BUNTE WELT Nr. 48 Unterhaltungsbeilage Moral/ olde Buſch Es war ein verfluchtes Leben. Man stand auf und arbeitete. Der Mittag brachte kurze Ruhe, der späte Abend. Dazwischen Arbeit, nur Arbeit. Die ganze Familie mußte herhalten für diesen unermüdlichen Frondienst. Vater, Mutter, vier Kinder. Zwei Knaben, zwei Mädchen. Von neun Jahren aufwärts. Der Vater schuftete in einer Tischlerwerkstatt, die Mutter wusch allen„ besseren" Familien der südmährischen Kleinstadt ihre Wäsche. Die Mädels mußten dabei helfen, sowie die Schule sie freiließ. Auch den Haushalt mitbesorgen. Um die Beschäftigung der Jungens kümmerte sich der Vater. Trotzdem reichte es mitunter nicht zum Sattessen. Und Martha, die Vierzehnjährige, sagte das oft, wenn sie abends dasaß, die Hände rot und aufgerissen vom Waschen, von der Hausarbeit, übermüdet, noch hungrig:" Ein berfluchtes Leben". Die anderen trugen es mit Geduld. Nannten es Schicksal, Gottgewolltheit, je nach dem. In der vierzehnjährigen Martha aber steckte Geist der Auflehnung und der Unduldsamfeit. Sie nahm die Dinge nicht hin, als seien sie selbstverständlich. Haßte der Eltern und Geschwister Ergebenheit. Empörung war in ihr. Stärker jedoch als die Empörung: der Wunsch rauszukommen hier, fortzukommen, Hochzukommen. Ueber ihre Jahre hinaus war fie entwickelt. Groß, kräftig, Haare blond, Augen hell. Der Verstand scharf, wach. Immer beobachtend, immer auf der Lauer. Güte kannte fie nicht. Mitleid verachtete sie. Das war schon damals in ihr. Und blieb. Die Verachtung der Schwachen. „ Ich geh fort", sagte sie. Es war knapp vor ihrem fünfzehnten Geburtstag. Ich geh nach Brünn. Ich such mir eine Stellung." Maulheldin", herrschte sie die Mutter an, als ob die in Brünn auf dich warten täten. StelIungen liegen nicht so herum. Wirst bald wieder fommen." „ Ich bin stark. Ich schaff für zivei. So eine brauchen sie." Eine Woche später schrieb Martha, sie sei Geschirrwäscherin im " Hotel„ Zum Bären". Ein gediegenes Hotel, ein gutes Hotel. Alle besseren Reisenden stiegen dort ab. Die Honoratioren der Stadt verkehrten im Bären", sogar die Herrschaften vom Theater. Auch bekäme sie immer satt zu essen, und man sei anständig zu ihr. Zum erstenmal flang ein fröhlich- hoffnungsvoller Ton durch. Zwei Monate darauf berichtete Martha, fie sei avanciert. Von der Geschirrwäscherin zum Aushilfsmädchen in der Küche. Auch habe sie die Bekanntschaft eines jungen Mannes gemacht. Buchdrucker sei er, mit schwarzem Haar und schwarzen Augen. Frik hieße er und falls fie nur wolle, würde er sie heiraten. Aber sie wisse noch nicht recht... Dabei wiegte sie, im Schreiben, ihren blonden Kopf. Sang vor sich hin. Das tat sie jetzt öfters. Es geschah ohne Ueberlegung, daß helle Laute der Freude, tonberwandelte Glückseligkeit, ihrer Kehle entströmten. Er hatte auch gar zu schöne schwarze Augen, der Fris. Und wenn er sie füßte, so 1935 Der junge Mann, bereits beivegt vom getrunkenen Wein, vom Frühling vor den Fen stern und von der Blondheit des Mädchens, bat: ,, Bleib, Martha, sing uns ettvas..." Sie zog die Brauen, breit, dunkel, im Bogen geschwungen, zusammen. Sie mochte den Dünnen, Schmächtigen nicht. Da war der Fritz aus ande rem Schrot und Korn. Auch lag es ihr wenig, auf Kommando zu singen. Der Jungenhafte zeigte zu dem Verschollen- Anmutenden:„ Das ist der Herr Direktor vom Stadttheater. Er will deine Stimme hören." Es war eine Lüge. Aber niemals hätte dies der weißhaarige altväterische Herr fertiggebracht: jemanden vor einem so hübschen, hellen Mädchen bloßzustellen. Er nickte daher nur:" Sing sie, mein Kind, sing sie mir etivas". trug sie die Erinnerung an seinen Mund noch len: von Leidenschaft verdunkelt und gebrochen tagelang mit sich herum. Nur eines gefiel ihr in der Hingabe. weniger. Der Fritz hatte so absonderliche Ideen. Sprach von Sozialismus und Weltverbesserung. Die armen Leute sollten nicht mehr arm, die Reichen nicht mehr reich sein. Von einer neu und anders aufgeteilten Erde träumte Fritz hinter seinen Sazkästen. Und tobon er wochentags träumte, das erzählte er des Sonntags Martha, wenn sie zusammen spazieren gingen auf den Spielberg. Er fühlte es wohl, der Frizz, denn er war nicht dumm: Martha behagten seine Ideen kaum. Ihr Tag weniger an der Erlösung der Armen als an dem eigenen Vorwärtskommen.( Ueber das sie sich recht unflare Vorstellungen machte. Ziemlich fleinbürgerlich, Weite und Gehobenheit bereits dor sehend, wo die Enge mir verziert, beglänzt, geschmückt war mit Plüschmöbeln und vergoldeter Uhr unter Glassturz.) Doch genügte das Plänemachen schon, um die Laune zu verbessern. War aber ihre Laune gut, so sang fie. Kräftig, daß es schmetterte. Daß es luftvoll aus den Fenstern schallte.„ Die Martha singt", sagten sie dann in der Küche, im Geschirrwaschraum, im Hotel. Und es kam mitunter vor, daß der Küchenchef vergaß, seine Befehle zu erteilen, der Koch, die Küchenjungen den Löffel hinlegten, dte Mädchen ihre Teller, und oben, in den Zimmern die Aufräumefrauen Besen und Schippe. „ Die Martha singt", fante schließlich auch der Wirt des Hotels„ Zum Bären“, sagte sein Sohn, ein dünner, schmächtiger Bursche, dem es die Pralle, Blonde, Hochgewachsene mit den fräftigen Armen angetan hatte.„ Die Martha müßten Sie hören", erklärte er eines Abends, es war schon nach dem Essen man saß beim Schoppen Wein in der frühlingsdämmrigen Gaststube dem Direktor des Stadttheaters, ältlichem Herrn mit weißen Koteletten irgendwie verschollen anmutend.„ Die hat eine Stimme. So singt feine von Ihren Sternen. Die Zawadil nicht und die Neumannsche. Nicht einmal das italienische Frauenzimmer, die Pimpernelli. PP und " Was versteht so eine vom Singen?" dachte mit kleinem herablassenden Lächeln der soignierte, altväterisch und irgendwie verschollen anmutende Herr Direktor. Soll sich um seine Küche fümmern und um seinen Keller. Sie bauen ein neues Hotel. Das Grand Hotel. Bald wird es dem„ Bären" über dem Kopf wachsen." Da tat sich die Tür auf und Martha trat herein. Der junge Mann, Sohn des Wirtes, hatte es befohlen. Die Martha sollte heute servieren. Sie benahm sich recht linfisch, denn davon verstand sie noch nichts. Wurde rot im Gesicht, als sie den Wein hinstellte, Früchte und Gebäck. Stand da, überhuscht von ein paar letzten Märzsonnenstrahlen. In all ihrer Blondheit. Jetzt sechzehnjährig. Und die Augen hell. Aber es waren noch immer fühl und besonnen blickende Augen. Fast fonnte man sie sich nicht vorstelDas Die Martha stand blutübergossen. Tablett noch in den Händen. Ihr Herz klopfte bis zum Hals. Die Keble war wie zugeschnürt. Unmöglich, so zu singen. Angstvoll sah sie auf ein aufmunterndes Lächeln.„ Nur zu, mein den Herrn Direktor. Sein ruhiges Gesicht trug Kind." Da sang fie. Die Hände scheu ineinander verschlossen. Aber das Angstgefühl wich, als sie der eigenen Stimme Klang hörte. Die hinausjubelte, ein heißer inbrünstiger Gruß an das lebendige Leben. Sie kannte nur Volks= lieder, wie man sie in Mähren singt. Heitere und schwermütige. Kleine, schlichte Melodien. Alle, die sie wußte, sang fie. Dann verharrte ste still. Etwas unbeholfen. Wünschte sich auf ihren Abwaschplatz in der Küche. Doch kam sie nie mehr dorthin. Daß der Herr Direktor ihr noch Gesangstunden geben ließ, geschah eigentlich nur aus dessen künstles rischen Gewissenhaftigkeit. Denn an dieser Stimme gab es kaum etwas zu feilen, zu verbessern. Sie saß in allen Lagen, auf natürliche dem Genie eigen ist. Atemtechnik und Musikalis Weise, mit Selbstverständlichkeit, wie sie allein tät fügten sich in vollendeter Harmonie den vors geschriebenen Gefeßen. Manche müssen das alles jahrelang studieren, mühselig, und bringen es dennoch selten zu meisterlicher Reife. Martha Mariza, geboren als Proletarierkind in fleiner südmährischer Stadt, zuletzt Aushilfsmädchen im Hotel Zum Bären" in Brünn, brauchte das alles nicht zu erlernen. Intuitiv, auf eine Art, die man nur wunderbar" nennen kann, erfaßte sie alles, was man ihr sagte und von ihr verlangte. Begriff mit traumwandlerischer Sicherheit den musikhaften Fluß des Geschehens, Sinn und Denkung einer Gestalt. Debutierte im Herbst am Brünner Stadttheater als Sieglinde. Sang Weihnachten die„ Tosca" in der Oper zu Wien. Umjubelt, umrauscht, vom Beis fall trunken und irdischem Glanz. " Wie schnell sich das alles lernte. Zu gehen und zu spfen wie eine große Dame der Wiener Geselschaft. Konversation zu machen, auf gewählt Weise Nahrung zu sich zu nehmen, den Geschmack anzupassen verfeinerter Stultur. Daneben fleißig sein. Sprachen, Partien einzustudieren, immer neue Partien. Hatte es wirklich einmal so etwas gegeben? Leben in Kleiner südmährischen Stadt, schweres, hartes, oft verfluchtes Leben, unter Hunger und Frost? Berhärmte Gesichter, ausgehölt vom Leiden des proletarischen Daseins? Dann: das Hotel „ Zum Bären" mit dem schmachtenden Wirtssohn? Und einen jungen Buchdrucker namens Friz, der schwarzes Haar und schwarze Augen hatte und einen Mund, von dessen Küssen man trunken wurde? Seht, wie sie geht! Schuhe aus weichem, zartglänzendem Leder, schmiegen fich an ihre Füße, die nicht klein sind, aber herrlich geformt mit dem hohen Spann, dem anschließenden schlanken und doch vollen Beinen. Belze und Seide bedecken den jungen, üppigen Körper. Das Gesicht rosig, die Nase darin schmal, gerade, die Augen blizend im Hochmut der triumphierenden Jugend, der Mund hellcot, die Lippen leicht geöffnet, das Lächeln süß, lockend und ein wenig gefünftelt. Seht, wie die Welt sie aufnimmt! Die Welt der Großen, Mächtigen und Reichen. Nies mand denkt daran, ihr die proletarische Herfunft vorzuwerfen. Liebling der Götter! Martha Mariza! Begnadete und gefeierte SänJerin. Neben Geld, Brillanten und Perlen gibt es künstlerische Erfolge, gesellschaftliche StelLung, als ihresgleichen wird sie betrachtet von den Großen, Mächtigen und Reichen dieser Erde und nur von ihnen glaubt sie sich verstanden. Nur die würdigen, so meint die Sängerin Martha Mariza, ihr Künstlertum. Abscheu es geschicht selten überkommt sie, wenn sie zurückdenkt an das Milieu, aus dem sie emporgestiegen ist. Wien bleibt nicht die einzige Stätte ihrer Triumphe. Berlin ruft, die Königliche Oper Unter den Linden, die Große Oper von Paris, Covent Garden in London, New Yorks Metropolitain Opera, Chicago, Melbourne, jedes Land, jeder Erdteil. Liebe? Dazu haben wir keine Zeit. Wir müssen arbeiten und das Hochgefühl der künftlerischen Macht auskosten. Wir brauchen das Fieber, wir brauchen die Reklame, wir brauchen Erfolg und nochmals Erfolg, wir brauchen ihn wie ein füßes, bitteres, unentbehrliches Gift. Liebe? Nein. Aber ein klangvoller Name, das tann nie etwas schaden. Besonders wenn er in Gold gefaßt ist. Martha Mariza findet den österreichischen Baron Geher nicht gerade schön. Kleiner, magerer, vom Hause Habsburg geadelter Jud. Schlaue Augen, gierige Hände. In seinen Armen wird man nicht gerade vergehen vor Schauern der Seligkeit. Aber man wird Baronin Geher heißen. Den Titel der Kaiserlichen und Königlichen Kammersängerin jonderen Gelegenheiten angesteckt werden auf hat man schon. Dazu viele Orden, die bei beden glitzernden Seiden über der üppigen, straffen Brust. Frau Kammersängerin Baronin Geyer... Das imponiert der Martha Marika, ihrem im Grunde noch immer fleinbürgerlichen Gemüt, in seinen Wünschen jetzt nur höher verstiegen. Ueberdimensionale Plüschmöbelträume sind es in Wahrheit noch immer... 2Gestaltung können wir es nicht leugnen. Wenn| Recht, wie es jenen gefällt, die aus den Fesseln wir Isolde" fingen, so sterben wir den Lie- einer müdgelebten Ehe streben. Hier wird auch bestod" als leidendes, wissendes Weib, und als Martha Maribas Ehe mit dem österreichischen Tosca" sind wir jetzt viel, viel mehr als eine Baron Geyer geschieden. Und bald erfährt die schönsingende, schön anzusehende Gestalt. Wir Oeffentlichkeit von der Sängerin zweiter Heirat. sind Qual und Glut, tir kennen die Tiefen und Bit Bill Cofeh heißt der Glückliche, ein BüchUntiefen der Leidenschaft, Brunst und Inbrunst, senfleisch- Fabrikant aus Chicago. Schmerz und Entsagen. Wir wissen das alles nicht durch unsere Ehe mit dem kleinen, mageren Herrn Baron Geher. Wir haben in diesem Punkt auch nichts von ihm erwartet. Sie hatte keinen Grund, sich um Politik zu fümmern, die Sängerin Martha Mariza. Zwar tat es ihr leid, daß der Titel„ Baronin" jetzt weniger galt als das Gold, in das er gefaßt war. Und die Armen, die sie nicht bewundern kamen, weil sie es nicht konnten, verachtete sie noch im mer. Stand mehr denn je auf seiten der Reichen, Großen und Mächtigen. Bewies solche Gesinnung oft spontan, oft im Kleinen. Zum Beispiel: in ihrer zweiten Heimatstadt, in Wien an der Donau, hatte es Händel gegeben. Zwischen Jugendlichen der Rechten und Linken. Sozialdemokraten waren auf Vaterländische losgegangen. Die Jungens von links hieben eine gute Faust. Zerbeulten den Vaterländischen nebst Rücken und benachbarten Körperteilen ihre Trommel, mit der sie ausgezogen waren zu inferlischen und Schnedderengtengs. Die Merifalen erhoben in ihren Blättern ein großes Geschrei. Martha Mariza las davon nach einer glücklichen Nacht, die sie gutgelaunt hatte er wachen lassen. Sofort sandte sie der Vaterläns dischen Jugend telegraphisch Geld zum Ankauf einer neuen Trommel. Damit offen befundend, wem ihr Herz gehörte. Sonst war sie nicht gerade großzügig. Hielt eher das Geld zusammen, schon fnickrig- ältlich angehaucht. färbtem Blond, künstlich gestraffter Haut und geknetetem Leib alterte sie ja doch allmählich. Hinter ge Noch ruht sie nicht auf Lorbeeren und Dollars. Noch treibt es Martha Marita über die Erde, der Drang, zu singen, zu gestalten ist noch immer mächtig. Bit Bill Cofeh kann es sich leisten, seine Gattin auf einer Europas Tournee zu begleiten. Die Geschäfte gehen ohne ihn, gehen von selbst. Die beiden kommen auch nach Wien. Jene Stadt an der Donau, die Martha Marika so heiß liebt. Heißer als jede andere. Stadt der ersten, großen, füßen Triumphe, wie könnte ich dich je aus meinem Herzen reißen? Es ist auch die Stadt, in der ein gewiffer Baron Geyer lebt. Kleiner, magerer, von der habsburgischen Monarchie geadelter Jud. Jetzt sehr katholisch. Und einflußreicher denn je. nung Martha Mariba, noch nicht in ihrer Woh in jeder anderen Stadt genügen Hotels, aber in Wien muß eine Wohnung auf sie warten, heimisch, traulich, mit herrlich gemütlichem Kitsch ruft sofort den Inten danten der Staatsoper an.„ Ich will übers morgen die„ Tosca" singen, hören Sie? Nein, nein. Weder„ Elisabeth" noch„ Isolde“. Nur „ Tosca". Was weißt du, dummer Lüms. mel", denkt die Sängerin Martha Mariza nachher, wo ich es gelernt habe, die„ Tosca" zu fingen? Damals in dem kleinen Badeort an der Adria, und er war ein Fischerjunge und sechzehn Jahre alt, unter uns, ich schon an die vierzig und er hatte Zähne wie Schnee." auftretender Beamter. „ Frau Kammersängerin, es tut mir leid. Um die wenig anges bin ich selbst hier. Sehr fatal, sehr beinlich. nehme Botschaft in bester Form zu verkünden, Doch leider nicht zu ändern. Die allerchriftlichste Regierung hat dem Druck des Kardinalfürsts bischofs und aller Frommen im Lande nachaeben und gut, Sie dürfen nicht auftreten." müssen." Jeßt, weniger ölig, nüchtern:„ Kurz Am nächsten Morgen wird der Intendant Schrieb der Bruder aus Brünn, dort Kell- der Wiener Staatsoper gemeldet.„ Er kommt ner im„ Roß" und jetzt ohne Stellung. Schrieb felbst, um mir zu sagen, daß ich die„ Tosca" an die berühmte Schwester, bat um Hilfe. Essingen foll", frohlockt die Mariza zu ihrem Gats famen- 200 Stronen. Unlustig angewiesen. ten, dem Büchsenfleischfabrikanten. Der Inten Grämlich. Was fümmerte sie das Pack, das da dant ist ein forrekt gekleideter, weltmännisch noch lebte und um sie kroch? Es galt, die Millionen zusammenzuhalten, zu mehren und in der Fülle zu haben, wenn das Gespenst des Alters einmal unerbittlich da war. Noch nicht, noch nicht. Noch triumphierte sie überall. Und da war der Büchsenfleischfabrikant aus Chicago, Bit Bill Cofch, nicht mehr ganz jung, aber ungezählte Dollarmillionen reich, der sie mit Herz und Dollars einfangen wollte als legitime Gattin. Pit Bill Cofey, Hafen der Zukunft. Man sang noch, so lange es ging, dann zog man sich in Frieden zurück, ausruhend vom Ruhm, von der Leidenschaft, auf den Dollarmillillonen. Dollars waren besser als Schilneu auf nüchterner Sachlichkeit gegründeten linge. Ein Corned- Beaf- Fabrikant in dieser Welt sicherer als der Baroninnen- Titel romantischer Vorkriegsjahre. Es galt, mit der Zeit Schritt zu halten. Martha Mariza hatte niemals Hemmungen gekannt, wenn sie ein Ziel erreichen wollte. So bat sie den kleinen mageren Herrn in Wien, ihren Gatten, den Baron Geyer, in die Scheidung zu willigen. Es geschah das Unerwartete. Der Kleine Herr in Wien wollte nicht. Er hing, weiß der Teufel warum, an seiner schönen, berühmten, treulosen Frau. Martha Mariza zog die breit gewölbten Brauen zusammen. Man würde sich zu helfen wissen. Wer vermag sich nicht zu helfen, wenn er Millionen hat und verbündet ist mit den Mächtigen, Großen und Reichen diearoße, berühmte Sängerin. Sie ist erstarrt. Der Intendant reibt sich die Hände. Scheußlich, scheußlich.„ Frau Kammersängerin", er spricht vorgebeugt, leise, mit geschmeidigem Lächeln, Warum?" Sie kann nichts weiter fragen, die nicht trennen. Sie verstehen", noch leiser, noch man steht hier wieder auf dem Standmunkt: Was Gott zusammenfügt, das darf der Mensch geschmeidiger, der Herr Baron Geher..." Trotzdem der Intendant das letzte nur noch geflüstert hat, Mr. Pitt Bill Cofey, schlauem, geriebenem Fuchs, ist dennoch kein Wort entgangen. Gemütlich:„ Was kostet es, wenn meine Frau doch auftritt, gegen den Willen des Kars dinalfürstbischofs und gegen die Intrigen ihres ersten Mannes?" Entrüstet der andere:„ Ich „ Well", bitte Sie, hier geht es um Moral!" wie lindes Säufeln flingt Mr. Cofeys Stimme, um Moral? Das ist besonders teuer..." Der Intendant geht. Wolfen überlegener Abscheu umhüllen ihn. Kriege kommen, Kaiser- und Königreiche vergehen, Diktaturen werden aufgerichtet, Republiken und neue Staaten. Uns macht das nichts. Wir singen weiter, die anderen feiern uns auch, wir sind und bleiben die berühmte, die begnadete, die geniale Sängerin. Reifer sind wir inzwischen geworden. Weppiger. Wir versuchen, die Jahre zu überlisten, denn wir könEin Büchsenfleischfabrikant aus Chicago nen unseren Körper mit allen Wundermitteln ser Erde? denkt nach.„ Wem hast du damals die Trommel der Neuzeit pflegen, die die Jugend erhalten. In Kalifornien gibt es das sogenannte geschickt?"" Dem Vorsitzenden der VaterAber in der Stimme, in der schauspielerischen Scheidungsparadies Miami. Hier spricht man ländischen Jugend, dem Fürsten SternbergI Rabenklau". Mr. Cofeh lächelt. Well. Laß| Philantropin. Denn sie hat der Baterländischen Der Schwertfisch geht dazwischen mich machen". Im„ Neuen Wiener Journal" las man einige Tage darauf folgende Kritik über das Auftreten der Sängerin Martha Mariza als Tosca":„ Die glanzvolle Erscheinung des bes rühmten Gastes, für die Gestalt der„ Tosca" geeignet wie für keine andere, beherrschte von Anfang bis zu Ende die Szene und erntete nicht endentvollenden Beifall. Wir dürfen nicht vergessen zu erwähnen: Frau Mariza ist nicht nur eine große Sängerin, sondern auch eine große Jugend, der stets ihr Herz gehörte, wie sie schon einmal durch das Geschenk einer Trommel bes wies, für wohltätige Zwede 20.000 Schilling zur Verfügung gestellt. Die Regierung hat ihr dafür den Maria- Theresien- Orden am roten Band verliehen." Mr. Pitt Bill Cofey las diese Kritik mit vergnügtem Schmunzeln. Reichte dann das Blatt seiner Gattin, meinte: ,, Well. In 11. S. A. hätte uns die Sache mehr gekostet. Moral made in Austria ist very, very billig..." Die Frauen um Hitler Komisches, Lächerliches und Tragisches Der Führer und sein Verhältnis zum schwachen Geschlecht" Bon Konrad Heiden Von dem schon durch sein erstes Werk| jungen Dame jüdischer Abstammung verlobt; der über Hitler weithin bekannt gewordenen Name wurde nicht genannt, aber darauf ange Schriftsteller Konrad Heiden ist im spielt, daß Erna Hanfstängls amerikanische Europa- Verlag, Zürich, ein neues Buch Großmutter Heine geheißen hatte. Darauf eine ..Adolf Hitler, Das Zeitalter der Verant wortungslosigkeit"( 400 Seilen, Preis! fettgedruckte Bekanntmachung im„ Völlischen tart. Schiv. Fr. 6.-) erschienen, das sich Beobachter": es liefen Gerüchte über eine Veraur Aufgabe stellt, an der Hand eines rei- lobung Adolf Hitlers mit einer jüdischen Dame chen Tatsachenmaterials das Menschliche um. Diese Gerüchte seien erlogen; Adolf Hitler des Diktators darzustellen und daraus poli- sei nicht verlobt. Außerdem nun wörtlich und tische Folgerungen zu ziehen. Die Fülle des mit voller Namensnennung ,, ist das betref Materials und der glänzende Stil des Ver- fende Fräulein Hanfstängt gar nicht jüdischer fassers macht es zu einer äußerst spannen- Abstammung." Nach dieser takivollen Erklärung den Lektüre, obgleich gegen die Behandlung konnte die ganze Stadt denken, was sie wollte; der Vorgänge und Personen in der deut- die Wahrheit war aber, daß Hitler kein Glück gehabt hatte. Erna Hanfstängt heiratete bald darauf den Professor Sauerbruch; dieser wiederum vertauschte München mit Berlin, nicht zu letzt, um den abgewiesenen Liebhaber etwas aus dem Gesichtsfeld zu bekommen. schen Sozialdemokratie vieles einzutvenden ist. Konrad Heidens Schilderungen des intimen Lebens des Emporkömmlings aus Braunau ist Objektivität nicht abzusprechen, daß der Barträtierte dennoch schlecht weg tommt, daran sind die Tatsachen schuld. Nachstehend mit Erlaubnis des Verlages eine Leseprobe: Ein Kapitel wie dieses gehört in jede Biographie; tein Mensch kann ohne sein Verhältnis zum anderen Geschlecht verstanden werden. Das üppige Wuchern der Homosexualität im engsten Kreise um Adolf Hitler hat diesen bei vielen Menschen in einen naheliegenden Verdacht gebracht. Leute, denen man gute Informationen zutrauen durfte, wußten von sehr freundschaftlichen Beziehungen zu einem jungen Menschen namens Schiller in Berlin zu berichten; dieser Schiller habe Briefe Hitlers in der Schweiz an ficherer Stelle untergebracht. Ohne daß nach der Person dieses Schiller hier weiter geforscht sei, tann gesagt werden, daß die Behauptungen, von einer Homosexualität Hitlers reine, durch die handgreiflichsten Tatsachen widerlegte Kombinationen sind. Wir erinnern uns, wie seine intimen Parteifeinde aus der Anfangszeit ihm ,, übermäßigen Damenverkehr" vorwarfen und ihn der Großsprecherei gegenüber seinen Freundinnen beschuldigten. Wir erinnern uns an den Rügebrief Gottfried Feders, der ihm doch ausdrücklich das Recht der Erholung im Kreise schöner Frauen" zugestand. Aber dann gibt es auch wieder gegenteilige Beobachtungen. Der Gefängnisdirektor Leybold in Landsberg schreibt in einem seiner Berichte:„ Er hat keinen Zug zur Weiblichkeit." " „ Herr Adolf" Im Frühjahr 1933 beschäftigte ihn ein junges Mädchen, Tochter eines Berliner Gelehrten, in dessen Salon Hitler und Goebbels schon vor der Machtergreifung berkehrten. Hitler wird von der Hausfrau mit„ Herr Adolf" angesproBorivürfe wegen des Judenboykotts gefallen chen. Herr Adolf muß fich von ihr beispielsweise lassen, der in diesem kultivierten Hauſe nicht berstanden wird; dann mischt sich Goebbels ein und sagt mit gesalbter Stimme:„ Gnädige Frau, des Hauses, ein lebenslustiges junges Mädchen, ich war das schwarze Schaf!" Die eine Tochter schen der Gegenwart ein wenig an der Nase findet Gefallen daran, den berühmtesten Deut herumzuführen. Mit himmlischer Geduld beglei tet er sie auf ihren Autofahrten, aber dabei bleibt es auch. Viel Anlaß zum Gespräch hat die Film schauspielerin Leni Riefenstahl gegeben. Hartnäckig hat Hitler der Dame drei Jahre nach einander den Auftrag gegeben, den Nürnberger Parteitag zu filmen; zweimal sind nach allgemeinem Urteil schlechte Filme daraus geworden. Trotzdem bleibt Leni Riefenstahl vorläufig die Herstellerin des offiziellen Films vom Parteitag. Sie schwärmt für Hitler, erklärt ,, Mein Kampf" für eine Offenbarung; auf einer Filmexpedition nach Grönland hat sie Hitlers Bild in ihrem Zelt hängen. Sie gehört zu den Intimsten des Kreises, duzt Hitler wie Göring, erklärt aber im übrigen, Hitler stehe hoch über jeder persönlichen Beziehung. die verehrte Frau lebt. Auch seine häufigen Be suche in einer Münchner Gaststätte wurden bes merkt, deren Inhaberin ihn start fesselte. Die„ Untreue" des Führers Auffallend ist bei diesen Beziehungen Hits lers Unbeständigkeit, um nicht zu sagen Untreue. Es scheint, daß er in die achtungsvolle Vereh rung fultivierter Weiblichkeit gern das derbere Verhältnis zu größeren Typen hineinmengt. Anspruchsvolle Freunde flagen über die ,, unmög lichen Flietscherin", die er in jede Gesellschaft und zu den unpassendsten Gelegenheiten mitbringe. Die Carlton- Tee- Stube an der Brienner Straße war lange Zeit ein beliebter Treffa punkt für derartige Zusammenfünfte. Alf und Geli Tiefer und tragischer als alle diese Bes ziehungen verläuft ein Verhältnis, das man Adolf Hitlers große Liebe nennen kann; der Roman mit seiner Nichte Grete Raubal, der Tochter der Stiefschwester Angela. Grete Raubal war ein junges, krausblon des, üppiges Landmädchen aus Oberösterreich so etiva ist der Typ am besten beschrieben. Sie wohnt mit der Mutter im Hause des Onfels: nimmt in München Gesangsunterricht, will zur Bühne. Hitler faßt eine starke Neigung zu dem jungen Mädchen. Sie nennt ihn Onkel Alf, er nennt sie Geli. Tie Freundschaft zwischen Alf und Geli gibt frühzeitig zu Klascherei in der Partei Anlaß. Hitler schreit die württem= bergischen Amtswalter an, er sei der Gründer und Führer der Partei und lasse sich keine Vorschriften machen, ob und wohin er mit seiner Nichte im Auto fahre. Das häufige Erscheinen Gelis neben Alf war bei Versammlungen und Tagungen aufgefallen. Im Herbst 1930 erfährt die breitere Def= fentlichkeit zum erstenmal von dem Verhältnis Eine ,, taktvolle" Erklärung durch seinen schrecklichen Abschluß. Grete Raubal Hitlers Neigung( 1923) zu Erna Hanfhat sich in ihrem Schlafzimmer in der Münchstängl, der Schwester Ernst Hanfstänals( seines ner Wohnung, die sie gemeinsam mit der Mutter späteren Auslandspressechefs) ist heftig, aber Eine Zeit lang schwärmte Hitler für die und dem Onkel bewohnt, erschossen. Hitler ist anscheinend ziemlich einseitig; Erna Hanfstängt Sängerin Margarete Elezat. Hier wie bei zerbrochen. Grete Raubal wird in Wien beers zieht ihm den Chirurgen Sauerbruch vor. Hitler anderen Beziehungen ist zu bemerken, daß der digt; der Onkel, der aus Desterreich Ausgewie fühlt einen Stich im Herzen. Es wird geflüstert, nationalsozialistische Führer keinen Anstoß an sene, erhält von der österreichischen Regierung der Führer der Nationalsozialisten sei mit einer der Verjudung" des Milieus nimmt, in dem die Erlaubnis, ans Grab zu kommen, unter der Bedingung, daß er sich jeder politischen Tätigkeit enthalte. Die österreichischen Genossen werden aufgefordert, den Besuch des Führers überhaupt nicht zu beachten. Warum hatte Grete Raubal sich getötet? Es gibt einen dokumentarischen Vorgang, der ein überraschendes Licht auf Adolf Hitlers Beziehungen zu Frauen wirft. Dieser Vorgang seßt es außer Zweifel, daß Hitler ges liebten Frauen in einer besonderen Art hörig ist. Bemerkt sei nur, daß mit dem Fall der Reichsschatzmeister der Partei, Franz Schwarz, in Verbindung steht, der geholfen hat, Adolf Hitler aus Erpresserhänden zu befreien. Die Hörigkeit ist der geheime Kontrast zu seiner überbetonten, affettierten Brutalität in Politik und Geschäf= ten, gegenüber Freunden und Mitarbeitern. Ein Kontrast, der den Sexualwissenschaftlern wohlbekannt ist. Ob die Entdeckung dieser Eigenschaft an dem verehrten Onkel Grete Raubal die Lebensfreude genommen hat, sei hier nicht untersucht. Nach ihrem Tode fertigte der Maler Ziegler ein Porträt von ihr an, vor dem Hitler in Tränen ausbrach. Ziegler wurde später durch Handschriftliches Defret Hitlers Professor an der bayrischen Akademie der bildenden Künste mit außerordentlichen Vollmachten. Eine der hier genannten Frauen hat, nach ihren Beziehungen zu Hitler befragt, zu verstehen gegeben, daß sie eine Enttäuschung erlebt habe, die ihr den Mann nicht gerade respektabe! mache. Die oft ausges sprochene Vermutung, daß Hitlers Triebleben nicht normal sei, ist richtig. Nur wurde meist in der falschen Richtung geraten; er ist nicht homooder bisexuell, sondern hörig. Manche PsychoLogen schreiben Menschen mit solcher Verantagung eine besondere Suggestivität zu; eine ungewöhnliche Art des Blicks und der Gebärde, die faszinieren soll. Dies und das Der reichste aller indischen Fürsten, der Nizam von Haiderabad, besißt in seiner Edelsteinsammlung den größten Smaragden, der je gefunden wurde. Aus diesem Stein ist ein Te= bensgroßer Papagei geschnitten worden. In Europa gibt es etwa vier bis acht Prozent Linkshänder. Unter den geistig nicht normalen Kindern ist dagegen Linkshändigkeit weit häufiger. Daß Linkshändigkeit erblich ist, wurde längst wissenschaftlich festgestellt. Unsere europäische Hauskatze wird für das Ergebnis einer Kreuzung der ägyptischen Katze, die im alten Aegypten als heilig galt, und einer Wildkapenart, die früher in Europa sehr häufig vorkam, gehalten. Das Wort Gulasch, das unserem Ohr so pikant wohlschmeckend flingt, stammt, als Natio nalgericht der Ungarn, natürlich aus dem Ungarischen, schreibt sich eigentlich Culhas und war der Name eines ungarischen Kuhhirten, der auf diese Weise in der Küche aller Länder unsterblich geworden ist. Wie hoch das heute so billige und gewöhn liche Salz in früheren Zeiten geschätzt wurde, begreift man, wenn man hört, daß es im zwölf ten Jahrhundert als Zahlungsmittel verwendet wurde. Wollte man einem Gast besondere Höflichkeit erweisen, mischte man reichlich Salz un ter das Essen. Man streute auch Salz auf die Schwelle, um ihn willkommen zu heißen. Wenn ein Gast Salz verschüttete, galt das als große Unhöflichkeit dem Gastgeber gegenüber. Die Freiheitsstatue im New Yorker Hafen wurde im Jahre 1885 errichtet. Sie war ein Geschenk des franzöfifchen Volkes zur Hundert jahrfeier der Unabhängigkeit Amerikas. 4 Die offizielle Hauptstadt von Australien, Canberra, hat noch immer erst 5000 Einwohner, und zwar meistens Beamte. Van allen warmblütigen Tieren hat die jäne die kräftigsten Kiefermusteln; sie vermag den harten Knochen eines Ochsen durchzubeißen, um das Mark zu schlürfen. Wölfe können mit einem einzigen Biß einem Menschen die Hand abbeißen. Baris mit seiner Bevölkerung von vier Millionen berbraucht mehr als zwei Milliarden Tonnen Nahrung und 6,775.800 Fässer Wein jährlich. Literatur " Dufel Heinrichs Jugendbücher."( Verlag Gustav Neugebauer, Prag.) Vier Jugendbücher sind eben auf dem Büchermarkt erschienen. Den Mädchen gewidmet ist ,, Ontel ein richs Kinderkalender für Mädchen 1936", der alles enthält, was Kleinen Mädchen Freude bereitet: Ankleidepuppen, fesselnde Aufgaben zum Zeitvertreib, eine Menge hübscher Märchen mit Illustrationen, Lieder und Gedichte und leere Seiten, wo wichtige Ereignisse, Daten und gelesene Bücher eingetragen und geführt werden können. Auch die Knaben sind nicht leer ausgegangen; für sie ist„ Onkel Heinrichs Kin berkalender für Knaben 19 3 6" bestimmt, der ebenfalls sehr inhaltsreich ist. Packende Geschichten von fern und nah wechseln mit interessanten Denksportaufgaben, Rätsel, neue Spiele und Basteleien. Ferner sind erschienen: Onfel einrich und feine Nichten und Neffen", Band I und II, heißen diese beiden Werke. Sie enthalten eine Menge Märchen und Geschichten für Mädchen und Knaben, Spiele, Basteleien. ( Preis geb. je 12 Kč.) " Heiteres Der Lehrer erklärt den Kompaß. ,, Du gehst mit Deinen Eltern spazieren. Dein Vater vers liert den Weg. Er behauptet, man müsse rechte gehen, deine Mutter behauptet links. Was tut dann dein Vater?" ,, Er geht links, Herr Lehrer." Seit Wochen regnet es Bindfaden. Eines Tages patscht Siedebauch durch die Pfützen zum Bahnhof. ,, Nanu?" so wundert sich sein Freund Kugelkopp ,,, wo willst du denn hin?" ,, Nach Sicht", erklärt Siedebauch lakonisch.„ Sicht? Wo liegt denn das?" ,, Weiß ich auch nicht", sagt Siedebauch still, aber gestern stand in der Zeitung: Schönes Wetter in Sicht." ,, Herr Meier, warum kommen Sie denn so spät ins Amt? Sie sind gewiß wieder im Vers fazamt gewesen?"- ,, Aber Herr Chef, in so günstigen Verhältnissen befinde ich mich leider nicht mehr!" Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch. Drakowa Nr. 32, Post Modlan bei Teplitz- Schönau. SCHACHAUFGABE Nr. 259. Karel Říha, Smíchov. ( Šachový list.) Schwarz: Kf5, Dh8. Sh2, Bg3. g4, h5.( 6) 7 6 5 a b c d e f g h abcd e fgh 8 7 6 5 2 Weiß: Kd7, Da8, Lg8, Sd5, f7. Be2.( 6) Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an den Leiter dieser Spalte einzusenden. Lösungszug zu Nr. 256: Be6-87! nossen ein: Beutel Wilhelm, Arnsdorf b. Tetschen; Richtige Lösungen sandten nachfolgende GeSchöffel Anton, Schöbritz; Dinnebier Emil, ton. Kunnersdorf b. Zwickau; Chimiak Theodor. Tetschen; Teppen Franz, Karlsbad; Hanisch AnLohmüller Hans, Habl Erwin, sämtlich Nester sitz: Schubert Josef, Kotschken bei Aussig: Triltsch Gustav. Wisterschan; Walter Ludwig u. Robek Franz, Kwitkau; Ulbert Rudolf, ProseHolfeld Otto. Nestersitz. ,, Du solltest mal meine Braut sehen, alter ditz: Tesař Franz, Suchei; Kraus Gerhard, Turn: Freund! Ich sage dir, die drei Grazien in einer Person!" So dick ist sie?" * " # Frischens Lieblingsbefäftigung ist es, seine Mutter den lieben langen Tag mit allen möglichen Fragen zu nälen. ,, Mutti?" Aber Mutti. ..Ich habe kein Zeit!" Ich habe dir doch gesagt, daß ich keine Beit habe, Junge!" ,, Mutti, ich wollte ja nur eine Sache fragen!" Was ist es denn?" , Sag mal, Mutti, was macht denn der Wind, wenn er nicht weht?" " # Der Theaterdirektor wurde zum zweiten mal mit Zwillingen gesegnet. ,, Na ja", meinte der Kassierer ,,, er möchte wenigstens zu Hause ein volles Haus haben!" Lehrer:., Berger, sage mir, wie ist der Ofen?" ,, Der Ofen ist grün!" ,, Brav, wie ist die Kreide?" ,, Die Kreide ist weiß!" ,, Richtig. Und wie mein Hut, Meier?"- Schäbig, Herr Behrer!" Druckfehlerberichtigung. In Aufgabe Nr. 258 sind folgende schwar ze Figuren als weiße eingesetzt: Ke3, Lc1, Sd1, Bb2 und B16. Der Nenner ist richtig. bitte nach diesem die Aufgabe zu korrigieren. mich nicht anschließen, denn die Einsendungen T. F.. Karlsbad: Ihrer Meinung kann ich dokumentieren, daß in Arbeiterkreisen für Schachaufgaben und Schach überhaupt Interesse vorhanden ist. Mein Rat war selbstverständlich nur gut gemeint. Schachwettkampf in Bruch. Arbeiter- Schachklub Wisterschan in Bruch beim dortigen tschechischen Arbeiter- Schachklub. Nach dreistündigem schönen Kampf endete das Spiel Am Sonntag, dem 24. November, weilte der an 7 Brettern mit 3: 3% unentschieden. Die Gäste können mit diesem Ergebnis zufrieden sein, da. das Unentschieden gegen den als spielstark bekannten Brucher Verein erzielt wurde. Nachfolgend die Einzelergebnisse. Wisterschan zuerst genannt: 1. Scharoch ½- ½ Livanec. 2. Frisch 1-0 Zburnik, 3. Robek 1-0 Mařik, 4. Kára Fr. 0-1 Smid, 5. Novotny 0-1 Novák. 6. Schmied 0-1 Černý. 7. Kára Otto 1-0 Rybka. Retourspiel findet am 15. Dezember in Wisterschan, ..Landhaus". statt.