Zr. 292. Sonntag, den 14. Dezember 1890. V. Jahrg. it 125 m 9. «ach »V ) 25 m tt irr"' MmMhMl Hrgan für die Interessen der Arbeiter. wichen g�'.! ner beiill 36/37 trsche!.. m Das..Berliner Bolksblatt" LWMWWL WUWAWHNMM Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. -, Fernsprecher: Amt VI. Mr. 4100.-- Nedakkion: Veukhptratze S.— Expedition: Veukhptea�ze 3. k u nige« : VN« chf")j So.'d' 17� r. III' ftr.fl ctel/ IS$ st, lste? ein' igit B er- 1 Ze» ritt 59- 1 ii. Ol» Äus dein gegnerilehen Lerger. Die„Preußischen Jahrbücher", das Or- San des Herrn Delbrück, haben niemals unter dem Verdacht IWi �en, sie der Arbeiterbewegung freundlich gegenüber- landen. Im Gegentheil, sie gehörten und gehören zu den t'bittertsten Gegnern des Sozialismus, und die einfachsten feu.Fangen sachlicher Beurtheilung der gegebenen Ver- Mtnisse werden von dieser Zeitschrift in den Wind �schlagen, sobald auch nur im mindesten die soziale Frage �streift wird. Was die„Preußischen Jahrbücher", in knen vor einiger Zeit noch der Geschichtsklitterer Treitschke ebm dem Geschichtsklitterer Delbrück sein Wesen trieb, Wer der Herrschaft des Sozialistengesetzes an systematischer �nciumdung und Beschimpfung des werkthätigen Volkes ableistet haben, steht noch in frischem Andenken. Im letzten Mte nun(November 1890) wird ein Aufsatz:„Arbeiter- !?futz, Konkurrenzfähigkeit und Unternehmergewinn" ver- %ntlicht, der es verdient, näher betrachtet zu werden. . Der preußische Handelsminister Herr von Berlepsch, **'dessen Händen augenblicklich die Fürsorge für die gou- �'iiementale Sozialpolitik ruht, hat nach den vorläufigen Weichstags-Beschlüssen über den„Arbeiterschutz" und infolge irselben durch Umfragen der Industriellen eine Erhebung �'gestellt,„wie die Industrie sich zu den ihr angesonnenen �Ichränkungen stellt." Es ist das Verhängniß der Ureaukratischen Sozialreform, die wirthschaftliche Welt Urch die kapitalistische Brille zu betrachten, ihre Gedanken •JW dem Hirne des Unternehmerthums zu decken und mit �kadezn verblüffender Pünktlichkeit die Fabrikanten mit °er Industrie, di» Interessen des Geldsacks mit den Jnter- Men der Gesammtheit zu verwechseln. Der Minister er- "ndigt sich bei den Industriellen über die Arbeiterschutz- 'Vagen, er fragt den Wolf, wie nian dem Lamm an» Mn helfen könne. Natürlich antwortet Freund <»iegriinm, und er folgt dabei dem Zwangsgesetz seiner letalen Stellung, daß es das Beste sei, das Lamm ohne tele Umstände zu fressen. Freund Jsegrimm hat einen »Wen Magen..... An die Veranstaltung einer wahr- ?wt sozialpolitischen Enquete, welche die Interessenten rück- /fjWos zu Worte kommen läßt, welche die Proletarier an- JWtt, denkt die Weisheit der Geheimräthe nicht. Derlei �Wge überläßt man den englischen Krämern und den wdamerilanischen Dollarjägern. Dem Leitartikler der„Preußischen Jahrbücher" sind cJ'n„die gesammten auf mehrere 100 sich belaufenden Vagebogen eines sehr großen Bezirks mit ihren Ant- warten durch die Hände gegangen, vielfache persönliche Iseuttleton. uu onfcclcn.) (12 Rothenlmrger Tage. lnQn aus der Zeit des großen Bauernkrieges von 1525. Bon W i l h e l m B l o s. dje�maus rief die riesige Bäckerin..Wir wollen "sastenhäuser fallen und ausräumen." hnThf. r bei: Schäferhans, auf das Rathhaus zu kommen, i. Herren vom Rath lange bei einander saßen, denn trlstnx.>» nichts Gutes davon, daß der Ausschuß dem ider h �lI predigen erlaubt und daß die Verordnung orde,, L ßc�hVichen Doktor vom Rathhaus abgerissen "den. llicdc des Tippcndaps hatte dem Faß den "in h«* r9c�lfl9cn 1,110 nianchem alten Rathsherrn be- iß c° Herz zu klopfen, als der Schäfcrhans berichtete, id Weiber auf seien mit Spießen und Stangen ieldm,. et, ie lan9e Poppin im Harnisch gesehen. Weitere fctheilt" besagten, die Bürger begännen sich am Auflauf U x.��che Zeiten!" seufzte Herr Erasmus von Mußlon, iftühif!?,bc Bürgermeister.„Sogar die Weiber werden iher f« � und laufen mit dem Spieß und im Harnisch -r bessers bald!" meinte Herr Thomas Zweifel, binden S/beftallter Rathsschreiber mit dem freundlich lath�rhob sich Christ Heinz, der Bäcker, der im inner» IUP, aber als ein Freund Karlstadt's und als ein Bemühungen mit Industriellen haben ihm die Möglich- keit gegeben, die so gewonnenen Eindrücke zu ergänzen und zu vervollständigen." Hören wir nun, zu welchem Ergebniß der„nn- befangene Beobachter," wie er sich selber nennt, gelangt ist! Zunächst spricht er sich für die Verkürzung der Arbeitszeit von einer Stunde für verheirathete Ar- beiterinnen aus. Der Zweck dieser Maßregel sei ein so wichtiger, nämlich die Frau wenigstens einer ihrer wesentlichsten Funktionen dem Hauswesen wieder zu geben, daß er der eingehendsten Würdigung empfohlen werden müsse.„Für eine außerordentlich große Zahl von Arbeiterfamilien, vor allem solche mit kleinen Kindern, würde sie einen Segen in des Wortes eigenster Bedeutung darstellen." Die Bourgeoispolitiker werden daran erinnert, daß es„nur auf den guten Willen, ungleich weniger auf materielle Opfer ankommt; denn thatsächlich beträgt die Zahl der ein Hauswesen besorgenden Arbeiterinnen überall nur einen verhältnißmäßig kleinen Prozentsatz der Gesammtkräfte." Er verdient hervorgehoben und an geeigneter Stelle verwendet zu werden, wenn der Lest- artikel der„Pr. Jahrb." sagt:„Eine leider nicht große Zahl von Unternehmern und zwar diejenigen, welche Verständniß für die soziale Frage haben und vor allem für die Rolle des Begriffs:„F a m i l i e" in ihr, giebt denn in dem Fragebogen auch zu, daß bei geeigneter Disposition über die Arbeit dieser weiblichen Fabrikkräfte die Reichstags-Forderungen s e h r w o h l erfüllbar, und die anfänglichen Schwierigkeiten bei richtiger Ver- theilung der Arbeitskräfte analog derjenigen von er- wachsenen und jugendlichen Arbeitskräften sehr wohl zu überwinden sein würden. Die meisten aber haben trauriger Weise für den Fall der Annahme der Reichs- tags-Beschlüsse einfach die schlichte Entlassung aller verheiratheten Frauen in Aussicht gestellt, da es unver- heirathete Arbeiterinnen in Hülle und Fülle gäbe. Sie werden diese Drohung auch wahr machen. Manche Arbeiterfamilien werden darunter leiden. Nichtsdesto- weniger halte ich es für durchaus nothwendig, daß der Reichstag in diesem Punkte festbleibt. Die Familie ist wichtiger als der höhere Verdienst, und die Humanität wird in vielen Fällen doch über den Egoismus siegen." So sehr berechtigt die Ansicht ist, daß die Fabrikanten statt verheiratheter ledige Arbeiterinnen einstellen werden, so thöricht ist es zu hoffen, daß die Kapitalisten im Zwie- spalt zwischen Profit und Humanität der Letzteren den Vorzug geben würden, immer vorausgesetzt, daß es human ist, die Frauen im Haushalt statt im Fabriksaal thätig sein zu lassen. Ein Arbeiterschutz-Gesetz, das die Löhne der Männer steigert und die Unterhaltung einer Familie Bilderstürmer der alten Rathsherrn nicht sonderlich ge- nehm ivar. „Edle, sürsichtige und weise Herren," sprach Christ Heinz,„draußen schivärmen die Bauern in Haufen umher und sie haben eine Praktik iu der Stadt. So ein hoher Rath nicht schnell und weise handelt, so werden sie in die Stadt fallen und die Pfaffenhäuser ausräumen." „Aber was thun?" frug der Bürgermeister. „Selber ausräumen," sagte Christ Heinz trocken. Die Herren vom Rath begriffen. Viele von ihnen nahmen ohnehin mit Vergnügen die Gelegenheit wahr, die geistlichen Güter einzuziehen. Und also ließen sie eiligst die Bürger auf den Markt einberufen. Binnen einer halben Stunde war die ganze Gemeine auf dem Markt versammelt, denn es war schon Alles in Bewegung und gearbeitet ward an diesem Tage nicht viel. Kopf an Kops standen die Bürger, als Herr Erasmus, der regierende Bürgermeister erschien. Aus einem Fenster des Rathhauses streckte er den Kopf heraus. Die Menge, die schon wußte, um was es sich handelte, empfing ihn mit einem brausenden Jnbelgeschrei. Und also beschloß die Gemeinde schier einstimmig durch Händeaufheben, was sich an Wein und Getreide, so den Orden und Klöstern, soivie den vom Laude hereingeflohenen„Bauernpfaffen" gehörig, in der Stadt befände, das solle sogleich unter die Bürger getheilt werden. Kleinode, Kelche und andere Kostbarkeiten aber sollte man zum ge- meineil Nutzen der Stadt verwenden. „Nun werden wir doch, so Gott will, eine Zeit laug Ruhe haben," sprach Herr Erasmus, als er sich vom Fenster zurückzog. In Harnisch und Wehr zogen nun die Bürger durch nicht von der Jndustrie-Arbeit des Mannes, der Frau und der Kinder abhängig macht, würde heilsamer wirken, als alle Palliativmittelchen. Denn diese Freigabe einer Stunde ist und bleibt doch nur ein äußerst schwächlicher Versuch,„schützend" einzugreifen. Nützlich ist es, zum Kapitel der Sonntagsarbeit das von den Fabrikanten gemachte Geständniß festzulegen, daß — immer nach den Enquvteberichten—„es zahlreiche Industrien giebt, in denen die Arbeiter in regelmäßigem Betriebe nicht nur 12 und 18, sondern beim Schichtenwechsel volle 24: Stunden ununterbrochen arbeiten, ferner Arbeiter— namentlich Maschinisten, Reparateure, Monteure u. s. w.— welche überhaupt in Monaten gar keine Sonntags-(und auch nicht längere Alltags-) Ruhe oder nur eine solche von wenigen Stunden haben, abgesehen von der nothdürstigsteu Schlafenszeit". Die üblen Wirkungen dieser Ausbeutung, die den Kräfteverbrauch des Arbeiters maßlos steigert, ohne für Ersatz zu sorgen, werden in den„Preußischen Jahrbüchern" verständig dar- gelegt; daran wird die Forderung geknüpft, daß in allen Fabriken mit Tag- und Nachtbetrieb„ein mindestens 24 stündiger regelmäßiger Stillstand" durchzuführen sei. Der Einwurf der Kapitalisten, daß man„das in den Maschinen steckende Kapital" möglichst ausnützen müsse, wird durch den Hinweis auf die große Textilbranche, die früher aus demselben Grunde Tag- und Nachtschichten für nothwendig hielt, jetzt sie aber„so gut wie garnicht mehr kenne", wird durch das wirksame Argument abgefertigt, daß eine übermächtig lange Arbeitszeit nichts weniger als identisch sei mit gleich reichlicher Arbeit.„Eine kürzere Arbeitszeit wirkt vielmehr auch bei Maschinenarbeit auf Quantität und Qualität häufig günstig ein." Die Ueber- legenheit des kurzen Arbeitstages, sowohl was den Ar- beiterschutz als die Arbeitsleistung betrifft, steht durch die verschiedensten Erfahrungen unumstößlich fest. Die Frage, ob es„bei gutem Willen und einiger Opferfreudigkeit" möglich ist— der g e f e tz l i ch e Zwang ist das einzig Praktische, treugläubige Redensarten ver- schlagen nichts—„an den Sonntagen die Arbeiten nur auf die Beobachtung der langsamer laufenden, wenn nicht ganz abzustellenden Maschinen bezw. auf die Bedienung der Zentral-Kraftstellen zu beschränken", wird auf Grund sachverständiger Gutachten bejaht. Vor wenigen Jahren noch gingen alle Dampfmühleu Tag und Nacht, Sonn- tags und Werktags,„heute ist die Sonntagspause schon wesentlich verbreitet, und wie die betreffenden Unternehmer offen eingestehen, nicht mit pekuniärem Nach- t h e i l, sondern mit Gewinn verknüpf t." Man sieht also: es geht, und es rentirt sich. Ein Gleiches gilt für die U e b e r st u n d e n. Ein die Stadt, um die geistlichen Güter einzuziehen. Jeder "Hause ward von einem verordneten Rathsherrn geführt. Zu den Johanniter» zog man zuerst durch die obere Schmiedgaffe; der führende Rathsherr nahm die Schlüssel des Johanniterhofs an sich und die Inwohner wurden ver- eidigt, binnen zwei Tagen alles Verborgene an Gütern und Speise und Trank herbei zu schaffen. Was man fand an Solchem, ward ausgeräumt. So giugs bei allen geistlichen Häuser. Christ Heinz der Bäcker aber zog mit einem gewaltigen Haufen Volks, darunter sich viele Weiber, namentlich aus der Hafengasse, und lose Leute befanden, auf den Kapellen- platz. Allda stand das Haus des Meisters Augustin Gumpelein, des Vikars an der Jakobskirche, der den Nenernngen abhold und flüchtig gegangen war. Viel kostbares Gut lag im Hause, das wurde zum Rathhause geschafft. Christ Heinz aber hatte es auf den Keller abgesehen. „Lieben Freunde," rief er,„der Meister Augustm hat eine Nase wie eitel Purpur. Dies ist ein Zeichen, daß er einen guten Nachttruuk in seinem Keller hat. Lasset unS den Trunk versuchen, zum gemeinen Besten!" Die Menge stimmte lärmend zu und drang gleich einer brandenden Woge gegen die Kellerthnr. Sie ward einge- stoßen und siehe da, in den weiten Räumen des geistlichen Kellers lagen, wie die geängstigte alte Schaffnerin weinend versicherte, zwanzig Eimer guten Traubenweins. Da fielen sie hinein und stachen die Fäßlein an. Es entstand ein all- gemeines Zechen und als die umwohnenden Bürger ver- nahmen, was da geschah, da liefen sie herzu, mit Kannen und Krügen, mit Häsen und Kübeln, hinwegzutragen des köstlichen Weins.' Das war ein Tag des Jubels und Alt und Jung wurde Großindustrieller schreibt in seinem Enquetebericht, daß „wenn eine regelmäßig wiederkehrende größere Arbeits- menge zu bewältigen ist, den durch dieselbe hervor- gerufenen Uebelständen durch Mehreiustellung dauernder Kräfte auf das allereinfachste vorgebeugt werden könne." Der Vorwand, daß die„Konkurrenzfähigkeit", wie der ..Unternehmergewinn" bedrohtseien,hältgleichfalls nichtStich. Die„Preuß. Jahrb." weisen darauf hin, daß die Verkaufs- preise„und zwar ausnahmslos in ungleich höherem Maße, als die Produktionskosten in die Höhe �gegangen sind: die genannte Steigerung hat meist sich in geometrischer Progression bewegt." Die Geschäftsergebnisse und die Dividendenstatistik, ganz zu schweigen von den Börsenkurs- treibereien, seien gleichfalls anzuführen.„Jeder Versuch, diese Wahrheit zu verdunkeln, istvonvornherein als auffalschenUnter- stellungen beruhend abzuweisen". Die Submissionen deutscher Werke im Ausland beweisen unter Anderm die Konkurrenzfähigkeit der deutschen Industrie. Eine von Interessenten lanzirte Behauptung, die Industrie würde bei Durchführung der Gewerbenovelle sehr viel jährlich zuzusetzen haben,„ist ohne jeden Beweis und ohne auch nur den Versuch rechnerischen Nachweises geblieben und an sich unglaubwürdig..... Alle Industrien haben im letzten Jahre florirt und wo Dividenden von 12, 15 und noch mehr Prozent gezahlt werden, da muß auch ein Bruchtheil dieser Summen für den sozialen Frieden und die berechtigten Forderungen der Arbeiter zum Opfer gebracht werden können." Nicht ohne Interesse ist es, wenn es in den„Preuß. 3-".„Dem Referenten hat eine große Anzahl von Aktionären bedeutender Montanwerke zugestanden, daß nicht s i e das Hinderniß des Arbeiterschutzes bildeten, aus dem Grunde einer zu befürchtenden Schmälerung der Dividende, fondern die Direktoren, die eine Verringerung ihrer— ja bisweilen in die Hunderttausende gehenden Tantiemen besorgen, und die ja fast regelmäßig nur sehr bedingt sachverständigen Aufsichtsräthe, welche ein gleiches Interesse haben!! Dieselben Herren lassen sich von der Steuerkommission so riesig— niedrig(man denke an Bochum) Jahr für Jahr einschätzen. Am Schluß des bemerkenswerthen Aussatzes der „Pr. I." wird auf die Jnternationalität der Arbeiter- bewegung hingewiesen.„Die internationale Konferenz mag direkte Ergebnisse nicht gehabt haben, sie hat doch allenthalben denArbeitern eine bestimmte Richtung gewiesen und den gesetz- gebenden Körperschaften einen Anstoß gegeben. Binnen kurzer Zeit müssen daraus allenthalben ähnliche Resultate hervor- gehen." Man vergesse aber nicht, daß die Konferenz auf den Pariser Kongreß folgte, daß sie eine Reaktion auf die mächtige soziale Bewegung gewesen ist. „Die Arbeit," so schließt der Aufsatz,„soll in ihrem Träger auch den Menschen in kultureller Beziehung zur Geltung kommen lassen. Um diese Wünsche zu be- friedigen, ist eine Verringerung der Unternehmerrente un- vermeidlich." Wir wissen, daß die soziale Frage nicht gelöst wird durch den Arbeiterschutz, aber er ist eine Etappe zu ihrer Lösung. Mögen seine Gegner die Ausführungen der Bourgeois-Zeitschrift ad notam nehmen. Korrespondenzen nnd Partein ach richten. _ Darmstadt, 12. Dezember. Vor der Strafkammer des biesigen Landgerichts wurde heute gegen den Genossen Galm von Seligenstadt verhandelt. Galm soll in einer Versammlung in Neu-Isenburg, in der er über den Parteitag in Halle Bericht er- stattete, zum Ungehorsam gegen rechtsgiltige Verordnungen dadurch aufgefordert haben, daß er gesagt haben soll:„Wenn wieder ein Krieg ausbricht, dann sollen die jungen Leute nicht schießen, da- mit sie nicht erschossen würden"; im Weiteren soll er gesagt haben:„Die Regierungen hätten, so lange das Sozialistengesetz trunken. Weiber und Kinder lagen in den Straßen umher, nnd sonderlich in der Hafengasse war heut in manchem Hanse die verkehrte Welt, also daß der Ehemann sein trunkenes Eheweib heimführen mußte, wie sonstcn die sorgliche Frau den Mann. Da gabs großen Lärm nnd sonderlich bei dem Popp, dem Bäcker, der sein langes nnd schweres Eheweib nicht allein die Treppe hinauf bringen konnte. Die Poppin hatte schwer geladen und hatte den Spieß ihres Mannes verloren. Run mußt' er schon die Bäckerknechte zu Hilfe nehmen, um sein theures Gemahl die Treppe empor zu dringen. Als man mitten auf der Treppe war, brach der Riemen, mit dem sich die Poppin den Krebs ihres Mannes umgeschnallt und die eiserne rostige Rüstung polterte die Treppe hinab, znm großen Gaudium der Kinder, die sich im Hausflur zusammengethan und zusahen, wie man die Poppin nach oben trug. Jetzt wurde Meister Popp endlich wüthend und warf auch seinen Sturmhut die Treppe hinab, einem lachenden Buben an den Kopf, daß er heulend eut- floh; dann gab er seinem gewichtigen Eheweib einen derben Stoß, also daß sie zu schelten anhub. Dann schloß sich die Thür des Schlafgemachs hinter den Beiden und obschon man noch lange die polternde Stimme des Meisters und die lallende seines langen Weibes vernommen, so wollen wir über das, was in jenem Gemach vorgefallen, doch nachsichtig den Schleier der Verschwiegenheit decken. Unterdessen saß Fritz Mölkner, der Vauernhauptmann, beim Wirth Hanns Kretzer hinter einem Krug Wein und sah zwei Bauern zu, die eifrig das Jeuterst-Jüberst, ein Kartenspiel jener Zeit übten, in dem der Bauer den König stach. „Was hast Du?" sagte der Wirth zu Mölkner.„Bist Du traurig heute, wo Alles so lustig ist, daß sogar die Weibsleute eins über den Durst trinken?" „DaS ist's ja," meinte Fritz Mölkner,„Kistenfegen, Seckelleeren, Fressen und Saufen— daraus verstehen sich diese Stadthänse gar wohl. Aber laß es nur erst zum Fechten kommen, dann magst Du gar Wenige sehen von Denen, die jetzt den Mund so groß aufthun. Ei wce tapfer sind sie, wenn es gilt, den Pfäfflein in die Häuser zu fallen! Aber es werden die Fürsten und Herren einher- bestanden, Gmmereien und Spitzbübereien getrieben." Angezogen waren die§§ 110, 185 und 196 des R-Str.-B. Als Denunziant nnd gleichzeitig als Zeuge trat ein Gendarm ans, es war noch ein Gendarm und der Ortsdiener als Zeugen geladen. Galm be- streitet entschieden die ihm in den Mund gelegte Aeußerungen, der Staatsanwalt hält jedoch durch die Zeugenaussagen die Anklage in ihrem vollen Umfange aufrecht und beantragte wegen Vergehen gegen den§ 110 2 Jahre Gefängniß— das höchste zulässige Strafmaß— und wegen Ve- leidigung von Behörden 4 Monate Gefängniß, als Gssanimtstrasc 2 Jahre 2 Monate. Der Gerichtshof erkannte auf 5 Monate für das erste, 1 Monat für das zweite Vergehen. Der Eifer unserer eljasstschc» Genossen verdient alle Anerkennung. Trotz der die Agitatinn sehr erschwerenden alten französischen Vereins-Ecsetzgebung, die im Reichslande noch gilt, haben unsere Genossen auf den 14, Dezember eine VolkSvcrsainin- lnng einberufen, in welcher Genosse W. Häusler aus Mannheim über die Vereinigung der Arbeiter mit besonderer Berücksichtignng der Metallarbeiter, sowie über die Nothwendigkei; und den Zweck der Arbeiterpresse sprechen wird. Für die Nachwahl im Kreise Bochum haben unsere Parteigenossen den Schreiner Lehmann als Kandidaten auf- gestellt.— I» Frankfurt a. M. wurde der Redakteur der„Frank- furter Volksstiinine", Genosse Hoch, wegen Beleidigung der sächsischen Polizei von der Straskainmer zu 300 M. Geldstrafe verurtheilt(siehe Gerichtssaal).— Pvlmfchv Xlvfcmiirfif. Berlin, den 13. Dezember. Wir sprachen schon von dem gesunden Urtheil, welches die französische Presse über die Verhandlungen der jetzt in Berlin tagenden Zchnlkommissi»« fällt. Hente finden wir im„Temps" einige sehr zutreffende Bemerkungen über die„nationale" Erziehung, von der jetzt so viel die Rede ist. Das französische Blatt meint, nicht ohne einen Anflug vonJronie, fast wirklich dasselbe, was der deutsche Kaiser neulich von„nationaler" Erziehung gesagt habe, sei vor Kurzem von dem französischen Unter- richts- Minister Bourgeois gesagt worden. Nur muffe man dort deutsch und hier französisch zum„national" hinzufügen. Thatsache ist, daß es kein inhaltsloseres Schlagwort geben kann, als das Wort „national". Jede„Nationalität" führt es im Munde, und da nun jede„Nationalität" mit national natürlich sich selbst meint, so kommen wir bei allen wissenschaftlichen, idealen, kurz allgemein vienschlichen Dingen stets zum Absurden, wenn wir das Wort„na- tional" wenigstens in dem Sinne, welchen es jetzt erlangt hat, in den Mund nehmen. Die Erziehung ist aber entschieden etwas allgemein Menschliches— gerade wie die Wissenschaft. Und so wenig man einer nationalen Wissenschaft reden kann, so wenig kann man von einer nationalen Erziehung reden, ohne dadurch zu den verkehrte- sten Schlußfolgerungen und Konsequenzen zu kommen, oder Anlaß zu geben. Wohl sprach Fichte seiner Zeit von einer nationalen Erziehung, allein das war vor nun 80 Jahren, als das Wort noch den weiteren Sinn des Volksthümlicheu, Allgemeinen und Freiheitlichen hatte, welcher ihm von der französischen Revolution aufgeprägt worden war. Aber die Wörter ändern mit der Zeil ihre Bedeutung— das edle Wort„national" ist aus den Hund gekommen, wie das auch mit edlen und edelsten Familien öfters geschieht, und dem revolutionären Inhalt hat sich im Lauf der Zeiten ein reaktionärer untergeschoben. Um uns zu veranschaulichen, waS eine nationale Erziehung heutzutage sein würde, müssen wir uns blos einen „national" erzogenen Deutschen, einen national erzogenen Franzosen, und einen national erzogenen Engländer neben einander vorstellen:— jeder der Drei, wenn um dein Sinn des Wortes„national" befragt, genau die nämliche Litanei hersagend, nur mit dem Unter- schied, daß Jeder alle nationalen Vollkommenheiten für s e i n e „Nation" beansprucht nnd alle Fehler der„Nationen" den Anderen überläßt. Wir gerathcn bei einer solchen Erziehung in die naiv-beschränkte, leider auch sehr gefährliche Auffassung der uralten Völker zurück, die in jedem Nichtgriechen einen Barbaren erblickten. Seitdeni sind aber tausende von Jahren verflossen, und derartige vorsintfluthliche, durch die Kultur längst überwun- ziehen mit viel reisigem Zeug und mit einem großen Ge- schütz. Wenn da wir Bauern nicht wären, mannhaft zu streiten nnd zu stürmen, wo möchtest Du bleiben, o arme evangelische Freiheit!" „Wohl," meinte Hanns Kretzer, der Wirth. „Diese aber thun, als sei der Unfug die Hauptfach," sprach Fritz Mölkner,„und sie handeln darnach. Solcher Anfang ist kein guter, ohn' alle Zucht und Ordnung." Und er ging grimmig hinaus. Wohl nicht weniger grimmig kam an diesem Abend Herr Anton von Badell, der Stadt Rothenburg hochwohl- weiser Rathsherr, in seine Behausung. Sie hatten davon gesprochen im Rath, daß seine Tochter Agnes draußen am Marterbild mit dem Junker Grumbach gesehen worden sei. Der junge Spelt hatte nicht geschwiegen und die ehr- würdigen Rathsherren schüttelten die grauen Häupter, als sie vernahmen, das Fräulein habe die RedeFdes Tippendaps mit Wohlgefallen ausgenommen. „Das ist ein sonderbar Spiel in diesen Zeitläuften," Prach Erasmus von Mußlon, der Bürgermeister.„Jung- ränlein, sein und sittig erzogen, sind zu schauen, wo man ernst nur gemeines Volk gewahr wird. Aber das stärket nur Jen aufrührerischen und ketzerischen Geist, denn sie meinen chon, es fiele Alles zu ihnen." Agnesens Vater fühlte den Stich, aber er ging schweigend von danncn, so heiß der Zorn in ihm kochte. Sein sanftes Ehegemahl erschrak und hätte mögen die Decke über den Kopf ziehen, als sie die von Zorn entstellten Züge des Gatten sah. Zu fragen wagte sie nicht. „Daß Du's weißt," sprach er mit drohender Stimme zu der furchtsamen Frau,„das Jüngferlein muß nur jetzt unter die Haube. Ich hab's satt, einen jeden Tag den Unfug mit anzusehen." „Oh," schluchzte die Gattin,„was soll das werden? Die hat von Dir den harten Kops als Erbschaft mit be- kommen." „Das wird sich erweisen," knirschte der Rathsherr. den? Vorurtheile sollten doch endlich für immer in[ Rumpelkammer geworfen werden— aus nie Wiedersehe Man kann mit derartigem Kram nicht„an der Spitze de; Zivilisation marschiren," sondern höchstens unter dem To? der Marodeure.— Als sehr wichtig für die Entwicklung des deutsche Uerrins- nnd Gewerkschafts-WeseAs verweisen wir arj das heut gefällte, an anderer Stelle zu lesende Erkemitw? des hiesigen Landgerichts I in Sachen des große» Maurerprozesscs. Eine gleiche Wichtigkeit hat der Prozeß, welcher nächste Woche in Magdeburg gegen eine Anzahl Gewer'' schasts-Vor stände verhandelt werden soll. Wir den ausführlich über denselben berichten, nnd sobald da? Resultat vorliegt, beide Prozesse genauer besprechen.— i Die Germania" veröffentlicht in ihrem heutigen Leit- artikel den Briefwechsel des Freiherrn o. Schorlemc» mit der Zentrnmssraktion gelegentlich seiner Mandat-- niederlcgnng.' Bemerkenswert h an dieser Korrespondenz ist nur die Versicherung des Grasen v. Ballestrcm, daß„dck gütige Gott stets dem Zentrum gnädig war." Der geheim» Vertrag des Grafen Ballestrcm mit dem lieben Herrgov lag uns bisnun nicht vor, wir wissen daher nicht, ob de» Vertrag gekündigt werden kann oder ob er auf«vige Zelle» abgeschlossen ist. Für den achtstündigen Uormal- Arbeitstas trat in seiner Antrittsrede der jüngst gewählte Rektor der MüncheM» Universität, der Professor der Medizin Ziemffen ein. gab eine wissenschaftliche Ausführung über die Entwickelnn? des menschlichen Gehirn und seiner Funktionen und empfah» bei gesteigerter geistiger Thätigkeit Erholung und Sport-- Übungen für die Jugend und ausreichenden Schws Schließlich erklärte der neue Universitätsrektor, daß vom medizinischeip Standpunkt aus die Forderung der NerPkll- j acht Stunden Arbeit, acht Stunden Erholung, acht Stunden Schlaf, nur zu billigen sei. Gerne hätten wir die verdutzten Gesichter der bei solchen Universitäts-Feierlichkeiten anwesenden Minister und Geheim- räthe gesehen bei diesem Eintreten für eine Forderung dr» organisirten Proletariats seitens des Vertreters der Müll- chener Universität. Unsere Leser erinnern sich wohl noch der Enthüllungen der„Westfälischen Volkszeitung" über die skandalöse« Z-teucrentzieliungen in Sochnm. Auffallend war, daß che Herren Baare und„Genossen" med die Stener-Einschätzung»- kommission des Magistrats Herrn Fusangel gerichtlich nich» verfolgen ließen, um ihre Unschuld nachzuweisen. Noch aus- fallender ist aber, daß jetzt nach Monaten, wo ein Theil der „Preßvergehen" des Herrn Fusangel, des Chefredakteurs der „Westfäl. Volksztg.", schon verjährt sein dürsten, Klage ch 23 Fällen gegen das genannte Blatt erhoben wird. Diese- Vorgehen ist zu durchsichtig, um irgend Jemanden täuschen zn können und wird jedenfalls eher für die Richtigkeit der Angaben des Herrn Fusangel als für die Ehrlichkeit der Herren Baare nnd Genossen zeugen.— Die Uerurtheilung de« bekannten Dize- Wachb meistrr« Kurt Abel haben wir in unserem Blatte schon gemeldet. Herr Abel ist sofort in Haft genommen worden Dieses Urtheil wirft wieder einmal ein bedeutungsvolle- Streiflicht auf das Uebergewicht des Militarismus in unserem ganzen politischen Leben. Abel hat sich durch seine ehrliche Schrift ein unleugbares Verdienst erworben, seine Behauptungen mußten von der Militärbehörde zugestanden werden und doch wird der Mann verurtheilt, ja nicht nur das, es wird ihm durch die sofortige Inhaftnahme die Revision gegen daS Urtheil unmöglich g»' macht. Doch damit ist das charakteristische des Falles irodt nicht erschöpft. Herr Abel gehört dem Beurlaubtenstai«'» an, und untersteht vom Tage seiner Entlassung aus dem Militärverbande den ordentlichen Gerichten. Die wenigeu Ausnahmen von dieser Regel treffen auf Herrn Abels„Ver- gehen" nicht zu. Stellt man sich aber selbst aus den Stano- punkt der Militärgerichte, so kann Herrn Abel doch nichts anderes zur Last gelegt werden, als daß er es unterlassen hat, über die barbarische Behandlung der Soldaten durch i einen irrsinnigen Rittmeister bei diesem Rittmeister selbst dm vorschriftsmäßige Meldung gemacht zu haben, und dafür wird Leibeigen. Die Maiensonne wob einen güldenen Strcihleuschleier über das sanftgrünc Thal nnd spiegelte sich in de« silbernen Fluthen der Tauber, als Agnes von Badell durch da- Eobolzeller Thor Hinansschritt vor die Ringmausrn ihrer Vaterstadt. Sic wollte nach Detwang wandern, dcpn Dörs- chen, das gleich unterhalb Rothenburg an der Tauber l>egt. Ei« j alter Diener oes Hause?, der treue Balthasar, der ft\ou sen vierzig Jahren im Dienste derer von Badell stand, begleitet« sie und trug eine wohlgrsüllte Tasche über die Schulivt ge-; hangen. Ein mächtiger Fanghund sprang den Äiiden voraus. „Welch lieblicher Maientag!" begann der alte Balthasar. uni mit dem hartnäckig schweigenden Fräulein ein Gespvich anzufangen.■ Aber Agnes antwortete mit einem zerstreute» und halb unwilligen Ja, so daß der Alte sich kopfschüttelnd Schweigen auferlegte. Agnes sah blaß und verhärmt auß, so stolz auch die hohe und schlanke Gestalt dahinschritt- Sie schaute weder rechts noch links nnd bemerkte nicht, wie die Weingärtner in den nahen Weinbergen ihr bewundernde und neugierige Blicke nachsandten. Sie erreichten das Ufer der Tauber und kamen am Toppler- Schlößchen vorbei, jenem merkwürdigen Gebäude, allwo einst der faule König Wenzel gelogen und sich gütlich gethan. Heinrich Toppler, Rotenburgs gewattiger Bürger- meister, der Raubritter unerbittlicher Feind und Sieger i» der berühmten Schlacht von Reutlingen, war Wenzel'- Freund und der faule König war den zkiothenburgern wohl gewogen. Nur wenn sie ihm kein Geld geben wollte», gerieth er darob in großen Zorn und drohte mit seiner Ungnade, wie er denn einst ob solchen Anlasses an„dir nngetrewen zu Rothenburg, die dem Reich ungehorsam sein", ein Brieflein schrieb des Inhalts:„Der Teufel Hub an z» scheeren ein Saw und sprach also: Viel Geschreies und wenig Wolle." Und da er drohte, den Rath mit dem Henker heimz»' suchen, so ward ihm das Geld. Die Freundschaft mit dei» großen Toppler aber, der später als tapfer kleinlichen Nei- des seiner Mitbürger fiel, war von Bestand und der König Wenzet lag lange Zeit als Gast des Bürgermeisters in dei» k« Mann eingesperrt und ihm die Gelegenheit Revision ein- Hegen entzogen. So bietet der Fall Abel ein interessantes Charakteristikum für unsere Rechtszustände.— Der unverbesserliche Z'.cichsnörgler und Ex-Reichs kanzlcr, der sich, trotz seiner angeblichen Begeisterung für die Landwirthschaft, doch nicht entschließen kann, seinen �riedrichsruher oder Varzincr Kohl in Ruhe zu bauen, bc- nutzt jede Gelegenheit, um seinem Acrgcr über den Gang der Tinge Lust zu machen. Er kann es der Welt nicht verzeihen, daß sie ohne ihn auskommt; und er kann es seinem Nachfolger nicht verzeihe», daß dieser ohne Genialität weit besser„regiert" als er selbst mit all seiner Genialität— und zwar deshalb besser regiert, weil er weniger regiert..Sein neuester Giftpfeil ward auf die K o ch' s ch e Eiitdccknug abgeschossen. Dem Reichsnörgler Zufolge hat Koch sich zweier unverzeihlicher Verbrechen schuldig gemacht: erstens hat er mit seiner Ent- dcckung so lange gewartet, daß sie ihren Glanz aus der Aera Caprivi geworfen hat, statt auf die Aera Bismarck, von welcher sie natürlich mit bekannten Rcptilemsigkeit w majorem dei gluriam— zum größeren Ruhm des Ab- gotts ausgenützt worden wäre; und zweitens— und das tzt das Hanptverbrechen— ist Koch„ein großer Mann" genannt worden. Ein einfacher Doktor, ein'Arzt, ein Philister ein„großer Mann!" Das Recht große Männer zu stiii, haben blos Minister, Generale, allenfalls Fürsten— jegensalls aber nur solche, die dafür gesorgt haben, daß sine möglichst große Anzahl von Menschen durch Masscn- schlächtereicn ins Jenseits befördert wurden. Ein jnmmer- lichcr Pflasterstreicher, der das Leben von Millionen rettet, belastet nur die Erde mit einer überflüssigen Bevölkerung; statt »das skrophulösc Gesindel" zu Kanonenfutter zu verwenden, erhält er es künstlich und„gegen die Naturgesetze" am Leben— und das soll ein großer Mann sein?.Nein, große Männer sind andere Kerle— und bei Licht betrachtet,.— die wahre Größe von der falschen sorgsam geschieden, giebt es jetzt überhaupt nur einen großen Mann, nur eindn großen großen Mann, und der heißt Bismarck— und weil Koch sich daS Verbrechen hat zu Schuldcu kommen lassen, von einigen sonderbaren Schwärmern ein großer Mann genannt zu werden, deshalb hat er eine indirekte Bismarckbeleidigung verübt, und wird im Leibblatt des Reichsnörglers, den „Hamburger Nachrichten", in einem zwei Spalten langen Leitartikel(der Nr. 294) nach Kräften verkleinert und her- untergezerrt.— Neber den Parteitag unserer ungarische» Genosse» haben wir schon kurz berichtet. Einer uns über denselben Zugegangenen Korrespondenz entnehmen wir folgendes Be- örüßnngsschreiben Friedrich Engels schrieb: London, 8. Dezember 1890. An die Redaktion der„Arbeiter-Wochenchrouik", Budapest. Erlauben Sie mir, Ihnen meinen ansrichtigsten Dank auszusprechen für die mit Ihrem Schreiben vom 26. November mir übersandten Glückwünsche zu meinem siebzigsten Ge- durtstage. Ich bin mir nur zu wohl bewußt, daß der weitaus größte Theil der Ehren, die Sie und so viele Andere mir an jenem Tag« erwiesen haben, mir nur zukommt als dem überlebenden Vertreter von Marx, und bitte nni Erlanbniß, dieselben als Ehrenkranze ans sein Grab niederlegen zu dürfen. Was ich aber lhun kann, mich ihm nachträglich würdig zu be- zeigen, das soll meinerseits geschehen, daraus können Sie sich verlassen. Herzlichen Dank für Ihre freundliche Einladung zum ungarländischen Parteitag. Es wird mir Nicht vergönnt sein, davon persönlich Gebrauch zu machen, aber im Geiste werde ich ani 7. und 8. d. M. unter Ihnen sein. Die Existenz einer ungarländischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei ist ein neuer Beweis dafür, daß die moderne Großindustrie sich in keinem Lande tinnisten kami, ohne die alte vorkapitalistische Gesellschaft zu revolutionireir und nicht nur eine Kapitalistenklasse, sondern auch«in Proletariat zu erzeugen und damit den Klassenkampf beider und eine auf den Umsturz der bürgerlich kapitalistischen Weltordnnng hin- arbeitende Arbeiterpartei. Dieser, nun auch in Ungar», wie mir Ihre freundlichst übersandte„Arbeiter-Wochenchronik" beweist, sich immer stärker entwickelnden Arbeiterpartei, die den Vortheil bat, von vornherein international zu sein, Magyaren, Deutsche, Rumänen, Serben und Slovaken zu umfassen, dieser junger: Partei wollen Sie so freundlich sein, meine besten Wünsche zu ihrem Parteitage z» überbringen. toch die internationale Sozialdemokratie! och der ungarländische Parteitag? Friedrich Engels." Toppler-Schlößchen. Heute noch, wenn die Dienstboten im Taubergrruid den Dienst verlassen und sich, wie man sagt, auf die sattle Haut legen, so nennt man dies„wenzeln", zur Erinnerung an die Thaten, die einst der faule König Wenzel im Toppler-Schlößchen gethan. Aber Agnes, wiewohl sie lange nicht mehr vor das gekommen war, achtete nicht auf die Reize des blühen- den Thaies und den interessanten Anblick ihrer Vaterstadt, oic mit Thurm en und Zinnen vielgestaltig und romantisch IN das Thal hinabschaut und von den gegenüberliegenden Hohen betrachtet, eine merkwürdige Achnlichkcit mit Jeru- salem zeigt. Sie schritt ernst und trübe fürbaß, denn in ihrem Innern jagten sich quälende Gedanken und der Busen hob und senkte sich stürmisch, also daß der greise Balthasar Manchmal traurig nach der Jungfrai: hmschielte, denn er wochte ahnen, was sie bewegte. Morgen sollte Agnes nnt hem jungen Spelt vor den Altar treten... Anton von Badell war gegen alle Einwurfe ferner Tochter, gegen alle Bitten seiner Gemahlin taub geblieben. „Man muß sie festlegen mit ihrem»schilflcln im Hafen her Ehe, also daß sie kein Gelüst mehr verspürt, rm Sturm und in Abenteuern zn segeln," sprach er. Sein.Racl)tivort folgt. Agnes hatte sich scheinbar gefügt, aber den auf- tz'dM u empört haben würde. Er hatte sie noch nicht einmal unter nannte sie seine stolze Brunhild und nieinte, es sei schon UMMMsM ichem Eifer betrieben. (Fortsetzung folgt.) i Die Resolution über die Landarbeiter lautet: „In Erwägung, daß die Erfordernisse der Prodnltio», wie die Anwendung der Gesetze der Agronomie— Wissenschaft lichcn Bewirthschaflung de? Bodens— de» Großbetrieb beim Ackerbau erheischen, die Einführung von Maschinell und die Organisation der lännlichen Arbeiter nothivendig machen, und daß im Allgemeinen die moderne ökonomische Entwicklung den Großbetrieb im Ackerbau erstrebt: in Erwägung, daß demgemäß bei dem Ackerbau, wie bei der Großindustrie, die allmälige Verdräiigung der kleiuen und mittleren Eigenthümer durch die Großgrundbesitzer vor' sich geht, das Elend Und das Abhängigkeitsverhältniß der weitaus grüßten Mehrzahl der Ackerbaubevölkerung zu Gunsten, einer kleineu Minorität stetig zuuimmt, und dies den Gesetzen der Gerechtigkeit und Humanität. zuwiderläuft: Svricht der Parteitag die Ansicht aus, daß die ökonomische Entwicklung der modernen Gesellschaft es zu einer gesellschast- lichen Nothioendigkeit machen wird, das Ackerland in gemein- fchastliches Eigenthum zu verwandeln, und den Boden von Staatswegen an Ackerbaugenossenschasten zu vergeben, welche verpflichtet sind, daS Land in wissenschaftlicher Weise auszu- beuten und direkt für Rechnung des Staates zu arbeiten; letzterer ist dagegen verpflichtet zu einer gemeiiimitzigeu Verwendung und gerechten Verlheil, ing des Arbeitsertrages. Um eine wisscnschastliche Ausbeutung des Grundes und Bodens zu ermöglichen, hat der Staat die Pflicht, durch Errichtung ent- sprechender Bildungsanstalten die nüthigen Kenntnisse unter der ackcrbautreibencen Bevölkerung zn verbreiten. Als lieber- gnngsstadium von der Privatbewirthschastnng fordert der Parteitag, mit den Staats-»nd Krongütern, Fideikommissen, Kirchengütcr», Gemeindeländereien, Bergwerken w. zu beginnen, und erklärt sich deshalb gegen jede Verwandlriiig des angeführten Staats- Und Gemeindebesitzes in Privatbesitz. Um jedoch der, aus de« ungünstigen Lebensverhältnissen sich ergeben- den, augenfällig rapiden physischen Degenerirung der landwirth- schastlichen Arbeiter sofort Einhalt zu thun, fordert der Parteitag ungesäumt die Einführurig eines Gesetze?, daS bei voller Berücksichtigung aller Eigenthümlichkeiten der Landwirthschast den Landarbeitern Schutz vor unmäßiger Ausbeutung ge- währt." In England beschäftigt man sich zum Glück auch noch mit anderen.Dingen, als dem Parnell- Skandal. Die „afrikanischen G r ä u e l" sind nicht von der Tages- ordnung verdrängt worden— sie haben zu einem großen E n t r ü st u ngs Meeting Anlaß gegeben, über welches uns tclegraphirt wird: London, 12. Dezenlber, Abends. Der Verein zum Schutz der Eingeborenen in Afrika hielt heute eine Versammlung ab, auf welcher über die Vorgänge im Lager von Iambuya verhandelt wurde. Der Vorsitzende, Parlamentsmitglied Fowler, vertheidigte die Haltung der englischen Regierung, welche es abgelehnt habe, eine Untersuchung in Sachen der Emin- Expe« dition einzuleiten, weil zwei der ineistbetheiligten Personen todt, die in Betracht kommende dritte Person ein Ausländer sei. Ohne ein an Ort und Stelle in Afrika sich mit der Sache beschäftigendes Komitee würde eine solche Untersuchung Mangel- hast ausfallen und gänzlich werthlos sein, während es andererseits schwierig wäre, ein ans Vertrarienspersonen bestehende» Komitee nach Afrika zu entsenden. Wenn Stanley es mit seiner Erklärung, daß über die Skandale in Hambnya volles Licht ver- breitet werden solle, ernst meine, so müsse er einen Berleum- dungsprozeß anstrengen, damit«in Gerichtshof sich mit jenen Vorgängen beschäftigen könne. Jedenfalls müsse aber die eng- lisch« Regierung allen weiteren, nach Afrika zu entsendenden Expeditionen fern bleiben, welche, wie die Stanley'scken, den Eingeborenen eher zum Schaden als zum Nutzen gereichen.— Ans Antrag des Parlainentsmitglicdes Pease nahni der Verein eine in dem letzerwähnten Sinne abgefaßte Resolution an. Pease verurtheilte die Einin-Expedltion in noch schärferem Tone als sein Borredner Fowler. Diese Expedition habe weder dein Handel noch den, Christenthum genützt und unsere geographischen Kenntnisse kaum bereichert,— die ganze Expedition wäre eine übetfliisstge Freibeuterei und Donqnichoterie gewesen. Frederik Harrison empfahl, daß das VereinSroinitee die Frage der Vorgänge rm Lager von Nambrrya juristisch erörtern lassen möge, damit darüber Klarheit gewonnen würde, ob die Mit- glieder der Emin-Erpeditio» für die besprochenen Gränelthaten verantwortlich gemacht werden könnten. Redner bejahte diese Frage mit Hinweis auf die unter König Georg IT. beschlossene Parlameutsakte wider die Sklaverei. Zwei Redner, versuchten Stanley zu rechtfertigen, wurden aber durch Zisch?» und leb- hafte Proteste unterbrochen. Die Versammlung beschloß noch eine zweite Resolution, durch welche die englische Regierung anfgefordert werden soll, eine Pression zu üben, damit die all- gemeine Brüsseler Kongreßakte gegen den Sklavenhandel sofort angenommen und ausgeführt, verde." So daS Telegramm. Wir haben kaum nöthig zn sageii, daß mit„Emin-Expedition" nicht die Expedition Emin's, sondern die Expedition zu seiner„Befreiung" ge- meint ist. Leider pflegen derartige Entrüstnngsstürme sich rasch wieder zu legen. Die bürgerliche Gesellschaft ist immer sehr tugendhaft, weiß aber ganz vortrefflich de» Profit mit der Tugend in Harmonie zu bringen;, rmd so lange in Afrika ein„Geschäft" gemacht wird, hat der praktische John Bull in Bezug auf Afrika zwei Seelen— eine, die1 auf die „Prozentches" erpicht ist. Beiläufig— was der„Kreuz- Zeitung" und den anderen Stöcker-Organeii bemerkt sei, echt ch r i st l i ch e„Prozentches"— von keinem semitischen Hauch befleckt— sogar k i r ch e n g ä n g e r i s ch c ' a b b a t h h c i l i g c ii d c„Prozentches", denn der fromme echt christlich- germanische„Prozentches"- John Bull geht allsountäglich in die Kirche, sogar zweimal— und ist in jeder Beziehung ein Mann nach dem Herzen Stöcker's. In Frau live ich hat ein großer Theil der ehemaligen Monarchisten bei der Generalabstimmung über das Budget (den„Etat" sagen wir ans„deutsch") für die Regierung gestimmt. Dies giebt verschiedenen Zeitungen Anlaß zu tiefsinnigen Betrachtungen über den„Umschwung", der sich untcr den französischen Monarchisten vollzogen und dieselven in daS Lager der Republik gebracht habe. Papexlapapp! Von„Umschwung" ist nicht die Rede— die französischen Herren Monarchisten sind, gleich ihren Gesinnungsgenossen iii anderen Ländern, ächte Revolutionäre, denen es höchst gleichgiltig ist, untcr welcher Firma sie ihre Reaktions- geschäfte machen. Ist die Republik so gut, ihnen Hand- tangeroienste zu thnn und ihre Geschäfte zn besorgen, so gehen sie mit der Republik, und ivird die Republik domo- kratisch und sozialistisch, so wenden sie sich gegen sie, kon- spiriren aus Leibeskräften und suchen sie„gewaltsam ituizu- stürzen"— als echte Ordnungsmänner, die ja in aller Herren Länder Gewaltanbeter und„lustig wühlende" Umstürzler sind. Also mit dem„Umschwung" ist's nichts. Die Freundschaft der französischen Monarchisten für die Republik des Herrn Constans und Konsorten hat keine andere Bedeutung, als die eines schimpflichen A r m n t h s z e n g n i s s e s für die französische Bourgeoisrepnblik.— Wie wenig Material rnssische Ziichter ,>,r Fällmig wo» drei Todesurtheilen brauchen, beweist das einzige Beweisstück, das der Staatsanwalt gegen die Sophie Günzburg und ihre Genossen vorlegen konnte. Dasselbe war ein 4 Zoll langer und 2 Zoll breiter Zettel, den die Günzburg verloren hatte und aus dem die folgenden Worte standen. „Nachdem wir...... bei Seite geschafft haben, halten wir es für unsere moralische Pflicht, die Bedeutung des Ereig- nisses dem russischen Publikum auseinander zu setzen. Für Diejenigen, welche statt des...., sein Entrinnen beim Eisen- bahn-Unglück vom 29. Oktober 1888 für wunderbar hielten, ist eine Erklärung nicht nöthig. Der Wille der Vorsehung, welcher ihn damals beivahrte, hat uns jetzt als Werkzeug auserwählt zur Bestrafung desselben für die Menge Ucbcl, welche er ver- »irsacht hat. Wir müsseir uusercn Beschluß rechtfertigen vor Denjenigen, welche von der Anwendung von Gewalt keinen Nutze» erwarten und nur friedliche Mittel dem Volke empfehlen." Angenommen der Staatsanwalt hatte mit seiner Be- hanptung Recht, daß die Punkte in dem Schriftstück an Stelle des Wortes„Zaren" gesetzt waren, so berechtigt das doch sicherlich nicht, einzig und allein ans so einen Zettel bin über drei Personen Todesstrafen zn verhängen. In Rußland urtheilen aber die Richter nicht nach dem, was sie für Recht erkannt haben, sie richten sich einfach nach den Wünschen des Staatsanwalts, welche ihre Bütteldienste in Rußland noch besser zu leisten verstehen als ihre Kollegen in anderen Ländern. *** Uenrste Nachrichte». Ueber die Flucht Padlewski's, welcher den russischen General- Spitzel Silberstoff erschoß, meldet ein Telegramm vom heutigen Nächmittag: Paris, 13. Dezember. Der Journalist Georg« de la Brnysre erzählt im„Eclair", daß er es war, welcher Padlewski vor der Polizei in Sicherheit gebracht habe. Am 21. November, 3 Tage nach Ermordung Silberstoff's, sei eine unbekannte Frau zu ihm gekommen, welche ihn gebeten habe, Padlewski zu retten. La Bruyere habe Padlewski einige Zeit in Paris in Verborgenheit gehalten und sei dann unter dem Vorwande, daß er ein Duell pn Auslande auszufechten habe,»nt Padlewski und zwei Freunden, welche die Rolle von Sekundanten spielten, über Italien nach Trieft gereist, von wo Padle>vski, wie an- gedeutet wird, nach Amerika abgesegelt sei. Padlewski erzählte La Brnyäre, er habe Silberstoff deshalb getödtet,»veil dieser durch einen Agent provocateur die in Paris lebenden russischen Flüchtlinge zu einem nihilistischen Komplot habe an- stiften wollen, um dem Kaiser von Rußland seinen Eifer zu beweisen. Wir können natürlich nicht wissen, ob der Bericht de la Brnyere's wahr ist, er ist aber ivahrscheinlich. Hilfe für G»se« Uichter!„Der kleine Sohn des großen Blum"— Hans, Ex-„Studiosns der Menschenrechte" (wie er weiland auf seine Visitenkarten schrieb), ist zum Zeitvertreib wieder einmal unter die Sozialistentödter ge- gangen; er hat uns in einem Vortrag, der als Broschüre gedruckt ist,„geistig vernichtet". Wer glücklich durch die Richter'schen Irrlehren durchgewatet ist, möge sich an die Hans Blnm'schen machen. Die gleiche Kouleur in Grün— oder in Aschgrau,— aschgrau wie das„aschgraue Elend", alias Katzenjammer oder„Kater". VArlsmenkkiviHHes. Die Kommission des Reichstages zur Vorberathung des Zuckersteuer-Gesetze« hat zum Vorsitzenden den Grafen zu Etollberg-Wernigerode(konservativ), zum Stell- vertretet den Abg. Witte(freisinnig), zu Schriftführern die Ab- geordneten von und zu Hoensbroech(Zentrum) und H o ff m a n n(nationalliberal) ernannt. Der Kommission gehören die Sozialdemokraten Heine, Schmidt(Frankfurt), Ulrich, die 5tonservativen H u l tz s ch, Gras Mirbach, Bohtz, v. Staudy, der Freikonservative Fürst Hatzseld-Trachen- b e r g, die Nationalliberalen Oechelhäuser, Dr. Buht, Dr. Bennigsen, die Freisinnigen Eugen Richter, Dr. Barth, Dr. Dohr», Schräder, Friedländer, die Zeutrumsmänner Graf Ehamare, Gütz v. Olenhusen, Graf P r e y f i n g(Straubing), Kersting, Klose, Berger, Reichert(Baden) und der Pole KoZeielski. Die Ginkoinmrnsteuer-Diommissto» deö Abgeord- netenhaufes diskutirte am Freitag über§ 17, welcher den Steuertarif feststellt. Zu diesen, Paragraph war«ine Reihe Amendements gestellt, welche einerseits die mittleren Steuerstufen noch weiter in ihren Steuersätzen herabsetzen wollen, theilweise aber auch die Stufe von 100 000 M. an mit höheren Sätzen, nämlich bis zu 4 pCt. resp. 5 pCt. belegen. Nachdem die vor- gelegten fünf verschiedenen Tarife diskutirt worden, einigte sich die Kommission dahin, eine S u b k o nr in i s s i o n zu ernennen, welcher der Auftrag ertheilt wurde, einen neuen Vorschlag auszu- stellen, rvelcher auf die durch Mehrheitsbeschluß festgestellten Grundsätze aufzubauen ist. Diese Grundsäge sind: 1) es wird der Tarif UI der Berathung zn Grunde gelegt: 2) der h ö ch st e S t e u e r s a tz st e i gN b i s z» 4 p C t.; S) die D e g r e f f i o ii von diesem Prozentsätze beginnt bei 100 000 M. In die Sublvininission wurden gewählt v. Bismarck, v. Zedlitz, Enneccerus, Sperlich und Dr. Seelig. Der der Bcrathimg der Eubkommission zu Grunde gelegte Tarif ist in den Stufen identisch mit der Vorlage. Die Steuer- sähe sind bis zur 8. Stufe identisch. Für die 9. Stufe u. s.>». rvird vorgeschlagen 2400—2700 M.: 44 M.(anstatt 45); 2700 bis 3000: 32(anstatt 54); 3000—3300: 60(anstatt 66); 3300 bis 3600; 70(78); 3600—3900; 80(92); 3900—4200: 92(106); 4200—4500: 104(120); 4500—5000; 118(135); 5000—5600; 132(150); 5500—6000: 146(165); 6000—6500: 160(180); 6500—7000: 170(195); 7000—7500: 192(210); 7500—8000: 212(226); 8000—8500: 232(242); 8500—9000; 252(258); 9000—9500: 276(276); 9500—10500; 300(300). Unter Annahme dieser Sätze würde der Ertrag um 2 780 371 M. hinter demjenigen der.Regierungsvorlage zurückbleibe». Da aber von 10 600 M. ab bis zn einem Einkommen von 100 000 M. der Steuersatz von 3 auf 4 pCt. steigt, so wird der Ausfall voraus- sichtlich mehr als gedeckt werden. Das Reichstagsmandat des nationalliber.ilen Abg. Gebhard(19. hannoverscher Wahlkreis) beantragt die Geschäftsordiiungs-Kommission für erloschen zu erklären mit Rücksicht ans die Bestellung des Abg. Gebhard znm Direktor der hanseatischen Jnvalibitätsversichernng. Der Beschluß wurde mit 5 gegen 3 Stimmen gefaßt. Die Konservativen und National- liberale» traten für die Fortdauer des Mandats ein. Bei der Wahl am 20. Februar erhielt Gebhard 8063 St., unser Kandidat 4888, die Welsen 2832; bei der Stichwahl erhielt Gebhard 13 722, unser Kandidat 6255 St. Arbeikorbeneegtttrg. Kochum, den 13. Dezember. Im hiesigen und i» den b« nachbarten Bezirken werden morgen über 20 Bergarbeiter-Ver sammluiigen veranstaltet, auf denen fast überall Besprechunger der Lage und der Knappschaftskassen stattfinden sollen. Theater. Sonntag, den 14. Dezember Vperuhaua. Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Montag: Oberon, König der Elfen. Kchauspielhaus. Wilhelm Teil. Montag: Die Ouitzoiv's. Lrsstng- Theater. Heimgefunden. Montag: Der Traum ein Leben. Kerliner Theater. Kean. Montag: Goldfische. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Friedrich-Wilhelmltädt. Theater. Fledermaus. Sonne und Erde. Montag: Dieselbe Borstellung. Utallner-Theater. In Hemdsärmeln. Pension Schöller. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kestdenx-Theatrr. Der Kampf ums Dasein. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria» Theater. Die sieben Raven. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kellealliancr-Theater. Ein toller Einfall. Montag: Dieselbe Vorstellung. Gstend- Theater. Vor Sonnenaufgang. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thomas» Theater. Der Soldaten- freund. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Gruft»Theater. Unsere Don Juans. Montag: Dieselbe Vorstellung. bürgerliche« Schauspielhaus. Der Eisonkel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Aaufinann'o Uariöte. Grope Spezialitäten-Vorstellung. Theater der Nrichohallen. Große Spezialitäten-Born ellung. Gonrordia. Große Spezialitäten- Vorstellung. Gebr. Richter'« Uarlöts. Große Spezialitäten-Vorstcllung. Wiutergarte». Große Spezialitäten- Vorstellung. Englischer Harten. Direktion: C. Andres«, Atexander- straße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walz- sängeriu. Jenny Reimann, Kostüm-Soubrette. Mr. Samiiti mit seinen dresprten Hunden. Mr. 0. Worch, Produktionen an römischen Ringen. Max Menzel, Gesangskomiker. Mr. Koberstein, Malabarist. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags öVa Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags SO Pf. 60 Pf. und 75 Pf., im Vorverkanf 20 und 30 Pf. Etlldlijsemtllt ßuggenliagen am Moritzplatz. Täglich:_ MF* Grosses Concert. kWM Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer-Abend. Wntppp Wochentajs 10 Fig., Jjllll cc gönn- und Pesttags 25 Pfg. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Epeztal-Ansschank von Patzenhofer Export-Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Kommandanienstr. 77—79. Täglich: Grosses Concert mit Guartett-Säugern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. S a n f t l e b e n. Wochentags; Frei-Concert. Sonntags Entreo 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billard?, 3 Kegelbahnen und einen Saal zu Ver- gnügungen und Versaunnlungen. 703 F. Sodtke. Castan's Pauopticum� Cutree 60 Pfg., Kiudrr%5 Rfg. V. 9 Uhr Morgens� bis 10 Uhr Abends. Vorstellung rS3orjii. UVa u. 12V2 Uhr. �Nachm. u.d'/ä-OVsUhv eine Vorstellung Getra-Tulröe 30 Pfg Kinder frei. Passage-Panopticum. Unter den Linden 22,23. 1742 Circus Renz. Karlstrabe. Sonntag, 14. Dezemberz Zwei Vorstellungen. Ansang der Nachmittags-Vorstellung 4 Uhr, der Abend-Vorstellung 71/2 Ohr. Um 4 Uhr Nachmittags 1 Kind frei. Auf vielseitiges Verlangen: Aschenbrödel oder: Der gläserne Pantoffel. Großes phantastisches Zaubermärchen in 4 Abtheilungen mit Ballet. Einlage: Grosses Walzer-Divertissement. Neu arrangirt und inszenirt vom Direktor E. Renz. Abend« 7'/s Uhr: Die lustigen Heidelberger oder: Ein Studenten-Ausflug mit Hindernissen. Große Original-Paiitomime, neu arrang. u. inszenirt vom Direktor E. Renz. In beiden Vorstellungen'A.strelen der vorznglichsien Reitkänstlerinnen und Künstler, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirtcn Schul- und Freiheits- pferde. Komische Entrces und Jnter- inezzos von sninmtlichen Clowns. Morgen: M a z e v p a. E. Renz, Direktor. Nrtlls SlhMlttlll. Friedrich-Karl-User. Der Girku« ist gut geheizt! Heute Sonntag: 2 gr. Vorstellungen. Nachmittags 4 nnd Abends 71/3 Uhr. Beide Vorstellungen mit verschiedenen vorzüglichen Programmen. In beiden Vorstellungen Austreten sämmtlicher Künstler und Künstlerinnen. Reiten und Vorführen der besrdressirten Schul- und Freiheitspferde. Komische Eutrees sämmtlicher Clowns. N a ch m i t t a g- V o r st e l l u n g: I Kind frei. Zum Schluß der Abend-Vorstellima: aSRimls miter Wiliser.� Zum 9. Male: Sensationelle Wasser-Pantomime. Eine ländl. Hochzeit. Große komische, equestrische Pantomime mit Ballet. Natürliches Wasser überfluthet in einer Minute die Manege. Natürliche Ruderboote n. Dampfboote. M" Specialität. Ist 4 Montag, den 15. Dezember: Große Vorstellung mit neuem Programm. Z u m 10. M a I e: Die sensationelle Wasser-Pantomime:«Eine ländliche Hochzeit. Welt-Restaurant. 97 Dresdener- Strasse 97, Täglich Austreten der Ungarischen National-Kapelle Olchoary und der Tirolcr-Gesellschaft Stiegler. Weihnachts-Ausstellung eröffnet. 2188 peu. City-Passage. Neu- Dresdener« Strasse 52. 1 1815 Täglich: Rudolf Förster-Konzert. Anfang 1l/2 Uhr. Entree 20 Pf. Kaiser Friedrich-Garten, E. Wirsing, früher Troll, — Ripdorf, Kuesebecksiraße:— Wvofjt Eisbahn. wozu einladet B. Schenk. Großer Holl am Sonntag, den 14. Dezember er., bei freiem Tanz, Anfang 4 Uhr, wozu er- gebenst einladet 2150 fr. Kunse, Jürgen Nachfolger, Weißen see, HeinerSdorserstr. Nr. 3. Sangeslustige Herren und Damen, welche gewillt, dem zum Arbeiter- Sängerbund gehörenden Gesangverein„Freya"(gemischter Chor) beizutreten, werden ersucht, sich in den Uebuiigsstunde» Btiltwochs Abends von 8Vs— lOVs Uhr bei Zemter, M ü n z st r. 11, zu melden. Derselbe steht unter der Leitung eines anerkanur tüchtigen Dirigenten. 1001 Der Vorstand. MGromettstrasteW. Einp.ehle meine 3 Kälc au Vereine, Gesellschaften und zu Versammlunge». 1811 Hoffmann. Weiß- ii, BsW-BierlM«. August Günther, Aitschinerstr.S7. Unserm Kollegen und Genossen Fr. Schulze z» sein. heut. Wiegenfeste ein dreimaliges Hoch!. Vergiß— nicht. Deine Kollegen v. Bau Dorolheenstr. 32. Unserem Kollege', dem Tischler Rudolf Galle zu seinem heutigen Wiegenfeste ei» vounerndes Hock. Die Alten von 3a. B. B. Streu. Rö. Stein. Susanne. Borg. Kunst. 2211 Unserem Freunde und Genossen Gustav Schumann zu seinem heutigen Geburtstage ein 3mal donnerndes Hoch. 2157 Die Kollegen. Unserer Genossin, Frau Raue, zu ihrem heutigen Geburlstage ein dreimal donnerndes Hoch.— Piepel'chen, wird das Viertel auch langen? 2181 Den Klavierarbeitern, sowie allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß am Irl. d. M. der Klavierarbeiter[2140 Heinrich Fischer im 54. Lebensjahre an der Prole- tarierkrankheit in der königlichen Charitee verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 14. d. M., Nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle der Emmans-Gemeinde aus statt. Um zahlreiche Betheiligung wird er- sucht. Ehre seinem Andenken. Danksagung. Für die außerordentlich zahlreiche Becheiligung bei der Beerdigung meines lieben Mannes, des Klempners Fritz Pötting, sage allen Freunden und Genossen, ins- besondere Herrn Dr. Bruno Wille und dem Gesangverein„Freya" meinen auf- richtigen Dauk. 2203 Anna Pötting nebst Kindern. Kranzbinderei und Blumenhandlung J. Meyer,*5"-,. in der Ecke bei der Manteuffelstraße, liefert Guirlanden Meter von 15 Pf. Doppelbngel-Lorbeeriränze von 50 Pst an. Hyacintenzwiebeln von 20 Pst an. Topfpflanzen wie Bo>rquets k. gut und billig. 1391, Oottillonbongnets pr. Dtzd. v. 1. M. an. Fernsprecher. Amt IX. 9482. Winter-Ualetots nnh Amiige bei billigsten Preisen empfiehlt das bekannte Herren- md Kvickn- von 425 Julius Lindenhaum Grotze Frankfnrtcrftr. 139. Spezialität: Anfertigung nach Maaß und Arbeitssachen. (Kitte genau auf Firma und Hausnummer zu achte»!) Spiegel u. IV&UUuly Folsterwaaren C. Tausendfreund Fehrbelliner-Strasse No. 78, nahe Weinbergsweg. Solid» Arbeit. Siliigst» preise. Zoiidarität! 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Wahrhaft human und in ihrem Wirken höchst segens- wch ist, wie allbekannt, unsere in bewährten frommen Händen whende Stadtmission. Sie sorgt dafür, daß tn diesen traurigen Zelten die Hungernden und Frierendem zwar nicht ihre leiblichen Bedürfnisse"decken, aber erquickende geistliche Tröstungen von «euen Dienern der Kirche erhalten. Es wäre auch geradezu « t cht, die Arbeitsmenschen während der wenigen Jahre ihres rcbens im Glnckstaumel dahinleben zu lassen, während sie dann >ur alle Ewigkeit sämmtlichen Höllenqualen ausgesetzt wären. ■asemi sie nur im irdischen Leben mit den Stärkungen des Glaubens versehen sind, gewappnet gegen jede Versuchung, dann wird dereinst droben im Himmel ihnen ewiges Glück erblühe». Je juuhsamer und entbehrungsvoller das irdische Leben, desto besser das Platzchen im Paradies. Das sind die Lehren und Predigten der leider so vielfach verkannten, geschmähten und verlästerten Stadtmission. Daß es �ber nicht ganz mit rechten Dingen zugeht, daß entschieden die flauen des Satans hinter den Anseidungen stecken, zeigt uns der starke Widerstand, den überaA die Kinder der Welt, der Sinnen- "st, den frommen Bekehrungen e»tgegensei>en. Ein Beispiel dieser Art ist der Fall, welchen wir hier besprechen wollen. Wir irhielten durch eine Gerich>.sverhandlung Kennlniß von dem Vor- 'all. Da derselbe sehr leh-vreich ist und uns geeignet erscheint, so uianchen unserer Leser von dem betretenen Pfade der Sünde ab- Zubringen und ihn zum geduldigen Tragen des auf ihm durch die gutige Vorsehung lastenden Kreuzes zu veranlassen, so werden wir dk» Fall besprechen und die den Menschenkindern vom Satan dvr die Füße geworfenem Schlingen aufdecken. Da pochte vor einiger Zeit ein Mann, ein schon älterer Mann, an die Thore des Marthastifts, eines Schwesterinstituts dsr Stadtmission— Wenigstens steht es in nahen Beziehungen zu dieser. Das Institut liegt in der Schwedterstraße. Als die Schwester Pförtnerin nachsah und den Mann, den alten Mann, wir betonen eS, damit Niemand auf böse Gedanken komme, nach innem Begehren fragte, stellte es sich heraus, daß derselbe sünd- hafte Gevanken haW, er wollte sein Schicksal nicht geduldig �tragen, seine Sinnenlust war stärker als der Glaube, er bettelte um Essen, un> einen Teller Suppe. Daß der Mann sich mit sundigen, strafbaren Gedanken herumtrug, ging daraus hervor, daß er nicht arbeitete; er lebte von den mildthätigen Gaben der Menschen, er ivar ein sogenannter Almosen- Empfänger. Jedenfalls gehörte er zu den bekannten Arbeitsscheuen, die wohl arbeiten können und auch jederzeit Arbeit finden rviirden, wenn sie nur wollte». Beten und arbeiten inuß jeder Mensch, dessen Gemüth noch nicht gar zu sehr uerstockl ist. Da giebt es keine Ausrede, und wenn der Mensch alt und schwach, krank und hinfällig ist, desto schiverere Arbeiten Anß er dann auf sich nehmen, er muß eben mit Geduld die rüfung über sich ergehen lassen. Schwester Pförtnerin sandte rvmni den Blick zun, Himmelszelt hinauf, entrüstet über die Be- gehrlichkeit der Menschen, und wies den Bettelnden ab. Der Abgewiesene ging fort, da er aber lüstern mar nach dem Lccker- "ssen, best-.'hcnd aus einem Teller Suppe, so kehrte er wieder um lnd wagte es, die ehrwürdige Schwester in ihrem gottgefälligen brachten nochmals zu stören. Selbstverständlich wurde er zum iweiten Male abgewiesen. Statt das nun für einen höheren Fingerzeig anzusehen, schenkte dieS Kind der Sünde aen Emflüsteruligeil des Satans weiter Gehör, er kehrte zum mitten Male zurück, störte zum dritten Male die gottgefällige Be- Ichaulichkeit der frommen Schwester und bat zum dritten Male flehentlich um Verabreichung eines Tellers Suppe, da er schreck- l'chen Hunger habe. Die gegen jedes sündliche Begehren des Fleische» gefestete Schwester Pförtnerin ließ sich aber nicht er- Zeichen. UebrigenS erhalten auch nur die von den Stadtmissionären enipsohieiren Armeen einen Teller Mittagsmahl. Ob der ver- stockten Teufelsseele des Almosenempfängers ergrimmte das gläubige Herz der Stiftsschwester, sie hielt es aber für ihre heiligste Pflicht, den hartgesottenen Sünder den Krallen ms Versuchers zu entziehen, damit er reumüthig in mn tröstenden Schoost der Kirche zurückkehren, damit er allen Begierden des Fleisches entsage. Die Dienerin der Himmels- Polizei wendet sich an die irdische, die fromme Schwester rief nnen Diener der„heiligen" Hermandad und ließ den Sünder rjllmosenempfänger in eine stille Zelle führen, wo er sich in Ge- sinken über die Schönheit dieser Welt ergehen konnte. Zur Strafe für seine lasterhaften Frevel erhielt er eine vierzehntägiae Gefängnißstrase zudiktirt. Dort, abgeschieden von dem Getriebe der Welt, hätte er in seiner engen und stillen Klause nachdenken wnne» und sollen über sein sündhaftes Vorleben, wie er sckt und in Sünden grau geworden, sein Alter noch weiter mit Frevelthatzen belastet, indem er nicht mehr arbeite, Sottttkagsplauderei. R. C. Die Fideikommisse sind in der letzten Zeit populär leworden. Selbst Leute, deren Grundbesitz in einem Blumen- °pf besteht, interessircn sich für diese Art der Sicherstellung � Eigenthums, und wenn der verflossene Landwirthschafts- minister keine andere Spuren seiner Amtsthätigkeit zurück- blassen hätte, so wäre sein Ansehen als Repräsentant einer irvßen Zeit, durch seine großartige That für die kommenden �schlechter ebenso fest begründet gewesen wie sein Majorats- w- In der Bibel heißt es zwar:„Des Vaters Segen �uet den Kindern Häuser"— aber in einer Periode der �wankenden Hypothekciivcrhältuisse bewahrheitet sich dieser Spruch leider nicht immer, und für den späteren Enkel ist , meist von Vorthcil, wenn ihm zwar nicht die Gelegen- genommen ist, Schulden zu machen, sondern ivcnn ihm äirch einen rigorosen Ahnen nur die Möglichkeit abge- Miitten wird, solche zu bezahlen. � Tie Gesetzgebung schreitet leider nicht immer init den wünschen und Gelüsten oer jeiveiligen Menschen vorwärts, es soll sogar vorkommen, daß wohlbestallte Gesetzes- °?chter in die Rolle des Bockes verfallen, wenn man einem "chen Langbart das Amt des Gärtners überträgt. Wer 'Y Kreuz hat, segnet sich, und wer den Staat vor Stempel- �sraudationeil zu bewahren hat, läßt selbst den Klingelbeutel p der eigenen Kasse recht gern vorübergehen: in der Kirche sirst hex gläubige Christ iveuigstens einen Hosenknopf in 'e Sammelbüchse— das sieht gut aus und kostet im Grunde Rommen gerade nicht sehr viel. Der Durchschnittsmensch Jchrt in der modernen Gesellschaft wenigstens immer den schein, ein Minister ist natürlich über derartige Klein, g- �>ten erhaben, denn das Stenerzahlen ist im Großen und -mtizen doch nur eine Einrichtung, die für geistig be- Winkte Menschen erfunden ist. Zu dieser Klasse von Erden- nicht in Ergebenheit den nagenden Hunger als eine ihm auferlegte Buße ertragen habe, sondern dreimal die Ruhe einer frommen Betschwester störte und, seinen Sinn auf Genüsse gerichtet, dreimal um eine» Teller Suppe bettelte. Aber schon war der Mensch zu sehr von de» Netzen und Schlingen des Teufels umgarnt, diese sich ihm darbietende Gelegenheit, in sich zu gehen und Buße zu thun, wies er von sich, er beantragt richterliche Ent- scheidung über den polizeilichen Strafbefehl— man ersieht auch hieraus wieder den iveltlicheu Sinn des Missethäters. Nnd zu seinem Unglück, zum Unglück für seine Glückseligkeit kam er vor ein Gericht, welches keine Einsicht für die Bekehrmig eines Sünders hat. Zwar suchte die Schwester Pförtnerin, die Frevelthateu des Almosenempsängers den irdischen Richtern klar zu machen, doch alle ihre Bemühungen waren vergebens; sie fand kein Bcrständniß für die geistigen Be- dürfnisse der Mensche, trotzdem sie das Vorgehen des Angeklagten deutlich vor Augen führte. Sie erzählte, daß das Auftreten des- selben eine reckt zudringliche Bettelei gewesen sei, so daß sie sich vor ihm gefürchtet habe. Aber alles vergebens. Es konnte nicht nachgewiesen werden, daß der Angeklagte gebettelt hatte, er war nur drei Mal in die sündhaften Worte ausgebrochen:„Ich habe Hunger." Daher wurde er zum Leidwesen jedeS gottessürchtigen Gemüths freigesprochen. Mithin verbleibt ihm auch fernerhin der Weg zu seinem Heil verschlossen, er verbleibt weiter in den Händen des Satans. Die Lokalkommistio« vo« Dankom und Uiederschön- hausen schreibt uns: Ein Bild aus dem schönen Pankow sei hiermit den Parteigenossen vorgelegt. Wer Pankow nnd Nieder- Schönhausen kennt, weiß, daß dort viele schöne Lokalitäten, viele schöne große Säle sich befinden, in denen es eine Lust ist, ein ge- selliges Vergnügen abhalten zu können, und auch die Herren Gast- wirthe sind keine Unmenschen; ivenn ihnen der Antrag ge.iellt wird, ihren Saal zu derartigen Vergnügungen zur Verfügung zu stellen, so greisen sie mit allen zehn Finger» zu, denn ein schönes Prositchen winkt, und das nimmt Jeder gern mit, und Niemand verdenkt es ihnen. Aber wenn man den Herren Gastwirthen zumuthet, den Saal zur Verfügiiiig zu stellen, um darin Arbeiter- oder Volks- versamNilungen abzuhalten, um ernstere Angelegenheiten z» be- rathen, so weht der Wind sofort ans einem ganz anderen Loche, dann sind die Herren, die so von Herzen gern die Groschen der Arbeiter nehmen, nicht zu sprechen, dann machen sie alle mög- lichen und unmöglichen Winkelzüge. Z. B. war da die Lokal- kommission kürzlich bei dem Gastwirth S t ö r r in der Mühlen- straße und theilte diesem Herrn mit, daß ein hiesiger Gesang- verein bei ihm zu tagen beabsichtige, wir(die Lokalkommission) ihm aber vorher die Frage vorlegen müßten, ob er das „Berliner Volksblatt" auslegen würde. Herr Störr er- klärte hierauf, daß er dazu nicht geneigt sei. In der weiteren Verhandlung sagte er, er habe„ganz andere Absichten", er wolle nämlich einen Saal bauen und da müsse er„Ordre p a r i r e»" und übrigens habe er die Konzession nur unter derBedingnng erhalten, daß er das Blatt nicht halte. Aehnliche Llntivorten erhält die Lokalkommission hier bei fast allen Gastwirthen, es heißt immer wieder, manchmal mehr, ein andermal weuiger deutlich: Wir dürfen nicht, die Polizei erlaubt es nicht. Wie tief die Furcht vor den Sozialdemokraten den armen Pankowcr Gastwirthen in die Glieder gefahren ist, davon wird uns ein Beispiel mitgetheilt. Ein Gastwirth hatte erfahren, daß ihm die Sozialdemokraten am ersten Mai u in bringen wollten. Wäre der Herr nun fähig gewesen, ruhig über diese Sache nachzudenken, so würde er ans derartigen Blödsinn nichts gegeben haben. Er aber nahm die Sache ernst, der Schreck fuhr ihn in alle Glieder und er fürchtete sich so sehr vor dem rothen Gespenst, daß er sich ein paar N ev o lv er besorgte, und ein Pankower Handelsmann, der ihm diese Waffen geliehen, bot ihm auch noch eine» Degen an, damit er stechen könne, wenn ihm die Sozialdemokraten zu dicht auf den Leib rücken sollten. Doch damit noch nicht genug, um das theure Leben und Eigenthnm sicher zu stelle», war die P a n k o w e r f r e i iv l l l i g e Feuerwehr zwei Nächte auf den Beinen; dieselbe hatte in nächster Nähe, in der Mende'schen Stellnincher- Werkstatt ihr Wachtlokal aufgeschlagen, wo sie sich alle zwei Stmi- den patrouillenweise ablöste. Außerdem stand ein kkremser mit ein panr Pferden bespannt zur Flucht bereit. Wenn man solche Geschichten hört, möchte man fast annehmen, ganz Pankow ist ein einziges großes Tollhaus, aber so weit ist es doch wirklich noch nicht, ivenn auch unser Ort acht Anstalten für Geistes- und Nervenkranke hat. Mit welchen kleine» Mittelchen man von anderer Seite in Pankow und Nieder-Schönhausen die Sozialdemokratie vernichtet, davon ein Beispiel. Im Monat Oktober dieses Jahres übergaben wir dem Plakat- und Zettelanlleber Dürr Plakate zum Anklebe»; dieser Mann erklärte kurz und bündig, bewohucru gehört ein Minister nur in seltenen Fällen, ein Landivirthschaftsminister jedoch niemals. Und so ist denn das Ende vom Lied, daß sich Herr Eugen Richter des be- leidigtcn Volksgemüthes annimmt, nnd mit einer donnernden Interpellation im preußischen Abgcordnetenhause unter dem Schmnnzelii der landräthlichcn Auguren nnd den be- geisterten Gesichtern der freisiimigen Wasserstiefler Alles beim Alten läßt. Thätsächlich handelt es sich um die Bagatelle von Zivcihimdertnndvicrzigtanscnd Mark, für welche durch das iugeuiösc Vorgehen des ehemaligen Laudwirthschaftsministcrs dem Staate die Sorge entzogen wurde. Der Minister ist, wie man sieht, recht bescheiden, er verlangte— ein weiteres Zeichen für die geradezu sträfliche Vernachlässigiing seiner eigenen Interessen— bei seinem Abgange nicht einmal einen offiziellen Kommers der deutschen Studenten, den man doch Herrn Stöcker nicht versagen zu dürfen glaubte. Das Beuehmen der deutscheu Studenten ist in diesem Falle um so unverständlicher, als sich Herr von Lucius um die Stillung des deutschen Durstes mit Schnaps ganz iinbestreit- bare Verdienste erworben hatte. So nahm man denn mit Herrn Stöcker vorlieb, und„es kreiste so fröhlich der Becher", als man den„verwundeten aber nicht verzagten Streiter" feierte. Glücklicher Weise geht der Haß des Gottesmamles gegen die„Fremdlinge" nicht so weil, daß er die Hilfe und Vermittelung eines Herrn Jacobsohn zum 'Ankauf einer Villa in der Königgratzerstraße verschmähte, es hätte sonst leicht bei der Macht der antichristlichen Strömung, von welcher der ehemalige Hofprediger am Bier- tisch so rührend zu erzählen wußte, geschehen können, daß Herr Stöcker obdachlos in Berlin geweseil wäre; und dann hätte die Befürchtung nicht allznsern gelegen, daß Herr Stöcker vielleicht direkt zu den Anarchisten übergetreten wäre, wenn er nur eine einzige daß er unsere sozialdemokratischen Zettel nicht mehr anklebe, denn der Herr Amtsvorsteher S ch w a r tz e habe ihm gedroht: Wenn er noch einmal„solche" Zetttel anklebe, dann würde er ihm etwas anderes zeigen! Daß die Furcht vor dem rothen Gespenst(oder wohl mehr noch vor der Polizei) hier sehr groß ist, bedarf wohl keines weiteren Beweises, denn alle großen Säle in Pankow und Nieder-Schönhausen sind für Arbeiter- und Volksversammlungen nicht zu haben und zwar sind dies in Pankow die Gastwirthschaften: Krause, Wollank- straße 1; Rahn, Wollankstr. 113; B n r w a l d, Spandauerstraße 10; D e p p e, Breitestr. 21; Linder(schwarzer Adler), Breitestraße; Sello, Berlinerstraße(vis a vis der Festwiese); UI brich, Schloßstr. 4; Schloß Schönholz(D ü m ch e n). Ebenso sind in Nieder-Schönhausen nicht für Versammlungen zu haben die Gastwirthschaften: Donath(Schloß Schönhausen), Lindenstraße; G r o s j e a n (Eliisium), Lindenstraße; S e t t e k o r»(Waldschlößchen), Linden- straße; Cafs Thiele, Bismarckstraße; Krebs(früher Liedemit); Gericke(Schwarzer Adler), Blankenburgerstraße; K l i e m a s, Blankenburgerstraße. Das„Berliner Bolksblatt" liegt nur aus in Pankow bei dem Gastwirth Vorcharvt, Schulzestr. 27, und außerdem hat uns Herr Sander(Restaurant zur„Zukunft"), Kaiser Friedrich- straße 50/51(zwischen Schönhauser Allee und Prenzlauer Chaussee), seinen Snal zum Sonntag, den 14. Dezember, zur Abhaltung einer großen V o t k s v e r sä m m l u n g freundlichst zur Ver- fügung gestellt und fordern wir die Genossen und Freunde. welche Pankow besuchen, auf, nur bei den beiden genannten Gastwirthen einzukehren. In Nieder-Schönhausen ist unser Organ in keiner Gast- wirthschast zu finden. Die Lokalkommission von Pankow und Nieder-Schönhausen. Den von den„Freistnnigen" Irrlehren Verblendeten Handlungsgehilfe,« zur Deachtung. In unserer Ausgabe vom Freitag brachten wir einen Bericht über die Äerhandlungen der Petitionskommission des Reichstages. In derselben kam ein Antrag vor, nach welchem für die Handluugsgehitfen eine gesetz- liehe Minimalküudigungsfrist von vier Wochen eingeführt werden sollte. Diese Petition wurde von dem sozialdemokratischen Ab- geordneten Geyer mehrmals befürwortet, während die Vertreter der deutsch-Jreisinnigen" Partei, die Abgeordneten Goldschmidl und Dr. Gutfleisch, gegen eine Abänderung des Artikel 61. des Handelsgesetzbuches sich aussprachen. Es wurde die Petition mit allen gegen die sozialde in okratischen Stimmen abgelehnt und für ungeeignet für die Verhandlungen im Plenum erklärt. Diese Petition war in einer öffent- lichen Versa mnilnng der kaufmännischen Änge- stellten von allen Handlungsgehilsen, auch den „Freisinnigen", selbst von deren Redeführern, deantragt worden. Dieselbe wurde von sozialdemokratischer Seite angeregt und sollte den„freisinnigen" Gehisten den Beweis liefern, wieviel sie von ihrer Partei zu erwarten haben. Es ist hiermit wieder einmal der Beweis erbracht, daß auch aus dem Boden der bestehenden privatkapitalistischen Gesellschaftsordnung nur allein die Sozialdemokratie die Lage der arbeitenden Klassen verbessern will und kann. Alle Diejenigen, welche in Sachen Gubela belastendes oder entlastendes Material zur Verfügung haben, werden ersucht, sich bis Dienstag Abend init dem unterzeichneten Kommissionsmitgliede in Verbindung zu setze». Gustav Janz, Höchstestr. 43. Willige Weihnachtsbäume gab es gestern Nachmittag in der Gneisenaustraße und deren Umgebung. Die Gneisenaustraße bildet bekanntlich den Christbaummarkt für die südwestlichen Stadt- theile, Händler steht dort neben Händler und wer im Einkauf gerade eine bessere Qualität der begehrten Tannen- und Fichten- bäume oder gar einen bevorzugten Stand erhalten hat, auf den blicken die Konkurrenten scheel herab nnd spielen ihm gelegentlich auch einen„Possen". In gleichem Verhältniß müssen sich zwei an der Ecke der Nostizstraße ihren Stand habende Händler befunden habe», denn der Eine hatte kaum bemerkt, daß sein Konkurrent vis- ä- vis seinen Stand verlassen hatte, um sich etwas zu erquicken, als er der massenhaft dort die Wunder der Mädchenwelr anstaunenden Schuljugend de» Austrag gab, ihm doch gegen Verabfolgung„hübscher Kienäppel" die Bäume von „dort drüben" an seinen Stand zu bringen. Die Knaben, welche den Aiiftraggeber für den Besitzer derselbe» hielten, waren sofort bereit und mit Ameisengeschwiudigkeit wanderten ca. IVa Schock der Christbäume dem anderen Stande zu. Als der wirkliche Be- sitzer wieder erschien, war er Anfangs ob dieser Verwandlungs- Szene sprachlos, dann aber kam es zu Auseinandersetzungen, die ihren vorläufigen Abschluß ans dem Polizeibureau behuss Fest- stellung des Thatoestandes fanden. Nach der Rückkunft von dort wollte keiner der beide» Händler die entführten Tannen haben. Der wirkliche Besitzer forderte von seinem Konkurrenten Nacht in einer Herberge zur christlichen Heimath hätte zu- bringen müssen. Die hausväterlichen Ochsenziemer sollen in diesen gottseligen Instituten schon manche Frömmigkeit ver- nichtet und in Grund und Boden geschlagen haben. Die niedliche Villa in der Königgrätzerstraße hat den Wackeren nun glücklicher Weise den staatsretterischen Parteien erhalten und Berlin zählt einen Kandidaten für einen demnächstigen Ehrenbürgerposten mehr, wenn erst«Alles, was eine Ab- neigung gegen Borstenvieh nnd Schweinespeck hat, in den Gefilden von Palästina wandelt. Vielleicht findet sich in naher Zukanft ein christlich-ger- manischer Bakteriologe, der die Semiten wegimpft. Wenn man allerdings für diese Thätigkeit die Preise des Dr. Levy in Anwendung bringen wollte, so dürften bald die Mittel des großen Unbekannten erschöpft sein, der bisher für alle nationalen Bestrebnilgen Stöckers eine offene Hand hatte. Doch die Wissenschaft läßt sich nicht zwingen, man muß die Entwicklung der Dinge abwarten. Und seitdem der Lupus— jeder Gymnasiast, mag er noch so verkonimen sein, weiß, daß Lupus der Wolf heißt— schon zu einer so gefährlichen Krankheit gestempelt ist, ist man auch vor anderweitigen, größeren Ueberraschungen nicht mehr sicher. Den Lupus heilte man früher durch etwas Hirschtalg— ohne den Acrzten natürlich vorgreifen zu wollen— und wer Zweifel an der Richtigkeit dieser Angabe hegt, der mag getrost bei den preisgekrönten Dickväuchen Nachfrage halten, die kürzlich in Berlin versammelt waren, um zu erproben, bis zu welchem Umfange die bürgerliche Mast den menschlichen Körper austreiben kann. Auch das ist ein Zeichen der Zeit, daß sich weite Kreise unseres Spießbürgerthums für die Personen begeistern, welche eine Biertonne als Leib und einen Kürbis als Kops mit sich herumschleppen.--- ben Ersatz derselben mit 40 Mark und schließlich riefen beide der Knabenschaar zu:„Macht damit, was Ihr wollt!" Das war ein Wort zu rechter Zeit für die freudestrahlende Jugend- schaar. Hurrah! Du gnadeubrinqende Weihnachtszeit' kaum S Minuten waren siebzig der grünen Tannenbaume von der fröhlich jauchzenden Kinderschaar der häuslichen Wohnung zugeführt. Man kann sich die Aufrej Aufregung der Eltern vorstellen. die nun von allen Seiten herzuströmten, um sich den wohlthätigen Händler, der 6—7 Fuß hohe Doppeltannen an Schiilknaben verschenkt, genauer anzusehen. Stach Kenntnißnahme des That- bestandes ließen die meisten natürlich die Tannen sofort wieder an Ort und Stelle schaffen. Von manchen Eltern ist indessen der billige Weihnachtsbaum als ein willkommenes Pränumerando- Geschenk behalten worden. Dem Händler, welcher die„Ver- wechslung veranlaßt hat, dürfte der„Scherz" doch wohl etwas theuer werden. Selbstverständlich halte die Szene eine große Aufregung unter den Anwohnern hervorgerufen. Die KriminaUroIim sendet nns folgende Notiz mit dem Ersuchen um Abdruck: In einer hier vorliegenden Strafsache ist es von Wichtigkeit zu ermitteln, welcher unbekannte Mann am 8. d. Mts., Abends zwischen 5—6 Uhr, in der„Ritterschaftlichen Bank", Wilhelmplatz Nr. 6, einen Tausendmarkschein zu wechseln versuchte, jedoch von dem Portier wegen Schluß der Bank zurück- gewiesen wurde. Der Unbekannte war etwa 20—25 Jahre alt, von untersetzter Figur mit kleinem Schnurrbart, trug keine Kopf- bedeckung und machte den Eindruck eines Hausdieners. Mit- theilungen in dieser Sache werden im Polizeipräsidml-Gebäude, Zimmer 324, in den Vormittagsstunden von 8—1 Uhr, entgegengenommen. Vermißter Kchiiter. In große Besorgniß sind die An- gehörigen eines Schülers versetzt worden, der sich am Morgen des 4. Dezember aus der Wohnung seiner Tante in Alt-Moabit mit Schulmappe entfernt hat und nicht wieder zurückgekehrt ist. Die bekümmerten Eltern, welche nicht in Berlin wohnen, besorgen, daß der Knabe ans begründeter Furcht vor einer Schul- strafe sich ein Leid zugefügt hat. Der Vermißte ist 15 Jahre alt, steht aber wie ein I2jähriger Knabe ans, hat blondes Haar, blaue Augen und war bekleidet mit braunem Sammetüberzieher, iuntgewürfelter Jacke und Weste, dunklen Beinkleidern, Schnür- stiefeln und schwarzem Filzhut. Die Entfutzrnng einer ttizjähr-igeir Daino war im Nordosten unserer Stadt der Gesprächsstoff der letzten Tage und hat mit der Einliefcrung der Betreffenden in eine Nervenheilanstalt geendet. Die Entführte ist die von ihrem Gatten geschiedene Frau Sch., eine allerhand exzentrischen Streichen aufgelegte Person, deren beträchtliches Vermögen von ihrem Bruder, dein im Grünen Weg wohnenden Fabrikanten F., verwaltet wird. Bis zum Jahre 1838 war die Sch. in verschiedenen Heil- anstalten ein Jahrzehnt hindurch untergebracht gewesen und schließlich als„geheilt" daraus entlassen worden. Trotz alledem machte die alte Dam« täglich neue dumme Streiche und die Krone derselben ist ihre vor einigen Tagen er- folgte Flucht nach Hamburg mit— ihrem Privatsekretär, einem etwa 30jährigen Menschen, den sie sich vor etwa 4 Wochen «ngagirt und der sie stcherjZzu diesem Schritte verleitet haben dürste. Kurz vor ihrer heimlichen Entfernung schrieb die exal- irte Dame einen Brief an ihren Bruder, worin sie ihn auffor- derte, ihr Vermögen nach England zu senden, da sie dort mit ihrem Manne zu leben gedenke. Da die Spuren der Flüchtigen nach Hamburg hinwiesen, so reiste der tiefbetrübte Bruder" in Begleitung eines hiesigen Privatdetektivs nach dort, und es ge- lang, das ungleichalterige Pärchen an Bord eines nach London bestimmten Dampfers kurz vor der Abfahrt aus dem Hamburger Hasen abzufassen. Der„Bräutigam" verduftete dann spurlos, und die greise Braut hat mit schwerem Herzen eingewilligt, nach Hause zurückzukehren, um wieder ihre»"ständigen Aufenthalt in der ländlichen Stille einer Nerven-Heilanstalt im Thüringischen zu nehmen. U-n Dürnberg wird hierher gemeldet, daß dort der 16 jährige Lehrling Karl Metzker aus Reichenhall nach Verun- treuung von 5000 M., worunter 4 Tausendmarkscheine, flüchtig geworden ist. Metzker ist an seiner auffallend dicken Nase und gedunsenem Gesicht kenntlich. Die polizeidiresttian zu Mir« hat an die hiesige Kriminalpolizei die Photographien von zwei Personen geschickt, welche theils überführt, theils verdächtigt sind, größere Diebstähle von Werthpapieren ausgeführt zu haben. Der eine heißt Johann Pocholski(nennt sich auch Arthur Penne, de Bodisco, M. E. Herdory, ist geboren zu Jesinko in Rußland, 27 Jahre alt, und angeblich als Rentier in London ansässig, der zweite nennt sich Baron Noel de Laterner, ist im Jahre 1848 in Warschau geboren, und behauptet Bergwerks- Ingenieur und Wechselfiuben-Besitzer in London zu sein. Die bezeichneten Personen wurden am 26. November d. I. bei dem Berkauf von Kupons französischer Rententitel und 5 prozentiger türkischer Aktien, welche im Laufe dieses Jahres der Londoner Marineversicherungs-Gesellschast entwendet worden sind, betroffen und verhaftet. Es ist ferner festgestellt, daß Noel de Laterner bei der Deutschen Wechslerbank in Frankfurt a. M. für 5500 M. Jproz. Lombard-Prioritätsobligationen verlaust hat, auch wurde bei ihm eine Verkaussnote über solche Papiere, ausgestellt von der Direktion der Diskontogesellschaft zu Berlin, vorgefunden. Es be- steht die Vermuthung, daß die Diebstähle an Werthpapiereu, ins- besondere Lombardprioritüten, welche in letzter Zeit zwischen Paris und London entweder in einem Eisenbahnzuge oder auf einem Dampsschifie verübt worden sind, von Pocholski und La- terner ausgeführt wurden. Genosse Heitmnnn mußte vor einigen Tagen auf dem Polizeipräsidium erscheinen, um in einer Anklagesache wegen Gotteslästerung, die gegen Genossen Rennthaler schwebt, ver- nommen zn werden. R. hatte in einer Versammlung des Arbeiter-Bildungsverein einen Vortrag gehalten, aus welchen, eine Stelle, die sich jedoch nicht aus die christliche Religion sondern auf die freien Genieinden bezog, inkrimirt war. Nach- dem H. eine mehrstündige Vernehmung ausgehalten hatte, wurde er entlassen. Das Protokoll über die V.ereinssitzung wurde von dem untersuchungssührenden Beamten mit Beschlag belegt. H. ist der Schriftführer des Vereins. Dolizribericht.' Am 12. d. M. Vormittags versuchte ein obdachloser Arbeiter in der Wohnung seiner Geliebten in der Keibelstraße, nach einem Streit mit der Letzteren, sich mittelst Oleum zu vergiften. Er wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht.— Zu derselben Zeit wurde der Haus- diener Bethke vor dem Hause Neue Friedrichflraße 12 von den Pferden eines Arbeitswagens niedergerissen und dabei am linken Fuß so bedeutend verletzt, daß er mittelst Droschke nach seiner Wohnung gebracht werden mußte.— Abends fand in der Borsig- straße 10 ein Gardinenbraud statt. Das Urtheit im großen Manrsrprozetz. Der Vorsitzende, Landgerichts-Direktor Schmidt verkündete das Urtheil des Gerichts dahin: Hinsichtlich des Gesammtvereins hat sich die Annahme der Anklage, daß die Fachvercins-Versammlungen mit den öffentlichen Versammlungen identisch sind, mit geringen, unerheblichen Aus- nahmen durch die Beweisaufnahme nicht erweisen lassen. Die öffentlichen Versammluugen sind viel stärker besucht gewesen, als oie Mitgliederversammlungen. Wenn auch die Einberufer, Mit- glieder des Bureaus und Redner zumeist Mitglieder des Fach- Vereins waren, so erscheint dies bei zwangsloser Betrachtung nicht ausfällig, weil man naturgemäß diejenigen m der Oeffent- lichkeit in den Vordergrund stellt, die sich schon anderweit bewährt haben. Hiernach sind die Kongresse nicht als Veranstaltungen resp. Verbindungsmittcl der Vereine zu be- trachten. Ebenso sind folgerichtig die auf den Kongressen ge- schaffenen Organisationen, also die Preßkommission und die Agilationskommission, nicht solche Verbindungsmittel. Die Frage aber, ob diese beiden Kommissionen als selbstständige Vereine an- zusehen sind, ist hinsichtlich der Preßkommission zu verneinen. Was die Zlgitationskommission anlangt, so muß die Rechtsansicht des Reichsgerichts zur Richtschnur genommen werden, und dann muß in Verbindung mit der diesmaligen Verhandlung angenommen werden, daß die Agilationskommission ein Verein und zwar ein politischer Verein ist, welcher in lebhaftem Verkehr mit anderen volitischen Vereinen gestanden hat. Hier hat also die durch das Gesetz ver- boten« Verbindung stattgefunden. Knegendorf, Tammann und Willbraudt haben sich somit strafbar gemacht. Anlangend den Fachverein der Berliner Maurer, so war derselbe als ein polittscher zu erachten, da er eine Reihe rein politischer Gegenstände in den Bereich seiner Erörterungen gezogen hat. Dagegen ist ein Jnverbindnngtteten des Berliner Fachvereins mit anderen Vereinen nicht erwiesen. Es haben sich zunächst keine Korrespondenzen des hiesigen Fachvereins, wie bei anderen Vereinen, vorgefunden. Daß von dem hiesigen Fachverein eine große Agitation zur Begründung anderer Fachvereine ausgegangen ist, ist zwar erwiesen, aber nicht strafbar. Der beste Beweis, mit welcher Knnstlichkeit und Sorgfalt der hiesige Fachverein, verinieden hat, das Vereinsgesetz zn verletzen, ist der Bl....."MMW eschluß vom 23. Februar 1886, wonach den Meistern er- öffnet wurde, daß der Fachverein zu Verhandlungen nicht kompetent sei und solche ablehnen müsse. Die Lohnkommission ist nach der Beweisaufnahme eine selbftständige Institution gewesen, welche in keiner Weise von dem Fachverein ressortirte. Die Lohnkommission ist in öffentlichen Versammlungen ge- wählt, sie bestand zum Theil aus Mitglieder», die nicht dem Fachverein angehörten; sie befaßte sich nicht mit Politik, sondern nur mit Sammlungen zum Generalfonds und Unterstützung an Streikende nnd Bedürftige und durfte somit tn Verbindung treten. Gegen Rover und die Holsteiner Angeklagten ist nichts er- wiesen. Waren hiernach von sämmtlichen Angeklagten nur Knegendorf, Dammann nnd Willbrandt zu strafen, so war bei der Beurtheilung der Sachlage in den Vordergrund zn stellen, daß es die Aufgabe der Angeklagten gewesen ist, ihre und ihrer Genossen wirthschast- liche Lage aufzubessern. Es kann nicht unbeachtet bleiben, daß die politischen Gegenstände, die sie an sich nicht verhandeln durste», wenn sie in Verbindung ttaten, niit dem erlaubten wirthschaftlichen Zwecke in enger Verbindung standen. Auch die Offenheit nnd der Freimuth, mit der sich sämmtliche Angeklagten in der Verhandlung geäußert haben, mußte zn ihren Gunsten er- wogen werden. Aufgehoben ist die bei der Lohnkommission vorgenommene Beschlagnahme der Gelder. Dem Antrage der Vertheidigung, die hinsichtlich der .der Preßkommission erwachsenen Kosten der Ver theidignng der Staatskasse aufzuerlegen, konnte nicht entsprochen werden. Die Angeklagten Knegendorf, Dammann und Willbrandt sind mit einer Geldstrafe von 50 M. belegt worden, alle übrigen An- geklagten sind freigesprochen worden. Die Schließung sämmtlicher Vereine ist aufgehooen worden. Sämmtliche Kosten, mit Aus- nähme der durch die Verhandlung gegen Knegendorf, Tammann Willbrandt entstandeneu, sind der Staatskasse auserlegt werden. VevstmmrUmgen. Der zesrklnl,„Karl Marr" hielt am Sonntag, den 7. Dezember, eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen ab. Herr Türk erntete für seinen Vortrag: die„Hexenprozesse" reichen Beifall. Eine Diskussion fand nicht statt. Ge- noffe Klingenberg forderte zum Eintritt in die freie Volksbühne auf. Herr Türk schloß sich dem an, und setzte in längerer Rede das Ziel und den Zweck der freien Volksbühne auseinander. Das gesellige Beisammensein gestaltete sich zu einem recht gemüthlichen und genußreichen Abend. Heitere und ernste Arbeiterlieder wechselten ab mit launigen nnd erhebenden Vorträgen, worauf �ein flotter Tanz folgte, fo Uhr daß die Anwesenden in heiterster Stimmung bis um 12 Abends zusammenblieben. Trotzdem das Lokal überfüllt war, kam auch nicht die geringste Störung vor. Es zeigte sich so recht, wie die Arbeiter sich in einfacher Weise zu amüsiren wissen. Diese Versammlungen, welche den Zweck haben sollen, die Ge- nossen des Westens einander näher zu führen und zu gleicher Zeit für die Familien Ausklärung zu bringen, scheinen sich rasch eine große Beliebtheit erworben zu haben. Der Verein der Rendanten der Grto Krankenstassen Perlin« hat sich in einen„Verein der Verwaltnngsbeamten der Berliner Orts-Krankenkassen umgewandelt, und somit seinen Mit- gliederkreis enveitert: auch hat der neue Verein die Unter- stützungs- und Darlehens- Gewährung an seine Mitglieder«> in das Statut ausgenommen. Meldungen zum Beitritt nimw der bisherige Vorsitzende, Rendant Wildebrandt, K0., Friedrichshain 3» I, entgegen. Crftblub ßorl Jilorr.@ro6c öffentliche Versammlung für Mäimer ssrauen am Sonnmg, den h. Te-ember, im Volar? der Berliner Bockbr-Nim-. Vortrag des Herrn Selbmann: Tie Geioinnbttlieiiigung der Arberler. Hier»- geselliges Beisttmmenfeiii mit Tanz......, ÄUgcmrinr«ranlern- nnd StrrdrkaN>, sowie Zentral!» ranli Ttervelaise„Vulkan" d-i: Metallarbeiter(tt. H. 2S und SS zu Hamburg» Berlin 3. Versammln,«! am Montag, den IS. Dezember, Abends... Mantcusielftrabe SO. Kassenbericht. Verschiedenes.— Die Mitglieder wer»» auf � s Abf. 2 hiermit ädsmerlfam gemacht ü IJiSimu atiurni';....... v( von den Jf.itgücdrrn des Kranflrn-Zlnterffl.hungabunde» Schneider arrangirte Weihnachtsfeier findet den 2S. Dezember, 2. FertM! in Schmiedels FestsSle«, Wie Lakobfiraße=2, fiatt.. Aerei» deutscher Sch!,!i»>ach»r. Zahistelle Berlin, Montag, den lr. T«: Abends 8% Uhr, Versummluitq bei Bolzmann, Andreasfirabe 20. Tagesordnung Vortrag über die Eutioicketung der Verhältnisse in Deutschland. Refe»» ®. Pens. 2. Diskussion, s. Verschiedenes und Fragekasten. «laser-Keseltschakt Berlins und Umgegend, Dienstag, den 16. Dezem-w Abends Uhr, Versammlung bei iSrarwril'S, Kommandantenstraße Ausnahme'neuer Mitglieder. Säsle haben Zutritt.... verband der in chr>lido-rbeit!-»g«fabrib«» und auf Holzx.atzen schäfiigten Arbeiter Deutschlands, Orlsvsrwaltung Berlin. Mitglieder,«*. fammlung am Montag, den 15. Dezember, Abends M Uhr, bei Taeger,©cunff weg 29. Tagesordnung: l. Innere Angelegenheilen. 2. Wahl ver Arve> Nachweis- Kommisston der W-rkstatt-Kontrolkomiuission und des Bwl» lhelars. 3. Verschiedenes und Fragekasien. Um zahlreiches Erschiw. wird ersucht...j Am i. Feiertag findet in obeichenannlen Lokal, zur Einwerhung Verbandes ein gesellige? Beisammensein der Mitglieder statt, verbunden Vorträgen, Degenseiligkeils-Verloosung und Tanz. Um reg- BelhetUZU" wird gebeten. Lachuerein der Tischler.(Morden.» Montag den 13. D 8% Uhr, Große Versammlung im Moabiier, Kasino, Wilsnaclerslr. 63. Fachvrrrin der Tischler.(Osten.) Montag, den 15. Der— eznnber, Aben� ST# 8% Uhr, im Lokale des Herrn Haase(»önigSbank», Gr. Frank Große Versammlung....._ r-n-v Gr»«» öffentlich« Versammlung der Tischler Charloltcnburg am Eon, tag, u. Dezember, Vormittags nsj Uhr tn der Braueret„Sambrinus(frvA Bachmann), Wallstraße 48,«harlotteninirg. Perband der P-r«»l»er. Montag, den 15. Dezember, AbendS 8 W in Schesser's Salon, Jnselstr. 10. Versammlung., Prrband der Ziui inertrute i-erlt»». Montag, den tu. Dezem AbendS 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75: Versammluiig. Persanimlung der zarkirrr(Filiale t». Montag.den 16. �.szember Abend« 8ti Uhr, in Beizer's Restaurant, Nene Griinstr. 14, Versammtust Tagesordnung: I. Inner« Vereinsangelcvenbetten. 2.©ewerkschasilw? 3. Verschiedenes. Zahlreiches(irscheinen erwünscht. Neue Mitglieder wer« aufgenommen. Baste willkommen. «irliner Thierkchniz- verein. Vereins, Versammlung in Gratwe» Bieryallcn. Konimandanlenstr. 77—7», AbendS 9 Uhr. Vortrag deS Vorstam-- Mitgliedes Dr. Eart Ruß Uber„Vogelzucht und Vogelliebhaberei" gtieder, auch Thicrsreunde als Gäste sind herzlich eingeladen. kr—e-— Aar— i......«U«.<««*S(£01"' Gr»«» öffentliche»rrsainmlnns für L»auen und Miinuer. SO!." tag, den>«. Dezember, Nachmilwg« 2st Uhr, in Lehmann �lon, SeMoevm. straße 23, Tae-sordnung:„Kalholiiismut und Protestantismus". Herr Pens. vnterftiihnngsblind der Hausdiener SefflinO. Große öffentliche 3 imlung am Dienstag, den>8. Dezember, Ade-ids« Uhr, bei-r-uen-. ie Üakobstraße 75. Tagesordnung: ,. Mltthcttdng. 2. Vortrag d-S He" Atte'yalobstiaße 75i Tagesordnung 1. Mttthcildng. 2. Vortrag des v-"; Dr. Lntgen.au über das Atters- und Jnvalidenaesey. Tiskassion. 3. Arisnaa» neuer Mitglieder.«.Verschiedenes und Fragekasten. Dt« Kollegen werden sucht»Iii ihren Damen zu erscheinen....... Frei» vereinig»«» s.!bst»ä»»igrr Harb.-re. Friseur» a. p-rruaa niacher Kerlin». Ordentliche Sitzung am Moiffag, den tu. Tez-«°. Abend? 0 Uhr, im Köntgstadt-Kastna. Holzmarktstr. 72. Tagesordnrw: >. Verlesen des Protokolls. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 8. v-rscht-d«»-- Kollegen als Gäste willkommen....st, verein jnr xpahrung der Interessen der Klawierarbeiter und r '— ussgeiiossen. Montag, den is. Dezember, Abends e Uhr, in»"- wandier N-rufsgenossen. müller's Salon, Alt? Zalobstr.«8a, Gene>al-Vers-mmt»ig..„ dt« volbs-vrriaminlung für vanbaiu und Umgegrend am Sonntag,.st l«. Dezember, Mittag« I Uhr, im Lokale Kaiser Friedrieystr. 50— 51, sMtnm von der Haitestelle der Stadldahn Schönhauser Allee.... In di Tille Ve 3% schiel %» invüc habe-. dies ober w L- D 2199 Kr S «de Iraf am Dienstag, den>s. Dezember, tniNieder-Schönwetde... SI «rffentliii,» vrahtarbeiter-versanimlung am Moirtag, den 16. v.» Abends 9 Uhr, Grenadterstr. 33.„rf 0)1*1)» öffentlich» Versammlung»er MetaUarbeitffr alter Sraiüs, am Dienstag, den 18. Dezember, AbendS 8 Uhr, tn Joel'S �alon, Andrnn straße 21. Tagesordnung:: Die Arbeitseinstellung der �re�r der Fa von Joh. Friedr. Wallmann, Blumenstr. 7«. 2, Tiskusstau. 8. Berich ied�.st Zur Deckung der Unkosten findet«ine Tellersammlung statt. Es ist Pstichl � Metallarbetter zu erscheinen._. ,, Lese-»nd vi»b>iti?-p!»b„kreie yeiiber" bei Hgugk. Bockhstr. 17 � Krbeiter-Kiingerbund Kerl,»» und ztsngegrnd. Montag, Ader B S Uhr: Uebungsstunde. Aufnahm« neuer Mitglieder— Gesangverein„S i? sei der" Restalirant Trieschmann, Jüdenstratze 55.— Gesangverein„d, sriedenhett" Willibald-Alerisstr. 5, bei Beuger.— Liedertafel Maler und verwandteu AerufSgenossen bei Berg, Kaiser-Fra.iz-Srena" Platz 7.— Gesangverein Myrthen blatte r. Alte Schonha>»ierstraß' bei Reimann.— Gesangverein„Harmonie", Metzerstr. 28 bei ireartew —„Karthaus'scher»esangv-retn«, FriedrichSbergerstraße Nr.»* '"«Zcsang-, TttVtt-»nd gesellige verein». Lübeck'scher Turnchereirl � Sonntag, Abends von 8—9 Uhr, 2. Lehrltngsabthetlung; am Montau, von 8—io Uhr, Männerabtheilung.. Rauchllnb„Arcona", Montag, Abends sss-ioi Uhr bei HWM Reichenbergerslr. 71.— R a u ch l l u b„Weiße Wolke» Montag» von 8—11 Uhr, Strelttzerstr. 18, bei Becker., Mis Sitzung mit Damen. Sonnraa Nachmittag Drcsdenerftraße<5. Gäste willkommen. Vviefkalken dvv Kodakkion« «ei Anfragen bitten wir d!« Abonnemenls-Ouittung beizufügen, vr» Antwort wird nicht ertheilt. V»rsttz«ttd«r der Tastaksafflxiter-Grganisatio». � einer wichtigen Angelegenheit wünschten wir uns mit Jv?., einer wlcyilgen ringeiegenqeu ivuniajitii rou un» mu y»-, zu besprechen. Wenn es Ihr« Zeit erlaubt, kommen Sie»n B' Nachmittagsstunden zu guis. � HchrlftfLhrr»' der Freien Vereinigung der Zuschneider,« � lichter;c. Wir bitten dringend darum, bei Einsendungen an., Redaktion, die zur Veröffentlichung bestimmt sind, nur die e Seite des Papiers z» benutzen.„ M. Ö. Manner bedürfen der Zustimmung der Vat oder, fnlls diesee verstorben ist, der Mutter bis z»m vollende» 25., Frauen bis zilm vollendeten 24. Lebensjahre. Wird Zustimmung ohne triftigen Grund veriveigert, so kann aus- theilung derselben seitens eines über 21 Jahre alten Kin geklagt werden. Ik. C., Vügenevllr. Sobald der eine Beleidigung r, haltende Brief in die Hände des Beleidigten gelangt ist, g#"! für den Schreibet desselben kein Mittel, die Beleidigung schehen zu machen. Eine fteiivillige Rücknahme der Beleiviga würde nur auf das Strafmaß von milderndem Einfluß setN., Wrangrlssr. 7vd. In der Regel nur zuui Beginn ei» Semesters. (C-. Kl. Auch diejenige», welche seit vor 1886 in ders«U Stellung sind, müssen sich die Bescheinigung des Prinzipals> die Zeit seit 1386 beschaffen. Oerlmer Arbeiter- inuciihand8uny ��S»tn»s sämmt.Werte geb.e.oo bKatawgüberca ffrs» emps. Schrift. gratiöfranbö. Mvlnrr Kapital l.gcb.to,80 1 lkZrdgeschicht» geb. 5,5" I v«lb»fr»«nd geb. s.oo SKnssnllr's fämmtl. Werke 7,50 «»cht (resdener-Str. 52/53 �\ity-Passage: Jfest-Gescheiil� vor««»»» soz Gedicht-S.gsb s.oo a y i n s k ht»aN!»alt im Haufeie.oo , Lichtstrahl»» der Poesie 3,50 «Ntzkl» Umwälzung geb. 2,75 Kaiialb.Znniilicn Pldl.gb.2,so Tscherni"''----- » fr*«!. Penalntio» geb. 5,50 schernischrwosty, Was thun? ' Internat. Kibl., 8 Bde. 18,00 Permegh N.Gedtchte gb.«,«o | Juyendsciirift., Siiiierüiicher� IN ben biUigsttm preisen. 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T e z e m b e r, Abend? 8 U h r: ERBP" Grosse Versammlung"ME im Vereinshans„Süd-Sst". Waldemarsiraßc 75. Tng�s-Ordnung: 2197 1. Vortrag des Herrn Schweitzer: B-rufsstaüstik. 2. Diskussion. Dahl eines Kommissionsmitgliedes zur Arbeitsnachiveis-Kommiffion. 4. Ver- llhiedeues, Versammlungsberichte des„Berliner Volksblatt" und Fragekasten. Die Mitglieder iverden ersucht, der wichtigen Tagesordnung wegen zahl- ?eich zu erscheinen. Die Statistik wird am 1. Januar 1881 geschlossen, folge» ®*ffen bitten wir die Kollegen, die Fragebogen schleunigst auszufüllen und zurückzugeben.— Kollegen! Zun» letzten Mal treten wir an Euch heran, und JWben darum, um Euch den W e r t h d e r S t a t i st i k vor Augen zu führen, °'fe> Thema gewählt. Kommt Alle, ganz gleich, ob Ihr Vereinsmitglied seid �r nicht, in diese Versammlung. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. öes Kerliner Arbeiter-KUdmlKS-Nereins am Dienstag, den 16. il. Mts., Abends 8Va Uhr, im Lokal Schwedterstrasse 23— 24. o_, Tagesordnung: I. Vortrag des Regierungs- Baumeister Kessler. • Diskussion. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. 0l.„ Gäste find willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 4199 Oer Vorstand. Die von Mitgliedern des Krauken-Unterstiitzungs-Bandes der Schneider arrangirte Weihnachts-Feier Met dieses Jahr in Kchmirdrl's Festlaie,»(früher Or'pheum), Alte Jakob- "taße 32, am 26. Dezember(zweiter Fei erlag) statt. Billets sind in den Zahlstellen zu haben. 2126 Die Arrangeure. Sr Restaurant zum„Zukimftsstaat" W Adolph Soholz9 Kastanien-Allee Nr. 35, part. Roh-Tabake. Grösste Auswahl, billigste Preise von sämmtl. im Handel befindlichen Tabaken 1531a Hemr. Frank, Brunnenstr. 141-143. 2180 Im TuchgesehAft jetzt Dravicsßr. 126, 1. Herren- und Knaben Anzüge, Paletots, sowie Damenkleider etc. Auf Wunsch auch gegen Theilzahlungrn. 2161 Mme üaifijatiiilüiii », verbunden mit ��pier-, Schrrid-, Galanterie- 71° Kpirlwaare« nebst reichhaltigem »tgarreu-Lager halte den Genossen "P. 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Hoff- m an n zugefügte Beleidigung nehme ich infolge der mit Herrn Karl K» n t h, Straße 30, Nr. 15, gehabten Unterredung hierdurch zurück. M«per.[2183 Es mtk 8i|tr: Wen M Leopold Jacohy. (Stuttgart bei J. II. W. Dietz. Preis 50 Pf, *) Vorher durch das Sozialistcn-Gesetz verboten. 612 E. Strauss, Schüeiijemß!'., Blnmensü-. 46, part., 1866 empfiehlt sich zur Anfert. eleg. Herren- Garderoben. Für guten Sitz u. saubere Arbelt wird garamirt. Lager o. Stell in in grosser, geschmackvoller Auswahl. Koulante Zahlungsbedingungen! Allen Freunden U.Genossen empfehle mein großes Lager fertiger 1007 Knaben- nnd Mädchen- Garderobe. Sämintliche Stoffe it. Rester in allen tarben, Summet, Plüsch n.Besatzartikcl, nzüge werd. gratts zugeschnitten. Auch werd. Bestellungen nach Maaß elegant nnd sauber angefertigt. Solide Preise, Heinr. Pleiss"ÄtS?: Empfehle allen Freunden und Ge- Nossen mein AeßgUgiiMHokill. Auch habe ich Vereinszimmer für einige Tage zu vergebe». 2096 Otto Thierbach(?%&,). 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I. 4. Aufl.. 11,50 do.- II..... 10,50 — Das Elend d. Philosophie. Antwort auf Proudhon's Philosophie des Elends. 4,50 Mignet, Geschichte der frz. Revolution v. 1789—1814 2,— Schippet, M., Das mod. Elend und die moderne Ucbervölkerung.... Stamm, A. Th., Die Erlösung der darbenden Menschheit..... Stern, J», Die Philosophie Spinoza's...... ür Bereine und Zahlstelle 'nd zu vergeb. Slmeonstr. 23. Meinen Freunden im Westen bringe ich mein CigarrenfaLrlkalions-Gescliäft in wohlwollende Erinnerung. Man kauft direkt aus der Fabrik ohne Zwischenhandel. 2111 H. Keller, Oennevitzstrasse 13. Cnlmiirasse 18. Ein Schankgeschäft mit voller Konzession, mit Klavier, Billard«. umständehalber sofort für den billigen Preis von 300 Thlr. zu verkaufen bei T. Domanski, Mariendorferstraße 10. 5. FisHrrstraße ö. ff. Mittagstisch mit Bier 50 Pf., Viel. Patzenhoser 10 Pst. sow. gemüthl. Vereinszimmer empfielt 1872 I. v. Schi« m e l. Empfehle mein Lokal zum Arbeit« nnchwri» und für Zahlstelle». 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Tagesordnung: i. Die Ziele der Sozialdemokratie. Referen Albert Auerbach. 2. Dlsklission.— Verschiedenes und Fragekasten. 2163 Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung für Frauen und Manner am Sonntag, den 14. Dezember, Nachmittags 2V2 Uhr, in Lehmann s Salon, Schwedterstr. 23. Tagesordnung: Vortrag über:„Katholizismus und Protestantismus". Referent Herr PSus. 2179 Der Einberufer; Paul Heitmann. Zwei große öffentliche Versammlungen für Frauen n. Manner . � N brüte, Sonntag, den 14. Dezember. Abend« 6 Uhr. i« de« Gratweil'schen Uierhallen, Kommandantenstraste Ar. 77— 70. Tagesordnung: 1. Vortrag über:„Sozialismus und Kirche". Referent Herr Dr. Lütgen au. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gesell. Beisammensein. s) an» Montag, den 15. Dezember, Abends X Uhr. Fokale de« Serru Nürnberg,' Schönhauser Allee Mr. 38. Tagesordnung: 1. Vortrag über:„Der Kampf um das Dasein im Arbeiterleben. schiedcnes.— Besuch ein. Referent Genossen Herr S ü n d e r m a n n. 2. Diskussion. 3. Ver- und Genossinnen laden wir zu recht zahlreichem [2200] Die Beauftragten. Große öffentliche Versammlung stall. Arbesterinnen Vttlius Ii. UmgeMd am Dienstag, den 16. Dezember 1890, Abend 8 Uhr, im Lokale„Süd-Ost", Waldemarstrahe Nr. 75. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Stadtv. Herrn Heindorf über:„Die störenden Ein- flüsse in der Entwickelung der Arbeitermnen-Beivegung". 2. Diskussion. 3. Be- richt über den Verbleib, der Strafgelder in der Berliner Belvet-Fabrik. 4. Ber- schtedenes.— Zur Deckung der Unkosten findet Tellersanunlung statt. Herren haben Zutritt.[2142] Die Agitations-Kommission. Fachverein derTischler�jtfll). Montag, den 15. Dezember, Abends SVs Uhr, Im Lokale des Herrn Haase(Königsbank), Gr. Frankfnrterstr. 117: Grosse Versammlung. Tages-Ordnung: 2116 1. Bortrag. Referent: Reichstags-Abgeordneter Schumacher. 2. Diskussion. 3. Warum wird nach Feierabend gearbeitet? 4. Verschiedenes u. Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Der Bevollmächtigte. Zu dieser Versammlung sind folgende Kollegen dringend eingeladen: I. Die Kollegen der Werkstatt von Degen, Gubenerstr. 10; 2. Görke, Gubener- ftraße 10; 3. Rohland, Grüner Weg 87; 4. Schubert, Grüner Weg 37. Fachverein der Tischler.(Norden.) Montag, d. 15. Oezbr., Abends 8V2 Uhr: Grosse Versammlung im Moabiter-Castno, Milsnackerstr. 63. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Otto Thierbach über:„Die ökonomische Lage der Arbeiter und ihre Organisation." 2. Diskussion. 3. Ge- werkschaftliches. 4. Verschiedenes und Fragekasten. 2099 Alle Kollegen de? Nordens sind verpflichtet, in der Versammlung zu erscheinen. Der Bevollmächtigte. ZV- Achtung! Große öffentliche Versammlung Mmtlilher Kutscher rnid im Fvhrmsti! btM. Arbeiter am Montag, den 15. Dezember, Abends SVe Uhr, im„Wedding- Park", Müllerstrasse Mo. 178 bei Schräder. Tages-Ordnung: Vortrag über Lebensmittel-Vertheuerung. Diskussion. Donnerstag, den 18. Dezember 1890, Abends 3>/s Uhr, bei Bolzmann, Andreasstraße 26, beim Andrcasplatz: MM" Grosse Versammlung. Hierzu sind die Leichenkutscher besonders eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersuchen[2143] Die Einberufer. Fachverein d. Tapezirer. WST Versammlung-HW am Dienstag, den 16. Dezember er., Abends 8Va Uhr,' bei Feuer st ein. Alte Jakobstr. 75(unterer Saal) Tagesordnung: der Werkstatt von Flatow u. Priemer. I. Die neuesten Vorgänge in 2. Diskussion. 8. Verschiedenes und Fragekasten.— Gäste willkommen. Um zahlreicken Besuch bittet 2166 Der Dorstand. NB, Das Weihnachtsvergnügen findet bei Keller, Bergstraße 63, am 27. Dezember, Anfang 6 Uhr, statt. Billets sind außer bei den bekannten Kollegen, noch bei Freigang, Schützenstr. 18—19 und in den mit Plakaten belegten Arbeiterlokalen des Nordens und in der Versammlung zu haben. Mett Cenchn empfehle zum Weihualhisseße Cigarren, Cigaretten u. Tabake beliebter Marken in reichhaltigster Auswahl. 2122 Ernst Arndt, Skalitzerstr. 107. Ach chnllch KechnmlW d. Wahlvereins d. 6. Berl. Reichstags-Wahlkreises am Dienstag, den 16. Dezember, Abends SVi Uhr, im Eiskeller, Ehausteestraße 188. 2146 Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Wilhelm Werner über Altersund Jnvalidenversicherungs-Gesetz. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes u. Fragekasten.— Gäste haben Zutritt. Oer Vorstand. Versammlung fnr Männer und Frauen im Abends präz. 7 Ubr, Frankfarterstrasse No. n u n g: 99. am Montag, den 14. Dezember, Lokal des Herrn Krüger, Grosse Tages-Ord Vortrag des Herrn Pens über: Martin Luther, sein Charakter und seine Zeit. 2125 Nachher: Gesellige Uttterhaltung nnd Tanz. Heute, Sonntag, Nachmittags 4 Uhr: Große öffentl. Schneider- Uersammlung aller Militärin Feuersteins u. Lieferung s-Schneider mit Fiunen Salon(oberer Saal), Alte Jakobstrasse 75. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Hübsch. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung: Gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Alle Kollegen sind freundlichst hierzu eingeladen. Es wird gebeten, pünktlich zu erscheinen, da die Versammlung pünktlich eröffnet wird. 2201 Der Einberufer. Allgemeiner Metoll- Arbeiter- Uerein ____ Srvlitt« ttttd Umgegend. WM" Gr. Versammlung in Rixdorf"HM am Ul otttag, den 15. Dezember 18S0. Abrnd» 8>.s Uhr, itt Karta» Kalo«, Kergstraße lÄv(kleiner Saal). Tagesordnung: 1. Vorlrag des Herrn Wilhelm Werner über: „Unternehmerverbände und Arbeiterorganisationen. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen.— Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Gäste haben Zutritt. 2193 Oer Vorstand. Kesekluh„Karl Marr." Sonntag, den 14. Dezember, Abends S'/a Uhr: 8# ifentiifie BtrsMnlW sür lännet miii graueii im Lokale der Bockbrauerei, Tempelhofer Berg(kleiner Saal). Tagesordnung: I. Vortrag des Herrn Feldmann über:„Die Gewinnbetheiligung� der Arbeiter."— Nach der Versammlung: GeseÄiges Beisammensein mit Tanz. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. 2168 " Bildungs- Verein für Weissensee und Umgegend. Dienstag, den 16. d. H., Abends 8 Uhr, in Weichert's Salon, Gnsiav Adolfsir. 142. KP Große Uersammlung. Tages-Ordnung: 2190 1. Vortrag des Herrn Albin Gerisch über Jnvaliditäts- und Alters- Versicherung. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragekasten.— In Anbetracht dieses überaus wichtigen Themas ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. Gäste sind sehr willkommen. Der Dorstattd. Verband der in Holzbearbeitiuigs-Fabrikeii und ans SolDlajen beschastigten Ardeiter Tentslblands. Lrtsvermaltnng Verli«. Mitglieber-Nersommwng am Montag, den 15. Dezember, Abends 8V2 Uhr, Grüner Weg 29 bei Säger. Tages-Ordnung: 1. Innere Angelegenheiten. 2. Wahl der Arbeitsnachweis-Kommission, der Werkstatt-Kontrolkommission und des Bibliothekars. 3. Verschiedenes und Fragekasten.— Um zahlreiches Erscheinen ersucht 2159 Die Ortsverwaltung. NB.: Am 1. Wei hnachts-Feiertag findet im obengenannten Lokal zur .... l zur Einweihung des Verbandes ein geselliges Beisammensein der Mitglieder statt, verbunden mit Vorträgen, Gegenseitigkeits-Verlosung und Tanz. Um rege Betheiligung bittet Die OrtsTenraltnng. Facha, der mBiichbiiidereieii luim Betriebe« besch. Arbeiter. Montag, den 15. Dezember 1890, Abends 1'1 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75. Vereins VerfAmntlung.A Tages-Ordnung: 2172 I. Vortrag über„Das«Herne Lohngesetz". Referent Herr Dr. Lütgenaa. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten.— In Anbetracht der hochwichtigen Tages- Ordnung wird ersucht, daß alle Kollegen erscheinen. Die Versammlung beginnt Punkt 9 Uhr. Billets zur Sylvesierfeier werden verausgabt und werden die Kollegen ersucht, sich rege daran zu betheiligen. Oer Vorstand. Verein d. ParaiietbadealegerBerlias. Sonntag, den 14. Dezember, Abends 8 Uhr, bei Weigt, Markgrafenstrasse N o. 87s Vortrag des Herrn Türk über Hexenprozesse. Nachdem: Gemitthliches Beisammensein. Gäste willkommen. Damen haben zum Bortrag Zutritt. 2154 Der Dorstattd. Verein z. Regelung d. gewerbl. Verhältnisse der Töpfer Berlins u. Umgegend. Am Mittwoch, den 17. Dezember 1890, Abends ö1/* Uhr, in Feuerstein s Salon, Alte Jakobstr. 75: Aiißerardeiitl. Geaeralversaiiimliiag. Tages-Ordnung: 1. Die fernere Gestaltung des Vereins, event. Berathnng des Statuts. Abrechnung vom Stiftungsfest. 3. Verschiedene Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch 1 e g i t i m i r t. Bei der Wichtigkeit der Tages- Ordnung werden die Mitglieder ersucht, zahlreich u. pünktlich zu erscheinen. 2123 Der NoeRattd. Fachvereill der Lederarbeit« Montag, den 15. Dezember, Abends 81/2 Uhr, im„Loniseustädtischen Clubhan»1 Annensir. 16: Versammlung. Tages-Ordnung:_ � I. Vortrag.(Referent wird in dl- Versammlung bekannt gemacht. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 2209 Der Vorstand ................«mm* Freie Vereinigung der Gravenif und Ciseleure. Nerfammlttttg am Montag, den 15. Dezember, Abends pr. 9 Uhr, im Vereinslokal, Dresdenerstr. 45.� Tagesordnung: 1. Geschäftliche-' 2. Diskussion über das Alters- un» Jnvalidengesetz. 3. Verschiedenes. Del 'Arbeitsnachweis befindet sich dort ta? lich Abends V-9-10 Uhr. 2171 Der Dorstattd Fachverein der in der Wirkerfi beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Den Mitglieder hiermit zur Nachricht daß das Vereinslokal sich Krautsstr. bei A. Jnsinger befindet. Gleichzeitig zur Nachricht, daß die MI" Vereins- Versammlung am Mittwoch, den 17. d. Mts, Abends 81/2 Uhr, bei Heise, Lichtenbergerstr. 21, stattfinder.— Zahlreiches Erscheine» sämmtlicher Wirker und Wirkerinnen ist nochwendig. Der Dorstand deiitslber Slhiihmchtl Zahlstelle Berlin. Montag, den 15. d. M., Ab. SVs Uhd bei Bolzmann, Andreasstr. 26: Versammlung« Tages-Ordnung: 1. Vortrag über die wirthschaftlnhe Entwickelung derVerhältnissein Deutsch! land. 2. Diskussion. 3. Verschiedene» und Fragekasten. 2187 Der Bevollmächtigte. Grosse Versammlung des Allgem. Arbeiterinnelp Vereins Berlin und Umg-i Filiale Moabit, am Dienstag, den 16. Dezember et/ Abends SVs Uhr. bei F Ig es, Wilsnackerstr. 63. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Willi Schmidt über Frauen- Emanzipation. 2. Di»' kussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Wahl einer bevollmächtigten Kassireri» und Schriftführerin. 5. Verschiedene». Herren als Gäste willkommen. Zul Deckung der Unkosten findet Tellersamw' lang statt. 219* Der Dorstattd. Versammlung des am Fllchliertllls her Stekmchtt Berlins und Umgegend Sonntag, den 14. Dezember et/ Vormittags 10V, Uhr, bei Z e m t e r, Münzstraße 11. Tagesordnung: I.Vortrag. 2. Diskussion. 3. Gewerk' schastliches.— Verschiedenes.— Vereins' angelegenheiten. 2145 Der Dorstattd. Freie Vereinigung der Damen- mäntel Schneider(Bügler, Stepper u. Zuschneider) j. Arbeiterinnen d. Bekleidungsindustrie Berlins. Grosse Versammlung am Dienstag, den 16. Dezember 1399, Abends 8 Uhr, in d. Arminhallen, Kommandantenst. 26. Tagesordnung: I. Jahresbericht. 2. Vortrag übet Naturgesetze und Menschenrechte. Pf ferentin: Frl. W a b n i tz. 3. Dis' kussion. 4. Verschiedenes und Frage' kästen.— Gäste, Damen und Herren, haben Zutritt.— Um zahlreichen bittet"-"Bf such 2174 Der Dorstand. AereiniMg kt ilesffche« Maler v. um, BerufsS» Filiale II, Westen. Montag, 15. d. Mts., Abends 8 Uhr- Versammlung im Restaurant Hämmerle, Bülowstr. 59. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Die UebervölkeruNg- Referent: Schütter. 2. Die Beschlüsse der Gewerkschaft� Konferenz. Referent: B. Minkley. ekastea 3. Verschiedenes und Fragekaflen- Gäste willkomnien. Neue Mitgliedtt werden aus 2124] enommen. ie Keoollmachtigtett Verantwortlicher Redakteur: Cnrt Laake in Berlin. Druck und Verlag von Klar Kading in Berlin 8W., Beuchstraße 2. 1 »" dü 2. Beilage zum Berliner Nr. 392. Sonntaa. den 14. Dezember 1890. 7. Jahrg. Gertckzks Jeikung. . piw* Eifersuchtsskene, wobei beinahe eine Menschenleben S'opfen wurde, gelangte gestern zur Kenntniß der dritten Straf- ammer des Landgerichts I. Der auf der Tlnklagebank befindliche �agerverwalter Otto P f a n n e r war der schweren Körperver- jung mittelst eines gefährlichen Werkzeugs beschuldigt. Die e/ seine Ehefrau, betrat noch in höchst leidendem Zustande o." Gerichtssaal. Sie erzählte, daß ste erst im Juni d. I. den ?ugiklagten geheirathet habe. Sie habe unter seiner unbegrun- it» Eifersucht unsagbar gelitten, ihr Mann stieß häufig die �wersten Drohungen aus und mißhandelte sie fast täglich. Ein- ??, hatte er es so arg getrieben, daß sie sich ein ärztliches Attest �fle ausstellen lassen. Sie nahm aber doch von der beabsichtigten Gattung einer Anzeige Abstand, und bewahrte das Attest siirspätcre eiegenheit auf. Am I. Oktober kam es zivische» den Eheleuten fnkl1 JiU. Einern argen Auftritt. Der Angeklagte ergriff ein Witzes Messer und stieß es hinterrücks seiner gebückt vor einer j'uinode stehenden Frau dreimal mit voller Wucht bn■■un � 0 P f- Die Aerzte sprachen ihre Verwunderung j.-, über aus, daß die Verletzte mit dem Leben davon gekommen fjy. Das Messer brach bei dem dritten Stoße ab, die Spitze des- L," hat noch nicht aus dem Kopfe entfernt werden können. ,'f Angeklagte war im Wesentlichen geständig und führte nur � inner Entschuldigung an, daß er unter dem Einflüsse einer . aßlosen Leidenschaft gestanden hatte. Ter Staatsanwalt wies Niuf hin, daß ähnliche Fälle die Gerichte in letzterer Zeit ehriach beschäftigt hätten, es müsse gegen dergleichen zügellose Me iere energisch eingeschritten, verden und er beantragte des- !. ßegen den Angeklagten eine Gefängnißstraf« von �inträ �a�Ten* Der Gerichtshof erkannte nach diesem Ktnter der Anklage der»ersuchten Uäthigung stand ftu« � Theateragent Adolf Schmidt-Piton vor der dritten .Waftanimer des Landgerichts I. Die Sängerin Fräulein Inka ei* m? mat"am Direktor des„Zeltgartens" in Breslau auf uen Monat zur Probe engagirt worden und sollte das Engage- ent am 1. September v. I. antreten. Bald darauf erfuhr der "-'°r Nachtheiliges über die Leistungsfähigkeit der Dame, er "" �.» Wuftrnrtt. den allen Fällen handelt es sich entweder darum, eine Lohnreduzirung zu verhindern, oder um«inen Angriff auf unser Vereinigungsrecht durch die Unternehmer. Wohl nie sind seitens der Fabrikanten in ärgerer Weise taufende von Arbeitern, ohne jede Klindigung, im Winter, kurz vor Weihnachten, aufs Pflaster geworfen, wie dies bei den Tabakarbeitern Hamburg- Altonas geschehen ist. Wen» nian annimmt, daß man den Arbeiter durch die Winterkälte oder den Hunger und durch die Vernichtung seiner Weihnachtssreude zu einem willenlosen Werkzeug machen kann, so wollen wir Arbeiter zeigen, daß wir noch genügend Gefühl für unsere darbenden Brüder und Schwestern haben und durch die Belhätigung unseres Solidaritätsgefühls verhindern, daß sie zu Kreuze kriechen müssen". Die General-Kom Mission der Gewerkschaften Deutschlands. C. Lrgien, Vorsitzeuder. Hamburg-Eiiiisbüttel, Osterstr. TG b, Adresse vom 1. Januar 1891 ab: Hamburg, St. Georg, An der Koppel 79 I. Alle Geldse»dungen sind an den Kasflrer A. Damann, Hamburg, Fürstenplatz 2, I zu richten. Die Kommission ersucht mehrmals um An- gäbe der Adressen der Vorstände oder Ver- trauensleute der einzelnen Gewerkschaften. Arbeiterfrenndliche Blätter werden um Abdruck ersucht. TDftbsfj.A*9� UVtfc wiv-v-v»!.»..— «[""'chte den Kontrakt rückgängig zu machen und beauftragte den �"geklagten auf die Sängerin, die damals hier im„Englischen fnn t1-" gastirte, in diesem Sinne zu wirken. Der Angellagt« üh J"1 Erledigung dieses Auftrages die Grenzen des Erlaublen .""schrillen haben. Frl. Scherz weigerte sich, vom Kontrakte Zuzutreten, nahm auch einen von, Angeklagten an sie ge- d>? o" eingeschriebenen Brief nicht an. Darauf begab der di. �"geklagte sich nach dem Englischen Garten und wußte j«ängerin während einer Vorstellung zu sprechen. Wie Frl. 7?erz unter ihrem Eide bekundete, hat der Anklagte zu ihr :„Fahren Sie nicht nach Breslau. Sie werden zu einem Auftreten nicht kommen und sollen Sie wirklich einmal auftreten, 1° werden Sie ausgezischt werden, dafür werde ich schon sorgen, .'nn ich werde auch dort sein!" Fräulein Scherz ließ sich durch '« Drohung aber nicht einschüchtern, sie trat dennoch das Engagement an und hielt den Monat über aus. Sie führte im �Mlnr aus, daß sie durch ein derartiges Auftreten eines Theater- �sn'en, der ohnehin schon eine ziemliche Macht über die Künstler ly* Künstlerinnen habe, in ihrer ganzen Eristeiiz gefährdet wer- könne. Diese Ansicht theilte auch der Gerichtshof, der über Handlungsweise des Angeklagten in scharfer Weise den Stab Während der Staatsanwalt eine Geldstrafe von nur j0 M. beantragt hatte, lautete das Urtheil auf 300 Mark, w«nt 80 Tage Gefängniß, wobei noch mildernd berücksichtigt forden war, daß der bisher unbescholtene Angeklagte keinen Ver- "°geiiZvorlh«iI angestrebt hatte. Wir theilten seiner Zeit eine«erichtaverhandlung in welcher der Häuserverwalter Bernhard T r o j e wegen « �°hung und Körperverletzung vom hiesigen Schöffengericht zu Monaten Gefängniß verurtheilt worden war. Troje "r Verwalter mehrerer Häuser am Weidemveg und hatte einen ihm exmittirten Miether, welcher sich widerrechtlich doch IfJ. das betreffende Haus begeben hatte, gewaltsam ent- if"i Der damals Verurtheilte hat gestern vor dem Berufung?- «in t eine glänzende Rechtfertigung erhalten, indem er auf den jenen Antrag des Staatsanwalts freigesprochen wurde. .„Wurde nachgewiesen, daß sowohl der betreffende Miether, wie »ijch ein Theil der Belastungszeugen wiederholt bestrafte ij,'nffchen sind, und der Gerichtshof hielt es für ein Recht des .«geklagten, dafür zu sorgen, daß die von ihm verwalteten von solchen Elementen gereinigt würden. Stfzterfe Ltevevstchk. Aufruf an die Arbeiter und Arbeiterinueu Deutschland«! Deutschland»! Die unterzeichnete Kommission sieht sich nochmals genöthigt, 1 schleunigen Hilfeleistung in den großen und schweren Käm- T"' welch« zur Zeit um die Erhaltung unseres Koalitionsrechts �'suhrt werden, alifzufordern. Wir sahen klar und deutlich, daß 0" �'»er Seite auch nur der Versuch gemacht wird, das ge- a�iu ungesetzliche Vorgehen der Unternehmer zu verhindern, �.daß wir infolge dessen völlig auf unsere eigene Kraft an- !'wiesen sind. Es muß also alles daran gesetzt iverden, diese ch zur ivirthschastlichen Machtfrag« gestaltenden Kämpfe zu "nfUn der Arbeiter zu entscheiden. Es sind der Kom- 'Ilion in den wenigen Tagen ihres Bestehens aller- k"®8 schon enorme Summen zur Verfügung gestellt doch kann in Anbetracht der Sachlage, bei der �°ben Zahl der organisirten Arbeiter Deutschlands bedeutend . dr geleistet werden. Die gewaltige Zahl der Ausgesperrten. Jp- um die Erhaltung ihres bisherigen kärglichen Arbeitsver- des'- Ringenden erfordert die größten Anstrengungen seitens j,. �rig.n Theils der Arbeiterschaft. Es ist von Seiten der ?'tec Alles gethan worden, um eine Einigung mit den Unter- zu erzielen, doch wollen diese es auf die Kraftprobe f.°""nen lassen. Zeigen wir also, daß wir diesen Kampf nicht 8«nt n' zeigen wir ferner, daß wir durch die Einsetzung eines h,,. Morgans ein Mittel gefunden haben, die Angriffe der 'Rehmer zurückzuschlagen. ■öN unterstützen sind: dir Gerber in Kirchhakn, die Schuhmacher in Erfurt, die Tabakarbeiter in Eschwege und Hamburg, die Glasarbeiter in Bergedorf und Ottensen, Die Topfer in Meißen und die Wirker in Chemnitz. Verlmumlrmgim. Gin» Dersammlung der Wähler de« 3. Kerliuer Reichotags-Wahlkreife» fand am 11. Dezember statt. Auf der Tagesordnung stand Verlesung und Berathung über das Statut des Wahlvereins für den 3. Berliner Reichstags-Wahl- kreis. 2. Wahl eines provisorischen Vorstandes. 3. Ausnahme neuer Mitglieder. Nachdem die Versammlung von dem Ein- berufer Gründe! eröffnet war, wurden mit der Leitung derselben die Herren Börner, Schweitzer(City-Passage) und Kohlhardt be- austragt. Alsdann las Herr Gründe! zu Punkt 1 der Tagesordnung das von der Kommission ausgearbeitete Statut vor, dasselbe wurde, nachdem einige kleine Aenderungen vorgenommen, einstimmig angenommen. In den provisorischen Bor>land wurden die Herren Gründet, Schweitzer, Kehr, Bensch, Karge, Bertram und Kräker gewählt. Danach wurde die Versammlung auf 15 Minuten zur Einzeichnung von Mitgliedern vertagt, in welcher Zeit sich auch 56 g leich meldeten. Unter Verschiedenem nahni Kohlhardt das Wort und ersuchte Diejenigen, die sich haben einzeichnen lasten, mit zu arbeiten an dem großen Ziel, welches wir uns gesteckt haben, damit der Verein mit der Zeil stark wird, um so bei der künftigen Reichstags- Wahl den dritten Wahlkreis für uns zu gewinnen. Luhm sprach in demselben Sinn». Sodann erhielt Herr Sander das Wort und empfahl die Annahme folgender Resolution, welche auch einstimmig erfolgte:„Die ain 11. Dezember er. tagende Versammlung der sozialdemokratischen Wähler des 9. Berliner Neichstags-Wahlkreises erklärt: der Behauptung des Reichstags- Abgeordnete» Grafen Vehr,„es stünden die Arbeiter der Alters- und Invalidenversicherung nicht kühl gegenüber", sei erwidert, daß diese Versichernng in ihre» Konsequenzen ziniächst nur Stellungen für regierungstreue Wähler, Darlehnsobjekte für Großindustrielle». s. w. und Entziehung augenblicklich nothwendiger volkswirthschaftlicher Ausgabe- gelder ermöglicht. Bis zu dem Zeitpunkt, wo die ersten„Rente»" ausgezahlt werden, wird■ die Unternehmerschaft längst Mittel und Wege gefunden haben, auch zu dieser Versicherung den Ar- vettern die Last der Beiträge voll und ganz aufzubürden. Von wahrer sozialreformatorischer Bedeutung ist diese Versicherung daher nicht, und die Versammelten stehen derselben sogar sehr kühl gegenüber." St n gäbe der vorläufigen Zahlstellen: Dort erfolgt auch bis zur nächsten Versammlung die Auf nähme neuer Mitglieder: Gründet, Dresdenerstr. 116, Lokal. Schweitzer, Dresdenerstr. 52/53, Zigarrengeschäft, City-Passage. Otto Kräker, Wasserthorstr. 20, Zigarrengeschäft. Die Freie Nereiuigung der Maurer hielt am II. d. M. eine ordentliche Mitgliederversammlung ab. In der vorigen Mitgliederversammlung hatte Herr Wernau einen Vortrag über die Alters- und Jnvalidenvernchening gehalten, an den sich eine Diskussion schloß. Wie Herr Wernau mitlheilte, wird er so- wohl wie auch Herr I« z o r k e wegen verschiedener Aeußerungcn unter Anklage gestellt iverden und haben Beide bereits Ver- nehmungen auf dem Polizeipräsidium gehabt. Vor Eintritt in die eigentliche Tagesordnung erstatteten die Kaffenrevisoren Be- richt über die monatliche Abrechnung. Ter erste Punkt der Tagesordnung betraf die Wahl eines ersten Schrift f ü h r e r S an Stelle des Herrn Roll. Geivählt wurde der bis herige ziveite Schriftführer, Herr T a s ch, und an dessen Stelle Herr Gustav Raschle zum zweiten Schriftführer'. Nächst- dem hielt Herr W i l k e- Braunschweig,«neu Vortrag über den Bausch ivindel und die Arbeitslöhne in r Y-—.f._— oi-; c ri« �... f....——........ UCil-V w|•••*'—»"■"——--—-... Berlin, welcher mit großem Beifalle aufgenommen wurde. In der folgenden Diskussion wurden die herrschenden Mißstände im Baugewerbe noch eingehend erörtert, und sprachen in derselben die Herren Gröschk«. Grothmann, Behrendt«Frank- fnrt a. O.), Kerstan, Scheel, Wernau, Lau und Wille. Zur einstimmigen Annahme gelangte nach Schluß der langen Verhandlungen folgende von Herrn Wernau beantragte Resolution: „Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Aus- führungen des Referenten einverstanden und beauftragt den Vorstand, eine weilere Petition, welche im Sinne der vorigen abgefaßt ist, an de» Magistrat gelangen zu lassen, damit das Cubmissionswese» bei Kommnnalbauten ab- geschafft werde, sowie Einrichtungen getroffen werden, welche Arbeitslosen Gelegenheit dielen, von einer Zentral- stelle aus Arbeit nachgewiesen zu erhalten, um jeden Arbeiter in die Lage zu versetze», den Anforderungen, welche Staat und Koiumlnie an ihn stellen, gerecht werden zu können." Ter vorgerückten Zeit wegen wurde darauf von der Be- rathung des vom Borstaude ausgearbeiteten Rechtsschutz Reglements abgesehen und nur noch der Fragekasten erledigt. Eine Derfmuntlnug de» Fachverein» der Kchlächker Eiesellen Kerlin» fand am 7. Tezeinber statt. Die Versamm- lung wurde vorn zweite» Vorsitzenden, Blumschein, mit der Mit- theilung eröffnet, daß der erste Vorsitzende, Kestlinle-, sein Amt niedergelegt habe. Hierauf sprach Herr Peus über die Entwicke« lung des Kleinbetriebes zur Großindustrie. An der Diskussion betheiligten sich die Kollegen Schwartze und Gabmann. Den Erfurter Schuhmachern und den Hamburger Tabakarbeitern wurden je 15 M. aus der Vereinskasse beivilligt. Es ließen stcy 21 Mitglieder aufnehmen. Zu„Verschiedenem" sprach der Vorsitzende, anknüpfend an die Aeußerung des Herrn Pens, daß der Fachverein hauptsächlich durch Aufklärung für die Verwirk- lichung seiner Ziele wirken solle, die Erwartung aus, daß auch unsere ttzegner, hauptsächlich die Innung, ruhiger und versöhn- licher gegen den Verein vorgehen würden. Die bisherigen Schritte dieser Herren gegen den Fachverein, z. B. die Aus- sperrung der Vereinsmitglicder von der Herberge, seien gerade nicht geeignet, versöhnlich zu wirken. Es wurde noch darauf hm» geiviesen, daß die Schlafstätten bei manchen Meistern sehr er- bärmlich seien. Nachdem der Vorsitzende noch zu reger Be- theiligung an dem Vereinsfeste am 14. Dezember bei Ivel in der Andrcasstraße aufgefordert hatte, schloß derselbe die Versammlung mit einem dreifachen Hoch auf die internationale Arbeiter- bewegung. «lue öffentliche Uerfumuiluitg der Mitglieder freier Hitf»tinffeu fand am 11. Dezember unter dem Vorsitz des Herrn Schmitt an statt. Herr Brandt(Hamburg) sprach über die neue Krankenversicheruiigegesetz-Novelle und deren Nachtheile für die Arbeiter und Arbeiterinnen. Redner führte aus: Von jeher haben die Hamburger ihre rege Theilnahme für dasKranken- Versicherungswesen bewiesen. Schon vor hundert Jahren existirten in Hamburg selbstständige Krankenkassen. Das Kassenwesen blühte hier, wie überall, immer mehr aus; da kam das Gesetz, welches den Versicherungszivang einführte. In Hamburg allein gingen schon im 1. Viertel des Jahres 1384 über 200 Kassen zu Grunde, weil sie den neuen auferlegten Pflichten nicht nachkommen konnten. Ein großer Theil von Kassen war in_ der Lage,. sich seine Existenz durch Anpassung an die Gesetzes- bcstimniungen zu sichern. Jetzt kommt man uns schon wieder mit etwas Neuem, der Kranken-Versicherungsgesetz-Novelle. Sie wird, ivenu sie Gesetz geworden, den freien Hilsskaffen� un- geheuren Schaden zufügen, bezw. ihnen ihre Vernichtung bringen können. Man will uns, da wir durch die Selbstverwaltüng unserer Kassen die Mündigkeit der Arbeiter dazu, ihre Angelegen- heilen selbst regeln zu könne», bewiesen haben, die hierbei ge- habt« Freiheit ans irgend eine Art und Weise nehmen, um UUiV bevormunden zu können. Redner unterwirft nun verschiedene der Paragraphen der Kranken- Versicherungsgesetz- Novelle einer eingehenden Kritik. Er giebt seiner Meinung dahin Ausdruck, daß die ganze Kranken- Versicherungsgesetz- Novelle nur den Zweck hat, den freien, von den Arbeitern selbstverwalteten Kassen den Garaus zu machen, wogegen man energisch protestiren müsse.(Beifall.) An der Diskussion, in welcyer der Gesetzentwurf einer scharfen Kritik unterzogen wurde, betheiligten sich die Herren Oriwohl, Schindler, Jade- g a st und Frau v. H o f st e d t e n. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen:„Die Versaiiimlung eingeschriebener und auf Grund landesrechtlicher Vorschriften errichteten Hilfs- lassen protestirt hiermit gegen die dem Reichstag vorgelegte Novelle zum Krankenversicherungs- Gesetz. Die Versammlung protestirt im Besonderen gegen die§§ 6, 20, 22, 26 a, 49, 75 und 84, Di« Versammlung erwartet daher von den Vertretern der Arbeiterpartei im Deutschen Reichstage, daß dieselben gegen die. Novelle energisch Front machen werden." Auf dir Kerichtignug des Herrn Hoflieferanten August Werlmeister, Linien str. 150—151, geht uns von Herrn K. Fries, Britz, Werderstr. 66, folgende Erwiderung zu: Lohuabzug sollte stattfinden und wurde nur vereitelt durch der Bersilberer einmüthiges Borgehen. Die Arbeit wird jetzt außer dem Hause gemacht in der Wcrkstelle von Rüstig, Stettiner- straße 45. Die Arbeitslosigkeit wird sich als dasselbe herausstellen, wie bei dem Abzüge, der den Barokoergoldern gemacht wurde, davon ganz zu schweigen, daß IG verheirathete Männer kurz vor den Festtagen ans die Straße gesetzt wurden. Kann Herr Hoflieferant Werkmeister seine Behauptung be- weisen, so steht ihm ein Platz am Montag» in der Versamm- lung frei. Von der Firma K. Hartwig Söhne* Saer geht uns mit der Bitte um Aufnahme folgende Erklärung zu: „Die am Mittwoch'Abend im Böhmischen Brauhause stattgehabte öffentliche Versammlung aller in der Herren-Garderobe beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hat unsere Firma in unrechtmäßiger Weise angegrisie». Schon vor einigen Monaten fand unter Vorsitz des Herr» Pfeiffer eine ähnliche Versammlung statt, in der persönliche Beleidigungen gegen uns geäußert wur- den. Wir haben seiner Zeit die Lohnkommissionen durch öffent- liche Aufforderung im„Berliner Volksblatt" und in der„Volks- Zeitung" ersucht, von unseren Löhnen in unseren Geschäfts- lokalen Kenntniß zu nehmeii. Keiner der Herren hatte es jedoch der Mühe werth gehalten, zu uns zu kommen. In der jüngsten Versammlung sind vielmehr dieselben Bor- würfe wie schon in der Versammlung vorher vorgebracht worden. Wir erkennen es an. daß die Schneider ebenso gut wie andere Gewerkschaften ihre Interessen wahr- nehmen. Letztere werden indeß schlecht wahrgenommen, wenn sich die Vorwürfe gegen eine Firma richten, die weder Lohndenck noch schlechte Behandlung ihrer Arbeiter kennt. Warum be- schweren sich unsere Arbeiter nicht? Wir haben sowohl hier am Platze, als auch besonders in Stettin die dein Charakter unserer Geschäfte entsprechenden höchsten Löhne festgesetzt. Gern würden wir noch höhere Löhne bezahlen, wenn wir nicht den Verlust der Konkurrenzfähigkeit als unmittelbare Konsequenz befürchten müßten. Tie Vorwürfe der Mittwoch Abend- Versammlung ivaren an eine falsche Adresse gerichtet. Die Beschäs- ttgnng, welche von den hiesige» Detailgeschäften au?- geht, ist bedeutungslos im Verhältniß zu solcher, die von den h,«s>gen Exportfirn, en ausgeht. Die von den Detail- geschästen gezahlten Löhue sind auch mindestens 80—40 pEt höhe«- Warum wenden sich die Herrn nicht gegen solche Firmen. die tanseud und mehr Arbeiter beschästigen? Warum wenden pch die Herrn nicht gegen solche Firmen, die kein Stück an den Arbeiler direkt. so, Gern nur an sogenaunte Meister, die zum Theil nicht einmal Schneider sind, vergeben? Dort muffen die Herrn nnt Refornlen anfangen, dort thut es Noch. Wir werden Ä«'ÜS am Platze vorweg Veroindung zu setzen. Da sind M.B.Rosen- Hausvoigteiplatz, mit ungefähr 4-5 Millionen. Hier würde es Zivcck haben, einen Anfang mit Aeuderimge» vorzunehmen. BWst&tkustk -- A. k':;.:: Während wir früher nur an Geschäfte verkauften, sind wir �H�Z-Abn, H jetzt mit dem Publikum direkt in Verbindung getreten. a Verkauf | nur gegen Baar| zu streng festen Preisen. Jeder Preis | ist mit Zahlen| an der Waare ausgezeichnet. Berlin N., Berlin 0., Berlin SQ., 243. Chausseestr. 24a. 16. Gr. FranKfurterstr. 16. 8. Krückenstrahe 8. Brosste Werkstätten für Herren- und Knabenbekleidung. 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