ne : 00 ein Daß ode dis ma BUNTE WELT Mr. 2 Unterhaltungsbeilage Shirley und der Ruhm Bon Katja 1935 paßt doch so was gar nicht." Mabel schwieg und lächelte. Sie preßte die Lippen fest zusammen, wie alle Frauen, die von nun an entschlossen find, ihre geheimsten Gedanken dem Lebenss gefährten nicht mehr anzubertrauen. Die Watkins Leben in Hollywood. Denkt| übersah zum anderen Ende der Stadt, weit| glauben. Mabel, sei vernünftig, old boh. Zu dir euch diese närrische Stadt nicht nur als den Himmel und die Hölle des Films. Ich weiß, in ben Träumen, Mädchen, seht ihr dort nichts als juwelenfunkelnde, von Sekt und Kaviar lebende, schön geschminkte Schauspielerinnen. Und um so romantischer, abenteuerlicher und nachahmenswerter erscheint es, wenn diese Göttin nen der Leinwand als kleine, unbedeutende Statistinnen begonnen haben, und erst allmählich das wurden, was sie heute sind: berühmte Filmstars! Die Watting haben mit derlei Dingen nichts zu tun. Er ist Bankbeamter an der FiTiale einer New Yorker Großbank. Er hilft mit, die großen Vermögen der Sterne am Leinwandhimmel zu verwalten. Wird selbst dafür recht schlecht bezahlt. Ist ja auch nur ein Fleines Rädchen in dem großen Rad dieser vielfältigen und komplizierten Maschinerie, die da heißt Großzbankbetrieb. Alf Watkin ist dennoch glücklich und zufrieden. Er freut sich, daß er überhaupt noch Arbeit hat. Vor allem aber sind es zwei Menschen, die ihm das Leben, lebenswert machen: seine Frau Mabel und sein Töchterchen Shirley. Mabel war Alfs Kollegin in der Bank. Er arbeitete in der Buchhaltung und sie in der Hauptkasse. Diese beiden Abteilungen haben im Bankgewerbe viel gemeinsame Berührungspunkte. So ergab es sich, daß Mabel und Alf öfter zusammenkamen, um mit ernsten Mienen das Soll und Haben ihrer Kunden- Konten zu bergleichen. Ein Zufall war es, daß Alf gerade in dem Augenblick, als er mit Mabel Jackie Coogans Guthaben durchging, ihm durch den Kopf schoß, wie hübsch Mabels blondes Haar eigentlich sei. Ms sie ihre Arbeit beendet hat ten, ging Af zum ersten Male nicht mit furzem ,, good bye" aus der Hauptkasse. Sondern er blieb zögernd stehen und begann ein Gespräch, zuerst über das Wetter und später, als er einem warmen, aufmunternden Blick Mabels begegnete, über Fußball und Tennis. Ez entfernt von den Wohnhäusern der Arbeiter und fleinen Bürger, wo die großen talten Glashäuser der Filmateliers am Rand des Meeres lagen, und der Rauch ihrer Schornsteine bis in den Himmel stieg. ,, Weißt du noch, Af," sagte sie zu ihrem Mann, ohne sich umzudrehen, wie du dich in mich veliebtest? Wir stimmten des Ehepaars Watkin. Es wächst heran, bes Shirley bleibt vorläufig das einzige Kind gerade das Konto von Jackie Coogan ab. Heute hütet und gepflegt, zierlich, goldblond, mit ist er ein junger Mann, und von seinem ehe- großen blauen Augen, einer lustigen Stumpfs maligen Filmruhm spricht kein Mensch mehr. nase und einem Mund, der sich auf ganz bes Aber was er als Kind verdient hat, das wissen sondere Art zu ultig- herrlichem Lächeln vers wir beide. Der hat's nicht mehr nötig, au ziehen kann. Genau viereinhalb Jahre ist jetzt filmen." Alf nickte und schob ein großes Stück Shirley. Da liest die Mutter in der Zeitung, von Shirleys Geburtstagskuchen in den Mund. daß von den Glashäusern ein Preisausschreis Mabel sah immer noch aus dem Fenster, die ben erlassen worden ist. Ein Kind wird gesucht Stirn eng an das Glas gepreßt. Hinter den für einen Film. Die Mütter sollen kommen, Ateliers begann jene große bunte geheimnisvolle Welt, von der die Frauen auf der ganzen Stunde und ihre Kinder zur Schau stellen. Man an einem bestimmten Tag, zu einer bestimmten Erde träumen: das Wohnviertel der Film- verspricht, aus diesem Kinde dann einen„, Star" stars. Dort ließen sie ihre phantastischen und zu machen. Und was dies bedeutet, das wiss ausschweifenden Träume verwirklichen. In sen alle Mütter Amerikas, alle Mütter auf der Marmor und Gold, in Schwimmbasins aus Erde. Es bedeutet Dollars, unzählige Dollars, grünem Yade, in paradiesischen Gärten, in ein sorgenfreies Leben und eine sichere Zukunft. wunderbaren Möbeln, kostbaren Teppichen und Es bedeutet aber auch: dem Kind die Jugend erotischen Tieren. Mabel Wattin erfuhr davon zu nehmen, ihm des Lebens zartesten Schmelz nicht mehr, als die Leferin irgendeiner soges abzustreifen, es roh, brutal und willkürlich um nannten mondänen Zeitschrift in Prag, Wien seine innigften Jahre zu betrügen. Auch das oder Budapest. Trotzdem nur eine Stunde Wegs weiß manche Mutter. Aber in einer Welt, in das Watkinsche Haus von der Villa der Greta der materieller Besiz alles ist, allein imstande, Garbo trennte. Doch nicht auf die Entfernung Genuß und Sicherheit zu schaffen, treten solche von Raum und Zeit kam es hier an. Sondern Erwägungen zurück. Und so steht dem plötzlich es war der Unterschied im Lebensstil, der die Shirley, die kleine viereinhalbjährige Shirley, Watkins von der Garbo so himmelweit trennte. geschmüdt im weißen Kleid und mit hellblauer Milieu und Klasse schufen Fremdheit, Nicht Schleife vor der Kamera eines geschäftsmäßige wissen des einen vom anderen, Abgründe, un intereffiert dreinblickenden Filmoperateurs, der überbrückbar. Es gibt so viele Frau Watkins die vielen Kinder ringsherum betrachtet mit auf der Welt, in Berlin, in Paris, in China dem kalten Lächeln eines Zhnikers, dessen und in Japan. Sie alle führen ein Dasein unter Hände noch feucht sind vom Fleisch einer Hollyganz ähnlichen Lebensbedingungen wie Mabel. wood- Statistin, die den Weg zum Ruhm nicht und sicher würden sie sich ganz ausgezeichnet anders gehen kann als so. Und die auch ens miteinander verstehen, vorausgesetzt, daß sie sich mal ein solch Kleines Mädchen war. Bart und kennenlernen. Doch was gab es Gemeinſames, schulblo3. das einen Filmstar, der Hinvegetiert zwischen Manager, Reklame, Intrigen, tausend unsicht Shirley steht also vor der Kamera, Heiß ergab sich, daß Mabel genau so für Sport baren Fallstricken, gelegt bon neidischen Ri. ist ihr der Kopf, verwirrt klopft das kleine schwärmte wie Watkin. Und während sie ihm dies mit heller Stimme versicherte, hatte Alf genug Gelegenheit, um sich endgültig, fopfüber in Mabel zu verlieben. Ein halbes Jahr später waren sie Mann und Frau. Mabel ging jept nicht mehr in die Bank, obwohl sie es eigentlich ganz gern getan hätte. Aber Alf war dagegen. Sie sollte ihre hübsche kleine Zwei- ZimmerWohnung in Ordnung halten, fie sollte für das Teibliche Wohl des Mannes sorgen, wenn er heimtam, sie sollte in der freien Beit Sport treiben und spazieren gehen, sie sollte sich nicht überanstrengen, sondern ein frisches amerikanisches Mädchen bleiben, so, wie Alf fie tennen gelernt hatte. Mabel seufzte ein bißchen, doch sie fügte sich. Dann kam Shirley und alle Gedanken an Selbständigkeit und Unabhängigfeit vergingen der jungen Mutter, Es war an Shirleys erstem Geburtstag, als Mabel Watkin am Fenster stand und hinbalinnen und den wechselnden Launen eines unberechenbaren Publikums, mit Frau Mabel Watkin verband? Nichts. Herz. Wo ist Mama? Shirley möchte am liebs sten weinen. Aber nein, vor so vielen Menschen geht das doch nicht. Und dieses winzige Stüde chen Eva zwingt sich zu lächeln. Es wird ,, Du träumst ja, Mabel," fagte Herr jenes fleine Lächeln, ulfig und herzlich zus Watkin. ,, Komm' und iß' auch Kuchen". Mabel gleich Wenn Shirley so lächelt, wissen die fam. Sie sah zu der Neinen Shirley, die auf Eltern nicht, ob sie über ihr Töchterchen lachen dem Boden saß, ein munteres bewegliches Ding, oder weinen sollen. Es ist ein hinreißendes und mit einer zerfnautschten Gummipuppe Kleinmädchen- Lächeln. Der Routinier an der spielte. ,, Stell' dir vor, Alf, wenn Shirley mal Kamera bemerkt dies wohl. Die entwickelten ein weiblicher Jackie Coogan werden würde. Alf blieben vor Lachen die Kuchenfrümel im cheln der kleinen Shirley wird über die ganze Platten in der Hand, weiß er sofort: das Läs Hals steden. Er wäre fast erstickt. ,, Oh, Mabel," Erde gehen. Es wird der Filmgesellschaft viele prustete er dann schließlich, frebsrot im Ge- Millionen Dollars einbringen. In den vors sicht ,,, du bist aber heute komisch. Freu' dich, nehmen Kinopalästen von New York und Lons wenn es ein gesundes, frisches Mädchen wird don hört wie du. Euch Weiber machen die Glashäuser zückt rufen: ,, Very nice," sich dabei behutsam die Frauen der Bourgeoisie ente da drüben alle ein bißchen verrückt. Wenn ihr die geschminkten Wimpern tupfend. Und im selbst nicht dort sein könnt, so sollen schon eure Berliner Wedding, in düsteren Vorstadtkinos: Kinder, die noch nicht friechen können, daran ,, Ach Jott nee, bet fleene Herz." In allen " 2— Sprachen und in allen Jargons, in allen Ländern, allen Erdteilen, werden Menschen der verschiedensten Farben und Klaffen über das kleine Mädchen Shirley gerührt sein, lächeln, weinen, schluchzen, je nach Temperament und Erziehung. Der Filmmann reibt sich die Hände. Und kurze Zeit darauf erhält Mabel Watkin sowohl durch die Zeitung wie durch einen Brief der„United Film Company of Hollywood" die Nachricht, daß ihre Tochter für den neuen Großfilm„The little princetz" mit einer Tages» gage von 8000 Dollars engagiert sei. Die Kollegen in der Bank beglückwünschen Alf Watkin je nachdem mit herzlichem oder neidischem Händedruck. Watkin selbst ist wie betäubt. Das alles geschah hinter seinem Rücken. Mabel hat ihm kein Sterbenswort davon gesagt, daß Shirley sich an dem Wettbewerb beteiligen wird. Soll er böse sein oder—? Jetzt ist es Alf, der nachdenklich am Fenster seines Arbeitsraumes steht und dort hinübersieht, wo kn der Nachmittagsdämmerung die Paläste aus Glas mit dem Schimmer des Meeres zu verschmelzen scheinen. Alf ist ein richtiger amerikanischer Mann. Treibt lieber Sport und überlegt nicht gern viel. Aber das ist doch eine Angelegenheit, das ist doch eine Sache. 8000 Dollars täglich. Was ist er dagegen mit seinen '60 Dollars im Monat. Ein lächerliches Nichts. Und schon wächst die Macht des Geldes hinter dem Bild der kleinen Shirley auf wie. eine goldene Wand, die man scheu, fast ehrfurchtsvoll betrachtet. Mabel Watkin sieht der Rückkehr -Ihres Manne- heute abend nicht ohne Furcht entgegen. Es scheint ihr auch, als mache er nach der weniger herzlich als sonst ausgefallenen Begrüßung Ansätze zu einer Szene. Aber dann zuckt er doch die Achseln. Man wird ja sehen. Sitzt eine Weile stumm. Geht schließlich -ins Nebenzimmer, in dem die kleine Shirley schläft. Er will kein Licht machen. Das Kind nicht stören. Er hört auf die ruhigen gleich- mähigen Atemzüge, trinkt die warme gesättigte Luft des Zimmers ein. Geht dann leise fort. Das Herz recht schwer. Der Film„Die kleine Prinzessin" wird bereits vier Wochen später gedreht. Nun darf Mabel jeden Tag Shirley in die Stadt aus Glas begleiten. Während der Aufnahmen wartet sie in irgendeiner Halle, kostbar eingerichtet mit Lederseffeln, Teppichen und den Tisch voller Filmzeitschriften, auf ihre Tochter. In den Pausen darf sie das. Kind betreuen, mit ihm effen und spielen. Shirley berichtet jedes Mal mit glänzenden Augen und vor Aufregeung geröteten Wangen, was sie gesehen und erlebt hat, was sie selbst sagen und tun mußte. Das Ganze ist so neu und seltsam. Es macht Shirley furchtbar viel Spaß. Noch macht es ihr Spaß. Der Film„The little Prinzeß" wird ein Welterfolg. So, wie es der Routinier an der Kamera voraüsgesehen. Begeistert schreiben die Zeitungen von dem neuen weiblichen Jackie Coogan. Alle bringen das Bild der kleinen Shirley, schildern genau ihr Aeußeres, die blauen Augen und die goldblonden Locken, die zierliche Gestalt und vor allem— das Lächeln. Seine Komik und seine Herzlichkeit.„Die kleine Shirley ist beides zugleich: ein Gaffenjunge und eine Heilige", schreibt der begeisterte Filmkritiker eines tonangebenden Pariser Journals. Ungeduldig fragen die Verlejhanstalten aus allen Ländern und Erdteilen, wann der nächste „Shirley-Film" fertig sein wird. Der United Film Company ist nicht imstande, so schnell zu drehen, wie ihre Auftraggeber es verlangen. Keine Ruhe gönnt man dem kleinen Mädchen. Alf Watkin sieht sich gezwungen, seine Stellung in der Bank aufzugeben. Er hat vollauf zu tun damit, das Vermögen seines Töchterchens, das sich von Tag zu Tag häuft, zu verwalten. Er verbringt die Zeit, um sich mit Rechtsanwälten zu beraten, um Konferenzen abzuhalten, Reporter zu empfangen, Interviews zu geben, Briefe zu beantworten, Briefe der Begeisterung, Briefe von Autogrammsüchtigen und— Bettelbriefe. Mabel kennt ebenfalls keinen Augenblick Ruhe. Sie hilft Shirley, ihre Rollen einzustieren, sie begleitet sie in Modesalons, um ihr Kleider für Film und Leben anfertigen zu lassen. Alle drei WatkinS wissen nicht mehr, was ein stilles beschauliches Dasein mit Sonntagsspaziergängen und Faßballspielen ist, seitdem das jüngste Mitglied der Familie zu Ruhm und Reichtum gelangte— seitdem Shirley ein Filmstar ist. Wenn Shirley einmal keine Aufnahmen, Alf keine Konferenzen und die Mutter keine Sitzungen in Modesalons hat, dann bleiben die drei am liebsten in ihrer prunkvollen Billa, die sie inzwischen bezogen haben— dicht neben dem Landhaus der Greta Garbo— und ruhen sich von ihrem gehetzten Leben aus. Sie sind sehr einsam, die drei Watkiris. Denn ihre früheren Freunde, kleine zufriedene Bürger wie sie, haben sich scheu zurückgezogen. Sie starren jetzt aus ihren Fenstern zu ihnen hinüber, wie Mabel eS früher tat. Und auch sie sinden keine Brücke zu dieser fremden, geheimnisvollen Welt. In dem neuen Kreis aber kennt man keine Freundschaft, kein beschauliches Sich-An- einander-Schließen. Dort kennt man nur den zähen Kampf um die neue Rolle, kennt nur Rivalität, Neid, Haß und Feindschaft. Ein Mensch wird nach Dollars gewertet. Nichts an ihm gilt sonst. Zu der kleinen Shirley ist man allerdings gönnerhaft freundlich; sie ist ja keine Konkurrenz für„Vamps",„Tragische" und „Dramatische". Die Kenner wissen: noch zwei, drei Jahre, und die kleine Shirley ist erledigt. Verbraucht. Da man ihr keine Entwicklungsmöglichkeiten gibt, da man nur immer dasselbe aus ihr herauspreßt, einen„Typ" aus ihr macht und keinen Menschen mit Herz und Seele, wird die Welt ihrer bald überdrüssig sein. Schon bemerken eS die alten erfahrenen Kamera-Leute: wie das süße und komische Lächeln der kleinen Shirley nicht mehr auS den Die Geschichtsschreibung der herrschenden Klassen pflegt gern das Märchen, daß im Gegensatz zu heute die Justiz des Mittelalters besonders grausam war. Abgesehen von den modernen Foltern des Fascismus, die sich besonders sadistisch und grausam gestalten, läßt auch der moderne Strafvollzug an Grausamkeit nichts zu wünschen übrig. Hält man sich an die Willkür der Historiker, die das Mittelalter bis zum Beginn der Reformation Pchnen, kann man feststellen, daß in diesem Mittelalter die Justiz nicht ga>^ ohne Gerechtigkeitsgefühl war. Die Justiz war nicht wirklichkeitsftemd, sie stand in gewissem Zusammenhang mit den sozialen Einsichten jener Zeit. Erst als die Fürsten zu absoluter Macht erstarkten und in dem Kampf zwischen der zerfallenden katholischen mit der neugewordenen evangelischen Kirche des Pfaffentums seinen Zelotengeist ungehindert auszuwirken begann, wurde die Justiz barbarisch. Die Stimme des Volkes wurde am grünen Tisch überhört und dl». Justiz zu einem Instrument der Rache und der Abschreckung. Erst nach dem Mittelalter beginnt die gefühllose Grausamkeit in der Justiz., Tiefen ihrer kindlichen Seel« steigt. Wie eS Routine wird, kalte, angeeignete. Wie eS auf ein Zeichen des Film-Operateurs erscheint und verschwindet. Und wenn Shirley das Atelier verläßt, in ihr Auto steigt, das wartend vor dem prunkenden Glaspalast hält, dann— ja dann lächelt sie überhaupt nicht mehr. Denn das Kind ist viel zu müde. Die heiße stickige Lust in den Aufnahmesälen, der Geruch von Schminke und Parfüm, das grelle, zerstörende Licht der Jupiterlampen, der Lärm und all daS Durcheinander— sie sind schuld daran, wenn die abgeschminkte Shirley blaß und müde aussicht, wenn sie mit fünf Jahren das Leiden überreizter Nerven und die Launen einer Primadonna kennt. Unduldsam, leicht erregbar und von krankhafter Sensibilität ist. Kostbares Spielzeug macht Shirley keinen Spaß. Sie hat davon'bis zum Ueberdruß. Zum Lernen ist sie zu müde, Gymnastik ist Arbeit, Pflicht, keine Erholung. ES gehört„dazu". Noch wissen die Eltern nicht, wie eS mit ihrem kleinen Mädchen teht. Sie sonnen sich, wie es so schön heißt, in deffem Ruhm. Wenn sich die WatkinS irgendwo in der Oeffentlichkeit zeigen, bei der Erstaufführung eines„Shirley-Films" oder önstwo, kennt die Begeisterung der Menge kein Ende. Mit neugierigen Augen starrt jeder auf das schön angezogene, zurechtgemachte Kind, sie reißen sich um eine seiner goldblonden Locken, sie rufen ihm laute Worte der Bewunderung zu. Shirley muß knicksen, danken und — lächeln. Man braucht nur ein bißchen die Oberlippe hochzuschieben und den rechten Mundwinkel abwärts. Dann ist das berühmte, hochbezahlte Lächeln da. Man kann dabei ganz unbeteiligt sein und an ganz etwas anderes denken. Zum Beispiel: an Schlafen und Ausruhen. Ueberhaupt: an Jn-Ruhe-gelaffen-werden. Schön muß das sein, denkt Shirley, der arme fleine Filmstar, das arme reiche altkluge Kind. Am Strand Burgen bauen aus feinem Weißen Seesand. Spielen mit verbogenen Blechtöpfen und anderen, ganz gewöhnlichen Kindern. Kindern, die niemand ansieht, außer den eigenen Eltern. Kindern, an denen andere, fremde Menschen gleichgültig vorübergehen. Kindern, die nicht berühmt sind. Die nicht einmal wissen, was das ist, was für eine schreckliche, furchtbare und ermüdende Sache: Ruhm! Vorher waren die Gerichtsverfahren öffentlich. Später arteten sie zum Schauspiel, zur Volksbelustigung aus. Die Errichtung eines Galgens wurde von der ganzen Stadt mit einem Richtfest gefeiert. Ein« Meldung des„Berliner Dienstagischen Mercurius" vom Jahre 1680 aus Hamburg sagt:„Gestrigen Tages wurde für dem Steinthor ein neu Halls-Gericht.. in Zuschauung vieler tausend Menschen auffge- richtet, da etwa der Zimmergesellen 222 ohne di« Schmiedegesellen waren, mit Trommeln uno Pfeifen,.. und verehrte ihnen der Raht 17 Tonnen Bier." Als im Jahre 1788 in London die Hinrichtung eines Verurteilten durch den Strang verschoben wurde, spielten sich widerliche und tolle Szenen ab. Die Zuschauer verlangten ihr Ein» trittSgeld zurück. Der tolle Pöbel, der sich in seiner Erwartung enttäuscht sah, band einem Gerichtsbediensteten einen Strick unter di« Achse» und hängte ihn an den Galgen. So war man auf seine Kosten gekommen... Für manche Vergehen, die heute mit einer kurzen Freiheitssttafe gesühnt werden, erkannte man auf hohe Strafen. Ein« Nürnberger Zei- Aus vergilbten Blättern der Justiz — 3— Guten Tag, Schah! Schutz für meine Bügelfalte. werden, Fluch der Armut nach und eine und die Ju« und er« Grausam und unmenschlich war der vergangenen Zeit. Entsetzlich Kaiser Josef II., dem mit des 19. Jahrhunderts das Wilhelm I von Preußen bestrafte man einen Juden Hirsch, weil er einige königliche Lakaien beleidigt haben sollte, mit öffentlicher Auspeitschung. Weil ihm der Schmerz„gräßliche Flüche und schwere Gotteslästerungen erpreßte, wurde er erneut verurteilt, daß er allhier vor der Stadt auf der gewöhnlichen Richtstätte solchergestalt hingerichtet worden, daß ihm zuvor die Zunge aus dem Halse geschnitten, solche dreimal aufs Maul geschlagen und er darauf an den Galgen, die Zunge aber an seine linke Schulter gehenkt wurde." nur einmal herausgezogen 100 Prügel zu empfangen. anzusehen war. Und schien es gleichsam, als wenn der Leib selber darüber erstaunte und nicht wußte, wie ihm geschehen, in dem er noch eine gute Weile ohne Kopf stehen blieb, ehe er. zur Erde fiel, und spritzte in solchen Strah« len das Blut gleich einer Kunst-Wafferröbre oben heraus..." Es war fünf Uhr morgens. Der beschleunigte Personenzug sollte in einer Minute abfahren. Verschlafene Gesichter lugten auf den fast menschenleeren Bahnsteig. Nur ganz wenige hatten sich an diesem kühlen Morgen zur Begrüßung oder zum Abschied eingefunden. Eben kam noch ein Arbeiter die Treppe herauf, kragenlos, die kurze Pfeife im Mundwinkel und ein Päckchen unterm Ann. Sein« Augen glänzten seltsam; fast würden sie Freude strahlen, wenn der Widerspruch, der sich in den stark hervortretenden Wangenknochen manifestiert, nicht zu laut sein würde: Der Arbeiter schlendert an dem Zug entlang. Plötzlich ruft ihm eine Frau, mitten im Abschiednehmen, zu: '— Steigen Sie ein, der Zug fährt gleich abl Ohne dir Sprecherin anzublicken,.sieht der Arbeiter nach einer Türklinke und steigt ein. Der Zug fährt los. Langsam, iichzend, stöhnend, fast widerivillig, bis er Freude an seinem anfangs so> unmelodiösen Nattern zu. empfinden scheint, und in harmonischem Rhythmus in den erwachenden Tag hineinfährt, in einem Rhythmus, dem jeder Reifende einen an« stiz,._... füllt von furchtbarem Grauen tobt sich die Blutjustiz der Hitler-Folterknechte und die jeder Menschlichkeit und Gerechtigkeit hohnsprechende Rachejustiz der frommen Dollfußknechte aus. In den fascistischen Staaten ist die Justiz der gehorsame Büttel sadistischer Kreaturen. Der deutsche dem Herannahen Pfählen, Rädern, Vierteilen offenbar nich» mehr zeitgemäß war, führte als härteste Abschrek« kungsstrafe das Schiffziehen an der Donau ein. Die Verurteilten trugen, vom Hals herniederhängend, an den Füßen angeschloffene Kelten und mußten vom Ufer aus die schweren Transportschiff« ziehen. Die Unglücklichen nächsigien meist im Freien und erhielten täglich vier Kreuzer für Beköstigung. Den Klerikalen und Juristen war diese„Milde" verhaßt, weil sie um ihre Autorität fürchteten. Wie die Milde in der Praxis aussah, beweist folgendes Beispiel:„Ein Wahnsinniger, der in Graz 1786 sechs Menschen umgebracht und ihre Herzen gegessen hatte in der abergläubischen Meinung, er könne sich dadurch unsichtbar machen, und dadurch Glück im Spiele haben und verborgene Schätze entdecken, sollte nach dem Gerichtsurteil mit glühenden Zangen gezwickt und drei Riemen aus seiner Haut geschnitten werden. Nach dieser qualvollen Prozedur sollt« er enthauptet und verbrannt werden. Der Kaiser „milderte" die Strafe dahin ab", daß der Verurteilte drei Tage öffentlich ausgestellt, nachher auf beiden Backen gebrandmarkt und drei Tag« nacheinander jedesmal 100 Prügel bekommen sollte. Falls er diese Strafe überlebte, sollte er auf seine übrigen Lebenstage, kurz geschloffen, in ein unterirdisches Loch gesteckt, und jährlich um Im deutschen Böhmen wurden 1628 Mörder„hingerichtet, Riemen aus ihnen geschnitten, mit glühenden Zangen gerissen, die Finger und Zehen abgeschnitten, gespießt, gevierteilt und gerädert." In Mecklenburg richtete man noch 1692 einen Mörder und Brandstifter nicht weniger barbarisch.„Ihm wurde anfänglich mit glühenden Zangen das Feiste aus dem Leibe geriffen, das Herz ums Maul geschlagen, und hernach gevierteilt. Die Stücken sehend an der Heer-Straß« aufgesteckt worden." Die Geburt eines unehelichen Kindes beim „niederen" Volk wurde für die unglückliche Mutter zu einer furchtbaren Geisel. Die untilgbare Schande führt« häufig zum Kindesmord. Der Zwang durch die gesellschaftlichen Anschauungen wurde bei der Strafzumessung nicht beachtet. Die Todesstrafe traf die Kindesmutter meist unter den furchtbarsten Begleitumständen. Im Jahre 1656 noch wurde sie gepfählt, daS*Herz aus dem Leibe geriffen und verbrannt, und die Tote stehend mit dicken Ketten festgemacht. In Holstein wurde 1730 eine Kindesmörderin„gesäcket und ersäuffet". Viehisch zu nennen ist folgender Fall, der sich 1686 in Celle ereignete:„ Vor einigen Tagen wurde die bekannte Kindesmörderin justifiziert. Als der Scharfrichter die Todesfurcht an ihr gewahr wurde, sprach er ihr kräftig zu, sie möge sich nur Zeit nehmen, ihr Gebet zu verrichten, er wollte sich nicht übereilen. Ehe sichs aber jemand versah, schlug er ihr den Kopf im Gehen so glücklich herunter, welches wunderlich tung berichtete 1620 aus Breslau:„Heut wird mau allhier einen, so zwey Weiber gehabt, den Kopf abschlagen." Grauenvoll war die Todesstrafe, die einen Richter traf, der eine Frau zur Verzweiflung trieb, weil sie ihm Geld.schuldete. Der Richter wurde verurteilt,„ihn lebendig in einem Mortier— Mörser— zu zerstoßen, wie zu Zeiten des Sultans Amuraths zu geschehen pflegte." Diese grausame Strenge gegen einen Richter wendete man allerdings in Konstantinopel an. In Cstttaro wurden 1684 einer Sklavin, die bei einem Brandstiftungsversuch festgenommen wurde, und sich trotz Folter weigerte, ihre Helfershelfer anzugeben, die Hände und Füße abgehauen und die also Verstümmelte den Hunden vorgeworfen. In Londoki wurde 1729 ein Kaufmann wegen falscher Kreditbriefe angeklagt. Er ist schuldig erkannt worden,„an den Pranger zu stehen, beyde Ohren zu verliehren, und ewig gefangen zu fitzen, dabeh ihm noch die Nasenlöcher aufgeritzt werden sollen." In Holland wurde 1730 über 7 Männer, die sich„wider Gott Gebot im 20. Kapitel des dritten Buches Mosis im 13. Vers"(Homosexuell) vergangen hatten, verurteilt. Zwei wurden lebendig verbrannt, fünf aus besonder«! Gnade nur gehenkt. Die Körper der Gehenkten warf man auf einen Wagen, brachte sie Echveneingen, beschwerte sie mit Steinen warf sie in den See. Als 1695 in Berlin ein Mann und Frau wegen Ehebruch verurteilt wurden, einflußreiche Freunde sich um Strafmilderung bemühten, schrieben die„Ordentliche Wöchentliche Post Zeitungen":„«S wird aber nit angehen, und haben gestern di« Herren Prediger söhcoff davon gepredigt, absonderlich, weil dieser doppelte Ehebruch an einem Sonntag unter der Haupt-Predigt erfolgte." In Paris wurde 1716«in Buchdrucker, der„in einem von ihm verlegten Kalender seinen Prinzipal und deffen hoher Familie den gehörigen Titel nicht gegeben, aus Veranlassung eines Grafen, der sich beim Regenten beschwerte, in die Bastille gesetzt. Entsetzlich ist di« juristisch motivierte Ermordung unschuldiger und verführter Kinder. In Hanau wurde 1681 ein„Mägdlein von ungefähr 14 Jahren, so verschiedene Feuer angelegt, verurtheilt, und selbiger erstlich der Kopf abgehauen und hernach verbrannt." Als 1749 die frommen Herren zu Regensburg wi«der einmal«ine„Hexe" verbrannten, öffnete man einem unschuldigen achtjährigen Mädchen, das die Hexerei auch schon gelernt haben sollte, die Adern, daß es sich zu Tode bluten mußte. In der Breslauer Gegend mordete man 1732 öffentlichen«inen Säugling, der pie Frucht einer Blutschande zwischen Vater und Tochter war. Weil das Kind nach Oeffnen der Adern nicht sofort starb,„hat endlich der Nach-Richter mit seinem SHverdt das arme Kind durch das Hälslein fahren und dasselbe töten müssen." Sehr hart wurden von der Jüstitz, offenbar auf Betreiben des Klerus, die Juden angefaßt. Ein arabischer Jude büßte den Versuch, ein Christenmädchen zu verführen, mit furchtbarem Tode.„Kraft des über ihn ergangnen Urteils sollte er lebendig verbrannt werden, weil er aber die katholische Religion noch annahm, und an dem Tage der Exekution die Taufe empfing, wurde die Todesstrafe gemildert, und er enthauptet, ihm die Zunge aus dem Halse geriffen und der ganze Körper nachher verbrannt." Unter dem frommen Friedrich M 1 dern Text unterlegt, diftiert von Hoffnung und Sorge, von Glück und Leid. Immer schneller gehts. Fast könnte man glauben, im D- Zug zu sißen. Der Arbeiter, der bisher ruhig auf seinem Fensterplatz gesessen hatte, wird, als die ersten zwei kleinen Stationen am Zuge vorbeischießen, unruhig. Sein bis dahin in sich hineinlächelnder Blick wandert von einer Abteilseite zur andern, auf Bäume, Gärten, Felder und Reklameschilder, bis sich endlich eine quälende Frage über seine Lippen ringt: Wohin fährt der Zug? Nach Nölu über Minden, Dortmund, antwortet die Dame, an die sich der Essen Arbeiter wandte. Er fährt doch aber an so viele Stationen vorbei? zug ist. Weil es ein beschleunigter Personengestiegen! Dann bin ich in den falschen Zug einDie Augen haben ihren Glang verloren, die selige Verträumtheit hat sich in Gram und stillen Fluch verwandelt. Die Zähne vergraben sich in die Lippen, die Hände spielen nervös an der Tabakspfeife und der Blick irrt von Fenster zu Fenster, den teils neugierigen, teils mitleis digen Blick der Mitreisenden möglichst meidend. Weniger um sprechen zu können, als um den aufdringlichen Blicken das Quälende zu nehmen, sagt der Arbeiter grollend: springen! Sie: ,, Ist es nicht furchtbar, der Arzt hat mir das Singen verboten!" Er:„ Denk doch mal an! Und ich hatte zuerst zu dem Mann gar kein Vertrauen!" * Der Wunsch, das Innere des Menschen Dank. Ich werde den Schirm morgen durch mein photographieren zu können, hat den Arzt Dr. Dienstmädchen zurückbringen lassen!" Falenz in Chikago dazu gebracht, die kleinste photographische Kamera zu konstruieren, die es je gegeben hat. Der Kleine Apparat ist am Schlauch einer Magenpumpe befestigt, und der Patient, dessen Magen photographiert werden soll, schluckt diesen Apparat zusammen mit dem Schlauch hinunter. Der Apparat besteht aus zivei Teilen, und zwar ist in dem einen eine kleine, aber sehr kräftige elektrische Lampe angebracht, die ein kaltes Licht von 12.000 Kerzen aus strahlt, bei dem die photographische Aufnahme vor sich geht. Es können auf einmal bis zu acht Aufnahmen auf diese Weise gemacht werden. Die Bilder sind einen Viertelzentimeter hoch und breit und müssen natürlich vergrößert werden, ehe sie zu Studienzwecken benutzt werden fönnen. Er: Ich sage dir, eine Wut habe ich, ich fönnte alles furz und klein schlagen!" Sie: Das kannst du billig haben. Gehe mal sofort in den Keller und mache mir Brennholz!" * ,, Haben Sie schon gehört, daß ich Schaus spieler geworden bin?" ,, Nein, ich hörte nur, daß Sie zur Bühne gingen!" Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 33, Post Modlan bei Teplitz- Schönau, SCHACHAUFGABE Nr. 216 Von Wilhelm Beutel, Arnsdorf b. Tetschen. Zu den Tieren, die viel besser sind, als ihr Ruf, gehören ohne Zweifel die Vampire, denen bekanntlich nachgesagt wird, daß sie bei Nacht das Blut schlafender Menschen saugen. Die jetzt noch existierenden Vampire leben von Insekten und Früchten, und mur in ganz seltenen Fällen ver: Schwarz: Kd5. Da8. Td7. Lg2, Spb6, Ba5, 16. greifen sie sich an Vögeln oder kleinen Säugetieren, denen sie etwas Blut aussaugen. Es ist aber beobachtet worden, daß die Vampire fast immer unmittelbr nach dem Blutgenuß sterben, da sie an diese Nahrung durchaus nicht gewöhnt Am liebsten möchte ich aus dem Zuge sind. Na, so schlimm ist es doch nicht. Der Bug muß ja bald wieder halten. Es ist doch tein D- Bug. Aber meine Karte gilt doch bloß bis 2. Wenn jetzt der Schaffner tommt... Vielleicht hat er Einsicht! Vielleicht!? Das wäre ja auch noch nicht das Schlimmste... .. Heiteres wir lagen in Valparaiso", erzählte der Kapitän, die ganze Mannschaft malariafrank, und wollten Guano einnehmen... ,, Was Sie sagen", unterbrach ihn seine Tischbame, ist Guano wirklich so gut gegen Malaria?" "> Den Arbeiter würgt es an der Kehle. Stumpf haftet sein Blick auf der Landschaft, die sich im Tau und Goldglanz de ersten Sonnenstrahlen badet. Plötzlich wendet er den Kopf um.„ Ich begreife nicht", wunderte sich Lena, Sieben Monate war ich arbeitslos. Ich wie du gestern den ganzen Abend mit Sophie wo du doch immer weiß nicht, ob Sie wissen, was das bedeutet, nur zusammensein konntest von Erwerbslosenunterstüßung leben zu müssen. behauptest, du kannst sie nicht ausstehen!" Nun gelang es mir endlich, Arbeit in M. zu er- Kann ich auch nicht", sagte Ilse. Aber hast du halten. Heut soll ich anfangen. Um 6 Uhr. Und nicht gemerkt, wie mein Grünes ihr Gelbes ausstach?" nun... Alle schwiegen. D. A. Wußten Sie das schon? " # Kann ich das Buch ,, Wie wird man in drei Monaten Millionär?" geliehen bekommen?" ..Für welche Beit denn?" ,, Für drei Monate!" 43 Im Technologischen Institut vou Maffa. chusetts ist ein Observatorium eingerichtet worden, dessen Hauptaufgabe es sein wird, den Der Vater liegt im Sterben und ruft an Nebel zu studieren, um dadurch die Möglichkeit sein Sterbebett seine Frau und seine beiden zu seiner Bekämpfung zu gewinnen. Eine große Kinder: Mutter, bist du da?" ,, Ja, Vater, Rolle spielen die Messungen zur Bestimmung ich bin da?" Sara meine Tochter bist du ber Feuchtigkeit der Luft. Auch die physische und da."..Ja Vater, ich bin ba." ,, Moische, chemische Beschaffenheit des Nebels wird ein mein Sohn, bist du da?" ,, Ja, Vater, ich gehend studiert. bin da?" Und wer ist im Geschäft?" # 1 " „ Darf ich Ihnen meinen Schirm anbieten?" fragte Don Juan die reizende Dame auf der Straße. ,, Aber mein Herr ich kenne Sie doch gar nicht!" erwiderte sie empört. Gestatten Sie: Dr. Ernst Müller", verbeugte sich Don Juan.- ,, Und wo wohnen Sie?" fragte " g4.( 8) a b C de f go h 7 I 6 5 4 3 2 a b c d e f g h 8 4 8 2 Weiß: Kf5, De2, Le5, Spb5. Bb4.( 5) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Aufgabe Nr. 213 ist nach Da6- d3 unlösbar. Aus den Sektionen. Gen. Schöpka gab in Zuckmantel ein Simultan spiel an 13 Brettern. Ergebnis war: 7 gewonnen. 6 verloren. Gen. Hilgarth aus Zuckmantel spielte gegen 14 starke Spieler der tschechischen Schacasektion in Zuckmantel. Dem sehr jungen und talentierten Gen. Hilgarth gelang es 9 Pantien für sich zu entscheiden, nur 5 Partien gingen für ihn Partien einen starken Partner abgibt, ist erst 18 verloren. Gen. Hilgarth, welcher auch an ernsten Jahre alt. Arbeiter- Schachklub Wisterschan. Das Vereinsturnier, welches am 28. Dezember seinen Abschluß fand, endete bei Teilnahme von 20 Spielern mit folgenden Endstand: Sieger. wurde der mehrmalige Vereinsmeister Gen. Schanoch mit 18 Punkten( 17 gewonnen, 2 remis). In größerem Abstand folgen Frisch 16 Punkte. Robek und Kraus je 15% Punkte. Novotný u. Walter je 13 Punkte. Schmied 12% Punkte, Schramm 12 Punkte, Röckl 10 Punkte. Ernst 9 Punkte. Skarwada 7 Punkte. Glauber 7 Punkte, Triltsch, Kára und Settmached je 6% Punkte, Michel 6 Punkte, Matěcha u, Altschmied je 5½ Punkte, Mikula 4 und Swoboda 2 Punkte. In Trauschkowitz bei Komotau wurde ein Blitzturnier veranstaltet in dem der bekannte Komotauer Spieler Gen. Sachs als Sieger hervor gegangen ist. Nach ihm folgten Fialka. Girstel. Görg u. s. w. Dem Gen. Sachs ist es gelungen, in diesem Jahr die Vereinsmeisterschaft in Komotau an sich zu bringen. Näherer Bericht folgt. Ein Stanfee, der 2240 Meter über dem Meer zu liegen kommt, wurde bei Sitten im Rhonetal durch den Bau eines Staudammes des Elektrizitätswerkes der Dirence angelegt. Für den Bau des Dammes mußte vor Beginn der Arbeiten eine eigene Bahnlinie, eine neue Straße, mehrere Schwebebahnen und eine Seils An alle Schachgenossen des V. Kreises. bahn errichtet werden. Der projektierte Stausee sie weiter Anläßlich des Kreisturnfestes, welches am 29. wird 50 Millionen Kubikmeter Wasser fassen geht aufs ganze!" Und geschmeichelt gab er und 30. Juni in Aussig stattfindet, organisiert die können. Für den Damm selbst ist eine Länge wahrheitsgemäß an: ,, Kaiserallee 86, drei Trep- wettkampf. Es treten die Schachgenossen der Arbeiter- Schachsparte einen großen Massenschachvon 450 Metern, eine Höhe von 87 Metern und pen links." ,, Gut", sagte die junge Dame. Erzgebirgsgruppe( Teplitz- Komotau) gegen die eine Dice am Fuß von 67 Metern vorgesehen. Nahm ihm den Schirm aus der Hand, öffnete an mehr als 50 Brettern an. Genossen der Elbegruppe( Aussig- Warnsdorf). Es geht an alle Mehr als 18.000 Arbeiter sind an der Baustelle ihn, lief eilig weiter. ließ Don Juan im Regen Schachgenossen die Aufforderung, sich jetzt schon darauf vorzubereiten und bis auf den letzten beschäftigt. stehen und rief ihm nur noch nach: Vielen Mann daran teilzunehmen. " " Alle Achtung", dachte er. ,, Die