BU □tr. 12 UnteröQliung^dlaflt 1935 Lord Phipps sucht einen Spleen Lord Basil Phipps, 49 Jahre alt und ohne Beruf— son stand es wenigstens in seinen Papieren— wohnte in London SW 1, Rorth Street 18, gleich hinter Westminster Abbey. Nachbar des Herzogs of Marlborough, waren die Häuser von ihren Vorfahren gleichzeitig erbaut worden, schmal niedrig und von außen recht unscheinbar. Innen gab es di« üblichen englischen zwei Stiegen und erstaunlich viele Zimmer.. Niemals• hätte«in vorübergehender Fremder in jenen schmalen niedrigen Häusern solch« Zimmerflucht vermutet. Der 49jährige Lord war groß und schlank, seine Haut hatte di« Farbe hellen Leders und er erfreute sich bester Gesundheit. Dies war allerdings auch das einzige, was ihm Freude machte, denn sonst vermochte ihn nichts zu erheitern. Mancher beneidete Sir Basil Phipps. Eingeweihte, denen bekannt war, daß der Lord ein große» Vermögen hatte, angelegt in Plantagen britischer Kolonien und hinter den vermauerten Fenstern der Bank von England. Was konnte man mit soviel ungezählten Pfunden beginnen? Jeder hätte«s gewußt. Rur Lord Basil Phipps wußte es nicht. Die Welt war dreimal von ihm bereist worden. Selbstverständlich mit Cook und ebenso selbstverständlich streng nach dem Baedeker. Was mit drei Sternen darin bezeichnet war, das hatte Lord Phipps gesehen und gebühreiw bewundert. Auch wenn er nicht» davon verstand. Oder wenn es ihm im Grunde gar nicht gefiel. Da» Ergebnis dieser dreimaligen Weltumkreisung war Lord Phipp» berühmte Pfeifensammlung. Shag-Pfeifen und Indianer- Pfeifen, holländische Tonpfeifen, arabisch« Haschisch- und chinesische Opium-Pfeifen, Pfeifen der Eskimo» und Wafferpfeifen der Orientalen wie» diese Sammlung auf. Doch wenn man sie immer wieder gesehen hatte— so verlor da» mit der Zeit an Reiz. Auch«ine Bridge-Bibliothek besaß Lord Phipps. Sie war nicht weniger bekannt als seine Pfeifensamm- lung. Die Bridge-Bücher bildeten Basil Phipp» einzig« Lektüre. Sonst liebte er Gedrucktes nicht. In seinem Haus gab es außer der Köchin kein weibliches Wesen. Alle anderen Obliegenheiten wurden vom männlichen Personal besorgt. Der Lord hatte etwa» gegen Frauen. Er fand si« unbequem und störend. Zu selbstsüchtig, um sich anpassen zu können, war er deshalb Junggeselle geblieben. Außer Bridge und Klub gab es für Phipp» nur noch da» Golfspiel. Aber auch dabetrieb er in der letzten Zeit nicht mehr mit der gleichen Leidenschaft. „Stehen Sie früh auf, gehen Sie spazieren," meinte der Arzt, dem Phipp» sein Leid klagte. Sine Zeitlang fütterte der Lord gehorsam jeden Morgen di« Schwäne im Park von St. James. Dabei stellte er erstaunt fest, daß es L«ute gab, di« Mn diese Zeit schon an die Arbeit gingen. Sie musterten Sir Phipps manchmal mit geringschätzigen, manchmal mit belustigten, hin und wieder aber auch mit filteren Blicken, wenn er so vor dem großen Teich stand und den' Skizze von Tieren boll nachlässiger Langeweile Brotkrumen in das stille, glatte Waffer warf. Schön war die frühe Morgenstunde in St. Jame». Blätter und Mitten dufteten, milde Lust schmeckt« feucht nach frischem Tau, die Morgensonne wärmte, ohne zu brennen, und der Himmel erstrahltt in feurigem Röt. Doch der Reiz dieser Neuheit ging bald vorüber. Und gähnend erklärte Lord Phipps eine» Abends seinem Kammerdiener Henry,«r solle ihn morgen nicht wieder um sechs Uhr wecken; die Schwäne seien bereit» zu dick und er selber zu abgespannt. Bon jetzt an wolle er wieder so lange schlafen wie gewöhnlich. DaS hieß— bis er von selbst erwach«. Der Diener verbeugte sich. Er kannte nur ein Amt: gehorchen. Lord Basil Phipps saß in seinem Mub in Pall Mall. Rings um ihn waren die Klubgefährten versammelt. Der Lord kannte viele Menschen. Aber er hatte nicht«inen einzigen Freund. Es gab solche, die seinen Befehlen folgen mußten und solche, die ihn einluden, aufsuchten oder anhörten. Doch es gab niemanden, zu dem Basil Phipps„du" sagte. Der ihm vertraut war. Formlos und ohne Worte.„Ich langweile mich," klagte Sir Phipps, ich langweil« mich geradezu tödlich. Wer kann mir sagen, Waich tun soll, damit die Zeit nicht mehr so träge dahin schleicht, sondern wieder den raschen Lauf meiner Jugendjahre annimmt?" Die Klubge- fährtrn hörten ihn amüsiert an. Ein weißhaariger Herr mit jugendlichen Gesten und blitzendhellen Augen rief dem müde Dafitzenden zur„Lassen Sie Sich doch al» Kandidat der ————————————— Die ihr gemordet ♦.. Die ihr gemordet und vergraben wähnt ihr Mr immer stumm gemacht. Sie find nicht stumm, ihr hört sie schreien, wenn ihr, mit Angst im Herzen, lacht, Und wenn ihr singt, spürt an der Kehl« ihr eine katte Knochenfaust. Drum überbrWt ihr jede Still«, und dunkle Furcht, die in euch haust. De» Nachts die Gräbernebel steigen empor au» ttefster, dunkler Gruft. Die unterdrückten Todesschreie verdicken euch die Atemlust. Ihr greift entsetzt nach jenen Schatten, die auf euch wuchten schwer und breit. Der Toten Schrei steht starr im Dunkelt O wartet nur—'s ist noch nicht Zeit! So ttef die Toten auch vergraben, Sie kommen zu euch, Nacht für Nacht. Und jede Nacht, bis ihr dann endlich zum Morgen des Gericht» erwacht, Hans K i r n e r. Tories aufstellen, im Parlament haben Sie Ab« Wechslung genug."— Phipp» winkte ab.„W«I- halb? Die soziale Frage intereffiert mich nichts Lord Gray. Für mich ist sie gelöst. Es müßt» schon irgend etwas Tolles sein, was mein« Lethargie erschüttern könnte. Krieg? Vielleicht auch Revolution? Aufstand in Indien? Sabo« tage in Afrika? Was weiß ich!" Einer der Umstehenden lachte laut. Es war Lord Cecil Vane, Herr im Dunkeln von unzähligen Zeitungen, di» die öffentliche Meinung Englands konservativ beeinflußten. „Ich hab's, lieber Phipps. Geben Sie doch «in Inserat in den.Time»' auf. ,Aelterer Her» sucht Spleen' oder so ähnlich." Der Lord über« legte. Rur eine Sekunde. Dann sprang er auf, mit einer Elastizität, di« ihn» keiner mehr zu getraut hätte.—„Vane, old boy, das ist ein« Idee. Wonderful. Ich werde noch heute abend meinem guten Henry sagen, daß er mir ein paar Textentwürfe machen soll. Uebermorgen könne« Sie bestimmt das Inserat in den.Times' lesen." Phipps drückte Van« begeistert die Hand.„Ich danke Ihnen. Ich geh« sofort nach Haus. Jede» Gefühl von Langeweile ist bereits verschwunden. Wie wird das werden, wenn e» schon so anfängt?" Basil Phipps verabschiedete sich kur» von den anderen und stürzt« fort. Lord Vane bot Lord Gray eine Zigarre an und sagt«, währeich er sich vom Klubdiener Feuer reichen ließ, hohnvoll:„Unser Phipp» sucht einen' Spleen und weiß nicht, daß er ihn schon längst hat. Sonder« bare» Volk, wir Engländer...!" » „Times"-Leser find die aufmerksamste« Leser der Welt. Sie pflegen in ihrem Leivblatt keine Zeile auszulassen. Sie beginnen beim Leit« artikel und enden mit der letzten Annonce. Sg konnte denn halb London am zwetten Tage, nachdem Sir Basil Phipp» den Ratschlag sein«» Klubkollegen Lord Bane erhalten hatte, folge«« de» Inserat lesen: „Reicher Mann, tödlich gelangweilt, b«a . grüßt jede Anregung auf Spleen oder sonstigen amüsanten Zeitvertreib." • Jack Hubbard, früher Kohleittrirnmer, jetzt Dockarbeiter, entdeckte die Anzeige, mit deren Seite sein jamgestrichene» Frühstücksbrot umwickelt gewesen war, im Angesicht des rauchgrauen Themsehafens und inmitten der nebela zerrissenen stinkigschwarzen Londoner Lust, „Schwein von Nichtstuer," schimpfte er laut— denn Jack Hubbard war nicht sein—„weiß nicht wohin mit seinem Geld. Dir würde schon der Spleen vergehen, du AaS, wenn du hier all» Tage Miesmuscheln von der Bordwand kratzen müßtest wie ich." Bankbuchhaüer Robert Merton, hinter den vermauerten Fenstern der Bank von England« kaute an seinem Federhalter, schüttelte den Kopf. „Komisch, auf solche Gedanken kommt unsereiner gar nicht. Wenn man di« ganze Woche Kolonnen addiert, freut man sich auf den Sonntag« — 2— Spazierengehen mit Mabel im Hyde-Park, ein« mal schiebt sie den Kinderwagen, einmal ich..." Robert Merton verlor sich minutenlang in Träumereien. Ein Boot glitt die Themse bei Richmond hinunter. Richtung Maidenhead. Bob Pelham hielt die Zeitung auf seinen Knien und lieb die Ruder treiben. Plötzlich lachte er hell.„William," rief er seinem Skaut-Bruder zu,„da, lies mal. Old-England— etwas verrückt. Und so was lebt noch". William las, knurrte:„Hoffentlich nicht mehr lange". Ein Tramp legte sich zur Ruhe im Obdachlosenasyl der Heilsarmee von Whitecheapel. Beschmutzte Zeitungsblätter, aufgelesen im Rinnstein, entglitten seinen Händen.„Der hat noch nie im Leben Kohldampf geschoben, dieser Spleensucher," waren seine letzten Gedanken Vor dem Einschlafen. G Henry, der Kammerdiener, stöhnte. Nun hatte er schon einen Waschkorb herbeigeschafft, und auch der reichte nicht aus, um die Fülle von Briefen zu fasten, die als Antwort auf Lord Basil Phipps Inserat in den„Times" eingegangen waren. Der Lord rieb sich vor Freude die Hände. Vergnügt klopfte er seinem Diener auf die Schulter/ Endlich, Henry, für ein paar Stunden Beschäftigung. Komm, wir wollen ans Sortieren gehen." Viele Zuschriften versuchten schon rein äußerlich ihren„Spleen" zu zeigen. Da gab es rote Kuverts, und die Adresse war schräg drüber hingewischt. Einige hatten die Marken verkehrt oder in wildem Durcheinander aufgeklebt. Andere sandten schwarzumrandete Briefe. Doch erwies sich ihr Inhalt als banal und recht alltäglich.. Basil Phipps legte sie schnell, beiseite. Schließlich nach langem mühevollen Sichten zog der Lord fünf Vorschläge in engere Erwägung. Es waren die eines Kapitäns, eines Käsefabrikanten, einer Verkäuferin, eines Schriftstellers und eines Filmstars. Der Kapitän, schrieb:„Seit vielen Jahren befahre ich das Segelschiff.Polonia'. Auf der Im auswärtigen Amte am Ballhausplatz in Wien herrschte große Aufregung. Zum dritten Male im laufenden Monate wurde ein neuer Chef ernannt. Eben hatte sich sein Vorgänger von den Beamten verabschiedet und der Reue unter zahlreichen Versprechungen vorgestellt. „Gott sei Dank, daß die fade Beschicht' endlich aus ist," sagte Hoftat Dr. Braunstingl zu seinen Abteilungskollegen Sekretär Brunner und Konzeptspraktikant Dr. Lieblich. „Schrecklich, vier Uhr' ist' eS schon, nun muß ich aber schaun, daß ichz' Haus' komme, meine Frau wird schon mit dem Esten warten."„Ja, Sie haben es gut, Herr Hofrat," meinte Brunner;„Sie kriegen auch jetzt Ihr gutes Mittagesten, aber wir armen Junggesellen müffen um die Zeit im Kaffeehaus mit einem kalten Im- biß vorlieb nehmen." Dri Braunstingl schmunzelte:„G'schieht Euch schon recht, was habt'S nicht geheiratet, aber wiffen'S was, meine Herren,, kommen's mit mir z'Haus, meine Frau wird sich freuen, Sie wieder einmal zu sehen." „Ja, wenn wir der Gnädigen keine Umstände nrachen," warf Dr. Lieblich ein,„aber nix," bruuunte der Hofrät,„Ihr kommt's mit und basta!" letzten Reise haW ich die GalleonS-Figur am Bug meines Schiffes durch«inen Sturm verloren. Wollen Sie an ihrer Stelle die nächste Fahrt mitmachen?" „Ich mußte gestern den Mann, der bei mir die Löcher in dm Käse bohrt, hinausschmeißen," berichtete der Fabrikant.„Wäre das nicht ein Posten für Sie?" „Ich bin Verkäuferin bei Selfridg« in der Oxford-Street. Meine Kolleginnen nennen mich das spleenigste Frauenzimmer auf Erden. Nach Ihrem Inserat zu urteilen, scheinen Sie, Sir, der spleenigste Mann zu sein. Heiraten wir einander! Unser Kind wird man dann das spleenigste Kind der Welt nennen." Der Schriftsteller bemerkte:„Vor mehreren Monaten habe ich einen Roman beendet, der das soziale Leben Englands in der heutigen Zeit so schildert wie es wirklich ist. Kein.vernünftiger' Verleger will das Buch herauSbringen. Machen S i e sich den Spleen, es,zu veröffentlichen!" „Das Leben langweilt mich ebenso tödlich wie Sie," klagte die blondhaarige Gladys Sunshine, der britischen Halbinsel beliebtester Filmstar.„Ich schlage Ihnen daher vor: Kommen Sie mit mir in die Stratosphäre. Bon dort wollen wir gemeinsam auf die ganze Welt spucken!" Schon war Lord Basil Phipps nahe daran, sich für den Vorschlag der Filmdiva zu entscheiden— in diesem Augenblick brachte der Hausmeister ein gekabeltes Telegramm. Phipps riß es auf, überflog es und schrie dann begeistert: „Henry— da, nimm, sieh, daS ist der Spleen, auf den ich gewartet habe!" Und der Kammerdiener ergriff die Depesche, hielt sie mit würdiger Miene in respektvollem Abstand und las laut:.- „Soeben Inserat gelesen stop erbitte vorläufig Ablehnung jeglichen Angebots stop habe folgenden Vorschlag stop treten Sie ein für Brechung der' Zinsknechtschaft stop garantiert amüsanter Spleen stop ganz England lacht und Sie werden Diktator. GoetbelS." Die drei Aktenbeherrscher bestiegen rin Autotaxi, welches sich anscheinend aus dem technischen Museum in die innere Stadt verirrt hatte, und landeten in verhältnismäßig kurzer Zeit, gerüttelt und geschüttelt, bei der reizenden Einfamilienvilla Dr. Braunstingls in der Sternwartestraße. Eine entzückende Brünette mit etwas dunklem Teint in der vollen Weiblichkeit von 80 Jähren stand im Garten und winkte erfreut: Na das ist aber nett, daß sich die Herren einmal anschauen lassen, ich habe schon in der Mittags-Zeitung gelesen, Ihr habt's wieder einen neuen Minister; so was muß ich immer mit meinem Esten büßen, aber bitte nur weiter zu konnnen, Si« werden schon einen Mordshunger haben. Nur mache ich die Herren gleich aufmerksam, wir haben nur«in ganz einfaches wienerisches Mittagmahl, denn auf so hohen Besuch war ich nicht gefaßt."„Aber gnädige Frau," sagte Brunner, ,Lhr« Küche ist doch berühmt und gerade das gefällt mir,, daß Sie in der Kost die deutsche Einfachheit lieben." Dr. Lieblich lächelte.„Aha," meint Brunner,„der „rote" Praktikant grinst schon wieder, wenn der was vom Deutschtum hört; wissen Sie, er ist nämlich etwas international angehaucht." „Politisch Lied, ein garstig Lied, Herr Sekte« rär," unterbrach Frau Grete Braunstingl, während man im Speisezimmer anlangte. Es war tatsächlich ein echt wienerisches Mittagmahl: Zuerst eine Leberknödelsuvpe, dann ein Riesenbeinfleisch mit Heurigen und Gurkensalat und als Piece de resistance ein meterlanger Apfelstrudel. Die Gäste waren begeistert.„Ja," sagt Dr. Braunstingl,„meine Gretl laßt sich'S nicht nehmen, selber zu kochen, die Köchin ärgert sich damisch darüber."„Jetzt weiß ich, warum es mir gar so geschmeckt hat," schmeichelte der Schwerenöter Dr. Lieblich. Nun zog man sich in das Herrenzimmer zurück, versank in die weichen Klubsessel, das pikante Stubenmädchen, welches mit Dr. Lieblich verstohlene Blicke wechselte, servierte Mokka und Liköre, die Herren zündeten sich Zigarren, Frau Grete eine Zigarette an und man erholt« sich von dem einfachen, aber reichlichen Mahle, „Da sicht man wieder," unterbrach Brun« ner die feierliche Still«,„die tüchtige deutsche Hausfrau, noch dazu eine waschechte Wienerin! Ja, so was muß angeboren sein."„Wer geh'nS Kollege," widersprach Dr. Lieblich,„jeder Mensch paßt sich seiner Umgebung an, man braucht gerade kein geborener Wiener sein und kann doch wienerisch fühlen und handeln." Brunner kam in Saft:„Nein, mein Lieber, auf die Rasse kommt es an."„Nun und was ist's mit dem Neger-Portier, der nach Wien zuständig ist und den Krieg bei den Deutschmeistern mitgemacht hat; ist das vielleicht kein Wiener?"„Na, das ist doch unglaublich," schrie Brunner,„so eine Zumutung, ein Neger," „aber meine Herren, Sie werden doch.nicht streiten," beschwichtigte Dr. Braunstingl« „Herr Hofrat entscheiden Sie," meinte Dr. Lieblich.„Ich werde mich hüten," erwiderte der Hofrat,„aber paffen's auf, meine Herren, ich erzähle Ihnen eine Geschichte, die auf diesen Diskurs patzt."„Bravo, Herr Hofrat," riesen beide. Dr. Braunstingl lehnte sich in seinen Fauteuil zurück und begann:„Es war vor ungefähr 17 Jahren, ich war Attache bei der oster« reichisch-ungarischen Gesandtschaft in Kalkutta," hier erhob sich Frau Grete:„Entschuldigen di« Herren, ich habe mit dem Gärtner etwas Wichtiges zu besprechen" und begab sich, in den Garten. „Ich war damals jung und lebenslustig," fuhr der Hofrat fort,„es hat kein Nachtlokal in Kalkutta gegeben, welches ich nicht gekannt habe, mit den berühmten indischen Bajaderen war ich immer gut Freund, hasardiert hab' ich auch im Klub, kurz, ich habe halt gelebt, wie man eben mit 28 Jahren lebt. Da fahr' ich einmal mit meinem Wagen durch das Eingeborenenviertel und sehe, wie ein langer Inder aus ein halbnacktes Mädl von ungefähr 14 Jahren mit der Peitsche loshaut. Ich reiße ihm di« Peitsche aus der Hand-und sage in seiner Sprache, die ich ein wenig gekannt habe,„Du Hund, was schlägst Du denn das Kind," worauf er sagte:„Sahib, dieses Mädchen gehört in die Kaste der Paria. Ihre Eltern sind gestorben und jetzt ist sie meine Magd. Da sie eS mir nicht recht machte, schlug ich sie, gehört sie doch zur niedrigsten Kaste". Das arm« Mädl hat geweint und geschluchzt, trotz ihrer Fetzen und den schmutzigen Füßen hat man doch gesehen, daß es ein fescher Kerl ist; kurz, ich sage zu dem Inder:„Dieses Mädchen geht mit mir". Er protestierte: „Rein, Sahib, sie gehört mir, mißer Du würdest sie kaufen." Ich habe den Kerl den Inhalt meister Brieftasche, es werden gegen 1000 •MtMWMMMtMtMMeMWMMMCMCttMMMWMMtMMM«« Das Mädchen ans der letzten Kaste Eine merkwürdige Geschichte Von Georg Sende. 8 -Schilling in unserem Gelde gewesen sein, ges geben, habe das Mädl auf den Wagen ge= hoben, in meine Wohnung geführt und sie dort der Köchin übergeben, damit sie sie, wie sie liegt und steht, in die Badewanne setzt und ihr die zausigen Haare richtet. Das Mädl hat sich anfangs gesträubt, weil sie scheinbar das Wasser nicht gewohnt war, doch weil sie in einem meiner Pyjamas rein gewaschen und frisiert beim Tisch gesessen ist und ein feines Nachtmahl geschnabelt hat, ist sie zutraulich geworden. Ich hab' ihr gesagt, sie solle keine Angst haben, ich tue ihr nichts, habe sie in's Fremdenzimmer geführt und ihr geraten, sich niederzulegen. Das Mädl war ganz verwirrt, wahrscheinlich hat sie in ihrem Leben kein ordentliches Bett gesehen; nun bin ich in meinen gewohnten Klub gegangen, habe sauber verspielt, so daß mich die Kollegen mit ,, Glück in der Liebe" gepflanzt haben. Wie ich 3' Haus gekommen bin, schleiche ich mich in's Fremdenzimmer, na, Herr Dr. Lieblich, grinsen's nicht, ich wollte wirklich nichts von ihr, ich wollte nur schauen, ob sie gut schläft, aber das Bett war unberührt. Ich bente mir, sie ist aus lauter Angst abgefahren, gehe in mein Zimmer, da liegt sie ausgezogen auf meinem Bett. Wie ich komme, springt sie auf und macht ein tiefes Kompliment. ,, Na," Jage ich,„ Mädel, schlafst Du nicht, hast Du Dich allein gefürchtet ,,, worauf sie sagte: ,, Sahib, es tst Pflicht einer untertänigen Dienerin, auf die Rückkunft ihres Gebieters zu warten." ,, Na, Mädt," sage ich ,,, so heikel ist es bei mir nicht, also gute Nacht, schlaf gut" und streichelte ihr Haar. Es hat mich eine große lleberwindung gekostet, denn jetzt hab' ich erst gesehen, wie schön das Weib war, aber ich habe mir gedacht, das wäre eine Verlegung der Gastfreundschaft, bas darf ich nicht tun. Da fängt sie auf einmal bitterlich zu weinen an, ich frage sie, ob ihr es bei mir nicht gefällt, da antwortete fie: ,, Sahib, bei Dir ist es wie im Paradies, aber," schluchzte sie,„ ich bin ja nur eine Paria und darum verschmäht mich mein Gebieter". ,, Esel," sagte ich zu mir selbst, nahm das nun überglückliche Mädl in meine Arme und füßte ihr die Tränen weg. Diese Nacht ist sie mein Weib geworden und ich sage Euch, meine Herren, wir haben uns wirklich wie im Paradies gefühlt. Haus und Garten Schutz blühender Johannis- und Stachelbeersträucher gegen Spätfröste. nisEs gibt einen sehr einfachen Kniff, Johanund Stachelbeersträucher, richtiger gesagt deren Blüten, vor Erfrieren durch Spätfröste zu bewahren. Leider ist dieses Mittel wenig bekannt. Es besteht darin, daß die Sträucher rechtzeitig im Frühjahr mit Bindfaden( nicht Draht) zu lockeren Besen zusammengeschnürt werden. Die Blüten schüßen dann einander und bemerkenswert ist auch, daß infolge des Zusammenschnürens das Laub früher treibt und zur Deckung der Blüten beiträgt. Die Einschnürung darf nicht derart erfolgen, daß die Zienen verhindert sind, an die Blüten zu gelangen. Erst wenn die Blüte vorbei ist, werden die Bänder gelöst und die 3weige vorsichtig in ihre alte Lage zurückgebogen. Verwertung von Ruß im Obst- und Gemüseban. Ruß ist ein wertvoller Dünger für alle Gemüsearten sowie für Obstbäume und Beerensträucher. Holzruß enthält 1.4 Prozent Stickstoff, 0.5 Prozent Phosphorsäure und 2.4 Prozent Kali. Steinkohlenruß 2.5 Prozent Stickstoff und 0.1 Prozent Kali. Man kann damit alle drei bis vier Wochen vom Frühjahr ab düngen, und zwar ist der Ruß sehr dünn über den Boden zu verteilen, etwa auf einen Quadratmeter 40 bis 50 Gramm. Diese Menge kann man auch in Wasser auflösen und damit die Pflanzen begießen. Der Kuß ist dann ebenso wirksam. staffiert den Lloyddampfer Bombay" bestieg, bat niemand mehr erkannt, woher sie war. TriestBei der Table d'hote hat es noch manchesmal nicht ganz gestimmt, sie hat nie recht gewußt, wann sie das Messer oder die Gabel nehmen soll, aber bis wir nach Triest gekommen waren, hatte sie bereits ein tadelloses BeDas Glück hat lange Monate gedauert, ich habe nehmen und im Speisetagen des nicht mehr gedraht, bin auch nicht mehr in den Wiener Schnellzuges haben sie die Passagiere Klub gegangen, alle haben mich gepflanzt, aber fogar wegen ihrer eleganten Erscheinung beich habe mir nichts mehr daraus gemacht. Eines wundert. Ich habe ihr während dieser letzten Tages hörte ich auf der Gesandtschaft Kriegs- Fahrt von unserem Wien erzählt, vom gerüchte und richtig, ich werde telegraphisch Stephansturm, vom Kahlenberg, vom Prater, nach Wien berufen. Wie ich schlecht gelaunt von der Donau und wie wir hinter Mödling nach Hause kam, fällt mir meine Leila, so hieß endlich die Lichter der Großstadt erblickten, das Mädchen, um den Hals und sagt in gebro- freute sie sich gerade so wie ich." ,, Was ist aus dem Mädchen der letzten Raste geworden?" fragte Brunner. chenem Deutsch: ,, Warum Schatz traurig". Ich Frau Gretl kam vom Garten und legte sage ihr: Jetzt heißt es Abschied nehmen, ich eine Hand auf ihres Mannes Schulter. muß in meine Heimat." Sie hat nicht geweint, nicht geschrien, aber geschaut hat sie, ich sage Such, geschaut, wie wenn sie den Tod gesehen hätte. ,, Schau Leila", sagte ich ,,, sei gescheit, ich habe schon mit einem meiner Freunde, einem englischen Kapitän, gesprochen, er würde Dich die Hand. als Kinderfräulein zu seinem Töchterl nehmen." ,, Nein," schluchzte sie jetzt auf ,,, Leila will " Sahib bleiben, mitgehen."„ Aber Kind," sage ich, in Wien ist es kalt und stürmisch, das bist Du nicht gewöhnt."" Wo Du ist gut, ich will Wien gehen." Kurz, sie hat so lange gepenzt, bis ich ja gesagt habe. Die Freude hätten's fehen sollen, um den Hals ist sie mir gefallen, getanzt hat sie und abgefüßt hat sie mich. Die paar Wochen vor der Abfahrt habe ich ihr einen deutschen Lehrer gehalten, sie hat alles sehr gut fapiert, auch Manieren hat er ihr beigebracht, furz, wie sie mit mir elegant aus,, Wie Sie gesagt haben, Kollege, eine waschechte Wienerin und da steht sie," schmunzelt der Hofrat und füßt seiner schönen Frau ap Frühling. Herbst. Winter. Aussehen, so wie ihre Kunstwerke es uns offene baren. Sir John Marshall und seine Mitarbeites studieren die Ruinen von Mohenjodaro seit vies len Jahren. Aber erst kürzlich haben sie im Laufe ihrer Nachforschungen ein Zimmer ausgegraben, das zahlreiche Stelette von Männern, die alle groß und jung gewesen sein mußten enthielt. Die Stelette deuten darauf hin, daß die Mäns ner alle im Schlaf, ohne Kampf, vom Tode heims gesucht worden waren. Die Gelehrten fanden auch noch ein anderes Zimmer, das voll von Männers und Frauensfeletten war von Paaren, die der Tod im Schlaf überrascht hat. Die Gelehrten konnten nach großen Ans strengungen die Schrift der Tafeln entziffern, die man in diesen merkwürdigen Todeskammern fand. So erfuhren sie von einer Liebesgeschichte boll Grausamkeit und Leidenschaft. Vor 4600 Jahren lebte in Mohenjodaro ein schönes, junges Mädchen, Lipfo Emu, Hohepries ſterin der Stadt; in dieser Epoche herrschten die Priesterinnen über Mohenjodaro und die Hohes priesterin spielte die Rolle einer Königin. Die schöne Lipso Emu verliebte sich in einen gewöhnlichen Sterblichen. Der Bruder der Pries sterin empörte sich über die Unverschämtheit des Mannes und ließ ihn töten. Lipso Emu empfand darüber einen unges heuren Schmerz und großen Zorn. Aus Troß und Verziveiflung begann sie sich allen Männern hins zugeben und darauf die Liebhaber einer Nachs Hinrichten zu lassen. Dann verkündete sie, daß sie göttlichen Ursprungs sei. Sie umgab sich mis Der Liebhaber vor 4600 Jahren schönen jungen Frauen und feierte mit ihnen die tollsten Orgien. Das Land stöhnte unter dem Archäologen haben in Indien, im Distritt Zwang der Abgaben, die dafür bestimmt waren Sind, die Ruinen der alten Stadt Mohenjodaro den Luxus dieses Jungfrauen- Hofes" zu ere ausgegraben und sind da auf die Spuren der halten, wie man ihn aus Spott nannte. Alle außergewöhnlichsten Liebesgeschichten gekommen. diese Frauen gaben sich unzähligen Männern Vor 4500 Jahren erreichte Mohenjodaro den hin, die sie nachher töten ließen. Höhepunkt seines Ruhmes, um dann ganz von Viele Männer fanden so ihren Tod, daruns der Bildfläche der Erde zu verschwinden. Die ter einfache Bauern, vorausgeseßt, daß sie schört Gelehrten schäßen, daß seine Bewohner Nachkom- und jung waren. Nach einem Tag und eines men einer kaukasischen Nasse seien; Männer und Nacht, die sie im Palais verbracht hatten, stars Frauen waren von hohem Wuchs, aristokratischem ben sie vergiftet, und ihre Leichen häuften sich int ben Zimmer an, das Sir John Marshall soeben 46 Jahrhunderte später nach langen und schwie tigen Ausgrabungen entdeckt hat. Diejenigen, die nicht den Mut hatten, ihre Diebhaber von einer Nacht zu töten, stiegen in ein besonderes Zimmer hinunter und tranken einen Becher Gift mit ihrem lebten Kuß. So starben die Liebenden, einer im Arm des andern. Liebe und Reichtum in der Arktis ( PS.) Händler, die aus der Arktis zurücktehrten, erzählen die Geschichte eines Mannes, der in den Schneewüften sein Glück gefunden hat. Vor einem Jahre ging der junge Kanadier D'Arch Arden auf die Goldsuche. Mit spärlichem Proviant, Spaten und Waschpfanne ausgerüstet, wanderte er' n die riesigen Einöden, die den Großen Bären- See" umgeben. Endlich kam er Hungrig, frank und niedergeschlagen in ein Eskimodorf an der Cameron- Bay. Die Dorfbewohner nahmen sich liebevoll feiner an, pfleg ten ihn gesund und ernährten ihn. Ein Estimo mädchen, genannt Dog- ribbed- Squaw", tar besonders nett zu ihm. Nach kurzer Werbung Heiratete er sie und wurde auch in den Stamm aufgenommen. Die Estimos nahmen den jungen Mann nun auch auf ihre Erkundungsfahrten mit. Eines Tages fanden sie Radium. Sie steckten in Arben3 Namen ein Claim ab. Bald war er ein reicher Mann. Jedermann erivartete nun, daß er zur Zivilisation zurückkehren würde, um sein Geld dort zu verleben. Aber Arden weigerte fich, feine neue Heimat zu berlassen. Er erklärte, daß er seine Frau und seine Kinder liebe und dort bleiben wolle. Er hat sich dort in dem Dorf ein Haus gebaut und sieht es vor, unter den Schwvie= rigkeiten feiner Wahlheimat zu leben, als sein Geld in der sogenannten besseren Welt der BiviLisation auszugeben. Seine Frau wollte ihn fogar freigeben, aber er nahm dieses Opfer nicht an. Wußten Sie das schon? Daß die Vereinigten Staaten, Holland und Dänemark diejenigen Länder sind, die den größten Seifenverbrauch der Welt haben, daß zum Beispiel in Nordamerika auf den Kopf der Bes bölkerung pro Jahr 28 Pfund Seife tommen? Daß früher in den Dorfschulen, wo der Unterricht meist sehr früh begann, jedes Kind ein Talglicht mitbringen mußte zum Beleuchten und einen Arm voll Holz zum Heizen des Schulimmers? Daß es noch bis vor gar nicht langer Beit In China Beitungen gegeben hat, die auf gelber Beibe, ftatt auf Papier, gebrudt wurden? Daß man das Gesamtgewicht des Erdballs mit 5786 Trillionen Tonnen berechnet hat? Daß es in Auftralien bei den Eingeborenen Bitte ist, daß der nächste männliche Verwandte eines Ermordeten mit dem Kopfe auf dem Kör ber des Toten schlafen muß, damit ihn im Traume der Geist des Toten besuche und ihm ben Namen des Mörders offenbare? - 4Ein kleiner Knirps möchte baben gehen und braucht zu diesem Zwecke eine Schwimmhose. Seine Mutter geht mit ihm um eine solche in den Laden, und das Fräulein probiert die ge wünschte Nummer, indem sie das Höschen außen an dem Kleinen hinhält. Alles klappt, die Mama will mit dem eingepackten Hoserl zur Kassa gehen- da zupft sie der Kleine und sagt Mutterlich brauch ja auch was für hint..." " Steine als Geld werden auf einer der Karolineninseln, der Insel Yap, benutzt. Dieses Tauschmittel wurde schon vor Jahrhunderten dort in Gebrauch genommen. Die Inset nämlich besteht aus Basalt und Korallenklippen. Als Eingeborene in ihren gebrechlichen Kanus auf Inseln kamen, die aus Granit bestanden, sahen sie dieses ihnen fremde Gestein als etwas Softbares an und nahmen mit Lebensgefahr große Mengen davon mit heim nach Yap. Da jeder Eingeborene den Wunsch hatte, solche Steine zu besitzen, wurden sie mit der Zeit zum Tauschmittel, also zum Geld in unserem Sinne. Da mehr Steine gebraucht wurden, mußten sich weitere Expeditionen hinauswagen, um das kostbare wild vergrößert haben, aber den Mund lassen Gestein zu holen. Bei diesen Zügen aber gingen viele Menschenleben verloren. Heute gibt es Münzgeld auf der Insel, das aber von den Eingeborenen wenig benügt wird. Druckfehler. ** ,, Noch immer brüllte das Kind unverdroschen weiter!" Beim Photographen. Sie, bitte, wie er ist." ,, Ich möchte mein Sprachunterricht. Fris, du lernst doch griechisch? Erkläre mir doch den Ausbrucki Hippologie."- ,, Was, jetzt in den Ferien?" . Im Jahre 1819 fuhr das erste Dampt schiff von Europa nach Amerita. Es brauchte Amerifa ebenso gewagt wie heutzutage ein vierhändig spielen): Was spielst du denn da, 26 Tage. Damals war die Schiffsreise nach Mutter fragt. Mutter( beren beide Kinder Ozeanflug, und man verfolgte die Fahrten der Mar?" ,, Die Mondscheinsonate von Beeta fühnen Dampfschiffspioniere mit der gleichenhoven!" ,, und du, Friz?" Begeisterung, mit der man heute die Flugzeuge und Luftschiffe verfolgt. In alten Tagen daus erte es mehrere Monate, mit dem Ochsenwagen bon New York nach San Franzisko zu fahren. Heute fährt die Pazifikbahn, wie ein fahrendes Zugushotel eingerichtet, quer durch die Vereinigten Staaten in vier bis fünf Tagen. Sie fährt mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometer die Stunde, während die erste Eisenbahn, die vor hundert Jahren gebaut wurde, eine Ge- Schwarz: Kd5, Dg1, Tg2, Lb4, Sa8, b1, Bc5, g5, h4, schwindigkeit Stunde hatte. von nur 80 Kilometer in der Die Form bes Haares hat Einfluß auf seine Lockigkeit. Wenn das einzelne Haar röhrenähnlich ist, wächst es meist glatt, ist es aber flach und bandähnlich, so hat es die Neigung, fich zu loden. Einen zeitweise verschwindenden See gibt es in Georgien in der Nähe von Bladosta. Der mehr als einen Kilometer breite See verschwin det in jedem dritten oder vierten Jahr, da das Wasser des seichten Sees in unterirdische Höhlen strömt. Nach etwa einem Monat pflegt sich der völlig trocken gelegte See von neuem mit Wasser zu füllen. Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bel Teplitz- Schönau, SCHACHAUFGABE Nr. 225. Von Raimund Schwarz, Klostergrab a b c d e f g h 84 T abcdefgh 9 2 ( 9) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Der berühmte Naturwissenschaftler Gar. Weiß: Kd7, Tf2, Lg6, 7. Sa4, di, Be3, g3.( sy bans Hieronymus( im 16. Jahrhundert) starb aus Angst vor dem Tode. Es war ihm prophes zeit worden, daß er bald sterben würde, und Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser aus Furcht davor nahm er keine Nahrung mehr au sich, sondern hungerte sich zu Tode. Heiteres Kaiser Franz Josef II. hatte einmal wieder Streit mit dem Grafen Kannig und schickte ihm daher einen erbosten Brief mit der Bemerkung: Kannis, Sie sind ein Esel. gez. Franz Josef der Zweite. B Gespräch. ,, Hitler hat mich überzeugt!" Von was?"- ,, Bom Werte der Demokratie!" Göring steht mit Bergmannsuniform vor seinem Palast. Adolf kommt vorbei und fragt: ,, Gehst du nach Buggingen?" ,, Nein", meint der General, ich friege Kohlen ins Haus." Daß die Bewohner ganz Mittel- und Ostafrifas heute noch in der angenehmen Lage sind, burch feinerlei aufregende Beitungsnachricht aus Mahnung...Bum letzten Male erinnere hrer Urwald und Wüstenruhe gebracht zu ich Sie an Ihre Schuld." ,, Mir schon recht. Werben? Ich habe diese ewige Mahnerei schon lange fatt." Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 222: Dg8- b8! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge nossen ein: Walter Ludwig und Robek Franz, Kwitkau; Reichel Ernst u. Reichel Walter, Drae kowa: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetscheng Hieke Josef, Fritz Anton, Hauptmann Franz sämtlich Markersdorf; Böhm Heinrich, Jonsbach Schwarz Raimund, Klostergrab; Dinnebier Emil, Petschen; Hyna Franz, Hostomitz; Stepanek Paul, Neuern; Kraus Gerhard, Turn; Ulbert Rudolf, Proseditz: Triltsch Gustav und Schramm Kurt, Wisterschan. B. W., Arnsdorf b. T.: Nr. 25 geht noch im< mer nicht wegen Sd3- e5 Matt im 1. Zuge. Von Trupschitz und Neustadtl noch keine Meldung zur Kreismeisterschaft eingelangt. Sofort nachholen. Im Serienspiel gewann Tetschen gegen Eulau mit 5: 3 Punkten. Die Hängepartie aus dem Wettkampf Wister schan gegen Eichwald( 1. Brett) endete remis. Endstand des Kampfes 7%: für Wisterschan. Sektionsleiter, Achtung! Berichte von Wettkämpfen oder sonstigen Veranstaltungen sind sofort an obige Adresse zu senden. Redaktionsschluß stets am Dienstag.