Str. LL ilnterOattuno^eilaoe 1933 Jaromir 3e»«t lSchluA vy GG Autorisierte Ileberseßung aus dem Tschechischen von Ida Steinschneider Nach vierzehn Monaten ging» also nach Böhmen zurück. Schon von Preraü an haben wir uns vom Fenster nicht weggerührt, und Hans sagte ineinemfort:„Franzel, schau, ist das nicht eine Pracht, diese Felder, diese Sauberkeit, diese böhmischen Hütten, und alles so grün, alles ordentlich bestellt— du lieber Gott!" Auf einmal schon Böhmisch-Trübau— Pardubitz— und potztausend 1 Pielouö, Kolin— und dann Ouval, Lieben— ganz Prag sahen wir, Mütterchen Prag, die Burg, den Beitsdom, wir schauten jeder auf ein« andere Seite und schneuzten uns auf— einmal sahen wir einander an, flennten und lachten. Himmelherrgott, was hilft das alle-, wenn wir doch in Böhmen daheim sind. Das kann uns keiner nehmen. Am selben Tage mieteten wir unS in den Weinbergen bei einer Frau Slanh, Inspizientenwitwe, ein. Ein hübicheS Zimmer, nur standen überall Flaschen auf den. Schränken herum und in der Wohnung roch es so komisch nach Kampherspiri- tuS. Wir wuschen uns und fuhren bis zum Abend in.der Elektrischen in Prag herum, wir waren auf dem Hradschin, auf dem Belvedere, dort wollte sich Hans wieder einmal den Spielplatz der Slavia ansehen, wir fuhren mit der Drahtseilbahn auf den Laurenziberg, dort verspeisten wir auf einer Bank ein Stück Speck zum Abendbrot, und dann rasch ins Nationalthcater. Heute weih ich nicht mehr, was gespielt wurde, wir waren ganz aufgeregt, staunten nur alle die Pracht an. Dann gingen wir von einem Kaffeehaus in? andere, lasen Zeitungen, trafen Bekannte, einen gewissen Barecka aus unserer Gegend, der war auch in Uniform, als Korporal, wir landeten in einer Weinstube, sangen dort unsere Liebel und Hansen- Lieblingslied„Bin Magister im Seminar" und„Kde domov muj". War das eine Begeisterung, Gäste und Kellner schauten nur, Hans trank und stich mich in«inemfort an: „Franzel schenk dir ein— trink— einmal hin, einmal her! Es lebe Böhmen!" Am nächsten Tage fuhren wir auf Besuch nach Hause, am vierten Tage aber operierte Hans schon im Krankenhaus, dah alles krachte. Es kam schon an mich die Reihe. Ich wurde in Hansens Laboratorium gebracht, auf den Tischen standen eine Menge Fläschchen, Sauerstoff, Stickstoff und andere Bakterien und Chemikalien, man legte mich auf einen Tisch, ich hatte einen Bruch wie ein Gänseei und kam beim Zählen nicht einmal bis zwanzig. Hans hat's eigenhändig ausgeschnitten, ausgedrückt und wieder znaenäht. Ich bin dann auf seiner Abteilung gelegen, er hielt Visite und brachte mir Briefe und Bücher, Jiräsek und Smilovskh, lauter Schöne- znm Lesen. Schon von der Tür rief er:„Franzel, wie gebt's? Hast du kein Fieber? Hast du dich aus« geschlafen, du fauler Lausejunge? DaS sind Zeiten! Hetzt noch ein Mädel her— gelt? Einmal hin, einmal her!" Das ganz« Zimmer kicherte, Aerzte und Aerztinnen gingen, eine ganze Prozession, in weihen Kitteln hinter ihm her. Hans war überhaupt ein Prachtkerl und eine Kapazität. Er war halt glücklich, dah er in Prag war. Nach zwei Monaten nahm er mich wieder zu sich, weil er ohne Burschen war. Es war Herbst, abends gingen wir ins Caft„Karl IV." Kaffee trinken und'Zeitungen lesen, dort kamen die Sportler zusammen, mit Doktoren ging Hans nicht viel um, die sind, sagte er, einer gegen den andern wie Hund und Katze. Die Fräste kamen und wir hatten keine Kohl«. Ihm hat das nicht so viel ausgemacht, er war ja den ganzen Tag im Krankenhaus wie in einem lauen Bad, aber ich muhte zu Hause beim Aufräumen den Mantel anhaben. Es war hähliches Pantschwetter, Schnee und Regen, ich sah bei Frau Slanh in der Küche, auf dem Schemel, sie kocht«, ich las das Abendblatt und rauchte. Aus dem Felde hatte ich eine heftige Erkältung mitgebracht, eine rinnende Nase und abends Fieber. Hans lachte über mich, ich hätte Delirium tremens. Frau Slanh half uns mit Kohle aus, aber dann hatte sie selber keine, um das Frühstück für uns zu kochen. Hans brachte Spiritus ans dem Spital, bis er mir einmal sagte:„Franzel— es hilft nichts— wir müssen Kohle kaufen." Er telephonierte dahin und dorthin, und eines Tages kam er und sagte, er habe drei Meterzentner in Holleschowitz in Aussicht. Ich wollte hinfahren, aber er sagte:„Brr, Franzel! Du bist nach der Operation, muht dich schonen, du darfst nichts heben, das wird schon ganz von selber Herkommen, einmal hin, einmal her!" Wie ich später erfahren hab, sackt« er jemand, der die Kohle holen würde, schliehlich, er war nun mal hitziger Natur, wurde er fuchtig, borgte sich vom Tischler Karre und Kiste aus, spuckte in die Hände und marsch nach Holle- schowitz. Er kam glücklich hin, erstand die Kohle, bekam mehr als er gedacht hatte, und schob den Karren nach den Weinbergen. Wenn Hans damals die Feldmütze aufgehabt hätte, wäre nichts passiert. Dah er im Offiziersmantel war, würde niemand beachtet haben, man hätte ff t höchstens für einen Gefreiten schalten. Aber er hatte die Salonmütze auf, und in der Hybernergasse, I gegenüber dem Bahnhof, passierte ein schreckliches Malheur. Gerade fuhr der Wiener Zug ein mit den Generalen, die auf Inspektion kamen. Drauhen warteten' die Auws. Sie kamen heraus— und da hatten wir die Bescherung. Vor ihren Augen schob der Assistent Hans die Kohlenkarre, mit offenem Mantel, schiefer Mühe, ganz in Schweiß. Als er sie erblickte, schwenkt« er ab und setzte sich in Trab, aber es war zu spät. Ein Hauptmann holte ihn ein, Und, liebe Herren, war das ein Ausfragen, wohin er fahre. was er.als Offizier da schleppe, wie er heiße, was er sei. alles wurde notiert. Zwei Soldaten wurden herbeigerufen und di« hatten, arme Kerle, genug an dem Karren zu schieben. Hans kam nach Hause, haute die Mütze ausS Kanapee und tobte. Er sei Doktor und Chirurg, und kein Offizier, einen Schmarren mach' er sich draus; die Herren hätten es auch gern warm und hätten sicher gut eingeheizt; er werde die Uniform nicht mehr anziehen, und dies und jenes. Mit tat es leid, weil das Ganze meinetwegen passiert war, und ich sagte:„Hanserl— das ist nichts—- draus wird höchstens ein Kasernenarrest und schließlich, weist du— einmal hin, einmal Herl" Sein Zorn verrauchte und wir gingen am Abend aus, den Aerger hinuuterzuspülen und kamen erst ftüh nach Hause. Ja sakral Er wurde zu allen möglichen und unmöglichen Militärbehörden vorgerufen und von den höchsten Spitzen verhört, und schließlich half weder die Fürsprache seines Professors noch die eine- pensionierten Obersten, dessen Frau Han- meisterhaft operiert hatte— wir mußten schleunigst packen und es ging nach Süden, gegen di« Italiener. Das war«ine schlimme Fahrt. Wieder standen wir am Fenster und schauten auf Prag,- wir fuhren vom Franz Josefs« Bahnhof ab, mit dem Smichover Zug. Traurig schauten wir drein! Armer Hansl. Wir hatten einen Hilfsplatz am Jsonzo, der Winter verging im Fluge, Hans hatte vor lauter Arbeit keine Zeit, an die Heimat zu denken« wir trösteten uns damit, daß wir in drei Monaten nach Hause stiefeln würden. Wir wurden nach dem Mrzli Brh, nach Hermada, nach Col Gabriele verlegt, an einen Abhang bei den Weinbergen. Ich lauf' um 5 Uhr früh nach der Kaverne um Wasser, komm' mit zwei Trinkeimern zurück, da hör' ich einen furchtbaren Donncrschlag aus dem italienischen Achtund« dreißig-Zentimcter-Geschütz, eine weiße Flamm« schießt in die Höhe, wer weiß, ob's nicht ein Phosphorschlag war, die Bäume waren wie gekalkt und ein tiefer Trichter klaffte, daß ein Wagen drin hätte wenden können. An dem ganzen Abhang ftelen die Pferd« tot hin und die Menschen wurden haufenweis« durch fliegende Eisenstücke und Steine getötet« Mich warf es gegen einen Baum, dann im Bogen durch die Luft, ich weiß nicht, wie sonderbar ich geflogen bin, ich schlug mit dem Kopf auf den Felsen auf und erlitt eine Gehirnerschütterung.- Im Spital fiel mir ein, daß ich in diesem Feuer doch Hans gesehen hatte, wie es ihn hinausschleuderte, zuerst geradeaus, dann zurück, wie es ihn entzweibrach, und er in die Höh« flog, die Füße nach oben, aber im Rücken geknickt. Die zwei Körperhälften flogen zusamnien, wurden glühend, es sah aus wie ein zerhauenes Hufeisen, Funken sprühten und die zwei Stücke zerschellten, wie wenn d«r Schmied nnt fizen -2dem Hantmer auf ein glühendes Eisenstück los-| Ich trage weiße Seide, schwarze Spiken, schlägt. An den Zäunen, den Stangen, den gefälschte Diamanten hüllen mich in ihren Bäumen hingen Glieder und Eingeweide, aber Schein, wer wußte denn, wem was gehörte. Später er zwei Stunden darf ich also Greta Garbo fuhr ich, daß die Jungens vom 28. Regiment dort nachgegraben haben, um wenigstens Hans gebührend zu bestatten. Sie gruben Reste von Maroden aus, eine italienische Bluse, die Handhaben von Tragbahren, Hansens Doktortasche; sie war ganz verbrannt, darin seine zerschmolzene Nickelschere, un, ich habe sie zum Andenken aufbewahrt. Ein neues Double läßt sich jederzeit und ohne Mühe finden, an Auswahl mangels der Metro- Goldwyn nie. Das Leben eines Doubles also ist, wie Sie ersehn, recht ärmlich. Der Freuden gibt es wenig, der Gefahren viel. Und die Bezahlung obendrein ist geradezu erbärmlich. nach Hause fahre ich gewöhnlich dann allein. Man nutzt sich recht schnell ab. Und eines wenig schönen Tags muß man verschwinden. Ein Double sein fürwahr fein sehr Nimmt mich wohl dann noch die Komparserie? 006000 begehrenswertes Ziel. Spaziergang in Sevilla Von Ernst Toller. Quien no ha visto Sevilla, no ha visto maravilla" ,, wer Sevilla nicht gesehen hat, der hat noch kein Wunder gesehen", heißt ein alter Spruch. Lange Zeit lag ich in den Spitälern, ich hatte die Sprache verloren und weinte fortwäh rend um Hans. Auch im Irrenhaus bin ich ge= wesen, wurde aber entlassen. Aber Jungens, ich bin nicht mehr wie früher, und es ist doch schon ein Jahr her. Ich darf nicht daran denken darf mich nicht daran erinnern... ich hätte gar nicht anfangen sollen zu erzählen... es re- regt mich auf... ich kann nichts dafür... aus demselben Dorf... wie Brüder... Er hat Auch die Reiseführer preisen Sevilla als mich operiert ich werd' es mir nie verzeihen die schönste Stadt Spaniens, mir schien sie die ... bis zum Tode nicht... armes Hanserl... einzige, die sich der Fremdenindustrie verkauft in der Nacht erscheint er mir... gerade gehat. Mag sein, daß die Weltausstellung, die stern... so... so steht er an meinem Bett... zu Füßen... weiß ist er wie Phosphor. spricht nichts... schaut nur traurig drein.. wie damals... im Smichover Bug... wie er zum letztenmal auf Prag schaute... ,, Wie," ruft die Senora Concha ,,, Sie bes leidigen unsere Madonna, hat sie nicht den kranfen Sohn der Senora Velasquez geheilt, der lahin war und hinkte, daß es einem jammern fonnte, läuft er nicht jest wie ein Pferdchen, und hat die Madonna nicht Don Raphael vom Tode errettet, als er von einer Mauer stürzte?" ,, Aber ich sage ja nur, daß die Familie, die reichen Amerikanerinnen, die Schweizer Hotel- das große Los, El Gordo, den Fetten, gewann, direktoren sie ein bißchen verdorben haben, mag vorher unsere Madonna darum angefleht hat. sein, daß sie in der ,, Semana Santa" und in der Haben Sie mir nicht selbst erzählt, daß Sie in BZeit der österlichen ,, Feria" ein anderes Gesicht der letzten Ziehung auch gespielt und ihrer Mazeigt. donna eine Wachsferze, faustdick, geweiht haben? Die Kathedrale ist eines der großartigsten Wo blieb der Gewinn, bitte; wo blieb der GeDas Double der Greta Garbo Denkmäler gotischer Kunst, zauberhaft sind die Von Katja. Gärten des Altazar, orangenblühend, myrtenduftend, plätschernd von Springbrunnen, berIch habe es gelernt, in ihrem Rhythmus mich wunschen in unirdischer Stille, ein Märchen aus zu wiegen, die Augen aufzuschlagen so wie sie; Seiltanzen fann ich, fechten, Tennisspielen, Tausend und einer Nacht, aber das Stadtzentrum ist reizlos, die Nachbarschaft, Códoba, mit ihren frummen und gewinkelten Gäßchen, ihren alten Herbergen und vergitterten Erfern, den stillen Plätzen, dem Porto- Brunnen, von dem Fast alle unter Ihnen dürften mich wohl kennen, schon Cervantes berichtet, iſt unvergleichlich fliegen, nur Launen leisten, das kann ich mir nie. Sie haben auf der Leinwand mich schon oft gesehn; doch niemals wird die Metro- Goldwyn meinen Namen nennen, und ein paar Jahre werden meinen furzen Glanz verivehn. Ich bin ein Double. Wissen Sie, was das besagt? Manch einer weiß es, andre wissen's nicht. So hin und wieder werde ich danach gefragt, in solchen Fällen lautet meine Antwort schlicht: Ich darf die Göttliche im Film vertreten, an jenen Stellen, die ihr nicht behagen, wo's sehr gefahrvoll zugeht, da bin ich vonnöten und meistens auch an den Premieren- Tagen. Sie glauben, Greta Garbo springt ins Meer, um ihren Liebsten vor dem Wellentod zu retten? Madame, Monsieur, da irren Sie sich sehr, Sie wird das niemals tun, woll'n wir darauf wetten? Ein Flugzeug stürzt, zerschlägt sich in der Luft, und Greta Garbo fällt aus höchsten Höhen. Ganz unbesorgt. Das bin nur ich. Die Sensation verpufft, man darf nicht hinter die Kulissen sehen. Doch gibt es auch für mich Sekunden voller Glück; gestatten Sie's, will ich davon erzählen, stets denke ich nachher noch lange Zeit an sie zurüd und lasse mich von der Erinnrung Süße quälen. Das ist( z. B.), wenn ich am Arme eines Stars, sagen wir Gary Cooper, in die Kinologe trete, man fragt mich: gnädige Frau, wie geht's, wie war's? Ich schlürfe Huldigungen ein, als wär'n sie Lethe. reiner und schöner. An den Straßenecken Sevillas stehen unsichtbar überall Laternen mit Schildern ,, come and see Sevilla", sichtbar ,, visit the Kursaal", und in den zahllosen Antiquitätenhandlungen wartet echter Plunder auf seine Verladung nach U. S. A. Deutschland ist durch ein Bierhaus München vertreten. Ich gehe die kleinen abseitigen Gassen von nenhöfe der Häuser, die alten Majolikafliesen, Santa Cruz, sehe mir die Patios an, die In die geschmiedeten Gitter mit den vielfältigen und immer verschiedenen Ornamenten, ich sage| buenas dias" zu Vater, Mutter, Kindern, die dort, nicht in den Stuben, tagsüber leben. Mit verbundenen Augen kann der Fremde sagen, ob er in Madrid oder in Sevilla spaziert, er braucht nur zu hören. Die Straßenschreie in Madrid sind hart, schrill, im Dreiklang trom petend, die in Sevilla langgezogen, heiser, arabische Kehlgesänge, Reflame mit sentimentaler Timbre. In einem kleinen Weinkeller, in dem wahre Giganten von Fässern lagern, trinke ich ein Glas Manzanilla, der Küfer fragt mich, ob ich Langostinos, Almegas, Caracoles oder Ostras, Langusten, Miesmuscheln, Schnecken oder Garnelen dazu essen will- ein gesegnetes Land. Draußen treiben Gemüseverkäufer ihre Esel vorüber ,,, Di. Burro", rufen sie in furzen Intervallen. An einer Ecke streiten sich zwei alten Weiber, ihre Wortkaskaden steigen höher und höher. Was ist geschehn? Jedes Viertel hat seine eigene Madonna, jedes Viertel behauptet, die seine sei die schönste. anadenreichste. wundertätigste. winn? Zeigen Sie ihn doch! Und übrigens war Don Raphael betrunken, als er von der Mauer fiel, und die Mauer war nicht höher als eine Gartenbecke!" ,, Ach, Sie schlechtes Weib, hat Ihre Madonna geholfen, als Sie ein Geschwür plagte? Es wissen schon viele, daß Ihre Madonna. " Und die Schimpfwvorte fliegen wie Bälle im Pelotaspiel, fein gutes Haar wird an den Madonnen gelassen, Geiz und schmußiger Charafter wird ihnen vorgeworfen, keine Missetat, die sie nicht begangen haben sollen. In der Nähe läutet eine Glode, die Weiber trennen sich, ich folge der einen zu ,, ihrer" Madonna. Die Kirche strahlt im warmen Geleucht der tausend Wachsferzen, in weißseidenem Kleide, in gesticter Mantilla und köstlichem Schal thront die Madonna, in der Hand hält sie das Stöckchen des Alkalden, das Machtsymbol des spanischen Bürgermeisters, ihre Brust ist mit Fahnen haben sich vor dem Altar aufgestellt, im einem militärischen Orden dekoriert. Vereine mit hinteren Schiff spielt eine Kapelle, ein Dußend Sänger mit einem Pfarrer als Dirigenten fingt Tateinische Hyminen. Das alte Weibchen kniet nieder und betet eifrig den Rosenkranz. Vielleicht fleht sie die Madonna an, durch ein handgreifliches Wunder den Leuten des Nachbarviertels zu beweisen, wer die beste Madonna ist, sie oder die von drüben. Nachmittags bin ich bei einem Bildhauer eingeladen. Er führt mich in sein Atelier. In einer finsteren Ecke steht eine Madonna aus Gips. Die Wangen sind bemalt, die Lippen rot gefärbt, die Augenbrauen, wie mir der Schöpfer stolz bedeutet, kunstvoll eingesetzte echte Wimperhaare. Sie sieht so schön, so füß, so liebs lich aus, wie das Volk sie sich wünscht. ,, Für eine Kirche in Sevilla?" frage ich. ,, Ein Dorf in der Nachbarschaft hat die Madonna bestellt, aber dann nicht den verein barten Preis bezahlt. Die Bauern wollten sie abholen, ich habe sie nicht herausgegeben ,,, erst zahlt, ihr Betrüger, dann könnt ihr eure Madonna bekommen", schrie ich sie an, und man steht sie da zwischen dem Gerümpel." Arme Madonna. Völker im Spiegel ihres Humors Im Humor offenbaren sich die feinsten Eigenheiten eines Volkes, und ein paar gut auSgrwäblte Witze können uns oft mehr fagen als weitschweifige völkerpsychologische Abhandlungen. Die Andersartigkeit eines Fremden wird plötzlich eindringlich klar, wenn wir ihn über eine Situation oder eine Redewendung lachen sehen, die uns nicht im geringsten als komisch erscheint, oder wenn wir umgekehrt an ihm nicht die leiseste Erschütterung über ein Wort oder eine Begebenheit gewahren, die in uns befreiendes Lachen oder ein leichtes Schnmnzeln hervorruft. Die größte Heiterkeit lösen oft Dinge aus, die über den Bannkreis eigener Anschauung und eigenen Fühlens und Wissens hinausgehen. Eine ganz alltägliche Aeußerung eines Europäers kann bei Völkern, die unter anderen Bedingungen leben, andere Sitten und andere Meinungen haben, als der denkbar komischste Witz erscheinen. Eine Schar Neger in Afrika wollte vor Lachen bersten, als ein Miffionar ihnen erzählte, daß die Erde rund sei. Und man berichtet von einem Mikado, der vor Lachen erstickte, als ihm gesagt wurde, daß die Amerikaner sich selbst regierten. Dann aber gibt es auch eine Jnternationalität im Witz in der das Allgemeinmenschliche der Komik so sehr anklingt, daß nahezu alle Menschen— an ihr teilhaben können. So haben die Chinesen eine Menge humoristischer kleiner Geschichten, die von Mund zu Mund gehen und die auch bei anderen Völkern ihre Wirkung haben würden. Beispielsweise erzählt man eine uralte Geschichte von einem Mann, der verurteilt war, die Dirbesfesseln zu tragen.„Aber wie in aller Welt bist du denn zu dieser Verzierung gekommen?" fragte ihn rin Freund.„Ach, das kam so: Ich ging auf der Straße, da sah ich ein Stück alter Bastschnur. Ich wußte, daß sie für niemanden Wert hatte, und da niemand sie beanspruchte, so nahm ich sie mit nach Hause."—„Und deswegen hat man dich so schwer bestraft?", meinte der Freund erstaunt.„Ich weiß es auch nicht", sagte der Bedauernswerte, ,,es könnte höchstens sein, weil an der Schnur ein Ochse hing." Die Deutschen gelten als ein Volk von ausgeprägter Veranlagung für Witz und Humor. Als ein besonderes Kennzeichen beobachtet man die im deutschen Scherz immer wiederkehrende Eigentümlichkeit des Forschens nach dem Grunde, nach i dem Woher und Wohin. Den Ausländern erscheint folgende kleine Geschichte als außerordentlich charakteristisch.„Ein kleiner Junge geht mit seiner Mutter in Berlin Unter den Linden spazieren. Da kommt ein Mädchenpensionat des Weges, zwei und zwei nmrschieren die Zöglinge, voran die Kleinen in kurzen Röckchen, dann die größeren, mit halblangen Kleidern und zuletzt die großen mit langen Röcken. „Mama", fragt der Keine Jung« nach angestrengtem Nachdenken: Warum kriegen die Mädchen immer kürzere Beine, je älter sie werden?" Ein ausgesprochen französischer Witz ist die Anekdote vom Marquis de Favieres. Dieser, durch seine schlechten Geldverhältniffe berüchtigt, besucht eines Tages einen wohlhabenden Herrn namens Barnard und beginnt:„Mein Herr, ich werde Sie in Erstaunen sehen. Ich bin der Marquis de Favieres. Ich kenne Sie nicht und komme, um von Ihnen 500 Louis zu borgen." —„Mein Herr", erwiderte Bernard gelaffen, „ich werde Sie noch mehr in Erstaunen sehen. Ich kenne Sie und werde Ihnen das Geld leihen." Die typisch-französischen Scherze haben alle einen kleinen Stachel, wie z. B. die Geschichte von der toten Fran, die in tausend Abwandlungen durch die Welt gegangen ist. In dem Dorfe Poitu verfiel eine Frau in Starrkrampf. Man hielt sie für tot. Der Landessitte gemäß legte man sie auf«ine Bahre, um sie zum Kirchhof zu bringen. Als der Leichenzug eine enge, winklige Gasie passierte, stießen die Träger an eine Mauerecke, die Bahre zerbrach, der Körper erlitt Verletzungen, blutete, und die Totgeglaubte wachte auf. Vierzehn Jahre später stirbt die Frau wirklich. Als der Leichenzug die bewußte Gaffe paffierte, rief der Gatte besorgt: „Vorsicht, Freunde, Vorsicht! Nicht so nahe an die Mauerecke!"— Der englische Witz gilt als einer der knappsten und schlagendsten, und die Amerikaner und alle englisch sprechenden Einwohner der britischen Kolonien zeigen die gleichen Anlagen. In Kanada erzählt man die Geschichte von einem irischen Mädchen, das zum Pfarrer ging und sich erkundigte, was er ihr fürs Heiraten anrechnen würde. Der Geistliche verlangte eineinhalb Dollar. Nach wenigen Wochen erschien das Mädchen, überreichte die vereinbarte Summe und bat den Pfarrer, mit der Trauung gleich anzufaugen.„Ja, wo ist denn der Bräutigam?", fragte der geistliche Herr.„Was?" rief das Mädchen,„für eineinhalb Dollar wollen Sie nicht einmal den Mann dazu liefern?" Eine Probe schottischen Humors ist di« Geschichte von dem Schotten, der von drei Wegelagerern angefallen wird. Er wehrt sich wie ein Wilder, und ehe er nach hartem Kampf überwältigt wird, verletzt er zwei der Räuber nicht unerheblich. Als man ihn untersucht, findet man nichts als ein verbogenes Sixpenceftück.„Hm", meint der Räuberhauptmann,„ein Glück, daß er nicht mehr hatte; um 18 Pence würde er uns alle drei totgeschlagen haben."— Die Iren erzählen gern die sprachlichen Entgleisungen von Sir Bohle Roche. Einst schrieb er einen Die Stratosphärenflüge Professor Piccards und anderer haben in den letzten Jahren viel Aufsehen in der Welt erregt. Dieses Aufsehen wurde weniger damit bewirkt, daß die Flieger uns noch unbekannte Erkenntnisse über' die Stratosphäre vermittelten, als durch die Kühnheit des Vorstoßes in den Weltenraum. Ohne Kühstheit keine Entdeckung, jawohl. Jetzt aber tritt auch bei den Laien die Bewunderung der' Kühnheit hinter der Bewunderung der wissenschaftlichen Forschungsergebniffe der Stratosphärenflieger in den Hintergrund. Der englische Luftsahrtsachverständige I. Stubbs-Walker konstatiert, daß die Experten sich im allgemeinen darüber einig sind, daß man jetzt wohl an der. Schnelligkeitsgrenze angelangt ist, die vorläufig oder überhaupt erreicht werden kann, cs sei denn, die Flugzeuge verlegen ihre Fahrbahn in die Stratosphäre, in der noch unbekannte Möglichkeiten verborgen liegens Man beschäftigt sich jetzt ungefähr 81 Jahre mit dem Problem„Schwerer als Luft- Flieger". Die Geschwindigkeit ist von 30 bis auf 500 Kilometer pro Stund« gesteigert worden. Ab und zu hat es ein Flugzeug auf eine Geschwindigkeit von 770 Kilometer pro Stunde gebracht. Die Geschwindigkeit wurde aber höchstens während einiger Minuten voll gehalten. Früher Tragödie im Kino Brief:„In diesem Augenblick, mein Lieber—, schreibe ich mit einem Schwert in der Rechten und einer Pistole in der Linken." Ein anderer Ire wollte sehr höflich sein und sagte zu einem Herrn:„Wenn Sie einmal meinem Haus aus eine Meile nahekommen, hoffe ich, daß Sie dort Halt machen werden." Die Amerikaner erzählen Anekdoten anderer Art. Die kleine Nellie war unartig. Sie soll nun Gott um Befferung bitten.„Und bitte, lieber Gott", sagte sie,„mache Nellie zu einem guten kleinen Kinde." Aber mit demütiger Resignation fügt sie gesenkten Hauptes hinzu:„Aber dein und nicht mein Will» geschehe. waren es Schnelligkeitsteufel, die von der Welt mit Bewunderung bestaunt wurden, aber heut« werden hohe Geschwindigkeiten täglich zwischen London und dem europäischen Festland erzielt. Die jüngsten Erfahrungen datieren von dem London- Melbourne-(England- Australien)- Flug. Der englische Luftsachverständige Walker sagt, daß die Flugmaschine„Comet" mit der Strecke London-Melbourne am schnellsten beflogen wurde, 87.7 Prozent der Leistung erreicht hat, die man als Vollkommenheit betrachten muß. Ein« Maschine, die bis ins letzte nach dem Stromkinienshstem erbaut wäre, hätte höchstens 33 Meilen pro Stunde fliegen können. Walker hält es für töricht, noch schwere Maschinen zu bauen. Schwerere Motoren sind auch schwer in ihrem Gewicht und verbrauchen mehr Brennstoff, der wiederum schwer ist. Flugzeuge mit schweren Motoren sind für den Handelsverkehr wenig rentabel, da sehr wenig Raum für Nutzlast freibleibt. Die einzige Möglichkeit, die Schnelligkeit zu steigern, bietet die Stratosphäre. Riesige Räume können hier mit unglaublicher Schnelligkeit überbrückt werden. Es hängt davon ab, ob I man hoch genug steigt. Einer der berühmtesten I Flieger, die die Stratosphäre erforschen, ist der ——————•OO—O——9— einängige Wiley Post in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. In Frankreich, Deutschland, Holland, Sowjetrußland, Italien, Eng Land und den Vereinigten Staaten is man eifrig dabei, Versuche anzustellen, Die Schwierigkeiten, die in den hohen Luftlagen liegen, sind nicht gering. Man muß starke Motore haben, um so hoch steigen zu kön= nen. Bassagiere und Piloten müssen hermetisch von der Außenwelt abgeschlossen sein, da sie sonst innerhalb weniger Sefunden tot sind. Für die Stratosphärenfahrten fommen nur Streden mit großen Abständen in Frage, da für furze Strecken viel zu viel Zeit mit dem Steigen bis zur Stratosphäre verloren geht. Für Ozeanüberquerungen ist die Stratosphäre die geeignetste Flugroute. In der Stratosphäre wird man in ein paar Stunden von England nach Amerika fliegen... Gegenwärtig wird in England eine Flugmaschine gebaut, die eine Höhe von zehn Nilometer erreichen soll. Bei dem Bestreben, die Geschwindigkeit zu erhöhen, drängt sich einem univillkürlich die Frage auf: wem zu nuge? " -4Eine Berliner Firma schreibt an ein Amsterdamer Geschäftshaus und schließt den Brief: Mit deutschem Gruß Heil Hitler!" Im Antwortschreiben schließt darauf die Firma in Amsterdam: ,, Mit holländischem Gruß- Unfere liebe Königin Wilhelmine läßt auch schön Der Engländer wird diese Frage noch heute mit Time is Money" Zeit ist Geld be= antworten. Wir Europäer aber sollte. angesichts der dauernden Spannungen zwischen den Bölkern daran denken, welche Schrecken im fommenden Krieg etwaige Bombenflugzeuge, die die Stratosphäre durchfliegen, unseren Ländern bereiten können. Die Wissenschaft, die eigentlich den Wohlstand der Menschen erhöhen sollte und auch fönnte, wird mehr und mehr dazu mißbraucht, die Kulturgüter zu zerstören. Heiteres grüßen!" " ,, Wie soll dein neues Motorboot heißen?" ,, Leidenschaft!" Warum das?" " Weil sich's so schwer lenken läßt." In einer Provinzstadt ist das Philharmonische Orchester zu Gast. Es eröffnet das erste Konzert mit der Leonoren- Ouvertüre von BeetHoven. Im Stadttheater, wo die Veranstaltung vor sich geht, wartet der Musiker, der das betannte Trompetensignal hinter der Szene zu geben hat, in der ersten Kulisse auf sein Zeichen. Der Kapellmeister ist bis zum bewußten Cress cendo gelangt. Kein Signal! Er wiederholt nervös den Satz noch einmal um sonst! Aber in die peinliche Stille tönt die erregte Stimme des Feuerwehrmannes aus der Kulisse: Jun ger Mann! Und ich sage Ihnen nochmal, hier können Sie nicht blasen! Da drinnen ist ein Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bel Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 235. Von G. Quidelli. Schwarz: Kh4, Tb7, La8, Sb8, Ba7, b8.( 6) 7 6 5 3 a b c d e f gh I E 1 a b c d e gh 5 Weiß: Kf1; Ta4, g8, Ld8, e8, Sb4, e7.( 7) Matt in 2 Zügen! Reisegesellschaft. Eine junge Frau stieg ein und setzte sich neben einen jungen Mann. Nach einer Weile begann der junge Mann höflich: Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Verzeihen Sie, mein Fräulein, aber..." " Wenn Sie mich ansprechen oder belästigen, ziehe ich die Notbremse!" brach das Fräulein los. Sobald er wieder zu sprechen ansetzte, drohte das Fräulein, Alarm zu geben. Schließ lich, als sie in die Endstation einfuhren, sprang er beherzt auf seine Füße, gab sich einen Rud und sagte:„ Ob Sie es nun hören wollen oder nicht... Sie sitzen seit einer Stunde auf meiner Tüte mit Stachelbeeren!" Es freut mich sehr, daß Sie das möblierte Wissen Sie schon? Bimmer bei mir mieten wollen. Nur der Ordnung halber möchte ich Sie aber darauf aufmerksam machen, daß hier im Hause eine Musikschule ist. Das stört aber wirklich gar nicht, baran gewöhnt man sich bald, und Sie werden sehen, in vier Wochen hören Sie das gar nicht mehr." ,, Na schön, dann werde ich eben in bier Wochen einziehen." " Daß es etwa 800 verschiedene Teesorten gibt? Daß im Jahre 1932 in Deutschland für sieben Millionen Mark Lippenstifte eingeführt und für weitere drei Millionen Mark im Lande selbst hergestellt wurden? Atelierbesucher: ,, Sagen Sie, Herr Profeffor, womit mischen Sie Ihre Farben?" Daß aus dem Steinfohlenteer heute ettva ,, Mit Berstand, mein Herr." Atelierbesucher: 70 verschiedene Probufte gewonnen werden? Ah, jetzt verstehe ich, weshalb Sie nur so kleine Bilder malen." * .. Ich darf dir als Freundin nicht verheimlichen, daß Frau B. überall Lügen über dich erzählt." ,, Laß sie nur. Aber wenn sie anfängt, die Wahrheit über mich zu verbreiten, sag es mir gleich, damit ich ihr rechtzeitig den Mund stopfen fann." ..Aber wenn ich volles Fahrgeld für meinen Hund bezahlen muß, dann darf er sich wohl auf einen Siz legen?" ,, Aber natürlich, solange er ihn nicht mit den Füßen berührt." ,, Was Sie auch über den Geruchssinn Ihres Waldmann sagen können, mein Fips steht ihm in keiner Weise nach. Gestern hatte ich ihn zu Hause gelassen. Nach zwei Stunden Daß die Tuberkulose dem Menschen nur ganz ausnahmsweise einmal angeboren ist, während sie in der Regel erst außerhalb des Mutterleibes, auf dem Wege der Atmung nämlich, erworben wird? * Daß in Indien unter 100 Frauen 94 Mütter find? * Daß es in der Welt insgesamt 30 Millio nenstädte gibt, in Europa 12, in Amerika 8, in Asien 7, in Australien 2 und in Afrika eine? * Daß der Chinese eine Brille nicht etiva darum trägt, weil er schlecht sieht, sondern weil er glaubt, daß er gut darin aussieht? entwischte er und fand noch meine Spur. Was Jeder Parteigenosse fagen Sie dazu? Sie sollten mal ein Bad nehmen." Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 232: Kh3- g2! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Dinnebier Emil, Tetschen: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Schöffel Anton, Schöbritz: Fuchs Otto, Zwittau; Dusil Ernst, Klimt Franz, Topsch Franz, sämtlich Tetschen; Hieke Josef, Fritsch Anton, Hauptmann Franz, sämtlich Markersdorf; Böhm Heinrich, Jonsbach; Walter Ludwig u. Robek Franz, Kwitkau; Tesar Franz, Suchei: Reichel Walter, Drakowa; Kraus Gerhard, Turn; Hälbie Johann, Bergesgrün; Ulbert Rudolf, Proseditz; Hyna Josef, Hostomitz. V. Kreis. Freunde des Arbeiterschach, Achtung! Am Sonntag, den 2. Juni, findet die erste Runde der diesjährigen Kreismeisterschaft statt. In Bodenbach in der..Volkshalle" treffen die Sektionen Krochwitz und Warnsdorf aufeinander. Die Warnsdorfer Genossen werden alles daransetzen, um die im Vorjahre erlittene Schlappe wieder wettzumachen. Beginn 10 Uhr vormittag. Schachinteressenten willkommen. Kampfrichter Gen. Fleck, Tetschen. In Modlan im Restaurant Eiche" wird der vorjährige Kreismeister Sobrusan sein Könnea unter Beweis stellen, doch auch die Kleischer Schachsparte verfügt über gutes Spielermaterial, Da es die erste Begegnung dieser beiden Sektionen ist, kann man auf das Ergebnis gespannt sein. Der Beginn dieses Kampfes ist auf 9 Uhr vorm. festgesetzt. Kampfrichter Gen, Triltsch, Wisterschan. In Bergesgrün, Restaurant ,, Buchenhain", ist ebenfalls ein sehr spannender Kampf zu erwarten. Die starke Komotauer Sektion hat den Arbeiter- Schachklub Wisterschan zum Partner. Das letzte Spiel dieser beiden Mannschaften endete im Jahre 1932 mit 5: 3 Punkten für Komotau. Doch sind in beiden Mannschaften große Veränderungen eingetreten, so daß man schwerlich eine von beiden als Favorit bezeichnen kann. Beginn um 9 Uhr früh, Kampfrichter Gen. Grimmer, Katharinaberg. Die Schachfreunde, welche sich als Zuschauer liest das Partelblatt! infinden, werden gebeten, während des Spielverlaufes sich ruhig zu verhalten.