BUNTE WELT Nr. 1 Unterhaltungsbeilage Der böse Geist Vaniforo war plötzlich erwacht und troch bis zur Hüttentür. Schon lag ein von Blatt refleren durchivobener Sonnenstreif auf dem Dorfplatz. Vaniforo hatte tranke, schielende Augen, furze Beine, einen flobigen Kopf, den ein Haarwuft und Bart fohlschwarz umwucherten. An seinem Halsband aus Glasperlen hing der Hauer eines Ebers und ein Armband europäischen Fabrikats, das er einst als Abschlagszahlung für ein delikates Wildbret erhielt. Von Henri Barbuſſe sizes auf so schreckliche Art herabsetzte. ,, Es ist das schönste aller Häuſer." Die lauten Ausbrüche dieser Unterhaltung riefen den König herbei, der in seiner um zwanzig Schritte entfernten Hütte sich am Rauche grünen Holzes berauschte. In der Umrahmung der Tür, wo Schwaden in die Augen beißenden Qualmes schwebten, zeigte der König sein Gescht, das auf der Stirn ismar, uf den Baden blau. rot auf der Nase bemalt war. Er nahm Assagai und Bogen und griff, Gefolgt vom ersten Würdenträger fam sanft zufassend, nach zivei Pfeilen, die im er näher. Er war ein großer König. Seine Leibe seines Vaters staten; dieser hatte sich Worte waren Dolche, seine Neberlegung Hin seit drei Monaten von dem Blätterbett nicht terhalt. Er besaß ein riesiges Herz, das sich gerührt, auf dem er tot dalag und noch immer von den Nieren bis zur Gurgel ausdehnte. seinen Sohn beschüßte, indem er deſſen Pfeile Zehn Nasenringe aus Schildpatt trug er und vergiftete. Dann deponierte Vanikoro nach in Fächerform leuchteten Knöchel seiner VorVätersitte seine Pfeile im unförmig ausgefahren um die Nasenflügel. Sein Haar war dehnten Ohrläppchen. in fleine Zöpfchen zusammengeflochten, von Draußen redte sich der Zwerg auf den denen jedes aus acht Haaren bestand. Beinen, wo irgendeine frühere Krankheit ganze Rosenkränze von Budeln hinterlassen hatte. Er blähte den Rumpf auf und ſeine blinzelnden Triefaufen blickten zum ſtrahlen den Licht emvor. Nachdem er aus dem geheiligten Beinhaus seiner Hütte, aus dem vertrauten Gestank heraus war, sog er tief die Luft Oceaniens ein, diesen äßenden WildSaunauslöschlich an Körper und Seele haftet. Ein Stück harten Holzes diente dem Hauptwürdenträger als Bekleidung und an feinem Handgelenk trug er eine Muschel. Er hatte am Bein eine Wunde, die ein Fetisch war und die er jedesmal, wenn sie heilen wollte, wieder öffnete; denn es war eben eine Fetischwunde. Der Souverän ließ sich über den Gegenstand des Streites unterrichten. ..Viele haben das Geheul der bösen Der Eingeborene verlor sich im Walde Geister in dem Hause am Strande gehört", sagte Vaniforo. und fam zur Hütte Sagus. ,, Verkaufe mir dein Haus am Strande", sagte er schon zum zehnten Male. ,, Es ist schön", erwiderte Sagu.., aus Stämmen, Astwerk und Pandanusblättern Gi Säuntlingshaus, da es eine Ede hat mit einem Tabu. Es beherrscht eine an Schiffbrüchen reiche, sehr reiche Durch fahrstelle. it niedrig, nicht zu enitvurzeln. Hein Dach in der Welt bildet einen solchen Schild gegen den Sturm. Es iſt ſchön, zwei und einen halben Sklaven wert, und zehn Arme Kuvferdraht dazu." ..Ich will das Haus, aber nur für zivei Sklaven; denn es wird von den böſen Gei stern heimoesucht." Mein, es gibt keine Geiſter in dem Haus; es hat keine Mängel!" rief Sagu, indem er seinen Asagi sest umframpfte, der in drei spitzen, von toten Feinden stammenden Knochen endigte und von solchen getöteter Feinde starrte. Vaniforo wich grollend, zähneknirschend zurück und schielte auf eine ganz unglaub liche Weise. Ich habe die Geister gehört", sagte er ,, und andere auch." 1934 Viele Eingeborene flapperten mit den Zähnen und ergriffen die Flucht. Plötzlich hörte der Lärm auf. ..Wir müssen jest in das Haus gehen", sagte der König, indem er seine kunstvoll gearbeitete Streitagt schwang. Vorsichtig betraten mehrere Mutige, von dem wiedererschienenen Vanitoro geführt, in das Haus. Es war leer. Dreimal erneuerte sich die unglaubliche Feststellung. Das Haus sprach in unterbrüdten Tönen; wenn diese schwiegen und man eindrang war nichts: die Geister bewiesen ihre Gegenwart durch Unsichtbarkeit. Vaniforo wohnte dem Beginn der Bes obachtungen bei. Aber er hatte solche Furcht, daß er ehe die Geister noch einen Laut vernehmen ließen verschwand. Er war niemals in dem Augenblick anwesend, wo die übernatürliche Stimme hörbar wurde. Was tun? Sollte man wirklich, wie das angezeigt erſchien, den Beſiker eines solchen Hauses niedermezeln? Die Meinungen der Weisen waren geteilt. Man wandte sich mit Anfragen an die anderen Inseln des Archipels; nach Lahori, velches an manchen Tagen bebt und raucht wie der Rand eines Topfes, in dem es kocht; nach Vanua, wo die Köpfe der Häuptlinge in wahrt werden, nach Atoli, deſſen Bewohner den Körpern getrockneter Haifische aufbe= als allzustarke Raucher faum genießbar sind. Keine befriedigende Antwort traf ein. Trotz der Grimaſſen und Bewegungen Sagus, dessen Mund sich auf seinem dunklen Da beschloß Sagu, sich seines Hauses Gesicht von einem Ohr zum andern - selbst um den Preis eines Opfers - au wie ein Stollier aus weißen Verlen spannte, entledigen. Er schenkte eine Frau und vermurde diese Tatsache von Mikoi beſtätigt. zichtete auf den ihm vielleicht zufallenden der, ein Dickvein tragend, vorüberkam und Teil des Missionars und beſtimmte Vanikoro, von Niobung, die, von Milch überquellend. der Besiker des Hauses zu werden. ein erfel tränkte...Während der Nächte. wo der Mond in Gestalt eines Bumerangs Yeuchtet, hört man vom Haus des noch nicht maſſatrierten Miſſionors in der leeren Hütte Sagus Geſchrei: dos ist bewiesen." Der König schüttelte den Kopf, kehrte in fein Haus zurück, berauschte sich an Kava und ſchlummerte ein. Gegen Abend verfammelte er die Bevölkerung, indem er auf die mit einem Menschenkopf verzierte Trommel, die fich auf dem Plake befindet, schlug. Dem Ruf des Monarchen folgend, be= gaben sich die Eingeborenen nach dem unheimlichen Ort. In respektvoller Entfernung von dem Hause scharte sich das Volk zusam men. ,, Sört!" rief Vaniforo, der voller Entjeben in das Dunkel zurückwich. Man lauschte angestrengt. Zuerst nichts; ..Nein! Nein!" brüllte Sagu, ganz be- dann unterschied man aus der Nichtung des stürzt darüber, daß man den Wert seines Be-| Hauses unterdrückte Stimmen. Und seit diesem Tage enthielten sich die Geister jeglicher Manifeſtation! Da begann Sagu seltsam nachdenklich zu werden. Gewisse, Vaniforo entschlüpfte Worte überraschten ihn. Er dachte angestrengt nach. Manchmal hielt er mitten im Gehen inne und suchte irgendetwas zu begreifen. Er murmelte befremdende Drohungen. Eines Tages kniff er ſein Auge zuſammen; er ſuchte den König auf. „ Ich hörte die Geister wieder üblen Lärm in Vaniforos Hause verursachen", erflärte er... Vanikoro muß entschieden getötet werden, damit sie schweigen." Im Prinzip war der König einverstan den; aber man mußte sich völlige Klarheit verschaffen. Sagu rottete die Einwohner zuſammen und veranlaßte fie, in der Nacht zu dem Hauſe am Strande zu gehen. Sie warteten im Halbfreis. In der ersten Reihe stand Vaniforo, laut lachend im Gefühl stolzer Sicherheit. Aber das Haus sprach... Was tat das Vaniforo? Er lachte, so wild er konnte, schwang seine Ebenholzkeule. sprang aus der vor Entseßen gelähmten Gruppe und stürzte, während das Haus redete, hinein. Das Haus stieß einen Schrei aus; dann schwieg es. Vaniforo kam sofort wieder her aus und hielt den Kopf Sagus in erhobener Hand. 2 ..Er war es, der die Geister beleidigte, indem er an ihr Dasein glauben machte", rief er. ,, Er wird gegessen", sagte der König, deffen Justiz ebenso summariſch wie logisch war. Als ich nach einiger Zeit von einer Reise nach Venezuella wieder nach Willemstad kam, besuchte ich mit einer deutschen Gesellschaft unter Führung des Holländers, der den Ehrgeiz hatte, den Fremden sämtliche Sehens würdigkeiten Curaçaos zu vermitteln, einige Und er hatte recht. Im sozialen Leben Nachtlokale. Man kann sich faum schaurigere kommt es nicht so sehr darauf an, gute Ideen Vergnügungsorte vorstellen als die Buden, in zu haben, als sie im günſtigen Moment zu die heitere Grammophone und fürchterlich geverwirklichen. Er hatte recht. Er war ein schminkte Negerinnen die Passanten zu Toden großer König. versuchten. Frauen in Curaçao Von Maria Leitner. Stafteen wirken hübsch in einer gepflegten ist. Für meinen Mann ist das wichtigste, daß Wohnung oder in den Schaufenstern luxuriöser wir für die Plantage Wasser haben, aber mich Blumengeschäfte. Aber in der Natur, to fie macht das Leben in dieser Wüste halb wahnungehemmt wachsen dürfen, haftet diesen stache- sinnig. Ich habe ein so schönes, ruhiges Leben ligen Ungetümen ettvas Bösartiges an. Sie gehabt in Lehden. Ich hatte jede Bequemlich sind die üppigen Blüten der Unfruchtbarkeit. feit, von der man hier nicht einmal träumen Je härter, trodener der Boden ist, um so stär- fann, und ein so großstädtisches Leben. Dann ter und mächtiger schnellen sie in die Höhe. lernte ich meinen Mann kennen, der auf Beſuch aus Westindien kam. Er erzählte von seiner Citrus- Plantage und daß er bald reich sein würde. Mir ſchien das alles märchenhaft und wunderbar. Als wir hier antamen, dachte ich, alles wäre nur ein böser Traum." Im Innern der Insel Curaçao kann man kaum etwas anderes entdeden, als diese phantaſtiſch verzerrten Pflanzen, Symbole det Kargheit. Die Fahrt unternahm ich auf den Rat eines Holländers, der die Cirus- Plantagen besonders pries, der aber in Wirklichkeit seiner Landsmännin, der Fran des Plantagenbesivers, einen fleinen Gefallen in wollie, weil sie so einſam und abgeſchloſſen lebte. Der Holländer, scheinbar zufrieden und pflegmatisch, zeigte mit Stolz seine Plantage. Die Art seiner Erklärungen bewies, daß er den Traum, durch sie reich zu werden, feines wegs aufgegeben hatte. ,, Dier muß man nur Ausdauer haben, aber es ist wohl schwer für eine Frau, das zu verstehen", sagte er und sah verstohlen nach seiner Gattin. Der Plantagenbejizer belieferte eine Spirituosenfabrik in Holland ,, die den berühmten Curaçao- Liför herstellt. Denn nicht nur Kakteen wachsen auf der Insel, sondern auch die Früchte, die mit ihrem bitteren Aroma die Insel weltberühmt gemacht haben. Diesen Beigefahmad Diese schwärmie jetzt von Willemstad. verdanken sie sicher ihrem schweren, entbeh- Das waren die Lichtpunkte ihres Lebens, wenn rungsreichen Leben. Die Citensbäume sind sie nach der Hauptstadt der Insel fahren konnte. knorrig, sie sind schief gewachsen, wie es ihnen Ihre Worte beschworen eine märchenhafte die Richtung des Windes vorschrieb. Doch noch schwerer ist das Leben der Menschen, die sie pflegen Das Haus des Planiagebesizers war eine Wellblechhütte, fast so schief wie die Bäume, die es.mringten. Um die Wasserzisterne in der Nähe sprang eine magere Ziege, sonst fonnte man fein Zeichen des Lebens entdecken Erst als sich das Auto der Hütte näherte, erschien in der Tür eine Frau. Sie sah müde und vernachlässigt aus. Sie näherte sich dem Auto. Ihr Geſichtsausdruck wurde lebhaft. „ Ich habe Sie schon von weitem gehört, aber ich dachte, ich bilde es mir nur ein, das geschieht mir öfters. Es scheint mir, es näher: sich Menschen, Fahrzeuge, aber wenn ich Herausfomme, ist es nichts. Ich habe nur was Großstadt, die alle Freuden und Annehmlich feiten der Welt bot. In Wirklichkeit war die ses Willemstad ein fleiner Hasenort, in dem sich alle Raſſen mit ihrem Elend und Schutz, bermiſchten. Hat man diese Spelunken gesehen, begreift man erst den Stolz der Willemstader auf das ,, Kasino". Das ist ein scheunenähnlicher Saal mit japanischen Dekorationen, von Lampions in malerisches Halbdunkel gehüllt, mit einem richtigen Orchester und Tanzdamen, die alle weiß sind. Es war ziemlich leer im Saal, nur wenige Tische waren besetzt von Touristen und Seeleuten der höheren Gehaltsklassen. Die Tanzdamen, die unbeschäftigt in einer Edc zusam mensaßen, lärmten mit gemachter Fröhlichkeit. Diese Frauen, die aus den verschiedensten Ländern hier gestrandet waren, hatten miteinan= der eine merkwürdige Aehnlichkeit. Nur eine unterschied sich von ihnen durch ihre Schwerfälligkeit und Versunkenheit. Sie kam mir bekannt vor. „ Ist das nicht die Citrus- Plantagenbefizerin?" vongelaufen. Er ließ sich nicht dazu bewegen, ,, Ja, sie ist es. Sie ist ihrem Manne da seine Planiage aufzugeben. Ich glaube, für die Rüdkehr hatte sie fein Geld, ich fürchte, sic wird bald merken, daß sie auch jetzt nur in einer Wüste lebt." ,, Und er, der Mann?" ,, Er hat sich schnell getröstet, wie Menschen, die unbedingt etwas erreichen wollen. Er will zu Geld kommen. Nun hat er eine Negerin zu sich genommen, eine schiefgewachsene, aber große und starke Frau, die umsonst für ihn arbeitet. Er denkt an nichts weiter, als reich zu werden. Er harrt aus in der Wüste, um sich aus ihr zu retten. Aber es ist eine Frage, ob ihm das je mit seinen kleinen Mitteln gelingen kann. Wird nicht auch er zum ewigen Wüstenleben gezwungen sein?" Der„ Preller“ Striminalnobeile von D. Kander. Der Vorhang hinter dem zweiten Aft des abgesehen davon kann mir die Polizei nichts ,, Maskenballs" hatie sich bei starkem Applaus anhaben, denn es gibt einfach keine Beweise des vollbefesten Hauses gesenkt, die große gegen mich. Vielleicht handelt es sich um irgend Pause begann, fast alles erhob sich von den eine gesellschaftliche Angelegenheit ……. Blägen und ergoß sich in die Flure im Erd- Er erhob sich und folgte dem librierien geschoß und weiter oben. Auch in die Zegen Diener in einen der kleinen Salons, wie sie drang Licht. Nur eine einzige schien dunkel in großstädtischen Opern den Logenbesuchern Knarre der Wasserpumpen- Bindräder gebleiben zu wollen, es war die vierie von links zur Verfügung stehen. Als er eintrat, erhob und jetzt flopfte eben einer der Logendiener sich ein einsamer Herr von einem Tischchen und höflich an die Polstertür. machte eine fleine Verbeugung. ,, Conte Mario...?" hört." Sie Ind mich in das Haus ein, das sehr primitiv eingerichtet war. Dann wollte fie Kaffee fochen. Das Wasserholen verriet viel von ihrem Leben. Sie hatte eine große leere Konserven büchse, die an einem Bindfaden hing, in die Bifterne hinabgelassen. Als sie die Büchse Heraufholte, war faum Wasser drin. Es dauerte Lange, bis es ihr gelang, genügend Wasser zu Schöpfen. Was ist los?" criönte eine unwillige Stimme von innen. ,, Ein Herr möchte Sie im Nebensalon spredjen." ,, Ja, aber mit wem habe ich..." ,, Das ist im Moment nebensächlich. Warum, werden Sie gleich einsehen. Bitic Wer will mich sprechen?" Die Stimme nehmen Sie doch einen Moment Play." schien etwas erschroden. ,, Ich seye mich nicht mit Unbekannten ai einen Tisch...“ „ Der Herr nannte feinen Namen, er sagte nur, daß es sich um ein paar Worte handle, um wenige Minuten...." ,, Wirklich nicht, Herr Adolf Singer au Hamburg, wenn ich nicht irre?" ,, Es ist fürchterlich, die Trockenheit, seit Nun, sagte sich der Logeninsaffe, der schon Conte Mario wäre noch erheblich blaj Monaten warten wir vergeblich auf Regen. feit längerem ein erfolgreiches Debut unter geworden, wenn er nicht im Lauf der Jale Manchmal muß ich weit wandern, bis ich eine dem Namen Conte Mario aus Turin gab, die sich ein erhebliches Maß äußerlicher Behe.c Bifterne finde, in der noch genügend Wasser Polizei pflegt sich anders anzufündigen. Ganz schung angeeignet hätte. Aber immerhin e= 3 nügte die Nennung seines eigentlichen“ Namens, daß er sich, ohne ein weiteres Wort zu verlieren, an den Tisch setzte. ,, Was wünschen Sie von mir?" ,, Das lebliche..." ., Was heißt das?" ,, Das lebliche. Das bedeutet in meinem jalle 25 Prozent." ,, Ich verstehe Sie nicht." ,, Mein lieber Herr Singer, Sie sind onst nicht so schwer von Begriffen. Sie varen vorgestern bei Kommerzienrat Wienjold eingeladen. Am nächsten Tag vermißte man dori Schmuck im Werte von ungefähr einer halben Million Mark. Sie haben diesen Schmuck gestern in Ihrem Zimmer im Hotel Anglais an den holländischen DiamanLenhändler Tupijter um ein Fünftel des Werts veräußert. Das sind hunderttausend Mark. Mein Anteil daran beträgt also 25.000 Mark. Sie tragen, wie alle Diebe, die Banknoten bei sich. Wollen Sie also, bitte, bar auszahlen. ,, Sie können mir gar nichts beweisen!" stiß Conte Mario, eigentlich„ Herr Singer", hervor. ,, Aber, mein lieber Freund", sagte der andere jichtlich gelangweilt. Mir brauchen Sie auch gar nichts zu beweisen. Ich bin ja tein Polizist. Ich ziehe Sie auch nicht zur Rechenschaft. Das geht mich gar nichts an. Ich bin im Gegenteil an Ihrem Tun lebhaft interessiert, denn von Ihnen und Ihresgleichen lebe ich ja..." ., Sie sind also ein Preller, Sie gemeiner Hund.... " ,, Wenn Sie es so nennen wollen. Sie sind also im Bilde. Wenn Sie mir nicht meinen Anteil zahlen wollen, kann ich Sie dazu nicht zwingen. Aber ich müßte dann... Ich weiß. Ein Preller verrät ohne weiteres. Ich zahle, Sie Canaille." Er griff in die Brusttasche.„ Donnerwetter, natürlich, ich habe meine Brieftasche in meinem Mantel." ..Ich begleite Sie", lächelte der Preller maliziös.„ Dabei habe ich wohl das Glück, der Dame vorgestellt zu werden, die in Ihrer Gesellschaft ist?" Die beiden begaben sich langsam und unauffällig zur Loge. Der Preller bestand ebenso unerschütterlich wie liebenswürdig darauf, daß Conte Mario voranging und schloß dann hinter sich die Logentür. Gleich darauf wollte er mit einem Fluch zurückspringen; aber zwei stämmige Gestalten hielten ihn wie in einem Schraubſtock fest. Leises metallisches Silirren ertönte: der Preller hatte die befannte ,, betende Haltung“ eingenommen. Conte Mario aber nahm sich mit einem erleichterten Seufzer die Perüde ab, den Schnurrbart und das Monokel und wischte sich die Schminke mit einem Taschentuch ab. ,, Kommissar Tesch!" rief der Preller aus. Stimmt", sagte dieſer lachend. Den Conte Mario hat es nie gegeben. Den spiele ich ſeit zwei Monaten mit der einzigen Hoffmung, endlich den„ Preller" zu erwischen. Der Diebstahl bei Kommerzienrat Wienbold war eine abgekartete Sache, ebenso der vermeint liche Verkauf der Beute im Hotel Anglais. Ich mache Ihnen das Kompliment, daß Sie mich glänzend ,, beschatter" haben. Es tut mir eigentlich nur leid, daß die internationale Hochstaplerwelt aufatmen wird, wenn Sie von Ihrer Verhaftung hört. Darf ich übrigens befannt machen: Fräulein Kriminalsekretär Schild der Preller! Es hat uns alle seht gefreut!" Das Mädchen hinter den Palmen... Bericht vom Leben in Beisan. Von Erich Gottgetreu. In der lächelnden Anmut ihrer zwölf, aus tausend und einer Nacht wird ein Tag Lenze steht Sarife hinter mir, Tochter eines des Jahres 1933. armen Beduinen aus den blauen Bergen Transjordaniens, behängt mit einem wein roten Gewand, das die Herrin, meine Gastgeberin, ihr schenkte. Sarife zu Deutsch: die Schöne will wissen, an wen der Herr den langen Brief schreibt. Für dich, holde, kleine Sarife, wäre der ben und Sarife lesen könnte. Denn in dir, Brief bestimmt, wenn der Herr arabisch schreiSarife, ist der Orient, dem der Herr verfiel... Das Haus, in dem ich in Beisan, der arabischen Stadt im Nordosten Palästinas, wohne und in das mich die Aerztin des Ortes, eine seiner wenigen Europärinnen, einlud, ist einstödig, zweiräumig, hißefrei und unvermeidlich, ameiſenübervölkert. Zur linken Seis te des Hofes, im Nachbargrundstück, waltet die englische Regierung ihres Amies. Mir bleibt jedoch der Einblick in die englische Politik versagt, weil eine überdimensionale Mauer die private Welt von der amtlichen trennt. Die Araber verlangten so vermauert zu leben, weil sonst zu leicht neugierige Männerblide die schweigende Würde ihrer Frauen lästern könnten. Der Blick nach rechts führt in einen Wald üppiger Bananenstauden. Schwer schwanken unter den langen Blättern die fruchtbesetzten vielzackigen Dolden. Ihre Pragis übt die Aerztin in zwei isolierten Räumen aus. Tageweit reicht der Ruf ihrer Kunst; tief aus Transjordanien, zu Kamel, zu Pferd und Eſel, kommen die Beduinen zur Göttin des heilenden Trantes. Geduldig sizzen und liegen die Leidenden vor dem Haus, bis die Reihe an sie kommt. Jeder bezahlt in bar: fünf bis fünfzehn Piaster für eine Konsultation. Zwischen den Fellachen hocken ein paar medizinbedürftige Polizeibeamte. Sie gehen lieber zur europäischen Privatärztin, als zum, arabischen Regierungsdoktor. Die Aerztin hat ein gutes Herz und verordnet längeren Krankheitsurlaub. Verständlich, daß unter diesen humanen Umständen gestern der Polizeichef zur Aerztin fam und Dehalib!": hab Erbarmen rief; hab ich doch fast feine Mannschaften mehr!". So wehmütig war seine Klage. Natürlich braucht auch Beisan seine Polizei. Findet am Donnerstag nicht vor den Toren der gewaltige Markt statt, so umfangreich, daß er mit Gesetz und Uniform geregelt und überwacht werden muß? Fluten hier nicht aus allen Enden die Söhne des Morgenlandes zusammen, ein wogender Strom, ein handelndes Heer? j Folgende Richtpreise" ermittelte ich auf dem Markt von Beisan: ein Kamel kostet 12 Pfund, eine Kuh 1.50 bis 3 Pfund, ein Schaf 80 Piaster( ein Piaster= 15 Pjennig, i Pfund 100 Piaster), 1 Rotel( 2½ Kilo) Weintrauben 1.50 Piaster, 1 Rotel Bananen Pfennig). Zwischen Käufer und Verkäufer 2 Piaster, 1 Kilogramm Zwiebel 3 Millim( 5 verdienen noch Makler ihr Teil. Die Unterpächter des Marktes verlangen von jedem Ge schäft 2% Prozent Umsatzbeteiligung. Der Hauptverpächter ist die Regierung: sie bekommt von den Unterpächtern pro Jahr 400 bis 500 Pfund. ,, Eine hübsche Summe; und dabei erzie len wir wirklich keine guten Preise mehr," sagt meines Führers Freund, ein Beduine vom Stamm der„ Sagr"( Falken);„ ,, man sollte jetzt wenigstens auf Zwiebeln einen Einfuhrzoll legen..." Die noch nicht seßhaften, aber im allgemeinen nur die Beisáner Zone durchschweifenden Sagrs leben in Zelten aus Ziegenhaar, aber so rückständig sind sie nicht, daß sie nicht auch mit Zöllen und schwierigeren volkswirtschafts lichen Begriffen umzugehen wüßten. Sarife springt wie eine Gazelle neben uns her. ,, Sarife, was wird geschehen, wenn wir deinen Vater treffen? Was wollen wir ihm sagen, wenn er dich zurüdverlangt?" ,, Dann laufe ich fort, verstede mich bei deinen Freunden hinter den Palmen und komme erst nach drei Tagen zurück, wenn der Vater jenseits des Flusses ist." ,, Aber Sarife, warum willst du nicht nachh Hause zurück?" ..Ich wurde so viel geschlagen und bekam so wenig zu essen." bene Am Nachmittag gehen wir durch verschie= Lokale" Beisans; die größeren von ihnen verabfolgen außer Kaffee, Limonade und Eis auch Grammophonmusik. Die Gäste siken vor den Türen: bei der Wasserpfeife, bei der Unterhaltung, beim Tauschgeschäft. Einem Fellachen.nehmen sie für ein Taschentuch ein Huhn ab! Einem anderen für eine fleine Messiingschlüssel einen ganzen Hammel! Ein armer Bauer will bei einem Händ ler Geld leihen. Er bekommt den Betrag unter der Bedingung, daß er ihm in Zukunft alle seine Ware für die Hälfte des Preises liefert... Und der Bauer geht unter dem Druck der Not auf den Vorschlag ein. Bei sinkender Sonne begleitet mich Sarife zum ,, Tel", dem Berg vor der Stadt, dem Glöckchenumflingelte Kamelfarawanen, seit Jahren schon Professor Fitzgerald von der ſtarrköpfige Rinder, apathisch einhertrottende Universität Philadelphia das dreieinhalb JahrSchafe, herrlich gesattelte Pferde, in dieser tausende alte Scythopolis" in unermüdlicher Tierwelt wandelnd Jünglinge und Männer Forschungsarbeit entgräbt und enthadt. in prächtigen Mänteln über weitpumpigen Der fleißige Professor zeigt sein Werk mit Hosen und unter Fezen und Tarbuschs ein der Liebe und Leidenschaft des Fachmanns: Jugendtraum wird Wirklichkeit: alle Zirkusse Trümmer, aber Trümmer, über denen er nun Europas sind auf einem Platz versammelt und schon seit zehn Jahren sitzt oder vielmehr steht, Unbeabsichtigt. Und dann habe ich Betty stellung von Messergriffen, Bigarettendosen gefragt, ob sie meine Frau werden wollte. Aber ich hatte kein Glück..."-„ Hast du ihr denn ger nichts von deinem reichen Erbonkel erzählt?" Doch. Das ist es ja gerade. Jetzt ist sie meine Tante!" Im Konzentrationslager| Staſein elfenbeinartigen Stoff, der zur HerAll dies, den lehmigen Grund, bestreut mit und dergleichen benutzt wird. Daneben findet man Schladen, Möbel, die durch ein schwieriges Verfahren aus Kohlenteer gewonnen sind. Sogar Flugzeuge werden jest schon aus solchen chemischen Ersatzstoffen hergestellt, ja, man hofft, auf diese Weise nächstens sogar einen ganzen Eisenbahnzug, mit Ausnahme der Maschine, herſtellen zu können. die Gräben rings, die unter Wasser stehn, die sandgeteerten Dächer der Baraden hab ich vor Jahren schon einmal gesehn. Wie heut verfilzte Stacheldraht die Pfosten, nur trug ich damals selbst Montur, Gewehr und Bajonett und stand vorm Gitter Posten und meine Beine waren nicht so schwer. Doch stumm wie heute haßte ich die Schnallen und preßte meine Schläfen an die Wand nachts, wenn es niemand sch; beim Händeballen war's, daß ich Stüd für Stück die Welt verstand. Und als ihm später alle dort entrannen, bekämpfte ich den Zwang in falter But, im Haus in Saal und bei den Schmierölfannen, bis man uns faßte; und man faßte gut. Den einen wird man paden und erschlagen, wenn er vor Früh auf die Latrine geht; Die Statistik weist nach, daß sich im Haushalt weit mehr Unfälle ereignen als in den Fabriken und daß es gefährlich ist, ein Bad zu nehmen, als einen Eisenbahnzug zu bemuzen. In der Mandschurei ist das Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung nicht der Reis, sondern die Sohabohne, die zu den ältesten Nahrungsmitteln der Welt gehört. Die Chinesen zählen sie zu den fünf heiligen Getreidearten. Sie enthält alles, was der menschliche Körper braucht, u. a. reichlich Fettstoff und Eiweiß. Durch Kochen und Gärung gewinnt man aus der Sohabohne Del, Sohamilch, Sohasaft und Käse. An Sohasaft werden von den Javanern jährlich 700 Millionen Liter verbraucht, und den andern wird man erst ins Ruhrhaus tragen, wenn kalt der Schweiß; ihm auf der Stirne steht. Stann sein, sie werden einen von uns biegen... das Sohaöl verwendet die Hausfrau so wie es braucht vielleicht ein Menschenleben lang, doch nichts kann auf die Dauer unterkriegen, was in uns lebt; wach hält es schon der Zwang. Theodor Kramer. bie Italiener das Olivenöl. Die Restbestände der ausgepreißten Sohabohne werden als Vieh futter bemust. Ungeheuere Mengen Sohabohnen werden nach Europa ausgeführt und finden hier bei der Margarineherstellung Verwendung. Umschrieben. Richter:" Sie werden bes schuldigt, die Klägerin eine Gans genannt zu haben! Stimmt das?"- Angeklagter:„ Ich habe nur zu der Klägerin gesagt, sie würde eine gute Gabe Gottes sein, wenn sie gebraten wäre!" Schach- Ecke SCHACHAUFGABE Nr. 168. Von Josef Hyns, Hostomitz a. B. a b c d e f g h SI 8 t 5 5 4. 3 2 a b c d e f g h ca Schwarz: Kd6, Des. Tas, d8. Lg8. Be6( 6). Weiß: Kd4. Dc4, Tg7. Lg2. Spe5, 13, B16.( 7) Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Spalte einzusenden. mit dem Notizbuch in der Hand, sorgsam Das Wort Billard ist französischen UrFund um Fund notterend. Die griechisch- römi- sprungs, und zivar geht es auf die Bezeichnung sche Zeit Mt- Betsans ist schon freigelegt:" bille" für Stock zurück. Das Spiel wurde allHäuserblöde, Straßen, Mosaike und Säulen gemein eingeführt, als dem König Ludwig XIV. zeugen davon; jetzt lebt Spatenstich um Spa- von seinen Aerzten verordnet wurde, nach den tenstich, Stein um Stein, Strug um Krug die Mahlzeiten Betwegung zu machen. Infolgedessen Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser jüdische und kanaanitische Zeit auf, gleichsam, spielte er Billard. bis zu Abraham zurückreichend. In der römis schen Zeit war Scythopolis- Beisan eine der bedeutendsten Städte Palästinas, des Alterhuns überhaupt. Und wohl eine der lebenslustigsten Städte: Reste eines gewaltigen Amphitheaters sieht man im Tal vorm Tel. Mit viel Geschick befreien die Arbeiter die Reste des Lebens vom Schutt der Ewigfeit. Schwarzgekleidete Frauen schaufeln die Erde in Körbe, die sie auf dem Kopf bis an den Rand des Berges tragen und dort ent leeren. Plöglich flingt eine Hade an etwas Hohles. Bebutham wird das Fundstück freigelegt: ein wunderschöner Krug, seit dreieinhalbjahrtausenden seiner Bestimmung entzogen, überweht, überstaubt, bererdet. Sarife steht gelangweilt dabei. Anscheinend ist ihr Interesse für Archäologie begrenzt. Die Koffer sind gepadt. Sarife hat mir durch Jmachmuth, die alte Bedienerin des Hauses, sagen lassen: der Herr möge sie doch mitnehmen, der Herr brauche nicht ein einziges Schaf für sie zu zahlen. Nun frage ich das Mädchen selbst:„ Wo willst du denn hin, Sarife?" Und sie antwortet:„ In die Welt – Wissenswertes Allerlei 21 Einer der Haupterwerbszweige der Japaner ist die Fischerei, und zwar kommt etwa ein Drittel aller gefangenen Fische der Welt das Konto der Japaner. auf Rudolf, sämtlich Kwitkau: Hyna Josef, Hyna Lösungszug zu Nr. 165: Spd5-14! ( c7c8D scheitert an Da2c2!) Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Walter Ludwig, Robek Franz, Michel Franz, Adam Johann, Goldbach Ferdinand, Grashüpfers aus Hostomitz: Fiedler Emil, OberAls beste Anregung für Abspannungszu- Birkigt: Lösel Richard. Hochdobern: Schiketanz Franz u. Schiketanz Wilhelm. Eulau: Habl Erwin, stände wird ein Stüd Buder empfohlen, Nestersitz: Wenzel Adolf, Arnsdorf bei Haida: das sogar bei Sportleuten, die eine große Lei- Rudek Peter: Brux: Hieke Josef und Fritsch ſtung hinter sich haben, faſt immer unmittelbar erfrischend wirkt. Heiteres Ritterlichkeit.„ Raten Sie, wie alt ich bin?" forderte die bejahrie iß ihren Tiſchherrn auf. „ Das fann ich nicht", zog der sich aus der Affäre.„ Aber man sieht es Ihnen nicht an..." Der Bürgermeister. Die beiden kleinen Jungen unterhielten sich über ihre Heimatstädt chen.„ Wir haben einen Bürgermeister in unserer Stadt", sagte der eine von ihnen. Haben wir auch", war die Entgegnung des andern. „ ber unser trägt eine große Kette um den Hals!"„ Wirklich? Wir lassen unsern frei herumlaufen." Shaw. Tische sprach man von der The. Jemand wandte sich an Bernard Shaw und sagte:„ Der Mann, der seine Frau schlecht behandelt, verdieni, daß ihm das Haus über dem Kopfe angezündet wird!"- Shaw, der diesen Mann gui fannte, lächelte:„ Nun, ich glaube, Sie werden Ihr Haus gut versichert haben!" Anton, Markersdorf: Böhm Heinrich. Jonsbach: Dinnebier Emil, Tetschen; Grimmer Emil, Katharinaberg: Häbig Johann. Bergesgrün: Döhnert Max, Mildorf Adolf, Pachmann Reinhold. sämtlich Tischau: Ulbert Rudolf. Prosseditz: Triltsch Gustav. Wisterschan: Svoboda Josef. Nechwalitz. Sektionsgründung in Eulau Knapp vor Torschluß des Jahres 1933 gelang es in Eulau unter Assistenz des Kreisschachleiters Gen. Scharoch eine Schachsektion aufzurichten. Vor mehr als 20 Schachgenossen eröffnet Obmann Gen. Weigel die konstituierende Versammlung und begrüßte es, daß das Schachspiel auch in seinem Vereine, welcher einer der stärksten des 6. Bezirkes ist, festen Fuß faßte. Obzwar Gen. Weigel selbst kein Schachspieler ist, so bringt er doch der jungen Arbeiterschachbewegung in unund könnte somit vielen Vereinsobmännern, welserem Verbande das größte Interesse entgegen che dem Schach fast feindlich gegenüberstehen. als gutes Vorbild dienen. Gen. Jäger sprach zur Einleitung einige Worte. worauf Gen. Schaicch in kurzem den Zweck und das Ziel der Arbelterschachbewegung und den Wert des Schachs als geistiges Erziehungsmittel für die schaffende Bevölkerung zergliederte. Nach diesem wurde die Konstituierung durchgeführt und die Gen. Arno Krauspenhaar. Stastny Franz. Schiketanz Franz und Richard Hartsch in den Schachausschuß gewählt. Es entspann sich noch eine rege Debatte über organisatorische und technische Fragen, in weiche auch unter anderen Bürgermeister Gen. Windrich, welcher ein eifriger Förderer des Schachs Ist. des öftern eingriff. Nach Abschluß der Versammlung spielte Gen. Scharoch gegen 13 starke Spieler simultan, welches sich auch einer größeren Anzahl Kiebitze" erfreute. Nach 3½ Stunden Spieldauer konnte der Gast 10 Gewinne und 3 Remis buchen. Mit Rücksicht auf die tarke Besetzung der Bretter ein sehr gutes Errebnis. Die Sektion Eulau verspricht in Zukunft eine der stärksten und agilsten zu werden. Das erste Vereinsturnier wurde bereits abgeschlossen, ein Das kleine Andenken.„ Ich bin ein großer Verehrer Ihres verstorbenen Gatten gewesen", jagte der junge Gelehrte zu der Witte eines fürzlich dahingeschiedenen Forschers. Haben Sie nicht irgendein kleines Andenken, das mich immer an ihn erinnern könnte?"" Nichts, das ich wüßte". erwiderte die würdige Dame er Eulau betreffen, sind an Gen. Arno KrauspenIm Wissenschaftlichen Museum in SüdKensington befindet sich eine intereſſante Ausstellung chemischer Produkte, die unter hohem Drud zu festem, gebrauchsfähigem Material werden. So liefert das aus der Milch gewonnene rötend,„— außer mir!“. zweites ist zur Zeit noch im vollen Gange Alle Zuschriften, welche die Schachsektion haar. Eulau- Merzdorf Nr. 28. b. Bodenbach, zu richten. Sch.