Y $ 3�4 irbaai 1% Mhl r RÄ ((. 3» jjeiet«' ilutioi-' Keitum sen da uut wurd! e als kö#\ cräi' er soÄ c die i- Nr. 343. Sonnabend, de» 18. Oktober 1890. 7. Ial>rg. lerlinerHolks Hrgcrn für die Interessen der Arbeiter. ftodie� : lKoitfr reze A sindet fgeno ;A Helten -n 94 ihmg-L m Zordnei lganislH :ent 1 -r die enes. ichend ionen taali»..Berliner Volksblatt» nBAWWM Jnsertionsgebühr beträgt für die 5 gespaltene Petiizeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VersammlungS- Anzciaen 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr NachmittaaS in der Erpedition, Berlin SW., Beuthftraße 3, sowie von allen Annoncen-Bureaur. ohne Erhöhung des Preises, augenominen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr VormittaaS geöffnet. -, Fernsprecher: Amt Vi. Ur. 4100.,- NedKktion: VvukhÜvK�v S.— Expedition: BeukhÜrMe 3. 3imt äßamjef fttb geistigen Mnssen. Kur! � �? r t s ch r i t t l i ch e s Blatt, der„Fränkische nnen*.�>ugt in einer seiner letzten Nummern unter der Nach! ßnZ-«Sozialdemokratische Friktionen", nachstehende ll.'Ls-Z. spvndenz aus Magdeburg, vom 12. Oktober: n 0, r"1 �'e Redakteure der hiesigen„Volksstimme" auf i fom„ Bebel's seiner Zeit durch eine künstlich zu- 10*>,...'�'Setvommelte Majorität gemaßregelt und dadurch '■l ka ml et�9uil9 der Redaktion veranlaßt wurden, steht iet doch noch immer nicht auf dem Standpunkt oll.. SSetl� iten ionen VersG innl dunen, 'Neoiil wM lnen r nonZi '0 »Autoritäten". Dr. Lux, der nun- - dolltische Leiter des Blattes, mag ja streng recht- fem, die Magdeburger Arbeiterschaft aber steht Ä 4» '1 mi'' ult i�ujl BST. L 1. ,1' Mehrheit auf einein demokratischen Standpunkt 'jun einmal mit der Paschawirthschaft, wie sie t)ttei»un Führer als politisches Ideal vorschwebt, nicht to» SP." lößt. Dies zeigte sich deutlich bei der Wahl stimw.� �ngreß in Halle. Es wurden, wie die„Volks- lL... e»achträgliä) festgestellt hat, in der entscheidenden otJ.�ung für die Kandidaten der Opposition 608 St. 4 während auf die Kandidaten der Fraktion -s�i slSjaft! Stimmen fielen. Wenn dennoch 2 Anhänger der ön zu Delegirten gewählt wurden, während die iinen Delegirten durchsetzen konnte, so ünx r- seine Erklärung, daß die Wahl hier in � lü'e allenthalben im Lande auf Grund eines v chstems stattfand, welches von der vorgeschrittenen Opposition "•'jfbon schon längst als unzulänglich erkannt ist, aber "'.»l.l Pa�� �?s>rern der Sozialdemokratie noch immer bei den »erst % pA# ->�i ■'k|uiunA-t beibehalten wird, weil es ihnen zur Er- Sonderzwecke treffliche Dienste leistet. Die Ifthaitii,' ,mnle"''n beren Spalten sich häufig die An- "'eint sen ec Opposition Geltung zu verschaffen wissen, Partei auch, daß es an der Zeit sei, innerhalb der ch'SIl"0«nefii- r em veralteten Wahlmodus aufzuräumen, um �'Ws�rdniin' H vi an denselben im Kampfe mit der bestehenden uung der Änge ja stets als undemokratisch bezeichne. fernerer Beweis dafür, daß durch die Neu- fJilii Redakiion des hiesigen Ärbeiterblattes das- �'veswegs zu einem auf das Wort der Führer ">».°f>cy>vorenen m Ä Ä �Uvd) ei»-, 1en Porteireptil degradirt worden ist, wird sich q«. l. beachtenswerthe» Artikel geliefert, dessen Spitze Lellieb-,,' Personenkultus richtet, der mit Karl Marx % um Es handelt sich in diesem Fahe zwar «Eingesandt" und nicht um eine eigene Uictorw. Roman von Min n a K a u t s w � � steh'n ,.Hand von der Butten!" rief sie,.. gnädiger ####: »TWLSiSKW Zumnthnng zu empfinden, in uac.... von der naiven Gutherzigkeit berührt, die es Iopf toiÄ �tte erstaunt aus dem Dunkel einen Mädchen- ,. Er ,var'l!' se5en' den er bisher nicht bemerkt._ N, Qja von dem Vorgang ebenso belustigt als mdrg- .ul"ber einen flüchtigen Blick auf die Kleine gc- Meligkeit s'ch von dieser äußern und iunern %$ bitte � wieder ab, nachdem er mit den Worten: schoben.' Cl11 Fräulein," ihr ein frisches Glas Bier zu- «0%% Mim 9# unb HnbM iA« ein •h vor fi-. wwvw �JVVWV WMV- A r f Iii* Zeigte«a w' vud das arme Ding wurde nun bluthrotl) toer beritto? von dieser Aufmerksamkeit offenbar viel pe.n- v«noe darüber. Meinungsäußerung der Redaktion; der Umstand aber, daß die letztere die betreffende Zuschrift ohne jegliche Be- merkung veröffentlicht, läßt zur Genüge erkennen, daß sie ernstliche Einwendungeii dagegen nicht zu machen hat. Der Artikel hat folgenden Wortlaut: „In der eben erschienenen Nummer der„Neuen Zeit" befindet sich eine Arbeit von Las arg ue: Karl Marx, persönliche Erinnerungen. Ich würde hier nicht auf dieselbe hinweisen, wenn der Inhalt derselben nicht ein neuer und prägnanter Beweis wäre für den Kultus, welcher sowohl in unserer Literatur wie im politischen Leben mit der Person Marx's getrieben wird. Marx ist der mit einem Glorienschein umgebene Heilige, dessen Worte man andächtig in sich aufnimmt, dessen Ansichten wie Orakelsprüche gelten, gegen die es keinen Widerspruch giebt. Dieser von der Persönlichkeit Marx's ausgehende Bann, unter welchem der gesammte Sozialismus lebt, ist wohl ein Beweis für seine geistige Ueber- legenheit und für die gewaltige Bedeutsamkeit der von ihm aufgestellten Theorien, aber es ist auch ein Beweis einer furchtbaren Leere, in welche der Wissenschaft- liche Sozialismus verfallen ist. Die bürgerliche Oekonomie ist unproduktiv. Das ist wahr, aber die sozia- listische nicht minder. Seit Marx seine Werke schrieb, ist auch nicht ein einziger neuer Gedanke in derselben auf- getaucht, wir nähren uns noch imnier ausschließlich von dem, was im„Kapital" niedergelegt ist, ein weiterer Ausbau ist nicht erfolgt. Unsere Literatur steht in Bezug auf den wissenschaftlichen Kern unserer Lehren seit Jahrzehnten still, und selbstständige Arbeiten, die über Marx hinausgehen, finden wir nicht in derselben. Wir haben in dieser Beziehung den Vertretern der bürgerlichen Oekonomie, deren Anfang und Ende auch heute noch Smith- Ricardo ist, absolut nichts vorzuwerfen. „Aber der Kultus, den wir mit Marx treiben, geht noch weiter, er erstreckt sich sogar auf seine Person, und ein neues Opfer ist demselben soeben von Lafargue in der oben angeführten Arbeit dargebracht worden. Er schildert den„Meister des sozialistischen Gedankens" in seinem Ar- beitszimmer und fügt hinzu:„„Dieses Zimmer ist histo- risch, und man muß es kennen, will man in das Marx- sche Gttsiesleben von seiner intimen Seite eindringen."" Das erinnert uns bedenklich an jenes historische Eck- fenster im königlichen Palais zu Berlin, in welchem der „„Meister des deutschen Einheitsgedankens"" die Huldigungen seiner Unterthanen entgegennahm. „Unbeschadet der eminenten wissenschaftlichen Be- r denn ein, Franzel, g'schenkt ist wir einmal haben, das geben wir „Was fallt 9 g'schenkt, und was nimmer z'rück." Sie leerte das eine Glas fast auf einen Zug und reichte das andere einer Kameradin, die von rückwärts hinznge- treten, über die Säpilter hmmff,„Trink zu, Annerl, und laß die Herren leben, sie traktiren uns Modeln heut!" Während es beim grünen Anger so gar ungenirt und lirwüchsig zuging und ein Bild echten Volkslebens bot, war es beim„goldnen Löwen", wo die Klein- bürger und Philister von Kaltenbach sich zusammen fanden. nickst halb so lustig. Im leitenden Ausschuß herrschte sogar große Verlegenheit. Nian hatte einen Klavier- .'vieler von Nafftadt engagirt und der Gute, der längst hätte eintreffen sollen, wurde noch immer erwartet. Inzwischen mehrten sich die Gäste, und eine große An- zahl würdig und behäbig aussehender Bürger mit ihren glanzvoll herausgeputzten Damen waren im Gartensalon des Löwen bereits versammelt. Auch die Brandhofer's waren vollzählig erschienen und Emanuel Birnstengcl war ihnen entgegengeeilt, um sie zu dem von ihm besteckten Tisch zu geleiten. Er war in seinen Ausdrücken heute noch gewählter als sonst. Das war des Professors wegen, der sollte es nur merken, daß der Birnstengel auch zu Denen gehörte, die wissen, ivas Bildung ist. Er begrüßte Jeden besonders. „Meine Hochachtung!— Meine Hochachtung!— Meine tochachtung! Wie steht das wcrthe Befinden, Frau von randhofer? und das werthe Befinden von Fräulein Tochter? und--" er warf einen raschen Seitenblick auf den Professor. „Sie kennen doch unfern Sohn, Herr Birnstengel?" fragte der alte Brandhofer. deutung Marx's glaube ich doch, daß eine derartige Ver- himmelung seiner Person nicht dem demokratischen Geiste unserer Partei entspricht. Man könnte mit demselben Recht eine Neliquiensaminlung von den Gegenständen an- legen, die Marx im Leben gebraucht hat. Wenn die blindeifrigen Verehrer Goethe's jeden Splitter mit Andacht betrachten, der sich im Arbeitszimmer desselben befindet, wenn sie jede Zeile von seiner Hand, betreffe sie auch die gleichgiltigsten Gegenstände, mit der größten Ehrfurcht und heiligsten Scheu konserviren, so lächeln wir über einen solchen mit einem Menschen betriebenen Kult, aber wir thun auf der andern Seite dasselbe, vielleicht mit noch größerer Unduldsamkeit. Ich glaube, daß unsere Partei am besten fährt, wenn sie sich nicht in derartiger blinder Begeisterung für eine Person ausgiebt, sondern die „historischen Zimmer" lieber der Betrachtung anderer Leute überläßt." Das ist wenigstens eine ehrliche Selbstkritik, die um so überraschender wirkt, als man sonst dergleichen im sozialdemokratischen Lager so überaus selten findet. Ein Glück für den Artikelschreiber ist es freilich, daß er seinen Namen nicht genannt hat— sonst würde Herr Liebknecht ihm in Halle„schon das Nöthige besorgen." Dies die Korrespondenz. Wir unterwerfen sie keiner Kritik— das hieße ihr zu viel Ehre anthun. Wir nageln sie einfach an. Das Volk soll sehen, wie diese Herren Fortschrittler den„Kampf mit geistigen Waffen gegen die Sozialdemokratie" führen. Freilich, dieses hämische Ge- schimpfe hat, verglichen mit den Nicht er' sch en Theilerei-Altweibermärchen, wenigstens den Vorzug, nicht ganz so langiveilig zu sein. Was den albernen Artikel betrifft, den irgend ein verkappter Gegner in die„Magdeburger Volksstimme" ein- geschmuggelt hat, so sei blos bemerkt, daß„die geistige Nahrung" unserer Feinde auf dem Gebiete der Sozial- Politik und Nationalökonomie seit Jahrzehnten fast aus- schließlich aus den Brosamen besteht, die von dem Tische der Sozialdemokratie abgefallen sind. Und das will uns Mangel an„neuen Ideen" vorwerfen! Ob die dankbare Verehrung eines großen und edlen Tobten„Verhimmlung" ist oder nicht, das lassen wir dahingestellt— jedenfalls hebt eine solche„Verhinnn- lung" sich glänzend ab von dem blödsinnigen und rohen Götzendienst, den das„gebildete" deutsche Bürgerthum ein Vierteljahrhundert lang mit einem Bismarck und dessen Hunden getrieben hat. Birnstengel sah ungemein gravitätisch aus.„Sie ent- schuldigen wohl, Herr Professor, daß ich noch nicht das Ver- gnügen hatte, Sie kennen zu lernen." Der Lehramtskandidat lächelte,„Sie sind mir kein Fremder, Herr Birnstengel." „O bitte sehr, das Vergnügen ist meinerseits." Es dauerte noch eine Weile, ehe Birnstengel alle Höflich- keitsphrasen erschöpft hatte, und geschwellt von dem ange- nehmen Bewußtsein seiner Bildung, die auch einen Pro- fessor nichts schuldig blieb, sich neben seiner Angebeteten niederließ. Emilie sah heute auch so wunderhübsch aus, so üppig und jugcndfrisch, daß seine glückselige Miene und sein etwas geblähtes Wesen wohl begreiflich war. Und sie war so heiter und aufgeweckt, ihre Wangen waren stark geröthet, als sie jetzt mit ihm sprach, ja, man konnte sie unruhig und aufgeregt finden. Der alte Brandhofer beobachtete dies Alles mit schmunzelndem Behagen. Er fand die unzweideutigen Symptome gegenseitiger Verliebtheit und rieb sich vergnügt die Hände.„Das Mädel hat ihn durch ihre bisherige Sprö- digkeit erst recht in die Hitz' gebracht," dachte er,„ah. diese Weiber sind immer die Feineren und wissen, wie sie's an- zustellen haben, um Einen sicher zn kapern. Hat immer gethan, als läge ihr nichts an ihm, o Du, Du! setzt hat sie ihn fest. Wie aber hent' die Sach' im Gang ist, muß es auch gleich zu einer Erklärung kommen." Er war schrecklich ungeduldig, dieser Vater, aber jeder Andere, der weniger als kein Vermögen und eine ledige drcinndzwanzigjährige Tochter hat, wird das Dringende der Situation begreifen. Der Tisch des Sattlers war bald dicht besetzt und immer noch kamen Freunde und Bekannte, die den Professor sehen und den Professor-Vatcr beglückwünschen wollten. Organisation der fozialdemoliratifch«. Partei Dentschlauds. § 1. Zur Partei gehörig wird jede Person betrachtet, die sich zu den Grundsätzen des Parteiprogramms bekennt und die Sartei nach Kräften unterstützt. § 2. Zur Partei kann nicht gehören, wer sich eines groben Verstoßes gegen die Grundsätze des Parteiprogramms oder wer sich ehrloser Handlungen schuldig gemacht hat. keber die Zugehörigkeit zur Partei entscheiden die Parteigenossen der einzelnen Orte oder Reichstags-Wahlkreise. Gegen diese Entscheidungen steht den Betroffenen die Be- rnfung an die Parteileitung und den Parteitag zu. Vertrauensmänner. § 3. Die Pätleigenoffen in den einzelnen Reichstags-Wahk- kreisen wählen in öffentlichen Versammlungen zur Wahrnehmung zer Parteiinteressen einen oder mehrere Vertrauensmänner. Die !lrt der Wahl dieser Vertrauensmänner ist Sache der in den einzelnen Kreisen wohnenden Genossen. § 4. Tie Wahl der Vertrauensmänner erfolgt alljährlich and zwar im Anschlüsse an den voraufgegangenen Parteitag. Die Vertrauensmänner haben ihre Wahl mit'Angabe ihrer ge- nauen Adresse sofort der Parteileitung mitzutheilen. § 5. Tritt ein Vertrauensmann zurück oder tritt sonstwie eineVakanz ein, so haben die Parteigenossen umgehend einetzieuwahl vorzunehmen und davon entsprechend§ 4 Abs.[2 der Parteileitung Mittheilung zu machen. § 6. I» einzelnen Staaten, in welchen aus gesetzlichen Gründen die in den vorstehenden Paragraphen gegebenen Vor- schriften unausführbar sind, haben die Parteigenossen den ort- lichen Verhältnissen entsprechende Einrichtungen zu treffen. Parteitag. § 7. Alljährlich findet ein Parteitag statt, der von der Parteileitung einzuberufen ist. Hat der vorhergehende Parteitag über den Ort, an welchem der nächste Parteitag stattfinden soll, keine Bestimmung getroffen, so muß die Parteileitung mit der Reichstags-Vertretung hierüber sich verständigen. § 8. Die Einberufung des Parteitages muß spätestens vier Wochen vor dem Termin der Abhaltung desselben durch das offizielle Parteiorgan mit Angabe der provisorischen Tagesordnung erfolgen. Die Einladung zur Beschickung des Parteitages ist mindestens dreimal in angemessenen Zwischenräumen zu wieder- holen. Anträge der Parteigenossen für die Tagesordnung des Parteitages sind bei der Parteileitung einzureichen, die dieselben spätestens 10 Tage vor der Eröffnung des Parteitages durch das offizielle Parteiorgan bekannt zu geben hat. § 9. Der Parteilag bildet die oberste Vertretung der Partei. Zur Theilnahme an demselben sind berechtigt: 1. die Telegirten der Partei ans den einzelnen Wahlkreisen, mit der Einschränkung, daß in der Regel kein Wahlkreis durch mehr als 8 Personen vertreten sein darf. Insoweit nicht unter den gewühlten Vertretern des Wahlkreises Frauen sich befinden, können weibliche Ver- treter in besonderen Frauenversammlungen gewählt werden. 2. die Mitglieder der Reichstags-Fraktion; 8. die Mitglieder der Parteileitung. Die Mitglieder der Reichstags-Fraktion und der Partei- leitnng haben in allen die parlamentarische und die geschäftliche Leitung der Partei betreffenden Fragen nur berathende Stimme. Der Parteitag prüft die Legitimation seiner Theilnehmer, wählt feine Leitung und bestimmt seine Geschäftsordnung. § 10. Zu den Aufgaben des Parteitages gehören: 1. Entgegennahme des Berichts über die Geschäftsthätigkeit der Parteileitung und über die parlamentarische Thätigkeit der Abgeordneten. 2. Die Bestimmung des Orts, an welchem die Parteileitung ihren Sitz zu nehmen hat. 8. Die Wahl der Parteileitung. 4. Die Beschlußfassung über die Parteiorganisation und alle das Parteileben berührenden Fragen. 5. Die Beschlußfassung über die eingegangenen Anträge. § 11. Ein außerordentlicher Parteitag kann einberufen werden: 1. durch die Parteileitung; 2. auf Antrag der Reichstags-Fraktion; 3. auf Antrag von mindestens 15 Wahlkreisen. Falls die Parteileitung sich weigert, einem Antrag auf Ein- berufung eines außerordentlichen Parteitages stattzugeben, so ist derselbe durch die Reichstags-Fraktion einzuberufen. Als Ver- sannnlungsort eines ordentlichen Parteitages ist ein geographisch möglichst günstig gelegener Ort zu bestimmen. § 12. Die Einberufung des außerordentlichen Parteitages muß spätestens vierzehn Tage vor dem Termin der Abhaltung desselben durch das offizielle Parteiorgan in wenigstens drei auf- einanderfolgenden Nummern mit Angabe der Tagesordnung er- folgen. Anträge der Parteigenossen sind spätestens 7 Tage vor der Abhaltung des Parteitags im offiziellen Parteiorgan zu veröffentlichen. Im übrigen gelten für die außerordentlichen Parteitage dieselben Bestimmungen wie für die ordentlichen Partei- tage(§§ 8-10).- Parteileitung. § 13. Die Parteileitung besteht aus 12 Personen, und zwar aus 2 Vorsitzenden, 2 Schriftführern, 1 Kassirer und 7 Kontroleuren. Die Wahl der Parteileitung erfolgt durch den Parteitag mittelst Stimmzettel. Nach erfolgter Wahl hat die Parteileitung ihre Konstituirung vorzunehmen und dicselbeI im offiziellen Parteiorgan bekannt zu machen. Die Parteileitung verfügt nach eigenem Ermessen über die vorhandenen Gelder. § 14. Die Mitglieder der Parteileitung können für ihre Thätigkeit eine Besoldung beziehen. Die Höhe derselben wird durch den Parteitag festgesetzt. § 15. Die Parteileitung besorgt die Parteigeschäste, kontrolirt die prinzipielle Haltung der Parteiorgane, beruft die Parteitage, und erstattet auf denselben über ihre Thätigkeit. Bericht. § 16. Scheidet einer der Vorsitzenden, Schriftführer oder der Kassirer aus, so ist die Vakanz durch eine von den Kontroleuren vorzunehmende Neuwahl zu ergänzen. Parteiorgan. § 17. Zum offiziellen Parteiorgan wird das„Berliner Volksblatt" bestimmt. Dasselbe erhält vom 1. Januar 1891 ab den Titel: „Vorwärts" Berliner Volksblatt Zentral-Organ der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Alle offiziellen Bekanntmachungen sind an hervorragender Stelle des redaktionellen Theiles zu veröffentlichen. Abänderung der Organisation. § 18. Aenderungen an der Organisation der Partei können nur durch einen Parteitag vorgenonimen werden, doch muß die absolute Mehrheit der anwesenden Vertreter sich dafür erklären. Anträge auf Abänderung der Organisation können nur berathen werden, wenn sie innerhalb der Fristen, welche die§§ 7 und 11 vorschreiben, zur öffentlichen Kenntniß der Parteigenossen ge- langte». Eine Abweichung von der letzteren Bestimmung ist nur dann zulässig, wenn mindestens% der anwesenden Vertreter auf einem Parteitag sich für die Abweichung entscheiden. pomifrfco Ltebevlrchk. Der nächste intern-ationate Arbeiterltongrest. Es ist bezüglich des Einbernfungs-Modns, der Zeit, des Orts u. s. w. zu einer Verständigung gekommen, die zwar noch nicht definitiv ist, jedoch unzweifelhaft definitiv werden wird. Hiernach wird das von dem Pariser Kongreß ernannte Schweizer(Züricher) Exekutivkomitee, welches das Mandat erhalten hat, den nächsten Kongreß nach der Schweiz oder nach B e l g i e n zu berufen, unter Vor- behalt seiner Rechte, sich mit dem Generalrath der belgischen Arbeiterpartei, dem der P o s s i b i- l i st e n k o n g r e ß das Mandat zur Einberufung eines internationalen Kongresses ertheilt hat, dahin einigt, den nächsten internationalen Arbeiterkongreß gemein schaft- lich einzuberufen, und zwar nach Brüssel (Belgien). Zu dem Kongreß, welcher den 16. A u g u st des künftigen Jahres(1891) zusammentreten soll— voraussichtlich auf 8 Tage— werden alle Arbeitergruppen und Arbeiterorganisationen der Welt eingeladen-werden. Die Mandatsprüfuug findet durch den Kongreß statt, der iu diesem wie jedem anderen in den Kreis seiner Wirksamkeit gehörigen Punkt souverain ist. Alle für den Kongreß bestimmten Berichte sind, auf Kosten der betreffenden Länder und Organisationen, dem Koitgreß g e- druckt vorzulegen, und zwar in d r e i Sprachen: d e u t s ch, französisch und e n g l i s ch. Tie Zahl der Berichte ist nicht beschränkt, jedoch darf keiner derselben im Original den Raum eines Druckbogens(16 Oktavseiten) übersteigen. Das Einberufungskonütee wird in kürzester Zeit(spätestens binnen drei Wochen von jetzt an) die Tagesordnung des Kongresses den in Betracht kommenden Arbeiter- Organisationen vorschlagen. Drr Aerger der Feinde über den glänzenden Verlauf des H a l l e' s ch e n Kongresses äußert sich in der spaßhaftesten Weise. So schreibt z. B. die„Kreuz-Zeitung": „Aus dem bisherigen Verlaufe des sozialdemokratischen Parteitages in Halle a. S. geht hervor, daß. wie wir längst vorausgesehen, die„Alten" die Versammlung unbedingt beherrschen, so daß von einer„Fraklionsregierung" im eigentlichen Sinne des Wortes gesprochen werden darf, wie sie keine andere Partei in diesem Maße kennt. Die vornehmlich durch Werner- Berlin vertretene Opposition erfährt eine Die Brandhoferischen hatten mit ihren Kindern heute die allgemeine Attfmerksamkeit erregt und die Eltern schwammen in Glück und Seligkeit. Beide hatten vergessen, daß die Mili noch nicht Frau Birnstengel war, und der Rudi nicht wirklich Professor. Aber'hätte die Mili zuversichtlicher aussehen und der Rudi gescheidtersein können, als es gegenwärtig der Fall war? Rein, das war nicht möglich! Sie sahen jetzt absichtlich immer weg, wenn der ver- liebte Sattler seinen Kopf vorbeugte, um dent Mädchen tiefer in die Augen zn blicken. Man mußte die Beiden sich selbst überlassen, nur nicht abschrecken. Dafür aber hingen sie voll Bewunderung an den Lippen des Sohnes. Was der aber auch Alles wußte, was der Alles gesehen und erfahren hatte. Mit Hofräthen und Ministern war er zusammengekommen, und er that ganz keck und sprach von der Protektionswirthschaft unter ihnen und wie das tvahre Verdienst nur selten belohnt werde. Aber auch Schriftsteller und Zeitungsschreiber kannte er, und jetzt kam es plötzlich heraus, daß er selbst schon einmal Etivas in eine Zeitung geschrieben hatte. Diesmal störte der Vater Birnstengel gewaltsam auf, das durfte ihm nicht verloren gehen, daß der Rudi in die Zeitungen schreibt. Der Vater fühlte bereits Etivas von jener Allmacht in sich, die auch dem unbedeutendsten Reporter ein Nebergewicht verleiht über die gewöhnliche Menschheit und der Birnstengel begriff dies sofort und stammelte einige respektvolle Phrasen. Die übrigen Gäste des goldenen Löwen aber, unter denen sich nicht so seelenbewegende Dinge abspielten, lang- weilten sich entsetzlich. Der Klavierspieler war noch immer nicht gekommen, und war auch nicht mehr zu erivarten. Einer oder der Andere hatte sich wohl zum Piano gesetzt nnd spielte oder präludirte, aber die auf den Tanz Erpichten schienen dadurch nur ungeduldiger zu werden. Und jetzt begann es auch daneben beim grünen Anger von Neuem, und laut und lustig tönte die Walzermusik herüber, ihnen wie zum Hohn und Spott. Auch die Mili zeigte sich davon irritirt und ihre gute Laune selbst schien darunter zu leiden. Oder war ihre auf- Behandlung, die unter„Genossen" noch zn lässig erscheint.— Was der Abgt? nete Grillenberger über die Haltimg der„Berliner" sagtt,? „Schmach und Schande" auf die Partei gehäuft hätte, iibttWi Alles, was in dieser Hinsicht sonst vorgekommen ist. In Dill» land wenigstens in man das bis jetzt nicht gewohnt gewesen-° scheint aber freilich, als befänden wir uns auch hier aus? Wege des„Fortschreitens". Die„Berliner" l a s f e n ss die Beschimpfungen, deren sie fast bei je°' orte ausgesetzt sind, ruhig gefallen; muthlich weil s i e fühlen, daß gegen die der„Parteileitn ng" vor sorglich geschaffenev- ganisation zunächst nicht a u f z u k o m m e n i st.« aus ganz Deutschland z u s a m m e n g e st r ö M'' Vertreter sind tt a t ü'r(ich auf Grund> Oy unbedingten Fügsamkeit ausgewählt wor d> Tie sozialdemokratische Parteileitung scheint sich die„freisinntz des Abg. E. Richter zum Muster genommen zu haben, der? kanntlich im letzten Frühjahr auf eben diese Weise den 9% abzuschlagen verstanden hat, welcher unter nomineller Führ� des Abg. Schräder aus der Partei heraus gegen'k gerichtet wurde. Den„Jungen" fehlt aber die Erfahr� über welche die„Alten" neben ihrem naturgemäßen M flusse verfügen. Sie sind zum Theil naiv genug gewesen. glaube», dap eine große Partei mit einigen mehr oder»ent» geläufig vorgebrachten Reden regiert werden kann. Jetzt n>er� sie einsehen, daß dazu mehr gehört, daß man sich überall!� „Leute" zusammensuchen muß, auf die in Zeiten der Roth Ben? ist."— Jeder, der den Verhandlungen des Parteitags, auch mit einiger Aufmerksamkeit gefolgt ist, wird zugeben müssen, yjl der Parteitag sich gegenüber der Opposition, so weit von ei? olchen die Rede sein kann, ein Entgegenkommen und eine �amkeit bewiesen hat, wie sie nur unter Genossen r Brüdern möglich sind. 4 Srbel's Kvirgsorkliirnng wider den Ultramontam»"P hat die Gegner gewaltig aufgeregt. Die„ K rv u z- Z e i t>>"» schreibt hierzu:„Die Zentrumspresse nimmt den Handschuhs Bebel ihrer Partei mit der Losung:„Kamps gegen den Ps-, montantsmus" hingeworfen, mit stolzem Selbstgefühl aus- er wird uns gewappnet finden, klingt flackernde Lustigkeit nur eme Maske gewesen, hinter der sich euer leidenschaftliche Zorn verbarg, der sich seit dem Moment, iuo sie, die Stiefel in der Hand, von Paul hinweggesturzt ra al' bcif} lustigen �Klängen der Wiener Walzer schien ihre Ungeduld nnbezwinglich zu werden. Sie hörte nicht mehr auf die gewählten Worte des gebildeten Sattlers und schloß von Zeit zn Zeit die Augen. Sollte ihr ein anderes Bild um so deutlicher erstehen' Als jetzt die gute Frau Brandhoser bemerkte:„Der die nicht erst zn tanzen, um uns zu unter- halten," rief Birnstengel enthusiastisch, indem er einen viel- agend�n�Blick �gte Mili, und ihren kraft- strotzenden Körper durchzuckte Verlangen,„ich bin des Sitzens m-m, Sie mit erlauben, den Arm um Ihre verehrten Hüften zu legen — so bin ich so frei-- darf ich um die erste Tour Wollen Sie die Musik vielleicht mit der Maultrommel „Diu mb in*. S'ÄÄSl-ft.jt«. m "fteinc Spur, der Elende! Aber denke» Sie nur, die Verlegenheit, der Herr Bürgermeister selbst mit Gemahlin und Tochter haben uns beehrt. Aber ich weiß was ich tbue ich hole mir den Pecher mit seiner Bande herüber." Das ist eine Idee, bravo! bravo!" Auch die Mili klatschte entzückt in die Hände. Aber es dauerte nicht lauge und der'Arrangeur kam fragend� ihm�entg g��, wollte Jedem von der Bande einen" Gulden geben, aber er will nicht. Und frech ist er i nur kommen,. WM...„MHWMW. allen Seiten wieder. Ob nicht etwas Ueberschätzung der e>' Kraft dabei im Spiele ist, muß die Zukunft lehren. Wir l. den Eindruck, als ob überhaupt auf vielen Seiten der fiPl gegen die Sozialdemokratie zu leicht genommen wird, man allerdings auch nach der anderen Seite hin übertreiben� wie es z. B. bei der„Köln. Ztg." der Fall ist, die sich st'ijSl Erlöschen des Sozialistengesetzes so hasenherzig benimmt, 0"' f das Deutsche Reich vor dem Zusammenbruch. Das RichPö � offenbar, die Sache sehr ernst zu nehmen, aber doch»# n Muth zu verlieren." Z»v ländliche» Agitation. Die„Neue WürM Zeitung" veröffentlicht aus Anlaß der Kongreßdebatte» J Propaganda auf dem Lande einen Artikel, dem wir st1" J interessante Darlegungen entnehmen:„Wir brauchen die arbeiter und Kleinbauern, soll unser Ringen nicht ein hofststi loses sein," so schrieb der geistige Führer der deutschen stiJ demokratie, W. Liebknecht, schon im Jahre 1870 in seinem®.ji „Die Grund- und Bodenfrage", und an einer anderen Stelle I i er:„Wir können eine Revolution zwar machen ohne die»» wir können sie aber nicht halten ohne die Bauern." Diest'. � tigen Erkenntniß entsprechend, ist es nunmehr, nach AblaA- ihnen hinderlichen Gesetzes, die Absicht der Sozialdemokratie,'..i Agitation auf das Land zu tragen", d. h. die Bauern»>,;j klaren", um sie reif für die geplante soziale Revolution zu# � denn daß die Umgestaltung der heutigen gesellschaftlich?" st nung, wie sie die Sozialdemokraten vorhaben, aus dem W-st friedlichen Reform sich jemals verwirklichen lasse, das 6 sicher keiner von ihnen. Ebenso klar sind sich dieselben darüber, daß, um die Bauern zu gewinnen, sie nicht>" � Thür« ins Haus zu fallen und ihnen ihre letzten Absicht� Endziel ihrer Bestrebungen enthüllen dürfen,„den?! sagt Liedknecht,„die Kleinbauern, obgleich ch*' Proletarier oder dem Proletariat unaufhaltsam bend, hängen zum großen Theil noch sehr fest*>' Eigenthum, wenn es auch in den meisten F»tz.� L nominelles, eingebildetes(weil verschuldetes) Eigenthum Expropriationsdekret würde unzweifelhaft die Mehrzahl der dauern zum heftigsten Widerstand, vielleicht zur offenen Af kz reizen. Es gilt also, hier mit Behutsamkeit und mit Bst9 st Rücksichtnahme auf die Vorurthcile und vermeintlichen W-,>-».-ch.»,- M-- 1 amkeit und Rücksichtnahme dürsten die Sozialdemokraten"Pst Erfahrung machen, daß sie in fruchtbaren Gegenden, f cm noch einigermaßen wohlhabender Bauernstand seßha" ihren Belehrungen keinen Anklang finden werden. Ander» � ihren Belehrungen keinen Anklang finden werve».----- u, gestaltet sich die Sache in solchen Gegenden, in denen u, p--• durch' � Bodens und heute Ursprung an geringere Fruchtbarkeit des früheren Zeiten gar nicht zu vermeldende nno yemc--- �, geübte Raubwirthschaft so weit heruntergedruckt ist, d*? S°P Schulden belasteten Kleinbauern unter unsäglichen Mmst< jii und Entbehrungen ihren Lebensunterhalt nur nothdi � auch noch gewesen! Er köiine seine Freunde Stiche lassen, meinte er, aber wenn wir keine Mchst-.st und gerne tanzen möchten, so sollteil wir nur v kommen." „Das ist unverschämt!" rief es im Chor.„st *********•<* t) � „Und Sie sollten nur sehen, wie rou uuv-- m drüben zugeht!" rief der Herr Arrangeur, desstst � glänzende Nase verrieth, daß" er, wenn auch nicht f' jt etwas voll war,„und die Hetzen, die die da drm still führen, die Lustigkeit, der Uebermuth. Und da jst immer, es ging den Leuten schlecht, zu gut geht viel zw gut!" Er raunte weiter. Die Mili erhob steh.„ „Wenn ich hinüber gegangen wäre, ich weiß, t» hatte nicht Nein gesagt. Es braucht bei ihm richtige Wort--". „Aber ein Frauenzimmer muß es sagen,»"?.: muß es sein", ergänzte man lachend rundum. lein Mili erproben Sie Ihre Macht über den P%' „Kommen Sie, Herr Birnstengel", sagte die£st emem freundlichen Blick ihm zuwinkend,„wir wom j. mal versuchen." f(if Birnstengel, voll glücklichen Stolzes, reichte'stst'» Arm, und sie entfernten sich. Sofort steckten -lisch Sitzenden die Köpfe zusammen.<.r «Wie denn Brandhofcr, da darf man n>o? üren— m Itm&t'*: �eruebthelt." �', „Hub das mit dem Pecher, das war nur r J wand, das kennt man, die wollten allein sein." Der Brandhoser und seine Gattin saßen da M eligkeit. Sie sagten nicht Ja, sie sagten nicht ichmunzelteu nur und dachten dabei; Gott fel wird Ernst. uiM " UÖC1; trat, entstand eine allgemeitie Bewegtwü' (Fortsetzung folgt.) Ze» n. i vis •i 1 m ier lnB m iS W'.. cnift *5 y m IUI« UltZ u Ä t.� 4 Ä a f'.nflen vermögen, so daß diese Leute in materieller Beziehung schlimmer daran sind, als die Fabrikarbeiter und Handwerks- Welle», welche den Sozialdemokraten so willig Heeresfölge leisten. Obgleich uoch zu den Besitzenden gehörig, werden diese Klein- raiiem in dem bevorstehenden Kampfe leicht zu bewegen sei», sich auf die Seite der Besitzlosen zu stellen,>veil sie der Btcinung sind, das! jede Veränderung ihrer Lage zugleich auch eine Verbesserung rersclben sein müsse, denn schlechter, als es sei, könne es ja nicht mehr werden. Im Jahre 1878 hielt Grillenberger in einem -Wahlbezirke Unterfrankens so geschickte Reden, daß er bei der -ueichstagswahl in einem Dorfe, in dein keine Fabrikarbeiter mohnen, von 128 abgegebenen Stimmen 94 und in 10 anderen ? urser» 205 bäuerliche Stimmen erhielt. Schon im Jahre 1874 lubelte Liebknecht:„Mit hoher Befriedigung muß unsere Partei tonstatircn, daß die ländliche Bevölkerung Deutschlands— Land- Arbeiter und Kleinbauern— aus ihrem Schlummer z>l envachen beginnt und bei den letzten Reichstagswahlen ein tüchtiges Kon- agent zu der hal.en Million sozialdemokratischer Wähler gestellt hat. Dxx Zauber ist gebrochen, das arbeitende Volk der Dörfer schaart sich Schulte�»nie>>»m snMf u»» Städte, unter Wniliche» Brüder für die gemeinsame Sache der Arbeits Ohne bm Landarbeiter und Bauern war unser Ringen ein hoffnungs- loses, Niit ihnen iit der Siea uns aeinin" Mie fpfcc 111116 eilt MlMct sich'Schulter an Schulter mit dem arbeitenden Volk der ?lädte, und unter gemeinsaineni Banner kämpfen die nicht mehr ..... er für die gemeinsame S..... f und Bauern war unse,„.,.-„ Ä«-».»iit ihnen ist der Sieg uns gewiß." Wie sehr muß erst Liebknecht durch deii Ausfall der diesjährigen ReichStagsivahlen seiner Siegesgewißheit bestärkt worden sein. Denn bekanntlich haben viele Tausende von Bauern mit ihren arbeitenden Brüdern [er Städte unter gemeinsamem Banner gekämpft, und das hat |eh zugetragen noch unter der Herrschast des Sozialistengesetzes! «lie werden erst die nächsten Reichstagswahlen ausfallen, wenn Zwischen nichts geschieht, was geeignet ist, den bedrängten «lemdauern, für die nun nicht mehr verbotenen Ans- hchereien und Verlockungen der Sozialdemokraten unzugänglich zu machen? Obgleich Einsender>veit davon entfernt ist, zu glauben, bau 02 V-.. �- y?..,. vsiiijenuei; luexi oavon fnTyenu i|r, zu oiauucn, baß es deil Sozialdemokraten jemals gelingen werde, die Bauern N ihren Grundsätzen zu bekehren und sie für ihren Staat ohne [iotl, ohne Ehe und ohne Privateigenthum zu erwärmen, so rst bhch auf der einen Seite der beabsichtigte, wenn auch auf dem «ngeschlagenen Wege nicht zu erreichende Zweck der sozialistischen Bestrebungen, die materielle Lage der arbeitenden Volksklassen zu verbessern, ein so berechtigter und auf der anderen Seite ist die 0 rascher und kühner vorgingen und hierdurch die Arbeiter zu solchen Ausschreitungen ausstachelten, die das Blutvergießen um lo gewisser unvermeidlich machten, als es an der hierzu nöthlgen tbnischlossenheit nicht fehlen dürste.. ...-stach Liebknecht sollen die Bauem zunächst„über ihre wirk- ischen Interessen aufgeklärt und von der Hosiuungslosigkeit ihrer 1% überzeugt wcroen~"•• von Seiten Beides wird des Staates nichts nicht schwer'fallen, so �-"" wv.tvu niuji« xmiuj»ici[c»bc5 geschieht, W trostlose Lage der Kleinbauern zu verbessern und sie aus Zustande der Hoffnungslosigkeit, in dem sich die> tflnden, zu erlösen. Aber ivas kann und soll der Staat in « �aziehung thun?" Diese Aussührungen eines geguerischen tiilli-.deigen, wie günstig unsere'Aussichten sind, wenn wir oallrastig und geschickt die Landagitation anpacken. 3 I i ü V MUWWKW-- Erstattung belehrt zu ,verde:i, ist r.x.- w eine sehr spaßhafte Geschichte. Wurk+L. i,er A«»titlo«ng des vreuffifchen Fabriu- ford�i. I°Uen vom Landtage angeblich 500 000 Mark ge- ibv Tie Herren Landboten haben dann Gelegenheit, wilija,? A f0 großes Interesse für die Sozialreform durch Be- Sie dieser verhältnißmäßig kleinen Summe zu bethätige». Bulach t ,a �"dere, unproduktive Zwecke Millionen locker EiflP.w' r»atiottalöl»onomischoo Dreierlicht, der Professor Stauai Halle a. S., hat soeben eine Broschüre vom 1.. b Belasten:„Ein rücksichtsloses. Wort zur Reform der Der Verfasser verlangt die A b l 'mm sondern gleichzeitig auch ein Inserat über die nw!... für das- &,n ; ,...... Dresdener Journal".mgeeignet nicht ange- em deutsche» PnnN»_ npmadit nabe. -A kundgegeben und die Sozialisten'"ehr als in � rtVOIT der Stöckerei und Mnckerei gar sich die viele Arbeit ersparen. fromme Dienste Das Fiasko ist ..... b«t)f?r' tllnßeii �"dtverordneten-Wahlen den Hauptpunkt ihrer �"'8(»;'a.An beiden sollen sich die Anhänger der Partei soll ein großes Schauspiel geben, wie sich die Redner ausdrücken, und nichts versäumt werden, in beiden Körper- schaften Boden zu gewinneu. Uebrigens werden die Bestimmungen über das Wahlrecht den Sozialdemokraten einige Schwierigkeiten machen, besonders beim Landtag. Auch bei den Stadtverordneten- Wahlen steht nur dem kleinsten Theile dieser Partei das Bürger- recht zur Seite. Jedoch läßt sich hier ein stetes Anwachsen der Sozialdemokratie nicht verkennen; die letzte Reichstagswahl hatte in dieser Beziehung geradezu verblüffende Ergebnisse gebracht." Die„Germania" ist der Ansicht, daß unsere Kritik des Schorlemer'schen Lanfbriefes„einen Kampf mit großspurigen Prahlereien" bedeute. Die siebengescheidten Politiker der „Germania" wissen offenbar nichts von den letzten Stichwahlen in Mecklenburg, wo das ländliche Proletariat in hellen Haufen uns zuströmte. Sie wissen auch nichts von einem Wahlkreis, der dem Zentrum entrissen worden ist, von München 11; dort haben zahlreiche wohlständige Bauern Bollmar gewählt, und es giebt k e i n D 0 r f in diesem ländlichen Wahlkreise, das nicht sozialistische Stimmen abgegeben hat. Diese Beispiele werden der gedächtnißschwachen„Germania" vielleicht genügen, um ihr zu zeigen, daß wir die besten Aussichten haben. Die Lehrer müssen auch mithelfen. Die erste General- Versammlung katholischer Lehrer zu Bochum hat sich unter anderem auch mit dem Kampf gegen die Sozial- demokratie befaßt, der ja heut zu Tage allgemeiner Sport ist. Ein Herr Lehrer Habberich aus Boppard stellte folgende Thesen auf: 1. Zur Abwehr der sozialdemokratischen Gefahren können und sollen auch die Lehrer der Volksschule mitwirken. 2, Um dem religiösen Grundirrthume der Sozialdenwkratie, nämlich der Leugnung eines persönlichen Gottes, sowie der Unsterblichkeit der Seele und der ewigen Vergeltung, entgegen zu treten, sorge die Schule für eine liefe, gegen die üblichen Einwürfe gesicherte Ucberzeugnng von dem Dasein eines Gottes, von der Unsterb- lichkeit der Seele und von der ewigen Vergeltung im Jenseits. 3. Gegen die Laster der Trunksucht, der Unzucht und der Auf- lehnung gegen die Eltern, welche den jugendlichen Arbeiter be- sonders bedrohen, suche die Schule nach Kräften vorzubauen: a) durch geeignete Belehrung über die Verdcrblichkeit der Trunk- sucht; b) durch zweckmäßige, auf die örtlichen Verhältnisse de- rechnete Belehrungen und Warnungen bezüglich der Unzucht, und durch sorgfältige Pflege des Schamgefühls; c) durch eindringliche Belehrung über die Pflichten des vierten Gebotes und durch Pflege der Pietät. 4. Die Schule helfe mit zur Pflege der wirth- schastlichen Tugenden des Fleißes, der Mäßigkeit und Genügsam- keil, der Sparsamkeit; sie belehre über den Werth und die Würde der Arbeit, besonders im Lichte des Christenthums; sie schaffe die religiösen Grundlagen für die Tugenden der Bescheidenheit und Höflichkeit, der geduldigen Erlragung von Leiden und Wider- wärligkeiten, der Ergebung in den Willen Gottes; sie lehre ins- besondere den hohen Werth der um Gottes Willen mit christlicher Geduld ertragenen Beschwerden. 5. Der Lehrer bemühe sich, eine wirksame Verbindung mit dem Elternhause zu unterhalten, um durch einträchtiges Zusammenwirken mit demselben die Erreichung der angegebenen Erziehungsziele zu be- fördern. Er widme den verwahrlosten, der rechten Eltern- sorge entbehrenden Kinder» besondere Sorgfalt. 6. Der Unterricht behandele, so weit er sich mit der Natur und der Aufgabe der Volksschule verträgt, solche Stoffe, welche den sozial- demokratischen Irrlehren und Bestrebungen entgegenarbeiten. a) Im Anschlüsse an den Religionsunterricht werde eine gründ- liche Belehrung über das Eigenlyum als gottgesetzte Einrichtung, als Grundlage des Fleißes, der Freiheit, der Familie, der Gesell- schaft gegeben, sowie die Stellung des Besitzers als eines vor Gott verantwortlichen Verwalters gekennzeichnet; b) der erd- kundige Unterricht benutze die Liebe zur engeren Hcimath, um ans ihr eine wirksame Vaterlandsliebe zu entwickeln; 0) der Geschichtsunterricht fördere nicht nur Heimaths- und Vaterlands- liebe, sondern besonders auch die Lieve zum Herrscherhause; er zeige die Fürsorge des Kaisers für die Arbeiter, durch Mit- theilungen über die bezüglichen kaiserlichen Aeußernngen und Erlasse, durch einfache Belehrungen über die Arbciterschutz-Gesetz- gebung; er zeige die Folgen des Umsturzes durch Mittheilungen Uber die große französische Revolution; d) Belehrungen über Gesetzeskunde und Volkswirthschaft können stattfinden im An- schlusfe cm entsprechende Lesestücke, im Aussatzunterrichte, im Rechnen, in der Erdkunde;— dem Lehrer ijt dringend zu empfehlen, sich auf diesem Gebiete die nöthigen näheren Kennt- niste zu verschaffen; 0) in Mädchenschulen sind hauswirthschaft- liche Belehrungen von großer Wichtigkeit; sie können ertheilt werden unter Benutzung des„Wegweisers zum häuslichen Glück"; £) der Lehrer kann auch mit Vortheil geeignete Erzählungen de- nutzen, um die Kinder gegen die drohende» sozialistische» Gefahren zu sichern. 7. Der Lehrer dehne seine Sorge auch auf die wich- lige und gefährliche Zeit nach der Schulentlassung aus; er fördere nach Kräften die Thätigkeit der christlichen Lehrlings-, Gesellen- und Arbeitervereine, indem er die Schüler auf dieselben hinweist und diese Vereine, soweit er kann, durch seine Mit- Wirkung unterstützt. 8. Der Lehrer halte sich gewärtig, daß die christliche Erziehung die Hauptsache ist, und daß diese nur ge- deihen kann in enger Verbindung mit der Kirche und unter fleißiger Benutzung der kirchlichen Guadenmittel.— DaZ heißt kurz und bündig: machen wir die Schule zu einem Tummelplatz der Klassenvcrhetzung gegen die um politische und wirthschaftliche Gleichberechtigung ringenden Arbeiter! Nichts mehr und nichts weniger! Zudem geschieht das ja schon zur Genüge, wie zahl- reiche Beispiele bewiesen haben. Di» jZrauitschweigrr Sozialdomastvate» sind rührig, zum Schrecke» der Philister. Der„Herold" läßt sich aus der Heimath der Mumme telegraphiren:„Die hiesige Sozialdemokratie tritt jetzt noch eifriger, wie vor Erlöschen des Sozialistengesetzes in die Wahlbewegnng für die im November bevorstehenden städtischen Wahlen ein. Sie konzentrirt ihre gesammte» Kräfte auf die dritte Wählerklasse und hat soeben drei ihrer Führer als Kandi baten für die Stadtverordnetcn-Wahlen ausgestellt. Sie agitirt außerordentlich geschickt und wird ihre Kandidaten nächster Tage in öffentlichen Volksversammlungen vorstelle». Die Mandate der Gegner sind in der dritten Klasse durch die Sozialdemokratie stark bedroht." Der Hnmor i»»ruffer Zeit. Herr Richter leitartikelt über das„Versteckenspiel des Herrn Liebknecht" und verkündet, daß die spaßhaften Artikel der„Freis. Ztg." über die„Irrlehren der Sozialdemokratie" nun auch noch in Brcschürensorm er scheinen werden. Wir empfehlen allen Freunden komischer Literatur schon jetzt diese Stilübnngen des Oberbraminen der Manchesterei. Gesterverch-Uttgavu. Die Wiener Tramwaysk lauen rühren sich. Sie stellten der Direktion ein Ultimatum, falls bis heute ihre Forde- rungen nicht bewilligt würden. Der letzte große Streik der Pferhebahn-Angestellte» Wiens, bei welchem das Publikum ent- schieden für die Ausständigen Partei nahm, brachte ihnen einige Erleichterungen. Jetzt ist aber der Druck der Unternehmer wieder ein schwerer. Wien, 17. Oktober. Der Untcrrichtsministcr hat an die Landesschulbehörden einen Erlaß gerichtet, in welchem die Für- sorge für die leibliche Kräftigung der Schuljugend empfohlen iviro. Die körperliche Kräftigung soll die geistige Anstrengung paralystrcn. Tie Schulbehörden sollen für Schwimmanstalten, reges Schlittschuhlaufen und für Errichtung eigener Spielplätze Vorsorge treffen. Die Ausbeutung der jugendlichen Arbeiter. Gvoßbritiuttnen. Hans M 0 st soll, wie aus London depeschirt wird, die Ab sicht haben, eine Zeitung in der englischen Hauptstadt herauszu geben. �rattkreich. Der amtliche Berecht über die Bewegung der B e- völkerung Frankreichs im Jahre 1889 giebt neue Aufschlüsse über die diesen: Laude droheude Eutvölkerungsgefahr. Die Geburten fahren in ihrer stetigen Abnahme fort. Im Jahre 1889 wurden nur noch 880 579 Kinder geboren, gegen 936 082 im Jahre 1876, durchschnittlich 937 000 von 1881 bis 1884 und 900 000 im Jahre 1887 und 882 039 im Jahre 1888. In 13 Jahren hat sich also die jährliche Geburtsziffer um 08 103, seit 1887 um 18 754 vermindert und seit 1888 um 2000, wovon 712 auf die ehelichen und 1348 auf die unehelichen Geburten kommen. Man hatte gehofft, es werde in der Abnahme ein Stillstand eintreten; nach dem diesjährigen Ergebnisse ist aber eher eine Verstärkung derselben zu erwarten. Das Einzige, was noch einigermaßen die Folgen der Entvölkerung zeitweise zurück- hält, ist"die geringe Sterblichkeit Frankreichs. Das Jahr 1889 weist nur 794 933 Todesfälle auf, gegen 837 867 im Jahre 1888, 842 797 im Jahre 1887 und 860 222 im Jahre 1886. Die Zahl der Todesfälle hat also gegen 1888 um 49 934 und gegen 1886 um 65 289 abgenommen. Der Ueberschuß der 880 579 Gebnrter» über die 794 933 Todesfälle beträgt 85 646. Das Ergebniß dieses ahres ist also infolge der Abnahme der Todesfälle sehr günstig. jätten dieselben aber soviel wie 1886 betragen, so würde die Bevölkerungszunahme sich nur auf 20 357 belaufen. Bei dem Geburtsüberschusse liefert wieder einen nicht unbeträchtlichen Theil das ausländische Element, nämlich 7360 Seelen. Die Zunahme der französischen Bevölkerung schmilzt somit auf 78 236 Seelen zusammen. Von de» Ausländern haben die meisten Kinder die Belgier und Italiener geliefert. Die Heirathen in Frankreich beliefen sich auf 272 734, die niedrigste Ziffer seit 1870. Die Grubengesellschast in Carvin hat durch Anschlag ver- kündigt, daß sie diejenigen Arbeiter, welche bis Sonnabend die Arbeit nicht wieder aufgenommen haben würden, definitiv ent- lassen werde. Die Aufregung wächst. Die Arbeiter reißen die Plakate ab. Die Kohlenritter sind brutal und rücksichtslos; die außerordentlich verbesserungsbedürftige Lage der Grubenarbeiter kümmert sie mcht. Calais, 17. Oktober. Der sozialistische Kongreß hat sich gestern ausgesprochen: für Aufhebung der Fabrik- ordnnngen, für das Verbot der Beschäftigung vvn fremden Ar- beitern zu niedrigeren Lohnsätzen, ferner für Einführung gleichen Lohns für männliche und weibliche Arbeiter, für unentgeltliche Gewährung des Unterrichts durch den Staat, für staatliche Unter- stützung der Arbeitsunfähigen, für Eintreten des Staates im Falle der Zahlungsuusähigkett der Unternehmer. Ein„republikanischer Bischof, P. Polftaid, der vor Kurzem sich als entschiedener Republikaner bekannte, soll zum Bischof von Agen(Dep. Loire und Garonne) ernannt werden. Paris, 17. Oktober. Der Deputate Hubard hält den An- trag, den Senat auf Grund des allgemeinen Stimmrechts zu wählen, ausrecht. Man glaubt, daß die Kammer sofort nach ihrer Wiedereröffnung sich mit dieser Angelegenheit beschäs- tigen wird. Belgien. Die belgischen Gemeinveräthe beginnen sich ernsthaft mit der Einführung des„Referendum" zu befreunden. Der Gemeinde- rath des bedeutenden Hennegau'schen Jndustrieortes Marcinelle hat beschlossen, eine Befragung aller steuerzahlenden Einwohner über die Erbauung einer Vizmalbahn nach Charlcroi zu ver- anstalten. Der Gemeinderath der ostflandrischen Stadt Saint- Gilles-Waes hat die sämmtlichen Einwohner über Erbauung einer Vizinalbahn nach Antwerpen befragt und ein„Ja!" erzielt. Auch in der großen Brüsseler Vorstadt Saint-Josse soll jetzt bei den wichtigen Fragen das Volk befragt werde». Der Nationalkongreß der belgischen Berg- leute, der am 1. November d. I. zusammentreten sollte, ist auf den Dezember verschoben worden. Im Kohlenbecken von Lüttich und Charleroi haben die Arbeiter eine lOprozentige Lohnerhöhung gefordert, widrigenfalls ein Ausstand droht. Schweiz. Bern, 16. Oktober. Die unter bundesräthlicher Leitung heute stattgehabte Verständigungs-Konferenz von Delegirten aus dem Tefsin ist als vorläufig gescheitert zu betrachten. Die Ver- treter der konservativen Partei erklärten, das Resultat der Ab- stimmuna vom 5. Oktober so lange nicht anerkennen zu können, als die Rekursfrist nicht abgelaufen und als der wahrscheinlich dagegen eingehende Rekurs nicht erledigt sei; im Uebrigen zeigten. sie sich geneigt, zur Wahl einer gemischten Steuerkommission und zur Verständigung für die Nationalrathswahlcn die Hand bieten zu wollen. Von jeder Partei wurden drei Dclegirte bezeichnet, welche an einer eventuellen späteren Konferenz thettnehmen sollen. (W. T. B.) Italien. Der„Opinione" zufolge heißt es, es werde kein Minister- rath zur Erwägung der Frage betreffs Auflösung oder Wieder- einberufung der Kammer mehr stattstnden, vielmehr werde der Ministerpräsident Crispi unter eigener Verantwortlichkeit hier- über entscheiden. Das Dekret über Auflösung oder Einberufung der Kammer solle am Sonntag oder Montag erscheinen.— Herr Crispi ,vird schon dafür sorgen, daß die Interessen seiner Klique gewahrt werden. Rußland. Die Judenhetze blüht in„Väterchens" Reich. Aus- ländische Juden dürfen nur dann dauernd Aufenthalt in Ruß- land nehmen, wenn sie Kaufleute 1. Gilde sind, d. h. wenn sie für die Ausübung des Großhandels den höchsten im Handels- steucrgesetz vorgesehenen Steuersatz entrichten. Nun ist aber die Zahl derjenigen Juden in Nußland, die, obgleich nicht russische Unterthanen und nicht im Besitze solcher Handelszengnisse, dennoch im Lande dauernd ansässig sind, eine sehr große. Ihre Kinder fanden bisher in den Lehranstalten Aufnahme, indem zwar die allgemeinen Bestimmungen über die Zulassung von Juden zu den mittleren und höheren Schicken auch auf sie in Aniveudung ge- bracht wurden, aber kein spezieller Nachweis darüber einverlangt wurde, ob die betreffende» Eltern die Berechtigung zum Aufenl- halt in Rußland sich erworben hätten. Das Ministerium der Äolksaufklärung hat nun angeordnet, daß in Znknnst bei der Meldung von Kindern ausländischer Juden zum Schulbesuch die Schulvorstünde sich vorgängig genau zu informiren hätten, ob den Eltern der Kinder die Anfenthaltsberechtigung in Rußland zusteht. Wenn das nicht der Fall ist, so sind die Kinder un- bedingt zurückzuweisen. Serbien. „Väterchen" hat die Spendirhosen an. Wie die„Köln. Ztg." aus guter Quelle erfährt, hat Serbien die jüngst käuflich erworbenen 80 000 Berdan-Gewehre nachträglich vom Zaren als Geschenk erhalten. Das zarische Rußland rüstet den Krieg, eS orgauisirt den bewaffneten Widerstand gegen die westeuropäischen Kultursortschritte. Amerika. Aus N e w-York wird unterm 17. Oktober dem„W. T. B." gekabelt:„Die„Pavoma-L-trapenbahnen- und Omnibus-Gesell- schaften halten gestern die bei ihnen bediensteten Personen ent- lasten und neue Leute angestellt. Tie Kutscher rotteten sich darauf zusammen warfen mit Steinen nach den Wagen der Gesell- schaften und verletzten mehrere Fahrgäste. Es wurden infolge- vorgenommen und im Uebrigen strenge Maßregeln behufs Herstellung der Ordnung getroffen.� Bei der tendenziös, kapitalistlschen Färbung der Wolff'schen Depeschen sind die.iachrichten über„Zusammenrottungen" mit Vorsicht ans- zeinehmen.»,aß die organisirten Arbeiter gegen die Streikbrecher Front machen, ist doch selbstverständlich. Die Unternehmer bru- talstiren ja mit den gemeinsten Mitteln, mit Staats- und Privat- pottzei die Arbeiter, welche im Ausstände sind. Die Strolche des , Spihelbureaus schießen zur höheren Ehre des Geldsacks ehrliche Proletarier über den Haufen. Theater. Sonnabend, den IS. Oktober Gperulsans. Keine Vorstellung. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Lesstug-Theater. Die Ehre. Deutsches Theatee. Götz von Ver- lichingeu. Kerliner Theater. Kean. Friedrich-Milhelmltädt. Theater. Fledermaus. Hierauf: Puppenfec. Dlalluer- Theater. Der Bauern- doktor. Pension Schöller. Uestdeus-Theater. Ferreol. Viktoria- Theater. Die Million. Kellealliauce-Thratcr. Mein junger Mann. Gsteud- Theater. Ziminermann's Lene. Thomas» Theater. Die Stroh- wittwe. CassiS Pascha. Adolph Ernst-Theater. Unsere Don JuanZ. Kaufmann'« Dometö. Große Spe. zialitäten-Vorstelluug. Theater der UeichshaUe». Große Spezialitäten-Vorst cllung. Conrordia. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Zlichter's Dariots. Große Spezialitäten-Vorstellung. Mintergarte». Große Spezialitäten- Vorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andreas, Zllcxander- straße 27 o. Margarethe Steinow, Lieder- u. Walzersängerin. Ann! Carelli, Kostiiin-Soubrctie. Herr Rosee, Gesangs-Hninorist. Adolf Gödicke, Miinikcr, Stimmen- Imitator und Charakter-Komiker. Familie Blumenfeld, Parterre- Potpourri, Drahtseil, Tanz. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags öVe Uhr. Entrce Wochentags u. Sonntags SO Pf. 60 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. EtMijMIlt Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Garten-Concert. Direktion A. Rödman». Dienstag und Freitag: Valzer-Abend. FnfrAn Vrochentaga 10 Pfg., IjIIU LL Sonn- null Festtags 25 Pfg. Bei ungünstiger Witterung in den unteren Restaurationsräumen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial-Ausschank von Patzenhofer Export-Bier, Seidel 15 Pf. Die oberen Säle bleiben bis auf Weiteres wegen Renovirung geschlossen. 641 F. Maller. Iitttillt« istutimW Kommanaantenstr. 77—79. Täglich: Grosses Concert mit Euartett-Siingrrn, ausgeführt von dein Mustk- Direktor H. S a n f t l e b e n. Wochentags: Frei-Concert. Sonntags Entröa 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Ver- gnügungen und Versammlungen. TOS F. Sodtke. Castan's Panoptiema. Entree 50 Pfg., Kinder 83 pfg. V. 9 Uhr Morgens� bis 10 Uhr Abends. 'Vorstellung 11V2 U. 12Vs Uhr. it. v.4Ve-9VsUhr ' stündl. eine Vorstellung. �Evtra-Entree 30 Pfg. Kinder frei. Passage-Panopticum. Unter den Linden 22/23.[742 Ltbensgrch Wchstzllrell. Pitnorame». Di« thuo Passage 1®r. 9 Uhr M. b. 10 Uhr Ab. Kaiser-Panorama. �Hervorrag. Sehenswürdigkeit der Residenz. Zum ersten Male: Neu: Krlgaland. Uebergabe. Ankunft des Kaisers. Feldgottesdienst ec. Zweite Reise durch Portugal. Zum ersten Male: hho mit Einzug des Sultans in Tanger. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonnement l M. Marollk Circns Renz. Karlstraße. Sonnabend, de» 18. Ghtober er., Abends 7 Dhr präzise: Gröffmmgs- Gala- Aus dem reichhaltigen, neuen Pro- gramm sind besonders hervorzuheben: 6 irländische Jagdpferde(Original- Dressur), in Freiheit dressirt und vor- geführt von Hrn. Franz Renz. 4 hohe Schulen, zu gleicher Zeit geritten von den Herreu Gabcrel, Ernst Renz(Eukel) Alfred und Albert, in orientalischen Pracht-Kostümen, m. 4 arabischen Voll- blutpferdcn aus dem Gestüt des Fürsten Sangpszko. The gold bird, engl. Vollblut von Lord Lyon(von Stockwell) a. d. Paradigen, in allen Gangarten der hohen Schule geritten von Fräul. Elotilde Hager. Auftreten des phäno- menalen Reitkünstlers Ar. John Frederick Clarke (ohne Konkurrenz). Der weltberühmte Luftgymnastiker MM" Mr. Rodgers"MI an seinen, von ihm neu eriundouon Apparaten. Auftreten der Parforce- Reiterinnen Fräul. Adele und Louise. Miß Lillie und Miß Rosa, Konkurrenz- Jockey-Reiterinnen. Mr. Burncll Fillis in seinen vorzüglichen Vor- und Rück- wärts-Saltomortales auf ungesatteltem Pferde. Walküren- Manöver, geritten von 16 Damen zc. tc. Die Zwischenpausen werden von 16 Clowns aus- efüllt. Preise der Plätze wie gewöhnlich. Dte Kasse ist am Eröffnungstage von Morgens 10 Uhr ab geöffnet. Sonntag, den 19. Oktober, Abends 7 Uhr: Eala Fest Uorstellnng. Wochentäglich Vorstellung Abends 7 Uhr mit neuem Programm. G. Renz, Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich-Karl-Uscr. Sonnabend, den 18. Oktober, Abends 7V8 Uhr: Grosse Extra■ Vorstellung. Zum ersten Mal I Höchst komisch! Das Schweine-Duell, ausgeführt mit zwei Schiveinen vom Clown Duroff. Qttadrille geritten mit 4 Schul- pferden von Herrn M. E. und A. Schumann sowie Herrn Agiumoff. Rapphengste in Freiheit dressirt 12 und vorgeführt von Herrn Schumann. Ztnn ersten Male: Der russische Riese auf der Heimkehr von Grunewald, sehr komisches Entree von dem be- liebten Cloivn Duroff. Austreten der bayerischen Athleten Gebr. Braunberg. Sonntag, den 10. September: 2 grosso Vorstellungen Nachm. 4 Uhr und Abends TVa Uhr. In der ersten Vorstellung hat ein Jeder das Recht«in Kind frei ein- zuführen. Hut-Fabrik E. Bergmann MchraseOchW, 776] nahe der Besselstraße. Hüte mt Kontrolüliltken. Nur 8 EfflaHc. Klagen, Eingaben, Rath in Prozessen, Einziehung von Forderungen. 1253 Pollak, jetzt Georgenkirchstr. 24 11. Siiimiltlilhe Hüte mit Kontrolmarke bei Rud. Beisse, Ehaussrestr. (an der Panke). 70 Achtung! SiÄ'S hüte sind mit KontrolmarKen ver- sehen und tverden nicht erst beim Kaufen eingeklebt. A. Lange, 2224 B r u n n e n st r. 136/37. Allen Genossen und Bekannten zeige hiermit an, daß mein 862 Cigarren-, Cigarretten- und Tabak Geschäft jetzt Kottbuser Damm Ur. 14, im zweiten Haus von der Schönlemstraße, sich befindet. Otto Klein, früher Ritterstraße 15. Zahlstelle des Metallarbeiter-Vereins u. v. Gürtler, Fr. Hilsskasse Nr. 60. | fi S�iark kostet das Reinigen und Nepariren jeder Uhr beim Uhrmacher Meissner, Rcichenbergerstr. 137., Ecke Lausitzerstr. Rum, Punsch, Glühwein. Vi Fl. 1,50. Ingwer, Luft, Pommeranzen Vi-Ltr. 1,00. Medicia. Ungarwein. Vi Fl. 1,50— 2,00. Roth- n. Portwein.-.Vi Fl. 1,50. empstehlt 1238 Franz Beyer, 15, Prinzessinnenstraße 15 Filiale: Elisabeth-Ufer 47. Verein der Eisen- nnd Berlins und Umgegend. Sonntag, den 19. Oktober, Uormittag« 11 Uhr, Ordentliche General- Versammlung bei Keller, Kergstraße 08, Parterre. Tagesordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Wahl derHilfskassirer und Revisoren. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. 1243 Freie Vereinigung der Bau- und gewerblichen Hilfsarbeiter für Schöneberg und Umgegend. Sonntag, 19. Oktober, Vorm. UVs Dhr, in GrUnder's Salon, Schwerinstrasse 13: Wander-Ber sammln n g. � Tagesordnung: 1. Erste Vereinsabrechnung. 2. Wahl eines ersten Vorsitzenden. 3. Vortrag über:„Die heutige Situation und das Vereinsgesetz." Referent: Genosse W. S ch w e i tz e r. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes, Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Vertiil gmerbl. MssaMer str MiwimtW 11. llulgebNg. Sonntag, den 19. Oktober, Nachmittags 2 Uhr: Große General-Versammlung SMF" im Lokale des Herrn Ludwig(Kleinschäfski) zu Johannisthal. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Kassenbericht. 3. Vereinsangelegen- heittn. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthllches Beisammensein mit Damen. Die Mitglieder werden ersucht, in dieser Versammlung zahlreich zu erscheinen.— Die Versammlung am 12. d. Mts. konnte nicht stattsindcn, da Herr Henneberg seinen Saal zu Versammlungen nicht mehr giebt. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung __ für fttannep und Frauen am Sonntag, den 19. Oktober, Nachmittags 2Vs Uhr, in Aloewes' Gefellfchaftshans, Fichtestrahe SO. Tagesordnung: I.Vortrag des Herrn cand. phil. P e u s über: „Das Volksschulwcsen in Frankreich." 2. Diskussion. 1249 Um zahlreiches Erscheinen bittet Der Einbernfer. Verml gtlvtrblilher Hilssarbeitel! Berlins vns Umgegend. S o n n ta g, den 19. Oktober, Vormittags lOVa Uhr, Große Versammlung im Ueveinshans ,,Siid-Gst", Waidewarstrasts Tagesordnung: I. Vortrag des Herrn&. Link über das Thema: ,Die Ursachen der Armuty." 2. Diskussion, ö. Verschiedenes und Fragekasten. Kollege», welche noch im Besitz von Billets oder Listen sind, werden ersucht, zu erscheinen. 1231 Alle ilrbeiter sind als Gäste willkommen. Der Dorstand. Central-Krölilenlnsie ki Innrer, Stcinjimcr, Stnlkntenre it. „Grundstein zur Einigkeit." Sonntag, den 19. Oktober, Vormittags 10 Uhr: Ordentliche Mitglieder- Versammlung im Lokale de» Herrn Ma», Deuthstraße SÄ. Tagesordnung: Abrechnung vom 3. Quartal 1890 und Berichterstattung der Revisoren. Bericht über die Vereinigung der freien Hilfskassen.(1232 Verschiedenes in Kassenangelegenheiten. 1. 2. 3. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Uorstand. Central-Kranken- und Begräbnißkasse der Sattler und Serufsgerloffen.(@. H.) Sonntag, den 19. Oktober, Vormittags lOVa Uhr: Haupt- Versammlung in Maq'« Salon, Kenthstraße 22, 1 Treppe. Tagesordnung: 1. Kassenbericht pro 3. Quartal. 2. Verschiedenes. Die Mitglieder weiden ersucht, recht zahlreich zu erscheine». Gleichzeitig machen wir aus das am Sonnabend, den 25. Oktober, in den Bürgersälen, Dresdener- straße 96, stattfindende 7. Stiftungsfest der Kasse aufmerksam, wozu die Mitglieder und Freunde eingeladen werden. Billets sind an den bekannten Stellen zu haben. Kassenlvkal und Zahlstellen bleiben den Abend geschlossen. �-26 Der hlorstand. Sisintlichc ZstchmulW Ses Arbcitkr-Kilkuncrciu für Raxdorf am Sonnabend, den 18. Oktober, Abends SVa Uhr, tut Lokale des Herr» Hofft» an», Sergstraffe 133. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Max Baginski über- „Anarchismus und Sozialismus." Diskussion. Verschiedenes. Um rcae Be- theiligung ersucht_[1233]_ Der Notstand. fderojjeiuÄÄa Dr. Hoesch, Homöopath. Arzt. Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. U u u -d» eo V CO Spandauer Strasse 36—37, Unserem Freunde und.Ka»>l Karl Beskow zu seinem heuV, Wiegenfeste e. dreifach donnerndes PI Holla Marie! Holla Gusse! 1 1259 Seine Kamerad«� Dem schnatzigen Cliquen-Robert� wacklichsten Glückwünsche. O, wie werden sie Dir verh. Carl. Paul. Fnl Der durch Sozialistengesetz, gewesene Karthnus'fche Ges»? verein(beim Arbeitersänaerb'» wünscht noch stimmbegabte MitgluV Meldung Montag, Abends von 9� 11 Uhr, bei Wuttke, Friede'»! bergrrstr. Sl. i GeneralversammW iieS FchoereinS.. j kr LWogWhit-StmsjW »nd Kerufvgenosse». J Dienstag, den 21. d. M., Abends S WZ Weinstraße 11 bei B o b e r t. Kassenbericht. Vortrag des Pirch über:„Frauen- Emanzipatio� Jnnnere Vereinsaugelegenheit. schiedenes. Gäste sind willkommen."V Um zahlreiches Erscheinen bittet 1245 Der Vorstand� Sonntag, den 19. d. Mi, Vorm. H � Versammlung im Lokale des Herrn Meißner- Gartenstr. 162. 1230 Der Vorstand' Vereinigung der Drechsler Deutschland) Ortsverwaltung I. Uersammlnng am Sonntag, de» 19. Gkiobm Vormittag» 10 Uhr, l4 tn Sahm's Klubhaus, AtmenF Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Bruns.% 3. Urabstimmung über stattfinde» General-Versammlung. 4. Verschiedenes und Fragekafie� Kebel u. sowie Gruppenbilder der sozio zievlmechl sowie Gruppenbilder der soziale' kratischen Fraktion in Glas-Chre-. graphie ausgeführt, empfiehlt die Glas-Chromobilder-Fabrik von Klosse& Winkl#' Serlin«.,. 1127 Stralsumderstr. Z»v 20 Mark Belohnung � Demjenigen, der mir den Vervr-. des unwahren Gerüchtes, daß'w.- Restaurateur Sedladczeck miethet habe, so nachweisen kann, � ich denselben gerichtlich belangen' 1248] F. Scheuer, Restauratem. Gneisenaustr. 35,. Ecke der Schleiermacherstra?� A. 820 Sjvj-ll.Stitsel-LllgerAfiÄ - Manthey, Linienstraße � nahe der Neuen Königstr��- Allen Freunden u. Genossen enlpÄ Tabak- und Cigarren■ G®sC mein Tabak- und Clga 1257 Wilh. Merten», Ännry-Ktraß« 54. Tischlerei mit Kundschaft verkaufen für 550 Mk., ivcgen U« x nähme eines anderen Geschäfts, straße 8. I. Ohmann.__ Mahag. Komode 10 M., nul Bücherspind 39 M. zu verk. P" straße 8 v. I. Ohmann. 0 Singer-Nähntaschinen fast verkaufen. Unterricht unentge»'�! Ritterstr. 25. II. Adsls 6«# Spandauef' Strasse se�'1 M. ll!l, verkauft auch in seinen Filialen Potsdamer- Str. 57—58. Reinickendorfer Str. 68. Oranien-Str. 2a, ?» Engroo-Preife». Wilttt-MM M,, W«tc Aüjtze Äi>>i>tt-A>ißzt im) |d(M sch» w rigrue Fabrik. // i? 14 3,50 /f // e, Veranttvortlicher Redakteur: Eurt Knaste in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kading in Berlin SW„ Beuthstraße 2. Spandauer» Strasse 36-37� Kierzn zwei j ist 1 * Nr. 343. Sonnabend, den 18. Oktober 1890. '7. Jahrg. Der Partei-Kongreß. Aulie, den 17. Oktober. ®ev Vorsitzende Sin g er eröffnet die Sitzung um 9 Uhr. ■p, dem sozialdemokratischen Leseklub„Lessing" zu Berlin n ewe künstlerisch ausgestattete Adresse eingelaufen. Tie Adresse rvird verlesen, und Singer dankt im Namen des w-ges den Absendern. Sie wird zum dauernden An- an den Kongreß den Halleschen Genossen überiviesen. ätr �ot der Tagesordnung erhält. Schönfeld das Wort zu einer Erklärung: Er nehme ferne .>>ge Erklärung, daß die Dresdener Genossen meit riberwiegend M der Haltung der„Süchs. Arbeiterztg" einverstanden gewesen l"w, zurück, da ihn vielcrseits widersprochen werde._ r Wünsche auf Verbesserung der ungenauen Präsenzliste werden "Ut und sollen berücksichtigt werden. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Zur Berathung steht Punkt 7: D i e P a r t e i p r e s s e. Eine Reihe Anträge liegeir vor. �„ Lteflän d e r- Osthavelland beantragt, daß zur Herstellung ev., Zentralorgans und der Parteischriften eine eigene Druckerei von der Partei gegründet werde. ... Dazu hat er im Falle der Slblehnung den Eventualantrag Gestellt, daß der Vertrag mit einem Privaldrucker auf Druck dev ..N°lorgaas nur auf ei» Jahr bis zum nächsten Parteitag ab- Geschlossen werde. Beide Anträge werden zurückgezogen. Die Gubener Genossen beantragen, daß die gesaminte Partei- steejs�Parteieigelithuiil werde. ,»vvt vt. Das Wort als Berichterstatter hat A. Auer: Ich werde sehr kurz sein. Tagesordnung gesetzt wurde, geschah es �»gelegenheiten der Lokalpresse noch etwa!- Gubener Antraa. dnn di. n.rnutniw Mm v-**'• wci'O �zelnen Ali der Punkt auf die zu einer Zeit, als die slr<—'------- s verworren waren. Der da Ii. die gesammle Parteipresse Eigenthunl der Ü�rtei werde, lorganen, die für ist einfach unannehmbar. Zum Unterschied vo» .anen, die für die Gesamiiitpartei vorhanden sind, Lokalpresse den Interessen der Parteigenossen der Orte. Man erhebt gar zu leicht den An- m(zzlchj-j � die Mittel der Gcsamintpartei verwendet werden akalou TaÄ!'"ur darf der allgeineine Rah, -"«unv Cln.cä. Lokalblattes. Das ist ein Grundirrthuin. Die ers�,. Allane müssen getragen werden von dein Kreise, in dem sie Preis-. Uiunöglich wäre es, sie zu uniformiren. Die Lokal- ttnoL lla,lE ten Berschiedenartigkeiten der Gegend Rechnung genoss-, ��öenieine Direktiven giebt es nicht. Die Partei- »>." der einzelnen Orte bestimmen auch die Haltung der Rahmen deS Prinzips und der werden, die Beschlüsse der \xi das, was sich über den Gegenstand sagen läßt, fasse ich Mnder Resolution zusammen: Parteitag beschließt: Aeit� �'vägung, daß die Presse das beste und wirksamste °7''°ns- und Kampfmittel in, "vaianfioUeitclct Erwägung, daß unsere Paricipresse dieser ihrer OMi entsprechen kann, wenn ihre Existenz genügend ge- > w, 11,1 d jeder maßgebende, nicht parteigenösstlche Einfluß l>r fern gehalten wird; ffi'cht der Parteitag die Erwartung anS: �eitun � Genossen überall neben der Agitation für die Ber- (iterat 9 des Zentralorgans und der nichtperiodischen Partei- �eieiia st.4 vor allem die Unterstützung und Verbreitung unserer ch.�llstirende» Lokalpresse angelegen sein lassen; »ich»% ste ferner überall streng darauf achten, daß unsere Presse Ww!, Genstand von Privatspekulationen»verde, die mit dem nichts gemein haben; n die erste und oberste Aufgabe unserer Presse: die Nicht aufzuklären und zum Klassenbeivußtsein zu erziehen, uler Rücksichten auf irgend welche Privatinteressen leide. (ärm��andere einpsiehlt der Parteitag den Genossen, bei der zu lnssZ� von neuen Parteiblättern möglichst Vorsicht walten Sriind-n solche Unternehmungen unter keinen Umständen zu �ben's.vor sie� nicht genau erwogen und sich überzeugt "ehch' daß die Möglichkeit für die Existenz des Unter auch J au§ eigenen Mitteln gegeben, und daß vor tive» �x?°�wend!gen geistigen, technischen und allein administra- i Vor Jff 5Ur Leitung eines Blattes vorhanden sind." vu letzt-n->».!? chache ich Sie auf die Grundsätze ausmerksam, die n�UetariMs Resolution enthalten sind. Ter Leichtsinn der .Redaktion n'uß nuchoren. Geeignete Personen müssen die I°ll uickn �- Verwaltung übertragen erhalten. Die Schecre k? Niateei.n� sein, in dem die Redaktion siegt. Auch l."1' sonn ir. Grundlage muß bei den Blattgründuugcn gesichert ßr die i').,' die Prefic kein Nutzen, sondern ein Krebsschadeu uei. Unterstützen wir die bestehende, existenzfähige t •tcfioie nnierstützen wir... f.- WZWMZZ unter »st abzulehnen. Eben sind wir aus MM {RCdblid dl- M. f kein'02= �noiia giebt einen Rückbilcr au, � �"»nc». F°zlallste»gesetz. Manches Tadelnswerthe sei vorge- Mm«, der Genosse Keßler im„Vereinsblatt» gegen n, gesprochen vertrauen der Wähler genieße, Verleumdungen lafje� n0er ersucht den Redner, persönliche Angriffe zu unter- s"jg°n°R"�'ch(fortfahrend): Hat Keßler mit seinen Behanp- mittel- Inseraten und ähnlichen Schwindel- Annonzen die Auf- nähme in Parteiblättern zu versagen. S ch w e t e r- Hamburg wendet sich gegen das„Vereinsblatt" und seine Angriffe. Er habe sich gewundert, daß Keßler auf dem Parteitage überhaupt erschienen sei. Singer ersucht noch einmal, derartige persönliche Angriffe zu unterlassen. K i t t l e r- Heilbronn macht auf die Billigkeit der partes- losen Presse aufmerksam; deshalb florire sie. Hier müsse ihr begegnet werden. Ein Antrag, die Angelegenheit F r o h m e- K e ß l e r der Neuner-Kommission zur Untersuchung und Schlichtung zu über- weisen, wird abgelehnt, dagegen beschlossen, dem Parteivo r- stand die Einsetzung eines Schiedsgerichts zu übertrage». S ch u l tz e- Magdeburg: Seine Mandatgeber hätten sich der Opposition angeschlossen, auch deshalb, weil ihr die Behandlung der Presse und auch das Verhalten gewisser Parteiblätter nicht gefallen habe, durch welches, die Gegenstände des Streites nicht ausgeglichen, sondern zugespitzt worden wären. G o tts ch a lk-Hamburg: Wir wollen, daß die Parteipresse Parteieigenthum und Parteigut wird. Im Weiteren spricht sich der Redner gegen die Gründung von Arbeiterinnenblättern aus. Wollten die Redakteure alle Berichte unverkürzt aufnehmen, so könnte das Blatt zwölsmal so umfangreich sein. Schmalseld- Saalbach: Dem Gründungsfieber, das sich wahrscheinlich entwickeln wird, soll der Parteitag entschieden ent- gegenivirken. K ö st e r- Wanzleben: Mit der Kontrole der Presse ist man in Magdeburg in der vorgeschlagenen Form nicht einverstanden. Wir werden dem Parteitag eine Erklärung unterbreiten, wonach Beleidigungen des Parteivorstandes nicht durch Maßregelungen gesühnt werden sollen. G e>v e h r- Elberfeld hält dafür, daß eine strenge Prüfung und Scheidung bei den Annonzen nicht durchzuführen ist. Ein Antrag auf Schluß der Debatte wird angenommen. Bremer- Magdeburg erklärt, daß die Magdeburger Dele- girten ungebundenes Mandat hätten. Das Schlußwort erhält Auer: In Sachen des Jnseratenwesens liegt der Beschluß des Parteitages zu St. Galle» bereits vor, der alles enthält, was in dieser Beziehung heule gesagt worden ist. Achten wir darauf, ihn in Znkunit zu halten. Wir haben in ihm eine sichere Marsch- route. Die Vcrstaatlichnng der Parteipresse geht nicht an; der eigene Trieb noch unsicher dastehender Blätter, sich heraus- zuarbeite», würde aufhören. Nur eine Last von Defizits würden wir übernehmen. (Hier entsteht eine Unterbrechung, weil ein Delegirter ohn- mächtig wird. Dem Genossen wird in einem Nebensaal Hilfe ge- leistet.) Den Genossen in den einzelnen Orten steht ja nichts im Wege, ihr Lokalblatt zu ihrem Eigenthum zu machen. Nur die Gesammtpartei kau» nicht Eigenthümerin der Gesammtpresse werden. Die Frauenbewegung ist noch nicht so ausgedehnt, wie wir alle wünschen, und je kleiner die Bewegung ist, desto mehr machen sich kleinliche Nörgeleien und ei» gewisses Gefühl der Unbefriedi- gung breit. Deshalb machen ivohl auch die Leiterinnen statt die Jugend der Bewegung uns arme Männer dafür verantivortlich. (Heiterkeit.) Tie Gleichberechtigung der Frauen erkennen wir voll an. Was tie Reden der beiden Magdeburger betrifft, so kann ich nur meine Genugthuung darüber aussprechen, daß die Anregung zur ruhigen Debatte gerade von dort kommt. Die Genossen in Dresden und Magdeburg sind in Sachen ihrer Parteiblätter selbst- ständig vorgegangen. Nehmen Sie unsere Resolution an und handeln Sie nach ihr.(Beifall.) Die Resolution Auer ivird einsttmmig angenommen. Der Antrag Guben wird abgelehnt. Die Resolution S l o m k e wird angenommen. Ter Antrag der Hamburg- Altonaer Genossen in Sachen Keßler Feohme ivird angesichts des Schiedsgerichts zurückgezogen. Inzwischen hat sich die Nachricht im Saale verbreitet, daß der Genosse, der vorhin von seinem Stuhle gesunken, ver- schieden sei. In großer Bewegung nimmt das Wort Singer: Ich habe dem.Parteitag eine erschütternde Mit- theilung zu machen: Der Genosse, der vorhin zusammenbrach, ist vom Schlage getroffen gestorben. Es ist der Genosse Baum- garte», der Delegirte für Hamburg 3. Einen Genossen haben wir in ihm verloren, der in treuester Pflichterfüllung immerdar stand. Baumgarten war einer der ältesten Genossen Hamburgs. Er gehörte zu denen, die für ihre Ucberzeugung oft gemaßregelt wurden. Hier hat er mitgewirkt und gesehen, wie sich die Ein- heit unserer Partei glänzend manifestirle. Wenn es einen Trost für den Verlust giebt, so ist es der, daß er bis zum Tod, bis zum letzte» Athemzuge, im Dienste seiner Partei stand. Ich ersuche die Delegirte», sich zu Ehren unseres Genossen von den Plätzen zu erheben.(Geschieht.) „Ich plaube, einen Wunsch aller zu erfüllen, wenn ich die Sitzung schließe. Wir sind nicht in der Stimmung, jetzt weiter zu verhandeln. Ich schließe die Sitzung. Die Nachniittags-Sitznng beginnt um 2 Uhr. Schluß 11V» Uhr. (Der verstorbene Genosse Baumgarten ist verheirathet und hat drei Kinder. Er betrieb in Hamburg ein Brotgeschäft.) �tachmittago-Kichung. Der Vorsitzende Dietz eröffnet die Sitzung um 2 Uhr. Singer theilt mit, daß er von dem Chefredakteur des „Generalanzeigers" zu Halle a. S. einen Brief erhalten habe, welcher etwa folgendermaßen lautet: Tie gestrige Notiz im„Generalanzeiger" über eine geheime Berathung_ zwischen Führern der Partei und französischen Dclcgirtcn ist als eine verleumderische Lüge hingestellt worden. Dem gegenüber erkläre ich, daß ich s e l b st die französischen Delegirte», nachdem ich mit denselben eine halbe Stunde im Saale des Hotels Prinz Carl zugebracht hatte, in das bewußte Hotel geführt und dort während mehrerer Stunden in Gesellschaft dieser Herren, des Abg. Liebknecht und anderer Parteiniänner verweilt habe. Dieses Zusammensein fand in einem reservirten Zimmer des erwähnten Hotels statt. Angesichts des Charakters der ge- führten Unterhaltung, Angesichts der Fragen, welche die franzö- fischen Herren an den Abgeordneten Liebknecht richteten, ivar ich vollständig berechtigt, diese Zusammenkunft, fern der Kommers- Feier, mit dem unverfänglichen Ausdruck„geheime Berathung" zu bezeichnen ec. Hochachtend Friedrich Bau mann." Singer verliest dem gegenüber die Notiz deS General-An- zeigers. Dieselbe habe keinesivegs„unverfänglich" geklungen, son- der« deutete an, daß während der Kommers gefeiert wurde,„die meisten Führer" sich nach dem Zentralhotel begeben hätten, wo sich auch die sranzöstschen Delegirten eingesunden,„sie tranken Bier und pflegten geheime Berathung". Er überlasse es dem Parteitag zu unterscheiden, ob die Bezeichnung„verleumderische Lüge", die er iviederholc, berechtigt war.(Beifall.) Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Als Berichterstatter der Koniinission zur Vorberathung des Organisations-Entwurfes erhält das Wort Auer: Das Ergebniß unserer Arbeiten liegt Ihnen vor.') Die Kommission hat mit Einmüthigkeit ihre Beschlüsse gefaßt. Zunächst ist der Name der Partei geändert. Wir nennen uns: „Sozialdemokratische Partei Deutschlands". Jede Person, heißt es jetzt, gilt zur Partei gehörig— also auch Frauen.— Nicht zu jedem Buchstaben des Programms, wohl aber zu den allgemeinen Grundsätzen des Programms muß sich Jeder bekennen, der zu uns gehören will. In Rücksicht auf die vereinsgesetzlichen Bestimmungen ist die Form gewählt:„und die Partei nach Kräften unterstützt". Die Unterstützung kann durch Geldbeiträge, durch wissenschaftliche Arbeitend. erfolgen. In Sachen der Vertrauensmänner sind die Vorschläge des'.'.rsprünglichen Entwurfs im allgemeinen beibehalten worden. Doch ist in Rück- ficht auf die sächsischen, bayrischen:c. Parteigenossen der§ C eingefügt.— Die Bestimmungen über den Parteitag sind im Wesentlichen geblieben, wie sie waren. Die Parteigenosse» können Anträge stellen, so viel wie sie wollen, und die Parteileitung muß sie spätestens 10 Jage vor der Eröffnung des Parteitages durch das offizielle Parteiorgan ver- öffentlichen. WaS die Theilnahme am Parteitag betrifft, so bleibt es dem Taktgefühl der einzelnen Kreise überlassen, ob sie mehr als drei Delegirte schicken wollen. Sie werden das Richtige treffen. Der außerordentliche Parteitag muß jetzt einberufen werden, wenn 15 Wahlkreise es verlangen. Es wird sehr selten stattfinden, daß ein außerordentlicher Parteitag einberufen wird. Die Bestimmung, daß 10 000 Parteigenossen durch Unterschrist die Einberufung des außerordentlichen Parteitages verlangen dürfen, ist gestrichen, weil der Charakter des Vereins dadurch hervorgerufen würde. Jeder Staatsanwalt ivürde sagen: Ihr seid ein Verein, denn Ihr müßt ein Mittel haben, festzustellen, wer Parteigenosse ist. Deshalb ist diese Dekoration, denn mehr war es nicht, gefallen. In Sachen der Parteileitung wurde eine Ver- ständigung erzielt. Die Fraktion gab die Erklärung ab, daß ihr gar nichts an der Uebertragung des 5kontrolamtes liege. Der Hamburger Antrag wurde angenommen, der im Gegensatz zu dem Berliner Antrag eine Anzahl Einschränkungen nicht enthält. Die Einschränkung, welche die Berliner beantragten, daß die Fraktion nur bis zu einer besonderen Anzahl in der Partei- leitung sitzen solle, siel. Die Frage nach der Angehörig- ............'' Zugehörigkeit diesem Am diesem Amte. koüstituirt hat, die Adressen der Kontroleure bekannt geben. Bei den Kontroleuren kommt es weniger darauf an, daß sie an deuiselben Orte wie Vorsitzende, Schriftführer und Kassirer wohnen. Die Partei- leitung ist der Mittelpunkt. Auf die politische Leitung wird auch die Fraktion Einfluß haben, ebenso die Presse. Eine weitere Kontrolinstanz ist überflüssig. Die Form ist geivählt mit Rücksicht auf die vereinsgesetzlichen Bestimmungen. Wir waren davon überzeugt, daß die vorgeschlagene Form die einzige vereinsgesetzlich mögliche Form ist. Mit der Möglichkeit, daß unsere Partei als Verein geschlossen wird,»n»ß gerechnet werden. Für diesen Fall mußten ,vir uns sichern. Wir mußten eine Bestimmung haben, daß uns nicht das Geld von der Polizei genommen werde. Deshalb ist hinzugefügt:„Die Parteileitung verfügt nach eigenem Ermessen über die vorhandenen Gelder." Wir deponiren dann für den Fall der Schließung das Geld bei der Bank vo» England und verweisen auf die Bestimmung. Nicht gesagt ist, daß wir mit dem Gelde wirthschaften können, wie wir wollen. Stets werden wir öffentlich Rechnung ab- legen. Der Parteitag setzt die Gehälter fest. Doch soll durch eine Resolution beantragt werden, daß die neue Parteileitung bis zum nächsten Parteitag für diesmal die Gehälter bestimmt, weil eben erst festzustellen ist, wieviel Arbeit der Einzelne hat. Die Bestimmung, daß die Parteileitung die prinzipielle Haltung der Parteiorgane kontrolirt, ist beibehalten worden. Die Gründe hier- für wurden in der Kommission so durchschlagend klargelegt, daß selbst einer der schärfsten Gegner dieser Bestimmung erklärte, er sei jetzt vom Gegentheil überzeugt worden. Eine besondere Kontrolbehörde konnte nicht eingesetzt werden, wollten »vir uns nicht der Gefahr der Auslösung aussetzen. Die Bestimmung, daß das„Berliner Volksblatt" Zentralorgan werde, ist beibehalten worden. Nach genauester Prüfung kamen wir dahin, daß es nur mit Schädigung wesentlicher Partei- interessen möglich sei, eine andere Bestimmung zu treffen. Alle Anschauungen, alle Meinungen des Plenums wären in der Kom- Mission vertreten. Nach harter Arbeit kamen wir zu dem Resultat. daß es keinen Sieger, keinen Besiegten in der Kommission gab, sondern daß wir alle der einmüthigen Ueberzeugnng waren, für das Wohl der Partei gearbeitet zu haben. Einstimmig nahmen wir schließlich den ganzen Entwurf an und schlagen Ihnen nun vor, ihn Ihrerseits on bloc anzunehmen.(Lebhafter Beifall.) Es ivird beschlossen, in keine Debatte über den Ent- wurf einzutreten, sondern sofort über ihn abzustimmen. Der Entwurf wird gegen eine Stimme e n bloc a ngen y Minen.(Bravo!) Bebel begründet die angekündigte Resolution, die Besoldung der Vorstandsmitglieder betreffend: Die ganze Arbeitskraft der beiden Schriftführer und des Kassirers werde erforderlich sein. Hierfür müssen sie entschädigtiverden. Früher erhieltendie beiden Schriftführer 150 M., der Kassirer 105 M., die Vorsitzenden 45 M. monatlich. Damit ist jetzt nicht mehr auszukommen, zumal Berlin als Sitz der Parteileitung in Aussicht genommen ist. Wir denken, daß die beiden Schriftführer je 250 M., der Kassirer 150 M., die beiden Vorsitzenden je 50 M. monatlich höchstens erhalten werden. Die Kontroleure erhalten außer den Reisekosten Diäten für den einzelnen Fall. Die Resolution lautet: „In Erwägung, daß in,§ 14 des Organisationsstatus bestimmt ist, daß die Gehälter für die Parteileitung durch de» Parteitag festgesetzt werden sollen; in Er- wägung, daß noch nicht zu übersehen ist, wie groß die Arbeit der Parteileitung sein wird, also sich die Höhe der noth- ivendigen Gehälter nicht genau sestfetzen läßt, beschließt der Partei- tag, daß die Parteileitung ermächtigt ist, das Gehalt bis zum nächsten Parteilag selber festzusetzen mit der Einschränkung, baß das Gehalt der einzelnen Mitglieder, soweit sie überhaupt Ge- hälter empfangen, den Betrag von 260 M. pro Monat nicht übersteigen darf."(Beifall.) DasWortwirdnichtw eiterverlangt. Die stiesolution ivird einstimmig a n g e n o m m e». .•St"» Sitz der Parteileitung wird jjcvliu vorgeschlagen; anperdeni von den Elblng-Marienburger Genossen Danzig ...-o 0.' e m 5????öig erklärt, daß er und die Danziger Genossen nichts mit dem letzten Antrag zu thun hätten. angenommen� e'n't*mm'3 abgelehnt; Kerli» einstimmig Stell? Sgjgl)imöftei,Wc$en da? Organisations- Statut an anderer 1 Für die Mitglieder der Parteileitimg schlägt die Laer Kom Mission folgende Personen vor: V o r st n ii d: P. Singer, Vorsitzende. I. Auer, R. Fischer, Schristfiihrer. Bebel, Kassirer. K o ii t r o l e u r e: Behrend-Frnnksiirt a. O. Dlibber-Hmnblirg. Eivald-Branden bürg. Herbert- Stettin. Jncobey- Berlin. Kaden-Dresden. G Schulz-Berlin. 5r ü h n- Langenbielau setzt ailseiiiander, wie die Kominission zu den einzelnen Vorschlägen gekoniinen sei. Joe st- Mainz hält den Vorschlag für unannehmbar, weil die Provinzen vernachlässigt seien. Er schlägt an Stelle von Gerisch, Wehrend und Jacobey vor: Grillenberger als Vorsitzenden Geck-Ofsenburg und Müller-Darmstadt. Geyer: Das ist Partikularismus. F r o h m e: Die Süddeutschen wünschen mit Recht in der Parteileitung vertreten zu sein. Settig-Hannover schlägt Meister-Hannover vor. M e i st e r erklärt, darauf zu verzichten, ist aber mit dem Vorschlag der Löer Koinmission nicht einverstanden, die außer Berlin und Umgegend das übrige Deutschland wohl nicht ge- sehen habe. Die Kontroleure können unbeschadet über ganz Deutschland vertheilt werden. Rhcinland-Westfalen bliebe bei dem Vorschlag sonst ganz unvertreten. Bollmar: Ich bin so zusagen auch ein Süddeutscher, und doch habe ich gerade den Gedanken bekämpft, die Kontroleure aus Süddeutschland zu nehmen. Es geht nicht, daß die Kontroleure, wenn die Zeit drängt, erst weite Reisen unternehme». Fritz Berndt- Berlin erklärt, daß die Berliner Delegirten mit 16 gegen 5 Stinuneu beschlossen haben, statt G. Schulz- Berlin Zubeil-Berlin als Kontrolenr zu wählen. Schmidt- Burgstädt beantragt, statt G. Schulz- Berlin Schultze-Magdeburg zu wählen. Jo est- Mainz schlägt noch Kaden-Dresden vor. Auch P f a n n k u ch- Kassel wird als Kontrolenr noch vor- geschlagen. Die Wahl erfolgt durch Stimmzettel. Vorher fragt noch G. S ch u l z, was ihm die Berliner in seiner 22jährigen Parteithätigkeit eigentlich vorzuwerfen hätten. Das Resultat wird später festgestellt und morgen mitgetheilt werden. Der Parteitag beschließt sodann, die Wahl des Ortes für den nächsten Kongreß dem Parteivorstand zu überlassen. Punkt 4 und 5 der Tagesordnung sind damit erledigt. Es folgt Punkt 0: Anträge aus der Mitte der Versammlung. Eine, Reihe Anträge wird kurzer Hand dein neugewählten Parteivorstand zur Berückstchtigung überwiesen. Berathen ivurden zuerst 2 Anträge, die sich mit der G e- sindeordnung befassen: 1. Folgende Thatsachen setzen wir als bekannt voraus: Die Arbeiter, Arbeiterinnen, jugendliche Arbeiter und Kinder, welche in der Landwirthschast, Forstwirthschast, Gärtnerei, beim Fuhrwesen, Binnenschifffahrt, Fischerei und zu persönlichen Dienst- leistungen beschäftigt werden, stehen nicht unter der Reichs- Gewerbeordnung, sondern unter den Gesindeordnungen der Einzel- staaten. _ Diese Gestndeordnungen sind ausnahmslos auf den Grundsatz errichtet, daß Arbeiter Staatsbürger zweiter Klaffe sind. So ent- hält die sächsische Gesindeordnung in ihren Motiven den Satz: „Dienstloses Gesinde bildet jedenfalls eine der besonderen Polizei- lichen Aufsicht bedürfende Menschenklaffc." Diese polizeiliche Aufsicht schreibt besagte Gesindcordnung auch vor. Die preußische Gesindeordnung vom Jahre 1810, die sächsische und die meisten anderen gestatten der Herrschaft und deren Stellvertreter das Gesinde, also alle oben genannten Arbeiter, Arbeiterinnen u. f. w. körperlich zu züchtigen. Widerstand gegen derartige körperliche Züchtigung wird beim Arbeiterstand eventuell mit Gesängniß bestrast. Ebenso Ungehorsam gegen die Herr- schaft n. s. w. Wir beantragen daher: Der Parteitag wolle beschließen: Es ist Pflicht jedes Parteigenossen, insbesondere der Reichstags- Fraktion, dahin zu wirken, daß obengenannter Theil des Arbeiter- standes der deustchen Gewerbeordnung unterstellt und die Gesinde- ordniingen der Einzelstaaten aufgehoben werden. Otto Jochem. Robert Greiner- Aschersleben. Gottfr. Baitz- Kalbe a.' S. August Trautmann-Quendlinburg a. H. Robert Dahlen-Halber- stadt. Albert Bartels-Wernigerode. August Noack-Eilcnburg. Ernst Titze-Minden. Christian Schradcr-Osnabrück. Wilh. Fehl- Burgsteinfurt i. W. Alois Kretschmar- Lüneburg. C. Weichelt- Pirna. Herm. Herzog-Leutersdorf I. stichst Zittau. Karl Neu-Reichenbach i. V. W. Hänsler-Mannheim. Th. Lutz- Baden-Baden. I. Zarbock-Bromberg. C. Bertram. Otto Böttcher. Emil Hähle. Karl Schultz- Königsberg. F. Geserick- Egeln. C. Beneke-Celle. __2. Ter Parteitag fordert die Fraktion auf, in der nächsten Session des Reichstages einen Antrag einzubringen, der vom sozialreformatorischen Standpunkt ans die Arbeitsverhältnisse a) der Land- und Forstarbeiter, b) der heut unter die Bestim- imtngcn der Gesindeordnung fallenden Personen, regelt. Auerbach- Berlin. Fr. Zubeil-Kalau-Luckau. F. Trosiener. Grevesmühlen- Hagen ow. G r e i n e r- Aschersleben begründet ausführlich Antrag I. Dahlem- Halberstadt schließt sich dem Antrag an. Nie mann beantragt, die beiden Antrüge der sozialdemo- kratischen Reichstags-Fraktion und den sozialdemokratischen Ver- tretern in den Einzel- Landtagen zur Berücksichtigung zu über- weisen. G e y e r- Leipzig macht auf die Schwierigkeiten aufmerksam, welche die reaktionären Parteien der Aufhebung der Gesinde- ordnung bereiten. Der Antrag Riemann wird angenommen. Berathen wird hierauf folgender Antrag: 1. In Erwägung, daß unter den Genossen vielfach die An- sticht vorherrscht, es seien manche der früheren Genossen im „Sozialdemokrat- ganz ungerechtfertigter Meise in den Verdacht gebracht worden, der Polizei Dienste zu leisten, beschließt der Parteitag, eine ans 7 Genossen(Delegirten) bestehende Kom- Mission zu wählen, welche die Parteileilung das gegen die be- treffende Person vorliegende Material zur Prüsung zu übergeben und die dann nach erfolgter Kenntnißnahme dein Parteitag kurz Bericht zu erstatten hätte. Gustav Keßler. Werner. Wernicke. Jacobick. Berndt. Auerbach- Berlin. Zubeil. Trosiener. Schwarz. Stachen. I. Zwinow. S. Homke. E. Ihrer. Wilh. Liefländer. Adolph Schultze. Fricdr. Kacrta. Ed. Gutmann. H. Allerman». Fr. Schwabe. E. Ernst. W. Gieshoit. I. Wernau. H. Heine. Fr. Blohm. F. Gundelach. Otto Jochem. Lonis Fichlmann. Heinrich. R. Bräuer. R i e ni a n n- Cheninitz beantragt, den Antrag der Oer-Koin- Mission zu überweisen. Zubeil schläft in der Hoffnung, daß die Mitunter- zeichneten mit ihm einverstanden sind, vor, den Antrag der Partei- leitung zu überweisen. Singer: Parteigenossen! Ich bitte der Behandlung dieses Antrages Ihre ernsteste Ausmerksanikeit zu schenken. Im Namen des Bureaus stelle ich den einstimmig gefaßten Antrag, den An- trag Keßler abzulehnen. Es liegt ein Brief Krohme vor, der um Unterstützung seiner Angelegenheit bittet, der„Sozialdem." hatte ihn als in Diensteu der Polizei stehend bezeichnet. Aehnlich liegt der Fall Conrad-Breslau. Auch er wünscht Untersuchung des Falles. Dann liegt ein Schreiben des Buchdruckereibesitzers Römer vor, der gleichfalls um Untersuchung bittet, und ein Schreiben von Maximilian Schlestnger-Breslau, der um Unter- suchung seines Falles bittet. Was zunächst das letzte Schreiben betrifft, so ist Herr M. Schlesinger nicht Parteigenosse; wir haben keine Veranlassung, uns mir ihm zu befassen.(Bravo.) In der ganzen Partei ist nicht ein Mitglied, daß nicht lebhaft bedauern würde, wenn irgend Jemandem durch die Mittheilungen der„Eisernen Maske" Unrecht gethan wäre. Namens der Parteileitung in der Fraktion weise ich die elende Verdächtigung, daß es sich um private Racheakte dabei handele, entschieden zurück. Der Antrag Keßler weist dem Parteitags eine Aufgabe zu, die er nicht er- füllen kann. Er muthet dem Parteitag zu, zu wissen, wer die „Eiserne Maske" ist. Ich glaube, es ist Niemand im Saale hier, der diese Frage beantworten könnte. Sollen wir die Freunde in Zürich und London fragen? Und wie, wenn jene sagen, wir sind nicht gewillt. Euch das Material zu liefern? Weit über dem Interesse der Einzelnen, selbst wenn sie ungerecht beschuldigt sind, steht das Interesse der Partei. Dem Phantoin „Eiserne Maske" verdankt die Partei die wichtigsten auf ihre Wahrheit geprüften Enthüllungen. Die sozialdemokratische Partei hat kein Interesse, auf die Beantwortung einer Frage zu dringen, an deren Beantwortung die Polizei das höchste Interesse hat. Unter der Wucht der Verhältnisse sind wir gezwiingen, trotz aller Sympathie mit etwa ungerecht Veschuldigten mit der Sache Schluß zu machen. Deshalb beantrage ich, den Antrag Keßler abzulehnen, die eingegangeucn Beschiverden von Krohme, Conrad und Römer damit als erledigt zu betrachten nnd auf das Schreiben von Maximilian Schlesinger nicht erst einzugehen. (Lebhafter Beifall.) H e i s i g- Breslau geht auf die Einzelheiten des Falles Conrad ein. Wernau- Berlin erklärt, daß sein Name auf eigenthüm- liche Weise unter den Antrag gekommen sei, daß er ihn zurück- ziehe nnd empfehle über den Antrag zur Tagesordnung über- zugehen. Keßler erklärt, daß er nicht der eigentliche An- tragsteller sei, sondern seinen Namen unter den Antrag gesetzt habe, als er bereits mit zahlreichen Unterschristen bedeckt war. Der Antrag Singer wird hierauf gegen zwei Stimmen angenommen. Der Antrag: Ter Parteitag wolle beschließen: Die verbün- deten Regierungen aufzufordern, um die durch das verurtheilte Ausnahmegesetz angerichteten Schäden einigermaßen gut zu machen, das auf Grund der willkürlichen Bestimmungen dieses Gesetzes weggenommene Eigenthum von Körperschaften und Per- 'oiien wieder herauszugeben. Bollmar. Schmid. Göschl. Götzen- berger. Birk.— wird angeuoinmen. Berathen wird hierauf folgender Antrag: In Erwägung, daß durch die Aushebung des Ausnahme- gesetzes gegen die sogenannten gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 eine Reihe von taatsbürgerlichcn Rechten ausgeübt werden kann, ohne von Strafe bedroht zu sein; In fernerer Erwägung, daß auf Grund desselben Gesetzes eine große Zahl von Bestrafungen von Rechtswegen erfolgt sind, welche von den Betroffenen zur Zeil verbüßt werden; daß weiter die Be- 'ttmmungcn des zitirten Gesetzes die grundlegende Tendenz vieler Bestrafungen auf Grund§§ 123 und 129 des R.-Str.-Gesetzbuchs bilden, deren Verbüssung zum Theil zur Zeit noch nicht erfolgt, erklärt der Kongreß der deutschen Sozialdemokratie zu Halle, in- dem er den Opfern des Sozialistengesetzes seine Sympathie und einen Dank für ihr mannhaftes Eintreten für ihre Ueberzeugung nnd die Emanzipation der Proletarier aus politischer und ökonomischer �Knechtschaft ausspricht—-daß es mit den Aufgaben eines Rechtsstaates nicht vereinbar, und daher Pflicht desselben ist, die Aufhebung bezüglicher Straf- Vollstreckungen auszusprechen und beauftragt der Kongreß das Bureau, diese Resolution der Staatsregierung zu übermitteln. M. Lücke-Köln. Ernst Moritz-Köl». Franz Werner-Köln. Jos. Kensenheuer-Mühlheim a. Rh. H. Hagcr-Mühlheim a. Rh. �einr. Attermann- Nohen. Otto Klein- Berlin. Ernst Wilschke- erlin. Janiszewsky- Berlin. R. Salomon- Oberbarnim. H. Schibolsky. Adolf Hofmeister- Köln(Landkreis). Hugo Wol- dersky-Köln(Landkreis). Lorenz Kurth. Karl Riemann 9. sächs. Kreis. Karl Porges 21. sächs. Kreis. Adolf Albrecht-Halle a. S. Otto Schmidt- Querfnrt. Ad. Hoffmann-Merseburg. H.Hirt- Niederbarnim. A. Plahse-Niederbarnim. Ernst Hahn-Gera-Reuß. Müller. Lücke empfiehlt den Antrag. Bebel bekämpft ihn. So vorsichtig der Antrag abgefaßt ei, lause er doch auf eine Anmestie heraus. Eine Amnestie wollen ivir nicht, eine Amnestie wollen die nicht, die noch hinter Kerker- mauern sitzen.(Beifall.) Der Antrag wird abgelehnt. Der Antrag:„Unterzeichnete stellen den Antrag, die Fraktion möge im Reichstag den Antrag stellen, auf Aufhebung aller 'ranzösischen Gesetze in Elsaß- Lothringen. B. Böhle-'Straß- bürg i. E. Jakob Haug-Mülhausen i. E." wird abgelehnt, nach- dem Bebel geltend gemacht, daß die Antragsteller das Kind mit dem Bade ausschütten. Das Reichsland hat auch noch die französische Zivilrechts-Gesetzgebung, die der deut- 'che» bei weitem vorzuziehen sei. Hätten die Antragsteller be- timmte Gesetze: den Diktaktur-Paragraphen, die französische Preß- Gesetzgebung genannt, die in Betracht gezogen werden sollen, so wäre ihr Antrag anzunehmen. G. Fell- Leipzig beantragt: Der Parteitag wolle beschließen, die Fraktion zu beauftragen, ein Vereins- und Versammlungsgesetz auszuarbeiten und im Reichs- tage einzubringen, welches unter vollständiger Wahrung der Vereins- und Versammlungsfreiheit dem unhaltbaren Zustande der betreffenden Landesgesetze ein Ende macht.(15 ähnliche Anträge liegen noch vor.) � � Die Einsargung des verstorbenen Genossen Baumgarten ist inzwischen erfolgt. Der gesammte Parteitag wird dem Tobten das Geleite bis zum Bahnhof geben. Am Sarge, den die rothe Fahne deckt, wird Singer eine kurze Ansprache halten. Die Leiche wird nach Hamburg übergeführt. Die Beisetzung erfolgt auf Parteikosten. Die Sitzung wird um 5 Uhr geschlossen. Die Präsenzliste ist nunmehr fertig gestellt. Am Kongreß nehmen Theil: Abel. Albrecht. Altermann. Aßmann. Auer. Auerbach. Axter. Bärer. Baitz. Bamberger. Bauer. Baumgarten. Bartels. Barth. Bartling. Bebel. Beetz. Becker. Behrend-Frankfurt au der Oder. Wehrend- Luckenwalde. Benecke. Bennewitz- Benthien. Bentrost. Berndt, Franz. Berndt, Fritz. Berndt, Moritz. Berthold. Bertram. Beyer. Biber. Birk. Bios. Bock. Böhle. Böttcher. Bork. Borkmann. Breder. Breil. Brauer. Brühne. Bruhns. Bremer. Brey. Buchwald. Burckhardt. Busch-Neuß. Busch-Mccklenburg. Frau Blom. Dahlden. Daßbach. Teminler. Dick. Dietz. Dittus. Dubber. Doerr. Dreesbach. Eckert. Ehrhart. Eims. Eitzinger. Emmel. Epple. Erbert. Erfurth. Ernst. Ewald. Frohme. Flappig. Faber. Friesicke. Fritz. Fichtmann. röhlich. Feiler. Friedrich. Frantzen. Fleischmann. Fischer. ischer. Fell. Frauenlob. Feer. Funke. Förster. Göschel. Geyer. Geck. Galm. Gertz. Gentzel. Geserich. Gewehr. Gieshoit. Glocke. Greiner. Grentz. berger. Gumann. Grünberg. Guttenftein. Grimpe. Halle. Grothe-Spröttau. Gründe!. Grundstein. Götzenberger. Goldbach. Gottschalk. Frau Gundelach. Hirsch. Heizig. Hoppe. Herbert. Haburg. Hirschmeyer. Haeckel. Hochbaum. Huck. Hanslcr. Haug-Freiburg. Hang- Mühlhausen. Hahnselo. Heine. Hager. Ho�richter. Hugo. Hermann. Hoffmann- Zeitz. Höhle. Heinzel. Hoffmann- Merseburg. Herling. Heinrich. Hoffmann-Querfurth. Hug. Hogreve. Hauschen. Haehn. Horn. Heppner. Heryog. Anderhul. Apel. Arnold. Germer. Grillen- Grothe teilmann. Hickel. Hillmer. Hahn. Hoffmann-Rudolstadt. ildebrandt. Hittig. Hofmann-Meiningen. Harm. Heine. � Joest. Jacobey. Jeub. Jensen. Johansen. Joh«� Jclber. Jahn. Jüttner. Janiszewski. Jochem. Frau Jl Kansebauer. König. Kehl. Krewinkel. Klees. lM* Kulmbach. Kettel. Kandt. Konrad. Kokosky. Köster. Kloß. Katurbe. Keller. Kambach. Kühn. Klein. Km, mann. Korth. Körner. Keßler. Kerrl-Bremen. Kunert. R? Känipfe. Keth. Kaden. Kramer. Knuth. Kretschmer. Kaulich. Krugge. Klüß. Kellermann. Kießling._ y Lampe. Lengenstein. Langer. Langner-Breslau. Leige. Lenz. Lechte. Leutert. Leven. Liebknecht. Lieflaw Lienau. Löwenstein. Lorentz. Lücke. Lütgen. Lutz... Mahlke. Matthies. Meier-Frankfurt a. M. Meist. Me>, Messing. Metzner. Meyer-Hamburg. Meyer-Pirmasens Molkenbiihr. Morbach. Moritz. Mösler. Müller-Querst Müller-Bamberg. Müller-Schkeuditz. Müller-Darmstadt. Berlin. Metzger. Nellessen. Neu. Neuduk. Niemann. Noak. Oertel. Ohlig. Orb. Orbig., Pägelow. Palmer. Pape. Pelz. Peters. Pettsi. Pfannkuch. Pinkau. Pittack. Plasse. Poitzmann. Postelt. Potthast. Prinz. Proß.... Raeker. Rebner. Reißhaus. Reinemer. Reimtz. Richter. Riepold. Riesop. Röder. Rohleder. Dr. Ali>» Rüger. Salomon. Segitz. Semmler. Seß. Sievers. Singer. Si w Slomke, Sperka. Spindler. Schäfer-Metz. Schäfer-Augsv Schalling. Schenck. Schippel. Scherm. Schibolsky Schiel. SchU� holz. Schlopareck. Schmalfeldt. Schmidt-Berlin. Schmidt-Blan bürg. Schmidt-Querfurt. Schmidt, 18 Sachsen. Schmidt, 15 Sachl Schmid-München. Schmidt-Anhalt. Schnabel. Schncidenbach. Sa)' feld, 5 Sachse». Schönfeld, 3 Sachsen. Scholz. Schräg Schröder. Schalenberg. Schulz-Jena. Schulze-Erfurt. Schuh Weimar. Schulze-Magdeburg. Schultze-Königsberg.%!, Breslau. Schütz- Charlottenburg. Schultz- Koburg.% machet. Schwartz- Zeitz. Schwarz- Hanwurg. Sey Schmidt-Frankfurt. Frau Steinbach. Schwartz-Lübeck. Schwu Schweer. Schwerdtfeger- Stadthagen. Stamm- Württcuiu� Stamm, 3 Sachsen. Starke- Bunzlau. Steidten. i SteWI, Stengel. Stephan, 11 Sachsen. Stephan- Hildesheim. Stölzer. Stolle. Stolz. Strobel. Stürmer. Sturm. Tabert. Tewes. Theiß-Elmshorn. Theiß-Alt-Locken Thierbach. Thieß-Mannheim. Titze-Minden. Titze-Breü Taeterow. Toelcke. Trautwcin. Trosiner. Tutzauer. Ullrich. Urban-München. Urban-Sorau. Vogel. Vogenitz. Volderauer. Bollmar. Wassermann. Watermannn. Wehner. Weichelt. Wendler. Wcndt. Weniger. Wcntzel. Wernau-Berlin. Wer», Landsberg. Werner- Cöln. Werner- Charlottenburg. Wer»> Charlottenburg. Wesch. Westphal. v. Wietershein. Willeyr,', Ruppin. Wilke-Berlin. Wilschke-Berlin. Wittmann. Woldes Wunderlich. Wurm. Zappey. Zarbock. Zubeil. Zerm. Zwiener. Bureau des Parteitages. Singer, Dietz, Vorsitzende._,.,J Axter, Frohme, Müller-Schkeuditz, Vruhns-Bremen, SchtPe Ernst-Berlin, Bios, Schwartz-Lübeck, Oertel-Nürnberg, Schul führer. M a n d a t s- P r ü f u n g s- K o m m i s s i o n. Wernau-Berlin, Hosang-Dessau, Hahn-Gera. Ewald-Bra» bürg, Hirsch-Nieder-Barnim, Pfannkuch-Kassel, Schwarz-Hm»»" Kloß-Stuttgart, Grothe-Halle. Neuner-Kommission.. Müller-Darmstadt, Reißhaus, Kloß, Kaden, Pfanw Grimpe, Meist, Geck, Ewald. Fünfundzwanziger-Kom Mission. Auer. Bebel. Behrend-Frankfurt a. O. Vertram-HaN»».�. Daßbach- Hanau. Ihrer. Emmel- Frankfurt a. M. Hä>' Mannheini. Herbert-Stettin. Keßler-Köthen. Kühn-Langenbie Lorenz-Königsberg. Lüttgens- Hamburg. Mahlke- Fleusst Riemann- Chemnitz. Scherm- Nürnberg. Schönfeld- Dreck G. Schulz-Berlin. Segitz-Fürth. Slomke- Bielefeld. So Cannstatt. Theiß-Hamburg. Vollmar-München. Wernau-»'" Kandl-Rostock. Auswärtige Gäste. Milndberg-Kopenhagen. Anseele-Gent. Dr. V, Avler-�, anser- Wien. Pokorny- Wien. Domela-NieuwenhuissV..s ranting-Stockholm. Duc Quercy-Paris. Guesde-Paris. 3% j Paris. Eleanor Marx-Areling. Friedrich Scherrer, P»» des Schweizerischen Grütlivereins. Wullschläger, Groß Basel. In Kezug auf den nächste» internationalen Arbeits irongrest wird uns noch weiter mitgetheilt: � Einberiper werden sich die bekannten Erfahrungen Pariser Kongresses zu Nutze machen. Abgesehen von der vorsiev � kereits mitgctheilten Bestimmung, daß die Berichte � Kongreß gedruckt in den drei Kongreßsprachen=0%)»� sind, ist auch Sorge getragen, daß internationale Uebersetzungsv''.! in wirksamster Weise organistrt werden wird, und zwar i> vor Zusammentritt des Kongresses— daß ferner der im eine eigene Druckerei zur Verfügung haben wird ajl daß der Kongreß nach jeder Richtung hin in den Stand g ist, seine Aufgaben möglichst glatt und gründlich zu erledige- Norvespondeuze». pem porll, 8. Oktober, lieber die Zustände in „Zigarren-Städlchen" Binghamton sind in der letzten Zeit 0 c:,i Schilderungen in der hiesigen„Volkszeitung gegeben woroe», � denen hervorgeht, daß das ganze dortige Beamtenthum aus � thänigen Kreaturen der Fabrikanten besteht und alles thu»- ,<» diese befehlen. Zu den schon früher geschilderten Vergewaltig, jedes Rechtes der Arbeiter ist noch nachzutragen, baß dortigen„Richter" gelegentlich einer Urtheilsfällung, i1 Streiken sei Vagabundireu, Streikende somit als Vagabuno»ti behandeln!— Bisher hat noch keine der höheren Staatsge> V (Governor, Legislatur)einen Finger gerührt, um dem schändlich». gehen ein Ende zu machen. Es hätten solche Zustände üb nicht einreißen können, wenn nicht die Arbeiter selbst sich Alles gefallen ließen und das gedankenlose Stimmvieh OM talistischen Parteien abgaben. Und es ist noch sehr die tW ob die Behandlung, welche sie von den durch sie selbst ge»'' Beamten zu erdulden haben, niehr als einen kleinen P»»'' von ihnen aus dem eingewurzelten Dusel rütteln wird- geistige Erwachen der„Massen" ist hier erst zu erwarten, s- sich die ökonomischen Berhättnisse»och etwas anders 0r� haben; was, Angesichts der mächtigen industriellen Entw' � des Südens, vielleicht nicht mehr so lange dauern wird, w-. nach dem Maßgabe des bisherigen Ganges der Dinge ast» V möchte.— Wie tief eingeivurzelt hier das Unierlhänigken-f gegenüber den(selbstgewählten) Exekutivbehörden ist,»».„i Verhalten der Delegaten zur Vrooklyner Zentral-Labor-, bezüglich der Vergewaltigung des Versammlungsrechts dumw Bürgermeister gezeigt, der sich von den reichen, somit reichen orthodoxen Juden bestimmen ließ, die„Ao»t�«»l Feier" der atheistischen Juden gewaltsam zu verhindern. Zentralkörper der organisirten Arbeiter lehnte mit großer- rttät ab, einen Protest gegen die Vergewaltigung»>». wichtigsten Volksrechte zu erheben; vergevens wiesen fortschrittlichen Delegaten(anarchistische sind in der Körp» gar nicht vertreten) darauf hin, daß es nicht darauf gegen wen sich der Vergewaltigungsakt richte; daß Richtung, möge sie«nderen Bürgern auch noch so»» firfft! das Recht gewährleistet sein müsse, ihren An- die!" zu geben; und was derlei Arguniente mehr für nrp*\y» w----/-—---—'----------j--,-,---—, i republikanischen Gemeinwesen selbstverständliche freie ''Maußerung sind. Es nutzte alles nichts: die Versamm- Ivv Slntraq nnh mpfwovt* w" im m*-- ® 5' soll, daß der ,....... övuuiictuiiij|iiiu. Gr» wigic aues utajrs; vre svcr>»>»>»- n9 lehnte den Antrag ab, und mehrere Delegirten äußerten sogar unter Beifall, daß der Herr Bürgermeister ganz recht gehandelt habe und eher noch ein Dankesvolum verdiene. Angesichts einer solchen Erscheinung— nnd man konnte °uch überall anders gleiche oder ähnliche Erfahrungen tn dieser -oqichnng machen— überkommt Einen ein ivehumthiges . lühl, wenn inan anr Schlüsse eines Artikels der„Volks- Z-itung" über die Bedeutung des 1. Oktober in Deutschland ließ:„Möge die große Lehre des 1. Oktober Deutschlands m diesem Lande am 4. November(dem Wahltag) dieses JahreS Fruchte tragen"!— Du lieber Himmel! Jene Sorte Aroeiter hat zum größten Theile nicht einmal eine blaffe Ahnung von dem, was)(ch drüben abgespielt, und im Uebrigen sehen sie nicht um emez Haares Breite weiter, als ihre Nase reicht. Und dies be- Zwht sich nicht nur auf das eingeborene und sonstige englisch ffrechende Element, sondern auch auf die große Mehrheit der deutsche» Zlrbeiterbevölkerung, obwohl es gerade unter dieser a» stetiger Aufklnriliigsarbeit nicht gesohlt hat.— Wie man an din jegt in New-Iork stattfindenden Wahlversammlungen Ichm kau», ist selbst von den auf fortschrittlichem Boden stehenden dffilschen Arbeitern nur ein nicht sehr starker Prozentsatz durch die "sreuliche Entwickelung der Dinge drüben so weit aufgerüttelt werden, um wieder aktiv an der Bewegung theilzunehmen. Auf «ff Mehrzahl lastet vor wie nach der schwere Sllpdruck des '«lernen Geistes der Massen, der jede Thätigkeit des Fortschritts '°ch immer als hoffnungslos erscheine» läßt. Es ist deshalb °»ch kaum anzunehmen, daß das Wahlresultat für die sozialistische Arbeiterpartei, speziell hier in New- York, trotz der gunstigere» Bedingungen durch das neue Wahlreglement, ein besseres sein wie vor zwei Jahren.. �.. . Wie ich im vorigen Briese mittheilte, hatten sich vier der UWWWL Lsgründet wurde.' Während mit jenen vier Klubs der sozialistische chofessor De Leon sich von letztgenannter Partei abgewendet, ist swi anderer bekannter sozialistischer Führer der Ltationalisten, Aiakeiuan, bei derselben geblieben.......... n Das meiste Leben herrscht hier noch immer bei den>udischen Arbeitern. Wie schon seither mitgetheilt, hatte Professor Garside unaugenehmeu Angedenkens sich bei denselben beliebt zu machen Lswußt, so daß er mit an die Spitze der Streikbewegung trat. �abei hatte er seine anarchistischen Allüren allerdings ru den Hintergrund treten lassen, und es zeigt sich jetzt, daß die große Aichrzahl derjenigen jüdischen Arbeiter, welche sich auch am politischen Leben betheilige», nichts von den anarchistischen„Lehren wissen will. @3 fand nämlich vor kurzem eine Versammlung der jüdischen Arbeiter statt, welche eine Disputation liber Anarchisnius und �alismus zwischen Garside und Jona?, sowie einigen anderen • ii aus beiden ßaaent auf der SiaaeZnrdnuna batte. und dabei e «ersam weitere aus beiden Lagern auf der Tagesordnung hatte, und Berel nlstib sich, daß nur ein kleiner Theil der stark besuchten „�'nmtui.g für die anarchistischen Argumente iuklinirte. Eine Dispution mit demselben Resultat fand kurz darauf Snfii f4n anderen Vertretern beider Richtungen in einem anderen und J Erfreulich ist es, daß dieseVersammlungen in„aller Ruhe Kail, ureiindschast" vor sich gehen und es nicht, wie noch vor einem . ie» Dezennium, blutige Köpfe giebt.— Was das Vorgehen o»archistischc» Gruppe unter den jüdischen Arbeitern betrifft, ttipu �e.u worein„Pioniere der Freiheit" bilden— derselbe, oin �le verbotene„Iom Kippur"- Feier in Brooklyn arran- de», so herrscht die Ansicht, daß dessen Thätigkeit gegenüber sei'?�hodoxcn Judenthum an und für sich ivohl anzuerkennen »>/.» chk über die provozirende Form, die dabei zuweilen beliebt tiocf, �cr, Zweck dieser Thätigkeit, den in jener Beziehung ruckständige» jüdischen Arbeitern eine andere Welt- NÄnrnZ'TTP:" Jliiut|meii �uueiieiii e»w«iwe« msvlG efföth«. 3 beizubringen, wird dadurch lange nicht in dem Maße Äusa,,,« ols durch das Verfahren der Sozialisten, welche das Jild»»«? der Rabbiner mit dem ausbeutenden Theile des L, Nihiims als Agitationsmittel verwenden.— Die„Gruppe C»;" b°lphia" hat sich mit dem„Greis........ ■ en• yulgo General Vumbum"" mit den silbernen ' yujgo rvenernr-oumvum überworfen, der es ihr igs..oorzeihe» konnte— wie es in einem Flugblatt heißt—, iafj'6 ,, selbstständig denkende Leute unter sich hat, die stets ihre ü la zuhielte», wenn er mit Schwindelobjekten herausrückte Cpi,,"!.>warze Hand", mit dem Hochstapler Bachuiann au der dgz' und die gern Ivissen möchte,„wo das Geld geblieben, rfins,." armen Arbeitern s. Z. herausgepreßt ivurde zur oiuer täglichen Zeitung, und das wohl verwendet w.urd AttaLä,"r Propaganda' des Müßigganges für gewisse Gauner!" stuffe des betr. Flugblattes heißt es:„Genossen, denkt nicht �> rt O_ f r# f#„*/ r«f /-v. f:.f. x w-_ rTs~- Sstoft- �f�ni Jaöere' abzuschaffen, so lange Ihr nicht die Diktatur pvlilit».» s losft, die noch schlimmer ist, als alle Tyrannei eines »nd kapitalistischen Bosses. Emanzipirl Euch, denkt Aedak,,...? selbstständig, verhindert ans jeden Fall, daß der leiten. Parteiblaltes sich nicht von seinen Freunden ver- I?ll, Blatt, das für denkende Arbeiter geschrieben sein Parteit»„ �pucknnpf zu benutzen. Wir würden Genossen zum Wen k„3 �'ffandt haben, jedoch wissen mir besseres zu thun und lnchn»,irfl„ ei9""g, als Statisten auf Most's Puppentheater '�linktönk-» Ho»s wird sich selbstverständlich auch über diese »„tr, r". hinwegsetzen, aber wenn das so weiter geht, wird er etnsam und verlassen auf seiner Trommel sitzen und »iit (irtra m,t �ei1 silbernen Haaren, m>, wo sind die Gefahren; ,,. Wie ick, so"' d'e Schlacht V SttnPWEKÄS iKMARe»«« IqH s�iiglieder deÄ m sehr bestimmte Verdacht ausgetaucht, daß au" den Gnn.� s�astsrathZ, welche s. Z. als Depu- von Sui-?."'15'' gesendet waren, um für die Begnadi- theil get'h Genossen einzutreten, das direkte «Ä'ipt.v1««' k.''ä- ä'wi»•».?»n: einer eurer �ukr��i �ury unterbreitet wurde, habe sich Chicago f-rt.�. r>giroser», L'"'g befunden und diese die Großgeschworenen zu .....-'r, n. tu�tarbtidh reckt- gesetzten Gerüchte dennoch nicht daran, daß der Governor die Be- guadigung aussprechen ivird. Es wirken andere Kräfte auf denselben— die gleich ihm selbst keine Gewissensbisse haben und über volle Seelenruhe verfügen—, welche es für ge- fährlich halten, den Akt vorzunehmen, mit dem zugleich zu- gestanden wäre— da gegen die anderen Angeklagten keinerlei größeres Belastungsmaterial bezüglich des„Heumarkt-Verbrechens" vorlag—, daß am 11. November 1887 ein Justizmord begangen worden sei. Der I. Oktober ist auch hier überall gefeiert worden, wo sich deutsche Parteigenossen befinden. Bei solchen Gelegenheiten kommt doch immer wieder die„Liebe zur Sache" zum Ausdruck, die durch den„bleiernen Alp", wovon ich Eingangs sprach, erdrückt zu sein schien! UoKAles.. Z« unsrrcr gestrige«» Uotis über de»«„Fall Linda»»" theilt uns Herr Stein mit, daß er weder zu Denen gehört, die dem Fräulein von Schabelsky mit einer Ausweisung gedroht, noch daß er eine solche gebilligt haben würde. Was die An- spielung auf die Budapester Häuser anbetrifft, so hat das natür- lich auf Herrn Stein, wie der Zusammenhang ergiebt, keine Bc- ziehung. Herr Stein war niemals in Budapest. Dir Kodrnrente in Krrlin. Wir haben schon öfter der Bestrebungen des Herrn Flürscheim resp. des Vereins für Bodenreform gedacht, welche dahin gehen, die Verstaatlichung des Grund und Bodens durch ein einfaches Börsen- resp. Hypothekenmanöver zu bewirken. Die Boden- reformer hoffen" von einer solchen Veränderung die Besei- tigung des ganzen sozialökonomischen Nothstandes. Sie sind so einseitig, nur für das unbewegliche Kapital eine solche Um- ünderung zu wünschen, während sie das bewegliche beim heutigen Zustande belassen»vollen. Die Erscheinung, daß die Vertreter des beweglichen Kapitals einschneidende Maßregeln für das unbeweg- liche verlangen, und umgekehrt die Eigenthümer des Bodens zu nicht weniger einschneidenden Maßregeln gegen das beivegliche Kapital und die Börse bereit sind, erklärt sich aus dem Umstand, daß sich diese beiden mächtigen Faktoren in der Welt des Kapitalismus immer in einem tiefgehenden Widerstreit ihrer Interessen befinden, aus dem schon manches Gute entsprungen ist, wie z. B. die englische Fabrikgesetzgebung zum guten Theil als ein Werk der konservative» LandlordS betrachtet »Verden kann, die mit ihr die liberalen Industriellen zu drangsaliren hofften. Beide suchen die Staatsgewalt und die Gesetzgebung sich dienstbar zu machen und in beiden Fülle» hat das arbeitende Volk die Kosten zu bestreiten. Die Bodenreformer, so zahm sie sind und so»venig sie durch Umwandlung des Bodens in S t a a t s d o»n ä n e n in diesem Angeublick die Schäden des kapitalistischen Produktionsprozesses beseitigen»vürden, erfahren von den herrschenden Klassen von heute manch derbe Abweisung; so wenig kann man sich in eine Aenderung der Besitzveryältnisse zu Gunsten der Gesammtheit hineindenken und»renn diese Aenderung noch so friedlich und glimpflich ist. Der Berliner Magistrat hat eine Eingabe der Bodenrcfonner, in der sie eine Statistik über das Steigen der Miethspreise in Berlin forderten,»üyt gnädig aufgenommen. Die Bodenreformer, mit dem Mitglied des StaatsrathS, Herrn Heinrich Freese, an der Spitze, verlangten nämlich, man solle die jieigende Grundrente höher besteuern und dafür die drückende Miethssteuer beseitigen. Indem der Magistrat die Eingabe seiner Deputation für Statistik, resp. deren Papierkorb überwies, meinte er, eine ausführliche solche Statistik»verde sich„ohne große Belästigung der Hauseigenthüiner" nicht durch- führen lassen. Ja, diese armen Hauseigenthümer! Sogar mit einer Sta- tistik»vill man sie belästigen und würde ohne die zarte Fürsorge des Magistrats»vahrscheinlich zu solch einer barbarischen und despotischen Maßregel geschritten fein! Gottlob, daß es noch solch gute Stadtvüter giebt, die bei solcher Bedrängniß schützend die Hand über die beklagensiverthen Objekte moderner„grund- stürzenden" Theorien halten! Welch eine Zeit! Nicht nur die Sozialisten mit ihrer Vergesellschaftlichung der Produktionsmittel, auch die Bodenreformer»nit ihrer Bodenvcrstaatlichung»nüssen den Kapitalisten schlaflose Nächte macheu! Und diese Boden- reformer sind sonst gar nicht so übel,»venn sie nur ihren Sparren nicht hätten, denkt der Phrlistcr; es sind respektable Leute, die selbst eüvas haben und keine Habenichtse,»vie durchweg die So- zialisten! So harmlos sie sind, so können sie doch manchmal boshaft sein, diese Bodenreformer. Da der Magistrat ihnen keine amt- liche Statistik über das Steigen der Bodenrente und der Häuser- »verthe bewilligt hat, so haben sie sich selbst einer kleinen Forschung nach dieser Richtung unterzogen. Sie Häven dann heraus- gebracht, daß die Miethssteigerungeu in gewissen Zeit- räumen sich auf 86 bis 106 Prozent belaufen, wovon die baulichen Veränderungen und die Feuerversiche- rung nur verhältnißmäßig ivenig an Kapitalaufwand in Anspruch nehmen; serner ist festgestellt, daß in den Jahren von 1868 bis 1877 in einer Reihe von Straßen, wo damals eine amtliche Ermittelung stattfand, tue Miethen von zusammen sieben Millionen auf elf Millionen Mark ge- stiegen sind. Das ist ein Wort! Ten» man kann sich denken,»reiche Mehrbelastung der Bevölkerung inzwischen dazu gekommen ist. Die Miethen in den Geschäftsgegenden halten hä»ifig noch eine steigende, wohl nirgends eine sinkende Tendenz inne, und das Anschwelle» der Einwohnerzahl treibt die Miethspreise in der Peripherie immer wieder hinauf. Die hauptstädtische Presse nimmt von diesen Dingen in ziemlich gleichgiltiger Weise Notiz. Wir dagegen, so ivenig»vir sonst von de» Herren Bodenreformen» und ihrem Abklatsch des cheinaligen physiokratischcn Systems halten,»vollen jenen Ermitte- lungen aber die richtige Würdigung angedeihen lassen. Sie zeigen uns klar, in»velcher abschreckenden Weise auch noch der a r b e i t s- lose Erwerb die»verkthätige Bevölkerung belastet, die unter den sinkenden Löhnen, unter der L e b e>» s m i t t e l- 1 Heuerling und unter der Arbeitslosigkeit so viel zu leiden hat. Wir begreisen,»varum der Magistrat eine Statistik scheut, die allerdings eine der bedenklichsten Seiten der heutigen Kapitals- Herrschaft grell beleuchten müßte. Der arbeitslose Erwerb hält vor keiner Kritik Stich, denn soviel ist vom Sozialismus heute in alle Gesellschaftskreise über- gegangen, daß Niemand bei ihn» eine Berechtigung seines Be- stehens mehr zu entdecken vermag. Wie viele Sch»veißtropfen werden vergossen,»vie viele Seufzer ausgestoßen,»vie viel schlaf- lose Nächte durchwacht»verde»»nüssen, b»S die Bodenrente voll ist und in die Hände des Grundbesitzers gelangt! Wenn im Mittelalter der Leibeigene und Hörige an seiner Scholle klebte, so hat nicht mider der moderne Kapitalismus den Menschen zum Sklaven des Bodens gemacht. Nur daß die moderne Miethe oft drückender ist, wie der Zehnte des Mittelalters. Das sind schlimme Dinge. Und ihre» Eindruck darf ein biederer Magistrat durch eine amtliche Statistik nicht»och ver- schärfen! I>n städtisch«»» Kraiitieuhans« am Urban scheinen recht bedauernswerthe Zustände zu herrschen. Dies geht aus einer Zuschrift hervor, die uns von mehreren Lesern unseres Blattes zugestellt»vorden ist. Besonders heftig»vird über die schlechte Behandlung geklagt, welche einige Krankenwärter den Patienten angedeihen lassen. In der Nacht vom 4. zum 5. Oktober wurde ein Patient, der im Pavillon III des genannten Hospitals unter- gebracht ist, von Krämpfen heimgesucht. Für diese Krankheit scheint der dort fungirende Wärter P. eine eigene Heilmethode zu besitzen. Er rief dem Leidenden die Worte zu:„Dir werd' ich die Krämpfe austreibeu! Warte, hast Du noch Krämpfe V" Gleichzeitig packte der menschenfreundliche Mann den Patienten beim Halse und mißhandelte den BedauernSwerthen mit der Faust in so roher Weise, daß derselbe ein blaues Auge davon getragen hat. Der ohnmächtige Kranke selbst konnte natürlich von dem Vorgange nichts bemerken. Er ivurde aus sein geschivollenes Auge erst von den anderen Patienten aufmerksam gemacht. Aus Furcht vor»veiterer schlechter Behandlung von Seiten der Wärter haben sowohl der Gemißhandelte als auch die andere» Patienten es unterlasseu, Beschwerde zu erheben. Erst nach 6 Tagen ist der empörende Vorfall zur Kenntniß des Direktors des Krankenhauses gelangt. Hoffentlich»vird derselbe dafür sorgen, daß der Krankenwärter P. eine gebührende strenge Strafe erhält. Ableugne» kann derselbe seine Schuld nicht. Zwar sind»vährend der Nacht die Krankensäle gewöhnlich nur matt erleuchtet, da aber in jener Nacht ein neuer Patient aufgenommen»vurde, erhellte man den Saal voll- ständig. Infolge dessen konnten auch die am äußersten Ende des Saales liegenden Kranken die Mißhandlung beobachten. Leider steht der brutale Krankenwärter nicht vereinzelt da. Derselbe hat auch Gesinnungsgenossen. Ein anderer Wärter desselben Hospitals erklärte sogar, daß er die Handlungsweise seines Kollegen P. ganz in der Ordnung finde. Dieser humane Mann meinte:„Ja, Ver- beugungen»verde» bei uns nicht gemacht!"— Es liegt im Interesse des ganzen Gemeinwohles, daß solch' rohe Patrone nicht nur aus den Krankenhäusern entfernt, sondern auch streng bestraft»verde». Leider begnügt man sich in den»leiste!'. Fällen damit, den schuldigen Wärter zu eiltlaffei». Ein Mensch aber, der sich nicht scheut, die seiner Pflege anvertrauten Kranken zu mißhandeln, »vird sich auch nicht viel daraus machen, iveui» er im schlimmsten Falle aus seiner Stellung entlassen»vird. Gewöhnlich»vird ja die ganze Sache todtgeschwiegen, damit das betreffende Hospital nicht in Verruf kommt. Ein solches Verfahren kann aber dem Publikuin, welches genöthigt ist, im Krankheitsfalle in ein Hospital zu gehen, ivenig Vertrauen einflößen; denn»velcher an- ständige, ehrliche Mensch hat Lust sich den Rohheiten der Wärter preiszugeben?— Wenn die Krankenwärter ihren Beruf so ernst nehmen»vürden,»vie die Pflegerinnen des Victoriahauses, welche bestrebt sind, ihren Beruf voll zu ersüllen, dann könnte»nan sich auch ohne Sorgen ihrer Pflege anvertrauen. So aber»vird von den Kranken die Behandlung von Seiten der Wärter mehr gefürchtet, als das Messer des Arztes. Ein sechsfacher grauenvoller Mord, so grauenhaft,»vie seit der entsetzlichen Blutthat, die der Kutscher Conrad an den Seinen ausgeführt, nicht vorgekommen ist, hat sich in der Nacht von» Donnerstag zum Freitag zivischeu 3 und 4 Uhr in dem Hause Straße 6 Nr. 16 zugetragen. Hier hat der Zimmermeister W. Schaff seine Frau und fünf Kinder mit dem Beile theils er- schlagen, theils zu erschlagen versucht. Ueber den entsetzlichen Vorgang geht uns folgende ausführliche Meldung zu: Sch. be- ivohnte seit ca. einem Jahre das oben angegebene Haus,»velches ihm gehörte, und»velches er vor ca. 14 Tagen an den Bäcker- meister Kühn um den Preis von 84 000 M. verkaufte. Nach dem Verkauf des Grundstücks zog Sch. von der ersten Etage provisorisch nach dem dritten Stockwerk hinauf, weil das von ihm erbaute Haus in Reinickendorf, Berlinerstraße 58, noch nicht ganz fertig- gestellt war. Seit Mittwoch befand sich die Sch.'schc Familie im Umzug nach dort, und ein Theil Möbel war bereits dorthin ge- schafft. Frau Sch. war am Donnerstag in der neu zu de- ziehenden Wohnung beschäftigt, kehrte erst Abends 0 Uhr zu den Ihrigen zurück und aß dann mit ihrem Mann und den 5 Kindern, sowie der im 4. Stockwerk ivohnenden Frau Wiesner, mit »velcher sie sehr befreundet war, Abendbrot. Alle befandei» sich in hei- terster Stimmung,»vas der Zeugin FraußW. auffiel,»veil Sch. in» Laufe des Donnerstags sehr verstört und verstimmt gewesen»var. Auch die Frau Sch.»var in den Tagen vorher sehr aufgeregt gewesen, hatte viel geweint und zu Frau W. gesagt:„Mein Mann ist zu leicht; ist es de»»» eine Sünde,»venn»vir Alle in den Tod gehen?", eine Aeußerung, die bei dem gereizten Charakter der verbitterten Frau der Zeugin nicht weiter auf- gefallen ist. Frau Sch. entstammt einer sehr»vohlhabenden Familie Reinickendorfs; die Eltern derselben besitzen dort eine Villa, neben»velcher das neuerbaute Haus des Sch. gelegen ist. Schaff selbst»vird unS als ein liebenswürdiger, jovialer Herr, in den 50er Jahren befindlich, geschildert,»velcher Bauspekulationen betreibt, die ihn in letzter Zeit in derangirte Geidvcrhältniffe gestürzt haben und infolge deren er Wechselreiterei betrieben hat. Frau Sch.»vird als eine nervöse, vergrämte Frau in den 30er Jahren geschildert, die jeden Tag mit ihrem Mann in Zank lebte und demselben öfter Vorwürfe über seine leidigen Schulden machte. Fünf Kinder»varen dieser Ehe entsprossen. Die älteste Tochter Anna ist 12 Jahre alt, dann folgt Margarethe, 9 Jahre alt, Else 6 Jahre, Fritz 4 Jahre und endlich ein Säug- ling Karl von 4 Monaten. Die provisorische Wohnung besteht ans Küche, Ifenstriger Schlafstube mit 4 Betten und einem zwei- fenstrigen Vorderzimmer. In dem Schlafzimmer schlief die Frau mit der Sjährigen Margarethe in einem Bett, vis-ä-vis davon lagen der 4jährige Fritz und die 6jährige Else gleichfalls in einen« Bett, zu Füßen der Frau stand das Bett des Mannes; der Kleine lag an der Seite seines Vaters in einer Wiege. Nachdem die Sch.'schen Eheleute um Velo Uhr das Abendbrot eingenom- men, begaben sich dieselben,»vie die Zeugin Frau Wiesner aus- sagt, zu Bett. Heute, am Freitag, Morgens»in 6 Uhr, klingelte zunächst der das Frühstück bringende Bäckerjunge vergeblich an der Korridorthür, bald darauf erschienen Lehrlinge und Zimmer- leute des Sch., um den Schlüssel zu dem daneben liegenden Holzplatz zu holen. Als auch ihnen aus»viederholtes Klingeln nicht aufgemacht»vurde, schickte»nan zur Polizei, und diese ließ durch einen Schlosser die Wohnung öffnen. Hier bot sich den Eintretenden der grausigste Anblick, den ein Mensch sich ivohl denken kann, dar. Zunächst fiel der Blick der Eintretenden auf die Wiege des 4 Monate alten Kindes, das»nit zcr- schmetterten« Schädel und abgeschlagenem linken Ohr mit offene» Augen in seinem Bettchen lag. Das kleine Mädchen Else lag an der Erde, aus vielen Kopfwunden blutend, jedoch noch Lebens- zeichen von sich gebend. Fritz lag ebenfalls blutüberströmt regungslos. im Bett; der Kleine hatte sich wohl infolge der Schläge auf das Gehirn stark übergeben. Auf dem Lager saß ausgerichtet, stieren Auges und anscheinend eben von einer tiefen Ohnmacht erwacht,»vie geistesabwesend, Frau Schaff; neben ihr lag Grete, ebenfalls anscheinend leblos, mit ein- geschlagenem Schädel. Vorn in der Wohnstube lag die älteste Tochter Anna, ebenfalls im Blute schivimmend, bewußtlos Das Bett des Mannes ivar leer. Schaff selbst aus der Wohnung ver- schwunden. Das fast neue Beil(gewöhnliche Holzaxt), die Mord- »vaffe, lag blutbesudelt auf dem Fußboden des Schlafzimmers. Die Betten lagen»n grauenvoller Unordnung umher»rnd»varen über und über mit geronnenem Blut bedeckt. Die Polizei ließ sofort einen Arzt holen. welcher Bc- lebungsversuche anstellte die mit einigem Er olg ge- krönt, varen. Die fünf Schwerverletzten, von denen zwei Kinder hoffnungslos darnlederliegen. wurden Morgens gegen 9 Uhr nach, der Charit«- geschafft. Mit leiser Stimme erzählte die inzwischen»v.eder imnutenweise Bewußtsein vcrrathende»Frau Sch., dan sie sich aus Nichts erinnern könne. Sie habe sonst ihrem Man,» Morgens gegen VeO Uhr Kaffee gekocht, das sei IsiXAstst% sasasÄTis« Zank zu hören geiveseu, und dann sei Sch., wüthend die Thür zusa, lügend, aus der Wohnung herausgelaufen; der Zank und ,1,1s m!;?' nmß um Geldangelegenheiten gedreht. Um »r v»var die gerichtliche Kommission anwesend. Zahlreiche Schutzleute bewachen das Ha»?, um»velches sich groß« Menschenmengen gesammelt. Sch. ivird seitens der Kriminal- Polizei gesucht; es wird angcnomnien, daß der Unglückliche, welcher wahrscheinlich Fran und Kinder gemordet, ins Wasser gesprungen ist oder sich sonst ein Leid angethan hat. Cinrr der drei lrizten Opfer des Kozialistengrfeizes, der Tischler Rudolf Richter, kehrt am L3. Oktober, Morgens 8 Uhr, von seinem sechsmonatlichen Aufenthalt aus Plötzensee zurück. Genossen, welche gewillt sind, sich an der Abholung zu betheiligen, werden gebeten, sich zu angegebener Zeit im Lokal bei Sens(in der Nähe des Gefängnisses) einzufinden. Partrigenofien von Krrlin und Umgegend. Wohl in keinem Orte der Umgegend von Berlin haben die Arbeiter einen so schweren Stanipf mit den Gastwirthen zu führen, wie in Pankow und Nicder-Schönhausen. Tie Saalabtreiberei steht hier in vollster Blüthe. Nachdem es uns gelungen war, in Nieder- Schönhausen im Lokale des Herrn Setlckorn(Waldschlößchen) eine Versammlung abzuhalten, verweigert nun genannter Herr sein Lokal zu jeder ferneren Arbeitervcrsammlung. Grund: Furcht vor der Polizei. Es steht den Arbeitern überhaupt in oben ge- nannten Orten kein Saal zur Verfügung. Wir ersuchen daher die Genossen, welche Pankow und Nieder-Schönhausen besuchen, nur folgende Gastwirthe, die das„Berliner Volksblatt" auslegen, zu berücksichtigen. Es sind dies in Pankow Gastwirth Borchardt, Schulzestr. 28(an der Nordbahn), in Nieder-Schönhausen Gast- wirth Dietert(früher Müller), Kaiserin Augustastr. 5. Die Lokalkommission von Pankow und Nieder-Schönhausen. Uolizeidericht. Am 15. d. M. Vormittags gerieth in der Wollspinnerei von Selowsky u. Renard, Neinickendorferstr. 23 ä, eine Arbeiterin beim Reinigen einer im Gange befindlichen Maschine mit der Hand ins Getriebe, wobei diese völlig zermalmt wurde. Die Verletzte wurde nach der Universitätsklinik gebracht. — Am Iß. ds. Mts. Vormittags wurde in der Behrenstraße daS Pferd eines Bäckerwagens infolge AuShalens eines Scheerbaums scheu und ging durch. Beim Eindiegen in die Friedrichstraße »vurde der Wagen umgeworfen und der Kutscher auf das Straßen- Pflaster geschleudert. Er erlitt hierbei eine so schwere Verletzung des Oberschenkels, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte.— Abends wurde ein Mann in seiner Wohnung, in der Gräfestraße, mit einer Schußwunde in der rechten Schläfe todt aufgefunden.— Am 17. d. M. Morgens wurde die verehelichte Zininiermeister Schaff mit ihren vier Kindern in ihrer Wohnung, unbenannte Straße VI Nr. IG, durch Beilhiebe schwer verletzt, aufgefunden, das fünste Kind war bereits todt. Der Ehemann ist verschwunden. Es liegt augenscheinlich Mord vor. Tlzentep. Ein uraltes Stück von Angely: Die Reise auf ge- meinschaftliche Kosten wurde vorgestern Abend im Thomas-Theater aufgeführt. Es ist eingehüllt in den Duft längst vergangener Jahrzehnte, und über die altfränkischen Spaße mögen wohl schon unsere Großeltern gelacht haben. Die Darstellung war eine gute und namentlich hatte die Regie Vor- zügliches geleistet. Dem Stücke folgte eine Treumannsche Posse„Cassis Pascha", die überaus langweilig ist und unter dem Clownspiel in einem Zirkus steht. OSeriAits--Zeitung. Vier wilfeutlicho Mrineidc wurden dem Kutscher Johann Lebrecht Richter zur Last gelegt, der gestern vor dem Schwur- geeicht des Landgerichts 1. stand. Der Angeklagte ist seit fast 10 Jahren Kutscher in einem Engros-Destillationsgeschäft. Es gehört zu seinen Ausgaben, neue Kunden zn erwerben und mög- lichst viel Waare abzusetzen, von dem erzielten Umsatz erhielt er eine angemessene Provision. Es sollen ihm alle Mittel recht gewesen sein, um ein Geschäft zn machen. Er versprach Kredit aus lange Zeit, setzte den Leuten Waare ins Haus, ohne einen Auftrag erhalten zu haben und hielt sich ebenso wenig an die ihni vorgeschriebenen Preise. Natürlich konnte» Differenzen zwischen der Firma und den von Nichter gewonnenen Kunden nicht ausbleiben, es kam zn vielen Prozessen, in denen der An- geklagte als Zeuge aufzutreten hatte. Unter seinem Eide bestätigte er, daß ihm eine direkte Bestellung geworden sei, oder er beschwor, daß die von den Beklagten erhobenen Einwendungen aus der Lust gegriffen seien. Infolge dessen wurden die Beklagten verurtheilt. Die Anklage hat vier solcher Fälle herausgefunden, in denen der wissentliche Meineid des An-- geklagten nachzuweisen sein soll. Der Letztere bestritt im gestrigen Termine seine Schuld und war eine umfangreiche Zeugenverneh- muna nöthig, um ihn zu überführen. Die Geschworenen sprachen den Angeklagten nur in einem Falle schuldig, worauf der Staats- anwalt 1 Jahr Zuchthaus und 2 Jahr Ehrverlust beantragt.— Das Erkenntniß lautete auf l Jahr G e f ä n g n i ß, deshalb so milde, weil der Angeklagte sich der Gefahr ausgesetzt hätte, selbst wegen einer strafbaren Handlung verfolgt zu werden, wenn er in dem betr. Prozesse die Wahrheit gesagt. 8 Monate wurden durch die erlittene Untersnchungshast für verbüßt erachtet. Mit der Frage, ob Vergehen gegen das Sozialisten- aefeh noch nach dem Erlösche» desselben zur Aburtheilung ge- langen können, hatte sich gestern auch die dritte Strafkammer des Landgerichts I. zn beschäftigen. Die auf der Anklagebank besind- lichen Maurergesellen Ernst Zeppe und Ernst Klix, sowie der Möbclpolier Ferdinand Strauch waren der Ver- breitung sozialdemokratischer Druckschriften beschuldigt. Der Ver- theidiger, Rechtsanwalt Morris, berief sich auf die vorgestern von der ersten Strafkammer getroffene Entscheidung, wonach in einem ähnlichen Falle das Versahren unter Bezugnahme auf den alten römischen Rechtsgrundsatz„nulla poena sine lege"(Keine Strafe ohne Gesetz) eingestellt worden war. Der Vertheidiger beantragte, der Gerichtshof möge sich dieser Anschauung anschließen, wodurch sich ein Eintritt in die Verhandlung erübrigen würde. Der Staatsanwalt Dr. Borchert widersprach diesem Antrage, da er auf einem anderen Stand- punkt stehe. Das Reichsgericht habe in einem fast analogen Falle eine charakteristische Entscheidung gefällt. Das Reichs-Stempclsteucr-Gesetz vom Jahre 1881 wurde un Jahre 1885 durch ein anderes ersetzt. DaS Reichsgericht habe dann ent- schieden, daß die während der Giltigkeit des ersten Gesetzes be- gangenen Verstöße nach den früher festgesetzten Strafbestimmungen zur Aburtheilung gelangen müßten. Der Gerichtshof beschloß, vorläufig in die Verhandlung einzutreten, um den Thatbestand festzustellen. Die Beweisaufnahme ergab, daß die drei Ange- klagten, welche sich offen als Anhänger der Sozialdemokratie bekannten, schon längere Zeit in dem Verdacht standen, daß sie verbotene Druckschriften verbreiteten. Am Abende des 2. Juni dieses Jahres bemerkte ein Beamter, daß der Angeklagte Zeppe mit einem Packet aus der Strauch'schcn Wohnung herauskam. Man hielt ihn an und fand in dem Packet eine ziemliche Anzahl verbotener sozialdemokratischer Druckschriften. Eine bei Strauch vorgenommcneHaussuchung förderte ebenfalls verschiedene verbotene Schriften zn Tage, als deren Eigenthümer sich theils Strauch, theils der bei ihm wohnende Angeklagte Klir bekannten. Dem letzteren wurde noch ein Notizbuch abgenommen, in welchem sich Aufzeichnungen befanden, welche von der Anklagebehörde so gedeutet wurden, als sollten sie den Eingang und Ausgang der Bücher reguliren. Die Angeklagten bestritten die Verbreitung, Zeppe wollte schon mit dem Packet, das er auf der Straße von einem Bekannten er- halten, die Strauch'sche Wohnung betreten haben, und Klix be- hanptete, daß die fraglichen Notizen Skatberechnungen seien. Der Staatsanwalt hielt die Angeklagten für überführt und beantragte gegen Strauch und Klix 4 Wochen, gegen Zeppe 2 Wochen Ge- fängniß. Der Vertheidiger plädirtc auf Freisprechung. Wenn die gesetzgeberischen Faktoren zu der Einsicht gelangt seien, daß das Sozialistengesetz nicht den Verhältnissen entsprach und es des- halb aushoben, so könne auch nicht nachträglich eine Bestrafung deshalb erfolgen, wenn Jemand etwas gethan, welches jetzt er- laubt sei, weil man das Unhaltbare des früheren Verbotes ein- gesehen habe. Der Vorsitzende, Landgerichts-Rath Althaus, führte vor der Urtheilsverkündigung aus, daß der Gerichtshof sich der von der ersten Strafkammer gefällten Entscheidung nicht anschließen könne. Der Grundsatz„nulla poena sine lege" könne auf das Sozialisten- gesetz keine Anwendung finden. Das Gesetz sei ein Nothgesetz und auf bestimmte Zeit gegeben. Bestimmte Handlungen gegen das Gesetz seien mit Strafe bedroht und das Erlöschen desselben könne nicht eine Straflosigkeit für diejenigen Handlungen zur Folge haben, welche während des Bestehens begangen waren. Im vorliegenden Falle sei der Angeklagte Zeppe nicht ge- nügend überführt und deshalb freizusprechen, in Betreff der beiden Mitangeklagten sei aber eine Berurtheilung erfolgt. Mit Rück- ficht darauf, daß das Gesetz zu bestehen aufgehört, sei auf eine milde Strafe erkannt worden und diese gegen Klix auf 20 M., gegen Strauch auf 10 M. bemessen worden. VorsÄtttmUmgeu. Sozialdrmolrtatischrr Agitationsverrin„Fastallr." Der Vorsitzende eröffnet die zahlreich besuchte Versammlung um 9 Uhr. Auf der Tagesordnung stand: 1. Vorlesung aus dein Buche: Die Frau in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Bebel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. VereinSangelegen- Heiken. Ueber Punkt 1 der Tagesordnung entstand eine lebhafte Diskussion und erklärte sich die Majorität der Genossen mit den Ausführungen Bebel's einverstanden. Unter„Verschiedenes" stellte ein Genosse den Antrag, dem Parteitag in Halle telegraphisch die Mittheilung zu machen, daß der Agitationsverein„Lassalle" gegen das Auftreten des Delegirten Franz Bcrndt protestirt, welcher Antrag angenommen wurde. Nachdem Vereinsangelegen- Helten geregelt waren, erfolgte Schluß der Sitzung um 12 Uhr. — Nächste Vercinsversammlung findet Dienstag, den 21. er., Abends 8V2 Uhr. Skalitzerstraße 102 bei Haupt statt, zu welcher Gäste Zutritt haben. Uliv erhalten folgende Serichtigunge»: In dem Bericht über die Versammlung vom 16. d. M., Abends, in „Süd-Ost" sind bezüglich einiger meiner Ausführungen dem Be- richterstatter kleine Jrrthnmer unterlaufen, die ich hiermit richtig zu stellen verpflichtet bin. Ich habe gesagt, daß Berndt zwar nicht von der öffentlichen Versammlung ein gebundenes Mandat erhalten, doch aber den Genossen, die ihn aufgestellt und seine Wahl zur Durchführung bringen halfen, sich in verschiedenen Punkten gebunden erklärt hat. Ferner habe ich nicht gesagt, daß der Antrag, ihm das Mandat zu entziehen, gerechtfertigt wäre'— indem ich damit nicht einverstanden war—, sondern hinsichtlich der Resolution, welche vorher gefaßt worden, diese meine Ansicht zur Geltung brachte. Ergebenst Otto Heindorf, Üangcstr. 70. In der Versammlung der Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags-Wahlkreffes im Vereinshause„Süd-Ost" habe ich ge- 'agt: Entgegen den Auslassungen des Herrn Lichtenstein habe ch zn konstatire», daß von den Berliner Delegirten Niemand für oder gegen die Ausführungen Werner's am Dienstage auf dem Parteitage das Wort erhalten hat, weil eine Wortmeldung Auer- bach's nicht bis zum Tisch des Bureaus gelangt ist. Ernst Arndt, Skalitzerstr. 107. üerliitcv Zwo»«,», und«soiübuiljkofr, fiiv Frau»»»»d Uliidchr» (E. H. Nr. 07). Groß: öffcnIUche Virsammlung am Sonntaa, den l». Ottoder, Nachmittags 4% Uhr, in Feuerstein'S Salon, Alte Halobstr. 75. .zaiiiorrri» der Marmor- und Granitardeiter. Sonittag, den 10. 5., Vormittags i«% Uhr, in Tetgmulttr's Salon, Alte Jalobstr. 4Sa, Ntttglieder- Bersammlnng. Lachverri» der Putzer. Sonnlag, den 10. Oktober er.. Vorm. II Uhr, in den„Bürgersälen", DreSdenerstraße Nr. 00: Außerordemliche Mitglieder- Becsainmlung. Uerei» l»r Mohr«»« der Anteressen der Zackirer Kerii»«. Ver- sammlung am Sonntag, den 10. Oktober, Vorm. 10 Uhr, bei Wollschläger, Blunienstr. 78. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. TiSlussio». 3. Quartalsabrechnung. 4. Verschiedenes. Lachverein der in Huchbindereie» und verivandte» Sotriede» de- Ichäitigte» Arbeiter. Montag, den 20. Oktober, Abends 0 Uhr, Annenitr. 10: iSeneral- Versammlung. TageS- Ordnung: 1.«SeschäftS- und Kassenbericht. 2. Bericht der Arbeitsnachweis-»ommission. r. ttrgänzungSwahl des Bor- flandes 4. Tie gegenwärtige Lage des SrretlS bei Julius Rosenibal. ci. Ver- schicdcneS und Fragetasten. VtirgliedSbnch legitimtrt. Ausnahme neuer Alit- glteder. pereinignug der Drechsler Deutschland«(Ortsverwaliung Berlin I.) Versammlung am Sonntag, den 10. Oktober, Vornttttagd 10 Uhr, in Sahin's Klubhaus, Annenstraße is. Tagesordnung: l. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Bruns über:„Nutzen und Werth der(Sewerrschasts- Bewegung nach dem Sozialistengesetz--. 3. Urabstimmung über stattfindende Generalversamm- Iling. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Zahlreiches und pünktliches Erscheinen ist noihwendig. Kroße öffentliche Dersantmluns sämmtlicher Dotzrlegrr und z>«lf«r Berlins und Umgegend am Ttenstag, den 21. Ottvbcr er.. Abend« 8 Uhr, in Feuerstcin's Lokal, Alte Jakobstr. 7S. Tagesordnung: 1. Rechenschafisbericht 00m Ausstände der Rohrleger und Helfer. 2. Bericht der Delegirten von der den 10. Ottober er, ... Völle! über:..Tie f Berliner streik-Kontrol-Kommission. 3. Stellungnahme zu dem Vorschlag s Vertrauensmannes der Metallarbeiter und Installateurs Deutschlands. 4. schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird ersucht., verband der porirUanmalcr»nd Kernfogenossen Seetiil». Gentn Versammlung am Montag, den 20. Oktober er., Abends Uhr, bei Feuera-ö Alte Jalobstraße Nr. 75. Tagesordnung: I. Geschäftliches.!- o-'-'-nb-n»- 3. Jahresbericht. 4. Statutenänderung. 5. Vorslandswahl. 6. Drrein berliner Nagelschmiede. Sonntag, den 10. Oktober er., :o Uhr, bei Heise, Lichlenbergerslr. 21, Generalversammlung. TageSorbna.� I. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Negelung der Reiseunterslützung. Alters- und Invalidenversicherung der Arbeiter. Referent: Kollege Em-" berger. 4. Verschiedenes. Gäste willkommen. ui U«bgnilgu»g«vrrrii» öcoiict. Sonnabend, den 18. Oktober er., WLI o Uhr, Sitzung im Restaurant Brückner, Lolhringerstraße 67. Tie Ml werden ersucht, pünktlich zu erscheinen.... ui Ethische Bereitschaft. Sonnlag, den 10. Ottober er., Abends 7% uht' A Seefeldt, Grenadierstr. 33: Aortra 1 des Herrn Dr oiniw üh-v..Die Sn11. der Frau in der Bibel und in der Gegenwart--. N und Tanz. Gäste, Damen und Herren, willkommen. präc. 8% Uhr., Zentral- sirnnste»- nnd Kteebeiiaffe der deutschen Wagend-v« Herlins iBezirk 3). Miiglieder-Bersamminng am Sonntag, den is. O""'.' Vormittags 10% Uhr, in der Adler-Brauerei, Badstraße 67. Taaes-Ortmu--»' Abrechnung vom 3. Quartal. Kassen-Angelegenheiten und Verschiedenes., §er Dere i» der Fiieschnh- Arbeiter Kerlin» und zlmgegend onnabend, den 2°. Ottober, im Elysium, Landsberger Allee 39—41,>°z 1. Stiftungsfest, verbunden mit Gesang und humoristische» Vorträgen,. ladet Freunde nnd Genossen ergebenst ein. BillctS find in den mit Plate- belegten Lokalen und bei folgenden Herren zu haben: Schmolling, Breslau-' -trabe 32; Meyer, Rüget, erslr. 1; Steffen, Landsberger Alles 146; Rader u Blümke, Swinemünderstr. 48. Fnchverein der Meber. Am Montag, den 20. Ottober, Abends 0>---" Lichtenbergerstraße 21 bei Heise, General-Versammlung.- Nersnu»»ln»g der Kreie» Bereinigung der Zimmerlexte am tag, den 10. Ottover, Vormittags loj Uhr, in Orschel's Salon, Sebain» sttaße 30. ,lt Kochverein der Former. Sonntag, den 10. Ottober, Vormittags II"»-' in der Rorddeulschey Braueret, Chaufseestraße 58: Große Versammlung.... Tischler-Nerei». Sonnabend den 18. Oktober, Abends 0 Uhr, in souci, Kottbuserfir. 4 a, Generalversammlung.... Derein der Einsetzer(Tischler) Kerlin» und jtmgegend. Sonu-°» 10. Ottober, Vormittags 10% Uhr, Reue Friedrichstraße 44: Große w sammlung.... Kransteiigeldinschnß- und Kegräbiiißkasse der Kertiner Knopfsj" iter. Sonntag den 10. Ottober, Vormittags 10% Uhr, bei Foge, ikopnw -0, der Mitalieder TaaeSordnuna: 1. VtwJ. ...... Tagesordnung: des Winlerver�.iügens. Beo better........--------- straße 191, Generalversammlung der Mitglieder. jährlicher Kassenbericht. 2, Besprechung des schtedeneZ., Zentral. ziranken- und Sterbekoffe der deutschen Ulugenbau, E. 9. Zlr. 8. zjanibnrg. Sonntag, den 10. Oktober, Vormittags 10% rj, stndet iui Lokale des Herrn Flscher, Brunnensir 114, eine Versammlung llD Tagesordnung: Kassenbericht des s. Quartals. Ausnahme neuer-l" Achtung! MLbelpolirer. Montag, den 20. d. M., AbendS 8 Uhr, l"1 Bolzmann, Andreas straße 26: Große Generalversammlung. TageSoroN- 1. Bierteljahresbericht. 2. Anträge. Speziell Ausschluß eines MitgN-. 3. Wahl der ausscheidenden Vorstands- und Kommisstonsmitglieder. 4. schiedenes. Große öffentliche persauiniinng für Männer und Kraue» am»-- � tag, den 10. Ottober, Abends s Uhr, in den Zentral-Festsälen, Oranten'-r% Tagesordnung: 1. Vor trag des Herrn Max Baginski über„Sozialismus-- Anarchismus--. 2. Dislusflon: 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung» felltges Beisammensetu.. Krausten-«nd Kegräduißliaffe de» Kereino sammtlicher Keeu klaffen(DerwaltungssteUe 4). Sonnabenv, den 18. Ottober, AbendS«" Flolttvellstraße 6 bei Bartelt, Aufnahme»euer Mitglieder., ,. Gesang-, Sur»- u»d gesellige Nereine am Sonnabend: Gel« verein„Harmonia" Abends 8 Uhr, int Restaurant, Alte Jakobstr. Männergcsangverein„Treue" Abends 0 Uhr im Restaurant AndreaSitr. Männergefangveretn„Erato" Abends 9% Uhr bei Schläivicle, kleine — Männergesangverem„Senefelder--, Restaurant Zemler, Münzstr. ll,« ,/ UedunaSstunde, Aufnahme neuer Mitglieder.— Gesangverein„Hanno-- Abends 9 Uhr im Restaurant Lehmann, Kurfürstenslr. 31, CesangstunoK.. Lübecl'scher Turnverein(1. Lehrlings-Zldtheilung) AbendS 8 Uhr Ö'l'jj ,(« straße 57—53.— Turnverein„Weddtng", Pantstraße 0, Männerabtheilm-gu. Sjj— 10-j Uhr Abends; desgl. 1. LehrltngSabihoilung von 8 bis 10 Uhr — Arcnds'sche Stenographenllasse des„Berliner HandwerkerveretnS" a\ Uhr Sophlenfir. 15.— Theater- und Vergnügungsvereins„Earttas-'i m- 8 Uhr tm Loutsenstädttschen Bterhause. Admiralftr. 38,— Theater- und.■ gnügungsgesellschaft„Treue---AbendS silUhr inBobsrt-S Ballfalon, Wctn-w� — Prtvat-Theatergesellschaft Schneeglöttchen", AbendS 0 Uhr in BettinS Veteranenstr. 10.— EeselligleilSIlub„Luftig" Abends Uhr im Restan Weichelt, Taubenstr. 45.— Verein der Taubenfreunde AbendS e-j Restaurant Htllmann, Manteustelstr. 68.— Däntscher Verein„Freya-. o Uhr im Restaurant Poppe, Lindenstr. 106.— Verein der Wlirlteino' Abends 8� Uhr bei Vaihinger, Torotheenstr. 84.— Verein ehem. Schü-tt-it« 84. Gemeindefchule Abends 0 Uhr im Restaurant, Koppenstr. 58.— ehem. M.(5. Luther'schcr Schüler, Abends 0% Uhr, tm Restaurant Ohmgaste 2.— RauchNud„Portorico-- Abends 9 Uhr bis 11 Uhr Kotz-- � straße 157 bei Schulz.— Rauchllub„Qualm-- Abends 8 Uhr im Tamm, Schönhauser Allee 28.— Tambourvercin„Sedan-- Sitzung 0 Uhr, Grüner Weg 0— 10, Aufnahme neuer Mitglieder.— JuV bourverein„Herz Innig", AbendS 8 Uhr, Sitzung im Restaurant c", burgerftraße 5, Dirigent und Vorsitzender Fritz Laugant.— Dantbotwjjl' „Einigkeit mach! stark--, gegründet 1886, Dirigent zur Zeit H. Kämting, p. nähme neuer Mitglieder AbendS s Uhr im Restaurant Hahn, ElscitW" W, — Tambourveretn„Felsenfest", Sitzung 8% Uhr, Wetßenburgerftratz � Abends 9 Uhr.— Leseklub der Zeilgeister,. Gäste willkommen.— Vergnügnngsverein„Glückauf,' Schwarz, Restaurant, Schönleinftr. 11, 'bendSoUhr.Wolltjwrstto�zS Sitzung- NevnriSlhkes. Uirdergrli rannt ist in der Nacht zum Donnerstag% Hotel Leland in Syrakus im Staate New-Uork. Fast säminU'N Reisende schliefen. Das Feuer ergriff das Treppenhaus Korridore, bevor die Reisenden die Zimmer verlassen koNl-N Die Geretteten mußten fast alle mit Leitern und Stricken au- oberen Etagen herabgeholt werden. Viele sprangen verzwel--„r. aus den Fenstern, schwer verwundet lagen sie auf dem Psisv Andere erstickte der Rauch. Herzzerreißende Szenen fanden � dem Hotel statt. Bis jetzt sind nach einem Telegramm�, „Post" fünfundzwanzig Todte konstatirt, sowie zahlreiche wundete. Man fürchtet, daß noch mehr Opfer in den Fk"� umgekommen. Vviefltkt�ken drv Medakkion. Bei Anfragen bitten wir die AbonncmenlS-Quittung beizufügen. Antwort wird nicht ertheilt A.<Ö. 102. Sie können, wenn durch -in Theil il. des Klosets und das �.—.--------- VW W �--- Kloset ein Theil ihrer Küche weggenommen wird, auf � ) Herstellung des früheren S# Das hängt von den man auf nur einmalige Statuten der nahine klagen. G. K. I. Ja. 2. treffenden Hilfskasse ab, M« Schiit« Wenn.......«..p-—,, des Restaurateurs das Lokal nicht verläßt, so Uegt bereis barer Hausfriedensbruch vor, ohne daß es einer Wieve der Ausforderung bedarf.„ S1 ©. it.|«. 1. Sie dürfen Lehrlinge halten. 2. W-n nur auf Bestellung arbeiten und nicht mehr als 1 Gel es �r> l Lehrling halten, so sind Sie von der Gewerbesteuer frei> aber, wenn Sie auf Lager arbeiten. Mein reichhaltiges Lager in 1237 Wintera-iFaBetotSp 5ch8aft*öcke9 Herfen- u. ICiiaibenkonfektion sowie KesteUnngeit nach Man ff werden unter Garantie des Gntsitzens in eigener Werkstatt schnell und sauber ausgeführt. Krakauer, Kirdorf. Vergßr.ZZ. Kl. Zimmer, sep.(Sing., an 2 Genosse» zu verm. b. Wurl, Möckcrnstr. 76, Quergebäude 3 Tr. 1227 Möbl. Schläfst, für 1 od. 2 Herren zu verm. b. Lindner, Admiralftr. 28, Seiten- gebäude 3 Tr. 1253 Ein möbl. Zimmer für 1 Herren zu verm. bei Selchow, Prenzlanerstr. 3. III. Freundl. saub. Schläfst, f. 2 Herren. sep. Eg., Waldcmarstr. 28, Qugb. III. l. Frdl. Schläfst, f. H. o. D. zn verm. Brunnenstr. 138, Quergeb. 3 Tr. bei Naumann. 1229 Eine Schlafstelle für ein anständiges Mädchen zn vermiethen Britzerstr. 43, v. Gl. bei Hengstbach. 1251 ftSach wie vor mache ich meine werlhe Kundschaft auf meinen vorzüglichen 2360 Frühstück-, Mittag- nnfc Avendtijch, heiles nnd dunkles Kiep, direkt vom Faß, ganz besonders aufmerksam. A. Kowald Nacht, Onanien- und Alexandrinen- strassen-Ecke. Oesifl�eichenS Wann's Euch g'müthli unterholten wöllt's, so kommt's in die Kürassier- Straßen auf Nr. 15a in die Ungarische Restauration. Tie höchsten Weaner Tanz wer'n aufgeführt._[725 Heute, Sonnabend, grosses Gänse- Ausschieben N e u- K ö l l n a. W. 3. Miuitiiiit H. Stramin, 123. Rittersir. 123, verbunden mit Fremdenlogis. Herberge und Arbeitsnachlveis des Ver- eins der Klempner. Empfehle meinen allbekannten vor- züglichenEHlkelUek», WliMag-unb Abendtisch. Sonstige Speisen und Getränke in dekaunter Mite. Zwei Zimmer, passend zu Z a h l st e l l e n und Arbeitsnachweis stehen zur Verfügung. 1071 Gin tüchtiger Lehrer wird für einen Arbeiter-(>Zpsnngvereiii ge» fncht- �_ 1245 ÄHn unter m. m. 2 in der Grped. dieses Slattes abzugeben. c Ei» Bandsägenschneider der al i» fraist v. sgl. C. Lietze, PallisadeM'> Gute Ofensetzer verl. N» f Birkenstr. 76. t Vofamenten- und Hkeidd� p Arbeiterinnen sucht H Julius CoM/fi. Stallschreibersira?>> Ein erfahrener und gut y-'yr-. n Suchhalter sucht Beschäftig»''� Stundeil oder Tage gegen bejck Honorar. Zu erfragen in ott dieser Zeitung, Beuthstr. 2. Klavierspieler wird verl. im Restaurant. Verantwortlicher Redakteur: Enrt Laake in Berlin. Druck und Verlag von Mar Sading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Nr. 343. Sommbrud, deir 18. Oktober 1890. 7. Jahrg. Vecf<»»nt»»lu»tgen. ©nie Uolksversainmlnng» an der auch viele Damen 'jKunahmzn, tonte am Mittwoch im Joel'schen Saale, Andreas- mape. Auf der Tagesordnung stand: l. Sanitätswachen und �«erwehr. Referent: Herr Kaufmann Flatow. 2. Die Petition �er. Maurer rm die hiesige Stadtverordneten- Versammlung. jWerent: Herr Stadtverordneter Vogtherr. 3. Diskussion. -wchdem Herr Schwarzer, der Einberuser der Versammlung, die- leibe eröffnet hatte, wurden die Herren Kersten und Schwarzer als Vorsitzende und Herr Wach als Schriftführer gewählt. Zu- "achit erhielt Herr Engler das Wort. Derselbe forderte die Ver� ammlung auf, ein Telegramm an die wackeren Genossen nach Halle zu senden. Der Antrag wurde mit lebhaftem Beifall an- genommen. Hierauf ergriff der Referent Herr Flatoiv das Wort. Derselbe führte aus, daß das Thema, welches seit Wochen die ifemiither Berlins bewegt, eigentlich kein neues sei. Bereits m Jahren 1883 und 1885 wurde von sozialdemokratischer Seite Darauf hingewiesen, daß es mit der Berliner Feuerwehr und ™-i vmu\cu;u;i_—— Oeiu Sanitätswesen noch sehr schlecht bestellt sei. Damals hatte � gegnerische Presse nur ein Hohnlächeln für alle Besserungs- Erschlage. Es müsse uns daher mit Genugthuung erfüllen, wenn jetzt die Gegner unsere damaligen Vorschläge in Erwägung °sch n müssen. Allerdings war zu diesem Entschluß erst ein Zufall, großes U.iglück der Anlaß. Erst„als das Kind ins Wasser Manen war"; erst als beim Brande aus der Friedrichstraße vier «iknschenleben verlorengingen, erinnerte sich die gegnerische Pretze Sanitätswachen. Wäre das schreckliche Unglück nicht ge- Mhen, dann hätten die liberalen und konservativen Blätter mjstrlich auch jetzt noch nicht an die Sanitätswachen gedacht. -vat Schimpfen auf die Feuerwehr wird aber Hilfe nicht geschaffen werden. Stur eine gründliche Organisation kann Besserung bringen. �sonders muß das Snnitätswesen umgestaltet werden; denn steht in gar keinem Verhältniß zur Größe Berlins. Rur f«Sachen sind vorhanden, und diese sind mitJnstrumentcn so schlecht ausgerüstet, daß sich dieselben in schweren Fällen als unzureichend er- reisen. Dazu kommt, daß das Aufsuchen einer Sanitätswache in Merlin durch den Mangel an Wegweisersehr erschwert wird. In jedem Hause sollte ein Schild mit der Angabe der nächsten Wache an- Bebracht werden. Es ist wiederholt vorgekommen, daß Hilfe vergebens gesucht worden ist. Ja, es werden sogar hin und wieder Personen in Berlin aufgesunden, die ohne ärztlichen Bei- Ä gestorben sind. Würde das auch geschehen sein, wenn recht- «eilige Hilfe geleistet worden wäre? Ein Vorwurf kann aber Angestellten der Sanitätswachen nicht treffen; denn dieselben ,°unen bei den geringen Mitteln, die ihnen zu Gebote stehen, «>chts Besseres leiste». Die Stadtverwaltung muß aber getadelt werden, weil sie eine für alle Bewohner Berlins so wichtige «ache Wohlthätigkeitsvereinen überlassen hat. Die Samtäts- �chen sind für Berlin eine Rothwendigkeit. Nicht nur der /Weiter, sondern auch der reichste Mann kann unter Umstanden Lage kommen, die Hilfe der Sanitätswache»>n !? die deii nehmen. Da es sich also um die Allgemein- dat jeder Steuerzahler das Recht, von der biinn,» uvaltung zu verlangen, daß sie das Sanitätswesen über- - und es der Größe Berlins angemessen einrichtet. Die er, gegenwärtigen Stadtverordnete» scheinen aber der lieftCh 3,.>ein, daß die Sanitätswachen von der Schnorrerei die a.Lstsnne»; denn anders kann man es nicht bezeichne», da Monier,. ac�" ihre Einkünfte fast nur von Wohllhätigkeits- 5etiiLs„tLUn&. dergleichen Veranstaltungen beziehen. Von diesen tie n?!" Beiträgen kann das gemeilinützige Unternehmen aber auf fctDefp nicht bestehen. Es wäre längst die Pflicht der Stadt In die Angelegenheit zu untersuchen und in die eigene Hand Dies ist nicht geschehen, daher ist mit Recht die !Set(i„'cd? Schuld auf die Stadtvertreter zu wälzen, ivenn in iL.,". Verunglückter ohne Hilfe bleiben muß. Bei dem btnae- Sanitätsivachen kommt es jetzt häufig vor, daß man «eticiot"'f. der Rächt nach einem Arzte suchen kann, der Berlin».' mitzugehen. Vor einigen Tagen beriethen die Tie a,,/ Aerzte, wie sie sich zur Sanitätswache stellen sollen. HSft.V««n erkannten wohl das Mißliche der gegenwärtigeii Ver- von?...- glaubten aber, daß sie durch eine größere Anzahl �itoit.i Srooc�en geschädigt würden, weil dann selbst Kassen- An, fnir 1; dieselben in Anspruch nehmen würden. Dies ist aber »nd*„„'5'.denn auch die Sanitätswachen verlange» Bezahlung Arzt tu i. nntö jeder Mensch so schnell wie möglich seinen alten ttsalu?,, �m er doch daS meiste Vertrauen hat, aufsuchen, um zu ist. ober richtig aus der Sanitätswache behandelt worden wachen iL0* et®ettc wird geltend gemacht, daß die Sanitäts- Tiefez it([l9 von Messerhelden in Anspruch genommen werden. sich in h,?ber nicht der Fall; denn gerade die Raufbolde nehmen wiißte,, if�t, zur Sanitätswache zu gehen, da sie befürchten �' der Polizei übergeben zu werde». Wohl aber wenden sich die von den Strolchen Gestochenen an die Wachen. Selbstredend sind mit der Verbesserung des Sanitätswesens auch Ausgaben verknüpft. Auf demPrivatwege sind die Kosten aber nicht auszubringen; dennmit der Wohlthätigkeit der reichen Klasse ist es nicht weit her. Dies lehrt ein Beispiel aus dem Westen Berlins, Ivo die wohlhabendsten Männer wohnen. Dort wurden 2000 Bittgesuche für die Sanitäts- wachen nur an sehr reiche Leute gesandt. Nur 200 Antworten mit ziemlich geringen Geldspenden kamen zurück.(Pfui!) Auch ein anderer Fall zeigt die Gesinnung der reichen Leute. Ei» Mann der über Hunderttausende verfügt und für den Beitrag von 6 M. Mitglied des Sanitätsvereins geworden war, nahm die Hilfe der Wache in Anspruch. Als ihm später eine Rech- iiuug zugeschickt wurde, glaubte sich der Mann übervortheilt und trat aus dem Verein aus. Das nennt man Wohlthätigkeit. Auf solche Wohlthätigkeit kaiin mau sich aber nicht verlassen. Es ist daher die Pflicht eines jedcn Steuerzahlers darauf zu dringen, daß die Stadtverwaltung die Sanitätswachen übernimmt.(Leb- haster Beifall.) Gar zu theuer würde das nicht zu stehen kommen; denn die Stadt hat ja viele Grundstücke, in denen die Wache» untergebracht werden könnten. Zu anderen nicht durchaus noth- .wendigen Tingen, wie zur Veranstaltung von Schützensesten und Doktorenkneipereien hatte die Stadt Geld genug, daher niuß die Stadtvertretung energisch ausgefordert werden, daß sie Mittel zur Errichtung von mindestens 30 Sanitätswachen bewilligt. Dadurch würden auch die jetzt überfüllten Hospitäler entlastet werden. Jetzt muß jeder Arme, dem auf der Sanitätswache keine Hilfe ge- währt werden kann, ins Krankenhaus gehen. Diese Mißstände würden durch Uebernahme und Vermehrung der Sanitätswachen durch die Stadt verschwinden und die Stadt hätte sogar noch Nutzen davon.(Beifall.) Wünschenswerth erscheint es auch vielen Leuten, daß die Feuerwehr von der Stadt übernommen werde. Dadurch würden aber ge- wisse Unzuträglichkeitcn, die besonders von de liberalen Prefse gerügt werden, nicht verschwinden. Früher konnte man in den sogenannten freisinnigen Blättern lesen, wie stramm und trefflich die Feuerleute vor fremden, hohen Würdenträgern exerzirten. Jetzt eifern dieselben Blätter wüthend gegen den„langsamen Schritt", den sie doch selbst mit verschuldet haben. Wer steht uns dafür, daß nicht auch uuter der Stadtverwaltung die Feuer- leutc militärisch gedrillt werden. Zudem wünschen die liberalen Blätter, daß auch ein Theil der Polizei und zwar der Bau- und Brandpolizei von der Stadt übernommen werden soll. Das Ganze ist aber nichts als Spiegelfechterei. Die Herren Liberalen wissen sehr gut, daß die Regierung nicht daran denkt, die Polizei aus den Händen zu geben. Viel richtiger wäre es, wenn die Stadtverordneten sich erreichbare Ziele setzen und dahin streben würden, daß die Feuerwehr wenigstens in sanitärer Beziehung besser gestellt werde.(Stürmischer Beifall.) Zum 2. Punkt der Tagesordnung sprach Herr Stadtverord- neter Vogtherr: Zum ersten Male ist es in Berlin geschehen, daß sich eine Fachgewerkschaft an die städtische Behörde gewandt hat, um von derselben Abhilfe gegen Nothstände zu erbitten. Doch dieser Petition ist es schlecht ergangen. Mit Gelächter wiesen die Mehrzahl der liberalen Stadtväter das Gesuch der Maurer ab, ohne sich erst auf eine Prüfung desselben einzulassen. Tie Maurer ersuchten die Stadtverordneten, städtische Bauten nicht mehr an den Mindestfordernden zu übergeben. Dadurch kann nur der Schleuderarbeit Vorschub geleistet werden; denn selbst- redend sucht der Bauunternehmer auf alle mögliche Weise den Lohn seiner Leute zu verringern, um selbst recht viel zu verdienen. Die Mehrzahl der Stadtväter aber, die mit mehr Würde als Verstand ihres Amtes wal- ten, lassen sich aus der althergcwohnten Ruhe nicht herausbringen. Diese Zopsträger geben sich dem Wahne hin, daß sie durch das Sulinissionswesen auf billige Weise städtische Bauten errichten. Sic belügen und verrechnen sich selbst, indem sie annehmen, daß der am billigsten kaust, der den geringsten Preis bezault. Ferner wünschten die Maurer, daß die Löhne der Bauarbeiter nicht mehr von den Bauunternehmern sondern von Arbeiterausschüssen bestimmt iverde» sollten. Drittens verlangten die Petenten eine iieunftündige Arbeitszeit. Diese drei Forderungen müssen zwar als recht einschneidende bezeichnet werden, aber sie sind berechtigt. Allerdings Erfolg hat die Petition nicht gehabt. Handelte es sich doch darum Privatinteressen der Reichen zu vernichten. Daher konnte das Gesuch der Arbeiter keine Gnade finden. Jeder auch nur scheinbare Erfolg der Gegner wird von den Herren Stadtvätern mit Schrecken betrachtet. Die Angst vor der e-ozialisirung Berlins steckt den Herren in allen Gliedern. Mit Gelächter wehrten sie einfach die Forderungen der Arbeiter ab. Zwar wurde die Grundidee als gut anerkannt, aber die Aus- führung als zu kostspielig bezeichnet, da man durch Aufgabe des Submissionswesens ei» ganzes Heer von Baubeamten anstellen müßte. Tics wäre aber nicht der Fall. Wir haben ja jetzt schon Stadt-Baumeistcr und-Rätye, Zimmcrmcister und Architekten:c. Dieselben brauchen der Stadt nicht mehr zu kosten, als den Privatunternehmern. Aber die liberale Stadtverwaltung wollte von der Sache, die doch dem Gemeinwesen förder- (ich ist, nichts wissen. Sie behandelte die Petition so, wie sie alle Neucrungsvorschläge behandelt.— Paris und London haben die angeregten Einrichtungen längst durchgeführt und dort ist man mit den neuen Zuständen so zufrieden, daß man nicht daran denkt, dieselben wieder ab- zustoßen. Warum sollte gerade M uns ein Neuerungsversuch fehlschlagen. Sind denn die Verl...er weniger intelligent, als die Leute in London und Paris? Die Berliner Stadtväter fürchten eben, daß ein neuer Geist(wenn von einem Geiste in der Stadt- Vertretung überhaupt geredet werden könnte(Heiterkeit), in das rothe Haus einziehen würde. Wenn die Sozialisten Berlins ihre Schuldigkeit thun, dann werden bald genügend Kämpfer für das Volkswohl gewählt werden, die mit aller Schwerkraft für die Rechte der Wähler eintreten werden.(Stürmischer Beifall.) An der Diskussion betheiligten sich mehrere Redner. Herr Bräuer führte aus, daß die Stadt genug Geld zur Aus- schmückung von Straßen habe, wenn es gilt, fremde Monarchen zu empfangen. Dann kommt es auf 100 bis 200 000 M. nicht an. Aber wenn etwas zum Wohle der Arbeiter oder dem Allgemeiinvohl gethan werden soll, dann knickern die freisinnigen Herren um 1000 M. Das ist die Partei des tapferen Eugens. Die Partei, die mit geistigen Waffen kämpfen will. (Lebhafter Beifall.) Herr Stahn bemerkt, daß in anderen großen Städten viel mehr für das Wohl der Bewohner gethan wird, als es in Berlin der Fall ist. In New- Jork stehen der Polizei 60 Sanitätswagen zur Verfügung. Wieviel in Berlin? Für die wohlhabenden Schützenbrüder bewilligte man 40 000 M. Für das Sanitätswesen will man gar nichts geben. Auch dagegen muß gearbeitet werden, daß die Stadtverivaltung nur ehemalige Soldaten anstellt und Löhne unter 3 M. für den Tag zahlt. (Lebhafter Beifall.) Herr Lichtensteist, der eben von Halle zurückgekehrt ist, über- bringt Grüße von den dort weilenden Genossen und wünscht, daß in dem Telegramm, welches dorthin geschickt werden soll, auch die Bemerkung enthalten sei, daß die Berliner Sozialdemokraten Herrn Werner nicht als ihren Vertreter betrachten.(Beifall.) Der Vorsitzende ersucht die Versammlung, eine solche Ve« merkung nicht gut zu heißen. Wenn Herr Werner in Halle sündigt, dann wird er dort schon seine Antwort erhalten.(Bei- fall.) Herr Wach bittet ebenfalls von einer Rüge Werners Ab- stand zu nehmen. Der Redner fordert aber die Anwesenden auf, »n einer Versammlung, die am Donnerstag stattfindet, Stellung gegen die Art und Weise zu nehmen, mit der Werner in Halle behandelt wird.(Oho.) Genosse Flatow wendet sich energisch gegen das Ansinnen Wachs; denn es müsse als verwerflich betrachtet werden, wenn Berliner Genossen über den noch tagenden ParteitagzuGerichte sitzen wollten. Der Redner forderte schließlich jeden Anwesenden auf, bei der morgigen Versammlung gegen ein solches Ansinnen zu protcstircn.(Stürmischer Beiiall.) Hierauf wurden einstimmig mehrere Resolutionen angenom- men, welche der Stadtvertrctung zugestellt werden sollen. In denselben wird das Verhalten der Stadtverordneten den Pe- titionen gegenüber getadelt und werden die Stadtverordneten ersucht, Abhilfe betreffs des Sanitäts- und Feuerwesens zu treffen. Nachdem noch der Vorsitzende wiederholt gegnerische Redner ansgesordert hatte, ihre Meinungen zu entwickeln, und sich Nie- wand zun, Wort gemeldet hatte, wurde die Versammlung unter brausenden Hochs auf die internationale Sozialdemokratie ge- schlösse». Ci«>e gut besuchte Versammlung der Vereinigung der Stellmacher Berlins tagte am Montag, den 13. d. M, bei Herrn Zemter, Münzstraße 11. Herr Heindorf hielt einen mit großem Beifall ruifgenommenen Vortrag über Lokal- und Zentral- Organisation. In der Diskussion sprachen die Kollegen Geelhaar, Schnellikc und Seiiger. Ein bindender Beschluß wurde nicht ge- faßt, vielmehr bis zu einer öffentlichen Versammlung verschoben. Eine solche soll am 25. Oktober stattfinden. Dort werden Listen> auf Tischen ausgelegt werde». Wer gewillt ist, dem Lokalverband beizutreten, kann dann seinen Namen eintragen. Es wurde noch angeführt, daß im Falle einer Auflösung der Zeniral-Organisation säinintliche Utensilien dem Statut nach an die Hauptkasse abzu- liefern sind. ES wurde noch bekannt gemacht, daß Meister Doblif, Schulzendorserstr. 20, seinen Gesellen für eine Nabe 3 M. ab« gezogen hat, obgleich die Nabe noch verarbeitet wurde. Es wurde noch aufmerksam gemacht, daß das Stistungssest am 18. Oktober im Elysium, Landsberger Allee 39—41, stattfindet. Darausschloß der Vorsitzende die Versammlung. tollllg. LIM# Li" fcsie Preist. Herren- und G i g r n e Werkstätten: WA 9 B Berlin Berlin :a* Berlin 0., Wchirlerstrch 760 n\t Etwaige Beschwerden wolle das Chausseestraße Publikilm gefälligst im Hauptgeschäft, s, aubriugen. �tmig reelle VeditiiitW. '.......-«O.M.ii.idl,W*.lii. Cigarren und Tabake. B. Stabernaek, Wrangelstr. 85. SiiiteiMp..— »Anbreasstr. S3,H.p. 25 M. an. 24 M. an. 8 M. an, Kunden zur Nack durch bewährte der Lage bin Paletots nach Maaß in guten reinwoll. Stoffen von... Anzüge nach Maaß von..... Beinkleider in Kamm- QCTH VOTt I•• wm unter Garantie gutsitz, anfertige. Ferner empfehle mein großes Lager gutsitzender fertiger Garde- roben: Winter-Paletots von 13 M. an, Kammgarn-Anzüge in reiner Wolle von. 22 M. an, Kammgarn- Hosen von.... 6,50 M. an, bis zu den feinsten Qualitäten zu verhältnißmäßig sehr billigen Preisen. Arboitssachon in gr. AuswaU. S. Passier, Krmme«- Straffe Ar. 118, Bitte genau auf Firma und Hausnummer zu achten, da meine als reell bekannte Firma oft von der Konkurrenz ausgebeutet wird. «olf-Tavak rAss»'» / / M Größtes Lager des Nordens% von Kerlin. Bruunenstr. 1, 1 TttM. Brunnenstr. 1, 1 TttDe. (Eing. Weinbergsweg.) (Eing. Weinbergsweg.) . o.a. O. fSB® % Herren- und Knaben- Gllrhel'gbei!- Khrik. Verkauf zn streng festen Flibrihreistn. Mir empfrhl«!» für die Saifo» folgende Artikel: KmbMMge«. s«.wln»..... jöii|j bis M. Kmben-Pllletsts �Ü'T: m 4,SvbiMM. MMell-Pilletots......... Vi! 8 bis 13 M. CoHlette Anzüge%%%'? höh 12 bis 4Ö1. Winter-Metöts höh lö bis 501. Hosen in ollen Lnolitoten, von den billigsten bis ZN den feinste» Kamingarn- Stoffen. Sämmtliche Waaren sind nur von den allerbesten Stoffen gearbeitet und wird für nadelfertig garantirt. 12SO ÜP[Preise swegsg f©stBe Nene Amerikanische UerkanfshaUen. Bnmnemstr. 1, ITreppe. Brunnenstr. 1, 1 Treppe. (Eingang Weinbergsweg.) K. Schamows l älteste anä anerkannt leistangsfäliigsto« u Uhren-Fabrik II En gros Berlin S., Export» g Granienstr. 153, Ecke Moritzplatz, A besteht seit 1860. Anerkannt beste Bezugsqu. Z Z Nickel-Remontoir-Uhren von 10— 15 M." o Silberne Iiemontoir-Nhrcn v. 17 M. an g. 3" Goldene Damen-Uhren.. v. 20 M. an 2. C do. Ancre-Herren-Re-« g. montoir-Uhren... v. 50 M. an" n Rcgulateure..... v. ö M. an'* do. in polirtem Nuß-= baum-Gehäuse, ca. 1 Mtr. ö%. lang, 14 Tage gehend. v. 14 M. an Wecker-Uhren in verschied. g, Mustern...... v. 3,50 M. an~ Bitte genau auf die alte Firma: tiBW Oranienstnaosc 152"38® zu achten. 951 Ich habe keine Filialen und stehe mit ähnlich lautenden Finnen in keinerlei Beziehung. Ttslislb föimnei Sie mit bei Ihrem Einkauf von Herren-, Knaben-Garderoben und Arbcitssachcn zu 437 je Berlin N., Gesundbrunnen, Kadstraße 18, ücke Stettinerstrasse Ecke Stettiners�rasse, woselbst Sie in jeder Beziehung stlXltCJ t'CCll bedient werden, denn sämmtliche Waaren werden nicht in Stettin, sondern hier in eigener Werkstatt angefertigt. .UtetpslM! WterpMM! Or@sse Fasten 0 ä Stück 13, 15, 18, 30-30 Mk., MM" auch«ach Maas? billig, Kein Laden. angefertigt. Adalbert Stier, Kein Laden. i. 70. Kommanvanteustr. 70, 1. Soeben erschien: Die Mue Zeit. Heft 3. Gelangt jeden Sonnabend früh zur Ausgabe. Preis pro Heft 20 Pfg. Zu beziehen durch die Expedition, Beuthstraße Nr. 3. Wiederverliänfer crlialten Rabatt. Erstes und ältestes Geschäft des Ostens! (Gegründet 1879.) für Herreu- und Kuuben- Garderobe von juk Lindenbaum, 139 Grosse Franktoterstrasse 139 (zweites Haus von der Fruchtstraße), empfiehlt sein großes Lager in Herren- und Knaben-Garderoben vom einfachsten bis zum elegantesten Genre zu billigsten Preisen. Sprzialitiit: Anfertigung nach Maaß. Kr. Lager isi- wnd ausEändis&her Stoffe. U ereins-Mitglieder», die stch als solche legitiiniren, gewähre 5 pEt. Rabatt. 64. Moldemarstraße 64. Auh- uiii) Stiesel-Wooreu-LWer von 1027 Erasi Große Auswahl in Herren-, Damen- n. Kinder Schuhen und-Stiefeln jeder Art. _ Killigc Rreife. Reelle Srdirnnng. Si ta 852 Feste Preise Fils« Hark 30 I CO (XI liefere W CD CD Winler-Pätletots es ' Wilhelm Zapel, Hutmach5> Hut-Fabrik Slücherstrake 11, vis-ä-vis' Kreuz-Kirche. Wilhelm G* Sämmtliche Hüte mit Kontroit Großes Lager in Schirmen-*' I Bedienung. Alb. Hinlze, t ager fetti8e_ Dalldorfersir. 18, dii empfiehlt sein. Schuh maareZU für Ärrreu, Damen«nd l? � Solide Waare zn billigsten P Bestellungen nach Maass so*'. raturen prompt und m %b »i'ais atl bete; die s hier mit S, hnte: ent6 HWr Mein feit 1867 flOO11" l-°' anerkannt reelles, Herren- und< KHaben-Athetöheil-Al� welches schon seit 15 Jahre"'"' p. sich des besten Reuommee's«- 2� Zügen, echt Hamburger zügcn zu den anerkannt vrr Gr. Lager, bil). Preise. EmU Heyn )f Mrterri ÄÄSföl arterre. inkunft. pfiehlt sein reichhaltig assortck in eleganten, als auch illi»'' S. Grabowski, Deunewitzstraß�. Ecke der Bülo>vstt"5 � T\B. Große Auswahl ro halten«» getragenen Herre»' und Paletots. kWl %x' «est S 4on iu k bei» Lern Verantwortlicher Redakteur: Curt Laake in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kadrng m Berlin 8W Beuthnr'.ße Meyers, Broc7. Lcsica, Bücher, Vilü,., u A. Kannemann, Skochl"- hob, H- k