Rr. 25 flnterOottnno^OeUaoe 1935 j BUNTE WEI WS WisUKWWWUUllllll Seele Von Grete Livius Erzbischof Hailsham sah am Ufer der Themse, kurz hinter Maidenhead, und angelte. Erzbischof Hailsham, Oberhaupt der englischen presbyterianischen Kirche, war ein leidenschast» kicher Angler. Er hatte sogar ein Buch versaht, d S hieß:„Angeln im Mondschein".— Die Sonne brannte, ungemildert von der Kühle deS FlusseS. Hailsham wischte sich den Schweih von der Stirn. Sein Nachbar, nur ein Stück von ihm entfernt fitzend, lachte.„Wir haben heute kein Glück, Hochwürden. Gut, dah wir beide nicht allein vom Erwerb des Fischfanges leben." Hailsham runzelte die Stirn. Er liebte kein« Witzeleien über seinen geistlichen Beruf. Wo nur die Barsche und Hecht« heute blieben? Grämlich sagte er:„Gott hat bisher geholfen, «r wird auch weiter helfen." Der Nachbar lacht, noch dröhnender. Es war ein wohlgenährter Mann mit Glatze und rötlichen Wangen.„Sie haben gut Hallelujah fingen, Hochwürden. Mein Geschäft hängt von den Menschen ab und nicht von Gott. Kommt nicht bald irgendwo ein Krieg, dann wird eS mit unseren Aktien bald so gehen wie hier mit den Hechten. Keiner beiht mehr an." Erzbischof; Hailsham änderte seine Miene nicht, sondern beobachtete aufmerksam daS Ende der Angelschnur. Bewegte sich nicht dort etwas?„Lord Barnett, Sie machen schlechte Witze. Im übrigen, ist daS Ihr Ernst?" Lord Barnett lieh die Angelschnur los— war ja doch schon egal— und verschränkte die rundlichen Hände über den Knien. Er sah recht unenglisch auS.„Natürlich ist das mein Ernst. Rüsten, rüsten, rüsten, bis in alle Ewigkeit, das hat keinen Zweck. Die Bomben müssen mal platzen, die Kanonen müssen mal loSgehen. Beten Sie tüchtig, Hochwürden, damit Gott Einsehen hat. England braucht ja nicht gerade den Anfang zu machen. Eine kleine Verwicklung auf dem Balkan oder in irgendwelchen exotischen Ländern, die noch für die Zivilisation gewonnen werden müffen, genügt voll und ganz."— ,^Lord Barnett, ich will diese frivolen Worte nicht gehört haben. Auherdem, Ihre Angelspitze taucht inS Wasser." Barnett zog lässig an der Schnur. Die Themse floh blaugrün, in kleinen glucksenden Wellen, überstreut mit den Goldfunken der Sonne. Erzbischof Hailsham seufzte.„Fes, Yes, eS ist wahrlich ein seltsam Ding mit der menschlichen Seele. Als Erzbischof habe ich die Pflicht, Gott um ewigen Frieden zu bitten. Aber..."—„... als Besitzer von Vickers Armstrong und Iynperial Chemical Aktien muh ich anderer Ansicht sein", ergänzte Lord Barnett hohnvoll deS Geistlichen abgebrochenen Satz. Hailsham warf dem Angelnachbar einen schrägen kühlen Blick zu.„Sie wiffen, Lord Barnett, dah S i e mir diese Aktien sozusagen, «in wenig,— aufgedrängt hckben."—„Natürlich, natürlich", versicherte der unenglischrundliche Mann.„Bei wem kann die Rüstungsindustrie ihre Aktien in brfferen Händen wissen als bei einem Mann Gottes?"— Erzbischof Hailsham erklärte mit dumpfen, feierlichen Pathos:„Seine Ratschlüffe sind uner- forschlichl"„Ich bin ganz Ihrer Meinung", versicherte Lord Barnett mit der Höflichkeit deS geborenen Gentleman. Sie angelten weiter. Vielmehr taten sie so, all ob. In Wirklichkeit hing jeder von ihnen seinen Gedanken nach. Er hat eS gut, dachte Lord Barnett. Er lebt ruhevoll in seiner Villa in Westend, hat eine gar nicht so unüble Frau. ! nette Kinder, und daS bißchen Predigen, du lieber Himmel, was ist das schon. DaS schüttelt man doch aus dem Aermel. Käme ich noch einmal auf die Welt, so wünschte ich mir, Erzbischof Hailsham zu sein. Unsereiner dagegen: ewig diese Aufsichtsratssitzungen. Immer der Streit mit den Aktionären um die Dividend«. Dann diese gottverfluchte Linke im Parlament. Da halten sie einem alles Mögliche vor. Wenn sie mild« sind, nennen sie uns zumindest Betrüger.(Richt mit Unrecht.) Denn all die Diners und Soupers. Rur wegen des Geschäfts Hailsham kann immer den lieben Gott vorschützen, wenn er seine Ruhe haben will. Dabei verdient er mindestens soviel wie ich. Hailsham: da fitzt er. Fett und sicher. Wie angenehm ist für ihn daS Dasein. Ohn« Heuchelei kann er sich«Den irdischen Genüssen hin- geben. Gewiß, seine Frau ist häßlicher als die meine. Dafür betrügt er sie auch nach Herzenslust. Vicker» Armstrong kontrolliert di« Rüstungsindustrie der ganzen Welt. Welche: Gelegenheiten für ein AufsichtSratsmitglied, auswärtige Sitzungen und Konferenzen vor- znschützen, wenn man bummeln will. Heut amüsiert er sich in Paris und eine Woche später in New Nork. In London hält er soviel' Revue-GirlS aus, wie er eben noch vertragen kann. Und dazwischen verdient er. Verdient, verdient. Was sind meine paar armseligen Aktien dagegen. Und immerzu muh ich zittern, dah di«— Verzeihung, Herr, aber ich kann nicht anders— gottverfluchte Linke mir dahinter kommt und höhnisch die Diskrepanz zwischen meinem Beruf und meinem privaten Leben, zwischen Schein und Sein, anprangert. Da hat erst neulich so ein Roter, der eS irgendwie aus den Archiven der Bolschewiken herauSgeschnüffelt hat, in aller Oeffentlichkeit erklärt:„In den Verwaltungsräten der Vickers Armstrong und ihren sämtlichen angegliederten Konzernen sitzen 4 Herzöge und MarguiS, 60 Grafen und Barone, 20 KnightS, 5 Parlamentarier, 21 Offiziere, 6 Journalisten und ein bemerkenswert hoher Pro- zentfatz von Geistlichen. Die allermeisten Aktien hat sogar der Ehrenvorsitzende der Freien Kirchenrats im Osgoldcroß- Distrikt in Aorkshire. Nebenbei Abgeordneter der Tories, tritt er in jeder Debatte deS Parlaments dafür ein, daß die Regierung mehr Geld für Waffen und Schiffe bewilligen soll« Um die äffenliche Meinung Englands zu beruhigen, hat sich ein„Königlicher AuSschuh zu« Untersuchung über die englische Rüstungsindustrie" gebildet. Peng! Was steht heute bereits schon fest? Der Vorsitzende dieser Untersuchungskommission, Sir John Eldon-BankeS besitzt nicht mehr und nicht weniger als Ivvll Vorzugs- und 76S einfache Aktien von Imperial Chemical. Und da soll man den Leuten vom Himmelreich erzählen? Wenn man sich selbst in solcher irdischen Patsche befindet? Ja, der Barnett, der Barnett l Bei dem bedarfS keiner Heimlichtuerei. Der erklärt in alle« Oeffentlichkeit: ich bm's, ich hab'S, und ihr könnt mich alle. Wer doch dar auch sage« dürste.— Wieder seufzte Erzbischof Hailsham tief. Lord Barnett warf ärgerlich die Angelrute hin.„Hol mich der Teufel, Pardon Hoch« würden. Aber ich hab' genug. Die verdammte« Biester. Kommksi Sie, gehen wir Mittag esse« und ein Rickerchen machen. Abends können wir unser Glück nochmals versuchen. Wenn di« Sonne fort. Oder müssen Sie nach London?" Hailsham schüttelte den Kopf.„Rein, meins Frau und meine Kinder sind auf dem Land«. ES genügt, wenn ich morgen in die Stadt fahre. UebrigenS kann ich mich auch nach de« Angeln für meine Sonntag-Predigt vorbereite». Die Wirkung der Natur auf den Geist ist eins recht erhebende."—„Famos, Hochwürden. Sie sind nie ein Spielverderber. Und wie schön St« alles immer ausdrücken können."— Lord Barnett klopfte dem Erzbischof mit kleinem ironisch^.! Lächeln auf die Schulter.„Warum hat Gott mir nicht gegeben, zu reden so wie Sie? ES wäre dann viel leichter Geschäfte zu machen. Ihre Art wirft bedingslos vertrauenerweckend." Hailsham bemühte sich schwach, entrüstet zu tun. Doch blieb eS bei dem Versuch« Schließlich, vor Barnett war eS ja auch nicht mehr nötig. Immerhin— der Erzbischof Hailsham hätte gern jedem, aber auch jedem als Stellvertreter Gottes auf Erden Respekt eingeflößt. Daß eS ihm in diesem einen Fall nicht gelang, war der schmerzlich-verwundbare Punkt seiner Seele. Die Cottage-Villa des Lord Barnett lag nur wenige Schritte vom Themse-Ufer entfernt. Der Weg dorthin führte durch eine von Lindenbäumen beschattete Allee. Am Tor schlugen die Hunde an, als sie ihren Herrn kommen härten. Barnett und Hailsham gingen jeder auf ihr Zimmer, um sich vor dem Essen zu waschen und umzufteiden. Hailsham war hier zu Hause. Er haßte Barnett mitunter, dennoch war dieser sei« einziger Freund. Es war eine teuf« 3— Jische Freundschaft. Sie glich dem Bündnis Fausts mit Mephisto. Ein Diener meldete, daß gedeckt sei. gleichzeitig hörte man den hellsilbernen Gong« schlag durch den Garten tönen. Hailsham goß Ach nochmals mit eau»de-Cologne getränktes Wasser über die Hände, Dann ging er in den Speisesaal hinunter. Die Herren dinierten allein. Lady Barnett war in London, beschäftigt Mit Vorbereitungen zu ihrer Reise an die See. Drotzdem ließ sich es Hailsham nicht nehmen, das Tischgebet zu sprechen. In jenem gediegenen salbungsvollen Ton, um den der Lord seinen geistlichen Angelfreund so sehr beneidete. »Unser« nächste Uussichtsratssitzung werden Sie durch ein Gebet einleiten, Yes, Hochwürden?" Natürlich hatte es Barnett nicht ernst gemeint. Der Erzbischof hingegen fand die Idee begeifernd..„Es wird.einen vorzüglichen Eindruck Machen."—„Ich fürchte.—. das Gegenteil. Gin neuer Grund für die Roten, um uns an- -ugreifen".-7.„Sie irren, Mylord. Der kleine Plann glaubt noch an die große Kirche. Wenn er das in den„Times" liest—„Erzbischof Hailsham segnet BickerS Armstrong"— so Nimmt er seine ganzen Ersparnisse und legt sie zumindest in einer Rüstungsindustrie an. Wer aber an uns verdienen will, darf uns nicht piehr bekämpfen. So werden wir eins, mit dem Bolle".—„Am Ende hat der schlaue Fuchs Nicht unrecht", überlegte Lord Barnett.„Bon tac Geistlichkeit kann man doch noch immer et- kvas zulernen. Und ich habe mich stets für einen Alten geschickten Gauner gehalten." Sie waren beide Stockengländer und verdichteten daher trotz der Hitze nicht auf ihren Braten, aus dessen noch rosigem Fleisch der Haft troff. Er war mit zarten Gemüsen und farbenfrohen Salaten umkränzt, und— um «ine Mäßigkeit in allen leiblichen Dingen zu kennzeichnen— lieh sich Hailsham den goldenen Mosel mit Mineralwasser aus Vichy milchen.„Auf Ihr Wohl, Hochwürden."—„Auf Haß Ihre, Lord Barnett". Zum Nachtisch aßen ft- riesige rote Erdbeeren in Cröme VFsigny. Dann zündeten sie sich Zigarren an. Schwarze Brasil. Tranken zwischendurch, kleine Schluck« Nehmend, starkgesüßten Mocca. Lord Barnett sah mit elegisch-verträum- 1cm Ausdruck— er war so angenehm gesät- tigt— aus dem Fenster, in die endlose grüne Landschaft seines Gartens.„Schöne Karriere haben Sie hinter sich, Hochwürden. Wenn man so bedenkt. Sie sind der beste Beweis dafür, daß mich in unserem englischen Vaterlande jeder den Marschallstab im Tornister trägt. Schlechter Vergleich übrigens. Sie kämpfen ja doch für den Frieden, nicht wahr? Sollten es we- ftigstens..." Erzbischof Hailsham streckte sich. Der Teufel fing schon wieder an. Der Teufel war satt. Nun wollt« er spielen.„Man kann Gott im Krieg und im Frieden dienen." Er ließ das Pathos fort.„In der Tat, ich habe Hott eine hübsche Karriere zu verdanken."— »Gott?"—:„Gewiß. Menschen sind nur seine Werkzeuge."—„Wie leicht sich doch die Kirche alles macht. Ich glaube fast, ich, ein schlichter Industrieller der Waffenfabrikation, ringe manchmal schwerer mit den Problemen."— ,>Sie spotten schon wieder". Der Erzbischof brachte cs in diesem Augenblick nicht übers Herz, seinem Freund ernstlich zu zürnen. Nach solchem Diner! Hailsham lehnte sich in den Klubsessel zurück. Sie waren inzwischen gemächlich vom Speisesaal in das Rauchzimmer Lord Barnetts hinüber spaziert. „Ich fing an als kleiner Vikar in Manchester. Damals waren dse Arbeiter mein» Freunde. Ich besaß eben immer sehr viel Idealismus"— geflissentlich blickt, Hailsham an seinem Freund vorbei—„und ich wollte den Armen helfen. Ich flehte sie bei meinen Predigten in der Kirche an, von ihren gottlosen sozialistischen Ideen zu lasten und an dir menschliche Güt« zu glauben. Eigentlich hat daS Wort.„Volksgemeinschaft" gar nicht Herr Hitler erfunden, sondern ich. Zumindest so ähnlich sagte ich es schon damals. Ich erklärte:„Meine Schäflein, die Menschen werden zur Einsicht kommen, sie werden euch von ihrem Ucberfluß geben. Ihr müßt nur Geduld üben. Der Herr will es so. Sein Lohn wird euch im Jenseits zuteil." Lord Barneft blinzelte fröhlich:„Sie hingegen- empfingen ihn- bereits auf dieser Erde."-7-„Das.war eben Gottes Wille. Gottes Wille ließ es geschehen, daß die Konservativen Englands dem jungen armen Geistlichen in Manchester Beachtung schenkten, der mitten im aufrührerischen Industriegebiet den Geist des Herrn verkündete und gegen die Gotr- losigkejt der Sozialisten kühn und energisch auftrat. Eines Tages hieß es, ich sei ihr Mann. Und man versetzte mich nach London, nach West« end. Jahre darauf wurde ich Erzbischof der presbyterianischen Kirche"—„Und einer der Hauptaktionäre von Vickers Armstrong."— „Das ist eine Sach« für sich",—„Natürlich", beeilte sich Lord Barnett zu versichern. Er wußte, was sich einem Gast gegenüber gehört. „Denken Sie noch manchmal", meinte Barnett, jetzt wieder lächelnd, während er sich di, ausgegangene Brasil von neuem ünzün- dete,„an Ihre ehemaligen Freunde, die Arbeiter von Manchester?"—„Wie könnte es anders sein", entgegnete Erzbischof Haflsham geradezu feurig,„ich bete unentwegt für ihr Seelenheil." ,—„Trotzdem geht es ihnen, unter uns, noch ziemlich schlecht. Was sagen Sie dazu?"—„Sie müssen eben Geduld üben."— „Und auf die imaginäre Volksgemeinschaft warten?"—„Ich wüßte keinen.anderen Ausweg."— Barnett sprach langsam, spöttisch. „Ich schon. Wenn ich statt englischer Lord und Aufsichtsratsmitglied von Vickers Armstrong Arbeiter in Manchester wäre, und die Prophezeiungen des Geistlichen Hailsham hätten sich noch immer nicht erfüllt, ich wüßte schon, was ich täte."—„Und was?" Lord Barnett lachte kurz auf.„Es soll schon manchmal aus einem Pfaffen ein Revolutionär geloorden sein. Wie geschichtliche Beispiele lehren, Zwar ist das bei Ihnen nicht zu befürchten. Trotzdem werde ich mich hüten, Ihnen meine ketzerischen Theorien zu verraten. Bleiben Sie nur hübsch in Wcst- cnd, arbeiten Sie für die Tories und verdienen Sie qn dem kommenden Krieg. In solcher Form sind mir die Diener Gottes alleinsympathisch. Auf diese Weise leisten sie uns auch die wertvollsten Dienste. OHne die Kirche — was wären wir da. Wir brauchen die Kirche wie's Salz."—„Ich dürfte Ihre Reden nicht dulden", wandte Erzbischof Hailsham ein.„Aber, Hochwürden", der Lord klopfte dem Geistlichen freundlich auf die Schulter,„es hört uns ja niemand zu. Nach außen hin, da machen wir die Sache ganz anders. Biel geschickter. Wären wir plump, man hätte unS schon längst, uns allen beiden, das Handwerk gelegt. Aber so..." Barnett gähnte leicht. „Verzeihen Sie, aber ich bin ehrlich gesagt, ein bißchen müde. Verfl... Pardon, scheußlich heiß heute. Mach einen Vorschlag: legen wir uns schlafen. Den Nachmittagskaffee laß ich Ihnen hinaufschicken. Nach Sonnenuntergang treffen wir uns am Angelplatz. John kann uns daS Abendbrot dorthin bringen. Eisgekühlte Bowle, ein paar Krebse, bißchen Spargel, kaltes Geflügel und Früchte, einverstanden^ Erzbischof Hailsham nickte. In diesem Punkt verstand er sich mit seinem Freunde immer. Denn Lord Barnett war nicht nur ein König im Reich der Rüstungsindustrie. Er war auch der König der Gourmets. John hatte di« Reste der Abendmahlzeit zusammengepackt. Nun ging er fort, den stroh- geflochtenen Korb in der rechten Hand, den Köpf leicht zur Seite geneigt. Seine Silhouette hob sich scharf vom Hintergrund des Flusses ab, über dem soeben der Mond aufgegangen war. Ein sanfter runder, meerkühler Mond, mit mattem bläulichen Silberlicht.„Jetzt werden die Hecht« beißen", flüsterte Lord Barnett seinem Freund z«.„Jetzt sind sie liebestoll und daher unzurechnungsfähig. Jetzt gehen sie uns auf den Leim, haste was kannste." Schon zuckte es an seiner Angel. Es war kein Hecht, der angrbiffen hatte, sondern ein Barsch. Ein großer Fisch.„Bei Gott", jubelte der Lord verhalten,„einer der kräftigsten Burschen, die ich j« gefangen. Was sagen Sie dazu, lieber Hailsham?" Barnett fühlte sich so aufgekratzt, daß er daS offizielle.„Hochwürden^ beiseiteließ. Der Erzbischof gratulierte dem Lord mit gepreßter Stimm«,.aus der man mühelos leisen Neid hörte. Hier war es mit HailshamS christlicher Nächstenliebe ganz und gar zu Ende, Bei den Barschen und Hechten— da gab tß kein Pardon. Endlich zuckte eS auch an seinem Köder. Ein Hecht. Nicht zu vergleichen mit dem Barsch. Doch immerhin recht stattlich: Konnte sich ebenfalls sehen lassen. Die Stimmung deS Erzbischofs besserte sich. Schweigend saßen sie so. Fast drei Stunden. Es war Mitternacht, als sie die Angelschnüre endgültig«inzogen. Leiser Wind glitt über die silbernglitzernd« Themse. Lord Barnett geniert« sich nicht. Streifte die Kleider herunter, stieg in das lau« Master. Kam nach erfrischendem Bad zurück, warf sich so, wie ihn Gott geschaffen— und weshalb sollte ihn da sein Stellvertreter in dieser Gestalt nicht sehen?— auf eine Decke, die John vorsorglich mitgebracht hatte, ins Gras.. „Schön, die Nacht, was?"— Hailsham nickte. Immerhin konnte er ein Gähnen nur schwer unterdrücken.„Müde?"—„Etwas. Ich kann Hitze schlecht vertragen. Morgen habe ich einen arbeitsreichen Tag vor mir."—„Was?" —„Verschiedenes. Unter anderem auch Sonntags-Predigt."—„Wissen Sie schon daS Thema?"—„Noch nicht. Ich laste mich inspirieren. Vom Augenblick. Aber irgendetwas schwebt mir jetzt schon vor. Bon der Seele, Lord Barnett. Von der unsterblichen Seele." „Das ist gut. DaS ist immer gut. Man muh die Leute von den Bedürfnissen des Leibes ablenken. Seele, das ist so einer jener schönen, unverbindlichen Begriffe. Und Sie, Hailsham, wie halten Sie es mit der Seele?"— Der Geistliche versuchte, auch in Gegenwart eines Nackten seine Würde zu bewahren.„Ich glaub« an ihre Unsterblichkeit!" Barnett kicherte leise. Der Nachtwind nahm das Geräusch auf, trug es weiter.„Aber der Leib, Hailsham, nicht wahr, darf bei Ihnen auch nicht zu kurz kommen. Wozu sonst die Rüstungsaktien, das Haus in Westend, die Freude an Wein und gutem Esten, am Angeln und an sonstigen irdischen Genüssen?" Der Erzbischof betrachtete das Spiel der kleinen funkelnden Wellen.„Für beides, Lord Barnett"— er hatte jetzt wieder di« Walze des Salbungsvollen aufgezogen,„muh man sorgen. Für Leib und Seele".— Der Lord kicherte noch boshafter als vorher.„Wenigstens was die eigene Person betrifft, nicht wahr?" Erzbischof Hailsham hielt es für geraten, auf diese Frag« keine Antwort zu geben. 3 Ueberholte Phantasien Julius Berne- 30 Jahre nach seinem Tode Jules Verne starb in Amiens, 77 Jahre alt, am 24. März 1905 und ist heute schon fast vergessen, obwohl er einer der fruchtbarsten und meistgelesenen Schriftsteller seiner Beit war, von dessen Werken in deutscher Uebersetzung rund neunzig Bände erschienen. Den Aelteren unter uns braucht man nicht zu sagen, wer Jules Berne war; aber die Jugend schüttelt vertunbert und ein bißchen spöttisch überlegen den Kopf, wenn man ihr erzählt, daß die Generation ihrer Väter für den Verfasser der„ Geheimnisvollen Insel", der„ Reise nach dem Mond" und der Zwanzigtausend Meilen unter dem Meer" Opfer gebracht hat: als wir jammervoll schlecht präpariert im Xenophon verJagten und in der Mathematik eine Fünf einstedten, weil wir am Tag vorher bis in die Nacht hinein„ Die Kinder des Kapitäns Grant" gelesen hatten. aber wenn das Leben einmal beginnt, über unsere Träume zu lächeln, sind sie schon rettungslos gerplast. Wer lächelt heute nicht, wenn er an die Reise um die Erde in achtzig Tagen" denkt? Das erste Luftschiff, das erste Unterseeboot bestätigten ihn und machten ihm zugleich den Garaus. Das Surren der Propeller und das Brummen der Motoren geht über sein Grab in Amiens er, der sie vorgeahnt hat, hört sie nicht mehr. Wir aber wollen nicht undankbar sein und ihn nicht ganz vergessen; denn er schenkte uns, die wir damals den Robinson und den Lederstrumpf, den Waldläufer und Karl May hinter uns hatten, die Seligkeit der un gewissen Weite und der abenteuerlichen Ferne. Ja, gerade das Ungesicherte, phantastischer Fahrten war es, was uns entzückte! Mehr als es heute wahrscheinlich möglich wäre; denn heute ist schon das Leben aller und auch der Jugend voll ungesicherter Spannungen, wäh rend den Heranwachsenden, die damals Jules Verne lasen, die Jahre zumeist umhürdet und bürgerlich gesichert dahinflossen. Es war das Unglück von Jules Verne, daß feine scheinbar so grenzenlose Phantasie schon wenige Jahre nach seinem Tode von der phantatischen Entwicklung technischer Wirklichkeiten weit, weit überflügelt wurde. Solange seine abenteuerlichen Bücher den Reis des Wunders und den Glanz der Utopie ausstrahlten, wur den sie stürmisch verschlungen. Und sie wurden zum alten Eisen geworfen, als die Realität feine Träume in den Schatten stellte. Jules Berne war ein prophetischer Verkünder der erobernden Technit; er konstruierte für den düteren Kapitän Nemo ein gewaltiges Unterseeboot, als noch niemand an die Möglichkeit solher Ungetüme glaubte; er ließ im Raketenflugzeug seine Belden in die Stratosphäre schieBen, als noch keine Gebrüder Wright die ersten schüchternen Versuche des Fliegens machten besitzt! Und wenn Jules Verne auch keinen ande ren Ruhm hätte, als ein Uebergang für manchen gewesen zu sein und viele eingeführt zu haben zu den Werken der großen Erforscher der Erde und der Pioniere des unentdeckten, au den v. d. Steinen und Livingstone, Nordenskjöld und Nansen auch dann hätte er verdient, daß wir uns seiner erinnern! Aber es war mehr: er hat uns auf den Flügeln der Phantasie bis ans Ende der Welt getragen und zugleich gelehrt, daß diese Welt nur dem gehört, der Wissen und Wagemut, Erkenntnis und Kühnheit Merkwürdige Begebenheiten Du bist der Mann! An einem Samstag- Vormittag des OftoBers 1891 war im Wassili- Ostrow- Stadtteil von Petersburg eine furchtbare Mordtat verübt worden. Im Dachgeschoß eines Hauses der 19. Linie wohnte eine Wäscherin mit ihrer 13jährigen Tochter. Als die Mutter, die Wäsche ausgetragen hatte, etwa um 12 Uhr mittags heimlehrte, fand sie die Wohnungstür halb offen, Eintretend, sah sie ihre Tochter leblos im Blute auf dem Bett liegen. Dieser Mord erregte ungeheures Aufsehen in der Stadt, zumal alle Nachforschungen der Polizei nach dem Täter völlig erfolglos blieben. In den Zeitungen wurden schwere Anklagen gegen die Kriminalpolizei laut. Am stveiten Tage dieser Ausstellung hörte der in der Nähe postierte Schuhmann einen gellenden Schrei aus dem Menschengedränge vor dem Schaufenster. Hinzutretend, fand er einen unterſetzten, rotblonden Mann sich in Krämpfen auf dem Trottoir wälzen. Als der Schußmann ihn aufhob, bezichtigte sich der Mensch heulend des Mordes an dem Mädchen. Jetzt hatte auch die Menge seine auffallende Aehnlichkeit mit dem Täter auf dem Bilde bemerkt, und drohte ihn zu Ihnchen. Er wurde in Polizeigewahrsam genommen. Die Polizei ließ den Maler unter einem Vorwande telegraphisch aus Rom zurückberufen. Auf dem Bahnhof wurde er verhaftet. Vor dem Untersuchungsrichter sagte er aus: Eiwa fünf Monate nach diesem Fall war im Schaufenster der berühmten Gemäldesamm-„ An jenem Samstag- Vormittag befand An jenem Samstag- Vormittag befand Jung Daziaro das mit dem Rom- Preis ausge- ich mich zufällig in der Nähe der Mordstelle und zeichnete Bild eines bis dahin unbekannten jun- gelangte zusammen mit der Polizei in den Dachgen Malers ausgestellt. Es hieß:„ Der Mord raum. Ich hatte Blei und Papier mit und ferin der 19. Linie" und gab mit äußerstem Rea- tigte sogleich eine genaue Sfizze des Tatortes lismus den Dachraum und das auf dem Bett an, die ich zu Hause durch eine Farbensfizze ruhende tote Mädchen wieder. In die halboffene aus dem Gedächtnis vervollständigte. Der GeWohnungstür aber hatte der Künstler die unter- danke an das entsetzliche Geschehnis ließ mir febte Gestalt eines rotblonden Mannes hinein- teine Ruhe, bis ich mich entschloß, es mir von komponiert, der, im Begriffe fortzuschleichen,| der Seele zu malen. Lange suchte ich in den noch einen leẞten Blick auf das Opfer wirft. Kneipen und Teehäusern von Wassili Ostrow nach Das Bild fand starten Zulauf. Vor dem einem geeigneten Modell zu dem Mörder. Eines Schaufenster drängte sich ständig eine große Tages sah ich im Goldenen Anter" in der 6. Menschenmenge. Linie einen Mann, bei dessen Anblick sich meine " Der wankelmütige Bildhauer nervöse, suchende Unruhe sogleich legte. Ich hatte mein Modell gefunden: so konnte er ausgesehen haben. Der Kellner sagte mir, daß der Mann hier öfters Tee trinke. Er sei finster und vers schloffen, und werde wohl kaum auf das Modella stehen eingehen, wenn er auch ziemlich zerlump aussehe... So stizzierte ich ihn mehrmals heims lich, wobei ich mir Mühe gab, seinem Blick nich zu begegnen. Endlich hatte ich ihn auf dem Pas pier und begann mein Bild." Der Künstler wurde mit dem Mann fono frontiert und erklärte: ,, Er ist es." Die mar teriellen Angaben des geständigen Mörders ere wiesen sich bei der Nachprüfung als richtig. Ed wurde überführt und verurteilt. Schonende Behandlung Aus London wird ein interessanter flink scher Fall berichtet. Bei einem berühmten Ner benarzt erscheint ein distinguiert angezogenes älteres Ehepaar, das von der erfahrenen Emp fangsdame sogleich unfehlbar auf Portweinhan del und ,, British Consols" tariert wird. Zuerst läßt sich der Gatte anmelden, sieht den Doktor flüsternd in eine Ecke und flagt ihm sein Leids die Frau ist Kleptomanin. Was der arme Mann all die Jahre hindurch an Wiedergutmachung und Vertuschung habe leisten müssen bas fönne sich niemand vorstellen. Wenn man sie ime Moment des Stehlens ertappe, bekomme feina Frau die lebensgefährlichsten Herzanfälle! Eine ein Lamm abnehmen. Er vergöttere seine Frau, Stunde nachher lasse sie sich alles geduldig wie der Doktor müsse ihm helfen, die Kosten spielen feine Rolle, aber vor allem: um Gottes wila len die Frau nicht aufregen! Darauf tritt der sichtlich bekümmerte Gatte ab, und die Dame wird einer eingehenden Uns tersuchung unterworfen. Anfangs antwortet sie ruhig, doch bald bemerkt der erfahrene Psychias ter einen fiebrigen Glanz in ihren Augen und das Verschwinden seiner Brieftasche. Hierauf folgt eine tranceartige Gesichtsstarre sowie seis ne Uhr, sein Zigarettenetui und einige fleina Wertsachen. Natürlich verzicht der erfahrene -4Psychiater keine Miene. Endlich ist die Untersu-| Sorglichkeit geleitet der alte Mann die Gattin chung abgeschlossen. Der Doktor verspricht dem zum Ausgang. Gatten baldige Heilung und verständigt sich mit ihm durch einen Blick und ein Kopfniden über die verschwundenen Gegenstände. Mit rührender pesoss Die Ausbeute betrug 574 Pfund und 9 Schilling, wobei die Goldsachen natürlich nur zum Schmelzwert tagiert sind. Godoms Wiedergeburt " Wie die Bibel erzählt, stand einst an| mineralreiches Gewässer auf die Dauer unbeSelle des Toten Meeres, an der Stelle Ghors nüßt bleiben. Den Anfang machten die Engode: Jordansgraben, die blühende Siedlung länder nach der Uebernahme des Mandates über Soon und Gemorra, die aber als Strafe für Palästina. Die„ Imperial Chemical Company" die Sünden ihrer Einwohner von Feuer und gründete am Südwestufer unter dem Namen Schiv. felregen vernichtet wurde. Das war Palestine Potash limited" eine chemische FaSodon. Ende. brikanlage zur Ausbeutung der Meersalze, die dem Toten Meer schon bedeutenden Verkehr gebracht hat. Die britisch- palästinensische Handelsflotte dieses Binnenmeeres, das ungefähr zweimal so groß als der Bodensee ist, zählt ein Dampfschiff, drei Motorschiffe und fünfzehn Segelboote. An der sagenhaften Stelle der versunkenen Stadt Sodom entsteht ein fashionabler Vergnügungs- und Badeort, denn den konzentrierten Meersalzen wird große Heilkraft zugeschrieben. Seit dieser biblischen Urzeit sind die Gestade die es siebzig Kilometer langen und fünfzehn Kilometer breiten Binnenmeeres gänzlich berödet. Dort gedeiht kein Lebewesen, weder Fisch noch Wasserpflanze. Die Süßwasserfische, die der Jorden zuschwemmt, gehen in der stinfenden Salzlage des Toten Meeres rasch zugrunde und treiben an die Oberfläche, eine leichte Beute der Aasvögel, die die Jordanmündung ständig überkreise 1. Die Badegäste refrutieren sich meist aus den französischen, britischen und italienischen Beamten der Levante und aus wohlhabenden Juden und Syriern Palästinas, Aegyptens und der angrenzenden Länder. Das Bahr Cut", das Meer Lots des nach her Bibel einzig gerechten Flüchtlinges von Sodom, ist ein ehemaliger Meeresarm, der durch geologische Verschiebungen vom Mittelmeer abgeschnitten wurde. Durch die starke Ausduntung, die heute auf dem Gesamtspiegel durch schnittlich noch dreizehn bis vierzehn Millimeter Das übersalzene Wasser des Toten Meeres im Tag beträgt, Fat sich das Wasser im Laufe hat den Vorteil, daß niemand darin ertrinfen der Jahrtausende zu einer Sole verdickt, die kann, denn man sinkt in dieser Lauge nicht fünfundzwanzig Prozent Magnesium Chlorid, unter; dagegen kann man sich beim Schlucken Kochsalz, Kali und Brom enthält, wenn schon oder beim Besprizen der Augen allerlei Unans her Jordan täglich sechs Millionen Kubikmeter nehmlichkeiten zuziehen. Nach dem Bade muß Süßwasser zuführt. mit zugeleitetem Jordanwasser die auf der Haut angesetzte Salzkruste gründlich abgebraust werden. Landschaftlich hat das Sodomitische Meer ganz besondere Reize. Ueber den tiefblauen Fluten erhebt sich das schimmernde kristalli nische Gestein und fern am Horizont die hellblauen Moabiter Berge. Eine freundliche Note bringen jezt die von den Engländern und ans gesiedelten Juden angepflanzten Dasen und Orangenhaine, die durch künstliche Bewässerung zu üppigem Gedeihen gebracht werden. Schon ist durch die Vegetation die allgemeine Luftfeuchtigkeit gestiegen, wobei auch die Verdun stung des Meeres vermindert wird. So hofft man, Neu- Sodom und das ganze Gebiet bes Toten Meeres mit den Jahren zu einem Weltfurort zu erheben. Hegen die Eingeborenen einen tiefen Abschen gegen das Sodomitische Meer oder Zoar Stinfmeer so haben die erobernden Eins wanderer von den Kreuzfahrern bis zu den Türken stets versucht, das Tote Meer zu beleben, aber ohne anhaltenden Erfolg. Die Kreuzritter unterhielten eine kleine Flotte sees tüchtiger Kriegsgaleeren, mit der sie die aus Transjordanien hereinbrechenden Sarazenen im Schach hielten. Zu Ende der Türkenherrschaft und im Weltkrieg hatten die deutschen Heerführer das Tote Meer mit einer Motorboots flottile ausgerüstet, die jedoch mit dem türkischen Rückzug verschivand. In unserem Zeitalter fortschrittlicher Wisfenschaft und Industrialisation durfte ein so Heiteres Scherzfrage. Was ist das Unsauberste? Die Unschuld. Denn jeder wäscht sich die Hände darin. Das durfte nicht kommen. Der Schulinspektor prüfte die Klasse; er schrieb daher einen Satz an die Tafel und fragte die Masse, ob irgend jemand etwas Auffälliges daran bemerkte. Nach einem furzen Schweigen meldete sich ein kleiner Junge und rief: Die schlechte Schrift!" Krapfen. Es war in Chicago. Am Faschingsmontag. Kerry fam zum Konditor. ,, Bak. ten Sie Pfannkuchen?" Gewiß!" ,, Baden Sie mir ein Dußend."..Gefüll: oder ungefüllt?"- Gefüllt." Mit Mus?" Kerry flüstert: Nein. Mit einer kleinen Feile. Ich will sie meinem Mann bringen. Der figt im Gefängnis." " Aeltere Semester. Studiert denn Ihr ..Jawohl, er wird Sohn immer noch?" nämlich Arzt, und da bleibt er lieber etwas länger auf der Universität, weil die Patienten zu älteren Herren mehr Vertrauen haben. " Wißbegierige Dame. Sie müßten", sagte Geburtstag. Der Vater war drei Monate die alte Dame zum Tierwärter im 300, von auf Reisen gewesen. Zum Geburtstag des JunIhren Tieren wahrhaftig mehr wissen. Es ist gen wollte er zurückommen. Am Vorabend rief doch z. B. schwer zu erklären, warum das die Mutter den Jungen:„ Zu deinem GeburtsLama als einziges von allen Tieren spuckt." tag wirst du deinen Papa wiederbekommen." ., Da haben Sie recht. Aber noch schwerer zu er- Der Junge fragte mißtrauisch:„ Aber nicht flären ist es, warum die Hhäne in der trodes wahr, Mutti,-- als Geschenk muß ich das nicht nen, öden Wüste Sahara auch noch lacht." rechnen?" Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bei Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 238. Von M. M. Barulin, Moskau. Schwarz: Kc3, Sa2, a7, Ba4, e2, e5, h7.( 7). 8 7 9 ст 5 2 a b c d e f g h & bcdefgh 8 9 5 3 Weiß: Kel, Td2, h6, Le7, Sa5, Ba3. h5.( 7) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 235: Kf1- g2! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Beutel Wilhelm, Arnsdorf bel Tetschen: Dinnebier Emil und Klimt Franz, Tetschen; Triltsch Gustav, Wisterschan; Schöf fel Anton, Schöbritz; Hühnel Anton. Predlitz; Tesař Franz, Suchei; Walter Ludwig und Robek Franz, Kwitkau; Steiner Eduard, Schönfeld; Ulbert Rudolf, Proseditz; Hyna Josef und Hyna Franz. Hostomitz; Kraus Gerhard, Turn; Schneider Rudolf, Teplitz. Druckfehlerberichtigung. In Schachaufgabe Nr. 237 sind zwei Druckfehler unterlaufen. Bc5 muß ein schwarzer B. sein, auf e2 wurde statt weißer Bauer ein weißer Läufer eingesetzt. Der Nenner ist richtig. Kreismeisterschaft Erstmalig wurde am Brüxer Arbeitersport< platz Rehnwiese" ein Schachwettkampf ausgetragen, welcher auch eine ziemliche Anzahl Schachinteressenten anzog. Das Spiel selbst- sah die Komotauer Mannschaft als glückliche Sieger. Nachfolgend die. Ergebnisse Brettern: Komotau Sachs 1. 2. Fialka 3. Thiel 4. Schöpka 5. 6. Görg 7. Tichay 8. Eis Křenek an den einzelnen Sobrusan 0: 1 Hyna Franz 0: 1 Webersinke ½: Böhm %% Marzin 1: 0 Zimmermann 1: 0 Stehno : Wiedemann 1: 0 Hyna Josef Ergebnis: 4: 3% für Komotau. Die Partie am 2. Brett ging für Komotau wegen Zeitüberschreitung verloren. Als Kampfrichter fungierte Gen. Hofmann. Sobrusan. In Schönfeld gewannen die komplett antre tenden Wisterschaner gegen die unvollzählige Kleischer Mannschaft mit 8: 0 Punkten. Es ist bedauerlich, daß gerade die Kleischer Spitzenspieler nicht das Interesse aufbrachten und an dem in ihrer nächsten Nähe stattgefundenen Wettkampf nicht teilnahmen. Kampfrichter war Gen. Steiner. Schönfeld. Stand der Kreisserie nach der zweiten Runde: 1. Wisterschan 2 Siege 13 Punkte 2. Sobrusan 1. Sieg 11 3. Komotau 4. Kleische P 1 Sieg 7 0 Sieg % Jeder Arbeiterschachfreund beteiligt sich am kommenden Samstag an dem Massenschachkampf ia Aussig. Stadtbücherei.