BUNTE WELT Nr. 29 Grete Livius: Unterhaltungsbeilage Bartei egal... langtveilt ein: ,, Nun ja, irgendetwas muß man doch studieren. Das gehört doch dazu. Im Grunde interessiert mich die Juristerei einen Dred." Fabrikant Holt zuckte zusammen. Er liebte es nicht, wenn sein Sohn auf gelassene Art ordinär sprach. Doch fuhr er sanft fort: Wir bielten es aber für das Beste nach gemeinsamer Ueberlegung. Ich glaubte, du seist mit deiner Wahl zufrieden. Und du hast doch neben deinem Studium Abwechslung genug. Du treibst Sport, bist ein guter Tänzer, hast neulich sogar einen Preis beim Tango- Turnier im Alcron- Hotel gewonnen und verkehrst in den besten Häusern. Wenn du mit deinem Studium fertig bist, wird hoffentlich auch die Krise ein Ende haben. Dann trittst du in die Fabrik ein, später setze ich mich zur Ruhe, du übernimmst allein die Leitung. Du wirst heiraten, Kinder haben und keine Langeweile mehr baben." 1935 türlich wurde die ganze Angelegenheit nach außen vertuscht, Stefan verkehrte weiterhin bei den besten Familien der Stadt, flirtete mit deren Töchtern bis zur Grenze des in jenen Kreisen Erlaubten, trieb Sport, tanzte, war ein gesuchter junger Mann. Mit Stefan fonnte man am Barrandov schwimmen, im Baumgarten reiten und auf der Letná tennisspielen. einer legte einen besseren Blue" auf die schimmernde Tanzfläche des Parketts als er. Keine Leidenschaft, fein Ehrgeiz erschütterte das Gemüt dieses jungen Mannes seiner Zeit. Jezt hätte er nicht einmal mehr soviel Emo tion aufgebracht, als sie der Entschluß zum Selbstmord erfordert. Er hieß Stefan Holt, war 24 Jahre alt, eigener Wunsch- Jura." Stefan warf ge- der Alte mußte, wohl oder übel, zahlen. Nas hatte ein hübsches banales Gesicht, blondes Haar, grane Augen, die kühl ohne Begeisterung in die Welt blickten. Groß und gut gewachsen, trieb er allerlei Sport, spielte Fußball, Tennis, führte schwierigste Tanzschritte mit läffiger Gewandtheit aus. Den Mädchen gefiel er, sie flirteten gern mit ihm, und er ließ es sich gefallen. Ansonsten hatte Stefan, einziger Sohn des nordböhmischen Fabrikanten Holt, keine Passionen. Bereits mit einundzwanzig fand er die eigene Eristenz recht überflüssig und beging einen Selbstmordversuch. Man rettete ihn zur rechten Zeit und war nach seiner Genes fung auf große Gefühlbergüsse und schreckenerregende Geständnisse gefaßt. Doch nichts von allebem erfolgte. Mit hungrigem, vom Auspumpen bes Giftes allzuleeren Magen erschien Stefan am nächsten Tag beim Frühstückstisch und aß mit selten gutem Appetit eine stattliche Bahl Honiggestrichener Butterbrötchen. Die Eltern sahen ihm gerührt zu. Dann bat der Fabrikant seinen Sohn ins Privatkontor und fragte bort, ernst, milde, die Stimme noch sits ternd von ausgestandener Angst, was Stefan denn um des Himmels willen beranlaßt habe, den Eltern, die ihn über alles liebten, der artiges antun zu wollen. Der junge Mann rekelte sich im Sessel, rauchte bereits mit Genuß wieder die erste Bigarette nach der Auferstehung und erklärte lafonisch: Nichts besonderes. Ich finde nur alles fo langweilig." Da verkrachte die Firma. Die gute alte väterliche Firma. Und jetzt war es Fabrikant Holt, der das Dasein unerträglich fand. Er erschoß sich. Vier Wochen später erlitt bie Witwe einen Herzschlag. Stefan Holt stand Spöttisch sah der Sohn auf den Vater. allein in der Welt. Sechsundzwanzig Jahre ,, Glaubst du nicht, daß allein dies schon langs alt. Blond, schlank, gut gewachsen. Sein Ausweilig ist das Programm seines Lebens sehen, ein paar tausend Kronen, eine gedies fig und fertig vorgesezt zu bekommen? Sozu gene Garderobe waren alles, was er besaß. sagen bis zum seligen Ende? Keinerlei Ueber- Die Volontär- Stelle gab er auf. Das raschungen mehr zu erwarten haben?" Der war nichts mehr für ihn. Die Rolle des verFabrikant senkte den Kopf. Bei ihm, dem wöhnten reichen jungen Mannes war ausges Alten war es anders gewesen. Keiner hatte spielt. Biji tam und fragte, ob er sie nicht seine Wege geebnet. Er hatte sich selbst jeden heiraten wolle. Bis er Verdienst gefunden, Schritt bahnen müssen. würde sie ihm helfen. Das Kind war nun Stefan gähnte. Nach einem mißlungenen schon anderthalb Jahre alt. Sie sah ihn flehent Selbstmordversuch fühlt man sich müde. Papa, lich an mit ihren glänzend- sinnlichen Augen. ich lege mich jetzt ein bißchen schlafen. Hab Stefan lachte, strich ihr übers Haar, dankte teine Angst. So was macht man nicht ohne mit Rein". Dazu hatte er denn nun doch weiteres zum zweiten Mal. Unter uns gesagt, teine Lust, zu enden in trivialem Kleinbürs das Magenauspumpen war abscheulich. Hast gerdasein. du nicht' n alten guten Cognat?" Holt schenkte seinem Sohn schweigend ein. Dann legte sich Stefan zu Bett. Schlief fest bis zum späten Nachmittag. Fuhr abends nach Prag. Nahm das gewöhnliche Leben wieder auf. Ergeben in sein Schicksal, das ihm bestimmt hatte, nicht vorzeitig aus dieser Welt, in der er sich lang" Der Fabrikant war entsetzt. Diese Antwort hatte er nicht erwartet. Niemals war ihm das Leben langweilig erschienen. Er hatte dazu einfach teine Zeit gehabt. Holt entfann fich selten und nicht gern geschah dies bag er aus fleinbürgerlichen Verhältnissen stammte, es durch Glück, Fleiß und ungeheure Rücksichtslosigkeit, die ihn nichts und nieman den verschonen ließ, zu etwas gebracht hatte. Die Hoffnung, sich im Alter zur Ruhe seßen zu können, mit dem guten Gewissen und der behaglichen Sicherheit gefüllter Brieftasche und stattlichem Bankkonto, sah er allerdings au weilte, zu scheiden. feinem Leidwesen schwinden. Denn an die Stefan Holt bestand das Staatsexamen Krise hatte er in den Zeiten der großen Gewinne nicht gedacht. Jetzt gab es Sorgen, Aerger, Aufregungen, um so mehr, da der einzige Sohn und Erbe wenig Talent und Bes gabung zur Führung eines großen Betriebes zeigte. Der Fabrikant Holt starrte betrübt zum Fenster hinaus. ,, Als ich so alt war wie du, fühlte ich feine Spur von Lebensüberdruß. Jch war ein kleiner Angestellter, der sich nichts sehnlicher wünschte, als Erfolg zu haben und vorwärts zu kommen. Das kostete Arbeit und noch mal Arbeit."( Was es noch gekostet hatte, verschwieg der Alte dem Sohn wohlweislich.) ,, Wenn ich bedenke, wie gut du es hast und noch hast. Niemals kanntest du Sorgen bis zum heutigen Tag. Als Kind hielt ich dir die besten Erzieher, später besuchtest du das Gymnasium, heute studierst du es war dein " Was wollte er eigentlich? Er entsann sich seiner gesellschaftlichen Beziehungen zu den angesehensten Familien der Stadt. Jedoch in den meisten Häusern empfing man ihn überhaupt nicht. ,, Die Herrschaften bebauern". die Herrschaften find verreist" ,,, der Herr hat leider keine Beit",„ die Gnädige Frau empe fängt erst nächste Woche". Wo man ihn dens noch einließ. gab es unverbindliche Ratschläge. mit genügend". Was ihm selbst ebenfalls oder kühles Achselzucken. ,, Lieber Stefan", völlig genügte. Der Alte hatte besseres gehofft. fagte sich der junge Mann, als er nach all Doch jah er bald ein, daß in bezug auf seinen seinen mißlungenen Bittgängen, die Hände Sohn sich keine Hoffnung erfüllte. Ein großes in den Hosentaschen, durch die Straßen schlen. Industrie- Unternehmen der Hauptstadt nahm derte ,,, bei denen zählst du nicht mehr mit. Stefan schließlich als Volontär auf. Gegen Auf die kannst du pfeifen". Und er pfiff in geringes Taschengeld, wie es so üblich war. der Tat hell, hart, böse vor sich hin. Es hatte Mühe genug gekostet, den jungen Sein Geld ging rasch zu Ende. Menschen, Mann bei der Firma mit dem großen Namen an Ueberfluß gewöhnt, lernen das Einschräns dieser allein ein sicherer Wechsel auf die ten erst, wenn sie nichts mehr haben. Stefan Zukunft- unterzubringen. Doch wozu war Holt verließ die teure Pension, suchte sich eine man Fabrikant Holt und hatte überall seine billige Bude. Ueberlegte, auf fleckigem PlüschBeziehungen? sofa sitzend, die Zukunft. Plötzlich packte ihn, was er bisher nie gekannt: der Ehrgeiz! Er war unten, ganz unten, das Leben hatte ihn aus jenem heiterem Himmel sehr unsanft hina abbefördert auf die triviale Erde. Mit einem Mal verspürte er Lust, sich zur Wehr zu setzen. „ Ich will wieder nach oben, foste es, was es Das erste, was Stefan Holt in dem neuen Lebensabschnitt anfing er begann ein Techtel- Mechtel mit einer Kontoristin des Betries bes. Sie war achtzehn, hatte glänzende schwarze Augen, neugierig finnlich- fragend und hieß Biši. Stefan machte Biži ein Kind, und <-2A wolle. Ich will Erfolg haben, um jeden Preis." Doch wenn er„ oben" dachte und„ Erfolg, Kleine Bilder aus Abessinien " so meinte er nichts als dies: nämlich Ge I d. Mit Geld allein waren jene Genüsse zu erkaufen, die er früher gar nicht als solche empfunden hatte, sondern selbstverständlich. Kultiviertes Wohnen, erlesenes Essen, ein Leben in SorgTosigkeit, gepflegter Eleganz. Junge Mädchen, die immer aussahen, als seien sie gerade einem parfümierten Bad entstiegen, duftend, gelockt, mit zartbemalten Wangen. Gesellschaf= ten, erleuchtete Hotelhallen, Drinks, raffiniert gemixt von Barkeepern mit geladten Nägeln. Tanzen zu einer süßen und lässigen Melodie. Nie denken müssen an das Morgen. Aufwachen unter seidener Daunendecke. Herr Holt, der Masseur ist da. Darf er hereinkommen?" Um dies wieder hören, fühlen und haben zu fönnen, wollte Stefan, der junge Mann, den Kampf mit dem Leben aufnehmen. Auf irgend eine Weise mußte es gelingen... Vorläufig gelang es jedoch keineswegs. Zuerst versuchte Stefan Holt sein Glück als Eintänzer. Noch war der Frack tadellos, dem Tetzten Modeschrei gemäß geschnitten. Noch entsprachen Wäsche, Schuhe und Krawatten den Anforderungen jener eleganten Müßiggänger, die sich ,, obere Zehntausend" nennen. Stefan dachte ungefähr so: sicher begegnete er in seiner neuen Rolle irgendeinem reichen Mädchen, die früher so heftig mit ihm geflirtet hatten. Er wollte sie dazu bringen, sich in ihn zu verlieben und ihn zu heiraten. Die Eltern würden Holt sicher höchst ungern, aber schließ= lich doch als Schwiegersohn aufnehmen. Dann war alle Not ein Ende. Stefan Holt hatte sich jedoch gründlich geirrt. Der Eintänzer war nicht mehr der Sohn des Fabrikanten. Die jungen Mädchen grüßten ihn fern und fühl, manche taten, als hätten sie ihn nie gesehen. Stefan, nachdem er die Hotels der großen Städte und Kurorte in den verschiedensten Ländern abgegrast hatte, fehrte enttäuscht nach Prag zurück. Die Einnahmen waren gering getvesen. Was blieb, reichte nicht zur Erneuerung der inzwischen stark reduzierten Garderobe. Mit dem Eintänzerberuf hatte es also ein Ende. Von Josef Wechsberg. Eine einzige Bahn fährt von Djibouti, die Verwandten für ihn bezahlen. Dieser wahrdem heißesten Ort der Erde" auf das fühle haft salomonische Spruch befriedigt beide Par abessinische Hochplateau, das Paradies der Gold- teien: der Gläubiger erspart sich langwierige sucher, Kaffeeplantageure und Tigerjäger. Mit Rechts- und Erekutions formalitäten( von denen dieser Bahn hat es seine Bewandtnis. Es gibt unsere Gläubiger etwas erzählen können!) und wohl einen Fahrplan, aber er wird nicht einge- der Schuldner ist in seiner persönlichen Ehre halten. Man hat beispielsweise erfahren, daß der nicht verletzt. Denn wenn man die Abessinier nächste Zug Dienstag früh abgehen soll. Wenn zu zweit" aneinandergefesselt in den Straßen man zur gegebenen Zeit auf den Bahnhof kommt, trifft, weiß man natürlich fast nie, welcher von erfährt man zur unangenehmen Ueberraschung, beiden der Verurteilte ist. Und man fragt sich daß der Bug schon weg ist. Wahrscheinlich hat nachdenklich, ob es unter ähnlichen Umständen ein Erporteur das Zugspersonal bestochen. Oder heute in Europa noch Menschen gäbe, die frei der Lokomotivführer hat es so eilig gehabt, in herumlaufen dürften... seinen Heimatsort, der irgendwo auf der Strecke liegt zu kommen. Es kann aber auch etwas anderes geschehen, daß man plötzlich mitten in der Nacht in Djibouti aus dem Bett gejagt wird. Was ist geschehen? Schnell, Herr, die Eisenbahn nach Addis- Abeba geht ab." ,, Ja, aber sie sollte doch erst in zwei Tagen fahren?" Man hat es sich überlegt. Das erstemal wundert man sich darüber", sagte mir ein Franzose in Dii bouti ,,, aber bei 45 Grad im Schatten vergißt man das Wundern." " " Was an der Tatsache nichts ändert, daß diese Eisenbahn einen ungeheuren strategischen Wert hat, auf den in allen abessinischen Staatsberträgen angespielt wird. In Addis- Abeba stehen an manchen Stra Benecken erregte Menschengruppen und blicken gespannt auf einen Mann in ihrer Mitte, der eindrucksvoll auf sie einspricht und dabei gestifuliert wie ein Filmheld. Politische Demonstrationen als Ausdruck der unruhigen Zeiten? Nein, nur ein permanentes Schnellgericht. Der Wortführer und Filmheld ist Richter, erste, zweite und letzte Instanz für alle Streitfälle. Wenn nun ein Abessinier seine Schulden nicht bezahlt -Den Abessiniern ist auch sonst bei der Lösung wichtiger Probleme eine gewisse Origi nalität nicht abzusprechen. Bei den Gallas einem triegerisch veranlagten Stamm, der bes sonders unter der Uebervölkerung zu leiden hat darf nur ein Kind haben, wenn er, gewissergab es noch vor Jahren ein Gesetz: ein Galla maßen als Aequivalent zuvor einen feindlichen Stammesangehörigen umgebracht h..t. Europäer, die lange Zeit in Abessinien gereist sind, konn ten sich von dem Bestehen dieser barbarischen Sitte überzeugen. Als besonderes Glück wurde empfunden, wenn ein naher Verwandter starb. Dann ersparte man sich den zur Geburtenbewilligung nötigen Totschlag. Die abessinischen Kaiser leiten den Urs sprung ihrer Dynastie von der Königin Saba und dem König Salomon ab. Die Legende erzählt, daß sie sich nicht auf irgendeine Weise der heiligen Gefeßestafeln bemächtigt hätten. Als der berühmte französische Schriftsteller Hugues Le Roux einst der Gast des Kaisers Menelik war jenes Kaisers, der die Italiener 1896 bei Adua schlug fragte er ihn halb im Scherz, ob er ihm die heiligen Reliquien zeigen fönnte. sogar in Addis- Abeba foll so was vorkom men, so schleppt ihn der Gläubiger einfach vor ,, Nein", erwiderte der Kaiser ernst,„ soden Freiluft- Kadi. Die Verhandlung ist bald zu lange es einen Kaiser gibt, darf niemand die Ende, und das Urteil immer das gleiche: Der Tafeln sehen. Und es wird noch viele JahrhunBeklagte wird durch eine Handfefsel an den Kläderte einen Kaiser geben!" ger festgefettet und muß so lange für ihn Fron leisten, bis er seine Schuld abgearbeitet hat oder Vielleicht werden schon die nächsten Wochen darüber entscheiden. Der Mensch muß vor allem essen. Deshalb konnten die Leute wenige Tage später einen jungen Mann sehen, der an belebter Straßenecke mit Temperament und Feuer Lotterie- Lose ausrief. Immer ran, meine Herrschaften, immer finnlos nach. ,, Die Juden sind daran schuld, daß, schlau. Ließ sich nur Geld daraus schlagen, ließ ran, hier weht der Wind, hier lächelt das Glück. wir nichts verdienen. Nur die Juden."- ,, Halt sich nur Erfolg damit machen dann war ihm Jedes Los ein Treffer. Niete ausgeschlossen. Du den Schnabel. Wir leben auch von ihnen", alles recht. füße blonde Kleine, tomm mal her..." meinte ein anderer. Stefan griff ihn hizig an. „ Junger Mann", rief einer aus der Menge ,,, du Redete Blödsinn, hastig, dumm, ohne Ueberhast ja eine göttliche Schnauze. Warum wirst du legung. Aber redete. Der Strom der Worte nicht Politiker? Du könntest alle besoffen versiegte ihm nie. Chauffeure hatten sich um die quatschen." Stefan lächelte geschmeichelt. Dies Streitenden gesammelt. Lachten. Jemand sagte: Lob eines schlichten Mannes aus dem Volke tat ,, Der Kerl kann reden wie'n Abgeordneter." Ein ihm sichtlich wohl. anderer Klopfte ihm auf die Schulter. ,, Junge, Henlein ist ja gar nichts gegen dich." Das war die zweite Gelegenheit, bei der man Stefan Holt den Weg zur Politik wies. Nachdem die Sache mit den Lotterie- Losen nicht mehr 30g, ging Stefan Holt als Vertreter für Staubsauger von Tür zu Tür. Seine hübsche Erscheinung blendete die Dienstmädchen, mit seiner Redegewandtheit wickelte er die ,, Gnädigen" ein. Doch war der materielle Gewinn recht färgTich. Wozu hatte man einstmals als Fabrikant Holts zukünftiger Erbe chauffieren gelernt? Jest steuerte Stefan ein Tari. Fuhr Liebespärchen durch die Nacht und müde Bummler, des Tags Fremde, eilige Geschäftsleute, Frauen zu RenAuch als Fremdenführer betätigte sich unser junger Mann. Den Rest Bildung benubend, um die Sehenswürdigkeiten Prags mit schönen Worten zu beschreiben. Auch hier wurde seine rednerische Begabung staunend beachtet. Denn stundenlang konnte Stefan sprechen, unaufhörlich, trotzdem seine Gedanken ganz wo anders waren. Gleichsam automatisch flossen Worte nichts als Kurze Zeit darauf trat der junge Mann auf einen Kneipgefährten zu, sagte stolz: ,, Ich habe genug vom Fremdenführer. Jetzt werde ich Politiker." Der lachte. Wie willst du das anfangen?" ,, Der Anfang ist schon gemacht. Da sich, dieses Inserat habe ich aufgegeben." Der andere nahm das Zeitungsblatt, las: " Junger Mann, rednerisch außerordentlich begabt, gute Erscheinung, gewandtes Auftreten, wünscht die politische Laufbahn einzus schlagen. Wer verhilft ihm dazu? Offerten erbeten unter Chiffre Partei egal"... heißt, zur Geschäftspolitik der Reaktion. Und er So aber fam Stefan Holt zur Politik. Das wurde ein großer Mann seiner Zeit. 11 dez- vous, die auf ihrem ehebrecherischen Gang Worte über seine Lippen. Von Politik indes hatte Jeder Parteigenosse nicht gesehen werden wollten. Schlecht gingen er keine Ahnung, interessierte sich auch nicht dennoch die Geschäfte. Wer es vermeiden kann, fährt heutzutage nicht Auto. Schimpfend stand Stefan mit seinem Tari am Halteplak. Irgendwo hatte er es aufgeschnappt, plapperte es dafür. Er schimpfte, weil es ihm schlecht ging, auf rechts und links und auf die Mitte. Aber er schimpfte wirksam, man hörte ihm amüsiert au. Und diese Wirksamkeit beobachtete Stefan Holt liest das parteiblatt! 8 Zn der Sonnenglut Von Ellis Parker Butter Dea» ich es nicht begreifen". lenkte vor Genug« Bank vor» wagen, uns und jener, wenn „Haben wir die Farmen, die Industriell und die Eisenbahn(und selbstverständlich auch die Fluglinien), dann haben wir auch den gan« zen Kongretz und lasten uns zum Pväsidentell und zum Generalgouverneur der Amerika wählen. Und keiner soll seine Stimme zu versagen!" Er stand auf und blähte sich tuung.„Doolittle, ich sage dir, unsere Gegne< von gestern; den Wirt, der uns nicht Cuba kre« Die Herren non Amerika ben wir nicht gröbere und bessere Kuchen als ihr, hehLI" „Nun, dann mutzt du eben verstehen, datz ich meinen Preis nicht höher setzen kann; wer wird mir dann für meinen kleineren und schlechteren Kuchen ebenso zehn Cent geben, wie dtr für deine besseren und gröberen? Ich kann für meine Ware höchstens acht Cent bekommen und verlangen. Aber wir würden beide besser ber, kaufen, wenn wir uns zusammentun wollten." „Ich bin in Theorie und Praxis gegen Trusts I" wehrte Deacon ab. »Ich eigentlich auch", sagte Doolittle.„Wer spricht von Trusten? Alles, was ich sage, ist, datz wir unsere Sache angleichen sollen. Sonst gehe ich mit meiner Ware, um den Absatz zu vergröbern, noch'mehr herunter!" nicht tun!" schrie „Das wirft du con. „Hol' mich der nicht tue!" „Du willst eben Doolittle wieder ein,„mindestens tausend Kuchen könnten wir täglich absetzen bei richtiger Geschäftsverteilung. Ich bin, wie du, kein Freund von Trusts, das habe ich dir ja schon gesagt. Ich wähle auch nie diese Trustgauner. Aberrin privates Uebereinkommen zwischen zwei leistungsfähigen Firmen, das kann niemand stören. Was ich Vorschläge, ist, datz wir lieber zusammengehen, als uns gegenseitig schädigen sollen!'' „Nun ja, verkaufe deine Kuchen um zehn Cent!" „Oder du um acht!" „Nein, du um zehn, wir waren und sind die ersten am Platz!" „Gründen wir lieber eine Einheitskompanie, dalln können wir gemeinsam die Preise diktieren!" „Mr. Franklin O. Doolittle", sagte Deacon,„das ist eine grotze und geniale Idee!" „Siehst du", schmunzelt« Doolittle,„wer kann uns hindern, die Kuchen gleich um zwölf oder fünfzehn Cent zu verkaufen? Und wenn die Erdbeerenzeit kommt, kaufen wir alle Erdbeeren, die auf den Markt kommen, auf und erhöhen wieder den Preis. Auf mindestens einviertel Dollar,, und das muh man uns bezahlen, weil ja niemand in der Städt, im Staat, ja in de» ganzen Union Erdbeerkuchen haben kann. Und mit den Erdbeeren, die wir für unsere Kuchen nicht verarbeiten können, gründen wir eine Konservenfabrik und ein Exportgeschäft, das ganz Europa beliefert!"- „Und dann kaufen wir alle Mühlen und Mehlvorräte auf!" „Und dann?" „Dann errichten wir grotze Kuchen-, Früchte» und Mehl-Aktiengesellschaften und'ich werde ihr Präsident." „Hallo, Junge, wo bleibe da ich?" fragte Doolittle empört. „Du wirst zumindest Generaldirektor und Verwaltungsrat l" antwortete nachgiebig Deacon. Abe. inzwischen verdunkelte sich Doolittles Gesicht wieder.„Was mich bedrückt", sagte er, „ist, datz wir den verdammten Farmern jeden gewünschten Preis zahlen sollen. Wir mühten die Farmen auch alle aufkaufen, Deacon." „Aber... Doolittle, werden wir das auch alles erschwingen können? Der amerikanische Grundbesitz-kostet doch mindestens zehn Milliarden Dollar!" Auf der einen Seite der kleinen Stadt Glo- ning wohnte MrS. Deacon, eine fette, gutmütige Person. Da ihr Mann, Mr. Deacon, vom Segen der Arbeit nicht viel hielt und nichts Verdiente, war sie auf den Gedanken gekommen, ihre von allen Bekannten gelobten kleinen, daheim gebackenen Kuchen auch an fremde Leute zu verkaufen. Mit der Zeit hatte sie auch eine ganz schöne Kundschaft erworben, und Mr. Deacon muhte sich dazu bequemen, jeden Tag die Lieferung her kleinen Kuchen auszutragen. An der Westseite der Stadt lag das Häuschen der Mrs. Doolittle. Als diese die Erfolge der Mrs. Deacon sah, schlich sie sich in niedriger Weis« in deren Branche ein, ja sie sprengte ihr Monopol, und auch sie schickte ihren Mann als Kuchenvcrkäufer aus. Und sie unterbot noch dazu in schamlosester Weise den Preis ihrer Konkurrentin. Eines Tages war Mrs. Deacon entschlossen, sich diese Schmutzkonkurrenz nicht länger gefallen zu lassen.„Washington P. Deacon, du nichtsnutziges, faules Tier", sagte sie des Morgens liebevoll zu ihrem Gatten, der eben die Kuchen rinpackte,„wenn du ein Mann wärst, so könnte ich dich zu diesem Frauenzimmer schik- ken, damit du ihr energisch die Meinung sagst; aber du bist leider kein Mann und so hat eS keinen Zweck. Wenn du aber ihren nichtsnutzigen Mann, der womöglich noch fauler ist als du selbst, triffst, so gibt ihm wenigstens zu wissen, waS ich von den gemeinen Dieben meiner guten Idee denke, di«' autzerdem noch wagen, meine Preise zu drücken. WaS eigentlich notwendig ist; denn ihre Kuchen können mit den meinen nicht verglichen werden. Dies alles könntest du Mr. Doolittle unter die Weinnase reihen; aber ich glaube, ihr beide werdet über Wetter, Weiber und Wirtshaus schwätzen, wenn ihr euch begegnet!" Mr. Deacon lieh diese Red« über seinen Rücken fliehen und wagte kaum zu seufzen; seine Frau aber gab sich nicht zufrieden und erfüllte mit ihrem Geschrei das ganze Stadwiertel. Nach dieser angenehmen Unterhaltung machte sich Mr. Deacon auf den Weg. Als er an die Brücke kam, sah er auf der anderen Seite, ebenfalls mit einem vollen Kuchenkorb an jedem Arm, Franklin O. Doolittle ihm entgegenkommen. Auf der Mitte der Brücke grützten sie sich freundlich.„Altes Warzenschwein", sagte Deacon, „heiss ist's heute. Was macht das Geschäft?" „Ich könnte sagen— gut, dann wär's nichr wahr ich könnte sagen— schlecht, dann wär'S gelogen; so sage ich lila. Und wie geht'S bei dir?", antwortete Doolittle.—„Nun", erwiderte Deacon,„es ist kein besonderer Grund, zu klagen, aber'der Preis der Kuchen ist so niedrig, datz es ja kaum wert ist, datz sich eine so ausgezeichnete Köchin, wie meine Alte es ist, dafür einen ganzen Tag beim Herd abschwitzt Dazu gibt es noch hundsgemeine Menschen, die den Preis drücken!"„Nun Deacon", wandte Doolittle ein,„man mutz in dieser Weltwirtschaftskrise eben etwas ganz Besonderes leisten, wie daS meine Alte tut, um borwärtszukom- menl" „Wenn wir uns in Ruhe und Freundschaft aussprechen wollen, so ist es bequemer, wenn wir uns in den Schatten setzen", meinte Deacon, „Das sind doch Fragen, die man nicht so im Stehen erledigen kann!"„Washington, ihr solltet den Preis eurer Kuchen niedriger stellen, dann werden eben die meinen nicht wohlfeiler sein!" „Unseren Preis niedriger stellen?" rief Deacon enttüstet aus.„Du bist verrückt! Ge- „Auch schon etwas. DaS müssen uns die Mühlen allein bringen. Lächerlich, mit den Far- mern den Gewinn zu teilen! Wir werden unseren Weizen selbst verkaufen, vom Vieh gar nicht zu reden!" „Wozu verkaufen?" fragte Deacon, ohne zu verstehen. „Nun, wir brauchen doch nicht allen Wek- zen, der auf unseren Farmen wächst, für unsere Mühlen und unser« Riesenbackstuben." ,La, wenn wir aber die Broterzeugung monopolisieren würden, müssten wir sogar noch Getreide aus Südamerika einführen l" „Und so werden wir langsam, aber sicher dm Herren von ganz Amerika!" sagte Doolittle der« g.ügt. -„Aber alle Gefahren hast du noch nicht bedacht. Zum Beispiü, wenn uns die Kerle auS dem hohen Norden kein Holz für unser« Fässer liefern wollen....?" „Dann werden wir Säcke benützen!"’ „Und wenn auch die nicht geliefert werden?'" fragte Deacon ängstlich. Doolittle nickte.„Ich freue mich, dass da anfängst, unser großes Geschäft mit all seinen Schwierigkeiten zu überwachen. Die Industrien, die sich uns feindlich gegenüberstellen« werden aufgekauft..." „Wie...?" „Ich sage aufgekauft, mit Putz und Stingell Oder noch besser, wir bauen grotze Konkurrenz« fabriken, bis die armseligen Krämer fertig sind« Und wenn das zu lang« dauert, kaufen wir alle Eisenbahnlinie» der Union auf und nehmen di« Waren der Gegner gar nicht zur Beförderung an." - 4bitieren wollte, die bringe ich auf den elektrischen den Herzen in der Brust, daß der ganze Fund Stuhl!" Plötzlich sah er erschrocken auf. Eine dice Frau fam näher." Lauf'!" rief er Doolittle zu, ,, deine Alte kommt!" Dieser sprang auf und pacte seinen Korb. Der andere war ihm schon vorausgelaufen. Die dicke Frau war aber gar nicht Doolittles Frau, also fehrten die beiden und setzten sich wieder in den Schatten. „ Hol's der Teufel!" sagte Deacon, bis wir die erste Million nicht beisammen haben, muß man sich doch von den Weibern Verschiedenes gefallen Tassen!" um " Mißmutig nahmen sie ihre Körbe wieder auf.„ Doolittle," sagte Deacon verlegen, weißt du, der Kuchen, den ich im Zorn nach dir ges worfen habe... ich weiß nicht, wie ich ihn metner Frau verrechnen soll... ich sage dir, sie ist wie der leibheftige Batan auf jeden Gent bersessen... vielleicht fannst du mir zehn Cent Teiben?" Zehn Cent, wo denkst du hin; wenn ich zehn Gent hätte, würde ich etivas Klügeres an zufangen wissen, als mit dir Dummtopf auf der Straße zu fchwaben. Da hätte ich mir längst einen hinter die Binde gegossen. Nein, mein Lieber, meine Alte sitzt auch auf ihrem Geld. Ich kann dir da nicht helfen. Also auf morgen!" Deacon schüttelte wütend und unglücklich den Kopf.„ Hat feine sehn Cent in der Tasche und will Generalgouverneur der Notenbank werden! Gold, reines Gold war. Ein Köcher, ein Kelch, ein Blashorn, Ringe, Ohrgehänge, Fibeln, Schnallen, alles aus echtem, purem Gold, mits unter edelsteingeschmückt. Die Leutchen brachten den Schatz, insgesamt 78 Stück, nach Budapest, wo sie vom Nationalmuseum dafür 2000 Pengö angewiesen erhielten; nach einiger Zeit sollen fie aber noch weitere 6000 Bengö als rechtmäßigen Finderlohn und Fundablöse bekommen. So machte der ,, Hunnenschatz" ,, der 1400 Jahre lang in der Erde ruhte und nach dem Fachurteil einem Fürsten jener Avaren gehört haben mochte, die sich einst in der Gegend von Kiskörös und Kecel angesiedelt hatten, einige unbewußte Schatzgräber über Nacht zu glücklichen Leuten; wahr scheinlich wird er nun aber ganzen Scharen in jener Gegend zu bewußten Schatzgräbern gemacht haben. Heiteres ,, Als ich neulich in mein Arbeitszimmer fomme, überrasche ich dort meinen zehnjährigen Jungen, wie er sich gerade eine von mei nen Bigarren anstedt." ,, Da haben Sie ihm wohl eine Tracht Prügel verabreicht?" ,, Nein! Er hat die Zigarre zu Ende rauchen müssen." Christian Dietrich Grabbe war bekannt dafür, daß er immer eine nicht zu kleine Flasche starken Schnapses mitführte. Er war auch gewohnt, daß man ihn ob seiner Leidens schaft immer nedte, und hatte stets eine pas sende Antwort bereit. theaters die Garderobenfrau:„ Wünschen Sie Einstmals fragte ihn im Vorraum des ein Opernglas?" Grabbe lächelte freundlich und schüttelte den Kopf ,,, Nein, danke, ich trinke immer aus der Bulle!" Ja, wie gesagt, liebe Frau Nachbarin, faum waren wir vierzehn Tage verheiratet, da starb mein lieber Mann!" ,, Das ist aber traurig. Na, wenigstens haben Sie den Trost, daß er nicht sehr lange leiden mußte!" Automobilist: Sagen Sie mal, kann man hier in Ihrem Dorf Autoerjabteile baben?" Einheimischer: ,, Jal ganze Menge!" " Jedenfalls eine Automobilist: Wo denn?" Einheimischer: In dem Graben der scharfen Kurbe!" bei Ein„ Atilla- Schaz" gehoben " Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bei Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 241. Von Paul Keirans, Riga. Schw.: Ke5, Tc2, Lc1, di, Sb2, e2, Ba7, c3, d2, d3, d4.( 11.) 8 7 5 3 2 a b c d e f g h 8 a b c d e f g h Weitverbreitet ist die Sage bom Begräbnis des Hunnenkönigs Attila, viele Beschreibungen geben auch die Begräbnisstätte selbst an, aber gefunden ist die Stelle, an der man neben dem Sfelett der Fürsten, seines Lieblingspferdes und seiner Bluthunde auch unermeßliche Schätze an Gold und Edelsteinen vermutet, noch immer nicht. Die Mißschläge der bisherigen Schatzgräber sezen aber den Träumen fein Biel, und noch immer spukt in den Köpfen das Wunder bom Attila- Schatz, der bestimmt einmal gehoben werden wird. Tatsächlich trägt die Erde vergra bene Schäße in ihrem Schoß und gibt von ihnen bann und wann eine Handvoll preis, damit die Phantasie nicht aufhöre zu spielen und zu spinnen. Auch in den jüngsten Tagen war sie, wie bem Pester Lloyd" berichtet wird, wieder zu einer derart günstigen Handlung bereit, und bie Beglückten waren ein einfacher Bauer namens Stefan Pivarcsi, seine beiden Söhne und bier Taglöhner, die er auf seiner Besitzung in Bócs bei Kis- Körös in der Tiefebene zwischen Weiß: Kb5, Dc6. Tas, Lf2. Se6, h6. Ba6, b4, g5. Donau und Theiß beschäftigte. Jetzt, da die fies ben glücklichen Leute ein ansehnliches Stüd Celd für den Attila- Schat" erhalten haben, weiß der Volksmund zu berichten, daß der Erscheinen an den Leiter dieser Spalte einzuSchat schon seit langem in der Erde gewandert sei. In der Nacht des St. Georgs- Tages künbigte er sich dann in der Gestalt einer blauen Flamme an und veranlaßte den Ackerbauer zum Nachgraben. So fand der den Schatz. Die Wirklichkeit allerdings weiß nichts von diesem nächt lichen Fingerzeig. Alles in allem geschah bloß so biel, daß ein Taglöhner beim Rigolen im WeinBarten mit dem Grabscheit wider einen harten Gegenstand stieß. Er warf diesen zuerst erbost beiseite, weil ihm die Schärfe seines Werkzeuges lieber war als das für wertlos gehaltene Stück rostzerfressenen Eisens. Erst als der Reihe nach hoch weitere Stücke zum Vorschein famen, rief er den Bauer und seine Arbeitskameraden herbei. Man säuberte die einzelnen Stüde und entbecte es erstaunt und mit einem freudig hüpfen" ( 9.) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach senden. Lösungen zu Nr. 238: Le7--18! 6: 1 Punkten. Die Aufstellung und Ergebnisse waren folgende: Komotau Kleische 1. Sachs 0: 1 Aran 2. Fialka 1: 0 Dubitzky Jos. 3. Thiel 1: 0 Schulz 4. Schöpka 1: 0 Repka 5. Göng 1: 0 Dubitzky Herb. 6. Fejfar ½: Wendler 7. Tichay 8. Eis 1: 0 Guth 1: 0 Hühnel Ergebnis: 6: 1% für Komotau I. Im zweiten Kampf ging es hart auf hart um die Entscheidung. Wisterschan mit einem Steg und 2 Punkte Vorsprung trat in diesem Kampfe zu siegesbewußt auf und hätte beinahe eine wohlverdiente Lektion erhalten. Die Sobru saner Genossen, welche sich durch den großen Vorsprung ihrer Partnen nicht entmutigen ließen, kämpften um jeden Punkt mit beispielloser Energie. Als um 2 Uhr nachm. der Kampf 5: 2 Punkten für Sobrusan stand, schien die Entscheldung bereits gefallen. Die letzte Partie am 6. Brett entschied der Wisterschaner Schmied in einem Endspiel: 2 Türme und 4 Bauern gegen Wiedemann mit Dame und 3 Bauern nach einem Fehler des Letztgenannten. Um 4 Uhr nachm. fand dieser erbitterte Kampf seinen Abschluß, Sobrusan 1. Hyna Franz Wisterschan 1: 0 Scharoch 1: 0 Frisch 2. Webersinke 3. Böhm Emil ½ 4. Marzin 5. Pichl Jos. 6. Wiedemann 7. Hyna Jos. ½ Robek 1: 0 Novotny 1: 0 Walter 0: 1 Schmied 2: ½ Schramm 0: 1 Röckl Ergebnis: 5: 3 für Sobrusan. 8. Stehno( kon.) Endstand: 1. Wisterschan 2 Siege 16% Punkte, 2. Sobrusan 2 Siege 16 Punkte. 3. Komotau I 2 Siege 13 Punkte, 4. Kleische keinen Sieg 2 Punkte. Die Endrunde um den Kreismeistertitel bestreiten nun am 4. August in Bodenbach WisterRichtige Lösungen sandten nachfolgende Geschen Schöffel Anton. Schöbritz; Dinnebier Emil, schan und Warnsdorf. nossen ein: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. TetTetschen; Hyna Josef und Hyna Franz, Hostomitz: Grimmer Emil, Katharinaberg; Walter Ludwig und Robek Franz, Kwitkau: Ulbert Rudolf, Proseditz: Triltsch Gustav, Wisterschan: Klimt Franz, Tetschen. Kreismeisterschaft. Die Endrunde um den Halbkreismeister wurde am Sonnntag in Teplitz in Form einer Doppelveranstaltung ausgetragen. Der Saal im Restaurant Botlik" war von Schachspielern gut Brettern ausgefüllt, die Entwicklungen an den einzelnen wurden von den erschienenen Zuschauern aufmerksam und interessiert verfolgt. nach 4stündiger Spieldauer gegen Kleische mit Die Komotauer Sektion gewann, wie erwartet. Die Ergebnisse der 1. Bretter( Kreiseinzelmeister): 1. Hyna Franz, Sobrusan, 3 Punkte, 2. Scharoch, Wisterschan, 2 Punkte*) 3. Aron, Kleische, 1 Punkt 4. Sachs, Komotau, 0 Punkte. *) Gen. Scharoch allerdings nur außer Konkurrenz, da die Bezirkseinzelmeisterschaft Gen. Berger, Zuckmantel, inne hat. Sektion Komotau I trug einen Freundschaftswettkampf gegen Komotau II an 12 Brettern in Oberdorf aus. Das Spiel endete mit einem Punkten. gewaltigen Siege von Komotau I mit 10½: 1%