WEIT 9tr. 40 ftnter&altmwroeilaoe 1930 3er Generaldirektor Porträt«nserer Zeit/ Bo« Ernst Robert Geboren wurde er in einer kleinen Stadt. Stadt, wie es in jedem Land gibt. Paar tausend Einwohner, Marktplatz mit Rathaus und Gerichtsgebäude. Ziemlich trostlose Häuser. Schlechte- Pflaster. Trübe Enge, von Klatsch und verdrängten Komplexen erfüllt. Dumpfe Wunschträume hinter Scheibengardinen und Hyazinthen-Zwiebeln. Sein Bater war ein Grei-ler. Er Vertrieb Kolonialwaren im kleinen. Die Mutter sang ihm an der Wiege: „Heb' immer Treu und Redlichkeit". Er lachte später oft und herzlich darüber. Die Eltern nannten ihn Karl. Sie fanden den Namen schön abgerundet und männlich. Karl Manzow. Klang das nicht vertrauenserweckend? Der Name nützte ihm viel. Dieser biedere, kleinstädtische Name. Sie ließen ihn die Bolk-schule besuchen. Der Bater meinte, das genüge auf jeden Fall. Weitere Bildung würde er dem Jungen beibringen, wenn er erst als Lehrling im Kolonialwarengeschäft tätig sei. Denn natürlich sollte Karl die kleine Quetsche mal übernehmen.„Ich werde ihm erzählen, wo der Pfeffer wächst", sagte der Greisler mit behaglichem Lachen.„Die meisten Leute wissen daS sowieso nicht." Karl entwickelte sich zu einem Hellen Jungen. Außerdem sah er hübsch auS. Hohe, gerade Glieder, braunes Haar, blaue Augen. Der Mund voll, weichlippig. Ein Mund, wie ihn Frauen gern haben. In der Schule kam er gut vorwärts. Freunde fand er unter den Klassenkameraden nicht. Er sah mit früh erwachtem kritischem Verstand ihre Fehler und Mängel. Fühlte fich ihnen überlegen, ohne sagen zu können, weshalb. Gern laS Karl Manzow. Ziemlich wahllos, was ihm in die Hände fiel. Oft Räubergeschichten, oft Gute». Karl May oder Goethe. Je nachdem, was er gerade erwischen konnte. Der Bater fand ihn am Winternach- mittag schlafend auf der Heringstonne. In der Hand hielt der Knabe fest ein aufgeschlagenes Buch. Manzow nahm eS. Kopfschüttelnd la» er: „Rur wer die Sehnsucht kennt, weiß was ich leide." Der Kolonialwarenhändler hatte selten in seinem Leben gelesen. Und auf keinen Fall Gedichte. Mit dem Jungen schien etwa» nicht in Ordnung zu sein. Bon jenem Tag an beaufsichtigte er ihn strenger. Verbot Karl, mit„solchem Zeug" die kostbare Zeit zu verschwenden. Rahm ihn, als die' Schule beendet war, in strenge Lehre. Karl, vierzehnjährig, lernte widerwillig das Geschäft des Bater». Im Geheimen setzte er die Mignon-Träume fort. Plötzlich starb der GreiSler. Ohne krank gewesen zu sein, ohne Beschwerden geäußert zu haben. Herzschlag, sagte der Arzt. Er war ein wortkarger Mana. Der Witwe, die keine Neugier kannte, genügte die sachliche Feststellung. Schlimmer war jene, die sie kurz darauf machen mußte: ihr Mann hatte nämlich nicht» al» Schulden hinterlaffen. Die Geschäfte waren in den letzten Jahren schlecht gegangen. Manzow erwähnte es bei Lebzeiten nie. Umso bestürzender war jetzt die nachträgliche Entdeckung. Karl bat seine Mutter:„Laß uns fort gehen von hier. Laß uns in eine große Stadt ziehen, in die Hauptstadt. Ich möchte nicht hierbleiben, ich will nicht Greisler werden wie der Vater." Die Mutter sah den Jungen an:„Was willst du denn werden?" Der Knabe senkte den Kopf.„Ich weiß eS nicht. Aber komm fort." Karl war das Einzige, was sie auf der Welt hatte. Die Witwe gab nach. Uebersiedelte mit der letzten geretteten Habe in die Hauptstadt. Frau Manzow, nach langem Hin und Her, ließ Karl den Abendkursus einer Handelsschule besuchen. Er leimte dort Stenographie, Schreibmaschine und Buchhaltung. Das Geld dazu verdiente er sich durch allerhand Arbeiten- Lange Zeit war er Laufbursche in einer Theater-Agentnr. Dann wieder half er als ungelernter Arbeiter auf einem Bau. Er rief Zeitungen auf den großen Boulevards aus, er verkaufte des Nachts Blumen in Amüsierlokalen und Kaffeehäusern, todmüde kehrte er heim in daS elende Loch, die finstere Proletarier-Wohnung, welche er zusammen mit seiner Mutter in einem grauen Arbeiterviertel der Stadt bewohnte. Früh wurde Karl Manzow wissend. Erkannte mit seinem hellen Berstand das Oben und Unten, das Leben im Glanz und im Schatten. Wie anders war eS dort, wo er tagsüber die Zeitringen und nachts die Blumen verkaufte. Wie anders als in jenem Stadtviertel, in dem die Mutter und er hausten. Er sah, daß e» Menschen gab, die. rund und glatt, wohlgepflegte Kleider trugen. Und solche, die hohlwangig, graugesichtig, mit trübem Blick durch die Straßen schlichen. Er sah, daß es Menschen,.gab, die Erlesenes aßen und tranken, auS geschliffenen Gläsern, von zartem durchsichtigen Porzellan. Und solche,- die den Abfall von der Gasse aufhoben, die Müllkästen durchstöberten nach Eßbarem und sich damit nährten. Das alles sah Karl Manzow. Doch so war die Wirkung: keine Haß gegen den ungerecht verteilten Reichtum wurde in ihm wach, sondern nur der Wunsch— herauSzukommen aus dem Elend. Zu jenen zu gehören, die am goldenen Ueberfluß der Welt teilhaben durften. Alle Mittel schienen für diesen Zweck recht. Wenn sich nur etwas mit ihnen erreichen ließ. In der überfüllten Mietskaserne lernte Karl Menschen kennen, denen es ebenfalls so schlecht ging wie der Mutter und ihm, die sich quälen mußten wie er. Durch einige, es waren junge Arbeiter, erfuhr Karl vom Sozialismus. Später, als er Frack und weiße Binde trug wie Selbstverständliches, Champagner trank und geröstete Toasts mit Kaviar aß, sagte er mitunter überheblich lächelnd:„Ja, Kinder, mir können die Leute nichts vormachen. Ich hab« von der Pike auf gedient. Ich bi« ei« Self- made-man." Und schick sich behaglich die Leckerbissen in den Mund. Er wußte e» nicht— damals noch nicht, daß er kein Selfmade-man war. Rur ein Lump. Ein Verräter. Erst lange nach der Zeit deS Aufstieges- erinnerte er sich eines Bilde? seiner Jugend: die dumpfe Straß« mit den hohen Häusern. Sommerabend, heiß die Luft, zum Ersticken. Kein Baum, kein Strauch ringsum. In den Zinnnern, die viel zu viel Menschen beherbergen, hält man eS nicht aus. Und so sitzen sie auf den Steinen, vor der Tür, starren mit müden Augen, schlaff vom langen Arbeitstag, in die Dämmerung. Karl, im Kreis junger Menschen, hört aufmerksam zu, wa» sie da über ein Buch erzählen. ES heißt:„Das Kapital" und ein gewisser Karl Marx hat es geschrieben. Schwer zu lesen, nicht jeder bringt es fertig, aber einer unter ihnen hat das große wissenschaftliche Werk deS Sozialismus in heißem Bemühen studiert, und nun spricht er darüber. Die anderen hören ihm zu. Auch Karl kmm das alles nicht gleich fasse«, obwohl sich der Vortragende bemüht, klar und einfach zu reden. Nachher aber sagt sich Karl, dies alles ist gewiß gut und schön, doch wann wird es verwirklicht werden? Der Begriff „Solidarität" bleibt ihm fremd, sie bemühe« sich vergeblich, ihn Karl beizubringen, de« Wunsch einzuhämmern, daß er mit ihnen emporsteigen möge und nicht auS ihnen. Sie zurücklaffend in der Finsternis. Aber ee hört kaum hin. Will das auch gar nicht hören« Nun hatte er die Handelsschule beendet« Frau Manzow half Karl beim Stellungsuchen« Sie wusch in„feinen Häusern", damit trug sio bei zum Lebensunterhalt. Auch in das Hau» eines Bankiers war sie durch Empfehlung gekommen. Man zog sie hinzu an großen Waschtagen. Frau Manzow schüttete dem Mädchen ihr Herz aus, diese erzählte es der Köchin, di« gab es an die Zofe und jene wiederum an di« Hausfrau. Und da es der Frau des Bankiergerade an einem Gesprächsstoff mangelte, fragte sie beim Abendessen den Gatten, ob er nicht einen aufgeweckten- Jungen in seine«! Bankgeschäft unterbringen könne. Es war in der Zeit nach dem Krieg. Zeit der Börsenhausse, Konjunktur für Spekulanten, Waghalsige, Nichtstuer, Bluffer und Gerissene. Die Geschähe gingen gut im Taumel der Jnfla» tionSgewinne. Der Herr Bankier fühlte sich gestimmt, den Menschenfreund und Gönner zu spielen. So kam Karl Manzow zu seiner ersten Stellung. Vergessen waren die Mignon-Träume. Karl wußte jetzt, daß man nicht träume« durfte. Nicht in einer Welt, die so auSsah. Und er stürzte sich hell, wach, bewußt nüchtern und kalten Herzens in daS neue Leben. Vorerst gab es nur monotone Arbeit. In einem große« Raum saß er zusammen mit vielen anderen, in der Buchhaltung und verrichtete Phantasielose». Da» Geld gab sich leicht aus damals. Die meiste« kauften sofort für schnell entwertete» Pa« 2gewesen sei, durch ,, Fleiß und Ehrlichkeit" Hochzukommen. pier Dinge, die sie im Augenblick erfreuten. I sie für die wirkungsvollste Lichtreklame der Eintags- Genüsse. Nicht so Karl. Es gelang ihm, Stadt. Des Abends glühten die Straßen sich mit einem Börsenvertreter anzufreunden. von einem Widerschein. Die Haus Ein geriebener Junge, der die richtige Nase für frauen bevorzugten Staubsauger, Toaströster, gute Tips hatte. Der Buchhalter Karl Manzow Bügeleisen, Kochtöpfe, Wasch- und Wring hungerte sich den Bissen vom Mund ab, um mit maschinen, die die Marke„,& fell" trugen. dem Erübrigten spekulieren zu können. Sein& fell" war der Triumph des Tages, und jedes einziger Anzug wurde immer wieder von Frau Kind wußte, daß Herr dieses Unternehmens und Manzow geflickt, der Glanz stets von neuem sein wirklicher Leiter allein der Generaldirektor mit Salmiatgeist ausgebürstet. Wer ahnte in Manzow war. Er wurde der Abgott seiner Zeit, dem bleichen, jungen Mann, der übernächtig der Inbegriff ihrer Glücksmöglichkeit. Ein morgens ins Büro schlich denn zwischen ,, Manzow" sein, davon träumten die Jungens Abend und Tag lernte Karl jetzt noch Sprachen, auf den Schulbänken. Denn so war sein Einenglisch und spanisch einen, der Napoleon fluß gewachsen, daß er längst über eigen Gewerden wollte? Napoleon auf den internatio- schaffenes hinaus die elektrische Industrie der nalen Schlachtfeldern der Börse?! ganzen Welt kontrollierte. Aktien überall besaß, Als die Inflation zu Ende war, stand es mitzureden hatte, ein König der Wirtschaft. mit dem Bankgeschäft, in dem Karl Manzow Den Vorwärtsstrebenden wurde er als Beispiel Buchhalter war, recht wacklig. Man hatte in hingestellt, verherrlicht in ihm die Macht und Werten spekuliert, die sich plötzlich als werflos Stärke des Individuums, der privaten Initiaerwiesen. Unternehmen, die nur auf den flei- tive, Sinnbild war er des ,, Mannes aus dem nen gelben Zetteln für Börsen- Notizen standen Volke, der sich aus eigener Kraft emporgearbeiund in Wahrheit längst zerplaßt waren. Seifen- tet hat." Bei jedem Geburtstag, bei jedem blasen- Gründungen...! Anders Karl Man- Jubiläum brachten die bürgerlichen Zeitungen zow. Er besaß Aktien, beständig wie gutes fein Bild, seinen Lebenslauf, erzählten, wie Gold. Aktien von Chemie- Trusts, Kanonen- Manzow, der große Manzow, als Laufbursche Königen, Giftgas- Fabriken, Bergwerken, die begonnen, wie er nicht den Verführungen der Kohle und Metalle förderten. Solide Aktien ,,, roten Hetzer" unterlegen, sondern stets bestrebt ruhender Pol in der Werte Flucht. So trat Karl Manzow vor seinen Chef. Erbot sich, ihm zu helfen. Forderte Teilhaberschaft. Der Banfier riß die Augen auf. Machte den Versuch eines ironischen Lächelns. Der junge Mann ließ sich nicht einschüchtern. Entwickelte phrasenlos und fühl seinen Plan. Mit dem Bankgeschäft allein war nichts mehr zu machen. Das Beste wäre es, sich mit einem anderen guten Unternehmen zu vereinigen. Gewissermaßen so, daß eins das andere nährte. Sich wechselseitig erhielt. Da war die Fabrik für elektrische Unternehmungen". Es ging ihr schlecht. Man wußte das. Aber er, Manzow, hatte sich bereits im geheimen informiert. Eine Kapitals- Investition lohnte sich. Gute Maschinen, gute Ingenieure, gute Arbeiter.( Einige von ihnen wohnten in Karl Manzows Haus.) Der Elektrizität gehörte die Zukunft. Zu Wasser und zu Lande. Sie würde der Menschheit immer unentbehrlicher werden. Manzow hatte Einsicht genommen in Pläne und Erfindungen der Fabrik- Ingenieure. Es war Geniales darunter.| neraldirektors? Frauen Epochemachendes, Weltumspannendes, Hinreißendes. Die Fabrik für elektrische Unternehmungen" sanieren hieß: selbst Karriere, aus dem mittleren Bankgeschäft ein Welthaus machen. Der Bankier, ein alter, gerissener Hund, hörte aufmerksam zu, was der blasse, übernächtigt aussehende junge Mann erzählte. Spürte, daß hier kein Phantast redete. Glaubte ihm. Und alles geschah so, wie Karl Manzow es vorgeschlagen hatte. Längst wohnte Manzow nicht mehr in jenem Vorstadt- Haus. Im Stadtviertel der reichen Bürger war er jetzt heimisch, und Frau Manzow konnte es noch immer nicht fassen. Das Glück des Sohnes schien ihr unheimlich. Schien nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Doch Karl Manzow hatte Erfolg. Es blühte auf dem Schutthaufen der zertrümmerten und längst vergessenen Inflationsbauten die ,, Fabrik für elektrische Unternehmungen". Und damit das Bankhaus. Aus den Gewinnen der Fabrik zog die Banffirma ihren Nußen. Und umgekehrt. Die eine spekulierte auf dem Weltmarkt, die andere benuẞte das neuhinzuströmende Kapital für Modernisierungen und Verbesserungen im Betrieb. Wahre Wunderwerke von elektrischen Geräten aller Art produzierte die ,, Fabrik für elektrische Unternehmungen". Daneben forgte Der Generaldirektor Manzow las das gern. Doch lächelte er dabei und dachte an die berechnenden Spekulationen, mit denen in Wahrheit seine Karriere angefangen hatte. Was dann kam: auch Fleiß, gewiß, viel Fleiß. Aber daneben: Rücksichtslosigkeit und Egoismus. Gegen Angestellte, Arbeiter und Erfinder. Er hatte die Arbeitskraft, die Eingebung, er hatte den Körper und den Geist Unzähliger ausgenutzt und mißbraucht, um zu werden, was er geworden war. Davon stand nichts in den 3eitungen. Von seiner zähen Spekulation auf die Schwäche anderer. Ganz gleich, wer diese anderen waren: Konkurrenten, Mitarbeiter oder Angestellte des eigenen Betriebes. Und er bis die Krise fam. Bis plötzlich verringerten sich die Absatzmärkte. Plöglich ließ die Kauffraft der Massen nach. Rationalisierung, Lohns abbau, harte Maßnahmen gegen alles, was arbeitete, nützten nichts. Die Staaten schlossen. sich ab gegen den Import, produzierten selbst, was sie brauchten. Hausfrauen bewunderten wohl noch immer die hochwertigen Qualitätserzeugnisse mit der gesetzlich geschützten Fabrikmarke Ffell", doch sie kauften nichts mehr. Sie hätten es gern getan, nur das Geld dazu fehlte. Neugegründete Werke der„, Ffell" mußten stillgelegt werden, es kam zu Massenentlassungen, zu wilden und geregelten Streifs. Raufaufträge wurden plötzlich zurückgezogen, die Arbeit für Jahre gebracht hätten. Die Krise fraß. Fraß immer weiter um sich. Bedrohlich sab sie der Generaldirektor Karl Manzow auf sich zukommen. Nun fand er das Schicksal nicht mehr gut und gerecht. Jetzt haderte er mit ihm wie Hiob mit seinem Gott. Grübelte in schlaflosen Nächten, was getan werden könne, setzte alle Hoffnung auf die eigene Kraft. Wie im Anfang. Doch trügerisch war diese Hoffnung. Und es erkannte der Generaldirektor in einer Nacht, erkannte es mit Schrecken: nicht die eigene Kraft hatte ihn emporgetragen, sondern Zeit und Umstände, wirtschaftliche Verhältnisse und weltpolitische Begebenheiten waren seine Mithelfer gewesen. Jezt, da sich alles verändert hatte, Wirtschaft, Zeit und Politik, nüßte keine persönliche Initiative mehr, fein machtvolles Streben, kein noch so kühner Wille. Die Erkenntnis schuf in ihm nicht Klarheit, sondern stiftete Verwirrung. Manzow wurde unsicher, haltlos, hörte plötzlich auf die Ratschläge anderer, tat Falsches, Schlechtes, verfing sich in Törichtem und Sinnlosem, wurde Objekt Bösmeinender, von der Konkurrenz Bestochener, fort war der helle Blick. Es ging bergab. Und endete im Trüben, im Gemeinen. Angeklagt des Betruges und der Unterschlagung stand die einstige Größe der Nachkriegskonjunktur, der Abgott aller Verteidiger des kapitalistischen Systems, stand der ehemalige Generaldirektor Karl Manzow vor Gericht. Es verurteilte ihn zu vier Jahren Gefängnis. Die Welt ging bald über den Fall hinweg. Jeden Tag geschah Schreckliches. Die Serie Manzow Was gab es sonst noch im Leben des Ge- war nur eine von vielen grausamen Gescheh seine Zeit für sie nissen. Kürzlich meldeten die Zeitungen: der war fnapp bemessen. Er bevorzugte solche, die frühere Generaldirektor des zusammengebroche man bezahlt, und die daher keine Unbequem- nen lichkeit bereiten. Elektrizitäts- Konzerns„ fell", Karl Auch heiratete Manzoto, Manzow, führe sich im Gefängnis so gut, wurde Schwiegersohn eines Mannes, reich und daß man ihn dort mit der Leitung der Buchangesehen wie er. Zeugte Kinder. Liebte gutes haltung betraut habe. Erst bei dieser GelegenEssen und Trinken. Trieb ein bißchen Sport, heit erinnerten sich die Menschen wieder seiner. reiste dann und wann auf sehr luxuriöse Art. Um ihn gleich darauf von neuem und diesmal Fand das Schicksal gut und gerecht. Fand es- endgültig zu vergessen. Manzow- kannte die Schwächen der Menschen gut. Jener, die oben und jener, die unten lebten. Freude machte es ihm, sie nach seinem Willen zu lenken. Wie Marionetten. Ein Film wird synchronisiert In diese Stücke, für die die Technik die amerikanische Bezeichnung ,, Take" übernommen hat, erfährt das Gesamtfilmwerk seine- man möchte fast sagen: mikroskopische Bearbeitung. Wir alle haben schon ausländische Filme| Film so wichtigen Schere zuleibe geht und in in der Originalfassung gesehen und können uns fleine Stücke aufteilt. also ungefähr eine Vorstellung machen, wie dem Spielleiter zumute ist, wenn er den frisch aus dem Ausland eingeführten Film zum ersten Male vor sich abrollen sieht. Nahezu dreitausand Meter Bildstreifen, die unbekümmert um den, der da draußen sitzt und Einzelheiten ab fangen möchte, in unaufhaltsamem Tempo vor überfließen, sind zunächst einmal gar nicht zu überschauen. Denn sie bilden ein in sich abgeschlossenes Ganzes, das man nur dann in bearbeitungsfähige Einzelheiten seiner Zusammensezung auflösen kann, wenn man ihm mit dem Seziermesser oder in diesem Falle mit der beim Nachdem also der ausländische Film in hundertfünfzig bis zweihundert ,, Takes" zerschnitten wurde, ist der nächste in der langen Reihe der Arbeitsgänge nunmehr der, daß sich der Spielleiter mit seinem Dolmetscher- Autor daran macht, die einzelnen, Takes" des in sei ner Gesamtübersetzung bereits geschlossen vorliegenden übersetzten Manuskript nochmals einer sorgfältigen Ueberprüfung und Verglei 3Rätsel Buchstabenrätsel Schelle, Verkauf, Eifer, Weitung, Barre, Scheuer, Aller, Warnung, Minne, Terzine, Vorgang, Spiz, Schritt, Hafer. In jedem dieser Wörter ist der Mittelbuchstabe gegen einen anderen auszutauschen, wodurch neue Wörter entstehen. Die neuen Mittelbuchstaben nennen eine bekannte Gestalt aus den Werken von Karl May. ( Auflösung folgt in nächster Nummer.) chung zu unterwerfen, wobei es nicht so sehr auf eine wortwörtliche Ueberseßung ankommt, als vielmehr darauf, daß sich die Mundstellung des ausländischen Darstellers bei den sichtbar werden Labialen und Vokalen mit dem deckt, was der Nachsprecher in der Uebersetzung zu sagen hat. Mit anderen Worten, daß nicht nur die Länge des auf der Leinwand gesprochenen Satzes, sondern auch die im Bild augenfällig hervortretenden Vokale und Lippenlaute mit der zu schaffenden Ueberseßung übereinstimmen und die Illusion hervorrufen, als ob der Darsteller auf der Leinwand in der Sprache der jeweiligen ,, Synchronisation" spräche. Daß bei diesem ,, checken" um abermals eine fachliche Bezeichnung zu gebrauchen, wenn es unvermeidlich ist, die Richtigkeit der Lippenstellung des ausländischen Schauspielers auf Kosten eines treffenden und seinem Sinne nach erschöpfenden Ausdrucks, in den Hintergrund treten muß, scheint völlig berechtigt, obwohl sonst grundsäßlich nach Möglichkeit am Original festgehalten wird. Bei diesem„, Checken" sowohl als auch bei sämtlichen nachfolgenden Proben mit den Sprechern ist ständig ein„ Cutter" zugegen, der alles Gesprochene auf seine unbedingte synchrone" Verwendbarkeit hin überwacht. Das alles hört sich, so zusammengestellt, sehr leicht und einfach an, aber in Wirklich feit ist es Kleinarbeit, die neben genauer Sachtenntnis sorgfältigste Vertiefung in den Stoff erfordert. Darsteller zu sprechen hat und wie lange Zeit er beschäftigt werden muß. Diese Zeit der Tätigkeit des einzelnen wird genau errechnet und wirtschaftlich zweckmäßig auf bestimmte Tage zusammengelegt, so daß das Fundament des nachzuschaffenden Films nunmehr flar umriffen und arbeitsfertig dasteht. * Dann beginnen die Proben. In dem kleinen Vorführungsraum versammeln sich die für den betreffenden Tag eingeteilten Darsteller und probieren unermüdlich immer und immer wieder ihre Rollen. Und bis die Uebereinstimmung klappt, läuft ununterbrochen immer wieder das gleiche kurze Stückchen Film. Zuerst geschieht dies mit normalem Ton, damit der Nachsprecher Rede und Tonfall seines ausländischen Kollegen noch einmal hören kann. Dann aber wird der Ton mehr und mehr abgedämpft, bis er schließlich ganz fortbleibt und das tonlose Bild nur noch von der, schon fast synchronen" Rede des Darstellers begleitet ist. Wenn so der ganze Film„ take"-weise durchprobiert ist, kommt er endlich ins Atelier und vors Mikrophon, um nunmehr„ Take" für, " Take" aufgenommen zu werden. Das Bild im Atelier ist nicht viel anders als das im Vorführungsraum, und der Unterschied besteht einzig darin, daß nicht mehr in die Gegend, sondern in das Mikrophon gesprochen wird, in dem alle etwa noch bestehenden Mängel scharf hörbar werden. Erneutes, mehrfaches probeweises Durchsprechen geht der endgültigen Aufnahme voran, und es wird schließlich um ganz sicher zu gehen ein jeder„ Take" drei bis viermal aufgenommen. Wenn auf diese Weise das ganze Filmwerk Stück für Stück durchgearbeitet ist, scheiden die Darsteller aus, und es beginnt mit dem nächsten Arbeitsgang für den Spielleiter die an sich wohl wichtigste Tätigkeit. Die einzelnen Aufnahmen werden ausgemustert" und einer genauen sachverständigen Prüfung unterworfen, wobei es dann vorkommen kann, daß die Rede eines„ Tate" aus drei verschiedenen Aufnahmen zusammengesetzt werden muß, um sie vollendet ,, synchron" zu machen. Das heißt, die Rede wird aus Einzelteilen auch der Rhythmus des zu sprechenden Sakes: der ersten, zweiten und dritten Aufnahme ganz Sehr ernst genommen wird naturgemäß denn nicht selten unterstreicht der Darsteller auf der Leinwand ein und das andere Wort mit einer Kopf- oder Handbewegung, die dann ebenfalls bereits bei der Herstellung des neuen Manuskriptes ganz genau einkalkuliert werden muß. Zu diesem Zweck find in die Reden des Suchronisierenden Sprechers schon gleich fürzere oder längere Bauſenzeichen eingeschrieben, damit er sich diese bereits beim Studium der betreffenden Rolle von Anfang an mit einprägt. Ist das so neue Filmmanuskript nach mühevoller Vorarbeit endlich zur Verwendbar= feit herangediehen, so beginnt die Auswahl der für die einzelnen Rollen in Frage kommenden Darsteller. Auch hier steht dem Spielleiter seine Erfabrung zur Seite und läßt ihn meist schon die richtige Besetzung aus der Namenliste herausfinden. Denn der Künstlerische Charakter eines Darstellers muß dem Charakter der Rolle genau wie auf dem Theater- im wesentlichen entsprechen. Daß bei dieser Beießung der Schwerpunkt auf die stimmliche Gianung gelegt wird, hedarf wohl kaum der Erwähnung. Neben der Manuskriptherstellung läuft eine, bis in alle Einzelheiten festgelegte Aufstellung, aus der ersichtlich wird, wieviele„ Takes" jeder neu zusammengeschweißt werden. Der nunmehr vollendete Tonstreifen wird mit der Originalmusik, dem Original- Geräuschstreifen und dem unverändert gebliebenen Bild auf viel gleichmäßig anlaufenden Maschinen wieder zusammen aufgenommen und zu einer end neuen Einheit verschmolzen; und dann lich! ist der synchronisierte Film fertig. H. M. Wissen Sie schon? Daß in London für Schönheitsfuren der verschiedensten Art jährlich rund 65 Millionen Pfund Sterling ausgegeben werden? Daß es in Colorado in Amerika einen Berg gibt, dessen höchster Gipfel alljährlich um etwa drei Meter sinft, im übrigen jedoch seine spizze Form beibehält? Daß das im Tabak enthaltene Nikotin seinen Namen dem Manne verdankt, der als erster die Tabatpflanze in Frankreich einführte: Jean Nicot? Daß nach der Statistik von allen 20jährigen Mädchen zwei Drittel heiraten, während von den 30jährigen nur noch ein Drittel einen Mann bekommt? Der blamierte Athlet Kuhnmunch 02 Die Sonnenschiffe des Königs Bei den Ausgrabungsarbeiten an der Chephren- Pyramide, die unter Leitung von Prof. Selim Hassan von der Aegyptischen Unis versität in Kairo stehen, ist soeben eine sehr wich tige Entdeckung gemacht worden, die bemerkensa werte Aufschlüsse über das Kultleben im alten Aegypten vermittelt. Nach der Aufräumung der Schutt- und Steinmassen, die den Eintritt zu der Pyramide versperrten, ist man auf ein zweites der sogenannten heiligen Schiffe ges stoßen, die im Sinne der damals herrschenden Religion in der Nähe der Königsgräber gebaut wurden. Man glaubte, daß der König nach seinem Tode in den Sonnengott Re einging und hatte die Vorstellung, daß er im Jenseits mit allen seinen Ehren und mit allen Gegen ständen, die ihn auf der Erde umgeben hatten, sein Dasein fortführen würde. Deshalb wura den ihm auch Schmuckstücke und Figuren, die seine Sklaven und Höflinge darstellen, mit ins Grab gegeben. Es bestand der Glaube, daß der König mit der Sonne in dem Boot am Firmament vorbeiziehe und daß er nachts in einem anderen Boot von Osten nach Westen um die Erde fahre. Das„ Tagboot" und das „ Nachtboot" wurden in den Felsen eingehauen, und zwar so, daß das Tagboot aller Augen sichtbar war, während das Nachtboot an einem verborgenen Platz aus dem Stein herausge hauen wurde. Eine ungefähr zehn Meter lange Treppe führt in eine rechttvinklige Höhle, die eine Länge von zweiunddreißig Meter und eine Höhe von rund sechs Meter hat. Die Seiten sind so geformt, daß sie den Bordivänden eines Schiffes ähneln und in der Mitte ist eine Vers breiterung anscheinend zu dem Zwecke durchges führt, um Raum für die Ruderer oder für eine Kabine des Königs zu schaffen, in der er wäh rend seiner Sonnenfahrt Unterkunft finden tönnte. Zum Bug hin sind Stufen in den Stein gehauen, mit denen der Eingang zum vorderent Teil eines Schiffes nachgeahmt worden ist. Das ganze ist mit Steinplatten in der Weise bedeckt, wie man früher die Luten von Frachischiffen abschloß. 05: en, Don be= ide 1= Ris cn 19= au inst 4NC 3= tt, en De . n Großstadt von Abend zum Morgen Aufflammt das LichtSignale schießen Eine Ballade von Katja gelb, grün und rot bie Boulevards entlang, vieltausendfarbige Kerzen gießen the Strahlenbündel auf den Schienenstrang; bis es sich in dem spiegelblanken Asphalt bricht. Die Straße rauscht es schlendern Menschenmassen, manch einer landet irgendwo in dem Buffett; sie wälzen sich durch schmalen Strom der Gassen, ein anderer geht lieber ins Café. Selten, daß jemand still ber innren Stimme Tauscht. Autos gleiten vorbei, Biebende blicken starr. Sie fahren in die dunkle Nacht, was heute ist, was gestern war, und ob das Morgen wird vollbracht, bies scheint ihnen einerlei. Mufit flingt über den großen Blas, eine Geige weint im Abendwind, er trägt die füße Melodie... Bu Hause hungern Weib und Kind, weit draußen an der Peripherie" Aufdringlicher Kerl, schnell weiter, Schatz". Das Kino lockt: Ich bin die letzte Illusion! Mae West erregt Sie bis aufs Blut, bie Handlung spricht dem Leben Hohn, macht das schon? was Sie wollen doch das happy- end, das Ende gut, das Alles gut Polizeiwachtmeister: Beeilen Sie sich, damit der Verkehr nicht stockt". Komm, Liebling, fonun mit, ich habe eine Haut wie Seibe, in meiner Kammer zeig ich sie dir nackt, fie nennen mich ein Mädchen für die Freude. 06 du im Arbeitsanzug bist, ob du befract, bas ist mir gleich. Wenn du nur zahlst geb ich dir'n Tritt!" Kaufen Sie Rosen und Narzissen, Stück für Stück bloß eine Krone". Hier ruft die Bar ,, Mitsou"! Ob sich die Tugend lohne? Ach, Kind, wozu!" sonst Auf einer Bank im Park: Ich schwör dir eige Treue, und du wirst lachen vielleicht halt ich sie, frag doch nicht immerfort aufs Neue". ..Ich sah dich aber gestern mit Marie von nebenan".- ,, Pah, das war nicht so arg". ,, Du bist gekündigt? Was soll aus uns werden Herrgott, erbarme dich in unsrer Not". " Es gibt nun mal fein Paradies auf Erden, bis jetzt noch nicht. Im übrigen, du hast die Lippen viel zu rot". Mädchen von der Heilsarmee: Und alle habt ihr euch an ihm versündigt!" ,, Razzia! Polizei! Gib acht! Versteck das Morphium und das Kokain". ,, Der fleine Blonde wollt doch heut' ne Sprize" ,, Er sitzt schon dicke in der Tinte drin. gesagt hat es mir der Pomaden- Friße." Und über alle Qual senkt sich die Nacht. Leer fahren Straßenbahnen, mübe Passagiere verbergen hinter hohler Hand ein Gähnen, am Tapistand warten Chauffeure auf die letzten Gäste, die sich nach Schlaf und weichen Betten sehnen, die von der Liebe heimfehrn und vom Feste. Ein Herr: ,, Was der verdient hat, könn' Sie nich mal ahnen". Das Licht erlischt. Und ein Lokal schließt nach dem andern; auch der Prolet im Frack hat endlich Nuh. Man sieht ihn graugesichtig durch die Straßen wandern, der Wohnung einer Mietstaserne zu. Minutenlang ist alles Leben fortgewischt... Bis sich am Horizont die Dämmrung hebt, Lumpensammler aus ihren Höhlen kriechen, der Milchmann auf den Kutscherbock sich schwingt, bei Vorliček kann man schon frischgemahlnen Kaffee riechen. Ein erster Radiolaut die Luft durchflingt.. Mit der Zeit... Es freut mich sehr, daß Sie das möblierte Zimmer bei mir mieten wollen. Nur der Ordnung halber möchte ich Sie aber darauf aufmerksam machen, daß hier im Hause eine Musikschule ist. Das stört aber wirklich gar nicht, daran gewöhnt man sich bald, und Sie werden sehen, in vier Wochen hören Sie das gar nicht mehr."„ Na, schön, dann werde ich eben in vier Wochen einziehen." Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bel Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 251. Von W. Kalina, Kiew. ( Int. Problemturnier., Volk und Zeit" 1926.) Schwarz: Kd2, Dg7, Tg5, Sb1, Bb2, c2, e2, 07. 16. g6.( 10) a b c d e f g h 8 8 1 a b с de f gh 3 Weiß: Ka5, D13, Td8, Lb3, g3, Sa2, d5.( 7) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter diesen Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 248: Dc8- b?! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Genossen ein: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Brodkorb Josef, Jägerndorf: Dinnebier Emil, Tetschen; Schöffel Anton, Schöbritz; Walter Ludwig u. Robek Franz, Kwitkau; Hyna Josef u. Hyna Franz, Hostomitz; Triltsch Gustav. Wisterschan; Tepper Franz, Karlsbad; Habl Erwin, Nestersitz; Ulbert Rudolf, Proseditz. PARTIE Nr. 88. Unregelmäßig. Gespielt in Wien 1926 beim Länderkampf. Weiß: Kutschs, Oesterreich. 1. e2-84 Schwarz: Otto, Deutschland. d7-46 Für Schwarz schwer zu behandeln, kommt Arbeitsloser: Herr, meine Schuhe find zer- und Morgenröte zarter Glans am Himmel deshalb wenig in der Praxis vor. riffen" 000000000 Seiteres Stimmt. Der Besißer eines fleinen Schofoladengeschäftes wollte es verkaufen, weil es so schlecht ging, daß er nur noch einige Kinder zu Kunden hatte. Als er einen Käufer gefunden Hatte und der ihn fragte, ob das Geschäft rentabel sei, entgegnete er:„ Ich kann Ihnen auf Ehrenwort versichern, daß mein Kundenkreis ständig wächst." Verfehlte Maßnahme. Ein Gast hängt in einem öffentlichen Lofal seinen Mantel auf, woran ein Zettel steckt: Vorsicht, gehört einen anftedend Kranfen!" Is er später seinen Mantel anziehen will, findet er an seiner Statt sinen Bettel:„ Der Mantel ist zur Desinfektion abgeliefert!" schivebt. Beruhigend. Diesmal bitte ich Sie instän dig, vorsichtiger als lebthin zu schießen. Damals haben Sie auf den Hasen gezielt, aber mich haben Sie getroffen." Sonntagsjäger: Sei'n Sie beruhigt, diesmal werde ich auf Sie zielen und den Hasen treffen." " Königlicher Entscheid. Die Magdeburger waren mit ihrem Superintendenten unzufrieden, und beschuldigten ihn, daß er nicht an die Aufs erstehung glaube. Deshalb müsse er vom Amt entfernt werden. Die Klage wurde Friedrich dem Großen zur Entscheidung vorgelegt. Der König verfügte:„ Bleibt im Amt. Will er am jüngsten Tag nicht auferstehen, so soll er liegen bleiben." 2. d2-14 3. Sb1- c3 Lc1- e3 g7-86 L18-87 e7- e5 Zu früh; besser war vorerst z. B. Sd7 oder Sf6. 5. d4xe5 Lg7Xe5 6. Dd1- d2 Weiß könnte jetzt schon durch einfachen Abtausch Ld4 in Vortell kommen, da sich der Zug g6 dann als schwach enweist. 6. 7. Sc3- d5 8. 0-0-0 9. 12-14 10. 11. Sg1- f3 Lf1- e2 Dd8- f6? Df6- d8 Sg8- e7 Le5- g7 Sb8- c6 Lc8- d7 Abtausch auf d5 mit Zeitgewinn, wenn die Dame wiedernimmt, war geboten. Nimmt der allerdings muß dann Schwarz den Abtausch seines Königsläufers zulassen. Bauer, ist das reine Bauernzentrum gesprengt; 12. h2- h4! 13. Sf3- g5 h7- h5 17-16 Auch jetzt war der Abtausch auf d5 bessen. 14. Dd3- c3 Ke8-18 Eine Verrechnung: mit 0-0, Lc4, Kh8 hätte Zuneigung.„ Kann dich dein Prinzipal gut sich Schwarz noch ganz gut verteidigt. leiden?" ,, Sehr gut sogar! Ich sage dir, wenn ich morgens nicht Punkt acht Uhr da bin, wird er direkt ungehalten!" 15. 16. Sd5Xf61 S16- h7+ Se7- g8 Th8Xh7 17. Sg5xh7+ Kf8-17 18. Lf1- c4+ aufgegeben. Anmerkungen von Jan Kotrč, Wien.