UnterOaliungöOeilage 193S 9tr. iS Bojo Lovritr 0NensG»G»ert Dem 3ninifter«vvarv»enei oetoiOmet „Der Frühling ist die drückendste JckhreS- zeit für mich." sagte der kleine, hagere Mann, deffen unbeständige Kinderaugen wie kleine blaue Schmetterlinge ruhelos von einem Gegenstand-um anderen flatterten. „Und warum?", fragte ich mein Gegenüber. Er trommelte nachdenklich mit den Fingern auf die glatte Tischplatte und seine Hände gitterten vor Erregung. Die Finger krümmten sich, als wollten sie etwa» zerbrechen, aber e» war nicht» zum Zerbrechen da. „Hör' zul Oder— nein! Besser, ich schweige". „Also eine Liebesgeschichte, unerwiderte Liebe und so Wetter..." „Unsinn l AlS ob es anher ungetreuen Frauen auf der ganzen Welt kein Leid gäbe!" „Doch, doch!" „Na, also! Was redest du dann erst törichte» Zeug!" „Set mir nicht böse, daß ich deinen Kummer erraten hab«.. „Du irrst", brach er noch heftiger heran» al» vorher. Er packte meine rechte Hand und begann dann mit heiserer, erregter Stimme: „Wa» ich dir jetzt erzählen will, hat sich im Jahre achtzehn zugetragen... Ende April, an der italienischen Front... in einem grünen, von Bergen umschlossenen Tal, an einem wilden GebirgSfluh... Seit dieser Zeit kann ich kein plätschernde» Wasser mehr hören. Das Rauschen eine» unschuldigen Bächlein» bringt mich zur Raserei. Schäumende Gießbäche im Gebirge sind mir unerträglich. Ja, du kannst nicht begreifen, wie furchtbar da» ist, wenn die Frühlingswässer"''er die Ufer treten, und man dabei immer von neuem dieselbe widerwärtige Szene menschlicher Gemeinheit vor sich sehen muh." „Du übertreibst." „Keineswegs. Alle» steht noch so lebendig vor mir, al» wär« es gestern geschehen. In der Ferne liegt da» Tal wie auf der flachen Hand ausgebreitet. Oelbäume, Weinreben und Obstbäume stehen in voller Blüte. Darüber der blaue Himmel und ein paar leichte weihe Wölkchen, die eilig der Sonne zuftreben. Einige Kameraden und ich führen einen Soldaten zum Tode. Der Feldwebel schreitet voran, heiter und vergnügt wie«in Bräutigam, der zur Hochzeit geht. Laut hallen unsere Schritte wider. Es ist so still, datz ein empfindliches Ohr unsere Herzen schlagen hören konnte. Ich hätte am liebsten laut aufschreien mögen, aber die Angst schnürte mir die Kehl« zu. Der Verurteilte war ein Tscheche, ein stiller Junge mit blondem Haar, der einer Fliege nicht» zuleide tun konnte, und gar einen Menschen umbringen I Bezahlte Spitzel hatten ihm aufgelauert, al» er gerade zu den Italienern übergehen wollte. Man hatte über ihn Gericht gehalten und ihn zum Tode durch den Strang verurteilt. Er war noch keine zwanzig Jahre alt. Bleich sah er au», still und traurig ging er seine» Weges. Hätte ihn jemand in diesem Augenblick angesprochen, er hätte eS nicht gehört, so sehr war er in Gedanken versunken. In einer Hand trug er ein Stück Brot, in der anderen eine Feldflasche aus Blech, die fast leer war. Nur ein paar Tropfen schwarzen Kaffees hörte man noch darin gluckern. Krampfhaft hielt er das Brot und die Flasche, als setzte er auf sie sein« letzte Hoffnung. Vielleicht dachte er sich, solange ich mein Brot esse und Kaffee trinke, können sie mich nicht umbringen. Ich wandte mich ab, auS Furcht, unsere Blicke könnten sich begegnen. Ich höre noch, wie meine Kameraden schwer atmeten, wie unter einer harten, drückendenTLast... AlS wir an einem Granatbaum kamen, hob der Feldwebel die Hand und schrie: Halt! Der Feldrain vor uns war ganz mit GraS bewachsen. Zwischen den Halmen, die sich im Winde leise bewegten, lugten Gänseblümchen und Hahnenfuß heüwr. Man hörte das gleichmäßige Summen von Bienen und Hummeln. Der Feldwebel zog einen kräftigen Strick au» der Tasche und übergab ihn dem nächststehenden Soldaten. Der erfaßte sofort den stummen Befehl, kletterte auf den blühenden Apfelbaum und warf den Strick über den stärksten Ast. Dort band er ihn fest, machte die Schlinge zurecht und sprang, als alles fertig war, von dem Ast herunter auf den weichen Boden. Darauf setzte sich der Feldwebel in Positur, damit seine Stimme noch stärker ertönte, und schrie: „Fesselt ihm Arme und Beine! Zum Donnerwetter, schneller! Was steht ihr da, als wenn ihr die Hosen voll hättet!" Neber diese gemeinen Worte lachte er mit einem trockenen, ekelhaften Lachen, das ich mein Lebtag nicht vergessen werde. Und um seinem Befehl noch einen besonderen Nachdruck zu geben, zog er seinen Revolver heraus. Die Soldaten beeilten sich, und er steckte den Revolver befriÄsigt wieder in die Tasche. Der Junge war so blaß, als hätte er keinen Tropfen Blut mehr in den Adern. Kalter Schweiß rann ihm über die Stirn, die Mundwinkel zuckten, und die Tränen flössen ihm aus den Augen. Der Feldwebel trat an ihn heran, faßte ihn an den Händen, und als er sich überzeugt hatte, daß sie gut gefesselt waren, spuckte er ihm ins Gesicht, um ihm zu zeigen, daß er als Kaiserlicher alle Verräter verachte?» Dann drehte er sich um und sang leise mit wohlklingender Stimme einen Walzer aus einer Wiener Operette vor sich hin. Inzwischen hatten alle meine Kameraden alles vorbereitet, damit die Todesstrafe vollzogen werden konnte. Mit Drohungen und Schimpfworten schleppten sie den Jungen unter den Baum, warfen ihm die Schlinge um de« Hals und zogen an dem Strick, damit die Schlinge sich richtig zusammenzog. In diesem Augenblick gab der Verurteilte einen durchdringenden Schrei von sich wie ein zu Tode getroffenes Tier. Sein Gesicht verzog sich vor Todesangst. Die eigene Mutter hätte ihn nicht wiedererkannt, so hatte die Angst sein« Züge entstellt. Wir schluckten die Tränen herunter und sagten kein Wort. In dieses tödliche Schweigen klang plötzlich da» trockene, teuflische Lachen unseres Feldwebels, das immer lauter ivurde, bis e» schließlich in ei« grelles Gelächter überging. Mit der eine« Hand hielt er sich die Weichen, die andere streckte er nach dem Delinquenten auS und schrie ihm immer neue gemeine zotige Worte zu... Wie ich da den Revolver zog und schoß — ich weiß eS selbst nicht mehr. Bor meine« Füßen stürzte der Feldwebel tot hin. Ich hatte gut getroffen, direkt ins Herz... Die trockene, zerklüftete Erde trank daheiße Menschenblut. Die Amsel trillerte, und hoch über un» zwitscherte eine Lerche, die sich in die Lüfte hob, alS würde sie von unsichtbarer Hand an einem unsichtbaren Fade« emporgehoben. Lange starrten wir auf de« Toten. Die Vögel sangen, die Frühlingsbäche rauschten, während wir schweigend eine tief« Grube aushoben und nacheinander den gehenkten Hochverräter und den erschossenen Feldwebel hineinlcgten. AlS wir ganz fertig waren, schaufelten wir die Grube mit harten Erdschollen und Steinen wieder zu. Dann brachen wir zwei Aeste ab, einen langen und«inen kurzen, und banden sie mit dem Strick zu einem Kreuz. Mag eS den Mörder und sein Opfer behüten. Wir kehrten nicht mehr in unser Lager zurück, denn wir wußten, wa» un» erwartet«, Und so gingen wir alle bis auf den letzten Man« zu den Italiener über: Er machte eine lange Pause. Dann setzt« er hinzu: „Verstehst du nun, warum ich den Frühling nicht lieben kann?" (Berechtigte Uebersehung aus dem Serbokroatischen von W. H. Lann.), Die Geschichte der Käth. Vogt Ein Kulturbild ans dem Schönhengsterland von Hermann König Besondere Freude machten ihm die jungen Weiber, die sich gegen die Sittengebote vergangen hatten, im Turm saßen und oft recht drall und von festem Fleisch waren. Sie waren meist halbtot vor Angst und schwiegen fein still, wenn er im Gewölbe seinen Spaß mit ihnen trieb und sie unter sich zwang, nur vor seinem Weib mußte er sich hüten, die hatte gar scharfe Augen und eine böse Bunge. ( Schluß) fuhren war. Steine zum Schloßbau holen. Es fürchtete sich in der finsteren Kammer, in der die Mutter in Kindsnöten schrie. Erschrocken barg es sich hinter der Linde als die Reiter fluchend über den schlechten Weg vorüber trabten und nunmehr die Brünner Straße gewannen, an der sich links der obere Baderteich hinzog. Aus dem Schilf gurrten Wasservögel und es Vorsichtig trabten die Pferde über den ver- roch nach faulen Fischen, während ein grelles sumpften Boden, auf den sich schon die Abend Wetterleuchten den Erdberg mit dem Kreuz in schatten senften, im Gebüsch pfiff eine Drossel helles Licht tauchte. Von der Waltmühle 30g ihr Abendlied, als sich der Trupp der Lichtung ein einsamer Kahn, darin eine Fackel lohte, zu näherte, auf welchen das Häuslein des Wild- dem Damm, der den oberen mit dem unteren hüters und die strohgedeckten Hütten von einigen Teich verbindet, und wo noch aus der fatholiFronbauern standen, welche meistens vom Bor- schen Zeit die verfallene Kapelle des heil. Nepospanndienst über den Engpaß lebten, den Schin- mut stand. Es war der Fischmeister und ein derhengst, der vorn in die Tiefe ging. Knecht, welcher Krebse für die Herrschaftstafel gefangen hatte. Die Zwittauer Knechte hatten in einem Tonpluzer von dem neuen Getränk, das die Lettowizer Juden heimlich brachten und das man Branntewein hieß und eine höllische size im Kopf brachte, mitgenommen, als sie nun durch den dunkelnden Tann niederstiegen, vorbei an den verfallenden Mauern des Raubnestes der Schönburge, wo um Mitternacht die Heren tangten, schrien sie und schlugen lärmend mit den Waffen an die Bäume. Tief unten rauschte das Silberwasser und ein Rudel Rehe flüchtete er schreckt über den Steilhang. Der Henker hatte bemerkt, daß ihm schon geraume Zeit ein Bogel begleitete, es war ein großer, alter Rabe, der rechts von ihm auf das Unterholz hüpfte und heiser schrie, und faßte es als ein bedeutsames Vorzeichen, denn der Galgenbogel war ihm nicht fremd und sah ihm oftmals zu bei seiner Arbeit. Aber aufmerksam Wald, ob nicht Peitschenknallen und das Süh geworden, horchte er doch in den schweigenden und Hot des gespenstischen Grünhüttel hörbar sei, das die alten Leute den Herrn Wotan geheißen, er hörte aber nichts als das Geschrei der trunkenen Knechte, von denen einer den Spruch der Here in den Wald schrie, die man jüngst in Leitomischt verbronnen und der ihr Morgengebet war, wie sie auf der Folter gestanden: Der Bock der hat zweh Hörner Es seint des Tuifels Laterner Es seint der Juden ihr Arschloch daß der Tuifel hineinkroch. Ein andrerer gröhlte das Abendgebet Dran Nickl dran das Weib das schlug den Mann sie schlug in mit der Ofenkruden daß der Tuifel sollt zu ihr rucken. Das Echo tam vom Hornrand zurüd, da flang es wie ho ho und lautes Peitschenknallen. Ein Windstoß fegte durch die Gipfel und warf einen Hagel von Tannenzapfen und dürren Mesten auf die erschreckten und schnell ernüchterten Reiter, die nun eilig durch den Hohliweg trabten, nach Porstendorf hinüber, über dem sich schon die Abendschatten senkten. Die Bauern waren von schwerer Arbeit heimgekehrt in ihre aus Holz geschroteten und mit schweren Strohbündeln gedeckten Häuser. Aus niederen Fensterlöchern flimmerte Licht, in den Ställen schrie hungriges Vieh und Hunde bellten hinter dunklen Hecken. Bei der Linde am Weg zur Erbrichterei stand ein Bübl und zitterte in seinem Hemblein, da es auf den Vater wartete, der auf FronVon diesem hörte der Henker, daß die Fronfeste Einquartierung erhalten und der Stadtrichter schon auf ihn warte, und er gedachte der bedeutsamen Begegnung mit den Raben, gab dem Pferde die Sporen. Vor dem oberen Tor bei der Stadtmauer war ein Gelärm und ein Haufen fremder Lands knechte drängte sich um die Lagerfeuer, über welhen an großen Kesseln das Essen kochte. Unter den Bäumen neben dem Brunnen wieherten Pferde, und aus dem Bfudelkretscham drang das Singen zechender Söldner, die ihre Rüstungen abgeschnallt und Schwerter und Spieße an die Mauern gelehnt hatten, weiter hinten standen Rüstwagen und Geschütz. Es war das Fähnlein, das der Herr von Birotin auf Eibenschitz den Prinzen von Oranien Buidersee gegen den Herzog von Alba kämpfte, nach den Niederlanden sendete, der an der an dessen Weg die Galgen und Scheiterhausen gerichteter Ketzer wuchsen. Der Rat der Stadt hatte die Söldner, unter denen sich manch ein verdächtiges Gesicht befand, nicht in die Mauern selassen und ihnen die oberen Scheunen zur Rast und Nächtigung gewiesen, wohl für reichliches Essen und Trinfen gesorgt, jedoch die Mauern, Tore und Türme durch bewaffnete Bürger besetzen lassen. Die Offiziere aus dem protestantischen Ade. des Landes waren beim Schloßherrn zu Gaste geladen. Der Meister Beschka wurde schon erwartet, denn vor der Fronfeste stand ungeduldig Herr Cieswizz, der Stadtrichter, denn der Grundherr sollte am nächsten Tag zur Tagung der Landstände nach Brünn und vorher noch das Urteil über die Mörderin bestätigen. In der Schergstube hatte inzwischen das Weib des Henters die Inkulpantin für die Folter hergerichtet und ihr am ganzen Leib die Haare geschoren, auch nachgesehen an den heimlichen Orten nach zauberischen Zeichen, Muttermalen und dergleichen, welche wenn vorhanden, mit einer langen Nadel gestochen wurden. Und so fauerte die Käth in dem dumpfen Gewölbe unter der rauchenden Fackel auf dem blutgeronnenen Lehmboden und wartete auf ihren Folterer, und an dem Brettisch saß der dürre Gerichtsschreiber fauend an seinem Gänsekiel und betrachtete mit lüfternen Augen das entblößte Weib, dessen irre Augen über die Mauern liefen. Dann hing fie nadt am Seil, an den Füßen die schweren Gewichte und die Hände am Rücken gebunden, und sollte bekennen, ob sie ihr entlaufener Buhle angestiftet und ob sie Mittvisser ihrer Tat habe. Sie leugnete und sagte, er habe daran feine Schuld, und dann fragte der Richter, ob sie nicht willens war oder versucht habe, wie, manche Weiber tun, die Frucht abzutreiben, mit einem Sud aus Bibernell, Safran und den Fins gern einer Kinderleiche verkocht, in roten Wein bei Neumond, und sie schüttelte den Kopf. Da riß der Henter an dem Seil, worauf die Haut an den Gelenken zerplatte und aus dem Leib, der erst vor kurzem geboren hatte, Blut kam, da erklärte der Henker, der schon müde war, die Fortsetzung der Folter würde sofortigen Tod nach sich ziehen, worauf der Schreiber das Protokoll schrieb. Draußen grollte ein schweres Gewitter und am nächsten Morgen wurde der Käth. Better Vogt nachgelassener Wittib vom Rat der Stadt ihr Urtheil gesprochen. Die Kunde von der Untat hatte sich rasch in der Gegend verbreitet, hatten doch die Pas storen von den Kanzeln über die Mörderin ges predigt und Höllenstrafen auf den Häuptern aller Unzüchtigen beschworen. Ueberall in den Weilern und Dörfern sprach man aufgeregt davon und die Weiber freuten sich auf die Hinrichtung mit Furcht und Neugier mehr als auf einen Kirmestanz, denn es war schon lange feine Wieb gerichtet worden. Der Tag tam, nach langer Regenzeit blaute ein flarer Morgen, in den Dörfern dachte niemand an das auf den Wiesen faulende Hen, alle Schelte der Dorfrichter war vergeblich, denn schon vor Tau und Tag waren die Feldraine und Wege von dem zusammenströmenden Volk belebt, das nach dem Galgenberg zog. Die Bauern hatten ihren Kirchenstaat an gelegt, blaue, lange Schoßröcke, rote Westen, gelbe Lederhosen und auf dem Kopfe den dreis edigen Hut, während die unbestrumpften bloßen Füße in derben Schuhen staken, aus denen noch Weiber, die auf der dampfenden Erde bloßfüßig hie und da das Stroh hervorkam. Dazwischen sah man die farbigen Röcke und Tücher der gingen und die Schuhe erst furz vor der Stadt anzogen. Es waren auch sonst viele Fremde nach Trübau gekommen, die sich das seltene Schauspiel nicht entgehen lassen wollten, darunter einige adelige Familien, die auf ihren einsamen Schlössern die Langeweile plagte. Alle wurden nach ihrem Rang in der GarTuchel bei den Bürgern oder auch im Schloß einquartiert. Die Zünfte feierten meistens, nur die Händ ler, die sich ein Geschäft erhofften, standen in ihren Gewölben, während die Tuchgesellen den Dienst an den Toren und Türmen übernehmen. mußten, denn die Stadtknechte hatten heute alle Hände voll Arbeit, war doch auch viel Gesindel gekommen, dem nicht zu trauen war. Bom nördlichen Turm gellte die Armens fünderglocke, das Volk drängte zum Tor hinter den von einer Schindmähre gezogenen Karren, auf dem die Mäth. saß, im Totenhemd, die Kins desleiche neben sich auf den Brettern, wimmernd unter den Schmerzen, die ihr den Leib zerfraßen. Vorn und an den Seiten schritten bevaffe nete Stadtknechte, dann der Henker in dem roten Kleid, sodann der Stadtrichter mit den Herren des Rates in Feiergetand, das Schwert an der Seite. Neben der Verurteilten ging der Pastor, der ihr von der Vergebung der Sünden und der Gnade Gottes sprach, sie hatte die Augen ges schlossen und stöhnte leise, während der Mann Gottes feinen schwarzen Talar mit der linken %— Hand hob und mit der rechten den Schweiß von seinem Gesicht wischte. Den Zug beschlossen die Brauerknechte, welche die Pflicht zur Assistenz hatten. Tas Volk lief vor und hinter der Eskorte und ein Krüppel humpelte auf seinem Stock hintendrein. Da drängte sich«in Wann durch die Menge, es war ihr Taufpate, der von Stillfried gekommen war, der Käthe ins Gesicht zu spucken. Die Bienen summten im wilden Klee, Tauperlen blinkten aus dem Gras und die roten Pechnelken nickten im Morgenwind. Hoch in der blauen Luft zogen die Sommer- vögel, von fernher schrie ein Kuckuck, und es blühte und grünte, als ob nie ein Leid auf der Erde sei. Oben am Berg flaterten Dohlen um die Richtstätte und fielen schreiend auf die Birken, die am Hang standen, der zum Steinbruch abfällt. Am Galgen baumelte von einer Fliegenwolke umschwärmt rin Dieb, daneben klaffte eine tief« Grube, an deren Rand ein Haufen von Feldsteinen und Erde lag. Es wehte«in faalig-süßer Dunst gegen «inen Baumstumpf, auf dem die alt« Wölfin wartete, die sonst in der Badstube mit heißen Kieseln das Badwasser wärmt und die Blügel ansetzt. Sie hatte ihr Enkelkind am Schoß und zwinkerte mit ihren entzündeten Augen in die Sonne, denn sie hatte- seit vierzig Jahren keine Hinrichtung versäumt und erzählte ihren Zuhörern von interessanten Fällen, indessen das Kind mit Blumen spielte. Der Zug kam langsam heran. Stadtknechte und Bräuergesellen hatten den Richtplah abgegrenzt und senkten wagrecht die Spieße, hinter denen sich die Menge drängte, schwer atmend und in manchem Auge stand ein seltsames Leuchten. Da zerrte man die Verurteilte in den Kr«is, in dem neben dem Henker der Richter stand, weicher das Urteil verlas und den Stab zerbrach, der das Leben aüslöscht. Heisere Schrei« auSstoßend, das Gesicht vor wahnsinniger Angst verzerrt, kniete daS Weib auf -er Erde und bettelte lallend um ihr Leben, während sich der Wind in ihrem Sterbehemd bauscht«. Eine junge Magd schluchzte laut auf vor Mitleid. Weiber weinten leise, rin Krüppel wand sich ohnmächtig in Krämpfen, während«in unmündig Kind laut nach einem Schmetterling jauchzte. Da begann der Pastor die Totengebete, dumpf murmelte di« Menge und der Henker bändigte mit Stricken die Rasende, von deren Gelenken das Blut floß, und warf das zuckende und kreischende Bündel mit dem Knebel im Mund in die Grube, obendrauf einen Haufen Steine und Erde bis sie halb voll war. DaS Volk hielt den Atem an und manch» deckten die Hände vor das Gesicht. Dann ergriff der Henker einen spitzen Pflock und trieb ihn mit schnellen Hammerschlägen hinein, mitten hindurch durch das warme, lebende Fleisch in die Erde. War eS ein erstickter Schrei aus der Grube oder das abgerisiene Läuten der Totenglocke, die noch immer scholl? Das Drama war zu Ende, das Volk kehrte heim und verlief sich hungrig und befriedigt in die Schenken und Wohnstuben, wo schon die Schüsseln dampften.. Der Henker schaufelte di« letzten Schollen auf da« Grab und türmte um den Pfahl große Steine, sah noch nach dem Gehängten am Galgen und ging müde nach Haus«. Des Nachmittags lief das Leben im Städtchen seinen gewohnten Gang, nur im Lochwirts« haus saß als ungewohnter Bast rin verwachsene» Schneidergesell und trank, bis die Lumpenglockc läutete, wo man ihn sinnlos besoffen auf die Straße warf. Die Mitternacht war längst vorbei und am Himmel jagte der Nachtwind die Wolken und ein bertoehter Glockenschlag zitterte über das schlafende Städtchen. Da lief ein verirrter Mondstrahl über die dunkle Erde, sah beim Eichwald in eine leere Kammer und sprang über den Sumpf, wo die Irrlichter tanzten zum Galgenberg. Dort hockte auf einem Pfahl ein Rabe und krächzt« leir im Schlaf, dann wanderte der Strahl in eine ferne Herberg«, wo ein friedloser Gesell auf seinem Lager saß und mit offenen Augen träumte— da erwachte der Schloßmüller, weil die Mühle stand/ und sah im fahlen Licht, eingeklemmt zwischen Rad und Gestänge eine bucklige Leiche.,— Die Zeit ist vorübergerauscht, die Jahrhunderte kamen und gingen und keine Sage, kein Grabstein meldet von der unglücklichen Käth. Bogt und ihrem grauenhaften Ende, als einige vergilbte Zeilen in einem zerfallenden Buch. Lange schon, geht der Pflug über die alte Richtstätte und auf den verschollenen Gräbern wispern die Aehren. Aber wenn die roten Heckenrosen blühn, sitzen dort im Dämmer jung« Pärchen, und der Wendwind singt das ewige Lied von der Liebe. Eine gut erzählte Geschichte Bo« Wynard Hop« «Ist es dringend?" fragte Inspektor Thompson. Der lange, hagere Polizist nickte.„Scheint so. Sie ist sehr aufgeregt." „Sie? Früher«rwähnten Sie doch etwas von einem Mann? Oder sollte ich Sie falsch verstanden haben?" Der Polizist schüttelte den Kopf.„Richtig gehört, Herr. ES sind zwei. Eine jung« Dame und ein älterer Herr... Die junge Dame sagte..." „Führen Sie sie herein", unterbrach Inspektor Thompson und schob einen Akt etwas gelangweilt beiseite. Helen Ribber ging von der Tür aus geradewegs auf den Schreibtisch zu, hinter dem der Inspektor sah. Sie ging— und doch schien sie irgendwie versteinert zu sein. Ihr schönes Gesicht war vollkommen ruhig; ihre Lippen aufeinandergepreßt, ihre Bewegungen beherrscht. Thompson sagte später, irgendwie hätte sie ihn in dem Augenblick an eine eben aus dem Grabe auferstandene Tote erinnert. Der Herr, der ihr folgte, beobachtete sie aufmerksam— wie es schien, ettvaS besorgt; er sprach aber kein Wort. Er reichte dem Inspektor die Hand, murmelte undeutlich«inen Namen und blieb dann unbeweglich sitzen. „Ich habe leider wenig Zeit", sagte Thomp. son endlich. Helen Ribber hob mit einer müden Bewegung den Kopf— und sah den Inspektor eine Weile an; ihre grohen, dunklen Augen schienen ihn nicht zu scheu/.. sie betrachteten gleichsam ein Bild, dar irgendwo hinter dem Inspektor stand. Dann beugte sie sich leicht vor— legte beide Hände auf die Tischplatte und begann mit eigenartig müder, monotoner Stimme zu sprechen. Die Stimme war nicht angenehm; wenigstens nicht so angenehm wir die Stimmen der meisten jungen Damen; aber sie nahm gefangen. Sie war tief und ein eigenartiger Unterton schwang darin... ein Unterton, der Furcht und Quak gleichzeitig ausdrückte. Die einleitenden Worte waren ihrer Person gewidmet. Vielleicht hatte sie das Bedürfnis, dem Inspektor, der sie niemals vorher gesehen, ein Bild ihrer Person zu geben. Sie war 21/ ledig und wohnte allein. Die Eltern waren ge« storben. Beruf hatte sie keinen. Ein kleine« Vera mögen und gelegentliche Schreibarbeiten gcstat« teten ihr einen bescheidenen Luxus. Bis vor wenigen Monaten war das. Leben ruhig der« laufen. Eigentlich bis vor 64 Tagen.... Sie stieß die Zahl trotzig heraus und Thompson fühlte, wie ihn ein leichter Schauer überrann.. Er hatte diese Dinge hundertmal schon gehört gehübt... niemals aber hatte ihn ein« einfache Lebensschilderung so ergriffen wie diese« Eine Weile hatte er mit einem Bleistift gespielt — er legte ihn behutsam beiseite; so behutsam, als füchtete er, durch eine unbedachte Bewegung die junge Dame zu unterbrechen. Helen Ribber lehnte sich plötzlich zurück; ihre Züge entspannten sich; ihre Augen wurden unruhig. Manchmal, schien sich der ganze Körper zu straffen. Aeußerlich schien sie erstarrt zu sein; nicht ein Muskel bewegte sich— aber im Innern dieses sonderbaren Mädchens schien ein Feuerstrom aufspringen zu wollen. Leicht, gleichsam tändelnd, erzählte sie ein harmloses Erlebnis: Eie hatte einen Mann kennengelernt. Er war so wie alle anderen. Er hatte ihr gefallen. Nicht immer. Vielleicht war sie zu entgegenkommend gewesen... vielleicht hatte er ein Lächeln, eine harmlose Bewegung falsch auSgrlegt. Mit einem leisen, ironischen Lächeln, da» den Inspektor ergriff, setzt« sie hin« zu:„Männer sind manchmal so eigenartig...* Er hatte ihr seine Liebe erklärt, aber sie hattß ihn abweisen müßen. „Ich mußte rS doch tnn, denn ich empfaichs wirklich nichts für ihn. Er war ein Freund, ein Kamerad... nichts weiter... dann... Dann war es zu einer fleinen Szene gefommen.. Helen Ribbers Stimme ging in ein Flüstern über. Hauchartig kamen die Worte über ihre Lippen urd doch war jedes Wort deutlich zu hören... sie stieß die Silben heraus. Wieder bieses seltsame, fremde Lächeln mit erstarrten Augen.... Er hat geschworen, sich umzubringen, ivenn ich nichts von ihm wissen will." 19 Thompsons Gesicht wurde hart von schwer unterdrüdtem tiefen Mitleid. „ Das sagen die meisten Männer. Darüber 募 brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen." Glauben Sie?" Es war wie ein fleiner, spitzer Ruf; wie ein Schrei aus gefoltertem Her= gen. Helen Ribber warf den Kopf zurück und lachte. Das Lachen ging unvermittelt in ein lachendes Schluchzen über. Dann sank sie zufammen, bedeckte das Gesicht mit den Händen und begann bitterlich zu weinen. Inspektor Thompson schüttelte sich und stand auf. Langsam ging er um den Tisch herum. Seine Hand zitterte, als er Helen Ribber mit rührender Zärtlichkeit übers Haar strich... * Eine Viertelstunde später trat Helen Ribber mit dem älteren Herrn aus dem Gebäude. Ein Negerchauffeur riß den Schlag des wartenden Wagens auf. Gleich darauf begann der Anlasser wie ein bösartiges Insekt zu surren. Er Als der Wagen in die 44. Straße einbog, fagte der ältere Herr:„ Ich habe es nicht gerne getan I aber icht bedauere ich es nicht." starrte durchs Fenster auf die vorbeiwogende Menge. Ich hielt nicht viel von Ihnen, Helen. Nehmen Sie mirs nicht übel. Es war ein Jrrtum. Den Kontrakt sende ich Ihnen heute noch zu... und die Rolle der Elisabeth bekommen Sie. Wenn es Ihnen gelungen ist, den härtesten und mißtrauischesten Mann von New York durch eine blödsinnige Erzählung bis zu Tränen zu rühren, dann sind Sie wirklich eine ganz große Künstlerin..." Was mancher nicht weiß Daß, wie die Luftfahrt festgestellt hat, die englischen Frauen durchschnittlich um 8 Pfund shiverer sind als Frauen anderer Nationen, daß aber der Engländer um zwet Pfund weniger wiegt als Männer anderer Nationalitäten? * Daß im Jahre 1934 bretonische Fischer eliva eine halbe Million Fische wieder ins Meer aurückgeschüttet haben, well fie feine Möglichkeit fahen, ihre große Ausbeute abzusehen? Daß in egypten 100.000 Tonnen unverkäuflicher Baumwolle, in Mittelamerika riesige Mengen Mais und Gerste, in Kanaba 2 Millionen Schef fel Weizen, in Brasilien 70.000 Säde Kaffee verbrannt und in Merito Millionen von faulenden Bananen immer aus dem gleichen Anlag: aus Mangel an Absatz vernichtet wur ben? . Daß in der Schweiz ungefähr 13.000 Seim arbeiter in der Uhrenfabrikation beschäftigt find? Daß die Insel Haiti im Atlantischen Ozean felt furzem anıtlich nicht mehr Haiti heißt, sonbern, wie Kolumbus sie seinerzeit getauft hat, Sisponiola? Daß vom blauen Licht eine beruhigende Wirkung auf nervöse Personen ausgeübt wird, während rotes Licht die Nervosität noch mehr Steigert? Heiteres Mutti, was steht denn da auf der Tafel?" " Da steht darauf, daß alle Hunde, die sich hier ohne ihren Besiker herumtreiben, einge fangen werden." „ Aber Mutti, die armen Hunde können doch gar nicht lesen." # " Lehrerin: Wie heißt bie Bukunft von , ich liebe'?" Schülerin:„ Ich heirate." * Arzt:„ Haben auch Ihre Zähne geflappert, als es Ihnen eiskalt über den Rücken lief?" Batientin:„ Das weiß ich nicht. Mein Ge bis lag auf dem Waschtisch." * Was ist denn los, Anna? Warum weinen As Mac Kinley heiratete, traf er brei Tage Sie denn so?" später einen Freund. " 21 Was macht die junge Frau?" Sie ist allein auf der Hochzeitsreise." Weshalb denn allein?" ,, Weil es billiger ist." Richter:„ Ich werde jetzt Ihre Vorstrafen berlesen." Angeflagter:" Darf ich mich solange setzen, Herr Nichter?" 幣 was gab der Prinz Dornröschen, um sie aus Großmutter: Und was meinst du wohl, ihrem hundertjährigen Schlaf zu weden?" Dorchen:„ Das weiß ich nicht, Großmutter!" Großmutter:" Was gibt denn deine Mutter dir, wenn sie dich morgens weckt?" Dorchen:„ Einen Löffel Lebertran." 000000 Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32, Post Modlan bei Teplitz- Schönau, SCHACHAUFGABE Nr. 231. Von Josef Hyna, Hostomitz a. B. Schwarz: Ke3, Be5, g5.( 3) 8 B b C d e f gh 8 a b c d e 1 g Weiß; Kc4, Dg2, Sh5.( 3) Matt in zwei Zügen! Erscheinen der Aufgabe an Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach den Leiter dieser Spalte einzusenden. „ Ich weine über ein Bild, gnädige Frau!" „ Ist denn auf dem Bild so etwas Trauriges dargestellt?" Nein es ist mir auf den Kopf gefallen!" 4 Togie und sagte dabei folgendes: Ein Universitätsprofessor las über Psychos andere nicht. Die Wahrheit aber wird hier, wie „ Einige halten die Seele für unsterblich, meistens, in der Mitte liegen!" ,, Aber Mutterl," meint der Beichtvater, ,, das muß aber doch schon sehr lange her sein, das haben Sie doch sicher schon längst gebeich tet." ,, Ja," sagte das alte Weibchen, wissen Sie, Hochwürden, das beicht' ich im. mer wieder mit, es ist eine zu schöne Ers innerung." hier gesagt werden, daß der so früh verstorbene Meister ein Freund des Sozialismus war und nur ein Ausspruch aus seinem Munde sei hier wiedergegeben:..Ich bin Sozialist, weil ich die besitz lose Klasse liebe und jede Macht und Diktatur verachte." Vielleicht gelingt es mir, an anderer Stelle sein Leben und Schaffen eingehend zu würdigen. Zur Erinnerung eine Partie aus dem Großmeister- Turnier, Berlin 1928. PARTIE Nr. 76. Weiß: Nlemzowitsch Schwarz: Rubinstein, Reti- Eröffnung. Sg1-13 d7-45 b2- b3 Lc8-15 Le1- b2 e7- e6 g2- g3 h7- h6 Lf1- g Sb8- d7 00 Sg8- f6 d2- d3 L18- e7 Dai- e2 e2- e3. Eine originelle Idee: Abwartende Entwicklung des weißen Damenspringers je nach dem Aufbau von Schwarz und späteren Vorstoß e3- e4. 8. 9. 10. 00 c7- c6 Kg1- hl Ein feiner Zug, wobel Weiß einen Königsangriff vorbereitet und dabei noch immer den Schwarzen verborgen hält. wohin der Springer bl sich entwickeln wird, nach c3 oder d2. 10. a7-85. Ein positioneller Fehler: Welẞ kann den Vorstoß mit a4 aufhalten. anderseits kann sich später ein weißer Springer auf b5 festsetzen. 11. a2- a4! 12. St3- d4 13. 12-14 14. Sd7- c5 Lf5- h7 St6- d7 Sb1- d2! Db8- c7 Schlecht wäre e5, wegen fxe5. Sxe5, St5 mit überlegenem weißen Spiel. Lösungszug zu Nr. 228: Dd1- e2! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Klimt Franz, Tetschen; Schwarz Raimund, Klostergrab; Hieke Josef, Fritsch Anton, Haupt- würde Lh3 mit mann Franz, sämtlich Markersdorf; Böhm Heinrich, Jonsbach; Kraus Gerhard, Turn; Dinnebier Emil. Tetschen: Tesař Franz, Suchei; Walter Ludwig und Robek Franz, Kwitkau; Hyna Josef, Hostomitz; Reichel Walter und Reichel Ernst, Drakowa; Triltsch Gustav u. Scharoch Franz, Wisterschan, A. Niemzowitsch † in memoriam! Als vor einigen Wochen die Zeitungen verkündeten, daß Niemzowitsch gestorben sei, da wollte es zuerst niemand glauben, aber nach und nach sickerte die Wahrheit durch und heute wissen wir, daß ein Großer aus dem Reiche Calssa nicht mehr unter uns weilt, ein Künstler und wahrhaft großer Mensch ist von uns gegangen. Leider erlaubt es die Kürze dieser Spalte nicht mehr zu schreiben, aber von dieser Stelle soll d5Xe4 Sc5Xe4 e6- e5 e5xf4 Tf8- e8 Sd7- c5 Auf LIB der Drohung f5 nebst Tgl folgen. 15. e3-04 16. Sd2xe4 17. d3xe4 18. Sd4-13 19. g3x14 20. e4- e5 21. Sf3- d4 Sc5- e6 22. Tal- di Se6Xd4 23. Lb2xd4 Lh7-15 Es drohte 15. 24. Lg2-04 Lf5Xe4 De2xe4 Ta8- d8 26. e5- e6 Le7-18 27. Ld4- e5 Dc7- c8? Ein Fehler! Richtig war De7. Auf den Textzug folgt ein sehr schöner Schluß. 28. 29. 30. 31. 32. denn nach 32. 14-15 15-161 16-17+ Tflxdı 17Xe6 Td8xd1 Kg8- h8 Te8- d8 Dc4- g6!! Schwarz gibt auf, TXdl+ Kg2, Td1+ Kh3, kann Schwarz das Matt auf h6 nicht decken. Eine originelle echte Niemzowitsch- Partie. Anmerkungen von Ludwig Burlan, Brünn