BUNTE WELT Dir. 25 Unterhaltungsbeilage 1934 Legende aus unserer Zeit Es war einmal ein kleiner lichter Mondstrahl. durch den sah Abend für Abend, in den Stunden, da alles weich verhüllt ist, was übel auf unserer Erde aussieht, ein Engel auf unsere Welt hernieder, die um diese Beit so sanft und still unterm Sternenhimmel ruht. Wie zauberhaft, wie geheimnisreich, wie wundervoll erschien ihm dieses dunkelverhüllte, ferne Etivas, auf dem es Leben gab und Wesen, die so verschieden von den Himmlischen sein sollten... Sehnsucht bemächtigte fich des Engels und Sehnsucht ist eine gar selts same Macht. Sie vermag blicklos für das Nahe zu machen und das Ferne mit allem Reiz zu umkleiden, alle Wonnen ihm zu verleihen, die das eigene Gemüt birgt und erfin= nen mag. Wieviel Herrliches, Wonnevolles, Gütiges aver virgt ein Engelsgemüt! Wie wunderbar also mußte ihm dieses Ungetannte, Ungewisse, Neue, mußte ihm die Erde erscheinen! Von Lotte Sassower und jene Wiege ſtand in Rußland, just zu der Zeit, da ein Pogrom wütete. Es galt zu flüchten, der Mordgier zu entfliehen, ein Nomadenleben begann, denn es galt neue Heimat zu suchen. Fern, fern in einem andern Lande wo Kultur schon vorgeschrittener war und wenigstens das Leben der Menschen noch heilig und unantastbar galt, ward sie gefunden Dort wuchs der Knabe heran. Mit ſeiner En gelsjeele erfaßte er gar bald viel Unrecht, das andere ſtumps, ſchweigend und ſelbſtverständlich hinnahmen. Er sah unverdiente Zurückseßung, Neid, Mißgunst, Uebelwollen immer nur gegen die Wehrlosen gerichtet, meist nur gegen die eine Gruppe, gegen die, in deren Witte er geboren worden war. wertet, nach Leistungen, Kenntnissen wurde gefragt und nicht nach dem Zufall der Her funft. So hätte sich beinahe ein paradiesischer Zustand auf Erden entwickelt, ein weit großartigeres Paradies schien sich da aufzubauen als jenes erste wildgewachsene gewesen war Ein Paradies der Schaffensfreude auf jegli chem Gebiete, ein Paradies der Kultur.., auch solche, die die Rolle der Schlange jenes Doch es gibt unter den Menschen immer Urparadieses innehaben, die herrschen wollen, wiewohl ihr Platz am Boden, in der Niedrigs feit ist. Ihr Machtmittel ist der Ungeist, ihre Heerschar die große, die fompakte Majorität der wenig und ganz Unbelehrbaren, an die fie sich erfolgreich wenden, wenn sie ihre niedern Instinkte: Habgier, Raub- und Mordlust ans rufen. Sie sind die unerbittlichen Feinde des Guten, die Widersacher der Helfer der Mensch heit, deren Aufbau- Arbeit sie begeifern, ber giften, zerstören. Doch eine Engelsjeele erkennt und empfindet nicht nur das Unrecht, sondern sie ents schuldigt es auch gleich wieder. Für jede widerfahrene Roheit erwuchs in ihr mildes Berstehen, gütiges Verzeihen und nicht die bö fen Menschen machte er für ihr häßliches Tun Bald war es nicht nur an den Abenden, verantwortlich, sondern ihre Unwissenheit, ihr Sie dezimierten den Anhang des Mans bajz der Engel verträumt und sehnsuchtserfüllt eigenes Unberatensein. Eine heiße Welle von zur Erde ſtarrte, auch im Kreise der Himm- Erbarmen für seine Peiniger stieg in ihm aufnes mit der Engelsſeele, er, der Himmlischt, liſchen blieb er ſtill und traurig und die wun- und er beschloß durch Weisheit ein Helfer im Guten unbeirrbar Beständige, lernte die Begrenztheit alles Jrdischen, die Unverläße berbaren Augen befamen solch schwermütigen| dieſer armen irr handelnden Menschen zu Ausdruck, wie man ihn in diesem Reiche ewis werden. Dieses Ziel berauschte ihn mit der al- lichkeit, den Verrat die menschliche Ge ger Freude sonst garnicht fannte. Gott sah es ten, wunderbaren Sehnsucht, die ihn den Him, meinheit— furchtbar, weil auch bei denen, die und winkte den Engel an seinen Thron. Gü- mel einst verlassen hieß und zur Erde getries auf sein Wort bereits gehört hatten, fennen. Denn wer nicht geflohen, wer nicht zertreten, tig sprach er zu ihm, der sein Sehnen be- ben hatte. Aus seinen Augen brach wieder je fante, wies auf all das Schwerelose. Beiver nicht gestorben war, der half bald mit bel glückende, Jauchzende und Strahlende des Zerstörung, Verfolgung Unschuldiger, um an Himmelsseins und zeichnete das Los der Erddem Raub ihrer Habe den Beuteanteil zu has geborenen, ihre Plage, ihren Jammer, ihre ben. Ihr beſſeres Wiſſen, das er sie gelehrt, Friedlojigkeit mit eben göttlichen Worien. betäubten sie mit tönenden Phrasen und mach Doch Sehnsucht ist nicht nur blidlos für das ten aus der Untugend eine Not... Nahe, sie ist auch taub dafür und für all das besonders, was ihr Ziel entzaubern soll. Da sah der Herr betrübt ein, daß nichts seinen Engel, den er gar besonders liebte, von seiner Sehnsucht abbringen fonnte und so beschloß er seinem Wunsche zu willfahren. Du bist nicht der Erſte, den es aus himmlischen Sphäs ren in den Staub der Erde lockte- auch nach Dir werden noch Engel diesen wenig dankbaren Weg nehmen. Du weißt. Du mußt ihn arm und klein und nadt, als ein hilfloses Menschenkind beginnen und nichts von Deinem Engelssein nimmst Du mit als Deine Seele... Glück, Freude, Erfolg für Dein Bemühen all das wird Dir auf Erden nicht anders zuteil wie den übrigen Menſchen... Und nun geh!“ Und Gott lächelte Gewährung. So ward nach langer, langer Zeit wieder ein Knabe mit einer Engelsseele geboren... Lieblich lag er in seiner Wiege. zart und hell, mit Locken wie aus gesponnener feinster Seide und Augen von seltsamen leuchtendem Glanz. Das Erdenleid aber, von dem Gott dem Engel so warnend erzählte, es griff schon an die Wiege mit rauhem, hartem Griff das Kind war als Jude geboren nes Leuchten, jener wunderbare Glanz, doch nicht traurig war er jetzt, eine überirdische Freudigkeit strahlte aus den seelenvollen Augen, je mehr sie sich in das Wissen vertieften und je mehr mit diesem das Erbarmen wuchs. Es lockte gar viele an- Seele, reine gütige Seele hat immer Gefolgschaft. Denn das Gute, erdgebunden, es schlummert ja in jedem und wartet auf Befreiung, Erlösung. Nur das Wissen kann die Fesseln lösen, mit denen das Gute in uns Menschen gebunden ist. Eine schöne Zeit fam. Es schien faſt, als hätte die Sehnsucht des Engels doch recht behalten. Denn himmlischer als die Freuden des Simmels, der die ausgeglichene Erfüllung ist, sind die schöpferischen, befreienden, aufbauenden... Allmählich wandelte sich unter des Jünglings seelenvollem Einfluß die Robeit in Humanität, Vorurteile versanten, edler Wett, eifer begann, wo früher Neid den Aufschwung der Tüchtigkeit gehemmt, ja meist unterbunden hatte. Ach, um ihn wurde eine Welt, wahrlich der Sehnsucht der Himmlischen fast würdig... Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit"- leuchtend stand es auf den Bannern der Jugend, die sich um ihren seelen vollen Führer scharte. Vergessen schien das Hämische, das den Namen„ Jude" angehaftet hatte, allmählich versant dieses Vorurteil und mit ihm so manches andere, das so verheerend auf dieser Erde sich ausgewirkt hatte. Jeder gab sein Bestez und wurde nach Verdienst geLeid, Leid, blutiges Leid größer als es je gewesen, war wieder in der armen, un glücklichen Welt. Es war ins Gigantische ge wachsen. Unjägliches Mitleid war in der Engels seele- Mitleid mit den ewig Gehezten, den grauſam Verfolgten, den ständig Gepeinig ten, den Heimat- und Ruhelosen. Aber auch Mitleid mit jenen, die aus verhängs nisvollem Unverstand, aus berhezter Dummheit, aus Dumpfheit und Mangel an Güte der Schlange dienſtvillig waren, jich mißbrauchen ließen unbes dantt- die das zerstörten, was sie selber bes freien, ihr Daſein menſchenwürdiger, ihr Los erträglicher geſtalten ſollte. Er sah kommen, welch Lohn ihrer harrte, sah voraus, daß ihre Ernüchterung nach dem Blutrausch in vers schärfter Verelendung, in drückender Knecht schaft, in Rechtlosigkeit, auch dieſen Dumpfen und Stumpfen furchtbar fühlbar werden würde, er sah sie einander zerfleischen, auf eins ander gehebt, in fürchterlichster Bestialität, der Schlange, dem Ungeist auf ewig berfallen.. Ach, und er hatte gerade diese Aermiten to erbarmungsvoll geliebt, er wollte vordringen 2mit seiner Jüngerschar in die traurige Nacht Unsägliches Leid erfüllte sein Herz und ihres Daseins, wollte sie behutsam wecken, da es ein Menschenherz geworden war, versanft und sorglich leiten, allmählich belehren- mochte es soviel Weh nicht zu ertragen und wie Kinder, die sie ihm waren... Doch nun barst. So starb der Mann mit der Engelswar es vorbei. Nun sah er nur wieder vichische feele wie immer wieder der Heiland, der Mordlust in den Augen der einen und hörte Messias, an der unglüdlichen Menschheit, der das Stöhnen der andern, der Opfer. zu helfen er kommt, sterben muß... Der Hofrat und die Hose Eine kleine Geschichte aus Wien. – Von Franz Richard Nach dem Umſturz in Wien wurde mit der, Leitung einer jener sozialdemokratischen Zeniralstellen, die für Europa vorbildlich waren, ein feniler Hofrat betraut, der tatsächlich einer Mottenkiste aus der Hofburg entſtiegen zu sein schien. Dieser würdige Greis trommelte die Angestellten der verschiedenen Büros zuſammen und muffelte eine wunderliche Rede vom neuen Geist und der alten f. u. t. Tradition und vom Dienst am Vaterland und jeder sollte weiter treu feine Pflicht erfüllen, dann werde Desterreich zu altem Glanz erstehen. Insbesondere aber- der Greis erhob den runzeligen Beigefinger einer gelben Mumienhand insbesondere dürfe niemand etwas aus dem Haus ohne ſeine persönliche Erlaubnis tragen. Weitere Anordnungen würden noch ergehen. Also wurde die alte Hose verpadt. Einige Kollegen halfen und es wurde ein„ Vackel", an dem ein ſtarker Mann ſchwer zu tragen hatte. Unser Freund wuchtete sich die Last auf die Schulter und verließ zur gegebenen Zeit das Gebäude. Anſtandslos ließ ihn die Kontrolle paſsieren, war er doch der Mann, der mit einem „ Padel" hinaus durfte. Nun wollte es jedoch ein unglücklicher Bufall, daß der Herr Hofrat, der ohnehin nicht recht wußte, wie er die Beit auf dem neuen Amt verbringen jollie, von einem kleinen Abstecher auf ein Viertel Heurigen zurüdkehrte und vor der Tür mit unserm Freund zuſammenſtieß. Der Herr Hofrat stuzte und auch dem jungen Angestellten stodte für den Bruchteil einer Sefunde das Herz, aber er faßte sich schnell und sagte verbindlich: Die marriſtiſch ausgezeichnet geschulten Angestellten taten ihre Pflicht. Gewissenhaft bernichteten sie alles, von dem sie annahmen, daß das neue Desterreich dafür zwar Interesse, aber nur schlechte Verwendung haben würde. rüd. Sie froren alle und die Defen wurden lustig mit Papier geheizt. Vieles war jedoch da, das man nicht gern als Heizmaterial verwenden wollte, denn es war allzu wertvoll und draußen gab es Menschen, die es besser verwenden konnten als eine Dollfuß Regierung. Das Haus wurde be wacht und jeder Ein- oder Ausgehende mußte fich einer Kontrolle unterziehen. Es war für die Angestellten darum nicht einfach, ihre Pflicht zu tun, aber wo bekanntlich ein Wille ist, findet sich auch ein Weg. Je mand begab sich zu dem Herrn Hofrat und fragte höflich und bescheiden, ob auch das persönliche Eigentum der Angestellten unter die er wähnte Verfügung falle. Nach längerer Gedankenarbeit entschied der Greis: Nein, Sachen, die persönliches Eigentum der Angestellten sind, fönnen aus dem Gebäude mit nach Hause genom men werden! Aber und wieder stach sein Mumienfinger in die Luft aber man müffe ihm die Dinge, die jemand nach Hauſe nehmen will, von Fall zu Fall vorweiſen; er werde dann die Kontrolle am Tor verständigen lassen, daß die ser oder jener mit den Sachen passieren dürfe. Der Greis war sichtlich bemüht, sich mit den marristischen Angestellten sozusagen auf guten Fuß zu stellen. Als erster sprach dann auch ein etwas verwegen dreinschauender junger Angestellter Naturfreund und Sportler bei dem Herrn Sofrat vor, zeigte eine wirklich sehr derangierte hose auf, die man flink irgendwoher aufgetrieben hatte und bat um die Erlaubnis, diese Hose nach Hause nehmen zu dürfen. Der Herr Hofrat nidte Gewähr. Ob er die alte Hose in, jest gewissermaßen dem Staate gehörendes Padpapier einhüllen dürfe? Gewiß, gewiß, Biettänd ob der Herr Hofrat die Güte haben wolle, die Kontrolle anzuweisen, daß er mit einem„ Padel" paffieren dürfe? Er betonte das Wort„, Badel" ein wenig starf, und auch das sagte der Hofrat in feinem greifenhaften Wohlwollen au. ,, Habe die Ehre, Herr Hofrat!" Dann schien dem Greis eine Erleuchtung zu kommen; den Mann kannte er doch... Und was schleppte er denn dort aus dem Haus? Er bohrte dem Mann seinen ominösen Zei gefinger in die Brust und fragte mit einer gewissen Schärfe im Ton: ,, Was haben Sie in dem Padel?" Nur einen Moment zögerte der Gestellte, dann kam es freundlich und verbindlich von seinen Lippen: „ Die alten Hosen, Herr Hofrat! Herr Hofrat haben doch selbst..." ,, Ach da schau her... a so, a ja... is scho guat..." nidie er leutselig und trippelte weiter. Unserm Freund fiel mindestens ein ebenso großes imaginäres Padel" vom Herzen, wie er ein greifbares auf der Schulter trug. Aufatmend wandte er sich zum Gehen. Und es war ihm, als suchten seine gespannten Nerven nach einer Entladung. Er mußte, er fonnte nicht anders.. Laut und deutlich rief er dem Herrn Hofrat ein kräftiges„ Freiheit!" nach und machte lange Beine. Jezzi aber stand der Hofrat wie vom Don ner gerührt, um sich gleich darauf mit einer Be händigkeit, die niemand dem Greis zugeiraut hätte, auf dem Absatz herumzudrehen. Eilig trippelte er hinter dem lang Ausschreitenden her und holte ihn schließlich feuchend ein. Er ergriff seinen Arm und donnerte den Verdutzten also an: ,, Dös, mein Liaber, gibts fei net mehr! Dös heißt jeßund: Heil Esterreich!" Sprachs und kehrte in sein Amt zurüd. Den Mann mit dem„ Padel" sah man die Ehre!" klang es freundlich zu- dort nicht wieder. Er hatte seiner Pflicht bis zum letzten genügt. Die Gagen der Filmstars Bon Pierre Lamure. des Alltagslebens muß sie sich mit 7000 Dollar wöchentlich- Sonntag inbegriffen- begnügen. Es ist schwer zu erfahren, was Kinostars| 30.000 Dollar wöchentlich bedeutet. Das war wirklich verdienen. Die meisten Berichte über die aber eine einmalige schöne Episode, der keine Märchengagen in Hollywood find Fantasien. ähnliche folgte. In der prosaischen Eintönigkeit In Wirklichkeit ist die Gagenfrage in Hollywood „ tabu". Weder die Direktoren noch die Stars lassen ein Sterbenswort darüber verlauten. Es ist das große Geheimnis dieser geheimnisvollen Industrie. Bis vor kurzem war ich wie jedermann auf bloße Vermutungen angewiesen. Durch einen Bufall bin ich zu Informationen gekommen, die der Wahrheit entsprechen. Aus dieser Ziffern fönnte man leicht den Schluß zichen, daß die Stars schnell Millionäre werden. Aber auch diese Medaille hat ihre Kehrseite. Nehmen wir den Fall an, daß eine Schaus spielerin 10.000 Dollar wöchentlich verdient. In erster Linie läuft ihr Kontrakt nur vierzig WoGreta Garbo verdient wöchentlich 9000 chen. Trotzdem muß sie zwölf Monate im Jahr Dollar, Maurice Chevalier 7500, Constance essen. Auf zweiundfünfzig Wochen verteilt, be= Bennett 7000, John Barrymore, Norma Shea- trägt die Gage also 7600 die Woche. Dann: das ster, Richard Barthlmeß, Ann Harding 6000, Engagement ist fast immer durch die Vermitt Wallace Berry 5000, Joan Crawford, Gary lung eines Agenten zustandegekommen. Dieser Cooper 4000, Janet Gayner 3750, Loretta ftedt während der Dauer des Kontraktes zehn Young 2000. Ich habe nicht herausbekommen Prozent der Gage ein. Auf diese Weise halten wir fönnen, was Mae West verdient. Ich kann nur sagen, daß ihre Gage relativ bescheiden ist; da sie aber perzentuell an ihren Filmen beteiligt ist, verdient sie schwindelnd große Summen. Man fonnte des öfteren lesen, daß Constance Bennett( Marquise de la Falaise) 30.000 Dollar wöchentlich bezieht. Das stimmt und stimmt auch wieder nicht. In Wahrheit verhält es sich so: vor ein paar Monaten erhielt Miß Bennett Dann gibt es ungezählte Spenden zu wohlwährend ihrer Ferien den Antrag, zwei Filme tätigen Zweden. Jede Wohlfahrtseinrichtung mit einem Honorar von 150.000 Dollar pro flopft an die Tür des unseligen Stars, außerFilm zu drehen. Gegen diese hübsche Entschädi- dem müssen regelmäßig„ Parties" veranstaltet gung opferte sie ihr Tennis, ihre Vergnügungen, werden. Um nicht zu den Geizfragen gezählt zu das ganze ,, Dolcefarniente". Sie arbeitete vier- werden, heißt es Empfänge geben. Dazu der zehn Stunden täglich. In zehn Wochen waren Train des Hauses, Kammerdiener, Chauffeure, die beiden Pictures" beendet, und der blonde, Köche, Sekretäre. Ein ,, Movie Star" muß all nervöse Star erhielt 300.000 Dollar, was das haben, sonst verliert er an Prestige in den bei 6000 Dollar. Dazu kommt die Steuerbehörde, die als Einkommensteuer die Hälfte dieser Summe einhebt. Unserm Star bleiben nur mehr 3500 Dollar. Und das ist nur ein Anfang. Die Gewohnheit der Kinoliebhaber, Constance Bena nett zum Beiſpiel um ein Bild zu bitten, foſtet diese 1000 Dollar monatlich. Geliebt zu sein, fommt teuer zu stehen... 8Augen der Nachbarn und vor allem des großen Loch Neß- Ungeheuer aus der Nähe Publikums, das sich seine Lieblinge nur im Lugus denken kann. So sind 10.000 Dollar vom Samstag wie Schnee in der Sonne geschmolzen; es bleiben höchstens 1800 bis 2000 Dollar. Wenn die Heldin, deren Name auf Millionen Anschlagszetteln prangt, ſparſam und bescheiden ist, dann gelingt es ihr, 800 oder 1000 Dollar in der Bank einzulegen für die schlechten Zeiten, die kommen könnten und die fast immer fommen. Die Durchschittsdauer des Erfolges eines großen Stars beträgt tatsächlich ungefähr fünf Jahre. Das Publikum ist der launenhafteste, treuloseste und undankbarste Herr. Wie schnell wird es einer Künstlerin, selbst eines Lieblings müde, wenn es ihn allzuoft ſieht. Aber nicht nur die tragische Unbeständigkeit des Publikums, aud andere Gefahren bedrohen unentwegt den prefären Ruhm in der Welt des Film. Da ist zum Beispiel der berühmte Fall von John Gilbert. Vor fünf Jahren war dieser Schauspieler das Idol des Publikums. Mit seinem Aufstieg ist ein junges schwedisches Mädchen aus dem Volke eng berbunden: Greta Gustavson, bekannter unter dem Namen Greta Garbo. Er bekam 250.000 Dollar pro Film, mit jährlich zwei garantierten Filmen. Plößlich kam der Tonfilm. Gilberts Stimme wurde fotografiert. Wie einst die Goten im alten Rom, so fielen die Sprechfilme in Holywood ein. Banif erfaßte die Stars. Es bis zum Schwanz geht. Das Tier bewegte sich Wie aus London gemeldet wird, ist der Kopf des Loch- Neß- Ungeheuers einer genauen Prüfung unterzogen worden. Im Beisein von Mitgliedern des Zoologischen Gartens wurde folgen. des festgestellt: Es handelt sich um einen Fisch und nicht um eine Amphibie, wie man es vermutete. Das Tier hat eine Länge von vier Metern, während der Durchmesser an der dicksten Stelle seines Körpers vierzig Zentimeter nicht übersteigt. Der Körper hat eine ovale Form und ſpißt sich sehr gegen das Kopfende zu, was vermuten läßt, daß das Tier einen sehr langen Hals aufweist, wobei es sich aber nur um den Körper ſelbſt handelt. Der Schwanz hat das Aussehen eines Steuerruders mit einem sehr langen vertikalen Teil. Gerade diesen Teil hai man öfters vom Ufer des Sees aus beobachten fönnen und ihn für den Hals gehalten. Das ganze Tier wiegt ungefähr achtzig Kilogramm Der Kopf hat eine verlängerte Form, etwa wie der eines großen Hundes, unter der Kimulade befindet sich aber eine lose Haut, die es dem Ungeheuer gestattet hat, kleine Fische zu verschlucken. Dieser riesige Fisch befizzt nur eine einzige kreuzförmige Mittelgräte, die vom Kopf Der Kragenknopf genügte nicht mehr, ſchön zu ſein, man mußte durch Schwingungen vorwärts; es hatte keine Paradies hinter Glasscheiben auch sprechen, Terte auswendig lernen fönnen, die Stimme mußte dem Publikum gefallen. Die Stimme John Gilberts gefiel nicht. Sofort war das Idol gestürzt. Greta blieb. Und es gereicht dieser Künstlerin zur Ehre, daß sie sich dankbar zeigte. Sie wählte John Gilbert in dem Film „ Königin Christine" zum Pariner. Nur widerwillig gaben die Direktoren ihrem Wunsch nach. Aber statt der 250.000 Dollar von einst boten fie 6000! Schwimmer oder Flossen, sondern ein bewegDer Anblick war zu verlockend. Dreimal liches Rückgrat von ungefähr drei Metern Länge, das vom Kopf bis zur Hälfte des Kör- ſchon war Arnold vor dem Schaufenster stehen pers führte. Es hat auch keine Schuppen, son- geblieben, war dreimal fortgegangen und stand dern eine vollkommen fette und glatte Haut. nun wieder davor, wie vor einem Wunder. - Man hat dem Tier den Namen„ Regale= cus" oder„ König der Heringe" gegeben. Die Archive kennen aus der prähistorischen Zeit etwa fünfundzwanzig ähnliche Wesen. Das kleinste Embonpoint, die fleinste, aber Eine 5000 Jahre alte Stadt sichtbar bleibende Hautverlegung, ein gewöhn licher Kehlkopffatarrh genügen, um einer glänzenden Karriere ein Ende zu machen. In Hollywood einen Film zu drehen, iſt eine aufreibende Beſchäftigung. Die nervöſe Anspannung, ja Ueberreizung bei diesen Proben und Reprisen erschöpft den Künſtler. Um ſechs Uhr früh auf stehen, die Tyrannei der Regisseure, die Schniger der Extras; eine falsche Bewegung, ein Niesen, ein Irrium bedeuten hunderte Meter verbazter Filmstreifen. Wenn ein geradezu wunderbarer Glüdsfall es mit sich bringt, daß so ein Star all dem gewachsen ist, wenn er selbst die Kassen der Vorstadifinos füllt, dann wird er durch fünf Jahre das Privileg genießen, angebetet, interviewt, von Bittstellern und falschen Freunden bedrängt, im Boudoir selbst fotografiert und jeder Freiheit beraubt zu werden. Fünf Jahre und plöglich ist der Star erledigt. Er verschwindet, niemand kennt ihn mehr. Seine Filme schlummern staubbedeckt in der Morgue" der Filmateliers, niemand schaut fie mehr an. Nichts bleibt zurück. Wenig Geld wird so schwer verdient wie das von Hollywood. Um den Preis, um den man es erwirbt, sehen die enormen Gagen nicht mehr wie ein Wunder aus. Sie find eher eine Entschädigung. Jeder Parteigenosse in Persien entdeckt. Der bekannte schwedische Archäologe Dr. Es war eine große Stolle, die so locie. Auf einem schön vernickelten Gestell ruhte sie, von fnusprigen Semmeln umgeben, die zu Ornamen ten gereiht, den Raum des Schaufensters fülls ten. Zum Ueberfluß waren noch unter dem Fenster Gucklöcher der Backstube und der Duft des frischen Gebäcks drang berauschend herauf. Leute, die vorübergingen, sahen verwundert nach dem Sonderling, der sich an dem Schaus fenster die Nase platidrückte. Ture Arne hai in Persien Entdeckungen gemacht, die ein überraschendes Licht auf die Urheimat der Indoeuropäer werfen. Am Fuß Arnold sah nicht rückwärts, nur nach vorne, des Elbrus- Gebirges im nordöstlichen Teile wo, zum Greifen nahe, wahre Herrlichkeiten von Persien unweit des Kaspischen Sees hat aufgestapelt lagen. Sein Gebaren war sehr bes Dr. Arne umfangreiche Ausgrabungen vor- greiflich. Er war seit Jahren arbeitslos. Er genommen. In einem alten Hügel bei Schah- hätte gerne von der Woche drei Tage gestrichen, tepe fand er zahlreiche und höchst interessante denn die Unterstüßung reichte nur für vier. ArUeberreste einer 5000 Jahre alten Stadt, die beit gab es keine, und erbetteln ließ sich auch infolge einer Naturkatastrophe oder wegen Veränderungen des Klimas um das Jahr 2000 b. Chr. untergegangen ist. Die Bevölkerung dieſer alten Stadt gehörte der Kupferzeit an. Die schwedische Expedition hat schön gearbeitete Kupfersachen, Statuetten, Dolche, Becher, Lampen uſiv. aus Kupfer gefunden. Die Hauptmasse der Funde beſteht aber aus kunstvoll mit bunten Farben bemalten Töpfereisachen. Dr. Arne hat auch 40 Stelette nach Schweden genichts, denn Arnold war stolz und jung. Man hätte den strammen Burschen nur als Arbeitsscheuen angesehen, trop aller Not. Gerade heute war der Magen wieder rebels lischer denn je, und so träumte Arnold in das Paradies hinter Glasscheiben und atmete dazu in langen Zügen den Duft der Badstube. Die große Stolle zu besigen, das wäre ein Festtag gewesen. Aber nein, der war zu groß bracht. An der Schädelform läßt sich feststellen, und das Verlangen nach ihm war vermessen. Arnold wäre mit einer Semmel zufrieden gewes daß die Bewohner dieser Siedlung zu der ariſchen Raſſe gehörten. Das alte Schah- tepe- en. Zum Beispiel, mit der blassen, die dort abWolf hat bei seinen religiösen Riten Menschenopfer dargebracht. Ueberhaupt werden durch die vorliegenden Funde und fortgesetzten Aus grabungen in derselben Gegend eine Reihe wichtiger vorhistorischer Probleme ihre Lösung fin-| den. Dr. Arne ist gegenwärtig damit beschäftigt, in den früheren Baraden der schwe dischen schweren Artillerie in Stockholm eine seits von den andern lag. In der Backstube öffneten sie die Türen des Ofens und eine Wolke frischen Wohlgeruchs dampfte in die Nase Arnolds. Er taumelie einen Schritt zurück, und ſein Magen krampfie ſich verlangend zusammen... Hinter der trennenden Glaswand lag all die Herrlichkeit und wieder tat es die blasse, abseits liest das Partelblatt! Ausstellung ſeiner Funde in Berſien anzu- liegende Semmel ihm an. Die mußte er haben. ordnen. Die Artilleriebaraden sollen mit der Beit in ein großes hiſtoriſches Muſeum um gewandelt werden. Rasch griff er nach ihr, durchstieß dabei das Glas, zerschnitt sich die Hand. Er hörte nicht das Geflirr und fühlte den brennenden Schmerz nicht. Die blasse, knusprige Semmel hielt er in der Hand. | 4In einem falifornischen Badeort wird den Gästen ein ganz besonderes Vergnügen geboten: Erſt als ihn der Bäcker und Vorüber- ſie können nämlich Ausflüge nach dem Meeres gehende an den Armen zurückrissen und dabei gellend um Wache riefen, erwachte er aus dem Taumel. Das Bewußtsein, daß er Schuld auf fich geladen habe, ließ ihn erschauern. Instink Ab trümmte er sich zusammen, schnellte empor und stieß die ihn haltenden Menschen von sich. Eine wilde Jagd begann. Alle rannten sie hinter ihm her. Erst zwei, drei, dann viele, ein ganzer Schwarm. Arnold hatte die Hand um die Semmel ge. krampft und lief die Straße hinunter. Ein Bachmann stellte sich ihm entgegen. ,, Im Namen des Gesetzes!" Eine Hand faßte hart nach seinem Arm. Im Namen des Gesezes! Das Gesetz wurde Arnold plößlich zu einem scheußlichen Ungetüm, bas ihn zu zermalmen drohte. Die Semmel hatte er beim Laufen zerdrückt. Schon wollte er sie in die Menge werfen, da befann er sich... Nein, bestraft würde er doch werden. Rasch steckte er große Bissen in den Mund und schlang fie gierig hinunter. „ Ein Dieb! Ein Dieb!" riefen die Menfchen, die ihn wie ein gefangenes Wild umftanden. An den Schaufenstern ging es vorbei, dessen gerbrochene Scheibe in der Abendsonne blinkte. Die große Stolle ruhte noch immer auf dem bernickelten Gestell, umgeben von der Schar Enuspriger Semmeln, von denen nur die eine, blasse, fehlte. Arnold war jetzt ganz ruhig. Ja, er hatte gestohlen, die zarte, gelbe Semmel hatte er gestohlen. Er hatte die Schaufensterscheibe eingeschlagen. Er war ein Dieb und er hatte fremdes Eigentum beschädigt. Ruhig gab er es auf der Wachstube zu Protokoll, ließ sich abführen, saß in einer schmalen Zelle und wartete auf das Urteil. Durch das vergitterte Fenster fiel das bünne Mondlicht, das wie aus weiter Ferne Brot und Kuchen hinter blinkenden Glasscheiben widerzuspiegeln schien. A.G. Wiffenswertes Allerlei In Amerika bersucht man neuerdings. photographische Aufnahmen ohne Kamera zu machen, und zwar nur mit Hilfe eines ungeheuer lichtempfindlichen Papiers, das das Bild nicht nur auffängt, sondern es auch festhält. Die mächtigen Ozeanwogen, die ab und zu durch einen Erdstoß hervorgerufen werden, können über ungeheuere Entfernungen hinfluten. So entstand eine solche Boge an der Küste von Südamerika und verebbie erst an der Küste von Japan. Zwischen der Siebenten Avenue und der Kristofferstraße in New York liegt ein fleines dreieckiges Stückchen Land, das das teuerste Privateigentum der Welt sein dürfte. Das Stüd ist nur so groß, daß man bequem darüber hin wegschreiten kann, und es könnte nur mit einem Puppenhaus bebaut werden, dennoch ist es dem Besizer so wertvoll, daß er es mit seinem Namensschild versehen hat. Unsere Ohren sollen nach Ansicht der Sachverständigen im Laufe der Jahrzehnte immer unempfindlicher gegen den Lärm werden. Auf biese Weise steht die Natur dem Menschen bei, den Lärm der modernen Zivilisation zu ertragen. Schach- Ecke Geleitet von Genossen Wenzel Scharoch, Zwettnitz 65 bei Teplitz- Schönau. Schachaufgabe Nr. 191. Von Willi Szameitat, Harburg. 12. h7( 10). a b c d e f g h 8 grunde machen. Eine Bergungsgesellschaft hat besondere Taucherglocken eingerichtet, die für vier Personen Platz und soviel Luftvorrat haben, daß er nötigenfalls für mehrere Tage ausreicht. Die Taucherglode wird von einem Schwarz: Kf5, Dd2. Te7. Lb1. Spci, g8. Bc3. 07, Dampfer an einer besonders interessanten Stelle in die Tiefe gesenkt, und die Ausflügler kön nen durch Fenſter den eigentümlichen Anblid der Meerestiefe genießen. Alle, die bisher an diesen Ausflügen teilgenommen haben, verſichern, daß feine Sehenswürdigkeit der Welt sich mit dem hier Gebotenen messen könne. Biele lassen sich aber durch den Gedanken aus rüdhalten, daß sie fünfzig Meter Meerwasser über sich haben müßten. Bis zu dieser Tiefe wird nämlich die Taucherglocke herabgesenkt. Heiteres Die Maus. Sie wachte um Mitternacht aus jüßem Schlummer auf.„ Entſeßlich, Harry, eine Maus!" Na und?" Inurrte er beleidigt. ., Sie quietschi!"- Quietscht," fragte er, soll ich vielleicht jetzt mitten in der Nacht aufstehen, um ſie zu ölen?“ Aus guter Familie. Bernard Shaw war bei englischen Aristokraten eingeladen. Ein Lord sprach ihn nachlässig an und fragte ihn? Ihr Vater soll ein Schneider in Irland gewesen sein? Warum ſind Sie nicht auch Schneider geworden?"- Ihr Vater soll ein Gentleman gewesen sein," erwiderte Shaw, warum sind Sie nicht auch Gentleman geworden?" Der Philosoph bei Tisch. Ein vornehmer und sehr reicher Mann sah einmal den berühmten Philosophen Carthesius, wie er an einem mit den schönsten Dingen gededten Tisch offenbar mit großem Vergnügen aß. Er wunderte sich darüber, daß der nachdenkliche Gelehrte eine so große Freude beim Essen empfand und sagte recht hämisch zu ihm:„ Oh, ich wußte garnicht, womit sich die Philosophen neuerdings beschäftigen!" Bilden Sie sich denn ein, mein Herr," erwiderte der Philosoph gereizt, ,, daß die Natur die guten Sachen nur für die Dummmköpfe und die reichen Nichtstuer herbor bringe." Lieber Besuch. Du hier, Tantchen? Ich bente, du mußt zu Hause bleiben, weil beine Biege frank geworden ist?"- Nein, ich hab' fie mitgenommen,- der Gepäckträger bringt ſie gleich." 6 17 a b c d e f g h 3 Weiß: Kh8, Do6, Tg6, Spf7, h5. Bd3( 6). Matt in 3 Zügen! Lösungen sind spätestens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 188: d2- di! ( In der Richtigstellung zu Nr. 188 sollte as heißen Bc6 statt a6.) Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge nossen ein: Hleke Josef, Friedrich Rudolf, Fritsch Anton, Hauptmann Franz, Dörre Alfred, sämtlich Markersdorf: Böhm Heinrich, Jonsbacht Hälbig Johann, Bergesgrün: Fischer Karl, Ossek: Grimmer Emil. Katharinaberg: Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Tetschen: Vavřina Wen zel, Kulm; Wenzel Adolf. Arnsdorf bei Haida; Habl Erwin, Nestersitz: Lösel Richard, Hoch dobern; Dinnebier Emil. Tetschen; Lerche Franz, Wolfersdorf: Walter Ludwig. Robe Franz Schmied Ferdinand. sämtlich Kwitkau; Mildorf Adolf, Tischau; Bittner Richard. Fuchs Hans, Neubert Anton, Schleger Josef, Kersch hagel Josef, sämtlich Kleinaugest: Triltsch Gu stav. Wisterschan. L. R.. Hochdobern: Aufgabe Nr. 3 ist gut, wird gebracht. H. E., Nestersitz: Aufgabe in dieser Form sehr hübsch, leider nach Tg7- g1 unlösbar. F. K., Ossek: Aufgabe recht unklar. finde keinen Zwei- Züger. Schachnachrichten. Kreismeisterschaft im V. Kreis. Die erste Runde um die Kreismeisterschaft brachte eine große Ueberraschung in Bergesgrün, wo es den Sobrusanern gelungen ist, eine 100pro zentige Revanche zu nehmen für die im Vorjahre in Preschen erlittene Niederlage. Obzwar Ko motau in diesem Treffen als Favorit galt, muß ten sie eine empfindliche 6: 2- Niederlage in Kauf nehmen. Wisterschan spielte in Schönfeld gegen Kleischa und gewann infolge seiner Ueberlegen heit an den letzten Brettern knapp mit 4½: 3½ Punkten. Der Wettkampf Krochwitz gegen Neustadtl wurde wegen anderen Veranstaltungen ( Vorbereitungen zur Olympiade) vertagt und wird am 15. Juli ausgetragen. Wettkampf Komotau g. Sobrusan, ter Gen. Grimmer, Katharinaberg. Komotau Arm und reich. Man unterhielt sich am Hofe Harun at Raschids über die Begriffe arm und reich. Hamta sagte zu diesem Thema:„ Fällt gespielt in Bergesgrün am 17. Juni. Kampfrich ein Reicher, so sagt man: der Bedauernswerte! Er ist gestolpert!"-„ Und wie?" fragt ber Kalif ,,, wie sagt man, wenn ein Armer binfällt?" - Und wenn ein Armer hinfällt,“ vollendete Hamta ſeinen Vergleich,„ ſo ſagt man: das Schwein! Er iſt beſoffen!” Ein Sanitäter bewirbt sich um eine Stelle im Spital. Der leitende Arzt fragt ihn: ,, Wissen Sie auch, was Sie nach der Operation zu tun haben?" ,, Natürlich weiß ich es, Herr Doftor, der Patient wird in die Leichenhalle gebracht!" Schwierige Sache.„ Sagen Sie mal, wo ist denn Visavis?"- ,, Na, da drüben, auf der anderen Seite, liebe Frau."- ,, Ja, da habe ich auch schon gefragt. Da hat man mir aber gesagt, das wäre hier, auf dieser Seite." Brett 1 Fialka 44 2 Thiel 0 1 Sobrusan Hyna jun. Webersinke 1 Pichl 3 Schöpka 0 “ 4 Kfenek 0 1 Jungnikl “ 5 Sachs 1 0 Böhm " 6 Gruß 7 Starek 0 1 0 1 Marzin Zimmermann 8 Enders 16 14 Stehno Ergebnis: 2: 6 für Sobrusan. Wettkampf Wisterschan g. Klef Schönfeld. scha in Schönfeld. Kampfrichter Gen. Steiner, Wisterschan Kleischa Brett 1 Scharoch 0 1 Liebzeit 2 Robek 1 0 Vavřina " " 3 Frisch Dubitzky I. Dubitzky II. 4 Röckl 0 1 Aron 5 Glauber 0 1 6 Schmied 1 7 Schramm 1 0 Repka 0 Schulz 8 Novotný 1 0 Cerný Ergebnis: 44:31 für Wisterschan.