BUNTE WELT tr. 37 Unterhaltungsbeilage Aftenstück M. F. 305 Stizze von Erna Preiß 1935 away. Das ist peinlich." Mr.| merkte ich, daß es besser ist, selbst nüchtern au| Land, von Stadt zu Stadt, von einem mone ,, Fort Archibald Douglas hätte gern ,, goddam" gesagt. Doch daran hinderte ihn seine gute englische Erziehung. Er stand auf der Landungsbrücke des Hafens von Haifa und sab dem blizend- weißen ,, Kormoran" nach, der begleis tet von kleinen, lauen Wellen, in das offene Mittelländische Meer steuerte. Die Sonne brannte qualvoll heiß. Es war Mittag. Mr. Douglas, trop weißem Tropenhelm und Anzug, fand es unerträglich. Ging ins Hotel zurüd, trank an der Bar zivei eisgekühlte Cocktails, fnackte bitterböse ein paar Sayzmandeln, suchte sein Zimmer auf, warf sich der Länge lang über eine Kokosmatte, grübelte, schlummerte schließlich ein. Als er erivachte, war es Nachmittag. Mr. Archibald Douglas strich sich das Haar aus der Stirn. Er war allein. Niemand beobachtete ihn. Jetzt fagte er: Goddam". Und nochmals, herzhaft:„ Goddam". Dennoch das Fluchen hatte keinen Bived. Er setzte sich an den Schreibtisch, entwarf ein Telegramm. Ueberlegte genau den Text. Laz ihn, bevor er die Worte in chiffrierte Schrift übertrug, sorgfältig durch. Er lautete: " Gruppe R. zuvorgekommen stop Bevollmächtigter heute abgereist stop mit Vertrag stop war unmöglich Bedingungen zu erfahren stop erwarte Dispositionen. Doug." * Es faß der Herr des größten englischen Erdöl- Konzerns, Sir Henry Deterding, in seinem Londoner Büro und las mit leichtem Blinzeln der schmal- zusammengefniffenen Augen jenes Telegramm, das ihm dechiffriert vorgelegt worden war. Wütend stand er auf, starr, gerade, ungebeugt, vom Alter, dicht das weiße Haar, rief durch ein Lichtsignal den Generaldirektor zu sich. Als dieser eintrat, hatte Sir Henry seine Haltung schon wiedergefunden. Machte hinter dem Schreibtisch noch immer den Eindruck von unerschütterlicher Monumentalität. bleiben, und die anderen trunken zu machen." Der Oel- Magnat lachte wieder, das kleine böse Lachen. Lehnte sich zurück, steinern. Schwieg. Sagte dann leise: ,, Ghp, ich weiß es bereits, wie es den Amerikanern gelungen ist, die DelBertifikate für Palästina zu erwerben. Doug weiß es noch nicht. Trotzdem der Bevollmächtigte der ,, Royal Dutch" sein Zimmernachbar im Hotel von Haifa war." Generaldirektor Gyp atmete schiver vor Neugierde. ,, Was haben die Yankees gemacht?" Sir Henry lächelte entspannt. Lieber Gyp. nichts Besonderes. Wir hätten dasselbe tun fönnen. Sie haben den Scheifs Waffen versprochen." Gyp starrte bestürzt drein. Sir Henry Deterding sah geraden Blicks zum Fenfter hinaus. Dann: Waffen und Munition find das Kostbarste, was es heute für die Menschheit gibt." " Weiter, nüchtern, ohne Erregung:„ Wir müssen den Vertrag der Yankees haben. VielTeicht, daß es uns dann noch gelingt, sie aus dem Feld zu schlagen." Mit gelangweilter Miene: ,, Was sind schon Verträge? Fetzen Papier. Liefern wir bessere Waffen, friegen wir doch die Del- Quellen." „ Natürlich", Gyp war begeistert noch immer wußte er feinen, der den Alten an Schlauheit übertraf ,, Doug muß sofort den Amerikanern nachfahren. Das wenigstens wird er ja in Erfahrung bringen können, wohin sie suächst mit dem Vertrag gereist sind." Sir Henry, furz:„ Auch das weiß ich bereits. Sie werden in drei Tagen eintreffen, Paris, Riz." ,, Wonderful", Generaldirektor Gyp konnte mitunter begeistert sein wie ein kleiner Junge, in Paris haben wir die Rogane. Mit ihrer Hilfe wird es Doug gelingen, in den Vertrag Einsicht zu nehmen." " Sir Henry nickte. Die Rogane ist tüchtig. Sehr tüchtig. Eine ausgezeichnete Person." ,, Und flug..."„ Und Hüften hat sie. Unbeschreibliche Hüften.. " ,, Doug hat Dummheiten gemacht. Die ,, Royal Dutch" hat uns Palästina vor der Nase Sir Henry machte eine Bewegung. Es beweggeschnappt. Gyp, der Generaldirektor, deutete, daß die Unterredung mit Gyp zu Ende schüttelte den Kopf. Ist mir unverständlich. sei. Der Generaldirektor stand auf. Straff, Wie war das möglich? Doug besaß alle Vollmachten. Sein Pfund- Konto zur Bestechung der Scheifs war unbegrenzt. Außerdem hatte er hundert Kisten schottischen Whisky mit. Gennug, um sämtliche Araber betrunken machen." zu recte sich. ,, Ende gut, alles gut. Wir werden den Vertrag bekommen. Wir müssen ihn bekommen. Es geht um die Del- Quellen eines Gebiets, das unter englischer Oberhoheit steht. Es geht um die Del- Versorgung Groß- Britanniens im Falle eines Krieges. Es geht um die geheiligten Güter der Nation."- ,, Ach wo, Gyp", Sir Henry winkte ab,„ lassen Sie doch die großen Worte. Wir sind ja unter uns. Es geht um den Profit!" * Sir Henry hatte sich Tauernd vorgebeugt. Sah Gyp ins Gesicht. Lachte böse.„ Sie sind ein Esel, Gyp. Einsimals waren Sie ganz brauchbar. Das ist schon eine Weile her. Whisky und englische Pfunde genügen nicht. Heute nicht mehr." ,, Die Scheifs haben beides bis- Die Prinzessin Roxane lag auf dem Diwan her sehr gern genommen." ,, Weshalb auch ihres Zimmers im Niz- Hotel, das sie auf ein nicht. Unser Whisky ist gut. Besser als das gefabeltes Telegramm von Mr. Archibald DouBfund. Er bleibt sich immer gleich. Als ich glas hin vor zwei Tagen bezogen hatte. Die jung war, Gyp, trant ich ihn gern. Dann Prinzessin war das Umherreisen von Land zu dänen Kurort in den anderen, von einem Hotel ins andere, ja sogar von Bett zu Bett, bereits gewöhnt. Man sah es ihr schon ein wenig an Nicht des Abends, wenn Schminke, Kokain, flammende Brillanten und sanfter Perlen glanz, dazu des Abenteuers Lustgefühl, sie stets aufs neue verjüngten und schön werden ließen. Schön wie einst, als es all dieser Hilfsmittel noch nicht bedurft hatte. was felten geschah, ein wenig Zeit. Nicht zu Die Prinzessin Rogane träumte. Sie hatte, rechtgemacht, war ihre Haut sehr blaß, leicht gelblich, unter den Augen gab es tiefe schwere Ringe. Nur der Körper war noch immer volle fommen. Schmal und langgestreckt, Hüften, jene Hüften, von denen der greise Delmagnat noch heute schwärmte, Schenkel, Beine untades lig. Das Fleisch frisch und fest. Wie bei der achtzehnjährigen Rogane. Wie alt war sie heute? Niemand wußte es. Kaum sie selbst. da feit In der Hand hielt die Prinzessin eine opiumgetränkte englische Bigarette. Seit sie in den Diensten der Gruppe D" stand, seit Enge land ihre zweite Heimat geworden war mals, als sie vor den Bolschewiken floh jener Beit raucht sie nichts anderes mehr als die kleinen, füßlich- schmeckenden, mit Opium getränkten Zigaretten Albions. Man kommt dabei auf sanfte, zärtliche Gedanken. Man bergißt das Leben, das man zur Zeit führt. Da ist die weite russische Steppe. Da steht das Gutsschloß inmitten dunkler Wälder. Rorane ist ein Kind. Ein hübsches, wildes, ungebärdi ges Mädchen, das den Vater begleitet auf Fuchsjagden und wilden Ritten. Dann Peters. burg. Der erste Hofball. Handfuß bei der Barin. Rogane tanzt mit einem jungen Offia ster. Sie ist ein enfant terrible. ,, Fürst Iljin, Statt aller Antwort füßt er sie. Krieg. Iljin was haben Sie für schöne, dunkle Augen." schreibt. Wenn er zurückommt, wird Hochzeit sein. Es ist niemals Hochzeit. Irgendwo liegen worden. Revolution? Ja, Revolution. Bei die Leichenfeßen Iljins, längst zu Staub ges Nacht und Nebel flieht man. Nichts wird ge rettet aus dem Chaos als das nadte Leben. Auf der Flucht stirbt die Mutter. Die fürstliche Mutter. Zwei Brüder werden von den Roten erschossen. Es ist niemand mehr übrig von der erlauchten Familie als Rorane. In Paris ver. sucht man es mit Sprachunterricht. Ein tüme merliches Leben für eine schöne junge Frau. Dann Kellnerin, Bartänzerin, in einem Vau deville auf dem Montmartre Begegnung mit Doug, Sir Henry Deterdings Manager auf dem Kontinent. Ein paar Nächte flüchtigen Rausches. Was für eine herrliche Geliebte ist diese Roxane. Wie erfahren sind ihre Hände. Der Mund, der noch viel mehr hält, als er verspricht. Solchen Mund, solche Hände sie könnten der Gruppe D" die besten Dienste leisten. Erotik und Erdöl so parador es Klingt Archibald Douglas weiß dennoch, daß man das eine braucht, um damit das andere zu erhalten. Nun geht es der Prinzessin Roxane nicht mehr schlecht. Sie braucht keinen Sprachunterricht mehr zu geben, keine Gäste zu animieren und zu bedienen. Sie braucht nur hie und da ein wenig listig zu sein, und wenn es sich nicht vermeiden läßt, mit diesem oder jenem zu schlafen. Im Bett sind die Männer nachgiebig. Auf den elfenbeinfarbenen Gliedern Royanes vergessen sie alle Vorsicht, versuchen, der asiati schen Schönheit durch Wissen, Können und Erfolge zu imponieren. Brüsten sich gern mit den blutigen Geheimnissen vom Oel. Die Prin zessin weiß, wie es zum Weltkrieg kam, zu dem wütenden Morden in Mexiko, zu den Kämpfen in der ,, Grünen Hölle" am Gran Chaco. Alles nur des Dels, des ,, schwarzen Goldes" wegen. Leidenschaft heuchelnd, hat sie Geständnisse gelockt aus dem Munde von Männern, die die Herren der Erde sind. Alle Vorsicht vergaßen sie, wenn Rorane lächelte. Wenn sie erlaubte, daß man sie nahm. Mächtig wurde durch sie die ,, Gruppe D", die manchen Coup nach den Informationen Royanes ausführte. Reich wurde auch die Prinzessin. Sie besaß jezt ein Landhaus in Auteuil, eine Villa in Nizza, ein Palais im Pariser Faubourg St. Germain. Eigentlich hätte sie sich bereits zur Ruhe setzen fönnen. Aber das ging nicht so einfach. Man hatte nicht umsonst viele Jahre das Leben einer Abenteurerin großen Stils geführt. Nun saß es im Blut. Lockte immer wieder. Bis zum letz= ten Atemzug. Bis man verbraucht war. Endgültig verbraucht. Und keinen mehr entflammen konnte. Das Telefon Klingelte. Die Prinzessin fuhr erschreckt hoch. Griff zum Hörer. Es war Doug. Meldete, daß er soeben auf dem Flugs hafen von Le Bourget gelandet sei. Sie solle sich irgendwo mit ihm treffen. Nein, nicht im Riz.( Doug blieb gern im Dunkel.) Wie wär's mit dem Petite Café" hinter St. Lazare?"- ,, Gut." " " Unauffällig gekleidet betrat die Prinzessin eine Stunde später das Petite Café", Stammlokal friedlich- harmloser Pariser Kleinbürger, die hier beim Apéritif aus Cinzano und kleingehackten Eisstücken ihre nachmittagliche Partie Billard spielten. Doug sah Rorane schon von weitem tommen. Kritisch musterte er sie. Die Gestalt unverändert. Hinreißend. Der Gang. Die schmalen, schwebenden Hüften. Aber das Gesicht. Nicht mehr lange, Rogane, nicht mehr lange. -2Spät in der Nacht war es. Noch immer Die Berbannten fak Roxane mit Leffy Welcome in der RikW. D. Semin. Man hetzt sie durch die ganze Welt, und überall fließt deutsches Geld, und überall find Hehler. Man fällte über sie den Spruch: ,, Sie sind nur dezimierter Bruch, find Nenner ohne Zähler!" Sie tauchen auf, bald hier, bald da, die Ferner nur, ist ihnen nah, ihr Heute ist das Morgen. Sie fühlen sich so vogelfrei, als ob die Welt ein Käfig sei, in dem die Luft aus Sorgen. Ihr Ziel ist fern. Sie selbst sind Biel, sind in dem hochpolit'schen Spiel die Stiche, die nicht zählen. Wer Freiheit sich zum Ziel gewählt, hat halt sein Leben heut' verfehlt, mag sich dem Tod vermählen. Doch einmal, einmal kommt die Zeit, in der erblüh'n zur Wirklichkeit die Träume der Verbannten. Dann weiß die Welt nichts mehr von Not, nichts mehr von Kampf und„ Heldentod", nichts mehr von Emigranten Bar, plaudernd, scherzend und sehr behutsam den Flirt ausspinnend bis zur letzten Konses quenz. Ja, sagte die Prinzessin leichthin, sie sei eine russische Emigrantin. Doch zum Glück habe sie ihr Vermögen gerettet. In Form von Juwelen. Der Erlös, in Wertpapieren anges legt, sei deshalb nicht aufgebraucht, sondern vermehrt worden. Andere hatten weniger Glück gehabt. Ein argentinischer Tango erklang. Lessy Welcome tanzte mit Rorane. Sie war sehr schön. Aber auf ihrem Gesicht stand doch das abenteuerliche Leben. Welcome wünschte sie sich für eine Nacht. Für diese Nacht. Nicht länger. Nicht eine Stunde länger. Die Prinzessin be gleitete den Amerikaner auf sein Zimmer, tat berückt, hingerissen und beobachtete doch nur, innerlich eisfalt, jede seiner Bewegungen, als er sich entkleidete. Spähte dabei umher, mit routiniertem Blick Möbel, Gegenstände und Koffer des Zimmers überfliegend. Dann ers füllte sie ihre Pflicht gegen die Gruppe D". " Jett lagen fie beieinander, nadt, tranfen bom Wein, der bereits ein wenig schal schmeckte. ,, Bleib noch", sagte Lessy Welcome, weich ge stimmt. Rorane nickte mit traurigen Augen. Dann bot sie dem Manne eine ihrer fleinen opiumgetränkten Zigaretten. Wer nicht an sie aewöhnt war, wurde danach schnell müde. Schlief fest und träumte schwer. Rorane wartete, bis sie Welcomes Atems Basil Zaharoff und kostbare Erinnerung an züge tief, ruhig hörte. Ein fahler Schein der eine schwache Stunde des Gewaltigen um Morgendämmerung drang schon ins Zimmer. den noch immer untadeligen Hals. Das Haar Sekunden lag die Prinzeffin noch an der Seite trug die Prinzessin im griechischen Knoten des fremden, gleichgültigen Menschen. Niemals nie hatte sie sich entschließen können, diese Flut hatte sie an Jljine Seite gelegen. Wer war sein von der Farbe dunklen Kupfers abzuschneiden. Mörder? An den langen schmalen Händen nur einen Ring: der Brillant, in Platin gefaßt, groß wie ein Taubenei. Rorane aß wählerisch, nahm hie und da Meine Bissen Geflügels, trank roten Wein, am Glas nur nippend. Selten glitt ein fübler, flüchtiger Blick zu jenem Tisch, an dem die Vertreter der Gruppe N." saßen: Lessy Welcome mit seinen beiden Sekretären. Er war ein Mann Anfang der Fünfziger, so schäßte die Prinzessin den Amerikaner. Groß, breitschultrig, das Haar interessant angegraut und eine Forschheit vortäuschend, die nicht mehr ganz echt war. Roxane seufzte. Es würde kein besonderes Vergnügen werden.( Es war übrigens selten eins gewesen. Aufreibende Geschäfte verbrauchen die männliche Kraft.) Aber immer Sie hörte ihm aufmerksam zu. Nickte. noch besser dieser Lessy Welcome als solch ein ,, Wie lange wirst du für die Geschichte brau- Bolschewit. Schaurig, Rorane schloß noch heute, chen? In ungefähr drei Tagen reisen die Van- von Entsetzen erfüllt, die Augen, wenn sie an kees wieder ab. Der Hauptmanager von jenen Sowjet- Kommissär dachte, der die KonGruppe R. ist diesmal Lessy Welcome. Er hat sessionen für Bakus Oelquellen zu vergeben gealle Verhandlungen mit den Arabern geführt. habt hatte. Gerade mit ihm zu schlafen, war Er hat auch den Vertrag bei sich. Du mußt dich ihr das Entsetzlichste gewesen. Und gerade bei auf Welcome konzentrieren. Hörst du?" Wie ihm hatte es nichts, aber auch gar nichts geder nickte die Prinzessin. Heute ist Diens- nützt. Wohl stammte der Herrliche Zobel pela tag. Genügt Freitag.abends?" ,, Ja. Ich im Kleiderschrank ihres Pariser Palais von wohne diesmal im Quartier Latin. Hotel ihm, doch die Konzessionen hatte nicht Sir De,, Square". Schräg gegenüber von ,, Notre terding erhalten. Blamabel! Die Prinzessin Dame". Und merke es dir gut, nochmals. Das preßte im Gedenken stets erbittert die Lippen Aftenstück trägt das Zeichen: M. F. 305!" * aufammen. Sie arbeitete nicht mit plumpen Kniffen, Im Speisesaal des ,, Riz" nahm Roxane mit kleinen Mittelchen, armseligen Trics. Sie am gleichen Abend abseits an einem kleinen hatte ihre eigene Methode. Wußte zu wirken, Tisch Platz. In Haltung und Erscheinung die zum Erglühen zu bringen durch ein Lächeln, große Dame von Welt. Gekleidet dezent, eine Bewegung des Arms, der Hüften. Wußte, Stumpfe schwarze Seide, weich herabfließend bis daß ihr Gang berauschte, Teichte Biegung der au den Füßen, eine Schnur mattrosa Perlen Hand, die sich öffnete und wieder schloß, au- Geschenk des Rüstungsindustriellen Sir fällig scheinbar und dennoch volle Absicht. Nun war es verwunden. Sie kleidete sich am an, durchsuchte das Zimmer, Schränke, Koffer, Schreibtischfächer. Im Schrank ein kleines Sandköfferchen: glänzend schwarzes Lackleder. Doch verschlossen. Norane hält es in der Hand, betrachtet es von allen Seiten. Da Griff, in lederner Umhüllung eine weiße Karte, winzig, unauffällig. Eine Karte, wie man sie auf Reisen benutt, um Absender und Adresse darauf zu schreiben. Kein Name, kein Ziel. Nur: M. F. 305. Nichts als das. Es genügt. Doug muß nicht bis zum Freitan warten. Noch im Morgenarauen verläßt die Prinzessin Rorane das ,, Rik" der Portier wundert sich nicht, das verlernt man in feinem Beruf läuft ein paar Straßen kreuz und quer, winkt einem Tari: ,, Notre Dame". Doch fie geht nicht in die Kirche zur Frühmesse, diese vielgewandte Abenteuerin, fie überquert die Seine- Brücke, eine schmale, lichtlose Gaffe. ,, Rue Square". und da ist auch das Hotel. Ein kleines Hotel. für Studenten und Midinetten. Sie ist sehr erschöpft.., Da", sant Rorane und holt aus der Innentasche des weiten Capes das glänzend- schwarze Röfferchen. Dota nimmt es schweinend. Schlösser, auch wenn sie noch so kunstvoll beschaffen find, bilden fein unüberwindliches Hindernis. Auf so etwas vors bereitet sein, gehört zum Handwerk. Die Manis pulation dauert nur wenige Minuten. Dann ist das Köfferchen geöffnet. Da lieat ein Aften. deckel, trägt die Aufschrift ,, M. F. 305." Viktoria! Zwei Minuten später fißen sie sich gegen über. Still und stumm. ,, Goddam", sagt Mr. Archibald Douglas. Vor der Prinzessin geniert er sich nicht. Die Prinzessin ist bleich. Dies hier -nach dem Sowjetkommiffär ihre größte Ent 1 3täuschung. Noch einmal schlägt sie den Aften-| wird fluchen."" Ja", antwortete die Prinzessin, Der Hypnotiseur auf der Bühne deckel zurück. Er enthält nichts als eine nette 80g fröstelnd ihre Schultern zusammen. Sah Heine Pariser Zeitschrift. Eine sehr zweideutige plötzlich sehr alt aus, sehr müde. Der Spiegel Kleine Zeitschrift. Mit Bildern von nadten Mädchen, die zierliche Brüste in die Luft strecken und zu allen ermutigen. Amerikaner faufen solche Zeitschriften sehr gern, wenn sie in Paris find. zeigte ihr ein erschreckend blasses, übernächtiges Gesicht. ,, Wird Zeit, daß ich mich aus dem Geschäft zurückziehe. Hab' kein Glück mehr." Sie zwang sich zu einem Lächeln. Es fiel melancholisch und armselig aus. ,, Gib mir eine ,, Entwischt", sagte Doug endlich miß- Bigarette, Doug. Ist ja nun doch alles egal. mutig. Der Vertrag ist längst drüben. Nun Kann ich mich eine Stunde bei dir schlafen sind wir doch zu spät gekommen. Unser Alter legen?" ,, Bitte", sagte Doug. Aus der Geschichte der Diktaturen Wie Pisistrates, Lysander und Sulla zur Macht famen Nicht wenige Staaten sind im letzten Jahrzehnt in die Gewalt von Diktatoren gefallen; nur dort, wo die politische Reife am größten ist, gelang es bisher, die Demokratie und damit die schwer errungene politische Freiheit, diese wichtigste Voraussetzung wirtschaftlicher Befreiung, zu erhalten. Den fortschrittlichen Menschen des 20. Jahrhunderts mutet diese an vielen Stellen ridläufige Bewegung überraschend an, die Vorstellung, daß Völker auf Freiheitsrechte ver= zichten oder sie durch Leichtgläubigkeit einbüßen, läßt sich schwer mit dem Gedanken vereinigen, daß Generationen von Menschen nötig waren, um diese Errungenschaften dem Absolutismus auf Gott sich berufender Monarchen abzutropen und nun sollen wenige Jahre an politischer Freiheit vernichten, was ein Jahrhundert aufgebaut? Doch wenn wir den Blick über die Zeitenwende der Französischen Revolution hinweg in die unendliche Weite geschichtlichen Geschehens schweifen lassen, finden wir zahlreiche Beispiele für das Sterben von Demokratien und den Triumph von Diktatoren, und wenn auch keine dieser Demokratien auf so breiter Grundlage rubte, wie es in der Gegenwart notwendig ist, um Demokratie zu sein, ist ein Studium der Mittel, die zu ihrem Sturz angewandt wurden, sehr aufschlußreich. Das entwickeltste staatliche Leben aller Zeiten hatten die antiken griechischen Stadtstaaten, und so ist es kein Bufall, daß so viele unserer politischen Fachausdrücke, wie Aristofratie, Demokratie, Tyrannis, Monarchie usw., hier ihren Ursprung haben. Bei den griechischen Schriftstellern, wie Herodot, Plutarch und anderen, finden wir nun auch Darstellungen, wie da und dort Demokraten überrumpelt und bon herrschsüchtigen Despoten vergewaltigt wurden, und nimmt man zur Ergänzung noch die römische Geschichtsschreibung zur Hand, hat man eine fertige Gebrauchsanweisung zur Bekämpfung der Demokratie, aber auch zu ihrer Rettung. Führer aufwarf, eine unbeschränkte Zahl von Keulenträgern als Leibwache, und mit dieser Prätorianergarde stürzte Pisistrates die athenische Demokratie, für deren Leichenstein Solon die berühmten Verszeilen an die Adresse des Volkes von Athen dichtete: Auf die Zunge nur seht ihr und auf die Worte des Schmeichlers, Aber auf all sein Tun richtet die Augen ihr nicht. Jeder von euch geht einzeln einher auf den Pfaden des Fuchses, Aber ihr alle vereint, seid doch ein törichtes Volk! Wenn ihr Hartes erduldet, ob eurer eigenen Torheit, 21 RRRR und daheim RAR ZR 722222 2222 hinrichten lassen konnte. In Milet, wohin ex später seine spartanische Diktatur exportierte, O, so messet die Schuld zornigen Göttern waren es achthundert an der Zahl. Allerdings nicht beil Ihr selbst gabet die Macht, gabt selbst den Tyrannen die Schutzwehr; Schimpfliche Knechtschaft ward euch zum Lohne dafür! Die Versuche der Athener, die Tyrannis zu stürzen, hatten lange keinen endgültigen Erfolg. Pisistrates sicherte sich durch Konzentrationslager, in der er, fern der Sadt, auf der Insel Naros, die Söhne der führenden Demofraten verbannte, was ihm wirksamer schien, als wenn er diese selbst in Haft genommen hätte. Doch schließlich ging die Sonne der Demokratie wieder über Athen auf, und einer Generation der Knechtschaft voll Blut und Wunden folgte durch 40 Jahre die höchſte Herrlichkeit griechischer Kultur mit Perifles an der Spitze. Oder da war der spartanische Lysander, der sich nicht darauf beschränkte, in seiner Stadt Gewaltherrscher zu sein, sondern mit großem Erfolg den gesamten griechischen Kulturkreis unter die Peitsche der Tyrannei zu bringen suchte, bis er bei einem dieser Versuche von den empörten Thebanern unter den Mauern ihrer Da ist So I on, der größte Gesetzgeber des Stadt erschlagen wurde. Lysander ging einen griechischen Altertums, der Ruhm seiner Weis- anderen Weg als Pisistrates, um das Volk in heit hat die Jahrtausende überdauert. Er wurde seine Gewalt zu bekommen; er biederte sich bei von einem Pisi strates gestürzt! Als Pisi- mächtigen Aristokraten an, war so geschmeidig strates an die Macht gelangen wollte, verwun- wie ehrsüchtig, unterwarf sich ihrem drückenden dete er sich und seine Maulesel und fuhr, wie Stolz, war stets bereit, an ihren Unehrlichkeiten auf der Flucht vor seinen Feinden, auf den und Verbrechen teilzunehmen, spiegelte ihnen Marktplatz von Athen, wo die Voltsversamm- Macht durch Sturz der Demokratie vor und geYungen stattzufinden pflegten. Dort bat er das wann so in diesen Kreisen einen immer größe Volk um eine Wache, die ihn gegen ähnliche ren Anhang. Daß ihn das Volk für einen abGewalttätigkeiten schüßen könnte, denn er sei gefeimten Spitzbuben hielt, störte ihn auf diesem nur wegen seines Eifers für das allgemeine Wege nicht. Er hielt, was heute sehr modern Wohl hinterlistig überfallen worden. Solon ist, für recht, was ihm nüßte. Er log nach Bewarnte; er wies dem Heuchler nach, daß er sich selbst verstümmelt habe, um seine Mitbürger zu betrügen, doch der Weise drang nicht durch, das Bolf gewährte dem Verführer, der sich zum darf ein beliebtes Wort war ihm: Kinder müsse man mit Würfeln, Männer aber mit Eidschwüren betrügen und wiegte die Führer der Demokratie so lange in Sicherheit, bis er sie famen auch die Aristokraten bei Lysander nicht ganz auf ihre Rechnung. Die Volksvertres tungen wurden zwar aufgelöst, doch bei der Auswahl seiner Statthalter sah er nicht auf die adelige Herkunft, sondern nur auf hündischen Gehorsam, um sich vor Ueberraschungen zu schüßen. So sorgten denn überall Lysanders Kreaturen für seine Verherrlichung; es fanden sich damals griechische Städte, die diesem Abenteurer wie einem Gotte Hymnen sangen und Opfer darbrachten. Das treffendste und blutigste Beispiel diks tatorischer Schrankenlosigkeit und Willkür bietet die römische Geschichte in Lucius Cornelius Sulla, der den Volksmann Marius stürzte und eines der furchtbarsten Gemezel anrichtete, das je in einem Bürgerkriege ein Volk dezis mierte. Sullas Spezialität waren die Prostrips tionslisten. Er begnügte sich nicht mit irdischen Konzentrationslagern, sondern glaubte sich erst sicher, wenn er seine Gegner tot wußte. Den Kreis seiner Gegner aber spannte er sehr weit. Wer in der letzten Zeit für die Demokratie täs tig gewesen war, wurde als Feind des Vater landes für vogelfrei erklärt. Solche Vogelfreie durfte jeder nicht nur straffrei töten, sondern der Mörder erhielt auch noch für jede Bluttat eine Belohnung von( in heutigem Gelde) etiva 160.000 kronen. Wer einen Vogelfreien zu schützen versuchte, wurde selbst vogelfrei, nicht einmal die utter durfte ihren Sohn vers bergen! Das Vermögen der Geächteten und ihrer Verwandten verfiel dem Staate, Kinder und Enkel von Vogelfreien wurden von jeder politischen Tätigkeit ausgeschlossen. Das schrecks lichste an diesem Schreckensregiment war, daß keiner wußte, wer eigentlich geächtet war, da immer neue Listen herauskamen; trotzdem bald 4700 Namen auf ihnen standen, konnte sic Sulla zu einer Schließung der Listen nicht ente schließen. Er meinte shnisch, er wisse noch nicht, wer am Leben bleiben würde. Selbstverständs Tich wurde das Grab des Marius, der einst Rom vor den Cimbern und Teutonen gerettet hatte, aufgerissen und die Asche des Volts mannes in alle Winde verstreut, wurden die Erinnerungsmäler des großen Demokraten gestürzt. Die Lanze des Söldners herrschte über bem in Angst schweigenden Lande, denn Sulla stützte sich auf die Armee. Nie war eine Macht unbegrenzter gewesen! Und doch, zehn Jahre nach Sullas Tobe, den ein Blutsturs dem Gericht der Nachfolger entzog, brach die ganze diftatorische Herrlichkeit zusammen, wie ein Wolfenkrazer, der auf Sand gebaut worben ist... Wissen Sie schon? Daß in Siam Niesenwassertanzen, etwa fünf Bentimeter lang, als Lederbissen gelten und auf dem Markte zu 40 Mappen bas Stüd berfauft werden? 4Ehefrau: In der Modenzeitung habe ich einen Schnitt gefunden, der so ist, daß mich das Kleid genau die Hälfte von dem kostet, was wir veranschlagt hatten." Gatte: ,, Um so besser, dann sparen wir ja Geld dabei!" Ehefrau:„ Ja, mein Schaz. Und darum habe ich die Gelegenheit benützt, mir gleich zivei Klei der zu bestellen." Daß der Skandinavier Dag elskar dig!", der Chinese„ No ngai ni!", der Armenier Ge firent es hea!", der Araber furz und bündig Rehabeed!", der Wegypter Nachteb!", der Türfe Sisi evejorum!" und der Hindu Main tomsko vijar Karan!" sagt, wenn er seiner Erkorenen seine Liebe erklärt? " Daß in der tschechischen Gemeinde Branow bei Bilsen ein fünf Meter hohes Denkmal aur Erinnerung an die Weltkrise" errichtet worben ist? In der Geographiestunde sagt ein Professor: ,, Man konnte früher nicht durch den Böhmerwald reisen, ohne mehrere Male überfallen und totgeschlagen zu werden." Daß es einem ameribanischen Farmer in Nevada gelungen ist, Kartoffeln zu züchten, die pro Stück ein Gewicht von 4 bis 5 Pfund aufweisen? Daß die fünf Kleinsten Länder Europas Biechtenstein, Monaco, Luxemburg, San Marino und Andorra sind, und daß keines dieser Bänder mehr als 300.000 Einwohner, Andorra fogar nur 6000 Einwohner hat? Daß ein brasilianischer Chemiter neuerHings ein Verfahren entdeckt hat, wonach man Beuchigas aus Kaffee herstellen fann? Daß es zur Zeit in ganz Europa rund elne Million politischer Flüchtlinge gibt? Heiteres " Mutter( die Treppe hinaufrufend): Beelle bich, Peterl! Wir werden sonst zu spät tommen. Hast du deine Schuhe schon an?" Beter:„ Ja, Mutti, alle bis auf einen." 1 " -TO Richter: Sie find angeklagt, eine gol dene Uhr gestohlen zu haben." Angeklagter: ., Ich bin unschuldig, Herr Nat, erstens habe ich überhaupt nicht gestohlen, und zweitens war die Uhr gar nicht aus Gold, sondern aus Silber." So eine Motte führt doch ein jammerbolles Leben!" Wieso denn?" ,, Das ist boch ganz klar den ganzen Sommer verBringt sie im Belzmantel und den Winter im Badeanzug." ** ,, Wenn ich mit meinen Freunden und Be fannten beisammen bin, dreht sich immer alles un mich."..Ja, du wirst wohl immer mehr teinten, als du vertragen kannst." Busse betrinkt sich. Im Zoo. Busse wankt ,, Was hast du denn bloß?"., Immer diese schreckliche Zerstreuung! Ich habe einen anonymen Brief geschrieben, und erst jetzt fällt mir ein, daß ich ihn unterzeichnet habe." * Zoologie. Barbara sieht zum ersten Male einen ganz jungen Langhaardadel, betrachtet ihn finnend und fragt endlich: Wird aus der fomischen Raupe da später ein Schmetterling?" " Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 8, Post Modlan bei Teplítz- Schönau. Guter Zweck. Wie kommt es nur, daß Sie, obgleich Ihr Gatte so geizig ist, immer Geld zur Verfügung haben?" ,, Ich sage ihm manchmal, ich will zurück zu meiner Mut ter reisen, und dann gibt er mir jedesmal das Fahrgeld." SCHACHAUFGABE Nr. 248. Von M. Riedl, Niemes. ( ,, Volk und Zeit" 1926.) Schwarz: Ke5, Sc7, g3, Ba5, d6, e2, 16, h4, h5.( 9). Der Vater. ,, Wenn man bedenkt, daß mein Sohn Reichskanzler hätte werden können 23 ist doch eigentlich zu bedauern!"- ,, Was tam denn dazivischen?" ,, Er heiratete, und seine Frau wollte nicht, daß er sich der Politik zuwandte." " Trübe Aussicht. Für Sie möchte ich sterben, gnädige Frau!" ,, Das können Sie haben mein Mann kommt gleich nach Hause!" du vom Rotkehlchen?" In der Mädchenschule. ,, Edith, was weißt ,, Nur Gutes." Zwingende Logit. ,, Welches ist nach Ihrer Meinung die Hauptursache der vielen Ehescheidungen?"- ,, Die vielen Heiraten!" Jm Warenhaus. Bommel, dessen Füße etwas recht groß geraten sind, will sich ein Paar Schuhe kaufen: Nummer 52, bitte", flüstert er verschämt. Haben wir leider nicht am Lager, aber vielleicht versucht es der Herr mal in der Abteilung für Paddelboote." Der Großstädter auf dem Lande.„ Wie als ist diese Kuh?" ,, Zwei Jahre!" ,, Woran sehen Sie denn das?" ,, An den Hörnern!" Ach ja natürlich zivei Hörner!" Gewissenhaft. Richter: Für einen Mann 8 7 5 9 1 a b c d e f g h & bcdefgh Weiß: Kel, Dc8, Tc4, L17, Se3, Ba4, h3.( 7) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 245: Kh4- g3! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen. Dinnebier Emil, Tetschen: Schöffel An ton. Schöbritz; Hab! Erwin, Nestersitz; Tesaf Franz, Suchei; Tepper Franz, Karlsbad; Hyna Franz und Hyna Josef, Hostomitz: Ulbert Rudolf, Proseditz; Walter Ludwig u. Robek Franz, Kwitkau; Triltsch Gustav, Wisterschan; Havel Franz, Hertine. PARTIE 86. Königsläufergambit. Die unsterbliche Partie. Gespielt 1851 in London, Weiß: Andersen, Schwarz: Kleseritzki, 1. e2- e4 2. 12-14 8. Lf1- c4 e7- e5 e5X14 Dd8- h4+ 4. Kel- fl In diesem Gambit eine typische Stellung. Weiß hat die Rochade einge büßt, aber auf fl steht sein König sicher. b7- b5 Ein Gegengambit, um den Damenläufer mit 4. Tempogewinn auf das günstige Feld b7 zu bringen. 5. Lc4Xb5 Sg8-16 Merkwürdig, zur Vorbereitung von S16 war b5 überflüssig 6. Sg1-13 Dh4- h6 Besser Dh5. Man beachte die Diagonale des weißen Damenläufers. S16- h5 7. d2- d3 Dadurch wird Dh6 verständlich. Jetzt droht Sg3+ mit Qualitätsgewinn. Ein heutiger Meister im Anfangsstadium der Partie würde mit solchen minimalen Drohungen nicht operieren, aber sie atmen den Geist der damaligen Zeit. 8. S13- h4 9. Sh4-15 10. g2- g4! 11. Dh6-85 c7- c6 Sh5-16 Th1- g1! Fast sämtliche schwarzen Figuren sind unentwickelt und die Dame in Gefahr, da ist ein Figurenopfer leicht verständ lich, 11. 12. h2- h4 13. h4- h5 14. Dd1-13 cfxb5 Dg5-86 Dg6- g5 Sf6- g8 Jetzt ist nur noch die Dame im Spiel und 15. Lc1Xf4 16. Sb1- c3 Dg5-16 Lf8- c5? Ein Angriffszug auf Tg1, aber schlecht; denn 17. d4! nebst Sd5 wären sofort überwältigend gewesen. in Ihrer Stellung sind Sie ja außerordentlich dabei arg im Gedränge. intelligent, Herr Beuge!" Zeuge: Wenn ich nicht unter Eid stände, würde ich Ihnen gern das Kompliment zurückgeben, Herr Richter!" Mit Ausnahmen. Nun, gefällt dir denn wirklich das Landleben so gut?" ,, Aber ja, ausgezeichnet!" ,, Und was machst du an den Abenden?"- ,, Da fahre ich in die Stadt." Hekur. Vor dem Krokodilfäfig bleibt er er- Jeder reden stehen. Reibt sich die Augen. Starrt das Krokodil an.„ Jessas!" schreit er dann. Wlte, wie tommst du in den Säfig?" Jeder Parteigenosse liest das Partelblatt! 17. Sc3- d5? 18. Lf4-461 19. Kf1- e2 Df6Xb2 Db2xal+ Lc5Xg1? Dies verliert, wie der prächtige Schluß zeigt. Nach Db2! hätte Weiß noch erhebliche Schwierig. keiten überwinden müssen. 20. e4- e5! Feld g7 ist jetzt schwach. 20. 21. St5Xg7+ 22. D13-16-! Sb8- a6 Ke8- d8 Sg8X16 23. Ld6- e7+ matt. Heute ist die Partie veraltet, aber für die damalige Zeit war sie eine echte Perle.