gtr, 4i iltiterflalftmoMOeilaoe 1034 WaGtmetfter Koval Die große Uhr an-er Bahnüberführung, die aus dem zerstiebenden Dämmer des ersten Tages herauszutreten begann, zeigte die vierte Stunde.-- -Der Alexanderplatz lag menschenleer. Nur hie und da strich wie ein eiliger Schatten eins der armseligen Freudenmädchen vorbei. Aus einer Destille mit Rachtkonzession in einer der Nebengassen, in denen die Häuser, entblättert, grau und menschenüberfüllt, wie verdorbene Greise die quälende Enge noch zusammenzurücken schienen, klang verworrener Lärm. Wachtmeister Fritz Kobaltz ging mit hartem, ruhigem Schritt über das Pflaster, die Hand lässig spielend am Gummiknüppel, die Augen auf den massiven Bau des Polizeipräsidiums gerichtet, dessen düster-schmutziges Rot jetzt aus der fliehenden Nacht wie ein überlebensgroßes Gespenst aufzutauchen fchien- Ein langer, seltsam dünner Pfiff flog plötzlich über den Platz. Er schien wie ein Faden in der feuchten Luft zu hängen. Wachtuieister Kobaltz sah sich überrascht um, die Gestalt duckte sich, in sein Gesicht kam ein lauernder AuSdnick. In rasendem Tempo fegte ein Radfahrer vorbei, ohne Licht, etwas Weißes, Zerknülltes in der Hand. Ein Häufchen Zettel flatterte vor die Füße des Wachtmeisters. Der Radfahrer war schon untergetaucht, verschluckt vom Nebel zwischen Tag und Nacht.,. Jetzt mochte er am Rathaus sein. Wachtmeister Kobaltz würde, wenn er zur Waffe gegriffen hätte, ins Nichts gefeuert haben. Er bückte sich. Griff die Zettel, die, primitiv vervielfältigt, noch nach dem Teer der Walze rochen, und las: „Schupos! Kameraden! Brüder! Helft mit, das Ende der braunen Schreckensherrschaft beschleunigen! Verbreitet die Wahrheit! Schießt nicht auf Eure Klassengenossen I Wehrt Euch gegen den Drill der fascistischen Reaktion. Der Sieg des Bolles naht! Schupo, willst Du mit den Mördern enden oder für die Freiheit kämpfen? Kamerad, enffcheide Dich! Es lebe der Sozialismus!" Wachtmeister Kobaltz steckte die Zettel hastig in seine Rocktasche. In seinem hartgemeißelten Gesicht zuckte keine Miene. Der gesammelte Blick der grauen Augen ruhte auf dem schmutzigen Rot des Polizeipräsidiums. Tot, verlassen, stumm lag jetzt der Alexanderplatz. Das Aufllappern der Stiefel des Polizeibeamten, das in rythmischem Hämmern über den Platz schallte, war seine einzige Melodie.... „Es ist eine Schande und ein Skandal, Herr Kommiffär", schrie Dr. Lützel und warf ein Aktenstück auf den Tisch, daß es knallte,„wenn der Herr Ministerpräsident das erfährt, gehe ich hops! Marxistische Zersetzungspropaganda in seiner Schutzpolizei! Untermenschen im preußischen Sine Erzählung von Pierre Waffenrock—l Wissen Sie, was das heißt? Was sagt denn Levetzow dazu?!" Der Kommissar kniff die Augen zusammen, während die Hand nervös auf der Tischplatte spielte, dann zuckte er, wie in plötzlich nachlassender Spannung resigniert die Achseln. „Der Alte macht Staub, pfeift uns an und hält im übrigen Winterschlaf im Sommer. Die untere und mittlere Beamtenschaft aber, enttäuscht wegen der erwarteten, aber nicht«inge- tretenen Karriere, grinst und witzelt insgeheim. Die sind es natürlich nicht. Die Brut sitzt unter den ganz Loyalen..." „Wozu sind Sie denn Gestapo-Kommissar", brüllte Lützel und spuckte wütend aus,„wenn so etwas passieren kann! Sie kennen nicht einmal Ihre eigenen Leute und da glauben Sie, die Staatsfeinde ausrotten zu können?!" „Herr Doktor", begann der Kommissar mit fast röchelnder Stimme,„wenn nicht aus lauter Ehrgeiz einer gegen den anderen arbeiten würde—" „Lassen Sie das", sagte Dr. Lützel trocken, mit einem spöttischen Unterton in der Stimme, „wollen Sie sich das Konzentrationslager an den Hals schwätzen? Machen Sie die Kerle abschußreif, brennen Sie aus, holen Sie Nacht um Nacht alles aus den Betten, was nicht stubenrein ist. Sie können machen, was Sie wollen, gedeckt wird alles. Aber sorgen Sie gefälligst dafür, daß ich bis zum nächsten Bericht die Sauerei los bin! Löffeln Sie bitte Ihre Suppe allein aus—. Und wie ist es denn mit der Fruchtstratze? Riechen Sie mal ruhig da wieder rein! Drei Wochen Freiheit sind zuviel. Das bekommt dem Ungeziefer nicht In der kleinen, engen Wohnung in der Fruchtstratze, Hinterhaus, zweiter Flügel, dritter Stock, brennt ein trübes, abgekämpftes Licht. Auf dem alten, unsäglich verstimmten Klavier aus der Konkursmaffe eines Ramschhändlers spielt Franz unablässig Walzer von Strauß. Es klingt blechern und einfältig, wie der Schwanengesang eines sterbenden Grammophons... Er spielt, um das leise Knacken und Surren des Vervielfältigungsapparates zu übertönen. Wie treu, wie rastlos das kleine Getriebe arbeitet! Paul, der den Apparat mit fiebernder Hand bedient, umllammert die Maschine mit zärtlichem Blick. Unter unsäglichen Mühen wurde sie gerettet—. Auf einem Speicher schlummerte sie, von Müll und Lumpen bedeckt... Bis Paul zurückkam aus Oranienburg. Jetzt sind sie drei Genoffen, ein winziger, kaum sichtbarer Punkt in der Maffe der zwangsweise fascisierten Millionen, ein Nichts gegen den erbarmungslosen Terror« und Vernichtungsapparat der Gestapo. Und doch... es ist das vierte Flugblatt, das sie heute herausbringen. Spezialpropaganda, Aufllärung der SchupoS..,„Zer- setzungSarbeit, Hoch- und Landesverrat" nennen das die regierenden Hoch« und Volksverräter, i Und er wird, wenn versehentlich kein Erschießen„auf der Flucht" erfolgt, mit Zuchthaus nicht unter fünf Jahren bestraft. Draußen steht der dritte im Bunde, Karl, auf„Schmiere". Im Gewirr des vielästigen Hofes versteckt, hinter einer alten Regentonne. Bon hier aus kann er den schmalen Aufgang gut Überblicken und so die einzig mögliche Anmarschstratze des Feindes beschatten... Franz spielt noch immer, schmachtend und mit Gefühl, Wiener Strauß-Wälzer. Die Kleinrentnerin Ida Pentze, die bei den RaziS ist und die Leute im dritten Stock nicht auSstehen kann, läßt trotzdem ihren„Angriff" im Stich und horcht beseligt hinauf. „So'neBegabung", sagt sie mit leisem Seufzen,„und doch ein Untermensch—", Sie murmelt es kopfschüttelnd. Und in diesem Kopffchüt« teln liegt die ganze Tragikomödie des deutschen Kleinbürgertum-..- Es ist kurz vor zehn Uhr am Abend. Ein unfreundliches, regnerisch-windiges Wette« klatscht an die halbblinden, fleinen Fensterscheiben. Franz spielt unermüdlich. Paul hat bereit- 60 Stück des neuen illegalen Flugzetielr fertig. Schweiß klebt ihm an der scharfgekanteten, zergrübelten Stirn. Plötzlich zwei kurze, harte Pfiffe. Eine Stimme zischt, unterdrückt, aber doch deutlich hörbar,„verdammt!" Dann poltern schwere Stiefel eilig die Treppe herauf. Sekunden später donnert es gegen die Tür:„Aufmachen! Polizei!" Franz geht öffnen. Herein Mrzen zwei Kriminalbeamte in Zivil, zwei Schupos.., „Haussuchung", sagt der eine Kriminalbeamte kurz und zeigt einen entsprechenden Wisch vor. „Bitte", meint Franz freundlich.„Was lesen Sie da?" schreit der andere Bulle Paul an. Paul übergibt ihm lächelnd das Buch. Sein Titel lautet:„Deutschlands Weltgeltung im Segelflugsport"... Die Blicke der Kriminalbeamten überfliegen mißtrauisch die aufgeklappten Walzer-Roten, „Strauß", sagt der eine mit Betonung, so, al- ob er ein wichtiges Indiz entdeckt habe,„spielen Sie mal". Sein fetter Ringfinger deutet auf Franz. Franz seht sich ans Klavier und spielt. Mit soviel Schmelz, daß die Kleinrentnerin Ida Pentze wieder entzückt aufhorcht. „Mes durchsuchen", sagt der befehlführende Kriminalbeamte kurz. Der eine Krimi geht mit einem uniformierten Beamten in die Küche, der andere durchstöbert mit dem zweiten Uniformierten das Zimmer, in dem Paul und Franz sich aufhalten. Der Krimi beschnüffelt Klavier und Ofen sowie einen Schrank, der Schupo nimmt dest anderen Teil des Zimmers. Jetzt nähert sich der Uniformierte dem Bett. Paul steht ruhig, aber schweratmend, ganj blaß. Der Schupowachtmeister Ernst Kobaltz schlägt die Bettdecke auf, sieht dann Paul für einen Augenblick tief und durchdringend in die Augen. Jäh schlägt er die Decke wieder zurück. ,, Nichts gefunden" sagt er ruhig und fachlich zu dem Krimi.„ Ich auch nichts", fnurrt der zurück. Auch die zwei, die in der Küche waren, tommen enttäuscht ins Zimmer. ,, Schwein gehabt," knurrt der Expeditionsleiter ,,, aber da stimmt trotzdem etwas nicht Noch ein paar musternde Blicke, dann ziehen * 2die vier ab... Paul und Franz stehen vorn an, regtheit. Natürlich habe der Herr mit dem Mord der Tür, sehen ihnen lange nach... nichts zu tun. Er fragte am Tage nach seiner Ankunft nur argwöhnisch, fast in der Minute des Mordes, ob hier schon einmal jemand gestorben sei. Fast im Augenblid, wo die Frage entrüstet verneint wurde, kam die Nachricht von dem Tode der Frau. Wachtmeister Frizz Kobalt geht wieder seinen nächtlichen Kontrollgang über den men schenleeren Alexanderplatz... Die große Uhr Stunde. Hart und schwer dröhnt der Schritt an der Bahnüberführung nähert sich der vierten des Wachtmeisters über das Pflaster. Lässig spielt seine Hand mit dem Gummifnüppel, die Augen blicken verwandt nach dem schmutzig- roten Massiv des Polizeipräsidiums... Die Tote von Nr. 96 Von K. L. Nordhausen Der fleine, beleibte, spizbärtige Herr, mit| der Brille, der sich mit dem furiosen Namen Brettesser eingetragen und noch für keinen der drei Sanatoriumsärzte entschieden hatte, kam am Morgen des zweiten Tages ins Büro des Direktors. ,, Gestatten Sie mir eine Vertrauens- oder Gewissensfrage, Herr Direktor?" Bitte gern. Bitte, Platz zu nehmen!" Danke! Wieviel Patienten sind hier im Laufe der letzten Jahre gestorben?" Der Direttor blickt schräg den Gast an, der lässig im Besuchersessel lehnte; er machte keinen günstigen Eindruck, fast einen unheimlichen. Der Mann war aber zweifellos harmlos. Reiner," antwortete der Direktor höflich, immerhin leicht gereizt:„ Wir erhalten die Gäste, um sie geheilt zu entlassen!" Nun ia, natürlich. Immerhin ist gegen den Rod fein Kraut gewachsen!" „ Hier können Sie völlig unbesorgt sein, Herr Brettesser!" ,, Das bin ich, nach Ihrer Auskunft!" ,, Darf ich Ihnen als Arzt Obermedizinalrat Dr. Hammel vorschlagen?" Der Chefarzt stand mit verschränkten Armen an der Leiche. Direktor Stolpen blickte schräg zu ihm. „ Herzschlag?" „ Herzschlag!" Der Arzt beugte sich noch einmal über den leblosen Körper. Er tastete, rief nach Licht, maß mit einem Instrument, verlangte plöblich sinnlos erregt, eine Lampe, und nach Ewigkeiten sprach er gepreßt, mit verzerrtem Gesicht, zum Sanatoriumsdirektor: " " Verbrechen! Die Frau ist ermordet!" Was jagen Sie?" ,, Stich ins Hers mit raffiniertem Instrument: die Wunde ist kaum wahrzunehmen. Eine tolle Sache." „ Polizei?" Bolizei fommen. Bitten Sie um schonende Maß" Ja, es wird immer böser. Lassen Sie die nahmen, im Interesse der übrigen Patienten und des Rufes des Sanatoriums." Der Direktor wußte das alles selber und ging mit verkniffenem Gesicht, um alles Nötige, selbst am Telephon, zu veranlassen. Der sinnlose Born auf den kleinen spißbärtigen Herrn, der im Grunde unschuldig an dem Vorfall war, stieg, und erst im letzten Augenblick entschloß sich „ Sechs Jahre." Direktor Stolpen, dem Herrn, der ihm auf der ,, O, nur sechs Jahre? Dann werde ich es Treppe begegnete und der ihn zuerst grüßte, den mir doch überlegen!" Gruß zu erwidern. ,, Sehr freundlich. Danke. Noch eine Frage: Wie lange sind Sie Direktor dieses Unternehmens?" In diesem Augenblick klopfte es von außen an die Tür. Eine Angestellte tam, bleich, rasch; sie legte einen Zettel auf den Schreibtisch des Sanatoriumsdirektors. Der Direktor verfärbte sich, zerknüllte den Bettel und blickte den Besucher mit verkniffenem Geficht an. Eine eilige Maßnahme... Ich hoffe, daß fie überzeugt sind." Der fleine, beleibte, spitzbärtige Herr, dessen Augen so furios beweglich und nicht sehr ehrlich waren, erhob sich. „ Ich werde Ihnen heute Abend Bescheid geben, ob ich bleibe." Der Direktor eilte auf Zimmer 96, Obermedizinalrat Dr. Hammel, der erste Arzt des Sanatoriums, war schon vor ihm ins halb dunkle Zimmer getreten. Eine Schwester stand innen an der Tür. „ Tatsächlich tot?" fragte der Direktor mühsam, erregt vor unerklärlichem Zorn. „ Ja, tot." Der Zorn des Direktors wirkte peinlich, unangebracht, gefünftelt. Es war nicht nur Zorn auf die junge Frau, die am zweiten Tage ihrer Anwesenheit im Sanatorium zu sterben gewagt hatte der erste Todesfall in den sechs Jahren, nein, gleichzeitig Born auf den ärgerlichen Fragesteller, der das Thema mit seinem boreiligen peinlichen Fragen aktuell machte. Die Beamten arbeiteten allein im Zimmer Nr. 96. Es war ein großes Doppelzimmer, das sonst von zwei Personen, meist einem Ehepaar, bewohnt wurde; es hatte eigenes Bad mit allen sanitären Einrichtungen, kleinen Vorraum, Balfon usw. Die Untersuchung aller dieser Räume nahm geraume Zeit in Anspruch. Endlich kam Direktor Stolpen zur Vernehmung. Der Arbeit der Kriminalbeamten hatte er nicht beiwohnen dürfen. Der Direktor wußte nicht viel über die Verstorbene. Sie hatte sich telephonisch im Sana torium angemeldet und war daraufhin vom Sanatoriumsauto am Bahnhof der nächsten Stadt abgeholt worden. Sie war sogleich auf Zimmer Nr. 96 gekommen und hatte das Zimmer noch nicht verlassen. „ Ob sie selbst telephoniert habe," fragte einer der Beamten. Das wußte der Direktor nicht mehr. ,, Ob sie mit jemand zusammengefommen sei?" " Ja, mit einem Herrn, der sich einen Tag vorher schriftlich angemeldet hatte; ebenfalls ein neuer Gast, der uns bisher nicht bekannt war. Durch ihn ist erst der ganze Aerger hervorgerufen." „ Wieso? Was ist mit diesem Herrn?" Der Direktor lächelte hilflos. Es sei nichts. Ein voreiliger Ausspruch in der begreiflichen Er,, Hm," machten die Beamten. ,, Wie heißt der Herr?" fragte einer. ,, Brettesser!" Brettesser?" Der Direktor versicherte eifrig, beflissen, um dem Herrn Brettesser nicht unnötige Verlegenheiten zu bereiten( Gast bleibt Gast!), den Beamten: " Ein schrulliger, aber harmloser Herr; leidet an fixen Ideen, daß in Sanatorien die Leute sterben, während in Wahrheit natürlich jeder, oder wenigstens fast jeder bei uns nahezu 95 Prozent gefunden..." „ Ich möchte den Herrn Brettesser kennen Ternen, forderte der Kriminalinspektor. " Darf ich darum bitten... die Ungelegen= heiten.. " " Es ist nötig, Herr Direktor." dringend zu sprechen gewünscht. Von wem? Von In diesem Augenblick wurde der Direktor Herrn Brettesser, der unbedingt abreisen wolle, dringend zu sprechen gewünscht. Von wem? Von Herr Brettesser stehe draußen, aufgeregt, habe schreckliche Augen ein furchtbarer Mann in diesem Augenblick." Bitte" forderte der Kriminalinspektor. „ Ich lasse Herrn Brettesser bitten," rief der Direttor. Der fleine beleibt, spitzbärtige Herr ers schien. Für den Bruchteil einer Sekunde schien Bimmer saß, dann, nach zögernden Schritten er betroffen, daß der Direktor nicht allein im durchs Bimmer, trat er zum Schreibtisch und schrie: „ Ich ziehe aus; unerhört, eben höre ich: ein Todesfall! Das fehlte mir! Dante! Sie haben die Unwahrheit gesagt! Ich reise sofort. Bitte, ein Auto und die Rechnung... „ Darf ich um Ihre Legitimation bitten," sprach der Kriminalinspektor. ,, Legitimation? Ich? Von mir? Wieso?" Der Direktor ärgerte sich über den Beamten. Was sollte dieser schrullige Gast bei der Aufklärung des Falles nüßen? der Es ist alles schon dagewesen," atvinferte Beamte. ,, Also bitte, Herr Brettesser!" " Wer sind Sie?" Die Beamten legitimierten sich. ,, Ach so. Na schön. Warum denn nicht. Wenn es Ihnen Spaß macht. Bitte." Er griff in die Brusttasche, nahm eine Brieftasche heraus, barg sie sogleich hastig wieder in die Tasche und entnahm aus der Westentasche einen zerknitterten Briefumschlag mit der Adresse:„ Herrn Brettesser." „ Ihre Brieftasche, bitte." ,, Wozu? Bin ich ein Verbrecher. Was fällt Ihnen ein?" Die Beamten nahmen die Tasche mit Anwendung von Gewalt. Der kleine, beleibte Herr wehrte sich. Sie haben erstaunliche Kräfte. Ihnen ist alles zuzutrauen," sprach der Inspektor ironisch. Uebrigens heißen Sie gar nicht Brettesser." „ Meine Sache." " Der Widerstand des sonderbaren Herrn wurde durch vereintes Handeln gebrochen. Die Beamten nahmen ihn mit; im geschlossenen Auto. Nach drei Tagen war er überführt, die Vers wandte zur Erlangung eines ansehnlichen Vermögens ermordet zu haben. — 3— MvfGted vorn Leven Bo» Adrienne Thoma» Adrienne Thomas, die mit„Katrin wird Soldat" einen Welterfolg hatte, veröffentlicht im Verlag Allert de Lange, Amsterdam, einen ckusgezeichneten neuen Roman. Er heißt„Dreiviertel N e u g i e r" und beschreibt ein Frauenschicksal unserer Zeit. Der folgende Abschnitt ist die Schlußszene des Romans. Viel zu früh ist Barbara am Abend auf der Bahn. Ihr Gepäck ist aufgegeben. Bis zur Abfahrt des Zuges hat sie noch über eine halbe Stunde Zeit. Langsam geht sie vor dem Bahnhofsgebäude auf und ab. Der Wind fegt Regen und Schnee wie Schleier über den Platz. Bogenlampen und die Lichter der großen Hotels .spiegeln sich im nassen Asphalt. Hinter einem erleuchteten Fenster sieht man eine alte Dame in einem weiß-seidenen Morgenrock ihrer Maniküre gegenübersitzen. Barbara schaut lange zu diesem Fenster hinauf. Wie sonderbar— man konnte alt werden ■— das ganze Leben hinter sich haben— und mit weißen Haaren seiner Maniküre gegen» tibersitzen als sei nichts geschehen. Das war möglich. Sie sah es ja vor sich. „Neins" sagt sie und geht lächelnd weiter. Das erleuchtete Hotelfenster war vielleicht nur der Ausschnitt aus einem Museum. DaS galt ja alles längst nicht mehr: Maniküre— seidener Morgenrock— und am wenigsten die weißen Haare? Das gab eS nicht mehr. Siefriert. Aber sie kann sich nicht entschließen, schon zu ihrem Zug zu gehen. Ihr gehört nur noch eine knappe halbe Stunde, und sie erscheint ihr wie die letzte zusammengeschmolzene Barschaft eines großen Vermögens. Jede kleine Münze hat unwiederbringlichen Wert, Dreißig Minuten. Völlig ihr Eigentum. Sie kann damit tun, was sie will. Sie wohnt nirgends. Nicht mehr hier und noch nicht dort. Niemand begleitet fie. Und sie wird von niemanden erwartet. Nie zuvor in ihrem Leben ist sie so frei gewesen. Losgelöst von allem. Sie darf alles. Und außer dieser kleinen von Sekunde zu Sekunde sich verringernden Barschast hat sie nichts mehr zu verlieren. Sie könnte zum Beispiel jetzt, zur Zeit des größten Verkehrs, mit festgeschlofsenen Augen langsam über den Bahnhofsplatz gehen. Sie riskierte damit 'nicht das geringste. Sie ist niemand und gehört nirgends hin. Ist nicht mehr hier und noch nicht dort. Das Leben hat sich von ihr abgewandt, und der Tod kümmert sich nicht um sie. Tod? Wie war das? Sie glaubte ihm nicht. Er betrog. Lockte die Müden mit falschen Vorstellungen von der Gnade des Aufhörens: aber man hörte nicht aus. Solange noch ein Atom von einem da»war, lebte es weiter als Sehnsucht und wartete. Man hörte nicht auf— und wenn man sich mit Dynamit. in die Luft sprengen würde. Dynamit? Vielleicht doch Dynamit? Da konnte doch nichts von einem bleiben? Irgendwo an der Wand klebte dann vielleicht noch ein Auge. Nur ein Auge. ES sieht nicht mehr— es weint' nicht mehr— kein Hirn mehr dahinter, das wartet. Nicht mehr warten? Nie mehr warten? Irgend etwas mußte eS doch geben, was einem endlich Ruhe gab— Dicht neben Barbara hält ein Auto. Sie kann nicht sehen, wer aussteigt, aber ihre überwachen Nerven spüren schmerzhaft, daß ein Eingriff in die Freiheit dieser letzten Minuten droht. Und sie hat sich auch nicht geirrt: die Dame, die den Chauffeur bezahlt, ist Cleo. Als Barbara sich heute von ihr verabschieden wollte, hatte sie den.Arm um sie gelegt und den Abschied hinausgeschoben:„Ich bin an Ihrem Zug." Barbara hatte gedankt und ihr die Abfahrtszeit des Nachmittagszuges angegeben. Mit einem Lächeln und einem sonderbaren Nachdruck in der Stimme hatte Cleo geantwortet:„Ich bin in jedem Fall an der Bahn." Nun war sie da. Kam ganz selbstverständlich zu dem Abendzug, als sei sie zu dieser Zeit bestellt worden. Sie muhte aber in großer Eile aufgebrochen sein. Der Mantel war nicht geschloffen und eine Haarsträhne hing ihr unter dem Hut vor. Als das Taxi sich in Bewegung fetzen wollte, öffnete sie noch einmal den Schlag und griff nach einem vergeffenen Blumenstrauß. Und das alles ließ sich mit ihrer pedantischen Ordnungsliebe schwer in Einklang bringen. Barbara könne sich gerade noch hinter einem anderen Auto verbergen. Nur noch zehn Minuten, die ihr gehören. Wer kann denn verlangen, daß man seinen letzten Groschen mit ihm teilt? Es blieb ihr ja nichts mehr— nur noch ihre letzten zehn Minuten. Sie war doch eine Schlafwandlerin und man durfte fie nicht anrufen — wußte Cleo das denn nicht? Nur noch sieben Minuten— Eher verzichtet sie darauf, den Zug noch zu erreichen, als noch einmal von einem Menschen berührt zu werden; denn dieser Mensch gehört zu dem Leben, das sich von ihr abgewandt hatte. Keine Menschen mehr—— keine—— Irgendetwas hetzt sie über den Bahnhofsplatz — jagt hinter ihr her bis zur Kaiserstrabe— ein Lastauto biegt um die Ecke— rasend nähern sich seine feurigen Augen— das Herz setzt aus vor Anspannung— man kann noch mit einem Sprung zur Seit« ausbiegen— aber hinter ihr ist Cleo, und mit Cleo das Leben, das sich schon von Barbara abgewandt hat. Die Feueraugen sind nun dicht vor ihr— ganz nah— aber tiefinnen haben fie ein stilles, mildes Leuchten— soll man sich ihm überlasten? Soll man nicht? Da geht der Wagen über sie hinweg. Der Tod steht schon bei ihr, aber für Sekunden.streift sie noch einmal das Leben. Ueber sich sieht fie Cleos Gesicht, aber es verschwimmt, verwandelt sich in das der Großmutter, die auS- gestreckte Hände in Kreuzesform übereinanderlegt. Eine Elbelandschaft zieht vorüber. Ganz deutlich stehen die sieben Kirchtürme am Horizont und die Achteckgeschoffe der Domtürme. Da letzt der Tod ihr die Hand auf. Sie empfängt ihn ganz wach, sieht die vielen Menschen ringsum groß und erstaunt an... die vielen Gesichter... so viele Gesichter... nur nicht das eine, für das sie gelebt hat, das fie mit hinübernehmen möchte, das Gesicht... schön und häßlich, jung und alt... dieses Gesicht... Es läßt sich nicht mehr rufen. Immer wieder schiebt sich eine Partiturseite des Adagio Cantabile dazwischen, der Schluß, und nun hört sie ja auch wieder, hört die ruhevolle barmherzige Quinte im Baß hört sie, kein Holz mehr, kein Draht, hört sie und verlischt langsam. Schnell, meine Boxhandschuhe! DaS wird eine heiße Geschichte werden. Aber»S geht z« mache«! Durch die beginnenden Rebel tönt das letzta Geschenk des Lebens... eine Autohupe rüst über den BahnhofSplatz,.. AS, eS. Dig Quinte. Wußten Sie das schon? Daß es im Bereiche aller Länder deS Welt« Postvereins insgesamt 1% Millionen Posts beamte gibt, wovon auf Nordamerika 289.000, auf Deutschland 246.000, auf England 228.000, auf Japan 181.000, auf Frankreich 110.000, auf Britisch-Jndien 107.000, auß Rußland 87.000, auf die Tschechoslowakei 42.000, auf Polen 33.000, auf Rumänien 25.000, auf Argentinien 25.000, auf Spanien. Ungarn und Italien je rund 20.000 und auf die Schweiz 16.000 entfallen? Daß es nach den neuesten Statistiken 189 verschiedene TodeSarten gibt? Daß in einem Laboratorium in Kanada eine Menge Spinnen regelrecht als Arbeiter beschäftigt werden, um Fäden zu spinnen, die man für photographische Zwecke benötigt? Daß die Schneebeseitigung in New Kork in einem einzigen Winter 8.5 Millionen Dollar kostet, daß ein einziger Schneefall bei 14 Zentimeter Schneehöhe mit folgendem Tauwetter 150.000 Dollar verschlingt, während ein anderer, nur 8 Zentimeter hoher Fall mit eintretendem Frost 700.000 Dollar Kosten verursacht? Daß der Sohn eines Profeffors in Harvard im Alter von sechs Monaten das ganz« Alphabet kannte, mit zwei Jahren lesen und schreiben konnte und als Elfjähriger die schwierigsten mathematischen Probleme zu lösen vermochte, dennoch aber, wie die meisten sogenannte« Wunderkinder, durchaus kein großer Mann wurde? RESEEN.. 4 Die erste Pilzvergiftung Sehr häufig berichten die Zeitungen im Sommer über Pilzvergiftungen. Da und dort erfranken Menschen nach dem Genuß von Schwämmen", oft werden ganze Familien die man nicht absolut sicher als genießbar er- Nat. Geben Sie das Rauchen auf, Herr fennt, nicht zu sammeln und die Entscheidung Lampe, Sie werden Ihr Leben um zwanzig Fachleuten zu überlassen. Ludwig. Opfer derartiger Vergiftungen, tros aller Auf- Sperling und Kanarienvogel klärungsarbeit interessierter Kreise und trot aller Warnungen von Fachleuten, die jeden ab= mahnen, Pilze zu genießen, die nicht einwandfrei als eßbar erkannt worden sind. Jahre verlängern!" spät, Herr Doftor?" niemals zu spät!" ,, Ist es dazu nicht zu Bur Besserung ist es Hm... dann werde ich in zehn Jahren damit anfangen!" Zahnstocher in der Sommerfrische... Herr Ein Kanarienvogel, der nie die Freiheit ge- Wirt, haben Sie denn keine Zahnstocher?" fannt hatte, führte bei reichlichem Futter in sei- ,, Nee, mein Liaber. Der Spaß is mer zu teier nem Vogelbauer ein sorgenfreies Leben. fummen. Ich hab welche g'habt, da ham se mir die Sommerfrischler immer glei weggeschmissen!" Man kann nicht wissen..." Mutti, heute habe ich in Naturkunde die beste Antwort der ganzen Klasse gegeben!" ,, Das freut mich aber, mein Junge! Was hast du denn gesagt?" „ Ich habe gesagt, der Strauß hat bret Beine!"„ Aber Junge, der hat doch nur zivel Beine!" „ Ja, aber die andern Jungen haben gesagt vier!" " Eines Tages stand sein Bauer am offenen Besonders häufig waren derartige Vergiftungen in den Jahren des Krieges, da fata denster und ein hungriger Sperling ersah die Strophale Lebensmittelknappheit tausende veran- günstige Gelegenheit, sich zwischen den GitterTaßte, in den Wäldern nach dem billigen und stäben ein paar leckere Körner herauszustibizen. nahrhaften„ Fleisch des Waldes" zu suchen. Hat..Pfui, schäme dich," piepste der wohl man doch in diesen Krisenjahren der Volksernäh- genährte Gelbrock den hungrigen Gast an ,,, so rung sogar versucht, fremde, exotische Pilzarten aller Tugend vergessen zu stehlen wie ein geim Inland zu züchten. So hat der deutsche Pro- meiner Dieb! Sieh mich an," fuhr er selbstfeffor Dr. Heinrich Mayr ten eßbaren, ia pa- gerecht fort ,,, ich habe in meinem ganzen Leben nischen Hutpilz( agaricus shitake) in noch kein Körnlein aufgepickt, das nicht für mich Deutschland zu züchten versucht, der auf den bestimmt war." Stamm von Eichen gepflanzt wurde, man war in dieser Zeit auch bemüht, die Champignonzucht, bie in Frankreich auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken kann, in Deutschland zu popularisieren. Aber alle diese Bestrebungen blieben ohne nachhaltigen Erfolg und gerieten in der Nachkriegszeit wieder in Vergessenheit, und pas Pilzsuchen blieb weiterhin einem ahnungsLosen Dilettantismus überlassen, der die Muße ber Sommerfrische zu solchen Berstreuungen" benüßte und oft schwere Folgen nach sich zog. ,, Es ist wahr," versetzte der Sperling, deine Tugend ist musterhaft, aber nur," fügte er hinzu, weil sie nie in Versuchung fam." Heiteres tung geschickt!" ,, Dös is scho mögli!" meinte mein Landsmann,., ehrli g'sagt, i kenn dö Straße überhaupt net! Aber wissen's, dö Hauptsach is do, daß dö Buag'rastn net am End' glaub'n, mir Weaner san a unhöflicha Menschenschlag!" Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 82, Post Modlan bel Teplitz- Schönau, SCHACHAUFGABE Nr. 205. Von S. Kamstra. ( Tijdschrift v. d. Ned. Schaakb.) Ba3, b5, b6, e7, g6.( 13) bcdefgh 8 & 8 7 I 5 5 4 3 Die Auskunft. Ein Reisender erkundigte sich Schwarz: Kd5, Dg8. Te6, h4, Lc5, g2, Spa7, h6, nach einem Weg bei einem Wiener. ,, Ja, da müssen's gradaus geh'n, allweil gradaus, Es gibt etwa 50.000 Pilzarten auf der nacher is's die vierte Gass'n links!" Der Fremde Erde, davon etwa 200 in Mitteleuropa und dankte und ging. Ich aber padte den Amateurwenn von diesen die meisten genießbar sind, so fremdenführer beim Rockschößl. ,, Mein Lieber, ereignen sich immer wieder höchst bedauerliche Sie haben den Herrn ja in die verkehrte RichUnfälle. Von diesen 200 Pilzen sind bloß sieben erwiesenermaßen giftig, vier oder fünf stehen in biefem üblen Verdacht und doch scheint es, als ob gerade die giftigen Arten eine besondere Anziehungskraft auf die Laien ausüben würden. Wir kennen Pilzvergiftungen schon in der Antike. Aberglaube und Bauberei" bemächtigte sich der Schlagfertig. Saß da ein junger Ged und Gifte zu mysteriösen Zwecken, überliefert ist uns empörte sich über das Benehmen eines älteren bie Tatsache, daß der griechische Richter Euri- Mannes. ,, Sie," schrie er ihn an ,,, ich verbitte pides an einem Tage seine Gattin und seine drei Kinder, die giftige Schwämme genossen hat ten, verlor. Dies ist die erste Bilzvergiftung, die geschichtlich verbürgt ist. Später sind eine Reihe sehr bedeutsamer Persönlichkeiten auf die gleiche Weise zugrunde gegangen. So der römische KaiGratulation. Bei der Tante war ein Junge fer Jovianus, Papst Clemens VII, angekommen. Die fleine Nichte soll gratulieren Raiser Karl VI und andere. Der römische und schreibt auf eine Postkarte: Fröhliche Kaiser Claudius soll sich giftiger Schwämme bedient haben, um sich seiner Gattin zu ent Lebigen, seine zweite Gemahlin vergiftete ihn dann selbst auf die gleiche Art. Wie es scheint, waren die germanischen Völker seit jeher keine besonderen Freunde des Bilzeessens und es ist wahrscheinlich, daß sie die Genießbarkeit der Schwämme erst von romanischen und slawischen Stämmen gelernt haben. Es ist kein Zufall, daß sich die erste Pilzbergiftung in Deutschland an der slawischen Ostgrenze ereignete. Der Chronist Dietmar von Merseburg berichtet, daß im Jahre 1018 in seis nem Bistum sieben Bauern an giftigen Pilzen gestorben seien. Auf dem Umwege über die Klosterküchen kam die Pilzkost in Deutschland ins Wolf. Aus dem Mönchslatein stammt auch das beutsche Wort Pilze, nämlich bolitus. & b c d e f g h mir diese dauernde Belästigung! Sie figieren mich!" Aber, aber," beruhigte ihn der Alte, Weiß: Kd2, Dc3, Ld7, e5, Spc2, e8. Bd3, 13, 15.( 9) von Firieren kann wohl keine Rede sein! Sie sind ja noch nicht mal entwickelt!" Geburt!" Schwiegermutter. Deine Schwiegermutter hat ja einen kolossalen Budel!" Ja, und mich behandelt sie, als ob ich schuld daran wäre." Storch. ,, Nun, Peter, der Storch hat dir ein Brüderchen gebracht, willst du mal sehen?" Das Brüderchen nicht, aber den Storch!" " Großpapa. Friz: Großpapa, hast du Bähne?" Großpapa: ,, Nein, ich habe sie schon alle verloren!" Friz: ,, Dann kannst du mir mal meine Schinkensemmel halten, solange ich spiele." Eignungsprüfung. Eine der Prüfungsmetho den für Aerzte war, ein Messer auf einem schmalen, langen Strich entlang zu ziehen, ohne rechts und links abzuweichen. Bei fehlerhaften Der Kampf gegen die Pilzvergiftungen Abweichungen ertönte automatisch ein Klingelwird dadurch besonders erschwert, daß es durch zeichen. Fast alle Prüflinge versagten. ,, önaus feine allgemeingültigen Kenn- nen Sie's, Herr Profeffor?" fragte man einen zeichen gibt, die giftige Pilze anzeigen. Weder langjährigen Chirurgen. Nein. Aber ich bas Verfärben beim Zerschneiden, noch der Ge- habe es auch nicht nötig.' Warum nicht?" ruch, noch das„ Aussehen" lassen ein sicheres ,, Meine Patienten haben Gott sei Dank Urteil zu. Deshalb wird es ratsam sein, Bilge, feine Klingel." " 1 " Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Spalte einzusenden. den Leiter dieser Lösungszug zu Nr. 202: Sa4- c5! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Dinnebier Emil, Tetschen; Lerche Haida: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen: Franz, Wolfersdorf; Wenzel Adolf, Arnsdorf b. Hieke Josef, Fritsch Anton, Hauptmann Franz bach: Kraus Gerhard. Turn: Hyna Josef und sämtlich Markersdorf; Böhm Heinrich. Jons Hyna Franz, Hostomitz; Triltsch Gustav, Wisterschan; Bittner Richard, Fuchs Hans, Neubert Anton, sämtlich Kleinaugezd: Walter Ludwig, Kwitkau. Robek Franz. Schmied Ferdinand. sämtlich Kreismeisterschaft im VI. Kreis. Die Kreismeisterschaft für 1934 nahm einen äußerst spannenden Verlauf und sah die Schachsparte Eger als Kreismeister. Die Ergebnisse der einzelnen Wettkämpfe waren folgende: Eger gegen Meierhöfen 4: 4 Punkte; Mantau gegen Eger 3: 5 für Eger; Meierhöfen gegen Mantau 4: 4 Punkte. Meierhöfen 1 Sieg. 8 Punkte: Mantau ½ Sieg, Endstand: Eger 1½ Siege. 9 Punkte: 7 Punkte. Meierhöfen 4: 4, mit Mantau 5: 3 für Marienbad Außer Konkurrenz spielte Marienbad mit und mit dem Kreismeister Eger 7: 1 Punkten für Marienbad. Anläßlich des 25jähr. Bestehensjubiläums des Atus veranstaltete der 6. Bezirk in Krochwitz ein Bezirksschachtreffen, an welchem 24 Genossen aus den Sektionen Krochwitz, Rosawitz, Tetschen und Eulau beteiligt waren, Sieger ging Krochwitz hervor. Als