BUNTE WELT Nr. 10 Unterhaltungsbeilage Die Schauspielerin, I. In den Arbeitervierteln war der Name der revolutionären Schauspielerin Anna Reingardt allgemein bekannt und durch ihre antireligiösen Aufführungen berühmt geworden. Ihre neue Phantomime ,, Der Aufstand" rief helle Begeisterung in den Reihen des Arbeiter publikums hervor. Und diese kleine, goldhaarige Frau, wurde von den Arbeitern nicht anders als ,, unsere Künstlerin" genannt, weil niemand mit so viel Wahrhaftigkeit und so viel Aufrichtigkeit wie sie spielte. Früher einmal die Besitzerin eines großen Gutes und einer reichen Villa, hatte diese Frau, während der Revolutionsjahre vieles mitmachen müssen. Früher hatte sie durch ihre Stimme und ihre Anmut stets ihre Gäste bezaubert; nun wollte sie ihre Begabungen dazu verivenden, sich ihr tägliches Brot verdienen zu können, um nicht Hungers sterben zu müssen. Aber sie sank tiefer und tiefer und für drei, ja für zwei Rubel sang sie in Bierhallen und billigen Kabaretts, und war dabei gezwungen, in fleinen, schmutzigen Korridoren da keine Ankleideräume vorhanden waren zu warten, bis sie an die Reihe fam. Und wie schwar war es, ihre Würde zu bewahren, inmitten von frechen, gewissenlosen Menschen, denen es vollkommen gleichgültig 1936 Von Pantelejmon Romanov " Frauenhände, nicht diese rührende Unbeholfen-| Wunsch, ihn anzuspornen. Er verdient auch heit, durch welche sie einst die Leute ihrer Ge- nicht leicht sein Brot", denkt jeder. sellschaft bezauberte? Und plötzlich diese Wandlung! Das Leben wurde fast erträglich, sie hatte jetzt Wäsche, Puder und sogar Parfüm. Irgend ein schwarzhaarigerMann inszenierte ihr eine Phantomime nannte sie ,, Der Aufstand" und von dieser Zeit an lächelte ihr das Glück zu. Sie wußte selbst nicht, warum ihr Spiel eine solche Begeisterung hervorrief. Sie spielte so einfach und naiv, wie sie lebte. Anders zu spielen hätte sie auch nicht vermocht. Aber sobald sie sich nur auf der Bühne zeigte, erstarrte das Publikum( sie fühlte das deutlich). Vielleicht deshalb, weil sie ihre Stim mungen nicht durch Worte, sondern nur durch Bewegungen ausdrückte? Vielleicht war der Eindruck so start, weil diese kleine Frau einen zarten, zerbrechlichen Körper und unschuldige Kinderaugen hatte, aus denen irgendeine ungewöhnlich rührende Wahrheit schaute. Vielleicht beides zusammen. Aber der Eindruck ihres Spieles war einzigartig. So konnte nur jemand die Zuschauer gefangennehmen, der selbst tief erlebt hat, was er auf der Bühne darstellt! Das Arbeiterpublikum ist sehr feinfühlig Dann folgt ein Diseur auch in Bast schuhen und auch in roter Perücke, mit Erzählungen aus dem Leben des Volkes, dessen Salz nur darin liegt, daß er die Worte unrichtig ausspricht, wie er glaubt, daß unwissende Leute sie aussprechen müssen. Eigentlich könnte man sich dafür beleidigt fühlen, aber auch diesem Manne wird gutmütig Beifall gespendet. " Der Vorhang senkt sich. Der Veranstalter tritt auf und meldet laut, wie jemand, der schon lange auf sich warten läßt: ,, Anna Reingardt wird ihr neues Stüd Der Aufstand" vorführen!" Alles erstarrt. Es ertönen dumpfe, drückende Laute einer Musik, die von jenseits dieser dicken düsteren Mauern zu kommen scheint. Der Vorhang breitet sich rasch und laut, los auseinander. Die Bühne stellt einen Kerker dar. Eine Ecke der Bühne bildet eine Mauer aus dickem grauen Stein mit Kalkrinnen; ein Bündel Stroh auf der Erde und darüber ein kleines In der anderen Ecke steht ein Betpult, mit viereckiges Fenster mit einem dicken Gitter. rotem Kumatsch bedeckt, darauf ein aus Holz verfertigtes Kreuz und eine Bibel. Aller Augen wenden sich nach der offenen ivar, auf welche Weise sie ihr Brot verdienten! für wahrhafte Darstellung. Es hört deutlich Kerfertür, zu welcher man durch Steinstufen Und sie glitt in ein solches Elend, wo man jebe Begegnung mit Bekannten meidet und nicht auf die Straße geht, um nicht an den Bäckerläden mit den verlockend ausgebreiteten Semmeln vorbeigehen zu müssen. In der letzten Zeit hatte sie keinen Buder mehr( so etwas hätte sie sich nie in ihrem früheren Leben vorzustellen. vermocht!), und verwendete statt dessen Zahnpulver, aber sie verging dabei vor Scham vor sich selbst. Sie war nicht mehr in der Lage, ihre Wäsche der Waschfrau zu geben, so verriegelte sie die Türe und wusch selbst ihre Hemden in der Suppenschüssel. Und als ihr nur noch ein Hemd verblie ben war, da mußte sie rasch ein anderes aus einem Kissenbezug machen, indem sie die Ecken wegschnitt und eine Oeffnung für den Kopf machte. Aber Zahnpulver statt Puder, das be= drückte sie noch mehr als der Hunger, noch mehr als der Mangel an Wäsche! Sie wußte selbst nicht warum. Wenn man ihr sagte, daß das alte Leben nicht mehr wiederkehre, daß man sich an das neue anpassen müsse, empfand sie nur noch vermehrten Schrecken davor. Was heißt das- sich an das neue Leben anpassen? Das heißt, an Gott nicht mehr glauben, auf den Fußboden spucken dürfen, mit schmutzigen Nägeln herumilaufen und Villen ivegnehmen können? Nein, lieber sterben! Und was kann es schon Anziehendes in einem Leben geben, das die zarten Elegien Tschaikowskys nicht braucht, nicht die durch jahrhundertelange Kultur verfeinerten zarten den falschen Ton, wenn bürgerliche Schauspiegelangen kann. Was wird von dort kommen? so, als wären die Saiten eines Klaviers ge Es ertönen einige abgebrochene Afforde, rissen, und im selben Augenblick, wie durch einen kräftigen Stoß des Henfers hingewor fen, rollt ein zerbrechlicher Körper von den steinernen Stufen herab. ler mit ihrer rassigen fultivierten Stimme Volksausdrücke gebrauchen, die im Leben ganz ungefünftelt gesprochen werden. Sie fühlen das Falsche, die Nachahmung in der Stimme. Aber Arbeiterpublikum ist auch sehr nachsich tig. Klatscht großzügig und lacht auch dann, wenn das Spiel nicht sehr gelungen ist. Dazu ist es ja Bühne, es geschieht ja das nicht in Im Saale erstirbt alles vor Grauen. Wirklichkeit und zu ernst muß man es ja auch Da ist sie: ihr kleiner Körper, wie ein nicht nehmen. ,, Sie bemühen sich doch für uns." Bündel zusammengerollt, liegt hilflos auf dem und Arbeiter verlassen niemanden ohne Er- ſteinernen Boden. Man kann nur ihren zarten mutigung, auch den schlechtesten Darsteller schmalen Rücken und ihr aufgelöstes üppiges nicht. Haar auf dem Boden liegen sehen. Langsam richtet sie ihr Haupt auf, dann den Körper, und auf den Knien kauernd, im Gesicht noch den Ausdruck des erschreckten Staunens über den eben erhaltenen Schlag, betrachtet sie voll find licher Angst den Kerker, das Stroh auf dem Boden, das Gitterfenster. Wenn aber wirklich gespielt wird, erkennen sie es gleich und ihr Beifall klingt dann schon ganz anders. II. Im Zuschauerraum beschäftigt alle, die das neue Stück noch nicht gesehen haben, die Frage: Wie kann diese kleine zerbrechliche Frau nur durch Tanz allein einen Aufstand zeigen? Ja, dazu müßte man eine ganze Masse vor sich haben! Wie wird sie das so ganz allein machen? Der Vorhang geht auf. Zuerst treten Sänger in Bauerntracht und neuen Bastschuhen auf, singen, fuchteln mit den Händen und tanzen nach russischer Art in Kniebeugungen. Dabei sieht man bei einem roten Bauernfer! in unnatürlich reinem unzerknitterten Hemd und in neuen, noch nicht getragenen Bastschuhen schwarze Haare unter der zerzausten roten Perücke hervorgucken. Und weil er es gar nicht bemerkt, wirkt es so komisch. Dieser unnatürliche Eifer in seinem Spiel erweckt den Diese Augen drücken nicht jenen übertriebenen Schmerz und Schrecken aus, wie man dies gewöhnlich auf der Bühne sieht. Ihr Gesicht ist das Gesicht eines Kindes, dessen Tränen über erlittenen Schmerz noch nicht ge= trocknet sind, dessen Aufmerksamkeit aber schon von einem neuen Bild gefangen genommen wird. Dieses Bild ist ungemein armselig. Ein Bündel Stroh und ein Gitterfenster. Man merkt deutlich, daß ihr Gehirn von der blizartigen Erkenntnis ihres lebendigen Begrabenwerdens durchzuckt wird. Sie springt auf, stürzt sich zur Tür, hängt sich mit dem ganzen Gewicht ihres Körpers auf den schiveren Riegel und in grenzenloser Verzweiflung ihrer Ohnmacht beißt sie sich in die Hände. — 2— Für sie gibt es keine Zuschauer mehr. Hinter ihrem Rücken gibt es keine Menschen mehr im Saale. Sie steht ganz allein vor dieser für alle Ewigkeit geschlossenen Tür. Man kann nur mit dem Kopf an sie schlagen und sich verzweifelt in die Hände beißen, um den Schmerz über das lebendig Begrabensein zu betäuben. Und ein einziger Gedanke durchzuckt die Gehirne Vieser hunderte Menschen, die im Saale sitzen: Sich auf diese Tür zu stürzen, denn so vielen kräftigen Arbeiterschultern würde nicht nur die Tür, sondern auch die steinerne Mauer nicht widerstehen können. Da plötzlich erbebt etwas im Gesicht diese? kleinen, gequälten Weibes. Ihr Blick fällt aus das Pult mit dem Kreuz darauf. Dieser rote Stoff ist das Sinnbild ihres Blutes, welches vielleicht morgen, vielleicht heute schon fließen wird. Ihre Augen öffnen fich weit, voll stummen, wortlosen Schreckens; eine religiöse Regung macht diesem Schrecken Platz— die Ergebenheit. Mit vorgestreckten Armen, mit über die bleichen Wangen rinnenden Tränen kriecht sie auf den Knien zum Pult— wie ein zerknittertes Nichts. Aber plötzlich richtet sie ihr Haupt empor, als wäre sie durch irgend einen Gedanken überrascht; unverwandt schaut sie auf das Pult, auf das Kreuz, richtet sich auf, geht hin— und mit einer Neugierde, als erwache, in ihr jetzt eine neue Erkenntnis, betrachtet sie diese Dinge, betastet sie und fährt sich dann mit den Händen über die Augen, als wolle sie sich von irgendeiner Hypnose befreien. Plötzlich stutzt sie und lauscht aufmerksam irgendwelchen Tönen, die von. jenseits der Bühne kommen. Sie fährt auf. Das Kreuz noch in der Hand festhaltend, wendet sie sich der Tür zu. Die Töne hinter der Bühne kommen näher und näher, sie erkennt jetzt deutlich den Revolutionsmarsch und hört laufende Schritte Von hunderten von Füßen.„Sieg!" Ihre Augen fliegen von der Tür zum Fenster und im Nu verwandelt'sich ihr Gesicht. Eine auflodernde übermenschliche Freude beleuchtet es und die Menschen im Saale, ohne sh dessen bewußt zu werden, widerspiegeln dieses Lächeln des Sieges und der' Freude. Man hat keine winzige, unglückliche Sklavin mehr vor sich; sie streckt sich, wächst empor, ihre Augen werden groß und strahlend und in einer plötzlichen Anwandlung zerbricht sie geräuschvoll das Kreuz an ihrem Knie, stampft mit den Füßen darauf und vom Pult das rote Tuch herunterreißend, stürzt sie sich damit wie mir einer Siegesfahne durch die jetzt vor ihr sich öffnende Tür den von draußen kommenden Schritten entgegen... Im Saale kennt die Begeisterung keine Grenzen mehr, die Leute schreien, klappern mit den Stühlen, winken ihr mit den Händen zu. Und sie, wieder eine kleine, hilflose Frau geworden, tritt auf die Bühne, streckt wie ein Kind die Arme aus mit einer Gebärde, als wolle sie ihre Seele restlos diesen Menschen hingeben, verneigt sich und lächelt mit einem stillen, klären Lächeln. Die Vorstellung ist zu Ende. Sie wischt sich im Ankleideraum di« Schminke vom Gesicht, schließt ihr Köfferchen, nimmt die 10 Rubel Honorar in Empfang und geht fort. Kommt nach Hause, öffnet ihr Zimmer. Ein großes, altertümliches Bett, zwei Ahnenbilder in Ge- neralSuniform, ein Tisch mit einer Kaffeekanne darauf bilden di« Einrichtung. Jetzt kann sie schon wieder Kaviar mit Brot essen, Kaffee mit Milch trinken. Es ist schon spät. Sie kleidet sich aus und stellt sich mit den kleinen, nackten Füßen auf den Teppich vor dem Bett und betet lange und inbrünstig vor dem Kruzifix, das über dem Kopfende hängt. Die dünnen Fingerchen sind fest zusanimengefaltet, pressen sich auf der Stirn und sich am Boden niederlassend, liegt sie lange wie ein Klümpchen dort. Sie bittet den Allmächtigen, er möge sie verstehen und ihr vergeben, denn alles das war ja nur für die Bühne. Ihm aber bleibt sie genau so ergeben wie früher— mit ihrer ganzen Seele. Aber Zahnpulver statt Puder zu benützen, das kann sie nicht mehr. (Uebertragen von RechaKatz.) „Gründe“ für Ehescheidungen Eine amtliche Statistik (MTP.) New York. In Washington besteht ein Institut, dessen Angestellte vom Staate dafür bezahlt werden, daß sie das soziale Leben der USA erforschen. Im Mittelpunkt der Fragen, die die Beamten zu prüfen haben, steht die Ehe und die Ehescheidung; eine Statistik, die alljährlich einmal herausgegeben wird, faßt die Gründe zusammen, aus denen die einzelnen Ehen zerbrachen. Aus dem trockenen Zahlenmaterial, das den statistischen Niederschlag Tausender von Ehetragödien und Hunderter von Ehekomödien bildet, fallen besonders jene„Gründe" ins Auge, die zumeist als„mental cruelty" zusammengefaßt, im einzelnen doch so unwahrscheinlich"und originell sind, daß es sich lohnt, einige Muster von nicht musterhaften Ehen herauszunehmen. U. a. tvur- den geschieden: Drei Paare.. weil die Männer sich ohne stichhältigen Grund geweigert hatten, das Bridge-Spiel zu lernen(Verschulden der Männer). 86 Paare, die sich über die z-> tvählenden Taufnamen des neugeborenen Babys nicht hatten einigen können(beiderseitiges Verschulden). Ein Paar, wo die Frau fich geweigert hatte, ein Luxus-Auto statt ihres alten Ford« Wagens als Geschenk vom Manne anzunehmen; wodurch der Kredit des Mannes untergraben wurde(Verschulden der Frau). IS Paar«, bei denen einer de Ehegatten vom„Kalorien- und Vitamin-Wahn" befallen war und versucht hatte, dem anderen Teil die eigenen medizinischen Prinzipien mit Gewalt beizubringen(17 Fälle Verschulden der Frau). 30 Paare, weil die Frau fich die Nägel zu auffällig lackiert oder den Mund in„unpassen- der Weise" angemalt hatte(Verschulden der Frauen). 1022 Fälle Trunksucht(meist des Mannes Verschulden). 84 Fälle Tabakmißbrauch(je 17 Schuldige). Ein Paar, bei dem der Mann infolge von drei hintereinaNderfolgenden Zwillings- bzw. Drillingsgeburten der Frau in Schulden geraten war(Verschulden des Mannes). SS Paare, bei denen die Frau fich nicht um den Mann kümmerte, sondern tanzte(meist Verschulden deS Mannes!). Zwei Paare, weil der Mann dadurch Konfliktstoff in die Ehe brachte, daß er seinen Kindern die Spielsachen fortnahm, um selbst damit zu spielen(Verschulden deS ManneS). Zwölf Ehen wegen Meinungsverschiedenheiten üser die Brauchbarkeit deS Hauspersonals (sämtlich Verschulden des Mannes). Sechs Paare, weil die Frauen selbst zugaben, ihre Hunde mehr als ihre Männer zu lieben(Verschulden der Frauen). 112 Paare wegen Meinungsverschiedenheiten über Barttracht des ManneS(Verschulden geteilt).• 589 Paare wegen„ungebührlicher Worte" und„erniedrigender Behandlung"(sämtliche Verschulden deS ManneS; beliebtester und leichtester Scheidungsgrund). Dazu kommen noch Geiz, Verschwendungssucht und sämtliche menschlichen Charakterschwächen als Schridungsgründe.- Wenn das Auto eine Stadt baut C. C. Los Angeles ist mit seinem weltbekannten Bezirk Hollywood eine werdende Stadt- Jn der Fläche ist sie die größte Stadt Amerikas, größer selbst als New Dork mit, seinen 8 Millionen Einwohnern, obgleich es mit den 70 Städten zusammen, mit denen es verbunden ist, nur 1% Millionen Einwohner hat. Die Stadt wächst von Tag zu Tag. Ununterbrochen sind die Stadt» und die Grafschaftsverwaltung dahinter/ Gelände zu erschließen, mitten in der Stadt, in der Umgebung der Oeltürme, die oft auch in schon sehr belebten Stadtteilen plötzlich vor dem Blick auftauchen; aber noch mehr ist dieses Werden im Außengelände zu beobachten. In den Hügeln von Hollywood, die auf zauberisch verschwiegenen Pfaden den einsamen Bergsteiger oft in Gegenden versetzen, die es mit jeder Alpenlandschaft an landschaftlichem Reiz aufnehmen, in diesen Hügeln sind ununterbrochen Pioniere am Werk, das Land baureif zu machen, d. h. Straßen zu bauen und in ihren Bauch gleich Waffer-, Gas- und elektrische Leitungen zu versenken und an ihrem Rand die Straßenlaternen aufzustellen. Das reizt die Bautätigkeit an und di« Stadt wächst, nicht nur Häusern und Bewohnern, mit diesen ai«h an Steuerkraft, an Bedeutung. Ein« kluge vorausschauende Politik. An solchen Straßen werden die Häuser oft wie Rester über den Abgrund gebaut. Alle dies« Straßen in die Hügel werden zunächst nur zweispurig gebaut, zwei Autobreiten. Kein Bürgersteig. Wozu auch? Die Fußgänger find eine verschwindende Minderheit. Oft stößt man als einsamer Wanderer erst nach 5 oder 10 Minuten auf das nächste Haus. Die Haushunde haben sich dem schon angepaßt. Das noch so lärmende Auw schreckt sie nicht auf, aber den Wanderer bellen sie an. Er ist für sie di« völlig unbekannte Erscheinung. Auch die vierspurigen Hauptstraßen haben keine Seitenwege für Fußgeher. Im flachen Stadtgeländ«, das sich von den Hügeln bis zur See erstreckt, werden auch die schmälsten Straßen von Haus aus vierspurig angelegt, die meisten in sechs Autobreiten, alle großen Verkehrsadern aber, wenn sie heute auch noch durch Wüsten oder Oelgeliinde führen, ach^spurig. In Los Angeles kommt auf je anderthalb Einwohner ein Auto. Vor der Universität stehen täglich so viele AutoS der Lehrer und Studenten, daß ein Statistiker ihren Wert mit 8 Millionen Dollar errechnen konnte. Solcher rasender Entwicklung eines modernen Verkehrsmittels muß ein« Stadwerwaltung natürlich Rechnung tragen. Darum spart Los Angeles mit dem Platz für Fußgänger und es ist freigebig mit dem Platz für die Auws, und morgen vielleicht wird sie eher für Flugplätze als für Bürgersteige Vorsorgen. Der Mensch auf Rädern öder gar der geklügelte braucht keine Bürgersteige. 3Ballade vom sonderbaren Fischzug Als es geschah, da war die Welt noch klein Und durch die Völker ging der Menschensohn, Der wollte aus dem Elend sie befrei'n, Wie alles endete, das wist Ihr leider schon: Das Volk blieb arm, die Pharisäer reich, Und die Kamele kommen in das Himmelreich. Im See Genefareth, da fischten sie zur Nacht Und fuhren morgens leer zurück zum Strand; Sie hatten nicht ein Fischlein eingebracht. Da rief der Herr: ,, Fischt doch zur rechten Hand!" Nun warfen sie das Netz zur rechten Seite aus Und brachten überreichen Fang nach Haus. Da staunten die Jünger und priesen des Göttlichen Ehre, Doch gibt es kein Wunder, das heute noch dankenswert wäre. * Zwei Jahrtausende später, in Amerika, Geschah ein ähnlich wunderbarer Fang. Da fuhren Fischkutter von Kanada Hinüber zur Neufundlandbank. Kaum tauchten die Netze ins Meer hinein Zog zum Berften gefüllt man sie wieder ein. Vielleicht könnt Ihr, was kommt, nun nicht verstehn: Wer sehr viel fängt, der hat noch nichts gewonnen, Entscheidend ist, wie hoch die Preise stehn, Und steigt das Angebot ist der Gewinn zerronnen. Das Motto dieser Welt, von jeder Phrase entkleidet, Es heißt: Nicht der Bedarf, nur der Profit entscheidet! Drum jauchzten die Fischer nicht, sie sahen schweigend darein. Und fuhren mit vollen Kammern in den Heimathafen ein. * Der Fang war reich, doch mager der Gewinn, Als Dung tat man die Fische drum verwenden. Die Erde nahm die Gabe dankbar hin Und gab als Weizen sie zurück mit vollen Händen. Doch schreckerfüllt fah man den neuen Segen, Auch dies Geschenk, es tam sehr ungelegen. Der Preis für Weizen fiel um zwölf Prozent. Die Händler rauften sich die dünnen Haare. Schon überlastet war der Markt am Kontinent. ,, Werft in das Meer die überschüssige Ware!" Und tausend Tonnen floffen in das Meer. Die Schieber wurden reich, die Speicher leer. Beim Fischen endet, was beim Fisch begann; Das Narrenspiel, es fängt von vorne an. Lachen im Orient... Fünf Schwänke aus dem Morgenland Der Befehl des Kalifen. Eines Tages ließ der Kalif von Bagdad an die Großen feines Reiches die Botschaft ergehen, daß zu der nächsten Sizung des Staatsrates jeder Geladene ein Ei mitzubringen habe. Als bald darauf der erlauchte Kreis sich bersammelt hatte, erhob sich der Kalif: ,, Meine Freunde! Gleich wird der Dichter Achmed in unserer Mitte erscheinen. Wir wollen seinen Wiz und die Schlagfertigkeit seines Geistes erproben. Verberge ein jeder von Euch das mitgebrachte Ei!" mitgeteilt von Friedrich Steiner sein", schloß der Kalif diese eigenartige Staatsratsibung. Der Urteilsspruch des Kadi. man einen Kadi. Da das Gesetz für dieses VerIn den Haremsgärten des Kalifen ertappte gehen die Todesstrafe vorsieht, verkündete der Kalif dieses harte Urteil dem unglücklichen Täter. Der warf sich dem Herrscher zu Füßen und bat:„ Gewährt mir noch eine Lebensfrist von drei Tagen. Dann will ich vor Euch hintreten und nur einen Satz sprechen. Rede ich die Wahrheit, so laßt mich durch das Schwert töten, spreche ich eine Lüge aus, so laßt mich durch den Strid sterben!" " So sonderbar dem Kalifen diese Bitte dünkte, willfahrte er ihr: Beim Barte des Propheten schwöre ich, daß Dir so geschehen soll, wie Du es verlangst!" " Als bald darauf der Dichter eintrat, hörte er die zornige Stimme des Kalifen: Ihr seid alle dumme Hennen und schon längst beleidigt Ihr mit Eurem Gegader mein Ohr. Wenn Ihr jetzt nicht sofort meinem Befehl Folge leistet und jeder von Euch rasch ein Ei legt, habt Ihr Euer Leben verwirkt!" Und sich an den GroßAs die Gnadenfrist abgelaufen war, wesir wendend, sprach er:„ Und Du sollst den Anfang machen!" Der Vertraute des Kalifen führte man den verurteilten Kadi vor den erhob sich, machte seltsame Bewegungen und Kalifen. Der Delinquent warf sich dem Herrbrachte schließlich ein Ei zum Vorschein. Esscher zu Füßen, indem er nur den einen Satz tamen die anderen an die Reihe und unter sprach: Ich werde gehenkt!" merkwürdigen Zudungen und Ausrufen legte jeder der Geladenen sein Ei zu Füßen des Kalifen. Verwundert hatte der Dichter Achmed dem seltsamen Vorgang zugesehen, als ihm der Befehl auteil wurde, ebenfalls dem Gebot des Kalifen Folge zu leisten. Achmed erschrat. Er fah die erwartungsvollen Blicke auf sich gerich tet. Da durchzuckte ihn ein Gedanke. Sein Mund öffnete fich: ein schrilles Kikerifi ertönte aus so wirst Du eben geföpft werdem Mund des Dichters, das noch durch eine den!" ordnete der Kalif an. dem Flügelschlagen ähnliche Bewegung unterftützt wurde. Erhabener Herrscher", wandte sich jetzt Achmed an den Kalifen ,,, tvo so viele Hennen sind, darf ein Hahn nicht fehlen. So laßt mich der Hahn an diesem Hofe sein." " Der Kalif und feine Würdenträger bras chen in herzliches Gelächter aus, ob dieser schlauen Redewendung: ,, Weil Du Dich auf so Fluge Weise aus dieser üblen Situation gezogen baft, sei Dir Deine Bitte gewährt. Du wirst fünftighin an meinem Hofe der Hahn im Korbe So ist es!" bestätigte der Kalif. Der Kadi erhob sein Haupt: ,, Bedenkt Ihr auch, Beherrscher der Gläubigen, daß Ihr dann Eueren Schwur brecht. Denn wenn Ihr mich hängen laßt, habe ich doch eben die Wahrheit gesprochen. Wenn ich aber die Wahrheit spreche, so sollte ich geföpft werden, lautete unsere Abmachung..." " Gut ,, Verzeiht, o Herr auch das widers spricht unserer Vereinbarung. Wenn Ihr mich föpfen laßt, so habe ich mit meinem ersten Saz gelogen, denn ich sagte: Ich werde gehenft! Und wenn ich gelogen habe, so müßt Ihr mich durch den Strick hinrichten lassen!" Jetzt erst erkannte der Kalif, daß der schlaue Kadi ihm eine Schlinge gelegt hatte. Er berief die Weisen seines Hofes und erbat ihren Rat. Aber da feiner von ihnen einen Ausweg wußte, wandte der Kalif sich wieder an den Martin Grill Verurteilten: Du hast als Richter oft gute Proben Deines Scharfsinnes abgelegt. So sei es jetzt Dir überlassen, das Urteil über Dich zu sprechen!" " · Der Kadi verbeugte sich tief und erwiderte in ehrfurchtsvollem Ton: Großer Kalif, auch ich vermag der Gerechtigkeit nicht sofort aus der Not zu helfen. Jedoch dem Geseze muß Ge Todesurteil bestehen bleiben. Darum rate ich nüge geschehen und das über mich verhängte Euch: gewährt mir einen Urlaub von 99 Jahren. In dieser Zeit will ich eifrig über meinen Fall nachdenken und ich hoffe, bestimmt nach Ablauf dieser Frist im Klaren zu sein; andernfalls mögen die Henker ihr Wert vollziehen falls mich Allah noch am Leben gelassen hat." Der Kalif flatschte in die Hände und bedeutete dem Kadi, sich zu erheben:., Gehe hin, mein Sohn und Allah möge Deinen Geist noch lange frisch erhalten!" Der Derwisch und das Gastrecht. Bei einem wohlhabenden Muselmann weilte schon geraume Zeit ein frommer Der wisch zu Gaste, der es sich bei der nahrhaften Küche recht wohl sein ließ. Die Frau des Mus selmanns wollte aber den gefräßigen Gast logwerden und drängte ihren Mann, den Derwisch zum Aufbruch zu mahnen. Maa es wohl so sein, wie Du fagst", erwiderte der Ebenatte, so würde ich mich doch ewig der Sünde zeihen, wollte ich dem frommen Mann unsere Tür weisen." Und wieder verging eine Woche, ohne daß der Mönch Miene gemacht hätte, aufzu brechen. Das Weib des Muselmanns tourde ungeduldiger: ,, Schaff uns endlich den Derwisch bom Halse. Unsere Schränke und Krüge find leer!" Diesem wiederholten Drängen konnte der Hausherr sich nicht länger entziehen und so ging er zu dem anhänglichen Gast, der scheinbar im Gebet verfunken, auf seiner Matte saß. ,, Vers zeiht, ehrwürdiger Bruder, wenn ich Euere Andacht störe, doch komme ich nicht ohne Not zu Euch. Denn feht, unser letter Hammel ist ge schlachtet, unsere lezte Grüße ist verbraucht, ebenso Pflaumen und Datteln. Nur noch ein wenig Brot ist im Kasten, womit Euch sichere lich nicht gedient ist, Nehmt daher unseren Dank für Enere beglückende Gegenwart und folgt dem 4 Winfe Allahs, der Euere Schritte zum besten| grimmig aufeinander los. Vielleicht hätten sie Tenfen möge." ,, Nun wohl", gab der Derwisch zurück, ,, wecke mich morgen bei Tagesanbruch, dann will ich meine Pilgerreise fortsetzen." Beim ersten Frührot trat der Muselmann an das Lager seines Gastes:„ Erhebt Euch zu Euerer Wanderung, frommer Pilger, der Hahn hat schon gefräht...!" men ,, Was haben meine Ohren eben vernom Du hast noch einen Hahn...?" murmelte schlaftrunken der Derwisch, wandte sich zur Seite und schlief weiter. Die Predigt des Gesandten. Der Fürst Hussein Malek wollte einen Gesandten an den persischen Hof schicken und da man ihm den ausgezeichneten Prediger Wewlana Arschad empfohlen hatte, beschied er diesen zu sich: ,, Du sollst als mein Abgesandter an den persischen Hof gehen. Da Du aber, wie ich vernahm, dem Bettel sehr ergeben bist, mußt Du mir schwören, dieser Gewohnheit so lange zu entsagen, als Du am persischen Hofe weilst." Der Prediger leistete den gewünschten Schwur, bekam reichliche Reisezehrung und langte bald darauf in Schiras an. Der Schah, der von der ausgezeichneten Rednergabe des Gesandten gehört hatte, bat Metlana um eine Predigt für den kommenden Freitag. Nach dem üblichem Gebet bestieg der Gesandte die Kanzel und predigte mit solchem Feuer und mit so eindringlicher Kraft, daß die Zuhörer tief erschüttert waren. Den starken Eindruck seiner Rede gewahr werdend, wandte er sich noch einmal an seine andächtige Gemeinde: Meine Brüder, bevor ich von Euch Abschied nehme, habe ich Euch noch etwas im Vertrauen zu sagen. Ehe ich als Gesandter zu Euch kam, war es meine Gewohnheit, zu betteln, sogar auf der Kanzel. Aber mein Fürst ließ mich schwören, mich während meines hiesigen Aufenthaltes des Betteln zu enthalten. Nun wohl, geliebte Gemeinde, ich habe geschworen, nicht zu betteln und ich werde meinen Schwur halten. Aber so frage ich Euch auf Euer Gewissen, habt Ihr geschworen, mir nichts zu schenken?" Nach diesen geschickt gewählten Worten war es mit der frommen Stimmung der Zuhörer vorbei. Sie lachten laut und sammelten vergnügt für den schlauen Prediger, der seinen Eid so geschickt zu umgehen gewußt hatte. Die Blinden und das Almosen. Nasreddin Hodscha, der berühmte türkische Spaßmacher, traf beim Verlassen der Moschee auf drei Blinde, die ihn mit demütiger Stimme um ein Almosen baten. Er besah sich die BettTergestalten und sagte dann im vernehmlichen Ton: Da- nehmt diesen Asper und teilt ihn ehrlich unter Euch!" In Wirklichkeit gab er feinem etwas. Die Blinden, in der Meinung, daß er das Geldſtück irgend einem von ihnen in die Hand gedrückt habe, dankten dem Spen der freundlich und wünschten ihm Segen. Allahs sich gar noch totgeprügelt wegen des vermeint lichen Asper, wenn nicht Nasreddin Hodscha plötzlich aufgetaucht wäre und die Streitenden mit den Worten getrennt hätte: Das nächste Mal müßt Ihr blinden Brüder Euere Augen noch besser aufmachen, damit nicht einer den andern verdächtigt, wo doch keiner von Euch etwas bekommen hat..." Beschämt durch diese derbe Lehre schlichen die vermeintlichen Blinden schweigend von dannen. Pedro Gonzalez Der letzte Ritter der Landstraßen Räuberromantik, sollte man meinen, kommt nur in Jugendbüchern und in schlechten Operetten vor. Die Zeiten, in denen Wegelagerer edlen Sinnes in den Straßengräben auf reiche Kaufherren warteten, die sie dann überfielen, ausraubten, aber den Raub unter die Armen verteilten, hat es wohl nie gegeben. Aber es gab folche Ritter der Landstraßen als Einzelerscheimung immer, und es gibt sie sogar in unseren Tagen. Eben kommt nach 30 Jahren Haft Petro Gonzalez aus dem Gefängnis. Pedro Gonzalez das war um die Jahrhundertwende ein Name, den in Spanien jedes Kind kannte. Er war das Oberhaupt einer Räuberbande, die jahrelang in ganz Spanien ihr Unwesen trieb. Ganze Armeen von Polizisten und Soldaten setten den Banditen manchesmal meilenweit nach, niemals gelang es, irgendein Mitglied der Bande zu fassen, und schon gar nicht Pedro Gonzalez selbst. Die Der gerissene Verkäufer Schach- Ecke Geleitet von Wenzel Scharoch, Drakowa Nr. 32, Post Modlan bei Teplitz- Schönau. Schachaufgabe Nr. 272. 8 Von E. Bertrand. a b c d e f gge h 強 8 Er war ebenso berüchtigt wie beliebt, und Schwarz: Kc5. Te7, Le8. Sc8, Ba7, c6, g4, h7,( 8) in dieser Popularität lag die Chance seines immer sich wiederholenden Entkommens. Bauern verbargen ihn vor der Polizei, in allen Städten hatte er Freunde und Geliebte, und nach einem Raubzug, bei dem es ihm gelang, einen Sack voll Peseten zu erbeuten, glich seine Ankunft in einem kleinen Dorf dem triumphalen Einzug eines Eroberers. Denn wirklich, so unwahrscheinlich es flingt, das Bolf. Er half, wo er helfen konnte, allen er warf mit vollen Händen die Goldstücke unter Armen und Kranken. Wohltätige Stiftungen lebten geradezu von ihm, und kleine Pächter, die vor dem Ruin standen, bezahlten mit seinem Gelde ihre Schulden. 7 6 LO 5 4 3 1 a b c d e f go h 7 6 5 ст 4 3 2 Das wäre vermutlich noch lange so gegan- Weiß: Kh6, Ta6, c1, Lb1, g3, Sd8, e2, Ba3, c4.( 9) gen, wenn nicht eine Liebesgeschichte dazwischengekommen wäre, die ihm die Freiheit kostete. Gonzalez verliebte sich in ein Mädchen Manuela. Sie erwiderte seine Leidenschaft, und die Hochzeit war anberaumt. Gonzalez fand es unter seinter Würde, in aller Stille zu heiraten. Er lud Hunderte von Freunden in die Kirche des fleinen Ortes. Und darunter befand sich ein Verräter. Die Polizei umzingelte die Kirche und als die Jungvermählten aus dem Portal heraustraten, eröffnete sie das Feuer. Es gab ein Handgemenge, Gonzalez gelang es, schiververwundet zu fliehen. Mit Manuela verlebte er glückliche Tage in der Nähe von Valencia. ,, Nun laßt uns rasch teilen!" rief einer der Bettler, als er Nasreddin Hodscha außer Dann aber erkrankte Manuelc. Er brachte Seb- und Hörweite vermutete. Du hast das sie in die Stadt ins Krankenhaus, damit sie die Gelditück, Hassein, laß es wechseln!"..Ich richtige Pflege haben sollte, und er war nicht habe nichts bekommen!" versicherte zornig der davon abzuhalten, sie täglich zu besuchen. Viele Bettler. Natürlich hast Du es bekommen. Ich Male gelang es ihm, unerkannt zu entkommen. sah doch deutlich, wie der Fremde Dir was Aber bei einem dieser Besuche faßte ihn die Polizusteckte!" Rein Du selbst' hast es Du zei am Krantenbett seiner geliebten Frau. Um Hundejohn Du willst uns nur belügen!" sie nicht aufzuregen, leistete er feinen Wider Der dritte Bettler mischte sich jetzt brüllend stand... drein: Ihr seid mir nette Gauner, spielt mir Er wurde zu nicht weniger al: 154 Jahren hier eine Komödie vor, um das Geld für Euch zu behalten. Aber ich habe Euch genau beobachiet!" Da gerieten die beiden anderen in noch größere Wut und alsbald schlugen die drei Gefängnis verurteilt. Nach vielen Amnestien brauchte er nur 30 zu verbüßen. Heute ist er frei. Aber Manuela lebt nicht mehr St. L. Matt in zwei Zügen! Lösungen sind bis längstens 14 Tage nach Erscheinen der Aufgabe an Spalte einzusenden. den Leiter dieser Lösungszug zu Nr. 269: Dg1- g5! Richtige Lösungen sandten nachfolgende Ge nossen ein: Schindler Robert, Lohmüller Hans, Holfeld Otto, Chimiak Teo, Habl Erwin, sämtlich Emil, Tetschen; Tepper Franz, Karlsbad; Kraus Gerhard, Turn; Hochfelder Hermann, Saaz; Bur Nestersitz: Demel Rudolf, Schirmdorf; Dinnebier kert Franz, Schönau bei Neu- Titschein; Wand Ernst, Merzdorf; Tesař Franz, Suchei; Beutel Hostomitz: Schöffel Antón, Schöbritz; Proch Anton, Predlitz: Robek Franz und Walter Ludwig, Kwitkau; Sturm Heinrich, Brünn; Trepesch Waldemar, Kleinaugezd: Triltsch Gustav, Wisterschan; Grimmer Emil, Katharinaberg. Wilhelm, Arnsdorf bei Tetschen: Hyna Josef, SCHLUCKENAU. Die junge Schachsektion Schluckenau führte zum ersten Male eine größere Schachveranstal tung durch, zu welcher die Genossen aus Rumburg eingeladen waren. Zum Wettkampf, welcher an 10 Brettern ausgetragen wurde, erschienen zahlreiche Schachinteressenten. Ergebnis: 7-3 Punkten für Rumburg. Anschließend gab Gen. Sallmann, Rumburg, eine Simultanvorstellung an 10 Brettern. Genannter Genosse gewann 7, verlor 2 und remisierte eine Partie. Sämtliche Spiele wurden in Schluckenau im Konsumverein ausgetragen.