ist nicht einmal in den Worten mehr glücklich. Kiel, 14. Februar.( Eig. Ber.) Die Thatsache, daß inner300 Mohamedaner getödtet worden sein, auch in Kisamo seien Zur Fleischvertheuerungs.Politit unserer halb weniger Monate nicht weniger wie fünf Panzerschiffe tafsirt Mohamedaner niedergemacht worden. Agrarier schreibt man uns: Das sogenannte Texas- worden sind, ist wohl überall auffällig bemerkt worden. Durch das Das t. t. Tel.- Corr. Bureau meldet aus Konstantinopel: Fieber, auf grund dessen die deutschen Agrarier die Ausschließung tafsiren dieser Schiffe ist das Bestreben der Marineverwaltung nach Nach dem Auslaufen der griechischen Torpedoflottille wurde ein bes amerikanischen Rindviehs vom deutschen Markte durchgesetzt Verjüngung der Flotte recht deutlich in Erscheinung getreten. Bon Admiralsrath abgehalten. Gestern erhielt das am Goldenen Horn ver- haben, ist zuerst von amerikanischen Agrariern, wenn nicht geradezu den jetzt vorhandenen 18 Panzerschiffen ist nicht ein einziges, welches anferte Geschwader Befehl, sich zur Indienstellung vorzubereiten. erfunden, boch weit über den wirklichen Thatbestand aufgebauscht über 20 Jahre alt wäre. Die ältesten stammen aus den Jahren Es ist ferner die Zusammenziehung der in den Dardanellen, worden. Die ersten Klagen über diese bis dahin ganz unbekannte 1877-80 und 11 der Schiffe sind überhaupt erst in den 90er Jahren dem Bosporus, in Saloniki, dem Golf von Alexandrette und in Biehkrankheit tauchten in den stebsiger Jahren auf. Bald nach Be zur Ablieferung gelangt. Von diesen 18 Panzern bilden 10( 5 Konstantinopel liegenden aktionsbereiten dreizehn Torpedoboote ge- endigung des amerikanischen Bürgerkrieges hatten texanische Viehzuchter 1. Klasse und 5 3. Klasse) die Hochseepanzerflotte, während die plant. Die Meldung von der Mobilmachung einiger Bataillone im begonnen, alljährlich große Biehheerden in nordöstlicher Richtung, nach 8 Panzer der Siegfriedklasse im Verein mit 18 PanzerBereiche des dritten Korps ist verfrüht, da die vom Hauran zurück- dem oberen Mississippi und dem Michigansee zu treiben, um sie von Kanonenbooten die Küstenvertheidigungsflotte bilden und zur Bergekehrten Bataillone zur eventuellen Verstärkung der Truppen an dort auf die Märkte des Ostens der Bereinigten Staaten zu be- theidigung der Mündungen der deutschen Flüsse und der Endpunkte der Grenze für genügend erachtet werden, fördern. Indem Chikago diesen Handel an sich zog, wurde es zum des Nordostsee- Kanals bestimmt sind. Daß von den jetzt noch vor. Die Kölnische Zeitung" meldet unterm 15. d. M. aus Parts: größten Viehmarkte der Welt. Da auf den ungeheuren Grassteppen handenen Panzern noch welche aus der Liste der Panzer gestrichen Gestern Abend hatten sämmtliche Geschwaderchefs in den kretischen von Texas das Vieh das ganze Jahr über ohne weitere Pflege ge- werden könnten, ist für die nächste Zeit wohl nicht anzunehmen, da Gewässern die Weisung in Händen, unter allen Umständen und mit nügende Nahrung findet, so war den Viehzüchtern von Missouri, die Schiffe der Sachsenklasse, die ältesten, gerade jetzt auf der Gerallen Mitteln einen weiteren Zusammenstoß zwischen Griechen und Jowa, Illinois u. s. w. diese Konkurrenz begreiflicherweise sehr un maniawerft eines Umbaues unterzogen werden. Zu den oben Türken zu verhindern, sodaß zur Stunde unmittelbare Gefahr von bequem, weil sie die Fleischpreise drückte. Sie erhoben daher ein genannten Panzern würde noch der auf der kaiserlichen Werft zu dieser Seite als abgewendet gelten darf. Es steht zu hoffen, daß großes Geschrei und im Anschluß daran tauchten die ersten Klagen Wilhelmshaven im Bau befindliche„ Ersatzbau Friedrich der Große" die angesichts der plöglichen Gefahr eingetretene schnelle Einigung über das Texas- Fieber" auf. Das Eigenthümliche dieser neuen Bieh hinzukommen. der Mächte vorhält und weitere Gefahren verhütet. Krankheit war, daß das texanische Vieh, das ihr den Namen geben Auffällig ist, daß der jetzt zum Kreuzer 1. Klasse degradirte Aus Berlin verlautet offiziös: Die Vorstellungen, welche mußte, gänzlich frei von ihr war, daß aber solches einheimische König Wilhelm" im vergangenen Winter auf der Werft von Blohm gestern die Vertreter sämmtlicher Großmächte in Athen unter Hin Wieh, welches mit texanischem Vieh in Berührung kam oder auf u. Voß in Hamburg umgebaut wurde, wobei der in Aussicht weis auf die aus der völkerrechtswidrigen Haltung Griechenlands Weidepläge getrieben wurde, auf welchem vorher texanisches Vieh genommene Betrag um nicht weniger als 770 000 m. überfür den europäischen Frieden sich ergebende Gefahr gemacht geweidet hatte, davon ergriffen wurde. Letzteres Vieh wurde nach schritten wurde und der gesammte Umbau 1375 000 m. haben, find von dem griechischen Minister des Aeußeren mit der Burücklegung der langen Reise, die anfangs, vor dem Ausbau des fostete. Diese Ueberschreitung soll nothwendig gewesen sein, um eine Erwiderung beantwortet worden, daß Griechenland Kreta beseßen Eisenbahnsystems, zu Fuße, später in Wiebwagen gemacht werden Berschlechterung des Gefechtswerthes des Schiffs zu verhindern. werde. Nach diesem Vorgange erachtet es die kaiserliche Regierung mußte, um es besser marktfähig zu machen, stets eine zeitlang auf Durch das Streichen des Schiffes nun ist doch wohl deutlich aus. zunächst nicht mehr ihrer Würde entsprechend, weitere diplo- die Weide gefchickt und dort auch mit Welschkorn gefüttert. Ueber die gesprochen, daß das Schiff feinen Gefechtswerth mehr besitzt. Entmatische Schritte in Athen zu thun. Nach vorherigem Natur des Teras- Fiebers" stritt man lange hin und her. Schließ- weder also ist der Umbau nicht von Nußen gewesen und das Geld Meinungsaustausch mit den Kabinetten der übrigen Großmächte lich überwog die Ansicht der Sachverständigen, der fieberhafte Bus ist zum Fenster hinausgeworfen, oder aber innerhalb eines Jahres en het beste mandant von 6. m. 6. in Ghas ist der erg busily allee erhielt der Kommandant von S. M. S. Kaiserin Augusta", welches stand des Wiehes, welches auf den Weideplähen des texanischen ist die Ansicht der Marineverwaltung über den Werth des Schiffes in den nächsten Tagen vor Kanea eintrifft, den Befehl, im Ein- Viehes geweidet habe, rühre von einer von diesem eingeschleppten, eine andere geworden und dann ist das Geld ebenfalls unnütz ausvernehmen mit den kommandirenden Offizieren der übrigen in in Texas heimischen Becke her, die sich im Sommer auf den nörd gegeben. Das Schiff ist doch nicht vom Panzer zum Kreuzer um ben tretenfischen Gewässern versammelten Seeſtreitkräfte der Brot- lichen Weideplägen vermehre, während sie im Winter, da sie der gebaut worden, sondern um weiter als Panzer zu dienen, und wenn mächte jeden feindseligen Akt Griechenlands zu verhindern und außer Kälte nicht widerstehe, wieder eingehe. Die Natur des texanischen es nun hierzu nach einem Jahre nicht mehr tauglich sein soll, dann dem zur Wiederherstellung der Ordnung und zur Vermeidung weiteren Biehes, das auf denselben Steppen weide, wo diese Art Becke zeigt dieses, das man in der Marineverwaltung selbst nicht flar ist, Blutvergießens thunlichst mitzuwirken. heimisch sei, habe sich an ihre Angriffe gewöhnt und werde was für ein Schiff nothwendig ist und was nicht, und angesichts Aus faft allen wichtigen Kriegshäfen der Großmächte wird nicht davon angegriffen, während das dieser Blutsauger ungewohnte dieser Thatsache noch Stimmung für weitausschauende Pläne machen die Judienststellung von Panzerschiffen, Torpedos 2c. gemeldet. nördliche Bieb davon angegriffen werde, so daß ein Fieberzustand zu wollen, das erscheint uns wirklich nicht angebracht. Aus Athen wird über die Einberufung der Reserven und erfolge. Uebrigens sind die Gefahren dieses sogenannten TexasDarmstadt, 14. Februar.( Eig. Ber.) Die zweite Rammer über Truppensendungen an die türkische Grenze berichtet. ftebers immer sehr übertrieben worden. Ob je Fälle davon nach Aus Rumänien kommen Nachrichten über Kriegsvorberei- dem Often der Vereinigten Staaten verschleppt worden sind, ist ist, nachdem die Wahl der Ausschüsse erfolgt war, auf unbestimmte tungen. streitig, und daß es über das Meer nach Europa verschleppt werden Beit vertagt worden. Voraussichtlich tritt sie nochmals in diesem Jeder Tag kann neues, unvorhergesehenes bringen. Es ist die Bieheinfuhr verboten wird, um die Fleischpreise wucherisch er der hessisch- preußischen Eisenbahnbeamten. Die Berathung bes Jeder Tag tann neues, unvorhergesehenes bringen. Es ist tönnte, nicht denkbar. Es ist nur einer der Vorwände, unter welchem Monat zusammen zur Berathung der Vorlage über die Pensionen erschon lange her, daß der Friede Europa's so sehr von einem höhen zu können. Staatsbudgets auf zwei Jahre findet erst im Herbst statt. Begründet unbedeutenden Zufalle abhing, wie in diesen Tagen. wird diese Verschleppung mit der Unkenntniß über die Höhe der - Das Essen beim Minister v. Bötticher am Kreta. über die Erwerbung der hessischen Ludwigsbahn. Unsere GeDieses vielumstrittene Giland bildet ein türfisches Freitag, zu dem der Kaiser erschienen war, galt hauptsächlich den Matrikularbeiträge und mit dem hessisch- preußischen Staatsvertrag haben Bilajet( Provinz), deffen Flächeninhalt 8618 Quadratkilometer und Mitgliedern des Deutschen Landwirthschaftsraths. Es waren etwa über die Erwerbung der hessischen Ludwigsbahn. Unsere Geund Anträge Interpellationen dessen Einwohnerzahl 294 192 beträgt. Kreta ist noch nicht einmal 50 Einladung en ergangen. Der Kaiser ließ nach dem Wahl eingebracht. Sie fragen an, weshalb die Regierung sich weigere, von ihm entworfenen Bildes Völker halb so groß wie das Königreich Württemberg und ist bedeutend 20 Exemplare des von dünner bevölkert. Während in Württemberg 109, in Preußen 91, Europas, wahret Gure heiligsten Güter"" an die dem Verlangen der Bürgermeisterei sowie der Ladenbefizer und Handlungsgehilfen nachzukommen und die Kreisämter zu Bingen, im Deutschen Reiche 97 Ginwohner auf den Quadratkilometer Vertreter des Vorstandes, sowie an die ältesten Mitglieder des Alzey und Worms zu zwingen, an Sonntagen den Ladenschluß um tommen, kommen auf die gleiche Fläche in Kreta blos 32 Einwohner. Landwirthschaftsrathes vertheilen, ferner lobte der Kaiser Miquel's 1 Uhr bezw. 2 Uhr anstatt wie bisher um 4 Uhr herbeizuführen. Wichtig für die Beurtheilung der schwebenden Fragen ist die Sachkenntniß in agrarischen Fragen. Weiteres Bemerkenswerthes Weitere Anfragen richten sich über die beschränkten Raumverhält, Nationalitäten und Religionsvertheilung auf der Insel. Auf 1000 Ein- scheint nicht vorgefallen zu sein. nisse im Gymnasium zu Offenbach, über den Stand der Vorarbeiten wohner kommen 697 Christen, während auf den übrigen Inseln des ägäi-- Die Antisemiten der Provinz Brandenburg für die Nebenbahnen Bieber- Heusenstamm- Dießenbach und Dreischen Meeres, die unter türkischer Herrschaft stehen, 910 Chriften auf sind eine recht undankbare Gesellschaft. Am lezten Sonntag hielten eichenhain- Isenburg- Offenbach und die Anträge betreffend die Gr1000 Einwohner tommen, auf Kreta leben 205 059 Christen aus sie ihren Parteitag ab, während ihr Führer Ahlwardt, dem sie doch richtung eines Landgerichts die Offenbach und ชิน griechischer Herkunft, 88 487 Mohamedaner von griechischer Herkunft so viel verdanken, erst am Dienstag in Berlin eintrifft. Abg. währung von 10 Mark Diäten an alle Mitglieder der und griechisch sprechend und 646 Juden 2c. Die Stadt Kanea, über Dr. Förster wurde als Borsigender bestätigt. Rammer und freier Fahrt auf allen Bahnen des Großherzogthums die in den letzten Tagen so viel berichtet wurde, bat 12 000 Gin- In den Satzungen wurden unter andern die Bestimmung acht Tage vor der Gröffnung und acht Tage nach Schluß der Session. wohner. Unter der türkischen Herrschaft ist die Einwohnerzahl sehr geändert, daß der Gesammtvorstand aus dem engeren Vorstande und Gegenwärtig werden 9 M. Diäten gezahlt, doch erhalten die in start zurückgegangen. In der Blüthezeit der venetianischen Herrschaft aus je zwei Beigeordneten der Reichstags Wahlkreise besteht. Darmstadt wohnenden Abgeordneten nichts. Won Intereſſe iſt ( im 15. Jahrhundert) soll eine Million Einwohner die Insel be- Des weiteren nahm der Verbandstag eine Reihe von Berichten der noch ein nationalliberaler Antrag auf Erhöhung der Pensionen der völfert haben. Erst 1645 tam Kreta theilweise und nach 1670 völlig Obmänner einiger Wahlkreise entgegen. Herr Böckler stellte fest, Volksschullehrer auf 1000 M. und ein Antrag der Ultramontanen() aus venetianischem in türkischen Besiz. In den hohen Gebirgen daß die Westprignitz für die antisemitische Bewegung sehr günstig auf Errichtung einer hessischen Landeslotterie. Der nationalliberale haben sich aber stets von den Türken fast gänzlich unabhängige sei und daß die dortigen Gesinnungsgenossen an dem miß- Abgeordnete Welfsteht hat wegen erfahrener Zurücksetzung bei der Stämme erhalten. An dem Befreiungskampfe Griechenlands liebigen Verhalten des derzeitigen Vertreters, Präsidentenwahl sein Mandat niedergelegt. ( 1821) hatten sich auch die Kretenser, aber vergeblich, betheiligt. Generals v. Podbielski, Anstoß genommen hätten und nicht im Spiele hatte. an * * jezt A = die Schweiz. 9 Ge 1824 war der Aufstand mit egyptischer Hilfe blutig niedergeschlagen. mehr gewillt seien, den Besitzstand der Helldorffianer zu schonen. hat bei der Reichstags Ersazwahl in Donaus Karlsruhe, 15. Februar. Nach dem offiziellen Wahlresultat Von da an bis 1840, wo die Insel wieder in direkten türktischen Bezüglich des Wahlkreises Ost havelland theilte Herr Dannen- eschingen der nationalliberale Randidat Dr. Mera elf Besitz überging, blieb sie in Händen des egyptischen Bicefönigs. berg mit, der jeßige Bertreter im Deichstage Stimmen Majorität erhalten. 1858, 1866-1868, 1887 und 1889 war die Infel Schauplatz von Pastor Schall werde von den Konservativen Aufständen, bei denen Griechenland stets mehr oder minder die Hand nicht wieder aufgestellt werden. Da würde bei den Mannheim, 15. Febr. Die Generalversammlung der MannWahlen die Deutsch- soziale Reformpartei ihren eigenen Weg gehen. heimer Börse beschloß mit 41 gegen 38 Stimmen die AufKreta ist bisher trotz aller Befreiungsversuche türkische Provinz Bon mehreren Seiten wurde als wirksamste Agitation die durch lösung der Produftenbörse. geblieben, das einzige, was es erreichte, war eine etwas selbständigere Flugblätter hervorgehoben. Verwaltung, als sie die übrigen Provinzen befizen. Allem Anscheine Die Zersehung der konservativen Partei in der Provinz Branden nach wird auch diesmal der Versuch, die Insel an Griechenland anzu burg wird durch das Vorgehen der Antisemiten nur gefördert. Wir Zürich, 18. Februar.( Eig. Ber.) Bielleicht veranlaßt durch schließen, nicht gelingen. So wenig wir für die türkische Regierung haben nichts dagegen. den Antrag des ultramontanen Abgeordneten Hiße im deutschen und Verwaltung übrig haben, so muß doch mit Rücksicht auf die Die blasse Furcht wird immer mehr der kapitalistischen hat das Zentralfomitee des schweizerischen Vereins für Sonntags. Reichstage auf Einführung einer Normal- Arbeitswoche ungeordneten, torrupten und finanziell zerrütteten Verhältnisse Diesmal ist es Der Griechenlands bemerkt werden, daß mit dem Anschluß an das Staatsretter Weisheit letzter Schluß. Königreich Griechenland für Kreta nicht viel gewonnen wäre. fozialistische Student", die neubegründete Monatsschrift feier an den Bundesrath und die Bundesversammlung eine Eingabe Freilich hängt heute das Schicksal Kreta's nicht von Griechenland der sozialistischen Akademiker, die zu einem ergreifenden Klage und gerichtet um gänzliche Freigabe des Sonnabend- Nach. mittags und Einführung einer Normal- Arbeits. und der Türkei, sondern von der Eifersucht der Großmächte ab. Die Warnungsruf der„ Berl. Neuesten Nachr." Anlaß bietet. Die neue o che von 60 Stunden, zu welchem Zwecke das Fabrikgesetz Frage der Zukunft Kreta's ist nur ein kleiner Theil der politischen Spezies der Aufheßungs- und Vergiftungsarbeit", beleuchtet durch revidirt werden sollte. Arbeitervertreter und Sozialdemokraten geeinleitenden einige Säße des Artikels, in Probleme, die mit dem Todeskampfe der europäischen Türkei zu Universitätszustände und der geistige Gehalt unserer führenden mit doppelter Vorsicht aufzunehmen und er wird wohl die Zustim denen unsere hören dem genannten Komitee nicht an. Sein Borschlag ist daher fammenhängen. Klaffen zutreffend gekennzeichnet find, wie des Umschlages", muß erneuten Anlaßung der organisirten Arbeiterschaft nicht finden, die ohne Zweifel mit dem Tausch des Normal- Arbeitstages gegen die Normal- ArbeitsDeutsches Reich.blutrothe Farbe zur Forderung von Ausnahmemaßregeln bieten, die dem Der neue Gefeßentwurf, zur Verwendung über- Weiterschreiten des sozialdemokratischen Groberungszuges bald ein woche ein sehr schlechtes Geschäft machen würde. Es genügt, darauf Die Genossen, die sich der hinzuweisen, daß die ärgften Gegner des Normal Arbeitstages sich unter Umständen mit der Normal Arbeitswoche einverstanden erschüssiger Reichseinnahmen" ist ein Bastard aus dem vor energisches Halt!" bieten sollen. jährigen Bentrumsantrag und dem alten Finanzautomaten des Herrn Arbeit unterziehen, die Ideen der Sozialdemokratie in bisher unflären, weil sie dann den„ beweglichen Normal Arbeitstag", das erleuchtete akademische Schichten zu tragen, werden über die deal' jedes manchesterlich gesinnten Fabrikanten, haben. Die Miquel. Wenn 1897/98 den Bundesstaaten infolge reicherer Er agitatorischen Erfolge, die ihnen bevorstehen, sich am wenigsten Stontrolle des Normal Arbeitstages ist einfach, die der Normal. träge der Zölle, Verbrauchssteuern und Stempelabgaben mehr Illusionen machen. Aber die innere Unsicherheit und Haltlosigkeit Arbeitswoche aber so komplizirt und erschwert, daß fie fast versagt. bei des Kolosses mit thönernen Füßen, dem die Presse vom Schlage Da ist der bestimmte elfstündige Normal- Arbeitstag immer noch viel Ueberweisungen zufließen sollte, als der Etatsberathung für sie an zu zahlenden Matrikularbeiträgen der B. N. N." dient, ist so groß, daß selbst das kleinste Steinchen beffer als die kantschulartige Normal- Arbeitswoche von 60 Stunden. festgesetzt wird so soll die Hälfte des Ueberschusses nicht mehr ihm Angst und Schrecken verursacht. Immerhin liegen die Dinge Lieftal, 18. Februar.( Eig. Bericht) Als die Regierung das ihnen, sondern dem Reiche verbleiben und hier zur Verminderung nicht mehr wie vor 20 Jahren, und mit Ausnahme- Maßregeln der Reichsschuld bezw. der Neu- Anleihen zurückbehalten werden; das möchten die Herren jetzt auch hier ganz unerwartete Erfolge er Initiativbegehren des Bauern- und Arbeiterbundes", betreffend die Hypothekenreform, bekämpfte, gab sie das Versprechen ab, im ift die Fortbildung der Frankenstein'schen Klausel, auf welche zielen. Wir können's abwarten. das Zentrum so stola ist. Früher, Früher, als man die Einzel- Ganz im Zone der„ Po st", und der anderen Stumm Falle der Verwerfung des Begehrens in der Volksabstimmung einige ftaaten noch regelmäßig mit Mehrüberweisungen speiste, bewies man dienenden, Bis mard verehrenden Preffe leitartikelt wieder einmal Forderungen desselben von sich aus gefeßlich zu regeln. Das Bemit der Frankenstein'schen Klausel in Süddeutschland feine födera- die Bossische Zeitung" über die Arbeitseinstellung in gehren wurde verworfen und die Regierung hat nun in Gestalt listische Gesinnungstüchtigkeit. Heute, wo man im Reichstage ent- Hamburg. Hätte sie ihre Leser nicht mit jedem Tage des Hamburger eines vorliegenden Gefeßentwurfes rasch ihr Versprechen erfüllt. scheidet, vertheidigt man mit der Fortbildung" die Interessen des Streits an eine Steigerung ihrer Berlogenheit, und ihres einseitig Sie griff aber aus dem umfangreichen Initiativbegehren nicht die Reiches gegen den partikularistischen Eigennut. verbiffenen Eintretens für die Interessen der Unternehmer gewöhnt, sozialistisch gefärbten Puntte heraus, sondern die obliga Doch lehteren vertritt der alte Nationalvereinler Miquel, weil er so würde man die lehte Leitartikelleistung nicht begreifen fönnen. to rifche Schuldenamortisation, Festsetzung eines unterdeß in das Finanzminifterium eines Einzelstaats verfekt worden ist. Die Tante Voß in gleicher Linie mit den Hamburger Nachrichten" 3insfußmaximums und Bestimmung einer Ver Seinen Anschauungen entspricht die hintere Hälfte des Entwurfes, und der" Post" und den Berliner Neuesten Nachrichten" ist auch schuldungsgrenze. Die jährliche Amortisationsquote ist vom wonach wenn in einem späteren Jahre( 1899/1900) die vor ein Beichen des Niederganges des Berliner Freisinns.bloEntwurf auf 1/2 Prozent des ursprünglichen Schuldtapitals fest muß nicht entrichtet werden, wenn Mißwachs gesehenen etatsmäßigen Ueberweisungen hinter den schuldigen Mit dem System der Ausstände muß gegefeßt und Matrikularbeiträgen zurückbleiben die Einzelstaaten wieder brochen werden, schreibt die Kreuz 8tg." in einer oder Epidemie den Schuldner geschädigt haben. In bezug Anspruch erhalten sollen anf die ihnen jezt vorenthaltenen Summen. Betrachtung über den Hamburger Streit. Es soll wohl die Ge- auf die Festsetzung einer Verschuldungsgrenze bestimmt der Unseres Erachtens hat das Bentrum gar leinen Anlaß, der finde- Ordnung auch für die industriellen Arbeiter eingeführt werden, Entwurf, daß Grundstücke nur noch bis zur Höhe der amts Reichstagsmehrheit von 1898/99 derart im voraus die Hände zu das wäre freilich tonservative Sozialpolitik, mit der auch Stumm lichen Würdigung beliehen werden dürfen. Als Binsfußmaximum binden. Das Zentrum wird ja auch noch in dem nächsten Reichstag einverstanden wäre. find 4 pet. vorgesehen, für verspätete Binszahlung soll nicht mehr zur Mehrheit gehören und sich die Vortheile der freien Hand wahren Reingefallen ist wieder einmal die„ Nordd. Allgem. als 1/8 pet. gefordert werden dürfen. Abmachungen, die eine Um wollen. Bliebe der Bundesrath hartnäckig, so täme freilich gar nichts Zeitung." Sie druckt die verlogene Notiz der Hamburger gehung der lettgenannten Bestimmungen bezwecken, sollen nichtig von dem ganzen Gefeß zu stande, das heißt: das Reich Nachrichten" über das Fehlen von Beziehungen zwischen ein und für den Gläubiger eine Buße von 50-2000 Fr. zur Folge tönnte sich feinen Theil der Mehrüberweisungen für 1897/98 Bismard und Stieber ab, um Bebel eine auszuwischen. baben. Ueberdies wurden die über die gefeßliche Höhe hinaus be. zurückholen. Indeß hat dagegen der Reichstag ein sehr einfaches Gleichzeitig veröffentlicht aber faft die gesammte Breffe ähnlich, Mittel zur Verfügung: er braucht die Anleihen in der Regierungs wie wir schon vor Wochen, aus den Denkwürdigkeiten Stieber's den Etatsvorlage nur durch laufende Einnahmen zu ersehen und ent- Nachweis der Beziehungen Bismarck's zu Stieber. sprechend die zu fordernden Matrikularumlagen höher zu be -Ueber den Prozeß Tausch können sich die Hamb. messen. Dann bleibt entsprechend weniger den Einzelftaaten, wenn der wirkliche Ertrag aus Böllen, Berbrauchssteuern und Nachrichten" nicht beruhigen. Wieder widmen fie ihm einen Leit " 1 " " zahlten Beträge vom Kapital abgeschrieben. Bei wesentlichen Ver änderungen des Geldmarktes soll übrigens der Landrath( Landtag) berechtigt sein, auf den Vorschlag des Regierungsrathes ein anderes Binsfußmaximum festzusetzen. Die Bauern des Kantons Baselland werden also immerhin der Initiative der Sozialdemokraten einige Berbesserungen verdanken können. Italien. — Unsere italienischen Genossen stehen gegen- wiirlig im Zeichen des Wahlkampfes. In einer Reihe vo» Städte». so in M a i l a n d, M a n z a, P a l l a n z a u. a. ist die Aufstellung der Kandidaten bereits geschehe»; in anderen wartet man nur die Beschlüsse von Provinzial-Kongressen ab. In Mailand sind u. a. auch der bekannte Genosse und bisherige Vertreter des Wahlkreises, T u r a t i. Advokat und Herausgeber der vortrefflichen Wissenschaft- lichen Monatsschrift„Critiea sociale" und der Schriftsetzer B e r b i n i aufgestellt. Die italienifchen Genossen entfalten im ganzen eine rührige Tbäiigkeit. Ueberall werden Versammlungen abgehalten und Flug- blätter vertheilt.„Lolta di Classe". das Zentralorgan der italienischen Partei, veröffentlicht ein Minimalprogramm, in welchem die Forderungen der Partei auf politischem und wirthschastlichem Gebiete niedergelegt sind. —- D e F e l i c e ist aus der Kammerfraktion der italienischen Sozialisten ausgeschieden, um mehr Aktionsfreiheit zu haben. In unserem Sinne gehörte De Felice nie zur Sozialdemokratie, er steht im wesentlichen auf dein Standpunkte des alten Blanquismus. Als opfermnthiger, energischer Freund der ausgebeuteten Volksklassen gebührt ihn, aber nach wie vor der Zoll unserer Achtung.— Türkei. Konstantinopel, 15. Februar. Die hiesigen Fremden-Schulen bleibe» ain Mittwoch, an welchem Tage der Sultan nach Etambul fährt, vorsichtshalber geschlossen. Ein Zeichen für die Unsicherheit, die in der Hauptstadt des Türkischen Reiches herrscht!— Griechenland. — D i e S t a a t s s ch u l d e n. Die Finanzlage des griechischen Königreiches ist ganz ungeordnet und nichts weniger als günstig. Tie Verzinsung der Staatsschuld wurde auf 30pCl. reduzirt, und es ist sehr fraglich, ob auch diese geringfügige Verzinsung aufrecht erhalten werden wird. Griechenland hat un Dezember 1893 zum zweiten Male Bankerott gemacht. Die gesammte Staatsschuld Griechenlands beträgt 655,13 Millionen Franks in Gold und 167,99 Millionen Drachme» Papier. Für den Dienst der Staatsschuld sind im letzten Budget 9,4 Millionen Franks Gold und 12.3 Millionen Drachmen Papier eingestellt. Der nächste Koupon ist am 1. April fällig. Bis zu diesem Zeilpunkte wird es sich zeigen, ob die griechische Regierung in der Lage sein wird, die auf 30 pCt. herabgesetzte Zins- Zahlung für die auswärtige Schuld aufrecht zu erhalten oder od sie sich nicht genöthigt sehen wird, zu einer neuerlichen Bankerott- erklärung zu greife». So gleichgiltig uns das Schicksal der Gläubiger Griechenlands ist, so wichtig ist es angesichts der den Frieden von ganz Europa bedrohenden Abenteurerpolitik des Königreichs, auf die elende Finanz- läge hinzuweisen.— Amerika. Ncwhork, 2. Februar.(Eig. Ber.) Das vom Bundcssenat ab- geänderte Einwanderungsgesetz ist im Repräsentantenhause mit 131 gegen 118 Stimme» angenomme» worden. Verschiedene der Gegner wiesen darauf hin, daß dem Lande durch dasselbe gerade die „drallchbarsteii" Arbeitskräfte vorenthalten würden, während es die „gefährlichen" Elemente nicht treffe, nämlich die„Anarchisten, Nihilisten und Sozialisten", da dieselben wohl ausnahmslos die ver- langte Bildungsprobe ablege» könnten.(Der anderen„gefährlichen" Elemente, denen Amerika ei» neues und ergiebiges Feld für ihre drüben ausgeübte Thätigkeit bietet, der Bankrotteure, Hochstapler und sonstiger Gauner aus den„besseren" Kreisen wird bezeichnenderweise keine Erwähnung gethan.) In der Debatte kam auch eine durch die Presse gegangene Arbeit eines namhaften Statistikers zur Spreche, welcher zu dem Resultat gelaugt war, daß selbst dann, wenn alle industriellen EtablifsementS des Landes mit voller Besetzung in Thätigkeit seien, immer noch 2—800 000 überflüssige Arbeitskräfte vorhanden sein würden. Erklärlich wird dies, wenn man die ungeheure Ent- Wickelung im Maschinenwesen und in der Vereinfachung des Pro- duklionsverfahrens im allgemeinen innerhalb des letzte» Jahrzehnts in belracht zieht, wodurch Resultate erzielt werden, wie beispiels. weis« das aus Noungston, Ohio, genielvete, wonach in den dortige» Eisen- und Slahlwerken jetzt i» zwei Tagen Bestellungen ausgeführt werden, die vor noch nicht einem Jahrzehnt(mit derselben Anzahl „Hände") drei Wochen in Anspruch nahmen.— Nvichskag. 176. Sitzung vom 15. F e b r u a r 1897. 1 U h r. Am Tische des Bundesraths: v. G o ß l e r. Die zweite Berathung desReichshaushalts-Etats wird fortgesetzt beim Etat des Reichsheeres und zwar beim Gehalt des K r i e g s m i n i st e r s. Abg. Bebel: Man wirft uns Verdächtigungen und maßlose Uebertreibungen vor. Bis jetzt aber habe ich nicht den Eindruck gehabt, daß man unsere Beschwerden als ungerecht abthun konnte. Graf Roon und seine Partei behandeln natürlich die Preßnachrichten mit souveräner Verachtung, sie bedauern, daß außer ihren Zeitungen noch solche anderer Parteien vorhanden sind. Mißstände möglichst rückhaltslos zur Sprache zu bringen, wird gerade in Deutschland mehr als in anderen Kulturstaaten der Presse erschwert. Wenn man nur das geringste Häkchen findet, so geht es der sozial- demokratischen Presse an den Hals, und keine Reichsverwaltung ist gegen die Kritik ihrer Einrichtungen so empfindlich wie die Militär- Verwaltung. Wenn eine Zeitung Unrichtigkeiten über militärische Dinge veröffentlicht, so schickt die Militärbehörde sofort eine Be« richtigung oder macht eine Klage gegen die Zeitung anhängig. Wenn nun eine große Menge von Thatsachen alljährlich von den ver- schiedensten Parteien veröffentlicht und dann nicht berichtigt iverden, dann haben wir alle Ursache, anzunehmen, daß solche Nachrichten, wenn auch nicht in allen Einzelheiten, so doch in der Hauptsache richtig sind. Ter Kriegsminifter hat eine eigenthümliche Taktik verfolgt; am ersten Tage behauptet« er gegen Vollrnar, daß sich die sozialdemo- kratische Partei in der Abwirlhschaftnng befinde, keine Bedeutung »»ehr habe. Als ich aber darauf reagirte, zog er am zweiten Tage «in neues lllegister auf und stellte die Sozialdemokratie als eine furchtbare staatsgefährliche Partei hin, die mit alle» Mitteln be- kämpst werden müsse. Die Militärverwaltung möchte am liebsten, daß über alles, was auf dem Kasernenhofe und Exerzir- platze vorgehe, absolutes Dunkel herrsche. Wären die Zu- stände so intakt, so brauchten sie nicht das Licht zu scheuen. Im Gegensatz zu ihm hat einmal Graf Caprivi offen zugegeben, daß sich die Sozialdemokraten als ausgezeichnete und brauchbare Soldaten gezeigt hätten. Auch der Abgeordnete Gras Roon hat nach dieser Richtung«ine Bemerkung gemacht. Der Kriegsminister hat die Verrohung der Jugend der Sozialdemokratie in die Schuhe geschoben; wenn man aber«ine so maßlose Verdächtigung gegen eine große Partei ausspricht, dann sollte man doch Beweise zur Hand haben. Bios weil in einer Provinz so und so viele Verbrechen ptgendlicher Personen vorgekommen sind und weil dort Sozialdemokraten vor- banden sind, kann man noch nicht behaupten, daß die Sozialdemo- kralie an dieser Verrohung schuld ist. Diese Verrohung macht sich schon seit Jahrzehnten in unserem sozialen Leben bemerkbar, und nicht allein unter der militärpflichtigen Jugend, sondern auch unter allen anderen Klassen. 1367 kamen auf 10 000 Personen 108 und 1894 124 Vergehen und Verbrechen. Diese traurige Erscheinung ist in erster Linie zu erklären aus der Entwickelung des wirthschafl- lichen Lebens. Der von Jahr zu Jahr schwerer werdende Kamps um die Triften, hat es dahin gebracht, daß zahlreiche Kreise aus der Gesellschaft vielfach verbrecherische Mittel und Wege ergreifen, um überhaupt noch existiren zu können. Die ungeheure Zunahme der Fabriken führt dahin, daß jüngere Leute«in verhältnißmäßig selbständigeres Leben führen, und damit wächst auch die Zahl der Vergehen und Verbrechen. Hunderttausende von Arbeiterfamilie» können ihren Kindern nicht die richtig« Tr- ziehung geben; daran trägt aber nicht die Sozialdemokratie die Schuld; sie bekämpft gerade diese Verhältnisse. Die Moralstatistik in den sozialdemokratischen Bezirken spricht zu unseren Gunsten. In Ost- und Westpreußen, Posen, Pommern, Schlesien und Bayern ist die Zahl der Körperverletzungen viel größer als in den vorwiegend sozialdemokratischen Gegenden. Was würden die Nationalliberalen dazu sagen, wenn ich behauptete, daß, weil in der Rheinpfalz, wo meine Partei sehr wenig Anhänger hat, die Zahl der Körperverletzungen 13 pCt. beträgt, sie an der Verrohung und Verwilderung dieser Gegend schuld seien. Die Be- strafungen ivegen leichter Körververletzungen betragen in dem sozial- demokratischen Berlin nur 9,7 pCt.; im linksrheinischen Bayern beträgt die Zahl der Bestrafungen wegen schwerer Körper« Verletzungen 48,9, in Berlin nur 12.5. Aehnliche Verhält- nisse sind in Oberbayern. Das liegt vor allen Dingen an dem Charakter und den Sitten der Bevölkerung. Das Königreich Sachsen. das Hanptland der Sozialdemokratie, die beiden Renß, die freie» Städte Hamburg, Bremen, Lübeck, und Berlin kommen bei dieser Statistik am besten weg. Graf Roon hat die Hoffnung ausgesprochen, er werde noch den Zeitpunkt erleben, wo es durch den Willen des Volkes oder auf dem Wege der Gesetzgebung gelingen werde, die Sozialdemokratie aus dem Reichstag zu entfernen. Er variirt hier nur ein uraltes Thema. Am liebsten möchten Sie jedes Eindringen konstitutionellen Lebens unterdrücken, oder Sie haben den geheimen Wunsch, daß im Paria- ment nur Junker und Junkergenossen sind. Die Sozialdemokraten sollen von allen Vortheilen des Knlturstaates ausgeschlossen bleiben. Die Herren bedenken nicht, daß das allgemeine Wahlrecht das Korrelat der allgemeinen Steuer- und Wehrpflicht ist. Nicht die Sozialdemokratie hat das allgemeine geheime Wahlrecht im nord- deutschen Bunde eingeführt, sonder» Graf Bismarck, weil er sonst keine Sympathie für den norddeutschen Bund im Volke gefunden hätte. Würden Sie das allgemeine Wahlrecht abschaffen, dann hätte die nngeheure Mehrheit des Volkes überhaupt kein Interesse an dem Bestände des Deutschen Reiches mehr. Tasten Sie das allgemeine Wahlrecht an, dann tasten Sie an de» Grundlagen des Reiches und Sie werden die Folgen zu tragen haben.(Der Präsident ersucht den Redner, nicht allzusehr von der Sache abzuschweifen.) Wenn vo» anderer Seite eine Sozialistendebatte in Szene gesetzt ist, so muß auch uns Raum gegeben werden. Ich komme aus die Sache später zurück. Nur das möchte ich sagen: Wen» eines Tages die Frage aufgeworfen werden sollte, ob 20 000 Junker aufhören sollen zu existiren oder 2 Millionen sozialdemokratischer Arbeiter, dann würde die Welt nicht das geringste dabei verlieren, wenn die 20 000 Junker aufhörten, die der Gesellschaft garnichts leisten. Daß Graf Sloon der Militärverwaltung sei» ganz besonderes Lob spendet, wundert mich nicht, er war früher selbst in einer sehr hohen militärische» Stellung, und die meisten seiner Freunde sind in ähnlicher Stellung. Sie betrachten die höheren Stellen als ihren ausschließlichen Besitz und glauben, daß die Armee überhaupt ver- loren sei, wenn die Junker nicht das entscheidende Wort zu sprechen haben.(Unruhe rechts.) Die Herren, die die Armee loben, loben eigentlich also nur sich selbst, und was man von solchem Eigenlob denkt, brauche ich nicht zu sage». Der Kriegsminister erklärte, daß es eine unbestreitbare Thatsache sei, daß die Zahl der Selbstmorde wegen Soldatenmißhandlungen bedeutend in der Abnahme begriffen sei. Damit sagt er unS nichts neues. Ich habe das schon früher anerkannt und darauf hingewiesen, daß gerade unsere Erörterungen und Kritiken ganz wesentlich dazu beigetragen haben, daß die Zahl der Mißhandlungen in der Armee abgenommen hat. Es kann der Armee nur zum Nutzen gereichen, wenn die Schäden offen und rückhalt- los hier aufgedeckt werden, und der Kriegsminister würde im Deutschen Reich und darüber hinaus moralische Erobe- rungen machen, wie keiner seiner Vorgänger, wenn er in solchen Fällen, wo er selbst bei objektiver Betrachtung solche Schäden an- erkennt, rückhaltslos erklärt: wir werden alles ausbieten, um diesen Uebelständcn ei» Ende zu machen. Statt dessen sucht man fortgesetzt die Dinge zu vertuschen. Gelingt es uns, nur einen kleinen Irr- thnm nachzuweisen, so thut man so, als sei überhaupt nichts vor- gekommen. Damit können Sie keine Sympathien beim Volke finden. Alljährlich werde» 500000 Söhne des Volkes ausgehoben und da ist es nur berechtigt, wen» wir ein großes Interesse daran haben, sie z» schützen und ihre gerechten Beschwerden hier vorzubringen. Das Volk, dessen Söhne in der Armee dienen, schüttelt darüber den Kops. Bei 32 pCt. der Selbstmorde in der Armee ist die Ursache nicht fest- zustellen, bei der Zivilbevölkerung nur bei 18 pCt. Der Soldat ist doch fortwährend unter Beobachtung feiner Vorgesetzten und Kameraden, die aber über solche Vorkommnisse nichts aussagen, um nicht chikanirt zu werden. Bei der Kompagnie, bei der, wie ich mit- getheilt habe, mehrere Unteroffiziere wegen Mißhandlunge» ver- nrtheilt sind, hat ein Mann Scharschmidt wegen Mißhandlungen Selbstmord verübt. Redner verweist serner auf den Selbst- mord des Marzillier, dessen in Berlin wohnender Bruder sich ver- geblich bemüht hat, die Ursache des Selbstmordes zu ermittel». Der Selbstmord wird in der offiziellen Ausknnst auf Geistesstörung zurückgeführt, während zwei Kämeraden des Selbstmörders jetzt, nachdem sie vom Dienst losgekommen sind, den Selbstmord als Folge der barbarischen Mißhandlungen seitens eines Unteroffiziers darstelle». Im Fall Mohrmann, der sogar wegen Meineids bestrast worden sei, hätten sich von dem Zivilgericht die Mißhandlungen nachweisen lassen, die vorher beim Militärgericht nicht zu ermitteln waren. Ich soll einen Hauptmann beleidigt haben, durch meine Ausführungen über seine Rede über die Sozial- demokratie; der Kriegsminister hat von Verachtung gc- sprachen. Diese Verachtung kann nicht den Grad der Geringschätzung erreichen, die ich über die oratorischen Leistungen dieses Hauptmanns empfinde. Derselbe Hauptmann erlaubt sich, Landwehrmäunern gegenüber etwas zu behaupten, was schon ins Aschgraue geht, und zwar gegen die Soldaten eines hanseatischen Regiments, unter denen er Eozialdemokrate» vermulhen mußte. Er sprach von Schuften der vaterlandslose» Sozialdemokratie. Hätte ein sozialdemokratischer Soldat sich eine solche Be- schimpfuug verbeten, er wäre zu mehreren Jahren Ge- fängniß vernrlheilt worden.(Sehr richtig! rechts.) Wenn besondere Jnstruktionsstunden über die Sozialdemokratie nicht ein Poliliktreiben bedeuten, was ist denn Politik? Ein Mann von besonders feinem Ehrgefühl müßte es für unter seiner Ehr« hallen, in dieser Weise als Vorgesetzter seine Soldaten zu beschimpfen. Da fehlt sogar das ganz gewöhnliche Ehrgefühl jedes anständigen Mannes. Hat der betreffende Hauptmann, wie der Kriegsuiinister meint, diese Angriffe und Beschimpfungen gegen die Sozialdemo- kralie in Ausübung feines Dienstes ausgesprochen? Wie Politik getrieben wzrd, das zeigt folgender Fall. Bei einer Vor- instruktion im Winter 1894/95 erklärte der Oberst auf gruud der Antwort eines Soldaten, daß er einen Zivilisten als MajestätS- beleidiger denunziren würde:„Was, Sie wollen sich aufs Denuuziren legen? Sie ziehen Ihr Seitengewehr und hauen ihn über den Schädel." Das ist also die reine Brüsewitzerei. Der Kriegsminister hat sehr lebhast protestirt dagegen, daß Brüsewitz«in Trulker gewesen sei, trotzdem das jetzt festgestellt ist; er hat serner de» Siepurann sehr abfällig beurlheill, während der- selbe von alle» Seiten sehr günstig beurtheilk wurde. Es wird überall mit Entrüstung empfunden, daß in diesem Falle die vor- geschlagenen Zeugen nicht alle vernommen worden sind. Das ist ei» Fehler des militärgerichtlichen Verfahrens. Trunkenheit sollte bei den Offizieren mit dem besonders feinen Ehr- gefühl am allerwenigsten als Milderungsgrund gelten; darin müßte eher ein Belastungsgrund liegen für den Träger des Rocks des Königs. Es zeugt geradezu von namenloser Rohheit, wenn er sagte: ich habe ihn zur Strecke gebracht! Als in de» 80 er Jahren einige königStreue Landwehrleute entrüstet waren, daß sie in einem Viehwagen transportirt werden sollten und an den Kaiser telegraphirten, wurden sie mit sieben Jahren Zuchthaus wegen Insubordination bestraft. Solches Messen mit zweierlei Maß versteht man im Volke nicht. Es muß alles aufgeboten werden, daß die Militär-Strafprozeß-Ordnung einem modernen Rechtsstaat ent- spricht. Die Herren von der Rechten, die unS immer die schmutzigste Methode, ja sogar, wie Herr». Stumm, Verleumdung unterschieben, sitzen selbst im Glashause und solle» nicht mit Steinen werfen. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Sächsischer Militärbevollmächtigter Oberstlieutenant Graf Vitzthum v. Eckstädt: Der Abg. Bebel hat aus dem Umstände, daß in Dresden ein Soldat aufgefordert worden ist, zu einer In- struktion in Sachen der Sozialdemokratie zu erscheine», den Schluß gezogen, daß entgegen den Mittheilungen des Kriegsministers in der Armee Politik getrieben werde. Der betreffende Soldat ist in die Kaserne befohlen worden, um ihn zu warnen vor den Folgen der Bethätigung sozialdemokratischer Gesinnung, die in der Armee bestraft wird nach den bekannten Erlassen. Der Abgeordnete hat weiter behauptet, daß ein Selbstmordfall vorgekommen sei infolge einer Mißhandlung eineS Unteroffiziers, und er hat sich ge- wundert, daß in der sächsischen Militärstatistik dieser Selbstmord nicht als solcher aufgeführt sei, trotzdem die Ursache bekannt gewesen sei. Die Soldaten würden derartig eingeschüchtert, daß sie es nicht wagten, die Ursachen anzugeben, auch wenn sie sie wüßten. Auch dagegen muß ich die entschiedenste Verwahrung einlegen. Wenn die Ursachen der Selbstmorde bekannt sind, so werden sie auch angegeben. (Unruhe bei den Sozialdemokraten.) Kriegsminister v. Gostler: Ich kann meine Statistik über die Verrohung der Jugend vervollständigen. Im 9. Armeekorps waren wegen Diebstahls und Unterschlagung 351, wegen Schlägerei 376, wegen Körperverletzung 275 Personen vorbestraft, im 16. Armeekorps wegen Vergehens gegen das Eigenthum 341, wegen Körper- Verletzung 337 Personen vorbestraft.(Zuruf bei den Sozial- demokraten: Beweist gar nichts!) DaS beweist, daß im allgemeinen die Ausbildung derMnnnschaften schwierig ist. WennHerrBebel meint, daß Osfizierkorps und Junkerlhum identisch sind, so weise ich nur darauf hin. daß 60—70 pCt. aller Offiziere bürgerlich sind. Den Fall Marzillier werde ich von neuem untersuchen lassen, wenn Herr Bebel mir die erwähnten Briefe üvergiebt. Mohrmann ist nicht wegen Meineides, sondern wegen Verleitung zum Meineide be- straft worden. Er hat zwei Leute verleitet, eine Mißhandlung zu bezeuge», die sie gar nicht gesehen haben können. Der eine der beiden Zeugen hat sich erhängt, der andere gestanden, daß er einen Meineid geschworen. Herr Bebel hat von einem Hauptmann ge- sprachen, der durch Schimpfworte das Gefühl von Sozialdemokraten verletzt haben soll. Ich würde doch dringend bitten, mir das Material zur Verfügung zu stellen oder mir Zeil zu lassen, solche Sache» aufzukläreu. Ich für meine Person verurtheile sie aufs höchste. Die Methode, jemanden anzuklagen und zu verleumden und zu beschimpfen, mag sozialdemokratisch sein, aber sie beruht auf keinem Rechtstitel. Wenn Herr Bebel Zeugen nennen kann, so werden die Sachen»ntersucht werden. Den Fall Brüsewitz sollte man endlich ruhen lassen. Der Mann ist bestraft worden. Ich habe ja das Erkenntniß vorgelesen. Brüsewitz sind mildernde Umstände zugebilligt worden, nicht, weil er nicht nüchtern war. sondern weil er provozirt worden ist. Der Minister verliest den betreffenden Passus. In der Armee darf aller- Vings keine Politik getrieben werden. Wir wollen nicht, daß eine sozialdemokratische Politik betrieben wird; die Sozialdemokratie steht nicht auf dem Boden der Reichsgesetze.(Beifall rechts). Abg. Graf Noo»(dk.) bestreitet, irgendwie die Aeußerung ge- than zu haben, daß die Sozialdemokraten gute Soldaten seien; er habe nur behauptet, daß man sich sehr freue, wenn aus den Leuten, welche aus sozialdemokratischen Schichte» kommen, gute Soldaten würde». Daß die Herren Sozialdemokraten aus dem Saale ver- schwinden, diesen Wunsch habe ich nun einmal, und ich bin der Memung, der Wunsch wird von der Bevölkerung getheilt. Ich bin kein Junker; ich gehöre einer eingewanderten Famrlie au. Die Junker und die Bauern haben aber hauptsächlich die Schlachten Preußens und DeuischlandS geschlagen und habe» Preußen und Deutschland groß gemacht, mehr als das allgemeine Wahlrecht. Wir wünschen eine gute, schlagfertige Armee und würden zuerst jede Art von Mißständen bekämpfen. Wir wünschen, daß in jedem einzelnen Falle eine Untersuchung ein- geleitet und gründlich geführt wird, dann werden die un- begründete» Angriffe schließlich aufhören. Abg. Haffe(natl.): Ich habe mich nur gegen die Anmaßung eines englischen Unterstaalssekretärs erklärt, der an amtlicher Stelle ein Urlheil über die deutsche Armee abgegeben hat, welches ich als ungehörig bezeichnete. Abg. v. Stumm(Rp.): Ich bedauere, daß ich nicht heute schon in der Lage bin, das, was ich auf die Rede der Sozialdemokraten zu sagen habe, gedruckt übergeben zu können. Hoffentlich ist es das nächste Mal möglich. Aus dem Buche:„Der Meineid und die Sozialdemokratie" geht hervor, daß die Sozialdemokratie im Partei-Jnteresse den Meineid für zulässig hält; die sozialdemokratische Presse habe sich ebenfalls in diesem Sinne ausgesprochen. Herr Bebel hat mir Unwahrheit vor- geworfen. Das ist nur eine Wiederholung deffen, was in Zeitungen gestanden hat, z. B. in der„Frankfurter Zeitung". Ich bin sogar im preußischen Abgeordnetenhaus seitens des Abg. Stöcker der Verleumdung ausgesetzt worden. Ich bin, da ich die Sache klargestellt habe, be- rcchtigt, von einer bewußten Unwahrheil des Herrn Stöcker zu sprechen. Das Buch Bebel's über die Frau greift die Ehe an und stellt die freie Liebe als das Ideal des Herrn Bebel hin.(Widerspruch bei den Sozialdem.) Das Beispiel, das ich gewählt habe, beweist, daß die Herren sich für berechtigt hallen, üver die freie Liebe hinaus- zugehen, sodaß nur der Wille des einen TheilS maßgebend ist. Daß die Schurkereien auch anderweitig vorkommen, ist richtig, aber die sozialdemokratische Presse vertheidigt dies« Schurkereien, die nur von der Sittlichkeit der Kapitaliften verurtheilt würde»., Herr Bebel hat mich für unzurechnungSfShia erklärt, weil ich die Ausführungen eines Hauptmannes unterschreiben wollte. Er konnte mir auch den Esel zubilligen, den er dem Hauptmann zugebilligt hat. Es rst nicht angenehm, ein Esel zu sein, aber ich habe immer noch hundertmal lieber einen Esel als eine Hyäne.(Heiterkeit rechts.) Abg. Bebel(Eoz.): Ich bitte Herr» v. Stumm, die Zusammen- stall» Ii g seiner Argumente so bald wie möglich drucken zu lassen; den» ich habe so wenig wie möglich Neigung, mich iininer mit ihm auseinanderzusetzen.(Heiterkeit links.) Seine letzten Aus- führungen habe» mich in der Auffassung seiner geistige» Fähigkeiten außerordentlich bestärkt. Aus sozialdemokratischen Blättern zitirt Herr v. Stumm immer so subjektiv, daß ich mich nicht eher über- zeugen lassen kann, ehe ich nicht die Urschrift gelesen habe. Die Sozialdemokratie scheidet am raschesten von allen Parteien zwei- deuiige Elemente aus; die anderen Parteien nicht. Ich erinnere nur an gewisse Vorgänge der letzten Jahre. Der Oberstaatsanwalt in Breslau hat der sozialdem. Presse nachgerühmt, daß an sie der höchste moralische Maßstab angelegt werden könne. Um Herrn Grafen Roon zu befriedigen, werde ich meine Rede nicht unterdrücken. Wen» er meine Rede nicht hören will, so ist ja die Thür vorhanden, durch die er de» Saal verlassen kann. Daß Graf Roon die Sozialdemo- kralie nicht objektiv beurtheilen kann, bedauere ich. Aber Graf Caprivi hat im Dezember 1892 das Verhalten der sozialdemokratischen Soldaten durchaus gelobt. Es wäre«in großes Lob für die ganze Armee, wenn Graf Caprivi dieses Lob allen Soldaten hätte spenden können. Für seine Erklärung gegen das allgemeine Wahlrecht danke ich dem Grase» Roo»; aber bei einer solchen Verachtung des allgemeinen Wahlrechts sollte er es eigentlich unter seiner Ehre halte», um die Gunst des Volkes zu buhlen.(Sehr richtig! links.) Er kann doch nicht im Namen der kleinen Schicht, in der er lebt, sprechen. Im Volk wird man sich vielleicht bedanken, einen solchen Mann wieder als Abgeordneten zu wählen. Die Briefe in dem Falle Marzillier werde ich dem Kriegsminister überreichen. Ich werde auch die Zeugen bezüglich des Vorganges in der JnstruktionSstunde nennen. Der sächsischen Militärverwaltung habe ich keinen Vorwurf der Ver- luschung gemacht. Sie hat im Falle Scharschmidt den Versuch ge« macht, die Sache aufzuklären. Abg. Ulrich(Eoz.) beschwert sich über das Kantinenwesen, das die Geschäftsleute schwer schädige; die Kantinen haben sich zu Spezerei-, Metzger- und Bäckerläden ausgestaltet. Redner beschwert sich serner, daß man einen an Gallenstein leidende» Rekruten aus- gehoben habe, der schließlich gestorben sei; die Aerzte hätten ihn ledensalls als Simulanten betrachtet und deshalb nicht die nöthige Vorsicht beobachtet. Brief« des Soldaten stellt Redner dem Kriegs« minister zur Verfügung. Kriegsminister v. Goßler: Ich bin bereit, die Sache unter- 1 von Flugblättern noch 5000 hessische Boltskalender verbreiten laffen, I was sein Recht ist, ohne daß es durch spißfindige Manöver darum fuchen zu lassen und bitte um die Dokumente. Ich kann auch hier wovon allerdings etwa 150 durch Konfistation in die Hände des betrogen werden kann. Alle Gesellschaften stehen ehrlich und loyal nur mein Bedauern aussprechen, daß hier ein verlegendes Urtheil Landraths von Melsungen gekommen sind. Ueber die zukünftige da, einzig die Nordoftbahn macht eine Ausnahme. Durch ihr unausgesprochen wurde, ehe die Sache untersucht ist. Agitation wurde nach äußerst lebhafter Debatte beschloffen, in diesem erhörtes Auftreten provozirt sie ihre Angestellten und Arbeiter." In Triest streiken die Arbeiter der Kaffeeschäl- Fabrik Damit schließt die Diskussion über das Gehalt des Ministers. Jahre wieder einen Kalender herauszugeben. Die Aufstellung der Persönlich fordert Abg. v. Stumm den Abg. Bebel auf, das Reichstags- Kandidaten wird den einzelnen Wahlkreisen überlassen. Aftenmaterial unverzüglich vorzulegen, das beweisen soll, daß die Betreffs der Presse wurde ein Antrag angenommen, wonach an alle wegen Lohndifferenzen. Reichspartei sich unwahrhaftigkeiten habe zu schulden fommen Orte, wo ein Vertrauensmann ist, je drei Nummern des Volkslaffen; widrigenfalls müsse er diese Behauptung als eine verleum- blattes auf Kosten der Agitations- Kommiffion gesandt werden derische Insinuation zurückweisen. Abg. Bebel: Herr v. Stumm legt mir etwas unter, was ich garnicht gefagt habe. sollen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ju Fredericia in Dänemark wurden sämmtliche Arbeiter einer Kartonnagen- Fabrit entlassen, weil sie Mitglieder des Buchbinder- Verbandes sind. Unternehmer- Verbände. " - Dem verantwortlichen Redakteur der Volksstimme" Abg. Graf Roon: Herr Bebel glaubt wohl selber nicht, daß in Magdeburg, Genossen Bable, ist dieser Tage wegen Ab ich um die Gunst meiner Wähler buhle. Ich habe Ihnen meine drucks eines in der nationalliberalen Magdeburgischen Zeitung" Die deutschen Buchdruckereibesiger- Vereinigungen haben Stellung zur Verbefferungsfähigkeit des bestehenden Wahlrechts mit veröffentlicht gewesenen nationalsozialen Arbeiterliedes die Anklage- durch ihre energische Abwehr erreicht, daß die Neue Berliner getheilt, bevor ich gewählt bin. Herr Bebel hat kein Recht, ein schrift zugegangen. Durch den Abdruck soll die„ Volksstimme" gegen Berlagsanstalt von August Krebs vorläufig davon ab Urtheil über mich und meine Wähler hier auszusprechen. Er kann§ 130 des Strafgesetzbuchs verstoßen beziehentlich verschiedene sehen muß, ihr Projekt der sogenannten top flofen Plattenes ruhig meinen Wählern überlassen, ob sie mich für einen passenden Bevölkerungsklassen zu Gewaltthätigkeiten gegeneinander aufgereizt Beitungen zu verwirklichen. Die Firma Sachfeld, Vertreter meines Wahlkreises halten. haben. Wegen Beleidigung des Kaisers ist Genosse John zu Schmitz u. Ko., die mit einem ähnlichen Projekt zuerst auf den neun Monaten Gefängniß verurtheilt. Er hat diese Strafe dem Markt trat, wird vermuthlich keine besseren Geschäfte gemacht haben, nächst anzutreten, da seine Revision vom Reichsgericht verworfen als ihre Konkurrenten. Die organisirten Rübenbauer Dänemarks haben den Genoffe Paul Kühn in Breslau sollte die Polizei und 3uckerfabrikanten den bisherigen Tarif aufgefagt und ver Gendarmerie beleidigt haben. Das Landgericht hatte ihn frei- langen günstigere Bedingungen. Da die Zuckerfabrikanten diese nicht gesprochen, das Reichsgericht hob dieses Urtheil auf; in seiner aber bewilligen wollen, droht der Verein der Rübenbauer mit Einstellung Freisprechung. maligen Berhandlung erkannte das Landgericht aber wieder auf des Rübenbaues. In der Expedition der Volts wacht" sowie Abg. Bebel: Daffelbe Recht, das sich Graf Roon mir und meinen Wählern gegenüber herausgenommen hat, werde ich mir auch ihm und seinen Wählern gegenüber jederzeit herausnehmen. Das Gehalt des Ministers wird bewilligt, ebenso die übrigen Ausgaben des Minifteriums. Beim Kapitel Militärgeistlichkeit empfiehlt Abg. Lingens( 3.) die fonfeffionelle Borbereitung der Rekruten vor der Vereidigung; ferner fordert er, daß dem Soldaten an jedem Sonntage der Besuch des Gottesdienstes gestattet werden möge. Redner spricht dann von den Offiziersehen und dem Erforderniß des Kommißvermögens. Kriegsminister v. Gokler: Die Militär Kirchenordnung ist eine töniglich preußische; die Schwierigkeiten für die Neuordnung liegen auf dem Gebiete der evangelischen Kirche. Eine bestimmte Auskunft kann ich nicht geben. Katholische Oberpfarrer einzufeßen, liegen teine Bedenken vor. Es ist bei der Kurie angefragt, eine Antwort ist aber nicht ertheilt worden. wurde. in der Wohnung des Vorsitzenden des Gewertschaftstartells, des Bigarrenarbeiters Kühnel, wurde auf Requisition des Amtsgerichts eine Haussuchung nach Sammellisten für die Hamburger Ausständigen vorgenommen, wobei bei Kühnel 11 Listen und Zettel der Beschlagnahme verfielen. In der Expedition der Boltswacht" fand man nichts Ronfiszirliches. Kühnel ist fürzlich wegen unerlaubten Rollektirens für die Hamburger vom Schöffen gericht zu 30 m. Geldstrafe verurtheilt worden. Gewerkschaftliches. Versammlungen. Telephonarbeiter war am 11. Februar in Rautenberg's Lokal, Deutscher Holzarbeiter- Verband. Für die Branche der Oranienstr. 180, eine Versammlung einberufen, um die Lohn- und Arbeitsverhältnisse einer näheren Besprechung zu unterziehen und geeignete Maßregeln zu treffen, etwaigen Mißständen entgegen zutreten. Festgestellt wurde, daß in mehreren, namentlich größeren Beim Kapitel Militär- Justizverwaltung geht Werkstätten Ueberstunden gemacht werden. Ein Umstand, der freiAbg. Kunert( Soz.) auf die Reform der Militär- Strafprozeßlich auf die mangelhafte Betheiligung an der Organisation zurüc Ordnung ein.( Präsident v. Buol: Wir können jeht nicht auf zuführen ist. Dies wurde auch anerkannt. Leider versteiften sich eine uns noch nicht bekannte Gesetzgebung eingehen!) Achtung, Zimmerer! Bei der Baufirma Klemke u. Ullbrich, einige Redner, insbesondere Winkler und Keßler, weil sie Das will ich auch nicht, ich Wißmannstr. 4 in Rixdorf( Bau: Bessel- und Friedrichstraßen- Ecte) eine lokale Bereinigung für die beste Form der Organisation hielten, will nur im allgemeinen das vorführen, was man im Volte verlangt hat. haben am Montag die dort beschäftigten Zimmerer die Arbeit nieder- auf die prinzipielle Erklärung, daß es ihnen angeblich unmöglich sei, Die Strafen gelegt, weil der Minimallohn von 55 Pf. nicht gezahlt wurde Wir sich dem Holzarbeiter- Verband anzuschließen. Von mehreren Seiten der Militärjuftiz feien ganz exorbitante, das habe man angeregt, auch seitens der Militärverwaltung selbst anerkannt. Redner ersuchen, dies bis auf weiteres streng zu beachten. Die Lohn- wurde dieses Verhalten bekämpft und schließlich brieflich von je einer Werkstelle ein oder zwei Vertreter zu einer führt die schweren Bestrafungen vor, welche die Mannschaften kommission. J. A.: Theodor Fischer. Sigung einzuladen. erlitten haben im Gegensatz zu den Offizieren, die sich eines Mißbrauchs An die Arbeiterschaft Deutschlands! der Amtsgewalt schuldig gemacht hätten. Redner führt eine ganze Reihe Im Oktober vorigen Jahres gründeten die Lübecker Rigdorf. In einer Versammlung der Maurer, die hier am von Beispielen an, die aber nicht im einzelnen verständlich Metall- Industriellen eine Vereinigung mit Arbeitsnachweis 11. Februar tagte, referirte Maurer Fritsche über die Lehren der werden. In Rußland, das auch seinen Brüsewiß habe, würden die nach berühmtem Muster. Die Lübecker Metallarbeiter traten sofort Bewegung vom Jahre 1896 und die Aufgaben der Organisation in Offiziere anders beurtheilt. Ein Offizier, der sich etwas ähnliches in den Kampf ein um Beseitigung der gegen sie gerichteten Maß diesem Jahre. Nachdem der Vertrauensmann vom legten Quartal zu Schulden kommen ließ wie Brüfewiß wurde nach Sibirien ver- regeln. Infolge der Ungunst der Jahreszeit, sowie wegen der Bericht erstattet hatte, wurde Dühring mit diesem Posten betraut bannt, ferner zum Schadensersatz und zum Verlust der bürgerlichen schlechten Konjunktur war bis jetzt ein Erfolg nicht zu verzeichnen. und wittig zum Beitragssammler gewählt. Ueber die Lichtarbeit Ehrenrechte verurtheilt. Es sollte eine Statistik der militärischen Be- Um so deutlicher treten die Bestrebungen der hiesigen Metall- wurde vielfach Klage geführt, und die Beseitigung derselben befürstrafungen eingeführt werden.( Burufe: Schluß!) Ich werde schließen, Industriellen zu tage. Man beabsichtigt eine Sichtung der Arbeiter. wortet. Besonders wurde auf den Bau der Linoleumfabrik hin wenn ich will, ich spreche nicht für mich, sondern für diejenigen, Wer wegen Betheiligung an irgend einer Bewegung ausgesperrt gewiesen. die mich hierher geschickt haben, und für die, welche wehrlos in den wurde, soll in Lübeck feine Arbeit mehr bekommen. Wir glauben Gefängnissen fizen. Deutschland habe ein Volksheer und die Mit- nun, wenn der Zuzug von fremden Arbeitskräften ferngehalten öffentliche Volksversammlung statt. Zunächst erstattete der Genoffe Schöneberg. Am 14. Februar fand hier eine gut besuchte glieder dieses Voltsheeres dürften nicht anders behandelt werden als wird, den Herren wirksam entgegen treten zu fönnen. Darum, we asoch einen Bericht über die Thätigkeit des Gewerbegerichts, nach dem Zivilstrafprozeß. Arbeiter Deutschlands, haltet den Zuzug von Metall- und Hilfs- an dem sich eine rege Diskussion und ein Bericht vom Delegirtentag arbeitern fern, und die Unternehmer werden genöthigt sein, ihre in Halle anschloß. Hierauf folgte ein sehr interessanter Vortrag des alten Arbeiter wieder einzustellen. Das Lübecker Gewerk- Genossen Grempe über: Kulturbringende Europäer in Afrika. Unter Verschiedenem wurde Genosse Schäfer als Revisor der. Parteispedition gewählt. Präsident v. Buol rügt mehrere Auslassungen des Vorredners, unter anderem, daß er einem Offizier strafbare Unfittlichkeit zum Vorwurfe gemacht habe, ohne Anführung eines Beweises; der schaftskartell. Präsident ruft den Redner zur Ordnung. Parlamentarisches. in einer start besuchten Versammlung, im Namen ihrer gesammten Die Bauhandwerker Hamburgs beschlossen am 14. Februar deutschen Kollegen dem Reichstag eine Petition zu über. beichen, worin fie denselben ersuchen, bei Berathung der Novelle Depeschen und lehte Nachrichten. laffene Einfuhrverbot zur Abwehr der Bestgefahr ist mit dem Lage Berlin, 15. Februar.( Berl. Rorr.) Das unterm 8. d. M. ers feiner Verkündigung in traft getreten und trifft daher alle nach diesem Tage, d. i. der 9. Febraur, eintreffenden Waarensendungen. Für die zur Zeit des allgemeinen Bekanntwerdens der Sperrmaßnahme bereits als schwimmende Ladungen unterwegs befindlichen Sendungen erschien es jedoch angezeigt, den Einlaß, soweit gesundheitspolizeiliche Bedenken nicht entgegenstehen, zu ermöglichen. Generalauditeur Ittenbach: Das Haus wird nicht erwarten, daß ich auf alle Einzelheiten dieses Vortrages eingehe. Einige der erhobenen Vorwürfe darf ich wohl direkt als komisch bezeichnen. ( Sehr wahr! rechts.) Nur dagegen habe ich die Verwaltung zu verwahren, als ob bei der Beurtheilung unterschieden würde zwifchen beffere Regelung beziehentlich zweckentsprechende, wirklich reformazum Unfallverhütungsgesetz das Hauptgewicht auf die Offizieren und Mannschaften. Nur soweit das Strafgesetzbuch in bezug auf die Disziplin selbst einen Unterschied macht, ist dies auch bei der torische Ausgestaltung der Unfallverhütung nach Maßgabe genereller Thätigkeit der Militärgerichte der Fall; hier macht also das Strafrecht den gefeßlicher Bestimmungen zu legen. Sie gehen dabei von der That Unterschied. Was sollen diese Bergleiche zwischen einzelnen Fällen? fache aus, daß der vorliegende Entwurf diese Frage vollständig unEs kommt doch darauf an, wie der einzelne Fall liegt, ob der Be- berührt läßt. Die große Zahl der Unfälle- im Jahre 1895 wurden strafte vorbestraft ist, ob er im Affeft gehandelt hat oder aus bei den 13 Baugewerks- Berufsgenossenschaften 34 054 Unfälle augemeldet hat zum größten Theil ihre Ursache in dem leicht niederträchtiger Bosheit.( Sehr richtig! rechts.) Eine Bestrafung sinnigen Gerüstbau und in der Verwendung schlechten Materials. wegen Fahnenflucht zu 4 Monaten Gefängniß ist eine Unmöglichkeit; Sie würden bedeutend eingeschränkt, wenn die Baugewerts- Berufs- Kanea: Die Montenegriner sind auf ein griechisches Kriegsschiff Köln, 15. Februar.( B. H.) Die Köln. 8tg." meldet ans der Lieutenant Magdeburg hatte sich nur unerlaubter Entfernung vom Truppentheil schuldig gemacht. Wie der Fall liegt, daß ein Ge- genossenschaften mehr die Bauten kontrolliren würden; statt geflüchtet. Der griechische Konsul hat sich mit seinen Leuten an meiner wegen Fahnenflucht vier Jahre Gefängniß bekommen hat, dessen haben 3 Berufsgenossenschaften keinen Pfennig dafür Bord der Hydra" eingeschifft. Griechische Schiffe halten weiß ich nicht; war der Mann aber zum zweiten oder dritten Male ausgeworfen, während die übrigen 10 insgesammt 87 905 M. für türkische Frachtschiffe an. Am Vorgebirge Afratiri fand fahnenflüchtig, so muß nach dem Gefeß eine erheblich strengere ausgeworfen haben, so daß auf den einzelnen Betrieb nicht ganz 23 Schiffe antern vor Kanea. 153 333 versicherungspflichtige Betriebe für Ueberwachungskosten ein Gefecht statt, in dem die Christen den Rückzug antraten. Strafe eintreten. Ich darf mich wohl für jetzt auf diese wenigen 60 Bf. kommen. Es ist daher das Verlangen der Bauhandwerker, Fälle beschränken. Köln, 15. Februar.( B. H.) Aus Rom wird der Kölnischen Das Kapitel wird genehmigt und darauf um 5½ Uhr die Bauhöfe und Zimmerpläge unter die§§ 154 und 154a der Gewerbe- Beitung" telegraphirt: Die" Agenzia Stefani" will wissen, daß weitere Berathung bis Dienstag 12 Uhr vertagt. Ordnung zu stellen, sehr gerechtfertigt, sind doch in den Städten, wo die Mächte Italien den Auftrag zu zu ertheilen gedenken, die Baupolizei- Behörde die Ueberwachung der Bauten in die Hand Kreta zur Herstellung des Friedens militärisch zu bes genommen hat, die Unfälle bedeutend vermindert worden. setzen. Wie der römische Korrespondent der Kölnischen Zeitung" In Weißenfels stehen noch die Arbeiter von vier Schuhan maßgebender Stelle erfährt, verhandeln die Großmächte thatsäch Der Seniorenkonvent des Reichstages hat auf Vorschlag fabriken, an Bahl 300, im Kampf. Entgegen den Abmachungen, lich über diese Frage, und die Annahme dieses Vorschlages soll nicht unwahrscheinlich sein. des Präsidenten sich dahin verständigt, daß an den sogenannten teine Maßregelungen vorzunehmen, zirkulirt eine gedruckte schwarze Schwerinstagen( Berathung der aus der Mitte des Reichstages ge- Lifte. Gine Schuhmacherversammlung am Sonntag, die bis auf den veröffentlichten hochoffiziösen Communiqué wird mitgetheilt, daß Wien, 15. Februar.( B. H.) In einem im Fremdenblatt" stellten Initiativanträge) nicht nur die in den ersten zehn Tagen der letzten Platz gefüllt war und wo J. Simon aus Erfurt, der Vor- zwischen den Großmächten vollständiges Einverständniß darüber erzielt veröffentlichten hochoffiziösen Communiqué wird mitgetheilt, daß Seffion gestellten Anträge zur Berathung gelangen sollen, sigende des Ausschusses des Unterstützungsvereins deutscher Schuhmacher, worden ist, die Pazifizirung der Insel Kreta selbst in die Hand zu sondern daß auch die später gestellten Initiativ- Anträge auf das Referat hatte, erklärte gegenüber dem Verhalten der Fabrikanten, worden ist, die Pazifizirung der Insel Kreta selbst in die Hand zu die Tagesordnung der Schwerinstage gestellt werden können. nur um so treuer und fester zur Organisation zu halten. Die Zahl der Flotten der Großmächte gelandet werden, um Kanea, Rethymo Zu diesem Zwecke werden Mannschaften seitens der Die Reihenfolge, in der die Anträge berathen werden, bleibt Mitglieder des Unterstüßungsvereins deutscher Schuhmacher beträgt und Herakleion Zu besetzen und die griechische Flotte dieselbe, b. h. jede Frattion, bei der stärksten angefangen, bezeichnet jegt 1800. Gegen das Verlangen der Fabrikanten, daß Arbeiter aus den Gewässern Kreta's Dem entfernen. Arbeitsstätte erst die denjenigen ihrer Anträge, der zur Verhandlung gelangen soll. Die beim Wechsel der die schriftliche Zu- mandanten des österreichisch ungarischen Geschwaders wurde pratische Folge dieser Aenderung, welche in Rücksicht darauf ftimmung ihres früheren Prinzipals einholen sollen, will man von bereits der Befehl ertheilt, im Verein mit den Befehlshabern der verabredet ist, daß die Seffion bereits 11/2 Jahre dauert feiten der Arbeiter Beschwerde beim Bürgermeister führen, und wenn übrigen Flotten jede feindselige Operation des griechischen Geund manche Anträge dadurch veraltet find, wird fein, das nichts hilft, an die Staatsanwaltschaft gehen. Mitzutheilen ist daß an einem der nächsten Schwerinstage der Margarine noch, daß die Fabrikanten das Gewerbegericht mit Schadensersatz- schwaders zu verhindern. London, 13. Februar.( W. T. B.) Beim Probiren von Antrag des Zentrums zur Berathung fommt. Die weiteren geschäft- Klagen überschwemmen. Die ersten Termine sind heute Dienstag. lichen Dispositionen des Präsidenten für diese Woche gehen dahin, Der Zuzug ist von Weißenfels nach wie vor streng fern- Bündern für Torpedos fand am vergangenen Donnerstag auf der daß das Konvertirungsgeset, sowie einige kleinere Etats erledigt werden zuhalten, weiter ist auch finanzielle Unterstützung noch dringend Rapstation an Bord des britischen Kreuzers„ Gibraltar" eine Explosion statt, wobei vier Mann getödtet wurden. sollen und daß am nächsten Montag mit der Berathung des Etats des nöthig. Londen, 15. Februar.( W. T. B.) Eine Depesche aus Weymouth Auswärtigen Amts begonnen wird. Die heutige Sigung des Reichsmeldet: Während dichten Nebels rannte am Sonnabend der Dampfer Elan Grant" bei Portland mit furchtbarer Gewalt in den Dampfer " Umtali" aus Natal hinein, der mittschiffs getroffen wurde und ein großes Loch erhielt. Die„ Clan Grant", obgleich arg beschädigt, leistete Beistand. Beide Schiffe erreichten gestern Portland, wo 20 Bassagiere des Umtali" gelandet wurden. der " Der Vorstand des deutschen Berg- und Hüttenarbeiter tages beginnt um 12 Uhr und soll bereits um 3 Uhr geschlossen Verbandes erklärt sich in einem in der Deutschen Berg- und werden, damit die beim Reichstanzler eingeführten Abgeordneten Hüttenarbeiter- Beitung" veröffentlichten Aufruf an die Bergleute mit Gelegenheit haben, dem Fürsten Hohenlohe und seiner Gemahlin, die dem Beschluß der Bochumer Generalversammlung des christlichen heute ihre goldene Hochzeit feiern, zu gratuliren. Die Präsidenten Gewerkvereins solidarisch, wonach der Zentralvorstand des Reichstages werden dem Reichskanzler eine Blumenspende über dieser Organisation noch innerhalb dieses Monats bei den Gruben reichen, an der außer der Sozialdemokratie alle Parteien des Reichs- verivaitungen wegen besserer Regelung der Löhne beziehentlich um tages betheiligt sind. eine Erhöhung der Löhne von etwa 10 pet. vorstellig werden soll. In Bitterfeld haben sich über 100 Bahnarbeiter der Eisenbahner- Organisation angeschlossen. Partei- Nachrichten. Heute vor 22 Jahren am 15. Februar 1875 wurde in Gotha die Konferenz zur Feststellung des EinigungsPolizeilich aufgelöst wurden in Leipzig die kürzlich dort Programms abgehalten. Es war damals eine bittere Kälte gegründeten beiden Vereine der Arbeiter der preußischen 14 Grad Réaumur und die aus Leipzig kommenden waren und sächsischen Staatsbahnen, weil sie entgegen den auf der Hinfahrt durch einen Achsenbrand in eine recht ungemüth Bestimmungen des Vereinsgefeßes mit anderen in Verbindung getreten sein sollen. liche Lage verfekt. Der von der Konferenz beschlossene Entwurf Auslande leben. nehmen. " zu Rom. Athen, 15. Februar.( W. Z. B.) In der Deputirtenkammer bestätigte der Ministerpräsident Delyannis auf eine Anfrage die nach Kreta. Bis zur Stunde sei die Nachricht vom Landen ders bereits gemeldete Entsendung einer griechischen Truppenabtheilung selben nicht eingegangen. Athen, 15. Februar.( Meldung der Agence Havas".) Die nach Kreta entsandte griechische Truppenabtheilung ist heute bei Platanias in der Nähe von Kanea an Land gegangen. ein Kanea, 15. Februar.( W. T. B.)[ Meldung der„ Agenzia Stefani".] Der griechische Konsul in Kandia hat sich heute auf dem bie Erklärung abgegeben hatte, daß im Falle des AusMiaulis" eingeschifft, nachdem er an den General- Gouverneur bruches von Unruhen die griechischen Kriegsschiffe Bombardement eröffnen würden. Der Konful hat den Schutz der griechischen Unterthanen und des Konfulatsarchivs dem britischen Ronful übertragen. Auch der hiesige griechische Konsul und der griechisch- orthodoxe Bischof haben sich gestern Nachmittag an Bord wurde von dem nachfolgenden Einigungsfongreß faft Aus Leipzig wird uns telegraphirt, daß auf dem Terrain unverändert angenommen. Die Verhandlungen der Konferenz, an der sächsisch- thüringischen Gewerbe- Ausstellung der etwa zwanzig Genossen, zu gleichen Hälften Lassalleaner und Eisenacher, theilnahmen, verliefen in glatter Weise. Von den Theil- gestern bei 12 Meistern insgesammt 320 3immerleute die nehmern sind die Genoffen Geib, Hasenclever, Reimer, Arbeit eingestellt haben. Drei Meister haben die FordeMax Rayser und Bracke verstorben, während die Genossen rungen bewilligt. Zuzug ist streng fernzuhalten. Bahlteich, Motteler und Bernstein sowie Wilhelm Hasselmann im Aus der Schweiz. Gegen die Verwaltung der schweizerischen der Hydra" begeben, welche um 5 Uhr nachmittags in See ging. Nordoftbahn richtet in der Eisenbahn- Zeitung" der Vertreter Kanea, 15. Februar.( W. Z. B.)( Meldung des Reuter'ichen In Bettenhausen bei Rassel wurde am Sonntag der der Eisenbahnbediensteten, Nationalrath Dr. Sourbed, eine Bureaus".) Der Befehlshaber der britischen Kriegsschiffe hat dem VII. Parteitag der Genoffen aus dem ehemaligen Kurheffen Publikation, worin der mit dieser Bahnverwaltung vor Jahresfrist Prinzen Georg von Griechenland angedroht, wenn derselbe die ihm und aus Waldeck abgehalten. Vertreten waren von den 9 Wahl- abgeschloffene Vertrag für null und nichtig erklärt wird. Weiter heißt vom Könige und der griechischen Regierung ertheilten Befehle auss freifen 5 durch 22 Delegirte aus 14 Orten. Die Agitations- Kom- es in der Publikation:„ Wir verlangen die Gehaltsordnung mit den führe, so würde er zur Anwendung von Gewalt ihm gegenüber ge mission, die sich in Raffel befindet, hat im verflossenen Jahre eine Einführungsbestimmungen der schweizerischen Zentralbahn, einer zwungen sein. Diese unerwartete Haltung des Kommandanten macht Einnahme von 475 M. gehabt und neben einer größeren Anzahl loyalen Bahngesellschaft, wobei das Personal flipp und klar weiß, auf die tretensischen Christen einen sehr tiefen Eindruck. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 39. 14. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Die Situation in Hamburg. Am Sonnabend haben die letzten Streitbrecher die im Niederhafen liegenden Hotelschiffe„ Reichstag"," Delphin" und„ Kaiser", wo noch 198 Mann einquartirt waren, verlassen müssen. Wer von ihnen am Montag Morgen auf Arbeit reflektirte, mußte sich auf den Ausguck begeben, während diese Leute, so lange sie im Hafen einquartirt waren, vor den alten Leuten den Vorzug hatten. Es arbeiten jezt von den am Streit betheiligt gewesenen im ganzen etwa 2700 weiße und sämmtliche schwarze Schauer Leute( Rohlenarbeiter). Gemaßregelte giebt es unter den beiden Kategorien der Schauerleute bis jetzt noch feinen einzigen. Wenn die Mitglieder der Lohnkommission noch nicht wieder eingestellt sind, so liegt der Grund freilich in ihrer Thätigkeit während des Streiks, jedoch ist ihnen von den betreffenden Stauern die Zusicherung ge geben, daß sie bald wieder anfangen sollen. Die Herren Ewerführerbaase haben es fich jedoch nicht nehmen lassen, Maßregelungen vorzunehmen. Von dem be rühmten, nach dem 1890 er Ausstand eingerichteten Kontrolbureau der Ewerführerbaase find bis jetzt 30 Ewerführern Scheine, die zum Suchen von Arbeit im Ewerführereibetriebe berechtigen, einfach ohne Angabe von Gründen verweigert worden. Kommunales. Dienstag, 16. Februar 1897. wird; es fommt wesentlich auf das frühzeitige und geschickte Eingreifen des Arztes an, ob ein Knochenbruch in wenigen Magistrat und Verfrommungsverordnung. Der Stadt: Wochen radikal geheilt oder die Ursache langwieriger Verkrüppelung verordneten- Versammlung ist jetzt vom Magiftrat die Eingabe zu- wird. Kann eine allgemein zugängliche Einrichtung der hier angegangen, die er an den Minister des Innern gerichtet hat, um die gedeuteten Aufgabe genügen, so tritt der unter den heutigen Zue Aufhebung der Polizeiverordnung über die äußere Heilighaltung der Ständen fast paradox zu nennende Fall ein, daß die Intereffen des Sonn- und Feiertage vom 10. Oftober zu erwirken. Gegen die verlegten Arbeiters mit denen der Berufsgenossenschaft parallel Verordnung sind die bekannten, schon mehrfach von bürgerlicher laufen; es dürfte nur wenige Leute geben, die ihre völlige Ge Seite erhobenen Beschwerden geltend gemacht worden. sundung nicht auf jeden Fall der knapp bemessenen Rente und dem fast regelmäßig von den Berufsgenossenschaften eingeleiteten Rampf um dieselbe vorziehen. heutigen unter Vorsiz des Stadtraths Schäfer stattgehabten Sizung Die Deputation der städtischen Markthallen hat in ihrer den Inspektor der Markthalle II Linden- und Friedrichstraße, Graue, zum Oberinspektor der Markthalle gewählt.- Ferner beschloß die Deputation, den städtischen Behörden die versuchsweise bis zum 1. April cr. eingeführte Herabsehung der Standgelder in der VII, Markthalle Grünthaler- und Badstraße mit Rücksicht auf den nächste Etatsjahr vorzuschlagen. bemerkbar gewordenen Erfolg, diese Ermäßigung auch für das lichen Wissenschaft stehen, ist vom Laien ja schwer zu entscheiden; Die Frage nun, ob die Unfallstationen auf der Höhe der ärztim eigenen Interesse der Berufsgenossenschaften liegt es aber, diese Institute so einzurichten, daß sie allen Anforderungen genügen. Weiß die Charitee mit den Unternehmungen der Berufsgenossen= schaften erfolgreich zu tonfurriren, um so besser. Lange genug hat in Berlin der standalöse Zustand gedauert, daß ein Verletzter von einem überfüllten Krankenhause zum andern geschleppt wurde, ohne In die städtische Schuldeputation ist an stelle von Mommsen daß er Aufnahme finden konnte. der Stadtverordnete Ulrich entsandt worden. Soweit unsere Meinung über das Wesen der Unfallstationen Maßregeln gegen arme auswärtige auswärtige Kranke. Die und der Behandlung der Unfallverlegten in seiner gegenwärtigen fortdauernd steigende Inanspruchnahme der städtischen Kranken- Entwickelung. Die Arbeiter haben, wie uns scheinen will, gewiß teine Auch die Quai Verwaltung scheint trotz der gegen häuser, namentlich in den Wintermonaten, hat e3 Der Ursache, fich für die Unfallstationen, an denen im einzelnen noch theiligen Versicherung des Chefs der Deputation für Handel und Krankenhausdeputation angemessen erscheinen lassen, die Auf- manches zu bessern sein mag, ganz besonders zu begeistern; Schifffahrt, des Senators D'Swald, Maßregelungen unter der nahmen derjenigen Kranken von außerhalb,( insbesondere ingleichen werden fie taum in die Lage tommen, die Staat& quaiarbeitern vornehmen zu wollen. Denn einer Arbeiter aus den Gemeinden der Kreise Teltow und Niederbarnim) hin- neuen Einrichtungen der Charitee, gegen welche sie lange genug kommission erklärte der Direktor Hedler, daß die Quai- Verwaltung sichtlich welcher die Zahlung der vollen Kur- und Verpflegungskosten Krieg führen mußten, über den grünen Klee zu loben. Aber es muß noch 99 pCt. grauer Karten, Lohnsatz von 3 M. pro Tag, ausgeben nicht durch Ueberweisungsschein einer Krankenkasse, Berufsgenossen- gleichfalls davor gewarnt werden, daß sich Angriffe auf eine verwolle, daß sie sich aber vorbehalte, an welche Arbeiter fie diese schaft und dergleichen sichergestellt ist, thunlichst einzuschränken. Auf hältnißmäßig, harmlose Einrichtung der Berufsgenossenschaften verKarten gebe. Auch hat der Direktor zwei Mitgliedern des Arbeiter Antrag der Deputation wurde daher vom Magistrat den betreffenden zetteln, wo eine Fülle anderer arbeiterfeindlicher Bestrebungen dieser ausschusses direkt heraus erklärt, sie erhielten keine Arbeit am Kreisbehörden bezw. Gemeindevorständen mitgetheilt, daß fünftig Unternehmer- Organisationen zur gegenwärtigen Zeit, da das UnfallStaatsquai wieder.. Kranke von außerhalb nur in den dringendsten Fällen und nur gegen versicherungs- Gefeß einer Aenderung unterzogen werden soll, die In den anderen Branchen der Hafenarbeiter sind zwar Vorlegung eines von der Ortsbehörde ausgestellten Reverses, durch Ausgebeuteten mehr wie je zum Kampfe und zur Aufmerksamkeit bis jetzt nur ziemlich beschränkte Einstellungen erfolgt, jedoch ist von welchen die Zahlung der vollen Kur- und Verpflegungskosten sicher herausfordert. einer Maßregelung nichts bekannt geworden. gestellt wird, aufgenommen werden können. Am Sonntag Nachmittag wurde der von dem Streifbrecher Lemde erschossene Arbeiter Bu drus von vielen tausenden seiner Arbeitskollegen zu Grabe geleitet. Die Polizei hatte ihre Erlaubniß zur Veranstaltung des Aufzuges ertheilt. Sämmtliche Branchen der Arbeiter, die am Streit theilnahmen, waren mit ihren Fahnen und Emblemen vertreten. Die bürgerlichen Hamburger Zeitungen überbieten sich natürlich in Ehrenrettungen des Todtschlägers. Am Montag wurden im Strafjustizgebäude die beim Krawall am Tage der Beendigung des Streits verhafteten 59 Personen mit 53 Schuhleuten tonfrontirt. Die Schuhleute sollten sich einzelne ihrer Widersacher heraussuchen. Auf Drängen der Hamburger Kaufmannschaft wurde vom Oberzolldirektor eine Konferenz von Hamburger Bahnhofsvorständen und höheren Zollbeamten einberufen, um über schleunige Maßnahmen zur Bewältigung des übermäßig angewachsenen Güterverkehrs zu berathen. Zur Anlegung von Rasenstreifen in der Swinemünderstraße, die zum Schutz der Bäume dienen sollen, hat der Magistrat in den nächstjährigen Etat die Summe von 10 000 m. eingefeßt; azur Erweiterung der Waldanlagen im Treptower Part werden 10 700 M. gefordert. " Lokales. Hafenarbeiter und Seelenute in Hamburg vor dem Streif 1896/97. Der unter diesem Titel im Archiv für soziale fach Deutsch"( Südost- Schule) werden dringend gebeten, heute Arbeiter Bildungsschule. Die Theilnehmer am Unterrichts. Gesetzgebung und Statistit" erschienene Artikel des Professors Dr. Ferdinand Tönnies ist das beste, was über die Lage der schon um 8 Uhr erscheinen zu wollen, da der Unterricht ausnahmsHamburger Hafenarbeiter bis jetzt geschrieben worden ist. Prof. Tönnies weise eine Stunde eher beginnen muß. Der Vorstand." hat die äußerst mannigfaltigen Berhältnisse der Hafenarbeiter aufs eingehendste untersucht und dabei über die Beschäftigungsweise, über Bezahlung und Arbeitszeit, über das Berhältniß der einzelnen Arbeiterkategorien zu einander und zu den Rhedern und Stauern und über Uebelſtände aller Art, sowie endlich über die Lage der Hamburger Rhederei so viel intereffautes Material beschafft, daß man seinen Artikel- dem übrigens noch ein zweiter folgen soll als eine wahre Fundgrube für das Studium der HafenarbeiterBewegung bezeichnen kann. Ueber den Kinderreichthum in Berliner Familien enthalten Für den Betrieb des Wassersturzes im Viktoriapark, die Veröffentlichungen des Statistischen Amtes der Stadt Berlin welcher in der Zeit vom 1. Mai bis 15. Oftober 168 Tage auf einige interessante Angaben. Im ganzen wurden in Berlin im 8 Stunden täglich angesetzt ist, hat der Magistrat die Summe von Jahre 1895" 48 806 Rinder geboren( darunter 7072 unehelich), 25 000 M. in den Etat pro 1897/08 eingesetzt. Troß der geringeren 24 969 Knaben und 23 837 Mädchen. Ein Ueberblick über die ehe Betriebskosten für 1894/96 mit 17 739 M. und 15 303 M. ist die lichen Kinder nach der Geburtenfolge innerhalb der Ehe ergiebt, daß legte Etatsfumine beibehalten worden, weil beabsichtigt wird, an 1895 von einer 45jährigen Mutter dem Gatten das 23. Kind ge einem noch zu bestimmenden Wochentage den Wassersturz schenkt wurde. Zwei Familien wurden mit einem 21. Sproß beglückt während der Betriebszeit gleichzeitig zu bevon 41 und 43jährigen Müttern. Eine 39jährige Mutter erhielt Leuchten und die Kosten aus dieser Position zu decken. das 20. Kind, zwei Mütter das 19., sechs das 18., siebzehn das 17. ( darunter eine erst 36jährige Mutter) und auf 33 Väter traf 1895 in Berlin die Variation aus dem Erlkönig" zu: und er hält in den Armen das sechzehnte Kind. Eine Mutter von 14 Kindern stand erst im Alter von 31 Jahren. Das Dußend Kinder wurde 1895 in 204 Berliner Familien voll, die jüngste dieser Mütter war erst 28 Jahre alt. Gine jugendliche Gattin von 24 Jahren ward zum neunten Male Mutter, eine 21 jährige zum fiebenten Male, eine 19 jährige schenkte ihrem Gatten schon das Die Mütter von 12 im Jahre 1895 geborenen jungen Berlinern 5. Kind, 5 achtzehnjährige das dritte, eine 16 jährige den zweiten Sproß, außerdem 7 jugendliche Mütter von 16 Jahren Erstlinge.. waren über 50 Jahre alt. Wie viele Geschwister bei der Geburt der jungen Berliner Weltbürger des Jahrgangs 1895 noch lebten, Im Krankenhause am Urban wurden 1895/96 8682 Krante wird in der Statistit nicht gesagt. Außer der Ehe wurden neun behandelt, wovon 8114 neu aufgenommen und 568 aus dem Vorjahr Kinder von 15 jährigen Müttern, eins von einer 14 jährigen geübernommen waren. 3318 der Neuaufgenommenen( 41 pct.) waren boren. Mit Zwillings- Paaren wurden 1895 447, mit Drillingen 1124 Neuaufgenommene, davon 1048 aus den Vororten, allein Krantentassen Mitglieder. Von außerhalb tamen sechs Familien erfreut. 377 aus Rigdorf. Die Eröffnung des Krankenhaufes für den Kreis herab mit Hochdruck wenigstens den Theil des„ Boltes" begeistern Die Hundertjahr- Feier, für welche man nun einmal von oben Teltow( in Briß) hat sich gerade beim Krankenhause am Urban noch will, der noch nicht unrettbar der Sozialdemokratie verweniger bemerkbar gemacht als bei den anderen städtischen Kranken- fallen ist, fördert gleich dem Sedanrummel des Jahres 1895 eine häusern.( Im Vorjahr nahm das Krankenhaus am Urban nur Reihe Erscheinungen zu tage, deren Widerwärtigkeit selbst der 422 von außerhalb tommende Krante auf, darunter 374 aus den gutgesinnten" Presse auffällt. So schreibt das Organ des Schrei Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für die Vororten, speziell aus Rxdurf 204.) Jufolge der fortgesetzt bundes über die Machenschaften eines geschäftspatriotischen Unter streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende steigenden Inanspruchnahme der städtischen Krankenhäuser wird nehmens: Angeblich in höherem Auftrage" bietet eine Berliner Ver Beiträge ein: gegenwärtig die Aufnahme auswärtiger Kranken thunlichst lagsbuchhandlung den Zeitungsverlegern ein Gedenkblatt an, das dem Mastenball Gefangverein Georginia u. Kornblume d. den Leterkasten 3,05. eingeschränkt. Auf Antrag der Deputation für die städtischen Andenken des großen Kaisers gewidmet ist und den Zeitungen als Listen von Tschernio 4593, 4600, 4605, 4603, 5058, 6771, 6770, 6769, 6085, Krankenhäuser hat der Magistrat den benachbarten Gemeinde Beilage am 22. März beigefügt werden soll. 6089, 6777, 6766, 62, 79, 67, 74: 49,45. Arbetter- Bildungsverein Grünau, 3. R. vorständen bezw. Kreisbehörden mitgetheilt, daß fünftig Kranke von Buchhandlung erklärt, über den Urheber und Stifter des Kunst7,50. Nudelklub, 6. R. 3,25. Buchdruckeret Emil Lehnhardt, Beuffelstraße, 3,-. Die VerlagsHerrenpartie tm Schneegestöber Gesangverein Stederluft 3, Stodfabrit, 8. R. 7, Schuhmacher von Buchweiz 8,70. Klaffenbewußte Gummi- eines von der Ortsbehörde ausgestellten Reverses, der die Zahlung dürfen. Es dürfte dringend geboten sein, zu erforschen, ob diese Goldbach'fche außerhalb nur in den dringendsten Fällen und nur gegen Vorlegung blattes vor dem 22. März nichts Näheres mittheileu u arbeiter Tempelhofer Ufer, 2. R. 3,75. Landtagsseger W. Möfer 7,50. Möbel: fabrit von Bach u. Kopis, obere Werkstatt, 10. Rate, 6,70. Ausfetler- Saat der vollen Kur- und Verpflegungstoften sichert, aufgenommen werden Andeutungen lediglich bestimmt sind, das Geschäft zu unterstützen." Spinn u. Sohn, 10. St. 5,-. Steinbildhauer in Koblenz durch Bater Hempel 7,50. tönnen. Buchdruckerei Emil Billig Nachfl., 8. R. 10,29. Arbeiter von Löwe, 5. R. 9,60. Kranten starben im ganzen 1307 Von den in der Anstalt am Urban 1895/96 behandelten uns selber liegt der Prospekt eines kleinen Geschäftsmannes vor, der sich Buchdruckeret H. S. Hermann B. Fr. Bl. 6,95. D. G. Rigdorf 2,-. Alfenide 15 pet.; speziell auf der W. Reiniger, ehemaliger Sergeant im Fußartillerie- Regiment waaren- Fabrit von Bergas Gebr., 3. R. 6,50. Deutscher Kortarbetter- Werband, inneren Abtheilung von den Männern 163/4 pet., von den Frauen Nr. 11, Görbersdorf, Schlesien" unterzeichnet. Der Mann bietet Zahlstelle Berlin, 10. R. 6,50. Buchbruceret Bacharias, 4. 9. 9, Lifte 6888 15 pet., von den Kindern 361, pet., auf der äußeren Abtheilung Bilder der deutschen Kaiserfamilie, das Stück zu 25 Pf. aus( WiederMaschinenfabrit F. u. 2., Blumenftr. 70, 9,60. Wolff'sche Bude mit zwet Aus- von den Männern 63/4 pCt., von den Frauen 9 pCt., von den verkäufern billiger) und sucht durch folgende Wendung das Gefühl nahmen 1,80. Liften 342, 344 Ptefchel 8,70. Steinbildhauer der Firma Schleicher Seekrabben im Aquarium, 11. R. 3,- Stockfabrit Ad. Seligsohn, Leipziger- Kindern 191/2 pt. 605 starben schon in den ersten 6 Tagen; des Patrioten für sich zu erwecken: Personal 6,10. " " Indem ich noch bemerke, straße 43, 8. t. 5,50. Giftbrüder A. B. G. 8. R. 7,75. Berfonal der 107 davon waren noch nicht 2 Stunden in der Anstalt, 144 erst daß ich wegen Lungenspizenkatarrh vom Militär als Invalide entBuchdruckeret G. u., 9. MR. 9,55. Lifte 3022, 3023 Alfred Riedel 10,05. einen Tag, 94 zwei Tage u. s. w. Beim allen ehrlichen Seemann Naunynfir. 74 Unter den zur Behandlung lassen bin" u. s. w. 3,50. Buchdruckeret G. Mittler u. Sohn, 10.. 45,85. Listen 6881 Tischlerei Fort u. Kretschmar, tommenden Erkrankungen trat der Unterleibstyphus im Barnimstr 13, 14,16. Weiß u. Kündiger, 9. N. 95. Rohrleger und Berichtsjahre, ähnlich wie im Krankenhause Moabit, in größerer Kirche mit der weggemeißelten Kameels inschrift ein Theil abDer Patriotismus wäre nicht komplet, wenn nicht auch für die Gehilfen von Fricke Nachfl. 10,70. Tischlerei Hochstein, 8. N. 13,05. G. M. 1, Mechanische Werkstatt v. R. Krüger, 10. R. 20,25. Bahl als sonst auf. Die Fälle vertheilten sich auf verschiedene fiele. Ein vom Hofrath Dr. Wilhelm Dufen verfaßtes Werk, das Lifte 6479 Schraubenfabrit, Waldemarstraße Nr. 14, 25,05. Personal Wilhelm Greve Stadtbezirke, doch waren naturgemäß vorzugsweise die der Anstalt von dem Komitee für die Kaiser Wilhelm- Gedächtniß- Kirche zum Der Buchbruckeret von Liebheit u. Thiesen, 10. Rate Einzelne Arbeiter der Telephonapparat- Fabrit, Engelufer, 3,45. Tischlerei Haus bereits in den Monaten Juli bis Oktober 1895 ungewöhnlich hoch, bürger, der einem Vereine, einer Anstalt u. f. w. angehört", 8,55. benachbarten betheiligt. Die Zahl der Typhuserkrankungen war Besten des Baufonds herausgegeben ist, wird jedem Reichsmann, 6. Rate 3,30. Stite 2534, Ad. Soffmann 8,10 und Fabrik Benjamin 9,60. doch fiel der stärkste Zugang in den Dezember. Der Verwaltungs- für vier Mark statt des fünf Mark betragenden Ladenpreises an Lifte 6442, Georg Deiß, Schnetber 5,25. 927" 1,-. Lotterteklub Gute Hoffnung und D. Müller 11,40. Tischleret W. Boigt, Weberstr. 8, 9. Nate 9,05. Tischleret bericht nimmt an, daß das vielleicht mit der im November( 1895) geboten. Dies wurmt natürlich die Buchhändler und einer von Becker, Orantenstraße, mit 6 Ausnahmen, darunter 4 Hirsch- Dunder'sche, 10. Rate vorgekommenen vorübergehenden Verunreinigung des aus ihnen läßt sich im Börsenblatt wie folgt aus:" Wird ihnen( den 18,- Bildhauerwerkstatt Dinse 3,30. Möbelfabrik Seiffert und Wolff, Fruchtstraße 36, 8. Rate 25,- Tischlerei Syan, Rüdersdorferfir. 26, 4,55. Pianofabrit den Tegeler Werten stammenden Leitungswassers Berlegern, welche die genannte jezt in Mode kommende Geschäfts. Noeste u. No. 11,25. 2 Treibriemen- Arbeiter Andreasstr. 32, 3,- Tischlerer in Verbindung zu bringen ist." prattit anwenden) nicht beizeiten ein Damin entgegengesetzt, so Bachmann, Eisenbahnstr. 11, 8. Rate 6,25. Tischleret Schaub u. Franz, Feilner: 1 2,25. Lifte 6092, Ewellmann, Bildhauer, 1,10. Elektrische Monteure Braueret " Straße 2, mit Ausnahme von 2 Kollegen, 9. Rate 13,25. Bronzewaaren- Fabrik Mit den Unfallstationen beschäftigen fich neuerdings einige dürfte es sich in kurzer Zeit überhaupt um das„ Sein" oder Nichtsein" Dette u. Ro., 9. State 10,50. Kartonfabrit Geisler, 6. Rate 10,75. Ameritanische bürgerliche Blätter. Auttion einer Apfelſine beim Gastwirth Ruppert d. Dorp 2,06. Tischleret Hampel, Institute gehen bezeichnender Weise weit weniger auf Klarlegung um einige hunderttausend Proletarier reicher. Die Erörterungen über das Wesen dieser des Sortimentsbuchhandels handeln und das Deutsche Seich wäre Wallifadenstr. 18, 1,75. tfte 6190 8,20. Bubiter, 9. Rate 24,05. B. N. 0,50. Tischleret v. Belder u. Plathen mit Liften, Krets Niederbarnim, durch Kopp, der Vortheile oder Nachtheile hinaus, die den Hauptbetheiligten, 2990, 2832, 2992, 2975, 2976, 2932, 2933, 2962, 60, 2802, 2804, 2808: 55,10; Während so der Patriotismus der Geschäftsleute sich redlich bito den dort behandelten Arbeitern, erwachsen, als auf eine Partei- müht, werden in der bürgerlichen Presse, die nun einmal burch Kopp auf Listen 2966, 2967, 13, 63, 59, 24, 83, 82, 10, 88, 87, 15, 2994, 2911, nahme für die nicht in den Unfallstationen beschäftigten Aerzte. Es nicht umhin fann, sich für Wilhelm I. zu begeistern, schwere Be 2979, 2836, 2835, 2989, 2822, 2972, 2860, 2964, 2856, 2858, 2859, 2965, 2970, 5832, 5833( darunter F. Stolzenburg u. Ko., Berlin D. 13,90, Handschuhmacher der Firma werden die Schädigungen beklagt, denen die selbständigen Aerzte denken ob des Umfanges der Feier laut. Es sind zur hohen FestesE. Hopp, Friedrichshagen 22,80, Werfftatt von Friedrich, Rummelsburg, 5,70, nunmehr ausgesetzt sind, nachdem die frischen Fälle" gleich von den freude nicht mehr und nicht weniger als drei Tage angesetzt worden. Möbelfabrit Barth, Fruchtstr. 8, 23.65, Tischlerei Ruflar 6,80): 196,10. liche Möbelpolirer von Belber u. Plathen, Königsbergerstraße, 10. Rate 14, Gammt Unfallstationen weggeschnappt werden; man hebt mit einiger Genug Dies ist der katholischen Köln. Bolts- Zeitung" schon wegen 5 Connenschmiede, Martinikenfelde, 4. Rate 6, A. Haberer, Bleßner 1,-. Schneidemühte thuung hervor, daß die Errichtung einer Abtheilung für Unfall- der Fastenzeit in welche die Festtage fallen, zu viel, und das Antlamerstraße 33( außer etnem Bandfägenfchneider) 6,90. verlegte in der Charitee sowohl die auf ihre Fortbildung Blatt meint mürrisch:" Die Haupsache bei solchen Jubiläen ist nicht Bildhauerwerkstatt Riegelmann durch Augenfeldt 3,46. Bildhauer J. G. Pfaff durch Profeffor Schrecken 11,85. von bedachten Mediziner, als Elschen's Geburtstagsfeier auch die Arbeiter gleichermaßen das offizielle Programm, sondern die warme, die aus dem Herzen Freya I 2,25. Taschenfabrit Demuth 3,-, Bigarrengeschäft, Frankfurter Allee13, 1,-. mit Befriedigung erfüllen müsse, und giebt durch „ Hölzerne Zigarre Marke A. K." Hydro Sandsteinwerte Stralau 3,50. Fratserei zeichnung der Unfallstationen als" Rentenquetschen" zu verstehen, schreiben läßt und durch Verfügungen jedenfalls nicht gefördert wird." Be- tommende Betheiligung des Volkes, die sich nun einmal nicht vor Wagner u. Dünnebett, 10. Rate 6,85. Buchdruckerei Stralauerstr. 56, 10. Rate daß man weniger auf Begründung des Wesens der Sache als auf Das ist sehr richtig und den Interessenten des dreitägigen Jubels Moabit 4,45. 5 Arbeiter von Heidenheim, Prinzenstr. 22, 2,10. Schirmstock Umschmeichelung der Unfallverletzten bedacht ist. Fabrit von H. Noa, Dresdenerstr. 38, 6,55. Tertilarbeiter Köpniderftr. 18-20 mag ob des Erfolges ihrer Mühen schon ein wenig bange werden. 7,20. Lederarbeiter von R. Dietrich 5,45. H. M. W. 37, 6. Rate 11,20. Arbeiter wenig verdächtig. Man möchte den Arbeitern an einer Stelle bei Feier geräuschvoll gestaltet sehen, und die„ Nationalliberale Korr." Das macht die neue Parteigängerschaft von vornherein ein Sie möchten zum wenigsten in der Reichshauptstadt die der Fabrit Schmöckel u. Ko., Gr. Frankfurterstr. 86, 2. Rate 11,75. Tischlerei 3. Stein 7,70. Former und Steßerei- Arbeiter Megte u. fto., 7. Rate 13,-Ge fommen, wo fie leicht zugänglich find, und weiß nicht, daß sie an glaubte daher müthliche Geburtstagsfeier Lothringerstr. 95 mit Buditer. Salzungen, 4. Rate die Unfallstationen am wenigsten denken, wenn sie das drastische angeblich Stadtverordneten den ihnen d. Wehner 9,44. Organisirte Pflasterer in Klein- Kroßenburg( Hessen- Darmstadt) aber durchaus zutreffende Wort noch fehlenden Theil der patriotischen Be 6,-. Dr. Nec in Weimar 10,- Personal der Urania, Taubenstraße, 4. Rate Rentenquetsche" aussprechen. geisterung einbläuen zu müssen. E3 wird getadelt, daß 15,50. Unverzagt in Spandau 3,55. Arbeiter Bildungsverein in Schwedt Rentenquetschen" find jene von den aus mehrfachen Ursachen ver- fich zwanzig Vertreter des unentwegten" Freisinns gefunden und der Dder 10,- G. E., Raumerstraße, 0,50. Schneider von Bothmer haßten Berufsgenossenschaften errichteten Auftalten, in denen der meist sich insofern zu den Sozialdemokraten gesellt haben(!), als fie bean= u. Dynse 12,50. Schmalkalden d. Chr. Kirsch 21,-. und ein Arbeiter d. St. 3,50. Rohn, Rechtsanwalt in Dortmund, Bei Bimmerer fchon längere Zeit erfranfte Arbeiter durch die fortgesetzten Widerwärtig tragen, die Bewilligung von 160 000 m. für die Festfeier zu streichen. Gewerkschaftstartell Meißen- Kölln 100,- Auf zum Aufbau, Straßburg b. G. 25., teiten der mediko- mechanischen Behandlung oft in eine Art Verzweiflung Sie beantragen weiter, 120 000 m. der Kaiser Wilhelm- und AugustaGießerei A. E. G., 9. Nate 9,20. Mittweida, 7. Nate d. Ed. Gims hineingetrieben wird, die ihn auf die Hoffnung hin, nur von dem Orte Stiftung zu überweisen." ( barunter Roscheed Arbeiter 2. Rate 12,41, organisirte Solzarbeiter 25,- der angeblich zu seiner Heilung ersonnenen Qualen fortzukommen, nach Es soll nun einmal trampfhaft N. R. D. H. 4,50, 3 Bielbewußte 1,50, gemüthl. Betfammensetn 9,-, rothe Kind: außen hin der Schein unermeßlichen Jubilirens taufe 1,-) 68,41. Tischleret Cortois, 10. Rate 6,45. Möbelpolirer der Möbel- meist auf einen mehr oder minder erheblichen Theil seiner Rente erweckt werden und fabrit v. Kümmel 3,-. die Tischleret Tolltühn, Friedenstraße, 3,50. daher räfonnirt Korrespondenz Tischlerei Verzicht leisten heißt. Von wesentlich anderer Natur als diese An- weiter: Staifer, Liebenwalderstr. 53, 10,-. Möbelfabrik W. Kümmel, Gr. Frankfurter- stalten sind die Unfallstationen. " Es handelt sich um ein festes Bekenntniß des nationalen ftraße, 10. Rate 15,45. Auch sie sind von den Berufs- Sinnes der Berliner Bürgerschaft, und es ist unwürdig, daran Weitere Beiträge nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau genossenschaften wahrlich nicht aus allgemeiner Menschenliebe er vorbei sich hinter den Mantel der Nächstenliebe und ( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16, vorn part.) in der Zeit richtet oder protegirt worden, sondern verdanken ihr Dasein durch- Barmherzigkeit zu flüchten." Wären die liberalen Stadtvon 9-1 Uhr vormittags und 6-8 Uhr abends entgegen. aus selbstfüchtigen Erwägungen. Die Berufsgenossenschaften fagen verordneten Männer, so müßten sie die rechte Antwort auf solche fich einfach, daß ihnen ein Betriebsunfall um so weniger Roften Provokationen schon zu finden wissen. Aber die braven Angstmeier machen werde, je früher er in sachgemäße Behandlung genommen werden sich schon ins Bockshorn jagen laffen und einsehen, daß an 4. Rate 20,-. 10, " den liberalen " Nächstenliebe und Barmberzigkeit an den preußisch- patriotischen Jubel. Unter den Linden der 56 Jahre alte Privatier Emil v. Kuhnheim feiern sehr deplacirte Dinge sind. Pfäffische Verfolgungssucht. Der Kaufmann K. in Nordinfolge eines Fehltrittes hin und zog sich einen Bruch des linken hausen hatte in seinem Schaufenster eine Zerracottagruppe aus. Gegen die Große Berliner". Von sämmtlichen Berliner Unterschenkels zu. Er fand in der Wolff'schen Privatklinit, Am gestellt, welche zwei Mönche darstellt, von denen der eine einen Haus- und Grundbefizer- Vereinen wird jetzt durch Petitionen und Birkus 11, Aufnahme. In der Passage ertrantte der im Hotel Bierkrug leert, der andere aber einen geleerten Bierkrug in der Proteste gegen den Abschluß des neuen Bertrages zwischen dem" Rheinischer Hof" abgestiegene Rentier Nathan Puriz aus Odessa Rechten emporhält. Auf polizeiliches Verlangen entfernte er dieses Magistrat und der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn- Gesellschaft und starb auf der Stelle an einem Schlaganfall. Vor dem Hause Schaustück, da ihm Beschlagnahme desselben und nebergabe an das in dem Wortlaute seiner jebigen zweiten Faffung Sturm gelaufen, üßowstraße 89 wurde der 27jährige obdachlose Tischler Christian Amtsgericht angedroht wurde. Dieses polizeiliche Vorgehen ist auf um das Zustandekommen dieses ungünstigen Vertrages auf alle Fälle Hansen besinnungslos auf dem Bürgersteige liegend aufgefunden und, einen Strafantrag des fatholischen Pfarramts, der auf Beschimpfung zu verhindern. Ferner verlangt man, daß den anderen leistungs- da er sich nicht erholte, nach dem Elisabeth- Krankenhause gebracht.- und Verhöhnung von Einrichtungen der katholischen Religion hin fähigen Firmen im Bau neuer Linien nichts weiter in den Weg ge- Abends wurde der 18 Jahre alte Hausdiener Richard Mary vor ausläuft, zurückzuführen. Gegen die Nordhäuser 3tg.", welche legt werden soll. Und drittens soll angefragt werden, warum der dem Hause Oranienstraße 33 von Schreikrämpfen befallen und nach eine Geschäftsanzeige von K. brachte, welcher ein klichéabdruck des Firma Siemens u. Halske seitens des Magistrats die Bauerlaubniß der Sanitätswache in der Adalbertstraße gebracht. Da dort aber Gruppenbildes beigegeben war, ist von dem katholischen Pfarramt für die bereits im Prinzip genehmigte Verlängerung der elektrischen feine Besserung eintrat, erfolgte auf ärztliche Anordnung seine gleichfalls Strafantrag gestellt worden. Sollten nun nicht bald Bahn Pankow- Gesundbrunnen noch nicht ertheilt worden ist. Für Ueberführung in das Krankenhaus am Urban.-Beim Berlassen Grüßner's föstliche Mönchsbilder auf den katholisch- preußischen Indexdas einzige verständige Mittel, nämlich für die Uebernahme sämmt- des Hauses Perlebergerstraße 46 verfehlte abends die 74 Jahre alte gesezt werden? licher Pferdebahn- Linien in städtische Regie, ist natürlich in den Wittwe Henriette Münter den richtigen Ausgang und stürzte eine Kreisen dieser Petenten keinerlei Verständniß vorhanden. Kellertreppe hinab. Sie erlitt dabei außer einer Wunde am Hintertopf anscheinend auch innere Verlegungen und mußte nach dem Krankenhause Moabit gebracht werden. Aus den Nachbarorten. da Soziales. Für Bildhauer, Maler, Radirer ze. Die Unterrichtsanstalt des königl. Kun ft gewerbe- Museums erfährt, wie wir in Krankenkassenwesen. Der Bauhandwerker- Krankenkaffe( E. H.) der Nordd. Allg. 8tg." lesen, mit dem 1. April eine sehr bemerkensmaitoin in Berlin, der Sankt Remigius- Krantenkaffe( E. H.) in Viersen, der werthe Erweiterung durch die Einrichtung einer neuen Fachtlaffed Maler- und Lacirer- Kranken- und Sterbekaffe zu Hannover und für figürliches Modelliren, die unter der Leitung des Herrn Prof. Ludwig Manzel stehen wird. Wie in der entsprechenden Fachklasse Der Handelsmann Bosenensfi war mit seinem Fuhrwert am Sonn- Bauhandwerker im Ein furchtbarer Vorfall wird aus Weißensee berichtet. Linden( E. H.), der Humanität", Krantenunterstüßungs- Kaffe für Amtsbezirt Schawoine und und Umgegend für figürliches Zeichnen und Malen, wird auch in ihr der Unter- abend in Ahrensfelde gewesen und passirte gegen 8 Uhr abends(..), der Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins der richt vornehmlich von dem Studium des lebenden Modells ausgehen Weißenfee. Hier begab er sich in Begleitung seines Sohnes in ein Berliner Gasthofbefizer( E. H.), der Kranken- und Sterbefaffe zu und fein Ziel darin finden, die Schüler zu einem richtigen Ver- Restaurant. Der Knabe verließ alsbald das Zotal und versteckte sich Naurod( E. H.), der Krankenunterstüßungs- Kasse für die Maurer, ständniß und zu einem echt fünstlerischen Erfaffen der verschiedenen Scherzes halber unter dem Wagen. Als P. sich wieder zu seinem Bimmerer und Schiffbauer- Gesellen von Lehnin und Umgegend finden nur Schüler, die die erforderliche Vorbildung nachzuweisen Wagens gekrochen sei, um zu schlafen; er setzte sich auf den Kutscher- daß sie, vorbehaltlich der Höhe des Krankengeldes, den Anforde Aufgaben dekorativer Plastit hinzuleiten. Zulassung zu der Klasse Fuhrwerk begab, glaubte er, daß der Knabe in das Junere des( G. H.), und dem Wilhelms- Verein( E. H.) in Danzig" ift vom haben. Voraussetzung des Eintritts ist hier, wie bei den übrigen bod und fuhr weiter. Raum hatten jedoch die Pferde angezogen, Fachklaffen der Unterrichtsanstalt des Museums, daß der Schüler seine als ein markerschütternder Schrei erſcholl. Das eine Hinterrad war rungen des§ 75 des Krankenversicherungs- Gesetzes genügen. ganze Zeit dem Studium zu widmen in der Lage ist. Das Schulgeld dem Kinde über die Brust gegangen und hatte die Knochen einbeträgt im ersten Jahre 72 M. für das Wintersemester und 36 M. für gedrückt. Der bedauernswerthe Bater brachte fein schwer verletztes das Sommerquartal. Es ermäßigt sich im zweiten Jahre auf im kind nach dem Krankenhause am Friedrichshain, wo es in fast ganzen 60, im dritten auf 30 M. Gleichzeitig mit der Einrichtung hoffnungslosem Zustande darniederliegt. der neuen Klasse wird die Fachklaffe für Kupferstich und Radirung aus dem Gebäude des Kunstgewerbe- Museums, das schon längst nicht mehr genügenden Platz gewährt, in Räume des Hauses Mogstr. 7 Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater geht das Schauspiel in 4 Aften von May Ronneburger: Lothar, der Baron", am Donnerstag zum ersten Male in Szene. Die Influenza behauptet leider noch immer das Feld. So hat sie in der Zeit vom 24. bis 30. Januar zehn Opfer gefordert. In der Woche bis zum 6. Februar ist die Sterbeziffer auf die Hälfte verlegt. zurückgegangen. " bericht der Hamburg- Altonaer 3entralbahn- Gesell30 pCt. Dividende auf das Jahr 1896 wird im Geschäfts. schaft vorgeschlagen. Da ist es doch wahrlich, schreibt das Hamb. lors da Echo", an der Zeit, daß die Gesellschaft auch einmal daran denkt, die Gehälter der Schaffner, Wagenführer u. f. w, aufzubessern und ihr Personal nicht noch länger auf die Trinkgelder des Publikums anzuweisen. für das Geschäftsjahr 1895/96 voraussichtlich wieder 22½ pet. Die Sangerhäuser Attien Maschinenfabrik wird Dividende vertheilen. Bou Mitgliedern der Feuerwehr wurden zwei Berfonen gerettet, die ins Gis eingebrochen waren. Der Obermaschinist Scheuer rettete einen jungen Mann, der beim Schlittschuhlaufen in der Nähe von Bichelswerder unter das Eis gerathen war, ebenso, glückte es dem Feuermann Bremer am Tegeler See, eine durch's Gis gebrochene Person wieder aus dem Wasser zu ziehen. Auf dem Gise eingebrochen und ertrunken ist am Sonntag Vormittag in der Spree oberhalb des Müggelsee's beim Schlittschuhlaufen ein unThauwetters die morsche Eisdecke betreten. Dabei gerieth der junge bekannter, etwa 23jähriger Mann. Er hatte trotz des starken Rettungsversuche hinzukommender Passanten erwiesen sich leider als Mann in eine Luhme und verschwand sofort unter dem Eife. Die vergeblich. # 1 Arbeiter- Risiko. Aus Kiel wird uns geschrieben: Ein großes Unglück ereignete sich am Sonnabend Morgen bei der Abfahrt des Refselschmied An dersen versuchte auf den schon im Abfahren be Arbeiterdampfers nach der Germania Werft. Der Von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden ist die des Dampfers an den Brückenpfosten so schrecklich in dem sich bildengriffenen Dampfer zu springen, wurde jedoch beim Vorbeistreifen Leiche des fünfzehnjährigen Sohnes Richard des Schmiedemeisters Wiesner aus der Biesenthalerstraße 7. Der Knabe war seit einigen den Zwischenraum von ca. 15-17 cm zwischen Brücke und Dampfer Tagen bei seinen Verwandten, dem Bäckermeister Horn am Grünen Gefährliche Begegnung. In der Nacht zum Sonntag befand gedrückt, daß ihm der Brustlasten serquetscht wurde. In hoffnungsWeg 68 zu Besuch. Als ihn am Sonnabend Morgen gegen 51/2 Uhr sich der Hilfsbremser H. auf dem Nachhausewege auf der Chaussee losem Zustand liegt Andersen jezt im Krankenhaus und wird, wenn Frau Horn wecken wollte, fand sie ihn ohne Besinnung im Bette awischen Nieder- Schönveide und Adlershof, als ihm ein Mann enter wieder aufkommen sollte, zeitlebens ein Krüppel bleiben. Und liegen. Man ließ dem Bewußtlosen schleunigst ärztliche Hilfe an gegentrat und nach der Zeit fragte. Der Bremser sah nicht nach wer ist schuld an dem Unglück? Bei der geringsten Berspätung von gedeihen, aber es gelang nicht, ihn zu sich zu bringen. Gegen dieser ihm verweigert wurde, zog er blitzschnell ein Messer und verfäumen, und so versuchen die Arbeiter natürlich, wenn sie sich der Uhr, worauf der Fremde um einen Groschen bat. Als auch nur 5 Minuten muß der Arbeiter einen viertel Lag ver. Mittag starb er, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben. Die Meldung von der Rückkehr des Reichstags- Abgeordneten sette dem H. einen Stich in die Schläfe. Jetzt entspann sich ein verspäten, noch schnell auf den Dampfer zu springen. Wenn man Ahlwardt bestätigt sich, er ist am Freitag mit der„ Oldenburg" in Ringkampf, nach welchem der Räuber die Flucht ergriff, so daß er ihnen Gelegenheit geben wollte, stündlich anzufangen, so brauchten fie fich nicht der Gefahr des Verunglückens auszusehen. Bremerhaven eingetroffen. Nach anderthalbjähriger Abwesenheit nicht ermittelt werden konnte. H. wurde nicht schwer verlegt. hat er Sonnabend seiner in Lichterfelde wohnenden Familie an gezeigt, daß er Dienstag in Berlin einzutreffen beabsichtigt. Diese hall o Wonne für seine Freunde! Gerichts- Beitung. Wohnungsverhältnisse in Hamburg. Das Ergebniß der anfangs Dezember 1896 in der Stadt Hamburg vorgenommenen Ermittelung des Bevölkerungsstandes und der Wohnungsverhältnisse Bureau der Steuerbeputation in Hamburger Blättern veröffentlichten liegt jegt vollständig vor. Wir entnehmen der vom statistischen Tabelle folgende Zahlen: Wegen versuchten Raubes wurde gestern der Schieferdecker Wegen vorzeitiger Veröffentlichung der Anklagefchrift für August Hofmann festgenommen und der Staatsanwaltschaft vor den Prozeß Leckert- Lützow hatten sich gestern die verantwortlichen geführt. In der Nacht zum 3. d. Mts. gegen 12 Uhr wurde die Redakteure der Deutschen Warte" und des Kleinen Journals" Kellnerin Martha Tornow, nachdem sie das Haus Birkenstr. 52 auf- Herm. Schade und Alfred Stettenheim, sowie der Bericht Schiffen), deren Zuwachs vom Jahre 1888 an eine Abnahme zeigte Die Gesammtbevölkerung( mit Ausnahme der Personen auf den geschlossen hatte, von dem ihr vollständig fremden Hofmann, der sie erstatter Foellmer vor der 7. Straffammer hiesigen Landgerichts 1 und die sich im Jahre 1892 fogar um 0,45 pet. verringerte, nahm verfolgt hatte und behauptete, in demselben Haus zu wohnen, be- zu verantworten. Der letzte Angeklagte war einer der Angeklagten in den folgenden Jahren um 2,15, 1,66 und 2,57 pt. zu; auch läftigt. Schließlich faßte er die Kellnerin ins Genic und versuchte, im Prozeß Leckert- Lützow und hatte als solcher die Auflagefchrift zu im Jahre 1896 hielt die Zunahme an; fie betrug 15 868 Personen ihr das Portemonnaie au entreißen. Es gelang aber, ben Schiefer- geftelt erhalten. Gleich darauf verschickte er an die Zeitungen oder 2,56 pet. Danach betrug die gesammte Bevölkerung 685 085 decker festzunehmen. einen Artikel, welcher unter wiederholter Bezugnahme auf die Sach- Personen, wovon 805 584 männlich, 829,501 weiblich. Wichtiger, Tödtlich verunglückt ist in der Nacht zum Sonntag der darstellung der Anklagebehörde ein Referat über den ganzen Inhalt als die Anzahl der Gesammtbevölkerung, ist für die Beurtheilung 37 Jahre alte Hausdiener Franz Angel aus der Dranienftr. 63. der Anklagefchrift gab, die letztere im einzelnen zergliederte und den der Wohnungsverhältnisse die der Haushaltungen; dieselbe ver Angel, der in dem Mäntelgeschäft von Maaßen am Dranienplay ganzen Prozeßstoff in allen seinen Theilen darlegte. Der Artikel ist mehrte sich 1896 von 144 348 auf 147 318 also um 2970. beschäftigt war, wohnte feit vierzehn Tagen in dem genannten von der Deutschen Warte" und dem Kleinen Journal" ab Dem steht eine Bermehrung der Wohnungen nur Hause im dritten Stock des Hofgebäudes bei Frau Walter. Angel gedruckt worden. Der Angeklagte Föllmer behauptete, daß gegenüber( von 171 472 auf 173 785). hatte, nachdem er am Sonnabend Abend gegen 8 Uhr von Hause sein Artikel lediglich Doch kann daraus eine Zusammenstellung dessen ent nicht auf seine Verschlechterung der Verhältnisse geschlossen in einer benachbarten Schankwirthschaft hielt, was ihm aus dem Gange der Boruntersuchung und aus werden. Da nämlich die Anzahl der leerstehenden Wohnungen bald darauf geflagt, daß ihm unwohl sei, und daß er feinen eigenen Wahrnehmungen bekannt geworden sei und er fei abgenommen hat, so ergiebt sich, wenn man auch die nur zu heimgehen müsse. Das hat er indeffen nicht gethan, schon geschrieben gewesen, als ihm die Anklagefchrift zugestellt wurde. gewerblichen Zwecken benutten Gelaffe in Abzug bringt, für die sondern noch einige Wirthschaften besucht. Eine Frau, die Der Staatsanwalt hielt diesen Einwand für hinfällig und jeden bewohnten Gelaffe eine Bermehrung von 188 018 auf 141 802, alfo im Erdgeschoß wohnt, will um 12 Uhr nachts einen Zweifel darüber ausgeschlossen, daß es sich hier um eine Wiedergabe um 8789, b. i. eine etwas stärkere Zunahme, als die der Hausdumpfen Fall gehört haben, ohne sich weiter ohne sich weiter darum zu der Anklageschrift handle. Er beantragte je 50 M. Geldstrafe. Die haltungen. weggegangen war, Die Explosion einer Petroleumlampe brachte in der Nacht zum Sonntag fünf Kinder in Lebensgefahr. Das Unglück geschah aus nicht ermittelten Ursachen in der Kellerwohnung Bergraße 3. wo fünf Kinder unbewacht in einem Zimmer schliefen. Die Eltern waren abwesend. Noch bevor die Feuerwehr eintreffen konnte, hatten mehrere beherzte Männer aus dem Hause die verfchloffene Thür eingestoßen und die vom Rauch schon bewußtlosen Kinder in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehr löschte dann die Flammen, die an der Wohnungseinrichtung, speziell Möbeln und Wäsche, reiche Nahrung gefunden hatten. Die fünf Kinder liegen infolge von Rauch vergiftung sehr schwer trant darnieder. Versammlungen. um 2313 bekümmern. Als gegen 3 Uhr morgens der Buchbinder Rechtsanwälte nbczynski, Leonhard Friedmann Freilich sind die Verhältnisse an sich trotz der hierin wohl Braun, der ebenfalls in dem Hofgebäude wohnt, nach Hause kam, und Dr. Werthauer bestritten die Anwendbarkeit des liegenden fleinen Verbesserung noch traurig genug. Die Zahl der fab er oben an der Kellertreppe ein Paar Stiefel mit den Sohlen§ 17 in diesem Falle, da hier weder die Anklage als Haushaltungen überwiegt die der Wohnungen noch immer um 5516 nach oben gekehrt und fand, als er den Raum genauer ableuchtete," Schriftstück" noch ein Auszug" aus der Anklage, sondern nur( gegen 6335 im Vorjahre). Bu einem sehr großen Theil ist die BeAngel über die Treppe ausgeftredt liegen, ben Kopf nach unten auf das Anklagematerial referirend mitgetheilt worden sei. Der eigent völkerung also so eng zusammengepfercht, daß mehr als eine Familie dem Absaze an der Wendung der Treppe. Braun weckte die Wirthin liche Inhalt des Beweismaterials fehle. Die Tendenz des§ 17 des fich mit einer gemeinsamen Wohnung begnügen muß; im günstigsten des Verunglüdten und deren zweiten Schlafburschen, und man Preßgesezes gehe doch nur dahin, die Unbefangenheit der Richter Falle würden je zwei Familien eine Wohnung theilen. Alsdann schaffte mit Hilfe eines Schußmannes Angel, bem das Blut aus zu schützen; bavon tönne in diesem Falle aber gar teine Rede sein. ergiebt sich, daß noch 11 082 Familien, das find 7,5 Prozent Wtund und Ohren herausdrang, in seine Wohnung hinauf. Hier Der Gerichtshof hielt einen Verstoß gegen§ 17 des Preßgefeßes für( gegen 8,8 pet. im Vorjahre) oder der 13. Theil aller Haushaltungen, starb er bereits nach einer halben Stunde. Ein Arzt, der herbei- vorliegend und erkannte auf je 10 M. Geldstrafe. arenabi nicht eine besondere Wohnung halten kann. Da die wohlhabenderen gerufen wurde, stellte fest, daß er sich den Schädel und das Genick Die Verantwortlichkeit des Arbeitsausschusses der vor- Familien noch weniger Köpfe zu zählen pflegen, als die ärmeren, gebrochen hatte. jährigen Gewerbe- Ausstellung für die im Betriebe der letzteren vor- so erkennt man, daß noch immer ein übergroßer Theil der Bevölke gekommenen Uebertretungen der Gewerbe- Ordnung wurde gestern rung in den elendesten Berhältnissen, zusammengepfercht mit durch Urtheil der IV. Straffammer am Landgericht II ausgesprochen. anderen Familien, wohnen muß. Das ganze Elend läßt sich Es handelt sich um eine Antlage gegen den Kommerzienrath aus diesen Zahlen allerdings nur ahnen, da jede genauere Angabe Kühnemann. Am 26. April, dem legten Sonntage vor der über die Zahl und Größe der Räume einer jeden Wohnung und die Eröffnung der Ausstellung, wurde überall mit vollen Kräften Zahl der in ihnen zusammengedrängten Menschen fehlt. Doch ift gearbeitet, um der Ausstellung wenigstens einigermaßen den Anschein das, was auch diese dürftigen Zahlen lehren, schon gerade genug, der Vollendung zu geben. Der Landrath hatte für alle Betriebe, um in dem ungefunden Zusammenwohnen vieler Familien einen für welche dies nachgesucht worden war, den Dispens von der Be recht guten Boden für Krankheiten aller Art zu erkennen, wie ja obachtung der Sonntagsruhe ertheilt. Unter anderem arbeiten auch vor 4 Jahren die Cholera- Epidemie auch der Bourgeoiste zu ihrem die Gärtner an den Planirungsarbeiten des Partes. Später ent- großen Schrecken deutlich offenbarte. deckte die Polizei, daß gerade für den gärtnerischen Betrieb die Ge Ein sehr gefährliches Feuer brach am Montag früh 21/2 Uhr nehmigung weder nachgesucht, noch ertheilt worden war. Es lag im Hause Fransedistr. 43 aus. Dort stand ein Materialwaarenladen offenbar ein Versehen vor, doch mußte dasselbe durch ein Straf in Flammen, die mit ihrem Rauch die Treppen anfüllten und den mandat über 30 M. gefühnt werden. Dieses Mandat erhielt zunächst Hausbewohnern den Ausgang versperrten. Um die geängstigten der städtische Gartenbau- Inspektor Hampel, der die gärtnerischen Montag Abend in Sente's Saal zusammen, um in einer BorverDer Kongreß der Bauarbeiter Deutschlands trat am Bersonen zu beruhigen, ließ der Offizier einen Leitergang am Hause Arbeiten geleitet hatte. Dieser erhob Einspruch und führte fammlung die geschäftlichen Formalitäten zu erledigen. Anwesend errichten und Feuermänner in den einzelnen Stockwerken aufstellen. den Nachweis, daß er in diesem Falle keinerlei Verantwortung zu find 35 Delegirte, welche 47 Städte vertreten; außerdem werden Der Laden brannte aus. ang mau tragen habe. Das Strafmandat wurde darauf Herrn Goldberger 2 Bertreter der Berliner Maurerpolire mit berathender Stimme zu= Ein dreister Schwindel ist kürzlich von zwei Kellnern in der und später Herrn Baumeister Felisch zugestellt. Beide lehnten gelassen. Dem Kongreß liegt folgende Tagesordnung vor: 1. BeWeise versucht worden, daß sie von einem größeren Hotel Berlins de Berantwortung für die Uebertretung ab. Die Staatsanwaltschaft richt der Delegirten über die örtlichen Verhältnisse. 2. Organisation aus mittels Fernsprechers den Restaurateur Küfter in Halensee er darüber zu äußern, ob das Verfahren nicht besser einzustellen für die Arbeiter. 5. Die Arbeiterschußgefeße. 6. Anträge. forderte nunmehr den Landrath Stubenrauch auf, gutachtlich und Agitation. 3. Presse. 4. Der Bauschwindel und seine Folgen suchten, sich schleunigst zu einer Rücksprache mit einem namhaft gemachten Rechtsanwalt einzufinden. Der Gastwirth kam dem Er- sei, der Landrath sprach sich auch in diesem Sinne aus, dagegen für die Arbeiter. 5. Die Arbeiterschußgefeße. 6. Anträge. machten Rechtsanwalt einzufinden. Der Gastwirth kam dem Grbestand der Gewerbe- Inspektor auf der Verfolgung der Strafthat. Im Verband der Möbelpolirer( Filiale Norden) sprach am fuchen nach und machte sich auf den Weg nach einem ihm bezeichnunmehr wanderte das Strafmandat an die Adresse des Herrn 8. Februar Sattler Börsch über Parlamentarismus, Gewerkschafts neten Gasthof. Unterdessen telephonirte einer der Spizbuben an die Frau des Gastwirths unter dem Namen ihres Mannes und forderte Kühnemann. Dieser erhob Einspruch, erzielte aber vor dem Schöffen- bewegung und Wolfsgesetzgebung. In der Diskussion wendete sich fie auf, 950 m. bereit zu halten, die er( der Mann) durch einen gerichte nur, daß die Strafe von 20 M. auf 10 M. herabgesetzt Strauch gegen den Parlamentarismus und meinte, daß man nur Boten abholen lassen würde, da er das Geld bringend gebrauche. nicht allzusehr bebrückt haben, Herr Kühnemann wollte aber trat der Referent entgegen, indem er darauf aufmerksam machte, wurde. Diese Strafe nebst Roften würde die Garantiefondzeichner durch die Gewerkschaftsorganisation etwas erringen könne. Dem Der Frau fiel diefes Ansuchen ihres Mannes auf und machte der sich selbst nicht bestraft sehen und legte daher Berufung ein. daß man wohl Lohnfragen durch die Gewerkschaft regeln tann, aber Kriminalpolizei Mittheilung, der es gelang, beide Spizbuben dingfest Das Urtheil des Gerichtshofes lautete dahin, daß die Gewerbe- Fragen, wie die Regelung der Kinderarbeit, der Arbeitszeit u. f. w. Ausstellung zweifellos ein Gewerbebetrieb gewesen sei. Für diesen durch das Parlament, die Gesetzgebung am wirksamsten gelöst werden. Selbstmorde. Sonntag Vormittag erschoß sich der 39 Jahre Betrieb war der sogenannte Arbeitsausschuß verantwortlich, da dieser Unter Verbandsangelegenheiten stellte der Borsigende einige Fehler, alte Eisenbahnschaffner Emil K. in seiner Wohnung am Stralauer- die gesammte Leitung des Unternehmens übernommen hatte, und von welche sich in den vom Verband herausgegebenen Jahresbericht einPlatz. Die Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Nach diesen drei Personen wiederum der Angeklagte, da dieser die Ausführung geschlichen haben, richtig. Nach Besprechung einiger interner Anmittags wurde im Fluthgraben in der Nähe der Treptower Brücke der Arbeiten leitete. Herr Kühnemann hatte Gelegenheit, sich zu über- gelegenheiten erfolgte der Schluß der Versammlung. die Leiche des 35 Jahre alten Goldarbeiters Rudolf M., und im zeugen, in welchen Betrieben gearbeitet wurde und es tönne denselben gar Der Verband der in Holzbearbeitungsfabriken beschäftigten Landwehrkanal an der Schleuse die Leiche eines etwa 25jährigen nicht ertulptiren, daß er geglaubt habe, der Landrath hätte die Ge- Arbeiter( Filiale I und II) hatte am 8. Februar eine Versammlung Mannes angeschwemmt. In beiden Fällen liegt unzweifelhaft Selbst- nehmigung für die Gärtner mündlich ertheilt. Gine solche Ge- anberaumt, in der Reichstags- Abgeordneter Peus einen beifällig nehmigung muß schriftlich nachgesucht und schriftlich ertheilt werden. aufgenommenen Vortrag hielt. Sodann wurde beschlossen, auf der Dies fei nicht geschehen und deshalb mußte unter Bestätigung des Generalversammlung den Antrag zu vertreten, den Beitrag für ersten Erkenntnisses die Berufung verworfen werden. männliche Mitglieder auf 15 Pf. und für weibliche Mitglieder auf zu machen. morb vor. Unglücksfälle im Straßenverkehr. In der Mittagsstunde fiel am Sonntag an der Ecke der Friedrichstraße und der Straße werden. Veronita, RatiborMännerPf. pro Woche zu bemessen. Die Extrasteuer soll in Wegfall für gestimmt hätte. Allerdings sei die gegenwärtig gezahlte Ent- Schöneberg, Atazienstr. 14 bei Bischof. Domingo, Waldemarjir, 16 bei Tauchert. kommen und die Mitglieder, die länger als 6 Wochen mit ihren schädigung in Höhe des üblichen Tagelohnes zu gering im Ver- Rothe ofe, Boechstr. 21 bet krebs. Veilchen duft, HennigsdorferBeiträgen im Rückstande sind, aus den Mitgliederlisten gestrichen hältniß zu der Arbeitslast und den nothwendigen Ausgaben der Ginigtett I, Rigdorf, Germannfie. 282 bet Wolf. ftraße 4 bet Günther. Kollegia, Reichenbergerstr. 157 bef Bergener, betreffenden Mitglieder. Die Kommission behalte sich für die Zeit, ftraße bei Rau.- Rothe Rette, Stralauer- Allee 17 bei Beyer. Rauchan, Der Verband der Buchbinder hatte am 8. Februar eine wo ihre Arbeiten sich häufen, weitere Schritte vor. Ihr Amt werde Balmerto, Bernauerftr. 13 bei Roloff.- Korea, Weidenweg 97 bet Beckzech Adalbertstr. 15 bet Teichert. Kamerun, Borndorferstr. 17 bei Pittfait. Mitgliederversammlung einberufen. Zunächst machte der Vorsitzende sie nicht niederlegen, weil sie sich des Vertrauens der Maurer bekannt, daß in der Kontobuchfabrik von Carpentier in Zürich das Berlins bewußt sei. Ohne Debatte wurde au stelle Kater's, verein Fester Wille, Alexandrinenſtr. 32 bei Dietrich. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Dienstag. Männer- Gefang Arbeiter- Zitherverein gesammte Personal in den Ausstand getreten ist und müsse mithin der der in voriger Versammlung von der Kommission zurück- Ginigrett, Rottbuserstr. 4a, Konzerthaus Sanssouci. Mufitverein Osiris Zuzug dahin streng gemieden werden. Die hierauf vollzogene Wahl eines getreten war, Megte in dieselbe gewählt. Richter legte rangelfir. 11 bei Blum. Flugtaubenverein Borwärts= Nord Vertrauensmannes fiel auf das Mitglied Tuschinsky, zum Stell- darauf ein von der Kommission festgesettes Formular einer Weiß. Ackerstr. 17 bei Neuter. Bergnügungsverein Fortuna, Blumenstr. 36 bet vertreter wurde Lemfer gewählt. Sodann beschäftigte sich die Ver- Quittungsfarte zum Streitfonds vor, die so eingerichtet ist, daß sie enter Musikverein Norddeutsche Klänge, Swinemünderstr. 51 bet Bitherverein Tyrol, Mariannen- Ufer 2 im Restaurant Surbof. mlung mit den Anträgen zum Verbandstag und brachte die eine genaue Kontrolle über die Beitragsleistungen und die Nach Quartettverein Webbing. Chauffeeſtv. 72 bet weißner. Privat- TheaterVerhandlung über diesen Gegenstand, die in der vorigen Sitzung achtung der Organisationspflicht des Juhabers ermöglicht. gefellschaft Glisabethstr. 30 bei Nach abgebrochen werden mußte, zum Abschluß. Zum Schluß machte man längerer Debatte wurden die Vorschläge bezüglich der Karte an- von 8-10 Uhr: 2. Männerabtheilung Staligerstr. 55/56. Arbeiter- Turnerbund. Dienstag: Turnverein Fichte, Berlin. Abends 4. Männerabtheilung auf die nächste Generalversammlung am 17. Februar bei Feuerstein genommen und deren Einführung zum 1. März beschlossen. Die Stephanftr. 3. 5. Männerabtheilung Ackerstr. 67. 6. Männerabtheilung aufmerksam. Tellersammlung der gegenwärtigen Versammlung wurde der noth- abtheilung Boechstraße 21.- 1. Damenabtheilung Mariannenufer 1a. Stallschreiberstr. 54. 1. Lehrlingsabtheilung Friebenstraße 37.- 3. LehrlingsIm Holzarbeiter- Verband( Bezirk W. und SW.) sprach am leidenden Wittwe eines verstorbenen Kollegen zugesprochen. Ein Turnverein Eiche, Köpenick. Uebungsstunden: Dienstags und Freitags, abends 8. Februar Genosse Schulz über das Thema: Wider unsere Antrag, den Hamburger Hafenarbeitern nochmals 1000 Mart 8-10 Uhr, in Klein's Sotel. Arbeiter Turnverein( Adlershof) Brügelpädagogen. Zur Besprechung der Werkstatt- Angelegenheiten zu bewilligen, stieß auf heftigen Widerspruch seitens mehrerer Rebner. von 8-10% or abends in Röpenick, Rubowerstraße bet Scheer. Frete waren die Arbeiter aus neun Werkstätten eingeladen. Erschienen der ja übrigens beendet sei, schon genug geopfert und thäten beffer, Diefelben meinten, die Maurer hätten für den Hamburger Streif, 1. Männer- Abtheilung von 8%-10% Uhr bei Mirfing, enesebecstraße. Turnerschaft Mirdorf- Brig, 1. Schüler- Abtheilung von 7-8 Uhr, waren die Arbeiter aus den Werkstätten von Mittag, Pingel ihr Geld für sich zu verwenden. Deutscher Senefelder- Sund. Mitgliedschaft Berlin Heute Abend s uhe und Staven ow. In den beiden ersten Fabriken werden vielfach Darauf nahm Silberschmidt das Wort, um unter großer Un. Neuwahlen des gesammten Borstandes. Der Antrag wurde abgelehnt. im Restaurant Cohn, Beuthstr. 21: Mitgliederversammlung und Borstandssigung. Ueberstunden gemacht, während die Arbeiter bei Stavenow über ge- ruhe der Versammlung sein Bedauern über diesen Beschluß ringes Rostgeld flagen. Die Angelegenheit wurde der Werkstatt auszudrücken. Die Ablehnung Kontrollkommission überwiesen. fagte er habe den Der Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter hatte am mart. Großer Tumult und Schlußrufe folgten diesen Worten, Maurern mehr geschadet, als die Hingabe von 1000 8. Februar bei Henke, Naunynstraße, die zweite Branchenversamm- so daß es dem Redner nicht möglich war, weiter zu sprechen. lung der Klaviaturarbeiter anberaumt, in der Genosse Wagner Später gab Silberschmidt eine Erläuterung zu einem in der Abeinen Vortrag über Volksschulbildung und Erziehung hielt. An der rechnung verzeichneten Ausgabeposten. Diskussion betheiligten sich mehrere Redner. Hecht interessant gestaltete sich der Bericht über die Verhältnisse in den einzelnen Fabriken. Allgemein wurde von den einzelnen Rednern die rege Unterstüßung der Organisationsbestrebungen empfohlen. Briefkasten der Redaktion. & reitags und Sonnabends, abends von 7-8 Uhr statt. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Dienstag, Schule Waldemarstr. 14: Deutsch( Die beutsche Literatur in der zweiten Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 9-10% Uhr: Südost= Sälfte des neunzehnten Jahrhunderts, Auffazlehre.) Herr Heinrich Schulz, Nordschule, Brunnenstr. 25: Nationalötonomie( Uebersicht der verschiedenen Wirthschaftsstufen- Entwickelung der bürgerlichen theoretischen Nationalötonomie. Die Marr'sche Werth- und Mehrwerthlehre) Herr Dr. Konrad Schmidt. schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen ZeitDie gerehalle der pot& tube bendunenfiv. 25, it wochen- turzen Leitartitel. Er muß aber greitag in unjeren vänden lein, tags von 8-9 Uhr, Sonntags von 4-9 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. vorständen zur Vermittelung von Vorträgen wissenschaftlichen Charakters zur Die Geschäftsstelle der Schule N., Brunnenstraße 25, die den BereinsBerfügung steht, ist ebenfalls von 6-9 Uhr nachmittags geöffnet. Einseher, Schöneberg. Der Stichwehltag fonnte nicht angegebent werden, weil er für das Deutsche Reich nicht festgesetzt wird. Der Tag der feſtgesetzt. Die meisten Stichwahlen fanden Sonnabend, den 24. Juni 1893 Stichwahl wird für jeden Wahlkreis felbständig vom Betr. Wahlkommissar statt, so auch in Berlin und den angrenzenden Wahlkreisen, in Solinger, und Frankfurt a. M. fanden sie am 23., in den beiden Münchener Wahl freifen am 26. Inni statt. Eine vollständige Aufzählug der Stichwahltermini im Briefkasten ist nicht möglich. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfißender: Ad. Neu--# Dz. in W. Schreiben Sie uns über das vorgeschlagene Thema einer Agitations Kommission der Stockarbeiter Berlins. Derartige Aufforderungen tönnen wir nicht bringen. B. 5. 1. und 2. Aufhebung ist jederzeit, falls nicht das Gegentheid aus der Art der Zahlung 2c. erhellt, zulässig. 3. Schadensersatzanspruch steht Ihnen nicht zu. D. S. 9. Die Bertragsbestimmung ist giltig; ihre Ermission nach sich. O. Schriftliche Antwort ertheilen wir nicht Sozialdemokrat. Der Mangel einer Einsegnung steht späteremt tirch lichen Zeremoniell nicht entgegen. 3. R. 300. Nein. A. Krause. Das ist örtlich und konfessionell verschieden. Kostmann. Sie müssen einen Kostenfestseßungs- Antrag unter Ueberreichung der Beläge beim Amts leidigungsprozessen kann bis zum Schluß der ersten Instanz angestellt gericht stellen( Arbeiterrecht S. 311 Nr. 68). P. 2. Widerklage in Bewerden. Die Widerklage kann sich auf alle Ereignisse erstrecken, die nicht länger als fünf Jahre zurückliegen. Hamburgerin, 23. 64, 88 B., . J., 2. 1000, G. K. 77. Ja. M. 2. 10. 1. Ja. 2. Offen burger Krankenkasse. 3. 2. O. 1. Der Stoff, auf dem ein Wechsel ge= schrieben ist, ist unerheblich. 2. Ja. 3. Reichsgefet. 4. Beiden. 5. Im allgemeinen 3 m. Vogel. 1. Nein. 2. Ja. Karl Weber. Solche Verordnung existirt unseres Wissens nicht. J. D. 25. Sie müssen Ihren Unfall bei der Berufsgenossenschaft anmelden( Arbeiterrecht S. 283 Nr. 30). A. 100. Sie müssen volle Bahlung leisten. 28. 2. Sechs Monate nach Berfall. 5. S. in M. 1. Nein. 2. Wer einen Brief nicht annimmt, wird bezüglich der Rechtsfolgen als Annehmer des Briefes erachtet. 3. Ja. Die Bildhauer nahmen am Dienstag, den 9. Februar, in einer öffentlichen Versammlung den Jahresbericht ihres Vertrauensmanns Otto Meyer entgegen. Nachdem er seine Thätigkeit in Bezug auf die letzten zehn öffentlichen Holzbildhauer Versammlungen, vier Modelleur und eine Steinbildhauer- Versammlung, welche hauptsächlich durch die Lohnbewegungen im Bildhauergewerbe verurfacht wurden, geschildert, erstattete der Revisor E. Donath Einnahme von 888,01 Mart, eine Ausgabe von 794,92 Martiebr. Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Dienstag, abends 9-11 Uhr: Uebungsund einen Bestand von 93,09 Mark und Aufnahme neuer Mitglieder. Steineiche, Neue Friedrichstr. 20 zu verzeichnen. Die bei F. Preuß. Kornblume, Or. Frankfurterstr. 138 bet Gold. Gene Versammlung erklärte sich mit der Thätigkeit des Vertrauensmanns felber, Rosenthalerfir. 57 bet Babiel. Gerechtigteit( 20 e ften), einverstanden und ertheilte ihm einstimmig Decharge. Aus Zweck sand in sand I, Mariannenftr. 41 bet Richter. Bülowstr. 59 bet Werner. Olympia, Adalbertir. 8 bei Sauermann. mäßigkeitsgründen beantragte Donath, das Amt des Ver- ftraße 6 bet F. Ewald. Kreuzberg, Schönleins Ebelweiß I, Melchiorstraße 15 bei Stehmann. trauensmanns von jetzt ab einem Mitglied des Internationaleno 1, Linienfir. 19 bei Neumann.- teberball, Admiralfir. 21 bei Schnieber. Agitationskomitees der Bildhauer zu übertragen. Fret hett II, Adlershof, Bismarckstr. 24 bei Wölftein. Myrthenblätter, Die Versammlung schloß sich diesem Vorschlage an Prenzlauer Allee 16 bet Stein, Deutsche Liedertafel, Blumenftr. 88 und wurde bei Wiedemann. Ihn'scher Humor, Straußbergerstr. 3 bei Wwe. Röll, 28 inter einstimmig zum Vertrauensmann der Berliner Bildhauer unverzagt II, Beuffelstr. 9.- Friedrich'scher Männerchor, Schwedtergewählt. Im zweiten Punkt berichtete Winkler über die Thätig- Starlstr. 11 bet beinc.fe. Straße 23 bei Wernaut. Freies Lieb, Friedrichsberg, Friedrichteit des Internationalen Agitationskomitees der Bildhauer in New- bei Göbel. Männer hor Nord- Ost, Landsberger Allee 152 Rothe Nette I, Schöneberg, Grunewaldstr. 110 bei Obft. York, London, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, der Schweiz, bendroth, Wilmersdorf, Berlin. rstraße 41 bet ftlingenberg. Rothe Desterreich, Ungarn, Böhmen und Dänemart. Auch dieser traße 19. Sur Erholung". Nette II, Ruppinerstr. 42 bei R. Rofin.- Vorwärts IV, Rathenow, Junter: Punkt schloß mit der Abgabe des Kaffenberichts des Komitees. Gold. Alpen glode, Große Frankfurterstraße 183 bet Gich entran 3, Prenzlau, Stettinerstraße Staifergarten". Einig Die Einnahmen betrugen im verflossenen Jahre 393,46 9., te it II, Weinstraße Nr. 11 bei Feind. Freter Gängerchor, Glienicke, die Ausgaben 97,34 M. Röpeniderstraße bet Witte. In Händen des Sekretärs blieb brobt's geftfäle. Webbinger Harmonie, Müllerstr. 7a, Mil Forwärts VIII, Marmit t. b. Mart, bei K. Schurbaum ein Bestand von 36,12 m., auf der deutschen Bant find Concordia, Simeonftr. 23 bei lid Frete Sänger III, Seegermühle Deponirt 430 M. und 1,15 M. Zinsen. Mit der Thätigbet Eberswalde. Frohsinn I, Summelsburg, Göthe u. Ranthraßen- Ecke teit des Komitees erklärte sich die Versammlung gleichfalls einverbei Mertens ,. Acacie( gemischter Chor), Drantenstr. 184 bet Theodor Megner. Wilmersdorfer Liedertafel, Wilmersdorf, Berlinerstraße 41, standen und ertheilte dem Kassirer einstimmig Decharge. Wieder Klingenberg's Boltsgarten. Arion I, Wittenberge, Thurmftr. 23, Bentralhalle. gewählt wurden in das Internationale Agitationskomitee die BildJunge Eiche, Reinickendorf, Koloniestraße 147 bet Anton. Freie hauer Wintler, Augenfeld und Landsch, nengewählt bei Banjelow. Arion II( Sandschuhmacher), Brandenburg a. S., Hauptstraße, Feldblume, Wienerftr. 31 bei klein.- Harmonie III, Mirdorf, Kirchhofstr. 29 Ohlsen, A. Sille und Roßberg. Der Bericht des Dele- Wintel's Galon. Drante, Weißensee, Albrechtstraße und Heinersdorfer girten zur Gewerkschaftskommission wurde bis zur nächsten Ber- eg 14.-. Alpenglühen, Manteuffelstr. 9 bei Nowad. Gesangverein fammlung vertagt. Freie Sängerschaar, Danzigerstr. 71 bei Dambed. Gangbang, Sangestuft II, Pafewaltertraße 8 bet adolf Neumann. Freiheitstlänge I, Martgrafenftr. 8 bet dorf, Residensstr. 101 a bet Malchin. Freese. Oberon, Oranienstr. 121 bei Wohllebe. Weiße Rose, Reinicken- Swinemünde Arbeiter Waibund, Nowawes, Walstraße bet stemte.-- wetallarbeiter Often, Grüner Weg 18 bei Hamburg Bipple. Sängerhor ft, Mariannenstr. 48 bet Stebehenfchel. Bor Berlin arts VII, Rummelsburg, Kant- und Göthestraßen- Ecke bet Breves. Wiesbaden. alle Buschriften, den Bund betreffend, find zu richten an Baul Bent, Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. München Dresdenerstraße 107/8. Dienstag. Mufitverein offnung, Beughofftr. 23.Wien. Mufitverein Münstermann, Ackerftr. 123 bei warten. Theater- Gesellschaft Haparanda. Liberté, Grünauerstraße 16 bei Ritter. admiralstraße Nr. 18c, Märkischer Hof. Theaterverein Freier Wille, Petersburg. Lotterieklub Gute offnung, Cort Wollinerstr. 46 bet Bugowstt. Geselliger Klub Musteltraft, Wiefenftr. 39 bet Schröder. Aberdeen. vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerftr. 80, 2. Sof. Arbeiter Rancherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Dienstag: Gutgefinnte Freunde, Georgentirchstr. 65 bet Spät. Rauch lub Eldorado, Grüner Weg 25 bei Ebeling. Rauchtlub Grüne Eiche, bei Sutas. Urbanfir. 87 bet Schneider. Rauchtlub Deutsche Flagge, Wrangelstr. 32 Berliner Rauchtlub, Reichenbergerstr. 146 Rauchtlub Ambalema, Forsterstr. 19 bei uckel. Neuer bei Drogge. Phönir, " Die Gasarbeiter hielten am 10. b. M. eine gut besuchte Mitglieder- Versammlung ab, in der zunächst Dr. Weyl über Die Berkürzung der Arbeitszeit" sprach. Dann berichtete Börsch über die Fortschritte des Verbandes. Er theilt mit, daß in Hamburg, Königsberg i. P. und Erfurt Verwaltungsstellen ins Leben gerufen wären und man die besten Hoffnungen auf das Weitergedeihen der Drganisation haben könne. Bum Borsigenden wurde E. Pen a ck und zum Kassirer Barz gewählt; die Wahl der anderen Borstandsmitglieder soll in der nächsten Mitglieder Versammlung vor genommen werden. Eine gut besuchte Maurer- Bersammlung tagte am 10. b. M. im Cohn'schen Saal. Zu dem in voriger Versammlung abgelehnten Antrage: Die im Bureau thätigen Mitglieder der Lohnkommission mit 6 Mark täglich zu befolden," bemerkte Silberschmidt: Die Lohnkommission würde eine solche Gehaltserhöhung nicht angenommen haben, selbst wenn die Versammlung mit schwacher Majorität da Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis Südost. Versammlung am Dienstag, den 16. Februar, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Brüder, Waldemarstraße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Heinrich Schulz über: Prügelpädagogik in der Schule und im Hause. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 242/1355 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 17. Februar, abends 8½ Uhr: Versammlung im Lokale von Nöllig, Nosenthalerstraße Nr. 11/12. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Robert Schmidt über: Sozialpolitische Tagesfragen. 2. Distuffton. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Umt zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Das gemüthliche Beisammensein der Genossen des 5. Streises findet am Sonntag, den 21. d. M., von 7 Uhr abends ab im Lokale von Babiel, Rosenthalerstr. 57, statt. 245/6 Witterungsübersicht vom 15. Februar 1897. Stationent. Paris. Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung 771 M 772 770 NO 767 N 766 28 765 764 N 772 M SSM NW 770 769 ឥ Q ឥ ឥ ឥត គ គ Windstärke ( 1-1) 2242422 212 Metter Temperatur ( 50.4° R.) nach Celsius woltig 6 halb bedeckt heiter bedeckt -3 -4 Regen 3 bedeckt woltenlos 2 -15 heiter bedeckt woltig 437 Wetter Prognose für Dienstag, den 16. Febenar 1897. Beitweise nebelig, vorwiegend beiter und trocken, nachts strengerer, am Tage gelinder Frost bei schwachen öftlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Achtung! Maurer. Achtung! Zahlstelle Berlin. Mittwoch, den 17. d. M., abends S Uhr, Morgen, Mittwoch, den 17. Februar 1897, abends; 8% Uhr, in Cohn's Feltfälen, Beuthstraße 20: bei Cohn, Beuthstraße Nr. 20/21: Vertrauensmänner Versammlung = für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tages- Ordnung: Die Aufgaben der Vertrauensmänner. Referent: E. Wiedemann. Der Streif der Küchenmöbel- Tischler in Weißensee. Werkstattdifferenzen. Verbandsangelegenheiten. Um Vertretung aller Werkstellen ersucht 81/15 Die Ortsverwaltung. Achtung! Rixdorf! Holzarbeiter- Derband. Dienstag, den 16. Februar, abends 8 Uhr, in den Viktoria- Sälen, Hermannstr. 48-50: Mitglieder- Versammlung. 81/16 Tages: Ordnung: 1. Bortrag der Frau Rohrlack Berlin über die Verwendung der weiblichen Arbeitskraft". 2. Distuffion. 3. Ver: schiebenes und Verbandsangelegenheiten. Gr. öffentliche Versammlung aller auf den sogenannten Tichtbauten beschäft. Maurer. Tages Ordnung: 133/5 1. Die Einwirtung der Lichtarbeit auf den Neunstundentag. 2. Stellungs nahme der betheiligten Kollegen zu diesem jetzt grasstrenden Uebel. Im besonderen sind eingeladen die Kollegen von folgenden Bauten: Hotel Bristol, Unter den Linden, Fränkel in der Leipzigerstraße, Rohrschneider am Betriplatz, Linoleumfabrik in Nixdorf u. Bergschloßbrauerei in Nixdorf. Da die Regelung der dem Neunstundentag so schädlichen Lichtarbeit sehr genannten Bauten zum Besuche dieser Versammlung zu entfalten. Die Lohnkommission. fer notwendig ist, ersuchen wir die kollegen, eine Präftige Agitation auf Hausdiener, Packer, Kutscher. Mittwoch, den 17. Februar, abends 9 Uhr: Große Versammlung Auch nichtmitglieder haben Butritt und werden neue Mitglieder auf des Verbandes aller im Handels- und Transportgewerbe genommen. Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Die Ortsverwaltung. Achtung! VI. Wahlkreis. Achtung! Verband der in Buchbindereien, Dienstag, den 16. Februar 1897, abends 8 Uhr, int B. Raabe's Salon, Kolbergerstr. 23: Große öffentliche Volksversammlung Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Förster: Welche Lehren bietet uns der Hamburger Hafenarbeiter- Streif?" 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein 219/11 Der Vertrauensmann. Bentralverein der Bildhauer. Hente, Dienstag, den 16. Februar, abends 8%, Uhr, Annenstr. 16: Versammlung. Tages Ordnung: Geschäftliches. Bibliothekabend Verschiedenes. Billets zur Urania für die Darstellung des Nordpols am 11. April cr. 21/6 Der Borstand. sowie zur Werestchagin- Ausstellung sind zu haben. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Mittwoch, den 17. Februar 1897, abends 8 Uhr, im Lokale von Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Ordentl. General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Geschäfts: und Kaffenbericht.( Abrechnung vom Sanssouci- Vergnügen.) 2. Gesammtwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Reger Vesuch der Versammlung erwünscht. 25/6 Der Vorstand. Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 18. Februar 1897, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn Koczorowski, Langestraße 65: 10 Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1896.. Bereins- angelegenheiten und Berschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins in den„ Oranienhallen", Oranienste. 51( zw. Moriz: u. Oranienplay). Tages Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Vortrag des Herrn Dr. Paul Bernstein über: Die erste Hilfe bei Unglüdsfällen." Um zahlreiches Erscheinen bittet Arbeiter- Bildungsverein für Friedrichsberg. Dienstag, de den 16. Februar, abends 81 Uhr, im Lokale des Herrn Gürsch, Frankfurter Allee 174: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Weil: Das Waffer und seine Heilkraft. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 14/4 Der Vorstand. Elise Liepmann Leopold Liepmann Verlobte.( 32466 Berlin, im Februar 1897, Unserem Freunde und ehemaligen Mitglied des Junggesellen- Klubs Fritz W. zu seinem heutigen Wiegenfefte ein 84/5 breimal donnerndes Hoch![ 3252b Junggesellen- Klub Berlin. 3. Distuffton. Der Vorstand. 85/11 Künstliche Zähne. F. Steffens, Rosenthalerstr. 61, 2 Tr. * 1 Theilzahlung pr. Woche 1 m. Maskengarderobe zu den billigsten Preisen empfiehlt E. Stenzel, Rottbuserdamm 8. Cösliner Hof, Cöslinerstraße 8( Wedding). Sonnabend den 20. März fret. Näh. Frizz Schröder, Wiesenstr. 39. Musikautomat [ 1026L* en, staunend billig G. Schubert& Co., Berlin SW., Beuthstr.17, I.( Reinaben.) Meyer's Legifon, Brockhaus, Brehm, und alle and. wissenschaftl. Werte beleiht, und kauft allerh. Preise. 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Dienstag, abends 8 Uhr: Palastrevolution. Eine Mittwoch, abends 8 Uhr: Ein Volks: feind. Friedrich Wilhelmst. Theater. Urania, Tauben Strasse Concordia Variété- Theater Apollo- Theater. No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung Brunnenstr. 154. täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Täglich: Grosse Theater- und Spaniens beste Tänzerin Eintritt 50 Pf. Spezialitäten- Vorstellung Carmencita Wiffenschaftl. Theater abends 8 Uhr. 57/62 Das beste Programm d. Nordens. U. a. Geschw. Carré, brillante Doppel- Jongleure. Sternwarteter Stadtbahn Mira Borrmann, die feſche Soubr. hof. Täglich von 7/2 Uhr abends ab 50 Pf. Jm Theater- Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Erperimenten u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Passagedas englische Schönheits- Quintett 5 Lorrison Lebenden Photographien Otto Buddel, gefällt nach wie vor. Die unerreichten und vollkommenſten Neu einstudirt: Bomben und Granaten, Posse. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. 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Dienstag, den 16. Februar cr.: Emil Thomas a. G. Zum 10. Male: Ein fideler Abend. Burleske dramatische Revue in 1 Vor: spiel und 3 Bildern von J. Freund und W. Mann städt. Mufit von Julius Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Ein fideler Abend. Thalia- Theater. ( vormals Abolph Ernst Theater). " Frau Lieutenant." Vaudeville in drei Aften von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von G. Serpette und B. Roger. Morgen und folgende Tage: Frau Lieutenant." Sonntag nachmitt. 3 Uhr: Trilby. Alexanderplay- Theater. Kleine Preise! Heute und die folgenden Tage: Eine pikante Ehe. Berliner Posse mit Gesang und Tanz in 4 Atten von Eugen Prudens. Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegeben sind, behalten ihreGiltigkeit. Sonntag nachmittag 4 Uhr zu fleinen Preisen: Das Märchen vom tapferen Schneiderlein. Zauber- Komödie in 5 Aften von Eugen Prudens. Billets sind ohne Vorbestellgebühr ſchon 3 Tage vorher an der Theatertaffe zu haben. Vormittags, 1/ 211-122 Uhr. Abends von 127 Uhr an. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Heute: Berlin wie es weint und lacht. Volksstück von Kalisch. Morgen: Walzertönig. Anfang 8 Uhr. Sonntagnachmittags 3 Uhr: Preciosa. Schauspiel von Wolff. Mufit von Carl Maria v. Weber. Kaufmann's Variété. Königstraße Kolonnaden. Neue Debuts! Neue Debuts! Der wiedergefundene Tom Belling! Der beste Klown vom Zirkus Renz genannt Der dumme Auguft" als Zauberparodist. Brothers Atlessy, Sandkraftakrobaten. Lilian Mayo, Kostüm soubrette. Patti, Blaek und White, Helene und Emillion, Geschwister D'Elvert, Geschwister Corelly, Der dicke Edi Blum und 25 Elite- Nummern. Anfang präzise 72 Uhr. Alcazar Variété- Theater I. Ranges. Dresdenerstr. 52/53( City- Passage) Aunenstr. 42/43. Art. Leiter: Kapellm. Martin Stein. Täglich: Gr. Orchester- Konzert u. Auftreten von Kunstkräften allerersten Ranges. Dazu: Oranienstr. 52. oder Dienstag, den 16.: Zum 1. Male: Schloss Greifenstein ,, Der Sammetschuh" nebst dem Vorspiel, 8 ulima, die Türfin". Histor. romant. Ritterschauspiel von Graf v. Greifenstein: Joh. Lumpe. Charlotte Birch- Pfeiffer. Anf.: Woche 8 Uhr. Sonntags 71/2 Uhr. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Der Glücklichmacher. Der Lumpenball. Avis! Morgen Mittwoch, den 17. Februar: Zum 1. Male: Baruch und Sohn. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Entree 30 Bfg. Die Direktion. Kunst Spezialitäten ersten Ranges. Anfang 72 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Bf. bis 2 M. Böhmisches Brauhaus Landsberger Allee. Heute, sowie jeden Dienstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader). mit dem Senfationsbilde: Endlich allein." Kaffeneröffnung 612 Uhr. Anf. 7½ Uhr. Voranzeige! Sonntag, den 21. Februar 1897, um 12 Uhr mittags: Grosse aussergewöhnliche Matinée zum Besten der am 22. März stattfindenden Zentenarfeier. Der Billetverkauf beginnt heute im Bureau des Komitees Leipzigerstr. 4 und an der Kaffe des Apollotheaters. THOEN Maskengarderobe. Größte Auswahl. Billigste Preise. Verein. Preisermäßigung. Fr. Panknin, Oranienstraße Nr.178, Adalbertstr. 91, Ecke Oranienstraße. Stempel Fabrik R.HECHT BERLIN bon Robert Hecht, Berlin S., Oranienstr. 142, liefert schnell und billig alle Arten G Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben ist erschienen: Die Handhabung des Vereins- und Versammlungrechts im Königreich Sachsen. Auf Grund des Thatsachen- Materials dargestellt von R. Bebel. 165 S. 8°. Preis Mt. 1. Porto 10 Pfg. Da die Schrift zur weitesten Verbreitung in Parteitreisen bestimmt ist, haben wir auch eine Agitations Ausgabe herstellen lassen, die wir den Genossen bei Partienbezug zum Preise von 30 Pfg. liefern können. Der Vorwärts schreibt über diese neueste Schrift Bebels: Die nicht ganz reattionären Zeitungen, welche noch nicht zu allen Gefeßesauslegungen, wenn sich ihre Schärfe gegen die Sozialdemokratie richtet, Ja und Amen sagen, haben seit Jahren über die mehr als eigenthümliche Handhabung des sächsischen Vereins- und Bersammlungs rechts berichtet. Es war ein großes Verdienst, all das Material zusammenzustellen und es der weitesten Deffentlichkeit vorzulegen. Es giebt nicht leicht ein interessanteres und lehrreicheres Buch als das hier angezeigte für den, der sich über den Stand der politischen Freiheit im Deutschen Reiche unterrichten will. Dem fleißig gesammelten Material über die Handhabung des sächsischen Bereinsrechtes sind eine Einleitung und Schlußbemertungen aus der Feder Bebels beigegeben. Wir wünschen der Schrift zahlreiche Leser, vor allem im Kreise unserer Gegner. Vielleicht steigt doch einem oder dem anderen die Schamröthe ins Gesicht. Herr v. Megsch freilich wird diese Schrift wohl nicht mit einem Gefühle der Befriedigung aus der Hand legen. Stempel B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spezialität: Porträts sozialistischer Führer, in bester Lassalle, Marr 2c. in Cigarrenspizen, Pfeiffen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büften, Ausführung. Bildern u. dgl., sowie jede Drechslerwaare u. Repar.( Man verl. Preisfurant.) Für 36 Mark feinste Anzüge nach Maaß. Für 30 M. ff. Sommer- Baletot nach Maaß. Für 8-12 M. feinste Hosen nach Maaß. Gehrock- Anzüge zu billigsten Preisen. Groß- Stofflager. 10579* Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Pf.( siehe Blafate). Krausenstr. 14, 1, kein Laden. Mittwoch: Moabiter Stadttheater. Die nächste Aufführung von Finke's Schelmenstreiche findet Freitag, 19. d., in der Viktoria- Brauerei" statt. Welt- Restaurant Variété- und SpezialitätenTheater. Dresdenerstraße 97. Novität! Novität! Novität! Das tanzende Berliu. Jm vorderen Saal täglich: Künstler- Frei- Konzert. Anfang: Entree: Wochent. 7 Uhr. 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Das Tagesgespräch von Berlin: Nach Sibirien. Außerdem: 4 ungar. Amazonen. Der sens. Sprung über einen Landauer mit Insassen. Walzenritt. Alligator, ostpreuß. Hengst und der ungar. Vollbluthengst Bator, dress. u. ger. von Herrn Foottit- Burghardt. Petro: der berühmten Schulreiterin Mme. Maria Doré. Dir. Busch mit seinen berühmten Freiheitsdreſsuren. nius, oftpreuß. Sengit, geritten von Nächtliches Abenteuer. 1. Auftr. des Mr. Golemann Große Bosse mit Gesang in 2 Bildern. mit seinen dress. Hunden und Kazen. 6 liefert Albrecht's Bäckerei, Falckensteinstr. 28. Langestr. 26. Wrangelfir. 8. Laufigerstr. 2. Hackescher Markt 4, Ecke Neue Promenade. Rohtabak Größte Auswahl! Billigste Preiſe! Guter Brand! Vorzügliche Qualität! Sämmtliche Fabrikations- Utensilien. ( Nene Formen, sehr gr. Ausw. à 1,40 m.) Man verlange Preis: Verzeichniß. 10682* Heinrich Franck, Nr. 185, Brunnenstr. Nr. 185. 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