Nr. IO Llnteryaltrrngsvettage 1935 Das Mädchen in der dunklen Gaffe Skizze vo« Grete Livius »Da steht sie wieder— siehst du sie?", flüsterte Pepik seinem Freunde Tonda zu, als sie um die Straßenecke, in die kleine dunkle Gaffe bogen.»Rein", sagte der Tonda,»ich. sehe sie nicht".—»Sie hat gemerkt, daß sie beobachtet wurde. Da ist sie auf und davon. Dort— schnell, schau gerad aus, dort läuft sie, die kleine dunkle bucklige Gestalt. Jetzt ist sie fort." Tonda guckte die Achseln. Das Mädchen war ihm nicht so wichtig. Und er begann sich mit seinem Freunde über das neueste Pferdchen-Glücksspiel zu unterhalten. Aber Pepik, Zählkellner aus dem Cafe»Zum Teufel", Menschenkenner und Geschichten» wiffer von Beruf, kam nochmals auf das erste Thema zurück.»Du, bei der kannst du dein Glück machen, die hat Geld wie Heu." Jetzt staunte der Tonda.»Ja, aber warum— warum geht sie denn da auf den Strich?" Der. andere Ächte.»Das ist eine sonderbare Nummer. Wenn sie nicht gerade einen kriegt, der besoffen ist und ein altes Weib von einem jungen nicht unterscheiden kann, dann muß sie noch draufzahlen. Denn wer geht sonst mit einer Buckligen ins Bett? Aber sie hat's ja zum Draufgahlen. Du, Geld wie Mist hat die Marschka." Tonda schüttelte seinen runden Jungenkopf.»Das versteh' ich nicht." Pepik lachte wieder.»Glaub' ich.. Komm— hier gibts'nen guten Schnaps. Ich spendier dir einen. Und bann erzähl ich dir di« Geschichte von der Marschka..." Und sie traten in ein düsteres verräuchertes Beisel. Nachdem die Frau des Bankiers Stern ihrem Mann drei Söhne geboren hatte, kam einige Jahre später, sozusagen als Nachkömmling, ein Mädchen auf die Welt. Es erhielt den Namen Rosa. Die Eltern hätten allen Grund gehabt, mit ihrem Schicksal zufrieden zu sein. Bier gesunde Kinder, rin gutgehendes Bankgeschäft. Was will man vom Leben mehr. Aber dann geschah das Unglück. Die kleine Rosa fiel vom Arm des Kindermädchens fo heftig auf die Erde, daß sie für ihr ganzer späteres Leben einen entstellenden körperlichen Schaden davontrug: einen Buckel. Sie blieb klein, häßlich uiw verwachsen. Die Alten jammerten. Wenn es doch einem der Jungen passiert wäre. Gewiß— auch schrecklich. Aber bei einem Mann mit Geld und vielleicht auch Geist übersah sich so etwas eher. Doch bei einem Mädchen? Der Bankier und seine Frau> kamen nicht auf den Gedanken, aus der kleinen Rosa könne ein wahrtest großer, ein innerlich gerader und aufrechter Mensch werden. Sie sprachen der Heranwachsenden nicht vom Trost der Arbeit und jenem Schönen in der Welt, zugänglich auch dem Aermsten. Bon der Schönheit deS alltäglichen Lebens, dem Sonnenaufgang und dem Sternenhimmel, von der weiten Landschaft des FluffeS, der sich zwischen grünenden Ufern dimh die Stadt zog. Bon den herrlichen Bauten, Büchern, Bildern. Sie sagten ihr nur: wenn du groß und heiratsfähig bist, werden wir deine Mitgift verdoppeln. Wir werden dir so kostbare Kleider kaufen und dich so mit Schmuck behängen, daß niemand deine körperliche Häßlichkeit bemerken toird. Ein schöner Mann soll dich heiraten, und du tvirst glücklich sein." Sie meinten es gut auf ihre Art, die Alten. Doch es war eine falsche Art. Daß ihre Häßlichkeit nicht mit prunkvollen Kleidern zu verdecken war, bemerkte die kleine Rosa zuerst, als sie in die Schute kam. Die Eltern hatten ihr einen Hauslehrer nehmen wollen. Doch stürmisch bestand das Kind darauf, mit anderen Kindern zusammen aufznwachsen. Die Brüder waren älter als sie und gingen ihre eigenen Wege. Das Personal behandelte dieses mißgestaltete lleine Mädchen nur mit respektvoller Berachtting. Um des Geldes willen, das sie von den Eltern erhielten, zwangen sie sich, zu dem Kinde höflich zu sein. Mehr aber auch nicht. Und das Kind, in dessen häßlicher Hülle ein empfindsames Herz saß, bemerkte dies wohl. ES wurde davon traurig und sehnte sich nach einer gleichaltrigen Freundin. Doch die Schule wurde zu einer wahrhaften Leidenszeit. Das verkrüppelte, in Samt und Spitzen gekleidete Mädchen erregte nichts als das Gespött ihrer Mitschülerinnen. Kam es nach Hause und erzählte weinend, daß man sich über'seine Kleidung lustig mache,«und ich will auch so angezogen gehen wie die anderen, ein StoffUeid mit einem Matrosenkragen, eine blaue Mütze mit Bändern und weiter nichts," so hieß eS:„Das ist nur Neid. Die Eltern dieser Kinder sind arm oder zumindest nickt so reich wie wir. Sie können ihnen nicht so schöne Sachen kaufen, und darum wirst du von den anderen beneidet. Mißgunst äußert sich immer so."—»Ich will aber gar nicht beneidet sein," sagte die kleine Rosa traurig. Aber mit einem»das verstehst du nicht", schloß man die Diskussion kurz und bündig. Endlich schien eS Rosa gelungen zu sein, eine Freundin zu finden. Sie hieß Hede, war ein flinkes, keckeS, hübsches Mädel, und in seligem Glück lud Rosa sie zu einem Besuch. Man trank i:n Kinderzimmer, ganz auS Elfenbein und Gold, Schokolade aus silbernen Taffen, atz Kuchen und Schlagsahne, undRosa schenkte Hede von ihrem Spielzeug das Schönste. Oh, wie ihr kleines Herz in unbeschreiblicher Freude klopfte. Sie batte eine Freundin. Und zum erstenmal schien es den Eltern, nachdem der Besuch fortgegangen war, als sei die kleine Rosa gar nicht so häßlich, wie es ihnen sonst vorkam. Ihre Augen, das einzig wirklich Schöne in diesem sonst so länglichen und unregelmäßigen Kindergesicht, strahlten von der Aufregung deS eben Erlebten unheimlich groß, dunkel, und in ihren Tiefen zitterte eia bebender Glanz. Doch welche Enttäuschung, als Rosa erfuhr, daß sie um ihr zärtlichstes Gefühl betrogen worden war. ES stellte sich heraus, daß Hede von der gesamten Klasse als Spion in das Haus des Bankiers gesandt worden Ivar. Und ihre Berichte, die sie getreulich, farbenprächtig wiedergab lind ausmalte, wurden dazu benutzt, um sich über das häßliche Kind mit dem protzigen Lebensstil nur noch erbarmungsloser lustig zu machen. Bon diesem Augenblick an hatte Rosa niemals mehr eine Freundin. Bon diesem Augenblick an haßte|te die Menschen, verschloß scheu und mißtrauisch ihr Herz, einzig und allein nur noch auf di« Macht des Geldes vertrauend, das sie ja in so überreicher Fülle besaß. Aus dem kleinen Rädchen und auS ihren Mitschülerinnen wurden Backfische, für di« das Ende der Schulzeit näherkam. Die meisten wollte einen Beruf ergreifen. Biele zog eS zum Studium, andere hatten Lust oder di« Verhältnisse ztvangcn sie dazu, recht schnell Geld zu verdienen. Der Rest bereitete sich auf ein Hausfrauendasein vor.»Ich möchte studieren," sagte Rosa zu den Eltern,»ich möchte Aerztin werden." Der Bater lachte sie aus. Da saß er, der dicke, alternde Mann, di« Hände über dem Bauch gefaltet.»So lvas hast du nicht nötig, meine Liebe. Du wirft heiraten und damit basta." Es war noch jene Zett, in der die Autorität der Eltern mehr galt, als cs für das zukünftige Leben der Kinder gut war. Heiraten? Rosa stand, nun schon wach und aufmerksam, vor dem Spiegel. Er zeigte ihr einen häßlichen Zwerg mit übergroßen Füßen und einem länglichen Gesicht, um das sich wildes, ungebändigtes schtvarzes Haar legte. Sin dünner, fahler Mund, eine nieder« Stirn. Auffallend in diesem ganzen unerfreulichen Bild nur die großen brennenden Augen. Und Hände: schmale, schöne, sehr gepflegte Hände, die Haut von der Farbe matten Elfenbeins. Aber diese beiden einzigen schönen Dinge sah nur, wer sich die Mühe machte zu genauerer Betrachtung. Sonst blieb als Gesamteindruck ein Schauerliches, ein Abstoßend- Widerwärtiges. Man führte das häßliche Mädchen, für das es kein Blühen und Aufbrechcn strahlender Jugend gab, zu Gesellschaften und Bällen. Der Bater hielt Wort. Pariser ModeatelierS wurden bemüht, um sür Rosa die kostbarsten Phantasien ihrer teuersten Zeichner zu entwerfen. Brillanten, groß und funkelnd wie Tautropfen, legten sich um der kaum Erwachsenen gelben, faltigen Hals, an dem die spitzen Knochen kläglich hervorstachen. Kam sie so herausgeputzt zu jenen Veranstaltungen deS offiziellen Heiratsmarktes der Bourgeoisie, so flüsterte man sich zu:„Sehen Sie nur diese Halskette der Rosa Stern. Sie ist mindestens drei Millionen Kronen wert." Man kassiert« das, was an ihr und um sie hing und schätzte den gesamten Wert. Nur sie selbst, sie galt nichts. Und noch sene Bankrotteure des Lebens, junge Männer, die im Spiel, mit Weibern und im Trunk ungeheure Summen ver- praßt hatten, jetzt in sogenannten„Ehrenschulden" staken und keine andere Möglichkeit mehr sahen, als sich durch eine reiche Heirat zu sanieren, wandten sich noch mit Schaudern beim Anblick der Rosa Stern ab und sagten: „Lieber eine Kugel durch den Kopf." Denn nur mit Geld oder Blut konnte man nach der Auffassung gewisser Kreise jener Zeit seine leichtsinnigen Nächte sühnen. Aber der„jeu- nesse dorie"— der„goldenen Jugend"— erschien es immer noch leichter, allein zu sterben, als mit der häßlichen Rosa zu leben. Keiner von ihnen ahnte, wie sehr sich das häßliche Mädchen nach Liebe sehnte. Das Jugenderlebnis, die Enttäuschung durch die kleine Hede, hatte genügt, um sie niemanden mehr ihr weiches, zärtlichkeitsbedürftiges Herz zeigen zu lassen. Aber daß diese Sehnsucht da war, lebte, heiß und unbezwinglich — wer konnte es hindern? Bon den Mitschülerinnen, den jungen Mädchen ihrer Gesellschaftsschicht, verlobte sich eine nach der anderen. Der Bankier ließ das Gerücht durchsickern, er würde dieMitgist von Rosa um zwei Millionen erhöhen. Es hatte keinen Erfolg. Rings uni das häßliche Mädchen blühte Liebe. Die Dienstboten hatten ihren Schatz. Die Zofe, allein zu Rosas Bedienung da, beichtete eines Tages der jungen Herrin jammernd, daß sie ein Kind bekommen würde. Rücksichtslos warf Rosa sie hinaus. Doch der Grund war nicht Hochmut und Verachtung. Aus Neid, aus Eifersucht, aus Haß gegen die Glücklichere, die in ihrem Schoß erst den Mann und dann das Kind empfangen hatte, geschah es. Manchmal, an Frühlingsabenden, ging Rasa, das Herz gequält, die Seele dunkel, im Park spazieren. Von Liebe sprach ihr das zärtliche Gezwitscher der Vögel, von Liebe, die jungen Pärchen, die sich umschlungen haltend, auf den Wegen gingen oder auf Bänken saßen, Mund an Mund in seliger Vergessenheit. Die den Fluß hinabruderten, zu Zweit in kleinen Booten, die durch Wälder Ivanderten, braun gebrannt, den Rucksack auf dem Rücken, den Stock in der Hand, die sich abends nach getaner Arbeit vor den Haustüren^rafen, die im Winter in kleinen verschwiegenen Konditoreien saßen, die schwebend, Hand in Hand, über die gefrorene Wasserfläche glitten, sie alle sprachen des Ausgestoßenen, Gemiedenen und Zurückgesetzten von des Lebens herrlicher Fülle. Bon seiner goldenen Tafel, an der kein Platz war für das häßliche Mädchen Rosa. Einmal schien es, als fiele auch für sie ein Bisten ab. Die Eltern waren mit Rosa an die Riviera gefahren, bemüht, ihr eine Freude zu machen, und in der heimlichen Hoffnung, im fremden Land würde sich vielleicht einer finden, der sich von Rosas Millionen blenden ließe und mit dem metallenen Schatz zugleich die Mißgestalt in Kauf nähme. Und wirklich: ein Bankrotteur, eür Mann, der im Kasino von Monte Carlo sein ganzes Vermögen und das seiner Angehörigen verspielt hatte, dem aber Selbstmord im Angesicht dieser schönen strahlenden Landschaft vom blauen Meer und Palmen unmöglich schien, bewarb sich bei dem Alten um Rosas Hand. Unnötig zu erwähnen, daß man sie ihm mit Freuden gab. Er war ein schöner Junge, Rosas Bewerber. Groß, schlank, mit dunkelbraunem Haar und blauen Augen. Er stammte aus der französischen Provinz, hatte in Paris an der Sorbonne studiert, war aber in leichtsinnige Gesellschaft geraten, und seine einzige Beschäftigung nach erlangter Großjährigkeit bestand darin/ das große Vermögen der Familie auf die angenehmste Art durchzubringen. Er war eS, der Rosa zum erstenmal küßte. Auf einem Spaziergang an der Cote d'Azur, unter einem blausamtenen, sternenbestickten Himmel, im Angesicht des leise rauschenden Meeres» im Hauch des Windes, der durch Palmen« und Orangenhaine wehte, das Duften tausend fremdartiger Blüten mit sich führend. Tief erschauerte das Mädchen in seinem gequälten, armen und doch so heißen Herzen. Sie wußte nicht, daß ihr Verlobter die späte Abendstunde für diesen ersten Kuß gewählt hatte, damit er ihr häßliches Gesicht nicht zu sehen brauche,, damit seine Phantasie ihm gnädigst gestatten! könne, zu glauben, er küsse ein schönes, körperlich vollkommenes Wesen. Triumphierend genoß Rosa ihr Glück. Mit Vorliebe zeigte sie sich mit. dem„schönen George", wie sie den jungen Mann heimlich nannte, bei öffentlichen Veranstaltungen, bei Rennen und Sportfesten, beim Blumenkorso und auf Bällen. Der„schöne George" ertrug es mit innerlicher Qual, er bemühte sich, seinen geheimen aber grenzenlosen Widerwillen gegen diese Mißgestalt zu überwinden, er war artig, aufmerksam, zärtlich, er schenkte der armen Rosa flüchtiges Wissen von Rausch, Liebe und Zärtlichkeit, geheimen Berührungen und dem tiefen Glücksempfinden gesättigter Lust. Dann aber konnte er doch das Gefühl, sein Lebe» lang einen Menschen betrügen zu müssen, dessen inneren Wert und unerschütterliche Zuneigung für ihn er bereits erkannt hatte, nicht mehr ertragen. Eines Morgens erschoß er sich, und Rosas kurzer Liebestraum Ivar zu Ende. Von da an ging eine seltsame Veränderung mit ihr vor. Sie klagte nicht und weinte nicht. Aber sie legte die schönen Kleider und den kostbaren Schmuck ab, sie zog sich fast ärmlich an, unterstrich absichtlich alles, was sie entstellte und erklärte ihren Eltern, daß sie jeden Gedanken an eine Ehe aufgegeben babe. So glühend war dieser Wille, daß man einsah, jeder Widerstand sei nutzlos. Und die Familie fand sich mit dem Gedanken ab, daß Rosa, ein altes jungferliches Mädchen werden würde. Keiner von ihnen ahnte, daß in Rosa, trotz ihrer äußerlich betonten Resignation noch immer ein heißes Herz brannte..Sie konnte die kargen Freuden der Sinne, die ihr von dem„schönen George" geschenkt worden waren, nicht vergeffen. Niemand, das wußte sie, würde sie mehr um ihrer selbst willen lieben, wie es ja auch der andere nicht getan hatte. Nicht einmal das Mitleid des anderen, das große Mitleid der körperlich Vollkommenen würde ein Zweiter ausbringcn. Und doch träumte sie davon, geküßt und umfangen zu werden, einen warmen lebendigen Leib an dem ihren zu fühlen, den Rausch des Eins- werdenS zu kosten. W^sin sie sich klein, geduckt und häßlich mitunter des abends an den Häusern entlang schlich, die dunklen Gassen suchend wie das Böse, so beobachtete ste oft die Dirnen, die einhergingen und für Geld Lust verkauften. Geld— das hatte sie ja auch. Ach, so viel. Mehr als genug. Im Strom, im Ueber- fluß. Wenn man für Geld Liebe verkaufte, konnte man da nicht mit Geld auch Liebe kaufen? Sie steckte sich die Taschen voll, sie suchte anrüchige Lokale auf, geschminkt und aufgeputzt wie eine billige Hure. Man lachte sie ans, auch in der Unterwelt schien sie nur Spott herauszufordern. Doch da zückte sie mit siegesgewiffen Blicken das funkelnde Gold, und die Armen, Deklaffierten verstummten davor. Hübsche Burschen gingen mit ihr auf ein Stündchen. Sie tranken vorher reichlich Alkohol— Rosa oder wie man sie bald in gewissen berüchtigten Lokalen aus irgendeinem unerfindlichen Grunde nannte, „Marschka" spendierte reichlich: feinsten Cognac, bestes Bier, edlen Wein, Zigarren, Zigaretten und auch ein gutes, üppiges Nachtmahl. Hatte sich der Vaschek oder der Honza genügend„angeheitert", so ging er mit und dachte wohl, genauren Denkens nicht mehr fähig, er habe seine Andula oder seine Manitschka im Arm. Größtes Glück aber war es für Rosa, wenn einer sie nahm, im Hausflur oder in dem billigsten Absteigequartier und ihr noch was draufzahlte. Das geschah, wenn sie zu später Stunde in jener dunklen Gaste der Altstadt, unheimlich wie ein gespenstischer Traum, fern dem ohnehin trüb brennenden Laternenlicht, auf und ab ging, und einer kam, der betrunken war. Und deshalb nicht wählerisch. So führt sie ein seltsames Doppelleben, die Rosa Stern. Am Tag ist sie ein altes, grämliches Mädchen, das in düsterm, bis zum Kinn geschloffenen Kleid zu Haus sitzt, sinnlose Dinge tut, Strümpfe strickt für Arme, die solche Strümpfe hassen. Stil« kereien macht, die jeder der Beschenkten in seinem untersten Kommodenfach verbirgt. Oder sie beteiliat sich an jenen sogenannten „Wohltätigkeitsfesten", bei denen die Reichen den Armen zuliebe Champagner trinken,. Kaviar esten, sich mit Schmuck beladen, in schwere Seide kleiden und sinnlosen Kram verkaufen. Kein Verein, keine Stiftung, der. sich nicht an Rosa Stern wendet, ganz gleich, ob es sich darum handelt, Menschen oder Tiere zu„retten". So sieht die Welt, der Tag, Rosa Stern. Eine alte resignierte Jungfer. Die Nacht aber kennt eine andere. Sie kennt das Mädchen in der dunklen Gasse, bemalt, behangen, mit" Augen, die noch immer brennen, auf Beute lauernd. Und diese Beute ist der Mann. Seine Kraft, seine Stärke, seine körperliche Ueberlegenheit. Dafür zahlt sie und läßt sich zahlen. Dafür schleicht sie sich zu später Stunde aus dem vornehmen Patrizierhaus und kommt wieder im grauenden Morgen, torkelnd, das Gesicht grünlich-fahl, tiefe Schäften um die Lider und müden Ekel um den Mund. Scheu weicht ihr aus, wer sie so trifft. Sich selbst ein Grauen, weckt sie das Grauen, auch in den anderen. Zu Haus angekommen, fällt sie in kurzem, erschöpfendem Schlaf. Nach dem Erwachen ist sie wieder das vornehme Fräulein. Wisten die Angehörigen von ihrem. Treiben? Man munkelt die und das. Genaueres vermag niemand zu berichten. » „Dolle Nummer, die Marschka, waS?" sagt Pepik zu seinem Freund und zahlt die letzte Runde Schnaps. Der steht auf, fröstelnd, nimmt seinen Mantel.„Weiß der Teufel, eine dolle Nummer". Und sie ver- lassen das verräucherte Beisel, treten in die graue, nebelverhüllte Nacht. Scheu flattert etivas vor ihnen auf. lecker Parteigenosse liest Aas Parteiblatt! # 93 song d Bom Todeskampf der Indianer in Nordamerika Die Ureinwohner Nordamerikas sind Eskimos und Indianer. Von den Indianern spricht man heute in der Union am liebsten nicht, denn man hat ihnen gegenüber ein schlechtes Gewissen. Allmählich, aber zu spät, hat man erkannt, daß die Ausrottung der Indianer vom wirtschaftlichen Standpunkt aus falsch war. Die Kolonisten verfügten nicht über die notwendigen wirtschaftlichen und geographischen Kenntnisse, um zu wissen, daß das wichtigste wirtschaftliche Gut eines Landes in seinen Menschen besteht, und daß es eine der bedeutungsvollsten Aufgaben des Kolonisators ist, die Landeseinwohner zu schonen, zu sich heranzuziehen und zu einer höheren Kulturstufe heraufauführen. Denn die in Jahrtausenden herans gewachsenen Generationen der Eingeborenen haben eine den gesamten geopraphischen, naments lich klimatischen Verhältnissen angepaßte Entwicklung durchgemacht und sich daher in ihr Land harmonisch eingefügt. Sie sind daher die wertvollsten Arbeitskräfte. Der aus einem frem den Land und anderem Klima kommende Kolonisator ist dagegen zu vielen Arbeiten untaugs lich und während der ersten Generation viel von Krankheiten bedroht. Die Zahl der Indianer soll vor dem Einbringen der Weißen eine Million bis drei Mil lionen betragen haben. Heute sind es vielleicht 460,000. Nach der Kultur gliederten sie sich in folgende Gruppen: 1. In den kanadischen Wäldern lebten sie, da die einzige einheimische Körnerfrucht, der Mais, hier von ihnen nicht angebaut werden konnte, als Jäger, Fischer und Sammler. Sie mußten Nomaden sein, ihre Wohnung war das Zelt, ihr Verkehrsmittel das Rinden kanu, das auch bei den Entdeckungsfahrten der Europäer wertvolle Dienste geleistet hat. Die Indianer waren besonders bedeutsam für den Belzhandel, denn dieser bildete ursprünglich die wichtigste Grundlage des wirtschaftlichen Lebens Der Kolonisatoren. 2. An der pazifischen Fjordenküste sitzen Fischer und Sammler mit einer bemerkenswers ten materiellen Kultur. 3. In Kalifornien saßen Jäger und Sammler, Sie haben aber von den für zahlreiche Kulturgewächse günstigen Voraussetzungen feinen Gebrauch gemacht, weil die altamerikanischen Ges wächse nur mit fünstlicher Bewässerung anges baut werden können. 4. Die Indianer der Prärien führten ein besonders einseitiges Witschaftsleben, da dies nur auf der Jagd auf Büffel beruhte, der ihnen alles für Nahrung, Kleidung und Wohnung lies ferte. Die Büffelfultur erreichte aber ihren Höhepunkt erst, als die Indianer von den Europäern das Gewehr und im Pferd ein leistungsfähiges Verkehrsmittel erhielten und zu Reiters bölkern wurden. 5. Im östlichen Waldgebiet erreichten die Indianer einen hohen Kulturstand. Sie waren Hackbauern auf Mais, Bohnen, Tabak usw. Ihre Siedlungsform war„ boden bag", da das Fehlen bon Haustieren und daher vom Dünger sie zu einem häufigen Wechsel der zu bebauenden Flächen und damit zum Verlegen ihrer( leicht gebauten) Dörfer und Kornspeicher zivang. 6. Die höchstentwickelten Indianer lebten im Südwesten und Merito. Sie wohnten schon in Städten und haben sich gegen die Weißen am besten gehalten. Aus ihnen bildet sich heute das merikanische Volt. Durch die Weißen wurde den Hackbau treibenden Indianern ihr Boden genommen, den Büffeljagenden der Büffel vernichtet. In der Union spielen sie heute wirtschaftlich keine Rolle mehr. Die Hackbauern des Ostens wurden, nachdem man ihnen die Technik ihrer Landwirtschaft abgesehen hatte, teils vernichtet, teils weiter nach Westen abgedrückt. Im allgemeinen waren sie friedlich. Nur einzelne Stämme, namentlich die Jrofesen, haben zähen Widerstand geleistet, was für die Kolonisation um so wichtiger war, als sie die so wichtige Mohasok- Senke und das Quellgebiet des Otio beherrschten. Die Vernichtung der Büffel ist ein besonders trauriges Kapitel der Zivilisation. Dieses wirtschaftlich so wertvolle Tier, das man sicher auch hätte zähmen können, wurde finnlos ausgerottet. Die Indianer nahmen von ihnen nur so viele, wie sie brauchten. Sie konnten ihnen ohne Feuerwaffen nur sehr wenig Abbruch tun. Sie sorgten dagegen für Vermehrung, indem sie Wälder abbrannten und hierdurch das Grasland erweiterten. Die Weißen aber fielen in efel, haften Schlächtereien über die Büffel her und rotteten sie bis auf kleine Neste, die heute in Naturschußparts gehegt werden, aus. Warum, Mutter? Der Detektiv arbeitet Q Warum, Mutter? Von Hanfi Sander Warum muß ich meinen Puppenwagen hier lassen, meine Spielsachen, mein Bettchen, meinen Teller, meine Tasse? Nur eine Puppe darf ich mitnehmen, sagst du? Nur eine? Und den Teddy bär muß ich auch zurücklassen? Ich habe ihn doch so, so lieb... Bitte, laß mich ihn auch mitnehmen, ja? Warum weinst du, Mutter? Warum ist der Vater so traurig? Sag mir doch, Mutter, warum? Du packst alles in große Bündel, packst ein, padit aus... das muß zurückbleiben, das und das... aber wir haben doch alles nötig? Es gehört doch uns, auch die Stühle, die Tische, Betten, Schränke... alles willst du hier lassen, nie wieder kommen? fortgehen und nieWarum den müssen wir nach Frankreich? Wo ist Frankreich? Weit fort von hier? Mutter, warum bist du mit mir auf dem Friedhof gewesen und haft mir gesagt, ich müffe nun Abschied nehmen von Großvater, GroßDie Urgroßmutter? bielen, da hinten unter dem bielen Gräber... hohen Kreuz liegt bie Ururgroßmutter und schläft. Ururgroßmutter, das ist so lustig zu sagen... ich weiß auch, wo sie einmal gewohnt hat, drüben in der kleinen Straße, wo so viele rote Blumen am Fenster stehn. Ich weiß auch, wo Großvater gewohnt hat. Am Markt, hinter dem alten Brunnen. Ich weiß das alles. mutter Warum soll ich nun Adieu sagen? Gehen wir denn wirklich fort? Es war doch so schön bier, und nächstes Jahr sollte ich in die Schule gehen. Ich freue mich so darauf, ganz alleine, wie ein großes Mädchen mit der Schultante durch die Straßen zu gehen. Ich kenne den Weg schon ganz genau... Ist es wirklich wahr, Mutter, daß ich heute zum letzten Male in meinem Bettchen schlafe? Wo schlafe ich denn morgen übermorgen? Du weißt es selber nicht? 里 Warum bringt uns der Milchmann teine Milch mehr? Und der Bäcker kein Brot mehr? Was haben wir denn getan? Warum haben die Leute unsere Fenster eingeschlagen? Es ist doch so bittertalt... Haben wir etwas Böses getan? Wer? Der Vater?- Du? Jch?... Wer Frau Müller weint auch, wie du, Mutter, und Schneiders haben ihren lieben, großen Hund totgemacht auch Melchers dann sind sie zum Bahnhof gezogen, mit Bündeln, größer als deine... und viele andere Leute gingen auch.. und alle weinten, so wie du, Mutter... Warum? Nur noch eine Nacht schlafe ich in meinem Bettchen? Mutter, ich will auch ein Bündel machen... Ich will hineinpaden, alles, was mir gehört: Die Puppenkleider, das Kochgeschirr, die Bilder bücher, den großen Ball und den Baukasten... er ist doch ganz neu, das Christkind hat ihn mir erst zu Weihnachten gebracht. Alles geht nicht in das Bündel, was denni soll ich hier lassen? Die Möbel aus der Puppen ſtube? Das schöne Kaffeeservice? Die Gieß tanne? Nein, Wcutter, ich will alles mitnehmen Vater hilft mir tragen... aber Vater muß wohl dir helfen tragen, alle die großen Bündel? Was soll ich nur tun? Ich will nicht einschlafen, ich muß übers legen, was ich mitnehme und was ich hier denn, wenn lasse... ich will nicht einschlafen ich wieder aufivache, muß ich aufstehen und forts. gehen mit all den großen Bündeln, die im Flur liegen... Mutter, ich habe Angst vor den gros Ben Bündeln... Ich habe der Anni nicht Adieu gesagt und des Meiers Friz und der Tante Elſe und dem kleinen Hund von Steffans nicht... Gehen wir doch erst übermorgen fort, ja? Ja erst übermorgen... Weißt du, Mutter, du hast mir doch gesagt, daß ich ein -4Rosemaries neues Hut. Rosemarie ist Brüderchen triege? Wenn wir nun fortgehen, Haus und Garten bar aufgeregt. Rosemarie rast im Zimmer friege ich da feins...? Warten wir doch bis übermorgen, ja? Mutter, ich höre, wie du in deinem Bette weinst... soll ich zu dir kommen? Warum weinst du, Mutter? Ich muß auch weinen, wenn du weinst... Mutter, warum? Warum? Was mancher nicht weiß In Dänemark hat seit 1892 keine Hinrich tung mehr stattgefunden. + Das erste Schiff, das elektrisches Licht an Bord hatte, nachdem Edison vor etwa 50 Jahren die Glühlampe erfunden hatte, war der Dampfer„ Columbia", der von New York nach Oregon fuhr, und zwar schon ein halbes Jahr nach der Erfindung. Da man der neuen Erfindung noch nicht recht traute, waren sicherheitshalber aber auch die gewöhnlichen Betroleumlampen mit auf die Reise genommen worden. Aus Sparsamkeitsgründen hatte nur die Mannschaft den Schlüssel zu den Kontakten, so daß die Passagiere, wenn sie Licht brauchten, erst jemanden von der Besagung rufen mußten. * Burzeit arbeitet man in Baltimore an Untersuchungen, ob trockene oder feuchte Luft in Wohnräumen besser ist. Als Instrument bei dies sen Untersuchungen dient ein sehr fein gearbeis tetes Thermometer, mit dem man die Haupttem peratur an den Versuchspersonen mißt, um so feftaustellen, welche Wirkung ausgeübt wird, wenn der Duft allmählich mehr Feuchtigkeit zus gesetzt wird. Eine folche Untersuchung währt meist zwei Stunden, und alle fünf Minuten wird die Temperatur von Stirn, Baden und Hän den der Versuchspersonen festgestellt, während augleich Temperatur und Feuchtigkeitsgrab des. Bimmers gemessen werden. Die neuesten Dekorationen der Fingernägel find farbige Monogramme, silberne Monde, Hergen und andere Versierungen. * In England gibt es jest teine Fußballklubs für Frauen mehr, obwohl noch vor wenigen Jahren etwa siebzig vorhanden waren. Hunger Bruder Mensch, kennst du das auch: Man ist da und hat nur Luft im Bauch. Man fühlts im Magen stechen und pressen Man hat Hunger und nichts zu fressen. Man pfeift auf die ganze Volkswirtschaft, Man hat zum Denten feine Kraft; Für ein Stück Brot und einen Happen Braten Gäbe man den Goethe famt allen Bitaten. Man möchte schlingen, man möchte pampsen Und sehe gern aus dem Teller dampfen Eine Suppe, goldgelb, fett, duftig und fein Man möchte sie schmaßen, man ist doch ein Echivein. Der eine hat Hunger, ber andre Fressen und Geld, Fressen und Hunger sind die Pole der Welt! Hunger ist Fortschritt, sagen die Weiser Ich habe Hunger und sie können speisen. Ich habe nur Hunger und der Fäuste zwei: Bu fressen gebt, oder die Welt geht entzwei! Benebilt antner. Etwas von den Beerenobsträuchern. Daß die Beerenkultur wegen guten Absatzes der frischen Früchte rentabel ist, unterliegt feinem Zweifel. Ebenso ist bekannt, daß die Beerenobstzucht den einträglichsten Teil des Obstbaues bildet, zumal die Johannisbeere oder Ribisel auch in den nördlichen Gegenden gedeiht. Dazu kommt noch, daß die Johannisbeere weit weniger von der Ungunst der Witterung und von Insekten und Pilzschäden zu leiden hat als 3. B. der Weinstock. Die Kultur des Beerenobstes, besonders aber der Johannisbeeren sollte daher bei uns mehr zunehmen, weil sie uns außer materiellen Nutzen, durch Herstellung schmackhafter Weine, noch einen guten und erfrischenden Trunk bieten. Manche Traubenweine, die in den Handel fom men, halten feinen Vergleich aus mit richtig bereitetem Johannis- und Stachelbeerwein. Zum Beerenobstbau fann daher nicht genug aufgemuntert werden. " Heiteres " Im Feldlazarett. Saal mit Darmkranken. Was haben Sie?" ,, Ae Schneiderei, Erzellenz." Ich meine, weshalb Sie hierliegen?" Weil ich noch nicht aufstehen darf, Erzellens."„ Weshalb dürfen Sie denn nicht aufstehen?" Weil ich noch liegenbleiben muß, Exzellenz."- Herrgottnochmal! An was find - ,, Am Kanal bei La Bassé, Exellena." Himmeldonnerwetterjal Was hat denn der Arzt gesagt, wie Sie hierher gekommen find? ,, Bist du schon wieder da?" Sie erkrankt?" " " Treuz und quer. Faucht unter die Möbel, stochert hinter dem Schrank- Rosemarie hat wies der einmal das Chaos im Gefolge. Und warum? Rosemarie sucht einen Hut. Ihren neuen, fleis nen, modernen Hut mit Feder, den letzten Schrei des Entzückens, der allerdings Egon, ihrem Gate ten, recht unangenehm in den Ohren geflungen hat, weil seine Größe im umgekehrten Verhältnis zur Höhe des Preises steht. Darum meint Egon, ein bißchen boshaft: Was suchst du denn eigent ,, Da fragst noch? Natürlich lich, Mausi?" meinen Hut! Meinen neuen, kleinen Hut Wo kann ich ihn nur hingetan haben?" Egon nach langem Besinnen:„ Ach, den! Sieh doch mal in der Puderdose nach..." 10000000360 Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bei Teplitz- Schönau. Schachaufgabe Nr. 223. Von Fritz Schotola, Wien. ( Oestr. Arb. Schachzeitung 1931.) Schw.: Ka6, Del, La5, Sd1, 12, Bb5, g7.( 7)! a b c d e f g h 8 a b c d e f g h g6.( 10) Matt in Zügen! Instruktionsstunde. Der Herr Unteroffizier weiß: Kh7, Dds, Tal, 46, Lb3, g1, Sc2, d8, Bb, belehrt die neueingezogenen Refruten über die Mascheinteilung. Die Kleinste Gruppe ist die Rotte. Nutschmared, was find Rotten?" Kutsch mared fährt aus füßen Träumen auf, legt die Hände an die Hosennaht und schreit: Motten find sich große Maise, Härr Unteroffisier!" Enttäuschung. Mein junger Freund Eduard, ein leidenschaftlicher Tänzer, bat mich neulich. ihn doch auf einen richtigen Ball mitzunehmen, damit er seine in der Tanzschule erworbenen Kenntnisse endlich einmal im Rahmen eines Fa schingsfestes verwerten könne. So führte ich Eduard auf den Jägerball. Und er engagierte sogleich eine hübsche, junge Dame und tanzte mit ihr, unermüdlich, von neun Uhr abends bis nach Mitternacht. Endlich gegen ein Uhr er flärte das total erschöpfte Mädchen: ,, Seien Sie nicht böse, ich fann wirklich nicht mehr weiter!" Ich bin schon todmüde und habe solchen Hunger und Durst...!" ,, A! So eine find Sie?!!" brummte Eduard, zutiefst enttäuscht, und verließ fie sur selbigen Stunde. " Tüchtige Leute. Ein amerikanisches Ehepaar hatte eine Italienreise gemacht. Wie lange waren Sie denn in Florenz?"„ Bwei Tage!" Wie, zwei Tage nur? Haben Sie denn da alles gesehen?"- Gewiß." meinte die junge Frau, wir haben uns die Arbeit geteilt, mein Mann hat die Kirchen angesehen und ich die Museen." " Das kommt von selbst. Mein Bewerber gefällt mir soweit ganz gut, nur hat er zu fleine Augen. Freundin:„ Heirate ihn nur, nach her wird er schon große machen!" " Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösung zu Nr. 220: Le7-48! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Walter Ludwig, und Robek Franz Kwitkau: Relchel Ernst u. Reichel Wilter, Dra kowa; Beutel Wilhelm, Arnsdorf, b. Tetschen: Hieke Josef, Fritsch Anton, Hauptmann Franz, sämtlich Markersdorf; Böhm Heinrich, Jonsbach; Schwarz Raimund, Klostergrab; Dinnebier Emil Tetschen; Hyna Josef u. Hyna Franz, Hostomitz: Kraus Gerhard, Turn: Ulbert Rudolf, Proseditz: Triltsch Gustav, Wisterschan. Richtigstellung. Zur Aufgabe Nr. 222 teilt uns Gen. Hyna mit, das die weiße Dame auf ga steht. Im Diagramm ist das Standfeld der Dame h8, welches nach T16X15+ eine Nebenlösung zur Folge hätte. c2- c4 4. Sb1- c3 5. c4xd5 Partie Nr. 71. Gespielt in Bratislava 1925. Weiß: Walter, Bratislava. Schwarz: Burian, Brünn. 15. Lb7- c6 16. Db3xc4 17. مم Sb6- c4 Tb8x b2 Lg7xd4 e7- e5 Dd8-85H 20. Kg1- h1 Dg5-14 1. d2- d4 2. Sg1-13 3. Sg8-18 g7- g6 L18-87 d7- d5 18. Tal- d1 S16X45 19. Lc6-15 13. 6. e2- e4 b2xc3 7. 8. Lc1- b2 9. Lf1- c4 10. Lc4- d5 11. Dd1- b3 g2x13 12. c5Xd4 c3Xd4 S47- b6! 14.Ld5xb7 Ta8- b8 Sd5Xc3 c7- c5 0-0 Lc8- g4 Sb8-47! Lg4x13 21. Td1- d3 22. Td3xd4 23. Dc4Xd4 24. Kh1 – g1 25. Kg1 hi 26. Dd4- c4 27. Kh1- g1 Tf8- b8 e5Xd4 Df4x13H D13-84H Th2 bị Dg4-13+ Tb8- b211 Weiß gibt auf.