BUNTE WELT Nr. 12 Unterhaltungsbeilage 1934 Ein Filmland stellt sich um Der Einbruch der Wirklichkeit in das Filmfchaffen Amerikas Als nach dem Krieg die ersten amerikanischen Filme zu uns famen, bestaunten wir ihre technische Vollkommenheit und den Steichtum der aufgewendeten Inszenierungsmittel; ihre Detorationen waren prunkvoller als die europäischer Filme, ihre Statistenheere größer, ihr Schaue Spielermaterial differenzierter. So großartig aber die Aufmachung dieser amerikanischen Filme war, so armselig waren sie in geistiger und künstlerischer Hinsicht. Schneller als in Europa war in Amerita die Filmherstellung von großen Konzernen zu einem rationalisierten Betrieb gestaltet worden, der am laufenden Band nach einigen wenigen Schablonen Unterhaltungsware erzeugte. Es gab den Wild- Westfilm, es gab den Detektivfilm, es gab die Gesellschaftskomödie und das große Ausstattungsdrama; Anjäge zu einer eigentüchigen Filmkunst fanden sich nur in der Groteske, die von der Zirkusclownerie herkam und von Charlie Chaplin, später auch von Buster Keaton und Harold Lloyd zu einer filmischen Kunstform ausgetveitet wurde. Von Friz Rosenfeld. und es war ganz gleichgültig, ob„ das Böse“|„ Weiße Schatten“ und„ Das Lied der Südsee", nun ein Räuber des Wilden Westens oder ein die bei allem romantischen Zauber, den sie ente Diamantendieb der Großstadt, ein Verräter in falten, die brutale Ausbeutung der Südseeinsu< einem historischen Kostümfilm oder ein habgieriger Schurke in einem Dschungeldrama war. Der junge Mann machte Karriere, das junge Mädchen heiratete den bildschönen und schverreichen Bankdirektor, die berühmie freie Bahn stand dem Tüchtigen offen und es gab weit und breit nichis, das den braven amerikanischen Bürger, der im Kino die weiße Leinwand mit der Welt der Wirklichkeit verwechselte, an der Gerechtigkeit unserer Gesellschaftsordnung und an der Weisheit des Vorsehung konnte atvei feln lassen. Der Tonfilm brachte in das Idyll der schönen Bilder noch die einschmeichelnde sentimentale Musik schmachtender Liebeslieder und süßlicher Revuefilmarien. Zwischen dem Film und der Wirklichkeit war eine Mauer aufgerichtet, die des Filmateliers; draußen mochte der Lärm des Tages, der Schrei der Not, der Klageruf einer verzweifelnden Menschheit an die Betonwände branden drinnen spielten elegant gekleidete Herren und Damen in den Dekorationen von Lurusvillen ein Scheinleben ewiger Glückseligkeit. laner durch die weißen Händler und ihre Hel= fershelfer, die Missionäre, darstellen; es entsteht King Vidors prächtiger Negerfilm„ Hallelujah", der eine bisher im Film zum Clown erniedrigte Rasse in der sozialen und psychologischen Situation zu schildern unternimmt, in der sie in Amerika lebi; es entstehen Gesellschaftssatiren wie Ernst Lubitschs„ Trubel im Paradies", ein Film, in dem die„ gute Ge sellschaft und die Hochstapler und Taschendiebe nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind, es wird ein Film wie„ Bankfracy in Amerika" gedreht, der die gewissenlose Spekulation der Geldhhänen in den Börsenbüros mit geſellſchaftsfritischem Realismus zeigt, ein Film wie„ Das Frauengefängnis", der zugibt, daß hohe Richter von den Gangstern bestochen sind, ein Film wie „ Korruption", der die Abhängigkeit des gesam ten Juſtizapparates und der gesamten ameri fanischen Polizei von den Alkoholschmugglers banden und den Terroristen der Unterwelt eins gesteht, ein Film wie„ Der Mann mit der Narbe", der die unheimliche Macht der Vers brecherwelt über die angeblich so unerschütterte und geordnete Welt der kapitalistischen Gegenwart andeutet. Wer hätte noch vor zwei Jah ren in einem Film zeigen dürfen, daß ein hoher Richter im Auftrag eines Gangsters, der ihn bestochen hat, einen Unschuldigen an den Galgen liefert? Wer hätte noch vor zwei Jahren einen Film wie„ Revolution der Jugend" für möglich gehalten, in dem die Studenten einer amerikanis schen Universitätsstadt einfach den Machtapparat des Staates, Polizei und Behörden, beiseite schieben, um eine Verbrecherbande zur Strede zu bringen, die der Stadt Kontributionen auferlegt, jeden Geschäftsmann niederschießt, der den vorgeschriebenen Tribut nicht erlegen will und in ihrem Treiben von den hohen Richtern, von den Hütern der Ordnung nicht gehindert, Ein Einbruch der Wirklichkeit in sondern stillschweigend unterſtükt wird? In den Film erfolgte. Themen, denen man jahre- Revolution der Jugend" fiegt das Rechtslang vorsichtig ausgelichen war, wurden nun gefühl junger Menschen über den verkallien und behandelt. Ferne Länder, ehemals nur Kulisse forrupten Staatsapparat; in„ Zwischen heute für romantische Abenteuer, wurden in reportage- und morgen" nimmi fich ein vom Volk gewählter artigen Filmen sozialkritisch dargestellt. Die Präsident selbstherrlich Diftatorenrechte, besiegt Verbrecherwelt, Schauplas fnalliger Detektiv die Gangster, gewinnt die demonstrierenden stüde, in denen stets die Polizei siegte, wird mun Arbeitslosen für sich und schließt in einer utopi aus dem Blickwinkel der Gesellschaftskritik analytischen Szene einen Weltfriedensvertrag mit fiert. In der Konversationskomödie, bisher das Von einer strengen Bensur, die die Film- Reich der von der Wirklichkeit losgelösten Scheinindustrie sich in der Form der von den Film probleme und Scheinfiguren, flingen fatigesellschaften gegründeten und bezahlten Hay 3- rische, ironische Töne auf; man interessiert sich Organisation selbst auferlegt hatte, über- für die Juſtiz, für den Strafvollzug im Buchtwacht, war der amerikanische Film bis vor haus, für die Vorgänge an der Börse, in der wenigen Jahren in neun von zehn Fällen ein Bantwelt, für den geistigen Umschwung an den moralisches Kindermärchen. Der Universitäten. Es entstehen Filme wie Van Sieg des Guten über das Böse wurde gefeiert Dyde 3 wundervolle soziale Südseereportagen Der amerikanische Film eroberte den Welt marki, er beherrschte den Kinospielplan aller Kontinente. Aber er begann auch, die Filmfünftler aller Kontinente an sich zu ziehen. Die märs chenhaften Dollargagen, die Hollywood den Schauspielern und Regisseuren Deutschlands, Frankreichs, Schwedens bot, die größeren, günftigeren Möglichkeiten führten knapp hinter einander Ernst Lubitsch, Mauris Stiller, Paul Leni, F. W. Murnau, A. E. Du pont, Greta Garbo, Pola Negri, Emil Janning 3, Conrad Veidt und biele andere in die amerikanischen Ateliers. Die Regisseure vor allem suchten die ungeheuren technischen und finanziellen Mittel Filmamerikas ihrem schöp ferischen Kunstwillen dienstbar zu machen, und Lubitsch, Stiller, Feyder, Leni waren es, die die besten amerikanischen Filme am Ende der Stummfilmzeit und am Beginn der Tonfilmära drehten. Gleichzeitig mit der rapiden fünft lerischen Entwicklung des amerikanischen Films vollzog sich der von der Wirtschaftskrise und den politischen Wirren bedingte katastrophale Verfall des europäischen, besonders des deutschen und des italienischen. Durch den Tonfilm hatte Holly wood zwar seine Vormachtſtellung auf den Filmmärkten der Welt eingebüßt, aber es eroberte fie bald zurück- diesmal nicht allein durch seine materielle Ueberlegenheit, sondern durch die Qualität seiner Erzeugnisse. Bis die große Krise, die Amerika ergriff und die Periode der„ Prosperity" abschloß, diese Mauer niederriß. Die Menschen, die am Tage mit einemmal in das nadte Antlig der fapitalistischen Welt blickten, die die Gegenfäße von reich und arm, an denen sie bisher vorüber geschaut hatten, nun am eigenen Schicksal erlebten, die in die tausend Widersprüche eines auf Ungleichheit und Korruption gegründeten Systems veriidelt waren, ließen sich auf der Filmleinwand nicht mehr die lieblichen Märchen vom Hanz im Glück und von dem maſchin schreibenden Aschenbrödel, das den Dollarprinzen bekommt, vormachen. Sie wurden kritisch sie gingen nicht mehr so oft ins Kino, und der Film mußte sich umstellen, wollte er die Buschauermassen von früher zurückgewinnen. allen Staaten der Erde. In diesen beiden Fil men sind die fascistischen Einflüsse unverkennbar; Amerika gudt den fascistischen Staaten die äußere Form der Organisation der Jugend, das Führerprinzip und anderes ab und sucht sich in seinem Film mit allen diesen Dingen auss einanderzusehen. Der einft lebensferne, weltfremde Film nimmt au politischen Fragen des Tages Stellung; nicht, weil ein innerer Drang zur Gestaltung aktueller Probleme ireibt, son dern weil das Publikum einfach den aktuellen Film verlangt. Kokettiert die eine Firma mit fascistischen Gedankengängen, stellt eine andere ein gewaltiges Filmwerk in den Dienst des Pazifism u 3: einer der schönſten amerifanischen Filme,„ Cavalcade", ein Forfilm, der die Geschichte einer englischen Generation von 1902 bis heute erzählt und den Burenkrieg, den Untergang der„ Titanic", den Weltkrieg, die In-2messen, und relativ ist der amerikanische Film| tes, überragen die amerikanischen Filme, auch heute lebensvoller, wirklichkeitsnäher, zeiiver- die schwächeren, die gleichgeschalteten Produkte bundener als die Produktionen aller anderen der braunen Filmindustrie turmhoch; wo FilmFilmländer. Darum ist es besonders zu be- amerika einen Fußbreit Boden gewinnt und der dauern, daß in den Kinos der Tschechoslowakei so Goebbels- Kitsch einen Fußbreit Boden verliert, wenig amerikaniſche Filme laufen. Künſtlerische dort haben Geist und Kultur einen Vorsprung Schöpfungen eines demokratischen Staa- vor Ungeist und Barbarei gewonnen. eces ſlationsjahre ſchildert, iſt den Müttern gewid- Wer wird in den kommenden met, die den Geist des Friedens bewahren, wenn der imperialistische Staat die Männer zu den Waffen zwingt. Hier ist auch eine ganz neue Form der Filmkunst gefunden worden: ein gewaltiges hiſtoriſches Gemälde zieht vorüber, eine Epoche wird an typischen Figuren lebendig. Neue Schauspieler, neue Regisseure suchen neue Wege der darstellerischen Kunst und der Inszenierung. Silvia Sidney, die stärkste Begabung unter den jungen Schauspielerinnen HolIhwoods, hat durch ihre Natürlichkeit, durch die Echtheit ihres Herzensions sowohl in den Dreiser- Filmen„ Amerikanische Tragödie" und Jennie Gerhardt" wie als„ Madame Butterfly" das Publikum nicht nur zu Tränen gerührt, ſondern wahrhaft erſchüttert; der junge Regis seur Rouben Mamoulian mit der genialen Verfilmung der Gespensternovelle von„ Dr. Jekyll und Mr. Hyde" von Stevenson seine außerordentliche Begabung bewiesen und mit ,, Schloß, im Mond", eine der bezauberndsten satirischen Opereiten geschaffen, die jemals über die Leinwand gegangen sind. In Eddie Cantor gewann der amerikanische Film einen neuen Komifer, der den Buster Keaton- Stil weiterführt; in Mae West eine Schauspielerin, deren Filme mit ihrem brutalen Realismus, ihrer schonungslosen Offenheit eine Revolution der Filmmoral darstellen und alle bisher streng eingehaltenen spießbürgerlichen. Filmtugendvorschriften über den Haufen werfen. Die Verfilmung des Thea terſtüds ,, Diner um acht" gibt einen Querschnitt durch die Welt der Oberen Zehntausend, der wundervolle Greta Garbo- Film„ Menschen im Hotel" zeigt eine Eindringlichkeit der psychologischen Gestaltung, die in Filmamerika bisher Nächten schlafen? Wien, Samstag, den 12. Feber.... Feliop. Augenblicklich geht es mir nicht gut- nein, absolut nicht, und es will auch nicht recht weitergehen. Wien hält einen auch dabei wie in einem lauwarmen Tümpel. In dieser Zeit war ich oft in einem kleinen Café zu sehen, einem„ Tschoch", in dem es immer halbdunkel ist, nach Menschen riecht, immer denselben, die ihren billigen Kaffee schlürfen, die Beitungen abgreifen, billige Zigaretten ausgehen und wieder aufrauchen laſſen. noch trostloser drein, aber haben ihre Münder in hemmungslosen Klappenbewegungen. Sie wissen schon viel mehr. Man hat es ihnen von der Straße zugetragen. Generalstreif! Auch die Omnibusse fahren nicht mehr. Die Leute warten noch auf sie. Wissende gehen mißmutig weiter das ist ja sehr uninteressant! Berührt einen kaum, tagsüber fein Licht zu haben. Was haben wir schon zu verlieren? u einer unsicheren Zeit zu leben, dürfte wohl jedem bekannt sein. Als würde man von einem Tschoch aus Und es steht die Sonne noch auf den Nein, gewiß nicht! Hier Dächern, und ich hatte damit gerechnet, daß mich verdienen können! ist es nur zum Hindämmern, zum die- Beine- Renée anrufen würde. Und Renée hat sich noch Lahmlegen. Dann sebe ich mich ans Fenster. nicht gemeldet- jezt sind die TelephonautoEin Fenſter gibt einem wenigstens die Einbil- maten außer Betrieb eine gemeine Sache dung von Luft und Getriebe man ist gewis- ich werde nach Hause gehen in mein Zim fermaßen geſchüßt und nimmt doch Anteil dar mer. Das ist ein fleines Viereck mit Schrank, an... Waschtisch, Bett, ist immer in Schläfrigkeit gehüllt und bekommt nur schivaches Licht von den Treppenhausfenstern. Heute ist es spät vormittags. Eine Siraßenbahn hält vor meinem Kaffeehausfenster und bleibt stehen, rührt sich nicht mehr vom Fleck. Menschen steigen aus, manche auch nicht: dieſe, die es nicht glaubenschließlich haben sie einen Fahrschein gelöst. Die Frauen müssen Mittagefsen tochen, ihr alltägliches Programm, die Männer haben es wichtig mit ihren Geschäften. Und dann habe ich es schon gehört, denn hier hört man alles:„ Streit der Eisenbahn." werden das die Nazi sein? Omnibuſſe eilen fremb war. Nicht nur die großen Filme, auch die Durchschnittsproduktion steht unter dem Ein- noch vorüber, vollgestopft wie allzu dide rollende Bäuche. Das Staublicht im Café brennt fluß eines neuen Geistes: ein Film wie King Vidors stille, feine Ehekomödie„ Cynara" zum nicht mehr und macht noch dunkler, unwirtBeispiel ist mit einem menschlichen Verständlicher. Die Billardbälle hört man trotz allenis und einer Vorurteilslosigkeit gedreht, die dem sich weiter anklopfen. In ihren grellen man im amerikanischen Filmschaffen früherer Farben erscheint es, als koſten ſie einander. Und Jahre vergebens gesucht hätte, und Frant Bor- warum soll der verhungerte junge Doktor ohne zages Kriegsfilm„ In einem andren Land" Verdienst nicht weiter mit dem andern Arbeitsmit einer pazifiſtiſchen Ueberzeugungssucht, die losen Billard spielen? fein europäisches Filmland mehr aufbringt. " Die Wirklichkeit stürmt gegen die Tore der Filmateliers- und der Film muß sich ihr ergeben. Gewiß, es werden auch weiterhin erlogene Bunſchiraummärchen gedreht, die Puppenwelt Ich habe einen Eilbrief von Renée vorges funden, daß Streit sei und Unruhen, und ich soll viel Lebensmittel einkaufen und wenig auf den Straßen sein. Die Einkäufe habe ich mir nur gedacht, und dabei ist es geblieben. Vor meinem Fenster vernehme ich aufder Wirtinnen, der Kinder. Ich sehe sie nicht, regendes Hinundhergetrampel, grelle Stimmen aber fann sie mir bildhaft vorstellen. Einige Worifezen verstehe ich: es gäbe kein Broi mehr, feine Kerzen. Und dort und dort sollen sie auch schon geschossen haben. Und diese schrecklichen Beiten. Aber unser Dollfuß wird sie bessern und wird es keinesfalls zulassen Was nicht zulaffen? Ach, daß sie keine Not haben werden und mit ihren Einkäufen ausreichen. Das Gerede von einem Streif hat man nur nebenbei gehört die Straßenbahnen werDenn die Frauen haben die Lebensmittelden in einer Stunde wohl wieder weiterfahren. geſchäfte geſtürmt. Sie ſind auf ſie zugeganSolche Störungen gibt es die haben sich gen wie auf immer leerer werdende Speiſes immer wieder in Ordnung bringen lassen. Sie fammern. Die Wirtinnen trugen ihre schwe werden Lohnerhöhung wollen. Kann man ja ren Sorgenbäuche von einem Laden in den anwaren die Bezahlungen gerade üppig. Und verstehen. Immer. Zu allen Zeiten! Nie schließlich stehen die Straßenbahner ſtundenlang im Dienst, ohne Familie und ohne Wort. verdienen es. Sie komödien der Lilian Harvey, der süße RevueKitsch, den die Provinz so innig liebt. Doch diese Filme find bereits in der Minderzahl. Sie werden nicht ganz verschwinden, wie auch der sahablonenhafte Wildwestfilm und die nachh altem Muster gedrehte Detektivkomödie noch nicht verschwunden sind; aber sie beherrschen den SpielJetzt ist der Straßenbahnwagen nur mehr plan der Kinos nicht mehr. Die Stritit, die in noch von einem Führer und einem Kontrolleur den altuellen Filmen an unserer Welt geübt bewohnt. Die beginnen ihr Frühstück auszuwird, ist auch nicht immer aufrichtig, sie soll paden, setzen sich bequem hin, wenn man es in manchmal cher entschuldigen als anklagen, eher einer Straßenbahn bequem nennen darf! erflären als verdammen; auch der neue ameri- Aber für die Straßenbahner jedenfalls schon. kanische Film ist das Produkt privatkapitalisti- Dann spielen ſie Karten, damit die Zeit verscher Gesellschaften, auch er hat die immanente geht. Tendenz der Verteidigung des Kapitalismus. Die Weiber im Tschoch haben noch dunfWir können jedoch nur mit relativen Maßstäben ler umschattete Augen bei dem Kerzenlicht, sehen dern, brachen überall im Wortgefechte aus- befinnungslos und immer dasselbe rufend: ,, Was längst in der Luft. Das ist doch bald für jeden wird noch werden?" Das liegt doch schon eine chronisch gewordene Frage, hat man ſich nicht ſchon an ſie gewöhnt? Jedoch augenblicklich ist sie schlangenwild geworden giftig. Und es bricht schon die Dämmerung her ein, welche die Luft wie in graue Tücher legt. Eine Angstwelle überall. Manche Geschäftsleute lassen schon ihre Rolläden herunter. In den Geschäften drängen fich immer noch Menschen, als wollten sie stehlen. Es ist so, als würde ein gefahrbringender Win mold se 3 ter über die kommenden Stunden beginnen, mit viel meterhohem Schnee vor den Türen, und es gäbe dann nur noch die Möglichkeit, sich in die Wohnungen einzuſperren. Alle wissen von der Standrechteinführung. Jeder, der sich noch nach acht Uhr auf der Straße begibt, ſtellt sich in Todesgefahr. Die Haustore haben verſchloſſen zu sein, ebenso alle Kaffeehäuser, Kinos und Theater. Immer dunkler wird es draußen.- Dann iſt es Nacht, eine mittelalterliche Nacht- eine geftaute Dunkelheit, die tastet, wie mit tausend feindlichen Händen. Wie einem die Menschen unheimlich werden! Man denkt an Mörder, Räubergeschichten, weil man ganz plößlich seine tierhaften Triebe spürt und vor sich selber Angst bekommt. Ich habe mich gern wieder nach Hause geflüchtet, zur alten Wiiwe Eibelhuber, und sie hat auch Angst gehabt, wie ihre Mieter. Wir haben uns gemeinsam in ihr Wohnzimmer gesetzt und dort zu Abend gegessen. Die Kerzen beruhigten, erinnerten an Weihnachten im heimeligen Familienkreis. 1848-1934-19..? Sturmlied. Sturm der Freiheit! Sturm des Mutes, Herrlich bist du aufgewacht. Haſt das Glimmen unfres Blutes Hell zur Flamine angefacht. Die läutert den Willen zu blankem Erz. Sie härtet zu Stahl uns den Arm. Ein Tambour ward jegliches Männerherz. Es trommelt Reveille! Alarm!! Voriväris marsch! Erzittere Tyrann! Aufbrach das Volk wie ein einziger Mann, Der ohne die Freiheit nicht leben kann. Auf seiner Fahne schreit heiß und rot Die Parole: frei oder toi! Sebt den leidgebeugten Naden, Der das Joch so lange trug. unsre harten Fäuste paden In die Kette, die uns schlug. Wir schmieden ihr Eisen zu Munition Und strecken die Leiber ins Licht. Wir tragen die Fahne der Rebellion, Bis uralte Knechtschaft zerbricht. Vorwärts marsch! Erzittere Tyrann! Aufbrach das Volk wie ein einziger Mann, Der ohne Freiheit nicht leben kann. Auf seiner Fahne schreit heiß und rot Die Parole: frei oder tot! Ein Aengstlicher Ich Angst vor dem Schatten. Endlich geborgen! „ Hilfe!“ bell 85 gestellt, daß die Arbeiterinnen unter den Bies nen im Laufe ihres Daseins verschiedene Arbei ten in einer ganz bestimmten Reihenfolge vers richten. Gleich nach dem Ausschlüpfen unter Auch die Aufwartefrau saß jest unier uns. Sie wollte unbedingt nach Hause. Sie konnie nicht glauben, daß die Straßen zu den äußeren Bezirken von bewaffneten Soldaten abgesperrt wären. Ihre beiden Fäuste hatte sie in ihrem rotglühendem bäuriſchen Geſicht, und in ihrer Stirn beschäftigte sich ein drängender, aufdringlicher Gedanke, ob sie es doch noch wagen könnte. Denn sie hatte einen besonderen Grund. Gerade an diesem Abend war ihr Mann, dem beide Waffenstarrend stehn die Würger. Beine fehlten, aus dem Gefängnis entlassen Letzter Krieg hebt furchtbar an. worden. Er hatte gegen Dollfuß einmal laut Auf, du Bauer! Auf, du Bürger! geſchimpft und dafür hat er fünfzehn Tage sißen Auf, du Knecht, du Arbeitsmann! müssen.( Die Wirtin verriet es mir, sie schwagi Ihr Weiber und Kinder, schlagt mutig drein, nehmen sie zunächst die Arbeit des Säuberns der gern.) Nun würde er heimkommen, ohne Vom Feuer des Sieges umloht. Licht und würde noch dazu sie nicht vorfinden, Die ewige Erden soll unser ſein. auch nicht die Kerzen in der Küchenschublade. Die Knechtschaft ist schlimmer als Tod. Vorwärts marsch! Erzittere Thrann! Aufbrach das Volk wie ein einziger Mann, Der ohne die Freiheit nicht leben kann. Auf seiner Fahne schreit heiß und rot Die Parole: frei oder tot! Eigentlich behandelte er sie immer schlecht. Aber wenn man ihn fünfzehn Tage nicht gesehen hat, will man ihn doch ein schönes Willtommen bereiten. Sein Holzherz ist sie schon gewöhnt. Und die ganze Welt hat ein Holzherz für sie bekommen. Weshalb würde man auf sie, eine gewöhnliche Bedienerin, nichts weiter als ein Arbeitstier, schießen, nur weil sie zu ihrem Mann will, der die Kerzen nicht finden wird! Witwe Eibelhuber hat sie endlich ablenken können, erzählte unſinnig viel, schien äußerst aufgeräumt zu ſein, mit einmal eine Fantilie um sich zu fühlen. In Revolutionstagen blüht in den sich fremdeſten Menschen eine Zugehörig feit auf. Sie erzählte von ihrem verstorbenen seligen Mann, riß schamlose Wise. Keiner wantt und keiner zittert, Alle Furcht fiel von uns ab. Wir marschieren todumwittert In die Freiheit, in das Grab. Bir jubeln begeistert im Waffenklang. Wir sind ja zum Lezten bereit. Die Zukunft, die singt unsern Heldensang: Sie haben die Menschheit befreit! Vorwärts marsch! Erzittere Tyrann! Aufbrach das Volt wie ein einziger Mann, Ja, so kann man sprechen in der nervösen Der ohne Freiheit nicht leben kann. Aufregung in der lauernden, unsichtbaren, dro- Auf seiner Fahne schreit heiß und rot henden Gefahr, die man noch nicht glauben will Die Parole: frei oder tot! und niederzufämpfen versucht, indem man Wige erzählt und anderes gehaltloses Zeug... Später hat Witwe Eibelhuber, als sie schon allein war, Kanonenschießen gehört. Und da= bei lann ſie gar nicht einſchlafen. Sie fühlt wieder ihre Gallenſteine und wacht horchend, alt, wie eine Sterbende. Am andern Morgen erst erfuhr ich vom Schießen und von den Militärbelagerungen. Diese erste Nacht habe ich noch ruhig geschlafen wie ein Kind, das von der gefährlichen Welt nichts weißWer wird in den kommenden Nächten schlafen? Der Rote Hans. Bienen teilen sich die Arbeit Jebe Altersstufe hat ihre beſtimmte Tätigkeit. „ Technische Nothilfe" bei der Trennung von jungen und alten Bienen. Bellen. Vom vierten Tage an widmen sie sich dann einem neuen Aufgabengebiet und füttern die älteren Larven. Wieder einige Zeit später, nachdem ihre Futtersaftdrüsen sich voll eniwik felt haben, übernehmen sie die Fütterung der jüngeren Larven. Mit dem zehnten Tage beginnt ihre Tätig teit als Baumeister. Die junge Biene widmet sich dem Bau der Zellen und verrichtet diese Arbeit angeblich bis zum 13. Tage. Erst mit diesem Tage erreicht sie ihre„ Volljährigkeit", denn von nun an fliegt sie mit den anderen Bienen aus, um Honig zu sammeln, eine Tätigkeit, der sie bis zu ihrem Lebensende obliegt. Jede Tätig feit scheint also an ein ganz beſtimmies Alter Stock werden nicht von verschiedenen, besonders gebunden zu sein und die einzelnen Arbeiten im begabten Arbeitsbienen verrichtet, sondern jede Biene muß einmal in ihrem Dasein während einer bestimmten Dauer eine bestimmte Arbeitss tätigkeit ausüben. Diese Tätigkeit scheint alſo. an ein bestimmtes Alter gebunden zu sein. Es lag nahe, die Frage zu untersuchen, ob die Bics nen diese Tätigkeit wirklich nur in dem genau bestimmten Alter verrichten, oder ob die Möglichfeit besteht, sie auch zu einer Abänderung ihrer Arbeit in den einzelnen Arbeitsstufen zu beivegen, alſo etwa, ob es möglich ſei, jüngere Ar beitsbienen dazu zu bewegen, die Tätigkeit älterer zu übernehmen. Durch eine besondere Einrichtung gelang es Roesch, die jungen Bie nen von den älteren zu trennen. Als nun die Jungen allein im Stock waren und somit alle Der Bienenstaat ist noch immer eines der nur Zellen bauten und Larven fütterten, ergab unerschöpflichsten Forschungsgebiete für den sich naturgemäß bald ein erheblicher Nahrungs Naturforscher. In einer naturwissenschaftlichen mangel. Zunächst verhungerten eine Anzahl von Zeitschrift erzählt Roesch über Versuche, die er Larben, die von den Bienen nicht genügend ge= mit den Bienen gemacht hat. Er hat dabei fest- nährt wurden. Schließlich fraßen die Jungs Das viel gebrauchte Wort ,, Après nous le deluge"( Nach uns die Siniflut!) foll ein Ausspruch der Pompadour gewesen sein, als Ludwig XV. über eine Niederlage bestürzt war. Pserkowkreczoskin zerstört.“„ Sieß sie vor Frage.„ Ein Erdbeben hat die Stadt dem Erdbeben auch schon so?" bienen selber eine Anzahl von Larven auf, um| Mädchen. Die Aepfel der nordischen Göttin| fauft, Sie haben nichts zu essen, außerdem iſt ihren Hunger zu stillen. Aber allmählich ent- Iduna hatten die Kraft den zu verjüngen, der Ihr Mann ein Krüppel, so viel Unglück auf schlossen sich die jungen Bienen, obwohl ste das sie aß. einem Haufen fann ich in meinem Hause nicht erforderliche Alter noch nicht erreicht hatten, doch, fchen, das greift mich zu ſehr an!" auszufliegen und selber Nahrung zu sammeln. Roesch konnte es nun beobachten, daß das nicht etwa nur die Aelieſten unter den Jungbienen taren, sondern daß die neuen Sammlerinnen fich gleichmäßig aus den verschiedenaltrigen Gruppen zusammensetzien. Er konnte sogar beobachten, daß einzelne Bienen zusammen aus flogen, die noch die Futtersaftdrüsen besaßen, also Bienen, die als sogenannie Brutpflegerin= nen tätig waren. In dem anderen Teil des Stockes, in dem nun die älteren Bienen auf sich allein angewiefen waren, zeigte sich ebenfalls eine Umgrup= pierung der Arbeitseinteilung. Ein Teil der Biee nen übernahm wieder die Arbeit des Baues und tehrte somit zur Tätigkeit der jüngeren Bienen zurück. Auf diesem Wege war der Belveis da für erbracht, daß die Bienen ihre Arbeitsfähig keit für verschiedene Arbeiten nicht völlig verlieren, daß sie vielmehr im Notfall auch die Arbeiten verrichten können, die ihnen eigentlich ihrem Alter nach nicht mehr zukommen. Wißt Ihr schon? V. A. Ein merkwürdiger Fisch der Tiefsee, der sich in fast allen Meeren findet, ist der Engelfisch Er ist eine Abart der Haifische und hat eine sehr rauhe Haut, die als Schnirgelleder benutzt wird. Zu den Tieren, die viel besser sind als ihr Ruf, gehören ohne Zweifel die Vampyre, -denen bekanntlich nachgesagt wird, daß sie bei Nacht das Blut schlafender Menschen saugen. Aber die jetzt noch existierenden Vampyre leben von Inselten und Früchten, und nur in ganz seltenen Fällen vergreifen sie sich an Vögeln oder fleinen Säugetieren, denen sie etwas Blut aussaugen. Es ist aber beobachtet worden, daß die Vampyre fast immer unmittelbar nach dem Blutgenus sterben, da sie an diese Nahrung durchaus nicht gewöhnt ſind. Die Gesamtbevölkerung der Welt wird heute auf 1.849,500.000 Menschen geschäßt, von denen der größte Teil auf Asien enisälli, nämlich 1.013,000.000 Menschen. Von der Kraft der fliegenden Bögel macht man sich einen Begriff, wenn man hört, daß die Scheibe eines Leuchtturms, die so stark war, daß sie einem Hammerschlag standhielt, von einer dagegenprallenden Wildente eingeschlagen wurde. Die größte aller lebenden Schlangen ist die Anaconda, die bis zu sieben Meter lang wird und sich dadurch auszeichnet, daß sie nicht wie die anderen Schlangen Eier legt, sondern lebende Junge zur Welt bringt. Sie kommt in den Strömen und Sümpfen Südamerikas vor und fann Tiere von der Größe eines Rehes ohne Savierigkeiten verschlingen. Schon im Jahre 1875 untersuchie der itas lieniſche Afrikareisende Antinori die auch heute wieder erwogene Möglichkeit, Teile der Sahara unter Wasser und mit dem Mittelmeer in Verbindung zu jezzen. Dieser Plan stammte ursprünglich von Roudaire. Acpfel waren im Alterium ein Symbol der Fruchtbarkeit. In Griechenland waren sie ein Liebeszeichen im Verkehr mit Jünglingen und An der Stelle, wo sich heute die Petroleumquellen von Baku befinden und induſtriell ausgenusi werden, lag ehedem das Kloster der deueran beter; auch hatten hier die feueranbetenden Parsen einen Tempel errichtet. Neber die Mauer des Tempels ragten vier steinerne Röhren, aus denen große Flammen emporſtiegen. Diese Flammen wurden an dem der Erde entströmenden Gas entzündet. Heiteres Der angenehmere Beruf. Sie:„ Bater freut sich, daß du Schriftsteller bist." Er:„ Wieso? hat er literarische Interessen?" Sie:„ Das nicht gerade. Aber mein lester Freund, den er rausschmeißen wollte, war Boger.“ Eine mitfühlende Seele. Richter:„ Und warum sollen ihnen mildernde Umstände zu gebilligt werden? Es ist doch nicht einmal Ihr erstes Vergehen!" Angeklagter:„ Gewiß, aber es ist der erste Prozeß, den mein Verteidiger führt!" meiner Medizin zufrieden gewesen, Herr Das Altheilmittel.„ Sind Sie denn mit Krauſe?“„ Das war ein vorzügliches Mittel, Herr Doktor drei Löffel haben genügt, um meinen Rheumatismus wegzubringen, zwei Löffel haben den Schnupfen meiner Tochter geheilt, und den Rest hat meine Frau genommen, um das Silber zu pusen." In der Instruktionsstunde. Feldivebel: Kaczmarek, stellen Sie sich vor: Sie haben Wache. Es ist schon dunkel. Plötzlich kommt iemand von hinten, umfaßt Sie so, daß Sie von Ihrer Waffe keinen Gebrauch machen fönnen. Was würden Sie tun?" Kaczmaret'„ Herr Feld. ebel, ich würde sagen:„ Laß sofort los, Frieda, ich bin im Dienst!" Du behauptest immer, Frauen tönnien nicht den Mund halten. Ich werde dir das Gegens teil beweisen und dir jest etwas erzählen, was ich bis jetzt immer für mich behalten haite." Schach- Ecke Geleitet von Genossen Wenzel Scharoch, Zwettnitz 65 bei Teplitz- Schönau. Schachaufgabe Nr. 179. Von Richard Lösel, Hochdobern. Schw.: Ke5, Th8, Spa7, Bb5, e6, 17, h2.( 7) a b c d e f g h 8 8 7 6 abcdefgh Weiß: Ke3, Td7, Spb4, h1, Ba3, g5.( 6) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Ere scheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Druckfehlerberichtigung. In Aufgabe Nr. 178 wurde irrtümlich auf ca eine schwarze Dame eingesetzt: richtig ist, wie im Nenner ersichtlich, weiße Dame. Lösungszug zu Nr. 176: Dg8- h7! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen eln: Walter Ludwig. Robek Franz, Schmied Ferdinand. sämtlich Kwitkau; Grimmer Mißglückt. Die Mama belehrte ihr Söhn Emil, Katharinaberg: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Dinnebier Emil. Tetschen; Lösel chen Rolf:„ Wenn Besuch da ist, dann darfit du nicht sagen:„ Mama, ich muß mal aufs Klosett. Das gehört sich nicht."„ Aber wenn ich nun mal aufs Klosett muß und es ist Besuch da?"-„ Dann sagst du:„ Mama, ich möchte ein bißchen in den Garten." Am Nachmittag. Frau Zippel ist zu Besuch. Rolf- urplöglich: Mama, ich möchte mal raus in den Garien." Geh nur, Rolfchen!"„ Ja, aber ich hab doch kein Papier!" " Blutarmut. Die Familie Krallowitsch ist iroß der Not unserer Tage schwer reich geworden. Frau Krallowitsch geht mit ihrer Tochter Ada aum Doktor, weil das Fräulein Krallowitsch anscheinend nicht ganz gesund ist.„ Gnädige Frau", sagt der Doktor,„ Ihre Tochter ist eivas blutarm. Da Eiſen dagegen ein altbewährtes Mittel ist, werde ich vorerst nur Eiſen verschreiben.“„ Eiſen, Herr Doktor?" ſagt frau Krallowitsch.„ Warum nur Eisen? Es kann ruhig' was Beſſeres sein. Sie dürfen ihr auch Gold oder Platin verschreiben." Sein weiches Herz verträgt das nicht. Nein, liebe Frau, Ihre Wohnung in meinem Hauſe müssen Sie sofort räumen! Sie haben Ihre Arbeit verloren, Sie haben Ihre Möbel verRichard, Hochdobern: Wenzel Adolf, Arnsdorf b. Haida: Hieke Josef, Fritsch Anton, Friedrich Böhmi Heinrich, Jonsbach: Bittner Richard, Fuchs Rudi. Hauptmann Franz, sämtlich Markersdorf; Hans, Neubert Anton, Schleger Josef. Kerschhagel Josef, sämtlich Kleinaugest; Hyna Josef u. Franz, Hostomitz; Pachmann Reinhold, Döhnert Max, Mildorf Adolf, sämtlich Tischau; Triltsch Gustav. Wisterschan. Bezirksmeisterschaft im 2. Bezirk. In der dritten Runde spielten beide Wisterschaner Mannschaften in Zukmantel gegen Zukmantel I und II. Es fanden sich ungefähr 50 Schachgenossen ein und verfolgten interessiert den folgende Ergebnisse erzielt: den Kampf. Nach fast vierstündigem Spiele wur Wisterschan I gegen Zukmantel II 7: 1 Punkte. Wisterschan II gegen Zukmantel I 3: 3 Punkte( 2 Hänger). In Kleinaugest stellte sich Eichwald mit nur 5 Genossen ein, trotzdem konnten die Eichwalder den Wettkampf mit 4: 4 Punkten unentschieden halten. Stand nach der dritten Runde: 1. Zukmantel I 2½ Siege, 13 Pkt.( 5 Hängepartien) 2. Wisterschan I 2 Siege, 17 Punkte 3. Wisterschan II 1% Slege, 9 Pkt.( 2 Hängepart.) 4. Zukmantel II 1 Sieg, 6% Punkte 5. Kleinaugest Sieg. 7 Punkte 6. Eichwald 1 Sieg. 6 Punkte. Das Ergebnis der 1. Runde Wisterschan II gegen Eichwald( 8: 0 wegen Nichtantreten) wur de annulliert, da Elchwald nachweisbar zu spät von der Bezirksschschleitung verständigt wurde. Der Wettkampf wird am 15. April in Wisterschan ausgetragen.