Nr. 40. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumeranbo: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit tauftrirter Sonntags: Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Bettungss Preisliste für 1897 unter Mr. 7437. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 14. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonelgeile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Die Entwickelung der deutschen Seeschifffahrt Mittwoch, den 17. Februar 1897. " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Gewachsen war ihre Zahl von 1871 bis 1895 um fast 609 fördern. Noch weiter ging ein Antrag des Grafen Udo zu Prozent, ihre Ladefähigkeit durchschnittlich um 531/2, ins Stolberg- Wernigerode, die Regierung zu ersuchen, auf gesammt aber um 989 pCt., fast um das zehnfache! Ihre die allgemeine Einführung von Staffeltarifen an stelle der Streckens trägt einen deutlich ausgesprochenen Zug zum kapitalistischen volle Bedeutung kommt jedoch erst zur Geltung, wenn man dabei fäße thunlichst für alle Güter und für alle Strecken auf den Staatsbahnen trägt einen deutlich ausgesprochenen Zug zum kapitalistischen noch die bedeutend vergrößerte Geschwindigkeit, die ihnen weit bekanntlich ein Herzenswunsch der Agrarier des Oftens, während Bedacht zu nehmen. Die Wiedereinführung der Staffeltarife ist Großbetriebe. Die mit zunehmendem Weltverkehr wachsende mehr Fahrten im Jahre gestattet als den Seglern, in Rüd ihre Freunde im Westen sich davon eine große Schädigung ver Konkurrenz drängt zu immer größerer Geschwindigkeit sicht zieht. der Fahrten, die schon wegen der Verzinsung des in sprechen, weil dann infolge der billigen Frachtsätze zu viel Getreide Schiffen und Waaren angelegten Kapitals und wegen der mit maschinen nicht von kleinen oder mittleren Kapitalisten in Jufolge deffen platten heute die Gegensätze heftiger auf einander, Es ist klar, daß diese Kolosse von Eisen und mit Riesen- nach dem Westen strömen und einen Preisdruck verursachen würde. turzen Lieferungsfristen verbundenen Erleichterung des Ge- Auftrag gegeben und betrieben werden. Während die Gesammt als es sonst in diesem Hause zu geschehen pflegt, wo die Parteischäftsverkehrs stetig gesteigert wird; zugleich zu immer größerer Verbilligung der Frachten, die auf einen immer zahl der Schiffe abnimmt, vermehren die großen Gesellschaften gegenfäße faft unbekannt sind. Das Resultat der Debatte, in der es kleineren Bruchtheil des Waarenwerthes verringert werden. Packetfahrt- Aktiengesellschaft z. B. hat ein Kapital von Morgen beginnt die Berathung des Lehrerbesoldungsdie ihren von Jahr zu Jahr. Die Hamburg- Amerikanische natürlich nicht an Ausfällen auf die Handelsvertrags- Politik des Reiches fehlte, war die Annahme des Antrags Stolberg. Beides hat zur Voraussetzung Vergrößerung der Schiffe und 45 Millionen Mark, wozu eine Prioritätschuld von 15 Millonen Morgen beginnt die Berathung des Lehrer besoldungsSteigerung ihrer Geschwindigkeit. Die Vergrößerung ermög- tommt. Und die Riesenfirma Krupp, die ihre eigenen Dampfer fahren Gesetzes.licht, da ein doppelt so großes Schiff unter sonst gleichen Be- läßt, hat nun gar eine ganze Schiffswerft( die Kieler Germania- Beschämend war der Ausgang des Preßprozesses gegen dingungen weit weniger als das doppelte koftet, auch nicht die Werft) erworben: neben dem vor einigen Jahren erfolgten die Deutsche Tageszeitung" für die gesammte Bismarckpresse. doppelte Bedienungsmannschaft erfordert, billigere Beförderung; Antauf des Grusouwerks ein lehrreicher Beitrag zur Ansamm Man erinnert sich noch des Berserkerlärms, den dieſe Preſſe und da auch bei Maschinenbetrieb die Anschaffungs- und Betriebs- lung des Großkapitals und Riefenbetriebs. erhob, anläßlich der Mittheilung der mit Friedrichsruh in foften sich in weit geringerem Maße erhöhen, als die Größe und damit die Leistungsfähigkeit der Maschine, so ist auch in der turrenz großer Gesellschaften, die mit Dampfern, elektrischer ein vom Zaren in Aussicht genommener Besuch in FriedrichsBugleich flagen die kleinen Fischer über die ruinöse Kon. enger Fühlung stehenden Bank- und Handels- Zeitung", daß Maschinerie die Vergrößerung eine verhältnißmäßige Ber- Beleuchtung und Riesenneßen den Fischfang betreiben, und die ruh vom Auswärtigen Amte hintertrieben worden sei. billigung. Eine verhältnißmäßige Verbilligung bedeutet über- auf dem Meere denselben Raubbau auf Fische ins Werk setzen, Der Chefredakteur des Handelsblattes, Manke, erklärte nach haupt schon der Uebergang zum Tampsbetrieb. ſtellt die Maschine mit ihren Resseln und Feuerungs- Kornboden, sei es mit Kahlschlag der Waldungen, sei es mit Berfasser des Artikels sei, dem keinerlei Information zu grunde 3war wie ihn der ungehemmte Kapitalismus überall, sei es mit Androhung des Zeugnißzwangsverfahrens, daß er der alleinige anlagen ein sehr beträchtliches, bei großen Schiffen dem werthlosesten Material toloffales Rapital dar, nimmt zudem mit dem Lager: schaft: Menschenkraft und der kapitalistischen Gesell- gelegen habe. Daß die auf grund dieses Artikels erhobenen Menschenleben betrieben hat. Gerüchte vollständig aus der Luft gegriffen waren, bestätigten raum für ihre Kohlenvorräthe einen bedeutenden Theil und wie in den übrigen Zweigen, deren die Großindustrie die Zeugenaussagen Marschall's und Hamann's. Leider wurde des Raums und der Tragkraft des Schiffes in Anspruch, er sich bemächtigt, so vernichtet ihre Konkurrenz auch in Schiff- aber der Quelle des Artikels nicht nachgeforscht und nur die fordert auch eine größere Bedienungsmannschaft: aber die Vortheile wiegen diese Opfer reichlich auf. Die Maschine macht fahrt und Fischerei den fleinen Wettbewerber, dem nur die Berliner Bismärcker, aber nicht Friedrichsruher Wie sich die eigene Kraft und Intelligenz und eine Nußschale ohne Dr. Chrysander, als Zeugen befragt. bas Schiff unabhängig von der Gunst der Witterungsverhältnisse, Kapital zur Verfügung stehen. die nicht allein die Geschwindigkeit in nie vorherzusehender Schiffer werden in den Dienst des Kapitalismus genöthigt. Die Manke, Dr. Liman, Wegner und Genossen zeigt unser Die selbständigen Fischer und einzelnen bei der Affäre betheiligten Personen benahmen, Weise ungleichmäßig beeinflussen, sondern auch zeitweise Steifuadige Friesen werden Diener der Wörmann und des ausführlicher Bericht. die Fahrt nahezu unmöglich machen. Und die gesteigerte Lloyd. Und welche Rolle spielen sie dort? Die Vorgeschichte Geschwindigkeit bedeutet nicht nur Vortheile und Annehmlich des Hamburger Streits giebt die Antwort. keiten durch die Abkürzung der Reise für Menschen, Vieh und leicht verderbliche Waaren, fie ermöglicht vor allem durch häufigere Fahrten einen weit rascheren Umsatz und damit größere Ausnutzung des Anlagefapitals. deutlich So konnte es nicht fehlen, daß das Bestreben nach Anwendung der Maschinerie und Vergrößerung des Betriebes fich in der Entwickelung der Seeschifffahrt ausprägte. Man ist bereits zu Roloffen von 23 500 Register Tonnen Ladefähigkeit gelangt:" gelangt: das 0 217,4 Tonnen. 1881 Politische Meberlicht. Morgen 1 Uhr: Interpellation wegen der HandwerkerVorlage und Konvertirung der Reichsanleihe. wie Es bleiben nach dem Ergebniß des Prozesses nur zwei Möglichkeiten, die unwahrscheinlichere, die, wir aber ausschließen wollen, daß Herr Mante doch Einflüsterungen aus Friedrichsruh gefolgt ist, oder die, daß die Bismarckische Jour ualistit bewußt erfundene Nachrichten zur Diskreditirung der Regierung verbreitet. Dieser Prozeß hat wieder gezeigt, was Berlin, 16. Februar 1897. Aus dem Reichstage. Die heutige Sigung war niet Gesellschaft Klargestellt. diese Staatsstüßen werth sind, er hat die elende Feigheit dieser Die Widersprüche ihrer Aussagen nur von kurzer Dauer, auch die Verhandlungen boten nichts vor und in der Verhandlung zeigen, daß die Herrschaften nicht von allgemeinem Intereſſe. Ob in dem einen oder anderen niedrig genug eingeschätzt werden können. Es sind teine ehrenOrte eine neue Kaserne gebaut werden soll, ob dieses oder vollen Narben, die die bismärckische Journalistik aus diesem bedeutet, da eine Reg.-T.= 2,83 Rubikmeter ist, 67 439 Rubikmeter, so ienes Nest seine Garnison behält oder dort ein Bataillon ein- Prozesse heimgetragen hat. viel wie einen ungeheuren Würfel von etwa 44 Metern in quartirt werden soll, das war der Hauptinhalt der heutigen Länge, Tiefe und Höhe.*) Die Maschinenkraft ist bis jetzt auf Erörterungen. Mehr allgemeines Interesse können die Die Aussichten des ,, Theilens" im sozialdemokratischen 27 000 Pferdefräfte gesteigert worden, und in der Ge- Erklärungen des Reichs Schatzsekretärs beanspruchen, Bukunftsstaat. Von unserer unter gleichem Titel in der Freitag schwindigkeit hat man es bei der Handelsflotte bis auf 22 Knoten der auf Anregung des Abgeordneten Dr. Schädler sie sei falsch. Der Fehler beruhe auf der wiütürlichen Annahme, Nummer veröffentlichten Berechnung behauptet Herr Eugen Richter, ( 40 Kilometer) in der Stunde gebracht, in der Kriegs- seine Aeußerung aus der Budgetkommission wieder daß die nicht zur Einkommensteuer veranlagten Personen ein marine, namentlich für die kleinen Torpedoboote und die holte, daß in den nächstjährigen Etat ein Posten für Abend- Gesammteinkommen von 3757 Millionen Mark befizen. Diese Zahl brot der Soldaten Torpedojäger noch höher. Soldaten eingesetzt werde. Der freifinnige ift von uns nicht willkürlich angenommen, sondern sie Wächst aber Größe und Geschwindigkeit der Schiffe sehr Abgeordnete Weiß( Fürth) sprach gegen die geplante Ver- ergab sich, wie auch mitgetheilt, aus einer Berechnung des start, so ergiebt sich eine Verminderung ihrer Zahl. So sehen stärkung der Regimentskapellen, wobei er auf die schädliche Nationalötonomen Soet beer, einer der ersten Autoritäten wir in der deutschen Handelsflotte fast von Jahr zu Jahr Konkurrenz für die Zivilmusiker hinwies und auch die Börsen- auf diesem Gebiet. Trotzdem halten wir, in Uebereinstimmung mit einen Rückgang der Schiffszahl, verbunden mit einer garten- Affäre in Königsberg erwähnte. Erfolg hatte der frei- Herrn Richter, die Zahl für zu hoch. Herr Richter meint, die beZunahme der Ladefähigkeit. Am 1. Januar 1871 finnige Redner nicht, da das Zentrum für die Vermehrung der treffende Bevölkerungsschicht würde kaum die Hälfte jenes Gintommens" haben. Gut. Geben wir Sötbeer Preis und nehmen gab es**) 4519 deutsche Seeschiffe mit einer Ladefähigkeit Militärmusiker eintrat. Um 3 Uhr wurde die Sigung wir Eugen Richter! Die Rechnung lautet dann folgendermaßen: von zusammen 982 355, oder durchschnittlich auf ein Schiff geschlossen, da das Präsidium sich zu dem Fürsten von Hohen- Wenn die von der Ginkommensteuer befreite Bevölkerung mit einem war die Zahl der Schiffe ein lohe begab, um demselben die Glückwünsche des Reichstags zu Einkommen von unter 900( die 21 058150 Röpfe beträgt) die Hälfte wenig gestiegen: auf 4660, die Ladefähigkeit beträchtlich mehr, seinem Jubelfefte zu überbringen. der obigen Summe zusammen vereinnahmt, dann macht das 1879 auf 1181525 Tonnen( pro Schiff 235,5). Bis 1891 sant die Millionen, pro Kopf 89 M. und pro stöpfige Familie 445 M. Bahl um über 1000( auf 3653), während die Tonnenzahl auf jährlich. Die einkommensteuerpflichtige Bevölkerung hatte dagegen nach den Zahlen des preußischen Finanzministers pro Ropf 592. 1 433 413, durchschnittlich 391,1 stieg. Und am 1. Januar 1895 Das preußische Abgeordnetenhaus setzte heute die zweite und pro Familie 2960 m. jährlich. Nach der Richter'schen Anwar die Schiffszahl fast die gleiche: 3665, während die Lesung des Justiz etats fort. Nach turzer Debatte, in welcher nahme ist also das Glend in den unteren Voltsschichten be Tonnenzahl auf 1553 902( auf ein Schiff 424,3) gestiegen Frhr. v. 3 edlitz( ft.) dem Minister fein Einverständniß mit der deutend größer, als nach unserer Rechnung, und diese Bevölkerungswar. Jn 24 Jahren ein Rückgang der Zahl um 854 Schiffe sidert( frf. Vg.) seine Befriedigung darüber aussprach, daß der besser abschneiden. Nach unserer Rechnung würde die fünfköpfige Handhabung des Begnadigungsrechts ausdrückte, und Abgeordneter schicht würde also bei der allgemeinen Auftheilung ganz bedeutend ober 18,9 pct. und eine Zunahme der gesammten Ladefähig Minister im Gegensage zu den Konservativen die Diskussion über Proletarierfamilie von 890 m. bei der Theilung der Einkommen auf feit um 570 453 Tonnen gleich 58,1 pct., des einzelnen Schiffes das Begnadigungsrecht anerkannt habe, wurde das Gehalt des 1570 M. emporſteigen, also 680 M. jährlich( oder 76 pCt.) mehr um 95,2 pCt., fast auf das doppelte! Ministers bewilligt. Abg. Arendt( ft.), der die Gelegenheit be- einnehmen. Nach der Richter'schen Angabe würde das Gesammt Diese gesammte Abnahme der Zahl entfällt auf die nutzen wollte, um seine persönlichen Zwiftigkeiten mit dem zum einkommen nicht 9 844, sondern nur 7 965 Millionen betragen und Segelschiffe, die sich in den Jahren 1871 bis 1895 von Senatspräsidenten ernannten Dr. Kayser vorzubringen, wurde die Proletarierfamilie würde bei der Theilung von 592 M. auf 4372 auf 2622, d. i. um 40 pCt. verminderten. Die Tonnen- durch den Präsidenten daran verhindert. Etwas geschickter benahm 1270 m., also um 678 m. jährlich steigen, das macht eine zahl sant gleichzeitig von 900 361 auf 660 856, d. h. nur sich Abg. Stöder, als er versuchte, sich wegen seines Verhaltens Steigerung von 115 pŒt.! Und dazu kommt noch um 26,7 pct. Denn auch hier ist die durchschnittliche Die Handlungsweise des Freiherrn v. Stumm, der ihm neulich Einkommenssumme seinen Amtsbruder Witte zu rechtfertigen, wobei er eins. In der vom Finanzminister mitgetheilten Gesammt Größe gestiegen: von 205,9 auf 252 Tonnen, das ist um im Reichstage Unwahrheit und Berleumdung vorgeworfen hat, als in Höhe von 6 086 052 635 M. find nicht enthalten die Einkommen der zur Steuer veranlagten Personen 21,9 pCt. 1893 war die Durchschnittsgröße sogar 264,5, an Unzurechnungsfähigkeit grenzend bezeichnete. Aus der übrigen der Aftiengesellschaften 2c., ferner nicht die Einkommen, für die keine seitdem scheint man bei dem Bau größerer Schiffe von Seglern Debatte ist noch hervorzuheben, daß der Justizminister auf Einkommensteuer bezahlt wird, wie das Einkommen des Königs in immer häufiger Abstand zu nehmen. Anfrage des Abg. Wetetamp( frf. Bp.) erklärte, daß sich die feit Söhe von 15 719 296 M. jährlich. Auch werden die Zenfiten ihr Um so mächtiger ist die Zunahme an Zahl und einiger Zeit angewandte bedingte Verurtheilung und Einkommen niemals zu hoch, sehr oft aber zu niedrig angegeben Leistungsfähigkeit bei den Dampfschiffen. 1871 waren bedingte Begnadigung anscheinend gut bewährt haben. Durch alles das würde die Gesammt- Einkommenssumme es noch wenige: nur 147 gegen 4372 Segelschiffe, und ihre babe, daß er aber ein abschließendes Urtheil erst im nächsten noch beträchtlich größer werden und das Einkommen der Proletarier Tonnenzahl belief sich auf 81 994, auf ein Schiff 557,8. 1881 Jahre abgeben könne. Der Minister gab ferner auf Anfrage ver- bei der„ Theilung" in noch höherem Prozentsaz steigen. es bereits 414 Schiffe mit 215 758 Tonnen. Der schiedener Mitglieder eine Auskunft über die beabsichtigte Reform Durchschnittsgehalt war auf 521,1 zurückgegangen, ein Beichen nur die Gebiete umfaffen, die durch das Bürgerliche Gesetzbuch immer ein Schleier. Allein ein Zipfel desselben ist doch schon der Zivilprozeß Ordnung. Dieselbe sollte ursprünglich Ueber die Vorgänge um und in Kreta ruht noch der Einbürgerung des Dampfbetriebs auch auf kleineren Schiffen. berührt werden; die Justizverwaltung ist aber bereit, auch der Frage gelüftet. Seitdem aber stiegen Zahl und Größe unaufhaltsam: 1891 auf einer weitergehenden Reform näher zu treten. Die Debatte wird lands. Es handelte sich um einen Staatsstreich Ruß896 Schiffe mit 723 652( i. D. 806,5) Tounen, 1895 auf 1043 erst am Sonnabend fortgefeßt. Die Politik des Zuwartens war den russischen Diplomaten etwas langweilig geworden; sie wollten die Schiffe mit 893 046( 856,2) Tonnen. Das Herrenhaus segte heute die vor einigen Wochen abge- fyftematisch geförderte Auflösung der Türkei etwas be 1871 stellten die Dampfer 34 pCt. der Gesammtzahl, brochene Berathung des Antrags Frantenberg fort, worin schleunigen; und 8½ pCt. der Gesammtladefähigkeit, 1895 aber 281/2 pet. der Die Regierung ersucht wird, angesichts der billigen Wasserfrachten, am Bugreifen gehindert waren, so wurde das kleine Griechens da sie selber durch die Engländer Bahl und 571/2 pCt., also über die Hälfte der Tonnenzahl. welche die Eröffnung des Ruhr- Emskanals fie serwischen Pro- land vorgeschoben. Dadurch hoffte man zwei Fliegen mit einer vinzen bringen wird, die Einführung von Staffeltarifen auf den *) Ein Eisenbahn- Güterwagen faßt 10 Rubikmeter, ein solches Staatseisenbahnen zu fördern. Die Kommission hatte den Antrag Klappe zu schlagen. Einmal wollte man die west- und mittelRiesenschiff stellt mithin eine adefähigkeit von etwa 135 Güter- dahin abgeändert, daß die Regierung aufgefordert wird, die Ein- europäischen Sentimentalpolitiker, die in dem heutigen Griechenzügen zu 50 Waggons dar. führung bezw. Wiedereinführung der Staffeltarife für alle Maffen- land das Griechenland das Griechenland des Themistokles des Themistokles und Perifles artitel der Landwirthschaft und Industrie auf den Staatsbahnen zu sehen, für die russische Politik mobil machen. waren ** Statistisches Jahrbuch f. d. Deutsche Reich. 1896. S. 51. 1 Der arme Georgios scheint sich gesträubt zu haben; wenigstens führte er die Befehle erst aus, als ein paar Kriegsschiffe vor Athen in Sicht waren. = Und zweitens wollte man die Türkei einmal, anschneiden". I verurtheilt worden. Die Forderung war von dem geforderten T- Eine neue große Kriegsschiffswerft beabsichtigt die War Kreta von der Türkei losgerissen, so war es mit der Amtsrichter Claufin in Apenrade abgelehnt worden. Firma Friedrich Krupp- Essen in Riel zu errichten. Wie die Rhein. beschworenen Integrität" der Türkei zu Ende, und weitere Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Die Westfäl. 3tg." mittheilt, ist die Firma bereits aweds umfassender ,, Schritte" konnten vorgenommen werden. König Georgios Saujagden in der Lezlinger Haide hatten Vergrößerung der Germaniawerft mit der Stadt Kiel wegen Landwar schon vorigen Sommer, als das russische ,, Väterchen" in dem Redakteur der Rebatteur der Magdeburger Boltsstimme" Anlaß zu antaufs in Berhandlung getreten. Das zweite Terrain der GermaniaKopenhagen sich aufhielt, dorthin geladen und mit den Wünschen allerlei Betrachtungen und Bergleichen in seinem Blatte gegeben. werft, von welchem bisher große Flächen verpachtet waren, reicht für Das Landgericht Magdeburg erblickte darin eine Be: die von Krupp geplanten Neubauten nicht aus. Mit der Zeit werden die Väterchens" bekannt gemacht worden. leidigung des deutschen Raisers und verurtheilte am 8. Des großartigen Pläne Krupp's, die ihn bei Uebernahme der Germaniaember vorigen Jahres den Redakteur Karl John zu neun werft leiteten, bekannt. So soll nicht nur die in Tegel bei Berlin russische Monaten Gefängniß. Die Revision des Angeklagten wurde betriebene Maschinenfabrik nach Garden bei Kiel verlegt werden, voni Reichsgerichte verworfen. Bekanntlich hat die Verurthei- sondern auch die Werftanlagen selbst derart verbessert und Inzwischen hatten aber die Engländer Lunte gerochen lung in den Blättern fast aller Parteien Mißbilligung erfahren, modernifirt werden, daß sie den höchften Anforderungen genügen und die englische Regierung erhob trotz der sehr heftigen weil der Kaiser in dem Artikel nicht genannt war und der ver: tönnen. Krupp will die Werft in erster Linie zu einer Kriegsschiffs. grichisch- armenisch- russischen Agitation in England, so energifch antwortliche Redakteur erklärt hatte, von der Anwesenheit des werft ausgestalten, die mit den englischen erfolgreich in Ronkurrenz zu treten vermag. Insbesondere erstrebt Krupp neben dem Bau Protest, daß die russische Regierung wohl oder übel das arme Raisers bei dieser Jagd nicht unterrichtet gewesen zu sein. Griechenland in der Patsche lassen mußte. Wegen Beleidigung des Landesherrn wurde von deutschen Kriegsschiffen die Zuweisung von Bauaufträgen der Kaufmann Adolf Hamburger am 9. Dezember 1896 fremder Marinen, die ihre Bestellungen bisher zum größten Theil vom Landgericht Aschaffenburg zu Gefängnißstrafe verurtheilt. nach England gehen ließen. Die Werft soll in ihrer neuen Gestalt Der Angeklagte hielt sich am Tage des Namensfestes des Königs bereits im Sommer 1898 im vollen Umfange betriebsfähig fein. Otto von Bayern in der Schneiderwerkstatt seines Vaters auf. Als Gleichzeitig fei bemerkt, daß der Werft für unsere Marine bereits unter den Gesellen und Arbeitern auf den Festtag die Rede kam, einer der fleineren Kreuzer in Auftrag gegeben wurde. machte Hamburger in bezug auf den Geisteszustand des unglücklichen Das Kanonengießen und Kriegsschiffbauen ist eben doch im Königs eine unpassende robe Bemerkung. Eigenthümlich ist es, wie neuen deutschen Reiche das rentabelste Geschäft. beitern befand sich auch ein taubstummer Schneidergefelle, der Freude, daß die IV. Generalversammlung des Bundes der Landdiese Aeußerung zur Kenntniß der Behörde fam. Unter den ArDie Deutsche Tageszeitung" ist ganz weg vor an dem Mienenspiele seiner Mitgesellen merkte, daß eine wirthe so gut ausgegangen ist. War voraus zu sehen. Wer geringe auffallende Aeußerung gefallen sei. Er ließ sich b die Ansprüche macht, dankt für jedes Würstel. Weiter ist es ja das selbe aufschreiben und erlangte dadurch erft Kenntniß Geschäft der Tageszeitung, alles zu loben, was Herrn v. Plög und davon. Als er später mit Hamburger sen. in Differenzen gerieth feinen Paladinen gefällt. und entlassen wurde, war sein erstes, daß er hinging und von der Die Deutsche Tageszeitung" wundert sich, daß die Presse so erst auf Umwegen zu seiner Kenntniß gelangten Aeußerung des wenig von der Generalversammlung Notiz nimmt. Jit nur natürHamburger jun. Mittheilung machte. Die Revision des An- lich. Wenn man einmal eine Bande, von der jeder Mitwirkende geklagten gegen das Urtheil wurde vom Reichsgericht verworfen. einen Bombardon vor den Mund hält, hat lärmen gehört, hat man Wegen Majestätsbeleidigung erhielt der 41 jährige genug von der Sorte. Nicht zu wenig, zu viel ist von den bisNotariatsgehilfe Karl Wolfflin aus Willgottheim( Elsaß) 2 Monate herigen Generalversammlungen des Bundes geschrieben worden. Gefängniß. Wolfflin war denunzirt worden wegen einer Aeußerung. Plöß u. Co. mag sich bei den Berliner Reportern bedanken. Die die er in der Trunkenheit bei einem politischen Disput gethan hatte. Herren haben sich um den Bund schon sehr verdient gemacht. Wie wär's mit einigen Ehrenmitgliedschaften? " Man sieht, mit der„ Einigkeit" war es nicht weit her. Und jeden Augenblick fanu ein neuer Knüppel in das Rad der gesammteuropäischen Aktion hineinfliegen- und zwar aus befreundeter" Hand. Einstweilen haben die Mächte sich zu einer Sollettiv besegung einiger Küftenpunkte von Kreta entschlossen. Ausgeschifft sind schon 100 Russen, 100 Franzosen, 100 Eng länder, 100 Jtaliener und 50 Desterreicher, die einander so gut bewachen, daß Exzesse von dieser Seite wohl kaum zu befürchten sind. Aus dem sich von Tag zu Tag häufenden Depeschen material laffen wir eine Auslese folgen: Aus Athen wird telegraphirt: Der Kriegsminister ertheilte dem Oberften Vassos, welcher gestern mit den griechischen Truppen in Kreta gelandet ist, den Befehl, die Vereinigung Kreta's mit Griechenland zu proflamiren und die fürkischen Behörden abzusetzen. Nach einer Meldung der„ Times" aus Kane a von gestern sollen vier griechische Schiffe reguläre griechische Truppen an der Westküste Kreta's gelandet haben. Der neue Gouverneur Ismail Bei habe eine Note an die fremden Admirale gerichtet, in der es heißt, er fei mit ihrer Besetzung der Stadt Kanea vollkommen ein= verstanden. Aus Athen wird unter dem gestrigen Datum gemeldet: Auf die Nachricht von der Landung griechischer Truppen auf der Insel Kreta wurden zahlreiche Kundgebungen veranstaltet. Die Bevölkerung war vor Freude außer sich. Eine große Menschenmenge durchzog die Straßen unter dem Rufe:„ Es lebe Kreta", bis sum föniglichen Schloffe und brachte dem Könige begeisterte Huldi gungen dar. Die Menge wandte sich dann nach dem Finanzminifterium, wo Delyannis von der Terraffe herab zu der Menge sprach, ihr für die zum Ausdruck gebrachten Gefühle dankte und Ruhe anempfahl. Delyannis schloß mit den Worten: Baßt uns hoffen!" Auch aus den übrigen Städten Griechenlands werden begeisterte patriotische Kundgebungen gemeldet. * * Deutsches Reich. -3ur Reichs Militär Strafprozeß- Drdnung schrei ben die Münchener Neuesten Nachr.": 11 3ur Stichwahl in Donaueschingen theilt der Ort. Bote", ein dortiges Lotalblatt, mit, daß in letter Stunde eine telegraphische Weifung der sozialdemokratischen Parteileitung erfolgt fei, für den Zentrumskandidaten zu stimmen. Diese Nachricht ist erfunden. Ungarn. CONGOO Ueber den Gang, den die bisherigen Verhandlungen im Bundesrathe genommen haben, beobachtet man an den zuständigen Stellen in Bayern noch immer die strengste Zurückhaltung und zwar wird nach wie vor versichert, eine Aeußerung sei um so erschwerter, als-Das Revolutionsjubiläum. Die Roffuthpartel alle bisherigen Angaben über den Inhalt der Vorlage, soweit sie will, wie die Kreuz- 3tg." entrüftet schreibt, als Gegenstück zu der Bayern besonders berühren, durchaus unzutreffend sind. Wenn Feier bes 50 jährigen Regierungsjubiläums des Raisers eine Feier hiernach auch den neuesten Mittheilungen der" Frantf. 3tg." über der 50 jährigen Erinnerung an die 1848 er Revolutionsbewegung den Entwurf und seine Rückwirkung auf Bayern Glaubwürdigkeit veranstalten. Demnächst soll im ungarischen Parlament der Anstoß nicht beigemessen werden kann, so mag dies nach unserer zuverlässigen zur Faffung eines bezüglichen Antrages gegeben werden. Information noch besonders darauf beruhen, daß die Frage der Ge Frankreich. staltung des Entwurfs der Reichs- Militär- Strafprozeßordnung für Bayern ihre Lösung erst mit der Durchberathung des hierzu Die" Agence Havas" versendet die folgende Depesche von erforderlichen Einführungsgesetzes finden wird, d. h., daß wefent- öffentlicht vier Dokumente, aus denen hervorgeht, daß Felix Faure Paris, 16. Februar. Das„ Journal Charbomages" ver Athen, 15. Februar: Auf die von dem französischen Gesandten Bourée überreichte liche Bunfte des Entwurfes einer besonderen Behandlung seitens als Marineminister im Jahre 1894 mit einer Gesellschaft in Havre Auf die von dem französischen Gesandten Bourée überreichte Rollettiv- Berbalnote erwiderte die Regierung, daß ihre Intervention Bayern bezw. der Einzelstaaten vorbehalten bleiben fönnen. Die einen Kontrakt abgefchloffen hat, durch welchen der Staat 1762,500 auf Kreta durch die dortigen Megeleien gerechtfertigt und feines- Berhandlungen zum Entwurf im Bundesrathe werden in nicht zu Frants verloren hat, au gunsten einer industriellen Gesellschaft, ferner Zeit zu Ende gehen und dann wird noch der Entwurf des deren Verwalter er seinerzeit gewefen. Der„ Temp3" dementirt wegs durch den Wunsch, in dem Lande Unruhen hervorzurufen, Einführungsgesetzes, der die Entscheidung über wesentliche Punkte diese Thatsache, ohne jedoch Beweise dafür erbringen zu können. veranlaßt sei. Die Regierung sei entschloffen, mit den Truppen bringt, zu erledigen sein. Nach mehrfachen Aeußerungen aus den fendungen fortzufahren, um die Ordnung auf Kreta wieder her- Kreisen der Reichstagsmitglieder greift übrigens dort immer mehr zuftellen. Die Erregung in Athen ist sehr groß. Die Reserven der Jahres- die Ansicht Play, daß das ganze Wert in seiner neuen Auflage über 1897 hinüberdatiren werde." flaffen 1872 und 1873 find einberufen worden und haben sich binnen 48 Stunden zu stellen. Abg. Wahltreises. Spanien. 3um Kolonialtrieg auf den Philippinen wird über Madrid nach Meldungen aus Manila berichtet, daß der: General Lachambre San Domingo ohne Rampf besetzt habe. Beim Vormarsch nach Silang nahm die Truppenabtheilung unter Barras quer die verschanzten Stellungen des Feindes auf dem Wege nach mus mit dem Bajonnet. Die Aufständischen hatten 400 Zobte, die Truppen 26 Todte und 60 Verwundete. Bulgarien, Sofia, 16. Februar. In der Presse beginnt der Feldzug für ein energisches Eintreten Bulgariens zu gunsten der Ansprüche der Bevölkerung von Macedonien und Thracien. Der Augenblick sei geeignet, und die Pforte müsse freiwillig oder gezwungen den Inter effen Bulgariens gerecht werden. Türkei. Wie stimmt das mit dem Versprechen des Reichskanzlers, die Die Deputirtenkammer ist von den Einwohnern umlagert, Vorlage dem Reichstage im Herbste 1896 zugeben zu lassen? welche begierig auf Nachrichten aus Retimo, Kandia und Kanea Parteitage. Die Kreuz- 3tg." erkennt die Nothwendig warten. Gestern um Mitternacht sind zwei Dampfer mit Auf- feit, einen fonservativen Parteitag einzuberufen, an, äußert ständischen nach Kreta abgegangen. Die Aufständischen sind in drei sich aber nicht über den Zeitpunkt feiner Abhaltung. SelbstAbtheilungen getheilt. Die eine steht bei Retimo unter dem Befehl verständlich wird er unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfinden eines Artillerie- Majors, die zweite in der Nähe von Kandia unter müffen, denn die Auseinandersetzung zwischen den Plötzen und den einem Genie- Hauptmann, die dritte unter einem Artillerie- Hauptmann Manteuffeln dürfte dem Ansehen der Partei wenig nüßen. Auch bei Kanea. Alle drei find Offiziere, welche ihren Abschied aus der die freisinnige Boltspartei wird demnächst einen Parteitag griechischen Armee genommen haben. abhalten. Sein Ergebniß wird wohl weitere Abbröckelung be: Aus Kanea meldet die Agence Havas: deuten. Mit Zustimmung der türkischen Behörden wurde Kanea heute von einem Detachement befeßt, welches aus 100 Russen, 100 Fran Gegen die Wiederwahl des tonservativen zosen, 100 Engländern, 100 Ftalienern und 50 Defterreichern besteht. bg. Jacobstötter erklärten sich die Antisemiten feines Rüstungen. Aus Konstantinopel eingegangene Nach Das Detachement wird von einem italienischen Offizier befehligt. richten besagen, daß der gestern abgehaltene außerordentliche Minifter Ein zweites Detachement von derselben Stärke und derselben Bu- Die Meldung, daß Diäten für die Reichstags rath die Einberufung von 5000 Mann Reserve und Redifs der fammenfeßung wie das erstere, und zwar unter dem Befehl eines Abgeordneten in Sicht wären und darüber zur Zeit ein Noten- Marine und die Indienststellung der ganzen Flotte beschlossen franzöfifchen Offiziers, hält sich bereit zu landen. Die franzöfifche, wechsel zwischen den Regierungen der Einzelstaaten stattfinden, ent- babe. englische, russische, italienische und die österreichische Fahne sind auf behrt, wie die Nationalliberale Korrespondenz" hört, jeder Be- Das Pariser jungtürtische Romitee theilt den den Wällen der Stadt aufgepflanzt. Dem Kommandanten des gründung. auswärtigen Korrespondenten mit, Ziehny- Pafcha habe dem Komitee griechischen Geschwaders wurde die Besetzung von Ranea notifizirt. Da hat sich die" Post" unnöthig echauffirt. namens des Sultans die Aufforderung überbracht, daß die JungAus Kanea meldet das„ Reuter'sche Bureau": Gestern Abend wurde ein Gendarmerie- Offizier nach Afrotiri gesandt, um den AufBum Brozeß Schröder und Genossen. Wie türken nach der Heimath zurückkehren sollten. Der Sultan ficherte ständischen von der Besetzung der Jusel durch die Truppen der fürzlich mitgetheilt, ist das Wiederaufnahmeverfahren ihnen Amnestie, Breßfreiheit und VerwaltungsMächte Mittheilung zu machen und sie aufzufordern, die Waffen im Prozeß Schröder und Genoffen vom Landgericht Effen für au- reformen zu. Das Komitee lehnte die Rückkehr so lange ab, bis niederzulegen und die Feindseligkeiten einzustellen. Der Offizier, läffig erklärt und befchloffen worden, eine Anzahl Zengen zu ver- das Reformprojekt zur Ausführung gekommen.angeblich ein General, mit dem er in Verbindung trat, erklärte nehmen. Nummehr ist Termin zur Vernehmung dieser ihm: Ich bin mit vier griechischen Bataillonen hierhergekommen, Beugen auf den 20. Februar angefeßt und zwar findet derfelbe um das Land zu besetzen. Ich muß den mir ertheilten Befehlen zu Baukau im Sichtermann'schen Saale statt, in welchem feinerzeit Die Bersammlung abgehalten wurde, welche Anlaß zu dem Meineidsnachkommen und weitere Instruktionen abwarten." prozesse gegeben hat. " " Die Agenzia Stefani" meldet gleichfalls aus Kane a: Nach der Ausschiffung der Truppen der Mächte wurden die Stumm triumphirt! Der Kampf gegen die harmlosen Griechen durch eine Note aufgefordert, sich zurückzuziehen, und die Kathedersozialisten scheint nun fyftematisch in Angriff genommen zu Aufständischen, die Feindseligkeiten einzustellen und die Entscheidung werden. Von der Unterfuchung gegen den Kieler Mineralogen und der Mächte abzuwarten. Gerüchtweise verlautet, daß in Sitia, Unterzeichner des Aufrufes zur Unterstützung der Hamburger haben wir wohin das italienische Kriegsschiff" Doria" gesandt worden ist, schon Mittheilung gemacht. Nun schreibt die Frankfurter Beitung": große Mezeleien stattgefunden haben; auch sollen 4 griechische Bataillone mit 2 Batterien auf der Ostküste der Insel ausgeschifft worden sein; ein weiteres Gerücht spricht von ernsten Unrnben in Kisamo.Aus London meldet das Reuter'sche Bureau: -O Amerika. eine Resolution an, berzufolge der Staatssekretar um Borlegung der Aus New- York berichtet die Frankf. 8tg.": Der Senat nahm gesammten Korrespondenz zwischen Deutschland und Amerika betreffs Ausschluß der Versicherungs- Gesellschaften ersucht wird. Reichstag. = 177. Sigung vom 16. Februar 1897. 12 Uhr. Am Tische des Bundesraths: von Goßler, Graf von Soeben geht uns eine Meldung zu, die den spezifisch preußischen Posadowsty. Charakter der neuesten Maßregeln gegen Universitätslehrer bestätigt. Die zweite Berathung des Reichs Haushaltsetats Die Karlsruher Polizei hat in der Wohnung des Professors für 1897/98 wird fortgesetzt und zwar beim Etat des Reich 3Serkner, der ebenfalls den Hamburger Aufruf unterzeichnete, eft beeres, Rapitel 19 der Ausgaben: Höhere Truppen. stellungen über dessen Personalien vorgenommen. Ein 3wed befehlshaber. dieser Feststellungen ist, wie es scheint, nicht angegeben worden. Aus unbedingt zuverlässiger Quelle tönnen wir jedoch mittheilen, daß die Feststellungen auf Veranlassung einer preußischen Behörde erfolgt sind. Wie„ Die Zeit" erfährt, soll noch gegen einen anderen Untereichner des Aufrufes vorgegangen worden sein. Wenn Griechenland trog der an daffelbe gerichteten Ermahnung bei seinem gegenwärtigen Vorgehen beharrt, bleibt den Mächten nur übrig, Griechenland durch Anwendung von Gewalt zu zwingen, von feiner Haltung abzugehen. Dieser Schritt würde gänzlich gegen die Neigung der Mächte sein, aber die Haltung Griechenlands schafft eine Lage, welche den europäischen Frieden so ernstlich bedroht, daß ein solcher Schritt unvermeidlich werden könnte. Was die Es gehört zur Natur der Reaktionären, daß sie nichts verPazifikation von Kreta anbelangt, so ist die türkische Regierung das lernen, nichts zulernen. Wäre dem nicht so, dann müßten sie sich mit einverstanden, diefelbe in den Händen der Mächte zu laffen. an die große Erregung im vormärzlichen Deutschland erinnern, die Die Kabinette zählen in dieser Hinsicht auf die Rathschläge der die Maßregelung der Göttinger Sieben, der Professoren Albrecht, Schiffstommandanten. Wenn es erforderlich wird, werden die Dahlman, Ewald, Gervinus, Jakob und Wilhelm Grimm und Wilhelm Kriegsschiffe jeder in Ranea vertretenen Macht Marine- Infanterie Weber im Jahre 1887 zur Folge hatte. ausschiffen, welche die Insel nach einem in vielen Einzelheiten noch festzuseßendem Plane offupiren wird. als wir. Hierzu liegt folgender Antrag der Abgg. v. Vollmar und Genoffen vor: den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, zu veranlassen, daß bei Aufstellung des nächsten Etats der Grundfaß durchgeführt werde, daß Fouragerationen an Offiziere fünftig nur für zum Dienste nothwendige und jedenfalls nur für thatsächlich vorhandene Pferde geliefert werden. Berichterstatter v. Podbielski schlägt vor, den Antrag der Budgetkommission zu überweisen. Abg. v. Vollmar( Soz.) ist damit einverstanden. Der Antrag wird der Budgetkommission überwiesen. Beim Kapitel: Geld verpflegung bringt Das Kapitel wird genehmigt. Wie schnell tönnen die kleinen Erfolge der Vertreter des groß bürgerlichen Klaffenkampfes in ihr Gegentheil umschlagen. Niemand Abg. Frigen( 3) die Lage der Militärärzte zur Sprache. Jm Aus Toulon, dem wichtigsten Kriegshafen Frankreichs tann ruhiger bei den kleinen Augenblickserfolgen der Gegner bleiben, vorigen Jahre und in diesem Jahre sind die Stellen von 16 bezw. im Mittelmeer, wird telegraphirt: 17 Divisionsärzten bewilligt worden; aber damit sind die Wünsche Vier Panzerschiffe erhielten den Befehl, fich mit Lebensmitteln Gegen die Befehung der nationalder Militärärzte noch nicht erfüllt. Die Oberstabsärzte haben zum und Kohlen hinreichend zu versehen, um beim ersten Signal nach ökonomischen Professuren burch Katheberfozialisten eifern theil Rang und Gehalt eines Bataillons- Kommandeurs; man follte ben tretensischen Gewässern abdampfen zu können. jezt die tonfervativen und freitonfervativen Blätter. Es wird diesen Rang allen Oberstabsärzten verleihen. Im Interesse der In Italien arrangiren die von den Garibaldinischen schwer sein, Leute für diese Lehrstühle zu finden, die Dienstfreudigkeit der Militärärzte sollte man ihre Lage so gestalten, Traditionen befangenen Boltstheile Sympathiekundgebungen nicht im Geruche des Rathedersozialismus stehen, außer man daß sie nicht auf die Privatpraris angewiesen sind und damit allen für die Kretenser; so wird heute aus Mailand gemeldet: entschließt sich, in sozialpolitischen Fragen unwissenden Burschen Gefahren der Konkurrenz unter den Aerzten ausgesetzt werden. Kriegsminister v. Goßler: Ich stehe der Frage wohlwollend Gestern fand hier zu gunsten der kretischen Bewegung eine etwa den Redakteuren dieser Blätter Lehraufträge zu geben. G3 Kundgebung statt. Eine zahlreiche Boltsmenge durchzog mit Mufit giebt kaum einen Lehrer der Nationalökonomie, der den Anforde gegenüber und werde sie in diesem Sinne prüfen und Fahnen in italienifchen und griechischen Farben die Haupt- rungen von Zeitungsredaktionen, wie der Hamburger Nachrichten", firaßen der Stadt und brach vor dem griechischen Konfulate in Hochzeitung" und der Badischen Landes Zeitung" entsprechen würde. Post", der Berliner Neuesten Nachrichten", der Schlesischen tufe auf die griechische Nation aus. Hat doch der von Stumm so protegirte Sozialistentödter und Profeffor Duellchronik. Der Amtsrichter Lindemann in Apenrade an der Züricher Universität Wolf erleben müssen, daß die Nord. ist am 15. d. M. von der ersten Straftammer wegen Herausforderung deutsche Allgemeine Zeitung" ihn in einem wüthenden Artikel als sum Zweifampf mit tödtlichen Waffen zu einer Woche Festungshaft viel zu weitgehenden Sozialpolitiker angriff. Die Ausgaben für die Aerzte werden genehmigt. erstatter v. Podbielski darauf, daß die Budgetkommission für die Bei der Geldverpflegung der Mannschaft verweist der BerichtBesserstellung der Mufitmeister und für die bessere Versorgung ihrer Hinterbliebenen eingetreten fei. Abg. Weiß( frs. Vp.): In der Kommission hat man sich auch eingehend beschäftigt mit der großen Vermehrung der Mufit tapellen; es werden für Preußen allein 33 Stabshoboisten und 266 Hoboisten mehr gefordert. Die Militärkapellen machen den Zivilmufitern große Konkurrenz durch ihre niedrigen Preise. Die ein Militärverwaltung sollte wenigstens dafür sorgen, daß die Militärtapellen den üblichen Preis nehmen. Aber es ist nicht möglich, das zu erreichen. Beschwerden beim Kriegsminister helfen nichts; es wird auf die freie Verfügung der Kommandobehörden verwiesen. Die oppositionellen Vereine erhalten teine Militärmusit, ja in der Börsengarten- Affäre hat die Kommandobehörde sogar einen offenen Vertragsbruch veranlaßt. Redner beantragt, die Mehrforderungen zu streichen. Kriegsminister v. Goßler: In der Börsengarten- Affäre find die Kapellen allerdings angewiesen worden, den Vertrag zu lösen. Aber ein Vertragsbruch lag nicht vor. Der Antrag wird der Budgetkommission überwiesen. Bei den Ausgaben für das Vorspann und Transportwesen liegt Antrag des Abg. v. Podbielsti vor: " Neuesten Nachrichten" und dem hiesigen Bismardblatt Berline r Neuesten Nachrichten", sowie in der Deutschen Tageszeitung" Artikel, die jenen Artikel der Bank- und Handels- Zeitung" auf Die verbündeten Regierungen wiederholt zu ersuchen, dahin Intriguen des Auswärtigen Amtes zurückzuführen suchten, zu wirken, daß die nach§ 9 Biff. 1 des Gefeßes über die Natural durch welche ein Angriff gegen den Fürsten Bismard und gleichzeitig leistungen für die bewaffnete Macht im Frieden vom 18. Februar gegen den Kaiser bezweckt worden sei. Es wurde dem Verdachte Ausdruck 1875 und vom 21. Juni 1887 vom Bundesrath von Zeit zu Zeit gegeben, daß der Artikel durch das Auswärtige Amt in die Presse festzustellenden Vorspannvergütungssäge zukünftig so hoch bemessen lancirt worden sei, um ihn nach erfolgter Wirkung wieder dewerden, daß für diese Säße die nach§ 3 des angeführten Gefeßes mentiren zu können. Während die Berliner Neuesten Nachrichten" in erster Linie vorgeschriebene Sicherstellung des Vorspanns demnächst ihre Vorwürfe zurücknahmen, hat die" Deutsche Tages für die auf Märschen, in Lagern oder in Kantonni- zeitung" diefelben aufrecht erhalten und am 6. und 7. November zwei rungen befindlichen Theile der bewaffneten Macht durch unter Anklage gestellte Artikel veröffentlicht. Ermiethung ermöglicht wird, was bei der jezigen Höhe der Vorspann Vergütungsfäße ausgeschlossen ist." Der erste Artikel " lautet: Die Auslassungen der Bank- und Handels- Zeitung" über Abg. Schädler( 3.) hat in der Budgetkommission Widerspruch Der Antrag wird nach empfehlenden Erklärungen der Abgg. den beabsichtigten Besuch des Baren bei dem Fürsten Bismarck erhoben gegen die Schädigung der Zivilmusiker durch die zahlreichen v. Podbielski( t.), Aichbichler( 3.) und Graf Arnim( Rp.) an- haben bisher von keiner dem letteren nahestehenden Seite BeMilitärkapellen; er wünscht, daß ein geeigneter Ausgleich gefunden genommen und die Ausgabe genehmigt. stätigung erfahren. Da wird denn doch die aufgetauchte Verwerden möge. Darauf wird um 3/4 Uhr die weitere Berathung bis Mitt- muthung, daß es sich dabei um ein Manöver handelt, Abg. Weik: Die Verträge der Militärkapellen in Königsberg woch 1 Uhr vertagt.( Außerdem zweite Berathung des Ron dessen Hintermänner der Nummer 75 der waren bald abgelaufen zu dem Zeitpunkt, als der Kontrattbruch vertirungsgeseßes und Interpellation v. Levehow betreffend die Berliner Wilhelmstraße mögen eintrat. Der Sekretär fonnte teine verbindlichen Rechtsgeschäfte für Handwerkervorlage.) die Gesellschaft abschließen und hat auch geleugnet, daß er sich mit den Erktärungen der Dirigenten zufrieden erklärt hat. Das fann wohl nur auf Privatmittheilungen beruhen. Kriegsminister v. Goßler: Meine Mittheilungen beruhen auf amtlichen Quellen. Die geforderten Mehrausgaben werden nach einer empfehlenden Bemerkung des Abg. Lieber( 8.) bewilligt. Beim Kapitel: Naturalverpflegung theilt Berichterstatter v. Podbielski mit, daß die Militärverwaltung in der Kommission mitgetheilt habe, daß vom Weizen 63, vom Roggen 65, vom Hafer 57, vom Heu 83 und vom Stroh 75 pet. direkt von den Produzenten gekauft wurden. Ferner erörterte die Kommmission die Frage der warmen Abendkoft für die Soldaten. Abg. Schädler( 3.): Die Bedenken, die gegen die warme Abendtoft in warmer Jahreszeit geltend gemacht sind, zwingen mich, nur vom Abendbrot zu sprechen; ob warm oder kalt, überlasse ich vertrauensvoll der Verwaltung. Die Regierung hat erklärt, daß sie die Frage im Auge behalten wolle. Wenn für die Offiziere die Behälter aufgebeffert werden sollen, so müssen auch für die Mannschaften Gelder vorhanden sein. Oder wollte man bei der TabakFabrikatsteuer durch die Inaussichtstellung des Abendbrotes nur Stimmung machen? Staatssekretär Graf Posadowsky: Es hat uns bei Berathung des Tabaksteuer: Gesetzes fern gelegen, durch die Forderung des warmen Abendbrotes Stimmung für die Tabat Fabrikatsteuer zu machen. Die Reichs Finanzverwaltung ist aber mit der Kriegsverwaltung darin einig, daß die Forderung in den Etat für 1898/99 aufzunehmen ist und sie rechnet dabei auf die Zustimmung der verbündeten Regierungen. Das Rapitel wird genehmigt. Beim Kapitel: Belleibung und Ausrüstung der Truppen fommt Abg. Weiß auf die Frage des Einkaufs des Leders zurück und tadelt die Vorschriften der Statuten der Gerbervereinigungen. Generallieutenant v. Gemmingen weift darauf hin, daß der Borredner nicht die neuesten Statuten tenne. Es sei kein Gerber, der sich zum Eintritt in die Vereinigung gemeldet habe, zurück gewiesen worden. Die Zahl der an Lieferungen betheiligten Gerber habe zugenommen und es feien mit den Gerbervereinigungen nur gute Erfahrungen gemacht worden. Das Kapitel wird genehmigt. Parlamentarisches. " " als Friedrichsruh, mittlerweile einigermaßen wahrscheinlich. Was den Verdacht bestärken könnte, ist der Umstand, daß Blätter, wie das Berl. Tagebl.", die im Auswärtigen Amte aus- und eingehen, ganz genau zu berichten wußten, die AusIn der Budgetkommiffion wurde erst in längerer Geschäfts- laffung der Bank- u. Handels- 3tg." werde von den„ Hamb. Nachr." ordnungsdebatte die Frage erörtert, ob man in die Debatte über die übernommen und tonfirmirt werden. Das ist nicht geschehen. Borlage betreffend die Gehaltserhöhung der mittleren und höheren Dagegen hat man in der Wilhelmstraße von dem Beamten eintreten oder erst die Entscheidung über diese Materie im Erscheinen der Auslassungen über den beabsich preußischen Abgeordnetenhause abwarten wolle. Für letzteres trat tigten Barenbesuch schon vor dem Erscheinen der der Konservative von Leipziger ein, weil, wie er meinte, in betreffenden Nummer der Bank u. Handels- 3tg." den Fragen der Gehaltsregulirung das Reich Preußen folge. gewußt. Hat sich da nicht vielleicht die Bant- u. Handels- 3tg." Dieser Auffassung traten die Abgeordneten Dr. Ba as che mit der Enthüllung hineinlegen laffen, die ihrer zweifel. Richter entgegen, denn das Reich sei und von haften Form nach als gegen die allerhöchste Stelle. Preußen in dieser Frage in teiner Weise abhängig. Auch gerichtet angesehen werden konnte und vielleicht an eben der Reichs- Schahsekretär betonte, daß im Reich und in Preußen der Stelle den Eindruck eines Angriffs machen gleichzeitig das Bestreben sich geltend gemacht habe, die Gehälter follte? Da durch die Erklärung des Reichs- Anzeigers" mit den berechtigten Lebensansprüchen der Beamten in Einklang zu die Annahme einer allerhöchsten Einwirkung auf eine Besuchsbringen. absicht des Baren beim Fürsten Bismarck vollständig ausDer Abg. Dr. Schädler machte den Vorschlag, heute in die gefchloffen ist, so fonnte die Veröffentlichung, wenn sie von bismardGeneraldebatte einzutreten, was auch beschloffen wurde. freundlicher Seite ausgegangen wäre, auch feine Spitze gegen Der Referent Dr. Paasche führte zunächst aus, daß es falsch die allerhöchste Stelle haben. Die Möglichkeit, daß von einer wäre, wenn man annehmen wollte, daß die Beamten im Reiche dem Reichskanzler nachgeordneten Stelle russischen hinter den gleichen Chargen in Preußen zurückstehen. In Wirklich Geschäftsträgern gegenüber von einem Barenbesuche beim Fürsten feit sei in dieser Frage das Reich vorausgegangen und Preußen habe Bismarck abgerathen worden ist, bleibt bestehen. Eine Feststellung auf diesem Gebiete viel nachzuholen. Nothwendig sei aber vor allem, daß für darüber, ob eine solche Beeinflussung stattgefunden hat, würde auch Beamte der mittleren Kategorien, für welche durch die letzte Gehalts Licht über Herkunft und tieferen Zweck der Auslaffung der„ Bankregulirungen eher eine Schädigung eingetreten sei, einen Ausgleich und Handels- Zeitung" bringen." zu schaffen. Es kommen hier besonders die Assistenten im Reichspost- und Telegraphendienst in Frage. Der Referent erörterte dann die alten Forderungen wegen angemessener Regelung der Reisediäten und Kilometergelder, sowie der Auszahlung von Tantièmen, Remunerationen und Unterstützungen und der Kommunalsteuer Privilegien der Offiziere und Beamten. Der Redner meint, daß es wohl an gebracht sei, wenn die Kommission in Resolutionen zu diesen Fragen Stellung nehme. In einem zweiten Artikel unter der Ueberschrift: 3u den Preßtreibereien gegen den Fürsten Bismarck" heißt es u. a.:„ Wir haben keinen Zweifel daran gelaffen, daß nach unserer Ueberzeugung etwaige beamtete Theilhaber der Bismarchebe nur in den dem Reichskanzler nachgeordneten Stellen gesucht werden können. Die Anklagebehörde behauptet, daß diese Artikel zunächst une Da der Referent von Willkür bei der Vertheilung von Re- wahre Thatsachen zu einem schweren Vorwurfe gegen das Ausmunerationen gesprochen hatte, glaubte der Unterstaatssekretär Dr. wärtige Amt verwenden. Das Auswärtige Amt und seine Beamten Fischer vom Reichs- Postamt die Versicherung abgeben zu müffen, stehen jenem Artikel der Bank- und Handels- Zeitung" vollständig daß bei der Bertheilung von Remunerationen innerhalb der Poft fern. Der Redakteur dieser Zeitung, Mante, habe nach anfäng verwaltung von Willkür keine Rede sein könne. Der Abgeordnete licher Verweigerung des Zeugnisses über die Autorschaft ausdrücklich Werner brachte dieser Versicherung aber Zweifel entgegen und anerkannt, daß jene Nachricht auf seinen eigen sten persön versprach er Beweise für die Berechtigung dieser Zweifel bei- lichen Kombinationen beruhe und weder direkt noch indirekt Beim Kapitel Garnisonverwaltungs- und Servis- zubringen. auf irgend welche Informationen von Beamten des Auswärtigen wesen, und zwar beim Titel 10: Miethen, Feuerung und sonstige Der Korreferent Müller- Fulda steht der Vorlage fehr Amtes zurückzuführen sei. Zu dem Vorwurfe, daß man in der Wirthschaftsbedürfnisse, beantragt die Budgettommission die Ber- refervirt gegenüber. Er hält dieselbe für sehr ungenügend begründet Wilhelmstraße vor der Beröffentlichung schon von dem Erscheinen legung dieses Titels in zwei. Der erste Titel soll die Wirthschafts- und giebt für sich und seine Freunde die Erklärung ab, daß fo der betreffenden Nummer der„ Bant- und Handelszeitung" Kenntniß bedürfnisse und die Miethen umfaffen, die 6000 m. nicht übersteigen; lange die Fragen der Kilometergelder und Reisediäten, ber gehabt habe, bemerkt die Anklage folgendes: Redakteur Mante batte die Ausgabe beläuft sich auf 6 451 220 M. Der zweite Titel sol Remunerationen und Unterstützungen und eines angemessenen Abend dem Redakteur Fink von der" Post" mitgetheilt, daß die Miethen über 6000 M. umfassen; die betreffenden Garnisonen, effens in der Armee noch ungelöst bleiben, an eine erfolgreiche Er er einen Artikel des erwähnten Inhaltes veröffentlichen in denen solche Miethsverhältnisse bestehen, sind namentlich auf ledigung der Sache nicht zu denken sei. Dem Redner erscheint es würde und hatte demselben auch einen Fahnen abzug gegeben. geführt; die Ausgaben betragen 2007 685 M. auch unangebracht, daß man bei den Erhöhungen der Ge Fint theilte dies dem Wirtlichen Legationsrath Der Titel wird in 2 besondere Titel zerlegt. hälter der oberen und unteren Beamten einen so großen Dr. Hamann an dem Tage des Erscheinens der Bant Unterschied in Der Bei den Manöverkosten 1998 027 m. hebt der prozentualen Erhöhung mache. Bei und Handelszeitung" mit und Dr. Hamann drückte ihm Berichterstatter v. Podbielski hervor, daß die Kommission die der Gehaltserhöhung der Unterbeamten 1891 betrage diefelbe fein höchstes Erstaunen über diese Nachricht aus, die er gar nicht Frage der Belastung durch die großen Manöver eingehend ver- für die untersten Klassen 10 pCt. des Gesammtgehaltes, während ernst nehmen könne und welche ihm bis dahin vollständig unbekannt handelt habe. Die große Anhäufung von Truppen drücke stärker man jetzt für die höchsten Beamten eine Erhöhung von 15 000 auf gewesen sei. Die Auflage erblickt in den Artikeln der„ Deutschen auf die Bevölkerung als früher. Es wird getadelt, daß Pferde über 20 000 m. verlange, also die Gehälter um 33/3 pt. erhöhe. Tageszeitung" gröbliche Beleidigungen der Beamten des Auswärtigen den Etat hinaus, Equipagen und Privatdiener, sogar Hunde mit in Diefer Erklärung des Zentrumsrebners traten die Abgeordneten Amtes und wirft daher dem Angeklagten vor: im November 1896 das Manöver genommen werden. Die Militärverwaltung hat zu auch Herr von Kardorff glaubt, daß ehe die Vorlage Beamten deffelben mit bezug auf deren Beruf unwahre Thatsachen vollem Umfange bei und zu Berlin fortgefeßt in Beziehung auf das Auswärtige Amt und die gefagt, daß diefen Beschwerden abgeholfen werden soll. Abg. Nabbyl( 8.) bemängelt die langsame Erledigung der akzeptirt werden könne, eine Reihe der angeregten Fragen behauptet und verbreitet zu haben, welche diese Behörde und BeFlurschäden und namentlich die vielfach eintretende Rebuftion des erst geordnet werden müssen. Abgeordneter Galler( Boltsp.) giebt amten verächtlich zu machen und in der öffentlichen Meinung herabvon den Boreinschägungs- Kommissionen ermittelten Schadens seitens die Erklärung ab, daß feine Partei militärische Bewilligungen so zuwürdigen geeignet sind, Vergehen gegen§§ 186, 196, 200 des lange nicht mehr in Erwägung ziehen werde, so lange die An- Str.-G.-B. und§ 20 des Preßgefezes". der Hauptkommission. gelegenheit der Militär- Strafprozeß Ordnung nicht ihre Erledigung gefunden hat. Generalmajor v. Gemmingen: Die Rommission wird auf grund des Materials gehört werden. Die Abschäßung soll so schnell als möglich erfolgen. Die Vorkommissionen haben aber nur den Umfang des Schadens festzustellen, die Hauptkommission lediglich den Werth des Schadens. Der Einfluß der Militärverwaltung auf die Abschätzung ist ein höchst minimaler. Abg. Aichbichler( 3) schließt sich den Ausführungen des Abg. Nadbyl an. Abg. v. Kardorff( Rp.): Der Reichstag kann von dieser Sache fich taum ein richtiges Bild machen. Abg. Bachem( 3.) bemängelt, daß die Eifelkreise, die an sich schon arm sind, so oft mit Manövern bedacht werden. Kriegsminister v. Gokler: Die Rheinproving ist für die Abhaltung der Manöver in mehrere Theile getheilt, aber für die Manöver ist die Eifel besonders geeignet. und Richter Werner in Graf von Posadowsky gab die Nothwendigkeit aller an geregten Reformen zu, aber die zu überwindenden Schwierig feiten feien so groß, daß nur ganz langsam vorwärts zu fommen fei. Der Minifter erklärt, daß im Etat 1898/99 Vorsorge für die Beschaffung von Abendbrot in der Armee getroffen werde. Hierauf tritt Vertagung ein. Nächste Sigung Mittwoch vor. mittags 11 Uhr. Die Verhandlung findet in dem Sigungszimmer der 9. Straftammer statt. Den Vorsitz führt Landgerichts- Direktor Hoppe, die Anklage vertritt Oberstaatsanwalt Drescher, die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Grasso. Als Zeugen sind u. a. der Staatsfetretär Frhr. Marschall v. Biberstein und der Wirkliche Legationsrath Hamann geladen. Bismarckfreundliche Redakteure. Der Angeklagte bekennt sich als Verfasser der unter Auflage gestellten Artikel; ihm sei bekannt, daß nach Erscheinen Im Herrenhause beantragt die Agrartommission die des Artikels der Bank- und Handels- Zeitung" Breßstimmen faut ge Annahme des Antrags des Grafen v. Frankenberg:" die fönigliche worden seien, die da meinten, daß jener Artikel nicht von bismarckStaatsregierung zu ersuchen, dem von mehreren Parteien im Reichs- freundlicher Seite ausgegangen sei, man vielmehr der„ B- u. H.- 3." tage eingebrachten Gesetzentwurfe, betreffend den Verkehr mit ein Kututsei ins Nest gelegt habe. Dieser Ansicht sei auch er Butter, Käse, Schmalz und deren Ersatzmitteln, im Bundesrathe gewesen. In dem zweiten Artikel babe er den Ausdruck Bismarc ihre Zustimmung zu ertheilen." Abg. Nabbyl: Die Sache gehört vor den Reichstag. Abg. Frank- Baden( natl.) hält eine Erhöhung des Verpflegungsfakes für bringend nothwendig; die Gemeinden zahlen gewöhnlich Staatssekretär v. Marschall gegen mehr als sie selbst vergütet erhalten. die„ Deutsche Tageszeitung". Kriegsminister v. Goßler: Wir verpflegen die Mannschaften mit 60-65 Pf., die Ortschaften bekommen 80 Pf. Darüber tann Ein politischer Prozeß, bei welchem der Staatssekretär Freiherr wohl nicht hinausgegangen werden. " " hehe" auch nur in bezug auf die Verhinderung des Barenbesuches gebraucht und betonen zu müssen geglaubt, daß der Reichskanzler Fürst Hohenlohe felbft jener Heße fern stehe. Er bestreite den beleidigenden Charakter der Artikel, denn er habe mit feinem Worte behaupten wollen, daß das Auswärtige Amt sich dazu hergegeben, einen falschen Artikel in die ,, Bank u. Handels- Zeitung" au lanciren. Der Vorsitzende verweist darauf, daß der Angeklagte in seinem eingev. Marschall wiederum eine Flucht in die Deffentlichkeit" vollzieht, reichten Schriftfaze andere Erklärungen abgegeben habe; der Abg. Bachem: Unser Fraktionsgenosse Wallenborn hat um- gelangte gestern vor der 9. Straftammer hiesigen Landgerichts I. Angeklagte bittet aber um die Erlaubniß, eine faffendes Material gesammelt und von wohlhabenden Leuten die zur Berhandlung. Wegen öffentlicher Beleidigung mittels der Presse Bezugnahme auf diesen Schriftfas ablehnen au Beweise dafür erhalten, daß der Zuschuß, den sie zur Verpflegung war der Redakteur der„ Deutschen Tageszeitung". Arthur Wegner, dürfen. Der Vorsitzende bemerkt, daß ihm beim Lesen des Schriftder Einquartierung geleistet haben, höher ist, als ihre gesammte angeklagt. Am 3. November 1896 erschien in der Bank- und sages sofort ein Widerspruch aufgefallen sei. Einkommensteuer. Handels 3tg." unter der Ueberschrift„ Der Zweck der Enthüllungen" Sein Gedankengang, bemerkt der Angeklagte, sei der gewesen: Es Minister v. Gokler: Ich kann nicht ohne weiteres der Sache ein Leitartikel mit einer Besprechung der von den Hamburger stehen sich Bismardianer und Anti- Bismarcianer gegenüber, die letteren näher treten. Die Frage muß bei einem darauf bezüglichen Gesey- Nachrichten" gebrachten Beröffentlichungen betr. den vom Fürsten hatten großes Interesse daran gehabt, daß man in der Wilhelmstraße entwurfe erörtert werden. Bismard geschlossenen und unter dem Grafen Caprivi erloschenen zu dem Glauben täme, der Artikel der„ Bank- und Handels- Zeitung" Das Kapitel wird nach einer gegen den Abg. Nadbyl gerichteten Affekuranz- Vertrag" mit Rußland. In dem Artikel wurde ausgeführt, stamme aus Friedrichsruh. Gerade deshalb habe er den StaatsBemerkung Kardorff's genehmigt. daß Fürst Bismarck im Interesse Deutschlands stets die Anlehnung an sekretär Frhrn. v. Marschall laden lassen, um zu beweisen, Beim Kapitel Kasernenbauwesen bittet Rußland gepflegt habe und aus diesem Interesse heraus- nachdem es daß dieser in der That getäuscht worden sei und wirklich geglaubt Abg. Rösicke den Kriegsminister, dem Reichstage über die in ihm unmöglich gemacht worden, mit dem Kaiser von Rußland bei habe, der Artikel stamme aus Friedrichsruh. Aus dem Grunde habe der Rafernenbau- Verwaltung beschäftigten Beamten und Arbeiter deffen letzter Anwesenheit in Deutschland eine mündliche Unter- er den Wirtl, Legationsrath Hamann laden lassen.- Präs.: eine ähnliche Statistit mitzutheilen, wie sie der der Minister haltung zu haben die Veröffentlichungen veranlaßt habe, um in Wollen Sie denn behaupten, daß Frhr. v. Marschall den Besuch öffentlichen Arbeiten dem Landtage gegeben hat. Berlin und Petersburg eine Umkehr zu der alten Richtung der des Baren in Friedrichsruh verhindert habe?-ngetl: Diese Statistit müßte fich namentlich auf die Ausführung der Ver- deutschen und russischen Politik im Interesse des Friedens herbeizus Ich bin überzeugt, daß er oder eine andere Stelle im Auswärtigen Präs.: Die unter Anklage gestellten ficherungsgeseze beziehen, über die die Sozialdemokraten sich be- führen und vor einem ruffisch- französischen Bündniß zu warnen. Amte dies gethan hat. Elagen. Die Verwaltung müsse den Beweis liefern, daß sie die laifer Die Unmöglichkeit einer mündlichen Unterhaltung wird in dem Artikel deden fich nicht mit den Erklärungen, die Sie heute lichen Erlasse in ihrem Betriebe durchgeführt habe. Redner will Blatte in folgender Weise besprochen:" Bar Nikolaus II. hatte die geben. Mindestens haben Sie sich dann doch recht unklar aus. feinen besonderen Antrag stellen, hofft aber, daß auch die anderen Absicht, während seines Aufenthalts in Deutschland dem Fürsten gedrückt. Angell: Ich muß immer wieder darauf zurücktechnischen Reichsbetriebe eine genaue Statistit liefern werden. Dies Bismard einen Besuch in Friedrichsruh abzustatten. Der junge fommen, daß ich beim Schreiben des ersten Artikels schon durch im sei um so wünschenswerther, als die Mittheilungen des Staats- Bar hegt für den deutschen Staatsmann das Gefühl auf Herrn Redakteur Fink wußte, daß man in Auswärtigen Amte sehr Das Vorhaben seines erstaunt über den Artikel der B. u. H.- 3." gewesen sei. Obers sekretärs v. Bötticher über den Hamburger Streit von den Arbeitern richtiger Verehrung und Zuneigung. Der Besuch ist unterblieben staatsanwalt Drescher: Nach der Anklage soll der Redakteur angezweifelt worden seien. Besuches war fein Geheimniß. Kriegsminister v. Goßler: Prinzipiell habe ich gegen diefen auf eine Anregung hin, die nicht von niedriger Seite fam. Fint jene Mittheilung dem Angeklagten erst später gemacht haben; Wunsch kein Bedenken; ich werde ihn dem Reichstanzler unter- Wenn der Bar auf die Erfüllung seines Wunsches und seines Vor- ist dies aber schon vorher geschehen, so würde die Frage entstehen, breiten. habens verzichtete, so tonnte es nur gefchehen sein, weil ihm von ob nicht der Berleumdungsparagraph(§ 187) anstatt§ 186 Play zu höchster Regierungsstelle der Verzicht nahe gelegt wurde. Wie wir greifen hat. zuverlässig erfahren, ist das auch der Fall gewesen." Diese Nachricht der Bank- und Handels- Zeitung" wurde im Deutschen Reichsanzeiger" am 4. November v. J. ausdrücklich dementirt. Bald darauf erschienen in mehreren Blättern, z. B. in den Leipziger ter Das Kapitel wird genehmigt. Zum Rapitel: Reisekosten und Tagegelder liegt wiederum ein Antrag des Abg. v. Vollmar vor, für den nächsten Etat die Reisekosten 2c. so zu gestalten, daß sie die thatsächlichen Auslagen nicht überschreiten. " Erster Zeuge ist Staatssekretär Freiherr Marschall v. Biberstein: Was ich weiß, ist folgendes: Einen oder zwei Tage vor dem Erscheinen des Artikels in der„ Bank- und Handels- Zeitung" tam der Referent in Preßfachen, Herr Dr. Hamann zu mir und fagte mir:[ ber Bank- und Handels- Zeitung" gewartet und deshalb beschloffen, Magifirat im Etat pro 1897/98 eingefeßt: 1. Gehälter der Reftoren In Journalistenkreisen werde erzählt, der Bar habe die Absicht direkt zu Mante zu gehen und ihn zu interpelliren. Er habe sich 842 500 m. gegen das laufende Etatsjahr mehr 9400 m., 2. Gegehabt, dem Fürsten Bismarck von Breslau aus einen Besuch ab dabei nicht verhehlt, daß, wenn umgekehrt Herr Mante hälter der ordentlichen Lehrer 6 158 320 M., gegen das laufende zustatten, diefer Besuch sei aber vereitelt worden. Ich sagte ihm, ich zu gleichem 3wed zu ihm tommen würde, er ihn Etatsjahr mehr 166 045 M., 3. Gehälter der ordentlichen Lehrerinnen wüßte von der ganzen Sache gar nichts. Ich fragte den Herrn hinaustomplimentiren würde. Indessen, einem Jour- 2 106 400 M., gegen das laufende Etatsjahr mehr 104 250 m., Reichskanzler danach; aber auch er hatte kein Wort von der an- nalisten darf es nicht geniren, auch einmal hinaus: 4. Besoldungen der Hilfslehrer 120 000 M., 5. Honorar für die geblichen Thatsache vernommen. Ich bat Herrn Dr. Hamann, in geworfen zu werden." Auf die Frage, was er gegen Ertheilung des Turnunterrichts in den Knabenklassen 46 080 M., diefem Sinne die ihn befragenden Journalisten Auskunft zu geben. Die Leipziger Neuesten Nachrichten" thun werde, habe Maute 6. Honorar für technische Unterrichtsstunden( Handarbeit und Am 3. November, als ich in einer Staatsministerial Sigung gesagt, er habe sofort ein Telegramm nach Friedrichsruhe geschickt, Turnen) in den Mädchenklassen 466 128 M., gegen das war, wurde mir eine Mittheilung des Dr. Hamann, worin gesagt dann habe er ihm einen Brief des Dr. Chrysander gezeigt, der wohl laufende Etatsjahr mehr 19 440 M. und Honorar für Gewurde, daß die„ Bank- u. Handels- 3tg." den beregten Artikel bringen den Zweck hatte, mitzutheilen, daß der vom Fürsten Bismarck über hilfinnen beim technischen Unterricht 6400 R., gegen 3wed werde. Ich sagte dem Herrn Reichskanzler, daß es nothwendig sein den Artikel der Bank und Handels- Zeitung" gethane Ausdruck laufende Etatsjahr mehr 800 M., 7. Honorar für Ueberstunden werde, so schnell als möglich ein Dementi zu veröffentlichen, da heller Blödsinn" ab irato( aus Unwillen) geschehen sei. Im 30 000 m., gegen das laufende Etatsjahr mehr 4000 M., 8. Ver= M. mehr als im " " " " " " " " das fonft wieder Breßtreibereien zu erwarten feien.- ft Hohenlohe übrigen habe er von dem Briefe den Eindruck gehabt, daß er eintretungsstunden hat 9893 323 323 30393em neuen tat sei damit einverstanden gewesen, da auch an höchster Stelle von der Dementi der Leipz. N. N." sein sollte. Herr Mante habe weiter für das Lehrpersonal 9 893 828 M. Besuchsabsicht nichts bekannt war und so erschien die Berichtigung gesagt, er habe er habe noch denselben Abend den Artikel nach laufenden Etatsjahr eingestellt. Für Unterrichtsmittel sind in Reichs- Anzeiger". Der Artikel der Deutschen Tageszeitung" Friedrichsruh und an die Hamburger Nachrichten" gefchickt. Auf im Etat pro 1897/98 vom Magiftrat eingestellt 142 751 M, für ist im hohen Grade beleidigend für das Auswärtige Amt, denn er die Frage, woher der Artikel denn stamme? sei die Antwort Heizung, Erleuchtung und Wasserverbrauch 442 652 M., für vertritt wieder das Märchen von den im Auswärtigen Amte fißenden erfolgt: Aus einem großen Schlosse in der Nähe Reinigung 106 500 m., für bauliche Unterhaltung, Abgaben und Hintermännern", die aus sicherem Versteck die Journalisten Berlin3". Nach allem, was vorausgegangen, hat der Zeuge an- Laften, Miethen 481 669 M., für Prämien, Unterstüßungen instruiren und inspiriren. Der Artikel enthält den Vorwurf, daß nehmen zu müssen geglaubt, daß dieses Schloß Schönhausen" heiße. für Schulkinder und Schülerbibliotheken 21 638 M., für wir den Artikel in die ,, Bant- u. Handels- 3tg." lancirt haben, um an Auf seine diesbezügliche Frage sei die diplomatische Antwort erfolgt: verschiedene Ausgaben 80 954 M., aus Vermächtnissen 7608 R. höchster Stelle" den Eindruck zu erwecken, als sei von Friedrichsruh Ich habe keinen Namen genannt". Herr Manke habe Die Ausgaben belaufen fich demnach im ganzen auf aus ein Angriff auf die höchste Stelle beabsichtigt. Die beleidigende die weitere Frage, ob er gegen die Leipz. Neuesten Nachrichten" 11 393 700 M., welcher Summe eine Einnahme von 103 200 M. Absicht geht auch daraus hervor, daß gesagt wird: es sei ganz vorgehen werde, verneint, da er es nach dem Chrysander'schen Briefe gegenüber steht, so daß sich eine Mehrausgabe von 11 290 500 M. merkwürdig, daß gerade das„ Berliner Tageblatt", welches im us- ja nicht thun solle; der Zeuge habe ihm darauf geantwortet: ergiebt. wärtigen Amte aus- und eingehe, ganz genau wisse, daß der Artikel Dann will ich Sie heraushauen!" Der Zeuge hat den von den„ Hamb. Nachr." übernommen werden würde. Das ist auch Eindruck gehabt, daß der Artikel in irgend einem Zusammenhange pro 1897/98 sind vorgesehen: zur Herstellung von Anpflanzungen In dem neuen Etat der Park und Gartenverwaltung vollständig unwahr, daß das„ Berl. Tagebl." im Auswärtigen Amte mit Friedrichsruh stehe. Zeuge Mante hebt als Juhalt des und Rasenanlagen um die Sebastiankirche auf dem Gartenein- und ausgehe. Herr Dr. Hammann hat mir dann gesagt, der Briefes des Dr. Chrysander hervor: Der Artikel beruhe auf plak 3000 m., zur Herstellung von gärtnerischen Anlagen auf dem Redakteur der Bank- und Handels- 3tg." deute an, daß der Artikel Irrthum. aus Friedrichsruh stamme. Ich habe gar keinen Werth darauf geLandsbergerplay 8500 M. und zur Herstellung von Gartenanlagen Noch ein Vismarckmann. legt, denn ich weiß, wie oft man fälschlich von mir behauptet, daß auf dem Terrainstreifen an der Schloßfreiheit 9500 M. Die Zeuge Dr. Limann, Vertreter , Leipziger Einnahmen dieser Verwaltung betragen 14 585 M., die Ausgaben irgend ein Artikel von mir herrühre. Der Artikel der Deutschen Neuesten Nachrichten", bekundet: Herr Mante habe ihm 725 530 M.; der Etat ist somit belastet mit 710 945 W. Tageszeitung" enthalte gegen das Auswärtige Amt die Infamie, daß am 3. November telephonisch mitgetheilt, daß in der Bank- und wir fälschlich eine Notiz in die Presse langirten, um Friedrichs- Handels- Zeitung" am Abend ein sehr interessanter Artikel über Bisruth anzufchwärzen. Präs.: Hatten Ew. Exzellenz den Eindruck, mard und die Barenreise stehen werde. Da er( 3euge) gerade nach daß der Artikel in der Bank und Handels Friedrichsruh reisen wollte, habe er sich einen Abdruck des Artikels Zeitung" vom Fürsten Bismarck herrührte? erbeten und beim Durchlesen desselben sofort alles als heillofe 3euge: h habe mir ein bestimmtes Urtheil darüber nicht ge- Rombination erkannt, als eine Rundgebung, die im bildet. Ich kannte die„ Bank- und Handels- Zeitung" nicht und bismarckfreundlichen Sinne abgefaßt fragte deshalb Herrn Dr. Hamann, was das für ein Blatt sei. Da aber eine sehr ungeschickte Form hatte. Während erhielt ich eine Auskunft, die ich hier lieber nicht des Frühstücks in Friedrichsruh sei dann die" Post" einwiedergeben möchte. Ich hielt es auch nicht für getroffen und Graf Rantau las darin den Inhalt des unmöglich, daß fälschlich das Gerücht verbreitet wurde, der Artikel Artikels der Bank- und Handels- Zeitung" und sagte zu dem Fürsten: stamme aus Friedrichsruh, um ihn pikanter zu machen. Unter den " Sieh' mal Vater, was das für ein Blödsinn ist". Die Antwort des " Hintermännern der Wilhelmstraße" können nur Beamte des Aus- Fürsten lautete: Das ist ja heller Unsinn!" Er habe später wärtigen Amtes gemeint sein. Die Tageszeitung" hat ja schon mit dem Grafen Herbert Bismarck gesprochen und dieser habe öfter solche Insinuationen gemacht. Rechtsanwalt Grasso: es als einen besonderen Grad von Gemeinheit bezeichnet, ihn Haben Sie den Artikel der Deutschen Tageszeitung" selbst gelesen, mit dem Artikel in Verbindung zu bringen. oder ist Ihnen nur Bericht erstattet worden?-Zeuge: Ich habe den Artikel selbst gelesen und direkt den Eindruck oes beleidigenden Charakters empfangen. " " " Als Zeuge wird sodann Wirkt. Legationsrath. Dr. Hamann # " Ein Urtheil über Pindter. Die Anklagerede. -― war, Soziales. Amerikanisches Eisen in Europa. Die Roheisenwerte von Alabama in den Bereinigten Staaten verkaufen jezi bereits mehr Eiſen nach Europa, als ihr Absatz in Amerika beträgt. Im Jahre 1895 wurden nur 400 Tonnen Alabama Eisen in Europa eingeführt, im letzten Jahre dagegen bereits gegen 100 000 Tonnen. Hauptabnehmer ist zur Beit England. In den Vereinigten Staaten von Nordamerika herrscht eine wirthschaftliche Krise von großer Heitigkeit; die„ all gemeine Prosperität", die vor einiger Zeit sanguinisch verkündet ward, und die in der alten Welt nur sporadisch auftrat, hat in der neuen Welt gar nichts von sich merken lassen. Alle Geschäfte liegen darnieder, und die Zahl der Arbeitslosen wächst von Tag zu Tag. Wie wir amerikanischen Blättern entnehmen, wird wieder ein Marsch nach dem Kapitolium in der Bundeshauptstadt Washington geplant- ähnlich wie für den 1. Mai 1895. Damals verlief die Sache im Sand ob die Herren Gesetzgeber diesmal so glimpflich davonkommen werden, bleibt abzuwarten. in Senator Wolcott aus Der Zeuge fährt sort: Herr Binoter habe für die Vertreter des ,, alten Kurjes" etwas Odiöses, weil er sofort den alten Kurs verlassen und sich dem neuen Kurse zugewendet habe. Das Mißtrauen, welches er gegen Herrn Pindter hege, habe vernommen und bekundet: zu ihm seien vier oder fünf Herren von fich auch als vollständig berechtigt erwiesen, denn dieser sei Depeschen und lehte Nachrichten. der Presse gekommen, um Auskunft zu erhalten, ob das Gerücht sofort nach dem Auswärtigen Amt gelaufen und wahr sei, daß der Zar beabsichtigt habe, in Friedrichsruh einen habe von dem, was er gehört, Mittheilung gemacht. Zeuge Berlin, 16. Februar.( B. H.) Besuch abzustatten, dieser Besuch aber in Breslau vereitelt worden Dr. Hamann verwahrt Herrn Geh.-R. Pindter gegen diesen Vorwurf. Washington, Vertrauensmann des neuen Präsidenten der Ver fei. Er habe nichts davon gewußt, habe dann aber festgestellt, daß Zeuge Frhr. v. Marschall hebt noch einmal hervor, daß der einigten Staaten von Amerifa, ist in Berlin eingetroffen. Er auch dem Staatssekretär Freiherrn v. Marschall und dem Reichs Artifel eine ganz infame Handlungsweise dem Auswärtigen Amte hat den Auftrag, die europäischen Regierungen zur Bes kanzler nichts davon bekannt sei. Am 3. November mittags sei der vorwerfe. Dem Auswärtigen Amte sei etwas von der Besuchsabsicht rufung und Beschickung eines internationalen Kongresses für Redakteur Fink von der" Post" zu ihm gekommen und habe ihm gesagt, des Baren nicht bekannt gewesen, es sei positiv unwahr, daß eine Einführung der Doppelwährung zu gewinnen. Die Führer der die Sache werde nun ernst, ein Abendblatt werde an jenem Abend einen solche etwa bestehende Absicht vereitelt worden sei und es sei absolut deutschen Bimetallisten haben bereits dem Senator ihren Besuch abAufsehen erregenden Artikel über jene angebliche Besuchsabsicht bringen. erfunden, daß das Auswärtige Amt den betr. Artikel zu infamen gestattet. Derselbe legt aber weniger Gewicht auf Anknüpfung von Er habe dann Herrn Fint gebeten, ihm näheres mitzutheilen, und Zweden in die Bank- u. Handels- 3tg." lanzirt habe. Beziehungen mit den ausgesprochenen Führern der Bewegung, als nachmittags etwa um 3 Uhr sei dieser zurückgekommen und habe darauf, die deutsche Regierung für den Plan des Kongresses zu ge ihm einen Fahnenabzug des Artikels der, Bant: Oberstaatsanwalt Drescher führt nach Schluß der Beweis. winnen. In dieser Richtung fanden bereits Konferenzen des und Handels 3eitung" überbracht, welchen er sich ver aufnahme folgendes zur Schuldfrage aus: Gegenüber falschen An- Senators Walcott mit den maßgebenden Persönlichkeiten statt. schafft hatte, um bei der Wichtigkeit des Artikels noch an dem schauungen der Presse müsse er hervorheben, daß in dem Auswärtigen Hamburg, 16. Februar.( W. Z. B.) Am 1. März ds. Js. felben Abend in der Journal- Revue der„ Post" darauf zurückkommen Amte niemals die Auffassung bestanden habe, al3 rühre der Artikel tritt für die Hamburg- Amerika Linie eine vollständige Neuzu können. Herr Fink habe bei seiner Unterredung mit dem der„ Bank u. Handels- Zeitung" vom Fürsten Bismarck oder geftaltung der Arbeits- und Anstellungs- Bedingungen im QuaiRedakteur Mante von diesem gehört, daß die„ Hamburger Nach- ihm nahe stehender Seite her. Die Beweisaufnahme sei nöthig ge- Betriebe ein, die erster Linie den Zweck verfolgt, richten" den Artikel übernehmen würden und der Artikel seinen wesen, weil auch dieser Prozeß wieder ein eigenthümliches Schlag- die Arbeiter durch feste Anstellung in ein dauerndes ArbeitsUrsprung in Friedrichsruh habe. Jedenfalls habe Herr licht auf das Treiben einer gewissen Presse geworfen, und es sei verhältniß zur Gesellschaft zu bringen. Die Krahnführer, die VorFink den Eindruck gehabt, der Artikel der Bank- u. Handels- tg." habe immer wieder nöthig, diefes Treiben feftzunageln und arbeiter, die Schuppenschreiber, die vereidigten Wäger sowie die eine autoritative Quelle. Der Zenge erwähnt noch, daß, als das erste öffentlich zu brandmarken. Der Prozeß habe wieder gezeigt, wie ein Stüper werden mit einmonatlicher Kündigung angestellt und Gerücht von dem angeblich vereitelten Barenbesuch auftauchte, auch der gewisser Theil der Presse ohne Bedenken die unwahrsten, vollständig in die Pensionstaffe aufgenommen. Es werden ferner auf Geb. Kommissionsrath Pindter mit ihm darüber gesprochen erdichteten Thatsachen aufnimmt und wie ein anderer Theil dann jeden Schuppen 20 fefte Arbeiter mit vierzehntägiger Kündigung und betont habe es sei doch merkwürdig, daß Dr. Liman, der Ver- diese Unwahrheiten zu Angriffen gegen Behörden verwendet. An angestellt. Für alle die genannten Kategorien von Arbeitern er treter der Leipziger Neuesten Nachrichten", der acht Tage vor dem ganzen Artikel des Herrn Mante sei fein wahres Wort, er sei höhen fich die Löhne nach zweijähriger Dienstzeit ohne weiteres her in Friedrichsruh gewesen, auch schon die in jenem von bis 3 erfunden, trotzdem habe der Angeklagte, der einfach jährlich um 52 M., bis nach 5 Jahren der Maximal Lohnfah erGerücht aufgestellte Behauptung verbreitet habe. Der Artikel hebe nur bei dem Fürsten Bismarck fich zu erkundigen brauchte, reicht ist. außerdem als verdächtig hervor, daß das Berl. Tageblatt", welches diesen strupellos aufgenommen. Auf diefen als Dresden, 16. Februar.( W. T. B.) Troß angestrengter Thätigkeit angeblich im Auswärtigen Amte ein- und ausgehe", ganz genau bellen Blödsinn" charakterisirten Artikel sei nun Herr Manke der Feuerwehr wüthet das Feuer in der Kreuzkirche fort. Das Dach gewußt habe, daß die Hamb. Nachrichten" den Artikel übernehmen anscheinend noch stolz, er habe sich nicht gescheut, dritten ist zusammengestürzt. Kurz vorher hatte sich der Thürmer nach ein würden. Dies fei grundfalsch. Ihm sei bekannt, daß die„ Deutsche Personen gegenüber die Quelle des Artikels so zu verschleiern", stündiger Lebensgefahr durch Herabflettern am Blizableiter gerettet. Tageszeitung" schon mehrfach gehäffige Artikel gegen den Frhru. daß sie doch erkennbar war. Auch diese Verhandlung" werfe wieder Die Entstehungsursache des Feuers ist noch nicht bekannt. v. Marschall und das Auswärtige Amt gebracht habe.- Rechtsanwalt ein Schlaglicht auf die Preßmißwirthschaft eines Theiles jenter Dresden, 16. Februar.( W. Z. B.) Der Dachstuhl der hiesigen Grasso bestreitet, daß die Deutsche Tageszeitung", die aller Presse, die heute durch die Beweisaufnahme in beschämendster Weise Kreuzkirche steht in Flammen. Die Feuerwehr arbeitet angestrengt. dings mehrfach von ihrem Standpunkte aus den Frhrn. kompromittirt worden sei. Nach längeren rechtlichen Ausführungen Der Brand ist im Thurmhause ausgebrochen. Man vermuthet Brandvon Marschall bekämpft, gehäffige Angriffe gegen ihn ge- beantragt der Staatsanwalt einerseits mit Rücksicht auf die bis- stiftung. bracht habe. herige Ünbescholtenheit des Angeklagten, anderseits mit Rücksicht Frankfurt a. M., 16. Februar.( B. H.) Die„ Frankf. 3tg." Noch ein Bismarckfreund. darauf, daß einer Behörde eine ungeheure Infamie öffentlich vor erfährt aus Kanea: 4000 Aufständische befinden sich in der Umgebung Zeuge Redakteur Manke( von der Bant- und Handels- 3tg.") geworfen worden, eine Gefängnißftrafe von zwei Monaten für der Stadt. Die von den fremden Kriegsschiffen mit vollständiger giebt auf Befragen des Präsidenten zu, daß er zu seinem Artikel den Angeklagten und für den Reichskanzler Publikationsbefugniß Kriegsausrüstung gelandeten 430 Seeleute haben die Stadt besetzt. weder Informationen aus Friedrichsruh, noch sonst von einer im Reichs- Anzeiger", der Deutschen Tageszeitung" und der Welt In derselben herrscht vollständige Ruhe. Die Türken zeigen sich für autoritativen Stelle erhalten habe. Er habe ihn geschrieben, nachdem das am Montag". diese Maßregel erkenntlich. Gerücht von dem beabsichtigten und vereitelten Zarenbesuch in Rechtsanwalt Grasso tritt dem Staatsanwalt in längeren Friedrichsruh in den verschiedensten Blättern aufgetaucht war. Er thatsächlichen und juristischen Darlegungen entgegen. Der Angeklagte habe den Artikel für den Fürsten Bismard geschrieben, nicht aber habe lediglich die Vermuthung ausgesprochen, daß die beabsichtigte gegen denselben. Auffallend sei es doch, daß nun die offiziös Barenreise nach Friedrichsruh durch das Auswärtige Amt vereitelt bedienten Blätter, wie beispielsweise die Frankfurter worden sei und darin liege feine Beleidigung. Zeitung" und das Berliner Tageblatt" sofort Der Angeklagte selbst schließt sich diesen Ausführungen an. dahin einig waren, daß sein Artikel aus Friedrichsruh herstamme. Die Berathung des Gerichtshofes dauert nur kurze Zeit. Der Zeuge erklärt weiter, daß er mehrfach als Gast beim Das Urtheil Grafen. Herbert Bismarck in Schönhausen gewesen, daß er lautet auf 2 Monate Gefängniß und Publikationsbefugniß in der aber in dieser Angelegenheit eine Depesche vom Grafen Herbert Deutschen Tageszeitung" und den Neuesten Nachrichten". Die der ganzen Linie die Arbeit wieder aufgenommen. nicht erhalten habe.- Zenge Staatssekretär v. Marschall: Der Zeuge Artikel verrathen, nach Ansicht des Gerichts, die Absicht, dem Hartlepool, 16. Februar.( W. T. B.) Mit Rücksicht auf die fuche auf die offiziösen Blätter zu schieben, was er allein begangen Auswärtigen Amte die beleidigende Unterstellung zu machen, in Aussicht stehende Arbeitseinstellung in der Schiffsbau- Industrie habe. Die Behauptung, daß der Barenbesuch vereitelt worden sei, die die Anklagebehörde und andere Personen daraus heraus hat die Firma Gray u. Co. und andere große Schiffsbau- Firmen alle diese ganz erfundene und falsche Nachricht sei zuerst von der„ Bank- gelesen. Die Artitel werfen dem Auswärtigen Amt vor, mit von ihr gemachten Bestellungen von Stahlplatten und Schiffsbau und Handels- Zeitung" gebracht worden. Oberstaatsanwalt unlauteren Mitteln unlautere Zwecke zu erstreben und das Aus- Material rückgängig gemacht. Drescher: Der Zeuge habe sich gerühmt, einen sogenannten wärtige Amt werde dadurch in der öffentlichen Meinung herab- Konstantinopel, 16. Februar. Anläßlich des morgen beginnen Gewährsmann in Friedrichsruh zu haben. Er wird wohl selbst ein gewürdigt. Die Vorwürfe feien gegen eine hochstehende Behörde den Ramapanfestes sind außerordentlich ausgedehnte Sicherheitss fehen, daß er politisch nicht glücklich operirt hat und es ist gerichtet, welche einer infamen Handlungsweise geziehen werde. maßregeln vorbereitet worden. Die Schiffspoutons über das ihm das unangenehme nachzufühlen, daß er hier als Zeuge er- Niemandem solle verwehrt werden, seine politischen Anschauungen Goldene Horn sind von Matrosen der Kriegsmarine besetzt. scheinen muß, um zu zeigen, wie die Bank- und Handels zu verfechten, das dürfe aber nur mit lauteren Mitteln geschehen Verdächtige Häuser auf dem Wege, den der Sultan nach 3eitung"" bhohe Politit" macht. Zeuge Mante und es sei dringend geboten, da, wo dieser Weg verlassen werde, zu Stambul nimmt, find geräumt verwahrt sich dagegen, daß er sich eines Friedrichsruher energischen Strafen zu greifen. Aus diesem Grunde sei von einer Gewährsmannes gerühmt habe. Schließlich scheine sein Artikel doch Geldstrafe Abstand genommen und auf Gefängniß erkannt worden. auch das Richtige getroffen zu haben, denn die Behauptung, daß der Zar einen Besuch beim Fürsten Bismarck beabsichtigt hatte, sei nicht beftritten worden. " " " " Redakteur Fink von der„ Post" 0 " " " Kommunales. Wien, 16. Februar.( B. H.) Meldungen aus Ranea zufolge, dauern troß der Landung der Truppen die Mezeleien in den verschiedenen Theilen der Insel fort. Neuerdings wurden vier Bataillone Infanterie und mehrere Batterien Artillerie gelandet. Bei dem von den Flottenadmiralen der Großmächte abgehaltenen Kriegsrath wurde auch über die ge eignetsten Maßregeln zur vollständigen Absperrung der Insel berathen. Budapest, 16. Februar.( B. H.) Nach Meldungen aus Anina find sämmtliche Bergleute angefahren; auch in Reschiza wurde auf und polizeilich besetzt worden. Desgleichen müffen alle Fenster der in den vom Sultan zu paffirenden Straßen gelegenen Häuser geschlossen bleiben. Die Hausbesitzer werden für alle etwaigen Vorfälle persönlich ver antwortlich gemacht. Es ist aber auch die Möglichkeit vorhanden, daß der Sultan sich zu Wasser nach Stambul begiebt. Weiter sollen vor den Botschaftsgebäuden zum Schuße der Botschafter besondere militärische Posten aufgestellt werden. Unter den Bewohnern Konftantinopels herrscht lebhafte Beunruhigung. Es wurde empfohlen, morgen die Häuser nicht zu verlassen. " giebt Auskunft über die Art und Weise, in welcher er von dem Die Normalfrequenz der Gemeindeschulklassen ist gegen Redakteur Mante einen Abdruck des Artitels zur Benutzung für die wärtig für die Oberstufe auf 50, für die Mittelstufe auf 60 und für Journalrevue der" Post" erhalten. Herr Mante habe nicht direkt die Unterstufe auf 70 festgefeßt. Im pädagogischen Interesse erscheint gefagt, daß der Artikel aus Friedrichsruh stamme, aber er habe doch es durchaus wünschenswerth, daß die dritten Gemeindeschultlassen Athen, 16. Februar.( Meldung der Agence Havas".) Die von seinen Beziehungen" gesprochen. möglichst auch nur 50 Schüler haben. Der Magistrat beabsichtigt Landung des griechischen Expeditionsforps geschah in der Bai von Auch eine Journalistenmoral. daher, die Normalzahl für die dritten Klassen allmälig einzuführen Kolymbari; die Kriegsschiffe Hydra" und" Miaulis" unterstützten Als Zeuge wird ferner der Redakteur Dr. Georg Winkler, und hat daher die Stadtverordneten- Bersammlung ersucht, die Ge- die Landung. Das Expeditionskorps, welches auf Kanea vorrückt, Herausgeber der Neuen Berliner Korrespondenz", vernommen. Er nehmigung hierzu zu ertheilen. Mit Rücksicht auf diese Herabsetzung wurde bei der Landung von 2000 bewaffneten Kretern mit Be habe den Artikel der Bank- und Handels- Zeitung" telephonisch für und die Bewegung der Geburtsziffer, sowie infolge der Fertigstellung geisterung empfangen. seine Korrespondenz benutzt und sei nun sehr erfreut gewesen, von drei neuen Doppelschulen werden im Rechnungsjahr 1897/98 im in den Leipziger Neuesten Nachrichten" zu lesen, daß Fürst ganzen 120 Klaffen eröffnet werden müssen und zwar zu Ostern 1897. Bismard fich fehr abfällig über diesen Artikel ausge: 60 Klaffen, zu Michaelis 1897 ebenfalls voraussichtlich 60 Klaffen. sprochen habe. Er habe dann vergeblich auf eine Entgegnung Für das Lehrerpersonal der Gemeindeschulen find vom Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobeh in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Diud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. 31 " Athen, 16. Februar.( Meldung der Agence Havas"). Nach einer Depesche aus Kreta hat das griechische Expeditionskorps das Fort Aghia angegriffen nnd eingenommen; 400 Türken, unter ihnen ungefähr 100 Soldaten, wurden gefangen genommen. Nr. 40. 14. Jahrgang. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 17. februar 1897. Die Situation in Hamburg. Offiziersstandes durch einen Artikel über den Fall Brüsewih wurde tommt die Dame bei den wahren Patrioten schön an. Sie wissen, Genosse Karl Brandt als früherer verantwortlicher Redakteur daß der Alkohol unentbehrlich ist, um die hohe Festesfreude nach In Hamburg follen, nach bürgerlicher Angabe, zahlreiche des Voltsblatts für Halle" zu 150 Mt. Geldstrafe oder 30 Tagen außen hin als solche zu martiren. wiedereingestellte Schauerleute entlassen worden sein, weil sie sich Gefängniß sowie zu den üblichen Nebenstrafen verurtheilt Das Ge weigerten, den bekannten Revers zu unterschreiben, worin erklärt richt erkannte dem Angeklagten den Schutz des§ 193 zu. Der wird, daß man mit den Streitbrechern einträchtig zusammenarbeiten Strafantrag war vom Kriegsminister v. Goßler gestellt. wolle. bare, Gewerkschaftliches. " Zum 160 000 Mark- Antrag, über den am Donnerstag in der Stadtverordneten- Versammlung entschieden werden soll, schreibt die Bolks- 3tg." u. a.: In der Stadtverordneten- Versammlung am Donnerstag wird es sich zu zeigen haben, ob die Majorität der Vers Wie in Hamburg die Versprechungen gehalten werden. treter der Berliner Bürgerschaft den Muth hat, im Sinne der unDie Seeleute hatten vor dem Streit die folgenden Monatslöhne: geheuren Mehrheit ihrer Mandanten zu urtheilen, oder ob sie sich Matrosen 50 M., Heizer 60 M., Trimmer 50 M. Durch den Die Maurer Königsbergs und Umgegend haben an die wiederum durch hohle Phrasendrescherei in Verbindung mit einer Streit sollten errungen werden: für die Matrofen 70 M., für die Unternehmer folgende Forderungen gestellt: L. einen Stundenlohn unbestimmten Furcht vor der Wiederholung jener Vorgänge, deren Seizer 85 M., für die Trimmer 75 M. Wege Wie nun das Ver- von 50 Pf. als Mindestlohn; 2. für Nacht- und Wafferarbeit 60 Pf. Niederschlag die berühmte Kameel- Inschrift war, von dem sprechen der Rheder, in eine ernste Würdigung der Forderungen pro Stunde; 3. die Arbeitszeit wird so geregelt, daß vom 1. April bis ege ruhiger, objektiver Ueberlegung wird abdrängen lassen." Recht der Arbeiter einzutreten, gehalten worden ist, geht aus der 1. Oktober zehn Stunden gearbeitet wird, während des Winter schön gedacht, aber bewilligt wird doch. bereits mitgetheilten Nachricht hervor, daß in einer Ver- halbjahrs wird die Arbeitszeit dem Tageslicht entsprechend verkürzt, Aenderungen im Droschkenreglement. Die Polizeibehörde ſammlung des Vereins Hamburgischer Rheder be- im Monat Dezember beträgt das Minimum 61/2 Stunden pro hat beſtimmt, daß jeder Kutscher die bekannte Blechmarke mit seiner schlossen wurde, die Heuern der Matrosen auf 55 M., der Arbeitstag; 4. Sonnabends in der Zeit vom 1. April bis 30. Sep- Wagennummer an den diefelben einsammelnden Beamten nach geHeizer auf 65 M., der befahrenen Trimmer auf 55 M., tember um 5 Uhr Feierabend mit Wegfall der Vesperpause ohne nommener Aufstellung abzugeben hat. Nur gegen Wiederaushändi. der unbefahrenen Trimmer auf 45 M. im Monat zu erhöhen und Abzug vom vollen Arbeitslohn; legteres gilt auch von den Vor- gung der Blechmarke dürfen nach wie vor die Kutscher Fahrgäste eine weitere Erhöhung um 5 M. für den Monat für die, welche abenden der Oster- und Pfingst- Feiertage, an welchen um 4 Uhr zur Beförderung vom Bahnhofe annehmen. Bisher haben einige nach dem ersten Dienstjahre bei derselben Rhederei bleiben, eintreten Feierabend ist; 5. auf jedem Bauplatz ist eine sichere, verschließ- Rutscher geglaubt, daß der Schuhmann die Marke bei ihnen abholen zu lassen." in der kälteren Jahreszeit heizbare Baubude zu er- und ihnen zurückbringen müsse. Auf und an den Bahnhöfen dürfen Die Monatsheuer ist also durchweg um 5 M. den Monat auf- richten, sowie ein in sanitärer Hinsicht annehmbarer Abort. Die Kutscher nur auf den polizeilich vorgeschriebenen Plätzen Aufgebessert worden. Dieser erhöhte Lohn bleibt aber nicht nur Diese Forderungen treten mit dem 15. April 1897 in fraft. Gind stellung nehmen. Nach durchgeführten gerichtlichen Entscheidungen weit hinter den Forderungen, sondern auch weit hinter dem die Maurermeister und Bauunternehmer gewillt, mit der von den darf ferner den Kutschern nicht zugemuthet werden, dauernd bei zurück, was die Arbeiter schon vor Jahren bezogen haben. Königsberger Maurergesellen gewählten Lohnfommission in Ver- ihren Droschken zu bleiben. Um die Ordnung auf den Halte Nach dem Statistischen Jahrbuch für 1896 betrugen in Hamburg handlungen zu treten, so ist dieselbe gern dazu bereit! Sollten plätzen zu gewährleisten, ist deshalb die Bestimmung erforderlich die Monatsheuern der Vollmatrosen durchschnittlich: 1889: uns die Herren Arbeitgeber bis zum 1. April 1897 feine Antwort geworden, daß die Kutscher sich von ihren Wagen nur entfernen 57,84., 1890: 59,94 m., 1891: 59,90 m., 1892: 56,96 M., zukommen lassen, so nehmen wir an, daß unsere Forderungen an dürfen, nachdem ein anderer die Aufsicht über die Droschte mit 1893: 55,78 m., 1894: 50,53 m., 1895: 50,47 M. Es zeigt sich erkannt sind." Die Lohntommission der Maurer übernommen hat. Sie müssen den Wagenbock besteigen, sobald also, daß die Matrosen schon 1889 bis 1893 mehr gehabt haben, gesellen Königsbergs und Umgegend. Gerlach; die Ankunft eines Zuges durch Zuruf des Schuhmannes als jetzt von den Rhedern bewilligt worden ist. Formell und dem Graßmann; Kleist; Legout; Werner. angezeigt ist. Beim Aufladen des Gepäcks hat der Kutscher, soweit Wortlaut nach haben die Rheder ihr Versprechen erfüllt: sie haben dies mit der ihm obliegenden Leitung und Beaufsichtigung des Fuhrs die Löhne aufgebessert. Ob aber eine solche Aufbefferung, die hinter werks zu verbinden ist, hilfreiche Hand zu leisten. Für das Warten dem zurückbleibt, was die Arbeiter noch vor wenigen Jahren gehabt auf den Bahnhöfen aus Beranlassung einer Berspätung der Züge haben, als eine finngemäße Erfüllung der Versprechen gelten schädigung beanspruchen. Den Kutschern, welche Fahrgäfte bis zu und bis zur Abfertigung der Reisenden, darf der Kutscher keine Enttanu, erscheint doch sehr zweifelhaft. beendeter Abfertigung der Reisenden eines jeden Zuges nicht er balten haben, wird von diesem Zeitpunkt ab die Blechmarke zur Verfügung gestellt. Die Kutscher dürfen indeffen den Bahnhof nur geholt haben. Nach Abfertigung des legten Zuges vor dem täglichen verlaffen, nachdem sie die Blechmarke von dem Aufsichtsbeamten abSchluß des Bahnhofes ist jede Marke abzuholen. Endlich ist, um den vielfach vorgekommenen Klagen über die Bevorzugung oder Zurück fezung der Gepäckdroschken vorzubeugen, die Bestimmung getroffen worden, daß die mit Gepäck ankommenden Reisenden zunächst den Gepäckdroschten zugewiesen werden, sofern sie nicht ausdrücklich eine andere Droschkenart wünschen. = Die Zentral Streiffommission der Hafenarbeiter Hamburgs bescheinigt hierdurch, daß ihr folgende Beträge zugegangen find: vom Spandauer Gewerkschaftskartell 90,80 M., von. E. G. Spandau 8,55 M., von den armen Entrechteten 6,40 M., von den Spandauer grünen Jungens 34,25 M., alles durch Otto Mehls; von den Gewerkschaften Jena's durch P. Schöps, 12. Rate 50 M. Partei- Nachrichten. Alle Briefe und Anfragen sind zu richten an E. Gerlach, Wrangelstr. 18, I. Lohnkommission der Schuhmacher Jnnung folgende Forderungen Die Schuhmacher Bremens ließen am Sonntag durch ihre unterbreiten: Errichtung von Betriebswerkstätten; Abschaffung von Koft und Logis beim Meister; zehnstündige Arbeitszeit; 20-30 pet. Lohnaufschlag für Affordarbeiter; 10-15 pet. Lohnaufschlag für die, welche jetzt auf Logis arbeiten; 18 M. Minimallohn für Wochen arbeiter; sämmtliche Fournituren sind vom Meister zu stellen. Die Antwort auf diese Forderungen ist bis 1. März erbeten. In Neustadt a. D. in Thüringen legten 6 Drücker und Buzzer der Metall waarenfabrit von R. Berthold wegen un passender Behandlung die Arbeit nieder. Sie ersuchen die Fachgenossen um Vermeidung des Zuzugs. Be Zu unserer geftrigen Notiz über die Gothaer Konferenz zur Vorberathung des Einigungsprogramms 1875 geben In Weißenfels ist der Stand der Schuhmacher= wir nachstehend das Verzeichniß der Genossen, welche an der KonZum Bauschwindel. Selbsthilfe wurde in der verflossenen Woche unverändert. ferenz theilnahmen. Dieselbe fand am 14. und 15 Februar in Gotha ewegung Zuzug ist streng fern- in der verlängerten Tresckowstraße gegen eine größere Anzahl Neustatt und zwar waren der Allgemeine deutsche Arbeiterverein und uhalten, zuhalten, ebenso ift bauten geübt, welche dort zur Zeit hochgeführt und fast durchweg finanzielle Unterstützung die Eisenacher Partei durch je 9 Mann vertreten. Als Vertreter dringend nöthig. Die Gelder sind zu senden an Hugo Schwindelbauten sind. Die sämmtlichen Gebäude sind so weit fertig des Allgem. deutschen Arbeitervereins waren anwesend W. Hasenclever, gestellt, daß mit den inneren und äußeren Ausstattungsarbeiten hätte Kirchner in Weißenfels, An der Kirche 5. W. Haffelmann, G. W. Hartmann( Hamburg), August Kapell, Otto Im Ausstand der Leipziger Zimmerer auf dem Au 3- begonnen werden können, wenn nur Zahlungen an die Handwerker Kapell( Berlin), P. C. Reinders( Breslau), Jacob Schmidt( Frank- tellungs plage ist insoweit eine Kenderung eingetreten, als erfolgt wären. Dies war nicht der Fall und so entwickelte sich die furt a. M.), H. Walther( Altona), Konrad Wode( Verden). Die die Firma Holzmann die Forderungen der Ausständigen be- age hindurch in der Tresckowstraße ein ganz eigenartiges Leben. Partei der Eisenacher vertraten: W. Liebknecht, J. Motteler, willigt hat. Es arbeiten somit bei 6 Arbeitgebern 185 Ge- it allen möglichen Gefährten erschienen Tischler, Schlosser, Glaser, Hermann Ramm aus Leipzig( der damalige Genoffe und fellen zu den bewilligten Forderungen. 198 Zimmerer sind noch Töpfer, und hunderte fleißiger Hände machten sich daran, die Spuren Brogrammmacher für die sozialdemokratische Partei, Ramm, ausständig, während 40 Mann, hierunter die Vorarbeiter, stehen ihrer Thätigkeit zu beseitigen. Die Thüren wurden herausgehoben, Ramm, ausständig, während 40 Mann, hierunter die Vorarbeiter, stehen Fenster herausgenommen, Eisentheile entfernt, bereits gesetzte Defen ist der heutige Führer der Buchdruckerprinzipale), Jul. Bahl- geblieben find. Die gestrige Besprechung der Meister hat beschlossen, abgerissen und jeder suchte zu retten, was noch zu retten war. teich( Chemniz), C. Krämer(?), Aug. Geib, J. Auer( Hamburg), erst die Stellungnahme des Bauarbeitgeber- Bundes zum Streif Allerdings dürfte der Vorgang noch ein Nachspiel vor dem Straf. Eduard Bernstein( Berlin), W. Bock( Gotha). Nach dieser abzuwarten. Der Arbeitgeber Linke ist gewillt den Lohnzuschlag zu Liste sind unsere gestrigen Angaben richtig zu stellen. A. Bebel bewilligen, nur soll derselbe als Garantiesumme stehen bleiben, damit richter haben, da die Handlungsweise der sich selbst schützenden saß zu der Zeit, wo die Konferenz in Gotha tagte, in Zwickau im sich der Arbeiter nicht so schnell wieder an einem Streif betheiligen Handwerker nach dem Stande unserer Gefeßgebung beftraft wird. In welcher Weise übrigens der Häuserschwindel betrieben wird, Gefängniß, wo er im Anschluß an die zweijährige Festungshaft, tann. Zuzug von auswärts wolle man unbedingt vermeiden. zeigt folgende Thatsache. Eine Wittwe H., welche im Nordwesten welche er in Gemeinschaft mit Liebknecht auf der Hubertusburg abDie Schneider Mannheims befchloffen am Donnerstag in fechs große, nur wenig belaftete Häuser besitzt, pflegt bebaute gemacht hatte, noch 9 Monate wegen Majeftätsbeleidigung verbüßen einer Versammlung, folgende Forderungen zu stellen: Freigabe des Grundstücke aufzukaufen, bei welchen Schiebungen vorliegen. Als mußte. Bebel tam erst am 2. April desselben Jahres auf freien 1. Mai als Feiertag; anstandsgemäße Behandlung seitens der Anzahlung läßt sie eine Hypothet eintragen, zieht Miethen ein, bleibt Fuß, doch hatten sich Wege gefunden, ihn über den Ber- Prinzipale und Zuschneider; eine löprozentige Lohnerhöhung für die die Zinsen schuldig und verkauft das fragliche Grundstück wieder, lauf der Verhandlungen auch während seiner Haftzeit zu Wochenarbeiter, soweit sie bei Kleinmeistern beschäftigt sind, sowie bevor noch rechtzeitig Schritte gegen sie unternommen werden können. unterrichten. An dem Vereinigungskongreß, der auf grund der für die Großstück und Weftenarbeiter; eine Lohnerhöhung von Leider ist es unmöglich, von der Wittwe auch nur einen Pfennig zu Ronferenzarbeiten die Einigung zum Abschluß brachte, war Bebel 20 pCt. für die Hofenarbeiter; Festsetzung eines Minimallohnes von erlangen. Diefelbe wohnt im Osten in einem Hinterhause, 4 Tr., ebenfalls anwesend und nahm lebhaften Antheil an den Verhandlungen. 24 M. die Woche bei täglich zehuitündiger Arbeitszeit für die Tag in Schlafftelle, woselbst irgend welche Pfandobjekte nicht vorhanden Nur der alte TheodorYork, der an den ersten Friedensverhand- schneider; Entschädigung der Ueberstunden mit je 50 Bf.; die Be find. Zwar ist die H. dort niemals anzutreffen, vielmehr in einer lungen, welche in Hamburg in Geib's Wohnung am Rödingsmartt statt- ftimmung des Prozentsages für Militärschneider wurde auf Wunsch hochelegant eingerichteten Wohnung im Zentrum, welche aber Ver fanden und von dem nunmehr ebenfalls verstorbenen C. W. Tölte der Versammlung der Uebereinkunft der Militärschneider mit der wandten gehört, bei denen sie sich nur besuchsweise aufhält. Die angeregt worden waren, noch theilnahm, er hat den Einigungstongreß Lohnkommiffion überlassen; die Extrabezahlung der verschiedenen erwähnten Häuser, als deren Eigenthümerin die. gilt, gehören nicht mehr erlebt, da er in der Neujahrsnacht von 1874 auf 75 vorkommenden Spezialarbeiten( die Tagen für dieselben wurden von ihr aber auch nicht, sondern ihren Erben, auf welche die Grundverstarb. Ueber seinem Grab aber reichten sich die bis dahin feind der Versammlung festgesetzt). Der Hirsch- Duncker'sche Gewerkverein ftücke eingetragen sind. Die Schulden, welche die Wittwe in der lichen Brüder die Hand, indem die Angehörigen beider Organisationen der Schneider hat erklärt, die Bewegung zu unterstüßen, ausgenommen geschilderten Weise gemacht hat, sollen sich auf Hunderttausende bea sich an dem nach Tausenden zählenden Leichenzuge betheiligten und die Forderung um Freigabe des 1. Mai. ziffern. dann auch die Fürsorge für York's Hinterbliebene übernahmen. Das Arbeitersekretariat in Stuttgart geht nunmehr seiner Ein neuer Aerzteftreit. Der Konflikt zwischen dem hiesigen Aus Hannover wird uns geschrieben: Mit einem glänzenden Berwirklichung entgegen. Heute, Mittwoch, wird in einer Ver- Dienstboten Abonnementsverein und der Berliner Aerzteschaft, welcher Siege der Arbeiter endete die Schulvorstandswa bl, sammlung die Wahl des Arbeiterfekretärs vorgenommen. Das durch die außerordentliche Herabfehung des ärztlichen Honorars auf die am Montag im Nachbarorte Zimmer vorgenommen wurde Arbeiterfekretariat soll hauptsächlich ein Auskunftsbureau 50 Pf. pro Jahr und versicherten Dienstboten veranlaßt worden war, Die beiden, vom dortigen Wahlverein in Vorschlag gebrachten Gefein in allen Rechtsfragen, die die Arbeiter berühren. Schriftliche hat nunmehr abermals zur Proklamirung eines Aerzteftreits geführt. noffen wurden fast einstimmig gewählt; ein weißer Stimmzettel Auskunft wird nur nach außerhalb ertheilt. Die Benutzung ist für jeder. Der Geschäftsausschuß der Berliner ärztlichen Standesvereine fordert wurde abgegeben. Nicht minder glatt ging die Wahl des Erfagmann unentgeltlich. Gine weitere Aufgabe des Arbeiterfekretärs die Mitglieder auf, da sich die seinerzeit angeknüpften Berhandlungen mannes von statten; auch sie fiel zu gunsten der Arbeiter aus. Die ist die Betreibung der Bürgerrechtserwerbung seitens der Arbeiter. wifchen ihm und dem Abonnementsverein zerschlagen haben, fortan Gegner hatten, wie bei bereits der voraufgegangenen Wahl vor zwei Das Gehalt des Sekretärs beträgt 2000 m. Die Kosten werden die Behandlung erkrankter Dienstboten zu dem vorgeschlagenen Jahren, es vorgezogen, durch Abwesenheit zu glänzen, damit zugleich von der in Partei und Gewerkschaften organisirten Arbeiterschaft niedrigen Sage abzulehnen. befundend, daß fie der Entwickelung der Schulverhältnisse nur aufgebracht. Die vereinigten Gewertschaften haben zu diesem Zwed Der Verein der Herren- und Damen Konfektionäre geringes, möglicherweise gar tein Interesse entgegenbringen. den Beitrag an das Gewerkschaftskartell von 3 Pf. auf 10 Pf. pro en gros batte für Montag Abend eine Versammlung fämmtlicher Von der Agitation. In Beelis im Wahlkreis Jüterbog- Mitglied und Quartal ab 1. Januar 1897 erhöht. Berufsgenoffen nach dem Altstädter Hof" einberufen, um Stellung Luckenwalde sprach am Sonntag Nachmittag in einer von zirka In der Schuhfabrik von Wolf u. Cie. in Sontheim zu nehmen zu der in Aussicht stehenden und von der Gewerbes 250 Personen, darunter vielen Gegnern, besuchten Boltsversammlung bei Heilbronn( Württemberg) find Lohndifferenzen ausgebrochen Deputation bereits angenommenen Kranken- Versicherungspflicht der Genosse Jahn aus Berlin über die Thätigkeit des Reichstags. Hausgewerbetreibenden der ganzen Konfektionsindustrie. Zweck der Es war dies seit Jahresfrist die erste Bersammlung. Ein Gegner, und wollen bei etwaigem Arbeitsangebot die Kollegen danach Bersammlung war, sämmtliche Interessenten vor unberechenbarem" Schaden zu schüßen und gemeinschaftlich an die StadtverordnetenVersammlung gegen Annahme diefes Statuts zu petitioniren. Leider können wir über den Verlauf dieser Versammlung nicht referiren, da den Berichterstattern der Zutritt zu der Versammlung nicht gestattet wurde. Sollte vielleicht in der Bersammlung wieder einmal ein bischen in Treubruch gegen die Arbeiter gemacht werden? der Pfalz, nebst Anleitung zur Erwerbung des bayerischen StaatsDas bayerische Heimathsgeseh und seine Anwendung in bürgerrechts" ist der Titel einer instruktiven Broschüre, die soeben im Verlag der Pfälzischen Post" in Ludwigshafen zum Preise von 10 Pf. erschienen und vom Genossen F. F. Ehrhart, Mitglied des bayerischen Landtags, verfaßt ist. " achten. " Tokales. " " stimme" berichtet, am Freitag in Frankfurt a. M. seinen Abschieds. Herr Pfarrer Naumann will, wie die Frankfurter Bolts. vortrag halten und dann nach Berlin übersiedeln. Herr Rektor Horn, trat dem Referenten entgegen, wurde aber von diefem unter dem Beifall der Versammlung widerlegt. Zum Schluß nahm die Versammlung den Bericht des Delegirten von der Kreisfonferenz entgegen, worauf Genosse Mühlenhoff zum Vertrauensmann für Beeliz gewählt wurde. Die Versammlung Die Frage, wie Deutschland den hundertjährigen Geburtstag zeigte, daß die Aussichten für unsere Partei im Wahlkreise Jüterbog: Wilhelm's 1. würdig feiere, ist von einem hiesigen Reklameblatt einer Luckenwalde recht günstig sind. Anzahl hervorragender unabhängiger Personen" zur Beantwortung mit Patrioten von modernem Kaliber streiten, und so fann es denn vorgelegt worden. Ueber den Geschmack läßt sich ja am allerwenigften auch nicht weiter auffallen, daß sich unter den hervorragenden" gautenburg aus Ungarn, der Direktor des bekannten Rokotten wird berichtet, daß außer den vier verhafteten Personen noch zehn Personen, die des Interviews gewürdigt worden sind, auch Herr Zu den Diebstählen in der Fabrit von Schäffer u. Walker Theaters in der Blumenstraße befindet. Diefer in patriotischen andere Arbeiter festgenommen worden sind. Es soll sich hauptsäch= Dingen gewiß fachverständige Mann antwortet prompt auf die ihm Polizeiliches, Gerichtliches 2c. vorgelegte Frage:" Ich bin der Ansicht, daß keine Feier groß und lich um den Diebstahl von Rupferplatten handeln. Der Reichstags- Abgeordnete für Breslau- West, Genoffe würdig genug sein fann, um den Herrscher zu ehren, unter dem Schoenlant in Leipzig, wollte am Sonnabend zu seinen Wählern Deutschland zur Einheit und Größe emporwuchs." Herr Zirkas sprechen, seit Jahresfrist das erste Mal. Der Wirth des gemieteten direktor Busch ist gleichfalls befragt worden und antwortet: Lotals Boltsgarten" 30g aber in letzter Stunde seine Zusage zurück, wenn ein Held wie Kaiser Wilhelm I. für alle Zeit in dem Herzen so daß die Versammlung nicht abgehalten werden konnte. Wie die feines Volfes fortlebt, so ist es selbstverständlich, daß alle hervor " Bolkswacht" mittheilt, erklärte der Wirth, daß es ihm allerdings ragenden Daten aus dem Lebensgange eines solchen Mannes von Küche eine mit Zeug gefüllte Wanne auf eine Bank gesetzt. Während ganz besonders unangenehm sei, sein Wort nicht halten zu können, diesem Volte als Fest e empfunden und gefeiert werden." Der Ober- Frau Gugsch nun heißes Wasser in die Wanne goß, tippte diese um aber es gehe nicht, er sei am Tage vorher zur Polizei gerufen meister der Bäckerinnung„ Konkordia", Herr E. Gemeinhardt, glaubt, und der siedende Inhalt ergoß sich auf das Kind, das nur mit worden und sei infolge der dort gepflogenen Verhandlungen jest daß wir unsere große Berehrung und Dankbarkeit nicht besser zum Trifotzeug und einem Kragen bekleidet war. Es wurde an der veranlaßt, sein Lokal zu der Versammlung nicht mehr herzugeben. Ausdruck bringen können, als in der Veranstaltung von ganzen rechten Körperseite vom Hals bis zu den Hüften schwer vers In Halle a. S. wurde am Sonntag die legte Sonntags. Rommersen, eine jede Korporation für sich. Anderer brüht. Trok Anwendung von allen möglichen Mitteln und unnummer des dortigen Voltsblatt3" wegen Leit- Meinung ist Frau Bieber Böhm, die Vorfißende des Vereins geachtet der Hinzuziehung eines Arztes konnte die Kleine nicht ge= artikels über die Hundertjahrfeier für Kaiser Wilhelm I. in Jugendschutz", welche schreibt: Anstatt des entwürdigenden rettet werden. den meisten Restaurants beschlagnahmt. Am Montag wurde Brauches, sich zu Ehren eines Gefeierten um Sinn und Ver Fleischbeschlagnahme. Sechs Rinderviertel, die von auss in der Expedition, der Redaktion und der Druckerei des„ Volts: stand zu trinten, sollten alle fich am 22. März des Alkohols wärts eingeführt waren und den Stempel der Untersuchungss blattes" nach der Nummer gehaussucht, wobei man in der Druckerei gänzlich enthalten und die gesparte Summe zur Errichtung von ftation I tragen, find in der Zentralmarkthalle beschlagnahmt einige Exemplare vorfand. Wegen Beleidigung des preußischen Rinderhorten in allen Städten Deutschlands verwenden." Damit worden, da das Fleisch stark mit Zuberteln behaftet war. Es hat " An einer Verbrühung ist am Montag Morgen um 71/2 Uhr das 42 Jahre alte Mädchen Martha Scharff geftorben, das seit der Geburt bei der Droschkenkutscherfrau Gugsch in der Gerichtstr. 8 in Pflege untergebracht war. Am Freitag Vormittag war die Pflegemutter mit dem Waschen von Wäsche beschäftigt und hatte in der " fich, wie die Allg. Fleischer- 3tg." berichtet, herausgestellt, daß ein p falscher Stempel zur Anwendung gekommen ist. Das Fleisch stammt aus Neu- Trebbin. Der Charitee. Gerichts- Beitung. " Versammlungen. " " = " sich die Arbeiter mit ihnen solidarisch erklären, aber Streitunterstüßung befämen fie nicht. Die Aufnahme der Bauarbeiter in die OrganiDer kürzlich verurtheilte Polizeispitzel, Journalist" fation der Mauver sei daher unerläßlich. Andererseits wiefen die Zu erschießen versuchte sich in einer Droschte der 17 Jahre Carl von Lützow, wurde gestern aus dem Untersuchungs- Gefängniß Dresdener Delegirten darauf hin, daß die Maurer dem Zusammen. alte Kaufmann Willi Bartsch, der in der Dunckerstr. 2a bei den der 141. Abth. des Schöffengerichts vorgeführt, um einen Termin schluß mit den Arbeitern nicht abgeneigt wären, jedoch verlangen Eltern wohnt. Nach einem Berwürfniß mit den Eltern bestieg er in einer Privatbeleidigungstlage wahrzunehmen, die er gegen den sie, daß sich die letzteren erst eine gute Organisation schaffen. Die Kleinen Journal" Dresdener Bauarbeiter denken, in furzer Zeit diese Forderung erfüllen den Wagen und gab am Montag Abend gegen 11 Uhr aus einem Redakteur Sally Fürstenheim vom Revolver zwei Schüsse auf sich ab. Der eine durchbohrte ihm den angestrengt hatte. Am 19. Dezember v. J. erschien im Kleinen zu können. Nachdem noch mehrfach über das Verhalten der Maurer Sut, der zweite brachte ihm eine ziemlich erhebliche Verwundung an Journal ein Artikel mit der Ueberschrift Aus der militärischen den Bauarbeitern gegenüber geklagt worden war, erhielt der als Gast der rechten Kopffeite. Ein Schuhmann des 62. Polizeireviers, Laufbahn v. Lützow's". Es wurde darin erzählt, daß v. Lüßow als anwesende Maurer Silberschmidt das Wort. Er nahm seine engeren Der hinzugerufen wurde, brachte den jungen Mann nach einem Lieutenant im 89. Inf. Reg. wegen Schuldenmachens und ehrenrühriger Berufsgenossen gegen die laut gewordenen Vorwürfe in Schuh, die Krankenhaus. Behauptungen über Kameraden strafweise nach Apenrade verfezt vielleicht auf einzelne, aber nicht auf die Gesammtheit der Maurer, Unglücksfälle im Straßenverkehr. Auf dem Mühlendamm worden sei. Dann sei er bald darauf wegen unwürdigen Verhaltens entzutreffen. In der Provinz Brandenburg habe man längst einheitlich gerieth mittags die dreijährige Tochter des Negfabrikanten Mädler lassen worden. Auf grund einflußreicher Fürsprache sei ihm ge- gearbeitet und auf allen Verbandstagen hätten sich die Maurer für eine unter die Räder einer übermäßig schnell fahrenden Droschte und erstattet worden, bei der Garnison in Altenburg als Gemeiner wieder gemeinsame Organisation mit den Bauarbeitern ausgesprochen. litt eine Quetschung des linken Fußes. Sie erhielt auf der Unfall- einzutreten, wo er es nach und nach wieder bis zum Lieutenant ge- Dieselbe sei leider zur Zeit noch nicht durchführbar, ihre Verwir bracht habe. Eines Tages sei er bei seinem Regimentskommandeur lichung müsse aber die Aufgabe der Agitationsarbeit der nächsten station V einen Verband. Ein in einen Break gespanntes Pferd Oberst v. Stranz erschienen, um ihm seine Verlobung mit einem Jahre sein. Nach Schluß der Diskussion wurde die Resolution an ging am Nachmittag in der Barnimstraße durch, lief auf Den Bürgersteig Fräulein Delair anzuzeigen. Er habe erzählt, daß seine Braut aus genommen, mit dem Zusatz, der Kongreß drückt den Wunsch aus, und tam vor dem Hause Nr. 22 311 Fall. Als die beiden gerade vorübergehenden Näherinnen einer Magnatenfamilie stamme und reiche Verwandte in Warschau daß die Bauarbeiter in die Organisation der Maurer aufgenommen und Odessa habe. Später habe sich herausgestellt, daß werden. Töpfer Hamburg wurde darauf einstimmig zum GeneralHedwig und Margarethe Rüding Rüding das Pferd auf sich feine Braut eine geschiedene Frau Kunze, die Tochter Bevollmächtigten gewählt. Die Revisoren sollen in Hamburg bezu kommen sahen, fielen sie in Ohnmacht und mußten auf den Des Taschenspielers Bellachini, war. Bald darauf sei stimmt werden. Ueber den dritten Punkt Presse" referirte Lange= Flur des Hauses Nr. 23 getragen werden, wo sie sich bald erholten. Ein ähnlicher Unfall trug sich ebenfalls nachmittags um 6 Uhr. Lühow nach Stettin versetzt worden, er habe aber bald Hamburg. Gr fritisirte unter anderm" einige Artikel des„ Bauin der Friedrichstraße zu, wo das Pferd einer Droschke 1. Klaffe feinen Abschied erhalten und sei auch aus dem Landwehrverhältniß handwerker", in denen die Bauarbeiter in sehr ungünstigem Licht vor einem in den Bahnhof Friedrichstraße einfahrenden Stadtbahnzug entlassen worden, weil das Gerücht über ihn verbreitet war, daß er geschildert werden. Mehrere Redner verurtheilten sehr scharf die fcheute und auf den Bürgersteig lief. Hierbei wurde die zwanzig russischer Spion sei. v. Lützow habe nur eine mangelhafte Schul. Schreibweise des„ Bauhandwerker" und die Person seines Redakteurs Reßler. Ferner wurde über eine eventuelle Verschmelzung des jährige Ernestine Stolz aus Charlottenburg umgestoßen und erlitt bildung erhalten. Alle diese Behauptungen sollten nach der Behauptung des Organs der Bauarbeiter„ Der Arbeiter" mit dem Maurerorgan durch den Fall eine leichte Hautabschürfung um Kopfe.- Nach Klägers unwahr fein. Sein Rechtsbeistand, Rechtsanwalt Lubczynski, Grundstein" und dem„ Zimmerer" debattirt, eine solche auch allmittags lief an der Ecke der Holzmarkt- und Andreasstraße der 36 jährige erklärte, auf grund amtlicher Schriftstücke den Nachweis liefern au gemein als wünschenswerth bezeichnet, ein Beschluß in dieser Hinsicht Schloffergeselle Albert Finkemiz gegen einen Möbelwagen, fiel dabei hin und zog sich einen Bruch des rechten Unterschenkels zu. Er können, daß dem Kläger durch den Artikel unrecht geschehen sei. aber nicht gefaßt. Damit ist der Punkt erledigt. wurde in das Krankenhaus Bethanien überführt.- Schwerkrant Richtig sei, daß er sich in Altenburg mit einer Dame verlobt habe, Die Korbmacher beschäftigten sich in einer gut besuchten wurde nachmittags auf der Charlottenburger Chaussee in der Nähe welche dort als ein" Fräulein Delair" in den besten Kreisen, auch in der öffentlichen Versammlung, die am Montag bei Joël tagte, mit der der Großen Querallee die 19jährige unverehelichte Anna Schulz und Familie des Regimentskommandeurs, verkehrte. Später erst habe geplanten Lohnbewegung in der Grünbranche. Wie berichtet wurde, abends der 39 Jahre alte Klempner Friedrich Griep vor dem er erfahren, daß diefelbe eine Tochter Bellachini's und eine geschiedene hat sich die übergroße Majorität auf den von der Kommission ausHause Invalidenstr. 153 aufgefunden. Beide fanden Aufnahme in Frau Kunge war. Nicht wegen dieser Täuschung, sondern aus gegebenen Fragebogen für eine Bewegung zu gunsten der Verkürzung anderen Gründen habe er sich später von ihr scheiden lassen. der Arbeitszeit und dementsprechender Erhöhung des Lohutarifs Nachdem der Beklagte eingesehen hatte, daß die über den erklärt. Mehrere Redner gaben der Meinung Ausdruck, daß die Kläger gemachten Mittheilungen der Wahrheit nicht entsprachen, minimalen Forderungen in anbetracht der gegenwärtig guten GeAus den Nachbarorten. tam es unter Verzichtleistung auf die Vernehmung des Zeugen schäftslage ohne weiteres bewilligt werden und eine allgemeine Parteigenoffen vou Adlershof! Das allgemeine Vorgehen v. Strauß zu einem Vergleich. Arbeitseinstellung nicht nothwendig sein wird. Es gelangte unserer Gegner, im besonderen das Verhalten der Behörden und Der Beklagte verpflichtet sich, int Kleinen Journal" eine Be- eine Resolution zur Annahme, in der diejenigen, die Lokalbefizer gegenüber den Parteigenoffen hierorts macht es dem richtigung zu veröffentlichen und die Kosten zu übernehmen, wogegen bis jet eine abwartende Stellung eingenommen haben, Arbeiter immer mehr zur Pflicht, fich eng zu gemeinsamem Handeln der Kläger die Klage zurückzieht. aufgefordert werden, sich der Bewegung anzuschließen. Weiter werden aneinander zu schließen. Am geeignetsten wird dieser Zweck erreicht Wegen fortgeschter Taschendiebstähle wurde am 9. Sep- die Korbmacher verpflichtet, der Berufsorganisation, dem„ Verband durch die Erwerbung der Mitgliedschaft in einer politischen tember v. J. der Schaffner der elektrischen Ruudbahn in der Berliner der Korbmacher", beizutreten. Geschieht dies und erklären sich die Organisation, als solche ist der Sozialdemokratische Arbeiter Gewerbe- Ausstellung, August Weidmann aus Berlin, ver- Arbeiter der betreffenden Werkstätten für die Durchführung des Bildungsverein für Adlershof und Umgegend" zu empfehlen. Am haftet. Ihur wurden eine ganze Reihe von Portemonnaie- Diebstählen Tarifs, so verpflichten sich die übrigen Arbeiter, die Bewegung mit Donnerstag, den 18. Februar, abends 8 Uhr, findet im Lokal von zur Last gelegt, die er namentlich an Damen, welche er liebenswürdig allen Kräften zu unterstützen. Eine in nächster Zeit stattfindende Scheer in Köpenick eine Mitgliederversammlung mit dem Vortrag stüßte", begangen hatte. Das in der gestrigen Verhandlung ge- Bersammlung soll endgiltig über den Eintritt in die Bedes Genossen Wagner" Der neueste Kurs in Adlershos" statt. sprochene Urtheil lautete auf ein Jahr Gefängniß und zwei Jahre wegung beschließen. Eine längere Debatte entspann sich bei Parteigenoffen, erscheint alle in dieser Versammlung und werdet hrverlust. Festsetzung des Arbeitslohnes des Arbeitslohnes für die die eckigen Rugelförbe dort Mitglieder des Vereins. Den Mitgliedern noch zur Kenntniß, Auf das Betreiben des Predigers Roch, Frankfurter Allee 148,( Geschoß Transportförbe), die seitens der Militärverwaltung daß sie in der Versammlung als Ersatz für die letzthin ausgefallene ist der invalide Arbeiter Franz Wachmann, der von seiner Unfall auf dem Wege der Submission an verschiedene Unternehmer Mitgliederversammlung eine Broschüre gratis erhalten. Der Vorstand. rente in Höhe von 16 Mark 10 Pf. monatlich nicht leben fonnte in Berlin, Spandau, Bernburg und Hamburg zur Anfertigung Ein reicher Gauner entwischt. Auf dem Transport nach und daher betteln mußte, verhaftet und vorgestern zu drei Wochen in großen Posten vergeben werden sollen. Im Sinne der betheiligten Plößensee ist der Eigenthümer P. Wegener aus Friedrichsberg ent- Haft verurtheilt worden. Wachmann sprach im Haufe des Predigers Arbeitgeber, die ebenfalls an der Diskussion theilnahmen, wurde sprungen. Der fehr reiche Wegener war vor etwa zwei Jahren um eine Gabe an und wurde von dem Geistlichen darauf einem beschlossen, fünf Mark Arbeitslohn pro Stück zu fordern. Hierauf wegen Urkundenfälschung zu einem Jahre Gefängniß und einer Schuhmann übergeben. berichtete Bogt über die Thätigkeit der Gewerkschaftskommission. hohen Geldbuße verurtheilt worden. Es handelte sich um eine Als Delegirter zur Gewerkschaftskommission wurde Bartel, zum Quittungsfälschung, auf welcher Wegener aus der Zahl 1000 4000 Stellvertreter Schwebler gewählt. Nachdem noch auf die am gemacht hatte. Wegener legte Revision ein, es tam zu einer noch28. d. M. bei Keller( Roppenstraße) stattfindende Matinee zu gunsten maligen Verhandlung, aber das Urtheil lautete wiederum auf ein Der Kongrek der Banarbeiter Deutschlands trat am Jahr Gefängniß. Nun traten für den in Friedrichsberg sehr an= Der Kongreß der Banarbeiter Deutschlands trat am der ausgesperrten Hamburger Steinfeger hingewiefen und zur regen gefebenen Eigenthümer eine große Anzahl Mitbürger in Form eines Dienstag Vormittag in die Behandlung der Tagesordnung ein. Aus Betheiligung aufgefordert worden war, erfolgte der Schluß der Berfammlung. Gnadengefuches ein, in welchem gebeten wurde, die Gefängnißstrafe den Berichten der Delegirten über die örtlichen Verhältnisse ist Marienfelde. Hier sprach am 7. Februar Reichstagsin eine hohe Geldstrafe umzuwandeln. Wegener bat, bis zum big rib folgendes hervorzuheben: In Bremen werden Stundenlöhne von 25 Ausgange der Entscheidung die Strafvollstreckung gegen ihn bis 321/2 Pf.. meistens jedoch 35 Pf. gezahlt. In Magdeburg Abgeordneter Fri 3ubeil über die politische Lage und die auszusetzen, welchem Antrage stattgegeben wurde. The aber die herrscht zehnftündige Arbeitszeit, der Lohn beträgt 24-30 Bf. In Thätigkeit des Reichstages. Nach dem allseitig zustimmend aufEntscheidung des Monarchen einlief, erhielt die Staatsanwaltschaft Linden bei Hannover herrscht die Affordarbeit vor, die Affordlöhne genommenen Vortrag gelangte eine Resolution zur Annahme, beim Landgericht II infolge einer anonymen Anzeige die Nachricht, sind seit 1892 um 20 pet. gefallen, der Stundenlohn steht auf 28 in der die Anwesenden ihr Einverständniß mit dem Referenten be daß Wegener, was allerdings nicht der Fall war, die Absicht habe, bis 35 Pf. In Erfurt beträgt der Lohn bei zehnstündiger Arbeitszeit Schöneberg. Im hiesigen Arbeiter- Bildungsverein hielt am sich der Strafvollstreckung durch die Flucht zu entziehen. Infolge durchschnittlich 24 Pf. pro Stunde, in Berlin 32-40 Pi. In Leipzig 8. Februar Genosse Roster einen beifältig aufgenommenen Vorbeffen verfügte die Staatsanwaltschaft die Verhaftung des Ver- erhalten die Erdarbeiter 28 Pf., die Bauarbeiter 32 Pi. Stunden- Februar Genosse Röster einen beifältig aufgenommenen Vorurtheilten. Wegener stellte die Bitte und erhielt die Erlaubniß, mit lohn, die Arbeitszeit beträgt 10 Stunden. In Dresden ist der trag. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten wurde be zwei Transporteuren nach dem Strafgefängniß Plöhenfee per Wagen Durchschnittslohn 30 Pf., in Lübeck 32 Pi. bei zebuftündiger Arbeits- tannt gegeben, daß die nächste Versammlung am 22. Februar stattauf eigene Roften transportirt zu werden. Hinter Moabit, furz vor zeit. In Kulmbach werden auch Frauen und Kinder auf Bauten findet. Erstere erhalten 1,20-1,50., letztere 80 Pf. dem Strafgefängniß, schützte Wegener ein Bedürfniß vor und stieg und die Männer 1,80-2,00 m. Stundenlohn. In Harburg zu diesem Zwecke von dem Wagen herunter. Raum auf dem Erdboden angelangt und ehe noch einer der Transporteure Zeit hatte, beträgt der Stundenlohn 40 Pf., in Hannover 28-35 Pf., vom Wagen herunterzufteigen, schlug Wegener auf das vor den ausnahmsweise 40 Pf., vereinzelt werden auch jugendliche Arbeiter Die Akkordlöhne sind in den Wagen gespannte Pferd ein, worauf dasselbe mit den Transporteuren 8 15 Bf. pro Stunde beschäftigt. burchging. Dies benutzte Wegener, um seine Person schleunigst in letzten Jahren um 20 pet. gefallen. In Schwerin werden 241/2 Pf., Sicherheit zu bringen. Bis jetzt ist es noch nicht gelungen, des in Güstrow 21-25 Pf., in Wismar 28-35 Pf. Stundenlohn gezahlt. Die Arbeitszeit beträgt hier 11-111/ 2 Stunden. Der Pirnaer Flüchtlings wieder habhaft zu werden. Delegirte vertritt außer den Bauarbeitern auch die in den Stein sägereien Beschäftigten. In diesen Betrieben arbeiten viele Frauen zu Stundenlöhnen von 14-16 Pf. bei 11-14ftündiger Arbeitszeit. In Breslau herrscht die Afford Arbeit vor, Von der Berliner Verkehrsanstalt", Genoffenschaft mit der Stundenlohn, welcher früher 17-20 Pf. betrug, ist durch einen beschränkter Haftpflicht, forderten drei Leute, die bei ihr in Streit auf 28-27 Pf. erhöht worden. In Hamburg erhalten die Stellung gewesen sind, ihre Kautionen zurück. Die fraglichen Arbeiter beim Hochbau 40-50 Pf., beim Tiefbau 28-35 Pf. pro Kautionen in Höhe von 50 m., 28 M. und 50 M. find aber bereits Stunde. Die Affordarbeit ist vorherrschend und sind die Akkord- Beſener. zu der Zeit eingezahlt oder vielmehr nach und nach vom Gehalt löhne feit 1892 um 25 pet. gefunten. Das Zusammenhalten der abgezogen worden, als die Verkehrsanstalt noch eine Kommandit- Arbeiter aller Baubranchen ist ein sehr gutes. In Altona und Gesellschaft war. Die Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht Ottensen beträgt der Stundenlohn 50-60 Pf., in Bremen Berliner Verkehrsanstatt" weigerte sich deshalb, die Rautionen zu er- 32-35 Pf., in Afford wird hier nicht gearbeitet, ebenso in Münster, Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15 bei tatten, worauf die Geschädigten gegen fie beim Gewerbegericht flagten. wo 32 Pf. pro Stunde gezahlt werden. In Lüneburg beträgt der Freya I,( Gemischter Thor), Rosenthalerstr. 57 bei Babiel. Die Rammer VII beschäftigte sich in ihrer letzten Sizung mit der Stundenlohn 20-26 Pf., in Wilhelmsburg wird fast nur in Afford Lorbeertranz, Weinfir. 28 bei Späth. Stederluft, Adalbertstr. 21 bei Angelegenheit. Der Vertreter der Beklagten bezweifelte zunächst gearbeitet, und zwar erhalten die Arbeiter während der Dauer des Roll.- Spandau, in Spandau, Neumeisterfir. 6 bei 9. Rabtte.- Deutfche Alliance, Rommandantenbie Zuständigkeit des Gewerbegerichts für Rautionsstreitigkeiten. Baues Abschlagszahlungen nach Maßgabe der geleisteten Arbeits- the 1, Große Frankfurterstr. 133 bet Gold. Sangesblüthen, Stralauer Blag 10-11 Echo 1, Dann machte er betreffs des Klägers 2. geltend, derselbe sei stunden, wodurch der bet Fertigstellung des Baues fällige Ueberschuß firaße 15, Knoblauch's Bierballen. Bruderherz, Stralsunderftraße 50 bei Bürger. Treue, Mariannen- Ufer 2 im Lurhof. Einig Genoffenschaftsmitglied geworden und seine ehemalige Raution in allen Fällen, wo es fich um Schwindelbauten handelt, den Bantow, Wollantstraße. Die Arbeiter aller Baubranchen fett I( Butmacher), Rofenthalerstr. 11-12 bet Röllig. Allegro, Wrangeljett Genossenschaftsantheil. Ferner Ferner tonnte der Herr nach Arbeitern verloren geht. Freiheit I, Bülowstr 65 bet W. Richter. weisen, daß die Genossenschaft seinerzeit, als Der halten gut zusammen. In Riel werden 40-45 Pf., ausnahmsweise Straße 141 bet Schmidt. Kreuzberger Harmonie, Admiralstraße 18 c bet Möhring. Stein Waldes luft, Oppelnerstr. 34.Direktor der Kommandit Gesellschaft ausgerückt 50 Pf., in Braunschweig 25-28, auch 30 Pf. gezahlt. In Hof nette, Bafewalterstr. 3 bei ab. Neumann. Gefang mit dem gerichtlichen Vertreter dieser Gesellschaft bei( Bayern) werden häufig Frauen als Bauarbeiter zu Tagelöhnen von reter Männerchor Nord West, Buttligstr. 10 bei Pfarr. Gleichheit 1, Die Verhältnisse in Wandsbeck und Verein der Kupferschmiede, Weinftr. 11 bet Feindt. Schönhaufer Allee 135 bei Ramlow. Appolonta, Klosterstr. bet Moll. Schließung des Vertrages wegen Uebernahme der Aktiven 1,10-1,40. beschäftigt. Die Bergedorf entsprechen denen in Hamburg, ebenso weisen die Berichte rohe Stunde, Kottbuser Ufer 57 bei Ringel. Freiheitsgruß, und Passiven der Kommandit- Gesellschaft erklärt habe, Schneeglöd chen I, Nixdorf, Hermanns Rautionen der Leute nur für den Fall zu über aus den Berliner Vororten im allgemeinen dasselbe Bild auf, wie Brunnenstraße 150 bet Schulze. offnung III, Brandenburg a. H., Wilhelmsdorferstraße, Concordia". Arbeiter- Gefangverein Bris in Briz ,. nehmen, daß diese Genossenschaftsmitglieder Berlin. In Stettin beträgt der Stundenlohn 30 Pf., die Pußer und Karlsgartenstraßen- Ede bet köpte. zahlen den Trägern 40-50 Pf. Attordarbeit herrscht mehr oder Bürgerstraße 4 bei Dorn. Geeger'scher Männerchor, Landsberger würden. Die Rautionen sollten dann als Antheile gelten. Einig, Blumenstraße 32 bei Reich. Gesangs Der Gerichtshof wies die Kläger mit folgender, vom Assessor Dr. weniger in allen Orten, wo hierüber nichts besonderes angeführt Allee 166 bet Göbel. Unger publizirten Begründung ab: ist. Mit der Erledigung des ersten Punktes der Tagesordnung Berein der Buchdrucker u. Schriftgießer Mirborf u. Brig, Riydorf, Bergstr. 162 bei Thomas. Frohsinn I, Friedrichsberg, Wartenbergstr. 67 bet Lange. Arion III, Rigdorf, Herrmann- u. Serrfurth itraßen- Ecte bei Das Gericht sei zuständig, denn unbedenklich liege ein gefchließt die Vormittagsfizung. In der Dienstag- Nachmittagssigung referirte Rren 3- Hamburg Gefchuhn. Matengruß III, Charlottenburg, Wallstr. 96 bet Beyer. werbliches Streitverhältniß vor und könne auf Herausgabe einer Raution auch beim Gewerbegericht geklagt werden. Von der über Organisation und Agitation. Er betonte, daß die Bauarbeiter iebeslut II(@bel wet II), Potsdam, Brandenburger Kommunitation 16 bei Glaser. Heimathtlänge, Rcpenid, Rosenstr. 101 bet troppens. Rigdorfer 2iebertranz Verkehrsanstalt,& ingetragene Genossenschaft mit bes einen engen Zusammenschluß mit den Maurern und Zimmerern er acht auf I, Wörtherstr. 15 bet Bulprecht. Borwärts X, Nauen, Marktstr. 16 bei fchränkter Haftpflicht" fönnten aber die Kläger ihre streben müßten. Durch die Lohnbewegungen dieser Berufsgruppen Stirborf, Steinmenftr. 35 bet pils. Rautionen nicht beanspruchen, und zwar zwei von ihnen nicht wären die ungelernten Arbeiter start in Mitleidenschaft gezogen Sobufch.- Schnee glödden II, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 Wald= Treu und Fest, Koppenstr. 17 bei Lohmann. Bruderbund, Usedomftr. 22 bet wegen der erwähnten Bedingung in dem Vertrage zwischen dem und hätten oft wochenlang ohne jede Unterstützung feiern müssen, tapelle, Selbelitraße 30 bet strüger. Freie Sänger, Seegermühle bei Eberswalde, Dorfstr. 12, Rest. gerichtlichen Vertreter der Kommanditgesellschaft und der Genossen- ohne daß sie an den Errungenschaften der Bauhandwerker Antheil Fidinger. schaft. Danach fönnten sie sich nur an die Firma„ Verkehrsanstalt, gehabt hätten. Die Agitation für die unter den Bauarbeitern im Jagdschlößchen. sund der geselligen Arbeiterverei ne Berlins und Umgegend. Kommanditgesellschaft" halten.( Und" die hat keinen allgemeinen noch sehr schwache Organisation müsse in öffentlichen( Bulchriften find au richten an B. Gent, Dresdener Straße Nr. 107/8. Es tomme nicht darauf an, zu Mittwoch: Gefelliger Berein Brüderliteit, Georgentirchstr. 65 bet Späth. Heller mehr. Red.) Was den Kläger 2. angeht, so sei zwar nicht Bersammlungen betrieben werden. Verein Rhetorit, Brandenburgstr. 54 bei Bonib. Theaterverein Prole: Rauchtlub Rothe Fahne, Falden= ob er nicht Genossenschafts- welcher Organisationsform die Kollegen herangezogen werden, sondern tariat, Röpnickerstr. 68 bei Schöning. ganz ficher- formaler Bedenten wegen Gefelliger Berein Freundschaft, Prinz Albrechtmitglied geworden sei, indeffen habe er auf jeden Fall abgewiesen die Hauptsache sei, daß sie sich überhaupt organisiren. Der Referent fteinftr. 6 bei Goned. Geselliger Verein Deutsche Eiche, Fürbringerstraße 7 werden müssen. Als Genossenschaftsmitglied hätte er feinen be empfiehlt eine Resolution, welche fordert, daß in jedem Ort, wo dies firaße 3 bei Schulz stimmten Betrag, sondern nur einen Antheil am Genossenschafts- möglich sei, in öffentlicher Versammlung ein Vertrauensmann ernannt bet Grothe.Mundharmonita- Verein Borwärts, Kreuzbergstr. 12 bei Nothe. Die Vertrauensleute sollen einem vom Kongreß zu Geselliger Bund, jeben 2. Mittwoch im Monat, bei Sommer, GrünNora, Admiralftr. 18c, Märkischer Hof. vermögen fordern tönnen, und zwar erst nach vorheriger sechsmonat- werde. Berein Gefellige Brüder, Ballifadenstr. 20 bet Schäffer. licher Kündigung und dann nicht beim Gewerbegericht. Wenn er wählenden General- Bevollmächtigten unterstellt werden, der die Straße 21. jedoch nicht Genosse geworden sei, hätte seine Abweisung aus den gesammte Agitation zu leiten hat. Durch freiwillige Sammlungen Mufitverein Bautenschwengel, Fürstenstraße 18b bei Bernfig. Stattius Borwärts, Schwebte rftraße 28 bet Muchow. Stattlub& uftige Brüder, Der soll ein von der Organisation getrennter Fonds geschaffen werden, Barnimfir. 13 bei Büschel. Theater- Berein Spree Athen, Annenstr. 9 felben Gründen wie in den anderen Fällen erfolgen müssen. Borsigende rieth dem Kläger, wegen der prinzipiellen Bedeutung der ben der General- Bevollmächtigte gleichfalls zu verwalten hat. In bei Prog. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Statlinb Sache die Berufung einzulegen. Sollten die gemeingefähr der fehr eingehenden Diskussion flagten verschiedene Delegirte über Revolution, Grünauerstr. 3 bei Golz. Gefelliger Berein offnung den Kastengeist der Maurer, die sich oft mehr dünken als die iet alle 14 Tage, Rebuferfir. 6 bei Dieseler. Artisten- und Ringsportverein lichen Praktiken der Verkehrsanstalt wirklich durchgehen? ungelernten Arbeiter. Wenn die Maurer streiten, verlangen sie, daß Bereinte raft tagt Mittwochs abends und Sonntags vormittags Plan " war, Soziale Rechtspflege. " tundeten. fchule, Waldemarstr. 14: Gefchichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der Arbeiter Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Südoft Religionen. Orientalische Wölfer. Griechen und Römer). Herr Dr. C. Pinn. orbiule, Brunnenſtr. 25: Deutsch( Die deutsche Literatur des neunzehnten Auffaylehre). Herr Heinrich Schulz. Jahrhunderts. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Zeitschriftenmaterials fchon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die Lesehalle der Arbeiter- Bildungsschule, Brunnenstr. 25, ist wochentags von 6-9 Uhr, Sonntags von 4-9 Uhr, unentgeltlich für jedermann geöffnet. Die Gefchäftsstelle der Schule N., Brunnenstraße 25, die den Bereinsvorständen zur Bermittelung von Vorträgen wissenschaftlichen Charakters aur Verfügung steht, ist ebenfalls von 6-9 Uhr nachmittags geöffnet. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bet Fris Gesundbrunnen, abends 8 Uhr, bei Siegte, Schwedterstraße 33. 87. Haferland, Bellermannstr. Gleichheit, abends 8% ubr bei Stramm ,, Ritterstraße 123. Seine, Nirborf, abends 8% Uhr, Prinz- Sanbjeryfir. 60, parterre. Ginigteit, abends 8% Uhr bei Zeige, Triftstr. 1.- Theater- und efetlub morgenroth, abends 9 Uhr, im Restaurant Dieke, Bothringerftr. 67. Sozialdemokratischer Agitationsflub Often, abends 8% Uhr, bei Jauer, tem Freigeist Artona, abends 8 Uhr, Arfonaplah 8 bet Friedrich Engels Norden" alle Mittwoch 9 Uhr bei Obiglo, Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Adolf Neumann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu Suffitenftr. 26. richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 3 Zr. Mittwody. Uebungs. fiunde abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Stebesfreiheit 1, Andreasftr. 26 bet Wilfe. Stehmann. bet Poppe. bet Glafer. 1 Theaterverein SPO 1 Verein 1 er 92 a bei gepte. Atletenverein Atlas, Brunnenstr. 152 bet Dafe. Geselliger Verein Türkische Pfeife, Danzigerstr. 93 bei W. Hansen. Tambour- Verein Froh- Frei, uebungsstunde Mittwoch und Sonnabends, Wiesenstr. 27 bei Bolz. Arbeiter- Schachklub Norden, Seeftr. 25 bet Mandel. Musikverein naatsch, Kolbergerstr. 2 bet Steffens. Pfropfenverein Nord Oft, Grbingerstr. 9 bet Bogel. Rauchklub Schmote's Werte, Krautstr. 39 bei Segner. Rauchtlub Alter suffit, Suffttenstr. 59 bet Bringmann. Gefangverein Gangestreue, Spreeterraffe an der Jannowit brüde. Gefangverein er che, Schönhauser- Allee bet G. Gerber. Arbeiter Radfahrer Verein Vorwärts tagt jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat, Beuffelstr. 9( Moabiter Klubhaus). Vereinigung der Turn= freunde von 8%-10% Uhr abends, Demminerftr. 56/57.- Turnverein D sten, Turnhalle Blumenftr. 68a, 8%-10 Uhr abends. Arbeiter- Turnerbund. Mittwoch: Turnverein Fichte, Berlin. Abends von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abtheilung Friedenstraße 37. 8. MännerAbtheilung Böchstr. 21. 2. Lehrlings- Abtheilung Staligeritr. 55-56. 4. Lehr lings- Abtheilung Stephanftr. 3. Frete Turnerschaft Rixdorf- Brig, 1. Schülerinnen- Abth. von 7-8% Uhr, 1. Frauen- Abtheilung von 8%-10% Uhr bei Wirfing, Knesebeckstraße; 2. Lehrlings- Abth. von 82- 10% Uhr, Briz, Chauffee= straße bet Lange. 1 Ladies und Gentlemén welcome. Briefkasten der Redaktion. Deutscher Michel, Pantom, Kaiser Friedrichstr. 15 bet Griffel. Rairo, Pantstr. Bad bet& öhrich. Frisch Gewagt, Poſenerftr. 5 bei Rockendorf. Dhlauer, Gräfeftr. 18 bet Präter.- Abguß I, Martusstr. 23 bei Gorn. Die Dampfenden, Langeftr. 24 bei Jeratsch. Weiße Nelte, C. 50. Bei derartigen Notizen ist immer Quellenangabe nöthig. Forsterftr. 17 bet Dterberg. 8ufrtebenbett, Rirdorf. Brinz Sanbjery- G. S. 17. Ihre Anfrage ist uns unverständlich. Wollen Sie bitte firaße 66/67 bet Maresche. Grüblicht, Neu- Weißenfee, Göblerftr. 50 b. Schulz. näher angeben, um was es sich handelt. Arbeiter- Stenographenverein Eintracht, Unterricht und Uebungsstunden E. B., Charlottenburg. Bei den Rekruten Aushebungen int abends 8% Uhr in den Restaurants Owczaret, Bangeftr. 65 und Seidler, Ratibor: Jahre 1889/90 zählte man auf 10 000 Ausgehobene im Deutschen Reiche 51, ftraße 16. Roller'scher Stenographenverein Pionir, Suffitenstr. 9, Restaurant in Preußen 78, in Bayern 5, in Sachsen 1, in Württemberg 1 und im Rausch, abends 8% Uhr, Unterricht und Fortbildung. German- American Klub„ Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock p. mim Reichslande 33, dagegen tamen auf 10 000 Ausgehobene in Ostpreußen 249, in Posen 300 und in Westpreußen sogar 326 Analphabeten. 1871 famen auf je 10 000 über 10 Jahre alte Einwohner Preußens noch 1217 Analphabeten und zwar unter 10 000 männlichen Einwohnern 950 und unter 10 000 weiblichen 1473 des Lesens und Schreibens Unkundige. J. M. Nun haben Sie wieder gründlich Ihr Herz ausgeschüttet. ad 1. Auch Preisausschreibungen sind schon versucht worden, Erfolg be friedigte aber nicht. ad 2. Die Partet hat keinen Einfluß darauf und kann feinen haben. Erst durch Schaden müssen manche flug werden. ad 3. Gine Beitung wird von den wenigsten vom Anfang bis zum Ende gelesen, was den einen interesstrt, überschlägt der andere, so bietet jede Zeitung einent Theile des Leserkreises zu viel, während andere wieder ihnen wichtig scheinendes vermissen. Sie unterschätzen unsere Leser, wenn sie meinen, daß der Ton des Blattes zu hoch gehalten ist. ad 4. Die Inseratengebühr für den Arbeitsmarkt ist seit dem 1. Januar auf die Hälfte herabgemindert. ad 5. Von uns schon erwogen, aber sehr schwer durchzuführen. ad 6. Dies soll gelegentlich und zwar in absehbarer Zeit prinzipiell entWallstrasse 57. German American Society. Berlin C., Münzstr. 17, at Frieboes Restaurant, 9 o'clock p. m. Topic: Relations of women to crime, Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Donnerstag, den 18. ds. Mts ,, abends 8 Uhr, im Sofale des Herrn Korzorowski, Langestraße 65: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1896. 2. Bereinsangelegenhetten. Ahende'scher Stenographenverein Merkur", Blumenftr. 10: Gigung abends 8 Uhr. Roller'scher Stenographen- Verein Wedding". Unterricht und Uebung teden Mittwoch abends 8 Uhr bei Meißner, Chauffeeftr. 72. Wednesday, 9 o'clock at Tettenborns, 91 Wall- Street. Guests are welcome. Longfellow, English Conversationel- and Reading- Club. Meeting every Arbeiter Raucherbund Berline und Umgegend. Aenderungen fit Bereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstr. 80, 2. Sof. Mittwoch: Arfona, Staligerfir. 41 bet Richter. Gemüthlichtetf I, Admiralstr. 18 b. Bergemann. Sumatra Süd- Ost, Biegnigerstr. 18 b.Mane gold. Waldesgrün, Forsterftr. 22 b. Kunze. Virginta, Admiralftr. 21 bei Schnieber. Frei Weg, Schöneberg, Marftr. 7 bei Müller. Fidele Wetter Prognofe für Mittwoch, den 17. Februar 1897. Raucher. Fichteftraße 30 bet Kraufe. Edelweiß, Mirdorf, urban- Theils heiter, theils woltig, nachts ziemlich strenger, am Tage ftraße 33 bei Peters. Granate, Forsterstr. 40 bet Zujuntte. Fidele Brüder, Friedrichsfelde, Lutsenstr. 20 bet 2obje.- Morgenroth, Bands- leichter Frost bei mäßigen westlichen Winden; keine erheblichen berger Allee 44 bet Roland. Berliner Wetterbureau. Niederschläge. Frohsinns geimath, Stromstr. 28. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Mittwoch, den 17. Februar. Opernhaus. Substriptionsball. Schauspielhaus. Der Revisor. Ostend- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Dir. C. Weiß. Heute: Walzerkönig. Donners: tag: Berlin, wie es weint und lacht. Anfang 8 Uhr. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Preciosa. Schau ſpiel in 4 Aften von Mar Wolff. Musik von Carl Maria v. Weber. Deutſches. John Gabriel Bortiman. Volks- Theater Berliner. Renaissance. Leffing. Meerleuchten. Neues. Marcelle. Unter den Linden. Der Ober: Steiger. Ostend. Walzerkönig. Westen. Unsere Frauen. Residenz. Associés. Thalia. Frau Lieutenant. Schiller. Ein Volksfeind. Zentral. Ein fideler Abend. Volks. Von Stufe zu Stufe. Friedrich Wilhelmstädtisches. Der Menschenfresser oder eine Gefallene. Alexanderplak. Eine pikante Ehe. Belle Alliance. Trilby. Parodie. Schloß Greifenstein oder Der Sammetschuh, nebst dem Vorspiel: Zulima, die Türkin. Vassage Panoptikum. Affentheater. Apollo. Spezialitäten. Schiller- Theater ( Wallner- Theater). Mittwoch, abends 8 Uhr: Ein Volts: feind. Donnerstag, abends 8 Uhr: Der Schierling. Die Komödie der Irrungen. Alexanderplat- Theater. Bum 25. Male: Eine pikante Che. Berliner Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Aften von Eugen Prudens. Anfang 8 Uhr. Morgen: Eine pikante Ehe. Kleine Preise! Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegeben sind, behalten ihreGiltigkeit. Sonntag nachmittag 4 Uhr zu Kleinen Preisen: Das Märchen vom tapferen Schneiderlein. Zauber- Komödie in 4 Atten von Eugen Prudens. Billets sind ohne Vorbestellgebühr schon 3 Tage vorher an der Theatertaffe 34 Reichenbergerstr. 34, Pferdebahnstation Kottbuser Thor. Jeden Abend 8 Uhr, Sonntags 7 Uhr. Von Stufe zu Stufe. Moabiter Stadt- Theater Alt- Moabit 48. Heute, sowie jeden Mittwoch: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro. Britton, Steidl, Krone, Nöhl und Schrader). Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Borverkauf 40 Bf.( siehe Blatate). Donnerstag: Konzerthaus Sanssouci. Die nächste Aufführung von Finke's Schelmenstreiche findet Freitag, 19. d., in der ,, Viktoria- Brauerei" statt. Lumpe- Gastspiel att haben. Bormittags 11-1 hr. Parodie- Theater Abends von 127 Uhr an. Friedrich Wilhelmst. Theater. Menschenfresser" oder: Eine Gefallene." Berliner Sittenbulb in 4 Aften von Georg Gellert. Morgen: Donnerstag: Zum ersten Male: Lothar der Baron". Schauspiel in 4 Atten von May Ronneburger. Sonnabend 4 Uhr: Gastspiel der fleinen Hänsel und Gretel- Darsteller, Geschw. Seiß. Hänsel u. Gretel." Sonntag nachm. 4 Uhr zu kleinen ( Abonnements) Breisen:" Дав Käthchen von Heilbronn" oder: „ Das heimliche Gericht." Schauspiel in 5 Aften und 1 Vorspiel ( 11 Bildern) von Heinrich von Kleist. Billets sind ohne Vorbestellgebühr schon drei Tage vorher an der Theaterfaffe zu haben. Außerdem im In validendant, Unter den Linden 24, bei Paul Romeid, Leipzigerstraße 6, und Julius Lengenfeld, Markgrafenſtr. 50. Central- Theater. Oranienstr. 52. Urania, Tauben- Strasse No. 48-49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet von 10 Uhr vorm. ab. Eintritt 50 Pf. Apollo- Theater. Spaniens befte Tänzerin schieden werden. Belle- Alliance- Theater. Die Voltsvorstellungen unter Regte von Julius Türk werden täg= Nächsten Sonntag: Wiffenschaftl. Theater abends 8 Uhr. Carmencita Itch unter heater" annonciri. Sternwarte Invalidenstr. 57/62 Lehrter Stadtbahnhof. Täglich von 71/2 Uhr abends ab bie 50 Pf. Im Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experi menteu u. gr. Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Circus Renz ( Jubildung in 1896/97.) Saison Mittwoch, den 17. Februar 1897, Abends 72 Uhr: Gala- Vorstellung. Aufführung der stets den ungetheiltesten Beifall aller Kreise gefundenen Novität: Aus der Mappe eines Riesengebirgs- Phantasten von Direktor Franz Renz und dem großherzoglich hessischen Hof: balletmeister Aug. Siems. Außerdem die hervorragendsten Nummern des Repertoirs: 4 arab. Vollblut Schimmelhengste, als Fahnenpferde in Freiheit dreſſ. u. vorgef. v. Direktor Fr. Renz. Quadrille à la cour, ger. von 8 Damen u, 8 Herren. Gebr. Clarkonnicus, Deutsch lands großartigste Luftturner. Mazud und Atharguel, arabische Hengste, dress. und vorgef. von Herrn Hugo Herzog. Donnerstag, den 18. Februar 1897, abends 72 Uhr: Aus der Mappe eines Riefengebirgs- Phantasten. CIRCUS BUSCH Bahnhof Börse. Mittwoch, den 17: Bum 2. Male: Mittwoch, den 17. Februar cr.: Schloss Greifenstein ober Sammetschuh" dem Boripiet-3 ult at a, bertin Sistor. romant. Ritterschauspiel von Charlotte Birch- Pfeiffer. Graf v. Greifenstein: Joh. Lumpe. Anf.: Woche 8 Uhr. Sonntags 72 Uhr. Berliner Possen- Theater Münzstrasse 17. ( Eingang Königsgraben.) Direktion: Joseph Aschinger und Leonhardy Haskel. Heute, zum 1. Male: Baruch und Sohn. Anfang der Vorstellung 8 Uhr. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Entree 30 Pfg. Die Direktion. Alte Jakobfir. 30. Dir. Rich. Schuts. Concordia Variété-Theater Mittwoch, den 17. Februar er.: Emil Thomas a. G. Zum 11. Male: Ein fideler Abend. Burleske dramatische Revue in 1 Bor: spiel und 3 Bildern von J. Freund und W. Mannstädt. Musik von Julius Einödshofer. Anfang 28 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Ein fideler Abend. Thalia- Theater. ( vormals Adolph Ernst Theater). " Fran Lieutenant." Baudeville in drei Aften von Paul Ferrier und Antony Mars. Deutsch von Hermann Hirschel. Mufit von G. Serpette und B. Roger. Morgen und folgende Tage: Fran Lieutenant." Sonntag nachmitt. 3 Uhr: Trilby. Brunnenstr. 154. Täglich: Grosse Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Das beste Programm d. Nordens. Neu! Troupe Richardt( 1 Herr, 1 Dame, 1 Kind) Akrobaten. abends 72 Uhr: Grande Soirée equestre. Das Tagesgespräch von Berlin: Nach Sibirien. Außerdem: Dir. Busch als Schulreiter a. d. englischen Vollbluthengst Favory. Auftreten der berühmten Schulreiterin Mme. Maria Doré. Hippolog. Potpourri von 14 Fuchshengsten, dreff. und vorgef. vom Dir. Busch. Die Fuchsjagd, dargest. von Geschw. Rochez. Mr. Goleman mit seinen dress. Kaßen und Hunden. Auftreten d. Gigerl- Klowns Mr. Alf. Daniels. Spezialitäten 1. Ranges. Morgen: Nach Sibirien. Feen- Palast, Burg ftraße 22. Direktion Winkler& Fröbel. Präzise 9 Uhr: Die mit jubelndem Beifall aufgenommene Sensations- Bosse Eine tolle Nacht. Hauptrollen: Rich. Winkler u. Wilhelm Fröbel. Dazu das einzig allein dastehende unübertreffliche Neu! Kathi Richter, Tyrolienne. Richter, Tyrolienne. Februar- Programm. Neu Long and little Adolfi, Tanzduettisten. Neu! Ein geplagter Dichter. Boffe. Anfang Wochentags 72 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Umtausch Billets haben Giltigkeit. Kaufmann's Variété. Königstraße Kolonnaden. Neue Debuts! Neue Debuts! Der wiedergefundene Tom Belling! Der beste Klown vom Zirkus Renz, genannt, Der dumme August", als Bauberparodist. Brothers Atlessy, Handkraftakrobaten. Lilian Kostüm: Mayo, Patti, Blaek und White, Helene und Emillion, Geschwister D'Elvert, Geschwister Corelly, dicke Belle- Alliance- Theater probift Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 14. Februar, nachmittags 3 Uhr: Zum zweiten Male: Das Käthchen von Heilbronn. Bon Heinrich von Kleist. Käthchen: Wilhelma Wagner. Wetter v. Strahl: Heinrich Frey. Rheingraf v. Stein: Rich. Jürgas, Theobald: With. Karfiol. Eintrittskarten à 60 Pf. find in den bekannten Zahlstellen zu haben. soubrette. Der Edi Blum und 25 Elite- Nummern. Anfang präzise 72 Uhr. Empfehle auch Sonntags meine Fest- Säle nfallsachen, Klagen, Eingaben. an Vereine, zu Privat- Festlichkeiten. 24 Putzger, Stegliterftr. 65. 9952 B. Nieft, Weberstr. 17.. 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Stellungnahme zu den neuen Unternehmungen der Schule und Beschlussfassung darüber. 2. Diskussion. Mit Rücksicht auf die sehr wichtige Tagesordnung machen wir es jedem Mitgliede, auch den jährlich zu erscheinen. Achtung, Bauarbeiter! Mittwoch, den 17. Februar, abends 8 Uhr, in Hente's Salon, Naunynstraße Nr. 27: Große öffentl. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Kollegen Brandmohr- Bremen. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Die Lohnkommission. Verein der 32/10 graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands( Filiale Berlin). Donnerstag, den 18. Februar, abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Hoffmann( Engl. Garten), Alexanderstr. 27 c: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kassenbericht vom 3. Quartal. 3. Vortrag des Herrn Dr. Joel über:„ Der Kampf um den Nordpol". 4. Diskussion. 5. Abrechnung der Arbeitslosen- Unterstützung vom 3. Quartal. 97/3 NB. Mitgliedsbuch legitimirt. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht Unterfügungsverein Die Verwaltung. der Kupferschmiede Verband aller in der MetallDeutschlands. Filiale Berlin, Industrie beschäft. Arbeiter 99/ 4Achtung! Sonnabend, den 20. Februar 1897, abends 9 Uhr, bei Feind, Weinstraße 11: Berlins und Umgegend. Zahlenden, zur Pflicht, in der Generalversammlung Versammlung. Versammlung. Vertrauensmänner Ohne Mitgliedsbuch kein Eintritt. Beiträge werden entgegenDer Vorstand. genommen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Wichtige Tagesordnung. Orts- Krankenkasse der Klempner. Vertreter der Arbeitnehmer vom 17. Nov. ungiltig erklärt worden ist, so findet Heute, Mittwoch, den 17. Februar 1897, abends 8 Uhr, am Donnerstag, den 25. Februar d. J., bei Cohn, Beuthstraße Nr. 20/21: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tages Ordnung: Die Aufgaben der Vertrauensmänner. Referent: E. Wiedemann. Der Streit der Küchenmöbel- Tischler in Weißensee. 81/15 Werkstattdifferenzen. Um Vertretung aller Werkstellen ersucht Verbandsangelegenheiten. Die Ortsverwaltung. Verein zur Wahrung der Interessen 3257b des Süden: Die heutige Sigung fällt aus. Der Vorstand. 3260b Danksagung. abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße Für die herzliche Theilnahme an Nr. 20/21, eine Versammlung der der Beerdigung unseres lieben großjährigen Mitglieder unserer Kasse Max Neigenfind behufs Wahl von 120 Vertretern für sagen wir allen Freunden und Be1897 statt. Das Quittungsbuch oder eine Bekannten, sowie Herrn Gembecky, seinen Kollegen u. Kolleginnen der Gembecky: scheinigung des Arbeitgebers, daß der schen Fabrik, dem Berliner Wahlverein Betreffende bei ihm in Arbeit steht, und seinen früheren Kollegen der legitimirt. Der Vorstand. Wend'schen Stodfabrik unsern un vergeßlichen Dant, sowie für alle Unter: stüßungen und Kranzspenden. Die trauernden Hinterbliebenen. Berufungsbegründg. Charlottenburg. Die Parteispedition beder Gaft- und Schankwirthe findet sich jetzt Pestalozzi in Straffachen, Gingaben, ZahlungsFreitag, den 19. Februar, im Lokale des Kollegen Wernicke, straße 34, Querg. part. ftüd an Behörden wird nach genauer Berlins und Umgegend. Charlottenburg, Wilmersdorferstraße Nr. 39: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen A. Hoffmann. 2. Diskussion. 3. Wie verschaffen wir uns billige Kohlensäure? 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. 69/7 ..: A. Günther, Frankfurter Allee 16. Rum anerkannt gut à Literflasche Mt. 1,10, 1,60, 2,10 bei Entnahme von 5 Flaschen à Flasche 10 Pf. billiger, 3254b G. Scharnburg. Achtung! Achtung! Künstliche Zähne von 3 M. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahnziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. befehle, sowie jedes andere SchriftVorschrift des Gesetzes, für je 50 Pf., angefertigt durch Gerichtsbeamten a. D. 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