Hrgan für die Znrerefsen der Arbeiter. m Ii c:tt,„ Das„Berliner Volksblatt" tciglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. AbonnementspreiS für Berlin frei Mi-'pL vierteljährlich 3,30 Mark, monatlich 1,10 Mark, wöchentlich 28 Pf. Einzelne Nummer 5 Pf. aifif 2s-Nummer mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. Postabonnement 3,30 Mark pro Quartal. St»k,(Eingetragen in der Postzeitungspreislistc für 1890 unter Nr. 892, V. Nachtrag.) Krrnzband-, täglich durch die Expedition, für Deutschland und Oester-reich-Ungarn _ 3 Mark, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Insertion sgebühr beträgt für die Sgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VerfammlungS- Anzeigen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bcuthstraße 3, sowie von allen Annoncen-Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. -, Frrnsprechvr i Amt VI. Utr. 4106.»■» CS 1,_ 2■(!3vtt% 1., feiL�efattbten der deutschen Arbeiter und den delegirten lDJ*en des Auslandes, welche sich heute in Halle zu- — Slviv,1Ienrutdeu werden— zitin ersten sozialdemokratischen kettag nach Erlaß des Sozialistengesetzes! f0.~re'äehn Jahre lang konnte in Deutschland ein Partei- S ß,. nicht tagen; im Vaterlande geächtet und verfolgt, ' niir in dieser Zeit von Deutschlands tiefster Er- MI t,,,/ t'9ung den Schutz fremder und freier Staaten auf- kTn; um die im Interesse der Partei und der deutschen nothwendigen Berathungen und Maßregeln iM �' dreizehn Jahre waren für uns eine Reihe __ beä, drochener Kämpfe und Siege; und das Ergebniß w. mngen Ringens unter unsäglichen Opfern ist: daß der Lr�r des Sozialistengesetzes zerschmettert am Boden liegt i neben ihm das zerbrochene, von seinen einstigen Ver- vttrn jetzt verleugnete und verabscheute Sozialistengesetz. >5» 1 Die Männer. welche als Abgesandte der deutschen Leiter sich heute Abend in Halle vereinigen, haben aus- m| Amslos in diesem dreizehnjährigen Krieg der deutschen .� Sozialdemokratie gegen ihre Unterdrücker mitgekämpft— "„ die zum Rath zusammen kommen, haben sich auch lihrt in der T h a t. Es sind Männer, die den Ernst ; Lage und die Pflichten des Kampfes kennen— -«nnev, begeistert für unsere erhabenen Ziele, und ent- et| rissen, die Mittel zu gebrauchen, deren es zur Erreichung �Äele bedarf. j| zp. Ä hnen haben wir keinen Rath zu geben, seine ;r. j u.Ä'ng zuzurufen. Sie stehen auf der Höhe des ge- 6.»H°,- �"chen Moments. Sie werden thun, was das Wohl Zsu- tei, das Wohl der Klasse der Unterdrückten und � p �beuteten erheischt,— und sie werden das Wohl der fccrV e-- iib er jede andere Rücksicht stellen. „ 0] ��ist zielbewußter Entschlossenheit, gepaart mit bc- SU L ne)u Abwägen der Kräfte, welcher unsere Partei, seit : ��.dem Plane ist, und namentlich in der Aera des NedAkkron: VvukhstvNße Ä«— Expedition: VeukhÜvÄtze 3. r ic» 5# r ��'stengefetzel beseelt, und an den mannigfachen Klippen o o ei. Zum Siege geführt hat,— er wird auch auf dem rtc z walten— der heute in Halle zusammentritt— rtn:v und imposantesten A r b e i t e r p a r l a- r., f das jemals auf deutscher Erde versammelt war. » iivn nicht am Platz, uns hier in langen Betrach- Teit ev9e�e"- Die Abgesandten der deutschen Ar- i t. rld 5. Ir. was der Partei frommt, und sie werden festen Wissen gemäß beschließen. Sie wissen, daß >eiit i Augen der deutschen Arbeiter und ihrer fcw?!11 Feinde aus ihnen ruhen, sondern die der ganzen ' Sudeten Welt! mg?' i ehen» |)r, k AZo»! h' Feuilleton. p�rtou».,_[11 j Uirtoria. Roman von Minna K a u t s k y. liibt�? bcn Zeiten der Geschmacksverivildernng, glaube ich, ,em Künstler eine andere Aufgabe zufallen." Zeis?° verneigte sich gegen Stiehl in verbindlicher -er"w Aesthetikcr und Moralist mag Recht behalten. Uhle»} leichtlebige Künstler mag immerhin um Gunst 'lstu 1 s. s". Großen schmeicheln, die ihm seinen Sackcl ictjt i liabei, seien Sie versichert, wird auch der Kunstler 1 der n,\ louuucu' denn die Mutter der schönen Künste e Ueberfluß." luvjePausc entstand, der Gegenstand wurde fallen hast-,.. Fceld begann nun die Erörterung jener Gc- L."Si7S«»d--.. E- M trockene Geschäftsmann und Riehl hatte mc- klar vor Augen gehabt, wie jetzt unter �&%%ch genauen Analyse." Ffaßte. hkaßte, als er die ganze Trostlosigkeit derselben k nlso wirklich so weit mit ihm gekommen? e>... �ues dabinn?ku>» v Wo D. eiste" Mmgeben? h de» Patt"-n.�kte er sich die ihm so chcure Villa von der n'u erhalten gewünscht, aber Ficld nmßtc � Unmöglichkeit dieses Wunsches zu überzeugen. Keine Tagung eines gesetzgebenden Körpers, keine Diplom aten-Konferenz, eine Fürsten Zusammenkunft hat seit Jahr- zehnten in ähnlichem Maße die öffentliche Aufmerksamkeit, die Aufmerksamkeit der Denkenden aller. Länder auf sich gezogen, wie dieses einfache Arbeiterparlament,— eine Thatsache, durch welche aufs Handgreiflichste, bekundet wird, daß die Arbeiterklasse die Trägerin der m o- dernen Politik, und daß die Sozialdemo- kratie die leitendePartei der Gegenwart geworden ist. Die Männer, welche das arbeitende Volk nach Halle geschickt hat, um die Angelegenheiten der Sozialdemokratie zu fördern und ihr eine den Umständen angemessene Organisation zu geben, kennen die Schwierigkeiten, die es zu überwinden giebt— und sie kennen auch die Gefahren, die uns von jeder Seite her drohen. Sie sind aber an Schwierigkeiten und Gefahren gewöhnt und sie sind jeder Aufgabe gewachsen. Mit hellem Blick, der die Lage scharf überschaut, werden sie voll Eintracht und Muth die Arbeit verrichten, zu der sie entsandt worden sind. Furchtlos, das Wohl der Partei als Leitstern vor Augen, werden sie, in genossenschaftlichem, brüderlichein Zusammen- wirken, das Vertrauen des arbeitenden Volkes ebenso recht- fertigen, wie die schlimmsten Besorgnisse unserer Feinde, welche nichts so sehr fürchten, als die Einigkeit der Arbeiter, und welche, im Bewußtsein der eigenen Ohnmacht all ihre Hoffnungen auf die Spaltung der Arbeiterpartei gesetzt haben, das heißt darauf, daß das Proletariat, welches s i e nicht zu überwinden vermögen, sich s e l b st — m'it seinen eigenen Händen zerfleische. Der Kongreß in Halle wird die thörichten Hoff- nungen der Feinde auf Zwietracht in unseren Reihen für immer zerstören und der Welt zeigen, daß das weltgeschicht- liehe Wort des geistigen Hauptes unserer Partei: Proletarier aller Länder, vereinigt Euch! in uns Allen lebendig ist und, wie nach Außen, so auch nach Innen für jeden deutschen Sozialdemokraten die Richtschnur des Handelns geworden ist. Willkommen inHalle, JhrDelegirten der Arbeit! Und frisch auf ans Werk! Schüsse im Frieden. Seit drei oder vier Tagen ist es nickst vorgekommen, daß ein Wachtposten ans einen Bürger gesenert hat, und man gewinnt daher allmälig Muße, über diese eigenartige Erscheinung unseres öffentlichen Lebens nachzudenken. 4 Der Schätzungswerth der Fabriklokalitäteu war, ihrer Unzulänglichkeit wegen, ein sehr geringer. Sie waren, so wie sie jetzt waren, für jeden Geschäftsbetrieb einfach unbrauchbar geworden, und es würde äußerst schwer fallen, einen Käufer dafür zu finden. Günstiger würde sich die Sache gestalten, wenn der ge- sammle Besitz, Park und Villa, mit den dazu gehörigen Feldern und Wiesen verkauft würden, dann könnte man hoffen einen Liebhaber zu finden, der einen ansehnlichen Preis dafür bezahlte. Ficld machte sich anheischig, einen solchen aufzutreiben. Er wollt? heute noch nicht vcrrathen, daß er selbst dieser Liebhaber sein werde und bereits mit dem Plane umging, Villa und Park seiner Tochter Hanna als Hochzeitsgeschenk zu verschreiben, aber er führte weiter aus, wie leicht und rasch dann die Sache abgewickelt sein werde, die Gläubiger bc- friedigt, der Ueberschuß aber in gewinnbringenden Aktien angelegt werden könnte. Das Arrangement könnte in dieser Weise außergerichtlich geführt werden." Riehl war tief verstört, aber er sah wohl ein, es blieb ihm keine Wahl, und er willigte in Alles. Man war noch mit der genauen Fesfftellung aller Modalitäten beschäftigt, als ein Diener eintrat und Ficld eine Visitkarte in einem offenen Kouvcrt überbrachte. Field besah sie und lachte.„Wie mein kleiner Sanitätsrath seine Mahnungen stets einzuschmuggeln weiß," und zu Riehl gewendet, las er laut die aus die 5karte ge- kritzelten Zeilen:„Papa, es ist sieben Uhr, Du hast heute schon wieder zu viel gearbeitet, aber ich leide es nicht, daß Du Dich noch länger festhalten läßt, komme zn Mama her- über, bitte, bitte, es ist dringend." Riehl erhob sich, aber Field hielt chn fest. Im Laufe der letzten Jahre hat man sich daran gewöhnt, daß die Straßen der Reichshauptstadt zu Schießständen für die Garnison mitbenutzt werden. Die militärischen Posten, die zu den verschiedenartigsten Zwecken, die einem nicht militärisch ge- schulten Geiste oft nicht ganz klar ersichtlich sind, auf öffentlichen Straßen und Plätzen stehen, beweisen ihre Tapferkeit im Frieden dadurch, daß sie auf friedliche Bürger schießen; die soldatische Instruktion giebt ihnen ein formelles Recht hierzu, und der Bürger im Zivilrock hat sich der höheren militärischen Weisheit zu fügen, er muß froh sein, wenn er seine Steuern zahlen darf; und als eine besondere Gnade des Schicksals hat er es zu preisen, wenn er durch sein Betragen keine Veranlassung giebt, daß das Militär mit der Feuerwaffe gegen ihn einschreitet. Der Grund zu den überaus traurigen Vorfällen der letzten Zeit ist in erster Linie in dem Vcrhältniß zu suchen, in welchem die Armee zur übrigen Bevölkerung gehalten wird, und in dem exklusiven Geist, der den Trägern des zweifarbenen Tuches den anderen Bürgern des Staates gegenüber eingeimpft, und der trotz aller Errungenschaften der Neuzeit in der künstlichsten Weise an- geregt und gestärkt wird. Die sogenannte militärische Erziehung geht darauf aus, dem Staatsbürger, der seiner Dienstpflicht ge- nügt, den Glauben in Fleisch und Blut übergehen zu lassen, daß er einer besonderen Kaste angehört, daß er hoch erhaben ist über allen übrigen Gesellschaftsklassen, und daß mit„des Königs Rock" Vorzüge oder„Prärogative"— wie es militärisch heißt— verbunden sind, die keinem anderen Sterblichen zustehen. Aus dieser künstlichen Züchtung eines'ganz besonderen Kastengeistes heraus erklärt sich die Ucberhandnahme der„Schneidigkeit", die von weiten Kreisen der bürgerlichen Gesellschaft, die nach den Epaulettes des Reservclieutenants lechzt, nicht nur gebilligt, sondern in weit- gehender Weise unterstützt wird. Man sehe unsere Staatsanwälte und Richter an— Gymnasiallehrer und Aerzte, bis zu den letzten Bediensteten der Post und Eisenbahnen— sie alle sehen aus, als ob sie ihre offiziellen Stellungen nur als Nebenbeschäftigungen betrachten, und als ob sie sich auf dem Kasernenhofe wohler fühlten, als in dem Bereich ihrer bürgerlichen Thätigkeit. Es ist daher ganz erklärlich und es muß ebenfalls als ein Zeichen der Zersetzung und des Verfalles der bürgerlichen Ge- sellschaft aufgefaßt werden, daß der Geist der bürgerlichen Würde, des bürgerlichen Stolzes und der bürgerlichen Freiheit in so rapider Weise im Schwinden begriffen ist. Von denjenigen Be- amtenkatcgorien, die sich ausschließlich aus dem Militürstande zusammensetzen und ergänzen, ganz abgesehen, finden wir aber auch heute die Tendenz absoluter Wider- standsunfähigkeit, serviler Unterordnung in denjenigen Kreisen der bürgerlichen Stände, die noch vor wenigen Jahrzehnten die Träger der energischsten Opposition waren, und die es eigentlich nicht nöthig haben sollten, nach Oben hin Kon- Zessionen zu machen. Aber alle diese verschiedenartigsten Elemente hält der Kitt der gemeinschaftliche» Interessen zusammen, sie suchen Schutz unter den Bajonetten, sie wollen mit der ausführenden Gewalt in gutem Einvernehmen leben, sie wollen, daß ihnen der Staat das Aller- heiligste schützt: den Besitz. Deshalb nimmt man mit devotem Lächeln die Tritte mit dem Sporenstiefel entgegen, und äfft die- jenigen Leute nach, die im Stillen doch nur ein mitleidiges Achsel- zucken für die„Pfeffersäcke" und den„Gevatter Schneider und Handschuhmacher" übrig haben. So kam es denn auch, daß die militärischen Ausschreitungen, die in der letzten Zeit zu verzeichnen waren, so gut wie keinen Widerhall in der bürgerlichen Presse fanden. Die Vorfälle selbst sind bekannt. In Berlin wurden im „Sie können nicht daran denken, fort zu gehen, ohne meine Damen zn begrüßen; konimen Sie, wir gehen sogleich hinüber." Er öffnete die Thür und chat den Gast, voraus zu gehen. Frau Field befand sich mit ihren Töchtern in einem kleinen Salon, der nach einer offenen Loggia und einer reich mit Blumen besetzten Terrasse hinausging. Eine lebhafte Handlung und lebhaste Konversiaton spielte sich hier ab. Madame Piccard hatte vor einigen Tagen erst eine Anzahl bestellter Modeartikel geliefert, und heute war sie selbst gekommen, um neue Putzgegenstände, die Lautes Nou- veautes für die Badcsaison zur Ansicht vorzulegen. Eine Unmasse von Kartons und die denselben entnommenen kost- baren Stoffe und Muster waren auf Tischen und Stühlen ausgebreitet, und Madame wußte, mit Beihilfe zweier Mamsells, dies alles in verführerischer Weise zu drapircn und zu gruppiren. Die Frau des Hauses, in ein Fauteuil zurückgelehnt, schien unter diesem Stcichthum förmlich unterzugehen. Sie war eine kleine Dance, von bemerkenswcrther Fülle, mit runden Armen und Hüften, runden Händen und Fingern, runden Wangen und Lippen, sogar ihre Augen waren rund, und sie erhielten dadurch jenen etwas verwunderten Aus- druck, der weiland Frau Juno das Epitheton„die Kuh- äugige" eingetragen. JP Gesicht war noch jung und wohlerhalten und zeigte kein Faltchen. Ihr Handspiegel flüsterte galant ihr zu, daß sie trotz ihrer erwachsenen Töchter noch immer eine schöne Frau sei, wenn sie aber vor den Stehspiegel trat, erkannte sie, wenn auch noch immer unter gewissen Vorbehalten, daß dieses anwachsende Embonpoint ihre Schönheit stark bc- Laufe der letzten Jahre unschuldige Kinder erschossen, die es ge- wagt hatten, einen Wachtposten zu hänseln; auf Uebungsplätzen wurden Leute niedergestreckt, denen man nach ihrem Tove dann nachsagte, sie wären betrunken gewesen— obgleich der Nachweis hierfür selbstverständlich nicht zu erbringen ist. In der Oranien- straße wurde bekanntlich ein Mann lebensgefährlich verwundet, und in der Alexanderstrane schosi ein Posten in das Menschen- gewühl hinein, und machte Jemanden dauernd erwerbsunfähig, der mit der Sache überhaupt nichts zu thun gehabt haben wollte. In Kottbus wurde vor wenigen Tagen ein Schlossermeister unter Umständen erschossen, die in unserer Zeitung klargelegt worden sind. Wir haben diese Vorfälle nur nach dem Gedächtnis? zitirt, es ist möglich, daß wir das eine oder andere Ereigniß über- sehe» haben. Aber soviel geht doch aus dein hier Angeführten zweifellos hervor, daß wir es hier mit einer öffentlichen Kalamität zu thun haben, die entschieden der Abhilfe bedarf. Ohne alle Frage ist es eine Ungeheuerlichkeit, daß die Militärbehörde sich ein Recht über Leben und Gesundheit der Staatsbürger anmaßt, und daß die Ausübung dieses vermeint- lichen Rechtes dem diskretionären Ermessen von Personen an- heimgegeben wird, die, außer mit einen? geladenen Ge?vehr, nur noch niit einer sogenannten„J??struktion" versehen sind. Wer kennt diese Instruktion und?ver ist verpflichtet, diese Instruktion zu kennen? Die Unkenntniß der Gesetze schützt bekanntlich nicht vor Strafe: aber dieser Rechtsgrundsatz auch auf n?ilitärische An- ordnungen ausdehnen zu rvollen, das heißt denn doch, das ge- sammte Staatsleben in die militärische?? Reglements einkapseln zu wollen. Ein Militärposten ist nur seinen Vorgesetzten Rechen- schaft schuldig,???? besten Falle untersucht ein Militär- gcricht ein Vergehen gegen die militärische Vorschrift: der Bürger, das Volk, die Gesam?ntheit erfährt fast niemals,?vie die Militärbehörde über das Schießen der Wachtposten de??kt. Doch nein, bisweilen sickerte doch et?vas in die Oeffentlichkcit, und jedesmal war es die Nachricht, daß der Schütze zur Be- lohuung für sein tapferes Verhalten befördert?vurde. Die?nili- tärischen Vorgesetzten scheinen es also für eine besonders hoch- herzige und r?tterliche That zu halten,?venn ein?vohlbe>vaffneter Mann aus sicherer Entfernung einen Trunken«? niederschießt. Die militärische Instruktion ist nun immer so abgefaßt, daß dem Soldaten nichts übrig bleibt, als bei den? geringsten Wider- stände von seiner Feuer?vaffe Gebrauch zu machen. Er ist auf seinen Platz gebannt, er kann sich also beispiels?veise eines Flücht- lings nur bemächtigen,?ve?m er ihn durch sein Geschoß nieder- streckt. Das ist das Recht so?vohl der Schildivachen?vie der- lenigen Mannschaften, die zur Eskorte von Arrestanten w erwandt werden. In Berlin wurde vor einigen Jahren ein Soldat, der den Versuch?nachte, seinen Ka?neradcn, die ihn nach den? Arresthause begleiten sollte, zu entfliehe??, durch einen Ge?vehr- schuß sch?ver verivundet. Wen?? man hiergegen ein?ve>?dctj, daß das init der Instruktion der Wachtposten nichts zu thun hätte, so muß daraust hingewiesen werden, daß der Schuß damals auf offener Straße abgegeben wurde, und daß daS Leben der viele?? Passanten ebenso bedroht war,?vie das des militärischen Misse- thäters. Wir leben doch,-.vis man uns in der Schule lehrt, in einem ?vohlgeord??eten Staat und in keine??? Filichiaer. Tie militärischen Interessen haben?nit de??? Er?verbsleben'des Bürger nichts zu thun; es ist daher unbegreiflich,?vas die vielen militärischen Schild?vache?? in unseren Straße?? überhaupt zu thun haben. So lange der?noderne Staat das Recht hat, die?vaffenfähigc Jugend für bestimmte Z?vecke in de?? Kaserne?? zu trainiren,???ag er das thun— dann aber kann er das Militär aus dem Verkehr der Städte hinausziehen, er kann die Soldateska— denn zu einer solchen soll die Armee immer?nehr ge?nacht werden — in befestigten Lagern halten,?vo die Lieutenants ihre rvattirten Röcke spazieren führen könne??, und?vo das„Herr- liche Kriegsheer" die Schneidigkeit rind die neuen Schuß?vasfe?? am eigenen Leibe probiren kann. Vielleicht?vürde der Hang zur Soldatenspiclerei, auf den ja so bedeutend spekulirt?vird, sich dann auch sehr bald verlieren. Das ha??ptftüdtische und ind??strielle Proletariat hat diesen Hang— wenn er jemals vorHandel? war — überhaupt längst eingebüßt, und die Mehrzahl der Bevölkerung ?vürde, ivenn es lnöglich?väre, auf die Segnungen der Ferien- kolonien überhaupt verzichten. Außer den militärischen Ehrenwachen giebt es belai???tlich a?lch Sicherheits?vachen, d. h. Posten, denen die Beivachung staatlichen Materials übertragen ist. Wie?vei?ig gerade diese ihren Zwecken genügen, zeigt ein Vorfall, der sich, als eines der neuen Ge?vehre eingeführt wurde, in einer benachbarten Fest????g zutrug. Ein Bataillon?var probeweise?nit der neuen Schuß?vaffe ausgerüstet, und die fremden Regierungen hatten ein Interesse daran, ein Exemplar der neuen Waffe zi? besitzen. Einem ge?va??dten Spitzbuben gelang es, nachdem er sich in eine O>fiziers?l??isor»? gesteckt hatte, ein Eeivehr aus der Kaserne zu stehlen, obgleich das Gebäude an allen vier Seiten dtlrch Wachtposten auf das Schärfte bewacht war. Als. das Geivehr an? nächsten Tage verlnißt?vurde, befand es sich bereits auf deu? Wege ins französische KriegöministerillM. Man sieht, daß in Friedenszeiten die tl?ilitärlschen Wachen liberflüssig und schädlich sind. Sie verfehlen ihren Z?veck, sie be- lästige?? die Bevölkerung. Die Bourgeoisie?vird gegen den Miß- eisiträchtige. Es erschien ihr als ein?la??ieuloses Unglück, daß ihr jede?? Lebc?lsge????ß vergällte. Cei>?e Beseitigllng wurde fortan das eitrzige Ziel, dc?n ihre geringe Energie zustrebte. Sie hatte bestätldig einen Arzt, außerdein durchblätterte sk selbst die verschiedenen Broschüren über Fettleibigkeit ?l??d bega??n bald nach der ciilei? bald nach der anderen Methode, lvie es ihr gerade paßte, sich zu beha??del?l. Als Banting ihr Orakel?var, c??thielt sie sich des Biers?t??b trank nur Wein; Mehlspeise?? und Fett waren verpöilt, aber sie entschädigte sich?l?n so reichlicher au? Fleische. Als sie aber Eckstein durchgei?on????e??, erkannte sie mit Bcr- gilüge??, daß dieser in seii?er Diät Fett, uild sogar??? reichlicher Menge erlaubte, sie entschied sich sofort für diese??, dc??n sie aß es gern. 31???? war Schwcninger in der Mode, der alles Geträ??ke perhorreszirte, sie versuchte es auch da????t,?l??d litt an z?vci Tagen wirklich Durst,????? am dritten zu der Erke??nt!?iß zu ko?i?>!?en, daß eine solche Diät zu radikal sei u?ld noth?vcl?dig z?l ei??er allge??iei?lcn Ber- trock>??ing führen müsse. Dahin wollte sie nicht komiicen, bewahre, sie dünkte sich ohnedies schon schlanker. Sie sch??ürtc sich i?i?i?ier stark??lid als nun nach ui?d??ach der Stoff ihrer Taille????achgab, sich dehnte????d sie darin etivas freier ath?ne?? kon>?te, so nah??? sie dies freudig????d gläubig für ein Anzeichen begil??:ci?dcr Magerkeit. I>? Wahrheit aber?v?lrde sie inliner dicker, denn Dasjenige,?vas allein geeig??ct ge?vese>??väre, ihr eilte normale Leibcsbeschasfenheit zu verschaffe??, lnäßige Kost n>?d mäßige Arbeit, nebst viel Bewegung in frischer Luft, koirnte bei einer so vornehlnen Dame natürlich nicht ii? Betracht gezogen werden. Ihre Bequemlichkeit durfte nicht angetastet werde??. Schon be- gannen sich aber die Leiden der Fettleibigkeit einzustellen und der Arzt verord??ete eine Massagekur. Der träge M?lskelapparat, der selbst keiner A?lstreng?mg mehr fähig?var, sollte durch Knetungen ui?b Reibungen, durch die Arbeit????b Anstrengung einer anderen Person tvieder in sei??er Thätigkeit gehoben u?ld dem verkümmern- den Zellengewebe verjüilgeilde Kraft zugeführt werden. Natürlich?nußte sie nach A?nsterdam, zu Doktor Metzger. brauch, der mit der Waffe getrieben?vird, niemals energische?? Widerspruch erheben, sie brallcht die Bajonette und deshalb muß sie mit den Militärbehörden liebäugeln,?vie es in den VerHand- lungen der Berliner Stadtvcrordneten-Versainlnlung, dieJedermann im Gedächtnis? sind, klar zu Tage getreten ist. Das soll ??ns aber nicht abhalten, immer und i????ner wieder zu verlangen, daß die???ilitürische Ueberhebung ii? ihre Schra??ken zurückgewiesen?vird. Wir?vollen nicht in die Zeiten des dreißig- jährigen Krieges z?lrückversetzt?verden,?vo der Soldat in zy??ischei?? Uebermuth sagen konnte:„Der Bauer ist doch ge?visser?naßen auch ein Mensch". Nicht das Mititär, sondern die arbeitende,?verthe- schaffende Bevölkerung ist der erste Stand des Staates, und als sich die Vertretung der Bourgeoisie in der Berliner Stadtver- walt?lng unfähig gezeigt hat, Leben und Gesundheit ihrer Bürger zu schätzen, so?vird stich im deuffchen Reichstage wahrscheil?Iich ein Vertreter des Proletariats finden, der den Kriegsminister fragen?vird, wie lange die Niederinctzelung von Staatsbürger?? ???? letzte?? Viertel des neunzehnten Jahrhunderts eigentlich noch dauer?? soll?! VolikiMie Uebsvstrstk. Zlnkere nrnlichc Uotix, in welcher wir ein niederträchtiges Bubenstück gegen einen Verstorbenen a????agelte??, scheint ihre Wirk??ng nicht verfehlt zu haben. Die„Vreslauer Gerichtszeitung", von der die schändliche Verleumdung ausging, daß Kräcker einen Parteigenossen im „Sozialdelnokrat" als Spitzel denunzirt habe, versucht in ihrer Num?ner 41 vom 12. d. M. die Sache auf ein anderes Gebiet zu spielen, indem sie heut behauptet: Kräcker habe sich von Leute??, die als über?viesene Majestätsbeleidigungs-Denunzianten aus der sozialdemokratischen Partei ausgestoßen?vorde?? wäre??, allinonat- lich 250 M. schenken lassen. Auch diese Beha?lptung ist erlogen; es handelt sich nicht????? ein„Gnade??gesche>?k", sondern fum eine Kräcker recht?näßig zu- kommende Absindung,?velche unter Theilnah???e von Partei- genossen festgestellt w??rde, deren Namen dafür bürge??, daß sie einer unehrenhaften Handlung??iel??als ihre Zusli???mu??g gegeben haben?vürde??. J??dei???vir unsere neuliche Notiz in allen Punkten ausrecht- erhalte??, lehnen?vir es ab, der„Breslauer Gerichtszeitung" auf die an uns gerichteten Fragen zu antivorten und sehen der uns angekündigten Klage mit großer Seelenruhe entgegen. A?t??agelir müsse???vir folgende Leistung des amtliche?? Orga??s der sächsischen Regierung— der„Leipziger Ztg". Mit Bez?ig a??f unsere?? Artikel vom vorigen Mittivoch: „Die Bekämpfung der Sozialdemokratie'' schreibt das genannte Blatt: „Das Programm der Sozialde?nokratie. Zwekmal haben die sozialdemokratischen Führer auf u?lsere Frage, wie sie sich denn die Einrichtung ihres Zuk?lnfsstaates de??ken, aus- weiche>?d gcantivortet u??d nur i??direkr zugegeben, daß sie das selbst nicht?vü'ßtei?. Den Wortlaut ihrer A??t- ?vorte>? fi??den unsere Leser in unserem Leitartikel vom vorigen Montage. Heute aber a??t?vortet das offizielle Organ der Partei auf u??sere?viederholten A??zapf????gen direkt u>?d ohne die bisherigen Sophis???c??: Ebc??so g??t kö????e man verla??ge??, daß die Sozialdemokraten das Wetter???? Zukunftsstaate prophezeiten.„Wie der Zuknnftsstaat geinacht werden solle, das?viffett wir nicht, und z?var deshalb nicht, weil es von bei? Umständen und Bedingungen abhängt, unter denen sich die Umgestaltung vollzieht." Also nierkt es Euch, Ihr Arbeiter. Ob der sozial- demokratische Staat, für bei? Ihr seit Jahrzehnten Geld- opfer bringt und Euch von den Unterführern t?ira??nisiren laßt, überhaupt jemals zu Srande koinmt und wie er aus- sehen?vird, ist so unbestiinmt wie das Wetter. Eure Führer erklären es jetzt offen und ohne alle Umschiveife: „Wie der Zukunstsstaat gemacht werden soll, das wissen ?vir nicht."— So die„Leipziger Zeitung". Wer unseren Artikel neben diese Bemerkungen hält, sieht sofort die Schamlosigkeit, aber auch zugleich die Albernheit der Verdrehung. Der„Leipz. Zeitung" wollen?vir übrigens. Böses?nit Gutem vergeltend, einen freundlichen Vorschlag machen:?vir ivollen ihr die Geheimnisse des Zukunftsstaats enthüllen,?ve???? sie uns vorher sagen?vill,?v i e ihr deutscher G e g e n?v a r t s- st a a t heut übcr's Jahr aussehen?vird. Thut sie das, und Alle Persoucu von Distinktion gingen dahin, es ge- hörte gleichsam zuin guten Ton, und in Anbetracht dessen fügte sie sich von vornherein in alle Unbequemlichkeiten und Leiden, die diese Prozedur mit sich bringen würde. Sie brauchte doch ivenigstens nichts selbst dabei zu thun, das war ihr Trost, sie brauchte nur zu leiden; und litt sie denn jetzt nicht? Und welche Qualen ivürde eine eitle Frau nicht ivillig auf sich nehmen, um die Möglich- keil herbeizuführen, wieder schlank und wohlgeformt aus- zusehe??? Sie lächelte bei dem Gedanken, wieder schön zu sein, und blickte nach ihrer Tochter Silvia, von der man sagte, daß sie ihr gleiche und die trotz aller Ueppigkeit, deren sich die junge Frau bereits erfreute, doch von einer so be- zaubernden Anmuth und Grazie?var. Sie mußte gerade so gewesen, dachte Frau Field, und es that ihr jetzt nur leid, daß sie damals gar nicht ivußte, wie schön sie?var. Aber sie nahm sich vor, sobald nur ihr Fett wegmassirt ?var, iviedcr anspruchsvoller zu ivcrden, o gewiß sie hatte noch das Recht dazu.. Auch in diese»? Augenblick hingen ihre Blicke an ihrer Tochter Silvia, jetzigen Baronin Waller, die vor einem großen Spiegel stand und in lachender Begehrlichkeit Stoffe und Spitzen, Hüte und Ueberwürfe probirte. Diese?» jungen Gesicht, mit dem dunkelblonden üppigen Haar, dem herrlichen Teint, standen alle Formen und Farbe?? vortreff- lich, und unter allen Anwesenden herrschte nur eine Stimme der Bewunderung. Auch der Gatte, Baron Alexis Waller, umschmeichelte sein Weibchen mit süßen Blicken und tändelnden Neckereien. Er?var vorhin mit einen? Strauß frischer Rosen eingetreten und wollte denselben eigenhändig in Silvia's Gürtel stecke??, wurde jedoch bedeutet, daß der Augenblick dafür schlecht gewählt sei. Er begnügte sich nun, zugleich mit der Modistin, an seiner Frau herrnnzufingern, hier den Umwitrf über die vollen Schulten? zu breiten, und ihn wieder zurückzuschlagen, da ein Band zu knüpfen, hier einige Falten zu drapiren, oder eine Rüsche iveißer Spitzen um ihren noch iveißeren Hals zu legen. Sie zuckte unter jeder seiner Berührungen zmammen, stellt sich heraus, daß sie nicht geflunlert hat, so soll haarklein erfahren,?vie es im Zukunstsstaat aussieht, die Stiefel geputzt, die Straßen gereinigt, wie gegesseit� trunken, gelernt, gearbeitet, kurz wie gelebt wird- Alles bis aufs Tüpfelchen über dem i. Nur noch eine Frage an die„Leipziger Zeit« Auf iveu glaubt sie mit solchen Kindereien einen>- druck zu machen? Hält sie ihre Leser für so d???n?n, sie derartiges Zeug glauben? Nu??, dann stellt sie s Gesiunungsgenossen ein sehr schlechtes KomplimentM aus. Arbeiter lesen die„Leipziger Zeitung" nicht Grdnnngsparteile?', palitikchen Anstand lehren� das ist ein Schauspiel für Götter. Ter moralpred?� Reinicke ist lange nicht so komisch,?veil er im Grunde ein tüchtiger Kerl ist. Dieses Schauspiel wird uns „Leipziger Tageblatt" und anderen Realtionsblättern■ gebe??, die folgende Notiz bringen: „Sozialdemokratische Blätter haben verschiedene stücke veröffentlicht, welche mit der Bezeichnung„vertrag versendet ivorden ivaren, also nur durch einen Verttanei?-�! oder auf noch iveniger lobensiverthe Weise in ihren BeHj kommen sein können. In unserer heutigen Gefellschaft(ß" solches Berfahren, wenigstens unter anständigen Leute», t unehrenhaft; es mag das aber ein Vorgeschmack vo»', sein,?vas man von dem„sozialistischen Zuk?i??ftsstaate",' er zu Stande käme, im Punkte der guten Sitte zu er?» l hätte."- So diese herrlichen Amvälte„der guten Sitte", Die Predigt geht gegen uns, und sie soll u?»,! möglichst vielen Indiskretionen ähnlicher Art starke??, rl trauliche" Schreiben privater Natur zu veröffentlich�, allerdings unanständig und unehrenhaft, aber das habe» jetzt nur diejenigen Blätter gethan, welche uns- i diese Moralvorlesung halten. Sie haben sich be? schiedcuei? Gelegenheiten, als sie noch die Livree de- kanzlers trugen, nicht entblödet, private Sch�' st ü ck e strengst vertraulicher Natur zu veröffentlichen,'|, durch Haussuchungen und schnöden Vertrauens-,} Amtsmißbrauch in ihre, oder ihres Brodgebers' gekonnnen waren.„Vertrauliche" Schriftstücke von ö ff sichern Interesse, wie die von uns mitgetheilten,® stücke, die nur geheimgehalten werden sollen, u?n das össi»; Interesse zu schädigen,— solche„vertrauliche", und p vertrauliche Schriftstücke zu veröffentlichen, haben wir% bloß das Recht, sondern die Pflicht. I Und die betreffenden Schriftstücke sind auch nichts „Vertrauensbrüch" in unsere Hände gekoinmen, sondern dadurch, daß die Verfasser und Versender sich in bell ihrer Leute geirrt hatte??, und zufällig an die Um das heißt an ehrenhafte Leute gekommen ivaren Hoffentlich können wir den? öffentlichen Jnteress wieder einen ähnlichen Dienst leisten. An dr?» Aongrest in Halle hat das„Revolirtj Zentral-Komitee zu Paris die folgende Zuschrift „An die deutschen Sozialoemokraten! Das„" tionäre Zentral-Komitee sendet den deutschen Sop kraten, die zum Kongreß in Halle versammelt sind, lichen Gruß und Glückivunsch.— Der Kongreß zu Halle hat nicht nur die OrgaP zu schaffen, und damit der sozialdeinokratischen Patt", neue, unwiderstehliche Waffe zu schinieden; er ist% Feier des großen Sieges, der nach langen und Kämpfen über die Acta des Belagerungszustandes Verfolrungen erfochten ivnrde; er ist die glorreiche. jener realistischen Politik, die fest, klug und unentiv�j gleich, den sozialistischen Parteien aller Länder ein M giebt, die fern von allen Personenfragen, Utopifterc?� Sektirereien nur eine Absicht haben und nur ein folgen: Die Befreiung der Aroeiterklasse und der der sozialen Gleichheits-Repnblik. K Wir begrüßen Euren Sieg als Unterpfand??ett, größerer Siege, für die vor allen? jene EininüthiSfl� Einheit in allen Handlungen Gewähr bietet, deren Ausdruck der Kongreß von Halle ist.?! Mit unseren Wünschen aber senden wir Euch Zeugniß unserer Solidarität, jener sozialistischen©Ott,'. die besonders am 1. Mai an den Tag trat und n>� mehr die Masse des Proletariats der sozialistischen folgen läßt. Sie ist bereits die beste Bürgschaft de- friedens, der den Militarismus und CäsarisiN'. daniit auch den Kapitalismus mit den? UN'! V 11% i sie schienen ihr unangenehm und sie versuchte ihn guter Manier davon abzubringen. Lix solle gehen, Lix habe hier nichts zu brauche Lix nicht. Als aber Augen und Finger de»' Wüstlings nur um so dreister wurden, schauderte O Male wie im Widerwillen zusainmen. Sitte unbfF; heit dämmten hier etivas zurück, das bereits in dieses Körpers lebte und ihr doch nicht völlig z?l?n"tt sein gekommen war. A feie befand sich in einein ewigen Rausche"; gnügungen und gesellschaftlichen Zerstreuungen, sie hott was sie bisher begehrt,?vas konnte sie noch ivoltttt wußte es heute noch nicht genau, sie fürchtete 1'" einzugestehen, was sie nicht wollte. � Hanna war diesem potit coinite zugezogen wo''. wohl sie augenscheinlich für alle hier in Frage n Dinge nicht jenes Interesse zeigte, das bei einem K Mädchen vorausgesetzt werden konnte. Maina?var � au jede Art Zurückhaltung geivöhnt, aber heute dieselbe ungeduldig. g „Wem? Du Dich so gleichgiltig verhältst,?vie r dem? Papa dafür interessiren?" flüsterte Frau F?tt°,.. ärgert zu.„Wenn man Dich ansieht, könnte glauben, es handlejsich um ein Nichts, um ganz»?>" Dinge." „Ich hakte sie lveuigstens für überflüssig," c' Hanna, und ihr Ton war so klar und kühl, ivie cl morgen. i Mama Field's erhitzte» Gesicht röthete sich � „Tu bist immer so paradox, Hanna,?vir ko" doch nicht mit dem Slothivendigen begirügen." Die Modistin fühlte sich berufen, zu intervc»".- „Euer Gnade??, es iväre schliimn für uns u", ganze Industrie, ivenn unsere hohen Herrschaften. Luxus abgewöhne?? sollten, das Unglück ist, daß sie- brauchen, aber nicht zu viel." Frau Field's kleines rundes Näschen riunpstt. nehm, sie war einmal ärgerlich, und da sie sich a- nicht wagte, so entleerte sich ihre Galle gegen die (Fortsetzung folgt.) Bcbro£it und die erste Vorbedingung des nienschlichen Fort- Ichrittes und der nicht seruen Stunde des Soziatismus ist. Im Namen des„Revolutionären Zentral-Komitees, im Namen aller in ihm vereinigten ttomilees von Paris und der Provinz der deutschen Sozialdemokratie und ihren Tele- Prien beim Kongreß zn Halle Gruß und Handschlag. •vjm Namen des„Revolutionären Zentral-Komitees�. Der Verwaltungs-Ausschuß. B a u d i n, Abgeordneter, Chauviore, Städtrath, De g a y, Hörand, Lachize, Abgeordneter, E. L an drin, "epage, Laurent, Pernin, Bürgermeister von Jaaint- Quen, E. Vaillant, Stadtrath. Der bnreaullvatische Zopf. In den Lüften verhallt ist der Kassandraruf des Professors Lujo Brentano, daß die Verquickung der Sozialgesetzgebung mit dem Bureau- kratismus keine andere Wirkung haben könne, als den Arbeitern einen tiefen Widermillen einflößen. Die Herren an den grünen Tischen mit den versteinerten Gesichtern mögen gelächelt haben ob dieser Professorenweisheit. Nun ja, die Professoren- Weisheit ist in Deutschland gewiß oft auf den Hund gekommen; darum kann ein einzelner Professor aber immer noch klüger sein als das verknöcherte Bureaukratenlhnm, dem die Ausführung der sozialpolitischen Gesetze und die Verwaltung der neugebildetcn Organisationen in die Hände gelegt worden ist. Brentano hat m diesem Fall unzweifelhaft das Richtige getroffen. Nichts ist auch so bezeichnend für die groteske Auffassung sozialpolitischer Fragen, wie sie im Kopfe des früheren Reichskanzlers spukte, als daß er auch die kümmerlichen„Wohlthaten". die er den Arbeitern gnädigst zugestehen wollte, so schwer mit bureaukratischem Veuverke bepackt hatte, daß sie den ülrbeitern als eine Belästigung erscheinen mußten. Brentano ist.freilich nicht der Erste, der das sagt; es ist bei der Berathung der sozialpolitischen besetze von den Vertretern der Sozialdemokratie und auch von anderer Seite iviederholt betont worden,' daß die bureankratischen 0(]cin schon de» Arbeitern allen Geschmack an den neuen Gesetzen verleiden müßten. Selbstverwaltung und Selbstständig- reit für die Arbeiter in ihren Kassen und Korporationen und fort Mit der burcaukratischcn Bevormundung! Diese Fordernngen wurden von den Arbeitern so nachdrücklich geltend gemacht, daß den verbündeten Regieruiigen kein Zweifel über die Abneigung res Volkes gegen polizeilich-bureankratischeS Wesen auskommen konnte. Aber sie setzten sich darüber hinweg und der Reichstag, von spießbürgerlicher Furcht vor dem selbstbewußt auftretenden Arbeiterthum beherrschst gab willig seine Zustimmung, alles der Vureaukratie anheimzugeben, ja er ging in Beschränkung der Selbstverwaltung noch über die Regierungen hinaus. Die freien Hilfskassen, die sich in das neue Gesetz . hmübergerettet hatten, weil man doch nicht mit einem Jlnl zu zerstören wagte, was man selbst geschaffen, Mußten selbstverständlich sehr bald der allgewaltigen Bureau- walie ein Dorn im Auge sein. Wenn sie'schon durch oie Gesetze selber mit allerlei Einschränkungen und Chikanen be- «acht wurden, so sah die Pntlkamcr'sche Weltauffassung in diesen Organisationen nur„ B r u t st ä tt e n d e r"E o z i a l d e m o- kratie", die daS Polizeibewußtsein überall wittert, wo nicht die Pickelhaube des-Gendarmen unmittelbar über dem Thun und -treiben des Staatsbüvgers schwebt.- Daß- die Arbeiter ihre Hilfs- fassen selber verwalten sollen, däucht den Staatsmännern der alten Schule ganz unerhört. Für so schwach halten sie ihr eigenes System, daß sie fürchten, es-können nicht einmal freie Hilfskassen ertragen! Wie von einem bösen Gewissen gepeinigt, haben sie in jedem Winkel die„Hydra d-e r R-e v o l u t i o n" versteckt ge- glanbt und waren unablässig ans der Suche nach ihr, besonders da, wo klardenkend» Menschen sie niemals suchen werden. Bon der Bnreankratie die Lösung sozialpolitischer Fragen zu erwarten, war eine jener.Sonderbarkeiten, die erst von den Reptilien zugestutzt,»ud verhimmelt werden, mußten, damit sie von de» Spießbürgern für echte Staatsweisheit gehalten werden konnten! Aber, fragen wir,'ist' es besser geworden? Keineswegs; der Einsiedler von Friedrichsruh hat seine schöne Idee seinen'Stachsolgern als Erbe hinterlassen. Statt es weit von sich zu stoßen, wie sie vernünftiger Weise mit dem So- »ialistengesetz gethau,'haben sie den'Köhlerglanben an die allein- seligniachendo Bnreankratie in sich aufgenommen. Die Verfolgung Und Beeinträchtigung' der freien Hilsskaffen geht weiter. Das bureaukratische Bewußtsein kann keine Kassen dulden, in welche der'Potizeidiener oder ein anderes ähnliches Werkzeug der Vor- sehnng nichts hineinzureden hast und die sozialpolitischen Ge- heimräthe können nicht ruhig schlafen, so lange auch die'Arbeiter Gelegenheit haben, zu-beweisen, daß sie selber ganz geschickt und Sewissenhaft ihre Hilfskassen zu verwalten vermögen. Das paßt l» nicht in den„Geist" dieser Sozialgesetzgebung, die der Ar- bester als V e i t r a g z a h l e r und A l m o s e n e m p f q n g e r be- wachtet und das klebrige in die Hände der allgewaltigen Bureau- kratie gelegt wissen will. Drum ist es uur ein Krieg in der großen Kette, mit der die freien Hilsskassen nach und nach an Händen und Füßen gefesselt werden sollen, wenn sie nunmehr ourcy einen neuen Gesetzentwurf ganz in den Rahme» der Zwangs- küssen hineingedrängt werden. So soll ihnen die„Freiheit" verleidet werden und dahin wird r» auch wohl bald kommen, wenn man so fortfährt. Ob der Reichstag sich in seiner Mehrheit den Maßregeln, mit denen de» freie» Kassen nach und nach das Lebenslicht aus- geblasen werde» soll, widerstehen wird? Wir machen uns keine Illusionen. Er hat schon bei den G?werbegerichten der bnreau- lratischcn Bevormundung einen hervorragenden. Platz eingeräumt. Und wie mit den allen Gewcrbe-Schiedsgerichten eine den Arbeitern liebgewonnene Institution hiniveggeränmt und durch ininderiverlhige ersetzt wird, so sollen auch die Hilfskassen verschwinden, die aus jahrelanger Arbeit und wohlberechtigter -Fnitiative der Arbeiter hervorgegangen sind. , Ann, die neuen Staatsmänner mögen thnn, was sie nicht Wsen können. Der entsprechende Erfolg wird solche Thaten ««wiß krönen und man ,vird die Erfahrung machen, daß die Arbeiter nicht so gleichgiltig dagegen sind, tvenn man ihnen das A>-chen Selbstverwaltung, das man ihnen unter erschiverenden »ormen belasse», nimmt und die bnreaukratische Bevormundnng un dessen Stelle setzt.,„ ,,,. Sie werden bald zu verstehen geben, was sie von solcher »«ozialreform" hallen. , Je», ehr wir«»s dem ZeitpnuKt nnhe», wo der Reichs- fug und vorher schon die Kommcksion für die Berathung der �ewerbeok'dnungs-Novelle wieder zusammentreten, imt desto Äußerem Hochdruck arbeitet das kapstalistische kknternehn.erthnni, '» seinem Sinne Einstich ans die-ireitere Behandlung der "Gelegenheit z» üben und vor Alien, ein. Hinausgehen uber die >, öfleungsvorlage zu verhindern. Zu diesem Zwecke ist natnr- -1 jedes Mittel recht und so ivird denn versuchst dieienigen, die TtssßmWi kanntt� Geivcrbeordnnngs-Koinniissio» des Reichstags �hat be- AS . t Äedürfuisse und Verhättnifse aus hascherei vorgenommenen Verschärfungen der V o p» I n r i MtÄnfL„ ,1Öe � �"lsse und Verhältnisse ans reiner gerechte Bede»?-.»- k>orgeuo»>»ieueii Verschärfungen, welche führend»in» Je• Vrbeiterkreisen hervorgerufen Häven, WWMZKZ- Kommission hat sich noch eine zweite Lesliiig vorbehalten, und nian ivird abivarten müssen, ob sie beziv. der stteichstag diese Beschlüsse aufrecht erhalten wird."- Wer. die Aensllichkeit kennst ipit her schon die Mehrheit der Neichstags-Kommission sich davor gehütet hat, Beschlüsse zu fassen, die dem Unternehmerthum wehe thnn könnten, mit welcher Vor- ficht man die Profit-Jnteressen desselben zu schützen bemüht war, dem wird für den Standpunkt dch�Unternchmerthums auch das richtige Verständniß erwachsen. Tasselbe möchte wohl die Maske deS Arbeilerschutzes tragen, dabei aber beileibe auch nicht das geringste Opfer bringen, vielmehr noch für sich einen Vortheil herausschlagen dadurch, daß die Gesetzgebung den Arbeiten, in der Verfechtung ihrer Rechte neue Fesseln anlegt. Die Herren werden sich aber mit dem Gedanken doch vertraut machen müssen, daß es ohne Opfer ihrerseits keinen Arbeiterschutz giebt und daß wir trotzdem zu einem wirksamen Arbeiterschutz gelangen muffen und gelangen werden, selbst wenn es ihnen jetzt nochmals gelingen würde, die wenigen Besserungen, welche die Kommission vor- genominen hat, zn hintertreibe». Die Arbeiter werden immer von Neuem und immer lauter ihre Forderungen erheben und werden ihre Durchsetzung schließlich erzwingen. Je weniger sich die gesetzgebenden Faktoren an das Gerede und den Widerstand des Unternehmerthums kehren, desto besser. Dieselben Einreden sind stets in allen Ländern geinacht und werden immer gemacht iverden, obwohl sie sich noch nie als stichhaltig erwiesen haben. I» der Zlovrllr zum Krnnkeukalsengesrffe sind folgende Bestimmungen von grundsätzlicher Bedeutung: Die Allsdehnimg der Versicherungspflicht mit Handluiigsgehilfen, Gehilfen von Apothekern, Schreiber der Anwälte, Notare, Gerichtsvollzieher jc,; Ausdehnung der Versichernngspflicht auch auf vorübergehende Beschäftigling, wenn dieselbe eine längere als einwöchentliche Daner, desgleichen Ausdehnung auf städtische Reiniguugs- niistalten. Berussseuermehren, lithographische Anstalteii der BeHürden u. s. w.; Gewährung des Rechts an die Gememdc- kranken-Versicherungs- und die Krankenkassen, die Kassenmil- glieder zwangsweise in einem Krankenhause linterzubringen; Alifhebllng der obligatorischen Verpflichtung für die Unter- stützung der Wöchnerinnen bei nicht ehelicher Niederkunft; Gcivährung der Erlaubniß, die Krankenunterstützlitzg auch für die sogenannten Karenztage einzuführen; Einräumung des Rechts an die Aufsichtsbehörden, die Orts- Krankenkassen zn zivingen, KasseNverbänden für bestimmte Zivecke sich anzuschließen; Ein- schränkung der Rechtsmittel bei Beschwerden und Klagen; Ver- pflichtung der Hilsskassen zur Anzeige aller bei ihnen aus- scheidenden versichernngspflichkigen Mitglieder; Verpflichtung der Arbeitgeber, auch die Gehilsen und Lehrlinge der von ihnen be- schäftigtenHcuisindilstriellen zur Versicherung anzumelden. Endlich soll den Berilssgenossenschaften für Unfallversicherung� das Recht eingerälimt werden, das Heilverfahren auf ihre Kosten zu über- nehmen. Die Kaffenvorstände werden verpflichtet, Krankheiten ans Anlaß von Unfällen anzuzeigen, bei denen die Erwerbs- sähigkeit nach der sechsten Woche der Krankheit noch nicht wieder- hergestellt ist.... Sozialreform von Glien. Aus Westfalen wird gemeldet, daß verschiedene Mitglieder der B e r g a r b e i t e r- A u s- s ch üss e, welche' seiner Zeit mit großem Eklat in Szene gesetzt wurden, ihre Entlässung gegeben haben, weil sie keine Lust haben, die Nolle von Statisten zu spielen. Die Arbeiterausschüsse seien zwar da, aber Niemand' kümmere s i ch ii m s i e. Gin charakteristisches Licht auf die Rechtsgleichheit, wie sie in Sachse» verstanden ivird, wirft folgende 5iomspo»denz, die der„Boss. Ztg." aus Dresden, 9. Oktober, zugeht: „Die in rechtlicher Beziehung durch das Sozialisten- gesctz hervorgerufenen Ungleichheiten scheinen auch nach Beseitigung dieses Gesetzes infolge der Dehnbarkeit gewisser Bestimmungen, des sächsischen Vereinsgesetzes fortbestehen zu sollen. In Dresden-Altstadt und Nenstadl sowie in zahlreichen-anderen.sächsischen Wahlkreisen haben die sozial- demokratischen Versammlungen, welche sich mit der Vor- bereitung des Halleuser Kongresses und der Delegirtenwahl zu demselben beschäftigten, unbeanstandet stattgefunden, während in Dresden-Land, in Zwickau und Penig Ver- sanimlunge», die demselben Zwecke dienen sollten, verboten wurden. Der dabei herangezogene§ 12 des sächsischen Vereiusgesetzes lautet:„Bei dringender Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit können Ver- sanimlunge», sowie öffentliche Auf- und Umzüge und Fest- lichkeiten. verboten werden." Jedenfalls iverden die sozialdemokratischen Abgeordneten in der sächsischen Kammer Gelegenheit nehmen, diese unglaublichen Rechtsznstände zur Sprache zu bringen. Dr» Spuren i>rr Chemnitzer A mto h n np hu a» n fch oft ist auch der Stadlrath zu Löban mit dem Versuche gefolgt, den Boykott strafgesetzlich zu fassen— natürlich nicht den Boykott überhaupt, sondern den von Arbeitern verhängten Boykott. Er hat folgenden Erlaß veröffentlicht: „Wer es unternimmt, den Gewerbebetrieb eines Anderen dadurch zu stören oder zu beeinträchtigen, daß er öffentlich oder vor einer Mehrzahl von Personen oder, durch Verbreitung oder Anschlag oder öffentliche Ausstellung von Schriftstücken, Druck- fachen oder anderen Darstellungen bez. auf eine andere, zur Er- reichung seiner Absicht geeignete Weise dazu auffordert, in einem bestimmten Gewerbetrieb keine Maaren zu kaufen oder zu bestellen bez. in einem bestimmten Geschäftslokale nicht zu verkehren oder mit einem bestimmten Gewerbireibenden überhaupt nicht in geschäftliche Beziehung zu treten, wird mit Geldstrafe bis zu ISO Alk. oder Haft bis zu 14 Tagen bestraft." Bekanntlich haben sich preußische Richter bisher durchaus ablehnend gegen diese Art Gesetzesauslegung verhalten. Vielleicht gelingt es, die'Angelegenheit vor das Reichsgericht zur Entscheidung zu bringen. zllairstätsbeleidigniig in Cotznrg. Die Colmrger sind bekanntlich mit allen Akonarchen der Erde verschwägert, und alle Monarchen der Erde haben infolge dessen C o b n r g e r Majestät, und können demnach in Coburg mit einer Majestätsbcleidigung bedacht werden. Schrieb da neulich ein Coburger Journalist, die Nase des bulgarischen Fürsten sei polizeiwidrig lang— flugs hatte er eine Ma- jestätsbeleidigungs-Nnklage am Kopf, denn der bulgarische Fürst ist ein Coburger und die Majestät einer Coburger Nase darf nicht beleidigt werden. Also doch Typtzn»! Typhusepidemie in Schwientochlowitz in Folge der Theucrung wird jetzt, wie der„Volkszeitung" ans Ratibor telegraphirt wird, durch den konservativen„Ober- schlesischen Anzeiger" angemeldet. jUcbrr Urrmriizrrnng von Seimathoschciucn nn Sozialdemokraten behufs Niederlassung in der Schweiz berichtet die„Volksstimme" in Magdeburg. Sie macht vier Fälle namhaft, in denen Sozialdemokraten theils Heimathsscheine ohne Anführung von Gründe» verweigert worden sind, theils solche Heimathsscheine thatsächlich nicht ausgehändigt wurden. Bekanntlich können Deutsche das lüecht auf Niederlassnng gegenüber der Schweiz nur geltend machen unter Beibringung eines Hcnnaths- scheine-?.— Unter anderem wird mitgetheilt, daß die Tochter des Abgeordneten Bebel den ihr zugesagten Heimathsschein tharsächlich nicht erhallen habe. Nach dein neuen NiederlasstmgZvertrag mit der Schweiz geschieht die Aushändigung der Heimathsscheine durch die deutsche Gesandtschaft in Bern.. Ans Hchlrlirn, 8. Oktober, wird der„Fräukf. Ztg.? be- richtet: Es ist noch erinnerlich, daß kürzlich von amtlichen Er- Hebungen, welche die Noll) der Handwerker im Enlengebirge zum Gegenstande hatten, viel die Rede war, und daß gerade in den- jenigen Kreisen, weiche zunächst ein Interesse daran haben mußten, in denen der Weber, große Hoffnungen ans das Endergebnis! der Enquete gesetzt wurden. Die Verfügung des Landraths im Neu- roder Kreise trägt nun aber zum Schluß eine— bisher noch nicht veröffentlichte— Wendung, welche diese Hoffnungen sehr herabstimmen wird. Der Satz lautet:„Diese Ermittelungen haben in einer Weise zn erfolge», welche es möglichst vermeidet, in der Weberbevölkerung die Hoffnung auf ein Eingreifen des Staates zur Aufbesiernng ihrer Nothlage wachzurufen."— Und da in anderer Weise auch nichts gebessert wird, so— bleibt Alles beim Alten! Litntzsb-rg a. d. Marths. 11. Oktober. Der Termin zur Wahl eines neuen Reichstags-Abgeordneten an Stelle des ver- storbenen Reichtags-Abgeordneten Stadtrath Witt ist auf den 25. Oktober er. festgesetzt. Schmers Matzlbssinflnffnngsn und Vergewaltigungen der Wähler und die unverschämtesten Stimmen-Mogeleien sind bei den Februarwahlen d. I. besonders im Kreise Czarnikau-Kolmar vorgekommen. Von solchen groben Rechtswidrigkeiten hat soeben wieder eine Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht in Schneide- müht Kunde gegeben. Ein Ortsvorsteher Busse und ein Schöffe Vogel hatten den Vertheiler der freisinnigen Stimmzettel, Dessau, in der willkürlichsten Weise verhaftet und körperlich mißhandelt. Die Verhandlung gegen Busse und Vogel vor der Strafkainmer wegen Freiheitsberaubung und schwerer Körperverletzung endete mit der Vernrtheilung von Busse und Vogel zu Gefängnißstrafe. Zugleich wurde Busse verurtheilt, an den Arbeiter Dessau eine Buße von 1000 M. zu zahlen. Ssi dsn Cssatzwahlen zum Landtag in Württemberg zeigte sich überall ein erhebliches Wachsthum der Volkspartei. Die Ersatzwahlen betrafen Wahlkreise, welche bisher von der Volkspartei nicht vertreten waren. In Ellwangen war der deut- scheu Partei oder Kartellpartei ein Gegenkandidat nicht gegen- über gestellt worden. In den anderen drei Wahlkreisen ist das Ergebniß folgendes: Besigheim, Stichwahl zwischen Essich (Dentsche Partei) 1198 und Payer(Volkspartei) 1053 Stimmen: Klaiber erhielt 315, Kittler 476 Stimmen.— Tübingen: Bayha (D. P.) nnt 1452 Stimmen gewählt, Weidle(V.-P.) 1121 St.— Tuttlingen: Stichwahl zwischen Drechsler Storz(V.-P.) 1665 und Stadtschnltheiß Slorz(D. P.) 1270 Stimmen; Necker(parteilos) erhielt 472. Agster(Soz.) 132 Stimmen.— Ellwangen: Lan- dauer(Deutsche Partei) gewählt mit 533 von 641 abgegebenen Stimmen. Schweix. Die Lage im Kanton Tessin wird unklarer statt klarer; die 5töpfe erhitzen sich von neuem, nachdem ein großer Theil der in den Kanton entsandten Bundestruppen denselben verlassen hat. Der„Voss. Ztg." wird gemeldet: Bern, 11. Oktober. Vnndeskommiffar für den Kanton Tessin, Oberst Knnzli, hat dem Bundesrath niitgetheilt, daß eine Verständigung zwischen den Parteien nicht zu erlangen sei, daß vielmehr die Liberalen drohen, sich einer Wiedereinsetzung der alten Re- gierung mit Waffengewalt zu widersetzen. Daraufhin hat der Bundesrath die Marschbereitschaft drei weitere Bataillone angeordnet, und der Bundeskommissar ist angewiesen worden, die gestürzte Regierung bis nächsten Dienstag wieder einzusetzen. Vorsichts halber aber sind dem Bundeskommissar weitergehende Vollmachten ertheilt worden, nämlich das Vetorecht gegenüber gewissen'Regiernngsmaßregeln, welche die öffentliche Ruhe ge- fährden könnten, und außerdem sollen Wahlen und Volksabstim- münzen unter seiner ausschließlichen Kontrole stehen. Die Auf- regung im Tessi» ist groß; doch erscheint bis jetzt die Haltung der Parteien nicht bedrohlich. Möglicherweise dürfte die so eben heimkehrende Bundesversammlung wegen der Tessiner Angelegen- heit bald wieder einberufen werden. Bern, 11. Oktober. Der Bundesrath hat den Kommissar Künzli beauftragt, der Regierung von Tessin die Leitung der kantonalen Angelegenheiten zurnckzugeben/sich aber in allgemeiner Form alle diejenigen Entscheidungen vorzubehalten, welche der Bundesrath für nöthig erachten könnte. Die dem Kommissar er- theilten Weisungen besagen: Der Kommissar bleibt mit der Regelung aller Fragen beauftragt, welche auf die Ab- stimmung vom 5. Oktober Bezug haben; derselbe leitet die Wahlen in den Verfassungsrath, die eidgenössischen Wahlen und die Abstimmung ani 26. Oktober. Der Kommissar legt sein Veto ein gegen Maßregeln der Regierung, welche geeignet erscheinen, die Ruhe und Ordnung zu stören; der definitive Entscheid bleibt dem Bundesrath vorbehalten. Der Kommissar giebt der Regierung von Tessin bei der Uebergabe der Geschäfte, welche spätestens am 14. Oktober zu erfolgen hat, hiervon Kenntniß. Der Bundesrath beruft eine Konferenz von Vertretern beider Parteien zum 16. Oktober nach Bern. Bleibt diese erfolglos, so wird der Bundesrath sofort die Bundesver- sammlung einberufen, um die geeigneten Maßnahmen zu be- rathen, damit der Wille der Mehrheil des tesstnischen Volkes zum richtigen Ausdruck gelange. Die Abhaltung von Volksversamm- lungen in Tessin ivird verboten. Dem liveralcn Komitee wird die scharfe Mißbilligung wegen der in seinen Telegrammen an den Bundesrath in Bern enthaltenen Drohungen ausgesprochen und zugleich mitgetheilt, daß gegebenenfalls die strengsten militärischen oder gerichtlichen Maßregeln ergriffen werden würden. Das Jnfanterie-Regiment Nr. 10, hat Befehl sich marschbereit zn halten. Großlivitannie«. London, 10. Oktober. Gegen die flüchtig gewordenen nationalistischen Abgeordneten William O'Brien und Dillon sind Verhaftsbefehle erlassen worden. Tipperary, 11. Oktober. Der hiesige Gerichtshof be- schloß, den Prozeß gegen die irischen Deputirten auch in Ab- Wesenheit von William O'Brien und Dillon, welche geflüchtet sind, fortzusetzen. Frankreich. Nancy, ll..Oktober. Der Spionenprozeß Bonnet wurde heute im Zuchtpolizei-Gericht unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelt. Bonnet war geständig, Nachrichten und Plane der Eestung Belfort ausgeliefert zu haben. Kein Äldvokat wollte seine ertheidigung übernehmen. Das Endurtheil lautete ans 5 Jahre Gesängniß, 5000 Fr. Strafe. 10 Jahr Ehrverlust und 10 jährigen Verlust des Aufenthaltsrechts in gewissen, später zu besliiiimenden Orten. Bei seiner Abführung wurde Bonnet von der zahlreichen Menge mit Wuth empfangen. Paris, 11. Oktober. Präsident Carnot unterzeichnete heute ein Dekret, durch welches die anläßlich der jüngsten'Arbeiter- ausstände zu Strafe vernrtheilten Arbeiter begnadigt werden. _, Rußland. „ Das„W. T. B." hielt vor einigen Tagen einen kleinen Unfall, der dem denischen Militärvevollmächtigten in Rußland. � zugestoßen— er sollte durch einen unglücklichen«dchup am Knie leicht verletzt worden sein— der t-legraph, scheu Verbreitung für werth genug. Es hat mit diesem Uniall auch eme eigene Bewandtniß. die aus der Fassung des ostizioien Telegramms freilich nicht ersichtlich war. wenigstens lausen Gcrnchle ui», welche die Sache in wesentlich anderem Lichte erscheinen lagen. Wir geben nachstehend diese Gerüchte wieder, 3» ■Hl bezügliche wörtliche Aufklärimg zu veröffentlichen:„Am 22. September(das ist am 4. Oktober) wurde während der Jagd� bei Spala der Aeneral-Älojutant des deutschen Kaisers, Werder, von dem Leib-Chirurgen Hirsch oberhalb des Knies, ohne daß das Bein verletzt wurde, mittelst einer Kartätsche(!!) leicht verwundet. Der nach Spala berufene Professor Kossinski fand, daß die Wunde gar keine Bedeutung habe. Der Kaiser hat dieser Jagd nicht beigewohnt."— Diese an der Spitze der Lokalchronik des Amtsblattes publizirte Ausklärung hat aber wegen ihrer Kürze und ihres undeutlichen Inhalts weder irgend.Jemanden über den Unfall bei Spala aufgeklärt, noch beruhigt. Und in der That! Wie kommt der Leibchirurg des Kaiser Alexander III., respektive der Kaiserin Maria Jeodorowna dazu, wäh- rend einer Jagd auf Rehe und Hasen mit Kartätschen zu schießen und wenn er thatsächlich mit Kartätschen geschossen hat, .'o ist es höchst sonderbar, daß er mit Kartätschen nicht nach dem Wild, sondern nach Menschen geschossen hat. Dann ist es höchst .önderbar, daß man für gut befunden hat, über ein so ernstes Ereigniß so lange Stillschweigen zu beobachten und daß das rus- fische Amtsblatt erst am vierten Tage nach dem Ereigniß er- »nächtigt wurde, über dasselbe eine"so kurze, undeutliche und höchst mysteriös klingende Aufklärung zu publiziren. Es ist somit kein Wunder, daß die vom„Warschauer Tageblatt" gebrachte Ausklärung ihren Zweck nicht erreicht hat und daß heute in Warschau und dessen Umgebung das Gerücht von dem Attentate auf den Kaiser erst recht geglaubt und mit allerlei Kombinationen verknüpft weiter kolportirt wird." Amerika. Ein sehr lehrreicher Beitrag zur C h a r a k t e r i st i k der Chinesen wird aus Ecuador übermittelt. Die Chinesen, deren massenhafte Einwanderung in die Vereinigten Staaten durch kürzlich verschärfte Bestimmungen eingeschränkt und gehemmt wurde, beginnen nämlich seit längerer Zeit die anderen ameri- kanischen Staaten zu überströmen, so daß in mehreren Ländern ihr Zudrang vielfach Bedenken erregt. Neuerdings hat nun die Regierung von Ecuador, nachdem die Presse dieses Landes sm Jahren die Nachtheile und Schädigungen dargelegt hatte, welche der anhaltende Zudrang der Chinesen der Republik verursache, ein Dekret erlassen, welches den Chinesen die Ansiedelung in Ecuador verbietet. Unberührt von diesem Erlaß bleibt die chinesische Diplomatie, serner diejenigen Chinesen, welche Eigen- thum im Lande besitzen oder es aus Handelsiuteressen vorüber- gehend aufsuchen. Dieser Erlaß ist nach reiflicher Ueberlegung zum Gesetz erhoben; das Gutachten, welches die mit der Unter- suchung der Angelegenheit beauftragte Handelskammer von Guayaquil nach eingehenden Untersuchungen für die Regierung von Ecuador ausgearbeitet hat, ist außerordentlich lehrreich. Es wird in demselben u. a. gesagt: „Von allen einwandernden Fremden erscheinen die Chinesen am wenigsten als geeignet, den wahren Bestrebungen und Bedürf- nissen des Landes zu genügen, infölge der unklaren sittlichen Be- griffe, der exzentrischen Ideen und Gewohnheiten, welche ge- meiniglich die Bewohner jenes weiten Reichs so unvortheilhaft charakterisiren, jenes Reiches, das durch seine eigenartige Sprache, sowie durch seine seltsame gesellschaftliche, politische und religiöse Ordnung sich von allen anderen Nationen stets wie abgesonde'' erhalten habe. Die Chinesen wollen sich den Arbeiten der Bode»' kultur nicht unterziehen und zusammengehäuft leben in dü dürftigsten Ansiedelungen der Ortschaften, wo sie gewöhnlich solch! Zweige der Arbeit für sich mvnopolifiren, welche für die KuW und Entwickelung des Landes von geringer und zweifelhafter Be deutilng sind. Ferner wird hervorgehoben, daß die innige Va Mischung der mongolischen und der amcrikanisch-saxonischen R#| die Bevölkeruug nicht veredle, sondern in der Folgezeit korrumpus Dagegen sind die europäischen Rassen, als den asiatischen i) Allem überlegen, dazu berufen, dem Lande Bürger zuzuführen. die nützlich und werthvoll sind durch ihre Intelligenz und# schicklichkeit, verbunden mit der ihnen gemeiniglich innewohnende:' Tüchtigkeit des Charakters, ihrem Familiensinn und der Liebe| nützlicher Arbeit, die sie besonders befähigt, auf dem Boden ihre- neuen Vaterlandes mit Erfolg seßhaft zu werden." Australien. Melbourne, 8. Oktober. Der Unternehmerverein w" Melbourne ist einstimmig gegen weitere Konzessionen in de> Konferenzangelegenheit, hat jedoch das Schreiben des Ausschusse- i der Streiker an alle Arbeitgebervereine Australiens geschickt,# er seine Antwort ertheilt. Die Aussicht auf das ZnsiandekomnU- einer Konferenz ist somit sehr schwach. Der Kohlenstreik avl Neuseeland ist zu Ende. Die Bergwerke in West Pont und 5W Island sind in vollem Betriebe. 34 von 41 Dampfern der Union- Gesellschaft fahren. Der Streik der Schafscheerer ist vorüber Der Gewerkverein erlaubt seinen Leuten, neue Kontrakte abz"- schließen. Ui K« Fort Emn uchei Enia inde, Foru °°rhö der Theater. Sonntag, den 12. Oktober. Gporuhaus. Die Hugenotten. Montag: Der Vampyr. Kchauspielhaus. Wilhelm Tell. Montag: Bürgerlich und roinantisch. Thcatrv. Der Spiegel. Ätoistag:' Das zweite Gesicht. Das Winter- Deutsches Theater. märchen. Montag: Die Haubenlerche. Hrrliner Theater. Maria Stuart. Montag: Kean. Friedrich Milhelnrstädt. Theater. Großvaters Operetten. Hierauf: Puppenfee. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner- Theater. Der Bauerndoktor. Pension Schöller. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nestdenz-Thcater. Ferreol. "lontag: Dieselbe Vorstellung. --—- M Viktoria- Theater. Die Million. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kellealliaurr-Theater. Meinjunger Mann Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Zimmermann's Lene. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolp'- Ernst-Theater. Unsere Don Juans. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kau'.ann's Uariötö. Große Spezialitäten-Vorstellung. Theater der Keichshallen. Große Spezialitäten-Vorstellung. Conrordia. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter'» Uariötü. Große Spezialitäten-Vorstellung. Mintergarten. Große Spezialitäten- Vorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andrcss, Alcxander- straße 27c. Margarethe Steinow, Lieder- u. Sah" Walzersängerin. Ann! Careili, Kostüm-Soubrette. Herr Rosee, Gesangs-Humorist. Adolf Gödicke, Mimiker, Stimmen Imitator und Charakter-Komiker. Familie Blumenfeld, Parterre- Potpourri, Drahtseil, Tanz. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags SVl Uhr. Entree Wochentags n. Sonntags 80 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. EtMeMIlt Buggenliagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Garten-Concert. Direktion A. Uöduram». Dienstag und Freitag: Walzer- Abend VnfrÄo Wochentags 10 Pfg., Dill Ii cc Sonn- nud Festtags 25 Pfg. Bei ungünstiger Witterung in den unteren Nestaurationsräumen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial-Ausschank von Patzenhofer Export-Bier, Seidel 15 Pf. Die oberen Säle bleiben bis auf Weiteres wegen Nenovirung geschlossen. 041 F. Müller. Circus G. Schumann. Friedrich-Karl-Ufcr. Konntag. de» 12. Oktober. 2 große Uorstellungen 2 Die 1. um 4 Uhr, die 2. um 7Va Uhr. Beide Vorstellungen mit sehr reich- haltigem und abwechselndcmProgramm. In beiden Vorstellungen Auftreten der Spezialitäten sowie in beiden Vor- stellungeu Auftreten des Original-Clown Duroff. Zu der ersten Vorstellung, um 4 Uhr, hat ein Jeder das Recht, ein Kind frei einzuführen. Morgen, Montag, den 13. Oktober: Abends 7V2 Uhr: Große Elite- Vorstellung. Oarcws Renz. Vorläufige Anzeige. Dem hochverehrten Publikum der Haupt- und Residenzstadt Berlin er- laube ich mir hierdurch ganz ergebeust anzuzeigen, daß ich mit meiner Gesell- schasl am 17. Oktober er. mittelst Extra- zuges von Hamburg hier eintreffen und Tmilbelllj, M 18. Oktober, die Vorstellungen in meinem neuen Circus in der Karlstraße eröffnen werde. Das außerordentliche Wohlwollen, welches mir in der deutschen Reichs« Hauptstadt, der Lieblingsstätte meines Wirkens, stets entgegengebracht worden ist, hat mir zum Ansporn gedient, durch Einfügung der hervorragendsten Kräfte anf allen Gebieten der circen- siscben Künste in meiner Gesellschaft noch mehr als früher schon die Gewähr für wahrhast musterhaste Leistungen zu schaffen und dadurch das mir be- wiesene Vertrauen und die mir ent- gegengetragene Gunst des Publikums zu rechtfertigen. Nicht minder aber werde ich dadurch zugleich in der an- genehmen Hoffnung bestärkt, daß ich auch in dieser Saison dieselbe wohl- wollende Anerkennung meinerLeistungen seitens des hochverehrlichen Publikums finden werde, welche es mir bisher er- möglicht hat, das von mir geleitete Institut aus der vollen Höhe seiner 'Aufgabe zu erhalten. Näheres erfolgt durch weitere An kündigungen und Anschläge. Hamburg, im Oktober 1890. Mit vorzüglichster Hochachtung E. Urn», Direktor. i�ratWeilHeBierlililleit Kommandantcustr. 77—79. Täglich: Grosses Goaicert mit Euartrtt-Känger», ausgeführt von dem Musik- Direktor H. S a n f t l e b e n. Wochentags: Frei-Concert. Sonntags Entree 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 8 Kegelbahnen und einen Saal zu Wer- gnügungen und Versammlunge». 703 F. Sodtke. Empfehle allen Freunden und Kol- legen mein 1171 Restaurant zum Senefelder, Christinenstr. 30,». Lothringerstr., Pfefferberger Bier-Älusschank, ff. Weiß- "ier. Musikalische Unterhaltung, freund- liche Bedienung. P. Hagen. Castan's Pauopticnm.� Entree 50 Vfg.» Kinder 35 Pfg. V. Ü Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Weseler Geld-Lotterie. Ziehung 6. nÄ�Wt. MWs. ""1. 4© Q Haupttreffer; M. 40 000, kleinster Treffer: 30 Mark.— Loose ä M. 3,30 incl. Porto und Liste bei As Aschenheim, Berlin W., Friedrichstrasse 171. MrchlW kt LchitWWW der MiMr Berlik vom 7. Oktober 1889 bis inkl. 31. September 1890. 0(3( j% ; i r w> 1 Form Zahl 'Men über A) Einnahme: Auf freiwillige Sammlungen gezeichnet Werkstatt-Listen gezeichnet... Tellersammlungen........ Uon Answiirts: NnS Lanaenöls......... Schmiedeverg....... Magdeburg(von Scharf).., AuS Dresden....... Klingenthal........ Ortsverein der Breslaucr Bildhauer. New-Iorker Bildhaucr-Vcrcin... Amsterdamer„.., Uo» de» Grwrrilschnften: Steinmetzen........... Vergolder.......... Buchdrucker.......... Graveure........... Tapezirer........... Weißgerber Mark Mark 5 489,42 6 316,70 464,94 10,— 2,20 10,- 10,- 3,— 30,— 100,— IV,- 182,20 40,— 50,— 454,71 34,75 25,- 30,- Klavierarbeiter......... 100,— Verein b. Arb. an Holzbearbeit.-Masch. Möbclvolircr 20,- 30,— Maurer 100,— Stuckateurc Buchbinder.......... Unterstützungsverein d. Bildh. Dentschl. Gauverein Berliner Bildhauer... Putzer... Metallarbeiter 17,- 50,— 1 232,31 8 540,— 100,— 50,— 10 873,77 Avf Streik- Karten: 5939 Beiträge ä 50 Pf.... 2350.. l 25„... 2 969,50 587,50 Zurückgezahlte Unterstützungen.. „ Gerichtskosten... Strafe für versäumtes Posteustehen 3 557,— 18- 6,— 11- Sunnna 26 919,05 B) Ausgabe: Reise- u.Extra-Unterstütz. a. 173 Kollegen Mark Marl 1 509,0 Streik- Unterstuchnn- An 86verhcieKoll.für 4282 554„„, 2710 176 ledige,, 946 1253,_„ 6385 en: :ngcä29Jt. .-2,25 * ,1,50 ,.. 1.75 836,- 6 097.50 1 419,- 11 173,75 19 546/ Allgemeine Ausgaben: Pferdebahn.......... Zeitverlust.......... Annonzen und Säulenauschlag... Verbrauchs-Gcgenstände, Bücher, Papier und Drucksachen....... Saal-Entschädigung....... Für Vorträge 14,55 14,90 1 038,80 378,35 65,— 12,— Porto und Diverses....... 169,18 wen i I % i rNu IUI 3j V R- rwat ?°gre uil 35,10 Verwaltungs-Gegenstände tür Kommissionshilfe...... gitationsreise nach Italien.... Vorschuß an drei Kollegen..... Unter stübnng an Gewerkschaften: Hutmacher' in Luckenwalde..... 600,— Tabakarbeiter Berlins...... Vergolder........... Perlmntterarbeiter Wiens..... Former........... Weißgerber in Kirchhain..... Hamburger Bauhandwerker.... An die Streik-Kontrolkommission., Rechenfehler zu Gunsten des Kassirers Remuneration,........ Gerichtskosten......... Bestand am 1. Oktober 1890.... liS'IS a(Si a» 50,— 50,— 200,— 100,— 50,— 530,— ■4 L U K Pen' M 1 480,"� st. 130, Zusammen Etwaige Anfragen in Betreff der Abrechnung sind an die Revisoren zu richten. Die Revisoren: A. Lange, Wendenstr. 4. O. Meyer, Strelitzerstr. 23. Die Kommmission. ESS Vorstellung 'Vorm. HVa it. 12'/- Uhr. 'Nachm. v.4'/--9'/sUhr 'stündl. eine Vorstellung. ?;tt'a-Gntree 30 Ufg. Kinder frei. Passage-Pauopticiim. Unter den Linden 22/23,[742 Lebensgrche Wlllhsßgnrell. Uanorame». ° Dioramen. Ethnographische Sammlungen. Italienische Dolkosiinger. Entree 50 Pf. Geöffnet von 10 bis 9 Uhr. Ich empfehle mich den Vereinen bei vorkommenden Bällen zur Tanzleitung. H. �mtendrinh. Tanzlehrer, 1797 Büschingstr. 23, part. r. Iie schöchn Damen- Kleiderstoffe, bestehend aus .doppeltbreiien Damcutuchen in allen Farben, Meter 1 Mk. Hochelegante karirte Ploid-u.Uiogo- ualstost'e, Meter l it. 1,25 Mk. Schwere, warme Winter-Este- viots, doppeltbreit, Meter 75 Pf. U. Birnhanm, la. Rossstrasse la, 1118 Echo der Gertrnndtenstraste. Reuters SlhMirthslhllft, Swinrmündrrstr. 45. Ein auch zur Zahlstelle sich eignendes Vereinszimmer m. vorzüglichem Pianino ist zu vergeben._ 1031 besteht-7?� Fabrik-Preise weil dircjt. Bezug u. Um geh uns d.Zwisehcnhandels. Uode-Nenbeiten für die Herbst- und Winter-Saison in t tei Uleifler-i Reichhaltige Auswahl, sowohl in billigen Genres für Haus- und Morgen- kleider, wie in hochfeinen Qualitäten füi i für Strassen- u. Gesellschaftstoileitc. Leinen-u.Ei sasser-Baum wollwaaren Hemdentuch, Dowlas, Croisd, Damast, Piqu8 etc. b, Handtiicher, Tischzeage, I Grosses Lager v. Herren-, Damen- u. Kinder- i la: 'st ."ge Wäsche. i �ere Arbeit. Billige zei Üw �CHAVSS Passage 1 Tr. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. Hervorrag. Sehenswürdigkeit der Residenz. Zum ersten Male: Neu: Helgoland. Uebergabe. Ankunft des Kaisers. Feldgoktesdienst zc. Zweite Reise durch Portugal. Zum ersten Male: ino mit Einzug des Sultans in Tanger. Eine Reise 20 Pf-, Kind nur 10 Pf- Abonnement 1 M. Marokli Uerfallene, Mick J darunter ganz neue Ueberzieher, Betten, Anzüge, Jaquets, Hosen, Taschen- Uhren, Regnlateure, Nostitz- Strasse 51, Pfandgeschäft. 1089 ZlljtNlNlltt gr. Auswah'- Musikwerke- Verleih(mit Ma'/ seillaise) Lausitzerstr. 51. lO�3 JBis der Wächter schliesst! iverden von heute ab, aber»nr an Privatleute, herrschaftliche getragene Winterpaletots für'6—19 M., gut erhaltene Hosen f. 3—5 M.; auch einz. aquets u.Röcke, Linienstr. 88, part„ ckc August Kessler, Görlitzer Bahnh- cief'en Genossen u. Freunden empfehle yw«» W eiss- u. Bair.-BierloM verkauft. Auch Sonntags geöffnet.[1077 Dio neueste Kegelbahn der Welt. J�s"t, Donnerstag:> Gänsr-Ausschiebe"' r Ernst Magnan, Krautstraße 1�/"en Verantwortlicher Redakteur: Gurt Saake in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kading in Berlin SW,. Beuthstraße 2, Hierzu zwei HeilaS� J dü il(t' IW 3p W' ich; pitt n i» iten. @p iSt« -z° hre- ton W "!» IHK? am Bah lia*' über- ibz'l- 1. Beilage M Nr. 338. Sonutnß, den 13. Oktober 1890. V. Jahrg. Karl Ware«brr dir Indrnsragr. (Fortsetzung.) Emanzipation ist allerdings ein großer rriixut-inM!''.. �'var nicht die letzte Form der menschlichen wichen&Ü!.' überhaupt, aber sie ist die letzte Form der mensch- (te—. uianzipation innerhalb der bisherigen Weltordnung. wir sprechen hier von wirklicher, von praktischer indem � ��usch emanzipirt sich politisch von der Religion, �aniu i12 a"-§ bcni öffentlichen Recht in das Privatrecht ver- mehr der Geist des Staats, wo der in beschränkter Weise, unter besonderer Ü" ist bellum omnium contra omnes ' e ni p j„V't ÖV?V" �ile). Sie ist nicht mehr das Wesen der ' ,,, i i. sondern das Wesen des Unterschieds. @ ein'»,"�fsbruct der Trennung des Menschen von seinem a....— vvv t v y ww«vivn| v«; vt» vv»»| w»•» v»»» —'siwesen, von sich und den andern Menschen geworden stroki- � c,." r s p r ü n g l i ch mar. Sie ist nur noch das ab- schn,""iniß der besondern Verkehrtheit, der Privat- Relinin» J1" Willkür. Tie unendliche Zersplitterung der "äw» in Nordamerika z. B. giebt ihr schon äußerlich die 61"« rein individuellen Angelegenheit. *!• lein c.. i v-----------------— o--/--I w aJ*' i o (|ebi,„ �"ge gegen das Staatsbürgerthum, sie ist keine Um- Ew � d» politischen Emanzipation, sie ist die politische von?" i i p a t i o n selbst, sie ist die politische Weise, sich der*? Religion zu emanzipiren. Allerdings! In Zeiten, wo düto r �che Staar als politischer Staat gewaltsam aus der -Ij�°�nchen Gesellschaft heraus geboren wird, wo die mensch- z./. Selbstbefreiung unter der Form der politischen Selbst- jJ„wrtg sich zu vollziehen strebt, kann und muß der Staat bis br ni u.f st 6 b it ii g d e t R»e l i g i o n, bis zur Vernichtung iübi stgwn fortgehen, aber nur so, wie er zur Aufhebung des »t, w"teigenthums, zum Maximum, zur Konfiskation, zur mWffioen Steuer, wie er zur Llushebung des Lebens, zur " o t i n e fortgeht. In dem Momenten seines besonderen 7�J'bstgesühls sucht das politische Leben seine Voraussetzung, die 18#..'Terliche Gesellschaft und ihre Elemente zu erdrücken und sich 170/vn das wirkliche, widerspruchslose Gattungsleben des �30 Wichen � konsii'— .nv-- ou iuii|ii"-iren. Es vermag dies indeß nur durch ge- ratsamen Widerspruch gegen seine eigenen Lebens- �Ü?gu»gen, nur indem es die Revolution für per m a n e n t und das politische Drama endet daher eben so noth- «,3 mit der Wiederherstellung der Religion, des Privateigen- CzÄ aller Elemente der bürgerlichen Gesellschaft, wie der Krieg bem Frieden endet._ � � v v- Eiirifi0' nicht der sogenannte christliche Staat, der das Lnd r�um als seine Grundlage, als Staatsreligion bekennt, ? baher ausschließend zu anderen ,#< Religionen verhält, ist sondern vielmehr der Ä?> h e i°"bete chrisiiiche Staat, dj-\lx fest e Staat, der demokratische Staat, der Staat, 7(30 �schni. iigion unter die übrigen Elemente der bürgerlichen Ge- nvnv*s ffii':"erweist. Dem Staat, der noch Theologe ist, der noch stca,"bensbekenntniß des Christenthums auf offizielle Weise |H, st-t"er sich Noch nicht als S t a a t zu proklamiren wagt, vrn,.""ch nicht gelungen, in weltlicher, menschlicher — 7� i ch e feiner W irklichkeit als Staat die mensch- ) 91"-.«sdrimk Grundlage auszudrücken, deren überschwänglicher ftaat Christcnthum ist. Ter sogenannte christliche Ihriit-nK""" einfach der Nichtstaal, weil nicht das n i. als Religion, sondern nur der menschliche tchöou... Stund der christlichen Religion in wirklich menschlichen l gl hen sich ausführen kann. «s Sm.',"genannte christliche Staat ist die christliche Verneinung "steifte»«."ber keineswegs die staatliche Verwirklichung des kti,, fcJ'oj"5-. Ter Staat, der das Christenthum noch in der ts Ttani? �'üion bekennt, bekennt es noch nicht in der Form 'eil er ii � enn er verhält sich noch religiös zu der Religion, | h°est.""f die U n w i r k l i ch k e i t, auf die imaginäre -enschij�"icht die wirkliche Ausführung des che»'/" Grundes der Religion, Gestalt dieses mensch- l ber'e? provozirt. Der sogenannte christliche Staat estgivn"""ollkommene Staat und die christliche "" a ipi, 8 1'h»i als EZr g ä n z u n g und als H e i l i- "stweiui-'� lknrollkoinmenheit. Die Religion wird ihni daher ? ist ein'""i Rt i t t e l und er ist der Staat der Heuchelei. ""gel., lstoßer kknterschied, ob der vollendete Staat wegen des eiigwn'"er i», allgemeinen Wesen des Staats liegt, die » l i? �""wr seine Voraussetzungen oder ob der u n- lnbetnrt �tnat wegen des Mangels, der in seiner be- l. feine«, i st e n z liegt, als inangelhaftcr Staat, die Religion >ziv.,,""» d l a g e erklärt. Im letztern Fall wird die i 1st harmloser Mensch, könne aber, wie die meisten Taubstum«� große Wuth gerathen. Als Antwort auf diesen wohlgeinst Rath erhielt Kleeberg von dem Schuldiener ohne Weiler� Paar Ohrfeigen mit der höhnischen Frage, ob er scho» s Schularbeiten gemacht habe. Nun entspann allgemeine Schlägerei. Ter Taubstumme kam dem 3(Jr5 Klesberg gegen den Schuldiener zur Hilfe, n»d Letzteren pand wieder sei» Bruder bei. Ter diener Stachel hatte einen Stuhl ergriffen und schwang# um ihn auf die Köpfe seiner Gegner niedersausen zu lasst" Restaurateur Purrmann und ein anderer Gast fielen ihm den Arm und lenkten den Schlag ab. Nu» griff der Stachel den Restaurateur an, er hieb ihm mit einem Vre gegen den Kopf, daß das Glas zertrümmerte und der blutüberströmt zusammenbrach. Daraus sielen bei� geklagte über den Taubstummen her. Auch der diener hatte sich mit einem Seidel bewaffnet, Angeklagte richteten ihre Schläge gegen den K Taubstummen, der bald ohnmächtig am Bode» lag- auch gegen den Wehrlosen richtete sicy noch die Wuth geklagten, sie hieben mit den Glasscherben auf ihn ein, schon am Boden lag und der Schuldiener ho ~ o p f des Ohnmächtigen mit den Händen Höhe und stieß ihm viele Male mit der»'! se i n e s Stiefels ins Gesicht. Ohnmächtig, am. Wunden blutend und mit vollständig verquollenem� wurde der Taubstumme nach der Klinik gebram« owohl wie der Restaurateur Purrmann sind Zeit arbeitsunfähig gewesen und ist es als ein anzusehen, daß die Mißhandelten keine schwerere, letzungen erlitten haben. Die Angeklagten entschuldigten l' innloser Trilnkenheit, die Beweisaufnahme ließ sie aber st, Beziehung im Stiche. Ter Staatsanwalt beantragte g Schuldiener Stachel zwei, gegen den Maurerpolier Sll Monate Gesängniß. Der Gerichtshof war der Ansicht, Brüder mit gleichem Maße gemessen werden müßten besonders der Schuldiener Stachel, der sich betragen ein Rowdy, keine Schonung verdiene. Das Urtheil laut. beide Angeklagte auf je drei Monate Gesängniß � den Schuldieucr Stachel außerdem noch eine Gelost 20 Mark wegen der vem Schlächter Kleeberg zugesü leidigung. Die sozialistische Arbeiterpartei Frankreichs rl glänzenden Sieg unter so eigenthümlichen Umständen 1 Provinz errungen, daß die nähere Schilderung�derselben sj die deutschen Genossen nicht ohne Interesse sein dürfte., Seit ungefähr vierzehn Tagen herrscht in Calai®, bitterter Streck, der durch einen Kartellverband von zevstj Unternehmerfirmen hervorgerufen wurde. In Calais wiegend Spitzenklöppelei betrieben. Die Arbeiter beß'stj früher in einer durchaus erträglichen Lage, die jedoch«» Ausbeutungegelüste des Unternehmerthums von Tag zu schleck, tert wurde. Der Lohn wurde schließlich ein so c% die Spitzenarbeiter und namentlich die Vereinigung derist zwnngcn wurden,, gegen die Unerträglichkeit der Lag® testiren und mit sormulirten Forderungen hervorzutrelci'. p Diese Forderungen beantworteten zehn Fabriken mit ds. s p e r r u ii g von dreitausend Arbeitern,61 blicklich au; dem Straßcupflasler liege». A Vor einigen Tage» ervateu sie Hilfe von der engiirj» werkschast)„Union von Nottingham" und diese sanol« 4 Rate die Summe von 10 Pfund Sterling(200 Marl).. Geist der internationalen Solidarität und Brüderlich�. alle'Arbeiter, die unter dem kapitalistischen Syß� beseelen. y Die französischen Genossen Delcluze und Salo, die Stadlvervrdnete sind, wurden nun von den Untern«6» beschuldigt, daß sie die Arbeiter in ihrem eigenen Jifftt'A das Unternehmerthum aufhetzen. Ans diese unwüroig« � leninderische Beschuldigung haben nun gestern. beitcr in der einzig richtigen Weise geantwo�. haben den Genossen D e I c l n z e mit 2673\ znm Generalrath,(Mitglied der Departement-�' gewählt, während der bürgerliche Gegenkandidat E6 2312 Stimmen erhielt..*! In Teutschland wird man sich erinnern, daß kürpV der Sozialist D e l o r g zum Llrondiffements-Rath gemcstß ES sind also in Jtord-Frankreich zwei Genossen ast.« sozialistisches Programm gegen die gesammten Wstj Sirömungcn und gegen die französische Boiirgeoisl«!! t wählt worden.!{jJ Für unsere Sache ist das ein außerordentlich güP sch zeiche», nnd dieses Ereigniß wird dem Klaffenkampl üli regung geben. In nächper Zeit iverden die Arbeil«1.4 Calais einen Kongreß abhalten. In Lille wird ösl«' I listischcr Kongreß tagen. J Mögen die deutschen Arbeiter und Genossen die st ,. Calais nicht vergessen, dann wird die soffalisiische I66*,« reich in kurzer Zeit glänzende Erfolge zu verzeichnen( NU 0« (n Drv Urvriu zur ZUahrnng der Juteresse» arbeitei1 iinb verwandten Berussgenoisen tagte in Teiginuller's Salon. Akte Jakobstraße 48a, mit. ff Ordnung: 1 Vortrag des Herrn Dr. med. Vernst«1" schlechtSkrankheiten. 2. Vereinsangelegenheiten. ..„v Referent erläutert eingcheudst die verschiedenen Arten s° ß Jetl der Geschlechtskrankheiten und deren Wirkungen auf i F m,d Familie nach späterer Zeit. Auch giebt der cill.c Erklärung über die Behandlung der Krankheiten .Quecksilber. Lebhafter Beifall lohnt den Liedner für seine k.rk-r".""d belehrenden Ausführungen. An der Diskussion Mi«'. sich die Kollegen Sparfeld, Blogis, Niendorf und -a-ulig. Kollege Sparfeld spricht sich gegen die Quecksilberknre» und °,Ast> rnie einzuführende Impfung aus. Er ist der Meinung, daß die rulf»iL Kranken sich unter der sogenannten„höheren t? iellichaft" befinden und auf die Arbeiter bei ihrer großen Zahl ß wenigste,! Kranken kommen. Würde eine ovligntorische Anpsung eingeführt bei diesen Krankheiten, so Hütten die Arbeiter Mr den größten Schaden. Derselbe Kollege rügt auch noch, if" ri anführend, das Apothekenivefen und ihre Preise und wünscht, daß der Herr Referent in seinen Kreisen dahin wirken mochte, daß derartige Uebelstände abgeändert würden.— Kollegen •owgts und Niendorf sprechen sich für die Naturheilmethode aus und gegen Qnecksilt erküren. Der Vortragende spricht in seineu! Schlußwort die Meinung aus, daß man über den Heil- M'ozeß beim menschlichen Körper nicht so urtheilen »nd dabei so vorgehen kann, wie bei der Re- PP'ütur einer Dampfmaschine und führt an, daß ja me Medizin schon viel von der Naturheilmethode übernommen M, z. B. die Massage, die Bäder n. s. w. Zum zweiten Punkt giebt Kollege Bogelfang die A b r e ch- »ung vom©omm er vergnüg e«. Bilanz: Einnahme 1226,75 M., Ausgabe 775 M., Ueberschuß 451,75 M.— Kollege Jiob. Schmidt giebt die Abrechnung d e r S a m m Inngen bom Klavierarbeiter-Verein für die G e in aß regelten H a in- o u r g e r. Auf Listen: 692,90 M., aus der Kasse des Vereins 5b0 M. In Summa abgeschickt laut Quittung 1192,90 M. Die Revisoren haben die Abrechnung geprüft und richtig befunden. Kollege Niendorf stellt den'Antrag, daß sämmltiche Vereins- Mitglieder, welche einer Genossenschaft angehören, ausgeschlossen mer?e..n Un� begründet seinen Antrag mit Anführung der groben Verstöße gegen das Prinzip des Vereins, welches sich einige Ge- nosfenschaster haben zu Schulden kommen lassen. Kollege Blogis Unterstützt den Antrag. Gegen den'Antrag sprechen die Kollegen Krön, Sparseid und Rod. Schmidt. Ter letztere fuhrt in treffenden Worten an, ivie unhaltbar der An- "«0 sei bei den heutigen wirthschastlichen Verhältnissen und weint, daß die gcwerkschaftliche'Frage von der politischen nicht getrennt werden kann.''Unter den' heutigen Genossenschastlern wären doch noch eine'Anzahl ganz- zielbeivupter Männer, welche Ach gegen die Prinzipien des Vereins welch noch nicht vergangen hatten und es unkonsequcnt wäre, alle insgesammt aus dem Verein huiausznwersen. Wer sich grobe Verstöße gegen die Vereine- Prinzipien zu Schulden kommen lasse, werbe so wie so aus- geschlossen. Der'Autrag wird abgelehnt.' Sämmtliche'.stach- richten an die Werk st att-Kontrolkom Mission im d an Kollege Koppen, M a nteuf f e l st ra ß e 71, p ,4 r t., zu richte n.— Neu ausgenommen wurden 8 Mit- gueder. „ D i e Kollegen werden ersucht, in der n ä ch st e n Versammlung doch pünktlicher z u erscheine n. . Fachu-e«'»> siir Kchlossce ,»»d Maschlurnbauarbritrr Berlins und Mgegend. Ani Momag, den 13. Olioder, Adeuds 8� Uhr, bei Feuerstein, mic Jalobstraste 7S: General-Versammlimo. TagrZorduuug: I. Abrechnung °oin diesjährigen Sommerlest und Berich! des Susfims vom 3. Quarla!. *• uusatzwahl des Vorstandes, s. Aufnahme neuer Maglicder und Entrichtung oer Beiträgs. 4. Beschlustfassung über unser duSjahriges Wcchuachts- und AsNUNgsfest event. Wahl eines BergnüaungStomaees. 5. Anträge. 0. Ver- Medoncs und Fragelanen. Bei d.r Wichtigleii der Tagesordnung ist es pmchr sämintlichcr Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Mitglieds- euch lagitimirt. grtic Bereinigung der Graveure, Zifelenrr und Berussgcnossen. Am «vnntag, den 12. Okioder, VormUtags!jl0 Uhr! AuSflng nach Osdorf. Trcst- stltnkt:' Am Halleschcn Thor. zachverci» der xederardeiter. Am Montag, den iz. ONdber, Abends e« Uhr, im Lokale des Herrn Zubetl, Slaunynsiraste 8S: Berteauensmänncr- Aerfanimlung. Nerelnignng der Drechsler Deutschlands, Krtoverwaltung Derli»!!. »wt Montag, den 13. Oktober, Abends Uhr, de! Bolzmann, Andreas!,!', es: Versammlung. Tagesordnung: i. Kassenbericht, r. Vortrag des Herrn -llnltutat über„Kranlenkassen". s. Tistusston. 4. Verschiedenes und Frage- lasten. Dergniiguiigoverein„Glüchanf". Sitzung mit Damen im Restaurant »du Braune, Kotlbuferstr. 7, i Tr. Nach der Sitzung: F.delitas. Nie siir den tÄ. Glitoder i» Aussicht geuomuiciir Norft.'Uuug der zi'rirn Noilisbützur muß aufacschoden werden; sie findet aber bestimm! am ?°Nntag, den ig. Oktober, Nachmittags% Uhr, statt. Zur Ausführung ge- langt das Schauspitl von Henrik Ibsen:„Die Slütze» der Wesellschast". Fachvereiu der Tischler. Zweck und Ziele unserer Vereinigung. Referent: Beruh. Jost. 2. Die Erfolge unserer Bewegung. Referent: P, Schneider. 3. Verschiedenes. Um recht regen Besuch wird ersucht. Freie Dercinigung der Schneider Deriins. Sonntag, den lg.'Oktober, .. Slifttmgsfcst in den Räumen der Berliner Bockbraucrci. bestehend aus großein Vokal- und Jnstrumental-Konzert. unter Mitwirkung des Gesangvereins „Nord." Aufführung lebender Bilder durch Fräulein Wabnitz. Prolog von Frau Ihrer. Kollegen und Freunde der Arbciler-Organtsalioncn werden srcundlichst zu diesem Fest eingeladen. Eiche Inserat in den nächsten Tagen. Nerrinigung der vrrchsi-r Deutschlands. Grtouerniaitilnge» 1—7. Kombinirls Mitglieder-Versammlung, Sonntag, den 12. Oltober, Vormittags 10 Uhr, in Deigmnller's Salon, Alte Jakobsir. 48a. Tagesordnung:>. Die Nothwendigleil unserer diesjährigen Generalversammlung. Referent: Kollege Lutz. 2. Tislussion. 3. Bericht und Wahl des ArbeitSverniiiilers. 4. Vor- sch.cdencs.— Erscheinen sämmtlicher Mitglieder erforderlich. Nächste Ver- 'sainmlung der Ortsverwallung i: Sonntag, den 19. Oktober. Weiteres im Annoncentheil. Zehrstursus der Kertiuer Arbeiter und Arbeiterinnen zur ersten Hilse bei Unglücksfällen. fMännliche Abiheilung.) Montag, den 13. Ollobcr, Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobsirahe 73. 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernsiei». 2. Usbungsstunde. 3. Ausgabe der Bidliolhck.— Neue Mit- glicdcr werden äufgenominen. Gäste, aber nur Herren, haben einmaligen sreien Zutritt. Diese Lehrstunden finden von jetzt ab alle u Tage sigtt. Drrband deutscher Darbiere, Friseure und Derriiche»>nacher-Ge- hiise». Dienstag, den 14. Ottober, AbendS 10 Uhr, Rofsitthalerstraße Nr. 3»: General- Versammlung, Dcrsnmmluiig der Fackirer(Filiale 4) am Montag, den 13. Oktober, Abends 8% Uhr, im Restaurant Beyer, Neue Grünstraße 14. Tagesordnung: i. Vortrag über Gewerbcschiedsgerichlc. Referent: Herr Benno Ctabernack. 2. Quartalsabrechnung. 3. Innere Berciusangelegenhetten. 4. Verschiedenes. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, in dieser Versaimnlung zu erscheinen. Neue Mitglieder iverden aufgenommen. Gäste willkommen. Der Drrr'l» Kerliiur Diriistmiiuncr für sreiivilllge Kranken- und Sterbc-Unierslütznug hält seine Monats- Versammlung am Montag, den 13. Ottober, Abends 8% Uhr, Krausenstr. 54, bei C. Ruppert ab. D»rri»»b!ich-rric» in Drntschland. Eingetragene Genojsenschaft mit unbeschränkter Hasrpfllchl. Gencral-Bersammlung am Dienstag, 21. Oltober, Nachmittags 4 Uhr, in ber Schönhauser Allee 28, bei Nürnberg. Der Fese- u»d Dissintirstlnb..Freidenlter" tagt alle Montag, Abends 8% Uhr, im Restaurant Haugk, Böckostr. 12. Frei- Dereiuigung dcutkchrr Nnndschuhmach»» ,„>d Saudagifte». Mbittag, den 13. Ottobel, Abends 8 Uhr, Versammlung bei Secseldt, Grenadier- itraße!3� Tagesordnung: I.Vortrag des Herrn Julius Türk. 2. Ausgabe der Lohnlabellen. 3. Wahl eines Bibliothekars. Gros,- öss-utlich- U-rsa»»»l»»g für Dläniier und Frauen am Somttag, den 12. Oktober, Abends s Uhr, tn den Zeittral-Festsäleu, Oranien- straß« iso. Allgenirincr M-taUarbeit-r-Uerei» Serlixs»»d Umgegend. Mon- lag, d:» 13. Ottober, Abends 8lj Uhr, in der Norddeutschen Brauerei, Chaussee- slrube 58: Große Versammlung. Drrri» deutscher Schuhmacher, Zahlstelle Berlin. Montag, 13. Oktober, Abends 8% Uhr, Versammlung in Echeffcr'S Salon, Jnselstraßs 10, I Treppe. Tagesordnung: i. Vortrag über: Tie Enlwickelung der wlrihschasilichen Ber- hglt Usse in Deutschland. 2. Dislusston. 3. Wahl eines KasstrerS, 4. Ver- liytcdeneS und Fragckastcn. Gäste willlommcn. Reue Mitglieder werden auf- genommen. Arbeiter- Sängerbund. Gesangvereine liinnen bei folgenden Sanges- brüdern Stalütenenlwürfe haben: Wolsdorf, Sorauerstr. 23, 3 Tr.; Renmann, Brunncnslr. 101; Schräder, Langestr. 17, bei Krehl: Laise, Dteffenbachstr. 31, 3 Tr.; R. Schmidt, Wrangilstr. 133; O. Rassche, Mariannenstr. 34; Hübner, Hcdemannftr. II, pari.; A. Kaiser, Ackerst!'. 34; Friedrich Kortum, Manleufsel- jlraße 7«.(Siehe Inserat der Versammlung.) weiteren Verlauf der AuZeinandersetzungen sagte der Herr dann noch, daß wir doch zu Vergmignngett keinen passenderen Saal be- kommen kön nten. Ich erwiderte hierauf, daß wir Arbeiter unsere übrigen Groschen zu Vergiiügungeii auch zu solchen Wirthen tragen werden, die uns zu jeder Gelegenheit ihre Säle zur Ver- sügnng stellen. Nun zur Hauptsache. Zugegeben, daß im Jahre 1889 vor Einsetzung einer Lokalkoiniiiission viele Gewerkschaften mit Wirthen Verträge abgeschlossen halten, die für politische Versammlungen nicht zu haben waren. Es mag den Gewerkschaften schwer ge- worden sein, diese Verträge ohne Opfer zu lösen, wie Herr Schmidt in seinen Ausführungen andeutet. Aber es ist schwer zu verstehen, wie Gewerkschaften, um noch in diesem Jahre, nachdem in ihren öffentlichen und großen Volksversammluitgen viele Beschlüsse gefaßt worden sind, kein neutrales Gebiet zu betreten, immer noch den gefaßten Beschlüssen entgegentreten können. Es ist das keinesfalls denjenigen Wirthen gegenüber gerecht gehandelt, die sich Polizeischerereien haben gefallen lassen müssen. Nun sollte man eine Ausnahme mit der Philharmonie machen wollen? Die Wirthe, die sich bisher gegen uns anständig benommen haben, könnten nns dann doch sagen: Haltet Eure Versammlungen da ab, wo Ihr Eure Vergnügen abhaltet! Diejenigen Gewerkschaften, die in der Philharmonie ihre Vergnügungen abhalten, scheinen zu glauben, daß sie ohne diese Vergnügen nicht bestehen könnten. Nach meiner Meinung muß SpvochsNQl. es mit solchen Gewerkschaften schlecht bestellt sein. Die Besitzer der Philharmonie haben, wie ich glaube, Magen- drücken bekommen. Die Arbeiter werden nach den Angaben der Lokalkommission wissen, was sie mit der Philharmonie zu thun haben; ich bin der Meinung, daß wenn die Besitzer der Phil- Harmonie ihre Entschlüsse nicht geändert haben, wir auch bei unseren Beschlüssen bleiben, und dieser Beschluß lautet:„Wir kennen kein neutrales Gebiet." Wenn sich die betreffenden Ge- werkschasten nicht mit uns solidarisch erklären, dann haben die- selben selbst das Band zerrissen. Ernst Wilschke, Katzbachstr. 1. Die RedaMon stellt die Benutzung des Sprechfaals, sowcil Raum dafür adzu- geben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Interesses zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dcm Inhalt desselben ideniisizirl zu wcr»cn. Alls das Eingesandt der Direktion der Philharmonie und die Sprechsaal-Noliz des Genossen R. Schmidt sehe mich ver- anlaßt. Folgendes zu niiterbreiten. Als damaliges Mitglied der Lokalkommission wurde ich und Otto Heindorf durch Beschluß einer öffentlichen Versammlung beaustragt, in Bezug auf die Angelegenheit mit dem Lokal Philharmonie zu recherchiren. Nach einein andern Beschluß einer öffentlichen Versammlung, welcher besagte,„das„Volksbl." anzuhalten, daß Inserate sür Vergnügungen und Gewerkschafts-Versammlungeii zurückgewiesen werden sollten, w e n n dieselben sür solche Lokale, die sich w e i g e r n, diese Lokale für politische, sozialdemokratische Bersamlimgen herzugeben, aus gegeben sind"; diesen Beschluß theilten wir persönlich den Ex- pedieiiien, Redaltion und Verleger des„Berliner Volksblatt" mit. Diese erklärten sich damit einverstanden. Während dieser Verhandlung kam Jemand mit einem Inserat sür ein Vergnügen der Hausdiener. Als diesem Herrn der Beschluß unterbreitet wurde, erwiderte er, daß die Hausdiener dann gezwungen wären, im„Lokal- Anzeiger" zu inserire». Herr Kuiidke wisse außerdem, daß die Direktion der Philharmonie ihr Lokal zu allen Versammlungen hergebe. Nach einer Rücksprache mit diesem Herrn begaben wir uns in das Direktionsbureau der Philharmonie, wo Herr Knndke die Frage stellte:„Sie geben wohl Ihr Lokal zu allen Ver- samniluiigeii her?" Diese Frage wurde bejaht und Herr K. meinte nun, daß ich Unrecht hätte. Nun fragte ich den Direktor: „Dann kann ich wohl den Saal zu Sonntag bekommen?" Die Antwort lautete:„Ja." Ich bemerkte dann:„Es ist aber eine politische sozialdemokratische Volksversamniliing?" Darauf wurde die Zusage wieder zurückgezogen. Im Dviefslnste» Vvv MedaJtkitms Bei Stn fragen bitten wir die Abonnemenks-Quittung beizufügen. Brieflich Antwort wird nicht erthetll. ,, Chefredaktrur" Mald. Wie scheinen doch ein recht sonderbarer Herr zu sein. In dem schlecht stylisirten Schriftstück, das Sie als angebliche Berichtigung versenden, schreiven Sie: „Dem„Berliner Volksblatt" bemerke ich gegenüber seinem Wunsche, zu wissen, wer die Gelder des pp. Vereins verwaltet und wer dessen Vorstand ist, daß eS ein„Ver- einsgesetz" giebt, welches zur vollständigen Rechnimgs- legting den Mitgliedern gegenüber verpflichtet. Dieses Vereinsgesetz verpflichtet im übrigen den Vorsitzen- den eines Vereins nur, der Polizeibehörde gegen- über die Vorstandsmitglieder namhaft zu machen. Der privaten Neugierde des„Berliner Volksbl." ttttd Konsorten fühle ich mich nicht veranlaßt, die sämmtlich ehreiiwerthen und theilweise hocharistokratischen Namen der Vereins- Mitglieder bekannt zu geben.....' Zur Beruhigung des „Berliner Volksblatt" und Konsorten konstatire ich schließ- lich noch, daß ich die vorläufigen Kosten des pp. Vereins aus meiner Tasche bezahle, und daß ein ebenfalls sehr wohl situirter Beamter eines hiesigen patriotischen Jnslttuts die Kassengeschäfte verwaltet." Wo steht denn tut„Vereinsgesetz", daß der Vorstand zur vollständigen Rechnungslegung den Mitgliedern gegenüber ver- pflichtet ist? Hoffentlich haben Sie diese nicht erweislich wahre Thatsache nicht etwa denen gegenüber behauptet, die Sie um Beiträge vou 20 Mk. ersucht haben. Das wäre eine böse Ge- schichte. Und wo steht denn im Vereinsgesetz, daß nur die Namen der Vorstandsmitglieder eines politischen Vereins der Polizeibehörde mitzutheilen seien? Die Namen aller Mitglieder müssen Sie inittheilen, Sie Unglücklicher, sonst kostet es Strafe. Jedenfalls haben Sie durch Ihr Schreiben bewiesett, daß Sie mit dem gründlichsten Wissen der Welt ausgestattet sind. Wie fürchten wir uns vor Ihrer„Vernichtting der Sozialdemokratie".'■ ©ejiefifren. (Molffs Telegraphrn-Knreittt.) Dirfchau, 11. Oktober. Die sogenannte Kellner'sche Kolonie bei Dirschau ist heute Nachmittag theilweise abgebrannt. 55 arme Familien sind dadurch obdachlos geworden. Paria, 11. Oktober.(Telegr. des„Herold.") Aus Ehatellerault wird gemeldet, daß die erwartete Spaltung innerhalb des Possi- bilisten-Kongresses zum Ausbruch gekommen ist: 15 Delegirte haben demonstrativ die Sitzung verlassen. Tockes-Anzeioe. Nach kurzem Krankenlager starb am d'. M. unser Vater, Schwieger- und Großvater, der Maurer � Franz TMens! tnt 72, Lebensjahre. Die Beerdigung Tinbet am Sonntag, den 12. d. M., jJKichniittnßS 3 Uhr, vom Kratilenhause -Noabit aus statt. Um stille Theil- "ahme bitten Bis trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, laiche meiner lieben Frau Auguste "eutnann die letzte Ehre erwiesen Mben, unseren innigfteit Dank. 1086 s-k-rr--i-: i-i- s.~ r.: _ Der tiefbetrnbte Gatte Julius Hcumann tntb Tochter. Soeben erschien: i924 5übbrttt|cher postillan Nr. 10. Wiederverkäufern hoher Rabatt. H. Kohlhardt, Mariannenstraße 34. Meyer's, Brockhaus' [■eaica, Bücher, Oannemann, Bibliotheken kaust Kochstr. 56, I.[1002 n,f/ilenJlteunöen n. Bekannten empfehle "mn Zigarren- und Tabak Geschäft. Wibbing, Spreeslr. 10. »»"*3> wf*■ V V| Allen Männern der Arbeit empfehle mein Aigapppii. und Jigarrttrn- Sesckjäst. J. Janz, Jaitnowitzstr. 1 (neben Belvedere). 1091 Mit dem heutigen Tage haben sammt- liche Arbeiter der Perlmutterivaaren- Fabrik J. Mintze, Ritterstr. 12, die Arbeit niedergelegt. 1119 Zuzug ist fern zu halten. Tiseslhi©!« (Zahlstello Friedricbsberg.) 2. Stiftungsfest am 18. Oktober, int Nenstädter Volksgarten, Proskanerslraße. Gr. Ball, Humoristische nttd ernste Bor- träge. Freunde und Bekannte sind hierzu.sreztndlichst eingeladen. 1097 äcM&aMgE Graveure, Ziseleure machen heute einen Ausflug nach Osdorf. Treffpunkt Hallefches Thor Vormittags 9>/s Uhr. OarneM ©uton Pr» vat-Mittagotifili für Damen 30 Pf,, Herren 50 Pf., empfiehlt ergebenft 1100 A. Bruschke, Dresdenerstraße 76, Hof 2, Eingang. G vorab rim in Fässern von 16 Litern an tttib in Flaschen— 25 große oder 30 kleine für 3 M.— empfiehlt 2386 Gustav Oering, N., Berliner Lagerhof, Gebäude Nr. 3. J. Semmel, prall. Zahnarzt, Nene Königstr. 48, am Alexanderplatz. Zu sprechen: täg- lich von 9—1 und 3—6. 919 Evorel b spä&i S&F" vom Löf, ä©In« 10 Vf.-®® sowie vorzügliches Weißbier empfiehlt Bruno Feigey Vertr. 858 Markusstrasso 31. Vereinszimmer mit Klavier. Volks- blätter liegen ans. Vestellnngen für den Osten ans„Evorabräu" in Gebinden ttub Flaschen werden entgegen- genommen. Zillen greunben und Bekamt ten zeige ergebenft an, daß ich ein Schmtit- gefchnft am Schlefifchcu Bahnhof Nr. 4 eröffnet habe und empfehle den ver- ehrten Vereinen mein geräumiges Ver- einszimmer. 1062 Hochachtungsvoll C. Frick, Schankwirth. Allen Frennden und Genossen theile ich hierdlirch mit, daß ich Barnimstr. 42, Ecke Weinstraße, ein Zigarren-Geschäft eröffnet habe. Herrn. Dümpel. Gangbare Restauration(Ecke) sof. zu verkaufen Fruchtstraße 1—2. flrrrett- und Kundrngnrderoden zu sehr billigen Preisen empfiehlt auch nach Maaß E. Wieland, Kirchbachstraße 13, pari. 1101 Jeden Dienstag 1109 Großeo Gänfr Auofchirbe». Jeden Abend Proletarier- GefeU- fchaftsstnnde. Mittag- u. Abend- tisch billigst A. Ncspital, Straßburgerstr. 43a. Suche Theiln. für frdl. möbl. Zimmer z. 15. o. 1. Wwe. Ziemer, Wienerstr.3411. 2 frdl. Schläfst, f. Herrn sep. z. vnt. Gräfestr. 76 v. 4 Tr. bei Scheuet. Schläfst, für 2 Herrn separater(Sing. Wrangilstr. 92 v. 4 Tr. links. 1104 Fr. Schläfst, f. H. Skalitzerstr. 131, H. i Tr. Wwe. Wolfs. Uli Eine Schlafstelle vorn ist zu verm. b. Stock, Mliskanerstr. 25, v. 4 Tr. 1055 Fmdl. Schläfst, f. 2 Hrn. b. Ahlmann, Barnimstr. 46, 8 Tr., sep.(Sing. 1114 Schlafst.z.verm.Liegttitzerstr.28,Beeskow. Fmdl. Schläfst, f. 2 Hrn. z. nenn. Gen Puttlitz. Waldstr. 6, Querg. 3 Tr. 1087 Empfehle mein Lokal zum Arbeits-; Nachweis und für Zahtstrlien.. Zimmer für Vereine. 1576 Carl Ulrich, Wrangelftr. 84. Die erste und gröst.te Rossfleisch- Speise- Anstalt befinbet sich Weinbergsweg 11 d und werden dortselbs! von des Morgens früh bis Abends spät bei musikalischer Unterhaltung die besten warmen Speisen und guten Biete verabfolgt. 1117 Otto Haack. Einen Tischler, welcher gut abputzen u. poliren kann, sucht Kessler, Zither- sabrik, Lausitzerstr. 51. 1096 Einen Tifchirr auf Bettstellen verl. A. Vogt, B"S25,.r straße 9. Suche für meine Bilderrahmenfabrik e. Mädchen. G. Diederich, Wallstr. 72. Einen Rahmschneider sucht 1098 G. Diederich. Wallstr. 72. Ödtlöttßir fib IMnlfn-S«- zungsanlagen verlangt Marien st n 19/ 20. 1103 Buchbinderlehrling verlangt Scheffler, Ztutmerstr. 95/96. 1060 Ein erfahrener tttib gut empfohlener Knchhaltrr sucht Veschästigung auf Stunden oder Tage gegen bescheidenes Honorar. Zu erfragen in der Exped. dieser Zeitung, Beuthstr. 2. 1032 reichste Ans tu a h 1 bei billigsten Preisen rmpfielilt Franz Radtkej Drrsdritrrstr.?l. a, Oi*osse öffentliche Volksversammlung für Frauen und Männer am Montag, den 13. Oktober, Abends 8 Uhr, in Ahrens Brauerei, Thurmstraße Nr. 26. Tages-Ordnung: 1. Austritt aus der Landeskirche. Referent Stadtv. V o g t h e r r. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. 1080 Der Einberufer. Achtung! Maler! Dienstag, den 14. d. M., Abends 8Vs Uhr, findet die zneralversammlung der Vereinigung Deutscher ''er, Lackirer, Anstreicher u. verw.Berufsg. Filialel.(8) in Hoffntann's Festsälen, Oranienstraße 180, statt. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen W. Schweitzer. 2. Rechenschaftsbericht. Verschiedenes. 1069 Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu er- leinen. Dxr Vorstand. Grosse ¥ersanimlung des Deutschen Schneider-Derimndes betreffs Gründung der Filiale MRoabit an Dienstag, 13. d. M., Ab. 8-/? Uhr, Kastanienwäldchcn, Alt-Moabit 89. Tages-Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. 1115 Der wichtigen Tages-Ordnung halber bittet recht zahlreich zu er- Der Ginberufer. s-seinen Verein der Sattler und Fachgenossen. .emstag, den 14. Oktober, Abends 9 Uhr, bei DeigmuUer» Alte Jakobstr. 48a: Mitglieder-Versammlung. Tages-Ordnung: 1065 1. Bericht des Vorstandes vom 3. Quartal. 2. Abrechnung des Quartals und des Sommernachtsballs. 3. Ersatzwahl des 2. Kassirers und :r Revisoren. 4. Verschiedenes und Fragekasten. KB. Tie Versammlung wird pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch gitimirt., Ter V erstand. Fachverein der Tischler(Norden). oniag, den 13. Oktober, Abends SVa Uhr, in Eeller's Salon, Bergstraße 68: Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Schöpke: Weltschöpfung und Weltuntergang. L. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. 4. Verschiedenes und Fragekasten.— !eue Mitglieder werden aufgenommen. 1063 Alle Tischlergesellen des Nordens sind zu dieser Versammlung freund- chst eingeladen. Um recht rege Betheiligung bittet Der Bevollmächtigte. Berliner Arbeiter-Bildungsverein. Grosse Versammlung m Montag, den 13. Oktober, Abends 8 Uhr, im Lokal Schwedterstr. 23-24. T.a ges-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Pens, über: Charles Fourier'» Sozialismus. . Diskussion. 3. Abrechnung des Kassirers und Berichterstattung der Revi- oren. 4. Verschiedenes und Fragekasten.— Gäste sind willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 1061 Der V o r st a n d. I. A.: Kaasch, Fürstenbergerstr. 11. Frauen und Mädchen-Verein für Weißensee. Grosse ausserordentl. Generalversammlung am Montag, den 13. Oktober, Abends 8V: Uhr. 1059 m Lokale des Herrn Weichert,„Zur Flora", Gustav Adolfstraße 142. Tages-Ordnuug: 1. Vortrag des Referenten Herrn Klein. Thema: Das soziale Elend md die Frauenbewegung. 2. Diskussion. 3. Wahl einer Vorsitzenden, einer Zchriftführerin und Kassirerin. 4. Kassenbericht. 5. Mitgliederaufnahme. '3. Verschiedenes�— NichtMitglieder, sowie Männer haben Zutritt. Zur Deckung der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Um recht zahlreiches Erscheine» bittet Der Vorst and. Große öffentliche Versammlung der Metallschleifer w. vmv. Berussg. Berlins». llmg. 83. am Montag, den 13. Oktober, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Ucyer, Alte Jakobstraße Nr. Tages-Ordnung: 1 Vortrag des Herrn Link. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung der Delegirten der Berliner Streik-Kontrolkommission. 4. Stellungnahme zur Ge- werkschaftskonferenz. 5. Verschiedenes. 1079 Avio! Der Arbeitsnachweis befindet sich bei Niemetscheck, Skalitzerstr. 18. Der Einbornfrv. IN Sffeutl. VerslMlnlNg der Schuhmacher am Montag, den 13. d. M., Abends 8 Uhr, den Zentral-Festsälen, Orauienstraße 180. Tages-Ordnung: 1078 1. Bericht über den Kongreß. Referent Herr Krause. 2. Diskussion. 3. Bericht der Streik-Kontrolrommission. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen bittet Der Ginberufer: P. Büttner. Buchdrucker, Buchbinder, Arbeiterinnen S Da alle Unterhandlungen mit der 1043 Kontobuch- Fabrik und Buchdruckerei julius Bosenthal(Inli. L. Gronau) gescheitert sind, so dauert der Streik unverändert fort. Die Sperre dlei'■' bleibt aufrecht. Die Arbeiter und Arbeiterinnen. Allen Freunden und Genoffen empfehle meine Cigarren und Tabaks-, Cigaretien-, Pfeifen- u. Cigarrenspitzen-Niederlagen. E. Hl. Wilschke, Kalsbachstr. 1 und Iunkerstr. 1. Ter Kommers der 1085 ' Hildffauer findet am 8. November im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a, statt. Billets werden nur durch Koll. Kühling jeden Dienstag und Sonnabend Abends, Annenstr. 16, gegen Baar ausgegeben. Letzter Termin für Mit- glieder am Sonnabend, den 1. Nov. Wische WWst. Sonntag, den 12. Oktober, Abends 7«/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, Vortrag des Herrn H. Peus:„Die Arbeit und der Besitz UN d ihre Ehre." Nachher gesellige Unter- Haltung und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Der Vortrag be- ginnt pünktlich 8l/s Uhr. 1011 Der ÄMer-WWereill „Mord � feiert ani 18. Oktober in den ge- sammten Festräumen des Eiskellers, Chansscestr. 88, sein erstes Stiftungsfest und ladet Freunde und Genossen dazu ergebenst ein. Billets sind in den mit Plakaten be- legten Lokalen zu haben. Anfang 7 Uhr. 1018 Das Komitee. Verein der WW-Wneider nnd verni. Bernssgenossen. Me rsa mm i u ng am Montag, den 13. Oktober, Abends 3Vs Uhr, in Schneider s Salon, Belforterstr. 15. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Werner über: „Die Presse". 2. Diskussion. 3. Unsere Unterstützungsfrage. 4. Wahl der Revisoren und des 1. Kassirers. 5. Vierteljahrsbericht. 6. Verschiedenes. 7. Fragekasten. Der Vorstand. NB. Der hochwichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, zu erscheinen. Kollegen als Gäste willkommen. 1036 Verein Berliner Hausdiener. Ausserordentliche Generalversammlung am Montag, den 13. Oktober, Abends 9 Uhr, Neue Grünstr. 23. Tagesordnung: I. Mittheilung. 2.. Jahresbericht. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Wahl des Festkomitee's, der Revisoren und des Ehreuraths. 5. Verschiedenes und Fragekasten. 1092 Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. Abends Salon, Verein deutscher Zchuhinacher. (Zahlstello Berlin.) Montag, den 13. Oktober, 8V» Uhr, in Scheffer's Jnselstr. 10, Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Vortrag über Entwickelung der wirthschastlichen Verhältnisse in Deutsch- land. Ref. Koll. Beul. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Kassirers. 4. Verschiedenes und Fragekasteu. Gäste will- komme». Mitglieder werden aufge- nommen. 1066 Der Srvollmächtigte. Verband d. Möbelpolirer Berlins u. ümg. Ausserordentl. Versamml. am Montag Abend 8 Uhr, Mariannenstraße 31/31. Tages-Ordnung: 1. Die Organisationsfrage in unserem Beruf. Referent Herr Burk. 2. Dis- kussion. 3. Wie stellen sich die Koll. des Südostens zum Arbeitsnachweis und zur Organisation? 4. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen aller Kollegen ist Pflicht. Nächste Versammlung am Montag, den 20. Oktober, Andreasstraße 26, ist Generalversammlung. 1099 Der Vorstand. Zimmerleute Berlins! Mittwoch, den 15. Oktober, Abends 81/2 Uhr, in Lehmann s Saal, Schwedterstr. 23, Uersammlnng. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Pirch über: „Ist durch Sparen die Lage der arbeitenden Klaffe zu verbessern?" 2. Verschiedenes und Fragekasten. Alle Zimmerer, sowie Gäste werden freundlichst eingeladen. 1107 Der Vorstand. Soldiner« welche einem Verein beitreten wollen, werden gebeten, sich heute Abend 8 Uhr b. Wuttke, Friedrichsbergerstr. 24, einzufinden. 1081 | Cigmen ist i« Hülste W & S3 Für Händler, Restauraf eure u. Private Mein seit einer Reihe von Jahren am hiesigen Platz bestehendes Cigarren-Versandgeschäft bringe ich den werthen Kunden und dem Publikum als beste Bezugquelll wieder in Erinnerung. # vieleil Lieserukgen im Königl. Behörden. Officier-Casinos, Cantinen und Vereine bürgen wohl für die ,neiner überall anerkannten vorzüglichen Fabrikate. Durch günstige CaSSa-M#WMm(Ü% u-bernah- von ßoiieiirälimp, serner durch größere Abschlüsse mit den namhaf- testen Cigarrenfabriken Deutschlands bin ich in der Lage, meine an?- erwählten Fabrikate zu so auffallnd billigen Preisen verkaufen zu können! hierzu kommt nun meine Devise: »Grosser Umsatz— kleiner Nutzen". MIIPIIP I Versand: von 100 Stück aufwärts, von 500 Stfid ab, franko über ganz Deutschland gegen Nachnahme oder gegen Einsendung des Betrages. Bei Abnahme von 1000 Stück gebe 5 o/o und bei AbnahoU von 2000 Stück und mehr 10 o/o Rabatt. Ivird anstandslos auf meine Kosten zurück- genommen und auf Wunsch sofort der Betrag zurückgesandt. Nachstehende Spezialitäten empfehle u. A. ganz besonders: Marke 24. Sumatra mit gem. Einlage..... 100 St. M. 2/ 32. 44. 46. 52. 56. 53. 2,50 % 4/ 5, 5,50 % 7,5« dv. do. Brasil.........„ do. FdiJ........... ,, Mocca-Cigarre, Sumatra mit Havanna.„ Sumatra mit Havanna........ „„-(Bockfa?on)... Universal-Kiste mit 7 verschiedenen feinen Sorten in hocheleganter Ausstattung......... Marke 62. Rein 89er Havanna, gärant. Handarbeit.„ „ 74. Manilla, sehr beliebt, pikant...... „ 100. Echte Boyamo, Jmportfa?on...... Diese Cigarre ist ans feinstem Cnba-Havanna, für Qualitätsraucher besonders geeignet. Victoria Regia, ISVe Ctm. lang, ö'/e Ctm. Umfang, kostet bei mir nur 6 M.(Werth 15 M.). Egyptische Cigaretien in Original-Blechverpacknng.„ Ilm, Kamerun, neueste Ernte aus Westafrika, Re- galia-Fa?on»»».».«.».».»„ Sämmtliche Marken sind hochelegant verpackt, haben Brand, volle schöne Fa�on und sind gut lüftend. Warnung! bitte das verehrte Publikum, meine Offerte Utlf 4,5°.letui 1,5" schneeweiße» Ich bitte das verehrte Publikum, meine jenen großen marktschreierischen Reclameil vergleichen zu wollen, iDClchC nur auf �äNschltNg des blikmns berechnet sind. Fernsprech- Amt 3. 8191. Tii. Peiser, Berlin N., Lothringerstr. 52. tev unte a 3 bas' Siolo «hi fc zu r »Nv! bei,« Ä :: fe Doi, i ift, M Nil, 5 8te u-ird blint ; IPted | s 4 Das neueste Anschneide System für die gesammte Damen- Schneiderei, wonach einJeder ohnejeglichesZeichnen- talent tadellos sitzende Garderobe anfertigen kann, lehrt innerhalb 8 Tagen (auch in Abendkursen) gründlich unter Garantie für 15 Mark 1082 J. Paul Müller, Zirnmerstr. 53, III. Ksilkllttmllsseil- Allsverklills! Die zur B. Zacharias'schen Konkursmasse geHöngen Waaren- beständo. bestehend ans Kleiderstoffen, Leinen, Baumwoll-Waaren, Teppichen, Gardinen, wollenenNormalnnlerkleidem ganz besonders vortheilhaft. Schwarze Cachcmirs kommen werktäglich von 9—1 und 3—7 Uhr im alten Geschäftslokal 1112 19. Wllhguser Allee 19, zu den grr. festgrsekte» Tarpreisr» zum gänzlichen Ausurrkanf. Oer Verwalter. Im Tuchgeschäft jetzt Srnnifiijtr. 126, 1. Herren- und Knaben- Anzüge, Paletots, | sowie Damenkleider etc. Auf Munfch auch gegen Thrilsalilungr». CesPsts-Eröftuilg. Allen Freunden und Genoffen zur Nachricht, daß ich seit Anfang dieses Monats meinSchuhwaaren-Veschäft in der Hagelsbergerstr. 25 eröffnet habe. Lager fertiger Schuhe und Stiefeln. Auswahl in Filzschuhen u. Pantoffeln. Bestellungen nach Maaß; Reparaturen schnell und sauber. Bei Bedarf bittet um Zuspruch. 1057 Achtungsvoll Alberl Bingner, Berlin SW., Hagelsbergerstr. 25. Dr. Hoesch, Homöopath. Arzt, Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. c# itet Mit gegenwärtigem erlauben wK.L ei» anzuzeigen, daß wir unter der F', Witte& Coleli; Schinidstraße 11, »lös, cm Cigarren-, Rauch-, eiijj und Schnupftabak-Engros-K, Jitei schäft eröffnet haben und unsere werthen Parteigenossen, f��ubj alle Freunde, unser Unternehmen 0, ffsx unterstützen zu wollen.. l«', tödt, Witte& Colell, Schmidsir. B>bie( Ti«cell r» Hut-Fabril ß *»£Ä3S!| 1785] nahe der Besselsira� Lch Ante mit KMrvlmürkM -—---------- i ..°s - a C. Dnmstrey, Oranienstr. 63, v. J/hK a Herren-lSliriiersbe fertigt nach Maaß zu soliden «u Eleg. Herren-Anzüge, Damen-W'' � mäntel, Kleider, Betten, Uhren-r le, man am billigsten, wie bekannt,>».,. J Luckenwalder Kleiderb�l;'e Sieanderstr. 33, bitte auf Hausn»»'- iA und Namen zu achten,- N zu repariren Jede|läl, Maschine iren kostet unter Garantie. guten Nähens 2,50 M., kleine Rc� j'1'1 turen billiger. W. Maaske, Fachman� Hej _ Ne: Möbel-, Spiegel-""'A Polsterwaared' Fabrik von R. Jhloff, am Rosenthaler Thor. LiniensC- Achtung I"WM Ein Velgrmälde, Lassalle, stellend, mit schönem Rahmen, 9, hoch, 76 cm breit, ist billig 3%,/ kaufen. Näh. b. WUschke, Junkers . Wirthschastssachen. W spind, Wäschespind, Sopha,® Regulator billig zu verkaufen 1058 Breslauerstr. 9, pari. W, K Meine Destillations-Gesch�Cag Wilhelmstr. 48, Krautstr. 48b, o. W Strasse 31, sind preisw. z. vert. /' Verantwortlicher Redakteur: Cnrt Saake in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kadi, ig in Berlin 8W„ Beuthstraße 2. Wilhelm Meyer, Brunnenstraß�/ Nr. 238. Sonntag, den 12. Oktober 1890. ?. Jahrg. gekannt, wie diesmal das Koalitionsrecht Natürlich warfen die Grubenbesitzer� dre vorhandenen Arbeiter auf die Straße< »Abensmittl>lni<,n<'»i»,»">">» gehandhabt wurde. in ihren Arbeiterhäusern .Wfn-..........—.— Natürlich sperrten sie die des agazine" der Bergverwaltung, zene Instrumente anJi��Hsten Trucksystems. Die Arbeiter, welche durch- -i, �ort schuldig sind, konnten natürlich in andere Laden zur du»»?,.?- ite™ Ausstand stehen, keinen Kredit finden; sie'wurden das sv � ausgehungert. Das ist nicht Alles; das Aergste ist L,.�°rgoh°n der Behörden. Es wird heute von den liberalen y«- Muttern dankbar anerkannt, dab nur das scknelle Einareiien dung ahmt irülk' mm 'oeiitge Bergarbeiter�angchören, wurde polizeilich gesperrt, die Ausschußmitglieder unter Polizeiaussicht gestellt. Ter Vcmn hatte M>e„Statuten überschritten"— er hatte an die hungern den Hin der der Grubenarbeiter einige Laib Brot vertheut. solchem Terrorismus ist die Arbeiterbevölkerung nicht gewachsen. P bezeichnend, daß nicht einmal der Versuch gemacht wurde, , u° Versammlung der Streikenden zu veranstalten, �-er Ein- | luser wäre unfehlbar sofort verhaftet worden. Ebenso wenig möglich, von Auswärts Hilse zu bringen; jeder verdachtige L°?de wird aus dem Königreich Rothschild ohne Weiteres abgc- N°». So kommt es. daß die klare, zielbewußte Organisation wenig o macht, daß aber eine Summe von Verbitterung, von »L—__ P. rf i t•»» im,•.*.* i-~-,.. iF 5,, eipe» iten Pß wird. »i'?wtaler Gewalt ansammelt, die sich einst in furchtbaren Geivitteru Denn so viel ist sicher; die Bergarbeiter könne» „t-—.vv �wuatt zum Schweigen gebracht werden, zur nimmermehr. Insbesondere ist es der Gedanke der ehr- �Ächtstundenschicht, der nicht mehr auszurotten ist. ülefi c Oktober tritt in Wien einBergarbeiter-Kon- tJivh zusammen, der vor Allem Orgaiiisationsfragcn bexathen »ickn in darf sich unter einem österreichischen„Songreffe" Riöt-'"orsammlungen von gewählten Delegirren mit ordnungs- is.�gon Mandaten vorstellen. Derlei wäre strafbare„Geheim- W* Nicht einmal eine öffentliche Versaminlung darf irgend o.<%» Personen einen Auftrag geben, der über die Dauer der Am wnilung hinausreicht, das ivüre unbefugte Fortsetzung der von'Mlung. Immer sind es einzelne Privatpersonen, welche f" irgend einer andern Privatperson zu einer Be- '3img persönlich eingeladen werden, was wir„Kon- Hj nennen müssen. Trotzdem können natürlich voii �°n Zusammenkünften die bedeutendsten Wirkungen ausgehen, ist JL* 44*% Leute zusammenkommen. Bei de» Grubenarbeitern sjjr.?? der erste Versuch, sich zu verständigen. Ob er zum Ziele wird? Wir werden zufrieden sei», wenn nur die primi- � zu einer Organisation, ein Agitationsplan und die lg�?°uug einer Fachpresse erreicht wird. Jedenfalls wird der . fiuii. �krtongreß zu Halle, der längst tagte, von großem Ein- d n°uf die Wiener Beschlüsse sein. hetf, cr die Lage der Perlmutter-Drechsler zer- wir � cii, N sich nun alle offiziellen Kreise den Kopf. Vielmehr als r k f6')1 schäbiges Almosen wird dabei nicht herauskommen. könn.. hungernden Arbeiter sich an Engucteberichten satt essen wäre ihnen freilich geholfen. Jetzt werden nämlich alle u Menschen gefragt, Exporteure, Meister, ja sogar die Kreilich.......... 1 'M Kf' tiioiifrf' Freilich nicht etwa die vernünftige Form der »S'G%eu®iiQii«(( wird angewendet, mit Oeffentlichkeit und >>i�,�erhoi- sondern die bekannte kontinentale Schwindel- r, uut fixen Frage» und Ausschluß.des interessirtep neu Der Zweck ist einfach, Zeit zu gewinnen, das Jnter- \0T inAt.. 3 großen Publikums an der Sache durch Langeweile zu Pib die Schuld, welche die Regierung und in letzter Linie ir. !rik Avl siW lrap�' lirkt»: rit""" Vit i/isyittimy m»iv,... greif.!uck1,4astseinrichtung trägt, zu verhüllen, kurz, das allzu ��Uble„h, s ivrlches in die breiten Risse des sozialen Baues siel, iiiM°�iii?aar Tagen haben in Wien und den Städten Nieder- tsüM.n? dw Landtags-Wahlen stattgefunden. Sie sind ir. Die Liberalen haben eine die„Antiliberalen",„Vereinigten was das Kleinbürgerthum sonst wie zu erwarten war. «tfj'sßj'«.»Antifenuteu" und was vas Rtenivurgerryum lonn Ntiljh„...,�u>en trägt, verloren. In Wieg allein eroberten die "ainvuv.w" istcht weniger als V Wahlbezirke von 10. Die des Landtags wäre heute.antiliberal, *4°� wenn ■»mi V' r'**'... st» 5>,x.. Rückhalt, welchen der Bourgeois- Liberalismus ....... wäre, die Kurie des G r o ß g r u n d- „*-v. v.cn„y- den 72 Mitgliedern des Landtags iSieli.v a v ernennen die 213 Großgrundbesitzer 16, , �le b.g Handelskammer 4 Abgeordnete. So wird diese stolzeste Mst>�<£. n>terrcichischen Liberalismus noch nothdürstig gestützt. - �natürlich Heulen und Wehklagen in allen Tonarten. -M»�. zc., a»»,''.peiuen uuu m uum Luuuv»». st, ii.stis in b.v fwger werden als noch dümmere Kerle hingestellt, als nhidl»''evaani T sind, was nicht wenig besagen will, uns" *_vvie flrtVlif*«« Vck.P, n.-r«■ 1 � und der Uns n"- i,t e:.«- Sie kommen auf allerlei vergünstige Gedanken m und nie wurden die Vortheile, welche da jetzt. In Oesterreich einer inneren oder ,-<1 III,*• I....."-wv»»»%Vfc VtV �VVt4.V44V»»•!' sorgen" 4nen bald folgen werden, dafür werden sie darf sich diese„Antisemiten" nicht etwa als eine Keil; es i?..?itl klarem Programm vorstellen. Im Gegen- • nFyfüvgcr, der'H,�nfach der wildgewordene Kleinbauer und Klein- Jabriotln.', er von den Liberalen im Namen der perei- schlechter» ii"9 genasführt wurde, dem es von Tag zu 9ehst und der nun durchaus etwas anderes will. nße Was? ist ihm freilich nicht klar. Die ganze Partei wird nur durch den Haß gegen den Liberalismus zusammengehalten; einig ist sie nur in der Negation und darin, daß sie— von den Klerikalen schlau ausgebeutet wird. Die Juden sind dabei eigentlich nur die Prügelknaben der Bourgeoisie und schreien darum am meisten. Wesentlich aber ist das Ganze ein Aufbäumen der Malkontenten; genau dieselbe Sache wie die Boulangerie in Frankreich. Wenn aber die heute als Drachentödter bejubelten Strohköpfe im Par- lamente und Landtage ihre Künste zeigen werden, wenn ihr Ge- schrei beginnen wird langweilig zusein, dagegen die versprochenen Zaubermittel dem Kleinbürger noch immer nicht das Geringste geholfen haben werden— dann kommt auch der Krach der Anti- liberalen. Den Profit aber wird die Sozialdemokratie haben. »� in ihren Gasthäusern weiter sozialdemokratische Blätter au Natürlich erwarten die gemaßregelten Wirthe, daß die durch den Besuch ihrer Wirthschaften sie einigermaßen entsä werden. In der Versammlung kam noch ein anderer> Punkt des Gastwirths- Betriebes zur Sprache. In der. Zeit ist es wiederHoll vorgekommen, daß Wirthe einem• geborgt haben, weil sich derselbe als Parteigenosse ausgab., deni ein solcher Borger von einem Wirthe nichts mehr er konnte, ging er zu einem anderen und schädigte de» ebenfalls unter derselben Vorspiegelung. Um sich. weiterem Schaden zu bewahren, haben die( den Entschluß gefaßt, die Namen solcher Kunden"im bekannt zu machen. Nachdem noch angekündigt � WM-'*"■" eumahl W*: standes stattfinden wird, vereinigten sich die war, daß in der nächsten Vereinssttzung die ' �'ttfinden wird, vereinigten sich di gemüthlichen Beisammensein, welches zu einem verlief. euwahl dtf j Vereinsinitj� recht dev VvdAfitiott' Bei Anfragen bitten wir die AbonnemenlS-Quitiung beizufügen. Antwort wird nicht erthetlt. Kprechstunden der Redaktion: 13 bis 1 Uhr, � TtVi Uhr. Wir bitten im Interesse eines ßrorb� Geflhäftogangrs unsere Leser und Genosse» dri* um genaue Beachtung unserer Sprechstunden. M Ausnahmefällen mären mir bereit austerha' angegebenen Stunde» Auskunft zu ertheilrn. Allen neu hinzutretenden Abonnenten, besondesa den auswärtigen, theilen wir hierdurch mit, daß wir mchL' Lage find, die Nummern voni 1. bis 2. Oktober nachllS können, und wir alle bisherigen Reklamationen unberusp lassen müssen. j* D. S. Ihre Amionze von gestern ist nicht recht lich. Wir bitten um Ihren Besuch. Freie BereichW der Munt Berlins und Umgegend. Sonnabend, den 15. Uourmber, in der Berliner Kock-Brauerei, am Trmpelhofer Krrg: Um Stiftungsfest, verbunden mit Gesang(unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins „Lorbeerkranz")'und Kall. Musikausführung von Herrn Thiele. Anfang 7V2 Uhr. Herrenbillet 50 Pf. Damenbillet 25 Pf. Freunde und Gönner unseres Vereins von Nah und Fern sind freund- lichst eingeladen. Billets sind bei den Komitee- und sämmtlichen Vorstands- Mitgliedern zu haben. Das Komitee. NB. Donnerstag, den 16. d. MtS., Abends 3Vl Uhr, bei O rsch e l. Sebastianstraße 39, Versammlung. D. V.[974 Achtung, Snchbmder! Montag, den 13. d. M., Abends 9 Uhr: Grosse öüentl. Fachvereins-Versammlmig liller in Bnlhbindtttien n. vem. Betrieben bejUst. Arbeiter in Lrurrstri»'« großem Saal, Alto Jakobstraße 75. Tagesordnung: l. Zweck und Ziele unserer Vereinigung. Re- serent: Vernh. Jost. 2. Die Erfolge unserer Bewegung. Referent: P. S ch n e i d e r. 3. Verschiedenes. 1002 Zu recht regem Besuch ladet ein Oer Vorstand. Sammlung des Fachvereins sämmtlicher an Holzhearheitungs- Maschineu beschäftigten Arbeiter am Montag, den 13. Oktober, Abends SVe Uhr, in„Siid- Gst". Maldrmarftraste 75. 1093 Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. L ü t g e n a u über die volkswirthschastlichen Wirkungen des Achtstundentages. 2. Diskussion. 8. Bericht der Kommission der Pfaff'schen Möbelfabrik über die Akkordarbeit in der betreffenden Fabrik. 4. Verfchiedenes und Fragekasten.— Der wichtige.! Tagesordnung wegen ist es Pflicht jedes Kollegen, zu erscheinen. Gäste will- kommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. FMule kt Maler Berlins. Der Kursus für das Wintersemester 1890—91 beginnt am 2. November im Schullokal, Schlesischestr. 4. Anmeldungen werden in den Filialen entgegengenoinmen. Die Schnlkommission. 1090 zeM-Kmkeil- u.SterbeW der Maler uad Verussgeu. DeuWands. (Filiale Berlin O.II.) Mitglieder- V ersammL am Dienstag, den 14. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Henke, Blumenftr. 38. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Wahl von Krankenbesuchern. 3. Berschiedenes. 1067 Die Ortsverwaitung. VeremWg deutscher Maler uud veno. Berussgenossen. (Filiale VI, Moabit.) Montag, den 13. Oktober, Abends 8 Uhr, Perlebergerstr. 28. 1070 General-Y ersammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Abrechnung. Solttftritätlü Arbeiter? Nur Hüte, welche nebenstehende Marko unter dem Schweißleder tra- gen, bieten Garantie, daß den Berferttgem gerechter Lohn wurdel SV" Kauft mt Hütt mit dieser ZJUecUl"ZS In folgenden Geschäften sind Hwte Unterstützungsverein dentscher Tabakarbeiter. (Zahlstelle Berlin.) Dienstag, den 14. Oktober, Abends 3Vs Uhr, bei Zemter, Münzstr. 11, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Rechnungslegung vom 3. Quartal. 2. Bortrag des Mitgliedes Max Otto; „Der Tabaksbau auf Sumatra." 3. Ver- fchiedenes. 1072 Uer Vorstand. Arbeiter-Sallgerbuild � Berlins und Umgegend. An alle Sangesbrüder und Genossen, welche sich an der Gründung des „Arbeiter- Sängerbundes" betheiligen wollen, richten wir die Auf- forderung, sich an der in- May's Feslsälen, Beuthstr. 22, stattfindenden Versammlung am Sonntag, den 19. Okt., Vormittags 9Va Uhr, behufs Konstituirung des Bundes sich durch zwei Delegirte für je einen Verein ver- treten zu lassen und event. Beitritt zum Sängerbund zu erklären. Die Vereins« karte legitimirt. Die Kommifsto». Kontrolmarken zu haben:. *~ Arnold Lange, Brunnenstr. 13°' M. Lutz, Manteuffelstr. 25. j H. Meissner, Neue Hochstr. 4o- C. Mewes, Andreasstr. 53. H. Aeriscns, Prinzenstr. 28. F. Bay, Gr. Frankfnrterstr. 66. Rud. Beisse, Chausseestr. 70. E. Bergemann, Markgrafenstr. 98. 0. Böttcher, Lichtenbergerstr. 1. A. Bracklow, Lothringersir. 27. H. Bodinins Nig., Potsdamcrstr. 129. Alb. Binn, Landsbergerstr. 43. W. Böhm, Blücherstr. 11. H. Diederich, Oranienstr. 9. „ Marianiienstr. 43. 6. Dunsing, Dresdenerstr. 6. A. Ernst, Barnimstr. 17. A. Fuchs, Manteuffelstr. 35/36. „ Skalitzerstr. 39. Th. Gerlach, Linienstr. 39. Gust. Gross, Frankfurter Allee 167. G. Gottmann, Frankfnrterstr. 180. Fr. Haupt, Große Frankfurterstr. 145. H. Hensel, Wadzeckstr. 9. F. Fraude, Müllerstr. 183. A. Kehr, Köpnickerftr. 126. W. Kliem, Bernauerstr. 108, G. Röpke, Prinzenstr. 60. „ Potsdamerstr. 126a. j. Kock, Kastanien-Allee 80. Ph. Krull, Rheinsbergerstr. 60. A. Lemke, Schönhauser Allee 138/139. Liskow, Oranienstr. 47a. A. Nauen, Wrangelstr. 99. C. Polvoigt, Bülowstr. 18,™ Frobenstr. 12.) C. Rätllg, Fehrbellinerstr. 83, Renz& Böhme, Oranienstr. „ Potsdamerstr., W. Röhrich, Frankfurter Allee A. Rossdeutscher, Waldemarflr 0. Rader, Fllrstenwalderstr. 2. W. Rother, Nostizstr. 20., E. Sarach, Stralauerstr. 13-%, C. Schmidt, Köpenick, Kietzersw W. Sy, Brunnenstr. 139. 0. Schulze, Fehrbellinerstr. 8?- A. Schlegel, Brunnenstr. 33. C. Schulz, Zionskirchplatz 6. F. Sporreuter, Poststr. 16. j. Stoboy, Oranienstr. 170. Rud. Wegener, Stromstr. 59. A. Wittenbecher, Moabit, Bw W. Wille, Köpenick. Grünas W. Hildebrandt, Schönhauser i W. Zapel, Skalitzerstr. 131 Frister u. Roßmann)., Stresemann, Neue Königstr. l'' o. m. A. Lissmann, Gerichtstr. 7. Wir haben verschiedene Adressen streichen müssen, weil Beschwer die Grfckäftsfuhrnng bei uns eingelaufen sind. Wir bitten die dringend, den von unS veröffenllichten Geschäften Beachtung zu Mst" genau darauf zu sehen, dost die Marke nicht erst beim Kaufen 11 wird, was stets als Betrug zu betrachten ist. Alle Unregelmäßigkeit� wir an uns zu berichten... Die Arbeiter-Koutrol-KommisS1; I. A.: C. Kempe, Georgenkirch- Platz� Damen-Mantel nnd-Kostüme. Nnei-Mitl m 11 lt.(in. itpntc uö biliize Winttt-PMck.' Rosenthalerstr. Kostüme von 15 Mark an. Einfegnnngs-, Kall- nnd Gefellfckafts-Kostümr._ Felix Oppenheivra 1—82. Central Keihhaus-AusVerkanf, Iagerstr. Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. I f Y V j*" C fW f»*...5........ L rtl o 21) 000(Im. ölte niiO nnt WininMitS in Wen Etofftn nnd Anzitze in Min Shniinptn nnd Bntslin Mt#n# Knaben- u. Burschen-Anzüge, Röcke, Hosen, Kaiser-Mäntel, Pelze, Joppen, Schlafröcke, gold. u. silb. Herren- u. Damen-Uhren, Ketten, Ringe, Damen-Mäntel, Alles für die Hälfte des Werlhes. Die ä Wegen gänzlicher Auflösung feit 15 Jahre» bestehende»"Teppichs Cardin«»-, Leinen- und Kaummollwaaren- Ceschäfto«»» Unrwandlnng in ei» Spezial- Geschäft für Danre»- Kleiderstoffe und Mäntel Nollstiindiger Ausverkauf nachstehender Artikel: Großes Lager Teppiche in allen neuen Geweben und sämmtlichen Größen. Gewöhnliche Zimmer- größe: 5 M., 6 M., 8 M.. 10 M.. 15 M. Salongröße: 10 M., 15 M., 20 M., 25 M., 30 M. Großes Lager Gardinen, das Fenster: 2 M., 3 M., 4 M., 8 M., 10 M., 15 M. 0(|ii)öric gestreiste, geblümte null glatte ImtA-Ältiberstßjse. Kroße Auswahl neuester Fantasiestreifeu, reine Wolle, doppeltbrcit. Mir. 1 M. 25 Pf., 1 M. 50 Pf., 2 M. Große Auswahl neuester reich damaScirtcr Blumenmuster, reine Wolle, doppcltbreit. Mir. 1 M. 25 Pf., J M. 60 Bf., 2 M. Reinwollene schwarze glatte, foulirte Tuchstoffe, doppellbreit. Mir. 1 M. 60 Pf., 1 M. 75 Pf., 2 M., 2 M. 50 Pf. Größtes Lager Schweizer Stickerei-Roben in Verlin. In creme, weiß, ecru, ganze Robe 5 M. 50 Pf., ßr 6 M. 50 Pf.. 7 M. 50 Pf., 9 M., 10 M., 12 M. 50 Pf. 2256 D Neue Herbst- und Winter-Damen- Kleiderstoffe. Großkarrirte, neue Straßenkleiderstoffe, doppeltbreit, Mtr. 75 Pf., 1 M. Doppeltbreite, reinwollene Fantasiekaros, Mtr. 1 M. 25 Pf., 1 M. 50 Pf. Reinwollene glatte, vollgriffige Cöperstoffe, in allen neuen Farben, doppellbreit, Mtr. 75 Pf., 1 M., 1 M. 50 Pst 8/4 breite Damentuche in dunklen Farben, Mtr. 75 Pst, 1 3H. 10/4 breite farbige feinste Cöper- Damcntuche„Elastique", Mtr. 2 M. 50 Pst, 3 M., 3 M. 50 Pst Schwere Hauskleiderstoffe, doppeltbreit, Mtr. 50 Pst, 75'Pf. Gute wollene Lamas für Morgcnkleider, in farbiger Seidenstoff«, Mtr" 2 M�'M.'üO'Pst,''3 M. Herbst- uiib Wiilter-Dmeil-MüM uiiii Illlkets. Große Auswahl Regenmäntel in allen neuen FasonS und nur gediegenen dckatirten Stoffen, 0 M., 10 M., 15 M., 18 M. Große Auswahl Herbst- und Wiuterjackets in allen neuen Fa?ons, 6 M., 8 M., 10 M., 15 M. Große Auswahl Visite»(kurzer Umhang für junge Damen und junge Frauen) in Wolle, Seidenmatlaffs und Seidenplüsch, 16 M., 20 M., 25 M., 30 M., 40 M. Große Auswahl eleganter langer Wintermäntel in allen schöne», neuen Fa?ons und Größen, 20 M., 25 M., 30 M. Fertige Damen- klcider, karrirt und glatt, mit und ohne Sammetärmel, in großer Auswahl, sorgfältigst gearbeitet, tadellos fitzend, 20 M., 23 M., 30 M., 40 M. Große Auswahl schwarzer Kleider, für Promenade und Trauer, 20 M., 25 M., 30 M., 40 M. Schwarze und farbige seidene Damenkleider, 50 M., 60 M., 75 M. Große Auswahl fertiger Morgenkleider, sorgfältigst gearbeitet, tadellos sitzend, 7 M. 50 Pst, 9 M., 10 M, 12 M., 15 M. Sielmann& Hosenberg,"TüTeliÄS"8"- Eine Parthic 744 fehlerhafte �Teppiche!» Sopbagrösse a 5,6, 8 u. 10 M. n» Salongrösse k 12, 15, 20-50 W. Ea n, Äerth iilss Döbelte! ßardinen TÄHtn W> � ä 10, 12, 13-40 Mark. � 500 Muster stets vorrätdig.W Seite» billig! öOOÜ&türit S ilblsesiasjte PortLöttil gg loit Bold dur chwirüt in allen W Farben, ä 3, 4, 6, 7,50 Mark.™ » Port-Kette», Paar 1 Mark.M _ Garbl»«#-«. Teppichfabrilr •Emil Lefevre, TB ßtanitnWt 138. Mustr. Musterbücher franko. HellstesLichtl geben Domcke's Gas selbst erzeugend� Lampen fürTHsM- rtieis, Tchmiebeil, Wlstmirgetlingeil im Sommer � i Plltjer, / und Waffer- rohrleger, Käcke- reie» etc. Ktnrin- brenner für Arbeiten im Freien 1537a Gaoäthrr billigst: Emil Domcke, Brnnnensir. 134. MehlljMbliliig «■ Brachvogel, lWWmjfctfttojjc Nr. 75. 8Mup| Kiarl«. ' letzt Georgenkirchstr. 24 11. Anbttone« 850 hochelegante Herren-Wint.-Paletots, 650 hochfeine Damen-Winter- u. Regen- Mäntel, 480 hochelegante Knaben- und Mädchen-Paletots, 400 hochfeineHerren- und Knaben-Anzüge». 900 hochelegante Damen- u. Kinder-Kleider in seidenen u. woll. Stoffen zu erwerben u. verkaufe ich, um bis Weihnachten damit zu räumen, zu trstlUlislilh bilHp Preiseil. | Neauderstr.9, iiL3 Ecke Schmidstr. Bitte genau auf Aansnummer und Namen zu achten. 972 ElegNte Wiilter-PMots. 18 M. Bieg. Jacket- Anzüge. 20 M. Elegante Rock-Anzüge. 30 M. Hocheleg. Kammg.-Anzüge. 7M. Gediegene Stoffhosen. 15 M. Eleg. Winter-Paletots. 4M. Bunte und weisse Westen. 4M. Elegante Knaben-Anzüge. 1,50 M. Knaben-Stoffbosen. Oestellunaen»ach Ulaaß z» solide» Nreisrn. 1993 0®?-»luv den Lesern des „Kerl. Nolstsblatt" 6 pCt. Nabatt. 18 S. Heine Chansseestr. 14. Die schönsten 741 KiMMer imii-Zilikesl für Mädchen jeden Alters, sowie Morgenrölke, Unterrölke, Triklitillisltil«. Slonfeik| auch im Einzelverkauf sehr billig!™ Maaßbestellungen u. Reparaturen werden prompt erledigt! Normal-Unterkleider und Triko- tagen für Herren, Damen und Kinder. Strümpfe, Socken, Hand- schuhe k. WWM S. Heine. Allen Freunden u. Genossen empfehle mein großes Lager fertiger 1007 Knaben- und Mädchen- Garderobe. Sämmtliche Stoffe u. Nester in allen Farben, Sammet, Plüsch u. Besatzartikel, Anzüge werd. gratis zugeschnitten. Auch werd. Bestellungen nach Maaß elegant und sauber angefertigt. Solide Preise. Heinr.Pleiss,IÄÄS: Kranzbinderei und BEumenhandSuiig JLilfi©�ei°, Wur„"'i. in der Ecke bei der Manteuffelstraße, liefert Guirlanden Meter von 15 Pf., Doppelbügel-Lorbeerkränze von 50 Pf. an. Hyacintenzwiebeln von 20 Pst an. Topfpflanzen wie Bouquets jc. gut und billig. 1391 Fernsprecher. Amt IX. 9482. Spiegel nnd p Polsterwaaren.i eigener Gr. Lager, bill. Preise. g Fabrik. EmäS Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Achtung! Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mark. Garantie rein amerikanischer Tabake. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pfg. 234 H. F. Dinslage, Kottbuserstraße 4, Hof park. Gebr. Neustadt, 41. Zttchlemrßrche 41, Ecke der Krausenstraße. Jas Ptz- li. Msde-MWM von J. Amtmann, 55. Re inickend orferstr. 55, empfiehlt sich hiermit dem geehrten Pu- blikum unter Zusicherung reeller Bedienung und billigster Preise. Wäsche, Weisswaaren, Trikotagen und Strumplwaaren, Posamentier-, Kurz- und Wollwaaren in reicher Auswahl. Trauerhüte stets am Lager._ Kettfedern. Wer bei mir kaust, wird sicherlich zu- frieden gestellt sein, denn mein lang- ;•.r, c.:,. ffvonn» oas Psuno von vv yr, vkv allerfeinsten in 58 Sorten. Kctteit, cin uollständisrr Stand vn» an. heitere uerhiiltnistntutz'g spett Inllirt, wie Niemand im Stande ist, dafür zu liefern, verkaufe ich en detail zu Engrospreisen. 1„ i4a JB Smi8@wsk05 1. Geschäft: Kottbuserstraße 4. 2. Geschäft: K/unnenstraße Iii.?. Bettcnmlv Bettfedem in größter l luswahl empfiehlt Louise Schreib, (Gegründet 1585.) 1533.r Blätter für 6/3 vcIhterslämllicliB Wissenschaft. Zugleich ein literarischer Wegweiser für das Volk. Erscheint halbmonatlich in Heften k 20 Pf. im Verlage von O. Harnisch, Dresden Anncnstrasso 47, Probcnnmmcrn auf Verlangen gratis und franco. EÄrColporteiire gSL Killig, reell«. gut. WodieGranienstrastefiihrt Ist Hr. 1 12 Jahre etablirt A. Grüger, wohl renommirt, Weil er durch Uhren exelirt. Das Gute wird importirt Noch Besseres selbst fabrizirt Alles fein reparirt, 1886 Geöhlt und renovirt. Wenn Deiner Uhr was passirt, .Die alte Zwiebel Dich genirt, So sieh', was Grüger Neues MHbeiteri Filz- und geiheulintc m. Arbeiter- Kontrolmarke empfiehlt[837 Franz Haupt, Hutmacher, Gr. Franksurterstr.(alte Nr. 140, neue Nr. 145) zw. Frucht- u. Memelerstr. Kaust, und Du bist enchantirt »r- LnittWi-Mcku Kautsclmck• Stempel- Fabrik 1149 von Jean HoEze, Hamburg gp. Orehbahn 45 empfiehlt sich allen Krankon-Kassen und Arbeiter-Vereinen. Seit 12 Jahren Lieferant sämmtlicher mtliche - Kasse bestehenden Central- Kranken- Kassen sowie für ca. 5000 Kassen und Vereine Deutschlands, Englands und Amerikas BMy Proben und Preis versende gratis nnd franco. Schnellste Bedienung Beste BezngsqneUa Solide Preise. Der Versand geschieht portofrei. Roh-Tabake. Grösste Auswahl, billigste Preise von sämmtl. im Handel befindlichen Tabaken iB31a Hewr. Frank, Brunnenstr. 141-143. Dmeil-Schiieilietti (Methode Kuhn) lehrt nach leicht faß- lichem System bis zur vollständigen Ausbildung für 20 M.[1839 i. P. Müller, Zimmerstr. 53, III. Sj jtükiii#® am hiesigen Platze bekanntlich Gröstte Auomalii. Nnrantirt stcher hre»»r»de Tabake. Streng reelle Bedienung, billigste Preise! Sämmtliche im Handeß befind!. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, am Hacke'schen Markt.[746 1 Zum Nur Hüte"TRS 1526a mit UMer-Ksiltrolmrke. Wilhelm Zapei, Hurmachcr. Mut-Fabrik UiLchrrstraste 11, vis-ä-vis der Hl. Krestz-Kirche. Wilhelm Böhm. Sämmtliche Hüte mit Kontrolmarken. Großes Lager in Schirmen. Reellste Bedienung. Nur I EMIaa*k kostet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. Bei allen Reparaturen wird der Pyeis vorher gesagt. 1158 Otto Eleser, U h rm ad) er(Fachmann), Uannhnstr. lo, Ecke Mariannenstr Roh-Tabak Größte Auswahl, billigste Prei... 831 Q. Elkhnysen, Münxstr. 10. Für Leitspindeldreher etc. beginnt am 14. Oktober ein neuer Kursus zum Ausrechnen der Räder für alle vorkommenden Gewinde, mit erforderlichem Vorunterricht im Rechnen mit Brüchen, Dezimalbrüchen ec. 2246 Hern«. Uack, Techniker u. Werkmstr. SO., Reichenbergerstr. 160, 1 Tr. Kostüme, Mäntel, Jackets fertigt n.Maaß(auch inkl.Stofflieferung), elegant und sauber gearbeitet J. P. Müller, 18381 Zimmerstr. 58, 8 Tr. Grösste Auswahl von Stoffproben. KkdermM »IL.Kernauerstr.l NheiMiliiUer Iwml, gen.: ,,DiestdeleUage!kist«"» Berlin»., Elsasserstraße 73, gegenüber der Bergstraße. Jeder Kesucher meines Lokals wird prompt be- dient: derselbe erhält auf seine Bestellung Waaren im Werths von fünf Pfennigen bis 50 Mtarh und darüber. H. Scbultze(mit'n tz). Ilm eröffnet. � Freunden und Bekannten zur Nach- richt, daß ich meine BestiHafion, Bier- u. Frllhstücks-Lokal nach Hermann» Platz Mo. 7 verlegt habe. Ausschank von bestem Weißbier, ff. Bergschloß- Brauerei- Bier, sowie Patzenhoser. A. Barine!, Ilixdorf. Allen Freunden u. Genossen empfehle mein Weiß- Ii. BkirW-Vitt-LM. 1 Saal zu Versammlungen und 2 Vereinszimmer stehen zur Verfügung. Hermann Woitftkej Friedriohsbergorstr. 24 pl. 1528. Allen gitiuiücii ii.KeiiOii zur Nachricht, daß ich Treskow- und Diedenhofenerstraßen-Ecke ein Weiss- u. Bairisch- BäeräokaS eröffnet habe. 980 Emil Schmidt. ArbeitAM. E. Mädchen, 14-15 Jahre, z. Unterstützung der Frau verl. A. MillevUle, Sattlcrmstr., Chausseestr. 78. 959 Schuhmacher a. Frauenarbeit, Rand u. genagelt, v. Holm, Oranienstr. 156, 1 mm für bessere und einfache Genres vev langt bei dauernder Beschäftignng und guten Preisen[999 Leo Wolff, Wallstraße 7/8. Goldschmiedelehrlinge verl. Jacob, Goldwaarcnfabrik, Holzmarktstrafie 12 Hof l Treppe. 1001 Möbel-, Spiegel-«. Polsterwaaren-Magazwv-n�ug. Herold SO. 3. Ueichenbergerstraße 3. SO.___ z I Ferusprechrr: Amt III. 948. Kettfrdern- und �ettrn-Spe»ial- uird Uersand-Geschäft O. FE 8 BEL,' Clfanssee strafte III. OWfffhfMI nur vorzüglich entstäubte Sorten, Va Kilo 50, 75 Pf., 1, 1,50, S, 3,50, 3 M. Ungeriss. feine Iveiße Gänse- � � � vW)«Vjtfvf) km mv,| v i u t zvtkpv vi/u;i) f federn 1 M. Halbdaunrn 1,50, 3, 3,50, 3 M. Daunen 3,50, 3, 4 M., feine iveiße 6, 6, 7,50, Eiderdaunen 37 M. Als Spezialität empfehle meine großflock, graue Germania-Daune k 4,50. 3 Pfd. geniig. zum gr. Deckbett. SSiwftiti» Rsßßstt � Stand, besteh, aus Deckbett, Unterbett, 2 Kopfkiss., ytuiyc VllMt 13. 15, 18, 31, 34 M. Daunenbett 37 M._ I« rosa od. rosarothgestreift. Jnlets 30, 36, 43, 48 M. b. z. d. fst. Füll. iWilWtCK Zusaminenklappcn, mit gepolsterter Matratze, 9, für Kinderbetten, von 3 M. an, für große Betten in Roß- /•vllUllljflll haar, Jndiafaser, Seegrasfüllung von 3,75 M. an. Eisewe Bettßrle» wachsene in den verschiedensten Ausführungen von 4,50 M. an. «M-SteOM%« S?.S Prima 13, Jmit. Wollatlas 7,50, einfachere 3, 4, 5, 6 M. flWhlläirfio fertige Bezüge, Kissen, Laken, Bettdecken in großer Ans- wähl zu billigsten Fabrikpreisen. Krant-Ausstattnugen, ganze Einrichtungen für Hotels, Pensto- nate, Gasthäuser, Eafoo zu lronlantesten Bedingungen. Ketztgelieferte Einrichtungen: Hotel Germania mit 330 Ketten. �otel Kauer, Hotel Gärtuer, Hotel Guoos, Cafe Kauer, Leipzig. "ein langjähriges Renommee bürgt f. streng reelle Kediennng Uerfand gegen Nachnahme. Umtausch gestattet. M�f�Theilzahlimg Em größerer Posten gebrauchter Möbel Cohn Gebrüder [941]- Ein größerer Posten gebrauchter Möbel zu jedem Preise. Beamten auch ohne Anzahlung Posamentier-, Weiß- u. Wollwaaren-Geschäft liöll L. Oerhar>df 952 früher Wasserthor- Straße Nr. 68. seht Schmedter Straß« Ur. 13, empfiehlt sich den Genossen bestens. Möbel-, Suieyd- h. Pölsterivliarell- Ganze Ausstattungen In Mahagoni n. Nnssbaum. Küchenmöbel In grosser Auswahl empfiehlt Julius MpeSt,, Sebastianstrasse 27-28. Reelle Waare. Prompte Bedienung.[680 Ich habe keine Filialen nud stehe mit ähnlich lautenden Firmen in keinerlei Seziehnng. Kitte daher genau auf Firma z» achten. Wollen Sie bei Ihren Einkäufen streng reell bedient sein, so bemühen Sie stch zu 3b ilaer Kerlin N., Gesundbrunnen, Kadstraße 18, Ecke der Stettinerstraße, Geschäfts- Großer Kleiner Nutzen. -IWraH selbst in 1 überraschender Auswahl: 33-45 Mk. (% KlllilWm-Rlllk-AilWe 37, 30, 36-40 M. Eleg. ZAllet-Anzüge 37-33 K Eleg. Stoftosell 8-13 1«. Aegilllte EillsegNllqs- Aiizüge 15, 18, 31-30 M. ArleitSschm vom Neizellde KAbelt-Mzilge u. Metots sür jelits Alter n. Preis. ZllBcheMgen mllj Mölls;-'«pfeg- mein po[jc§ Stößlilyer IKUBWNKXm einfachsten bis zu den feinsten Fabrikaten, WUMbhbl Borzügl.|j zu äußerst billigen Preisen und gediegener �Eleganter . Sitz. Arbeit. Ausführung. Eigene Werkstatt im Hause. Kronengarn ist das beste Uähgarn für Hand-«. Maschinen- 'läherei, hat in allen Nummern garantirt volles ttaaß, ist haltbarer als jedes andere Garn, näht in- folge seiner Geschmeidigkeit auf jedem Maschinensystem gleich gut. 890 Schwarzes Kronengarn, verändert seine Farbe nie. Weißes Kronengarn Man achte auf die nebenstehende Schuhmarke. Schutzmarke. Zu allen solihen iseschästeu der Branche kavslich. 9 Marl I Billigste Quelle für deutsche und englische eiserne Bettstellen 1 Jll. Preis-Kour. gratis u. franko. Fabrik mit Dampfbetrieb von E. Sass, Gberhemde« nach Waaß. Federn- Betten. Federn und Daunen Pfd. 60, 90 Df. bis 8 Mark. Deckbett, Kiffen, Unterbett von 14,75 Mark bis 60 Mark. Fertige Inletts, Ueberzüge, Laken, Kettdecken. Gbrrheinden, Herren-, Damen- und Kinderhemden. Tischtücher, Handtücher, Taschentücher. Hm Wessling, vomais G. E. Matros, Drevdenerstraße 134, am Kottbuser Thor, früher Kommandantenstraße 3.| 1650 Hut-Fabrik OSCAR L1SK0W 47a. Srinwjtr. 47a. Ecke Luckauerstraße. Hüte mit Arbeiter- Kontroimarken. Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik™ BHax 157 Invalidenstr. 157, ÄhSe. verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herabgesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. Grosse Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold-, Silber-, Granaten- und Korallenwaaren zu fabelhaft billigen Preisen. Specialität: Ringe. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden auf das Gewissenhafteste ausgeführt. 522 Zut* Wintersaison empfehle ich mein reichsortirles Lager in garnirten und ungarnirtcn Damen- nnd Kinderftnten,"MZ soivie sämmtlicher Putz-, Weisswaaren- und Wollwaaren- Artikel in größter Auswahl zu den billigsten Preisen. 753 Regenschirme in reichster Auswahl sehr billig. Gustav Labor', 159. Invalidenstrasse 159, neben der Markthalle. E. Stranss, Tchneidernchr. Blumenstr. 46, part., früher Wassmannstr. 17a. 719 empfiehlt sich zur Anfert. olsg. Horron- Garderoben. Für guten Sitz u. saubere Arbeit wird garantirt. Lager n. Stoffen in grosser, geschmackvoller Auswahl. Koulante Zahlungsbedingungen! EiseillliNren, Werkzeuge, Haus- nni) Kücheageriltlze E. Vogtherr,**** 0- 2 Landsbergerstr. 64, amArexanderpl. Stephanstr. 16( Moabit). (Sonntags geschlossen.) I sa n I Stoehr& Behr, = Chausseestraße 123, l N (Am Oranienburger Thor). Grösste Auswahl in Ifflre ppiche# als: Smyrna, A; __________:rm,ün|W Velours ac. zu fabelhaft billigen Preisen l ... einzelne' Soplsahezüg» spottbillig! r d i n e � weiß und cröme ■ von 8— 40 M. pro FeiM Grosstes Lager von Reise- uw Tischdecken, Portiären etc. Läufer und Linoleum. B B ll. uauicx uuu uiuuicuui. Streng reelle SedienuNt' Stoehr& Behr, ' Chausseestraße 123, 1 N- (Am Oranienburger Thor.) fdAci: "''«b «onm Kl, fr; Ha Richte� L, for Rarlin H WallairaBSB 97,' i1 E »lein Optiker. Berlin C., WaUstrasse 9/,' Spittelmarkt. 2. Geschäft: VoiOhef �uter weg 15 b, am Rosenthaler Thet dasz g Alnmingold garantirt.. 1 Ml gji." Bl. 2JI. M- Brillen und Pince-nez, schwarz werdend.... Nickelbrillen n. Pince-nez. do. allerfeinste Qual. Rathenower Brillen... do. allerfeinste Qual. Scheidig's UnfallbrUlen (prämiirt)...... Scheidig's UnfallbrUlen, aller- seinste Qualität.... Smiöiv-Ä-j Neu! Opern- u. Reiseglas, Excel"! das Beste auf dem Markte, mn und Riemen M. 12,—. gn. Süß. "fllen b°hnh »tt �bt titie g KitiUtf 'Will Riebet Jeit cj ei»e h % S «lernen M. iü,—.. ###»(»##% aller optischen Artikel, genaueste v.,,vdex. kenntniß, eigene Werkstatt, prompt fand nach außerhalb gegen vowX, 3� Einsendung oder Nachnahme, s�eself, -----.Wicht r Betten u. Bettfedechs% �erbilliaste SezugsqurU� g S in r Allergrößtes Lager! dem ältesten Geschäft Berlin' G. H. Schäker, Ueue Promenade, Kah«�»Uer „Korse", im Stadtbahnbogen,. früher Spandauerbrüai' (jetzt dort nur noch Engros-Lag�- „Korse' Gegründet 1826. Bei Besicht, m. Lagers stehe gerne> cht, Diensten, auch wenn nichts geka> Utch - e«■%__%_____. T- Ammm V* tl*1 t.P deiter "etm wird. Prob. vers. nach Ausserh�)U)aill gratis. Bei Kassakäufen gewähre 4. �, Bei Brautbetten eine nützliche o i,.-1 gäbe im Werths von 4 M-�■»»» ■ Auch auf Theilzahlnng I W»> s, Blttn sir Ii M.» m% in derselben Qual., d. m. Konkurs» als Betten(?) für 7 Mark verka« Federn für 10 Pfennig ,> ,, r' 1 in derselben Qual., die m. Konkurs'«'de;, mit 15 Pfg. als Bettfedern verkaN'. Reelle Betten ä Stand zu 12, lp,fi, 20, 25 M. ti. s. w. bis zu den fet"L Herrschaftsbetten. Federn zu 50,. 75, 100, 125, 150 Pf. bis zu den seinF Federn und Daunen.. Niemand kann billiger verkaufen ich. Mein Bezug ist direkt von � käufern in Böhmen, Ungarn, GaW.. Rußland, China; daher der EiNf� in Berlin, der den Konsumenten v» eiua von Groslisten die Gedern» Bezug von Grossisten die Federn»'p vertheuert. Ich führe die Federn d>. c,,, in den Provinl. von Auskäufern... �WW. meinen Kunden zu. Die Reinig�., lo geschieht in meiner eigenen Fabrntt c>ri Bettfederreinigung m. Dampsbcu, Jedem meiner Kunden ist gefin den Bettieb der Fabrik in Augensc» zu nehmen., fiiu i Anerkennungsschreiben aus awgj iß,' Geaenden EuronasI> 11 n' Resterhandlung. f Rester zu kleinen Anzügen von 1Ä M von 7,50 M. an bis zum interw-'K" iammgarn z. Paletots, Winter...� Jackets«.Kleidern. Trikot zu+ J. 971 Karle, Waldemarstt. Sopjas, Mlltrchn, BtW auch Thcilzahlung, bei 0. Schmidt, ,S Ovo an bicj % ST Ä „l lUet Verantwortticher Redakteur: Cvrt Kaako in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kabing in Berlin 8W., Beuthstraße 2.