säsß s 244. Sonntag, den 19. Oktober 1899. V. Jahrg. Hrgan für die Interessen der Arbeiter. Das„Jöctuner«oit WZ�WSMML- Volksblatt" Abonnementspreis für Berlin frei Einzelne Nummer 5 Pf. aen. Jnsertionsgebnhr beträgt für die 5gespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pf., für Vereins- und VerfamnilungS- Anzeigen_ 20 Pf. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bcnthstrahe 3, sowie von allen Annoncen-Bureanr, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3—7 Uhr Nachmittags, an Sonn- nnd Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. --- Fernsprecher: Amt VI. Ur. 4l0v.,- VedaKkiott: BvuthflvNtze 3.— Expedition: Veuts�rn�e 3« Ueder die Zersetzung der bürgerlichen Parteien * ein amerikanisches Arbeiterblatt; Tb/in» � Austreten der Sozialdemokratie und die rege ivie I � Arbeiterklasse auf ökonomischem Gebiete, 9� selbstständige politische Partei hat innerhalb Länd/�rl'chkn Parteigruppirungen verschiedener europäischer »orü-� v"6 Zersetzung erzeugt, die als ein Zeichen des be- kann Zerfalles dieser Parteien angesehen werden Dank der Ausdauer und Energie, mit welchen die � Arbeiterklasse ihren Kampf gegen das Ausnahme- über J316 gegen die ganze Stellung der Regierung gegen- 'vtirde v �efreiuugsbestrebungen der Arbeiter führte, r. deutsche Regierung gezwungen, nicht nur das iwÄ�egesetz fallen zu lassen, sondern auch den bnivi che» Standpunkt auszugeben, den sie bisher ein- 5jeQi ln6n hatte. Unter dem Drucke dieser Schwenkung der üchen to g jahen sich auch die verschiedenen bürger- Lewe,' � �eien gezwungen, mehr als das bisher der Fall Zu« t1' in den Forderungen der Arbeiter Stellung n, und diese Forderungen in das Bereich ihrer jungen zu ziehen. Damit war aber auch der Zank- welch,"?. /hre Reihen geworfen. Je nach den Interessen, Qdjw uberwogen, nahm man mehr für die eine oder die Ju e Seite Stellung. Die Konservativen und die s;.,'malliberalen, die sich auf den Boden der kaiserlichen »ich. stellten, wurden durch eine breite Kluft von den rn'uanchesterlichen Elementen ihrer Partei getrennt, fiWo tn Bismarck ihren Herrgott erblickten. Die Frei- kJrL. wurden gespalten in Freunde einer„vernünf- „1�, Arbeiterschutz-Gesetzgebung und in die Anhänger des lio.�% sture laissez aller", denen selbst eine„vernünf- "un jz �ial-Gesetzgebung schon als ein Eingriff in das " äepredigte Prinzip von dem„freien Spiel der : erscheint. dqg bei diesen Parteien, so bewirkte auch beim Zentrum �urtA[stehen der Arbeiterbewegung eine Lockerung des der qpesuges. Ueberall, bei allen Interessengruppen trete,,! st1 Deutschland, bildete das selbstständige Auf- die rnPst die Rührigkeit der Arbeiterklasse den Keil, der •-lei1 auseinander trieb. hier f%%e Erscheinung zeigte sich in England. Auch wn J v sich der rcidikoto JdUtapf der liberalen aerwunaen. ""t dem iJ, ly radikale Flügel der Liberalen gezwungen, Zl»n Tb-ii UMn Auftreten der Arbeiter zu rechnen und strogra>,»„ �'"ststens gewisse Arbeiterforderuugen auf ihr ü»ter Glot»-« Der rechte Flügel der Liberalen one machte diese Schwenkung nicht mit und Feuilleton. >l>el besseren Boden.« "wchen wenigstens die Taillen unserer Tänzerinnen die Folge ist, daß innerhalb der Partei zwei stark aus- einander gehende Richtungen vorhanden sind, an deren Wiedervereinigung kaum zu denken ist. Daß auch die Konservativen Englands sich dem Einflüsse der Arbeiter- bewegung und den Forderungen der Arbeiter nicht ent- ziehen können, beweist das Auftreten Churchill's und der sogenannten Jung-Tories, die, wenn auch in beschränkter Weise, für die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit ein- treten. In den Bereinigten Staaten hat sich bisher der zer- setzende Einfluß der Arbeiterbewegung auf die alten Par- teien nicht in derselben Weise geltend gemacht, wie in den angeführten Ländern Europas. Es ist das dem Umstände zuzuschreiben, daß es hier noch keine einheitliche politische Massenbewegung der Arbeiter giebt und daß auch die ökonomischen Regungen der Arbeiterklasse, was einmüthiges und bewußtes Handeln anlangt, noch immer Vieles zu wünschen übrig läßt. Trotzdem mehren sich auch hier die Anzeichen, die darauf hindeuten, daß die Macher der alten Parteien be- ginnen, mit größerer Auftuerksamkeit als bisher die Be- wegungen der Arbeiter zu verfolgen und ihre Maßregeln danach zu treffen. Die Gründung der verschiedenen„Ar- beiterparteien" durch Hintermänner sowohl der Republikaner als auch der Demokraten, wie wir sie jetzt in Rew-Uork er- leben, ist ein Beweis dafür. Roch stärker tritt uns der steigende Einfluß der gesellschaftlichen Gegensätze auf die hiesige Politik entgegen in einer Rede, die kürzlich ein Wortführer der Republikaner, der Senator Jngalls von Kansas, in Pittsburg gehalten hat. Jngalls führte in dieser Rede folgendes aus: „Ich mag mich nicht gern der Thatsachen erinnern, daß hunderttausend Menschen heute die Besitzer der Hälfte des Ztationalreichthums sind. Ich mag mich nicht gerne der Thatsache erinnern, daß drei Leute zusammen nicht weniger als 300 Millionen Dollars besitzen, während es, wie uns der Arbeitskommissär mittheilt, fünfhundert- tausend amerikanische Bürger giebt, welche zu arbeiten be- reit sind und doch ihr tägliches Brot nicht verdienen können. Ich zweifle sehr daran, ob je ein Mann der Gesellschaft eine Gegenleistung für 100 Millionen Doll. gewähren kann. Es ist kein angenehmer Gedanke, daß in vielen Theilen des Landes Arbeit und Kapital zwei feindliche Lager bilden. Es ist nicht angenehm, die Berichte in den Zeitungen über die Zustände in New-Pork und anderwärts zu lesen, wo schwache Frauen und hilflose Kinder oft gezwungen sind, die empörende Wahl zwischen Alternativen zu treffen, die sie vor Bettel oder Selbstmord schützen." Hierauf wendet sich Jngalls gegen den Vorwurf, daß die Republikaner für die von ihm geschilderten Zustände nicht schwarz, wenn wir mit ihnen tanzen", versetzte der Angegriffene gereizt. „.Herr von Birnstengel— meine Hochachtung vor Ihren Glaceehandschuhcn—" parodirte Paul,„aber in diesem Fall wüßte sich ein tanzlustiger Schmied auch noch zu helfen." Er hatte voll schelmischen Muthwillens ein blüthenweißes Sacktuch aus seiner Brusttasche genommen, und schlang es nm seine rechte Hand.„Ich wette, wenn ich diese Hand auch noch so fest um die weiße Taille meiner Tänzerin legte, sie würde keinen Makel davon tragen." War sein Ilebermuth so ansteckend? Emilie hatte ein kurzes, allerliebstes, ja fast etwas kokettes Lachen, und doch war sie eben nur darauf bedacht gewesen, wie sie den Mann, dem sie so Vieles heimzuzahlen hatte, demüthigen und ver- letzen könnte. Vielleicht war sie nur deshalb herübergekommen! Der Poldl aber faßte sie bei der Hand und klopfte ihr zärtlich die Wange. „Mili, ich will Dir einen Vorschlag machen; ich Hab' einen neuen Walzer komponirt, er wird nicht mein schlechtester sein; ich wollte ihn nur bei einer besonders festlichen Ge- legenheit loslassen, aber wenn Du darauf tgnzen willst, so spiel ich ihn für Dich, und Dir zu Ehren soll er der Emilien-Walzer heißen." Sie sah überrascht und geschmeichelt auf. „Für mich willst Du ihn spielen— und hier?" „Nur hier. Sollen wir denn immer, sobald wir'was leisten, es Denen hingeben, die ohnedies Alles haben. Nein, wenn ich Freude nnd Behagen schaffen kann, soll's Denen zu Gute kommen, bei Denen die Freude so rar ist. Also fag', willst tanzen?" verantwortlich seien. Dieser Vorwurf sei von den Demokraten nur erfunden, um den Republikanern etwas am Zeuge zu flicken. Er bestreitet, daß die republikanische Gesetzgebung an diesen Zuständen die Schuld trage.„Im Gegentheil", fährt er fort,„ich behaupte, daß diese großen Vermögen nicht in der Fabrikation von Artikeln erworben wurden, auf welche ein Zoll gelegt wird. Sie sind an- gesammelt worden von Leuten aller Parteien, von Shylocks und finanziellen Briganten, welche sich nicht um Politik und Prinzipien bekümmern, sondern um die Ausbeutung der Menschen. Derselbe Zustand besteht in allen Ländern, welche die Sonne bescheint; derselbe Tumult, dasselbe Ge- fühl der Unruhe, dieselbe Agitation, welche die Massen aufregt. Und meiner Meinung nach sind wir am An- bruch einer großen sozialen und ökonomischen Revolution, mit welcher nur die republikanische Partei erfolgreich fertig werden kann. Sie ist mit dem System afrikanischer Skia- verei fertig geworden. Sie hat mit dem verderblichen System der Dienstbarkeit aufgeräumt, welche auf Grund der Freihandels- Lehren entstanden ist und schon in dem Kongreß, der jetzt dem Ende zugeht, haben wir Maß- regeln beschlossen, welche der Tyrannei und dem Despotismus des konzentrirten und kombinirten Kapitals entgegentreten soll. Der Krieg ist erklärt. Die Würfel sind gefallen." Man sieht, daß auch hier— in Amerika— schon die Arbeiterbewegung und die Forderungen der Arbeiter- klaffe die Politik der alten Parteien beeinflussen, und wenn vorläufig auch dieser Einfluß sich nur darin äußert, daß die beiden gegnerischen Parteien sich gegenseitig verant- wortlich machen für die gesellschaftlichen Uebelstände, welche die Arbeiterbewegung erzeugen, so kann es doch nicht fehlen, daß auch innerhalb der beiden Parteien selbst die Forderungen der Arbeiter eine zersetzende Wirkung her- vorbringen. Je stärker die Arbeiterklasse ihre Forderungen wiederholt, je nachhaltiger sie dieselben durch kompaktes Auftreten bei jeder passenden Gelegenheit, ökonomisch und politisch, zu unterstützen versteht, desto rascher wird auch hier der Auflösungsprozeß innerhalb der alten Parteien eintreten, der naturgemäß das Feld frei macht für neue Parteibildungen, unter denen die Partei der Arbeiterklasse, die Sozialdemokratie, die wichtigste sein wird. Der zehnte RegionnlKongreß der Pariser PosstdiUsten. i. Ter in der possibilistischen Partei herrschende Streit ist durch die Beschlüsse des zehnten Regionalkongresses des Föderativver- Sie hatte ein kleines, kaum merkbares Nicken, aber es war doch eine Zusage., „Holla!" rief der Poldl laut,„paßt zetzt aus, meine lieben Leut', jetzt kommt ein neuer Walzer von mir dran, dem Fräulein Emilie zu Ehren heißt er der Emilien-Walzer, nnd sie wird dabei die Vortänzerin sein!" Ein allgemeines, weithinschallendes Bravo ertönte. Birnstengel verbeugte sich tief vor Emilien. „Und ich der Vortänzer, wenn Sie mich gütigst be- glücken ivollen—" „Da beglückt sich nichts, Herr Birnstengel," sagte der Pecher,„den Vortänzer Hab' ich mir schon vor langer Zeit selbst engagirt, und den muß sie sich halt gefallen lassen." Er hatte Paul bei der Hand genommen und führte ihn Mili entgegen, um hieraus rasch an den Tisch zu den Musikern zu treten. Huber blinzelte von der Seite nach ihr hin. „Hm— ist doch ein sonderbarer Schwärmer, der Poldl— gerade uns Zwei— hm—" er zuckte mit den Achseln, als thäte es ihm leid, aber es sei eben nicht zu ändern. „Ich weiß wohl, es macht Ihnen auch kein Ver- gnügen,"— lispelte Mili, den Blick zu Boden senkend. „Na— es dauert ja nicht lang," bemerkte er, sich sieichsam Muth einsprechend, und er wand sein weißes Sacktuch sorgfältig um die Hand und legte sie fest um ihren Leib. Die Musik hatte begonnen, und als die Beiden jetzt antraten, sahen sie diesem unangenehmen Zwange gegenüber ganz überraschend glücklich nnd zufrieden aus, als wäre ihnen geworden, was sie am meisten ersehnt. bandes voin Zentrum, b. h, der Pariser Gruppen momentan end schieden. Die„Älllemanisten", um uns der französischen Sitte oder richtiger Unsitte anzubequemen, Parteien nicht nach den ver- tretencn Prinzipien, sondern nach fuhrenden Persönlichkeilen zu bezeichnen, d. h. die Posstbilisten, welche mit Allemane eine ent- schiedene Rückkehr zu einer sozialistischen Taktik, das Aushören aller Kompromisse mit den bürgerlichen Parteien, eine strenge, programmgemäße, einheitliche Parteidisziplin, die besonders auch für Wahlen und Erwählte gelten soll, verlangen, haben für dies- mal über die„Broussisten", die Anhänger der bisher befolgten Streberpolitik und Prinzipienlosigkeit gesiegt. Ter Charakter und Verlauf des Kongresses und die geiaßtcn Beschlüsse hängen durchaus mit den Streitfragen zusammen, die in den letzten Monaten die possibilistische Partei bewegten, und die nur verstanden werden können, wenn man einen gewissen Ueberblick über Charakter und Entwickelung der sozialistischen Partei besitzt. Als in den siebziger Jahren die französischen Gewerkschaften, welche eine reine, Harm- lose Reformbewegung im Rahmen der heutigen Gesellschaft ver- traten, mit dem von Studienzirkeln getragenen modernen Sozialismus in Berührung kamen, lenkten sie dem National- charakter und ihrer sozialrevolutionären Tradition getreu leicht in das sozialistische Fahrwasser ein, um jedoch nur an der Ober- fläche desselben zu schwimmen. Infolge einer kleinindustriellen Mitte in ökonomischer Beziehung, einer kleinbürgcrlich-radikalen Mitte in politischer Beziehung lag ihnen ein tieferes Berständniß für die Theorien des moderiien Sozialismus fern. Der durch die nivellirende, ausgleichende, zur homogenen Masse zusammen- schiveißende Wirkung der Großproduktion noch nicht abgeschliffene Individualismus widerstrebte ebenso einer einheitlichen, straffen Parteidisziplin, ohne die eine kräftige Arbeiterbewegung undenkbar ist. Unter der Begeisterung eines Moments auf dem Kongreß zu Mar- seille zur sozialistischen Partei übergegangen, warteten die Syndikate und andere Arbeiterorganisationen nur auf»ine Gelegenheil, sich von dem schwer empfundenen Joch eines einheitlichen, präzisen und phrasensreien Programms und einer einheitlichen, keinen Kompromiß gestattenden Disziplin zu befreien. Brousse nutzte die vorhandenen Belleitäten aus, um durch geschickte Verquickung der Personen- und Prinzipienfragen den Bruch zwischen beiden Rich- tungen der Arbeiterbeivegnng perfekt zu machen und die Führung des kleinbürgerlichen Flügels zu übernehmen. Es war kein zu- fälliges, sondern ein logisch durchaus begründetes Moment, daß sich alle unklaren, kleinbürgerlich-sozialistischen, sentimentalen, individualistischen und streberischen Elemente gerade um Brousse schaarten. Von ihm galt wie von jedem Anarchisten: Kratzt den Anarchisten und der kannegießernde Spießbürger kommt zum Vorschein. Brousse hatte den wildesten Anarchismus der Baku- nin'schen Schule abgekratzt und repräseutirte sich nun als miß- vergnügter, nörgelnder Spießbürger, gepaart mit einem intriguanten Streber, Bakunin'S Adlatus ward zum Bundesbruder der Broad- hurst, Shipton und Konsorten. Seine spießbürgerliche Auffassung der sozialistischen Verhältnisse, seine Verwässcrung ves sozialistischen Weins, sein Paktiren mit allen Vorurlheilen rc. entsprach dem Geist der Syndikate und Organisationen, welche sich ihm vom Kongreß zu St. Etunne an mit Leib und Seele verschrieben. Als Partei um ihn, als um ihr geistiges Haupt geschaart, drückte er dieser bald den Stempel seines eigenen Wesens auf: das kleinbürgerliche, streberische ward das hervorstechendste Merkinal des f osfibilismus,— Possibilismus nicht etwa deshalb, weil er mit eflhaltung des letzten Ziels der Arbeiterbewegung auf Grund des Programms Reformen zu Gunsten der ganzen Arbeiterklasse erstrebte, die schon heute der herrschenden Lilasse entrissen werden können, sondern Possibilismus, weil er. Dank einer kautschuck- artigen Prinzipienlougkeit, alles Paktiren mit den bürgerlichen Parteien zu Nutz und Froinmen des Ehrgeizes etlicher Führer möglich machte. Die sogenannte volle Autonomie der Gruppen, das Steckenpferd der individualistischen französischen Arbeiter, war das Feigenblatt, hinter das sich das Streberthum ehrgeiziger Per- sönlichkeiten verkroch und jeder Kontrole entzog. Wohl haben die Possibiliften,Tank verschiedener organisatorisch befähigter Leute, An- erkennenswerthes für Sammlung der Pariser Arbeiter in Syndikate geleistet. Aber abgesehen davon, daß den meisten in Frage kom- wenden Organisationen der rechte prinzipielle Standpunkt fehlt, wird ihr Zusammenhalt, ihr einheitliches Vorgehen oft durch un- gebührlich breite Autonomie beeinträchtigt. In theoretischer Hin- ficht hat der Possibilismus durchaus unbefriedigend, zum Theil direkt störend und verwirrend auf das französische Proletariat gewirkt. Seine diesbezüglichen Leistungen resumuen sich der Hauptsache nach darin, daß seit ca. 10 Jahren auf der Doktrin von den„gemeinwirthschaftlichen Betrieben" herumgeritten worden ist, einem sich wissenschaftlich spreizende», ökonomischen Gemein- plctz, den Brousse nach Frankreich importirte,— Cäsar de Paepe hatte die allerdings etwas anders als von den Broussisten auf- gefaßte Theorie zuerst auf dem Kongreß der Internationale zu Gent vertreten— um ihn dem„Marxistischen Utopismus" als letztes Wort des„wissenschaftlichen Sozialismus" entgegen zu stellen. Eine einheitliche, aus dem prinzipiellen Programm der Partei abgeleitete Disziplin und Taktik ivard als„unpolitisch" und„sich den Erfolgen in den Weg stellend" verpönt. tedes Gruppchen konnte im„lokalen Interesse" eine„autonome ktion entsalten, die mit Allem, nur nicht einen sozialistischen Programm im Einklang stand. Unter solchen Verhältnissen war Birnstengel war davon gestürzt, er holte den Vater. Der Emilien-Walzer elektrisirte Alles. Osivaldt, der sich bald hier bald dort einer Gruppe zugesellt, um Volstypen zu studiren, ward nun gleichfalls von der unbezwinglichen Lust erfaßt, mitzutanzen und er sah sich nach der feschen Mirzel um. Aber diese war immer vergeben, man riß sich um sie, er begriff das sehr ivohl. In ihr war jenes prickelnde Leben, das berauschend wirkt wie Champagner. Aber mit wem sollte er sonst tanzen? Da standen wohl Einige beisammen, aber sein Kennerauge war von diesen Formen keineswegs angezogen. „Da muß man blind hineingrifen," dachte er,„sei's drum!" Dieser Heroismus belustigte ihn, sowie der Kontrast seiner eigenen eleganten Männlichkeit zu dieser dürstigen Weiblichkeit. „Wollen wir tanzen, Fräulein?" fragte er, indem er aufs Gerathewohl vor Eine hintrat; es war die Franzel. Ihr verging der Athem im plötzlichen Schreck, dann aber begann ihr Herzchen so stürmisch zu pochen und sie blieb unbeweglich und stumni, keines Wortes mächtig. Er wollte ihre Hand ergreifen, da drängte sich ein junger, lang- aufgeschossener Bursche dazwischen, der taube Andreas. „Die tanzt nicht, sie kann nicht tanzen!" rief er in schroffer Abweisung,„wenn sie aber tanzt, so tanzt sie nur mit mir." Oswaldt maß ihn mit einem sehr gleichmnthigen Blick. „Ich habe durchaus nicht die Absicht, Deinen Siechten hier zu nahe zu treten," und lachend wandte er Beiden den Rücken. Fast wäre er mit dem alten Brandhoser zusammen- gestoßen, der, roth vor Aerger und Zorn und getäuschter Erwartung daher kam, von Birnstengel eskortirt, um seine Tochter zu holen. Sie war ein Bürgermädel, das sollte ihr Niemand nehmen, und nun tanzte sie da unter den Arbeitern und kränkte den Birnstengel aufs neue. „Na warte! jetzt wird Dir der Alte zum Tanz auf- spielen!" und erreichte die Partei, was ihre Führer gewollt: sie gewann äußerlich an Größe und Umfang, ermangelte aber der prinzipiellen Klarheit und Durchbildung, die volle Autonomie der Gruppen ward in keiner Weise durch eine Parteidisziplin beeinträchtigt, dafür aber übten Persönlichkeiten, welche Gruppen-, Lokal- und Person euinteressen zu schmeicheln verstanden, in Wirklichkeit eine wahre Diktatur aus, die Partei hatte„praktische Erfolge", die jedoch nicht ihr und der Sache des Proletariats, sondern nur etlichen Führern profitirten. Die Jagd nach einem Mandat für die öffentlichen Körperschaften war bald aus einem Mittel zum Zweck Selbstzweck der Agitation selbst: daher eine Reihe von Kompromissen mit den bürgerlichen Parteien, von Verstößen gegen das Programm, Abschwächungen und Verdrehungen desselben, andererseits Vernachlässigung der prinzipiellen Propaganda seitens der Erwählten zu Gunsten der Erlangung kleinlicher praktischer Vorthelle für die Wähler, unter denen sich erstere dadurch eine billige Popularität zu sichern suchten, die nur ihrer Person, nicht der Parleisucht galt. Jahrelang hat die possibilistische Partei unter solchen Verhältnissen dahin existirt, und der Haussriede wäre trotz theilweiser Unzufriedenheit einzelner Elemente nicht gestört worden, ivenu nicht die politischen Verhältnisse Frankreichs eine Situation gezeitigt, welche die verfolgte Taktik aus die Spitze treib»», damit aber auch eine heftigere und allgemeinere Opposition in den eigenen Reihen hervorrufen mußte. Es war der Boulangismus, der dies bewirkte, der wie alle bürgerlichen Parteien auch die wahlverwandtschaftlich mit diesen zusammenhängenden klein- bürgerlich-sozialistischen Fraktionen der Blanquisien und Possibi- listen zersetzen mußte. Die Bourgeoisie, durch einen Hauskrieg um den besten Platz an der nationalen Suppenschüssel in Bou- langisten und Zlntiboulangisten geschieden, suchte durch Vermitte- lung dieser Fraktionen, welche Fühlung mit der Masse hatten, die letztere für sich zu gewinnen. Jedes bürgerliche Lager wandte 'ich an das Element, von dem es eine gewisse Wahlverwandt- chaft mit sich selbst vermuthete. Tie Boulangisten, die Vertreter einer demagogischen, revolutionär angehauchten Abenteuerpolitik der noch zu befriedigenden Appetite suchten die Bundes- genossenschaft der Blanquisten. Die Antiboulangisten, die Vertreter einer ultragemäßigten Ordnungspolitik der be- riedigten Appetite, die nicht in ihrer Verdauung gestört wer- den wollten, gingen mit den Possibilisten zusammen' den Kadettismus ein. Waren die Blanquisten— die Vaillant anhängenden Gruppen ausgenommen— in Konsequenz mit ihrem Prinzip eines romantischen Revolutionarismus a tout prix auf die Legende vom demokratischen Staatsstreich hineingefallen, so fielen die Possibilisten mit Preisgabe ihres Prinzips von, Klassenkampf dank dem Ehrgeiz und der Machtgebiete der Brousse, Long zc. auf den Vorwand von der„gefährdeten Republik" hin- ein. Je mehr Nahrung der Bonlangismus aus der allgemeinen Unzufriedenheit der Massen saugte, um so höher mußte der Anti- boulangismus die Vorspanndienste einer Partei zahlen, welche Fühlung mit den Massen hatte. So konnten die possibilistischen Führer mit ihrem Einfluß einträglicheren Schacher als je zuvor treiben, und sie thaten dies auch; wie in der heißen Luft eines Treibhauses schoß in der Atmosphäre des Boulangismus ihre Prinzipienlosigkeit, ihre politische Mogelei üppig empor. Der Possibilismus als kleinbürgerliche und sire- berische Bewegung erreichte sozusagen seinen Zenith, alle bis dahin schon dagewesenen Verstöße gegen ein sozialistisches Pro- gramm und eine sozialistische Taktik werden durch den als höchste politische Tugend gepredigten Kadettismus in den Schatten ge- stellt. Das Prinzip des Klassenkampfes ward der Allianz„aller Republikaner", die sozialistische Propaganda dem Eintreten für die opportunistische Regierung geopfert, die Gunst der Masse ging quasi verloren, aber dachr ward die Sympathie aller Ordnungsbürger gewonnen. T�r Situation entsprechend stiegen die äußeren Erfolge der Partei, richtiger die der Führer aufs Höchste: 2 Sitze in der Kammer, 8(eventuell 9) im Stadtrathe, ausnahmsweise mit Unterstützung der bürgerlichen Republikaner erhalten, waren der Preis, daß die Partei das Prinzip vom Klassenkampf in die Tasche gesteckt. Aber auf das Maximum an Prinzipienlosigkeit und Erfolgshascherei, auf den höchsten Ausdruck des streberischen Geistes seitens des Possibilismus mußte nothwendigerweise eine Reaktion folgen, und dies aus doppelten Gründen. Einmal hatten nicht alle Appetite, welche durch die ungesunde Theorie der„praktischen Erfolge", durch Versprechungen und das Beispiel der Brusse u. Co. gereizt worden, ihre Befriedigung gefunden. Andrerseits war der Verrath, die zum Prinzip erhobene politische Mogelei so hoch augewachsen, daß auch den Meisten die Augen aufgingen. Dabei darf nicht übersehen werden, daß sich mit der Zeit der Einfluß der streng sozialistischen Propaganda seitens der tollektivisten, mag es zehnmal geleugnet werden, doch als wirk- am für die Anschauungsweise der jranzösischen Arbeiter erwies. Die von ihnen vertretenen Doktrinen, die stets durch die That- fachen als richtig erwiesen wuroen, fanden bis in die Reihen der Possibilisten mehr und mehr Anklang und mußten daselbst zur Opposition gegen die bisherige Taktik veitragen. So i|[ es nicht zufällig, sondern logisch durch- aus begründet, daß im possibilistischen Lager heftige Reibereien entbrennen, kaum daß die boulangistischen Wirren ihren Abschluß gefunden. Zwar behaupten die Posst- Neuntes Kapitel. Eugen Osivaldt hatte in Wimmer's Gasthof ein nettes Stübchcn iune. Es war früh am Morgen. Er stand vor dem Spiegel und knüpfte, vielleicht mit weniger Sorgfalt als gewöhnlich, seine Kravatte. Sein Anzug war überaus kleidsam; er trug Gamaschen, die bis ans Knie reichten, Pumphosen, eine kurze Jacke aus einem, blaßgrünen Tnch und weiße Weste. Es war eine von dem ersten Schneider Wiens für Ge- birgstouren komponirte Toilette, denn Field hatte ihm be- greiflich gemacht, daß ein Gentleman nur aus dem Atelier dieses Bekleidnngskünstlers Erträgliches geliefert erhalte. Aber er kam sich nun darin ganz übermäßig geschniegelt vor, und gedachte der ironischen Blicke des Pechcrs, mit denen dieser ihn mustern würde. Gewiß, er würde in der alten Lodenjacke, die er vor sechs Jahren getragen, sich ungleich behaglicher fühlen, aber sollte er Dasjenige, das er in den letzten Jahren energisch sich angeeignet, so schnell wieder aufgeben? Er durfte nicht daran denken. Wie lange wird er auch hier verweilen? Nach einigen Tagen schon wird er wieder in jenen Kreisen verkehren, wo in allem Aeußerlicheu die größte Akkuratesse zur Pflicht wird. Er bürstete sein glänzend schwarzes Haar- glatt, känunte es in die Stirn und arbeitete au seinem Bärtchen herum, um ihm den beliebten weichen Schwung zu verleihen. Ein Mädchen brachte ihm den Kaffee und die Zeitungen, es waren die gestrigen Morgen- und Abendblätter. Er setzte sich an das offene Fenster, schlürfte den heißen Trank und überflog die Seiten. Die Massageknr und die Bedeutung dieses modernen Heilverfahrens wurde in einem zienilich ausführlichen Artikel behandelt, die Anstalt des Doktor Metzger in Amsterdam be- sprachen, und die gekrönten Häupter und sonstigen illustren Persönlichkeiten aufgezählt, die diesem Heilverfahren sich unterworfen. Oswaldt hatte ein eigenthümliches Lächeln, seine Blicke suchten weiter unten und— er lachte laut auf — richtig, da stand es, daß auch Frau Field, die Gattin bilisten, daß ihre Partei die einzige sei, welche inj- Boulangismus keine Zersetzung erfahren. Allein die§ trijM mit Beziehung auf den äußeren Zusammenhang der Parte i und auch hierin nicht ganz, da sich der größte Theil der Gr»? des 13. Arrondifsements aus Opposition gegen die kadetW Taktik loSgelöst hat. Auf alle Fälle ist die Partei innerlich� setzt und in zwei Lager geschieden: in die Anhänger der»- berigen prinzipienlosen, streberischen Taktik, an deren Spitze«H lich die„Erwählten" der Partei stehen(Broussisten), und in j Anhänger einer programmgemäßen Taktik auf Grund � strengen Parteidisziplin, geführt durch Leute, welche bei dein-- herigen Schacher leer ausgegangen sind oder die von eW solchen überhaupt nichts wissen wollen(Allemanisten). Das � Lager gruppirt sich um Brousse, Lavy, Prudent-Derviller-- kurz alle„Erwählten", mit Ausnahme des Stadtrathes der bekanntlich nie in der lltue Cadet gewesen, j* Opposition um den ewigen Durchfallskandidaten Alle»», den revolutionären Volkssänger Clement, den Stadtrath F»™ Joindy ec.__(Fortsetzung folgt) Polifirrfic lteberstcht Für den nächste» iuternattonalen Arbelterkong� der cim 16. August des kommenden Jahres(1891) 1 Brüssel zusammentritt, wird folgende Tagesordnung M geschlagen— natürlich unbeschadet des souveränen(M scheiduugsrcchts des Kongresses:' 1. Stand der nationalen und internationalen beiterschutzgesetzgebung, und Bespreche� der Mittel, dieselbe zu erweitern und wirksain machen., 2. Schutz und Sicherung des Koalition- r e ch t s. Die Gewerkschaftliche Bewegung, Str? und Boykotts vom internationalen Gesichtspunkt.. 3. Tie Stellung und die Pflicht der Arbeiters gegenüber dem Militarismus. Di- Zieise Caprivi's nach Küddeutschland betreh� wird dem„Düsseldorfer Volksblatt" u. a. geschrieben:«*" es heißt, beabsichtigt die Regierung nicht, mit der- Hebung des Sozialistengesetzes für imnier sich 4] Maßnahmen gegen die um sich greifende Agitation w. Sozialdemokratie zu begeben. Es handelt sich vielmehr� quuutu|iui uuw. den Versuch eines P r o v i s o r i u m s, dessen nähere VI nerunaen Lrnr von M ozialistengesetz oüM fetzung mit den verbündeten Regierungen Herr von auf feiner süddeutschen Reise persönlii....... oll. Die Zeit, während welcher das x Herr von bewerkstelligt ivm..w.w ww..w«wvv.,vv vwy wiozialistenge fetz, Kraft getreten, würde den Regierungen Gelegenhe? Beobachtungen und Ermittelungen geben, auf Grund � dann etwa nothwendige neue Bestimmungen sich fsi0 ,23 fixiren ließen. Anscheinend steht diese Absicht mit niaiWj Hoffnungen, welche an die„neue Aera" geknüpft ivu» nicht ganz im Einklang; es giebt sogar Politiker, die � „neu" und„alt" schon nicht mehr unterscheiden zn i»; glauben. Daß man aber in höchsten Kreisen gew# j trotzdem eine solche Unterscheidung merklich hervortrete lassen, wird der Neubeginn des Reichstages zeigen, durch den Kaiser in Person am 13. November cro werden wird.I Wie schon von verschiedenen Seiten versi wird, soll bei dieser Gelegenheit eine kaiserliche Knndg/ � zu erwarten sein, welche sich in ganz besonderer WW jß der gesetzgeberischen Fürsorge für die arbeitenden L, befaßt." Wir haben uns nie Illusionen gemacht und- den allen Eventualitäten gegenüber so zu handeln daß die Sache des werkthätigen Volkes gefördert wird- Zur Heachtnng für alle Arbeiter! Wie der Tagewacht" von glaubwürdiger Seite mitgetheilt wird, � sich der aus den Spitzelaffären in der Schweiz bekannte S s'... R. Haupt wieder auf deutschem Boden, hat sich neulich j Fachverein der Former ausnehmen lassen und geht aus der. die verwandten Vereine um Unterstützung an. Derselbe oe. Ich über seinen Aufenthalt in den Jahren 1884—87 nicht al weisen.„U Ein Dementi. Die„Börsen-Zeitung" hatte berichtet, der Erschießung einer Person auf dem Gefängnißhofe in durch einen Wachtposten habe der Kaiser dem Kriegsmvnsi� sein lebhaftes Bedauern über die Angelegenheit ausgG jf und dem dringenden Wunsch Ausdruck gegeven, daß derlei � liche Zwischenfälle in Zukunft vermieden werden. Ter Anzeiger" ist„ermächtigt, die Nachricht der„Börsen-Zs.� von einer solchen Aeußerung als völlig grundlos zu ern, des bekannten Finanziers, sich dieser Behandlung iintetZ � wolle und gestern in Begleitung ihrer beiden Töchter, ihres Schwiegersohnes, Baron Waller, nach Amsterda' ,., gereist sei. Etwas von deni Abglanze der verstP� cä Hoheiten und Berühmtheiten, die däsfelve gethan, siel 1 auch auf sie; Papa Field stand dieser Notiz nich � � Nun, der kannte die Gesellschaft, in der er lebte, und es, sie zu beschäftigen; Hanna aber würde, stolz wie darüber hinwegsehen.' r Er ließ das Blatt sinken und sah nachdenklich � hin. Er gedachte seiner schönen, liebenswürdigen Vi. st „Sie besitzt so viele Fähigkeiten, wird sie ö W Fähigkeit besitzen, zu lieben?" Er fand es sonderba- er als Bräutigam sich diese Frage stellte, und noch> � barer, daß er sie nicht zu beantworten wußte. �.wst# sie bisher kaum einige Minuten allein mit ihm 0 clif' im Hause, auf der Straße, immer und überall wa � in Gesellschaft, oder mindestens mit einer Duei»'� sammen. Er hatte das sehr langweilig gefunden und � gethan, um sich und die Geliebte dieser Aufsicht'' f ziehen, aber es schien ihm, als ob sie ihn in diest,;( streben nicht unterstützte. Mußte dies so sein? war, diesen Kreisen so Sitte? und hielt der Anstand diese Mädchen in so engen Grenzen, daß der Vertobte übe � Ahnungen nicht hinaus kam? Aber wenn sie ihn niasi � hätte sie dann eingewilligt, die Seine zn werden? � ja. ein so armer und unbedeutender Mensch. � nur eigentlich wüßte, was die Fields an nur P 01» Narren gefressen," platzte er sich selbst gegenüber lustigen Ausrichtigkeit und jener ursprünglichen Wt W's heit hervor, die der innerste Kern seines Wesens war.»Zuwäre würdig, die Gattin eines Fürsten zu sein und liei % haftig, Field hätte ihn haben können. Mit dieser Ueberzengung kam aber der gaW.ß v, mnth des Jünglings über ihn, der sich bevorzugt s'w j» dem sich niit einem Male eine glänzende PerspeU' Glanz, Reichthum und Wohlleben eröffnet. (Fortsetzung folgt.) ■Sit hatten die Nachricht überhaupt nicht gebracht, weil sie unZ 'n vornherein unglaubwürdig erschien. >«i*ch und durch schuhzölluerische sächsische 31 c- f'I.'[''O hat dem Bundesralh folgenden Antrag unter- «1 �ei' BnndeZrath wolle unter Abänderung deZ Beschlusses �27 Juni 1S7D beschließen, die Einfuhr lebenden Rindviehes � �esterreich-Ungarn— mit Ausnahiue des Viehes der großen � Rasse, deren Einsuhr unbedingt verboten bleibt— nach ... 1 größeren, polizeilicher Bcaussichtigung unterstellten Schlacht- Y"'*" unter der Bedingung zu gestatten, daß die Thiere t'! ter Grenze mit Ursprungs- und Gesundheitezeugnissen ver- nyen sei» müssen; beim Eintritt in das deutsche Gebiet durch eeuete Thierärzte untersucht und ohne Umladung bis zu ihrem �ch'umumgsortc mit der Eisenbahn übergesührt,'daselbst alsbald Lsschlachtet, bis dahin aber von anderem'Bich getrennt gehalten a m uui? CU1� dem Schlachthose nicht lebend entfernt werden dürfen. ijur Begründung heißt es: Tie bestehende Flcischthcuerung lastet •nt einem schwer eiripfuirdeuen Drucke auf der Bevölkerung. - euerdiugs tritt zu den Magen darüber sogar die Klage über dvhen Preise des lebenden Viehes ans"lnndwirthschastlichen Ueber die Ursachen der bis in die neueste Zeit fortge- Preissteigerutg des Fleisches wird zwar noch vielfach ge- untlc». Daß aber die bestehenden Vicheinsuhr-Verbote mit dazu vecgclragen haben, dürste sich kann» in Abrede stellen lassen. Tie �unc-verwaltung der einzelnen Bundesstaaten ist nicht im «lande, ihrerseits durch irgend welche Maßregel dem Uebelstande 5' heuern. Dagegen dürste durch bedingungsweise Wiedergestatluug ver.Emfuhr von Schlachtvieh aus Oestcrrcich-Uugaru eine Ver- Mnmmkrung des jetzigen Znstandcs verhindert, ivahrschcinlich euch eme Besserung, ein Sinke» der außerordentlich hohen Fleisch- p«>se herbeigeführt werden. ,, Nie Nlitthrilnng betr. dcs Uerbandrs siatliolifcher -ehyvv, welche dieser Tage durch die Presse ging, wird vom �teichs-Anzeiger", der ans seine alten Tage zu einer sür seine ..'stsiution etwas angreifenden Lebendigkeit angespornt Ivird, kutschieden demenlirt. .. Ans drur Kaarbrültrener Ueviev kommen Nachrichten, >e»msere Aufsasfung der dortigen Sachlage durchaus bestätigen '..äch- Evidenz zeigen, daß die von uns festgenagelte Schlveinburge- betreffend des Tudweiter Arbeiterausschusses eine handgreifliche ks!>2e war. Ter bergmännische Rcchtsschntzverein hat den Bor- a> �auftragt, Bcschivcrde zu erheben gegen einige in letzter erfolgte Auflösungen von Bergarbeiter-Berfammlungen. ÄInch der Ausschußmitglieder öffentlich erklärt»verde», daß di» m � Remter niederlegen,»veil ihnen ein positiver Einfluß auf i Grubeimngelegenhciten nicht eingeräumt werde. «». Em fninorn* Wahlmifrnf»st von den Konservativen des . � �üs-WahlkreiseS Landeberg-Soldin zu Gunsten des von ihnen L;; ��chwahl aufgestellten Herrn Amtsrath Dietz von Bayer er- in!* roorCiei1- Der Wahlaufruf lautet in lakonischer Weise»vie Li?:»Alle diejenigen Wähler,»velche die Staats- und Reichs- so lange sie den von Er. Majestät bestimmten ?»nehält, unterstützen und nach wie vor die Umsturz- 2-1 x m en bekämpfe»»vollen,»verde» gebeten, bei der am wü,• anstehenden Reichstags-Ersatzwahl den auf den Namen ..]f»flvitsraths Dietz von Bayer zu Himmelstädt lautenden Wahl- »««b abzugeben. ...n.Nrr Amtsgerichtsrath Schmälder, ein eifriger Mit- uier der„Köln. Ztg.", der einen erbitterten Kampf gegen das l'öcmeine Wahlrecht führt und solch' reaktionäre Forderungen !. u», daß selbst manche tlonservativen den Kopf darüber schütteln, 'unermüdlich thätig, sich bis auf die Knochen zu blamiren. ..L�akteristisch aber fur.die Haltung»veiter Kreise unserer J»>risten- A. Jst es, daß die Schmötder'schen Ideen Anklang� finde». In �Ui.eleors hat kürzlich die Hauptversammlung der Rheinisch- 0 ft f n f* f-4* m«■» /Ct /\ f%« r». /Xi ä f»% t£"-.CA—..i—.—A der .... WWWW CVV W» V v»| Vi;- westfälischen Gefängniß- Gesellschaft getagt, welche � höheren Justizbeauiten, sowie aus Strafanstalts-Beamten be- ßeht. Der eriie Gegenstand, welcher diese Gesellschast beschäftigte, die Wiedereinführung der körperlichen Züchtigung. Nach «"st»» Bericht der„Köln. Ztg." führte der Reserent, Zimts- Mtsrath Schmölder, n. A. aus: Bei den jugendlichen Verbrecher» Ä der Staat dasselbe Recht in Anspruch nehmen, welches Eltern, r'chtei und Lehrer besitzen; das Ehrgefühl der erwachsenen Ver- Lecher aber sei von sinnlichen Trieben nahezu crstickl»"'d be- zur Wiedererivectnna eines energischen Mittels. Redner ZUpjahl, um manche Ucbelstände zu vermeiden, welche sich früher ? der Anwendung der Prügelstrafe herausgestellt haben, ue Anwendung einer Maschine nach Art der Guillotine, be»»velcher °>i. Energie der Schläge geregelt werden könne.(Selfr schon � puf Antrag des Herrn. Ersten Staatsanivalts Jaencsch-Ausfeldors Me' die Versammlung schließlich n. a. folgende Beschlusfe:„d»e -°r?erliche Züchtigung ist ein durchaus nothwendiges D»szipl„iar- ./'ttel gegen alle Kategorien männlicher Strafgesangenen; 2. d»e ■Mühtuug derselben als selbstständige Strafe ,ur«melne Straf- date» ist ein unabweisbares und bringendes Bedrirfniß.. f'1 m Debatte über diese Frage wurde nach der„Köln. Ztg. j.�if hinge>viesen, daß aus dem Bolle selbst und auch vielfach IL der Presse der Ruf nach Wiedcreinsührung der Prügelstrafe �U» geworden sei. und daß sich die Anschauungen über diefen jn liJL in den letzten Jahren infolge der Uebcrhandnahme �sseu; heute �würden' im" Reichstag sehr viele �tuiunen basür S.e.T nnechei» und die Geschichte wird es beglaubigen. ##### «W .°bheit wesentlich geändert hätten." Vor 30 Jahren, selbst z>ir sogenannten Landrathskammern, sei ein Ztnttag auf ihrung der Prügelstrafe noch durchn"? aussichtslos s des Herrn von Feilitzsch dem König gegenüber, daß er nur so lange sür das Leben Ludivig II. garanlire, als er lFeilitzsch) im Anue sei, eine gründliche Untersuchung nud Beleuchtung erfährt, und die damals viel verlästerten Sozialisten werden es auch kaum ruhig binnehmcn,»renn»hucn bcivicscu»vird, daß man Ludivig II. München verleidete,»veil sein Leben vor s o z i a- l i st i s ch e>»„A ii s ck l ä g c u" nicht sicher gewesen sei. Die Iiath- losigkcit im inneren Ministerium läßt sich an den kuriosen Be- schwichligungsvcrsuchen deutlich erkennen. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, die Freiwillig-Gouvernementalen reden be- reits von»„»vackelnden Stuhl des Herrn v. Feilitzsch, man darf von einer Ministerkrisis spreeben. Populär war Herr v. Feilitzsch in Bayern nie, sein jetziges Verholten hat ihm in München den letzten Rest etwaiger Beliebtheit genommen, sein Rücktritt wird täglich erwartet."— Es ist bekannt, daß man den geisteskranken König durch Ammenmärchen über angebliche„Attentatsversuche" der Sozialdemokraten in Angst versetzte; daß selbst ein konser- vatives Blatt,»vie der„Hamb. Korrespondent",' diese Thatsache bestätigt, kann»ns mir willkommen sein. Feilitzsch hat übrigens trotz aller Maßregelungen den Fortschritt des Sozialismus in Bayern nicht aufhalten könne». Mrr im(5 las ha Ilse(litt, soll nicht mit Steinen»verf»»». ie irischen Abgeordneten Dillon und O'Brien haben sich be- kanntlich, statt sich einsperren zu lassen, nach Amerika zu einer Agitationstour begeben, um sür die Nationalliga Gelder zu sammeln. Ter Prozeß, ivelchen» sie sich entzogen, war von der Regierung eingefädelt»vorden, um sie daran zu hindern. Tie Münch euer„Allg. Ztg.", die ihre Hoffnungen auf Bismarck ge setzt hatte und nun als Tepossedirte offiziös zur Fronde gehört, spricht von der„Bettelreise" der irischen Parta»ne»tarier. Dillon und O'Brien agitirei» für eine große Idee, für die Herstellung menschemvlirdiger Zustände in dem von den englischen Grund- Herren ausgesogenen, durch Polizeiwillkür und Slusnahmepolitik heimgeslichteu Irland. Die„Allg. Ztg." aber schwärmt für einen Mann, der für sich dei» Bettelsnck in Dentschland umhergehen ließ und sich nicht scheute, ein Rittergut als Geschenk für seine „nationalen Verdienste" anzunehmen. Freilich, seien»vir nicht zu hart, Fürst Bismarck hat sich stets auj's Verdienen ver- standen. Der Kurs bleibt der alte. Am 18. Oktober wurde aus B r a u n s ch»v e i g, auf Grund des FreizügioLeits- gcsetzes, ein aus Oesterreich gebürtiger Tischler ch w e i d a, ein Sozialdemokrat, ausgewicseu, weil er sich,»vie ihm die herzogliche Polizcidjrcktiou eröffnete, politisch„lästig" ge- macht habe. Der Man»» ist schon zivei Jahre hier ansässig und verheirathet sind u»uß min laut polizeilichem Befehl innerhalb einer Woche das Herzogthum Brauuschweig ver- lassen. Die Reaktion agitirt unablässig für die Arbeiter- fache. Der Dorsiand des westtalischc»» Äaurrttvereius er- mahnt, wie die„Köln. Ztg." mittheilt, in einem Aufruf seine Mitglieder zu scharfer Wachsamkeit gegenüber„deirVersuchen, die sozialdemokratische Hetzarbeit aufs Land zu tragen." Tie Mit- glieder werden aufgefordert, in jeden» Falle, sobald die ange- lündigke Agitation offen oder geheim sich geltend mache, sofort de», Vorstande Bericht zu erstatten. Die Ultramontanen rüsten sich, unsere Agitation zu paralysiren. Es»vird ihnen nicht ge- lingen. Herr Kon»»»», der Trierer Bischof, an den die katholischen Vereine von Sulzbach im Saarrevier ein Zustimiinmas-Telegramm geschickt hatten, sagt in seinem Antwortschreiben:„Ich darf wohl versichern, daß es das»inausgesetzte Streben der Bischöse Preußens ist, auch die materiellen Interessen der arbeitenden Klaffen nach Kräften in Schutz zu nehmen und auch»vettere Kreise dafür zu gewinne», wo es sich um berechtigte Ansprüche handelt. Dahingegen geben»vir uns auch der Hoffmmg hin, daß unsere katholischen Arbeiter sich nicht von Männern, deren letztes Fiel ein aai»z anderes ist, als die Besserung der Lage der Ar- eiterbevölkcruug, verleiten lassen, den Weg der Gesetzlichkeit zu verlasse»; daß sie vielmehr sich bestreben, zunächst durch Religiosität, Arbeitsamkeit ihre Lage selbst zu heben und zu verbessern." Ter fromme Seelenhirt spielt den getreuen Eckart, der seine Schutz- befohlenen vor den ttt Sozialdemokraten warnt und sie glauben machen»vill, daß die Kirche soziale Reformen durchführen könne, dieselbe Kirche,»velche die Stütze des Klaffenstaates ist und die soziale Frage mit Almosen und dem Eiapopeia vom Himmel nicht etwa gelöst, sondern zur Versllmvfung gebracht hat. Zun» Glück ist die wirthschafttiche Entwickelung stärker, als die Allianz der Krummstäbe. Co geht vorwärts! Aus Magdeburg wird gemeldet: Für den Wanzlebener Kreis ist seitens der hiesigen Sozialisten eine kräftige Propaganda unter der ländlichen Bevölkerung in Angriff genommen worden. Taufende von Agitalionsnummeri» der„Volksstimme" wurden bereits verbreitet; auch iverdeu allenthalben Volksversammlungen stattfinden. Die Geistlichkeit warnt vor den„Sendboten der Sozialdemokratie." Aus B o ch u m telegraphirt man: An die sozialdemokratische Parteileitung»vird der Antrag gestellt»verde», dieselbe möge in» ivestfälischen Kohlenrevier Filialen des zu begründenden polnischen Parteiblattes ins Leben ruien. Bei der großen Anzahl polnischer Bergarbeiter, die sich leicht zum Herabdrücken der Löhne ver- wenden lassen, verspricht mcui sich von. einer solchen Propaganda eine günstige Wirkung,»venn in der Zeitung religiöse Fragen nicht erörtert»verde«. Zu»» Kapitel des MrnCchrnhfludrls. Der„Köln. Ztg." ivird aus Wien untern» 14. Oktober geschrieben:„Auf de»» Staatsbahnhof»vurde gestern ein ans Komorn eingetroffener M ä d ch en h än d ler, Namens Horwath, verhaftet, der zwei 17 jährige Mädchen, eine Ungarin»md eine Bosmakin, für den vereinbarten Preis von je 220 Gulden und Ersatz der Reisekosten nach Hamburg an einen gewissen Aß»er liefern»vollte. Bei der heutigen gerichtlichen Vorführung erklärten die Mädchen, sie seien nur gezivungen aus Furcht vor Prügel nach Hamburg ab- gereist. Horwath berief sich aus den O b e r>t a d t h a u p t in a n n von Komorn, der sein Haus oft besuche, derselbe habe mit den Mädchen von der Steife gesprochen und die Mädchen hätten in besonderen Sckmldenbüchern bestätigt, daß Horwath den Betrag von je 220 fl sür sie ausgelegt habe:„Bei»ns ist es so, das Schuldenbuch»vird zum Obersiadthauptmann getragen, dort müssen sich die Müdcliou zum Zahlen verpflichten." Auch geschehe die„Auslösung" in Hamburg u. s. w. mit Wissen dcS Oberstadt- Hauptmanns. Die Mädchen behaupteten, man zwinge sie zur Unterschrist. Sie seien durch einen Unteragentcn nach Komorn gelockt»vordeu. Weiter gaben sie an, daß Horwath de» Blndchen- Handel sehr schivuughast betreibe, und zwar ihres Wissens nach Görz, Fimne, Hamburg, ferner nach London und New-Uork. Sehr belastend sind die Briese, die nebst zahlreichen Ntädcycn- photographicen bei Horwath gefunden wurden. Ein Theil besteht auS Bestellbriefen für hübsche junge Mädchen, die darin»vörtlich als„Maare" bezeichnet»verde». Die heutige Verhandlung»vurde auf Ersuchen des Horwath vertagt. Proletaricrinädcheu, an die Bordellwirthe verscyachert, Opfer der Prostitution, die mit Hilfe eines Oberstadthauptmannes wie ein Sack Kaffee verkauft»verde», das ist auch ein Zeichen sür die hohe Sittlichkeit unser büraer- lichen Gesellschaft. Kei da? Erfatnvahl rincs Abgeordneten zum preuffischei» Abgrovd»»rte>»l»a»l(e für de» Wahlkreis 8 Potsdam (P»enzlau. Angermünde) an Stelle des verstorbenen Abgeordneten v. Wedell-Malchow wurve der konservative Siegicrnugsralh v. Busch (Magdeburg) einstimmig gewählt. Der ZIrgionaUlongrrh der pariser possibilistei» hat in seiner Schlußsitzung folgende Adresse an die deutschen Sozialdemok raren votirt: „An die auf dem Kongreß zu Halle versammeltei» deutschen Sozialisten. Ter Sicgioualkongreß der Föderation der sozialistischen Arbeiter Frankreichs(Revolutionäre sozialistische Arbeiterpartei), »velcher am I., 2. und 3. Oktober im Saale du Commerce, Fan- bourg du Penple, stattgefunden hat, sendet seine»värmsten Glück- wünsche den deutschen Sozialisten, ipelche durch ihre zähe Energie und rnuthige Propaganda das Arlsnahmegesetz überwunden haben. Ter Köngreß bezeugt die Hoffnung, die Bemühungen Derer von Erfolg gekrönt zu sehen,»velche durch ihren kraftvollen rcvoln- tionäreii Marsch nach vorwärts sür die Besreinng des Welt- Proletariats kämpfen. Im Auftrage des Kongresses: Der Sekretär: E in i l I o i n d y, 51, Rue St. Sauveur, Paris. Gesterreich-Ungarn. Zum Streik der Pferdebahn-Bedien steten liegen folgende charakteristische Nachrichten vor: Nr. 1: Wien, 18. Oktober. Die Direktion der Tramway- Gesellschast hat die Forderungen der Bediensteten zum Theil zu- gestauoe», zum Theil aber abgelehnt, sodaß ein Streik noch oroht. Infolge dessen»vurde» sämmtliche Tclegirte der Be- diensteten von der Polizeidirektion vorgeladen und aufgefordert, den Streik mit allen Mitteln zu verhüten, da die Negierung bereit sei, wegen der Forderungen der Bediensteten zu inter- venire», jedoch mir, wenn dieselben den Dienst nicht einstellten." Str. 2: Wien, 18. Oktober.„In der verflossenen Nacht hat die TramwayDireltion im Auftrage der Polizeidirektion einen Erlaß des Statthalters an die letztere durch Plakate bekannt gemacht, in»velchem gesagt»vird, das Handelsministerium und die Statthalterei stellten wegen des illoyalen Vorgehens der Tramway-Bediensteten jede»vettere Prüfung der Wünsche der- selben ein, bis die Gewähr für das Unrerbleiben eines Streiks geboten sei; die Streikenden hätten keinerlei Rücksichtnahme der Behörde» zu erwarten; Sicherheitsmaßregeln,»velche jede Störung der öffentlichen Ordnung und Stühe ausschlössen, seien bereits getroffen."— Die Regierung schlägt sich also auf die Seite des ausbeuterischen Kapitals, das durch seine schmähliche Bedrückung der weißen Tramivay-Sklaven,»vie die Arbeiter dieser Gesellschast mit Siecht genannt»vorden sind, die schärfste Berurtheilnng aller Unbefangenen sich zugezogen hat. Die Arbeiterschaft»vird auch diesmal, so hoffen»vlr, beweisen, daß sie sich mit ihren kämpfenden Genossen solidarisch fühlt. Was. die österreichischen Proletarier zu leisten vermögen, hat ihr opfer- uiüthiges Vorgehen beim großen Streik der Perlmuttdrechsler aller Welt gezeigt. Die Sicgicrung aber, die sich vorbereitet, statt durch energische Vermittelung den Konflikt zu beseitigen, den Aktionären mit Säbel und Flinte zu helfen, hat über sich selbst das Urtheil gesprochen. Wien, 18. Oktober. Der Verwaltungsrath der Tramway- Gesellschaft beschloß, einzelne Forderungen der Tramway- Bediensteten zu bewilligen, ü»sbesondere betreffend die Beurlaubung im Mobilismingssalle und die Gleichstellung der Kondukteure mit den Kutschern, letzteres erst vom Zeitpunkte der Wirksamkeit des neuen Tarifs an. Andere Forderungen hat der. Verwaltungsrath abgelehnt. Für den Fall eines Ausstandes sind„umfassende militärische»md polizeiliche Vorkehrungen getroffen."(W. T. B.) Großlivitttttnien. Ueber die Entwickelung der Abeiterbewe- g u n g in England urlheilt ein Leitartikler der„Allg..Ztg.": „In der ersten Phase kommen auf und regieren die arisrokra- tischen Gewerke, in der zweiten erfolgt der Kampf mit den sozialdemokratischen SZeubildimge», und jetzt geht England bereits zum dritten über: zum Sieg der Sozialdemokratie." Daß dieser natürliche Vorgang den Gelehrten der„Allg. Ztg." sehr schmerz- (ich ist, ändert nichts an der für uns ersre»tlichen Thatsache. Ueber die Verhältnisse der gelernten englischen Zlrbeiter berichtet der Arbeitskorrespondent des englischen Handelamts, daß sie noch sehr gestört ist und Streiks nach»vie vor vorherrschen, besonders unter denen, die mit der Arbeit in den Docks beschäftigt sind. Während des ver- flossenen Monats sind 90 Streiks vermerkt, gegen 108 im August. Davon fanden 15 unter den Dacharbeitern, 14 in den verschiedenen Zweige» des Baumwollengewerkes, 7 im Wollengewerke, 9 in dein Baugewerke und 6 unter Eisen- und Stahlarbeitern statt, der Rest vertheilt sich auf verschiedene Gewerke. 21 Gewerkvereine haben über den Stand der Beschäftigung in ihren beziehungsweisen Industrien berichtet, und in den meisten Fällen ist eine Zunahme in der Zahl imbeschäftigter Mitglieder bemerkbar, obschon der Umfang der Abnahme im Begehr der Arbeit nicht groß ist. Die berichtenden Vereine zeigen eine Mitglieder- schaft von 229 517, und von dieser Zahl sind 0197 ohne Be- schüftigung, mithin ein Verhältniß von 2,00 pCt. im Vergleiche mit 2,28 pCt. im vorhergehenden Monate und 2,10 pCt. im entsprechenden Monate des vorigen Jahres. Die allgemeinen Mittheilungen in den Ausweisen zeigen» daß sechs Ge- werke fortfahren„sehr gut" zu sein, sieben sind als „gut" bezeichnet,»md acht sind als nur„mäßig," beschrieben. Die Gewerke, die die größte Proportion in der Zu- nähme des Mangels an Beschäftigung zeigen, sind der Schiff- und Maschinenbau und die damit verbundenen geringeren Ge- »verke,»ndem eine bedeutende Anzahl Zlrbeiter durch jetzt und seit einiger Zeit obwaltende Zivifte berührt werden. Die Bau- geiverke bleiben anhaltend gut beschäftigt und stellen sich die Zahle» wie im Monat August. Die Textilgewerke sind mäßig beschäftigt, aber die Druckerei- und Bücheraewerke bessern sich. Die Bekleidungsgeiverle sind auch als ziemlich gut beschrieben. andererseits aber ist. eine Ztlnahnie unbeschäitigter Arbeiter in den Geiverke,» fabrizirtei» Eisens und Stahls. Das Kohlen- aewerk. ist belebt und Bergleute im Allgemeinen haben reichlich 'Arbeit. Stach mehreren, der„Hamburgischen Börsenhalle" zu- gegangenen Privatdepeschen angesehener Glasgower Häuser sollen die Zeitungsnachrichten über die Beendigung des Streiks der Hochofenarbeiter gänzlich unbegründet sein und der Streit fortdauern. Den Streikenden»verde seitens der englischen Union ein Wochenzuschuß von 10 Shilling gezahlt. Frankreich. Die Zechenverwaltungen von F i r m i n y haben den Arbeitern auf ihre Forderungen den Bescheid ertheilt, daß sie in keine», Punkte Zugeständnisse machen dürfen. , Kelgien. C h a rle ro», 18. Oktober. Heute Vormittag stellten in verschiedenen Kohlengruben in der Umgegend von Eharleroi die Arbeiter die Arbeit ein. Tie Zahl der Streikenden, welche eine Lohnerhöhung verlangen, beträgt etwa 3000. R«ßift«td. Stock er kam, sich freuen. Aus Petersburg kommt folgende Nachricht: Mehr als 200 Juden, welche ihr Abiturienten- Examen gemacht haben, ist der Eintritt in die Universitäten ver- sagt worden, weil dadurch mehr als die gesetzlichen 5pCt. hinein- Iiis Theater. Sonntag, den 19. Oktober. Gpernhans. Lohengrin. Montag: Satanella. Kchanspirlhans. Die Qnitzow's. Montag: Der beste Ton. Hierauf: Post festum. KesstnS-Tiirnter. Das zweite Gesicht. Montag: Der Fall Clemenccau. Deutsches Tlfentee. Haubenlerche. Montag: Faust, I. Theil. Kerliner Tstentee. Die Jungfrau von Orleans. Montag: Kean. Fvirdrich-Uillietmstädt. Tlieater. Fledermaus. Hierauf: Puppenfee. Montag: Dieselbe Vorstellung. Malluer- Tlieater. Der Bauern- doktor. Pension Schöller. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nestdenz-Tsteatee. Ferreol. Montag: Dieselbe Vorstellung. Diktoria- Theater. Die Million. Montag: Dieselbe Vorstellung. KelleaUiaure-Tlieater. Meinjunger Mann. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Zinnnermann's Lene. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas- Theater. Der Raub der Sabinerinnen. Montag: Die Strohwittwe. Cassis Pascha. Adolph Ernst- Theater. Unsere Don Juans. Montag: Dieselbe Vorstellung. Küraerliches Schanspielhaus. Kyritz-Pnritz. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kanfmann's Uarietö. Große Spe. zialitätcu-Vorstellung. Theater der RelchshaUen. Große Spezialitäten-Vorst ellung. Eonrordia. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Dichter'« Dariötö. Große Spezialitäten-Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten- Vorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Margarethe Steinow, Lieder- u. Walzersüngerin. Ann! Careili, Kostüm-Soubrette. Herr Rosee, Gesangs-Humorist. Adolf Gödicke, Mimiker, Stimmen- Imitator und Charaktcr-Koiniker. Familie Blumenfeld, Parterre- Potpourri, Drahtseil, Tanz. Anfang Wochentags 6 Uhr. Sonntags SV: Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags SO Pf. 60 Pf. und 75 Pf., im Vorverkauf 20 und 30 Pf. 6t(lMi|en(fllt Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Grosses Garten-Concert. Direktion A. Uödmann. Dienstag und Freitag: Valzer-Abend. Wochentags 10 Pfg., IliHlloL sonn- und Festtags 25 Pfg. Bei ungünstiger Witterung in den untere» RestaurationZräunlen. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial-Ausschank von Patzenhofer Export-Bier, Seidel 15 Pr. Die oberen Säle bleiben bis auf Weiteres wegen Renovirung geschlossen. 641 F. Müller. DatmWeBierhallek Kommandantenstr. 77—79. Täglich: Grosses Concert mit Guartett-Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. S a n f t l e b e n. Wochentags: Frei-Concert. Sonntags Entree 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Ver- gnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. Castan's Panopticum Entree 50 Nfg.« Kinder 85 Pfst. PZ. 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends �Vorstellung HVe u. 12l/a Uhr.' hm. u.iVa-öVeUhr , eine Vorstellung �Erira-Entre« 30 Kinder frei. Circos Benz. Karlstraße. Sonntag, de» 10.(Oktober 1890, Zlbends 7 Uhr präzise: Gala- Vorstellung. Neues Programm, u. A.: 6 irländische Jagdpferde(Original- Dressur), in Freiheit dressirt und vor- geführt von Hrn. Franz Renz. 4 hohe Schulen, zu gleicher Zeit geritten in orientalischen Pracht- Kostümen, mit 4 arabischen Vollblutpserden. The gold hird, engl. Vollblut von Lord(Lyon (von Stockivell) a. d. Paradigee, in allen Gangarten der hohen Schule ge- ritten von Fräulein Clotilde Hager. Auftrete» des phänomenalen'Reitkünstlers Mr. John Clarke. Der weltberühmte Lnftgymnastiker Mr. Rodgers an seinen, von ihm neu erfundenen Apparaten. Miß Lillie und Miß Rosa, Konkurrenz- Jockey- Reiterinnen. Mr. Burnell Fillis in seinen vorzüglichen Vor- und Rückwärts-Saltomortales auf ungesatteltem Pferde. SSST Walküren- Manöver, geritten von 16 Damen jc. Morgen, Montag, d. 80. 0kl.; Große Extra-Mßellm. u. A.: Hippologisches Potpourri mit 40 in Freiheit dressirten Schulpferden (Non plus ultra), Dressur und Vorführung von Herrn Franz Renz. Der phänomenale Reitkünstler Mr. Clarke. Mr. Rodgers in seinen zuvor nie ge- sehenen Evolutionen an Lustapparaten. Frl. Oceane Renz als Schulreiterin. Fahnen-Quadrille von 16 Damen. Debüt des Schulreiters Mrs. Gabore! u. f. w. Alltäglich Vorstellung Abends 7 Uhr mit wechselndem Programm. _ G. Renz» Direktor. Circus G. Schumann. Friedrich-Karl-User. Sonntag, de» 19. September: 2 Große Vorßettungell Z. Die erste um 4 Uhr, die ziveite tun Wi Uhr. In beiden Vorstellungen sehr gewähltes Programm. In beiden Vor- stellungen'Auftreten des Original-Clown Duroff. Zu der ersten Vorstellung hat ein jeder �Besucher das Recht,»in Kind frei einzuführen. Montag, den 80. Oktober, Abends 7V2 Uhr: Große GM-VorstellW. Zum ersten Mal: Griginal-Drestur: Das Etagen- Earonstel, dargestellt mit 85 in Freiheit dressirten Pferden von Herrn M. Schumann. Dreifache Spriug-Fahrschule, geritten von Herrn E. Schumann mit 3 englischen Pferden. Rococo-Quadrille, ger. von 16 Damen. Original-Clown Duroff. Spezialität: Frl. Brose. Parforze-Rei- terinnen Victoria, Viuella und Nelson. Näheres die Anschlagzettel. Passage-Panopticmn. Unter den Linden 22/23. s742� Lebensgroße Panoramen. Dioramen. Ethnographische Sammlungen. Italienische Nolkssängcr. Entree 50 Pf. Geöffnet von 10 bis 9 Uhr. NWjlSWö S. Heine Chausseestr. 14. Die schönsten 741 Kiilberkleiber uni)-Well für Mädchen jeden Alters, sowie Morgeurölke, llllterrölke, Trikottoillell 11. Blouse», auch im Einzelverkauf sehr billig! Maaßbestcllungen U.Reparaturen werden prompt erledigt! Normal-Unterkleider und Triko- tagen für Herren, Damen und Kinder. Strümpfe, Socken, Hand- schuhe ec. 8. Heine. Jeden Sonntag, Nachmittags 3 Uhr, beginnen neue Lehrkurse. 1330 Passage 1 T�Uhr��b. w Uhr Ab.| f. BÜttnGr'S JlmÄÄ 'Hervorrag. Sehenswürdigkeit der Residenz. Zum ersten Male: Neu: Ketgoiand. Uebergabe. Aukunst des Kaisers. Feldgottcsdienst:c, Zweite Reise durch Vortngnl. Z ll m ersten Male: Marokko mit Einzug des Sultans in Tanger. Eine Reise 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonnement 1 M. Meine Verlobung mit Frl. Martha Banitzki zeige hiermit ergebenst an. Martha Banitzki Wilhelm Baganz Verlobte. 1275 Berlin, den 19. Oktober 1890. Dein 1. Vorsitzenden der Freien Vcr- einigung der Bauarbeiter Verlins, unserem Kollegen Ernst G u t s ch ein 99mal donnerndes Hoch zu seinem morgigen Wiegenfeste/ daß die ganze Neue Friedrichstraße wackelt. Ernst sei nicht zu engherzig. 1265 Die Kollegen von» Da». Unserm Freunde und Kollegen Karl Parey zu seinem heutigen Geburts- tage ein dreimal donnerndes Hoch, daß die Posenerstraße wackelt und in der Ritterstraße die Kalkkästen von selbst auf die Rüstung gehen. 1340 Klobe, denkste, daß'ne Halbe langen wird? SeineFreunde. Am 17. d. M. entschlief nach kurzem, schweren Leiden unser lieber Vater, Bruder, Schwager, der Gürtler Angnst Kraus. Das Begräbniß findet mit Montag, den 20. Oktober, Nachmittags 3Vs Uhr, vom Urban- Kran kenhause aus nach dem Mi ch a e l i s- K i r ch h o f, Hermannsiraße, Rixdorf, statt. 1343 Die Hinterbliebenen. Achtung! Perlmilttarbeiter. Montag, den 20. d. M., Abends 3 Uhr, in Sahm's Klubhaus, Annen- straße 16: 1296 Oefffentliche Versammlung. Tagesordnung: 1. Koalitionsrecht der Arbeiter. Ref. terr S t a b e r n a k. 2. Diskussion. Streik der Firma Paul Hinze. 4. Verschiedenes. Der Einberufer. Freie Vereinigung der Graveure und Cifeteure. Montag, den 20. Oktober, Abds. pr äz. 9 Uhr, im Vereinslokal, Dres- denerstr. 45:_ 1310 Versammlung."HSK Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Fragekasten. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Der Arbeitsnachweis befindet sich da- selbst täglich Abends Va9-10 Uhr. Der Vorstand. Verband deutscher Korbmacher(F. K.). Montag, den 20. Oktober, Abds. SVa Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21: Mersammlung. Tageso rdnttng: 1. Vorlesung aus der Verl. Arbeiter- bibliothek. 2. Diskussion. 3. Abrechnung vom 3. Quartal. Bericht der Revisoren. 4. Verschiedenes. Um zahlreiches Er- scheinen bittet 1278 Der Vorstand. Scidlnei«, welche einem Verein beitreten wollen, werden gebeten, sich heute Abend 8 Uhr bei Mnttke, Friedrichsbergerstr. 24, einzufinden. 1324 I Allen Freunden und Bekannten empfehle mein Zigarren-u.Tahak- geschäft. K. Wibl-ing, Spreestr. 10. Orts- Kranbenbaste der Wtetler. SänimtlicheMitglieder(Arbeitnehmer) der Kasse, sowie die Herrn Arbeit- geber(§ 44), welche Beiträge zur Kasse beisteuern, werden zu Donners- tag. den 23. Oktober, Abends 8 Uhr, behufs Urwahl von Delegirten für die Jahre 1891 inkl. 1892 nach Lamme r's Klubhaus, Kommandantenstr. 71/72, eingeladen. Der Vorstand. C. K o o tz, Prinzenstr. 86, 1254 Vorsitzender. Am Sonnabend, den 25. d. M., veranstaltet der Gefnngverein 1270 „Lorbeerkranz" im Böhmischen Brauhaus, L a n d s b e r g e r A l l e e 1 1— 13, ein Tanzkranzchen und ladet Freunde und Gönner des Vereins ergebenst ein. Billets für Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. sind zu haben bei G. Rühlicke, Petristr. 3—9, vorn parterre; Fr. Huppke, Große Frankfurterstraße 63, Hof 2 Tr.; W. Hartwig, Münchebergerstraße 17, vorn 3 Tr., K. Wittke, Fürstenwalder- straße 6, v. i. Keller, F. Apitz, Oranien- straße 181, vorn 2 Tr., bei Weber, G. Liebenow, Oderbergerstr. 16, v. 2 Tr. Verbund ber Vergolber, GM- leißen-Arbeiter nnb Bernfsg. (Filiale Kertin). Montag, den 20. Oktober, Abends 8V2 Uhr, in Scheffer's Salon, Insel- straße 10: Ve#*samm!ung. Tagesordnung: 1. Ref. C. B ö h l über: Arbeitsnach- tveis. 2. Statistik. 3. Kassenbericht. 4. Unterflützungssrage. 5. Verschiedenes. Um rege Betheiligung ersucht 1942 Der Vorstand. Restaurant Electrischer-Funke ©Ufoketlj-Kfer 39, Oranienplatz Verein zur Wahrimg der Interessen der Klavier-Arbeiter. Montag, d. 20. Oktober, Abds. 8 Uhr, in veigntüller's Salon, Alte Jakobstr. 48)- Versammlung. Tages-Ordnnng: 1. Vortrag des Hrn. Brause über Chemie, mit Experimenten. 2. ist der Grund, dass die Tereiusversammlungen so unpünktlich von den Hit' gliedern besucht werden? 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten. Die Mitglieder werden ersucht, ihren Verpflichtungen(Zahlung*** Beiträge) nachzukommen.„„ Der Wichtigkeit der Tagesordnung halber ist es Pflicht jedes Kollege»/ in der Versammlung zu erscheinen. 1315 Der Vorstand Fachverein sämmtlicher an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter. Montag, den 27. Oktober, Abends SVe Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. General- Versammlung. Tages-Ordnung: 1. Kassenbericht pro 2. Quartal. 2. Lokalfrage. 8. Verschiedenes»»» Fragekasten eingeladen iilieii. Die Kollegen ans dem Norden sind zu dieser Versammlung ausdrücklich den. Um recht zahlreiches u. pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand, Allgemeiner Arbeiterinnen- Verein sämmtl. Berufszweige Verlins und Umgegend. Montag, d. 20. Oktob., Abds. 8V2 Uhr, im groß. Saal d. Reischach'schen Brauerei 3» Stralau Grosse Versammlung. _. Tagesordnung; 1. Vortrag des Hrn. Jul. Türk über„Frauenbefreiung� 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes. Sämmtliche in den Stralau-Runtmelsburger Fabriken beschäftigten 2»' beiterinnen sind freundlichst eingeladen. Herren haben Zutritt. Zur Decku»S der Unkosten findet eine Tellersammlung statt. Der Dorstnnb« Große öffentliche Versammlung fiir Wlnnner xxnb Isrnuen am Sonntag, den 19. Oktober, Abends 6 Uhr, in den Zentral-Festsälen, Granienstraße 180. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn W. Wach über: Sozialtsw>»- 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gesellige« Seisammensein. 1325 Die Keauftragt««' � Verein z. Wahrung d. Interessen d. Schuhmacher- S onntag, 19. Okto b er, in May's F estsäl en, B euthstr. 20/21 � III. Sttflungsfest. tojtejtnii in Inn;, Sierträjtn null po|ec Bnlechinz. Festvortrag gel) alten von Herrn J. Türk. Entree für Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Tanz frei I Alle Genossen und Kollegen ladet ergebenst ein Der Vorsts#1' Eintrittskarten sind bei allen Vorstandsmitgliedern zn haben.___ � Achtung Metallarbeiter I 1 Sonnabend, den 15. November, in der Brauerei Friedrichshain(früher W'' 1. großes Stiftungsfest hes Allgemeinetl Mtillllarbeiter-Vereills Berliils v. Umgestd, unter Mitwirkung mehrerer Gesangvereine._ Die Kallmustk wird von der 80 Mann starken Kapell» de« M"" Direktors Herrn Schauert ausgefvijrt. Prolog. Festrede, gehalten vom Vertrauensmann der Metallarberter Deutschlands, Herrn Martin Segitz aus Fürth in Bayern., Um 12 Uhr: Mirost» humoristische Polonaise» verbunden mit Konbonred' Eröffnung 7Va Uhr. Anfang8 Uhr. EntreefürHerren50 Pf., D a m e n 30 Pf. ap Hierzu sind sämmtliche Metallarbeiter, welche als Delegirt» p» � werkschafts-Konferenz geschicklDiverde», eingeladen._ gflF" Zur gefälligen Beachtung: Der Saal ist gut gebohnt!'W? 1331 Das Dergnügungs- Komitee._ _ I. A.: P. Hätz, Dieffenbachstraße 37, Seitenflügel 2 Freie Nolksbnhne.. Heute, Sonntag, Nachmittags präzise 8Vg|lltr, erste Vorstell» im„Nstend-Tl/eater", Große Frankfnrterstraste 130: Die Stützen der Gesellschaft. Schauspiel in 4 Akten von Henrik Ibsen. Zu dieser Borstellung haben unr die Mitglieder der ersten AbthkBj,. mit rothen Karten Zutritt. Jedes Mitglied muß beim Eintritt seine j gliedSkarte vorzeigen und nmß der Monatsbeitrag für Oktober entrichte' Das Theater wird um l'/e Uhr geöffnet und wird dringend 0»"" daß die Mitglieder möglichst früh erscheinen, damit die Verloosung der ruhig vor sich gehen kann und nm 81'« Uhr beendet ist.. 1321 Der Vorstand 15. Achtung Töpfer! Alle diejenigen Kollegen, welche infolge des Beschlusses, ds. Mts. ab auf'"~""' solchen Bauten nicht gearbeitet werden daß"pi ■ ,vo lull TlltgA lUCAVCU sqW Fenster nicht verglast sind' und infolge dessen die Arbeit eingestellt v werden ersucht, jtch von Montag, den 20. d. Mts. ab täglich von-R 8—12 Uhr und Nachmittag Zahl der Kollegen, welche 1223 i, ue» au. w. a/us. uu muniy vv..-. s von 2—5 Uhr zu melden, behuss Feststell»° Sie Arbeit niedergelegt haben. Mit kollegialischem Gruß C. Thieme« Uchtung! Die Buchdruckdrei und Kontobücher» Fabrik Julius Rosenthal(Inh. Gronau), st gesperrt. Zuzug für Buchdrucker, Buchbind«1* Arbeiterinnen ist fern zu halten. a"1 Hut-Fabrik OSCAR LISKOW 47a. Sinnitnslr. 47a. Ecke Luckauerstraße. Hute mit Arbeiter- Kontrolmarke�y Hier?» zwei Verantwortlicher Redakteur: Cnrt Knalle in Berlin. Druck und Verlag von Mae Kading in Berlin SW„ Beuthstraße 2. Nr. ä44. Sonntag, den 19. Oktober 1890. Jahrg. x Der Partei-Kongreß. fjnllr, den 18. Oktober. 9 Vorsitzende Singer eröffnet die Sitzung kurz nach tediln m 11®-e 1 e dankt im Namen der Hamburger für die dem 1 Genossen Baumgarten vom Parteitag erwiesenen Ehren. �?ns sammtlicher Berliner Telegirten ist folgende Er- "0 eingelaufen: iicfs.n® r'öäguii g, daß durch die auswärtige und bn J gegn eri schePress e dieBehauptung ging, � Berliner Parteigenossen im prinzi- Ii«- 6" Gegensatz zur Partei undParteileitung etil" d einer Spaltung der Partei zustreben, Seis»ren � e e Vertreter von Berlin, Teltow- �ow- Storkow und Nieder-Barnim: uns nichts ferner, noch haben wir Qebnhf auä) nur im Entferntesten die Absicht �en>- derartiges zu unternehmen. Wir wer- sliii-5, dahingehenden Vers» 6, e mit Ent- r°i?°-"Leit zurückweisen. Wir stehen nach wie 5, r11,'')e.m Boden unserer Parteigrundsätze. »lelw �'efe Verdächtigungen beruhen viel- tauf falschen, die Partei schädigenden Pr-tk'0tn, benutzt von der gegnerischen li«.'e. um ihre schon oft bemerkten, unehr- �ihäti" gegenüber unserer Partei zu srei?'� fahren uns aber auch das Recht der Pa?«• itik und wünsche n i m I n t e r e s s e unserer bet l1' daß alle persönliche Gereiztheit in Stesse und Versammlungen wie jedem 8 c l neu verschwinden möge. ..... •r werden mit allen Kräften weiter inheit, Entwickelung und dem ' a.n der Partei."(Braves!) (Folgen die Unterschristen.) «»fi 8«aet?s"''S?11 tine Reihe von Zuschriften aus Berlin vor, die tel-a!». Ausdruck Berliner Klique protestiren und sich mit den e; öranä Berndt und Werner beschäftigen. m.:" Se r theilt das Resultat der gestern vollzogenen Wahl �'"8 mit. Im Ganzen sind 368 giltige Stimmen "Weil NJDrtfll ff« hril�n ovlinlton• worden Singer Gerisch. Auer.. Eischer. edel.. Dobber. Herbert. Ewald. Kaden, Jacobey. G. Schulz Vehrend Es haben erhalten: .. 363 Stimmen, Vorsitzender, ,. 857 ,, ,, 368 364 367 359 339 336 326 294 168 159 Schriftführer, Kasstrer, Kontroleur, ..-UCyiCUU.. luv jwse 12 Genossen bilden den Vorstand. Zuh.'f/�auen haben außerdem noch erhalten: Pfannkuch 121, bitten' �tillenberger 52, Müller- Darmstadt 44, Geck 33 i-:Si n g e r erklart im Namen der Gewählten, daß sie lein würden, sich der Wahl durch treue, ununterbrochene Füllung würdig zu zeigen.(Beifall.) dir«ttllenberger: Tie an Einstimmigkeit grenzende Wahl NtÄileitung beweist die Tioziplin der Partei. Die bc- »»z �Leitung mußte den veränderten Verhältnissen entsprechend �liin� echend der Thalsache, daß Berlin zum Sitz der Partei- !Z„.0 au- ersehen ist, geändert werden. Aber eine Frage gilt �Äf�rgans der Partei. Und es war immer Usus, daß der R se-�..des offiziellen Parteiorgans nicht im Parteivorstand tu f«« t, ü—:..j— nT— f-\----- �«"4� f..4- (t1ta Diese Resolution wird ohne weitere Debatte rn> §mm rtl.Jauern Auge davonkämen to*< 11 der A»'�».....- r i i v"i WRWWweag chtungen, sowohl was Transport wie Unterbringung der Reisenden anbelangt, den einfachsten Forde- rungen der Hygiene Hohn spricht. Bebe I: Wenn wir den Antrag annehmen, so stoßen wir gewissermaßen offene Thüren ein. Ten» das, was die Herren ivolle», besteht bereits. Dennoch bin ich für die Ueberweisung des Antrages, weil ich sage: Die Genossen haben die Pflicht, ihr Material zu der Sache vorzulegen. Wenn sie einmal unter sich eine Kommission zur Behandlung dieser Dinge wählten, so wäre dies eine nützliche Thätigkeit. Um das zu fördern, bin ich für den Antrag. Ter Antrag wird angenommen. Weiter wird beantragt: „In Anbetracht der elenden Lage, in der sich die Mehrzahl der seefahrenden Bevölkerung Deutschlands befindet, beauftragt der Parteitag die sozialdemokratische Fraktion im Reichstage, die Forderung auf Revison der deutschen Seemannsordnung zu stellen. I. Schwarz-Hamburg III und Genossen." Schwarz übernimmt die Begründung des Antrages in eingehender fachmännischer TarsteUung. Da Niemand mehr zum Worte gemeldet ist, so schließt die Diskussion. In der Abstimmung wird der Antrag mit großer Mehrheit angenommen. Der Antrag: Unterzeichnete stellen den Antrag, nach dem günstigen Stande der Parteikasse, welcher uns durch Genosse Bebel mitgelheilt wnrde, allen den Wahlkreisen, welche ihren Pflichten in finanzieller Be- ziehung in Betreff der letzten Wahlen noch nicht nachgekommen sind, auch kaum in der Lage sein werden, diesen nachkommen zu könne», die Mittel aus der Parteikasse zur Verfügung zu stelle», und ersuchen wir den Parteitag, er möge in diesem Sinne be- schließen. Fr. Zubeil-Kalau-Lnckau. Zluerbach-Berli». Berndt- Berlin V. Kahle- Duisburg. Schröder- Dortmund. V. Wiesierheim-Soest. Schütze-Teltow. Werner-Berlin. Wernicke-Teltow. I. Wernau. E. Ernst. F. Schwahl. W. Gieshoit. wird zurückgenommen, und zwar, wie Zubeil erklärt, infolge der Darlegungen Bebel's. Nunmehr wird folgender Antrag diskutirt: DerParteitagempfiehltdenParteige nossen, überall da, wo Erfolge in Aussicht stehen, in die Wahlagitation einzutreten, sei es für den Reichstag, die Landtage oder Gemeindever- tretung. Treesbach. Zubeil. Metzner. Heine. Tutzauer. Gottsr. Schulz. Bamberger. Berndt. Klein. Gründet. Fritz. Barth. Millarg. Täterow. Dreesbach: Es ist die Pflicht der Parteigenossen, sich überall am politischen Leben zu betheiligen und von ihren poli- tischen Siechten möglichst weitgehenden Gebrauch zu machen. Wir können unsere Ziele in Landtagen und Kommunalvertretungen nicht verwirklichen, aber wir können agitiren, propagiren und vorbereiten. Daher möchte ich die Wahlbetheiligung in einem allgemeinen Grundsatz ausgesprochen wissen.(Beffall.) Schmidt- Berlin: Der Parlamentarismus ist, wenigstens innerhalb des bürgerlichen Staates, faul und verrottet. Das hindert uns aber nicht, das Agitationsmittel der Wahl kräftig zu gebrauchen. Nachdem das Sozialistengesetz gefallen ist, werden wir uns auch in Berlin wieder lebhafter an de» Stadtverordneten- wähle» betheiligen. Wir müssen allerdings in der Auswahl der Personen vorsichtig sein, als ivir manchmal waren. Allerdings waren ja auch manche unserer besten Genossen ausgewiesen. Ter Vorwurf gegen unsere Stadtverordneten, daß sie Geschäfts- sozialislen seien, ist ganz ungerechtfertigt; sie sind Geschäfte ein- zurichten genöthigt gewesen. Glocke: Wir müssen in dieser Frage endlich prinzipiell Stellung nehmen. Dabei muß �»gleich die Art, der Charakter der Kommunalwahl-iilgitation gleichmäßig festgestellt werden und die Differenzen haben nunmehr ein Ende zu nehmen.(Beifall.) Horn und Gen. beantragen, hinter„Erfolge" noch einzu- schalten:„und seien dieselben auch nur propagandistischer Art." Es wird zunächst d a S Amendement Horn und dann der Antrag mit diesem Zusatz durch die große Mehrheit angenommen. Ter Antrag Z a p p a y- Marburg:„Die Genossen von Marburg- beantragen, daß in Anbetracht des Vordringens der antisemitischen Bewegung auf immer weitere Kreise und der verwerflichen Kainpsesweise, welcher sich die Antisemiten speziell gegen die Sozialdemokraten bedienen, daß die Partei die Partei- genossen Marburgs in irgend einer Weife unterstützt, damit am Herde der antisemitischen Agitation eine kräftige Gegenagitation entwickelt werden kann", wird der Parteileitung überwiesen. Durch die Parteiorganisation erledigt und deshalb zurück- gezogen werden die Hamburger Anträge: „Es wird beantragt, zur Schlichtung von Streitigkeiten, welche tiefeinschneidender und prinzipieller Natur sind, ein stän- diges Schiedsgericht von 9 Perfonen einzusetzen." „Sofern sich aus der Debatte auf dem Parteitage ergiedt, daß gesetzliche Hindernisse nicht im Wege sind, einen Parteiaus- schuß zu wählen, so soll ein solcher an Stelle der jetzt nominirten Kontrolkonimission der Sieichstagsfraktion treten und wäre dann der Entwurf redaktionell zu ändern." Eingelaufen sind, wie Singer niittheilt im Ganzen 251 Telegramme und 55 Adressen. L i e b k n e ch t theilt mit, daß ans Italien, auS Ravenna, ein telegraphischer Gruß und ein Schreiben eingelaufen sei, welches anzeigt, daß der Kongreß der italienischen Arbeiterpartei, Die auf demselben Boden, wie die deutsche Sozialdemokratie steht, ain morgigen Sonntag zusammentritt. Redner schlägt vor, den italienischen Parteitag telegraphisch zu begrüßen und ihn an- zufenern, auf dem bisherigen Wege fortzufahren. Das Telegramm, das in Uebereinstimmung mit Anseele-Gent verfaßt ist, soll den folgenden Wortlaut haben: „Ter Kongreß der deutschen Sozialdemokraten in Halle grüßt im Namen der Verbrüderung der Völker und der Solidarität der Arbeiter aller Länder die italienischen Sozialisten, die zum Kongreß versammelt sind; er hofft, daß er für den italienischen und internationalen Sozialismus fruchtbar fein wird, und ladet ihn ein, sich auf dem allgemeinen Kongreß 1891 in Brüssel vertreten zu lassen, um dort das Werk der Befreiung der Arbeiter- klaffe und der Menschheit fortzusetzen."(Lehaster Beifall). Ter Wortlaut des Telegramms wird einstimmig gutgeheißen und seine Absendung beschlossen. Die Anträge: Die Parteigenossen Danzigs nehmen den, vor Erlaß des Ans- nahmegesetzes gemachten Vorschlag, Gründung einer Partei- bibliothek, wieder ans und beantragen demgemäß beschließen zu lüoücn. Unter Parteibibliothek ist zu verstehen: In Berlin soll eine Bibliothek errichtet werden, welche nnr werthvolle, Wissenschaft- liche Werke führt und den agitatorisch wirkenden Genossen zur Benutzung stehen sollen, also wie bereits vor 1878 gesagt, auch nach ven verschiedenen Orten sollen Bücher versandt werden. Es ist den meisten Genossen nicht möglich, größere Summen für Anschaffung solcher Bücher zu verwenden. Unterzeichneter beantragt hiermit, daß die Parlamentsberichte des Sieichstags in Zukunft in Form eines Siachschlageheftes in größeren Auflagen gedruckt und zum möglichst billigen Preis an die verschiedenen Parteiblätter als Beilage abgegeben werden. Die Ausführungen werden der Parteileitung übertragen. Georg Johannes-Zittau i. S. werden der Parteileitung überwiesen. Es folgt die Berathung über folgenden Antrag: Ter Kongreß beschließt: „Der l. Mai ist dauernd ein Feiertag der Arbeiter, der, ent- sprechend dem Beschluß des internationalen Pariser Arbeiter- kongresses den Einrichtungen und Verhältnissen des Landes gemäß zu begehen ist. Wenn sich der Arbeitsruhe an diesem Tag Hinder- niffe in den Weg stellen, so haben die Umzüge, Feste im Freien u. f. w. am 1. Sonntag im Mai stattzufinden." W. Liebknecht. Jenfen-Stade. Arnold-Konstanz. Hierzu liegt der Antrag vor, auf jeden Fall und ohne Ein- schränkung den 1. Sonntag im Mai als Feiertag zu beschließen. Liebknecht bekämpft den zweiten Antrag. Der 1. Mai müsse unbedingt als Feiertag der Arbeiter begangen werden. Zu Konflikten kann der erste Antrag bei seiner Formulirung nicht führen. Die Erfahrungen des vergangenen 1. Mai haben jeden klug gemacht. Der zweite Antrag wird zurückgezogen und der Antrag Liebknecht mit allen gegen drei Stimmen angenommen. Es liegt folgender Antrag vor: �.Beantrage, daß bei Stichwahlen zwischen den bürger- licheu Parteien sich die Genossen der Abstimmung zu enthalten haben. Herbert-Stettin. F. Kandt-Rostock. Borkmann- Randow-Greifenhagen." Kandt-Siostock: Keine Partei steht uns näher. Es ist in- konsequent, bei den Stichwahlen für eine bürgerliche Partei zu stimmen. Redner erinnert an die Beschlüsse von St. Gallen und bittet um Annahme des Antrages. K a l l m a n n- Karlsruhe glaubt, es sei besser, von Fall zu Fall zu entscheiden. J ö st warnt, einen Beschluß zu fassen, von dem wir alle überzeugt sind, daß er nicht gehalten wird. Ein Schlußantrag wird angenommen. Der Antrag Herbert wird mit großer Majorität ab- gelehnt. Der Antrag Bebel, den nächsten internationalen Kongreß betreffend, wird einstimmig angenommen. Der Antrag: Unterzeichnete stellen den Antrag: In Erwägung, daß diejenigen Genossen, welche sich im Be- sitze eines Reichstagsmandates befinden, die Pflicht haben, den Parteitag zn besuchen, erscheint es erforderlich, daß denselben die ihnen entstehende» Unkosten zurückerstattet werden. Daher wolle der Parteitag beschließen, die Höhe der täglichen Spesen sür ge- nannten Zweck durch den Parteivorstand festsetzen zu lassen. Franz Berndt-Berlin, 4. Wahlkreis. Fr. Riesop-Konitz, W.-Pr. Fritz Berndt-Berlin, 5. Wahlkreis. Fr. Zubeil. Kalau-Luckau. R. Fakobick-Berlin, 5. Wahlkreis. G. v. Wietersheim-Hamm-Soest. Kahl-Duisburg. Adolph Schultze-Magdeburg. Karl Grünberg- Hartha. Anton G hinann- Döbeln. Emil Busch- Güstrow. H. Schwerdtseger-Neubrandenburg. Wendt-Malchrn-Waren. wird einstimmig angenommen. Alle Punkte der Tagesordnung sind erledigt. Nur der Bericht der Neuner-Untersuchungskommission steht noch aus, da sie ihre Arbeiten noch nicht beendet hat. Um 103/4 Uhr wird �die Sitzung deshalb vertagt. Um 11 Uhr 10 Minuten wird die Sitzung wieder eröffnet. Berichterstatter der Kommission ist Geck- Offenburg. Singer wünscht vorher den prinzipiellen Standpunkt bei der Verhandlung festzustellen. Die Neuner-Kommission war ein un- parteiischer Gerichtshof. Es ist unmöglich, das Unheil zu besprechen. Der Parteitag möge von vornherein erklären, daß er die Beschlüsse der Kommission für verbindlich hält, und sie nicht erst erörtern. G i e ß h o i t- Berlin wendet sich gegen diese Ausführung. Von den Berlinern seien nnr drei in der Kommission gehört worden. Die übrigen Berliner würden nicht darauf verzichten können, das Unheil zu besprechen. Auch S l o m k e- Bielefeld meint, daß die Berliner mit Siecht von der Abschlachtungstheorie sprechen könnten, wenn die Debatte nicht eröffnet würde. Sluch S ch i p p e l- Chemnitz hält eine Debatte für nöthig, weil man ja nicht wüßte, ob das Urtheil der 9er Kommission sich in Uebereinstimmung mit dem Organisationsstatut bewege. Nach demselben steht der Ausschluß eines Parteigenossen dem be- treffenden Parteiorte oder Sieistags-Wahlkreise zu. Singer erklärt, nachdem Widerspruch gegen seinen Vor- schlag laut geworden, den er im Austrage vieler Freunde gemacht, ihn zurückzuziehen, damit es nicht so scheine, als scheue man eine Erörterung un Plenum: Daraufhin erhält das Wort: Geck: Parteigenossen! Das Urtheil der Neuner-Kommission lautet: Nach dreitägiger Verhandlung ist die Kommission auf Grund des in thatsächlicher und rechtlicher Beziehung geprüften Materials zu dem Entscheid gekommen, die fünf vorgelegten Hauptfragen folgendermaßen zu beantworten: &) Ist Grillenberger Geschüftsozialismus vorzuwersen?— Nein. t>) Hat sich eine Mittelsperson verhetzend zwischen Berliner Genossen und Fraktion gestellt?— Nein. d) Ist das Vorgehen der Fraktion gegen Schippe! als ein zu schroffes und ungerechtfertigtes zu bezeichnen?— Nein. MWWsZDsDlZ/? OWZWWZ *) Das Protokoll wird den Bericht der Kommission wie die Debatten über diesen Punkt, die hier kurz zusammengefaßt sind, möglichst im Wortlaut bringen. Antrag auf Ausschluß zu steilen. �>>e Kommission gemann viel- mehr unter Zusammenfassung aller Punkte die Uebcrzeuguug. daß Werner weder das Taktgefühl noch die Fähigkeit besitzt, die Trag- weite seiner Handlungsweise in Bezug aus die Wahrung der Interessen der Partei abzuwägen."(Beifall.) Das Wort zur Vertheidiguug erhält zunächst Werner: Er unternimmt es, sich gegen den Vorwurf des Geschäftssozialismus eingehend zu vcrtheidigen. Andererseits sei von ihm der Vorwurf des Geschäftssozialismus dem Partei- genossen Grillenberger nicht gemacht worden. Ferner kritisirt Werner das Verhalten gegen die„Verl. Volkstribüne" und ihren Redakteur. Daß die„Berk. Aolkstr." den bekannten Wille'schen Artikel der„Sachs. Arb.-Ztg." auf Befehl engerer Genossen ab- gedruckt habe, sei dem Abg. Bebel von der Redaktion des„Verl. Volksbl." telephonisch mitgetheilt worden; diese Mittheilung sei unwahr und ihr Urheber, Herr Bamberger, habe oft in solcher Weise verhetzt. Das„Verl.' Volksbl." habe auch ein Geschäft mit einem Bierbrauer gemacht. Die Redaktion des„Verl. Volksbl." habe die Angriffe der„Volks-Zeitung" gegen Schippe! angestiftet. Das habe der Volks-Zeitungs-Redakteur Ledebour dem Dr. Wille in Gegenwart des Redakteurs Scherbel erzählt. Was der Parteitag über ihn beschließe, sei ihm gleichgiltig, er bleibe Sozialdemokrat. Schmidt- Burgstädt erklärt, daß er als persönlicher Freund Werner's doch sagen müsse, er sei erstaunt über die Objektivität des Urtheils der Kommission und bitte es e i n st i m m i g an- zunehmen. Vaake giebt als anwesender Redakteur des„Verl. Volks- blatt" die Erklärung ab, daß die nach Werner's Aussage von Ledebour behauptete Anstiftung der„Volks-Zeitung" durch die Redaktion des„Verl. Volksblalt" zu Angriffen gegen Schippe! unwahr sei. Bebel kennzeichnet die Behauptungen Werner's, welche Bam- bergcr betreffen, als unwahr. Bamberger sei seit mehr als 20 Jahren Parteigenosse. Die angebliche Anstiftung der„Volks- Zeitung" durch das„Verl. Volksblatt" sei unwahr. Ich habe es stets für falsch gehalten, wenn die„Volks-Zeitung" sich in unsere innere Parteiangelegenheiten einmischte. Wenn die„Volks- Zeitung" über manche Dinge, die viel besser begraben blieben, be- scheid weiß, so hat sie ihre Informationen nicht von uns. Ferner sei auch die Behauptung völlig erfunden, daß der Trucker des „Verl. Volksblalt", bevor er dieses Blatt druckte, nicht tarif- mäßig bezahlt habe. Diese Lüge, die Werner übernommen habe, rühre von dem bei Werner beschäftigten Herrn Dolinski her, einer Person, mit der sich die Parteileitung noch in bekannter anderer Beziehung zu beschästigen haben werde. Es ist eine Be- leidigung gegen die Fraktion, wenn Werner ihr nachsage, daß ihr Urtheil über die Berliner durch eine Mittelsperson bestimmt werde. Wir haben uns unser Urtheil selbst gebildet. Es rst ver- sucht worden, die Fraktion unter die Beaufsichtigung der Ber- liner zu stellen. Ja, es ist von mir verlangt worden, daß ich den Berlinern einen besonderen Kassenbericht erstattete. Und derjenige, der es von mir im Namen einzelner Berliner Wahlkreise verlangte, wurde später unzweifelhaft als Polizeispitzel entlarvt.(Hört! Hört!) Weiter hat man versucht, die Fraktion zu Znsammenkünsten zu veranlassen, die bei den da- maligen Berliner Verhältnissen nothwendiger Weise zu einem Gc- Heimbundsprozeß führen mußten, bei dem die Fraktion als Leitung erschienen wäre. Darauf sind wir nicht eingegangen, wir hielten den Boden für brenzlich und wollten nicht den Berlinern das Recht einer die Fraktion kontrolirenden Behörde einräumen. Das hat zu Mißhelligkeiten geführt, an denen nicht einzelne Per- sonen, sondern die Verhältnisse schuld waren.(Verfall.) S ch i p p e l: Werner thut weniger anständig dasselbe, was auch von anderei» in der Partei geschieht. Wie viele sind nicht in unserer Partei vorhanden, die bloße Gerüchte als Thatsachen behandeln. Selbst allverehrte Genossen sind nicht frei davon. Es hat sich eine Art zu reden und zu behaupten unter dem Sozialistengesetz in unserer Partei ausgebildet, von der keiner frei ist. Wir sollten die Gelegenheit nicht nur benutzen, Herrn Werner eine Lektion zu ertheilen, sondern für uns alle die Lehre davon nehinen, daß»vir nicht soviel unnütze Dinge reden. Was Werner zwölf Mal gethan hat, hat jeder von uns ein oder zivei Mal gethan. Grillenberger- Nürnberg wendet sich in ausführlicher Weise gegen Werner und weist seine Behauptungen als unwahr zurück. Schmidt- Berlin bedauert, daß Werner in etivas leicht- smniger Weise Verdächtigungen gegen Parteigenossen ausgesprochen habe. Andererseits seien auch Beha»!ptu»gen falsch, die gegen Werner erhoben»vtlrden. Der Druck der„Berliner Volks-Tribüne" sei Werner als Parteigenossen übertragen worden. Der frühere Drucker sei kein Parteigenosse gewesen. Auch der Almanach sei bei» Parteigenossen Werner übertragen»vorbei». Werner habe die„Berliner Volks-Tribüne" nicht zu sich hinübergezogen. Ein Schlußantrag»vird gegen eine verschivindende Minorität angenommen. Eine Reihe persönlicher Bemerkungen folgen. Singer bedauert, daß der Kongreß, der geivaltigen Ein- druck auf die ganze zivilisirte Welt gemacht hat, sich so lange mit kleinlichen persönlichen Angelegenheiten befassen müsse.(Beifall.) Es liegt folgende Resolution vor: Ter Parteitag erklärt, daß Werner's Entgegciung keine Widerlegung der Mittheilungen der Neuner-Koinmisston gebracht hat und beschließt, den Bericht der Kommission zu billigen. Der�Parteilng beschließt mit allen gegen Äl Htiinme», den Bcrccht der Kommission zu billigen.(Beifall.) Singer: Mögen spätere Parteilage ähnliche Erörterungen nicht nöchig haben. Das Wort hat nunmehr unser alter Genosse T ö l ck e(Lebhafter Beifall): Ich habe fast sämmtliche Kon- gresse mitgemacht. Redner giebt einen Abriß seines Lebens. Ich bin hierher gekom»»»en, um mich persönlich zu überzeugen, wie weit die sozialistischen Grundsätze Anhänger in Deutschland ge- sunden haben. Die»vichttgsten Beschlüste sind»nit Einstimmig- keit gcsaßt»vorden. Auch die Streitigkeiten sind gründlich er- ledigt»vorden. Sie»verde» hoffentlich in Zukunft nicht mehr vor- kommen. Ich»veiß nicht, ob es mir noch möglich sein»vird, an einem Parteitage lheilzimehmen. Wenn ich über kurz oder lang sterben »nuß, finde ich Trost in dem Gedanken, daß der einzige Weg zum Glück der Menschheit in dem Sozialismus liegt. Ich habe dem Bureau den Dank der Delegirten für die Umsicht und Un- Parteilichkeit, mit denen es die Verhandlungen geleitet hat, aus- zusprechen. Ein besseres Bureau konnten»vir nicht haben! (Bravo!) Singer: Wir sind am Schlüsse unserer Verhandlungen. Tölcke danke ich für seine freundlichen Worte. Ich bitte Sie diesen Tank auch zu übertragen auf die Telegirte»», die in den Kommissionen so fleißig gearbeitet haben.(Bravo!) Dank auch den Halle'schen Genossen, die mit großer Opsenvilligkeit ihre schwere Aufgabe gelöst haben. Ihre Gastsre»»ndschast war über alles Lob erhaben.(Bravo!) Nun nach Erledigung aller Arbelten vor dem Schluß der Verhandlungen noch ein kurzer Blick aus die Verhandlungen:_„..... Wir sind zusammengekommen in dem Be»vußtse»n, dap d»e Einigkeit der Partei sich glänzend bewähren werde. Tie Hoff- nungen der gegnerischen Presse sind gescheitert. Nicht das Bild der Zerfahrenheit zeigten unsere Verhandlungen sondern der Ge- schlossenheit. Trotz mancher unangenehmen Sze»>e»st die Meinung, daß ernsthafte Differenzen durchaus»»»cht be- stehen, noch auf keinem Parteitag so deutlich hervor- getrete», wie aus diesen». Sachliche Meinungsverschieden- Helten haben nicht zu ernsthafter Schädigung der Parte» geführt. Die Genossen, die im Namen der sog. Opposition hier- hergekonnnei» si>»d, haben fast alle Beschlüsse einmüthig mitgeiaßt. Besonders haben sich die Berliner Delegirten ein Denkmal sur ihre Parteitüchtigkeit gesetzt durch ihre heutige Erklärung, �.er Parteitag wird sicherlich mit mir sagen: D»e Berliner sind ebenso tüchtige, brave, wackere Genossen,»vie die anderen. (Bravo!) Keine Macht der Welt»vird mit der Sozialdemokratie fertig. Nicht ruhen, nicht rasten»vollen wir, bis»vir unser Ziel, die Befreiung der Proletarier aller Länder erreicht haben. (Bravo.) Der theueren jetzt»vieder frei entfalteten Fahne bleiben wir treu. Treu bleiben»vir uns, treu der Partei. So fordere ich Sie auf, mit mir einzustimmen in den dreimaligen Ruf: Hoch die deutsche, hoch die internationale, völkerbesreiende Sozial- deinokratie! Brausend halt das dreimalige Hoch durch de» Saal. In stürmischer Begeislerung erheben sich alle Delegirten und singen stehend die erste Strophe der Arbeitermarseillaise: „Wohlan,»ver Reckt und Wahrheit achtet, Zu unserer Fahne steht zu ha. f! Ob uns die Lüg' auch noch uinnachtet, Bald steigt der Morgen hell herauf, Ein schiverer Kampf isl's, den wir»vagen, Zahllos ist unserer Feinde Schaar— Doch ob»vie Flammen die Gefahr, Mög' über uns zusannnenschlagen, Tod jeder Tlzrannei! Die Arbeit»verde frei! Marsch, marsch, Marsch, marsch! Und wärs zuin Tod! Denn unsere Jahn' ist roth!"—— Als der Gesang verklungen, spricht Singer: So erkläre ich denn den ersten Parteitag der deutschen Sozialdemokratie auf deutschen» Boden seit den 13 Jahren des Sozialistengesetzes hierauf für geschlossen. Schluß 2 Uhr. Die Beerdigung des Genosien Baum garten findet am Montag Nachinittag 2 Uhr in Hainburg statt. Toketles.. Mit eine»«» Kapitale von BVe Millionen Marlr haben sich die Besitzer der deutschen Ultrainariufabriken zu einer Aktien- gesellschast vereinigt. Diese Aktiengesellschaft,»velche die Firma „Vereinigte Ulttamarinsabriken, vormals Leverkus, Zeltner und Komp. Nürnberg" führt, uinfaßt die frühere Aktiengesellschaft gleicher Firma, I. Ruppenei u. Komp. in Andernach, Jordan und Hecht in Goslar, Gebr. Bahl u. Koinp. in Montabaur, Aktiengesellschaft Sophienau bei Eisfeld, Blaufarbenwerk Marien- lerg bei Benshein», Hannoversche Ultramariusabrik, vorm. Aug. Egestorf und Schiveinfurter vormals Heidelberger Ultramarinfabriken. Durch die Vereinigung dieser Blaufarben-Werke ist die Kon- kurrenz in diesem Judustrieziveige innerhalb der deutschen Grenzen beseitigt, da ohnehin das Ausland durch die niedrigen Arbeitslöhne und den hohen Schutzzoll von jede»» Wettbeiverb ausgeschlossen ist. Tie Manchestertheorie,»velcher die freisinnige Partei noch immer anhängt, hat durch diese Aktiengründung wiederum einen argen Stoß erhalten. Von dem größesten Theile der Bourgeoisie ist sie längst in so weit aufgegeben»vorden, als sie unvereinbar mit der Bildung von Ringen und Preiskonventionen ist, sobald es aber gilt, erhöhte Lohnforderungen der Arbeiter abzmveisei», »vird ihnen beiviesen, daß Angebot und Nachfrage der Regulator seien, durch welchen auf dem Arbeitsinarkte der Lohnsatz fest- gestellt werde. Daß übrigens Lohnerhöhungen den Geschästsgeivinn keines- wegs herabmindern, sührt der Bericht der Schlepschen Kohlen- »verke über das Rechnungsjahr 1833/90, welcher jetzt veröffent- licht»vorbei» ist, vor Augen. Dem Gewinn- und Verlustkonto zufolge betrug der Geiviun in der angegebenen Betriebszeit 487 791 M. oder per Zentner der Förderung 6,75 Pf. gegen 168 594 M. oder 2,42 Pf. in» Vorjahre; der Gewinn hat stch also um 4,33 Pf. per Zentner erhöht, trotzdein, daß die Gestehungs- kosten uu» 3,89 Pf. gestiegen sind und zwar hauptsächlich»vegen der erfolgten Lohnerhöhung. Es ist eine vollkoinmen folgerichtige Forderung, daß dem steigenden Äerthe der verarbeiteten Pro- duktion erhöhte Löhne folgen müssen. Auch für den märkisch- »vestsälische» Bergiverksverein ist das abgeschlossene Betriebsjahr ein recht fettes gewesen, er hat 1 170 000 M. verdient; dieser Verdienst, auf das Aktienkapital vertheilt, beträgt 43Vs pEt. desselben. Die»venigen, aber bedeutiliigsvollen Zahle» genügen, un» das Geschrei der»vestsälische»» Kohlen- barone und deren Freunde über die grenzenlose Begehrlich- keit der Arbeiter als eine gänzlich unwahre und nur greiizeliloser Habsucht eiitsprungene Behauptung in ihrer vollkommenen Blöße darzustellen. Einen nur uin Weniges geringereu Geivini»»vie der märkisch-ivestsälische Bergwerksverein hat das Oberbilker Stahl- »verk vorm. C. Prensge», Giesbergs»». Co. in Düsseldorf erzielt, es zahlt seinen Aktionären eine Dividende von 40 pCl. Auch andere AktiengeseUschasten können mit den Betriebsergebnissen des vergangenen Jahres recht zufrieden sein, Taruoivitzer'Aktien- gesellschast für Bergbau- und Eisenhüttenbetrieb hat 317 820 M. Reingelvinn und zahlt 8Va pEt. Dividende; Redenhütle giebt 7 pEt.; Baroper Maschinenbau-Gesellschaft 10 pEt. Solche Zahlen beiveisen mehr als alle gelehrten Auseinander- setzungen der staatsökonomischen Professoren die Ungerechtigkeit der heutigen Eriverbsverhältnisse, die auf der einen Seite ein Schlaraffenleben mit allen»nöglichen Genüssen gestatten,»vährend auf der anderen Seite, der des Arbeiters, Roth, Krankheit und Verkürzung der Lebensdauer die Begleiter der heutigen kapita- listischen Ausbeutung sind. ilebtv die Herstellu»»,; »*»», des _ tellung der Vostwertlizrich« Papiergeldes und der Generalftabskarten machte der Ingenieur der Reichsdruckerei, Herr Schurig, vorgestern in der Berliner Polytechnischen Gesellschaft eine Reihe hochinteressanter Mit- theilungen. Die Herstellung dieser Sachen ist bekanntlich eine Ehrenaufgabe der Reichsdruckerei. Die meiste Sorgsalt und auch die genaueste Kontrole erfordert die Anfertigung der Postiverthzeichen. Im Etasjahr 1880/90 erforderten sämmtliche Postiverthzeichen 1 005 535 M. Herstellungskosten gegen 1 833 005 M. im Jahre vorher. In den letzten zehn Fahren ist überhaupt eine beständige Sleigerung des Bedarfs ein- getreten. Zur Zeit liefert das Reichsinslitut täglich 1 500 000 Stück »0 Pfennig-Marken im Nominaliverthe von 159 000 M. Das dazu nöthige Papier»viegt ca. 7 Ztr. Von dem Postkartenpapier werden täglich ca. 40 Ztr. gebraucht und daraus 655 000 Stück Post- karten im Nominalwcrth von 32 750 M. gedruckt. Als vor beinahe 40 Jahren Preuße» mit der Eiusührung ber Briefinarke» vorging, »vurde ein hiesiger Kupfcrdrucker Ringer mit deren Herstellung be- traut, und zivar erfolgte diese damals mittelst Stahlstempel, welche die königliche Geiverbeakademie besorgt hatte. Jetzt verivendet man ausschließlich Schnellpressen zum Druck der Marken und Karten, und nur die Kouverts»vcrden»nit Stempeln auf der Stempel- maschin« bedruckt. Eine besondere Sorgfalt erfordert die Gulnmirnng der Marke». Früher wurde nicht nur die Rückseite gummirt, sondern auch die Vorderseite mit einer dünnen Kleberlösung überstrichen und zivar zum Schutz gegen Nachahimingen und Wiederbenutzung entivertheter Marken. Tie Kleisterschicht beivirkte das Verivischen der Farbe bei einein etivaigcn Versuch der Beseitigung des Entwerthungssteiiipels. Zur Zeit»vird nur die Rückseite gummirt. Bis vor etiva 3 Jahren geschah dies bogeniveise; jetzt»vird endloses Papier gummirt und das gummirte Papier dann in Boge» geschnitten. Auftrag- und'Vcrstrcichvorrichtnugen, rotirende Walzen zum scharfen Ausstreichen der Ränder, 5ialandcr zum Glätten und Rollinaschinen wirken in der Guulunranstalt zu- sammen. Tie Druckform»vird in der Weise hergestellt, daß der Satz mit Lettern hergestellt und das Markenbild dann eingesetzt »vird. Von dieser ursprüngliche»» Form wird ei» Wachsabzug gewonnen und davon wieder in» galvanischen Bad eine platte hergestellt, die aber nicht direkt zum Druck benutzt. sondern wieder erst nur zur Anfertigung»veiterer Kupserpl� der eigentlichen Druckplatten dient. j Tie Herstellung des Papiergeldes verlangt nach der A-1 des Redners lange nicht die Sorgfalt wie die PostivertUcl In den letzten 10 Jahren hat die Reichsdruckerei allein a" dert- und Tausend-Markscheinen für 2 281 760 000 M. herzt? -■~ � gjjsa Die Entwürfe für unser derzeitiges Papiergeld sind da el»er künstlerischen Preisbewerbung. Die Zeichnungen W' ö-,. 20- und 50-Markscheine entstaiiimen dem Professor Eop, Düsseldorf, die der jlOO-Maiischeine Joe»»» Professor Dru� �6°.*»!, etiiei m na»? inam», die der 1000-Markscheine den» Maler Tumbert. T>eA nungen sind dann verkleinert und direkt auf eine Platte � tragen.'Professor Meyer und Professor Frohberger in bj' furl a. M. haben sodann den Platten für die Schauseite nu Radirnadel und mit dem Graveurstichel die erforderliches heit und Kraft gegeben. Die Platte» für die Rückseite von den Künstlern der Reichsdruckerei unter Benutzung.� Guillochirmaschine und des Pantographen fertig gestellt. hier»vird die ursprüngliche Platte nicht als""""" benutzt, sondern es dienen dazu galvanische einer Cyaneisenlösung verstählt»verde»». Dieser feine Überzug hält etiva 159 000 Drucke aus und muß dann »verde». Gedruckt»vird das Papiergelt auf sogenanntes Astl papier mit eingestreuten einzelnen Fasern. Dieses Papt� »vird nicht in der Reichsdruckerei selbst hergestellt, sondert einer Privatfabrik, Gebr. Ebart in Spechthausen bei Eber-t geliefert. Das Austragen der Druckfarbe erfolgt theilivetje) »ach altem Verfahren im Handbetrieb, theiliveise aber auch" Maschinen französischen Ursprungs. 1 Die Herstellung der Generalstabskarten erfolgt durch Staatsinstilut seit 1863, und zivar nach Zeichnungen, die rtu» Offizieren des Generalstabs ausgeführt sind. Die Zeichne� »verde»» photographisch verkleinert, und unter Benutzung�. Pigmentgelatine»verde» sodann die Druckplatsin hergestellt.* ähnlichen» Verfahren»verde» auch Radirungen, alte Zeich?!"? u. dgl. vervielfältigt. Die Herstellung der Karten in groß' Maßstab erfolgt durch Lichtdruck. Herr Vastor Kitthorn von der Andreaskirche, von »vir vor Kurzein berichteten, daß er ähnlich»vie Karl der �t�m bei den» Konsirmationsunlerricht die Sprößlinge der Reichen H den Kindern der Armen sondert, fährt»vährend der Unlerrt?? stunden fort, seine Schüler nach dem politischen Glaubet?? kmntniß ihrer Eltern auszufragen. Nachdein der geistlich an die Kinder die Frage gerie tet hatte, ob in ihren FatM das„Berliner Volksblatt" gelesen»vird, schilderte Seine M »vürde.» mit„heißen" Worten die Qualen der Hölle, in dtt.Ä seiner Meinung die bösen Sozialdemokraten kommen ttt"! „Ja", predigte der Herr Pastor,„ich bin oft an das SterffjH von Sozialdemokraten gerufen worden, da hättet Ihr sie solle», zähneklappernd baten mich die Todtkranken, daß ihr Seelenheil beten möge." Das nennt man Konstrina?� Unterricht! Nun, es ist zivar nicht schön, daß ein Prediger"t» gegen die politische Gesinnung ihrer Eltern aufhetzt; doch,,, »vollen es ja»»cht anders habe», sonst würden sie die w' nicht zu einem solchen Manne senden. An Urrhaftungei» hat die Kriminalpolizei iin Laust gestrigen und vorgestrigen Tages eine gaiize Anzahl vorgcnoitt Unter den Eingelieferten befinden sich zunächst die Einhrt welche in der Nacht zun» 11. d. M. den Räumen der Conttitj*� Bodega, Friedrich- und Dorotheenstraße- Ecke, einen Besufl, gepattet und auch iin Verdacht stehen, den Einbruchsdievstu»» der Bodega, Jerusaleinerstraße, Ecke Dönhoffsplatz, in der>2 zum 14. d. M. verübt zu haben. Ferner»vurde der Wtt, Vorsteher eines Rechtsanwalts verhaftet,»velcher sich verscht�i Unterschlagungen schuldig gemacht hat, indem er von der � eingegangene Geldbeträge nicht ablieferte; er behauptet zivar. � er die sehlenden Summen zur Deckung von Gerichtskosteu wendct habe», vermag aber die Prozeßsachen nicht anzugebsI, »velchen er die angeblichen Zahlungen an die Genchtskalst.� leistet haben will. Außerdetn»vurde auch der berüchtigte Echt � geselle Hermann Wilke gestern wieder eingeliefert, weldstt... Jahre 1881 viel von sich reden machte. Wilke hatte bekauu� ein Halseisen konstrnirt,»nit welchem er die in fetit« x, Elisabeth-Ufer belegene Wohnung gelockten Aerzte»vidersta? j inachen wollte, uin sie dann berauben zu können. Er ivl»rb ± Verlaufe der damaligen Untersuchung für geisteskrank erklärt� in der Irrenanstalt zu Sora» untergebracht. Bon dort tst, »nehrmals, das letzte Mal in» Jahre 1886, entspriingen.™ gelang es nicht, ihn wieder einzusaugen, der verivegene brecher blieb seitdem verschollen. Gestern endlich traf t Kriminalbeamter auf der Straße und nahm ihn fest. »vurde»viederuu» nach der Irrenanstalt zu Sora»» transp°-4 — Endlich ist einer aus Mastricht an die hiesige KriminaW�. gelangten Depesche zufolge daselbst vorgestern der Unbekaunn � haftet»vorden,»velcher,»vie seiner Zeit gemeldet, in J den» Namen Hautecrive Postanweisungen über geri an sich adressirr, offenbar ii» der Absicht, gegen den träger,»velcher ihm die Beträge auszuzahlen hatte, ein 'Attentat zu vollführe». Zum Movde in Straße 6. Die Nachforschungen�,-: bis jetzt zu einen» Resultat, zur Ergreifung des Mörver» 2 geführt; das Gerücht, daß Schaaf am Freitag Vormittas dem Anhalter Bahnhof gefaßt»vorden sei, entstand dadur?'' J der Zimmermcister vor einigen Tagen zu Hausbeivohnevn' äußert, er müsse, un» Geld zu hole»», zu seinen» in Halle tw � den Bruder fahren. Infolge dieser Aeußerung wurde Anhalter Bahnhof ganz besonders scharf von Kriminalvsv� am Freitag überwacht. Am Sonnabend früh wurden»»« tf des Schiffsahrts-Kanals resp. desNordhafens niittelst Kähu�p gesucht, ob etiva die Leiche des Mörders irgendwo angeschtv � sei. Ueber den Kamps, den Mord selbst»veroen»ms Details gegeben. Allem Anschein nach hat Schaaf zuerst y: Frau zu lobten versucht; der Hieb, den er gegen sie geführt' von geradezu surchtvarer Geivalt, die«chädeldecke'st y» einem Hiebe völlig durchschlagen, und es erscheint den V »velche die erste Hilfe leisteten, geradez»» wunderbar. Frau Sch. nicht bald darauf gestorben ist. Dann 9%,.� unnatürliche Vater das kleinste Kind,»velches in seiner-y; genau so lag,»vie Frau Wiesner es am Abend vorher(st.y mit zwei Beilhieben getödtet. Jnzivischen sind die">-i Kinder aufgewacht, und uin diese stumm zu machen,'.y> Mörder von einein Bett zu»» anderen gerannt, um mit»V# y? aber lange nicht so sicher geführten Streichen die Kleine».- zu metzeln. Die 8jähriae Margarethe hat sich, halb betaUv eine»» Hiebe, aus den» Bette heraus bis ans Fenster gcldy um dieses zu erklimme» und»vahrscheinlich um Hilfe 8". und hat bei diesem Bemühen den ziveiten Schlag aus deu�y H köpf erhalten. Zuletzt erschlagen»vurde die älteste Tochter'-y hiß in hör tflrtrhovilii hß frhlipf* mntt nimmt nn hrm bßt � 1*1 w die Küche und muß dann zum Revolver, der gleichfalls&fl die in der Vorderstube schlief;»»an nimmt a»», daß der u sich dann selbst de»» Tod hat geben»vollen; er stellte das» lag, gegriffen haben; doch scheint er gefürchtet;»» habest' die Telouation alsbald Nachbarn herbeirufen könne und«stL folge dessen die Masse, die auch Blutflecke ausiveisen soll,' y weggelegt; er stellte die blutige Holzaxt neben den Hm. Daß der Mord von den Ehegatten gemeinsain r: worden, glaubt die Kriminalpolizei nicht. Von den Charitee schwer verletzt eingelieferten 5tiudcr>» sind die Margarethe und der 4 jährige Erich gestern Nachmittag': fi? verstorben. Als Todesursache»var bei beiden Schädelbru« � statirt, vorden. Die Frau Schaaf und die beiden."■ und Anna befanden sich gestern Vorniittag noch an» Lebrest'y selben sind in Behandlung des Geheimrath Professor Dr. yr' leben. Ihr Zustand wurde jedoch als ein beinahe Hossn""� bezeichnet. Von anderer Seite wird gemeldet: Von dem Urheber der Blutlhat fehlt bisher jede Spur, wiewohl die Kriminalpolizei un- Ausgesetzt nach sei mi Verbleib recherchirt: weder auf seinem m Reinickendorf belr en Zimmerplatze, noch bei seinen Tegeler- maße 48 wohnha�en Schwiegereltern, den Rentier Hepne'schen Eheleuten, noch endlich bei seinem in Halle a.<3. ansässigen "ruber, einem Ziegelcibesitzer, hat sich Schaaf sehen lasseir Man nnnmt an. daß Schaas in oder bei Berlin den Tod un Wasser gesucht und gefunden hat; denn mit der Zweifellos von oben bis unten bluttriefenden Kleidung konnte der Mörder nicht weit kommen; auch hatte_ der- kein Geld bei sich. Sein Portemonnaie mit 2,35 M. selbe 9l,s)nlt, sowie seine Taschenuhr wurden in der Wohnung, a..bje blutige Thal begangen worden ist, vorgefunden. A"r Rekognition des Mörders, dezw. der seiner Leiche, hat die -"mmmlpolizei das nachfolgende Signalement an die Behörden gelangen lassen: Schaaf ist 42 Jahre alt, 1,75 Meter groß, hat grauinelrrtes Haupt- und Barthaar; er trägt einen Schnurr- und kurzgehaltenen Vollbart, das Gesicht ist rund und von gesunder, INiche Farbe, die Stirn frei, er hat dicke, breite Nase, graue uugen, dunkle Augenbrauen, gewöhnlichen Mund und vollständige im? t- �'u Gestalt ist er kräftig und hat einen starken Bruch. «lS besonderes Kennzeichen wird angegeben, daß er auffallend imlf m sprechen pflegt. Bekleidet war Schaaf mit grauer Hose ,, b Weste, schwarzem Jacket, dunkelgrauem Sommer-Ueberzieher schwarzem Filzhut. Daß seine Kleidung auffallend mit Blut vepldelt sein muß, haben wir schon erwähnt. Ei»» Selbstinördcv wurde am Freitag Nachmittag gegen Uhr im Grunewald, dicht am Halensee, an einein Baum Magend Vorgefunden. Ter Unbekannte, dessen Persönlichkeit »icht sestgestellt werden konnte,»var kurz vorher ins Wasser gegangen, war jedoch, da ihm die Finthen jedenfalls zu kalt waren, wieder ans Land geschwommen. Obwohl der Ungliick- uche von Augenzengen des Vorsalles sofort losgeschnitten wurde, NW es doch nicht, denselben ins Leben zurückzubringen. Der bltmörder ist etwa SS Jahre alt, trägt hellgraues Jaquet, ,"uelblaue Weste, ebensolche Tuchhose, baumwollene Strümpfe Ulid Gununizugstiefel. Auf der linken Wange des anscheinend ,, Handwerkerstande angehörigen Mannes befindet sich eine n°ch frische Wunde. . kotsr»»»verden nicht allein an den Meeresküsten, sondern «"ch auf dein Lande verwendet, wie folgender Vorgang zeigt. Bei e>n Umbau der Spandauer Bahnhöfe, schreibt der„Anz. für das Haveu.", ist in der Staakenerstraße, etwa da, wo die Verbindung »wischen den beiden Bahnkörpern hergestellt ist, ein großes Netz oil Schieneugeleisen entstanden, in welchem den Maschinenführern tp Zurechtfinden nicht leicht fällt. Um nun jeder Gefahr vorzu- °ugen. halten die von Hannover kommenden Züge an der be- » chueien Stelle und nehuien einen mit den Verhältnissen genau „«rauten Eisenbahnbeamten ans, der den Zug dann langsam >.;■? ucher zuin Hamburger Bahnhof führt. Die Beamten haben � Maschinensührer den Namen Lotse beigelegt. o, volizeibevicht. Als ain 17. d. M. Mittags der Tapezirer- !.. oß ein Kohlenhändler, der einen Vordcrieller für 750 Mk. °u»ethet haben sollte, durchaus zahlungsunsähig war Uiid aus- mußte, ferner beriefen sich drei Parteien im Hause, die >»..». swr dem Verkaufe eingezogen waren, darauf, daß sie laut ei«« r)C»1 Uebereinkommen mit dein damaligen Besitzer nicht fn,,l'0 hohe Miethe zu zahlen hätte», ivie im Kontrakt stände, 50 bis 100 Mk. weniger. Es kam aus diesen Gründen L icken dem Verkäufer und Käufer zu Streitigkeiten, die zuletzt oe*.mn' Anzeige wegen Betruges gipfelten, die der Käufer »in be» Verkäufer machte. Ter Angeklagte behauptete fern �b�Ski» Termine, daß ihm jede betrügerische Abficht Selegen. Kurz vor dem Verkaufe habe ihm sein ck,. ssst mitgetheilt, daß einige der Mietherinnen einen anrüchigen Kuw!-.m'bel führten und um sich nicht einer Anklage»vegen hni,..» auszusetzen und daS Haus nicht in üblen Ruf zu bringen, er b» et f0'01' die Exmission der Betreffenden beivirkt. Da habe wob,,"berdings die darauf folgenden Miether etwas billiger ein-«" msten, um die Räume nicht leer zu lassen, und r.m Pro e Miethöstempel zu sparen, seien die alten Kontrakte ein' ornia in Kraft geblieben. Ter Kohlenhändler sei im Januar tedi!»t � itnd zwar habe er demselben laut mündlicher Verab- wen«.«ste Quartal geschenkt,»vie man es häufig»nache, Ter i 1 Eiefchästsleute i» ein ncuerbauteS Haus wünsche.— 28 rro öS?*,-di. bekundete, daß er anstatt 29 014 M. nur die Miethe eingenommen habe, also 132 M.»veniger,»vie 8S0a Ä> chll betrug. Auch habe er nur einen Ueberschuß von weil« cräielt rmd im Ganzen suhle er sich dadurch geschädigt, Tewiii« de» erhofften und in Aussicht gestellten »o'w habe. Ter als Sachverständiger ver- Aiw-fs Baurath Röhmisch gab sei» Gutack)ten zu Gunsten des Mietk.st/st«b. Tie von demselben angewandten Mittel, um vielinrf.'ut bas Haus zu bekommen und zu erhalten, Ivürden ntit al angewandt. Ein Haue kauf führe immer etwas Risiko Kapj'asz'�b Niemand sei berechtigt, eine hohe Verzinsung seines Niieihech r« ��rlangcn. Wohnungen, die von ünaugenehmen Ü'wthet arautzt»vurden, pflegte» immer etivas billiger ver- Schaft>> c> �aß der Kohlenhändler ein schlechtes Ge- SJsthen ftriUr'rrrde und sich nicht halten konnte, sei nicht voraus- £et Gecka fit;.Wer ein Haus kause, müsse die Augen austhun. agekrtin,''»»,it dem Staatsanwalt das Verhalten des ?,eitiiiale>stJmQr"icht korrekt, konnten aber die Thalbeslands- ichle tct«, /Betruges nicht daran finden, denn vor alle» Dingen n!°öe>i acKs�v�/' daß der Käufer des Hauses in seinem Ver- , ewiimc§ f« ö morden sei. Das Ausbleiben eines erhofften werde,.. als eine Vcrmögensbeschädignng»icht angesehen � S f; /stt stlag f welche gestern vor der 98. Abtheilung «stockt. statt, and, hatte viele Kaufleute nach Moabit Nittllte m.. st/ dem Schimmelpseng'schen Auskunstsinstitut au- � H a r wj/�deamte C. Hinz trat gegen den Kausniann stjwtich. Kläger aui. Der Beklagte, welcher hier em ö�lches Geschäft betrieb, mußte am 1. April d. I. ?,• blande f./stmelCen. Um einen gerichtlichen Zwangsvergleich iststen»u bringen, mußte der Angeklagte sich wiederum nnt % aucTÄ. in Verbindung setzen. Zu den Letzteren ge- guttut«16 2) T'rma in Apolda, welche das Schimmelpfeug'iche A??st�llter �"treter annahm. Von diesem wurde wiederum ihr N'rog.�. Hmz mit Vollniacht ausgestattet, die Interessen der tlruif �ger i»? wahrzunehmen. Wie der Beklagte behauptet, hat n wi-! miederholt, soivohl in der Wohnung des Be- im Bureau des Schimmelpseng'scheu Instituts die feste Zusicherung gegeben, daß er Namens der Gläubigerin in Apolda seine Zustimmung zu dem Akkord geben»vürde. Am 18. Juni dieses Jahres sollte der endgiltige Akkordtermin sein. Am Nachmittage des 17. Juni ist nun,»vie der Beklagte behauptet, Herr Hinz zu ihm gekommen und hat 150 Mark ver- langt, unter dem Hinweise, daß er ja nun 10 000 Thaler Schulden los würde. Der Beklagte habe nicht den Muth gehabt, dies ungerechtfertigte Verlangen bestimmt abzulehnen, sondern ihn bis auf den 21., drei Tage nach dem stattgehabten Termin, vertröstet. Beim Termine stimmte der Kläger gegen den Akkord und infolge dessen kam ein Vergleich nicht zu Stande. Aller seiner Hoffnungen beraubt, trat der Beklagte an den Richtertisch und gab die Er- klärung zu Protokoll, daß der Kläger Tags zuvor 160 Mark von ihm verlaugt habe. Da ihm das Gelo nicht gegeben werden konnte, habe er augenscheinlich seine Stimmung geändert und sei deshalb gegen den Akkord. Unter den Anwesenden erhob sich nach dieser Mittheilung ein wahrer Sturn» der Entrüstung gegen den Kaufmann Hinz, welcher die wider ihn erhobene Anschuldigung mit keiner Silbe widerlegte, sondern sich entfernte. Am folgenden Tage richtete Hinz an Harwitz ein Schreiben, in welchem er denselben aufforderte, die gegen ihn erhobene Beschuldigung als unwahr zu»viderrufen und als Harwitz sich dessen weigerte, strengte Hinz die Privatklage»vegen Beleidigung gegen ihn an.— Den» Beklagten stand der Rechtsanivalt Hugo Sachs, dem Kläger der Rechtsamvalt Mosse zur Seite. Der Beklagte versicherte, daß alle seine Angaben der reinsten Wahr- heit entsprächen und gab eine angeblich fast»vortgetreue Schil- derung des jraglichen Gesprächs mit dem Klägrr. Als der Letztere sein Bedauern darüber ausgesprochen habe, daß der Beklagte ihm nicht die 150 M. sofort geben könne, die er zur Bezahlung kleinerer Schulden dringend bedürfe, habe derselbe gefragt, ob er denn nicht 50 M. erhalten könne und als auch dies verneint wurde, habe der Kläger gejammert und gesagt:„Ich habe keinen Pfennig im Hause»md»norgei» ist der Geburtstag meiner Frau." Nun habe der Beklagte ihm 10 M, gegeben und der Kläger sich mißmuthig dainit entfernt. Der Kläger behauptete dagegen, daß an der ganzen Darstellung kein»vnhres Wort sei. Der an- getretene Wahrheitsbeweis hatte seine Scknvierigkeiten, da er lediglich auf Indizien beruhen konnte, denn bei dem frag- licheu Gespräch ivar eine dritte Person nicht zugegen gewesen. Die Schwester des Beklagten bekundete, daß derselbe gleich nach dem Weggange des Herrn Hinz in höchst aufgeregtem Zustande zu ihr gekommen und ihr mir den Worte»:„Faun»), Du sollst sehen, letzt bekomme ich den Akkord nicht durch!" in die Arme gefallen sei. Dam» habe er ihr das Gespräch mit dem Kläger erzählt ,u»d bei dieser Szene sei auch der Hausdiener zugegen geivesen. Ter letztere bestätigte dies. Ein dritter Zeuge, der Kaufmann Weil, bekundete, daß er den Beklagten noch in dem Gespräche mit seiner Schwester angetroffen und von ihm dieselbe Schilderung der Unterhaltung mit Hinz erhalten habe. Der Ver- theidiger, R.-A. Sachs, fragte den Klager,»vann der Geburtstag seiner Frau sei und erhielt die Autwort:„Am 18. März". Ter Bertheidiger»vies dann in seine», Plaidoyer daraus hin, ivie allein schon der Umstand, daß der Beklagte bereits am 18. Juni genau dieselbe Darstellung von dem Gespräche gegeben hatte und unmöglich»vissen konnte, daß an diesem Tage der Geburtstag der Frau Hinz sei, für die Wahrheit seiner Angaben spreche. Wen» man dazu die übrigen Zeugenaussagen rechne, so dürfe man den Wahrheitsbeweis wohl für erbracht ansehen. Er wolle noch ausdrücklich hervorheben, daß dem»vohlrenom- mirten Schimmelpseng'schen Institut irgend ein Vorwurf daraus gemacht»verden könne, daß einer ihrer Beamten sich inkorrekt benommen. Der Gerichtshof hielt den Wahrheitsbeweis ebenfalls für er- bracht und»vies deshalh den Kläger»nit seiner Klage kosten- pflichtig ab. Sozinle ttebovfickit. Arbeiter Drutl'chlauda! Die Lage der Kirch- h a i n e r W e i ß g e r b e r ist noch unverändert, der Kampf dauert hartnäckig fort, trotzdem die Unterstützung,, reiche den Streikenden zn Theil wird, spärlich ist. Ter Mnth und das Vertrauen auf den endlichen Sieg ist noch nicht geschwunden. Die Aussichten habe» sich etwas günstiger gestaltet. Verschiedene Meister möchten schon die Forderungen der Gesellen bewilligen, doch wagen sie nicht, Streikende einzustellen, aus Furcht vor der Konventionalstrafe. Die Meister haben sich bekanntlich verpflichtet, eine Strafe von 100 M. für jeden Mann zahlen, den sie zu den Forderungen der Gesellen beschäftigen. Auf Grund dieser Be- stimmung hat die Innung den Weißgerbcrmeister Lehmann ver- klagt,»veil er entgegen seiner Unterschrist 2 Gesellen beschäftigt hatte und sich»veigerte, die Konventionalstrafe zu zahlen. Das Kirchhainer Amtsgericht hat nun Lehmann vcrurtheilt, und hat derselee auch 200 M. dezahlt. Um nun einmal festzustellen, ob dieses Urtheil zu Recht besteht, hat der Verband der Weiß- gerber die Sache in die Hand genommen und findet am 7. Ro- vember vor dem Laiidgencht in Kottbus die Bcrufungsverhaud- lung statt. Auf den Ausgang des Prozesses warten viele Meister, »velche unter dem Banne der Konventionalstrafe stehen, mit Schmerzen, aber auch die Gesellen nicht minder, denn vom A»ls- gang dieses Prozesses hängt die Entscheidung des Kampfes ab. So lauge muß aver noch ausgehakten werden. Arveiter Deutschlands! Im Namen unserer kämpfenden Kollegen bitten wir noch einmal dringend: Helft unseren tapferen Kollegen, laßt sie nicht hilflos untergehen! Sie haben sich bei anderen gewerkschaftlichen»md politischen Angelegenheiten mich schon brav gezeigt.' Hilit uns die Streikenden zn unterstützen; es wird nicht umsonst sein!" Tie Vertrauensleute der Berliner Weißgerber W. Brinkmann, Wriezeuerstr. 13 I. E. Haserlaud, Biesenthalerstr. 3 II. Unterstützungen sind zu senden an A- Wunderlich, Weißgerber, Kirchhain». L. Arbciterblätter werden um schleunigen Abdruck gebeten. Drr Urrri» der Sattler und Lachgenosse» hielt am Dienstag, den 14. Oktober seine geschlossene Mitgliedervcrsamm- lung abi Nach Verlesung des Protokolls, welches angenommen wurde, proteslirte Kollege Bombin über die Fassung des letzten Versammluiigsberichtes im„Verl. Volksbl.". so weit es seine Person und Ausführungen betraf. Eodaiii» berichtete der Vor- sitzende über die Thätigkeit im letzten Quartal. Es hatten fünf Versammlungen mit»vissenschastlichen Vorträgen stattgefunden, 33 Kollegen hatten sich neu ausnehmen lassen, 3 wurden ge- strichen. Ter Bestand ist gegenwärtig 267. Zun» zweiten Punkt erfolgte Abrechnung des 3. Quartals und.des Sommernachtsballes, letzteres einen Ueberschuß von 104 M. ergeben hat, und wurde auf Antrag der Revisoren einstimmig Teckzarge ertheilt. Dann wurde Kollege Kuhn zum 2. Kosjirer, die Kollegen Stegmeicr, Funke und Haupt zu Revisoren gewählt. Ein Antrag: Ter Arbeitsnachweis des Vereins»vird vom 1. November an der in öffentlicher Versammlung gewählten Arbeitsnachweis- Kommission, mit dem Zusatz, daß das Inventar, soweit etz vorhanden, Kollegen Bombin als Eigenthum, überwiesen. Ein weiterer Antrag, von jetzt ab alle vier Wochen des Sonn- abends eine Versaminlung abzuhalten, ivurdc angenommen nndzfindet die nächste Versammli.ng am Sonnabend, den I. November, bei Reyer, Alte Jakobsir. 83, statt. Ferner wurde auf das Stiftnngs- fest der Zeiitral-Kraiikenkasse der Sattler, welches am Sonnabend, den 25. Oktober, in den Bürgersälen statHndet, aufmerksam ge- macht, worauf der Vorsitzende die gut besuchte, vom besten Geist beseelte Versammlung um 11 Uhr schloß. Der Verein der Klempner Herlins nnd Umgegend hielt am Dienstag, den 14. Okiober, in May's Festsälen, Beuth- straße 22, eine ordentliche Generalversammlung ab mit folgender Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes." 2. Kassenbericht. 3. Bericht der Kommissionen. 4. Ergänzungswahl des Vorstandes und der Kommissionen. 5. Abänderung des Statuts. O.Vereins- angelegenheiten. 7. Verschiedenes.— Zum 1. Punkt der Tagesordnung berichtete Kollege Weber: Wenn wir heute einen Blick zurückwerfen auf das verflossene Halbjahr, so sehen wir, daß ee sich in verschiedenen Punkten von den vorausgegangenen unter- scheidet. War die Zeit und Kraft vorher ans die Organi- sation und Agitation verwendet worden, so bean- spruchte das verflossene Jahr neben einem großen Kraftauf- wand für diese auch noch persönliche Opfer, Opfer an Zeit und und persönlichen Rücksichten, so daß wir ivohl mit Recht sagen können, das letzte Halbjahr»var eine Zeit des Kampfes und der Aufopsernng. Kurz nachdem wir diesen Zeitraum antraten, »vurde den Kollegen Gelegenheit gegeben, zu beweisen, daß sie nicht nur dem Verein augehören, um die Rechte der Mitglied- schaft zu genießen, sondern daß sie gegebenen Falls auch für den- selben einlreten, für seine Ziele kämpfen können. Wir»neinen die Feuertaufe des 1. Mai. Wenn auch die Feier des 1. Mai in Anbetracht der großen Anzahl Kollegen in Berlin eine imposantere hätte sein können, so dürfen wir doch keineswegs vergessen, unter»velchen Umständen diese Feier stattfand. Die Unternehmer verschmähten kein Mittel, die Feier unmöglich zu machen. Innung und Großkapital sah man Arm in Arm gehen, um gegen die Anmaßung der Arbeiter Front machen und mit der Hungerpeitsche dieselben bedrohen zu können. Wenn sich trotzdem 728 Kollegen fanden, die den Be- schluß ihrer Versammlung hochhielten und ausführten, so zeugt dies von Opfermuth und Ueberzenguugstreue, und dafür sage» wir Ihnen Dank. Alsbald� zeigte auch das Uiiternehmerthun» die Zähne. Maßregelungen traten ein»md Aussperrungen,»velche noch bis zum vorigen Monat reichten, wurden verhängt. Der Verein trat nach Kräften für die Unterstützung der Gemaßregelten ein. Trotzdem nun durch diese lokalen Vorgänge die Kasse des Vereins sehr in Anspruch ge- nommen war, so»vurde doch auch der kämpfenden Genossen anderer Städte gedacht. Es»vurden insgesammt 557 M. nach Auswärts an Unterstützungen gesandt. Außerdem wurden noch bedeutende Summen für die ausgesperrten Hamburger Arbeiter auf Listen und in Werkstätten gesammelt, oder durch Verlosungen zn Gunsten des Untcrslützungssonds der Klempner Deutschlands. an den Vertrauensmann Metzger nach Hamburg gesandt. Diese Summe beträgt zirka 250 M. Trotzdem»vir mit dem,»vas»vir im letzten hcilbeuJahr erkämpft und erzielt haben, zusriedensein könnten, müssei»»vir dcch gestehen, daß bei vorurtheilssreier Betrachtung des ganzen Lele.is uud Treibens im Verein, der Eindruck kein günstiger ist. Unter den Mitgliedern selbst gährten häßliche persönliche Reibereien, welche diejenigen verstimmten,»velche sich bewußt»varen, ihre Pflicht gethan zu haben. Ferner ist noch zu berichten, daß durch das in der„Neuen Welt" abgehaltene Somme»v.rguügen ein Unterstützimgsfonds begründet und sicher- gestellt worden ist, der den Kollegen, welche in Roth gerathen, ihre Lage erleichtern soll. Dieser Fonds steht laut Beschluß vom. I. August jedem Kollegen zur Verfügung,»velcher nachweisen kann, daß er mindestens 13 Wochen einem Arbeitervereine mit Uelen, die dein unseren gleichen, angehört hat.— leim zweiten Punkt der Tagesordnung gab Kollege Delconrt den Kassenbericht. Einnahme des 3. Quartals 694,75 M. Ausgabe 410,70 M„ bleibt ein Ueberschuß von 284,05 M. Dazu der Bestand vom 2. Quartal 313,84 M., bleibt ein Kassenbestand von 597,89 M. Tie Revisoren berichteten, Bücher und Belege in musterhafter Ordnung vorgefunden zn haben. Darauf wurde dem Rendanten Decharge ertheilt. Beim 3. Punkt der Tages- ordnung gaben die Kollegen Vages, Kirsch, Möllmann und Richter einen von der Generalversammlung beifällig aufgenommenen Bericht ihrer Kommissionen. Auf Antrag der Versammlung wurde der 6. Punkt, zu den» die Klempner Gustav Schulz und Klatt eingeladen»varen, vor dem 4. Punkt der Tagesordnung ver- handelt. Kollege Selchow berichtete, daß der Herr Gustav Schulz sich bei der Arbeitsnachweisstelle habe aufnehmen lassen. Der Vorstand hat die Ausnahme des Klempner Schulz inhibirt, da derselbe»regen seiner Denkungsart nnd moralischen Lebens- weise nicht fähig ist, einem Arbeiterverein anzugehören. Sämmt- liche Redner sprachen sich dahin aus, daß der Klempner Schulz, da er meistens mizurechuungssühig ist nnd auch Verläumd»mgen verbreitet, daher einen Verein nur herabsetzen kann, nicht ans- zunehmen. Mm» empfahl Herrn Schulz, nach Westasrika retour- zugehen und als Koloniälschivärmer»veiter zu leben. Die General- Versammlung beschloß, den Klempner Schulz in den Verein nicht auszunehmen, da derselbe die Eintracht der Vereins stören»vürde. Ter Klempner Klatt erklärte seinen Aus- iritt, bevor er von der Versammlung ausgeschlossen wurde. Tarauf wurde zur Ergänzmigswahl des Vorstandes»nid der Kommissionen geschritten. Es wurden gewählt die Kollegen Schmidt als 2. Vorsitzender. Burchwardt als Bei- sitzcr. Ellend, Bräuer und Spouholz als Schriftführer. Schießer und Burchhardt als Revisoren. In die Arbeitsnachweis- Kommission wurden gewählt: die Kollegen Strahl, Schwarz, Jäckel und Jan»). In die Rechtschutz-Kominisswn: Pottasz und Peppel. In die Bibliothekkommission: Schmielewsky, Danzmann nnd LepS. Dem Kollegen Jamiske wurde die Zahlstelle im Osten nnd dem Kollegen Kappe die Zahl- stelle im Norden übertragen. Ter 5. Punkt der Tagesordnung wurde, da die Zeit»veit vorgeschritten war, bis zur nächsten Ber- sammlung vertagt. Nachdem noch mehrere Vereinsangelegenheiten verhandelt waren,»vurde die Versammlung geschlossen. Der Arbritrv-Kildnngsverri»» fiir Meiffenfte nnd U»«grgr»>d hielt an» Dienstag, den 14. d. M., im Lokal des Herrn Weichert, Gustav Adolfstr. 142, eine öffentliche Beleins- Versammlung mit folgender Tagesordnung ab: I. Vortrag des Stadtverordneten Gnavt. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Zum ersten Punkt der Tagesordnung nahm der Stadtv. Gnadt das Wort und hielt einen sehr lehrreichen, naturwissen- schastlichen Vortrag, an welchem sich eine interessante Diskussion anschloß. Hierauf schritt man zu Punkt 3 der Tagesordnung, Vereins- angelegenheiten. Es fand zunächst Ersatzivahl für den 2. Schriftführer statt. Mit großer Majorität wurde der Genosse Arndt gewählt. Sodann verlas Genosse Berget die Abrechnung von der Feier vom 4. Oktober,»velche leider ein Defizit von 9 M. 23 Pf. ergab. Die Abrechnung von der Lassallefeier, welche bereits mehrmals auf der Tagesordnung stand, mußte bis zur nächsten Versammlung aufgeschoben worden,»veil der 1. Kassirer, Genosse Hirsch, zur Zeit als Delegirter in Halle anivesend ist, uud sein schriftlicher Bericht, welchen derselbe hinterlassen, unvoll- ständig war. Unter Punkt 4, Verschiedenes,, vurde ei» Antrag, dem Partei- Kongreß ei» Telegramm zn senden nnd zu diesem Zwecke eine Tellersaminlung zn veranstalten, gegen eine Stimme an- genommen. Leider nahm dieser Punkt der Tagesordnung durch die fort- wahreiiden Nörgeleien eine» ehemaligen Vorstandsmitgliedes, Naniens Liies, einen rein persönlichen Charakter an, so daß sich der Vorjitzende veranlaßt sah, Rio» zuzurufen: Daß er wohl nur Z" bemZmecke in die Versammlung gekommen sei, um eine „Bombe in die Einigkeit der Mitglieder zn werfen. �.er Vorsitzende erklärte ferner, daß er in Zukimft derartige Vorkmnmnlsse dadurch verhindern wird, iudeu» er solche Personen einfach hinausiveist. Nach Beantivortung einiger Fragen schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem Hoch aus die inter- nationale Sozialdemokratie. Druckfehler- Kerichtigung. In Nr. 240 muß es nicht heißen:„Die hiesige Filiale des deutschen Schmiedeverbandes", sondern„des deutschen Schneider- Verbau de s". Verein Mal>r>!»g der Zntrrrssr» der Kchnlimacher Kerlin». Tonntaa, den 19. Ottober, in May's Fesisalc», Beuthslr. 20-21, J. Slifiungs- fest, bestehcnv in Tanz, Bortr-iaen»nd Aerloosuna.(S. Sinnonce.) Bi* Persamnilnug deo v-r-ino der Kii,i>I,nlachrr findel Montag, den ». November d. I. und nicht Montag, dc» 20. d. 37!., ftalt. Kachverein der Weber. Montag, den 20. Ottober,«lbcnds 8 Uhr, bei veise, Lichlenbergersirahe 21, Eeneralvcrsaininlung. Tagesordnung: 1. Kassen- Gericht vom S. Quartal. 2 Bericht vom Arbeitsnachweis, s. Wahl eines Revisors. 4. Wahl für daZ Schiedsgericht. 0. Antrag des Vorstandes. 0. Gründung einer Blbliothel. 7. Bericht der Revisoren vom Sommernachts- Ball. 3. Beschlußfafsung über die Feier des ersten StiftungssesleS. 0. Ver- tchtcdenss und Fragctasten. Kollegen, welche Mitglieder werden wollen, haben AUarmein« Sraiilic»- und Sterbelial7r der Ztletallarbeiter. sowie Zentral-Kranten- und Sterbetass- der Metallarbeiter„Vulkan"(G. H. Nr. 20 22. öu Hamburg, Filiale Berlin 3. Versammlung am Montag, den 20. d., UendS 8% Uhr, Manteuffelstr. oo. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Ver- schicDcncß.— Den Mitgliedetn zur Kcnn.tnift, daß am Sonnabend, venu Nov., ein Kranzchen der Filiale 8 in Rau's Restaurant, Skalitzersir. 126, stattfindet, und werden Billets in den Zahlstellen sorvie in der Versammlung aus- gegeben. W*?u Ö'vll»(vom Jahre 1876). Montag, den 20. d., Abends 8 Uhr: Geschäftliche Sitzung bei Lammer's, Kommandantenstraß« 72. Tagesordnung: Aufnahme neuer Mitglieder je. Nach Erledigung der Vereins- angelegenheiten, erste musikalisch- deklamatorische Abendunterhalrung, wozu sammtliche Mitglieder mit Damen freundlichst hiermit eingeladen sind. t", Kommandantonstr. 20, «ine Versammlung. Tages-Ordnung: Abrechnung vom 2. Quartal er. Wahl der Lokalverwatlung und Merzte für 1S90»ud Veeschiediues. Quiltungsbuch legitimirt. Dereinionng der Drechsler Deutschlands, Nrtsvrrwaltnng Kerl!» 4. Dienstag, den 21. Ottober, Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Urabstim- muna über den Zeikpunkt der kommende» Generalversammlung. 2. Kassen- bericht. s. Feslsehnng der VersammlungStage. 4. Verschiedenes. Frei« z>crei»>g»»g aller in der chirurgischen Krauche beschästigten Kerussgrnalseii. Versammlung am Dienstag, de» 21. Ottober, Abends s tthr, bei Zemter, Münzstrabc 11. Tagesordnung: 1. QuartalS-Slbrechnung. 2. Der Arbeitsnachweis, s. Verschiedenes(Stiftungsfest). Kerein gewerbliche? Kiisoarbeitrr für Ioliannisthat nud Ztm- arbnng. Soimlag, den 19. Oktober er.. Slachmittags 2 Uhr: Große General- Versammlung im Lokale des Herrn Ludwig(Kleinschäfski) zu Johannisthal. vZrohe öffenilich« Kersainuiliing für Männer und Frauen am Sonn- tag, de» 19. Oktober er.. Nachm. 2% Uhr, in Möwe'S Sclellschaftshaus, Fichte- straße Nr. 29. Derrinigung der Drechsler Deutschlands(Zahlstelle. Gesang-, Turn» und gesellige Dereine etr. am Montag: Gelang- verein„Sängcrlust" Slbends 9 Uhr im Restaurant Landsbcrgerstraße 80.— Liedertafel der Maler und verwandten BcrusSgcnossen, Restaurant Berg, Kaiser- Frau.- Sreuadier-Plah Nr. 7. Aufnahme slimnibeaabter Kollege».— Männer- gesangverein„Weiße Rose" Slbends 9 Uhr im Restaurant Kleine Gerichts- straße 10.— Männcrgesangvcrein„Eintracht i" Slbends 9 Uhr Köpnieker- straßc CS m Restaurant.— Gesangverein„Echo 1372" Abends 9 Uhr Oranien- straße 190.—„Deutsche Liedertafel" Ab-ndS 9 Uhr, Oranienstraße 190.— Gesangverein„Myrthenblätter" Uebungsst. Sllte Schönhauscrstr. 42 b. Malzahn.— Männcrgesangveretn„Senefeldcr". Uedungsstunde SlbendS 9 Uhr tn Mimier's Restaurant, Zlosenthalerslr. 11—12. Aufnahme neuer, auch passiver, Mitglieder.— Verein Berliner Theaterfreunde SlbendS sK Uhr bei Lülow, Slsmiralnr. 38.— Vergnüguugsverein„Zick-Zack" Abends 9 Uhr in Mowe's Gesellschasishau«, Fichlestraße 29.- Verein„Lustig" Slbends 9 Uhr bei Thamm, Schonhaut-i Allee 23.— Verein„Siatibor" Slbends 8% Uhr im Königstadl-Kasino.% marttslr. 72.— Ahrendsficher Stenographenverein„Apollobund" Abends 8. u°s Thurmstraße 31 tMoabtt).— Wissenschaftlicher Verein für Sioller'sche Sl-n°( graphie Slbends 8: Uhr im Münchcncr Brauhaus, 3!eu- Friedrichstr. I, Unterrichts- und Uebuugsstunde.- Statllub„Ramsch", Uhr, Surstenb-rg-rstt. 7»- Käste willkommen.— Nauchklub„Nordstern" in Eusat's Lokal Jranlfurln ~ �. f- r._ 01___ J-.«f..:. Cirfi«v.SP rn Issir» fÄFftlTKCl' 9 Uhr bei Kloth, Tresdenerslr. 10.— ZUHerklub„Waldrose" Abends%9 Uhr. Uebungsstunde bei Schneider, Sllbertstr. s. Dirigent: Wegener. Slufnahmj neuer M itglteber. Gäste willlontmen.-„Friedrichs Verein"(ehemaUA Zöglinge des großen Friedrichs- Waisenhauses der St�t Berlin) Abend» 8% Uhr bei Bonnann, Ohmgasse 2.— Unterhaltungsllub Schiller Slbends 8 M- in,»lestaurant Giesel, Trislslraß- 41.— Vergnügungsverein„FreundeSlreu? 'Abends 8% Uhr im Restauran! Preuß, Prinzensir. 97. Gaste willkommen. Nauchklub„Goldene Quaste" Abends 9 Uhr, Nestauralion Barniinstr Gaste willkommen. (Kvolffo Tplearapliett-Kttrratr.l Dario, 18. Oktober. Der Streik der Arbeiter der-- flaschen-Fabrik in Fraisniarais bei Douai ist beendet; man ck# daß nunmehr der Streik der Glasflaschcn-Arbeiter des Norden» überhaupt bald beigelegt werden wurde._ Die Tüllfabrikanten in Calais, welche vor drei Wochen'Y» Fabriken schlössen, wollen dieselben am nächsten Montag wieoe eröffnen; dieselben befürchten jedoch, daß die Arbeiter erst nach vollständiger Feststellung eines gemeinsam zu verembarenven Lohntarifs die Arbeit wieder aufnehmen werden. Aus Dunkirchen und Calais werden heftige Stürme auf und das Scheitern eines englischen und eines holländische Schiffes gemeldet. Zwei große öffentliche 1) am Dienstag, de» ÄI. d. Ztltv. im Dereinohano ,,Siid-Gst", WLk" Waldemar- Strasse 75."HAU ti) am MittiuoHj den d. Rlto., in den Dorddrutfchen Krauerei, SSM" Chaussee- Strasse 58. Tagesordnung in beiden Versammlungen: I. Die Zu- stände in der Fabrik von L. Löwe. 2. Diskussion. 8. Wahl eines Vertrauensmanns nebst Stellvertreters für die Metallarbeiter Berlins und Umgegend. 4. Wahl zweier Delegirten in die Verl. Slreik-Konlrolkommissioii. 5. Verschiedenes und Fragen.— Zahlreiches und pünktliches Erscheinen wird erwartet. k31ll Die Einberufer. Stuckatenre! lovtag, 20. Oktober, Abends P/2 Uhr, bei Zemter, KUnz-Strasse II: Große General-Versammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal. 2. Neuwahl eines Nevisors. 8. Vereiiisaiigelegcnheitcn. 4. Verschiedenes und Fragekasten. VorEintritt tn dieTageso r d 11 ung wer den Mitglieder a u f g e n 0 m 111 c 11. Um zahlreiches Erscheinen ersucht dringend 1268 Oer Vorstand. Kranken-Uiterstützungsbuiid der Schneider. Dienstag, de» 31. Glttobrr, Abcndo S'/a Uhr; DK" WersammlwMg"MU in den Arminhalleu, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1890. 2. der Lokalverivaltiiug und Acrztc für das Jahr 1891. 8. Verschiedeues. Quittungsbuch legitimirt. Ilm zahlreichen Besuch bittet 1293 Die LoStalvcrwaltung. Wahl Mitglieder-Versammlung des Mmiiw siimmtlißer in den Glnee- und Knrton- Wltt-Mriken beslhiistigten Arbeiter nnd Arbeiterinnen Dienstag, deu 31. Giltol>er, Abends 8 Dhr, in Kcheffer'o Kalo», I n s e l st r a ß e 10. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Kassirers. 2. Vortrag des Herrn Mehner iiber:„Die Religion der Zukunft." 3. Diskussion. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Zu dieser Versammluiig ist der Fabrikant Julius Hess brieflich eingeladen, die destruktiven Forderungen der Arbeiter- näher zu definiren. Gäste willkommen. 1809 Der Vorstand. Vereinigung deutscher Maler, Lackirer, Anstreicher und verwandter Berufsgenossen. Filiale II, W. Dienstag, den 21. d. M., Abends 8 Uhr, im Restaurant„K ö n i g s h 0 s", B ü l 0 w st r a ß e Nr. 37: General- VersammluMy. Tagesordnung: 1. Necheuschastsbericht vom letzten Quartal. 2. Neuwahl von Verwaltinigsbeamteii. 8. Abrechnung vom Stiftungsfeste, 4. Verschiedenes und Fragekasten.— Erscheinen Aller sehr nothwendig. Gäste will- kommen. Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. 1303 Die Bevollmächtigten. Große öffentliche Versammlung aller Militär- und Lieferungs-Schneider Montag, Abends 8V2 Uhr, in den Arminhailen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. DlSkussion. 3. Beschlußfassung betreffs Auflösung der Lohnkommission. 4. Verschiedenes und Werkstatt- Angelegenheiten. 1279 Es ist Pflicht, daß jeder Kollege dort erscheint. Oer Einberufer. Flchttck btr in Bnchbinbereien nni) vermMen Betrieben beMigten Arbeiter. mi M-utag, den 30. d. M.. Abends 9 Uhr, Annenstraße 16: General- VersamenBung. Tagesordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Bericht der Arbeitsnachweis- Konimission. 3. Ergänzungswahl des Vorstandes. 4. Die gegenwärtige Lage des Streiks bei I. Rosenthal. 5. Verschiedenes und Fragerasten.— Mitgliedsbuch legitimirt. Aufnahme neuer Mitglieder. Um recht regen Besuch bittet Oer Vorstand. NB. Der unentgeltliche Arbritsnachwrio des Vereins befindet sich Dresdonerstrasie HS. Die Geschäftsstunden sind Wochentags Mittags von 12—1, Abends 8—9, Sonntags 10—11 Uhr. Fernsprech-Amt IXa 578. KMilt ber inter Verlins. Der Kursus für das Wintersemester 1890— 91 beginnt am 2. November im Schullokal, Schlesischestr. 4. Anmeldungen werden in den Filialen entgegengenommen. 1090 Die Schulkommission. 12. FeliK OjjspesiShlesnraj Rosenthalerstrasse U Erste» m. ältestes Sperial Geschäft für Mantel und Costiime im Norden Berlins. Bitte genau auf Firma n. Hausnummer zu achten. Geschäftsprinzip: Kleiner Uubr» bei großem Umsatz. Herbst-Mäntel verkaufe ich jetzt der vorgerückten Saison wegen zu halben Dreisen; z. B. dunkelblaue Rcgenpaletols, bisher 25, SO it. 36 M., jetzt 12,50, 15 n. 18 M. Helle Farben noch billiger. Ulinter-Mäntel, hervor- ragende Neuheiten, in großartigster Auswahl, in Wolle, Wollplüsch, Seiden- plüsch, Matlaeö, Sciden-Brocat n. s. w. zu enorm billigen Preisen. Z. B. elegante Dolmans mit reicher Garnirung i» guten gestreiften u. glatten Stoffen schön von 19 M. an, Paletots, halb u.sestanliegend, vorzüglich sitzend, schon von 17 M. an. Iaqnrto in allen Ausführungen von 9 M. an. Fertige Costiime von l6M.aii, Cachemir- u. Traner-Costüme. Gefellschafto» n. Ftail-Costiimc von 24 M. an. Seidene Costiime, schwarz u. farbig, von 42 M. an. Sonntags ununterbrochen bis Abends 8 Uhr geöffnet. Handlung von Carl £ Gross, Kriiderstr. 35, empfiehlt zur lUiuter- Saifon: Paletot-, Anzug- und Bein- lleidftosse zu billigen Preisen. Reste und zurückgesetzte Sachen werden unter Fabrikpreis verkauft. Musterharten stehen den Herren Schneidermeistern gern zur Verfügung. Freunden und Gönnern, sowie allen Männern der Arbeit empehle mein Zigarren- und Tabakgeschäft. F. Büttner, Reichenbergerstr. 162. (Spiegel nnd � Polstenvaarcn.S Gr. Lager, bill. Preises Emil Heyn, Brunnenstraße 28, Hof parterre. Theilzahlung nach Uebereinkunft. eigener Fabrik. WinteriibeMer, Ketten, Uhren etc. billigst 1300 Pfandleihe G. Häuser, Nostizstr. 5l. von L. Brachvogel, Manteuffelstr 75. Große Riesenerbsen.. ä Pfd. 14 Pf. Kleine Erbsen, hochsein.„ 13„ Grüne Erbsen.„ 15„ Geschälte....... 20„ Große Salatbohnen.,„ 20„ Mittelbohnen.„ 14„ Kleine Bohnen...,„ 13„ Große Tcllerlinsen,.„ 28„ Miltellinseii.... ,, 23„ Kleine Linsen....„ 18„ Alles hochfeinste Kochwaare, verlesen und gesiebt. 1000 Empfehle mein Lokal zum Arbeitsnachweis und für Zahlstellen. Zimmer für Vereine. 1076 Carl Ulrich, Wrangelstr. 84. Frdl. tnöbl. Schlafstellen f. 2 Herren Reese, Manteuffelstr. 61, v. 2 Tr.[1322 Frdl. Schläfst., sep. Eing., Schwerin- straße 6, v. 3 Tr. bei Brosig.[1304 Ein möbl. Zimmer zu vermiethen Oranienstr. 198, 1 Tr. l.[1291 E. möbl. Schläfst., sep. Eing., z. v. Skalitzerstr. 24a, 3 Tr. I.[1297 Kl. Zimmer als Schläfst, b. Rasch- dorf, Reichenbergerstr. 72, Qucrg. 3 Tr. Frdl. leere Stube Fichtestr. 33, H. 1 Tr. Luisen-User 8, v. 4 Tr., möbl. Zim. (sep. Eing.) an 1 oder 2 Hrn. sof. z. v. Frdl. Schlafstelle, sep., bei Böhning, Prinzenstr. 90, H. l. 4 Tr.[1267 s W Jede Uiihmafchine zu repariren kostet unter Garantie bes guten Nähens 3,59 M. Kleine Reparaturen billiger. W. Maaske, Fachmann, Christinenstr. 33, II. Allen Genossen u. Bekannten empfehle mein reichhaltiges Lager Cigarren, Cigaretten und Tabake in abgelagerter Waare. 1264 A. Born, Friedensir. 98. ftf zu Festllichkeiten vom kleinen si» bis großen Orchester stellt G. Schonerl, jetzt Bernanerstr. 30, II. NB. Betone ausdrücklichst, daß ich die Musiken mit keine Beamten-, Militär- oder Dilletantenmusiker ausführe, son- dern ausschließlich nur mit Zivil-Be- rufsmustker. 1807 Minter-Ueberzieher, Hosen, Uhren' Röcke sind bill. zu verk. G. Meyer, Pfandleiher, Skalitzerstr. 25. 1290 Allen Freunden, Bekannten und Genossen zur Nachricht, daß ich mein Schank- geschäft von der Wasserthorstr. 3 nach der Kckönlrinstrafze 57 verlegt habe und daffelbe am heulige» Tage eröffnen werde. 1811 V. Pnltz. Möbl. Schläfst, für 1 oder 2 Herren, sep. Eing., Forsterstr. 2, v. IV, Kieburg. Frdl. Schläfst, f. H. bei Ww. Ruzzel, Prinzenstr. 90, H. l. 4 Tr.[1266 Schlafst.f.H. Oranienstr.146, v.lllb.Ww. Den Berl. Genossen für den Empfan und sreuntliche Ausnahme währe», meines Aufenthaltes zur Feier oe- 1. Oktober meinen besten Dank. Aug. Scharlibbe, Bremen, Hülsenstraße 21. Allen Freunden und Gönnern empfeh� mein Lokal Straße 66 a Nr. 2. Frani Billard und Pianino stehen zur fügung. Vereinszimmer noch cunz Abende zu vergeben. Volksblätter liege aus. Zum freundlichen Besuch laor [1273] Fr. Fuhr. ein Allen Freunden und Genossen pfehle ich mein y, n. BnirW-Bier-Lckl. Jacob Omland, Neanderstraße� Genossen u. Freunden empfehle we� Weiss- u.Bair.-Bierloka' Die neueste Kegelbahn der Welt 3C; g Donnerstag: B GänseAuoschiebe«» Ernst Magnan, Krautstraße 1»' Empfehle allen Freunden und � legen mein 1 Restaurant zum Senefelaej' Christinenstr. 39, n. Lothringers Pfefferberger Bier-Ausschank, ff. bier. MufikalischeUnterhaltung, freu» liche Bedienung. P. Hage'1�. Allen Freunden u. Genossen eins mein pf-h» Weij- u. Bllirisch-Bier-Loklll' 1 Saal zu Versammlungen und 2 Vereinszimmer stehen zur Verfug" v Hermann Wuttk®»A: Friedrichsbergerstr. 24 pt —» Zu seinem am Mittwoch, den 22-.' Mrs., stattfindenden 1 SHT* Abendtifch ladet Freunde unv Bekannte ergeveni, Hud. Deter, PfeifeitWiri"' Holzmarktstr. 8.___ � Allen Parteigenossen empfehle w? Weih- nni) Lckislh Bierlo� Aug. Insinger, Kraul, tr. 48, �� Ein großes Vereinszimmer ist einige Tage frei. Wo giebt es ii» Eiiku Berlin eine gute Weifc, J,n Uestaurant zum rothe» Auch steht ein Vereinszimmer zur � fügung.[1274] W.Haugk,«oefhF> Dr. Hoesch, Homöopath.%)& Artilleriestr. 27. 8-10, 5-7, Sonn� Möbl. Schläfst, für 1 od. 2 Hcrt�! verm. b. Lindner, Sldmiralstr. 28,» � gebände 3 Tr. Möbl. Schläfst, f. 2 Hrn. z. 1. Nov. Waldemarstr. 28 bei Krause.[1280 E. möbl. Schläfst, an 1 Hrn. z. vm. Davidsohn, Metzerstr. 18, H. 1 Tr. Möbl. Schläfst, f. 2 Hrn. z. 1. Nov. Grimmste. 37 bei Wengler.[1281 Möbl. Schlafstelle zu verm. Grüner Weg 53, 3 Tr. bei Ww. Bork.[1305 Schläfst, für Schuhmacher auf Platz Wilhelmstr. 119/120, 1. Qg. IV b. Frey. Ein möbl. Zimmer für einen Theil- nehmer z. vm. Naunynstr. 14, v. III r. Suche Theiln. für frdl. möbl. Zimmer, inkl. Kaffee 13M. Ziemer, Wiener, tr.34U. Fr.Schlasst.Jnvalideiistr.I32 v. b.Rogge. Fr.Schlafst.f.2H.b. Kurth, Bergstr.52,v.I. Ein Theilh. z. einer Stube wird u.,. Pt. 7 M. Reichenbergerstr. 177, H. l. U r. Frdl. möbl. Schläfst,(sep. Eg.) f. 1 H. od. D. z. v. Möckernstr.76,Querg. Meyer. werde» noch verlangt vo» F. Pumplem Ä CO'Qjs. Milmersdorf, Kerlinerstri� 50 Schuhmacher.> auf Damen- und Herren-Ran� sß bei hohem Lohn verl. Jacobo"'�� Oranienstr. 156, 1 Tr. 3i«i Wigt HndßrdttA! (auf Schwarz) werden bei hohei"'„c»/ sah verlangt bei Fcrd. Fl' Chromo- und Kartonpapier'" ,5 W e i ß e n s e e.____ Lehrlinge, welche die macherei«vi. wollen, suchen[l'f Silber, Schirmfabrik, Noßstr-�. Uosamenten- und Peiddii�z»- Ard,i,-rinii.u I-«-� StallschreiberittA� Verantwortlicher Redakteur: Curt Kaake in Berlin. Druck und Verlag von Mas Kading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Sonntag, den 19. Oktober 1899. 7* Jahrg. gesprochen von Manfred W i t t i g, der ihn auch gedichtet, auf dem F e st k o m m e r s zu Ehren der Delegirten zum Arbeiterkongreß in Halle am 14. Oktober 1890 Auf deutschem Boden, zum ersten Mal Seit langer Zeit ihr Genosse» Begrüßen wir uns und freu'n uns der Saat, Die herrlich emporgesprossen. Was thaten nicht Trug und Licht und Gewalt, Die Völkerbewegung zu hemmen, Wie mühte man sich verblendeten Sinns, Sich dem Fortschritt entgegenzustemmen! Ohnmächtig Beginnen und kindisches Thun! Oel goß. man in lodernde Flammen, Es schweißte der allgewaltige Druck Nur fesler uns imnier zusammen: Man schlug auf den Herd— und es stoben umher Die glühenden Funkengarbcn Und lohten zu neuen Flammen empor, Nur wenige verlöschten und starben. Und zehn der Kämpfet erhoben sich da Wo einer zu Boden gesunken, Alis tückisch gereichtem Giftbecher des Feind? Wir haben uns Stärke getrunkeii! Gefeit nun gegen ein jegliches Eist Verlachen ivir Tücken und Ränke, Nichts anzuhaben vermögen uns mehr Die feindlichen Schierlingsttänke!— Glück zu Dir, wackerer Proletar! Schön hast Du die Probe bestanden, Und herrlich erklingt das Siegeslied, Dich preisend, in allen Landen. Du schautest dem Hunger, der Roth und dem Tod Ins Angesicht ohne zu zagen, Du hast der Verfolgung wahnsinnige Wuth Zwölf Jahre lang tapfer getragen. Auf Deiner Seite stand ja das Recht, Ter Wissenschast klarste Erkenntniß, Und siel nun das schnöde Ausnahmegesetz, So habt ihr das offne Geständniß, Daß all' sein Mühen vergebens, Das offne Geständniß vom Feinde selbst, Daß keine der Wunden, die ihr empfingt, Getroffen den Nerv des Lebens! Stolz ivehen die rochen Fahnen im Wind, Hellt tönt die Marsailler Weise!— Und das Wesen ilnd Tönen, wem gilt es zuerst? Den theuren Todten zum Preise! Euch sei, Ihr Gefall'nen, die Erde leicht, Ihr Opfer der Pflicht und der Treue, Bei Eurem Gedächtniß geloben wir Fest auszuharren auf's neue! Und haben wir Ueberlebenden heut Uns Sicgeskränze gebunden, Dankbaren Sinnes seien sie jetzt Uni euere Urnen gewunden. Wie ihr bis zum letzten Athemzug Euch treu zum Banner gehalten, So wollen auch wir es fürderhin thun Wir alle, die Jungen und Alten! Nie möge kleingeistigcr Dünkel und Wahn Die Reihen der Kämpfer verwirren, Es stütze der stärkeren Brüderhand Die Schwachen, die straucheln und irrrn.—- So ziehen geschlossen in Rotten und Reih'n Wir hinaus zu erneuertem Ringen, Und nimmer gelingt es des Feindes List, Unter uns Unordnung zu bringen. So pfleget, ihr Freunde, besonnenen MuthZ Einträchtiger, ernster Berathung, Ihr alle, die hier zusammengeführt Zum Parteitag die fröhliche Ladung. Aus eurem Bemüh'» mög' Segen erblüh'n Der Arbeit wackerem Volke! Und zeigt sich von neuem am Horizont Eine nnheildräuende Wolke: So steht auf den Ruf: Alle Mann an Bord! Ein jeder von uns auf dem Plane, Und wir scharen uns alle kampfsreudigen Sinns, Um euch und um unsere Fahne! Dann komme was immer auch kommen mag: Wir werden es wissen zu tragen, Wir werden auf jedem Schlachtfeld kühn, Das man uns bietet, uns schlagen! Unwiderstehlich ist unser Heer, Unsterblich unsere Sache!— Proletarier, der du noch seitab stehst, Hör' unser Rufen erwache! Tritt ein in der kämpfenden Brüder Reih'n, Unter's Banner der Freiheit und Gleichheit Und Brüderlichkeit, streif ab den Bann Des Wahns— der Charakterweichheit. Und ihr Frauen und Mädchen der Arbeit, herbei Euch drücken die nämlichen Ketten, Llus denen sich streben, mit heißem Bemüh'n Eure Männer und Brüder zu retten, Reicht ihnen die liebende, freundliche Hand, Erleichtert ihnen das Ringen Und schaffet mit uns, daß das herrliche Werk Der Befreiung uns möge gelingen!-- Verschränket die Hände zum Bruderbund Proletarier, aller Lande Schürzt enger und enger von Tag zu Tag Der Völkersreundschaft Bande. Drum schaffet ihr endlich das gleiche Recht Den Frieden, die Wohlfahrt für alle!—— Und nun, ihr Genossen, stimmt ein mit mir In ein Hoch das brausend erschalle: Koch die Tfögeei« einer neuen höheren Kultur, die stegreiche internationale Kozialdemolrratie! Karl Murr über die Iadenfragr. Di. (Fortsetzung und Schluß.) II. und Fähigkeit der heutigen Inden u„u tooiu I m' r 6' ä u werden. Von Bruno Bauer.(Ein und lln. P�g. 56-71.) iübttA dieser Form behandelt Bauer das Verhältnis der jldllnil? und chrift liehe ii Religion, wie das Ver- öur Kritik. Ihr Verhältniß zur Kritik ist ihr Wnip„zur Fähigkeit frei zu werden.- f.i�"g'ebt sich:„Der Christ hat nur eine Stufe, nämlich % ä,:'1 0lOn Zu übersteigen, um die Religion überhaupt aufzuheben", zu werden,„der Jude dagegen hat nicht nur mit seinem Wesen, sondern auch der Entwickelung der Vollendung S-bli��.'gwn zu brechen, mit einer Entwickelung, die ihm fremd °en ist.- p a g 71 '"lanii» J verwandelt also hier die Frage von der Juden- 0n in eine reine religiöse Frage. Ter theologische n? eher Aussicht hat, selig zu weroen, Jude oder Ehrist, e i» n sich. i,, der aufgeklärten Form, wer von beiden ist � l o n s f ä h i g e r? Es fragt sich zwar nicht mehr: Wehrt ,*2W'ura vder Christenthum frei? sondern vielmehr um- �egatin,!? freier, die Negation des Judenthums oder die ° Ä., des Ehristenthums? Zum ff sie im werden wollen, so dürfen sich die Juden nicht iur ausn»,".? bekennen, sondern zum aufgelösten Christenthni», Und flirt,,,'m" Religion überhaupt, d. h. zur Attsklärimg, Kritik „ Ez kl�'ltate, der freien Menschlichkeit", p. 70. pttben nhü � immer noch um ein Bekenn tu iß für den '«Nderi, a im mehr um das Bekenntniß zum Christcnthum, , SÖai'"" Mgelösien Christenthum. der 4rtfir;J L"!' den Juden die Forderung, mit dem Wesen ? selbst r,? Religion zu brechen, eine Forderung, welche, wie vorgeht mc�t anss der Entwicklung des jüdischen Wesens »»r als Bauet am Schluß der Judenfrage das Judenthum *[|o eine religiöse Kritik des Christenthums begriffen, ihm viufelieit w religiöse Bedeutung abgewonnen hatte, war vor- dsliloscyrgs, ,?si auch die Emanzipation der Juden in eine» Bau.rMe°log.sche.i Akt sich verwandeln werde. B e l i n. Jf p* das ideale abstrakte Wesen des Juden, seine Mt: D" cv s ff1" ganzes Wesen. Er schließt daher mit Mäuktes chebt der Menschheit nichts, wenn er sein be- aufhf�V�ch""p�et, wenn er sein ganzes Juden- Sendes��?�llniß der Juden und Christen wird demnach fol- cv8 Jude»?ö'ge Interesse des Christen an der Emanzipation presse. SfJ1"«pgemeiu menschliches, ein theoretisches S srtö SsKs«»«? �S-ju Luden, wie Bauer es thut. sondern den Art �chen-"• ÄÄ Äiw» ' Das MMM"'«.. Nun wohl! Die Emanzipation vom Schacher und vom Geld, also vom praktischen, realen Jndenthum wäre die Selbst- emanzipation unserer Zeit. Eine Organisation der Gesellschaft, welche die Voraus- sctzungen des Schachers, also die Möglichkeit des Schachers aufhöbe, hätte den Juden unmöglich gemacht. Sein religiöses Bewußtsein würde wie ein fader Dunst in der wirk- lichcu Lebenslust der Gesellschaft sich auslösen. Anderer- seits: wenn der Jude dies sein praktisches Wesen als nichtig erkennt und an seiner Aufhebung arbeitet, arbeitet er aus seiner bisherigen Entwicklung heraus, an der menschlichen Emanzipation schlechthin und kehrt sich gegen den höchsten praktischen Ausdruck der menschlichen Selbstentfrenidung. Wir erkennen also im Judenthum ein allgemeines gegen- wärtiges antisoziales Element, welches durch die ge- schichtliche Entwicklung, an welcher die Juden in dieser schlechten Beziehung eifrig mitgearbeitet, auf seine jetzige Höhe getrieben wurde, auf eine Höhe, auf welcher es sich nothwendig auflösen muß. Die I u d e n e m a n z i p a t i o n in ihrer letzten Bedeutung ist die Emanzipation der Menschheit vom I u d e n t h u in. Der Jude hat sich bereits ans jüdische Weise emanzipirt. „Der Jude, der in Wien z. B. nur tolerirt ist, bestimmt durch seine Geldmacht das Geschick des ganzen Reichs. Der Jude, der in dem kleinsten deutschen Staate rechtlos sein kann, ent- scheidet über das Schicksal Europa's. Während die Korporationen und Zünfte dem Juden sich ver- schließen, oder ihm noch nicht geneigt sind, spottet die Kühnheit der Industrie des Eigensinns der mittelalterlichen Institute." (B. Bauer, Judenfrage, p. 14.) Es ist dies kein vereinzeltes Faktum. Der Jude hat sich auf jüdische Weise emanzipirt, nicht nur, indem er sich die Geldmacht angeeignet, sondern indem durch ihn und ohne ihn, das Geld zur Weltmacht und der praktische Judengeist zum praktischen Geist der christlichen Völker geworden ist. Die Juden haben sich insoweit emanzipirt, als die Christen zu Juden geworden sind. „Der fromme und politisch freie Bewohner von Neuengland, berichtet z. B. Oberst Hamilton, ist eine Art von L a o l o o n, der auch nicht die geringste Anstrengung macht, um sich von den Schlangen zu befreien, die ihn zusammenschnüren. M a m m o n ist ihr Götze, sie beten ihn nicht nur aNein mit den Lippen, son- dern mit allen Kräften ihres Körpers und Gemnths an. Die Erde ist in ihren Augen nichts anderes, als eine Börse, und sie sind überzeugt, daß sie hicnieden keine andere Bestimmung haben, als reicher zu werden, denn ihre Nachbarn. Der Schacher hat sich aller ihrer Gedanken bemächtigt, die Abwechslung in den Gegenständen bildet ihre einzige Erhebung. Wenn sie reisen, tragen sie, so zu sagen, ihren Kram oder Komptoir auf dem Rücken mit sich herum und sprechen von nichts als Zinsen und Gewinn, und wenn sie einen Augenblick ihre Geschäfte aus den Augen verlieren, so geschieht dies blos, um jene von Anderen zu beschnüffeln." Ja, die praktische Herrschaft des Judenthums über die christliche Welt, hat in Nordamerika den unzweideutigen, normalen Ausdruck erreicht, daß die V er künd i g u n g des Evange- liums selbst, daß das christliche Lehramt zu einem Handels- artikel geworden ist, und der bankerotte Kaufmann im Evangelium macht, wie der reich gewordene Evangelist in Geschäftchen. ,,Tol stue vous Iö voyez ii la töte d'une congregation respectable a commence par gtro marchand; son commerce etant tombd, il s'est fait minist re; cet autre a debute parlesacerdoco, maisdfesqu'ila eu quelque somme d'argent ä Indisposition, ilalaissd la chaire pour le negoce. Aux yeux d'un grand nombro, le ministöre religieux est une veritable carriere industrielle." (B e a u m o n t, 1. c. p. 185, 86.)[„Ein Mancher, den man an der Spiye einer angesehenen Brüder- schaft sieht hat als Kaufmann angefangen: nachdem sein G e s ch ä f t verkracht war, hat er sich Zum Prediger gemacht. Der Andere hat mit dem Predigeramt angefangen, aber seit er eine genügende Geldsumme zur Ver- f n g u n g gehabt, hat er die Kanzel mit dem H a n d c l v e r t a u s ch t. In d e n A n g e n e i n e r g r o ß e n Anzahl Leute ist d a s religiöse Amt ein richtiges E r w e r b s g c s ch ä f t."( B e a u m o n t, a. a. O. S. 185, 86.)]., Nach Bauer ist es ein lügenhafter Zustand,„wenn in der Theorie dem Juden die politischen Rechte vorenthalten� werden, während er in der Praxis eine ungeheure Gewalt besitzt, und seinen politischen Einfluß, wenn er ihm im detail[Kleinen] verkürzt wird, e n gros[im Großen] ausübt".(Juden- ' � Ter Widerspruch, in welchem die praktische politische Macht des Juden zu seinen politischen Rechten steht, ist der Widerspruch der Politik und Geldmacht überhaupt. Während die erste ideal über der zweiten steht, ist sie in der That zu ihrem Leibeigenen geworden. Das Jndenthum hat sich neben dem Christenthum gehalten, nicht nur als religiöse Kritik des Christenthums, nicht nur als inkorporirter Zweifel an der religiösen Abkunft des Christen- thums, sondern ebenso sehr, weil der praktisch-jüdische Geist, weil das Jndenthum in der christlickien Gesellschaft selbst sich gehalten und sogar seine höchste Ausbildung erhalten hat. Der Jude, der als ein besonderes Glied in der bürgerlichen Gesellschaft steht, ist nur die besondere Erscheinung von dem Judenthum der bürger- lichen Gesellschaft. Das Jubenthum hat sich nicht trotz der Geschichte, sondern durch die Geschichte erhalten. Aus ihren eigenen Eingeweiden erzeugt die bürgerliche Ge- sellschaft fortmährend den Juden. Weld,es war an und für sich die Grundlage der jüdischen Religion? Das praktische Bedürfniß, der Egoismus. Der Monotheismus des Juden ist daher in der Wirklichkeit der Polytheismus der vielen Bedürfnisse, ein Polytheismus, der auch den Abtritt zu einem Gegenstand des göttlichen Gesetzes macht. Das pralitischo Krdürfniß, der Egoismuo ist das Prinzip der b ü r g er l'i ch e n Gesellschaft und tritt rein als solches hervor, sobald die bürgerliche Gesellschaft den politi- scheu Staat vollständig ans sich herausgeboren. Ter Gott des praktischen Bedürfnisses und Eigennutzes ist das Geld. Das Geld ist der eifrige Gott Israels, vor welchem kein andrer Gott bestehen darf. Das Geld erniedrigt alle Götter des Menschen,— und verwandelt sie in eine Waarc. Das Geld ist der allgemeine, für sich selbst konstituirte Werth aller Dinge. Es hat daher die ganze Welt, die Menschenwelt, wie die Natur, ihres eigenthünilick)en Werthes beraubt. Das Geld ist das dem Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins und dies fremde Wesen beherrscht ihn, und er betet es an. Der Gott der Juden hat sich verweltlicht, er ist zum Welt- gott geworden. Der Wechsel ist der wirkliche Gott des Juden. Sein Gott ist nur der illusorische Wechsel. Die Anschauung, welche unter der Herrschaft des Privat- eigenthums und des Geldes von der Natur gewonnen wird, ist die wirkliche Verachtung, die praktische Herabwürdigung der Natur, welche in der jüdische» Religion zwar existirt, aber nur in der Einbildung existirt. In diesem Sinn erklärt es Thomas Münzer für unerträglich, „daß alle Kreatur zum Eigenthum gemacht worden sei, die Fische im Wasser, die Vögel in der Luft, das Gewächs auf Erden— auch die Kreatur müsse frei werden". Was in der jüdischen Religion abstrakt liegt, die Verachtung der Theorie, der Kunst, der Geschichte, des Menschen als Selbst- zweck, das ist der wirkliche bewußte Standpunkt, die Tugend des Geldmenschen. Das Gattnngsverhältniß selbst, das Verhältnis, von Mann und Weib:c. wird zu einem Handels- gegenständ! Das Weib wird verschachert. Die chimärische Nationalität des Inden ist die Ratio- nalität des Kaufmanns, überhaupt des Gelomenfchen. . Das grund- und bodenlose Gesetz des Juden ist nur die religiöse Karrikatur der grund- und bodenlosen Moralität und des Rechts überhaupt, der nur formellen Riten, mit welchen sich die Welt des Eigennutzes umgicbt. Auch hier ist das höchste Verhältniß des Menschen das g e- s etz l i ck) e Verhältniß, das Verhältniß zu Gesetzen, die ihm nicht gelte», weil sie die Gesetze seines eigenen Willens und Wesens sind, sondern weil sie h c r r f ch e II und weil der Abfall von ihnen gerächt wird. Der jüdische Jesuitismus, derselbe praktische Jesnitismus. den Bauer im Talmud nachiveist, ist das Verhältniß der Welt bea Eigennutzes zu den sie beherrschenden Gesetzen, deren schlaue Umgehung die Hauptkunst dieser Welt bildet. Ja, die Bewegung dieser Welt innerhalb ihrer Gesetze ist Nvthwendig eine stete Aufhebung deS Gesetzes. Das I u d e n t h u m konnte sich als R e l i g i o n, es konnte sich theoretisch nicht weiter entwickeln, weil die Weltanschauung dea praktischen Bedürfnisses ihrer Natur nach bornirt und in wenigen Zügen erschöpft ist. Die Religion des praktischen Bedürfnisses konnte ihrem Wesen nach die Bollendung nicht in der Theorie, sondern nur in der P r a r i s finden, eben weil ihre Wahrheit die Praxis ist. .ins Judenthum konnte keine neue Welt schaffen: es konnte nur die neuen Weltschöpsungen und Weltverhältnisse in den Bereich seiner Betriebsamkeit ziehen, weil das praktischeBcdürsniü. dessenBer- stand der Eigennutz ist, sich passiv verhält, und sich nicht beliebig erweitert, sondern sich erweitert findet mit der Fortentwicklung der gesellschaftlichen Zustände. Das Judenthum'■ . v,....... erreicht seinen Höhepunkt mit der Vollendung der bürgerlichen Gesellschaft; aber die bürgerliche Gesellschaft vollendet steh erst in der christlichen Welt. Nur unter der Herrschaft des Christenthums, welches alle nationalen, natür- lichen, sittlichen, theoretischen Verhältnisse dem Menschen äußer« l'ch macht, konnte die bürgerliche Gesellschaft sich vollständig vom Staatsleben trennen, alle Gattungsbande des Menschen zerreißen, den Egoismus, das eigennützige Bedürfuiß an die Stelle dieser Gattungsbande fetzen, die Menschenwelt in eine Welt atomistischer feindlich sich gegenüberstehender Individuen auflösen. ,, Das Christenthum ist aus dem Jugenthum entsprungen. Es hat sich wieder in das Judenthum aufgelöst. Ter Christ war von vorn herein der theoretisirende Jude, der Jude ist daher der praktische Christ, und der praktische Christ ist wieder Jude geworden. ,®a? Christenthum hatte das reale Judenthum nur zum Schein überwunden. Es war zu v o r n e h m. zu spiritualistisch, v Jl,e.. Rohheit des praktischen Bedürfnisses anders ala durch die Erhebung in die blau»?»ft zu beseitigen. ., Das Christenthum ist der sublime Gedanke des Judenthums, vaa �udenthum ist die gemeine Nutzanwendung des Christen- thiims, aber diese Nutzanwendung konnte erst zu einer allgemeinen werden, nachdem das Christenthum als die fertige Religion die Selbstentfremdung des Menschen von sich und der Natur- theoretisch vollendet hatte. Nun erst konnte das Judenthum zur allgemeinen Herr- Ichlist gelangen und den entäußerten Menschen, die entäußerte Natur zu v e r ä u ß e r l i ch e n, verkäufliche», der Knechtschaft des egoisiischeu Bedürfnisses, dein Schacher anheimgefallenen Gegen- standen machen. Die Veräußerung ist die Praxis der Entäußerung. Wje der Mensch, so lange er religiös besangen ist, sein Wesen nur zu vergegenständlichen weiß, indem er es zu einem fremden phantastischen Wesen macht, so kann er sich unter der Herrschaft des egoistischen Bedürfnisses nur praktisch bethätigen, nur praktisch Gegenstände erzeugen, indem er seine Produkte, wie seine Thätigkeit, unter der Herrschaft eines fremden Wesens stellt und ihnen die Bedeutung eines fremden Wesens— des Geldes— verleiht. Ter christliche Seligkeitsegoismus schlägt in seiner vollendeten Praxis nothwendig um in den Leibesegoismus des Juden, das himmlische Bedürfniß in das irdische, der Subjektivismus in den Eigennutz. Wir erklären die Zähigkeit des Juden nicht aus seiner Religion, sondern vielmehr aus rein menschlichen Grund seiner Religion, dem praktischen Bedürfniß, dem Egoismus. Weil das reale Wesen des Inden in der bürgerlichen Gesellschaft sich allgemein verwirklicht, verweltlicht hat, darum konnte die bürgerliche Gesellschaft den Juden nicht von der Un- iv i r k l i ch k e i t seines religiösen Wesens, welches eben nur die ideale Anschauung des praktischen Bedürfnisses ist, überzeugen. Also nicht nur im Pentateuch oder im Talmud, in der zetzigen Gesellschaft finden wir das Wesen deS heutigen Juden, nicht als ein abstraktes, sondern als ein höchst empirisches Wesen, nicht nur als Beschränktheit des Juden, sondern als die jüdische Be- schränktheit der Gesellschaft. Sobald es der Gesellschaft gelingt, das empirische Wesen des Jndenthums, den Schacher und seine Voraussetzungen auf- zuHeben, ist der Jude unmöglich geworden, weil sein Bewußt- sein keinen Gegenstand mehr hat, weil die subjektive Basis des udenthums, das praktische Bedürfniß vermenschlicht, weil der onflikt der individuell-sinnlichen Existenz mit der Gattungs- existenz des Menschen aufgehoben ist. Die gesellschaftliche Emanzipation des Juden ist die Emanzipation der Gesellschaft vomJudenthu m. Vevittifchke Das rntfeixliche Kraudnnglütii in der Londoner City, ist nach den jetzt vorliegenden ausführlichen Nachrichten am Mon- tag Mittag kurz vor 1 Uhr in der fünfstöckigen Hut- und Helm- fabrik von Rowley und Brock in Middle Street entstanden." Von den 50 Personen, welche die Firma beschäftigt, befanden sich 40 beim Ausbruche des Brandes im Gebäude. Es wurde in dem- selben viel Naphta gebraucht und einige Arbeiter hantirten mit demselben im zweiten Stock, als plötzlich mächtige Flammen auf- 'chlugen: das Naphta war einem Gaslicht nahe gebracht worden und bald stand das ganze Zimmer in Flammen. Einer der Arbeiter, der mit dem Naphta zu thun gehabt hatte, ivar ganz> Flammen gehüllt und rannte so die Treppe hinunter ins Maaren- lager. Die anderen Arbeiter riefen„Feuer" und wenige Sekmide» darauf herrschte im ganzen Hause die größte Verwirrung un» Aufregung. Die Mehrzahl der von der Firma beschäftigtes Personen waren Frauen. Diese stürzten zu den Treppen, allei» da ihnen von dort ein Strom heißer Luft und Flammen e»u gegenschlugen, so liefen sie zu den Fenstern, von wo sie unter fürchterlichem Geschrei die unten stehenden Leute um Hilfe am flehten.. Die Geretteten sind noch jetzt in solcher Aufregung, oaß sie gar nicht erzählen können, ivas sich innerhalb de- brennenden Gebäudes zugetragen hat. Außerhalb desselben stellten sich die Nachbarn, Männer und Frauen, zusammen und riefen den Bedrängten an den Jenstern zu, hinauezm springen, da sie unten aufgefangen würden. Einige risk>rlen den Sprung und wurden dabei mehr oder weniger verletzt, auch die Retter kamen dabei zu Schaden. So wurde einem Manne bei dem Versuche, eine der Herabspringenden üufzufangen, ein Bein gebrochen. Ein 50 Jahre alter Mann wollte aus einem Fenster des dritten Stockes springen, blieb dabei aber an einem Vorsprunge des Hauses hängen und stürzte dann mit einem fürchterlichen Krache, den Kopf voran, auj's Pflaster. S bis Frauen retteten sich, indem sie auS Kaliko Stricke flochten un- sich daran so weit herabließen, daß sie den Sprung auf oi- Straße wagen konnten. Andere wurden mittelst Leitern un- Rettungsapparaten in Sicherheit gebracht. Nachdem 11 Dan�si spritzen»ine halbe Stunde ihre Strahlen auf das brennende M' bände ergossen hatten, konnte die Löschmannschaft die Fabrik be- treten, wo sie 5 verkohlte Mädchenleichname fand. Die Zahl oer Verletzten wird auf 13 angegeben. DviefTmlkiJn dov Medoikkion» Bei Anfragen bitten wir die AbonneinenIS-Quitlung beizufügen. BrieM Antwort wird nicht«rtheilt. |0. Tischler. Zur Einlegung der Verusungsklage habe's Sie 10 Tage Zeit und zwar seil Zustellung des Versäunnub' urtheils an Sie. Geben Sie, sobald Ihnen das Urtheil zugesteu wird, Ihrem Freunde schriftliche Vollmacht zur Führung Jlstn Prozesses beim Amtsgericht. Notarielle Vollmacht ist u«? %,|Ü. Schönleinstr. Wenn nachweislich der Aufschub dtt Operation nachtheilige Folgen hat, so könnte möglicherweise° Arzt wegen fahrlässiger Tödtung bestraft werden. Doch">» solch ein Nachweis schwer zu erbringen sein. Größte Auswahl aller VjO" Al'eichillftllUtilte solvie MufiKwerKe-UerleUt (m i t M a rs ei laise). Spezial-Lllger in Zithern iml) Violinen von Ang. Kessler, L-chttslrch 51, 1333 Dnrch KaarrinKäufo größerer Gelegentzeitsposte» gebeich sämmt- ((che Maaren zu noch nie dagewesenen Preisen ab. 681 5ÄCD 3 Hark Imwk g glatt und karrirtvr Herbstkleiderstoff.... Promenaden-Kleiderstoff, geschmackv. Dessins Plaidstoff in vorzüglichster Ausführung.. zu Gesellschaftszwccken, hochelegant.... 1 Tischdecke i». Schnur u. Quasten und 1 passenden Kommodendecke V» Dtzd. Dowlao Damen- oder Kerren-Uachthemden.... 2 Gesuudlieits-Hemde» und 1 Paar Herren Unterliofr».. l»schw. Dmueu-Uiiterrock mit Blende u. 1 Paar warme Hosen 1 Fenster Tüll-Gardinen mu-/»Borde 3 1 Dtzd. Taschentücher, gesäumt m. Borde, Vs Dtzd. reinl. Herren- do. Vs Dtzd. reinl. Handtücher, l reinl." Aolltnch 1 reinl. Bettlaken ohne Naht, 8 Ellen lang k. k. it. It. it. it. it. K. Ml. i Mit. 3 Mit. l Dtzd. Wischtücher. 1 Waffel- Bettdecke und 1 großer Soptza-Hrzug» Stuben- nud Teppichlänfer, flrrtfitmrlti» die nur feucht geworden._....... NßepPllN/e, NB. Krüssel, Manchester. 130 X 200 4.75 M.. 170 X 240 10,50 M., 200 X 270 13,50 M., 270 X 360 21,50 M. Neftr!»ISft Ö'Ä1 j»---w-- 15 M e'(«„„1,«U-Orirtintn,»»,chw-» S»»f. Massen-AnsnerltanfSpandanerstr. 38, dir. Ecke Probststraße. 3 Mit. . 3 Sophaschoner 3 UM?. , jetzt eile 20 Pf. geworden, wenig unansehnlich, Perser, ff ß ardinen iX ä 10, 12, 15-40 1 Eine parthie 744 fehHerhafte > Teppiche!« »in Sophagrösse ä 5, 6, 8 u. 10 H.. g in Salongrösse k 13, 15, 20-50 M. st . Werth M Döbelte!_ in Stücken g von 22 Mtr. -40 Mark. B 500 Muster stets vorrätWg.P Selten billig! 5000 Stüch abgtMhte Portieren g mit Gold durchwirkt in allen Farben, ä 8, 4, 6, 7,50 Mark.. port-Ketten, Paar 1 Mark, g Gardinen- u. Teppichfabrilt Emil Lelfevre, TMieHrche 138. Jllustr. Musterbücher franko. ........................... im Tuchgeschäft I jetzt Nmieuftr. 120, 1.1 Herren- und Knaben- Anzüge, Paletots, sowie Damenkleider etc. A,tf Wunsch auch gegen Ttzeii?atzlungen. 1295 1 IV n» h«ttiu rt«rti» Das gr. Lager Berlins MuvetMge».A»d-ea-str.2S.H.p. DwftMsten Damen Kleiderstoffe, bestehend aus doppeltbreiten Damentuchen in allen Farben, Meter l Mk. Hochelegante karirte Plaid» u.Diago- ualstoffe, Meter 1 u. 1,25 Mk. Schwere, warme Winter-Ehe- vioto, doppeltbreit, Meter 75 Pf. M. Birnbaum, la. Rossslrasso la, 1808 Eche der G ertraudtenstraße. Nur 8 SÜSark kostet jede Uhr zu reinigen unter Garantte. Bei allen Reparaturen ivird der Preis vorher gesagt. 1278 Oito Elesec, Uhrmacher(Fachmann), Uaunynstr. 15, Ecke Mariannenstr. Nur1 8 Rßark. Klagen. Eingaben. Rath in Prozessen, Einziehung von Forderungen. 1253 Pollak, jetzt Georgenkirchstr. 24 11. Der durch Sozialistengesetz geschlossen gewesene Karthau»' sche Gesangverein(beim Arbeitersängerbund) wünscht noch stimmbegabte Mitglieder. Meldung Montag. Abends von 9 bis 11 Uhr, bei Wuttke, Friedrichs bergerstr. 84. 1173 ÄisteilAachtt! Sonnabend, den 8. November, im„Mystmn", Landsberger Allee 39—41: 8= Stifiu ncis- F est des Jnteressenvereins d. Kisten- u.Koffermacher, bestehend in Konzert, Auftreten des Gesangvereins Echo II, und Kall. Herren-Billets 50 Pf., Damen-Billets 30 Pf., sind zu haben bei Merten, lwergerstraße 129, und Leichnltz, Markussir. 25. Der Vorstand. Reichen Große öffentliche Versammlung sammtlicher Rohrleger und Helfer Berlins und Umgegend am Dienstag, 81. Oktober, Abends 8 phr, im Lokale des Herr« Feuerstein, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht vom Ausstande der Rohr- leger und Helfer. 2. Bericht der Delegirten von der Streik-Kontrol-Kommifsion. 3. Stellungnahme zu dem Äori�lag des Vertranensmannes der Metallaroeiter und Installateure Deutt�'-'>..' Verschiedenes. 1272 — Um zahlreiche Erschein� ersucht Die Agitations-Kommission. Fachverem der Tischler. Sonnabend, den 25. Oktober, in den Räumen der Brauerei „FHedrichshain"(früher Lips): Tanz■ Kränzchen. Billets sind zum Preise von 00 pf. für Herren und 30 Pf. für Dame» bei folgenden Herren zu haben: 1320 Micke, Adalbertsir. 9, vorn 4 Tr.; Haberland, Reichenbergerstraße 161, vorn 2 Tr.; Hoffmann, Straußbergerstr. 36, Hof 4 Tr.; Rambow, Dieffenbach- straße 70, vorn 2 Tr. bei Mehnke; Potengowski, Zossenerstr. 40, Hof pari.: Witte, Jnvalidenstr. 21, vorn 2 Tr.; Lenz, Dieffenbachstr. 67, vorn 1 Tr. bei Walther; Recke, Frobenstr. 18, Hof 3 Tr. bei Schirmer; Boian, Wienerstr. 30, vorn 4 Tr.; Meyer, Jnvalidenstr. 87, Hof 2 Tr.; A. Schmidt, Grüner Weg 105; I. Thenrich, Chauffeestr. 76, vorn 4 Tr.; Mahling, Dresdener- straße 120, vorn 1 Tr. links; Rosenfeld(Weißensee), Langhansstr. 100; Ernst Peters, Treskowstr. 29a; R. Häusler, Schulstr. 61; Glocke, Lausitzerstraße 62, vorn 3 Tr.; Wiedeinann. Wendenstraße 2, vorn 4 Tr.; Mende, Wienerstr. 37, vorn 2 Tr.; H. Schmidt, Zossenerstraße 36, vorn 4 Tr. bei Wiedeholz; Fest, Stallschreiberstraße 43a; Monien, Kreuzbergstraße 9, Qnergeb. 3 Tr.; Apclt, Sebastianstraße 27—23(Möbelhandlung); Franz, Chorinerstraße 18; Bogasch, Friedenstraße 89, Hof 3 Tr.; Koblenzer, Adalbertstraße 96, Hos 1 Tr.;.Hei», lMeißensee), Charlottenburgerstraße 156; Gürtler(Weißensee), Röhlkestraße 17, sowie auf sämmtlichen Zahlstellen. Der Vorstand. Igmtllslhllellerei,| Methode Hirsch, lehrt unentgeltlich� A. Steldt, Luisen-Ufer 26, Oranienplatz. Meyer's, Brockhaus' Lexica, Bücher, Bibliotheken kauft A. Hannemann, Kochstr. 56,1.[1133 Aufforderung. Die Lokalkommission von C ha � (Ottenburg ersucht die Mitglleot derselben, am Montag, A b e n v 3 Uhr, im Restaurant Kraus' Spreestraße, zu erscheinen. 13 Ernst Putzke, Sophie-Charlottenstraße 27� Glaser-Gesellschaft Berlins und Um g e gess� Unsere nächste Mitglieder-VersammlnM. findet am D i e n st a g, den 21. Okt» Abends SVfi Uhr, bei Feuerst� (neuer Saal), Alte Jakob st ft,,« statt. Näheres heute die Ansdr säulen. Der Vorstand. I. A. R. Stampey�, Ethische Gesellschaß Sonntag, den 19. Oktober,- 7V2 Uhr. bei S e e s e l d t. GrenZL straße 33: Vortrag des Herrn»a. Völkel über:.Die Stelluaz der Frau in derBibel uN» � der G egenwar t." Nachhe�.� sellige Unterhaltung und Tanz. Danien und Herren, willkommen. Vortrag beginnt präz. 8Va Uhr. Fachverein der Lederarbeiter� Dienstag, den 21. Oktober, 8V2 Uhr. in den Zentral-Feist.zz« Oranienstr. 180:. Generalversammlung' Tagesordnung:. � 1. Rechenschaftsbericht. 2. Ersatz'� zum Vorstand. 3. Anträge zum® 4. Berschiedenes. Mitgliedsbuch les'� Um recht zahlreichen�Besuch �, Der Freunden und Genossen el?fL(ii. mein Weist, h. gairifch-SM'* jglä Null-Weiße nur 20 Pf. Frühstück-, Mittag- und 1 Zimnier für Vereine oder" Nachweis steht zur Verfügung. A. Grrwling, ManteuffeM�- Empfehle mein Lokal zum Nachweis und für Zahlstelle»'.� Zimmer mit Piainno für Vcre � 7101 Arlhnr Ziemer, Cuvry! � �Nächste Ziehung schon»m 0. iovemher er. Weseler Geld- 1 Rothe Kreuz-) X.Gr. Weima1"! I Lotterie. jwar Zieuüug; o. IN ovember er. Hauptgew. 40 000 gmr Kleinster Gewinn 30 Mk. haar. Original-Loose ä Mk. 3,30 incl Porto und Liste. Verlegung der Ziehungen absolut ausgeschlossen. Ziehung: lg.— 22. November er. Hauptgew. 50 000 Mk. Original Loose ä 3Vs Mk. V» Antheilo l3/4 Mk. Porto und Liste SO Pf. extra. Ziehung: 13.— 16. Hauptgew. 50 000|| Original Loose ii• 11 Stück 10 Mk-. Porto und Liste 30 Pt- pj || Oscar Bräuer& Co/a&%5eu�d Reichsbank-Giro-Conto.— Fernsprech-Anschluss Amt I. 7293.— Telegramm- Adr.: LotteriebrUuer, Wegen gänzlicher Auflösung fr'C'J''0 �it 15 Jahre» bestehenden Teppich-, Kardinen-, Leinen- und Kanmwollmaaren- "eschasto ni» Umwandlnng in ein Speziai- Geschäft für Dainen- Kleiderstoffe«nd Mäntel UMständiger Ausverkauf nachstehender Artikel: .. Großes Lager Teppiche in allen neuen Geweben und sämintlichcn Größen. Gewöhnliche Zimmer- größe: 5 3)1., g 3)1., 8 3)1., 10 M.. 15 M. Salongrößc: 10 3)1., 15 3)1., 20 3)1., 25 9)1., SO M. Großes Lager Gardinen, das Fenster: 2 M., 3 M., 4 331., 8 3)1., 10 M., 15 M. gclliimte mil glätte Iiliileil-Kleiderjtöjse. Gr'öß Pf Größtes Lager Schweizer Strckerei-Roben in Berlin. G M. DO Pf.. 7 3)1. 60 Pf.. 9 3)1., 10 M.. 12 M. SO Pf. In creme, weiß, ecru, ganze Robe 5 3)1. 50 Pf., 2256 Neue Herbst- und Winter-Damen- Kleiderstoffe. Großkarrirte, neue Straßenkleiderstoffe, doppeltbreit, 3)ltr. 75 Pf., I M. Doppeltbreite, reinwollene ffanlajiekaros. Mir. l M. 25 Mrde». doppeltbreit. Mir. 75 k 3)1.»0/4 breite farbiae feit M Reinwollene glatte, vollgriffige Cöperj ein dunklen 3)1. 50 Pf. 501., 1 3)1. 50 Pf. 8/4 breite Damentw breite farbige feinste Cöper- Damentuche„Elastique", Mtr. 2 M. 50 Pf., «chroere Hauskleiderstoffe, doppeltbreit, Mtr. 50 ichönen, neuen Streifen, doppeltbreit, Mtr. 75 Matinöes und Morgenkleider, Mtr. 40 Pf., 50 Pf- «tLaltbarkeit. iNtr. l_M. 60Pf., 1 M. 75 Pf." stoffe, in allen neuen Farben. Mtr. 75 Pf.. 3 M., 3 M. 50 Pf. t"--"w.vvvn,»vvi-i.. x«vi. VV-p i x vv o, i w"VI*# farbiger Seidenstoffe, Mtr. 2 M., 2 M. 50 Ps., 3 M. f., 75 Pf. Gute wollene Lamas für Morgenkleider, in f., 1 3)1. Echtfarbige, waschbare Flanelle für elegante Schwarze Seiden- Satin mervellieux, unter Garantie M., 2 M- 50 Pf., 3 M. Große Sluswahl rein seidener, Herbjt- WiM-Jämeil-Miilitel imi! Ilkets. A ._ Große Auswahl Regenmäntel in allen neuen Fapons und nur gediegenen dekatirtest Stoffen, ° M., 10 M., 15 M., 18 3)1. Große Zluswahl Herbst- und Winterjackets in allen neuen Fapons, 6 M., °_M., 10 M., 15 M. Große Auswahl Visites(kurzer Umhang fürjutige Damen und junge Frauen)>u Wolle, Seidenmatlaffs und Seidenplüsch, 15 M., 20 3)1,, 25 M., 30 M., 40 M. Große Auswahl eleganter langer Wintermäntel in allen schönen, neuen Fagons und Größen, 20 M., 25 M., 80 3)1. Fertige Damen- lleioer, karrirt und glatt, mit und ohne Sainmetärmel, in großer Auswahl, sorgfältigst gearbeitet, tadellos sttzend, 20 M., 25 3)1., 30 3)1., 40 M. Große Auswahl schwarzer Kleider, für Promenade und Trauer, 20 M., 25 SOI., 80 3)1., 40 M. Schwarze und farbige seidene Damenkleider, 50 M., 60 M., 75 SOI. Große Auswahl fertiger Morgenkleider, sorgfältigst gearbeitet, tadellos sitzend, 7 M. 50 Pf., 9 M., 10 M, 12 M., 15 M. Sielmann& Rosenberg,"TriSS8"' li©@@ier Oeid-Lotterie. g#" Iiehung 6.»tüdiK. Wlks."WZ Haupttreiier; BS. 40 009, pt 30 Mark.— Loose ä IM. 3,30 incl. Porto und Liste bei kleinster Treffer Mschenheims Berlin ¥., Friedrichstrasse 171. Kronengarn ist das beste Nähgarn für Knud- tt. Näherei, hat in allen Slummern garanttrt volles� gleich gut. Schwarzes Kronengarn, Man achte auf die nebenstehende Schuhuiariie.� Schutzmarke. Meitzes 3« ata foliln«MM der Braach- läaßich. M�:?�Theilzahlnng otüfipvpr �Rnftpr» npfimucfiter Cohn Gebrüder Koiuniandantenstr. 51 w EckeAlexandrinenstr. größerer Posten aebrauchter Möbel zu jedemPreise. " Beamten auch ohne Anzahl ung- _—— Gbrrhrtnden nach Maast. Federn- Betten "■ Wesslensg. voraais Cr. E�Matros, Nreodenerstrahe 134, am Kottlnffer.T�or ■— früher Ko,n,uandant-»strah- tfSS MAWWKK 1650 | Kalbe yrtift!{ >1 Betten u. Bettfedern. l Allerbilligste Nrzugsquelle! zmr Allergrößtes Lager: 350 in dem ältesten Geschäft Berlins G. H. Schäker, Ueu e N r am enadc. Kahnhof ..Körfe", im Stadtbahnbogen, früher Spandau erb rücke 2 (jetzt dort nur noch Engeos- Lager). Gegründet 1826. Bei Besicht, m. Lagers stehe gerne zu Diensten, auch wenn nichts gekauft wird. Prob. vers. nach Ausserhalb gratis. Bei Kaffakäufen gewähre 4 v/o. Bei Brautbetteu eine nützliche Zu- gäbe im Werthe von 4 M. g Auch auf Theilzahlung!|g3 Betteil fir 6 M. ä Stuild in derselben Qual., d. in. Konkurrenz als Betten(?) für 7 Mark verkauft. Federn für 10 Pfennig in derselben Qual., die m. Konkilrrenz mit 15 Pfg. als Bettfedern verkauft. Reelle Betten A Stand zu 12, 15, 18, 20, 25 M. u. f. w. bis zu den feinsten Herrschaftsbetten. Federn zu 50, 60, 75, 100, 125, 150 Pf. bis zu den feinsten Federn und Daunen. Niemand kann billiger verkaufen als ich. Mein Bezug ist direkt von Auf- kaufern in Böhmen, Ungarn, Galizien, Rußland, China; daher der Einzige in Berlin, der den Konsumenten durch Bezug von Grossisten die Federn nicht vertheuert. Ich führe die Federn direkt von Aufkäufern in den Provinzen meinen Kunden zu. Die Reinigung geschieht in meiner eigenen Fabrik für Bettfederreinigung m. Dampfbetrieb. Jedem meiner Kunden ist gestattet, den Betrieb der Fabrik in Augenschein zu nehmen. Anerkennungsschreiben aus allen Gegenden Europas I 688 Alm Geld Iii W SÄF" Nur Ueberzeugung macht wahr, daß der Kleider-Nafchn die Hälfte billiger verschleudert, wie irgend eine Konkurrenz. MM- 25 000 entzückende Lvinter- Naletot», im Massen-Zlusverkanf nur 10, 15, 20, 25, 30 M. Prima. SÄp- 20000 Iaqnet- oder ilorit- Anziigc, von 10 bis 30 M. ff. NU?-3000Knobrn-Naletots u. Knaben-Anzüge v. 2—17 Jahr., jetzt halb umsonst. SMF*§chlof- röstre und Ho fr» spottbillig. Keider-PliiHli. Größtes Konsum-Kleider- Haus. Für Jedermann ans dem Volke. 1033 Inhaber Otto Polke. Wohnhast wie bisher nur allein: 32 RchllMerßrch 32. ffirhr Sophirnstr., Echlade». I Man achte genau auf 32 u. Eckladem EilUadr»! lfrseiimml, Werkzeuge, Saus- imi) Killjeugeriithe E. Vogtherr, �im o.. g Landsbregerste. 64, am Mexaiaderpl. Step hau st r. 16(Moabit). (Sonntags geschlossen.) Gangbare Kestaaration(Ecke) sof. zu verkaufen Fruchtstraße 1—2. I ® Chausseestraße 123, 1 Tr. (Am Oranienburger Thor.) HelWesLieht! geben Domcke's Gas selbst erzeugende Lampen fürAs(jlo|fc rnea, Wicta, rohrleger, Käake- reien etc. Sturm- brenner für Arbeiten im Freien 1537a dSwCtW billigst Emil Domcke, Bmnnenstr. 134. W Wi MI ICSCö Stoehr& Eehr, dhanstcestraße 123, 1 2%. r i i § i a ZMovelstoffen, S einzelne Sophabezüge B B (Am Oranienburger Thor). Grösste Auswahl in e n,l xmünster, Velours:c. g Teppich als: Smyrna, A zu fabelhaft billigen Preisen! Sopha spottbillig! a r d i tt e u,| weiß und creme von 8—40 M. pro Fenster, b Grösstes Lager von Reise- und B Tischdecken, Portieren etc. Läufer und Linoleum.■ Streng reelle Kediennng. B Stoehr& Sehr, Roh-Tabake. Grösste Auswahl, billigste Preise von sämmtk. im Handel befindlichen Tabaken 1531a Hewr. Frank, Brmmmstr. 141-143. empfiehlt in allen Sorten in billigster Preislage ll. Herholz, 145. Brunnenftraße 145. Beste Auswahl sämmt- licher Sorten, billige Be- A-htakl. dienung. Eberh. Herz, Prinzenstraße 38, am Moritzplatz. 1527 »rfS Elegante Winter-Paletots. 18 M. Bieg. Jacket- Anzüge. 20 A. Elegante Rock-Anzüge. 30 M. Hocheleg. Kammg.-Anzüge. 7M. Gediegene Stcffhosen. 15 M. Bieg. Winter-Paletots. 4 M. Bunte und weisse Westen. 4M. Elegante Knaben-Anzüge. 1,50 M. Knaben-Stoffhosen. Bestellungen nach Maaß zn poliden strrisrn. 1995 Mzx- Zlnr den Lesern des ..Bert. Uotksblatt" 5 pCt. Rabatt."WM Gtebr. Neustadt, 41. ZernsalemeHrch 41, Ecke der Krausenstraße. H. Richter1, Optiker, Berlin C., Wallstrasse 97, am Spittelmarkt. 2. Geschäft: Weinbergs- weg 15b, am Rosenthaler Thor. Alummgold- Brillen und Piuce-nez, garanttrt nie schwarz werdend.... M. 2,50 Kickelbrillen n. Pinoo-nez. M. 1,50 do. allerfeinste Qual. M. 2,— Rathenower Brillen... 3)1. 1,— do. allerfeinste Qual. M. 2.— Smiäsfr,■sri.s«■ Ren! Opern- u. Reissglas, Excolsior, das Beste ans dem Markte, mit Etuis und Riemen 3)1. 12,—. Beste nni) billigste Bezugsquelle aller optischen Artikel, genaueste Fach- kenntniß, eigene Werkstatt, prompt. Vor- fand nach außerhalb gegen vorherige Einsendung oder Stachnahme. 1177 ÄiaiftiaaäeaÄSlÄ ,,s A. Goldschmidt, Hl Spandauerbrücke 6, sigen Platze bekanntlich Gron». Ausmahl. OZarantirt sicher brennend- Tabak-. Streng reelle Bediei'uva. billig, te Preise! Sämmtliche im Hanvel befind!. Rohtabake sind am Lager. A. Goldschmidt, Spandauerbr. 6, ani H acke'fchen Markt.[746 Roh-Tabak räfÄ" Größte Auswahl, billigste Preise. 831 6. Elkhuysen, Mnnzstr. 10. Kettfedern. Wer bei mir kauft, wird sicherlich zu- frieden gestellt sein, denn mein lang- , ahriges Bestehen bürgt für strengste Reellität. Ich empfehle Kettfedern» das Pfund von 35 Pf. bis zu den allerfeinsten in 53 Sorten. Ketten, ein vollständiger Stand von 9,00, an, bessere verhättnivmiistig spott-, billig, wie Stieinand im Stande ist, dafür zu liefern, verkaufe ich on detail' zu Engrospreisen. 1534a Js SmiEowskiy 1. Geschäft: Kottbnferstraße 4. 2. Geschäft: Krunnenftraße 139. Killig, reeU n. gnt. Wo die Granienstrasie führt Ist Ur. 1 12 Jahre etablirt A. Grüger, wohl reuommirt, Weil er durch Uhren exelirt. Das Gute wird importirt Roch Besseres selbst sabrizirt AlleS fein reparirt, 1836 Geöhlt und renovirt. Wenn Deiner Uhr was passirt» Die alte Zwiebel Dich genirl, So sieh', was Grüger Neues _, führt, Kauf', und Du bist enchantirt. Zentral Leillllans Ansveritnnf. � Iiigerstr. 72, ® � Institut für Gelegenheitskäufe, einzig in seiner Art in Berlin. m&Wf. alte nnii»tat«ÄÄM • Burschen-Anzüge. Röcke. Hofen, Kaiscr-Man'.n..» J Rum, Punsch, Glühwein. Vi FI. 1,50, ingwov, Luft, Pommeranzeu Vi Str. 1,00. Medicin. Ungarwein. Vi Fl. 1,50—2,00. Roth- n. Portwein... Vi Fl. 1,50. empfiehlt logg Franz Beyer, 15. Prinzessinnenstraße 15. Filiale: __ Elisabeth-User 47. zwischen Kanonier- und , Manerstrasse pari. 2058 MbWam Alles für die Hälfte des WertheS. Die Verwaltung. ) Möbel-, Spiegel-«. Polstermaavett'Wagazittvo..Mug° Herol SCI. 3. Ueichenbergerstra ße 3. S8, S H. Hart wi�SöhDe& ßaeiill Herren- und Knaben-Garderoben. Eigene Werkstätten: reo Berlin N., Berlin SQ., Berlin 0., Ma* BMHrch 8. Gr. Frliilksartersirssje\l Etwaige Beschwerden wolle das Publikum gefälligst im Hauptgeschäft, Chausseestraße 24a, anbringen. Preis-Kour. gratis u. franko. I Billigste Quelle für deuiicye und englische eiserne Bettstellen Z Fabrik mit Dampfbetrieb von E. Sass, ÄMickttWe 31 Zun Wlntensaisou einpfchle ich mein rciohsortlrtes Lager in garnirten und ungarnirten WW" Damen- nnd Kinderhüten,"MZ sowie sämmtlicher Pwiz-, Weisswaaven- und Wollwaaren- Artikel in größter Älnswahl zu den billigsten Preisen. 753 Regenschirme in reichster AuswalN selir billig. Gustav Sabor, 159. Invalidenstrasse 159, neben der Markthalle. Möbel-, Epießel- a.$#maar# Ganze Ausslatiungcu in Mahagoni u. Nusshaam. Kücheumöhel iu grosser Auswahl empfiehlt i'&peltf Setoastianstrasse 27-28. Ii Reelle Waaee. Prompte Bedienung. [680 168. Oranieustraße 168. Hosen I swiditit: Hosen] 1 für Herren und Snakn j°d°n mw, größte Auswahl und nur neueste Muster zu wirklichen Engroopreise». Als besonders preiswerth empfehlen: Hose v. wollenem Forster Zwirnt» uckskin, praktisch f. den | tiigl. Gebrauch, in schönen Melange«, Qual. AA solide 1„ B.( und „ Cj dauerhaft Hose von melirtem Cheviot, kräftig und fest......- I Hose von starkem, kräftige» Uelonr, in graner gestreifter Maare, sehr praktisch für den täglichen Gebrauch..... Hose von Kottbuser Cheviot, elegant und dauerhast... Hose von Uelonr, grau oder dnnket gestreift, sehr haltbar 10, OO Hose von la Urlonr iu allen Farben, feine gestreifte Muster IS!, 00 i Hose von Gladbacher Kammgarn, schöne gestreifte Muster. 6,o0 do. do. do. prima..,*,50 Hose von Aachener Kammgarn, sehr feine Streifen.... 10,50 do. do. mit oder ohne Seide, eleleg. Salonhose 1Ä,00 do. do. prima, hochelegant... 15 u. 18 Mk. [s&r Knaben- Hosen entsprechend billiger.-HAG Die Preise sind streng fest. Für tadellosen Sil; und übernehmen wir jede Garantie. Auf Wunsch Anfertigung | in kürzester Zeit.� & ßfis« Mk. 5,00 7.00 0,00 5,50 7,50 10,50 gute Arbeit nach Ataaß 168. Granienstraße 168. Fernsprecher: Amt III. 048.— Orttfeder». und Kctten-Spe'ial-»nd Uersand-Keschaft D. FESEELs CI,anjseeftraf»e 111. AWlwhAwv nur vorzüglich entstaubte Sorten, Vs Kilo 50, 75 Pf., MlMlll, 1 1,50, 3, 2-------- federn 1 M. Halbdanne» 3, 4 M., seine weiße 6, 0,_,.... zialitüt empfehle meine großflock, graue Germaura-Daune& 4,o0. 3 Psd. genüg, zum ar. Deckbett... � �..... Wac'mu rosa od. rosarothgestreift. Jnlets 30, 36, 43, 48 M. b. z. d. fst. Füll. "o"' �usanunmklappen, mit gepolsterter Matratze, 0, für Kinderbettes von 3 M. an, für große Betten in Roß- -UlGIlllniR haar, Jndiafaser, Scegrasfüllung von 3,75 M. an. Visa« MW« SSagtÄSSSÄTSS« wachsene in den verschiedensten Ausfuhrungen von 4,50 M. an «Ml-AeplM ä« T. kl iö«: Prima 13, Fruit. Wollatlas 7,50, einfachere 3, 4, 5, 6 M Mollwökcho fertige Bezüge, Kissen. Laken. Bettdecken rn großer Aus- -ötlilvil�cht, wähl zu billigsten Fabrikpreisen. Krant-Ansstattnng-n, ganre Einrichtungen für Hotelo, pensto- l A'lllirv««g|V»V* r 5 v t Innosährigrs Renomrnre bürgt f. streng reelle Ocdlrnilug. - Uersand gegen Uachnahrne. Umtansch gestattet,"«wi« Die seit 1877 bestehende, weltbekannte Uhrenfabrik von Max Busse 157 Invalideiistr. 157, ÄthfuI verkauft jetzt sämmtliche Uhren zu bedeutend herab- 1 gesetzten Preisen. Für jede Uhr wird reelle Garantie geleistet. Grosse j Abschlüsse mit Pforzheimer und Hanauer Fabrikanten j ermöglichen derselben Firma den Verkauf von Gold iüber-, Granaten- und Korallenwaaren eo labelhaft billigen Preisen. Specialität: Kings. Reparaturen an Uhren und Goldsachen werden 1 auf das Gewissenhafteste ausgeführt. 522| Juwelier und Goldarbeiter ßg Kommandanten- Strasse gg I Etage. GraMteul i5$SÄ$ÄKÄS?,Ä Corallen. Ohrringe, Medaillons, gold.Damenuhren etc. Bestellungen jeder Art werden in kürz. Zeit auf das Geschmackvoll, ausgeführt. Reparaturen sauber, schnell und billig. Trauringe: 1 1 Dukaten 11 M. 2 Dukaten 21 M. Bitte genau auf Firma u. Haus- No. zu achten. Ich habe keine Filiale» nnd stehe mit ähnlich lautende» Firmen r» keinerlei Krsiehung. Kitte daher gena» anf Firma zn achten. Mollen Sie bei Ihren'BiNkänfen streng reell bedient sei», so bemühen Kie sich zn iQ Baer Kerli» N., Gesundbrunnen, Kadstraste 18, Ecke der Stettinersiraße, Geschäfts- Großer Kleiner Un'soh- Eutzen selbst in überraschender Auswahl: Eleg. Winter-Wletots Atg. KllMM-M-AMge 37, 30, 36-40 M. Aeg. ZWet-AWge if-fäli: Eleg. Stofljöfett«» i«. Reizende Knaben-Mzüge n. WletotS zur jedes Alter u. Preis. Zn Beßellnugen ui] Maß™in grchs Etozzlaizer v°m einfachsten bis zn den feinsten Fabrikaten, HBBHiöBr- Borzügl.\l zu äußerst billigen Preisen und gediegener»Eleganter Arbeit. K Ausfnhrnng. K&tz. Eigene Werkstatt im Hause. Infolge Ablebens des Sozialisten- gesetzes ans achtjähriger Verbannung zurückgekehrt cmpsehle mich Freunden und Parteigenossen zur 1149 Anjcrtipg jeder Art Kerren Garderoben, unter Zusicherung gediegener Arbeit.f Reparaturen schnell«. billig. K. BaeMer, Kleine Frankfnrterstraße 7, S Tr. N B. Gefl. Aufträge werden cntgegen- genommen b. v. Schulz, Admiralstr. 40a, und W. Salzwedel, Klosterstr. 83. J. Semmel, prakt. Zahnarzt. Neue Königstr. 48, am Alexanderplatz. Zu sprechen: tag- lich von 9— 1 und 3— G. 919 Das neueste Zuschneide System für die gesammte Damen- Schneiderei wonach ein Jeder ohnejegliches Zeichnen- talent tadellos sitzende Garderobe anfertigen kann, lehrt innerhalb 8 Tagen (auch in Abendkursen) gründlich unter Garantie für 15 Mark 1082 J. Paul Müller, Zimmerstr. 53, 11). Achtung I Kein Laden. Nur eigene Fabrikation, 25 Zigarren 1 Mark. Garantie rein amerikanischer Tabake. Rippentabak 2 Pfd. 60 Pfg. 234 i). F. Dinotage, Kottbuserstraße 4, Hof part. 2 gangbare Geschäfte, Cigavreu, Mehl und Vorkost, billig zu verkaufen. 119G] Dickmann, Stephanflr. 33. Allen Freunden u. Genossen einb,, mein großes Lager fertiger Knaben- und Mädchen- GarderoM Sämmtliche Stoffe u. Rester i- � Farben, Sammet, Plüsch u. Besatzar�! Anzüge werd. gratis zugeschnitten. � werd. Bestellungen nach Maaß eleg! und sauber angefertigt. Solide Heinr.Pleiss,a% 5 Aukti»«e« 850 hochelegante Herren-Wint.-PawR 650 hochfeine Danien-Winter- u. Reg' Mäntel, 480 hochelegante Knaben- u-' Mädchen-Paletots. 400 hochfeineH-r«� und Knaben-Slnzüge u. 900 hocheleg� Damen- u. Kinder-Kleider in seidene». woll. Stoffen zu erwerben n. verkanst'� um bis Weibnachten damit zu ram» zn eritaunlilli biilizen## Neanderstr." Ecke Schmidsfr Bitte genau auf HauanninM»» � Name» zu achten Lncke, Resterhandlung. Rester zu kleinen Anzügen von große von 7,50 M. an dls zum Kammgarn z. Paletots. Wtntermäm� Jackeis" u. Kleidern. Trikot zu Ta> (gleich zugeschnitten). Pelz, Krim-: Plüsch, Federbesatz, Seide, Sammetz wie fertige Knaben-Anzüge empfieV 971 Karle, Waldemarstr. 66, P- Bis der Wächter schlieG*', werden von heute ab, aber»uk, Privatleute, herrschaftliche getM Winterpaletots für'3—19 SN., 9ut:,. haltene Hosen f. 3-5 M.; auch Jaquets u. Röcke, Linienstr. 88, verkauft. Auch Sonntags geöffnet!� Rch. ÄÄechl aar Nur Hüte TP® f mit Arbtittt-Kntnlmach SWijnWelälÄP Wilhelm Zapel, Hutmach�> Hut-Fabrik Klücherstraste 11, vis-k-visbc'f Kreuz-Kirche. Wilhelm Sämmtliche Hüte mit Kontrolma rnhts Lager in Schirmen. Bedienung. E. Strauss, SchveiherO' BInmenstr. 46, part., früher Wassmannstr. 17a... empfiehlt sich zur Ansert. eleg. Her-, Garderoben. Für guten Sitz u. s*"»ji Arbeit wird garantirt. Lager o.Sto u in grosser, geschmackvoller An8«r Koulante Zahlungsbedingungen� Arbeitei«!_ Filz- und Seidenhüte m. Ärb-'-Z Kontrolmarke empfiehlt i Franz Haupt, Hutmacher, � Gr. Frankfurterstr.(alte Nr. 140, Nr. 145) zw. Frucht- u. Meinelerl� Betten und Bettfederll in größter Auswahl empfiehlt.z Louise Schreib, (Gegründet 1585.) � sozihl!s,Mlltrahell, SettfeW auch Theilzahlung,'' bei 0. Schmidt, Möbel-, Spiegel- uN Polsterwaaren" d Fabrik von R. Jhloff, Linienstr. am Rosenthaler Thor. z0>- Cent, breite Atlasse in all. 6 vr f. Hrvrrnschncidrr preiste, Kammrtkragen in all. Farben v 50 Pfennige.., P. Kochmann, Alte Jakobstr.' Kranzbinderei und Blumcnhandluiig. J. Meyer. in der Ecke bei der MantenffelsstÄj, liefert Guirlanden Meter von 1p--- Doppelbügel-Lorbeerkränze von"6 �yacintenzwiebeln von%6 opfpfianzeu wie Aouquel'- gut lind billig. y' Feruspreohor. Amt IX. 9482 an. an. Verantwortlicher Redakteur: Gnrt KaaKo in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kading in Berlin SW.. Beutb'trabe