BUNTE WELT tr. 38 Enterhaltungsbeilage Betrieb um Mary Skizze von Grete Livius 1934 sie so. Minutenlang. Versunken in die Betrachtung eines taubeneigroßen ungeschliffenen gelben Diamanten. In diesem Augenlid wagte sie ihr bevorzugter Privatsekretär zu stören. Auf der Kohlengrube„ Mary II" in Minnesota sei Streit ausgebrochen. Die Bergarbeiter forderten Erhöhung der Löhne, Herabfezung der Arbeitszeit. Selbstverständlich habe man diese Forde rungen abgeschlagen und die Regierung bereits um Schutz für die Arbeitswilligen ersucht. Immerhin der Streit dehne sich aus und finde seine legale Unterstüßung durch die Gewerkschaf ten. Sie brauche sich selbstverständlich keine Minute den Kopf zu zerbrechen. Doch er halte es für seine Pflicht, sie zu informieren. Mary Goulds Urgroßeltern hatten ihr| Flüche, ausgestoßen von Namenlosen, sie auch eines großen Kindes beherbergten. Einmal saß fanveres Einwandererleben im Westen Ameritas erreichen? Ein Stab devoter Sefretäre nahm als Holzfäller begonnen. Aus dem Schwarzwald der Dreiundzwanzigjährigen alle jene Verwalkamen sie, und in ihrem Testament, das eine tungsarbeiten ab, von denen sie doch nichts verReihe stattlicher Vermächtnisse aufwies, fand stand. Ab und zu empfing jie huldvollst den Besich auch der Say:„ Zehntausend Dollars, be- such eines Mannes, den man ihr als Generalstimmt für den Bau einer Schule in Uerdingen". direktor oder sonstigen hohen VerwaltungsbeamIhre Kinder waren bereits weniger sentimental ten aus Bergwert, Waldbejizz und Farm vorund Heimattreu. Mary aber, die„ lepte ihres stellte. Dieser sagte ihr viele artige Worte und Stammes", einzige zufünftige Erbin von un- versicherte seine Ergebenheit. So schnell wie gezählten Millionen Dollars, die in riesigen möglich brachte man dann das Thema auf Waldungen, Farmen und Bergiverken stedten, etwas, was Marh Gould brennender interwußte faum noch etwas von der proletarischen essierte als der Ausbau ihres Vermögens, das Herkunft ihrer Ahnen. Und wenn so erinnerte ja sowieso, dies wußte sie schon, ohne eigenes sie sich nicht gern daran. Es genügte ihr, daß Butun unaufhörlich anwuchs. Zum Beispiel auf sie zu den Ersten der oberen Zehntausend von Sport und Segeljachten, auf die Season in New Vorts Fifth Avenue gehörie, und keine London und auf die neuesten Errungenschaften Die Besizerin von Marh II" hob das Veranlassung lag vor, über die Herkunft des der Pariser Juweliere in der Rue de la Paix. reizende amerikaniſche Köpfchen, erst univillig, riesigen Vermögens nachzudenken, das täglich, Besonders dieses dritte Thema liebte Math. dann nachdenklich. Schließlich fragte fie: Bas nein stündlich durch die Leiden und Entbehrun- Geradezu krankhaft war ihre Vorliebe für Ju- sind denn das für Leute, die arbeiten, wenn ble gen von vielen tausend Männern und Frauen welen. Sie jammelte koſtbare Steine, Schmuck- anderen nicht wollen?" Der Sekretär sagte nach vermehrt wurde. Diese arbeiteten in den dich- ſtücke in seltenen antiken und modernen Fai- turzem Zögern:„ Wir nennen sie Arbeitstolla testen Uriväldern er Adiron- Dods, in den jungen, wie andere Leute Briefmarken oder lige, andere nennen sie Streitbrecher." Bergwerken von Minneſota und auf den Step- Reklamebilder. Ihr Privatsekretär hatte einen Und warum tun sie das?" forschte Mach pen des Westens. Nur für Mary. Für ein jun- Stab von Fachleuten engagiert, die immer auf ausnahmsweise intereſſiert- weiter. Der ges zweiundzwanzigjähriges Mädchen, das rei- der Suche waren nach koſtbaren und beſonderen Mann vor ihr geriet in Verlegenheit. Schließa zend und verwöhnt war, über soviel Bildung ver- Juvelen. Als Mary Gould in dieſem Frühjahr lich meinte er:„ Weil sie mit den Arbeitsbedin fügte, wie eine Millionenerbin fie unumgänglich beschloß, zur Erholung ihrer vom Trauerfall an- gungen zufrieden sind"." Gut," sagte Mary benötigte also nicht eben übertrieben und griffenen Nerven nach Europa zu fahren, be- und warf den Kopf zurück, so sollen es bie bie außer ihrem amerikaniſchen Slang noch trug allein der Vermögenswert ihrer Juwelen anderen auch sein“. Damit war das Gespräch Londoner Englisch und Pariser Französisch befür sie beendet. Die junge Königin gab ihrem herrichte. Im übrigen war Mary ein sehr hübUnterian das Zeichen zur Entfernung. Dann sches Mädchen: schlank und wohltrainiert, mit nahm sie wieder den gelben Diamanten in die den engen festen Knöcheln ihrer Schwarzwälder Hand, begann ihn von neuem zu betrachten, anAhnen. Das Haar blond, die Augen blau, der dächtig und mit der Ernsthaftigkeit eines Tieres. Mund frisch und dies alles in jenes strahlend konservierte Lächeln gelegt, das man dort drüben„ keep smiling" nennt. So glich sie ganz der Vorstellung, die man sich im alten Europa von sechsunddreißig Millionen Dollars. Sie engagierte deshalb zu ihrer persönlichen Ueberwachung einen Detektiv, der sie, den Revolver in der Tasche stets gespannt, auf Schritt und Tritt begleiten und auch auf dem Schiff seine Kabine neben der ihren haben mußte. Denn Marh hatte einen besonderen Spleen. Es gibt viele Frauen auf der Welt, die fostbaren Schmud besitzen. Doch seltsame Narrheit unſeres Syſtems. Diese Frauen trugen meist nur täuschend gutSturz nach ihrem dreiundzwanzigsten Ge- gemachte Imitationen. Ihre echten Juwelen aber burtstag starben beide Eltern. Die Zeitungen liegen in den Safes und Tresors großer Banbrachten das Bild der jüngsten„ Dollarprins fen, wo sie von schlechtbezahlten Angestellten bezein" in großer Aufmachung und mit sensa- wacht werden. Dort holt man sie nur bei betionellen Ueberschriften. Etwa so:„ Schönstes sonderen Gelegenheiten hervor. Läßt sie sich unter Mädchen New Yorks wird auch das reichste". polizeilicher Bewachung bringen und wieder zuOder:„ Wer heiratet die Königin der Adiron- rücktransportieren. Man sieht, die reichen Leute Docks?" Manche Blätter, die auf das romans haben auch ihre Sorgen. einer„ Mary" macht. tische Gefühl ihres fleinbürgerlichen Lese- Doch wie geſagt: Mary hatte einen Spleen. publikums ſpekulierten, stellten die junge Erbin Sie trug stets nur die echten Prätiosen. Mit nicht in GalaToilette, juwelengeschmückt, dar. der Naivität eines Kindes, mit der UnbejanDeren Reporter hatten Dienerschaft und Bofen genheit sich zu freuen, die sicher aus dem Blut bestochen, damit diese ihnen Photographien von Mary verschaffte. Photographien, auf denen sie in ländlicher Tracht beim Melfen einer Kuh dargestellt war. Auch solche, die sie zeigten, ein Käychen im Arm, der Hintergrund eine Weinrebenlaube. Diese Szenen trugen dann in den Magazinen die Unterzeilen:„ Marys Glück in der Heimat",„ Die schlichte Erbin eines Riesenvermögens",„ Jeder muß sie lieb haben" etc. Es gab viele Menschen, die sie gar nicht liebten. In den Adrion- Docks z. B., in Minnesota und auf den Farmen des Westens. Aber davon erfuhr Marh nichts. Wie sollten diese ihrer Ahnen, der Schwarzwälder Holzfäller, stammte, hing sie an dem schimmernden und glitzernden Kram. So schnippisch und überheblich fie oft war, so launenhaft und erzentrisch mit einem Wort, so unerzogen beim Anblick eines purpurnen Rubins, eines Smaragds, von der grünen Tiefe des unendlichen Meeres, beim strahlenden Blau der Saphire und bei den schimmernden Tropfen seltener Opale geriet fie geradezu in ein Stadium der Verzüdung. Mit Händen, die vor Erregung zitierten, wühlte sie oft in den Schalen aus Gold und in den Etuis aus Elfenbein, die den unermeßlichen Reichtum Wenige Tage später fielen Mary, als sie an Ded ſpazieren ging, die finsteren Blicke einiger Matrosen auf, die sie scharf beobachteten, wie sie hin- und herschritt, im funkelnden Glanz ihrer Juwelen. Sie wunderte sich sekundenlang. da sie nur gewöhnt war, mit Blicken des Entzücken und der Ergebenheit betrachtet zu werden. Doch dann vergaß sie es schnell wieder. An jenem Tage waren kurz vorher zehn streifende Arbeiter der Kohlengrube„ Marh II" im Kampf mit Streifbrechern von Regierungstruppen ers schossen worden. Der Funkstation des Schiffes hatte eine große Zeitungsagentur die Nachricht übermittelt. Die Matroſen erfuhren es und auch, daß die Beſizerin jenes Bergwerks, das„ reichste Mädchen der Welt", sich an Bord ihres Dampfers befand. Während man die Leichen der Erschossenen begrub, während ihre Angehörigen vor Qual und Hunger am Verrecken waren, betrat Marh europäischen Boden. Frauen und Kinder der im Kampf um ein besseres Dasein Gefallenen trieb man aus ihren armseligen Hütten; Marh jedoch mietete am selben Tag für sich und ihren „ Stab" eine Flucht von Zimmern im PalaceHotel am Lido. Die unglücklichen Hinterblie benen wußten an diesem Abend nicht, wo sie das Brot für sich und ihre Kinder hernehmen sollten, Mary speiste zur gleichen Stunde ein auser 2Jefenes Souper. Sie verzehrte die föstlichsten samten Schmud. Für sechsunddreißig lächelte in ihrem steinernen Meer, sie nahm die Delikatessen in Gesellschaft eines sogenannten Millionen Dollars Juwelen! In Gratulationen und nicht endenwollenden Komfashionablen" Publikums, das sich aus allen einer Welt, in der man, was den Besitz an plimente entgegen, nun- eben wie eine Göttin. Barasiten der Erde zusammensezte: aus über- Kostbarkeiten aller Art betrifft, äußerst ver- Sie setzte sich neben ihren Prinzen, und man Jahlten Filmstars, Königen und Prinzen, Ban- wöhnt und anspruchsvoll war, erregte die Er- eröffnete das feierliche Mahl mit den raffinierNers, Großinduſtriellen und sonstigen Menschen- scheinung Marys dennoch ungeheure Sensation. teſten und erlesensten Leckerbissen. Prinz Maqusbeutern. Dabei waren einige von ihnen per- Erft konnte man ihr Gesicht, ihre Hände, ihren riano schenkte seinen Gästen ſelbſt das erste Glas fönlich geradezu reizende Leute. Zum Beispiel Körper nicht mehr erkennen, die gebettet waren Champagner ein. Mary Gould, strahlend im der König aus dem Norden, der jeden Morgen in ein funkelndes Steinmeer, in einen glißernden Glück, hob es, um mit ihrem Verlobien auf die schon um 5 Uhr Tennis spielte. Oder die rot- Strom von Prätiosen, der mit einem Brillan- Zukunft anzustoßen. Haarige Filmschauspielerin, ein Holywood- tendiadem auf dem blonden Kopf begann, sich in Star, die sich um nichts in der Welt so sorgte, Perlenschnüren und Agraffen fortsette, Wellen wie um das Wohlergehen ihres überzüchteten auf den Armreifen und Gürtelschnallen aus Hündchens, das vor Degeneriertheit ständig Saphiren, Rubinen und Smaragden schlug, aus: zitterte, eine lila Schnauze hatte und zum zwei- ebbte im diamantenbesezten Saum der Schleppe, ten Frühstück stets frisch gekochtes Hummerfleisch die nur die Spizen der Schuhe zu erkennen gab. erhielt. Auch der Prinz, entthronter Erbe eines Diese aber waren aus reinem Gold. Landes, dessen Name häufig in Opereiten vortommt, gefiel Marh ganz ausgezeichnet. Er fühlten den romantischen Vornamen Mariano, hatte die dazu gehörigen melancholischen schwarzen Augen und war im übrigen einer der we nigen in diesem illustren Kreis, der den Kredit des„ Hotels der Milliardäre" für sich in Anspruch nahm. Er erhielt ihn, weil er gleichzeitig für die Hoteldirektion Spizeldienste leiftete, die sie in vielfacher Hinsicht brauchte. Sowohl was Hotelpersonal wie Hotelgäste betraf. Erst herrschte Schweigen, dann aber folg ten Rufe des Staunens und der Bewunderung, die das lebendige Gößenbild Mary erregte. Sie Als sie den ersten Schluck tat, glaubte ſie, die Welt sei ein Paradies, geschaffen für ein paar Marys. Sie wußte nicht, daß in diesem Augenblick die Tore der Kohlengrube von Marh II" sich öffneten, um denen Eintritt zu gewähren, die ihr das Leben zum Paradies machten. Und die wieder einmal einen Streit verloren hatten. Sie gingen mit gesenkten Köpfen. Doch in ihren Augen lag bereits das Ende von Marys Paradies. Die Nacht des Grauens In einem auftralischen Gefangenenlager Von Heinrich Hemmer Die Uhr war zwölf, das Kamp in Dunkel die Speisen ans Meeresufer gestellt. Wenn die Menschen, Deutsche, Honoratioren verschwunden sind, stürzen sich die getaucht. Fünftausend diesen einen Tag Desterreicher, Ungarn, Kroaten, Bulgaren, eine Bettler darauf. Sie essen bunt zusammengewürfelte, aus allen Eden und des Jahres— von den Schüsseln der Reichen. Wir waren noch junge Leute Enden der Südsee hergeholte Menge lag drauBen in endlosen Reihen, zuſammengepfercht, schlafend, sterbend, stöhnend. ich und Doch davon ahnte Marh natürlich nichts. Wie hätte sie auch in jemandem, der so wunderbar gepflegte Hände haite, einen Lump vermutet? Mariano aber dachte: das wär' die Richtige. Da könnte man sich endlich einmal sanieren. Und er begann, der Prinzessin in Dollars", auf Tod und Leben den Hof zu machen. Die Setremein Freund und dachten, es sei ein großer Spaß, ein paar chinesische Papiergötter zu rauäre, nüchterne Amerikaner, sahen es mit Mißtrauen. Ihren besonnenen nationalistischen GeEinzig bei uns sieben im Atelier waren ben und sie einem jungen Mädchen zu verehren. Mühlen hätte es entsprochen, wenn die unge- noch Lebensgeister wach. Pipal, unser Diener, Wir padten einen Drachen und einen Fisch und ählten Millionen Marys dem amerikanischen machte einen lezten Versuch, die Stimmung zu rannten damit den Hügel hinauf. Sabang ist Staat erhalten geblieben und mit ebensovielen heben, in dieser grauenvollen, der schrecklichsten terrassenförmig aufgebaut, in Bidzadstraßen. Dollars zu einem riesigen Kapitalfundament und vielleicht für unser Schicksal entscheidenden berschmolzen wären. Bei diesem Gedanken lachte Nacht. hr amerikanisches Herz. Der Prinz war ein Er schlug vor, das Gruseln durch Gruseln Windhund. Wie es um seine Finanzen stand, zu überwinden. Das wird oft in kritischen Hatte man rasch in Erfahrung gebracht. Doch Momenten versucht und erreicht. Derjenige von fonderbar: zum erstenmal war mit dem„ reich uns sollte einen Preis erhalten, sagte er, der das ften Mädchen der Welt" nichts anzufangen. Zum haarsträubendste Erlebnis zu erzählen wisse. erstenmal folgte es nicht den Ermahnungen Der, dem es gelang, die Gegenwart durch noch feiner Ratgeber. Sondern beharrte auf dem schrecklichere Reminiszenzen zu verscheuchen. eigenen trogigen Kopf. Die gelbe Schlange Kommt der Vater und führt uns zum Fen ster. Wir sind von wild gestikulierenden ChineAls wir aus der obersten Biegung ins Freie tamen und dem alleinstehenden Sabang- Hotel zustrebten, bemerkten wir plößlich, daß man uns folgte. Der ganze Zug der Chinesen war hinter uns her. So schnell wir rannten, schob sich der Bug hinterher eine gelbe Schlange folgte uns. Die Chineſen, in ihren religiösen Gefühlen be= leidigt, sind Dämonen. Wir getrauten uns die Heiligtümer nicht auf den Boden zu werfen. Die Lethargie war gebrochen, der Geist be- Noch weniger, sie zurückzugeben. Wir rannten mit dem Drachen und dem Fisch vor der gelben Es hatte schon immer viel Betrieb um schäftigt. Wir ſannen ein jeder nach. Was hat- Schlange her. Erreichten das Hotel. VerriegelMary gegeben. Sozusagen von ihrer Geburt ten wir erlebt, daß es in diesem Abenteureran. Eigentlich schon vorher. Doch jetzt steigerte lamp von Goldwäschern, Seefahrern, Gummi- ten die Türen. Schenkten die Götter der Tochter des Hauses und aimeten auf. sich dieser„ Betrieb" zu einfach grotesten Aus- gräbern, Paradiesvogeljägern, Tropenpflanzern, maßen. Der Byzantinismus, mit dem man Landstreichern, Strolchen und ehrlichen Leuten ihren Milliarden huldigte, zeigte den ganzen mit gleich abenteuerlichen Lebensläufien, daß es troſtloſen Charaktermangel einer Welt, in der in einem solchen Milieu Eindruck machen könne. ſen umzingelt. Die gelbe Schlange hat sich um das Hotel gewunden und droht uns zu erdrücken. Geist und Herz nichts gelten, sondern nur ScheckDas Tor fracht. Wir sind verloren. Der Kopf bücher und Besitz. Und als endlich das großze, der Schlange lugt in die Vorhalle. Scheiben flirwenn auch in den lezten Tagen vorausgesehene Die erste Geschichie erzählte ein Kaufren. Die gelbe Schlange wälzt sich vorwärts. Ereignis eintraf als die dreiundzwanzig- mann aus Sabang, den die Engländer vom Wir sind wehrlos gegen die gelbe Bestie, die wir jährige Mary Gould sich mit dem um fünfzehn Dampfer heruntergeholt und in das Konzen gereizt haben. Sie wird uns die Knochen im Jahre älteren Balkanprinzen Mariano ver- trationslager von Holdsworthy gesteckt hatten. Leibe zerdrüden. Wird uns allesamt zu Brei lobte- da nahm der„ Betrieb um Mary" ein-„ Jedes Jahr im Auguſt“, sagte er,„ feiern die zermalmen. Wer traut sich ihr entgegenzufach kein Ende. Ihr Empfangstag war das Chinesen ihr Totenfest. Sie kommen gegen Abendstellen? Glanzvollste, was sich im„ Hotel der Milliar- in großer Prozession die Straße von Ea- Ein dreijähriges Mädchen hatte den Dradäre" bisher ereignet hatte. Kaiser, Könige und bang herunter zum Meere zu. Gelbe, fahlge- chen und den Fisch aufgenommen und trägt jubiFürsten, soweit es sie noch gab und soweit die schorene Priester wandeln unter dem Baldachin, lierend die Heiligtümer zu den anderen Interessen ihrer Länder mit den Bergwerfen, flantiert von Assistenten mit Kultgeräten und„ Spielzeugen", wie es denkt, die die Chinesen in Urwäldern und Farmen Marys verbunden gefolgt vom niederen Klerus und Laienvolk in Händen halten. Dabei lacht es findlich und unwaren, gratulierten. Ein Stockwerk genügte großer Zahl mit Opfern und Papiernachbildun- schuldsvoll. Das hat uns gerettet. Die Chinesen nicht, um die Geschenke zu fassen. In Venedig gen: Pferde, Schafe, Schweine, Fische, alles auf entrissen dem Mädchen die Götter, und die gelbe machte die Hauptpost Ueberstunden, weil es sonst Stielen, alles aus Papier. Zwischen den einzel- Schlange wälzte sich den Hügel hinab. laum gelungen wäre, die Fülle der Telegramme nen Gruppen werden Schüsseln getragen mit rechtzeitig zum Lido zu befördern. Zu dem fertig bereiteten Speisen: Aga- Aga, Fischgeersten Souper aber, das sie nach öffentlicher richte, chinesische Bäckereien, Drachen und Vögel Ihr erinnert euch an den Untergang der Berlobungsbekanntgabe für den engsten Freun- darstellend. Den Schluß bilden die Armen und„ Seine", zwischen Java und Singapore, sagte deskreis aus dem Palace- Hotel veranstaltete, Aermiten: die Bettler. Die Papierfiguren wer- ein österreichischer Diplomai, der von Siam hertrug das reichste Mädchen der Welt ihren ge- den mit Raketenbeleuchtung ins Meer geworfen, über geschleppt worden war. Ich war damals in Ein Meer von Blut Singapore und habe einen der Passagiere getroffen, den man gerettet und dorthin zurückge» bracht hatte. Er war schneeweiß geworden und rauchte Opium. Er saß in-er Gesellschaft liederlicher Frauenzimmer und lachte. Er kann nichts mehr in der Welt ernst nehmen. Er hat drs Fürchterlichste erlebt. Wir schwammen, sagte er, nach dem Schiffbruch zu Hunderten umher, weiße, gelbe, braune Merkchen, und die Haie schwammen zu Hunderten u.n uns herum. Wir waren ihre Beute, wenn immer es die Haie nach uns gelüstete- Sie wanden sich um uns herum, angezogen durch den süßlichen Geruch des Menschenblutes. Sie drehten sich schnappten, als seien wir ihr natürliches Futter. Alle Augenblicke war ein Arm abgerissen, ein Bein aus dem Gelenk gezerrt, rin Rumpf geöffnet. Das Meer rötete sich. Wir schwammen in einem Meer voll Blut. Ich schwamm mit meiner jungen Frau, sagte der Opiumraucher. Wir hielten einander bei der Hand. Meine Frau betete leise. Dann sah sie mich rührend und unbeschreiblich an. Sie lächelte fast. Plötzlich traten ihre Augen aus den Höhlen, ihr Mund verzerrte sich wild. Ihre Hand lieh los. Ihr Körper wurde in die Tiefe gezogen, ihr Kopf verschwand. Das Meer färbte sich röter mit ihrem Blut. Hunderttausend Rachen Es sprachen noch ein Maler und ein Matrose. Der Maler beschrieb eigentlich nur ein Bild. Eine Sandbank mitten im Amazonas. Eine weite, sonnige, braune Fläche. Baumlos, graslos, regungslos. Aber wenn man genauer hinsah, waren es nicht gerippte Sandkörner, die dort lagen, sondern gepanzerte Rücken. Tausende und aber Tausende von gepanzerten Leibern lagen auf der Ebene dicht nebeneinander in der Sonn«. Sie liefen in«inen scheußlichen flachen Kopf aus, von dem Raubiierzähne wie Dolche in die Höhe ragten. Hunderttausend Rachen erwarten den Menschen, der dort landet. ES sind zusammengeklappte Krokodilrachen, die sich öffnen wie die Hölle und die so plötzlich und sicher zugreifen, daß es keine Rettung gibt. Ich hörte: man hat einmal einen blonden Mädchenzopf gefunden im Magen so eines Krokodils. Der Totentanz und das Ende Hein, ein Leichtmatrose, war in einem ägyptischen Hafen auSgerückt, und alS man ihn verfolgte, ein Stück in die Wüste gewandert. Wie ich so durch die Rächt wanderte(er erzählte mit fiebernder Stimme), erhob sich ein Wüstenwind. Mein Fuß bleibt in einer Art Korbgcflecht stecken... etwas Hartes, Rundes schlägt mir an den Kopf... wie ich danach greife, fassen meine Finger in zwei Höhlen.-. ich stolpere, falle. Eine dunfle Säule kommt von der Ferne auf mich zugcwandert... die Sterne verlöschen... um mich braust es. Ich liege in einem Schacht, der sich um mich dreht: im Zentrum einer Windhose. Für einen Moment blinkt oben ein Stern herein und ich sehe das Grauenhafteste. Mein rechter Fuß steckt in den» Brustkorb eines Skeletts, meine Finger in zwei Augenhöhlen. Die Säule, die den Sand aufwirbelte, entblößte andere Skelette... ein Massengrab... ein Lager von Gefangenen vielleicht, das ausgestorben war, wie wir auS» sterben werden... durch die Kraft des Windes bewegen sich diese Skelette... sie erheben sich und führen einen Totentanz auf, sie steigen auf, sie fallen herab, sie führen einen schauerlichen Reigen um mich auf... da wird es wieder finster und ich höre nur das Geklapper der Gebeine... War das eine Fieberphantasie oder Wirklichkeit? Wir gaben Hein den Preis: er konnte ihn brauchen. Wußten Sie das schon? Eine der wildeste« Gegenden Europa« ist die Insel Ouessant,«in kahler Felsblock, der nur an einigen Stellen zugänglich ist. Unzählige Schiffbrüche haben sich hier ereignet. Ja Frankreich sind von 100 Ehepaaren 70 kinderlos. Erst im 13. Jahrhundert kamen gepflasterte Straßen auf, und Paris ging hierin mit gutem Beispiel voran. Dir Hausgans kann ein Alter von 60 bis 70 Jahren erreichen. Ja Arabien darf nur der Mann den Kaffee kochen. Die erste Taffe wird ins Feuer gegoffe» als Trinkopfer an den Scheik-es-Sjarill, den Schuhgeist der Kaffeetrinker. Stets dürfen dem Gast nur halbgefüllte Taffen angeboten werden. Ihm eine volle Taffe zu reichen, loäre eine tödliche Beleidigung.— Nach dem Bekanntwerden des Kaffees wußten zwei persische Aerzte den Emir davon zu überzeugen, daß Kaffee ein berauschendes Gettänk sei, also unter die Dinge falle, die Mohammed verboten habe. Es wurde infolgedessen ein Verbot des KaffeettinkenS erlassen und jedermann verfolgt, der diesem Genuß frönte. Große Unruhen Warrn die Folge. Die Ordnung wurde erst wieder hergestellt, als das Verbot aufgehoben und die beiden Aerzte gehängt wurden. ES steht schwarz an», meine Dame! Läßt sich nicht bestreite«! Da» hier wird ab« helfe«! 2In einen jungen □Hann Von Audrt Mauroi«. Du beginnst dein Leben in einer schweren Zeit. Es gibt in der Geschichte der Menschheit steigende Fluten, die selbst schwache Schloimmer zum Erfolg emporttage». Deine Freunde und du, ihr müßtet gegen den Strom schwimmen. Das ist schloer. Dennoch sind die Eigenschaften, die euch erforderlich sind, dieselben, die eure Väter gerettet haben. Die Gesetze des Wettalls haben sich nicht geändert: die Methoden, di« gestatten,«s zu beherrschen, bleiben unveränderlich; während der ersten Schwinnntempi glaubst du zu ersticken, du wirft die Hoffnung aufgeben, je das Ufer des Erfolges zu erreichen. Beruhige dich! Wir haben das alles durchgemacht; man gewöhnt sich daran, aber man muß Schwimmen lernen. Das erste Geheimnis des Erfolges ist Selbstver- trauen. Man vollendet nichts, Ivenn man nicht an die Möglichkeit des Vollendens glaubt. Dem jungen Schriftsteller erscheint sein erstes Buch endlos; er glaubt, es niemals feriigschreiben zu können. Beim zehnten weiß man, daß es möglich ist, und man geht mit ftischem Mut an die Ar- heit. Was für das Bücherschreiben gilt, trifft auch bei allen anderen Unternehmungen zu. Man wird mit allem oder mit fast allem fertig, man braucht dazu nur Geduld,«inen zähen Milten, den festen Vorsatz, immer wieder zu versuchen. bis der Erfolg sich einstellt. Beeile dich nicht! Das Vermögen und die Berühmtheit, die in einem Augenblick entstehen, vergehen auch in einem Augenblick. Ich wünsche dir Hindernisse, Feinde. Der Kampf wird dich fest und widerstandsfähig machen. Mit vierzig oder fünfzig Jahren wirst du däS kräftige, verwitterte Aussehen erlangen, das Felsen, die lange vom Sturm umsaust worden sind, angenommen haben. Die feindliche Welt wird dich geformt haben- Du wirst ein Charakter sein, aber ( auch Charakter haben, und die Meinung den Welt über dich wird dich nur lächeln machen. Wenn man jung ist, erscheint einem alles tragisch. Die ersten Hinderniffe kommen einem wist persönlich« Beleidigung vor, die menschliche BoSst beit empört einen. Sage dir, daß man sich aN alles gewöhnt, daß die Zett, in der du gcradst lebst, die schwerste ist, daß die Boßhett allmählich müde wird, den unangreifbaren Menschen anzugreifen, und daß das Glück für jene, die feinest würdig sind, mit den Jahren zunimmt. Moralisten sagen zuweilen das GegenteA, aber dann haben sie eben nicht wirAich gelebt. Suche weder das Leben noch die Menschen zu überlisten. Glaube mir, am Schluß wird jeder nach seinen Verdiensten belohnt; die durch Nachsicht oder durch Ueberlistung gewonnenen Erfolge nützen nichts. Mache deinen Weg auf rechtliche Art. Du wirst vor denen anS Ziel gelangen, die es anders machen. Es ist dein« Pflicht, ein anständiger Mensch zu sein, aber«S ist auch das beste Geschäft. Ich versichere dir, es gibt noch schöne Karrieren, die man mit der Ehrlichkeit macht. Sei tteu und beständig. Ich weiß wohl, daß man versucht ist, wenn etwas nicht nach Wunsch geht, das Ganze aufzugeben. Das Leben mit einer andern Frau neu zu beginnen, einen andern Beruf zu ergreifen, unter andern Himmelsstrichen leben zu wollen. Laß dich nicht ver» leiten, diesen scheinbar leichteren Weg zu gehen. In gewissen außerordentlichen Fällen mag ein« solche völlige Umstellung deines Lebens notwendig sein, aber für die Mehrzahl der Menschen ist es besser, dort auszuharren, wohin sie das Leben gestellt hat. Es ist ein großes Schicksal, inmitten jener zu altern und zu sterben, mit denen. man gestrebt und gekämpft hat. (Uebersetzt vonAnnaDrawe) Die filberne Zigarettendoje Von Lawrence Du Garde. Nach Reggies Meinung war der ganze Tat- soil, muß ich bitten, daß du dich von allen ort einfach mit Beweisstücken übersät. Sie grundlosen Verdächtigungen zurückhältst." waren überall; man fonnte einfach nicht gehen,„ Schön, also jemand hat die Asche auf die ohne über sie zu stolpern. Eine Tatsache, die Erde gestreut." allein den Fall der filbernen Zigarettendose so bemerkenswert machte. Ich weiß nicht mehr, wie es fam, daß Reggie fein Beekend bei mir verlebte ich nehme an, paß er sich wie stets selbst eingeladen hatte bestehen bleibt aber, daß ich meine Zigarettenbose zum ersten Male am Sonntagvormittag bermißte. Reggie war am Abed vorher ange= kommen. Wie ich damit scharfsinnig ausgeführt habe- man fonnte nicht umhin, schwerwiegen ben Verdacht gegen ihn zu faſſen. Der Fall sah Düfter aus. Reggie klärte die Situation sofort. ..Fabelhaft," sagte er ,,, die Sache paßt mir." ,, Wie meinst du das?" Mein guter Junge," meinte er voll nach htiger Milde. Augenscheinlich hast du in lezter Beit nichts gelesen, bist nicht im Theater gewesen; denn sonst müßtest du wissen, daß in Solchen Fällen der Berdacht zuerst immer auf ben gutaussehenden jungen Mann fällt, der bann aber zum Schluß die ganze dunkle Ge Schichte aufflärt." Er stellte sich vor einen Spiegel und fingerte mit einem wohlgefälligen Lächeln an seiner Rraivatte herum. ..Du siehst ganz und gar nicht gut aus," glaubte ich bemerken zu müssen. Dir gesagt, dir gesagt," musterte mich Meggie verächtlich. Ich bin ein Adonis gegen dich, womit diese Angelegenheit als erledigt betrach= tet werden kann. Die nächste wäre, daß wir nach Spuren und Beweisstüden suchen." Wie wäre es, wenn wir lieber die Zigarettendose suchen würden?" Reggie machte ein ins bigniertes Geficht. ., Sei nicht komisch. Da ist zuerst ein Haufen anderer Dinge zu tun. Alle Spuren und Beweisstüde müssen forgfältig zuſammengeftellt und zu logischen Schlüssen gereiht wer ben. Wenn ich fertiggereiht habe, werde ich die Dose mit einer dramatischen Geste ans TagesLicht befördern. Nach ihr suchen. pah! bavon fann natürlich gar keine Rede sein." ..Es tut mir wahnsinnig leid, solch einen unsinnigen Vorschlag gemacht zu haben. " ..Also nun," meinte Reggie geschäftsmäßig. Wann hast du sie zuletzt gehabt?" Gerade das, was ich gesagt habe," meinte Reggie und ging zum Fenster...Zugeriegelt. Offenbar hat der Täter einen Komplicen ge= babt." Er riß die Fensterflügel auf und lebate sich hinaus.„ Na, und was ist das?" fuhr er triumphierend fort und zeigte auf das Blumenbeet. Es war mit Fußtapfen übersät. ,, Der Georg hat gestern die Rosen angebunden," meinte ich, aber Reggie hörte gar nicht zu. Ma er sich wieder in das Zimmer bereinbequemure, stieß er auf ein Stückchen trodenen Lehm, das auf der Matte vor dem Siamin lag. ,, Und was hast du jetzt zu sagen?" rief er. ,, Na, weil wir gerade davon sprechen," sagte ich, meine Frau meinte zufällig vorhin, ich könnte dich doch einmal daran erinnern, daß wir eine Fußmatte vor der Tür haben. Du hättest die Angewohnheit, sie zu übersehen, nicht meiner Frau natürlich was ihr übermäßig angenehm ist." Reggie war empört. Du machst mir die äußerst schwierigen Untersuchungen nicht leichter mit deinen dauernden Ausfällen," fauchte er Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bei Teplitz- Schönau. Schachaufgabe Nr. 202. Von W. H. Ortschürikoff, Moskau. ( Schachmitteilungsblatt.) Schwarz: Kd4, De2, Tf4, Spb4, Bg5( 5). & defgh 1 ,, Gestern abend. Als ich mit dir in der a b c d e f g h Bibliothek saß." setzte ich spit hinzu. Bb3, d2( 10). Matt in 2 Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach und machte sich an die intensive Untersuchung des Kamins. Zu den bereits vorhandenen Spuren, Beweismitteln und Schlüssen fand Reggie noch elf mysteriöse Fingerabdrüde- alle verschie den einen Knopf, drei Haare- zivei blonde und ein schwarzes, eine verdächtige Beule in der Kohlenschippe und eine Photographie von Tante Martha. ..Der Ring der Beweise ist jetzt fest ge= schlossen," meinte er, als er fertig war... Jeben Augenblick kann ich die Dose haven. Alles, was noch zu tun bleibt, ist, daß du dich vollkommen rubig verhältſt, während ich im Klub sessel eine Pfeife rauche und meinen Schluß siebe." Damit warf er sich in den auftreischenden Fauteuil. llebrigens hat er mit der bewußten dramatischen Geſte recht gehabt. Ganz in Ges danken glitt seine rechte Hand in die Rocktasche und brachte die silberne Zigarettendose aus Tageslicht. Vollkommen aufgelöst musterte er sie einige Augenblicke. ..Das zerstört mir die beste Detettivarbeit, die je geleistet worden wäre," murmelte er dann traurig. ,, Da3 tut mir schredlich leid, Reggie," meinte ich. ,, Ich habe getan, was ich konnte, um ich habe dir zu helfen. Um ehrlich zu sein natürlich gesehen, wie du sie gestern abends in Gedanken eingesteckt hast." Partie Nr. 62. Gespielt im Kreiseinzelturnier 1933 am 23. April 1933. Grünfeldverteidigung. Weiß: Gang 1. Marienbad. Schwarz: Körbl, Altrohlau. 1. d2- d4 d7-15 Sg8n- 16 2. Sg1-13 3. c2- c4 g7-86 4. Sb1- c8 L18-87 5. cxd5 S16xd5 6. e2- e4 Sd5xc3 7. b2xc3 من Dies beweist die Unkenntnis der Grünfeldvertel. digung. Die ganze Verteidigung in dieser Variante gipfelt in dem Vorstoß c7- c5, der anstatt der 0-0 geschehen sollte. Der Vorstoß c5 besitzt verschiedene Vorteile. Angriff auf das gegnerische Zentrum und für das Endspiel Mehrheit am Damenflügel. 8. Dd1- b3 9. a2- a4 c7- c6 Vorbereitung zu dem Zuge Lct, welcher jetzt wegen b7- b5 nicht gut folgen kann. 9. 10. Lc1- a3 11. L- c4 Dd8- c7 Tf8- e8 e7- e6 Eine weitere Verschlechterung der schwarzen Stellung ist durch diesen Zug erreicht. Le8 wird in seiner Entwicklung gehemmt und hiedurch die ganze Stellung beeinträchtigt. 12.0-0 13. a- a5 a7- a6 Zur Begründung dieses Opfers folgendes; Schwarz droht b7- b5! Dies soll aber unter allem Umständen hintangehalten werden. Nimmt der ungefähren Folge: 13. DXa5, 14. Ld6, Dd8, 15. Lbs. Tb8, 16. LXa6! Eine Analyse zeigt zugleich die Schwäche auf a6 auf. 13. Sb8- d7 Ich habe niemals das ungeheure Gnaden Weiß: Ke8. Dh7. Ta5, h4, Lg7. g8. Spa4. e5. Schwarz den Bauer a5, so Abzug des Läufers mit gefchent gehabt, einen genialen Detektiv bei der Arbeit zu beobachten, aber wenn man den Kriminalromanen glauben kann, so hat Reggie feine eigentliche Bestimmung schon in frühester Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Jugend verfehlt. Mit fühnem, entschlossenem Blid begann er auf allen Vieren im Raume herumzukriechen. Plöblich stoppte er. ..Aha!" rief er aus. ..Hast du sie gefunden?" Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 199: Dgl- e3! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Wenzel Adolf, Arnsdorf bei Haida: Hieke Josef, Fritsch Anton, Hauptmann Franz. sämtliche Markersdorf; Böhm Heinrich, Jons,, Noch nicht, aber ich habe ein außerordent lich wichtiges Beweisstüd entdeckt, eine uns glaublich wichtige Spur. Jemand hat in dieſem bach; Beutel Wilhelm, Arnsdorf bei Tetschen; Stuhl geſeſſen und Zigaretten geraucht!“ Hyna Josef und Franz, Hostomitz: Mildorf Adolf „ Ja, du; gestern abend. Und warum Du Immer die Asche auf die Erde streust, anstatt zinen Aschenbecher zu benügen, werde ich niemale begreifen." und Pachmann Reinhold. Tischau: Triltsch Gustav. Wisterschan; Bittner Richard. Fuchs Hans, Neubert Anton, sämtliche Kleinaugest: Walter Ludwig. Robek Franz, Schmied Ferdinand, sämtliche Kwitkau; Dinnebier Emil, Tetschen; Kraus Mit beleidigtem Gesicht stand Reggie auf: Wenn ich wirklich diesen Fall übernehmen Gerhard. Turn. 14. Sf3- g5 Nach der Position die Kombination. Folgende schöne Kombination droht bereits: 15. LXe6 fxe 16. Se6 D- beliebig. 17. Sg5 Kh8. 18. Sf7 Kg8. 19. Sh6 Kh8. 20. Dg8 Tg8. 21. Sf7 matt. Eine elegante Wendung. Mit dem Sprinkommt vom Regen in die Traufe. gerabzug entgeht Schwarz diesem Schicksal, 14..... 15. e4- e5 16. Sg5- e4 Verliert eine Sd7-16 Sf6- d5 Lg7-18? Figur. Am besten war wohl 16. DXa5. Die kommenden Verwicklungen mußten eben in Kauf genommen werden. In einer schlechten Lage gilt als bestes Verfahren, unerschrocken vorzugehen. Geht es schief, dann ist es eben so auch verloren. Ist aber immer noch einem langsamen aber sicheren Tode vorzuziehen. 17. Lc4xd5 18. La3- d6 L18-87 Dc7- d8 19. Ld5- c4 aufgegeben. ( Anmerkungen von R. G. M.)