BUNTE WELT Nr. 21 3aromir 3ohn: Unterhaltungsbeilage Hans Hans und ich, wir haben zusammen die Kühe gehütet. Nur hat er besser gelernt als ich und so hat der Herr Pfarrer Lebduška seiner Mutter zugeredet, ihn studieren zu lassen. 1935 Autorisierte Uebersetzung aus dem Tschechischen von Jba Steinschneider schaute nach dem Göpel, kümmerte sich um die Tauben, die Truthühner und die Zicklein, fuhr auf die Felder, lud die Getreidemandeln auf den Leiterwagen. Keiner verstand die Fuhre so schön zu ordnen und festzubinden wie er. Im Nu war alles eingebracht. gegen die Bank, ebenso eine zweite... trach! eine dritte, frach! Die Schlangen frochen am Boden umher und suchten ein Loch, die Schüler flüchteten schreiend aus der Klasse und Herr Professor Mazánet regte sich auf: ,, Jenda, pack das zusammen pack das zusammen Taugenichts!" du Hans verstand ihm großartig nachzumachen, er sagte, der Professor schreibe Gedichte und spreche immer in Versen. Er hatte keinen Vater mehr, nur einen Großvater im Ausgedinge. Uebrigens hatten sie ein schönes Anivesen, die allerbesten Felder, keine solchen Sandböden wie mein Vater, der hat sich nur geschunden und nichts davon gehabt. Dazu bielten sie sechs Stück Rindvieh, Pferde, Schweine, eine Magd; eine Zeitlang, solange sie einen Stier hatten, führten wir die Kühe hin. Alles machten Hans und seine drei Brüder sel- ,, Spund ber, nur zur Ernte nahmen sie sich Hilfe. In der Schule kam ich nicht so recht vorwärts, ich ging lieber in die Obstgärten auf Aepfel, war bei der Tanzmusik hinter den Mädeln her, besonders gern aber half ich im Herbst beim Zwetschtendörren oder hielt in der Obstallee Wache und schlief in der Strohhütte. Wir Jungens mußten morgens zur Schule, nachmittags hüteten wir das Vieh beim Walde an der Prastačka und machten Feuer an. Hans rang einen jeden nieder. Einmal schlug er einem Jungen aus Prastačka ein Loch in den Kopf, weil er ihm die Kühe in den Wald getrieben hatte. Aber seine Mutter hatte Angst um ihn, daß er an der Schwindsucht sterben könnte und fütterte ihn, was sie nur konnte. Jeden Tag tochte fie Rindsuppe mit Tropfteig oder Nudeln und schnitt Leber und Nieren hinein. Hans goß noch heißen Obers dazu, verquirlte fünf Eier darin und sagte, wenn er aufgegessen hatte, er fühle in seinen Armen eine solche Kraft, daß er mit der Faust ein zolldickes Brett durchschlagen fönnte er schlug es aber nicht durch, sondern ging in den Stall, warf sich auf die Streu und fchlief. Nachher fam ich ihn holen, die Bäuerin gab uns Kaffee und Buchteln aus feinem Mehl und wir trieben das Vieh auf die Weide. Sonntag sollten wir in die Kirche gehen, statt dessen gingen wir gewöhnlich hinter Shručets Scheune, und weil uns die Stiefel unbequem waren, versteckten wir sie in die Windfänge, gingen baden und Fische fangen. Eines Tages schlug ich ihm eine Forelle aus der Hand, und Hans, vollblütig wie er war, geriet in Wut und verbläute mich eine gute Viertelstunde lang. Herr Shruček und der Herr Direktor brachten mich wieder zum Bewußtsein. Im Gymnasium hat es ihm anfangs nicht gefallen. Er nannte die Stadtjungens aufgeblasen, sie seien immerwährend frant und ihrer zwanzig würden mit ihm nicht fertig werden. Wo er nur fonnte, spielte er ihnen einen Possen. Einmal fing er im Bach Ringelnattern, 30g dann in der Physikstunde eine heraus und haute sie *) Aus dem Novellenband: ,, Abende auf dem Strohsad" Soldaten erzählen ihre Kriegserlebnisse. Dann entividelte sich Hans zu einem hervorragenden Fußballspieler, und weil er breiter als lang war, nannten wir ihn: Spund". servier!"..Spund Roheit!" " ..Spund offside!" Kaum sagten sie..offside", ließ Spund das Spiel und ging auf den Schiedsrichter los und der mußte abblasen. Er spielte als Bad im ,, BSK" gegen, DSK" und schoß allein sechs Tore, eins dem Tormann auf die Nase. Dem rann es rot übers Kinn und es gab großes Gelächter. Beim Spiel um den Pokal zeichnete sich Hans wiederum aus, in allen Zeitungen stand er. Er spielte bald für die Slavia, bald für die Sparta. In Pest trugen ihn die Jungen auf den Schultern. Den Wienern gab er es knüppeldick, daß ihnen gelb und grün vor den Augen wurde, zum Schluß aber waren sie rot wie Krebse und wollten abends beim gemütlichen Zusammensein mit Hans kein Wörtchen reden. Der Böhm' ist halt überall voran, da ist nichts zu machen! Weil er mehr Fußball spielte als lernte und auch wegen anderer Dinge mußte er das Gymnasium wechseln. Man lud ihn nach Prag ein, für die Slavia zu spielen, man werde ihn zum Bankbeamten machen, aber Hans wollte nicht, er hatte es sich in den Kopf gesetzt, Doktor zu werden und er hat's durchgeführt. Schon als Junge schnitt er die Frösche mit dem Schnappmesser auf und zog den Ringelnattern die Haut ab. Er schlachtete das Geflügel für die Mutter und verstand ein Schwein kunstgerecht abzustechen, auszuweiden und abzubrühen wie kein anderer: er schärfte das Messer am Webstahl, främpelte die Aermel auf und machte Leberwürste und Preßwürste, daß es eine Freude war. Fohlen und Rinder verschnitt er selber, wer ihn das gelehrt hat- weiß der Himmel. Wenn er zu den Feiertagen und den Ferien von der Universität nach Hause tam, glaubten wir, er werde stolz geworden sein. Aber nein, Hans war derselbe wie früher, obwohl der Herr Kaplan zu ihm„ Herr Doktor" sagte. Unter uns war er wieder der alte Hans. Gleich wie er anfam, zog er die städtischen Kleider aus und ging in Leinenhosen herum, er sagte, so sei er zu Hause am glücklichsten. Barfuß herumlaufen und in der Wirtschaft arbeiten, das ging ihm über alles. Er fütterte wie früher das Vieh, drehte die Häckselmaschine, daß sie nur so rasselte, Die Mutter hatte in einemfort etwas einzus wenden, daß er sich so wegivürfe, fie streichelte ihn: Hänschen hin Hänschen her", brachte ihm Buttermilch aufs Feld, buk und briet, bis er über die Maßen fett wurde und dauernd schwitzte. Wir waren unser vier: Hans, ich, der Láda Coufal und der Pepet Nežádanej. Hans pflegte zu sagen:„ Jungens, merkt euch eins, ein fesches böhmisches Mädel ist die Hauptfache." das So sind wir abends immer den Mädels nachgestiegen. Sonntags gingen wir ins Wirts Haus zum Bier und zur Musik. Nach Mitternacht half Hans den Musikanten aus, er blies ganz anständig die Posaune oder strich die Baßgeige. Als der junge Štěpánek starb, er war mit uns in die Schule gegangen, war also unser Mits schüler, ließ es sich Hans nicht nehmen, beim Begräbnis zusammen mit den andern Musikana ten von Prastáčka zu spielen, er schritt neben der Trommel und blies traurig die Posaune. Er trug wie die anderen die blaue Feuerwehruniform, Feuerwehrmann war er schon lange, und als er Medizin studierte, wollte man ihn zum Some mandanten- Stellvertreter machen, na, das konnt er nicht übernehmen, aber wenigstens hat er den Gau vertreten und in Prag eine Subvention für die Feuerspriße erwirkt. Einmal zeigte er mir Menschenknöchelchen, die trug er bei sich in der Tasche, Zu Hause bei ihm sah ich einen Atlas der menschlichen Eingeweide. Er hat mir damals alles haarklein ere flärt, wie es beim Weib ist und wie beim Mann, am meisten hab' ich mich darüber gewundert, daß der Magen beim Menschen wie eine Preßivurst aussieht, ich hatte mir ihn wie eine Kugel vors gestellt, so wie es beim Geflügel ist. Hans erzählte allerlei aus dem Krankenhaus und was die Verrückten alles anstellen, darüber haben wir viel gelacht. Es war gerade nach dem Rigorosum, als die alte Urbánek in der Scheuer von der Leiter fiel und sich den Fuß brach. Man schickte um Hans. Er steckte ihr Bein zwischen zivei Schie nen, band es über einem Holzklok fest und be= schierte es mit dem Stein vom Gurkenfaß. Als der Herr Doktor Hirsch in der Britschka angee fahren fam, sagte er vor allen Leuten, daß er es auch nicht hätte besser machen können. Er nannte Hans ,, Herr Kollege", reichte ihm die Hand und fuhr wieder davon. Das hat sich herumgesprochen, und so kamen zu Hans Leute von weit und breit, bis aus den Bergen, brachten ihre Weiber auf Wagen, in Federbetten gepackt, zu ihm, er sollte helfen, Geld boten sie ihm, brachten Butter, Eier, aber Hans hat sie immer nur grob ausgeschimpft. Et — 2— nahm nichts, klopfte die Patienten ab nnd fagte, 1 pe sollten in die Stadt ink Spital gehen. Richt einmal rin Rezept wollt' er verschreiben. Den Havränek hat er vom Keuchhusten kuriert. Rach seiner Promotion saßen wir bei BrejLka beim Doktorschmaus. Herr Brejska kannte ihn, Hans war bei ihm lieb Kind, nirgends in Prag kriegte er genug, aber dort gaben st« ihm ein Abendessen wie zu Hause. So konnte sich Herr Brejska gar nicht genug tun, um und überhaupt allen beim Festmahl zu gratulieren, er führte persönlich die Aufsicht und jedesmal, wenn er aus» und einging, lachte er die Frauen an «nd warf ihnen eine Kußhand zu. Damit haben wir nachher Hansens Kusinen und überhaupt die Mädels in unserem Dorfe sehr geärgert; wenn wir sie trafen, küßten wir unsere eigene Hand «nd schmatzten dabei. Bei der Promotion sagte der Herr Pro- feffor zu Hansens Mutter, Hans sei eine Kapazität und sein Lieblingsassistent und werd« Dozent werden. Ein halbes Jahr später brach der Krieg aus. Den Hans nahmen sie, versteht sich, gleich mit allen zehn Fingern. So einen konnten sie bei Gott brauchen. Er zog die Offiziersuniform an, wurde zum Assistenten gemacht und fuhr nach Serbien ab. Das halbe Dorf gab ihm zum Bahnhof das Geleit. Wie es dort unten gewesen ist und wie es ihm ergangen ist— weiß ich bis heute nicht. Hans kam nach einem halben Jahr auf Urlaub, wollte nichts davon reden, er sagte nur, die Unseren hätten Hals über Kopf aus Belgrad fort muffen, er habe bei den Magyaren gedient «nd seine ganze Bagage verloren. Er war nur noch die Hälfte von dem früheren Hans, furchtbar war er abgefallen und schimpfte wie ein Rohrspatz. Er schmiß den ganzen Krempel hin, mitsamt der Doktorei,«nd holte seine Leinenhosen hervor; die ersten Tage aß er nicht, ging in Hemd imd Pantoffeln, trieb sich an den Feldrainen herum, wollte mit keinem Menschen sprechen und bat die Mutter, ihm in den Leinenhosen einen Keil herauszuschneiden, weil alles von ihm herunterfiel. Dann ah er wieder, half bei der Arbeit, lernt« abends deutsch, zog eine neue Saite auf feine Baßgeige auf— und war wieder der Alte. Er hat sich eigens gewogen und nach vierzehn Tagen hat ihm die Mutter den herausgeschnittenen Keil wieder eingesetzt. Ich wurde bei der zweiten Affentierung glatt genommen und wurde demselben Regiment zugeteilt wie Hans. Als er das, so um die Mittagszeit, erfuhr, kam er zu uns gelaufen und sagte: „Franzel— das ist nichts— nur keine Bange nicht— sei ohne Sorge— einmal hin, einmal her." Er fuhr eigens zum Kommando und setzte «S durch, daß ich sein Putzfleck wurde. Nachher waren wir in Przcmysl, in Tarno- pol, Sandromir, standen in den Septemberkämpfen bei Wicyn, zogen zweimal über die Karpathen nach Ungarn und der Bukowina und wieder zurück— halt wie die Treiberhunde im Rübenfeld. Hans schnitt, verband, fluchte, schimpfte, so oft ein großer Schub kam. Eine Zeitlang kurierte er die Pferde der Dragoner. Es ging uns gut, es ging uns schlecht, je nachdem, und wenn es am schlimmsten war, pflegte Hans zu sagen:„Franzel. das ist nichts, weißt du— einmal hin, einmal her." Wir lagen vor den Zelten und sangen: „Grüne, grüne Wälder",„Schaffners Andulka" und Hansens Lirblingslied:„Bin Magister im Seminar". Am meisten sangen wir, wenn unS bang zumute war oder wenn uns jemand auSgeschimpft hatte,'s war ja auch schwer, sich zu verständigen, ich konnte gar nicht deutsch, Hans nicht viel, er kauderwelschte wie es ging. In Stryj besuchte er di« Offiziersmeffe und abonnierte sich auf drei Portionen. Man nannte ihn dort Lord Beefsteak. Einmal nahm ihn der Hauptmann in der Meffe beiseite und sagte ihm irgendeine Gemeinheit. Hans war außer sich. Er werde ihnen alles hinschmeißen, es wachse ihm schon zum Halse heraus, fluchte er, und ging nicht mehr unter jene Kumpane. Aber— wie ihn dann sein Prager Pro« feffor als Assistenten für seine Operationen anforderte— Donnerwetter, hat da der HanS einen Luftsprung gemacht! Die Maroden flennten, am meisten di« Tschechen, sie baten ihn um Gottestoillen sie mitzunehmen, aber ob Polen, Serben, Deutsche oder Magyaren, alle jammerten, so gerne hatten sie den Hans, denn er tat den Maroden alles Erdenklich« zuliebe, er sagte, das arme Volk kann nichts für all das Unglück und was jeder für eine Sprache spricht, ist einerlei, wir sind lauter arme Kerle, und darum war er mit allen gut Kamerad, es waren doch lauter kleine Landwirte und er unterhielt sich am liebsten über die Wirtschaft. Mit jedem war er auf du und du, zu jedem sagte er.Franzel", ob er sich mit ihm verständigen konnte oder nicht: „Franzel, nur nicht jammern...!" „Franzel, hübsch ftillhalten«.. schnipp, schnipp.,. na also!" „Franzel, hast Frau und Kinder, hast ein Mädel zu Hause— Sakra, halt still, Kerl. Wir sind schon fertig, Franzel!" Und gleich rief er wieder den Sanitätern zu:„Den nächsten Franzel her!" Mochte es ein Rumäne oder ein Zigeuner sein, und war ihm vielleicht das Bein oder gar der halb« Kopf weggeschossen, sowie Hans zu ihm Franzel" sagte, lachte er den Doktor an und der Doktor, der Hans, ihn, und ging der arme Teufel vielleicht gleich darauf in Abraham ein, so glaub' ich doch, daß der rumänische Franzel leichtern Herzens dieses Jammertal verlassen hat. Am Tag unserer Abfahrt stemmte ich mit dem Hackenstiel«ine Kiste auf dem Wagen auf und zog mir einen Bruch zu. Halt— ein Malheur! Auf dem Weg zur Bahn konnte ich eS nicht mitansehen, wie Hans zwei Rucksäcke, drei Koffer, Decken, Mäntel schleppte, na, wie ein Putzfleck, während ich mit leeren Händen neben ihm herging wie«in Offizier. Immer wieder wollt' ich ihm mit Gewalt die Bagage aus der Hand winden, ich hab' ihn so gebeten, daß ich aus einer gelten Kuh hält' ein Kalb herauskitzeln können, in Lemberg haben wir auf dem Bahnhof gerauft, ich konnte die Schande nicht länger ertragen, aber er lieh di« Koffer nicht los und schrie: „Franta, ich kann dir nicht eine herunterhauen, aber wenn du nicht aufhörst, geb ich dir einen Fußtritt, daß du geradewegs ins Jenseits fliegst." Es war im Grunde zum Lachen, aber mir hat's das Herz abgedrückt, als ich in Krakau im Hotel aufwachte und sah, daß Hans schon angekleidet war und mit der Reisbürst« mein« Ba- gantschen scheuerte. (Schluß folgt.) Sir Henry Ervings berühmtester Fall Die Tarnkappe der Diplomaten— Geheimsprache«, die nicht geheimznhalte« find Der Leiter des im Kriege berühmten Zimmers Nr. 40 in der britifthen Admiralität, Sir Henry Ewing, der„Sherlock Holmes des Krieges", starb kürzlich achtzigjährig in Cambridge. Ganz England kannte den 80jährigen Schotten, der während des Krieges die Leitung des berühmten Zimmers Nr. 40 im Gebäude der britischen Admiralität innehatt«. In diesem geheimnisvollen Zimmer beschäftigt« sich ein ganzer Stab von Spezialisten mit der Entzifferung aufgefangener Geheimmeldungen des Feindes. Sir Henry Ewing wurde zu Beginn des Krieges von Lord Balsmir auf diesen wichtigen Posten berufen. Bereits einige Tage nach Kriegsausbruch überreichte Sir Henry Oliver, der Chef des Marine-Nachrichtendienstes, Sir Ewing mehrere Nadiotelegramme, die von niemandem entziffert werden konnten. Sir Ewing schloß sich ein, rauchte nach^ seinem eigenen Bericht ein« Unzahl von Zigarren und entzifferte endlich die Meldung. Chef des Zimmers Nr. 40 Nach dieser Leistung erhielt er den Auftrag, das Zimmer Nr. 40 zu organisieren. Di« Zahl seiner Mitarbeiter betrug 50. Getvöhnlich gingen über 2000. Meldungen im Laufe von 24 Stunden ein. Jeden Tag wurde die Zahl der deutschen U-Boote, die sich auf Fahrt befanden, registriert sowie die Zcchl der Boote, die in ihrem Hafen nicht eingetroffen waren. Als nach Kriegsende das Material des Zimmers Rr. 40 mit den offiziellen deutschen Angaben verglichen wurde, stellte sich heraus, daß Sir Henry Swings Leute nur ein„U-Boot"„verpaßt" hatten. Als einen der kompliziertesten Fälle bezeichnete Ewing di« Sache mit einem Kamm, den man einer verdächtigen Dame abgenommen hatte. Auffallend war die Tatsache, daß ein langer Seidenfaden um die Zähne des Kammes geschlungen war. Sir Ewing stellte-fest, daß die Entfernung zwischen den Zähnen einen bestimmten Buchstaben be- deutet. Durch die Entzifferung der Geheimmeldung am Kamm gelang es, eine Gruppe von englischen Seeleuten zu verhaften, die im Dienste des deutschen Marinestabes standen. Im Jahre 1016 wechselt« der deutsche Generalstab täglich di« Chiffre. Die Mitarbeiter Sir Ewingz waren aber so gedrillt, daß sie auch die neuen chiffrierten Telegramme wie ein« Zeitung lasen. Berufsmäßig« Rätsellöser Das Chiffre-System hat längst aufgehört, ein unfehlbares Mittel zur Geheimhaltung von Gedanken, Vorschlägen, Aktionen, Anweisungen nnd sonstigen Formen des Meinungsaustausches zwischen Diplomaten zu sein. Im Gegenteil: die Diplomaten find längst von der Unbrauchbarkeit dieses veralteten Systems überzeugt und halten feine Abschaffung nur für eine Frage der Zeit. Die Kunst des Dechiffrierens ist bis zu einem solchen Grade der Vervollkommenheit ausgebildet, daß es schon in verhältnismäßig kurzer Beit möglich ist festzustellen, nach welchen Bahlenund Buchstabenfolgen der Geheimtext abgefaßt ist. Die einfachsten Geheimschriften begnügen sich mit dem Verseßen der Buchstaben in einer gewissen vereinbarten Folge, oft unter Buhilfenahme von Rastern oder der Vertauschung nach Art des Königszugs" oder„ Röffelsprungs" beim Schachspiel. Andere Verfahren beruhen auf dem Ersatz der Buchstaben durch Bildzeichen, Bahlen, Silben oder Worte. Das Modernste find kompliziert gebaute Schreibmaschinen, bei denen der Text wie gewöhnlich geschrieben wird, aber auf dem Papier direkt die Geheimschrift erscheint. Angesichts dieser komplizierten Methoden muß man die Findigkeit der Dechiffreure bewundern, die immer wieder auch die größten Schwierigkeiten überwinden. Ein Phänomen auf diesem Gebiete war der bis heute unerreichte Dechiffreur des früheren ruffischen Außenministeriums, seinen Bunftgenossen unter dem Spipnamen„ Väterchen" bekannt, dem es während des Krieges gelang, die Chiffre- Systeme aller in St. Petersburg vertretenen Staaten und der gegen Rußland kämpfenden Mächte zu entziffern. Der unglückliche Ausgang des Krieges für Deutschland ist nicht zuletzt dem Umstand zuzus schreiben, daß der englische Intelligence Service bald nach Kriegsausbruch hinter die Geheimnisse des deutschen Chiffre- Systems tam und in der Lage war, die wichtigsten Meldungen zum Schaden der deutschen Diplomatie und Kriegsführung aufzufangen und für die Zwecke der englischen Politik auszutverten. Wie folgen schter war zum Beispiel die Entzifferung jener Anweisungen des Staatssekretärs Zimmermann, die die Vereinigten Staaten um jeden Preis zum Festhalten an der Neutralität veranlaßt wissen wollten und das Angebot eines Bündnisses an Mexiko zum Zaveck eines Angriffs auf die Union enthielten. Die Telegramme wurden im Zimmer Nr. 40 aufgefangen und an den Präsidenten Wilson weitergeleitet; sie schlugen jenseits des Ozeans wie eine Bombe ein und bewogen die Regierung der Vereinigten Staaten mit mehr Erfolg als die Entente Propaganda gegen den Unterseebootkrieg zur Kriegserklärung an Deutschland. Im Weltkrieg wandte man auch gern sogenannte ungeschriebene Chiffriersysteme an, und meist mit Erfolg. Dem Marine- Attaché einer mit Deutschland Krieg führenden Macht, der der diplomatischen Vertretung seines Staates in Nopenhagen angehörte, lag viel daran, wieviel deutsche Schiffe an der dänischen Küste gesichtet wurden. Um nicht das Risiko zu laufen, chiffrierte Meldungen zu empfangen, die, mochten sie noch so kompliziert sein, doch immer wieder entziffert wurden, vereinbarte er mit seinem Agenten folgendes: an der Wand eines bestimmten Hauses in der Umgebung Kopenhagens zeichnete der Agent nach Kinderart mit Kreide ein phantastisches Ungetüm, das soviel Füße hatte, wie dem Agenten deutsche Schiffe gemeldet worden waren. Diese Methode ersparte dem Marine- Attaché den direkten Verkehr mit seinem Agenten. Ein Text, der nicht zu entziffern war Es kann aber auch vorkommen, daß ein Tert, der dem Dechiffreur vorliegt, seine Geheimnisse nicht preisgeben will. Ein recht kurioser Vorfall dieser Art ereignete sich einmal im Chiffrierfabinett des russischen Auswärtigen Amtes während des Weltkrieges. Bäterchen", diesem Genie unter seinen Berufsgenossen, widerfuhr das Unglaubliche, daß er drei Tage und drei Nächte völlig vatlos vor der Kopie eines Briefes saß, den der Militär- Attaché einer fremden Macht einige Tage vorher mit der Post erhalten hatte. Der geheimnisvolle, mit der Schreibmaschine geschriebene Brief bot dem Mann für den es bisher fein Geheimnis gegeben hatte, dem er nicht in fürzester Frist auf die Spur gekommen wäre, unübertvindliche Schwierigkeiten. Die Geheimpolizei wurde in Betwegung gesetzt, der ganze ungeheure Apparat der Spionage und der Spionageabwehr wurde aufgeboten, bis sich schließlich das Rätsel in einer, eines Lustspiels würdigen Weise aufklärte. Die Typen der Schreibmaschine, mit der der Brief geschrieben worden war, hatten nämlich den Verdacht eines Geheimpolizisten erregt und zu aufschlußreichen Vergleichen Anlaß gegeben. Man stellte fest, daß der Brief mit der Maschine des Militär- Attachés hergestellt war, und daß der fünfjährige Junge des Offiziers in der Abwesenheit seines Vaters auf der Schreibmaschine Briefe zu schreiben und sie gelegentlich auch abzusenden pflegte, die natürlich, da das Kind wahllos die Tasten anschlug, höchst merkwürdig aussahen, aber immerhin merkwürdig genug, um für irgendein neues geheimnisvolles Chiffre- System gehalten zu werden. 100000 13 hat Neue Art Anlasser Der Vorläufer des Sozialismus Der heilig gesprochene Thomas Morns Wie bekannt, ist der Schöpfer des Romans| Besitztümer der Kirchen und Klöster in seinen Utopia", Thomas Morus, nunmehr, vier- Besitz. Die anglikanische Kirche erblickte das hundert Jahre nach seinem Tode, durch den Vatikan heilig gesprochen worden. Licht der Welt. Gegen diesen Bruch mit Rom frondierte Thomas Morus, und diese Rebellion foftete ihn Kopf und Kragen. Er wurde wegen angeblichen Hochberrats verurteilt, von der City nach Tyburne geschleppt und gehängt. Der Unterleib wurde, als er noch lebte, aufgeschnits ten und der Kopf auf der großen Brücke von London ausgestellt. Thomas Morus hat von 1478 bis 1535 gelebt; er starb auf dem Schafott. Morus war ein ungeheuer kenntnisreicher Gelehrter, der seine Schulung in Orford erhalten hatte, ein Humanist und als solcher ein ausgezeichneter Kenner der griechischen und römischen Kultur. Als Mitglied des englischen Parlaments kam Das Hauptwerk von Thomas Morus, er bereits in Konflikt mit Heinrich VII. Den-| ,, Utopia", ist im Jahre 1515 entstanden( Ueber noch wurde er von dessen Nachfolger, Hein- die beste Staatsverfassung auf der neuen Insel rich VIII., an den Hof gebracht, und schließlich Utopia"). Am Anfang ist von der großen fläs wurde er sogar Reichskanzler. Seine Ehrlich- mischen Hafenstadt Antwerpen die Rede; da feit war ebenso groß wie seine Auffassung von fißen in der Ecke eines Herbergsgartens Thos der Pflicht. Er war dem König tief ergeben; mas Morus, sein Freund Pieter Gilles und aber als Zeitgenosse von Luther und Erasmus Rafael Hythlodaeus, ein vielgereister Mann. war er, der treue Katholik, noch stärker seinem Dieser erzählt vom Eiland ,, Utopia", vom Gewissen untertan. Insofern gehört Thomas Reiche Nirgendwo. Diese erdichtete Form ist der Morus durchaus zur Neuzeit: er war durch Rahmen für die Wiedergabe des kühnen Traudrungen von der Ueberzeugung, daß die Ver- mes von der Insel Utopia. Einzelindividuums der Wie sieht es da aus? Alle Güter befinden antwortlichkeit des eigentliche Inhalt wahrer Sittlichkeit sei. Diese sich im gemeinschaftlichen Besitz der Bewohner. Ueberzeugung war es, die ihn zum Märthrer Es herrscht allgemeine Arbeitspflicht, und zwar werden ließ. Man kennt die Scheidungsgeschichte bei einem sechsstündigen Arbeitstag. Die Pros Heinrichs des Achten; er trennte sich von seiner duktion erfolgt nach den Grundsäßen der Plan= spanischen Katharina, um mit Anna Boleyn mäßigkeit und der Bedarfsdeckung. Duldsam eine neue Che einzugehen. So viele private keit und Verträglichkeit kennzeichnen den Geist Hintergründe dieser Vorgang gehabt haben der Bewohner dieser Insel, es herrscht unbe= mag, so ist es doch sicher, daß auch hervor- grenzte Freiheit des Dentens und Glaubens. ragende außerprivate Komponenten dabei im Der Besucher Rafael macht diese Menschen erit Spiele waren. Katharina war entschieden mit dem Christentum bekannt. Dieses Christenkatholisch orientiert gewesen. Nach der Auf- tum gewinnt denn auch eine lebendige Wirkung, lösung dieser Ehe wandte sich Heinrich der Achte und zwar in der Art jenes Urchristentums, das gleichzeitig von Spanien und von der alten in den Katakomben eine Art kommunistischer Kirche ab. Seine Politik konzentrierte sich dann Gemeinschaft pflegte. Mithin lehnt Morns das auf Frankreich, und was die Kirchenfrage be-| mittelalterliche Christentum im Grunde ab. traf, so ging er dazu über, die englische Kirche Er fühlte sich mehr von Erasmus als von von Rom unabhängig zu erklären. Im Jahre Luiher angezogen und bekannte fich als Christ 1534 gab das Parlament seine Zustimmung dazu. Der Trennungsstrich zwischen England und Rom war gezogen. Der König brachte die im ursprünglichen Sinne, indem er die Aufs fassung vertrat, daß das Christentum nicht in. einem Wuft von Formeln und äußerlichen Rie ten versinlen dürfe, sondern daß es gelte, seinen Geist im individuellen wie auch im sozialen Leben zu verwirklichen. 141 Kinder reicher Leute Von Mascha Kaléko Sie wissen nichts von Schmuß und Wohnungsnot, Von Stempelngehn und Armeleutküchen. Sie ahnen nichts von Hinterhausgerüchen, Bon Hungerlöhnen und von Trockenbrot. Sie wohnen meist im herrschaftlichen Haus Buteilen auch in eleganten Villen. Sie fommen nie in Kneipen und Destillen, und gehen stets nur mit dem Fräulein aus. In der sozialistischen Literatur der Neuzeit hat das„ utopistische" Wert Thomas Morus ein lebhaftet und vielseitiges Echo gefunden. Henriette Roland- Holst hat über das Thema seinerzeit ein Drama geschrieben, in dem sie Morus als den ersten modernen Kommunisten apostrophierte. Auch Kautsky würdigte ihn als einen Vorläufer des Sozialismus. Ebenso wird Thomas Morus in dem Buch des niederländischen Professors Quack ein Ehrenplay zugesprochen. Frizz Mauthner widmet dem jetzt heilig gesprochenen fozialen Rebellen in seiner Geschichte des Atheismus" ein ganz zes Kapitel. Mauthner hat übrigens diese Heiligsprechung vorausgeahnt, wenn er sagte, das Martyrium Thomas Morns' werde ihm wahrscheinlich noch einmal die Aureole eines Ihr Hochmut wächst mit Pappis Portemonnaie. Heiligen schenken. Mauthner hat weiterhin auf die Tatsache aufmerksam gemacht, daß die Kultur auf Utopia in ihren wesentlichen Teilen aus dem griechischen und lateinischen Kulturfreis übernommen war, ehe das Christentum Eingang finden konnte. Thomas Morus war ein mutiger, in feinen Gedanken den Jahrhunderten voraneilender Geist. Heute sind namhafte und starke Kräfte am Wert, die seinen Traum in die Realität übertragen wollten. Nicht wenigen unter diesen ist dasselbe Schicksal beschieden, bas dem großen englischen Seher heute vor bierhundert Jahren widerfuhr. esan. Heiteres und zählen Armut zu den größten Sünden. Sie rechnen sich schon jeht zur Hautevolée Nicht mal ein Auto...? Nein, wie sie das Bei der Untersuchung. Der Doktor notierte: Schwere Kopfschmerzen, Gallensteine, Nierenfeiben wie alt sind Sie, gnädige Frau?" Bweiundzwanzig, Herr Doktor." und Verlust des Gedächtnisses," notiert der Doktor tweiter. Der Schuft. Heidepriem stieß seinen Freund an und deutete mit dem Kopf auf einen Mann In der Straßenbahn, der hinten auf dem letzten Blas faß. Dieser Mann hat meine Ehe zerftört!" Der Schurte!" Initschte sein Freund. Aber wieso denn, erzähle!" Ja, er hat unser Dienstmädchen geheiratet und seitdem kocht meine Frau selber!" Der fabelhafte Zauberer.„ Du, der Zauberer in der neuen Varieteenummer ist einfach großartig." Unsinn, ist ja alles Schwindel!" Onein, ich habe ihm ja gestern ein falsches Fünffrankenstück zum Baubern gereicht, und es hat mir ein echtes zurückgegeben." " Gehorsamer Schüler. Gerhard, wie viele Rriege führte Spanien im 17. Jahrhundert?" Sieben, Herr Lehrer!"- Gut, sähle sie mix fl"„ Eins, zivei, drei, vier, fünf, sechs, Fieben..." Drahtlose Nahrung. Gatte: Sag' mal, Erna, wo bleibt denn heute nur das Essen?" Gattin( am Radio herumarbeitend):„ Ja, Weißt du, Langenberg sendet heute Kochrezepte, aber ich friege Langenberg nicht." " Der schwierige Sohn. Bati, kann man ben Mond auch essen?" Laß mich sein mit beinen dummen Fragen! Kannst du nicht ein mal eine vernünftige Frage stellen?" Bati, tann ist denn das Tote Meer gestorben?" iftheorie.„ Sag' einmal, Emil, wozu e schwarzen Lasten auf dem Klas her, Menschensfind, damit werden igen Melodien gespielt." Find d bier?" bach Sie finden! Sie fommen meist in Abitur zur Welt, Zumindest aber schon mit Referenzen und ziehn daraus die letzten Konsequenzen: Wir sind die Herren, denn unser ist das Geld. Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32 Post Modlan bel Teplitz- Schönau, Mit vierzehn finden sie, der Armen Los Sei zwar nicht gut. Doch werde übertrieben Mit Vierzehn schon! Wenn sie noch vierzehn blieben. Jedoch die Kinder werden einmal groß... Entnommen dem vor einigen Jahren im Rowohlt- Berlag erschienenen ausgezeichneten Gedichtband Das Irische Stenogrammbeft". Ratschläge fürs Haus SCHACHAUFGABE Nr. 294. Von Josef Hyns, Hostomitz&. B. Schwarz: Kh4, Lf5, Bd4, e2, g3, h 5.( 6) 8 t 3 a b c d e f g h 8 1 a b C de go h Weiß: Kel, Da2. Thl, Le3, e6, Bh3.( 6) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter diesen Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 231: Sh5- f6: Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge nossen ein: Dinnebier Emil, Tetschen; Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Hieke Josef, Fritsch Anton, Hauptmann Franz, sämtlich Markersdorf; Böhm Heinrich, Jonsbach; Fuchs Otto. Zwittau; Klimt Franz, Dusil Ernst, Topsch Franz, sämtlich Tetschen; Kraus Gerhard, Turn; Schöffel Anton, Schöbritz; Triltsch Gustav, Wisterschan; Walter Ludwig u. Robek Franz, Kwitkau; Reichel Walter, Drakowa, Tesaf Franz, Suchei; Ulbert Rudolf, Proseditz. Druckfehlerberichtigung. In Schachaufgabe Nr. 233 wurde irrtümlich auf 26 eine schwarze Dame eingesetzt. Richtig ist König e6, wie auch Nikotinflecken an den Fingern und in den im Nenner ersichtlich. Taschentüchern sind bei rauchenden Männern leider feine Seltenheit. Sie verschwinden durch Wasserstoff- Superoxyd. * Das Reinigen von seidenen Lampenschirmen geschieht auf folgende Weise: Zunächst wird der Schirm gründlich entstaubt und von Schnüren, Kordeln und Fransen befreit. Dann bürstet man ihn mit lautvarmem Seifenwasser und einer weichen Bürste strichtweise von außen und innen gründlich ab. Man spült mit handivarmem Wasser sauber nach und hängt den Lampenschirm zum Trocknen auf. Erst wenn er völlig trođen ist, werden die Vergierungen wieder angenäht. Rotweinflede werden sofort mit faltem Wasser ausgewaschen, dann mit heißem Effig oder Zitronensaft beträufelt, der einige Stunden PARTIE Nr. 77. Gespielt 1927 in Budapest beim Länderkampt Ungarn gegen Oesterreich. Damengambit. Weiß: Petrovay. Ungarn. 1. d2- d4 2. c2- c4 3. Sb1- c3 4. Schwarz: Wurm Oesterreich, Sg8-16 e7- e6 Lc1- g5, etwas besser ist Dc2 Lf8- b4 h7- h6 Lg5- h4 c7- c5 6. e2- e3 Dd8- a5 7. Dd1- b3 S16- e4 8. Tal- cl Sb8- c6 9. Sg1- f3 c5Xd4 10. e3xd4 b7- b6 11, LC1- d3 17-15 12. d4 d5! Se4- c5 13. Db3- c2 e6xd5 Nicht gut, besser Rückzug Sc6- e7. Offenbat plante Schwarz schon hien das folgende Figuren opfer. 14. c4Xd5 0-0 Das Opfer ist nun fast erzwungen, da nua einziehen muß. Aeltere Flede werden mit Wai- auf Rückzug des Springers Bf5 verlorengeht. serstoff- Superoryd und etwas Salmiak betupft sicht bei bunten Stoffen, damit die Farbe nicht und sofort mit reichlich Wasser nachgespült. Vorausläuft! Schmußiger Marmor wird wie nen, wenn man ihn folgendermaßen behandelt: In einer Porzellanschüssel vermischt man gebrannten Kalk mit einer Seifenwaschlösung so lange, bis ein gleichmäßiger dünner Brei entsteht. Diesen trägt man nicht zu dick auf die schmußigen Marmor platten auf und wäscht ihn am nächsten Tag mit lauwarmem Wasser ab. Den verschwundenen Glanz erzeugt man frisch durch Politur aus Wachs und Terpentin. 15. 16. d5Xc6 Dc2Xd3 17. Dd3xd7! 18. Kel- di 19. c6- c71 Sc5Xd3+ Lc8- a6 T18-08+ g7- go Die Widerlegung des Opfers und damit ist das Schicksal des Schwarzen besiegelt. 19. 20. TelXc3 Lb4Xc3 g5Xh4 21. Thl- el Dagegen ist kein Kraut gewachsen. La6- b5 21. Verliert sofort, doch ist ein besserer Zug nicht mehr vorhanden, auf 21, T18 entscheidet Te7 usw. 22, 23. 24. Telxe8+ Dd7Xe8+ Ta8Xe8 Lb5Xe8 e7- c8D. Schwarz gibt auf, Anmerkungen von V. Sch